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03/2015
2025: Das Büro als Denkraum
Orte, Umgebungen und Schnittstellen zukünftiger Wissensarbeit
Einführung
Seite 3-6
01
2025:
Das Büro als Denkraum
Wissensexplosion
und Raum für Talente
Multilokalität: Office
Everywhere und Homebase
Intelligente und hoch-
flexible Arbeitsumgebungen
Mobilitäts-Hubs =
Knowledge-Hubs
Virtualisierung
Seite 7-14
02
2025: Das Büro
als bedrohter Raum
Büroflächeneffizienz
und -nachfrage
Neue Arbeitsformen und
neue Arbeitsumgebungen
Datensicherheit
Seite 15-18
03
2025:
Das Büro als Chancenraum
Smarte Büromöbel
und Oberflächen
Ambient Intelligence
Flexible Raumkonzepte
Green Building, Green Office
Gesundheitsorientierung
Mobilisierung und
Office-as-a-Service
Seite 19-31
Quellen
Seite 32-33
2
Inhalt
Einführung
3
Leistung und Ergebnisorientierung ohne Präsenz:
'Agile Working' ist auf dem Vormarsch. Wird der
klassische Büroarbeitsplatz im Jahr 2025 überflüssig
sein? Und was bedeutet das für Arbeitgeber, Bau-
unternehmen, Büromöbelhersteller, IT-Dienstleister
etc.?
Wie wir in Zukunft arbeiten werden und wollen, hat
maßgeblichen Einfluss darauf, wie Büroräume und
Umgebungen der Wissensarbeit in fünf, zehn oder
fünfzehn Jahren aussehen werden. Zahlreiche
Trends, Themen und Technologien transformieren
die Arbeitswelt, wie wir sie heute kennen. So wie
die smarte Automatisierung in der Industrie (Indus-
trie 4.0) die Produktion nachhaltig verändern wird,1
nehmen Informatisierung, Internetisierung, Cloud
Computing, Virtualisierung und künstliche Intelli-
genz Einfluss auf die Organisation der Arbeit im
tertiären und quartären Sektor. Immer mehr Ar-
beitsbereiche werden von der Digitalisierung er-
fasst. Während im Dienstleistungsbereich neue IT-
unterstützte Geschäftsmodelle entstehen, erfahren
auch Wissensarbeit und Geisteskraft in zunehmen-
dem Maße 'digitales Enhancement'. Zu einem ge-
wissen Grad werden sie durch intelligente Systeme
sogar substitutiert.2
Der Wertschöpfungsanteil der Wissensarbeit, insbe-
sondere der interdisziplinären, vernetzten oder
kollaborativen Wissensarbeit, in den Industriestaa-
ten steigt. Die sogenannten 'Knowledge Worker'
werden zu einem wesentlichen Produktionsfaktor in
der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts.3
In der Always
on-Gesellschaft sind Daten und Informationen zu
jeder Zeit und von jedem Ort aus abrufbar. Digitali-
sierung und Virtualisierung der Arbeitsinhalte wer-
den dazu führen, dass der feste Arbeitsort zuneh-
mend an Relevanz verliert. Grenzübergreifende
Cloud-/Crowd-Working-Arbeitsmodelle entstehen.4
Die Einbeziehung von Kunden, externen Experten
und Freelancern in den Wertschöpfungsprozess
oder in konkrete Projekte gewinnt an Bedeutung.
Die Entgrenzung des Arbeitsortes wird zugleich
neue Arbeitszeitmodelle erforderlich machen. Zu-
nehmend werden diese auch von den nachrücken-
den Fachkräften der Generation Y, eingefordert.
Der demografische Wandel und der sich verschär-
fende Fachkräftemangel führen dazu, dass Unter-
nehmen für wissensintensive Tätigkeiten verstärkt
gut qualifizierte Mitarbeiter suchen und um diese
werben müssen. Dabei wird der 'War for talents'
nicht nur durch das Gehalt, sondern auch dadurch
Generation Y: Vor allem jüngere Wissensarbeiter
fordern innovative Tools, neue Interfaces und soziale
Vernetzungsmöglichkeiten.
Home Office, Videokonferenzen und Zusammenarbeit in virtuellen Teams:
Der klassische Büroarbeitsplatz mit Anwesenheitspflicht wird gegenüber
flexiblen Arbeitsformen weiter an Bedeutung verlieren.
5
Einführung 4
alisierung der Wissensinhalte und der Kommunika-
tion gekennzeichnet, sondern auch durch Multi-
lokalität. Vor allem städtischer Büroraum in der
Nähe von Mobilitäts-Hubs dürfte daher in den
nächsten Jahren weiter verstärkt nachgefragt
werden. Unternehmen werden weniger eigene
Büroräume vorhalten müssen. Die gemeinsame
Nutzung von Büroräumen und Office-as-a-Service-
Modelle gewinnen an Bedeutung.7
Auch die Anforderungen und Wünsche hinsichtlich
der Raum- und Arbeitsplatzgestaltung verändern
sich. Im Vordergrund stehen neben hoher Funk-
tionalität zunehmend Aspekte wie ökologische
Nachhaltigkeit und Gesundheitsorientierung. Dies
betrifft sowohl Bauunternehmen, die sich verstärkt
auf Green-Building-Konzepte (nachhaltige Materi-
alien, Energieeffizienz, Gebäudeautomatisierung
etc.) fokussieren, als auch Designer, Inneneinrich-
ter und Möbelhersteller, die flexible, adaptive und
ergonomische Lösungen anbieten müssen, um in
Zukunft erfolgreich zu sein.
Wie aber sehen die Produktionsstätten des Wissens
und die Denkräume von morgen eigentlich aus? So
viel vorab: Der Trend geht zum Freiraum.
5Einführung
entschieden, jungen High Potentials attraktive, das
heißt vor allem stimulierende Arbeitsumgebungen
zu bieten. Für die Generation, die mit dem Internet
und digitalen Medien groß geworden ist, schließt
dies auch innovative Tools, neue Interfaces und
soziale Vernetzungsmöglichkeiten mit ein. Zuneh-
mend werden Technologien zum mobilen Zugriff
auf Büro- und Unternehmensanwendungen über
Laptops, aber auch Smartphones und Tablet-PCs, in
den Arbeitsalltag integriert.6
Umgekehrt bezeichnet
'Consumerization of IT' den Trend, dass Anwender
ihr Arbeitsumfeld durch den Einsatz vorwiegend
privat genutzter Endgeräte, Software und Services
zunehmend selbst bestimmen. Unternehmen
werden in den nächsten Jahren ihre IT-Umge-
bungen entsprechend anpassen müssen. Das The-
ma Datensicherheit gewinnt in diesem Zusammen-
hang weiter an Relevanz.
Internationalisierung und Flexibilisierung, zuneh-
mende Projektarbeit in wechselnden Teams und
neue Arbeitszeitmodelle, die Beruf und Privatleben
besser miteinander in Einklang bringen sollen,
stellen veränderte Anforderungen an die Erreich-
barkeit physischer Arbeitsumgebungen. Das räum-
lich entgrenzte Büro ist nicht nur durch die Virtu-
Horizonterweiterung: Das Büro der Zukunft wird durch
Digitalisierung und Virtualisierung zunehmend
entgrenzt. Neue Denk- und Arbeitsräume entstehen.
Agile Unternehmen: Weltweit wird die Zahl der Büroarbeitsplätze
pro zehn Wissensarbeiter von acht in 2010 auf sieben in 2020 fallen.
8
Einführung 6
C O M P A N Y
7
01
7
2025: Das Büro als Denkraum
8
Welche Trends beeinflussen die Wissensarbeit
und prägen die Denkräume und Büroimmobilien der Zukunft?
Internet-Generation SalutogeneseVeränderte Lebens- und
Arbeitsverhältnisse
Informatisierung Netzwerkwirtschaft Human-Machine-Interfaces Virtualisierung
Flexibilisierung
Material-Innovationen MobilisierungÖkologische Nachhaltigkeit Energie-Innovationen
Wissen ist die einzige Ressource, die sich bei Ge-
brauch vermehrt. Das weltweit verfügbare Wissen
verdoppelt sich in immer kürzeren Zeitabschnitten.
Ursachen für die 'Wissensexplosion' sind die stei-
genden Forschungs- und Bildungsausgaben, der
immer höhere Spezialisierungsgrad in allen Fach-
gebieten, die Vernetzung unterschiedlicher
Wissensinstanzen untereinander und der immer
leichtere Zugang zu Informationen. Der Struktur-
wandel- hin zur Dienstleistungs- und Wissens-
gesellschaft, vor allem in den Industriestaaten,
macht die Wissensarbeit zu einem immer wichtige-
ren Faktor in der Wertschöpfung.9
Generell ist eine
zunehmende Wissensbasierung von Tätigkeiten
über alle Sektoren hinweg zu beobachten.
Aufgrund des demografischen Wandels wird sich
der Wettbewerb um Wissensarbeiter in den nächs-
ten zwei Jahrzehnten verschärfen, auch wenn der
Trend zur Höherqualifizierung dieser Entwicklung
teilweise entgegenwirken dürfte. Spätestens ab
2018 wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutsch-
land zu sinken beginnen. Stark betroffen sind die
klassischen Verwaltungs- und Büroberufe. Hier wird
ein Rückgang der Erwerbstätigen um 680.000 bis
2030 erwartet.10
Der Wettbewerb um junge Talente
2025: Das Büro als Denkraum
9
Allein die Zahl der Beschäftigen in Verwaltungs- und Büroberufen
wird in Deutschland bis 2030 um 680.000 zurückgehen.11
102025: Das Büro als Denkraum
11
wird in Zukunft nicht mehr nur über das Gehalt,
sondern zunehmend auch über Qualitätskriterien
wie das Employer Branding oder die Vereinbarkeit
von Familie und Beruf entschieden. Eine verstärkte
Bedeutung erfährt das Qualitätskriterium 'Raum'.
Horte der Büro- und Wissensarbeit bleiben nach wie
vor die Städte. In Deutschland ist der, wenn auch
bereits weit fortgeschrittene, Urbanisierungsprozess
immer noch nicht abgeschlossen. Der Anteil der
Menschen, der in urbanen Gebieten lebt, wird von
74,3 Prozent im Jahr 2010 auf 78,6 Prozent im Jahr
2030 steigen.13
In den letzten Jahren haben vor
allem die Großstädte stark an Attraktivität gewon-
nen. In Städten wie Hamburg, Köln, Frankfurt,
Berlin und München ist bis 2030 mit einem weite-
ren Zuwachs der Einwohnerzahl von elf bis 30 Pro-
zent zu rechnen.14
Faktoren für die Migrationsent-
scheidung hochqualifizierter Arbeitskräfte in diese
Städte sind neben der besseren Arbeitsmarktsitu-
ation die gut ausgebaute Infrastruktur, die große
Zahl an Freizeitmöglichkeiten und kulturelle Viel-
falt.15
So wie Städte, die für Hochqualifizierte
attraktiv sind, einen Standortvorteil haben, können
auch Unternehmen beim Recruiting profitieren,
wenn sie Bewerbern attraktive Arbeits-, Denk- und
Freiräume bieten. Das geht weit über den klassi-
schen Büroarbeitsplatz hinaus. Soziale, techno-
logische und wirtschaftliche Trends erfordern es,
das Büro der Zukunft räumlich neu zu denken.
Der steigende Anteil der Projektarbeit, die Zunahme
des Wissensaustausches über Abteilungs- und
Unternehmensgrenzen hinweg, Globalisierung und
Interkulturisierung sowie die fortschreitende Digi-
talisierung und Virtualisierung der Wissensinhalte
und der Kommunikation entbinden den Wissens-
arbeiter zunehmend vom klassischen Büroarbeits-
platz im Unternehmen. An dessen Stelle tritt das
'Office Everywhere'. Über immer leistungsfähigere
mobile Endgeräte und Breitbandverbindungen in
Kombination mit innovativen und sicheren Cloud-
Technologien kann in Zukunft im Prinzip zu jeder
Zeit und von jedem Ort aus gearbeitet werden.
Leistungs- und ergebnisorientierte Arbeitsstrukturen
fördern ein eigenverantwortliches Arbeiten zusätz-
lich. Damit treten Arbeitsräume zunehmend in
Konkurrenz zueinander: ästhetisch, funktional und
in Bezug auf ihre Erreichbarkeit. Der Wissensar-
beiter im Jahr 2025 wird je nach Bedarf, sowohl
hinsichtlich der Zweckmäßigkeit für die am jewei-
ligen Tag anstehenden Aufgaben als auch privater
Büros werden künftig als temporäre Ankerpunkte für
menschliche Interaktion dienen und weniger ein
täglicher Bestimmungsort sein.12
2025: Das Büro als Denkraum
12
2025: Multilokale Arbeitsformen sind stärker als heute etabliert.
Office Everywhere und klassischer Büroarbeitsplatz ergänzen sich.
2025: Das Büro als Denkraum
13
Belange, zwischen verschiedenen Optionen wählen
können wollen. Immerhin 30 Prozent der befragten
deutschen Unternehmen gehen davon aus, dass
der Anteil der Mitarbeiter, die ganz oder teilweise
vom Home Office aus arbeiten, in Zukunft weiter
steigen wird. Nur vier Prozent glauben, dass der
Anteil sinken wird.16
Multilokale Arbeitsformen
werden im Jahr 2025 stärker als heute etabliert
sein. Der Büroarbeitsplatz wird seltener als heute
genutzt werden – und anders. Büros werden zu-
nehmend zu Ankerpunkten menschlicher Interak-
tion, zu sozialen und kommunikativen Schnittstel-
len. Sie dienen dem zwischenmenschlichen Aus-
tausch und dem gemeinsamen Erlebnis der Arbeit
und damit insbesondere der Identifikation mit dem
Unternehmen und der jeweiligen Unternehmens-
kultur. Sie sind die Home Base des 'Office Every-
where'.
Arbeitsumgebungen werden in Zukunft verstärkt in
Zonen unterteilt, die entweder der Arbeit, der
Kommunikation, der Kreativitätsförderung oder der
Entspannung dienen. Umgebungsintelligenz
(Ambient Intelligence) unterstützt diesen Prozess
oder den jeweils gewünschten Nutzen. Beispiele
wären intelligente Licht-, Klima- und Schallschutz-
systeme sowie Möbel, Wände etc., die sich per
Sprach- und Gestensteuerung oder auch automa-
tisiert, zum Beispiel über Wearable-Schnittstellen
oder biometrische Erkennungsverfahren, flexibel an
Situationen, Personen und deren Stimmungslagen
anpassen können. Innovative Anwendungsmöglich-
keiten in den Bereichen Ergonomie oder Individua-
lisierung könnten hier beispielsweise Formgedächt-
nis-Werkstoffe eröffnen.17
In Zukunft tragen wir
vielleicht sogar eine digitale Blaupause unseres
idealen Arbeitsplatzes in Form eines Profils bei uns
und laden uns nicht nur den virtuellen, sondern
auch den realen Desktop aus der Cloud. Entspre-
chende Technologien werden den Trend zum
Desktop-Sharing begünstigen. So kann Mitarbeiter
A am Montag und Mitarbeiter B am Dienstag den-
selben, aber jeweils an die individuellen Bedürfnisse
angepassten und damit als eigenen empfundenen
Schreibtisch benutzen.
Mit der Zunahme mobiler Schnittstellen zwischen
Mensch, Technik und Informationen in der Cloud
einerseits und der allgemeinen Mobilität und Vertei-
lung von Wissensräumen in der globalen Netzwerk-
gesellschaft andererseits werden verstärkt Büro-
flächen in verkehrsgünstigen Lagen nachgefragt
2025: Das Büro als Denkraum
Büroflächenexpansion in verkehrsgünstigen Lagen:
Mobilitäts-Hubs werden zu Knowledge-Hubs.
14
werden. Mobillitäts-Hubs wie Bahnhöfe, Flughäfen
etc. können durch eine Erweiterung ihrer Büro-
flächen neue Zielgruppen erschließen. Potenzielle
Kunden wären Consultingfirmen, Anwaltskanzleien,
Marketing- und Designeragenturen etc., also vor
allem Branchen, in denen häufig gereist wird.18
Ein
Beispiel wäre der neue Büro- und Hotelkomplex
"The Squaire" am Frankfurter Flughafen, der als
perfekte Business Location im globalisierten Zeit-
alter beworben wird.
Bei aller Flexibilisierung der Arbeitswelt bleibt die
Identifikation des Mitarbeiters mit einem Unterneh-
men auch in Zukunft ein wichtiger Faktor für Moti-
vation und Produktivität. Augmented-Reality-Brillen
wie Google Glass oder die von Microsoft angekün-
digte HoloLens19
könnten nicht nur einen virtuellen
Zugang zur 'Homebase' des Unternehmens bieten,
sondern beispielsweise auch elementare Corporate-
Interior-Design-Elemente an jedem Arbeitsplatz der
Welt verfügbar machen. Design und Ambiente
könnten sich zunehmend in die virtuelle Welt
verlagern und Möbel, Oberflächen und Wände in
Zukunft nur noch ihre Projektionsflächen sein.
2025: Das Büro als Denkraum
15
02
15
2025: Das Büro als bedrohter Raum
2025: Das Büro als bedrohter Raum
16
Der Bedarf an festen Büroräumen wird sinken.
Durch Outsourcing und Office-Sharing können Un-
ternehmen in Zukunft ihre Kosten für Büroflächen
und Arbeitsplatzausstattung senken, kein unerheb-
licher Faktor angesichts steigender Immobilien-
preise und Mieten, insbesondere in attraktiven La-
gen. Tatsächlich wird heute ein Arbeitsplatz an
einem durchschnittlichen Tag nur zu 42 Prozent
genutzt.21
Für Unternehmen macht es daher zuneh-
mend Sinn, nur die notwendige Mindestfläche vor-
zuhalten und weiteren Raum bedarfsorientiert hin-
zuzubuchen. Auch die Büroarchitekturen selbst än-
dern sich und werden minimalistischer. Das Einzel-
und Zweiraumbüro weicht zunehmend einer offene-
ren, auf Effizienz und Nutzen hin durchdachten
Raumaufteilung. Um bis zu 50 Prozent lässt sich der
Platzbedarf der Büroarbeitsplätze so reduzieren.22
Obwohl die deutsche Wirtschaft wächst und die
Arbeitslosenquote ein Rekordtief erreicht hat, stag-
niert die Büroflächennachfrage. Neben der zuneh-
menden Flächeneffizienz, also dem Rückgang der
pro Kopf beanspruchten Bürofläche in den letzten
Jahren, wirken sich der Trend zur Teilzeitbeschäf-
tigung sowie der Umstand aus, dass die klassischen
Bürobranchen kaum noch ein Beschäftigungswachs-
tum verzeichnen.23
Andererseits entstehen durch
den Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und
Wissensgesellschaft neue Büroarbeitsplätze. Es ist
davon auszugehen, dass die Zahl der Bürobe-
schäftigten in Deutschland zumindest bis zum Jahr
2020 noch um 80.000 pro Jahr wachsen wird.24
Da
die Erwerbsbevölkerung infolge des demografi-
schen Wandels in Zukunft mit hoher Wahrschein-
lichkeit aber schrumpft, dürfte sich dies langfristig
negativ auf die Büroflächennachfrage in Deutsch-
land auswirken. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
wie eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von
Frauen und Älteren sowie Anreize für eine ver-
stärkte Zuwanderung können diese Entwicklung
verzögern, aber nicht aufhalten. Regional wird es
dabei je nach Beschäftigungsentwicklung am jewei-
ligen Standort, zu großen Unterschieden kommen.
Neben den mittel- bis langfristigen Auswirkungen
des demografischen Wandels und der Notwendig-
keit, Kosten zu senken, werden auch neue Formen
und Schnittstellen der Zusammenarbeit das klassi-
sche Büro als Arbeitsraum zunehmend in Frage
stellen. 2012 haben rund 4,7 Million Menschen oder
zwölf Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland
überwiegend oder gelegentlich von zu Hause aus
Langfristig ist mit einer Verfestigung des Büroflächen-
leerstands in ländlichen Räumen, C-Städten und
peripheren Lagen von A- und B-Städten zu rechnen.20
17
Arbeiten überall und jederzeit: Human-Machine-Interfaces der
nächsten Generation erweitern mobile Endgeräte zu virtuellen Desktops.
2025: Das Büro als bedrohter Raum
Auch Autos dürften in Zukunft verstärkt als
Arbeitsorte genutzt werden. Bereits im Jahr 2020
sollen weltweit 250 Millionen vernetzte Fahrzeuge
auf den Straßen unterwegs sein.27
Im Verlauf der
20er Jahre dürften sich dann zuerst das
teilautonome, in den 30er Jahren schließlich das
vollständig autonome Fahren durchsetzen.28
Das
mobile Büro wäre damit Wirklichkeit. Fahrzeuge
werden entsprechend angepasste Innenräume
haben.
Zunehmend gestatten Unternehmen es ihren Mitar-
beitern, im Arbeitsumfeld eigene mobile Endgeräte,
Softwareanwendungen etc. zu verwenden, weil dies
ihre Produktivität erhöht. Gleichzeitig werden
Firmen-Laptops und -Smartphones immer öfter
auch privat genutzt. Der Trend zum mobilen, hoch-
vernetzten Arbeiten stellt Unternehmen vor die
Herausforderung, ihre IT-Infrastrukturen und Daten
vor den damit verbundenen neuen Risiken schützen
zu müssen. Mit der zunehmenden Digitalisierung
und Virtualisierung von Arbeitsumgebungen, wird
das Office Everywhere zu einem Einfallstor für
Computerviren und Industriespione.
gearbeitet. Zwar war der Trend zur Heimarbeit
entgegen der gesamteuropäischen Entwicklung
hierzulande zwischen 2008 und 2012 rückläufig25
,
der weitere Ausbau der Datennetze, immer leis-
tungsfähigere Endgeräte sowie neue Mensch-
Maschine-Schnittstellen und Virtualisierungstech-
niken (Gestensteuerung, Gedanken-Interfaces, 3D-
Visualisierungen, Augmented Reality etc.) dürften
das in Zukunft aber ändern. Immerhin 33 Prozent
der Deutschen gehen davon aus, dass sie 2025 im
Home Office arbeiten werden.26
Der Trend zum dezentralen Arbeiten wird langfristig
weit mehr Orte als das Home Office oder die Bahn
umfassen, vor allem dann, wenn sich jeder alles,
was er zum Arbeiten benötigt, überall und zu jeder
Zeit 'vergegenwärtigen' kann. Dass Arbeit und
Freizeit zunehmend verschwimmen, heißt in letzter
Konsequenz, dass unser Arbeitsumfeld uns in
Zukunft wie eine Aura umgeben wird, und sich, je
nach Wunsch und Situation ein- oder ausblenden
lässt, sei es im Büro, im Home Office, im Co-
working-Space, im Café oder im Park. Bedarfsorien-
tiert können wir virtuelle Oberflächen hinzuschalten
und mit ihnen interagieren.
18X
Der Trend zum Bring-Your-Own-Device (BYOD) sowie zu
hochvernetzten, dezentralen Arbeitsstrukturen birgt für
Unternehmen erhebliche IT- und Datensicherheitsrisiken.
BYOD
182025: Das Büro als bedrohter Raum
19
03
19
2025: Das Büro als Chancenraum
2025: Das Büro als Chancenraum
20
In den nächsten zehn Jahren werden intelligente
High-Tech-Möbel und -Oberflächen Einzug in zahl-
reiche Büros halten. Informations- und Interaktions-
flächen bleiben nicht mehr allein auf den
klassischen Bildschirm, Leinwände, Whiteboards,
Flipcharts etc. beschränkt. Insbesondere der Be-
reich der organischen Elektronik dürfte interessante
Zukunftsmarktchancen für Büromöbelhersteller
eröffnen. Elektronische Schaltungen auf der Basis
leitfähiger Kunststoffe können zunehmend wirt-
schaftlich im Rolle-zu-Rolle-Verfahren gedruckt
werden. Damit ist die Basis für eine Low-Cost-
Elektronik geschaffen, die völlig neue Möglichkeiten
bieten wird. Hauchdünne, flexible OLED-Folien
können auf die unterschiedlichsten Oberflächen und
Strukturen aufgebracht werden. Büromöbel, Elek-
tronik und Informationstechnologie verschmelzen.
Erste flexible Plastik-OLED-Displays sollen ab 2016
auf den Markt kommen und werden sich in den
darauffolgenden Jahren zum Beispiel im Smart-
phone- und TV-Bereich zu einem Multi-Milliarden-
Markt entwickeln.29
Mittel- bis langfristig lässt sich
damit jede Oberfläche zu einem touchfähigen
Informationsträger 'upgraden'. In Zukunft müssen
Räume noch nicht einmal mehr Fenster haben. Der
Flugzeughersteller Airbus hat zum Beispiel einen
Patentantrag für ein Cockpit eingereicht, bei dem
OLED-Folienbildschirme die Fernster ersetzen
sollen.30
Auch als Flächenlichtquellen werden OLED-
Module und -Folien verstärkt zum Einsatz kommen.
High-Tech-Möbel und smarte Oberflächen werden
im Verbund mit Umgebungsintelligenz (Ambient
Intelligence) sowohl zu einer Steigerung der
Produktivität als auch des Wohlbefindens von
Wissensarbeitern beitragen. Informationen können
großflächig visualisiert werden oder uns von Raum
zu Raum 'begleiten'. Intelligente Textilien, in denen
Sensoren und elektronische Schaltungen verarbeitet
sind, reagieren auf Berührungen, messen Vital-
parameter und geben optisches oder haptisches
Feedback. Das Smart Office im Jahr 2025 ist in der
Lage, sich situativ oder sogar vorausschauend an
seine Nutzer anzupassen. In Zukunft sorgen wir uns
nicht mehr um Geräte und Technologien, sondern
diese um uns.
Büromöbel werden so im Verbund mit neuen
Technologien sukzessive funktional erweitert. Ein
erster Schritt in diese Richtung: Im Frühjahr 2015
führt IKEA Möbel ein, die mittels der Qi-Technologie
Ambiente und Arbeitsplatz verschmelzen: In Zukunft
lässt sich jede Oberfläche zu einem touchfähigen
Informationsträger 'upgraden'.
21
Vom Arbeitsplatz zu Plätzen des Arbeitens
Bevorzugtes Konzept zukünftigen Arbeitens Jüngerer
31
Orte, um
Sport zu
treiben
Kolla-
boratives
Arbeiten
Rückzugs-
orte, um
allein zu
sein
Arbeiten
an sozia-
len Orten
(Café, etc.)
Zone
zum
Relaxen
Ruhiges
Arbeiten
Zone
zum Nach-
denken
Outdoor-
Arbeits-
plätze
"Basis, die meine Identität repräsentiert"
2025: Das Büro als Chancenraum
Das Thema Green-Building stellt daher einen
wichtigen Zukunftsmarkt im Büroimmobiliensektor
dar. Neben umweltfreundlichen und schadstoff-
armen Baustoffen, die klassische Materialien
ergänzen, sind vor allem Lösungen von großer
Bedeutung, die die Energieeffizienz von Gebäuden
erhöhen. Verstärkt kommen auch recyclebare
Baustoffe zum Einsatz. Nanomaterialien verbessern
neben den energetischen auch die hygienischen
Eigenschaften von Werkstoffen. Im Neubau wird die
Integration regenerativer Energien und innovativer
Energy-Harvesting-Systeme in das Gebäude-
Energiemanagement eine immer größere Rolle
spielen. Intelligente Technologien (smarte Fahr-
stühle, elektrisch dimmbare Fenster, program-
mierbare Klimaanlagen etc.) werden ebenfalls dazu
beitragen, die Energieeffizienz von Büroimmobilien
zu optimieren.
Unternehmen werden verstärkt an ihrer CO2-Bilanz
oder ihrem ökologischen Fußabdruck gemessen
werden. Bei der Arbeitgeberwahl stellt vor allem für
jüngere Talente die ökologische und gesellschaft-
liche Verantwortung des Unternehmens ein nicht
unbedeutendes Kriterium dar.
ein drahtloses Aufladen mobiler Endgeräte wie
Smartphones oder Tablet-PCs ermöglichen sollen.32
Agile Unternehmensstrukturen, vernetztes Arbeiten
und sich ändernde Bedürfnisse insbesondere bei
den jüngeren Wissensarbeitern stellen höhere
Anforderungen an die Flexibilität von Büroräumen.
Zunehmend ist eine Kombination offener Raumkon-
zepte für eine einfachere Zusammenarbeit mit
Ruhezonen, kleineren Besprechungsräumen und
kreativitätsfördernden Erlebnisräumen gewünscht.
Gleichzeitig müssen die unterschiedlichen Nut-
zungsanforderungen wechselnder Mieter antizipiert
werden. Ein Höchstmaß an Flexibilität der Immo-
bilie sollte daher von Investoren und Eigentümern
sowohl beim Neubau als auch bei der Umnutzung
von Gebäuden berücksichtigt werden. Büroimmo-
bilien mit anpassungsfähigen Raumstrukturen und
Flächeneffizienz dürften in Zukunft weiterhin gut zu
vermarkten sein.
Vor dem Hintergrund von Klimawandel, neuen ge-
setzlichen Anforderungen sowie einem Bewusst-
seinswandel der Öffentlichkeit hinsichtlich Umwelt-
themen und Ressourcennutzung wird ökologische
Nachhaltigkeit zu einem immer wichtigeren Aspekt.
222025: Das Büro als Chancenraum
Das Büro der Zukunft ist grün: Ökologische
Nachhaltigkeit ist ein Megatrend, der zahlreiche
Zukunftsmarktchancen eröffnet.
Der Europa-Markt für energieeffiziente Gebäude (Produkte und
Dienstleistungen) wird sich zwischen 2014 und 2023 auf rund
81 Milliarden Euro fast verdoppeln.
33
232025: Das Büro als Chancenraum
24
Das Interesse an gesundheitsfördernden Lebens-
und Verhaltensweisen, um möglichen negativen
Einflüssen durch Umweltbelastungen, mangelnder
Bewegung, einer falschen Ernährungsweise und
Stress entgegenzuwirken, wächst. Die Anzahl
psychischer Erkrankungen hat in den letzten zwei
Jahrzehnten deutlich zugenommen. Besonders
auffällig ist ein Anstieg der sogenannten affektiven
Störungen (Stimmungsstörungen, beispielsweise
Depressionen), der sich auch durch entsprechend
höhere Fehlzeiten in den Krankheitsstatistiken
niederschlägt. Life-Balancing, verstanden als die
Fähigkeit, äußere Anforderungen mit den eigenen
Lebenszielen in Einklang zu bringen, gewinnt
zunehmend an Bedeutung. Präventive Gesundheits-
fürsorge wird als höhere Lebensqualität erlebt.
Gleichzeitig werden körperliche und psychische
Gesundheit als eine wichtige Voraussetzung wirt-
schaftlicher Produktivität begriffen. Gesundheit wird
zum Status-Symbol. Zwei Drittel der Unternehmens-
entscheider und Personalverantwortlichen in
Deutschland sind davon überzeugt, dass die
betriebliche Gesundheitsfürsorge als ganzheitliches
Konzept in Zukunft wichtiger wird. Eine ergono-
mische und altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung
2025: Das Büro als Chancenraum
de Trackinglösungen wären ebenfalls geeignet,
festzustellen, ob beim Arbeiten Ermüdungserschei-
nungen auftreten, und könnten dann zu einer kur-
zen Pause anregen. Self-Tracking über mobile
Endgeräte und Wearables hat längst die Nische der
Technikaffinen verlassen und wird von immer mehr
Menschen praktiziert. Auch im Arbeitsumfeld hat die
spielerische gesundheitsorientierte Selbstoptimie-
rung ein hohes Wachstumspotenzial. Weitere Bei-
spiele für Gesundheitslösungen am Arbeitsplatz
wären die Einrichtung spezieller Fitness-Zonen und
ihre Ausstattung mit entsprechenden Geräten oder
die Integration von Fitness-Studios, Wellness-
Centern etc. in Bürokomplexe. Auch Kombinationen
aus Möbeln und Fitness-Geräten wären denkbar.
Diese könnten sogar zur Energiegewinnung genutzt
werden (Energy Harvesting). Durch einen 3D-Scan
lassen sich Büromöbel in Zukunft individuell an die
Körpereigenschaften von Mitarbeitern anpassen. Die
Versorgung von Belegschaften mit hochwertigen
Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Bioprodukten,
Erzeugnissen aus der Region oder Functional und
Brain Food, also Lebensmitteln, die einen Zusatz-
nutzen bieten, eröffnen Zukunftsmarktchancen im
Bereich Catering.
gewinnt an Bedeutung.34
Entsprechend bilden Pro-
dukte und Dienstleistungen rund um das Thema
Gesundheit und Wohlbefinden in den nächsten
Jahrzehnten einen wichtigen Wachstumsmarkt.
Denkansatz:
Welche Produkte und Dienstleistungen lassen sich
im Umfeld des Trends zur gesundheitsorientierten
Selbstoptimierung mit Hilfe mobiler Endgeräte und
Wearables (Self-Tracking, Quantified Self) im
Bereich der Wissensarbeit anbieten?
Ergonomie bleibt ein wichtiges Thema im Büromö-
belmarkt. In Zukunft könnten insbesondere Sitz-
möbel zusätzlich mit Sensoren ausgestattet wer-
den, die ein Feedback geben, wenn eine falsche
Sitzhaltung eingenommen wird oder es Zeit wird,
an ein Stehpult zu wechseln. Plessey Semiconduc-
tors hat zum Beispiel für den Automobilbereich ein
Driver Drowsiness Detection-System entwickelt, das
eine berührungslose Erfassung von EKG- und
Atemfunktion über Sensorelektroden im Sitz ermög-
licht.35
Intelligente auf Gesichtserkennung basieren-
2025: Das Büro als Chancenraum 25
Leistungssteigerung und Gesundheitsorientierung:
Auch im Arbeitsumfeld hat spielerisches Self-Tracking ein
hohes Wachstumspotenzial.
262025: Das Büro als Chancenraum
Coworking bietet nicht nur ein riesiges Potenzial an Möglichkeiten für
Freelancer und Startups, sondern auch für Unternehmen. Von diesem
Potenzial können Coworking Spaces profitieren.
36
27
Die zunehmende Mobilisierung sowie die steigende
Zahl von Freelancern, Entrepreneuren und Start-
ups lässt den Bedarf an Arbeitsräumen jenseits der
klassischen Büroimmobilie wachsen. Allein zwischen
2012 und 2013 ist die Zahl der Coworking Spaces
weltweit von 2.000 auf 3.000 gestiegen.37
Cowor-
king wird in Zukunft auch für Büroangestellte grö-
ßerer Unternehmen, die ihren Mitarbeitern mehr
räumliche Flexibilität beim Arbeiten einräumen
wollen oder kein eigenes Büro mehr zur Verfügung
stellen wollen oder können, zunehmend eine reale
Option. Sie sind auch eine geeignete Lösung für
zeitlich begrenzte Projekte, in die externe Experten
eingebunden werden müssen. Gezielt können Co-
working Spaces auch angemietet werden, um die
Kreativität von Mitarbeitern zu fördern.38/39
Coworking und weitere Office-as-Service-Modelle
stellen auch Chancen für andere Anbieter tempo-
rärer Aufenthaltslösungen dar. In Wien eröffnet
zum Beispiel im Frühjahr 2015 in Nähe des neuen
Hauptbahnhofes das Hotel Schani, das sich speziell
als Coworking-Hotel bezeichnet.40
Bahnhöfe, Flug-
häfen, Einkaufszentren mit guter Verkehrsanbin-
dung – sie alle dürften in Zukunft verstärkt Rück-
zugs- und Arbeitsräume für den mobilen Wissens-
arbeiter anbieten. Interessant ist das Konzept
'Sleepbox' zweier russischer Architekten, das Rei-
senden auf knapp vier Quadratmetern an Mobilitäts-
Hubs einen Raum zum Schlafen und Arbeiten bietet
und ab einer halben Stunde aufwärts gemietet wer-
den kann.41
Das Work-on-the-go-Konzept 'WW' der
britischen Design-Studentin Julie Berdou sieht glä-
serne Hightech-Quader mit kleinen Arbeitsstationen
auf öffentlichen Plätzen vor, die per App gefunden
und gebucht werden können.42
Auch Mobilitätsdienstleister können von einem Aus-
bau ihrer Angebote für Wissensarbeiter profitieren,
etwa in Form gut vernetzter Arbeitsräume in Zügen
und Flugzeugen sowie Warte- und Transitbereichen
oder spezieller Mobile-Office-Shuttle-Services. Mit
der zunehmenden Automatisierung des Fahrens
wird sich langfristig auch das Automobil selbst zu
einem Arbeitsraum entwickeln und ganz neue
Anforderungen an Fahrzeugdesigner und -hersteller
stellen.
Fazit: Öffnen Sie der Wissensarbeit Freiräume und
statten Sie diese adäquat aus!
2025: Das Büro als Chancenraum
28
Chancen im Zukunftsmarkt 'Denkräume'
Unternehmen profitieren von zufriedeneren und
produktiveren Mitarbeitern, wenn sie ihnen
Freiräume eröffnen.
Die örtliche, zeitliche und kontextuelle
Fragmentierung des Arbeitsplatzes lässt die
Nachfrage nach Spezial- oder Individuallösungen
bei der Raumgestaltung und -ausstattung steigen.
Anbieter temporär anmietbarer und flexibel
anpassbarer Arbeitsräume profitieren vom Trend
zum mobilen und vernetzten Arbeiten.
Digitalisierung und Virtualisierung bilden die Basis
für die Entwicklung innovativer Kommunikations-
und Mensch-Maschine-Schnittstellen, die insbeson-
dere von jungen Talenten nachgefragt werden.
Durch die Kombination von Raumangeboten und
Dienstleistungen zu hybriden Lösungspaketen
können Unternehmen ihren Kunden einen echten
Mehrwert liefern.
Die Nachfrage nach ökologisch nachhaltigen
Gebäuden, Büromöbeln und Büroartikeln wird
steigen.
Produkte und Dienstleistungen rund um das
Thema Gesundheit und Wohlbefinden im Arbeits-
umfeld entwickeln sich zu einem Milliardenmarkt.
Lösungen aus den Bereichen Umgebungsintelli-
genz und adaptive Assistenzsysteme eröffnen
Chancen in den Feldern Ergonomie, Ambiente und
Energieeffizienz.
Die Integration von Elektronik, insbesondere von
Folien-Touchscreens und -Displays, in Büromöbel
wird die Herstellung völlig neuer Interaktions-
flächen ermöglichen.
Mobilitätsanbieter können sich mit innovativen
Dienstleistungen für Wissensarbeiter eine
attraktive Zielgruppe erschließen.
29
 Welche Arbeitsplatzformate und Raumlösun-
gen können Sie zur Verfügung stellen, um die
Kreativität und Produktivität von Wissensar-
beitern zu fördern?
 Wie anpassungsfähig sind ihre Immobilien an
die hochflexible Arbeitswelt von morgen?
 Welche neuen Wettbewerber und Start-ups
treten mit innovativen Arbeitsraumlösungen in
Konkurrenz zu Ihrem Unternehmen? Welche
eignen sich für Kooperationen?
 Mit welchen IT-basierten Lösungen können
Sie Ihr Produktportfolio veredeln oder sogar
völlig neue Geschäftsfelder erschließen?
 Welche gesundheitsfördernden Produkte und
Dienstleistungen können Sie im Umfeld
zukünftiger Wissensarbeit anbieten?
 Welche Mobilitätsservices werden speziell von
Wissensarbeitern nachgefragt werden?
 Welche Auswirkungen haben hochvernetzte,
dezentrale Arbeitsstrukturen auf die Sicherheit
Ihres Unternehmens?
Sind Sie ausreichend auf die Anforderungen
an Denkräume zukünftiger Wissensarbeit vorbereitet?
30
Machen Sie Ihre Vision und
Strategie zukunftsrobuster!
31
Inhouse-Workshop
2025: Das Büro als Denkraum
Impulsvortrag:
Ein Impulsvortrag zum Thema "2025: Das Büro als Denkraum"
inspiriert Ihr Zukunftsteam.
Umfeld-Entwicklungen:
Wir analysieren gemeinsam, welche konkreten Auswirkungen die
Marktentwicklungen auf Ihr aktuelles Geschäft haben.
Ihre strategischen Handlungsoptionen:
Wir entwickeln gemeinsam vorteilhafte Handlungsmöglichkeiten
für Ihr Geschäft.
Nächste Schritte:
Konkrete Schritte zur Umsetzung und weiteren Verwendung der
erarbeiteten Ergebnisse bieten Orientierung und motivieren.
Abschluss:
Wir lassen den Tag im angenehmen Miteinander ausklingen.
Kontakt
Quellen
32
1
FutureManagementGroup AG (2015): Smart
Industry. Die Digitalisierung industrieller
Wertschöpfungsketten, Eltville (Link)
2
FutureManagementGroup AG (2015): Die digitale
Jobvernichtung. Wovon wir morgen leben werden,
wenn intelligente Maschinen und Algorithmen
unsere Arbeit machen, Eltville (Link)
3
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die Arbeitswelt revolutionieren, Link,
Veröffentlichungsdatum: 20.02.2014, Abrufdatum:
27.02.2015
4
Kremer, Thomas (2014): Roboter als Chefs und
kaum noch Festanstellungen, Link,
Veröffentlichungsdatum: 20.10.2014, Abrufdatum:
27.02.2015
5/16
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6
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im Wandel. Wie Wissensarbeit die Unternehmen
verändert, Mannheim/Zürich/Wien (Link)
7/12
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(Link)
8
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market research report, Fort Lauderdale (Link)
9
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10/11
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München (Link)
13
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2014 Revision, New York (Link)
14
Röhl, Klaus-Reiner (2013): Konzentrations- und
Schrumpfungsprozesse in deutschen Regionen und
Großstädten bis 2030, Köln (Link)
15
Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (2015):
Was zieht die Hochqualifizierten in die Städte?,
Link, Veröffentlichungsdatum: 02/2015,
Abrufdatum: 04.03.2015
17
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erweckt Gegenstände zum Leben, Link,
Veröffentlichungsdatum: 10.01.2015, Abrufdatum:
05.03.2015
18
Schneider, Eva-Cristina et al. (2011): Der
Büroimmobilienmarkt an Metropolflughäfen, Berlin
(Link)
19
Microsoft (2015): Microsoft HoloLens. The era of
holographic computing is here, Link,
Veröffentlichungsdatum: 2015, Abrufdatum:
09.03.2015
20/24
Wüest & Partner (2014): Perspektive
Büroflächenmarkt Deutschland 2014 (Link)
21
AECOM (2014): Cost Model: Agile Working (Link)
22
Breitkopf, Thorston (2014): Trend heißt
Großraum. Das Düsseldorfer Büro der Zukunft, Link,
Veröffentlichungsdatum: 14.12.2014, Abrufdatum:
09.03.2015
23
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gungsentwicklung auf die Büroflächennachfrage,
Link, Veröffentlichungsdatum: 08/2014,
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25
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Veröffentlichungsdatum: 12.09.2014, Abrufdatum:
16.09.2014
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Veröffentlichungsdatum: 09/2014, Abrufdatum:
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30
Kempkens, Wolfgang (2014): Airbus reicht Patent
für fensterloses Cockpit ein, Link,
Veröffentlichungsdatum: 09.07.2014, Abrufdatum:
12.03.2015
31
CBRE Ltd. (2014): Fast Forward 2030. The Future
of Work and the Workplace (Link)
32
IKEA (2015): Neue IKEA Design-Kollektion mit
kabelloser Ladefunktion: Möbel mit innovativer
Technik machen das Leben zu Hause noch
angenehmer, Link, Veröffentlichungsdatum:
01.03.2015, Abrufdatum: 02.03.2015
33
Navigant Research (2014): Revenue from Energy
Efficient Buildings in Europe Is Expected to Reach
$109 Billion Annually by 2023, Link,
Veröffentlichungsdatum: 21.11.2014, Abrufdatum:
12.03.2015
34
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Gesundheitsvorsorge, Link,
Veröffentlichungsdatum: 20.03.2014, Abrufdatum:
31.07.2014
35
Vollmer, Alfred (2013): EKG des Fahrers
überwachsen, Link, Veröffentlichungsdatum:
04.02.2013, Abrufdatum: 03.02.2014
36/38
Stiefel, Klaus-Peter; Rief, Stefan (2014): Neue
Fraunhofer-Studie: 'Faszination Coworking', Link,
Veröffentlichungsdatum: 27.10.2014, Abrufdatum:
12.03.2015
37
Foertsch, Carsten; Cagnol, Rémy (2013): Es war
einmal… Die Geschichte von Coworking in Zahlen,
Link, Veröffentlichungsdatum: 26.08.2013,
Abrufdatum: 12.03.2015
39
Kirchner, Philipp (2013): Arbeiten 4.0 – Wie leben
und arbeiten wir in 2025?, Link,
Veröffentlichungsdatum: 10.01.2013, Abrufdatum:
12.03.2015
40
Hotel Schani (2015): Unternehmenswebsite, Link,
Veröffentlichungsdatum: 2015, Abrufdatum:
13.03.2015
41
Arch Group (2015): Sleepbox, Link,
Veröffentlichungsdatum: o.D., Abrufdatum:
13.03.2015
42
RSA Student Design Awards (2014): Julie Berdou
- WW, Link, Veröffentlichungsdatum: 2014,
Abrufdatum: 17.02.2015
www.FutureManagementGroup.com
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Gregor Schiffer
Partner und Leiter der FutureMarkets-Center
'Bauen und Wohnen der Zukunft' sowie 'Energie und
Infrastruktur' bei der FutureManagementGroup AG
Kontakt:
SG@FutureManagementGroup.com
+49 - (0)173 – 34 69 748
Über die FutureManagementGroup AG
Die FutureManagementGroup AG unterstützt seit 1991
Führungsteams internationaler Unternehmen dabei,
Chancen in Zukunftsmärkten zu erkennen und eine
motivierende und zukunftsrobuste Ausrichtung, Vision
und Strategie zu entwickeln und zu implementieren.
So schafft sie die wichtigste Grundlage für Wettbewerbs-
vorteile, wirksame Führung und großen nachhaltigen Erfolg
für Unternehmen und Mitarbeiter.
Impressum
© FutureManagementGroup AG, 2015
Wallufer Straße 3a
D-65343 Eltville
Telefon: +49 (0)6123 60109 – 0
Telefax: +49 (0)6123 60109 - 29
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Vorstand:
Dr. Pero Mićić (Vorsitzender),
Martin Ruesch
Aufsichtsratsvorsitzender:
Prof. Dr. Peter Mettler
Registergericht: Amtsgericht Wiesbaden
Eintragungsnummer: HRB 17918
Umsatzsteuer-Ident.-Nr: DE 227 644 650
Bilder und Grafiken
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geschützt. Bei weiterer Verwendung dieser Materialien setzen Sie
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Das Büro als Denkraum - Orte, Umgebungen und Schnittstellen zukünftiger Wissensarbeit

  • 1. www.FutureManagementGroup.com Market Foresights 03/2015 2025: Das Büro als Denkraum Orte, Umgebungen und Schnittstellen zukünftiger Wissensarbeit
  • 2. Einführung Seite 3-6 01 2025: Das Büro als Denkraum Wissensexplosion und Raum für Talente Multilokalität: Office Everywhere und Homebase Intelligente und hoch- flexible Arbeitsumgebungen Mobilitäts-Hubs = Knowledge-Hubs Virtualisierung Seite 7-14 02 2025: Das Büro als bedrohter Raum Büroflächeneffizienz und -nachfrage Neue Arbeitsformen und neue Arbeitsumgebungen Datensicherheit Seite 15-18 03 2025: Das Büro als Chancenraum Smarte Büromöbel und Oberflächen Ambient Intelligence Flexible Raumkonzepte Green Building, Green Office Gesundheitsorientierung Mobilisierung und Office-as-a-Service Seite 19-31 Quellen Seite 32-33 2 Inhalt
  • 3. Einführung 3 Leistung und Ergebnisorientierung ohne Präsenz: 'Agile Working' ist auf dem Vormarsch. Wird der klassische Büroarbeitsplatz im Jahr 2025 überflüssig sein? Und was bedeutet das für Arbeitgeber, Bau- unternehmen, Büromöbelhersteller, IT-Dienstleister etc.? Wie wir in Zukunft arbeiten werden und wollen, hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie Büroräume und Umgebungen der Wissensarbeit in fünf, zehn oder fünfzehn Jahren aussehen werden. Zahlreiche Trends, Themen und Technologien transformieren die Arbeitswelt, wie wir sie heute kennen. So wie die smarte Automatisierung in der Industrie (Indus- trie 4.0) die Produktion nachhaltig verändern wird,1 nehmen Informatisierung, Internetisierung, Cloud Computing, Virtualisierung und künstliche Intelli- genz Einfluss auf die Organisation der Arbeit im tertiären und quartären Sektor. Immer mehr Ar- beitsbereiche werden von der Digitalisierung er- fasst. Während im Dienstleistungsbereich neue IT- unterstützte Geschäftsmodelle entstehen, erfahren auch Wissensarbeit und Geisteskraft in zunehmen- dem Maße 'digitales Enhancement'. Zu einem ge- wissen Grad werden sie durch intelligente Systeme sogar substitutiert.2 Der Wertschöpfungsanteil der Wissensarbeit, insbe- sondere der interdisziplinären, vernetzten oder kollaborativen Wissensarbeit, in den Industriestaa- ten steigt. Die sogenannten 'Knowledge Worker' werden zu einem wesentlichen Produktionsfaktor in der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts.3 In der Always on-Gesellschaft sind Daten und Informationen zu jeder Zeit und von jedem Ort aus abrufbar. Digitali- sierung und Virtualisierung der Arbeitsinhalte wer- den dazu führen, dass der feste Arbeitsort zuneh- mend an Relevanz verliert. Grenzübergreifende Cloud-/Crowd-Working-Arbeitsmodelle entstehen.4 Die Einbeziehung von Kunden, externen Experten und Freelancern in den Wertschöpfungsprozess oder in konkrete Projekte gewinnt an Bedeutung. Die Entgrenzung des Arbeitsortes wird zugleich neue Arbeitszeitmodelle erforderlich machen. Zu- nehmend werden diese auch von den nachrücken- den Fachkräften der Generation Y, eingefordert. Der demografische Wandel und der sich verschär- fende Fachkräftemangel führen dazu, dass Unter- nehmen für wissensintensive Tätigkeiten verstärkt gut qualifizierte Mitarbeiter suchen und um diese werben müssen. Dabei wird der 'War for talents' nicht nur durch das Gehalt, sondern auch dadurch Generation Y: Vor allem jüngere Wissensarbeiter fordern innovative Tools, neue Interfaces und soziale Vernetzungsmöglichkeiten.
  • 4. Home Office, Videokonferenzen und Zusammenarbeit in virtuellen Teams: Der klassische Büroarbeitsplatz mit Anwesenheitspflicht wird gegenüber flexiblen Arbeitsformen weiter an Bedeutung verlieren. 5 Einführung 4
  • 5. alisierung der Wissensinhalte und der Kommunika- tion gekennzeichnet, sondern auch durch Multi- lokalität. Vor allem städtischer Büroraum in der Nähe von Mobilitäts-Hubs dürfte daher in den nächsten Jahren weiter verstärkt nachgefragt werden. Unternehmen werden weniger eigene Büroräume vorhalten müssen. Die gemeinsame Nutzung von Büroräumen und Office-as-a-Service- Modelle gewinnen an Bedeutung.7 Auch die Anforderungen und Wünsche hinsichtlich der Raum- und Arbeitsplatzgestaltung verändern sich. Im Vordergrund stehen neben hoher Funk- tionalität zunehmend Aspekte wie ökologische Nachhaltigkeit und Gesundheitsorientierung. Dies betrifft sowohl Bauunternehmen, die sich verstärkt auf Green-Building-Konzepte (nachhaltige Materi- alien, Energieeffizienz, Gebäudeautomatisierung etc.) fokussieren, als auch Designer, Inneneinrich- ter und Möbelhersteller, die flexible, adaptive und ergonomische Lösungen anbieten müssen, um in Zukunft erfolgreich zu sein. Wie aber sehen die Produktionsstätten des Wissens und die Denkräume von morgen eigentlich aus? So viel vorab: Der Trend geht zum Freiraum. 5Einführung entschieden, jungen High Potentials attraktive, das heißt vor allem stimulierende Arbeitsumgebungen zu bieten. Für die Generation, die mit dem Internet und digitalen Medien groß geworden ist, schließt dies auch innovative Tools, neue Interfaces und soziale Vernetzungsmöglichkeiten mit ein. Zuneh- mend werden Technologien zum mobilen Zugriff auf Büro- und Unternehmensanwendungen über Laptops, aber auch Smartphones und Tablet-PCs, in den Arbeitsalltag integriert.6 Umgekehrt bezeichnet 'Consumerization of IT' den Trend, dass Anwender ihr Arbeitsumfeld durch den Einsatz vorwiegend privat genutzter Endgeräte, Software und Services zunehmend selbst bestimmen. Unternehmen werden in den nächsten Jahren ihre IT-Umge- bungen entsprechend anpassen müssen. Das The- ma Datensicherheit gewinnt in diesem Zusammen- hang weiter an Relevanz. Internationalisierung und Flexibilisierung, zuneh- mende Projektarbeit in wechselnden Teams und neue Arbeitszeitmodelle, die Beruf und Privatleben besser miteinander in Einklang bringen sollen, stellen veränderte Anforderungen an die Erreich- barkeit physischer Arbeitsumgebungen. Das räum- lich entgrenzte Büro ist nicht nur durch die Virtu- Horizonterweiterung: Das Büro der Zukunft wird durch Digitalisierung und Virtualisierung zunehmend entgrenzt. Neue Denk- und Arbeitsräume entstehen.
  • 6. Agile Unternehmen: Weltweit wird die Zahl der Büroarbeitsplätze pro zehn Wissensarbeiter von acht in 2010 auf sieben in 2020 fallen. 8 Einführung 6 C O M P A N Y
  • 7. 7 01 7 2025: Das Büro als Denkraum
  • 8. 8 Welche Trends beeinflussen die Wissensarbeit und prägen die Denkräume und Büroimmobilien der Zukunft? Internet-Generation SalutogeneseVeränderte Lebens- und Arbeitsverhältnisse Informatisierung Netzwerkwirtschaft Human-Machine-Interfaces Virtualisierung Flexibilisierung Material-Innovationen MobilisierungÖkologische Nachhaltigkeit Energie-Innovationen
  • 9. Wissen ist die einzige Ressource, die sich bei Ge- brauch vermehrt. Das weltweit verfügbare Wissen verdoppelt sich in immer kürzeren Zeitabschnitten. Ursachen für die 'Wissensexplosion' sind die stei- genden Forschungs- und Bildungsausgaben, der immer höhere Spezialisierungsgrad in allen Fach- gebieten, die Vernetzung unterschiedlicher Wissensinstanzen untereinander und der immer leichtere Zugang zu Informationen. Der Struktur- wandel- hin zur Dienstleistungs- und Wissens- gesellschaft, vor allem in den Industriestaaten, macht die Wissensarbeit zu einem immer wichtige- ren Faktor in der Wertschöpfung.9 Generell ist eine zunehmende Wissensbasierung von Tätigkeiten über alle Sektoren hinweg zu beobachten. Aufgrund des demografischen Wandels wird sich der Wettbewerb um Wissensarbeiter in den nächs- ten zwei Jahrzehnten verschärfen, auch wenn der Trend zur Höherqualifizierung dieser Entwicklung teilweise entgegenwirken dürfte. Spätestens ab 2018 wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutsch- land zu sinken beginnen. Stark betroffen sind die klassischen Verwaltungs- und Büroberufe. Hier wird ein Rückgang der Erwerbstätigen um 680.000 bis 2030 erwartet.10 Der Wettbewerb um junge Talente 2025: Das Büro als Denkraum 9
  • 10. Allein die Zahl der Beschäftigen in Verwaltungs- und Büroberufen wird in Deutschland bis 2030 um 680.000 zurückgehen.11 102025: Das Büro als Denkraum
  • 11. 11 wird in Zukunft nicht mehr nur über das Gehalt, sondern zunehmend auch über Qualitätskriterien wie das Employer Branding oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entschieden. Eine verstärkte Bedeutung erfährt das Qualitätskriterium 'Raum'. Horte der Büro- und Wissensarbeit bleiben nach wie vor die Städte. In Deutschland ist der, wenn auch bereits weit fortgeschrittene, Urbanisierungsprozess immer noch nicht abgeschlossen. Der Anteil der Menschen, der in urbanen Gebieten lebt, wird von 74,3 Prozent im Jahr 2010 auf 78,6 Prozent im Jahr 2030 steigen.13 In den letzten Jahren haben vor allem die Großstädte stark an Attraktivität gewon- nen. In Städten wie Hamburg, Köln, Frankfurt, Berlin und München ist bis 2030 mit einem weite- ren Zuwachs der Einwohnerzahl von elf bis 30 Pro- zent zu rechnen.14 Faktoren für die Migrationsent- scheidung hochqualifizierter Arbeitskräfte in diese Städte sind neben der besseren Arbeitsmarktsitu- ation die gut ausgebaute Infrastruktur, die große Zahl an Freizeitmöglichkeiten und kulturelle Viel- falt.15 So wie Städte, die für Hochqualifizierte attraktiv sind, einen Standortvorteil haben, können auch Unternehmen beim Recruiting profitieren, wenn sie Bewerbern attraktive Arbeits-, Denk- und Freiräume bieten. Das geht weit über den klassi- schen Büroarbeitsplatz hinaus. Soziale, techno- logische und wirtschaftliche Trends erfordern es, das Büro der Zukunft räumlich neu zu denken. Der steigende Anteil der Projektarbeit, die Zunahme des Wissensaustausches über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg, Globalisierung und Interkulturisierung sowie die fortschreitende Digi- talisierung und Virtualisierung der Wissensinhalte und der Kommunikation entbinden den Wissens- arbeiter zunehmend vom klassischen Büroarbeits- platz im Unternehmen. An dessen Stelle tritt das 'Office Everywhere'. Über immer leistungsfähigere mobile Endgeräte und Breitbandverbindungen in Kombination mit innovativen und sicheren Cloud- Technologien kann in Zukunft im Prinzip zu jeder Zeit und von jedem Ort aus gearbeitet werden. Leistungs- und ergebnisorientierte Arbeitsstrukturen fördern ein eigenverantwortliches Arbeiten zusätz- lich. Damit treten Arbeitsräume zunehmend in Konkurrenz zueinander: ästhetisch, funktional und in Bezug auf ihre Erreichbarkeit. Der Wissensar- beiter im Jahr 2025 wird je nach Bedarf, sowohl hinsichtlich der Zweckmäßigkeit für die am jewei- ligen Tag anstehenden Aufgaben als auch privater Büros werden künftig als temporäre Ankerpunkte für menschliche Interaktion dienen und weniger ein täglicher Bestimmungsort sein.12 2025: Das Büro als Denkraum
  • 12. 12 2025: Multilokale Arbeitsformen sind stärker als heute etabliert. Office Everywhere und klassischer Büroarbeitsplatz ergänzen sich. 2025: Das Büro als Denkraum
  • 13. 13 Belange, zwischen verschiedenen Optionen wählen können wollen. Immerhin 30 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gehen davon aus, dass der Anteil der Mitarbeiter, die ganz oder teilweise vom Home Office aus arbeiten, in Zukunft weiter steigen wird. Nur vier Prozent glauben, dass der Anteil sinken wird.16 Multilokale Arbeitsformen werden im Jahr 2025 stärker als heute etabliert sein. Der Büroarbeitsplatz wird seltener als heute genutzt werden – und anders. Büros werden zu- nehmend zu Ankerpunkten menschlicher Interak- tion, zu sozialen und kommunikativen Schnittstel- len. Sie dienen dem zwischenmenschlichen Aus- tausch und dem gemeinsamen Erlebnis der Arbeit und damit insbesondere der Identifikation mit dem Unternehmen und der jeweiligen Unternehmens- kultur. Sie sind die Home Base des 'Office Every- where'. Arbeitsumgebungen werden in Zukunft verstärkt in Zonen unterteilt, die entweder der Arbeit, der Kommunikation, der Kreativitätsförderung oder der Entspannung dienen. Umgebungsintelligenz (Ambient Intelligence) unterstützt diesen Prozess oder den jeweils gewünschten Nutzen. Beispiele wären intelligente Licht-, Klima- und Schallschutz- systeme sowie Möbel, Wände etc., die sich per Sprach- und Gestensteuerung oder auch automa- tisiert, zum Beispiel über Wearable-Schnittstellen oder biometrische Erkennungsverfahren, flexibel an Situationen, Personen und deren Stimmungslagen anpassen können. Innovative Anwendungsmöglich- keiten in den Bereichen Ergonomie oder Individua- lisierung könnten hier beispielsweise Formgedächt- nis-Werkstoffe eröffnen.17 In Zukunft tragen wir vielleicht sogar eine digitale Blaupause unseres idealen Arbeitsplatzes in Form eines Profils bei uns und laden uns nicht nur den virtuellen, sondern auch den realen Desktop aus der Cloud. Entspre- chende Technologien werden den Trend zum Desktop-Sharing begünstigen. So kann Mitarbeiter A am Montag und Mitarbeiter B am Dienstag den- selben, aber jeweils an die individuellen Bedürfnisse angepassten und damit als eigenen empfundenen Schreibtisch benutzen. Mit der Zunahme mobiler Schnittstellen zwischen Mensch, Technik und Informationen in der Cloud einerseits und der allgemeinen Mobilität und Vertei- lung von Wissensräumen in der globalen Netzwerk- gesellschaft andererseits werden verstärkt Büro- flächen in verkehrsgünstigen Lagen nachgefragt 2025: Das Büro als Denkraum Büroflächenexpansion in verkehrsgünstigen Lagen: Mobilitäts-Hubs werden zu Knowledge-Hubs.
  • 14. 14 werden. Mobillitäts-Hubs wie Bahnhöfe, Flughäfen etc. können durch eine Erweiterung ihrer Büro- flächen neue Zielgruppen erschließen. Potenzielle Kunden wären Consultingfirmen, Anwaltskanzleien, Marketing- und Designeragenturen etc., also vor allem Branchen, in denen häufig gereist wird.18 Ein Beispiel wäre der neue Büro- und Hotelkomplex "The Squaire" am Frankfurter Flughafen, der als perfekte Business Location im globalisierten Zeit- alter beworben wird. Bei aller Flexibilisierung der Arbeitswelt bleibt die Identifikation des Mitarbeiters mit einem Unterneh- men auch in Zukunft ein wichtiger Faktor für Moti- vation und Produktivität. Augmented-Reality-Brillen wie Google Glass oder die von Microsoft angekün- digte HoloLens19 könnten nicht nur einen virtuellen Zugang zur 'Homebase' des Unternehmens bieten, sondern beispielsweise auch elementare Corporate- Interior-Design-Elemente an jedem Arbeitsplatz der Welt verfügbar machen. Design und Ambiente könnten sich zunehmend in die virtuelle Welt verlagern und Möbel, Oberflächen und Wände in Zukunft nur noch ihre Projektionsflächen sein. 2025: Das Büro als Denkraum
  • 15. 15 02 15 2025: Das Büro als bedrohter Raum
  • 16. 2025: Das Büro als bedrohter Raum 16 Der Bedarf an festen Büroräumen wird sinken. Durch Outsourcing und Office-Sharing können Un- ternehmen in Zukunft ihre Kosten für Büroflächen und Arbeitsplatzausstattung senken, kein unerheb- licher Faktor angesichts steigender Immobilien- preise und Mieten, insbesondere in attraktiven La- gen. Tatsächlich wird heute ein Arbeitsplatz an einem durchschnittlichen Tag nur zu 42 Prozent genutzt.21 Für Unternehmen macht es daher zuneh- mend Sinn, nur die notwendige Mindestfläche vor- zuhalten und weiteren Raum bedarfsorientiert hin- zuzubuchen. Auch die Büroarchitekturen selbst än- dern sich und werden minimalistischer. Das Einzel- und Zweiraumbüro weicht zunehmend einer offene- ren, auf Effizienz und Nutzen hin durchdachten Raumaufteilung. Um bis zu 50 Prozent lässt sich der Platzbedarf der Büroarbeitsplätze so reduzieren.22 Obwohl die deutsche Wirtschaft wächst und die Arbeitslosenquote ein Rekordtief erreicht hat, stag- niert die Büroflächennachfrage. Neben der zuneh- menden Flächeneffizienz, also dem Rückgang der pro Kopf beanspruchten Bürofläche in den letzten Jahren, wirken sich der Trend zur Teilzeitbeschäf- tigung sowie der Umstand aus, dass die klassischen Bürobranchen kaum noch ein Beschäftigungswachs- tum verzeichnen.23 Andererseits entstehen durch den Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft neue Büroarbeitsplätze. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Bürobe- schäftigten in Deutschland zumindest bis zum Jahr 2020 noch um 80.000 pro Jahr wachsen wird.24 Da die Erwerbsbevölkerung infolge des demografi- schen Wandels in Zukunft mit hoher Wahrschein- lichkeit aber schrumpft, dürfte sich dies langfristig negativ auf die Büroflächennachfrage in Deutsch- land auswirken. Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren sowie Anreize für eine ver- stärkte Zuwanderung können diese Entwicklung verzögern, aber nicht aufhalten. Regional wird es dabei je nach Beschäftigungsentwicklung am jewei- ligen Standort, zu großen Unterschieden kommen. Neben den mittel- bis langfristigen Auswirkungen des demografischen Wandels und der Notwendig- keit, Kosten zu senken, werden auch neue Formen und Schnittstellen der Zusammenarbeit das klassi- sche Büro als Arbeitsraum zunehmend in Frage stellen. 2012 haben rund 4,7 Million Menschen oder zwölf Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland überwiegend oder gelegentlich von zu Hause aus Langfristig ist mit einer Verfestigung des Büroflächen- leerstands in ländlichen Räumen, C-Städten und peripheren Lagen von A- und B-Städten zu rechnen.20
  • 17. 17 Arbeiten überall und jederzeit: Human-Machine-Interfaces der nächsten Generation erweitern mobile Endgeräte zu virtuellen Desktops. 2025: Das Büro als bedrohter Raum
  • 18. Auch Autos dürften in Zukunft verstärkt als Arbeitsorte genutzt werden. Bereits im Jahr 2020 sollen weltweit 250 Millionen vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.27 Im Verlauf der 20er Jahre dürften sich dann zuerst das teilautonome, in den 30er Jahren schließlich das vollständig autonome Fahren durchsetzen.28 Das mobile Büro wäre damit Wirklichkeit. Fahrzeuge werden entsprechend angepasste Innenräume haben. Zunehmend gestatten Unternehmen es ihren Mitar- beitern, im Arbeitsumfeld eigene mobile Endgeräte, Softwareanwendungen etc. zu verwenden, weil dies ihre Produktivität erhöht. Gleichzeitig werden Firmen-Laptops und -Smartphones immer öfter auch privat genutzt. Der Trend zum mobilen, hoch- vernetzten Arbeiten stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre IT-Infrastrukturen und Daten vor den damit verbundenen neuen Risiken schützen zu müssen. Mit der zunehmenden Digitalisierung und Virtualisierung von Arbeitsumgebungen, wird das Office Everywhere zu einem Einfallstor für Computerviren und Industriespione. gearbeitet. Zwar war der Trend zur Heimarbeit entgegen der gesamteuropäischen Entwicklung hierzulande zwischen 2008 und 2012 rückläufig25 , der weitere Ausbau der Datennetze, immer leis- tungsfähigere Endgeräte sowie neue Mensch- Maschine-Schnittstellen und Virtualisierungstech- niken (Gestensteuerung, Gedanken-Interfaces, 3D- Visualisierungen, Augmented Reality etc.) dürften das in Zukunft aber ändern. Immerhin 33 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass sie 2025 im Home Office arbeiten werden.26 Der Trend zum dezentralen Arbeiten wird langfristig weit mehr Orte als das Home Office oder die Bahn umfassen, vor allem dann, wenn sich jeder alles, was er zum Arbeiten benötigt, überall und zu jeder Zeit 'vergegenwärtigen' kann. Dass Arbeit und Freizeit zunehmend verschwimmen, heißt in letzter Konsequenz, dass unser Arbeitsumfeld uns in Zukunft wie eine Aura umgeben wird, und sich, je nach Wunsch und Situation ein- oder ausblenden lässt, sei es im Büro, im Home Office, im Co- working-Space, im Café oder im Park. Bedarfsorien- tiert können wir virtuelle Oberflächen hinzuschalten und mit ihnen interagieren. 18X Der Trend zum Bring-Your-Own-Device (BYOD) sowie zu hochvernetzten, dezentralen Arbeitsstrukturen birgt für Unternehmen erhebliche IT- und Datensicherheitsrisiken. BYOD 182025: Das Büro als bedrohter Raum
  • 19. 19 03 19 2025: Das Büro als Chancenraum
  • 20. 2025: Das Büro als Chancenraum 20 In den nächsten zehn Jahren werden intelligente High-Tech-Möbel und -Oberflächen Einzug in zahl- reiche Büros halten. Informations- und Interaktions- flächen bleiben nicht mehr allein auf den klassischen Bildschirm, Leinwände, Whiteboards, Flipcharts etc. beschränkt. Insbesondere der Be- reich der organischen Elektronik dürfte interessante Zukunftsmarktchancen für Büromöbelhersteller eröffnen. Elektronische Schaltungen auf der Basis leitfähiger Kunststoffe können zunehmend wirt- schaftlich im Rolle-zu-Rolle-Verfahren gedruckt werden. Damit ist die Basis für eine Low-Cost- Elektronik geschaffen, die völlig neue Möglichkeiten bieten wird. Hauchdünne, flexible OLED-Folien können auf die unterschiedlichsten Oberflächen und Strukturen aufgebracht werden. Büromöbel, Elek- tronik und Informationstechnologie verschmelzen. Erste flexible Plastik-OLED-Displays sollen ab 2016 auf den Markt kommen und werden sich in den darauffolgenden Jahren zum Beispiel im Smart- phone- und TV-Bereich zu einem Multi-Milliarden- Markt entwickeln.29 Mittel- bis langfristig lässt sich damit jede Oberfläche zu einem touchfähigen Informationsträger 'upgraden'. In Zukunft müssen Räume noch nicht einmal mehr Fenster haben. Der Flugzeughersteller Airbus hat zum Beispiel einen Patentantrag für ein Cockpit eingereicht, bei dem OLED-Folienbildschirme die Fernster ersetzen sollen.30 Auch als Flächenlichtquellen werden OLED- Module und -Folien verstärkt zum Einsatz kommen. High-Tech-Möbel und smarte Oberflächen werden im Verbund mit Umgebungsintelligenz (Ambient Intelligence) sowohl zu einer Steigerung der Produktivität als auch des Wohlbefindens von Wissensarbeitern beitragen. Informationen können großflächig visualisiert werden oder uns von Raum zu Raum 'begleiten'. Intelligente Textilien, in denen Sensoren und elektronische Schaltungen verarbeitet sind, reagieren auf Berührungen, messen Vital- parameter und geben optisches oder haptisches Feedback. Das Smart Office im Jahr 2025 ist in der Lage, sich situativ oder sogar vorausschauend an seine Nutzer anzupassen. In Zukunft sorgen wir uns nicht mehr um Geräte und Technologien, sondern diese um uns. Büromöbel werden so im Verbund mit neuen Technologien sukzessive funktional erweitert. Ein erster Schritt in diese Richtung: Im Frühjahr 2015 führt IKEA Möbel ein, die mittels der Qi-Technologie Ambiente und Arbeitsplatz verschmelzen: In Zukunft lässt sich jede Oberfläche zu einem touchfähigen Informationsträger 'upgraden'.
  • 21. 21 Vom Arbeitsplatz zu Plätzen des Arbeitens Bevorzugtes Konzept zukünftigen Arbeitens Jüngerer 31 Orte, um Sport zu treiben Kolla- boratives Arbeiten Rückzugs- orte, um allein zu sein Arbeiten an sozia- len Orten (Café, etc.) Zone zum Relaxen Ruhiges Arbeiten Zone zum Nach- denken Outdoor- Arbeits- plätze "Basis, die meine Identität repräsentiert" 2025: Das Büro als Chancenraum
  • 22. Das Thema Green-Building stellt daher einen wichtigen Zukunftsmarkt im Büroimmobiliensektor dar. Neben umweltfreundlichen und schadstoff- armen Baustoffen, die klassische Materialien ergänzen, sind vor allem Lösungen von großer Bedeutung, die die Energieeffizienz von Gebäuden erhöhen. Verstärkt kommen auch recyclebare Baustoffe zum Einsatz. Nanomaterialien verbessern neben den energetischen auch die hygienischen Eigenschaften von Werkstoffen. Im Neubau wird die Integration regenerativer Energien und innovativer Energy-Harvesting-Systeme in das Gebäude- Energiemanagement eine immer größere Rolle spielen. Intelligente Technologien (smarte Fahr- stühle, elektrisch dimmbare Fenster, program- mierbare Klimaanlagen etc.) werden ebenfalls dazu beitragen, die Energieeffizienz von Büroimmobilien zu optimieren. Unternehmen werden verstärkt an ihrer CO2-Bilanz oder ihrem ökologischen Fußabdruck gemessen werden. Bei der Arbeitgeberwahl stellt vor allem für jüngere Talente die ökologische und gesellschaft- liche Verantwortung des Unternehmens ein nicht unbedeutendes Kriterium dar. ein drahtloses Aufladen mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-PCs ermöglichen sollen.32 Agile Unternehmensstrukturen, vernetztes Arbeiten und sich ändernde Bedürfnisse insbesondere bei den jüngeren Wissensarbeitern stellen höhere Anforderungen an die Flexibilität von Büroräumen. Zunehmend ist eine Kombination offener Raumkon- zepte für eine einfachere Zusammenarbeit mit Ruhezonen, kleineren Besprechungsräumen und kreativitätsfördernden Erlebnisräumen gewünscht. Gleichzeitig müssen die unterschiedlichen Nut- zungsanforderungen wechselnder Mieter antizipiert werden. Ein Höchstmaß an Flexibilität der Immo- bilie sollte daher von Investoren und Eigentümern sowohl beim Neubau als auch bei der Umnutzung von Gebäuden berücksichtigt werden. Büroimmo- bilien mit anpassungsfähigen Raumstrukturen und Flächeneffizienz dürften in Zukunft weiterhin gut zu vermarkten sein. Vor dem Hintergrund von Klimawandel, neuen ge- setzlichen Anforderungen sowie einem Bewusst- seinswandel der Öffentlichkeit hinsichtlich Umwelt- themen und Ressourcennutzung wird ökologische Nachhaltigkeit zu einem immer wichtigeren Aspekt. 222025: Das Büro als Chancenraum Das Büro der Zukunft ist grün: Ökologische Nachhaltigkeit ist ein Megatrend, der zahlreiche Zukunftsmarktchancen eröffnet.
  • 23. Der Europa-Markt für energieeffiziente Gebäude (Produkte und Dienstleistungen) wird sich zwischen 2014 und 2023 auf rund 81 Milliarden Euro fast verdoppeln. 33 232025: Das Büro als Chancenraum
  • 24. 24 Das Interesse an gesundheitsfördernden Lebens- und Verhaltensweisen, um möglichen negativen Einflüssen durch Umweltbelastungen, mangelnder Bewegung, einer falschen Ernährungsweise und Stress entgegenzuwirken, wächst. Die Anzahl psychischer Erkrankungen hat in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen. Besonders auffällig ist ein Anstieg der sogenannten affektiven Störungen (Stimmungsstörungen, beispielsweise Depressionen), der sich auch durch entsprechend höhere Fehlzeiten in den Krankheitsstatistiken niederschlägt. Life-Balancing, verstanden als die Fähigkeit, äußere Anforderungen mit den eigenen Lebenszielen in Einklang zu bringen, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Präventive Gesundheits- fürsorge wird als höhere Lebensqualität erlebt. Gleichzeitig werden körperliche und psychische Gesundheit als eine wichtige Voraussetzung wirt- schaftlicher Produktivität begriffen. Gesundheit wird zum Status-Symbol. Zwei Drittel der Unternehmens- entscheider und Personalverantwortlichen in Deutschland sind davon überzeugt, dass die betriebliche Gesundheitsfürsorge als ganzheitliches Konzept in Zukunft wichtiger wird. Eine ergono- mische und altersgerechte Arbeitsplatzgestaltung 2025: Das Büro als Chancenraum
  • 25. de Trackinglösungen wären ebenfalls geeignet, festzustellen, ob beim Arbeiten Ermüdungserschei- nungen auftreten, und könnten dann zu einer kur- zen Pause anregen. Self-Tracking über mobile Endgeräte und Wearables hat längst die Nische der Technikaffinen verlassen und wird von immer mehr Menschen praktiziert. Auch im Arbeitsumfeld hat die spielerische gesundheitsorientierte Selbstoptimie- rung ein hohes Wachstumspotenzial. Weitere Bei- spiele für Gesundheitslösungen am Arbeitsplatz wären die Einrichtung spezieller Fitness-Zonen und ihre Ausstattung mit entsprechenden Geräten oder die Integration von Fitness-Studios, Wellness- Centern etc. in Bürokomplexe. Auch Kombinationen aus Möbeln und Fitness-Geräten wären denkbar. Diese könnten sogar zur Energiegewinnung genutzt werden (Energy Harvesting). Durch einen 3D-Scan lassen sich Büromöbel in Zukunft individuell an die Körpereigenschaften von Mitarbeitern anpassen. Die Versorgung von Belegschaften mit hochwertigen Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Bioprodukten, Erzeugnissen aus der Region oder Functional und Brain Food, also Lebensmitteln, die einen Zusatz- nutzen bieten, eröffnen Zukunftsmarktchancen im Bereich Catering. gewinnt an Bedeutung.34 Entsprechend bilden Pro- dukte und Dienstleistungen rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden in den nächsten Jahrzehnten einen wichtigen Wachstumsmarkt. Denkansatz: Welche Produkte und Dienstleistungen lassen sich im Umfeld des Trends zur gesundheitsorientierten Selbstoptimierung mit Hilfe mobiler Endgeräte und Wearables (Self-Tracking, Quantified Self) im Bereich der Wissensarbeit anbieten? Ergonomie bleibt ein wichtiges Thema im Büromö- belmarkt. In Zukunft könnten insbesondere Sitz- möbel zusätzlich mit Sensoren ausgestattet wer- den, die ein Feedback geben, wenn eine falsche Sitzhaltung eingenommen wird oder es Zeit wird, an ein Stehpult zu wechseln. Plessey Semiconduc- tors hat zum Beispiel für den Automobilbereich ein Driver Drowsiness Detection-System entwickelt, das eine berührungslose Erfassung von EKG- und Atemfunktion über Sensorelektroden im Sitz ermög- licht.35 Intelligente auf Gesichtserkennung basieren- 2025: Das Büro als Chancenraum 25 Leistungssteigerung und Gesundheitsorientierung: Auch im Arbeitsumfeld hat spielerisches Self-Tracking ein hohes Wachstumspotenzial.
  • 26. 262025: Das Büro als Chancenraum Coworking bietet nicht nur ein riesiges Potenzial an Möglichkeiten für Freelancer und Startups, sondern auch für Unternehmen. Von diesem Potenzial können Coworking Spaces profitieren. 36
  • 27. 27 Die zunehmende Mobilisierung sowie die steigende Zahl von Freelancern, Entrepreneuren und Start- ups lässt den Bedarf an Arbeitsräumen jenseits der klassischen Büroimmobilie wachsen. Allein zwischen 2012 und 2013 ist die Zahl der Coworking Spaces weltweit von 2.000 auf 3.000 gestiegen.37 Cowor- king wird in Zukunft auch für Büroangestellte grö- ßerer Unternehmen, die ihren Mitarbeitern mehr räumliche Flexibilität beim Arbeiten einräumen wollen oder kein eigenes Büro mehr zur Verfügung stellen wollen oder können, zunehmend eine reale Option. Sie sind auch eine geeignete Lösung für zeitlich begrenzte Projekte, in die externe Experten eingebunden werden müssen. Gezielt können Co- working Spaces auch angemietet werden, um die Kreativität von Mitarbeitern zu fördern.38/39 Coworking und weitere Office-as-Service-Modelle stellen auch Chancen für andere Anbieter tempo- rärer Aufenthaltslösungen dar. In Wien eröffnet zum Beispiel im Frühjahr 2015 in Nähe des neuen Hauptbahnhofes das Hotel Schani, das sich speziell als Coworking-Hotel bezeichnet.40 Bahnhöfe, Flug- häfen, Einkaufszentren mit guter Verkehrsanbin- dung – sie alle dürften in Zukunft verstärkt Rück- zugs- und Arbeitsräume für den mobilen Wissens- arbeiter anbieten. Interessant ist das Konzept 'Sleepbox' zweier russischer Architekten, das Rei- senden auf knapp vier Quadratmetern an Mobilitäts- Hubs einen Raum zum Schlafen und Arbeiten bietet und ab einer halben Stunde aufwärts gemietet wer- den kann.41 Das Work-on-the-go-Konzept 'WW' der britischen Design-Studentin Julie Berdou sieht glä- serne Hightech-Quader mit kleinen Arbeitsstationen auf öffentlichen Plätzen vor, die per App gefunden und gebucht werden können.42 Auch Mobilitätsdienstleister können von einem Aus- bau ihrer Angebote für Wissensarbeiter profitieren, etwa in Form gut vernetzter Arbeitsräume in Zügen und Flugzeugen sowie Warte- und Transitbereichen oder spezieller Mobile-Office-Shuttle-Services. Mit der zunehmenden Automatisierung des Fahrens wird sich langfristig auch das Automobil selbst zu einem Arbeitsraum entwickeln und ganz neue Anforderungen an Fahrzeugdesigner und -hersteller stellen. Fazit: Öffnen Sie der Wissensarbeit Freiräume und statten Sie diese adäquat aus! 2025: Das Büro als Chancenraum
  • 28. 28 Chancen im Zukunftsmarkt 'Denkräume' Unternehmen profitieren von zufriedeneren und produktiveren Mitarbeitern, wenn sie ihnen Freiräume eröffnen. Die örtliche, zeitliche und kontextuelle Fragmentierung des Arbeitsplatzes lässt die Nachfrage nach Spezial- oder Individuallösungen bei der Raumgestaltung und -ausstattung steigen. Anbieter temporär anmietbarer und flexibel anpassbarer Arbeitsräume profitieren vom Trend zum mobilen und vernetzten Arbeiten. Digitalisierung und Virtualisierung bilden die Basis für die Entwicklung innovativer Kommunikations- und Mensch-Maschine-Schnittstellen, die insbeson- dere von jungen Talenten nachgefragt werden. Durch die Kombination von Raumangeboten und Dienstleistungen zu hybriden Lösungspaketen können Unternehmen ihren Kunden einen echten Mehrwert liefern. Die Nachfrage nach ökologisch nachhaltigen Gebäuden, Büromöbeln und Büroartikeln wird steigen. Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Gesundheit und Wohlbefinden im Arbeits- umfeld entwickeln sich zu einem Milliardenmarkt. Lösungen aus den Bereichen Umgebungsintelli- genz und adaptive Assistenzsysteme eröffnen Chancen in den Feldern Ergonomie, Ambiente und Energieeffizienz. Die Integration von Elektronik, insbesondere von Folien-Touchscreens und -Displays, in Büromöbel wird die Herstellung völlig neuer Interaktions- flächen ermöglichen. Mobilitätsanbieter können sich mit innovativen Dienstleistungen für Wissensarbeiter eine attraktive Zielgruppe erschließen.
  • 29. 29  Welche Arbeitsplatzformate und Raumlösun- gen können Sie zur Verfügung stellen, um die Kreativität und Produktivität von Wissensar- beitern zu fördern?  Wie anpassungsfähig sind ihre Immobilien an die hochflexible Arbeitswelt von morgen?  Welche neuen Wettbewerber und Start-ups treten mit innovativen Arbeitsraumlösungen in Konkurrenz zu Ihrem Unternehmen? Welche eignen sich für Kooperationen?  Mit welchen IT-basierten Lösungen können Sie Ihr Produktportfolio veredeln oder sogar völlig neue Geschäftsfelder erschließen?  Welche gesundheitsfördernden Produkte und Dienstleistungen können Sie im Umfeld zukünftiger Wissensarbeit anbieten?  Welche Mobilitätsservices werden speziell von Wissensarbeitern nachgefragt werden?  Welche Auswirkungen haben hochvernetzte, dezentrale Arbeitsstrukturen auf die Sicherheit Ihres Unternehmens? Sind Sie ausreichend auf die Anforderungen an Denkräume zukünftiger Wissensarbeit vorbereitet?
  • 30. 30 Machen Sie Ihre Vision und Strategie zukunftsrobuster!
  • 31. 31 Inhouse-Workshop 2025: Das Büro als Denkraum Impulsvortrag: Ein Impulsvortrag zum Thema "2025: Das Büro als Denkraum" inspiriert Ihr Zukunftsteam. Umfeld-Entwicklungen: Wir analysieren gemeinsam, welche konkreten Auswirkungen die Marktentwicklungen auf Ihr aktuelles Geschäft haben. Ihre strategischen Handlungsoptionen: Wir entwickeln gemeinsam vorteilhafte Handlungsmöglichkeiten für Ihr Geschäft. Nächste Schritte: Konkrete Schritte zur Umsetzung und weiteren Verwendung der erarbeiteten Ergebnisse bieten Orientierung und motivieren. Abschluss: Wir lassen den Tag im angenehmen Miteinander ausklingen. Kontakt
  • 32. Quellen 32 1 FutureManagementGroup AG (2015): Smart Industry. Die Digitalisierung industrieller Wertschöpfungsketten, Eltville (Link) 2 FutureManagementGroup AG (2015): Die digitale Jobvernichtung. Wovon wir morgen leben werden, wenn intelligente Maschinen und Algorithmen unsere Arbeit machen, Eltville (Link) 3 Sondermann, Karin (2015): Wie Graph-Techniken die Arbeitswelt revolutionieren, Link, Veröffentlichungsdatum: 20.02.2014, Abrufdatum: 27.02.2015 4 Kremer, Thomas (2014): Roboter als Chefs und kaum noch Festanstellungen, Link, Veröffentlichungsdatum: 20.10.2014, Abrufdatum: 27.02.2015 5/16 BITKOM (2015): Digitalisierung der Arbeitswelt, Berlin (Link) 6 Hays und Berlecon Research (2011): Fachbereiche im Wandel. Wie Wissensarbeit die Unternehmen verändert, Mannheim/Zürich/Wien (Link) 7/12 Intel (2012): The Future of Knowledge Work (Link) 8 Citrix (2012): Workplace of the Future: a global market research report, Fort Lauderdale (Link) 9 DB Research (2012): Mehr Wertschöpfung durch Wissen(swerte), Frankfurt am Main (Link) 10/11 BMAS und Economix Research & Consulting (2014): Arbeitsmarkt 2030. Die Bedeutung der Zuwanderung für Beschäftigung und Wachstum, München (Link) 13 UN (2014): World Urbanization Prospects: The 2014 Revision, New York (Link) 14 Röhl, Klaus-Reiner (2013): Konzentrations- und Schrumpfungsprozesse in deutschen Regionen und Großstädten bis 2030, Köln (Link) 15 Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (2015): Was zieht die Hochqualifizierten in die Städte?, Link, Veröffentlichungsdatum: 02/2015, Abrufdatum: 04.03.2015 17 Donner, Susanne (2015): Smartes Material erweckt Gegenstände zum Leben, Link, Veröffentlichungsdatum: 10.01.2015, Abrufdatum: 05.03.2015 18 Schneider, Eva-Cristina et al. (2011): Der Büroimmobilienmarkt an Metropolflughäfen, Berlin (Link) 19 Microsoft (2015): Microsoft HoloLens. The era of holographic computing is here, Link, Veröffentlichungsdatum: 2015, Abrufdatum: 09.03.2015 20/24 Wüest & Partner (2014): Perspektive Büroflächenmarkt Deutschland 2014 (Link) 21 AECOM (2014): Cost Model: Agile Working (Link) 22 Breitkopf, Thorston (2014): Trend heißt Großraum. Das Düsseldorfer Büro der Zukunft, Link, Veröffentlichungsdatum: 14.12.2014, Abrufdatum: 09.03.2015 23 Savills Research (2014): Einfluss der Beschäfti- gungsentwicklung auf die Büroflächennachfrage, Link, Veröffentlichungsdatum: 08/2014, Abrufdatum: 09.03.2015 25 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (2014): Immer weniger Menschen in Deutschland arbeiten von zu Hause aus, Link, Veröffentlichungs- datum: 19.02.2014, Abrufdatum: 09.03.2015
  • 33. Quellen 33 26 McAffee Deutschland (2014): Umfrage: Roboter am Arbeitsplatz, Autopiloten – so stellen sich die Deutschen das Jahr 2025 vor, Link, Veröffentlichungs-datum: 16.09.2014, Abrufdatum: 09.03.2015 27 Gartner (2015): Gartner Says By 2020, a Quarter Billion Connected Vehicles Will Enable New In- Vehicle Services and Automated Driving Capabilities, Link, Veröffentlichungsdatum: 26.01.2015, Abrufdatum: 26.01.2015 28 ABI research (2014): Global Driverless Vehicle Shipments to Reach 14 Million by 2030, Link, Veröffentlichungsdatum: 12.09.2014, Abrufdatum: 16.09.2014 29 IDTechEx (2014): OLED Display Forecasts 2014- 2024. The Rise of Plastic and Flexible Displays, Link, Veröffentlichungsdatum: 09/2014, Abrufdatum: 12.03.2015 30 Kempkens, Wolfgang (2014): Airbus reicht Patent für fensterloses Cockpit ein, Link, Veröffentlichungsdatum: 09.07.2014, Abrufdatum: 12.03.2015 31 CBRE Ltd. (2014): Fast Forward 2030. The Future of Work and the Workplace (Link) 32 IKEA (2015): Neue IKEA Design-Kollektion mit kabelloser Ladefunktion: Möbel mit innovativer Technik machen das Leben zu Hause noch angenehmer, Link, Veröffentlichungsdatum: 01.03.2015, Abrufdatum: 02.03.2015 33 Navigant Research (2014): Revenue from Energy Efficient Buildings in Europe Is Expected to Reach $109 Billion Annually by 2023, Link, Veröffentlichungsdatum: 21.11.2014, Abrufdatum: 12.03.2015 34 BAD GmbH und YouGov Deutschland AG (2014): Bundesweite Studie zu Trends in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, Link, Veröffentlichungsdatum: 20.03.2014, Abrufdatum: 31.07.2014 35 Vollmer, Alfred (2013): EKG des Fahrers überwachsen, Link, Veröffentlichungsdatum: 04.02.2013, Abrufdatum: 03.02.2014 36/38 Stiefel, Klaus-Peter; Rief, Stefan (2014): Neue Fraunhofer-Studie: 'Faszination Coworking', Link, Veröffentlichungsdatum: 27.10.2014, Abrufdatum: 12.03.2015 37 Foertsch, Carsten; Cagnol, Rémy (2013): Es war einmal… Die Geschichte von Coworking in Zahlen, Link, Veröffentlichungsdatum: 26.08.2013, Abrufdatum: 12.03.2015 39 Kirchner, Philipp (2013): Arbeiten 4.0 – Wie leben und arbeiten wir in 2025?, Link, Veröffentlichungsdatum: 10.01.2013, Abrufdatum: 12.03.2015 40 Hotel Schani (2015): Unternehmenswebsite, Link, Veröffentlichungsdatum: 2015, Abrufdatum: 13.03.2015 41 Arch Group (2015): Sleepbox, Link, Veröffentlichungsdatum: o.D., Abrufdatum: 13.03.2015 42 RSA Student Design Awards (2014): Julie Berdou - WW, Link, Veröffentlichungsdatum: 2014, Abrufdatum: 17.02.2015
  • 34. www.FutureManagementGroup.com Hier Promoter-Bild einfügen Hier Promoter-Teaser einfügen und an jeweiligen Senior anpassen Hier Impressum-Block einfügen und ISSN-Nr. anpassen Gregor Schiffer Partner und Leiter der FutureMarkets-Center 'Bauen und Wohnen der Zukunft' sowie 'Energie und Infrastruktur' bei der FutureManagementGroup AG Kontakt: SG@FutureManagementGroup.com +49 - (0)173 – 34 69 748 Über die FutureManagementGroup AG Die FutureManagementGroup AG unterstützt seit 1991 Führungsteams internationaler Unternehmen dabei, Chancen in Zukunftsmärkten zu erkennen und eine motivierende und zukunftsrobuste Ausrichtung, Vision und Strategie zu entwickeln und zu implementieren. So schafft sie die wichtigste Grundlage für Wettbewerbs- vorteile, wirksame Führung und großen nachhaltigen Erfolg für Unternehmen und Mitarbeiter. Impressum © FutureManagementGroup AG, 2015 Wallufer Straße 3a D-65343 Eltville Telefon: +49 (0)6123 60109 – 0 Telefax: +49 (0)6123 60109 - 29 office@futuremanagementgroup.com www.FutureManagementGroup.com Vorstand: Dr. Pero Mićić (Vorsitzender), Martin Ruesch Aufsichtsratsvorsitzender: Prof. Dr. Peter Mettler Registergericht: Amtsgericht Wiesbaden Eintragungsnummer: HRB 17918 Umsatzsteuer-Ident.-Nr: DE 227 644 650 Bilder und Grafiken © iStock FutureManagementGroup AG Die Bilder und Grafiken in diesem Dokument sind urheberrechtlich geschützt. Bei weiterer Verwendung dieser Materialien setzen Sie sich bitte mit dem Rechteinhaber in Verbindung. ISSN: 2363-6734