Presseinformation
Stuttgart, 29. Januar 2014

von Michael Beck
Die Marktmeinung aus Stuttgart
Schwankungen nehmen zu
Ein

Kurseinbruch

in

Höhe

von

2,50

Prozent

an

den

internationalen Aktienmärkten – ein Ereignis, das schon lange
nicht

mehr

auftrat

und

das

eigentlich

an

den

stabil

aufwärtsgerichteten und von unendlich scheinender Liquidität
getragenen Märkten verbannt schien. Nun könnte es aber sein,
dass Ben Bernanke in seiner letzten Sitzung als Fed-Präsident
seiner Nachfolgerin Janet Yellen den Start etwas erleichtern
möchte und eine Reduktion der Fed-Anleihenkäufe um weitere
10 Mrd. USD pro Monat ankündigen wird. Die Ankündigung
dieser Maßnahmen führte bereits Mitte 2013 zu einem starken
Kapitalabfluss aus den Emerging Markets, die sich nach der
ersten Umsetzung im Dezember nun zu einer veritablen
Emerging-Markets-Krise auszuwachsen drohte. Insbesondere
Währungen von Ländern, die hohe Leistungsbilanzdefizite
aufweisen und auf Auslandskapital angewiesen sind oder unter
politischen Krisen leiden, gingen in einen freien Fall über.
Nachdem nun die Zentralbanken der am meisten betroffenen
Länder wie Indien, Brasilien und gestern die Türkei mit
Leitzinsanhebungen
gestoppt

reagiert

beziehungsweise

haben,
sogar

konnte

umgekehrt

dieser

Trend

werden.

Die

Zinsanhebungen könnten zwar wirtschaftliche Nachteile mit sich
bringen. Die Devisenreserven dieser Länder sind aber in der
Regel zu gering, um dauerhaft an den Märkten intervenieren zu

.
.
können.

Die

Währungen

deutliche
sorgt

Abwertung
dagegen

vieler
für

Schwellenländereine

steigende

Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Volkswirtschaften. Die
Aktienkursrückgänge führten zu einer Normalisierung vieler
Schwellenländer-Bewertungen auf ein faires bis günstiges
Niveau. Zumindest die etablierten Industrieländer-Aktienmärkte
haussieren als Reaktion auf die Zinsanhebungen wieder und
egalisierten die Kursrückgänge der vergangenen Woche.
Insgesamt dürfte dies aber ein Vorgeschmack auf die steigenden
Volatilitäten der nächsten Monate sein. Es dürfte zu einem
Wettstreit von hoffentlich positiven Wirtschaftsdaten und den
Unsicherheiten

im

Verbund

mit

der

Eingrenzung

der

Liquiditätsversorgung der US-amerikanischen Notenbank Fed
um die Beeinflussung der Investorenstimmung kommen.

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Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für
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DIE MARKTMEINUNG AUS STUTTGART: Schwankungen nehmen zu

  • 1.
    Presseinformation Stuttgart, 29. Januar2014 von Michael Beck Die Marktmeinung aus Stuttgart Schwankungen nehmen zu Ein Kurseinbruch in Höhe von 2,50 Prozent an den internationalen Aktienmärkten – ein Ereignis, das schon lange nicht mehr auftrat und das eigentlich an den stabil aufwärtsgerichteten und von unendlich scheinender Liquidität getragenen Märkten verbannt schien. Nun könnte es aber sein, dass Ben Bernanke in seiner letzten Sitzung als Fed-Präsident seiner Nachfolgerin Janet Yellen den Start etwas erleichtern möchte und eine Reduktion der Fed-Anleihenkäufe um weitere 10 Mrd. USD pro Monat ankündigen wird. Die Ankündigung dieser Maßnahmen führte bereits Mitte 2013 zu einem starken Kapitalabfluss aus den Emerging Markets, die sich nach der ersten Umsetzung im Dezember nun zu einer veritablen Emerging-Markets-Krise auszuwachsen drohte. Insbesondere Währungen von Ländern, die hohe Leistungsbilanzdefizite aufweisen und auf Auslandskapital angewiesen sind oder unter politischen Krisen leiden, gingen in einen freien Fall über. Nachdem nun die Zentralbanken der am meisten betroffenen Länder wie Indien, Brasilien und gestern die Türkei mit Leitzinsanhebungen gestoppt reagiert beziehungsweise haben, sogar konnte umgekehrt dieser Trend werden. Die Zinsanhebungen könnten zwar wirtschaftliche Nachteile mit sich bringen. Die Devisenreserven dieser Länder sind aber in der Regel zu gering, um dauerhaft an den Märkten intervenieren zu . .
  • 2.
    können. Die Währungen deutliche sorgt Abwertung dagegen vieler für Schwellenländereine steigende Wettbewerbsfähigkeit der betroffenenVolkswirtschaften. Die Aktienkursrückgänge führten zu einer Normalisierung vieler Schwellenländer-Bewertungen auf ein faires bis günstiges Niveau. Zumindest die etablierten Industrieländer-Aktienmärkte haussieren als Reaktion auf die Zinsanhebungen wieder und egalisierten die Kursrückgänge der vergangenen Woche. Insgesamt dürfte dies aber ein Vorgeschmack auf die steigenden Volatilitäten der nächsten Monate sein. Es dürfte zu einem Wettstreit von hoffentlich positiven Wirtschaftsdaten und den Unsicherheiten im Verbund mit der Eingrenzung der Liquiditätsversorgung der US-amerikanischen Notenbank Fed um die Beeinflussung der Investorenstimmung kommen. Sie finden die Marktmeinung ebenfalls unter folgendem Link: www.privatbank.de/presse Hinweise: Die vorliegenden Informationen sind keine Finanzanalyse im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und genügen nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegen nicht einem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die Darstellungen geben die aktuellen Meinungen und Einschätzungen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments wieder. Sie können ohne Vorankündigung angepasst oder geändert werden. Die enthaltenen Informationen wurden sorgfältig geprüft und zusammengestellt. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden. Die Informationen sind keine Anlageberatung oder Empfehlung. Für individuelle Anlageempfehlungen und umfassende Beratungen stehen Ihnen die Berater unseres Hauses gerne zur Verfügung. Die Urheberrechte für die gesamte inhaltliche und graphische Gestaltung liegen bei der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG und dürfen gerne, jedoch nur mit schriftlicher Genehmigung, verwendet werden. Angaben zur steuerlichen Situation sind nur allgemeiner Art. Für eine individuelle Beurteilung der für Sie steuerlich relevanten Aspekte und ggf. abweichende Bewertungen sollten Sie Ihren Steuerberater hinzuziehen. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Entwicklungen. Finanzinstrumente oder Indizes können in Fremdwährungen notiert sein. Deren Renditen können daher auch aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen. 2
  • 3.
    Aktuelle Pressenews: www.privatbank.de/presse Kontaktfür den Leser: Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG Michael Beck Leiter Portfolio Management Börsenplatz 1 70174 Stuttgart Telefon +49 711-21 48-232 Telefax +49 711-21 48-250 natalie.maier@privatbank.de www.privatbank.de 3