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Auktion: 4. Dezember 2020
IMPRESSIONISMUS & MODERNE
Koller Impressionisumus Moderne  Art  Dec 2020
Koller Impressionisumus Moderne  Art  Dec 2020
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SCHMUCK&JUWELENDEZEMBER2020
Auktion: 2. Dezember 2020
SCHMUCK & JUWELEN
A195
ARMBAND-UNDTASCHENUHRENDEZEMBER2020
Auktion: 2. Dezember 2020
ARMBAND- & TASCHENUHREN
ürich, Schweiz
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A195as
DEZEMBER2020
Auktion: 3. Dezember 2020
CHINESISCHE MALEREI – EINE BERLINER PRIVATSAMMLUNG
德国柏林重要中国近现代书画私人收藏
CHINESISCHEMALEREI德国柏林重要中国近现代书画私人收藏
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A195as
DEZEMBER2020
Auktion: 3. Dezember 2020
ASIATICA
ASIATICA
AUKTION: 9. DEZEMBER
ART DÉCO & ART NOUVEAU
AUKTION: 8. DEZEMBER
SILBER
Auktion: 8. Dezember
IKONEN
AUKTION: 10. DEZEMBER
MÖBEL
AUKTIONSPROGRAMM
AUKTION A195 - DEZEMBER 2020
SCHMUCK
Mitwoch, 2. Dezember 2020
14.00 Uhr
Lot 2001 – 2432
TASCHEN- &
ARMBANDUHREN
Mitwoch, 2. Dezember 2020
11.00Uhr
Lot 2801–2870
ASIATICA
CHINESISCHE MALEREI
Donnerstag, 3. Dezember 2020
10.00Uhr
Lot 101–177
ASIATICA
HIMALAYA & CHINA
Donnerstag, 3. Dezember 2020
13.00Uhr
Lot 201–348
ASIATICA
JAPAN, SÜDOSTASIEN
Donnerstag, 3. Dezember 2020
15.00Uhr
Lot 349–458
IBID ONLINE ONLY
ART DÉCO & ART NOUVEAU
24. Nov. – 9. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
ASIATICA
24. Nov. – 8. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
SILBER
24. Nov. – 8. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
IKONEN
24. Nov. – 8. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
MÖBEL
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Auktion: 4. Dezember 2020
IMPRESSIONISMUS & MODERNE
DEZEMBER2020IMPRESSIONISMUS&MODERNE
A195
POSTWAR&CONTEMPORARY
A195
JULI2020
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Auktion: 5. Dezember 2020
POSTWAR & CONTEMPORY
A195
DEZEMBER2020SCHWEIZERKUNST
Auktion: 4. Dezember 2020
SCHWEIZER KUNST
Schweiz
DEZEMBER2020GRAFIK&MULTIPLES
A195
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Auktion: 5. Dezember 2020
GRAFIK & MULTIPLES
AUKTION: 9. DEZEMBER
FASHION & VINTAGE
AUKTION: 9. DEZEMBER
PHOTOGRAPHIE
AUKTION: 9. DEZEMBER
DESIGN
Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
VORBESICHTIGUNG
Donnerstag 26. bis Montag 3. November, 10–18 Uhr
Dienstag 1. Dezember, 10–16 Uhr
POSTWAR &
CONTEMPORARY
Samstag, 5. Dezember 2020
14.30 Uhr
Lot 3401 – 3506
SCHWEIZER KUNST
Freitag, 4. Dezember 2020
14.00 Uhr
Lot 3001 – 3091
GRAFIK & MULTIPLES
Samstag, 5. Dezember 2020
10.00 Uhr
Lot 3601 – 3824
IMPRESSIONISMUS &
MODERNE
Freitag, 4. Dezember 2020
16.00 Uhr
Lot 3201 – 3267
IBID ONLINE ONLY
DESIGN
24. Nov. – 9. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
PHOTOGRAPHIE
24. Nov. – 9. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
POSTWAR&CONTEMPORARY
24. Nov. – 10. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
GRAFIKDES20./21.JH.
24. Nov. – 10. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
FASHION & VINTAGE
24. Nov. – 9. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
SCHWEIZER KUNST
24. Nov. – 10. Dez. 2020
IBID ONLINE ONLY
MODERNE GEMÄLDE
24. Nov. – 10. Dez. 2020
©2020,ProLitteris,Zurich
	 80	 SERVICE	
									
	
	 80	 Künstlerverzeichnis	
	 81	 Adressen 	
	 84	 Auktionsbedingungen 
	 86	 Conditions de vente aux enchères	
	 88	 Auktions-Auftrag
Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen
Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen.
EURO-Schätzungen
Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 1.07 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung.
Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken.
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF. Spessarttannen. 1950.
Öl auf Leinwand. 76 × 90 cm. (Lot 3245)
PIERRE-AUGUSTE RENOIR. L‘allée
d‘arbres. Um 1900. Öl auf Lein-
wand. 33.5 × 26.5 cm. (Lot 3209)
Impressionismus & Moderne
Lot 3201 – 3267
AUKTION
Freitag, 4. Dezember 2020, 16.00 Uhr
VORBESICHTIGUNG
Donnerstag, 26. bis Montag 30. November 2020, 10–18 Uhr
Dienstag, 1. Dezember 2020, 10–16 Uhr
Zusätzliche Fotos:
www.kollerauktionen.ch
Jara Koller
Tel. +41 44 445 63 08
jara.koller@kollerauktionen.ch
Cyril Koller
Tel. +41 44 445 63 30
Weitere Bearbeitung: Ilka Glückselig
Für die persönliche Teilnahme im Auktionssaal ist aufgrund der aktuellen Situation eine Reservation
erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an die Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete.
Profitieren Sie von den verschiedenen Möglichkeiten, an unseren Auktionen mitzubieten:
telefonisch, online oder per schriftlichem Auftrag.
3201*
CAMILLE PISSARRO
(Charlotte Amalie 1830–1903 Paris)
Femme au fichu, allongée.
Schwarze Kreide auf Papier.
Unten links monogrammiert: C.P.
23,6 × 31 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Joachim Pissarro bestätigt, New York, 30.
November 2016. Es wird in den sich in Vor-
bereitung befindenden Catalogue raisonné
der Zeichnungen aufgenommen.
Provenienz:
- Auktion Swann Galleries, New York,
3. November 2016, Los 317.
- Privatsammlung Deutschland, an obiger
Auktion erworben.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 670 / 6 540)
3202
PIERRE-AUGUSTE RENOIR
(Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer)
Nu de femme.
Bleistift und Pastellkreide auf Papier.
Unten rechts monogrammiert: R.
48,7 × 32,2 cm.
Wir danken dem Wildenstein-Plattner Ins-
titut für die Bestätigung der Authentizität
des Werks, Oktober 2020.
Provenienz:
- Ambroise Vollard, Genf.
- Gallery of Roland, London.
- Sammlung G.R. Kennerley Esq., Cheshire.
- Crane Kalman Gallery, Manchester.
- Privatsammlung Manchester, am 18.
Januar 1956 in obiger Galerie erworben.
- Schweizer Privatsammlung, durch Erb-
schaft von Obigen.
Ausstellung:
London 1955/56, Crane Kalman Gallery,
Dezember–Januar 1955/56.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 040 / 46 730)
| 2
Impressionismus  Moderne
| 3
3203
GIOVANNI BOLDINI
(Ferrara 1842–1931 Paris)
Al Ristorante. Um 1896.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: Boldini.
34,5 × 27 cm.
Provenienz:
- Atelier Boldini.
- Sammlung Stramezzi, Crema.
- Galleria Silbernagl, Daverio (verso mit
Stempel).
- Tessiner Privatsammlung, durch Erb-
schaft erhalten.
Ausstellung:
Paris 1951, Parisiens d'Italie, Galerie de
la Maison du Livre Italien, 1.–20. Februar
1951 (verso mit Etikett).
Literatur:
- Tiziano Panconi: Giovanni Boldini: L'opera
completa, Florenz 2002, S. 374 (mit s/w
Abb.).
- Bianca Doria: Giovanni Boldini: catalogo
generale dagli archivi Boldini, Mailand
2000, Nr. 360.
- Giuseppe Luigi Marini: Catalogo Bolaffi
della pittura italiana dell'Ottocento, Turin
2009, S. 25, Nr. 9.
- Enrico Piceni: Giovanni Boldini. L'uomo e
l'opera, Busto Arsizio 1981, Nr. 41.
- Ettore Camesasca und Carlo L. Ragghi-
anti: Boldini. L'opera completa, Mailand
1970, S. 11, Nr. 267b (mit Abb.).
Giovanni Boldini lebt in der Pariser Belle
Époque am Puls der Zeit. Auf den lebendi-
gen Strassen der französischen Haupt-
stadt, in Bars und Restaurants oder in The-
atern und Kabaretts, schöpft er Inspiration
für seine Arbeit. Nach Stationen in Florenz
und London kommt der aus dem italieni-
schen Ferrara stammende Boldini 1873
nach Paris, wo er rasch auf sich aufmerk-
sam macht. Er porträtiert die gehobene
Pariser Gesellschaft in edlen Kleidern,
flanierend in Gärten oder in dekorativen
Interieurs. Boldini erweist sich als aktiver
Beobachter des modernen Pariser Lebens
und seine Gemälde erfreuen sich schnell
grosser Beliebtheit. Gut vernetzt im
künstlerischen Umfeld der französischen
Hauptstadt, pflegt er Freundschaften
zu Edgar Degas, Édouard Manet, Ernest
Meissonier oder Berthe Morisot.
Das hier angebotene Gemälde „Al
Ristorante“ ist sowohl inhaltlich als auch
stilistisch exemplarisch für Boldinis Werk.
Restaurants und Cafés als Treffpunkte
des modernen Lebens interessieren
den Künstler bereits seit den späten
1870er-Jahren. So weisen die beiden
Gemälde „Interno di Caffé a Parigi, con
tenda rossa“ von 1887 und „Interno di
Caffé con Coppia Abbracciata“ aus dem
gleichen Jahr deutliche Parallelen zu der
unsrigen, um 1896 entstandenen Arbeit,
auf. Hier überwiegt jedoch eine dunklere
Farbpalette. Das Kostüm der sitzenden
Dame und ihr auffallender Kopfschmuck
sind schraffurartig dargestellt. Auch die
Details der Restauranteinrichtung sind nur
zu erahnen, werden sie doch von grobem
Farbauftrag verschluckt. Dieser expressive
Duktus ist prägend für Boldinis Spätwerk
und kennzeichnet seinen persönlichen Stil:
Mit wenigen, skizzenhaften Pinselstrichen
fängt er den Charakter seiner Figuren ein
und schafft eine besondere Stimmung.
Giovanni Boldini gelingt es, sich im florie-
renden Paris, dem damaligen Zentrum des
modernen Kunstmarkts, zu etablieren und
zu einem der gefragtesten Porträtisten
seiner Zeit zu entwickeln. Heute finden
sich seine Werke neben internationalen
Privatsammlungen in Museen wie dem
Metropolitan Museum in New York oder
dem Musée d’Orsay in Paris.
CHF 35 000 / 50 000
(€ 32 710 / 46 730)
| 4
Impressionismus  Moderne
| 5
3204*
ALBERT LEBOURG
(Montfort-sur-Risle 1849–1928 Rouen)
Vue de Rouen. 1899/1900.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und bezeichnet:
A. Lebourg Rouen.
45,7 × 65 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
François Lespinasse bestätigt, Montfaville,
7. März 2020.
Provenienz:
Privatsammlung Frankreich.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 350 / 14 020)
3205
GUSTAVE LOISEAU
(1865 Paris 1935)
Au bord de la mer.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Loiseau.
60 × 73 cm.
Das Werk wird von Didier Imbert in den sich in
Vorbereitung befindenden Catalogue raisonné
aufgenommen.
Provenienz:
- Galeries Georges Petit, Paris.
- Celia Lindblom, New York.
- Dr. James Klein, Zürich.
- Auktion Sotheby's, London, 5. Dezember
1974, Los 238.
- Privatsammlung England, an obiger Auktion
erworben.
- Auktion Sotheby's, London, 4. Februar 2004,
Los 301.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
Ausstellung:
Paris 1945, Musée d'Art Moderne (mit
Bezeichnung auf dem Keilrahmen).
CHF 75 000 / 95 000
(€ 70 090 / 88 790)
| 6
Impressionismus  Moderne
| 7
3206*
ALBERT LEBOURG
(Montfort-sur-Risle 1849–1928 Rouen)
Port de Rouen. Um 1900.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und bezeichnet:
A. Lebourg / Rouen.
46 × 85 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
François Lespinasse bestätigt, Montfa­ville,
6. Juni 2008.
Provenienz:
- Auktion Credit Municipal, Paris, 16. Juni
1994, Los 47.
- Privatsammlung Niederlande.
Ausstellung:
Pont-Audemer 2008, L’Ecole de Rouen: de
l’impressionisme au cubisme, soixante ans
de modernité en Normandie, Musée Alfred
Canel, 26. Januar–13. April 2008 (mit Abb.
im Ausst.-Kat. S. 14; verso mit Etikett).
CHF 15 000 / 25 000
(€ 14 020 / 23 360)
| 8
Impressionismus  Moderne
3207
PIERRE-AUGUSTE RENOIR
(Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer)
Paysage des Alpilles. 1910.
Öl auf Leinwand.
Unten links bezeichnet: R.
19 × 24,8 cm.
Wir danken dem Wildenstein-Plattner Ins-
titut für die Bestätigung der Authentizität
des Werks, New York, Oktober 2020.
Provenienz:
- Ambroise Vollard, Paris, vor 1919 direkt
vom Künstler erhalten.
- E. Werner, Winterthur, 1941 erworben.
- Trudi Werner, durch Erbschaft von Obi-
gem.
- Schweizer Privatsammlung, am 27. Juni
1954 von Obiger als Hochzeitsgeschenk
erhalten.
Literatur:
Ambroise Vollard: Pierre-Auguste Renoir.
Tableaux, Pastels et Dessins, Paris 1919,
S. 247, Nr. 1110 (mit Abb.).
CHF 40 000 / 60 000
(€ 37 380 / 56 070)
| 9
3208*
LEO GAUSSON
(1860 Lagny-sur-Marne 1944)
Thorigny, soleil de juillet rue Aristide
Briand. 1886.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
Leo Gausson / 1886.
81 × 116 cm.
Provenienz:
- Petit Palais, Genf.
- Auktion Hôtel des Chevau-Légers,
Versailles, 6. Juni 1971, Los 79.
- Privatsammlung Frankreich, an obiger
Auktion erworben.
- Auktion Ader, Paris, 22. November 2019,
Los 5.
- Privatsammlung Niederlande, an obiger
Auktion erworben.
Ausstellungen:
- Paris 1887, Société des Artistes Indé-
pendants, Nr. 182.
- Genf 1980, Post-impressionnisme
(1880–1910), Musée du Petit Palais,
1. Juli–30. September 1980 (verso mit
Etikett).
- Köln 1994, Bildwelten des Impressionis-
mus – Meisterwerke aus der Sammlung
des Petit Palais in Genf, Wallraf-Richartz
Museum, 30. Juni–4. September 1994
(mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 53).
- Genf 1996, Le Pointillisme, Musée du
Petit Palais, 12. Juni–30. September (mit
Abb. im Ausst.-Kat. S. 15).
- Köln 1997, Pointillismus: auf den Spuren
von Seurat, Wallraf-Richartz Museum, 6.
September–30. November 1997,
Nr. 45; diese Ausstellung reiste weiter
nach: Lausanne 1998, Pointillisme:
sur les traces de Seurat, Fondation de
l'Hermitage, 23. Januar–1. Juni 1889, Nr.
46.
- Lagny-sur-Marne 1999/2000, Autour
des Néo-Impressionnistes, le groupe
de Lagny, Musée Gatien-Bonnet, 25.
November 1999–30. Januar 2000; diese
Ausstellung reiste weiter nach: Genf
2000, Musée du Petit Palais, 1. März–
14. Mai 2000.
- Genf 2000, Néo-impressionnistes – La
lumière transfigurée, Musée du Petit
Palais (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 65).
- Jena 2013, Henry van de Velde – Der
Maler im Kreis der Impressionisten und
Neoimpressionisten, Städtische Museen,
1. September–24. November 2013, Nr.
41 (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 95).
Literatur:
- Revue Le cri du peuple, 16. März 1887.
- La Revue moderne, 20. April 1887.
- Die unbekannten Impressionisten, in:
Journal Kunstmarkt, 8. September 1994,
S. 40.
- Martha Ward: Pissarro, Neo-Impressio-
nism and the spaces of the avant-garde,
Chicago/London 1995, S. 149.
- Ofir Scheps: Le Néo-Impressionnisme
dans les collections du Petit Palais, Genf
1996, S. 15.
- Micheline Hanotelle: Léo Gausson
(1860–1944), un peintre méconnu du
post-impressionnisme, Villeneuve-
d'Ascq 2000, Nr. 28.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 18 690 / 28 040)
| 10
Impressionismus  Moderne
| 11
3209
PIERRE-AUGUSTE RENOIR
(Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer)
L'allée d'arbres. Um 1900.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts bezeichnet: AR.
33,5 × 26,5cm.
Wir danken dem Wildenstein-Plattner
Institut für die Bestätigung der Authenti­
zität des Werks, Oktober 2020.
Provenienz:
- Ambroise Vollard, Paris.
- Auktion Hôtel George V, Paris, 17.
November 1992, Los 136.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
Literatur:
- Guy-Patrice und Michel Dauberville:
Renoir. Catalogue Raisonné des Tab-
leaux, Pastels, Dessins et Aquarelles, Pa-
ris 2010, Bd. III, S. 74, Nr. 1803 (mit Abb.).
- Ambroise Vollard: Tableaux, pastels et
dessins de Pierre Auguste Renoir, Paris
1918, Bd. II, S. 166.
1923 erklärt der französische Maler Albert
André: „Ich liebe Gemälde, die mir Lust
machen, darin spazieren zu gehen, wenn
sie eine Landschaft darstellen […].“ (Albert
André 1923, S. 34)
Die Betrachtung des hier angebotenen
Gemäldes von Renoir veranschaulicht die-
se Äusserung Andrés. Renoir lädt in seiner
Landschaftsdarstellung zum märchenhaf-
ten Herbstspaziergang ein. Er stellt eine
von Bäumen umschlossene Allee dar und
fängt die Atmosphäre eines herbstlichen
Nachmittags ein. Die Blätter der Bäume
sind in Rot- und Gelbtöne getaucht, die
sich im herabfallenden Laub auf dem
Waldboden wiederfinden. Einzelne Äste
ragen in die Höhe und bilden farblich einen
harmonischen Übergang zu der türkis-
blauen Färbung des Himmels. Aufgrund
der warmen und satten Farben bewirkt
Renoirs Landschaftsgemälde bei den Be-
trachtenden ein positives Gefühl. Obgleich
der Künstler ab den 1880er-Jahren vom
klassischen Impressionismus abweicht,
weist das rund 20 Jahre später entstande-
ne Werk „L'allée d'arbres“ deutliche Züge
dieser flüchtig-spontanen Malweise auf.
Sowohl der lockere Pinselduktus als auch
das Spiel mit Farbe und Licht verdeutlichen
diesen Eindruck. Renoir gelingt es hier, die
Natur in den entsprechenden Farben der
Jahreszeit als stimmungsvolle Einheit zu
erfassen.
Das um 1900 datierte Gemälde entspringt
einer Zeit, in der sich Renoir aufgrund
seiner Rheumabeschwerden bevorzugt
in Südfrankreich aufhält. Es ist Teil einer
Serie von Landschaften, die inspiriert von
der Vegetation des französischen Südens
in den Jahren um die Jahrhundertwende
entstehen. Es kann daher angenommen
werden, dass Renoir die vorliegende Land-
schaftsszene im Umkreis der Orte Cagnes,
Grasse oder Aix-les-Bains malte, in denen
er sich im Jahr 1899 aufhielt.
CHF 160 000 / 240 000
(€ 149 530 / 224 300)
| 12
Impressionismus  Moderne
| 13
3210*
PIERRE BONNARD
(Fontenay-aux-Roses 1867–1947 Le Cannet)
Pot de fleurs dans la salle à manger du cannet. 1938.
Bleistift auf Papier.
Unten rechts monogrammiert: PB.
24,8 × 32,7 cm
Die Authentizität des Werks wurde von Guy-Patrice
und Floriane Dauberville bestätigt, Paris, 22. Februar
2018.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- Pierrette Vernon, Frankreich.
- Privatsammlung Frankreich, 2002 direkt bei Obiger
erworben.
- Auktion Christie's, London, 28. Februar 2018, Los
270.
- Privatsammlung Deutschland, an obiger Auktion
erworben.
Ausstellung:
New York 1948, Pierre Bonnard, The Museum of
Modern Art New York, in Zusammenarbeit mit The
Cleveland Museum of Art, S. 142, Nr. 111 (mit Abb. im
Ausst.-Kat. S. 56).
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 610 / 7 480)
| 14
Impressionismus  Moderne
3211*
FELIX VALLOTTON
(Lausanne 1865–1925 Paris)
Portrait de Vuillard (Les cinq peintres).
Um 1902.
Bleistift auf Papier.
Unten rechts monogrammiert: FV, und
unten rechts bezeichnet: Ed. Vuillard.
26 × 22 cm.
Bei dem Werk handelt es sich um eine
Vorzeichnung für das grossformatige
Gemälde „Les cinq peintres von 1902/03,
welches sich in der Sammlung des Kunst-
haus Winterthurs befindet (vgl. Abb. 1).
Provenienz:
- Fondation Félix Vallotton, Lausanne,
Nr. 44.
- Paul Vallotton, Lausanne, 1926.
- Galerie Paul Vallotton, Lausanne, 1967,
Nr. 5806.
- Madame Curchod, um 1968.
- Florie Brauchbar, Zürich.
- Galerie Paul Vallotton, Lausanne, 1987,
Nr. 13103.
- JPL Fine Arts, London, 1989.
- Auktion Christie's, New York, 14. Novem-
ber 2017, Los 187.
- Privatsammlung USA, an obiger Auktion
erworben.
Ausstellungen:
- Lausanne 1988, Maîtres suisses et
français. Aquarelles, pastels et dessins,
Galerie Paul Vallotton, März–April 1988,
Nr. 80 (mit Abb. im Ausst.-Kat.).
- London 1989, Félix Vallotton. Paintings,
Watercolours and Woodcuts, JPL Fine
Arts, März–April 1989, Nr. 20 (mit Abb. im
Ausst.-Kat. S. 22).
Literatur:
Marina Ducrey und Katia Poletti: Félix
Vallotton (1865–1925). L’Œuvre peint,
Lausanne/Zürich/Mailand 2005, Bd. II,
S. 278, Nr. 449b.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 11 210 / 16 820)
Abb. 1. Félix Vallotton, Les cinq peintres,
1902/03. © Kunstmuseum Winterthur.
| 15
3212
HENRI CHARLES MANGUIN
(Paris 1874–1949 St. Tropez)
La plage à Colombier. 1917.
Aquarell und Bleistift auf Papier.
Unten rechts signiert: Manguin.
Verso mit Widmung: verspätetes Hoch-
zeitsgeschenk von Onkel Richard und
Tante Margrit“, 8.11.1925.
29,5 × 37,3 cm.
Wir danken Claude Holstein-Manguin für
die Bestätigung der Authentizität des
Werks, 16. September 2020.
Es ist im Archiv unter der Nummer 483
verzeichnet und wird in das sich in Vor-
bereitung befindende Werkverzeichnis
aufgenommen.
Provenienz:
- Sammlung Richard und Margrit Bühler.
- Schweizer Privatsammlung, als Hoch-
zeitsgeschenk am 8. November 1925
von Obigen erhalten (verso mit Wid-
mung) und seither im gleichen Familien-
besitz.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 800 / 4 670)
| 16
Impressionismus  Moderne
3213
PIERRE BONNARD
(Fontenay–aux–Roses 1867–1947 Le
Cannet)
Marine dans un port du midi.
Aquarell und Bleistift auf Papier.
Unten links mit dem Signaturstempel:
Bonnard.
25,3 × 32,5 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Guy-Patrice und Floriane Dauberville
bestätigt.
Provenienz:
- Auktion Piasa Hôtel Drouot, Paris, 21.
Juni 2001, Los 19.
- Sammlung Georges Bemberg, an obiger
Auktion erworben.
- Auktion Sotheby's, Paris, 3. Juni 2015,
Los 95.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
Literatur:
Gilles Genty und Pierre Vernon: Bonnard
Inédits, Paris 2003, S. 173, Nr. 459.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 46 730 / 65 420)
| 17
3214*
GEORGES ROUAULT
(1871 Paris 1958)
Le clown rose. Um 1909.
Bemalte Keramiktafel.
Unten links monogrammiert: G.R.
12 × 9,6 cm.
Provenienz:
Schweizer Sammlung.
Literatur:
Bernard Dorival und Isabelle Rouault:
Rouault. L'Œuvre peint, Monaco 1988,
Bd. 1, S. 345.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 610 / 7 480)
| 18
Impressionismus  Moderne
3215*
GEORGES ROUAULT
(1871 Paris 1958)
Fille. Double Face. Verso: Esquisse pour
les trois juges. 1909.
Bemalte Keramikplatte.
Oben rechts monogrammiert: G.R.
Verso oben mittig monogrammiert und
datiert: G.R 1909.
9,7 × 12,2 cm.
Provenienz:
Schweizer Sammlung.
Literatur:
Bernard Dorival und Isabelle Rouault:
Rouault. L'Œuvre peint, Monaco 1988, Bd.
1, S. 345.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 610 / 7 480)
| 19
3216*
MAX LIEBERMANN
(1847 Berlin 1935)
Heuernte im Tirol. 1878.
Öl auf Karton.
Unten rechts signiert und datiert:
M Liebermann 78.
17,8 × 27,9 cm
Die Authentizität des Werks wurde von
Dr. Matthias Eberle bestätigt, Mai 2014.
Provenienz:
- Hedy und Paul Oppenheimer, New York.
- Privatsammlung New York.
- Auktion William Doyle, New York, 6. Mai
2014, Los 41.
- Privatsammlung Deutschland, an obiger
Auktion erworben.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 14 020 / 18 690)
| 20
Impressionismus  Moderne
3217
OSKAR MULLEY
(Klagenfurt 1891–1949 Garmisch-Partenkirchen)
Bergkirche. 1933.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und bezeichnet:
MULLEY / KUFTSTEIN.
Verso betitelt, signiert, bezeichnet und datiert:
BERGKIRCHE / MULLEY / KUFSTEIN / TIROL /
1933.
79,5 × 174,5 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 23 360 / 32 710)
| 21
3218
KÄTHE KOLLWITZ
(Königsberg 1867–1945 Moritzburg bei
Dresden)
Arbeiterfrau. 1906.
Schwarze Kreide auf Papier.
Unten rechts signiert und datiert:
K. Kollwitz 06.
34,6 × 30,8 cm.
Bei dem Werk handelt es sich um eine der
fünf Vorstudien zum Plakat „Deutsche
Heimarbeit-Ausstellung 1906.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, in den 1950er-
Jahren in einer Basler Galerie erworben
und durch Erbschaft an die heutigen
Besitzer.
Plakat Deutsche Heimat-Ausstel-
lung, 1906.
Ausstellung:
Bern 1946, Käthe Kollwitz: Gedächtnisaus-
stellung. Berner Kunstmuseum, 5. Mai–30.
Juni 1946, Nr. 41 (mit Abb. im Ausst.-Kat.
S. 8).
Literatur:
- Otto Nagel: Käthe Kollwitz. Die Hand-
zeichnungen, Berlin 1972, S. 264, Nr. 405
(mit Abb.).
- Julius Elias: Schwarz-Weiss, in: Kunst und
Künstler, 1907, Jg. 5 (mit Abb. S. 183).
CHF 15 000 / 25 000
(€ 14 020 / 23 360)
| 22
Impressionismus  Moderne
„Eine wie aus der vierten Dimension geisternde melancholische Frauenmaske in Eugène Carrières Art,
zeigt, dass Pariser Reisen nicht ohne Eindruck auf sie geblieben sind.
(Julias Elias 1907 über das vorliegende Werk)
| 23
3219
ERNST BARLACH
(Wedel/ Holstein 1870–1938 Rostock)
Mutter mit Kind II. 1935.
Bronze, braune Patina. Guss von 1978.
Hinten auf dem Sockel signiert und
nummeriert: E. Barlach 6/6, sowie mit
dem Giesserstempel: H. NOACK BERLIN.
H 59 cm.
Provenienz:
- Ernst Barlach Lizenzverwaltung,
Ratzeburg.
- Privatsammlung Deutschland.
Literatur:
- Elisabeth Laur: Das plastische Werk:
Werkverzeichnis. Ernst Barlach, Güstrow
2006, Ernst Barlach Stiftung, S. 262,
Nr. 590 (mit s/w Abb.).
- Ausst.-Kat. Ernst Barlach, 51 Bronzen,
Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker
vom Rath Gmbh, Frankfurt 1981 (mit
Abb.).
- Ausst.-Kat. Barlach, Unbekannte Bron-
zen, Bank für Gemeinwirtschaft und
Ernst Barlach Gesellschaft e.V., Hamburg
1983.
- Ausst.-Kat. Denkzeichen: eine Ausstel-
lung im Schleswig-Holsteinischen Lan-
desmuseum Schloss Gottorf Schleswig,
hrsg. von dem Schleswig-Holsteinischen
Landesmuseum Schloss Gottorf, Berlin
1989.
- Ausst.-Kat. Ernst Barlach. Plastische
Meisterwerke, hrsg. von E. A. Seemann,
Leipzig 1996.
- Ausst.-Kat. Ernst Barlach. Zwischen
Himmel und Erde. Plastiken und Graphik,
Schloss der pommerschen Herzöge
Stettin, hrsg. von Volker Probst, Stettin
2005, Nr. 15.
„Donnerwetter, da sitzen Bronzen“ sagt
Barlach, als er 1906 mit seinem Bruder
eine Reise durch Südrussland unternimmt
und das erste Mal das russische Volk in der
Steppenlandschaft zu Gesicht bekommt.
Es ist die Einfachheit dieser Menschen,
die Bauern, Hirten und die Bettler, die ihn
überwältigen und die sein plastisches
Auge formen und ihn zur Bildhauerei inspi-
rieren. Diese drei Monate in der russischen
Steppe werden zum Schlüsselerlebnis des
Künstlers. (E.A. Seemann 1996, S. 8)
Ich halte es für überflüssig, die Legende
zu leugnen, dass ich nur durch Russland
dazu gebracht wurde, mich dreidimensio-
nal auszudrücken - oder wie auch immer
dies formuliert worden ist. Tatsache bleibt,
dass für meine Augen die Wirklichkeit
dreidimensional war und dass ich eine
unbefriedigte Sehnsucht, die Bereitschaft
und die Fähigkeit, die plastischen Werte
wahrzunehmen, mitbrachte. Russland gab
mir seine Formen... Gestalt - bloß Gestalt...
Nein, die unglaubliche Erkenntnis däm-
merte mir: Alles, was dein ist, das Äußere,
das Innere, die fromme Geste, die unbän-
dige Geste der Wut, darfst du ohne Zögern
wagen, denn alles, sei es das höllische
Paradies oder die paradiesische Hölle, hat
seinen Ausdruck, wie in Russland, wo das
eine oder das andere verwirklicht wurde.
(zitiert in: Ernst Barlach Handzeichnungen:
Die Sammlung Niescher, Hamburg 1972)
Barlachs Werke der 1930er-Jahre sind eine
direkte Anknüpfung an diese Russland-
reise und schliessen sowohl geistig als
auch motivisch unmittelbar an die Reise
an. Das vorliegende Werk „Mutter mit Kind
II“ entsteht im Zuge einer Werkserie, die
Barlach 1935 schafft, wobei die unsrige
die letzte Mutter mit Kind Plastik darstellt.
Dem Motiv muss er während seiner Reise
mehrfach begegnet sein, denn bereits
1907, ein Jahr nach seinem Aufenthalt in
Russland, nimmt Barlach das Thema auf
und schafft die Plastik “Russische Bettlerin
mit Kind“. Typisch für seine von eben
diesen russischen Bettlerinnen inspirierten
Frauen­figuren, die stilistisch der gotischen
Skulptur nahestehen, bleibt der Körper
blockartig von einem langen Gewand ver-
hüllt. Das Gesicht ist frei und Ausgangs-
punkt aller Emotionen.
Drei der sechs Bronzeabgüsse von „Mutter
mit Kind II“ befinden sich heute in Deut-
schen Museen, die anderen drei sind in
privaten Sammlungen. Unsere Bronze­
skulptur ist die erste, die auf dem
Auktionsmarkt auftaucht.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 37 380 / 56 070)
| 24
Impressionismus  Moderne
| 25
3220
ALEXEJ VON JAWLENSKY
(Torschok 1864–1941 Wiesbaden)
Herbst I. 1904.
Öl auf Karton.
Verso betitelt, datiert, signiert und
nummeriert: HERBST. I. 1904 /
A. Jawlensky / N. 14.
27,4 × 44,5 cm.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- Galerie Wilhelm Grosshenning, Düssel-
dorf.
- Leonard Hutton Galleries, New York
(verso mit Etikett).
- Schweizer Privatsammlung, in den
1970er-Jahren in obiger Galerie erwor-
ben und seither im gleichen Familien­
besitz.
Ausstellung:
New York 1972/73, German Expressi-
onists, Leonard Hutton Galleries, Nr. 18
(verso mit Etikett).
Literatur:
- The Alexej von Jawlensky Archive: Alexej
von Jawlensky. Catalogue Raisonné of
the Oil Paintings, Bd. I (1890–1914), Lon-
don 1991, S. 76, Nr. 66 (mit s/w Abb.).
- Clemens Weiler: Alexej Jawlensky, Köln
1970, Nr. 1180.
Den Sommer des Jahres 1904 verbrin-
gen Alexej von Jawlensky und Marianne
Werefkin im oberbayrischen Reicherthau-
sen. Inspiriert von der Natur, beginnt sich
Jawlensky ab diesem Zeitpunkt intensiver
mit der Landschaft auseinanderzusetzen.
Es entsteht eine kleine Serie von unter
zehn Gemälden, die in vibrierender Manier
und mit leuchtenden Farben die ländliche
Umgebung zeigen.
Ein Jahr zuvor reist Jawlensky nach Paris,
wo er in der Frühjahrsausstellung der Mün-
chener Sezession die Gemälde Vincent
van Goghs studiert. Diese Begegnung mit
den Werken des niederländischen Malers
gilt als einschneidender Moment und mar-
kiert eine Wende im Werk des Künstlers,
die sich ab 1904 abzeichnet. Im vorlie-
genden Gemälde „Herbst I“, das Teil der
obengenannten Serie ist, ist der Einfluss
Vincent van Goghs bereits spürbar. Jaw-
lensky beginnt hier mit dem Gesehenen
zu experimentieren, in dem er die Farben
freier aufträgt und die Pinselstriche in un-
terschiedliche Richtungen gleiten lässt.
Das zur Auktion kommende Werk „Herbst
I“ ist ein prächtiges Beispiel für Jawlens-
kys Frühwerk. Von den in Reicherthausen
geschaffenen Landschaften gibt es nur
eine geringe Anzahl und seit den 1990er-
Jahren wurde keines mehr auf dem Markt
angeboten.
CHF 80 000 / 120 000
(€ 74 770 / 112 150)
| 26
Impressionismus  Moderne
| 27
| 28
Impressionismus  Moderne
3221*
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch
b. Davos)
Segelboote. Um 1910.
Tusche auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel
(F Dre/Aa 15).
14 × 20,8 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
Kirchner Nachlass.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 670 / 6 540)
3222*
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch
b. Davos)
Bäuerinnen auf der Alp. Um 1922.
Tusche auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel
(F Da/Bc 18).
16,2 × 21,8 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
Kirchner Nachlass.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 670 / 6 540)
3223*
HERMANN MAX PECHSTEIN
(Zwickau 1881–1955 Berlin)
Susanne im Bade IV. 1917.
Tusche auf Japanpapier.
Unten rechts monogrammiert und datiert:
HMP 1917.
30 × 33 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Max K. Pechstein bestätigt, Hamburg, Juni
1989. Es wird in das sich in Vorbereitung
befindende Werkverzeichnis aufgenom-
men.
Provenienz:
Privatsammlung Deutschland.
CHF 5 000 / 8 000
(€ 4 670 / 7 480)
| 29
3224
JOSEF EBERZ
(Limburg a. L. 1880–1942 München)
Macello. Assisi. 1920/21.
Aquarell und Gouache auf Papier.
Unten links signiert: Eberz. Verso signiert
und betitelt: J. Eberz / macello. assisi.
39 × 51,3 cm.
Wir danken Franz Josef Hamm für die
Bestätigung der Authentizität des Werks,
7. Oktober 2020.
Provenienz:
- Auktion Hauswedell  Nolte, Hamburg,
9. Juni 2000, Los 1376.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
Literatur:
- Ausst.-Kat. Ein Künstlerpaar in Assisi -
Josef Eberz und Getrud Eberz-Alber,
hrsg. von dem Magistrat der Kreisstadt
Limburg an der Lahn, Limburg 2020,
S. 53 (mit Farb.-Abb.).
- Ausst.-Kat. Das Werk von Assisi, Galerie
Neue Kunst Hans Goltz, München 1921,
Nr. 45 (unter dem Titel „Häuser bei
Mojano).
CHF 9 000 / 12 000
(€ 8 390 / 11 190)
| 30
Impressionismus  Moderne
3225
ALEXEJ VON JAWLENSKY
(Torschok 1864–1941 Wiesbaden)
Stillleben: Die rote Vase. 1936.
Öl auf Papier auf Karton.
Unten links monogrammiert: A.J. und
unten rechts datiert: 36.
Verso signiert, datiert und bezeichnet:
A. Jawlensky / II. 1936 / N. 16 und vom
Sohn des Künstlers betitelt: Die rote Vase.
18,7 × 12,6 cm.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- Privatsammlung Tessin.
Ausstellungen:
- St. Gallen 1958, Alexej Jawlensky, Galerie
im Erker, 21. Januar–1. März 1958 (nur
Ausstellungsliste).
- Brunswick 1965, Bilder aus den Jahren
1916–1938, Kunstverein in Braun-
schweig, 25. September–7. November,
Nr. 43.
- Villingen-Schwenningen 1972, Alexej
Jawlensky, Beethovenhaus, Nr. 101.
Literatur:
- The Alexej von Jawlensky Archive: Alexej
von Jawlensky. Catalogue Raisonné of
the Oil Paintings, Bd. III (1934–1914),
London 1991, S. 211, Nr. 1826 (mit Abb.).
- Clemens Weiler: Alexej Jawlensky, Köln
1970, Nr. 1381.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 37 380 / 56 070)
| 31
3226
AUGUSTE HERBIN
(Quiévy 1882–1960 Paris)
Le Port. 1907.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Herbin.
65 × 81 cm.
Provenienz:
- Galerie Neupert, Zürich, Nr. 1316
(verso mit Etikett).
- Schweizer Privatsammlung, seit den
1950er-Jahren im gleichen Familien­
besitz.
Literatur:
Geneviève Claisse: Herbin. Catalogue
Raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993,
S. 301, Nr. 129 (mit Abb.).
Auguste Herbin gilt heute als wichtiger
Mitbegründer der geometrisch-konstruk-
tiven Kunst, doch wurzelt sein Œuvre im
Impressionismus und Postimpressionis-
mus. Für die Findung seines persönlichen
Stils, der besonders von einem freien
Umgang mit Form und Farbe geprägt ist,
erweist sich das Jahr 1907 als entschei-
dend: Im Frühling arbeitet er auf Korsika,
und die mediterrane Insel mit ihrem klaren
Licht fasziniert ihn. Es entstehen hier
mehrere Werke vom Hafen von Bastia.
Ebenfalls 1907, nur wenige Monate später,
malt er Ansichten des Hafens in Ham-
burg– nun mit kompakteren Formen und in
gedeckten Tönen, auf die Verhältnisse des
Nordens reagierend.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 040 / 46 730)
| 32
Impressionismus  Moderne
| 33
3227*
ACHILLE EMILE OTHON FRIESZ
(Le Havre 1879–1949 Paris)
Côte de Grâce Honfleur. 1937.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: E. Othon Friesz.
Verso betitelt, signiert und datiert: côte
de grâce Honfleur / EOF 1937 / O. Friesz /
Honfleur 1937.
60 × 73 cm.
Provenienz:
Privatsammlung Norwegen.
CHF 5 000 / 8 000
(€ 4 670 / 7 480)
3228*
ACHILLE EMILE OTHON FRIESZ
(Le Havre 1879–1949 Paris)
Sous les Arbres. 1937.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: E. Othon
Friesz / 37.
Verso betitelt, signiert und datiert: Sous les
arbres / Émile Othon / Friesz 37.
73 × 60 cm.
Provenienz:
Privatsammlung Norwegen.
CHF 6 000 / 9 000
(€ 5 610 / 8 410)
| 34
Impressionismus  Moderne
| 35
3229*
AMEDEO MODIGLIANI
(Livorno 1884–1920 Paris)
Tête de jeune Fille à la Frange.
Bronze, schwarze Patina. Späterer Guss.
Hinten am Hals signiert und nummeriert:
Modigliani II/IV, sowie mit dem Giesser-
stempel: Cire Valsuani Perdue.
H 50 cm.
Provenienz:
Privatsammlung Frankreich, durch
Erbschaft erhalten.
Literatur:
Joseph Lanthemann: Modigliani, Cata-
logue raisonné, Barcelona 1970, Nr. 633
(mit Abb. der Steinskulptur S. 317).
CHF 25 000 / 45 000
(€ 23 360 / 42 060)
„What I am searching for is neither the real nor the unreal, but the subconscious,
the mystery of what is instinctive in the human race.
(Amedeo Modigliani)
| 36
Impressionismus  Moderne
| 37
3230*
MAURICE UTRILLO
(Paris 1883–1955 Dax)
La Chapelle Fraisnée près de Clairvaux-les-Lacs (Jura). Um 1920.
Gouache, Aquarell und Bleistift auf Papier.
Unten rechts signiert: Maurice Utrillo, V,.
30,8 × 20,8 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von der Association Maurice Utrillo
bestätigt, Paris, 14. April 2017.
Provenienz:
- Sammlung Jean Claude Abreu, Frankreich.
- Auktion Christie's, Paris, Verkauf Jean Claude Abreu Humaniste et
Collectionneur, 27. Januar 2011, Los 12.
- Privatsammlung Mailand, an obiger Auktion erworben.
- Auktion Farsetti, Prato, 27. Mai 2017, Los 608.
- Europäische Sammlung, an obiger Auktion erworben.
- Auktion Christie's, London, 28. Februar 2018, Los 358.
- Privatsammlung Deutschland, an obiger Auktion erworben.
Literatur:
Paul Pétrides: L'œuvre complet de Maurice Utrillo, Bd. IV, Paris 1966,
S. 110, Nr. AG 39 (mit Abb.).
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 610 / 7 480)
| 38
Impressionismus  Moderne
3231
MAURICE UTRILLO
(Paris 1883–1955 Dax)
L'église bombardée de Charleville. 1920.
Gouache auf Papier.
Unten rechts signiert: Maurice, Utrillo, V,.
43,5 × 54,3 cm.
Wir danken der Association Maurice Utrillo
für die Bestätigung der Authentizität des
Werks, September 2020.
Provenienz:
- Privatsammlung Winterthur.
- Auktion Germann, Zürich, 24. November
1979, Los 79.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben und durch Erbschaft
an die heutigen Besitzer.
Ausstellung:
Winterthur 1949, Winterthurer Privatbesitz
II.: Werke des 20. Jahrhunderts, Kunstmu-
seum Winterthur, 28. August–20. Novem-
ber 1949, Nr. 209 (verso mit Etikett).
CHF 20 000 / 30 000
(€ 18 690 / 28 040)
Die Kirche von Charleville nach der
Bombardierung im 1. Weltkrieg.
| 39
3232*
MAURICE DENIS
(Granville 1870–1943 Paris)
Bouquet de fleurs. Um 1916.
Öl auf Karton.
Unten rechts mit dem Atelierstempel.
34 × 26 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Claire Denis bestätigt, Paris, 7. Juli 2013.
Das Werk wird in den sich in Vorbereitung
befindenden Catalogue raisonné aufge-
nommen.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Madeleine Follain, Tochter des Künstlers.
- Privatbesitz Genf.
- Auktion Koller, Zürich, 6. Dezember 2013,
Los 3210.
- Privatsammlung Deutschland, an obiger
Auktion erworben.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 610 / 7 480)
| 40
Impressionismus  Moderne
3233
ALBERT MARQUET
(Bordeaux 1875–1947 Paris)
Arbre en fleurs devant Alger. Um 1943.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: marquet.
44 × 60 cm.
Provenienz:
- Auktion Drouot, Paris, 28. Januar 1946,
Los 51.
- Atelier Matignon, Paris, um 1985.
- Paul Vallotton, Lausanne (verso mit
Etikett).
- Schweizer Privatsammlung.
Literatur:
Jean-Claude Martinet und Guy Wilden-
stein: Marquet. L'Afrique du Nord. Cata-
logue de l'œuvre peint, Paris 2001, S. 310,
Nr. I-411 (mit Abb.).
Albert Marquet lernt 1920 auf einer seiner
ersten Reise nach Nordafrika Marcelle
Martinet kennen. Sie ist eine Französin, die
in Algerien aufgewachsen ist und dort lebt.
Drei Jahre später heiraten die beiden. Sie
verbringen seither die Winter in der Heimat
Marcelles und sind in Paris und Algier
zuhause. Für den Maler sind diese Auf-
enthalte in Algerien sehr inspirierend und
seine Malerei wird stark davon geprägt.
Während des Zweiten Weltkriegs bleiben
Albert und Marcelle Marquet in Algier. 1941
kaufen sie etwas ausserhalb der Stadt
ein Landstück namens Djenan Sidi Saïd,
das Marcelle mit „Garten des glücklichen
Herrn übersetzt. Hier entsteht eine kleine
bedeutende Serie von Gemälden Mar-
quets. Marcelle beschreibt ihr Refugium,
die üppige Vegetation des Gartens und
den Blick auf die Stadt wie folgt:
„Akanthusgewächse mit grossen glasier-
ten Blättern bedeckten den Hang des
Weges, dem wir folgen mussten, um zu ei-
ner alten Steintreppe zu gelangen, die ein
wenig zerfallen war und von grossen hellen
und grünen Agaven mit triumphierenden
Kurven dominiert wurde. Wir errichteten
eine grosse blumengeschmückte Terras-
se, von der aus wir das letzte Viertel der
Stadt und das Meer sehen konnten, und
um uns herum Akanthus, weisse Gänse-
blümchenbeete, kräftige Geranien, die an
den Wänden kletterten, Aronstabhecken,
Efeu und Glyzinien, die man in Schach hal-
ten sollte, rosa Bäume, deren Namen wir
nicht kennen, Obstbäume aller Art und, als
Hüter dieser Fülle und dieser Verheissun-
gen, einige hohe und dunkle Zypressen.
(aus dem Französischen, Marcelle Marquet:
Marquet. Voyages, Lausanne 1968, S. 60)
CHF 40 000 / 60 000
(€ 37 380 / 56 070)
| 41
3234*
AUGUSTE HERBIN
(Quiévy 1882–1960 Paris)
Femme au cerisier. 1924.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Herbin.
116 × 89 cm.
Provenienz:
- Sammlung L'Effort Moderne, L. Rosen-
berg, Paris, Nr. 838 (verso mit Etikett).
- Auktion Sotheby's, London, 1973.
- Galerie Hasenclever, München.
- Privatsammlung München.
- Auktion Koller, Zürich, 21. Juni 2013,
Los 3227.
- an obiger Auktion erworben.
Ausstellung:
Amsterdam 1963, Herbin, Stedelijk Muse-
um, 7. Juni–22. Juli 1963, Nr. 49.
Literatur:
- Geneviève Claisse: Herbin - Catalogue
raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993,
S. 376, Nr. 552 (mit s/w Abb.).
- Bulletin de L'Effort Moderne, Paris 1926,
Nr. 27.
In den Jahren 1922–25 kehrt August
Herbin vorübergehend zurück zur Figura-
tion. Neben Landschaften und Stillleben
widmet er sich in dieser Zeit auch der
menschlichen Figur. Er stellt sie in einfühl-
samen Porträts oder während ihrer alltäg-
lichen Beschäftigungen dar. In diese Schaf-
fensphase ist auch das vorliegende Werk
„Femme au cerisier, das 1924 entsteht,
einzuordnen. Trotz der Rückbesinnung
zur Figuration nehmen die geometrischen
Formen, die vor allem in den abstrakten
Gemälden des Künstlers fester Bestandteil
sind, auch im vorliegenden Werk einen
wichtigen Platz ein.
In „Femme au cerisier“ geht Herbin so vor,
dass er die einzelnen Bildbestandteile -
den Baum, die Leiter, das Feld und die am
Horizont sichtbaren Hügel - mit wenigen
Binnenzeichnungen und Schattenbildun-
gen in ihrer Räumlichkeit nur andeutet
und sie so stark auf ihre Grundformen
reduziert, dass sie sich wie ein Muster vor
dem Auge des Betrachters ausbreiten. Die
Kirschenpflückerin erinnert dabei in ihrer
silhouettenhaften, statuarischen Gestalt
an Pablo Picassos klassizistische Frauen-
figuren der 1920er-Jahre, als dieser aus-
gehend von der formbestimmenden Linie
seine Gestalten in grosser Kontur umreisst
und voluminös modelliert.
CHF 140 000 / 200 000
(€ 130 840 / 186 920)
| 42
Impressionismus  Moderne
| 43
3235
ALBERTO SAVINIO
(Athen 1891–1952 Rom)
Il Balcone. 1937.
Tempera auf Holz.
Oben links signiert: Savinio.
46 × 36 cm.
Provenienz:
- Sammlung Henry de Chambrier, Versoix.
- Genfer Privatsammlung, durch Erbschaft
erhalten.
Ausstellung:
Palermo 1937/38, S. 13 (mit Abb.).
Literatur:
Pia Vivarelli: Alberto Savinio. Catalogo
generale, Mailand 1996, S. 160, Nr. 1937 2
(mit s/w Abb.).
CHF 20 000 / 30 000
(€ 18 690 / 28 040)
| 44
Impressionismus  Moderne
3236
RAOUL DUFY
(Le Havre 1877–1953 Forcalquier)
Petits Voiliers. 1946.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: Raoul Dufy.
14 × 18,5 cm
Die Authentizität des Werks wurde von
Fanny Guillon-Laffaille bestätigt, Paris,
28. Januar 2004. Es wird in das sich in
Vorbereitung befindende Supplément 2
des Catalogue raisonné aufgenommen.
Provenienz:
- Auktion Artcurial, Paris, 27. Juni 2007,
Los 52.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 040 / 46 730)
| 45
3237*
LOUIS VALTAT
(Dieppe 1869–1959 Paris)
Suzanne Valtat cousant. Um 1903.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts monogrammiert: LV.
31 × 28 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von Les
Amis de Louis Valtat bestätigt, Choisel, 25.
November 2008. Es ist im Archiv unter der
Nummer 3908 registriert.
Provenienz:
- Bernard Chappard, New York.
- Auktion Hôtel Drouot, Paris, 13. März
2000, Los 32.
- Auktion Christie's, New York, 2. Mai 2012,
Los 330.
- Privatsammlung Deutschland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 670 / 6 540)
3238
MAURICE UTRILLO
(Paris 1883–1955 Dax)
Vase de fleurs. Um 1931.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Maurice, Utrillo, V,.
41 × 33 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von der
Association Maurice Utrillo bestätigt, Paris,
11. März 2020.
Provenienz:
- Sammlung Paul Pétridès, Paris.
- wohl Galerie Cauvin, Paris.
- Galerie Dr. Hans-Peter Bühler, München.
- Schweizer Privatsammlung, 1988 in
obiger Galerie erworben.
Literatur:
Paul Pétridès: L'œuvre complet de Maurice
Utrillo, Paris 1966, Bd. III, S. 48, Nr. 1376
(mit Abb.).
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 040 / 46 730)
| 46
Impressionismus  Moderne
| 47
3239
ALBERT MARQUET
(Bordeaux 1875–1947 Paris)
Intérieur. Um 1896.
Öl auf Leinwand auf Karton.
Unten rechts signiert: marquet.
22,3 × 17,2 cm.
Wir danken dem Wildenstein-Plattner
Institut für die Bestätigung der Authentizi-
tät des Werks, 22. September 2020.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, durch
Erbschaft an die heutigen Besitzer.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 480 / 11 210)
3240
PIOTR POTWOROWSKI
(1898 Warschau 1962)
Stillleben mit Blumen.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Potworowski.
73 × 50 cm.
Provenienz:
- Galerie Moos, Genf, Nr. 6571 (verso mit
Etikett).
- Privatsammlung Genf, wohl in obiger
Galerie erworben.
CHF 4 000 / 7 000
(€ 3 740 / 6 540)
| 48
Impressionismus  Moderne
| 49
3241
JAN HALA
(Blatnà 1890–1959 Važec)
Uspávanka v poli (Wiegenlied im Feld).
1941.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
J. Hala 41.
85 × 95 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, durch Erb-
schaft erhalten und seit über 40 Jahren
im selben Familienbesitz.
Jan Hala wird 1890 im heutigen Tsche-
chien geboren. Er studiert Philosophie
und Kunst an der Akademie der bildenden
Künste in Prag.
1923 begibt sich Hala auf Reisen in die
ländlichen Gebiete der Slowakei, wo er auf
das Dorf Važec in der hohen Tatra trifft.
Er beschliesst, sich in dem Ort niederzu-
lassen und bleibt dort bis zu seinem Tod
1959. Zuvor auf Landschaften und soziale
Themen fixiert, konzentriert sich Hala nun
auf das hiesige Land, die Natur und die
Menschen. Allem voran ist er fasziniert
von der tschechischen und slowakischen
Folklore. Um 1930 hat Hala seinen Stil ge-
funden. Er porträtiert das Alltagsleben der
Menschen von Važec, oftmals Motive von
Frauen bei der Arbeit, Bräute, Volksfeste
oder Mütter zusammen mit ihren Kindern.
Auch das vorliegende Gemälde, das 1941
entsteht, ist in diese Schaffensphase des
Künstlers einzuordnen. Die Dargestellte
ist in die typische Volkstracht gehüllt. Mit
Baby im Korb und Sonnenschirm auf weis-
ser Decke im Gras sitzend, geniesst sie
den sommerlichen Tag auf dem Land.
Die leicht zugänglichen Motive, denen
sich Hala verschrieben hat, sind bei der
Allgemeinheit sehr beliebt und seine
Werke befinden sich heute in Museen wie
beispielsweise dem Slowakischen Natio-
nalmuseum.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 37 380 / 56 070)
| 50
Impressionismus  Moderne
| 51
3242
MAURICE UTRILLO
(Paris 1883–1955 Dax)
La Porte Saint-Martin à Paris.
1920er-Jahre.
Öl auf Karton auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Maurice, Utrillo, V.
62,5 × 76,5 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von der
Association Maurice Utrillo bestätigt, Paris,
11. März 2020.
Provenienz:
- wohl Galerie Vizzavona, Paris.
- Galerie Dr. Hans-Peter Bühler, München.
- Schweizer Privatsammlung, 1987 in
obiger Galerie erworben.
Literatur:
Paul Pétridès: L'œuvre complet de Maurice
Utrillo, Paris 1966, Bd. III, S. 22, Nr. 1293
(mit Abb.).
Das vorliegende Gemälde zeigt die Porte
Saint-Martin, einen Triumphbogen, der
1674 von der Stadt Paris zu Ehren Ludwigs
XIV errichtet worden ist. Bereits 1910 malt
Utrillo die erste Version der Porte Saint-
Martin, die sich heute in der Tate Modern
in London befindet. Es ist anzunehmen,
dass Utrillo das Sujet nicht direkt vor Ort
gemalt, sondern wie so oft als Vorlage
eine Postkarte verwendet hat (Abb. 1).
Abb.1: Ansichtskarte von der Porte Saint-Martin, um 1903.
Der Blickwinkel mit der Sicht durch den
Bogen in die Stadt hinein ist derselbe wie
auf der Ansichtskarte. Ebenso enden die
seitlichen Bildränder an der exakt gleichen
Stelle. Utrillo muss für unsere Version aus
dem Jahr 1930 die Postkarte wiederge-
funden und erneut verwendet haben. Der
Künstler nimmt zwar die Komposition der
Postkarte auf, verzichtet aber auf die Wie-
dergabe genauer Details wie Verzierungen
und Schriften. Anders als das frühe Werk
von 1910 wirkt unser Gemälde mit den
hellen Farben und den blauen, grünen und
roten Akzenten und dem dicken, teils sehr
pastosen Farbauftrag frei und lebendig.
Vom Sujet der Porte Saint-Martin gibt es
noch zwei weitere Versionen einer seitli-
chen Ansicht aus dem Jahr 1909/10. Ein
Exemplar davon befindet sich heute in der
Sammlung Bührle in Zürich.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 46 730 / 65 420)
| 52
Impressionismus  Moderne
| 53
3243
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch
b. Davos)
Unterhaltung im Café (Café Schneider
Davos). Um 1934.
Aquarell und Bleistift auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel
(ADa/Bi 44).
32,8 × 48,4 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- Auktion Stuttgarter Kunstkabinett, 1960,
Los 275.
- Auktion Lempertz, Köln, 1961, Los 316.
- Galerie Grosshenning, Düsseldorf, 1976.
- Schweizer Privatbesitz, in obiger Galerie
erworben.
Ausstellung:
Düsseldorf 1976, Galerie Grosshenning,
S. 6.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 18 690 / 28 040)
| 54
Impressionismus  Moderne
3244
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch
b. Davos)
Davoser Berglandschaft. 1917–19.
Bleistift und Aquarell auf Papier.
Unten rechts monogrammiert: K.
37 × 44 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
- Sammlung Alice und Otto Schrag, Baden.
- Auktion Stuttgarter Kunstkabinett,
November 1957, Los 420.
- Schweizer Privatsammlung.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 14 020 / 23 360)
| 55
3245
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF
(Rottluff b. Chemnitz 1884–1976 Berlin)
Spessarttannen. 1950.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: S. Rottluff.
Verso auf dem Keilrahmen signiert, betitelt
und nummeriert: Schmidt=Rottluff
Spessarttannen ((505)).
76 × 90 cm.
Provenienz:
- Galerie Rosenbach, Hannover.
- Schweizer Privatsammlung, 1971 in
obiger Galerie erworben und seither im
gleichen Familienbesitz.
Literatur:
Will Grohmann: Karl Schmidt-Rottluff,
Stuttgart 1956, S. 274 (mit Abb.).
Landschaften spielen im Werk Schmidt-
Rottluffs eine zentrale Rolle. So überrascht
es nicht, dass der Maler der „Brücke“-
Künstlergruppe stets die ländliche
Abgeschiedenheit suchte, um Inspira-
tion für seine Arbeit zu finden. Ende der
1940er-Jahre bereist der damals in Berlin
lebende Schmidt-Rottluff längere Zeit die
deutschen Gebirgsregionen im Taunus
und Spessart.
Während dieser Reiseperiode entsteht
das Spätwerk „Spessarttannen“ von 1950.
Schmidt-Rottluff widmet sich hier einem
beliebten Motiv: der Darstellung von Bäu-
men. Der Künstler schafft um 1950 eine
Reihe von Waldlandschaften mit Tannen.
Das Gemälde „Spessarttannen“ nimmt
eine zentrale Rolle im Gesamtwerk des
Künstlers ein. Er perfektioniert darin die für
ihn charakteristische Zonenmalerei: Aus
einzelnen, klar voneinander getrennten
Farbzonen, entwickelt er eine atmosphä-
rische Waldlandschaft. Schmidt-Rottluffs
besondere Verbindung zur Natur zeigt sich
in dieser ausdrucksstarken Darstellungs-
weise. Die intensiven Farben und abstra-
hierenden Formen spiegeln seine persön-
liche Interpretation der Landschaft wider.
In einem Brief an W. R. Valentiner vom 19.
Juli 1947 erklärt Schmidt-Rottluff: „[…] so
kann man nur aus einer neuen Stellung zur
Natur zu einer neuen Sicht der Welt gelan-
gen.“ (Thiem/Zweite 1989, S. 101)
CHF 150 000 / 250 000
(€ 140 190 / 233 640)
| 56
Impressionismus  Moderne
| 57
3246
OSKAR KOKOSCHKA
(Pöchlarn 1886–1980 Montreux)
Mary Merson. 1931.
Rötel auf Papier.
Unten rechts signiert: Oskar Kokoschka.
46,4 × 56,4 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Alice Strobl in einem Brief an den dama-
ligen Besitzer bestätigt, 10. Dezember
1990. Es wird in den zweiten Band des
Werkverzeichnisses aufgenommen.
Provenienz:
- Crane Kalman Gallery, Manchester.
- Privatsammlung Manchester, am 28. De-
zember 1959 in obiger Galerie erworben.
- Schweizer Privatsammlung, durch Erb-
schaft von Obigem.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 740 / 5 610)
3247
LE CORBUSIER (CHARLES-
ÉDOUARD JEANNERET-GRIS)
(La Chaux-de-Fonds 1887–
1965 Roquebrune-Cap-Martin)
Femme devant une porte. 1933.
Bleistift und Wachsstift auf Papier.
31 × 21 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Heidi Weber bestätigt, Zürich, 5. Oktober
1989.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 740 / 5 610)
3248*
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch
b. Davos)
Zwei Akte im Gespräch. 1925.
Farbige Kreide auf gelbem Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel
(FS Da/Bf 22).
46 × 35,7 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
Kirchner Nachlass.
CHF 22 000 / 26 000
(€ 20 560 / 24 300)
| 58
Impressionismus  Moderne
| 59
3249*
JEAN LAMBERT-RUCKI
(Krakau 1890–1976 Paris)
Le Couple. 1924.
Öl auf Holz.
Oben links signiert und datiert:
I. Lambert-Rucki 1924.
53 × 81 cm.
Provenienz:
- Galerie Zabriskie, Paris (verso mit Etikett).
- Schweizer Privatsammlung.
CHF 7 000 / 10 000
(€ 6 540/ 9 350 )
3250
FORTUNATO DEPERO
(Fondo 1892–1960 Rovereto)
Simultaneità metropolitane 2. Um 1944.
Kohle auf Papier.
Unten rechts signiert: Fortunato Depero.
44,5 × 42 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Rosetta Depero bestätigt (verso auf dem
Papier mit handschriftlicher Bestätigung).
Provenienz:
- Auktion Finarte, Mailand, 19. November
2002, Los 160.
- Privatsammlung Schweiz, an obiger
Auktion erworben.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 350 / 14 020)
| 60
Impressionismus  Moderne
| 61
3251*
AUGUST MACKE
(Meschede 1887–1914 Perthes-lès-
Hurlus)
Walter Macke. 1913.
Bleistift auf Papier.
10,9 × 10, 3 cm.
Provenienz:
- Galerie Neher, Essen (verso mit Etikett).
- Privatsammlung Deutschland, in obiger
Galerie erworben.
Literatur:
Ursula Heiderich: August Macke - Nach-
trag zu den Werkverzeichnissen, Die Skiz-
zenbücher, Zeichnungen und Aquarelle,
Ostfildern 2008, Nr. 1676a (mit Abb.).
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 480 / 11 210)
3252*
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch
b. Davos)
Berglandschaft. Verso: Bauern auf der Alp.
1933.
Schwarze Kreide auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel
(K DA/Aa 19).
15,5 × 21,9 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
Kirchner Nachlass.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 610 / 7 480)
3253*
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch
b. Davos)
Violinspielerin und Zuhörer. Um 1930.
Schwarze Kreide auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel
(K Da/Bi 127).
50,3 × 36 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
Kirchner Nachlass.
CHF 20 000 / 24 000
(€ 18 690 / 22 430)
| 62
Impressionismus  Moderne
| 63
3254
OTTO DIX
(Untermhaus bei Gera 1891–1969 Singen)
Blühende Bäume im Dorf. 1954.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: 5 DIX 4.
65 × 81 cm.
Wir danken Rainer Pfefferkorn für die
Bestätigung der Authentizität des Werks,
Oktober 2020. Es wird unter der Nummer
L 1954/10 in das sich in Vorbereitung be-
findende Werkverzeichnis aufgenommen.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, seit 40 Jahren
im gleichen Familienbesitz.
Seit Mitte der 1930er-Jahre lebt Otto
Dix in Hemmenhofen am Bodensee,
dessen Landschaft bereits zu dieser Zeit
Hauptsujet seiner Malerei wird. Es ist aber
das Ende des Zweiten Weltkriegs und die
Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft,
die den stilistischen Umbruch im Werk des
Künstlers hervorruft.
„Die veränderte Technik (Das Wort ist
ganz falsch, es ist eigentlich eine neue
Art von Sehen, die bei mir eingesetzt hat)
erzeugt viele und seltsame Blüten. Auf
jeden Fall festzustellen; 1. ist die Malerei
spontaner geworden, die lausige Vorsicht,
die man mit andauernden Lasuren immer
haben musste, ist weg 2. Es wird alles
gröber, Gott sei Dank, ich habe die letzten
20 Jahre viel zu spitzpinselig gemalt und
komme nun wieder auf die Zeit meines
ersten Kriegsbildes, also eine Art Entfes-
selung tritt ein 3. Das formal-Räumliche
weicht dem farblich-Räumlichen, und
die Farben fangen an, Klänge zu bilden.
4. Ich werfe nach Belieben alle Ideal-
kompositionen, Goldnen Schnitt und all
diesen Renaissancekram über Bord und
male entfesselt. Und während ich dies
schreibe, merke ich, dass man das alles
gar nicht erklären kann, die Bilder haben
trotz der Entfesslung mehr Form (Otto
Dix an seinen Schüler Ernst Bursche, 16.
September 1944).
Otto Dix‘ Spätwerk ist eine direkte An-
knüpfung an sein expressionistisches
Frühwerk um die Zeit des Ersten Welt-
kriegs. Anders als damals konzentriert er
sich nun auf die Landschaft um ihn herum,
die er in wildem und freiem Duktus auf die
Leinwand überträgt. Auch im vorliegen-
den Werk „Blühende Bäume im Dorf“ von
1954 kommt die Freude an der Malerei und
die neugewonnene Spontanität, der sich
Dix in seinem Spätwerk bedient, schön
zum Ausdruck. Das unsrige Gemälde ist
eine Neuentdeckung im Werkkatalog des
Künstlers und besticht durch seine groben
Linien und die expressive Pinselführung.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 46 730 / 65 420)
| 64
Impressionismus  Moderne
| 65
3255*
ALBERTO GIACOMETTI
(Borgonovo 1901–1966 Chur)
Olivier Larronde. 1958.
Bleistift auf Papier.
28 × 22,5 cm.
Provenienz:
- Olivier Larronde.
- Galerie Maeght, Paris.
- Fritz Lichtenhahn, Arosa/Hamburg.
- Privatsammlung Deutschland, durch
Erbschaft erhalten.
Ausstellungen:
- Paris 1959, Galerie Maeght, Rien voilà
l'ordre, 11. Juni 1959.
- Basel 1981, Alberto Giacometti, Zeich-
nungen, Druckgraphik und die im Basler
Kunstmuseum befindlichen Skulpturen
und Gemälde, Kunstmuseum Basel, 15.
August–25. Oktober 1981.
Literatur:
Olivier Larronde: Rien voilà l'ordre, Paris/
Lyon 1959, S. 187 (mit Abb.).
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 350 / 14 020)
3256
BEN NICHOLSON
(Denham 1894–1982 London)
Ronco 29. 1958.
Bleistift und Aquarell auf vom Künstler
präparierter Hartfaserplatte.
Verso auf der Platte signiert, datiert und
betitelt: Nicholson / Aug 58 / (Ronco 29).
35,5 × 29,2 cm.
Provenienz:
- Picadilly Gallery, London (verso mit
Etikett).
- Sammlung Roger Camrass.
- Galleria Sacchetti, Ascona.
- Schweizer Privatsammlung, am
22. Oktober 1997 in obiger Galerie
erworben.
- Schweizer Privatsammlung, direkt von
Obigen erworben.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 11 210 / 16 820)
| 66
Impressionismus  Moderne
| 67
3257
ALBERTO GIACOMETTI
(Borgonovo 1901–1966 Chur)
Scène de Café. Scène de Forge.
Doppelseitig. Um 1965.
Kugelschreiber auf Papier.
Auf einer Seite unten mit Bleistift bezeich-
net: nicht diese Seite reproduzieren, aber
diese Seite nicht beschädigen.
22 × 17 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
James Lord bestätigt, Paris, 4. November
1985.
Provenienz:
- Louis Aragon.
- Galerie Berggruen  Cie, Paris.
- Europäische Privatsammlung, am 25.
November 1987 in obiger Galerie erwor-
ben.
Literatur:
- Édition cercle d'Art (Hrsg.): Aragon. Un
portrait par Daniel Wallard, Paris 1979,
S. 113 (mit Abb.).
- wohl Louis Aragon: Les beaux quartiers:
roman, Œuvres romanesques croisées
d'Elsa Triolet et Aragon, Bd. 11-12, Mo-
naco 1965.
„J'ai fait encadrer et j'ai réuni autour de moi
tous les dessins de Giacometti, ceux qu'il
m'a donnés la dernière fois que je l'ai vue,
c'est-à-dire au mois de décembre 1965.
Il était venu ici rue de Varenne, où nous
étions déjà avec Elsa. Il venait nous appor-
ter ces choses, non encadrées, parce qu'il
partait le lendemain matin pour la région
de Grisons.
Il n'avait pas vu sa femme depuis trois ans.
Il avait un cancer en évolution et, dans ces
conditions, il avait absolutement exigé
qu'elle reprenne sa liberté. Depuis trois ans
ils ne s'étaient jamais rencontrés, bien que
l'un comme l'autre étaient éperdument
amoureux. Il était comme cela.
Il est arrivé chez nous le soir, peu après
il pleurait. Il nous a fait un interminable
discours sur le cancer, en disant que les
gens qui n'avaient pas eu de cancer ne
comprenaient rien à la vie. Il à parlé très
longuement sur ce sujet et il resté toute
la nuit. C'était très triste. Il avait apporté
ce paquet de dessins, qui devaient servir
d'illustration pour un livre, fait auparavant,
mais qui serait publié dans les „Œuvres
croisées: Les beaux quartiers.
Il m'a donné en tout dix-huit dessins et
même un dix-neuvième, puisque j'ai trouvé
un dessin au dos du dix-huitième. C'est
une histoire touchante et triste à la fois, il
est parti dans la nuit pour la Suisse et je ne
l'ai plus revu. Il est mort trois mois après.
(Louis Aragon, in: Un portrait par Daniel
Wallard, S. 113)
CHF 15 000 / 20 000
(€ 14 020 / 18 690)
Das vorliegende Werk im Atelier von Louis Aragon.
| 68
Impressionismus  Moderne
| 69
3258
FELIX LABISSE
(Marchiennes 1905–1982 Neuilly-sur-
Seine)
Zabulon. 1974.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: LABISSE.
Verso betitelt, signiert und datiert:
ZABULON /LABISSE /1974.
55 × 46 cm.
Provenienz:
- Sammlung Marguerite Motte, Genf.
- Schweizer Privatsammlung.
Literatur:
- Isy Brachot (Hrsg.): Catalogue de l'œuvre
peint (1927–1979), Brüssel 1979, S. 342,
Nr. 679 (mit Abb.).
- La Nuova Foglia (Hrsg.): Les quatre cents
coups du diable, Pollenza 1975 (mit Abb.).
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 800 / 4 670)
3259*
MAX ERNST
(Brühl 1891–1976 Paris)
Loplop im Wald. 1958.
Öl auf Papier auf Leinwand.
Unten rechts signiert: max ernst.
30 × 25 cm.
Provenienz:
- Galerie Der Spiegel, Köln.
- Privatsammlung Deutschland.
- Auktion Sotheby's, New York, 8. Novem-
ber 2006, Los 428.
- an obiger Auktion erworben.
Ausstellung:
Köln 1960, Hans Arp/Max Ernst, Galerie
Der Spiegel, 1960, Nr. 15.
Literatur:
WernerSpies:MaxErnst.Werke1954–1963,
Köln1998,Ausg.6,S.171,Nr.3379(mitAbb.).
CHF 35 000 / 45 000
(€ 32 710 / 42 060)
| 70
Impressionismus  Moderne
| 71
3260*
BERNARD BUFFET
(Paris 1928–1999 Tourtour)
Assiette et vase de fleurs bleues. 1957.
Öl auf Leinwand.
Oben rechts signiert und datiert: Bernard /
Buffet / 57.
65 × 46 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
der Galerie Garnier bestätigt, Paris, 4. Juni
2020.
Provenienz:
Privatsammlung USA.
„„Bernard, why is all your work so tra-
gic? Why so much unhappiness?“ – He
[Bernard Buffet] lit a new cigarette from his
old one, inhaled deeply, let his lungs be free
again, then, polite but definite: „La grande
peinture n’a jamais faire rire“ – Great pain-
ting has never produced laughter.“ (Bernard
Buffet, in: Nicholas Foulkes 2015, S. 61).
Vergänglichkeit und Melancholie sind stille
Begleiter des hiesigen Stilllebens von
Bernard Buffet. Mit den Farben Schwarz,
Weiss und Grau dominieren blasse Töne
das Arrangement, dem es keinesfalls an
Ausdrucksstärke mangelt. Im Gegenteil:
Mit der abgebrochenen Blume verweist
Buffet auf die Zeitlichkeit des Lebens.
Indem der Künstler den Moment des
Herabfallens der Blüte herausgreift und
separiert, gewinnt seine Darstellung an
Bedeutung. Farbenfrohes Kolorit sucht
man in diesem Stillleben vergebens. Hin-
gegen überwiegt eine nüchterne Farb-
gebung, die von dunklem Liniengeflecht
untermauert wird. Diese starke, fast schon
rohe Pinselführung ist charakteristisch für
Buffets expressionistischen Stil.
Als der knapp dreissigjährige Bernard Buf-
fet 1957 das vorliegende Stillleben malt, ist
er in Paris bereits für sein Talent bekannt
und wird international von der Kunstwelt
gefeiert. Bernard Buffets Person ist schwer
zu fassen, bewegt sie sich doch stets zwi-
schen dem Extrem eines in sich gekehrten
Künstlers der Nachkriegsjahre und eines
„Mega Artists“ der Pariser Glamourwelt
(Lankarani 2016). Dieser unangepasste
Facettenreichtum spiegelt sich auch in sei-
nem Werk wider, das thematisch zwischen
religiösen Motiven, Darstellungen von
Kriegsschäden oder Alltagsgegenständen
changiert. Jedes Sujet behandelt Buffet
stilistisch mit der gleichen schablonenhaf-
ten Drastik.
Das hier vorliegende Stillleben aus Buffets
Blütejahren ist somit exemplarisch für den
unverwechselbaren Stil des Künstlers.
Ruhe und Eleganz sowie mitschweifen-
de Melancholie treffen in dem Gemälde
aufeinander. Die präsente, exzentrische
Signatur des Künstlers – bei dem unsrigen
Werk oben rechts platziert – unterstreicht
diese Charakteristik Buffets.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 46 730 / 65 420)
| 72
Impressionismus  Moderne
| 73
3261*
ERICH ERLER-SAMADEN
(Frankenstein 1870–1946 Icking)
Melancholia.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Erich Erler.
86 × 81 cm.
Provenienz:
Privatbesitz Deutschland.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 800 / 4 670)
3262*
ERICH ERLER-SAMADEN
(Frankenstein 1870–1946 Icking)
Reiter im Engadin.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Erich Erler.
Verso auf dem Keilrahmen bezeichnet und
signiert: GEZ - E - ERLER (ENGADIN).
69 × 76 cm.
Provenienz:
Privatbesitz Deutschland.
CHF 2 000 / 4 000
(€ 1 870 / 3 740)
| 74
Impressionismus  Moderne
3263*
FRITZ ERLER
(Frankenstein 1868–1940 München)
Blondine mit grüner Jacke.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Erler. Verso signiert
und betitelt: Fritz Erler. Blondine mit grüner
Jacke.
72 × 46,5 cm.
Provenienz:
- Auktion Nagel, Stuttgart, 4. Dezember
1978.
- Privatbesitz Deutschland, an obiger
Auktion erworben.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 800 / 4 670)
| 75
3264
HERMANN HESSE
(Calw 1877–1962 Montagnola)
2 Bl.: Einsamer Abend.
Los von einem Aquarell auf Papier und
einem Gedicht (Tusche auf Papier).
Aquarell unterhalb der Darstellung betitelt:
Einsamer Abend.
Jeweils 21,3 × 17,5 cm.
Wir danken Silver Hesse für die Bestä-
tigung der Authentizität des Werks, 14.
Oktober 2020.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
In der leeren Flasche und im Glas
Wankt der Kerze Schleier,
Es ist kalt im Zimmer,
Draussen fällt Der Regen weich
ins Gras.
Wieder legst Du nun zu Kurzer Ruh
Frierend Dich und traurig nieder.
Morgen kommt und Abend wieder,
Kommen immer wieder,
Aber niemals Du.
CHF 2 600 / 3 200
(€ 2 430 / 2 990)
| 76
Impressionismus  Moderne
3265
ANDRÉ DUNOYER DE SEGONZAC
(Boussy-Saint Antoine 1884–1974 Paris)
Mimosas et citrons. Um 1960.
Gouache, Aquarell und Tusche auf Papier.
Unten rechts signiert: A. Dunoyer de
Segonzac.
58 × 80 cm
Die Authentizität des Werks wurde von
Madame de Varine bestätigt.
Provenienz:
- Arthur Tooth  Sons, London.
- Privatsammlung England, 1969 in obiger
Galerie erworben.
- Auktion Sotheby's, London, 4. Februar 2009,
Los 247.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 670 / 6 540)
| 77
3266
FRANÇOIS GALL
(Kolozsvár 1912–1987 Paris)
Eugénie et le garçon de café d'une
Brassierie parisienne. 1975–77.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: F. Gall.
46 × 33 cm.
Wir danken Marie-Lize Gall für die Bestäti-
gung der Authentizität des Werks,
15. Oktober 2020.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 800 / 4 670)
| 78
Impressionismus  Moderne
3267
ANDREAS JAWLENSKY
(Ansbaki bei Preli 1902–1984 Barga)
Im Hochsommer. 1969.
Öl auf Hartfaserplatte.
Unten links signiert: Andreas Jawlensky,
unten rechts datiert und bezeichnet:
1969 VII.
34 × 44,7 cm.
Provenienz:
- Auktion Koller, Zürich, 4. Dezember 2001,
Los 157.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 800 / 4 670)
| 79
BARLACH, ERNST 3219
BOLDINI, GIOVANNI 3203
BONNARD, PIERRE 3210, 3213
BUFFET, BERNARD 3260
DENIS, MAURICE 3232
Depero, Fortunato 3250
DIX, OTTO 3254
DUFY, RAOUL 3236
DUNOYER DE SEGONZAC,
ANDRÉ
3265
EBERZ, JOSEF 3224
ERLER, FRITZ 3263
ERLER-SAMADEN, ERICH 3261, 3262
ERNST, MAX 3259
FRIESZ, ACHILLE EMILE
OTHON
3227, 3228
GALL, FRANÇOIS 3266
GAUSSON, LEO 3208
GIACOMETTI, ALBERTO 3255, 3257
HALA, JAN 3241
HERBIN, AUGUSTE 3226, 3234
HESSE, HERMANN 3264
JAWLENSKY, ALEXEJ VON 3220, 3225
JAWLENSKY, ANDREAS 3267
KIRCHNER, ERNST LUDWIG 3221, 3222, 3243, 3244,
3248, 3252, 3253
KOKOSCHKA, OSKAR 3246
KOLLWITZ, KÄTHE 3218
LABISSE, FELIX 3258
LAMBERT-RUCKI, JEAN 3249
LE CORBUSIER (JEANNERET-
GRIS,CHARLES-ÉDOUARD)
3247
LEBOURG, ALBERT 3204, 3206
LIEBERMANN, MAX 3216
LOISEAU, GUSTAVE 3205
MACKE, AUGUST 3251
MANGIUN, HENRI CHARLES 3212
MARQUET, ALBERT 3233, 3239
MODIGLIANI, AMEDEO 3229
MULLEY, OSKAR 3217
NICHOLSON, BEN 3256
PECHSTEIN, HERMANN MAX 3223
PISSARRO, CAMILLE 3201
POTWOROWSKI, PIOTR 3240
RENOIR, PIERRE AUGUSTE 3202, 3207, 3209
ROUAULT, GEORGES 3214, 3215
SAVINIO, ALBERTO 3235
SCHMIDT-ROTTLUFF, KARL 3245
UTRILLO, MAURICE 3230, 3231, 3238, 3242
VALLOTTON, FELIX 3211
VALTAT, LOUIS 3237
| 80
Künstlerregister
| 81
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 102/121
8031 Zürich, Schweiz
AUKTION
Hardturmstrasse 102
8031 Zürich, Schweiz
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 121
8031 Zürich, Schweiz
AUKTION
ONLINE ONLY
VORBESICHTIGUNG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
AUKTION
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
AUKTIONEN
REPRÄSENTANTEN
Koller Auktionen AG
Hardturmstrasse 102
8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63 
Fax +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch
www.kollerauktionen.ch
Koller Auktionen AG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
Tél +41 22 311 03 85
Fax +41 22 810 06 30
geneva@kollerauktionen.ch
www.kollerauktionen.ch
MÜNCHEN
Fiona Seidler
Maximiliansplatz 20
80333 München
Tel. +49 89 22 80 27 66
Fax +49 89 22 80 27 67
Mobile +49 177 257 63 98
muenchen@kollerauktionen.com
DÜSSELDORF
Ulrike Gruben
Citadellstrasse 4
40213 Düsseldorf
Tel. +49 211 30 14 36 38
Fax +49 211 30 14 36 39
Mobile +49 175 586 38 64
duesseldorf@kollerauktionen.com
MOSKAU
Vadim Goncharenko
Mobile +41 76 431 81 64
moscow@kollerauctions.com
BEIJING
Jing Li
Haidianque Chedaogou 10# 6/4-307
100089 Beijing
Tel. +86 135 2039 8057
beijing@kollerauctions.com
HAMBURG
Ulrike Gruben
Tel. +49 211 30 14 36 38
hamburg@kollerauktionen.com
ITALIEN
LuigiPesce
ViaCairoli18
16124Genua
Tel.+393395962768
italia@kollerauktionen.ch
Schweizer Kunst
Auktion in Zürich: 4. Dezember 2020
Kontakt · Cyril Koller · Tel. +41 44 445 63 51 · koller@kollerauktionen.ch
FERDINAND HODLER. Tanne am Bach. 1910. Öl auf Leinwand. 90,5 × 80 cm.
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PostWar  Contemporary
Auktion in Zürich: 5. Dezember 2020
Kontakt · Silke Stahlschmidt · Tel. +41 44 445 63 42 · stahlschmidt@kollerauktionen.ch
CHRISTO (VLADIMIROV JAVACHEFF). The Pont Neuf, Wrapped (Project for Paris).
Bleistift, Kohle, Pastell, Wachskreide und technische Daten. Zeichnung in zwei Teilen: 38 × 165 cm / 106,6 × 165 cm.
| 84| 84
BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN
Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von
Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti-
onssaal versteigert werden.
Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht
sich der Bieter den nachstehenden Auktions-
bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG,
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz
(„Koller“):
1. Rechtsstellung der Parteien
Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im
Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu
versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei-
gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell-
vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32
Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts
(„OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im
Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem
höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“),
wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein
verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer
und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird
dadurch nicht Partei des Kaufvertrages.
2. Aufgeld
2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer
auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich-
ten, das wie folgt berechnet wird:
i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25%
ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis
CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000
und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis
zur Höhe des Zuschlags
iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf
die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000
und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000
bis zur Höhe des Zuschlags.
2.2 Falls der Käufer während einer online über-
tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im
Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine
fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird
ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags
verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen
einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin-
gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite
publiziert sind. Diese können von den hier pub-
lizieren abweichen.
2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei-
zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich-
ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes
beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes
einzelne Objekt. 
2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be-
zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr-
wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten
wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus
Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig
abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er-
halten die MWST rückvergütet. 
2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden,
dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine
Kommission erhält.
3. Garantie
3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol-
gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers
rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und
Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das
Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt
vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung
von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter,
Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht
geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte
Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei-
bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher
Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand
denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa-
talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand
wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als
gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder
an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände-
rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden. 
3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender
Bestimmung findet nach Ermessen von Koller
nicht statt, falls:
i. die Beschreibung des Objekts im Auktions-
katalog im Einklang mit der Meinung einer
Fachperson oder mit der herrschenden Mei-
nung von Fachpersonen stand oder die Be-
schreibung im Auktionskatalog andeutete,
dass hierüber Meinungsverschiedenheiten
bestanden, 
ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach
dem Stand der Forschung und mit den allge-
mein anerkannten und üblichen Methoden
noch nicht oder nur mit unverhältnismässi-
gem Aufwand als solche erkennbar war,
iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein-
schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder 
iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde,
Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han-
delt, das gemäss den Angaben im Auktions-
katalog vor 1880 entstanden sein müsste.
3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin
des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag
des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2)
Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen.
Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt
und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die
Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus,
dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach
Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe-
nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge-
fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es
ihm übergeben wurde, und unbelastet von An-
sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den
Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob-
jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom
Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten
Gutachten von zwei unabhängigen und in dem
Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch
nicht an solche Gutachten gebunden und behält
sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf
eigene Kosten einzuholen.
3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel-
tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss
vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von
Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich-
ten.
3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als
Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer
3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des
von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel-
des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere
Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem
Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss
Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen.
4. Haftungsausschluss
4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu-
stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick
des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob-
jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren.
Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in
neuwertigem Zustand.
4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata-
log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa-
tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands-
berichte von Koller die vor der Auktion angefordert
werden können, geben lediglich ein allgemeines
Bild und eine unverbindliche Einschätzung von
Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er-
folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch
kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung
übernehmen. Während der Ausstellung besteht
die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen.
Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das
ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen,
und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän-
giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die
Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog-
beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei-
bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs
(inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache
ausschliesslich massgebend. Koller behält sich
das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder
Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf
diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit
solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht
werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut-
achten stellen genauso wenig wie von Koller vor-
genommene Objektbeschreibungen oder sonsti-
ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen
über dessen Wert) explizite oder stillschweigende
Zusicherungendar.
4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird
jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg-
bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers
gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse
eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol-
ler gegenüber dem Käufer.
5. Teilnahme an der Auktion
5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter
steht jedermann offen. Koller behält sich aber
das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder
Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich-
keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an
ihren Auktionen zu untersagen. 
5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt
sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion
mittels des dafür vorgesehenen Formulars re-
gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re-
gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas-
ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen.
Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller
berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss
Angaben auf dem Registrierungsformular bis
zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich
Spesen des Kartenanbieters zu belasten. 
5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen
Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen
Bank verlangen. 
5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz-
werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom
Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von
20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver-
langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti-
on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer
verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum-
gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
| 85| 85
6. Versteigerung
6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem
Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises
zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots
anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver-
bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot
gebunden, bis dieses entweder überboten oder
von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden
sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen
entscheidet die Auktionsleitung. 
6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be-
sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein
Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an
einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4
nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige-
rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen
oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die
Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte. 
6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern
des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser-
halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas-
sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor-
liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt
vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe-
halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen
anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn
die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv,
nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft. 
6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen-
ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen
können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der
Steigerung schriftlich entgegengenommen. 
6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten,
wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti-
onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf
Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann
nicht telefonisch geboten werden und Interes-
senten werden um Abgabe eines schriftlichen
Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk-
tionssaal gebeten. 
6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei-
ner Live-Auktion abgeben möchten, können an
der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller
aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk-
tion zugelassen worden sind. Koller behält sich
das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei-
teres abzulehnen. 
6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück-
sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück-
sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie-
tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche
Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und
Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5.
7. Eigentumsübergang
Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt
geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis
und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in
Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die-
se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu-
geordnet hat.
8. Abholung der ersteigerten Objekte
8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom
Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss
der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei-
gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des
Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist
mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit
es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung
ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll-
ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des
Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses
Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller.
8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol-
ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder
Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob-
jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor-
sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur
Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST.
Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr
und es ist Sache des Käufers, für eine angemes-
sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu
sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf-
tung übernommen werden. Werden die erstei-
gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt,
lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge-
fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder
in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz
von CHF 10 pro Objekt ein. 
8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich
entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer.
Ohne anders lautende schriftliche Abmachung
werden die zugeschlagenen Objekte für den
Transport durch Koller auf Kosten des Käufers
versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche
Objekte werden von Koller nicht versandt.
9. Bezahlung der ersteigerten Objekte
9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für
ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach
Abschluss der Auktion in Schweizer Franken
zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind
nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von
Koller möglich und unterliegen einer Bearbei-
tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer
zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag
erhoben wird.
9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent-
gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf
jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller
oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und
allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit
eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer
im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe-
trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls
der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7
TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist
Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer
berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag
der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen
Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine
Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben,
dieebenfallsderKreditkartebelastetwird.
9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung
nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem
namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin
Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii)
ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers
verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten
oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver-
langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech-
tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min-
destverkaufspreises entweder freihändig oder
anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den
Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers
zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng-
lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis
wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer
haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der
Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste-
henden Schaden. 
9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde-
tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz
befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht.
Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten
Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder
berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver-
wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei-
bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen.
10. Vertretung
Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil-
ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange-
nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso-
nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder
als Organ einer juristischen Person bieten, kann
der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt
werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem
Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die
ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten.
11. Verschiedene Bestimmungen
11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines
Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede
Haftung des anwesenden Beamten, der Ge-
meinde oder des Staates für Handlungen von
Koller ist ausgeschlossen. 
11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne
oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB
an einen Dritten zu übertragen oder durch einen
Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der
Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten
aus diesen AGB Dritten zu übertragen.
11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien
und Abbildungen von verkauften Objekten in den
eigenen Publikationen und in den Medien zu ver-
öffentlichen und damit Werbung zu betreiben. 
11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be-
standteil jedes einzelnen an der Auktion ge-
schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind
nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller
verbindlich. 
11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser
AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un-
wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder
Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un-
gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen
werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und
Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen
Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt-
schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt
bei eventuellen Lücken der Regelung.
11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen
daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus-
schluss von allfälligen Verweisungen des Bun-
desgesetztes über das Internationale Privat-
recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener
Kaufrechts (UN-Kaufrechts). 
11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter
Einschluss der Geltendmachung von Verrech-
nungen und Gegenforderungen), welche aus oder
im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess-
lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung
oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich
die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol-
ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem
sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen.
Zürich, 1. Juli 2018
| 86
CONDITIONS DE VENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES)
Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller
(selon la définition ci-après) présente lors d’une vente
auxenchèresclassiquedansunesalledevente.
En prenant part à la vente aux enchères,
l’enchérisseur se soumet aux Conditions de
Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller
Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102,
8005 Zurich, Suisse («Koller»):
1. Statut juridique des parties
Les objets d’enchères seront mis aux enchères par
Koller au nom de et pour le compte de celui qui les
a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le
compte du Mandant comme représentant direct/
immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes
Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au
plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors
de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle
est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de
pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant
l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat
deVente.
2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication)
2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est
débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication
qui sera calculé de la manière suivante:
i. pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25%
ii. pour une adjudication dès CHF 10’000 jusqu’à
CHF 400’000: 22% sur les premiers CHF 10’000
et 20% sur la différence de CHF 10’000 jusqu’au
montant de l’adjudication
iii. pour une adjudication dès CHF 400’000:
25% sur les premiers CHF 10’000; 22% sur
CHF 390’000 et 15% sur la différence de CHF
400’000 jusqu’au montant de l’adjudication.
2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le
cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été
transmise en direct sur Internet («Enchères Live»),
ou a transmis un ordre d’achat à travers un site
indépendant en relation avec Koller, le supplément
sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%.
l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux
Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui
pourraient varier des présentes conditions.
2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la
valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré.
Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent
au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé.
2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le
catalogue de la vente aux enchères sont
pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que
ces objets sont frappés de la TVA sur le prix
d’adjudication augmenté du prix majoré. Les
Acheteurs qui sont en mesure de présenter une
déclaration d’exportation valablement timbrée se
voient rembourser la TVA.
2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive
également une commission par le Mandant.
3. Garantie
3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux,
Koller annulera l’adjudication (sous réserve des
chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant
et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication
et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par
faux tout objet qui constitue, conformément à une
évaluation raisonnable de Koller, une imitation faite
dans l’intention de tromper fallacieusement autrui,
quecesoitencequiconcernel’auteur,l’âge,l’époque,
lecercledecultureoul’origine,sansqueladescription
correcte de ces éléments ne ressorte du catalogue
de la ventes aux enchères (en tenant compte de
toutemodificationapportée)etquecetétatdesfaits
diminuesensiblementlavaleurdel’objetparrapportà
unobjetcorrespondantàladescriptionducatalogue.
Un lot n’est pas considéré comme falsifié s’il est
seulementendommagéous’ilafaitl’objetdetravaux
derestaurationet/oudemodificationsquelconques.
3.2 L’adjudication ne sera pas annulée
conformément à la disposition ci-dessus, en
fonction de l’appréciation de Koller, lorsque:
i. la description de l’objet dans le catalogue de
la vente aux enchères était conforme à l’avis
d’un expert ou à l’avis général des experts ou
lorsque la description dans le catalogue de
la vente aux enchères laissait supposer qu’il
existait des divergences de vue à cet égard ;
ii. l’état d’avancement technique et les procédés
généralement acceptés et pratiqués n’ont pas
permis de reconnaître le faux au moment de
l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation
aurait été disproportionnée par rapport à la
valeur de l’objet ;
iii. le faux a été réalisé (selon l’estimation
soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou
iv. l’objet acheté est un tableau, une aquarelle,
un dessin ou une sculpture dont la date de
réalisation devrait être antérieure à 1880
conformément aux indications fournies dans le
catalogue de la vente aux enchères.
3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de
l’adjudication à Koller (en tant que représentant
du Mandant) à compter de la date de l’adjudication
pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines
pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement
à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas
autorisée. La mise en œuvre de la réclamation
exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre
sous pli recommandé dès la découverte du vice et
qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié
à Koller dans le même état que le jour de la remise
et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur
doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un
faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci
fasse réaliser à ses propres frais des expertises
par deux experts indépendants reconnus dans la
matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en
considération ces expertises et se réserve le droit
desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts.
3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut
renoncer à faire valoir un motif d’exclusion
conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect
desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus.
3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire
valoir à l’égard de Koller en tant que représentant
du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au
remboursement du prix de vente payé et du prix
majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure
ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à
l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue
quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur
essentielle selon l’article 23 ff. du CO).
4. Exclusion de responsabilité
4.1 Les objets sont mis aux enchères dans
l’état dans lequel ils se trouvent au moment
de l’adjudication. Les objets sont par définition
«usés» et donc rarement en parfait état.
4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le
catalogue de vente aux enchères. Les informations
dans le catalogue, ainsi que dans les rapports
sur l’état de conservation (condition reports)
représentent uniquement une idée générale et
une évaluation sans engagement de la part de
Koller. La description des objets est faite en toute
conscience, Koller ne peut cependant assumer
aucune responsabilité pour les indications
figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition,
il est possible de voir les objets. Par conséquent,
l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente
auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu
lot avec la description de celui-ci dans le catalogue,
le cas échéant en se faisant assister par un conseil
techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets
dans la version allemande de l’édition imprimée
du catalogue (avec modifications ultérieures)
s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit
de faire appel à des experts ou des spécialistes de
son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger
elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre
tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions.
Les avis de ces spécialistes ou des expertises, les
descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout
autre énoncé concernant un objet (y compris des
énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun
casdespromessesexplicitesoutacites.
4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute
responsabilité pour défauts matériels ou
juridiques est exclue. Les obligations du Mandant
à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la
même mesure que les engagements de Koller à
l’égard de l’Acheteur.
5. Participation à une vente aux enchères
5.1 La participation à une vente aux enchères
en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute
personne. Cependant, Koller se réserve le droit –
à son libre arbitre – de refuser à toute personne
l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire
à toute personne la présence ou la participation à
l’une de ses ventes aux enchères.
5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas
personnellement connus par Koller doivent
s’enregistrer 48 heures avant la vente aux
enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet.
L’enregistrement valablement signé devra être
accompagné d’une copie du passeport de
l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de
crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur,
Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de
celui-ci conformément aux informations fournies
sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence
dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés
parlasociétédecartedecrédit.
5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un
justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par
Koller.
5.4 En cas d’offres pour les objets dont
l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000,
Koller peut demander à l’enchérisseur le virement
préalable de 20% de l’estimation basse à titre de
garantie. Après la vente, Koller compensera ce
montant avec ses prétentions et les prétentions
du Mandant et remboursera sans délai tout
excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur.
6. Vente aux enchères
6.1 Koller peut commencer les enchères en-
dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant.
Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères
signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire.
L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à
ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère
ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères
doubles font l’objet d’un nouvel appel immédiat;
dans les cas douteux, la direction des enchères
tranche.
Koller Impressionisumus Moderne  Art  Dec 2020
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Koller Impressionisumus Moderne Art Dec 2020

  • 1. Auktion: 4. Dezember 2020 IMPRESSIONISMUS & MODERNE
  • 4. Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch SCHMUCK&JUWELENDEZEMBER2020 Auktion: 2. Dezember 2020 SCHMUCK & JUWELEN A195 ARMBAND-UNDTASCHENUHRENDEZEMBER2020 Auktion: 2. Dezember 2020 ARMBAND- & TASCHENUHREN ürich, Schweiz h Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A195as DEZEMBER2020 Auktion: 3. Dezember 2020 CHINESISCHE MALEREI – EINE BERLINER PRIVATSAMMLUNG 德国柏林重要中国近现代书画私人收藏 CHINESISCHEMALEREI德国柏林重要中国近现代书画私人收藏 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A195as DEZEMBER2020 Auktion: 3. Dezember 2020 ASIATICA ASIATICA AUKTION: 9. DEZEMBER ART DÉCO & ART NOUVEAU AUKTION: 8. DEZEMBER SILBER Auktion: 8. Dezember IKONEN AUKTION: 10. DEZEMBER MÖBEL AUKTIONSPROGRAMM AUKTION A195 - DEZEMBER 2020 SCHMUCK Mitwoch, 2. Dezember 2020 14.00 Uhr Lot 2001 – 2432 TASCHEN- & ARMBANDUHREN Mitwoch, 2. Dezember 2020 11.00Uhr Lot 2801–2870 ASIATICA CHINESISCHE MALEREI Donnerstag, 3. Dezember 2020 10.00Uhr Lot 101–177 ASIATICA HIMALAYA & CHINA Donnerstag, 3. Dezember 2020 13.00Uhr Lot 201–348 ASIATICA JAPAN, SÜDOSTASIEN Donnerstag, 3. Dezember 2020 15.00Uhr Lot 349–458 IBID ONLINE ONLY ART DÉCO & ART NOUVEAU 24. Nov. – 9. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY ASIATICA 24. Nov. – 8. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY SILBER 24. Nov. – 8. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY IKONEN 24. Nov. – 8. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY MÖBEL 24. Nov. – 10. Dez. 2020
  • 5. Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Dezember 2020 IMPRESSIONISMUS & MODERNE DEZEMBER2020IMPRESSIONISMUS&MODERNE A195 POSTWAR&CONTEMPORARY A195 JULI2020 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 5. Dezember 2020 POSTWAR & CONTEMPORY A195 DEZEMBER2020SCHWEIZERKUNST Auktion: 4. Dezember 2020 SCHWEIZER KUNST Schweiz DEZEMBER2020GRAFIK&MULTIPLES A195 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 5. Dezember 2020 GRAFIK & MULTIPLES AUKTION: 9. DEZEMBER FASHION & VINTAGE AUKTION: 9. DEZEMBER PHOTOGRAPHIE AUKTION: 9. DEZEMBER DESIGN Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz VORBESICHTIGUNG Donnerstag 26. bis Montag 3. November, 10–18 Uhr Dienstag 1. Dezember, 10–16 Uhr POSTWAR & CONTEMPORARY Samstag, 5. Dezember 2020 14.30 Uhr Lot 3401 – 3506 SCHWEIZER KUNST Freitag, 4. Dezember 2020 14.00 Uhr Lot 3001 – 3091 GRAFIK & MULTIPLES Samstag, 5. Dezember 2020 10.00 Uhr Lot 3601 – 3824 IMPRESSIONISMUS & MODERNE Freitag, 4. Dezember 2020 16.00 Uhr Lot 3201 – 3267 IBID ONLINE ONLY DESIGN 24. Nov. – 9. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY PHOTOGRAPHIE 24. Nov. – 9. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY POSTWAR&CONTEMPORARY 24. Nov. – 10. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY GRAFIKDES20./21.JH. 24. Nov. – 10. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY FASHION & VINTAGE 24. Nov. – 9. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY SCHWEIZER KUNST 24. Nov. – 10. Dez. 2020 IBID ONLINE ONLY MODERNE GEMÄLDE 24. Nov. – 10. Dez. 2020
  • 6. ©2020,ProLitteris,Zurich 80 SERVICE 80 Künstlerverzeichnis 81 Adressen  84 Auktionsbedingungen  86 Conditions de vente aux enchères 88 Auktions-Auftrag Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen. EURO-Schätzungen Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 1.07 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung. Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken. KARL SCHMIDT-ROTTLUFF. Spessarttannen. 1950. Öl auf Leinwand. 76 × 90 cm. (Lot 3245) PIERRE-AUGUSTE RENOIR. L‘allée d‘arbres. Um 1900. Öl auf Lein- wand. 33.5 × 26.5 cm. (Lot 3209)
  • 7. Impressionismus & Moderne Lot 3201 – 3267 AUKTION Freitag, 4. Dezember 2020, 16.00 Uhr VORBESICHTIGUNG Donnerstag, 26. bis Montag 30. November 2020, 10–18 Uhr Dienstag, 1. Dezember 2020, 10–16 Uhr Zusätzliche Fotos: www.kollerauktionen.ch Jara Koller Tel. +41 44 445 63 08 jara.koller@kollerauktionen.ch Cyril Koller Tel. +41 44 445 63 30 Weitere Bearbeitung: Ilka Glückselig Für die persönliche Teilnahme im Auktionssaal ist aufgrund der aktuellen Situation eine Reservation erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an die Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete. Profitieren Sie von den verschiedenen Möglichkeiten, an unseren Auktionen mitzubieten: telefonisch, online oder per schriftlichem Auftrag.
  • 8. 3201* CAMILLE PISSARRO (Charlotte Amalie 1830–1903 Paris) Femme au fichu, allongée. Schwarze Kreide auf Papier. Unten links monogrammiert: C.P. 23,6 × 31 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Joachim Pissarro bestätigt, New York, 30. November 2016. Es wird in den sich in Vor- bereitung befindenden Catalogue raisonné der Zeichnungen aufgenommen. Provenienz: - Auktion Swann Galleries, New York, 3. November 2016, Los 317. - Privatsammlung Deutschland, an obiger Auktion erworben. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 670 / 6 540) 3202 PIERRE-AUGUSTE RENOIR (Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer) Nu de femme. Bleistift und Pastellkreide auf Papier. Unten rechts monogrammiert: R. 48,7 × 32,2 cm. Wir danken dem Wildenstein-Plattner Ins- titut für die Bestätigung der Authentizität des Werks, Oktober 2020. Provenienz: - Ambroise Vollard, Genf. - Gallery of Roland, London. - Sammlung G.R. Kennerley Esq., Cheshire. - Crane Kalman Gallery, Manchester. - Privatsammlung Manchester, am 18. Januar 1956 in obiger Galerie erworben. - Schweizer Privatsammlung, durch Erb- schaft von Obigen. Ausstellung: London 1955/56, Crane Kalman Gallery, Dezember–Januar 1955/56. CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 040 / 46 730) | 2 Impressionismus Moderne
  • 9. | 3
  • 10. 3203 GIOVANNI BOLDINI (Ferrara 1842–1931 Paris) Al Ristorante. Um 1896. Öl auf Holz. Unten links signiert: Boldini. 34,5 × 27 cm. Provenienz: - Atelier Boldini. - Sammlung Stramezzi, Crema. - Galleria Silbernagl, Daverio (verso mit Stempel). - Tessiner Privatsammlung, durch Erb- schaft erhalten. Ausstellung: Paris 1951, Parisiens d'Italie, Galerie de la Maison du Livre Italien, 1.–20. Februar 1951 (verso mit Etikett). Literatur: - Tiziano Panconi: Giovanni Boldini: L'opera completa, Florenz 2002, S. 374 (mit s/w Abb.). - Bianca Doria: Giovanni Boldini: catalogo generale dagli archivi Boldini, Mailand 2000, Nr. 360. - Giuseppe Luigi Marini: Catalogo Bolaffi della pittura italiana dell'Ottocento, Turin 2009, S. 25, Nr. 9. - Enrico Piceni: Giovanni Boldini. L'uomo e l'opera, Busto Arsizio 1981, Nr. 41. - Ettore Camesasca und Carlo L. Ragghi- anti: Boldini. L'opera completa, Mailand 1970, S. 11, Nr. 267b (mit Abb.). Giovanni Boldini lebt in der Pariser Belle Époque am Puls der Zeit. Auf den lebendi- gen Strassen der französischen Haupt- stadt, in Bars und Restaurants oder in The- atern und Kabaretts, schöpft er Inspiration für seine Arbeit. Nach Stationen in Florenz und London kommt der aus dem italieni- schen Ferrara stammende Boldini 1873 nach Paris, wo er rasch auf sich aufmerk- sam macht. Er porträtiert die gehobene Pariser Gesellschaft in edlen Kleidern, flanierend in Gärten oder in dekorativen Interieurs. Boldini erweist sich als aktiver Beobachter des modernen Pariser Lebens und seine Gemälde erfreuen sich schnell grosser Beliebtheit. Gut vernetzt im künstlerischen Umfeld der französischen Hauptstadt, pflegt er Freundschaften zu Edgar Degas, Édouard Manet, Ernest Meissonier oder Berthe Morisot. Das hier angebotene Gemälde „Al Ristorante“ ist sowohl inhaltlich als auch stilistisch exemplarisch für Boldinis Werk. Restaurants und Cafés als Treffpunkte des modernen Lebens interessieren den Künstler bereits seit den späten 1870er-Jahren. So weisen die beiden Gemälde „Interno di Caffé a Parigi, con tenda rossa“ von 1887 und „Interno di Caffé con Coppia Abbracciata“ aus dem gleichen Jahr deutliche Parallelen zu der unsrigen, um 1896 entstandenen Arbeit, auf. Hier überwiegt jedoch eine dunklere Farbpalette. Das Kostüm der sitzenden Dame und ihr auffallender Kopfschmuck sind schraffurartig dargestellt. Auch die Details der Restauranteinrichtung sind nur zu erahnen, werden sie doch von grobem Farbauftrag verschluckt. Dieser expressive Duktus ist prägend für Boldinis Spätwerk und kennzeichnet seinen persönlichen Stil: Mit wenigen, skizzenhaften Pinselstrichen fängt er den Charakter seiner Figuren ein und schafft eine besondere Stimmung. Giovanni Boldini gelingt es, sich im florie- renden Paris, dem damaligen Zentrum des modernen Kunstmarkts, zu etablieren und zu einem der gefragtesten Porträtisten seiner Zeit zu entwickeln. Heute finden sich seine Werke neben internationalen Privatsammlungen in Museen wie dem Metropolitan Museum in New York oder dem Musée d’Orsay in Paris. CHF 35 000 / 50 000 (€ 32 710 / 46 730) | 4 Impressionismus Moderne
  • 11. | 5
  • 12. 3204* ALBERT LEBOURG (Montfort-sur-Risle 1849–1928 Rouen) Vue de Rouen. 1899/1900. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und bezeichnet: A. Lebourg Rouen. 45,7 × 65 cm. Die Authentizität des Werks wurde von François Lespinasse bestätigt, Montfaville, 7. März 2020. Provenienz: Privatsammlung Frankreich. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 350 / 14 020) 3205 GUSTAVE LOISEAU (1865 Paris 1935) Au bord de la mer. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Loiseau. 60 × 73 cm. Das Werk wird von Didier Imbert in den sich in Vorbereitung befindenden Catalogue raisonné aufgenommen. Provenienz: - Galeries Georges Petit, Paris. - Celia Lindblom, New York. - Dr. James Klein, Zürich. - Auktion Sotheby's, London, 5. Dezember 1974, Los 238. - Privatsammlung England, an obiger Auktion erworben. - Auktion Sotheby's, London, 4. Februar 2004, Los 301. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. Ausstellung: Paris 1945, Musée d'Art Moderne (mit Bezeichnung auf dem Keilrahmen). CHF 75 000 / 95 000 (€ 70 090 / 88 790) | 6 Impressionismus Moderne
  • 13. | 7
  • 14. 3206* ALBERT LEBOURG (Montfort-sur-Risle 1849–1928 Rouen) Port de Rouen. Um 1900. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und bezeichnet: A. Lebourg / Rouen. 46 × 85 cm. Die Authentizität des Werks wurde von François Lespinasse bestätigt, Montfa­ville, 6. Juni 2008. Provenienz: - Auktion Credit Municipal, Paris, 16. Juni 1994, Los 47. - Privatsammlung Niederlande. Ausstellung: Pont-Audemer 2008, L’Ecole de Rouen: de l’impressionisme au cubisme, soixante ans de modernité en Normandie, Musée Alfred Canel, 26. Januar–13. April 2008 (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 14; verso mit Etikett). CHF 15 000 / 25 000 (€ 14 020 / 23 360) | 8 Impressionismus Moderne
  • 15. 3207 PIERRE-AUGUSTE RENOIR (Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer) Paysage des Alpilles. 1910. Öl auf Leinwand. Unten links bezeichnet: R. 19 × 24,8 cm. Wir danken dem Wildenstein-Plattner Ins- titut für die Bestätigung der Authentizität des Werks, New York, Oktober 2020. Provenienz: - Ambroise Vollard, Paris, vor 1919 direkt vom Künstler erhalten. - E. Werner, Winterthur, 1941 erworben. - Trudi Werner, durch Erbschaft von Obi- gem. - Schweizer Privatsammlung, am 27. Juni 1954 von Obiger als Hochzeitsgeschenk erhalten. Literatur: Ambroise Vollard: Pierre-Auguste Renoir. Tableaux, Pastels et Dessins, Paris 1919, S. 247, Nr. 1110 (mit Abb.). CHF 40 000 / 60 000 (€ 37 380 / 56 070) | 9
  • 16. 3208* LEO GAUSSON (1860 Lagny-sur-Marne 1944) Thorigny, soleil de juillet rue Aristide Briand. 1886. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Leo Gausson / 1886. 81 × 116 cm. Provenienz: - Petit Palais, Genf. - Auktion Hôtel des Chevau-Légers, Versailles, 6. Juni 1971, Los 79. - Privatsammlung Frankreich, an obiger Auktion erworben. - Auktion Ader, Paris, 22. November 2019, Los 5. - Privatsammlung Niederlande, an obiger Auktion erworben. Ausstellungen: - Paris 1887, Société des Artistes Indé- pendants, Nr. 182. - Genf 1980, Post-impressionnisme (1880–1910), Musée du Petit Palais, 1. Juli–30. September 1980 (verso mit Etikett). - Köln 1994, Bildwelten des Impressionis- mus – Meisterwerke aus der Sammlung des Petit Palais in Genf, Wallraf-Richartz Museum, 30. Juni–4. September 1994 (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 53). - Genf 1996, Le Pointillisme, Musée du Petit Palais, 12. Juni–30. September (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 15). - Köln 1997, Pointillismus: auf den Spuren von Seurat, Wallraf-Richartz Museum, 6. September–30. November 1997, Nr. 45; diese Ausstellung reiste weiter nach: Lausanne 1998, Pointillisme: sur les traces de Seurat, Fondation de l'Hermitage, 23. Januar–1. Juni 1889, Nr. 46. - Lagny-sur-Marne 1999/2000, Autour des Néo-Impressionnistes, le groupe de Lagny, Musée Gatien-Bonnet, 25. November 1999–30. Januar 2000; diese Ausstellung reiste weiter nach: Genf 2000, Musée du Petit Palais, 1. März– 14. Mai 2000. - Genf 2000, Néo-impressionnistes – La lumière transfigurée, Musée du Petit Palais (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 65). - Jena 2013, Henry van de Velde – Der Maler im Kreis der Impressionisten und Neoimpressionisten, Städtische Museen, 1. September–24. November 2013, Nr. 41 (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 95). Literatur: - Revue Le cri du peuple, 16. März 1887. - La Revue moderne, 20. April 1887. - Die unbekannten Impressionisten, in: Journal Kunstmarkt, 8. September 1994, S. 40. - Martha Ward: Pissarro, Neo-Impressio- nism and the spaces of the avant-garde, Chicago/London 1995, S. 149. - Ofir Scheps: Le Néo-Impressionnisme dans les collections du Petit Palais, Genf 1996, S. 15. - Micheline Hanotelle: Léo Gausson (1860–1944), un peintre méconnu du post-impressionnisme, Villeneuve- d'Ascq 2000, Nr. 28. CHF 20 000 / 30 000 (€ 18 690 / 28 040) | 10 Impressionismus Moderne
  • 17. | 11
  • 18. 3209 PIERRE-AUGUSTE RENOIR (Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer) L'allée d'arbres. Um 1900. Öl auf Leinwand. Unten rechts bezeichnet: AR. 33,5 × 26,5cm. Wir danken dem Wildenstein-Plattner Institut für die Bestätigung der Authenti­ zität des Werks, Oktober 2020. Provenienz: - Ambroise Vollard, Paris. - Auktion Hôtel George V, Paris, 17. November 1992, Los 136. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. Literatur: - Guy-Patrice und Michel Dauberville: Renoir. Catalogue Raisonné des Tab- leaux, Pastels, Dessins et Aquarelles, Pa- ris 2010, Bd. III, S. 74, Nr. 1803 (mit Abb.). - Ambroise Vollard: Tableaux, pastels et dessins de Pierre Auguste Renoir, Paris 1918, Bd. II, S. 166. 1923 erklärt der französische Maler Albert André: „Ich liebe Gemälde, die mir Lust machen, darin spazieren zu gehen, wenn sie eine Landschaft darstellen […].“ (Albert André 1923, S. 34) Die Betrachtung des hier angebotenen Gemäldes von Renoir veranschaulicht die- se Äusserung Andrés. Renoir lädt in seiner Landschaftsdarstellung zum märchenhaf- ten Herbstspaziergang ein. Er stellt eine von Bäumen umschlossene Allee dar und fängt die Atmosphäre eines herbstlichen Nachmittags ein. Die Blätter der Bäume sind in Rot- und Gelbtöne getaucht, die sich im herabfallenden Laub auf dem Waldboden wiederfinden. Einzelne Äste ragen in die Höhe und bilden farblich einen harmonischen Übergang zu der türkis- blauen Färbung des Himmels. Aufgrund der warmen und satten Farben bewirkt Renoirs Landschaftsgemälde bei den Be- trachtenden ein positives Gefühl. Obgleich der Künstler ab den 1880er-Jahren vom klassischen Impressionismus abweicht, weist das rund 20 Jahre später entstande- ne Werk „L'allée d'arbres“ deutliche Züge dieser flüchtig-spontanen Malweise auf. Sowohl der lockere Pinselduktus als auch das Spiel mit Farbe und Licht verdeutlichen diesen Eindruck. Renoir gelingt es hier, die Natur in den entsprechenden Farben der Jahreszeit als stimmungsvolle Einheit zu erfassen. Das um 1900 datierte Gemälde entspringt einer Zeit, in der sich Renoir aufgrund seiner Rheumabeschwerden bevorzugt in Südfrankreich aufhält. Es ist Teil einer Serie von Landschaften, die inspiriert von der Vegetation des französischen Südens in den Jahren um die Jahrhundertwende entstehen. Es kann daher angenommen werden, dass Renoir die vorliegende Land- schaftsszene im Umkreis der Orte Cagnes, Grasse oder Aix-les-Bains malte, in denen er sich im Jahr 1899 aufhielt. CHF 160 000 / 240 000 (€ 149 530 / 224 300) | 12 Impressionismus Moderne
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  • 20. 3210* PIERRE BONNARD (Fontenay-aux-Roses 1867–1947 Le Cannet) Pot de fleurs dans la salle à manger du cannet. 1938. Bleistift auf Papier. Unten rechts monogrammiert: PB. 24,8 × 32,7 cm Die Authentizität des Werks wurde von Guy-Patrice und Floriane Dauberville bestätigt, Paris, 22. Februar 2018. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - Pierrette Vernon, Frankreich. - Privatsammlung Frankreich, 2002 direkt bei Obiger erworben. - Auktion Christie's, London, 28. Februar 2018, Los 270. - Privatsammlung Deutschland, an obiger Auktion erworben. Ausstellung: New York 1948, Pierre Bonnard, The Museum of Modern Art New York, in Zusammenarbeit mit The Cleveland Museum of Art, S. 142, Nr. 111 (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 56). CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 610 / 7 480) | 14 Impressionismus Moderne
  • 21. 3211* FELIX VALLOTTON (Lausanne 1865–1925 Paris) Portrait de Vuillard (Les cinq peintres). Um 1902. Bleistift auf Papier. Unten rechts monogrammiert: FV, und unten rechts bezeichnet: Ed. Vuillard. 26 × 22 cm. Bei dem Werk handelt es sich um eine Vorzeichnung für das grossformatige Gemälde „Les cinq peintres von 1902/03, welches sich in der Sammlung des Kunst- haus Winterthurs befindet (vgl. Abb. 1). Provenienz: - Fondation Félix Vallotton, Lausanne, Nr. 44. - Paul Vallotton, Lausanne, 1926. - Galerie Paul Vallotton, Lausanne, 1967, Nr. 5806. - Madame Curchod, um 1968. - Florie Brauchbar, Zürich. - Galerie Paul Vallotton, Lausanne, 1987, Nr. 13103. - JPL Fine Arts, London, 1989. - Auktion Christie's, New York, 14. Novem- ber 2017, Los 187. - Privatsammlung USA, an obiger Auktion erworben. Ausstellungen: - Lausanne 1988, Maîtres suisses et français. Aquarelles, pastels et dessins, Galerie Paul Vallotton, März–April 1988, Nr. 80 (mit Abb. im Ausst.-Kat.). - London 1989, Félix Vallotton. Paintings, Watercolours and Woodcuts, JPL Fine Arts, März–April 1989, Nr. 20 (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 22). Literatur: Marina Ducrey und Katia Poletti: Félix Vallotton (1865–1925). L’Œuvre peint, Lausanne/Zürich/Mailand 2005, Bd. II, S. 278, Nr. 449b. CHF 12 000 / 18 000 (€ 11 210 / 16 820) Abb. 1. Félix Vallotton, Les cinq peintres, 1902/03. © Kunstmuseum Winterthur. | 15
  • 22. 3212 HENRI CHARLES MANGUIN (Paris 1874–1949 St. Tropez) La plage à Colombier. 1917. Aquarell und Bleistift auf Papier. Unten rechts signiert: Manguin. Verso mit Widmung: verspätetes Hoch- zeitsgeschenk von Onkel Richard und Tante Margrit“, 8.11.1925. 29,5 × 37,3 cm. Wir danken Claude Holstein-Manguin für die Bestätigung der Authentizität des Werks, 16. September 2020. Es ist im Archiv unter der Nummer 483 verzeichnet und wird in das sich in Vor- bereitung befindende Werkverzeichnis aufgenommen. Provenienz: - Sammlung Richard und Margrit Bühler. - Schweizer Privatsammlung, als Hoch- zeitsgeschenk am 8. November 1925 von Obigen erhalten (verso mit Wid- mung) und seither im gleichen Familien- besitz. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 800 / 4 670) | 16 Impressionismus Moderne
  • 23. 3213 PIERRE BONNARD (Fontenay–aux–Roses 1867–1947 Le Cannet) Marine dans un port du midi. Aquarell und Bleistift auf Papier. Unten links mit dem Signaturstempel: Bonnard. 25,3 × 32,5 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Guy-Patrice und Floriane Dauberville bestätigt. Provenienz: - Auktion Piasa Hôtel Drouot, Paris, 21. Juni 2001, Los 19. - Sammlung Georges Bemberg, an obiger Auktion erworben. - Auktion Sotheby's, Paris, 3. Juni 2015, Los 95. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. Literatur: Gilles Genty und Pierre Vernon: Bonnard Inédits, Paris 2003, S. 173, Nr. 459. CHF 50 000 / 70 000 (€ 46 730 / 65 420) | 17
  • 24. 3214* GEORGES ROUAULT (1871 Paris 1958) Le clown rose. Um 1909. Bemalte Keramiktafel. Unten links monogrammiert: G.R. 12 × 9,6 cm. Provenienz: Schweizer Sammlung. Literatur: Bernard Dorival und Isabelle Rouault: Rouault. L'Œuvre peint, Monaco 1988, Bd. 1, S. 345. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 610 / 7 480) | 18 Impressionismus Moderne
  • 25. 3215* GEORGES ROUAULT (1871 Paris 1958) Fille. Double Face. Verso: Esquisse pour les trois juges. 1909. Bemalte Keramikplatte. Oben rechts monogrammiert: G.R. Verso oben mittig monogrammiert und datiert: G.R 1909. 9,7 × 12,2 cm. Provenienz: Schweizer Sammlung. Literatur: Bernard Dorival und Isabelle Rouault: Rouault. L'Œuvre peint, Monaco 1988, Bd. 1, S. 345. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 610 / 7 480) | 19
  • 26. 3216* MAX LIEBERMANN (1847 Berlin 1935) Heuernte im Tirol. 1878. Öl auf Karton. Unten rechts signiert und datiert: M Liebermann 78. 17,8 × 27,9 cm Die Authentizität des Werks wurde von Dr. Matthias Eberle bestätigt, Mai 2014. Provenienz: - Hedy und Paul Oppenheimer, New York. - Privatsammlung New York. - Auktion William Doyle, New York, 6. Mai 2014, Los 41. - Privatsammlung Deutschland, an obiger Auktion erworben. CHF 15 000 / 20 000 (€ 14 020 / 18 690) | 20 Impressionismus Moderne
  • 27. 3217 OSKAR MULLEY (Klagenfurt 1891–1949 Garmisch-Partenkirchen) Bergkirche. 1933. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und bezeichnet: MULLEY / KUFTSTEIN. Verso betitelt, signiert, bezeichnet und datiert: BERGKIRCHE / MULLEY / KUFSTEIN / TIROL / 1933. 79,5 × 174,5 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. CHF 25 000 / 35 000 (€ 23 360 / 32 710) | 21
  • 28. 3218 KÄTHE KOLLWITZ (Königsberg 1867–1945 Moritzburg bei Dresden) Arbeiterfrau. 1906. Schwarze Kreide auf Papier. Unten rechts signiert und datiert: K. Kollwitz 06. 34,6 × 30,8 cm. Bei dem Werk handelt es sich um eine der fünf Vorstudien zum Plakat „Deutsche Heimarbeit-Ausstellung 1906. Provenienz: Schweizer Privatsammlung, in den 1950er- Jahren in einer Basler Galerie erworben und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. Plakat Deutsche Heimat-Ausstel- lung, 1906. Ausstellung: Bern 1946, Käthe Kollwitz: Gedächtnisaus- stellung. Berner Kunstmuseum, 5. Mai–30. Juni 1946, Nr. 41 (mit Abb. im Ausst.-Kat. S. 8). Literatur: - Otto Nagel: Käthe Kollwitz. Die Hand- zeichnungen, Berlin 1972, S. 264, Nr. 405 (mit Abb.). - Julius Elias: Schwarz-Weiss, in: Kunst und Künstler, 1907, Jg. 5 (mit Abb. S. 183). CHF 15 000 / 25 000 (€ 14 020 / 23 360) | 22 Impressionismus Moderne
  • 29. „Eine wie aus der vierten Dimension geisternde melancholische Frauenmaske in Eugène Carrières Art, zeigt, dass Pariser Reisen nicht ohne Eindruck auf sie geblieben sind. (Julias Elias 1907 über das vorliegende Werk) | 23
  • 30. 3219 ERNST BARLACH (Wedel/ Holstein 1870–1938 Rostock) Mutter mit Kind II. 1935. Bronze, braune Patina. Guss von 1978. Hinten auf dem Sockel signiert und nummeriert: E. Barlach 6/6, sowie mit dem Giesserstempel: H. NOACK BERLIN. H 59 cm. Provenienz: - Ernst Barlach Lizenzverwaltung, Ratzeburg. - Privatsammlung Deutschland. Literatur: - Elisabeth Laur: Das plastische Werk: Werkverzeichnis. Ernst Barlach, Güstrow 2006, Ernst Barlach Stiftung, S. 262, Nr. 590 (mit s/w Abb.). - Ausst.-Kat. Ernst Barlach, 51 Bronzen, Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath Gmbh, Frankfurt 1981 (mit Abb.). - Ausst.-Kat. Barlach, Unbekannte Bron- zen, Bank für Gemeinwirtschaft und Ernst Barlach Gesellschaft e.V., Hamburg 1983. - Ausst.-Kat. Denkzeichen: eine Ausstel- lung im Schleswig-Holsteinischen Lan- desmuseum Schloss Gottorf Schleswig, hrsg. von dem Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf, Berlin 1989. - Ausst.-Kat. Ernst Barlach. Plastische Meisterwerke, hrsg. von E. A. Seemann, Leipzig 1996. - Ausst.-Kat. Ernst Barlach. Zwischen Himmel und Erde. Plastiken und Graphik, Schloss der pommerschen Herzöge Stettin, hrsg. von Volker Probst, Stettin 2005, Nr. 15. „Donnerwetter, da sitzen Bronzen“ sagt Barlach, als er 1906 mit seinem Bruder eine Reise durch Südrussland unternimmt und das erste Mal das russische Volk in der Steppenlandschaft zu Gesicht bekommt. Es ist die Einfachheit dieser Menschen, die Bauern, Hirten und die Bettler, die ihn überwältigen und die sein plastisches Auge formen und ihn zur Bildhauerei inspi- rieren. Diese drei Monate in der russischen Steppe werden zum Schlüsselerlebnis des Künstlers. (E.A. Seemann 1996, S. 8) Ich halte es für überflüssig, die Legende zu leugnen, dass ich nur durch Russland dazu gebracht wurde, mich dreidimensio- nal auszudrücken - oder wie auch immer dies formuliert worden ist. Tatsache bleibt, dass für meine Augen die Wirklichkeit dreidimensional war und dass ich eine unbefriedigte Sehnsucht, die Bereitschaft und die Fähigkeit, die plastischen Werte wahrzunehmen, mitbrachte. Russland gab mir seine Formen... Gestalt - bloß Gestalt... Nein, die unglaubliche Erkenntnis däm- merte mir: Alles, was dein ist, das Äußere, das Innere, die fromme Geste, die unbän- dige Geste der Wut, darfst du ohne Zögern wagen, denn alles, sei es das höllische Paradies oder die paradiesische Hölle, hat seinen Ausdruck, wie in Russland, wo das eine oder das andere verwirklicht wurde. (zitiert in: Ernst Barlach Handzeichnungen: Die Sammlung Niescher, Hamburg 1972) Barlachs Werke der 1930er-Jahre sind eine direkte Anknüpfung an diese Russland- reise und schliessen sowohl geistig als auch motivisch unmittelbar an die Reise an. Das vorliegende Werk „Mutter mit Kind II“ entsteht im Zuge einer Werkserie, die Barlach 1935 schafft, wobei die unsrige die letzte Mutter mit Kind Plastik darstellt. Dem Motiv muss er während seiner Reise mehrfach begegnet sein, denn bereits 1907, ein Jahr nach seinem Aufenthalt in Russland, nimmt Barlach das Thema auf und schafft die Plastik “Russische Bettlerin mit Kind“. Typisch für seine von eben diesen russischen Bettlerinnen inspirierten Frauen­figuren, die stilistisch der gotischen Skulptur nahestehen, bleibt der Körper blockartig von einem langen Gewand ver- hüllt. Das Gesicht ist frei und Ausgangs- punkt aller Emotionen. Drei der sechs Bronzeabgüsse von „Mutter mit Kind II“ befinden sich heute in Deut- schen Museen, die anderen drei sind in privaten Sammlungen. Unsere Bronze­ skulptur ist die erste, die auf dem Auktionsmarkt auftaucht. CHF 40 000 / 60 000 (€ 37 380 / 56 070) | 24 Impressionismus Moderne
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  • 32. 3220 ALEXEJ VON JAWLENSKY (Torschok 1864–1941 Wiesbaden) Herbst I. 1904. Öl auf Karton. Verso betitelt, datiert, signiert und nummeriert: HERBST. I. 1904 / A. Jawlensky / N. 14. 27,4 × 44,5 cm. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - Galerie Wilhelm Grosshenning, Düssel- dorf. - Leonard Hutton Galleries, New York (verso mit Etikett). - Schweizer Privatsammlung, in den 1970er-Jahren in obiger Galerie erwor- ben und seither im gleichen Familien­ besitz. Ausstellung: New York 1972/73, German Expressi- onists, Leonard Hutton Galleries, Nr. 18 (verso mit Etikett). Literatur: - The Alexej von Jawlensky Archive: Alexej von Jawlensky. Catalogue Raisonné of the Oil Paintings, Bd. I (1890–1914), Lon- don 1991, S. 76, Nr. 66 (mit s/w Abb.). - Clemens Weiler: Alexej Jawlensky, Köln 1970, Nr. 1180. Den Sommer des Jahres 1904 verbrin- gen Alexej von Jawlensky und Marianne Werefkin im oberbayrischen Reicherthau- sen. Inspiriert von der Natur, beginnt sich Jawlensky ab diesem Zeitpunkt intensiver mit der Landschaft auseinanderzusetzen. Es entsteht eine kleine Serie von unter zehn Gemälden, die in vibrierender Manier und mit leuchtenden Farben die ländliche Umgebung zeigen. Ein Jahr zuvor reist Jawlensky nach Paris, wo er in der Frühjahrsausstellung der Mün- chener Sezession die Gemälde Vincent van Goghs studiert. Diese Begegnung mit den Werken des niederländischen Malers gilt als einschneidender Moment und mar- kiert eine Wende im Werk des Künstlers, die sich ab 1904 abzeichnet. Im vorlie- genden Gemälde „Herbst I“, das Teil der obengenannten Serie ist, ist der Einfluss Vincent van Goghs bereits spürbar. Jaw- lensky beginnt hier mit dem Gesehenen zu experimentieren, in dem er die Farben freier aufträgt und die Pinselstriche in un- terschiedliche Richtungen gleiten lässt. Das zur Auktion kommende Werk „Herbst I“ ist ein prächtiges Beispiel für Jawlens- kys Frühwerk. Von den in Reicherthausen geschaffenen Landschaften gibt es nur eine geringe Anzahl und seit den 1990er- Jahren wurde keines mehr auf dem Markt angeboten. CHF 80 000 / 120 000 (€ 74 770 / 112 150) | 26 Impressionismus Moderne
  • 33. | 27
  • 35. 3221* ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Segelboote. Um 1910. Tusche auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel (F Dre/Aa 15). 14 × 20,8 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: Kirchner Nachlass. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 670 / 6 540) 3222* ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Bäuerinnen auf der Alp. Um 1922. Tusche auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel (F Da/Bc 18). 16,2 × 21,8 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: Kirchner Nachlass. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 670 / 6 540) 3223* HERMANN MAX PECHSTEIN (Zwickau 1881–1955 Berlin) Susanne im Bade IV. 1917. Tusche auf Japanpapier. Unten rechts monogrammiert und datiert: HMP 1917. 30 × 33 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Max K. Pechstein bestätigt, Hamburg, Juni 1989. Es wird in das sich in Vorbereitung befindende Werkverzeichnis aufgenom- men. Provenienz: Privatsammlung Deutschland. CHF 5 000 / 8 000 (€ 4 670 / 7 480) | 29
  • 36. 3224 JOSEF EBERZ (Limburg a. L. 1880–1942 München) Macello. Assisi. 1920/21. Aquarell und Gouache auf Papier. Unten links signiert: Eberz. Verso signiert und betitelt: J. Eberz / macello. assisi. 39 × 51,3 cm. Wir danken Franz Josef Hamm für die Bestätigung der Authentizität des Werks, 7. Oktober 2020. Provenienz: - Auktion Hauswedell Nolte, Hamburg, 9. Juni 2000, Los 1376. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. Literatur: - Ausst.-Kat. Ein Künstlerpaar in Assisi - Josef Eberz und Getrud Eberz-Alber, hrsg. von dem Magistrat der Kreisstadt Limburg an der Lahn, Limburg 2020, S. 53 (mit Farb.-Abb.). - Ausst.-Kat. Das Werk von Assisi, Galerie Neue Kunst Hans Goltz, München 1921, Nr. 45 (unter dem Titel „Häuser bei Mojano). CHF 9 000 / 12 000 (€ 8 390 / 11 190) | 30 Impressionismus Moderne
  • 37. 3225 ALEXEJ VON JAWLENSKY (Torschok 1864–1941 Wiesbaden) Stillleben: Die rote Vase. 1936. Öl auf Papier auf Karton. Unten links monogrammiert: A.J. und unten rechts datiert: 36. Verso signiert, datiert und bezeichnet: A. Jawlensky / II. 1936 / N. 16 und vom Sohn des Künstlers betitelt: Die rote Vase. 18,7 × 12,6 cm. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - Privatsammlung Tessin. Ausstellungen: - St. Gallen 1958, Alexej Jawlensky, Galerie im Erker, 21. Januar–1. März 1958 (nur Ausstellungsliste). - Brunswick 1965, Bilder aus den Jahren 1916–1938, Kunstverein in Braun- schweig, 25. September–7. November, Nr. 43. - Villingen-Schwenningen 1972, Alexej Jawlensky, Beethovenhaus, Nr. 101. Literatur: - The Alexej von Jawlensky Archive: Alexej von Jawlensky. Catalogue Raisonné of the Oil Paintings, Bd. III (1934–1914), London 1991, S. 211, Nr. 1826 (mit Abb.). - Clemens Weiler: Alexej Jawlensky, Köln 1970, Nr. 1381. CHF 40 000 / 60 000 (€ 37 380 / 56 070) | 31
  • 38. 3226 AUGUSTE HERBIN (Quiévy 1882–1960 Paris) Le Port. 1907. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Herbin. 65 × 81 cm. Provenienz: - Galerie Neupert, Zürich, Nr. 1316 (verso mit Etikett). - Schweizer Privatsammlung, seit den 1950er-Jahren im gleichen Familien­ besitz. Literatur: Geneviève Claisse: Herbin. Catalogue Raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993, S. 301, Nr. 129 (mit Abb.). Auguste Herbin gilt heute als wichtiger Mitbegründer der geometrisch-konstruk- tiven Kunst, doch wurzelt sein Œuvre im Impressionismus und Postimpressionis- mus. Für die Findung seines persönlichen Stils, der besonders von einem freien Umgang mit Form und Farbe geprägt ist, erweist sich das Jahr 1907 als entschei- dend: Im Frühling arbeitet er auf Korsika, und die mediterrane Insel mit ihrem klaren Licht fasziniert ihn. Es entstehen hier mehrere Werke vom Hafen von Bastia. Ebenfalls 1907, nur wenige Monate später, malt er Ansichten des Hafens in Ham- burg– nun mit kompakteren Formen und in gedeckten Tönen, auf die Verhältnisse des Nordens reagierend. CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 040 / 46 730) | 32 Impressionismus Moderne
  • 39. | 33
  • 40. 3227* ACHILLE EMILE OTHON FRIESZ (Le Havre 1879–1949 Paris) Côte de Grâce Honfleur. 1937. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: E. Othon Friesz. Verso betitelt, signiert und datiert: côte de grâce Honfleur / EOF 1937 / O. Friesz / Honfleur 1937. 60 × 73 cm. Provenienz: Privatsammlung Norwegen. CHF 5 000 / 8 000 (€ 4 670 / 7 480) 3228* ACHILLE EMILE OTHON FRIESZ (Le Havre 1879–1949 Paris) Sous les Arbres. 1937. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: E. Othon Friesz / 37. Verso betitelt, signiert und datiert: Sous les arbres / Émile Othon / Friesz 37. 73 × 60 cm. Provenienz: Privatsammlung Norwegen. CHF 6 000 / 9 000 (€ 5 610 / 8 410) | 34 Impressionismus Moderne
  • 41. | 35
  • 42. 3229* AMEDEO MODIGLIANI (Livorno 1884–1920 Paris) Tête de jeune Fille à la Frange. Bronze, schwarze Patina. Späterer Guss. Hinten am Hals signiert und nummeriert: Modigliani II/IV, sowie mit dem Giesser- stempel: Cire Valsuani Perdue. H 50 cm. Provenienz: Privatsammlung Frankreich, durch Erbschaft erhalten. Literatur: Joseph Lanthemann: Modigliani, Cata- logue raisonné, Barcelona 1970, Nr. 633 (mit Abb. der Steinskulptur S. 317). CHF 25 000 / 45 000 (€ 23 360 / 42 060) „What I am searching for is neither the real nor the unreal, but the subconscious, the mystery of what is instinctive in the human race. (Amedeo Modigliani) | 36 Impressionismus Moderne
  • 43. | 37
  • 44. 3230* MAURICE UTRILLO (Paris 1883–1955 Dax) La Chapelle Fraisnée près de Clairvaux-les-Lacs (Jura). Um 1920. Gouache, Aquarell und Bleistift auf Papier. Unten rechts signiert: Maurice Utrillo, V,. 30,8 × 20,8 cm. Die Authentizität des Werks wurde von der Association Maurice Utrillo bestätigt, Paris, 14. April 2017. Provenienz: - Sammlung Jean Claude Abreu, Frankreich. - Auktion Christie's, Paris, Verkauf Jean Claude Abreu Humaniste et Collectionneur, 27. Januar 2011, Los 12. - Privatsammlung Mailand, an obiger Auktion erworben. - Auktion Farsetti, Prato, 27. Mai 2017, Los 608. - Europäische Sammlung, an obiger Auktion erworben. - Auktion Christie's, London, 28. Februar 2018, Los 358. - Privatsammlung Deutschland, an obiger Auktion erworben. Literatur: Paul Pétrides: L'œuvre complet de Maurice Utrillo, Bd. IV, Paris 1966, S. 110, Nr. AG 39 (mit Abb.). CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 610 / 7 480) | 38 Impressionismus Moderne
  • 45. 3231 MAURICE UTRILLO (Paris 1883–1955 Dax) L'église bombardée de Charleville. 1920. Gouache auf Papier. Unten rechts signiert: Maurice, Utrillo, V,. 43,5 × 54,3 cm. Wir danken der Association Maurice Utrillo für die Bestätigung der Authentizität des Werks, September 2020. Provenienz: - Privatsammlung Winterthur. - Auktion Germann, Zürich, 24. November 1979, Los 79. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. Ausstellung: Winterthur 1949, Winterthurer Privatbesitz II.: Werke des 20. Jahrhunderts, Kunstmu- seum Winterthur, 28. August–20. Novem- ber 1949, Nr. 209 (verso mit Etikett). CHF 20 000 / 30 000 (€ 18 690 / 28 040) Die Kirche von Charleville nach der Bombardierung im 1. Weltkrieg. | 39
  • 46. 3232* MAURICE DENIS (Granville 1870–1943 Paris) Bouquet de fleurs. Um 1916. Öl auf Karton. Unten rechts mit dem Atelierstempel. 34 × 26 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Claire Denis bestätigt, Paris, 7. Juli 2013. Das Werk wird in den sich in Vorbereitung befindenden Catalogue raisonné aufge- nommen. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Madeleine Follain, Tochter des Künstlers. - Privatbesitz Genf. - Auktion Koller, Zürich, 6. Dezember 2013, Los 3210. - Privatsammlung Deutschland, an obiger Auktion erworben. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 610 / 7 480) | 40 Impressionismus Moderne
  • 47. 3233 ALBERT MARQUET (Bordeaux 1875–1947 Paris) Arbre en fleurs devant Alger. Um 1943. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: marquet. 44 × 60 cm. Provenienz: - Auktion Drouot, Paris, 28. Januar 1946, Los 51. - Atelier Matignon, Paris, um 1985. - Paul Vallotton, Lausanne (verso mit Etikett). - Schweizer Privatsammlung. Literatur: Jean-Claude Martinet und Guy Wilden- stein: Marquet. L'Afrique du Nord. Cata- logue de l'œuvre peint, Paris 2001, S. 310, Nr. I-411 (mit Abb.). Albert Marquet lernt 1920 auf einer seiner ersten Reise nach Nordafrika Marcelle Martinet kennen. Sie ist eine Französin, die in Algerien aufgewachsen ist und dort lebt. Drei Jahre später heiraten die beiden. Sie verbringen seither die Winter in der Heimat Marcelles und sind in Paris und Algier zuhause. Für den Maler sind diese Auf- enthalte in Algerien sehr inspirierend und seine Malerei wird stark davon geprägt. Während des Zweiten Weltkriegs bleiben Albert und Marcelle Marquet in Algier. 1941 kaufen sie etwas ausserhalb der Stadt ein Landstück namens Djenan Sidi Saïd, das Marcelle mit „Garten des glücklichen Herrn übersetzt. Hier entsteht eine kleine bedeutende Serie von Gemälden Mar- quets. Marcelle beschreibt ihr Refugium, die üppige Vegetation des Gartens und den Blick auf die Stadt wie folgt: „Akanthusgewächse mit grossen glasier- ten Blättern bedeckten den Hang des Weges, dem wir folgen mussten, um zu ei- ner alten Steintreppe zu gelangen, die ein wenig zerfallen war und von grossen hellen und grünen Agaven mit triumphierenden Kurven dominiert wurde. Wir errichteten eine grosse blumengeschmückte Terras- se, von der aus wir das letzte Viertel der Stadt und das Meer sehen konnten, und um uns herum Akanthus, weisse Gänse- blümchenbeete, kräftige Geranien, die an den Wänden kletterten, Aronstabhecken, Efeu und Glyzinien, die man in Schach hal- ten sollte, rosa Bäume, deren Namen wir nicht kennen, Obstbäume aller Art und, als Hüter dieser Fülle und dieser Verheissun- gen, einige hohe und dunkle Zypressen. (aus dem Französischen, Marcelle Marquet: Marquet. Voyages, Lausanne 1968, S. 60) CHF 40 000 / 60 000 (€ 37 380 / 56 070) | 41
  • 48. 3234* AUGUSTE HERBIN (Quiévy 1882–1960 Paris) Femme au cerisier. 1924. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Herbin. 116 × 89 cm. Provenienz: - Sammlung L'Effort Moderne, L. Rosen- berg, Paris, Nr. 838 (verso mit Etikett). - Auktion Sotheby's, London, 1973. - Galerie Hasenclever, München. - Privatsammlung München. - Auktion Koller, Zürich, 21. Juni 2013, Los 3227. - an obiger Auktion erworben. Ausstellung: Amsterdam 1963, Herbin, Stedelijk Muse- um, 7. Juni–22. Juli 1963, Nr. 49. Literatur: - Geneviève Claisse: Herbin - Catalogue raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993, S. 376, Nr. 552 (mit s/w Abb.). - Bulletin de L'Effort Moderne, Paris 1926, Nr. 27. In den Jahren 1922–25 kehrt August Herbin vorübergehend zurück zur Figura- tion. Neben Landschaften und Stillleben widmet er sich in dieser Zeit auch der menschlichen Figur. Er stellt sie in einfühl- samen Porträts oder während ihrer alltäg- lichen Beschäftigungen dar. In diese Schaf- fensphase ist auch das vorliegende Werk „Femme au cerisier, das 1924 entsteht, einzuordnen. Trotz der Rückbesinnung zur Figuration nehmen die geometrischen Formen, die vor allem in den abstrakten Gemälden des Künstlers fester Bestandteil sind, auch im vorliegenden Werk einen wichtigen Platz ein. In „Femme au cerisier“ geht Herbin so vor, dass er die einzelnen Bildbestandteile - den Baum, die Leiter, das Feld und die am Horizont sichtbaren Hügel - mit wenigen Binnenzeichnungen und Schattenbildun- gen in ihrer Räumlichkeit nur andeutet und sie so stark auf ihre Grundformen reduziert, dass sie sich wie ein Muster vor dem Auge des Betrachters ausbreiten. Die Kirschenpflückerin erinnert dabei in ihrer silhouettenhaften, statuarischen Gestalt an Pablo Picassos klassizistische Frauen- figuren der 1920er-Jahre, als dieser aus- gehend von der formbestimmenden Linie seine Gestalten in grosser Kontur umreisst und voluminös modelliert. CHF 140 000 / 200 000 (€ 130 840 / 186 920) | 42 Impressionismus Moderne
  • 49. | 43
  • 50. 3235 ALBERTO SAVINIO (Athen 1891–1952 Rom) Il Balcone. 1937. Tempera auf Holz. Oben links signiert: Savinio. 46 × 36 cm. Provenienz: - Sammlung Henry de Chambrier, Versoix. - Genfer Privatsammlung, durch Erbschaft erhalten. Ausstellung: Palermo 1937/38, S. 13 (mit Abb.). Literatur: Pia Vivarelli: Alberto Savinio. Catalogo generale, Mailand 1996, S. 160, Nr. 1937 2 (mit s/w Abb.). CHF 20 000 / 30 000 (€ 18 690 / 28 040) | 44 Impressionismus Moderne
  • 51. 3236 RAOUL DUFY (Le Havre 1877–1953 Forcalquier) Petits Voiliers. 1946. Öl auf Holz. Unten links signiert: Raoul Dufy. 14 × 18,5 cm Die Authentizität des Werks wurde von Fanny Guillon-Laffaille bestätigt, Paris, 28. Januar 2004. Es wird in das sich in Vorbereitung befindende Supplément 2 des Catalogue raisonné aufgenommen. Provenienz: - Auktion Artcurial, Paris, 27. Juni 2007, Los 52. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 040 / 46 730) | 45
  • 52. 3237* LOUIS VALTAT (Dieppe 1869–1959 Paris) Suzanne Valtat cousant. Um 1903. Öl auf Leinwand. Unten rechts monogrammiert: LV. 31 × 28 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Les Amis de Louis Valtat bestätigt, Choisel, 25. November 2008. Es ist im Archiv unter der Nummer 3908 registriert. Provenienz: - Bernard Chappard, New York. - Auktion Hôtel Drouot, Paris, 13. März 2000, Los 32. - Auktion Christie's, New York, 2. Mai 2012, Los 330. - Privatsammlung Deutschland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 670 / 6 540) 3238 MAURICE UTRILLO (Paris 1883–1955 Dax) Vase de fleurs. Um 1931. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Maurice, Utrillo, V,. 41 × 33 cm. Die Authentizität des Werks wurde von der Association Maurice Utrillo bestätigt, Paris, 11. März 2020. Provenienz: - Sammlung Paul Pétridès, Paris. - wohl Galerie Cauvin, Paris. - Galerie Dr. Hans-Peter Bühler, München. - Schweizer Privatsammlung, 1988 in obiger Galerie erworben. Literatur: Paul Pétridès: L'œuvre complet de Maurice Utrillo, Paris 1966, Bd. III, S. 48, Nr. 1376 (mit Abb.). CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 040 / 46 730) | 46 Impressionismus Moderne
  • 53. | 47
  • 54. 3239 ALBERT MARQUET (Bordeaux 1875–1947 Paris) Intérieur. Um 1896. Öl auf Leinwand auf Karton. Unten rechts signiert: marquet. 22,3 × 17,2 cm. Wir danken dem Wildenstein-Plattner Institut für die Bestätigung der Authentizi- tät des Werks, 22. September 2020. Provenienz: Schweizer Privatsammlung, durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 480 / 11 210) 3240 PIOTR POTWOROWSKI (1898 Warschau 1962) Stillleben mit Blumen. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Potworowski. 73 × 50 cm. Provenienz: - Galerie Moos, Genf, Nr. 6571 (verso mit Etikett). - Privatsammlung Genf, wohl in obiger Galerie erworben. CHF 4 000 / 7 000 (€ 3 740 / 6 540) | 48 Impressionismus Moderne
  • 55. | 49
  • 56. 3241 JAN HALA (Blatnà 1890–1959 Važec) Uspávanka v poli (Wiegenlied im Feld). 1941. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: J. Hala 41. 85 × 95 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung, durch Erb- schaft erhalten und seit über 40 Jahren im selben Familienbesitz. Jan Hala wird 1890 im heutigen Tsche- chien geboren. Er studiert Philosophie und Kunst an der Akademie der bildenden Künste in Prag. 1923 begibt sich Hala auf Reisen in die ländlichen Gebiete der Slowakei, wo er auf das Dorf Važec in der hohen Tatra trifft. Er beschliesst, sich in dem Ort niederzu- lassen und bleibt dort bis zu seinem Tod 1959. Zuvor auf Landschaften und soziale Themen fixiert, konzentriert sich Hala nun auf das hiesige Land, die Natur und die Menschen. Allem voran ist er fasziniert von der tschechischen und slowakischen Folklore. Um 1930 hat Hala seinen Stil ge- funden. Er porträtiert das Alltagsleben der Menschen von Važec, oftmals Motive von Frauen bei der Arbeit, Bräute, Volksfeste oder Mütter zusammen mit ihren Kindern. Auch das vorliegende Gemälde, das 1941 entsteht, ist in diese Schaffensphase des Künstlers einzuordnen. Die Dargestellte ist in die typische Volkstracht gehüllt. Mit Baby im Korb und Sonnenschirm auf weis- ser Decke im Gras sitzend, geniesst sie den sommerlichen Tag auf dem Land. Die leicht zugänglichen Motive, denen sich Hala verschrieben hat, sind bei der Allgemeinheit sehr beliebt und seine Werke befinden sich heute in Museen wie beispielsweise dem Slowakischen Natio- nalmuseum. CHF 40 000 / 60 000 (€ 37 380 / 56 070) | 50 Impressionismus Moderne
  • 57. | 51
  • 58. 3242 MAURICE UTRILLO (Paris 1883–1955 Dax) La Porte Saint-Martin à Paris. 1920er-Jahre. Öl auf Karton auf Leinwand. Unten rechts signiert: Maurice, Utrillo, V. 62,5 × 76,5 cm. Die Authentizität des Werks wurde von der Association Maurice Utrillo bestätigt, Paris, 11. März 2020. Provenienz: - wohl Galerie Vizzavona, Paris. - Galerie Dr. Hans-Peter Bühler, München. - Schweizer Privatsammlung, 1987 in obiger Galerie erworben. Literatur: Paul Pétridès: L'œuvre complet de Maurice Utrillo, Paris 1966, Bd. III, S. 22, Nr. 1293 (mit Abb.). Das vorliegende Gemälde zeigt die Porte Saint-Martin, einen Triumphbogen, der 1674 von der Stadt Paris zu Ehren Ludwigs XIV errichtet worden ist. Bereits 1910 malt Utrillo die erste Version der Porte Saint- Martin, die sich heute in der Tate Modern in London befindet. Es ist anzunehmen, dass Utrillo das Sujet nicht direkt vor Ort gemalt, sondern wie so oft als Vorlage eine Postkarte verwendet hat (Abb. 1). Abb.1: Ansichtskarte von der Porte Saint-Martin, um 1903. Der Blickwinkel mit der Sicht durch den Bogen in die Stadt hinein ist derselbe wie auf der Ansichtskarte. Ebenso enden die seitlichen Bildränder an der exakt gleichen Stelle. Utrillo muss für unsere Version aus dem Jahr 1930 die Postkarte wiederge- funden und erneut verwendet haben. Der Künstler nimmt zwar die Komposition der Postkarte auf, verzichtet aber auf die Wie- dergabe genauer Details wie Verzierungen und Schriften. Anders als das frühe Werk von 1910 wirkt unser Gemälde mit den hellen Farben und den blauen, grünen und roten Akzenten und dem dicken, teils sehr pastosen Farbauftrag frei und lebendig. Vom Sujet der Porte Saint-Martin gibt es noch zwei weitere Versionen einer seitli- chen Ansicht aus dem Jahr 1909/10. Ein Exemplar davon befindet sich heute in der Sammlung Bührle in Zürich. CHF 50 000 / 70 000 (€ 46 730 / 65 420) | 52 Impressionismus Moderne
  • 59. | 53
  • 60. 3243 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Unterhaltung im Café (Café Schneider Davos). Um 1934. Aquarell und Bleistift auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel (ADa/Bi 44). 32,8 × 48,4 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - Auktion Stuttgarter Kunstkabinett, 1960, Los 275. - Auktion Lempertz, Köln, 1961, Los 316. - Galerie Grosshenning, Düsseldorf, 1976. - Schweizer Privatbesitz, in obiger Galerie erworben. Ausstellung: Düsseldorf 1976, Galerie Grosshenning, S. 6. CHF 20 000 / 30 000 (€ 18 690 / 28 040) | 54 Impressionismus Moderne
  • 61. 3244 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Davoser Berglandschaft. 1917–19. Bleistift und Aquarell auf Papier. Unten rechts monogrammiert: K. 37 × 44 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: - Sammlung Alice und Otto Schrag, Baden. - Auktion Stuttgarter Kunstkabinett, November 1957, Los 420. - Schweizer Privatsammlung. CHF 15 000 / 25 000 (€ 14 020 / 23 360) | 55
  • 62. 3245 KARL SCHMIDT-ROTTLUFF (Rottluff b. Chemnitz 1884–1976 Berlin) Spessarttannen. 1950. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: S. Rottluff. Verso auf dem Keilrahmen signiert, betitelt und nummeriert: Schmidt=Rottluff Spessarttannen ((505)). 76 × 90 cm. Provenienz: - Galerie Rosenbach, Hannover. - Schweizer Privatsammlung, 1971 in obiger Galerie erworben und seither im gleichen Familienbesitz. Literatur: Will Grohmann: Karl Schmidt-Rottluff, Stuttgart 1956, S. 274 (mit Abb.). Landschaften spielen im Werk Schmidt- Rottluffs eine zentrale Rolle. So überrascht es nicht, dass der Maler der „Brücke“- Künstlergruppe stets die ländliche Abgeschiedenheit suchte, um Inspira- tion für seine Arbeit zu finden. Ende der 1940er-Jahre bereist der damals in Berlin lebende Schmidt-Rottluff längere Zeit die deutschen Gebirgsregionen im Taunus und Spessart. Während dieser Reiseperiode entsteht das Spätwerk „Spessarttannen“ von 1950. Schmidt-Rottluff widmet sich hier einem beliebten Motiv: der Darstellung von Bäu- men. Der Künstler schafft um 1950 eine Reihe von Waldlandschaften mit Tannen. Das Gemälde „Spessarttannen“ nimmt eine zentrale Rolle im Gesamtwerk des Künstlers ein. Er perfektioniert darin die für ihn charakteristische Zonenmalerei: Aus einzelnen, klar voneinander getrennten Farbzonen, entwickelt er eine atmosphä- rische Waldlandschaft. Schmidt-Rottluffs besondere Verbindung zur Natur zeigt sich in dieser ausdrucksstarken Darstellungs- weise. Die intensiven Farben und abstra- hierenden Formen spiegeln seine persön- liche Interpretation der Landschaft wider. In einem Brief an W. R. Valentiner vom 19. Juli 1947 erklärt Schmidt-Rottluff: „[…] so kann man nur aus einer neuen Stellung zur Natur zu einer neuen Sicht der Welt gelan- gen.“ (Thiem/Zweite 1989, S. 101) CHF 150 000 / 250 000 (€ 140 190 / 233 640) | 56 Impressionismus Moderne
  • 63. | 57
  • 64. 3246 OSKAR KOKOSCHKA (Pöchlarn 1886–1980 Montreux) Mary Merson. 1931. Rötel auf Papier. Unten rechts signiert: Oskar Kokoschka. 46,4 × 56,4 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Alice Strobl in einem Brief an den dama- ligen Besitzer bestätigt, 10. Dezember 1990. Es wird in den zweiten Band des Werkverzeichnisses aufgenommen. Provenienz: - Crane Kalman Gallery, Manchester. - Privatsammlung Manchester, am 28. De- zember 1959 in obiger Galerie erworben. - Schweizer Privatsammlung, durch Erb- schaft von Obigem. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 740 / 5 610) 3247 LE CORBUSIER (CHARLES- ÉDOUARD JEANNERET-GRIS) (La Chaux-de-Fonds 1887– 1965 Roquebrune-Cap-Martin) Femme devant une porte. 1933. Bleistift und Wachsstift auf Papier. 31 × 21 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Heidi Weber bestätigt, Zürich, 5. Oktober 1989. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 740 / 5 610) 3248* ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Zwei Akte im Gespräch. 1925. Farbige Kreide auf gelbem Papier. Verso mit dem Nachlassstempel (FS Da/Bf 22). 46 × 35,7 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: Kirchner Nachlass. CHF 22 000 / 26 000 (€ 20 560 / 24 300) | 58 Impressionismus Moderne
  • 65. | 59
  • 66. 3249* JEAN LAMBERT-RUCKI (Krakau 1890–1976 Paris) Le Couple. 1924. Öl auf Holz. Oben links signiert und datiert: I. Lambert-Rucki 1924. 53 × 81 cm. Provenienz: - Galerie Zabriskie, Paris (verso mit Etikett). - Schweizer Privatsammlung. CHF 7 000 / 10 000 (€ 6 540/ 9 350 ) 3250 FORTUNATO DEPERO (Fondo 1892–1960 Rovereto) Simultaneità metropolitane 2. Um 1944. Kohle auf Papier. Unten rechts signiert: Fortunato Depero. 44,5 × 42 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Rosetta Depero bestätigt (verso auf dem Papier mit handschriftlicher Bestätigung). Provenienz: - Auktion Finarte, Mailand, 19. November 2002, Los 160. - Privatsammlung Schweiz, an obiger Auktion erworben. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 350 / 14 020) | 60 Impressionismus Moderne
  • 67. | 61
  • 68. 3251* AUGUST MACKE (Meschede 1887–1914 Perthes-lès- Hurlus) Walter Macke. 1913. Bleistift auf Papier. 10,9 × 10, 3 cm. Provenienz: - Galerie Neher, Essen (verso mit Etikett). - Privatsammlung Deutschland, in obiger Galerie erworben. Literatur: Ursula Heiderich: August Macke - Nach- trag zu den Werkverzeichnissen, Die Skiz- zenbücher, Zeichnungen und Aquarelle, Ostfildern 2008, Nr. 1676a (mit Abb.). CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 480 / 11 210) 3252* ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Berglandschaft. Verso: Bauern auf der Alp. 1933. Schwarze Kreide auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel (K DA/Aa 19). 15,5 × 21,9 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: Kirchner Nachlass. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 610 / 7 480) 3253* ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Violinspielerin und Zuhörer. Um 1930. Schwarze Kreide auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel (K Da/Bi 127). 50,3 × 36 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: Kirchner Nachlass. CHF 20 000 / 24 000 (€ 18 690 / 22 430) | 62 Impressionismus Moderne
  • 69. | 63
  • 70. 3254 OTTO DIX (Untermhaus bei Gera 1891–1969 Singen) Blühende Bäume im Dorf. 1954. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: 5 DIX 4. 65 × 81 cm. Wir danken Rainer Pfefferkorn für die Bestätigung der Authentizität des Werks, Oktober 2020. Es wird unter der Nummer L 1954/10 in das sich in Vorbereitung be- findende Werkverzeichnis aufgenommen. Provenienz: Schweizer Privatsammlung, seit 40 Jahren im gleichen Familienbesitz. Seit Mitte der 1930er-Jahre lebt Otto Dix in Hemmenhofen am Bodensee, dessen Landschaft bereits zu dieser Zeit Hauptsujet seiner Malerei wird. Es ist aber das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft, die den stilistischen Umbruch im Werk des Künstlers hervorruft. „Die veränderte Technik (Das Wort ist ganz falsch, es ist eigentlich eine neue Art von Sehen, die bei mir eingesetzt hat) erzeugt viele und seltsame Blüten. Auf jeden Fall festzustellen; 1. ist die Malerei spontaner geworden, die lausige Vorsicht, die man mit andauernden Lasuren immer haben musste, ist weg 2. Es wird alles gröber, Gott sei Dank, ich habe die letzten 20 Jahre viel zu spitzpinselig gemalt und komme nun wieder auf die Zeit meines ersten Kriegsbildes, also eine Art Entfes- selung tritt ein 3. Das formal-Räumliche weicht dem farblich-Räumlichen, und die Farben fangen an, Klänge zu bilden. 4. Ich werfe nach Belieben alle Ideal- kompositionen, Goldnen Schnitt und all diesen Renaissancekram über Bord und male entfesselt. Und während ich dies schreibe, merke ich, dass man das alles gar nicht erklären kann, die Bilder haben trotz der Entfesslung mehr Form (Otto Dix an seinen Schüler Ernst Bursche, 16. September 1944). Otto Dix‘ Spätwerk ist eine direkte An- knüpfung an sein expressionistisches Frühwerk um die Zeit des Ersten Welt- kriegs. Anders als damals konzentriert er sich nun auf die Landschaft um ihn herum, die er in wildem und freiem Duktus auf die Leinwand überträgt. Auch im vorliegen- den Werk „Blühende Bäume im Dorf“ von 1954 kommt die Freude an der Malerei und die neugewonnene Spontanität, der sich Dix in seinem Spätwerk bedient, schön zum Ausdruck. Das unsrige Gemälde ist eine Neuentdeckung im Werkkatalog des Künstlers und besticht durch seine groben Linien und die expressive Pinselführung. CHF 50 000 / 70 000 (€ 46 730 / 65 420) | 64 Impressionismus Moderne
  • 71. | 65
  • 72. 3255* ALBERTO GIACOMETTI (Borgonovo 1901–1966 Chur) Olivier Larronde. 1958. Bleistift auf Papier. 28 × 22,5 cm. Provenienz: - Olivier Larronde. - Galerie Maeght, Paris. - Fritz Lichtenhahn, Arosa/Hamburg. - Privatsammlung Deutschland, durch Erbschaft erhalten. Ausstellungen: - Paris 1959, Galerie Maeght, Rien voilà l'ordre, 11. Juni 1959. - Basel 1981, Alberto Giacometti, Zeich- nungen, Druckgraphik und die im Basler Kunstmuseum befindlichen Skulpturen und Gemälde, Kunstmuseum Basel, 15. August–25. Oktober 1981. Literatur: Olivier Larronde: Rien voilà l'ordre, Paris/ Lyon 1959, S. 187 (mit Abb.). CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 350 / 14 020) 3256 BEN NICHOLSON (Denham 1894–1982 London) Ronco 29. 1958. Bleistift und Aquarell auf vom Künstler präparierter Hartfaserplatte. Verso auf der Platte signiert, datiert und betitelt: Nicholson / Aug 58 / (Ronco 29). 35,5 × 29,2 cm. Provenienz: - Picadilly Gallery, London (verso mit Etikett). - Sammlung Roger Camrass. - Galleria Sacchetti, Ascona. - Schweizer Privatsammlung, am 22. Oktober 1997 in obiger Galerie erworben. - Schweizer Privatsammlung, direkt von Obigen erworben. CHF 12 000 / 18 000 (€ 11 210 / 16 820) | 66 Impressionismus Moderne
  • 73. | 67
  • 74. 3257 ALBERTO GIACOMETTI (Borgonovo 1901–1966 Chur) Scène de Café. Scène de Forge. Doppelseitig. Um 1965. Kugelschreiber auf Papier. Auf einer Seite unten mit Bleistift bezeich- net: nicht diese Seite reproduzieren, aber diese Seite nicht beschädigen. 22 × 17 cm. Die Authentizität des Werks wurde von James Lord bestätigt, Paris, 4. November 1985. Provenienz: - Louis Aragon. - Galerie Berggruen Cie, Paris. - Europäische Privatsammlung, am 25. November 1987 in obiger Galerie erwor- ben. Literatur: - Édition cercle d'Art (Hrsg.): Aragon. Un portrait par Daniel Wallard, Paris 1979, S. 113 (mit Abb.). - wohl Louis Aragon: Les beaux quartiers: roman, Œuvres romanesques croisées d'Elsa Triolet et Aragon, Bd. 11-12, Mo- naco 1965. „J'ai fait encadrer et j'ai réuni autour de moi tous les dessins de Giacometti, ceux qu'il m'a donnés la dernière fois que je l'ai vue, c'est-à-dire au mois de décembre 1965. Il était venu ici rue de Varenne, où nous étions déjà avec Elsa. Il venait nous appor- ter ces choses, non encadrées, parce qu'il partait le lendemain matin pour la région de Grisons. Il n'avait pas vu sa femme depuis trois ans. Il avait un cancer en évolution et, dans ces conditions, il avait absolutement exigé qu'elle reprenne sa liberté. Depuis trois ans ils ne s'étaient jamais rencontrés, bien que l'un comme l'autre étaient éperdument amoureux. Il était comme cela. Il est arrivé chez nous le soir, peu après il pleurait. Il nous a fait un interminable discours sur le cancer, en disant que les gens qui n'avaient pas eu de cancer ne comprenaient rien à la vie. Il à parlé très longuement sur ce sujet et il resté toute la nuit. C'était très triste. Il avait apporté ce paquet de dessins, qui devaient servir d'illustration pour un livre, fait auparavant, mais qui serait publié dans les „Œuvres croisées: Les beaux quartiers. Il m'a donné en tout dix-huit dessins et même un dix-neuvième, puisque j'ai trouvé un dessin au dos du dix-huitième. C'est une histoire touchante et triste à la fois, il est parti dans la nuit pour la Suisse et je ne l'ai plus revu. Il est mort trois mois après. (Louis Aragon, in: Un portrait par Daniel Wallard, S. 113) CHF 15 000 / 20 000 (€ 14 020 / 18 690) Das vorliegende Werk im Atelier von Louis Aragon. | 68 Impressionismus Moderne
  • 75. | 69
  • 76. 3258 FELIX LABISSE (Marchiennes 1905–1982 Neuilly-sur- Seine) Zabulon. 1974. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: LABISSE. Verso betitelt, signiert und datiert: ZABULON /LABISSE /1974. 55 × 46 cm. Provenienz: - Sammlung Marguerite Motte, Genf. - Schweizer Privatsammlung. Literatur: - Isy Brachot (Hrsg.): Catalogue de l'œuvre peint (1927–1979), Brüssel 1979, S. 342, Nr. 679 (mit Abb.). - La Nuova Foglia (Hrsg.): Les quatre cents coups du diable, Pollenza 1975 (mit Abb.). CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 800 / 4 670) 3259* MAX ERNST (Brühl 1891–1976 Paris) Loplop im Wald. 1958. Öl auf Papier auf Leinwand. Unten rechts signiert: max ernst. 30 × 25 cm. Provenienz: - Galerie Der Spiegel, Köln. - Privatsammlung Deutschland. - Auktion Sotheby's, New York, 8. Novem- ber 2006, Los 428. - an obiger Auktion erworben. Ausstellung: Köln 1960, Hans Arp/Max Ernst, Galerie Der Spiegel, 1960, Nr. 15. Literatur: WernerSpies:MaxErnst.Werke1954–1963, Köln1998,Ausg.6,S.171,Nr.3379(mitAbb.). CHF 35 000 / 45 000 (€ 32 710 / 42 060) | 70 Impressionismus Moderne
  • 77. | 71
  • 78. 3260* BERNARD BUFFET (Paris 1928–1999 Tourtour) Assiette et vase de fleurs bleues. 1957. Öl auf Leinwand. Oben rechts signiert und datiert: Bernard / Buffet / 57. 65 × 46 cm. Die Authentizität des Werks wurde von der Galerie Garnier bestätigt, Paris, 4. Juni 2020. Provenienz: Privatsammlung USA. „„Bernard, why is all your work so tra- gic? Why so much unhappiness?“ – He [Bernard Buffet] lit a new cigarette from his old one, inhaled deeply, let his lungs be free again, then, polite but definite: „La grande peinture n’a jamais faire rire“ – Great pain- ting has never produced laughter.“ (Bernard Buffet, in: Nicholas Foulkes 2015, S. 61). Vergänglichkeit und Melancholie sind stille Begleiter des hiesigen Stilllebens von Bernard Buffet. Mit den Farben Schwarz, Weiss und Grau dominieren blasse Töne das Arrangement, dem es keinesfalls an Ausdrucksstärke mangelt. Im Gegenteil: Mit der abgebrochenen Blume verweist Buffet auf die Zeitlichkeit des Lebens. Indem der Künstler den Moment des Herabfallens der Blüte herausgreift und separiert, gewinnt seine Darstellung an Bedeutung. Farbenfrohes Kolorit sucht man in diesem Stillleben vergebens. Hin- gegen überwiegt eine nüchterne Farb- gebung, die von dunklem Liniengeflecht untermauert wird. Diese starke, fast schon rohe Pinselführung ist charakteristisch für Buffets expressionistischen Stil. Als der knapp dreissigjährige Bernard Buf- fet 1957 das vorliegende Stillleben malt, ist er in Paris bereits für sein Talent bekannt und wird international von der Kunstwelt gefeiert. Bernard Buffets Person ist schwer zu fassen, bewegt sie sich doch stets zwi- schen dem Extrem eines in sich gekehrten Künstlers der Nachkriegsjahre und eines „Mega Artists“ der Pariser Glamourwelt (Lankarani 2016). Dieser unangepasste Facettenreichtum spiegelt sich auch in sei- nem Werk wider, das thematisch zwischen religiösen Motiven, Darstellungen von Kriegsschäden oder Alltagsgegenständen changiert. Jedes Sujet behandelt Buffet stilistisch mit der gleichen schablonenhaf- ten Drastik. Das hier vorliegende Stillleben aus Buffets Blütejahren ist somit exemplarisch für den unverwechselbaren Stil des Künstlers. Ruhe und Eleganz sowie mitschweifen- de Melancholie treffen in dem Gemälde aufeinander. Die präsente, exzentrische Signatur des Künstlers – bei dem unsrigen Werk oben rechts platziert – unterstreicht diese Charakteristik Buffets. CHF 50 000 / 70 000 (€ 46 730 / 65 420) | 72 Impressionismus Moderne
  • 79. | 73
  • 80. 3261* ERICH ERLER-SAMADEN (Frankenstein 1870–1946 Icking) Melancholia. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Erich Erler. 86 × 81 cm. Provenienz: Privatbesitz Deutschland. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 800 / 4 670) 3262* ERICH ERLER-SAMADEN (Frankenstein 1870–1946 Icking) Reiter im Engadin. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Erich Erler. Verso auf dem Keilrahmen bezeichnet und signiert: GEZ - E - ERLER (ENGADIN). 69 × 76 cm. Provenienz: Privatbesitz Deutschland. CHF 2 000 / 4 000 (€ 1 870 / 3 740) | 74 Impressionismus Moderne
  • 81. 3263* FRITZ ERLER (Frankenstein 1868–1940 München) Blondine mit grüner Jacke. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Erler. Verso signiert und betitelt: Fritz Erler. Blondine mit grüner Jacke. 72 × 46,5 cm. Provenienz: - Auktion Nagel, Stuttgart, 4. Dezember 1978. - Privatbesitz Deutschland, an obiger Auktion erworben. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 800 / 4 670) | 75
  • 82. 3264 HERMANN HESSE (Calw 1877–1962 Montagnola) 2 Bl.: Einsamer Abend. Los von einem Aquarell auf Papier und einem Gedicht (Tusche auf Papier). Aquarell unterhalb der Darstellung betitelt: Einsamer Abend. Jeweils 21,3 × 17,5 cm. Wir danken Silver Hesse für die Bestä- tigung der Authentizität des Werks, 14. Oktober 2020. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. In der leeren Flasche und im Glas Wankt der Kerze Schleier, Es ist kalt im Zimmer, Draussen fällt Der Regen weich ins Gras. Wieder legst Du nun zu Kurzer Ruh Frierend Dich und traurig nieder. Morgen kommt und Abend wieder, Kommen immer wieder, Aber niemals Du. CHF 2 600 / 3 200 (€ 2 430 / 2 990) | 76 Impressionismus Moderne
  • 83. 3265 ANDRÉ DUNOYER DE SEGONZAC (Boussy-Saint Antoine 1884–1974 Paris) Mimosas et citrons. Um 1960. Gouache, Aquarell und Tusche auf Papier. Unten rechts signiert: A. Dunoyer de Segonzac. 58 × 80 cm Die Authentizität des Werks wurde von Madame de Varine bestätigt. Provenienz: - Arthur Tooth Sons, London. - Privatsammlung England, 1969 in obiger Galerie erworben. - Auktion Sotheby's, London, 4. Februar 2009, Los 247. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 670 / 6 540) | 77
  • 84. 3266 FRANÇOIS GALL (Kolozsvár 1912–1987 Paris) Eugénie et le garçon de café d'une Brassierie parisienne. 1975–77. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: F. Gall. 46 × 33 cm. Wir danken Marie-Lize Gall für die Bestäti- gung der Authentizität des Werks, 15. Oktober 2020. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 800 / 4 670) | 78 Impressionismus Moderne
  • 85. 3267 ANDREAS JAWLENSKY (Ansbaki bei Preli 1902–1984 Barga) Im Hochsommer. 1969. Öl auf Hartfaserplatte. Unten links signiert: Andreas Jawlensky, unten rechts datiert und bezeichnet: 1969 VII. 34 × 44,7 cm. Provenienz: - Auktion Koller, Zürich, 4. Dezember 2001, Los 157. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 800 / 4 670) | 79
  • 86. BARLACH, ERNST 3219 BOLDINI, GIOVANNI 3203 BONNARD, PIERRE 3210, 3213 BUFFET, BERNARD 3260 DENIS, MAURICE 3232 Depero, Fortunato 3250 DIX, OTTO 3254 DUFY, RAOUL 3236 DUNOYER DE SEGONZAC, ANDRÉ 3265 EBERZ, JOSEF 3224 ERLER, FRITZ 3263 ERLER-SAMADEN, ERICH 3261, 3262 ERNST, MAX 3259 FRIESZ, ACHILLE EMILE OTHON 3227, 3228 GALL, FRANÇOIS 3266 GAUSSON, LEO 3208 GIACOMETTI, ALBERTO 3255, 3257 HALA, JAN 3241 HERBIN, AUGUSTE 3226, 3234 HESSE, HERMANN 3264 JAWLENSKY, ALEXEJ VON 3220, 3225 JAWLENSKY, ANDREAS 3267 KIRCHNER, ERNST LUDWIG 3221, 3222, 3243, 3244, 3248, 3252, 3253 KOKOSCHKA, OSKAR 3246 KOLLWITZ, KÄTHE 3218 LABISSE, FELIX 3258 LAMBERT-RUCKI, JEAN 3249 LE CORBUSIER (JEANNERET- GRIS,CHARLES-ÉDOUARD) 3247 LEBOURG, ALBERT 3204, 3206 LIEBERMANN, MAX 3216 LOISEAU, GUSTAVE 3205 MACKE, AUGUST 3251 MANGIUN, HENRI CHARLES 3212 MARQUET, ALBERT 3233, 3239 MODIGLIANI, AMEDEO 3229 MULLEY, OSKAR 3217 NICHOLSON, BEN 3256 PECHSTEIN, HERMANN MAX 3223 PISSARRO, CAMILLE 3201 POTWOROWSKI, PIOTR 3240 RENOIR, PIERRE AUGUSTE 3202, 3207, 3209 ROUAULT, GEORGES 3214, 3215 SAVINIO, ALBERTO 3235 SCHMIDT-ROTTLUFF, KARL 3245 UTRILLO, MAURICE 3230, 3231, 3238, 3242 VALLOTTON, FELIX 3211 VALTAT, LOUIS 3237 | 80 Künstlerregister
  • 87. | 81 VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 102/121 8031 Zürich, Schweiz AUKTION Hardturmstrasse 102 8031 Zürich, Schweiz VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 121 8031 Zürich, Schweiz AUKTION ONLINE ONLY VORBESICHTIGUNG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz AUKTION 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz AUKTIONEN REPRÄSENTANTEN Koller Auktionen AG Hardturmstrasse 102 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63  Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz Tél +41 22 311 03 85 Fax +41 22 810 06 30 geneva@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch MÜNCHEN Fiona Seidler Maximiliansplatz 20 80333 München Tel. +49 89 22 80 27 66 Fax +49 89 22 80 27 67 Mobile +49 177 257 63 98 muenchen@kollerauktionen.com DÜSSELDORF Ulrike Gruben Citadellstrasse 4 40213 Düsseldorf Tel. +49 211 30 14 36 38 Fax +49 211 30 14 36 39 Mobile +49 175 586 38 64 duesseldorf@kollerauktionen.com MOSKAU Vadim Goncharenko Mobile +41 76 431 81 64 moscow@kollerauctions.com BEIJING Jing Li Haidianque Chedaogou 10# 6/4-307 100089 Beijing Tel. +86 135 2039 8057 beijing@kollerauctions.com HAMBURG Ulrike Gruben Tel. +49 211 30 14 36 38 hamburg@kollerauktionen.com ITALIEN LuigiPesce ViaCairoli18 16124Genua Tel.+393395962768 italia@kollerauktionen.ch
  • 88. Schweizer Kunst Auktion in Zürich: 4. Dezember 2020 Kontakt · Cyril Koller · Tel. +41 44 445 63 51 · koller@kollerauktionen.ch FERDINAND HODLER. Tanne am Bach. 1910. Öl auf Leinwand. 90,5 × 80 cm.
  • 89. | 83 PostWar Contemporary Auktion in Zürich: 5. Dezember 2020 Kontakt · Silke Stahlschmidt · Tel. +41 44 445 63 42 · stahlschmidt@kollerauktionen.ch CHRISTO (VLADIMIROV JAVACHEFF). The Pont Neuf, Wrapped (Project for Paris). Bleistift, Kohle, Pastell, Wachskreide und technische Daten. Zeichnung in zwei Teilen: 38 × 165 cm / 106,6 × 165 cm.
  • 90. | 84| 84 BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti- onssaal versteigert werden. Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den nachstehenden Auktions- bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz („Koller“): 1. Rechtsstellung der Parteien Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei- gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell- vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32 Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts („OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“), wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird dadurch nicht Partei des Kaufvertrages. 2. Aufgeld 2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich- ten, das wie folgt berechnet wird: i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25% ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000 und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis zur Höhe des Zuschlags iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000 und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000 bis zur Höhe des Zuschlags. 2.2 Falls der Käufer während einer online über- tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin- gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite publiziert sind. Diese können von den hier pub- lizieren abweichen. 2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei- zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich- ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes einzelne Objekt.  2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be- zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr- wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er- halten die MWST rückvergütet.  2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine Kommission erhält. 3. Garantie 3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol- gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter, Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei- bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa- talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände- rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden.  3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender Bestimmung findet nach Ermessen von Koller nicht statt, falls: i. die Beschreibung des Objekts im Auktions- katalog im Einklang mit der Meinung einer Fachperson oder mit der herrschenden Mei- nung von Fachpersonen stand oder die Be- schreibung im Auktionskatalog andeutete, dass hierüber Meinungsverschiedenheiten bestanden,  ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach dem Stand der Forschung und mit den allge- mein anerkannten und üblichen Methoden noch nicht oder nur mit unverhältnismässi- gem Aufwand als solche erkennbar war, iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein- schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder  iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde, Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han- delt, das gemäss den Angaben im Auktions- katalog vor 1880 entstanden sein müsste. 3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen. Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus, dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe- nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge- fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es ihm übergeben wurde, und unbelastet von An- sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob- jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten Gutachten von zwei unabhängigen und in dem Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch nicht an solche Gutachten gebunden und behält sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf eigene Kosten einzuholen. 3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel- tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich- ten. 3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer 3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel- des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen. 4. Haftungsausschluss 4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu- stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob- jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren. Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in neuwertigem Zustand. 4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata- log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa- tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands- berichte von Koller die vor der Auktion angefordert werden können, geben lediglich ein allgemeines Bild und eine unverbindliche Einschätzung von Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er- folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen. Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen, und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän- giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog- beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei- bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs (inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache ausschliesslich massgebend. Koller behält sich das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut- achten stellen genauso wenig wie von Koller vor- genommene Objektbeschreibungen oder sonsti- ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen über dessen Wert) explizite oder stillschweigende Zusicherungendar. 4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg- bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol- ler gegenüber dem Käufer. 5. Teilnahme an der Auktion 5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter steht jedermann offen. Koller behält sich aber das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich- keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an ihren Auktionen zu untersagen.  5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion mittels des dafür vorgesehenen Formulars re- gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re- gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas- ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen. Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss Angaben auf dem Registrierungsformular bis zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich Spesen des Kartenanbieters zu belasten.  5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen Bank verlangen.  5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz- werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von 20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver- langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti- on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum- gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
  • 91. | 85| 85 6. Versteigerung 6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver- bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung.  6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be- sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4 nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige- rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte.  6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser- halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas- sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor- liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe- halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv, nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft.  6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen- ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der Steigerung schriftlich entgegengenommen.  6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten, wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti- onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann nicht telefonisch geboten werden und Interes- senten werden um Abgabe eines schriftlichen Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk- tionssaal gebeten.  6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei- ner Live-Auktion abgeben möchten, können an der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk- tion zugelassen worden sind. Koller behält sich das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei- teres abzulehnen.  6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück- sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück- sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie- tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5. 7. Eigentumsübergang Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die- se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu- geordnet hat. 8. Abholung der ersteigerten Objekte 8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei- gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll- ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller. 8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol- ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob- jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor- sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST. Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr und es ist Sache des Käufers, für eine angemes- sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf- tung übernommen werden. Werden die erstei- gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt, lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge- fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz von CHF 10 pro Objekt ein.  8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer. Ohne anders lautende schriftliche Abmachung werden die zugeschlagenen Objekte für den Transport durch Koller auf Kosten des Käufers versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche Objekte werden von Koller nicht versandt. 9. Bezahlung der ersteigerten Objekte 9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach Abschluss der Auktion in Schweizer Franken zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von Koller möglich und unterliegen einer Bearbei- tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag erhoben wird. 9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent- gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe- trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7 TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben, dieebenfallsderKreditkartebelastetwird. 9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver- langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech- tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min- destverkaufspreises entweder freihändig oder anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng- lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste- henden Schaden.  9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde- tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht. Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver- wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei- bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen. 10. Vertretung Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil- ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange- nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso- nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder als Organ einer juristischen Person bieten, kann der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten. 11. Verschiedene Bestimmungen 11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede Haftung des anwesenden Beamten, der Ge- meinde oder des Staates für Handlungen von Koller ist ausgeschlossen.  11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB an einen Dritten zu übertragen oder durch einen Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesen AGB Dritten zu übertragen. 11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien und Abbildungen von verkauften Objekten in den eigenen Publikationen und in den Medien zu ver- öffentlichen und damit Werbung zu betreiben.  11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be- standteil jedes einzelnen an der Auktion ge- schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller verbindlich.  11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un- wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un- gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt- schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt bei eventuellen Lücken der Regelung. 11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus- schluss von allfälligen Verweisungen des Bun- desgesetztes über das Internationale Privat- recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (UN-Kaufrechts).  11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter Einschluss der Geltendmachung von Verrech- nungen und Gegenforderungen), welche aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess- lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol- ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen. Zürich, 1. Juli 2018
  • 92. | 86 CONDITIONS DE VENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES) Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller (selon la définition ci-après) présente lors d’une vente auxenchèresclassiquedansunesalledevente. En prenant part à la vente aux enchères, l’enchérisseur se soumet aux Conditions de Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Suisse («Koller»): 1. Statut juridique des parties Les objets d’enchères seront mis aux enchères par Koller au nom de et pour le compte de celui qui les a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le compte du Mandant comme représentant direct/ immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat deVente. 2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication) 2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication qui sera calculé de la manière suivante: i. pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25% ii. pour une adjudication dès CHF 10’000 jusqu’à CHF 400’000: 22% sur les premiers CHF 10’000 et 20% sur la différence de CHF 10’000 jusqu’au montant de l’adjudication iii. pour une adjudication dès CHF 400’000: 25% sur les premiers CHF 10’000; 22% sur CHF 390’000 et 15% sur la différence de CHF 400’000 jusqu’au montant de l’adjudication. 2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été transmise en direct sur Internet («Enchères Live»), ou a transmis un ordre d’achat à travers un site indépendant en relation avec Koller, le supplément sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%. l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui pourraient varier des présentes conditions. 2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré. Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé. 2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le catalogue de la vente aux enchères sont pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que ces objets sont frappés de la TVA sur le prix d’adjudication augmenté du prix majoré. Les Acheteurs qui sont en mesure de présenter une déclaration d’exportation valablement timbrée se voient rembourser la TVA. 2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive également une commission par le Mandant. 3. Garantie 3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux, Koller annulera l’adjudication (sous réserve des chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par faux tout objet qui constitue, conformément à une évaluation raisonnable de Koller, une imitation faite dans l’intention de tromper fallacieusement autrui, quecesoitencequiconcernel’auteur,l’âge,l’époque, lecercledecultureoul’origine,sansqueladescription correcte de ces éléments ne ressorte du catalogue de la ventes aux enchères (en tenant compte de toutemodificationapportée)etquecetétatdesfaits diminuesensiblementlavaleurdel’objetparrapportà unobjetcorrespondantàladescriptionducatalogue. Un lot n’est pas considéré comme falsifié s’il est seulementendommagéous’ilafaitl’objetdetravaux derestaurationet/oudemodificationsquelconques. 3.2 L’adjudication ne sera pas annulée conformément à la disposition ci-dessus, en fonction de l’appréciation de Koller, lorsque: i. la description de l’objet dans le catalogue de la vente aux enchères était conforme à l’avis d’un expert ou à l’avis général des experts ou lorsque la description dans le catalogue de la vente aux enchères laissait supposer qu’il existait des divergences de vue à cet égard ; ii. l’état d’avancement technique et les procédés généralement acceptés et pratiqués n’ont pas permis de reconnaître le faux au moment de l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation aurait été disproportionnée par rapport à la valeur de l’objet ; iii. le faux a été réalisé (selon l’estimation soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou iv. l’objet acheté est un tableau, une aquarelle, un dessin ou une sculpture dont la date de réalisation devrait être antérieure à 1880 conformément aux indications fournies dans le catalogue de la vente aux enchères. 3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de l’adjudication à Koller (en tant que représentant du Mandant) à compter de la date de l’adjudication pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas autorisée. La mise en œuvre de la réclamation exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre sous pli recommandé dès la découverte du vice et qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié à Koller dans le même état que le jour de la remise et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci fasse réaliser à ses propres frais des expertises par deux experts indépendants reconnus dans la matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en considération ces expertises et se réserve le droit desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts. 3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut renoncer à faire valoir un motif d’exclusion conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus. 3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire valoir à l’égard de Koller en tant que représentant du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au remboursement du prix de vente payé et du prix majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur essentielle selon l’article 23 ff. du CO). 4. Exclusion de responsabilité 4.1 Les objets sont mis aux enchères dans l’état dans lequel ils se trouvent au moment de l’adjudication. Les objets sont par définition «usés» et donc rarement en parfait état. 4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le catalogue de vente aux enchères. Les informations dans le catalogue, ainsi que dans les rapports sur l’état de conservation (condition reports) représentent uniquement une idée générale et une évaluation sans engagement de la part de Koller. La description des objets est faite en toute conscience, Koller ne peut cependant assumer aucune responsabilité pour les indications figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition, il est possible de voir les objets. Par conséquent, l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu lot avec la description de celui-ci dans le catalogue, le cas échéant en se faisant assister par un conseil techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets dans la version allemande de l’édition imprimée du catalogue (avec modifications ultérieures) s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit de faire appel à des experts ou des spécialistes de son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions. Les avis de ces spécialistes ou des expertises, les descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout autre énoncé concernant un objet (y compris des énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun casdespromessesexplicitesoutacites. 4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute responsabilité pour défauts matériels ou juridiques est exclue. Les obligations du Mandant à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la même mesure que les engagements de Koller à l’égard de l’Acheteur. 5. Participation à une vente aux enchères 5.1 La participation à une vente aux enchères en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute personne. Cependant, Koller se réserve le droit – à son libre arbitre – de refuser à toute personne l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire à toute personne la présence ou la participation à l’une de ses ventes aux enchères. 5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas personnellement connus par Koller doivent s’enregistrer 48 heures avant la vente aux enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet. L’enregistrement valablement signé devra être accompagné d’une copie du passeport de l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur, Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de celui-ci conformément aux informations fournies sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés parlasociétédecartedecrédit. 5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par Koller. 5.4 En cas d’offres pour les objets dont l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000, Koller peut demander à l’enchérisseur le virement préalable de 20% de l’estimation basse à titre de garantie. Après la vente, Koller compensera ce montant avec ses prétentions et les prétentions du Mandant et remboursera sans délai tout excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur. 6. Vente aux enchères 6.1 Koller peut commencer les enchères en- dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant. Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire. L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères doubles font l’objet d’un nouvel appel immédiat; dans les cas douteux, la direction des enchères tranche.