Auktion: 3. Juli 2020
IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auktion: 3. Juli 2020
IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE
JULI2020IMPRESSIONISMUS&KLASSISCHEMODERNE
A193
POST
WAR
CON
TEM
POR
ARY
POSTWAR&CONTEMPORARY
A193
JULI2020
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Auktion: 4. Juli 2020
A193
JULI2019SCHWEIZERKUNST
Auktion: 3. Juli 2020
SCHWEIZER KUNST
Schweiz
JULI2020GRAFIK&MULTIPLES
A193
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Auktion: 4. Juli 2020
GRAFIK & MULTIPLES
Auktion: 8. Juli 2020
ART DÉCO & ART NOUVEAU
Auktion: 8. Juli 2020
PHOTOGRAPHIE
Auktion: 9. Juli 2020
DESIGN
Auktion: 9. Juli 2020
MÖBEL
AUKTIONSPROGRAMM
AUKTION A193 - JULI 2020
POSTWAR &
CONTEMPORARY
Samstag, 4. Juli 2020
14.00 Uhr
Lot 3701 – 3792
SCHWEIZER KUNST
Freitag, 3. Juli 2020
14.00 Uhr
Lot 3301 – 3383
GRAFIK & MULTIPLES
Samstag, 4. Juli 2020
11.00 Uhr
Lot 3801 – 3904
IMPRESSIONISMUS &
KLASSISCHE MODERNE
Freitag, 3. Juli 2020
16.00 Uhr
Lot 3501 – 3558
IBID ONLINE ONLY
DESIGN
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
ART DÉCO & ART NOUVEAU
23. Juni – 8. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
PHOTOGRAPHIE
23. Juni – 8. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
POSTWAR&CONTEMPORARY
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
GRAFIKDES20./21.JH.
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
MÖBEL
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
SCHWEIZER KUNST
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
MODERNE GEMÄLDE
23. Juni – 9. Juli 2020
ürich, Schweiz
h
SCHMUCK&JUWELENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
SCHMUCK & JUWELEN
A191
ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
ARMBAND- & TASCHENUHREN
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A193as
JULI2020
Auktion: 1. Juli 2020
ASIATICA
ASIATICA
Auktion: 8. Juli 2020
FASHION & VINTAGE
Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
VORBESICHTIGUNG
Donnerstag, 25. bis Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr
SCHMUCK
Donnerstag, 2. Juli 2020
14.00 Uhr
Lot 2501 – 2659
TASCHEN- &
ARMBANDUHREN
Donnerstag, 2. Juli 2020
16.00Uhr
Lot 2801–2931
ASIATICA
HIMALAYA & CHINA
Mittwoch, 1. Juli 2020
11.00Uhr
Lot 601–731
ASIATICA
JAPAN, SÜDOSTASIEN
Mittwoch, 1. Juli 2020
14.00Uhr
Lot 732–821
IBID ONLINE ONLY
ASIATICA
23. Juni – 7. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
FASHION & VINTAGE
23. Juni – 8. Juli 2020
Alle Kataloge online:
www.kollerauktionen.ch
©2020,ProLitteris,Zurich
©SuccessióMiró/2020,ProLitteris,Zurich
©2020,ProLitteris,Zurich
Lot 3540. MARC CHAGALL
La veste rouge. 1961.
66 × 50,5 cm.
Lot 3553. GIORGIO DE CHIRICO
Piazza d‘Italia. 1945–49.
50 × 40 cm.
Lot 3527. JOAN MIRÓ.
Solitude III/III. 29.
75 × 105 cm.
	 75	 SERVICE	
									
	
	 75	 Künstlerverzeichnis	
	 76	 Adressen 	
	 82	 Auktionsbedingungen 
	 84	 Auction Conditions
	 86	 Conditions de vente aux enchères	
	 88	 Auktions-Auftrag
Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen
Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen.
EURO-Schätzungen
Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 1.05 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung.
Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken.
Impressionismus & Klassische Moderne
Lot 3501 – 3558
AUKTION
Freitag, 3. Juli 2020, 16.00 Uhr
VORBESICHTIGUNG
Donnerstag, 25. bis Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr
Zusätzliche Fotos:
www.kollerauktionen.ch
Fabio Sidler
Abteilungsleiter
Tel. +41 44 445 63 41
sidler@kollerauktionen.ch
Jara Koller
Tel. +41 44 445 63 45
jara.koller@kollerauktionen.ch
Weitere Bearbeitung: Laura Järmann und Els Oswald
Für die persönliche Teilnahme im Auktionssaal ist aufgrund der aktuellen Situation eine Reservation
erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an die Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete.
Profitieren Sie von den verschiedenen Möglichkeiten, an unseren Auktionen mitzubieten:
telefonisch, online oder per schriftlichem Auftrag.
3501
MELCHIOR LECHTER
(Münster 1865–1937 Raron/Wallis)
Blaue Blume Einsamkeit. 1892–93.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert und datiert:
MELCHIOR LECHTER / 1892–93.
106 × 74 cm (ohne Rahmen 70 × 38 cm).
Rahmen von Melchior Lechter entworfen.
Provenienz:
Julius Landmann (1877–1931), direkt vom
Künstler erhalten und durch Erbschaft an
den heutigen Eigentümer.
Literatur:
- Maximilian Rapsilber: Melchior Lechter,
in: Berliner Kunst, 3. Sonderausgabe der
Berliner Architekturwelt, Berlin 1904, S.
35 (mit Abb.).
- Pauline Lange: Melchior Lechter, in: Wes-
termanns Illustrierte Deutsche Monats-
hefte, Jg. 49, Bd. 97, Braunschweig 1905,
S. 28 (mit Abb.).
- Annegret Müller: Melchior Lechter - Le-
ben und Malerisches Werk, Dissertation,
Bochum 1981, S. 100–102 (mit Abb. S.
374).
Melchior Lechter ist zunächst als Buch-
künstler für Stefan George bekannt. Im
Zuge des ab Mitte des 20. Jh. zurück-
kehrenden Interesses für die Kunst der
Jahrhundertwende, den Symbolismus,
den Jugendstil und weitere verwandte
Richtungen, wird auch dem malerischen
Schaffen Melchior Lechters erneut Beach-
tung geschenkt.
DasvorliegendeWerkisteinbesonders
schönesBeispielvonLechtersSymbolis-
mus.InsogenanntenStimmungsbildern
behandeltermenschlicheRegungen,wobei
sieoftgeheimnisvollundnichtleichtzu
deutensind.LechterverleihtdemWerk
durchverschiedeneAttributeundGestal-
tungselementeeinensakralenCharakter:
DersymmetrischeAufbauunddiestatische
RegungslosigkeitderFrauerinnernanantike
Heiligendarstellungen.DerLorbeerkranzim
HaargilttraditionellalsSinnbilddeskünstle-
rischenRuhmes,oderderruhmvollenKunst
ansich.DieNacktheitderFrausymbolisiert
ihreReinheit.IhregrossenAugenblicken
wieLechterselbstespoetischformuliert
nachEhemalsundEinstmals.Sieverdeut-
lichenwahrscheinlichdasEntrücken,die
KontemplationderKunst,wasaberauchmit
Einsamkeiteinhergeht.DerTiteldesGemäl-
desverweistausserdemaufeinwichtiges
SymbolderRomantik:DieBlaueBlumeist
einMotiveinesRomansvonNovalis.
Passend durch die gesamtheitliche Auf-
fassung der Kunst ist auch der Rahmen
von Lechter selbst geschaffen und unter-
streicht die Symbolik zusätzlich.
Es ist äusserst selten, dass solche Werke
aus der symbolistischen Phase Lechters
angeboten werden. Die Blaue Blume
Einsamkeit stand noch nie zum Verkauf,
und ist seit ihrer Entstehung in derselben
Familie geblieben: Das Gemälde gehörte
einst Julius Landmann (1877–1931), ein
bedeutender Nationalökonom. Er war
bei der Gründung der Schweizerischen
Nationalbank wesentlich beteiligt und war
von 1906 bis 1910 deren Sekretär. Er war
mit Melchior Lechter und Stefan George
befreundet.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 2
Impressionismus  Klassische Moderne
| 3
3502*
GUSTAF FJÆSTAD
(Stockholm 1868–1948 Arvika)
Winterlandschaft. 1908.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
G. Fjæstad 08.
142,8 × 185 cm.
Provenienz:
- Auktion Dr. Fritz Nagel, Stuttgart, 1971.
- Deutsche Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
Gustaf Fjæstad wird am 22. Dezember
1868 in Stockholm geboren. Nach einem
Kunststudium assistiert er Bruno Liljefors
bei der Erstellung von Tierdarstellungen im
Biologischen Museum in Stockholm und
anschliessend Carl Larsson bei der Kom-
plettierung von Fresken im Stockholmer
Nationalmuseum. 1898 heiratet Fjæstad
die junge Künstlerin Maria Hellén. Auf der
Suche nach unberührten Landschaften,
endlosen Wäldern und glitzernden Seen
übersiedelt das Paar im selben Jahr in die
Provinz Värmland. Allmählich lassen sich
auch Künstlerfreunde des Paares am See
Racken nieder, was zur Gründung der
Künstlerkolonie Rackengruppe führt. Eine
erste öffentliche Anerkennung für seine
Landschaftsbilder erhält der schwedi-
sche Künstler 1898 bei einer Ausstellung
in Stockholm. 1908 kann er seine erste
Einzelausstellung präsentieren. Fjæstad
macht die schneebedeckten Landschaf-
ten von Värmland mit den frostbedeckten
Feldern, Seen und Bächen schon bald zu
seinem Markenzeichen. Der Künstler ent-
wickelt eine ungewöhnliche Technik, bei
der er seine Leinwände mit lichtempfindli-
chen Chemikalien beschichtet, Fotografien
darauf projiziert und diese als Leitfaden für
seine Bilder verwendet. Viele seiner Werke
sind im schwedischen Nationalmuseum,
im Toledo Museum of Art in Ohio und im
Musée d’Orsay in Paris zu bewundern.
Am 17. Juli 1948 stirbt Gustaf Fjæstad in
Arvika. Er zählt zu den führenden schwe-
dischen Malern an der Wende des 20.
Jahrhunderts.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 4
Impressionismus  Klassische Moderne
| 5
3503*
LOVIS CORINTH
(Tapiau 1858–1925 Zandvoort)
Weiblicher Akt. 1885.
Öl auf Leinwand.
Oben rechts signiert: CORINTH.
90,5 × 56 cm.
Provenienz:
- W. Becker, München.
- Frau Dr. Lippmann, Berlin.
- Dr. Walter Müller, Grube Ilse (1926).
- Privatbesitz Dresden.
- Privatbesitz Hessen.
- Deutsche Privatsammlung.
Ausstellungen:
- Berlin 1926, Lovis Corinth, Ausstellung
von Gemälden und Aquarellen zu seinem
Gedächtnis, Nationalgalerie, Nr. 11.
- Kassel 1926, Lovis Corinth, Kunstverein
Kassel, Nr. 3.
- Dresden 1927, Lovis Corinth, Gedächt-
nis-Ausstellung: Gemälde, Aquarelle,
Zeichnung, Aquarelle, Graphik, Sächsi-
scher Kunstverein, Nr. 4 (mit Abb.).
Literatur:
- Charlotte Berend-Corinth: Die Gemälde
von Lovis Corinth. Werkkatalog, München
1958, S. 56, Nr. 25 (mit Abb. S. 271).
- Alfred Rohde: Der junge Corinth, Berlin
1941, S. 50, Nr. 29 (mit Abb.).
Das vorliegende Gemälde wird im Werk-
verzeichnis als das 25. Werk Lovis Corinths
aufgeführt und gehört somit zu den frü-
hesten des Künstlers. Es ist Corinths erste
Darstellung einer weiblichen Rückansicht
und einer seiner ersten Akte überhaupt.
Corinths Faszination für den weiblichen,
nackten, und am besten üppigen Körper
begleitet den Künstler durch sein ge-
samtes Werk. Als Vorbild fungieren die
niederländischen Meister, allen voran Peter
Paul Rubens. Bereits Corinths Zeitge-
nossen bemerken die Nähe zu Rubens
und spätestens, wenn seine zahlreichen
Aktdarstellungen Charlotte Berend Co-
rinths, und die Besessenheit des Künstlers
für die Präzision der Form und die Liebe
zur weissen, glatten Haut seiner Modelle
betrachted werden, sind die Parallelen zu
Rubens Werk, die auch in unserem Gemäl-
de spürbar sind, nicht mehr zu übersehen.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 6
Impressionismus  Klassische Moderne
| 7
3504*
ARMAND GUILLAUMIN
(Paris 1841–1927 Orly)
Le quai Saint Bernard, Paris. Um 1880.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Guillaumin.
38 × 55 cm.
Die Authentizität des Werks wurde vom
Comité Guillaumin bestätigt, Paris, 14.
Februar 2013. Es wird in den zweiten Band
des sich in Vorbereitung befindenden
Werkverzeichnisses aufgenommen.
Provenienz:
- Privatsammlung Paris.
- Privatsammlung Frankreich, durch Erb-
schaft.
- Auktion Artcurial, Paris, 27. März 2013,
Los 260.
- Deutsche Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
CHF 9 000 / 12 000
(€ 8 570 / 11 430)
| 8
Impressionismus  Klassische Moderne
3505*
ALBERT LEBOURG
(Montfort-sur-Risle 1849–1928 Rouen)
Paysage.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: A. Lebourg.
55 × 74 cm.
Wir danken François Lespinasse für die
Bestätigung der Authentizität des Werks,
September 2019.
Provenienz:
- Auktion Sotheby's, New York, 9. Septem-
ber 2006, Los 36.
- Privatsammlung USA, an obiger Auktion
erworben.
- Privatsammlung Deutschland.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 9
3506
PIERRE-AUGUSTE RENOIR
(Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer)
Dans le jardin des Collettes à Cagnes.
Um 1910.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Renoir.
30,5 × 42,5 cm.
Dieses Werk wurde dem Comité Renoir
des Wildenstein-Plattner-Instituts (WPI)
bei seinem virtuellen Treffen im April 2020
vorgestellt. Es wird in den demnächst
erscheinenden Renoir Digital Catalogue
Raisonné aufgenommen.
Provenienz:
- Ludwig Bersch, Zürich.
- Schweizer Privatsammlung, durch Erb-
schaft von obigem.
Literatur:
Ambroise Vollard: Tableaux, Pastels et
Dessins de Pierre-Auguste Renoir, Paris
1918, Bd. II, S. 161 (mit Abb.).
1907 kauft Renoir das Anwesen Les
Collettes in Cagnes am Mittelmeer in der
Nähe von Nizza. Im Herbst 1908 zieht
er dorthin um. Das Anwesen mit seinem
malerischen Bauernhaus, seinen Oliven-
und Orangenhainen und dem Ausblick
auf die hügelige Landschaft bietet dem
Künstler wichtige Motive für seine späten
Landschaften. In diesen gelingt es Renoir,
ein ähnlich silbernes Licht zu erzeugen wie
es Camille Corot, den er sehr verehrt, in
seinen Landschaften Frankreichs um 1850
darstellt. Das hier angebotene Gemälde ist
ein besonders schönes Beispiel, stimmig
abgeschlossen und daher im Gegensatz
zu vielen anderen späten Landschaften
handsigniert.
CHF 150 000 / 250 000
(€ 142 860 / 238 100)
| 10
Impressionismus  Klassische Moderne
| 11
3507
MAX LIEBERMANN
(1847 Berlin 1935)
Blumenbeet im Garten des Künstlers.
Pastell auf Papier.
Unten rechts signiert: MLiebermann.
31 × 37,5 cm.
Der Erlös der Versteigerung des Werks
geht zugunsten der Hilfsorganisation
Médicament Pour Tous.
Provenienz:
- Galerie Abels, Köln (verso mit Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
Das hier dargestellte Beet dürfte die
Blumenterrasse im Wannseegarten nach
Nord-Osten darstellen. Die Bepflanzung
mit blauen Stiefmütterchen deutet darauf
hin. Es gibt andere Gemälde und Pastelle,
die das Blumenbeet aus anderen Sicht-
winkeln zeigen. Diese sind alle im Frühling
entstanden. Das Pastell ist sehr gut erhal-
ten und besticht durch seine leuchtenden
Farben und eine intensive Strichführung.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 23 810 / 33 330)
| 12
Impressionismus  Klassische Moderne
| 13
3508*
MAX LIEBERMANN
(1847 Berlin 1935)
Garten mit Palmenkübel und zwei
weibliche Figuren. 1908.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: M. Liebermann.
53 × 64 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Prof. Dr. Matthias Eberle, Max Liebermann
Archiv, bestätigt, Berlin, 21. März 2016. Es
wird unter der Nummer 1908/36a in den
Nachtrag des Werkverzeichnisses aufge-
nommen.
Provenienz:
- Privatbesitz Wien.
- Privatsammlung Deutschland.
Ausstellung:
Kopenhagen 2019, Hans Purrmann. Kolo-
rist der Moderne, GL Strand, 27. April–15.
September 2019; diese Ausstellung reiste
weiter nach: Heilbronn 2019, Städtisches
Museum Heilbronn, 19. Oktober–9. Febru-
ar 2020.
Gärten sind für Max Liebermann eine
Quelle unendlicher Inspiration. Hundert
Bilder könnte man hier malen… ruft er aus,
als er mit seinem Freund, dem Direktor der
Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark,
einen Bauerngarten besucht.
Dieses wohl um 1908 erschaffene Gemäl-
de ist eine der frühesten Gartenansichten
Max Liebermanns. Um die Jahrhundert-
wende lässt der Maler die starke soziale
Note seiner Werke etwas ausklingen und
widmet sich nun immer mehr der Por-
trätmalerei und auch anderen Motiven,
wie zum Beispiel Sportszenen, Badenden
und Reitern am Strand. Der Garten als
Motiv entdeckt er erst als sechzigjähriger
im Jahre 1908 im holländischen Badeort
Noordwijk. Hier entstehen viele Werke am
Strand, aber auch einige wenige eines wohl
privaten Gartens.
Im folgenden Jahr, also 1909 erwirbt
Liebermann ein Landstück am Wannsee,
und 1910 lässt er den Garten seines neuen
Landsitzes, der Wannsee-Villa, die er sein
Schloss am See und Klein-Verseille
nennt, von Alfred Lichtwark anlegen. Etwa
acht Jahre später, während des Kriegs, wird
dieser Garten dann für Liebermann zum
zentralen Thema seines Schaffens.
Ihn interessiert das Verhältnis des
Menschen zur Natur. Es geht ihm dabei
wie auch bei anderen Motiven seines
Schaffens um den Ausgleich. Der Mensch
soll sich der Schwachen annehmen, das
Starke, zu dem auch die Natur zählt, soll er
bändigen. Der Garten bedarf der verständ-
nisvollen und fürsorglichen Pflege, ohne
die alles überwuchert und dem Menschen
dadurch der Platz streitig gemacht würde.
Das vorliegende Werk ist den ersten in
Noordwijk entstandenen Gartenansichten
sehr ähnlich und könnte daher ebenfalls in
diesem Kontext entstanden sein. Farb-
ton, Bepflanzung des Gartens sowie die
Wegführung ist vergleichbar. Jedoch passt
das rotbraune Gebäude im Hintergrund
nicht ganz zum holländischen Badeort,
weswegen Matthias Eberle als möglich er-
achtet, dass dieses Werk im Frühjahr 1909
im Süden entstanden ist, als Liebermann
mehrere Wochen in Italien verbringt. So
könnte es sich hier um einen Hotelgarten
in Florenz oder Rom handeln.
CHF 300 000 / 500 000
(€ 285 710 / 476 190)
| 14
Impressionismus  Klassische Moderne
| 15
3509
MAX LIEBERMANN
(1847 Berlin 1935)
Holländisches Interieur - Stopfende alte
Frau am Fenster. Um 1885–1900.
Aquarell und Gouache auf Papier.
Oben rechts signiert: MLiebermann.
39,3 × 31 cm.
Wir danken Frau Margreet Nouwen für die
Bestätigung der Authentizität des Werks,
Februar 2020.
Provenienz:
- (wohl) Galerie Commeter, Hamburg (vor
1932).
- Privatsammlung Deutschland, wohl bei
obiger Galerie erworben.
- Privatsammlung Schweiz, durch Erb-
schaft an die heutigen Eigentümer.
Von dem bedeutenden Motiv der stopfen-
den Frau gibt es ein wichtiges, in der Litera-
tur sehr oft erwähntes und reproduziertes
Gemälde, welches im Sommer 1880 im
Dorf Dongen in Holland entsteht. Dieses
zählt zu einem der bekanntesten Werke
Max Liebermanns. Es sind auch einige
Skizzen und Vorstudien dazu erhalten. Die
hier angebotene, sehr ausführliche Papier-
arbeit ist eine Nachfassung, die wohl in den
1890er-Jahren entstanden ist.
Das hereinflutende Licht und der Ausblick
auf die leuchtend grüne Natur draussen
schaffen eine Atmosphäre, die Mensch
und Umgebung zu einer Einheit werden
lässt. Zwar ist alles auf die Arbeit bezogen,
dennoch regt das Werk die Phantasie des
Betrachters an. Der Blick schweift durch
das Zimmer, zu den auf der Fensterbank
und auf dem Stuhl liegenden Nähutensili-
en. Das Gemälde erzählt eine Geschichte.
Liebermann schafft dabei eine gekonnte
Bildkomposition, die sich an den Vorbildern
der niederländischen Malerei des Golde-
nen Zeitalters orientiert. Die Behandlung
des Lichts ist wohl besonders Werken
von Frans Hals, Peter de Hooch und Jan
Vermeer nachempfunden, die Liebermann
in dieser Zeit sehr beeinflussen. Jedoch
fehlen die Symbolik und die gepflegte Bür-
gerlichkeit der holländischen Vorbilder.
Liebermann wählt nicht ein bürgerliches,
sondern ein einfaches, ländliches Motiv.
Hans Rosenhagen beschreibt das Bild sehr
treffend: Man sieht schon, dass sie eine
arme Frau ist, aber niemand wird verlei-
tet, sie für besonders bedauernswert zu
halten. Sie ist weder mit den Augen eines
Mitleidigen, noch mit denen eines Spötters
gesehen. Das ist das Leben, das Schwers-
te und das Selbstverständlichste in seiner
Erscheinung. Anstatt unser Gefühl für die
bedürftige Armut anzuregen, lässt Lie-
bermann sie arbeiten und zeigt, wie selbst
in der traurigsten Hütte die Natur für den,
der sehen kann, tausend Schönheiten aus-
breitet. (Hans Rosenhagen, Liebermann,
Leipzig 1900, S. 28).
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 16
Impressionismus  Klassische Moderne
| 17
3510*
GUSTAVE LOISEAU
(1865 Paris 1935)
Peupliers au bord de l'Eure. 1900.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
G. LoisEAU 1900.
65,5 × 82 cm.
Wir danken Didier Imbert für die Bestäti-
gung der Authentizität des Werks, Paris,
14. Februar 2020. Das Gemälde wird in den
sich in Vorbereitung befindenden Cata-
logue raisonné aufgenommen.
Provenienz:
- Privatsammlung Frankreich, in den
1930er-Jahren in Paris gekauft.
- Privatsammlung Portugal, von obigem
erworben und durch Erbschaft an den
heutigen Besitzer.
Gustave Loiseau zählt zu den bedeu-
tendsten französischen Post-Impres-
sionisten, dessen Landschaftsdarstel-
lungen und Pariser Stadtszenen auf
seine Betrachter eine grosse Faszination
ausüben. Er malt mit einer leuchtenden
Farbpalette, einem pastosen Farbauftrag
und einer impressionistischen Motivwahl.
So sucht er sich ähnlich wie einst Alfred
Sisley schöne Orte entlang von Flussufern,
welche ihm an verschiedenen Tageszeiten
und durch unterschiedliche Wetterlagen
diverse, eindrückliche Stimmungen bieten,
die es einzufangen gilt. Sein Malduktus
besteht dabei nicht wie bei Paul Signac aus
streng gesetzten, gleichförmigen Punkten,
sondern aus unterschiedlichen, dynami-
schen Strichen, welche die Bewegungen
der gemalten Wasseroberfläche, oder der
sich im Wind bewegenden Äste und Blätter
der Bäume wiedergeben.
Ab 1899 malt Loiseau Uferlandschaften
mit Pappeln an der Eure in Saint-Cyr-du-
Vaudreuil. In Stil und Motiv nähert er sich in
dieser Zeit stark Claude Monet an. Das hier
angebotene auf 1900 datierte Gemälde
gehört zu dieser bedeutenden Werkgrup-
pe. Hier wählt er einen klaren, sonnigen Tag
mit sehr starken Lichteffekten. Die durch
kontrastreiche Abhebungen und weisse
Striche betonten Lichtreflexionen auf
dem Wasser und im Blattwerk der Bäume
wirken sehr kräftig, so dass der Betrach-
ter sich tatsächlich fast geblendet fühlt.
Auch erzielt Loiseau durch die gesetzten
Striche eine Dynamik. Das Bild wirkt nicht
statisch, sondern vermittelt das Fliessen
des Wassers und das Rauschen der Bäume
und Sträucher.
Solche Uferlandschaften mit Pappeln ge-
hören zu denjenigen Werken, die aufgrund
ihrer intensiven visuellen Wirkung die
höchsten Preise auf dem Auktionsmarkt
erzielen.
CHF 150 000 / 250 000
(€ 142 860 / 238 100)
| 18
Impressionismus  Klassische Moderne
| 19
3511*
LOUIS RHEINER
(Genf 1863–1924 Cannes)
Cannes. 1902.
Pastell auf Papier.
Unten rechts bezeichnet, signiert und
datiert: Cannes / L. Rheiner 1902.
65 × 50 cm.
Provenienz:
Deutsche Privatsammlung.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 380 / 3 330)
3512*
ANDRÉ LHOTE
(Bordeaux 1885–1962 Paris)
Vue d'une église. September 1921.
Aquarell auf Papier.
Unten rechts signiert und datiert: A.Lhote.
Sept. 1921, sowie mit Widmung: A Ma-
dame Supervielle, en hommage de sa
respectueuse amitié.
Die Authentizität des Werks wurde von
Dominique Bermanne-Martin bestätigt.
Provenienz:
- Jules Supervielle (1884–1960).
- Französische Privatsammlung.
- Deutsche Privatsammlung.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 20
Impressionismus  Klassische Moderne
3513*
HIPPOLYTE PETITJEAN
(Maçon 1854–1929 Paris)
Conversation dans un jardin.
Aquarell und Gouache auf Papier.
Unten rechts signiert: Petitjean.
47,3 × 30,5 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Stephane Kempa bestätigt, 10. Juni 2018.
Provenienz:
Deutsche Privatsammlung.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 21
3514*
RAOUL DUFY
(Le Havre 1877–1953 Forcalquier)
Saint-Jeannet. 1920–25.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Raoul Dufy.
46 × 55cm.
Provenienz:
- Auktion, Paris. 1926, Nr. 41.
- Auktion, Stuttgart, 27.–28. November
1956, Nr. 243.
- Deutsche Privatsammlung.
Literatur:
Maurice Lafaille: Raoul Dufy. Catalogue
raisonné de l'œuvre peint, Genf 1973, Bd.
II, S. 144, Nr. 585 (mit s/w Abb.).
Saint-Jeannet ist ein schönes Dorf im
Süden Frankreichs, nähe Vence in den
Alpes-Maritimes. Es befindet sich auf
halber Höhe eines Hügels. Raoul Dufy
malt während verschiedener Kurzbesuche
zwischen 1920 und 1927 mindestens 11
Ölgemälde des Dorfes sowie ungefähr die
gleiche Anzahl Aquarelle. Die malerische
Landschaft mit den Weinbergen und den
schönen Häusern inspiriert Dufy, wes-
wegen ihn der Ort immer wieder anzieht.
Ab Anfang/Mitte der 20er-Jahre beginnt
Dufys grosser Durchbruch zum anerkann-
ten Künstler. Sein Stil ist nun etabliert. Das
vorliegende Werk entsteht zu dieser Zeit
und zeigt eine im Vergleich nahe Ansicht
des Dorfhügels. In bereits gesichertem Stil
schafft Dufy eine dynamische Landschaft,
indem er seine einzelnen Striche bewusst
einsetzt und einen fantastischen Blick auf
das Dorf und dessen Umgebung wieder-
gibt.
CHF 50 000 / 80 000
(€ 47 620 / 76 190)
| 22
Impressionismus  Klassische Moderne
| 23
3515*
JEAN DUFY
(Le Havre 1888–1964 Boussay)
Montmartre, rue Norvins.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Jean Dufy.
38 × 46 cm.
Wir danken Jacques Bailly für die Bestä-
tigung der Authentizität des Werks, Mai
2020.
Provenienz:
Deutsche Privatsammlung.
Nach dem Ersten Weltkrieg lässt sich
Jean Dufy auf dem Montmartre nieder, wo
Braque sein Nachbar ist. Das dortige Um-
feld inspiriert den Künstler sehr. Die Liebe
des aus Le Havre stammenden Malers
wird fortan die Stadt Paris sein. Wie seine
Zeitgenossen Utrillo, Chagall und Marquet
schafft Jean Dufy in einem sich ständig
erneuernden kreativen Prozess und in
seinem typischen, freien Duktus viele An-
sichten der Seinestadt und deren zahlrei-
chen Sehenswürdigkeiten. Vor allem vom
Montmartre und dessen Wahrzeichen, der
Sacré-Cœur, sind Motive, dessen er sich
immer wieder annimmt.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 570 / 47 620)
| 24
Impressionismus  Klassische Moderne
| 25
3516
VACLAV ŠPÁLA
(Zlunice 1885–1946 Prag)
Skála a řeka (Felsen und Fluss). 1942.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: VSpala 42.
Verso auf dem Keilrahmen mit Inventar-
nummer: (1523).
38,5 × 50,5 cm.
Das Gemälde wird im Werkverzeichnis
des Künstlers unter der Nummer 1523
aufgeführt.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
Der in der Tschechei geborene Maler
und Illustrator Vaclav Špála ist einer der
bedeutendsten Künstler der tschechi-
schen Avantgarde. Špála studiert an der
Akademie der Künste in Prag und besucht
1905 in der Galerie Manes die anregende
Ausstellung zu Edvard Munch. Daneben
werden auch Gemälde der Fauvisten und
der Kubisten gezeigt, die einen starken
Einfluss auf Špálas Werk haben werden.
1911 wird er Mitbegründer der Gruppe der
bildenden Künste und 1918 der Künstler-
gruppe Tvrdošíjní (Die Sturen).
Ab 1920 malt Špála in seinem typischen
Stil. Zuerst beeinflusst von den Fauvisten,
ist sein Spätwerk in der Form stark vom
Kubismus geprägt. Einfach konturierte
Räume gibt er mit breiten Farbstrichen
wieder. Auch die Farbwahl ist bei Špála sehr
markant und fast ausschliesslich auf Blau,
Rot und Weiss reduziert. Nach 1923 kon-
zentriert sich Špála hauptsächlich auf das
Stillleben und die Landschaftsmalerei.
Das vorliegende Werk ist zum Spätwerk
des Künstlers zu zählen und zeigt die
Ansicht eines Flusses in der Nähe von
Berounka und Otava sowie einen markan-
ten Felsen. Die Ortschaft dort wird von
Špála in mehreren Gemälden, bereits ab
den 1930er-Jahren dargestellt und muss
ihm ein beliebtes Sujet gewesen sein.
Vaclav Špála zählt zu den Klassikern der
tschechischen Malerei, ohne den keine
Sammlung der tschechischen Moderne
vollständig wäre, hat aber auch im interna-
tionalen Diskurs seinen Platz eingenom-
men. So schreibr Prof. Matějček über die
Arbeit von Špála:
 … der Künstler spricht über seine Lein-
wände zu uns. Sein gereiftes Werk, dessen
Ursprung regional ist und von der Sprache
seines Volkes zeugt, hat sich innerhalb der
internationalen Kunstwelt durchgesetzt.
(übersetz aus dem Tschechischen).
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 570 / 47 620)
| 26
Impressionismus  Klassische Moderne
| 27
3517
JOSEPH CZAPSKI
(Prag 1896–1993 Maisons-Laffitte)
Jardin des Tuileries. 1967.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
J. CZAPSKI 67.
81 × 60 cm.
Provenienz:
- Galerie Plexus, Renée Aeschlimann,
Chexbres (verso mit Stempel).
- Privatsammlung Genf.
Literatur:
Wojciech Karpinski: Portrait de Czapski,
Lausanne 2003, S. 193 (Beschreibung wohl
dieses Gemälde).
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
3518
GUILLERMO WIEDEMANN
(München 1905–1969 Key Biscayne)
Nymphas. 1949.
Öl auf Leinwand, auf Holz.
Unten rechts signiert und datiert: Wie-
demann / 1949. Verso betitelt und mit
Massangaben.
100 × 70 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung Deutschland.
- Schweizer Privatsammlung, durch
Erbschaft an die heutigen Eigentümer.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 28
Impressionismus  Klassische Moderne
| 29
3519
ALBERT MARQUET
(Bordeaux 1875–1947 Paris)
Arbre en fleurs devant Alger. Um 1943.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: marquet.
44 × 60 cm.
Provenienz:
- Auktion Drouot, Paris, 28. Januar 1946,
Nr. 51.
- Atelier Matignon, Paris, um 1985.
- Paul Vallotton, Lausanne (verso mit
Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
Literatur:
Jean-Claude Martinet und Guy Wilden-
stein: Marquet. L'Afrique du Nord. Cata-
logue de l'Œuvre peint, Paris 2001, S. 310,
Nr. I-411 (mit Abb.).
Albert Marquet lernt 1920 auf einer seiner
ersten Reisen nach Nordafrika Marcelle
Martinet kennen. Sie ist eine Französin,
die in Algerien aufgewachsen ist und dort
lebt. Drei Jahre später heiraten die beiden.
Sie verbringen seither die Winter in der
Heimat Marcelles und sind in Paris und
Algier zuhause. Für den Maler sind diese
Aufenthalte in Algerien sehr inspirierend,
seine Malerei wird stark davon geprägt.
Während des Zweiten Weltkriegs bleiben
Albert und Marcelle Marquet in Algier: 1941
kaufen sie etwas ausserhalb der Stadt ein
Landstück namens Djenan Sidi Saïd, wel-
ches Marcelle mit Garten des glücklichen
Herrn übersetzt. Hier entsteht eine kleine
bedeutende Serie von Gemälden Mar-
quets. Marcelle beschreibt ihr Refugium,
die üppige Vegetation des Gartens und
den Blick auf die Stadt wie folgt:
Akanthusgewächse mit grossen glasier-
ten Blättern bedeckten den Hang des
Weges, dem wir folgen mussten, um zu ei-
ner alten Steintreppe zu gelangen, die ein
wenig zerfallen war und von grossen hellen
und grünen Agaven mit triumphierenden
Kurven dominiert wurde. Wir errichteten
eine grosse blumengeschmückten Ter-
rasse, von der aus wir das letzte Viertel der
Stadt und das Meer sehen konnten, und
um uns herum Akanthus, weisse Gänse-
blümchenbeete, kräftige Geranien, die an
den Wänden kletterten, Aronstabhecken,
Efeu und Glyzinien, die man in Schach hal-
ten sollte, rosa Bäume, deren Namen wir
nicht kennen, Obstbäume aller Art und, als
Hüter dieser Fülle und dieser Verheissun-
gen, einige hohe und dunkle Zypressen
(aus dem Französischen, Marcelle Marquet:
Marquet. Voyages, Lausanne 1968, S. 60).
CHF 60 000 / 80 000
(€ 57 140 / 76 190)
| 30
Impressionismus  Klassische Moderne
| 31
3520*
HENRI MARTIN
(Toulouse 1860–1943 Labastide-du-Vert)
Pergola Nord-Ouest de Marquayrol en fin
d'automne. 1910–20.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Henri Martin.
68,5 × 82 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Cyrille Martin bestätigt, Neuilly sur Seine,
12. Januar 2017.
Provenienz:
- Galerie Félix Vercel, Paris.
- Privatsammlung Caracas, am 25. Mai
1971 in obiger Galerie erworben.
- Privatsammlung Deutschland.
Nach 10 Jahren auf der Suche nach dem
perfekten Landhaus kauft Henri Martin im
Jahr 1900 im Alter von 40 Jahren das aus
dem 17. Jahrhundert stammende grosse
Haus Marquayrol im Dorf Labastide du
Vert im Lot im Südwesten Frankreichs. Das
Haus und die Region werden zu Martins
Sommerurlaubsort, wo er sich zwischen
Mai und November aus der Grossstadt
Paris zurückzieht, um die Gelassenheit der
Natur zu geniessen.
Das auf einem Hügel stehende Haus mit
grosser Terrasse und Blick auf das Dorf
und das umliegende Tal wird zu Martins
wichtigster Inspirationsquelle und beein-
flusst seinen Stil nachhaltig. Anders als
in Paris herrscht hier ein südliches Licht,
welches den Künstler inspiriert und sein
Auge anregt. Die friedliche Umgebung
zusammen mit Natur und Licht wird zu
Martins bevorzugtem Sujet und bleibt es
für mehr als 40 Jahre lang. Dieser Umzug
zum Lot im Alter von 40 Jahren stellt einen
entscheidenden Wendepunkt in seinem
künstlerischen Schaffen dar. Musen und
Leiern verschwinden von seinen Leinwän-
den und er wagt es, sich täglich mit dem
Licht des Südens auseinanderzusetzen
(C. Juskiewenski, Henri Martin 1860–1943
(Ausstellungskatalog), Cahors  Toulouse
1993, S. 98).
Zu beiden Seiten des Anwesens befindet
sich eine Laube, eine kleine Pergola, la
petite, und eine grössere, la tonnerelle. In
dem vorliegenden Werk, welches in den
1920er-Jahren entsteht und ein schönes
Beispiel für den reifen Stil Martins ist, wird
die grosse Pergola La tonnerelle abgebil-
det. Die Darstellungen der Pergola greift
Martin während der ganzen Sommer- und
Herbstmonate wieder auf, so dass sich die
Farben der Blätter im Verlauf der Bilderzy-
klen ändern. Das herbstliche Rot, welches
unser Bild beherrscht, symbolisiert das
Ende der warmen Jahreszeit und die baldi-
ge Rückkehr Martins nach Paris.
Henri Martin war zweifellos ein Impressi-
onist und einer, der die tiefste Sensibilität
besass, die sicherlich der von Monet ent-
sprach, den er am meisten bewunderte.
Dank ihrer höchsten Sensibilität und nicht
durch die Erforschung eines technischen
Verfahrens ist ihre Interpretation der Natur
sicherlich eine poetische, von tausend Far-
ben gefärbte Evokation, die man zweifellos
als Kunstwerk bezeichnen kann. Seine Pa-
lette ist eine Verzauberung. Viele verschie-
dene Vermischungen von Farben ergeben
eine seltene und reiche Harmonie... Und
es ist viel schwieriger, eine gute Harmo-
nie der Farben zu finden, wenn man die
Natur darstellt, als einige schöne Farben
zusammenzustellen, die nichts darstellen.
Hierin liegt die Gabe der Impressionis-
ten, und deshalb gibt es so wenige (Jac
Martin-Ferrières, Henri Martin, Paris 1967,
S. 35–42).
CHF 120 000 / 180 000
(€ 114 290 / 171 430)
| 32
Impressionismus  Klassische Moderne
| 33
3521
PAUL SIGNAC
(1863 Paris 1935)
La Tour d'Arundelle (Sable d'Olonne). Um
1925.
Aquarell und schwarzer Farbstift auf Papier.
Verso mit Stempelsignatur: P. Signac.
14 × 10 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
Marina Ferretti bestätigt, Paris, 19. Okto-
ber 2016.
Provenienz:
- Galerie Frost and Reed, London 1998.
- Privatbesitz Genf.
- Auktion Koller, Zürich, 2. Dezember 2016,
Los 3210.
- Privatbesitz Schweiz, an obiger Auktion
erworben.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
3522
HERMANN MAX PECHSTEIN
(Zwickau 1881–1955 Berlin)
Päonien mit Margritten. 1926.
Aquarell und Bleistift auf Papier.
Unten rechts signiert und datiert: HM-
Pechstein 1926. Rückseitig betitelt:
Päonien mit Margritten. 60 × 49 cm.
Wir danken Julia Pechstein für die Bestä-
tigung der Authentizität des Werks, Mai
2020. Es ist im Archiv der Max Pechstein
Urheberrechtsgemeinschaft dokumentiert.
Provenienz:
- Privatsammlung Deutschland, 1989
erworben.
- Auktion Koller, Zürich, 8. Dezember 2004,
Los 346.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 34
Impressionismus  Klassische Moderne
| 35
3523*
HERMANN MAX PECHSTEIN
(Zwickau 1881–1955 Berlin)
Fischerfrauen. Um 1920.
Öl auf Karton.
Oben links signiert: HMPechstein.
52,2 × 45,9 cm
Provenienz:
- Carl Steinbart, Berlin, um 1920 direkt
beim Künstler erworben.
- Irmgard Bender (geb. Steinbart), Berlin/
Bad Godesberg, 1923 durch Erbschaft
von obigem erhalten.
- Privatsammlung Deutschland, vor 1976
bei obiger erworben.
Literatur:
Aya Soika: Max Pechstein. Das Werkver-
zeichnis der Ölgemälde, München 2011,
Bd. II, S. 198, Nr. 1920/12 (mit Farbabb.).
Im Jahr 1909 reist Hermann Max Pech-
stein zum ersten Mal in das ostpreussische
Fischerdorf Nidden auf der Kurischen
Nehrung. Dort wird er Teil der Künstler-
kolonie Nidden, dessen Zentrum das
Gasthaus Blode ist, wo gemalt und über
Kunst diskutiert wird. Pechstein gefällt es in
dem ruhigen Fischerdorf und er fühlt sich
den einheimischen Fischern und Arbei-
tern verbunden. Das abgelegene und von
jeglichem Tourismus fernbleibende Dorf
wird zum liebsten Sommerurlaubsort des
Künstlers. Eine ländliche Idylle, in der er der
wilden Metropole Berlin entfliehen und in
die Natur eintauchen kann. Hier findet er
auch die Symbiose zwischen Mensch und
Natur. Pechstein hegt eine Faszination
für den einfachen und ehrlichen Arbeiter,
der sein Brot unter harten und schweren
Bedingungen verdient. Dazu gehören
die Fischer des Dorfes, die auf ihn einen
prägenden Eindruck hinterlassen und
denen er zeitlebens versucht eine würdige
Darstellung in seiner Kunst zu geben.
Pechstein verbringt 1920 seinen fünften
Sommer in Nidden. Ende April reist er
von Berlin ab und widmet sich nach einer
längeren Schaffenspause wieder der
Malerei. Jetzt habe ich mich entschlossen
in Nidden nochmals den Kampf mit dem
Wald und dem Meer aufzunehmen, um
dann erleichterter nach dem Süden zu
schauen und ihm meine nächsten Jahre
zu widmen (aus einem Brief vom 7. März
1920). Während dieser Zeit entsteht die
Gemäldefolge Fischerleben, eine aus
rund 16 Gemälden bestehende Serie, die
das Leben und den Alltag der Fischer im
Dorf zeigt. Es ist anzunehmen, dass auch
unser vorliegendes Werk Fischerfrauen in
diesen Zyklus einzuordnen ist.
Obwohl sich Pechstein erst nach dieser
Serie dem Süden widmen möchte, ist die
Inspiration vergangener Südseeaufent-
halte bereits stark in seinem Stil verankert,
was auch in Fischerfrauen unverkennbar
ist. Pechstein schreibt am 21. August 1920
an Edouard Plietzsch: Verspreche mir,
durch die Arbeit an den Fischerbildern,
welche eine Zwischenstufe zu dem ‘Vater
Unser’ darstellen allerhand Nützliches zu
lernen und für die Endarbeit zu profitieren.
Zwischen diesem Quälen und Zerbeissen
meiner selbst, habe (ich) mit viel Freude 3
Bilder gemalt, welche eine Art wehmütiger
Erinnerungsdank an die versunkene Pracht
der Südsee darstellen.
Die beiden Fischerfrauen, die im Vorder-
grund des Gemäldes sitzen, schauen auf
die raue See hinaus, dem Fischerboot und
ihren Männern nach, welche sich durch die
tobenden Wellen kämpfen. Im für Pech-
stein typischen expressionistischen Stil,
dem kantigen, rauen Strich in Kombination
mit der stillen Dramatik einer Unendlichkeit
des Meeres, vermag es der Künstler dem
Betrachter einen kurzen, aber ehrlichen
Einblick in das Leben zweier Fischerfrauen
zu geben.
CHF 220 000 / 280 000
(€ 209 520 / 266 670)
| 36
Impressionismus  Klassische Moderne
| 37
3524
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Fauchende Katze. Um 1930.
Kohle auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel und der
Nummerierung K Da/Bm 69.
37,8 × 49,5 cm.
Provenienz:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit
Etikett).
- Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (verso
mit Etikett).
- Kunsthandel online by Bromer art
collection.
- Schweizer Privatsammlung, bei obigem
erworben.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
3525
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Katze am Ofen. Um 1930.
Kohle auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel und der
Nummerierung K Da/Bm 76.
38,7 × 48,8 cm.
Provenienz:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit
Etikett).
- Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (verso
mit Etikett).
- Kunsthandel online by Bromer art
collection.
- Schweizer Privatsammlung, bei obigem
erworben.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 38
Impressionismus  Klassische Moderne
3526
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Katzenmutter und Junges I. Um 1930.
Kohle auf Papier.
Verso mit dem Nachlassstempel und der
Nummerierung K Da/Bm 65.
33,2 × 48,5 cm.
Provenienz:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit
Etikett).
- Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad
(verso mit Etikett).
- Kunsthandel online by Bromer art
collection (verso mit Etikett).
- Schweizer Privatsammlung, bei obigem
erworben.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 39
3527*
JOAN MIRÓ
(Montroig b. Barcelona 1893–1983 Palma
de Mallorca)
Solitude III/III. 29. April 1960.
Öl und Kohle auf Karton.
Unten links signiert: Miró. Verso signiert,
datiert und betitelt: MIRÓ. /29/4/60 /
Solitude III/III.
75 × 105 cm.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- Galerie Lelong, Paris.
- Pierre Matisse Gallery, New York (verso
mit Etikett).
- Acquavella Galleries, New York.
- Galerie Michael Haas, Berlin/Zürich.
- Schweizer Besitz, in obiger Galerie
erworben.
Ausstellungen:
- New York 1965, Cartones, Pierre Matisse
Gallery, Nr. 5.
- New York 1972, Joan Miró: Magnetic
Fields, The Solomon R. Guggenheim
Museum, Nr. 38 (mit Abb. S 129).
- Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael
Haas, 16. März–21. April 2012.
- Lindau 2013, Miró Sternennächte, Roland
Doschka, Stadtmuseum Lindau (mit Abb.
S.70–71).
Literatur:
- Jacques Dupin und Ariane Lelong-
Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné,
Drawings, Bd. IV: 1959–1968, Paris 2002,
S. 345, S. 25, Nr. 1011 (mit Farbabb.).
- Magrit Rowell: Joan Miró.
Peinture=Poesie, Paris 1976, S. 102.
- Jacques Dupin: Miró, Paris 1961, S. 552,
Nr. 905 (mit s/w Abb.).
In seiner 1961 erschienen Monographie zu
Leben und Werk von Joan Miró beschreibt
Jacques Dupin die drei Werke mit Titel
Solitude, von denen wir das Dritte an-
bieten, wie folgt: Die sehr vereinfachten,
sensiblen Zeichen scheinen über trennen-
de Leeren und über Flecken und Wolken
hinweg, die sie einkreisen und ersticken,
einander zu antworten. Diese Zeichen
oder besser Vor-Zeichen, die sich jeder
Bindung und Gliederung entziehen, bilden
eine Art Lücken-Schrift, ähnlich vielleicht
der Zwölftonmusik, die der Maler in den
letzten Jahren häufig hörte. (…) Es ist kein
Zufall, dass diese Zeichnung besonders
auf drei Kartons mit dem Titel 'Einsam-
keit' erscheint, denn die Empfindungen,
die sie wecken, entsprechen dem Sinn
des Wortes. Jedes dieser verstreuten,
winzigen Vor-Zeichen ist in erster Linie ein
Zeichen des Menschlichen, einsam und
von den Elementen bedroht – doch als
schriftliches Geständnis seiner Schwäche
und Angst bezeugt es durch seinen klaren
und geschmeidig festen Strich zugleich
die Entschlossenheit, sich zu wehren und
durchzuhalten. (Jacques Dupin, Joan
Miró, Leben und Werk, Köln 1961).
Bei unserer Version III/III ist besonders
die Spur aus kleinen schwarzen Punkten
auffällig: Eine sehr ähnliche Anordnung in
horizontaler Linie verwendet Miro nur ein
Jahr später in einem seiner berühmtesten
Werke Bleu II, zweiter Teil eines grossen
Triptychons, das sich heute im Musée d’Art
Moderne im Centre Pompidou in Paris
befindet.
CHF 320 000 / 380 000
(€ 304 760 / 361 900)
3527 (Verso)
| 40
Impressionismus  Klassische Moderne
| 41
3528
SALVADOR DALÍ
(1904 Figueres 1989)
Portrait aux signatures - Illustration pour
La Vida es un Sueño (1973). 1966.
Tusche, Filzstift und Collage auf Papier
(2 Bögen).
Unten rechts signiert und datiert: Dalí /
1966. 39,2 × 29,3 cm.
Eine Abbildung dieses Werks ist im Archiv
Descharnes unter der Nummer d2576
registriert.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, durch Erb-
schaft an die heutigen Besitzer.
Ausstellung:
Hamburg1977/78,Dalí,SammlungLevy,1.
Oktober1977–7.Januar1978,Nr.33(mitAbb.).
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
3529
SALVADOR DALÍ
(1904 Figueres 1989)
España. Um 1965.
Acryl, Tusche und Collage auf Karton.
Unten rechts signiert: Dalí.
69 × 49,2 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
von Robert Descharnes bestätigt, 24. No-
vember 1989. Es ist im Archiv Descharnes
unter der Nummer d1504 registriert.
Provenienz:
- Habsburg  Feldman, Tokyo 1989.
- Auktion Gabus, Genf, 20.–23. Juni 1991.
- Privatsammlung Schweiz, an obiger
Auktion erworben.
- Privatsammlung Schweiz, vor ca. 25
Jahren von obigem erworben.
CHF 60 000 / 90 000
(€ 57 140 / 85 710)
| 42
Impressionismus  Klassische Moderne
| 43
3530*
JOAN MIRÓ
(Montroig b. Barcelona 1893–1983 Palma
de Mallorca)
Painting. 1953.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Miró. Verso signiert,
datiert und betitelt: Miró 1953 Painting.
20 × 150 cm.
Provenienz:
- Galerie Maeght, Paris.
- Schweizer Besitz.
Literatur:
- Jacques Dupin und Ariane Lelong-
Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné,
Drawings, Bd. III: 1960–1972, Paris 2012,
S. 218, Nr. 945 (mit Farbabb.).
- Jacques Dupin: Miró, Flammarion, Paris
1961, S. 547, Nr. 826.
Je älter Miró wird, umso mehr wagt er in
seiner Malerei. In seinen Gemälden bringt
er einen Kratzer, einen Defekt, einen Trop-
fen oder einen Spritzer in seine Leinwand
ein. Die Formate werden grösser und
experimenteller. Es ist für ihn wichtig, mit
minimalen Mitteln maximale Intensität zu
erreichen. Die Leere gewinnt eine immer
stärkere Bedeutung. Die Formen, selbst
auf ihren einfachsten Ausdruck reduziert,
sind jedoch nach seinem Verständnis nicht
abstrakt: Sie verdanken alles der Natur und
sind von ihr inspiriert. Schon 1927 äussert
er die berühmte Erklärung, dass er die
Malerei ermorden möchte. Zu diesem
Bestreben gehört, dass Miró zeit seines
Lebens nicht nur mit der Form, sondern
auch mit der Materialität experimentiert
und besonders grosse Formate mag. In
der Ausstellung Joan Miró – Mauer, Fries,
Wandbild 2015– 16 im Kunsthaus Zürich
wurde die Bedeutung dieser Grossformate
schön aufgezeigt. Miró ist bestrebt von ei-
ner einfachen Wiedergabe der Wirklichkeit
hin zu einer Gleichsetzung der Bildfläche
mit der Wand zu gelangen. Ein entschei-
dender Ausgangspunkt bildet das Werk
Der Bauernhof (La Ferme) von 1921/22.
In diesem hält der Maler die materielle
Beschaffenheit der Hausmauer mit akribi-
scher Genauigkeit fest. Es ist ein schönes,
noch gegenständliches Beispiel, welches
zeigt, wie wichtig für Miró die physische,
haptische Qualität seiner Werke ist.
Im Grunde geht es Miró nicht um eine
Abstraktion, sondern um den Selbst-
verweis des geschaffenen Werkes an
sich. Die dadurch erzeugte Umdeutung
und Verdichtung von Zeichen in seinen
Gemälden funktioniert ähnlich wie in der
Poesie. Es ist schliesslich auch zurecht da-
rauf hingewiesen worden, wie wichtig der
Einfluss von Joan Miró auf den abstrakten
Expressionismus in den USA ist, der nach
dem zweiten Weltkrieg die massgebende
Kunstströmung wird.
Das hier angebotene, 1952 entstandene
Gemälde, gehört zu einer Gruppe grosser,
schmaler Friese, auf denen scheinbar
schwebende nicht deutbare Zeichen und
Symbole spielerisch auf monochromen
Gründen nebeneinander gereiht sind. Ein
Vorbild könnten die antiken Schriftrollen
sein. Jacques Dupin ist der Ansicht, dass
unter diesen Gemälden einige zu den
schönsten und besten des Künstlers zu
zählen sind.
CHF 480 000 / 550 000
(€ 457 140 / 523 810)
| 44
Impressionismus  Klassische Moderne
| 45
3531*
ANDRÉ MASSON
(Balagny-sur-Thérain 1896–1987 Paris)
Dormeur. 1926.
Farbstift auf Papier.
Unten rechts signiert: andré masson.
48,8 × 63,3 cm.
Wir danken Diego Masson für die Bestä-
tigung der Authentizität des Werks, 17.
Januar 2020. Das Werk ist im Archiv des
Comité André Masson registriert.
Provenienz:
- Galerie Louise Leiris, Paris, Archiv Nr.
10661.
- Sammlung Emil Frey, Deutschland.
- Europäische Privatsammlung, durch
Erbschaft von obigem erhalten.
Ausstellung:
Lacost (Vaucluse) 1966, Galerie les Con-
tards, Juli–August 1966.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3532*
ALBERTO GIACOMETTI
(Borgonovo 1901–1966 Chur)
Homme et arbre. 1952.
Bleistift und Farbstift auf Papier.
Unten rechts datiert und signiert: 1952
Alberto Giacometti.
33,1 × 22,9 cm.
Wir danken der Fondation Alberto und
Annette Giacometti für die Bestätigung
der Authentizität des Werks, Paris, Februar
2020. Das Werk ist in der Alberto Giaco-
metti Database unter der Nummer 4239
registriert.
Provenienz:
- Sammlung Emil Frey, Deutschland.
- Europäische Privatsammlung, durch
Erbschaft von obigem erhalten.
Ausstellungen:
- Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr-
hunderts aus der Sammlung F., Pfalzga-
lerie Kaiserslautern, 15. Februar–14. März
1976, Nr. 111.
- Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und
Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus
der Sammlung eines Kielers, Ausstellung
zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol-
steinischen Landesbrandkasse, Kunst-
halle Kiel, 3. Februar–3. März 1974, Nr. 42,
S. 36 (Abb. S. 85).
- Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und
Wirklichkeit, Handzeichnungen und
Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus
Privatbesitz, Austellung im Bürgermeis-
ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische
Kunstsammlungen Ludwigshafen am
Rhein, 11. Oktober–1. November 1970,
Nr. 49.
Die Zeichnung entstand im Jahre 1952,
als Giacometti für die Zeitschrift Verve
an verschiedenen Versionen von Per-
sonnages dans une rue und Homme et
arbre arbeitete. Die Ausgaben 27–28 von
Dezember 1952 beinhalten die Lithogra-
phie L’Arbre, welche der vorliegenden
Zeichnung ähnlich ist. Die Fondation
Giacometti besitzt mehrere Zeichnungen
dieser Serie.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 14 290 / 23 810)
| 46
Impressionismus  Klassische Moderne
3533*
JOAN MIRÓ
(Montroig b. Barcelona 1893–1983 Palma
de Mallorca)
Tête I. 3. Dezember 1972.
Tusche, Wachsstift und Pastell auf Papier.
Unten rechts signiert: Miró. Verso betitelt,
datiert und nummeriert.
60 × 78,5 cm.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- Galerie Lelong, Paris.
- Rosenbaum Contemporary, Florida.
- Schweizer Privatsammlung.
Ausstellung:
| 47
3533*
JOAN MIRÓ
(Montroig b. Barcelona 1893–1983 Palma
de Mallorca)
Tête I. 3 Dezember 1972.
Tusche, Wachsstift und Pastell auf Papier.
Unten rechts signiert: Miró. Verso datiert
und betitelt: 3/XII/72, Tête I.
60 × 78,5 cm.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- Galerie Lelong, Paris (verso mit Etikett).
- Rosenbaum Contemporary, Florida
(verso mit Etikett).
- Schweizer Besitz, in obiger Galerie
erworben.
Ausstellung:
Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael
Haas, 13. März–21. April 2012 (mit Abb.).
Literatur:
Jacques Dupin und Ariane Lelong-
Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné,
Drawings, Bd. III: 1960–1972, Paris 2012, S.
345, Nr. 2410 (mit Farbabb.).
In der für Miró charakteristischen Weise
schwingen die Linien und angedeuteten
Farbflächen frei im Bildraum. Die schwung-
vollen Arabesken sind ein wesentliches
Element das Mirós künstlerisches Schaf-
fen bis in die letzten Jahre definiert. In
der vorliegenden Tuschzeichnung Tête I
weichen die zarten und fliessenden Linien
einem gestischen Farbauftrag und offene-
ren Konturen, die Mirós malerisches Werk
seit Ende der 1960er-Jahre zunehmend
bestimmen. Der gestische Malakt äußert
sich hier in den aufgebrochenen Konturen
der schwarzen Fläche, die in ihren unre-
gelmässig auslaufenden Rändern an die
Verwendung von Carborundum erinnert,
welches Miró in dieser Zeit für seine Radie-
rungen nutzt.
Miró erwirbt 1958 die neben seinem Haus
gelegene Villa Son Boter, die ihm als Atelier
dient. Die Gemälde und Zeichnungen, die
hier entstehen sind gekennzeichnet von
der Verwendung weniger reiner Farben
unter Betonung der Nichtfarbe Schwarz,
wobei das figürlich Erkennbare zuneh-
mend in den Hintergrund tritt.
Der Künstler füllt die schwarz umrissenen
Flächen nun nicht mehr sorgfältig mit
anderen Farben aus, sondern deutet sie
wie im vorliegenden Blatt nur noch an.
Hinzu tritt bisweilen ein zerstörerisches
Moment, was sich besonders in den mit
Feuer bearbeiteten Leinwänden der frühen
1970er-Jahre zeigt. In der vorliegenden
Tuschzeichnung scheint uns diese aggres-
sive Kraft in dem schwarzen breiten Bogen,
der mit seinen ausufernden Konturen und
der unebenen Oberflächenstruktur die
Komposition dominiert, auf eindrucksvolle
Weise entgegenzutreten.
CHF 180 000 / 240 000
(€ 171 430 / 228 570)
| 48
Impressionismus  Klassische Moderne
| 49
3534
ALFRED KUBIN
(Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)
Indianerin. 1906–07.
Gouache und Tempera auf Papier.
Unten rechts signiert: Kubin. Verso betitelt:
Indianerin.
46 × 40 cm.
Provenienz:
- Dr. Renato Schmidt, Hamburg (Kubin-
Archiv; rückseitig handschriftlicher
Vermerk).
- Privatsammlung Schweiz, in den 1920er-
Jahren als Geschenk erhalten und seither
im gleichen Familienbesitz.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 50
Impressionismus  Klassische Moderne
3535
ÉMILE ANTOINE BOURDELLE
(Montauban 1861–1929 Le Vésinet)
Guerrier allongé, grand modèle (étude
pour le Monument aux Morts, aux Com-
battants et Serviteurs du Tarn-et-Garonne
de 1870–71). 1898.
Bronze, schwarzbraune Patina. Guss 1962.
2/10.
Auf der linken Seite unten signiert und mit
dem Copyright: E.A. BOURDELLE / © By
BOURDELLE. Auf der Hinterseite links
unten mit dem Giesserstempel und der
Nummerierung: Susse Fondeur Paris N°2.
152 × 81 × 52 cm.
Provenienz:
Privatsammlung Schweiz, 1982 direkt
beim Musée Bourdelle, Paris, gekauft.
Literatur:
Musée Bourdelle: Bourdelle, Paris 1954,
Nr. 164.
Émile Antoine Bourdelle gehört zu den
Vorreitern der monumentalen Plastik des
20. Jahrhunderts und war ein bekannter
Lehrer bedeutender Künstler wie Alberto
Giacometti und Henri Matisse.
Mit 32 Jahren erregt Bourdelle die Bewun-
derung von Auguste Rodin, dessen Atelier
er 1893 besucht. Schnell befördert Rodin
Bourdelle zu seinem Assistenten, der
Tonmodelle zu fertigen Marmorskulpturen
übersetzt. Dabei entwickelt Bourdelle ein
umfassendes Verständnis der Methoden
und der Philosophie seines Meisters.
Die expressive Plastik „Guerrier allongé,
grand modèle“, die während Bourdelles
Zeit in Rodins Atelier entsteht, veran-
schaulicht die markante Verwendung der
heroischen Formen durch den Künstler. In
der vorliegenden Arbeit hebt Bourdelle die
Dynamik des menschlichen Körpers her-
vor und zeigt einen Höhepunkt mensch-
licher Emotionen. Wie Charles Morice
feststellt, erreichen Bourdelles Werke
einen Realismus, der an den Idealismus
grenzt..... Bourdelles Kunst markiert den
Übergang von der langen Zeit der Ver-
sklavung durch die Realität, die wir erlebt
haben, zu der neuen, notwendigen Phase,
in der der Künstler in seinem Herzen alle
Geheimnisse der Natur überprüfen und in
einer Schöpfung widerspiegeln wird, die
der allgemeinen Wahrheit treuer ist und
gleichzeitig seine eigene Persönlichkeit,
die intime Wahrheit, offenbart (zitiert in
Ionel Jianou  Michel Dufet, Bourdelle,
Paris, 1978, S. 28–29).
CHF 40 000 / 60 000
(€ 38 100 / 57 140)
| 51
3537
AUGUSTE HERBIN
(Quiévy 1882–1960 Paris)
Le Port. 1907.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Herbin.
65 × 81 cm.
Provenienz:
- Galerie Neupert, Zürich, Nr. 1316 (verso
mit Etikett).
- Schweizer Privatsammlung, seit den
1950er-Jahren im gleichen Familienbe-
sitz.
Literatur:
Geneviève Claisse: Herbin. Catalogue
Raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993, S.
301, Nr. 129 (mit Abb.).
Auguste Herbin gilt heute als wichtiger
Mitbegründer der geometrisch-konstruk-
tiven Kunst, doch wurzelt sein Œuvre im
Impressionismus und Postimpressionis-
mus. Für die Findung seines persönlichen
Stils, der besonders von einem freien
Umgang mit Form und Farbe geprägt ist,
erweist sich das Jahr 1907 als entschei-
dend: Im Frühling arbeitet er auf Korsika,
und die mediterrane Insel mit ihrem klaren
Licht fasziniert ihn. Es entstehen hier
mehrere Werke vom Hafen von Bastia.
Ebenfalls 1907, nur wenige Monate später,
malt er Ansichten des Hafens in Ham-
burg– nun mit kompakteren Formen und
in gedeckteren Tönen, auf die Verhältnisse
des Nordens reagierend.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 38 100 / 57 140)
| 52
Impressionismus  Klassische Moderne
| 53
| 54
Impressionismus  Klassische Moderne
3538*
MAURICE DE VLAMINCK
(Paris 1876–1958 Rueil-la-Gadelière)
Fleurs.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Vlaminck.
72,6 × 53,5 cm.
Das Wildenstein Institut hat die Authenti-
zität des Werks bestätigt, 27. September
2013. Es wird in den Catalogue critique
des peintures, dessins et céramiques de
Maurice de Vlaminck aufgenommen.
Provenienz:
- Galerie de l'Elysée (Alex Maguy), Paris.
- Manhattan Gallery, Tokyo.
- Firmensammlung, Japan.
- Auktion Christie's, Paris, 3. Dezember
2013, Los 97.
- Deutsche Privatsammlung.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 23 810 / 33 330)
3539
MAURICE DE VLAMINCK
(Paris 1876–1958 Rueil-la-Gadelière)
Le débit de vin. 1924.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Vlaminck.
65 × 81 cm.
Das Werk ist im Archiv des Wildenstein-
Plattner Instituts unter der Nummer 837
verzeichnet.
Provenienz:
- Sammlung M. Victor Olivet, Genf.
- Auktion Sothenby's  Co., London, 1. Juli
1959, Nr. 24.
- Auktion Galerie Motte, Genf, 25.–28. April
1961, Nr. 224.
- Privatsammlung Genf, durch Erbschaft
an die heutigen Eigentümer.
Ausstellungen:
- Genf 1958, Du Fauvisme à nos jours, Mu-
sée de l'Athénée, 17. Juli–11. September
1958, Nr. 33.
- Genf 1954, Trésor des Collections Ro-
mandes, Musée de l'Athénée, 26. Juni–3.
Oktober 1954, Nr. 199.
Literatur:
Marcel Sauvage: Vlaminck - Sa Vie et son
Message, Genf 1954, S. 114, Nr. 126 (mit
Farbabb.).
CHF 60 000 / 80 000
(€ 57 140 / 76 190)
| 55
3540
MARC CHAGALL
(Ljosna 1887–1985 Saint-Paul-de-Vence)
La veste rouge. 1961.
Öl, Gouache und Tusche auf Papier.
Unten rechts signiert: Marc Chagall.
66 × 50,5 cm.
Provenienz:
Sammlung V. Loeb, Muri bei Bern, wohl
direkt beim Künstler erworben und durch
Erbschaft an die heutigen Besitzer.
Ausstellung:
Berlin 1972/73, Marc Chagall, Gouachen
und Lavis 1947 bis heute, Nationalgalerie
Berlin, Staatliche Museen Preussischer
Kulturbesitz, 17. November 1972–22. Ja-
nuar 1973, S. 34, Nr. 67 (mit Farbabb. S. 20).
Literatur:
Franz Meyer, Marc Chagall. Leben und
Werk, Köln, S. 151, Nr. 1007 (mit Abb.).
Ein junger russischer Maler, ein ungemein
phantasiereicher Kolorist, der die launige
Bildwelt der slawischen Volkskunst, auf die
er manchmal zurückgreift, immer trans-
zendiert. Er ist ein Künstler von enormer
Vielseitigkeit, der allen Theorien trotzt.
(Apollinaire über Chagall, zit. aus: Jacob
Baal-Teshuva, Marc Chagall, 1998, S. 72)
Den Grossteil seiner späteren Werke
begreift Marc Chagall als eine Rückkehr zu
seinen Anfängen – den Funken der ersten
Liebe, die Rückgewinnung einer kindlichen
Erregung, mit der er die einfachsten Ver-
gnügungen des Lebens begrüsst, während
er gleichzeitig der vorübergehenden
Traurigkeit der Vergänglichkeit und des
Verlusts Beachtung schenkt.
La veste rouge ist ein fantastisches
Beispiel für Marc Chagalls Spätwerk und
enthält viele der beliebtesten Motive und
Themen des Künstlers. Vorne stellt Chagall
ein Mischwesen dar, einen menschlichen
Körper mit einem Ziegenhaupt. Diese
Hybride, halb Mensch, halb Tierfiguren,
die bei Chagall so oft auftauchen, ent-
springen einer alten Tradition und werden
bereits in alten jüdischen Gebetsbüchern
und Manuskripten aus dem 13. und 14.
Jahrhundert, in denen die Figuren aus der
Heiligen Schrift als Figuren mit Tierköpfen
dargestellt sind, erwähnt. Chagalls chassi-
dische Erziehung hinterlässt einen starken
Einfluss auf sein gesamtes Werk und es
liegt nahe, dass Chagall diese jüdischen
Texte kannte und diese als Quellen für
seine Motive verwendete.
Allgemein spielen Tiere in Chagalls Œuvre
eine zentrale Rolle. Sie gelten selten als
Allegorien, sondern sind vielmehr Prota-
gonisten, die als Menschen handeln. Allem
voran die Ziege, die sich in vielen Gemäl-
den des Künstlers in eine menschliche Rol-
le versetzt. Bereits in seinen frühen Selbst-
porträts stellt Chagall seinen Kopf oft auf
eigentümliche Weise dar. Zuerst vom Hals
losgelöst und um 180° gedreht, manch-
mal durch zwei menschliche Gesichter in
einem oder dann zusammen mit einem
Tierhaupt. Von letzterem hat Chagall um
1960 einige Lithografien gefertigt. Diese
zeigen einen menschlichen Körper und
als Kopf die Hälfte Mensch und die zweite
Hälfte Tier. Es liegt also nahe, dass Chagall
bei La veste rouge noch einen Schritt
weitergeht und seinen eigenen Kopf ganz
durch einen Ziegenhaupt ersetzt. Es ist
anzunehmen, dass es sich auch bei dem
vorliegenden Werk um ein Selbstporträt
handelt. Ausserdem stellt sich Chagall in
den 1980er Jahren, kurz vor seinem Tod,
nochmals selbst dar, und zwar mit dersel-
ben roten Weste, die auch der Protagonist
in dem unsrigen Werk trägt.
Um die Selbstdarstellung herum, bettet
sich der Künstler in Mitten seiner eigenen
Geschichte. Im Hintergrund angedeu-
tet sind die Dächer seiner Heimatstadt
Witebsk. Die Stadt mit ihren charakteristi-
schen Gebäuden und dem ländlichen Cha-
rakter bleiben auch noch nach der Abreise
nach Paris 1922 eine grundlegende Inspi-
rationsquelle, die er als: den Boden, der
die Wurzeln meiner Kunst nährte bezeich-
net (M. Chagall, zitiert aus: J. Baal-Teshuva
Marc Chagall: 1887-1985, New York 1998,
S. 19). Sie sind Erinnerung an seine Eltern
und Geschwister, an seine jüdische Her-
kunft und die vielen Traditionen, aber auch
an die Schwierigkeiten seiner Kindheit im
Hinblick auf die finanzielle Notlage seiner
Familie und den Antisemitismus, dem sie
sich aussetzten mussten. Die grosse Pen-
dule, die Chagall sich zur Seite stellt, taucht
in vielen bedeutenden Bildern des Künst-
lers auf. 1914 widmet er dem Uhrenkasten
sogar ein eigenes Gemälde. Die Zeit ist
allgegenwärtig, manchmal scheint sie still
zu stehen, manchmal schnell zu rattern,
doch entfliehen kann man ihr nicht, wie
es Chagall immer wieder aufzeigt. Auch
die einem Stillleben ähnliche Komposition
vorne im Bild ist typisch für Chagall und
die Kombination von Fisch, Früchten und
Blumen ist vor allem im Spätwerk des
Künstlers häufig anzutreffen.
Die oft sehr persönlichen Motive, die Cha-
gall verwendet, taucht er in seine eigene
Farbpalette, oft bestehend aus knalligen
Farben. Im vorliegenden Werk stellt er sich
selbst ins Zentrum und unterstreicht dies
mit den leuchtenden Farben der roten
Weste und des gelben Ziegenhaupts. Der
Hintergrund, die Vergangenheit, bleibt
zurückhaltend und ist in Brauntönen
gehalten.
Meine Bilder sind meine Erinnerungen
(M. Chagall, ebd. S. 265) sagt Chagall über
seine Kunst. Die Kombination von persön-
licher Geschichte, jüdischer Tradition und
mystischen Wesen machen Chagall zu
einem einzigartigen Künstler, der bereits
zu Lebzeiten Anklang findet und noch bis
heute, lange nach seinem Ableben, Erfolge
feiert.
CHF 300 000 / 450 000
(€ 285 710 / 428 570)
| 56
Impressionismus  Klassische Moderne
| 57
3541
THÉO TOBIASSE
(Jaffa 1927–2012 Cagnes-sur-Mer)
Lumière de Venise. 1975.
Öl auf Leinwand.
Oben mittig signiert und datiert: tobiasse
/ 75, sowie unten rechts betitelt: lumière
de Venise.
38 × 46 cm.
Wir danken Frau Catherine Faust-Tobiasse
für die Bestätigung der Authentizität des
Werkes, 30. April 2020.
Provenienz:
Genfer Privatsammlung.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 58
Impressionismus  Klassische Moderne
3542
GEORGES ROUAULT
(1871 Paris 1958)
La loge. Um 1925–30.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: G. Rouault.
22 × 25 cm.
Provenienz:
- Sammlung W. Hadorn.
- Schweizer Privatsammlung.
Literatur:
Bernard Dorival und Isabelle Rouault:
Rouault: L'œuvre peint, S. 294, Nr. 979 (mit
Abb.).
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
| 59
3543*
ÉMILE BERNARD
(Lille 1868–1941 Paris)
Rue animé. 1893–95.
Öl auf Karton.
Unten rechts signiert: Émile Bernard.
50 × 35 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung Paris.
- Auktion Drouot-Richelieu, Paris, 7. April
2004, Los 62.
- Galleria Michelangelo, Bergamo (verso
mit Etikett).
- Europäische Privatsammlung, wohl in
obiger Galerie erworben.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
3544
ACHILLE ÉMILE OTHON FRIESZ
(Le Havre 1879–1949 Paris)
Honfleur. 1930.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: E. Othon Friesz.
14 × 20 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 60
Impressionismus  Klassische Moderne
3545*
LOUIS VALTAT
(Dieppe 1869–1959 Paris)
Suzanne Valtat cousant. Um 1903.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts monogrammiert: LV.
31 × 28 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von Les
Amis de Louis Valtat bestätigt, Choisel, 25.
November 2008. Es ist im Archiv unter der
Nummer 3908 registriert.
Provenienz:
- Bernard Chappard, New York.
- Auktion Hôtel Drouot, Paris, 13. März
2000, Los 32.
- Auktion Christie's, New York, 2. Mai 2012,
Los 330.
- Deutsche Privatsammlung.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 61
3546
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Hutten begrüsst Sickingen. Verso: Auf
Sofa sitzender Knabe mit Katze. Um 1923.
Farbkreide auf gelbem Papier.
21,5 × 18,4 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
Privatsammlung Schweiz.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 62
Impressionismus  Klassische Moderne
3547*
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Männliches Porträt. 1932–37.
Schwarze Kohle und Bleistift auf Papier.
28,6 × 20,8 cm.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner
Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert.
Provenienz:
- Galerie Kornfeld, Bern 2014.
- Deutsche Privatsammlung.
Bei der Zeichnung handelt es sich
vermutlich um ein Porträt des bekannten
Schweizer Kunsthistorikers Max Huggler.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 63
3548*
PAUL KLEE
(Münchenbuchsee bei Bern 1879–1940
Muralto)
Der Tag im Wald. 1935 .
Aquarell auf Papier auf Künstlerkarton.
Oben links signiert: Klee. Auf dem Künst-
lerkarton unten links datiert und bezeich-
net: 1935 K 19, sowie unten rechts betitelt:
der Tag im Wald.
18 × 27,5 cm.
Provenienz:
- Daniel-Henry Kahnweiler, Paris.
- Curt Valentin (Buchholz Gallery; Valentin
Gallery), Berlin/New York.
- Henry Kleemann, New York/München.
- James Gilvarry, New York (1960–67)
- Galerie Jan Krugier, Dietsheim  Cie,
Genf (1998).
- Auktion Christie's, London, 5. Februar
2008, Los 562.
- Schweizer Besitz, an obiger Auktion
erworben.
Literatur:
- Paul Klee Stiftung (Hrsg.): Paul Klee, Cata-
logue raisonné, Bd. VII, 1934–1938, Bern
2003, Nr. 6801 (mit Abb. S. 164).
- Will Grohmann: Paul Klee, Genf  Stutt-
gart, 1954, S. 310.
Ausstellungen:
- Baltimore 1960, Paul Klee, Sammlung
James Gilvarry, Museum of Art, Juni–
September 1960; diese Ausstellung
reiste weiter nach: Richmond 1960, The
Virginia Museum of Fine Arts, Septem-
ber–Oktober 1960.
- Champaign 1964, Paintings, Drawings
and Prints by Paul Klee from the James
Gilvarry Collection, College of Fine and
Applied Arts, University of Illinois, Sep-
tember–Oktober 1964, Nr. 20.
- Indianapolis 1966, Paul Klee, Herron Mu-
seum of Art, Januar 1966, Nr. 18.
- Santa Barbara 1967, Paul Klee, Oils,
Watercolor, Gouaches, Drawings, Prints
from the James Gilvarry Collection, The
Art Gallery, University of California, Okto-
ber–November 1967, Nr. 20 (mit Abb.).
- Venedig 1986, Paul Klee nelle colle-
zioni private, Museo d'Arte Moderna
Ca'Pesaro, Juni–Oktober 1986, Nr. 138
(mit Abb.); diese Ausstellung reiste weiter
nach: Mailand 1986, Palazzo Reale, Okto-
ber–Dezember 1986.
- Cannes 1990, Paul Klee, Œuvres sur pa-
pier, Galerie Daniel Gervis, Mai–Juli 1990
(mit Abb.).
- New York 1998, Paul Klee, Traces of Me-
mory, Jan Krugier Gallery, Mai–Juli 1998,
Nr. 54 (mit Abb. S. 73); diese Ausstellung
reiste weiter nach: Genf 1998–99, Galerie
Jan Krugier, November 1998–Februar
1999.
- Turin 2000–01, Paul Klee, Galleria Civica
d'Arte Moderna e Contemporanea,
Oktober 2000–Januar 2001 (mit Abb. S.
143).
Zu Beginn der 30er-Jahre befindet sich
Paul Klee auf dem Höhepunkt seiner
künstlerischen Karriere. Er hat bereits
internationale Bekanntheit erlangt und im
Jahr 1930 zeigt das Museum of Modern
Art in New York die erste Retrospektive
eines noch lebenden europäischen Künst-
lers mit Werken von Paul Klee. Der Aufstieg
der Nationalsozialisten 1933 verändert
die Welt um den Künstler jedoch dras-
tisch. Er wird aus seinem Lehramt an der
Düsseldorfer Akademie entlassen und ist
gezwungen zusammen mit seiner Familie
in die Schweiz nach Bern zu flüchten. Die
Jahre 1933–36 sind nicht einfach für Klee,
weichen aber auch einer grossen Verän-
derung in seiner Herangehensweise als
Künstler.
Während seine Sensibilität für Harmonie
beständig bleibt, werden die feinen recht-
eckigen Formen früherer Kompositionen
durch fliessendere, organischere Formen
und dickere, kräftigere Linien ersetzt.
Andrew Kagan beschreibt diese Periode
in der Laufbahn des Künstlers folgender-
massen: Sie signalisierte eine authenti-
sche und substanzielle Stärkung seiner
Linie, den ersten wirklichen Fortschritt seit
zwei Jahrzehnten. Die mit dickem Pinsel
gezogene Linie existiert nun als poten-
zielle neue Kraft. Um dieses Potenzial zu
realisieren, musste Klee neue Formate und
Anwendungen erfinden. In dem
Masse, in dem er in den schwierigen
Jahren 1933–36 über künstlerische Prob-
leme nachzudenken vermochte, muss ihn
vor allem die Frage beschäftigt haben, wie
eine neue Art von Linienkunst zu formu-
lieren sei, um den Platz einzunehmen,
den die Farbe früher in seinen Ambitionen
eingenommen hatte (Paul Klee im Gug-
genheim Museum (Ausstellungskatalog),
Solomon R. Guggenheim Museum, New
York, 1993, S. 45).
Im vorliegenden Aquarell Der Tag im Wald
von 1935 stellt Klee eine abstrahierte
Form- und Farbmusterung in einer idyl-
lischen, unschuldigen Naturwelt dar. Die
schwarzen Umrisse, die die Leuchtkraft
der Orange-, Braun-, Grau- und Blautöne
betonen, und die Rautenformen erinnern
an ein Glasfenster. Sie erinnern auch an
die Kunst eines Kindes, auf welche Klee
bewusst zurückgreift. Aus der breiten,
groben Linie der Kinderkunst schmiedete
er ein künstlerisches Werkzeug von echter
Kraft - eine Linie von Stabilität, Behaup-
tung und Kraft -, die eine der kühnsten und
wichtigsten Neuerungen in der Malerei von
1935–45 war. Sie verlieh seinen Zeichnun-
gen und Gemälden eine bis dahin unbe-
kannte Monumentalität und eine neue
inhaltliche Ebene und bildete eines der
ehrwürdigsten Merkmale seines reichen
Vermächtnisses an spätere Künstlergene-
rationen. (ebd. S. 46–47).
CHF 180 000 / 240 000
(€ 171 430 / 228 570)
| 64
Impressionismus  Klassische Moderne
| 65
3549
RAOUL DUFY
(Le Havre 1877–1953 Forcalquier)
L'orchestre en Arles. Um 1928.
Bleistift auf Papier.
Unten rechts mit Stempelsignatur: Raoul
Dufy. 23,7 × 20,4 cm.
Das Werk wird in den nächsten Band des
Catalogue Raisonné des dessins de Raoul
Dufy aufgenommen, vorbereitet durch
Fanny Guillon-Lafaille, Paris 9. Januar 2009.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
CHF 1 800 / 2 400
(€ 1 710 / 2 290)
3550
RAOUL DUFY
(Le Havre 1877–1953 Forcalquier)
Les funérailles du Maréchal Lyautey à Nan-
cy ou Le Defilé. 1934.
Feder auf Papier. 50 × 65 cm.
Das Werk wird in den nächsten Band des
Catalogue Raisonné des dessins de Raoul
Dufy aufgenommen, vorbereitet durch
Fanny Guillon-Lafaille.
Provenienz:
- Galerie Motte, Genf.
- Schweizer Privatsammlung.
- Auktion Galerie Widmer, St. Gallen,
7. April 2017, Los 112.
- Schweizer Privatsammlung, an obiger
Auktion erworben.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3551*
FRANCIS PICABIA
(1879 Paris 1953)
Ohne Titel. 1940–43.
Bleistift und Kreide auf Papier.
Unten links signiert: Francis Picabia.
29 × 41,5 cm.
Wir danken dem Comité Picabia für die
Bestätigung der Authentizität des Werks,
Paris, 13. März 2020.
Provenienz:
- Galerie Paul Vallotton, Lausanne
(verso mit Etikett).
- Schweizer Privatsammlung.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
3552
MARINO MARINI
(Pistoia 1901–1980 Viareggio)
Cavalli e cavalieri. 1941.
Bleistift auf Papier.
Unten mittig signiert und datiert:
MARINI / 1941.
46 × 30,7 cm.
Die Authentizität des Werks wurde von
der Fondazione Marino Marini bestätigt,
Pistoia, 18. Mai 2018. Es ist im Archiv unter
der Nummer 785 registriert.
Provenienz:
- Galeria d'Arte Cortina, Mailand
(verso mit Stempel).
- Schweizer Privatsammlung.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 66
Impressionismus  Klassische Moderne
| 67
3553
GIORGIO DE CHIRICO
(Volos 1888–1978 Rom)
Piazza d'Italia. 1945–49.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: g. de Chirico.
Verso auf der Leinwand bezeichnet und
signiert: Questa è un' opera onia originale /
Giorgio de Chirico / Roma 23 Sett. 1952.
50 × 40 cm.
Wir danken der Fondazione Giorgio de Chi-
rico für die Bestätigung der Authentizität
des Werks, Rom, 18. Mai 2020.
Provenienz:
- Galleria La Nuova Bussola, Turin.
- Privatsammlung Tessin, in den 1950er-
Jahren in obiger Galerie erworben und
durch Erbschaft an die heutigen Besitzer.
Als Sohn italienischer Eltern in Griechen-
land geboren, ist Giorgio de Chirico seit
seiner frühen Kindheit von Bildern der
Antike umgeben. Klassische Mythologie,
Geschichte und Architektur bildeten eine
Quelle der Inspiration für den Künstler, der
diese Themen oft in einen zeitgenössi-
schen Rahmen einfliessen lässt.
Nach einer neoklassischen und dann
neobarocken Periode greift Giorgio de
Chirico die Themen wieder auf, die für sei-
ne metaphysischen Gemälde der 1920er
Jahre charakteristisch sind, darunter
auch die Serie der italienischen Piazza.
Sie beginnt vor dem Ersten Weltkrieg und
wird zu verschiedenen Zeitpunkten seiner
Karriere aufgegriffen, bleibt also eine
ständige Quelle der Inspiration für Giorgio
de Chirico, die er als die unendlichen Mög-
lichkeiten einer endlichen Sammlung von
Objekten sieht (Michael R. Taylor, Giorgio
de Chirico und der Mythos der Ariadne,
Philadelphia, Philadelphia Museum of Art,
2002, S. 133).
Als eines der ikonischen Bilder in de Chiri-
cos Werk zeigt das vorliegende Gemälde
eine rätselhafte, trostlose städtische Um-
gebung, deren unheimliche Atmosphäre
für die metaphysischen Gemälde des
Künstlers charakteristisch ist. Die Haupt-
motive der italienische Piazza Serie finden
sich auch hier, mit den leeren Säulenhal-
len, den angedeuteten Schatten zweier
Personen und der einsamen Skulptur, die
das Zentrum der Komposition dominiert.
Obwohl de Chirico die Identität dieser
Skulptur nie preisgegeben hat, geht man
davon aus, dass sie auf dem Denkmal des
Journalisten Giovanni Battista Bottero auf
der Turiner Piazza Largo IV Marzo basiert.
Das Werk setzt sich mit de Chiricos Ker-
nidee auseinander: Klassizismus, Moderne,
Zeit, Melancholie, Nostalgie und Existenz.
Ardengo Soffici findet für die metaphy-
sischen Kompositionen de Chiricos die
passenden Worte Giorgio de Chirico gibt
wie kein anderer die ergreifende Melan-
cholie des Endes eines schönen Tages in
einer alten italienischen Stadt wieder (…)
(Michael R. Taylor, Giorgio de Chirico and
the myth of Ariadne, Philadelphia, Philadel-
phia Museum of Art, 2002, S. 27/28.)
CHF 100 000 / 150 000
(€ 95 240 / 142 860)
| 68
Impressionismus  Klassische Moderne
| 69
3554*
CHRISTIAN ROHLFS
(Gross Niendorf 1849–1938 Hagen)
Segelboot. 1933.
Braune Kreide auf Papier.
Unten rechts monogrammiert und datiert:
CR 33.
28,5 × 20 cm.
Provenienz:
- Sammlung Emil Frey, Deutschland.
- Europäische Privatsammlung, durch
Erbschaft von obigem erhalten.
Literatur:
- Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr-
hunderts aus der Sammlung F., Pfalzga-
lerie Kaiserslautern, 15. Februar–14. März
1976, Nr. 282.
- Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und
Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus
der Sammlung eines Kielers, Ausstellung
zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol-
steinischen Landesbrandkasse, Kunst-
halle Kiel, 3. Februar–3. März 1974, Nr.
153 (s/w Abb. S. 104).
- Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und
Wirklichkeit, Handzeichnungen und
Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus
Privatbesitz, Ausstellung im Bürgermeis-
ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische
Kunstsammlungen Ludwigshafen am
Rhein, 11. Oktober–1. November 1970,
Nr. 170 (mit s/w Abb.).
- München 1954, Gaben des Augenblicks.
Vierundvierzig unveröffentlichte Zeich-
nungen und Aquarelle aus der Sammlung
E. Frey, S. 10/11 (mit Farbabb.).
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 70
Impressionismus  Klassische Moderne
3555*
CHRISTIAN ROHLFS
(Niendorf/Holstein 1849–1938 Hagen/
Westfalen)
Perlmuttmorgen, Ascona. 1932.
Aquarell und Farbstift auf Papier.
Unten rechts monogrammiert und datiert:
CR 32.
33,5 × 23,8 cm.
Provenienz:
- Sammlung Charles Goldsmith, New York.
- Galerie Wilfried Utermann, Dortmund.
- Deutsche Privatsammlung, durch Erb-
schaft an die heutigen Eigentümer.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 71
3556
FRANÇOIS GALL
(Kolozsvár 1912–1987 Paris)
Femme assise dans un pré.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: F. Gall.
50 × 61 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung, durch Erb-
schaft an die heutigen Besitzer.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 72
Impressionismus  Klassische Moderne
3557*
FRANÇOIS GALL
(Kolozsvar 1912–1987 Paris)
Eugénie Gall et ses enfants au landau, sous
le Pont Neuf. Um 1949.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und bezeichnet:
F. Gall / Pont Neuf. Paris.
65,5 × 80,7 cm.
Wir danken Marie-Lize Gall für die Bestä-
tigung der Authentizität des Werks, April
2020.
Provenienz:
Privatsammlung Österreich.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 73
3558
GEN PAUL
(1895 Paris 1975)
Chez le bougnat. Joueurs de cartes. 1924.
Gouache auf Papier auf Leinwand.
Oben links signiert: Gen Paul.
50 × 65 cm.
Die Authentizität des Werks wurde vom
Künstler selbst bestätigt, Fotoexpertise
Mai 1973.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 74
Impressionismus  Klassische Moderne
BERNARD, EMILE 3543
BOURDELLE, ÉMILE ANTOINE 3535
CHAGALL, MARC 3540
CORINTH, LOVIS 3503
CZAPSKI, JOSEPH 3517
DALÍ, SALVADOR 3529, 3528
DE CHIRICO, GIORGIO 3553
DUFY, JEAN 3515
DUFY, RAOUL 3514, 3549
FJAESTAD, GUSTAF 3502
FRIESZ, ACHILLE ÉMILE OTHON 3544
GALL, FRANÇOIS 3557, 3556
GEN PAUL 3558
GIACOMETTI, ALBERTO 3532
GUILLAUMIN, ARMAND 3504
HERBIN, AUGUSTE 3537
KIRCHNER, ERNST LUDWIG 3546, 3547,
3524, 3525,
3526
KLEE, PAUL 3548
KUBIN, ALFRED 3534
LEBOURG, ALBERT 3505
LECHTER, MELCHIOR 3501
LHOTE, ANDRÉ 3512
LIEBERMANN, MAX 3507, 3508,
3509
LOISEAU, GUSTAVE 3510
MARINI, MARINO 3552
MARQUET, ALBERT 3519
MARTIN, HENRI 3520
MASSON, ANDRÉ 3531
MIRÓ, JOAN 3527, 3530,
3533
PECHSTEIN, HERMANN MAX 3522, 3523
PETITJEAN, HIPPOLYTE 3513
PICABIA, FRANCIS 3551
RAOUL, DUFY 3550
RENOIR, PIERRE-AUGUSTE 3506
RHEINER, LOUIS 3511
ROHLFS, CHRISTIAN 3554, 3555
ROUAULT, GEORGES 3542
SIGNAC, PAUL 3521
ŠPÁLA, VACLAV 3516
TOBIASSE, THÉO 3541
VALTAT, LOUIS 3545
VLAMINCK, MAURICE DE 3538, 3539
WIEDEMANN, GUILLERMO 3518
| 75
Künstlerregister
| 76
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 102/121
8031 Zürich, Schweiz
AUKTION
Hardturmstrasse 102
8031 Zürich, Schweiz
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 121
8031 Zürich, Schweiz
AUKTION
ONLINE ONLY
VORBESICHTIGUNG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
AUKTION
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
AUKTIONEN
REPRÄSENTANTEN
Koller Auktionen AG
Hardturmstrasse 102
8031 Zürich, Schweiz
Tel  +41 44 445 63 63 
Fax  +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch
www.kollerauktionen.ch
Koller Auktionen AG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
Tél  +41 22 311 03 85
Fax  +41 22 810 06 30
geneva@kollerauktionen.ch
www.kollerauktionen.ch
MÜNCHEN
Fiona Seidler
Maximiliansplatz 20
80333 München
Tel. +49 89 22 80 27 66
Fax +49 89 22 80 27 67
Mobile +49 177 257 63 98
muenchen@kollerauktionen.com
DÜSSELDORF
Ulrike Gruben
Citadellstrasse 4
40213 Düsseldorf
Tel. +49 211 30 14 36 38
Fax +49 211 30 14 36 39
Mobile +49 175 586 38 64
duesseldorf@kollerauktionen.com
MOSKAU
Vadim Goncharenko
Mobile +41 76 431 81 64
moscow@kollerauctions.com
BEIJING
Jing Li
Haidianque Chedaogou 10# 6/4-307
100089 Beijing
Tel. +86 135 2039 8057
beijing@kollerauctions.com
MAILAND
LuigiPesce
ViaSanMartino8
20122Mailand
+393395962768
milano@kollerauctions.com
HAMBURG
Ulrike Gruben
Tel. +49 211 30 14 36 38
hamburg@kollerauktionen.com
PostWar  Contemporary
Auktion in Zürich: 4. Juli 2020, 14.00 Uhr
Kontakt · Silke Stahlschmidt · Tel. +41 44 445 63 42 · stahlschmidt@kollerauktionen.ch
Andy Warhol (1928‒1987). Lola Jacobson. 1985. Siebdruck und synthetische Polymerfarbe auf Leinwand. 101,5 × 101,5 cm.
| 78| 78
BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN
Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von
Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti-
onssaal versteigert werden.
Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht
sich der Bieter den nachstehenden Auktions-
bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG,
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz
(„Koller“):
1. Rechtsstellung der Parteien
Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im
Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu
versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei-
gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell-
vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32
Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts
(„OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im
Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem
höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“),
wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein
verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer
und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird
dadurch nicht Partei des Kaufvertrages.
2. Aufgeld
2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer
auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich-
ten, das wie folgt berechnet wird:
i.   bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25%
ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis
CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000
und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis
zur Höhe des Zuschlags
iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf
die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000
und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000
bis zur Höhe des Zuschlags.
2.2 Falls der Käufer während einer online über-
tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im
Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine
fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird
ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags
verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen
einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin-
gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite
publiziert sind. Diese können von den hier pub-
lizieren abweichen.
2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei-
zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich-
ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes
beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes
einzelne Objekt. 
2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be-
zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr-
wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten
wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus
Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig
abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er-
halten die MWST rückvergütet. 
2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden,
dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine
Kommission erhält.
3. Garantie
3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol-
gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers
rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und
Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das
Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt
vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung
von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter,
Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht
geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte
Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei-
bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher
Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand
denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa-
talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand
wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als
gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder
an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände-
rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden. 
3.2  Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender
Bestimmung findet nach Ermessen von Koller
nicht statt, falls:
i.   die Beschreibung des Objekts im Auktions-
katalog im Einklang mit der Meinung einer
Fachperson oder mit der herrschenden Mei-
nung von Fachpersonen stand oder die Be-
schreibung im Auktionskatalog andeutete,
dass hierüber Meinungsverschiedenheiten
bestanden, 
ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach
dem Stand der Forschung und mit den allge-
mein anerkannten und üblichen Methoden
noch nicht oder nur mit unverhältnismässi-
gem Aufwand als solche erkennbar war,
iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein-
schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder 
iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde,
Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han-
delt, das gemäss den Angaben im Auktions-
katalog vor 1880 entstanden sein müsste.
3.3  Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin
des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag
des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2)
Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen.
Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt
und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die
Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus,
dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach
Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe-
nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge-
fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es
ihm übergeben wurde, und unbelastet von An-
sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den
Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob-
jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom
Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten
Gutachten von zwei unabhängigen und in dem
Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch
nicht an solche Gutachten gebunden und behält
sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf
eigene Kosten einzuholen.
3.4  KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel-
tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss
vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von
Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich-
ten.
3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als
Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer
3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des
von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel-
des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere
Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem
Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss
Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen.
4. Haftungsausschluss
4.1  Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu-
stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick
des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob-
jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren.
Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in
neuwertigem Zustand.
4.2  Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata-
log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa-
tionenindenAuktionskatalogen,sowie  Zustands-
berichte von Koller die vor der Auktion angefordert
werden können, geben lediglich ein allgemeines
Bild und eine unverbindliche Einschätzung von
Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er-
folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch
kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung
übernehmen. Während der Ausstellung besteht
die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen.
Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das
ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen,
und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän-
giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die
Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog-
beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei-
bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs
(inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache
ausschliesslich massgebend. Koller behält sich
das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder
Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf
diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit
solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht
werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut-
achten stellen genauso wenig wie von Koller vor-
genommene Objektbeschreibungen oder sonsti-
ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen
über dessen Wert) explizite oder stillschweigende
Zusicherungendar.
4.3  UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird
jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg-
bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers
gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse
eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol-
ler gegenüber dem Käufer.
5. Teilnahme an der Auktion
5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter
steht jedermann offen. Koller behält sich aber
das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder
Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich-
keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an
ihren Auktionen zu untersagen. 
5.2   Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt
sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion
mittels des dafür vorgesehenen Formulars re-
gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re-
gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas-
ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen.
Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller
berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss
Angaben auf dem Registrierungsformular bis
zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich
Spesen des Kartenanbieters zu belasten. 
5.3  Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen
Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen
Bank verlangen. 
5.4  Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz-
werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom
Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von
20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver-
langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti-
on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer
verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum-
gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
| 79| 79
6. Versteigerung
6.1  Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem
Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises
zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots
anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver-
bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot
gebunden, bis dieses entweder überboten oder
von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden
sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen
entscheidet die Auktionsleitung. 
6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be-
sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein
Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an
einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4
nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige-
rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen
oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die
Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte. 
6.3   Koller behält sich das Recht vor, Nummern
des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser-
halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas-
sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor-
liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt
vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe-
halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen
anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn
die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv,
nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft. 
6.4  Steigerungsangebote von Kaufinteressen-
ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen
können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der
Steigerung schriftlich entgegengenommen. 
6.5  Interessenten können telefonisch mitbieten,
wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti-
onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf
Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann
nicht telefonisch geboten werden und Interes-
senten werden um Abgabe eines schriftlichen
Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk-
tionssaal gebeten. 
6.6  Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei-
ner Live-Auktion abgeben möchten, können an
der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller
aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk-
tion zugelassen worden sind. Koller behält sich
das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei-
teres abzulehnen. 
6.7  Koller lehnt jede Haftung für nicht berück-
sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück-
sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie-
tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche
Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und
Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5.
7. Eigentumsübergang
Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt
geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis
und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in
Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die-
se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu-
geordnet hat.
8. Abholung der ersteigerten Objekte
8.1  Die ersteigerten Gegenstände müssen vom
Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss
der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei-
gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des
Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist
mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit
es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung
ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll-
ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des
Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses
Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller.
8.2  Während der vorgenannten Frist haftet Kol-
ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder
Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob-
jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor-
sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur
Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST.
Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr
und es ist Sache des Käufers, für eine angemes-
sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu
sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf-
tung übernommen werden. Werden die erstei-
gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt,
lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge-
fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder
in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz
von CHF 10 pro Objekt ein. 
8.3   Transportaufträge nimmt Koller schriftlich
entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer.
Ohne anders lautende schriftliche Abmachung
werden die zugeschlagenen Objekte für den
Transport durch Koller auf Kosten des Käufers
versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche
Objekte werden von Koller nicht versandt.
9. Bezahlung der ersteigerten Objekte
9.1  Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für
ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach
Abschluss der Auktion in Schweizer Franken
zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind
nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von
Koller möglich und unterliegen einer Bearbei-
tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer
zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag
erhoben wird.
9.2  Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent-
gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf
jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller
oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und
allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit
eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer
im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe-
trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls
der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7
TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist
Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer
berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag
der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen
Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine
Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben,
dieebenfallsderKreditkartebelastetwird.
9.3  Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung
nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem
namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin
Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii)
ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers
verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten
oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver-
langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech-
tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min-
destverkaufspreises entweder freihändig oder
anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den
Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers
zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng-
lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis
wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer
haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der
Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste-
henden Schaden. 
9.4  BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde-
tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz
befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht.
Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten
Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder
berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver-
wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei-
bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen.
10. Vertretung
Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil-
ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange-
nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso-
nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder
als Organ einer juristischen Person bieten, kann
der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt
werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem
Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die
ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten.
11. Verschiedene Bestimmungen
11.1  Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines
Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede
Haftung des anwesenden Beamten, der Ge-
meinde oder des Staates für Handlungen von
Koller ist ausgeschlossen. 
11.2  Koller behält sich das Recht vor, einzelne
oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB
an einen Dritten zu übertragen oder durch einen
Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der
Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten
aus diesen AGB Dritten zu übertragen.
11.3  Koller behält sich das Recht vor, Fotografien
und Abbildungen von verkauften Objekten in den
eigenen Publikationen und in den Medien zu ver-
öffentlichen und damit Werbung zu betreiben. 
11.4   Die vorstehenden Bedingungen sind Be-
standteil jedes einzelnen an der Auktion ge-
schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind
nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller
verbindlich. 
11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser
AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un-
wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder
Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un-
gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen
werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und
Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen
Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt-
schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt
bei eventuellen Lücken der Regelung.
11.6  Die vorliegenden AGB und alle Änderungen
daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus-
schluss von allfälligen Verweisungen des Bun-
desgesetztes über das Internationale Privat-
recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener
Kaufrechts (UN-Kaufrechts). 
11.7  Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter
Einschluss der Geltendmachung von Verrech-
nungen und Gegenforderungen), welche aus oder
im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess-
lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung
oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich
die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol-
ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem
sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen.
Zürich, 1. Juli 2018
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AUCTION CONDITIONS (CLASSIC AUCTIONS)
These conditions apply solely to items which are
auctioned by Koller (according to the definition
below) live in the saleroom.
By participating in the auction the bidder
accepts the following Auction Conditions of
Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005
Zurich, Switzerland (“Koller”).
1. Legal status of the parties
The auction items are auctioned by Koller in
the name of and on the account of the seller
of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on
behalf of and for the account of the Seller as his
agent as defined in article 32, section 1 of the
Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer
price is determined by the bidder recognised by
Koller as having made the highest bid in Swiss
Francs in the course of an auction (“Purchaser”),
resulting in the conclusion of a purchase
contract between the Seller and the Purchaser
(“Purchase Contract”). Koller is thereby not a
party to the Purchase Contract.
2. Surcharge
2.1 In addition to the bid price, the Purchaser
must pay a surcharge on such bid price
calculated as follows:
i.   on a successful bid of up to CHF 10 000: 25%
ii.  onasuccessfulbid overCHF 10000up toCHF
400 000: 25% on the first CHF 10 000 and22%
on the difference between CHF 10 000 and the
bid.
iii. on a successful bid over CHF 400 000:
25% on the first CHF 10 000, 22% on
CHF 390 000 and 15% on the difference
between CHF 400 000 and the bid.
2.2 If the winning bid is placed over the internet
in the course of a saleroom auction which is
broadcast online (“Live Auction”), or leaves a
pre-sale bid through an independent bidding
platform which is linked with Koller, there will be
anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders
are subject to Koller’s terms and conditions as
listed on the Live Auction website, which may
differ in some respects from those listed here.
2.3 The Purchaser must pay Swiss value added
tax (“VAT”) on the surcharge. The stated
percentage of the surcharge corresponds to the
successful bid for each individual item.
2.4 The full tax is charged on all items marked * in
the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the
sum of the bid price plus the surcharge for those
items. The VAT will be refunded to Purchasers
providing a validly stamped export declaration.
2.5 The Purchaser agrees that Koller also has
the possibility to receive a commission from the
Seller.
3. Guarantee
3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to
Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the
Seller and shall reimburse the purchase price
and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if
an item proves to be a forgery. A “forgery” shall
be deemed to exist if the item, in the reasonable
opinion of Koller, is an imitation created
with the intention of causing a deception
with respect to the authorship, age, period,
culture or origin, if the correct description of
such content is not reflected in the auction
catalogue (taking account of any additions),
and if this circumstance significantly impairs
the value of the item in comparison to an item
corresponding to the catalogue description. An
item shall not be deemed to have been forged if
it is merely damaged and/or has been subjected
to restoration work and/or modifications of any
nature whatsoever.
3.2 A rescission in accordance with the above
provision shall not take place at the discretion of
Koller if:
i.    the description of the item in the auction
catalogue was supported by the view of
a specialist or by the prevailing view of
specialists, or if the description in the auction
catalogue suggested that differences of
opinion exist in this respect;
ii.   the forgery was not identifiable as such at the
time of the successful bid in accordance with
the current state of research and with the
generally acknowledged and usual methods,
or only with disproportionate effort;
iii.  the forgery (based on Koller’s conscientious
assessment) was produced before 1880; or
iv. the purchased item is a painting, watercolour,
drawing or sculpture which according to the
details set out in the auction catalogue was
created prior to 1880.
3.3 The Purchaser may request rescission from
Koller (as the agent of the Seller) from the day
of the successful bid for a period of two (2)
years (three (3) weeks for jewellery). It shall be
granted exclusively to the Purchaser and may
not be assigned to any third party. Assertion of
theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser
making a complaint to Koller by registered letter
immediately after the discovery of the defect,
and returning the purchased item to Koller in
the same condition as it was handed over to him
and unencumbered by third parties› claims. The
Purchaser must provide proof that the item is a
forgery. Koller may demand that the Purchaser
obtains at his own expense expert opinions from
two independent individuals who are recognised
experts in the field. However, Koller shall not be
bound by any such expert opinion, and reserves
the right to obtain additional expert advice at its
own expense.
3.4 Koller may at its complete discretion waive
the assertion of grounds for exclusion pursuant
to the above Section 3.2 or the fulfilment of
preconditionspursuanttotheaboveSection3.3.
3.5 The claims of the Purchaser against Koller
as the agent of the Seller under Section
3.1 are limited to the reimbursement of the
purchase price and surcharge (incl. VAT) paid
by the Purchaser. Further or other claims of
the Purchaser are excluded under any legal
title (including error according to art. 23 ff. CO)
whatsoever.
4. Disclaimer
4.1 The items are auctioned in the condition
existing at the time of the successful bid. The
auctioned items are “used” objects and are
therefore generally not in pristine condition.
4.2 Each item in the auction catalogue is listed
with a description and an illustration. The
information in the auction catalogue, as well
as the condition reports issued by Koller, are
intended to provide an overall impression and
a non-binding assessment by Koller. The items
are described to the best of our knowledge
and belief. However, Koller cannot accept any
liability for the details provided in the catalogue.
The items may be inspected during the preview.
The Purchaser is therefore invited to inspect an
item prior to the auction and, possibly with the
assistance of an independent specialist advisor,
to form his own opinion of the concordance
between theitem and thecatalogue description.
Concerning the descriptions of the items, the
German-language print edition of the catalogue
(including any later amendments) shall be
exclusively applicable. Koller reserves the right
to call upon experts or specialists of its choice to
give an opinion and to rely on that opinion. Koller
cannot be held liable for the correctness of such
opinions. Neither any such expert opinions or
reports, nor the descriptions of items provided
by Koller, nor other statements pertaining to
an item (including statements pertaining to
the value thereof) constitute explicit or implicit
warranties.
4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or
warranty whatsoever is given in respect to legal
and material defects. The liabilities of the Seller
vis-à-vis the Purchaser are limited to the same
extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the
Purchaser.
5. Participation in the auction
5.1 Any party may participate in an auction as
a bidder. However, Koller reserves the right
at its complete discretion to prevent any
person entering its premises or attending or
participating in its auctions.
5.2 Bidders who are not personally known to
Koller must register at least 48 hours before the
auction,usingtheformprovidedforthispurpose.
The registration form must be signed, with legal
effect, and a copy of the bidder’s passport must
be enclosed, as well as current, valid credit card
information. In the event of payment default by
the Purchaser, Koller shall be entitled to charge
the Purchaser’s credit card in accordance with
the details provided on the registration form for
the entire amount of the invoice, plus the credit
card processing fees.
5.3 Koller may demand in advance from any
bidder a certificate of creditworthiness issued by
a bank approved by Koller.
5.4 In the case of bids for items with upper
estimated values of more than CHF 30 000,
Koller may demand that the bidder first remits
20% of the lower estimated value as security.
Following the auction, Koller will offset this sum
against its claims and the claims of the Seller,
and will reimburse any possible surpluses to the
Purchaser/bidder without delay.
6. Auction
6.1 Koller may initiate the auctioning of an item
below the minimum selling price agreed upon
with the Seller. A bid placed at an auction is a
binding offer. The bidder shall remain bound by
his bid until this is either outbid or rejected by
Koller. Double bids shall immediately be called
once again; in case of uncertainty, the auction
management shall decide.
6.2 Koller may refuse a bid without providing
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justification if a Purchaser fails to fulfil the
conditions for participation in an auction
pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller
may also pass or withdraw auctioned items
without a sale even if this is not apparent to the
auction participants.
6.3 Koller reserves the right to combine,
separate or omit numbered lots in the catalogue
or to offer them out of sequence. Koller reserves
the right to sell lots “conditionally” at its sole
discretion, in which event the hammer price will
be considered as conditional and the highest
bidder will remain bound by his bid for 14 days
following the auction. The highest bidder will
be released from all obligations if he does not
receiveastatementfromKollerwithinthisperiod
declaring the hammer price as final.
6.4 Written bids from potential Purchasers
who cannot attend the auction in person are
accepted up to 48 hours before the auction
begins.
6.5 Potential Purchasers may bid by telephone
if they have given written notice at least 48
hours before the auction starts. Koller does not
accept telephone bids for lots estimated under
CHF 500, and bidders are requested to leave a
written bid or participate in the salesroom for
such items.
6.6 Potential Purchasers who intend to place
their bids in the course of a Live Auction may
participate in the auction once their registration
applications have been approved by Koller.
Koller reserves the right to decline registration
applications at its discretion.
6.7 Koller shall not be liable for any bids
including advance notifications of telephone
bidding which are not taken into consideration.
Telephone bidders and persons giving written
instructions are also subject to the provisions of
Article 5 relating to proof of identity and financial
soundness.
7. Transfer of title
Ownership of an auctioned item shall be
transferred to the Purchaser as soon as the
purchase price and the surcharge (incl. VAT)
have been comprehensively paid in Swiss francs
and Koller has attributed these payments to the
corresponding item.
8. Collection of the auctioned items
8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe
Purchaser›s own expense within 7 days from the
end of the auction during official opening hours.
The place of performance for the purchase
contract between the Purchaser and the Seller
is therefore the registered office of Koller. If
time permits, the items may be handed over
after each auction session. The handover shall
take place following comprehensive payment
of the purchase price as well as the surcharge
(incl. VAT) and the attribution of this sum to the
auctioned item by Koller.
8.2 During the aforementioned period, Koller
shall be liable for loss, theft, damage or
destruction of items which have been auctioned
and paid for, although solely due to intentional or
grossly negligent acts on the part of Koller, and
onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge
and VAT. Koller ceases to have liability after the
aforementioned period, and the Purchaser shall
be responsible for ensuring adequate insurance
cover for the auctioned item. No liability can be
assumed for frames and glass. If the auctioned
items are not collected within 7 days, Koller will
store the works at a company of their choice
at the purchaser’s own risk and expense or on
their own premises at a daily rate of CHF 10 per
object.
8.3 Shipping orders may be given to Koller in
writing. All shipping costs shall be borne by the
Purchaser. Unless otherwise agreed in writing,
transport insurance shall be contracted for the
sold items at the expense of the Purchaser.
Glass-covered pictures and fragile items shall
not be sent by Koller.
9. Payment for the auctioned items
9.1 The invoice for a successful bid for an
auctioned item is payable in Swiss francs within
7 days from the end of the auction. Payments by
credit card are only possible with the approval of
Koller’s accounting department, and are subject
to processing fees amounting to between 2
and 4% of the invoiced amount, payable by the
purchaser and added to the invoice total.
9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions,
KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras
settlement for any debt owed by the Purchaser
to Koller or the Seller and set off any debt which
it owes to the Purchaser against its own claims.
If the Purchaser defaults on a payment, default
interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe
invoiced sum. If Koller does not receive payment
for purchases within seven (7) days following
the auction, Koller reserves the right to charge
the Purchaser’s credit card for the full amount
of the invoice, without further notification to
the Purchaser. In such cases the credit card
processing fees of 2–4% as described above
are also applicable, and will be charged to the
Purchaser’s credit card.
9.3 If the Purchaser does not pay or does not
pay promptly, Koller may moreover in its own
name and in the Seller›s name either (i) insist
on the fulfilment of the purchase agreement
or (ii) without further notice withdraw from the
purchase agreement and waive the subsequent
performance of the Purchaser or assert a
claim for compensation for non-performance;
in the latter case Koller shall also be entitled,
irrespective of any minimum sales price, to sell
the item either directly or in an auction, and
may use the proceeds to reduce the debts of
the Purchaser. Any amount realised above the
original hammer price shall be paid out to the
Seller. The Purchaser is liable to Koller and the
Seller for all prejudice caused by non-payment or
late payment.
9.4 Koller retains a right of retention and a lien on
all the Purchaser›s items in its custody until full
payment of all monies owed. Koller may exercise
such liens in accordance with the legislation
on the enforcement of debts or by private sale
(including in its own name). The plea of prior
lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss
Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded.
10. Representation
Each Purchaser shall be personally liable for each
bid he places, and for the purchase contract
between the Purchaser and the Seller. Proof of
the power of representation may be requested
from persons bidding as agents for a third
party or as an organ of a corporate body. The
agent shall be jointly and severally liable with his
principal for the fulfilment of all obligations.
11. Miscellaneous provisions
11.1 The auction shall be attended by an official
fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the
local authority and the state have no liability for
the acts of Koller.
11.2 Koller reserves the right to transfer any or
all rights and obligations from these Auction
Conditions to a third party or to have these
carried out by a third party. The bidder and/or
Purchaser does not have the right to transfer
any rights from these Auction Conditions to a
third party.
11.3 Koller reserves the right to publish
illustrations and photographs of sold items in its
own publications and the media and to publicise
its services therewith.
11.4Theaforementionedprovisionsformpartof
each individual purchase agreement concluded
at the auction. Amendments are binding only
with Koller›s written agreement.
11.5 Should certain provisions of these Auction
Conditions be or become partially or fully
invalid and/or unenforceable, this does not
affect the validity of the remaining provisions.
The invalid and/or unenforceable provisions
shall be replaced by those which most closely
approximate the economic meaning and
intended economic purpose of said provisions.
The same shall be applicable to any possible
gaps or loopholes in the provisions.
11.6 The present Auction Conditions and all
amendments thereof are governed by Swiss
law, under exclusion of possible references
to Switzerland’s Federal Code on Private
International Law (CPIL), and under exclusion of
the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention).
11.7 The courts of the Canton of Zurich
shall be exclusively responsible for settling
disputes (including the assertion of offsetting
and counterclaims) which arise out of or in
conjunction with these Auction Conditions
(includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation
or fulfilment). Koller may, however, initiate legal
proceedings before any other competent court.
11.8 In the event of any discrepancy between
the different language versions of these Auction
Conditions, the German language version shall
prevail.
Zurich, 1 July 2018
| 82
CONDITIONS DE VENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES)
Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller
(selon la définition ci-après) présente lors d’une vente
auxenchèresclassiquedansunesalledevente.
En prenant part à la vente aux enchères,
l’enchérisseur se soumet aux Conditions de
Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller
Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102,
8005 Zurich, Suisse («Koller»):
1. Statut juridique des parties
Les objets d’enchères seront mis aux enchères par
Koller au nom de et pour le compte de celui qui les
a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le
compte du Mandant comme représentant direct/
immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes
Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au
plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors
de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle
est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de
pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant
l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat
deVente.
2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication)
2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est
débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication
qui sera calculé de la manière suivante:
i.   pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25%
ii.  pour une adjudication dès CHF 10’000 jusqu’à
CHF 400’000: 22% sur les premiers CHF 10’000
et 20% sur la différence de CHF 10’000 jusqu’au
montant de l’adjudication
iii. pour une adjudication dès CHF 400’000:
25% sur les premiers CHF 10’000; 22% sur
CHF 390’000 et 15% sur la différence de CHF
400’000 jusqu’au montant de l’adjudication.
2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le
cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été
transmise en direct sur Internet («Enchères Live»),
ou a transmis un ordre d’achat à travers un site
indépendant en relation avec Koller, le supplément
sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%.
l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux
Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui
pourraient varier des présentes conditions.
2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la
valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré.
Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent
au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé.
2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le
catalogue de la vente aux enchères sont
pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que
ces objets sont frappés de la TVA sur le prix
d’adjudication augmenté du prix majoré. Les
Acheteurs qui sont en mesure de présenter une
déclaration d’exportation valablement timbrée se
voient rembourser la TVA.
2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive
également une commission par le Mandant.
3. Garantie
3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux,
Koller annulera l’adjudication (sous réserve des
chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant
et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication
et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par
faux tout objet qui constitue, conformément à une
évaluation raisonnable de Koller, une imitation faite
dans l’intention de tromper fallacieusement autrui,
quecesoitencequiconcernel’auteur,l’âge,l’époque,
lecercledecultureoul’origine,sansqueladescription
correcte de ces éléments ne ressorte du catalogue
de la ventes aux enchères (en tenant compte de
toutemodificationapportée)etquecetétatdesfaits
diminuesensiblementlavaleurdel’objetparrapportà
unobjetcorrespondantàladescriptionducatalogue.
Un lot n’est pas considéré comme falsifié s’il est
seulementendommagéous’ilafaitl’objetdetravaux
derestaurationet/oudemodificationsquelconques.
3.2 L’adjudication ne sera pas annulée
conformément à la disposition ci-dessus, en
fonction de l’appréciation de Koller, lorsque:
i.    la description de l’objet dans le catalogue de
la vente aux enchères était conforme à l’avis
d’un expert ou à l’avis général des experts ou
lorsque la description dans le catalogue de
la vente aux enchères laissait supposer qu’il
existait des divergences de vue à cet égard ;
ii.  l’état d’avancement technique et les procédés
généralement acceptés et pratiqués n’ont pas
permis de reconnaître le faux au moment de
l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation
aurait été disproportionnée par rapport à la
valeur de l’objet ;
iii.  le faux a été réalisé (selon l’estimation
soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou
iv.  l’objet acheté est un tableau, une aquarelle,
un dessin ou une sculpture dont la date de
réalisation devrait être antérieure à 1880
conformément aux indications fournies dans le
catalogue de la vente aux enchères.
3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de
l’adjudication à Koller (en tant que représentant
du Mandant) à compter de la date de l’adjudication
pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines
pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement
à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas
autorisée. La mise en œuvre de la réclamation
exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre
sous pli recommandé dès la découverte du vice et
qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié
à Koller dans le même état que le jour de la remise
et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur
doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un
faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci
fasse réaliser à ses propres frais des expertises
par deux experts indépendants reconnus dans la
matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en
considération ces expertises et se réserve le droit
desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts.
3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut
renoncer à faire valoir un motif d’exclusion
conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect
desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus.
3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire
valoir à l’égard de Koller en tant que représentant
du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au
remboursement du prix de vente payé et du prix
majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure
ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à
l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue
quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur
essentielle selon l’article 23 ff. du CO).
4. Exclusion de responsabilité
4.1 Les objets sont mis aux enchères dans
l’état dans lequel ils se trouvent au moment
de l’adjudication. Les objets sont par définition
«usés» et donc rarement en parfait état.
4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le
catalogue de vente aux enchères. Les informations
dans le catalogue, ainsi que dans les rapports
sur l’état de conservation (condition reports)
représentent uniquement une idée générale et
une évaluation sans engagement de la part de
Koller. La description des objets est faite en toute
conscience, Koller ne peut cependant assumer
aucune responsabilité pour les indications
figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition,
il est possible de voir les objets. Par conséquent,
l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente
auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu
lot avec la description de celui-ci dans le catalogue,
le cas échéant en se faisant assister par un conseil
techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets
dans la version allemande de l’édition imprimée
du catalogue (avec modifications ultérieures)
s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit
de faire appel à des experts ou des spécialistes de
son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger
elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre
tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions.
Les avis de ces spécialistes ou des expertises,  les
descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout
autre énoncé concernant un objet (y compris des
énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun
casdespromessesexplicitesoutacites.
4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute
responsabilité pour défauts matériels ou
juridiques est exclue. Les obligations du Mandant
à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la
même mesure que les engagements de Koller à
l’égard de l’Acheteur.
5. Participation à une vente aux enchères
5.1 La participation à une vente aux enchères
en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute
personne. Cependant, Koller se réserve le droit –
à son libre arbitre – de refuser à toute personne
l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire
à toute personne la présence ou la participation à
l’une de ses ventes aux enchères.
5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas
personnellement connus par Koller doivent
s’enregistrer 48 heures avant la vente aux
enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet.
L’enregistrement valablement signé devra être
accompagné d’une copie du passeport de
l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de
crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur,
Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de
celui-ci conformément aux informations fournies
sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence
dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés
parlasociétédecartedecrédit.
5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un
justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par
Koller.
5.4 En cas d’offres pour les objets dont
l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000,
Koller peut demander à l’enchérisseur le virement
préalable de 20% de l’estimation basse à titre de
garantie. Après la vente, Koller compensera ce
montant avec ses prétentions et les prétentions
du Mandant et remboursera sans délai tout
excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur.
6. Vente aux enchères
6.1 Koller peut commencer les enchères en-
dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant.
Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères
signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire.
L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à
ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère
ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères
doubles font l’objet d’un nouvel appel immédiat;
dans les cas douteux, la direction des enchères
tranche.
| 83
6.2 Koller est libre d’écarter une enchère sans
indication de motifs particuliers. Il en est de
même lorsqu’un enchérisseur ne satisfait pas
aux conditions de participation à une vente aux
enchères conformément au chiffre 5.2 à 5.4 ci-
dessus. Koller est également en droit d’adjuger
des objets sans vente ou de retirer des objets de
la vente aux enchères, sans que ce soit forcément
évident pour le spectateur.
6.3 Koller se réserve le droit de réunir les lots du
catalogue, de les séparer, de les proposer aux
enchères dans un ordre différent ou encore de
renoncer à mettre certains lots aux enchères.
Koller se réserve le droit d’adjuger des lots
«sous condition», dans des circonstances
particulières. L’adjudication sera considérée
comme conditionnelle, et l’enchérisseur sera
tenu à son offre pendant 14 jours après la vente
aux enchères. L’enchérisseur sera délié de toute
obligation de paiement s’il ne reçoit pas un avis de
Koller avant ce délai déclarant que l’adjudication
est définitive.
6.4 Les offres d’enchères de personnes
intéressées ne pouvant pas assister
personnellement à la vente aux enchères sont
réceptionnées par écrit jusqu’à 48 heures avant le
début de la vente.
6.5. Les personnes intéressées peuvent enchérir
par téléphone à condition de s’être inscrites
par écrit au moins 48 heures avant le début
de la vente aux enchères. Aucune enchère par
téléphone n’est possible pour les objets dont
la valeur estimée est inférieure à CHF 500, et
les personnes intéressées à de tels objets sont
invitées à déposer une offre écrite ou à enchérir
personnellement dans la salle des ventes.
6.6 Les personnes intéressées qui souhaitent
déposer leur offre dans le cadre des Enchères
Live, peuvent participer à la vente après être
admises à celle-ci par Koller suite à leur demande
d’enregistrement. Koller se réserve le droit de
refuser des demandes d’enregistrement sans
indiquer un motif particulier.
6.7 Koller décline toute responsabilité pour les
offres de tout type n’ayant pas été prises en
considération ainsi que pour les enregistrements
d’enchères téléphoniques qui n’auraient pas
été pris en compte. Les normes prévues au
chiffre 5 concernant la légitimation et la preuve
de la solvabilité s’appliquent également aux
enchérisseurs par téléphone et par écrit.
7. Transfert de propriété
La propriété d’un objet adjugé est transférée
à l’Acheteur dès que le prix de vente et le prix
majoré, TVA en sus, ont été intégralement versés
en francs suisses et que Koller a affecté ces
paiements à l’objet correspondant.
8. Enlèvement des objets adjugés
8.1 L’Acheteur doit venir retirer à ses propres frais
les objets adjugés dans les 7 jours qui suivent
la clôture de la vente aux enchères pendant les
heures d’ouverture de Koller. Le lieu d’exécution du
Contrat de Vente entre le Mandant et l’Acheteur
est par conséquent le siège social de Koller. Si le
temps à disposition est suffisant, les objets seront
délivrésaprèschaqueséance.Laremisealieuaprès
paiementintégralduprixdeventeetdusupplément
sur le prix majoré, TVA en sus, ainsi que l’affectation
decemontantàl’objetadjugéparKoller.
8.2 Pendant le délai précité, Koller est responsable
de la perte, du vol, de l’endommagement ou de
la destruction des objets adjugés et payés, mais
seulement dans les cas de négligence grave ou
intentionnelle de la part de Koller, à concurrence
toutefois du montant du prix de l’adjudication, du
supplément sur le prix d’adjudication et de la TVA.
A l’expiration de ce délai, la responsabilité de Koller
cesse et il incombe alors à l’Acheteur de contracter
une assurance appropriée pour l’objet adjugé. Il n’est
assumé aucune responsabilité pour les cadres et le
verre. Si les objets adjugés ne sont pas retirés dans
les 7jours,Kollerseréserveledroitdelesentreposer
à la charge et au risque de l’acheteur auprès d’une
société de son choix ou dans ses propres locaux au
tarifjournalierdeCHF10parobjet.
8.3 Les commandes de transport sont
réceptionnées par écrit par Koller. Le transport
est aux frais de l’Acheteur. A défaut d’accord
écrit contraire, les objets adjugés sont assurés
par Koller aux frais de l’Acheteur en vue de leur
transport. Les tableaux sous verre et les objets
fragiles ne sont pas expédiés par Koller.
9. Paiement des objets adjugés
9.1 La facture émise suite à l’adjudication d’un
objet devra être payée en francs suisses dans
un délai de 7 jours après la clôture de la vente aux
enchères. Les paiements par carte de crédit ne
sont possibles qu’après l’accord du département
de comptabilité de Koller Zurich, et induisent
des frais de gestion entre 2 et 4% du total de la
facture, payables par l’Acheteur et ajoutés au total
de la facture.
9.2 Koller est également en droit d’imputer des
paiements de l’Acheteur, contrairement aux
instructions de celui-ci, à toute dette de l’Acheteur
envers Koller ou envers le commettant et à
compenser toute créance éventuelle de l’acheteur
à l’égard de lui-même ou du commettant avec ses
propres prétentions. En cas de retard de paiement
de l’Acheteur, une pénalité de retard au taux annuel
de10%seraappliquéesurlemontantdelafacture.
Silepaiementdel’AcheteurneparvientpasàKoller
sept (7) jours après la vente aux enchères, Koller
se réserve le droit de débiter la carte de crédit de
l’Acheteur sans avertissement au préalable, à la
hauteur du total de la facture, majoré des frais de
gestion entre 2 et 4% comme indiqué ci-dessus,
qui seront également débités de la carte de crédit
de l’Acheteur.
9.3 Si le paiement dû par l’Acheteur n’a pas lieu ou
n’intervientpasàtemps,Kollerpeutaussi,auchoix,
en son nom et également au nom du Mandant (i)
continuer à exiger l’exécution du contrat de vente
ou (ii), sans être tenu d’impartir un délai, renoncer
au droit de demander l’exécution du contrat
et résilier le contrat de vente ou réclamer des
dommages-intérêts pour cause d’inexécution;
dans ce dernier cas, Koller est également en droit
devendrel’objetdegréàgréoudanslecadred’une
vente aux enchères et d’utiliser le produit de la
vente pour la réduction des dettes de l’Acheteur.
Un prix de vente éventuellement supérieur au
prix d’adjudication d’origine est versé au vendeur.
L’Acheteurestresponsablevis-à-visdeKolleretdu
Mandant de tous les dommages résultant du non-
paiement ou du paiement tardif.
9.4Jusqu’aupaiementcompletdetouslesmontants
dus, Koller se réserve un droit de gage sur tous les
objets de l’Acheteur en sa possession. Koller est
habilitée à réaliser par la voie de l’exécution forcée
de tels gages ou de les réaliser de manière privée (y
comprisl’achatparKoller).Lebénéficedelaréalisation
préalabledugageselonarticle41delaLoisuissesurla
poursuitepourdettesetlafailliteestexclu.
10. Représentation
Chaque Acheteur répond personnellement
de l’adjudication qui lui a été faite ainsi que du
Contrat de Vente entre l’Acheteur et le Mandant
qui en résulte. La preuve des pouvoirs de
représentation peut être exigée de personnes
qui agissent comme représentants pour le
compte de tiers ou comme organe d’une
personne morale. Le représentant répond
indéfiniment et solidairement avec le représenté
de l’accomplissement de tous les engagements.
11. Dispositions diverses
11.1 La vente aux enchères se déroule sous
l’autorité conjointe d’un fonctionnaire de la
Municipalité de Zurich. Toute responsabilité pour
des actes du fonctionnaire présent, de la commune
oudel’EtatpourdesopérationsdeKollerestexclue.
11.2   Koller se réserve le droit de transférer tout ou
chacun de ses droits ou obligations dans ces CV
à un tiers, ou de confier leur exécution à un tiers.
L’enchérisseur ou l’Acheteur n’ont pas le droit de
transmettrelesdroitsouobligationsdecesCVàuntiers.
11.3 Koller se réserve le droit de publier des
photographies et des illustrations des objets
vendus dans ses propres publications et dans les
médias et d’en faire un usage publicitaire.
11.4 Les dispositions qui précèdent font
intégralement partie de chaque Contrat de Vente
individuel conclu lors des ventes aux enchères.
Leurs modifications n’ont de portée obligatoire
que si Koller leur a donné son accord écrit.
11.5 Dans l’hypothèse où une quelconque des
stipulations présen­tes serait illégale, nulle, non
valable ou inapplicable au regard d’une règle de
droit ou d’une loi en vigueur, elle serait réputée
non-écrite, mais n’entraînerait pas la nullité des
présentesCV.Dansunetellehypothèse,lesparties
s’engagent à né­ gocier de bonne foi, en prenant en
compte l’esprit de la présente convention, toute
autre disposition qui pourrait être substituée à
une telle stipulation qui serait considérée comme
illégale, nulle, non valable ou inapplicable.
11.6 Le droit suisse est exclusivement applicable
aux présentes CV et à toutes les modifications
de ces Conditions, à l’exclusion de références
possibles à la loi fédérale sur le droit international
privé (LDIP), et à l’exclusion de la Convention de
Vienne (Convention des Nations Unies).
11.7 Le règlement de tous les litiges (également
lorsqu’il s’agit de faire valoir des compensations et
des contre-créances) résultant des présentes CV
ou en relation avec ces CV (y compris leur validité,
leurs effets juridiques, leur interprétation ou leur
exécution) relève exclusivement des tribunaux
du canton de Zurich. Koller est toutefois habilitée
à intenter une action judiciaire devant tout autre
Tribunal également compétent.
11.8 En cas de divergence entre les différentes
traductions, la version allemande fait seule et
exclusivement foi.
Zurich, le 1
er
juillet 2018
KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz.
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch 
Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm
DateSignature
Auktion
Vente/Sale
Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF
Maximumbid(CHF)
BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen.
Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.–
PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.–
DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein.
L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet).
ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite).
AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1.
Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1.
I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction.
Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten.
Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique.
I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless).
Name/Nom
Adresse/Address
Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country
Tel.
E-Mail
INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE
Ja/Oui/Yes
Nein/Non/No
x
KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz.
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch 
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x
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel  +41 44 445 63 63, Fax  +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auction: 3 July 2020
IMPRESSIONIST  MODERN ART
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
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Auktion: 3. Juli 2020
IMPRESSIONISMUS  KLASSISCHE MODERNE
JULI2020IMPRESSIONISMUSKLASSISCHEMODERNE
A193
POST
WAR
CON
TEM
POR
ARY
POSTWARCONTEMPORARY
A193
JULI2020
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auktion: 4. Juli 2020
A193
JULI2019SCHWEIZERKUNST
Auktion: 3. Juli 2020
SCHWEIZER KUNST
Schweiz
JULI2020GRAFIKMULTIPLES
A193
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
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Auktion: 4. Juli 2020
GRAFIK  MULTIPLES
Auktion: 8. Juli 2020
ART DÉCO  ART NOUVEAU
Auktion: 8. Juli 2020
PHOTOGRAPHIE
Auktion: 9. Juli 2020
DESIGN
Auktion: 9. Juli 2020
MÖBEL
AUCTION PROGRAMME
AUCTION A193 - JULY 2020
POSTWAR 
CONTEMPORARY
Saturday, 4 July 2020
2pm
Lot 3701 – 3792
SWISS ART
Friday, 3 July 2020
2pm
Lot 3301 – 3383
PRINTS  MULTIPLES
Saturday, 4 July 2020
11am
Lot 3801 – 3904
IMPRESSIONIST
MODERNART
Friday, 3 July 2020
4pm
Lot 3501 – 3558
IBID ONLINE ONLY
POSTWARCONTEMPORARY
23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
20TH/21STC.PRINTS
23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
SWISS ART
23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
MODERN PAINTINGS
23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
DESIGN
23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
ART DECO  ART NOUVEAU
23 June – 8 July 2020
IBID ONLINE ONLY
PHOTOGRAPHY
23 June – 8 July 2020
IBID ONLINE ONLY
FURNITURE
23 June – 9 July 2020
ürich, Schweiz
h
SCHMUCKJUWELENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
SCHMUCK  JUWELEN
A191
ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
ARMBAND-  TASCHENUHREN
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
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A193as
JULI2020
Auktion: 1. Juli 2020
ASIATICA
ASIATICA
Auktion: 8. Juli 2020
FASHION  VINTAGE
Hardturmstrasse 102, 8031 Zurich, Switzerland
PREVIEW
Thursday, 25 to Tuesday 30 June 2020, 10am – 6pm
JEWELLERY
Thursday, 2 July 2020
2pm
Lot 2501 – 2659
WATCHES
Thursday, 2 July 2020
4pm
Lot 2801–2931
ASIAN ART
HIMALAYA  CHINA
Wednesday, 1 July 2020
11am
Lot 601–731
ASIAN ART
JAPAN, SOUTHEAST ASIA,
INDIA, PERSIA
Wednesday, 1 July 2020
2pm
Lot 732–821
IBID ONLINE ONLY
FASHION  VINTAGE
23 June – 8 July 2020
All catalogues online:
www.kollerauctions.com
IBID ONLINE ONLY
ASIATICA
23 June – 7 July 2020
©2020,ProLitteris,Zurich
©SuccessióMiró/2020,ProLitteris,Zurich
©2020,ProLitteris,Zurich
Lot 3540. MARC CHAGALL
La veste rouge. 1961.
66 × 50,5 cm.
Lot 3553. GIORGIO DE CHIRICO
Piazza d‘Italia. 1945–49.
50 × 40 cm.
Lot 3527. JOAN MIRÓ.
Solitude III/III. 29.
75 × 105 cm.
	 75	 SERVICE	
									
	
	 75	 Artist register
	 76	 Addresses 	
	 82	 Auktionsbedingungen 
	 84	 Auktionsbedingungen 
	 86	 Auction Conditions 
	 88	 Absentee Bid Form
Koller Auctions is a partner of the Art Loss Register. All objects in this catalogue, which are uniquely identifiable and which have an estimate of at least
€1 000 have been individually checked against the register’s database prior to the auction.
EURO Estimates
The estimates in Euros have been calculated according to an exchange rate of 1.05 and rounded off to the nearest whole number, for informational
purposes only. All bids as well as all payments will be conducted and remitted in Swiss Francs.
Impressionist  Modern Art
Lot 3501 – 3558
AUCTION
Friday, 3 July 2020, 4pm
PREVIEW
Thursday, 25 to Tuesday, 30 June 2020, 10am – 6pm
Additional photos:
www.kollerauctions.com
Fabio Sidler
Head of department
Tel. +41 44 445 63 41
sidler@kollerauctions.com
Jara Koller
Tel. +41 44 445 63 45
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reservation only. Please contact one of our department heads for more information.
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3501
MELCHIOR LECHTER
(Münster 1865–1937 Raron/Wallis)
Blaue Blume Einsamkeit. 1892–93.
Oil on board.
Signed and dated lower right: MELCHIOR
LECHTER / 1892–93.
106 × 74 cm (without frame 70 × 38 cm).
Frame designed by Melchior Lechter.
Provenance:
Julius Landmann (1877–1931), received
directly from the artist and by descent to
the present owner.
Literature:
- Maximilian Rapsilber: Melchior Lechter,
in: Berliner Kunst, 3. Sonderausgabe der
Berliner Architekturwelt, Berlin 1904, p.
35 (with ill.).
- Pauline Lange: Melchior Lechter, in:
Westermanns Illustrierte Deutsche Mo-
natshefte, year 49, vol. 97, Braunschweig
1905, p. 28 (with ill.).
- Annegret Müller: Melchior Lechter - Le-
ben und Malerisches Werk, dissertation,
Bochum 1981, p. 100–102 (with ill. p.
374).
Melchior Lechter was initially known as
a book artist for Stefan George. In the
course of the mid-20th century renewal
of interest in the art of the turn of the cen-
tury, Symbolism, Art Nouveau and other
related movements, attention was again
given to the paintings of Melchior Lechter.
The present work is a particularly fine
example of Lechter's Symbolist works. His
so-called mood pictures deal with human
emotions, although they are often myste-
rious and not easily interpreted. Lechter
has lent the work a sacred character
through various attributes and compositi-
onal elements: the symmetrical structure
and the static stillness of the woman are
reminiscent of ancient representations
of saints. The laurel wreath in her hair is
traditionally a symbol of artistic fame, or of
art renowned in itself. The woman's nudity
symbolises her purity. Her large eyes look
to the “Ehemals und Einstmals” (days of
yore) as Lechter himself poetically formu-
lated it. They probably point to the rapture,
the contemplation of art, which also goes
hand in hand with solitude. The title of the
painting, “Blaue Blume Einsamkeit” (trans-
lated: Blue Flower of Solitude) also refers
to an important symbol of Romanticism:
the “blue flower”, a motif from a novel by
Novalis. Linked to a holistic view of art, the
frame was made by Lechter himself and
additionally underscores the symbolism.
It is extremely rare that works from
Lechter's Symbolist phase come to mar-
ket. The Blaue Blume Einsamkeit has ne-
ver been offered for sale and has remained
in the same family since its production.
The painting formerly belonged to Julius
Landmann (1877–1931), an important
economist who was significantly involved
in the foundation of the Swiss National
Bank and served as its Secretary from
1906-10. He was friends with Melchior
Lechter and Stefan George.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 2
Impressionist  Modern Art
| 3
3502*
GUSTAF FJÆSTAD
(Stockholm 1868–1948 Arvika)
Winterlandscape. 1908.
Oil on canvas.
Signed and dated lower left:
G. Fjaestad 08.
142.8 × 185 cm.
Provenance:
- Auction Dr. Fritz Nagel, Stuttgart, 1971.
- German private collection, purchased at
the above auction.
The painter, tapestry designer and car-
penter Gustaf Fjæstad was born on 22 De-
cember 1868 in Stockholm. Fjæstad was
one of the leading Swedish painters at the
turn of the 20th century. After studying art,
he assisted Bruno Liljefors in creating de-
pictions of animals at the Biological Muse-
um in Stockholm and then Carl Larsson in
completing frescoes at the National Muse-
um of Stockholm. In 1898 Fjæstad married
the young artist Maria Hellén. In search of
unspoiled landscapes, endless forests and
glittering lakes, the couple moved to Lake
Racken in the Värmland province the same
year. Gradually, the couple's artist friends
also settled at Lake Racken, which led to
the founding of the Racken Group artists'
colony. The Swedish artist received his
first public recognition for his landscape
paintings at an exhibition in Stockholm in
1898. In 1908 he presented his first solo
exhibition. The snow-covered landscapes
of Värmland with its frost-covered fields,
lakes and streams soon became Fjæstad’s
signature theme. The artist developed an
unusual technique in which he coated his
canvases with light-sensitive chemicals,
projected photographs onto them and
used them as a guide for his paintings.
Many of his works can be admired in the
Swedish National Museum, the Toledo
Museum of Art in Ohio and the Musée
d'Orsay in Paris. On 17 July 1948, Gustaf
Fjæstad died in Arvika.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 4
Impressionist  Modern Art
| 5
3503*
LOVIS CORINTH
(Tapiau 1858–1925 Zandvoort)
Female nude. 1885.
Oil on canvas.
Signed upper right: CORINTH.
90.5 × 56 cm.
Provenance:
- W. Becker, Munich.
- Ms. Dr. Lippmann, Berlin.
- Dr. Walter Müller, Grube Ilse (1926).
- Private collection, Dresden.
- Private collection, Hessen.
- German private collection.
Exhibitions:
- Berlin 1926, Lovis Corinth, Ausstellung
von Gemälden und Aquarellen zu seinem
Gedächtnis, Nationalgalerie, no. 11.
- Kassel 1926, Lovis Corinth, Kunstverein
Kassel, no. 3.
- Dresden 1927, Lovis Corinth, Gedächt-
nis-Ausstellung: Gemälde, Aquarelle,
Zeichnung, Aquarelle, Graphik, Sächsi-
scher Kunstverein, no. 4 (with ill.).
Literature:
- Charlotte Berend-Corinth: Die Gemälde
von Lovis Corinth. Werkkatalog, Munich
1958, p. 56, no. 25 (with ill. p. 271).
- Alfred Rohde: Der junge Corinth, Berlin
1941, p. 50, no. 29 (with ill.).
The painting presented here is the 25th
work in the œuvre of Lovis Corinth in his
catalogue raisonné and is therefore one of
the artist’s earliest works. It is the first por-
trayal by Corinth of a female viewed from
behind and one of his very first nudes.
Corinth's fascination for the female body
— nude, and preferably voluptuous — ac-
companied the artist throughout his entire
work. The Dutch Masters served as his
role models, especially Peter Paul Rubens,
an affinity that had already been noticed
by Corinth's contemporaries. When one
looks at the numerous nude depictions of
Charlotte Berend in the artist's work, and
his obsession with the precision of form
and preference for the white, smooth skin
of his models, the parallels to the work of
Rubens, also perceptible in our work, can
no longer be overlooked.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 6
Impressionist  Modern Art
| 7
3504*
ARMAND GUILLAUMIN
(Paris 1841–1927 Orly)
Le quai Saint Bernard, Paris. Circa 1880.
Oil on canvas.
Signed lower left: Guillaumin.
38 × 55 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by the Comité Guillaumin, Paris,
14 February 2013. It will be included in vo-
lume 2 of the catalogue raisonné currently
in preparation.
Provenance:
- Private collection Paris.
- Private collection France, by descent.
- Auction Artcurial, Paris, 27 March 2013,
lot 260.
- Private collection Germany, purchased at
the above auction.
CHF 9 000 / 12 000
(€ 8 570 / 11 430)
| 8
Impressionist  Modern Art
3505*
ALBERT LEBOURG
(Montfort-sur-Risle 1849–1928 Rouen)
Paysage.
Oil on canvas.
Signed lower left: A. Lebourg.
55 × 74 cm.
We would like to thank François Lespinasse
for confirming the authenticity of the work,
September 2019.
Provenance:
- Auction Sotheby's, New York, 9 Septem-
ber 2006, lot 36.
- Private collection USA, acquired at the
above auction.
- Private collection Germany.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 9
3506
PIERRE-AUGUSTE RENOIR
(Limoges 1841–1919 Cagnes-sur-Mer)
Dans le jardin des Collettes à Cagnes.
Circa 1910.
Oil on canvas.
Signed lower left: Renoir.
30.5 × 42.5 cm.
This work was presented to the Comi-
té Renoir under the sponsorship of the
Wildenstein Plattner Institute (WPI) at
its virtual meeting in April 2020. It will be
included in the forthcoming Renoir Digital
Catalogue Raisonné, currently being
prepared under the sponsorship of the
Wildenstein Plattner Institute.
Provenance:
- Ludwig Bersch, Zurich.
- Swiss private collection, by descent from
the above.
Literature:
Ambroise Vollard: Tableaux, Pastels et
Dessins de Pierre-Auguste Renoir, Paris
1918, vol. II, p. 161 (with ill.).
In1907,RenoirpurchasedtheLesCollet-
tesestateinCagnesontheMediterranean
nearNice.Hemovedthereintheautumn
of1908.Theestate,withitspicturesque
farmhouse,oliveandorangegrovesandthe
viewofthehillylandscape,providedtheartist
withimportantmotifsforhislatelandscapes.
Intheselandscapes,Renoirsuccessfully
createdasilverlightthatissimilarlyfoundin
theFrenchlandscapesfromcirca1850by
CamilleCorot,whomheverymuchadmired.
Thepaintingpresentedhereisaparticularly
beautifulexampleofharmoniouscompleti-
onandthereforehand-signed,unlikemany
otherlatelandscapes.
CHF 150 000 / 250 000
(€ 142 860 / 238 100)
| 10
Impressionist  Modern Art
| 11
3507
MAX LIEBERMANN
(1847 Berlin 1935)
Blumenbeet im Garten des Künstlers.
Pastel on paper.
Signed lower right: MLiebermann.
31 × 37.5 cm.
The proceeds of the auction of this work
will be donated to the charitable organiza-
tion Médicament Pour Tous.
Provenance:
- Galerie Abels, Cologne (label on the
reverse).
- Swiss private collection.
The flowerbed shown here is probably a
north-eastern view of the flower terrace
in the Wannsee garden, as indicated by
the presence of the blue pansies. There
are other paintings and pastels which
show the flowerbed from other angles, all
done in the spring. The pastel is very well-
preserved, and captivates with its bright
colours and intense brushstrokes.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 23 810 / 33 330)
| 12
Impressionist  Modern Art
| 13
3508*
MAX LIEBERMANN
(1847 Berlin 1935)
Garten mit Palmenkübel und zwei weibli-
che Figuren. 1908.
Oil on canvas.
Signed lower right: M. Liebermann.
53 × 64 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by Matthias Eberle, Max Lieber-
mann Archive, Berlin, 21 March 2016. It will
be included in the supplement to the cata-
logue raisonné under number 1908/36a.
Provenance:
- Private collection, Vienna.
- German private collection.
Exhibition:
Copenhagen 2019, Hans Purrmann. The
Vitality of Colour, GL Strand, 27 April–15
September 2019; this exhibition was
travelling to: Heilbronn 2019, Städtisches
Museum Heilbronn, 19 October–9 Febru-
ary 2020.
Gardens were a source of infinite inspirati-
on for Max Liebermann. “One could paint
a hundred pictures here he exclaimed
when visiting a cottage garden with his
friend Alfred Lichtwark, the director of the
Hamburger Kunsthalle.
The present work, probably produced
circa 1908, is one of Max Liebermann’s
earliest garden views. Around the turn
of the century, the painter let the strong
social note of his works somewhat fade,
increasingly devoting himself to portrait
painting and other motifs such as sports
scenes, bathers and riders on the beach.
He first discovered the garden as a motif
in his sixties, in the Dutch seaside resort
of Noordwijk in 1908. There, many of the
works were created on the beach, but also
a few of a likely private garden.
In the following year, 1909, Liebermann
acquired a piece of land by Lake Wannsee,
and in 1910 he had Alfred Lichtwark create
the garden of his new country house,
the Wannsee Villa, which he called his
castle by the lake and “little Versailles.
About eight years later, during the war,
this garden became the central theme of
Liebermann's work.
He was interested in the relationship
between humanity and nature. As with
other motifs in his work, he was concer-
ned with balance. One should attend to
the weak and restrain the strong, to which
nature also belongs. The garden requires
understanding and careful maintenance,
without which everything would overgrow
and humanity would be contested for the
space.
The present work is very similar to the first
garden views created in Noordwijk and
therefore could also have been produced
in that context. The colours, garden plan-
ting and pathway direction are comparable.
However, the reddish-brown building in
the background does not quite match the
Dutch seaside resort, wherefore Matthias
Eberle considers it possible that this work
was created in the South in the spring of
1909, when Liebermann spent several
weeks in Italy. This could therefore also be
a hotel garden in Florence or Rome.
CHF 300 000 / 500 000
(€ 285 710 / 476 190)
| 14
Impressionist  Modern Art
| 15
3509
MAX LIEBERMANN
(1847 Berlin 1935)
Holländisches Interieur - Stopfende alte
Frau am Fenster. Circa 1885–1900.
Watercolour and gouache on paper.
Signed upper right: M. Liebermann.
39.3 × 31 cm.
We would like to thank Margreet Nouwen
for confirming the authenticity of the work,
February 2020.
Provenance:
- (presumably) Galerie Commeter, Ham-
burg (before 1932).
- German private collection, acquired
presumably at the above gallery.
- Swiss private collection, by descent to
the present owner.
Produced in the summer of 1880 in the
village of Dongen in Holland, an impor-
tant painting of the significant motif of a
mending woman is very often mentioned
and reproduced in literature. It is one of
the most famous works by Max Lieber-
mann, and some sketches and preliminary
studies have also been preserved. The
very detailed work on paper offered here
is a subsequent work that was probably
created in the 1890s.
The light flooding from the window and the
view of the vibrant green nature outside
create an atmosphere that unifies huma-
nity and nature. Everything is focused on
the mending work, yet the painting stimu-
lates the imagination of the viewer. The
eye wanders through the room, across the
sewing utensils lying on the windowsill and
on the chair — the painting tells a story.
Liebermann has masterly created a
composition informed by models from the
Dutch Golden Age, the handling of light
probably based on works by Frans Hals,
Peter de Hooch and Jan Vermeer, who
influenced Liebermann very much at the
time. However, it lacks the the symbolism
and the refined bourgeois culture of the
Dutch models. Lieberman has chosen not
a bourgeois, but rather a simple rural motif.
As Hans Rosenhagen aptly described the
picture: “One can see that she is a poor
woman, but no one is led to believe she is
particularly unfortunate. She is not viewed
through the eyes of pity, nor with those of
mockery. This is life, the most difficult and
the most natural in its appearance. Rather
than stimulate our sense of the needs of
poverty, Liebermann lets her work and
shows how even in the saddest cottage,
nature unfolds a thousand beauties for
those who can see” (translated from: Hans
Rosenhagen, Liebermann, Leipzig 1900,
p. 28).
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 16
Impressionist  Modern Art
| 17
3510*
GUSTAVE LOISEAU
(1865 Paris 1935)
Peupliers au bord de l'Eure. 1900.
Oil on canvas.
Signed and dated lower left:
G. LoisEAU 1900.
65.5 × 82 cm.
We would like to thank Didier Imbert for
confiming the authenticity of the work,
Paris, 14 February 2020. It will be included
in the Catalogue raisonné currently in
preparation.
Provenance:
- French private collection, purchased in
the 1930s in Paris.
- Portuguese private collection, purchased
from the above and by descent to the
present owner.
Gustave Loiseau is one of the most
important French Post-Impressionists,
whose landscapes and city scenes of Paris
arouse immense fascination among his
viewers. He painted with a luminous colour
palette, a pastose application of paint and
an impressionistic choice of motifs. Like
Alfred Sisley, he sought beautiful locations
along river banks that could offer him a
variety of impressive moods to capture at
different times of the day and in various
weather conditions. His painting style does
not comprise a strict placement of uniform
dots of colour, as with Paul Signac, but
rather a variety of dynamic brushstrokes
that reflect the movements of the water
surface or the branches and leaves of the
trees in the wind.
From 1899 Loiseau painted river lands-
capes with poplars on the Eure in Saint-
Cyr-du-Vaudreuil. During that time, his
style and motif closely approached that
of Claude Monet. Produced in 1900, the
painting presented here belongs to this
important group of works. For this work he
chose a clear, sunny day with very strong
light effects. The light reflections on the
water and in the foliage of the trees, un-
derscored through the application of richly
contrasting highlights and strokes of white,
produce a very powerful effect conveying
the sense of being nearly blinded. Loiseau
has also achieved a dynamic sense of mo-
vement through his vigorous brushwork —
rather than appearing static, the painting
captures the flowing of the water and the
rustling of the trees and bushes.
Such river landscapes with poplars are
among the works that achieve the highest
prices at auction due to their intense visual
impact.
CHF 150 000 / 250 000
(€ 142 860 / 238 100)
| 18
Impressionist  Modern Art
| 19
3511*
LOUIS RHEINER
(Geneva1863–1924 Cannes)
Cannes. 1902.
Pastel on paper.
Described, signed and dated lower right:
Cannes / L. Rheiner 1902.
65 × 50 cm.
Provenance:
German private collection.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 380 / 3 330)
3512*
ANDRÉ LHOTE
(Bordeaux 1885–1962 Paris)
Vue d'une église. September 1921.
Watercolour on paper.
Signed and dated lower right: A.Lhote.
Sept. 1921, as well as with dedication: A
Madame Supervielle, en hommage de sa
respectueuse amitié.
36.2 × 54 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by Dominique Bermanne-
Martin.
Provenance:
- Jules Supervielle (1884–1960).
- French private collection.
- German private collection.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 20
Impressionist  Modern Art
3513*
HIPPOLYTE PETITJEAN
(Maçon 1854–1929 Paris)
Conversation dans un jardin.
Watercolour and gouache on paper.
Signed lower right: Petitjean.
47.3 × 30.5 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by Stephane Kempa, 10 June
2018.
Provenance:
German private collection.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 21
3514*
RAOUL DUFY
(Le Havre 1877–1953 Forcalquier)
Saint-Jeannet. 1920-25.
Oil on canvas.
Signed lower right: Raoul Dufy.
46 × 55 cm.
Provenance:
- Auction, Paris, 1926, no. 41.
- Auction, Stuttgart, 27–28 November
1956, no. 243.
- German private collection.
Literature:
Maurice Lafaille: Raoul Dufy. Catalogue
raisonné de l'œuvre peint, Geneva 1973,
vol. II, p. 144, no. 585 (with b/w ill.).
Saint-Jeannet is a beautiful village in
southern France, located near Vence in the
Alpes-Maritimes and situated halfway up a
hillside. During various short visits between
1920 and 1927, Raoul Dufy produced at
least 11 oil paintings of the village and
about the same number of watercolours.
The picturesque landscape with its vi-
neyards and the beautiful houses inspired
Dufy and provided a location that attracted
time and again. Dufy's major breakthrough
as a recognised artist began in the early/
mid-1920s. His style was then established.
The present work was created at that time
and shows a comparatively close-up view
of the village hill. In a style that was already
secure, Dufy creates a dynamic landscape
by purposely employing individual brush-
strokes to render a fantastic view of the
village and its surroundings.
CHF 50 000 / 80 000
(€ 47 620 / 76 190)
| 22
Impressionist  Modern Art
| 23
3515*
JEAN DUFY
(Le Havre 1888–1964 Boussay)
Montmartre, rue Norvins.
Oil on canvas.
Signed lower right: Jean Dufy.
38 × 46 cm.
We would like to thank Jacques Bailly for
confiming the authenticity of the work,
May 2020.
Provenance:
German Private collection.
After the First World War, Jean Dufy
settled in Montmartre, where Braque was
his neighbour. The artist was very much
inspired by the environment there, and the
city of Paris thenceforth became the love
of the painter from Le Havre. Similar to his
contemporaries Utrillo, Chagall and Mar-
quet, Jean Dufy produced numerous views
of the city on the Seine with its countless
sights in a constantly evolving creative
process and in his typical free style. Es-
pecially Montmartre and its landmark, the
Sacré Cœur, are motifs that he repeatedly
adopted.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 570 / 47 620)
| 24
Impressionist  Modern Art
| 25
3516
VACLAV ŠPÁLA
(Zlunice 1885–1946 Prague)
Skála a řeka (rock and river). 1942.
Oil on canvas.
Signed and dated lower left: VSpala 42.
On the reverse on the stretcher with the
inventory number: (1523).
38.5 × 50.5 cm.
The work is listed in the catalogue raisonné
of the artist under number 1523.
Provenance:
Swiss private collection.
The Czech-born painter and illustrator
Vaclav Špála is one of the most important
artists of the Czech avant-garde. Špála
studied at the Academy of Fine Arts in
Prague and in 1905 visited the stimulating
exhibition of Edvard Munch in the Manes
Gallery. The gallery additionally showed
paintings by the Fauvists and the Cubists,
which had a strong influence on Špála's
work. In 1911 he became a co-founder
of the Group of Fine Artists and in 1918
the artist group Tvrdošíjní (The Stubborn
Ones).
Špála painted in his typical style from
1920 onwards. At first influenced by the
Fauvists, his late work is strongly informed
by Cubism. Simply contoured spaces are
rendered in broad strokes of colour. Also
very distinctive is the selection of colours
— reduced almost exclusively to blue, red
and white. After 1923 Špála mainly focused
on still lifes and landscape painting. The
work presented here is one of the artist's
late works and shows a view of a river near
Berounka and Otava with a striking cliff.
This locality is depicted in several paintings
by Špála from the 1930s onwards and
must have been a favourite subject of his.
Vaclav Špála is one of the classics of Czech
painting, without whom no collection of
Czech Modernism would be complete
and whose work has also taken its place in
international discourse. As Prof. Matějček
described Špála's work: “[…] the artist
speaks to us through his canvases. His
mature work, whose origin is regional and
bears witness to the vital language of his
people, has established itself within the
international art world” (translated from
German).
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 570 / 47 620)
| 26
Impressionist  Modern Art
| 27
3517
JOSEPH CZAPSKI
(Prague 1896–1993 Maisons–Laffitte)
Jardin des Tuileries. 1967.
Oil on canvas.
Signed and dated lower right:
J. CZAPSKI 67.
81 × 60 cm.
Provenance:
- Galerie Plexus, Renée Aeschlimann,
Chexbres (with stamp on the reverse).
- Private collection, Geneva.
Literature:
Wojciech Karpinski: Portrait de Czapski,
Lausanne 2003, p. 193 (description presu-
mably this painting).
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
3518
GUILLERMO WIEDEMANN
(Munich 1905–1969 Key Biscayne)
Nymphas. 1949.
Oil on canvas, on panel.
Signed and dated lower right:
Wiedemann / 1949. With the title and the
dimensions on the reverse.
100 × 70 cm.
Provenance:
- Private collection Germany.
- Swiss private collection, by descent to
the present owner.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 28
Impressionist  Modern Art
| 29
3519
ALBERT MARQUET
(Bordeaux 1875–1947 Paris)
Arbre en fleurs devant Alger. Circa 1943.
Oil on canvas.
Signed lower right: marquet.
44 × 60 cm.
Provenance:
- Auction Drouot, Paris, 28 January 1946,
no. 51.
- Atelier Matignon, Paris, circa 1985.
- Paul Vallotton, Lausanne (with label on
the reverse).
- Swiss private collection.
Literature:
Jean-Claude Martinet and Guy Wilden-
stein: Marquet. L'Afrique du Nord. Cata-
logue de l'Œuvre peint, Paris 2001, p. 310,
no. I-411 (with ill.).
In 1920, on one of his first trips to North
Africa, Albert Marquet met Marcelle Mar-
tinet, a French woman who grew up and
lived in Algeria. The couple married three
years later. Afterwards, they would spend
their winters in Marcelle's homeland and
were at home in both Paris and Algiers.
These stays in Algeria were very influential
for the artist and strongly informed his
painting.
During the Second World War, Albert and
Marcelle Marquet stayed in Algiers: in 1941
they acquired a piece of land just outside
the city called Djenan Sidi Saïd, which
Marcelle translated as Garden of the
Happy Lord. A small, important series of
Marquet’s paintings were produced there.
Marcelle describes their retreat, the lush
vegetation of the garden and the view of
the city as follows:
“Acanthus plants with large glossy leaves
covered the slope of the path that we had
to follow to reach an old stone staircase
that had decayed a little and was domina-
ted by large bright and green agaves with
triumphant curves. We constructed a large
flower-filled terrace from which we could
see the last quarter of the city and the
sea, and around us acanthus, white daisy
beds, strong geraniums that climbed on
the walls, arum hedges, ivy and wisteria
that had to be kept in check, pink trees,
whose names we do not know, fruit trees
of all kinds and, as keepers of this abun-
dance and these promises, some tall and
dark cypresses” (from the French, Marcelle
Marquet: Marquet. Voyages, Lausanne
1968, p. 60) .
CHF 60 000 / 80 000
(€ 57 140 / 76 190)
| 30
Impressionist  Modern Art
| 31
3520*
HENRI MARTIN
(Toulouse 1860–1943 Labastide-du-Vert)
Pergola Nord-Ouest de Marquayrol en fin
d'automne. 1910–20.
Oil on canvas.
Signed lower left: Henri Martin.
68.5 × 82 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by Cyrille Martin, Neuilly sur
Seine, 12 January 2017.
Provenance:
- Galerie Félix Vercel, Paris.
- Private collection, Caracas, purchased on
25 May 1971 from the above gallery.
- German private collection.
In 1900, after 10 years of searching for
the perfect country house, Henri Martin
acquired the large 17th-century house
Marquayrol in the village of Labastide du
Vert in Lot in southwestern France when
he was 40 years old. The house and the
region became Martin's summer holiday
destination, where he withdrew from the
city of Paris between May and November
to enjoy the serenity of nature.
The house, sitting on a hill with a large
terrace and a view of the village and the
surrounding valley, became Martin's most
important source of inspiration and had a
lasting influence on his style. There, unlike
in Paris, a southern light reigned, which
inspired the artist and excited his eye. The
peaceful environment, together with na-
ture and light, became Martin's preferred
subject and would remain so for more than
40 years. This move to Lot at the age of
40 marks a decisive turning point in his ar-
tistic work. Muses and lyres disappear from
his canvases and he dares to grapple daily
with the light of the south (C. Juskiewen-
ski, Henri Martin 1860–1943 (exhibition
catalog), Cahors  Toulouse, 1993, p. 98).
On both sides of the property there was an
arbor, a small pergola, la petite, and a larger
one, la tonnerelle. The present work, which
was produced in the 1920s and is a fine
example of Martin's mature style, depicts
the large pergola La tonnerelle. Martin
repeatedly took up the depictions of the
pergola during the entire summer, so that
the colours of the leaves change in the
course of the picture cycle. The autumnal
red that dominates our picture symbolises
the end of summer and Martin's imminent
return to Paris.
“Henri Martin was undoubtedly an Impres-
sionist and one who possessed the dee-
pest sensitivity, which certainly correspon-
ded to that of Monet, whom he admired
the most. Thanks to their extreme sen-
sitivity and not through the investigation
of a technical process, their interpretation
of nature is certainly a poetic evocation
coloured by a thousand colours that can
undoubtedly be described as a work of art.
[…] His palette is an enchantment. Many
different blends of colours produce a rare
and rich harmony. […] And it is much more
difficult to find a good harmony of colours
when one represents nature than to put
together some beautiful colours that do
not represent anything. Herein lies the gift
of the Impressionists, and that is why there
are so few” (Jac Martin-Ferrières, Henri
Martin, Paris, 1967, pp. 35–42).
CHF 120 000 / 180 000
(€ 114 290 / 171 430)
| 32
Impressionist  Modern Art
| 33
3521
PAUL SIGNAC
(1863 Paris 1935)
La Tour d'Arundelle (Sable d'Olonne). Circa
1925.
Watercolour and black crayon on paper.
With signature stamp on the reverse: P.
Signac.
14 × 10 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by Marina Ferretti, Paris, Octo-
ber 2016.
Provenance:
- Galerie Frost and Reed, London 1998.
- Private collection, Geneva.
- Auction Koller, Zurich, 2 December 2016,
lot 3210.
- Swiss private collection, purchased at the
above auction.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
3522
HERMANN MAX PECHSTEIN
(Zwickau 1881–1955 Berlin)
Päonien mit Margritten. 1926.
Watercolour and pencil on paper.
Signed and dated lower right: HMPech-
stein 1926. Titled on the reverse: Päonien
mit Margritten.
60 × 49 cm.
We would like to thank Julia Pechstein for
confirming the authenticity of the work. It
is registred in the archive of the Max Pech-
stein Urheberrechtsgemeinschaft.
Provenance:
- Private collection, purchased 1989.
- Auction Koller, Zurich, 8 December 2004,
lot 346.
- Swiss private collection.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 34
Impressionist  Modern Art
| 35
3523*
HERMANN MAX PECHSTEIN
(Zwickau 1881–1955 Berlin)
Fischerfrauen (fisherwomen). Circa 1920.
Oil on cardboard.
Signed upper left: HMPechstein.
52.2 × 45.9 cm
Provenance:
- Carl Steinbart, Berlin, purchased circa
1920 directly from the artist.
- Irmgard Bender (born Steinbart), Berlin/
Bad Godesberg, received 1923 by de-
scent from the above.
- German private collection, purchased
before 1976 from the above.
Literature:
Aya Soika: Max Pechstein. Das Werkver-
zeichnis der Ölgemälde, Munich 2011, vol.
II, p. 198, no. 1920/12 (with col.ill.).
In 1909 Hermann Max Pechstein travelled
for the first time to the East Prussian
fishing village of Nidden on the Curonian
Spit. He joined the Nidden artist colony,
the centre of which was the Blode guest-
house, where painting and discussions on
art took place. Pechstein liked the quiet
fishing village and felt connected to the
local fishermen and workers. The remote
village, far from any tourism, became the
artist's favourite summer holiday location,
as a rural idyll where he could escape the
wild metropolis of Berlin and immerse
himself in nature. There, he also found the
symbiosis between humanity and nature.
Pechstein harboured a fascination for sim-
ple and honest workers who earned their
bread under hard and difficult conditions.
This included the village’s fishing commu-
nity, who left a lasting impression on him
and of whom he sought to give a worthy
representation throughout his life.
Pechstein spent his fifth summer in
Nidden in 1920. He left Berlin at the end of
April and returned to painting after a long
break from his work. Now I have decided
to take up the fight with the forest and the
sea again in Nidden, then to look with more
relief towards the South and dedicate my
next years to it (from a letter of 7th March
1920). During this time he produced the
“Fischerleben” series, comprising around
16 paintings showing the daily life and ac-
tivities of the fishermen and women in the
village. It can be assumed that our present
work “Fischerfrauen” (Fisherwomen) can
also be classified in that cycle.
Although Pechstein desired to devote
himself to the South after this series, the
inspiration from past visits to the South
Seas was already firmly anchored in his
style, which is also distinctive in “Fischer-
frauen”. Pechstein wrote to Edouard
Plietzsch on 21st August 1920: “Promise
through the work on the fisher pictures,
which represent an intermediate stage to
the ‘Vater Unser’, to learn all sorts of useful
things and to benefit for the final work.
Between this torturing and biting myself,
(I) with pleasure painted 3 pictures, which
represent a kind of nostalgic memory of
thanks to the sunken splendour of the
South Pacific.”
The two fisherwomen sitting in the
foreground of the painting look out over
the rough sea at the fishing boat and their
husbands, who fight their way through
the raging waves. Through Pechstein’s
characteristic Expressionist style with its
angular, rough brushstrokes combined
with the quiet drama of an infinite sea, the
artist is able impart the viewer with a brief
yet honest insight into the lives of two
fisherwomen.
CHF 220 000 / 280 000
(€ 209 520 / 266 670)
| 36
Impressionist  Modern Art
| 37
3524
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Fauchende Katze. Circa 1930.
Charcoal on paper.
With the estate stamp and the number K
Da/Bm 69 on the reverse.
37.8 × 49.5 cm.
Provenance:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (with label on
the reverse).
- Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (with
label on the reverse).
- Kunsthandel online by Bromer art coll-
ection.
- Swiss private collection, purchased from
the above.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
3525
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Katze am Ofen. Circa 1930.
Charcoal on paper.
With the estate stamp and the number K
Da/Bm 76 on the reverse.
38.7 × 48.8 cm.
Provenance:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (with label on
the reverse).
- Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (with
label on the reverse).
- Kunsthandel online by Bromer art coll-
ection.
- Swiss private collection, purchased from
the above.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 38
Impressionist  Modern Art
3526
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Katzenmutter und Junges I. Circa 1930.
Charcoal on paper.
With the estate stamp and the number K
Da/Bm 65 on the reverse.
33.2 × 48.5 cm.
Provenance:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (with label on
the reverse).
- Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (with
label on the reverse).
- Kunsthandel online by Bromer art collec-
tion (with label on the reverse).
- Swiss private collection, purchased from
the above.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 39
3527*
JOAN MIRÓ
(Montroig near Barcelona 1893–1983
Palma de Mallorca)
Solitude III/III. 29 April 1960.
Oil and charcoal on cardboard.
Signed lower left: Miró. Signed, dated and
titled on the reverse: MIRÓ. /29/4/60 /
Solitude III/III.
75 × 105 cm.
Provenienz:
- Estate of the artist.
- Galerie Lelong, Paris.
- Pierre Matisse Gallery, New York (with
label on the reverse).
- Acquavella Galleries, New York.
- Galerie Michael Haas, Berlin/Zurich.
- Swiss property, purchased at the above
gallery.
Exbhibitions:
- New York 1965, Cartones, Pierre Matisse
Gallery, no. 5.
- New York 1972, Joan Miró: Magnetic
Fields, The Solomon R. Guggenheim
Museum, no. 38 (with ill. p. 129).
- Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael
Haas, 16 March–21 April 2012.
- Lindau 2013, Miró Sternennächte, Roland
Doschka, Stadtmuseum Lindau (with ill.
p.70–71).
Literature:
- Jacques Dupin and Ariane Lelong-
Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné,
Paintings, vol. IV: 1959–1968, Paris 2002,
p. 25, no. 1011 (with col. ill.).
- Magrit Rowell: Joan Miró.
Peinture=Poesie, Paris 1976, p. 102.
- Jacques Dupin: Miró, Paris 1961, p. 552,
no. 905 (with ill.).
In his 1961 monograph on the life and work
of Joan Miro, Jacques Dupin describes the
three works titled Solitude, of which we
are offering the third, as follows: The very
simplified, sensitive symbols appear to re-
spond to one another across all the voids
that divide them and the stains and clouds
that encircle and suffocate them. These
symbols, or rather signals, elude all bonds
and structures and form a kind of negative
script, perhaps similar to the twelve-tone
music the painter has listened to often in
recent years. […] It is no coincidence that
this drawing appears in particular on three
sheets of cardboard entitled 'Solitude', be-
cause the sensations they stir correspond
to the meaning of this word. Every one of
these scattered, tiny signals is primarily
a symbol of the human, in solitude and
threatened by the elements – however,
as a written confession of our weakness
and fear, the clarity and supple firmness of
their brushstroke simultaneously testifies
to our determination to resist and perse-
vere.  (Jacques Dupin, Joan Miró, Leben
und Werk, Cologne 1961).
In our Version III/III, the trail of small black
dots particularly stands out: Miro em-
ployed a very similar arrangement in a
horizontal line only one year later in one
of his most famous works “Bleu II”, the se-
cond work of a large triptych now located
in the Musée d' Art Moderne in the Centre
Pompidou in Paris.
CHF 320 000 / 380 000
(€ 304 760 / 361 900)
3527 (Verso)
| 40
Impressionist  Modern Art
| 41
3528
SALVADOR DALÍ
(1904 Figueres 1989)
Portrait aux signatures - Illustration pour
La Vida es un Sueño (1973). 1966.
Ink, felt pen and collage on paper (2 paper
arcs).
Signed and dated lower right: Dalí / 1966.
39.2 × 29.3 cm.
The image is registered in the Descharnes
archives under no. d2576.
Provenance:
Swiss private collection, by descent to the
present owners.
Exhibition:
Hamburg 1977–78, Dalí, Sammlung Levy,
1 October 1977–7 January 1978, no. 33
(with ill.).
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
3529
SALVADOR DALÍ
(1904 Figueres 1989)
España. Circa 1965.
Acryl, ink and collage on cardboard.
Signed lower right: Dalí.
69 × 49.2 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by Robert Descharnes, 24
November 1989. It is registered in the
Descharnes archives under no. d1504.
Provenance:
- Habsburg  Feldman, Tokyo 1989.
- Auction Gabus, Geneva, 20–23 June
1991.
- Swiss private collection, aqcuired at the
above auction.
- Swiss private collection, purchased from
the above 25 years ago.
CHF 60 000 / 90 000
(€ 57 140 / 85 710)
| 42
Impressionist  Modern Art
| 43
3530*
JOAN MIRÓ
(Montroig near Barcelona 1893–1983
Palma de Mallorca)
Painting. 1953.
Oil on canvas.
Signed lower right: Miró. Signed, dated and
titled on the reverse: Miró 1953 Painting.
20 × 150 cm.
Provenance:
- Galerie Maeght, Paris.
- Swiss property.
Literature:
- Jacques Dupin and Ariane Lelong-
Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné,
Drawings, vol. III: 1960–1972, Paris 2012,
p. 218, no. 945 (with ill.).
- Jacques Dupin: Miró, Flammarion, Paris
1961, p. 547, no. 826.
The older Miró became, the more daring
he grew in his painting. He would incor-
porate a scratch, a defect, a drop or a
splash onto his canvases, which became
larger and more experimental. In a pursuit
to achieve maximal intensity through
minimal means, the void gained increasing
importance. The forms, reduced to their
simplest expression, were not abstract in
his understanding — they owed everything
to nature, the source of their inspiration.
By 1927 he had made the famous state-
ment that he wanted to murder painting.
As a part of this endeavour, Miró not only
experimented with form but also with ma-
teriality throughout his life and delighted in
working in particularly large formats. The
2015/16 exhibition “Joan Miró – Mauer,
Fries, Wandbild” at the Kunsthaus Zurich
beautifully demonstrated the importance
of these large formats. Miró strove to
move from a simple representation of rea-
lity to an equalisation of the picture surface
with the wall. A crucial starting point is the
1921/22 work The Farm (La Ferme), in
which the painter captured the material
properties of the house wall with meticu-
lous accuracy. It is a beautiful, representa-
tional example that shows the significance
that the physical, haptic quality held for
Miró in his works.
For Miró it was not fundamentally about
abstraction, but rather the self-reference
of the work itself. The resulting reinter-
pretation and consolidation of signs in his
paintings function in a similar way to that
of poetry. Joan Miró's significant influence
to Abstract Expressionism in the United
States, which became the most important
art movement after the Second World War,
has been rightly noted.
Created in 1952, the painting offered here
belongs to a group of large, narrow friezes
on which seemingly floating, uninterpre-
table signs and symbols are playfully lined
up side by side on monochrome grounds,
perhaps modelled on ancient scrolls. Jac-
ques Dupin believes that some of these
paintings are among the artist’s best and
most beautiful.
CHF 480 000 / 550 000
(€ 457 140 / 523 810)
| 44
Impressionist  Modern Art
| 45
3531*
ANDRÉ MASSON
(Balagny-sur-Thérain 1896–1987 Paris)
Dormeur. 1926.
Coloured pencil on paper.
Signed lower right: andré masson.
48.8 × 63.3 cm.
We would like to thank Diego Masson for
confirming the authenticity of the work, 17
January 2020. The work is documented in
the archive of the Comité Diego Masson.
Provenance:
- Galerie Louise Leiris, Paris, archive no.
10661.
- Collection Emil Frey, Germany.
- European private collection, by descent
from the above.
Exhibition:
Lacost (Vaucluse) 1966, Galerie les Con-
tards, July–August 1966.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3532*
ALBERTO GIACOMETTI
(Borgonovo 1901–1966 Chur)
Homme et arbre. 1952.
Pencil and crayon on paper.
Dated and signed lower right: 1952 Alberto
Giacometti.
33.1 × 22.9 cm
We would like to thank the Fondation
Alberto and Annette Giacometti for
confirming the authenticity of the work,
Paris, February 2020. This work is registred
in the Alberto Giacometti Database under
number 4239.
Provenance:
- Collection Emil Frey, Germany.
- European private collection, by descent
from the above.
Exhibitions:
- Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr-
hunderts aus der Sammlung F., Pfalzgale-
rie Kaiserslautern, 15 February–14 March
1976, no. 111.
- Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und
Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus
der Sammlung eines Kielers, Ausstellung
zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol-
steinischen Landesbrandkasse, Kunst-
halle Kiel, 3 February–3 March 1974, no.
42, p. 36 (ill. p. 85).
- Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und
Wirklichkeit, Handzeichnungen und
Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus
Privatbesitz, Austellung im Bürgermeis-
ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische
Kunstsammlungen Ludwigshafen am
Rhein, 11 October–1 November 1970,
no. 49.
The drawing was created in 1952, when
Giacometti was working on various ver-
sions of Personnages dans une rue and
Homme et arbre for the magazine Verve.
Issues 27–28 of December 1952 include
the lithograph L'Arbre, which is similar
to the present drawing. The Fondation
Giacometti owns several drawings from
this series.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 14 290 / 23 810)
| 46
Impressionist  Modern Art
| 47
3533*
JOAN MIRÓ
(Montroig near Barcelona 1893–1983
Palma de Mallorca)
Tête I. 3 December 1972.
India ink, wax crayon and pastel on paper.
Signed lower right: Miró. Dated and titled
on the reverse: 3/XII/72, Tête I.
60 × 78 cm.
Provenance:
- The artists estate.
- Galerie Lelong, Paris (with label on the
reverse).
- Rosenbaum Contemporary, Florida (with
label on the reverse).
- Swiss property, purchased at the above
gallery.
Exhibition:
Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael
Haas, 13 March–21 April 2012 (with ill.).
Literature:
Jacques Dupin and Ariane Lelong-
Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné,
Drawings, vol. III: 1960–1972, Paris 2012, p.
345, no. 2410 (with col. ill.).
In Miró’s distinctive manner, lines and sug-
gested areas of colour swing freely within
the picture plane. Sweeping arabesques
are an essential element that defines
Miró’s artistic production up to the last
years. In the present ink drawing Tête I,
the delicate and flowing lines give way to
a gestural application of paint and open
contours, which increasingly characterise
Miró's painted works from the late 1960s
onwards. The gestural act of painting
is expressed in the broken contours of
the black surface with its irregular edges
reminiscent of the use of carborundum, a
medium Miró employed for his etchings at
that time.
In 1958 Miró acquired the Villa Son Boter,
which was next to his house and served
as his studio. The paintings and drawings
produced there are characterised by the
use of less pure colours, emphasising the
non-colour black, whereby the figuratively
recognisable takes an increasingly subor-
dinate role.
The artist no longer carefully filled the
black-delineated areas with other colours,
but instead merely suggested them, as
seen in the present work. Sometimes a
destructive moment is also present, which
is particularly evident in the fire-worked
canvases of the early 1970s. In the present
ink drawing, this aggressive, destructive
force seems to impressively confront us
in the black, broad arch with its sprawling
contours and uneven surface structure
dominating the composition.
CHF 180 000 / 240 000
(€ 171 430 / 228 570)
| 48
Impressionist  Modern Art
| 49
3534
ALFRED KUBIN
(Leitmeritz 1877–1959 Zwickledt)
Indianerin (American Indian). 1906–07.
Gouache and Tempera on paper.
Signed lower right: Kubin. Titled on the
reverse: Indianerin.
46 × 40 cm.
Provenance:
- Dr. Renato Schmidt, Hamburg (Kubin-
Archiv; handwritten note on the reverse).
- Private collection Switzerland, received
as gift in the 1920s and by descent to the
present owners.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 50
Impressionist  Modern Art
3535
ÉMILE ANTOINE BOURDELLE
(Montauban 1861–1929 Le Vésinet)
Guerrier allongé, grand modèle (étude
pour le Monument aux Morts, aux Com-
battants et Serviteurs du Tarn-et-Garonne
de 1870–71). 1898.
Bronze, black brown patina. Cast 1962.
2/10.
Signed and with the copyright on the lower
left side: E.A. BOURDELLE / © By BOUR-
DELLE. On the backside with the foundry
mark and the number: Susse Fondeur Paris
N°2.
152 × 81 × 52 cm.
Provenance: Private collection, Switzer-
land, bought 1982 directly from the Musée
Bourdelle, Paris.
Literatur: Musée Bourdelle: Bourdelle, Paris
1954, no. 164.
Antoine Bourdelle was a pioneer of
twentieth-century monumental sculpture
and a well-known teacher of important
artists such as Alberto Giacometti and
Henri Matisse.
At the age of 32, Bourdelle gained the
admiration of Auguste Rodin, whose
studio he visited in 1893. Rodin quickly
hired Bourdelle as his assistant responsible
for rendering the clay models into finished
marble sculptures. In the process, Bourdel-
le developed a comprehensive understan-
ding of the methods and philosophy of his
master.
The expressive sculpture Le Guerrier au
glaive, created during Bourdelle's time
in Rodin's studio, exemplifies the artist's
striking use of heroic forms. In the present
work, Bourdelle emphasises the dynamics
of the human body and shows a climax
of human emotions. As Charles Morice
expressed, Bourdelle's works achieve
a “realism that borders on idealism [. . .]
Bourdelle’s art marks the transition from
the long period of enslavement by reality,
which we have experienced, to the new,
necessary phase in which the artist will
review in his heart all the secrets of nature
and reflect them in a creation more faithful
to general truth and at the same time
revealing his own persona, intimate truth”
(quoted in Ionel Jianou  Michel Dufet,
Bourdelle, Paris, 1978, pp. 281–29).
CHF 40 000 / 60 000
(€ 38 100 / 57 140)
| 51
3537
AUGUSTE HERBIN
(Quiévy 1882–1960 Paris)
Le Port. 1907.
Oil on canvas.
Signed lower right: Herbin.
65 × 81 cm.
Provenance:
- Galerie Neupert, Zurich, no. 1316 (label
on the reverse).
- Swiss private collection, since the 1950s
in the same family.
Literature:
Geneviève Claisse: Herbin. Catalogue
Raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993, p.
301, no. 129 (with ill.).
Today, Auguste Herbin is considered an
important co-founder of geometric-cons-
tructivist art; however, his oeuvre is rooted
in Impressionism and Post-Impressionism.
1907 was decisive in the determination
of his personal style, which is particularly
characterised by a free handling of form
and colour. In the spring of that year he
worked in Corsica and was fascinated by
the Mediterranean island with its clear
light. Several works from the port of Bastia
were created there. Likewise in 1907, just
a few months later, he painted views of
the port in Hamburg, with more compact
shapes and muted tones reacting to the
conditions of the north.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 38 100 / 57 140)
| 52
Impressionist  Modern Art
| 53
| 54
Impressionist  Modern Art
3538*
MAURICE DE VLAMINCK
(Paris 1876–1958 Rueil-a-Gadelière)
Fleurs.
Oil on canvas.
Signed lower right: Vlaminck.
72.6 × 53.5 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by the Wildenstein Institute, Pa-
ris, 27 September 2013. It will be included
in the Catalogue critique des peintures,
dessins et céramiques de Maurice de
Vlaminck.
Provenance:
- Galerie de l'Elysée (Alex Maguy), Paris.
- Manhattan Gallery, Tokyo.
- Corporate collection Japan.
- Auction Christie's, Paris, 3 December
2013, lot 97.
- Private collection Germany.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 23 810 / 33 330)
3539
MAURICE DE VLAMINCK
(Paris 1876–1958 Rueil-a-Gadelière)
Le débit de vin. 1924.
Oil on canvas.
Signed lower left: Vlaminck.
65 × 81 cm.
This work is registred in the archive of
the Wildenstein-Plattner institute under
number 837.
Provenance:
- Collection M. Victor Olivet, Geneva.
- Auction Sothenby's  Co., London, 1 July
1959, no. 24.
- Auction Galerie Motte, Geneva, 25–28
April 1961, no. 224.
- Private collection, Geneva, by descent to
the present owner.
Exhibitions:
- Geneva 1958, Du Fauvisme à nos jours,
Musée de l'Athénée, 17 July–11 Septem-
ber 1958, no. 33.
- Geneva 1954, Trésor des Collections Ro-
mandes, Musée de l'Athénée, 26 June–3
October 1954, no. 199.
Literature:
Marcel Sauvage: Vlaminck - Sa Vie et son
Message, Geneva 1954, p. 114, no. 126
(with col. ill.).
CHF 60 000 / 80 000
(€ 57 140 / 76 190)
| 55
3540
MARC CHAGALL
(Liozna 1887–1985 Saint-Paul-de-Vence)
La veste rouge. 1961.
Oil, gouache and ink on paper.
Signed lower right: Marc Chagall.
66 × 50.5 cm.
Provenance:
Collection V. Loeb, Muri near Bern, presu-
mably purchased directly from the artist
and by descent to the present owner.
Exhibition:
Berlin 1972–73, Marc Chagall, Gouachen
und Lavis 1947 bis heute, Nationalgalerie
Berlin, Staatliche Museen Preussischer
Kulturbesitz, 17 November 1972–22 Janu-
ary 1973, p. 34, no. 67 (with col. ill. p. 20).
Literature:
Franz Meyer, Marc Chagall. Leben und
Werk, Cologne, p. 151, no. 1007 (with ill.).
“A young Russian painter, a tremendously
imaginative colourist who always tran-
scends the moody imagery of Slavic folk
art, which he sometimes recalls. He is an
artist of enormous versatility who defies all
theories” (Apollinaire on Chagall, quoted in:
Jacob Baal-Teshuva, Marc Chagall, 1998,
p. 72).
Marc Chagall understood most of his later
works as a return to his beginnings — the
spark of first love, the retrieval of the child-
like excitement with which he embraced
the simplest pleasures in life while simulta-
neously embracing the temporary sadness
of transience and loss.
“La veste Rouge” is a fantastic example
of Marc Chagall's late work and contains
many of the artist's most popular motifs
and themes. In the foreground, Chagall
has depicted a hybrid creature, a human
body with a goat’s head. These hybrid
half-human, half-animal figures that so
often appear in Chagall’s work originate
from an old tradition. They can be found in
old Jewish prayer books and manuscripts
from the 13th and 14th centuries, in which
the figures from Scripture are depicted as
figures with animal heads. Chagall's Hasidic
upbringing had a strong influence on his
entire work and it is obvious that Chagall
knew these Jewish texts and used them as
sources for his motifs.
Animals generally play a central role in
Chagall's oeuvre. They are rarely seen
as allegories, but rather as protagonists
who act as people; the goat in particular
plays a human role in many of the artist's
paintings. Even in his early self-portraits,
Chagall often depicted his head in a
peculiar way. First detached from the neck
and turned 180 degrees, sometimes with
two human faces in one, or then together
with an animal head. Of the latter, Cha-
gall produced some lithographs around
1960. They depict a human body and a
head that is half-human and half-animal.
Thus it stands to reason that Chagall went
one step further in “La veste rouge” and
completely replaced his own head with
that of a goat. It also can be assumed that
the present work is a self-portrait. Chagall
portrayed himself again in the 1980s,
shortly before his death, in the same red
jacket worn by the protagonist in the
present work.
Surrounding this self-portrait, the artist
has embedded himself amidst his own
story. Indicated in the background are the
rooftops of his hometown Vitebsk. Even
after he left for Paris in 1922, the city with
its distinctive buildings and rural character
remained a fundamental source of inspira-
tion, which he described as: the soil that
nourished the roots of my art (M. Chagall,
quoted in: J. Baal -Teshuva, Marc Chagall:
1887-1985, New York, 1998, p. 19). They
are a remembrance of his parents and
siblings, of his Jewish heritage and many
traditions, and also of the difficulties of his
childhood due to his family's financial hard-
ships and the anti-Semitism that they had
to face. The large pendulum clock, which
Chagall has placed at the side, appears in
a number of the artist's pictures. In 1914
he even dedicated an entire painting to
the clock case. Time is pervasive, some-
times it seems to stand still, sometimes
it rattles along quickly, but it cannot be
escaped, as Chagall repeatedly pointed
out. The still-life quality of the composition
in the foreground is typical of Chagall, and
especially the combination of fish, fruit
and flowers can be frequently found in the
artist's late work.
These often very personal motifs for Cha-
gall were immersed in his own colour palet-
te, frequently composed of bright colours.
He has placed himself at the centre of the
present work, which is further emphasised
through the luminous colours of the red
jacket and the yellow goat head. The back-
ground, the past, remains reserved and is
rendered in shades of brown.
My paintings are my memories (M. Cha-
gall, ibid. p. 265), described Chagall. The
combination of personal history, Jewish
tradition and mystical creatures make
Chagall a unique artist who was well recei-
ved during his lifetime and still celebrates
success long after his death
CHF 300 000 / 450 000
(€ 285 710 / 428 570)
| 56
Impressionist  Modern Art
| 57
3541
THÉO TOBIASSE
(Jaffa 1927–2012 Cagnes-sur-Mer)
Lumière de Venise. 1975.
Oil on canvas.
Signed and dated upper centre: tobiasse
75, as well as titled lower rigth: lumière de
Venise.
38 × 46 cm.
We would like to thank Catherine Faust-
Tobiasse for confirming the authenticity of
the painting, 30. April 2020.
Provenance:
Swiss private collection, Geneva.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 58
Impressionist  Modern Art
3542
GEORGES ROUAULT
(1871 Paris 1958)
La loge. Circa 1925–30.
Oil on canvas.
Signed lower right: G. Rouault.
22 × 25 cm.
Provenance:
- Collection W. Hadorn.
- Swiss private collection.
Literature:
Bernard Dorival und Isabelle Rouault:
Rouault: L'œuvre peint, p. 294, no. 979
(with ill.).
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
| 59
3543*
ÉMILE BERNARD
(Lille 1868–1941 Paris)
Rue animé. 1893–95.
Oil on cardboard.
Signed lower right: Émile Bernard.
50 × 35 cm.
Provenance:
- Private collection, Paris.
- Auction Drouot-Richelieu, Paris, 7 April
2004, lot 62.
- Galleria Michelangelo, Bergamo (with
label on the reverse).
- European private collection, presumably
acquired at the above gallery.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
3544
ACHILLE ÉMILE OTHON FRIESZ
(Le Havre 1879–1949 Paris)
Honfleur. 1930.
Oil on canvas.
Signed lower left: E. Othon Friesz.
14 × 20 cm.
Provenance:
Swiss private collection.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 60
Impressionist  Modern Art
3545*
LOUIS VALTAT
(Dieppe 1869–1959 Paris)
Suzanne Valtat cousant. Circa 1903.
Oil on canvas.
Monogrammed lower right: LV.
31 × 28 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by the Amis of Louis Valtat,
Choisel, 25 November 2008. It is registred
in the archive under number 3908.
Provenance:
- Bernard Chappard, New York.
- Auction Hôtel Drouot, Paris, 13 March
2000, lot 32.
- Auction Christie's, New York, 2 May 2012,
lot 330.
- Private collection Germany.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 61
3546
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Hutten begrüsst Sickingen. On the rever-
se: Auf Sofa sitzender Knabe mit Katze.
Circa 1923.
Coloured chalk on yellow paper.
21.5 × 18.4 cm.
This work is documented at the Ernst Lud-
wig Kirchner Archive Wichtrach/Bern.
Provenance:
Swiss private collection.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 62
Impressionist  Modern Art
3547*
ERNST LUDWIG KIRCHNER
(Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b.
Davos)
Männliches Porträt. 1932–37.
Pencil and black charcoal on paper.
28.6 × 20.8 cm.
This work is documented in the Ernst Lud-
wig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern.
Provenance:
- Galerie Kornfeld, Bern, 2014.
- German private collection.
The drawing is probably a portrait of the
famous Swiss art historian Max Huggler.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 63
3548*
PAUL KLEE
(Munichbuchsee near Bern 1879–1940
Muralto)
Der Tag im Wald. 1935.
Watercolour on artists cardboard.
Signed upper left: Klee. Dated and inscri-
bed lower left on the artists cardboard:
1935 K 19, as well as titled lower right:
Tag im Wald.
18 × 27.5 cm.
Provenance:
- Daniel-Henry Kahnweiler, Paris.
- Curt Valentin (Buchholz Gallery; Valentin
Gallery), Berlin/New York.
- Henry Kleemann, New York/Munich.
- James Gilvarry, New York (1960–67)
- Galerie Jan Krugier, Dietsheim  Cie,
Geneva (1998).
- Auction Christie's, London, 5 February
2008, lot 562.
- Swiss property, purchased at the above
auction.
Literature:
- Paul Klee Stiftung (ed.): Paul Klee, Cata-
logue raisonné, vol. VII, 1934–1938, Bern
2003, no. 6801 (with ill. p. 164).
- Will Grohmann: Paul Klee, Geneva 
Stuttgart, 1954, p. 310.
Exhibitions:
- Baltimore 1960, Paul Klee, Sammlung
James Gilvarry, Museum of Art, June–
September 1960; this exhibition was
travelling to: Richmond 1960, The Virginia
Museum of Fine Arts, September–Octo-
ber 1960.
- Champaign 1964, Paintings, Drawings
and Prints by Paul Klee from the James
Gilvarry Collection, College of Fine and
Applied Arts, University of Illinois, Sep-
tember–October 1964, no. 20.
- Indianapolis 1966, Paul Klee, Herron Mu-
seum of Art, Januar 1966, no. 18.
- Santa Barbara 1967, Paul Klee, Oils,
Watercolor, Gouaches, Drawings, Prints
from the James Gilvarry Collection, The
Art Gallery, University of California, Octo-
ber–November 1967, no. 20 (with ill.).
- Venice 1986, Paul Klee nelle collezi-
oni private, Museo d'Arte Moderna
Ca'Pesaro, June–October 1986, no. 138
(with ill.); this exhibition was travelling to:
Milan 1986, Palazzo Reale, October–De-
cember 1986.
- Cannes 1990, Paul Klee, Œuvres sur
papier, Galerie Daniel Gervis, May–July
1990 (with ill.).
- New York 1998, Paul Klee, Traces of
Memory, Jan Krugier Gallery, May–July
1998, no. 54 (with ill. p. 73); this exhibi-
tion was travelling to: Geneva 1998–99,
Galerie Jan Krugier, November 1998–Fe-
bruary 1999.
- Turin 2000–01, Paul Klee, Galleria Civica
d'Arte Moderna e Contemporanea, Oc-
tober 2000–January 2001 (with ill. p. 143).
At the beginning of the 1930s, Paul Klee
was at the height of his artistic career. He
had already achieved international fame
and in 1930 the Museum of Modern Art in
New York showed the first retrospective
of a still living European artist with the
works of Paul Klee. However, the rise of
the National Socialists in 1933 drastically
changed the world around the artist. He
was dismissed from his teaching post at
the Düsseldorf Academy and was forced
to flee to Bern, Switzerland with his family.
The years 1933–36 were not easy for Klee,
but they also gave way to a significant
change in his approach as an artist.
While his sensitivity to harmony remai-
ned constant, the fine rectangular forms
of earlier compositions were replaced
by more fluid, organic forms and thicker,
stronger lines. As Andrew Kagan describes
this period in the artist's career: It signaled
an authentic and substantial strengthe-
ning of his line, the first real advance in two
decades. The heavy-brush-drawn line now
exists as a potential new force. To realize
that potential, Klee needed to invent new
formats and applications. To the extent
that he was able to ponder artistic prob-
lems during the difficult years 1933-36,
what must have most concerned him was
how to formulate a new type of linear art to
assume the place that color had formerly
occupied in his ambitions (Paul Klee at the
Guggenheim Museum (exhibition cata-
logue), Solomon R. Guggenheim Museum,
New York, 1993, pp. 45).
In the present watercolour, Der Tag im
Wald from 1935, Klee has depicted an
abstracted pattern of form and colour in
an idyllic, innocent natural world. The black
outlines that emphasise the luminosity
of the orange, brown, grey and blue tones
and the lozenge shapes are reminiscent
of a glass window. They also recall the art
of a child, which Klee deliberately evoked.
From the Broad, rough line of children’s
art he forged an artistic tool of genuine
force – a line of stability, assertion, and
power – that was one of the most daring
and important innovations in painting of
1935–45. It endowed his drawings and
paintings with a monumentality they had
never known before and with a new level of
content, and it formed one of the most ve-
nerable features of his rich legacy to later
generations of artists” (ibid. p. 46–47).
CHF 180 000 / 240 000
(€ 171 430 / 228 570)
| 64
Impressionist  Modern Art
| 65
3549
RAOUL DUFY
(Le Havre 1877–1953 Forcalquier)
L'orchestre en Arles. Circa 1928.
Pencil on paper.
Lower right with the stamped signature:
Raoul Dufy.
23.7 × 20.4 cm.
This work will be included in the next volu-
me of the Catalogue Raisonné des dessin
de Raoul Dufy, prepared by Fanny Guillon
Lafaille, Paris, 9 January 2009.
Provenance:
Swiss private collection.
CHF 1 800 / 2 400
(€ 1 710 / 2 290)
3550
RAOUL DUFY
(Le Havre 1877–1953 Forcalquier)
Les funérailles du Maréchal Lyautey à Nan-
cy ou Le Defilé. 1934.
Pencil on paper. 50 × 65 cm.
This work will be included in the next volu-
me of the Catalogue Raisonné des dessin
de Raoul Dufy, prepared by Fanny Guillon
Lafaille.
Provenance:
- Galerie Motte, Geneva.
- Swiss private collection.
- Auction Galerie Widmer, St. Gallen, 7 April
2017, lot 112.
- Swiss private collection, purchased at the
above auction.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3551*
FRANCIS PICABIA
(1879 Paris 1953)
Without title. 1940–43.
Pencil and chalk on paper.
Signed lower left: Francis Picabia.
29 × 41.5 cm.
We would like to thank the Comité Picabia
for confirming the authenticity of the work,
Paris, 13 march 2020.
Provenance:
- Gallery Paul Vallotton, Lausanne (label on
the reverse).
- Swiss private collection.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
3552
MARINO MARINI
(Pistoia 1901–1980 Viareggio)
Cavalli e cavalieri. 1941
Pencil on paper.
Signed and dated lower centre:
MARINI / 1941. 46 × 30.7 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by the Fondazione Marino Mari-
ni, Pistoia, 18 May 2018.
It is registred in the archive unter number
785.
Provenance:
- Galeria d'Arte Cortina, Milan (stamp on
the reverse).
- Swiss private collection.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 66
Impressionist  Modern Art
| 67
3553
GIORGIO DE CHIRICO
(Volos 1888–1978 Rom)
Piazza d'Italia. 1945–49.
Oil on canvas.
Signed lower right: g. de Chirico.
Inscribed and signed on the reverse of the
canvas: Questa è un' opera onia originale /
Giorgio de Chirico / Roma 23 Sett. 1952.
50 x 40 cm.
We would like to thank the Fondazione Gi-
orgio de Chirico for confirming the authen-
ticity of the painting, Rome, 18 May 2020.
Provenance:
- Galleria La Nuova Bussola, Turin.
- Private collection Italy, purchased in
the 1950s at the above gallery and by
descent to the present owners.
Born in Greece to Italian parents, Giorgio
de Chirico was surrounded by images of
antiquity since his early childhood. Clas-
sical mythology, history and architecture
were a source of inspiration for the artist,
who often incorporated these themes
within a contemporary context.
After Neo-classical Neo-baroque periods,
Giorgio de Chirico revisited the themes
that were characteristic of his metaphy-
sical paintings of the 1920s, including
the series of the Italian Piazza. He first
employed it before the World War I and
took it up at various points in his career. It
remained a constant source of inspiration
for the artist, in which he saw the infinite
possibilities of a finite set of objects (Mi-
chael R. Taylor, “Giorgio de Chirico and the
Myth of Ariadne”, Philadelphia, Philadelphia
Museum of Art, 2002, p. 133).
One of the iconic images in de Chirico's
work, the present painting depicts an
enigmatic, bleak urban environment
whose eerie atmosphere is a hallmark of
the artist's metaphysical paintings. The
main motifs of the Italian Piazza series can
also be found here, with empty porticoes,
the suggested shadows of two people
and the solitary sculpture that dominates
the centre of the composition. Although
de Chirico never revealed the identity of
this statue, it is believed to be based on
a monument to the journalist Giovanni
Battista Bottero in Turin’s Piazza Largo IV
Marzo. The work explores de Chirico's core
concepts: classicism, modernity, time,
melancholy, nostalgia and existence. Ar-
dengo Soffici best described de Chirico's
metaphysical compositions: Giorgio de
Chirico expresses as no one else has done
the poignant melancholy of the close of a
beautiful day in an old Italian city(...) (Mi-
chael R. Taylor, “Giorgio de Chirico and the
Myth of Ariadne”, Philadelphia, Philadelphia
Museum of Art, 2002, pp. 27/28).
CHF 100 000 / 150 000
(€ 95 240 / 142 860)
| 68
Impressionist  Modern Art
| 69
3554*
CHRISTIAN ROHLFS
(Niendorf/Holstein 1849–1938 Hagen/
Westfalia)
Segelboot (sailing boat). 1933.
Brown chalk on paper.
Monogrammed and dated lower right: CR
33.
28.5 × 20 cm.
Provenance:
- Collection Emil Frey, Germany.
- European private collection, by descent
from the above.
Literature:
- Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr-
hunderts aus der Sammlung F., Pfalzgale-
rie Kaiserslautern, 15 February–14 March
1976, no. 282.
- Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und
Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus
der Sammlung eines Kielers, Ausstellung
zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol-
steinischen Landesbrandkasse, Kunst-
halle Kiel, 3 February–3 March 1974, no.
153 (with b/w ill. p. 104).
- Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und
Wirklichkeit, Handzeichnungen und
Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus
Privatbesitz, Ausstellung im Bürgermeis-
ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische
Kunstsammlungen Ludwigshafen am
Rhein, 11 October–1 November 1970,
no. 170 (with b/w ill.).
- Munich 1954, Gaben des Augenblicks.
Vierundvierzig unveröffentlichte Zeich-
nungen und Aquarelle aus der Sammlung
E. Frey, p. 10/11 (with col. ill.).
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 70
Impressionist  Modern Art
3555*
CHRISTIAN ROHLFS
(Niendorf/Holstein 1849–1938 Hagen/
Westfalia)
Perlmuttmorgen, Ascona. 1932.
Watercolour and crayon on paper.
Monogrammed and dated lower right: CR
32.
33.5 × 23.8 cm.
Provenance:
- Collection Charles Goldsmith, New York.
- Galerie Wilfried Utermann, Dortmund.
- German Private collection, by descent to
the present owner.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 71
3556
FRANÇOIS GALL
(Kolozsvar 1912–1987 Paris)
Femme assise dans un pré.
Oil on canvas.
Signed lower right: F. Gall.
50 × 61 cm.
Provenance:
Swiss private collection, by descent to the
present owners.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 72
Impressionist  Modern Art
3557
FRANÇOIS GALL
(Kolozsvar 1912–1987 Paris)
Eugénie Gall et ses enfants au landau, sous
le Pont Neuf. Circa 1949.
Oil on canvas.
Signed and inscribed lower left: F. Gall /
Pont Neuf. Paris.
65.5 × 80.7 cm.
We would like to thank Marie-Lize Gall for
confirming the authenticity of the painting,
April 2020.
Provenance:
Private collection Austria.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 73
3558
GEN PAUL
(1895 Paris 1975)
Chez le bougnat. Joueurs de cartes. 1924.
Gouache on paper on canvas.
Signed upper right: Gen Paul.
50 × 65 cm.
The authenticity of the work has been
confirmed by the artist, certificate may
1973.
Provenance:
Swiss private collection.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 74
Impressionist  Modern Art
BERNARD, EMILE 3543
BOURDELLE, ÉMILE ANTOINE 3535
CHAGALL, MARC 3540
CORINTH, LOVIS 3503
CZAPSKI, JOSEPH 3517
DALÍ, SALVADOR 3529, 3528
DE CHIRICO, GIORGIO 3553
DUFY, JEAN 3515
DUFY, RAOUL 3514, 3549
FJAESTAD, GUSTAF 3502
FRIESZ, ACHILLE ÉMILE OTHON 3544
GALL, FRANÇOIS 3557, 3556
GEN PAUL 3558
GIACOMETTI, ALBERTO 3532
GUILLAUMIN, ARMAND 3504
HERBIN, AUGUSTE 3537
KIRCHNER, ERNST LUDWIG 3546, 3547,
3524, 3525,
3526
KLEE, PAUL 3548
KUBIN, ALFRED 3534
LEBOURG, ALBERT 3505
LECHTER, MELCHIOR 3501
LHOTE, ANDRÉ 3512
LIEBERMANN, MAX 3507, 3508,
3509
LOISEAU, GUSTAVE 3510
MARINI, MARINO 3552
MARQUET, ALBERT 3519
MARTIN, HENRI 3520
MASSON, ANDRÉ 3531
MIRÓ, JOAN 3527, 3530,
3533
PECHSTEIN, HERMANN MAX 3522, 3523
PETITJEAN, HIPPOLYTE 3513
PICABIA, FRANCIS 3551
RAOUL, DUFY 3550
RENOIR, PIERRE-AUGUSTE 3506
RHEINER, LOUIS 3511
ROHLFS, CHRISTIAN 3554, 3555
ROUAULT, GEORGES 3542
SIGNAC, PAUL 3521
ŠPÁLA, VACLAV 3516
TOBIASSE, THÉO 3541
VALTAT, LOUIS 3545
VLAMINCK, MAURICE DE 3538, 3539
WIEDEMANN, GUILLERMO 3518
| 75
Artist Register
MAP
PREVIEW
Hardturmstrasse 121
8031 Zurich, Switzerland
AUKTION
ONLINE ONLY
AUCTIONS
Koller Auctions Ltd
Hardturmstrasse 102
8031 Zurich, Switzerland
Tel  +41 44 445 63 63 
Fax  +41 44 273 19 66 
office@kollerauctions.com
www.kollerauctions.com.ch
Koller Auktionen AG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Geneva, Switzerland
Tél  +41 22 311 03 85
Fax  +41 22 810 06 30
geneva@kollerauctions.com.ch
www.kollerauctions.com.ch
PREVIEW
Hardturmstrasse 102/121
8031 Zurich, Switzerland
AUCTION
Hardturmstrasse 102
8031 Zurich, Switzerland
PREVIEW
2, Rue de l‘Athénée
1205 Geneva, Switzerland
AUCTION
2, Rue de l‘Athénée
1205 Geneva, Switzerland
REPRESENTATIVES
MUNICH
Fiona Seidler
Maximiliansplatz 20
80333 Munich
Tel. +49 89 22 80 27 66
Fax +49 89 22 80 27 67
Mobile +49 177 257 63 98
muenchen@kollerauctions.com
DÜSSELDORF
Ulrike Gruben
Citadellstrasse 4
40213 Düsseldorf
Tel. +49 211 30 14 36 38
Fax +49 211 30 14 36 39
Mobile +49 175 586 38 64
duesseldorf@kollerauctions.com
MOSCOW
Vadim Goncharenko
Mobile +41 76 431 81 64
moscow@kollerauctions.com
BEIJING
Jing Li
Haidian Qu Chedaogou 10# 6/4-307
100089 Beijing
Tel. +86 135 2039 8057
beijing@kollerauctions.com
MILAN
LuigiPesce
ViaSanMartino5 / 7
20122Milan
Tel.+393395962768
milano@kollerauctions.com
HAMBURG
Ulrike Gruben
Tel. +49 40 33 38 12 39
hamburg@kollerauctions.com
| 77
PostWar  Contemporary
Auction in Zurich: 4 July 2020, 2pm
Kontakt · Silke Stahlschmidt · Tel. +41 44 445 63 42 · stahlschmidt@kollerauktionen.ch
Andy Warhol (1928‒1987). Lola Jacobson. 1985. Synthetic polymer and silkscreen inks on canvas. 101.5 × 101.5 cm.
| 78
BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN
Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von
Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti-
onssaal versteigert werden.
Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht
sich der Bieter den nachstehenden Auktions-
bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG,
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz
(„Koller“):
1. Rechtsstellung der Parteien
Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im
Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu
versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei-
gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell-
vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32
Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts
(„OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im
Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem
höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“),
wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein
verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer
und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird
dadurch nicht Partei des Kaufvertrages.
2. Aufgeld
2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer
auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich-
ten, das wie folgt berechnet wird:
i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25%
ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis
CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000
und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis
zur Höhe des Zuschlags
iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf
die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000
und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000
bis zur Höhe des Zuschlags.
2.2 Falls der Käufer während einer online über-
tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im
Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine
fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird
ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags
verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen
einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin-
gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite
publiziert sind. Diese können von den hier pub-
lizieren abweichen.
2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei-
zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich-
ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes
beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes
einzelne Objekt. 
2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be-
zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr-
wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten
wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus
Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig
abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er-
halten die MWST rückvergütet. 
2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden,
dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine
Kommission erhält.
3. Garantie
3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol-
gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers
rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und
Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das
Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt
vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung
von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter,
Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht
geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte
Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei-
bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher
Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand
denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa-
talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand
wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als
gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder
an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände-
rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden. 
3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender
Bestimmung findet nach Ermessen von Koller
nicht statt, falls:
i. die Beschreibung des Objekts im Auktions-
katalog im Einklang mit der Meinung einer
Fachperson oder mit der herrschenden Mei-
nung von Fachpersonen stand oder die Be-
schreibung im Auktionskatalog andeutete,
dass hierüber Meinungsverschiedenheiten
bestanden, 
ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach
dem Stand der Forschung und mit den allge-
mein anerkannten und üblichen Methoden
noch nicht oder nur mit unverhältnismässi-
gem Aufwand als solche erkennbar war,
iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein-
schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder 
iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde,
Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han-
delt, das gemäss den Angaben im Auktions-
katalog vor 1880 entstanden sein müsste.
3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin
des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag
des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2)
Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen.
Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt
und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die
Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus,
dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach
Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe-
nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge-
fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es
ihm übergeben wurde, und unbelastet von An-
sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den
Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob-
jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom
Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten
Gutachten von zwei unabhängigen und in dem
Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch
nicht an solche Gutachten gebunden und behält
sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf
eigene Kosten einzuholen.
3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel-
tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss
vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von
Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich-
ten.
3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als
Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer
3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des
von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel-
des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere
Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem
Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss
Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen.
4. Haftungsausschluss
4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu-
stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick
des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob-
jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren.
Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in
neuwertigem Zustand.
4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata-
log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa-
tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands-
berichte von Koller die vor der Auktion angefordert
werden können, geben lediglich ein allgemeines
Bild und eine unverbindliche Einschätzung von
Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er-
folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch
kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung
übernehmen. Während der Ausstellung besteht
die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen.
Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das
ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen,
und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän-
giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die
Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog-
beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei-
bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs
(inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache
ausschliesslich massgebend. Koller behält sich
das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder
Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf
diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit
solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht
werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut-
achten stellen genauso wenig wie von Koller vor-
genommene Objektbeschreibungen oder sonsti-
ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen
über dessen Wert) explizite oder stillschweigende
Zusicherungendar.
4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird
jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg-
bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers
gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse
eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol-
ler gegenüber dem Käufer.
5. Teilnahme an der Auktion
5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter
steht jedermann offen. Koller behält sich aber
das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder
Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich-
keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an
ihren Auktionen zu untersagen. 
5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt
sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion
mittels des dafür vorgesehenen Formulars re-
gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re-
gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas-
ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen.
Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller
berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss
Angaben auf dem Registrierungsformular bis
zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich
Spesen des Kartenanbieters zu belasten. 
5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen
Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen
Bank verlangen. 
5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz-
werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom
Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von
20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver-
langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti-
on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer
verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum-
gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
| 79
6. Versteigerung
6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem
Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises
zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots
anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver-
bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot
gebunden, bis dieses entweder überboten oder
von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden
sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen
entscheidet die Auktionsleitung. 
6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be-
sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein
Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an
einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4
nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige-
rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen
oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die
Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte. 
6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern
des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser-
halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas-
sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor-
liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt
vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe-
halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen
anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn
die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv,
nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft. 
6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen-
ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen
können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der
Steigerung schriftlich entgegengenommen. 
6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten,
wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti-
onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf
Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann
nicht telefonisch geboten werden und Interes-
senten werden um Abgabe eines schriftlichen
Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk-
tionssaal gebeten. 
6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei-
ner Live-Auktion abgeben möchten, können an
der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller
aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk-
tion zugelassen worden sind. Koller behält sich
das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei-
teres abzulehnen. 
6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück-
sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück-
sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie-
tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche
Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und
Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5.
7. Eigentumsübergang
Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt
geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis
und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in
Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die-
se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu-
geordnet hat.
8. Abholung der ersteigerten Objekte
8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom
Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss
der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei-
gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des
Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist
mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit
es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung
ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll-
ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des
Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses
Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller.
8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol-
ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder
Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob-
jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor-
sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur
Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST.
Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr
und es ist Sache des Käufers, für eine angemes-
sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu
sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf-
tung übernommen werden. Werden die erstei-
gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt,
lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge-
fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder
in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz
von CHF 10 pro Objekt ein. 
8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich
entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer.
Ohne anders lautende schriftliche Abmachung
werden die zugeschlagenen Objekte für den
Transport durch Koller auf Kosten des Käufers
versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche
Objekte werden von Koller nicht versandt.
9. Bezahlung der ersteigerten Objekte
9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für
ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach
Abschluss der Auktion in Schweizer Franken
zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind
nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von
Koller möglich und unterliegen einer Bearbei-
tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer
zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag
erhoben wird.
9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent-
gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf
jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller
oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und
allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit
eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer
im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe-
trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls
der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7
TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist
Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer
berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag
der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen
Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine
Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben,
dieebenfallsderKreditkartebelastetwird.
9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung
nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem
namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin
Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii)
ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers
verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten
oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver-
langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech-
tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min-
destverkaufspreises entweder freihändig oder
anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den
Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers
zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng-
lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis
wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer
haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der
Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste-
henden Schaden. 
9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde-
tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz
befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht.
Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten
Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder
berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver-
wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei-
bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen.
10. Vertretung
Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil-
ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange-
nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso-
nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder
als Organ einer juristischen Person bieten, kann
der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt
werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem
Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die
ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten.
11. Verschiedene Bestimmungen
11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines
Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede
Haftung des anwesenden Beamten, der Ge-
meinde oder des Staates für Handlungen von
Koller ist ausgeschlossen. 
11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne
oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB
an einen Dritten zu übertragen oder durch einen
Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der
Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten
aus diesen AGB Dritten zu übertragen.
11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien
und Abbildungen von verkauften Objekten in den
eigenen Publikationen und in den Medien zu ver-
öffentlichen und damit Werbung zu betreiben. 
11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be-
standteil jedes einzelnen an der Auktion ge-
schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind
nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller
verbindlich. 
11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser
AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un-
wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder
Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un-
gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen
werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und
Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen
Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt-
schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt
bei eventuellen Lücken der Regelung.
11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen
daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus-
schluss von allfälligen Verweisungen des Bun-
desgesetztes über das Internationale Privat-
recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener
Kaufrechts (UN-Kaufrechts). 
11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter
Einschluss der Geltendmachung von Verrech-
nungen und Gegenforderungen), welche aus oder
im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess-
lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung
oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich
die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol-
ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem
sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen.
Zürich, 1. Juli 2018
| 80
AUCTION CONDITIONS (CLASSIC AUCTIONS)
These conditions apply solely to items which are
auctioned by Koller (according to the definition
below) live in the saleroom.
By participating in the auction the bidder
accepts the following Auction Conditions of
Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005
Zurich, Switzerland (“Koller”).
1. Legal status of the parties
The auction items are auctioned by Koller in
the name of and on the account of the seller
of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on
behalf of and for the account of the Seller as his
agent as defined in article 32, section 1 of the
Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer
price is determined by the bidder recognised by
Koller as having made the highest bid in Swiss
Francs in the course of an auction (“Purchaser”),
resulting in the conclusion of a purchase
contract between the Seller and the Purchaser
(“Purchase Contract”). Koller is thereby not a
party to the Purchase Contract.
2. Surcharge
2.1 In addition to the bid price, the Purchaser
must pay a surcharge on such bid price
calculated as follows:
i.  on a successful bid of up to CHF 10 000: 25%
ii. on a successful bid over CHF 10 000 up to CHF
400 000: 25% on the first CHF 10 000 and22%
on the difference between CHF 10 000 and the
bid.
iii. on a successful bid over CHF 400 000:
25% on the first CHF 10 000, 22% on
CHF 390 000 and 15% on the difference
between CHF 400 000 and the bid.
2.2 If the winning bid is placed over the internet
in the course of a saleroom auction which is
broadcast online (“Live Auction”), or leaves a
pre-sale bid through an independent bidding
platform which is linked with Koller, there will be
anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders
are subject to Koller’s terms and conditions as
listed on the Live Auction website, which may
differ in some respects from those listed here.
2.3 The Purchaser must pay Swiss value added
tax (“VAT”) on the surcharge. The stated
percentage of the surcharge corresponds to the
successful bid for each individual item.
2.4 The full tax is charged on all items marked * in
the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the
sum of the bid price plus the surcharge for those
items. The VAT will be refunded to Purchasers
providing a validly stamped export declaration.
2.5 The Purchaser agrees that Koller also has
the possibility to receive a commission from the
Seller.
3. Guarantee
3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to
Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the
Seller and shall reimburse the purchase price
and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if
an item proves to be a forgery. A “forgery” shall
be deemed to exist if the item, in the reasonable
opinion of Koller, is an imitation created
with the intention of causing a deception
with respect to the authorship, age, period,
culture or origin, if the correct description of
such content is not reflected in the auction
catalogue (taking account of any additions),
and if this circumstance significantly impairs
the value of the item in comparison to an item
corresponding to the catalogue description. An
item shall not be deemed to have been forged if
it is merely damaged and/or has been subjected
to restoration work and/or modifications of any
nature whatsoever.
3.2 A rescission in accordance with the above
provision shall not take place at the discretion of
Koller if:
i. the description of the item in the auction
catalogue was supported by the view of
a specialist or by the prevailing view of
specialists, or if the description in the auction
catalogue suggested that differences of
opinion exist in this respect;
ii. the forgery was not identifiable as such at the
time of the successful bid in accordance with
the current state of research and with the
generally acknowledged and usual methods,
or only with disproportionate effort;
iii. the forgery (based on Koller’s conscientious
assessment) was produced before 1880; or
iv. the purchased item is a painting, watercolour,
drawing or sculpture which according to the
details set out in the auction catalogue was
created prior to 1880.
3.3 The Purchaser may request rescission from
Koller (as the agent of the Seller) from the day
of the successful bid for a period of two (2)
years (three (3) weeks for jewellery). It shall be
granted exclusively to the Purchaser and may
not be assigned to any third party. Assertion of
theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser
making a complaint to Koller by registered letter
immediately after the discovery of the defect,
and returning the purchased item to Koller in
the same condition as it was handed over to him
and unencumbered by third parties› claims. The
Purchaser must provide proof that the item is a
forgery. Koller may demand that the Purchaser
obtains at his own expense expert opinions from
two independent individuals who are recognised
experts in the field. However, Koller shall not be
bound by any such expert opinion, and reserves
the right to obtain additional expert advice at its
own expense.
3.4 Koller may at its complete discretion waive
the assertion of grounds for exclusion pursuant
to the above Section 3.2 or the fulfilment of
preconditionspursuanttotheaboveSection3.3.
3.5 The claims of the Purchaser against Koller
as the agent of the Seller under Section
3.1 are limited to the reimbursement of the
purchase price and surcharge (incl. VAT) paid
by the Purchaser. Further or other claims of
the Purchaser are excluded under any legal
title (including error according to art. 23 ff. CO)
whatsoever.
4. Disclaimer
4.1 The items are auctioned in the condition
existing at the time of the successful bid. The
auctioned items are “used” objects and are
therefore generally not in pristine condition.
4.2 Each item in the auction catalogue is listed
with a description and an illustration. The
information in the auction catalogue, as well
as the condition reports issued by Koller, are
intended to provide an overall impression and
a non-binding assessment by Koller. The items
are described to the best of our knowledge
and belief. However, Koller cannot accept any
liability for the details provided in the catalogue.
The items may be inspected during the preview.
The Purchaser is therefore invited to inspect an
item prior to the auction and, possibly with the
assistance of an independent specialist advisor,
to form his own opinion of the concordance
betweentheitemandthecataloguedescription.
Concerning the descriptions of the items, the
German-language print edition of the catalogue
(including any later amendments) shall be
exclusively applicable. Koller reserves the right
to call upon experts or specialists of its choice to
give an opinion and to rely on that opinion. Koller
cannot be held liable for the correctness of such
opinions. Neither any such expert opinions or
reports, nor the descriptions of items provided
by Koller, nor other statements pertaining to
an item (including statements pertaining to
the value thereof) constitute explicit or implicit
warranties.
4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or
warranty whatsoever is given in respect to legal
and material defects. The liabilities of the Seller
vis-à-vis the Purchaser are limited to the same
extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the
Purchaser.
5. Participation in the auction
5.1 Any party may participate in an auction as
a bidder. However, Koller reserves the right
at its complete discretion to prevent any
person entering its premises or attending or
participating in its auctions.
5.2 Bidders who are not personally known to
Koller must register at least 48 hours before the
auction,usingtheformprovidedforthispurpose.
The registration form must be signed, with legal
effect, and a copy of the bidder’s passport must
be enclosed, as well as current, valid credit card
information. In the event of payment default by
the Purchaser, Koller shall be entitled to charge
the Purchaser’s credit card in accordance with
the details provided on the registration form for
the entire amount of the invoice, plus the credit
card processing fees.
5.3 Koller may demand in advance from any
bidder a certificate of creditworthiness issued by
a bank approved by Koller.
5.4 In the case of bids for items with upper
estimated values of more than CHF 30 000,
Koller may demand that the bidder first remits
20% of the lower estimated value as security.
Following the auction, Koller will offset this sum
against its claims and the claims of the Seller,
and will reimburse any possible surpluses to the
Purchaser/bidder without delay.
6. Auction
6.1 Koller may initiate the auctioning of an item
below the minimum selling price agreed upon
with the Seller. A bid placed at an auction is a
binding offer. The bidder shall remain bound by
his bid until this is either outbid or rejected by
Koller. Double bids shall immediately be called
once again; in case of uncertainty, the auction
management shall decide.
6.2 Koller may refuse a bid without providing
| 81
justification if a Purchaser fails to fulfil the
conditions for participation in an auction
pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller
may also pass or withdraw auctioned items
without a sale even if this is not apparent to the
auction participants.
6.3 Koller reserves the right to combine,
separate or omit numbered lots in the catalogue
or to offer them out of sequence. Koller reserves
the right to sell lots “conditionally” at its sole
discretion, in which event the hammer price will
be considered as conditional and the highest
bidder will remain bound by his bid for 14 days
following the auction. The highest bidder will
be released from all obligations if he does not
receiveastatementfromKollerwithinthisperiod
declaring the hammer price as final.
6.4 Written bids from potential Purchasers
who cannot attend the auction in person are
accepted up to 48 hours before the auction
begins.
6.5 Potential Purchasers may bid by telephone
if they have given written notice at least 48
hours before the auction starts. Koller does not
accept telephone bids for lots estimated under
CHF 500, and bidders are requested to leave a
written bid or participate in the salesroom for
such items.
6.6 Potential Purchasers who intend to place
their bids in the course of a Live Auction may
participate in the auction once their registration
applications have been approved by Koller.
Koller reserves the right to decline registration
applications at its discretion.
6.7 Koller shall not be liable for any bids
including advance notifications of telephone
bidding which are not taken into consideration.
Telephone bidders and persons giving written
instructions are also subject to the provisions of
Article 5 relating to proof of identity and financial
soundness.
7. Transfer of title
Ownership of an auctioned item shall be
transferred to the Purchaser as soon as the
purchase price and the surcharge (incl. VAT)
have been comprehensively paid in Swiss francs
and Koller has attributed these payments to the
corresponding item.
8. Collection of the auctioned items
8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe
Purchaser›s own expense within 7 days from the
end of the auction during official opening hours.
The place of performance for the purchase
contract between the Purchaser and the Seller
is therefore the registered office of Koller. If
time permits, the items may be handed over
after each auction session. The handover shall
take place following comprehensive payment
of the purchase price as well as the surcharge
(incl. VAT) and the attribution of this sum to the
auctioned item by Koller.
8.2 During the aforementioned period, Koller
shall be liable for loss, theft, damage or
destruction of items which have been auctioned
and paid for, although solely due to intentional or
grossly negligent acts on the part of Koller, and
onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge
and VAT. Koller ceases to have liability after the
aforementioned period, and the Purchaser shall
be responsible for ensuring adequate insurance
cover for the auctioned item. No liability can be
assumed for frames and glass. If the auctioned
items are not collected within 7 days, Koller will
store the works at a company of their choice
at the purchaser’s own risk and expense or on
their own premises at a daily rate of CHF 10 per
object.
8.3 Shipping orders may be given to Koller in
writing. All shipping costs shall be borne by the
Purchaser. Unless otherwise agreed in writing,
transport insurance shall be contracted for the
sold items at the expense of the Purchaser.
Glass-covered pictures and fragile items shall
not be sent by Koller.
9. Payment for the auctioned items
9.1 The invoice for a successful bid for an
auctioned item is payable in Swiss francs within
7 days from the end of the auction. Payments by
credit card are only possible with the approval of
Koller’s accounting department, and are subject
to processing fees amounting to between 2
and 4% of the invoiced amount, payable by the
purchaser and added to the invoice total.
9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions,
KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras
settlement for any debt owed by the Purchaser
to Koller or the Seller and set off any debt which
it owes to the Purchaser against its own claims.
If the Purchaser defaults on a payment, default
interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe
invoiced sum. If Koller does not receive payment
for purchases within seven (7) days following
the auction, Koller reserves the right to charge
the Purchaser’s credit card for the full amount
of the invoice, without further notification to
the Purchaser. In such cases the credit card
processing fees of 2–4% as described above
are also applicable, and will be charged to the
Purchaser’s credit card.
9.3 If the Purchaser does not pay or does not
pay promptly, Koller may moreover in its own
name and in the Seller›s name either (i) insist
on the fulfilment of the purchase agreement
or (ii) without further notice withdraw from the
purchase agreement and waive the subsequent
performance of the Purchaser or assert a
claim for compensation for non-performance;
in the latter case Koller shall also be entitled,
irrespective of any minimum sales price, to sell
the item either directly or in an auction, and
may use the proceeds to reduce the debts of
the Purchaser. Any amount realised above the
original hammer price shall be paid out to the
Seller. The Purchaser is liable to Koller and the
Seller for all prejudice caused by non-payment or
late payment.
9.4 Koller retains a right of retention and a lien on
all the Purchaser›s items in its custody until full
payment of all monies owed. Koller may exercise
such liens in accordance with the legislation
on the enforcement of debts or by private sale
(including in its own name). The plea of prior
lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss
Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded.
10. Representation
Each Purchaser shall be personally liable for each
bid he places, and for the purchase contract
between the Purchaser and the Seller. Proof of
the power of representation may be requested
from persons bidding as agents for a third
party or as an organ of a corporate body. The
agent shall be jointly and severally liable with his
principal for the fulfilment of all obligations.
11. Miscellaneous provisions
11.1 The auction shall be attended by an official
fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the
local authority and the state have no liability for
the acts of Koller.
11.2 Koller reserves the right to transfer any or
all rights and obligations from these Auction
Conditions to a third party or to have these
carried out by a third party. The bidder and/or
Purchaser does not have the right to transfer
any rights from these Auction Conditions to a
third party.
11.3 Koller reserves the right to publish
illustrations and photographs of sold items in its
own publications and the media and to publicise
its services therewith.
11.4Theaforementionedprovisionsformpartof
each individual purchase agreement concluded
at the auction. Amendments are binding only
with Koller›s written agreement.
11.5 Should certain provisions of these Auction
Conditions be or become partially or fully
invalid and/or unenforceable, this does not
affect the validity of the remaining provisions.
The invalid and/or unenforceable provisions
shall be replaced by those which most closely
approximate the economic meaning and
intended economic purpose of said provisions.
The same shall be applicable to any possible
gaps or loopholes in the provisions.
11.6 The present Auction Conditions and all
amendments thereof are governed by Swiss
law, under exclusion of possible references
to Switzerland’s Federal Code on Private
International Law (CPIL), and under exclusion of
the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention).
11.7 The courts of the Canton of Zurich
shall be exclusively responsible for settling
disputes (including the assertion of offsetting
and counterclaims) which arise out of or in
conjunction with these Auction Conditions
(includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation
or fulfilment). Koller may, however, initiate legal
proceedings before any other competent court.
11.8 In the event of any discrepancy between
the different language versions of these Auction
Conditions, the German language version shall
prevail.
Zurich, 1 July 2018
| 82
CONDITIONS DE VENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES)
Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller
(selon la définition ci-après) présente lors d’une vente
auxenchèresclassiquedansunesalledevente.
En prenant part à la vente aux enchères,
l’enchérisseur se soumet aux Conditions de
Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller
Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102,
8005 Zurich, Suisse («Koller»):
1. Statut juridique des parties
Les objets d’enchères seront mis aux enchères par
Koller au nom de et pour le compte de celui qui les
a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le
compte du Mandant comme représentant direct/
immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes
Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au
plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors
de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle
est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de
pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant
l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat
deVente.
2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication)
2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est
débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication
qui sera calculé de la manière suivante:
i. pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25%
ii. pour une adjudication dès CHF 10’000 jusqu’à
CHF 400’000: 22% sur les premiers CHF 10’000
et 20% sur la différence de CHF 10’000 jusqu’au
montant de l’adjudication
iii. pour une adjudication dès CHF 400’000:
25% sur les premiers CHF 10’000; 22% sur
CHF 390’000 et 15% sur la différence de CHF
400’000 jusqu’au montant de l’adjudication.
2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le
cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été
transmise en direct sur Internet («Enchères Live»),
ou a transmis un ordre d’achat à travers un site
indépendant en relation avec Koller, le supplément
sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%.
l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux
Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui
pourraient varier des présentes conditions.
2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la
valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré.
Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent
au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé.
2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le
catalogue de la vente aux enchères sont
pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que
ces objets sont frappés de la TVA sur le prix
d’adjudication augmenté du prix majoré. Les
Acheteurs qui sont en mesure de présenter une
déclaration d’exportation valablement timbrée se
voient rembourser la TVA.
2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive
également une commission par le Mandant.
3. Garantie
3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux,
Koller annulera l’adjudication (sous réserve des
chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant
et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication
et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par
faux tout objet qui constitue, conformément à une
évaluation raisonnable de Koller, une imitation faite
dans l’intention de tromper fallacieusement autrui,
quecesoitencequiconcernel’auteur,l’âge,l’époque,
lecercledecultureoul’origine,sansqueladescription
correcte de ces éléments ne ressorte du catalogue
de la ventes aux enchères (en tenant compte de
toutemodificationapportée)etquecetétatdesfaits
diminuesensiblementlavaleurdel’objetparrapportà
unobjetcorrespondantàladescriptionducatalogue.
Un lot n’est pas considéré comme falsifié s’il est
seulementendommagéous’ilafaitl’objetdetravaux
derestaurationet/oudemodificationsquelconques.
3.2 L’adjudication ne sera pas annulée
conformément à la disposition ci-dessus, en
fonction de l’appréciation de Koller, lorsque:
i.  la description de l’objet dans le catalogue de
la vente aux enchères était conforme à l’avis
d’un expert ou à l’avis général des experts ou
lorsque la description dans le catalogue de
la vente aux enchères laissait supposer qu’il
existait des divergences de vue à cet égard ;
ii. l’état d’avancement technique et les procédés
généralement acceptés et pratiqués n’ont pas
permis de reconnaître le faux au moment de
l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation
aurait été disproportionnée par rapport à la
valeur de l’objet ;
iii. le faux a été réalisé (selon l’estimation
soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou
iv. l’objet acheté est un tableau, une aquarelle,
un dessin ou une sculpture dont la date de
réalisation devrait être antérieure à 1880
conformément aux indications fournies dans le
catalogue de la vente aux enchères.
3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de
l’adjudication à Koller (en tant que représentant
du Mandant) à compter de la date de l’adjudication
pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines
pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement
à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas
autorisée. La mise en œuvre de la réclamation
exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre
sous pli recommandé dès la découverte du vice et
qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié
à Koller dans le même état que le jour de la remise
et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur
doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un
faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci
fasse réaliser à ses propres frais des expertises
par deux experts indépendants reconnus dans la
matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en
considération ces expertises et se réserve le droit
desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts.
3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut
renoncer à faire valoir un motif d’exclusion
conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect
desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus.
3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire
valoir à l’égard de Koller en tant que représentant
du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au
remboursement du prix de vente payé et du prix
majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure
ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à
l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue
quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur
essentielle selon l’article 23 ff. du CO).
4. Exclusion de responsabilité
4.1 Les objets sont mis aux enchères dans
l’état dans lequel ils se trouvent au moment
de l’adjudication. Les objets sont par définition
«usés» et donc rarement en parfait état.
4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le
catalogue de vente aux enchères. Les informations
dans le catalogue, ainsi que dans les rapports
sur l’état de conservation (condition reports)
représentent uniquement une idée générale et
une évaluation sans engagement de la part de
Koller. La description des objets est faite en toute
conscience, Koller ne peut cependant assumer
aucune responsabilité pour les indications
figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition,
il est possible de voir les objets. Par conséquent,
l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente
auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu
lot avec la description de celui-ci dans le catalogue,
le cas échéant en se faisant assister par un conseil
techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets
dans la version allemande de l’édition imprimée
du catalogue (avec modifications ultérieures)
s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit
de faire appel à des experts ou des spécialistes de
son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger
elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre
tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions.
Les avis de ces spécialistes ou des expertises, les
descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout
autre énoncé concernant un objet (y compris des
énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun
casdespromessesexplicitesoutacites.
4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute
responsabilité pour défauts matériels ou
juridiques est exclue. Les obligations du Mandant
à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la
même mesure que les engagements de Koller à
l’égard de l’Acheteur.
5. Participation à une vente aux enchères
5.1 La participation à une vente aux enchères
en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute
personne. Cependant, Koller se réserve le droit –
à son libre arbitre – de refuser à toute personne
l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire
à toute personne la présence ou la participation à
l’une de ses ventes aux enchères.
5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas
personnellement connus par Koller doivent
s’enregistrer 48 heures avant la vente aux
enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet.
L’enregistrement valablement signé devra être
accompagné d’une copie du passeport de
l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de
crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur,
Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de
celui-ci conformément aux informations fournies
sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence
dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés
parlasociétédecartedecrédit.
5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un
justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par
Koller.
5.4 En cas d’offres pour les objets dont
l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000,
Koller peut demander à l’enchérisseur le virement
préalable de 20% de l’estimation basse à titre de
garantie. Après la vente, Koller compensera ce
montant avec ses prétentions et les prétentions
du Mandant et remboursera sans délai tout
excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur.
6. Vente aux enchères
6.1 Koller peut commencer les enchères en-
dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant.
Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères
signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire.
L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à
ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère
ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères
doubles font l’objet d’un nouvel appel immédiat;
dans les cas douteux, la direction des enchères
tranche.
| 83
6.2 Koller est libre d’écarter une enchère sans
indication de motifs particuliers. Il en est de
même lorsqu’un enchérisseur ne satisfait pas
aux conditions de participation à une vente aux
enchères conformément au chiffre 5.2 à 5.4 ci-
dessus. Koller est également en droit d’adjuger
des objets sans vente ou de retirer des objets de
la vente aux enchères, sans que ce soit forcément
évident pour le spectateur.
6.3 Koller se réserve le droit de réunir les lots du
catalogue, de les séparer, de les proposer aux
enchères dans un ordre différent ou encore de
renoncer à mettre certains lots aux enchères.
Koller se réserve le droit d’adjuger des lots
«sous condition», dans des circonstances
particulières. L’adjudication sera considérée
comme conditionnelle, et l’enchérisseur sera
tenu à son offre pendant 14 jours après la vente
aux enchères. L’enchérisseur sera délié de toute
obligation de paiement s’il ne reçoit pas un avis de
Koller avant ce délai déclarant que l’adjudication
est définitive.
6.4 Les offres d’enchères de personnes
intéressées ne pouvant pas assister
personnellement à la vente aux enchères sont
réceptionnées par écrit jusqu’à 48 heures avant le
début de la vente.
6.5. Les personnes intéressées peuvent enchérir
par téléphone à condition de s’être inscrites
par écrit au moins 48 heures avant le début
de la vente aux enchères. Aucune enchère par
téléphone n’est possible pour les objets dont
la valeur estimée est inférieure à CHF 500, et
les personnes intéressées à de tels objets sont
invitées à déposer une offre écrite ou à enchérir
personnellement dans la salle des ventes.
6.6 Les personnes intéressées qui souhaitent
déposer leur offre dans le cadre des Enchères
Live, peuvent participer à la vente après être
admises à celle-ci par Koller suite à leur demande
d’enregistrement. Koller se réserve le droit de
refuser des demandes d’enregistrement sans
indiquer un motif particulier.
6.7 Koller décline toute responsabilité pour les
offres de tout type n’ayant pas été prises en
considération ainsi que pour les enregistrements
d’enchères téléphoniques qui n’auraient pas
été pris en compte. Les normes prévues au
chiffre 5 concernant la légitimation et la preuve
de la solvabilité s’appliquent également aux
enchérisseurs par téléphone et par écrit.
7. Transfert de propriété
La propriété d’un objet adjugé est transférée
à l’Acheteur dès que le prix de vente et le prix
majoré, TVA en sus, ont été intégralement versés
en francs suisses et que Koller a affecté ces
paiements à l’objet correspondant.
8. Enlèvement des objets adjugés
8.1 L’Acheteur doit venir retirer à ses propres frais
les objets adjugés dans les 7 jours qui suivent
la clôture de la vente aux enchères pendant les
heures d’ouverture de Koller. Le lieu d’exécution du
Contrat de Vente entre le Mandant et l’Acheteur
est par conséquent le siège social de Koller. Si le
temps à disposition est suffisant, les objets seront
délivrésaprèschaqueséance.Laremisealieuaprès
paiementintégralduprixdeventeetdusupplément
sur le prix majoré, TVA en sus, ainsi que l’affectation
decemontantàl’objetadjugéparKoller.
8.2 Pendant le délai précité, Koller est responsable
de la perte, du vol, de l’endommagement ou de
la destruction des objets adjugés et payés, mais
seulement dans les cas de négligence grave ou
intentionnelle de la part de Koller, à concurrence
toutefois du montant du prix de l’adjudication, du
supplément sur le prix d’adjudication et de la TVA.
A l’expiration de ce délai, la responsabilité de Koller
cesse et il incombe alors à l’Acheteur de contracter
une assurance appropriée pour l’objet adjugé. Il n’est
assumé aucune responsabilité pour les cadres et le
verre. Si les objets adjugés ne sont pas retirés dans
les7jours,Kollerseréserveledroitdelesentreposer
à la charge et au risque de l’acheteur auprès d’une
société de son choix ou dans ses propres locaux au
tarifjournalierdeCHF10parobjet.
8.3 Les commandes de transport sont
réceptionnées par écrit par Koller. Le transport
est aux frais de l’Acheteur. A défaut d’accord
écrit contraire, les objets adjugés sont assurés
par Koller aux frais de l’Acheteur en vue de leur
transport. Les tableaux sous verre et les objets
fragiles ne sont pas expédiés par Koller.
9. Paiement des objets adjugés
9.1 La facture émise suite à l’adjudication d’un
objet devra être payée en francs suisses dans
un délai de 7 jours après la clôture de la vente aux
enchères. Les paiements par carte de crédit ne
sont possibles qu’après l’accord du département
de comptabilité de Koller Zurich, et induisent
des frais de gestion entre 2 et 4% du total de la
facture, payables par l’Acheteur et ajoutés au total
de la facture.
9.2 Koller est également en droit d’imputer des
paiements de l’Acheteur, contrairement aux
instructions de celui-ci, à toute dette de l’Acheteur
envers Koller ou envers le commettant et à
compenser toute créance éventuelle de l’acheteur
à l’égard de lui-même ou du commettant avec ses
propres prétentions. En cas de retard de paiement
de l’Acheteur, une pénalité de retard au taux annuel
de10%seraappliquéesurlemontantdelafacture.
Silepaiementdel’AcheteurneparvientpasàKoller
sept (7) jours après la vente aux enchères, Koller
se réserve le droit de débiter la carte de crédit de
l’Acheteur sans avertissement au préalable, à la
hauteur du total de la facture, majoré des frais de
gestion entre 2 et 4% comme indiqué ci-dessus,
qui seront également débités de la carte de crédit
de l’Acheteur.
9.3 Si le paiement dû par l’Acheteur n’a pas lieu ou
n’intervientpasàtemps,Kollerpeutaussi,auchoix,
en son nom et également au nom du Mandant (i)
continuer à exiger l’exécution du contrat de vente
ou (ii), sans être tenu d’impartir un délai, renoncer
au droit de demander l’exécution du contrat
et résilier le contrat de vente ou réclamer des
dommages-intérêts pour cause d’inexécution;
dans ce dernier cas, Koller est également en droit
devendrel’objetdegréàgréoudanslecadred’une
vente aux enchères et d’utiliser le produit de la
vente pour la réduction des dettes de l’Acheteur.
Un prix de vente éventuellement supérieur au
prix d’adjudication d’origine est versé au vendeur.
L’Acheteurestresponsablevis-à-visdeKolleretdu
Mandant de tous les dommages résultant du non-
paiement ou du paiement tardif.
9.4Jusqu’aupaiementcompletdetouslesmontants
dus, Koller se réserve un droit de gage sur tous les
objets de l’Acheteur en sa possession. Koller est
habilitée à réaliser par la voie de l’exécution forcée
de tels gages ou de les réaliser de manière privée (y
comprisl’achatparKoller).Lebénéficedelaréalisation
préalabledugageselonarticle41delaLoisuissesurla
poursuitepourdettesetlafailliteestexclu.
10. Représentation
Chaque Acheteur répond personnellement
de l’adjudication qui lui a été faite ainsi que du
Contrat de Vente entre l’Acheteur et le Mandant
qui en résulte. La preuve des pouvoirs de
représentation peut être exigée de personnes
qui agissent comme représentants pour le
compte de tiers ou comme organe d’une
personne morale. Le représentant répond
indéfiniment et solidairement avec le représenté
de l’accomplissement de tous les engagements.
11. Dispositions diverses
11.1 La vente aux enchères se déroule sous
l’autorité conjointe d’un fonctionnaire de la
Municipalité de Zurich. Toute responsabilité pour
des actes du fonctionnaire présent, de la commune
oudel’EtatpourdesopérationsdeKollerestexclue.
11.2 Koller se réserve le droit de transférer tout ou
chacun de ses droits ou obligations dans ces CV
à un tiers, ou de confier leur exécution à un tiers.
L’enchérisseur ou l’Acheteur n’ont pas le droit de
transmettrelesdroitsouobligationsdecesCVàuntiers.
11.3 Koller se réserve le droit de publier des
photographies et des illustrations des objets
vendus dans ses propres publications et dans les
médias et d’en faire un usage publicitaire.
11.4 Les dispositions qui précèdent font
intégralement partie de chaque Contrat de Vente
individuel conclu lors des ventes aux enchères.
Leurs modifications n’ont de portée obligatoire
que si Koller leur a donné son accord écrit.
11.5 Dans l’hypothèse où une quelconque des
stipulations présen­tes serait illégale, nulle, non
valable ou inapplicable au regard d’une règle de
droit ou d’une loi en vigueur, elle serait réputée
non-écrite, mais n’entraînerait pas la nullité des
présentesCV.Dansunetellehypothèse,lesparties
s’engagent à né­gocier de bonne foi, en prenant en
compte l’esprit de la présente convention, toute
autre disposition qui pourrait être substituée à
une telle stipulation qui serait considérée comme
illégale, nulle, non valable ou inapplicable.
11.6 Le droit suisse est exclusivement applicable
aux présentes CV et à toutes les modifications
de ces Conditions, à l’exclusion de références
possibles à la loi fédérale sur le droit international
privé (LDIP), et à l’exclusion de la Convention de
Vienne (Convention des Nations Unies).
11.7 Le règlement de tous les litiges (également
lorsqu’il s’agit de faire valoir des compensations et
des contre-créances) résultant des présentes CV
ou en relation avec ces CV (y compris leur validité,
leurs effets juridiques, leur interprétation ou leur
exécution) relève exclusivement des tribunaux
du canton de Zurich. Koller est toutefois habilitée
à intenter une action judiciaire devant tout autre
Tribunal également compétent.
11.8 En cas de divergence entre les différentes
traductions, la version allemande fait seule et
exclusivement foi.
Zurich, le 1
er
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Koller Impressionismus - Klassische Moderne

  • 1.
    Auktion: 3. Juli2020 IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE
  • 4.
    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 3. Juli 2020 IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE JULI2020IMPRESSIONISMUS&KLASSISCHEMODERNE A193 POST WAR CON TEM POR ARY POSTWAR&CONTEMPORARY A193 JULI2020 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 A193 JULI2019SCHWEIZERKUNST Auktion: 3. Juli 2020 SCHWEIZER KUNST Schweiz JULI2020GRAFIK&MULTIPLES A193 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 GRAFIK & MULTIPLES Auktion: 8. Juli 2020 ART DÉCO & ART NOUVEAU Auktion: 8. Juli 2020 PHOTOGRAPHIE Auktion: 9. Juli 2020 DESIGN Auktion: 9. Juli 2020 MÖBEL AUKTIONSPROGRAMM AUKTION A193 - JULI 2020 POSTWAR & CONTEMPORARY Samstag, 4. Juli 2020 14.00 Uhr Lot 3701 – 3792 SCHWEIZER KUNST Freitag, 3. Juli 2020 14.00 Uhr Lot 3301 – 3383 GRAFIK & MULTIPLES Samstag, 4. Juli 2020 11.00 Uhr Lot 3801 – 3904 IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE Freitag, 3. Juli 2020 16.00 Uhr Lot 3501 – 3558 IBID ONLINE ONLY DESIGN 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY ART DÉCO & ART NOUVEAU 23. Juni – 8. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY PHOTOGRAPHIE 23. Juni – 8. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY POSTWAR&CONTEMPORARY 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY GRAFIKDES20./21.JH. 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY MÖBEL 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY SCHWEIZER KUNST 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY MODERNE GEMÄLDE 23. Juni – 9. Juli 2020
  • 5.
    ürich, Schweiz h SCHMUCK&JUWELENJULI2020 Auktion: 2.Juli 2020 SCHMUCK & JUWELEN A191 ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020 Auktion: 2. Juli 2020 ARMBAND- & TASCHENUHREN Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A193as JULI2020 Auktion: 1. Juli 2020 ASIATICA ASIATICA Auktion: 8. Juli 2020 FASHION & VINTAGE Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz VORBESICHTIGUNG Donnerstag, 25. bis Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr SCHMUCK Donnerstag, 2. Juli 2020 14.00 Uhr Lot 2501 – 2659 TASCHEN- & ARMBANDUHREN Donnerstag, 2. Juli 2020 16.00Uhr Lot 2801–2931 ASIATICA HIMALAYA & CHINA Mittwoch, 1. Juli 2020 11.00Uhr Lot 601–731 ASIATICA JAPAN, SÜDOSTASIEN Mittwoch, 1. Juli 2020 14.00Uhr Lot 732–821 IBID ONLINE ONLY ASIATICA 23. Juni – 7. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY FASHION & VINTAGE 23. Juni – 8. Juli 2020 Alle Kataloge online: www.kollerauktionen.ch
  • 6.
    ©2020,ProLitteris,Zurich ©SuccessióMiró/2020,ProLitteris,Zurich ©2020,ProLitteris,Zurich Lot 3540. MARCCHAGALL La veste rouge. 1961. 66 × 50,5 cm. Lot 3553. GIORGIO DE CHIRICO Piazza d‘Italia. 1945–49. 50 × 40 cm. Lot 3527. JOAN MIRÓ. Solitude III/III. 29. 75 × 105 cm. 75 SERVICE 75 Künstlerverzeichnis 76 Adressen  82 Auktionsbedingungen  84 Auction Conditions 86 Conditions de vente aux enchères 88 Auktions-Auftrag Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen. EURO-Schätzungen Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 1.05 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung. Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken.
  • 7.
    Impressionismus & KlassischeModerne Lot 3501 – 3558 AUKTION Freitag, 3. Juli 2020, 16.00 Uhr VORBESICHTIGUNG Donnerstag, 25. bis Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr Zusätzliche Fotos: www.kollerauktionen.ch Fabio Sidler Abteilungsleiter Tel. +41 44 445 63 41 sidler@kollerauktionen.ch Jara Koller Tel. +41 44 445 63 45 jara.koller@kollerauktionen.ch Weitere Bearbeitung: Laura Järmann und Els Oswald Für die persönliche Teilnahme im Auktionssaal ist aufgrund der aktuellen Situation eine Reservation erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an die Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete. Profitieren Sie von den verschiedenen Möglichkeiten, an unseren Auktionen mitzubieten: telefonisch, online oder per schriftlichem Auftrag.
  • 8.
    3501 MELCHIOR LECHTER (Münster 1865–1937Raron/Wallis) Blaue Blume Einsamkeit. 1892–93. Öl auf Holz. Unten rechts signiert und datiert: MELCHIOR LECHTER / 1892–93. 106 × 74 cm (ohne Rahmen 70 × 38 cm). Rahmen von Melchior Lechter entworfen. Provenienz: Julius Landmann (1877–1931), direkt vom Künstler erhalten und durch Erbschaft an den heutigen Eigentümer. Literatur: - Maximilian Rapsilber: Melchior Lechter, in: Berliner Kunst, 3. Sonderausgabe der Berliner Architekturwelt, Berlin 1904, S. 35 (mit Abb.). - Pauline Lange: Melchior Lechter, in: Wes- termanns Illustrierte Deutsche Monats- hefte, Jg. 49, Bd. 97, Braunschweig 1905, S. 28 (mit Abb.). - Annegret Müller: Melchior Lechter - Le- ben und Malerisches Werk, Dissertation, Bochum 1981, S. 100–102 (mit Abb. S. 374). Melchior Lechter ist zunächst als Buch- künstler für Stefan George bekannt. Im Zuge des ab Mitte des 20. Jh. zurück- kehrenden Interesses für die Kunst der Jahrhundertwende, den Symbolismus, den Jugendstil und weitere verwandte Richtungen, wird auch dem malerischen Schaffen Melchior Lechters erneut Beach- tung geschenkt. DasvorliegendeWerkisteinbesonders schönesBeispielvonLechtersSymbolis- mus.InsogenanntenStimmungsbildern behandeltermenschlicheRegungen,wobei sieoftgeheimnisvollundnichtleichtzu deutensind.LechterverleihtdemWerk durchverschiedeneAttributeundGestal- tungselementeeinensakralenCharakter: DersymmetrischeAufbauunddiestatische RegungslosigkeitderFrauerinnernanantike Heiligendarstellungen.DerLorbeerkranzim HaargilttraditionellalsSinnbilddeskünstle- rischenRuhmes,oderderruhmvollenKunst ansich.DieNacktheitderFrausymbolisiert ihreReinheit.IhregrossenAugenblicken wieLechterselbstespoetischformuliert nachEhemalsundEinstmals.Sieverdeut- lichenwahrscheinlichdasEntrücken,die KontemplationderKunst,wasaberauchmit Einsamkeiteinhergeht.DerTiteldesGemäl- desverweistausserdemaufeinwichtiges SymbolderRomantik:DieBlaueBlumeist einMotiveinesRomansvonNovalis. Passend durch die gesamtheitliche Auf- fassung der Kunst ist auch der Rahmen von Lechter selbst geschaffen und unter- streicht die Symbolik zusätzlich. Es ist äusserst selten, dass solche Werke aus der symbolistischen Phase Lechters angeboten werden. Die Blaue Blume Einsamkeit stand noch nie zum Verkauf, und ist seit ihrer Entstehung in derselben Familie geblieben: Das Gemälde gehörte einst Julius Landmann (1877–1931), ein bedeutender Nationalökonom. Er war bei der Gründung der Schweizerischen Nationalbank wesentlich beteiligt und war von 1906 bis 1910 deren Sekretär. Er war mit Melchior Lechter und Stefan George befreundet. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) | 2 Impressionismus Klassische Moderne
  • 9.
  • 10.
    3502* GUSTAF FJÆSTAD (Stockholm 1868–1948Arvika) Winterlandschaft. 1908. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: G. Fjæstad 08. 142,8 × 185 cm. Provenienz: - Auktion Dr. Fritz Nagel, Stuttgart, 1971. - Deutsche Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. Gustaf Fjæstad wird am 22. Dezember 1868 in Stockholm geboren. Nach einem Kunststudium assistiert er Bruno Liljefors bei der Erstellung von Tierdarstellungen im Biologischen Museum in Stockholm und anschliessend Carl Larsson bei der Kom- plettierung von Fresken im Stockholmer Nationalmuseum. 1898 heiratet Fjæstad die junge Künstlerin Maria Hellén. Auf der Suche nach unberührten Landschaften, endlosen Wäldern und glitzernden Seen übersiedelt das Paar im selben Jahr in die Provinz Värmland. Allmählich lassen sich auch Künstlerfreunde des Paares am See Racken nieder, was zur Gründung der Künstlerkolonie Rackengruppe führt. Eine erste öffentliche Anerkennung für seine Landschaftsbilder erhält der schwedi- sche Künstler 1898 bei einer Ausstellung in Stockholm. 1908 kann er seine erste Einzelausstellung präsentieren. Fjæstad macht die schneebedeckten Landschaf- ten von Värmland mit den frostbedeckten Feldern, Seen und Bächen schon bald zu seinem Markenzeichen. Der Künstler ent- wickelt eine ungewöhnliche Technik, bei der er seine Leinwände mit lichtempfindli- chen Chemikalien beschichtet, Fotografien darauf projiziert und diese als Leitfaden für seine Bilder verwendet. Viele seiner Werke sind im schwedischen Nationalmuseum, im Toledo Museum of Art in Ohio und im Musée d’Orsay in Paris zu bewundern. Am 17. Juli 1948 stirbt Gustaf Fjæstad in Arvika. Er zählt zu den führenden schwe- dischen Malern an der Wende des 20. Jahrhunderts. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 4 Impressionismus Klassische Moderne
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  • 12.
    3503* LOVIS CORINTH (Tapiau 1858–1925Zandvoort) Weiblicher Akt. 1885. Öl auf Leinwand. Oben rechts signiert: CORINTH. 90,5 × 56 cm. Provenienz: - W. Becker, München. - Frau Dr. Lippmann, Berlin. - Dr. Walter Müller, Grube Ilse (1926). - Privatbesitz Dresden. - Privatbesitz Hessen. - Deutsche Privatsammlung. Ausstellungen: - Berlin 1926, Lovis Corinth, Ausstellung von Gemälden und Aquarellen zu seinem Gedächtnis, Nationalgalerie, Nr. 11. - Kassel 1926, Lovis Corinth, Kunstverein Kassel, Nr. 3. - Dresden 1927, Lovis Corinth, Gedächt- nis-Ausstellung: Gemälde, Aquarelle, Zeichnung, Aquarelle, Graphik, Sächsi- scher Kunstverein, Nr. 4 (mit Abb.). Literatur: - Charlotte Berend-Corinth: Die Gemälde von Lovis Corinth. Werkkatalog, München 1958, S. 56, Nr. 25 (mit Abb. S. 271). - Alfred Rohde: Der junge Corinth, Berlin 1941, S. 50, Nr. 29 (mit Abb.). Das vorliegende Gemälde wird im Werk- verzeichnis als das 25. Werk Lovis Corinths aufgeführt und gehört somit zu den frü- hesten des Künstlers. Es ist Corinths erste Darstellung einer weiblichen Rückansicht und einer seiner ersten Akte überhaupt. Corinths Faszination für den weiblichen, nackten, und am besten üppigen Körper begleitet den Künstler durch sein ge- samtes Werk. Als Vorbild fungieren die niederländischen Meister, allen voran Peter Paul Rubens. Bereits Corinths Zeitge- nossen bemerken die Nähe zu Rubens und spätestens, wenn seine zahlreichen Aktdarstellungen Charlotte Berend Co- rinths, und die Besessenheit des Künstlers für die Präzision der Form und die Liebe zur weissen, glatten Haut seiner Modelle betrachted werden, sind die Parallelen zu Rubens Werk, die auch in unserem Gemäl- de spürbar sind, nicht mehr zu übersehen. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 6 Impressionismus Klassische Moderne
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    3504* ARMAND GUILLAUMIN (Paris 1841–1927Orly) Le quai Saint Bernard, Paris. Um 1880. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Guillaumin. 38 × 55 cm. Die Authentizität des Werks wurde vom Comité Guillaumin bestätigt, Paris, 14. Februar 2013. Es wird in den zweiten Band des sich in Vorbereitung befindenden Werkverzeichnisses aufgenommen. Provenienz: - Privatsammlung Paris. - Privatsammlung Frankreich, durch Erb- schaft. - Auktion Artcurial, Paris, 27. März 2013, Los 260. - Deutsche Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. CHF 9 000 / 12 000 (€ 8 570 / 11 430) | 8 Impressionismus Klassische Moderne
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    3505* ALBERT LEBOURG (Montfort-sur-Risle 1849–1928Rouen) Paysage. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: A. Lebourg. 55 × 74 cm. Wir danken François Lespinasse für die Bestätigung der Authentizität des Werks, September 2019. Provenienz: - Auktion Sotheby's, New York, 9. Septem- ber 2006, Los 36. - Privatsammlung USA, an obiger Auktion erworben. - Privatsammlung Deutschland. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) | 9
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    3506 PIERRE-AUGUSTE RENOIR (Limoges 1841–1919Cagnes-sur-Mer) Dans le jardin des Collettes à Cagnes. Um 1910. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Renoir. 30,5 × 42,5 cm. Dieses Werk wurde dem Comité Renoir des Wildenstein-Plattner-Instituts (WPI) bei seinem virtuellen Treffen im April 2020 vorgestellt. Es wird in den demnächst erscheinenden Renoir Digital Catalogue Raisonné aufgenommen. Provenienz: - Ludwig Bersch, Zürich. - Schweizer Privatsammlung, durch Erb- schaft von obigem. Literatur: Ambroise Vollard: Tableaux, Pastels et Dessins de Pierre-Auguste Renoir, Paris 1918, Bd. II, S. 161 (mit Abb.). 1907 kauft Renoir das Anwesen Les Collettes in Cagnes am Mittelmeer in der Nähe von Nizza. Im Herbst 1908 zieht er dorthin um. Das Anwesen mit seinem malerischen Bauernhaus, seinen Oliven- und Orangenhainen und dem Ausblick auf die hügelige Landschaft bietet dem Künstler wichtige Motive für seine späten Landschaften. In diesen gelingt es Renoir, ein ähnlich silbernes Licht zu erzeugen wie es Camille Corot, den er sehr verehrt, in seinen Landschaften Frankreichs um 1850 darstellt. Das hier angebotene Gemälde ist ein besonders schönes Beispiel, stimmig abgeschlossen und daher im Gegensatz zu vielen anderen späten Landschaften handsigniert. CHF 150 000 / 250 000 (€ 142 860 / 238 100) | 10 Impressionismus Klassische Moderne
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    3507 MAX LIEBERMANN (1847 Berlin1935) Blumenbeet im Garten des Künstlers. Pastell auf Papier. Unten rechts signiert: MLiebermann. 31 × 37,5 cm. Der Erlös der Versteigerung des Werks geht zugunsten der Hilfsorganisation Médicament Pour Tous. Provenienz: - Galerie Abels, Köln (verso mit Etikett). - Privatsammlung Schweiz. Das hier dargestellte Beet dürfte die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Nord-Osten darstellen. Die Bepflanzung mit blauen Stiefmütterchen deutet darauf hin. Es gibt andere Gemälde und Pastelle, die das Blumenbeet aus anderen Sicht- winkeln zeigen. Diese sind alle im Frühling entstanden. Das Pastell ist sehr gut erhal- ten und besticht durch seine leuchtenden Farben und eine intensive Strichführung. CHF 25 000 / 35 000 (€ 23 810 / 33 330) | 12 Impressionismus Klassische Moderne
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    3508* MAX LIEBERMANN (1847 Berlin1935) Garten mit Palmenkübel und zwei weibliche Figuren. 1908. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: M. Liebermann. 53 × 64 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Prof. Dr. Matthias Eberle, Max Liebermann Archiv, bestätigt, Berlin, 21. März 2016. Es wird unter der Nummer 1908/36a in den Nachtrag des Werkverzeichnisses aufge- nommen. Provenienz: - Privatbesitz Wien. - Privatsammlung Deutschland. Ausstellung: Kopenhagen 2019, Hans Purrmann. Kolo- rist der Moderne, GL Strand, 27. April–15. September 2019; diese Ausstellung reiste weiter nach: Heilbronn 2019, Städtisches Museum Heilbronn, 19. Oktober–9. Febru- ar 2020. Gärten sind für Max Liebermann eine Quelle unendlicher Inspiration. Hundert Bilder könnte man hier malen… ruft er aus, als er mit seinem Freund, dem Direktor der Hamburger Kunsthalle Alfred Lichtwark, einen Bauerngarten besucht. Dieses wohl um 1908 erschaffene Gemäl- de ist eine der frühesten Gartenansichten Max Liebermanns. Um die Jahrhundert- wende lässt der Maler die starke soziale Note seiner Werke etwas ausklingen und widmet sich nun immer mehr der Por- trätmalerei und auch anderen Motiven, wie zum Beispiel Sportszenen, Badenden und Reitern am Strand. Der Garten als Motiv entdeckt er erst als sechzigjähriger im Jahre 1908 im holländischen Badeort Noordwijk. Hier entstehen viele Werke am Strand, aber auch einige wenige eines wohl privaten Gartens. Im folgenden Jahr, also 1909 erwirbt Liebermann ein Landstück am Wannsee, und 1910 lässt er den Garten seines neuen Landsitzes, der Wannsee-Villa, die er sein Schloss am See und Klein-Verseille nennt, von Alfred Lichtwark anlegen. Etwa acht Jahre später, während des Kriegs, wird dieser Garten dann für Liebermann zum zentralen Thema seines Schaffens. Ihn interessiert das Verhältnis des Menschen zur Natur. Es geht ihm dabei wie auch bei anderen Motiven seines Schaffens um den Ausgleich. Der Mensch soll sich der Schwachen annehmen, das Starke, zu dem auch die Natur zählt, soll er bändigen. Der Garten bedarf der verständ- nisvollen und fürsorglichen Pflege, ohne die alles überwuchert und dem Menschen dadurch der Platz streitig gemacht würde. Das vorliegende Werk ist den ersten in Noordwijk entstandenen Gartenansichten sehr ähnlich und könnte daher ebenfalls in diesem Kontext entstanden sein. Farb- ton, Bepflanzung des Gartens sowie die Wegführung ist vergleichbar. Jedoch passt das rotbraune Gebäude im Hintergrund nicht ganz zum holländischen Badeort, weswegen Matthias Eberle als möglich er- achtet, dass dieses Werk im Frühjahr 1909 im Süden entstanden ist, als Liebermann mehrere Wochen in Italien verbringt. So könnte es sich hier um einen Hotelgarten in Florenz oder Rom handeln. CHF 300 000 / 500 000 (€ 285 710 / 476 190) | 14 Impressionismus Klassische Moderne
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    3509 MAX LIEBERMANN (1847 Berlin1935) Holländisches Interieur - Stopfende alte Frau am Fenster. Um 1885–1900. Aquarell und Gouache auf Papier. Oben rechts signiert: MLiebermann. 39,3 × 31 cm. Wir danken Frau Margreet Nouwen für die Bestätigung der Authentizität des Werks, Februar 2020. Provenienz: - (wohl) Galerie Commeter, Hamburg (vor 1932). - Privatsammlung Deutschland, wohl bei obiger Galerie erworben. - Privatsammlung Schweiz, durch Erb- schaft an die heutigen Eigentümer. Von dem bedeutenden Motiv der stopfen- den Frau gibt es ein wichtiges, in der Litera- tur sehr oft erwähntes und reproduziertes Gemälde, welches im Sommer 1880 im Dorf Dongen in Holland entsteht. Dieses zählt zu einem der bekanntesten Werke Max Liebermanns. Es sind auch einige Skizzen und Vorstudien dazu erhalten. Die hier angebotene, sehr ausführliche Papier- arbeit ist eine Nachfassung, die wohl in den 1890er-Jahren entstanden ist. Das hereinflutende Licht und der Ausblick auf die leuchtend grüne Natur draussen schaffen eine Atmosphäre, die Mensch und Umgebung zu einer Einheit werden lässt. Zwar ist alles auf die Arbeit bezogen, dennoch regt das Werk die Phantasie des Betrachters an. Der Blick schweift durch das Zimmer, zu den auf der Fensterbank und auf dem Stuhl liegenden Nähutensili- en. Das Gemälde erzählt eine Geschichte. Liebermann schafft dabei eine gekonnte Bildkomposition, die sich an den Vorbildern der niederländischen Malerei des Golde- nen Zeitalters orientiert. Die Behandlung des Lichts ist wohl besonders Werken von Frans Hals, Peter de Hooch und Jan Vermeer nachempfunden, die Liebermann in dieser Zeit sehr beeinflussen. Jedoch fehlen die Symbolik und die gepflegte Bür- gerlichkeit der holländischen Vorbilder. Liebermann wählt nicht ein bürgerliches, sondern ein einfaches, ländliches Motiv. Hans Rosenhagen beschreibt das Bild sehr treffend: Man sieht schon, dass sie eine arme Frau ist, aber niemand wird verlei- tet, sie für besonders bedauernswert zu halten. Sie ist weder mit den Augen eines Mitleidigen, noch mit denen eines Spötters gesehen. Das ist das Leben, das Schwers- te und das Selbstverständlichste in seiner Erscheinung. Anstatt unser Gefühl für die bedürftige Armut anzuregen, lässt Lie- bermann sie arbeiten und zeigt, wie selbst in der traurigsten Hütte die Natur für den, der sehen kann, tausend Schönheiten aus- breitet. (Hans Rosenhagen, Liebermann, Leipzig 1900, S. 28). CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 16 Impressionismus Klassische Moderne
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    3510* GUSTAVE LOISEAU (1865 Paris1935) Peupliers au bord de l'Eure. 1900. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: G. LoisEAU 1900. 65,5 × 82 cm. Wir danken Didier Imbert für die Bestäti- gung der Authentizität des Werks, Paris, 14. Februar 2020. Das Gemälde wird in den sich in Vorbereitung befindenden Cata- logue raisonné aufgenommen. Provenienz: - Privatsammlung Frankreich, in den 1930er-Jahren in Paris gekauft. - Privatsammlung Portugal, von obigem erworben und durch Erbschaft an den heutigen Besitzer. Gustave Loiseau zählt zu den bedeu- tendsten französischen Post-Impres- sionisten, dessen Landschaftsdarstel- lungen und Pariser Stadtszenen auf seine Betrachter eine grosse Faszination ausüben. Er malt mit einer leuchtenden Farbpalette, einem pastosen Farbauftrag und einer impressionistischen Motivwahl. So sucht er sich ähnlich wie einst Alfred Sisley schöne Orte entlang von Flussufern, welche ihm an verschiedenen Tageszeiten und durch unterschiedliche Wetterlagen diverse, eindrückliche Stimmungen bieten, die es einzufangen gilt. Sein Malduktus besteht dabei nicht wie bei Paul Signac aus streng gesetzten, gleichförmigen Punkten, sondern aus unterschiedlichen, dynami- schen Strichen, welche die Bewegungen der gemalten Wasseroberfläche, oder der sich im Wind bewegenden Äste und Blätter der Bäume wiedergeben. Ab 1899 malt Loiseau Uferlandschaften mit Pappeln an der Eure in Saint-Cyr-du- Vaudreuil. In Stil und Motiv nähert er sich in dieser Zeit stark Claude Monet an. Das hier angebotene auf 1900 datierte Gemälde gehört zu dieser bedeutenden Werkgrup- pe. Hier wählt er einen klaren, sonnigen Tag mit sehr starken Lichteffekten. Die durch kontrastreiche Abhebungen und weisse Striche betonten Lichtreflexionen auf dem Wasser und im Blattwerk der Bäume wirken sehr kräftig, so dass der Betrach- ter sich tatsächlich fast geblendet fühlt. Auch erzielt Loiseau durch die gesetzten Striche eine Dynamik. Das Bild wirkt nicht statisch, sondern vermittelt das Fliessen des Wassers und das Rauschen der Bäume und Sträucher. Solche Uferlandschaften mit Pappeln ge- hören zu denjenigen Werken, die aufgrund ihrer intensiven visuellen Wirkung die höchsten Preise auf dem Auktionsmarkt erzielen. CHF 150 000 / 250 000 (€ 142 860 / 238 100) | 18 Impressionismus Klassische Moderne
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  • 26.
    3511* LOUIS RHEINER (Genf 1863–1924Cannes) Cannes. 1902. Pastell auf Papier. Unten rechts bezeichnet, signiert und datiert: Cannes / L. Rheiner 1902. 65 × 50 cm. Provenienz: Deutsche Privatsammlung. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 380 / 3 330) 3512* ANDRÉ LHOTE (Bordeaux 1885–1962 Paris) Vue d'une église. September 1921. Aquarell auf Papier. Unten rechts signiert und datiert: A.Lhote. Sept. 1921, sowie mit Widmung: A Ma- dame Supervielle, en hommage de sa respectueuse amitié. Die Authentizität des Werks wurde von Dominique Bermanne-Martin bestätigt. Provenienz: - Jules Supervielle (1884–1960). - Französische Privatsammlung. - Deutsche Privatsammlung. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) | 20 Impressionismus Klassische Moderne
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    3513* HIPPOLYTE PETITJEAN (Maçon 1854–1929Paris) Conversation dans un jardin. Aquarell und Gouache auf Papier. Unten rechts signiert: Petitjean. 47,3 × 30,5 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Stephane Kempa bestätigt, 10. Juni 2018. Provenienz: Deutsche Privatsammlung. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) | 21
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    3514* RAOUL DUFY (Le Havre1877–1953 Forcalquier) Saint-Jeannet. 1920–25. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Raoul Dufy. 46 × 55cm. Provenienz: - Auktion, Paris. 1926, Nr. 41. - Auktion, Stuttgart, 27.–28. November 1956, Nr. 243. - Deutsche Privatsammlung. Literatur: Maurice Lafaille: Raoul Dufy. Catalogue raisonné de l'œuvre peint, Genf 1973, Bd. II, S. 144, Nr. 585 (mit s/w Abb.). Saint-Jeannet ist ein schönes Dorf im Süden Frankreichs, nähe Vence in den Alpes-Maritimes. Es befindet sich auf halber Höhe eines Hügels. Raoul Dufy malt während verschiedener Kurzbesuche zwischen 1920 und 1927 mindestens 11 Ölgemälde des Dorfes sowie ungefähr die gleiche Anzahl Aquarelle. Die malerische Landschaft mit den Weinbergen und den schönen Häusern inspiriert Dufy, wes- wegen ihn der Ort immer wieder anzieht. Ab Anfang/Mitte der 20er-Jahre beginnt Dufys grosser Durchbruch zum anerkann- ten Künstler. Sein Stil ist nun etabliert. Das vorliegende Werk entsteht zu dieser Zeit und zeigt eine im Vergleich nahe Ansicht des Dorfhügels. In bereits gesichertem Stil schafft Dufy eine dynamische Landschaft, indem er seine einzelnen Striche bewusst einsetzt und einen fantastischen Blick auf das Dorf und dessen Umgebung wieder- gibt. CHF 50 000 / 80 000 (€ 47 620 / 76 190) | 22 Impressionismus Klassische Moderne
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    3515* JEAN DUFY (Le Havre1888–1964 Boussay) Montmartre, rue Norvins. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Jean Dufy. 38 × 46 cm. Wir danken Jacques Bailly für die Bestä- tigung der Authentizität des Werks, Mai 2020. Provenienz: Deutsche Privatsammlung. Nach dem Ersten Weltkrieg lässt sich Jean Dufy auf dem Montmartre nieder, wo Braque sein Nachbar ist. Das dortige Um- feld inspiriert den Künstler sehr. Die Liebe des aus Le Havre stammenden Malers wird fortan die Stadt Paris sein. Wie seine Zeitgenossen Utrillo, Chagall und Marquet schafft Jean Dufy in einem sich ständig erneuernden kreativen Prozess und in seinem typischen, freien Duktus viele An- sichten der Seinestadt und deren zahlrei- chen Sehenswürdigkeiten. Vor allem vom Montmartre und dessen Wahrzeichen, der Sacré-Cœur, sind Motive, dessen er sich immer wieder annimmt. CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 570 / 47 620) | 24 Impressionismus Klassische Moderne
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    3516 VACLAV ŠPÁLA (Zlunice 1885–1946Prag) Skála a řeka (Felsen und Fluss). 1942. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: VSpala 42. Verso auf dem Keilrahmen mit Inventar- nummer: (1523). 38,5 × 50,5 cm. Das Gemälde wird im Werkverzeichnis des Künstlers unter der Nummer 1523 aufgeführt. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. Der in der Tschechei geborene Maler und Illustrator Vaclav Špála ist einer der bedeutendsten Künstler der tschechi- schen Avantgarde. Špála studiert an der Akademie der Künste in Prag und besucht 1905 in der Galerie Manes die anregende Ausstellung zu Edvard Munch. Daneben werden auch Gemälde der Fauvisten und der Kubisten gezeigt, die einen starken Einfluss auf Špálas Werk haben werden. 1911 wird er Mitbegründer der Gruppe der bildenden Künste und 1918 der Künstler- gruppe Tvrdošíjní (Die Sturen). Ab 1920 malt Špála in seinem typischen Stil. Zuerst beeinflusst von den Fauvisten, ist sein Spätwerk in der Form stark vom Kubismus geprägt. Einfach konturierte Räume gibt er mit breiten Farbstrichen wieder. Auch die Farbwahl ist bei Špála sehr markant und fast ausschliesslich auf Blau, Rot und Weiss reduziert. Nach 1923 kon- zentriert sich Špála hauptsächlich auf das Stillleben und die Landschaftsmalerei. Das vorliegende Werk ist zum Spätwerk des Künstlers zu zählen und zeigt die Ansicht eines Flusses in der Nähe von Berounka und Otava sowie einen markan- ten Felsen. Die Ortschaft dort wird von Špála in mehreren Gemälden, bereits ab den 1930er-Jahren dargestellt und muss ihm ein beliebtes Sujet gewesen sein. Vaclav Špála zählt zu den Klassikern der tschechischen Malerei, ohne den keine Sammlung der tschechischen Moderne vollständig wäre, hat aber auch im interna- tionalen Diskurs seinen Platz eingenom- men. So schreibr Prof. Matějček über die Arbeit von Špála: … der Künstler spricht über seine Lein- wände zu uns. Sein gereiftes Werk, dessen Ursprung regional ist und von der Sprache seines Volkes zeugt, hat sich innerhalb der internationalen Kunstwelt durchgesetzt. (übersetz aus dem Tschechischen). CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 570 / 47 620) | 26 Impressionismus Klassische Moderne
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    3517 JOSEPH CZAPSKI (Prag 1896–1993Maisons-Laffitte) Jardin des Tuileries. 1967. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: J. CZAPSKI 67. 81 × 60 cm. Provenienz: - Galerie Plexus, Renée Aeschlimann, Chexbres (verso mit Stempel). - Privatsammlung Genf. Literatur: Wojciech Karpinski: Portrait de Czapski, Lausanne 2003, S. 193 (Beschreibung wohl dieses Gemälde). CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710) 3518 GUILLERMO WIEDEMANN (München 1905–1969 Key Biscayne) Nymphas. 1949. Öl auf Leinwand, auf Holz. Unten rechts signiert und datiert: Wie- demann / 1949. Verso betitelt und mit Massangaben. 100 × 70 cm. Provenienz: - Privatsammlung Deutschland. - Schweizer Privatsammlung, durch Erbschaft an die heutigen Eigentümer. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 28 Impressionismus Klassische Moderne
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    3519 ALBERT MARQUET (Bordeaux 1875–1947Paris) Arbre en fleurs devant Alger. Um 1943. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: marquet. 44 × 60 cm. Provenienz: - Auktion Drouot, Paris, 28. Januar 1946, Nr. 51. - Atelier Matignon, Paris, um 1985. - Paul Vallotton, Lausanne (verso mit Etikett). - Privatsammlung Schweiz. Literatur: Jean-Claude Martinet und Guy Wilden- stein: Marquet. L'Afrique du Nord. Cata- logue de l'Œuvre peint, Paris 2001, S. 310, Nr. I-411 (mit Abb.). Albert Marquet lernt 1920 auf einer seiner ersten Reisen nach Nordafrika Marcelle Martinet kennen. Sie ist eine Französin, die in Algerien aufgewachsen ist und dort lebt. Drei Jahre später heiraten die beiden. Sie verbringen seither die Winter in der Heimat Marcelles und sind in Paris und Algier zuhause. Für den Maler sind diese Aufenthalte in Algerien sehr inspirierend, seine Malerei wird stark davon geprägt. Während des Zweiten Weltkriegs bleiben Albert und Marcelle Marquet in Algier: 1941 kaufen sie etwas ausserhalb der Stadt ein Landstück namens Djenan Sidi Saïd, wel- ches Marcelle mit Garten des glücklichen Herrn übersetzt. Hier entsteht eine kleine bedeutende Serie von Gemälden Mar- quets. Marcelle beschreibt ihr Refugium, die üppige Vegetation des Gartens und den Blick auf die Stadt wie folgt: Akanthusgewächse mit grossen glasier- ten Blättern bedeckten den Hang des Weges, dem wir folgen mussten, um zu ei- ner alten Steintreppe zu gelangen, die ein wenig zerfallen war und von grossen hellen und grünen Agaven mit triumphierenden Kurven dominiert wurde. Wir errichteten eine grosse blumengeschmückten Ter- rasse, von der aus wir das letzte Viertel der Stadt und das Meer sehen konnten, und um uns herum Akanthus, weisse Gänse- blümchenbeete, kräftige Geranien, die an den Wänden kletterten, Aronstabhecken, Efeu und Glyzinien, die man in Schach hal- ten sollte, rosa Bäume, deren Namen wir nicht kennen, Obstbäume aller Art und, als Hüter dieser Fülle und dieser Verheissun- gen, einige hohe und dunkle Zypressen (aus dem Französischen, Marcelle Marquet: Marquet. Voyages, Lausanne 1968, S. 60). CHF 60 000 / 80 000 (€ 57 140 / 76 190) | 30 Impressionismus Klassische Moderne
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    3520* HENRI MARTIN (Toulouse 1860–1943Labastide-du-Vert) Pergola Nord-Ouest de Marquayrol en fin d'automne. 1910–20. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Henri Martin. 68,5 × 82 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Cyrille Martin bestätigt, Neuilly sur Seine, 12. Januar 2017. Provenienz: - Galerie Félix Vercel, Paris. - Privatsammlung Caracas, am 25. Mai 1971 in obiger Galerie erworben. - Privatsammlung Deutschland. Nach 10 Jahren auf der Suche nach dem perfekten Landhaus kauft Henri Martin im Jahr 1900 im Alter von 40 Jahren das aus dem 17. Jahrhundert stammende grosse Haus Marquayrol im Dorf Labastide du Vert im Lot im Südwesten Frankreichs. Das Haus und die Region werden zu Martins Sommerurlaubsort, wo er sich zwischen Mai und November aus der Grossstadt Paris zurückzieht, um die Gelassenheit der Natur zu geniessen. Das auf einem Hügel stehende Haus mit grosser Terrasse und Blick auf das Dorf und das umliegende Tal wird zu Martins wichtigster Inspirationsquelle und beein- flusst seinen Stil nachhaltig. Anders als in Paris herrscht hier ein südliches Licht, welches den Künstler inspiriert und sein Auge anregt. Die friedliche Umgebung zusammen mit Natur und Licht wird zu Martins bevorzugtem Sujet und bleibt es für mehr als 40 Jahre lang. Dieser Umzug zum Lot im Alter von 40 Jahren stellt einen entscheidenden Wendepunkt in seinem künstlerischen Schaffen dar. Musen und Leiern verschwinden von seinen Leinwän- den und er wagt es, sich täglich mit dem Licht des Südens auseinanderzusetzen (C. Juskiewenski, Henri Martin 1860–1943 (Ausstellungskatalog), Cahors Toulouse 1993, S. 98). Zu beiden Seiten des Anwesens befindet sich eine Laube, eine kleine Pergola, la petite, und eine grössere, la tonnerelle. In dem vorliegenden Werk, welches in den 1920er-Jahren entsteht und ein schönes Beispiel für den reifen Stil Martins ist, wird die grosse Pergola La tonnerelle abgebil- det. Die Darstellungen der Pergola greift Martin während der ganzen Sommer- und Herbstmonate wieder auf, so dass sich die Farben der Blätter im Verlauf der Bilderzy- klen ändern. Das herbstliche Rot, welches unser Bild beherrscht, symbolisiert das Ende der warmen Jahreszeit und die baldi- ge Rückkehr Martins nach Paris. Henri Martin war zweifellos ein Impressi- onist und einer, der die tiefste Sensibilität besass, die sicherlich der von Monet ent- sprach, den er am meisten bewunderte. Dank ihrer höchsten Sensibilität und nicht durch die Erforschung eines technischen Verfahrens ist ihre Interpretation der Natur sicherlich eine poetische, von tausend Far- ben gefärbte Evokation, die man zweifellos als Kunstwerk bezeichnen kann. Seine Pa- lette ist eine Verzauberung. Viele verschie- dene Vermischungen von Farben ergeben eine seltene und reiche Harmonie... Und es ist viel schwieriger, eine gute Harmo- nie der Farben zu finden, wenn man die Natur darstellt, als einige schöne Farben zusammenzustellen, die nichts darstellen. Hierin liegt die Gabe der Impressionis- ten, und deshalb gibt es so wenige (Jac Martin-Ferrières, Henri Martin, Paris 1967, S. 35–42). CHF 120 000 / 180 000 (€ 114 290 / 171 430) | 32 Impressionismus Klassische Moderne
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    3521 PAUL SIGNAC (1863 Paris1935) La Tour d'Arundelle (Sable d'Olonne). Um 1925. Aquarell und schwarzer Farbstift auf Papier. Verso mit Stempelsignatur: P. Signac. 14 × 10 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Marina Ferretti bestätigt, Paris, 19. Okto- ber 2016. Provenienz: - Galerie Frost and Reed, London 1998. - Privatbesitz Genf. - Auktion Koller, Zürich, 2. Dezember 2016, Los 3210. - Privatbesitz Schweiz, an obiger Auktion erworben. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) 3522 HERMANN MAX PECHSTEIN (Zwickau 1881–1955 Berlin) Päonien mit Margritten. 1926. Aquarell und Bleistift auf Papier. Unten rechts signiert und datiert: HM- Pechstein 1926. Rückseitig betitelt: Päonien mit Margritten. 60 × 49 cm. Wir danken Julia Pechstein für die Bestä- tigung der Authentizität des Werks, Mai 2020. Es ist im Archiv der Max Pechstein Urheberrechtsgemeinschaft dokumentiert. Provenienz: - Privatsammlung Deutschland, 1989 erworben. - Auktion Koller, Zürich, 8. Dezember 2004, Los 346. - Privatsammlung Schweiz. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 34 Impressionismus Klassische Moderne
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    3523* HERMANN MAX PECHSTEIN (Zwickau1881–1955 Berlin) Fischerfrauen. Um 1920. Öl auf Karton. Oben links signiert: HMPechstein. 52,2 × 45,9 cm Provenienz: - Carl Steinbart, Berlin, um 1920 direkt beim Künstler erworben. - Irmgard Bender (geb. Steinbart), Berlin/ Bad Godesberg, 1923 durch Erbschaft von obigem erhalten. - Privatsammlung Deutschland, vor 1976 bei obiger erworben. Literatur: Aya Soika: Max Pechstein. Das Werkver- zeichnis der Ölgemälde, München 2011, Bd. II, S. 198, Nr. 1920/12 (mit Farbabb.). Im Jahr 1909 reist Hermann Max Pech- stein zum ersten Mal in das ostpreussische Fischerdorf Nidden auf der Kurischen Nehrung. Dort wird er Teil der Künstler- kolonie Nidden, dessen Zentrum das Gasthaus Blode ist, wo gemalt und über Kunst diskutiert wird. Pechstein gefällt es in dem ruhigen Fischerdorf und er fühlt sich den einheimischen Fischern und Arbei- tern verbunden. Das abgelegene und von jeglichem Tourismus fernbleibende Dorf wird zum liebsten Sommerurlaubsort des Künstlers. Eine ländliche Idylle, in der er der wilden Metropole Berlin entfliehen und in die Natur eintauchen kann. Hier findet er auch die Symbiose zwischen Mensch und Natur. Pechstein hegt eine Faszination für den einfachen und ehrlichen Arbeiter, der sein Brot unter harten und schweren Bedingungen verdient. Dazu gehören die Fischer des Dorfes, die auf ihn einen prägenden Eindruck hinterlassen und denen er zeitlebens versucht eine würdige Darstellung in seiner Kunst zu geben. Pechstein verbringt 1920 seinen fünften Sommer in Nidden. Ende April reist er von Berlin ab und widmet sich nach einer längeren Schaffenspause wieder der Malerei. Jetzt habe ich mich entschlossen in Nidden nochmals den Kampf mit dem Wald und dem Meer aufzunehmen, um dann erleichterter nach dem Süden zu schauen und ihm meine nächsten Jahre zu widmen (aus einem Brief vom 7. März 1920). Während dieser Zeit entsteht die Gemäldefolge Fischerleben, eine aus rund 16 Gemälden bestehende Serie, die das Leben und den Alltag der Fischer im Dorf zeigt. Es ist anzunehmen, dass auch unser vorliegendes Werk Fischerfrauen in diesen Zyklus einzuordnen ist. Obwohl sich Pechstein erst nach dieser Serie dem Süden widmen möchte, ist die Inspiration vergangener Südseeaufent- halte bereits stark in seinem Stil verankert, was auch in Fischerfrauen unverkennbar ist. Pechstein schreibt am 21. August 1920 an Edouard Plietzsch: Verspreche mir, durch die Arbeit an den Fischerbildern, welche eine Zwischenstufe zu dem ‘Vater Unser’ darstellen allerhand Nützliches zu lernen und für die Endarbeit zu profitieren. Zwischen diesem Quälen und Zerbeissen meiner selbst, habe (ich) mit viel Freude 3 Bilder gemalt, welche eine Art wehmütiger Erinnerungsdank an die versunkene Pracht der Südsee darstellen. Die beiden Fischerfrauen, die im Vorder- grund des Gemäldes sitzen, schauen auf die raue See hinaus, dem Fischerboot und ihren Männern nach, welche sich durch die tobenden Wellen kämpfen. Im für Pech- stein typischen expressionistischen Stil, dem kantigen, rauen Strich in Kombination mit der stillen Dramatik einer Unendlichkeit des Meeres, vermag es der Künstler dem Betrachter einen kurzen, aber ehrlichen Einblick in das Leben zweier Fischerfrauen zu geben. CHF 220 000 / 280 000 (€ 209 520 / 266 670) | 36 Impressionismus Klassische Moderne
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    3524 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Fauchende Katze. Um 1930. Kohle auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel und der Nummerierung K Da/Bm 69. 37,8 × 49,5 cm. Provenienz: - Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit Etikett). - Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (verso mit Etikett). - Kunsthandel online by Bromer art collection. - Schweizer Privatsammlung, bei obigem erworben. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) 3525 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Katze am Ofen. Um 1930. Kohle auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel und der Nummerierung K Da/Bm 76. 38,7 × 48,8 cm. Provenienz: - Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit Etikett). - Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (verso mit Etikett). - Kunsthandel online by Bromer art collection. - Schweizer Privatsammlung, bei obigem erworben. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) | 38 Impressionismus Klassische Moderne
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    3526 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Katzenmutter und Junges I. Um 1930. Kohle auf Papier. Verso mit dem Nachlassstempel und der Nummerierung K Da/Bm 65. 33,2 × 48,5 cm. Provenienz: - Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit Etikett). - Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (verso mit Etikett). - Kunsthandel online by Bromer art collection (verso mit Etikett). - Schweizer Privatsammlung, bei obigem erworben. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 39
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    3527* JOAN MIRÓ (Montroig b.Barcelona 1893–1983 Palma de Mallorca) Solitude III/III. 29. April 1960. Öl und Kohle auf Karton. Unten links signiert: Miró. Verso signiert, datiert und betitelt: MIRÓ. /29/4/60 / Solitude III/III. 75 × 105 cm. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - Galerie Lelong, Paris. - Pierre Matisse Gallery, New York (verso mit Etikett). - Acquavella Galleries, New York. - Galerie Michael Haas, Berlin/Zürich. - Schweizer Besitz, in obiger Galerie erworben. Ausstellungen: - New York 1965, Cartones, Pierre Matisse Gallery, Nr. 5. - New York 1972, Joan Miró: Magnetic Fields, The Solomon R. Guggenheim Museum, Nr. 38 (mit Abb. S 129). - Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael Haas, 16. März–21. April 2012. - Lindau 2013, Miró Sternennächte, Roland Doschka, Stadtmuseum Lindau (mit Abb. S.70–71). Literatur: - Jacques Dupin und Ariane Lelong- Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné, Drawings, Bd. IV: 1959–1968, Paris 2002, S. 345, S. 25, Nr. 1011 (mit Farbabb.). - Magrit Rowell: Joan Miró. Peinture=Poesie, Paris 1976, S. 102. - Jacques Dupin: Miró, Paris 1961, S. 552, Nr. 905 (mit s/w Abb.). In seiner 1961 erschienen Monographie zu Leben und Werk von Joan Miró beschreibt Jacques Dupin die drei Werke mit Titel Solitude, von denen wir das Dritte an- bieten, wie folgt: Die sehr vereinfachten, sensiblen Zeichen scheinen über trennen- de Leeren und über Flecken und Wolken hinweg, die sie einkreisen und ersticken, einander zu antworten. Diese Zeichen oder besser Vor-Zeichen, die sich jeder Bindung und Gliederung entziehen, bilden eine Art Lücken-Schrift, ähnlich vielleicht der Zwölftonmusik, die der Maler in den letzten Jahren häufig hörte. (…) Es ist kein Zufall, dass diese Zeichnung besonders auf drei Kartons mit dem Titel 'Einsam- keit' erscheint, denn die Empfindungen, die sie wecken, entsprechen dem Sinn des Wortes. Jedes dieser verstreuten, winzigen Vor-Zeichen ist in erster Linie ein Zeichen des Menschlichen, einsam und von den Elementen bedroht – doch als schriftliches Geständnis seiner Schwäche und Angst bezeugt es durch seinen klaren und geschmeidig festen Strich zugleich die Entschlossenheit, sich zu wehren und durchzuhalten. (Jacques Dupin, Joan Miró, Leben und Werk, Köln 1961). Bei unserer Version III/III ist besonders die Spur aus kleinen schwarzen Punkten auffällig: Eine sehr ähnliche Anordnung in horizontaler Linie verwendet Miro nur ein Jahr später in einem seiner berühmtesten Werke Bleu II, zweiter Teil eines grossen Triptychons, das sich heute im Musée d’Art Moderne im Centre Pompidou in Paris befindet. CHF 320 000 / 380 000 (€ 304 760 / 361 900) 3527 (Verso) | 40 Impressionismus Klassische Moderne
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    3528 SALVADOR DALÍ (1904 Figueres1989) Portrait aux signatures - Illustration pour La Vida es un Sueño (1973). 1966. Tusche, Filzstift und Collage auf Papier (2 Bögen). Unten rechts signiert und datiert: Dalí / 1966. 39,2 × 29,3 cm. Eine Abbildung dieses Werks ist im Archiv Descharnes unter der Nummer d2576 registriert. Provenienz: Schweizer Privatsammlung, durch Erb- schaft an die heutigen Besitzer. Ausstellung: Hamburg1977/78,Dalí,SammlungLevy,1. Oktober1977–7.Januar1978,Nr.33(mitAbb.). CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) 3529 SALVADOR DALÍ (1904 Figueres 1989) España. Um 1965. Acryl, Tusche und Collage auf Karton. Unten rechts signiert: Dalí. 69 × 49,2 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Robert Descharnes bestätigt, 24. No- vember 1989. Es ist im Archiv Descharnes unter der Nummer d1504 registriert. Provenienz: - Habsburg Feldman, Tokyo 1989. - Auktion Gabus, Genf, 20.–23. Juni 1991. - Privatsammlung Schweiz, an obiger Auktion erworben. - Privatsammlung Schweiz, vor ca. 25 Jahren von obigem erworben. CHF 60 000 / 90 000 (€ 57 140 / 85 710) | 42 Impressionismus Klassische Moderne
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    3530* JOAN MIRÓ (Montroig b.Barcelona 1893–1983 Palma de Mallorca) Painting. 1953. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Miró. Verso signiert, datiert und betitelt: Miró 1953 Painting. 20 × 150 cm. Provenienz: - Galerie Maeght, Paris. - Schweizer Besitz. Literatur: - Jacques Dupin und Ariane Lelong- Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné, Drawings, Bd. III: 1960–1972, Paris 2012, S. 218, Nr. 945 (mit Farbabb.). - Jacques Dupin: Miró, Flammarion, Paris 1961, S. 547, Nr. 826. Je älter Miró wird, umso mehr wagt er in seiner Malerei. In seinen Gemälden bringt er einen Kratzer, einen Defekt, einen Trop- fen oder einen Spritzer in seine Leinwand ein. Die Formate werden grösser und experimenteller. Es ist für ihn wichtig, mit minimalen Mitteln maximale Intensität zu erreichen. Die Leere gewinnt eine immer stärkere Bedeutung. Die Formen, selbst auf ihren einfachsten Ausdruck reduziert, sind jedoch nach seinem Verständnis nicht abstrakt: Sie verdanken alles der Natur und sind von ihr inspiriert. Schon 1927 äussert er die berühmte Erklärung, dass er die Malerei ermorden möchte. Zu diesem Bestreben gehört, dass Miró zeit seines Lebens nicht nur mit der Form, sondern auch mit der Materialität experimentiert und besonders grosse Formate mag. In der Ausstellung Joan Miró – Mauer, Fries, Wandbild 2015– 16 im Kunsthaus Zürich wurde die Bedeutung dieser Grossformate schön aufgezeigt. Miró ist bestrebt von ei- ner einfachen Wiedergabe der Wirklichkeit hin zu einer Gleichsetzung der Bildfläche mit der Wand zu gelangen. Ein entschei- dender Ausgangspunkt bildet das Werk Der Bauernhof (La Ferme) von 1921/22. In diesem hält der Maler die materielle Beschaffenheit der Hausmauer mit akribi- scher Genauigkeit fest. Es ist ein schönes, noch gegenständliches Beispiel, welches zeigt, wie wichtig für Miró die physische, haptische Qualität seiner Werke ist. Im Grunde geht es Miró nicht um eine Abstraktion, sondern um den Selbst- verweis des geschaffenen Werkes an sich. Die dadurch erzeugte Umdeutung und Verdichtung von Zeichen in seinen Gemälden funktioniert ähnlich wie in der Poesie. Es ist schliesslich auch zurecht da- rauf hingewiesen worden, wie wichtig der Einfluss von Joan Miró auf den abstrakten Expressionismus in den USA ist, der nach dem zweiten Weltkrieg die massgebende Kunstströmung wird. Das hier angebotene, 1952 entstandene Gemälde, gehört zu einer Gruppe grosser, schmaler Friese, auf denen scheinbar schwebende nicht deutbare Zeichen und Symbole spielerisch auf monochromen Gründen nebeneinander gereiht sind. Ein Vorbild könnten die antiken Schriftrollen sein. Jacques Dupin ist der Ansicht, dass unter diesen Gemälden einige zu den schönsten und besten des Künstlers zu zählen sind. CHF 480 000 / 550 000 (€ 457 140 / 523 810) | 44 Impressionismus Klassische Moderne
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    3531* ANDRÉ MASSON (Balagny-sur-Thérain 1896–1987Paris) Dormeur. 1926. Farbstift auf Papier. Unten rechts signiert: andré masson. 48,8 × 63,3 cm. Wir danken Diego Masson für die Bestä- tigung der Authentizität des Werks, 17. Januar 2020. Das Werk ist im Archiv des Comité André Masson registriert. Provenienz: - Galerie Louise Leiris, Paris, Archiv Nr. 10661. - Sammlung Emil Frey, Deutschland. - Europäische Privatsammlung, durch Erbschaft von obigem erhalten. Ausstellung: Lacost (Vaucluse) 1966, Galerie les Con- tards, Juli–August 1966. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3532* ALBERTO GIACOMETTI (Borgonovo 1901–1966 Chur) Homme et arbre. 1952. Bleistift und Farbstift auf Papier. Unten rechts datiert und signiert: 1952 Alberto Giacometti. 33,1 × 22,9 cm. Wir danken der Fondation Alberto und Annette Giacometti für die Bestätigung der Authentizität des Werks, Paris, Februar 2020. Das Werk ist in der Alberto Giaco- metti Database unter der Nummer 4239 registriert. Provenienz: - Sammlung Emil Frey, Deutschland. - Europäische Privatsammlung, durch Erbschaft von obigem erhalten. Ausstellungen: - Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr- hunderts aus der Sammlung F., Pfalzga- lerie Kaiserslautern, 15. Februar–14. März 1976, Nr. 111. - Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung eines Kielers, Ausstellung zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol- steinischen Landesbrandkasse, Kunst- halle Kiel, 3. Februar–3. März 1974, Nr. 42, S. 36 (Abb. S. 85). - Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und Wirklichkeit, Handzeichnungen und Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus Privatbesitz, Austellung im Bürgermeis- ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische Kunstsammlungen Ludwigshafen am Rhein, 11. Oktober–1. November 1970, Nr. 49. Die Zeichnung entstand im Jahre 1952, als Giacometti für die Zeitschrift Verve an verschiedenen Versionen von Per- sonnages dans une rue und Homme et arbre arbeitete. Die Ausgaben 27–28 von Dezember 1952 beinhalten die Lithogra- phie L’Arbre, welche der vorliegenden Zeichnung ähnlich ist. Die Fondation Giacometti besitzt mehrere Zeichnungen dieser Serie. CHF 15 000 / 25 000 (€ 14 290 / 23 810) | 46 Impressionismus Klassische Moderne
  • 53.
    3533* JOAN MIRÓ (Montroig b.Barcelona 1893–1983 Palma de Mallorca) Tête I. 3. Dezember 1972. Tusche, Wachsstift und Pastell auf Papier. Unten rechts signiert: Miró. Verso betitelt, datiert und nummeriert. 60 × 78,5 cm. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - Galerie Lelong, Paris. - Rosenbaum Contemporary, Florida. - Schweizer Privatsammlung. Ausstellung: | 47
  • 54.
    3533* JOAN MIRÓ (Montroig b.Barcelona 1893–1983 Palma de Mallorca) Tête I. 3 Dezember 1972. Tusche, Wachsstift und Pastell auf Papier. Unten rechts signiert: Miró. Verso datiert und betitelt: 3/XII/72, Tête I. 60 × 78,5 cm. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - Galerie Lelong, Paris (verso mit Etikett). - Rosenbaum Contemporary, Florida (verso mit Etikett). - Schweizer Besitz, in obiger Galerie erworben. Ausstellung: Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael Haas, 13. März–21. April 2012 (mit Abb.). Literatur: Jacques Dupin und Ariane Lelong- Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné, Drawings, Bd. III: 1960–1972, Paris 2012, S. 345, Nr. 2410 (mit Farbabb.). In der für Miró charakteristischen Weise schwingen die Linien und angedeuteten Farbflächen frei im Bildraum. Die schwung- vollen Arabesken sind ein wesentliches Element das Mirós künstlerisches Schaf- fen bis in die letzten Jahre definiert. In der vorliegenden Tuschzeichnung Tête I weichen die zarten und fliessenden Linien einem gestischen Farbauftrag und offene- ren Konturen, die Mirós malerisches Werk seit Ende der 1960er-Jahre zunehmend bestimmen. Der gestische Malakt äußert sich hier in den aufgebrochenen Konturen der schwarzen Fläche, die in ihren unre- gelmässig auslaufenden Rändern an die Verwendung von Carborundum erinnert, welches Miró in dieser Zeit für seine Radie- rungen nutzt. Miró erwirbt 1958 die neben seinem Haus gelegene Villa Son Boter, die ihm als Atelier dient. Die Gemälde und Zeichnungen, die hier entstehen sind gekennzeichnet von der Verwendung weniger reiner Farben unter Betonung der Nichtfarbe Schwarz, wobei das figürlich Erkennbare zuneh- mend in den Hintergrund tritt. Der Künstler füllt die schwarz umrissenen Flächen nun nicht mehr sorgfältig mit anderen Farben aus, sondern deutet sie wie im vorliegenden Blatt nur noch an. Hinzu tritt bisweilen ein zerstörerisches Moment, was sich besonders in den mit Feuer bearbeiteten Leinwänden der frühen 1970er-Jahre zeigt. In der vorliegenden Tuschzeichnung scheint uns diese aggres- sive Kraft in dem schwarzen breiten Bogen, der mit seinen ausufernden Konturen und der unebenen Oberflächenstruktur die Komposition dominiert, auf eindrucksvolle Weise entgegenzutreten. CHF 180 000 / 240 000 (€ 171 430 / 228 570) | 48 Impressionismus Klassische Moderne
  • 55.
  • 56.
    3534 ALFRED KUBIN (Leitmeritz 1877–1959Zwickledt) Indianerin. 1906–07. Gouache und Tempera auf Papier. Unten rechts signiert: Kubin. Verso betitelt: Indianerin. 46 × 40 cm. Provenienz: - Dr. Renato Schmidt, Hamburg (Kubin- Archiv; rückseitig handschriftlicher Vermerk). - Privatsammlung Schweiz, in den 1920er- Jahren als Geschenk erhalten und seither im gleichen Familienbesitz. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 50 Impressionismus Klassische Moderne
  • 57.
    3535 ÉMILE ANTOINE BOURDELLE (Montauban1861–1929 Le Vésinet) Guerrier allongé, grand modèle (étude pour le Monument aux Morts, aux Com- battants et Serviteurs du Tarn-et-Garonne de 1870–71). 1898. Bronze, schwarzbraune Patina. Guss 1962. 2/10. Auf der linken Seite unten signiert und mit dem Copyright: E.A. BOURDELLE / © By BOURDELLE. Auf der Hinterseite links unten mit dem Giesserstempel und der Nummerierung: Susse Fondeur Paris N°2. 152 × 81 × 52 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz, 1982 direkt beim Musée Bourdelle, Paris, gekauft. Literatur: Musée Bourdelle: Bourdelle, Paris 1954, Nr. 164. Émile Antoine Bourdelle gehört zu den Vorreitern der monumentalen Plastik des 20. Jahrhunderts und war ein bekannter Lehrer bedeutender Künstler wie Alberto Giacometti und Henri Matisse. Mit 32 Jahren erregt Bourdelle die Bewun- derung von Auguste Rodin, dessen Atelier er 1893 besucht. Schnell befördert Rodin Bourdelle zu seinem Assistenten, der Tonmodelle zu fertigen Marmorskulpturen übersetzt. Dabei entwickelt Bourdelle ein umfassendes Verständnis der Methoden und der Philosophie seines Meisters. Die expressive Plastik „Guerrier allongé, grand modèle“, die während Bourdelles Zeit in Rodins Atelier entsteht, veran- schaulicht die markante Verwendung der heroischen Formen durch den Künstler. In der vorliegenden Arbeit hebt Bourdelle die Dynamik des menschlichen Körpers her- vor und zeigt einen Höhepunkt mensch- licher Emotionen. Wie Charles Morice feststellt, erreichen Bourdelles Werke einen Realismus, der an den Idealismus grenzt..... Bourdelles Kunst markiert den Übergang von der langen Zeit der Ver- sklavung durch die Realität, die wir erlebt haben, zu der neuen, notwendigen Phase, in der der Künstler in seinem Herzen alle Geheimnisse der Natur überprüfen und in einer Schöpfung widerspiegeln wird, die der allgemeinen Wahrheit treuer ist und gleichzeitig seine eigene Persönlichkeit, die intime Wahrheit, offenbart (zitiert in Ionel Jianou Michel Dufet, Bourdelle, Paris, 1978, S. 28–29). CHF 40 000 / 60 000 (€ 38 100 / 57 140) | 51
  • 58.
    3537 AUGUSTE HERBIN (Quiévy 1882–1960Paris) Le Port. 1907. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Herbin. 65 × 81 cm. Provenienz: - Galerie Neupert, Zürich, Nr. 1316 (verso mit Etikett). - Schweizer Privatsammlung, seit den 1950er-Jahren im gleichen Familienbe- sitz. Literatur: Geneviève Claisse: Herbin. Catalogue Raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993, S. 301, Nr. 129 (mit Abb.). Auguste Herbin gilt heute als wichtiger Mitbegründer der geometrisch-konstruk- tiven Kunst, doch wurzelt sein Œuvre im Impressionismus und Postimpressionis- mus. Für die Findung seines persönlichen Stils, der besonders von einem freien Umgang mit Form und Farbe geprägt ist, erweist sich das Jahr 1907 als entschei- dend: Im Frühling arbeitet er auf Korsika, und die mediterrane Insel mit ihrem klaren Licht fasziniert ihn. Es entstehen hier mehrere Werke vom Hafen von Bastia. Ebenfalls 1907, nur wenige Monate später, malt er Ansichten des Hafens in Ham- burg– nun mit kompakteren Formen und in gedeckteren Tönen, auf die Verhältnisse des Nordens reagierend. CHF 40 000 / 60 000 (€ 38 100 / 57 140) | 52 Impressionismus Klassische Moderne
  • 59.
  • 60.
    | 54 Impressionismus Klassische Moderne
  • 61.
    3538* MAURICE DE VLAMINCK (Paris1876–1958 Rueil-la-Gadelière) Fleurs. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Vlaminck. 72,6 × 53,5 cm. Das Wildenstein Institut hat die Authenti- zität des Werks bestätigt, 27. September 2013. Es wird in den Catalogue critique des peintures, dessins et céramiques de Maurice de Vlaminck aufgenommen. Provenienz: - Galerie de l'Elysée (Alex Maguy), Paris. - Manhattan Gallery, Tokyo. - Firmensammlung, Japan. - Auktion Christie's, Paris, 3. Dezember 2013, Los 97. - Deutsche Privatsammlung. CHF 25 000 / 35 000 (€ 23 810 / 33 330) 3539 MAURICE DE VLAMINCK (Paris 1876–1958 Rueil-la-Gadelière) Le débit de vin. 1924. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Vlaminck. 65 × 81 cm. Das Werk ist im Archiv des Wildenstein- Plattner Instituts unter der Nummer 837 verzeichnet. Provenienz: - Sammlung M. Victor Olivet, Genf. - Auktion Sothenby's Co., London, 1. Juli 1959, Nr. 24. - Auktion Galerie Motte, Genf, 25.–28. April 1961, Nr. 224. - Privatsammlung Genf, durch Erbschaft an die heutigen Eigentümer. Ausstellungen: - Genf 1958, Du Fauvisme à nos jours, Mu- sée de l'Athénée, 17. Juli–11. September 1958, Nr. 33. - Genf 1954, Trésor des Collections Ro- mandes, Musée de l'Athénée, 26. Juni–3. Oktober 1954, Nr. 199. Literatur: Marcel Sauvage: Vlaminck - Sa Vie et son Message, Genf 1954, S. 114, Nr. 126 (mit Farbabb.). CHF 60 000 / 80 000 (€ 57 140 / 76 190) | 55
  • 62.
    3540 MARC CHAGALL (Ljosna 1887–1985Saint-Paul-de-Vence) La veste rouge. 1961. Öl, Gouache und Tusche auf Papier. Unten rechts signiert: Marc Chagall. 66 × 50,5 cm. Provenienz: Sammlung V. Loeb, Muri bei Bern, wohl direkt beim Künstler erworben und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. Ausstellung: Berlin 1972/73, Marc Chagall, Gouachen und Lavis 1947 bis heute, Nationalgalerie Berlin, Staatliche Museen Preussischer Kulturbesitz, 17. November 1972–22. Ja- nuar 1973, S. 34, Nr. 67 (mit Farbabb. S. 20). Literatur: Franz Meyer, Marc Chagall. Leben und Werk, Köln, S. 151, Nr. 1007 (mit Abb.). Ein junger russischer Maler, ein ungemein phantasiereicher Kolorist, der die launige Bildwelt der slawischen Volkskunst, auf die er manchmal zurückgreift, immer trans- zendiert. Er ist ein Künstler von enormer Vielseitigkeit, der allen Theorien trotzt. (Apollinaire über Chagall, zit. aus: Jacob Baal-Teshuva, Marc Chagall, 1998, S. 72) Den Grossteil seiner späteren Werke begreift Marc Chagall als eine Rückkehr zu seinen Anfängen – den Funken der ersten Liebe, die Rückgewinnung einer kindlichen Erregung, mit der er die einfachsten Ver- gnügungen des Lebens begrüsst, während er gleichzeitig der vorübergehenden Traurigkeit der Vergänglichkeit und des Verlusts Beachtung schenkt. La veste rouge ist ein fantastisches Beispiel für Marc Chagalls Spätwerk und enthält viele der beliebtesten Motive und Themen des Künstlers. Vorne stellt Chagall ein Mischwesen dar, einen menschlichen Körper mit einem Ziegenhaupt. Diese Hybride, halb Mensch, halb Tierfiguren, die bei Chagall so oft auftauchen, ent- springen einer alten Tradition und werden bereits in alten jüdischen Gebetsbüchern und Manuskripten aus dem 13. und 14. Jahrhundert, in denen die Figuren aus der Heiligen Schrift als Figuren mit Tierköpfen dargestellt sind, erwähnt. Chagalls chassi- dische Erziehung hinterlässt einen starken Einfluss auf sein gesamtes Werk und es liegt nahe, dass Chagall diese jüdischen Texte kannte und diese als Quellen für seine Motive verwendete. Allgemein spielen Tiere in Chagalls Œuvre eine zentrale Rolle. Sie gelten selten als Allegorien, sondern sind vielmehr Prota- gonisten, die als Menschen handeln. Allem voran die Ziege, die sich in vielen Gemäl- den des Künstlers in eine menschliche Rol- le versetzt. Bereits in seinen frühen Selbst- porträts stellt Chagall seinen Kopf oft auf eigentümliche Weise dar. Zuerst vom Hals losgelöst und um 180° gedreht, manch- mal durch zwei menschliche Gesichter in einem oder dann zusammen mit einem Tierhaupt. Von letzterem hat Chagall um 1960 einige Lithografien gefertigt. Diese zeigen einen menschlichen Körper und als Kopf die Hälfte Mensch und die zweite Hälfte Tier. Es liegt also nahe, dass Chagall bei La veste rouge noch einen Schritt weitergeht und seinen eigenen Kopf ganz durch einen Ziegenhaupt ersetzt. Es ist anzunehmen, dass es sich auch bei dem vorliegenden Werk um ein Selbstporträt handelt. Ausserdem stellt sich Chagall in den 1980er Jahren, kurz vor seinem Tod, nochmals selbst dar, und zwar mit dersel- ben roten Weste, die auch der Protagonist in dem unsrigen Werk trägt. Um die Selbstdarstellung herum, bettet sich der Künstler in Mitten seiner eigenen Geschichte. Im Hintergrund angedeu- tet sind die Dächer seiner Heimatstadt Witebsk. Die Stadt mit ihren charakteristi- schen Gebäuden und dem ländlichen Cha- rakter bleiben auch noch nach der Abreise nach Paris 1922 eine grundlegende Inspi- rationsquelle, die er als: den Boden, der die Wurzeln meiner Kunst nährte bezeich- net (M. Chagall, zitiert aus: J. Baal-Teshuva Marc Chagall: 1887-1985, New York 1998, S. 19). Sie sind Erinnerung an seine Eltern und Geschwister, an seine jüdische Her- kunft und die vielen Traditionen, aber auch an die Schwierigkeiten seiner Kindheit im Hinblick auf die finanzielle Notlage seiner Familie und den Antisemitismus, dem sie sich aussetzten mussten. Die grosse Pen- dule, die Chagall sich zur Seite stellt, taucht in vielen bedeutenden Bildern des Künst- lers auf. 1914 widmet er dem Uhrenkasten sogar ein eigenes Gemälde. Die Zeit ist allgegenwärtig, manchmal scheint sie still zu stehen, manchmal schnell zu rattern, doch entfliehen kann man ihr nicht, wie es Chagall immer wieder aufzeigt. Auch die einem Stillleben ähnliche Komposition vorne im Bild ist typisch für Chagall und die Kombination von Fisch, Früchten und Blumen ist vor allem im Spätwerk des Künstlers häufig anzutreffen. Die oft sehr persönlichen Motive, die Cha- gall verwendet, taucht er in seine eigene Farbpalette, oft bestehend aus knalligen Farben. Im vorliegenden Werk stellt er sich selbst ins Zentrum und unterstreicht dies mit den leuchtenden Farben der roten Weste und des gelben Ziegenhaupts. Der Hintergrund, die Vergangenheit, bleibt zurückhaltend und ist in Brauntönen gehalten. Meine Bilder sind meine Erinnerungen (M. Chagall, ebd. S. 265) sagt Chagall über seine Kunst. Die Kombination von persön- licher Geschichte, jüdischer Tradition und mystischen Wesen machen Chagall zu einem einzigartigen Künstler, der bereits zu Lebzeiten Anklang findet und noch bis heute, lange nach seinem Ableben, Erfolge feiert. CHF 300 000 / 450 000 (€ 285 710 / 428 570) | 56 Impressionismus Klassische Moderne
  • 63.
  • 64.
    3541 THÉO TOBIASSE (Jaffa 1927–2012Cagnes-sur-Mer) Lumière de Venise. 1975. Öl auf Leinwand. Oben mittig signiert und datiert: tobiasse / 75, sowie unten rechts betitelt: lumière de Venise. 38 × 46 cm. Wir danken Frau Catherine Faust-Tobiasse für die Bestätigung der Authentizität des Werkes, 30. April 2020. Provenienz: Genfer Privatsammlung. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 58 Impressionismus Klassische Moderne
  • 65.
    3542 GEORGES ROUAULT (1871 Paris1958) La loge. Um 1925–30. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: G. Rouault. 22 × 25 cm. Provenienz: - Sammlung W. Hadorn. - Schweizer Privatsammlung. Literatur: Bernard Dorival und Isabelle Rouault: Rouault: L'œuvre peint, S. 294, Nr. 979 (mit Abb.). CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860) | 59
  • 66.
    3543* ÉMILE BERNARD (Lille 1868–1941Paris) Rue animé. 1893–95. Öl auf Karton. Unten rechts signiert: Émile Bernard. 50 × 35 cm. Provenienz: - Privatsammlung Paris. - Auktion Drouot-Richelieu, Paris, 7. April 2004, Los 62. - Galleria Michelangelo, Bergamo (verso mit Etikett). - Europäische Privatsammlung, wohl in obiger Galerie erworben. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) 3544 ACHILLE ÉMILE OTHON FRIESZ (Le Havre 1879–1949 Paris) Honfleur. 1930. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: E. Othon Friesz. 14 × 20 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 60 Impressionismus Klassische Moderne
  • 67.
    3545* LOUIS VALTAT (Dieppe 1869–1959Paris) Suzanne Valtat cousant. Um 1903. Öl auf Leinwand. Unten rechts monogrammiert: LV. 31 × 28 cm. Die Authentizität des Werks wurde von Les Amis de Louis Valtat bestätigt, Choisel, 25. November 2008. Es ist im Archiv unter der Nummer 3908 registriert. Provenienz: - Bernard Chappard, New York. - Auktion Hôtel Drouot, Paris, 13. März 2000, Los 32. - Auktion Christie's, New York, 2. Mai 2012, Los 330. - Deutsche Privatsammlung. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 61
  • 68.
    3546 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Hutten begrüsst Sickingen. Verso: Auf Sofa sitzender Knabe mit Katze. Um 1923. Farbkreide auf gelbem Papier. 21,5 × 18,4 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710) | 62 Impressionismus Klassische Moderne
  • 69.
    3547* ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Männliches Porträt. 1932–37. Schwarze Kohle und Bleistift auf Papier. 28,6 × 20,8 cm. Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern dokumentiert. Provenienz: - Galerie Kornfeld, Bern 2014. - Deutsche Privatsammlung. Bei der Zeichnung handelt es sich vermutlich um ein Porträt des bekannten Schweizer Kunsthistorikers Max Huggler. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670) | 63
  • 70.
    3548* PAUL KLEE (Münchenbuchsee beiBern 1879–1940 Muralto) Der Tag im Wald. 1935 . Aquarell auf Papier auf Künstlerkarton. Oben links signiert: Klee. Auf dem Künst- lerkarton unten links datiert und bezeich- net: 1935 K 19, sowie unten rechts betitelt: der Tag im Wald. 18 × 27,5 cm. Provenienz: - Daniel-Henry Kahnweiler, Paris. - Curt Valentin (Buchholz Gallery; Valentin Gallery), Berlin/New York. - Henry Kleemann, New York/München. - James Gilvarry, New York (1960–67) - Galerie Jan Krugier, Dietsheim Cie, Genf (1998). - Auktion Christie's, London, 5. Februar 2008, Los 562. - Schweizer Besitz, an obiger Auktion erworben. Literatur: - Paul Klee Stiftung (Hrsg.): Paul Klee, Cata- logue raisonné, Bd. VII, 1934–1938, Bern 2003, Nr. 6801 (mit Abb. S. 164). - Will Grohmann: Paul Klee, Genf Stutt- gart, 1954, S. 310. Ausstellungen: - Baltimore 1960, Paul Klee, Sammlung James Gilvarry, Museum of Art, Juni– September 1960; diese Ausstellung reiste weiter nach: Richmond 1960, The Virginia Museum of Fine Arts, Septem- ber–Oktober 1960. - Champaign 1964, Paintings, Drawings and Prints by Paul Klee from the James Gilvarry Collection, College of Fine and Applied Arts, University of Illinois, Sep- tember–Oktober 1964, Nr. 20. - Indianapolis 1966, Paul Klee, Herron Mu- seum of Art, Januar 1966, Nr. 18. - Santa Barbara 1967, Paul Klee, Oils, Watercolor, Gouaches, Drawings, Prints from the James Gilvarry Collection, The Art Gallery, University of California, Okto- ber–November 1967, Nr. 20 (mit Abb.). - Venedig 1986, Paul Klee nelle colle- zioni private, Museo d'Arte Moderna Ca'Pesaro, Juni–Oktober 1986, Nr. 138 (mit Abb.); diese Ausstellung reiste weiter nach: Mailand 1986, Palazzo Reale, Okto- ber–Dezember 1986. - Cannes 1990, Paul Klee, Œuvres sur pa- pier, Galerie Daniel Gervis, Mai–Juli 1990 (mit Abb.). - New York 1998, Paul Klee, Traces of Me- mory, Jan Krugier Gallery, Mai–Juli 1998, Nr. 54 (mit Abb. S. 73); diese Ausstellung reiste weiter nach: Genf 1998–99, Galerie Jan Krugier, November 1998–Februar 1999. - Turin 2000–01, Paul Klee, Galleria Civica d'Arte Moderna e Contemporanea, Oktober 2000–Januar 2001 (mit Abb. S. 143). Zu Beginn der 30er-Jahre befindet sich Paul Klee auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere. Er hat bereits internationale Bekanntheit erlangt und im Jahr 1930 zeigt das Museum of Modern Art in New York die erste Retrospektive eines noch lebenden europäischen Künst- lers mit Werken von Paul Klee. Der Aufstieg der Nationalsozialisten 1933 verändert die Welt um den Künstler jedoch dras- tisch. Er wird aus seinem Lehramt an der Düsseldorfer Akademie entlassen und ist gezwungen zusammen mit seiner Familie in die Schweiz nach Bern zu flüchten. Die Jahre 1933–36 sind nicht einfach für Klee, weichen aber auch einer grossen Verän- derung in seiner Herangehensweise als Künstler. Während seine Sensibilität für Harmonie beständig bleibt, werden die feinen recht- eckigen Formen früherer Kompositionen durch fliessendere, organischere Formen und dickere, kräftigere Linien ersetzt. Andrew Kagan beschreibt diese Periode in der Laufbahn des Künstlers folgender- massen: Sie signalisierte eine authenti- sche und substanzielle Stärkung seiner Linie, den ersten wirklichen Fortschritt seit zwei Jahrzehnten. Die mit dickem Pinsel gezogene Linie existiert nun als poten- zielle neue Kraft. Um dieses Potenzial zu realisieren, musste Klee neue Formate und Anwendungen erfinden. In dem Masse, in dem er in den schwierigen Jahren 1933–36 über künstlerische Prob- leme nachzudenken vermochte, muss ihn vor allem die Frage beschäftigt haben, wie eine neue Art von Linienkunst zu formu- lieren sei, um den Platz einzunehmen, den die Farbe früher in seinen Ambitionen eingenommen hatte (Paul Klee im Gug- genheim Museum (Ausstellungskatalog), Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 1993, S. 45). Im vorliegenden Aquarell Der Tag im Wald von 1935 stellt Klee eine abstrahierte Form- und Farbmusterung in einer idyl- lischen, unschuldigen Naturwelt dar. Die schwarzen Umrisse, die die Leuchtkraft der Orange-, Braun-, Grau- und Blautöne betonen, und die Rautenformen erinnern an ein Glasfenster. Sie erinnern auch an die Kunst eines Kindes, auf welche Klee bewusst zurückgreift. Aus der breiten, groben Linie der Kinderkunst schmiedete er ein künstlerisches Werkzeug von echter Kraft - eine Linie von Stabilität, Behaup- tung und Kraft -, die eine der kühnsten und wichtigsten Neuerungen in der Malerei von 1935–45 war. Sie verlieh seinen Zeichnun- gen und Gemälden eine bis dahin unbe- kannte Monumentalität und eine neue inhaltliche Ebene und bildete eines der ehrwürdigsten Merkmale seines reichen Vermächtnisses an spätere Künstlergene- rationen. (ebd. S. 46–47). CHF 180 000 / 240 000 (€ 171 430 / 228 570) | 64 Impressionismus Klassische Moderne
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    3549 RAOUL DUFY (Le Havre1877–1953 Forcalquier) L'orchestre en Arles. Um 1928. Bleistift auf Papier. Unten rechts mit Stempelsignatur: Raoul Dufy. 23,7 × 20,4 cm. Das Werk wird in den nächsten Band des Catalogue Raisonné des dessins de Raoul Dufy aufgenommen, vorbereitet durch Fanny Guillon-Lafaille, Paris 9. Januar 2009. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. CHF 1 800 / 2 400 (€ 1 710 / 2 290) 3550 RAOUL DUFY (Le Havre 1877–1953 Forcalquier) Les funérailles du Maréchal Lyautey à Nan- cy ou Le Defilé. 1934. Feder auf Papier. 50 × 65 cm. Das Werk wird in den nächsten Band des Catalogue Raisonné des dessins de Raoul Dufy aufgenommen, vorbereitet durch Fanny Guillon-Lafaille. Provenienz: - Galerie Motte, Genf. - Schweizer Privatsammlung. - Auktion Galerie Widmer, St. Gallen, 7. April 2017, Los 112. - Schweizer Privatsammlung, an obiger Auktion erworben. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3551* FRANCIS PICABIA (1879 Paris 1953) Ohne Titel. 1940–43. Bleistift und Kreide auf Papier. Unten links signiert: Francis Picabia. 29 × 41,5 cm. Wir danken dem Comité Picabia für die Bestätigung der Authentizität des Werks, Paris, 13. März 2020. Provenienz: - Galerie Paul Vallotton, Lausanne (verso mit Etikett). - Schweizer Privatsammlung. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570) 3552 MARINO MARINI (Pistoia 1901–1980 Viareggio) Cavalli e cavalieri. 1941. Bleistift auf Papier. Unten mittig signiert und datiert: MARINI / 1941. 46 × 30,7 cm. Die Authentizität des Werks wurde von der Fondazione Marino Marini bestätigt, Pistoia, 18. Mai 2018. Es ist im Archiv unter der Nummer 785 registriert. Provenienz: - Galeria d'Arte Cortina, Mailand (verso mit Stempel). - Schweizer Privatsammlung. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) | 66 Impressionismus Klassische Moderne
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    3553 GIORGIO DE CHIRICO (Volos1888–1978 Rom) Piazza d'Italia. 1945–49. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: g. de Chirico. Verso auf der Leinwand bezeichnet und signiert: Questa è un' opera onia originale / Giorgio de Chirico / Roma 23 Sett. 1952. 50 × 40 cm. Wir danken der Fondazione Giorgio de Chi- rico für die Bestätigung der Authentizität des Werks, Rom, 18. Mai 2020. Provenienz: - Galleria La Nuova Bussola, Turin. - Privatsammlung Tessin, in den 1950er- Jahren in obiger Galerie erworben und durch Erbschaft an die heutigen Besitzer. Als Sohn italienischer Eltern in Griechen- land geboren, ist Giorgio de Chirico seit seiner frühen Kindheit von Bildern der Antike umgeben. Klassische Mythologie, Geschichte und Architektur bildeten eine Quelle der Inspiration für den Künstler, der diese Themen oft in einen zeitgenössi- schen Rahmen einfliessen lässt. Nach einer neoklassischen und dann neobarocken Periode greift Giorgio de Chirico die Themen wieder auf, die für sei- ne metaphysischen Gemälde der 1920er Jahre charakteristisch sind, darunter auch die Serie der italienischen Piazza. Sie beginnt vor dem Ersten Weltkrieg und wird zu verschiedenen Zeitpunkten seiner Karriere aufgegriffen, bleibt also eine ständige Quelle der Inspiration für Giorgio de Chirico, die er als die unendlichen Mög- lichkeiten einer endlichen Sammlung von Objekten sieht (Michael R. Taylor, Giorgio de Chirico und der Mythos der Ariadne, Philadelphia, Philadelphia Museum of Art, 2002, S. 133). Als eines der ikonischen Bilder in de Chiri- cos Werk zeigt das vorliegende Gemälde eine rätselhafte, trostlose städtische Um- gebung, deren unheimliche Atmosphäre für die metaphysischen Gemälde des Künstlers charakteristisch ist. Die Haupt- motive der italienische Piazza Serie finden sich auch hier, mit den leeren Säulenhal- len, den angedeuteten Schatten zweier Personen und der einsamen Skulptur, die das Zentrum der Komposition dominiert. Obwohl de Chirico die Identität dieser Skulptur nie preisgegeben hat, geht man davon aus, dass sie auf dem Denkmal des Journalisten Giovanni Battista Bottero auf der Turiner Piazza Largo IV Marzo basiert. Das Werk setzt sich mit de Chiricos Ker- nidee auseinander: Klassizismus, Moderne, Zeit, Melancholie, Nostalgie und Existenz. Ardengo Soffici findet für die metaphy- sischen Kompositionen de Chiricos die passenden Worte Giorgio de Chirico gibt wie kein anderer die ergreifende Melan- cholie des Endes eines schönen Tages in einer alten italienischen Stadt wieder (…) (Michael R. Taylor, Giorgio de Chirico and the myth of Ariadne, Philadelphia, Philadel- phia Museum of Art, 2002, S. 27/28.) CHF 100 000 / 150 000 (€ 95 240 / 142 860) | 68 Impressionismus Klassische Moderne
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    3554* CHRISTIAN ROHLFS (Gross Niendorf1849–1938 Hagen) Segelboot. 1933. Braune Kreide auf Papier. Unten rechts monogrammiert und datiert: CR 33. 28,5 × 20 cm. Provenienz: - Sammlung Emil Frey, Deutschland. - Europäische Privatsammlung, durch Erbschaft von obigem erhalten. Literatur: - Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr- hunderts aus der Sammlung F., Pfalzga- lerie Kaiserslautern, 15. Februar–14. März 1976, Nr. 282. - Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung eines Kielers, Ausstellung zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol- steinischen Landesbrandkasse, Kunst- halle Kiel, 3. Februar–3. März 1974, Nr. 153 (s/w Abb. S. 104). - Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und Wirklichkeit, Handzeichnungen und Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus Privatbesitz, Ausstellung im Bürgermeis- ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische Kunstsammlungen Ludwigshafen am Rhein, 11. Oktober–1. November 1970, Nr. 170 (mit s/w Abb.). - München 1954, Gaben des Augenblicks. Vierundvierzig unveröffentlichte Zeich- nungen und Aquarelle aus der Sammlung E. Frey, S. 10/11 (mit Farbabb.). CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 70 Impressionismus Klassische Moderne
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    3555* CHRISTIAN ROHLFS (Niendorf/Holstein 1849–1938Hagen/ Westfalen) Perlmuttmorgen, Ascona. 1932. Aquarell und Farbstift auf Papier. Unten rechts monogrammiert und datiert: CR 32. 33,5 × 23,8 cm. Provenienz: - Sammlung Charles Goldsmith, New York. - Galerie Wilfried Utermann, Dortmund. - Deutsche Privatsammlung, durch Erb- schaft an die heutigen Eigentümer. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 71
  • 78.
    3556 FRANÇOIS GALL (Kolozsvár 1912–1987Paris) Femme assise dans un pré. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: F. Gall. 50 × 61 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung, durch Erb- schaft an die heutigen Besitzer. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 72 Impressionismus Klassische Moderne
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    3557* FRANÇOIS GALL (Kolozsvar 1912–1987Paris) Eugénie Gall et ses enfants au landau, sous le Pont Neuf. Um 1949. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und bezeichnet: F. Gall / Pont Neuf. Paris. 65,5 × 80,7 cm. Wir danken Marie-Lize Gall für die Bestä- tigung der Authentizität des Werks, April 2020. Provenienz: Privatsammlung Österreich. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 73
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    3558 GEN PAUL (1895 Paris1975) Chez le bougnat. Joueurs de cartes. 1924. Gouache auf Papier auf Leinwand. Oben links signiert: Gen Paul. 50 × 65 cm. Die Authentizität des Werks wurde vom Künstler selbst bestätigt, Fotoexpertise Mai 1973. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 74 Impressionismus Klassische Moderne
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    BERNARD, EMILE 3543 BOURDELLE,ÉMILE ANTOINE 3535 CHAGALL, MARC 3540 CORINTH, LOVIS 3503 CZAPSKI, JOSEPH 3517 DALÍ, SALVADOR 3529, 3528 DE CHIRICO, GIORGIO 3553 DUFY, JEAN 3515 DUFY, RAOUL 3514, 3549 FJAESTAD, GUSTAF 3502 FRIESZ, ACHILLE ÉMILE OTHON 3544 GALL, FRANÇOIS 3557, 3556 GEN PAUL 3558 GIACOMETTI, ALBERTO 3532 GUILLAUMIN, ARMAND 3504 HERBIN, AUGUSTE 3537 KIRCHNER, ERNST LUDWIG 3546, 3547, 3524, 3525, 3526 KLEE, PAUL 3548 KUBIN, ALFRED 3534 LEBOURG, ALBERT 3505 LECHTER, MELCHIOR 3501 LHOTE, ANDRÉ 3512 LIEBERMANN, MAX 3507, 3508, 3509 LOISEAU, GUSTAVE 3510 MARINI, MARINO 3552 MARQUET, ALBERT 3519 MARTIN, HENRI 3520 MASSON, ANDRÉ 3531 MIRÓ, JOAN 3527, 3530, 3533 PECHSTEIN, HERMANN MAX 3522, 3523 PETITJEAN, HIPPOLYTE 3513 PICABIA, FRANCIS 3551 RAOUL, DUFY 3550 RENOIR, PIERRE-AUGUSTE 3506 RHEINER, LOUIS 3511 ROHLFS, CHRISTIAN 3554, 3555 ROUAULT, GEORGES 3542 SIGNAC, PAUL 3521 ŠPÁLA, VACLAV 3516 TOBIASSE, THÉO 3541 VALTAT, LOUIS 3545 VLAMINCK, MAURICE DE 3538, 3539 WIEDEMANN, GUILLERMO 3518 | 75 Künstlerregister
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    | 76 VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 102/121 8031Zürich, Schweiz AUKTION Hardturmstrasse 102 8031 Zürich, Schweiz VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 121 8031 Zürich, Schweiz AUKTION ONLINE ONLY VORBESICHTIGUNG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz AUKTION 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz AUKTIONEN REPRÄSENTANTEN Koller Auktionen AG Hardturmstrasse 102 8031 Zürich, Schweiz Tel  +41 44 445 63 63  Fax  +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz Tél  +41 22 311 03 85 Fax  +41 22 810 06 30 geneva@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch MÜNCHEN Fiona Seidler Maximiliansplatz 20 80333 München Tel. +49 89 22 80 27 66 Fax +49 89 22 80 27 67 Mobile +49 177 257 63 98 muenchen@kollerauktionen.com DÜSSELDORF Ulrike Gruben Citadellstrasse 4 40213 Düsseldorf Tel. +49 211 30 14 36 38 Fax +49 211 30 14 36 39 Mobile +49 175 586 38 64 duesseldorf@kollerauktionen.com MOSKAU Vadim Goncharenko Mobile +41 76 431 81 64 moscow@kollerauctions.com BEIJING Jing Li Haidianque Chedaogou 10# 6/4-307 100089 Beijing Tel. +86 135 2039 8057 beijing@kollerauctions.com MAILAND LuigiPesce ViaSanMartino8 20122Mailand +393395962768 milano@kollerauctions.com HAMBURG Ulrike Gruben Tel. +49 211 30 14 36 38 hamburg@kollerauktionen.com
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    PostWar Contemporary Auktionin Zürich: 4. Juli 2020, 14.00 Uhr Kontakt · Silke Stahlschmidt · Tel. +41 44 445 63 42 · stahlschmidt@kollerauktionen.ch Andy Warhol (1928‒1987). Lola Jacobson. 1985. Siebdruck und synthetische Polymerfarbe auf Leinwand. 101,5 × 101,5 cm.
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    | 78| 78 BEDINGUNGENFÜR KLASSISCHE AUKTIONEN Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti- onssaal versteigert werden. Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den nachstehenden Auktions- bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz („Koller“): 1. Rechtsstellung der Parteien Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei- gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell- vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32 Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts („OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“), wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird dadurch nicht Partei des Kaufvertrages. 2. Aufgeld 2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich- ten, das wie folgt berechnet wird: i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25% ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000 und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis zur Höhe des Zuschlags iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000 und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000 bis zur Höhe des Zuschlags. 2.2 Falls der Käufer während einer online über- tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin- gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite publiziert sind. Diese können von den hier pub- lizieren abweichen. 2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei- zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich- ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes einzelne Objekt.  2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be- zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr- wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er- halten die MWST rückvergütet.  2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine Kommission erhält. 3. Garantie 3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol- gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter, Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei- bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa- talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände- rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden.  3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender Bestimmung findet nach Ermessen von Koller nicht statt, falls: i. die Beschreibung des Objekts im Auktions- katalog im Einklang mit der Meinung einer Fachperson oder mit der herrschenden Mei- nung von Fachpersonen stand oder die Be- schreibung im Auktionskatalog andeutete, dass hierüber Meinungsverschiedenheiten bestanden,  ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach dem Stand der Forschung und mit den allge- mein anerkannten und üblichen Methoden noch nicht oder nur mit unverhältnismässi- gem Aufwand als solche erkennbar war, iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein- schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder  iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde, Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han- delt, das gemäss den Angaben im Auktions- katalog vor 1880 entstanden sein müsste. 3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen. Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus, dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe- nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge- fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es ihm übergeben wurde, und unbelastet von An- sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob- jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten Gutachten von zwei unabhängigen und in dem Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch nicht an solche Gutachten gebunden und behält sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf eigene Kosten einzuholen. 3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel- tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich- ten. 3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer 3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel- des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen. 4. Haftungsausschluss 4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu- stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob- jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren. Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in neuwertigem Zustand. 4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata- log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa- tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands- berichte von Koller die vor der Auktion angefordert werden können, geben lediglich ein allgemeines Bild und eine unverbindliche Einschätzung von Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er- folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen. Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen, und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän- giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog- beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei- bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs (inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache ausschliesslich massgebend. Koller behält sich das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut- achten stellen genauso wenig wie von Koller vor- genommene Objektbeschreibungen oder sonsti- ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen über dessen Wert) explizite oder stillschweigende Zusicherungendar. 4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg- bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol- ler gegenüber dem Käufer. 5. Teilnahme an der Auktion 5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter steht jedermann offen. Koller behält sich aber das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich- keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an ihren Auktionen zu untersagen.  5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion mittels des dafür vorgesehenen Formulars re- gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re- gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas- ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen. Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss Angaben auf dem Registrierungsformular bis zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich Spesen des Kartenanbieters zu belasten.  5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen Bank verlangen.  5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz- werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von 20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver- langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti- on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum- gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
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    | 79| 79 6.Versteigerung 6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver- bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung.  6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be- sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4 nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige- rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte.  6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser- halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas- sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor- liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe- halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv, nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft.  6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen- ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der Steigerung schriftlich entgegengenommen.  6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten, wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti- onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann nicht telefonisch geboten werden und Interes- senten werden um Abgabe eines schriftlichen Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk- tionssaal gebeten.  6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei- ner Live-Auktion abgeben möchten, können an der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk- tion zugelassen worden sind. Koller behält sich das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei- teres abzulehnen.  6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück- sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück- sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie- tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5. 7. Eigentumsübergang Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die- se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu- geordnet hat. 8. Abholung der ersteigerten Objekte 8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei- gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll- ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller. 8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol- ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob- jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor- sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST. Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr und es ist Sache des Käufers, für eine angemes- sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf- tung übernommen werden. Werden die erstei- gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt, lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge- fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz von CHF 10 pro Objekt ein.  8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer. Ohne anders lautende schriftliche Abmachung werden die zugeschlagenen Objekte für den Transport durch Koller auf Kosten des Käufers versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche Objekte werden von Koller nicht versandt. 9. Bezahlung der ersteigerten Objekte 9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach Abschluss der Auktion in Schweizer Franken zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von Koller möglich und unterliegen einer Bearbei- tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag erhoben wird. 9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent- gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe- trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7 TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben, dieebenfallsderKreditkartebelastetwird. 9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver- langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech- tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min- destverkaufspreises entweder freihändig oder anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng- lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste- henden Schaden.  9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde- tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht. Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver- wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei- bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen. 10. Vertretung Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil- ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange- nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso- nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder als Organ einer juristischen Person bieten, kann der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten. 11. Verschiedene Bestimmungen 11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede Haftung des anwesenden Beamten, der Ge- meinde oder des Staates für Handlungen von Koller ist ausgeschlossen.  11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB an einen Dritten zu übertragen oder durch einen Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesen AGB Dritten zu übertragen. 11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien und Abbildungen von verkauften Objekten in den eigenen Publikationen und in den Medien zu ver- öffentlichen und damit Werbung zu betreiben.  11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be- standteil jedes einzelnen an der Auktion ge- schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller verbindlich.  11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un- wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un- gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt- schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt bei eventuellen Lücken der Regelung. 11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus- schluss von allfälligen Verweisungen des Bun- desgesetztes über das Internationale Privat- recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (UN-Kaufrechts).  11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter Einschluss der Geltendmachung von Verrech- nungen und Gegenforderungen), welche aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess- lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol- ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen. Zürich, 1. Juli 2018
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    | 80| 80 AUCTIONCONDITIONS (CLASSIC AUCTIONS) These conditions apply solely to items which are auctioned by Koller (according to the definition below) live in the saleroom. By participating in the auction the bidder accepts the following Auction Conditions of Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Switzerland (“Koller”). 1. Legal status of the parties The auction items are auctioned by Koller in the name of and on the account of the seller of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on behalf of and for the account of the Seller as his agent as defined in article 32, section 1 of the Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer price is determined by the bidder recognised by Koller as having made the highest bid in Swiss Francs in the course of an auction (“Purchaser”), resulting in the conclusion of a purchase contract between the Seller and the Purchaser (“Purchase Contract”). Koller is thereby not a party to the Purchase Contract. 2. Surcharge 2.1 In addition to the bid price, the Purchaser must pay a surcharge on such bid price calculated as follows: i. on a successful bid of up to CHF 10 000: 25% ii. onasuccessfulbid overCHF 10000up toCHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000 and22% on the difference between CHF 10 000 and the bid. iii. on a successful bid over CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000, 22% on CHF 390 000 and 15% on the difference between CHF 400 000 and the bid. 2.2 If the winning bid is placed over the internet in the course of a saleroom auction which is broadcast online (“Live Auction”), or leaves a pre-sale bid through an independent bidding platform which is linked with Koller, there will be anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders are subject to Koller’s terms and conditions as listed on the Live Auction website, which may differ in some respects from those listed here. 2.3 The Purchaser must pay Swiss value added tax (“VAT”) on the surcharge. The stated percentage of the surcharge corresponds to the successful bid for each individual item. 2.4 The full tax is charged on all items marked * in the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the sum of the bid price plus the surcharge for those items. The VAT will be refunded to Purchasers providing a validly stamped export declaration. 2.5 The Purchaser agrees that Koller also has the possibility to receive a commission from the Seller. 3. Guarantee 3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the Seller and shall reimburse the purchase price and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if an item proves to be a forgery. A “forgery” shall be deemed to exist if the item, in the reasonable opinion of Koller, is an imitation created with the intention of causing a deception with respect to the authorship, age, period, culture or origin, if the correct description of such content is not reflected in the auction catalogue (taking account of any additions), and if this circumstance significantly impairs the value of the item in comparison to an item corresponding to the catalogue description. An item shall not be deemed to have been forged if it is merely damaged and/or has been subjected to restoration work and/or modifications of any nature whatsoever. 3.2 A rescission in accordance with the above provision shall not take place at the discretion of Koller if: i. the description of the item in the auction catalogue was supported by the view of a specialist or by the prevailing view of specialists, or if the description in the auction catalogue suggested that differences of opinion exist in this respect; ii. the forgery was not identifiable as such at the time of the successful bid in accordance with the current state of research and with the generally acknowledged and usual methods, or only with disproportionate effort; iii. the forgery (based on Koller’s conscientious assessment) was produced before 1880; or iv. the purchased item is a painting, watercolour, drawing or sculpture which according to the details set out in the auction catalogue was created prior to 1880. 3.3 The Purchaser may request rescission from Koller (as the agent of the Seller) from the day of the successful bid for a period of two (2) years (three (3) weeks for jewellery). It shall be granted exclusively to the Purchaser and may not be assigned to any third party. Assertion of theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser making a complaint to Koller by registered letter immediately after the discovery of the defect, and returning the purchased item to Koller in the same condition as it was handed over to him and unencumbered by third parties› claims. The Purchaser must provide proof that the item is a forgery. Koller may demand that the Purchaser obtains at his own expense expert opinions from two independent individuals who are recognised experts in the field. However, Koller shall not be bound by any such expert opinion, and reserves the right to obtain additional expert advice at its own expense. 3.4 Koller may at its complete discretion waive the assertion of grounds for exclusion pursuant to the above Section 3.2 or the fulfilment of preconditionspursuanttotheaboveSection3.3. 3.5 The claims of the Purchaser against Koller as the agent of the Seller under Section 3.1 are limited to the reimbursement of the purchase price and surcharge (incl. VAT) paid by the Purchaser. Further or other claims of the Purchaser are excluded under any legal title (including error according to art. 23 ff. CO) whatsoever. 4. Disclaimer 4.1 The items are auctioned in the condition existing at the time of the successful bid. The auctioned items are “used” objects and are therefore generally not in pristine condition. 4.2 Each item in the auction catalogue is listed with a description and an illustration. The information in the auction catalogue, as well as the condition reports issued by Koller, are intended to provide an overall impression and a non-binding assessment by Koller. The items are described to the best of our knowledge and belief. However, Koller cannot accept any liability for the details provided in the catalogue. The items may be inspected during the preview. The Purchaser is therefore invited to inspect an item prior to the auction and, possibly with the assistance of an independent specialist advisor, to form his own opinion of the concordance between theitem and thecatalogue description. Concerning the descriptions of the items, the German-language print edition of the catalogue (including any later amendments) shall be exclusively applicable. Koller reserves the right to call upon experts or specialists of its choice to give an opinion and to rely on that opinion. Koller cannot be held liable for the correctness of such opinions. Neither any such expert opinions or reports, nor the descriptions of items provided by Koller, nor other statements pertaining to an item (including statements pertaining to the value thereof) constitute explicit or implicit warranties. 4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or warranty whatsoever is given in respect to legal and material defects. The liabilities of the Seller vis-à-vis the Purchaser are limited to the same extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the Purchaser. 5. Participation in the auction 5.1 Any party may participate in an auction as a bidder. However, Koller reserves the right at its complete discretion to prevent any person entering its premises or attending or participating in its auctions. 5.2 Bidders who are not personally known to Koller must register at least 48 hours before the auction,usingtheformprovidedforthispurpose. The registration form must be signed, with legal effect, and a copy of the bidder’s passport must be enclosed, as well as current, valid credit card information. In the event of payment default by the Purchaser, Koller shall be entitled to charge the Purchaser’s credit card in accordance with the details provided on the registration form for the entire amount of the invoice, plus the credit card processing fees. 5.3 Koller may demand in advance from any bidder a certificate of creditworthiness issued by a bank approved by Koller. 5.4 In the case of bids for items with upper estimated values of more than CHF 30 000, Koller may demand that the bidder first remits 20% of the lower estimated value as security. Following the auction, Koller will offset this sum against its claims and the claims of the Seller, and will reimburse any possible surpluses to the Purchaser/bidder without delay. 6. Auction 6.1 Koller may initiate the auctioning of an item below the minimum selling price agreed upon with the Seller. A bid placed at an auction is a binding offer. The bidder shall remain bound by his bid until this is either outbid or rejected by Koller. Double bids shall immediately be called once again; in case of uncertainty, the auction management shall decide. 6.2 Koller may refuse a bid without providing
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    | 81| 81 justificationif a Purchaser fails to fulfil the conditions for participation in an auction pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller may also pass or withdraw auctioned items without a sale even if this is not apparent to the auction participants. 6.3 Koller reserves the right to combine, separate or omit numbered lots in the catalogue or to offer them out of sequence. Koller reserves the right to sell lots “conditionally” at its sole discretion, in which event the hammer price will be considered as conditional and the highest bidder will remain bound by his bid for 14 days following the auction. The highest bidder will be released from all obligations if he does not receiveastatementfromKollerwithinthisperiod declaring the hammer price as final. 6.4 Written bids from potential Purchasers who cannot attend the auction in person are accepted up to 48 hours before the auction begins. 6.5 Potential Purchasers may bid by telephone if they have given written notice at least 48 hours before the auction starts. Koller does not accept telephone bids for lots estimated under CHF 500, and bidders are requested to leave a written bid or participate in the salesroom for such items. 6.6 Potential Purchasers who intend to place their bids in the course of a Live Auction may participate in the auction once their registration applications have been approved by Koller. Koller reserves the right to decline registration applications at its discretion. 6.7 Koller shall not be liable for any bids including advance notifications of telephone bidding which are not taken into consideration. Telephone bidders and persons giving written instructions are also subject to the provisions of Article 5 relating to proof of identity and financial soundness. 7. Transfer of title Ownership of an auctioned item shall be transferred to the Purchaser as soon as the purchase price and the surcharge (incl. VAT) have been comprehensively paid in Swiss francs and Koller has attributed these payments to the corresponding item. 8. Collection of the auctioned items 8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe Purchaser›s own expense within 7 days from the end of the auction during official opening hours. The place of performance for the purchase contract between the Purchaser and the Seller is therefore the registered office of Koller. If time permits, the items may be handed over after each auction session. The handover shall take place following comprehensive payment of the purchase price as well as the surcharge (incl. VAT) and the attribution of this sum to the auctioned item by Koller. 8.2 During the aforementioned period, Koller shall be liable for loss, theft, damage or destruction of items which have been auctioned and paid for, although solely due to intentional or grossly negligent acts on the part of Koller, and onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge and VAT. Koller ceases to have liability after the aforementioned period, and the Purchaser shall be responsible for ensuring adequate insurance cover for the auctioned item. No liability can be assumed for frames and glass. If the auctioned items are not collected within 7 days, Koller will store the works at a company of their choice at the purchaser’s own risk and expense or on their own premises at a daily rate of CHF 10 per object. 8.3 Shipping orders may be given to Koller in writing. All shipping costs shall be borne by the Purchaser. Unless otherwise agreed in writing, transport insurance shall be contracted for the sold items at the expense of the Purchaser. Glass-covered pictures and fragile items shall not be sent by Koller. 9. Payment for the auctioned items 9.1 The invoice for a successful bid for an auctioned item is payable in Swiss francs within 7 days from the end of the auction. Payments by credit card are only possible with the approval of Koller’s accounting department, and are subject to processing fees amounting to between 2 and 4% of the invoiced amount, payable by the purchaser and added to the invoice total. 9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions, KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras settlement for any debt owed by the Purchaser to Koller or the Seller and set off any debt which it owes to the Purchaser against its own claims. If the Purchaser defaults on a payment, default interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe invoiced sum. If Koller does not receive payment for purchases within seven (7) days following the auction, Koller reserves the right to charge the Purchaser’s credit card for the full amount of the invoice, without further notification to the Purchaser. In such cases the credit card processing fees of 2–4% as described above are also applicable, and will be charged to the Purchaser’s credit card. 9.3 If the Purchaser does not pay or does not pay promptly, Koller may moreover in its own name and in the Seller›s name either (i) insist on the fulfilment of the purchase agreement or (ii) without further notice withdraw from the purchase agreement and waive the subsequent performance of the Purchaser or assert a claim for compensation for non-performance; in the latter case Koller shall also be entitled, irrespective of any minimum sales price, to sell the item either directly or in an auction, and may use the proceeds to reduce the debts of the Purchaser. Any amount realised above the original hammer price shall be paid out to the Seller. The Purchaser is liable to Koller and the Seller for all prejudice caused by non-payment or late payment. 9.4 Koller retains a right of retention and a lien on all the Purchaser›s items in its custody until full payment of all monies owed. Koller may exercise such liens in accordance with the legislation on the enforcement of debts or by private sale (including in its own name). The plea of prior lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded. 10. Representation Each Purchaser shall be personally liable for each bid he places, and for the purchase contract between the Purchaser and the Seller. Proof of the power of representation may be requested from persons bidding as agents for a third party or as an organ of a corporate body. The agent shall be jointly and severally liable with his principal for the fulfilment of all obligations. 11. Miscellaneous provisions 11.1 The auction shall be attended by an official fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the local authority and the state have no liability for the acts of Koller. 11.2 Koller reserves the right to transfer any or all rights and obligations from these Auction Conditions to a third party or to have these carried out by a third party. The bidder and/or Purchaser does not have the right to transfer any rights from these Auction Conditions to a third party. 11.3 Koller reserves the right to publish illustrations and photographs of sold items in its own publications and the media and to publicise its services therewith. 11.4Theaforementionedprovisionsformpartof each individual purchase agreement concluded at the auction. Amendments are binding only with Koller›s written agreement. 11.5 Should certain provisions of these Auction Conditions be or become partially or fully invalid and/or unenforceable, this does not affect the validity of the remaining provisions. The invalid and/or unenforceable provisions shall be replaced by those which most closely approximate the economic meaning and intended economic purpose of said provisions. The same shall be applicable to any possible gaps or loopholes in the provisions. 11.6 The present Auction Conditions and all amendments thereof are governed by Swiss law, under exclusion of possible references to Switzerland’s Federal Code on Private International Law (CPIL), and under exclusion of the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention). 11.7 The courts of the Canton of Zurich shall be exclusively responsible for settling disputes (including the assertion of offsetting and counterclaims) which arise out of or in conjunction with these Auction Conditions (includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation or fulfilment). Koller may, however, initiate legal proceedings before any other competent court. 11.8 In the event of any discrepancy between the different language versions of these Auction Conditions, the German language version shall prevail. Zurich, 1 July 2018
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    | 82 CONDITIONS DEVENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES) Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller (selon la définition ci-après) présente lors d’une vente auxenchèresclassiquedansunesalledevente. En prenant part à la vente aux enchères, l’enchérisseur se soumet aux Conditions de Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Suisse («Koller»): 1. Statut juridique des parties Les objets d’enchères seront mis aux enchères par Koller au nom de et pour le compte de celui qui les a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le compte du Mandant comme représentant direct/ immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat deVente. 2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication) 2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication qui sera calculé de la manière suivante: i. pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25% ii. pour une adjudication dès CHF 10’000 jusqu’à CHF 400’000: 22% sur les premiers CHF 10’000 et 20% sur la différence de CHF 10’000 jusqu’au montant de l’adjudication iii. pour une adjudication dès CHF 400’000: 25% sur les premiers CHF 10’000; 22% sur CHF 390’000 et 15% sur la différence de CHF 400’000 jusqu’au montant de l’adjudication. 2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été transmise en direct sur Internet («Enchères Live»), ou a transmis un ordre d’achat à travers un site indépendant en relation avec Koller, le supplément sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%. l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui pourraient varier des présentes conditions. 2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré. Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé. 2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le catalogue de la vente aux enchères sont pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que ces objets sont frappés de la TVA sur le prix d’adjudication augmenté du prix majoré. Les Acheteurs qui sont en mesure de présenter une déclaration d’exportation valablement timbrée se voient rembourser la TVA. 2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive également une commission par le Mandant. 3. Garantie 3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux, Koller annulera l’adjudication (sous réserve des chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par faux tout objet qui constitue, conformément à une évaluation raisonnable de Koller, une imitation faite dans l’intention de tromper fallacieusement autrui, quecesoitencequiconcernel’auteur,l’âge,l’époque, lecercledecultureoul’origine,sansqueladescription correcte de ces éléments ne ressorte du catalogue de la ventes aux enchères (en tenant compte de toutemodificationapportée)etquecetétatdesfaits diminuesensiblementlavaleurdel’objetparrapportà unobjetcorrespondantàladescriptionducatalogue. Un lot n’est pas considéré comme falsifié s’il est seulementendommagéous’ilafaitl’objetdetravaux derestaurationet/oudemodificationsquelconques. 3.2 L’adjudication ne sera pas annulée conformément à la disposition ci-dessus, en fonction de l’appréciation de Koller, lorsque: i. la description de l’objet dans le catalogue de la vente aux enchères était conforme à l’avis d’un expert ou à l’avis général des experts ou lorsque la description dans le catalogue de la vente aux enchères laissait supposer qu’il existait des divergences de vue à cet égard ; ii. l’état d’avancement technique et les procédés généralement acceptés et pratiqués n’ont pas permis de reconnaître le faux au moment de l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation aurait été disproportionnée par rapport à la valeur de l’objet ; iii. le faux a été réalisé (selon l’estimation soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou iv. l’objet acheté est un tableau, une aquarelle, un dessin ou une sculpture dont la date de réalisation devrait être antérieure à 1880 conformément aux indications fournies dans le catalogue de la vente aux enchères. 3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de l’adjudication à Koller (en tant que représentant du Mandant) à compter de la date de l’adjudication pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas autorisée. La mise en œuvre de la réclamation exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre sous pli recommandé dès la découverte du vice et qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié à Koller dans le même état que le jour de la remise et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci fasse réaliser à ses propres frais des expertises par deux experts indépendants reconnus dans la matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en considération ces expertises et se réserve le droit desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts. 3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut renoncer à faire valoir un motif d’exclusion conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus. 3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire valoir à l’égard de Koller en tant que représentant du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au remboursement du prix de vente payé et du prix majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur essentielle selon l’article 23 ff. du CO). 4. Exclusion de responsabilité 4.1 Les objets sont mis aux enchères dans l’état dans lequel ils se trouvent au moment de l’adjudication. Les objets sont par définition «usés» et donc rarement en parfait état. 4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le catalogue de vente aux enchères. Les informations dans le catalogue, ainsi que dans les rapports sur l’état de conservation (condition reports) représentent uniquement une idée générale et une évaluation sans engagement de la part de Koller. La description des objets est faite en toute conscience, Koller ne peut cependant assumer aucune responsabilité pour les indications figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition, il est possible de voir les objets. Par conséquent, l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu lot avec la description de celui-ci dans le catalogue, le cas échéant en se faisant assister par un conseil techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets dans la version allemande de l’édition imprimée du catalogue (avec modifications ultérieures) s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit de faire appel à des experts ou des spécialistes de son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions. Les avis de ces spécialistes ou des expertises, les descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout autre énoncé concernant un objet (y compris des énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun casdespromessesexplicitesoutacites. 4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute responsabilité pour défauts matériels ou juridiques est exclue. Les obligations du Mandant à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la même mesure que les engagements de Koller à l’égard de l’Acheteur. 5. Participation à une vente aux enchères 5.1 La participation à une vente aux enchères en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute personne. Cependant, Koller se réserve le droit – à son libre arbitre – de refuser à toute personne l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire à toute personne la présence ou la participation à l’une de ses ventes aux enchères. 5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas personnellement connus par Koller doivent s’enregistrer 48 heures avant la vente aux enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet. L’enregistrement valablement signé devra être accompagné d’une copie du passeport de l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur, Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de celui-ci conformément aux informations fournies sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés parlasociétédecartedecrédit. 5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par Koller. 5.4 En cas d’offres pour les objets dont l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000, Koller peut demander à l’enchérisseur le virement préalable de 20% de l’estimation basse à titre de garantie. Après la vente, Koller compensera ce montant avec ses prétentions et les prétentions du Mandant et remboursera sans délai tout excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur. 6. Vente aux enchères 6.1 Koller peut commencer les enchères en- dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant. Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire. L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères doubles font l’objet d’un nouvel appel immédiat; dans les cas douteux, la direction des enchères tranche.
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    | 83 6.2 Kollerest libre d’écarter une enchère sans indication de motifs particuliers. Il en est de même lorsqu’un enchérisseur ne satisfait pas aux conditions de participation à une vente aux enchères conformément au chiffre 5.2 à 5.4 ci- dessus. Koller est également en droit d’adjuger des objets sans vente ou de retirer des objets de la vente aux enchères, sans que ce soit forcément évident pour le spectateur. 6.3 Koller se réserve le droit de réunir les lots du catalogue, de les séparer, de les proposer aux enchères dans un ordre différent ou encore de renoncer à mettre certains lots aux enchères. Koller se réserve le droit d’adjuger des lots «sous condition», dans des circonstances particulières. L’adjudication sera considérée comme conditionnelle, et l’enchérisseur sera tenu à son offre pendant 14 jours après la vente aux enchères. L’enchérisseur sera délié de toute obligation de paiement s’il ne reçoit pas un avis de Koller avant ce délai déclarant que l’adjudication est définitive. 6.4 Les offres d’enchères de personnes intéressées ne pouvant pas assister personnellement à la vente aux enchères sont réceptionnées par écrit jusqu’à 48 heures avant le début de la vente. 6.5. Les personnes intéressées peuvent enchérir par téléphone à condition de s’être inscrites par écrit au moins 48 heures avant le début de la vente aux enchères. Aucune enchère par téléphone n’est possible pour les objets dont la valeur estimée est inférieure à CHF 500, et les personnes intéressées à de tels objets sont invitées à déposer une offre écrite ou à enchérir personnellement dans la salle des ventes. 6.6 Les personnes intéressées qui souhaitent déposer leur offre dans le cadre des Enchères Live, peuvent participer à la vente après être admises à celle-ci par Koller suite à leur demande d’enregistrement. Koller se réserve le droit de refuser des demandes d’enregistrement sans indiquer un motif particulier. 6.7 Koller décline toute responsabilité pour les offres de tout type n’ayant pas été prises en considération ainsi que pour les enregistrements d’enchères téléphoniques qui n’auraient pas été pris en compte. Les normes prévues au chiffre 5 concernant la légitimation et la preuve de la solvabilité s’appliquent également aux enchérisseurs par téléphone et par écrit. 7. Transfert de propriété La propriété d’un objet adjugé est transférée à l’Acheteur dès que le prix de vente et le prix majoré, TVA en sus, ont été intégralement versés en francs suisses et que Koller a affecté ces paiements à l’objet correspondant. 8. Enlèvement des objets adjugés 8.1 L’Acheteur doit venir retirer à ses propres frais les objets adjugés dans les 7 jours qui suivent la clôture de la vente aux enchères pendant les heures d’ouverture de Koller. Le lieu d’exécution du Contrat de Vente entre le Mandant et l’Acheteur est par conséquent le siège social de Koller. Si le temps à disposition est suffisant, les objets seront délivrésaprèschaqueséance.Laremisealieuaprès paiementintégralduprixdeventeetdusupplément sur le prix majoré, TVA en sus, ainsi que l’affectation decemontantàl’objetadjugéparKoller. 8.2 Pendant le délai précité, Koller est responsable de la perte, du vol, de l’endommagement ou de la destruction des objets adjugés et payés, mais seulement dans les cas de négligence grave ou intentionnelle de la part de Koller, à concurrence toutefois du montant du prix de l’adjudication, du supplément sur le prix d’adjudication et de la TVA. A l’expiration de ce délai, la responsabilité de Koller cesse et il incombe alors à l’Acheteur de contracter une assurance appropriée pour l’objet adjugé. Il n’est assumé aucune responsabilité pour les cadres et le verre. Si les objets adjugés ne sont pas retirés dans les 7jours,Kollerseréserveledroitdelesentreposer à la charge et au risque de l’acheteur auprès d’une société de son choix ou dans ses propres locaux au tarifjournalierdeCHF10parobjet. 8.3 Les commandes de transport sont réceptionnées par écrit par Koller. Le transport est aux frais de l’Acheteur. A défaut d’accord écrit contraire, les objets adjugés sont assurés par Koller aux frais de l’Acheteur en vue de leur transport. Les tableaux sous verre et les objets fragiles ne sont pas expédiés par Koller. 9. Paiement des objets adjugés 9.1 La facture émise suite à l’adjudication d’un objet devra être payée en francs suisses dans un délai de 7 jours après la clôture de la vente aux enchères. Les paiements par carte de crédit ne sont possibles qu’après l’accord du département de comptabilité de Koller Zurich, et induisent des frais de gestion entre 2 et 4% du total de la facture, payables par l’Acheteur et ajoutés au total de la facture. 9.2 Koller est également en droit d’imputer des paiements de l’Acheteur, contrairement aux instructions de celui-ci, à toute dette de l’Acheteur envers Koller ou envers le commettant et à compenser toute créance éventuelle de l’acheteur à l’égard de lui-même ou du commettant avec ses propres prétentions. En cas de retard de paiement de l’Acheteur, une pénalité de retard au taux annuel de10%seraappliquéesurlemontantdelafacture. Silepaiementdel’AcheteurneparvientpasàKoller sept (7) jours après la vente aux enchères, Koller se réserve le droit de débiter la carte de crédit de l’Acheteur sans avertissement au préalable, à la hauteur du total de la facture, majoré des frais de gestion entre 2 et 4% comme indiqué ci-dessus, qui seront également débités de la carte de crédit de l’Acheteur. 9.3 Si le paiement dû par l’Acheteur n’a pas lieu ou n’intervientpasàtemps,Kollerpeutaussi,auchoix, en son nom et également au nom du Mandant (i) continuer à exiger l’exécution du contrat de vente ou (ii), sans être tenu d’impartir un délai, renoncer au droit de demander l’exécution du contrat et résilier le contrat de vente ou réclamer des dommages-intérêts pour cause d’inexécution; dans ce dernier cas, Koller est également en droit devendrel’objetdegréàgréoudanslecadred’une vente aux enchères et d’utiliser le produit de la vente pour la réduction des dettes de l’Acheteur. Un prix de vente éventuellement supérieur au prix d’adjudication d’origine est versé au vendeur. L’Acheteurestresponsablevis-à-visdeKolleretdu Mandant de tous les dommages résultant du non- paiement ou du paiement tardif. 9.4Jusqu’aupaiementcompletdetouslesmontants dus, Koller se réserve un droit de gage sur tous les objets de l’Acheteur en sa possession. Koller est habilitée à réaliser par la voie de l’exécution forcée de tels gages ou de les réaliser de manière privée (y comprisl’achatparKoller).Lebénéficedelaréalisation préalabledugageselonarticle41delaLoisuissesurla poursuitepourdettesetlafailliteestexclu. 10. Représentation Chaque Acheteur répond personnellement de l’adjudication qui lui a été faite ainsi que du Contrat de Vente entre l’Acheteur et le Mandant qui en résulte. La preuve des pouvoirs de représentation peut être exigée de personnes qui agissent comme représentants pour le compte de tiers ou comme organe d’une personne morale. Le représentant répond indéfiniment et solidairement avec le représenté de l’accomplissement de tous les engagements. 11. Dispositions diverses 11.1 La vente aux enchères se déroule sous l’autorité conjointe d’un fonctionnaire de la Municipalité de Zurich. Toute responsabilité pour des actes du fonctionnaire présent, de la commune oudel’EtatpourdesopérationsdeKollerestexclue. 11.2 Koller se réserve le droit de transférer tout ou chacun de ses droits ou obligations dans ces CV à un tiers, ou de confier leur exécution à un tiers. L’enchérisseur ou l’Acheteur n’ont pas le droit de transmettrelesdroitsouobligationsdecesCVàuntiers. 11.3 Koller se réserve le droit de publier des photographies et des illustrations des objets vendus dans ses propres publications et dans les médias et d’en faire un usage publicitaire. 11.4 Les dispositions qui précèdent font intégralement partie de chaque Contrat de Vente individuel conclu lors des ventes aux enchères. Leurs modifications n’ont de portée obligatoire que si Koller leur a donné son accord écrit. 11.5 Dans l’hypothèse où une quelconque des stipulations présen­tes serait illégale, nulle, non valable ou inapplicable au regard d’une règle de droit ou d’une loi en vigueur, elle serait réputée non-écrite, mais n’entraînerait pas la nullité des présentesCV.Dansunetellehypothèse,lesparties s’engagent à né­ gocier de bonne foi, en prenant en compte l’esprit de la présente convention, toute autre disposition qui pourrait être substituée à une telle stipulation qui serait considérée comme illégale, nulle, non valable ou inapplicable. 11.6 Le droit suisse est exclusivement applicable aux présentes CV et à toutes les modifications de ces Conditions, à l’exclusion de références possibles à la loi fédérale sur le droit international privé (LDIP), et à l’exclusion de la Convention de Vienne (Convention des Nations Unies). 11.7 Le règlement de tous les litiges (également lorsqu’il s’agit de faire valoir des compensations et des contre-créances) résultant des présentes CV ou en relation avec ces CV (y compris leur validité, leurs effets juridiques, leur interprétation ou leur exécution) relève exclusivement des tribunaux du canton de Zurich. Koller est toutefois habilitée à intenter une action judiciaire devant tout autre Tribunal également compétent. 11.8 En cas de divergence entre les différentes traductions, la version allemande fait seule et exclusivement foi. Zurich, le 1 er juillet 2018
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    KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x
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    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel  +41 44 445 63 63, Fax  +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
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    Auction: 3 July2020 IMPRESSIONIST MODERN ART
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    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 3. Juli 2020 IMPRESSIONISMUS KLASSISCHE MODERNE JULI2020IMPRESSIONISMUSKLASSISCHEMODERNE A193 POST WAR CON TEM POR ARY POSTWARCONTEMPORARY A193 JULI2020 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 A193 JULI2019SCHWEIZERKUNST Auktion: 3. Juli 2020 SCHWEIZER KUNST Schweiz JULI2020GRAFIKMULTIPLES A193 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 GRAFIK MULTIPLES Auktion: 8. Juli 2020 ART DÉCO ART NOUVEAU Auktion: 8. Juli 2020 PHOTOGRAPHIE Auktion: 9. Juli 2020 DESIGN Auktion: 9. Juli 2020 MÖBEL AUCTION PROGRAMME AUCTION A193 - JULY 2020 POSTWAR CONTEMPORARY Saturday, 4 July 2020 2pm Lot 3701 – 3792 SWISS ART Friday, 3 July 2020 2pm Lot 3301 – 3383 PRINTS MULTIPLES Saturday, 4 July 2020 11am Lot 3801 – 3904 IMPRESSIONIST MODERNART Friday, 3 July 2020 4pm Lot 3501 – 3558 IBID ONLINE ONLY POSTWARCONTEMPORARY 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY 20TH/21STC.PRINTS 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY SWISS ART 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY MODERN PAINTINGS 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY DESIGN 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY ART DECO ART NOUVEAU 23 June – 8 July 2020 IBID ONLINE ONLY PHOTOGRAPHY 23 June – 8 July 2020 IBID ONLINE ONLY FURNITURE 23 June – 9 July 2020
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    ürich, Schweiz h SCHMUCKJUWELENJULI2020 Auktion: 2.Juli 2020 SCHMUCK JUWELEN A191 ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020 Auktion: 2. Juli 2020 ARMBAND- TASCHENUHREN Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A193as JULI2020 Auktion: 1. Juli 2020 ASIATICA ASIATICA Auktion: 8. Juli 2020 FASHION VINTAGE Hardturmstrasse 102, 8031 Zurich, Switzerland PREVIEW Thursday, 25 to Tuesday 30 June 2020, 10am – 6pm JEWELLERY Thursday, 2 July 2020 2pm Lot 2501 – 2659 WATCHES Thursday, 2 July 2020 4pm Lot 2801–2931 ASIAN ART HIMALAYA CHINA Wednesday, 1 July 2020 11am Lot 601–731 ASIAN ART JAPAN, SOUTHEAST ASIA, INDIA, PERSIA Wednesday, 1 July 2020 2pm Lot 732–821 IBID ONLINE ONLY FASHION VINTAGE 23 June – 8 July 2020 All catalogues online: www.kollerauctions.com IBID ONLINE ONLY ASIATICA 23 June – 7 July 2020
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    ©2020,ProLitteris,Zurich ©SuccessióMiró/2020,ProLitteris,Zurich ©2020,ProLitteris,Zurich Lot 3540. MARCCHAGALL La veste rouge. 1961. 66 × 50,5 cm. Lot 3553. GIORGIO DE CHIRICO Piazza d‘Italia. 1945–49. 50 × 40 cm. Lot 3527. JOAN MIRÓ. Solitude III/III. 29. 75 × 105 cm. 75 SERVICE 75 Artist register 76 Addresses  82 Auktionsbedingungen  84 Auktionsbedingungen  86 Auction Conditions  88 Absentee Bid Form Koller Auctions is a partner of the Art Loss Register. All objects in this catalogue, which are uniquely identifiable and which have an estimate of at least €1 000 have been individually checked against the register’s database prior to the auction. EURO Estimates The estimates in Euros have been calculated according to an exchange rate of 1.05 and rounded off to the nearest whole number, for informational purposes only. All bids as well as all payments will be conducted and remitted in Swiss Francs.
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    Impressionist ModernArt Lot 3501 – 3558 AUCTION Friday, 3 July 2020, 4pm PREVIEW Thursday, 25 to Tuesday, 30 June 2020, 10am – 6pm Additional photos: www.kollerauctions.com Fabio Sidler Head of department Tel. +41 44 445 63 41 sidler@kollerauctions.com Jara Koller Tel. +41 44 445 63 45 jara.koller@kollerauctions.com Please note that due to the current situation, personal participation in the auction room is by reservation only. Please contact one of our department heads for more information. Take advantage of the various ways to bid at our auctions: by telephone, online, or by written bid.
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    3501 MELCHIOR LECHTER (Münster 1865–1937Raron/Wallis) Blaue Blume Einsamkeit. 1892–93. Oil on board. Signed and dated lower right: MELCHIOR LECHTER / 1892–93. 106 × 74 cm (without frame 70 × 38 cm). Frame designed by Melchior Lechter. Provenance: Julius Landmann (1877–1931), received directly from the artist and by descent to the present owner. Literature: - Maximilian Rapsilber: Melchior Lechter, in: Berliner Kunst, 3. Sonderausgabe der Berliner Architekturwelt, Berlin 1904, p. 35 (with ill.). - Pauline Lange: Melchior Lechter, in: Westermanns Illustrierte Deutsche Mo- natshefte, year 49, vol. 97, Braunschweig 1905, p. 28 (with ill.). - Annegret Müller: Melchior Lechter - Le- ben und Malerisches Werk, dissertation, Bochum 1981, p. 100–102 (with ill. p. 374). Melchior Lechter was initially known as a book artist for Stefan George. In the course of the mid-20th century renewal of interest in the art of the turn of the cen- tury, Symbolism, Art Nouveau and other related movements, attention was again given to the paintings of Melchior Lechter. The present work is a particularly fine example of Lechter's Symbolist works. His so-called mood pictures deal with human emotions, although they are often myste- rious and not easily interpreted. Lechter has lent the work a sacred character through various attributes and compositi- onal elements: the symmetrical structure and the static stillness of the woman are reminiscent of ancient representations of saints. The laurel wreath in her hair is traditionally a symbol of artistic fame, or of art renowned in itself. The woman's nudity symbolises her purity. Her large eyes look to the “Ehemals und Einstmals” (days of yore) as Lechter himself poetically formu- lated it. They probably point to the rapture, the contemplation of art, which also goes hand in hand with solitude. The title of the painting, “Blaue Blume Einsamkeit” (trans- lated: Blue Flower of Solitude) also refers to an important symbol of Romanticism: the “blue flower”, a motif from a novel by Novalis. Linked to a holistic view of art, the frame was made by Lechter himself and additionally underscores the symbolism. It is extremely rare that works from Lechter's Symbolist phase come to mar- ket. The Blaue Blume Einsamkeit has ne- ver been offered for sale and has remained in the same family since its production. The painting formerly belonged to Julius Landmann (1877–1931), an important economist who was significantly involved in the foundation of the Swiss National Bank and served as its Secretary from 1906-10. He was friends with Melchior Lechter and Stefan George. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) | 2 Impressionist Modern Art
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    3502* GUSTAF FJÆSTAD (Stockholm 1868–1948Arvika) Winterlandscape. 1908. Oil on canvas. Signed and dated lower left: G. Fjaestad 08. 142.8 × 185 cm. Provenance: - Auction Dr. Fritz Nagel, Stuttgart, 1971. - German private collection, purchased at the above auction. The painter, tapestry designer and car- penter Gustaf Fjæstad was born on 22 De- cember 1868 in Stockholm. Fjæstad was one of the leading Swedish painters at the turn of the 20th century. After studying art, he assisted Bruno Liljefors in creating de- pictions of animals at the Biological Muse- um in Stockholm and then Carl Larsson in completing frescoes at the National Muse- um of Stockholm. In 1898 Fjæstad married the young artist Maria Hellén. In search of unspoiled landscapes, endless forests and glittering lakes, the couple moved to Lake Racken in the Värmland province the same year. Gradually, the couple's artist friends also settled at Lake Racken, which led to the founding of the Racken Group artists' colony. The Swedish artist received his first public recognition for his landscape paintings at an exhibition in Stockholm in 1898. In 1908 he presented his first solo exhibition. The snow-covered landscapes of Värmland with its frost-covered fields, lakes and streams soon became Fjæstad’s signature theme. The artist developed an unusual technique in which he coated his canvases with light-sensitive chemicals, projected photographs onto them and used them as a guide for his paintings. Many of his works can be admired in the Swedish National Museum, the Toledo Museum of Art in Ohio and the Musée d'Orsay in Paris. On 17 July 1948, Gustaf Fjæstad died in Arvika. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 4 Impressionist Modern Art
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    3503* LOVIS CORINTH (Tapiau 1858–1925Zandvoort) Female nude. 1885. Oil on canvas. Signed upper right: CORINTH. 90.5 × 56 cm. Provenance: - W. Becker, Munich. - Ms. Dr. Lippmann, Berlin. - Dr. Walter Müller, Grube Ilse (1926). - Private collection, Dresden. - Private collection, Hessen. - German private collection. Exhibitions: - Berlin 1926, Lovis Corinth, Ausstellung von Gemälden und Aquarellen zu seinem Gedächtnis, Nationalgalerie, no. 11. - Kassel 1926, Lovis Corinth, Kunstverein Kassel, no. 3. - Dresden 1927, Lovis Corinth, Gedächt- nis-Ausstellung: Gemälde, Aquarelle, Zeichnung, Aquarelle, Graphik, Sächsi- scher Kunstverein, no. 4 (with ill.). Literature: - Charlotte Berend-Corinth: Die Gemälde von Lovis Corinth. Werkkatalog, Munich 1958, p. 56, no. 25 (with ill. p. 271). - Alfred Rohde: Der junge Corinth, Berlin 1941, p. 50, no. 29 (with ill.). The painting presented here is the 25th work in the œuvre of Lovis Corinth in his catalogue raisonné and is therefore one of the artist’s earliest works. It is the first por- trayal by Corinth of a female viewed from behind and one of his very first nudes. Corinth's fascination for the female body — nude, and preferably voluptuous — ac- companied the artist throughout his entire work. The Dutch Masters served as his role models, especially Peter Paul Rubens, an affinity that had already been noticed by Corinth's contemporaries. When one looks at the numerous nude depictions of Charlotte Berend in the artist's work, and his obsession with the precision of form and preference for the white, smooth skin of his models, the parallels to the work of Rubens, also perceptible in our work, can no longer be overlooked. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 6 Impressionist Modern Art
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    3504* ARMAND GUILLAUMIN (Paris 1841–1927Orly) Le quai Saint Bernard, Paris. Circa 1880. Oil on canvas. Signed lower left: Guillaumin. 38 × 55 cm. The authenticity of the work has been confirmed by the Comité Guillaumin, Paris, 14 February 2013. It will be included in vo- lume 2 of the catalogue raisonné currently in preparation. Provenance: - Private collection Paris. - Private collection France, by descent. - Auction Artcurial, Paris, 27 March 2013, lot 260. - Private collection Germany, purchased at the above auction. CHF 9 000 / 12 000 (€ 8 570 / 11 430) | 8 Impressionist Modern Art
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    3505* ALBERT LEBOURG (Montfort-sur-Risle 1849–1928Rouen) Paysage. Oil on canvas. Signed lower left: A. Lebourg. 55 × 74 cm. We would like to thank François Lespinasse for confirming the authenticity of the work, September 2019. Provenance: - Auction Sotheby's, New York, 9 Septem- ber 2006, lot 36. - Private collection USA, acquired at the above auction. - Private collection Germany. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) | 9
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    3506 PIERRE-AUGUSTE RENOIR (Limoges 1841–1919Cagnes-sur-Mer) Dans le jardin des Collettes à Cagnes. Circa 1910. Oil on canvas. Signed lower left: Renoir. 30.5 × 42.5 cm. This work was presented to the Comi- té Renoir under the sponsorship of the Wildenstein Plattner Institute (WPI) at its virtual meeting in April 2020. It will be included in the forthcoming Renoir Digital Catalogue Raisonné, currently being prepared under the sponsorship of the Wildenstein Plattner Institute. Provenance: - Ludwig Bersch, Zurich. - Swiss private collection, by descent from the above. Literature: Ambroise Vollard: Tableaux, Pastels et Dessins de Pierre-Auguste Renoir, Paris 1918, vol. II, p. 161 (with ill.). In1907,RenoirpurchasedtheLesCollet- tesestateinCagnesontheMediterranean nearNice.Hemovedthereintheautumn of1908.Theestate,withitspicturesque farmhouse,oliveandorangegrovesandthe viewofthehillylandscape,providedtheartist withimportantmotifsforhislatelandscapes. Intheselandscapes,Renoirsuccessfully createdasilverlightthatissimilarlyfoundin theFrenchlandscapesfromcirca1850by CamilleCorot,whomheverymuchadmired. Thepaintingpresentedhereisaparticularly beautifulexampleofharmoniouscompleti- onandthereforehand-signed,unlikemany otherlatelandscapes. CHF 150 000 / 250 000 (€ 142 860 / 238 100) | 10 Impressionist Modern Art
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    3507 MAX LIEBERMANN (1847 Berlin1935) Blumenbeet im Garten des Künstlers. Pastel on paper. Signed lower right: MLiebermann. 31 × 37.5 cm. The proceeds of the auction of this work will be donated to the charitable organiza- tion Médicament Pour Tous. Provenance: - Galerie Abels, Cologne (label on the reverse). - Swiss private collection. The flowerbed shown here is probably a north-eastern view of the flower terrace in the Wannsee garden, as indicated by the presence of the blue pansies. There are other paintings and pastels which show the flowerbed from other angles, all done in the spring. The pastel is very well- preserved, and captivates with its bright colours and intense brushstrokes. CHF 25 000 / 35 000 (€ 23 810 / 33 330) | 12 Impressionist Modern Art
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    3508* MAX LIEBERMANN (1847 Berlin1935) Garten mit Palmenkübel und zwei weibli- che Figuren. 1908. Oil on canvas. Signed lower right: M. Liebermann. 53 × 64 cm. The authenticity of the work has been confirmed by Matthias Eberle, Max Lieber- mann Archive, Berlin, 21 March 2016. It will be included in the supplement to the cata- logue raisonné under number 1908/36a. Provenance: - Private collection, Vienna. - German private collection. Exhibition: Copenhagen 2019, Hans Purrmann. The Vitality of Colour, GL Strand, 27 April–15 September 2019; this exhibition was travelling to: Heilbronn 2019, Städtisches Museum Heilbronn, 19 October–9 Febru- ary 2020. Gardens were a source of infinite inspirati- on for Max Liebermann. “One could paint a hundred pictures here he exclaimed when visiting a cottage garden with his friend Alfred Lichtwark, the director of the Hamburger Kunsthalle. The present work, probably produced circa 1908, is one of Max Liebermann’s earliest garden views. Around the turn of the century, the painter let the strong social note of his works somewhat fade, increasingly devoting himself to portrait painting and other motifs such as sports scenes, bathers and riders on the beach. He first discovered the garden as a motif in his sixties, in the Dutch seaside resort of Noordwijk in 1908. There, many of the works were created on the beach, but also a few of a likely private garden. In the following year, 1909, Liebermann acquired a piece of land by Lake Wannsee, and in 1910 he had Alfred Lichtwark create the garden of his new country house, the Wannsee Villa, which he called his castle by the lake and “little Versailles. About eight years later, during the war, this garden became the central theme of Liebermann's work. He was interested in the relationship between humanity and nature. As with other motifs in his work, he was concer- ned with balance. One should attend to the weak and restrain the strong, to which nature also belongs. The garden requires understanding and careful maintenance, without which everything would overgrow and humanity would be contested for the space. The present work is very similar to the first garden views created in Noordwijk and therefore could also have been produced in that context. The colours, garden plan- ting and pathway direction are comparable. However, the reddish-brown building in the background does not quite match the Dutch seaside resort, wherefore Matthias Eberle considers it possible that this work was created in the South in the spring of 1909, when Liebermann spent several weeks in Italy. This could therefore also be a hotel garden in Florence or Rome. CHF 300 000 / 500 000 (€ 285 710 / 476 190) | 14 Impressionist Modern Art
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    3509 MAX LIEBERMANN (1847 Berlin1935) Holländisches Interieur - Stopfende alte Frau am Fenster. Circa 1885–1900. Watercolour and gouache on paper. Signed upper right: M. Liebermann. 39.3 × 31 cm. We would like to thank Margreet Nouwen for confirming the authenticity of the work, February 2020. Provenance: - (presumably) Galerie Commeter, Ham- burg (before 1932). - German private collection, acquired presumably at the above gallery. - Swiss private collection, by descent to the present owner. Produced in the summer of 1880 in the village of Dongen in Holland, an impor- tant painting of the significant motif of a mending woman is very often mentioned and reproduced in literature. It is one of the most famous works by Max Lieber- mann, and some sketches and preliminary studies have also been preserved. The very detailed work on paper offered here is a subsequent work that was probably created in the 1890s. The light flooding from the window and the view of the vibrant green nature outside create an atmosphere that unifies huma- nity and nature. Everything is focused on the mending work, yet the painting stimu- lates the imagination of the viewer. The eye wanders through the room, across the sewing utensils lying on the windowsill and on the chair — the painting tells a story. Liebermann has masterly created a composition informed by models from the Dutch Golden Age, the handling of light probably based on works by Frans Hals, Peter de Hooch and Jan Vermeer, who influenced Liebermann very much at the time. However, it lacks the the symbolism and the refined bourgeois culture of the Dutch models. Lieberman has chosen not a bourgeois, but rather a simple rural motif. As Hans Rosenhagen aptly described the picture: “One can see that she is a poor woman, but no one is led to believe she is particularly unfortunate. She is not viewed through the eyes of pity, nor with those of mockery. This is life, the most difficult and the most natural in its appearance. Rather than stimulate our sense of the needs of poverty, Liebermann lets her work and shows how even in the saddest cottage, nature unfolds a thousand beauties for those who can see” (translated from: Hans Rosenhagen, Liebermann, Leipzig 1900, p. 28). CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 16 Impressionist Modern Art
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    3510* GUSTAVE LOISEAU (1865 Paris1935) Peupliers au bord de l'Eure. 1900. Oil on canvas. Signed and dated lower left: G. LoisEAU 1900. 65.5 × 82 cm. We would like to thank Didier Imbert for confiming the authenticity of the work, Paris, 14 February 2020. It will be included in the Catalogue raisonné currently in preparation. Provenance: - French private collection, purchased in the 1930s in Paris. - Portuguese private collection, purchased from the above and by descent to the present owner. Gustave Loiseau is one of the most important French Post-Impressionists, whose landscapes and city scenes of Paris arouse immense fascination among his viewers. He painted with a luminous colour palette, a pastose application of paint and an impressionistic choice of motifs. Like Alfred Sisley, he sought beautiful locations along river banks that could offer him a variety of impressive moods to capture at different times of the day and in various weather conditions. His painting style does not comprise a strict placement of uniform dots of colour, as with Paul Signac, but rather a variety of dynamic brushstrokes that reflect the movements of the water surface or the branches and leaves of the trees in the wind. From 1899 Loiseau painted river lands- capes with poplars on the Eure in Saint- Cyr-du-Vaudreuil. During that time, his style and motif closely approached that of Claude Monet. Produced in 1900, the painting presented here belongs to this important group of works. For this work he chose a clear, sunny day with very strong light effects. The light reflections on the water and in the foliage of the trees, un- derscored through the application of richly contrasting highlights and strokes of white, produce a very powerful effect conveying the sense of being nearly blinded. Loiseau has also achieved a dynamic sense of mo- vement through his vigorous brushwork — rather than appearing static, the painting captures the flowing of the water and the rustling of the trees and bushes. Such river landscapes with poplars are among the works that achieve the highest prices at auction due to their intense visual impact. CHF 150 000 / 250 000 (€ 142 860 / 238 100) | 18 Impressionist Modern Art
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    3511* LOUIS RHEINER (Geneva1863–1924 Cannes) Cannes.1902. Pastel on paper. Described, signed and dated lower right: Cannes / L. Rheiner 1902. 65 × 50 cm. Provenance: German private collection. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 380 / 3 330) 3512* ANDRÉ LHOTE (Bordeaux 1885–1962 Paris) Vue d'une église. September 1921. Watercolour on paper. Signed and dated lower right: A.Lhote. Sept. 1921, as well as with dedication: A Madame Supervielle, en hommage de sa respectueuse amitié. 36.2 × 54 cm. The authenticity of the work has been confirmed by Dominique Bermanne- Martin. Provenance: - Jules Supervielle (1884–1960). - French private collection. - German private collection. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) | 20 Impressionist Modern Art
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    3513* HIPPOLYTE PETITJEAN (Maçon 1854–1929Paris) Conversation dans un jardin. Watercolour and gouache on paper. Signed lower right: Petitjean. 47.3 × 30.5 cm. The authenticity of the work has been confirmed by Stephane Kempa, 10 June 2018. Provenance: German private collection. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) | 21
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    3514* RAOUL DUFY (Le Havre1877–1953 Forcalquier) Saint-Jeannet. 1920-25. Oil on canvas. Signed lower right: Raoul Dufy. 46 × 55 cm. Provenance: - Auction, Paris, 1926, no. 41. - Auction, Stuttgart, 27–28 November 1956, no. 243. - German private collection. Literature: Maurice Lafaille: Raoul Dufy. Catalogue raisonné de l'œuvre peint, Geneva 1973, vol. II, p. 144, no. 585 (with b/w ill.). Saint-Jeannet is a beautiful village in southern France, located near Vence in the Alpes-Maritimes and situated halfway up a hillside. During various short visits between 1920 and 1927, Raoul Dufy produced at least 11 oil paintings of the village and about the same number of watercolours. The picturesque landscape with its vi- neyards and the beautiful houses inspired Dufy and provided a location that attracted time and again. Dufy's major breakthrough as a recognised artist began in the early/ mid-1920s. His style was then established. The present work was created at that time and shows a comparatively close-up view of the village hill. In a style that was already secure, Dufy creates a dynamic landscape by purposely employing individual brush- strokes to render a fantastic view of the village and its surroundings. CHF 50 000 / 80 000 (€ 47 620 / 76 190) | 22 Impressionist Modern Art
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    3515* JEAN DUFY (Le Havre1888–1964 Boussay) Montmartre, rue Norvins. Oil on canvas. Signed lower right: Jean Dufy. 38 × 46 cm. We would like to thank Jacques Bailly for confiming the authenticity of the work, May 2020. Provenance: German Private collection. After the First World War, Jean Dufy settled in Montmartre, where Braque was his neighbour. The artist was very much inspired by the environment there, and the city of Paris thenceforth became the love of the painter from Le Havre. Similar to his contemporaries Utrillo, Chagall and Mar- quet, Jean Dufy produced numerous views of the city on the Seine with its countless sights in a constantly evolving creative process and in his typical free style. Es- pecially Montmartre and its landmark, the Sacré Cœur, are motifs that he repeatedly adopted. CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 570 / 47 620) | 24 Impressionist Modern Art
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    3516 VACLAV ŠPÁLA (Zlunice 1885–1946Prague) Skála a řeka (rock and river). 1942. Oil on canvas. Signed and dated lower left: VSpala 42. On the reverse on the stretcher with the inventory number: (1523). 38.5 × 50.5 cm. The work is listed in the catalogue raisonné of the artist under number 1523. Provenance: Swiss private collection. The Czech-born painter and illustrator Vaclav Špála is one of the most important artists of the Czech avant-garde. Špála studied at the Academy of Fine Arts in Prague and in 1905 visited the stimulating exhibition of Edvard Munch in the Manes Gallery. The gallery additionally showed paintings by the Fauvists and the Cubists, which had a strong influence on Špála's work. In 1911 he became a co-founder of the Group of Fine Artists and in 1918 the artist group Tvrdošíjní (The Stubborn Ones). Špála painted in his typical style from 1920 onwards. At first influenced by the Fauvists, his late work is strongly informed by Cubism. Simply contoured spaces are rendered in broad strokes of colour. Also very distinctive is the selection of colours — reduced almost exclusively to blue, red and white. After 1923 Špála mainly focused on still lifes and landscape painting. The work presented here is one of the artist's late works and shows a view of a river near Berounka and Otava with a striking cliff. This locality is depicted in several paintings by Špála from the 1930s onwards and must have been a favourite subject of his. Vaclav Špála is one of the classics of Czech painting, without whom no collection of Czech Modernism would be complete and whose work has also taken its place in international discourse. As Prof. Matějček described Špála's work: “[…] the artist speaks to us through his canvases. His mature work, whose origin is regional and bears witness to the vital language of his people, has established itself within the international art world” (translated from German). CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 570 / 47 620) | 26 Impressionist Modern Art
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    3517 JOSEPH CZAPSKI (Prague 1896–1993Maisons–Laffitte) Jardin des Tuileries. 1967. Oil on canvas. Signed and dated lower right: J. CZAPSKI 67. 81 × 60 cm. Provenance: - Galerie Plexus, Renée Aeschlimann, Chexbres (with stamp on the reverse). - Private collection, Geneva. Literature: Wojciech Karpinski: Portrait de Czapski, Lausanne 2003, p. 193 (description presu- mably this painting). CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710) 3518 GUILLERMO WIEDEMANN (Munich 1905–1969 Key Biscayne) Nymphas. 1949. Oil on canvas, on panel. Signed and dated lower right: Wiedemann / 1949. With the title and the dimensions on the reverse. 100 × 70 cm. Provenance: - Private collection Germany. - Swiss private collection, by descent to the present owner. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 28 Impressionist Modern Art
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    3519 ALBERT MARQUET (Bordeaux 1875–1947Paris) Arbre en fleurs devant Alger. Circa 1943. Oil on canvas. Signed lower right: marquet. 44 × 60 cm. Provenance: - Auction Drouot, Paris, 28 January 1946, no. 51. - Atelier Matignon, Paris, circa 1985. - Paul Vallotton, Lausanne (with label on the reverse). - Swiss private collection. Literature: Jean-Claude Martinet and Guy Wilden- stein: Marquet. L'Afrique du Nord. Cata- logue de l'Œuvre peint, Paris 2001, p. 310, no. I-411 (with ill.). In 1920, on one of his first trips to North Africa, Albert Marquet met Marcelle Mar- tinet, a French woman who grew up and lived in Algeria. The couple married three years later. Afterwards, they would spend their winters in Marcelle's homeland and were at home in both Paris and Algiers. These stays in Algeria were very influential for the artist and strongly informed his painting. During the Second World War, Albert and Marcelle Marquet stayed in Algiers: in 1941 they acquired a piece of land just outside the city called Djenan Sidi Saïd, which Marcelle translated as Garden of the Happy Lord. A small, important series of Marquet’s paintings were produced there. Marcelle describes their retreat, the lush vegetation of the garden and the view of the city as follows: “Acanthus plants with large glossy leaves covered the slope of the path that we had to follow to reach an old stone staircase that had decayed a little and was domina- ted by large bright and green agaves with triumphant curves. We constructed a large flower-filled terrace from which we could see the last quarter of the city and the sea, and around us acanthus, white daisy beds, strong geraniums that climbed on the walls, arum hedges, ivy and wisteria that had to be kept in check, pink trees, whose names we do not know, fruit trees of all kinds and, as keepers of this abun- dance and these promises, some tall and dark cypresses” (from the French, Marcelle Marquet: Marquet. Voyages, Lausanne 1968, p. 60) . CHF 60 000 / 80 000 (€ 57 140 / 76 190) | 30 Impressionist Modern Art
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    3520* HENRI MARTIN (Toulouse 1860–1943Labastide-du-Vert) Pergola Nord-Ouest de Marquayrol en fin d'automne. 1910–20. Oil on canvas. Signed lower left: Henri Martin. 68.5 × 82 cm. The authenticity of the work has been confirmed by Cyrille Martin, Neuilly sur Seine, 12 January 2017. Provenance: - Galerie Félix Vercel, Paris. - Private collection, Caracas, purchased on 25 May 1971 from the above gallery. - German private collection. In 1900, after 10 years of searching for the perfect country house, Henri Martin acquired the large 17th-century house Marquayrol in the village of Labastide du Vert in Lot in southwestern France when he was 40 years old. The house and the region became Martin's summer holiday destination, where he withdrew from the city of Paris between May and November to enjoy the serenity of nature. The house, sitting on a hill with a large terrace and a view of the village and the surrounding valley, became Martin's most important source of inspiration and had a lasting influence on his style. There, unlike in Paris, a southern light reigned, which inspired the artist and excited his eye. The peaceful environment, together with na- ture and light, became Martin's preferred subject and would remain so for more than 40 years. This move to Lot at the age of 40 marks a decisive turning point in his ar- tistic work. Muses and lyres disappear from his canvases and he dares to grapple daily with the light of the south (C. Juskiewen- ski, Henri Martin 1860–1943 (exhibition catalog), Cahors Toulouse, 1993, p. 98). On both sides of the property there was an arbor, a small pergola, la petite, and a larger one, la tonnerelle. The present work, which was produced in the 1920s and is a fine example of Martin's mature style, depicts the large pergola La tonnerelle. Martin repeatedly took up the depictions of the pergola during the entire summer, so that the colours of the leaves change in the course of the picture cycle. The autumnal red that dominates our picture symbolises the end of summer and Martin's imminent return to Paris. “Henri Martin was undoubtedly an Impres- sionist and one who possessed the dee- pest sensitivity, which certainly correspon- ded to that of Monet, whom he admired the most. Thanks to their extreme sen- sitivity and not through the investigation of a technical process, their interpretation of nature is certainly a poetic evocation coloured by a thousand colours that can undoubtedly be described as a work of art. […] His palette is an enchantment. Many different blends of colours produce a rare and rich harmony. […] And it is much more difficult to find a good harmony of colours when one represents nature than to put together some beautiful colours that do not represent anything. Herein lies the gift of the Impressionists, and that is why there are so few” (Jac Martin-Ferrières, Henri Martin, Paris, 1967, pp. 35–42). CHF 120 000 / 180 000 (€ 114 290 / 171 430) | 32 Impressionist Modern Art
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    3521 PAUL SIGNAC (1863 Paris1935) La Tour d'Arundelle (Sable d'Olonne). Circa 1925. Watercolour and black crayon on paper. With signature stamp on the reverse: P. Signac. 14 × 10 cm. The authenticity of the work has been confirmed by Marina Ferretti, Paris, Octo- ber 2016. Provenance: - Galerie Frost and Reed, London 1998. - Private collection, Geneva. - Auction Koller, Zurich, 2 December 2016, lot 3210. - Swiss private collection, purchased at the above auction. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) 3522 HERMANN MAX PECHSTEIN (Zwickau 1881–1955 Berlin) Päonien mit Margritten. 1926. Watercolour and pencil on paper. Signed and dated lower right: HMPech- stein 1926. Titled on the reverse: Päonien mit Margritten. 60 × 49 cm. We would like to thank Julia Pechstein for confirming the authenticity of the work. It is registred in the archive of the Max Pech- stein Urheberrechtsgemeinschaft. Provenance: - Private collection, purchased 1989. - Auction Koller, Zurich, 8 December 2004, lot 346. - Swiss private collection. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) | 34 Impressionist Modern Art
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    3523* HERMANN MAX PECHSTEIN (Zwickau1881–1955 Berlin) Fischerfrauen (fisherwomen). Circa 1920. Oil on cardboard. Signed upper left: HMPechstein. 52.2 × 45.9 cm Provenance: - Carl Steinbart, Berlin, purchased circa 1920 directly from the artist. - Irmgard Bender (born Steinbart), Berlin/ Bad Godesberg, received 1923 by de- scent from the above. - German private collection, purchased before 1976 from the above. Literature: Aya Soika: Max Pechstein. Das Werkver- zeichnis der Ölgemälde, Munich 2011, vol. II, p. 198, no. 1920/12 (with col.ill.). In 1909 Hermann Max Pechstein travelled for the first time to the East Prussian fishing village of Nidden on the Curonian Spit. He joined the Nidden artist colony, the centre of which was the Blode guest- house, where painting and discussions on art took place. Pechstein liked the quiet fishing village and felt connected to the local fishermen and workers. The remote village, far from any tourism, became the artist's favourite summer holiday location, as a rural idyll where he could escape the wild metropolis of Berlin and immerse himself in nature. There, he also found the symbiosis between humanity and nature. Pechstein harboured a fascination for sim- ple and honest workers who earned their bread under hard and difficult conditions. This included the village’s fishing commu- nity, who left a lasting impression on him and of whom he sought to give a worthy representation throughout his life. Pechstein spent his fifth summer in Nidden in 1920. He left Berlin at the end of April and returned to painting after a long break from his work. Now I have decided to take up the fight with the forest and the sea again in Nidden, then to look with more relief towards the South and dedicate my next years to it (from a letter of 7th March 1920). During this time he produced the “Fischerleben” series, comprising around 16 paintings showing the daily life and ac- tivities of the fishermen and women in the village. It can be assumed that our present work “Fischerfrauen” (Fisherwomen) can also be classified in that cycle. Although Pechstein desired to devote himself to the South after this series, the inspiration from past visits to the South Seas was already firmly anchored in his style, which is also distinctive in “Fischer- frauen”. Pechstein wrote to Edouard Plietzsch on 21st August 1920: “Promise through the work on the fisher pictures, which represent an intermediate stage to the ‘Vater Unser’, to learn all sorts of useful things and to benefit for the final work. Between this torturing and biting myself, (I) with pleasure painted 3 pictures, which represent a kind of nostalgic memory of thanks to the sunken splendour of the South Pacific.” The two fisherwomen sitting in the foreground of the painting look out over the rough sea at the fishing boat and their husbands, who fight their way through the raging waves. Through Pechstein’s characteristic Expressionist style with its angular, rough brushstrokes combined with the quiet drama of an infinite sea, the artist is able impart the viewer with a brief yet honest insight into the lives of two fisherwomen. CHF 220 000 / 280 000 (€ 209 520 / 266 670) | 36 Impressionist Modern Art
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    3524 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Fauchende Katze. Circa 1930. Charcoal on paper. With the estate stamp and the number K Da/Bm 69 on the reverse. 37.8 × 49.5 cm. Provenance: - Galerie Iris Wazzau, Davos (with label on the reverse). - Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (with label on the reverse). - Kunsthandel online by Bromer art coll- ection. - Swiss private collection, purchased from the above. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) 3525 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg 1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Katze am Ofen. Circa 1930. Charcoal on paper. With the estate stamp and the number K Da/Bm 76 on the reverse. 38.7 × 48.8 cm. Provenance: - Galerie Iris Wazzau, Davos (with label on the reverse). - Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (with label on the reverse). - Kunsthandel online by Bromer art coll- ection. - Swiss private collection, purchased from the above. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620) | 38 Impressionist Modern Art
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    3526 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Katzenmutter und Junges I. Circa 1930. Charcoal on paper. With the estate stamp and the number K Da/Bm 65 on the reverse. 33.2 × 48.5 cm. Provenance: - Galerie Iris Wazzau, Davos (with label on the reverse). - Galerie Lovers of Fine Art, Gstaad (with label on the reverse). - Kunsthandel online by Bromer art collec- tion (with label on the reverse). - Swiss private collection, purchased from the above. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 39
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    3527* JOAN MIRÓ (Montroig nearBarcelona 1893–1983 Palma de Mallorca) Solitude III/III. 29 April 1960. Oil and charcoal on cardboard. Signed lower left: Miró. Signed, dated and titled on the reverse: MIRÓ. /29/4/60 / Solitude III/III. 75 × 105 cm. Provenienz: - Estate of the artist. - Galerie Lelong, Paris. - Pierre Matisse Gallery, New York (with label on the reverse). - Acquavella Galleries, New York. - Galerie Michael Haas, Berlin/Zurich. - Swiss property, purchased at the above gallery. Exbhibitions: - New York 1965, Cartones, Pierre Matisse Gallery, no. 5. - New York 1972, Joan Miró: Magnetic Fields, The Solomon R. Guggenheim Museum, no. 38 (with ill. p. 129). - Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael Haas, 16 March–21 April 2012. - Lindau 2013, Miró Sternennächte, Roland Doschka, Stadtmuseum Lindau (with ill. p.70–71). Literature: - Jacques Dupin and Ariane Lelong- Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné, Paintings, vol. IV: 1959–1968, Paris 2002, p. 25, no. 1011 (with col. ill.). - Magrit Rowell: Joan Miró. Peinture=Poesie, Paris 1976, p. 102. - Jacques Dupin: Miró, Paris 1961, p. 552, no. 905 (with ill.). In his 1961 monograph on the life and work of Joan Miro, Jacques Dupin describes the three works titled Solitude, of which we are offering the third, as follows: The very simplified, sensitive symbols appear to re- spond to one another across all the voids that divide them and the stains and clouds that encircle and suffocate them. These symbols, or rather signals, elude all bonds and structures and form a kind of negative script, perhaps similar to the twelve-tone music the painter has listened to often in recent years. […] It is no coincidence that this drawing appears in particular on three sheets of cardboard entitled 'Solitude', be- cause the sensations they stir correspond to the meaning of this word. Every one of these scattered, tiny signals is primarily a symbol of the human, in solitude and threatened by the elements – however, as a written confession of our weakness and fear, the clarity and supple firmness of their brushstroke simultaneously testifies to our determination to resist and perse- vere. (Jacques Dupin, Joan Miró, Leben und Werk, Cologne 1961). In our Version III/III, the trail of small black dots particularly stands out: Miro em- ployed a very similar arrangement in a horizontal line only one year later in one of his most famous works “Bleu II”, the se- cond work of a large triptych now located in the Musée d' Art Moderne in the Centre Pompidou in Paris. CHF 320 000 / 380 000 (€ 304 760 / 361 900) 3527 (Verso) | 40 Impressionist Modern Art
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    3528 SALVADOR DALÍ (1904 Figueres1989) Portrait aux signatures - Illustration pour La Vida es un Sueño (1973). 1966. Ink, felt pen and collage on paper (2 paper arcs). Signed and dated lower right: Dalí / 1966. 39.2 × 29.3 cm. The image is registered in the Descharnes archives under no. d2576. Provenance: Swiss private collection, by descent to the present owners. Exhibition: Hamburg 1977–78, Dalí, Sammlung Levy, 1 October 1977–7 January 1978, no. 33 (with ill.). CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) 3529 SALVADOR DALÍ (1904 Figueres 1989) España. Circa 1965. Acryl, ink and collage on cardboard. Signed lower right: Dalí. 69 × 49.2 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Robert Descharnes, 24 November 1989. It is registered in the Descharnes archives under no. d1504. Provenance: - Habsburg Feldman, Tokyo 1989. - Auction Gabus, Geneva, 20–23 June 1991. - Swiss private collection, aqcuired at the above auction. - Swiss private collection, purchased from the above 25 years ago. CHF 60 000 / 90 000 (€ 57 140 / 85 710) | 42 Impressionist Modern Art
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    3530* JOAN MIRÓ (Montroig nearBarcelona 1893–1983 Palma de Mallorca) Painting. 1953. Oil on canvas. Signed lower right: Miró. Signed, dated and titled on the reverse: Miró 1953 Painting. 20 × 150 cm. Provenance: - Galerie Maeght, Paris. - Swiss property. Literature: - Jacques Dupin and Ariane Lelong- Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné, Drawings, vol. III: 1960–1972, Paris 2012, p. 218, no. 945 (with ill.). - Jacques Dupin: Miró, Flammarion, Paris 1961, p. 547, no. 826. The older Miró became, the more daring he grew in his painting. He would incor- porate a scratch, a defect, a drop or a splash onto his canvases, which became larger and more experimental. In a pursuit to achieve maximal intensity through minimal means, the void gained increasing importance. The forms, reduced to their simplest expression, were not abstract in his understanding — they owed everything to nature, the source of their inspiration. By 1927 he had made the famous state- ment that he wanted to murder painting. As a part of this endeavour, Miró not only experimented with form but also with ma- teriality throughout his life and delighted in working in particularly large formats. The 2015/16 exhibition “Joan Miró – Mauer, Fries, Wandbild” at the Kunsthaus Zurich beautifully demonstrated the importance of these large formats. Miró strove to move from a simple representation of rea- lity to an equalisation of the picture surface with the wall. A crucial starting point is the 1921/22 work The Farm (La Ferme), in which the painter captured the material properties of the house wall with meticu- lous accuracy. It is a beautiful, representa- tional example that shows the significance that the physical, haptic quality held for Miró in his works. For Miró it was not fundamentally about abstraction, but rather the self-reference of the work itself. The resulting reinter- pretation and consolidation of signs in his paintings function in a similar way to that of poetry. Joan Miró's significant influence to Abstract Expressionism in the United States, which became the most important art movement after the Second World War, has been rightly noted. Created in 1952, the painting offered here belongs to a group of large, narrow friezes on which seemingly floating, uninterpre- table signs and symbols are playfully lined up side by side on monochrome grounds, perhaps modelled on ancient scrolls. Jac- ques Dupin believes that some of these paintings are among the artist’s best and most beautiful. CHF 480 000 / 550 000 (€ 457 140 / 523 810) | 44 Impressionist Modern Art
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    3531* ANDRÉ MASSON (Balagny-sur-Thérain 1896–1987Paris) Dormeur. 1926. Coloured pencil on paper. Signed lower right: andré masson. 48.8 × 63.3 cm. We would like to thank Diego Masson for confirming the authenticity of the work, 17 January 2020. The work is documented in the archive of the Comité Diego Masson. Provenance: - Galerie Louise Leiris, Paris, archive no. 10661. - Collection Emil Frey, Germany. - European private collection, by descent from the above. Exhibition: Lacost (Vaucluse) 1966, Galerie les Con- tards, July–August 1966. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3532* ALBERTO GIACOMETTI (Borgonovo 1901–1966 Chur) Homme et arbre. 1952. Pencil and crayon on paper. Dated and signed lower right: 1952 Alberto Giacometti. 33.1 × 22.9 cm We would like to thank the Fondation Alberto and Annette Giacometti for confirming the authenticity of the work, Paris, February 2020. This work is registred in the Alberto Giacometti Database under number 4239. Provenance: - Collection Emil Frey, Germany. - European private collection, by descent from the above. Exhibitions: - Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr- hunderts aus der Sammlung F., Pfalzgale- rie Kaiserslautern, 15 February–14 March 1976, no. 111. - Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung eines Kielers, Ausstellung zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol- steinischen Landesbrandkasse, Kunst- halle Kiel, 3 February–3 March 1974, no. 42, p. 36 (ill. p. 85). - Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und Wirklichkeit, Handzeichnungen und Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus Privatbesitz, Austellung im Bürgermeis- ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische Kunstsammlungen Ludwigshafen am Rhein, 11 October–1 November 1970, no. 49. The drawing was created in 1952, when Giacometti was working on various ver- sions of Personnages dans une rue and Homme et arbre for the magazine Verve. Issues 27–28 of December 1952 include the lithograph L'Arbre, which is similar to the present drawing. The Fondation Giacometti owns several drawings from this series. CHF 15 000 / 25 000 (€ 14 290 / 23 810) | 46 Impressionist Modern Art
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  • 146.
    3533* JOAN MIRÓ (Montroig nearBarcelona 1893–1983 Palma de Mallorca) Tête I. 3 December 1972. India ink, wax crayon and pastel on paper. Signed lower right: Miró. Dated and titled on the reverse: 3/XII/72, Tête I. 60 × 78 cm. Provenance: - The artists estate. - Galerie Lelong, Paris (with label on the reverse). - Rosenbaum Contemporary, Florida (with label on the reverse). - Swiss property, purchased at the above gallery. Exhibition: Berlin 2012, Joan Miró, Galerie Michael Haas, 13 March–21 April 2012 (with ill.). Literature: Jacques Dupin and Ariane Lelong- Mainaud: Joan Miró, Catalogue raisonné, Drawings, vol. III: 1960–1972, Paris 2012, p. 345, no. 2410 (with col. ill.). In Miró’s distinctive manner, lines and sug- gested areas of colour swing freely within the picture plane. Sweeping arabesques are an essential element that defines Miró’s artistic production up to the last years. In the present ink drawing Tête I, the delicate and flowing lines give way to a gestural application of paint and open contours, which increasingly characterise Miró's painted works from the late 1960s onwards. The gestural act of painting is expressed in the broken contours of the black surface with its irregular edges reminiscent of the use of carborundum, a medium Miró employed for his etchings at that time. In 1958 Miró acquired the Villa Son Boter, which was next to his house and served as his studio. The paintings and drawings produced there are characterised by the use of less pure colours, emphasising the non-colour black, whereby the figuratively recognisable takes an increasingly subor- dinate role. The artist no longer carefully filled the black-delineated areas with other colours, but instead merely suggested them, as seen in the present work. Sometimes a destructive moment is also present, which is particularly evident in the fire-worked canvases of the early 1970s. In the present ink drawing, this aggressive, destructive force seems to impressively confront us in the black, broad arch with its sprawling contours and uneven surface structure dominating the composition. CHF 180 000 / 240 000 (€ 171 430 / 228 570) | 48 Impressionist Modern Art
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  • 148.
    3534 ALFRED KUBIN (Leitmeritz 1877–1959Zwickledt) Indianerin (American Indian). 1906–07. Gouache and Tempera on paper. Signed lower right: Kubin. Titled on the reverse: Indianerin. 46 × 40 cm. Provenance: - Dr. Renato Schmidt, Hamburg (Kubin- Archiv; handwritten note on the reverse). - Private collection Switzerland, received as gift in the 1920s and by descent to the present owners. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 50 Impressionist Modern Art
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    3535 ÉMILE ANTOINE BOURDELLE (Montauban1861–1929 Le Vésinet) Guerrier allongé, grand modèle (étude pour le Monument aux Morts, aux Com- battants et Serviteurs du Tarn-et-Garonne de 1870–71). 1898. Bronze, black brown patina. Cast 1962. 2/10. Signed and with the copyright on the lower left side: E.A. BOURDELLE / © By BOUR- DELLE. On the backside with the foundry mark and the number: Susse Fondeur Paris N°2. 152 × 81 × 52 cm. Provenance: Private collection, Switzer- land, bought 1982 directly from the Musée Bourdelle, Paris. Literatur: Musée Bourdelle: Bourdelle, Paris 1954, no. 164. Antoine Bourdelle was a pioneer of twentieth-century monumental sculpture and a well-known teacher of important artists such as Alberto Giacometti and Henri Matisse. At the age of 32, Bourdelle gained the admiration of Auguste Rodin, whose studio he visited in 1893. Rodin quickly hired Bourdelle as his assistant responsible for rendering the clay models into finished marble sculptures. In the process, Bourdel- le developed a comprehensive understan- ding of the methods and philosophy of his master. The expressive sculpture Le Guerrier au glaive, created during Bourdelle's time in Rodin's studio, exemplifies the artist's striking use of heroic forms. In the present work, Bourdelle emphasises the dynamics of the human body and shows a climax of human emotions. As Charles Morice expressed, Bourdelle's works achieve a “realism that borders on idealism [. . .] Bourdelle’s art marks the transition from the long period of enslavement by reality, which we have experienced, to the new, necessary phase in which the artist will review in his heart all the secrets of nature and reflect them in a creation more faithful to general truth and at the same time revealing his own persona, intimate truth” (quoted in Ionel Jianou Michel Dufet, Bourdelle, Paris, 1978, pp. 281–29). CHF 40 000 / 60 000 (€ 38 100 / 57 140) | 51
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    3537 AUGUSTE HERBIN (Quiévy 1882–1960Paris) Le Port. 1907. Oil on canvas. Signed lower right: Herbin. 65 × 81 cm. Provenance: - Galerie Neupert, Zurich, no. 1316 (label on the reverse). - Swiss private collection, since the 1950s in the same family. Literature: Geneviève Claisse: Herbin. Catalogue Raisonné de l'œuvre peint, Paris 1993, p. 301, no. 129 (with ill.). Today, Auguste Herbin is considered an important co-founder of geometric-cons- tructivist art; however, his oeuvre is rooted in Impressionism and Post-Impressionism. 1907 was decisive in the determination of his personal style, which is particularly characterised by a free handling of form and colour. In the spring of that year he worked in Corsica and was fascinated by the Mediterranean island with its clear light. Several works from the port of Bastia were created there. Likewise in 1907, just a few months later, he painted views of the port in Hamburg, with more compact shapes and muted tones reacting to the conditions of the north. CHF 40 000 / 60 000 (€ 38 100 / 57 140) | 52 Impressionist Modern Art
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    3538* MAURICE DE VLAMINCK (Paris1876–1958 Rueil-a-Gadelière) Fleurs. Oil on canvas. Signed lower right: Vlaminck. 72.6 × 53.5 cm. The authenticity of the work has been confirmed by the Wildenstein Institute, Pa- ris, 27 September 2013. It will be included in the Catalogue critique des peintures, dessins et céramiques de Maurice de Vlaminck. Provenance: - Galerie de l'Elysée (Alex Maguy), Paris. - Manhattan Gallery, Tokyo. - Corporate collection Japan. - Auction Christie's, Paris, 3 December 2013, lot 97. - Private collection Germany. CHF 25 000 / 35 000 (€ 23 810 / 33 330) 3539 MAURICE DE VLAMINCK (Paris 1876–1958 Rueil-a-Gadelière) Le débit de vin. 1924. Oil on canvas. Signed lower left: Vlaminck. 65 × 81 cm. This work is registred in the archive of the Wildenstein-Plattner institute under number 837. Provenance: - Collection M. Victor Olivet, Geneva. - Auction Sothenby's Co., London, 1 July 1959, no. 24. - Auction Galerie Motte, Geneva, 25–28 April 1961, no. 224. - Private collection, Geneva, by descent to the present owner. Exhibitions: - Geneva 1958, Du Fauvisme à nos jours, Musée de l'Athénée, 17 July–11 Septem- ber 1958, no. 33. - Geneva 1954, Trésor des Collections Ro- mandes, Musée de l'Athénée, 26 June–3 October 1954, no. 199. Literature: Marcel Sauvage: Vlaminck - Sa Vie et son Message, Geneva 1954, p. 114, no. 126 (with col. ill.). CHF 60 000 / 80 000 (€ 57 140 / 76 190) | 55
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    3540 MARC CHAGALL (Liozna 1887–1985Saint-Paul-de-Vence) La veste rouge. 1961. Oil, gouache and ink on paper. Signed lower right: Marc Chagall. 66 × 50.5 cm. Provenance: Collection V. Loeb, Muri near Bern, presu- mably purchased directly from the artist and by descent to the present owner. Exhibition: Berlin 1972–73, Marc Chagall, Gouachen und Lavis 1947 bis heute, Nationalgalerie Berlin, Staatliche Museen Preussischer Kulturbesitz, 17 November 1972–22 Janu- ary 1973, p. 34, no. 67 (with col. ill. p. 20). Literature: Franz Meyer, Marc Chagall. Leben und Werk, Cologne, p. 151, no. 1007 (with ill.). “A young Russian painter, a tremendously imaginative colourist who always tran- scends the moody imagery of Slavic folk art, which he sometimes recalls. He is an artist of enormous versatility who defies all theories” (Apollinaire on Chagall, quoted in: Jacob Baal-Teshuva, Marc Chagall, 1998, p. 72). Marc Chagall understood most of his later works as a return to his beginnings — the spark of first love, the retrieval of the child- like excitement with which he embraced the simplest pleasures in life while simulta- neously embracing the temporary sadness of transience and loss. “La veste Rouge” is a fantastic example of Marc Chagall's late work and contains many of the artist's most popular motifs and themes. In the foreground, Chagall has depicted a hybrid creature, a human body with a goat’s head. These hybrid half-human, half-animal figures that so often appear in Chagall’s work originate from an old tradition. They can be found in old Jewish prayer books and manuscripts from the 13th and 14th centuries, in which the figures from Scripture are depicted as figures with animal heads. Chagall's Hasidic upbringing had a strong influence on his entire work and it is obvious that Chagall knew these Jewish texts and used them as sources for his motifs. Animals generally play a central role in Chagall's oeuvre. They are rarely seen as allegories, but rather as protagonists who act as people; the goat in particular plays a human role in many of the artist's paintings. Even in his early self-portraits, Chagall often depicted his head in a peculiar way. First detached from the neck and turned 180 degrees, sometimes with two human faces in one, or then together with an animal head. Of the latter, Cha- gall produced some lithographs around 1960. They depict a human body and a head that is half-human and half-animal. Thus it stands to reason that Chagall went one step further in “La veste rouge” and completely replaced his own head with that of a goat. It also can be assumed that the present work is a self-portrait. Chagall portrayed himself again in the 1980s, shortly before his death, in the same red jacket worn by the protagonist in the present work. Surrounding this self-portrait, the artist has embedded himself amidst his own story. Indicated in the background are the rooftops of his hometown Vitebsk. Even after he left for Paris in 1922, the city with its distinctive buildings and rural character remained a fundamental source of inspira- tion, which he described as: the soil that nourished the roots of my art (M. Chagall, quoted in: J. Baal -Teshuva, Marc Chagall: 1887-1985, New York, 1998, p. 19). They are a remembrance of his parents and siblings, of his Jewish heritage and many traditions, and also of the difficulties of his childhood due to his family's financial hard- ships and the anti-Semitism that they had to face. The large pendulum clock, which Chagall has placed at the side, appears in a number of the artist's pictures. In 1914 he even dedicated an entire painting to the clock case. Time is pervasive, some- times it seems to stand still, sometimes it rattles along quickly, but it cannot be escaped, as Chagall repeatedly pointed out. The still-life quality of the composition in the foreground is typical of Chagall, and especially the combination of fish, fruit and flowers can be frequently found in the artist's late work. These often very personal motifs for Cha- gall were immersed in his own colour palet- te, frequently composed of bright colours. He has placed himself at the centre of the present work, which is further emphasised through the luminous colours of the red jacket and the yellow goat head. The back- ground, the past, remains reserved and is rendered in shades of brown. My paintings are my memories (M. Cha- gall, ibid. p. 265), described Chagall. The combination of personal history, Jewish tradition and mystical creatures make Chagall a unique artist who was well recei- ved during his lifetime and still celebrates success long after his death CHF 300 000 / 450 000 (€ 285 710 / 428 570) | 56 Impressionist Modern Art
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    3541 THÉO TOBIASSE (Jaffa 1927–2012Cagnes-sur-Mer) Lumière de Venise. 1975. Oil on canvas. Signed and dated upper centre: tobiasse 75, as well as titled lower rigth: lumière de Venise. 38 × 46 cm. We would like to thank Catherine Faust- Tobiasse for confirming the authenticity of the painting, 30. April 2020. Provenance: Swiss private collection, Geneva. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 58 Impressionist Modern Art
  • 157.
    3542 GEORGES ROUAULT (1871 Paris1958) La loge. Circa 1925–30. Oil on canvas. Signed lower right: G. Rouault. 22 × 25 cm. Provenance: - Collection W. Hadorn. - Swiss private collection. Literature: Bernard Dorival und Isabelle Rouault: Rouault: L'œuvre peint, p. 294, no. 979 (with ill.). CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860) | 59
  • 158.
    3543* ÉMILE BERNARD (Lille 1868–1941Paris) Rue animé. 1893–95. Oil on cardboard. Signed lower right: Émile Bernard. 50 × 35 cm. Provenance: - Private collection, Paris. - Auction Drouot-Richelieu, Paris, 7 April 2004, lot 62. - Galleria Michelangelo, Bergamo (with label on the reverse). - European private collection, presumably acquired at the above gallery. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) 3544 ACHILLE ÉMILE OTHON FRIESZ (Le Havre 1879–1949 Paris) Honfleur. 1930. Oil on canvas. Signed lower left: E. Othon Friesz. 14 × 20 cm. Provenance: Swiss private collection. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 60 Impressionist Modern Art
  • 159.
    3545* LOUIS VALTAT (Dieppe 1869–1959Paris) Suzanne Valtat cousant. Circa 1903. Oil on canvas. Monogrammed lower right: LV. 31 × 28 cm. The authenticity of the work has been confirmed by the Amis of Louis Valtat, Choisel, 25 November 2008. It is registred in the archive under number 3908. Provenance: - Bernard Chappard, New York. - Auction Hôtel Drouot, Paris, 13 March 2000, lot 32. - Auction Christie's, New York, 2 May 2012, lot 330. - Private collection Germany. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 61
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    3546 ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Hutten begrüsst Sickingen. On the rever- se: Auf Sofa sitzender Knabe mit Katze. Circa 1923. Coloured chalk on yellow paper. 21.5 × 18.4 cm. This work is documented at the Ernst Lud- wig Kirchner Archive Wichtrach/Bern. Provenance: Swiss private collection. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710) | 62 Impressionist Modern Art
  • 161.
    3547* ERNST LUDWIG KIRCHNER (Aschaffenburg1880–1938 Frauenkirch b. Davos) Männliches Porträt. 1932–37. Pencil and black charcoal on paper. 28.6 × 20.8 cm. This work is documented in the Ernst Lud- wig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern. Provenance: - Galerie Kornfeld, Bern, 2014. - German private collection. The drawing is probably a portrait of the famous Swiss art historian Max Huggler. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670) | 63
  • 162.
    3548* PAUL KLEE (Munichbuchsee nearBern 1879–1940 Muralto) Der Tag im Wald. 1935. Watercolour on artists cardboard. Signed upper left: Klee. Dated and inscri- bed lower left on the artists cardboard: 1935 K 19, as well as titled lower right: Tag im Wald. 18 × 27.5 cm. Provenance: - Daniel-Henry Kahnweiler, Paris. - Curt Valentin (Buchholz Gallery; Valentin Gallery), Berlin/New York. - Henry Kleemann, New York/Munich. - James Gilvarry, New York (1960–67) - Galerie Jan Krugier, Dietsheim Cie, Geneva (1998). - Auction Christie's, London, 5 February 2008, lot 562. - Swiss property, purchased at the above auction. Literature: - Paul Klee Stiftung (ed.): Paul Klee, Cata- logue raisonné, vol. VII, 1934–1938, Bern 2003, no. 6801 (with ill. p. 164). - Will Grohmann: Paul Klee, Geneva Stuttgart, 1954, p. 310. Exhibitions: - Baltimore 1960, Paul Klee, Sammlung James Gilvarry, Museum of Art, June– September 1960; this exhibition was travelling to: Richmond 1960, The Virginia Museum of Fine Arts, September–Octo- ber 1960. - Champaign 1964, Paintings, Drawings and Prints by Paul Klee from the James Gilvarry Collection, College of Fine and Applied Arts, University of Illinois, Sep- tember–October 1964, no. 20. - Indianapolis 1966, Paul Klee, Herron Mu- seum of Art, Januar 1966, no. 18. - Santa Barbara 1967, Paul Klee, Oils, Watercolor, Gouaches, Drawings, Prints from the James Gilvarry Collection, The Art Gallery, University of California, Octo- ber–November 1967, no. 20 (with ill.). - Venice 1986, Paul Klee nelle collezi- oni private, Museo d'Arte Moderna Ca'Pesaro, June–October 1986, no. 138 (with ill.); this exhibition was travelling to: Milan 1986, Palazzo Reale, October–De- cember 1986. - Cannes 1990, Paul Klee, Œuvres sur papier, Galerie Daniel Gervis, May–July 1990 (with ill.). - New York 1998, Paul Klee, Traces of Memory, Jan Krugier Gallery, May–July 1998, no. 54 (with ill. p. 73); this exhibi- tion was travelling to: Geneva 1998–99, Galerie Jan Krugier, November 1998–Fe- bruary 1999. - Turin 2000–01, Paul Klee, Galleria Civica d'Arte Moderna e Contemporanea, Oc- tober 2000–January 2001 (with ill. p. 143). At the beginning of the 1930s, Paul Klee was at the height of his artistic career. He had already achieved international fame and in 1930 the Museum of Modern Art in New York showed the first retrospective of a still living European artist with the works of Paul Klee. However, the rise of the National Socialists in 1933 drastically changed the world around the artist. He was dismissed from his teaching post at the Düsseldorf Academy and was forced to flee to Bern, Switzerland with his family. The years 1933–36 were not easy for Klee, but they also gave way to a significant change in his approach as an artist. While his sensitivity to harmony remai- ned constant, the fine rectangular forms of earlier compositions were replaced by more fluid, organic forms and thicker, stronger lines. As Andrew Kagan describes this period in the artist's career: It signaled an authentic and substantial strengthe- ning of his line, the first real advance in two decades. The heavy-brush-drawn line now exists as a potential new force. To realize that potential, Klee needed to invent new formats and applications. To the extent that he was able to ponder artistic prob- lems during the difficult years 1933-36, what must have most concerned him was how to formulate a new type of linear art to assume the place that color had formerly occupied in his ambitions (Paul Klee at the Guggenheim Museum (exhibition cata- logue), Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 1993, pp. 45). In the present watercolour, Der Tag im Wald from 1935, Klee has depicted an abstracted pattern of form and colour in an idyllic, innocent natural world. The black outlines that emphasise the luminosity of the orange, brown, grey and blue tones and the lozenge shapes are reminiscent of a glass window. They also recall the art of a child, which Klee deliberately evoked. From the Broad, rough line of children’s art he forged an artistic tool of genuine force – a line of stability, assertion, and power – that was one of the most daring and important innovations in painting of 1935–45. It endowed his drawings and paintings with a monumentality they had never known before and with a new level of content, and it formed one of the most ve- nerable features of his rich legacy to later generations of artists” (ibid. p. 46–47). CHF 180 000 / 240 000 (€ 171 430 / 228 570) | 64 Impressionist Modern Art
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    3549 RAOUL DUFY (Le Havre1877–1953 Forcalquier) L'orchestre en Arles. Circa 1928. Pencil on paper. Lower right with the stamped signature: Raoul Dufy. 23.7 × 20.4 cm. This work will be included in the next volu- me of the Catalogue Raisonné des dessin de Raoul Dufy, prepared by Fanny Guillon Lafaille, Paris, 9 January 2009. Provenance: Swiss private collection. CHF 1 800 / 2 400 (€ 1 710 / 2 290) 3550 RAOUL DUFY (Le Havre 1877–1953 Forcalquier) Les funérailles du Maréchal Lyautey à Nan- cy ou Le Defilé. 1934. Pencil on paper. 50 × 65 cm. This work will be included in the next volu- me of the Catalogue Raisonné des dessin de Raoul Dufy, prepared by Fanny Guillon Lafaille. Provenance: - Galerie Motte, Geneva. - Swiss private collection. - Auction Galerie Widmer, St. Gallen, 7 April 2017, lot 112. - Swiss private collection, purchased at the above auction. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3551* FRANCIS PICABIA (1879 Paris 1953) Without title. 1940–43. Pencil and chalk on paper. Signed lower left: Francis Picabia. 29 × 41.5 cm. We would like to thank the Comité Picabia for confirming the authenticity of the work, Paris, 13 march 2020. Provenance: - Gallery Paul Vallotton, Lausanne (label on the reverse). - Swiss private collection. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570) 3552 MARINO MARINI (Pistoia 1901–1980 Viareggio) Cavalli e cavalieri. 1941 Pencil on paper. Signed and dated lower centre: MARINI / 1941. 46 × 30.7 cm. The authenticity of the work has been confirmed by the Fondazione Marino Mari- ni, Pistoia, 18 May 2018. It is registred in the archive unter number 785. Provenance: - Galeria d'Arte Cortina, Milan (stamp on the reverse). - Swiss private collection. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) | 66 Impressionist Modern Art
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    3553 GIORGIO DE CHIRICO (Volos1888–1978 Rom) Piazza d'Italia. 1945–49. Oil on canvas. Signed lower right: g. de Chirico. Inscribed and signed on the reverse of the canvas: Questa è un' opera onia originale / Giorgio de Chirico / Roma 23 Sett. 1952. 50 x 40 cm. We would like to thank the Fondazione Gi- orgio de Chirico for confirming the authen- ticity of the painting, Rome, 18 May 2020. Provenance: - Galleria La Nuova Bussola, Turin. - Private collection Italy, purchased in the 1950s at the above gallery and by descent to the present owners. Born in Greece to Italian parents, Giorgio de Chirico was surrounded by images of antiquity since his early childhood. Clas- sical mythology, history and architecture were a source of inspiration for the artist, who often incorporated these themes within a contemporary context. After Neo-classical Neo-baroque periods, Giorgio de Chirico revisited the themes that were characteristic of his metaphy- sical paintings of the 1920s, including the series of the Italian Piazza. He first employed it before the World War I and took it up at various points in his career. It remained a constant source of inspiration for the artist, in which he saw the infinite possibilities of a finite set of objects (Mi- chael R. Taylor, “Giorgio de Chirico and the Myth of Ariadne”, Philadelphia, Philadelphia Museum of Art, 2002, p. 133). One of the iconic images in de Chirico's work, the present painting depicts an enigmatic, bleak urban environment whose eerie atmosphere is a hallmark of the artist's metaphysical paintings. The main motifs of the Italian Piazza series can also be found here, with empty porticoes, the suggested shadows of two people and the solitary sculpture that dominates the centre of the composition. Although de Chirico never revealed the identity of this statue, it is believed to be based on a monument to the journalist Giovanni Battista Bottero in Turin’s Piazza Largo IV Marzo. The work explores de Chirico's core concepts: classicism, modernity, time, melancholy, nostalgia and existence. Ar- dengo Soffici best described de Chirico's metaphysical compositions: Giorgio de Chirico expresses as no one else has done the poignant melancholy of the close of a beautiful day in an old Italian city(...) (Mi- chael R. Taylor, “Giorgio de Chirico and the Myth of Ariadne”, Philadelphia, Philadelphia Museum of Art, 2002, pp. 27/28). CHF 100 000 / 150 000 (€ 95 240 / 142 860) | 68 Impressionist Modern Art
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    3554* CHRISTIAN ROHLFS (Niendorf/Holstein 1849–1938Hagen/ Westfalia) Segelboot (sailing boat). 1933. Brown chalk on paper. Monogrammed and dated lower right: CR 33. 28.5 × 20 cm. Provenance: - Collection Emil Frey, Germany. - European private collection, by descent from the above. Literature: - Kaiserslautern 1976, Kunst des 20. Jahr- hunderts aus der Sammlung F., Pfalzgale- rie Kaiserslautern, 15 February–14 March 1976, no. 282. - Kiel 1974, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung eines Kielers, Ausstellung zum 100. Jubiläum der Schleswig-Hol- steinischen Landesbrandkasse, Kunst- halle Kiel, 3 February–3 March 1974, no. 153 (with b/w ill. p. 104). - Ludwigshafen am Rhein 1970, Idee und Wirklichkeit, Handzeichnungen und Aquarelle des 20. Jahrhunderts aus Privatbesitz, Ausstellung im Bürgermeis- ter-Ludwig-Reichert-Haus Städtische Kunstsammlungen Ludwigshafen am Rhein, 11 October–1 November 1970, no. 170 (with b/w ill.). - Munich 1954, Gaben des Augenblicks. Vierundvierzig unveröffentlichte Zeich- nungen und Aquarelle aus der Sammlung E. Frey, p. 10/11 (with col. ill.). CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 70 Impressionist Modern Art
  • 169.
    3555* CHRISTIAN ROHLFS (Niendorf/Holstein 1849–1938Hagen/ Westfalia) Perlmuttmorgen, Ascona. 1932. Watercolour and crayon on paper. Monogrammed and dated lower right: CR 32. 33.5 × 23.8 cm. Provenance: - Collection Charles Goldsmith, New York. - Galerie Wilfried Utermann, Dortmund. - German Private collection, by descent to the present owner. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) | 71
  • 170.
    3556 FRANÇOIS GALL (Kolozsvar 1912–1987Paris) Femme assise dans un pré. Oil on canvas. Signed lower right: F. Gall. 50 × 61 cm. Provenance: Swiss private collection, by descent to the present owners. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 72 Impressionist Modern Art
  • 171.
    3557 FRANÇOIS GALL (Kolozsvar 1912–1987Paris) Eugénie Gall et ses enfants au landau, sous le Pont Neuf. Circa 1949. Oil on canvas. Signed and inscribed lower left: F. Gall / Pont Neuf. Paris. 65.5 × 80.7 cm. We would like to thank Marie-Lize Gall for confirming the authenticity of the painting, April 2020. Provenance: Private collection Austria. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 73
  • 172.
    3558 GEN PAUL (1895 Paris1975) Chez le bougnat. Joueurs de cartes. 1924. Gouache on paper on canvas. Signed upper right: Gen Paul. 50 × 65 cm. The authenticity of the work has been confirmed by the artist, certificate may 1973. Provenance: Swiss private collection. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) | 74 Impressionist Modern Art
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    BERNARD, EMILE 3543 BOURDELLE,ÉMILE ANTOINE 3535 CHAGALL, MARC 3540 CORINTH, LOVIS 3503 CZAPSKI, JOSEPH 3517 DALÍ, SALVADOR 3529, 3528 DE CHIRICO, GIORGIO 3553 DUFY, JEAN 3515 DUFY, RAOUL 3514, 3549 FJAESTAD, GUSTAF 3502 FRIESZ, ACHILLE ÉMILE OTHON 3544 GALL, FRANÇOIS 3557, 3556 GEN PAUL 3558 GIACOMETTI, ALBERTO 3532 GUILLAUMIN, ARMAND 3504 HERBIN, AUGUSTE 3537 KIRCHNER, ERNST LUDWIG 3546, 3547, 3524, 3525, 3526 KLEE, PAUL 3548 KUBIN, ALFRED 3534 LEBOURG, ALBERT 3505 LECHTER, MELCHIOR 3501 LHOTE, ANDRÉ 3512 LIEBERMANN, MAX 3507, 3508, 3509 LOISEAU, GUSTAVE 3510 MARINI, MARINO 3552 MARQUET, ALBERT 3519 MARTIN, HENRI 3520 MASSON, ANDRÉ 3531 MIRÓ, JOAN 3527, 3530, 3533 PECHSTEIN, HERMANN MAX 3522, 3523 PETITJEAN, HIPPOLYTE 3513 PICABIA, FRANCIS 3551 RAOUL, DUFY 3550 RENOIR, PIERRE-AUGUSTE 3506 RHEINER, LOUIS 3511 ROHLFS, CHRISTIAN 3554, 3555 ROUAULT, GEORGES 3542 SIGNAC, PAUL 3521 ŠPÁLA, VACLAV 3516 TOBIASSE, THÉO 3541 VALTAT, LOUIS 3545 VLAMINCK, MAURICE DE 3538, 3539 WIEDEMANN, GUILLERMO 3518 | 75 Artist Register
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    MAP PREVIEW Hardturmstrasse 121 8031 Zurich,Switzerland AUKTION ONLINE ONLY AUCTIONS Koller Auctions Ltd Hardturmstrasse 102 8031 Zurich, Switzerland Tel  +41 44 445 63 63  Fax  +41 44 273 19 66  office@kollerauctions.com www.kollerauctions.com.ch Koller Auktionen AG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland Tél  +41 22 311 03 85 Fax  +41 22 810 06 30 geneva@kollerauctions.com.ch www.kollerauctions.com.ch PREVIEW Hardturmstrasse 102/121 8031 Zurich, Switzerland AUCTION Hardturmstrasse 102 8031 Zurich, Switzerland PREVIEW 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland AUCTION 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland REPRESENTATIVES MUNICH Fiona Seidler Maximiliansplatz 20 80333 Munich Tel. +49 89 22 80 27 66 Fax +49 89 22 80 27 67 Mobile +49 177 257 63 98 muenchen@kollerauctions.com DÜSSELDORF Ulrike Gruben Citadellstrasse 4 40213 Düsseldorf Tel. +49 211 30 14 36 38 Fax +49 211 30 14 36 39 Mobile +49 175 586 38 64 duesseldorf@kollerauctions.com MOSCOW Vadim Goncharenko Mobile +41 76 431 81 64 moscow@kollerauctions.com BEIJING Jing Li Haidian Qu Chedaogou 10# 6/4-307 100089 Beijing Tel. +86 135 2039 8057 beijing@kollerauctions.com MILAN LuigiPesce ViaSanMartino5 / 7 20122Milan Tel.+393395962768 milano@kollerauctions.com HAMBURG Ulrike Gruben Tel. +49 40 33 38 12 39 hamburg@kollerauctions.com
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    | 77 PostWar Contemporary Auction in Zurich: 4 July 2020, 2pm Kontakt · Silke Stahlschmidt · Tel. +41 44 445 63 42 · stahlschmidt@kollerauktionen.ch Andy Warhol (1928‒1987). Lola Jacobson. 1985. Synthetic polymer and silkscreen inks on canvas. 101.5 × 101.5 cm.
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    | 78 BEDINGUNGEN FÜRKLASSISCHE AUKTIONEN Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti- onssaal versteigert werden. Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den nachstehenden Auktions- bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz („Koller“): 1. Rechtsstellung der Parteien Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei- gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell- vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32 Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts („OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“), wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird dadurch nicht Partei des Kaufvertrages. 2. Aufgeld 2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich- ten, das wie folgt berechnet wird: i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25% ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000 und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis zur Höhe des Zuschlags iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000 und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000 bis zur Höhe des Zuschlags. 2.2 Falls der Käufer während einer online über- tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin- gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite publiziert sind. Diese können von den hier pub- lizieren abweichen. 2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei- zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich- ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes einzelne Objekt.  2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be- zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr- wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er- halten die MWST rückvergütet.  2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine Kommission erhält. 3. Garantie 3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol- gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter, Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei- bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa- talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände- rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden.  3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender Bestimmung findet nach Ermessen von Koller nicht statt, falls: i. die Beschreibung des Objekts im Auktions- katalog im Einklang mit der Meinung einer Fachperson oder mit der herrschenden Mei- nung von Fachpersonen stand oder die Be- schreibung im Auktionskatalog andeutete, dass hierüber Meinungsverschiedenheiten bestanden,  ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach dem Stand der Forschung und mit den allge- mein anerkannten und üblichen Methoden noch nicht oder nur mit unverhältnismässi- gem Aufwand als solche erkennbar war, iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein- schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder  iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde, Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han- delt, das gemäss den Angaben im Auktions- katalog vor 1880 entstanden sein müsste. 3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen. Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus, dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe- nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge- fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es ihm übergeben wurde, und unbelastet von An- sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob- jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten Gutachten von zwei unabhängigen und in dem Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch nicht an solche Gutachten gebunden und behält sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf eigene Kosten einzuholen. 3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel- tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich- ten. 3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer 3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel- des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen. 4. Haftungsausschluss 4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu- stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob- jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren. Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in neuwertigem Zustand. 4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata- log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa- tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands- berichte von Koller die vor der Auktion angefordert werden können, geben lediglich ein allgemeines Bild und eine unverbindliche Einschätzung von Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er- folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen. Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen, und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän- giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog- beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei- bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs (inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache ausschliesslich massgebend. Koller behält sich das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut- achten stellen genauso wenig wie von Koller vor- genommene Objektbeschreibungen oder sonsti- ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen über dessen Wert) explizite oder stillschweigende Zusicherungendar. 4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg- bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol- ler gegenüber dem Käufer. 5. Teilnahme an der Auktion 5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter steht jedermann offen. Koller behält sich aber das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich- keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an ihren Auktionen zu untersagen.  5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion mittels des dafür vorgesehenen Formulars re- gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re- gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas- ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen. Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss Angaben auf dem Registrierungsformular bis zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich Spesen des Kartenanbieters zu belasten.  5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen Bank verlangen.  5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz- werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von 20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver- langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti- on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum- gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
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    | 79 6. Versteigerung 6.1Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver- bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung.  6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be- sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4 nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige- rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte.  6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser- halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas- sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor- liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe- halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv, nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft.  6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen- ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der Steigerung schriftlich entgegengenommen.  6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten, wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti- onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann nicht telefonisch geboten werden und Interes- senten werden um Abgabe eines schriftlichen Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk- tionssaal gebeten.  6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei- ner Live-Auktion abgeben möchten, können an der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk- tion zugelassen worden sind. Koller behält sich das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei- teres abzulehnen.  6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück- sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück- sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie- tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5. 7. Eigentumsübergang Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die- se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu- geordnet hat. 8. Abholung der ersteigerten Objekte 8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei- gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll- ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller. 8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol- ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob- jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor- sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST. Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr und es ist Sache des Käufers, für eine angemes- sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf- tung übernommen werden. Werden die erstei- gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt, lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge- fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz von CHF 10 pro Objekt ein.  8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer. Ohne anders lautende schriftliche Abmachung werden die zugeschlagenen Objekte für den Transport durch Koller auf Kosten des Käufers versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche Objekte werden von Koller nicht versandt. 9. Bezahlung der ersteigerten Objekte 9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach Abschluss der Auktion in Schweizer Franken zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von Koller möglich und unterliegen einer Bearbei- tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag erhoben wird. 9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent- gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe- trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7 TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben, dieebenfallsderKreditkartebelastetwird. 9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver- langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech- tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min- destverkaufspreises entweder freihändig oder anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng- lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste- henden Schaden.  9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde- tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht. Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver- wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei- bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen. 10. Vertretung Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil- ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange- nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso- nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder als Organ einer juristischen Person bieten, kann der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten. 11. Verschiedene Bestimmungen 11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede Haftung des anwesenden Beamten, der Ge- meinde oder des Staates für Handlungen von Koller ist ausgeschlossen.  11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB an einen Dritten zu übertragen oder durch einen Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesen AGB Dritten zu übertragen. 11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien und Abbildungen von verkauften Objekten in den eigenen Publikationen und in den Medien zu ver- öffentlichen und damit Werbung zu betreiben.  11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be- standteil jedes einzelnen an der Auktion ge- schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller verbindlich.  11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un- wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un- gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt- schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt bei eventuellen Lücken der Regelung. 11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus- schluss von allfälligen Verweisungen des Bun- desgesetztes über das Internationale Privat- recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (UN-Kaufrechts).  11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter Einschluss der Geltendmachung von Verrech- nungen und Gegenforderungen), welche aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess- lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol- ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen. Zürich, 1. Juli 2018
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    | 80 AUCTION CONDITIONS(CLASSIC AUCTIONS) These conditions apply solely to items which are auctioned by Koller (according to the definition below) live in the saleroom. By participating in the auction the bidder accepts the following Auction Conditions of Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Switzerland (“Koller”). 1. Legal status of the parties The auction items are auctioned by Koller in the name of and on the account of the seller of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on behalf of and for the account of the Seller as his agent as defined in article 32, section 1 of the Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer price is determined by the bidder recognised by Koller as having made the highest bid in Swiss Francs in the course of an auction (“Purchaser”), resulting in the conclusion of a purchase contract between the Seller and the Purchaser (“Purchase Contract”). Koller is thereby not a party to the Purchase Contract. 2. Surcharge 2.1 In addition to the bid price, the Purchaser must pay a surcharge on such bid price calculated as follows: i. on a successful bid of up to CHF 10 000: 25% ii. on a successful bid over CHF 10 000 up to CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000 and22% on the difference between CHF 10 000 and the bid. iii. on a successful bid over CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000, 22% on CHF 390 000 and 15% on the difference between CHF 400 000 and the bid. 2.2 If the winning bid is placed over the internet in the course of a saleroom auction which is broadcast online (“Live Auction”), or leaves a pre-sale bid through an independent bidding platform which is linked with Koller, there will be anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders are subject to Koller’s terms and conditions as listed on the Live Auction website, which may differ in some respects from those listed here. 2.3 The Purchaser must pay Swiss value added tax (“VAT”) on the surcharge. The stated percentage of the surcharge corresponds to the successful bid for each individual item. 2.4 The full tax is charged on all items marked * in the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the sum of the bid price plus the surcharge for those items. The VAT will be refunded to Purchasers providing a validly stamped export declaration. 2.5 The Purchaser agrees that Koller also has the possibility to receive a commission from the Seller. 3. Guarantee 3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the Seller and shall reimburse the purchase price and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if an item proves to be a forgery. A “forgery” shall be deemed to exist if the item, in the reasonable opinion of Koller, is an imitation created with the intention of causing a deception with respect to the authorship, age, period, culture or origin, if the correct description of such content is not reflected in the auction catalogue (taking account of any additions), and if this circumstance significantly impairs the value of the item in comparison to an item corresponding to the catalogue description. An item shall not be deemed to have been forged if it is merely damaged and/or has been subjected to restoration work and/or modifications of any nature whatsoever. 3.2 A rescission in accordance with the above provision shall not take place at the discretion of Koller if: i. the description of the item in the auction catalogue was supported by the view of a specialist or by the prevailing view of specialists, or if the description in the auction catalogue suggested that differences of opinion exist in this respect; ii. the forgery was not identifiable as such at the time of the successful bid in accordance with the current state of research and with the generally acknowledged and usual methods, or only with disproportionate effort; iii. the forgery (based on Koller’s conscientious assessment) was produced before 1880; or iv. the purchased item is a painting, watercolour, drawing or sculpture which according to the details set out in the auction catalogue was created prior to 1880. 3.3 The Purchaser may request rescission from Koller (as the agent of the Seller) from the day of the successful bid for a period of two (2) years (three (3) weeks for jewellery). It shall be granted exclusively to the Purchaser and may not be assigned to any third party. Assertion of theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser making a complaint to Koller by registered letter immediately after the discovery of the defect, and returning the purchased item to Koller in the same condition as it was handed over to him and unencumbered by third parties› claims. The Purchaser must provide proof that the item is a forgery. Koller may demand that the Purchaser obtains at his own expense expert opinions from two independent individuals who are recognised experts in the field. However, Koller shall not be bound by any such expert opinion, and reserves the right to obtain additional expert advice at its own expense. 3.4 Koller may at its complete discretion waive the assertion of grounds for exclusion pursuant to the above Section 3.2 or the fulfilment of preconditionspursuanttotheaboveSection3.3. 3.5 The claims of the Purchaser against Koller as the agent of the Seller under Section 3.1 are limited to the reimbursement of the purchase price and surcharge (incl. VAT) paid by the Purchaser. Further or other claims of the Purchaser are excluded under any legal title (including error according to art. 23 ff. CO) whatsoever. 4. Disclaimer 4.1 The items are auctioned in the condition existing at the time of the successful bid. The auctioned items are “used” objects and are therefore generally not in pristine condition. 4.2 Each item in the auction catalogue is listed with a description and an illustration. The information in the auction catalogue, as well as the condition reports issued by Koller, are intended to provide an overall impression and a non-binding assessment by Koller. The items are described to the best of our knowledge and belief. However, Koller cannot accept any liability for the details provided in the catalogue. The items may be inspected during the preview. The Purchaser is therefore invited to inspect an item prior to the auction and, possibly with the assistance of an independent specialist advisor, to form his own opinion of the concordance betweentheitemandthecataloguedescription. Concerning the descriptions of the items, the German-language print edition of the catalogue (including any later amendments) shall be exclusively applicable. Koller reserves the right to call upon experts or specialists of its choice to give an opinion and to rely on that opinion. Koller cannot be held liable for the correctness of such opinions. Neither any such expert opinions or reports, nor the descriptions of items provided by Koller, nor other statements pertaining to an item (including statements pertaining to the value thereof) constitute explicit or implicit warranties. 4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or warranty whatsoever is given in respect to legal and material defects. The liabilities of the Seller vis-à-vis the Purchaser are limited to the same extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the Purchaser. 5. Participation in the auction 5.1 Any party may participate in an auction as a bidder. However, Koller reserves the right at its complete discretion to prevent any person entering its premises or attending or participating in its auctions. 5.2 Bidders who are not personally known to Koller must register at least 48 hours before the auction,usingtheformprovidedforthispurpose. The registration form must be signed, with legal effect, and a copy of the bidder’s passport must be enclosed, as well as current, valid credit card information. In the event of payment default by the Purchaser, Koller shall be entitled to charge the Purchaser’s credit card in accordance with the details provided on the registration form for the entire amount of the invoice, plus the credit card processing fees. 5.3 Koller may demand in advance from any bidder a certificate of creditworthiness issued by a bank approved by Koller. 5.4 In the case of bids for items with upper estimated values of more than CHF 30 000, Koller may demand that the bidder first remits 20% of the lower estimated value as security. Following the auction, Koller will offset this sum against its claims and the claims of the Seller, and will reimburse any possible surpluses to the Purchaser/bidder without delay. 6. Auction 6.1 Koller may initiate the auctioning of an item below the minimum selling price agreed upon with the Seller. A bid placed at an auction is a binding offer. The bidder shall remain bound by his bid until this is either outbid or rejected by Koller. Double bids shall immediately be called once again; in case of uncertainty, the auction management shall decide. 6.2 Koller may refuse a bid without providing
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    | 81 justification ifa Purchaser fails to fulfil the conditions for participation in an auction pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller may also pass or withdraw auctioned items without a sale even if this is not apparent to the auction participants. 6.3 Koller reserves the right to combine, separate or omit numbered lots in the catalogue or to offer them out of sequence. Koller reserves the right to sell lots “conditionally” at its sole discretion, in which event the hammer price will be considered as conditional and the highest bidder will remain bound by his bid for 14 days following the auction. The highest bidder will be released from all obligations if he does not receiveastatementfromKollerwithinthisperiod declaring the hammer price as final. 6.4 Written bids from potential Purchasers who cannot attend the auction in person are accepted up to 48 hours before the auction begins. 6.5 Potential Purchasers may bid by telephone if they have given written notice at least 48 hours before the auction starts. Koller does not accept telephone bids for lots estimated under CHF 500, and bidders are requested to leave a written bid or participate in the salesroom for such items. 6.6 Potential Purchasers who intend to place their bids in the course of a Live Auction may participate in the auction once their registration applications have been approved by Koller. Koller reserves the right to decline registration applications at its discretion. 6.7 Koller shall not be liable for any bids including advance notifications of telephone bidding which are not taken into consideration. Telephone bidders and persons giving written instructions are also subject to the provisions of Article 5 relating to proof of identity and financial soundness. 7. Transfer of title Ownership of an auctioned item shall be transferred to the Purchaser as soon as the purchase price and the surcharge (incl. VAT) have been comprehensively paid in Swiss francs and Koller has attributed these payments to the corresponding item. 8. Collection of the auctioned items 8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe Purchaser›s own expense within 7 days from the end of the auction during official opening hours. The place of performance for the purchase contract between the Purchaser and the Seller is therefore the registered office of Koller. If time permits, the items may be handed over after each auction session. The handover shall take place following comprehensive payment of the purchase price as well as the surcharge (incl. VAT) and the attribution of this sum to the auctioned item by Koller. 8.2 During the aforementioned period, Koller shall be liable for loss, theft, damage or destruction of items which have been auctioned and paid for, although solely due to intentional or grossly negligent acts on the part of Koller, and onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge and VAT. Koller ceases to have liability after the aforementioned period, and the Purchaser shall be responsible for ensuring adequate insurance cover for the auctioned item. No liability can be assumed for frames and glass. If the auctioned items are not collected within 7 days, Koller will store the works at a company of their choice at the purchaser’s own risk and expense or on their own premises at a daily rate of CHF 10 per object. 8.3 Shipping orders may be given to Koller in writing. All shipping costs shall be borne by the Purchaser. Unless otherwise agreed in writing, transport insurance shall be contracted for the sold items at the expense of the Purchaser. Glass-covered pictures and fragile items shall not be sent by Koller. 9. Payment for the auctioned items 9.1 The invoice for a successful bid for an auctioned item is payable in Swiss francs within 7 days from the end of the auction. Payments by credit card are only possible with the approval of Koller’s accounting department, and are subject to processing fees amounting to between 2 and 4% of the invoiced amount, payable by the purchaser and added to the invoice total. 9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions, KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras settlement for any debt owed by the Purchaser to Koller or the Seller and set off any debt which it owes to the Purchaser against its own claims. If the Purchaser defaults on a payment, default interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe invoiced sum. If Koller does not receive payment for purchases within seven (7) days following the auction, Koller reserves the right to charge the Purchaser’s credit card for the full amount of the invoice, without further notification to the Purchaser. In such cases the credit card processing fees of 2–4% as described above are also applicable, and will be charged to the Purchaser’s credit card. 9.3 If the Purchaser does not pay or does not pay promptly, Koller may moreover in its own name and in the Seller›s name either (i) insist on the fulfilment of the purchase agreement or (ii) without further notice withdraw from the purchase agreement and waive the subsequent performance of the Purchaser or assert a claim for compensation for non-performance; in the latter case Koller shall also be entitled, irrespective of any minimum sales price, to sell the item either directly or in an auction, and may use the proceeds to reduce the debts of the Purchaser. Any amount realised above the original hammer price shall be paid out to the Seller. The Purchaser is liable to Koller and the Seller for all prejudice caused by non-payment or late payment. 9.4 Koller retains a right of retention and a lien on all the Purchaser›s items in its custody until full payment of all monies owed. Koller may exercise such liens in accordance with the legislation on the enforcement of debts or by private sale (including in its own name). The plea of prior lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded. 10. Representation Each Purchaser shall be personally liable for each bid he places, and for the purchase contract between the Purchaser and the Seller. Proof of the power of representation may be requested from persons bidding as agents for a third party or as an organ of a corporate body. The agent shall be jointly and severally liable with his principal for the fulfilment of all obligations. 11. Miscellaneous provisions 11.1 The auction shall be attended by an official fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the local authority and the state have no liability for the acts of Koller. 11.2 Koller reserves the right to transfer any or all rights and obligations from these Auction Conditions to a third party or to have these carried out by a third party. The bidder and/or Purchaser does not have the right to transfer any rights from these Auction Conditions to a third party. 11.3 Koller reserves the right to publish illustrations and photographs of sold items in its own publications and the media and to publicise its services therewith. 11.4Theaforementionedprovisionsformpartof each individual purchase agreement concluded at the auction. Amendments are binding only with Koller›s written agreement. 11.5 Should certain provisions of these Auction Conditions be or become partially or fully invalid and/or unenforceable, this does not affect the validity of the remaining provisions. The invalid and/or unenforceable provisions shall be replaced by those which most closely approximate the economic meaning and intended economic purpose of said provisions. The same shall be applicable to any possible gaps or loopholes in the provisions. 11.6 The present Auction Conditions and all amendments thereof are governed by Swiss law, under exclusion of possible references to Switzerland’s Federal Code on Private International Law (CPIL), and under exclusion of the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention). 11.7 The courts of the Canton of Zurich shall be exclusively responsible for settling disputes (including the assertion of offsetting and counterclaims) which arise out of or in conjunction with these Auction Conditions (includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation or fulfilment). Koller may, however, initiate legal proceedings before any other competent court. 11.8 In the event of any discrepancy between the different language versions of these Auction Conditions, the German language version shall prevail. Zurich, 1 July 2018
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    | 82 CONDITIONS DEVENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES) Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller (selon la définition ci-après) présente lors d’une vente auxenchèresclassiquedansunesalledevente. En prenant part à la vente aux enchères, l’enchérisseur se soumet aux Conditions de Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Suisse («Koller»): 1. Statut juridique des parties Les objets d’enchères seront mis aux enchères par Koller au nom de et pour le compte de celui qui les a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le compte du Mandant comme représentant direct/ immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat deVente. 2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication) 2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication qui sera calculé de la manière suivante: i. pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25% ii. pour une adjudication dès CHF 10’000 jusqu’à CHF 400’000: 22% sur les premiers CHF 10’000 et 20% sur la différence de CHF 10’000 jusqu’au montant de l’adjudication iii. pour une adjudication dès CHF 400’000: 25% sur les premiers CHF 10’000; 22% sur CHF 390’000 et 15% sur la différence de CHF 400’000 jusqu’au montant de l’adjudication. 2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été transmise en direct sur Internet («Enchères Live»), ou a transmis un ordre d’achat à travers un site indépendant en relation avec Koller, le supplément sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%. l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui pourraient varier des présentes conditions. 2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré. Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé. 2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le catalogue de la vente aux enchères sont pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que ces objets sont frappés de la TVA sur le prix d’adjudication augmenté du prix majoré. Les Acheteurs qui sont en mesure de présenter une déclaration d’exportation valablement timbrée se voient rembourser la TVA. 2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive également une commission par le Mandant. 3. Garantie 3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux, Koller annulera l’adjudication (sous réserve des chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par faux tout objet qui constitue, conformément à une évaluation raisonnable de Koller, une imitation faite dans l’intention de tromper fallacieusement autrui, quecesoitencequiconcernel’auteur,l’âge,l’époque, lecercledecultureoul’origine,sansqueladescription correcte de ces éléments ne ressorte du catalogue de la ventes aux enchères (en tenant compte de toutemodificationapportée)etquecetétatdesfaits diminuesensiblementlavaleurdel’objetparrapportà unobjetcorrespondantàladescriptionducatalogue. Un lot n’est pas considéré comme falsifié s’il est seulementendommagéous’ilafaitl’objetdetravaux derestaurationet/oudemodificationsquelconques. 3.2 L’adjudication ne sera pas annulée conformément à la disposition ci-dessus, en fonction de l’appréciation de Koller, lorsque: i. la description de l’objet dans le catalogue de la vente aux enchères était conforme à l’avis d’un expert ou à l’avis général des experts ou lorsque la description dans le catalogue de la vente aux enchères laissait supposer qu’il existait des divergences de vue à cet égard ; ii. l’état d’avancement technique et les procédés généralement acceptés et pratiqués n’ont pas permis de reconnaître le faux au moment de l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation aurait été disproportionnée par rapport à la valeur de l’objet ; iii. le faux a été réalisé (selon l’estimation soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou iv. l’objet acheté est un tableau, une aquarelle, un dessin ou une sculpture dont la date de réalisation devrait être antérieure à 1880 conformément aux indications fournies dans le catalogue de la vente aux enchères. 3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de l’adjudication à Koller (en tant que représentant du Mandant) à compter de la date de l’adjudication pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas autorisée. La mise en œuvre de la réclamation exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre sous pli recommandé dès la découverte du vice et qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié à Koller dans le même état que le jour de la remise et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci fasse réaliser à ses propres frais des expertises par deux experts indépendants reconnus dans la matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en considération ces expertises et se réserve le droit desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts. 3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut renoncer à faire valoir un motif d’exclusion conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus. 3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire valoir à l’égard de Koller en tant que représentant du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au remboursement du prix de vente payé et du prix majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur essentielle selon l’article 23 ff. du CO). 4. Exclusion de responsabilité 4.1 Les objets sont mis aux enchères dans l’état dans lequel ils se trouvent au moment de l’adjudication. Les objets sont par définition «usés» et donc rarement en parfait état. 4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le catalogue de vente aux enchères. Les informations dans le catalogue, ainsi que dans les rapports sur l’état de conservation (condition reports) représentent uniquement une idée générale et une évaluation sans engagement de la part de Koller. La description des objets est faite en toute conscience, Koller ne peut cependant assumer aucune responsabilité pour les indications figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition, il est possible de voir les objets. Par conséquent, l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu lot avec la description de celui-ci dans le catalogue, le cas échéant en se faisant assister par un conseil techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets dans la version allemande de l’édition imprimée du catalogue (avec modifications ultérieures) s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit de faire appel à des experts ou des spécialistes de son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions. Les avis de ces spécialistes ou des expertises, les descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout autre énoncé concernant un objet (y compris des énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun casdespromessesexplicitesoutacites. 4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute responsabilité pour défauts matériels ou juridiques est exclue. Les obligations du Mandant à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la même mesure que les engagements de Koller à l’égard de l’Acheteur. 5. Participation à une vente aux enchères 5.1 La participation à une vente aux enchères en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute personne. Cependant, Koller se réserve le droit – à son libre arbitre – de refuser à toute personne l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire à toute personne la présence ou la participation à l’une de ses ventes aux enchères. 5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas personnellement connus par Koller doivent s’enregistrer 48 heures avant la vente aux enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet. L’enregistrement valablement signé devra être accompagné d’une copie du passeport de l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur, Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de celui-ci conformément aux informations fournies sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés parlasociétédecartedecrédit. 5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par Koller. 5.4 En cas d’offres pour les objets dont l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000, Koller peut demander à l’enchérisseur le virement préalable de 20% de l’estimation basse à titre de garantie. Après la vente, Koller compensera ce montant avec ses prétentions et les prétentions du Mandant et remboursera sans délai tout excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur. 6. Vente aux enchères 6.1 Koller peut commencer les enchères en- dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant. Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire. L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères doubles font l’objet d’un nouvel appel immédiat; dans les cas douteux, la direction des enchères tranche.
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    | 83 6.2 Kollerest libre d’écarter une enchère sans indication de motifs particuliers. Il en est de même lorsqu’un enchérisseur ne satisfait pas aux conditions de participation à une vente aux enchères conformément au chiffre 5.2 à 5.4 ci- dessus. Koller est également en droit d’adjuger des objets sans vente ou de retirer des objets de la vente aux enchères, sans que ce soit forcément évident pour le spectateur. 6.3 Koller se réserve le droit de réunir les lots du catalogue, de les séparer, de les proposer aux enchères dans un ordre différent ou encore de renoncer à mettre certains lots aux enchères. Koller se réserve le droit d’adjuger des lots «sous condition», dans des circonstances particulières. L’adjudication sera considérée comme conditionnelle, et l’enchérisseur sera tenu à son offre pendant 14 jours après la vente aux enchères. L’enchérisseur sera délié de toute obligation de paiement s’il ne reçoit pas un avis de Koller avant ce délai déclarant que l’adjudication est définitive. 6.4 Les offres d’enchères de personnes intéressées ne pouvant pas assister personnellement à la vente aux enchères sont réceptionnées par écrit jusqu’à 48 heures avant le début de la vente. 6.5. Les personnes intéressées peuvent enchérir par téléphone à condition de s’être inscrites par écrit au moins 48 heures avant le début de la vente aux enchères. Aucune enchère par téléphone n’est possible pour les objets dont la valeur estimée est inférieure à CHF 500, et les personnes intéressées à de tels objets sont invitées à déposer une offre écrite ou à enchérir personnellement dans la salle des ventes. 6.6 Les personnes intéressées qui souhaitent déposer leur offre dans le cadre des Enchères Live, peuvent participer à la vente après être admises à celle-ci par Koller suite à leur demande d’enregistrement. Koller se réserve le droit de refuser des demandes d’enregistrement sans indiquer un motif particulier. 6.7 Koller décline toute responsabilité pour les offres de tout type n’ayant pas été prises en considération ainsi que pour les enregistrements d’enchères téléphoniques qui n’auraient pas été pris en compte. Les normes prévues au chiffre 5 concernant la légitimation et la preuve de la solvabilité s’appliquent également aux enchérisseurs par téléphone et par écrit. 7. Transfert de propriété La propriété d’un objet adjugé est transférée à l’Acheteur dès que le prix de vente et le prix majoré, TVA en sus, ont été intégralement versés en francs suisses et que Koller a affecté ces paiements à l’objet correspondant. 8. Enlèvement des objets adjugés 8.1 L’Acheteur doit venir retirer à ses propres frais les objets adjugés dans les 7 jours qui suivent la clôture de la vente aux enchères pendant les heures d’ouverture de Koller. Le lieu d’exécution du Contrat de Vente entre le Mandant et l’Acheteur est par conséquent le siège social de Koller. Si le temps à disposition est suffisant, les objets seront délivrésaprèschaqueséance.Laremisealieuaprès paiementintégralduprixdeventeetdusupplément sur le prix majoré, TVA en sus, ainsi que l’affectation decemontantàl’objetadjugéparKoller. 8.2 Pendant le délai précité, Koller est responsable de la perte, du vol, de l’endommagement ou de la destruction des objets adjugés et payés, mais seulement dans les cas de négligence grave ou intentionnelle de la part de Koller, à concurrence toutefois du montant du prix de l’adjudication, du supplément sur le prix d’adjudication et de la TVA. A l’expiration de ce délai, la responsabilité de Koller cesse et il incombe alors à l’Acheteur de contracter une assurance appropriée pour l’objet adjugé. Il n’est assumé aucune responsabilité pour les cadres et le verre. Si les objets adjugés ne sont pas retirés dans les7jours,Kollerseréserveledroitdelesentreposer à la charge et au risque de l’acheteur auprès d’une société de son choix ou dans ses propres locaux au tarifjournalierdeCHF10parobjet. 8.3 Les commandes de transport sont réceptionnées par écrit par Koller. Le transport est aux frais de l’Acheteur. A défaut d’accord écrit contraire, les objets adjugés sont assurés par Koller aux frais de l’Acheteur en vue de leur transport. Les tableaux sous verre et les objets fragiles ne sont pas expédiés par Koller. 9. Paiement des objets adjugés 9.1 La facture émise suite à l’adjudication d’un objet devra être payée en francs suisses dans un délai de 7 jours après la clôture de la vente aux enchères. Les paiements par carte de crédit ne sont possibles qu’après l’accord du département de comptabilité de Koller Zurich, et induisent des frais de gestion entre 2 et 4% du total de la facture, payables par l’Acheteur et ajoutés au total de la facture. 9.2 Koller est également en droit d’imputer des paiements de l’Acheteur, contrairement aux instructions de celui-ci, à toute dette de l’Acheteur envers Koller ou envers le commettant et à compenser toute créance éventuelle de l’acheteur à l’égard de lui-même ou du commettant avec ses propres prétentions. En cas de retard de paiement de l’Acheteur, une pénalité de retard au taux annuel de10%seraappliquéesurlemontantdelafacture. Silepaiementdel’AcheteurneparvientpasàKoller sept (7) jours après la vente aux enchères, Koller se réserve le droit de débiter la carte de crédit de l’Acheteur sans avertissement au préalable, à la hauteur du total de la facture, majoré des frais de gestion entre 2 et 4% comme indiqué ci-dessus, qui seront également débités de la carte de crédit de l’Acheteur. 9.3 Si le paiement dû par l’Acheteur n’a pas lieu ou n’intervientpasàtemps,Kollerpeutaussi,auchoix, en son nom et également au nom du Mandant (i) continuer à exiger l’exécution du contrat de vente ou (ii), sans être tenu d’impartir un délai, renoncer au droit de demander l’exécution du contrat et résilier le contrat de vente ou réclamer des dommages-intérêts pour cause d’inexécution; dans ce dernier cas, Koller est également en droit devendrel’objetdegréàgréoudanslecadred’une vente aux enchères et d’utiliser le produit de la vente pour la réduction des dettes de l’Acheteur. Un prix de vente éventuellement supérieur au prix d’adjudication d’origine est versé au vendeur. L’Acheteurestresponsablevis-à-visdeKolleretdu Mandant de tous les dommages résultant du non- paiement ou du paiement tardif. 9.4Jusqu’aupaiementcompletdetouslesmontants dus, Koller se réserve un droit de gage sur tous les objets de l’Acheteur en sa possession. Koller est habilitée à réaliser par la voie de l’exécution forcée de tels gages ou de les réaliser de manière privée (y comprisl’achatparKoller).Lebénéficedelaréalisation préalabledugageselonarticle41delaLoisuissesurla poursuitepourdettesetlafailliteestexclu. 10. Représentation Chaque Acheteur répond personnellement de l’adjudication qui lui a été faite ainsi que du Contrat de Vente entre l’Acheteur et le Mandant qui en résulte. La preuve des pouvoirs de représentation peut être exigée de personnes qui agissent comme représentants pour le compte de tiers ou comme organe d’une personne morale. Le représentant répond indéfiniment et solidairement avec le représenté de l’accomplissement de tous les engagements. 11. Dispositions diverses 11.1 La vente aux enchères se déroule sous l’autorité conjointe d’un fonctionnaire de la Municipalité de Zurich. Toute responsabilité pour des actes du fonctionnaire présent, de la commune oudel’EtatpourdesopérationsdeKollerestexclue. 11.2 Koller se réserve le droit de transférer tout ou chacun de ses droits ou obligations dans ces CV à un tiers, ou de confier leur exécution à un tiers. L’enchérisseur ou l’Acheteur n’ont pas le droit de transmettrelesdroitsouobligationsdecesCVàuntiers. 11.3 Koller se réserve le droit de publier des photographies et des illustrations des objets vendus dans ses propres publications et dans les médias et d’en faire un usage publicitaire. 11.4 Les dispositions qui précèdent font intégralement partie de chaque Contrat de Vente individuel conclu lors des ventes aux enchères. Leurs modifications n’ont de portée obligatoire que si Koller leur a donné son accord écrit. 11.5 Dans l’hypothèse où une quelconque des stipulations présen­tes serait illégale, nulle, non valable ou inapplicable au regard d’une règle de droit ou d’une loi en vigueur, elle serait réputée non-écrite, mais n’entraînerait pas la nullité des présentesCV.Dansunetellehypothèse,lesparties s’engagent à né­gocier de bonne foi, en prenant en compte l’esprit de la présente convention, toute autre disposition qui pourrait être substituée à une telle stipulation qui serait considérée comme illégale, nulle, non valable ou inapplicable. 11.6 Le droit suisse est exclusivement applicable aux présentes CV et à toutes les modifications de ces Conditions, à l’exclusion de références possibles à la loi fédérale sur le droit international privé (LDIP), et à l’exclusion de la Convention de Vienne (Convention des Nations Unies). 11.7 Le règlement de tous les litiges (également lorsqu’il s’agit de faire valoir des compensations et des contre-créances) résultant des présentes CV ou en relation avec ces CV (y compris leur validité, leurs effets juridiques, leur interprétation ou leur exécution) relève exclusivement des tribunaux du canton de Zurich. Koller est toutefois habilitée à intenter une action judiciaire devant tout autre Tribunal également compétent. 11.8 En cas de divergence entre les différentes traductions, la version allemande fait seule et exclusivement foi. Zurich, le 1 er juillet 2018
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    KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x
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