Auktion: 1. Dezember 2022
POSTWAR & CONTEMPORARY
AUKTION IBID 131
22. November bis 8. Dezember 2022
Art Nouveau & Art Déco, Design, Möbel & Varia, Silber
Gemälde & Grafik des 20. & 21. Jahrhunderts
Schweizer Kunst, Fotografie, Fashion & Vintage, Asiatica
ONLINE ONLY
AUKTIONSPROGRAMM
IBID 131 ONLINE ONLY AUKTIONEN
22. NOVEMBER BIS 8. DEZEMBER 2022
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 102 & 121, 8005 Zürich, Schweiz
Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr
Montag, 28. November 2022, 10–16 Uhr
IBID GEMÄLDE&GRAFIKDES20.&21.JH.
Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022
IBIDARTDÉCO&ARTNOUVEAU
Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022
IBID DESIGN
Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022
IBID SILBER
Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022
IBID MODERNE GEMÄLDE
Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022
IBID MÖBEL & VARIA
Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022
IBID PHOTOGRAPHIE
Bieten ab 22. Nov. bis 8. Dez. 2022
IBID FASHION & VINTAGE
Bieten ab 22. Nov. bis 8. Dez. 2022
IBID ASIATICA
Bieten ab 22. Nov. bis 8. Dez. 2022
IBID SCHWEIZER KUNST
Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022
IBID 131
ONLINE ONLY AUKTIONEN
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auktion: 2. Dezember 2022
IMPRESSIONISMUS & MODERNE
DEZEMBER
2022
IMPRESSIONISMUS
&
MODERNE
A203
POSTWAR
&
CONTEMPORARY
A203
DEZEMBER
2022
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auktion: 1. Dezember 2022
POSTWAR & CONTEMPORARY
A203
DEZEMBER
2022
SCHWEIZER
KUNST
Auktion: 2. Dezember 2022
SCHWEIZER KUNST
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
DEZEMBER
2022
GRAFIK
&
MULTIPLES
A203
chweiz
Auktion: 1. Dezember 2022
GRAFIK & MULTIPLES
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
SCHMUCK
&
JUWELEN
NOVEMBER
2022
Auktion: 30. November 2022
SCHMUCK & JUWELEN
ARMBAND-
UND
TASCHENUHREN
DEZEMBER
2022
Auktion: 30. November 2022
ARMBAND- & TASCHENUHREN
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
A203as
NOVEMBER
2022
Auktion: 29. November 2022
ASIATICA
ASIATICA
AUKTIONSPROGRAMM
AUKTION A203
29. NOVEMBER BIS 2. DEZEMBER 2022
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 102 & 121, 8005 Zürich, Schweiz
Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr
Montag, 28. November 2022, 10–16 Uhr
POSTWAR &
CONTEMPORARY
Donnerstag, 1. Dezember 2022
14.00 Uhr
Lot 3401 – 3514
SCHWEIZER KUNST
Freitag, 2. Dezember 2022
14.00 Uhr
Lot 3001 – 3113
GRAFIK & MULTIPLES
Donnerstag, 1. Dezember 2022
10.00 Uhr
Lot 3601 – 3713
IMPRESSIONISMUS &
MODERNE
Freitag, 2. Dezember 2022
16.30 Uhr
Lot 3201 – 3275
SCHMUCK
Mittwoch, 30. November 2022
13.30 Uhr
Lot 2001 – 2313
ARMBAND- &
TASCHENUHREN
Mittwoch, 30. November 2022
11.00Uhr
Lot 2801–2859
ASIATICA
HIMALAYA & CHINA
Dienstag, 29. November 2022
10.00Uhr
Lot 101–416
ASIATICA
JAPAN, SÜDOSTASIEN
Dienstag, 29. November 2022
16.00Uhr
Lot 417–553
3432 3462
112 SERVICE
									
112 Künstlerverzeichnis
    113 Adressen
    114 Art Leasing
    116 Auktionsbedingungen
118 Auction Conditions
120 Auktions-Auftrag
Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen
Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen.
EURO-Schätzungen
Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 0.97 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung.
Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken.
PostWar & Contemporary
Lot 3401 – 3514
AUKTION
Donnerstag, 1. Dezember 2022, 14.00 Uhr
VORBESICHTIGUNG
Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr
Montag, 28. November 2022, 10–16 Uhr
Weitere Fotos:
www.kollerauktionen.ch
Silke Stahlschmidt
Abteilungsleiterin
Tel. +41 44 445 63 42
stahlschmidt@kollerauktionen.ch
Clarisse Doge
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doge@kollerauktionen.ch
Els Oswald
Tel. +41 44 445 63 49
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Teresa Ranft
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ranft@kollerauktionen.ch
Aus Gestaltungsgründen können einzelne Blätter im Katalog beschnitten abgebildet sein.
Auf unserer Website finden Sie alle Abbildungen unbeschnitten.
Die Erhaltungszustände der Grafiken sind im Katalog nur zum Teil und in Einzelfällen
angegeben. Gerne senden wir Ihnen einen ausführlichen Zustandsbericht zu.
3401
VICTOR VASARELY
(Pécs 1906–1997 Paris)
KHIVA. 1949.
Öl auf Papier., auf Karton aufgelegt.
Unten recht signiert: -Vasarely-
52 × 38 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von Herrn Pierre Vasarely,
Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, im Oktober 2022, bestätigt.
Wir danken Pierre Vasarely für die freundliche Unterstützung. Das
Werk wird in den in Vorbereitung befindlichen Catalogue raisonné
de l‘oeuvre peint de Victor Vasarely aufgenommen.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
| 3
3402
AREND FUHRMANN
(Hamburg 1918–1984 Viganello)
Ohne Titel.
Öl auf Leiwand.
Unten rechts monogrammiert: ar fu.
Zudem auf dem Keilrahmen mit der
Werknummer: no. 468, sowie mit den
Richtungspfeilen.
110 × 110 cm.
Provenienz: Durch Erbschaft an den
heutigen Besitzer, Privatsammlung
Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
3403
AREND FUHRMANN
(Hamburg 1918–1984 Viganello)
Ohne Titel.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts monogrammiert: ar fu.
90 × 90 cm.
Provenienz: Durch Erbschaft an die
heutigen Besitzer, Privatsammlung
Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
| 4
PostWar  Contemporary
3404
SERGE POLIAKOFF
(Moskau 1900–1969 Paris)
Composition Abstraite. 1951.
Gouache auf Packpapier.
Unten links signiert: SERGE POLIAKOFF.
45 × 60 cm.
Dieses Werk ist in den Archives Serge Poliakoff unter der
Nummer: 851034, registriert. Wir danken Alexis und Thaddée
Poliakoff für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 25 770 / 36 080)
| 5
3405
SERGE POLIAKOFF
(Moskau 1900–1969 Paris)
Bleu et lie de vin. 1965.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Serge Poliakoff.
92 × 73 cm.
Dieses Werk ist in den Archives Serge Poliakoff unter der
Nummer: 965135, registriert. Wir danken Thaddée Poliakoff
für seine freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Im Erker, St. Gallen (verso mit dem Etikett).
- Von obiger Galerie 1996 erworben, Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung
Schweiz.
Literatur: Poliakoff, Alexis. Catalogue Raisonné de l‘œuvre de
Serge Poliakoff, Bd. IV 1963-1965, München, Kat.Nr. 65-06
(mit s/w Abb).
Ausstellungen:
- St. Gallen 1965, Poliakoff. Galerie im Erker, 24. April - 19. Juni,
Kat.-Nr. 40 (s/w Abb. S. 19).
- Luzern 1965, Serge Poliakoff. Galerie Räber, 15. August -
15. Oktober, Kat.-Nr. 32 (s/w Abb. S. 15).
- Locarno 1965, Serge Poliakoff. Galerie Flaviana, 30. Oktober -
30. November, Kat.-Nr. 11 (s/w Abb.).
- Basel 1966, Serge Poliakoff. Galerie d‘Art Moderne, 20. Januar -
28. Februar, Kat.-Nr. 31 (s/w Abb. S. 6).
In dieser Auktion bieten wir zwei charakteristische Arbeiten von
Serge Poliakoff aus den 50er und 60er Jahren an. Sein Frühwerk
kennzeichnet sich in den 1940er Jahren eher durch braun-graue
Farbtöne aus. Zehn Jahre später erweitert er seine Farbpalette
und wählt starke, farbenfrohe Töne wie in der hier angebotenen
Papierarbeit von 1951 (Los 3404). In den 60er Jahren gibt es sich
seiner Neigung zu den eher monochromen Farbkompositionen
hin und sucht eine Einheit in der Farbauswahl, wie im vorliegenen
Gemälde von 1965.
Auch wenn diese zwei Arbeiten eine sehr individuelle Natur, Kom-
position und Ausstrahlung haben, erkennen wir, dass Poliakoff
sich seiner Bildsprache im Laufe seines Gesamtoeuvres sehr treu
bleibt. Er folgt einem klaren, wiedererkennbaren Gerüst an Grund-
linien und Achsen, die seine Bilder strukturieren, auch wenn diese
zunächst den Anschein erwecken, ohne strengen Vorentwurf
entstanden zu sein. Die Hauptachsen, um die sich die Kompositi-
onen aufbauen, sind immer mittig vertikal, mittig horizontal sowie
diagonal präsent. Wobei die Diagonalen nie in die exakten Ecken
des Bildträgers zeigen, sondern immer etwas versetzt sind.
Die gesetzten, abgestuften Töne des Gemäldes, Rot, „Weinsatz-
rot“, Grau, Blaugrau und Weiss, als asymmetrische Flächen, die
sich eng auf- und nebeneinander sammeln, scheinen locker und
zufällig, ja fast organisch voneinander angezogen zu sein. Wie
eine grossgezogene Zellstruktur, die wir unter dem Mikroskop
begutachten, greifen die Bausteine ineinander. Die hellen Flächen
in Equilibrium zu den dunklen gleichen sich auf dem Bildträger
harmonisch aus.
CHF 120 000 / 180 000
(€ 123 710 / 185 570)
| 6
PostWar  Contemporary
| 7
3406
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1960.
Schwarze Tempera auf Monotypie auf Papier.
Unten rechts signiert und datiert: Tobey 60.
29,8 × 22,8 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark
Tobey, Münster, 23. Mai 2022. Das vorliegende Werk ist dort unter
der Nummer: 23/05/22-60.79, registriert.
Provenienz:
- Ehemals Galerie Beyeler, Basel.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
3407
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1954.
Tempera auf dünnem Karton.
Unten rechts signiert und datiert: Tobey 54.
28,5 × 22,9 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee
Mark Tobey, Münster, 31. Oktober 2018. Das vorliegende Werk
ist dort unter der Nummer: 31/10/18-54.36, registriert.
Provenienz:
- Galerie Carzaniga, Basel (verso mit dem Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
3408*
JAMES BROWN
(Los Angeles 1951–2020 Mérida, Mexiko)
Instant, organisé.
Öl auf Stoff, am Ober- und Unterrand mit Holzstäben.
Unten links signiert: BROWN, sowie unten rechts auf einem
Zettel betitelt: „Instant, oranigé“. Verso bezeichnet: MCGUIRK II.
120 × 88 cm.
Provenienz:
- Werner Schenk, Basel, direkt vom Künstler erworben.
- Liselotte McGurik-Schenk, London/Basel.
- Daniel Blaise Thorens Fine Art Gallery, Basel.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 8
PostWar  Contemporary
| 9
3409*
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1969.
Tempera auf Styropor.
Unten links signiert und datiert: Tobey 68.
100 × 50 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark
Tobey, Münster 10. April 2019. Das vorliegende Werk ist dort unter
der Archivnummer: 10/04/19-69.34, verzeichnet.
Provenienz: Ehemals Sammlung K. M. Schaub, Basel (direkt vom
Künstler erworben).
Ausstellungen:
- Basel 1982, Galerie Jacqueline Schotland.
- Selm 1993, Mark Tobey. Schloss Cappenberg.
- Iserlohn 1997, Temperabilder, Graphik. Kunstverein Villa Wessel.
- Burgrieden-Rot 2001, Schnittstellen. Westliche Moderne und
die Kulturen Asiens II, Museum Villa Rot.
Mark Tobey, Maler, Dichter, Komponist und bedeutender Pi-
onier des Abstrakten Expressionismus, zählt zu den bekann-
testen amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine
künstlerische Welt ist komplex und zeichnet sich durch ein fast
unerschöpfliches Potential an Kreativität, Experimentierfreude
und der Kraft zur Innovation aus. Mit seiner unverwechselbaren
Herangehensweise an die Abstraktion und der Verschmelzung
von Elementen der westlichen Moderne mit Komponenten der
orientalischen Kalligrafie schafft Tobey etwas Einzigartiges mit
aussergewöhnlicher Strahlkraft.
„I often think of Chopin when I work. From time to time I
have ideas, sometimes I don’t have any at all. Ideas come
to me in the course of my creative work. A composer,
once he has his point of departure a series of sounds he
can compose an entire symphony.“
Mark Tobey
Dieses meisterhafte Werk, das 1969 entsteht, zeigt eine ener-
gievolle Binnenzeichnung mit breiten weissen, schwarzen und
dunkelroten fliessend-bewegten Linien, netzartigen All-Over-
Strukturen und kalligraphischen Wirbeln vor einem kräftig roten
Hintergrund. Für Tobey symbolisieren die weissen Linien in Bewe-
gung eine vereinende Idee, die durch die unterteilten Einheiten
des Lebens fliesst, eine Dynamik in den Geist der Menschen
bringen und ihre Energien ständig auf eine grössere Relativität
ausdehnen. In der Komplexität ihrer Bewegungen, optischen
Rhythmen und musikalischen Schwingungen fordert die vorlie-
gende Arbeit nicht nur die subjektive Wahrnehmung des Be-
trachters intensiv heraus, sondern läd ihn zu einer kontemplativen
Reise ein.
Die Malerei auf Styropor - wie beim angebotenen Werk - stellt
für Tobey aufgrund der Stumpfheit und Widerständigkeit des
Materials eine besondere Herausforderung dar. Diese einzigartige
Komposition offenbart eine breite Palette an Tobeys Themen und
Interessen: Natur, Zivilisation, Städte, Bewegungen, der Himmel
und der Kosmos, Leere und Kontemplation sowie Rhythmus und
Musik.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 51 550 / 72 160)
| 10
PostWar  Contemporary
| 11
3410
ULRICH RÜCKRIEM
(Düsseldorf 1938–lebt und arbeitet in Irland)
Ohne Titel. 1977.
Stein, gespalten, 4-teilig.
133 × 37 × 37 cm.
Provenienz:
- Galerie Tschudi Glarus. 1990.
- Bei obiger Galerie erworben, Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, ebenfalls
Privatsammlung Schweiz.
Der deutsche Bildhauer Ulrich Rückriem hat sich in seinem plas-
tischen Werk dem Prinzip der „formbildenden Teilung“ verschrie-
ben. Das bedeutet, er wählt im Steinbruch Steine aus, spaltet
diese mit klassischen Steinmetz-Werkzeugen und setzt die so
entstandenen Einzelteile wieder zusammen. Er fasst den Ablauf
wie folgt zusammen: spalten, schneiden, schleifen und polieren.
Seine Eingriffe sind vergleichsweise minimal, denn als gelernter
Steinmetz verfügt er über ein profundes Verständnis für das
Material, dessen Eigenschaften und geologische Beschaffenheit.
Fast wie Zeichnungen erscheinen die Bruchstellen auf der Ober-
fläche der Skulpturen. Sie beschreiben eindrücklich den Umgang
mit dem Stein und sind Zeugen der Ereignisse, die zum jetzigen
Zustand geführt haben.
Rückriem geht es nicht um die Schaffung einer neuen Skulptur,
sondern er arbeitet mit dem Stein und lässt ihm die Möglichkeit
auf die Behandlung mit Werkzeugen „selbstständig zu reagieren“.
Für den Künstler besitzen Steine eine autonome Kraft, die wiede-
rum mit den von ihm hervorgerufenen Veränderungen im Gleich-
gewicht stehen müssen. Trotz der Schwere des Materials strahlen
seine Werke eine unglaubliche Ruhe- und Mühelosigkeit aus.
Auf den ersten Blick scheint Rückriems Oeuvre eindeutig dem
Minimalismus zugehörig. Tatsächlich aber bewegt es sich im
Spannungsfeld zwischen der amerikanischen Minimal Art und der
expressiven, europäischen Kunsttradition des 20. Jahrhunderts.
Die eine gibt sich distanziert und die Urheberschaft des Künstlers
wird fast bzw. vollständig negiert. Die andere zeichnet sich durch
die physische Auseinandersetzung mit dem Stein aus und die
Assoziation mit dem archaischen Primitiven schafft eine gesell-
schaftliche und kulturelle Verbindung.
Die vorliegende Skulptur aus dem Jahr 1977 vereint all diese Ele-
mente und ist somit ein herausragendes Beispiel für Rückriems
Werk.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 15 460 / 25 770)
| 12
PostWar  Contemporary
| 13
3411
JEAN GORIN
(St. Emilion–Blain 1899–1981 Niort)
Composition-Ciné-Temporelle. Nr. 74. 1970.
Acryl auf Holz.
Verso signiert, betitelt, mit der Werknummer, Datum sowie Richtungsangaben: JEAN GORIN
COMPOSITION-CINÉ-TEMPORELLE N°74 1970 HAUT BAS.
53 × 33 × 8 cm.
Provenienz:
- Galerie Charles Lienhard, Basel (verso mit dem Etikett).
- Schneider Auktionen Zürich, Auktion Jahr?, Los 9015 (verso mit dem Etikett).
- Rusterholtz Auktionen Basel, Auktion 2. Dezember 2006, Los 122.
- Von obiger Auktion erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: Basel 1970, Jean Gorin. Galerie Charles Lienhard, 1. November 1970 -
10. Januar 1971 (verso mit dem Etikett).
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 14
PostWar  Contemporary
3412
IVÁN CONTRERAS-BRUNET
(Santiago de Chile 1927–2021 Vendôme)
Ohne Titel (Draht-Objekt). 1979.
Öl, Draht und Holz.
Verso signiert und datiert: Ivan Contreras-Brunet 9-1979.
91 × 86 × 8,5 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
| 15
Atmosphère chromoplastique N° 407
1976
Acrylic on wood
70 x 70 x 8 cm / 27,5 x 27,5 x 3,1 in.
Archives Luis Tomasello
3413
LUIS TOMASELLO
(La Plata/Argentinien 1915–2014 Paris)
Atmosphère chromoplastique N°407. 1976.
Acryl auf Holz, bemalt.
Verso signiert: Luis Tomasello, sowie betitelt, datiert und mit
Massangaben: ATMOSPHERE CHROMOPLASTIQUE N°407
(korrigiert: vorher 470) Luis Tomasello - 1976 - 70 × 70 cm × 8 cm.
70 × 70 × 8 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
Luis Tomasello ist einer der bekanntesten Op-Art Künstler und
Kinetiker. Das Licht- und Schattenspiel, die Farbwahl und die
damit einhergehende Erzeugung von Bewegung in geometri-
schen Motiven stehen im Fokus seines Œuvre. Wie kaum ein
anderer Künstler beherrscht der Argentiner es, eine dynamische
Beziehung zwischen seinem Werk, dessen Umgebung und dem
Betrachter zu erzeugen.
Während einer Europareise Ende der 40er Jahre entdeckt Toma-
sello das Werk von Piet Mondrian und beginnt, inspiriert davon,
mit geometrischer Abstraktion zu experimentieren und sich von
der figurativen Malerei seiner ersten Jahre zu lösen. Die Ideen
Mondrians führen den Künstler weiter, indem er zunehmend Git-
terraster, aber auch serielle Wiederholungen, Licht und Bewegung
zu Leitmotiven seiner Kunst macht.
In seinen Bildern, die den Titel „Atmosphère chromoplastique“
tragen und Tomasello international bekannt machen, integriert
der Künstler zusätzlich Reflexion, Licht und Schattenwurf. Seine
Reliefs bestehen aus dreidimensionalen Flächen, Würfeln, Qua-
draten, Zylindern und manchmal Rhomboedern, die in orthogo-
nalen regelmässigen Mustern angeordnet und einheitlich weiss
gestrichen sind. Die Elemente ragen nur wenig heraus. Sie sind in
jeder Komposition identisch und in der Regel auf der Rückseite
oder schrägen Seite mit blauer, grüner, gelber, roter oder gele-
gentlich auch fluoreszierender Farbe bemalt, sodass sie sich auf
der Oberfläche des meist quadratischen Werks spiegeln, Bewe-
gung suggerieren und atemberaubende Effekte erzeugen.
Während sich der Betrachter um das vorliegende Holzrelief be-
wegt, eng und direkt mit diesem interagiert, entdeckt er mit jeder
Veränderung seiner Perspektive nicht nur die leuchtend grün und
blau bemalten Flächen auf den weissen Würfeln, sondern auch
eine neue Bewegung. Mit einfachen Materialien und Objekten
erzeugt Luis Tomasello bei dieser bemerkenswerten Arbeit, die
1976 entsteht, eine fast greifbare Atmosphäre und ein einzigarti-
ges Licht- und Schattenspiel.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 15 460 / 20 620)
| 16
PostWar  Contemporary
„Colors project themselves into the atmosphere, don’t
they? And for me the most kinetic part is light, which tou-
ches colors and is reflected. Something faster than light,
you don’t realize but it exists“.
Luis Tomasello
| 17
3414
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zürich 2016)
Ohne Titel.
Granitskulptur.
31,6 × 60,8 × 9,9 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Durch Erbschaft an die heutigen
Besitzern, seitdem Privatsammlung
Schweiz.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3415
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zürich 2016)
Espace 3. 1975.
Rosaroter Marmor.
30 × 30 × 15 cm.
Provenienz: Privatsammlung
Schweiz.
CHF 6 000 / 10 000
(€ 6 190 / 10 310)
| 18
PostWar  Contemporary
3416
MAX BILL
(Winterthur 1908–1994 Berlin)
Pyramide in Form einer Achtelskugel. 1965.
Schwarzer Schwedischer Granit. 6/12.
Höhe 21 cm.
Mit der Fotoexpertise des Künstlers.
Provenienz:
- Gimpel-Hanover + André Emmerich Galerien, Zürich.
- Von obiger Galerie in 1983 erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
„Selbst in der modernen Kunst haben Künstler Berech-
nungsmethoden verwendet, da diese Elemente neben
denen persönlicher und emotionaler Natur jedem
Kunstwerk Gleichgewicht und Harmonie verleihen.“
Max Bill
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
| 19
3417
RICHARD PAUL LOHSE
(1902 Zürich 1988)
Zwei und zwei gleiche Farbgruppen. 1965/69.
Öl auf Leiwand.
Auf dem Keilrahmen signiert, mit Ortsangabe, betitelt und datiert:
Richard Paul Lohse Zürich Zwei und zwei gleiche Farbgruppen
1965/69, zudem mit Richtungspfeil.
60 × 60 cm.
Provenienz: Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: Zürich 1969, Modulare Ordnungen, Galerie Ziegler,
November - Dezember.
Inspiriert von den Ideen des russischen Konstruktivismus und der
niederländischen De Stijl Bewegung, widmet sich der Schweizer
Richard Paul Lohse in seinem Werk der mechanischen Repetition
von Formen und Elementen, welche in den 1940er Jahren in den
Anfängen der Zürcher Konkreten mündet. Lohse wird 1902 in Zü-
rich geboren und arbeitet als gelernter Reklamezeichner autodi-
daktisch an kubistisch-expressiven Stillleben. Schon in dieser Zeit
beschäftigen ihn Kurvaturen und diagonale Konstruktionen; in
den 30ern übernimmt Lohse als Grafiker und Buchgestalter eine
Pionierrolle in der modernen Schweizer Grafik. 1943 gelingt ihm
mit der Standardisierung von Bildmitteln und seiner Entwicklung
modularer und serieller Systeme, die ihn zu seiner eigenen künst-
lerischen Lösung der abstrakten, konstruktiven Kunst führen, der
Durchbruch in der Malerei.
Heute stellt Lohse zusammen mit Bill und Honegger eine der
Leitfiguren der Konkreten Kunst. Publikationen wie „Neue Aus-
stellungsgestaltung“ mit neuen Begriffen wie Prinzipien der Vari-
abilität, Kontinuität der Strukturen, Identität von Form und Farbe
und dialektische Bildformulierung finden über Kunstkreise hinaus
noch heute grosse Beachtung.
Frei von Zufall und Unvorhersehbarkeit ist sein Oeuvre in soge-
nannte serielle und modulare Ordnungen gruppiert. Erstere basie-
ren auf fortlaufenden Reihen und einer ebenso kontinuierlichen
Abfolge von Farben, die durch Kombination in Bewegung geraten.
Die Systeme bieten dem Künstler unbegrenzte Möglichkeiten und
heben somit die Bildbegrenzung auf. Hingegen weisen letztere
ein festes Zentrum auf, von dem sich aus alle weitere Bewegung
entwickelt, wodurch es definitiv eine Bildbegrenzung gibt.
Seit 1943 arbeitet er ausschliesslich mit Quadraten und Recht-
ecken, die ein Koordinatennetz entstehen lassen, mit dem der
Künstler frei arbeiten kann. Gleichzeitig verbannt er damit Natur,
Symbolik und Dynamik aus seiner Formsprache.
Das vorliegende Werk, dessen erster Entwurf von 1965 datiert ist,
entspringt der Gruppe modularer Ordnungen. Im Zentrum stehen
vier Quadrate in Rosa, Blau, Gelb und Grün. Von diesem Mittel-
punkt aus erstrecken sich die zwei Farbgruppen Rosa-Grün sowie
Blau-Gelb in gleichwertiger horizontaler und vertikaler Symmetrie
über die Bildfläche. In Lohses Werk findet man weder Perspektive
noch Tiefenwirkung, vor dem Betrachter offenbart sich also ein
explizit zweidimensional wirkendes Gemälde. Dass die Bildkon-
struktion einem strengen Plan folgt, verdeutlicht unter anderem
die Spiegelung der Farben innerhalb der Farbgruppen, während
die Form der Farbfelder konstant bleibt. Farbe und Form stehen
dementsprechend weder kompositorisch noch symbolisch zuein-
ander in Konkurrenz.
Die satte Farbgebung unterstreicht die für den Künstler zentrale
Bedeutung der Farbtonalität und -qualität. Statt Standardtöne zu
verwenden, mischt und korrigiert er die Farbtöne immer neu, bis
sie seinen Ansprüchen gerecht werden. Ebenso methodisch wie
Lohse das Bild aufbaut, erfasst auch das Auge des Betrachters die
Farbgruppen: angezogen vom Reichtum der Farbformen folgt das
Blosslegen der Gestaltungsprinzipien, bevor man sich schluss-
endlich der Wiederherstellung der visuellen Einheit verschreibt.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 41 240 / 61 860)
| 20
PostWar  Contemporary
| 21
3418*
ANTONIO CALDERARA
(Abbiategrasso 1903–1978 Ortasee)
Nello spazio quadrato. 1973.
Aquarell und Bleistift auf Karton.
Unten links monogrammiert und datiert:
A. C. 1973, sowie verso signiert und
datiert: Antonio Calderara 1973.
16 × 15,4 cm.
Provenienz:
- Ehemals Fondazione Antonio e Carmela
Calderara, Vacciago.
- Ehemals Galerie Stefan Hildebrandt,
Zürich.
Ausstellung: St. Moritz 2015/16, Horizons,
Abstracts and Epigrams. Galerie Stefan
Hildebrandt, 19. Dezember 2015 -
19. März 2016.
„Das Nichts malen, das alles ist.“
Antonio Calderara
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 580 / 3 610)
3419*
ANTONIO CALDERARA
(Abbiategrasso 1903–1978 Ortasee)
Senza titolo (Nr. 219). 1975.
Aquarell und Bleistift auf Papier.
Verso signiert und datiert:
Antonio Calderara 1975.
21 × 20 cm.
Provenienz:
- Ehemals Fondazione Antonio e
Carmela Calderara, Vacciago.
- Ehemals Galerie Stefan Hildebrandt,
Zürich.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 580 / 3 610)
3420*
LEO ERB
(St. Ingberg 1923–2012 Kaiserslautern)
Nr. 27. 1972.
Kunststoffleisten auf Holzplatte
geschichtet.
Verso signiert, datiert und betitelt: erb 72,
21. Januar / an meinem Geburtstag Nr. 27.
100 × 70 cm.
Provenienz:
- Direkt beim Künstler erworben,
Privatsammlung Deutschland.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, Privatsammlung Deutschland.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
| 22
PostWar  Contemporary
| 23
3421
VICTOR VASARELY
(Pécs 1906–1997 Paris)
Felhoe. 1972-76.
Acryl auf Leinwand.
Unten links signiert: Vasarely. Verso signiert, datiert, betitelt,
mit Werknummer und Massangabe: 2889 VASARELY FELHOC
100×100 1972/76 Vasarely.
100 × 100 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von Herrn Pierre Vasarely,
Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, im Oktober 2022, bestätigt.
Wir danken Pierre Vasarely für die freundliche Unterstützung.
Das Werk wird in den in Vorbereitung befindlichen Catalogue
raisonné de l‘oeuvre peint de Victor Vasarely aufgenommen.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich (verso mit dem Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
“Every form is a base for colour, every colour is the attribute of a
form.” Victor Vasarely
Als einer der Gründerväter der Op-Art-Bewegung in Europa
bringt Vasarely mit seinen leuchtend farbigen optischen Mustern
einen visuell kinetischen Aspekt in die traditionell flachen Gemäl-
de seiner Generation. Vasarely möchte ursprünglich Arzt werden,
gibt die Medizin jedoch auf, um seiner Leidenschaft für die Kunst
zu folgen und schreibt sich ab 1929 an Sandor Bortnyiks privater
Kunstschule Műhely ein, die sich an den Ideen des Bauhauses
orientiert. Aufgrund finanzieller Engpässe konzentriert sich die
Schule auf Fächer wie Angewandte Grafik und typografische
Gestaltung, die später die Grundlage für Vasarelys unverkenn-
baren Stil bilden. Wie kein anderer beherrscht Vasarely das Spiel
der optischen Täuschungen, bringt in geometrischen einfachen
Formen Vibrationen, Rotationen und Schwingungen meisterhaft
auf die Leinwand.
So stellt er auch mit dem vorliegenden Werk das Auge des Be-
trachters gekonnt auf die Probe. Als Vorlage für spätere Holz-
skulpturen demonstriert Vasarely seine Fähigkeit, Farbe, Licht und
Geometrie zu manipulieren: In schlichten Blau- und Grautönen
vor dunkelblauem Hintergrund offenbaren sich mehrere Kuben.
Unschlüssigkeit trifft hier auf visuelle Reizüberflutung, denn trotz
akkurater Struktur und Abgrenzung der einzelnen Flächen lässt
sich die Ausrichtung des grössten Kubus kaum ausmachen.
Handelt es sich um einen Raum, in den der Betrachter eintaucht,
und stellen die rechte hellere und dunkle Fläche Wände dar? Oder
projiziert der Künstler einen schwebenden Kubus auf die Mitte der
Leinwand? Welche Stellung nehmen die Farben und der kleinere
Würfel in der Mitte in ‘’Felhoe’’ ein?
Das Werk Vasarelys ist nicht nur vielschichtig, sondern darüber
hinaus nicht selten widersprüchlich. Zugleich stellt es eine Brücke
zwischen den Abgründen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
und dem Aufstreben von Massenkonsum und Swinging Sixties
her. Felhoe existiert nicht nur als komplexe Bildfläche, sondern als
ein vom Künstler entworfener Raum, der sowohl dynamisch ein-
ladend als auch problematisch seine Wirkung entfaltet. So instabil
und flüchtig Vasarelys Bildflächen scheinen, so trefflich gelingt es
dem Künstler, uns durch Faszination und Unbehagen den Spiegel
der (Selbst-)Reflexion vorzuhalten.
CHF 60 000 / 90 000
(€ 61 860 / 92 780)
| 24
PostWar  Contemporary
| 25
3422
AURELIE NEMOURS
(1910 Paris 2005)
Ohne Titel. 1975.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert und datiert: NEMOURS 1975, sowie mit dem
Richtungshinweis: HAUT.
80 × 80 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Lemoine, Serge: Aurélie Nemours: Catalogue raisonné,
Milano: Skira 2018, Band 2, Nr. 516 (s/w Abb.)
Aurélie Nemours ist eine ausserordentlich wichtige Künstlerin
der geometrischen Abstraktion der Konstruktiven Kunst, die sich
ihr Leben lang der Verwirklichung ihres Oeuvres gewidmet hat.
Sie hat den Folgegenerationen ein anspruchsvolles und reiches
Vermächtnis hinterlassen, von dem wir mit Freude ein Gemälde
aus dem Jahr 1975 anbieten dürfen.
Zeitlebens arbeitet Aurélie Nemours an ihrer eigenen Bildsprache
und baut an einem logischen Bildsystem. Von Anfang an ist ihr
Werdegang von innerer Konzentration bestimmt, auf der Suche
nach dem Absoluten. Nach einer langen Studien-, Forschungs-
und Entwicklungszeit definiert sie ab 1953 ihr eigenes Vokabular.
Durch den Kunstkritiker und Maler Michel Seuphor macht Ne-
mours in diesen Jahren die Entdeckung von Piet Mondrian, der für
sie Bestätigung ihres eingeschlagenen Weges ist.
Sie verwendet eine begrenzte Anzahl von Formen und entschei-
det sich bewusst für eine Reduktion von pikturalen Elementen:
Linien, Punkte, Gedankenstriche, Quadrate oder Rechtecke,
denen stets parallel zu den Grenzen des Bildträgers verlaufende
Horizontale und Vertikale zugrunde liegen.
Im Laufe der 1960er Jahren arbeitet Nemours an der Serie der
„Echiquier“, die die Struktur des Schachbrettspieles, für Nemours
die ideale Flächenstruktur, aufnimmt. Sie gestaltet zunächst Qua-
drate oder Rechtecke, die mit starken Farben spielerisch platziert
werden. Antipodisch stehen sich die Farbflächen gegenüber. Ihre
Bilder haben zwei bis maximal vier Farben, wobei Schwarz und
Weiss des Öfteren vorhanden sind. Zu dieser Zeit spielt Nemours
mit der topografischen Verteilung der Flächen und Farben, die
durch eine dynamische Multiplikation einer seriellen Anordnung
bestimmt sind. Im Bestreben nach grösserer Einfachheit erarbei-
tet sie sich in den 1965er Jahren das Quadrat, welches zu ihrer
bevorzugten Form wird.
Das vorliegende Gemälde von 1975 lebt von einer scheinbar
subtilen Einfachheit, zu der die Künstlerin in ihrem reifen Werk
gekommen ist. Neun unterschiedlich weisse Quadrate decken
die vorgegebene quadratische Form der Leinwand ab. Mit einer
äusserst sensiblen Präzision unterscheiden sich die weissen
Pigmente der jeweiligen Flächen. Die weissen Töne bedecken
glatt und ohne Strukturierung die Flächen. Obwohl die Grenzen
der neun Flächen sehr genau gezogen sind, sind diese kaum zu
erkennen. Die Pinselstriche sind mit höchster Exaktheit aufgetra-
gen, wodurch keine Wirkung durch das Material angestrebt wird.
Das weisse Bild scheint von „alleine“ zu stehen.
Dieses Gemälde ist ein gutes Beispiel dafür, dass Aurélie Ne-
mours im Laufe der 70er Jahren zu einer radikalen Vereinfachung
gelangt. Sie ist das Ergebnis eines sehr langen Forschens bei
dem schlussendlich paradoxerweise die Intuition und Sensibilität
dominieren.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 26
PostWar  Contemporary
| 27
3423
EDUARDO CHILLIDA
(1924 San Sebastián 2002)
Aurera VII. 1969.
Collage und Lithografiefarbe auf Japanpapier.
Unten rechts mit Bleistift signiert und mit dem Künstlersignet:
Chillida. Unten links betitelt: AURERA.
21,5 × 30 cm.
Mit der Bestätigung und Erläuterung der Sucesión Chillida,
5. November 2021.
Provenienz:
- Erker Galerie, St. Gallen (verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
„Aurera“, der Titel der vorliegenden Arbeit von Eduardo Chillida,
bedeutet im Baskischen so viel wie „vorwärts“ und ist somit ein
Synonym zu „bon à tirer“.
Bei der vorliegenden Collage handelt es sich also um die vom
Künstler erstellte Vorlage für das zentrale, gleichzeitig grösste
Blatt der späteren 8-teiligen Serie für das Buch „Martin Heidegger:
Die Kunst und der Raum“, erschienen 1969.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 18 560 / 24 740)
| 28
PostWar  Contemporary
| 29
3424
RICHARD LIN
(1933 Taichung 2011)
Painting Relief 13 September 1965. 1965.
Öl, Aluminium und Plexiglas auf Leinwand.
Auf der überlappenden Leinwand signiert: LIN. Zudem auf dem
Keilrahmen signiert, datiert, mit Mass - und Richtungsangaben:
LIN 13-SEPTEMBER-1965 50×60.
127 × 152,5 cm.
Der Nachlass von Richard Lin Show Yu bestätigt, dass dieses Werk
in den kommenden Catalogue Raisonné des Künstlers aufge-
nommen wird. Wir danken dem Nachlass des Künstlers für die
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Marlborough Gallery, London (verso mit dem Etikett).
- Vom Vorbesitzer bei obiger Galerie erworben, Privatsammlung
Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, ebenfalls
Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung:
London 1966, Richard Lin. Marlborough Fine Art Gallery,
März-April 1966, S. 2, Nr. 18 (mit s/w-Abb.).
„White is the most mundane of colors, and the greatest of all
colors: it is the most colorless and the most colorful: it is the most
noble color and the most common color: it is the most tranquil
color, and the saddest color too ... white in and of itself is many
colors: it can be thicker, thinner, heavier, lighter, transparent, semi-
transparent ... which means that with white and white, you can
construct many strange and wonderful relationships of shapes
and shapes, or spaces and spaces.“ Richard Lin
Berühmt wird Richard Lin durch seine überwiegend weissen
„Relief Paintings“. Er malt diverse Schichten übereinander, lässt
jede Schicht vor dem Auftrag der Nächsten trocknen, wodurch
die weisse, monochrome Leinwand doch Farbunterschiede und
-kanten aufweist. Auf der so präparierten Leinwand bringt er
seine Reliefs an. Im vorliegenden Werk vom „13. September 1965“
befinden sich im oberen Drittel der Leinwand 2 vertikale Balken:
links ein längliches Aluminiumstück, auf dessen rechter Seite
ein schmaler schwarzer Streifen gemalt ist; rechts ein weisses
Plexiglasstück, das rechts durch einen schmalen Aluminiumstrei-
fen ergänzt ist. Sie grenzen rechts, links und unten an ein weisses
Quadrat an, welches durch den mehrfachen Farbauftrag entstan-
den ist.
Eindrücklich spielt Lin mit der Wahrnehmung des Betrachters.
Sowohl die nicht einheitliche weisse Leinwand als auch die unter-
schiedlichen Materialien der Reliefs irritieren uns und lassen uns
unser angenommenes Seherlebnis überprüfen. Beim Betrachten
des Werkes gehen wir davon aus, dass es sich um ein monochrom
weisses Gemälde handelt und auch, dass die Reliefs identisch sind
- beides trifft aber nicht zu. Die einzelnen Reliefs sind zwar gleich
lang, aber abweichend in Breite, Höhe und Material. Die Erkenntnis
dieser Beobachtung führt zur Irritation des Betrachters und for-
dert ihn heraus, seine vorgefasste Wahrnehmung zu kontrollieren
und anzupassen.
„Relief Painting 13. September 1965“ ist ein herausragendes
Beispiel für Richard Lins meisterhaften Umgang mit den gleichzei-
tigen Einflüssen von Malerei und Architektur und von westlicher
und östlicher Kunsttradition.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 41 240 / 61 860)
| 30
PostWar  Contemporary
| 31
3425*
BERNARD AUBERTIN
(Fontenay-aux-Roses 1934–
2015 Reutlingen)
Fil de Fer. 1973.
Öl, Draht und Nägel auf Holz.
Verso signiert, datiert, betitelt, mit
Massangaben und Richtungspfeil:
AUBERTIN 1973 FIL DE FER 30 cm × 24 cm
Bernard Aubertin.
24,5 × 30 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität des
Archivio Opere Bernard Aubertin, April
2022. Das Werk ist dort unter der Nummer:
FDFR37-1000350623, registriert.
Provenienz: Direkt vom Künstler erworben,
seitdem Privatsammlung Italien.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3426*
BERNARD AUBERTIN
(Fontenay-aux-Roses 1934–
2015 Reutlingen)
Fil de fer. 1975.
Öl, Draht und Nägel auf Holz.
Verso signiert, datiert, betitelt, mit
Massangaben und Richtungspfeil:
AUBERTIN 1975 FIL DE FER 55 cm × 65 cm.
55 × 65 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität des
Archivio Opere Bernard Aubertin, April
2022. Das Werk ist dort unter der Nummer:
FDFR57-1000350523, registriert.
Provenienz: Direkt vom Künstler erworben,
seitdem Privatsammlung Italien.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 32
PostWar  Contemporary
3427
PAOLO SCHEGGI
(Florenz 1940–1971 Rom)
Inter-ena-cubo. 1969.
Gestanzte Module aus violettem Karton in Plexiglas.
Auf dem Label auf der Rückseite signiert: Paolo Scheggi,
und mit den gedruckten Werkangaben.
41,5 × 41,5 × 11 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität von Franca Scheggi
Dall‘Acqua, Assozicazione Paolo Scheggi. Das Werk ist dort unter
der Archivnummer: APSM073/0013, verzeichnet.
CHF 16 000 / 26 000
(€ 16 490 / 26 800)
| 33
3428
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°.
1959/69.
Serigrafietinte auf Holz.
Verso datiert, betitelt, nummeriert
und signiert: 1959-69 5 trames 85°-
87°5-90°-92°5-95° 7/9 Morellet.
80 × 80 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
3429
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
3 trames. 83°-90°-95°. 1959/69.
Serigrafietinte auf Holz.
Verso datiert, betitelt, nummeriert
und signiert: 1959-69 3 trames 83°-
90°-95° 6/9 Morellet.
80 × 80 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
| 34
PostWar  Contemporary
3430
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°.
1959/69.
Serigrafietinte auf Holz.
Verso datiert, betitelt und numme-
riert: 1959-69 5 trames 85°-87°5-
90°-92°5-95° 3/9.
80 × 80 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
3431
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
3 trames. 83°-90°-95°. 1959/69.
Serigrafietinte auf Holz.
Verso datiert, betitelt, nummeriert
und signiert: 1959-69 3 trames 83°-
90°-95° 7/9 Morellet.
80 × 80 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
| 35
3432
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand)
SFERA. 1966.
Bronze, gold patiniert.
Auf dem Plexiglassockel mit der eingeritzten Signatur,
Titel, Datierung und Nummerierung:
Arnaldo Pomodoro „SFERA“ 1966 - 1/2.
Durchmesser 27 cm.
Professionell gereinigt.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich.
- Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo
ragionato della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 393 (mit s/w
Abb.).
Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/
Nr. 393.
Der Italiener Arnaldo Pomodoro gehört zu den einflussreichsten
Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Er hat eine einzigartige, charak-
teristische Bildsprache entwickelt, die seine Werke auf den ersten
Blick unverkennbar als seine Arbeiten identifizieren.
Er nutzt universelle, geometrische Formen wie Säulen, Scheiben
und Kugeln als Ausgangspunkt und „verletzt“ diese mit einer eige-
nen poetischen, lebendigen Formensprache, um die Imperfektion
im sonst so kontrollierten Universum der Abstraktion aufzuzei-
gen.
Der wohl bekannteste Werkkomplex sind die sogenannten „Sphe-
ren“. Zu Beginn dekonstruiert er die zugrundeliegende Kugel, so
dass die Oberfläche vollständig aus aufgebrochenen Elementen
besteht. Mit der Zeit beginnt er seine Werke wieder zu umman-
teln.
Die vorliegende Arbeit aus dem Jahr 1966 besteht unten und
oben aus einer perfekt polierten, spiegelnden Kugel. Dazwischen
öffnet sich das ausgehöhlte Innere mit einzelnen herausgearbei-
teten Elementen, die an Maschinen oder technische Bestandteile
erinnern. Betrachtet man seine Werke, auch die Säulen oder
Scheiben (s. die folgenden Lose), greift Pomodoro immer wieder
auf dieselben Formen und Strukturen zurück, die seine Faszi-
nation für alles Technische, aber auch seine Liebe zum Theater
widerspiegeln. Sie sind wie ein Alphabet ohne Übersetzung. Auch
der Künstler kann diese Zeichen nicht entziffern, und so bleiben
sie mysteriös und gleichzeitig poetisch. Durch ihre stetige Wie-
derholung scheint dieses Alphabet aber Geschichten zu erzählen,
die jedoch ins Ungewisse führen.
Arnaldo Pomodoros Spheren entstehen im Spannungsfeld
zwischen dem perfekten Äusseren und den Verletzungen und
Aushöhlungen im Inneren. Die ungewöhnliche Komplexität des
Inneren steht im Gegensatz zum makellosen Mantel. Die Einzel-
heiten stehen im Konflikt mit dem Ganzen. Der Künstler selbst
beschreibt es so: „For me the sphere is a perfect, almost magical
form. Then you try to break the surface, go inside and give life to
the form“.
CHF 150 000 / 200 000
(€ 154 640 / 206 190)
| 36
PostWar  Contemporary
„The sphere is a marvelous object, from the world of magic,
wizards, whether it is of crystal or bronze, or full of water ; it
is also the mother’s womb, I think… “
Arnaldo Pomodoro
| 37
3433
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand)
Papiro per Rusconi Editore. 1987.
Bronze, gold patiniert.
Unten rechts mit der eingeritzten Signatur und Bezeichnung:
Arnaldo Pomodoro ea. Épreuve d‘artiste, Künstlerexmplar aus-
serhalb der Auflage von 12. Gegossen bei Fonderia Artistica F. Illi
Bonvicini, Caselle di Sommacampagna.
37,3 × 26 × 11 cm (inkl. Holzsockel).
Professionell gereinigt.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich.
- Privatsammlung Schweiz.
Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne
Nr. M 158.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 38
PostWar  Contemporary
3434
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand)
PORTE Dall‘EDIPO. 1988.
Bronze, gold patiniert.
Auf dem Bronzesockel mit der eingeritzten Signatur, Titel und
Nummerierung: Arnaldo Pomodoro 6/9 „PORTE Dell‘ EDIPO“ 6/9.
63 × 74 × 40 cm.
Wird professionell gereinigt.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich.
- Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato
della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 836 (mit s/w Abb.).
Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/
Nr. 836.
CHF 60 000 / 90 000
(€ 61 860 / 92 780)
| 39
3435*
JAMES BROWN
(Los Angeles 1951–2020 Mérida/Mexiko)
Vienna Head. 1987.
Öl auf Leinwand.
56 × 47 cm.
Provenienz:
- Galerie Thaddeus Ropac, Berlin.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie 1987 erworben,
seitdem Privatsammlung Deutschland.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 40
PostWar  Contemporary
3436
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand)
SCUDO, I, studio. 1991.
Bronze, gold patiniert, auf Metallfuss.
Mit der eingeritzten Signatur und Nummer:
Arnaldo Pomodoro 3/9.
30,5 × 12 cm auf Metallfuss 36,5 × 14 × 12 cm.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich.
- Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo
ragionato della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 885
(mit s/w Abb.).
Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/
Nr. 885.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
3437
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand)
SCUDO, IV, studio. 1991.
Bronze, gold patiniert, auf Metallfuss.
Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung:
Arnaldo Pomodoro 3/9.
30,5 × 12 cm auf Metallfuss 36,5 × 14 × 12 cm.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich.
- Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo
ragionato della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 888
(mit s/w Abb.).
Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/
Nr. 888.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 41
3438
KARL FRED DAHMEN
(Stolberg 1917–1981 Preinersdorf)
Drei Fenster. 1960.
Öl und Erde auf Leinwand.
Unten rechts signiert: dahmen, sowie verso signiert, datiert,
bezeichnet und mit Richtungspfeil: K.F. Dahmen 1960 oben.
65 × 90 cm.
Provenienz:
- Galleria Pater, Mailand.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 1961 erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: Mailand 1961, K.F. Damen. Galleria Pater, April, S. 5
(mit s/w-Abb.).
Literatur: Weber, Thomas: K. F. Dahmen. Werkverzeichnis Band 1
1946-1965, Köln 2003, Nr. 023.60 - B 0735.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 42
PostWar  Contemporary
3439
DIETER ROTH
(Hannover 1930–1998 Basel)
Kleinbasel am Rhein. 1969.
Schokolade und Eisen.
Unten mittig auf der Plakette mit dem ein-
geritzten Titel: AM RHEIN. Verso auf dem
Etikett signiert und datiert: Dieter Roth 69,
sowie mit dem gedruckten Titel: Klein-
basel am Rhein und bezeichnet: 10 mal
traurig verzahnt. bei Diter Köln und Rudolf
Rondorf im Rabengrund im Jahre über Rot
bei Rieser 1969 am Rhein.
33 × 35 × 2 cm.
‘’Gegenstände dürfen oder sollen verge-
hen, und das tut ihnen und uns gut.’’
Dieter Roth
Provenienz:
- Sotheby‘s Auktion, Zürich, 2. Dezember
2014, Los 96.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger
Auktion erworben, seitdem
Besitz Schweiz.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
3440*
DIETER ROTH
(Hannover 1930–1998 Basel)
Ohne Titel. Ca. 1969.
Schokokade auf braun gefasstem Holz.
Im Plexiglasrahmen.
48 × 50 cm.
Provenienz:
- Auktion Lempertz, 1. Juni 2010,
Los 1078.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger
Auktion erworben.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
| 43
3441
MIMMO PALADINO
(Paduli 1948–lebt und arbeitet in Mailand)
Ohne Titel. 1978.
Los von 2 Acryl, Bleistift und Tusche
auf Papier.
Verso signiert und datiert:
Mimmo Paladino 78.
Je 14,9 × 19 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
3442*
MARIO SCHIFANO
(Homs 1934–1998 Rom)
Ohne Titel. 1970.
Email und Serigrafie auf Papier.
100 × 70 cm.
Unten rechts signiert: Schifano.
Mit der Bestätigung der Authentizität der Fondazione Mario
Schifano, Rom, 26. Oktober 2000. Das vorliegende Werk ist dort
unter der Nummer: S.M. 70/450, registriert.
Provenienz: Ehemals Sammlung Reto a Marca.
Literatur: Fondazione M.S. Mulitstudio (Hrsg.): Mario Schifano.
Opere su carta 1955-1998, B. IV° , Nr. sm70/450, S. 113
(mit Farbabb.).
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
| 44
PostWar  Contemporary
3443
MARKUS RAETZ
(Büren 1941–2020 Bern)
Eva. 1970.
Los von 3 Aquarellen auf Papier.
2 Blätter unten rechts monogrammiert:
M.R.
Je 20,5 × 30 cm (gerahmt 51,5 × 127,5
cm).
Die Authentizität dieses Werks wurde
mündlich vom Nachlass von Markus Raetz,
Oktober 2022, bestätigt. Wir danken dem
Nachlass von Markus Raetz für die freund-
liche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Farideh Cadot, Paris (verso mit
dem Etikett).
- Vom heutigen Besitzer 1990 bei obiger
Galerie erworben,
seitdem Privatsammlung Europa.
„Markus Raetz ist der geborene Zeich-
ner, Flaneur der Welt der Wahrnehmung,
Meisterseher und Forscher auf einer le-
benslangen Expedition in den Bereich des
Sichtbaren.“ Anita Haldemann
CHF 18 000 / 24 000
(€ 18 560 / 24 740)
| 45
3444*
CHRISTO
(VLADIMIROV JAVACHEFF)
(Gabrowo 1935–2020 New York City)
Store Front / Mandarin Yellow. 1965.
Collage mit Bleistift, Wachskreide und Emaille auf Pergaminpapier
auf Karton.
Unten rechts signiert und datiert:
Christo 65, sowie betitelt, beschrieben,
mit den Technik- und Massangaben: STORE FRONT (Mandarin
Yellow) „Red Devil“ - enamel / 99“×78“1/2 ×20“ Christo 65.
71,5 × 56 cm.
Dieses Werk ist im Archiv Christo and Jeanne-Claude, New York,
Mai 2022, registriert. Wir danken Herrn Matthias Koddenberg für
seine freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Ehemals Locksley Shea Gallery,
Minneapolis.
- Sammlung Europa.
- Auktion Phillips, London,
28 Juni 2019, Los 127.
- Deutscher Besitz.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 48 540 / 67 960)
| 46
PostWar  Contemporary
3445*
MARIO SCHIFANO
(Homs 1934–1998 Rom)
Ohne Titel. 1974.
Emaille und Wachskreide auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Schifano.
77,5 × 99 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archivio
Mario Schifano, Rom, 20. Juli 2022. Das Werk ist im Archiv
unter der Nummer: 05154220528, registriert.
Provenienz: Privatsammlung Italien.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 15 460 / 25 770)
| 47
3446
GEORG HEROLD
(Jena 1947–lebt und arbeitet in Köln)
DAS STIGMA DES GENIALEN.
Gouache auf Leinwand.
150 × 85 cm.
Provenienz: Ehemals Galerie Gisela
Capitain, Köln.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
3447
ALIGHIERO BOETTI
(Turin 1940–1994 Rom)
Composizione. 1989.
Gouache, Bleistift und Tinte auf Papier,
fest auf Leinwand
aufgezogen.
Oben mittig signiert: alighiero boetti.
29,5 × 21 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität
durch das Archivio
Alighiero Boetti, 7. Juli 2000, Rom. Das
Werk ist dort unter
der Nummer: 137, verzeichnet.
Provenienz:
- Laure Genillard Gallery, London.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger Gale-
rie 2000 erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 9 000 / 16 000
(€ 9 280 / 16 490)
| 48
PostWar  Contemporary
| 49
3448*
ZHU JINSHI
(Peking 1954 – lebt und arbeitet in Peking)
Lan Bridge. 1979.
Öl auf festem Papier.
27 × 22 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch den Künstler,
Septemer 2022. Wir danken dem Künstler für seine freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben,
seitdem Privatsammlung Deutschland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
3449*
ZHU JINSHI
(Peking 1954–lebt und arbeitet in Peking)
Iron Fence. 1978.
Öl auf festem Papier.
22,4 × 26,2 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch den Künstler,
Septemer 2022. Wir danken dem Künstler für seine freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben,
seitdem Privatsammlung Deutschland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 50
PostWar  Contemporary
3450
CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
La Mouche. 1957.
Bronze, braun patiniert.
Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung auf dem Sockel:
César 3/8, sowie mit dem Giesserstempel: Bocquel fd.
12,3 × 10 × 22 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archives Denyse
Durand-Ruel, 16. September 2022, Rueil Malmaison. Das Werk
ist dort unter der Nummer: A753, registriert. Wir danken Frau
Durand-Ruel für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
3451
CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
Moustique. 1984.
Bronze, braun patiniert.
Auf dem Sockel mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung:
César E.A. 1/4, sowie mit dem Giesserstempel: BRONZE ROMAIN
BARELIER.
11,8 × 7,6 × 12,5 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archives Denyse
Durand-Ruel, 16. September 2022, Rueil Malmaison. Das Werk
ist dort unter der Nummer: A4289, registriert. Wir danken Frau
Durand-Ruel für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3452
CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
Agnès. 1988.
Bronze, braun patiniert.
Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung auf dem Sockel:
César E.A. 1/4, sowie mit dem Giesserstempel: BRONZE ROMAIN
BARELIER.
20,5 × 9,6 × 18 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archives Denyse
Durand-Ruel, 16. September 2022, Rueil Malmaison. Das Werk
ist dort unter der Nummer: A922, registriert. Wir danken Frau
Durand-Ruel für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 51
3453
NIKI DE SAINT PHALLE
(Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego)
L‘Oiseau Amoureux. 1990/92.
Polyester, bemalt.
Am Fuss signiert: Niki de Saint Phalle, sowie mit der eingeritzten
Nummerierung und Signatur: 1/3 Niki de Saint Phalle. Zudem
mit dem Giesserstempel: Haligon.
155 × 150 × 60 cm.
Provenienz:
- Atelier der Künstlerin.
- Galerie Jamileh Weber, Zürich.
- Vom heutigen Besitzer 1994 bei obiger Galerie erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
Die französisch-schweizerische Bildhauerin und Malerin Niki de
Saint Phalle zählt zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten
des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche farbenfrohe Skulpturen und
architektonische Werke der Künstlerin, die ihrer Kreativität keine
Grenzen setzt, schmücken weltweit den öffentlichen Raum.
Weltberühmt wird die Autodidaktin mit ihren sinnlichen opulenten
Frauenfiguren, den „Nanas“, die eine scheinbar unbekümmerte
Fröhlichkeit ausstrahlen.
Das bemerkenswerte Werk „L‘Oiseau Amoureux“ entsteht zwi-
schen 1990 bis 1992 im Kunstatelier der Familie Haligon. Niki de
Saint Phalle schafft einen imposanten, majestätisch wirkenden
adlerähnlichen Vogel aus Polyester, dessen Körper mit kräftigen
kontrastreichen Ornamenten und Kreisformen bemalt ist. Mit sei-
nen grossen ausgebreiteten Flügeln bietet er einer weiblichen Fi-
gur, die den Fantasievogel zärtlich umarmt, Schutz. Die ikonische
Nana symbolisiert Fruchtbarkeit, Freiheit und Liebe. Ihr Gesicht
ist abgewandt. In dieser Konstellation verbildlicht die Künstlerin
das sprühende Leben, das ein Geben und Nehmen ist, auf eine
liebevolle Art und Weise. Anders als bei ihrem Projekt „Paradis
Fantastique“, wo sich die schwarzen und scharfen Maschinen von
Jean Tinguely mit den runden farbenfrohen Skulpturen von Niki
de Saint Phalle bekämpfen, bilden die beiden Geschöpfe in der
vorliegenden Arbeit eine ausgeglichene Einheit.
CHF 140 000 / 180 000
(€ 144 330 / 185 570)
„Les oiseaux sont omniprésents dans mon œuvre: des oiseaux im-
mortels, tristes, triomphants, affamés. Les oiseaux sont des messa-
gers de notre monde vers l’autre. Mon ange gardien est un oiseau.“
Niki de Saint Phalle
| 52
PostWar  Contemporary
| 53
3454
NIKI DE SAINT PHALLE
(Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego)
Fauteuil Dos à Dos. 1993.
Kunstharz, bemalt.
Am Fuss auf einer Plakette signiert und nummeriert:
12/20 Niki de Saint Phalle.
70,5 × 85 × 65 cm.
Provenienz:
- Galerie Edition Ars Collect, Luzern.
- Vom heutigen Besitzer ca. 1998 bei obiger Galerie
erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 30 930 / 51 550)
| 54
PostWar  Contemporary
3455
NIKI DE SAINT PHALLE
(Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego)
La conversation. 1991.
Giesharz, bemalt und lackiert.
Mit der gestempelten Signatur und Nummerierung seitlich
unten: niki de saint phalle 17/20.
105 × 170 × 120 cm.
Alterungsspuren.
Provenienz:
- Galerie Bonnier, Genf.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 30 930 / 51 550)
| 55
3456
PETER PHILLIPS
(Birmingham 1939–lebt und arbeitet in London)
Nigerian Pitch. 1984.
Relief. Acryl auf Leinwand und Holz.
Verso signiert, betitelt und datiert:
Peter Phillips 1984 „NIGERIAN PITCH“.
180 × 290 × 25 cm.
Professionell restauriert.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 9 000 / 14 000
(€ 9 280 / 14 430)
| 56
PostWar  Contemporary
3457*
SALOMÉ (WOLFGANG LUDWIG CIHLARZ)
(Karlsruhe 1954–lebt in Berlin)
American Flag. 1979/80.
Acryl auf Nessel, 2-teilig.
Unsigniert.
240 × 400 cm (je 240 × 200 cm).
Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Künstler bestätigt,
Berlin, Oktober 2022. Wir danken dem Künstler für seine
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Bruno Bischofberger, Zürich.
- Privatsammlung New York.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
| 57
3458
RÉMY ZAUGG
(Courgenay 1943–2005 Basel)
MÜDES BILD MÜDE. 1986/87.
Lack auf Leinwand.
Verso mit Richtungspfeil.
52 × 38 cm.
Provenienz:
- Galerie Gisèle Linder, Basel.
- Bei obiger Galerie 1997 erworben, Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, Privatsammlung
Schweiz.
Das vorliegende Werk dient beispielhaft für den Versuch Remy
Zauggs, Malerei in Sprache zu übersetzen. Auf pastoser Malerei
im Farbton weisslicher Grundierung treten die drei Worte MÜDES
BILD MÜDE hervor. Hierbei greift er auf eine schlichte Schrift ohne
Ornament zurück. Die Beschaffenheit der drei Worte spiegelt
ein derartiges Mass an Klarheit und Präzision wider, dass man sie
zunächst für einen Siebdruck halten könnte. Tatsächlich setzt
sich Zaugg seit den 70ern intensiv mit diesem Druckverfahren
auseinander, empfindet es sogar als zeitgemässe Alternative zur
Malerei. Auf der Suche nach einer neuen Form der Monochromie
entstehen unter anderem einfarbig übermalte Bilder, zunächst in
immaterialisierendem Hellblau. Später finden kräftige Farbkont-
raste ihren Weg auf Zauggs Leinwände.
In unserem Werk beschränkt sich der Künstler jedoch auf die ver-
schiedenen Wirkungsweisen des Weisstons, die unterschiedlicher
nicht sein könnten. Der mit einem Pinselstrich gemalte Unter-
grund hat mit der beinahe unbefleckten Oberfläche der vermeint-
lich gedruckten Worte wenig gemein. Einzig die Farbe verhilft dem
Werk zu einer Einheit, lässt den Betrachter bis zum Schluss immer
wieder seine Wahrnehmung hinterfragen und stellt auf diese
Weise ein eindrucksvolles Beispiel Zauggs konzeptioneller Kritik
an der menschlichen Rezeption dar.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 58
PostWar  Contemporary
3459
JASON MARTIN
(Jersey 1970 – lebt und arbeitet in London)
Ohne Titel. 1996.
Öl auf Aluminium, 2-teilig.
Verso signiert, datiert, mit Technik- und
Massangaben: Jason Martin Feb 96 oil on
aluminium 12“ × 10“ ×4“.
Je 25,5 × 30,7 × 11,4 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von
den Jason Martin Studios, Oktober 2022,
bestätigt. Wir danken den Jason Martin
Studios für die freundliche Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heuti-
gen Besitzer, Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
| 60
PostWar  Contemporary
3460
ADOLF LUTHER
(Uerdingen 1912–1990 Krefeld)
Energetische Plastik. 1984.
Spiegel, Holz und Plexiglas.
Verso signiert und datiert: Luther 84.
Zudem mit den Stempeln:
ENERGETISCHE PLASTIK und SEHEN IST
SCHÖN.
40 × 40 × 8,5 cm.
Provenienz:
- Galerie Wilbrand, Köln.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
3461
RICHARD DEACON
(1949 Wales–lebt und arbeitet in New York)
NO. 4. 1999.
Geprägter Stahl.
85 × 68 cm.
Provenienz:
- Lisson Gallery, London.
- Bei obiger Galerie 1999 vom heutigen
Besitzer erworben, Privatsammlung
Schweiz.
- Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 61
3462
ZDENEK SYKORA
(1920 Louny 2011)
Nr. 8 – Trio Op 2. 1978.
Öl und Bleistift auf Leinwand.
Auf dem Keilrahmen signiert, datiert, betitelt und mit
Massangaben: Nr. 8 „Trio Op 2“ 150 × 150, 1978. Zdeněk Sýkora.
150 × 150 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität von Lenka Sýkorová,
Louny, 5. Oktober 2022 (dort verzeichnet mit dem Titel: Lines
No 8 – Hiršal’s Trio). Wir danken Frau Sýkorová für ihre freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Média, Neuchatel.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
Ausstellungen:
- Gorinchem 1979, Kunstcentrum Badhuis, Zdeněk Sýkora,
Computer-schilderijen. 22. September - 25. Oktober.
- Neuenburg 1981 - 1982, Galerie Média. Cycle Média 81.
14. März - 10. Januar.
„Auch eine Kombination, die zunächst uninteressant erschien,
kann zu einem Ergebnis führen, dass ich überrascht bin. Der Zufall
bereichert den Menschen: Er hindert ihn daran, in Stereotypen
zu verfallen. Bei jedem Bild bin ich am Ende derjenige, der am
meisten schockiert ist, obwohl ich vorher zumindest ein bisschen
weiss, was in etwa entstehen könnte. Die grösste Analogie für
diese Art Kunst finde ich in der Musik. Für einen Komponisten, der
die einzelnen Parts mehr oder weniger getrennt schreibt, muss es
auch ein grosses Erlebnis sein, wenn er das ganze Werk komplett
von allen Instrumenten gespielt hört“. Zdeněk Sýkora
Der tschechische Maler und Bildhauer Zdeněk Sýkora zählt zu den
exponiertesten und innovativsten Vertretern abstrakter, konkreter
und konstruktiver Kunst.
Über die Reduktion von natürlichen Formen und Farben gelangt
der Künstler nach und nach zu einer geometrischen Abstraktion
mit systematischem Bildaufbau: den Strukturbildern. Mit ihnen
findet Sýkora eine bildnerische Lösung für die Beziehungen
zwischen Form und Farbe. Bereits 1964 entstehen die ersten, am
Computer programmierten Strukturen.
Ab 1973 entwickelt der Computer-Pionier ein neues System,
das auf dem kalkulierten Zufallsprinzip beruht und die Grundlage
seiner bekannten Linienbilder darstellt. Formen, Längen, Dicken,
Farben und ihre Kreuzungen werden durch Zufallszahlen, die am
Computer generiert werden, festgelegt. Linien werden zum ers-
ten Mal zu wichtigen Elementen in Sýkoras Gemälden. Losgelöst
von der strengen Ordnung der strukturellen Raster erlaubt ihm die
Linie eine grössere malerische Freiheit.
Musik ist für Sýkora wegen ihrer physischen Wirkung, Komplexität
und Abstraktheit das Glanzlicht unter den Kunstarten. Schon seit
der Entstehung seiner ersten Liniengemälden hegt der Maler den
Wunsch, diese in eine musikalische Form zu überführen. Folglich
ist es kein Zufall, dass Sýkora die Zahlenreihen, auf denen die
Parameter für die Linien der vorliegenden Arbeit „Lines No 8 -
Hiršal’s Trio“ basieren, „Partituren“ nennt. Auf den Betrachter wirkt
das spielerisch-heiter und grossformatige Werk aus dem Jahr
1978 mit seinen schwarzen, orangen und violetten schlängelnden
Linien, die sich stellenweise zu Knäueln formen und sich sanft be-
rühren, wie eine harmonische Symphonie mit enger Verbunden-
heit. Dieses einzigartige Gemälde steht beispielhaft für Vitalität
und Individualität, die Sýkora seinen Linienbildern einzuhauchen
vermag.
Unterstützt von seiner Frau entwickelt Sýkora das Thema der
Linien fortwährend weiter. Das angebotene Gemälde „Lines No
65“ (Los 3463) aus dem Jahr 1990 besticht mit seinen schwarzen
und blauen, breiteren und schmalen, gebogenen und fast geraden
Linien sowie den vereinzelten kleinen und grösseren Punkten, die
in origineller Weise in gegenseitigen Beziehungen stehen.
Obwohl Zdeněk Sýkora mit Systemen, Programmen und dem
fortschrittlichen Prinzip des Zufalls arbeitet, bleibt er der Malerei
stets treu.
CHF 150 000 / 250 000
(€ 154 640 / 257 730)
| 62
PostWar  Contemporary
| 63
3463
ZDENEK SYKORA
(1920 Louny 2011)
Linie Nr. 65. 1990.
Öl und Bleistift auf Leinwand.
Verso signiert und datiert: Sykora 1990. Zudem auf dem
Keilrahmen betitelt, datiert und mit Massangaben: Linie Nr. 65
70 × 70 1990. Ebenso auf der Überlappung mit Richtungspfeil:
oben, und mit dem beschädigten Etikett: ZDENEK SYKORA .
70 × 70 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau Lenka Sýkorová,
26. Juli 2022, Louny, bestätigt. Das Werk ist im Archiv von Lenka
und Zdeněk Sýkora unter der Nummer: L065, registriert (dort
unter dem Titel: Lines No. 65). Wir danken Frau Sýkorová für ihre
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Vom vorherigen Besitzer wohl in der Galerie Hoffmann,
München (?) erworben.
- Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 70 000 / 90 000
(€ 72 160 / 92 780)
| 64
PostWar  Contemporary
| 65
3464
SOL LEWITT
(Heartford 1928–2007 New York City)
9 Pyramids on a 9 Part Grid. 1991.
Gegossenes Polyesterharz auf Formica-Sockel.
Auf der Unterseite signiert und nummeriert: S. Lewitt 4/15.
34 × 73,7 × 73,7 cm.
Provenienz:
- Rosa Esman Gallery, New York, Herausgeber
(auf der Unterseite mit dem Etikett).
- Glen Dranoff Fine Art, New York.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Garrels, Gary (Hrsg.): Sol Lewitt. a retrospective, San
Francisco Museum of Modern Art 2000, S. 273, Nr. 257 (Farbabb.).
Der US-Amerikaner Sol LeWitt, 1928 als Kind russisch-jüdischer
Immigranten geboren, zählt zu den Leitfiguren des Minimalismus
und Pionieren der Konzeptkunst. Er erlangt in den späten 1960ern
mit seinen Wand-Zeichnungen Bekanntheit; ist jedoch medien-
übergreifend aktiv, wie sein umfangreiches zwei- und dreidimen-
sionales Werk beweist. LeWitts facettenreiches Oeuvre von hun-
derten Papierarbeiten, Druckgrafiken, Fotografien, Installationen,
sowie Strukturen in Form von Türmen, Pyramiden und anderen
geometrischen Verläufen lässt sich an den vorliegenden Arbeiten
deutlich festmachen.
LeWitts Praxis basiert auf der Betonung von Ideen gegenüber den
materiellen Aspekten eines Kunstwerkes. Hierbei bedient er sich
einfacher, geometrischer Grundformen sowie deren Repetition,
um ästhetische Systeme zu entwickeln, die eine anspruchsvolle
Auseinandersetzung mit einer Welt jenseits des Wahrnehmbaren
widerspiegeln. Zunächst bekannt für seine geometrischen Skulp-
turen, die offene, modulare Strukturen verwenden und der Form
des Kubus entspringen, beginnt LeWitt 1968 mit der Entwicklung
von Wandzeichnungen, in denen er unzählige Variationen der
Anwendung gezeichneter Linien auf Wänden erforscht. Von sei-
nen Wall Drawings entstehen mehr als 1200 Werke; zunächst mit
Grafit, dann mit Kreide und später mit Tusche.
Die vorliegende Skulptur aus dem Jahr 1991 verkörpert Lewitts
Vorliebe für einfache geometrische Formen, sowie deren Seriali-
sierung, Wiederholung und Progression. Auf einem dunkelgrauen
Formica-Sockel erheben sich 9 ungleichmässige Pyramiden. Die
aus Polyesterharz gegossenen Formen ordnet der Künstler mit
Präzision auf dem 3 x 3 Raster an; die Formen der einzelnen Struk-
turen konfligieren allerdings mit der Ordnung und Kontinuität der
Plattform. So ragen entlang der äusseren Felder 6 spitzzackige
Pyramiden, fast wie Eisberge, teilweise schräg aus der schwarzen
Oberfläche. Die restlichen drei stehen monumental und mit grös-
serer Stabilität auf dem Untergrund. Die Strukturen vermitteln
dem Betrachter koinzident den Eindruck von Stärke und Fragilität.
LeWitt verzichtet hier womöglich bewusst auf den Einsatz von
Farben, denn das Zusammenspiel von den Gegensätzen Schwarz
und Weiss sowie eckig und spitz pointiert sein Prinzip von Geo-
metrie und Repetition augenfällig.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 66
PostWar  Contemporary
“Anyone who understands the work of art owns it.”
Sol LeWitt
| 67
3465
SOL LEWITT
(Heartford 1928–2007 New York City)
Emblemata. 1999.
Gouache auf dünnem Karton.
Unten rechts signiert und datiert: S. Lewitt 99.
28,7 × 57,4 cm.
Provenienz:
- Galleria d‘Arte Contemporanea Dabbeni, Lugano
(verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie 2001 vom heutigen Besitzer erworben,
seitdem Privatsammlung.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
3466
MATT MULLICAN
(Santa Monica 1951– lebt und arbeitet u.a. in New York)
Ohne Titel (aus: The subject to elemental). 2001.
Gouache auf Papier, 5-teilig.
Verso signiert und datiert: Mullican 01.
30,5 × 23 cm.
Provenienz:
- MAI 36 Galerie, Zürich (verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie erworben, Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, ebenfalls
Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 580 / 3 610)
| 68
PostWar  Contemporary
3467*
THEODOROS STAMOS
(New York 1922–1997 Ioannina/Griechenland)
Infinity Field, Lefkada Series. 1980.
Acryl auf Leinwand.
Verso auf der Überlappung signiert, betitelt und datiert: STAMOS
1980 INFINITY FIELD/LEFKADA SERIES.
180 × 152 cm.
Provenienz:
- Galerie M. Knoedler, Zürich.
- Bei obiger Galerie vom vorherigen Besitzer erworben, Privat-
sammlung Schweiz.
CHF 35 000 / 40 000
(€ 36 080 / 41 240)
| 69
3468
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lebt und arbeitet in Düsseldorf)
Pure Freude (P.F.2). 2001.
Los von 4 Acryl auf Kunststoffpapier mit Collage.
Verso jeweils signiert, datiert, betitelt und nummeriert: Imi 2001
PF 2-4 6/7, sowie mit dem Impressum in der Originalmappe.
Je 103 x 74 cm. Vollständig.
Provenienz:
- Galerie Lelong, Zürich.
- Von obiger Galerie in 2004 erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 15 460 / 25 770)
| 70
PostWar  Contemporary
„Ich will auf nichts kommen als auf die Farbe. Ich trage die Farben auf, setze die Farben
ein und versuche so eine Farbe zu gewinnen. Die Farbe bringe ich in die verschiedenen
Zusammenhänge. Erst dann kann sie kommen, die Freiheit.
Imi Knoebel
| 71
3469
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lebt und arbeitet
in Düsseldorf)
Ohne Titel. 1995.
Acryl auf Aluminium auf Holz.
Verso signiert und datiert: Imi 95.
13,6 × 10,5 × 8 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
3470
GERWALD ROCKENSCHAUB
(Linz 1952–lebt und arbeitet in Berlin)
Ohne Titel. 1991.
Gelb fluoreszierendes Acrylglas. Unikat.
210 × 120 cm.
Provenienz:
- Galerie Susanna Kulli, St. Gallen.
- Von obiger Galerie 1997 erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: St. Gallen 1991. Galerie Susanna Kulli,
Gerwald Rockenschaub „Teppiche“. 7. Juni - 7. Juli.
Literatur: Drechsler, Wolfgang. Gerwald Rockenschaub :
1980 - 2004. Anlässlich der Ausstellung Gerwald Rockenschaub
im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien. S. 166.
CHF 3 000 / 6 000
(€ 3 090 / 6 190)
| 72
PostWar  Contemporary
3471
RITA MCBRIDE
(Des Moines/Kalifornien 1960–lebt und arbeitet in Düsseldorf)
I CONTINUE TO LIVE IN MY GLASS HOUSE. 1995.
Mobile aus Acrylglas, Plastik, Aluminium und Holz.
254 × 183 × 122 cm.
Provenienz:
- Galerie Mai 36, Zürich.
- Bei obiger Galerie 1999 vom vorherigen Besitzer
erworben, Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 9 000 / 12 000
(€ 9 280 / 12 370)
| 73
3472*
NOT VITAL
(Sent 1948–lebt und arbeitet im Unterengadin)
700 Snowballs. 2017.
Multiple. 3 Gipsskulpturen.
Durchmesser zwischen 7 und 10 cm.
Mit den handsignierten und nummerierten (Nr. 231-233)
Bestätigungen der Authentizität durch den Künstler.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 550 / 2 060)
3473
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zürich 2016)
Tableau Espace P 1194. 1994.
Acryl auf Holz.
Verso signiert, datiert, betitelt:
HONEGGER 1994 - P. 1194 - TABLEAUX - ESPACE.
190 × 6 × 16 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 4 000
(€ 2 060 / 4 120)
3474
NIGEL HALL
(Bristol 1943–lebt und arbeitet in London)
PASSAGE II. 1994.
Holzskulptur.
17 × 14,4 × 108,3 cm.
Provenienz:
- Galerie Renée Ziegler, Zürich.
- Vom vorherigen Besitzer 1995 in obiger Galerie
erworben, Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: Galerie Renée Ziegler, Nigel Hall, Zürich, 7. Oktober -
26. November 1995, Ausstellungsliste Nr. 06.
CHF 4 000 / 5 000
(€ 4 120 / 5 150)
| 74
PostWar  Contemporary
3475
TURI SIMETI
(Alcamo/Sizilien 1929–2021 Mailand)
Quattro ovali bianchi. 1993.
Acryl auf Leinwand.
Auf dem Keilrahmen signiert und datiert: Simeti 1993, sowie mit
Richtungsspfeil: ALTO.
50 × 50 × 4,5 cm.
Mit der Bestätigung des Archivio Turi Simeti, Mailand. Dieses Werk
ist im Archivio unter der Archiv-Nr.: 1993-B0503, verzeichnet.
Provenienz:
- Galerie Wack, Kaiserslautern.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 75
3476
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zürich 2016)
Tableau-Relief C 1379. 2002.
Aluminium, lackiert.
Verso signiert, datiert und betitelt:
HONEGGER 2002 C. 1379.
61 × 61 cm.
Provenienz:
- Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (ver-
so mit dem Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 500 / 4 500
(€ 3 610 / 4 640)
| 76
PostWar  Contemporary
3477
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zürich 2016)
Tableau-Relief C 1384. 2002.
Aluminium, lackiert.
Verso signiert, datiert und betitelt:
HONEGGER 2002 C. 1384.
Durchmesser 61 cm.
Provenienz:
- Galerie Dorothea van der Koelen,
Mainz (verso mit dem Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 500 / 4 500
(€ 3 610 / 4 640)
3478
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zürich 2016)
Tableau-Relief C 1380. 2002.
Aluminium, lackiert.
Verso signiert, betitelt und datiert:
HONEGGER 2002 C.1380.
60 × 61 cm.
Provenienz:
- Galerie Dorothea van der Koelen,
Mainz (verso mit dem Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 500 / 4 500
(€ 3 610 / 4 640)
| 77
3479
CALLUM INNES
(Edinburgh 1962–lebt und arbeitet in Edinburgh)
Exposed Painting. Paynes Grey / Charcoal on White. 1998.
Öl auf Leinwand.
Auf der Überlappung signiert und datiert: Innes. 98, sowie
mit der Werknummer auf dem Keilrahmen: CI 98 31.
87,5 × 80,5 cm.
Provenienz:
- Galerie Bob van Orsouw, Zürich (verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie vom vorherigen Besitzer 1998 erworben,
Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung
Schweiz.
Callum Innes zählt heute zu den wohl bekanntesten Künstlern
Grossbritanniens. Ab den 1990er Jahren arbeitet er parallel an ei-
nem Dutzend unterschiedlicher Serien. Die umfangreichste Serie
betitelt er „Exposed Painting“, welche er im Jahr 1992 beginnt und
die er heute noch erweitert.
Seine Bildträger sind hauptsächlich Papier oder Leinwand, die er
mit weisser Farbe grundiert. Diese teilt er geometrisch in unter-
schiedliche und ungleiche horizontale und vertikale Zonen auf,
indem er monochrome Farbflächen über die gesamte Breite mit
Ölfarbe aufsetzt. Bevor das Öl dieser Flächen trocknet, wischt er
einen Teil mit Terpentin – ein flüssiges Lösungsmittel für Ölfar-
ben – wieder ab. Es entsteht dadurch eine schleierhafte, schim-
mernde, fast transparente Farbschicht, welche die ehemaligen
Farbpigmente erahnen lassen und gleichzeitig neue Pigmente
hervorbringen. Callum Innes mischt selbst seine Ölfarben zu-
sammen, bei denen Schwarztöne dominieren, zudem aber Rot-,
Violett- und Olivetöne untermischt werden.
Unser vorliegendes Gemälde „Exposed Painting“ von 1998 hat
den Fokus auf dem massiven, schwarzen horizontalen Balken, der
durch den vertikal gezogenen diffusen hellgrauen Farbschleier un-
terbrochen wird. Das Terpentin hat einen hellen Nebel an schwar-
zen Pigmenten enthüllt, oder genauer gesagt, die schwarze Farbe
wurde „Exposed“, sichtbar ausgesetzt.
Diese spezielle Technik der Addition und Subtraktion, des Auf-
setztens und Auslöschens, Hinzufügens und Wegnehmens, des
Öffnens und Schliessens, der Transluzens und Opazität, nennt
der Künstler „unpaint“. Eine disziplinierte Monochrommalerei, die
ungewisse Ergebnisse hervorbringt und den Maler zwingt, seine
entwickelte Technik ständig zu entdecken, zu hinterfragen und zu
erneuern.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 15 460 / 20 620)
| 78
PostWar  Contemporary
3480
ALBRECHT SCHNIDER
(Luzern 1958–lebt und arbeitet in Hilterfingen)
Ohne Titel. 2008.
Acryl auf Leinwand.
Verso signiert und datiert: A. Schnider -08-.
49 × 34,5 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau von
Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider, Hilterfingen,
10. Oktober 2022, bestätigt. Wir danken Frau von
Niederhäusern für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Bob van Orsouw, Zürich (verso mit dem Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 80
PostWar  Contemporary
3481
ALBRECHT SCHNIDER
(Luzern 1958–lebt und arbeitet in Hilterfingen)
Ohne Titel. 2008.
Acryl auf Leinwand.
Verso signiert und datiert: A. Schnider -08-.
49 × 34,5 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau von
Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider, Hilterfingen,
10. Oktober 2022, bestätigt. Wir danken Frau von
Niederhäusern für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Bob van Orsouw, Zürich (verso mit dem Etikett).
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 81
3482*
DIRK SKREBER
(Lübeck 1961–lebt und arbeitet i
n New York)
Ohne Titel. 2001.
Öl, Lack und PVC-Band auf Holz.
250 × 150 cm.
Provenienz:
- Kerstin Engholm Galerie, Wien.
- Ehemals Sammlung Falckenberg,
Hamburg.
Ausstellungen:
Wien 2001, Dirk Skreber. Kerstin Engholm
Galerie, 8 Mai - 21 Juni.
Literatur:
- Dorothea Strauss: Dirk Skreber (Ausst.
Kat.), Kunstverein Freiburg, 2002, p. 25, 36
(mit Farbabb.)
- F. Emslander/Christian Scheidemann:
Dirk Skreber Blutgeschwindigkeit Blood
Speed (Ausst. Kat.), Staatl. Kunsthalle
Baden-Baden und Museum Franz Gertsch
Burgdorf, 2008, p. 28/33 (mit Farbabb.)
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 82
PostWar  Contemporary
3483
GILLIAN CARNEGIE
(Suffolk 1971–lebt und arbeitet in London)
green and silver. 2006.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert, datiert und betitelt:
Gillian Carnegie 2006 ‚green and silver‘.
170 × 138 cm.
Provenienz: Ehemals Galerie Gisela Capitain, Köln.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 83
3484
SOPHIE RYDER
(London 1963–lebt und arbeitet in Cirencester)
Crawling (Maquette). 1998.
Bronze, grün patiniert.
Auf der Innenseite des linken Oberschenkels mit der
eingeritzten Signatur, Datierung und Nummerierung:
Ryder 98 1/9.
23,5 × 34 × 11 cm.
Provenienz:
- Atelier der Künstlerin.
- Privatsammlung Schweiz.
„I sculpt characters and beings - the dogs, the hares, the mino-
taurs - are all characters beyond animal form. I‘m not interested in
making a replica. If you would put a real hare next to one of mine
you would see great differences.“ Sophie Ryder
Beim Betrachten von Sophie Ryders tiermenschlichen Mischwe-
sen fällt sofort die enge Verbindung auf, die die Künstlerin
zwischen der Mythologie und dem menschlichen Leben, seinen
Emotionen und Wünschen herstellt. Den gewaltsamen, starken
Minotaurus der griechischen Mythologie wandelt die Künstlerin
allmählich in einen liebevollen Beschützer um. Mit der charakter-
vollen anthropomorphen „Ladyhare“, die für Lust und Fruchtbar-
keit steht, schafft Ryder bald eine würdige Begleitung für den Mi-
notaurus. Von elementarer Bedeutung ist, dass der frei geformte
Kopf der Hasendame, wie auch bei allen anderen Häuptern von
Ryders Fantasiegeschöpfen, lediglich als Maske fungiert. Als Vor-
lage für den Frauenkörper der Häsin dient ihr eigener. Demnach ist
zu vermuten, dass sich Ryder in Wirklichkeit selbst darstellt. Nach
kurzer Zeit ruft die leidenschaftliche Hundezüchterin auch den
„Dogman“ ins Leben, der in enger Beziehung zur Häsin steht.
Mit ihren Werken möchte Sophie Ryder dem Betrachter in einer
unvergänglichen Form eine momentane menschliche Emotion
vermitteln. Ryders Einzigartigkeit liegt in der Fähigkeit, die Vielfalt
menschlicher Gefühle allein durch die Körpersprache zu vermit-
teln, da das menschliche Gesicht und die instinktiven Empfindun-
gen, die unsere Gesichter vermitteln können, maskiert sind. Mit
ihren charakteristischen Arbeiten versucht die Künstlerin nahezu
jeden Aspekt des Menschseins einzufangen: Verletzlichkeit, Mü-
digkeit, Hunger, Glück, Eifersucht, Schmerz, Liebe, Angst, Humor
und Sexualität.
Auf allen Vieren kriechend, aufmerksam einander zugewandt (Los
3486) und in einen Spiegel schauend (Los 3485), laden die vorlie-
genden, geheimnisvoll sowie vertraut wirkenden Bronzewerke aus
den Jahren 1998-99 den Betrachter zu einer regen Interaktion
ein.
CHF 16 000 / 22 000
(€ 16 490 / 22 680)
| 84
PostWar  Contemporary
| 85
3485
SOPHIE RYDER
(London 1963–lebt und arbeitet in Cirencester)
Dogman in Mirror. 1999.
Bronze, braun patiniert und Spiegel.
Auf der Rückseite mit der eingeritzten Signatur, Datierung
und Nummerierung: Ryder 99 9/12.
19 × 12 × 16 cm.
Provenienz:
- Atelier der Künstlerin.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
3486
SOPHIE RYDER
(London 1963–lebt und arbeitet in Cirencester)
Ladyhare with Minotaur through a window. 1999.
Bronze, grün patiniert und Glas.
Unten links mit der eingeritzten Signatur, Datierung
und Nummerierung: Ryder 99 11/12.
20,5 × 21 × 16 cm.
Provenienz:
- Atelier der Künstlerin.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
| 86
PostWar  Contemporary
‘’The ears are like a mane of hair and she fits so well with the very
masculine Minotaur. The minotaur and the ladyhare are my charac-
ters, my lovers. The animal masks allow me to portray feelngs and
positions that would be maybe rather too ridiculous or too sugges-
tive if the heads were human. With the animal heads it all becomes
perfectly acceptable.“
Sophie Ryder
| 87
PAUL STRAND
(New York City 1890–1976 Orgeval)
Black Mountain, Cerro, New Mexico, 1932.
Silbergelatine-Abzug. Vintage.
11,7 × 14,8 cm.
Verso voll signiert, eigenhändig betitelt und datiert.
CHF 30 000 - 50 000
HELMUT NEWTON
(Berlin 1920–2004 Los Angeles)
Woman examining Man, St. Tropez, 1975.
Silbegelatine-Abzug. Späterer Abzug.
36,2 × 30 cm.
Verso voll signiert, betitelt, datiert und Monte-Carlo
Copyright Stempel.
CHF 15 000 - 25 000
Highlights aus der Photographie Ibid Online only Auktion vom 8. Dezember
Mitbieten möglich vom 22. November bis 8. Dezember 2022.
www.kollerauktionen.ch
3487
GOTTFRIED HELNWEIN
(Wien 1948–lebt und arbeitet u.a. in Los Angeles)
Verbrannter Engel II. 1990.
Öl und Acryl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: HELNWEIN 90.
120 × 156 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: Thun 1992, Kunstmuseum. Gottfried Helnwein,
19. Juli - 6. September, Nr. 120 (mit s/w Abb.) (verso mit dem
Etikett).
Verwundete, blutüberströmte Kinder, bandagierte, entstellte
Körper, düstere Comic-Figuren – der österreichische Künstler
Gottfried Helnwein fasziniert und schockiert gleichermassen mit
seinen hyperrealistischen Grossformaten. Seine auf Fotografien
basierenden Porträts verarbeiten Themen wie Folter, Verletzung
und Gewalt, wobei der Mensch als wehrloses, einer dystopischen
Gesellschaft ausgeliefertes Opfer im Mittelpunkt steht.
Metaphorisch für die zerstörte Imagination, Kreativität und Un-
berührtheit des menschlichen Daseins bedient sich der Künstler
allerdings nicht nur der Figur des Kindes, sondern auch Persön-
lichkeiten der Trivial- und amerikanischen Populärkultur, wie das
vorliegende Werk demonstriert.
Das annährend lebensgrosse Abbild verkörpert mit James Dean
eine der prägendsten Filmikonen der US-Nachkriegszeit. Wäh-
rend das Porträt einerseits durch seine technische Perfektion
besticht, greift es in einem nächsten Schritt Kritikpunkte rund
um Massenmedien, Kommerzialisierung und deren Leidtragende
auf. Das auf einer Fotografie basierende Gemälde strahlt auf den
ersten Blick weder Angst noch Gewalt aus, dafür wohnt ihm ein
übermannendes Gefühl von Schwere und Düsternis inne. Vor
nahezu schwarzem Hintergrund kommt der liegende Schauspie-
ler kontrastreich zum Vorschein. Ungeklärt bleibt die Frage seiner
Verfassung und des Situationskontextes. Trotz angezündeter
Zigarette deuten sowohl das schneeweisse Hemd als auch die
matten Gesichtszüge und kraftlose Körperhaltung vielmehr auf
eine leere Hülle Deans als auf einen schlafenden Zustand hin. Die
Schwere, die sich im liegenden, sogenannten „fallen angel“ aus-
breitet, kommt gänzlich ohne Beigabe gewalttätiger Stilmittel aus.
Abweichend von traditionellen Sehgewohnheiten kommuniziert
Helnwein mit diesem Porträt abermals auf unmissverständliche,
und dennoch subtile Weise Gesellschaftskritik.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 15 460 / 20 620)
| 90
PostWar  Contemporary
„Irgendwann habe ich aber eingesehen, dass Kunst
doch die einzige Möglichkeit für mich war. Vielleicht
ist es ein Defekt, aber von frühester Kindheit an sah
ich immer Gewalt um mich herum und die Wirkung
von Gewalt: Angst.“
Gottfried Helnwein
| 91
3488
HANS-PETER FELDMANN
(Düsseldorf 1941–lebt und arbeitet in Düsseldorf)
Klassiker-Gemälde. 1978.
Serie von 12 handkolorierten Offsetdrucken.
Je mit dem Blattmass 42 × 29,7 cm.
Provenienz:
- Richard Saltoun, London (verso mit dem Etikett).
- Vom heutigen Besitzer beim obigen erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Vgl.: Lippert, Werner: Hans-Peter Feldmann.
Das Museum im Kopf, Köln 1989, S. 76.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 92
PostWar  Contemporary
„Feldmann räubert in unserer Bilderwelt.
In der Bibliothek aller denkbaren und undenkbaren Bilder.“
Werner Lippert
| 93
3489
NEDKO SOLAKOV
(Tscherwen Brjag/Bulgarien 1957–lebt und arbeitet in Sofia)
From „Deleted scenes from a silly movie“ #1 - 12. 2013.
Sepia, schwarze und weisse Tinte, laviert, auf festem Papier; Serie
von 12 Zeichnungen. Unten rechts signiert und datiert: Conak 13,
sowie oben rechts betitel und nummeriert: FROM „SELECTED
SCENES FROM A SILLY MOVIE“ #1-12.
Je 19,5 × 29,5 cm.
Der Künstler hat die Authentizität bestätigt. Wir danken ihm für
seine freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Vom heutigen Besitzer 2013 direkt vom Künstler erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 10 000 / 14 000
(€ 10 310 / 14 430)
| 94
PostWar  Contemporary
| 95
3490
SILVIA BÄCHLI
(Baden 1956–lebt und arbeitet in Basel)
Ohne Titel. 2014.
Gouache auf Papier.
Verso signiert, monogrammiert, datiert und mit Werknummer:
Silvia Bächli sb2014_146 S.B. 2014.
31 × 22 cm.
Im Original-Künstlerrahmen.
Die Authentizität wurde von der Künsterlin bestätigt. Wir danken
ihr für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Barbara Gross, München.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 2019 erworben, seit-
dem Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
3491
SILVIA BÄCHLI
(Baden 1956–lebt und arbeitet in Basel)
Ohne Titel. 2005.
Tusche auf Papier.
Verso signiert, monogrammiert, datiert und mit Werknummer:
Silvia Bächli sb2005-212 S.B. 05.
31 × 22 cm.
Im Original-Künstlerrahmen.
Die Authentizität wurde von der Künsterlin bestätigt. Wir danken
ihr für ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Barbara Gross, München.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 2019 erworben, seit-
dem Privatsammlung Schweiz.
„Even if nowadays my drawings often have non-figural cast – they
are still closely linked with the body. Crossed lines can be stars in
the lines on one’s palms, snaking lines can have their starting point
in the paths from here to there I was following yesterday…”
Silvia Bächli
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
| 96
PostWar  Contemporary
3492
MIRIAM CAHN
(Basel 1949–lebt und arbeitet in Basel)
Madonnenähnlich. 1995.
Pastell und Pigment auf Papier.
Verso monogrammiert und datiert: M 15 2 95
49 × 63 cm.
Provenienz:
- Galerie Jocelyn Wolf, Paris.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: Paris 2020, Miriam Cahn. Notre Sud. Galerie Jocelyn
Wolff, 4. April - 25. Juli.
‘’Mit den Titeln suggeriere ich beim Betrachter oder bei der Be-
trachterin, worum es gehen könnte. Und wenn sich Titel und Bild
schneiden, wirds interessant. Wenn ein buntes, schönes, farben-
frohes Aquarell nicht etwa Mandalas zeigt, wie eine Frau in einer
Ausstellung einmal vermutete, sondern Atombomben. Wider-
sprüche interessieren mich. ’’ Miriam Cahn
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 97
3493*
ISSHAQ ISMAIL
(Accra 1989–lebt und arbeitet in Accra)
Aziz. 2019.
Acryl auf Leinwand.
Unten links signiert: Isshaq.
153 × 126 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Isshaq Ismail
Studio, Accra, Ghana.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Vom heutigen Besitzer direkt beim Künstler erworben,
seitdem Sammlung Österreich.
Isshaq Ismail wird 1989 in Accra geboren und gehört heute zur
florierenden und einflussreichen Kunstszene Ghanas. Internatio-
nale Bekanntheit hat er durch seine „grotesken Porträts“ erlangt.
Das hier angebotene, grossformatige Gemälde „Aziz“ aus dem
Jahr 2021 wird von einem deformierten Gesicht beherrscht. Ein
riesiger roter Mund und eine nicht weniger grosse braune Nase
mit blauen Nasenlöchern ragen aus dem blauen Gesicht. Grosse,
verschiedenartig geformte und in unterschiedliche Richtungen
schauende Augen blicken aus dem Bild heraus. Mit schnellen, ges-
tischen Pinselstrichen, einer kräftigen Farbpalette und dem pas-
tosen Farbauftrag erweckt der Künstler sein Porträt zum Leben.
Sowohl Form als auch Farbe lassen „unmenschliche Porträts“
entstehen, die für Isshaq Ismail die Reflektion einer ebenso
unmenschlichen Gesellschaft sind. Mithilfe der grotesken Dar-
stellung drückt er Emotionen und Stimmungen aus, die in einer
angsterfüllten sozialen, kulturellen und politischen Gegenwart
herrschen. In dieser Umgebung können viele Menschen ihre Sor-
gen und Ängste nicht in Worte fassen, und eben diesen gibt er mit
seinen eindrucksvollen Bildnissen eine Stimme. Seine Gemälde
basieren in einzelnen Fällen auf Skizzen nach Fotos, aber meistens
auf Skizzen, die auf seine Erinnerungen und Erfahrungen aus den
Strassen, öffentlichen Plätzen und Verkehrsmitteln der Metropole
Accra zurückgreifen.
Seine Gemälde zeichnen sich durch eine Spannbreite an Gefühlen
aus – Angst, Sorgen, Unzufriedenheit, Unsicherheit, Diskrimi-
nierung, Trostlosigkeit, etc. Darüber hinaus aber enthält sich der
Künstler jedweder Zuordnung: durch die verwendete Farbpalette
spielt die Hautfarbe keine Rolle (er nutzt nie braun oder weiss
für Gesichter), durch die Abstraktion und den Bildausschnitt
sind weder Geschlecht noch Alter zu bestimmen und durch die
Deformationen ist keine spezifische Person zu identifizieren. Er
malt keine realen Personen, sondern personifizierte Bilder der
zugrundeliegenden Emotionen. Diese Anonymisierung verleiht
seinem Oeuvre den Anspruch von Globalität. Nichtsdestotrotz
zeigt er dem Betrachter aber auf einfühlsame Weise Identitäten,
die durch Ängste zerbrochen sind, die durch Urteile über das Aus-
sehen, durch materielle Bestrebungen, durch rassistische oder
geschlechtsspezifische Unterdrückung verursacht werden.
Während seines Studiums am Ghanatta College of Art and Design
lernt er die Werke von Jean-Michel Basquiat und Francis Bacon
kennen. Die Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten hilft ihm, sich
von den Konventionen und dem Respekt vor den gegebenen For-
men, Materialien und Stilen zu lösen und seine eigene „grotesque“
Bildsprache zu entwickeln.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 25 770 / 36 080)
| 98
PostWar  Contemporary
„Life is not perfect, so I don’t see why I need to
create perfect forms.”
Isshaq Ismail
| 99
3494*
JAMES LICINI
(Zürich 1937–lebt und arbeitet in Nürensdorf)
Stahlbau. 1990.
Eisenskulptur, mit Rost patiniert.
Auf dem Sockel mit dem geprägtem Monogramm und Datierung:
JL90.
217 × 26 × 27 cm.
Literatur: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau:
Werkverzeichnis der Plastiken 1968 - 1998, Zürich 1990, Nr. 249.
„Licinis Kunst ist der permanente Versuch, aus der eigenen
Lebensrealität geschöpften Erkenntnissen in möglichst einfachen
Formkonstellationen absolut klaren Ausdruck zu verleihen. Weil er
sich von Künstlern absetzen will, die ihre Ideen gediegen realisie-
ren und ausschmücken, bezeichnet sich Licini als ‚Stahlbauer’.“
Matthias Frehner
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
3495
JAMES LICINI
(Zürich 1937–lebt und arbeitet in Nürensdorf)
Stahlbau VHP 60.
Stahlrohr-Hohlprofil 60 mm, geschweisst, mit Rost
patiniert.
Unten mit dem eingeritzten Monogram: JL.
33,5 × 24 × 15 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Vom heutigen Besitzer direkt beim Künstler erwor-
ben, seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 100
PostWar  Contemporary
3496
JAMES LICINI
(Zürich 1937–lebt und arbeitet in Nürensdorf)
Ohne Titel. 1995.
Bronze, mit Rost patiniert.
Mit dem eingeritzten Monogramm: JL.
32,5 × 18,5 × 33 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau:
Werkverzeichnis der Plastiken 1968 - 1998,
Zürich 1990, Nr. 406.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
3498
BERNHARD LUGINBÜHL
(Bern 1929–2011 Langnau i.E.)
Ohne Titel.
Stahl, oxidiert.
Mit der eingeritzten Nummerierung:
G05218 10503 350.
37 × 78 × 40 cm.
CHF 6 000 / 9 000
(€ 6 190 / 9 280)
| 101
3499*
PETER PHILLIPS
(Birmingham 1939–lebt und arbeitet in London)
Gemini 1: Unvarying Mean. 1981.
Öl und Wachs auf Leinwand, 2-teilig.
Verso auf der Leinwand und dem Keilrahmen jeweils signiert,
datiert, betitelt, mit Technikangaben und Richtungspfeil:
Peter Phillips, Gemini 1: Unvarying Mean, 1981, oil  wax on
canvas. Right / Left panel.
180 × 260 cm.
Provenienz:
- Walker Art Gallery, Liverpool (verso mit dem Etikett).
- Privatsammlung Deutschland.
Ausstellung: Liverpool 1982. retroVISION Peter PHILLIPS.
Walker Art Gallery, 26. Juni - 1. August, S. 76 (mit Farb.-Abb.).
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
3500
ALFRED HOFKUNST
(Wien 1942–2004 Missy)
Les pêchers en fleurs. 1976.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: Al. Hofkunst 76.
200 × 300 cm.
Provenienz:
- Galerie Jan Krugier, Genf.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
3501
ALFRED HOFKUNST
(Wien 1942–2004 Missy)
La mer est belle. 1982.
Öl und Pastell auf Leinwand, collagiert auf Leinwand.
Oben rechts signiert, datiert und betitelt:
Al. Hofkunst 82 La mer est belle.
155 × 200 cm.
Provenienz: 1982 direkt beim Künstler vom heutigen
Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
| 102
PostWar  Contemporary
| 103
3502
ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ)
(Nizza 1928–2005 New York City)
Squeezed. 1987.
Geschnittene Bronze und Cello, gold patiniert.
Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung: Arman 1/6.
125 × 65 × 64 cm.
Dieses Werk ist in den Arman Studio Archives, New York, unter der
Nummer: APA# 8310.87.025, verzeichnet. Wir danken den Arman
Studio Archives für die freundliche Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
CHF 18 000 / 28 000
(€ 18 560 / 28 870)
3503
ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ)
(Nizza 1928–2005 New York City)
Hermes and Dyonisos: Monument to Analysis. 1986.
Geschnittener Bronzeguss, geschweisst, grün patiniert.
Unten rechts signiert und nummeriert: Arman 4/4, sowie mit
eingeritztem Giessername: bocquel.
233 × 145 × 110 cm.
Dieses Werk ist in den Arman Studio Archives, New York, unter der
Nummer: APA# 8301.86.011, verzeichnet. Wir danken den Arman
Studio Archives für die freundliche Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
Privatsammlung Schweiz.
„I have always been very much involved in the pseudo biological
cycle of production, consumption and destruction. And for a long
time, I have been anguished by the fact that one of its most con-
spicuous material results is the flooding of our world with junk and
rejected odd objects.“ Arman
CHF 50 000 / 80 000
(€ 51 550 / 82 470)
| 104
PostWar  Contemporary
3504
ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ)
(Nizza 1928–2005 New York City)
Patins - homage à Denise Bielmann. 2004.
Bronze, grün patiniert.
Auf der rechten Seite signiert: Arman, sowie mit der
eingeritzten Nummerierung: 8/8.
21,5 × 35 × 38 cm (ohne Sockel).
Provenienz: Ehemals Sammlung Reto a Marca.
CHF 9 000 / 12 000
(€ 9 280 / 12 370)
3505
SANDRO CHIA
(Florenz 1946–lebt und arbeitet in Montalcino)
L‘Europe et la Mer. 1986.
Bronze, schwarz patiniert.
Auf der Rückseite mit der eingeritzten Signatur und
Nummerierung: CHIA 1/6.
Höhe 74 cm.
Provenienz:
- Semiha Huber, Zürich.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 105
3506*
PAUL JENKINS
(Kansas City 1923–2012 New York City)
Phenomena purple tree. 1980.
Aquarell auf Papier.
Unten mittig signiert: Paul Jenkins, sowie
verso signiert, betitelt und datiert: Paul
Jenkins „Phenomena purple tree“ 1980.
77 × 58 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung USA.
- Vom obigen Besitzer 2001 erworben,
seitdem Privatsammlung USA.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3507
JEAN TINGUELY
(Fribourg 1925–1991 Bern)
KWW. 1989.
Aquarell, Öl und Bleistift auf dünnem
Karton.
Unten rechts signiert: Jean Tinguely,
sowie unten links betitelt: KWW, und mittig
datiert: 1989.
50 × 70 cm.
Provenienz:
- Galerie Beyeler, Basel
(verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie erworben,
Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer,
ebenfalls Privatsammlung Schweiz.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 106
PostWar  Contemporary
3508
LUCIANO CASTELLI
(Luzern 1951–lebt und arbeitet
in Luzern )
Doppelselbstportrait. 1986.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert, datiert, betitelt und
nummeriert: DOPPELSELBSTPORTRAIT
Luciano Castelli 86 C 273.
135,7 × 155,5 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
3509
BILLY CHILDISH
(Chatham 1959–lebt und arbeitet
in Chatham)
Robert Walser Dead in the Snow (And His
Hat Rolled Clean Away). 2008.
Öl und Kohle auf Leinwand.
Unten rechts mit dem Künstlersignet,
sowie verso mit dem Künstlersignet,
dem Titel und der Datierung:
Robert Walser dead in the snow 08.
122 × 91 cm.
Provenienz:
- Galerie Neugerriemenschneider, Berlin.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger
Galerie 2010 erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
Literatur: Neugerriemenschneider (Hrsg.):
Billy Childish. I am their damaged mega-
phone, Berlin 2010, S. 30/31 (mit Farbabb.).
CHF 9 000 / 14 000
(€ 9 280 / 14 430)
| 107
| 108
PostWar  Contemporary
3510*
MIRIAM CAHN
(Basel 1949–lebt und arbeitet in Basel)
Lesen in Staub - Strategische Orte. 1987.
Los von 2 Kohlezeichnungen auf Papier,
beidseitig.
Je 29,8 × 21 cm.
Mit einem Bestätigungsschreiben von
Adam Jankoswki, dass es sich um die
Vorlagen für die Einladungskarte handelt.
Provenienz:
- Galerie Vorsetzen, Hamburg.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger
Galerie erworben, seitdem
Privatsammlung Deutschland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
3512*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
11 Bll.: Ohne Titel. 1986.
Konvolut von 11 Gouachen auf Papier,
teils mit perforiertem Rand.
Jeweils rechts unten signiert: disler,
sowie teils datiert: 86. Ein Blatt verso
signiert und datiert: disler 86. Teils verso
betitelt.Variierende Masse 30 × 40 cm bis
48 × 35,5 cm.
Provenienz:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich.
- Bei obiger Galerie vom heutigen
Besitzer erworben, seitdem
Privatsammlung England.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
3511*
A.R. PENCK (RALF WINKLER)
(Dresden 1939–2017 Zürich)
Aus: Standart Nr. 9. 1972.
Los von 3 Filzstift auf Papier.
Jeweils unten rechts signiert: a.r. penck.
Jeweils 29 × 20,5 cm.
Insgesamt umfasst „Standart Nr. 9“ 131
Zeichnungen.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 109
3513
DANIELE BUETTI
(Fribourg 1956–lebt und arbeitet u.a. in Zürich)
Does Inertia in smiling unmask a false friend. 2008.
Leuchtkasten.
100 × 80 × 9 cm.
Provenienz:
- Galerie Ernst Hilger, Wien.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 2008
erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
3514
H.R. (HANS RUDOLF) GIGER
(Chur 1940–2014 Zürich)
Alien. 1984.
Airbrush auf Papier.
Unten rechts signiert, datiert und gewidmet:
H.R. Giger 84 for Rolf Knie.
28,7 × 20 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 110
PostWar  Contemporary
Gemälde  Grafik des 20./21. Jahrhunderts
Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022
Vorbesichtigung in Zürich
Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr
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BOETTI, ALIGHIERO 3447
BROWN, JAMES 3408, 3435
BUETTI, DANIELE 3513
CAHN, MIRIAM 3492, 3510
CALDERARA, ANTONIO 3418-3419
CARNEGIE, GILLIAN 3483
CASTELLI, LUCIANO 3508
CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3450-3452
CHIA, SANDRO 3505
CHILDISH, BILLY 3509
CHILLIDA, EDUARDO 3423
CHRISTO (JAVACHEFF, VLADIMIROV) 3444
CONTRERAS-BRUNET,IVAN 3412
DAHMEN, KARL FRED 3438
DISLER, MARTIN 3512
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FELDMANN, HANS-PETER 3488
FUHRMANN, AREND 3402-3403
GIGER, H.R. (HANS RUDOLF) 3514
GORIN, JEAN 3411
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HELNWEIN, GOTTFRIED 3487
HEROLD, GEORG 3446
HOFKUNST, ALFRED 3500-3501
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3476-3478
INNES, CALLUM 3479
ISMAIL, ISSHAQ 3493
JENKINS, PAUL 3506
JINSHI ZHU 3448-3449
KNOEBEL, IMI 3468-3469
LEWITT, SOL 3464-3465
LICINI, JAMES 3494-3496
LIN, RICHARD 3424
LOHSE, RICHARD PAUL 3417
LUGINBÜHL, BERNHARD 3498
LUTHER, ADOLF 3460
MARTIN, JASON 3459
MCBRIDE, RITA 3471
MORELLET, FRANÇOIS 3428-3431
MULLICAN, MATT 3466
NEMOURS, AURELIE 3422
PALADINO, MIMMO 3441
PENCK, A.R. (WINKLER, RALF ) 3511
PHILLIPS, PETER 3456, 3499
POLIAKOFF, SERGE 3404-3405
POMODORO, ARNALDO 3432-3434, 3436-
3437
RAETZ, MARKUS 3443
RICHARD DEACON 3461
ROCKENSCHAUB, GERWALD 3470
ROTH, DIETER 3439-3440
RÜCKRIEM, ULRICH 3410
RYDER, SOPHIE 3484-3486
SAINT PHALLE, NIKI DE 3453-3455
SALOMÉ (CIHLARZ, WOLFGANG LUDWIG) 3457
SCHEGGI, PAOLO 3427
SCHIFANO, MARIO 3442, 3445
SCHNIDER, ALBRECHT 3480-3481
SIMETI, TURI 3475
SKREBER, DIRK 3482
SOLAKOV, NEDKO 3489
STAMOS, THEODOROS 3467
SYKORA,ZDENEK 3462-3463
TINGUELY, JEAN 3507
TOBEY, MARK 3406-3407, 3409
TOMASELLO, LUIS 3413
VASARELY, VICTOR 3401, 3421
VITAL, NOT 3472
ZAUGG, REMY 3458
| 112
Künstlerregister
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1. Dezember 2022
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1. Dezember 2022
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| 116
| 116
BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN
Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von
Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti-
onssaal versteigert werden.
Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht
sich der Bieter den nachstehenden Auktions-
bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG,
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz
(„Koller“):
1. Rechtsstellung der Parteien
Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im
Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu
versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei-
gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell-
vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32
Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts
(„OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im
Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem
höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“),
wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein
verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer
und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird
dadurch nicht Partei des Kaufvertrages.
2. Aufgeld
2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer
auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich-
ten, das wie folgt berechnet wird:
i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25%
ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis
CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000
und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis
zur Höhe des Zuschlags
iii. 
bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf
die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000
und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000
bis zur Höhe des Zuschlags.
2.2 Falls der Käufer während einer online über-
tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im
Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine
fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird
ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags
verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen
einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin-
gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite
publiziert sind. Diese können von den hier pub-
lizieren abweichen.
2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei-
zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich-
ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes
beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes
einzelne Objekt.
2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be-
zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr-
wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten
wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus
Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig
abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er-
halten die MWST rückvergütet.
2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden,
dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine
Kommission erhält.
3. Garantie
3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol-
gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers
rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und
Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das
Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt
vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung
von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter,
Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht
geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte
Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei-
bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher
Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand
denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa-
talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand
wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als
gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder
an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände-
rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden.
3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender
Bestimmung findet nach Ermessen von Koller
nicht statt, falls:
i. 
die Beschreibung des Objekts im Auktions-
katalog im Einklang mit der Meinung einer
Fachperson oder mit der herrschenden Mei-
nung von Fachpersonen stand oder die Be-
schreibung im Auktionskatalog andeutete,
dass hierüber Meinungsverschiedenheiten
bestanden,
ii. 
die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach
dem Stand der Forschung und mit den allge-
mein anerkannten und üblichen Methoden
noch nicht oder nur mit unverhältnismässi-
gem Aufwand als solche erkennbar war,
iii. 
die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein-
schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder
iv. 
es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde,
Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han-
delt, das gemäss den Angaben im Auktions-
katalog vor 1880 entstanden sein müsste.
3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin
des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag
des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2)
Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen.
Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt
und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die
Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus,
dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach
Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe-
nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge-
fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es
ihm übergeben wurde, und unbelastet von An-
sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den
Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob-
jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom
Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten
Gutachten von zwei unabhängigen und in dem
Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch
nicht an solche Gutachten gebunden und behält
sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf
eigene Kosten einzuholen.
3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel-
tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss
vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von
Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich-
ten.
3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als
Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer
3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des
von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel-
des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere
Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem
Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss
Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen.
4. Haftungsausschluss
4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu-
stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick
des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob-
jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren.
Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in
neuwertigem Zustand.
4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata-
log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa-
tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands-
berichte von Koller die vor der Auktion angefordert
werden können, geben lediglich ein allgemeines
Bild und eine unverbindliche Einschätzung von
Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er-
folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch
kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung
übernehmen. Während der Ausstellung besteht
die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen.
Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das
ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen,
und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän-
giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die
Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog-
beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei-
bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs
(inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache
ausschliesslich massgebend. Koller behält sich
das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder
Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf
diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit
solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht
werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut-
achten stellen genauso wenig wie von Koller vor-
genommene Objektbeschreibungen oder sonsti-
ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen
über dessen Wert) explizite oder stillschweigende
Zusicherungendar.
4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird
jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg-
bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers
gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse
eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol-
ler gegenüber dem Käufer.
5. Teilnahme an der Auktion
5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter
steht jedermann offen. Koller behält sich aber
das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder
Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich-
keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an
ihren Auktionen zu untersagen.
5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt
sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion
mittels des dafür vorgesehenen Formulars re-
gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re-
gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas-
ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen.
Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller
berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss
Angaben auf dem Registrierungsformular bis
zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich
Spesen des Kartenanbieters zu belasten.
5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen
Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen
Bank verlangen.
5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz-
werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom
Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von
20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver-
langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti-
on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer
verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum-
gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
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6. Versteigerung
6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem
Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises
zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots
anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver-
bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot
gebunden, bis dieses entweder überboten oder
von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden
sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen
entscheidet die Auktionsleitung.
6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be-
sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein
Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an
einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4
nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige-
rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen
oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die
Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte.
6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern
des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser-
halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas-
sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor-
liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt
vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe-
halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen
anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn
die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv,
nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft.
6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen-
ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen
können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der
Steigerung schriftlich entgegengenommen.
6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten,
wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti-
onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf
Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann
nicht telefonisch geboten werden und Interes-
senten werden um Abgabe eines schriftlichen
Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk-
tionssaal gebeten.
6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei-
ner Live-Auktion abgeben möchten, können an
der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller
aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk-
tion zugelassen worden sind. Koller behält sich
das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei-
teres abzulehnen.
6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück-
sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück-
sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie-
tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche
Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und
Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5.
7. Eigentumsübergang
Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt
geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis
und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in
Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die-
se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu-
geordnet hat.
8. Abholung der ersteigerten Objekte
8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom
Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss
der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei-
gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des
Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist
mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit
es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung
ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll-
ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des
Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses
Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller.
8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol-
ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder
Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob-
jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor-
sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur
Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST.
Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr
und es ist Sache des Käufers, für eine angemes-
sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu
sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf-
tung übernommen werden. Werden die erstei-
gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt,
lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge-
fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder
in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz
von CHF 10 pro Objekt ein.
8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich
entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer.
Ohne anders lautende schriftliche Abmachung
werden die zugeschlagenen Objekte für den
Transport durch Koller auf Kosten des Käufers
versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche
Objekte werden von Koller nicht versandt.
9. Bezahlung der ersteigerten Objekte
9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für
ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach
Abschluss der Auktion in Schweizer Franken
zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind
nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von
Koller möglich und unterliegen einer Bearbei-
tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer
zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag
erhoben wird.
9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent-
gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf
jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller
oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und
allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit
eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer
im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe-
trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls
der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7
TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist
Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer
berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag
der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen
Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine
Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben,
dieebenfallsderKreditkartebelastetwird.
9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung
nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem
namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin
Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii)
ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers
verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten
oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver-
langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech-
tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min-
destverkaufspreises entweder freihändig oder
anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den
Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers
zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng-
lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis
wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer
haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der
Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste-
henden Schaden.
9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde-
tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz
befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht.
Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten
Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder
berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver-
wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei-
bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen.
10. Vertretung
Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil-
ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange-
nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso-
nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder
als Organ einer juristischen Person bieten, kann
der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt
werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem
Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die
ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten.
11. Verschiedene Bestimmungen
11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines
Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede
Haftung des anwesenden Beamten, der Ge-
meinde oder des Staates für Handlungen von
Koller ist ausgeschlossen.
11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne
oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB
an einen Dritten zu übertragen oder durch einen
Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der
Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten
aus diesen AGB Dritten zu übertragen.
11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien
und Abbildungen von verkauften Objekten in den
eigenen Publikationen und in den Medien zu ver-
öffentlichen und damit Werbung zu betreiben.
11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be-
standteil jedes einzelnen an der Auktion ge-
schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind
nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller
verbindlich.
11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser
AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un-
wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder
Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un-
gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen
werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und
Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen
Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt-
schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt
bei eventuellen Lücken der Regelung.
11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen
daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus-
schluss von allfälligen Verweisungen des Bun-
desgesetztes über das Internationale Privat-
recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener
Kaufrechts (UN-Kaufrechts).
11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter
Einschluss der Geltendmachung von Verrech-
nungen und Gegenforderungen), welche aus oder
im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess-
lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung
oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich
die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol-
ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem
sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen.
Zürich, 1. Juli 2018
AUCTION CONDITIONS (CLASSIC AUCTIONS)
These conditions apply solely to items which are
auctioned by Koller (according to the definition
below) live in the saleroom.
By participating in the auction the bidder
accepts the following Auction Conditions of
Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005
Zurich, Switzerland (“Koller”).
1. Legal status of the parties
The auction items are auctioned by Koller in
the name of and on the account of the seller
of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on
behalf of and for the account of the Seller as his
agent as defined in article 32, section 1 of the
Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer
price is determined by the bidder recognised by
Koller as having made the highest bid in Swiss
Francs in the course of an auction (“Purchaser”),
resulting in the conclusion of a purchase
contract between the Seller and the Purchaser
(“Purchase Contract”). Koller is thereby not a
party to the Purchase Contract.
2. Surcharge
2.1 In addition to the bid price, the Purchaser
must pay a surcharge on such bid price
calculated as follows:
i.  on a successful bid of up to CHF 10 000: 25%
ii. NEW: on a successful bid over CHF 10 000 up
to CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000
and 22% on the difference between CHF 10 000
and the bid.
iii. NEW: on a successful bid over CHF 400 000:
25% on the first CHF 10 000, 22% on
CHF 390 000 and 15% on the difference
between CHF 400 000 and the bid.
2.2 If the winning bid is placed over the internet
in the course of a saleroom auction which is
broadcast online (“Live Auction”), or leaves a
pre-sale bid through an independent bidding
platform which is linked with Koller, there will be
anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders
are subject to Koller’s terms and conditions as
listed on the Live Auction website, which may
differ in some respects from those listed here.
2.3 The Purchaser must pay Swiss value added
tax (“VAT”) on the surcharge. The stated
percentage of the surcharge corresponds to the
successful bid for each individual item.
2.4 The full tax is charged on all items marked * in
the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the
sum of the bid price plus the surcharge for those
items. The VAT will be refunded to Purchasers
providing a validly stamped export declaration.
2.5 The Purchaser agrees that Koller also has
the possibility to receive a commission from the
Seller.
3. Guarantee
3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to
Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the
Seller and shall reimburse the purchase price
and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if
an item proves to be a forgery. A “forgery” shall
be deemed to exist if the item, in the reasonable
opinion of Koller, is an imitation created
with the intention of causing a deception
with respect to the authorship, age, period,
culture or origin, if the correct description of
such content is not reflected in the auction
catalogue (taking account of any additions),
and if this circumstance significantly impairs
the value of the item in comparison to an item
corresponding to the catalogue description. An
item shall not be deemed to have been forged if
it is merely damaged and/or has been subjected
to restoration work and/or modifications of any
nature whatsoever.
3.2 A rescission in accordance with the above
provision shall not take place at the discretion of
Koller if:
i. 
the description of the item in the auction
catalogue was supported by the view of
a specialist or by the prevailing view of
specialists, or if the description in the auction
catalogue suggested that differences of
opinion exist in this respect;
ii. the forgery was not identifiable as such at the
time of the successful bid in accordance with
the current state of research and with the
generally acknowledged and usual methods,
or only with disproportionate effort;
iii. 
the forgery (based on Koller’s conscientious
assessment) was produced before 1880; or
iv. 
the purchased item is a painting, watercolour,
drawing or sculpture which according to the
details set out in the auction catalogue was
created prior to 1880.
3.3 The Purchaser may request rescission from
Koller (as the agent of the Seller) from the day
of the successful bid for a period of two (2)
years (three (3) weeks for jewellery). It shall be
granted exclusively to the Purchaser and may
not be assigned to any third party. Assertion of
theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser
making a complaint to Koller by registered letter
immediately after the discovery of the defect,
and returning the purchased item to Koller in
the same condition as it was handed over to him
and unencumbered by third parties› claims. The
Purchaser must provide proof that the item is a
forgery. Koller may demand that the Purchaser
obtains at his own expense expert opinions from
two independent individuals who are recognised
experts in the field. However, Koller shall not be
bound by any such expert opinion, and reserves
the right to obtain additional expert advice at its
own expense.
3.4 Koller may at its complete discretion waive
the assertion of grounds for exclusion pursuant
to the above Section 3.2 or the fulfilment of
preconditionspursuanttotheaboveSection3.3.
3.5 The claims of the Purchaser against Koller
as the agent of the Seller under Section
3.1 are limited to the reimbursement of the
purchase price and surcharge (incl. VAT) paid
by the Purchaser. Further or other claims of
the Purchaser are excluded under any legal
title (including error according to art. 23 ff. CO)
whatsoever.
4. Disclaimer
4.1 The items are auctioned in the condition
existing at the time of the successful bid. The
auctioned items are “used” objects and are
therefore generally not in pristine condition.
4.2 Each item in the auction catalogue is listed
with a description and an illustration. The
information in the auction catalogue, as well
as the condition reports issued by Koller, are
intended to provide an overall impression and
a non-binding assessment by Koller. The items
are described to the best of our knowledge
and belief. However, Koller cannot accept any
liability for the details provided in the catalogue.
The items may be inspected during the preview.
The Purchaser is therefore invited to inspect an
item prior to the auction and, possibly with the
assistance of an independent specialist advisor,
to form his own opinion of the concordance
betweentheitemandthecataloguedescription.
Concerning the descriptions of the items, the
German-language print edition of the catalogue
(including any later amendments) shall be
exclusively applicable. Koller reserves the right
to call upon experts or specialists of its choice to
give an opinion and to rely on that opinion. Koller
cannot be held liable for the correctness of such
opinions. Neither any such expert opinions or
reports, nor the descriptions of items provided
by Koller, nor other statements pertaining to
an item (including statements pertaining to
the value thereof) constitute explicit or implicit
warranties.
4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or
warranty whatsoever is given in respect to legal
and material defects. The liabilities of the Seller
vis-à-vis the Purchaser are limited to the same
extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the
Purchaser.
5. Participation in the auction
5.1 Any party may participate in an auction as
a bidder. However, Koller reserves the right
at its complete discretion to prevent any
person entering its premises or attending or
participating in its auctions.
5.2 Bidders who are not personally known to
Koller must register at least 48 hours before the
auction,usingtheformprovidedforthispurpose.
The registration form must be signed, with legal
effect, and a copy of the bidder’s passport must
be enclosed, as well as current, valid credit card
information. In the event of payment default by
the Purchaser, Koller shall be entitled to charge
the Purchaser’s credit card in accordance with
the details provided on the registration form for
the entire amount of the invoice, plus the credit
card processing fees.
5.3 Koller may demand in advance from any
bidder a certificate of creditworthiness issued by
a bank approved by Koller.
5.4 In the case of bids for items with upper
estimated values of more than CHF 30 000,
Koller may demand that the bidder first remits
20% of the lower estimated value as security.
Following the auction, Koller will offset this sum
against its claims and the claims of the Seller,
and will reimburse any possible surpluses to the
Purchaser/bidder without delay.
6. Auction
6.1 Koller may initiate the auctioning of an item
below the minimum selling price agreed upon
with the Seller. A bid placed at an auction is a
binding offer. The bidder shall remain bound by
his bid until this is either outbid or rejected by
Koller. Double bids shall immediately be called
once again; in case of uncertainty, the auction
management shall decide.
6.2 Koller may refuse a bid without providing
justification if a Purchaser fails to fulfil the
conditions for participation in an auction
pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller
may also pass or withdraw auctioned items
without a sale even if this is not apparent to the
auction participants.
6.3 Koller reserves the right to combine,
separate or omit numbered lots in the catalogue
or to offer them out of sequence. Koller reserves
the right to sell lots “conditionally” at its sole
discretion, in which event the hammer price will
be considered as conditional and the highest
bidder will remain bound by his bid for 14 days
following the auction. The highest bidder will
be released from all obligations if he does not
receiveastatementfromKollerwithinthisperiod
declaring the hammer price as final.
6.4 Written bids from potential Purchasers
who cannot attend the auction in person are
accepted up to 48 hours before the auction
begins.
6.5 Potential Purchasers may bid by telephone
if they have given written notice at least 48
hours before the auction starts. Koller does not
accept telephone bids for lots estimated under
CHF 500, and bidders are requested to leave a
written bid or participate in the salesroom for
such items.
6.6 Potential Purchasers who intend to place
their bids in the course of a Live Auction may
participate in the auction once their registration
applications have been approved by Koller.
Koller reserves the right to decline registration
applications at its discretion.
6.7 Koller shall not be liable for any bids
including advance notifications of telephone
bidding which are not taken into consideration.
Telephone bidders and persons giving written
instructions are also subject to the provisions of
Article 5 relating to proof of identity and financial
soundness.
7. Transfer of title
Ownership of an auctioned item shall be
transferred to the Purchaser as soon as the
purchase price and the surcharge (incl. VAT)
have been comprehensively paid in Swiss francs
and Koller has attributed these payments to the
corresponding item.
8. Collection of the auctioned items
8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe
Purchaser›s own expense within 7 days from the
end of the auction during official opening hours.
The place of performance for the purchase
contract between the Purchaser and the Seller
is therefore the registered office of Koller. If
time permits, the items may be handed over
after each auction session. The handover shall
take place following comprehensive payment
of the purchase price as well as the surcharge
(incl. VAT) and the attribution of this sum to the
auctioned item by Koller.
8.2 During the aforementioned period, Koller
shall be liable for loss, theft, damage or
destruction of items which have been auctioned
and paid for, although solely due to intentional or
grossly negligent acts on the part of Koller, and
onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge
and VAT. Koller ceases to have liability after the
aforementioned period, and the Purchaser shall
be responsible for ensuring adequate insurance
cover for the auctioned item. No liability can be
assumed for frames and glass. If the auctioned
items are not collected within 7 days, Koller will
store the works at a company of their choice
at the purchaser’s own risk and expense or on
their own premises at a daily rate of CHF 10 per
object.
8.3 Shipping orders may be given to Koller in
writing. All shipping costs shall be borne by the
Purchaser. Unless otherwise agreed in writing,
transport insurance shall be contracted for the
sold items at the expense of the Purchaser.
Glass-covered pictures and fragile items shall
not be sent by Koller.
9. Payment for the auctioned items
9.1 The invoice for a successful bid for an
auctioned item is payable in Swiss francs within
7 days from the end of the auction. Payments by
credit card are only possible with the approval of
Koller’s accounting department, and are subject
to processing fees amounting to between 2
and 4% of the invoiced amount, payable by the
purchaser and added to the invoice total.
9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions,
KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras
settlement for any debt owed by the Purchaser
to Koller or the Seller and set off any debt which
it owes to the Purchaser against its own claims.
If the Purchaser defaults on a payment, default
interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe
invoiced sum. If Koller does not receive payment
for purchases within seven (7) days following
the auction, Koller reserves the right to charge
the Purchaser’s credit card for the full amount
of the invoice, without further notification to
the Purchaser. In such cases the credit card
processing fees of 2–4% as described above
are also applicable, and will be charged to the
Purchaser’s credit card.
9.3 If the Purchaser does not pay or does not
pay promptly, Koller may moreover in its own
name and in the Seller›s name either (i) insist
on the fulfilment of the purchase agreement
or (ii) without further notice withdraw from the
purchase agreement and waive the subsequent
performance of the Purchaser or assert a
claim for compensation for non-performance;
in the latter case Koller shall also be entitled,
irrespective of any minimum sales price, to sell
the item either directly or in an auction, and
may use the proceeds to reduce the debts of
the Purchaser. Any amount realised above the
original hammer price shall be paid out to the
Seller. The Purchaser is liable to Koller and the
Seller for all prejudice caused by non-payment or
late payment.
9.4 Koller retains a right of retention and a lien on
all the Purchaser›s items in its custody until full
payment of all monies owed. Koller may exercise
such liens in accordance with the legislation
on the enforcement of debts or by private sale
(including in its own name). The plea of prior
lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss
Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded.
10. Representation
Each Purchaser shall be personally liable for each
bid he places, and for the purchase contract
between the Purchaser and the Seller. Proof of
the power of representation may be requested
from persons bidding as agents for a third
party or as an organ of a corporate body. The
agent shall be jointly and severally liable with his
principal for the fulfilment of all obligations.
11. Miscellaneous provisions
11.1 The auction shall be attended by an official
fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the
local authority and the state have no liability for
the acts of Koller.
11.2 Koller reserves the right to transfer any or
all rights and obligations from these Auction
Conditions to a third party or to have these
carried out by a third party. The bidder and/or
Purchaser does not have the right to transfer
any rights from these Auction Conditions to a
third party.
11.3 Koller reserves the right to publish
illustrations and photographs of sold items in its
own publications and the media and to publicise
its services therewith.
11.4Theaforementionedprovisionsformpartof
each individual purchase agreement concluded
at the auction. Amendments are binding only
with Koller›s written agreement.
11.5 Should certain provisions of these Auction
Conditions be or become partially or fully
invalid and/or unenforceable, this does not
affect the validity of the remaining provisions.
The invalid and/or unenforceable provisions
shall be replaced by those which most closely
approximate the economic meaning and
intended economic purpose of said provisions.
The same shall be applicable to any possible
gaps or loopholes in the provisions.
11.6 The present Auction Conditions and all
amendments thereof are governed by Swiss
law, under exclusion of possible references
to Switzerland’s Federal Code on Private
International Law (CPIL), and under exclusion of
the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention).
11.7 The courts of the Canton of Zurich
shall be exclusively responsible for settling
disputes (including the assertion of offsetting
and counterclaims) which arise out of or in
conjunction with these Auction Conditions
(includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation
or fulfilment). Koller may, however, initiate legal
proceedings before any other competent court.
11.8 In the event of any discrepancy between
the different language versions of these Auction
Conditions, the German language version shall
prevail.
Zurich, 1 July 2018
Koller
Auktionen
AG,
Hardturmstrasse
102,
8031
Zürich,
Schweiz.
Tel
+41
44
445
63
63,
Fax
+41
44
273
19
66,
office@kollerauktionen.ch
Auktions-Aufträge
/
Ordres
d’achats
/
Absentee
Bid
Form
Date
Signature
Auktion
Vente/Sale
Lot.
no.
Gegenstand
/
Déscription
Gebot
/
Ordre
CHF
Maximum
bid
(CHF)
Bitte
beachten
Sie,
dass
wir
für
Objekte
unter
CHF
500.–
keine
Telefon-Gebote
annehmen
können.
Veuillez
prendre
note
que
nous
ne
pouvons
pas
accepter
d’ordres
d’achat
téléphoniques
pour
des
lots
au-dessous
de
CHF
500.–
Please
note
that
we
cannot
accept
telephone
bids
for
objects
below
CHF
500.–
Der
Bieter
willigt
hiermit
in
die
Bearbeitung
seiner
Personendaten
durch
Koller
gemäss
Datenschutzerklärung
(siehe
Homepage)
ein.
L‘enchérisseur
autorise
le
traitement
de
ses
données
personnelles
par
Koller
selon
la
Déclaration
de
Confidentialité
(voir
site
Internet).
The
bidder
hereby
agrees
to
the
processing
of
his
personal
data
by
Koller
in
accordance
with
the
Privacy
Notice
(see
website).
Anwendbar
sind
die
Auktionsbedingungen,
die
im
Katalog
und
auf
unserer
Homepage
publiziert
sind.
Gerichtsstand
ist
Zürich
1.
Les
Conditions
de
Vente
publiées
dans
le
cataloque
et
sur
notre
site
Internet
font
foi.
Le
tribunal
compétent
est
à
Zurich
1.
I
agree
to
abide
by
the
Auction
Conditions
published
in
the
catalogue
and
on
our
website.
The
courts
of
Zurich
1
have
jurisdiction.
Ich
möchte
alle
Dokumente/Rechnungen
von
Koller
in
Zukunft
ausschliesslich
elektronisch
erhalten.
Je
voudrais
recevoir
tous
les
documents
/
factures
de
Koller
exclusivement
par
voie
électronique.
I
would
like
to
receive
all
documents/invoices
from
Koller
electronically
only
(paperless).
Name
/
Nom
Adresse
/
Address
Ort,
Land
/
Ville,
Pays
/
City
State,
Country
Tel.
E-Mail
INTERNATIONAL
AUCTIONS
|
SWISS
MADE
Ja
/
Oui
/
Yes
Nein
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Non
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No
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Koller
Auktionen
AG,
Hardturmstrasse
102,
8031
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accordance
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AUCTIONS
|
SWISS
MADE
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Yes
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No
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Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auction: 1 December 2022
POSTWAR  CONTEMPORARY
AUKTION IBID 131
22. November bis 8. Dezember 2022
Art Nouveau  Art Déco, Design, Möbel  Varia, Silber
Gemälde  Grafik des 20.  21. Jahrhunderts
Schweizer Kunst, Fotografie, Fashion  Vintage, Asiatica
ONLINE ONLY
AUCTION PROGRAMME
IBID 131 ONLINE ONLY AUCTIONS
22 NOVEMBER – 8 DECEMBER 2022
PREVIEW
Hardturmstrasse 121, 8005 Zurich, Switzerland
Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm
Monday, 28 November 2022, 10am – 4pm
IBID 20th
21st
C.PAINTINGSPRINTS
22 November ‒ 7 December 2022
IBID FURNITURE
22 November ‒ 6 December 2022
IBID PHOTOGRAPHY
22 November ‒ 8 December 2022
IBIDARTDECOARTNOUVEAU
22 November ‒ 6 December 2022
IBID DESIGN
22 November ‒ 6 December 2022
IBID SWISS ART
22 November ‒ 7 December 2022
IBID SILVER
22 November ‒ 6 December 2022
IBID MODERN ART
22 November ‒ 7 December 2022
IBID FASHION  VINTAGE
22 November ‒ 8 December 2022
IBID ASIAN ART
22 November ‒ 8 December 2022
IBID 131
ONLINE ONLY AUCTIONS
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auktion: 2. Dezember 2022
IMPRESSIONISMUS  MODERNE
DEZEMBER
2022
IMPRESSIONISMUS

MODERNE
A203
POSTWAR

CONTEMPORARY
A203
DEZEMBER
2022
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auktion: 1. Dezember 2022
POSTWAR  CONTEMPORARY
A203
DEZEMBER
2022
SCHWEIZER
KUNST
Auktion: 2. Dezember 2022
SCHWEIZER KUNST
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
DEZEMBER
2022
GRAFIK

MULTIPLES
A203
chweiz
Auktion: 1. Dezember 2022
GRAFIK  MULTIPLES
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
SCHMUCK

JUWELEN
NOVEMBER
2022
Auktion: 30. November 2022
SCHMUCK  JUWELEN
ARMBAND-
UND
TASCHENUHREN
DEZEMBER
2022
Auktion: 30. November 2022
ARMBAND-  TASCHENUHREN
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
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Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
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A203as
NOVEMBER
2022
Auktion: 29. November 2022
ASIATICA
ASIATICA
AUCTION PROGRAMME
AUCTION A203
29 NOVEMBER – 2 DECEMBER 2022
PREVIEW
Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm
Monday, 28 November 2022, 10am – 4pm
POSTWAR 
CONTEMPORARY
Thursday, 1 December 2022
2 pm
Lots 3401 – 3514
SWISS ART
Friday, 2 December 2022
2 pm
Lots 3001 – 3113
PRINTS  MULTIPLES
Thursday, 1 December 2022
10 am
Lots 3601 – 3713
IMPRESSIONIST
MODERNART
Friday, 2 December 2022
4.30 pm
Lots 3201 – 3275
JEWELLERY
Wednesday,30November2022
1.30 pm
Lots 2001 – 2313
WATCHES
Wednesday,30November2022
11am
Lots 2801–2859
ASIAN ART
HIMALAYA  CHINA
Tuesday,29November2022
10am
Lots 101–416
ASIAN ART
JAPAN, SOUTHEAST ASIA
Tuesday,29November2022
4pm
Lots 417–553
3432 3462
Koller Auctions is a partner of the Art Loss Register. All objects in this catalogue, which are uniquely identifiable and which have an estimate of at least
€1 000 have been individually checked against the register’s database prior to the auction.
EURO Estimates
The estimates in Euros have been calculated according to an exchange rate of 0.97 and rounded off to the nearest whole number, for informational
purposes only. All bids as well as all payments will be conducted and remitted in Swiss Francs.
112 SERVICE
									
112 Artist register
113 Addresses
    114 Art Leasing
    116 Auktionsbedingungen
118 Auction Conditions
120 Absentee Bid Form
PostWar  Contemporary
Lot 3401 – 3519
AUCTION
Thursday, 1 December 2022, 2pm
PREVIEW
Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm
Monday, 28 November 2022. 10am – 4pm
Silke Stahlschmidt
Head of Department
Tel. +41 44 445 63 42
stahlschmidt@kollerauctions.com
Clarisse Doge
Tel. +41 44 445 63 46
doge@kollerauctions.com
Els Oswald
Tel. +41 44 445 63 49
oswald@kollerauctions.com
Teresa Ranft
Tel. +41 44 445 63 41
ranft@kollerauctions.com
Additional photos:
www.kollerauctions.com
Due to layout reasons it may be possible that some sheet sizes are not fully illustrated.
Please visit the online catalogue for untrimmed illustrations.
The condition of the prints are only partly and in particular cases noted in the catalogue.
Please do not hesitate to contact us for a detailed condition report.
3401
VICTOR VASARELY
(Pécs 1906–1997 Paris)
KHIVA. 1949.
Oil on paper, laid down on cardboard.
Signed lower right: -Vasarely-
52 × 38 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by Pierre
Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, October 2022.
We thank Pierre Vasarely for his kind assistance. This work will be
included in the forthcoming Catalogue raisonné de l’oeuvre peint
de Victor Vasarely.
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich.
- Private collection Switzerland.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
| 3
3402
AREND FUHRMANN
(Hamburg 1918–1984 Viganello)
Untitled.
Oil on canvas.
Monogrammed lower right: ar fu.
Furthermore numbered on the
stretcher: no. 468, as well as with
directional arrows on the reverse.
110 × 110 cm.
Provenance: By descent to the present
owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
3403
AREND FUHRMANN
(Hamburg 1918–1984 Viganello)
Untitled.
Oil on canvas.
Monogrammed lower right: ar fu.
90 × 90 cm.
Provenance: By descent to the present
owner, private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
| 4
PostWar  Contemporary
3404
SERGE POLIAKOFF
(Moscow 1900–1969 Paris)
Composition Abstraite. 1951.
Gouache on brown paper.
Signed lower left: SERGE POLIAKOFF.
45 × 60 cm.
This work is recorded in the Archives Serge Poliakoff, Paris, under
the archive number: 851034. We thank Alexis and Thaddée Polia-
koff for their kind assistance.
Provenance: By descent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 25 770 / 36 080)
| 5
3405
SERGE POLIAKOFF
(Moscow 1900–1969 Paris)
Bleu et lie de vin. 1965.
Oil on canvas.
Signed lower right: SERGE POLIAKOFF.
92 × 73 cm.
This work is recorded in the Archives Serge Poliakoff under
the number: 965135. We thank Thaddée Poliakoff for his
kind assistance.
Provenance:
- Galerie Im Erker, St. Gallen (verso with the label).
- Purchased from the above in 1996, private collection
Switzerland.
- By descent to the current owner, private collection Switzerland.
Literature: Poliakoff, Alexis. Catalogue Raisonné de l‘œuvre de
Serge Poliakoff, Vol. IV 1963-1965, Munich, cat. no. 65-06
(with b/w ill.).
Exhibitions:
- St. Gallen 1965, Poliakoff. Galerie im Erker, 24 April - 19 June,
cat. no. 40 (b/w ill. p. 19).
- Luzern 1965, Serge Poliakoff. Galerie Räber, 15 August -
15 October, cat.-no. 32 (b/w ill. p. 15).
- Locarno 1965, Serge Poliakoff. Galerie Flaviana, 30 October -
30 November, cat.-no. 11 (b/w ill.).
- Basel 1966, Serge Poliakoff. Galerie d‘Art Moderne, 20 January -
28 February, cat.-no. 31 (b/w ill. p. 6).
In this auction we are offering two representative works by Serge
Poliakoff from the 1950s and 1960s. His early work in the 1940s
was characterised more by brown-grey tones. Ten years later,
he expanded his colour palette and juxtaposed strong, colourful
tones, as in the work on paper here from 1951 (lot 3404). In the
1960s he abandoned his tendency towards rather monochro-
me colour compositions and again sought a sense of unity in his
selection of colours, as in the painting from 1965.
Even though these two works have a very individual nature,
composition, and vibrancy, we can see that Poliakoff remains very
true to his pictorial language throughout his oeuvre. He follows
his clear, recognisable framework of basic lines and axes that
structure his paintings, even if they initially appear to have been
created without a strict preliminary design. The main axes around
which the compositions are built, are always present vertically in
the centre, horizontally in the centre, and diagonally. The diago-
nals never point to the exact corners of the picture support but
are always slightly offset.
The sober, graduated tones of the painting, red, burgundy, grey,
blue-grey, and white appear as asymmetrical shapes, which
gather closely on top of and next to each other and seem to be
loosely and randomly, almost organically attracted to each other.
Like an enlarged cell structure that we examine under the micro-
scope, the building blocks interlock. The light shapes, in harmony
with the dark ones, balance each other out on the canvas.
CHF 120 000 / 180 000
(€ 123 710 / 185 570)
| 6
PostWar  Contemporary
| 7
3406
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1960.
Black tempera on monotype on paper.
Signed and dated lower right: Tobey 60.
29.8 × 22.8 cm.
With the confirmation of authenticity by the Committee Mark
Tobey, Münster, 23 May 2022. The present work is registered
there under the number: 23/05/22-60.79.
Provenance:
- Formerly Galerie Beyeler, Basel.
- Private collection Switzerland.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
3407
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1954.
Tempera on thin cardboard.
Signed and dated lower right: Tobey 54.
28.5 × 22.9 cm.
With the confirmation of authenticity by the Committee Mark
Tobey, Münster, 31 October 2018. The present work is registered
there under the number: 31/10/18-54.36.
Provenance:
- Galerie Carzaniga, Basel (verso with the label).
- Private collection Switzerland.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
3408*
JAMES BROWN
(Los Angeles 1951–2020 Mérida, Mexico)
Instant, organisé.
Oil on fabric, with wood sticks at the upper and lower margin.
Signed lower left: BROWN, also titled on a label lower right:
„Instant, organisé“. Inscribed on the reverse: MCGUIRK II.
120 × 88 cm.
Provenienz:
- Werner Schenk, Basel, directly purchased from the artist.
- Liselotte McGuirk-Schenk, London/Basel.
- Daniel Blaise Thorens Fine Art Gallery, Basel.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 8
PostWar  Contemporary
| 9
3409*
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1969.
Tempera on styrofoam.
Signed and dated lower left: Tobey 69.
100 × 50 cm.
With the confirmation of authenticity by the Committee Mark
Tobey, Münster 10 April 2019. This work is recorded under the
archive number: 10/04/19-69.34.
Provenance: Formerly Collection K. M. Schaub, Basel
(directly purchased from the artist).
Exhibitions:
- Basel 1982, Galerie Jacqueline Schotland.
- Selm 1993, Mark Tobey. Schloss Cappenberg.
- Iserlohn 1997, Temperabilder, Graphik. Kunstverein Villa Wessel.
- Burgrieden-Rot 2001, Schnittstellen. Westliche Moderne und
die Kulturen Asiens II, Museum Villa Rot.
Mark Tobey, painter, poet, composer, and important pioneer of
Abstract Expressionism, was one of the best-known American
artists of the 20th century. His artistic world is complex and is cha-
racterised by an almost inexhaustible potential for creativity, love
of experimentation and the power to innovate. With his distinc-
tive approach to abstraction and fusion of elements of Western
modernism with components of Far Eastern calligraphy, Tobey
created something unique and extraordinarily radiant.
This magnificent work, created in 1969, features an energetic
internal design with broad white, black and dark red flowing lines,
all-over reticulated structures, and calligraphic swirls against a
bold red background. For Tobey, the white lines in motion symbo-
lise a unifying idea that flows through the subdivided units of life,
bringing a dynamism to people‘s minds and constantly expanding
their energies to a greater scale. In the complexity of its move-
ment, optical rhythms and musical vibrations, the present work
not only intensely challenges the viewer‘s subjective perception
but invites them to embark on a contemplative journey. Painting
on polystyrene - as in the work offered here - presented a particu-
lar challenge for Tobey due to the bluntness and resistance of the
material. This unique composition reveals a wide range of Tobey‘s
themes and interests: nature, civilisation, cities, movement, the
sky and the cosmos, emptiness, and contemplation, as well as
rhythm and music.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 51 550 / 72 160)
„I often think of Chopin when I work. From time to time I
have ideas, sometimes I don’t have any at all. Ideas come
to me in the course of my creative work. A composer,
once he has his point of departure a series of sounds he
can compose an entire symphony.“
Mark Tobey
| 10
PostWar  Contemporary
| 11
3410
ULRICH RÜCKRIEM
(Düsseldorf 1938–lives and works in Ireland)
Untitled. 1977.
Dolomit stone, splitted, 4-parts.
133 × 37 × 37 cm.
Provenance:
- Galerie Tschudi Glarus. 1990.
- Purchased from the above, private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, also private collection
Switzerland.
The German sculptor Ulrich Rückriem has dedicated himself to
the principle of „form-forming division“. This means that he se-
lects stones in the quarry, splits them with classic stonemason‘s
tools and reassembles the resulting individual parts. He sum-
marises the process as follows: splitting, cutting, grinding and
polishing.
His interventions are comparatively minimal, because as a quali-
fied stonemason he has at his disposal a profound understanding
of the material, its properties and geological composition. The
fractures on the surface of the sculptures appear almost like dra-
wings. They emphatically describe the handling of the stone and
are witnesses to the events that led to its present state.
Rückriem is not concerned with creating a new sculpture, but
works with the stone and allows it to „react autonomously“ to the
action of the tools. For the artist, stones possess an autonomous
power, and must in turn find their equilibrium in the face of the
changes he has brought about. Despite the weight of the materi-
al, his works radiate an incredible calm and effortlessness.
At first glance, Rückriem‘s oeuvre seems to belong decidedly to
the realm of Minimalism. In fact, his works are situated rather in
an intermediate zone between American Minimal Art and the
expressive art tradition of 20th-century Europe. The former is de-
tached and the artist‘s authorship is either virtually or completely
negated. The latter is characterised by physical engagement with
the stone and the association with the archaic-primitive creates a
social and cultural link.
The present sculpture from 1977 combines all these elements
and is thus an outstanding example of Rückriem‘s work.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 15 460 / 25 770)
| 12
PostWar  Contemporary
| 13
3411
JEAN GORIN
(St. Emilion–Blain 1899–1981 Niort)
Composition-Ciné-Temporelle. Nr. 74. 1970.
Acrylic on wood.
Signed, titled, with the work number, date and with the hanging indication on the reverse:
JEAN GORIN COMPOSITION-CINÉ-TEMPORELLE N°74 1970 HAUT BAS.
53 × 33 × 8 cm.
Provenance:
- Galerie Charles Lienhard, Basel (verso with the label).
- Schneider Auktionen Züricwh, Auction, lot 9015 (verso with the label).
- Rusterholtz Auktionen Basel, Auction 2 December 2006, tot 122.
- Purchased from the above, since then private collection Switzerland.
Exhibition: Basel 1970, Jean Gorin. Gallery Charles Lienhard, 1 November 1970 -
10 January 1971 (verso with the label).
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 14
PostWar  Contemporary
3412
IVÁN CONTRERAS-BRUNET
(Santiago de Chile 1927–2021 Vendôme)
Untitled (wire object). 1979.
Oil, wire and wood.
Signed and dated on the reverse: Ivan Contreras-Brunet 9-1979.
91 × 86 × 8.5 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
| 15
Atmosphère chromoplastique N° 407
1976
Acrylic on wood
70 x 70 x 8 cm / 27,5 x 27,5 x 3,1 in.
Archives Luis Tomasello
3413
LUIS TOMASELLO
(La Plata/Argentina 1915–2014 Paris)
Atmosphère chromoplastique N°407. 1976.
Acrylic on wood.
Signed on the reverse: Luis Tomasello, also titled, dated and with
the measurements:
ATMOSPHERE CHROMOPLASTIQUE N°407 (corrected:
previously 470) Luis Tomasello - 1976 - 70 × 70 cm × 8 cm.
70 × 70 × 8 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
Luis Tomasello was one of the best-known figures within Op Art
and Kinetic Art. The play of light and shadow, the choice of colours
and the resulting generation of movement within the geometric
motifs are the focus of this Argentinian artist‘s oeuvre. Unlike
almost any other artist, he mastered the art of creating a dynamic
relationship between his work, its surroundings and the viewer.
During a trip to Europe at the end of the 1940s, Tomasello dis-
covered the work of Piet Mondrian and, duly inspired, began to
experiment with geometric abstraction and to break away from
the figurative painting of his early years. He took Mondrian‘s ideas
further by gradually making grids, as well as serial repetitions, light
and movement, into the leitmotifs of his art.
In his paintings, entitled „Atmosphère chromoplastique“, which
brought Tomasello international fame, the artist also integrated
reflection, light and the casting of shadows. His reliefs consist of
three-dimensional surfaces, cubes, squares, cylinders and some-
times rhombohedrons, arranged in orthogonal regular patterns
and painted uniformly white. The elements protrude only slightly.
They are identical in each composition and are usually painted on
the reverse or oblique side with blue, green, yellow, red or occasi-
onally fluorescent paint, so that they reflect on the surface of the
usually square work, suggesting movement and creating stunning
effects.
As the viewer moves around the present wooden relief, interac-
ting closely and directly with it, with each change of perspective
they discover not only the bright green and blue painted surfaces
on the white cubes, but also a new sense of movement. In this
remarkable work, produced in 1976, using simple materials and
objects, Luis Tomasello created an almost palpable atmosphere
and a unique interplay of light and shadow.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 15 460 / 20 620)
| 16
PostWar  Contemporary
„Colors project themselves into the atmosphere, don’t
they? And for me the most kinetic part is light, which tou-
ches colors and is reflected. Something faster than light,
you don’t realize but it exists“.
Luis Tomasello
| 17
3414
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zurich 2016)
Untitled.
Black granite.
31.6 × 60.8 × 9.9 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- By descent to the present owner,
since then private collection
Switzerland.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3415
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zurich 2016)
Espace 3. 1975.
Pink marble.
30 × 30 × 15 cm.
Provenance: Private collection
Switzerland.
CHF 6 000 / 10 000
(€ 6 190 / 10 310)
| 18
PostWar  Contemporary
3416
MAX BILL
(Winterthur 1908–1994 Berlin)
Pyramide in Form einer Achtelskugel. 1965.
Black Swedish granite. 6/12.
Height 21 cm.
With the artist‘s signed photo expertise.
Provenance:
- Gimpel-Hanover + André Emmerich Galerien, Zurich.
- Purchased from the above in 1983, since then private
collection Switzerland.
„Even in modern art, artists have used methods based
on calculation, inasmuch as these elements, alongside
those of a more personal and emotional nature, give
balance and harmony to any work of art.“ Max Bill
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
| 19
3417
RICHARD PAUL LOHSE
(1902 Zurich 1988)
Zwei und zwei gleiche Farbgruppen. 1965/69.
Oil on canvas.
Signed, with location, titled and dated on the stretcher: Richard
Paul Lohse Zürich Zwei und zwei gleiche Farbgruppen 1965/69.
Also with directional arrow.
60 × 60 cm.
Provenance: By descent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
Exhibition: Zurich 1969, Modulare Ordnungen, Galerie Ziegler,
November - December.
Together with Bill and Honegger, Richard Paul Lohse was one of
the leading figures within Concrete Art. His publications such as
„Neue Ausstellungsgestaltung“ (New Design in Exhibitions) and
formative concepts such as principles of variability, continuity of
structures, identity of form and colour and dialectical image for-
mulation, still attract a great deal of attention beyond art circles.
Free from chance and unpredictability, his oeuvre is organised
into what are known as serial and modular orders. The former are
based on continuous rows and an equally continuous sequence
of colours that are set in motion when combined. These arran-
gements offer the artist unlimited possibilities and thus do away
with pictorial limitations. The latter, on the other hand, have a fixed
centre from which all further movement develops, so that there is
definitely a pictorial limitation.
From 1943 onwards, Lohse worked exclusively with squares and
rectangles, which created a network of coordinates with which he
could work freely. In this way, he simultaneously banished nature,
symbolism, and dynamics from his formal language.
The present work, the first draft of which dates from 1965, ori-
ginates from the group of modular orders. In the centre are four
squares in pink, blue, yellow, and green. From this centre point, two
colour groups, pink-green and blue-yellow, extend across the pic-
ture surface in equal horizontal and vertical symmetry. In Lohse‘s
work one finds neither perspective nor a sense of depth; before
the viewer, therefore, is revealed an explicitly two-dimensional
painting. The fact that the painting‘s construction follows a strict
plan is made clear, among other things, by the mirroring of the co-
lours within the colour groups, while the shape of the colour fields
remains constant. Accordingly, colour and form do not compete
with each other either compositionally or symbolically.
The saturated colouring underlines the central importance of to-
nality and quality of colour for the artist. Instead of using standard
tones, he mixed and corrected the colour tones again and again
until they met his requirements. Just as methodical as Lohse‘s
pictorial composition, the viewer‘s eye also takes in the colour
groups: enticed by the richness of the colour forms, the design
principles are then laid bare, before one finally surrenders to the
restoration of visual unity.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 41 240 / 61 860)
| 20
PostWar  Contemporary
| 21
3418*
ANTONIO CALDERARA
(Abbiategrasso 1903–1978 Ortasee)
Nello spazio quadrato. 1973.
Watercolour and pencil on cardboard.
Monogrammed and dated lower left:
A. C. 1973, as well as signed and dated
on the reverse: Antonio Calderara 1973.
16 × 15.4 cm.
Provenance:
- Formerly Fondazione Antonio e
Carmela Calderara, Vacciago.
- Formerly Galerie Stefan Hildebrandt,
Zurich.
Exhibition: St. Moritz 2015/16, Horizons,
Abstracts and Epigrams. Galerie Stefan
Hildebrandt, 19 December 2015 -
19 March 2016.
„To paint the Nothing, which is Everything.“
Antonio Calderara
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 580 / 3 610)
3419*
ANTONIO CALDERARA
(Abbiategrasso 1903–1978 Ortasee)
Senza titolo (Nr. 219). 1975.
Watercolour and pencil on paper.
Signed and dated on the reverse:
Antonio Calderara 1975.
21 × 20 cm.
Provenance:
- Formerly Fondazione Antonio
e Carmela Calderara, Vacciago.
- Formerly Galerie Stefan Hildebrandt,
Zurich.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 580 / 3 610)
3420*
LEO ERB
(St. Ingberg 1923–2012 Kaiserslautern)
Nr. 27. 1972.
Plastic strips layered on wooden board.
Signed, dated and titled on the reverse:
erb 72, 21. Januar / an meinem
Geburtstag Nr. 27.
100 × 70 cm.
Provenance:
- Directly purchased form the artist by
the previous owner, private collection
Germany.
- By descent to the present owner, since
then private collection Germany.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
| 22
PostWar  Contemporary
| 23
3421
VICTOR VASARELY
(Pécs 1906–1997 Paris)
Felhoe. 1972-76.
Acrylic on canvas.
Signed lower right: Vasarely. Signed, dated, titled, with work
number and measurements on the reverse: 2889 VASARELY
FELHOC 100×100 1972/76 Vasarely.
100 × 100 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by Pierre
Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, October 2022.
We thank Pierre Vasarely for his kind assistance. This work will be
included in the forthcoming Catalogue raisonné de l’oeuvre peint
de Victor Vasarely.
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich (verso with the label).
- Private collection Switzerland.
“Every form is a base for colour, every colour is the attribute of a
form.” Victor Vasarely
As one of the founding fathers of the Op Art movement in Euro-
pe, Vasarely, with his brightly coloured optical patterns, brought
a visually kinetic aspect to the traditionally flat paintings of his
generation. Vasarely originally wanted to become a doctor but
gave up medicine to follow his passion for art and enrolled at
Sandor Bortnyik‘s private art school Műhely from 1929, which was
inspired by the ideas of the Bauhaus. Due to financial constraints,
the school focused on subjects such as applied graphics and ty-
pographic design, which later formed the basis for Vasarely‘s un-
mistakable style. Vasarely mastered the game of optical illusions
like no other, expertly bringing simple geometric forms, vibrations,
rotations, and oscillations to the canvas.
In the present work also, he skilfully puts the viewer‘s eye to the
test. As a template for later wooden sculptures, Vasarely de-
monstrates his ability to manipulate colour, light and geometry:
in simple shades of blue and grey against a dark blue background,
several cubes come into view. Inconclusiveness meets visual
sensory overload here, for despite the accurate structure and
demarcation of the individual surfaces, it is hard to make out the
orientation of the largest cube. Is it a room into which the viewer
is plunged, and do the lighter and darker surfaces on the right
represent walls? Or is the artist projecting a floating cube onto
the centre of the canvas? What is the role of the colours and the
smaller cubes in the very centre of ‚‘Felhoe‘‘?
Vasarely‘s work is not only complex, but also often contradictory.
Simultaneously, it bridges the gap between the abysses of the
first half of the 20th century and the rise of mass consumption
and the Swinging Sixties. “Felhoe” exists not only as a complex
pictorial surface, but as a space designed by the artist that is both
dynamically inviting and problematic in its effect. As unstable and
fleeting as Vasarely‘s pictorial surfaces may seem, by eliciting fas-
cination and discomfort, the artist brilliantly succeeds in holding
up a mirror to the viewer.
CHF 60 000 / 90 000
(€ 61 860 / 92 780)
| 24
PostWar  Contemporary
| 25
3422
AURELIE NEMOURS
(1910 Paris 2005)
Untitled. 1975.
Oil on canvas.
Signed and dated on the reverse: NEMOURS 1975, as well as
with the directional inscription: HAUT.
80 × 80 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
Literature: Lemoine, Serge: Aurélie Nemours: Catalogue raisonné,
Milano: Skira 2018, Vol. 2, no. 516 (b/w ill.).
Aurélie Nemours was an exceptionally important geometric abs-
tract artist who worked within Constructive Art and dedicated her
entire life to bringing her oeuvre to fruition. She left an ambitious
and rich legacy to subsequent generations, from which we have
the pleasure of offering a painting from 1975.
Throughout her life, Aurélie Nemours worked on her own visual
language and developed a logical pictorial system. From the be-
ginning, her career was determined by a focus inwards, in search
of the absolute. After an unusually long period of study, research,
and development, from 1953 she began to define her own
vocabulary. During these years, through the art critic and painter
Michel Seuphor, Nemours discovered Piet Mondrian, who for her
was confirmation that she had chosen the right path.
She used a limited number of forms and consciously opted for a
reduction of pictorial elements: lines, dots, dashes, squares, or
rectangles, which are always based on horizontals and verticals
running parallel to the boundaries of the picture support.
In the course of the 1960s, Nemours worked on the „Echiquier“
series, which adopted the structure of the chessboard, which for
Nemours was the ideal surface structure. At first, she created
squares or rectangles that were positioned playfully with strong
colours. The coloured areas face each other antipodally. Her pain-
tings have two to a maximum of four colours, with black and white
often present. At this time, Nemours played with the topographi-
cal distribution of the surfaces and colours, which are determined
by a dynamic multiplication of a serial arrangement. In 1965, in
her quest for greater simplicity, she adopted the square, which
became her preferred form.
The present painting from 1975 inhabits a seemingly subtle sim-
plicity which the artist attained in her mature work. Nine squares
of differing whiteness cover the given square shape of the canvas.
With an extremely sensitive precision, the white pigments of
the respective areas differ. The white tones cover the surfaces
smoothly and without any structuring. Although the boundaries
of the nine surfaces are very precisely drawn, they are hardly dis-
cernible. The brushstrokes are applied with the utmost exactness,
which means that no effect is sought through the material. The
white picture seems to exist “by itself“. This painting is a good
example of Aurélie Nemours arriving at a level of simplification in
the course of the 1970s, which was the result of a very long period
of research, from which, paradoxically, intuition and sensitivity
ultimately come to dominate.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 26
PostWar  Contemporary
| 27
3423
EDUARDO CHILLIDA
(1924 San Sebastián 2002)
Aurera VII. 1969.
Collage and litho colour on Japan.
Signed and with the artist‘s signet in pencil lower right: Chillida.
Lower left titled: AURERA.
21.5 × 30 cm.
With the confirmation and explanations by the Sucesión Chillida,
5 November 2021.
Provenance:
- Erker Galerie, St. Gallen (verso with the label).
- Purchased from the above by the present owner, since then
private collection Switzerland.
„Aurera“, the title of the present work by Eduardo Chillida, means
something like „ forwards“ in Basque and is thus a synonym for
„bon à tirer“.
The present collage is therefore the artist‘s model for the central,
and at the same time the largest sheet of the later 8-part series
for the book „Martin Heidegger: Art and Space“, published in 1969.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 18 560 / 24 740)
| 28
PostWar  Contemporary
| 29
3424
RICHARD LIN
(1933 Taichung 2011)
Painting Relief 13 September 1965. 1965.
Oil, aluminium and perspex on canvas.
Signed on the overlap: LIN. Also signed, dated, with
measurements and directional arrows on the stretcher:
LIN 13-SEPTEMBER-1965 50×60.
127 × 152.5 cm.
The Estate of Richard Lin Show Yu confirm that this work will be
included in the forthcoming Catalogue Raisonné of the artist.
We thank the artist’s Estate for their kind assistance.
Provenance:
- Marlborough Gallery, London (verso with the label).
- Purchased from the above by the previous owner,
private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, also private
collection Switzerland.
Exhibition:
London 1966, Richard Lin. Marlborough Fine Art Gallery,
March-April 1966, p. 2, no. 18 (with b/w ill.).
“White is the most mundane of colors, and the greatest of all
colors: it is the most colorless and the most colorful: it is the most
noble color and the most common color: it is the most tranquil
color, and the saddest color too ... white in and of itself is many
colors: it can be thicker, thinner, heavier, lighter, transparent, semi-
transparent ... which means that with white and white, you can
construct many strange and wonderful relationships of shapes
and shapes, or spaces and spaces.” Richard Lin
pei in 1985. Richard Lin left England in 1981 and lived in Taiwan
again until his death in 1988.
Richard Lin became famous for his predominantly white „reli-
ef paintings“. He painted several layers on top of one another,
allowing each layer to dry before applying the next, so that the
white, monochrome canvas nevertheless showed colour diffe-
rences and edges. With the canvas prepared in this way, he would
then apply his reliefs. In the present work from „13 September
1965“, there are 2 vertical bars in the upper third of the canvas: on
the left, an elongated piece of aluminium with a narrow black stri-
pe painted on its right side; on the right, a white piece of Plexiglas,
complemented on the right by a narrow strip of aluminium. They
border a white square on the right, left and bottom, created by the
multiple application of paint.
Lin skilfully plays with the viewer‘s perception. Both the canvas,
which is not uniformly white, and the different materials of the
reliefs unsettle us and cause us to check our assumptions about
our visual experience. Looking at the work, we suppose that
it is a monochrome white painting and also that the reliefs are
identical — but neither is true; the individual reliefs are the same
length, but differ in width, height and material. Recognising this
is unsettling and challenges the viewer to check and adjust their
preconceptions.
„Relief Painting 13 September 1965“ is an outstanding example of
Richard Lin‘s expert handling of the relationship between painting
and architecture, and at the same time between Western and
Eastern art traditions.
CHF 40 000 / 60 000
(€ 41 240 / 61 860)
| 30
PostWar  Contemporary
| 31
3425*
BERNARD AUBERTIN
(Fontenay-aux-Roses 1934–2015
Reutlingen)
Fil de Fer. 1973.
Oil, wire and nails on panel.
Signed, dated, titled, with size informati-
on and directional arrow on the reverse:
AUBERTIN 1973 FIL DE FER 30 cm × 24 cm
Bernard Aubertin.
24.5 × 30 cm.
With the confirmation of authenticity by
the Archivio Opere Bernard Aubertin, April
2022. The work is recorded there under the
number: FDFR37-1000350623.
Provenance: Directly purchased from the
artist, since then private collection Italy.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3426*
BERNARD AUBERTIN
(Fontenay-aux-Roses 1934–2015
Reutlingen)
Fil de fer. 1975.
Oil, wire and nails on panel.
Signed, dated, titled, with size information
and directional arrow on the reserve:
AUBERTIN 1975 FIL DE FER 55 cm × 65 cm.
55 × 65 cm.
With the confirmation of authenticity by
the Archivio Opere Bernard Aubertin, April
2022. The work is recorded there under the
number: FDFR57-1000350523.
Provenance: Directly purchased from the
artist, since then private collection Italy.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 32
PostWar  Contemporary
3427
PAOLO SCHEGGI
(Florence 1940–1971 Rome)
Inter-ena-cubo. 1969.
Die-cut modules made of purple cardboard in plexiglas.
Signed on the label on the backside: Paolo Scheggi, and with
the printed work description.
41.5 × 41.5 × 11 cm.
With the confirmation of authenticity by Franca Scheggi
Dall‘Acqua, Assozicazione Paolo Scheggi, Milano, 24 September
2014. The work is recorded in the archive under the number:
APSM073/0013.
CHF 16 000 / 26 000
(€ 16 490 / 26 800)
| 33
3428
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°.
1959/69.
Serigraph ink on panel.
Signed, dated, titled and numbered on
the reverse: 1959-69 5 trames 85°-
87°5-90°-92°5-95° 7/9 Morellet.
80 × 80 cm.
Provenance:
Private collection Switzerland.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
3429
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
3 trames. 83°-90°-95°. 1959/69.
Serigraph ink on panel.
Dated, titled, numbered and signed
on the reverse: 1959-69 3 trames
83°-90°-95° 6/9 Morellet.
80 × 80 cm.
Provenance:
Private collection Switzerland.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
| 34
PostWar  Contemporary
3430
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°.
1959/1969.
Serigraph ink on panel.
Dated, titled and numbered on the
reverse: 1959-69 5 trames 85°-87°5-
90°-92°5-95° 3/9.
80 × 80 cm.
Provenance:
Private collection Switzerland.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
3431
FRANÇOIS MORELLET
(1926 Cholet 2016)
3 trames. 83°-90°-95°. 1959/1969.
Serigraph ink on panel.
Dated, titled, numbered and signed
on the reverse: 1959-69 3 trames
83°-90°-95° 7/9 Morellet.
80 × 80 cm.
Provenance:
Private collection Switzerland.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 30 930 / 41 240)
| 35
3432
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lives and works in Milan)
SFERA. 1966.
Bronze with golden patina.
With the incised signature, title, date and number on the
plexiglass base: Arnaldo Pomodoro „SFERA“ 1966 - 1/2.
Diameter 27 cm.
Professionally polished.
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich.
- Private collection Switzerland.
Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo
ragionato della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 393 (with b/w ill.).
Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 393.
The Italian Arnaldo Pomodoro was one of the most influential
sculptors of the 20th century. He developed a unique and dis-
tinctive visual language that makes his works instantly and clearly
identifiable.
He uses universal, geometric forms such as columns, discs and
spheres as a starting point and „violates“ them with his own
poetic, vivid formal language to reveal the imperfection in the
otherwise controlled universe of abstraction.
Perhaps the best-known complex of works are the so-called
„Spheres“. At first, he would deconstruct the underlying sphere so
that the surface would consist entirely of broken elements. Over
time, he began to encase his works again.
The present work from 1966 consists of a perfectly polished, re-
flective sphere at the bottom and top. In between, the hollowed-
out interior opens up, with individual carved-out elements remi-
niscent of machines or technical components. When one looks at
his works, including the pillars or discs, Pomodoro always returns
to the same forms and structures, which reflect his fascination for
everything technical, but also his love of theatre. They are like an
alphabet without translation. Even the artist cannot decipher the-
se signs, and so they remain mysterious and poetic at the same
time. Through their constant repetition, however, this alphabet
seems to tell stories that nevertheless lead into the unknown.
Arnaldo Pomodoro‘s spheres originate in the tension that exists
between the perfect exterior and the lesions and cavities within.
The unusual complexity of the interior contrasts with the im-
maculate mantle. The details are in conflict with the whole. The
artist himself describes it this way: „For me the sphere is a perfect,
almost magical form. Then you try to break the surface, go inside
and give life to the form“.
CHF 150 000 / 200 000
(€ 154 640 / 206 190)
| 36
PostWar  Contemporary
„The sphere is a marvelous object, from the world of magic,
wizards, whether it is of crystal or bronze, or full of water ; it
is also the mother’s womb, I think… “
Arnaldo Pomodoro
| 37
3433
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lives and works in Milan)
Papiro per Rusconi Editore. 1987.
Bronze with golden patina.
With the incised signature and inscription lower right:
Arnaldo Pomodoro ea. Épreuve d‘artiste, artist‘s proof outside the
edition of 12. Casted by Fonderia Artistica F. Illi Bonvicini, Caselle di
Sommacampagna.
37.3 × 26 × 11 cm (incl. wood base).
Professionally polished
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich.
- Private collection Switzerland.
Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne,
no. M 158.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 38
PostWar  Contemporary
3434
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lives and works in Milan)
PORTE Dall‘EDIPO. 1988.
Bronze with golden patina.
With the incised signature, title and number on the bronze plinth:
Arnaldo Pomodoro 6/9 „PORTE Dell‘ EDIPO“ 6/9.
63 × 74 × 40 cm.
Will be professionally polished.
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich.
- Private collection Switzerland.
Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato
della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 836 (with b/w ill.).
Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 836.
CHF 60 000 / 90 000
(€ 61 860 / 92 780)
| 39
3435*
JAMES BROWN
(Los Angeles 1951–2020 Mérida/Mexico)
Vienna Head. 1987.
Oil on canvas.
56 × 47 cm.
Provenance:
- Gallery Thaddeus Ropac, Berlin.
- Purchased from the above by the present owner, since then
private collection Germany..
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 40
PostWar  Contemporary
3436
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lives and works in Milan)
SCUDO, I, studio. 1991.
Bronze with golden patina on iron stand.
With the incised signature and number: Arnaldo Pomodoro 3/9.
30.5 × 12 cm on iron stand 36.5 × 14 × 12 cm.
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich.
- Private collection Switzerland.
Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo
ragionato della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 885 (with b/w ill.).
Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 885.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
3437
ARNALDO POMODORO
(Morciano di Romagna 1926–lives and works in Milan)
SCUDO, IV, studio. 1991.
Bronze with golden patina on iron stand. 3/9.
With the incised signature and number: Arnaldo Pomodoro 3/9.
30.5 × 12 cm on iron stand 36.5 × 14 × 12 cm.
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich.
- Private collection Switzerland.
Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo
ragionato della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 888 (with b/w ill.).
Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 888.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 41
3438
KARL FRED DAHMEN
(Stolberg 1917–1981 Preinersdorf)
Drei Fenster. 1960.
Oil and soil on canvas.
Signed lower right: dahmen, also signed, dated, inscribed and with
directional arrow on the reverse: K.F. Dahmen 1960 oben.
65 × 90 cm.
Provenance:
- Galleria Pater, Milan.
- Purchased from the above by the present owner in 1961, since
then private collection Switzerland.
Exhibition: Milan 1961, K.F. Dahmen. Galleria Pater, April, p. 5
(with b/w ill.).
Literature: Weber, Thomas: K. F. Dahmen. Werkverzeichnis vol. 1
1946-1965, Cologne 2003, no. 023.60 - B 0735.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 42
PostWar  Contemporary
3439
DIETER ROTH
(Hanover 1930–1998 Basel)
Kleinbasel am Rhein. 1969.
Chocolate and iron.
With the incised title on a labe lower
centre: AM RHEIN. Signed and dated on
the reverse: Dieter Roth 69, also with the
printed title: Kleinbasel am Rhein and
described: 10 mal traurig verzahnt. bei
Diter Köln und Rudolf Rondorf im Raben-
grund im Jahre über Rot bei Rieser 1969
am Rhein.
33 × 35 × 2 cm.
„Objects may or should pass away, and
that is good for them and for us.‘‘
Dieter Roth
Provenance:
- Sotheby‘s Auction, Zurich,
2 December 2014, lot 96.
- Purchased from the above by the
present owner, since then property
Switzerland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
3440*
DIETER ROTH
(Hanover 1930–1998 Basel)
Untitled. Ca. 1969.
Chocolate on brown painted panel.
In plexiglass box.
49.5 × 49.5 cm.
Provenance:
- Collection Carl Vogel, Hamburg.
- Auction Lempertz, Cologne, 1 june 2010,
lot 1078.
- Purchased from the above auction by
the present owner.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
| 43
3441
MIMMO PALADINO
(Paduli 1948–lives and works in Milan)
Untitled. 1978.
Lot of 2 acrylic, pencil and ink on paper.
Signed and dated on the reverse:
Mimmo Paladino 78.
Each 14.9 × 19 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
3442*
MARIO SCHIFANO
(Homs 1934–1998 Rome)
Untitled. 1970.
Enamel and screenprint on paper.
100 × 70 cm.
Signed lower right: Schifano.
With the confirmation of authenticity by the Fondazione Mario
Schifano, Rome, 26 October 2000. This work is recorded under
the number: S.M. 70/450.
Provenance: Formerly Collection Reto a Marca.
Literature: Fondazione M.S. Mulitstudio (ed.): Mario Schifano.
Opere su carta 1955-1998, B. IV° , no. sm70/450, p. 113 (with
colour ill.).
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
| 44
PostWar  Contemporary
3443
MARKUS RAETZ
(Büren 1941–2020 Bern)
Eva. 1970.
Lot of 3 watercolour on paper.
2 sheets monogrammed lower right: M.R.
Each 20.5 × 30 cm (framed 51.5 × 127.5
cm).
The authenticity of this work has been
confirmed by the Estate of Markus Raetz,
October 2022. We thank the Estate of
Markus Raetz for their kind assistance.
Provenance:
- Galerie Farideh Cadot, Paris (verso with
the label).
- Purchased from the above by the present
owner in 1990,
since then private collection Europe.
„Markus Raetz is a born draughtsman,
flâneur of the world of perception, master
visionary and explorer on a lifelong expe-
dition into the realm of the visible.“ Anita
Haldemann
CHF 18 000 / 24 000
(€ 18 560 / 24 740)
| 45
3444*
CHRISTO
(VLADIMIROV JAVACHEFF)
(Gabrowo 1935–2020 New York City)
Store Front / Mandarin Yellow. 1965.
Collage with pencil, wax crayon and enamel on drafter‘s vellum laid
on cardboard.
Signed and dated lower right: Christo 65, as well as titled, inscri-
bed, with the technique and measurements:
STORE FRONT (Mandarin Yellow) „Red Devil“ - enamel /
99“×78“1/2 ×20“ Christo 65.
71.5 × 56 cm.
This work is registered in the archive Christo and Jeanne-Claude,
May 2022. We thank Mr. Matthias Koddenberg for his kind assis-
tance.
Provenance:
- Formely Locksley Shea Gallery,
Minneapolis.
- European collection.
- Phillips London, Auction 28 June 2019, lot 127.
- German property.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 48 540 / 67 960)
| 46
PostWar  Contemporary
3445*
MARIO SCHIFANO
(Homs 1934–1998 Rome)
Untitled. 1974.
Enamel and wax crayon on canvas.
Signed lower right: Schifano.
77.5 × 99 cm.
With the confirmation of authenticity by the Archivio Mario
Schifano, Rome, 20 July 2022. The work is recorded there under
the number: 05154220528.
Provenance: Private collection Italy.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 15 460 / 25 770)
| 47
3446
GEORG HEROLD
(Jena 1947–lives and works in Cologne)
DAS STIGMA DES GENIALEN.
Gouache on canvas.
150 × 85 cm.
Provenance: Formerly Galerie Gisela
Capitain, Cologne.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
3447
ALIGHIERO BOETTI
(Turin 1940–1994 Rome)
Composizione. 1989.
Gouache, pencil and ink on paper, firmly
laid on canvas.
Signed upper right: alighiero boetti.
29.5 × 21 cm.
With the confirmation of authenticity by
the Archivio Alighiero Boetti, 7 July 2000,
Rome. This work is recorded there under
the number: 137.
Provenance:
- Laure Genillard Gallery, London.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner in 2000,
since then private collection Switzer-
land.
CHF 9 000 / 16 000
(€ 9 280 / 16 490)
| 48
PostWar  Contemporary
| 49
3448*
ZHU JINSHI
(Peking 1954 – lives and works in Beijing)
Lan Bridge. 1979.
Oil on firm paper.
27 × 22 cm.
With the confirmation of authenticity by the artist, September
2022. We thank the artist of his kind assistance.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Purchased directly from the artist by the present owner,
since then private collection Germany.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
3449*
ZHU JINSHI
(Peking 1954–lives and works in Beijing)
Iron Fence. 1978.
Oil on firm paper.
22.4 × 26.2 cm.
With the confirmation of authenticity by the artist, September
2022. We thank the artist for his kind assistance.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Purchased directly from the artist by the present owner,
since then private collection Germany.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 50
PostWar  Contemporary
3450
CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
La Mouche. 1957.
Bronze with brown patina.
With the incised signature and number on the plinth: César 3/8, as
well as with the foundry stamp: Bocquel fd.
12.3 × 10 × 22 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by the Archives
Denyse Durand-Ruel, 16 September 2022, Rueil Malmaison. The
work is registered under the number: A753. We thank Madame
Durand-Ruel for her kind assistance.
Provenance: By descent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
3451
CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
Moustique. 1984.
Bronze with brown patina.
With the incised signature and number on the plinth: César E.A.
1/4. With the foundry stamp: BRONZE ROMAIN BARELIER.
11.8 × 7.6 × 12.5 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by the Archives
Denyse Durand-Ruel, 16 September 2022, Rueil Malmaison. The
work is registered under the number: A4289. We thank Madame
Durand-Ruel for her kind assistance.
Provenance: By descent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3452
CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
Agnès. 1988.
Bronze with brown patina.
With the incised signature and number on the plinth: César E.A.
1/4, as well as with the foundry stamp: BRONZE ROMAIN
BARELIER.
20.5 × 9.6 × 18 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by the Archives
Denyse Durand-Ruel, 16 September 2022, Rueil Malmaison. The
work is registered under the number: A922. We thank Madame
Durand-Ruel for her kind assistance.
Provenance: By descent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 51
3453
NIKI DE SAINT PHALLE
(Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego)
L‘Oiseau Amoureux. 1990/92.
Painted polyester.
Signed at the foot: Niki de Saint Phalle, as well as with the incised
number and signature: 1/3 Niki de Saint Phalle. Furthermore with
the foundry stamp: Haligon.
155 × 150 × 60 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Galerie Jamileh Weber, Zurich.
- Purchased from the above by the present owner in 1994, since
then private collection Switzerland.
The French-Swiss sculptor and painter Niki de Saint Phalle was
one of the most important artistic personalities of the 20th
century. Numerous colourful sculptures and architectural works
by the artist, who knew no bounds to her creativity, adorn public
spaces worldwide. A self-taught artist, she became world-famous
with her sensual opulent female figures, the “Nanas”, which radiate
a seemingly carefree cheerfulness.
This remarkable work “L‘Oiseau Amoureux” was created between
1990 and 1992 in the art studio of the Haligon family. Niki de Saint
Phalle created an imposing, majestic-looking eagle-like bird in
polyester, its body painted with bold contrasting ornaments and
circular shapes. With its large outstretched wings, it offers shelter
to a female figure who tenderly embraces this bird of the imagina-
tion. The iconic Nana symbolises fertility, freedom, and love. Her
face is turned away. In this constellation, the artist illustrates the
effervescence of life, its give-and-take, in a loving way. Unlike her
project “Paradis Fantastique”, where Jean Tinguely‘s sharp, black
machines clash with Niki de Saint Phalle‘s round colourful sculptu-
res, in the present work the two creatures form a balanced entity.
CHF 140 000 / 180 000
(€ 144 330 / 185 570)
„Les oiseaux sont omniprésents dans mon œuvre: des oiseaux im-
mortels, tristes, triomphants, affamés. Les oiseaux sont des messa-
gers de notre monde vers l’autre. Mon ange gardien est un oiseau.“
Niki de Saint Phalle
| 52
PostWar  Contemporary
| 53
3454
NIKI DE SAINT PHALLE
(Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego)
Fauteuil Dos à Dos. 1993.
Resin, painted.
Signed and numbered on a label on a foot: 12/20
Niki de Saint Phalle.
170.5 × 85 × 65 cm.
Provenance:
- Galerie Edition Ars Collect, Lucerne.
- Purchased from the above by the present owner in ca. 1998,
since then private collection Switzerland.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 30 930 / 51 550)
| 54
PostWar  Contemporary
3455
NIKI DE SAINT PHALLE
(Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego)
La conversation. 1991.
Casted resin, painted and lacquered.
With the stamped signature and number lower lateral:
niki de saint phalle 17/20.
105 × 170 × 120 cm.
Traces of ageing.
Provenance:
- Galerie Bonnier, Geneva.
- Purchased from the above by the present owner,
since then private collection Switzerland.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 30 930 / 51 550)
| 55
3456
PETER PHILLIPS
(Birmingham 1939–lives and works in London)
Nigerian Pitch. 1984.
Relief. Acrylic on canvas and wood.
Signed, titled and dated on the reverse:
Peter Phillips 1984 „NIGERIAN PITCH“.
180 × 290 × 25 cm.
Professionally restored.
Provenance: By descent to the present owner, private collection
Switzerland.
CHF 9 000 / 14 000
(€ 9 280 / 14 430)
| 56
PostWar  Contemporary
3457*
SALOMÉ (WOLFGANG LUDWIG CIHLARZ)
(Karlsruhe 1954–lives in Berlin)
American Flag. 1979/80.
Acrylic on canvas, 2 parts.
Unsigned.
240 × 400 cm (each 240 × 200 cm).
The authenticity of this work has been confirmed by the artist,
October 2022. We thank him for his kind assistance.
Provenance:
- Galerie Bruno Bischofberger, Zurich.
- Private collection New York.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
| 57
3458
RÉMY ZAUGG
(Courgenay 1943–2005 Basel)
MÜDES BILD MÜDE.
Enamel on canvas.
With the directional arrow on the reverse.
52 × 38 cm.
Provenance:
- Galerie Gisele Linder, Basel.
- Purchased from the above in 1997, private
collection Switzerland.
- By descent to the present owner, private
collection Switzerland.
The present work is an example of Remy Zaugg‘s experiment in
translating painting into language. The three words MÜDES BILD
MÜDE stand out in an impasto paint with a whitish primer. Here he
has recourse to a simple script without ornamentation. The tex-
ture of the three words reflects such a degree of clarity and pre-
cision that one might at first mistake them for a silkscreen. In fact,
Zaugg has been working intensively with this printing technique
since the 1970s, even considering it a contemporary alternative to
painting. In his search for a new form of monochrome, he created,
among other things, monochrome overpainted pictures, initially
in an ethereal light blue. Later, strong colour contrasts would find
their way onto Zaugg‘s canvases.
In our work, however, the artist restricts himself to the various
effects of the white tone, which could not be more different. The
background, painted with a brushstroke, has little in common with
the almost immaculate surface of the words which look as though
they are printed. Only the colour provides a sense of unity to the
work, causing the viewer to question their perception time and
again until the very end, and in this way represents an impressive
example of Zaugg‘s conceptual critique of human perception
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 58
PostWar  Contemporary
3459
JASON MARTIN
(Jersey 1970 – lives and works in London)
Untitled. 1996.
Oil on aluminium, 2-parts.
Signed, dated, with technique and
measurements on the reverse:
Jason Martin Feb 96 oil on aluminium
12“ × 10“ ×4“.
Each 25.5 × 30.7 × 11.4 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Jason Martin Studios,
October 2022. We thank the Jason Martin
Studios for their kind support.
Provenance: By descent to the present
owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
| 60
PostWar  Contemporary
3460
ADOLF LUTHER
(Uerdingen 1912–1990 Krefeld)
Energetische Plastik. 1984.
Mirror, wood and plexiglass.
Signed and dated on the reverse:
Luther 84. Also with the stamps:
ENERGETISCHE PLASTIK and SEHEN IST
SCHÖN.
40 × 40 × 8.5 cm.
Provenance:
- Galerie Wilbrand, Cologne.
- Purchased from the above by the
present owner, since then private
collection Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
3461
RICHARD DEACON
(1949 Wales–lives and works in New York)
NO. 4. 1999.
Stainless steel.
85 × 68 cm.
Provenance:
- Lisson Gallery, London.
- Purchased from the above by the
previous owner in 1999, private
collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 61
3462
ZDENEK SYKORA
(1920 Louny 2011)
Nr. 8 – Trio Op 2. 1978.
Oil and pencil on canvas.
Signed, dated, titled and with measurements on the stretcher:
Nr. 8 „Trio Op 2“ 150 × 150, 1978. Zdeněk Sýkora.
150 × 150 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by Lenka
Sýkorová, Louny, 5 October 2022 (recorded with the title: Lines
No 8 – Hiršal’s Trio). We thank Ms Sýkorová for her kind assistance.
Provenance:
- Galerie Média, Neuchâtel.
- Purchased from the above by the present owner, since then
private collection Switzerland.
Exhibitions:
- Gorinchem 1979, Kunstcentrum Badhuis, Zdeněk Sýkora,
Computer-schilderijen. September 22 - October 25.
- Neuchâtel 1981-1982, Gallery Média. Cycle Média 81.
14 March - 10 January.
„Even a combination that at first seemed uninteresting can lead
to a result that I am surprised by. Chance enriches people: it
prevents them from falling into stereotypes. With every picture, I
end up being the one who is most shocked, even though I know at
least a little bit beforehand what might emerge. I find the greatest
analogy for this kind of art in music. For a composer who writes
the individual parts more or less separately, it must also be a great
experience to hear the whole work played in its entirety by all the
instruments.“ Zdeněk Sýkora
The Czech painter and sculptor Zdeněk Sýkora was one of the
most widely exhibited and innovative exponents of Abstract,
Concrete and Constructive Art.
By reducing natural forms and colours, the artist gradually arrived
at a form of geometric abstraction with a systematic pictorial
structure: the Structural Pictures. With them Sýkora found a
pictorial solution for the relationships between form and colour.
The first computer-programmed structures were created as early
as 1964.
From 1973 onwards, the computer pioneer developed a new
system based on the calculated principle of chance, which for-
med the basis of his well-known line pictures. Shapes, lengths,
thicknesses, colours, and their intersections are determined by
random numbers generated on the computer. Lines became im-
portant elements in Sýkora‘s paintings for the first time. Released
from the strict order of structural grids, the line allowed him grea-
ter painterly freedom.
For Sýkora, music is the pinnacle of all art forms because of its
physical effect, complexity, and abstract nature. Ever since he
created his first line paintings, he cherished the desire to trans-
form them into a musical form. Consequently, it is no coincidence
that in the present work entitled „Lines No 8 - Hiršal‘s Trio“ the se-
ries of numbers used to establish the lines in this work are referred
to Sýkora as “musical scores“. For the viewer, this cheerful large-
format work from 1978 with its black, orange, and violet meande-
ring lines, which in places form themselves into tangles and gently
meet, has the effect of a closely integrated harmonic symphony.
This unique painting exemplifies the vitality and individuality that
Sýkora is able to breathe into his line paintings.
With the support of his wife, Sýkora continued to develop the the-
me of lines. The painting offered here, „Lines No 65“ from 1990,
is quite compelling with its black and blue, wider, and narrower,
curved and almost straight lines, as well as the isolated small and
larger dots, which are interrelated in an original way.
Although Zdeněk Sýkora worked with systems, programmes, and
the progressive principle of chance, he always remained true to
painting.
CHF 150 000 / 250 000
(€ 154 640 / 257 730)
| 62
PostWar  Contemporary
| 63
3463
ZDENEK SYKORA
(1920 Louny 2011)
Linie No 65. 1990.
Oil and pencil on canvas.
Signed and dated on the reserve: Sykora 1990. Also titled, dated
and with measurements on the stretcher: Linie Nr. 65 70 × 70
1990. Furthermore with directional arrow on the overlap: above,
and with the damaged label: ZDENEK SYKORA.
70 × 70 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by Ms. Lenka
Sýkorová, Louny, 26 July 2022. The work is registered in the Lenka
and Zdeněk Sýkora Archive under the number: L065 (there recor-
ded under the title: Lines No. 65). We thank Ms. Sýkorová for her
kind assistance.
Provenance:
- Purchased probably from Galerie Hofmann by the
previous owner.
- By descent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
CHF 70 000 / 90 000
(€ 72 160 / 92 780)
| 64
PostWar  Contemporary
| 65
3464
SOL LEWITT
(Heartford 1928–2007 New York City)
9 Pyramids on a 9 Part Grid. 1991.
Cast polyester resin on formica base.
Signed and numbered on the underside: S. Lewitt 4/15.
34 × 73.7 × 73.7 cm.
Provenance:
- Rosa Esman Gallery, New York, publisher (on the underside
with the label).
- Glen Dranoff Fine Art, New York.
- Purchased from the above by the present owner, since then
private collectors Switzerland.
Literature: Garrels, Gary (Ed.): Sol Lewitt. a retrospective, San
Francisco Museum of Modern Art 2000, p. 273, no. 257 (with
colour ill.).
The American artist Sol LeWitt. born 1928 as the child of Russian-
Jewish immigrants, was one of the leading figures of Minimalism
and a pioneer of Conceptual Art. He gained notoriety in the late
1960s with his Wall Drawings; however, he was active across a vari-
ety of media, as his extensive two- and three-dimensional oeuvre
illustrates. LeWitt‘s multi-faceted oeuvre of hundreds of works
on paper, prints, photographs, installations, as well as structures
in the form of towers, pyramids and other geometric processes is
clearly reflected in the works presented here.
LeWitt‘s artistic practice was based on emphasising ideas over
the material aspects of a work of art. In doing so, he used simple,
basic geometric forms and their repetition to develop aesthetic
systems that reflect a sophisticated engagement with a world
beyond the perceptible. Initially known for his geometric sculptu-
res that use open, modular structures and spring from the form
of the cube, in 1968 LeWitt began developing his Wall Drawings, in
which he explored countless variations on the way drawn lines are
applied to walls. Of his Wall Drawings, more than 1200 works were
created; first with graphite, then with chalk and later with India ink.
The present sculpture from 1991 epitomises Lewitt‘s preference
for simple geometric forms, as well as their serialisation, repetiti-
on, and progression. On a dark grey Formica plinth stand 9 irregu-
lar pyramids. The artist has arranged the forms, cast in polyester
resin, with precision on the 3 x 3 grid: however, the shapes of the
individual structures conflict with the order and continuity of the
platform. Thus, along the outer fields, 6 sharply pointed pyramids,
almost like icebergs, protrude partially at an angle from the black
surface. The three remaining pyramids appear monumental and
more stable. The structures convey to the viewer a simultane-
ous impression of strength and fragility. It is possible that LeWitt
deliberately avoided using colours here, for the interplay of the
opposites of black and white, as well as angular and pointed, cons-
picuously emphasises his principle of geometry and repetition.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 66
PostWar  Contemporary
“Anyone who understands the work of art owns it.”
Sol LeWitt
| 67
3465
SOL LEWITT
(Heartford 1928–2007 New York City)
Emblemata. 1999.
Gouache on paper.
Signed and dated lower right: S. Lewitt 99.
28.7 × 57.4 cm.
Provenance:
- Galleria d‘Arte Contemporanea Dabbeni, Lugano
(verso with the label).
- Purchased from the above by the present owner in 2001,
since then private collection.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
3466
MATT MULLICAN
(Santa Monica 1951– lives and works in New York)
Untitled (from: The subject to elemental). 2001.
Gouache on paper, 5-parts.
Signed and dated on the reverse: Mullican 01.
30.5 × 23 cm.
Provenance:
- Galerie MAI 36, Zurich (verso with the label).
- Purchased from the above, private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, also private collection
Switzerland.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 580 / 3 610)
| 68
PostWar  Contemporary
3467*
THEODOROS STAMOS
(New York 1922–1997 Ioannina/Greece)
Infinity Field, Lefkada Series. 1980.
Acrylic on canvas.
Signed, dated and titled on the overlap on the reverse: STAMOS
1980 INFINITY FIELD/LEFKADA.
180 × 152 cm.
Provenance:
- Galerie M. Knoedler, Zurich.
- Purchased from the above by the previous owner, private
collection Switzerland.
CHF 35 000 / 40 000
(€ 36 080 / 41 240)
| 69
3468
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lives and works in Düsseldorf)
Pure Freude (P.F.2). 2001.
Lot of 4 acrylic on plastic paper with collage.
Each signed, dated, titled and numbered on the reverse: Imi 2001
PF 2-4 6/7, as well as with the impressum on the original folder.
Each 103 × 74 cm. Complete.
Provenance:
- Galerie Lelong, Zurich.
- Purchased from the above in 2004, since then private collection
Switzerland.
CHF 15 000 / 25 000
(€ 15 460 / 25 770)
| 70
PostWar  Contemporary
„I don‘t want to come to anything but the colour. I apply the colours, use the colours and
try to get another colour that way. I bring the colour into various contexts.
Only then can it come, the freedom.“
Imi Knoebel
| 71
3469
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lives and works in Düssel-
dorf)
Untitled. 1995.
Acrylic on aluminium, mounted on wood.
Signed and dated on the reverse: Imi 95.
13.6 × 10.5 × 8 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
3470
GERWALD ROCKENSCHAUB
(Linz 1952–lives and works in Berlin)
Untitled. 1991.
Yellow fluorescent plexiglass. Unique.
210 × 120 cm.
Provenance:
- Galerie Susanna Kulli, St. Gallen.
- Purchased from the above in 1997, since then
private collection Switzerland.
Exhibition: St. Gallen 1991. Galerie Susanna Kulli, Gerwald
Rockenschaub „Teppiche“. 7. June - 7. July.
Literature: Drechsler, Wolfgang. Gerwald Rockenschaub :
1980 - 2004. For the exhibition Gerwald Rockenschaub in the
Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, p. 166.
CHF 3 000 / 6 000
(€ 3 090 / 6 190)
| 72
PostWar  Contemporary
3471
RITA MCBRIDE
(Des Moines/California 1960–lives and works in Düsseldorf)
I CONTINUE TO LIVE IN MY GLASS HOUSE. 1995.
Mobile (acrylic glass, plastic, aluminium, wood).
254 × 183 × 122 cm.
Provenance:
- Galerie Mai 36, Zurich.
- Purchased from the above by the previous owner in 1999,
private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 9 000 / 12 000
(€ 9 280 / 12 370)
| 73
3472*
NOT VITAL
(Sent 1948–lives and works in Lower Engadine)
700 Snowballs. 2017.
Multiple. 3 plaster sculptures.
Diameter between 7 and 10 cm.
With the handsigned and numbered (no. 231-233) confirmations
of authenticity by the artist.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 550 / 2 060)
3473
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zurich 2016)
Tableau Espace P 1194. 1994.
Acrylic on wood.
Signed, titled and dated on the reverse:
HONEGGER 1994 - P. 1194 - TABLEAUX - ESPACE.
190 × 6 × 16 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 4 000
(€ 2 060 / 4 120)
3474
NIGEL HALL
(Bristol 1943–lives and works in London)
PASSAGE II. 1994.
Wood sculpture.
17 × 14.4 × 108.3 cm.
Provenance:
- Galerie Renée Ziegler, Zurich.
- Purchased from the above by the previous owner
in 1995, private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
Exhibition: Gallery Renée Ziegler, Zurich, 7 October -
26 November 1995, Nigel Hall, exhibition list No. 06.
CHF 4 000 / 5 000
(€ 4 120 / 5 150)
| 74
PostWar  Contemporary
3475
TURI SIMETI
(Alcamo/Sicily 1929-2021 Milano)
Quattro ovali bianchi. 1993.
Acrylic on canvas.
Signed and dated on the stretcher: Simeti 1993, also with
the directional arrow: ALTO.
50 × 50 × 4.5 cm.
With the confirmation of the Archivio Turi Simeti, Milan. This work
is registered in the Archivio under the archive no.: 1993-B0503.
Provenance:
- Galerie Wack, Kaiserslautern.
- Purchased from the above by the present owner,
since then private collection Switzerland.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 75
3476
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zurich 2016)
Tableau-Relief C 1379. 2002
Aluminium, lacquered.
Signed, dated and titled on the reverse:
HONEGGER 2002 C. 1379.
61 × 61 cm.
Provenance:
- Galerie Dorothea van der Koelen,
Mainz (verso with the label).
- Private collection Switzerland.
CHF 3 500 / 4 500
(€ 3 610 / 4 640)
| 76
PostWar  Contemporary
3477
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zurich 2016)
Tableau-Relief C 1384. 2002.
Aluminium, lacquered.
Signed, dated and titled on the reverse:
HONEGGER 2002 C. 1384.
Diameter 61 cm.
Provenance:
- Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz
(verso with the label).
- Private collection Switzerland.
CHF 3 500 / 4 500
(€ 3 610 / 4 640)
3478
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zurich 2016)
Tableau-Relief C 1380. 2002.
Aluminium, lacquered.
Signed, titled and dated on the reverse:
HONEGGER 2002 C.1380.
60 × 61 cm.
Provenance:
- Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (verso
with the label).
- Private collection Switzerland.
CHF 3 500 / 4 500
(€ 3 610 / 4 640)
| 77
3479
CALLUM INNES
(Edinburgh 1962–lives and works in Edinburgh)
Exposed Painting. Paynes Grey / Charcoal on White. 1998.
Oil on canvas.
Signed and dated on the overlap: Innes. 98, as well as with the
work number on the stretcher: CI 98 31.
87.5 × 80.5 cm.
Provenance:
- Galerie Bob van Orsouw, Zurich (verso with the label).
- Purchased from the above by the previous owner in
1998, private collection Switzerland.
- By decent to the present owner, since then private
collection Switzerland.
Callum Innes is probably one of the best-known artists in Great
Britain today. From the nineties onwards, he worked in parallel on
a dozen different series. The most extensive series is entitled
„Exposed Painting“, which he began in 1992 and which he is still
developing today.
His picture supports are mainly paper or canvas, which are primed
with white paint. He divides these geometrically into different and
unequal horizontal and vertical zones by applying monochrome
areas of oil paint across the entire width. Before the oil paint
dries, he wipes away part of the surface with turpentine, a liquid
solvent for oil paint. This creates a veil-like, shimmering, almost
transparent layer of colour, which gives a hint of the former colour
pigments and at the same time brings out new pigments. Callum
Innes mixes his oil colours himself, in which black tones dominate,
but also red, violet, and olive tones are intermingled.
Our present painting „Exposed Painting“ from 1998 has as its
focus a solid black horizontal beam, which is interrupted by the
diffuse light grey veil of colour which is traced vertically. The
turpentine has revealed a light mist of black pigments, or more
precisely, the black paint has been „Exposed“, visibly exposed.
This particular technique of addition and subtraction, of put-
ting on and taking off, of adding and taking away, of opening and
closing, of the diaphanous and the opaque, is what the artist calls
„unpaint“. A disciplined monochrome painting that produces
uncertain results and constantly obliges the painter to discover,
question and renew the technique he has developed.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 15 460 / 20 620)
| 78
PostWar  Contemporary
3480
ALBRECHT SCHNIDER
(Luzern 1958–lives and works in Hilterfingen)
Untitled. 2008.
Acrylic on canvas.
Signed and dated on the reverse: A. Schnider -08-.
49 × 34.5 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by
Ms. Brigitte von Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider,
Hilterfingen, 10 October 2022. We thank Ms. von Niederhäusern
for her kind assistance.
Provenance:
- Galerie Bob van Orsouw, Zurich (verso with the label).
- Private collection Switzerland.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 80
PostWar  Contemporary
3481
ALBRECHT SCHNIDER
(Luzern 1958–lives and works in Hilterfingen)
Untitled. 2008.
Acrylic on canvas.
Signed and dated on the reverse: A. Schnider -08-.
49 × 34.5 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by
Ms. Brigitte von Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider,
Hilterfingen, 10 October 2022. We thank Ms. von Niederhäusern
for her kind assistance.
Provenance:
- Galerie Bob van Orsouw, Zurich (verso with the label).
- Private collection Switzerland.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 81
3482*
DIRK SKREBER
(Lübeck 1961–lives and works in New York)
Untitled. 2001.
Oil, lacquer and PVC tape on panel.
250 × 150 cm.
Provenance:
- Kerstin Engholm Galerie, Vienna.
- Formerly Collection Falckenberg,
Hamburg.
Exhibition: Wien 2001, Dirk Skreber. Kerstin
Engholm Galerie, 8 May - 21 June.
Literature:
- Dorothea Strauss: Dirk Skreber (exh. cat.),
Kunstverein Freiburg, 2002,
p. 25, 36 (colour ill.)
- F. Emslander/Christian Scheidemann:
Dirk Skreber Blutgeschwindigkeit Blood
Speed (exh. cat.), Staatl. Kunsthalle
Baden-Baden and Museum Franz Gertsch
Burgdorf, 2008, p. 28/33 colour ill.)
CHF 8 000 / 12 000
(€ 8 250 / 12 370)
| 82
PostWar  Contemporary
3483
GILLIAN CARNEGIE
(Suffolk 1971–lives and works in London)
green and silver. 2006.
Oil on canvas.
Signed, titled and dated on the reverse:
Gillian Carnegie 2006 ‚green and silver‘.
170 × 138 cm.
Provenance: Formerly Galerie Gisela Capitain, Cologne.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 83
3484
SOPHIE RYDER
(London 1963–lives and works in Cirencester)
Crawling (Maquette). 1998.
Bronze with green patina.
With the incised signature, date and number on the inside
of the left thigh: Ryder 98 1/9.
23.5 × 34 × 11 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Switzerland.
„I sculpt characters and beings - the dogs, the hares, the mino-
taurs - are all characters beyond animal form. I‘m not interested in
making a replica. If you would put a real hare next to one of mine,
you would see great differences.“ Sophie Ryder
Looking at Sophie Ryder‘s animal-human hybrids, we are im-
mediately struck by the close connection the artist establishes
between mythology and human life, its emotions, and desires.
The artist gradually transformed the violent, powerful Minotaur
of Greek mythology into a loving protector. With the characterful
anthropomorphic „Lady Hare“, who stands for desire and fertility,
Ryder soon created a worthy companion for the Minotaur. Of
fundamental importance is that the free-form head of the Lady
Hare, as with all the other heads of Ryder‘s fantasy creatures,
functions merely as a mask. Her own body serves as the model
for the female hare. Accordingly, it can be assumed that Ryder is in
fact portraying himself. After a short time, Ryder, a passionate dog
breeder, also created the „Dogman“, which is closely related to the
female hare.
With her works, Sophie Ryder seeks to convey to the viewer
a momentary human emotion in an everlasting form. Ryder‘s
uniqueness lies in her ability to convey the variety of human
emotions through body language alone, as the human face and
the instinctive sensations that our faces can convey are masked.
With her signature works, the artist attempts to capture almost
every aspect of what is to be human: vulnerability, fatigue, hunger,
happiness, jealousy, pain, love, fear, humour, and sexuality.
Crawling on all fours, attentively facing each other (lot 3486) and
looking into a mirror (Lot 3485), these bronze works from 1998-
99, mysterious as well as familiar, invite the viewer to interact.
CHF 16 000 / 22 000
(€ 16 490 / 22 680)
| 84
PostWar  Contemporary
| 85
3485
SOPHIE RYDER
(London 1963–lives and works in Cirencester)
Dogman in Mirror. 1999.
Bronze with brown patina and mirror.
With the incised signature, date and number on the backside:
Ryder 99 9/12.
19 × 12 × 16 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Switzerland.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
3486
SOPHIE RYDER
(London 1963–lives and works in Cirencester)
Ladyhare with Minotaur through a window. 1999.
Bronze with green patina and glass.
With the incised signature, date and number:
Ryder 99 11/12.
20.5 × 21 × 16 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Switzerland.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
| 86
PostWar  Contemporary
‘’The ears are like a mane of hair and she fits so well with the very
masculine Minotaur. The minotaur and the ladyhare are my charac-
ters, my lovers. The animal masks allow me to portray feelngs and
positions that would be maybe rather too ridiculous or too sugges-
tive if the heads were human. With the animal heads it all becomes
perfectly acceptable.“
Sophie Ryder
| 87
PAUL STRAND
(New York City 1890–1976 Orgeval)
Black Mountain, Cerro, New Mexico, 1932.
Gelatin silver print. Vintage.
11.7 x 14.8 cm.
Fully signed on reverse, titled and dated
by the photographer.
CHF 30 000 - 50 000
HELMUT NEWTON
(Berlin 1920–2004 Los Angeles)
Woman examining Man, St. Tropez, 1975.
Gelatin silver print. Later edition.
36.2 x 30 cm.
Fully signed, titled, dated and with‚
Monte-Carlo‘ copyright stamp on reverse.
CHF 15 000 - 25 000
Photography
ibid online only, 8 December 2022
bidding opens 22 November
www.kollerauctions.com
3487
GOTTFRIED HELNWEIN
(Vienna 1948–livea and works in Los Angeles)
Verbrannter Engel II. 1990.
Oil and acrylic on canvas.
Signed and dated lower right: HELNWEIN 90.
120 × 156 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
Exhibition: Thun 1992, Kunstmuseum. Gottfried Helnwein, 19 July
- 6 September, no. 120 (b/w ill.) (verso with the label).
Wounded children covered in blood, bandaged, disfigured bodies,
gloomy comic figures - Austrian artist Gottfried Helnwein fascina-
tes and shocks in equal measure with his hyper-realistic large for-
mat works. His portraits, based on photographs, deal with themes
such as torture, injury, and violence, focusing on the human being
as a defenceless victim at the mercy of a dystopian society.
A metaphor for the shattered imagination, creativity and inno-
cence of human existence, the artist makes use not only of the
figure of the child, but also of personalities from mainstream and
American popular culture, as the present work demonstrates.
The almost life-size image portrays James Dean, one of the most
influential film icons of the US post-war period. While on the one
hand the portrait is captivating because of its technical perfection,
on the other hand it tackles critical issues surrounding mass me-
dia, commercialisation and those who suffer as a consequence.
At first glance, the painting, which is based on a photograph,
radiates neither fear nor violence; instead, it is imbued with an
overwhelming sense of heaviness and gloom. Against an almost
black background, the reclining actor appears in high contrast.
The question of his condition and the context of the situation
remains unclear. Despite the lit cigarette, the snow-white shirt, as
well as the languid facial features and powerless posture suggest
an empty shell of Dean rather than a sleeping state. The heavi-
ness that unfolds in the reclining, so-called „fallen angel“ is entirely
devoid of the stylistic devices suggesting violence. Deviating from
traditional visual conventions, with this portrait Helnwein once
again communicates his critique of society in an unmistakable and
yet subtle manner.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 15 460 / 20 620)
| 90
PostWar  Contemporary
“At some point, however, I realised that art was the
only option for me after all. Maybe it‘s a defect, but
from an early age I always saw violence around me
and the effect of violence: fear.“
Gottfried Helnwein
| 91
3488
HANS-PETER FELDMANN
(Düsseldorf 1941–lives and works in Düsseldorf)
Klassiker-Gemälde. 1978.
Series of 12 handcoloured offset prints.
Each 42 × 29.7 cm.
Provenance:
- Richard Saltoun, London (verso with the label).
- Purchased from the above by the present owner,
since then private collection Switzerland.
Literature: Compare: Lippert, Werner: Hans-Peter
Feldmann. Das Museum im Kopf, Cologne 1989, p. 76.
„Feldmann robs our world of images. In the library of all
conceivable and unthinkable images.“ Werner Lippert
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 92
PostWar  Contemporary
| 93
3489
NEDKO SOLAKOV
(Tscherwen Brjag/Bulgaria 1957–lives and works in Sofia)
Deleted scenes from a Silly Movie. 2013.
Sepia, black and white ink and paper wash on paper; series of 12
drawings.
Each signed and dated in cyrilic lower right: Conak 13, also titled
and numbered upper right: FROM „SELECTED SCENES FROM A
SILLY MOVIE“ #1-12.
Each 19 × 28 cm.
The authenticity of this work has been confirmed by the artist,
October 2022. We thank him for his kind assistance.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Purchased directly from the artist by the present owner in 2013,
since then private collection Switzerland.
CHF 10 000 / 14 000
(€ 10 310 / 14 430)
| 94
PostWar  Contemporary
| 95
3490
SILVIA BÄCHLI
(Baden 1956–lives and works in Basel)
Untitled. 2014.
Gouache on paper.
Signed, monogrammed, dated and with work number on
the reverse: Silvia Bächli sb2014_146 S.B. 2014.
31 × 22 cm.
Original artist frame.
The authenticity has been confirmed by the artist, October 2022.
We thank her for her kind assistance.
Provenance:
- Galerie Barbara Gross, Munich.
- Purchased from the above by the present owner in 2019,
since then private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
3491
SILVIA BÄCHLI
(Baden 1956–lives and works in Basel)
Untitled. 2005.
Indian ink on paper.
Signed, monogrammed, dated and with work number on the
reverse: Silvia Bächli sb2005-212 S.B. 05.
31 × 22 cm.
Original artist frame.
The authenticity has been confirmed by the artist, October 2022.
We thank her for her kind assistance.
Provenance:
- Galerie Barbara Gross, Munich.
- Purchased from the above by the present owner in 2019,
since then private collection Switzerland.
„Even if nowadays my drawings often have non-figural cast – they
are still closely linked with the body. Crossed lines can be stars in
the lines on one’s palms, snaking lines can have their starting point
in the paths from here to there I was following yesterday…” Silvia
Bächli
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
| 96
PostWar  Contemporary
3492
MIRIAM CAHN
(Basel 1949–lives and works in Basel)
Madonnenähnlich. 1995.
Pastel and pigment on paper.
Monogrammed and dated on the reverse: M 15 2 95
49 × 63 cm.
Provenance:
- Galerie Jocelyn Wolf, Paris.
- Purchased from the above by the present owner,
since then Private collection Switzerland.
Exhbition: Paris 2020, Miriam Cahn. Notre Sud. Galerie
Jocelyn Wolff, 4 April - 25 July.
“With the titles, I am suggesting to the viewer what it could be
about. And when the title and the picture intersect, it gets interes-
ting. When a colourful, beautiful, colourful watercolour shows not
mandalas, as a woman in an exhibition once assumed, but atomic
bombs. Contradictions interest me.” Miriam Cahn
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 97
3493*
ISSHAQ ISMAIL
(Accra 1989–lives and works in Accra)
Aziz. 2019.
Acrylic on canvas.
Signed lower left: Isshaq.
153 × 126 cm.
With the confirmation of authenticity by the Isshaq Ismail Studio,
Accra, Ghana.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Purchased directly from the artist by the present owner, since
then private collection Austria.
Isshaq Ismail was born in Accra in 1989 and is now part of Ghana‘s
flourishing and influential art scene. He has gained international
fame for his „grotesque portraits“.
The large-format painting offered here, „Aziz“ from 2021, is domi-
nated by a distorted face. A huge red mouth and an equally large
brown nose with blue nostrils protrude from the blue face. Large
eyes, differently shaped and looking in different directions, peer
out of the painting. With quick, gestural brushstrokes, a strong
colour palette and the impasto application of paint, the artist has
brought his portrait to life.
Through both form and colour the „inhuman portraits“ are
brought into being, and for Isshaq Ismail they are the reflection
of an equally inhuman society. By means of the grotesque, he
expresses emotions and moods that prevail in a social, cultural,
and political present filled with fear. In this environment, many
people are unable to express their worries and fears in words, and
it is precisely these people that he gives voice to with his impressi-
ve portraits. His paintings are sometimes based on sketches from
photographs but are mostly based on sketches that draw on his
memories and experiences from the streets, public places, and
public transport of the metropolis of Accra.
His paintings are characterised by a range of emotions - fear, wor-
ry, discontent, insecurity, discrimination, desolation, etc. Beyond
that, however, the artist refrains from any attribution: the colour
palette he uses means that skin colour plays no role (he never
uses brown or white for faces), the abstraction and the framing of
the picture mean that neither gender nor age can be determined,
and the distortions mean that no specific person can be identi-
fied. He does not paint real people, but rather personified images
of the underlying emotions. This anonymisation lends his oeuvre
a universal quality. Nevertheless, he insightfully presents to the
viewer identities which have been shattered by fears, caused by
judgements about appearance, by material aspirations, by racial or
gender oppression.
While studying at the Ghanatta College of Art and Design, he be-
came familiar with the works of Jean-Michel Basquiat and Francis
Bacon. This encounter with their works helped him to break away
from convention and the veneration of given forms, materials, and
styles and to develop his own „grotesque“ visual language.
CHF 25 000 / 35 000
(€ 25 770 / 36 080)
| 98
PostWar  Contemporary
„Life is not perfect, so I don’t see why I need to
create perfect forms.”
Isshaq Ismail
| 99
3494*
JAMES LICINI
(Zürich 1937–lives and works in Nürensdorf)
Stahlbau. 1990.
Steel with rust patina.
Monogrammed and dated on the plinth: JL90.
217 × 26 × 27 cm.
Literature: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau: Werkverzeich-
nis der Plastiken 1968 - 1998, Zurich 1990, no. 249.
„Licini‘s art represents the constant attempt to give absolutely
clear expression to insights drawn from the reality of his own
life using the simplest possible formal arrangements. Because
he wants to set himself apart from artists who tastefully carry
out and embellish their ideas, Licini calls himself a ‚steel worker‘.
Matthias Frehner
CHF 3 000 / 5 000
(€ 3 090 / 5 150)
3495
JAMES LICINI
(Zürich 1937–lives and works in Nürensdorf)
Stahlbau VHP 60.
Tubular steel hollow section 60 mm, welded with rust
patina
At the bottom with the incised monogram: JL.
33.5 × 24 × 15 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Purchased directly from the artist by the current owner,
since then private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 100
PostWar  Contemporary
3496
JAMES LICINI
(Zürich 1937–lives and works in Nürensdorf)
Untitled. 1995.
Bronze with rust patina.
With the stamped monogram: JL.
32.5 × 18.5 × 33 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
Literature: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau:
Werkverzeichnis der Plastiken 1968 - 1998, Zurich 1990,
no. 406.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
3498
BERNHARD LUGINBÜHL
(Bern 1929–2011 Langnau i.E.)
Untitled.
Steel, oxidated.
With the incised number: G05218 10503 350.
37 × 78 × 40 cm.
CHF 6 000 / 9 000
(€ 6 190 / 9 280)
| 101
3499*
PETER PHILLIPS
(Birmingham 1939–lives and works in London)
Gemini 1: Unvarying Mean. 1981.
Oil and wax on canvas, 2-parts.
Signed, dated, titled, also with technique information and
directional arrow on both stretchers and on the reverse of each
canvas: Peter Phillips, Gemini 1: Unvarying Mean, 1981, oil  wax
on canvas. Right / Left panel.
180 × 260 cm.
Provenance:
- Walker Art Gallery, Liverpool (verso with the label).
- Private collection Germany.
Exhibition: Liverpool 1982. retroVISION Peter PHILLIPS. Walker
Art Gallery, 26 June - 1 August, p. 76 (with colour-ill.).
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
3500
ALFRED HOFKUNST
(Vienna 1942–2004 Missy)
Les pêchers en fleurs. 1976.
Oil on canvas.
Signed and dated lower right: Al. Hofkunst 76.
200 × 300 cm.
Provenance:
- Galerie Jan Krugier, Geneva.
- Private collection Switzerland.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 8 250 / 14 430)
3501
ALFRED HOFKUNST
(Vienna 1942–2004 Missy)
La mer est belle. 1982.
Oil and pastel on canvas, collage on canvas.
Signed, dated and titled on the upper right:
Al. Hofkunst 82 La mer est belle.
155 × 200 cm.
Provenance: Directly purchased from the artist by the present
owner in 1982, since then private collection Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
| 102
PostWar  Contemporary
| 103
3502
ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ)
(Nice 1928–2005 New York City)
Squeezed. 1987.
Sliced bronze and cello with golden patina.
With the incised signature and number: Arman 1/6.
125 × 65 × 64 cm.
This work is recorded in the Arman Studio Archives New York
under the number: APA# 8310.87.025. We thank the Arman
Studio Archives for their kind assistance.
Provenance: By descent to the present owner, since then
private collection Switzerland.
CHF 18 000 / 28 000
(€ 18 560 / 28 870)
3503
ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ)
(Nice 1928–2005 New York City)
Hermes and Dyonisos: Monument to Analysis. 1986.
Sliced bronze, welded, with green patina.
Signed and numbered lower right: Arman 4/4, as well as with
foundry stamp: bocquel.
233 × 145 × 110 cm.
This work is recorded in the Arman Studio Archives New York
under the number: APA# 8301.86.011. We thank the Arman
Studio Archives for their kind assistance.
Provenance: By descent to the present owner, private collection
Switzerland.
„I have always been very much involved in the pseudo biological
cycle of production, consumption and destruction. And for a long
time, I have been anguished by the fact that one of its most con-
spicuous material results is the flooding of our world with junk and
rejected odd objects.“ Arman
CHF 50 000 / 80 000
(€ 51 550 / 82 470)
| 104
PostWar  Contemporary
3504
ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ)
(Nice 1928–2005 New York City)
Patins - homage à Denise Bielmann. 2004.
Bronze with green patina.
Signed on the right side: Arman, also with the incised number: 8/8.
21.5 × 35 × 38 cm (without plinth).
Provenance: Formerly Collection Reto a Marca.
CHF 9 000 / 12 000
(€ 9 280 / 12 370)
3505
SANDRO CHIA
(Florenz 1946–lives and works in Montalcino)
L‘Europe et la Mer. 1986.
Bronze with black patina.
With the incised signature and number on the backside:
CHIA 1/6.
Height 74 cm.
Provenance:
- Semiha Huber, Zurich.
- Private collection Switzerland.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
| 105
3506*
PAUL JENKINS
(Kansas City 1923–2012 New York City)
Phenomena purple tree. 1980.
Watercolour on wove paper.
Signed lower centre: Paul Jenkins, as well
as signed, titled and dated on the reverse:
Paul Jenkins „Phenomena purple tree“
1980.
77 × 58 cm.
Provenance:
- Private collection USA.
- Purchased from the above by the
present owner in 2001, since then
private collection USA.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 4 120 / 6 190)
3507
JEAN TINGUELY
(Fribourg 1925–1991 Bern)
KWW. 1989.
Watercolour, oil and pencil on thin
cardboard.
Signed lower right: Jean Tinguely, also
titled lower left: KWW, and dated in the
centre: 1989.
50 × 70 cm.
Provenance:
- Galerie Beyeler, Basel
(verso with the label).
- Purchased from the above,
private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, also
private collection Switzerland.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 7 220 / 9 280)
| 106
PostWar  Contemporary
3508
LUCIANO CASTELLI
(Luzern 1951–lives and works in Lucerne )
Doppelselbstportrait. 1986.
Oil on canvas.
Signed, dated, titled and numbered on
the reverse: DOPPELSELBSTPORTRAIT
Luciano Castelli 86 C 273.
135.7 × 155.5 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Switzerland.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 10 310 / 15 460)
3509
BILLY CHILDISH
(Chatham 1959–lives and works in
Chatham)
Robert Walser Dead in the Snow (And His
Hat Rolled Clean Away). 2008.
Oil and charcoal on canvas.
Signed lower right with the artist‘s signet,
also verso with the artist‘s signet and the
title: Robert Walser dead in the snow 08.
122 × 91 cm.
Provenance:
- Galerie Neugerriemenschneider, Berlin.
- Purchased from the above by the
present owner in 2010, since then private
collection Switzerland.
Literature: Neugerriemenschneider (ed.):
Billy Childish. I am their damaged mega-
phone, Berlin 2010, p. 30/31
(with colour ill.).
CHF 9 000 / 14 000
(€ 9 280 / 14 430)
| 107
| 108
PostWar  Contemporary
3510*
MIRIAM CAHN
(Basel 1949–lives and works in Basel)
Lesen in Staub - Strategische Orte. 1987.
Lot of 2 charcoal drawings on paper, both
sides.
Each 29.8 × 21 cm.
With a letter of confirmation by Adam
Jankoswki, that these drawings are the
sketches for the invitation card.
Provenance:
- Galerie Vorsetzen, Hamburg.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Germany.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 2 060 / 3 090)
3512*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Geneva)
11 sheets: Untitled. 1986.
Lot of 11 gouaches on paper, partly
with perforated margin.
Each signed lower right: disler, also some
dated: 86. One sheet signed and dated on
the reverse: disler 86. Partly titled on the
reverse.
Varying measurements from 30 × 40 cm
to 48 × 35.5 cm.
Provenance:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich.
- Purchased from the above by the
present owner, since then private
collection England.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 12 370 / 18 560)
3511*
A.R. PENCK (RALF WINKLER)
(Dresden 1939–2017 Zurich)
From: Standart Nr. 9. 1972.
Lot of three felt-tip pen drawings on paper.
Each signed lower right: a.r. penck.
Each 29 × 20.5 cm.
All in all „Standart Nr. 9“ consists of 131
drawings.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 3 090 / 4 120)
| 109
3513
DANIELE BUETTI
(Fribourg 1956–lives and works in Zurich)
Does Inertia in smiling unmask a false friend. 2008.
Lightbox.
100 × 80 × 9 cm.
Provenance:
- Galerie Ernst Hilger, Vienna.
- Purchased from the above by the present owner in 2008,
since then private collection Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 5 150 / 7 220)
3514
H.R. (HANS RUDOLF) GIGER
(Chur 1940–2014 Zurich)
Alien. 1984.
Airbrush on paper.
Signed, dated and dedicated lower right:
H.R. Giger 84 for Rolf Knie.
28.7 × 20 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Switzerland.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 6 190 / 8 250)
| 110
PostWar  Contemporary
Koller ibid online only
Catalogues and Auction: www.kollerauctions.com
20th/21st c. Prints  Paintings
Auctions 22 November ‒ 6 December 2022
Preview in Zurich:
Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm
Monday, 28 November 2022, 10am – 4pm
ARMAN (FERNANDEZ, ARMAND PIERRE) 3502-3504
AUBERTIN, BERNARD 3425-3426
BÄCHLI, SILVIA 3490-3491
BILL, MAX 3416
BOETTI, ALIGHIERO 3447
BROWN, JAMES 3408, 3435
BUETTI, DANIELE 3513
CAHN, MIRIAM 3492, 3510
CALDERARA, ANTONIO 3418-3419
CARNEGIE, GILLIAN 3483
CASTELLI, LUCIANO 3508
CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3450-3452
CHIA, SANDRO 3505
CHILDISH, BILLY 3509
CHILLIDA, EDUARDO 3423
CHRISTO (JAVACHEFF, VLADIMIROV) 3444
CONTRERAS-BRUNET,IVAN 3412
DAHMEN, KARL FRED 3438
DISLER, MARTIN 3512
ERB, LEO 3420
FELDMANN, HANS-PETER 3488
FUHRMANN, AREND 3402-3403
GIGER, H.R. (HANS RUDOLF) 3514
GORIN, JEAN 3411
HALL, NIGEL 3474
HELNWEIN, GOTTFRIED 3487
HEROLD, GEORG 3446
HOFKUNST, ALFRED 3500-3501
HONEGGER, GOTTFRIED 3414, 3415, 3473,
3476-3478
INNES, CALLUM 3479
ISMAIL, ISSHAQ 3493
JENKINS, PAUL 3506
JINSHI ZHU 3448-3449
KNOEBEL, IMI 3468-3469
LEWITT, SOL 3464-3465
LICINI, JAMES 3494-3496
LIN, RICHARD 3424
LOHSE, RICHARD PAUL 3417
LUGINBÜHL, BERNHARD 3498
LUTHER, ADOLF 3460
MARTIN, JASON 3459
MCBRIDE, RITA 3471
MORELLET, FRANÇOIS 3428-3431
MULLICAN, MATT 3466
NEMOURS, AURELIE 3422
PALADINO, MIMMO 3441
PENCK, A.R. (WINKLER, RALF ) 3511
PHILLIPS, PETER 3456, 3499
POLIAKOFF, SERGE 3404-3405
POMODORO, ARNALDO 3432-3434, 3436-
3437
RAETZ, MARKUS 3443
RICHARD DEACON 3461
ROCKENSCHAUB, GERWALD 3470
ROTH, DIETER 3439-3440
RÜCKRIEM, ULRICH 3410
RYDER, SOPHIE 3484-3486
SAINT PHALLE, NIKI DE 3453-3455
SALOMÉ (CIHLARZ, WOLFGANG LUDWIG) 3457
SCHEGGI, PAOLO 3427
SCHIFANO, MARIO 3442, 3445
SCHNIDER, ALBRECHT 3480-3481
SIMETI, TURI 3475
SKREBER, DIRK 3482
SOLAKOV, NEDKO 3489
STAMOS, THEODOROS 3467
SYKORA,ZDENEK 3462-3463
TINGUELY, JEAN 3507
TOBEY, MARK 3406-3407, 3409
TOMASELLO, LUIS 3413
VASARELY, VICTOR 3401, 3421
VITAL, NOT 3472
ZAUGG, REMY 3458
| 112
Artist Register
MAP
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8031 Zurich, Switzerland
AUKTION
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AUCTIONS
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Koller Auktionen AG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Geneva, Switzerland
Tél +41 22 311 03 85
Fax +41 22 810 06 30
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1205 Geneva, Switzerland
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1. Dezember 2022
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1. Dezember 2022
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2. Dezember 2022
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2. Dezember 2022
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1. Dezember 2022
POSTWAR 
CONTEMPORARY
1. Dezember 2022
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2. Dezember 2022
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| 116
BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN
Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von
Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti-
onssaal versteigert werden.
Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht
sich der Bieter den nachstehenden Auktions-
bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG,
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz
(„Koller“):
1. Rechtsstellung der Parteien
Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im
Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu
versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei-
gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell-
vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32
Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts
(„OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im
Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem
höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“),
wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein
verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer
und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird
dadurch nicht Partei des Kaufvertrages.
2. Aufgeld
2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer
auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich-
ten, das wie folgt berechnet wird:
i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25%
ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis
CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000
und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis
zur Höhe des Zuschlags
iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf
die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000
und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000
bis zur Höhe des Zuschlags.
2.2 Falls der Käufer während einer online über-
tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im
Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine
fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird
ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags
verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen
einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin-
gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite
publiziert sind. Diese können von den hier pub-
lizieren abweichen.
2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei-
zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich-
ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes
beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes
einzelne Objekt.
2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be-
zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr-
wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten
wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus
Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig
abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er-
halten die MWST rückvergütet.
2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden,
dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine
Kommission erhält.
3. Garantie
3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol-
gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers
rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und
Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das
Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt
vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung
von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter,
Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht
geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte
Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei-
bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher
Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand
denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa-
talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand
wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als
gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder
an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände-
rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden.
3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender
Bestimmung findet nach Ermessen von Koller
nicht statt, falls:
i. die Beschreibung des Objekts im Auktions-
katalog im Einklang mit der Meinung einer
Fachperson oder mit der herrschenden Mei-
nung von Fachpersonen stand oder die Be-
schreibung im Auktionskatalog andeutete,
dass hierüber Meinungsverschiedenheiten
bestanden,
ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach
dem Stand der Forschung und mit den allge-
mein anerkannten und üblichen Methoden
noch nicht oder nur mit unverhältnismässi-
gem Aufwand als solche erkennbar war,
iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein-
schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder
iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde,
Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han-
delt, das gemäss den Angaben im Auktions-
katalog vor 1880 entstanden sein müsste.
3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin
des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag
des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2)
Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen.
Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt
und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die
Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus,
dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach
Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe-
nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge-
fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es
ihm übergeben wurde, und unbelastet von An-
sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den
Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob-
jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom
Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten
Gutachten von zwei unabhängigen und in dem
Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch
nicht an solche Gutachten gebunden und behält
sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf
eigene Kosten einzuholen.
3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel-
tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss
vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von
Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich-
ten.
3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als
Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer
3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des
von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel-
des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere
Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem
Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss
Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen.
4. Haftungsausschluss
4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu-
stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick
des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob-
jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren.
Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in
neuwertigem Zustand.
4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata-
log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa-
tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands-
berichte von Koller die vor der Auktion angefordert
werden können, geben lediglich ein allgemeines
Bild und eine unverbindliche Einschätzung von
Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er-
folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch
kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung
übernehmen. Während der Ausstellung besteht
die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen.
Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das
ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen,
und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän-
giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die
Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog-
beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei-
bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs
(inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache
ausschliesslich massgebend. Koller behält sich
das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder
Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf
diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit
solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht
werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut-
achten stellen genauso wenig wie von Koller vor-
genommene Objektbeschreibungen oder sonsti-
ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen
über dessen Wert) explizite oder stillschweigende
Zusicherungendar.
4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird
jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg-
bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers
gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse
eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol-
ler gegenüber dem Käufer.
5. Teilnahme an der Auktion
5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter
steht jedermann offen. Koller behält sich aber
das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder
Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich-
keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an
ihren Auktionen zu untersagen.
5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt
sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion
mittels des dafür vorgesehenen Formulars re-
gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re-
gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas-
ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen.
Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller
berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss
Angaben auf dem Registrierungsformular bis
zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich
Spesen des Kartenanbieters zu belasten.
5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen
Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen
Bank verlangen.
5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz-
werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom
Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von
20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver-
langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti-
on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer
verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum-
gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
| 117
6. Versteigerung
6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem
Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises
zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots
anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver-
bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot
gebunden, bis dieses entweder überboten oder
von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden
sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen
entscheidet die Auktionsleitung.
6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be-
sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein
Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an
einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4
nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige-
rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen
oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die
Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte.
6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern
des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser-
halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas-
sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor-
liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt
vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe-
halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen
anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn
die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv,
nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft.
6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen-
ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen
können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der
Steigerung schriftlich entgegengenommen.
6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten,
wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti-
onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf
Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann
nicht telefonisch geboten werden und Interes-
senten werden um Abgabe eines schriftlichen
Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk-
tionssaal gebeten.
6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei-
ner Live-Auktion abgeben möchten, können an
der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller
aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk-
tion zugelassen worden sind. Koller behält sich
das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei-
teres abzulehnen.
6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück-
sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück-
sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie-
tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche
Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und
Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5.
7. Eigentumsübergang
Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt
geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis
und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in
Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die-
se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu-
geordnet hat.
8. Abholung der ersteigerten Objekte
8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom
Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss
der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei-
gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des
Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist
mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit
es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung
ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll-
ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des
Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses
Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller.
8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol-
ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder
Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob-
jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor-
sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur
Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST.
Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr
und es ist Sache des Käufers, für eine angemes-
sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu
sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf-
tung übernommen werden. Werden die erstei-
gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt,
lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge-
fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder
in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz
von CHF 10 pro Objekt ein.
8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich
entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer.
Ohne anders lautende schriftliche Abmachung
werden die zugeschlagenen Objekte für den
Transport durch Koller auf Kosten des Käufers
versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche
Objekte werden von Koller nicht versandt.
9. Bezahlung der ersteigerten Objekte
9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für
ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach
Abschluss der Auktion in Schweizer Franken
zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind
nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von
Koller möglich und unterliegen einer Bearbei-
tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer
zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag
erhoben wird.
9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent-
gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf
jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller
oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und
allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit
eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer
im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe-
trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls
der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7
TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist
Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer
berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag
der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen
Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine
Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben,
dieebenfallsderKreditkartebelastetwird.
9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung
nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem
namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin
Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii)
ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers
verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten
oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver-
langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech-
tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min-
destverkaufspreises entweder freihändig oder
anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den
Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers
zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng-
lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis
wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer
haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der
Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste-
henden Schaden.
9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde-
tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz
befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht.
Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten
Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder
berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver-
wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei-
bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen.
10. Vertretung
Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil-
ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange-
nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso-
nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder
als Organ einer juristischen Person bieten, kann
der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt
werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem
Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die
ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten.
11. Verschiedene Bestimmungen
11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines
Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede
Haftung des anwesenden Beamten, der Ge-
meinde oder des Staates für Handlungen von
Koller ist ausgeschlossen.
11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne
oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB
an einen Dritten zu übertragen oder durch einen
Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der
Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten
aus diesen AGB Dritten zu übertragen.
11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien
und Abbildungen von verkauften Objekten in den
eigenen Publikationen und in den Medien zu ver-
öffentlichen und damit Werbung zu betreiben.
11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be-
standteil jedes einzelnen an der Auktion ge-
schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind
nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller
verbindlich.
11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser
AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un-
wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder
Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un-
gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen
werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und
Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen
Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt-
schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt
bei eventuellen Lücken der Regelung.
11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen
daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus-
schluss von allfälligen Verweisungen des Bun-
desgesetztes über das Internationale Privat-
recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener
Kaufrechts (UN-Kaufrechts).
11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter
Einschluss der Geltendmachung von Verrech-
nungen und Gegenforderungen), welche aus oder
im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess-
lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung
oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich
die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol-
ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem
sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen.
Zürich, 1. Juli 2018
AUCTION CONDITIONS (CLASSIC AUCTIONS)
These conditions apply solely to items which are
auctioned by Koller (according to the definition
below) live in the saleroom.
By participating in the auction the bidder
accepts the following Auction Conditions of
Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005
Zurich, Switzerland (“Koller”).
1. Legal status of the parties
The auction items are auctioned by Koller in
the name of and on the account of the seller
of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on
behalf of and for the account of the Seller as his
agent as defined in article 32, section 1 of the
Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer
price is determined by the bidder recognised by
Koller as having made the highest bid in Swiss
Francs in the course of an auction (“Purchaser”),
resulting in the conclusion of a purchase
contract between the Seller and the Purchaser
(“Purchase Contract”). Koller is thereby not a
party to the Purchase Contract.
2. Surcharge
2.1 In addition to the bid price, the Purchaser
must pay a surcharge on such bid price
calculated as follows:
i.  on a successful bid of up to CHF 10 000: 25%
ii. on a successful bid over CHF 10 000 up to CHF
400 000: 25% on the first CHF 10 000 and22%
on the difference between CHF 10 000 and the
bid.
iii. on a successful bid over CHF 400 000:
25% on the first CHF 10 000, 22% on
CHF 390 000 and 15% on the difference
between CHF 400 000 and the bid.
2.2 If the winning bid is placed over the internet
in the course of a saleroom auction which is
broadcast online (“Live Auction”), or leaves a
pre-sale bid through an independent bidding
platform which is linked with Koller, there will be
anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders
are subject to Koller’s terms and conditions as
listed on the Live Auction website, which may
differ in some respects from those listed here.
2.3 The Purchaser must pay Swiss value added
tax (“VAT”) on the surcharge. The stated
percentage of the surcharge corresponds to the
successful bid for each individual item.
2.4 The full tax is charged on all items marked * in
the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the
sum of the bid price plus the surcharge for those
items. The VAT will be refunded to Purchasers
providing a validly stamped export declaration.
2.5 The Purchaser agrees that Koller also has
the possibility to receive a commission from the
Seller.
3. Guarantee
3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to
Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the
Seller and shall reimburse the purchase price
and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if
an item proves to be a forgery. A “forgery” shall
be deemed to exist if the item, in the reasonable
opinion of Koller, is an imitation created
with the intention of causing a deception
with respect to the authorship, age, period,
culture or origin, if the correct description of
such content is not reflected in the auction
catalogue (taking account of any additions),
and if this circumstance significantly impairs
the value of the item in comparison to an item
corresponding to the catalogue description. An
item shall not be deemed to have been forged if
it is merely damaged and/or has been subjected
to restoration work and/or modifications of any
nature whatsoever.
3.2 A rescission in accordance with the above
provision shall not take place at the discretion of
Koller if:
i. the description of the item in the auction
catalogue was supported by the view of
a specialist or by the prevailing view of
specialists, or if the description in the auction
catalogue suggested that differences of
opinion exist in this respect;
ii. the forgery was not identifiable as such at the
time of the successful bid in accordance with
the current state of research and with the
generally acknowledged and usual methods,
or only with disproportionate effort;
iii. the forgery (based on Koller’s conscientious
assessment) was produced before 1880; or
iv. the purchased item is a painting, watercolour,
drawing or sculpture which according to the
details set out in the auction catalogue was
created prior to 1880.
3.3 The Purchaser may request rescission from
Koller (as the agent of the Seller) from the day
of the successful bid for a period of two (2)
years (three (3) weeks for jewellery). It shall be
granted exclusively to the Purchaser and may
not be assigned to any third party. Assertion of
theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser
making a complaint to Koller by registered letter
immediately after the discovery of the defect,
and returning the purchased item to Koller in
the same condition as it was handed over to him
and unencumbered by third parties› claims. The
Purchaser must provide proof that the item is a
forgery. Koller may demand that the Purchaser
obtains at his own expense expert opinions from
two independent individuals who are recognised
experts in the field. However, Koller shall not be
bound by any such expert opinion, and reserves
the right to obtain additional expert advice at its
own expense.
3.4 Koller may at its complete discretion waive
the assertion of grounds for exclusion pursuant
to the above Section 3.2 or the fulfilment of
preconditionspursuanttotheaboveSection3.3.
3.5 The claims of the Purchaser against Koller
as the agent of the Seller under Section
3.1 are limited to the reimbursement of the
purchase price and surcharge (incl. VAT) paid
by the Purchaser. Further or other claims of
the Purchaser are excluded under any legal
title (including error according to art. 23 ff. CO)
whatsoever.
4. Disclaimer
4.1 The items are auctioned in the condition
existing at the time of the successful bid. The
auctioned items are “used” objects and are
therefore generally not in pristine condition.
4.2 Each item in the auction catalogue is listed
with a description and an illustration. The
information in the auction catalogue, as well
as the condition reports issued by Koller, are
intended to provide an overall impression and
a non-binding assessment by Koller. The items
are described to the best of our knowledge
and belief. However, Koller cannot accept any
liability for the details provided in the catalogue.
The items may be inspected during the preview.
The Purchaser is therefore invited to inspect an
item prior to the auction and, possibly with the
assistance of an independent specialist advisor,
to form his own opinion of the concordance
betweentheitemandthecataloguedescription.
Concerning the descriptions of the items, the
German-language print edition of the catalogue
(including any later amendments) shall be
exclusively applicable. Koller reserves the right
to call upon experts or specialists of its choice to
give an opinion and to rely on that opinion. Koller
cannot be held liable for the correctness of such
opinions. Neither any such expert opinions or
reports, nor the descriptions of items provided
by Koller, nor other statements pertaining to
an item (including statements pertaining to
the value thereof) constitute explicit or implicit
warranties.
4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or
warranty whatsoever is given in respect to legal
and material defects. The liabilities of the Seller
vis-à-vis the Purchaser are limited to the same
extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the
Purchaser.
5. Participation in the auction
5.1 Any party may participate in an auction as
a bidder. However, Koller reserves the right
at its complete discretion to prevent any
person entering its premises or attending or
participating in its auctions.
5.2 Bidders who are not personally known to
Koller must register at least 48 hours before the
auction,usingtheformprovidedforthispurpose.
The registration form must be signed, with legal
effect, and a copy of the bidder’s passport must
be enclosed, as well as current, valid credit card
information. In the event of payment default by
the Purchaser, Koller shall be entitled to charge
the Purchaser’s credit card in accordance with
the details provided on the registration form for
the entire amount of the invoice, plus the credit
card processing fees.
5.3 Koller may demand in advance from any
bidder a certificate of creditworthiness issued by
a bank approved by Koller.
5.4 In the case of bids for items with upper
estimated values of more than CHF 30 000,
Koller may demand that the bidder first remits
20% of the lower estimated value as security.
Following the auction, Koller will offset this sum
against its claims and the claims of the Seller,
and will reimburse any possible surpluses to the
Purchaser/bidder without delay.
6. Auction
6.1 Koller may initiate the auctioning of an item
below the minimum selling price agreed upon
with the Seller. A bid placed at an auction is a
binding offer. The bidder shall remain bound by
his bid until this is either outbid or rejected by
Koller. Double bids shall immediately be called
once again; in case of uncertainty, the auction
management shall decide.
6.2 Koller may refuse a bid without providing
justification if a Purchaser fails to fulfil the
conditions for participation in an auction
pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller
may also pass or withdraw auctioned items
without a sale even if this is not apparent to the
auction participants.
6.3 Koller reserves the right to combine,
separate or omit numbered lots in the catalogue
or to offer them out of sequence. Koller reserves
the right to sell lots “conditionally” at its sole
discretion, in which event the hammer price will
be considered as conditional and the highest
bidder will remain bound by his bid for 14 days
following the auction. The highest bidder will
be released from all obligations if he does not
receiveastatementfromKollerwithinthisperiod
declaring the hammer price as final.
6.4 Written bids from potential Purchasers
who cannot attend the auction in person are
accepted up to 48 hours before the auction
begins.
6.5 Potential Purchasers may bid by telephone
if they have given written notice at least 48
hours before the auction starts. Koller does not
accept telephone bids for lots estimated under
CHF 500, and bidders are requested to leave a
written bid or participate in the salesroom for
such items.
6.6 Potential Purchasers who intend to place
their bids in the course of a Live Auction may
participate in the auction once their registration
applications have been approved by Koller.
Koller reserves the right to decline registration
applications at its discretion.
6.7 Koller shall not be liable for any bids
including advance notifications of telephone
bidding which are not taken into consideration.
Telephone bidders and persons giving written
instructions are also subject to the provisions of
Article 5 relating to proof of identity and financial
soundness.
7. Transfer of title
Ownership of an auctioned item shall be
transferred to the Purchaser as soon as the
purchase price and the surcharge (incl. VAT)
have been comprehensively paid in Swiss francs
and Koller has attributed these payments to the
corresponding item.
8. Collection of the auctioned items
8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe
Purchaser›s own expense within 7 days from the
end of the auction during official opening hours.
The place of performance for the purchase
contract between the Purchaser and the Seller
is therefore the registered office of Koller. If
time permits, the items may be handed over
after each auction session. The handover shall
take place following comprehensive payment
of the purchase price as well as the surcharge
(incl. VAT) and the attribution of this sum to the
auctioned item by Koller.
8.2 During the aforementioned period, Koller
shall be liable for loss, theft, damage or
destruction of items which have been auctioned
and paid for, although solely due to intentional or
grossly negligent acts on the part of Koller, and
onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge
and VAT. Koller ceases to have liability after the
aforementioned period, and the Purchaser shall
be responsible for ensuring adequate insurance
cover for the auctioned item. No liability can be
assumed for frames and glass. If the auctioned
items are not collected within 7 days, Koller will
store the works at a company of their choice
at the purchaser’s own risk and expense or on
their own premises at a daily rate of CHF 10 per
object.
8.3 Shipping orders may be given to Koller in
writing. All shipping costs shall be borne by the
Purchaser. Unless otherwise agreed in writing,
transport insurance shall be contracted for the
sold items at the expense of the Purchaser.
Glass-covered pictures and fragile items shall
not be sent by Koller.
9. Payment for the auctioned items
9.1 The invoice for a successful bid for an
auctioned item is payable in Swiss francs within
7 days from the end of the auction. Payments by
credit card are only possible with the approval of
Koller’s accounting department, and are subject
to processing fees amounting to between 2
and 4% of the invoiced amount, payable by the
purchaser and added to the invoice total.
9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions,
KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras
settlement for any debt owed by the Purchaser
to Koller or the Seller and set off any debt which
it owes to the Purchaser against its own claims.
If the Purchaser defaults on a payment, default
interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe
invoiced sum. If Koller does not receive payment
for purchases within seven (7) days following
the auction, Koller reserves the right to charge
the Purchaser’s credit card for the full amount
of the invoice, without further notification to
the Purchaser. In such cases the credit card
processing fees of 2–4% as described above
are also applicable, and will be charged to the
Purchaser’s credit card.
9.3 If the Purchaser does not pay or does not
pay promptly, Koller may moreover in its own
name and in the Seller›s name either (i) insist
on the fulfilment of the purchase agreement
or (ii) without further notice withdraw from the
purchase agreement and waive the subsequent
performance of the Purchaser or assert a
claim for compensation for non-performance;
in the latter case Koller shall also be entitled,
irrespective of any minimum sales price, to sell
the item either directly or in an auction, and
may use the proceeds to reduce the debts of
the Purchaser. Any amount realised above the
original hammer price shall be paid out to the
Seller. The Purchaser is liable to Koller and the
Seller for all prejudice caused by non-payment or
late payment.
9.4 Koller retains a right of retention and a lien on
all the Purchaser›s items in its custody until full
payment of all monies owed. Koller may exercise
such liens in accordance with the legislation
on the enforcement of debts or by private sale
(including in its own name). The plea of prior
lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss
Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded.
10. Representation
Each Purchaser shall be personally liable for each
bid he places, and for the purchase contract
between the Purchaser and the Seller. Proof of
the power of representation may be requested
from persons bidding as agents for a third
party or as an organ of a corporate body. The
agent shall be jointly and severally liable with his
principal for the fulfilment of all obligations.
11. Miscellaneous provisions
11.1 The auction shall be attended by an official
fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the
local authority and the state have no liability for
the acts of Koller.
11.2 Koller reserves the right to transfer any or
all rights and obligations from these Auction
Conditions to a third party or to have these
carried out by a third party. The bidder and/or
Purchaser does not have the right to transfer
any rights from these Auction Conditions to a
third party.
11.3 Koller reserves the right to publish
illustrations and photographs of sold items in its
own publications and the media and to publicise
its services therewith.
11.4Theaforementionedprovisionsformpartof
each individual purchase agreement concluded
at the auction. Amendments are binding only
with Koller›s written agreement.
11.5 Should certain provisions of these Auction
Conditions be or become partially or fully
invalid and/or unenforceable, this does not
affect the validity of the remaining provisions.
The invalid and/or unenforceable provisions
shall be replaced by those which most closely
approximate the economic meaning and
intended economic purpose of said provisions.
The same shall be applicable to any possible
gaps or loopholes in the provisions.
11.6 The present Auction Conditions and all
amendments thereof are governed by Swiss
law, under exclusion of possible references
to Switzerland’s Federal Code on Private
International Law (CPIL), and under exclusion of
the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention).
11.7 The courts of the Canton of Zurich
shall be exclusively responsible for settling
disputes (including the assertion of offsetting
and counterclaims) which arise out of or in
conjunction with these Auction Conditions
(includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation
or fulfilment). Koller may, however, initiate legal
proceedings before any other competent court.
11.8 In the event of any discrepancy between
the different language versions of these Auction
Conditions, the German language version shall
prevail.
Zurich, 1 July 2018
Koller
Auktionen
AG,
Hardturmstrasse
102,
8031
Zürich,
Schweiz.
Tel
+41
44
445
63
63,
Fax
+41
44
273
19
66,
office@kollerauktionen.ch
Auktions-Aufträge
/
Ordres
d’achats
/
Absentee
Bid
Form
Date
Signature
Auktion
Vente/Sale
Lot.
no.
Gegenstand
/
Déscription
Gebot
/
Ordre
CHF
Maximum
bid
(CHF)
Bitte
beachten
Sie,
dass
wir
für
Objekte
unter
CHF
500.–
keine
Telefon-Gebote
annehmen
können.
Veuillez
prendre
note
que
nous
ne
pouvons
pas
accepter
d’ordres
d’achat
téléphoniques
pour
des
lots
au-dessous
de
CHF
500.–
Please
note
that
we
cannot
accept
telephone
bids
for
objects
below
CHF
500.–
Der
Bieter
willigt
hiermit
in
die
Bearbeitung
seiner
Personendaten
durch
Koller
gemäss
Datenschutzerklärung
(siehe
Homepage)
ein.
L‘enchérisseur
autorise
le
traitement
de
ses
données
personnelles
par
Koller
selon
la
Déclaration
de
Confidentialité
(voir
site
Internet).
The
bidder
hereby
agrees
to
the
processing
of
his
personal
data
by
Koller
in
accordance
with
the
Privacy
Notice
(see
website).
Anwendbar
sind
die
Auktionsbedingungen,
die
im
Katalog
und
auf
unserer
Homepage
publiziert
sind.
Gerichtsstand
ist
Zürich
1.
Les
Conditions
de
Vente
publiées
dans
le
cataloque
et
sur
notre
site
Internet
font
foi.
Le
tribunal
compétent
est
à
Zurich
1.
I
agree
to
abide
by
the
Auction
Conditions
published
in
the
catalogue
and
on
our
website.
The
courts
of
Zurich
1
have
jurisdiction.
Ich
möchte
alle
Dokumente/Rechnungen
von
Koller
in
Zukunft
ausschliesslich
elektronisch
erhalten.
Je
voudrais
recevoir
tous
les
documents
/
factures
de
Koller
exclusivement
par
voie
électronique.
I
would
like
to
receive
all
documents/invoices
from
Koller
electronically
only
(paperless).
Name
/
Nom
Adresse
/
Address
Ort,
Land
/
Ville,
Pays
/
City
State,
Country
Tel.
E-Mail
INTERNATIONAL
AUCTIONS
|
SWISS
MADE
Ja
/
Oui
/
Yes
Nein
/
Non
/
No
x
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Auktionen
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accordance
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Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66
office@kollerauctions.com, www.kollerauctions.com

PostWar & Contemporary

  • 1.
    Auktion: 1. Dezember2022 POSTWAR & CONTEMPORARY
  • 4.
    AUKTION IBID 131 22.November bis 8. Dezember 2022 Art Nouveau & Art Déco, Design, Möbel & Varia, Silber Gemälde & Grafik des 20. & 21. Jahrhunderts Schweizer Kunst, Fotografie, Fashion & Vintage, Asiatica ONLINE ONLY AUKTIONSPROGRAMM IBID 131 ONLINE ONLY AUKTIONEN 22. NOVEMBER BIS 8. DEZEMBER 2022 VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 102 & 121, 8005 Zürich, Schweiz Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr Montag, 28. November 2022, 10–16 Uhr IBID GEMÄLDE&GRAFIKDES20.&21.JH. Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022 IBIDARTDÉCO&ARTNOUVEAU Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022 IBID DESIGN Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022 IBID SILBER Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022 IBID MODERNE GEMÄLDE Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022 IBID MÖBEL & VARIA Bieten ab 22. Nov. bis 6. Dez. 2022 IBID PHOTOGRAPHIE Bieten ab 22. Nov. bis 8. Dez. 2022 IBID FASHION & VINTAGE Bieten ab 22. Nov. bis 8. Dez. 2022 IBID ASIATICA Bieten ab 22. Nov. bis 8. Dez. 2022 IBID SCHWEIZER KUNST Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022 IBID 131 ONLINE ONLY AUKTIONEN
  • 5.
    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 2. Dezember 2022 IMPRESSIONISMUS & MODERNE DEZEMBER 2022 IMPRESSIONISMUS & MODERNE A203 POSTWAR & CONTEMPORARY A203 DEZEMBER 2022 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 1. Dezember 2022 POSTWAR & CONTEMPORARY A203 DEZEMBER 2022 SCHWEIZER KUNST Auktion: 2. Dezember 2022 SCHWEIZER KUNST Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch DEZEMBER 2022 GRAFIK & MULTIPLES A203 chweiz Auktion: 1. Dezember 2022 GRAFIK & MULTIPLES Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch SCHMUCK & JUWELEN NOVEMBER 2022 Auktion: 30. November 2022 SCHMUCK & JUWELEN ARMBAND- UND TASCHENUHREN DEZEMBER 2022 Auktion: 30. November 2022 ARMBAND- & TASCHENUHREN Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A203as NOVEMBER 2022 Auktion: 29. November 2022 ASIATICA ASIATICA AUKTIONSPROGRAMM AUKTION A203 29. NOVEMBER BIS 2. DEZEMBER 2022 VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 102 & 121, 8005 Zürich, Schweiz Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr Montag, 28. November 2022, 10–16 Uhr POSTWAR & CONTEMPORARY Donnerstag, 1. Dezember 2022 14.00 Uhr Lot 3401 – 3514 SCHWEIZER KUNST Freitag, 2. Dezember 2022 14.00 Uhr Lot 3001 – 3113 GRAFIK & MULTIPLES Donnerstag, 1. Dezember 2022 10.00 Uhr Lot 3601 – 3713 IMPRESSIONISMUS & MODERNE Freitag, 2. Dezember 2022 16.30 Uhr Lot 3201 – 3275 SCHMUCK Mittwoch, 30. November 2022 13.30 Uhr Lot 2001 – 2313 ARMBAND- & TASCHENUHREN Mittwoch, 30. November 2022 11.00Uhr Lot 2801–2859 ASIATICA HIMALAYA & CHINA Dienstag, 29. November 2022 10.00Uhr Lot 101–416 ASIATICA JAPAN, SÜDOSTASIEN Dienstag, 29. November 2022 16.00Uhr Lot 417–553
  • 6.
    3432 3462 112 SERVICE 112Künstlerverzeichnis 113 Adressen 114 Art Leasing 116 Auktionsbedingungen 118 Auction Conditions 120 Auktions-Auftrag Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen. EURO-Schätzungen Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 0.97 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung. Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken.
  • 7.
    PostWar & Contemporary Lot3401 – 3514 AUKTION Donnerstag, 1. Dezember 2022, 14.00 Uhr VORBESICHTIGUNG Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr Montag, 28. November 2022, 10–16 Uhr Weitere Fotos: www.kollerauktionen.ch Silke Stahlschmidt Abteilungsleiterin Tel. +41 44 445 63 42 stahlschmidt@kollerauktionen.ch Clarisse Doge Tel. +41 44 445 63 46 doge@kollerauktionen.ch Els Oswald Tel. +41 44 445 63 49 oswald@kollerauktionen.ch Teresa Ranft Tel. +41 44 445 63 41 ranft@kollerauktionen.ch
  • 8.
    Aus Gestaltungsgründen könneneinzelne Blätter im Katalog beschnitten abgebildet sein. Auf unserer Website finden Sie alle Abbildungen unbeschnitten. Die Erhaltungszustände der Grafiken sind im Katalog nur zum Teil und in Einzelfällen angegeben. Gerne senden wir Ihnen einen ausführlichen Zustandsbericht zu.
  • 9.
    3401 VICTOR VASARELY (Pécs 1906–1997Paris) KHIVA. 1949. Öl auf Papier., auf Karton aufgelegt. Unten recht signiert: -Vasarely- 52 × 38 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Herrn Pierre Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, im Oktober 2022, bestätigt. Wir danken Pierre Vasarely für die freundliche Unterstützung. Das Werk wird in den in Vorbereitung befindlichen Catalogue raisonné de l‘oeuvre peint de Victor Vasarely aufgenommen. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich. - Privatsammlung Schweiz. CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) | 3
  • 10.
    3402 AREND FUHRMANN (Hamburg 1918–1984Viganello) Ohne Titel. Öl auf Leiwand. Unten rechts monogrammiert: ar fu. Zudem auf dem Keilrahmen mit der Werknummer: no. 468, sowie mit den Richtungspfeilen. 110 × 110 cm. Provenienz: Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) 3403 AREND FUHRMANN (Hamburg 1918–1984 Viganello) Ohne Titel. Öl auf Leinwand. Unten rechts monogrammiert: ar fu. 90 × 90 cm. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) | 4 PostWar Contemporary
  • 11.
    3404 SERGE POLIAKOFF (Moskau 1900–1969Paris) Composition Abstraite. 1951. Gouache auf Packpapier. Unten links signiert: SERGE POLIAKOFF. 45 × 60 cm. Dieses Werk ist in den Archives Serge Poliakoff unter der Nummer: 851034, registriert. Wir danken Alexis und Thaddée Poliakoff für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 25 000 / 35 000 (€ 25 770 / 36 080) | 5
  • 12.
    3405 SERGE POLIAKOFF (Moskau 1900–1969Paris) Bleu et lie de vin. 1965. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Serge Poliakoff. 92 × 73 cm. Dieses Werk ist in den Archives Serge Poliakoff unter der Nummer: 965135, registriert. Wir danken Thaddée Poliakoff für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Im Erker, St. Gallen (verso mit dem Etikett). - Von obiger Galerie 1996 erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. Literatur: Poliakoff, Alexis. Catalogue Raisonné de l‘œuvre de Serge Poliakoff, Bd. IV 1963-1965, München, Kat.Nr. 65-06 (mit s/w Abb). Ausstellungen: - St. Gallen 1965, Poliakoff. Galerie im Erker, 24. April - 19. Juni, Kat.-Nr. 40 (s/w Abb. S. 19). - Luzern 1965, Serge Poliakoff. Galerie Räber, 15. August - 15. Oktober, Kat.-Nr. 32 (s/w Abb. S. 15). - Locarno 1965, Serge Poliakoff. Galerie Flaviana, 30. Oktober - 30. November, Kat.-Nr. 11 (s/w Abb.). - Basel 1966, Serge Poliakoff. Galerie d‘Art Moderne, 20. Januar - 28. Februar, Kat.-Nr. 31 (s/w Abb. S. 6). In dieser Auktion bieten wir zwei charakteristische Arbeiten von Serge Poliakoff aus den 50er und 60er Jahren an. Sein Frühwerk kennzeichnet sich in den 1940er Jahren eher durch braun-graue Farbtöne aus. Zehn Jahre später erweitert er seine Farbpalette und wählt starke, farbenfrohe Töne wie in der hier angebotenen Papierarbeit von 1951 (Los 3404). In den 60er Jahren gibt es sich seiner Neigung zu den eher monochromen Farbkompositionen hin und sucht eine Einheit in der Farbauswahl, wie im vorliegenen Gemälde von 1965. Auch wenn diese zwei Arbeiten eine sehr individuelle Natur, Kom- position und Ausstrahlung haben, erkennen wir, dass Poliakoff sich seiner Bildsprache im Laufe seines Gesamtoeuvres sehr treu bleibt. Er folgt einem klaren, wiedererkennbaren Gerüst an Grund- linien und Achsen, die seine Bilder strukturieren, auch wenn diese zunächst den Anschein erwecken, ohne strengen Vorentwurf entstanden zu sein. Die Hauptachsen, um die sich die Kompositi- onen aufbauen, sind immer mittig vertikal, mittig horizontal sowie diagonal präsent. Wobei die Diagonalen nie in die exakten Ecken des Bildträgers zeigen, sondern immer etwas versetzt sind. Die gesetzten, abgestuften Töne des Gemäldes, Rot, „Weinsatz- rot“, Grau, Blaugrau und Weiss, als asymmetrische Flächen, die sich eng auf- und nebeneinander sammeln, scheinen locker und zufällig, ja fast organisch voneinander angezogen zu sein. Wie eine grossgezogene Zellstruktur, die wir unter dem Mikroskop begutachten, greifen die Bausteine ineinander. Die hellen Flächen in Equilibrium zu den dunklen gleichen sich auf dem Bildträger harmonisch aus. CHF 120 000 / 180 000 (€ 123 710 / 185 570) | 6 PostWar Contemporary
  • 13.
  • 14.
    3406 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976Basel) Ohne Titel. 1960. Schwarze Tempera auf Monotypie auf Papier. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 60. 29,8 × 22,8 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, 23. Mai 2022. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 23/05/22-60.79, registriert. Provenienz: - Ehemals Galerie Beyeler, Basel. - Privatsammlung Schweiz. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) 3407 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1954. Tempera auf dünnem Karton. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 54. 28,5 × 22,9 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, 31. Oktober 2018. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 31/10/18-54.36, registriert. Provenienz: - Galerie Carzaniga, Basel (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Schweiz. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) 3408* JAMES BROWN (Los Angeles 1951–2020 Mérida, Mexiko) Instant, organisé. Öl auf Stoff, am Ober- und Unterrand mit Holzstäben. Unten links signiert: BROWN, sowie unten rechts auf einem Zettel betitelt: „Instant, oranigé“. Verso bezeichnet: MCGUIRK II. 120 × 88 cm. Provenienz: - Werner Schenk, Basel, direkt vom Künstler erworben. - Liselotte McGurik-Schenk, London/Basel. - Daniel Blaise Thorens Fine Art Gallery, Basel. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 8 PostWar Contemporary
  • 15.
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    3409* MARK TOBEY (Centerville 1890–1976Basel) Ohne Titel. 1969. Tempera auf Styropor. Unten links signiert und datiert: Tobey 68. 100 × 50 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster 10. April 2019. Das vorliegende Werk ist dort unter der Archivnummer: 10/04/19-69.34, verzeichnet. Provenienz: Ehemals Sammlung K. M. Schaub, Basel (direkt vom Künstler erworben). Ausstellungen: - Basel 1982, Galerie Jacqueline Schotland. - Selm 1993, Mark Tobey. Schloss Cappenberg. - Iserlohn 1997, Temperabilder, Graphik. Kunstverein Villa Wessel. - Burgrieden-Rot 2001, Schnittstellen. Westliche Moderne und die Kulturen Asiens II, Museum Villa Rot. Mark Tobey, Maler, Dichter, Komponist und bedeutender Pi- onier des Abstrakten Expressionismus, zählt zu den bekann- testen amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine künstlerische Welt ist komplex und zeichnet sich durch ein fast unerschöpfliches Potential an Kreativität, Experimentierfreude und der Kraft zur Innovation aus. Mit seiner unverwechselbaren Herangehensweise an die Abstraktion und der Verschmelzung von Elementen der westlichen Moderne mit Komponenten der orientalischen Kalligrafie schafft Tobey etwas Einzigartiges mit aussergewöhnlicher Strahlkraft. „I often think of Chopin when I work. From time to time I have ideas, sometimes I don’t have any at all. Ideas come to me in the course of my creative work. A composer, once he has his point of departure a series of sounds he can compose an entire symphony.“ Mark Tobey Dieses meisterhafte Werk, das 1969 entsteht, zeigt eine ener- gievolle Binnenzeichnung mit breiten weissen, schwarzen und dunkelroten fliessend-bewegten Linien, netzartigen All-Over- Strukturen und kalligraphischen Wirbeln vor einem kräftig roten Hintergrund. Für Tobey symbolisieren die weissen Linien in Bewe- gung eine vereinende Idee, die durch die unterteilten Einheiten des Lebens fliesst, eine Dynamik in den Geist der Menschen bringen und ihre Energien ständig auf eine grössere Relativität ausdehnen. In der Komplexität ihrer Bewegungen, optischen Rhythmen und musikalischen Schwingungen fordert die vorlie- gende Arbeit nicht nur die subjektive Wahrnehmung des Be- trachters intensiv heraus, sondern läd ihn zu einer kontemplativen Reise ein. Die Malerei auf Styropor - wie beim angebotenen Werk - stellt für Tobey aufgrund der Stumpfheit und Widerständigkeit des Materials eine besondere Herausforderung dar. Diese einzigartige Komposition offenbart eine breite Palette an Tobeys Themen und Interessen: Natur, Zivilisation, Städte, Bewegungen, der Himmel und der Kosmos, Leere und Kontemplation sowie Rhythmus und Musik. CHF 50 000 / 70 000 (€ 51 550 / 72 160) | 10 PostWar Contemporary
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    3410 ULRICH RÜCKRIEM (Düsseldorf 1938–lebtund arbeitet in Irland) Ohne Titel. 1977. Stein, gespalten, 4-teilig. 133 × 37 × 37 cm. Provenienz: - Galerie Tschudi Glarus. 1990. - Bei obiger Galerie erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, ebenfalls Privatsammlung Schweiz. Der deutsche Bildhauer Ulrich Rückriem hat sich in seinem plas- tischen Werk dem Prinzip der „formbildenden Teilung“ verschrie- ben. Das bedeutet, er wählt im Steinbruch Steine aus, spaltet diese mit klassischen Steinmetz-Werkzeugen und setzt die so entstandenen Einzelteile wieder zusammen. Er fasst den Ablauf wie folgt zusammen: spalten, schneiden, schleifen und polieren. Seine Eingriffe sind vergleichsweise minimal, denn als gelernter Steinmetz verfügt er über ein profundes Verständnis für das Material, dessen Eigenschaften und geologische Beschaffenheit. Fast wie Zeichnungen erscheinen die Bruchstellen auf der Ober- fläche der Skulpturen. Sie beschreiben eindrücklich den Umgang mit dem Stein und sind Zeugen der Ereignisse, die zum jetzigen Zustand geführt haben. Rückriem geht es nicht um die Schaffung einer neuen Skulptur, sondern er arbeitet mit dem Stein und lässt ihm die Möglichkeit auf die Behandlung mit Werkzeugen „selbstständig zu reagieren“. Für den Künstler besitzen Steine eine autonome Kraft, die wiede- rum mit den von ihm hervorgerufenen Veränderungen im Gleich- gewicht stehen müssen. Trotz der Schwere des Materials strahlen seine Werke eine unglaubliche Ruhe- und Mühelosigkeit aus. Auf den ersten Blick scheint Rückriems Oeuvre eindeutig dem Minimalismus zugehörig. Tatsächlich aber bewegt es sich im Spannungsfeld zwischen der amerikanischen Minimal Art und der expressiven, europäischen Kunsttradition des 20. Jahrhunderts. Die eine gibt sich distanziert und die Urheberschaft des Künstlers wird fast bzw. vollständig negiert. Die andere zeichnet sich durch die physische Auseinandersetzung mit dem Stein aus und die Assoziation mit dem archaischen Primitiven schafft eine gesell- schaftliche und kulturelle Verbindung. Die vorliegende Skulptur aus dem Jahr 1977 vereint all diese Ele- mente und ist somit ein herausragendes Beispiel für Rückriems Werk. CHF 15 000 / 25 000 (€ 15 460 / 25 770) | 12 PostWar Contemporary
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    3411 JEAN GORIN (St. Emilion–Blain1899–1981 Niort) Composition-Ciné-Temporelle. Nr. 74. 1970. Acryl auf Holz. Verso signiert, betitelt, mit der Werknummer, Datum sowie Richtungsangaben: JEAN GORIN COMPOSITION-CINÉ-TEMPORELLE N°74 1970 HAUT BAS. 53 × 33 × 8 cm. Provenienz: - Galerie Charles Lienhard, Basel (verso mit dem Etikett). - Schneider Auktionen Zürich, Auktion Jahr?, Los 9015 (verso mit dem Etikett). - Rusterholtz Auktionen Basel, Auktion 2. Dezember 2006, Los 122. - Von obiger Auktion erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Basel 1970, Jean Gorin. Galerie Charles Lienhard, 1. November 1970 - 10. Januar 1971 (verso mit dem Etikett). CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 14 PostWar Contemporary
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    3412 IVÁN CONTRERAS-BRUNET (Santiago deChile 1927–2021 Vendôme) Ohne Titel (Draht-Objekt). 1979. Öl, Draht und Holz. Verso signiert und datiert: Ivan Contreras-Brunet 9-1979. 91 × 86 × 8,5 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) | 15
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    Atmosphère chromoplastique N°407 1976 Acrylic on wood 70 x 70 x 8 cm / 27,5 x 27,5 x 3,1 in. Archives Luis Tomasello 3413 LUIS TOMASELLO (La Plata/Argentinien 1915–2014 Paris) Atmosphère chromoplastique N°407. 1976. Acryl auf Holz, bemalt. Verso signiert: Luis Tomasello, sowie betitelt, datiert und mit Massangaben: ATMOSPHERE CHROMOPLASTIQUE N°407 (korrigiert: vorher 470) Luis Tomasello - 1976 - 70 × 70 cm × 8 cm. 70 × 70 × 8 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. Luis Tomasello ist einer der bekanntesten Op-Art Künstler und Kinetiker. Das Licht- und Schattenspiel, die Farbwahl und die damit einhergehende Erzeugung von Bewegung in geometri- schen Motiven stehen im Fokus seines Œuvre. Wie kaum ein anderer Künstler beherrscht der Argentiner es, eine dynamische Beziehung zwischen seinem Werk, dessen Umgebung und dem Betrachter zu erzeugen. Während einer Europareise Ende der 40er Jahre entdeckt Toma- sello das Werk von Piet Mondrian und beginnt, inspiriert davon, mit geometrischer Abstraktion zu experimentieren und sich von der figurativen Malerei seiner ersten Jahre zu lösen. Die Ideen Mondrians führen den Künstler weiter, indem er zunehmend Git- terraster, aber auch serielle Wiederholungen, Licht und Bewegung zu Leitmotiven seiner Kunst macht. In seinen Bildern, die den Titel „Atmosphère chromoplastique“ tragen und Tomasello international bekannt machen, integriert der Künstler zusätzlich Reflexion, Licht und Schattenwurf. Seine Reliefs bestehen aus dreidimensionalen Flächen, Würfeln, Qua- draten, Zylindern und manchmal Rhomboedern, die in orthogo- nalen regelmässigen Mustern angeordnet und einheitlich weiss gestrichen sind. Die Elemente ragen nur wenig heraus. Sie sind in jeder Komposition identisch und in der Regel auf der Rückseite oder schrägen Seite mit blauer, grüner, gelber, roter oder gele- gentlich auch fluoreszierender Farbe bemalt, sodass sie sich auf der Oberfläche des meist quadratischen Werks spiegeln, Bewe- gung suggerieren und atemberaubende Effekte erzeugen. Während sich der Betrachter um das vorliegende Holzrelief be- wegt, eng und direkt mit diesem interagiert, entdeckt er mit jeder Veränderung seiner Perspektive nicht nur die leuchtend grün und blau bemalten Flächen auf den weissen Würfeln, sondern auch eine neue Bewegung. Mit einfachen Materialien und Objekten erzeugt Luis Tomasello bei dieser bemerkenswerten Arbeit, die 1976 entsteht, eine fast greifbare Atmosphäre und ein einzigarti- ges Licht- und Schattenspiel. CHF 15 000 / 20 000 (€ 15 460 / 20 620) | 16 PostWar Contemporary
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    „Colors project themselvesinto the atmosphere, don’t they? And for me the most kinetic part is light, which tou- ches colors and is reflected. Something faster than light, you don’t realize but it exists“. Luis Tomasello | 17
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    3414 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zürich2016) Ohne Titel. Granitskulptur. 31,6 × 60,8 × 9,9 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzern, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3415 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zürich 2016) Espace 3. 1975. Rosaroter Marmor. 30 × 30 × 15 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 6 000 / 10 000 (€ 6 190 / 10 310) | 18 PostWar Contemporary
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    3416 MAX BILL (Winterthur 1908–1994Berlin) Pyramide in Form einer Achtelskugel. 1965. Schwarzer Schwedischer Granit. 6/12. Höhe 21 cm. Mit der Fotoexpertise des Künstlers. Provenienz: - Gimpel-Hanover + André Emmerich Galerien, Zürich. - Von obiger Galerie in 1983 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. „Selbst in der modernen Kunst haben Künstler Berech- nungsmethoden verwendet, da diese Elemente neben denen persönlicher und emotionaler Natur jedem Kunstwerk Gleichgewicht und Harmonie verleihen.“ Max Bill CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) | 19
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    3417 RICHARD PAUL LOHSE (1902Zürich 1988) Zwei und zwei gleiche Farbgruppen. 1965/69. Öl auf Leiwand. Auf dem Keilrahmen signiert, mit Ortsangabe, betitelt und datiert: Richard Paul Lohse Zürich Zwei und zwei gleiche Farbgruppen 1965/69, zudem mit Richtungspfeil. 60 × 60 cm. Provenienz: Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Zürich 1969, Modulare Ordnungen, Galerie Ziegler, November - Dezember. Inspiriert von den Ideen des russischen Konstruktivismus und der niederländischen De Stijl Bewegung, widmet sich der Schweizer Richard Paul Lohse in seinem Werk der mechanischen Repetition von Formen und Elementen, welche in den 1940er Jahren in den Anfängen der Zürcher Konkreten mündet. Lohse wird 1902 in Zü- rich geboren und arbeitet als gelernter Reklamezeichner autodi- daktisch an kubistisch-expressiven Stillleben. Schon in dieser Zeit beschäftigen ihn Kurvaturen und diagonale Konstruktionen; in den 30ern übernimmt Lohse als Grafiker und Buchgestalter eine Pionierrolle in der modernen Schweizer Grafik. 1943 gelingt ihm mit der Standardisierung von Bildmitteln und seiner Entwicklung modularer und serieller Systeme, die ihn zu seiner eigenen künst- lerischen Lösung der abstrakten, konstruktiven Kunst führen, der Durchbruch in der Malerei. Heute stellt Lohse zusammen mit Bill und Honegger eine der Leitfiguren der Konkreten Kunst. Publikationen wie „Neue Aus- stellungsgestaltung“ mit neuen Begriffen wie Prinzipien der Vari- abilität, Kontinuität der Strukturen, Identität von Form und Farbe und dialektische Bildformulierung finden über Kunstkreise hinaus noch heute grosse Beachtung. Frei von Zufall und Unvorhersehbarkeit ist sein Oeuvre in soge- nannte serielle und modulare Ordnungen gruppiert. Erstere basie- ren auf fortlaufenden Reihen und einer ebenso kontinuierlichen Abfolge von Farben, die durch Kombination in Bewegung geraten. Die Systeme bieten dem Künstler unbegrenzte Möglichkeiten und heben somit die Bildbegrenzung auf. Hingegen weisen letztere ein festes Zentrum auf, von dem sich aus alle weitere Bewegung entwickelt, wodurch es definitiv eine Bildbegrenzung gibt. Seit 1943 arbeitet er ausschliesslich mit Quadraten und Recht- ecken, die ein Koordinatennetz entstehen lassen, mit dem der Künstler frei arbeiten kann. Gleichzeitig verbannt er damit Natur, Symbolik und Dynamik aus seiner Formsprache. Das vorliegende Werk, dessen erster Entwurf von 1965 datiert ist, entspringt der Gruppe modularer Ordnungen. Im Zentrum stehen vier Quadrate in Rosa, Blau, Gelb und Grün. Von diesem Mittel- punkt aus erstrecken sich die zwei Farbgruppen Rosa-Grün sowie Blau-Gelb in gleichwertiger horizontaler und vertikaler Symmetrie über die Bildfläche. In Lohses Werk findet man weder Perspektive noch Tiefenwirkung, vor dem Betrachter offenbart sich also ein explizit zweidimensional wirkendes Gemälde. Dass die Bildkon- struktion einem strengen Plan folgt, verdeutlicht unter anderem die Spiegelung der Farben innerhalb der Farbgruppen, während die Form der Farbfelder konstant bleibt. Farbe und Form stehen dementsprechend weder kompositorisch noch symbolisch zuein- ander in Konkurrenz. Die satte Farbgebung unterstreicht die für den Künstler zentrale Bedeutung der Farbtonalität und -qualität. Statt Standardtöne zu verwenden, mischt und korrigiert er die Farbtöne immer neu, bis sie seinen Ansprüchen gerecht werden. Ebenso methodisch wie Lohse das Bild aufbaut, erfasst auch das Auge des Betrachters die Farbgruppen: angezogen vom Reichtum der Farbformen folgt das Blosslegen der Gestaltungsprinzipien, bevor man sich schluss- endlich der Wiederherstellung der visuellen Einheit verschreibt. CHF 40 000 / 60 000 (€ 41 240 / 61 860) | 20 PostWar Contemporary
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    3418* ANTONIO CALDERARA (Abbiategrasso 1903–1978Ortasee) Nello spazio quadrato. 1973. Aquarell und Bleistift auf Karton. Unten links monogrammiert und datiert: A. C. 1973, sowie verso signiert und datiert: Antonio Calderara 1973. 16 × 15,4 cm. Provenienz: - Ehemals Fondazione Antonio e Carmela Calderara, Vacciago. - Ehemals Galerie Stefan Hildebrandt, Zürich. Ausstellung: St. Moritz 2015/16, Horizons, Abstracts and Epigrams. Galerie Stefan Hildebrandt, 19. Dezember 2015 - 19. März 2016. „Das Nichts malen, das alles ist.“ Antonio Calderara CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 580 / 3 610) 3419* ANTONIO CALDERARA (Abbiategrasso 1903–1978 Ortasee) Senza titolo (Nr. 219). 1975. Aquarell und Bleistift auf Papier. Verso signiert und datiert: Antonio Calderara 1975. 21 × 20 cm. Provenienz: - Ehemals Fondazione Antonio e Carmela Calderara, Vacciago. - Ehemals Galerie Stefan Hildebrandt, Zürich. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 580 / 3 610) 3420* LEO ERB (St. Ingberg 1923–2012 Kaiserslautern) Nr. 27. 1972. Kunststoffleisten auf Holzplatte geschichtet. Verso signiert, datiert und betitelt: erb 72, 21. Januar / an meinem Geburtstag Nr. 27. 100 × 70 cm. Provenienz: - Direkt beim Künstler erworben, Privatsammlung Deutschland. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, Privatsammlung Deutschland. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) | 22 PostWar Contemporary
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    3421 VICTOR VASARELY (Pécs 1906–1997Paris) Felhoe. 1972-76. Acryl auf Leinwand. Unten links signiert: Vasarely. Verso signiert, datiert, betitelt, mit Werknummer und Massangabe: 2889 VASARELY FELHOC 100×100 1972/76 Vasarely. 100 × 100 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Herrn Pierre Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, im Oktober 2022, bestätigt. Wir danken Pierre Vasarely für die freundliche Unterstützung. Das Werk wird in den in Vorbereitung befindlichen Catalogue raisonné de l‘oeuvre peint de Victor Vasarely aufgenommen. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Schweiz. “Every form is a base for colour, every colour is the attribute of a form.” Victor Vasarely Als einer der Gründerväter der Op-Art-Bewegung in Europa bringt Vasarely mit seinen leuchtend farbigen optischen Mustern einen visuell kinetischen Aspekt in die traditionell flachen Gemäl- de seiner Generation. Vasarely möchte ursprünglich Arzt werden, gibt die Medizin jedoch auf, um seiner Leidenschaft für die Kunst zu folgen und schreibt sich ab 1929 an Sandor Bortnyiks privater Kunstschule Műhely ein, die sich an den Ideen des Bauhauses orientiert. Aufgrund finanzieller Engpässe konzentriert sich die Schule auf Fächer wie Angewandte Grafik und typografische Gestaltung, die später die Grundlage für Vasarelys unverkenn- baren Stil bilden. Wie kein anderer beherrscht Vasarely das Spiel der optischen Täuschungen, bringt in geometrischen einfachen Formen Vibrationen, Rotationen und Schwingungen meisterhaft auf die Leinwand. So stellt er auch mit dem vorliegenden Werk das Auge des Be- trachters gekonnt auf die Probe. Als Vorlage für spätere Holz- skulpturen demonstriert Vasarely seine Fähigkeit, Farbe, Licht und Geometrie zu manipulieren: In schlichten Blau- und Grautönen vor dunkelblauem Hintergrund offenbaren sich mehrere Kuben. Unschlüssigkeit trifft hier auf visuelle Reizüberflutung, denn trotz akkurater Struktur und Abgrenzung der einzelnen Flächen lässt sich die Ausrichtung des grössten Kubus kaum ausmachen. Handelt es sich um einen Raum, in den der Betrachter eintaucht, und stellen die rechte hellere und dunkle Fläche Wände dar? Oder projiziert der Künstler einen schwebenden Kubus auf die Mitte der Leinwand? Welche Stellung nehmen die Farben und der kleinere Würfel in der Mitte in ‘’Felhoe’’ ein? Das Werk Vasarelys ist nicht nur vielschichtig, sondern darüber hinaus nicht selten widersprüchlich. Zugleich stellt es eine Brücke zwischen den Abgründen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dem Aufstreben von Massenkonsum und Swinging Sixties her. Felhoe existiert nicht nur als komplexe Bildfläche, sondern als ein vom Künstler entworfener Raum, der sowohl dynamisch ein- ladend als auch problematisch seine Wirkung entfaltet. So instabil und flüchtig Vasarelys Bildflächen scheinen, so trefflich gelingt es dem Künstler, uns durch Faszination und Unbehagen den Spiegel der (Selbst-)Reflexion vorzuhalten. CHF 60 000 / 90 000 (€ 61 860 / 92 780) | 24 PostWar Contemporary
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    3422 AURELIE NEMOURS (1910 Paris2005) Ohne Titel. 1975. Öl auf Leinwand. Verso signiert und datiert: NEMOURS 1975, sowie mit dem Richtungshinweis: HAUT. 80 × 80 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. Literatur: Lemoine, Serge: Aurélie Nemours: Catalogue raisonné, Milano: Skira 2018, Band 2, Nr. 516 (s/w Abb.) Aurélie Nemours ist eine ausserordentlich wichtige Künstlerin der geometrischen Abstraktion der Konstruktiven Kunst, die sich ihr Leben lang der Verwirklichung ihres Oeuvres gewidmet hat. Sie hat den Folgegenerationen ein anspruchsvolles und reiches Vermächtnis hinterlassen, von dem wir mit Freude ein Gemälde aus dem Jahr 1975 anbieten dürfen. Zeitlebens arbeitet Aurélie Nemours an ihrer eigenen Bildsprache und baut an einem logischen Bildsystem. Von Anfang an ist ihr Werdegang von innerer Konzentration bestimmt, auf der Suche nach dem Absoluten. Nach einer langen Studien-, Forschungs- und Entwicklungszeit definiert sie ab 1953 ihr eigenes Vokabular. Durch den Kunstkritiker und Maler Michel Seuphor macht Ne- mours in diesen Jahren die Entdeckung von Piet Mondrian, der für sie Bestätigung ihres eingeschlagenen Weges ist. Sie verwendet eine begrenzte Anzahl von Formen und entschei- det sich bewusst für eine Reduktion von pikturalen Elementen: Linien, Punkte, Gedankenstriche, Quadrate oder Rechtecke, denen stets parallel zu den Grenzen des Bildträgers verlaufende Horizontale und Vertikale zugrunde liegen. Im Laufe der 1960er Jahren arbeitet Nemours an der Serie der „Echiquier“, die die Struktur des Schachbrettspieles, für Nemours die ideale Flächenstruktur, aufnimmt. Sie gestaltet zunächst Qua- drate oder Rechtecke, die mit starken Farben spielerisch platziert werden. Antipodisch stehen sich die Farbflächen gegenüber. Ihre Bilder haben zwei bis maximal vier Farben, wobei Schwarz und Weiss des Öfteren vorhanden sind. Zu dieser Zeit spielt Nemours mit der topografischen Verteilung der Flächen und Farben, die durch eine dynamische Multiplikation einer seriellen Anordnung bestimmt sind. Im Bestreben nach grösserer Einfachheit erarbei- tet sie sich in den 1965er Jahren das Quadrat, welches zu ihrer bevorzugten Form wird. Das vorliegende Gemälde von 1975 lebt von einer scheinbar subtilen Einfachheit, zu der die Künstlerin in ihrem reifen Werk gekommen ist. Neun unterschiedlich weisse Quadrate decken die vorgegebene quadratische Form der Leinwand ab. Mit einer äusserst sensiblen Präzision unterscheiden sich die weissen Pigmente der jeweiligen Flächen. Die weissen Töne bedecken glatt und ohne Strukturierung die Flächen. Obwohl die Grenzen der neun Flächen sehr genau gezogen sind, sind diese kaum zu erkennen. Die Pinselstriche sind mit höchster Exaktheit aufgetra- gen, wodurch keine Wirkung durch das Material angestrebt wird. Das weisse Bild scheint von „alleine“ zu stehen. Dieses Gemälde ist ein gutes Beispiel dafür, dass Aurélie Ne- mours im Laufe der 70er Jahren zu einer radikalen Vereinfachung gelangt. Sie ist das Ergebnis eines sehr langen Forschens bei dem schlussendlich paradoxerweise die Intuition und Sensibilität dominieren. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 26 PostWar Contemporary
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    3423 EDUARDO CHILLIDA (1924 SanSebastián 2002) Aurera VII. 1969. Collage und Lithografiefarbe auf Japanpapier. Unten rechts mit Bleistift signiert und mit dem Künstlersignet: Chillida. Unten links betitelt: AURERA. 21,5 × 30 cm. Mit der Bestätigung und Erläuterung der Sucesión Chillida, 5. November 2021. Provenienz: - Erker Galerie, St. Gallen (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. „Aurera“, der Titel der vorliegenden Arbeit von Eduardo Chillida, bedeutet im Baskischen so viel wie „vorwärts“ und ist somit ein Synonym zu „bon à tirer“. Bei der vorliegenden Collage handelt es sich also um die vom Künstler erstellte Vorlage für das zentrale, gleichzeitig grösste Blatt der späteren 8-teiligen Serie für das Buch „Martin Heidegger: Die Kunst und der Raum“, erschienen 1969. CHF 18 000 / 24 000 (€ 18 560 / 24 740) | 28 PostWar Contemporary
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    3424 RICHARD LIN (1933 Taichung2011) Painting Relief 13 September 1965. 1965. Öl, Aluminium und Plexiglas auf Leinwand. Auf der überlappenden Leinwand signiert: LIN. Zudem auf dem Keilrahmen signiert, datiert, mit Mass - und Richtungsangaben: LIN 13-SEPTEMBER-1965 50×60. 127 × 152,5 cm. Der Nachlass von Richard Lin Show Yu bestätigt, dass dieses Werk in den kommenden Catalogue Raisonné des Künstlers aufge- nommen wird. Wir danken dem Nachlass des Künstlers für die freundliche Unterstützung. Provenienz: - Marlborough Gallery, London (verso mit dem Etikett). - Vom Vorbesitzer bei obiger Galerie erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, ebenfalls Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: London 1966, Richard Lin. Marlborough Fine Art Gallery, März-April 1966, S. 2, Nr. 18 (mit s/w-Abb.). „White is the most mundane of colors, and the greatest of all colors: it is the most colorless and the most colorful: it is the most noble color and the most common color: it is the most tranquil color, and the saddest color too ... white in and of itself is many colors: it can be thicker, thinner, heavier, lighter, transparent, semi- transparent ... which means that with white and white, you can construct many strange and wonderful relationships of shapes and shapes, or spaces and spaces.“ Richard Lin Berühmt wird Richard Lin durch seine überwiegend weissen „Relief Paintings“. Er malt diverse Schichten übereinander, lässt jede Schicht vor dem Auftrag der Nächsten trocknen, wodurch die weisse, monochrome Leinwand doch Farbunterschiede und -kanten aufweist. Auf der so präparierten Leinwand bringt er seine Reliefs an. Im vorliegenden Werk vom „13. September 1965“ befinden sich im oberen Drittel der Leinwand 2 vertikale Balken: links ein längliches Aluminiumstück, auf dessen rechter Seite ein schmaler schwarzer Streifen gemalt ist; rechts ein weisses Plexiglasstück, das rechts durch einen schmalen Aluminiumstrei- fen ergänzt ist. Sie grenzen rechts, links und unten an ein weisses Quadrat an, welches durch den mehrfachen Farbauftrag entstan- den ist. Eindrücklich spielt Lin mit der Wahrnehmung des Betrachters. Sowohl die nicht einheitliche weisse Leinwand als auch die unter- schiedlichen Materialien der Reliefs irritieren uns und lassen uns unser angenommenes Seherlebnis überprüfen. Beim Betrachten des Werkes gehen wir davon aus, dass es sich um ein monochrom weisses Gemälde handelt und auch, dass die Reliefs identisch sind - beides trifft aber nicht zu. Die einzelnen Reliefs sind zwar gleich lang, aber abweichend in Breite, Höhe und Material. Die Erkenntnis dieser Beobachtung führt zur Irritation des Betrachters und for- dert ihn heraus, seine vorgefasste Wahrnehmung zu kontrollieren und anzupassen. „Relief Painting 13. September 1965“ ist ein herausragendes Beispiel für Richard Lins meisterhaften Umgang mit den gleichzei- tigen Einflüssen von Malerei und Architektur und von westlicher und östlicher Kunsttradition. CHF 40 000 / 60 000 (€ 41 240 / 61 860) | 30 PostWar Contemporary
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    3425* BERNARD AUBERTIN (Fontenay-aux-Roses 1934– 2015Reutlingen) Fil de Fer. 1973. Öl, Draht und Nägel auf Holz. Verso signiert, datiert, betitelt, mit Massangaben und Richtungspfeil: AUBERTIN 1973 FIL DE FER 30 cm × 24 cm Bernard Aubertin. 24,5 × 30 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität des Archivio Opere Bernard Aubertin, April 2022. Das Werk ist dort unter der Nummer: FDFR37-1000350623, registriert. Provenienz: Direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Italien. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3426* BERNARD AUBERTIN (Fontenay-aux-Roses 1934– 2015 Reutlingen) Fil de fer. 1975. Öl, Draht und Nägel auf Holz. Verso signiert, datiert, betitelt, mit Massangaben und Richtungspfeil: AUBERTIN 1975 FIL DE FER 55 cm × 65 cm. 55 × 65 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität des Archivio Opere Bernard Aubertin, April 2022. Das Werk ist dort unter der Nummer: FDFR57-1000350523, registriert. Provenienz: Direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Italien. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 32 PostWar Contemporary
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    3427 PAOLO SCHEGGI (Florenz 1940–1971Rom) Inter-ena-cubo. 1969. Gestanzte Module aus violettem Karton in Plexiglas. Auf dem Label auf der Rückseite signiert: Paolo Scheggi, und mit den gedruckten Werkangaben. 41,5 × 41,5 × 11 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität von Franca Scheggi Dall‘Acqua, Assozicazione Paolo Scheggi. Das Werk ist dort unter der Archivnummer: APSM073/0013, verzeichnet. CHF 16 000 / 26 000 (€ 16 490 / 26 800) | 33
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    3428 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet2016) 5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°. 1959/69. Serigrafietinte auf Holz. Verso datiert, betitelt, nummeriert und signiert: 1959-69 5 trames 85°- 87°5-90°-92°5-95° 7/9 Morellet. 80 × 80 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) 3429 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet 2016) 3 trames. 83°-90°-95°. 1959/69. Serigrafietinte auf Holz. Verso datiert, betitelt, nummeriert und signiert: 1959-69 3 trames 83°- 90°-95° 6/9 Morellet. 80 × 80 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) | 34 PostWar Contemporary
  • 41.
    3430 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet2016) 5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°. 1959/69. Serigrafietinte auf Holz. Verso datiert, betitelt und numme- riert: 1959-69 5 trames 85°-87°5- 90°-92°5-95° 3/9. 80 × 80 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) 3431 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet 2016) 3 trames. 83°-90°-95°. 1959/69. Serigrafietinte auf Holz. Verso datiert, betitelt, nummeriert und signiert: 1959-69 3 trames 83°- 90°-95° 7/9 Morellet. 80 × 80 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) | 35
  • 42.
    3432 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand) SFERA. 1966. Bronze, gold patiniert. Auf dem Plexiglassockel mit der eingeritzten Signatur, Titel, Datierung und Nummerierung: Arnaldo Pomodoro „SFERA“ 1966 - 1/2. Durchmesser 27 cm. Professionell gereinigt. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich. - Privatsammlung Schweiz. Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 393 (mit s/w Abb.). Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/ Nr. 393. Der Italiener Arnaldo Pomodoro gehört zu den einflussreichsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Er hat eine einzigartige, charak- teristische Bildsprache entwickelt, die seine Werke auf den ersten Blick unverkennbar als seine Arbeiten identifizieren. Er nutzt universelle, geometrische Formen wie Säulen, Scheiben und Kugeln als Ausgangspunkt und „verletzt“ diese mit einer eige- nen poetischen, lebendigen Formensprache, um die Imperfektion im sonst so kontrollierten Universum der Abstraktion aufzuzei- gen. Der wohl bekannteste Werkkomplex sind die sogenannten „Sphe- ren“. Zu Beginn dekonstruiert er die zugrundeliegende Kugel, so dass die Oberfläche vollständig aus aufgebrochenen Elementen besteht. Mit der Zeit beginnt er seine Werke wieder zu umman- teln. Die vorliegende Arbeit aus dem Jahr 1966 besteht unten und oben aus einer perfekt polierten, spiegelnden Kugel. Dazwischen öffnet sich das ausgehöhlte Innere mit einzelnen herausgearbei- teten Elementen, die an Maschinen oder technische Bestandteile erinnern. Betrachtet man seine Werke, auch die Säulen oder Scheiben (s. die folgenden Lose), greift Pomodoro immer wieder auf dieselben Formen und Strukturen zurück, die seine Faszi- nation für alles Technische, aber auch seine Liebe zum Theater widerspiegeln. Sie sind wie ein Alphabet ohne Übersetzung. Auch der Künstler kann diese Zeichen nicht entziffern, und so bleiben sie mysteriös und gleichzeitig poetisch. Durch ihre stetige Wie- derholung scheint dieses Alphabet aber Geschichten zu erzählen, die jedoch ins Ungewisse führen. Arnaldo Pomodoros Spheren entstehen im Spannungsfeld zwischen dem perfekten Äusseren und den Verletzungen und Aushöhlungen im Inneren. Die ungewöhnliche Komplexität des Inneren steht im Gegensatz zum makellosen Mantel. Die Einzel- heiten stehen im Konflikt mit dem Ganzen. Der Künstler selbst beschreibt es so: „For me the sphere is a perfect, almost magical form. Then you try to break the surface, go inside and give life to the form“. CHF 150 000 / 200 000 (€ 154 640 / 206 190) | 36 PostWar Contemporary
  • 43.
    „The sphere isa marvelous object, from the world of magic, wizards, whether it is of crystal or bronze, or full of water ; it is also the mother’s womb, I think… “ Arnaldo Pomodoro | 37
  • 44.
    3433 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand) Papiro per Rusconi Editore. 1987. Bronze, gold patiniert. Unten rechts mit der eingeritzten Signatur und Bezeichnung: Arnaldo Pomodoro ea. Épreuve d‘artiste, Künstlerexmplar aus- serhalb der Auflage von 12. Gegossen bei Fonderia Artistica F. Illi Bonvicini, Caselle di Sommacampagna. 37,3 × 26 × 11 cm (inkl. Holzsockel). Professionell gereinigt. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich. - Privatsammlung Schweiz. Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne Nr. M 158. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 38 PostWar Contemporary
  • 45.
    3434 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand) PORTE Dall‘EDIPO. 1988. Bronze, gold patiniert. Auf dem Bronzesockel mit der eingeritzten Signatur, Titel und Nummerierung: Arnaldo Pomodoro 6/9 „PORTE Dell‘ EDIPO“ 6/9. 63 × 74 × 40 cm. Wird professionell gereinigt. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich. - Privatsammlung Schweiz. Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 836 (mit s/w Abb.). Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/ Nr. 836. CHF 60 000 / 90 000 (€ 61 860 / 92 780) | 39
  • 46.
    3435* JAMES BROWN (Los Angeles1951–2020 Mérida/Mexiko) Vienna Head. 1987. Öl auf Leinwand. 56 × 47 cm. Provenienz: - Galerie Thaddeus Ropac, Berlin. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie 1987 erworben, seitdem Privatsammlung Deutschland. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 40 PostWar Contemporary
  • 47.
    3436 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand) SCUDO, I, studio. 1991. Bronze, gold patiniert, auf Metallfuss. Mit der eingeritzten Signatur und Nummer: Arnaldo Pomodoro 3/9. 30,5 × 12 cm auf Metallfuss 36,5 × 14 × 12 cm. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich. - Privatsammlung Schweiz. Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 885 (mit s/w Abb.). Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/ Nr. 885. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) 3437 ARNALDO POMODORO (Morciano di Romagna 1926–lebt und arbeitet in Mailand) SCUDO, IV, studio. 1991. Bronze, gold patiniert, auf Metallfuss. Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung: Arnaldo Pomodoro 3/9. 30,5 × 12 cm auf Metallfuss 36,5 × 14 × 12 cm. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich. - Privatsammlung Schweiz. Literatur: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Bd. II, Mailand 2007, Nr. 888 (mit s/w Abb.). Webseite: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/ Nr. 888. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 41
  • 48.
    3438 KARL FRED DAHMEN (Stolberg1917–1981 Preinersdorf) Drei Fenster. 1960. Öl und Erde auf Leinwand. Unten rechts signiert: dahmen, sowie verso signiert, datiert, bezeichnet und mit Richtungspfeil: K.F. Dahmen 1960 oben. 65 × 90 cm. Provenienz: - Galleria Pater, Mailand. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 1961 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Mailand 1961, K.F. Damen. Galleria Pater, April, S. 5 (mit s/w-Abb.). Literatur: Weber, Thomas: K. F. Dahmen. Werkverzeichnis Band 1 1946-1965, Köln 2003, Nr. 023.60 - B 0735. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 42 PostWar Contemporary
  • 49.
    3439 DIETER ROTH (Hannover 1930–1998Basel) Kleinbasel am Rhein. 1969. Schokolade und Eisen. Unten mittig auf der Plakette mit dem ein- geritzten Titel: AM RHEIN. Verso auf dem Etikett signiert und datiert: Dieter Roth 69, sowie mit dem gedruckten Titel: Klein- basel am Rhein und bezeichnet: 10 mal traurig verzahnt. bei Diter Köln und Rudolf Rondorf im Rabengrund im Jahre über Rot bei Rieser 1969 am Rhein. 33 × 35 × 2 cm. ‘’Gegenstände dürfen oder sollen verge- hen, und das tut ihnen und uns gut.’’ Dieter Roth Provenienz: - Sotheby‘s Auktion, Zürich, 2. Dezember 2014, Los 96. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Auktion erworben, seitdem Besitz Schweiz. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) 3440* DIETER ROTH (Hannover 1930–1998 Basel) Ohne Titel. Ca. 1969. Schokokade auf braun gefasstem Holz. Im Plexiglasrahmen. 48 × 50 cm. Provenienz: - Auktion Lempertz, 1. Juni 2010, Los 1078. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Auktion erworben. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) | 43
  • 50.
    3441 MIMMO PALADINO (Paduli 1948–lebtund arbeitet in Mailand) Ohne Titel. 1978. Los von 2 Acryl, Bleistift und Tusche auf Papier. Verso signiert und datiert: Mimmo Paladino 78. Je 14,9 × 19 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) 3442* MARIO SCHIFANO (Homs 1934–1998 Rom) Ohne Titel. 1970. Email und Serigrafie auf Papier. 100 × 70 cm. Unten rechts signiert: Schifano. Mit der Bestätigung der Authentizität der Fondazione Mario Schifano, Rom, 26. Oktober 2000. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: S.M. 70/450, registriert. Provenienz: Ehemals Sammlung Reto a Marca. Literatur: Fondazione M.S. Mulitstudio (Hrsg.): Mario Schifano. Opere su carta 1955-1998, B. IV° , Nr. sm70/450, S. 113 (mit Farbabb.). CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) | 44 PostWar Contemporary
  • 51.
    3443 MARKUS RAETZ (Büren 1941–2020Bern) Eva. 1970. Los von 3 Aquarellen auf Papier. 2 Blätter unten rechts monogrammiert: M.R. Je 20,5 × 30 cm (gerahmt 51,5 × 127,5 cm). Die Authentizität dieses Werks wurde mündlich vom Nachlass von Markus Raetz, Oktober 2022, bestätigt. Wir danken dem Nachlass von Markus Raetz für die freund- liche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Farideh Cadot, Paris (verso mit dem Etikett). - Vom heutigen Besitzer 1990 bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Europa. „Markus Raetz ist der geborene Zeich- ner, Flaneur der Welt der Wahrnehmung, Meisterseher und Forscher auf einer le- benslangen Expedition in den Bereich des Sichtbaren.“ Anita Haldemann CHF 18 000 / 24 000 (€ 18 560 / 24 740) | 45
  • 52.
    3444* CHRISTO (VLADIMIROV JAVACHEFF) (Gabrowo 1935–2020New York City) Store Front / Mandarin Yellow. 1965. Collage mit Bleistift, Wachskreide und Emaille auf Pergaminpapier auf Karton. Unten rechts signiert und datiert: Christo 65, sowie betitelt, beschrieben, mit den Technik- und Massangaben: STORE FRONT (Mandarin Yellow) „Red Devil“ - enamel / 99“×78“1/2 ×20“ Christo 65. 71,5 × 56 cm. Dieses Werk ist im Archiv Christo and Jeanne-Claude, New York, Mai 2022, registriert. Wir danken Herrn Matthias Koddenberg für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Ehemals Locksley Shea Gallery, Minneapolis. - Sammlung Europa. - Auktion Phillips, London, 28 Juni 2019, Los 127. - Deutscher Besitz. CHF 50 000 / 70 000 (€ 48 540 / 67 960) | 46 PostWar Contemporary
  • 53.
    3445* MARIO SCHIFANO (Homs 1934–1998Rom) Ohne Titel. 1974. Emaille und Wachskreide auf Leinwand. Unten rechts signiert: Schifano. 77,5 × 99 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archivio Mario Schifano, Rom, 20. Juli 2022. Das Werk ist im Archiv unter der Nummer: 05154220528, registriert. Provenienz: Privatsammlung Italien. CHF 15 000 / 25 000 (€ 15 460 / 25 770) | 47
  • 54.
    3446 GEORG HEROLD (Jena 1947–lebtund arbeitet in Köln) DAS STIGMA DES GENIALEN. Gouache auf Leinwand. 150 × 85 cm. Provenienz: Ehemals Galerie Gisela Capitain, Köln. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) 3447 ALIGHIERO BOETTI (Turin 1940–1994 Rom) Composizione. 1989. Gouache, Bleistift und Tinte auf Papier, fest auf Leinwand aufgezogen. Oben mittig signiert: alighiero boetti. 29,5 × 21 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archivio Alighiero Boetti, 7. Juli 2000, Rom. Das Werk ist dort unter der Nummer: 137, verzeichnet. Provenienz: - Laure Genillard Gallery, London. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Gale- rie 2000 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 9 000 / 16 000 (€ 9 280 / 16 490) | 48 PostWar Contemporary
  • 55.
  • 56.
    3448* ZHU JINSHI (Peking 1954– lebt und arbeitet in Peking) Lan Bridge. 1979. Öl auf festem Papier. 27 × 22 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch den Künstler, Septemer 2022. Wir danken dem Künstler für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Deutschland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) 3449* ZHU JINSHI (Peking 1954–lebt und arbeitet in Peking) Iron Fence. 1978. Öl auf festem Papier. 22,4 × 26,2 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch den Künstler, Septemer 2022. Wir danken dem Künstler für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Deutschland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 50 PostWar Contemporary
  • 57.
    3450 CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI) (Marseille1921–1998 Paris) La Mouche. 1957. Bronze, braun patiniert. Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung auf dem Sockel: César 3/8, sowie mit dem Giesserstempel: Bocquel fd. 12,3 × 10 × 22 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archives Denyse Durand-Ruel, 16. September 2022, Rueil Malmaison. Das Werk ist dort unter der Nummer: A753, registriert. Wir danken Frau Durand-Ruel für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) 3451 CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI) (Marseille 1921–1998 Paris) Moustique. 1984. Bronze, braun patiniert. Auf dem Sockel mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung: César E.A. 1/4, sowie mit dem Giesserstempel: BRONZE ROMAIN BARELIER. 11,8 × 7,6 × 12,5 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archives Denyse Durand-Ruel, 16. September 2022, Rueil Malmaison. Das Werk ist dort unter der Nummer: A4289, registriert. Wir danken Frau Durand-Ruel für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3452 CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI) (Marseille 1921–1998 Paris) Agnès. 1988. Bronze, braun patiniert. Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung auf dem Sockel: César E.A. 1/4, sowie mit dem Giesserstempel: BRONZE ROMAIN BARELIER. 20,5 × 9,6 × 18 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Archives Denyse Durand-Ruel, 16. September 2022, Rueil Malmaison. Das Werk ist dort unter der Nummer: A922, registriert. Wir danken Frau Durand-Ruel für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 51
  • 58.
    3453 NIKI DE SAINTPHALLE (Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego) L‘Oiseau Amoureux. 1990/92. Polyester, bemalt. Am Fuss signiert: Niki de Saint Phalle, sowie mit der eingeritzten Nummerierung und Signatur: 1/3 Niki de Saint Phalle. Zudem mit dem Giesserstempel: Haligon. 155 × 150 × 60 cm. Provenienz: - Atelier der Künstlerin. - Galerie Jamileh Weber, Zürich. - Vom heutigen Besitzer 1994 bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Die französisch-schweizerische Bildhauerin und Malerin Niki de Saint Phalle zählt zu den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche farbenfrohe Skulpturen und architektonische Werke der Künstlerin, die ihrer Kreativität keine Grenzen setzt, schmücken weltweit den öffentlichen Raum. Weltberühmt wird die Autodidaktin mit ihren sinnlichen opulenten Frauenfiguren, den „Nanas“, die eine scheinbar unbekümmerte Fröhlichkeit ausstrahlen. Das bemerkenswerte Werk „L‘Oiseau Amoureux“ entsteht zwi- schen 1990 bis 1992 im Kunstatelier der Familie Haligon. Niki de Saint Phalle schafft einen imposanten, majestätisch wirkenden adlerähnlichen Vogel aus Polyester, dessen Körper mit kräftigen kontrastreichen Ornamenten und Kreisformen bemalt ist. Mit sei- nen grossen ausgebreiteten Flügeln bietet er einer weiblichen Fi- gur, die den Fantasievogel zärtlich umarmt, Schutz. Die ikonische Nana symbolisiert Fruchtbarkeit, Freiheit und Liebe. Ihr Gesicht ist abgewandt. In dieser Konstellation verbildlicht die Künstlerin das sprühende Leben, das ein Geben und Nehmen ist, auf eine liebevolle Art und Weise. Anders als bei ihrem Projekt „Paradis Fantastique“, wo sich die schwarzen und scharfen Maschinen von Jean Tinguely mit den runden farbenfrohen Skulpturen von Niki de Saint Phalle bekämpfen, bilden die beiden Geschöpfe in der vorliegenden Arbeit eine ausgeglichene Einheit. CHF 140 000 / 180 000 (€ 144 330 / 185 570) „Les oiseaux sont omniprésents dans mon œuvre: des oiseaux im- mortels, tristes, triomphants, affamés. Les oiseaux sont des messa- gers de notre monde vers l’autre. Mon ange gardien est un oiseau.“ Niki de Saint Phalle | 52 PostWar Contemporary
  • 59.
  • 60.
    3454 NIKI DE SAINTPHALLE (Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego) Fauteuil Dos à Dos. 1993. Kunstharz, bemalt. Am Fuss auf einer Plakette signiert und nummeriert: 12/20 Niki de Saint Phalle. 70,5 × 85 × 65 cm. Provenienz: - Galerie Edition Ars Collect, Luzern. - Vom heutigen Besitzer ca. 1998 bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 30 000 / 50 000 (€ 30 930 / 51 550) | 54 PostWar Contemporary
  • 61.
    3455 NIKI DE SAINTPHALLE (Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego) La conversation. 1991. Giesharz, bemalt und lackiert. Mit der gestempelten Signatur und Nummerierung seitlich unten: niki de saint phalle 17/20. 105 × 170 × 120 cm. Alterungsspuren. Provenienz: - Galerie Bonnier, Genf. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 30 000 / 50 000 (€ 30 930 / 51 550) | 55
  • 62.
    3456 PETER PHILLIPS (Birmingham 1939–lebtund arbeitet in London) Nigerian Pitch. 1984. Relief. Acryl auf Leinwand und Holz. Verso signiert, betitelt und datiert: Peter Phillips 1984 „NIGERIAN PITCH“. 180 × 290 × 25 cm. Professionell restauriert. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 9 000 / 14 000 (€ 9 280 / 14 430) | 56 PostWar Contemporary
  • 63.
    3457* SALOMÉ (WOLFGANG LUDWIGCIHLARZ) (Karlsruhe 1954–lebt in Berlin) American Flag. 1979/80. Acryl auf Nessel, 2-teilig. Unsigniert. 240 × 400 cm (je 240 × 200 cm). Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Künstler bestätigt, Berlin, Oktober 2022. Wir danken dem Künstler für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Bruno Bischofberger, Zürich. - Privatsammlung New York. CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) | 57
  • 64.
    3458 RÉMY ZAUGG (Courgenay 1943–2005Basel) MÜDES BILD MÜDE. 1986/87. Lack auf Leinwand. Verso mit Richtungspfeil. 52 × 38 cm. Provenienz: - Galerie Gisèle Linder, Basel. - Bei obiger Galerie 1997 erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. Das vorliegende Werk dient beispielhaft für den Versuch Remy Zauggs, Malerei in Sprache zu übersetzen. Auf pastoser Malerei im Farbton weisslicher Grundierung treten die drei Worte MÜDES BILD MÜDE hervor. Hierbei greift er auf eine schlichte Schrift ohne Ornament zurück. Die Beschaffenheit der drei Worte spiegelt ein derartiges Mass an Klarheit und Präzision wider, dass man sie zunächst für einen Siebdruck halten könnte. Tatsächlich setzt sich Zaugg seit den 70ern intensiv mit diesem Druckverfahren auseinander, empfindet es sogar als zeitgemässe Alternative zur Malerei. Auf der Suche nach einer neuen Form der Monochromie entstehen unter anderem einfarbig übermalte Bilder, zunächst in immaterialisierendem Hellblau. Später finden kräftige Farbkont- raste ihren Weg auf Zauggs Leinwände. In unserem Werk beschränkt sich der Künstler jedoch auf die ver- schiedenen Wirkungsweisen des Weisstons, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der mit einem Pinselstrich gemalte Unter- grund hat mit der beinahe unbefleckten Oberfläche der vermeint- lich gedruckten Worte wenig gemein. Einzig die Farbe verhilft dem Werk zu einer Einheit, lässt den Betrachter bis zum Schluss immer wieder seine Wahrnehmung hinterfragen und stellt auf diese Weise ein eindrucksvolles Beispiel Zauggs konzeptioneller Kritik an der menschlichen Rezeption dar. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 58 PostWar Contemporary
  • 66.
    3459 JASON MARTIN (Jersey 1970– lebt und arbeitet in London) Ohne Titel. 1996. Öl auf Aluminium, 2-teilig. Verso signiert, datiert, mit Technik- und Massangaben: Jason Martin Feb 96 oil on aluminium 12“ × 10“ ×4“. Je 25,5 × 30,7 × 11,4 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von den Jason Martin Studios, Oktober 2022, bestätigt. Wir danken den Jason Martin Studios für die freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heuti- gen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) | 60 PostWar Contemporary
  • 67.
    3460 ADOLF LUTHER (Uerdingen 1912–1990Krefeld) Energetische Plastik. 1984. Spiegel, Holz und Plexiglas. Verso signiert und datiert: Luther 84. Zudem mit den Stempeln: ENERGETISCHE PLASTIK und SEHEN IST SCHÖN. 40 × 40 × 8,5 cm. Provenienz: - Galerie Wilbrand, Köln. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) 3461 RICHARD DEACON (1949 Wales–lebt und arbeitet in New York) NO. 4. 1999. Geprägter Stahl. 85 × 68 cm. Provenienz: - Lisson Gallery, London. - Bei obiger Galerie 1999 vom heutigen Besitzer erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 61
  • 68.
    3462 ZDENEK SYKORA (1920 Louny2011) Nr. 8 – Trio Op 2. 1978. Öl und Bleistift auf Leinwand. Auf dem Keilrahmen signiert, datiert, betitelt und mit Massangaben: Nr. 8 „Trio Op 2“ 150 × 150, 1978. Zdeněk Sýkora. 150 × 150 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität von Lenka Sýkorová, Louny, 5. Oktober 2022 (dort verzeichnet mit dem Titel: Lines No 8 – Hiršal’s Trio). Wir danken Frau Sýkorová für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Média, Neuchatel. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Ausstellungen: - Gorinchem 1979, Kunstcentrum Badhuis, Zdeněk Sýkora, Computer-schilderijen. 22. September - 25. Oktober. - Neuenburg 1981 - 1982, Galerie Média. Cycle Média 81. 14. März - 10. Januar. „Auch eine Kombination, die zunächst uninteressant erschien, kann zu einem Ergebnis führen, dass ich überrascht bin. Der Zufall bereichert den Menschen: Er hindert ihn daran, in Stereotypen zu verfallen. Bei jedem Bild bin ich am Ende derjenige, der am meisten schockiert ist, obwohl ich vorher zumindest ein bisschen weiss, was in etwa entstehen könnte. Die grösste Analogie für diese Art Kunst finde ich in der Musik. Für einen Komponisten, der die einzelnen Parts mehr oder weniger getrennt schreibt, muss es auch ein grosses Erlebnis sein, wenn er das ganze Werk komplett von allen Instrumenten gespielt hört“. Zdeněk Sýkora Der tschechische Maler und Bildhauer Zdeněk Sýkora zählt zu den exponiertesten und innovativsten Vertretern abstrakter, konkreter und konstruktiver Kunst. Über die Reduktion von natürlichen Formen und Farben gelangt der Künstler nach und nach zu einer geometrischen Abstraktion mit systematischem Bildaufbau: den Strukturbildern. Mit ihnen findet Sýkora eine bildnerische Lösung für die Beziehungen zwischen Form und Farbe. Bereits 1964 entstehen die ersten, am Computer programmierten Strukturen. Ab 1973 entwickelt der Computer-Pionier ein neues System, das auf dem kalkulierten Zufallsprinzip beruht und die Grundlage seiner bekannten Linienbilder darstellt. Formen, Längen, Dicken, Farben und ihre Kreuzungen werden durch Zufallszahlen, die am Computer generiert werden, festgelegt. Linien werden zum ers- ten Mal zu wichtigen Elementen in Sýkoras Gemälden. Losgelöst von der strengen Ordnung der strukturellen Raster erlaubt ihm die Linie eine grössere malerische Freiheit. Musik ist für Sýkora wegen ihrer physischen Wirkung, Komplexität und Abstraktheit das Glanzlicht unter den Kunstarten. Schon seit der Entstehung seiner ersten Liniengemälden hegt der Maler den Wunsch, diese in eine musikalische Form zu überführen. Folglich ist es kein Zufall, dass Sýkora die Zahlenreihen, auf denen die Parameter für die Linien der vorliegenden Arbeit „Lines No 8 - Hiršal’s Trio“ basieren, „Partituren“ nennt. Auf den Betrachter wirkt das spielerisch-heiter und grossformatige Werk aus dem Jahr 1978 mit seinen schwarzen, orangen und violetten schlängelnden Linien, die sich stellenweise zu Knäueln formen und sich sanft be- rühren, wie eine harmonische Symphonie mit enger Verbunden- heit. Dieses einzigartige Gemälde steht beispielhaft für Vitalität und Individualität, die Sýkora seinen Linienbildern einzuhauchen vermag. Unterstützt von seiner Frau entwickelt Sýkora das Thema der Linien fortwährend weiter. Das angebotene Gemälde „Lines No 65“ (Los 3463) aus dem Jahr 1990 besticht mit seinen schwarzen und blauen, breiteren und schmalen, gebogenen und fast geraden Linien sowie den vereinzelten kleinen und grösseren Punkten, die in origineller Weise in gegenseitigen Beziehungen stehen. Obwohl Zdeněk Sýkora mit Systemen, Programmen und dem fortschrittlichen Prinzip des Zufalls arbeitet, bleibt er der Malerei stets treu. CHF 150 000 / 250 000 (€ 154 640 / 257 730) | 62 PostWar Contemporary
  • 69.
  • 70.
    3463 ZDENEK SYKORA (1920 Louny2011) Linie Nr. 65. 1990. Öl und Bleistift auf Leinwand. Verso signiert und datiert: Sykora 1990. Zudem auf dem Keilrahmen betitelt, datiert und mit Massangaben: Linie Nr. 65 70 × 70 1990. Ebenso auf der Überlappung mit Richtungspfeil: oben, und mit dem beschädigten Etikett: ZDENEK SYKORA . 70 × 70 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau Lenka Sýkorová, 26. Juli 2022, Louny, bestätigt. Das Werk ist im Archiv von Lenka und Zdeněk Sýkora unter der Nummer: L065, registriert (dort unter dem Titel: Lines No. 65). Wir danken Frau Sýkorová für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Vom vorherigen Besitzer wohl in der Galerie Hoffmann, München (?) erworben. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 70 000 / 90 000 (€ 72 160 / 92 780) | 64 PostWar Contemporary
  • 71.
  • 72.
    3464 SOL LEWITT (Heartford 1928–2007New York City) 9 Pyramids on a 9 Part Grid. 1991. Gegossenes Polyesterharz auf Formica-Sockel. Auf der Unterseite signiert und nummeriert: S. Lewitt 4/15. 34 × 73,7 × 73,7 cm. Provenienz: - Rosa Esman Gallery, New York, Herausgeber (auf der Unterseite mit dem Etikett). - Glen Dranoff Fine Art, New York. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Literatur: Garrels, Gary (Hrsg.): Sol Lewitt. a retrospective, San Francisco Museum of Modern Art 2000, S. 273, Nr. 257 (Farbabb.). Der US-Amerikaner Sol LeWitt, 1928 als Kind russisch-jüdischer Immigranten geboren, zählt zu den Leitfiguren des Minimalismus und Pionieren der Konzeptkunst. Er erlangt in den späten 1960ern mit seinen Wand-Zeichnungen Bekanntheit; ist jedoch medien- übergreifend aktiv, wie sein umfangreiches zwei- und dreidimen- sionales Werk beweist. LeWitts facettenreiches Oeuvre von hun- derten Papierarbeiten, Druckgrafiken, Fotografien, Installationen, sowie Strukturen in Form von Türmen, Pyramiden und anderen geometrischen Verläufen lässt sich an den vorliegenden Arbeiten deutlich festmachen. LeWitts Praxis basiert auf der Betonung von Ideen gegenüber den materiellen Aspekten eines Kunstwerkes. Hierbei bedient er sich einfacher, geometrischer Grundformen sowie deren Repetition, um ästhetische Systeme zu entwickeln, die eine anspruchsvolle Auseinandersetzung mit einer Welt jenseits des Wahrnehmbaren widerspiegeln. Zunächst bekannt für seine geometrischen Skulp- turen, die offene, modulare Strukturen verwenden und der Form des Kubus entspringen, beginnt LeWitt 1968 mit der Entwicklung von Wandzeichnungen, in denen er unzählige Variationen der Anwendung gezeichneter Linien auf Wänden erforscht. Von sei- nen Wall Drawings entstehen mehr als 1200 Werke; zunächst mit Grafit, dann mit Kreide und später mit Tusche. Die vorliegende Skulptur aus dem Jahr 1991 verkörpert Lewitts Vorliebe für einfache geometrische Formen, sowie deren Seriali- sierung, Wiederholung und Progression. Auf einem dunkelgrauen Formica-Sockel erheben sich 9 ungleichmässige Pyramiden. Die aus Polyesterharz gegossenen Formen ordnet der Künstler mit Präzision auf dem 3 x 3 Raster an; die Formen der einzelnen Struk- turen konfligieren allerdings mit der Ordnung und Kontinuität der Plattform. So ragen entlang der äusseren Felder 6 spitzzackige Pyramiden, fast wie Eisberge, teilweise schräg aus der schwarzen Oberfläche. Die restlichen drei stehen monumental und mit grös- serer Stabilität auf dem Untergrund. Die Strukturen vermitteln dem Betrachter koinzident den Eindruck von Stärke und Fragilität. LeWitt verzichtet hier womöglich bewusst auf den Einsatz von Farben, denn das Zusammenspiel von den Gegensätzen Schwarz und Weiss sowie eckig und spitz pointiert sein Prinzip von Geo- metrie und Repetition augenfällig. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 66 PostWar Contemporary
  • 73.
    “Anyone who understandsthe work of art owns it.” Sol LeWitt | 67
  • 74.
    3465 SOL LEWITT (Heartford 1928–2007New York City) Emblemata. 1999. Gouache auf dünnem Karton. Unten rechts signiert und datiert: S. Lewitt 99. 28,7 × 57,4 cm. Provenienz: - Galleria d‘Arte Contemporanea Dabbeni, Lugano (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie 2001 vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) 3466 MATT MULLICAN (Santa Monica 1951– lebt und arbeitet u.a. in New York) Ohne Titel (aus: The subject to elemental). 2001. Gouache auf Papier, 5-teilig. Verso signiert und datiert: Mullican 01. 30,5 × 23 cm. Provenienz: - MAI 36 Galerie, Zürich (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, ebenfalls Privatsammlung Schweiz. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 580 / 3 610) | 68 PostWar Contemporary
  • 75.
    3467* THEODOROS STAMOS (New York1922–1997 Ioannina/Griechenland) Infinity Field, Lefkada Series. 1980. Acryl auf Leinwand. Verso auf der Überlappung signiert, betitelt und datiert: STAMOS 1980 INFINITY FIELD/LEFKADA SERIES. 180 × 152 cm. Provenienz: - Galerie M. Knoedler, Zürich. - Bei obiger Galerie vom vorherigen Besitzer erworben, Privat- sammlung Schweiz. CHF 35 000 / 40 000 (€ 36 080 / 41 240) | 69
  • 76.
    3468 IMI KNOEBEL (Dessau 1940–lebtund arbeitet in Düsseldorf) Pure Freude (P.F.2). 2001. Los von 4 Acryl auf Kunststoffpapier mit Collage. Verso jeweils signiert, datiert, betitelt und nummeriert: Imi 2001 PF 2-4 6/7, sowie mit dem Impressum in der Originalmappe. Je 103 x 74 cm. Vollständig. Provenienz: - Galerie Lelong, Zürich. - Von obiger Galerie in 2004 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 15 000 / 25 000 (€ 15 460 / 25 770) | 70 PostWar Contemporary
  • 77.
    „Ich will aufnichts kommen als auf die Farbe. Ich trage die Farben auf, setze die Farben ein und versuche so eine Farbe zu gewinnen. Die Farbe bringe ich in die verschiedenen Zusammenhänge. Erst dann kann sie kommen, die Freiheit. Imi Knoebel | 71
  • 78.
    3469 IMI KNOEBEL (Dessau 1940–lebtund arbeitet in Düsseldorf) Ohne Titel. 1995. Acryl auf Aluminium auf Holz. Verso signiert und datiert: Imi 95. 13,6 × 10,5 × 8 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) 3470 GERWALD ROCKENSCHAUB (Linz 1952–lebt und arbeitet in Berlin) Ohne Titel. 1991. Gelb fluoreszierendes Acrylglas. Unikat. 210 × 120 cm. Provenienz: - Galerie Susanna Kulli, St. Gallen. - Von obiger Galerie 1997 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: St. Gallen 1991. Galerie Susanna Kulli, Gerwald Rockenschaub „Teppiche“. 7. Juni - 7. Juli. Literatur: Drechsler, Wolfgang. Gerwald Rockenschaub : 1980 - 2004. Anlässlich der Ausstellung Gerwald Rockenschaub im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien. S. 166. CHF 3 000 / 6 000 (€ 3 090 / 6 190) | 72 PostWar Contemporary
  • 79.
    3471 RITA MCBRIDE (Des Moines/Kalifornien1960–lebt und arbeitet in Düsseldorf) I CONTINUE TO LIVE IN MY GLASS HOUSE. 1995. Mobile aus Acrylglas, Plastik, Aluminium und Holz. 254 × 183 × 122 cm. Provenienz: - Galerie Mai 36, Zürich. - Bei obiger Galerie 1999 vom vorherigen Besitzer erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 9 000 / 12 000 (€ 9 280 / 12 370) | 73
  • 80.
    3472* NOT VITAL (Sent 1948–lebtund arbeitet im Unterengadin) 700 Snowballs. 2017. Multiple. 3 Gipsskulpturen. Durchmesser zwischen 7 und 10 cm. Mit den handsignierten und nummerierten (Nr. 231-233) Bestätigungen der Authentizität durch den Künstler. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 550 / 2 060) 3473 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zürich 2016) Tableau Espace P 1194. 1994. Acryl auf Holz. Verso signiert, datiert, betitelt: HONEGGER 1994 - P. 1194 - TABLEAUX - ESPACE. 190 × 6 × 16 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 4 000 (€ 2 060 / 4 120) 3474 NIGEL HALL (Bristol 1943–lebt und arbeitet in London) PASSAGE II. 1994. Holzskulptur. 17 × 14,4 × 108,3 cm. Provenienz: - Galerie Renée Ziegler, Zürich. - Vom vorherigen Besitzer 1995 in obiger Galerie erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Galerie Renée Ziegler, Nigel Hall, Zürich, 7. Oktober - 26. November 1995, Ausstellungsliste Nr. 06. CHF 4 000 / 5 000 (€ 4 120 / 5 150) | 74 PostWar Contemporary
  • 81.
    3475 TURI SIMETI (Alcamo/Sizilien 1929–2021Mailand) Quattro ovali bianchi. 1993. Acryl auf Leinwand. Auf dem Keilrahmen signiert und datiert: Simeti 1993, sowie mit Richtungsspfeil: ALTO. 50 × 50 × 4,5 cm. Mit der Bestätigung des Archivio Turi Simeti, Mailand. Dieses Werk ist im Archivio unter der Archiv-Nr.: 1993-B0503, verzeichnet. Provenienz: - Galerie Wack, Kaiserslautern. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 75
  • 82.
    3476 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zürich2016) Tableau-Relief C 1379. 2002. Aluminium, lackiert. Verso signiert, datiert und betitelt: HONEGGER 2002 C. 1379. 61 × 61 cm. Provenienz: - Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (ver- so mit dem Etikett). - Privatsammlung Schweiz. CHF 3 500 / 4 500 (€ 3 610 / 4 640) | 76 PostWar Contemporary
  • 83.
    3477 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zürich2016) Tableau-Relief C 1384. 2002. Aluminium, lackiert. Verso signiert, datiert und betitelt: HONEGGER 2002 C. 1384. Durchmesser 61 cm. Provenienz: - Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Schweiz. CHF 3 500 / 4 500 (€ 3 610 / 4 640) 3478 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zürich 2016) Tableau-Relief C 1380. 2002. Aluminium, lackiert. Verso signiert, betitelt und datiert: HONEGGER 2002 C.1380. 60 × 61 cm. Provenienz: - Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Schweiz. CHF 3 500 / 4 500 (€ 3 610 / 4 640) | 77
  • 84.
    3479 CALLUM INNES (Edinburgh 1962–lebtund arbeitet in Edinburgh) Exposed Painting. Paynes Grey / Charcoal on White. 1998. Öl auf Leinwand. Auf der Überlappung signiert und datiert: Innes. 98, sowie mit der Werknummer auf dem Keilrahmen: CI 98 31. 87,5 × 80,5 cm. Provenienz: - Galerie Bob van Orsouw, Zürich (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie vom vorherigen Besitzer 1998 erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. Callum Innes zählt heute zu den wohl bekanntesten Künstlern Grossbritanniens. Ab den 1990er Jahren arbeitet er parallel an ei- nem Dutzend unterschiedlicher Serien. Die umfangreichste Serie betitelt er „Exposed Painting“, welche er im Jahr 1992 beginnt und die er heute noch erweitert. Seine Bildträger sind hauptsächlich Papier oder Leinwand, die er mit weisser Farbe grundiert. Diese teilt er geometrisch in unter- schiedliche und ungleiche horizontale und vertikale Zonen auf, indem er monochrome Farbflächen über die gesamte Breite mit Ölfarbe aufsetzt. Bevor das Öl dieser Flächen trocknet, wischt er einen Teil mit Terpentin – ein flüssiges Lösungsmittel für Ölfar- ben – wieder ab. Es entsteht dadurch eine schleierhafte, schim- mernde, fast transparente Farbschicht, welche die ehemaligen Farbpigmente erahnen lassen und gleichzeitig neue Pigmente hervorbringen. Callum Innes mischt selbst seine Ölfarben zu- sammen, bei denen Schwarztöne dominieren, zudem aber Rot-, Violett- und Olivetöne untermischt werden. Unser vorliegendes Gemälde „Exposed Painting“ von 1998 hat den Fokus auf dem massiven, schwarzen horizontalen Balken, der durch den vertikal gezogenen diffusen hellgrauen Farbschleier un- terbrochen wird. Das Terpentin hat einen hellen Nebel an schwar- zen Pigmenten enthüllt, oder genauer gesagt, die schwarze Farbe wurde „Exposed“, sichtbar ausgesetzt. Diese spezielle Technik der Addition und Subtraktion, des Auf- setztens und Auslöschens, Hinzufügens und Wegnehmens, des Öffnens und Schliessens, der Transluzens und Opazität, nennt der Künstler „unpaint“. Eine disziplinierte Monochrommalerei, die ungewisse Ergebnisse hervorbringt und den Maler zwingt, seine entwickelte Technik ständig zu entdecken, zu hinterfragen und zu erneuern. CHF 15 000 / 20 000 (€ 15 460 / 20 620) | 78 PostWar Contemporary
  • 86.
    3480 ALBRECHT SCHNIDER (Luzern 1958–lebtund arbeitet in Hilterfingen) Ohne Titel. 2008. Acryl auf Leinwand. Verso signiert und datiert: A. Schnider -08-. 49 × 34,5 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau von Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider, Hilterfingen, 10. Oktober 2022, bestätigt. Wir danken Frau von Niederhäusern für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Bob van Orsouw, Zürich (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Schweiz. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 80 PostWar Contemporary
  • 87.
    3481 ALBRECHT SCHNIDER (Luzern 1958–lebtund arbeitet in Hilterfingen) Ohne Titel. 2008. Acryl auf Leinwand. Verso signiert und datiert: A. Schnider -08-. 49 × 34,5 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau von Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider, Hilterfingen, 10. Oktober 2022, bestätigt. Wir danken Frau von Niederhäusern für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Bob van Orsouw, Zürich (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Schweiz. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 81
  • 88.
    3482* DIRK SKREBER (Lübeck 1961–lebtund arbeitet i n New York) Ohne Titel. 2001. Öl, Lack und PVC-Band auf Holz. 250 × 150 cm. Provenienz: - Kerstin Engholm Galerie, Wien. - Ehemals Sammlung Falckenberg, Hamburg. Ausstellungen: Wien 2001, Dirk Skreber. Kerstin Engholm Galerie, 8 Mai - 21 Juni. Literatur: - Dorothea Strauss: Dirk Skreber (Ausst. Kat.), Kunstverein Freiburg, 2002, p. 25, 36 (mit Farbabb.) - F. Emslander/Christian Scheidemann: Dirk Skreber Blutgeschwindigkeit Blood Speed (Ausst. Kat.), Staatl. Kunsthalle Baden-Baden und Museum Franz Gertsch Burgdorf, 2008, p. 28/33 (mit Farbabb.) CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 82 PostWar Contemporary
  • 89.
    3483 GILLIAN CARNEGIE (Suffolk 1971–lebtund arbeitet in London) green and silver. 2006. Öl auf Leinwand. Verso signiert, datiert und betitelt: Gillian Carnegie 2006 ‚green and silver‘. 170 × 138 cm. Provenienz: Ehemals Galerie Gisela Capitain, Köln. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 83
  • 90.
    3484 SOPHIE RYDER (London 1963–lebtund arbeitet in Cirencester) Crawling (Maquette). 1998. Bronze, grün patiniert. Auf der Innenseite des linken Oberschenkels mit der eingeritzten Signatur, Datierung und Nummerierung: Ryder 98 1/9. 23,5 × 34 × 11 cm. Provenienz: - Atelier der Künstlerin. - Privatsammlung Schweiz. „I sculpt characters and beings - the dogs, the hares, the mino- taurs - are all characters beyond animal form. I‘m not interested in making a replica. If you would put a real hare next to one of mine you would see great differences.“ Sophie Ryder Beim Betrachten von Sophie Ryders tiermenschlichen Mischwe- sen fällt sofort die enge Verbindung auf, die die Künstlerin zwischen der Mythologie und dem menschlichen Leben, seinen Emotionen und Wünschen herstellt. Den gewaltsamen, starken Minotaurus der griechischen Mythologie wandelt die Künstlerin allmählich in einen liebevollen Beschützer um. Mit der charakter- vollen anthropomorphen „Ladyhare“, die für Lust und Fruchtbar- keit steht, schafft Ryder bald eine würdige Begleitung für den Mi- notaurus. Von elementarer Bedeutung ist, dass der frei geformte Kopf der Hasendame, wie auch bei allen anderen Häuptern von Ryders Fantasiegeschöpfen, lediglich als Maske fungiert. Als Vor- lage für den Frauenkörper der Häsin dient ihr eigener. Demnach ist zu vermuten, dass sich Ryder in Wirklichkeit selbst darstellt. Nach kurzer Zeit ruft die leidenschaftliche Hundezüchterin auch den „Dogman“ ins Leben, der in enger Beziehung zur Häsin steht. Mit ihren Werken möchte Sophie Ryder dem Betrachter in einer unvergänglichen Form eine momentane menschliche Emotion vermitteln. Ryders Einzigartigkeit liegt in der Fähigkeit, die Vielfalt menschlicher Gefühle allein durch die Körpersprache zu vermit- teln, da das menschliche Gesicht und die instinktiven Empfindun- gen, die unsere Gesichter vermitteln können, maskiert sind. Mit ihren charakteristischen Arbeiten versucht die Künstlerin nahezu jeden Aspekt des Menschseins einzufangen: Verletzlichkeit, Mü- digkeit, Hunger, Glück, Eifersucht, Schmerz, Liebe, Angst, Humor und Sexualität. Auf allen Vieren kriechend, aufmerksam einander zugewandt (Los 3486) und in einen Spiegel schauend (Los 3485), laden die vorlie- genden, geheimnisvoll sowie vertraut wirkenden Bronzewerke aus den Jahren 1998-99 den Betrachter zu einer regen Interaktion ein. CHF 16 000 / 22 000 (€ 16 490 / 22 680) | 84 PostWar Contemporary
  • 91.
  • 92.
    3485 SOPHIE RYDER (London 1963–lebtund arbeitet in Cirencester) Dogman in Mirror. 1999. Bronze, braun patiniert und Spiegel. Auf der Rückseite mit der eingeritzten Signatur, Datierung und Nummerierung: Ryder 99 9/12. 19 × 12 × 16 cm. Provenienz: - Atelier der Künstlerin. - Privatsammlung Schweiz. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) 3486 SOPHIE RYDER (London 1963–lebt und arbeitet in Cirencester) Ladyhare with Minotaur through a window. 1999. Bronze, grün patiniert und Glas. Unten links mit der eingeritzten Signatur, Datierung und Nummerierung: Ryder 99 11/12. 20,5 × 21 × 16 cm. Provenienz: - Atelier der Künstlerin. - Privatsammlung Schweiz. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) | 86 PostWar Contemporary
  • 93.
    ‘’The ears arelike a mane of hair and she fits so well with the very masculine Minotaur. The minotaur and the ladyhare are my charac- ters, my lovers. The animal masks allow me to portray feelngs and positions that would be maybe rather too ridiculous or too sugges- tive if the heads were human. With the animal heads it all becomes perfectly acceptable.“ Sophie Ryder | 87
  • 94.
    PAUL STRAND (New YorkCity 1890–1976 Orgeval) Black Mountain, Cerro, New Mexico, 1932. Silbergelatine-Abzug. Vintage. 11,7 × 14,8 cm. Verso voll signiert, eigenhändig betitelt und datiert. CHF 30 000 - 50 000 HELMUT NEWTON (Berlin 1920–2004 Los Angeles) Woman examining Man, St. Tropez, 1975. Silbegelatine-Abzug. Späterer Abzug. 36,2 × 30 cm. Verso voll signiert, betitelt, datiert und Monte-Carlo Copyright Stempel. CHF 15 000 - 25 000 Highlights aus der Photographie Ibid Online only Auktion vom 8. Dezember Mitbieten möglich vom 22. November bis 8. Dezember 2022. www.kollerauktionen.ch
  • 96.
    3487 GOTTFRIED HELNWEIN (Wien 1948–lebtund arbeitet u.a. in Los Angeles) Verbrannter Engel II. 1990. Öl und Acryl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: HELNWEIN 90. 120 × 156 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Thun 1992, Kunstmuseum. Gottfried Helnwein, 19. Juli - 6. September, Nr. 120 (mit s/w Abb.) (verso mit dem Etikett). Verwundete, blutüberströmte Kinder, bandagierte, entstellte Körper, düstere Comic-Figuren – der österreichische Künstler Gottfried Helnwein fasziniert und schockiert gleichermassen mit seinen hyperrealistischen Grossformaten. Seine auf Fotografien basierenden Porträts verarbeiten Themen wie Folter, Verletzung und Gewalt, wobei der Mensch als wehrloses, einer dystopischen Gesellschaft ausgeliefertes Opfer im Mittelpunkt steht. Metaphorisch für die zerstörte Imagination, Kreativität und Un- berührtheit des menschlichen Daseins bedient sich der Künstler allerdings nicht nur der Figur des Kindes, sondern auch Persön- lichkeiten der Trivial- und amerikanischen Populärkultur, wie das vorliegende Werk demonstriert. Das annährend lebensgrosse Abbild verkörpert mit James Dean eine der prägendsten Filmikonen der US-Nachkriegszeit. Wäh- rend das Porträt einerseits durch seine technische Perfektion besticht, greift es in einem nächsten Schritt Kritikpunkte rund um Massenmedien, Kommerzialisierung und deren Leidtragende auf. Das auf einer Fotografie basierende Gemälde strahlt auf den ersten Blick weder Angst noch Gewalt aus, dafür wohnt ihm ein übermannendes Gefühl von Schwere und Düsternis inne. Vor nahezu schwarzem Hintergrund kommt der liegende Schauspie- ler kontrastreich zum Vorschein. Ungeklärt bleibt die Frage seiner Verfassung und des Situationskontextes. Trotz angezündeter Zigarette deuten sowohl das schneeweisse Hemd als auch die matten Gesichtszüge und kraftlose Körperhaltung vielmehr auf eine leere Hülle Deans als auf einen schlafenden Zustand hin. Die Schwere, die sich im liegenden, sogenannten „fallen angel“ aus- breitet, kommt gänzlich ohne Beigabe gewalttätiger Stilmittel aus. Abweichend von traditionellen Sehgewohnheiten kommuniziert Helnwein mit diesem Porträt abermals auf unmissverständliche, und dennoch subtile Weise Gesellschaftskritik. CHF 15 000 / 20 000 (€ 15 460 / 20 620) | 90 PostWar Contemporary
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    „Irgendwann habe ichaber eingesehen, dass Kunst doch die einzige Möglichkeit für mich war. Vielleicht ist es ein Defekt, aber von frühester Kindheit an sah ich immer Gewalt um mich herum und die Wirkung von Gewalt: Angst.“ Gottfried Helnwein | 91
  • 98.
    3488 HANS-PETER FELDMANN (Düsseldorf 1941–lebtund arbeitet in Düsseldorf) Klassiker-Gemälde. 1978. Serie von 12 handkolorierten Offsetdrucken. Je mit dem Blattmass 42 × 29,7 cm. Provenienz: - Richard Saltoun, London (verso mit dem Etikett). - Vom heutigen Besitzer beim obigen erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Literatur: Vgl.: Lippert, Werner: Hans-Peter Feldmann. Das Museum im Kopf, Köln 1989, S. 76. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 92 PostWar Contemporary
  • 99.
    „Feldmann räubert inunserer Bilderwelt. In der Bibliothek aller denkbaren und undenkbaren Bilder.“ Werner Lippert | 93
  • 100.
    3489 NEDKO SOLAKOV (Tscherwen Brjag/Bulgarien1957–lebt und arbeitet in Sofia) From „Deleted scenes from a silly movie“ #1 - 12. 2013. Sepia, schwarze und weisse Tinte, laviert, auf festem Papier; Serie von 12 Zeichnungen. Unten rechts signiert und datiert: Conak 13, sowie oben rechts betitel und nummeriert: FROM „SELECTED SCENES FROM A SILLY MOVIE“ #1-12. Je 19,5 × 29,5 cm. Der Künstler hat die Authentizität bestätigt. Wir danken ihm für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Vom heutigen Besitzer 2013 direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 10 000 / 14 000 (€ 10 310 / 14 430) | 94 PostWar Contemporary
  • 101.
  • 102.
    3490 SILVIA BÄCHLI (Baden 1956–lebtund arbeitet in Basel) Ohne Titel. 2014. Gouache auf Papier. Verso signiert, monogrammiert, datiert und mit Werknummer: Silvia Bächli sb2014_146 S.B. 2014. 31 × 22 cm. Im Original-Künstlerrahmen. Die Authentizität wurde von der Künsterlin bestätigt. Wir danken ihr für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Barbara Gross, München. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 2019 erworben, seit- dem Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) 3491 SILVIA BÄCHLI (Baden 1956–lebt und arbeitet in Basel) Ohne Titel. 2005. Tusche auf Papier. Verso signiert, monogrammiert, datiert und mit Werknummer: Silvia Bächli sb2005-212 S.B. 05. 31 × 22 cm. Im Original-Künstlerrahmen. Die Authentizität wurde von der Künsterlin bestätigt. Wir danken ihr für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Barbara Gross, München. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 2019 erworben, seit- dem Privatsammlung Schweiz. „Even if nowadays my drawings often have non-figural cast – they are still closely linked with the body. Crossed lines can be stars in the lines on one’s palms, snaking lines can have their starting point in the paths from here to there I was following yesterday…” Silvia Bächli CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) | 96 PostWar Contemporary
  • 103.
    3492 MIRIAM CAHN (Basel 1949–lebtund arbeitet in Basel) Madonnenähnlich. 1995. Pastell und Pigment auf Papier. Verso monogrammiert und datiert: M 15 2 95 49 × 63 cm. Provenienz: - Galerie Jocelyn Wolf, Paris. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Paris 2020, Miriam Cahn. Notre Sud. Galerie Jocelyn Wolff, 4. April - 25. Juli. ‘’Mit den Titeln suggeriere ich beim Betrachter oder bei der Be- trachterin, worum es gehen könnte. Und wenn sich Titel und Bild schneiden, wirds interessant. Wenn ein buntes, schönes, farben- frohes Aquarell nicht etwa Mandalas zeigt, wie eine Frau in einer Ausstellung einmal vermutete, sondern Atombomben. Wider- sprüche interessieren mich. ’’ Miriam Cahn CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 97
  • 104.
    3493* ISSHAQ ISMAIL (Accra 1989–lebtund arbeitet in Accra) Aziz. 2019. Acryl auf Leinwand. Unten links signiert: Isshaq. 153 × 126 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Isshaq Ismail Studio, Accra, Ghana. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Vom heutigen Besitzer direkt beim Künstler erworben, seitdem Sammlung Österreich. Isshaq Ismail wird 1989 in Accra geboren und gehört heute zur florierenden und einflussreichen Kunstszene Ghanas. Internatio- nale Bekanntheit hat er durch seine „grotesken Porträts“ erlangt. Das hier angebotene, grossformatige Gemälde „Aziz“ aus dem Jahr 2021 wird von einem deformierten Gesicht beherrscht. Ein riesiger roter Mund und eine nicht weniger grosse braune Nase mit blauen Nasenlöchern ragen aus dem blauen Gesicht. Grosse, verschiedenartig geformte und in unterschiedliche Richtungen schauende Augen blicken aus dem Bild heraus. Mit schnellen, ges- tischen Pinselstrichen, einer kräftigen Farbpalette und dem pas- tosen Farbauftrag erweckt der Künstler sein Porträt zum Leben. Sowohl Form als auch Farbe lassen „unmenschliche Porträts“ entstehen, die für Isshaq Ismail die Reflektion einer ebenso unmenschlichen Gesellschaft sind. Mithilfe der grotesken Dar- stellung drückt er Emotionen und Stimmungen aus, die in einer angsterfüllten sozialen, kulturellen und politischen Gegenwart herrschen. In dieser Umgebung können viele Menschen ihre Sor- gen und Ängste nicht in Worte fassen, und eben diesen gibt er mit seinen eindrucksvollen Bildnissen eine Stimme. Seine Gemälde basieren in einzelnen Fällen auf Skizzen nach Fotos, aber meistens auf Skizzen, die auf seine Erinnerungen und Erfahrungen aus den Strassen, öffentlichen Plätzen und Verkehrsmitteln der Metropole Accra zurückgreifen. Seine Gemälde zeichnen sich durch eine Spannbreite an Gefühlen aus – Angst, Sorgen, Unzufriedenheit, Unsicherheit, Diskrimi- nierung, Trostlosigkeit, etc. Darüber hinaus aber enthält sich der Künstler jedweder Zuordnung: durch die verwendete Farbpalette spielt die Hautfarbe keine Rolle (er nutzt nie braun oder weiss für Gesichter), durch die Abstraktion und den Bildausschnitt sind weder Geschlecht noch Alter zu bestimmen und durch die Deformationen ist keine spezifische Person zu identifizieren. Er malt keine realen Personen, sondern personifizierte Bilder der zugrundeliegenden Emotionen. Diese Anonymisierung verleiht seinem Oeuvre den Anspruch von Globalität. Nichtsdestotrotz zeigt er dem Betrachter aber auf einfühlsame Weise Identitäten, die durch Ängste zerbrochen sind, die durch Urteile über das Aus- sehen, durch materielle Bestrebungen, durch rassistische oder geschlechtsspezifische Unterdrückung verursacht werden. Während seines Studiums am Ghanatta College of Art and Design lernt er die Werke von Jean-Michel Basquiat und Francis Bacon kennen. Die Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten hilft ihm, sich von den Konventionen und dem Respekt vor den gegebenen For- men, Materialien und Stilen zu lösen und seine eigene „grotesque“ Bildsprache zu entwickeln. CHF 25 000 / 35 000 (€ 25 770 / 36 080) | 98 PostWar Contemporary
  • 105.
    „Life is notperfect, so I don’t see why I need to create perfect forms.” Isshaq Ismail | 99
  • 106.
    3494* JAMES LICINI (Zürich 1937–lebtund arbeitet in Nürensdorf) Stahlbau. 1990. Eisenskulptur, mit Rost patiniert. Auf dem Sockel mit dem geprägtem Monogramm und Datierung: JL90. 217 × 26 × 27 cm. Literatur: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau: Werkverzeichnis der Plastiken 1968 - 1998, Zürich 1990, Nr. 249. „Licinis Kunst ist der permanente Versuch, aus der eigenen Lebensrealität geschöpften Erkenntnissen in möglichst einfachen Formkonstellationen absolut klaren Ausdruck zu verleihen. Weil er sich von Künstlern absetzen will, die ihre Ideen gediegen realisie- ren und ausschmücken, bezeichnet sich Licini als ‚Stahlbauer’.“ Matthias Frehner CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) 3495 JAMES LICINI (Zürich 1937–lebt und arbeitet in Nürensdorf) Stahlbau VHP 60. Stahlrohr-Hohlprofil 60 mm, geschweisst, mit Rost patiniert. Unten mit dem eingeritzten Monogram: JL. 33,5 × 24 × 15 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Vom heutigen Besitzer direkt beim Künstler erwor- ben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 100 PostWar Contemporary
  • 107.
    3496 JAMES LICINI (Zürich 1937–lebtund arbeitet in Nürensdorf) Ohne Titel. 1995. Bronze, mit Rost patiniert. Mit dem eingeritzten Monogramm: JL. 32,5 × 18,5 × 33 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. Literatur: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau: Werkverzeichnis der Plastiken 1968 - 1998, Zürich 1990, Nr. 406. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) 3498 BERNHARD LUGINBÜHL (Bern 1929–2011 Langnau i.E.) Ohne Titel. Stahl, oxidiert. Mit der eingeritzten Nummerierung: G05218 10503 350. 37 × 78 × 40 cm. CHF 6 000 / 9 000 (€ 6 190 / 9 280) | 101
  • 108.
    3499* PETER PHILLIPS (Birmingham 1939–lebtund arbeitet in London) Gemini 1: Unvarying Mean. 1981. Öl und Wachs auf Leinwand, 2-teilig. Verso auf der Leinwand und dem Keilrahmen jeweils signiert, datiert, betitelt, mit Technikangaben und Richtungspfeil: Peter Phillips, Gemini 1: Unvarying Mean, 1981, oil wax on canvas. Right / Left panel. 180 × 260 cm. Provenienz: - Walker Art Gallery, Liverpool (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Deutschland. Ausstellung: Liverpool 1982. retroVISION Peter PHILLIPS. Walker Art Gallery, 26. Juni - 1. August, S. 76 (mit Farb.-Abb.). CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) 3500 ALFRED HOFKUNST (Wien 1942–2004 Missy) Les pêchers en fleurs. 1976. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Al. Hofkunst 76. 200 × 300 cm. Provenienz: - Galerie Jan Krugier, Genf. - Privatsammlung Schweiz. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) 3501 ALFRED HOFKUNST (Wien 1942–2004 Missy) La mer est belle. 1982. Öl und Pastell auf Leinwand, collagiert auf Leinwand. Oben rechts signiert, datiert und betitelt: Al. Hofkunst 82 La mer est belle. 155 × 200 cm. Provenienz: 1982 direkt beim Künstler vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) | 102 PostWar Contemporary
  • 109.
  • 110.
    3502 ARMAN (ARMAND PIERREFERNANDEZ) (Nizza 1928–2005 New York City) Squeezed. 1987. Geschnittene Bronze und Cello, gold patiniert. Mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung: Arman 1/6. 125 × 65 × 64 cm. Dieses Werk ist in den Arman Studio Archives, New York, unter der Nummer: APA# 8310.87.025, verzeichnet. Wir danken den Arman Studio Archives für die freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 18 000 / 28 000 (€ 18 560 / 28 870) 3503 ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ) (Nizza 1928–2005 New York City) Hermes and Dyonisos: Monument to Analysis. 1986. Geschnittener Bronzeguss, geschweisst, grün patiniert. Unten rechts signiert und nummeriert: Arman 4/4, sowie mit eingeritztem Giessername: bocquel. 233 × 145 × 110 cm. Dieses Werk ist in den Arman Studio Archives, New York, unter der Nummer: APA# 8301.86.011, verzeichnet. Wir danken den Arman Studio Archives für die freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. „I have always been very much involved in the pseudo biological cycle of production, consumption and destruction. And for a long time, I have been anguished by the fact that one of its most con- spicuous material results is the flooding of our world with junk and rejected odd objects.“ Arman CHF 50 000 / 80 000 (€ 51 550 / 82 470) | 104 PostWar Contemporary
  • 111.
    3504 ARMAN (ARMAND PIERREFERNANDEZ) (Nizza 1928–2005 New York City) Patins - homage à Denise Bielmann. 2004. Bronze, grün patiniert. Auf der rechten Seite signiert: Arman, sowie mit der eingeritzten Nummerierung: 8/8. 21,5 × 35 × 38 cm (ohne Sockel). Provenienz: Ehemals Sammlung Reto a Marca. CHF 9 000 / 12 000 (€ 9 280 / 12 370) 3505 SANDRO CHIA (Florenz 1946–lebt und arbeitet in Montalcino) L‘Europe et la Mer. 1986. Bronze, schwarz patiniert. Auf der Rückseite mit der eingeritzten Signatur und Nummerierung: CHIA 1/6. Höhe 74 cm. Provenienz: - Semiha Huber, Zürich. - Privatsammlung Schweiz. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 105
  • 112.
    3506* PAUL JENKINS (Kansas City1923–2012 New York City) Phenomena purple tree. 1980. Aquarell auf Papier. Unten mittig signiert: Paul Jenkins, sowie verso signiert, betitelt und datiert: Paul Jenkins „Phenomena purple tree“ 1980. 77 × 58 cm. Provenienz: - Privatsammlung USA. - Vom obigen Besitzer 2001 erworben, seitdem Privatsammlung USA. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3507 JEAN TINGUELY (Fribourg 1925–1991 Bern) KWW. 1989. Aquarell, Öl und Bleistift auf dünnem Karton. Unten rechts signiert: Jean Tinguely, sowie unten links betitelt: KWW, und mittig datiert: 1989. 50 × 70 cm. Provenienz: - Galerie Beyeler, Basel (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an die heutigen Besitzer, ebenfalls Privatsammlung Schweiz. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 106 PostWar Contemporary
  • 113.
    3508 LUCIANO CASTELLI (Luzern 1951–lebtund arbeitet in Luzern ) Doppelselbstportrait. 1986. Öl auf Leinwand. Verso signiert, datiert, betitelt und nummeriert: DOPPELSELBSTPORTRAIT Luciano Castelli 86 C 273. 135,7 × 155,5 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Privatsammlung Schweiz. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) 3509 BILLY CHILDISH (Chatham 1959–lebt und arbeitet in Chatham) Robert Walser Dead in the Snow (And His Hat Rolled Clean Away). 2008. Öl und Kohle auf Leinwand. Unten rechts mit dem Künstlersignet, sowie verso mit dem Künstlersignet, dem Titel und der Datierung: Robert Walser dead in the snow 08. 122 × 91 cm. Provenienz: - Galerie Neugerriemenschneider, Berlin. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie 2010 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Literatur: Neugerriemenschneider (Hrsg.): Billy Childish. I am their damaged mega- phone, Berlin 2010, S. 30/31 (mit Farbabb.). CHF 9 000 / 14 000 (€ 9 280 / 14 430) | 107
  • 114.
    | 108 PostWar Contemporary
  • 115.
    3510* MIRIAM CAHN (Basel 1949–lebtund arbeitet in Basel) Lesen in Staub - Strategische Orte. 1987. Los von 2 Kohlezeichnungen auf Papier, beidseitig. Je 29,8 × 21 cm. Mit einem Bestätigungsschreiben von Adam Jankoswki, dass es sich um die Vorlagen für die Einladungskarte handelt. Provenienz: - Galerie Vorsetzen, Hamburg. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Deutschland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) 3512* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) 11 Bll.: Ohne Titel. 1986. Konvolut von 11 Gouachen auf Papier, teils mit perforiertem Rand. Jeweils rechts unten signiert: disler, sowie teils datiert: 86. Ein Blatt verso signiert und datiert: disler 86. Teils verso betitelt.Variierende Masse 30 × 40 cm bis 48 × 35,5 cm. Provenienz: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung England. CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) 3511* A.R. PENCK (RALF WINKLER) (Dresden 1939–2017 Zürich) Aus: Standart Nr. 9. 1972. Los von 3 Filzstift auf Papier. Jeweils unten rechts signiert: a.r. penck. Jeweils 29 × 20,5 cm. Insgesamt umfasst „Standart Nr. 9“ 131 Zeichnungen. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 109
  • 116.
    3513 DANIELE BUETTI (Fribourg 1956–lebtund arbeitet u.a. in Zürich) Does Inertia in smiling unmask a false friend. 2008. Leuchtkasten. 100 × 80 × 9 cm. Provenienz: - Galerie Ernst Hilger, Wien. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 2008 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) 3514 H.R. (HANS RUDOLF) GIGER (Chur 1940–2014 Zürich) Alien. 1984. Airbrush auf Papier. Unten rechts signiert, datiert und gewidmet: H.R. Giger 84 for Rolf Knie. 28,7 × 20 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Privatsammlung Schweiz. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 110 PostWar Contemporary
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    Gemälde Grafikdes 20./21. Jahrhunderts Bieten ab 22. Nov. bis 7. Dez. 2022 Vorbesichtigung in Zürich Donnerstag, 24. bis Sonntag, 27. November 2022, 10–18 Uhr Montag, 28. November 2022, 10–16 Uhr Koller ibid online only Kataloge und Auktion: www.kollerauktionen.ch
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    ARMAN (FERNANDEZ, ARMANDPIERRE) 3502-3504 AUBERTIN, BERNARD 3425-3426 BÄCHLI, SILVIA 3490-3491 BILL, MAX 3416 BOETTI, ALIGHIERO 3447 BROWN, JAMES 3408, 3435 BUETTI, DANIELE 3513 CAHN, MIRIAM 3492, 3510 CALDERARA, ANTONIO 3418-3419 CARNEGIE, GILLIAN 3483 CASTELLI, LUCIANO 3508 CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3450-3452 CHIA, SANDRO 3505 CHILDISH, BILLY 3509 CHILLIDA, EDUARDO 3423 CHRISTO (JAVACHEFF, VLADIMIROV) 3444 CONTRERAS-BRUNET,IVAN 3412 DAHMEN, KARL FRED 3438 DISLER, MARTIN 3512 ERB, LEO 3420 FELDMANN, HANS-PETER 3488 FUHRMANN, AREND 3402-3403 GIGER, H.R. (HANS RUDOLF) 3514 GORIN, JEAN 3411 HALL, NIGEL 3474 HELNWEIN, GOTTFRIED 3487 HEROLD, GEORG 3446 HOFKUNST, ALFRED 3500-3501 HONEGGER, GOTTFRIED 3414, 3415, 3473, 3476-3478 INNES, CALLUM 3479 ISMAIL, ISSHAQ 3493 JENKINS, PAUL 3506 JINSHI ZHU 3448-3449 KNOEBEL, IMI 3468-3469 LEWITT, SOL 3464-3465 LICINI, JAMES 3494-3496 LIN, RICHARD 3424 LOHSE, RICHARD PAUL 3417 LUGINBÜHL, BERNHARD 3498 LUTHER, ADOLF 3460 MARTIN, JASON 3459 MCBRIDE, RITA 3471 MORELLET, FRANÇOIS 3428-3431 MULLICAN, MATT 3466 NEMOURS, AURELIE 3422 PALADINO, MIMMO 3441 PENCK, A.R. (WINKLER, RALF ) 3511 PHILLIPS, PETER 3456, 3499 POLIAKOFF, SERGE 3404-3405 POMODORO, ARNALDO 3432-3434, 3436- 3437 RAETZ, MARKUS 3443 RICHARD DEACON 3461 ROCKENSCHAUB, GERWALD 3470 ROTH, DIETER 3439-3440 RÜCKRIEM, ULRICH 3410 RYDER, SOPHIE 3484-3486 SAINT PHALLE, NIKI DE 3453-3455 SALOMÉ (CIHLARZ, WOLFGANG LUDWIG) 3457 SCHEGGI, PAOLO 3427 SCHIFANO, MARIO 3442, 3445 SCHNIDER, ALBRECHT 3480-3481 SIMETI, TURI 3475 SKREBER, DIRK 3482 SOLAKOV, NEDKO 3489 STAMOS, THEODOROS 3467 SYKORA,ZDENEK 3462-3463 TINGUELY, JEAN 3507 TOBEY, MARK 3406-3407, 3409 TOMASELLO, LUIS 3413 VASARELY, VICTOR 3401, 3421 VITAL, NOT 3472 ZAUGG, REMY 3458 | 112 Künstlerregister
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    | 116 | 116 BEDINGUNGENFÜR KLASSISCHE AUKTIONEN Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti- onssaal versteigert werden. Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den nachstehenden Auktions- bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz („Koller“): 1. Rechtsstellung der Parteien Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei- gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell- vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32 Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts („OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“), wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird dadurch nicht Partei des Kaufvertrages. 2. Aufgeld 2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich- ten, das wie folgt berechnet wird: i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25% ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000 und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis zur Höhe des Zuschlags iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000 und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000 bis zur Höhe des Zuschlags. 2.2 Falls der Käufer während einer online über- tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin- gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite publiziert sind. Diese können von den hier pub- lizieren abweichen. 2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei- zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich- ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes einzelne Objekt. 2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be- zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr- wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er- halten die MWST rückvergütet. 2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine Kommission erhält. 3. Garantie 3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol- gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter, Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei- bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa- talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände- rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden. 3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender Bestimmung findet nach Ermessen von Koller nicht statt, falls: i. die Beschreibung des Objekts im Auktions- katalog im Einklang mit der Meinung einer Fachperson oder mit der herrschenden Mei- nung von Fachpersonen stand oder die Be- schreibung im Auktionskatalog andeutete, dass hierüber Meinungsverschiedenheiten bestanden, ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach dem Stand der Forschung und mit den allge- mein anerkannten und üblichen Methoden noch nicht oder nur mit unverhältnismässi- gem Aufwand als solche erkennbar war, iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein- schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde, Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han- delt, das gemäss den Angaben im Auktions- katalog vor 1880 entstanden sein müsste. 3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen. Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus, dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe- nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge- fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es ihm übergeben wurde, und unbelastet von An- sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob- jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten Gutachten von zwei unabhängigen und in dem Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch nicht an solche Gutachten gebunden und behält sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf eigene Kosten einzuholen. 3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel- tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich- ten. 3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer 3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel- des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen. 4. Haftungsausschluss 4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu- stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob- jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren. Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in neuwertigem Zustand. 4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata- log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa- tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands- berichte von Koller die vor der Auktion angefordert werden können, geben lediglich ein allgemeines Bild und eine unverbindliche Einschätzung von Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er- folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen. Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen, und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän- giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog- beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei- bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs (inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache ausschliesslich massgebend. Koller behält sich das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut- achten stellen genauso wenig wie von Koller vor- genommene Objektbeschreibungen oder sonsti- ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen über dessen Wert) explizite oder stillschweigende Zusicherungendar. 4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg- bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol- ler gegenüber dem Käufer. 5. Teilnahme an der Auktion 5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter steht jedermann offen. Koller behält sich aber das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich- keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an ihren Auktionen zu untersagen. 5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion mittels des dafür vorgesehenen Formulars re- gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re- gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas- ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen. Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss Angaben auf dem Registrierungsformular bis zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich Spesen des Kartenanbieters zu belasten. 5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen Bank verlangen. 5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz- werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von 20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver- langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti- on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum- gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
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    | 117 | 117 6.Versteigerung 6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver- bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung. 6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be- sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4 nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige- rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte. 6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser- halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas- sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor- liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe- halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv, nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft. 6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen- ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der Steigerung schriftlich entgegengenommen. 6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten, wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti- onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann nicht telefonisch geboten werden und Interes- senten werden um Abgabe eines schriftlichen Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk- tionssaal gebeten. 6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei- ner Live-Auktion abgeben möchten, können an der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk- tion zugelassen worden sind. Koller behält sich das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei- teres abzulehnen. 6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück- sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück- sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie- tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5. 7. Eigentumsübergang Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die- se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu- geordnet hat. 8. Abholung der ersteigerten Objekte 8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei- gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll- ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller. 8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol- ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob- jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor- sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST. Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr und es ist Sache des Käufers, für eine angemes- sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf- tung übernommen werden. Werden die erstei- gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt, lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge- fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz von CHF 10 pro Objekt ein. 8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer. Ohne anders lautende schriftliche Abmachung werden die zugeschlagenen Objekte für den Transport durch Koller auf Kosten des Käufers versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche Objekte werden von Koller nicht versandt. 9. Bezahlung der ersteigerten Objekte 9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach Abschluss der Auktion in Schweizer Franken zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von Koller möglich und unterliegen einer Bearbei- tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag erhoben wird. 9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent- gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe- trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7 TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben, dieebenfallsderKreditkartebelastetwird. 9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver- langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech- tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min- destverkaufspreises entweder freihändig oder anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng- lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste- henden Schaden. 9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde- tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht. Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver- wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei- bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen. 10. Vertretung Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil- ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange- nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso- nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder als Organ einer juristischen Person bieten, kann der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten. 11. Verschiedene Bestimmungen 11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede Haftung des anwesenden Beamten, der Ge- meinde oder des Staates für Handlungen von Koller ist ausgeschlossen. 11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB an einen Dritten zu übertragen oder durch einen Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesen AGB Dritten zu übertragen. 11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien und Abbildungen von verkauften Objekten in den eigenen Publikationen und in den Medien zu ver- öffentlichen und damit Werbung zu betreiben. 11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be- standteil jedes einzelnen an der Auktion ge- schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller verbindlich. 11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un- wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un- gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt- schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt bei eventuellen Lücken der Regelung. 11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus- schluss von allfälligen Verweisungen des Bun- desgesetztes über das Internationale Privat- recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (UN-Kaufrechts). 11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter Einschluss der Geltendmachung von Verrech- nungen und Gegenforderungen), welche aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess- lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol- ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen. Zürich, 1. Juli 2018
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    AUCTION CONDITIONS (CLASSICAUCTIONS) These conditions apply solely to items which are auctioned by Koller (according to the definition below) live in the saleroom. By participating in the auction the bidder accepts the following Auction Conditions of Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Switzerland (“Koller”). 1. Legal status of the parties The auction items are auctioned by Koller in the name of and on the account of the seller of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on behalf of and for the account of the Seller as his agent as defined in article 32, section 1 of the Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer price is determined by the bidder recognised by Koller as having made the highest bid in Swiss Francs in the course of an auction (“Purchaser”), resulting in the conclusion of a purchase contract between the Seller and the Purchaser (“Purchase Contract”). Koller is thereby not a party to the Purchase Contract. 2. Surcharge 2.1 In addition to the bid price, the Purchaser must pay a surcharge on such bid price calculated as follows: i. on a successful bid of up to CHF 10 000: 25% ii. NEW: on a successful bid over CHF 10 000 up to CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000 and 22% on the difference between CHF 10 000 and the bid. iii. NEW: on a successful bid over CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000, 22% on CHF 390 000 and 15% on the difference between CHF 400 000 and the bid. 2.2 If the winning bid is placed over the internet in the course of a saleroom auction which is broadcast online (“Live Auction”), or leaves a pre-sale bid through an independent bidding platform which is linked with Koller, there will be anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders are subject to Koller’s terms and conditions as listed on the Live Auction website, which may differ in some respects from those listed here. 2.3 The Purchaser must pay Swiss value added tax (“VAT”) on the surcharge. The stated percentage of the surcharge corresponds to the successful bid for each individual item. 2.4 The full tax is charged on all items marked * in the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the sum of the bid price plus the surcharge for those items. The VAT will be refunded to Purchasers providing a validly stamped export declaration. 2.5 The Purchaser agrees that Koller also has the possibility to receive a commission from the Seller. 3. Guarantee 3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the Seller and shall reimburse the purchase price and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if an item proves to be a forgery. A “forgery” shall be deemed to exist if the item, in the reasonable opinion of Koller, is an imitation created with the intention of causing a deception with respect to the authorship, age, period, culture or origin, if the correct description of such content is not reflected in the auction catalogue (taking account of any additions), and if this circumstance significantly impairs the value of the item in comparison to an item corresponding to the catalogue description. An item shall not be deemed to have been forged if it is merely damaged and/or has been subjected to restoration work and/or modifications of any nature whatsoever. 3.2 A rescission in accordance with the above provision shall not take place at the discretion of Koller if: i. the description of the item in the auction catalogue was supported by the view of a specialist or by the prevailing view of specialists, or if the description in the auction catalogue suggested that differences of opinion exist in this respect; ii. the forgery was not identifiable as such at the time of the successful bid in accordance with the current state of research and with the generally acknowledged and usual methods, or only with disproportionate effort; iii. the forgery (based on Koller’s conscientious assessment) was produced before 1880; or iv. the purchased item is a painting, watercolour, drawing or sculpture which according to the details set out in the auction catalogue was created prior to 1880. 3.3 The Purchaser may request rescission from Koller (as the agent of the Seller) from the day of the successful bid for a period of two (2) years (three (3) weeks for jewellery). It shall be granted exclusively to the Purchaser and may not be assigned to any third party. Assertion of theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser making a complaint to Koller by registered letter immediately after the discovery of the defect, and returning the purchased item to Koller in the same condition as it was handed over to him and unencumbered by third parties› claims. The Purchaser must provide proof that the item is a forgery. Koller may demand that the Purchaser obtains at his own expense expert opinions from two independent individuals who are recognised experts in the field. However, Koller shall not be bound by any such expert opinion, and reserves the right to obtain additional expert advice at its own expense. 3.4 Koller may at its complete discretion waive the assertion of grounds for exclusion pursuant to the above Section 3.2 or the fulfilment of preconditionspursuanttotheaboveSection3.3. 3.5 The claims of the Purchaser against Koller as the agent of the Seller under Section 3.1 are limited to the reimbursement of the purchase price and surcharge (incl. VAT) paid by the Purchaser. Further or other claims of the Purchaser are excluded under any legal title (including error according to art. 23 ff. CO) whatsoever. 4. Disclaimer 4.1 The items are auctioned in the condition existing at the time of the successful bid. The auctioned items are “used” objects and are therefore generally not in pristine condition. 4.2 Each item in the auction catalogue is listed with a description and an illustration. The information in the auction catalogue, as well as the condition reports issued by Koller, are intended to provide an overall impression and a non-binding assessment by Koller. The items are described to the best of our knowledge and belief. However, Koller cannot accept any liability for the details provided in the catalogue. The items may be inspected during the preview. The Purchaser is therefore invited to inspect an item prior to the auction and, possibly with the assistance of an independent specialist advisor, to form his own opinion of the concordance betweentheitemandthecataloguedescription. Concerning the descriptions of the items, the German-language print edition of the catalogue (including any later amendments) shall be exclusively applicable. Koller reserves the right to call upon experts or specialists of its choice to give an opinion and to rely on that opinion. Koller cannot be held liable for the correctness of such opinions. Neither any such expert opinions or reports, nor the descriptions of items provided by Koller, nor other statements pertaining to an item (including statements pertaining to the value thereof) constitute explicit or implicit warranties. 4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or warranty whatsoever is given in respect to legal and material defects. The liabilities of the Seller vis-à-vis the Purchaser are limited to the same extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the Purchaser. 5. Participation in the auction 5.1 Any party may participate in an auction as a bidder. However, Koller reserves the right at its complete discretion to prevent any person entering its premises or attending or participating in its auctions. 5.2 Bidders who are not personally known to Koller must register at least 48 hours before the auction,usingtheformprovidedforthispurpose. The registration form must be signed, with legal effect, and a copy of the bidder’s passport must be enclosed, as well as current, valid credit card information. In the event of payment default by the Purchaser, Koller shall be entitled to charge the Purchaser’s credit card in accordance with the details provided on the registration form for the entire amount of the invoice, plus the credit card processing fees. 5.3 Koller may demand in advance from any bidder a certificate of creditworthiness issued by a bank approved by Koller. 5.4 In the case of bids for items with upper estimated values of more than CHF 30 000, Koller may demand that the bidder first remits 20% of the lower estimated value as security. Following the auction, Koller will offset this sum against its claims and the claims of the Seller, and will reimburse any possible surpluses to the Purchaser/bidder without delay. 6. Auction 6.1 Koller may initiate the auctioning of an item below the minimum selling price agreed upon with the Seller. A bid placed at an auction is a binding offer. The bidder shall remain bound by his bid until this is either outbid or rejected by Koller. Double bids shall immediately be called once again; in case of uncertainty, the auction management shall decide. 6.2 Koller may refuse a bid without providing
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    justification if aPurchaser fails to fulfil the conditions for participation in an auction pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller may also pass or withdraw auctioned items without a sale even if this is not apparent to the auction participants. 6.3 Koller reserves the right to combine, separate or omit numbered lots in the catalogue or to offer them out of sequence. Koller reserves the right to sell lots “conditionally” at its sole discretion, in which event the hammer price will be considered as conditional and the highest bidder will remain bound by his bid for 14 days following the auction. The highest bidder will be released from all obligations if he does not receiveastatementfromKollerwithinthisperiod declaring the hammer price as final. 6.4 Written bids from potential Purchasers who cannot attend the auction in person are accepted up to 48 hours before the auction begins. 6.5 Potential Purchasers may bid by telephone if they have given written notice at least 48 hours before the auction starts. Koller does not accept telephone bids for lots estimated under CHF 500, and bidders are requested to leave a written bid or participate in the salesroom for such items. 6.6 Potential Purchasers who intend to place their bids in the course of a Live Auction may participate in the auction once their registration applications have been approved by Koller. Koller reserves the right to decline registration applications at its discretion. 6.7 Koller shall not be liable for any bids including advance notifications of telephone bidding which are not taken into consideration. Telephone bidders and persons giving written instructions are also subject to the provisions of Article 5 relating to proof of identity and financial soundness. 7. Transfer of title Ownership of an auctioned item shall be transferred to the Purchaser as soon as the purchase price and the surcharge (incl. VAT) have been comprehensively paid in Swiss francs and Koller has attributed these payments to the corresponding item. 8. Collection of the auctioned items 8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe Purchaser›s own expense within 7 days from the end of the auction during official opening hours. The place of performance for the purchase contract between the Purchaser and the Seller is therefore the registered office of Koller. If time permits, the items may be handed over after each auction session. The handover shall take place following comprehensive payment of the purchase price as well as the surcharge (incl. VAT) and the attribution of this sum to the auctioned item by Koller. 8.2 During the aforementioned period, Koller shall be liable for loss, theft, damage or destruction of items which have been auctioned and paid for, although solely due to intentional or grossly negligent acts on the part of Koller, and onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge and VAT. Koller ceases to have liability after the aforementioned period, and the Purchaser shall be responsible for ensuring adequate insurance cover for the auctioned item. No liability can be assumed for frames and glass. If the auctioned items are not collected within 7 days, Koller will store the works at a company of their choice at the purchaser’s own risk and expense or on their own premises at a daily rate of CHF 10 per object. 8.3 Shipping orders may be given to Koller in writing. All shipping costs shall be borne by the Purchaser. Unless otherwise agreed in writing, transport insurance shall be contracted for the sold items at the expense of the Purchaser. Glass-covered pictures and fragile items shall not be sent by Koller. 9. Payment for the auctioned items 9.1 The invoice for a successful bid for an auctioned item is payable in Swiss francs within 7 days from the end of the auction. Payments by credit card are only possible with the approval of Koller’s accounting department, and are subject to processing fees amounting to between 2 and 4% of the invoiced amount, payable by the purchaser and added to the invoice total. 9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions, KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras settlement for any debt owed by the Purchaser to Koller or the Seller and set off any debt which it owes to the Purchaser against its own claims. If the Purchaser defaults on a payment, default interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe invoiced sum. If Koller does not receive payment for purchases within seven (7) days following the auction, Koller reserves the right to charge the Purchaser’s credit card for the full amount of the invoice, without further notification to the Purchaser. In such cases the credit card processing fees of 2–4% as described above are also applicable, and will be charged to the Purchaser’s credit card. 9.3 If the Purchaser does not pay or does not pay promptly, Koller may moreover in its own name and in the Seller›s name either (i) insist on the fulfilment of the purchase agreement or (ii) without further notice withdraw from the purchase agreement and waive the subsequent performance of the Purchaser or assert a claim for compensation for non-performance; in the latter case Koller shall also be entitled, irrespective of any minimum sales price, to sell the item either directly or in an auction, and may use the proceeds to reduce the debts of the Purchaser. Any amount realised above the original hammer price shall be paid out to the Seller. The Purchaser is liable to Koller and the Seller for all prejudice caused by non-payment or late payment. 9.4 Koller retains a right of retention and a lien on all the Purchaser›s items in its custody until full payment of all monies owed. Koller may exercise such liens in accordance with the legislation on the enforcement of debts or by private sale (including in its own name). The plea of prior lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded. 10. Representation Each Purchaser shall be personally liable for each bid he places, and for the purchase contract between the Purchaser and the Seller. Proof of the power of representation may be requested from persons bidding as agents for a third party or as an organ of a corporate body. The agent shall be jointly and severally liable with his principal for the fulfilment of all obligations. 11. Miscellaneous provisions 11.1 The auction shall be attended by an official fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the local authority and the state have no liability for the acts of Koller. 11.2 Koller reserves the right to transfer any or all rights and obligations from these Auction Conditions to a third party or to have these carried out by a third party. The bidder and/or Purchaser does not have the right to transfer any rights from these Auction Conditions to a third party. 11.3 Koller reserves the right to publish illustrations and photographs of sold items in its own publications and the media and to publicise its services therewith. 11.4Theaforementionedprovisionsformpartof each individual purchase agreement concluded at the auction. Amendments are binding only with Koller›s written agreement. 11.5 Should certain provisions of these Auction Conditions be or become partially or fully invalid and/or unenforceable, this does not affect the validity of the remaining provisions. The invalid and/or unenforceable provisions shall be replaced by those which most closely approximate the economic meaning and intended economic purpose of said provisions. The same shall be applicable to any possible gaps or loopholes in the provisions. 11.6 The present Auction Conditions and all amendments thereof are governed by Swiss law, under exclusion of possible references to Switzerland’s Federal Code on Private International Law (CPIL), and under exclusion of the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention). 11.7 The courts of the Canton of Zurich shall be exclusively responsible for settling disputes (including the assertion of offsetting and counterclaims) which arise out of or in conjunction with these Auction Conditions (includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation or fulfilment). Koller may, however, initiate legal proceedings before any other competent court. 11.8 In the event of any discrepancy between the different language versions of these Auction Conditions, the German language version shall prevail. Zurich, 1 July 2018
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    Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch Auktions-Aufträge / Ordres d’achats / Absentee Bid Form Date Signature Auktion Vente/Sale Lot. no. Gegenstand / Déscription Gebot / Ordre CHF Maximum bid (CHF) Bitte beachten Sie, dass wir für Objekte unter CHF 500.– keine Telefon-Gebote annehmen können. Veuillez prendre note que nous ne pouvons pas accepter d’ordres d’achat téléphoniques pour des lots au-dessous de CHF 500.– Please note that we cannot accept telephone bids for objects below CHF 500.– Der Bieter willigt hiermit in die Bearbeitung seiner Personendaten durch Koller gemäss Datenschutzerklärung (siehe Homepage) ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). The bidder hereby agrees to the processing of his personal data by Koller in accordance with the Privacy Notice (see website). Anwendbar sind die Auktionsbedingungen, die im Katalog und auf unserer Homepage publiziert sind. Gerichtsstand ist Zürich 1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Je voudrais recevoir tous les documents / factures de Koller exclusivement par voie électronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name / Nom Adresse / Address Ort, Land / Ville, Pays / City State, Country Tel. E-Mail INTERNATIONAL AUCTIONS | SWISS MADE Ja / Oui / Yes Nein / Non / No x Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch Auktions-Aufträge / Ordres d’achats / Absentee Bid Form Date Signature Auktion Vente/Sale Lot. no. Gegenstand / Déscription Gebot / Ordre CHF Maximum bid (CHF) Bitte beachten Sie, dass wir für Objekte unter CHF 500.– keine Telefon-Gebote annehmen können. Veuillez prendre note que nous ne pouvons pas accepter d’ordres d’achat téléphoniques pour des lots au-dessous de CHF 500.– Please note that we cannot accept telephone bids for objects below CHF 500.– Der Bieter willigt hiermit in die Bearbeitung seiner Personendaten durch Koller gemäss Datenschutzerklärung (siehe Homepage) ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). The bidder hereby agrees to the processing of his personal data by Koller in accordance with the Privacy Notice (see website). Anwendbar sind die Auktionsbedingungen, die im Katalog und auf unserer Homepage publiziert sind. Gerichtsstand ist Zürich 1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Je voudrais recevoir tous les documents / factures de Koller exclusivement par voie électronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name / Nom Adresse / Address Ort, Land / Ville, Pays / City State, Country Tel. E-Mail INTERNATIONAL AUCTIONS | SWISS MADE Ja / Oui / Yes Nein / Non / No x
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    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
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    Auction: 1 December2022 POSTWAR CONTEMPORARY
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    AUKTION IBID 131 22.November bis 8. Dezember 2022 Art Nouveau Art Déco, Design, Möbel Varia, Silber Gemälde Grafik des 20. 21. Jahrhunderts Schweizer Kunst, Fotografie, Fashion Vintage, Asiatica ONLINE ONLY AUCTION PROGRAMME IBID 131 ONLINE ONLY AUCTIONS 22 NOVEMBER – 8 DECEMBER 2022 PREVIEW Hardturmstrasse 121, 8005 Zurich, Switzerland Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm Monday, 28 November 2022, 10am – 4pm IBID 20th 21st C.PAINTINGSPRINTS 22 November ‒ 7 December 2022 IBID FURNITURE 22 November ‒ 6 December 2022 IBID PHOTOGRAPHY 22 November ‒ 8 December 2022 IBIDARTDECOARTNOUVEAU 22 November ‒ 6 December 2022 IBID DESIGN 22 November ‒ 6 December 2022 IBID SWISS ART 22 November ‒ 7 December 2022 IBID SILVER 22 November ‒ 6 December 2022 IBID MODERN ART 22 November ‒ 7 December 2022 IBID FASHION VINTAGE 22 November ‒ 8 December 2022 IBID ASIAN ART 22 November ‒ 8 December 2022 IBID 131 ONLINE ONLY AUCTIONS
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    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 2. Dezember 2022 IMPRESSIONISMUS MODERNE DEZEMBER 2022 IMPRESSIONISMUS MODERNE A203 POSTWAR CONTEMPORARY A203 DEZEMBER 2022 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 1. Dezember 2022 POSTWAR CONTEMPORARY A203 DEZEMBER 2022 SCHWEIZER KUNST Auktion: 2. Dezember 2022 SCHWEIZER KUNST Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch DEZEMBER 2022 GRAFIK MULTIPLES A203 chweiz Auktion: 1. Dezember 2022 GRAFIK MULTIPLES Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch SCHMUCK JUWELEN NOVEMBER 2022 Auktion: 30. November 2022 SCHMUCK JUWELEN ARMBAND- UND TASCHENUHREN DEZEMBER 2022 Auktion: 30. November 2022 ARMBAND- TASCHENUHREN Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A203as NOVEMBER 2022 Auktion: 29. November 2022 ASIATICA ASIATICA AUCTION PROGRAMME AUCTION A203 29 NOVEMBER – 2 DECEMBER 2022 PREVIEW Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm Monday, 28 November 2022, 10am – 4pm POSTWAR CONTEMPORARY Thursday, 1 December 2022 2 pm Lots 3401 – 3514 SWISS ART Friday, 2 December 2022 2 pm Lots 3001 – 3113 PRINTS MULTIPLES Thursday, 1 December 2022 10 am Lots 3601 – 3713 IMPRESSIONIST MODERNART Friday, 2 December 2022 4.30 pm Lots 3201 – 3275 JEWELLERY Wednesday,30November2022 1.30 pm Lots 2001 – 2313 WATCHES Wednesday,30November2022 11am Lots 2801–2859 ASIAN ART HIMALAYA CHINA Tuesday,29November2022 10am Lots 101–416 ASIAN ART JAPAN, SOUTHEAST ASIA Tuesday,29November2022 4pm Lots 417–553
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    3432 3462 Koller Auctionsis a partner of the Art Loss Register. All objects in this catalogue, which are uniquely identifiable and which have an estimate of at least €1 000 have been individually checked against the register’s database prior to the auction. EURO Estimates The estimates in Euros have been calculated according to an exchange rate of 0.97 and rounded off to the nearest whole number, for informational purposes only. All bids as well as all payments will be conducted and remitted in Swiss Francs. 112 SERVICE 112 Artist register 113 Addresses 114 Art Leasing 116 Auktionsbedingungen 118 Auction Conditions 120 Absentee Bid Form
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    PostWar Contemporary Lot3401 – 3519 AUCTION Thursday, 1 December 2022, 2pm PREVIEW Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm Monday, 28 November 2022. 10am – 4pm Silke Stahlschmidt Head of Department Tel. +41 44 445 63 42 stahlschmidt@kollerauctions.com Clarisse Doge Tel. +41 44 445 63 46 doge@kollerauctions.com Els Oswald Tel. +41 44 445 63 49 oswald@kollerauctions.com Teresa Ranft Tel. +41 44 445 63 41 ranft@kollerauctions.com Additional photos: www.kollerauctions.com
  • 136.
    Due to layoutreasons it may be possible that some sheet sizes are not fully illustrated. Please visit the online catalogue for untrimmed illustrations. The condition of the prints are only partly and in particular cases noted in the catalogue. Please do not hesitate to contact us for a detailed condition report.
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    3401 VICTOR VASARELY (Pécs 1906–1997Paris) KHIVA. 1949. Oil on paper, laid down on cardboard. Signed lower right: -Vasarely- 52 × 38 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Pierre Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, October 2022. We thank Pierre Vasarely for his kind assistance. This work will be included in the forthcoming Catalogue raisonné de l’oeuvre peint de Victor Vasarely. Provenance: - Semiha Huber, Zurich. - Private collection Switzerland. CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) | 3
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    3402 AREND FUHRMANN (Hamburg 1918–1984Viganello) Untitled. Oil on canvas. Monogrammed lower right: ar fu. Furthermore numbered on the stretcher: no. 468, as well as with directional arrows on the reverse. 110 × 110 cm. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) 3403 AREND FUHRMANN (Hamburg 1918–1984 Viganello) Untitled. Oil on canvas. Monogrammed lower right: ar fu. 90 × 90 cm. Provenance: By descent to the present owner, private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) | 4 PostWar Contemporary
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    3404 SERGE POLIAKOFF (Moscow 1900–1969Paris) Composition Abstraite. 1951. Gouache on brown paper. Signed lower left: SERGE POLIAKOFF. 45 × 60 cm. This work is recorded in the Archives Serge Poliakoff, Paris, under the archive number: 851034. We thank Alexis and Thaddée Polia- koff for their kind assistance. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 25 000 / 35 000 (€ 25 770 / 36 080) | 5
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    3405 SERGE POLIAKOFF (Moscow 1900–1969Paris) Bleu et lie de vin. 1965. Oil on canvas. Signed lower right: SERGE POLIAKOFF. 92 × 73 cm. This work is recorded in the Archives Serge Poliakoff under the number: 965135. We thank Thaddée Poliakoff for his kind assistance. Provenance: - Galerie Im Erker, St. Gallen (verso with the label). - Purchased from the above in 1996, private collection Switzerland. - By descent to the current owner, private collection Switzerland. Literature: Poliakoff, Alexis. Catalogue Raisonné de l‘œuvre de Serge Poliakoff, Vol. IV 1963-1965, Munich, cat. no. 65-06 (with b/w ill.). Exhibitions: - St. Gallen 1965, Poliakoff. Galerie im Erker, 24 April - 19 June, cat. no. 40 (b/w ill. p. 19). - Luzern 1965, Serge Poliakoff. Galerie Räber, 15 August - 15 October, cat.-no. 32 (b/w ill. p. 15). - Locarno 1965, Serge Poliakoff. Galerie Flaviana, 30 October - 30 November, cat.-no. 11 (b/w ill.). - Basel 1966, Serge Poliakoff. Galerie d‘Art Moderne, 20 January - 28 February, cat.-no. 31 (b/w ill. p. 6). In this auction we are offering two representative works by Serge Poliakoff from the 1950s and 1960s. His early work in the 1940s was characterised more by brown-grey tones. Ten years later, he expanded his colour palette and juxtaposed strong, colourful tones, as in the work on paper here from 1951 (lot 3404). In the 1960s he abandoned his tendency towards rather monochro- me colour compositions and again sought a sense of unity in his selection of colours, as in the painting from 1965. Even though these two works have a very individual nature, composition, and vibrancy, we can see that Poliakoff remains very true to his pictorial language throughout his oeuvre. He follows his clear, recognisable framework of basic lines and axes that structure his paintings, even if they initially appear to have been created without a strict preliminary design. The main axes around which the compositions are built, are always present vertically in the centre, horizontally in the centre, and diagonally. The diago- nals never point to the exact corners of the picture support but are always slightly offset. The sober, graduated tones of the painting, red, burgundy, grey, blue-grey, and white appear as asymmetrical shapes, which gather closely on top of and next to each other and seem to be loosely and randomly, almost organically attracted to each other. Like an enlarged cell structure that we examine under the micro- scope, the building blocks interlock. The light shapes, in harmony with the dark ones, balance each other out on the canvas. CHF 120 000 / 180 000 (€ 123 710 / 185 570) | 6 PostWar Contemporary
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    3406 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976Basel) Untitled. 1960. Black tempera on monotype on paper. Signed and dated lower right: Tobey 60. 29.8 × 22.8 cm. With the confirmation of authenticity by the Committee Mark Tobey, Münster, 23 May 2022. The present work is registered there under the number: 23/05/22-60.79. Provenance: - Formerly Galerie Beyeler, Basel. - Private collection Switzerland. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) 3407 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Untitled. 1954. Tempera on thin cardboard. Signed and dated lower right: Tobey 54. 28.5 × 22.9 cm. With the confirmation of authenticity by the Committee Mark Tobey, Münster, 31 October 2018. The present work is registered there under the number: 31/10/18-54.36. Provenance: - Galerie Carzaniga, Basel (verso with the label). - Private collection Switzerland. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) 3408* JAMES BROWN (Los Angeles 1951–2020 Mérida, Mexico) Instant, organisé. Oil on fabric, with wood sticks at the upper and lower margin. Signed lower left: BROWN, also titled on a label lower right: „Instant, organisé“. Inscribed on the reverse: MCGUIRK II. 120 × 88 cm. Provenienz: - Werner Schenk, Basel, directly purchased from the artist. - Liselotte McGuirk-Schenk, London/Basel. - Daniel Blaise Thorens Fine Art Gallery, Basel. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 8 PostWar Contemporary
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    3409* MARK TOBEY (Centerville 1890–1976Basel) Untitled. 1969. Tempera on styrofoam. Signed and dated lower left: Tobey 69. 100 × 50 cm. With the confirmation of authenticity by the Committee Mark Tobey, Münster 10 April 2019. This work is recorded under the archive number: 10/04/19-69.34. Provenance: Formerly Collection K. M. Schaub, Basel (directly purchased from the artist). Exhibitions: - Basel 1982, Galerie Jacqueline Schotland. - Selm 1993, Mark Tobey. Schloss Cappenberg. - Iserlohn 1997, Temperabilder, Graphik. Kunstverein Villa Wessel. - Burgrieden-Rot 2001, Schnittstellen. Westliche Moderne und die Kulturen Asiens II, Museum Villa Rot. Mark Tobey, painter, poet, composer, and important pioneer of Abstract Expressionism, was one of the best-known American artists of the 20th century. His artistic world is complex and is cha- racterised by an almost inexhaustible potential for creativity, love of experimentation and the power to innovate. With his distinc- tive approach to abstraction and fusion of elements of Western modernism with components of Far Eastern calligraphy, Tobey created something unique and extraordinarily radiant. This magnificent work, created in 1969, features an energetic internal design with broad white, black and dark red flowing lines, all-over reticulated structures, and calligraphic swirls against a bold red background. For Tobey, the white lines in motion symbo- lise a unifying idea that flows through the subdivided units of life, bringing a dynamism to people‘s minds and constantly expanding their energies to a greater scale. In the complexity of its move- ment, optical rhythms and musical vibrations, the present work not only intensely challenges the viewer‘s subjective perception but invites them to embark on a contemplative journey. Painting on polystyrene - as in the work offered here - presented a particu- lar challenge for Tobey due to the bluntness and resistance of the material. This unique composition reveals a wide range of Tobey‘s themes and interests: nature, civilisation, cities, movement, the sky and the cosmos, emptiness, and contemplation, as well as rhythm and music. CHF 50 000 / 70 000 (€ 51 550 / 72 160) „I often think of Chopin when I work. From time to time I have ideas, sometimes I don’t have any at all. Ideas come to me in the course of my creative work. A composer, once he has his point of departure a series of sounds he can compose an entire symphony.“ Mark Tobey | 10 PostWar Contemporary
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    3410 ULRICH RÜCKRIEM (Düsseldorf 1938–livesand works in Ireland) Untitled. 1977. Dolomit stone, splitted, 4-parts. 133 × 37 × 37 cm. Provenance: - Galerie Tschudi Glarus. 1990. - Purchased from the above, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, also private collection Switzerland. The German sculptor Ulrich Rückriem has dedicated himself to the principle of „form-forming division“. This means that he se- lects stones in the quarry, splits them with classic stonemason‘s tools and reassembles the resulting individual parts. He sum- marises the process as follows: splitting, cutting, grinding and polishing. His interventions are comparatively minimal, because as a quali- fied stonemason he has at his disposal a profound understanding of the material, its properties and geological composition. The fractures on the surface of the sculptures appear almost like dra- wings. They emphatically describe the handling of the stone and are witnesses to the events that led to its present state. Rückriem is not concerned with creating a new sculpture, but works with the stone and allows it to „react autonomously“ to the action of the tools. For the artist, stones possess an autonomous power, and must in turn find their equilibrium in the face of the changes he has brought about. Despite the weight of the materi- al, his works radiate an incredible calm and effortlessness. At first glance, Rückriem‘s oeuvre seems to belong decidedly to the realm of Minimalism. In fact, his works are situated rather in an intermediate zone between American Minimal Art and the expressive art tradition of 20th-century Europe. The former is de- tached and the artist‘s authorship is either virtually or completely negated. The latter is characterised by physical engagement with the stone and the association with the archaic-primitive creates a social and cultural link. The present sculpture from 1977 combines all these elements and is thus an outstanding example of Rückriem‘s work. CHF 15 000 / 25 000 (€ 15 460 / 25 770) | 12 PostWar Contemporary
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    3411 JEAN GORIN (St. Emilion–Blain1899–1981 Niort) Composition-Ciné-Temporelle. Nr. 74. 1970. Acrylic on wood. Signed, titled, with the work number, date and with the hanging indication on the reverse: JEAN GORIN COMPOSITION-CINÉ-TEMPORELLE N°74 1970 HAUT BAS. 53 × 33 × 8 cm. Provenance: - Galerie Charles Lienhard, Basel (verso with the label). - Schneider Auktionen Züricwh, Auction, lot 9015 (verso with the label). - Rusterholtz Auktionen Basel, Auction 2 December 2006, tot 122. - Purchased from the above, since then private collection Switzerland. Exhibition: Basel 1970, Jean Gorin. Gallery Charles Lienhard, 1 November 1970 - 10 January 1971 (verso with the label). CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 14 PostWar Contemporary
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    3412 IVÁN CONTRERAS-BRUNET (Santiago deChile 1927–2021 Vendôme) Untitled (wire object). 1979. Oil, wire and wood. Signed and dated on the reverse: Ivan Contreras-Brunet 9-1979. 91 × 86 × 8.5 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) | 15
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    Atmosphère chromoplastique N°407 1976 Acrylic on wood 70 x 70 x 8 cm / 27,5 x 27,5 x 3,1 in. Archives Luis Tomasello 3413 LUIS TOMASELLO (La Plata/Argentina 1915–2014 Paris) Atmosphère chromoplastique N°407. 1976. Acrylic on wood. Signed on the reverse: Luis Tomasello, also titled, dated and with the measurements: ATMOSPHERE CHROMOPLASTIQUE N°407 (corrected: previously 470) Luis Tomasello - 1976 - 70 × 70 cm × 8 cm. 70 × 70 × 8 cm. Provenance: Private collection Switzerland. Luis Tomasello was one of the best-known figures within Op Art and Kinetic Art. The play of light and shadow, the choice of colours and the resulting generation of movement within the geometric motifs are the focus of this Argentinian artist‘s oeuvre. Unlike almost any other artist, he mastered the art of creating a dynamic relationship between his work, its surroundings and the viewer. During a trip to Europe at the end of the 1940s, Tomasello dis- covered the work of Piet Mondrian and, duly inspired, began to experiment with geometric abstraction and to break away from the figurative painting of his early years. He took Mondrian‘s ideas further by gradually making grids, as well as serial repetitions, light and movement, into the leitmotifs of his art. In his paintings, entitled „Atmosphère chromoplastique“, which brought Tomasello international fame, the artist also integrated reflection, light and the casting of shadows. His reliefs consist of three-dimensional surfaces, cubes, squares, cylinders and some- times rhombohedrons, arranged in orthogonal regular patterns and painted uniformly white. The elements protrude only slightly. They are identical in each composition and are usually painted on the reverse or oblique side with blue, green, yellow, red or occasi- onally fluorescent paint, so that they reflect on the surface of the usually square work, suggesting movement and creating stunning effects. As the viewer moves around the present wooden relief, interac- ting closely and directly with it, with each change of perspective they discover not only the bright green and blue painted surfaces on the white cubes, but also a new sense of movement. In this remarkable work, produced in 1976, using simple materials and objects, Luis Tomasello created an almost palpable atmosphere and a unique interplay of light and shadow. CHF 15 000 / 20 000 (€ 15 460 / 20 620) | 16 PostWar Contemporary
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    „Colors project themselvesinto the atmosphere, don’t they? And for me the most kinetic part is light, which tou- ches colors and is reflected. Something faster than light, you don’t realize but it exists“. Luis Tomasello | 17
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    3414 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zurich2016) Untitled. Black granite. 31.6 × 60.8 × 9.9 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3415 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zurich 2016) Espace 3. 1975. Pink marble. 30 × 30 × 15 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 6 000 / 10 000 (€ 6 190 / 10 310) | 18 PostWar Contemporary
  • 153.
    3416 MAX BILL (Winterthur 1908–1994Berlin) Pyramide in Form einer Achtelskugel. 1965. Black Swedish granite. 6/12. Height 21 cm. With the artist‘s signed photo expertise. Provenance: - Gimpel-Hanover + André Emmerich Galerien, Zurich. - Purchased from the above in 1983, since then private collection Switzerland. „Even in modern art, artists have used methods based on calculation, inasmuch as these elements, alongside those of a more personal and emotional nature, give balance and harmony to any work of art.“ Max Bill CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) | 19
  • 154.
    3417 RICHARD PAUL LOHSE (1902Zurich 1988) Zwei und zwei gleiche Farbgruppen. 1965/69. Oil on canvas. Signed, with location, titled and dated on the stretcher: Richard Paul Lohse Zürich Zwei und zwei gleiche Farbgruppen 1965/69. Also with directional arrow. 60 × 60 cm. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. Exhibition: Zurich 1969, Modulare Ordnungen, Galerie Ziegler, November - December. Together with Bill and Honegger, Richard Paul Lohse was one of the leading figures within Concrete Art. His publications such as „Neue Ausstellungsgestaltung“ (New Design in Exhibitions) and formative concepts such as principles of variability, continuity of structures, identity of form and colour and dialectical image for- mulation, still attract a great deal of attention beyond art circles. Free from chance and unpredictability, his oeuvre is organised into what are known as serial and modular orders. The former are based on continuous rows and an equally continuous sequence of colours that are set in motion when combined. These arran- gements offer the artist unlimited possibilities and thus do away with pictorial limitations. The latter, on the other hand, have a fixed centre from which all further movement develops, so that there is definitely a pictorial limitation. From 1943 onwards, Lohse worked exclusively with squares and rectangles, which created a network of coordinates with which he could work freely. In this way, he simultaneously banished nature, symbolism, and dynamics from his formal language. The present work, the first draft of which dates from 1965, ori- ginates from the group of modular orders. In the centre are four squares in pink, blue, yellow, and green. From this centre point, two colour groups, pink-green and blue-yellow, extend across the pic- ture surface in equal horizontal and vertical symmetry. In Lohse‘s work one finds neither perspective nor a sense of depth; before the viewer, therefore, is revealed an explicitly two-dimensional painting. The fact that the painting‘s construction follows a strict plan is made clear, among other things, by the mirroring of the co- lours within the colour groups, while the shape of the colour fields remains constant. Accordingly, colour and form do not compete with each other either compositionally or symbolically. The saturated colouring underlines the central importance of to- nality and quality of colour for the artist. Instead of using standard tones, he mixed and corrected the colour tones again and again until they met his requirements. Just as methodical as Lohse‘s pictorial composition, the viewer‘s eye also takes in the colour groups: enticed by the richness of the colour forms, the design principles are then laid bare, before one finally surrenders to the restoration of visual unity. CHF 40 000 / 60 000 (€ 41 240 / 61 860) | 20 PostWar Contemporary
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  • 156.
    3418* ANTONIO CALDERARA (Abbiategrasso 1903–1978Ortasee) Nello spazio quadrato. 1973. Watercolour and pencil on cardboard. Monogrammed and dated lower left: A. C. 1973, as well as signed and dated on the reverse: Antonio Calderara 1973. 16 × 15.4 cm. Provenance: - Formerly Fondazione Antonio e Carmela Calderara, Vacciago. - Formerly Galerie Stefan Hildebrandt, Zurich. Exhibition: St. Moritz 2015/16, Horizons, Abstracts and Epigrams. Galerie Stefan Hildebrandt, 19 December 2015 - 19 March 2016. „To paint the Nothing, which is Everything.“ Antonio Calderara CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 580 / 3 610) 3419* ANTONIO CALDERARA (Abbiategrasso 1903–1978 Ortasee) Senza titolo (Nr. 219). 1975. Watercolour and pencil on paper. Signed and dated on the reverse: Antonio Calderara 1975. 21 × 20 cm. Provenance: - Formerly Fondazione Antonio e Carmela Calderara, Vacciago. - Formerly Galerie Stefan Hildebrandt, Zurich. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 580 / 3 610) 3420* LEO ERB (St. Ingberg 1923–2012 Kaiserslautern) Nr. 27. 1972. Plastic strips layered on wooden board. Signed, dated and titled on the reverse: erb 72, 21. Januar / an meinem Geburtstag Nr. 27. 100 × 70 cm. Provenance: - Directly purchased form the artist by the previous owner, private collection Germany. - By descent to the present owner, since then private collection Germany. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) | 22 PostWar Contemporary
  • 157.
  • 158.
    3421 VICTOR VASARELY (Pécs 1906–1997Paris) Felhoe. 1972-76. Acrylic on canvas. Signed lower right: Vasarely. Signed, dated, titled, with work number and measurements on the reverse: 2889 VASARELY FELHOC 100×100 1972/76 Vasarely. 100 × 100 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Pierre Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, October 2022. We thank Pierre Vasarely for his kind assistance. This work will be included in the forthcoming Catalogue raisonné de l’oeuvre peint de Victor Vasarely. Provenance: - Semiha Huber, Zurich (verso with the label). - Private collection Switzerland. “Every form is a base for colour, every colour is the attribute of a form.” Victor Vasarely As one of the founding fathers of the Op Art movement in Euro- pe, Vasarely, with his brightly coloured optical patterns, brought a visually kinetic aspect to the traditionally flat paintings of his generation. Vasarely originally wanted to become a doctor but gave up medicine to follow his passion for art and enrolled at Sandor Bortnyik‘s private art school Műhely from 1929, which was inspired by the ideas of the Bauhaus. Due to financial constraints, the school focused on subjects such as applied graphics and ty- pographic design, which later formed the basis for Vasarely‘s un- mistakable style. Vasarely mastered the game of optical illusions like no other, expertly bringing simple geometric forms, vibrations, rotations, and oscillations to the canvas. In the present work also, he skilfully puts the viewer‘s eye to the test. As a template for later wooden sculptures, Vasarely de- monstrates his ability to manipulate colour, light and geometry: in simple shades of blue and grey against a dark blue background, several cubes come into view. Inconclusiveness meets visual sensory overload here, for despite the accurate structure and demarcation of the individual surfaces, it is hard to make out the orientation of the largest cube. Is it a room into which the viewer is plunged, and do the lighter and darker surfaces on the right represent walls? Or is the artist projecting a floating cube onto the centre of the canvas? What is the role of the colours and the smaller cubes in the very centre of ‚‘Felhoe‘‘? Vasarely‘s work is not only complex, but also often contradictory. Simultaneously, it bridges the gap between the abysses of the first half of the 20th century and the rise of mass consumption and the Swinging Sixties. “Felhoe” exists not only as a complex pictorial surface, but as a space designed by the artist that is both dynamically inviting and problematic in its effect. As unstable and fleeting as Vasarely‘s pictorial surfaces may seem, by eliciting fas- cination and discomfort, the artist brilliantly succeeds in holding up a mirror to the viewer. CHF 60 000 / 90 000 (€ 61 860 / 92 780) | 24 PostWar Contemporary
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    3422 AURELIE NEMOURS (1910 Paris2005) Untitled. 1975. Oil on canvas. Signed and dated on the reverse: NEMOURS 1975, as well as with the directional inscription: HAUT. 80 × 80 cm. Provenance: Private collection Switzerland. Literature: Lemoine, Serge: Aurélie Nemours: Catalogue raisonné, Milano: Skira 2018, Vol. 2, no. 516 (b/w ill.). Aurélie Nemours was an exceptionally important geometric abs- tract artist who worked within Constructive Art and dedicated her entire life to bringing her oeuvre to fruition. She left an ambitious and rich legacy to subsequent generations, from which we have the pleasure of offering a painting from 1975. Throughout her life, Aurélie Nemours worked on her own visual language and developed a logical pictorial system. From the be- ginning, her career was determined by a focus inwards, in search of the absolute. After an unusually long period of study, research, and development, from 1953 she began to define her own vocabulary. During these years, through the art critic and painter Michel Seuphor, Nemours discovered Piet Mondrian, who for her was confirmation that she had chosen the right path. She used a limited number of forms and consciously opted for a reduction of pictorial elements: lines, dots, dashes, squares, or rectangles, which are always based on horizontals and verticals running parallel to the boundaries of the picture support. In the course of the 1960s, Nemours worked on the „Echiquier“ series, which adopted the structure of the chessboard, which for Nemours was the ideal surface structure. At first, she created squares or rectangles that were positioned playfully with strong colours. The coloured areas face each other antipodally. Her pain- tings have two to a maximum of four colours, with black and white often present. At this time, Nemours played with the topographi- cal distribution of the surfaces and colours, which are determined by a dynamic multiplication of a serial arrangement. In 1965, in her quest for greater simplicity, she adopted the square, which became her preferred form. The present painting from 1975 inhabits a seemingly subtle sim- plicity which the artist attained in her mature work. Nine squares of differing whiteness cover the given square shape of the canvas. With an extremely sensitive precision, the white pigments of the respective areas differ. The white tones cover the surfaces smoothly and without any structuring. Although the boundaries of the nine surfaces are very precisely drawn, they are hardly dis- cernible. The brushstrokes are applied with the utmost exactness, which means that no effect is sought through the material. The white picture seems to exist “by itself“. This painting is a good example of Aurélie Nemours arriving at a level of simplification in the course of the 1970s, which was the result of a very long period of research, from which, paradoxically, intuition and sensitivity ultimately come to dominate. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 26 PostWar Contemporary
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    3423 EDUARDO CHILLIDA (1924 SanSebastián 2002) Aurera VII. 1969. Collage and litho colour on Japan. Signed and with the artist‘s signet in pencil lower right: Chillida. Lower left titled: AURERA. 21.5 × 30 cm. With the confirmation and explanations by the Sucesión Chillida, 5 November 2021. Provenance: - Erker Galerie, St. Gallen (verso with the label). - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. „Aurera“, the title of the present work by Eduardo Chillida, means something like „ forwards“ in Basque and is thus a synonym for „bon à tirer“. The present collage is therefore the artist‘s model for the central, and at the same time the largest sheet of the later 8-part series for the book „Martin Heidegger: Art and Space“, published in 1969. CHF 18 000 / 24 000 (€ 18 560 / 24 740) | 28 PostWar Contemporary
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    3424 RICHARD LIN (1933 Taichung2011) Painting Relief 13 September 1965. 1965. Oil, aluminium and perspex on canvas. Signed on the overlap: LIN. Also signed, dated, with measurements and directional arrows on the stretcher: LIN 13-SEPTEMBER-1965 50×60. 127 × 152.5 cm. The Estate of Richard Lin Show Yu confirm that this work will be included in the forthcoming Catalogue Raisonné of the artist. We thank the artist’s Estate for their kind assistance. Provenance: - Marlborough Gallery, London (verso with the label). - Purchased from the above by the previous owner, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, also private collection Switzerland. Exhibition: London 1966, Richard Lin. Marlborough Fine Art Gallery, March-April 1966, p. 2, no. 18 (with b/w ill.). “White is the most mundane of colors, and the greatest of all colors: it is the most colorless and the most colorful: it is the most noble color and the most common color: it is the most tranquil color, and the saddest color too ... white in and of itself is many colors: it can be thicker, thinner, heavier, lighter, transparent, semi- transparent ... which means that with white and white, you can construct many strange and wonderful relationships of shapes and shapes, or spaces and spaces.” Richard Lin pei in 1985. Richard Lin left England in 1981 and lived in Taiwan again until his death in 1988. Richard Lin became famous for his predominantly white „reli- ef paintings“. He painted several layers on top of one another, allowing each layer to dry before applying the next, so that the white, monochrome canvas nevertheless showed colour diffe- rences and edges. With the canvas prepared in this way, he would then apply his reliefs. In the present work from „13 September 1965“, there are 2 vertical bars in the upper third of the canvas: on the left, an elongated piece of aluminium with a narrow black stri- pe painted on its right side; on the right, a white piece of Plexiglas, complemented on the right by a narrow strip of aluminium. They border a white square on the right, left and bottom, created by the multiple application of paint. Lin skilfully plays with the viewer‘s perception. Both the canvas, which is not uniformly white, and the different materials of the reliefs unsettle us and cause us to check our assumptions about our visual experience. Looking at the work, we suppose that it is a monochrome white painting and also that the reliefs are identical — but neither is true; the individual reliefs are the same length, but differ in width, height and material. Recognising this is unsettling and challenges the viewer to check and adjust their preconceptions. „Relief Painting 13 September 1965“ is an outstanding example of Richard Lin‘s expert handling of the relationship between painting and architecture, and at the same time between Western and Eastern art traditions. CHF 40 000 / 60 000 (€ 41 240 / 61 860) | 30 PostWar Contemporary
  • 165.
  • 166.
    3425* BERNARD AUBERTIN (Fontenay-aux-Roses 1934–2015 Reutlingen) Filde Fer. 1973. Oil, wire and nails on panel. Signed, dated, titled, with size informati- on and directional arrow on the reverse: AUBERTIN 1973 FIL DE FER 30 cm × 24 cm Bernard Aubertin. 24.5 × 30 cm. With the confirmation of authenticity by the Archivio Opere Bernard Aubertin, April 2022. The work is recorded there under the number: FDFR37-1000350623. Provenance: Directly purchased from the artist, since then private collection Italy. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3426* BERNARD AUBERTIN (Fontenay-aux-Roses 1934–2015 Reutlingen) Fil de fer. 1975. Oil, wire and nails on panel. Signed, dated, titled, with size information and directional arrow on the reserve: AUBERTIN 1975 FIL DE FER 55 cm × 65 cm. 55 × 65 cm. With the confirmation of authenticity by the Archivio Opere Bernard Aubertin, April 2022. The work is recorded there under the number: FDFR57-1000350523. Provenance: Directly purchased from the artist, since then private collection Italy. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 32 PostWar Contemporary
  • 167.
    3427 PAOLO SCHEGGI (Florence 1940–1971Rome) Inter-ena-cubo. 1969. Die-cut modules made of purple cardboard in plexiglas. Signed on the label on the backside: Paolo Scheggi, and with the printed work description. 41.5 × 41.5 × 11 cm. With the confirmation of authenticity by Franca Scheggi Dall‘Acqua, Assozicazione Paolo Scheggi, Milano, 24 September 2014. The work is recorded in the archive under the number: APSM073/0013. CHF 16 000 / 26 000 (€ 16 490 / 26 800) | 33
  • 168.
    3428 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet2016) 5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°. 1959/69. Serigraph ink on panel. Signed, dated, titled and numbered on the reverse: 1959-69 5 trames 85°- 87°5-90°-92°5-95° 7/9 Morellet. 80 × 80 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) 3429 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet 2016) 3 trames. 83°-90°-95°. 1959/69. Serigraph ink on panel. Dated, titled, numbered and signed on the reverse: 1959-69 3 trames 83°-90°-95° 6/9 Morellet. 80 × 80 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) | 34 PostWar Contemporary
  • 169.
    3430 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet2016) 5 trames. 85°-87°5-90°-92°5-95°. 1959/1969. Serigraph ink on panel. Dated, titled and numbered on the reverse: 1959-69 5 trames 85°-87°5- 90°-92°5-95° 3/9. 80 × 80 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) 3431 FRANÇOIS MORELLET (1926 Cholet 2016) 3 trames. 83°-90°-95°. 1959/1969. Serigraph ink on panel. Dated, titled, numbered and signed on the reverse: 1959-69 3 trames 83°-90°-95° 7/9 Morellet. 80 × 80 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 30 000 / 40 000 (€ 30 930 / 41 240) | 35
  • 170.
    3432 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lives and works in Milan) SFERA. 1966. Bronze with golden patina. With the incised signature, title, date and number on the plexiglass base: Arnaldo Pomodoro „SFERA“ 1966 - 1/2. Diameter 27 cm. Professionally polished. Provenance: - Semiha Huber, Zurich. - Private collection Switzerland. Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 393 (with b/w ill.). Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 393. The Italian Arnaldo Pomodoro was one of the most influential sculptors of the 20th century. He developed a unique and dis- tinctive visual language that makes his works instantly and clearly identifiable. He uses universal, geometric forms such as columns, discs and spheres as a starting point and „violates“ them with his own poetic, vivid formal language to reveal the imperfection in the otherwise controlled universe of abstraction. Perhaps the best-known complex of works are the so-called „Spheres“. At first, he would deconstruct the underlying sphere so that the surface would consist entirely of broken elements. Over time, he began to encase his works again. The present work from 1966 consists of a perfectly polished, re- flective sphere at the bottom and top. In between, the hollowed- out interior opens up, with individual carved-out elements remi- niscent of machines or technical components. When one looks at his works, including the pillars or discs, Pomodoro always returns to the same forms and structures, which reflect his fascination for everything technical, but also his love of theatre. They are like an alphabet without translation. Even the artist cannot decipher the- se signs, and so they remain mysterious and poetic at the same time. Through their constant repetition, however, this alphabet seems to tell stories that nevertheless lead into the unknown. Arnaldo Pomodoro‘s spheres originate in the tension that exists between the perfect exterior and the lesions and cavities within. The unusual complexity of the interior contrasts with the im- maculate mantle. The details are in conflict with the whole. The artist himself describes it this way: „For me the sphere is a perfect, almost magical form. Then you try to break the surface, go inside and give life to the form“. CHF 150 000 / 200 000 (€ 154 640 / 206 190) | 36 PostWar Contemporary
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    „The sphere isa marvelous object, from the world of magic, wizards, whether it is of crystal or bronze, or full of water ; it is also the mother’s womb, I think… “ Arnaldo Pomodoro | 37
  • 172.
    3433 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lives and works in Milan) Papiro per Rusconi Editore. 1987. Bronze with golden patina. With the incised signature and inscription lower right: Arnaldo Pomodoro ea. Épreuve d‘artiste, artist‘s proof outside the edition of 12. Casted by Fonderia Artistica F. Illi Bonvicini, Caselle di Sommacampagna. 37.3 × 26 × 11 cm (incl. wood base). Professionally polished Provenance: - Semiha Huber, Zurich. - Private collection Switzerland. Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne, no. M 158. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 38 PostWar Contemporary
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    3434 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lives and works in Milan) PORTE Dall‘EDIPO. 1988. Bronze with golden patina. With the incised signature, title and number on the bronze plinth: Arnaldo Pomodoro 6/9 „PORTE Dell‘ EDIPO“ 6/9. 63 × 74 × 40 cm. Will be professionally polished. Provenance: - Semiha Huber, Zurich. - Private collection Switzerland. Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 836 (with b/w ill.). Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 836. CHF 60 000 / 90 000 (€ 61 860 / 92 780) | 39
  • 174.
    3435* JAMES BROWN (Los Angeles1951–2020 Mérida/Mexico) Vienna Head. 1987. Oil on canvas. 56 × 47 cm. Provenance: - Gallery Thaddeus Ropac, Berlin. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Germany.. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 40 PostWar Contemporary
  • 175.
    3436 ARNALDO POMODORO (Morciano diRomagna 1926–lives and works in Milan) SCUDO, I, studio. 1991. Bronze with golden patina on iron stand. With the incised signature and number: Arnaldo Pomodoro 3/9. 30.5 × 12 cm on iron stand 36.5 × 14 × 12 cm. Provenance: - Semiha Huber, Zurich. - Private collection Switzerland. Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 885 (with b/w ill.). Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 885. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) 3437 ARNALDO POMODORO (Morciano di Romagna 1926–lives and works in Milan) SCUDO, IV, studio. 1991. Bronze with golden patina on iron stand. 3/9. With the incised signature and number: Arnaldo Pomodoro 3/9. 30.5 × 12 cm on iron stand 36.5 × 14 × 12 cm. Provenance: - Semiha Huber, Zurich. - Private collection Switzerland. Literature: Gualdoni, Flamino: Arnaldo Pomodoro. Catalogo ragionato della scultura, Vol. II, Milan 2007, no. 888 (with b/w ill.). Website: www.arnaldopomodoro.it/catalogue_raisonne/, no. 888. CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 41
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    3438 KARL FRED DAHMEN (Stolberg1917–1981 Preinersdorf) Drei Fenster. 1960. Oil and soil on canvas. Signed lower right: dahmen, also signed, dated, inscribed and with directional arrow on the reverse: K.F. Dahmen 1960 oben. 65 × 90 cm. Provenance: - Galleria Pater, Milan. - Purchased from the above by the present owner in 1961, since then private collection Switzerland. Exhibition: Milan 1961, K.F. Dahmen. Galleria Pater, April, p. 5 (with b/w ill.). Literature: Weber, Thomas: K. F. Dahmen. Werkverzeichnis vol. 1 1946-1965, Cologne 2003, no. 023.60 - B 0735. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 42 PostWar Contemporary
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    3439 DIETER ROTH (Hanover 1930–1998Basel) Kleinbasel am Rhein. 1969. Chocolate and iron. With the incised title on a labe lower centre: AM RHEIN. Signed and dated on the reverse: Dieter Roth 69, also with the printed title: Kleinbasel am Rhein and described: 10 mal traurig verzahnt. bei Diter Köln und Rudolf Rondorf im Raben- grund im Jahre über Rot bei Rieser 1969 am Rhein. 33 × 35 × 2 cm. „Objects may or should pass away, and that is good for them and for us.‘‘ Dieter Roth Provenance: - Sotheby‘s Auction, Zurich, 2 December 2014, lot 96. - Purchased from the above by the present owner, since then property Switzerland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) 3440* DIETER ROTH (Hanover 1930–1998 Basel) Untitled. Ca. 1969. Chocolate on brown painted panel. In plexiglass box. 49.5 × 49.5 cm. Provenance: - Collection Carl Vogel, Hamburg. - Auction Lempertz, Cologne, 1 june 2010, lot 1078. - Purchased from the above auction by the present owner. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) | 43
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    3441 MIMMO PALADINO (Paduli 1948–livesand works in Milan) Untitled. 1978. Lot of 2 acrylic, pencil and ink on paper. Signed and dated on the reverse: Mimmo Paladino 78. Each 14.9 × 19 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) 3442* MARIO SCHIFANO (Homs 1934–1998 Rome) Untitled. 1970. Enamel and screenprint on paper. 100 × 70 cm. Signed lower right: Schifano. With the confirmation of authenticity by the Fondazione Mario Schifano, Rome, 26 October 2000. This work is recorded under the number: S.M. 70/450. Provenance: Formerly Collection Reto a Marca. Literature: Fondazione M.S. Mulitstudio (ed.): Mario Schifano. Opere su carta 1955-1998, B. IV° , no. sm70/450, p. 113 (with colour ill.). CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) | 44 PostWar Contemporary
  • 179.
    3443 MARKUS RAETZ (Büren 1941–2020Bern) Eva. 1970. Lot of 3 watercolour on paper. 2 sheets monogrammed lower right: M.R. Each 20.5 × 30 cm (framed 51.5 × 127.5 cm). The authenticity of this work has been confirmed by the Estate of Markus Raetz, October 2022. We thank the Estate of Markus Raetz for their kind assistance. Provenance: - Galerie Farideh Cadot, Paris (verso with the label). - Purchased from the above by the present owner in 1990, since then private collection Europe. „Markus Raetz is a born draughtsman, flâneur of the world of perception, master visionary and explorer on a lifelong expe- dition into the realm of the visible.“ Anita Haldemann CHF 18 000 / 24 000 (€ 18 560 / 24 740) | 45
  • 180.
    3444* CHRISTO (VLADIMIROV JAVACHEFF) (Gabrowo 1935–2020New York City) Store Front / Mandarin Yellow. 1965. Collage with pencil, wax crayon and enamel on drafter‘s vellum laid on cardboard. Signed and dated lower right: Christo 65, as well as titled, inscri- bed, with the technique and measurements: STORE FRONT (Mandarin Yellow) „Red Devil“ - enamel / 99“×78“1/2 ×20“ Christo 65. 71.5 × 56 cm. This work is registered in the archive Christo and Jeanne-Claude, May 2022. We thank Mr. Matthias Koddenberg for his kind assis- tance. Provenance: - Formely Locksley Shea Gallery, Minneapolis. - European collection. - Phillips London, Auction 28 June 2019, lot 127. - German property. CHF 50 000 / 70 000 (€ 48 540 / 67 960) | 46 PostWar Contemporary
  • 181.
    3445* MARIO SCHIFANO (Homs 1934–1998Rome) Untitled. 1974. Enamel and wax crayon on canvas. Signed lower right: Schifano. 77.5 × 99 cm. With the confirmation of authenticity by the Archivio Mario Schifano, Rome, 20 July 2022. The work is recorded there under the number: 05154220528. Provenance: Private collection Italy. CHF 15 000 / 25 000 (€ 15 460 / 25 770) | 47
  • 182.
    3446 GEORG HEROLD (Jena 1947–livesand works in Cologne) DAS STIGMA DES GENIALEN. Gouache on canvas. 150 × 85 cm. Provenance: Formerly Galerie Gisela Capitain, Cologne. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) 3447 ALIGHIERO BOETTI (Turin 1940–1994 Rome) Composizione. 1989. Gouache, pencil and ink on paper, firmly laid on canvas. Signed upper right: alighiero boetti. 29.5 × 21 cm. With the confirmation of authenticity by the Archivio Alighiero Boetti, 7 July 2000, Rome. This work is recorded there under the number: 137. Provenance: - Laure Genillard Gallery, London. - Purchased from the above by the pre- sent owner in 2000, since then private collection Switzer- land. CHF 9 000 / 16 000 (€ 9 280 / 16 490) | 48 PostWar Contemporary
  • 183.
  • 184.
    3448* ZHU JINSHI (Peking 1954– lives and works in Beijing) Lan Bridge. 1979. Oil on firm paper. 27 × 22 cm. With the confirmation of authenticity by the artist, September 2022. We thank the artist of his kind assistance. Provenance: - Artist‘s studio. - Purchased directly from the artist by the present owner, since then private collection Germany. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) 3449* ZHU JINSHI (Peking 1954–lives and works in Beijing) Iron Fence. 1978. Oil on firm paper. 22.4 × 26.2 cm. With the confirmation of authenticity by the artist, September 2022. We thank the artist for his kind assistance. Provenance: - Artist‘s studio. - Purchased directly from the artist by the present owner, since then private collection Germany. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 50 PostWar Contemporary
  • 185.
    3450 CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI) (Marseille1921–1998 Paris) La Mouche. 1957. Bronze with brown patina. With the incised signature and number on the plinth: César 3/8, as well as with the foundry stamp: Bocquel fd. 12.3 × 10 × 22 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Archives Denyse Durand-Ruel, 16 September 2022, Rueil Malmaison. The work is registered under the number: A753. We thank Madame Durand-Ruel for her kind assistance. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) 3451 CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI) (Marseille 1921–1998 Paris) Moustique. 1984. Bronze with brown patina. With the incised signature and number on the plinth: César E.A. 1/4. With the foundry stamp: BRONZE ROMAIN BARELIER. 11.8 × 7.6 × 12.5 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Archives Denyse Durand-Ruel, 16 September 2022, Rueil Malmaison. The work is registered under the number: A4289. We thank Madame Durand-Ruel for her kind assistance. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3452 CÉSAR (CÉSAR BALDACCINI) (Marseille 1921–1998 Paris) Agnès. 1988. Bronze with brown patina. With the incised signature and number on the plinth: César E.A. 1/4, as well as with the foundry stamp: BRONZE ROMAIN BARELIER. 20.5 × 9.6 × 18 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Archives Denyse Durand-Ruel, 16 September 2022, Rueil Malmaison. The work is registered under the number: A922. We thank Madame Durand-Ruel for her kind assistance. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 51
  • 186.
    3453 NIKI DE SAINTPHALLE (Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego) L‘Oiseau Amoureux. 1990/92. Painted polyester. Signed at the foot: Niki de Saint Phalle, as well as with the incised number and signature: 1/3 Niki de Saint Phalle. Furthermore with the foundry stamp: Haligon. 155 × 150 × 60 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Galerie Jamileh Weber, Zurich. - Purchased from the above by the present owner in 1994, since then private collection Switzerland. The French-Swiss sculptor and painter Niki de Saint Phalle was one of the most important artistic personalities of the 20th century. Numerous colourful sculptures and architectural works by the artist, who knew no bounds to her creativity, adorn public spaces worldwide. A self-taught artist, she became world-famous with her sensual opulent female figures, the “Nanas”, which radiate a seemingly carefree cheerfulness. This remarkable work “L‘Oiseau Amoureux” was created between 1990 and 1992 in the art studio of the Haligon family. Niki de Saint Phalle created an imposing, majestic-looking eagle-like bird in polyester, its body painted with bold contrasting ornaments and circular shapes. With its large outstretched wings, it offers shelter to a female figure who tenderly embraces this bird of the imagina- tion. The iconic Nana symbolises fertility, freedom, and love. Her face is turned away. In this constellation, the artist illustrates the effervescence of life, its give-and-take, in a loving way. Unlike her project “Paradis Fantastique”, where Jean Tinguely‘s sharp, black machines clash with Niki de Saint Phalle‘s round colourful sculptu- res, in the present work the two creatures form a balanced entity. CHF 140 000 / 180 000 (€ 144 330 / 185 570) „Les oiseaux sont omniprésents dans mon œuvre: des oiseaux im- mortels, tristes, triomphants, affamés. Les oiseaux sont des messa- gers de notre monde vers l’autre. Mon ange gardien est un oiseau.“ Niki de Saint Phalle | 52 PostWar Contemporary
  • 187.
  • 188.
    3454 NIKI DE SAINTPHALLE (Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego) Fauteuil Dos à Dos. 1993. Resin, painted. Signed and numbered on a label on a foot: 12/20 Niki de Saint Phalle. 170.5 × 85 × 65 cm. Provenance: - Galerie Edition Ars Collect, Lucerne. - Purchased from the above by the present owner in ca. 1998, since then private collection Switzerland. CHF 30 000 / 50 000 (€ 30 930 / 51 550) | 54 PostWar Contemporary
  • 189.
    3455 NIKI DE SAINTPHALLE (Neuilly-sur Seine 1930–2002 San Diego) La conversation. 1991. Casted resin, painted and lacquered. With the stamped signature and number lower lateral: niki de saint phalle 17/20. 105 × 170 × 120 cm. Traces of ageing. Provenance: - Galerie Bonnier, Geneva. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 30 000 / 50 000 (€ 30 930 / 51 550) | 55
  • 190.
    3456 PETER PHILLIPS (Birmingham 1939–livesand works in London) Nigerian Pitch. 1984. Relief. Acrylic on canvas and wood. Signed, titled and dated on the reverse: Peter Phillips 1984 „NIGERIAN PITCH“. 180 × 290 × 25 cm. Professionally restored. Provenance: By descent to the present owner, private collection Switzerland. CHF 9 000 / 14 000 (€ 9 280 / 14 430) | 56 PostWar Contemporary
  • 191.
    3457* SALOMÉ (WOLFGANG LUDWIGCIHLARZ) (Karlsruhe 1954–lives in Berlin) American Flag. 1979/80. Acrylic on canvas, 2 parts. Unsigned. 240 × 400 cm (each 240 × 200 cm). The authenticity of this work has been confirmed by the artist, October 2022. We thank him for his kind assistance. Provenance: - Galerie Bruno Bischofberger, Zurich. - Private collection New York. CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) | 57
  • 192.
    3458 RÉMY ZAUGG (Courgenay 1943–2005Basel) MÜDES BILD MÜDE. Enamel on canvas. With the directional arrow on the reverse. 52 × 38 cm. Provenance: - Galerie Gisele Linder, Basel. - Purchased from the above in 1997, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, private collection Switzerland. The present work is an example of Remy Zaugg‘s experiment in translating painting into language. The three words MÜDES BILD MÜDE stand out in an impasto paint with a whitish primer. Here he has recourse to a simple script without ornamentation. The tex- ture of the three words reflects such a degree of clarity and pre- cision that one might at first mistake them for a silkscreen. In fact, Zaugg has been working intensively with this printing technique since the 1970s, even considering it a contemporary alternative to painting. In his search for a new form of monochrome, he created, among other things, monochrome overpainted pictures, initially in an ethereal light blue. Later, strong colour contrasts would find their way onto Zaugg‘s canvases. In our work, however, the artist restricts himself to the various effects of the white tone, which could not be more different. The background, painted with a brushstroke, has little in common with the almost immaculate surface of the words which look as though they are printed. Only the colour provides a sense of unity to the work, causing the viewer to question their perception time and again until the very end, and in this way represents an impressive example of Zaugg‘s conceptual critique of human perception CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 58 PostWar Contemporary
  • 194.
    3459 JASON MARTIN (Jersey 1970– lives and works in London) Untitled. 1996. Oil on aluminium, 2-parts. Signed, dated, with technique and measurements on the reverse: Jason Martin Feb 96 oil on aluminium 12“ × 10“ ×4“. Each 25.5 × 30.7 × 11.4 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Jason Martin Studios, October 2022. We thank the Jason Martin Studios for their kind support. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) | 60 PostWar Contemporary
  • 195.
    3460 ADOLF LUTHER (Uerdingen 1912–1990Krefeld) Energetische Plastik. 1984. Mirror, wood and plexiglass. Signed and dated on the reverse: Luther 84. Also with the stamps: ENERGETISCHE PLASTIK and SEHEN IST SCHÖN. 40 × 40 × 8.5 cm. Provenance: - Galerie Wilbrand, Cologne. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) 3461 RICHARD DEACON (1949 Wales–lives and works in New York) NO. 4. 1999. Stainless steel. 85 × 68 cm. Provenance: - Lisson Gallery, London. - Purchased from the above by the previous owner in 1999, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 61
  • 196.
    3462 ZDENEK SYKORA (1920 Louny2011) Nr. 8 – Trio Op 2. 1978. Oil and pencil on canvas. Signed, dated, titled and with measurements on the stretcher: Nr. 8 „Trio Op 2“ 150 × 150, 1978. Zdeněk Sýkora. 150 × 150 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Lenka Sýkorová, Louny, 5 October 2022 (recorded with the title: Lines No 8 – Hiršal’s Trio). We thank Ms Sýkorová for her kind assistance. Provenance: - Galerie Média, Neuchâtel. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. Exhibitions: - Gorinchem 1979, Kunstcentrum Badhuis, Zdeněk Sýkora, Computer-schilderijen. September 22 - October 25. - Neuchâtel 1981-1982, Gallery Média. Cycle Média 81. 14 March - 10 January. „Even a combination that at first seemed uninteresting can lead to a result that I am surprised by. Chance enriches people: it prevents them from falling into stereotypes. With every picture, I end up being the one who is most shocked, even though I know at least a little bit beforehand what might emerge. I find the greatest analogy for this kind of art in music. For a composer who writes the individual parts more or less separately, it must also be a great experience to hear the whole work played in its entirety by all the instruments.“ Zdeněk Sýkora The Czech painter and sculptor Zdeněk Sýkora was one of the most widely exhibited and innovative exponents of Abstract, Concrete and Constructive Art. By reducing natural forms and colours, the artist gradually arrived at a form of geometric abstraction with a systematic pictorial structure: the Structural Pictures. With them Sýkora found a pictorial solution for the relationships between form and colour. The first computer-programmed structures were created as early as 1964. From 1973 onwards, the computer pioneer developed a new system based on the calculated principle of chance, which for- med the basis of his well-known line pictures. Shapes, lengths, thicknesses, colours, and their intersections are determined by random numbers generated on the computer. Lines became im- portant elements in Sýkora‘s paintings for the first time. Released from the strict order of structural grids, the line allowed him grea- ter painterly freedom. For Sýkora, music is the pinnacle of all art forms because of its physical effect, complexity, and abstract nature. Ever since he created his first line paintings, he cherished the desire to trans- form them into a musical form. Consequently, it is no coincidence that in the present work entitled „Lines No 8 - Hiršal‘s Trio“ the se- ries of numbers used to establish the lines in this work are referred to Sýkora as “musical scores“. For the viewer, this cheerful large- format work from 1978 with its black, orange, and violet meande- ring lines, which in places form themselves into tangles and gently meet, has the effect of a closely integrated harmonic symphony. This unique painting exemplifies the vitality and individuality that Sýkora is able to breathe into his line paintings. With the support of his wife, Sýkora continued to develop the the- me of lines. The painting offered here, „Lines No 65“ from 1990, is quite compelling with its black and blue, wider, and narrower, curved and almost straight lines, as well as the isolated small and larger dots, which are interrelated in an original way. Although Zdeněk Sýkora worked with systems, programmes, and the progressive principle of chance, he always remained true to painting. CHF 150 000 / 250 000 (€ 154 640 / 257 730) | 62 PostWar Contemporary
  • 197.
  • 198.
    3463 ZDENEK SYKORA (1920 Louny2011) Linie No 65. 1990. Oil and pencil on canvas. Signed and dated on the reserve: Sykora 1990. Also titled, dated and with measurements on the stretcher: Linie Nr. 65 70 × 70 1990. Furthermore with directional arrow on the overlap: above, and with the damaged label: ZDENEK SYKORA. 70 × 70 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Ms. Lenka Sýkorová, Louny, 26 July 2022. The work is registered in the Lenka and Zdeněk Sýkora Archive under the number: L065 (there recor- ded under the title: Lines No. 65). We thank Ms. Sýkorová for her kind assistance. Provenance: - Purchased probably from Galerie Hofmann by the previous owner. - By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 70 000 / 90 000 (€ 72 160 / 92 780) | 64 PostWar Contemporary
  • 199.
  • 200.
    3464 SOL LEWITT (Heartford 1928–2007New York City) 9 Pyramids on a 9 Part Grid. 1991. Cast polyester resin on formica base. Signed and numbered on the underside: S. Lewitt 4/15. 34 × 73.7 × 73.7 cm. Provenance: - Rosa Esman Gallery, New York, publisher (on the underside with the label). - Glen Dranoff Fine Art, New York. - Purchased from the above by the present owner, since then private collectors Switzerland. Literature: Garrels, Gary (Ed.): Sol Lewitt. a retrospective, San Francisco Museum of Modern Art 2000, p. 273, no. 257 (with colour ill.). The American artist Sol LeWitt. born 1928 as the child of Russian- Jewish immigrants, was one of the leading figures of Minimalism and a pioneer of Conceptual Art. He gained notoriety in the late 1960s with his Wall Drawings; however, he was active across a vari- ety of media, as his extensive two- and three-dimensional oeuvre illustrates. LeWitt‘s multi-faceted oeuvre of hundreds of works on paper, prints, photographs, installations, as well as structures in the form of towers, pyramids and other geometric processes is clearly reflected in the works presented here. LeWitt‘s artistic practice was based on emphasising ideas over the material aspects of a work of art. In doing so, he used simple, basic geometric forms and their repetition to develop aesthetic systems that reflect a sophisticated engagement with a world beyond the perceptible. Initially known for his geometric sculptu- res that use open, modular structures and spring from the form of the cube, in 1968 LeWitt began developing his Wall Drawings, in which he explored countless variations on the way drawn lines are applied to walls. Of his Wall Drawings, more than 1200 works were created; first with graphite, then with chalk and later with India ink. The present sculpture from 1991 epitomises Lewitt‘s preference for simple geometric forms, as well as their serialisation, repetiti- on, and progression. On a dark grey Formica plinth stand 9 irregu- lar pyramids. The artist has arranged the forms, cast in polyester resin, with precision on the 3 x 3 grid: however, the shapes of the individual structures conflict with the order and continuity of the platform. Thus, along the outer fields, 6 sharply pointed pyramids, almost like icebergs, protrude partially at an angle from the black surface. The three remaining pyramids appear monumental and more stable. The structures convey to the viewer a simultane- ous impression of strength and fragility. It is possible that LeWitt deliberately avoided using colours here, for the interplay of the opposites of black and white, as well as angular and pointed, cons- picuously emphasises his principle of geometry and repetition. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 66 PostWar Contemporary
  • 201.
    “Anyone who understandsthe work of art owns it.” Sol LeWitt | 67
  • 202.
    3465 SOL LEWITT (Heartford 1928–2007New York City) Emblemata. 1999. Gouache on paper. Signed and dated lower right: S. Lewitt 99. 28.7 × 57.4 cm. Provenance: - Galleria d‘Arte Contemporanea Dabbeni, Lugano (verso with the label). - Purchased from the above by the present owner in 2001, since then private collection. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) 3466 MATT MULLICAN (Santa Monica 1951– lives and works in New York) Untitled (from: The subject to elemental). 2001. Gouache on paper, 5-parts. Signed and dated on the reverse: Mullican 01. 30.5 × 23 cm. Provenance: - Galerie MAI 36, Zurich (verso with the label). - Purchased from the above, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, also private collection Switzerland. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 580 / 3 610) | 68 PostWar Contemporary
  • 203.
    3467* THEODOROS STAMOS (New York1922–1997 Ioannina/Greece) Infinity Field, Lefkada Series. 1980. Acrylic on canvas. Signed, dated and titled on the overlap on the reverse: STAMOS 1980 INFINITY FIELD/LEFKADA. 180 × 152 cm. Provenance: - Galerie M. Knoedler, Zurich. - Purchased from the above by the previous owner, private collection Switzerland. CHF 35 000 / 40 000 (€ 36 080 / 41 240) | 69
  • 204.
    3468 IMI KNOEBEL (Dessau 1940–livesand works in Düsseldorf) Pure Freude (P.F.2). 2001. Lot of 4 acrylic on plastic paper with collage. Each signed, dated, titled and numbered on the reverse: Imi 2001 PF 2-4 6/7, as well as with the impressum on the original folder. Each 103 × 74 cm. Complete. Provenance: - Galerie Lelong, Zurich. - Purchased from the above in 2004, since then private collection Switzerland. CHF 15 000 / 25 000 (€ 15 460 / 25 770) | 70 PostWar Contemporary
  • 205.
    „I don‘t wantto come to anything but the colour. I apply the colours, use the colours and try to get another colour that way. I bring the colour into various contexts. Only then can it come, the freedom.“ Imi Knoebel | 71
  • 206.
    3469 IMI KNOEBEL (Dessau 1940–livesand works in Düssel- dorf) Untitled. 1995. Acrylic on aluminium, mounted on wood. Signed and dated on the reverse: Imi 95. 13.6 × 10.5 × 8 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) 3470 GERWALD ROCKENSCHAUB (Linz 1952–lives and works in Berlin) Untitled. 1991. Yellow fluorescent plexiglass. Unique. 210 × 120 cm. Provenance: - Galerie Susanna Kulli, St. Gallen. - Purchased from the above in 1997, since then private collection Switzerland. Exhibition: St. Gallen 1991. Galerie Susanna Kulli, Gerwald Rockenschaub „Teppiche“. 7. June - 7. July. Literature: Drechsler, Wolfgang. Gerwald Rockenschaub : 1980 - 2004. For the exhibition Gerwald Rockenschaub in the Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, p. 166. CHF 3 000 / 6 000 (€ 3 090 / 6 190) | 72 PostWar Contemporary
  • 207.
    3471 RITA MCBRIDE (Des Moines/California1960–lives and works in Düsseldorf) I CONTINUE TO LIVE IN MY GLASS HOUSE. 1995. Mobile (acrylic glass, plastic, aluminium, wood). 254 × 183 × 122 cm. Provenance: - Galerie Mai 36, Zurich. - Purchased from the above by the previous owner in 1999, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 9 000 / 12 000 (€ 9 280 / 12 370) | 73
  • 208.
    3472* NOT VITAL (Sent 1948–livesand works in Lower Engadine) 700 Snowballs. 2017. Multiple. 3 plaster sculptures. Diameter between 7 and 10 cm. With the handsigned and numbered (no. 231-233) confirmations of authenticity by the artist. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 550 / 2 060) 3473 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zurich 2016) Tableau Espace P 1194. 1994. Acrylic on wood. Signed, titled and dated on the reverse: HONEGGER 1994 - P. 1194 - TABLEAUX - ESPACE. 190 × 6 × 16 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 000 / 4 000 (€ 2 060 / 4 120) 3474 NIGEL HALL (Bristol 1943–lives and works in London) PASSAGE II. 1994. Wood sculpture. 17 × 14.4 × 108.3 cm. Provenance: - Galerie Renée Ziegler, Zurich. - Purchased from the above by the previous owner in 1995, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. Exhibition: Gallery Renée Ziegler, Zurich, 7 October - 26 November 1995, Nigel Hall, exhibition list No. 06. CHF 4 000 / 5 000 (€ 4 120 / 5 150) | 74 PostWar Contemporary
  • 209.
    3475 TURI SIMETI (Alcamo/Sicily 1929-2021Milano) Quattro ovali bianchi. 1993. Acrylic on canvas. Signed and dated on the stretcher: Simeti 1993, also with the directional arrow: ALTO. 50 × 50 × 4.5 cm. With the confirmation of the Archivio Turi Simeti, Milan. This work is registered in the Archivio under the archive no.: 1993-B0503. Provenance: - Galerie Wack, Kaiserslautern. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 75
  • 210.
    3476 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zurich2016) Tableau-Relief C 1379. 2002 Aluminium, lacquered. Signed, dated and titled on the reverse: HONEGGER 2002 C. 1379. 61 × 61 cm. Provenance: - Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (verso with the label). - Private collection Switzerland. CHF 3 500 / 4 500 (€ 3 610 / 4 640) | 76 PostWar Contemporary
  • 211.
    3477 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zurich2016) Tableau-Relief C 1384. 2002. Aluminium, lacquered. Signed, dated and titled on the reverse: HONEGGER 2002 C. 1384. Diameter 61 cm. Provenance: - Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (verso with the label). - Private collection Switzerland. CHF 3 500 / 4 500 (€ 3 610 / 4 640) 3478 GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zurich 2016) Tableau-Relief C 1380. 2002. Aluminium, lacquered. Signed, titled and dated on the reverse: HONEGGER 2002 C.1380. 60 × 61 cm. Provenance: - Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz (verso with the label). - Private collection Switzerland. CHF 3 500 / 4 500 (€ 3 610 / 4 640) | 77
  • 212.
    3479 CALLUM INNES (Edinburgh 1962–livesand works in Edinburgh) Exposed Painting. Paynes Grey / Charcoal on White. 1998. Oil on canvas. Signed and dated on the overlap: Innes. 98, as well as with the work number on the stretcher: CI 98 31. 87.5 × 80.5 cm. Provenance: - Galerie Bob van Orsouw, Zurich (verso with the label). - Purchased from the above by the previous owner in 1998, private collection Switzerland. - By decent to the present owner, since then private collection Switzerland. Callum Innes is probably one of the best-known artists in Great Britain today. From the nineties onwards, he worked in parallel on a dozen different series. The most extensive series is entitled „Exposed Painting“, which he began in 1992 and which he is still developing today. His picture supports are mainly paper or canvas, which are primed with white paint. He divides these geometrically into different and unequal horizontal and vertical zones by applying monochrome areas of oil paint across the entire width. Before the oil paint dries, he wipes away part of the surface with turpentine, a liquid solvent for oil paint. This creates a veil-like, shimmering, almost transparent layer of colour, which gives a hint of the former colour pigments and at the same time brings out new pigments. Callum Innes mixes his oil colours himself, in which black tones dominate, but also red, violet, and olive tones are intermingled. Our present painting „Exposed Painting“ from 1998 has as its focus a solid black horizontal beam, which is interrupted by the diffuse light grey veil of colour which is traced vertically. The turpentine has revealed a light mist of black pigments, or more precisely, the black paint has been „Exposed“, visibly exposed. This particular technique of addition and subtraction, of put- ting on and taking off, of adding and taking away, of opening and closing, of the diaphanous and the opaque, is what the artist calls „unpaint“. A disciplined monochrome painting that produces uncertain results and constantly obliges the painter to discover, question and renew the technique he has developed. CHF 15 000 / 20 000 (€ 15 460 / 20 620) | 78 PostWar Contemporary
  • 214.
    3480 ALBRECHT SCHNIDER (Luzern 1958–livesand works in Hilterfingen) Untitled. 2008. Acrylic on canvas. Signed and dated on the reverse: A. Schnider -08-. 49 × 34.5 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Ms. Brigitte von Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider, Hilterfingen, 10 October 2022. We thank Ms. von Niederhäusern for her kind assistance. Provenance: - Galerie Bob van Orsouw, Zurich (verso with the label). - Private collection Switzerland. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 80 PostWar Contemporary
  • 215.
    3481 ALBRECHT SCHNIDER (Luzern 1958–livesand works in Hilterfingen) Untitled. 2008. Acrylic on canvas. Signed and dated on the reverse: A. Schnider -08-. 49 × 34.5 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Ms. Brigitte von Niederhäusern, Studio Albrecht Schnider, Hilterfingen, 10 October 2022. We thank Ms. von Niederhäusern for her kind assistance. Provenance: - Galerie Bob van Orsouw, Zurich (verso with the label). - Private collection Switzerland. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 81
  • 216.
    3482* DIRK SKREBER (Lübeck 1961–livesand works in New York) Untitled. 2001. Oil, lacquer and PVC tape on panel. 250 × 150 cm. Provenance: - Kerstin Engholm Galerie, Vienna. - Formerly Collection Falckenberg, Hamburg. Exhibition: Wien 2001, Dirk Skreber. Kerstin Engholm Galerie, 8 May - 21 June. Literature: - Dorothea Strauss: Dirk Skreber (exh. cat.), Kunstverein Freiburg, 2002, p. 25, 36 (colour ill.) - F. Emslander/Christian Scheidemann: Dirk Skreber Blutgeschwindigkeit Blood Speed (exh. cat.), Staatl. Kunsthalle Baden-Baden and Museum Franz Gertsch Burgdorf, 2008, p. 28/33 colour ill.) CHF 8 000 / 12 000 (€ 8 250 / 12 370) | 82 PostWar Contemporary
  • 217.
    3483 GILLIAN CARNEGIE (Suffolk 1971–livesand works in London) green and silver. 2006. Oil on canvas. Signed, titled and dated on the reverse: Gillian Carnegie 2006 ‚green and silver‘. 170 × 138 cm. Provenance: Formerly Galerie Gisela Capitain, Cologne. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 83
  • 218.
    3484 SOPHIE RYDER (London 1963–livesand works in Cirencester) Crawling (Maquette). 1998. Bronze with green patina. With the incised signature, date and number on the inside of the left thigh: Ryder 98 1/9. 23.5 × 34 × 11 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Switzerland. „I sculpt characters and beings - the dogs, the hares, the mino- taurs - are all characters beyond animal form. I‘m not interested in making a replica. If you would put a real hare next to one of mine, you would see great differences.“ Sophie Ryder Looking at Sophie Ryder‘s animal-human hybrids, we are im- mediately struck by the close connection the artist establishes between mythology and human life, its emotions, and desires. The artist gradually transformed the violent, powerful Minotaur of Greek mythology into a loving protector. With the characterful anthropomorphic „Lady Hare“, who stands for desire and fertility, Ryder soon created a worthy companion for the Minotaur. Of fundamental importance is that the free-form head of the Lady Hare, as with all the other heads of Ryder‘s fantasy creatures, functions merely as a mask. Her own body serves as the model for the female hare. Accordingly, it can be assumed that Ryder is in fact portraying himself. After a short time, Ryder, a passionate dog breeder, also created the „Dogman“, which is closely related to the female hare. With her works, Sophie Ryder seeks to convey to the viewer a momentary human emotion in an everlasting form. Ryder‘s uniqueness lies in her ability to convey the variety of human emotions through body language alone, as the human face and the instinctive sensations that our faces can convey are masked. With her signature works, the artist attempts to capture almost every aspect of what is to be human: vulnerability, fatigue, hunger, happiness, jealousy, pain, love, fear, humour, and sexuality. Crawling on all fours, attentively facing each other (lot 3486) and looking into a mirror (Lot 3485), these bronze works from 1998- 99, mysterious as well as familiar, invite the viewer to interact. CHF 16 000 / 22 000 (€ 16 490 / 22 680) | 84 PostWar Contemporary
  • 219.
  • 220.
    3485 SOPHIE RYDER (London 1963–livesand works in Cirencester) Dogman in Mirror. 1999. Bronze with brown patina and mirror. With the incised signature, date and number on the backside: Ryder 99 9/12. 19 × 12 × 16 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Switzerland. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) 3486 SOPHIE RYDER (London 1963–lives and works in Cirencester) Ladyhare with Minotaur through a window. 1999. Bronze with green patina and glass. With the incised signature, date and number: Ryder 99 11/12. 20.5 × 21 × 16 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Switzerland. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) | 86 PostWar Contemporary
  • 221.
    ‘’The ears arelike a mane of hair and she fits so well with the very masculine Minotaur. The minotaur and the ladyhare are my charac- ters, my lovers. The animal masks allow me to portray feelngs and positions that would be maybe rather too ridiculous or too sugges- tive if the heads were human. With the animal heads it all becomes perfectly acceptable.“ Sophie Ryder | 87
  • 222.
    PAUL STRAND (New YorkCity 1890–1976 Orgeval) Black Mountain, Cerro, New Mexico, 1932. Gelatin silver print. Vintage. 11.7 x 14.8 cm. Fully signed on reverse, titled and dated by the photographer. CHF 30 000 - 50 000 HELMUT NEWTON (Berlin 1920–2004 Los Angeles) Woman examining Man, St. Tropez, 1975. Gelatin silver print. Later edition. 36.2 x 30 cm. Fully signed, titled, dated and with‚ Monte-Carlo‘ copyright stamp on reverse. CHF 15 000 - 25 000 Photography ibid online only, 8 December 2022 bidding opens 22 November www.kollerauctions.com
  • 224.
    3487 GOTTFRIED HELNWEIN (Vienna 1948–liveaand works in Los Angeles) Verbrannter Engel II. 1990. Oil and acrylic on canvas. Signed and dated lower right: HELNWEIN 90. 120 × 156 cm. Provenance: Private collection Switzerland. Exhibition: Thun 1992, Kunstmuseum. Gottfried Helnwein, 19 July - 6 September, no. 120 (b/w ill.) (verso with the label). Wounded children covered in blood, bandaged, disfigured bodies, gloomy comic figures - Austrian artist Gottfried Helnwein fascina- tes and shocks in equal measure with his hyper-realistic large for- mat works. His portraits, based on photographs, deal with themes such as torture, injury, and violence, focusing on the human being as a defenceless victim at the mercy of a dystopian society. A metaphor for the shattered imagination, creativity and inno- cence of human existence, the artist makes use not only of the figure of the child, but also of personalities from mainstream and American popular culture, as the present work demonstrates. The almost life-size image portrays James Dean, one of the most influential film icons of the US post-war period. While on the one hand the portrait is captivating because of its technical perfection, on the other hand it tackles critical issues surrounding mass me- dia, commercialisation and those who suffer as a consequence. At first glance, the painting, which is based on a photograph, radiates neither fear nor violence; instead, it is imbued with an overwhelming sense of heaviness and gloom. Against an almost black background, the reclining actor appears in high contrast. The question of his condition and the context of the situation remains unclear. Despite the lit cigarette, the snow-white shirt, as well as the languid facial features and powerless posture suggest an empty shell of Dean rather than a sleeping state. The heavi- ness that unfolds in the reclining, so-called „fallen angel“ is entirely devoid of the stylistic devices suggesting violence. Deviating from traditional visual conventions, with this portrait Helnwein once again communicates his critique of society in an unmistakable and yet subtle manner. CHF 15 000 / 20 000 (€ 15 460 / 20 620) | 90 PostWar Contemporary
  • 225.
    “At some point,however, I realised that art was the only option for me after all. Maybe it‘s a defect, but from an early age I always saw violence around me and the effect of violence: fear.“ Gottfried Helnwein | 91
  • 226.
    3488 HANS-PETER FELDMANN (Düsseldorf 1941–livesand works in Düsseldorf) Klassiker-Gemälde. 1978. Series of 12 handcoloured offset prints. Each 42 × 29.7 cm. Provenance: - Richard Saltoun, London (verso with the label). - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. Literature: Compare: Lippert, Werner: Hans-Peter Feldmann. Das Museum im Kopf, Cologne 1989, p. 76. „Feldmann robs our world of images. In the library of all conceivable and unthinkable images.“ Werner Lippert CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 92 PostWar Contemporary
  • 227.
  • 228.
    3489 NEDKO SOLAKOV (Tscherwen Brjag/Bulgaria1957–lives and works in Sofia) Deleted scenes from a Silly Movie. 2013. Sepia, black and white ink and paper wash on paper; series of 12 drawings. Each signed and dated in cyrilic lower right: Conak 13, also titled and numbered upper right: FROM „SELECTED SCENES FROM A SILLY MOVIE“ #1-12. Each 19 × 28 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the artist, October 2022. We thank him for his kind assistance. Provenance: - Artist‘s studio. - Purchased directly from the artist by the present owner in 2013, since then private collection Switzerland. CHF 10 000 / 14 000 (€ 10 310 / 14 430) | 94 PostWar Contemporary
  • 229.
  • 230.
    3490 SILVIA BÄCHLI (Baden 1956–livesand works in Basel) Untitled. 2014. Gouache on paper. Signed, monogrammed, dated and with work number on the reverse: Silvia Bächli sb2014_146 S.B. 2014. 31 × 22 cm. Original artist frame. The authenticity has been confirmed by the artist, October 2022. We thank her for her kind assistance. Provenance: - Galerie Barbara Gross, Munich. - Purchased from the above by the present owner in 2019, since then private collection Switzerland. CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) 3491 SILVIA BÄCHLI (Baden 1956–lives and works in Basel) Untitled. 2005. Indian ink on paper. Signed, monogrammed, dated and with work number on the reverse: Silvia Bächli sb2005-212 S.B. 05. 31 × 22 cm. Original artist frame. The authenticity has been confirmed by the artist, October 2022. We thank her for her kind assistance. Provenance: - Galerie Barbara Gross, Munich. - Purchased from the above by the present owner in 2019, since then private collection Switzerland. „Even if nowadays my drawings often have non-figural cast – they are still closely linked with the body. Crossed lines can be stars in the lines on one’s palms, snaking lines can have their starting point in the paths from here to there I was following yesterday…” Silvia Bächli CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) | 96 PostWar Contemporary
  • 231.
    3492 MIRIAM CAHN (Basel 1949–livesand works in Basel) Madonnenähnlich. 1995. Pastel and pigment on paper. Monogrammed and dated on the reverse: M 15 2 95 49 × 63 cm. Provenance: - Galerie Jocelyn Wolf, Paris. - Purchased from the above by the present owner, since then Private collection Switzerland. Exhbition: Paris 2020, Miriam Cahn. Notre Sud. Galerie Jocelyn Wolff, 4 April - 25 July. “With the titles, I am suggesting to the viewer what it could be about. And when the title and the picture intersect, it gets interes- ting. When a colourful, beautiful, colourful watercolour shows not mandalas, as a woman in an exhibition once assumed, but atomic bombs. Contradictions interest me.” Miriam Cahn CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 97
  • 232.
    3493* ISSHAQ ISMAIL (Accra 1989–livesand works in Accra) Aziz. 2019. Acrylic on canvas. Signed lower left: Isshaq. 153 × 126 cm. With the confirmation of authenticity by the Isshaq Ismail Studio, Accra, Ghana. Provenance: - Artist‘s studio. - Purchased directly from the artist by the present owner, since then private collection Austria. Isshaq Ismail was born in Accra in 1989 and is now part of Ghana‘s flourishing and influential art scene. He has gained international fame for his „grotesque portraits“. The large-format painting offered here, „Aziz“ from 2021, is domi- nated by a distorted face. A huge red mouth and an equally large brown nose with blue nostrils protrude from the blue face. Large eyes, differently shaped and looking in different directions, peer out of the painting. With quick, gestural brushstrokes, a strong colour palette and the impasto application of paint, the artist has brought his portrait to life. Through both form and colour the „inhuman portraits“ are brought into being, and for Isshaq Ismail they are the reflection of an equally inhuman society. By means of the grotesque, he expresses emotions and moods that prevail in a social, cultural, and political present filled with fear. In this environment, many people are unable to express their worries and fears in words, and it is precisely these people that he gives voice to with his impressi- ve portraits. His paintings are sometimes based on sketches from photographs but are mostly based on sketches that draw on his memories and experiences from the streets, public places, and public transport of the metropolis of Accra. His paintings are characterised by a range of emotions - fear, wor- ry, discontent, insecurity, discrimination, desolation, etc. Beyond that, however, the artist refrains from any attribution: the colour palette he uses means that skin colour plays no role (he never uses brown or white for faces), the abstraction and the framing of the picture mean that neither gender nor age can be determined, and the distortions mean that no specific person can be identi- fied. He does not paint real people, but rather personified images of the underlying emotions. This anonymisation lends his oeuvre a universal quality. Nevertheless, he insightfully presents to the viewer identities which have been shattered by fears, caused by judgements about appearance, by material aspirations, by racial or gender oppression. While studying at the Ghanatta College of Art and Design, he be- came familiar with the works of Jean-Michel Basquiat and Francis Bacon. This encounter with their works helped him to break away from convention and the veneration of given forms, materials, and styles and to develop his own „grotesque“ visual language. CHF 25 000 / 35 000 (€ 25 770 / 36 080) | 98 PostWar Contemporary
  • 233.
    „Life is notperfect, so I don’t see why I need to create perfect forms.” Isshaq Ismail | 99
  • 234.
    3494* JAMES LICINI (Zürich 1937–livesand works in Nürensdorf) Stahlbau. 1990. Steel with rust patina. Monogrammed and dated on the plinth: JL90. 217 × 26 × 27 cm. Literature: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau: Werkverzeich- nis der Plastiken 1968 - 1998, Zurich 1990, no. 249. „Licini‘s art represents the constant attempt to give absolutely clear expression to insights drawn from the reality of his own life using the simplest possible formal arrangements. Because he wants to set himself apart from artists who tastefully carry out and embellish their ideas, Licini calls himself a ‚steel worker‘. Matthias Frehner CHF 3 000 / 5 000 (€ 3 090 / 5 150) 3495 JAMES LICINI (Zürich 1937–lives and works in Nürensdorf) Stahlbau VHP 60. Tubular steel hollow section 60 mm, welded with rust patina At the bottom with the incised monogram: JL. 33.5 × 24 × 15 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Purchased directly from the artist by the current owner, since then private collection Switzerland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 100 PostWar Contemporary
  • 235.
    3496 JAMES LICINI (Zürich 1937–livesand works in Nürensdorf) Untitled. 1995. Bronze with rust patina. With the stamped monogram: JL. 32.5 × 18.5 × 33 cm. Provenance: Private collection Switzerland. Literature: Hesse, Jochen: James Licini - Stahlbau: Werkverzeichnis der Plastiken 1968 - 1998, Zurich 1990, no. 406. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) 3498 BERNHARD LUGINBÜHL (Bern 1929–2011 Langnau i.E.) Untitled. Steel, oxidated. With the incised number: G05218 10503 350. 37 × 78 × 40 cm. CHF 6 000 / 9 000 (€ 6 190 / 9 280) | 101
  • 236.
    3499* PETER PHILLIPS (Birmingham 1939–livesand works in London) Gemini 1: Unvarying Mean. 1981. Oil and wax on canvas, 2-parts. Signed, dated, titled, also with technique information and directional arrow on both stretchers and on the reverse of each canvas: Peter Phillips, Gemini 1: Unvarying Mean, 1981, oil wax on canvas. Right / Left panel. 180 × 260 cm. Provenance: - Walker Art Gallery, Liverpool (verso with the label). - Private collection Germany. Exhibition: Liverpool 1982. retroVISION Peter PHILLIPS. Walker Art Gallery, 26 June - 1 August, p. 76 (with colour-ill.). CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) 3500 ALFRED HOFKUNST (Vienna 1942–2004 Missy) Les pêchers en fleurs. 1976. Oil on canvas. Signed and dated lower right: Al. Hofkunst 76. 200 × 300 cm. Provenance: - Galerie Jan Krugier, Geneva. - Private collection Switzerland. CHF 8 000 / 14 000 (€ 8 250 / 14 430) 3501 ALFRED HOFKUNST (Vienna 1942–2004 Missy) La mer est belle. 1982. Oil and pastel on canvas, collage on canvas. Signed, dated and titled on the upper right: Al. Hofkunst 82 La mer est belle. 155 × 200 cm. Provenance: Directly purchased from the artist by the present owner in 1982, since then private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) | 102 PostWar Contemporary
  • 237.
  • 238.
    3502 ARMAN (ARMAND PIERREFERNANDEZ) (Nice 1928–2005 New York City) Squeezed. 1987. Sliced bronze and cello with golden patina. With the incised signature and number: Arman 1/6. 125 × 65 × 64 cm. This work is recorded in the Arman Studio Archives New York under the number: APA# 8310.87.025. We thank the Arman Studio Archives for their kind assistance. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 18 000 / 28 000 (€ 18 560 / 28 870) 3503 ARMAN (ARMAND PIERRE FERNANDEZ) (Nice 1928–2005 New York City) Hermes and Dyonisos: Monument to Analysis. 1986. Sliced bronze, welded, with green patina. Signed and numbered lower right: Arman 4/4, as well as with foundry stamp: bocquel. 233 × 145 × 110 cm. This work is recorded in the Arman Studio Archives New York under the number: APA# 8301.86.011. We thank the Arman Studio Archives for their kind assistance. Provenance: By descent to the present owner, private collection Switzerland. „I have always been very much involved in the pseudo biological cycle of production, consumption and destruction. And for a long time, I have been anguished by the fact that one of its most con- spicuous material results is the flooding of our world with junk and rejected odd objects.“ Arman CHF 50 000 / 80 000 (€ 51 550 / 82 470) | 104 PostWar Contemporary
  • 239.
    3504 ARMAN (ARMAND PIERREFERNANDEZ) (Nice 1928–2005 New York City) Patins - homage à Denise Bielmann. 2004. Bronze with green patina. Signed on the right side: Arman, also with the incised number: 8/8. 21.5 × 35 × 38 cm (without plinth). Provenance: Formerly Collection Reto a Marca. CHF 9 000 / 12 000 (€ 9 280 / 12 370) 3505 SANDRO CHIA (Florenz 1946–lives and works in Montalcino) L‘Europe et la Mer. 1986. Bronze with black patina. With the incised signature and number on the backside: CHIA 1/6. Height 74 cm. Provenance: - Semiha Huber, Zurich. - Private collection Switzerland. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) | 105
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    3506* PAUL JENKINS (Kansas City1923–2012 New York City) Phenomena purple tree. 1980. Watercolour on wove paper. Signed lower centre: Paul Jenkins, as well as signed, titled and dated on the reverse: Paul Jenkins „Phenomena purple tree“ 1980. 77 × 58 cm. Provenance: - Private collection USA. - Purchased from the above by the present owner in 2001, since then private collection USA. CHF 4 000 / 6 000 (€ 4 120 / 6 190) 3507 JEAN TINGUELY (Fribourg 1925–1991 Bern) KWW. 1989. Watercolour, oil and pencil on thin cardboard. Signed lower right: Jean Tinguely, also titled lower left: KWW, and dated in the centre: 1989. 50 × 70 cm. Provenance: - Galerie Beyeler, Basel (verso with the label). - Purchased from the above, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, also private collection Switzerland. CHF 7 000 / 9 000 (€ 7 220 / 9 280) | 106 PostWar Contemporary
  • 241.
    3508 LUCIANO CASTELLI (Luzern 1951–livesand works in Lucerne ) Doppelselbstportrait. 1986. Oil on canvas. Signed, dated, titled and numbered on the reverse: DOPPELSELBSTPORTRAIT Luciano Castelli 86 C 273. 135.7 × 155.5 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Switzerland. CHF 10 000 / 15 000 (€ 10 310 / 15 460) 3509 BILLY CHILDISH (Chatham 1959–lives and works in Chatham) Robert Walser Dead in the Snow (And His Hat Rolled Clean Away). 2008. Oil and charcoal on canvas. Signed lower right with the artist‘s signet, also verso with the artist‘s signet and the title: Robert Walser dead in the snow 08. 122 × 91 cm. Provenance: - Galerie Neugerriemenschneider, Berlin. - Purchased from the above by the present owner in 2010, since then private collection Switzerland. Literature: Neugerriemenschneider (ed.): Billy Childish. I am their damaged mega- phone, Berlin 2010, p. 30/31 (with colour ill.). CHF 9 000 / 14 000 (€ 9 280 / 14 430) | 107
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    | 108 PostWar Contemporary
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    3510* MIRIAM CAHN (Basel 1949–livesand works in Basel) Lesen in Staub - Strategische Orte. 1987. Lot of 2 charcoal drawings on paper, both sides. Each 29.8 × 21 cm. With a letter of confirmation by Adam Jankoswki, that these drawings are the sketches for the invitation card. Provenance: - Galerie Vorsetzen, Hamburg. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Germany. CHF 2 000 / 3 000 (€ 2 060 / 3 090) 3512* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Geneva) 11 sheets: Untitled. 1986. Lot of 11 gouaches on paper, partly with perforated margin. Each signed lower right: disler, also some dated: 86. One sheet signed and dated on the reverse: disler 86. Partly titled on the reverse. Varying measurements from 30 × 40 cm to 48 × 35.5 cm. Provenance: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection England. CHF 12 000 / 18 000 (€ 12 370 / 18 560) 3511* A.R. PENCK (RALF WINKLER) (Dresden 1939–2017 Zurich) From: Standart Nr. 9. 1972. Lot of three felt-tip pen drawings on paper. Each signed lower right: a.r. penck. Each 29 × 20.5 cm. All in all „Standart Nr. 9“ consists of 131 drawings. CHF 3 000 / 4 000 (€ 3 090 / 4 120) | 109
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    3513 DANIELE BUETTI (Fribourg 1956–livesand works in Zurich) Does Inertia in smiling unmask a false friend. 2008. Lightbox. 100 × 80 × 9 cm. Provenance: - Galerie Ernst Hilger, Vienna. - Purchased from the above by the present owner in 2008, since then private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 5 150 / 7 220) 3514 H.R. (HANS RUDOLF) GIGER (Chur 1940–2014 Zurich) Alien. 1984. Airbrush on paper. Signed, dated and dedicated lower right: H.R. Giger 84 for Rolf Knie. 28.7 × 20 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Switzerland. CHF 6 000 / 8 000 (€ 6 190 / 8 250) | 110 PostWar Contemporary
  • 245.
    Koller ibid onlineonly Catalogues and Auction: www.kollerauctions.com 20th/21st c. Prints Paintings Auctions 22 November ‒ 6 December 2022 Preview in Zurich: Thursday, 24 to Sunday 27 November 2022, 10am – 6pm Monday, 28 November 2022, 10am – 4pm
  • 246.
    ARMAN (FERNANDEZ, ARMANDPIERRE) 3502-3504 AUBERTIN, BERNARD 3425-3426 BÄCHLI, SILVIA 3490-3491 BILL, MAX 3416 BOETTI, ALIGHIERO 3447 BROWN, JAMES 3408, 3435 BUETTI, DANIELE 3513 CAHN, MIRIAM 3492, 3510 CALDERARA, ANTONIO 3418-3419 CARNEGIE, GILLIAN 3483 CASTELLI, LUCIANO 3508 CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3450-3452 CHIA, SANDRO 3505 CHILDISH, BILLY 3509 CHILLIDA, EDUARDO 3423 CHRISTO (JAVACHEFF, VLADIMIROV) 3444 CONTRERAS-BRUNET,IVAN 3412 DAHMEN, KARL FRED 3438 DISLER, MARTIN 3512 ERB, LEO 3420 FELDMANN, HANS-PETER 3488 FUHRMANN, AREND 3402-3403 GIGER, H.R. (HANS RUDOLF) 3514 GORIN, JEAN 3411 HALL, NIGEL 3474 HELNWEIN, GOTTFRIED 3487 HEROLD, GEORG 3446 HOFKUNST, ALFRED 3500-3501 HONEGGER, GOTTFRIED 3414, 3415, 3473, 3476-3478 INNES, CALLUM 3479 ISMAIL, ISSHAQ 3493 JENKINS, PAUL 3506 JINSHI ZHU 3448-3449 KNOEBEL, IMI 3468-3469 LEWITT, SOL 3464-3465 LICINI, JAMES 3494-3496 LIN, RICHARD 3424 LOHSE, RICHARD PAUL 3417 LUGINBÜHL, BERNHARD 3498 LUTHER, ADOLF 3460 MARTIN, JASON 3459 MCBRIDE, RITA 3471 MORELLET, FRANÇOIS 3428-3431 MULLICAN, MATT 3466 NEMOURS, AURELIE 3422 PALADINO, MIMMO 3441 PENCK, A.R. (WINKLER, RALF ) 3511 PHILLIPS, PETER 3456, 3499 POLIAKOFF, SERGE 3404-3405 POMODORO, ARNALDO 3432-3434, 3436- 3437 RAETZ, MARKUS 3443 RICHARD DEACON 3461 ROCKENSCHAUB, GERWALD 3470 ROTH, DIETER 3439-3440 RÜCKRIEM, ULRICH 3410 RYDER, SOPHIE 3484-3486 SAINT PHALLE, NIKI DE 3453-3455 SALOMÉ (CIHLARZ, WOLFGANG LUDWIG) 3457 SCHEGGI, PAOLO 3427 SCHIFANO, MARIO 3442, 3445 SCHNIDER, ALBRECHT 3480-3481 SIMETI, TURI 3475 SKREBER, DIRK 3482 SOLAKOV, NEDKO 3489 STAMOS, THEODOROS 3467 SYKORA,ZDENEK 3462-3463 TINGUELY, JEAN 3507 TOBEY, MARK 3406-3407, 3409 TOMASELLO, LUIS 3413 VASARELY, VICTOR 3401, 3421 VITAL, NOT 3472 ZAUGG, REMY 3458 | 112 Artist Register
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    MAP PREVIEW Hardturmstrasse 121 8031 Zurich,Switzerland AUKTION ONLINE ONLY AUCTIONS Koller Auctions Ltd Hardturmstrasse 102 8031 Zurich, Switzerland Tel +41 44 445 63 63 Fax +41 44 273 19 66 office@kollerauctions.com www.kollerauctions.com.ch Koller Auktionen AG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland Tél +41 22 311 03 85 Fax +41 22 810 06 30 geneva@kollerauctions.com.ch www.kollerauctions.com.ch PREVIEW Hardturmstrasse 102/121 8031 Zurich, Switzerland AUCTION Hardturmstrasse 102 8031 Zurich, Switzerland PREVIEW 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland AUCTION 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland REPRESENTATIVES MUNICH Fiona Seidler Vilshofener Strasse 8 81679 Munich Tel. +49 89 22 80 27 66 Fax +49 89 22 80 27 67 Mobile +49 177 257 63 98 muenchen@kollerauctions.com DÜSSELDORF Ulrike Gruben Citadellstrasse 4 40213 Düsseldorf Tel. +49 211 30 14 36 38 Fax +49 211 30 14 36 39 Mobile +49 175 586 38 64 duesseldorf@kollerauctions.com BEIJING Jing Li Haidian Qu Chedaogou 10# 6/4-307 100089 Beijing Tel. +86 135 2039 8057 beijing@kollerauctions.com ITALY LuigiPesce ViaCairoli18 16124Genua Tel.+393395962768 italia@kollerauctions.com HAMBURG Ulrike Gruben Tel. +49 40 33 38 12 39 hamburg@kollerauctions.com
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    KOLLER Auktionen Sie können sämtliche Kunstwerke ausdiesen Auktionen über das Leasing erwerben: GRAFIK MULTIPLES 1. Dezember 2022 POSTWAR CONTEMPORARY 1. Dezember 2022 SCHWEIZER KUNST 2. Dezember 2022 IMPRESSIONISMUS MODERNE 2. Dezember 2022 ONLINE ONLY Ab dem 22. November 2022 Koller Auktionen AG Hardturmstrasse 102 CH-8031 Zürich Tel +41 44 445 63 63 office@kollerauktionen.ch ARTLEASING - IHRE VORTEILE • Attraktive Konditionen • Nach dem Leasing gehört das Kunstwerk Ihnen • Grösserer Handlungsspielraum • «All Risk» Kunstversicherung inbegriffen • Optimierter Liquiditätsbedarf MAXIMALE FLEXIBILITÄT BEIM KUNSTERWERB Wir finanzieren die Hälfte Ihres erfolgreichen Gebotes! Beim Leasing wählen Sie einen Zeitraum von drei oder vier Jahren. Sie erfreuen sich sofort am Kunstwerk und nach dem Leasing gehört es Ihnen. LEASINGBEISPIEL AUS DER AKTUELLEN AUKTION LOT 3707 (103279-0001) BANKSY Flower Thrower Triptych (Grey). 2019. Farbserigrafie auf recyceltem Karton. 224/300. Auf dem linken Blatt unten links mit Bleistift signiert: BANKSY. Blattmass Flowers: 74,8 × 55 cm, Thrower: 91,9 × 61,2 cm, Hand: 47 × 37,2 cm. Schätzwert: CHF 180‘000 - 240‘000 Monatlicher Leasingbetrag: CHF 2‘300 – 3‘000 *) ART LEASING INVEST AG Seestrasse 455a, CH-8038 Zürich Tel +41 44 480 06 90 contact@artleasing.com | www.artleasing.com AB CHF 2‘300 – 3‘000 PRO MONAT
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    | 116 BEDINGUNGEN FÜRKLASSISCHE AUKTIONEN Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti- onssaal versteigert werden. Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den nachstehenden Auktions- bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz („Koller“): 1. Rechtsstellung der Parteien Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei- gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell- vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32 Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts („OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“), wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird dadurch nicht Partei des Kaufvertrages. 2. Aufgeld 2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich- ten, das wie folgt berechnet wird: i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25% ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000 und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis zur Höhe des Zuschlags iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000 und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000 bis zur Höhe des Zuschlags. 2.2 Falls der Käufer während einer online über- tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin- gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite publiziert sind. Diese können von den hier pub- lizieren abweichen. 2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei- zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich- ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes einzelne Objekt. 2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be- zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr- wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er- halten die MWST rückvergütet. 2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine Kommission erhält. 3. Garantie 3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol- gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter, Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei- bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa- talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände- rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden. 3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender Bestimmung findet nach Ermessen von Koller nicht statt, falls: i. die Beschreibung des Objekts im Auktions- katalog im Einklang mit der Meinung einer Fachperson oder mit der herrschenden Mei- nung von Fachpersonen stand oder die Be- schreibung im Auktionskatalog andeutete, dass hierüber Meinungsverschiedenheiten bestanden, ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach dem Stand der Forschung und mit den allge- mein anerkannten und üblichen Methoden noch nicht oder nur mit unverhältnismässi- gem Aufwand als solche erkennbar war, iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein- schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde, Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han- delt, das gemäss den Angaben im Auktions- katalog vor 1880 entstanden sein müsste. 3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen. Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus, dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe- nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge- fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es ihm übergeben wurde, und unbelastet von An- sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob- jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten Gutachten von zwei unabhängigen und in dem Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch nicht an solche Gutachten gebunden und behält sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf eigene Kosten einzuholen. 3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel- tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich- ten. 3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer 3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel- des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen. 4. Haftungsausschluss 4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu- stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob- jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren. Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in neuwertigem Zustand. 4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata- log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa- tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands- berichte von Koller die vor der Auktion angefordert werden können, geben lediglich ein allgemeines Bild und eine unverbindliche Einschätzung von Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er- folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen. Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen, und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän- giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog- beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei- bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs (inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache ausschliesslich massgebend. Koller behält sich das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut- achten stellen genauso wenig wie von Koller vor- genommene Objektbeschreibungen oder sonsti- ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen über dessen Wert) explizite oder stillschweigende Zusicherungendar. 4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg- bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol- ler gegenüber dem Käufer. 5. Teilnahme an der Auktion 5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter steht jedermann offen. Koller behält sich aber das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich- keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an ihren Auktionen zu untersagen. 5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion mittels des dafür vorgesehenen Formulars re- gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re- gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas- ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen. Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss Angaben auf dem Registrierungsformular bis zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich Spesen des Kartenanbieters zu belasten. 5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen Bank verlangen. 5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz- werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von 20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver- langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti- on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum- gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
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    | 117 6. Versteigerung 6.1Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver- bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung. 6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be- sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4 nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige- rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte. 6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser- halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas- sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor- liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe- halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv, nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft. 6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen- ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der Steigerung schriftlich entgegengenommen. 6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten, wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti- onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann nicht telefonisch geboten werden und Interes- senten werden um Abgabe eines schriftlichen Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk- tionssaal gebeten. 6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei- ner Live-Auktion abgeben möchten, können an der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk- tion zugelassen worden sind. Koller behält sich das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei- teres abzulehnen. 6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück- sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück- sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie- tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5. 7. Eigentumsübergang Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die- se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu- geordnet hat. 8. Abholung der ersteigerten Objekte 8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei- gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll- ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller. 8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol- ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob- jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor- sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST. Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr und es ist Sache des Käufers, für eine angemes- sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf- tung übernommen werden. Werden die erstei- gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt, lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge- fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz von CHF 10 pro Objekt ein. 8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer. Ohne anders lautende schriftliche Abmachung werden die zugeschlagenen Objekte für den Transport durch Koller auf Kosten des Käufers versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche Objekte werden von Koller nicht versandt. 9. Bezahlung der ersteigerten Objekte 9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach Abschluss der Auktion in Schweizer Franken zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von Koller möglich und unterliegen einer Bearbei- tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag erhoben wird. 9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent- gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe- trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7 TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben, dieebenfallsderKreditkartebelastetwird. 9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver- langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech- tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min- destverkaufspreises entweder freihändig oder anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng- lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste- henden Schaden. 9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde- tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht. Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver- wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei- bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen. 10. Vertretung Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil- ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange- nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso- nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder als Organ einer juristischen Person bieten, kann der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten. 11. Verschiedene Bestimmungen 11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede Haftung des anwesenden Beamten, der Ge- meinde oder des Staates für Handlungen von Koller ist ausgeschlossen. 11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB an einen Dritten zu übertragen oder durch einen Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesen AGB Dritten zu übertragen. 11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien und Abbildungen von verkauften Objekten in den eigenen Publikationen und in den Medien zu ver- öffentlichen und damit Werbung zu betreiben. 11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be- standteil jedes einzelnen an der Auktion ge- schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller verbindlich. 11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un- wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un- gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt- schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt bei eventuellen Lücken der Regelung. 11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus- schluss von allfälligen Verweisungen des Bun- desgesetztes über das Internationale Privat- recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (UN-Kaufrechts). 11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter Einschluss der Geltendmachung von Verrech- nungen und Gegenforderungen), welche aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess- lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol- ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen. Zürich, 1. Juli 2018
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    AUCTION CONDITIONS (CLASSICAUCTIONS) These conditions apply solely to items which are auctioned by Koller (according to the definition below) live in the saleroom. By participating in the auction the bidder accepts the following Auction Conditions of Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Switzerland (“Koller”). 1. Legal status of the parties The auction items are auctioned by Koller in the name of and on the account of the seller of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on behalf of and for the account of the Seller as his agent as defined in article 32, section 1 of the Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer price is determined by the bidder recognised by Koller as having made the highest bid in Swiss Francs in the course of an auction (“Purchaser”), resulting in the conclusion of a purchase contract between the Seller and the Purchaser (“Purchase Contract”). Koller is thereby not a party to the Purchase Contract. 2. Surcharge 2.1 In addition to the bid price, the Purchaser must pay a surcharge on such bid price calculated as follows: i. on a successful bid of up to CHF 10 000: 25% ii. on a successful bid over CHF 10 000 up to CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000 and22% on the difference between CHF 10 000 and the bid. iii. on a successful bid over CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000, 22% on CHF 390 000 and 15% on the difference between CHF 400 000 and the bid. 2.2 If the winning bid is placed over the internet in the course of a saleroom auction which is broadcast online (“Live Auction”), or leaves a pre-sale bid through an independent bidding platform which is linked with Koller, there will be anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders are subject to Koller’s terms and conditions as listed on the Live Auction website, which may differ in some respects from those listed here. 2.3 The Purchaser must pay Swiss value added tax (“VAT”) on the surcharge. The stated percentage of the surcharge corresponds to the successful bid for each individual item. 2.4 The full tax is charged on all items marked * in the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the sum of the bid price plus the surcharge for those items. The VAT will be refunded to Purchasers providing a validly stamped export declaration. 2.5 The Purchaser agrees that Koller also has the possibility to receive a commission from the Seller. 3. Guarantee 3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the Seller and shall reimburse the purchase price and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if an item proves to be a forgery. A “forgery” shall be deemed to exist if the item, in the reasonable opinion of Koller, is an imitation created with the intention of causing a deception with respect to the authorship, age, period, culture or origin, if the correct description of such content is not reflected in the auction catalogue (taking account of any additions), and if this circumstance significantly impairs the value of the item in comparison to an item corresponding to the catalogue description. An item shall not be deemed to have been forged if it is merely damaged and/or has been subjected to restoration work and/or modifications of any nature whatsoever. 3.2 A rescission in accordance with the above provision shall not take place at the discretion of Koller if: i. the description of the item in the auction catalogue was supported by the view of a specialist or by the prevailing view of specialists, or if the description in the auction catalogue suggested that differences of opinion exist in this respect; ii. the forgery was not identifiable as such at the time of the successful bid in accordance with the current state of research and with the generally acknowledged and usual methods, or only with disproportionate effort; iii. the forgery (based on Koller’s conscientious assessment) was produced before 1880; or iv. the purchased item is a painting, watercolour, drawing or sculpture which according to the details set out in the auction catalogue was created prior to 1880. 3.3 The Purchaser may request rescission from Koller (as the agent of the Seller) from the day of the successful bid for a period of two (2) years (three (3) weeks for jewellery). It shall be granted exclusively to the Purchaser and may not be assigned to any third party. Assertion of theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser making a complaint to Koller by registered letter immediately after the discovery of the defect, and returning the purchased item to Koller in the same condition as it was handed over to him and unencumbered by third parties› claims. The Purchaser must provide proof that the item is a forgery. Koller may demand that the Purchaser obtains at his own expense expert opinions from two independent individuals who are recognised experts in the field. However, Koller shall not be bound by any such expert opinion, and reserves the right to obtain additional expert advice at its own expense. 3.4 Koller may at its complete discretion waive the assertion of grounds for exclusion pursuant to the above Section 3.2 or the fulfilment of preconditionspursuanttotheaboveSection3.3. 3.5 The claims of the Purchaser against Koller as the agent of the Seller under Section 3.1 are limited to the reimbursement of the purchase price and surcharge (incl. VAT) paid by the Purchaser. Further or other claims of the Purchaser are excluded under any legal title (including error according to art. 23 ff. CO) whatsoever. 4. Disclaimer 4.1 The items are auctioned in the condition existing at the time of the successful bid. The auctioned items are “used” objects and are therefore generally not in pristine condition. 4.2 Each item in the auction catalogue is listed with a description and an illustration. The information in the auction catalogue, as well as the condition reports issued by Koller, are intended to provide an overall impression and a non-binding assessment by Koller. The items are described to the best of our knowledge and belief. However, Koller cannot accept any liability for the details provided in the catalogue. The items may be inspected during the preview. The Purchaser is therefore invited to inspect an item prior to the auction and, possibly with the assistance of an independent specialist advisor, to form his own opinion of the concordance betweentheitemandthecataloguedescription. Concerning the descriptions of the items, the German-language print edition of the catalogue (including any later amendments) shall be exclusively applicable. Koller reserves the right to call upon experts or specialists of its choice to give an opinion and to rely on that opinion. Koller cannot be held liable for the correctness of such opinions. Neither any such expert opinions or reports, nor the descriptions of items provided by Koller, nor other statements pertaining to an item (including statements pertaining to the value thereof) constitute explicit or implicit warranties. 4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or warranty whatsoever is given in respect to legal and material defects. The liabilities of the Seller vis-à-vis the Purchaser are limited to the same extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the Purchaser. 5. Participation in the auction 5.1 Any party may participate in an auction as a bidder. However, Koller reserves the right at its complete discretion to prevent any person entering its premises or attending or participating in its auctions. 5.2 Bidders who are not personally known to Koller must register at least 48 hours before the auction,usingtheformprovidedforthispurpose. The registration form must be signed, with legal effect, and a copy of the bidder’s passport must be enclosed, as well as current, valid credit card information. In the event of payment default by the Purchaser, Koller shall be entitled to charge the Purchaser’s credit card in accordance with the details provided on the registration form for the entire amount of the invoice, plus the credit card processing fees. 5.3 Koller may demand in advance from any bidder a certificate of creditworthiness issued by a bank approved by Koller. 5.4 In the case of bids for items with upper estimated values of more than CHF 30 000, Koller may demand that the bidder first remits 20% of the lower estimated value as security. Following the auction, Koller will offset this sum against its claims and the claims of the Seller, and will reimburse any possible surpluses to the Purchaser/bidder without delay. 6. Auction 6.1 Koller may initiate the auctioning of an item below the minimum selling price agreed upon with the Seller. A bid placed at an auction is a binding offer. The bidder shall remain bound by his bid until this is either outbid or rejected by Koller. Double bids shall immediately be called once again; in case of uncertainty, the auction management shall decide. 6.2 Koller may refuse a bid without providing
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    justification if aPurchaser fails to fulfil the conditions for participation in an auction pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller may also pass or withdraw auctioned items without a sale even if this is not apparent to the auction participants. 6.3 Koller reserves the right to combine, separate or omit numbered lots in the catalogue or to offer them out of sequence. Koller reserves the right to sell lots “conditionally” at its sole discretion, in which event the hammer price will be considered as conditional and the highest bidder will remain bound by his bid for 14 days following the auction. The highest bidder will be released from all obligations if he does not receiveastatementfromKollerwithinthisperiod declaring the hammer price as final. 6.4 Written bids from potential Purchasers who cannot attend the auction in person are accepted up to 48 hours before the auction begins. 6.5 Potential Purchasers may bid by telephone if they have given written notice at least 48 hours before the auction starts. Koller does not accept telephone bids for lots estimated under CHF 500, and bidders are requested to leave a written bid or participate in the salesroom for such items. 6.6 Potential Purchasers who intend to place their bids in the course of a Live Auction may participate in the auction once their registration applications have been approved by Koller. Koller reserves the right to decline registration applications at its discretion. 6.7 Koller shall not be liable for any bids including advance notifications of telephone bidding which are not taken into consideration. Telephone bidders and persons giving written instructions are also subject to the provisions of Article 5 relating to proof of identity and financial soundness. 7. Transfer of title Ownership of an auctioned item shall be transferred to the Purchaser as soon as the purchase price and the surcharge (incl. VAT) have been comprehensively paid in Swiss francs and Koller has attributed these payments to the corresponding item. 8. Collection of the auctioned items 8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe Purchaser›s own expense within 7 days from the end of the auction during official opening hours. The place of performance for the purchase contract between the Purchaser and the Seller is therefore the registered office of Koller. If time permits, the items may be handed over after each auction session. The handover shall take place following comprehensive payment of the purchase price as well as the surcharge (incl. VAT) and the attribution of this sum to the auctioned item by Koller. 8.2 During the aforementioned period, Koller shall be liable for loss, theft, damage or destruction of items which have been auctioned and paid for, although solely due to intentional or grossly negligent acts on the part of Koller, and onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge and VAT. Koller ceases to have liability after the aforementioned period, and the Purchaser shall be responsible for ensuring adequate insurance cover for the auctioned item. No liability can be assumed for frames and glass. If the auctioned items are not collected within 7 days, Koller will store the works at a company of their choice at the purchaser’s own risk and expense or on their own premises at a daily rate of CHF 10 per object. 8.3 Shipping orders may be given to Koller in writing. All shipping costs shall be borne by the Purchaser. Unless otherwise agreed in writing, transport insurance shall be contracted for the sold items at the expense of the Purchaser. Glass-covered pictures and fragile items shall not be sent by Koller. 9. Payment for the auctioned items 9.1 The invoice for a successful bid for an auctioned item is payable in Swiss francs within 7 days from the end of the auction. Payments by credit card are only possible with the approval of Koller’s accounting department, and are subject to processing fees amounting to between 2 and 4% of the invoiced amount, payable by the purchaser and added to the invoice total. 9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions, KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras settlement for any debt owed by the Purchaser to Koller or the Seller and set off any debt which it owes to the Purchaser against its own claims. If the Purchaser defaults on a payment, default interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe invoiced sum. If Koller does not receive payment for purchases within seven (7) days following the auction, Koller reserves the right to charge the Purchaser’s credit card for the full amount of the invoice, without further notification to the Purchaser. In such cases the credit card processing fees of 2–4% as described above are also applicable, and will be charged to the Purchaser’s credit card. 9.3 If the Purchaser does not pay or does not pay promptly, Koller may moreover in its own name and in the Seller›s name either (i) insist on the fulfilment of the purchase agreement or (ii) without further notice withdraw from the purchase agreement and waive the subsequent performance of the Purchaser or assert a claim for compensation for non-performance; in the latter case Koller shall also be entitled, irrespective of any minimum sales price, to sell the item either directly or in an auction, and may use the proceeds to reduce the debts of the Purchaser. Any amount realised above the original hammer price shall be paid out to the Seller. The Purchaser is liable to Koller and the Seller for all prejudice caused by non-payment or late payment. 9.4 Koller retains a right of retention and a lien on all the Purchaser›s items in its custody until full payment of all monies owed. Koller may exercise such liens in accordance with the legislation on the enforcement of debts or by private sale (including in its own name). The plea of prior lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded. 10. Representation Each Purchaser shall be personally liable for each bid he places, and for the purchase contract between the Purchaser and the Seller. Proof of the power of representation may be requested from persons bidding as agents for a third party or as an organ of a corporate body. The agent shall be jointly and severally liable with his principal for the fulfilment of all obligations. 11. Miscellaneous provisions 11.1 The auction shall be attended by an official fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the local authority and the state have no liability for the acts of Koller. 11.2 Koller reserves the right to transfer any or all rights and obligations from these Auction Conditions to a third party or to have these carried out by a third party. The bidder and/or Purchaser does not have the right to transfer any rights from these Auction Conditions to a third party. 11.3 Koller reserves the right to publish illustrations and photographs of sold items in its own publications and the media and to publicise its services therewith. 11.4Theaforementionedprovisionsformpartof each individual purchase agreement concluded at the auction. Amendments are binding only with Koller›s written agreement. 11.5 Should certain provisions of these Auction Conditions be or become partially or fully invalid and/or unenforceable, this does not affect the validity of the remaining provisions. The invalid and/or unenforceable provisions shall be replaced by those which most closely approximate the economic meaning and intended economic purpose of said provisions. The same shall be applicable to any possible gaps or loopholes in the provisions. 11.6 The present Auction Conditions and all amendments thereof are governed by Swiss law, under exclusion of possible references to Switzerland’s Federal Code on Private International Law (CPIL), and under exclusion of the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention). 11.7 The courts of the Canton of Zurich shall be exclusively responsible for settling disputes (including the assertion of offsetting and counterclaims) which arise out of or in conjunction with these Auction Conditions (includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation or fulfilment). Koller may, however, initiate legal proceedings before any other competent court. 11.8 In the event of any discrepancy between the different language versions of these Auction Conditions, the German language version shall prevail. Zurich, 1 July 2018
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    Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch Auktions-Aufträge / Ordres d’achats / Absentee Bid Form Date Signature Auktion Vente/Sale Lot. no. Gegenstand / Déscription Gebot / Ordre CHF Maximum bid (CHF) Bitte beachten Sie, dass wir für Objekte unter CHF 500.– keine Telefon-Gebote annehmen können. Veuillez prendre note que nous ne pouvons pas accepter d’ordres d’achat téléphoniques pour des lots au-dessous de CHF 500.– Please note that we cannot accept telephone bids for objects below CHF 500.– Der Bieter willigt hiermit in die Bearbeitung seiner Personendaten durch Koller gemäss Datenschutzerklärung (siehe Homepage) ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). The bidder hereby agrees to the processing of his personal data by Koller in accordance with the Privacy Notice (see website). Anwendbar sind die Auktionsbedingungen, die im Katalog und auf unserer Homepage publiziert sind. Gerichtsstand ist Zürich 1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Je voudrais recevoir tous les documents / factures de Koller exclusivement par voie électronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name / Nom Adresse / Address Ort, Land / Ville, Pays / City State, Country Tel. E-Mail INTERNATIONAL AUCTIONS | SWISS MADE Ja / Oui / Yes Nein / Non / No x Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch Auktions-Aufträge / Ordres d’achats / Absentee Bid Form Date Signature Auktion Vente/Sale Lot. no. Gegenstand / Déscription Gebot / Ordre CHF Maximum bid (CHF) Bitte beachten Sie, dass wir für Objekte unter CHF 500.– keine Telefon-Gebote annehmen können. Veuillez prendre note que nous ne pouvons pas accepter d’ordres d’achat téléphoniques pour des lots au-dessous de CHF 500.– Please note that we cannot accept telephone bids for objects below CHF 500.– Der Bieter willigt hiermit in die Bearbeitung seiner Personendaten durch Koller gemäss Datenschutzerklärung (siehe Homepage) ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). The bidder hereby agrees to the processing of his personal data by Koller in accordance with the Privacy Notice (see website). Anwendbar sind die Auktionsbedingungen, die im Katalog und auf unserer Homepage publiziert sind. Gerichtsstand ist Zürich 1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Je voudrais recevoir tous les documents / factures de Koller exclusivement par voie électronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name / Nom Adresse / Address Ort, Land / Ville, Pays / City State, Country Tel. E-Mail INTERNATIONAL AUCTIONS | SWISS MADE Ja / Oui / Yes Nein / Non / No x
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