Presseinformation

Stuttgart, 17. April 2013




von Michael Beck


Die Marktmeinung aus Stuttgart


Löcher im Goldenen Vlies

„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles! Ach, wir
armen!“ Dieses Gretchen-Zitat aus Goethes Faust können nun
alle Abiturienten, die ihre Deutschklausuren endlich hinter sich
haben, ad acta legen. Nicht aber die Investoren, die veritable
Goldbestände     im   Glauben    aufgehäuft   haben,   dass   die
Preisentwicklung dieses Edelmetalls nur noch eine Richtung
kennt, nämlich die nach oben. Nun mussten sie schmerzlich
erfahren, dass trotz des Wiederaufflackerns der Eurokrise der
Edelmetall-Sektor den Status des sicheren Hafens erst einmal
verloren hat.


Eine Reihe von durchwachsenen Konjunkturdaten führt darüber
hinaus zu der Erkenntnis, dass sowohl in den USA als auch in
China die Konjunkturbäume nicht in den Himmel wachsen. Auch
in Deutschland weist der gefallene ZEW-Indikator darauf hin,
dass sich die Wirtschaftstätigkeit hierzulande etwas abschwächt.
Da die krisenbehafteten südeuropäischen Peripherie-Länder
keine Anstalten zeigen, ihre Probleme durch tätiges und aktives
politisches Gestalten anzugehen beziehungsweise zu lösen,
ruhen nun alle Hoffnungen auf dem Wiedererstarken der
globalen Wirtschaft. Die Zweifel daran häufen sich. Aber das
Wachstum reicht dennoch aus, um ein Eintauchen in eine
Rezession zu vermeiden. Zumindest weltweit, denn die Eurozone




                                                                    .
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wird trotz des stabilen Ankers Deutschland in eine leichte
Rezession (-0,3 Prozent) abgleiten.


Solange kleinere Korrekturen an den Aktienmärkten von
Anlegern genutzt werden, um Aktienbestände aufzubauen
beziehungsweise aufzustocken, bleiben die Kursniveaus gut
unterstützt. Der unerwartete Goldpreisverfall zeigt allerdings,
dass auch bei Aktien durchaus höhere Volatilitäten vorstellbar
sind. Viele Investoren haben Aktien aufgrund der hohen
Dividendenrendite quasi als Anleihenersatz gekauft. Größere
Kursrückgänge, mit denen man immer rechnen muss, stehen bei
vielen nicht auf der Rechnung. Die Grundregel, dass für
Aktienkäufe ein Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren
mitgebracht werden muss, sollte jedem Aktienkäufer gegenwärtig
sein.



Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht
um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle
Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung.




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DIE MARKTMEINUNG AUS STUTTGART: Löcher im Goldenen Vlies

  • 1.
    Presseinformation Stuttgart, 17. April2013 von Michael Beck Die Marktmeinung aus Stuttgart Löcher im Goldenen Vlies „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles! Ach, wir armen!“ Dieses Gretchen-Zitat aus Goethes Faust können nun alle Abiturienten, die ihre Deutschklausuren endlich hinter sich haben, ad acta legen. Nicht aber die Investoren, die veritable Goldbestände im Glauben aufgehäuft haben, dass die Preisentwicklung dieses Edelmetalls nur noch eine Richtung kennt, nämlich die nach oben. Nun mussten sie schmerzlich erfahren, dass trotz des Wiederaufflackerns der Eurokrise der Edelmetall-Sektor den Status des sicheren Hafens erst einmal verloren hat. Eine Reihe von durchwachsenen Konjunkturdaten führt darüber hinaus zu der Erkenntnis, dass sowohl in den USA als auch in China die Konjunkturbäume nicht in den Himmel wachsen. Auch in Deutschland weist der gefallene ZEW-Indikator darauf hin, dass sich die Wirtschaftstätigkeit hierzulande etwas abschwächt. Da die krisenbehafteten südeuropäischen Peripherie-Länder keine Anstalten zeigen, ihre Probleme durch tätiges und aktives politisches Gestalten anzugehen beziehungsweise zu lösen, ruhen nun alle Hoffnungen auf dem Wiedererstarken der globalen Wirtschaft. Die Zweifel daran häufen sich. Aber das Wachstum reicht dennoch aus, um ein Eintauchen in eine Rezession zu vermeiden. Zumindest weltweit, denn die Eurozone . .
  • 2.
    wird trotz desstabilen Ankers Deutschland in eine leichte Rezession (-0,3 Prozent) abgleiten. Solange kleinere Korrekturen an den Aktienmärkten von Anlegern genutzt werden, um Aktienbestände aufzubauen beziehungsweise aufzustocken, bleiben die Kursniveaus gut unterstützt. Der unerwartete Goldpreisverfall zeigt allerdings, dass auch bei Aktien durchaus höhere Volatilitäten vorstellbar sind. Viele Investoren haben Aktien aufgrund der hohen Dividendenrendite quasi als Anleihenersatz gekauft. Größere Kursrückgänge, mit denen man immer rechnen muss, stehen bei vielen nicht auf der Rechnung. Die Grundregel, dass für Aktienkäufe ein Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren mitgebracht werden muss, sollte jedem Aktienkäufer gegenwärtig sein. Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung. Aktuelle Pressenews: www.privatbank.de/presse Kontakt für den Leser: Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG Michael Beck Leiter Portfolio Management Börsenplatz 1 70174 Stuttgart Telefon +49 711-21 48-232 Telefax +49 711-21 48-250 natalie.maier@privatbank.de www.privatbank.de 2