Szenarien des E-Teaching:
"Anreicherung", "Blended Learning"
& "virtuelle Lernumgebung"
Jörg Hafer
10.11.2010
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E-Teaching-Szenarien lassen sich nach
drei Gruppen unterscheiden
• "Anreicherung"
– Präsenzseminare werden durch Online-Material oder
Online-Aktivitäten ergänzt
• "Blended-Learning"
– Präsenzseminare und Online-Phasen finden
wechselweise und aufeinander bezogen satt – Online-
und Offline-Phasen sind als Gesamtkonzept geplant.
• "Virtuelle Lernumgebung"
– Präsenzphasen finden nicht statt, alles geschieht
online.
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Beispiele für "Anreicherung"
• Zu einer Präsenzveranstaltung werden
Materialien vorab zur Verfügung gestellt
und/oder es werden vorab Vorkenntnisse,
Interessen und Wünsche an das Thema erfragt.
• Nach einer Präsenzveranstaltung werden online
die Kursunterlagen, Protokolle und Ergebnisse
verfügbar gemacht.
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Beispiele für "Blended-Learning"
• Nach einer Präsenzveranstaltung wird in der
Online-Phase gemeinsam oder individuell ein
Inhalt erarbeitet. Die Ergebnisse werden in einer
abschließenden Präsenzveranstaltung
zusammengeführt und ausgewertet.
• In einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe
werden zwischen den Präsenzveranstaltungen in
online-Arbeitsphasen curriculare Themen
bearbeitet.
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Beispiele für "virtuelle Lernumgebung"
• Ein neues Beratungskonzept wird online
verfügbar gemacht. Die Erfahrungen mit der
Umsetzung werden in einem Forum strukturiert
ausgetauscht und reflektiert.
• Ein Selbstlernmodul wird zur Verfügung gestellt.
Die Bearbeitung wird durch einen Test
abgeschlossen. Der Dozent gibt individuelles
Feedback.
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Kriterien für Szenarien-Gestaltung und
Bewertung
• strukturiertes  offenes Lernangebot
– (z.B. verbindliche oder selbstorganisierte
Zeitplanung)
• individuelle  kooperative Bearbeitung
– (z.B. Textarbeit "für sich" oder als "Diskussion")
• eingegrenzter  offener Inhaltsbereich
– (z.B. "wie ist die neue Gesetzeslage?" oder "welche
neuen Produkte gibt es im Netz?")
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"Warnschilder" zu E-Teaching Szenarien
– nicht, dass wir es Ihnen nicht gesagt hätten...
• je "virtueller" desto größer die Anforderung an die
Selbstorganisation der TN oder die Betreuung durch
die Dozentinnen
• "offene Angebote" nutzen i.d.R. diejenigen TN, die
eine hohe Selbstlernkompetenz bereits mitbringen
• Selbstorganisation "findet nicht einfach statt"
sondern erfordert meistens "Anschub"
• "Vorbereitung ist alles – aber das Ganze erfordert
mehr." – der Aufwand wird immer unterschätzt.
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Merkmale der Szenarien-Typen
• Anreicherungs-Szenarien
– werden vor allem von den aktiven TN genutzt
– erfordern (relativ) wenig Aufwand
• Blended Learning-Szenarien
– sind für viele TN "lernfreundlich" und bereichernd
– tendieren zu individualisierten, aufwändigen Formen
und Methoden
• Virtuelle Lernumgebung-Szenarien
– sind mit "Fernstudium" zu vergleichen
– sind aufwändig in Konzept und Erstellung und
erfordern starke Strukturierung und/oder "starke" TN
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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Szenarien jha 20101110b

  • 1.
    Szenarien des E-Teaching: "Anreicherung","Blended Learning" & "virtuelle Lernumgebung" Jörg Hafer 10.11.2010
  • 2.
    2 E-Teaching-Szenarien lassen sichnach drei Gruppen unterscheiden • "Anreicherung" – Präsenzseminare werden durch Online-Material oder Online-Aktivitäten ergänzt • "Blended-Learning" – Präsenzseminare und Online-Phasen finden wechselweise und aufeinander bezogen satt – Online- und Offline-Phasen sind als Gesamtkonzept geplant. • "Virtuelle Lernumgebung" – Präsenzphasen finden nicht statt, alles geschieht online.
  • 3.
    3 Beispiele für "Anreicherung" •Zu einer Präsenzveranstaltung werden Materialien vorab zur Verfügung gestellt und/oder es werden vorab Vorkenntnisse, Interessen und Wünsche an das Thema erfragt. • Nach einer Präsenzveranstaltung werden online die Kursunterlagen, Protokolle und Ergebnisse verfügbar gemacht.
  • 4.
    4 Beispiele für "Blended-Learning" •Nach einer Präsenzveranstaltung wird in der Online-Phase gemeinsam oder individuell ein Inhalt erarbeitet. Die Ergebnisse werden in einer abschließenden Präsenzveranstaltung zusammengeführt und ausgewertet. • In einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe werden zwischen den Präsenzveranstaltungen in online-Arbeitsphasen curriculare Themen bearbeitet.
  • 5.
    5 Beispiele für "virtuelleLernumgebung" • Ein neues Beratungskonzept wird online verfügbar gemacht. Die Erfahrungen mit der Umsetzung werden in einem Forum strukturiert ausgetauscht und reflektiert. • Ein Selbstlernmodul wird zur Verfügung gestellt. Die Bearbeitung wird durch einen Test abgeschlossen. Der Dozent gibt individuelles Feedback.
  • 6.
    6 Kriterien für Szenarien-Gestaltungund Bewertung • strukturiertes  offenes Lernangebot – (z.B. verbindliche oder selbstorganisierte Zeitplanung) • individuelle  kooperative Bearbeitung – (z.B. Textarbeit "für sich" oder als "Diskussion") • eingegrenzter  offener Inhaltsbereich – (z.B. "wie ist die neue Gesetzeslage?" oder "welche neuen Produkte gibt es im Netz?")
  • 7.
    7 "Warnschilder" zu E-TeachingSzenarien – nicht, dass wir es Ihnen nicht gesagt hätten... • je "virtueller" desto größer die Anforderung an die Selbstorganisation der TN oder die Betreuung durch die Dozentinnen • "offene Angebote" nutzen i.d.R. diejenigen TN, die eine hohe Selbstlernkompetenz bereits mitbringen • Selbstorganisation "findet nicht einfach statt" sondern erfordert meistens "Anschub" • "Vorbereitung ist alles – aber das Ganze erfordert mehr." – der Aufwand wird immer unterschätzt.
  • 8.
    8 Merkmale der Szenarien-Typen •Anreicherungs-Szenarien – werden vor allem von den aktiven TN genutzt – erfordern (relativ) wenig Aufwand • Blended Learning-Szenarien – sind für viele TN "lernfreundlich" und bereichernd – tendieren zu individualisierten, aufwändigen Formen und Methoden • Virtuelle Lernumgebung-Szenarien – sind mit "Fernstudium" zu vergleichen – sind aufwändig in Konzept und Erstellung und erfordern starke Strukturierung und/oder "starke" TN
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    9 Vielen Dank fürIhre Aufmerksamkeit!