Presseinformation

Stuttgart, 22. März 2012




von Arnim E. Kogge


Die Marktmeinung aus Stuttgart


Aktienmärkte treten auf der Stelle


Nachdem     sich   die     internationalen   Aktienmärkte    in   der
vergangenen Woche zu neuen Höchstkursen hinbewegt hatten,
kam nun doch eine Ernüchterung auf, denn wirklich neue
Impulse zeigten sich für die Investoren nicht. Im Gegenteil, die
asiatischen Börsen begannen mit Gewinnmitnahmen aufgrund
der Sorge um die weitere Konjunkturentwicklung in China. Zwar
hatten die Chinesen ihre Wachstumsprognose bereits von 8 %
auf 7,5 % zurückgenommen, aber viele Anleger befürchten, dass
dies nicht ausreicht und ein weiterer Rückgang notwendig
werden wird. Die USA scheinen eine neue Diskussion innerhalb
der   US-Notenbank       zu   entfachen.     Äußerungen     einzelner
Mitglieder darüber, dass der Beginn des Ausstiegs aus der
Nullzinspolitik bevorstehe und bereits 2012 eine Zinsanhebung
notwendig erscheine, verursachten auch hier Gewinnmitnahmen.
Dem technischen Betrachter zeigt sich eine Situation, die es
bereits am 6. März 2012 gab, als die Anleger ebenfalls zu
Gewinnmitnahmen griffen. Eine Trendwende ergab sich daraus
nicht, im Gegenteil, alle Indizes stürmten danach zu neuen
Höchstmarken. Ob es dieses Mal wieder der Fall sein wird, bleibt
offen. Zum Quartalsende werden sicherlich noch einige große
Fonds Käufe vornehmen, um in den Berichten ein gut bestücktes
Portefeuille vorzuweisen. Der DAX zeigt zwar wieder einmal
Ermüdungserscheinungen. Er liegt aber noch oberhalb der
wichtigen Marke von 6.850 Punkten, die nicht unterschritten


                                                                        .
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werden darf, da sonst der Aufwärtstrend beendet wäre. Auch der
Euro Stoxx 50 scheint sich oberhalb der 2.500-Punkte-Marke
etwas auszuruhen. Ungebrochen im Aufwärtstrend liegt der Dow-
Jones-Index. Eine Korrektur unterhalb der 13.000-Punkte-Marke
ist zurzeit nicht in Sicht.


Die liquiditätsgetriebene Hausse hält aber zurzeit unverändert an,
denn die kleinen Rückschläge werden schnell verdaut. Es hat
den Anschein, als ob im DAX die wichtige Marke zwischen 7.250
und 7.300 Punkten noch erreicht werden kann. Der Aktienmarkt
wird mangels Alternativen sicherlich weiter die hohe Priorität bei
den Investoren genießen. Allerdings ist zu erwarten, dass die
Schwankungsbreite zunimmt und die Gegenbewegungen nicht
mehr zu neuen Höchstkursen führen werden. Ob der Klassiker
„Sell in May and go away“ in diesem Jahr bereits für den März
gilt, ist sicherlich mehr als fraglich, aber das Ende der
Einbahnstraße bei den Aktienmärkten ist in jedem Fall in Sicht.
Für     den     Anleger       bedeutet        dies,    dass      er    kurzfristige
Tradingmöglichkeiten zwar noch nutzen kann, aber ein Einstieg
unter einem mittelfristigen Anlagehorizont ist nicht mehr zu
empfehlen. Für kurzfristige Tradingaktionen eignet sich in erster
Linie die Branche der Technologie. Bei den defensiven Werten
sehen wir die Unternehmen Total, Novartis und Coca-Cola weiter
positiv.




Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht
um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle
Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung.




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DIE MARKTMEINUNG AUS STUTTGART: Aktienmärkte treten auf der Stelle

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    Presseinformation Stuttgart, 22. März2012 von Arnim E. Kogge Die Marktmeinung aus Stuttgart Aktienmärkte treten auf der Stelle Nachdem sich die internationalen Aktienmärkte in der vergangenen Woche zu neuen Höchstkursen hinbewegt hatten, kam nun doch eine Ernüchterung auf, denn wirklich neue Impulse zeigten sich für die Investoren nicht. Im Gegenteil, die asiatischen Börsen begannen mit Gewinnmitnahmen aufgrund der Sorge um die weitere Konjunkturentwicklung in China. Zwar hatten die Chinesen ihre Wachstumsprognose bereits von 8 % auf 7,5 % zurückgenommen, aber viele Anleger befürchten, dass dies nicht ausreicht und ein weiterer Rückgang notwendig werden wird. Die USA scheinen eine neue Diskussion innerhalb der US-Notenbank zu entfachen. Äußerungen einzelner Mitglieder darüber, dass der Beginn des Ausstiegs aus der Nullzinspolitik bevorstehe und bereits 2012 eine Zinsanhebung notwendig erscheine, verursachten auch hier Gewinnmitnahmen. Dem technischen Betrachter zeigt sich eine Situation, die es bereits am 6. März 2012 gab, als die Anleger ebenfalls zu Gewinnmitnahmen griffen. Eine Trendwende ergab sich daraus nicht, im Gegenteil, alle Indizes stürmten danach zu neuen Höchstmarken. Ob es dieses Mal wieder der Fall sein wird, bleibt offen. Zum Quartalsende werden sicherlich noch einige große Fonds Käufe vornehmen, um in den Berichten ein gut bestücktes Portefeuille vorzuweisen. Der DAX zeigt zwar wieder einmal Ermüdungserscheinungen. Er liegt aber noch oberhalb der wichtigen Marke von 6.850 Punkten, die nicht unterschritten . .
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    werden darf, dasonst der Aufwärtstrend beendet wäre. Auch der Euro Stoxx 50 scheint sich oberhalb der 2.500-Punkte-Marke etwas auszuruhen. Ungebrochen im Aufwärtstrend liegt der Dow- Jones-Index. Eine Korrektur unterhalb der 13.000-Punkte-Marke ist zurzeit nicht in Sicht. Die liquiditätsgetriebene Hausse hält aber zurzeit unverändert an, denn die kleinen Rückschläge werden schnell verdaut. Es hat den Anschein, als ob im DAX die wichtige Marke zwischen 7.250 und 7.300 Punkten noch erreicht werden kann. Der Aktienmarkt wird mangels Alternativen sicherlich weiter die hohe Priorität bei den Investoren genießen. Allerdings ist zu erwarten, dass die Schwankungsbreite zunimmt und die Gegenbewegungen nicht mehr zu neuen Höchstkursen führen werden. Ob der Klassiker „Sell in May and go away“ in diesem Jahr bereits für den März gilt, ist sicherlich mehr als fraglich, aber das Ende der Einbahnstraße bei den Aktienmärkten ist in jedem Fall in Sicht. Für den Anleger bedeutet dies, dass er kurzfristige Tradingmöglichkeiten zwar noch nutzen kann, aber ein Einstieg unter einem mittelfristigen Anlagehorizont ist nicht mehr zu empfehlen. Für kurzfristige Tradingaktionen eignet sich in erster Linie die Branche der Technologie. Bei den defensiven Werten sehen wir die Unternehmen Total, Novartis und Coca-Cola weiter positiv. Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung. 2
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    Kontakt für denLeser: Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG Arnim E. Kogge Leiter Private Banking Leiter Institutional Banking Mitglied des Direktoriums Börsenplatz 1 70174 Stuttgart Telefon +49 711-21 48-232 Telefax +49 711-21 48-250 marion.dolwig@privatbank.de www.privatbank.de 3