Presseinformation
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Stuttgart, 05. August 2015
von Michael Beck
Die Marktmeinung aus Stuttgart
Unbehagen
Seit Monaten beschäftigt die Märkte nun der mögliche Zeitpunkt
einer ersten Leitzinserhöhung der US-amerikanischen Notenbank
Fed. Immer wieder schwankten die Erwartungen zwischen
September und Dezember hin und her. Zwischenzeitlich wurde
sogar ein Zeitpunkt im nächsten Jahr erwogen. Zahlreiche
Äußerungen einflussreicher Notenbanker in den USA und zuletzt
relativ eindeutige Aussagen der Fed-Chefin Janet Yellen ließen
die Investoren relativ sicher auf den Monat September setzen.
Nun sorgte ein selten beachteter Wirtschaftsindikator – der
Lohnstückkostenindex – für starke Zweifel an dieser These.
Obwohl wahrscheinlich die meisten Investoren von diesem
Indikator noch kaum gehört hatten, folgten sie zügig der
Interpretation einiger weniger Analysten, demzufolge die
Lohnstückkosten zu wenig gestiegen seien, die Wirtschaft somit
lahme und damit die Zinserhöhung obsolet werde. Offensichtlich
möchte man an der Zinserhöhung zweifeln, wenn Indikatoren aus
der zweiten Reihe, die normalerweise nur andere, wichtigere, wie
die am Freitag folgenden Arbeitsmarktdaten, ergänzen, als
marktbeeinflussend wahrgenommen werden.
Unterdessen beschäftigen kräftige Kursstürze in China und seit
dieser Woche in Griechenland die Börsen. Da die griechische
Börse fünf Wochen geschlossen war, verwundern die
crashartigen Zustände, insbesondere bei Bankaktien, kaum und
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lassen die Investoren kalt. Anders verhält es sich bei der Angst
vor einem ausgewachsenen Crash in China. Die chinesische
Regierung stützt das Geschehen mit Aktienkäufen und
Regulierungen, kann aber das Unbehagen internationaler
Investoren vor den möglichen negativen Auswirkungen der
Aktienkrise auf die Realwirtschaft nicht mindern. Es wird Zeit,
dass die Aktienmärkte endlich in die ruhige Sommerspur finden.
Sie finden die Marktmeinung ebenfalls unter folgendem Link:
www.privatbank.de/presse
Aktuelle Pressenews: www.privatbank.de/presse
Kontakt für den Leser:
Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG
Michael Beck
Leiter Asset Management
Börsenplatz 1
70174 Stuttgart
Telefon +49 711-21 48-242
Telefax +49 711-21 48-250
Michael.Beck@privatbank.de
www.privatbank.de
Die vorliegenden Informationen sind keine Finanzanalyse im Sinne des
Wertpapierhandelsgesetzes und genügen nicht allen gesetzlichen
Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von
Finanzanalysen und unterliegen nicht einem Verbot des Handels vor der
Veröffentlichung von Finanzanalysen.
Die Darstellungen geben die aktuellen Meinungen und Einschätzungen zum
Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments wieder. Sie können ohne
Vorankündigung angepasst oder geändert werden. Die enthaltenen
Informationen wurden sorgfältig geprüft und zusammengestellt. Eine Gewähr
für Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden.
Die Informationen sind keine Anlageberatung oder Empfehlung. Für individuelle
Anlageempfehlungen und umfassende Beratungen stehen Ihnen die Berater
unseres Hauses gerne zur Verfügung.
Die Urheberrechte für die gesamte inhaltliche und graphische Gestaltung liegen
bei der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG und dürfen gerne, jedoch nur mit
schriftlicher Genehmigung, verwendet werden.
Angaben zur steuerlichen Situation sind nur allgemeiner Art. Für eine
individuelle Beurteilung der für Sie steuerlich relevanten Aspekte und ggf.
abweichende Bewertungen sollten Sie Ihren Steuerberater hinzuziehen.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für
zukünftige Entwicklungen. Finanzinstrumente oder Indizes können in
Fremdwährungen notiert sein. Deren Renditen können daher auch aufgrund
von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

DIE MARKTMEINUNG AUS STUTTGART: Unbehagen

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    Presseinformation . . Stuttgart, 05. August2015 von Michael Beck Die Marktmeinung aus Stuttgart Unbehagen Seit Monaten beschäftigt die Märkte nun der mögliche Zeitpunkt einer ersten Leitzinserhöhung der US-amerikanischen Notenbank Fed. Immer wieder schwankten die Erwartungen zwischen September und Dezember hin und her. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Zeitpunkt im nächsten Jahr erwogen. Zahlreiche Äußerungen einflussreicher Notenbanker in den USA und zuletzt relativ eindeutige Aussagen der Fed-Chefin Janet Yellen ließen die Investoren relativ sicher auf den Monat September setzen. Nun sorgte ein selten beachteter Wirtschaftsindikator – der Lohnstückkostenindex – für starke Zweifel an dieser These. Obwohl wahrscheinlich die meisten Investoren von diesem Indikator noch kaum gehört hatten, folgten sie zügig der Interpretation einiger weniger Analysten, demzufolge die Lohnstückkosten zu wenig gestiegen seien, die Wirtschaft somit lahme und damit die Zinserhöhung obsolet werde. Offensichtlich möchte man an der Zinserhöhung zweifeln, wenn Indikatoren aus der zweiten Reihe, die normalerweise nur andere, wichtigere, wie die am Freitag folgenden Arbeitsmarktdaten, ergänzen, als marktbeeinflussend wahrgenommen werden. Unterdessen beschäftigen kräftige Kursstürze in China und seit dieser Woche in Griechenland die Börsen. Da die griechische Börse fünf Wochen geschlossen war, verwundern die crashartigen Zustände, insbesondere bei Bankaktien, kaum und
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    2 lassen die Investorenkalt. Anders verhält es sich bei der Angst vor einem ausgewachsenen Crash in China. Die chinesische Regierung stützt das Geschehen mit Aktienkäufen und Regulierungen, kann aber das Unbehagen internationaler Investoren vor den möglichen negativen Auswirkungen der Aktienkrise auf die Realwirtschaft nicht mindern. Es wird Zeit, dass die Aktienmärkte endlich in die ruhige Sommerspur finden. Sie finden die Marktmeinung ebenfalls unter folgendem Link: www.privatbank.de/presse Aktuelle Pressenews: www.privatbank.de/presse Kontakt für den Leser: Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG Michael Beck Leiter Asset Management Börsenplatz 1 70174 Stuttgart Telefon +49 711-21 48-242 Telefax +49 711-21 48-250 Michael.Beck@privatbank.de www.privatbank.de Die vorliegenden Informationen sind keine Finanzanalyse im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und genügen nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die Darstellungen geben die aktuellen Meinungen und Einschätzungen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments wieder. Sie können ohne Vorankündigung angepasst oder geändert werden. Die enthaltenen Informationen wurden sorgfältig geprüft und zusammengestellt. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Die Informationen sind keine Anlageberatung oder Empfehlung. Für individuelle Anlageempfehlungen und umfassende Beratungen stehen Ihnen die Berater unseres Hauses gerne zur Verfügung. Die Urheberrechte für die gesamte inhaltliche und graphische Gestaltung liegen bei der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG und dürfen gerne, jedoch nur mit schriftlicher Genehmigung, verwendet werden. Angaben zur steuerlichen Situation sind nur allgemeiner Art. Für eine individuelle Beurteilung der für Sie steuerlich relevanten Aspekte und ggf. abweichende Bewertungen sollten Sie Ihren Steuerberater hinzuziehen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Entwicklungen. Finanzinstrumente oder Indizes können in Fremdwährungen notiert sein. Deren Renditen können daher auch aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen.