POST
WAR
CON
TEM
POR
ARY
Auktion: 4. Juli 2020
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Auktion: 3. Juli 2020
IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE
JULI2020IMPRESSIONISMUS&KLASSISCHEMODERNE
A193
POST
WAR
CON
TEM
POR
ARY
POSTWAR&CONTEMPORARY
A193
JULI2020
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
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Auktion: 4. Juli 2020
A193
JULI2019SCHWEIZERKUNST
Auktion: 3. Juli 2020
SCHWEIZER KUNST
Schweiz
JULI2020GRAFIK&MULTIPLES
A193
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Auktion: 4. Juli 2020
GRAFIK & MULTIPLES
Auktion: 8. Juli 2020
ART DÉCO & ART NOUVEAU
Auktion: 8. Juli 2020
PHOTOGRAPHIE
Auktion: 9. Juli 2020
DESIGN
Auktion: 9. Juli 2020
MÖBEL
AUKTIONSPROGRAMM
AUKTION A193 - JULI 2020
POSTWAR &
CONTEMPORARY
Samstag, 4. Juli 2020
14.00 Uhr
Lot 3701 – 3792
SCHWEIZER KUNST
Freitag, 3. Juli 2020
14.00 Uhr
Lot 3301 – 3383
GRAFIK & MULTIPLES
Samstag, 4. Juli 2020
11.00 Uhr
Lot 3801 – 3904
IMPRESSIONISMUS &
KLASSISCHE MODERNE
Freitag, 3. Juli 2020
16.00 Uhr
Lot 3501 – 3558
IBID ONLINE ONLY
DESIGN
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
ART DÉCO & ART NOUVEAU
23. Juni – 8. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
PHOTOGRAPHIE
23. Juni – 8. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
POSTWAR&CONTEMPORARY
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
GRAFIKDES20./21.JH.
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
MÖBEL
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
SCHWEIZER KUNST
23. Juni – 9. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
MODERNE GEMÄLDE
23. Juni – 9. Juli 2020
ürich, Schweiz
h
SCHMUCK&JUWELENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
SCHMUCK & JUWELEN
A191
ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
ARMBAND- & TASCHENUHREN
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
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A193as
JULI2020
Auktion: 1. Juli 2020
ASIATICA
ASIATICA
Auktion: 8. Juli 2020
FASHION & VINTAGE
Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
VORBESICHTIGUNG
Donnerstag, 25. bis Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr
SCHMUCK
Donnerstag, 2. Juli 2020
14.00 Uhr
Lot 2501 – 2659
TASCHEN- &
ARMBANDUHREN
Donnerstag, 2. Juli 2020
16.00Uhr
Lot 2801–2931
ASIATICA
HIMALAYA & CHINA
Mittwoch, 1. Juli 2020
11.00Uhr
Lot 601–731
ASIATICA
JAPAN, SÜDOSTASIEN
Mittwoch, 1. Juli 2020
14.00Uhr
Lot 732–821
IBID ONLINE ONLY
ASIATICA
23. Juni – 7. Juli 2020
IBID ONLINE ONLY
FASHION & VINTAGE
23. Juni – 8. Juli 2020
Alle Kataloge online:
www.kollerauktionen.ch
98	 SERVICE	
									
	
	 98	 Künstlerverzeichnis	
	 99	 Adressen 	
	 102	 Auktionsbedingungen 
	 104	 Conditions de vente aux enchères	
	 106	 Auktions-Auftrag
Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen
Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen.
EURO-Schätzungen
Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 1.05 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung.
Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken.
Online live bidding powered by
Weitere Bearbeitung: Laura Järmann, Els Oswald, Fiona Seidler
PostWar & Contemporary
Lot 3701 – 3792
AUKTION
Samstag, 4. Juli 2020, 14 Uhr
VORBESICHTIGUNG
Donnerstag, 25. - Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr
Weitere Fotos:
www.kollerauktionen.ch
Silke Stahlschmidt
Head of department
Tel. +41 44 445 63 42
stahlschmidt@kollerauktionen.ch
Clarisse Doge
Tel. +41 44 445 63 46
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Für die persönliche Teilnahme im Auktionssaal ist aufgrund der aktuellen Situation eine Reservation
erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an die Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete.
Profitieren Sie von den verschiedenen Möglichkeiten, an unseren Auktionen mitzubieten:
telefonisch, online oder per schriftlichem Auftrag.
Aus Gestaltungsgründen können einzelne Blätter im Katalog beschnitten abgebildet sein.
Auf unserer Website finden Sie alle Abb. unbeschnitten.
Die Erhaltungszustände der Grafiken sind im Katalog nur zum Teil und in Einzelfällen
angegeben. Gerne senden wir Ihnen einen ausführlichen Zustandsbericht zu.
„Ich träume von einer sozialen Kunst. Ich setze ein tiefes Verlangen des Menschen nach Plastik
voraus, genauso wie er ein Verlangen nach Melodie, Rhythmus oder Poesie hat.
Ich glaube, dass jetzt die Voraussetzungen dafür gegeben sind, um dieses natürliche
Verlangen des Menschen nach sinnlichen Freuden zu befriedigen.“
Victor Vasarely
| 3
3701
VICTOR VASARELY
(Pecs 1906–1997 Paris)
Ohne Titel. 1947-1962.
Collage.
Unten mittig signiert und datiert:
Vasarely 1947-62.
52,9 × 70,1 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von Herrn
Pierre Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-
Provence, März 2020, bestätigt. Wir danken Pierre
Vasarely für die freundliche Unterstützung. Das
Werk wird in den in Vorbereitung befindlichen
„Catalogue raisonné de l‘oeuvre peint de Victor
Vasarely“ aufgenommen.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer,
seitdem Privatsammlung Österreich.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 4
PostWar & Contemporary
3702
MAX BILL
(Winterthur 1908–1994 Berlin)
Doppelfläche als Sechseck. 1968.
Messing, vergoldet.
Mit der eingeritzten Signatur und
Datierung: bill 1968.
76 × 24 × 25 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, seitdem Privatsammlung
Österreich.
Literatur: Max, Binia und Jabob Bill Stiftung
(hrsg.): Max Bill - die unendliche Schleife
1935-95 und die Einflächner, Wabern-Bern
2000, S. 89 (mit Abb.).
„Konkrete Kunst nennen wir jene Kunst-
werke, die aufgrund ihrer ureigenen Mittel
und Gesetzmässigkeiten - ohne äusser-
liche Anlehnung an Naturerscheinungen
oder deren Transformierung, also nicht
durch Abstraktion - entstanden sind. Kon-
krete Kunst ist in ihrer Eigenart selbstän-
dig. Sie ist der Ausdruck des menschlichen
Geistes, für den menschlichen Geist be-
stimmt, und sie sei von jener Schärfe, Ein-
deutigkeit und Vollkommenheit, wie dies
von Werken des menschlichen Geistes
erwartet werden muss. Konkrete Malerei
und Plastik ist die Gestaltung von optisch
wahrnehmbarem. Ihre Gestaltungsmittel
sind die Farben, der Raum, das Licht und
die Bewegung... Konkrete Kunst ist in ihrer
letzten Konsequenz der reine Ausdruck
von harmonischem Mass und Gesetz.
Sie ordnet Systeme und gibt mit künst-
lerischen Mitteln diesen Ordnungen das
Leben... Sie erstrebt das universelle und
pflegt dennoch das einmalige. Sie drängt
das individualistische zurück, zugunsten
des Individuums.“ Max Bill
Der Schweizer Maler, Plastiker, Designer
und Architekt Max Bill ist Mitbegründer
der Kunstrichtung der Konkreten Kunst
und gilt heute als einer ihrer wichtigsten
Vertreter.
Ab 1924 bildet sich Max Bill zuerst als
Silberschmied an der Kunstgewerbeschule
in Zürich aus, bevor er ab 1927 für zwei
Jahre in Dessau am Bauhaus Architektur
studiert, wo zu dieser Zeit Josef Albers,
Wassily Kandinsky, Paul Klee, László
Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer
unterrichten – dies sind prägende und
richtungsweisende Zeiten für den jungen
Max Bill. Im Jahr 1929 kehrt er zurück in
die Schweiz und lässt sich in Zürich nieder.
Er arbeitet zunächst als Architekt und
beschäftigt sich anschliessend immer
mehr mit der Malerei, Plastik und mit der
Produktgestaltung. Mit 25 Jahren wird er
in die Pariser Künstlergruppe "Abstraction
Création" aufgenommen. Seine Mitglied-
schaft ermöglicht ihm Ausstellungen an
der Seite von Ikonen wie Piet Mondrian,
Jean Arp und Georges Vantongerloo.
Seit den 1930er Jahren ist der Winterthu-
rer zu einem der wichtigsten Wortführer
der Zürcher Konkreten geworden. Mit
seinem berühmten Text "Konkrete Gestal-
tung" liefert er im Jahr 1936 der gestalte-
rischen Praxis ein theoretisches Funda-
ment, das für die Entwicklung nicht nur der
Schweizer Nachkriegskunst – besonders
der Zürcher Schule der Konkreten mit
unter anderem Camille Graeser, Verena
Loewensberg und Richard Paul Lohse –
von grösster Bedeutung ist. 1944–1945
wird Max Bill mit dem Unterricht der
Formlehre an der Kunstgewerbeschule
Zürich betraut. Sein grösstes Bauprojekt
folgt im Jahr 1950, die Hochschule für
Gestaltung in Ulm, wo er auch ab 1951 für
fünf Jahren Rektor und Leiter der Abtei-
lung für Architektur und Produktform ist.
Nach zahlreichen Ausstellungsplanungen
und -beiträgen unterrichtet Max Bill von
1967 bis 1974 als Professor für Umwelt-
gestaltung an der Hochschule für Bildende
Künste in Hamburg. Ausserdem ist er
Mitglied zahlreicher Künstler- und Archi-
tektenvereinigungen sowie Ehrenmitglied
verschiedener Akademien. 1994 nimmt
er die Ehrendoktorwürde der ETH Zürich
entgegen.
Max Bills gesamtes Oeuvre besteht aus
zwei umfangreichen Werkgruppen: zum
einen seinen Gemälden und Grafiken, zum
anderen seinen voluminösen Raumplas-
tiken und Metallbändern. Obwohl diese
zwei Werkgruppen zunächst den Anschein
erwecken, aus unterschiedlichen Inspira-
tionsquellen zu kommen, handelt es sich
doch um eine gemeinsame wesentliche,
geometrisch-mathematische Einheit.
Max Bills Kunst ist gegenstandslos und
massgeblich von den universellen Ideen
des Bauhauses geprägt. Er schafft es eine
Kunstform zu definieren, die der reine
Ausdruck von harmonischem Zusam-
menspiel von Mass und Gesetz ist. Seine
Kunst ist keine Abstraktion der Wirklichkeit,
sondern eine kalkulierte Anwendung von
universellen Darstellungsmitteln wie Farbe,
Licht, Raum, Flächen, Linien und Bewe-
gung. "Einflächner", "Kugeln", "Säulen",
"Prismen", "Pavillons" sind die wichtigsten
Schlüsselthemen, auf die sich Max Bill in
seinem plastischen Schaffen konzentriert.
Seine Skulpturen definieren sich durch
schlichte Erscheinungsformen, als Ergeb-
nis der experimentellen Visualisierung von
grundsätzlichen strukturellen Eigenschaf-
ten von Flächen, Kugeln, Säulen.
Die hier angebotene vergoldete Messing-
skulptur "Doppelfläche als Sechseck" von
1968 gehört zu Bills Werkkategorie der
"Einflächner". " (…) ich war auf meine Ent-
deckung sehr stolz, es war mir gelungen,
das Unendlichkeitszeichen aus der Mathe-
matik, die liegende 8, als Symbol räumlich
anschaulich zu machen. Eines Tages sagte
mir jemand, es sei fabelhaft wie ich das
Möbiusband zu einer formal vollkomme-
nen plastischen Lösung geführt hätte. Ein
Möbiusband kannte ich nicht. Im Lexikon
fand ich August Ferdinand Möbius, 1790-
1868, Astronom, Mathematiker, Professor
und Direktor der Sternwarte, befasst mit
analytischer Geometrie. Später las ich,
dass vier Jahre vor Möbius, J.B. Listing
1961 die Entdeckung dieser Doppelfläche
gelang. Die Werke selbst sind Realisation
von Idee und Konzept, sie entstehen durch
verschiedenste Arbeitsprozesse." (aus: Bill,
Jakob. Max Bill. Unendliche Schleife 1935-
95 und die Einflächner. Benteli Verlag,
Wabern, S. 14).
Das auf dem Möbiusband basieren-
de Skulpturenkonzept "Die unendliche
Schleife" setzt Max Bill über Jahrzehnte
in einer Reihe von Plastiken mit verschie-
denen Charakteristiken in vielfachen
Variationen um. Bill schreibt zum Werk "Die
Doppelfläche als Sechseck": Das Merk-
würdige an dieser Plastik ist die mehrfache
Möglichkeit, Wege zu beschreiten. Dieses
Sechseck hat die dreifache Winkelsumme
eines normalen regulären Hexagons. Im
Zentrum ergibt sich aus der formbeding-
ten Richtungsänderung ein auf die Spitze
gestellter Quadratischer Spiegel. (ebenda,
S. 89).
CHF 30 000 / 40 000
(€ 28 570 / 38 100)
| 6
PostWar & Contemporary
3703*
MATIAS SPESCHA
(Trun 1925–2008 Zürich)
Ohne Titel. 2004.
Collage. Buntstift und Papier auf
schwarzem Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
M. Spescha 2004.
40 × 62 cm.
Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3704
PABLO PALAZUELO
(1915 Madrid 2007)
Abenephi. 1968.
Gouache auf Vélin.
Unten rechts signiert: P Palazuelo, sowie
verso signiert, datiert, betitelt, mit Tech-
nikangabe und Richtungspfeil: PABLO PA-
LAZUELO, 1968, "ABENEPHI", GOUACHE.
38,6 × 28,6 cm.
Die Authentizität dieser Arbeit wurde von
der Fundación Pablo Palazuelo bestätigt,
Madrid, März 2020. Wir danken Herrn
José Rodríguez-Spiteri Palazuelo für seine
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, seitdem Privatsammlung
Österreich.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 7
| 8
PostWar & Contemporary
3705
PABLO PALAZUELO
(1915 Madrid 2007)
Ohne Titel. 1964.
Gouache auf Vélin.
Unten rechts singiert: P Palazuelo, sowie
verso signiert, datiert, mit Technikangabe
und Richtungspfeil:
P. PALAZUELO, 1964, GOUACHE.
61,8 × 41 cm auf Vélin 74,9 × 53,3 cm.
Die Authentizität dieser Arbeit wurde von
der Fundación Pablo Palazuelo bestätigt,
Madrid, März 2020. Wir danken Herrn
José Rodríguez-Spiteri Palazuelo für seine
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, seitdem Privatsammlung
Österreich.
Die abstrakte Kunst Spaniens wird in der
zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
wesentlich von einem Künstler dominiert,
der seinen Ausdruck ausschliesslich in
der geometrischen Sprache findet. Seine
Werke zeugen von einer ausgeprägten
Verbundenheit der Natur gegenüber, die
er ausführlich studiert und schliesslich in
seiner Arbeit zum Ausdruck bringt.
Geboren in Madrid im Jahr 1915, führt
der Weg den jungen Pablo Palazuelo an
die Universität von Oxford, wo er seine
Zeit dem Studium der Architektur an
der School of Arts and Crafts widmet.
Nach seiner Rückkehr in die Heimatstadt
Madrid 1939, beginnt die Malerei in seinem
Leben eine zentrale Rolle einzunehmen.
Die Quelle der Inspiration findet Palazu-
elo anfänglich in den Werken von Pablo
Picasso und Paul Cézanne. Sein zunächst
figurativer Schwerpunkt beginnt sich
allmählich zum Abstrakten zu wandeln,
wobei Palazuelo besonders Paul Klee als
ein wichtiges Vorbild erachtet. Klee ist es,
der schliesslich den Anstoss zu abstrakten
Motiven gibt.
1948 wird er mit einem Stipendium vom
französischen Institut in Madrid geehrt und
reist nach Paris, um dort seine Leiden-
schaft für die Kunst zu vertiefen und zu-
gleich auch seine künstlerische Laufbahn
voranzutreiben. Unvermeidlich begegnet
Palazuelo hier einflussreichen Künstlern,
wie Ellsworth Kelly, deren Arbeiten sich mit
geometrischen Formen befassen. Fortan
steigt zugleich seine Neugier auf den
Konstruktivismus, die Lehre der Metaphy-
sik und Mathematik, sowie der Alchemie.
In seinen Werken erhält diese Mischung
aus Mystik und Konstruktion von nun an
bis in die 1990er Jahre einen wesent-
lichen Einfluss. Sein Blick auf die Natur
durchbricht die sogenannte traditionelle
Betrachtungsweise der Landschaft. Das
bedeutet, seine Herangehensweise weicht
allmählich davon ab, die Landschaft als
Teil der Umgebung wahrzunehmen, die
den Menschen umschliesst. Vielmehr
betrachtet der Künstler sie in ihrer Ganz-
heitlichkeit in Form eines Luftbildes von
einem anderen Blickpunkt aus, welcher die
einzelnen Strukturen innerhalb einer Land-
schaft demonstriert. Ein gewisser Grad an
Abstraktion, der sich aus Flächen, deren
Formen, Farben und Linien zusammen-
setzt, äussert sich darin. Darüber hinaus
verbindet er den geometrischen Ausdruck
in seinen Arbeiten mit dem emotionalen
Empfinden, welches er über die Natur
und ihre Materie aufnimmt und in seinem
Werken zum Ausdruck bringt. Palazuelo
gibt dieser Synthese den Namen Trans-
geometrie. Seine erste Einzelausstellung
1955, die sich dieser Thematik widmet, ist
ein voller Erfolg.
In seinem Lebenswerk demonstriert Pablo
Palazuelo seine unerschütterliche Lei-
denschaft für geometrische Formen und
deren, für ihn, endlos zu sein scheinende
Formenvielfalt. Er erhält mehrere Aus-
zeichnungen für sein Schaffen, darunter
auch den Carnegie Prize vom Carnegie
Museum of Art in Pittsburgh. So wird nicht
zuletzt auch die Fundación Pablo Palazuelo
ins Leben gerufen. Über 20 Einzelausstel-
lungen und unzählige Gruppenausstellun-
gen in Spanien, Frankreich und in anderen
Ländern Europas, sowie in Amerika
lassen auf eine eindrückliche Laufbahn
des Künstlers blicken, mit welcher er das
Kunstpublikum an neue Blickwinkel und
Betrachtungsweisen heranführt.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
| 9
| 10
PostWar & Contemporary
3706
ROBERT MOTHERWELL
(Aberdeen1915–1991 Provincetown)
Drunk with Turpentine # 48. 1979.
Öl auf Karton.
Oben rechts monogrammiert und datiert
(verblichen): RM 79.
51 × 40,5 cm.
Dieses Werk wird in den Online Supple-
ment des Werkverzeichnisses von Robert
Motherwell aufgenommen. Wir danken der
Deadalus Foundation für ihre freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Veith Turske, Köln (verso mit dem
Etikett).
- Galerie Turske  Whitney, North La Brea
(verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
Schweiz.
Der Amerikaner Robert Motherwell gehört
zu den Abstrakten Expressionisten. Er
wird am 24. Januar 1915 in Aberdeen,
Washington, geboren. Von 1932 – 1938
studiert er Malerei an der California School
of Fine Arts und macht seinen Bachelor
in Philosophie an der Stanford University.
In Harvard widmet er sich der Philosophie
und der französischen Literatur, so dass es
ihn 1938/1939 nach Paris zieht. Hier er auf
Künstlern wie Piet Mondrian und Fernand
Léger und hat seine erste Ausstellung in
der Galerie Duncan.
Zurück in den USA, beginnt Motherwell
sein Studium der Kunstgeschichte an der
New Yorker Columbia University bei Meyer
Schapiro und Kurt Seligmann. Die Freund-
schaft mit Roberto Matta und Wolfgang
Paalen, letzteren lernt er auf der gemein-
samen Mexiko-Reise kennen, bringt ihm
den Surrealismus näher. Er hat zunehmend
Ausstellungen und nimmt u.a. 1946 an
der grossen MoMA Ausstellung „Fourteen
Americans“ teil. 1945 lehrt Motherwell
am bekannten Black Mountain College,
1951-1958 am Hunter College, New York.
Er unternimmt zahlreiche Reisen durch
Europa. Robert Motherwell ist viermal
verheiratet, u.a. mit Helen Frankenthaler.
Er stirbt am 17. Juli 1991 in Provincetown,
Massacchusetts.
Wie auch Jackson Pollock, als dessen
intellektueller Gegenpart er oft tituliert
wird, ist Motherwell in seinem Frühwerk
dem Surrealismus eng verbunden. In den
1950er Jahren jedoch wendet er sich dem
Abstrakten Expressionismus zu und ent-
wickelt seine eigene Bildsprache, die durch
kräftige schwarze Zeichen und gestische
Motive geprägt ist. In den 1960ern wendet
er sich zunehmend auch der Farbfeld-
malerei zu. Als seine ethischen Werte
in der Kunst nennt er u.a. pure Präsenz,
Leidenschaft, Unmittelbarkeit, Objektivi-
tät und klare Farben. Er arbeitet oftmals
in grossangelegten Serien, basierend auf
literarischen Werken. Er experimentiert mit
den unterschiedlichsten Techniken und
beherrscht diese bald meisterhaft.
1959 und 1964 gehört Motherwell zu
den Teilnehmern der documenta II und
III in Kassel. 1965 richtet das Museum
of Modern Art seine erste umfassende
Retrospektive aus. Zahlreiche Galerie- und
Museumsausstellungen weltweit folgen.
Auch die grössten Ehrungen werden dem
Amerikaner zu Teil: 1964 der Guggenheim
International Award; 1977 die Médaille
de Vermeil der Stadt Paris; 1988 wird er
zum Offizier des Ordre des Arts et des
Lettres in Frankreich ernannt; 1989 wird
ihm die National Medal of Arts verliehen.
Robert Motherwell wird 1970 Mitglied der
American Academy of Arts and Letters,
1985 zum Mitglied der American Acade-
my of Arts and Sciences und 1990 zum
Associate Member der National Academy
of Design ernannt.
Das vorliegende Werk gehört zur Serie
Drunk as Turpentine, basierend auf
einem Gedicht des chilenischen Dichters
Pablo Neruda. Die umfassende Serie
stammt aus den 1970er Jahren und ist ein
herausragendes Beispiel für Motherwells
reifen Stil. Reduziert auf Schwarz und
Weiss schafft er mit grosser Spontanität
und Energie gestische Zeichnungen. Erst
auf den zweiten Blick wird dem Betrach-
ter bewusst, dass der Künstler nicht nur
mit dem Zeichenstrich spielt, sondern
auch die Intensität des Schwarz für seine
Zwecke einsetzt und somit Tiefe und eine
ungewöhnliche Intensität schafft.
CHF 40 000 / 50 000
(€ 38 100 / 47 620)
| 11
| 12
PostWar  Contemporary
3707
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1961.
Monotypie mit Tempera auf Aquarell,
gehöht mit Tempera auf dünnem Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
Tobey 61.
31,5 x 23 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität
durch das Committee Mark Tobey,
Münster, Mai 2020. Das vorliegende Werk
ist dort unter der Nummer: 11/05/20-
61.49 registriert. Wir danken Herrn Dr.
Heiner Hachmeister für seine freundliche
Unterstützung.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 380 / 3 330)
3708
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1962.
Decalomanie mit Tempera auf dünnem
Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
Tobey 62.
21 x 17,8 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität
durch das Committee Mark Tobey,
Münster, Mai 2020. Das vorliegende Werk
ist dort unter der Nummer: 11/05/20-
62.23 registriert. Wir danken Herrn Dr.
Heiner Hachmeister für seine freundliche
Unterstützung.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 13
3709
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1964.
Monotypie mit Tempera-Paste auf Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
Tobey 64.
14 × 18,2 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität
durch das Committee Mark Tobey,
Münster, Mai 2020. Das vorliegende Werk
ist dort unter der Nummer: 11/05/20-
64.27 registriert. Wir danken Herrn Dr.
Heiner Hachmeister für seine freundliche
Unterstützung.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 14
PostWar  Contemporary
3710
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1960.
Tempera auf Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
Tobey 60.
48,5 × 38 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität
durch das Committee Mark Tobey,
Münster, 26. Februar 2018.
Das vorliegende Werk ist dort unter der
Nummer: 06/02/18-60.52 verzeichnet.
Provenienz:
- Vom vorherigen Besitzer direkt beim
Künstler erworben, Privatsammlung
Schweiz.
- Privatsammlung Schweiz.
Mark Tobeys bildkünstlerische Welt ist
komplex und zeichnet sich durch ein fast
unerschöpfliches Potential an Kreativität,
Experimentierfreude und der Kraft zur
Innovation. Seine Werke sind Ausdruck sei-
ner Spiritualität und seiner Wahrnehmung
der Welt. Die beeindruckende Materialität
und stilistische Diversität offenbaren und
ermöglichen ein breites Spektrum an
Themen, etwa der Natur, der Zivilisation,
der Städte, der Bewegungen, des Himmels
und des Kosmos, des Rhythmus und der
Musik, der Leere und der Kontemplation.
Er lässt sich von seiner Umgebung inspi-
rieren, in der er versucht eine Abstraktion
zu sehen, in der sich eine tiefsinnige,
rhythmische Plastizität verbirgt.
Der 1890 geborene Mark Tobey wächst
im Mittleren Westen der USA und an den
Ufern des Mississippi in Wisconsin auf. Mit
sechzehn Jahren zieht er nach Chicago,
wo er am Art Institute Kurse für Öl- und
Aquarellmalerei besucht und sein Geld
als Industriedesigner in einem Stahlwerk
verdient. 1911 geht er nach New York, wo
er als Porträtmaler und Modezeichner für
die Zeitschrift Vogue arbeitet. Während
seiner Zeit in New York entdeckt und
bekennt sich Mark Tobey zur spirituellen
Lehre Bahā'ullāhs, welche eine Verbindung
der grossen Weltreligionen in ihrer Viel-
fältigkeit zu einer gemeinsamen Weisheit
erstrebt. Erst der Umzug nach Seattle
im Jahr 1922 fördert seine Hinwendung
zur Avantgardekunst. Er unterrichtet am
Seattle Cornish College of the Arts und
befasst sich gleichzeitig ausführlich mit
chinesischer Malerei. Ab 1925 beginnen
seine Reisen mit Aufenthalten in Paris,
dem Nahen Osten und eine längere Reise
nach China und Japan, wo er sich in einem
Zen-Kloster mit der Lehre und der Malerei
des Zens sowie mit der Kalligrafie beschäf-
tigt. Von nun an versucht er, die fernöstlich
inspirierten Linienflüsse mit der europäi-
schen Vorstellung von Masse und Volumen
zu verbinden und eine Balance zwischen
der Auffassung dieser zwei Welten herzu-
stellen. Er hat zugleich immer einen Fuss in
England, wo er zwischen 1930 bis 1938 an
der Dartington Hall School in Devonshire
unterrichtet. Im Jahr 1960 lässt sich Tobey
in Basel nieder. Im selben Jahr erwirbt das
Sammlerehepaar Ernst und Hildy Beyeler
40 Werke des Künstlers
.
Mark Tobey macht jedes der Länder,
indem er zeitweise verweilt, zu seinem
Heimatland und gilt als einer der wenigen
Kosmopoliten unter den Künstlern des 20.
Jahrhunderts. Er lebt zwischen den Kultu-
ren und Welten, und das ist auch die Aura,
die seine Werke ausstrahlen.
Durch die langjährige Beschäftigung mit
der Kalligrafie entwickelt Mark Tobey eine
eigene bildnerische Schrift; er hat dabei
nie die Absicht gehabt eine ostasiatische
Bildsprache zu imitieren, vielmehr seine
eigene mit einem westlichen Einfluss
geschaffene Charakterisierung zu finden.
Darüber hinaus spielt die Stadt New York
in der Entwicklung seines persönlichen
Zugangs zur Abstraktion eine eminent
wichtige Rolle. Über die Architektur von
Manhattan nachdenkend, sowie unter dem
Einfluss der Kalligrafie und seiner bisheri-
gen angesammelten spirituellen Erfahrun-
gen, formt er seinen persönlichen Stil der
White Writing. Seit langem versuchte
ich Städte und Stadtleben in meinem Werk
miteinander zu verbinden. Schlussendlich
fühlte ich, dass ich einen technischen
Zugang dazu gefunden habe, der mir
erlaubt, das wofür ich mich interessiere,
einzufangen. Lichter, aufgefädelter Ver-
kehr, der Fluss der Menschheit, errichtet
und fließend durch und rund um sich selbst
auferlegte Grenzen, nicht unähnlich dem
Chlorophyll, wie es durch die Kanäle eines
Blattes fließt. (Aus: Anna Moszynska,
Abstract Art, London 1990, S. 133).
Die zwei ersten Arbeiten von 1959 und
1960 (Lose 3713 und 3710), die wir in
dieser Auktion anbieten, entstehen
während seiner Übersiedlungszeit aus den
USA in die Schweiz und sind wunderbare
Beispiele seiner White Writings. Auffal-
lend an den Arbeiten dieser Schaffenszeit
ist zunächst ihr kleines, ja intimes Format.
Tobey widmet sich akribisch und mit viel
Ausdauer dem Schaffen mikroskopischer
Welten, die er aus der Beobachtung der
Natur, der Stadt und des Lichtes schöpft.
Zunehmend überwuchernde Striche,
miteinander verbunden, überlagert, die
Labyrinthe, urbane Strukturen, Felder, Pilze
oder organische Strukturen darstellen.
In den späteren vorliegenden Arbeiten
(Los 3707, 3708, 3709 und 3711) finden
wir gleichfalls eine organische Struktur,
dennoch verlässt Mark Tobey das minu-
ziöse, fein strichartige Zeichnen, um mit
einem grösserem Duktus seinen Ausdruck
mit einer farbfrohen Palette wiederzu-
geben. Das wunderbare Werk von 1969
beeindruckt durch das grosszügige For-
mat, die starken Farben und die energische
Bewegung der Pinselstriche.
Obwohl all diese Arbeiten zu unterschiedli-
chen Zeiten entstehen, vermitteln sie den
Anschein, aus einem meditativen Zustand
entstanden zu sein. Dazu sagt Tobey:  I
believe that painting should come through
the avenues of meditation rather than the
canals of action.
CHF 60 000 / 80 000
(€ 57 140 / 76 190)
| 15
„White lines in movement symbolize a unifying idea which flows through the compartmented
units of life bringing the consciousness of a larger relativity. 
Mark Tobey
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PostWar  Contemporary
3711
MARK TOBEY
(Centerville/1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1968.
Tempera, Aquarell und Bleistift auf Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
Tobey 68. 20,5 × 28,5 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das
Committee Mark Tobey, Münster, 20. Januar 2020.
Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer:
20/01/20-68.29 verzeichnet. Wir danken Herrn
Dr. Heiner Hachmeister für seine
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Privatsammlung Basel, direkt vom
Künstler erhalten.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
3712
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1966.
Monotypie mit Tempera überarbeitet. Unten rechts
signiert und datiert:
Tobey 1966. Darstellung 47 × 27 cm auf Vélin
49,5 × 30 cm.
Provenienz:
- Galerie Carzaniga, Basel (verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie 2011 vom heutigen Besitzer
erworben, seit dem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
3713*
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1959.
Tempera auf Karton.
Unten rechts signiert und datiert:
Tobey 59.
30,5 × 24 cm.
Mit der Bestätigung der Authentizität durch das
Committee Mark Tobey,
Münster, 1. Oktober 2017. Das vorliegende Werk ist
dort unter der Nummer:
01/10/17-59.22 registriert.
Provenienz:
- Galerie Carzaniga, Basel (verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben,
seitdem Privatsammlung Schweiz.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 14 290 / 19 050)
| 17
| 18
PostWar  Contemporary
3714
LUIS FEITO
(Madrid 1929–lebt und arbeitet in Paris)
No. 206. 1960.
Öl, Kieselsteine und Sand auf Leinwand.
Verso signiert, datiert, betitelt und
nummeriert: FEITO 1960 206 BASE.
73,5 × 100,5 cm.
Die Authentizität dieses Werks wurde
vom Künstler mündlich bestätigt, Madrid,
Februar 2020. Wir danken Herrn Luis Feito
für seine freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, seitdem Privatsammlung
Österreich.
Ausstellung: Basel 1970, Moon and Space.
Galerie Beyeler, Januar - März 1970, Nr. 27
(verso mit dem Etikett).
Luis Feito wird am 31. Oktober 1929 in
Madrid geboren, wo er auch heute wieder
lebt. Der Spanier gehört zu den einfluss-
reichsten Vertretern des spanischen
Informel.
Er studiert an der Escuela superior de
bellas artes de San Fernando, Madrid, wo
er 1950 seinen Abschluss macht. Bereits
1954 hat er seine erste Ausstellung in der
Galería Buchholz. Mit einem Stipendium
lernt Feito Paris 1953 kennen, wohin er
zwei Jahre später zieht und 25 Jahre lang
bleiben wird. In Paris lernt er die Künst-
ler des Informel wie Jean Fautrier, Hans
Hartung, aber auch Serge Poliakoff, Jean
Dubuffet und Mark Rothko kennen. Die
neuen Eindrücke, die Künstlerkontakte
und die Energie der Stadt veranlassen
ihn, in seinen Gemälden mit unterschied-
lichen Materialien wie Sand und Erde zu
experimentieren. Aus Paris hält er aber
immer auch Kontakt zu den Künstlern der
spanischen Avantgarde und gehört zu
den Gründungsmitgliedern der Gruppe El
Paso. 1981 zieht Feito erst nach Montréal
und dann zwei Jahre später nach New York.
In den frühen 1990er Jahren kehrt er nach
Madrid zurück.
WährendseinesStudiumsfokussierter
sichaufdiefigurativeMalerei,wendetsich
abermitderEntdeckungdesKubismusvon
dieserabundverschreibtsichbalddem
Informel.BereitsinseinererstenAusstellung
zeigternurabstrakteWerke.Indenspäten
1950erundfrühen1960erJahrenistseine
FarbpaletteausschliesslichSchwarzund
Weiss,mitSchattierungeninGrauoder
Ocker.VerstärktnutzterMaterialienwie
SandundErde,umeinenpastosenFarbauf-
trag,dercharakteristischfürseinreifesWerk
ist,zuerzielen.Durchdiepastose,unregel-
mässigeOberflächekannerdasVerhältnis
zwischenLicht,Oberfläche,Farbeund
ForminseinenWerkenerforschen.Inden
1960erJahrenfügtFeitoseinerFarbpalette
dannnochRothinzu,welchesteilweisedie
gesamteKompositionbeherrscht.
Luis Feito nimmt an zahlreichen Gale-
rie- und Museumsausstellungen weltweit
teil. Viermal (1956/1958/1960 und 1968)
werden seine Werke auf der Biennale in
Venedig ausgestellt, zweimal in Sao Paulo,
und 1959 ist er auf der documenta in Kas-
sel vertreten. 2002 organisiert die Reina
Sofía eine Wander-Retrospektive. Er wird
1985 zum Offizier und 1993 zum Knight
Commander des Ordre des Arts et Letters
de France ernannt.
Das vorliegende Werk „No. 206“ stammt
aus dem Jahr 1960, als Feitos Farbpalette
von Schwarz und Weiss dominiert wird.
Aus einem tiefschwarzen Raum leuchtet
im linken Bildrand eine weisse Form, die
den linken Rand mit zu erhellen scheint. Es
scheint fast so als schiebe sich ein Licht-
punkt hinter einer schwarzen Wolke hervor.
Die pastose Arbeitsweise mit den dunklen
Farben lässt fast an eine Kraterlandschaft
denken. Der meisterliche Einsatz der
pastosen Flächen gibt dem Werk eine
unglaubliche Tiefe und Dynamik.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
| 19
| 20
PostWar  Contemporary
3715
K.R.H. SONDERBORG
(Sonderborg 1923–2008 Hamburg)
14.X.78 20.179-20.459. 1978.
Tempera auf Leinwand.
Unten mittig signiert und datiert:
Sonderborg 78.
Verso signiert, datiert und betitelt:
Sonderborg 14.X.78 20.179-20.459. 1978.
65 × 82 cm.
Provenienz:
- Galerie Daniel Gervis, Paris (verso mit
dem Etikett).
- Vom heutigen Besitzer bei
obiger Galerie erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 10 000 / 18 000
(€ 9 520 / 17 140)
| 21
3716*
RAYMOND HAINS
(Saint-Brieuc 1926–2005 Paris)
Venezia. 1966.
Collage auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: Hains 66.
73 x 102 cm.
Provenienz:
- Galerie Der Spiegel, Köln (verso mit dem
Etikett und dem Stempel).
- Vom heutigen Besitzer bei der obigen
Galerie 1994 erworben, seitdem
Schweizer Sammlung.
Ausstellungen:
- Düsseldorf 1990, Um 1968. Städtische
Kunsthalle Düsseldorf.
- Köln 1991, Nouveau Realisme, Galerie
Der Spiegel.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 22
PostWar  Contemporary
3717
HISAO DOMOTO
(1928 Kyoto 2013)
Ohne Titel. 1961.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert, datiert, nummeriert und
mit Ortsangabe: Domoto 1961-13 PARIS,
sowie in japanisch signiert.
97 × 130 cm.
Provenienz: Privatsammlng Schweiz.
Hsiao Dômoto wird 1928 in Kyoto als Sohn
einer wohlhabenden Familie geboren.
Sein Vater ist ein berühmter Sammler
traditioneller, japanischer Kunst und sein
Onkel, Inshô Dômoto, ein bekannter
japanischer Maler der Nihonga-Richtung.
Hisao Dômoto bleibt in seinen jungen
Jahren zunächst der Familientradition treu
und studiert die traditionelle Malerei an
der Kunsthochschule von Kyoto. Bereits in
Japan kann er Erfolge verzeichnen, doch
schnell entdeckt er die zeitgenössische,
westliche Kunst. Ausschlaggebend ist der
Salon de Mai in Japan von 1952, wo zum
einen die Gutai-Gruppe vertreten ist, und
zum anderen seine Europareise im selben
Jahr. Von nun an nimmt er die westlichen
Techniken in sein Werk auf. Zunächst an-
gezogen vom Surrealismus, widmet er sich
später ausschliesslich der Abstraktion.
Dômoto lässt sich 1955 in Frankreich nie-
der. Seine Werke zeichnen sich zu dieser
Zeit durch konkrete Inhalte aus. Er macht
sich zunächst einen Namen mit luftiger,
romantischer Kalligrafie à la Zao Wou-Ki,
und er nähert sich der Stilrichtung der
Lyrischen Abstraktion. Während er von
1957 bis 1960 mit der Pariser Galerie
Stadler zusammenarbeitet, entdeckt er
seinen eigenen Weg und entwickelt ab den
1960er Jahren sein Konzept der Solution
de Continuité.
WiedasvorliegendeGemäldevon1961zeigt,
charakterisierensichseineWerkedieserJahre
durchpastosenFarbauftrag.SeineWerke
spiegelneinespontaneImprovisationwider
undscheinenseinekünstlerischenEmpfin-
dungendirektwiederzugeben.Erbedientsich
einerbreitenundkontrastvollenFarbpalette,
ummiteinemfastmeditativenDuktusdie
FarbenähnlichwieFeuerflammen,Wind-
stürmeoderhektischeMeereswellenauf
derLeinwandtanzenzulassen.Auchscheint
DômotomitderVerformbarkeitundderGe-
schmeidigkeitderFarbpigmentezuspielen.
DiezumTeilfliessendenundenergischenPin-
selstriche,dieverlaufendenFarbflächenund
dieFarbtupferappellierenandieFantasiedes
Betrachters:Wolken,Berglandschaften,Fels-
formationenoderWasserfällebildensichvor
unsereminnerenAuge.DieKompositionen
derLeinwändekönnenfarbprächtigbrennen,
erzeugeneinekraftvolleTiefeundDichte,mit
BewegungensowohlvonWiederauflebenwie
auchvonAbklingen,vonSonnenaufgangwie
auchSonnenuntergang,vonhellundgleich-
zeitiggeheimnisvoll.DerBetrachterverliert
sichineinerherrlichabstraktenLandschafts-
malerei.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 570 / 47 620)
| 23
| 24
PostWar  Contemporary
3718
HANS HARTUNG
(Leipzig 1904–1989 Antibes)
Ohne Titel. 1950.
Öl auf Holz.
Unten links monogrammiert: H., sowie
verso bezeichnet: Hartung 12-9-50.
11 × 12,3 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
durch die Fondation Hans Hartung et
Anna-Eva Bergman, Antibes, 12. Novem-
ber 2018, bestätigt. Das Werk ist unter
der Nummer: CT HH5807 im Archiv der
Fondation registriert und wird in den
Catalogue Raisonné aufgenommen.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 11 430 / 17 140)
3719
FRED THIELER
(Königsberg 1916–1999 Berlin)
Ohne Titel. 1987.
Mischtechnik auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
F. Thieler 87.
180 × 110 cm.
Provenienz:
- Galerie Nothelfer, Berlin (verso mit dem
Etikett).
- Vom heutigen Besitzer bei der obigen
Galerie erworben, seit dem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 25
| 26
PostWar  Contemporary
3720
MARTÍN CHIRINO
(Las Palmas de Gran Canaria 1925–2019
Madrid)
Viento.
Eisen, geschmiedet. 3/11.
247 × 195 × 51 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, seitdem Privatsammlung
Österreich.
Das Eisenhandwerk, als Leidenschaft und
zugleich Inspiration für sein Lebenswerk,
versteht sich als stetiger Wegbegleiter von
Martín Chirinos Leben. Geboren 1925 in
Las Palmas de Gran Canaria, verbringt Chi-
rino als Jugendlicher seine Freizeit in der
Schiffswerft, in welcher sein Vater arbeitet.
Nicht wegzudenken, dass sich der junge
Künstler dabei die zahlreichen Reisen an
die afrikanische Küste mit seinem Vater
entgehen lässt. Die Einflüsse Afrikas las-
sen sich später in seiner Arbeit als Künstler
wiederfinden.
Mit 23 Jahren zieht es Chirino nach Madrid,
wo er an der Königlichen Akademie der
Schönen Künste von San Fernando stu-
diert und 1952 schliesslich mit dem Titel
eines Professors abschliesst. Es folgen
Reisen nach Paris, London und Italien, in
denen er die Kunst der Bildhauerei vertieft
und sich innerhalb dieser mit grossen
Meistern wie Henry Moore oder Julio
González auseinandersetzt. Darin gründet
all das Wissen, welches er nach seiner
Rückkehr in die kanarische Heimat in sei-
ner Werkstatt ausübt. Zudem teilt Chirino
seine Leidenschaft für die kanarischen
Ureinwohner und deren Inschriften mit
seinem guten Freund, dem Künstler Mano-
lo Millares. Mit ihm studiert er die Schriften
jener Völker und ihre Kultur. So erstaunt
es nicht, dass in seinem Schaffen die zwei
Bereiche, das Material Eisen und die afrika-
nische Kultur, ineinander verschmelzen.
Er beschliesst zusammen mit anderen
Künstlern der Kanaren 1955 nach Madrid
umzusiedeln. 1958 tritt er der spanischen
Künstlergruppe El Paso bei, der auch
Antonio Saura, Manolo Millares oder Luis
Feito angehören. Zwei Jahre später jedoch
wird die Gruppe aufgelöst. Parallel eröffnet
Chirino seine erste Einzelausstellung im
Ateneo von Madrid, die den Titel Los
Hierros de Chirino trägt. Darin äussert er
nach wie vor seine tiefe Verbundenheit mit
seiner Heimat, wie aber auch dem Material
Eisen gegenüber, mit dem er bevorzugt
arbeitet. Ein weiteres zentrales Element
seines Schaffens tritt in den Vordergrund
- die Spirale. Sie nimmt ihren Anfang in den
1960er Jahren in einer Ausstellung im New
Yorker Museum of Modern Art mit der Ar-
beit „El Viento“. Ein schönes Beispiel hierzu
präsentiert das hier angebotene Werk.
Dieses Element stellt eine Anlehnung
an eine Spirale dar, die durch einen Wind
erzeugt wird. Dabei verfolgt Chirino stets
das Ziel, dem Werk mit einem Minimum an
Materie das Höchstmass an Ausdruck zu
verleihen.
Zahlreiche Museen und Galerien in den
USA, aber auch in Europa stellen seine
Arbeiten aus, was ihn dazu bewegt, in
die Nähe von New York umzusiedeln.
Sein Schaffen wird schliesslich mit dem
ihm vom Kulturministerium verliehenen
Nationalpreis für plastische Kunst im Jahr
1980 geehrt. Im Weiteren übernimmt er
den Vorsitz der Kulturinstitution Círcolo
de Bellas Artes in Madrid und beteiligt sich
einige Jahre später wesentlich am Aufbau
des Atlantischen Zentrums für Moderne
Kunst (CAAM) in Las Palmas. Dieses zeit-
genössische Kunstmuseum wird von ihm
konzipiert und anschliessend geleitet.
Martín Chirinos Werk, geprägt von seiner
Jugend und seiner Leidenschaft für das
afrikanische Volk, wird stetig von neuen
Inspirationen und Einflüssen seiner Reisen
und seiner Begegnungen geformt. Doch
bleibt er über all die Zeit seinem Ursprung,
den kanarischen Inseln, treu. Nicht nur
eröffnet er hier kulturelle Institutionen,
sondern lässt ebenso viele seiner Arbeiten
in das Erscheinungsbild seiner Heimat und
damit in den öffentlichen Raum einflies-
sen.
CHF 35 000 / 45 000
(€ 33 330 / 42 860)
| 28
PostWar  Contemporary
3721
MARIO DELUIGI
(Treviso 1901–1978 Venezia)
Ohne Titel. 1947.
Öl auf Holz.
Oben rechts signiert und unleserlich da-
tiert: deluigi 47.
38,6 × 118,3 cm.
Die Authentizität des vorliegenden Wer-
kes wurde vom Archivio Mario De Luigi,
Venedig, Mai 2020, bestätigt. Wir danken
Herrn Luca De Luigi für Ihre freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, seitdem Privatsammlung
Österreich.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3722*
GASTON CHAISSAC
(Avallon 1910–1964 Roche-sur-Yon)
Ohne Titel. 1961.
Gouache auf Vélin.
Unten links signiert: Chaissac, sowie unten
rechts datiert und bezeichnet:
Vix, le 9.12.61.
49 × 65 cm.
Die Authentizität des vorliegenden Werkes
wurde von Frau Nadia Raison, Paris, Febru-
rar 2020, bestätigt. Wir danken Frau Raison
für Ihre freundliche Unterstützung.
CHF 6 000 / 7 000
(€ 5 710 / 6 670)
3723
JULIAO SARMENTO
(1948 Lissabon–lebt und arbeitet in Estoril)
Desenho. 1987.
Dispersion und Collage auf Vélin.
Verso signiert, datiert und nummeriert:
#582 Juliao Sarmento 18/5/87.
100 × 70 cm.
Provenienz:
- Galerie Bernd Klüser, München.
- Vom heutigen Besitzer bei der obigen
Galerie erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 29
| 30
PostWar  Contemporary
3724*
FRIEDENSREICH
HUNDERTWASSER
(Wien 1928–2000 an Bord der Queen
Elisabeth)
Der gelbe Platz - Flugplatz. 1958.
Aquarell mit Lack auf Packpapier, mit
Kreide grundiert (in der Mitte geknickt).
Mittig links signiert, datiert und
bezeichnet: HUNDERTWASSER 1959
AM 26. MAI 1981 AUSGEBESSERT
DUNKELBUNT REGENTAG.
98,5 × 64 cm.
Provenienz:
- Sammlung Dr. R. Brunner, München.
- Sammlung APP München.
Ausstellungen:
- 1964/65 Ausstellungstour: Kestner
Gesellschaft Hannover, Kunsthalle Bern,
Karl-Ernst-Osthaus Museum Hagen,
Stedelijk Amsterdam, Moderna Museet
Stockholm sowie Museum des 20. Jahr-
hunderts Wien.
- 1975 München. Haus der Kunst, Februar
bis April.
- 1979 Weltausstellungstour: Museo
Espanol de Arte Contemporáneo Madrid,
Seedamm-Kulturzentrum Pfäffikon.
- 1980 Weltausstellungstour: Palazzo
Barberini, Rom, Palazzo Reale, Mailand,
u.a.
- 1980/81 Weltausstellungstour: Museum
Ludwig Köln, Secession Wien.
Literatur:
- Fürst, Andrea Christa: Hundertwasser
1928 - 2000. Werkverzeichnis - Cata-
logue Raisonné, Vol. II, Köln 2002, Nr. 509.
- Schmied, Wieland: Hundertwasser.
Bibliophilic monograph with 100 coloured
collotype prints, Salzburg 1974 (mit
Farbabb.).
CHF 120 000 / 180 000
(€ 114 290 / 171 430)
| 31
| 32
PostWar  Contemporary
Im Februar 2020 jährte sich der Todestag
von Friedensreich Hundertwasser zum
zwanzigsten Mal und wird gebührend
mit einer großen Ausstellung im Leopold
Museum in Wien geehrt. Der weit über die
eigenen Landesgrenzen hinaus wirkende
Maler, Vorkämpfer der Ökologiebewe-
gung und Gestalter von Lebensräumen
prägt die Kunst des 20. Jahrhunderts auf
charakteristische und unverwechselbare
Weise mit seinen farbprächtigen Utopie
Entwürfen.
1928 in Wien als Friedrich Stowasser
geboren, wird ihm schon zu Schulzeiten
ein herausragender Sinn für Form und
Farbe bescheinigt. Seine Begabung und
Passion wird früh erkannt und gefördert,
bis der Vormarsch der Nationalsozialis-
ten alles überlagert. Obwohl selbst Jüdin,
lässt seine Mutter ihn 1935 katholisch
taufen, und Hundertwasser tritt nach dem
Anschluss Österreichs der Hitler-Jugend
bei. Anders als seine Grossmutter und
69 Verwandte überleben er und seine
Mutter den Nazi-Terror, so dass er 1948
seine Matura machen kann und Student
der Wiener Akademie für Bildende Künste
wird, die er allerdings nach drei Monaten
wieder verlässt. Zu dieser Zeit, 1949,
nimmt er den Namen Hundertwasser an,
indem er die erste Silbe „Sto“ (Slawisch für
„hundert“) scheinbar eindeutscht. In den
1950ern-Jahren lebt Hundertwasser in
Paris und setzt sich mit der herrschenden
Avantgarde auseinander, mit dem Diskurs
zwischen geometrischer und expressiver
Abstraktion, dem Informel und aufkeimen-
den Nouveau Réalisme. Als Reaktion da-
rauf formuliert er seine eigene Sicht, den
Transautomatismus, in dem es nicht nur
um ein neues Entstehen von Kunst geht,
sondern auch um ein neues Wahrnehmen,
das den aktiven, verantwortungsbewuss-
ten und gestaltenden Betrachter fordert.
Dabei ist das vegetativ-organische Prin-
zip der Natur ebenso Leitmotiv seines
Schaffens wie die künstlerischen Einflüsse
Egon Schieles, Paul Klees oder der Wiener
Schule des Phantastischen Realismus, die
den Grundstein für sein Frühwerk liefern.
Zudem prägen ihn die Erfahrungen seiner
Reisen nach Italien, Paris, Marokko, Tunesi-
en, Sizilien, Japan und Neuseeland, und er
entwickelt einen farbintensiv-abstrakten
Malstil. Die Schönheit und Harmonie sei-
ner Bilder hat ihm dabei oft mehr Kritik als
Wertschätzung eingebracht. Doch greift
diese Kritik nur bei einer sehr oberflächli-
chen Betrachtung seiner Bilder, wie Wie-
land Schmied im Werkverzeichnis 1974 (S.
15) ausführt: „Hundertwasser sagt nicht,
(..) dass unsere Welt heil ist. Im Gegenteil:
Er klagt sie an – und hält ihr zugleich in
seinen Bildern das Modell einer möglichen
besseren entgegen.“
Das bei uns angebotene Werk „Gelber
Platz“ erfüllt dieses Versprechen einer
kritischen Sichtweise unserer Welt in
paradigmatischer Weise. Die horizontale
Zweiteilung des Bildes scheint bereits
auf die Diskrepanz zwischen Utopie und
Realität hinzuweisen. Dabei dominie-
ren zwei gelbe Spiralen, die - gespiegelt
entlang dem Mittelfalz – den Blick auf sich
ziehen. Die obere Hälfte ist komposito-
risch sehr dicht, komplett, harmonisch.
Die untere Hälfte dagegen erstreckt sich
eher locker, zögerlich über den Bildraum,
mit Elementen des Unvollendeten und
Platz für Ungeklärtes. Die obere Hälfte
verortet eine harmonische Welt, wobei die
Spirale in die topographische Darstellung
kippt, eine Vogelperspektive einnimmt mit
kartographisch anmutenden Höhenunter-
schieden, umgeben von Felderstrukturen.
Im unteren Teil hingegen scheint die Natur
in den Hintergrund zu rücken, Spuren der
Industrialisierung wie Fabrikschornstei-
ne und kubische Wohnelemente bilden
das Zentrum der unvollendeten Spirale.
Hundertwasser liebt die Irritation, die
durch Gegenüberstellung von Natur und
Mensch, durch verschiedene Blickwinkel
und Sichtweisen entsteht, wie hier die ver-
tikalen Hausansichten versus horizontale
Landschaften. Der Betrachter wird aktiv
ins Werk einbezogen, getragen durch die
Kraft der Farben, die rein instinktiv von ihm
verwendet unabhängig vom Gegenstand
existieren.
So lässt sich gerade in diesem ausser-
gewöhnlichen Gemälde „Gelber Platz
- Flugplatz“ prozessual die Arbeits- und
Denkweise von Friedensreich Hundert-
wasser - wie sonst selten - nachvollziehen,
sein Themenkomplex ausschöpfen. Die
drei dokumentierten Zustände des Werkes
zeigen sein bewusstes, schrittweises
Vorgehen: Zustand 1: gemalt in Hamburg
(Sommer 1958) / Zustand 2: weitergear-
beitet in Wien (Herbst 1961) / Zustand 3:
Nachbearbeitung mit Notiz des Künstlers „
AUSGEBESSERT DUNKELBUNT REGEN-
TAG“ (26. Mai 1981). So erklärt sich auch
die Abweichung des Originalwerkes von
dem im Werkverzeichnis von 1974 abge-
bildeten Werk, da es erst später, bei einem
Besuch des Künstlers beim damaligen
Besitzer, ergänzt wurde.
Die Spirale bedeutet Leben und Tod nach allen Richtungen.
Friedensreich Hundertwasser
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PostWar  Contemporary
3725
CÉSAR (CÉSAR BALDACCHINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
... à l'eau ! ... à l'eau. 1987.
Assemblage mit Metallplatte, Klingel und
versengtem Gitter.
Unten rechts signiert: César, sowie unten
links datiert und bezeichnet: 1987 nice.
29 x 24 cm (inkl. Rahmen).
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 1 200 / 1 800
(€ 1 140 / 1 710)
3726*
THOMAS VIRNICH
(Eschweiler 1957–lebt und arbeitet in
Mönchengladbach)
Violine. 1986.
Gips, Wachs, Pigment, Karton und mit zwei
Fotos in Plastikfolie.
13 x 82 x 26 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Künstler, Mönchgladbach, April 2020,
bestätigt. Wir danken Herrn Thomas
Virnich für seine freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery.
- Vom heutigen Besitzer bei der obigen
Galerie erworben, seitdem
Privatsammlung Belgien.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
| 35
3727
DANIELSPOERRIJEANTINGUELY
(Galati 1930–lebt und arbeitet in Wien) /
(Fribourg 1925–1991 Bern)
Caviar et una magia tan forte che la fame.
1988.
Tableau Piège. Holz, Teppich, Keramik,
Texil, Pappe.
Verso signiert, datiert und betitelt: Caviar
et una magia tan forte che la fame. Daniel
Spoerri 1988 Pfingstmontag 23.5.88.
Zudem mit der Signatur der Gäste: Jim
Dine, Daniel Spoerri, Edith Talmann, Ruthli
Stadler, Klaus Littmann und eine
unleserliche Signatur. Teppich von Jean
Tinguely bemalt.
165 × 100 × 42,5 cm.
Provenienz:
- Galerie Andy Jllien, Zürich.
- Vom heutigen Besitzer bei der obigen
Galerie erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
„Meine Tableaux Pièges zeugen den Ablauf eines ganzen Zyklus,
des Leben und Tod, Verwesung und Wiedergeburt“
Daniel Spoerri
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PostWar  Contemporary
3728*
EDUARD KLELL
(Steyr 1924–2008 Völs)
Kleine Ariadne (in roter Fassung). 1974.
Öl auf Hartfaser.
Unten links signiert und datiert: Klell 72.
34 × 18 cm.
Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 1 800 / 2 200
(€ 1 710 / 2 100)
3729
THOMAS HIRSCHHORN
(1957 Bern–lebt und arbeitet in Paris)
GRAZIE (FÜR FRANZ STINZ).
1998/1999.
Collage. Briefe, Postkarte, Zeitungsaus-
schnitte, Karton, Folie und Klebeband.
Verso signiert und datiert: 1999, VENEZIA,
THOMAS HIRSCHHORN
68 × 40 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von
Frau Susanna Kulli, Galerie Susanna Kulli,
Mai 2020, Zürich bestätigt. Wir danken
Frau Kulli für ihre freundliche
Unterstützung.
Provenienz: Durch Erbschaft an die heuti-
gen Besitzer, Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
3730*
JI LI
(Kunming 1963–lebt und arbeitet in
Kunming)
Ohne Titel (pet series). 2007.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts in chinesisch signiert und
datiert: Ji Li 1999.
160 × 125 cm.
Provenienz:
- Auktion Koller, 30. Juni 2008, Los 3698.
- Bei obiger Auktion vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
Griechenland.
CHF 4 000 / 5 000
(€ 3 810 / 4 760)
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| 38
PostWar  Contemporary
3731
BURHAN DOGANÇAY
(1929 Istanbul 2013)
Ohne Titel. 1979.
Gouache auf Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
B. Dogancay 1979.
75,8 × 56,5 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer in der
Türkei in den 90er Jahren erworben, seit-
dem Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3732
BURHAN DOGANÇAY
(1929 Istanbul 2013)
Ohne Titel. 1978.
Gouache auf Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
B. Dogancay 1978.
76,1 × 56,4 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer in der
Türkei in den 90er Jahren erworben, seit-
dem Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3733
SILVIA BAECHLI
(Baden 1956–lebt und arbeitet in Basel)
Ohne Titel. 2005.
Gouache auf Vélin.
Verso monogrammiert und datiert: S.B.05.
44 × 62 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von
der Künstlerin, Basel, April 2020, bestätigt.
Wir danken Frau Bächli für ihre freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen.-
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
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„Zeichnen ist die Suche nach dem richtigen Ton, nach einer Formulierung, die stimmt,
von der ich vorher nicht genau weiss, wie sie aussieht – dies würde ich als mein „Tun“ beschreiben.
Zeichnen ist Beobachten, Erinnern, Berühren, Spielen, Wiederholen, Erfinden, Herantasten,
Hervorlocken, Antönen, etc. “
Siliva Bächli
| 40
PostWar  Contemporary
3734*
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Ohne Titel. 1969.
Tempera auf Vélin.
Unten links signiert und datiert:
Tobey 69.
108 × 62 cm.
Mit Bestätigung der Authentizität durch
das Committee Mark Tobey, Münster, 31.
Oktober 2014. Das vorliegende Werk ist
dort unter der Nummer: 31/10/14-69.15
registriert.
Provenienz:
- Galerie Alice Pauli, Lausanne.
- Vom heutigen Besitzer bei der obigen
Galerie erworben, seitdem Privatsamm-
lung Schweiz.
CHF 35 000 / 45 000
(€ 33 330 / 42 860)
The dimension that counts for the creative person is the space he creates within himself. This in-
ner space is closer to the infinite than the other, and it is the privilege of the balanced mind. And the
search for an equilibrium is essential - to be as aware of inner space as he is of outer space. 
Mark Tobey
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| 42
PostWar  Contemporary
3735
SAM FRANCIS
(San Mateo 1923–1994 Santa Monica)
Ohne Titel. 1991.
Aquarell und Acryl auf Vélin.
Verso mit dem Signaturstempel:
Sam Francis, sowie mit dem Stempel:
The Sam Francis Estate, der Archivnum-
mern und Signatur: SF91-4 PR.S / jj3 1991
PR.S Margaret Francis.
61 × 47 cm.
Provenienz:
- Galerie Iris Wazzau, Davos
(verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
Schweiz.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
3736
SAM FRANCIS
(San Mateo 1923–1994 Santa Monica)
Ohne Titel. 1990.
Aquarell und Acryl auf Japanpapier.
Verso mit dem Stempel: The Sam Francis
Estate, sowie mit den Archivnummern:
S4 45K / SF90 - 127.
60,5 × 45,2 cm.
Provenienz:
- Galerie Iris Wazzau, Davos
(verso mit dem Etikett).
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
Schweiz.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
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PostWar  Contemporary
3737
JOHN CHAMBERLAIN
(Rochester 1927–2011 New York)
Grass Skirt Opus. 2002.
Bemalter und verchromter Stahl.
41 × 33 × 32 cm.
Provenienz:
- Galerie Karsten Greve, Köln/St. Moritz.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
2003 erworben, seitdem Privatsamm-
lung Schweiz.
Der US-amerikanische Bildhauer John
Chamberlain zählt zu den bedeutendsten
Wegbereitern der Pop Art und ist durch
die Verwurzelung seiner Metallskulpturen
im Nouveau Réalisme und Abstrakten Ex-
pressionismus eine der zentralen Figuren
der amerikanischen Nachkriegskunst.
1927 in Rochester, Indiana, geboren und
in Chicago aufgewachsen, studiert John
Chamberlain Anfang der 1950er Jahre am
Art Institut of Chigaco und beginnt hier
erste geschweisste Skulpturen, inspiriert
durch die Werke des Bildhauers David
Smith, zu machen. Anschliessend studiert
und lehrt er am legendären Black Mountain
College Bildhauerei und Poetik. Die kreativ-
unkonventionelle Atmosphäre dort beflü-
gelt ihn und prägt seine visuelle Bildspra-
che. 1957 entdeckt er eher zufällig seine
unverwechselbare Assemblage-Technik.
Im Hinterhof seines Freundes Larry River in
Southampton, NY, entdeckt er einen alten
Ford von 1929. Er nimmt einzelne Teile
des Wagens auseinander und formt sie zu
einer Skulptur, indem er mit seinem Truck
immer wieder darüber fährt. So entsteht
das berühmte Werk „Shortstop“ und seine
unverwechselbare Technik, durch Verfor-
mung vorgefundener farbiger Autowracks
Skulpturen von unvergleichlichem poeti-
schen Ausdruck zu schaffen.
Sein Umzug nach New York markiert eine
entscheidende Wende. Insbesondere die
Begegnungen mit Franz Kline und Willem
de Kooning üben einen grossen Einfluss
auf ihn aus und intensivieren seinen
Diskurs mit künstlerischen Positionen des
Abstrakten Expressionismus. Kline gab
mir die Struktur. De Kooning die Farbe,
so Chamberlain später. Seine solitäre
Position in der amerikanischen Nach-
kriegskunst begründet sich nicht zuletzt in
der rebellischen Hinwendung zur starken
Farbigkeit seiner Werke - eine zu diesem
Zeitpunkt eher skeptisch gesehene bild-
hauerische Position. Die Nähe zur Malerei
bleibt evident. Wie die Künstler der Pop Art
einige Jahre später bedient Chamberlain
sich eines industriell gefertigten Massen-
produkts, welches in der amerikanischen
Alltagskultur einen hohen emotionalen
Stellenwert hat. Durch die Übersteige-
rung der Farbigkeit und Neugestaltung
der vorhandenen Elemente hinterfragt er
die Beziehung der Menschen zu diesen
Kultobjekten bei gleichzeitiger Freude am
Farbspiel.
Chamberlains Schaffen wird von dem
Drang begleitet, mit dem traditionellen
Begriff der Skulptur zu brechen und die
Grenzen zwischen Gebilde und Male-
rei verschmelzen zu lassen. Mit seiner
Schweißtechnik setzt er Bilder des
Abstrakten Expressionismus in Plastiken
um. Wenngleich das Ausgangsmaterial
vorgefertigt ist und die Bearbeitungsweise
durch die Schrottpresse nur eine bedingte
Einflussnahme des Künstlers erlaubt, sind
seine Werke keinesfalls Zufallsprodukte,
sondern sorgfältig komponierte und intui-
tiv gestaltete Wesen, die häufig erst durch
den Sprachwitz seiner Titel komplettiert
werden. So befeuert Chamberlain den
Mythos, amerikanische Nachkriegskunst
entspringe einer Synthese aus Inspiration,
Muskelkraft und Zufall, gleichzeitig handele
der Künstler aber aus einer kontrollierten
kreativen Intuition und Absicht heraus.
Er bedient sich für die oft über meterho-
hen Gebilde unter anderem bei ausran-
gierten Cadillacs, Motorteilen, Stahlresten
oder Gummi und schafft es trotz der
widerspenstigen Materialien, die Kunst-
werke an lebende Körper, Vögel, Bäume,
Schiffe oder Blumen erinnern zu lassen.
Nicht zuletzt verweist der Titel des hier
angebotenen Werkes „Grass Skirt Opus“
auf Chamberlains Parallele zwischen Natur
und Kultur. Er geht dabei sogar noch einen
Schritt weiter in der Adaption der Natur-
mythologie der Abstrakten Expressionis-
ten als seine Mitstreiter. Wenn Jackson
Pollock ihn mit der Aussage:„Ich bin die
Natur“ praktiziert, postuliert Chamberlain
scharfsinnig: „Kultur ist Natur“ und zählt
damit von Menschenhand geschaffene,
gestaltete Dinge genauso zur Natur wie
Vogelnester oder Biberdämme. In diesem
Spannungsverhältnis von ungezähmter
Natur und Symmetrie zeigen seine Werke
ihre Entsprechung.
In seinem Spätwerk wird die Kompaktheit
der frühen Plastiken häufig aufgebro-
chen, hin zu einem luftigen, verspielten
Arrangement von farbigen Stahl- und
Chromelementen. Gerade das hier an-
gebotenen Werk „Grass Skirt Opus“ zeigt
seine Virtuosität in der Transformation
von industrieller Metallkarosserie in leichte,
schwebende Objekte. Dabei will Chamber-
lain seine Kunst nicht erklären. Jeder will
immer wissen, was es bedeutet, sagte er.
Selbst wenn ich es wüsste: Ich wüsste nur,
was ich denke, dass es bedeutet.
CHF 100 000 / 150 000
(€ 95 240 / 142 860)
„The good thing about being an artist, is it's a legitimate way of looking at things cross-eyed.“
John Chamberlain
| 46
PostWar  Contemporary
| 47
3738
JÖRG IMMENDORF
(Bleckede 1945–2007 Düsseldorf)
Ohne Titel (Farbpalette). 2005.
Öl auf Hartfaserplatte.
Monogrammiert und datiert: JI05.
50 × 70 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
3740
DAMIEN HIRST
(Bristol 1965–lebt und arbeitet in Devon)
Shark Spin Painting. 2009.
Arcyl auf festem Vélin.
Verso mit der Stempelsignatur: Dami-
en Hirst, sowie mit dem Stempel: This
painting was made by ... to celebrate the
opening of Damien Hirst Requiem at the
PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009
©Damien Hirst. Zudem oben rechts mit
dem Blindstempel: HIRST.
49 × 66 cm.
Provenienz:
- Workshop PinchuckArtCentre, Kiew,
2009.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
3739
DAMIEN HIRST
(Bristol 1965–lebt und arbeitet in Devon)
Circle Spin Painting. 2009.
Acryl auf festem Vélin.
Verso mit der Stempelsignatur: Dami-
en Hirst, sowie mit dem Stempel: This
painting was made by ... to celebrate the
opening of Damien Hirst Requiem at the
PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009
©Damien Hirst. Zudem unten rechts mit
dem Blindstempel: HIRST.
Durchmesser 52,2 cm.
Provenienz:
- Workshop PinchuckArtCentre, Kiew,
2009.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 48
PostWar  Contemporary
3740A
DAMIEN HIRST
(Bristol 1965–lebt und arbeitet in Devon)
Circle Spin Painting. 2009.
Acryl auf festem Vélin.
Am Unterrand signiert: Damien Hirst. Ver-
so mit der Stempelsignatur: Damien Hirst,
sowie mit dem Stempel: This painting was
made to celebrate the opening of Damien
Hirst Requiem at the PinchuckArtCentre
on April 25-26th 2009 ©Damien Hirst.
Zudem unten rechts mit dem Blindstem-
pel: HIRST.
Durchmesser 51,5 cm.
Provenienz:
- Workshop PinchukArtCentre, 2009.
- Privatsammlung Schweiz.
Damien Hirst wird am 7. Juni 1965 in
Bristol geboren und wächst in Leeds auf.
Mit 16 Jahren beginnt er Anatomiezeich-
nungen in der Anatomie-Abteilung der
Leeds Medicine School anzufertigen. Von
1986-1989 studiert er am renommierten
Goldsmith College in London, was sein
Verständnis der klassischen Techniken
Malerei, Zeichnung, Skulptur komplett
verändert. Bereits zu Studentenzeiten
beginnt er mit der Arbeit an einigen seiner
wichtigsten Serien. Die ersten Werke der
„Medicine Cabinets“ stammen aus seinem
zweiten Jahr am College. In unterschied-
lich grossen Schränken sammelt und prä-
sentiert er eine Reihe von Medikamenten,
die er wie in einem Schaukasten ausstellt.
1988 kuratiert er mit anderen Studenten
des Goldsmith College die Ausstellung
„Freeze“ in einem leerstehenden Lager-
haus, die als Geburtsstunde der Young
British Artists gilt. Die Serie der „Spot
Paintings“ haben hier ihren Ursprung, in
dem Hirst runde, farbige Flecken an die
Wand des Lagerhauses aufträgt. Auch die-
se werden in seinem Werk immer wieder
auftauchen.
1991 beginnt er an seiner spektakulärsten
Reihe zu arbeiten – „Natural History“. Er
legt Tiere – Haie, Schafe, Kühe – in schlich-
ten Glastanks in Formaldehyd ein, später
zerschneidet er auch einige Tiere. Mit
diesen Arbeiten ist er bei der „Sensation“-
Ausstellung 1997 vertreten, die die „Young
British Artists“ weltweit bekannt macht
und gleichzeitig einen Ansturm der Empö-
rung auslöst. Der Sammler, Künstlerhänd-
ler und Mäzen Charles Saatchi, dessen
Sammlung diese Ausstellung umfasst,
gehört zu den ersten und bedeutends-
ten Förderern der Young British Artists.
Eine weitere Aufsehen erregende Arbeit
schafft Hirst 2007 mit „For the Love of
God“ – ein mit 8601 Diamanten besetzter
Platinabguss eines Schädels. Liebe, Tod,
Religion und die Konsumkultur sind die
einschlägigen Themen in seinem Werk, bei
deren Umsetzung er gänzlich neue Wege
beschreitet und fast immer provoziert.
2002 ist er Teilnehmer der 50. Venedig
Biennale, 2012 richtet die Tate Modern
ihm eine umfassende Retrospektive aus.
Bereits 1995 wird ihm der renommierte
Turner Preise verliehen.
2009 richtet das PinchukArtCentre in Kiew
Damien Hirst die Retrospektive „Requi-
em“ mit 100 Werken aus den Jahren 1990
– 2008 aus. Zur Ausstellungseröffnung
findet ein „Spin Painting Workshop“ statt,
bei dem jeder Besucher mitmachen kann.
Spin Paintings entstehen, in dem man
Farbe auf das Trägermaterial gibt und
diese durch schnelle Bewegung verteilt.
Es entstehen überraschende, dynamische
und abstrakte Formen. Sie bieten dem
Künstler einerseits die gewohnte Kontrolle
über Farbwahl sowie Trägermaterial und
-form, andererseits aber ist die „Komposi-
tion“ vollkommen willkürlich und entzieht
sich dem Einfluss des Malers.
Die zwei vorliegenden Werke stammen
aus diesem Workshop. Durch das Drehen
bietet sich in erster Linie ein Kreis als
Trägerform an, da sich so die Farbe am
regelmässigsten verteilen kann. Aber nur
Kreise wären für den Briten zu langweilig.
Hirsts Faszination für Haie ist seit seiner
Skulptur „The physical impossibility of
death in the mind of someone living“ von
1991 nicht zu leugnen, und so überrascht
es nicht, dass er auch den Hai als Form für
seine Spin Paintings nutzt.
Diese Serie zieht sich ebenfalls durch sein
gesamtes Oeuvre und der „Eventcharak-
ter“, der beim Entstehen mitspielt, ist ein
wichtiger Bestandteil. Ein Grossteil dieser
Werke entsteht in Hirsts Atelier, aber er
macht auch immer wieder Workshops wie
zur Eröffnung im PinchukArtCentre oder
der Tate Modern, und bezieht somit die
Besucher aktiv in den Entstehungspro-
zess mit ein. Dieses Vorgehen erinnert
stark an Andy Warhol, der schon in 1950er
Jahren auf seinen Parties, die Gäste hat
kleine Zeichnungen für Kochbücher oder
Weihnachtskarten ausmalen lassen und
später natürlich in grössem Stil auch in der
Factory.
“I really like making them. And I really like
the machine, and I really like the move-
ment. The movement sort of implies life.
It’s the way the atoms move inside our
bodies, it’s the way the planet moves that
we stand on. And the way all the other
planets in space move around ours. Every
time a painting’s finished, I’m desperate to
do another one.” Damien Hirst
CHF 15 000 / 25 000
(€ 13 160 / 21 930)
| 49
| 50
PostWar  Contemporary
| 51
3741*
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lebt und arbeitet in
Düsseldorf)
Ich nicht. 2004/2011.
Acryl auf collagierter Kunststofffolie.
Verso signiert, datiert, betitelt und
nummeriert: Imi 11 Ich Nicht 2004 5/5.
63 × 78 cm.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 7 620 / 13 330)
3743*
CÉSAR (BALDACCHINI CÉSAR)
(Marseille 1921–1998 Paris)
Compression.
Blech, bemalt.
Auf der Rückseite mit der eingeritzten
Signatur: César.
31 × 31 × 16 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von
den Archives Denyse Durand-Ruel, Paris,
Mai 2020, bestätigt. Dieses Werk ist dort
unter der Nummer: 6689, registriert. Wir
danken Frau Denyse Durand-Ruel für ihre
freundliche Unterstützung.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer 1977
erworben, seitdem Privatsammlung
Deutschland.
CHF 14 000 / 18 000
(€ 13 330 / 17 140)
3742*
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lebt und arbeitet in
Düsseldorf)
O.T. 2004/2011.
Acryl collagiert auf Kunststofffolie.
Verso signiert, datiert, betitelt und
nummeriert: Imi 11 O.T.VI 2004 5/5.
37 × 52 cm.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 52
PostWar  Contemporary
3744*
PIERO DORAZIO
(Rom 1927–2005 Perugia)
Interccio IV. 2005.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert, datiert und betitelt:
PIERO DORAZIO MMV INTERCCIO IV. Sowie mit
dem Studio Stempel und der Nummer: STUDIO
PIERO DORAZIO 6140.
34,5 × 25 cm.
Mit der Bestätigung des Studio Piero
Dorazio. Das Werk ist dort unter der
Nummer: 6140, registriert.
Provenienz:
- Babuino Casa d'Aste, Rom, Januar 2020, Los 846.
- Vom heutigen Besitzer bei den obigen Auktion
erworben, seitdem Privatsammlung Deutschland.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 53
3745*
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lebt und arbeitet in
Düsseldorf)
Anima Mundi. 2010/2014.
Acryl auf collagierter Kunststofffolie
(3-teilig).
Verso signiert, datiert, nummeriert und
bezeichnet: A-C Imi 2014 ANIMA MUNDI
95-3 2010 5/5
Je 46 × 36 cm.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
„Oft ist es das Wenige, das vollkommen genügt,
und wo du einfach von allem sonst nur belästigt
wirst, weil es zuviel ist.“ Imi Knoebel
| 54
PostWar  Contemporary
3746
PINO PINELLI
(Catania 1938–lebt und arbeitet in Mailand)
Pittura N.R.N. 1991.
Mischtechnik, 2-teilig.
Verso signiert, datiert, betitelt, mit
Ortsangabe und beschriftet: Pittura
N.R.N. Milano 1991 opera Nr. 3 P-P. Pino
Pinelli.
Jeweils 37 × 55 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 1 500 / 2 500
(€ 1 430 / 2 380)
| 55
3747
PINO PINELLI
(Catania 1938–lebt und arbeitet in
Mailand)
Alto.
Mischtechnik, 2-teilig.
Verso betitelt und nummeriert: Alto 1/2.
94 × 17 cm / 90 × 18 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 380 / 3 330)
| 56
PostWar  Contemporary
3748
JOSEF STAUB
(Baar 1931–2006 Schlieren)
Vela al Viento. 1997.
Chromstahl.
Mit dem eingeritzten Monogramm und der
Datierung: ST 97.
Höhe 120 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Archiv Josef Staub, Baden, Mai 2020,
bestätigt. Wir danken Herrn Fredi Staub für
seine freundliche Unterstützung.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt
beim Künstler 1997 erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 57
3749
PETER SOMM
(Sulgen 1940–lebt und arbeitet in
Herrenschwanden)
Ohne Titel. 1980.
Acryl auf Leinwand.
Verso signiert und datiert: Somm
1980, sowie auf dem Keilrahmen
signiert,
datiert und mit der Werknummer: Werk
Nr. 241 P. Somm, 1980.
110 × 110 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3750
PETER SOMM
(Sulgen 1940–lebt und arbeitet in
Herrenschwanden)
Ohne Titel. 1980.
Acryl auf Leinwand.
Verso signiert und datiert: Somm
1980, sowie auf dem Keilrahmen
signiert,
datiert und mit der Werknummer: Werk
Nr. 240 P. Somm, 1980.
110 × 110 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 58
PostWar  Contemporary
3751
JOSEF STAUB
(Baar 1931–2006 Schlieren)
Phoenix. 1995.
Chromstahl.
Mit dem eingeritzten Monogramm und der
Datierung: ST 95.
179 × 100 × 86 cm (inkl. Sockel).
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Archiv Josef Staub, Baden, Mai 2020,
bestätigt. Wir danken Herrn Fredi Staub für
seine freundliche Unterstützung.
Provenienz: 1997 vom heutigen Besitzer
direkt beim Künstler erworben, seitdem
Privatsammlung Schweiz.
Der Schweizer Bildhauer und Maler
Josef Staub ist 1931 in Baar geboren. Er
macht eine Ausbildung zum Maurer und
Bauführer, allerdings wendet sich sein
Interesse schnell der Bildenden Kunst und
der Bildhauerei zu. Seine künstlerische
Ausbildung ist überwiegend autodidak-
tisch. Mit Anfang 20 liegt sein Schwerpunkt
bereits vorwiegend bei der Malerei. Mit
Spachtel und pastosen Farben entstehen
seine ungegenständlichen, kraftvollen
und ausgewogenen Kompositionen. Nach
seiner ersten erfolgreichen Ausstellung
1956 in Zug, erhält er zwei Mal, 1957 und
1959, ein Eidgenössisches Kunststipen-
dium. Seine erste Ausstellung in Zürich
findet 1959 in der Galerie Palette statt.
Der Schritt zum Plastischen erfolgt in
den 60er Jahren. Er experimentiert mit
Aluminium- und Bronzeguss, und ist stetig
auf der Suche nach einer immer glatteren
und glänzenderen Oberfläche, bis er in den
70er Jahren das Material des Chromstahls
für sich entdeckt. Josef Staub beteiligt sich
von nun an immer häufiger an Skulpturen-
ausstellungen im In- und Ausland, und er
bekommt zahlreiche Aufträge für Kunst
am Bauprojekte in den Schweizer Kanto-
nen Zürich, Zug, Aargau, Solothurn und St.
Gallen. In den 70er und 80er Jahren ist er
zunehmend mit internationalen Aufträgen,
in Spanien, Frankreich, Italien und den USA
beschäftigt.
Seine erste spiralförmige Chrom-
stahlskulptur entsteht ebenfalls in den
70er Jahren. Das Ergebnis jahrelangen
Experimentierens reflektiert sich gut in
unseren zwei vorliegenden Skulpturen, die
in den Jahren 1995 und 1997 entstehen:
die perfekt gearbeiteten Hohlblechkör-
per mit einem sanften Seidenglanz und
einer sachlich-kühlen, jedoch nicht kalten
Oberfläche. Dank des Chromstahls hat
Staub das Material gefunden, das seinen
Intentionen voll entspricht. Seine geome-
trisch-abstrakten Formen entwickeln sich
massgeblich aus Linien und Flächen.
Die von uns angebotene Spiralform und
die Segelform (Los 3748) imponieren
durch ihre Kühnheit der Konstruktion bei
gleichzeitiger Leichtigkeit und Eleganz.
Durch die geschwungenen Bänder, die
der Chromstahl in den Raum schreibt,
wird ein starker Wechsel von Licht und
Schatten erzeugt. Die Lichtverhältnisse
erwecken die geschmeidigen Formen
zum Leben. Jede seiner Skulpturen hat ihr
eigenes Licht. Der Betrachter findet den
passenden Winkel, indem er sich um die
plastischen Körper bewegt. Sowohl die
Spiralform als auch die Segelform haben
vollkommen unterschiedliche Erscheinun-
gen, je nachdem von welcher Seite man sie
betrachtet.
Bei der Entstehung seiner Kunstwerke
steht keine mathematischtheoretische
Methode im Vordergrund, sondern er
geht empirisch vor: er erstellt zunächst
Kartonmodelle, von denen Schnittmuster
gedreht, geformt und in eine räumliche
Ordnung gebracht werden. Daraufhin
schafft er erste Gipsmodelle, die seine
ersten Ideen konkretisieren. Nach zahlrei-
chen Variationen setzt er schliesslich sein
Ergebnis in Chromstahl um.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
| 59
| 60
PostWar  Contemporary
3752
ANDY WARHOL
(Pittsburgh 1928–1987 New York)
Lola Jacobson. 1985.
Siebdruck und Acryl auf Leinwand.
Auf der Überlappung mit den Stempeln:
The Andy Warhol Foundation for the Visual
Arts und The Estate of Andy Warhol. Zu-
dem auf dem Keilrahmen mit der
Archivnummer: P050.072.
101,5 × 101,5 cm.
Provenienz:
- Nachlass des Künstlers.
- The Andy Warhol Foundation of the
Visual Arts, New York.
- Jane Holzer, New York.
- Privatsammlung New York.
- Auktion Sotheby's New York, 15.11.2000,
Los 314.
- Privatsammlung Schweiz.
Am 6. August 1928 wird Andy Warhol als
drittes Kind einer russischen Immigran-
tenfamilie in Pittsburgh geboren. Mit acht
Jahren erkrankt er am Veitstanz und einer
seltenen Pigmentstörung, weshalb man
ihn oft für einen Albino hält. Gefesselt ans
Bett entdeckt er seine Leidenschaft für
Comics und Kinofilme. Von 1945 – 1949
studiert Warhol Gebrauchsgrafik am Car-
negie Institute of Technology, wo er seinen
Abschluss in Malerei und Design macht. Es
zieht den jungen Warhol in den Hotspot für
Kunst und Literatur – nach New York. Dort
arbeitet er als Schaufensterdekorateur und
wird bald zum gefragtesten Werbedesig-
ner der Stadt. Seine ersten Zeichnungen
werden 1950 in der Zeitschrift „Mademoi-
selle“ veröffentlicht. Mit der Designerin
Suzie Frankfurt entwickelt er die drop-and-
dripping Technik, bei der er mit Tusche
und Tinte gemalte Motive mit Löschpapier
kopiert und auf ein weiteres Blatt überträgt
– eine Vorstufe zu seiner später präferier-
ten Technik des Siebdrucks. So entstehen
zahlreiche Grusskarten, Werbegeschenke,
Beiträge für Magazine aber auch Kochbü-
cher. Bei sogenannten „Colouring Parties“
lässt er Freunde und Gäste diese Werke
ausmalen – auch hier schon ein Hinweis
auf seine spätere serielle Produktion und
die Factory.
Ende der 1950er Jahre entscheidet er
sich, dem Grafikdesign den Rücken zu
kehren und als Künstler zu arbeiten. Wie
kein anderer vor ihm setzt er sich mit der
veränderten Gesellschaft auseinander.
Er sucht Alltagsgegenstände, Ereignisse,
Stars und Sternchen, die in Jedermanns
Leben vorkommen und für jeden eine wie
auch immer geartete Bedeutung haben.
Seien es Artikel des Massenkonsums, wie
die bekannten Campbell´s Soup Dosen,
die in den 1950er/60er Jahren in keiner
Vorratskammer in den USA und England
gefehlt haben, oder Prominente wie James
Dean, Jacky Kennedy und Marylin Monroe,
an deren Schicksal eine ganze Generatio-
nen teilgenommen hat. Meisterlich nutzt
Warhol Comics, Zeitungsfotos und Bilder
von Stars, Sternchen, Unfällen, aber auch
von Ereignissen oder Gegenständen, und
erhebt sie durch die Verwendung in seinen
Kunstwerken und die zeitgleiche serielle
Ausführung zu Ikonen nicht nur seiner,
sondern auch unserer Zeit. Zu Beginn der
1960er Jahre beginnt er den Siebdruck
für sich zu entdecken, dessen Technik ihm
die Serialität, die immanent für sein Werk
ist, ermöglicht. Mit der 1962 gegründeten
Factory treibt er sie dann auf die Spitze.
1968 verübt die radikale Frauenrechtlerin
Valerie Solanas ein Attentat auf Warhol.
Daraufhin zieht er sich immer mehr zu-
rück, die ehemals experimentelle Factory
verschreibt sich zunehmend der Kommer-
zialisierung seiner Kunst. Durch das Er-
lebte und den späteren Tod seiner Mutter
erhält das Thema Tod Einzug in Warhols
Werk. Zudem bekommen Porträts, auch
Auftragsporträts, einen immer grösseren
Stellenwert. Am 22. Februar 1987 stirbt
Andy Warhol. Noch zu Lebzeiten hat er die
Andy Warhol Foundation of Visual Arts ins
Leben gerufen, die neben der Familie einen
Grossteil seines auf über 100 Millionen US-
Dollar geschätzten Vermögens bekommt.
Heute erstellt die Foundation das umfas-
sende Verzeichnis seiner Werke.
1962 hat Warhol seine erste Einzelaus-
stellung in der Ferus Gallery in Los Angeles
mit seiner Serie von „Campell’s Soup“ Ge-
mälden. Er ist sowohl auf der documenta
4 1968 mit seinen „Ten Marilyns“ vertreten
als auch auf der documenta 6 (1977) und 7
(1982). Unzählige Gruppen- und Einzel-
ausstellungen ehren das Werk des Ame-
rikaners; 2020 zeigt das Museum Ludwig
Köln, dass Dank des Sammlerehepaars
Peter und Irene Ludwig die grösste Warhol
Sammlung ausserhalb der USA sein Eigen
nennt, in Kooperation mit der Tate Modern
in London eine umfassende Retrospektive
Andy Warhols.
Andy Warhol hat die Kunst des 20. Jahr-
hunderts revolutioniert, indem er sich vom
klassischen Begriff der Bildenden Kunst
abwendet, das Alltägliche und Triviale zur
Kunst erhöht und auch dem Kommerz
einen hohen Stellenwert einräumt.
Porträts finden sich in Andy Warhols Oeu-
vre von den Anfängen bis hin zu seinem
Spätwerk. „Teen Stars“ von 1963 ist die
erste Serie, in der er sich ausschliesslich
dem Porträt widmet. Zu dieser Folge ge-
hören u.a. Porträts von Warren Beatty und
Natalie Wood, den Jungstars des ame-
rikanischen Kinos. Kurz darauf folgen die
ersten Porträts von Marilyn Monroe, die zu
den Ikonen seines Oeuvres gehören.
Allen Porträts gemein ist die Verwen-
dung von Vorlagen aus Zeitschriften oder
auch Polaroids (vor allem in den späteren
Gemälden) und das schier endlose Expe-
rimentieren mit Farbkombinationen und
Serialität – so gibt es z.B. Elvis von einer
Einzeldarstellung bis hin zu kontaktbögen-
artigen Aufreihungen in einem Werk. Zu
den prominesten Porträtierten gehören
Marilyn Monroe, Elisabeth Taylor, Jackie
Kennedy, Elvis Presley und Mick Jagger.
Neben den Stars will Warhol aber auch
immer die Gesellschaft abbilden, und
so nimmt er mit der Zeit immer mehr
Auftragsporträts aus der gehobenen
Gesellschaft an. Sie sind natürlich eine
sichere Einnahmequelle, um das eigene
ausschweifende Leben, aber auch parallel
laufende Projekte zu finanzieren. Doch
gleichzeitig gelingt es Warhol mit diesen
zahlreichen Bildnissen auch, einen impo-
santen Einblick in die amerikanischen Ge-
sellschaft abzubilden, wobei die Auftrags-
porträts eher die High Society abdecken
und dagegen eigene Projekte wie „Ladies
and Gentleman“ aus dem Jahr 1975 (Los
3862) oder „Ten Portraits of Jews of the
Twentieth Century“ (1980) auch die von
der Gesellschaft nicht immer akzeptierten
Facetten darstellen.
Das vorliegende Gemälde zeigt Lola Ja-
cobson, die mit ihrem Mann Donald durch
ihre zahlreichen wohltätigen und phil-
antropischen Projekte, wie der Gründung
des Mount Sinai Medical Center in New
York bekannt und hoch angesehen war.
Als sogenannte Celebrity und wohl gern
gesehener Gast auf jeder Party, gehört
Lola Jacobson zu den typischen Motiven
für Warhols Auftragsporträts.
CHF 180 000 / 240 000
(€ 171 430 / 228 570)
| 61
| 62
PostWar  Contemporary
3753
YAN PEI-MING
(Shanghai 1960–lebt und arbeitet in Dijon)
Portrait anonyme - portrait du père. 1998.
Kohle und Aquarell auf Vélin (Diptychon).
Unten rechts signiert und datiert:
Yan Pei-Ming 21 bzw. 22.08.98.
76,5 × 212 cm (gesamt)
Winzige Papierbeschädigung.
Provenienz:
- Galerie Charlotte Moser, Genf (verso mit
dem Etikett).
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
Schweiz.
Yan Pei-Ming wird 1960 in Shanghai
geboren und wächst während der Kulturre-
volution dort auf. Im Alter von 19 Jahren
beschliesst er nach Frankreich zu emigrie-
ren und studiert dort an der renommierten
École Nationale Supérieure des Beaux-
Arts in Dijon, macht 1986 dort seinen
Abschluss und lebt noch heute in Dijon.
Er ist bekannt für seine grossformatigen,
fast monochromen Porträts von Persön-
lichkeiten aus Politik und Gesellschaft
wie Mao Zedong, Bruce Lee oder Barack
Obama.
Das vorliegende Diptychon zeigt ein weite-
res beherrschendes Motiv seiner Porträts:
seinen Vater. Mit schnellen, dynamischen
Pinselstrichen sind die Gesichter des Va-
ters und eines Unbekannten gemalt, wobei
die Konturen ausdrucksgebend sind, das
Innere der Gesichter scheint unter dem
Pinselduktus zu verwischen. Beide sind am
äussersten linken bzw. rechten Blatt-
rand positioniert, so dass sie sich in der
Situation des Diptychons anschauen und
miteinander zu kommunizieren scheinen,
aber mit grösstmöglicher Distanz zu ein-
ander. Die reduzierte Farbpalette und der
expressive Pinselstrich sind Yan Pei-Mings
Markenzeichen, die ihn zu einem der wich-
tigsten zeitgenössischen chinesischen
Künstler machen.
Neben unzähligen Einzel- und Gruppen-
ausstellung erfährt er grosse internationa-
le Beachtung durch seine Teilnahme an der
Venedig Biennale im Jahr 2003.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 11 430 / 17 140)
| 63
3754*
XIA XIAOWAN
(Peking 1959–lebt und arbeitet in Peking)
Durn. 1994.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
Xia Xiaowan 1994.
97 × 130 cm.
Provenienz:
- Auktion Koller, 9. Dezember 2006,
Los 134.
- Bei obiger Auktion vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
Griechenland.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 14 290 / 19 050)
| 64
PostWar  Contemporary
3755
GIACOMO MANZÙ
(Bergamo 1908–1991 Rom)
Testa di Ragazza.
Bronze.
Verso mit dem Signaturstempel: MANZU.
Höhe 32 cm (inkl. Sockel).
Mit der Bestätigung der Authentizität
durch die Fondazione Giacomo Manzù,
Aprilia, Mai 2020. Dieses Werk ist dort
unter der Archivnummer: 41/2020 regist-
riert. Wir danken Frau Giulia Manzù für ihre
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Galerie Welz, Salzburg.
- Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie
erworben, seitdem Privatsammlung
Schweiz.
Giacomo Manzù zählt Mitte des 20.
Jahrhunderts zu den einflussreichsten
Bildhauern Italiens, der durch das Wieder-
beleben der Herstellung von Bronzetüren
für Kirchen heraussticht und seinen Ruhm
erlangt. Geboren als Giacomo Manzoni im
Jahr 1908, muss er bereits in frühen Jah-
ren die Schule verlassen, um ein ordent-
liches Handwerk zu erlernen. Manzù be-
ginnt hier zum ersten Mal mit Holz, Metall
und Stein zu arbeiten, was ihm später eine
solide Grundlage für sein bildhauerisches
Schaffen bietet. 1928 zieht es den jungen
Künstler nach Paris, wo er ohne jegliche
Ersparnisse noch Arbeitsbewilligung den
Wunsch verfolgt, sich als Bildhauer den Le-
bensunterhalt zu verdienen. Der Versuch
jedoch misslingt schon nach kürzester
Zeit. Ohne Verdienst und fast verhungert,
kehrte er nach Italien zurück, um sich in
seinem Heimatland ein neues Leben auf-
zubauen. Mit dem Auftrag, die Kapelle an
der katholischen Universität in Mailand im
Jahr 1929 zu dekorieren, kommt schliess-
lich die Wende.
Manzùs Schwerpunkt liegt anfänglich auf
biblischen Themen, Porträts sowie Akt-
darstellungen, wobei sich darin Einflüsse
etruskischer, ägyptischer und mittelalter-
licher Kunst finden. Im späteren Verlauf
fokussiert er sich verstärkt auf impressio-
nistische Techniken, wobei besonders der
Künstler Medardo Rosso als sein grösstes
Vorbild und Inspiration gilt. Nach einem
kurzen Aufenthalt in Rom und dem Besuch
des Petersdoms im Vatikan einige Jahre
später, ist Manzù von seinen Eindrücken so
überwältigt, dass fortan der religiöse Cha-
rakter in seinen Werken zunehmend an
Bedeutung gewinnt. Auf dieser Grundlage
entsteht eine Bronzefigur eines Kardinals,
auf welche über 50 weitere stehende oder
sitzende Kardinäle folgen.
Im Gegensatz dazu präsentiert seine
Bildhauerei nicht selten auch junge zarte
Figuren weiblicher Körper, die ein Gegen-
stück zu seiner mit christlicher Symbolik
geladenen Bildhauerei bilden. An dieser
Stelle hervorzuheben ist das Werk mit
dem Titel Francesca, ein sitzender Akt
einer jungen Frau, mit welchem er in der
Quadriennale di Roma 1942 den Preis
gewinnt. Sechs Jahre später erhält Manzù
an der Biennale in Venedig eine weitere
Auszeichnung für italienische Skulptu-
ren. Sein langjähriger Wunsch, von seiner
Leidenschaft - der Bildhauerei - leben
zu können, wird allmählich Wirklichkeit.
Vom Vatikan, wo er ursprünglich seine
Inspiration findet, wird ihm ein neuer
Auftrag erteilt. Dies, nach dem Manzù sich
in einem Wettbewerb gegen zahlreiche
Konkurrenten durchsetzt. So darf er nun
im Auftrag von Papst Johannes XXIII eine
Reihe von Bronzetüren für den Petersdom
erschaffen. Zahlreiche weitere Anfragen
folgen, darunter Arbeiten für die Salzbur-
ger Kathedrale, die Sankt-Laurents Kirche
in Rotterdam oder das Relief Mother and
Child im New Yorker Rockefeller Center.
Begleitend zur Tätigkeit als Bildhauer, un-
terrichtet er an der Accademia di Belle Arti
di Brera im Mailand.
Manzùs Arbeiten lassen auf eine beach-
tenswerte Laufbahn blicken, die ihre Spu-
ren in monumentalen Bauwerken Italiens,
aber auch in anderen Ländern Europas
hinterlassen hat. Seine Werke werden auf
der documenta 2 1959 und auf der docu-
menta 6 1977 ausgestellt. Ihm zu Ehren
wird 1969 in Ardea bei Rom das Manzù
Museum eröffnet, um dessen Lebenswerk
angemessen zu würdigen. 1991 stirbt
Giacomo Manzù in Ardea bei Rom.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 65
| 66
PostWar  Contemporary
3756*
WIM DELVOYE
(Wervik 1965–lebt und arbeitet in Brighton)
Jesus Twisted. 2006.
Bronze. 3/3.
Am Fuss des Kreuzes mit der eingeritzten
Signatur, Datierung und Nummer:
WDelvoye 2006 3/3.
396 × 102 × 42 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Studio Wim Delvoye, Mai 2020, Brigh-
ton, bestätigt. Wir danken dem Studio für
seine freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery.
- Privatsammlung Belgien.
Der Konzeptkünstler Wim Delvoye wird
1965 in Belgien geboren. Sein Fokus liegt
auf der Darstellung ästhetischer Ge-
gensätze, deren Wiedersprüche häufig
provokant wirken. Charakterisiert durch
Humor und subversive Ironie, stellt er
das gängige Wertesystem der Konsum-
gesellschaft in Frage. Seine Werke sind
umstritten, das ist sein Kernanliegen. Die
Irritation der Betrachter gehört zu seinem
künstlerischen Repertoire. Seine Kunst
macht Unbequemes und Institutionenkri-
tiker ausstellbar. Mit viel hintergründigem
Witz vermengt er Profanes und Sublimes
in seinen Arbeiten. Banales wird durch das
Ornament zur Kunst und die Volkskunst
wird museal. Er lässt die Tradition auf die
Utopie treffen, sowie das Handwerk auf
die Hightech. Sein Hang zu monumentaler
Kunst, Neugier, seine unmittelbare Begeis-
terung für Fremdes zeichnen das Werk von
Wim Delvoye aus.
All seine Werke unterliegen einem Ge-
dankenweg, der von zwei Codes geleitet
wird. Zunächst das Resultieren aus der Er-
kennbarkeit der Funktion eines Alltagsge-
genstandes. Zum zweiten die zweckent-
fremdete Darstellung dieser Gegenstände
durch die Adaptation des Künstlers. Dabei
bringt Delvoye unterschiedliche Stilvaria-
tionen der Kunstgeschichte zusammen,
vorrangig aus der lokalen Tradition der
Gotik und des Rokoko, in zeitgenössi-
scher Ausführung. So funktioniert auch
seine Serie der tordierten Skulpturen aus
Bronze oder Silber, in der er den Körper
Christi um ein elliptisch geformtes Kreuz
dreht. Die tragenden Kreuzskulpturen sind
in unterschiedlichen Formen gegossen:
Kreise, unendliche Möbius Schleifen oder,
wie unserem vorliegenden Werk, in Form
I’m not interested in sculpting cubes or painting monochromes, it’s too easy.
Art must fascinate people and doing easy things is not a good way to seek fascination.
Wim Delvoye
einer DNA-Doppelhelix. Die Kruzifixe
bearbeitet Wim Delvoye in Anlehnung an
Genetik, Geometrie und der Topologie, bis
er eine fliessende Form erreicht. Die ewige
Strömung in seinen Skulpturen verkörpert
dasselbe Prinzip des Zyklus des gefolter-
ten und wiederauferstehenden Christus.
Kleidung und Dornenkrone nehmen die
traditionelle Ikonografie der Kreuzigung
auf.
Wim Delvoyes Werke werden in zahlrei-
chen internationalen Einzelausstellungen
gezeigt, u. a. im New Museum of Contem-
porary Art in New York, im Musée d’Art
Contemporain von Lyon, Musée Rodin
sowie im Musée du Louvre in Paris. Auch
waren seine Arbeiten auf der Biennale von
Venedig (1990, 1999, 2009), der docu-
menta 4, der Biennalen in Sydney, Lyon und
Shanghai ausgestellt.
CHF 90 000 / 120 000
(€ 85 710 / 114 290)
| 68
PostWar  Contemporary
3757
PAVEL PEPPERSTEIN
(Moskau 1966–lebt und arbeitet in Moskau
und Tel Aviv)
Monsters of Flowers. 2002.
Aquarell, Tinte, Gouache und Deckweiss
auf festem Vélin.
Unten rechts in kyrillisch signiert und da-
tiert: P. Pepperstein, 2002.
114,7 × 142 cm.
Provenienz:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
England.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 69
3758*
HENRIETTE RIEDERER
(Waiblingen 1941–2003 Hamburg)
Vogelmaske und Entenkopf I. 1975.
Bleistiftzeichnung auf Klarsichtfolie.
Unten rechts monogrammiert und datiert:
H 75.
120 × 100 cm.
Provenienz:
- Galerie Elke und Werner Zimmer,
Düsseldorf (verso mit dem Etikett).
- Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
3759
PAVEL PEPPERSTEIN
(Moskau 1966–lebt und arbeitet in Moskau
und Tel Aviv)
God of Tunnels. 2002.
Aquarell auf festem Vélin.
Unten rechts signiert und datiert:
P. Pepperstein, 2002, sowie in kyrillisch
signiert.
114,5 × 122 cm
Provenienz:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
England.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 70
PostWar  Contemporary
3760
PAVEL PEPPERSTEIN
(Moskau 1966–lebt und arbeitet in Moskau
und Tel Aviv)
God of Cosmos. 2002.
Aquarell auf festem Vélin.
Oben rechts signiert und datiert:
P. Pepperstein, 2002, sowie nochmals in
kyrillisch signiert.
114,5 × 122 cm
Provenienz:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
England.
Pavel Pepperstein wird 1966 als Sohn
der Schriftstellerin Irina Pivovarova und
dem Maler Viktor Pivorarov in Moskau
geboren. Von 1985-1987 studiert er an
der Akademie der Schönen Künste in
Prag. Im Jahr seines Abschlusses gründet
er mit Sergeji Anufriev, Yuri Leiderman
und Vladimir Fedorov die Künstlergrup-
pe Medical Hermeneutics, die sich im
Verlaufe des Untergangs des Kommunis-
mus und der damit verbunden Öffnung
zum Westen, auf die eigene östliche
Kunst und Kultur zurückbesinnen will.
Grossen Einfluss auf sein Werk hat Ilja
Kabakov. Aber Pepperstein widmet sich
nicht ausschliesslich der Bildenden Kunst,
sondern arbeitet auch als Kunstkritiker,
Designer, Poet und Kurator. Er gehört
mit zu den einflussreichsten Künstlern
der russischen Gegenwartsszene. 1994
unterrichtet er als Gastprofessor an der
Städelschule, Frankfurt; 1997-1998 erhält
er ein Stipendium an der Akademie Soli-
tude in Stuttgart. Pavel Pepperstein lebt in
Moskau und Tel Aviv.
Die Verknüpfung von russischen und an-
tiken Sagen, aber auch das Kombinieren
suprematistischer mit Pop-Art-Motiven
erlauben ihm eine unglaublich reiche
Bildsprache, die er teils als komplexe
Kompositionen, aber auch als Streubil-
der kombiniert, oder aber er erzählt eine
Geschichte. Mit leichtem Duktus eröffnet
Pepperstein dem Betrachter eine überra-
schende, surrealistische, fast mythenhaf-
te Welt, die alle Interpretationsmöglich-
keiten offen lässt. Spielerisch hinterfragt
er den allgemeingültigen Kanon von
Kunst, Literatur, Politik und Medien.
Neben zahlreichen Gruppen- und Ein-
zelausstellungen wird Pavel Pepperstein
2004 auf der 26. Sao Paulo Biennale
gezeigt. 2009 wird er eingeladen, den
Russischen Pavillion auf der Venedig
Biennale zu bespielen. 2014 gehört er zu
den Teilnehmern der 10. Manifesta in St.
Petersburg. Im selben Jahr wird ihm der
renommierte Kandinsky Preis verliehen.
Das Medium der Zeichnung spielt in Pep-
persteins Oeuvre eine grosse Rolle. Die
drei vorliegenden, grossformatigen Werke
zeigen eindrücklich seine Spannbreite
in der Wahl der Motive ebenso wie in der
Ausführung. In einer Zeichnung (Los 3757)
zeigt er über das Blatt verteilt einzelne
Blüten, teils realistisch, teils abstrahiert
in einer Streublumen-Optik. Die zweite
Zeichnung (Los 3759) dagegen scheint
eine Geschichte zu erzählen: eine Frau
steht am Rande eines schwarzen Lochs,
dessen innerer Kern hell leuchtet. Wird sie
hineingezogen oder haben die zwei Motive
gar nichts miteinander zu tun? Die dritte
Zeichnung ist eine dichte, farbenfrohe
Komposition zum einen aus schlangen-
förmigen Motiven, die sich über das Blatt
ziehen, und zum anderen aus runden
Formen, von denen einige verformt bis hin
zu sternenartigen Gebilden sind.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 71
| 72
PostWar  Contemporary
3761*
THOMAS VIRNICH
(Eschweiler 1957–lebt und arbeitet in
Mönchengladbach)
Roller-Fahrer. 2007.
Glasierte Keramik.
Auf der Unterseite signiert und datiert:
Virnich 2007.
28 × 29 × 17 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery.
- Privatsammlung Belgien.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
3762
GASTON CHAISSAC
(Avalon 1910–1964 Vix)
Ohne Titel.
Filz- und Farbstift auf Vélin.
Unten links signiert: chaissac.
65 × 50 cm.
Die Authentizität des vorliegenden Werkes
wurde von Frau Nadia Raison, Paris, Febru-
rar 2020, bestätigt. Wir danken Frau Raison
für Ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 73
3763
GASTON CHAISSAC
(Avalon 1910–1964 Vix)
Ohne Titel.
Gouache auf Hartfaserplatte.
Unten rechts signiert: CHAISSAC.
57,5 × 25,5 cm.
Die Authentizität des vorliegenden Werkes
wurde von Frau Nadia Raison, Paris, Febru-
rar 2020, bestätigt. Wir danken Frau Raison
für Ihre freundliche Unterstützung.
Provenienz: Privatsammlung Italien.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 74
PostWar  Contemporary
| 75
3764*
BLADE (STEVEN OGBURN)
(New York 1957–lebt und arbeitet in
New York)
Paris Rocks. 2008.
Sprayfarbe auf Leinwand.
In der Darstellung signiert: BLADE, sowie
verso signiert, datiert und betitelt:
PARIS ROCKS STEVE OGBURN 8-08.
170 × 263 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3765*
PART 1 (ENRIQUE TORRES)
(New York (?) 1959)
Hearts Part. 1984.
Sprayfarbe auf Leinwand
(nicht aufgezogen).
In der Darstellung signiert: PART 1.
120 × 280 cm.
Provenienz: Ehemals Galerie Schurr,
Stuttgart.
Ausstellung: Stuttgart 1984, Graffiti
Writers aus New York. Galerie Schurr,
7. Juli - 31. August 1984.
CHF 1 500 / 2 500
(€ 1 430 / 2 380)
3766*
STEFAN RÜESCH
(Luzern 1963–lebt und arbeitet in Chur)
Ohne Titel. 2005.
Acryl auf Leinwand.
Auf dem Keilrahmen signiert, datiert,
betitelt und mit Ortsangabe:
RÜESCH 2005 S. Rüesch Berlin,
19.10.2005 ohne Titel 2005.
24 × 18 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
| 76
PostWar  Contemporary
3767*
ANDY WARHOL
(Pittsburgh 1928–1987 New York)
B/W Ads (Are You “Different?”). 1985/86.
Acryl und Serigrafie auf Leinwand.
Auf der Überlappung mit den Stempeln:
The Andy Warhol Foundation for the
Visual Arts und The Estate of Andy Warhol.
Zudem auf Keilrahmen sowie auf der
Überlappung der Leinwand mit der
Archivnummer: PA10.424.
50,9 × 40,3 cm.
Mit einer Bestätigung der Andy Warhol
Foundation for the Visual Arts, New York
2007.
Provenienz: Privatsammlung Schweden.
Ende der 1970er Jahre sieht sich Andy
Warhol zunehmend der Kritik ausgesetzt,
zu kommerziell zu werden und die Energie
und Innovation seiner frühen Werke zu-
sehends zu verlieren. So besinnt sich der
Künstler wieder vermehrt auf eigene Pro-
jekte, und es entsteht eine sehr persönli-
che Serie von Schwarz-Weiss Gemälden,
die bis zur MoMA Retrospektive 1989
weitgehend unbekannt bleiben. Like all of
Warhol’s art, these lost pictures take visual
cue from the ubiquitous Western media at
the service of consumerism and publici-
ty, while also addressing more personal
and ultimate concerns: the power of the
mind for spitritual salvation, the capacity
for the body to be improved, and military
geopolitics. (Gagosian Gallery (Hrsg.):
Andy Warhol. Heaven and hell are just one
breath away! Late paintings and related
works, 1984-1986, S. 10).
In Rückbesinnung auf seine Anfänge, ver-
wendet Warhol für diese Serie Zeitungs-
anzeigen, kommerzielle Illustrationen und
Broschüren – künstlerische Ausdrucks-
formen, die von der Bildenden Kunst aber
nicht akzeptiert werden. Parallel setzt er
sich in den 1980er Jahren zunehmend mit
der jungen Künstlergeneration auseinan-
der. Es kommt zur legendären Kooperation
mit Jean-Michel Basquiat und Francesco
Clemente, aber auch Keith Haring zieht
seine Aufmerksamkeit auf sich, und
Andy Warhol always seemed to reflect the times he lived in. His paintings and drawings from
this series of work underscore the mood and feelings of the 1980s.
Vincent Fremont
obwohl es nie zu einer Zusammenarbeit
gekommen ist, signiert Warhol Harings
Andy Mouse, was seine Anerkennung
zeigt. Warhol nutzt auch die von Haring
immer wieder eingesetzten Strahlen, die
er in vielen Werken nutzt.
Der nachdenklich Geschäftsmann scheint
sich die Frage am Oberrand des Werkes
Are You Different zu stellen und über
eine Antwort nachzudenken. Warhol
bringt somit einen spirituellen Aspekt mit
in dieses Werk, und es steht zu vermuten,
dass er seine eigene Unsicherheit und den
Wunsch dazuzugehören in diesem Werk
anspricht.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 47 620 / 66 670)
| 77
| 78
PostWar  Contemporary
3768*
LOTHAR GUDERIAN
(Köthen 1939–lebt und arbeitet in
Düsseldorf)
Rechter Winkel. 2019.
Karton bemalt, geschichtet und
verflochten.
Verso signiert und datiert:
L. Guderian 2019.
80 × 70 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Privatsammlung Deutschland.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
3769*
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zürich 2016)
Hommage à Ken Saro Winé. 1995.
Gouache auf Vélin.
Jeweils zwei unten links und zwei unten
rechts: Honegger 1995.
65 × 35 cm.
Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
| 79
3770*
MARIO DALPRA
(Vorarlberg 1960–lebt und arbeitet
u.a. in Wien)
Weisheit in Form. 2016.
Bronze, 3-Schicht lackiert.
Auf der Unterseite monogrammiert und
datiert: MD2016.
45 × 35 × 20 cm.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Jedlitschka Gallery, Zürich.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
| 80
PostWar  Contemporary
3771*
LUIS TOMASELLO
(La Plata/Argentinien 1915–2014 Paris)
Atmosphère chromoplastique No. 379.
1975.
Acryl auf Holz.
Verso signiert, betitelt, nummeriert, da-
tiert, mit Massangaben und
Richtungsangaben: ATMOSPHÈRE CHRO-
MOPLASTIQUE No. 379. 1975. 0.90 x 0.90
cm L. TOMASELLO 1975.
90 × 90 × 8 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von
den Archiven Luis Tomasello, Paris, April
2020, bestätigt. Wir danken Frau Patricia
Newcomer für Ihre freundliche
Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler
erworben, Privatsammlung Schweiz.
- Durch Erbschaft an den heutigen
Besitzer, seitdem Privatsammlung
Österreich.
Ausstellungen:
- Den Haag 1976, Tomasello. Galerie
Nouvelles Images.
- Paris 1976, Tomasello. Musée d‘Art
moderne de la Ville de Paris.
- Hornu (Mons) 1976. Tomasello. Les
Ateliers du Grand-Hornu, Galerie d'Art.
- Arles 1981, Tomasello. Musée Réattu.
Literatur: Lassaigne, Jacques/Cortázar,
Julio: Tomasello, Paris, MAMVP, 1976.
Das Licht- und Schattenspiel, die Farbwahl
und die damit einhergehende Erzeugung
von Bewegung in geometrischen Moti-
ven stehen im Fokus von Luis Tomasellos
künstlerischem Lebenswerk. Wie kaum
ein anderer Künstler beherrscht er es,
eine dynamische Beziehung zwischen
seinem Werk, dessen Umgebung und dem
Betrachter zu erzeugen.
Luis Tomasello wird 1915 in eine aus Italien
stammende Familie in Argentinien gebo-
ren. Während der junge Tomasello seinem
Vater in dessen Beruf als Zimmermann,
Maurer und Maler unterstützt, erhält er
zugleich Abendunterricht im Zeichnen.
Immer tiefer wird die Leidenschaft für das
künstlerische Schaffen, die ihn schliesslich
dazu bewegt, 1932 an der Escuela Nacio-
nal de Bellas Artes Prilidiano Pueyrredón in
Buenos Aires zu studieren. 1940 folgt das
Studium an der Escuela Superior de Bellas
Artes de la Nación Ernesto de la Cárcova.
In dieser Lebensphase begegnet Toma-
sello den avantgardistischen Künstlern
Emilio Pettoruti und Carmelo Arden Quin,
die einen ausgeprägten Einfluss auf den
damals noch jungen Künstler haben.
Eine Reise nach Paris in den 1950er Jahren
veranlasst ihn, im Jahr 1957 in die fran-
zösische Hauptstadt umzusiedeln. Hier
schliesst er sich einem bereits grösseren
Kreis lateinamerikanischer Künstler an. Die
anfangs figurative Tendenz in Tomasellos
Werk wandelt sich allmählich in geomet-
rische Abstraktion um. Darin finden sich
erste kinetische Eigenschaften, in denen
er eine Bewegung mittels visueller Effekte
ausdrückt. So arbeitet der Künstler insbe-
sondere mit einer aktiven Oberflächen-
struktur und setzt sich dabei mit verschie-
denen Formen und Farben auseinander,
die einem flachen Medium Dynamik verlei-
hen. In diesem Zusammenhang beginnen
bei Tomassello auch Licht und Schatten
eine tragende Rolle zu spielen, deren Ein-
fluss auf die optische Wahrnehmung nicht
unbedeutend ist. Eine bedeutende Serie
mit dem Namen Atmosphère chromo-
plastique entsteht, die seinen Durchbruch
als Künstler markiert.
Diese herausragenden Werke werden,
neben zahlreichen Gruppenausstellungen,
in Einzelausstellungen unter anderem im
Museo Nacional de Bellas Arten in Buenos
Aires (1962), im Musée National d’Art
Modern in Paris (1976), sowie im Museum
für Zeitgenössische Kunst in Madrid (1996)
ausgestellt.
Indem für ihn die drei Elemente - das Werk
selbst, seine Umgebung und der Betrach-
ter - eine wichtige Rolle spielen und erst
durch ihr Zusammenwirken einen virtuel-
len Raum entstehen lassen, wird Toma-
sellos Vorgehen häufig mit dem Minima-
lismus in Verbindung gebracht. Besonders
die beiden Künstler Sol LeWitt und Donald
Judd sind an dieser Stelle hervorzuhe-
ben, die sich mit den genannten Faktoren
ebenfalls auseinandersetzen. Zugleich
finden sich in Tomasellos Arbeit Eigen-
schaften der Op Art, in der durch abstrakte
Farb- und Linienstrukturen eine Bewegung
erzeugt wird. Luis Tomasellos Lebenswerk
lässt somit auf eine facettenreiche künst-
lerische Laufbahn zurückblicken, in der
der Künstler über den zweidimensionalen
Ausdruck seiner Komposition hinausgeht
und seinen Werken ein Stück weit Leben in
Form von Bewegung einhaucht.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 28 570 / 38 100)
| 81
| 82
PostWar  Contemporary
3772
LEO LEUPPI
(1893 Zürich 1972)
Radiance. 1959.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
leo leuppi. 59.
103 × 148 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
3773
LEO LEUPPI
(1893 Zürich 1972)
Trident rouge. 1958.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
leo leuppi. 58.
80 × 120 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: Zürich 1980, Leo Leuppi.
Helmhaus/Kunsthaus Zürich, 21. Juni -
2. August (verso mit dem Etikett).
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 83
3774
BERNHARD LUGINBÜHL
(Bern 1929–2011 Langnau im Emmental)
Schlanke Aggression. 1957.
Eisen rostig, nachträglich verzinkt.
Höhe 315 cm.
Dabei: Ausst.-Kat. Bernhard Luginbühl.
Plastiken, Kunsthaus Zürich, Zürich 1972.
Provenienz:
- Sammlung Dr. Ch. Studer, Solothurn.
- Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer.
Ausstellung:
Zürich 1972, Bernhard Luginbühl. Plastiken,
Kunsthaus Zürich, 29.3.–14.5.1972, Nr. 45.
Literatur:
Ausst.-Kat. Bernhard Luginbühl. Plastiken,
Kunsthaus Zürich, Zürich 1972, Nr. 45.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 84
PostWar  Contemporary
| 85
3775*
ALFRED HOFKUNST
(Wien 1942–2004 Cudrefin)
5 Bll.: La mer. La mer est belle (2). Marseille.
Plage-blanche. 1982.
Aquarell auf Vélin.
Jeweils unten rechts signiert und datiert:
A Hofkunst 82, sowie unten links betitelt.
Je 9 × 13 cm auf 13 × 18,5 cm.
Die Authentizität dieser Werke wurde von
Frau Sabine Hofkunst, Mai 2020, bestätigt.
Wir danken Frau Hofkunst für ihre
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery (verso mit dem
Etikett).
- Privatsammlung Belgien.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3776*
ALFRED HOFKUNST
(Wien 1942–2004 Cudrefin)
Tintenfisch. 1981.
Pastell und Acryl auf Vélin, auf Leinwand
aufgelegt (8 DIN-A4 Einzelblätter).
Unten rechts signiert und datiert:
Al. Hofkunst 81.
70 × 100 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde von
Frau Sabine Hofkunst, April 2020, bestä-
tigt. Wir danken Frau Hofkunst für ihre
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery (verso mit dem
Etikett).
- Privatsammlung Belgien.
CHF 1 400 / 1 800
(€ 1 330 / 1 710)
| 86
PostWar  Contemporary
3777*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Ohne Titel. 1993.
Gouache auf Vélin.
Unten rechts signiert und datiert: disler 93.
76,3 × 56,7 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt
beim Künstler erworben, seitdem
Privatsammlung Berlin.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3778*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Ohne Titel. 1995.
Aquarell und Gouache auf festem Vélin.
Unten rechts signiert und datiert: disler 95.
74,5 × 71,5 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt
vom Künstler erworben, seitdem
Privatsammlung Berlin.
CHF 1 800 / 2 200
(€ 1 710 / 2 100)
| 87
3779
NIKLAUS HASENBÖHLER
(1937 Basel 1994)
Wasserfall. 1987.
Öl auf Leinwand.
Unten links monogrammiert und datiert: N.H.
87, sowie verso mit der
Inventarnummer: INV. 1987. 03 und
der Archivnummer: 284.
197 × 157 cm.
Provenienz:
- Nachlass Niklaus Hasenböhler.
- Privatsammlung Schweiz.
Ausstellung: 1987 Basel, Galerie Littmann.
Unbekannte Werke, 24. März - 23. April.
Literatur: Hasenböhler-Dill, Doris, u.a. (Hrsg.):
Niklaus Hasenböhler. Niklaus Hasenböhler
1937-1994. Das Gesamtwerk, Basel 1997, Nr.
284, S. 210.
CHF 2 500 / 3 000
(€ 2 380 / 2 860)
| 88
PostWar  Contemporary
3780
NIKLAUS HASENBÖHLER
(1937 Basel 1994)
Schlangengeburt. 1988.
Kohle und Öl auf Leinwand.
Unten rechts monogrammiert und datiert:
N.H. 88, sowie verso mit dem Nachlass-
stempel: Hasenböhler Nachlass Nr. 339.
195 × 130 cm.
Provenienz:
- Nachlass Niklaus Hasenböhler.
- Privatsammlung Schweiz.
Ausstellungen:
- Basel 1991, Galerie Littmann. Niklaus
Hasenböhler. Zeit in der Ewigkeit,
18. Januar - 12. Februar.
- Zell (LU) 1992, Galerie Priska Meier.
Niklaus Hasenböhler. Neue Bilder,
21. März - 26. April.
Literatur: Hasenböhler-Dill, Doris, u.a.
(Hrsg.): Niklaus Hasenböhler. Niklaus
Hasenböhler 1937-1994. Das Gesamt-
werk, Basel 1997, Nr. 339, S. 220.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 89
3781*
LUCIANO CASTELLI
(Luzern 1951–lebt und arbeitet in Zürich)
Gabi. 1986.
Kunstharz und Ölkreide auf Vélin.
Unten links vertikal signiert und datiert:
Luciano Castelli 86.
200 × 70 cm.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 90
PostWar  Contemporary
3782
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Ohne Titel. 1981.
Acryl auf Leinwand.
230 × 630 cm.
Provenienz:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich.
- Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer
erworben, seitdem Privatsammlung
England.
Der 1949 im solothurnischen Seewen ge-
borene Schweizer Martin Disler gehört in
den 1970er und 1980er Jahren zu den be-
deutenden Schweizer Kunstschaffenden.
Seine stark expressive Kunst und seine
demonstrativ gelebte Künstlerexistenz ge-
ben dem Künstler in seiner Schaffenszeit
einen Kultstatus.
Martin Disler ist Autodidakt. Ohne
Rücksicht auf Verlust und in kompletter
Hingabe zu seiner Kunst konfrontiert er
sich in seinem Schaffen mit starken Emo-
tionen – Liebe und Erotik, Erlösung, Angst,
Macht, Selbstvergessenheit, Hingabe und
Hoffnung. Die Darstellung seines Seelen-
zustands, und die elementaren emotiona-
len Empfindungen des Menschen sind ein
immer wiederkehrendes Thema in seiner
expressiven Malerei. Wegen wiederhol-
ter Regelverstösse verlässt Martin Disler
vorzeitig das katholische Internat in Stans
und besucht einige Zeit die Kantonsschule
Solothurn, bevor er als Praktikant in einer
psychiatrischen Klinik zu arbeiten beginnt.
In seinem ersten Solothurner Atelier, be-
ginnt er sich zu dieser Zeit bereits intensiv
mit der Malerei zu beschäftigen. Erste
kleine Ausstellungen in München, Olten
und Solothurn ermöglichen ihm Vertrau-
en als Kunstschaffender zu erlangen,
woraufhin er sich um diverse Stipendien
bemüht. Sein Atelier installiert er später
in der Zürcher Roten Fabrik. Im Jahr 1980
präsentiert er in der Kunsthalle Basel seine
Ausstellung „Invasion durch eine falsche
Sprache“, die seinen Durchbruch ermög-
lichen wird. Nach einem kühnen Auftritt
1981 in Stuttgart avanciert Martin Disler zu
einer der Leitfiguren neoexpressiver Ma-
lerei. Daraufhin folgen weitere wichtige in-
ternationale Ausstellungen in den 1980er
Jahren in Köln, New York, auf der docu-
menta 7 in Kassel, 1983 im Basler Museum
für Gegenwartskunst sowie im Amsterda-
mer Stedelijk Museum und in Buenos Aires.
1985 soll Martin Disler die Schweiz auf der
Biennale in Sao Paolo vertreten, was auf-
grund von Transportschwierigkeiten doch
| 91
nicht zustande kommt. In den 1980er
Jahren erhält er für sein Werk den Bremer
Kunstpreis, den Preis für junge Schweizer
Kunst der Zürcher Kunstgesellschaft sowie
den Kunstpreis des Kantons Solothurn. Zu
seiner Schaffenszeit waren die Bewegun-
gen der „Neuen Wilden“, „Transavanguar-
dia“ und die „Figuration Libre“ aktiv, deren
Kontext Martin Disler sich jedoch nicht
gerne stellen lässt.
Zu Beginn der 1980er Jahren definiert sich
Martin Dislers Frühwerk zumeist durch
grossformatige Leinwänden (siehe z.B.
dieses panoramaartige Werk von 1981),
klar definierte Motive und Figuren (siehe
auch z.B. Los 3783 oder Los 3785). Seine
Palette besteht aus kontrastvollen und
kräftigen Farben. Eine ausserordentlich
beeindruckende Dynamik erzeugt er nicht
nur Dank der Grösse des Bildträgers,
sondern vor allem durch seinen markanten
Malprozess. Mit Pinsel, Händen und Fin-
gern formt er mit Ganzkörpereinsatz seine
Figuren. Durch die Masslosigkeit und die
Direktheit der Darstellung von Gefühlen
wie Schmerz, Gewalt oder Erotik gelingt
es ihm ebenfalls, eine starke Wirkung zu
erziehlen. Wiederrum arbeitet er auch mit
Erd- oder Pastellfarben, die sehr dünn auf
das Vélin oder die Leinwand aufgetragen
werden, wodurch eine Leichtigkeit und
Transparenz in den Vordergrund gesetzt
wird. Seine Werke, sagt er, entstehen im
Prozess einer kontinuierlichen Verdich-
tung.
Die späteren Werke von Martin Disler
werden malerisch anspruchsvoller (siehe
z.B. Los 3783 oder 3786). Auch wenn der
Künstler die Figuration nie ganz aufgibt,
lässt er dabei immer weniger figurative
Motive erkennen. „Ich will alles falsch
malen und zeichnen, die unerwartete Linie
und die unerträglich erwartete Linie; so
bin ich sicher, dass diese von mir sind und
nicht vom großen Raster“.
Nach einem exzessiven Leben und rast-
loser Arbeit stirbt der Künstler im jungen
Alter von nur 47 Jahren an den Folgen
eines Hirnschlags in Zürich.
CHF 14 000 / 18 000
(€ 13 330 / 17 140)
| 92
PostWar  Contemporary
3783*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Ohne Titel. 1982.
Wachskreide und Bleistift auf Vélin.
Unten rechts signiert und datiert: disler 82.
45,6 × 61 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt
vom Künstler erworben, seitdem
Privatsammlung Berlin.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3784*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Ohne Titel. 1992.
Kohle auf festem Vélin.
Unten rechts signiert und datiert: disler 92.
20,9 × 29,6 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt
vom Künstler erworben, seitdem
Privatsammlung Berlin.
CHF 700 / 800
(€ 670 / 760)
| 93
3785*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Ohne Titel. 1981.
Gouache und Deckfarbe auf Vélin, rechter
Rand perforiert.
Unten rechts signiert und datiert: disler 81.
41,8 × 59 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt
vom Künstler erworben, seitdem
Privatsammlung Berlin.
CHF 1 500 / 2 500
(€ 1 430 / 2 380)
3786*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Ohne Titel. 1990.
Aquarell auf Vélin.
Unten rechts mit Bleistift signiert und
datiert: Disler, 90.
30 × 40 cm.
Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt
vom Künstler erworben, seitdem
Privatsammlung Berlin.
CHF 1 400 / 1 800
(€ 1 330 / 1 710)
| 94
PostWar  Contemporary
3787*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in
St. Gallen)
Torso. 1990.
Relief. Öl auf Pappelholz, bemalt.
Verso auf einem Etikett mit den
Werkangaben und der Referenznummer:
JFM 25/5090.
65 × 47 × 12 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Künstler bestätigt, St. Gallen, April
2020. Wir danken Herrn Müller für seine
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery.
- Privatsammlung Belgien.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3788*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in
St. Gallen)
Hautstück. 1991.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert, datiert und mit Ortsangabe:
Josef Felix Müller Berlin 1991.
70 × 50 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Künstler bestätigt, St. Gallen, April
2020. Wir danken Herrn Müller für seine
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery (verso mit dem
Etikett).
- Privatsammlung Belgien.
CHF 2 500 / 3 000
(€ 2 380 / 2 860)
| 95
3789*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in
St. Gallen)
Körper. 1990.
Öl auf Pappelholz.
Seitlich unten rechts signiert und datiert:
josef felix müller 1990.
235 × 90 × 12 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Künstler bestätigt, St. Gallen, April
2020. Wir danken Herrn Müller für seine
freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery (verso mit dem
Etikett).
- Privatsammlung Belgien.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 96
PostWar  Contemporary
3790*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in
St. Gallen)
6 Bll.: Symmetrie des Körpers. 1992.
Öl auf Vélin.
Verso signiert und datiert:
josef felix müller 1992, sowie mit der
Inventarnummer: Inv.Nr.50-56.
Je 30,5 × 23 cm.
Die Authentizität dieses Werkes wurde
vom Künstler bestätigt, St. Gallen,
April 2020. Wir danken Herrn Müller für
seine freundliche Unterstützung.
Provenienz:
- Atelier des Künstlers.
- Deweer Art Gallery (verso mit dem
Etikett).
- Privatsammlung Belgien.
CHF 1 200 / 1 800
(€ 1 140 / 1 710)
| 97
3791
JEAN TINGUELY
(Fribourg 1925–1991 Bern)
Roto ZAZA N° 1. 1967.
Filzstift, Kugelschreiber und Buntstift auf
Vélin.
Unten rechts datiert und signiert:
1967 J. Tinguely.
24,4 × 31,4 cm.
Provenienz: Privatsammlung Schweiz.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
3792*
ROLF ISELI
(Bern 1934–lebt und arbeitet in Bern und
Saint Romain/Burgund)
Ohne Titel. 1981.
Kohle, Kreide und Deckweiss auf Vélin.
Unten rechts signiert, datiert und mit
Ortsangabe: Rolf Iseli 81 Skizze St. Romain
81, sowie mit einem rotem Stempel.
169,9 × 90 cm.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
BAECHLI, SILVIA 3733
BILL, MAX 3702
BLADE (STEVEN OGBURN) 3764
CASTELLI, LUCIANO 3781
CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3725, 3743
CHAISSAC, GASTON 3722, 3762, 3763
CHAMBERLAIN, JOHN 3737
CHIRINO, MARTÍN 3720
DALPRA, MARIO 3770
DELUIGI, MARIO 3721
DELVOYE, WIM 3756
DISLER, MARTIN 3777, 3778,
3782 - 3786
DOGANÇAY, BURHAN 3731, 3732
DOMOTO, HISAO 3717
DORAZIO, PIERO 3744
FEITO, LUIS 3714
FRANCIS, SAM 3735, 3736
GUDERIAN, LOTHAR 3768
HAINS, RAYMOND 3716
HARTUNG, HANS 3718
HASENBÖHLER, NIKLAUS 3779, 3780
HIRSCHHORN, THOMAS 3729
HIRST, DAMIEN 3739, 3740
HOFKUNST, ALFRED 3775, 3776
HOFKUNST, ALFRED 3776
HUNDERTWASSER,
FRIEDENSREICH
3724
IMMENDORF, JÖRG 3738
ISELI, ROLF 3792
KLELL, EDUARD 3728
KNOEBEL, IMI 3741, 3742, 3745
LEUPPI, LEO 3772, 3773
LI, JI 3730
LUGINBÜHL, BERNHARD 3774
MANZÙ, GIACOMO 3755
MOTHERWELL, ROBERT 3706
MÜLLER, JOSEF FELIX 3787 - 3790
PALAZUELO, PABLO 3704, 3705
PART 1 (ENRIQUE TORRES) 3765
PEPPERSTEIN, PAVEL 3757, 3759, 3760
PINELLI, PINO 3746 - 3747
RIEDERER, HENRIETTE 3758
RÜESCH, STEFAN 3766
SARMENTO, JULIAO 3723
SOMM, PETER 3750
SONDERBORG, K.R.H. 3715
SPESCHA, MATIAS 3703
SPOERRI, DANIEL 
TINGUELY, JEAN
3727
STAUB, JOSEF 3748, 3751
THIELER, FRED 3719
TINGUELY, JEAN 3791
TOBEY, MARK 3707 - 3713, 3734
TOMASELLO, LUIS 3771
VASARELY, VICTOR 3701
VIRNICH, THOMAS 3726, 3761
WARHOL, ANDY 3752, 3767
XIA, XIAOWAN 3754
YAN PEI-MING 3753
| 98
Künstlerregister
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 102/121
8031 Zürich, Schweiz
AUKTION
Hardturmstrasse 102
8031 Zürich, Schweiz
VORBESICHTIGUNG
Hardturmstrasse 121
8031 Zürich, Schweiz
AUKTION
ONLINE ONLY
VORBESICHTIGUNG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
AUKTION
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
AUKTIONEN
REPRÄSENTANTEN
Koller Auktionen AG
Hardturmstrasse 102
8031 Zürich, Schweiz
Tel  +41 44 445 63 63 
Fax  +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch
www.kollerauktionen.ch
Koller Auktionen AG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Genf, Schweiz
Tél  +41 22 311 03 85
Fax  +41 22 810 06 30
geneva@kollerauktionen.ch
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MÜNCHEN
Fiona Seidler
Maximiliansplatz 20
80333 München
Tel. +49 89 22 80 27 66
Fax +49 89 22 80 27 67
Mobile +49 177 257 63 98
muenchen@kollerauktionen.com
DÜSSELDORF
Ulrike Gruben
Citadellstrasse 4
40213 Düsseldorf
Tel. +49 211 30 14 36 38
Fax +49 211 30 14 36 39
Mobile +49 175 586 38 64
duesseldorf@kollerauktionen.com
MOSKAU
Vadim Goncharenko
Mobile +41 76 431 81 64
moscow@kollerauctions.com
BEIJING
Jing Li
Haidianque Chedaogou 10# 6/4-307
100089 Beijing
Tel. +86 135 2039 8057
beijing@kollerauctions.com
MAILAND
LuigiPesce
ViaSanMartino8
20122Mailand
+393395962768
milano@kollerauctions.com
HAMBURG
Ulrike Gruben
Tel. +49 40 33 38 12 39
hamburg@kollerauktionen.com
| 100| 100
BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN
Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von
Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti-
onssaal versteigert werden.
Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht
sich der Bieter den nachstehenden Auktions-
bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG,
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz
(„Koller“):
1. Rechtsstellung der Parteien
Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im
Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu
versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei-
gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell-
vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32
Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts
(„OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im
Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem
höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“),
wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein
verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer
und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird
dadurch nicht Partei des Kaufvertrages.
2. Aufgeld
2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer
auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich-
ten, das wie folgt berechnet wird:
i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25%
ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis
CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000
und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis
zur Höhe des Zuschlags
iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf
die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000
und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000
bis zur Höhe des Zuschlags.
2.2 Falls der Käufer während einer online über-
tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im
Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine
fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird
ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags
verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen
einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin-
gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite
publiziert sind. Diese können von den hier pub-
lizieren abweichen.
2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei-
zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich-
ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes
beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes
einzelne Objekt. 
2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be-
zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr-
wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten
wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus
Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig
abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er-
halten die MWST rückvergütet. 
2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden,
dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine
Kommission erhält.
3. Garantie
3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol-
gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers
rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und
Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das
Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt
vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung
von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter,
Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht
geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte
Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei-
bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher
Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand
denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa-
talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand
wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als
gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder
an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände-
rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden. 
3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender
Bestimmung findet nach Ermessen von Koller
nicht statt, falls:
i. die Beschreibung des Objekts im Auktions-
katalog im Einklang mit der Meinung einer
Fachperson oder mit der herrschenden Mei-
nung von Fachpersonen stand oder die Be-
schreibung im Auktionskatalog andeutete,
dass hierüber Meinungsverschiedenheiten
bestanden, 
ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach
dem Stand der Forschung und mit den allge-
mein anerkannten und üblichen Methoden
noch nicht oder nur mit unverhältnismässi-
gem Aufwand als solche erkennbar war,
iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein-
schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder 
iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde,
Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han-
delt, das gemäss den Angaben im Auktions-
katalog vor 1880 entstanden sein müsste.
3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin
des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag
des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2)
Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen.
Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt
und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die
Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus,
dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach
Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe-
nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge-
fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es
ihm übergeben wurde, und unbelastet von An-
sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den
Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob-
jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom
Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten
Gutachten von zwei unabhängigen und in dem
Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch
nicht an solche Gutachten gebunden und behält
sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf
eigene Kosten einzuholen.
3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel-
tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss
vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von
Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich-
ten.
3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als
Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer
3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des
von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel-
des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere
Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem
Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss
Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen.
4. Haftungsausschluss
4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu-
stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick
des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob-
jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren.
Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in
neuwertigem Zustand.
4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata-
log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa-
tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands-
berichte von Koller die vor der Auktion angefordert
werden können, geben lediglich ein allgemeines
Bild und eine unverbindliche Einschätzung von
Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er-
folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch
kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung
übernehmen. Während der Ausstellung besteht
die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen.
Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das
ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen,
und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän-
giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die
Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog-
beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei-
bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs
(inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache
ausschliesslich massgebend. Koller behält sich
das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder
Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf
diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit
solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht
werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut-
achten stellen genauso wenig wie von Koller vor-
genommene Objektbeschreibungen oder sonsti-
ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen
über dessen Wert) explizite oder stillschweigende
Zusicherungendar.
4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird
jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg-
bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers
gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse
eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol-
ler gegenüber dem Käufer.
5. Teilnahme an der Auktion
5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter
steht jedermann offen. Koller behält sich aber
das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder
Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich-
keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an
ihren Auktionen zu untersagen. 
5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt
sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion
mittels des dafür vorgesehenen Formulars re-
gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re-
gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas-
ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen.
Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller
berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss
Angaben auf dem Registrierungsformular bis
zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich
Spesen des Kartenanbieters zu belasten. 
5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen
Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen
Bank verlangen. 
5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz-
werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom
Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von
20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver-
langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti-
on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer
verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum-
gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
| 101| 101
6. Versteigerung
6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem
Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises
zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots
anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver-
bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot
gebunden, bis dieses entweder überboten oder
von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden
sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen
entscheidet die Auktionsleitung. 
6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be-
sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein
Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an
einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4
nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige-
rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen
oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die
Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte. 
6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern
des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser-
halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas-
sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor-
liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt
vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe-
halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen
anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn
die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv,
nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft. 
6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen-
ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen
können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der
Steigerung schriftlich entgegengenommen. 
6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten,
wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti-
onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf
Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann
nicht telefonisch geboten werden und Interes-
senten werden um Abgabe eines schriftlichen
Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk-
tionssaal gebeten. 
6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei-
ner Live-Auktion abgeben möchten, können an
der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller
aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk-
tion zugelassen worden sind. Koller behält sich
das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei-
teres abzulehnen. 
6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück-
sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück-
sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie-
tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche
Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und
Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5.
7. Eigentumsübergang
Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt
geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis
und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in
Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die-
se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu-
geordnet hat.
8. Abholung der ersteigerten Objekte
8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom
Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss
der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei-
gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des
Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist
mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit
es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung
ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll-
ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des
Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses
Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller.
8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol-
ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder
Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob-
jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor-
sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur
Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST.
Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr
und es ist Sache des Käufers, für eine angemes-
sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu
sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf-
tung übernommen werden. Werden die erstei-
gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt,
lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge-
fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder
in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz
von CHF 10 pro Objekt ein. 
8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich
entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer.
Ohne anders lautende schriftliche Abmachung
werden die zugeschlagenen Objekte für den
Transport durch Koller auf Kosten des Käufers
versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche
Objekte werden von Koller nicht versandt.
9. Bezahlung der ersteigerten Objekte
9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für
ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach
Abschluss der Auktion in Schweizer Franken
zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind
nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von
Koller möglich und unterliegen einer Bearbei-
tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer
zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag
erhoben wird.
9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent-
gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf
jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller
oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und
allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit
eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer
im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe-
trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls
der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7
TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist
Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer
berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag
der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen
Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine
Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben,
dieebenfallsderKreditkartebelastetwird.
9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung
nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem
namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin
Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii)
ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers
verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten
oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver-
langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech-
tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min-
destverkaufspreises entweder freihändig oder
anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den
Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers
zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng-
lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis
wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer
haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der
Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste-
henden Schaden. 
9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde-
tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz
befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht.
Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten
Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder
berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver-
wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei-
bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen.
10. Vertretung
Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil-
ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange-
nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso-
nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder
als Organ einer juristischen Person bieten, kann
der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt
werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem
Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die
ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten.
11. Verschiedene Bestimmungen
11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines
Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede
Haftung des anwesenden Beamten, der Ge-
meinde oder des Staates für Handlungen von
Koller ist ausgeschlossen. 
11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne
oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB
an einen Dritten zu übertragen oder durch einen
Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der
Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten
aus diesen AGB Dritten zu übertragen.
11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien
und Abbildungen von verkauften Objekten in den
eigenen Publikationen und in den Medien zu ver-
öffentlichen und damit Werbung zu betreiben. 
11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be-
standteil jedes einzelnen an der Auktion ge-
schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind
nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller
verbindlich. 
11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser
AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un-
wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder
Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un-
gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen
werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und
Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen
Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt-
schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt
bei eventuellen Lücken der Regelung.
11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen
daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus-
schluss von allfälligen Verweisungen des Bun-
desgesetztes über das Internationale Privat-
recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener
Kaufrechts (UN-Kaufrechts). 
11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter
Einschluss der Geltendmachung von Verrech-
nungen und Gegenforderungen), welche aus oder
im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess-
lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung
oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich
die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol-
ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem
sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen.
Zürich, 1. Juli 2018
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CONDITIONS DE VENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES)
Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller
(selon la définition ci-après) présente lors d’une vente
auxenchèresclassiquedansunesalledevente.
En prenant part à la vente aux enchères,
l’enchérisseur se soumet aux Conditions de
Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller
Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102,
8005 Zurich, Suisse («Koller»):
1. Statut juridique des parties
Les objets d’enchères seront mis aux enchères par
Koller au nom de et pour le compte de celui qui les
a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le
compte du Mandant comme représentant direct/
immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes
Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au
plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors
de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle
est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de
pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant
l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat
deVente.
2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication)
2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est
débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication
qui sera calculé de la manière suivante:
i. pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25%
ii. Nouveau: pour une adjudication dès
CHF 10’000 jusqu’à CHF 400’000: 25%
sur les premiers CHF 10’000 et 22% sur la
différence de CHF 10’000 jusqu’au montant de
l’adjudication
iii. Nouveau: pour une adjudication dès CHF
400’000: 25% sur les premiers CHF 10’000;
22% sur CHF 390’000 et 15% sur la différence
de CHF 400’000 jusqu’au montant de
l’adjudication.
2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le
cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été
transmise en direct sur Internet («Enchères Live»),
ou a transmis un ordre d’achat à travers un site
indépendant en relation avec Koller, le supplément
sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%.
l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux
Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui
pourraient varier des présentes conditions.
2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la
valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré.
Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent
au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé.
2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le
catalogue de la vente aux enchères sont
pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que
ces objets sont frappés de la TVA sur le prix
d’adjudication augmenté du prix majoré. Les
Acheteurs qui sont en mesure de présenter une
déclaration d’exportation valablement timbrée se
voient rembourser la TVA.
2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive
également une commission par le Mandant.
3. Garantie
3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux,
Koller annulera l’adjudication (sous réserve des
chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant
et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication
et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par
faux tout objet qui constitue, conformément à
une évaluation raisonnable de Koller, une imitation
faite dans l’intention de tromper fallacieusement
autrui, que ce soit en ce qui concerne l’auteur, l’âge,
l’époque,lecercledecultureoul’origine,sansquela
description correcte de ces éléments ne ressorte
du catalogue de la ventes aux enchères (en tenant
compte de toute modification apportée) et que
cet état des faits diminue sensiblement la valeur
de l’objet par rapport à un objet correspondant à la
descriptionducatalogue.Unlotn’estpasconsidéré
comme falsifié s’il est seulement endommagé ou
s’il a fait l’objet de travaux de restauration et/ou de
modifications quelconques.
3.2 L’adjudication ne sera pas annulée
conformément à la disposition ci-dessus, en
fonction de l’appréciation de Koller, lorsque:
i. la description de l’objet dans le catalogue de
la vente aux enchères était conforme à l’avis
d’un expert ou à l’avis général des experts ou
lorsque la description dans le catalogue de
la vente aux enchères laissait supposer qu’il
existait des divergences de vue à cet égard ;
ii. l’état d’avancement technique et les procédés
généralement acceptés et pratiqués n’ont pas
permis de reconnaître le faux au moment de
l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation
aurait été disproportionnée par rapport à la
valeur de l’objet ;
iii. le faux a été réalisé (selon l’estimation
soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou
iv. l’objet acheté est un tableau, une aquarelle,
un dessin ou une sculpture dont la date de
réalisation devrait être antérieure à 1880
conformément aux indications fournies dans le
catalogue de la vente aux enchères.
3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de
l’adjudication à Koller (en tant que représentant
du Mandant) à compter de la date de l’adjudication
pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines
pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement
à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas
autorisée. La mise en œuvre de la réclamation
exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre
sous pli recommandé dès la découverte du vice et
qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié
à Koller dans le même état que le jour de la remise
et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur
doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un
faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci
fasse réaliser à ses propres frais des expertises
par deux experts indépendants reconnus dans la
matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en
considération ces expertises et se réserve le droit
desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts.
3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut
renoncer à faire valoir un motif d’exclusion
conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect
desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus.
3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire
valoir à l’égard de Koller en tant que représentant
du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au
remboursement du prix de vente payé et du prix
majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure
ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à
l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue
quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur
essentielle selon l’article 23 ff. du CO).
4. Exclusion de responsabilité
4.1 Les objets sont mis aux enchères dans
l’état dans lequel ils se trouvent au moment
de l’adjudication. Les objets sont par définition
«usés» et donc rarement en parfait état.
4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le
catalogue de vente aux enchères. Les informations
dans le catalogue, ainsi que dans les rapports
sur l’état de conservation (condition reports)
représentent uniquement une idée générale et
une évaluation sans engagement de la part de
Koller. La description des objets est faite en toute
conscience, Koller ne peut cependant assumer
aucune responsabilité pour les indications
figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition,
il est possible de voir les objets. Par conséquent,
l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente
auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu
lot avec la description de celui-ci dans le catalogue,
le cas échéant en se faisant assister par un conseil
techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets
dans la version allemande de l’édition imprimée
du catalogue (avec modifications ultérieures)
s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit
de faire appel à des experts ou des spécialistes de
son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger
elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre
tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions.
Les avis de ces spécialistes ou des expertises, les
descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout
autre énoncé concernant un objet (y compris des
énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun
casdespromessesexplicitesoutacites.
4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute
responsabilité pour défauts matériels ou
juridiques est exclue. Les obligations du Mandant
à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la
même mesure que les engagements de Koller à
l’égard de l’Acheteur.
5. Participation à une vente aux enchères
5.1 La participation à une vente aux enchères
en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute
personne. Cependant, Koller se réserve le droit –
à son libre arbitre – de refuser à toute personne
l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire
à toute personne la présence ou la participation à
l’une de ses ventes aux enchères.
5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas
personnellement connus par Koller doivent
s’enregistrer 48 heures avant la vente aux
enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet.
L’enregistrement valablement signé devra être
accompagné d’une copie du passeport de
l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de
crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur,
Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de
celui-ci conformément aux informations fournies
sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence
dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés
parlasociétédecartedecrédit.
5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un
justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par
Koller.
5.4 En cas d’offres pour les objets dont
l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000,
Koller peut demander à l’enchérisseur le virement
préalable de 20% de l’estimation basse à titre de
garantie. Après la vente, Koller compensera ce
montant avec ses prétentions et les prétentions
du Mandant et remboursera sans délai tout
excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur.
6. Vente aux enchères
6.1 Koller peut commencer les enchères en-
dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant.
Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères
signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire.
L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à
ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère
ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères
| 103| 103
doubles font l’objet d’un nouvel appel immédiat;
dans les cas douteux, la direction des enchères
tranche.
6.2 Koller est libre d’écarter une enchère sans
indication de motifs particuliers. Il en est de
même lorsqu’un enchérisseur ne satisfait pas
aux conditions de participation à une vente aux
enchères conformément au chiffre 5.2 à 5.4 ci-
dessus. Koller est également en droit d’adjuger
des objets sans vente ou de retirer des objets de
la vente aux enchères, sans que ce soit forcément
évident pour le spectateur.
6.3 Koller se réserve le droit de réunir les lots du
catalogue, de les séparer, de les proposer aux
enchères dans un ordre différent ou encore de
renoncer à mettre certains lots aux enchères.
Koller se réserve le droit d’adjuger des lots
«sous condition», dans des circonstances
particulières. L’adjudication sera considérée
comme conditionnelle, et l’enchérisseur sera
tenu à son offre pendant 14 jours après la vente
aux enchères. L’enchérisseur sera délié de toute
obligation de paiement s’il ne reçoit pas un avis de
Koller avant ce délai déclarant que l’adjudication
est définitive.
6.4 Les offres d’enchères de personnes
intéressées ne pouvant pas assister
personnellement à la vente aux enchères sont
réceptionnées par écrit jusqu’à 48 heures avant le
début de la vente.
6.5. Les personnes intéressées peuvent enchérir
par téléphone à condition de s’être inscrites
par écrit au moins 48 heures avant le début
de la vente aux enchères. Aucune enchère par
téléphone n’est possible pour les objets dont
la valeur estimée est inférieure à CHF 500, et
les personnes intéressées à de tels objets sont
invitées à déposer une offre écrite ou à enchérir
personnellement dans la salle des ventes.
6.6 Les personnes intéressées qui souhaitent
déposer leur offre dans le cadre des Enchères
Live, peuvent participer à la vente après être
admises à celle-ci par Koller suite à leur demande
d’enregistrement. Koller se réserve le droit de
refuser des demandes d’enregistrement sans
indiquer un motif particulier.
6.7 Koller décline toute responsabilité pour les
offres de tout type n’ayant pas été prises en
considération ainsi que pour les enregistrements
d’enchères téléphoniques qui n’auraient pas
été pris en compte. Les normes prévues au
chiffre 5 concernant la légitimation et la preuve
de la solvabilité s’appliquent également aux
enchérisseurs par téléphone et par écrit.
7. Transfert de propriété
La propriété d’un objet adjugé est transférée
à l’Acheteur dès que le prix de vente et le prix
majoré, TVA en sus, ont été intégralement versés
et que Koller a affecté ces paiements à l’objet
correspondant.
8. Enlèvement des objets adjugés
8.1 L’Acheteur doit venir retirer à ses propres frais
les objets adjugés dans les 7 jours qui suivent
la clôture de la vente aux enchères pendant les
heures d’ouverture de Koller. Le lieu d’exécution du
Contrat de Vente entre le Mandant et l’Acheteur
est par conséquent le siège social de Koller. Si le
temps à disposition est suffisant, les objets seront
délivrésaprèschaqueséance.Laremisealieuaprès
paiementintégralduprixdeventeetdusupplément
sur le prix majoré, TVA en sus, ainsi que l’affectation
decemontantàl’objetadjugéparKoller.
8.2 Pendant le délai précité, Koller est responsable
de la perte, du vol, de l’endommagement ou de
la destruction des objets adjugés et payés, mais
seulement dans les cas de négligence grave ou
intentionnelle de la part de Koller, à concurrence
toutefois du montant du prix de l’adjudication, du
supplément sur le prix d’adjudication et de la TVA.
A l’expiration de ce délai, la responsabilité de Koller
cesse et il incombe alors à l’Acheteur de contracter
une assurance appropriée pour l’objet adjugé. Il n’est
assumé aucune responsabilité pour les cadres et le
verre. Si les objets adjugés ne sont pas retirés dans
les7jours,Kollerseréserveledroitdelesentreposer
à la charge et au risque de l’acheteur auprès d’une
société de son choix ou dans ses propres locaux au
tarifjournalierdeCHF10parobjet.
8.3 Les commandes de transport sont
réceptionnées par écrit par Koller. Le transport
est aux frais de l’Acheteur. A défaut d’accord
écrit contraire, les objets adjugés sont assurés
par Koller aux frais de l’Acheteur en vue de leur
transport. Les tableaux sous verre et les objets
fragiles ne sont pas expédiés par Koller.
9. Paiement des objets adjugés
9.1 La facture émise suite à l’adjudication d’un
objet devra être payée dans un délai de 7 jours
après la clôture de la vente aux enchères. Les
paiements par carte de crédit ne sont possibles
qu’après l’accord du département de comptabilité
de Koller Zurich, et induisent des frais de gestion
entre 2 et 4% du total de la facture, payables par
l’Acheteur et ajoutés au total de la facture.
9.2 Koller est également en droit d’imputer des
paiements de l’Acheteur, contrairement aux
instructions de celui-ci, à toute dette de l’Acheteur
envers Koller ou envers le commettant et à
compenser toute créance éventuelle de l’acheteur
à l’égard de lui-même ou du commettant avec ses
propres prétentions. En cas de retard de paiement
de l’Acheteur, une pénalité de retard au taux annuel
de10%seraappliquéesurlemontantdelafacture.
Silepaiementdel’AcheteurneparvientpasàKoller
sept (7) jours après la vente aux enchères, Koller
se réserve le droit de débiter la carte de crédit de
l’Acheteur sans avertissement au préalable, à la
hauteur du total de la facture, majoré des frais de
gestion entre 2 et 4% comme indiqué ci-dessus,
qui seront également débités de la carte de crédit
de l’Acheteur.
9.3 Si le paiement dû par l’Acheteur n’a pas lieu ou
n’intervientpasàtemps,Kollerpeutaussi,auchoix,
en son nom et également au nom du Mandant (i)
continuer à exiger l’exécution du contrat de vente
ou (ii), sans être tenu d’impartir un délai, renoncer
au droit de demander l’exécution du contrat
et résilier le contrat de vente ou réclamer des
dommages-intérêts pour cause d’inexécution;
dans ce dernier cas, Koller est également en droit
devendrel’objetdegréàgréoudanslecadred’une
vente aux enchères et d’utiliser le produit de la
vente pour la réduction des dettes de l’Acheteur.
Un prix de vente éventuellement supérieur au
prix d’adjudication d’origine est versé au vendeur.
L’Acheteurestresponsablevis-à-visdeKolleretdu
Mandant de tous les dommages résultant du non-
paiement ou du paiement tardif.
9.4Jusqu’aupaiementcompletdetouslesmontants
dus, Koller se réserve un droit de gage sur tous les
objets de l’Acheteur en sa possession. Koller est
habilitée à réaliser par la voie de l’exécution forcée
de tels gages ou de les réaliser de manière privée (y
comprisl’achatparKoller).Lebénéficedelaréalisation
préalabledugageselonarticle41delaLoisuissesurla
poursuitepourdettesetlafailliteestexclu.
10. Représentation
Chaque Acheteur répond personnellement
de l’adjudication qui lui a été faite ainsi que du
Contrat de Vente entre l’Acheteur et le Mandant
qui en résulte. La preuve des pouvoirs de
représentation peut être exigée de personnes
qui agissent comme représentants pour le
compte de tiers ou comme organe d’une
personne morale. Le représentant répond
indéfiniment et solidairement avec le représenté
de l’accomplissement de tous les engagements.
11. Dispositions diverses
11.1 La vente aux enchères se déroule sous
l’autorité conjointe d’un fonctionnaire de la
Municipalité de Zurich. Toute responsabilité pour
des actes du fonctionnaire présent, de la commune
oudel’EtatpourdesopérationsdeKollerestexclue.
11.2 Koller se réserve le droit de transférer tout ou
chacun de ses droits ou obligations dans ces CV
à un tiers, ou de confier leur exécution à un tiers.
L’enchérisseur ou l’Acheteur n’ont pas le droit de
transmettrelesdroitsouobligationsdecesCVàuntiers.
11.3 Koller se réserve le droit de publier des
photographies et des illustrations des objets
vendus dans ses propres publications et dans les
médias et d’en faire un usage publicitaire.
11.4 Les dispositions qui précèdent font
intégralement partie de chaque Contrat de Vente
individuel conclu lors des ventes aux enchères.
Leurs modifications n’ont de portée obligatoire
que si Koller leur a donné son accord écrit.
11.5 Dans l’hypothèse où une quelconque des
stipulations présen­tes serait illégale, nulle, non
valable ou inapplicable au regard d’une règle de
droit ou d’une loi en vigueur, elle serait réputée
non-écrite, mais n’entraînerait pas la nullité des
présentesCV.Dansunetellehypothèse,lesparties
s’engagent à né­gocier de bonne foi, en prenant en
compte l’esprit de la présente convention, toute
autre disposition qui pourrait être substituée à
une telle stipulation qui serait considérée comme
illégale, nulle, non valable ou inapplicable.
11.6 Le droit suisse est exclusivement applicable
aux présentes CV et à toutes les modifications
de ces Conditions, à l’exclusion de références
possibles à la loi fédérale sur le droit international
privé (LDIP), et à l’exclusion de la Convention de
Vienne (Convention des Nations Unies).
11.7 Le règlement de tous les litiges (également
lorsqu’il s’agit de faire valoir des compensations et
des contre-créances) résultant des présentes CV
ou en relation avec ces CV (y compris leur validité,
leurs effets juridiques, leur interprétation ou leur
exécution) relève exclusivement des tribunaux
du canton de Zurich. Koller est toutefois habilitée
à intenter une action judiciaire devant tout autre
Tribunal également compétent.
11.8 En cas de divergence entre les différentes
traductions, la version allemande fait seule et
exclusivement foi.
Zurich, le 1
er
decembre 2018
KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz.
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch 
Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm
DateSignature
Auktion
Vente/Sale
Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF
Maximumbid(CHF)
BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen.
Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.–
PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.–
DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein.
L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet).
ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite).
AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1.
Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1.
I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction.
Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten.
Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique.
I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless).
Name/Nom
Adresse/Address
Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country
Tel.
E-Mail
INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE
Ja/Oui/Yes
Nein/Non/No
x
KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz.
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch 
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Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel  +41 44 445 63 63, Fax  +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
POST
WAR
CON
TEM
POR
ARY
Auktion: 4. Juli 2020
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 
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Auktion: 3. Juli 2020
IMPRESSIONISMUS  KLASSISCHE MODERNE
JULI2020IMPRESSIONISMUSKLASSISCHEMODERNE
A193
POST
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POSTWARCONTEMPORARY
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JULI2020
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
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Auktion: 4. Juli 2020
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JULI2019SCHWEIZERKUNST
Auktion: 3. Juli 2020
SCHWEIZER KUNST
Schweiz
JULI2020GRAFIKMULTIPLES
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Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
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Auktion: 4. Juli 2020
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Auktion: 8. Juli 2020
ART DÉCO  ART NOUVEAU
Auktion: 8. Juli 2020
PHOTOGRAPHIE
Auktion: 9. Juli 2020
DESIGN
Auktion: 9. Juli 2020
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AUCTION PROGRAMME
AUCTION A193 - JULY 2020
POSTWAR 
CONTEMPORARY
Saturday, 4 July 2020
2pm
Lot 3701 – 3792
SWISS ART
Friday, 3 July 2020
2pm
Lot 3301 – 3383
PRINTS  MULTIPLES
Saturday, 4 July 2020
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Lot 3801 – 3904
IMPRESSIONIST
MODERNART
Friday, 3 July 2020
4pm
Lot 3501 – 3558
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POSTWARCONTEMPORARY
23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
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23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
SWISS ART
23 June – 9 July 2020
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23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
DESIGN
23 June – 9 July 2020
IBID ONLINE ONLY
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23 June – 8 July 2020
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23 June – 8 July 2020
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SCHMUCKJUWELENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
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A191
ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020
Auktion: 2. Juli 2020
ARMBAND-  TASCHENUHREN
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66 
office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz
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A193as
JULI2020
Auktion: 1. Juli 2020
ASIATICA
ASIATICA
Auktion: 8. Juli 2020
FASHION  VINTAGE
Hardturmstrasse 102, 8031 Zurich, Switzerland
PREVIEW
Thursday, 25 to Tuesday 30 June 2020, 10am – 6pm
JEWELLERY
Thursday, 2 July 2020
2pm
Lot 2501 – 2659
WATCHES
Thursday, 2 July 2020
4pm
Lot 2801–2931
ASIAN ART
HIMALAYA  CHINA
Wednesday, 1 July 2020
11am
Lot 601–731
ASIAN ART
JAPAN, SOUTHEAST ASIA,
INDIA, PERSIA
Wednesday, 1 July 2020
2pm
Lot 732–821
IBID ONLINE ONLY
FASHION  VINTAGE
23 June – 8 July 2020
All catalogues online:
www.kollerauctions.com
IBID ONLINE ONLY
ASIATICA
23 June – 7 July 2020
98	 SERVICE	
									
	
	 98	 Artist register
	 99	 Addresses 	
	 102	 Auktionsbedingungen 
	 104	 Auction Conditions 
	 106	 Absentee Bid Form
Koller Auctions is a partner of the Art Loss Register. All objects in this catalogue, which are uniquely identifiable and which have an estimate of at least
€1 000 have been individually checked against the register’s database prior to the auction.
EURO Estimates
The estimates in Euros have been calculated according to an exchange rate of 1.05 and rounded off to the nearest whole number, for informational
purposes only. All bids as well as all payments will be conducted and remitted in Swiss Francs.
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Head of department
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stahlschmidt@kollerauktionen.ch
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doge@kollerauktionen.ch
Further editing: Laura Järmann, Els Oswald, Fiona Seidler
PostWar  Contemporary
Lot 3701 – 3792
AUCTION
Saturday, 4 July 2020, 2pm
PREVIEW
Thursday 25 June to Tuesday 30 June 2020, 10am – 6pm
Additional photos:
www.kollerauctions.com
Please note that due to the current situation, personal participation in the auction room is by
reservation only. Please contact one of our department heads for more information.
Take advantage of the various ways to bid at our auctions: by telephone, online, or by written bid.
The condition of the works are only partly and in particular cases noted in the catalogue.
Please do not hesitate to contact us for a detailed condition report.
I dream of a social art. I presuppose a deep human desire for sculpture,
just as he has a desire for melody, rhythm or poetry. I believe that the conditions
are now in place to satisfy this natural human desire for sensual pleasures.”
Victor Vasarely
| 3
3701
VICTOR VASARELY
(Pecs 1906–1997 Paris)
Untitled. 1947-1962.
Collage.
Signed and dated lower centre: Vasarely 1947-62.
52.9 × 70.1 cm.
The authenticity has been confirmed by Pierre
Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence,
March 2020. We thank Mr. Pierre Vasarely for his
kind support. This work will be included in the fort-
hcoming „Catalogue raisonné de l’oeuvre peint de
Victor Vasarely“.
Provenance:
- Private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since then
private collection Austria.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 4
PostWar  Contemporary
3702
MAX BILL
(Winterthur 1908–1994 Berlin)
Doppelfläche als Sechseck. 1968.
Brass, gold-plated.
With the incised signature and the date:
bill 1968.
76 × 24 × 25 cm.
Provenance:
- Private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Austria.
Literature: Max, Binia und Jabob Bill
Stiftung (hrsg.): Max Bill - die unendliche
Schleife 1935-95 und die Einflächner,
Wabern-Bern 2000, p. 89 (mit ill.).
“We call concrete art those works of art
which have been created on the basis of
their own means and principles – without
external reference to natural phenome-
na or their transformation, that is, not
through abstraction. Concrete art is inde-
pendent in its own unique way. It is the ex-
pression of the human spirit, destined for
the human spirit and with the sharpness,
unambiguousness and perfection that
must be expected of works of the human
spirit. Concrete painting and sculpture is
optical perception made form. The means
used are colour, space, light and move-
ment. … Concrete Art in its final state is the
pure expression of harmonious dimensi-
ons and law. It arranges systems and, using
artistic means, gives life to this order…. It
strives for the universal and yet nurtures
the unique. It pushes back the individualis-
tic, in favour of the individual.” Max Bill
The Swiss painter, sculptor, designer and
architect Max Bill was the co-founder of
the art movement Concrete Art and today
is considered one of its most important
exponents.
Max Bill first trained as a silversmith from
1924 at the School of Applied Arts in
Zurich, before studying architecture for 2
years from 1927 at the Bauhaus in Dessau,
where Josef Albers, Wassily Kandinsky,
Paul Klee, László Moholy-Nagy and Oskar
Schlemmer were teaching at the time:
these were formative and pivotal times
for the young Max Bill. In 1929 Bill returned
to Switzerland and settled in Zurich. He
worked first as an architect and then con-
cerned himself increasingly with painting,
sculpture and product design. At the age
of 25 he was accepted into the Paris artist
group “Abstraction Création”. His mem-
bership enabled him to exhibit alongside
icons such as Piet Mondrian, Jean Arp and
Georges Vantongerloo. From the 1930s
this Winterthur-born artist became one of
the most important spokesmen for Zurich
Concrete Art. With his famous text “Kon-
krete Gestaltung” in 1936 he delivered a
theoretical foundation for creative practi-
ce, which was of the greatest importance
for the development not only of post-war
art in Switzerland, but especially the Zurich
School of Concrete Art including Camille
Graeser, Verena Loewensberg and Richard
Paul Lohse. In 1944–1945 Max Bill was
entrusted with teaching the study of form
(Formlehre) at the Zurich School of Applied
Art. His greatest construction project
followed in 1950, with the University of
Design in Ulm, where he was rector and
head of the department of architecture
and product design for 5 years from 1951.
After numerous exhibition projects and
contributions, Max Bill was professor of en-
vironmental design at the Institute of Fine
Arts in Hamburg from 1967 until 1974. In
addition, Bill was member of numerous
artist and architect associations as well as
honorary member of various academies.
In 1994 he received an honorary doctorate
from ETH university in Zurich.
His entire oeuvre consists of two extensi-
ve groups of works. On the one hand are
his paintings and prints, and on the other
hand his voluminous room sculptures and
metal bands. Although at first sight these
two groups of works would seem to arise
from different sources of inspiration, there
is an essential geometric-mathematical
unity at play. Max Bill’s art is non-repre-
sentational and significantly influenced
by the universal ideas of the Bauhaus.
He succeeded in defining the art form as
the pure expression of the harmonious
interplay of measurement and law. His
art is not the abstraction of reality, but
a calculated application of the universal
means of representation – of colour, light,
space, surfaces, lines and movement.
“Einflächner”, “Kugeln”, “Säulen”, “Prismen”,
“Pavillons” are the most important key the-
mes on which Max Bill concentrated in his
sculptural work. His sculptures are defined
by simple forms, which are the result of the
experimental visualisation of fundamental
structural properties of surfaces, spheres
and columns.
The gilt-brass sculpture presented here
“Doppelfläche als Sechseck” (double
surface as hexagon) from 1968 belongs to
the category of works known as “Einfläch-
ner”. “(…) I was very proud of my discovery:
I had succeeded in making the infinity sign
from mathematics, the horizontal 8, into a
symbol with spatial presence. One day so-
meone told me it was fantastic how I had
taken the Möbius band and given it a fully
sculptural resolution. I did not know of the
Möbius strip. In the encyclopaedia I found
August Ferdinand Möbius, 1790–1868,
astronomer, mathematician, professor
and director of the observatory, who was
involved with analytical geometry. Later I
read that four years before Möbius, in 1861
J.B. Listing had succeeded in discovering
this double surface. The works themselves
are the realisation of idea and concept:
they come about through the most diver-
se work processes” (from: Bill, Jakob. Max
Bill. Unendliche Schleife 1935-95 und die
Einflächner. Benteli Verlag, Wabern, p. 14).
The sculptural concept based on the
Möbius band, „Die unendliche Schleife“
was employed by Max Bill for decades in a
series of sculptures with various characte-
ristics in multiple variations. Writing about
the work “Die Doppelfläche als Sechseck”
(double surface as hexagon) Bill stated:
“The remarkable thing about this sculp-
ture is the multiple ways in which it can be
approached. This hexagon has three times
the sum of the angles of a normal regular
hexagon. In the centre is a square form
set on one vertex, the change in direction
occasioned by the form itself” (ibid p. 89).
CHF 30 000 / 40 000
(€ 28 570 / 38 100)
| 6
PostWar  Contemporary
3703*
MATIAS SPESCHA
(Trun 1925–2008 Zurich)
Untitled. 2004.
Collage. Coloured pencil and paper on
black wove paper.
Signed and dated lower right:
M. Spescha 2004.
40 × 62 cm.
Provenance: Kunsthandel Vonlanthen
Chur.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3704
PABLO PALAZUELO
(1915 Madrid 2007)
Abenephi. 1968.
Gouache on wove paper.
Signed lower right: P Palazuelo, and
signed, dated, titled, with the technique
and a directional arrow on the reverse:
P. PALAZUELO, 1968, „ABENEPHI“,
GOUACHE.
38.6 × 28.6 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Fundación Pablo
Palazuelo, Madrid, March 2020. We thank
Mr. José Rodríguez-Spiteri Palazuelo for
his kind support.
Provenance:
- Private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Austria.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 7
| 8
PostWar  Contemporary
3705
PABLO PALAZUELO
(1915 Madrid 2007)
Untitled. 1964.
Gouache on wove paper.
Signed lower right: P Palazuelo, and signed,
dated, with the technique and a directional
arrow on the reverse:
P. PALAZUELO, 1964, GOUACHE.
61.8 × 41 cm on wove paper
74.9 × 53.3 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Fundación Pablo
Palazuelo, Madrid, March 2020. We thank
Mr. José Rodríguez-Spiteri Palazuelo for
his kind support.
Provenance:
- Private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Austria.
Abstract art in Spain in the second half of
the 20th century was largely dominated
by one artist who found his expression ex-
clusively in the geometric idiom. His works
are witness to a distinct connection with
nature, which he studied extensively, and
was ultimately expressed in his work.
Born in Madrid in 1915, the young Pablo
Palazuelo attended the University of Ox-
ford, where he devoted his time to study-
ing architecture at the School of Arts and
Crafts. After his return to his hometown of
Madrid in 1939, painting began to occupy a
central role in his life. At first the source of
his inspiration was to be found in the works
of Pablo Picasso and Paul Cézanne. His in-
itial focus on figurative art began gradually
to shift towards the abstract, and he con-
sidered Paul Klee an especially important
role model. It was Klee who finally provided
the impetus toward abstract motifs.
In 1948 he was awarded a scholarship by
the French institute in Madrid, and travelled
to Paris in order to pursue his passion
for art and at the same time to advance
his artistic career. There, as one would
expect, Palazuelo met influential artists
such as Ellsworth Kelly, whose work dealt
with geometric forms. Henceforth, he
developed a growing curiosity for Cons-
tructivism, the teaching of metaphysics
and mathematics, as well as alchemy. This
mixture of the mystical and the construc-
tive were to have a significant influence on
his works from then until the 1990s. His
view of nature broke through the so-called
traditional approach to landscape, in the
sense that his approach gradually deviated
from the perception of landscape as part
of man’s surroundings. Rather, the artist
regarded nature in its entirety, in the form
of an aerial image from a different angle,
which demonstrates the individual struc-
tures within a landscape. This is expressed
through a certain degree of abstraction,
in which surfaces are composed of forms,
colours and lines. Above all, he combined
geometric expression with emotion, in
which he recorded his feelings about
nature and its substance and expressed
them in his works. Palazuelo called this
synthesis “Transgeometry”. His first solo
show in 1955, which was dedicated to this
theme, was a complete success.
In his life’s work Pablo Palazuelo demonst-
rated an unshakeable passion for geo-
metric forms and what for him was their
apparently endless variety. He received
several awards for his work, including the
Carnegie Prize from the Carnegie Museum
of Art in Pittsburgh. Not least, the Fund-
ación Pablo Palazuelo was founded. Over
20 solo shows and countless group shows
in Spain, France, and other European coun-
tries, as well as in America, are witness
to an impressive career, during which he
introduced the art-going public to new
perspectives and new ways of seeing.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
| 9
| 10
PostWar  Contemporary
3706
ROBERT MOTHERWELL
(Aberdeen/Washington 1915–1991
Provincetown/Massachusetts)
Drunk with Turpentine # 48. 1979.
Oil on cardboard.
Monogrammed and dated upper right
(faded): RM 79.
51 × 40.5 cm.
This work will be included in the online
supplement to the Robert Motherwell
catalogue raisonné. We thank the
Deadalus Foundation for their kind
support.
Provenance:
- Galerie Veith Turske, Cologne (verso with
the label).
- Galerie Turske  Whitney, North La Brea
(verso with the label).
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
The American artist Robert Motherwell
was an Abstract Expressionist. He was
born on 24 January 1915 in Aberdeen, Wa-
shington. From 1932 to 1938 he studied
painting at the California School of Fine
Arts and received his BA in philosophy at
Stanford University. At Harvard he devoted
himself to philosophy and French literature,
which then took him to Paris in 1938/1939.
There he made the acquaintance of artists
such as Piet Mondrian and Fernand Léger
and held his first exhibition at Galerie Dun-
can. Back in the United States, Motherwell
began his studies in art history at Columbia
University, New York, under Meyer Schapi-
ro and Kurt Seligmann. His acquaintance
with Roberto Matta and Wolfgang Paalen
brought him closer to Surrealism, having
got to know Paalen on a joint trip to Mexi-
co. He had a growing number of exhibitions
and, amongst other things, took part in the
large-scale exhibition at MoMA “Fourteen
Americans” in 1946. In 1945 Motherwell
taught at the renowned Black Mountain
College, and in 1951-1958 at Hunter Col-
lege, New York. He undertook numerous
trips through Europe. Robert Motherwell
was married four times, including a marri-
age to Helen Frankenthaler. He died on 17
July 1991 in Provincetown, Massachusetts.
Like Jackson Pollock, to whom he is often
referred as his intellectual counterpart,
in his early work Motherwell was closely
associated with Surrealism. In the 1950s,
however, he turned towards Abstract
Expressionism, and developed his own pic-
torial language, which is characterised by
powerful black signs and gestural motifs. In
the 1960s he turned increasingly towards
colour field painting. Amongst other
things, he cites pure presence, passion,
immediacy, objectivity and clear colours as
his ethical values. He often worked in large
scale series, based on works of literature.
He had full command of all the techniques
he used.
In 1959 and 1964 Motherwell was one of
the participants of documenta II and III in
Kassel. In 1965 the Museum of Modern Art
hosted its first comprehensive retros-
pective of his work. This was followed by
numerous exhibitions in galleries and mu-
seums worldwide. The greatest honours
were bestowed upon this American artist:
the Guggenheim International Award in
1964; the Médaille de Vermeil of the city
of Paris in 1977; in 1988 he was named
Officer of the Ordre des Arts et des
Lettres in France; in 1989 he was awarded
the National Medal of Arts. In 1970 Robert
Motherwell was made member of the
American Academy of Arts and Letters, in
1985 member of the American Academy
of Arts and Sciences and in 1990 Associ-
ate Member of the National Academy of
Design.
The present work by Robert Motherwell
belongs to the series „Drunk as Turpen-
tine“, which is based on a poem by the
Chilean poet Pablo Neruda. The compre-
hensive series dates from the 1970s and
is an outstanding example of Motherwell’s
mature style. Reduced to black and white,
he created gestural drawings with great
spontaneity and energy. Only at second
glance is the viewer aware that the artist
not only experiments with the drawn lines,
but also uses the intensity of the black to
convey his aims and thereby creates depth
and an extraordinary intensity.
CHF 40 000 / 50 000
(€ 38 100 / 47 620)
| 11
| 12
PostWar  Contemporary
3707
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1961.
Gouache and watercolour on thin wove
paper.
Signed and dated lower right: Tobey 61.
31.5 x 23 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Committee Mark Tobey,
Münster, May 2020. This work is registered
there under the number: 11/05/20-61.49.
We thank Mr. Dr. Heiner Hachmeister for
his kind advice.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 380 / 3 330)
3708
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1962.
Decalcamany with tempera on thin wove
paper.
Signed and dated lower right: Tobey 62.
21 x 17.8 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Committee Mark Tobey,
Münster, May 2020. This work is registered
there under the number: 11/05/20-62.23.
We thank Mr. Dr. Heiner Hachmeister for
his kind advice.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 13
3709
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1964.
Monotype with tempera paste on thin
wove paper.
Signed and dated lower right: Tobey 64.
14 × 18.2 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Committee Mark Tobey,
Münster, May 2020. This work is registered
there under the number: 11/05/20-64.27.
We thank Mr. Dr. Heiner Hachmeister for
his kind advice.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 14
PostWar  Contemporary
3710
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1960.
Tempera on wove paper.
Signed and dated lower right: Tobey 60.
48.5 × 38 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Committee Mark Tobey,
Münster, 26 February 2018. This work
is registered there under the number:
26/02/18-60.52.
Provenance:
- Purchased directly from the artist by
the previous owner, private collection
Switzerland.
- Private collection Switzerland.
“The dimension that counts for the crea-
tive person is the space he creates within
himself. This inner space is closer to the
infinite than the other, and it is the privilege
of the balanced mind. And the search for
an equilibrium is essential - to be as aware
of inner space as he is of outer space.”
Mark Tobey’s pictorial world is complex and
characterised by an almost inexhaustible
potential for creativity, love of experimen-
tation and power to innovate. His works
are an expression of his spirituality and his
perception of the world. The impressive
materiality and stylistic diversity of his
works reveal and make possible a broad
range of themes, such as nature, civiliza-
tion, cities, movements, the heavens and
the cosmos, rhythm and music, empti-
ness, and contemplation. He is inspired by
his surroundings, where he tries to see an
abstraction in which a profound, rhythmic
plasticity is concealed.
Born in 1890, Mark Tobey grew up in the
American Mid-West and on the shores of
the Mississippi in Wisconsin. At the age of
16 he moved to Chicago where he atten-
ded courses in oil and watercolour painting
at the Art Institute and earned money as
an industrial designer in a steel mill. In 1911
he went to New York, where he worked as
a portrait painter and fashion illustrator for
Vogue magazine. During his time in New
York Mark Tobey discovered and became
a follower of the spiritual teachings of
Bahā‘ullāh, who strove to create a union
of the multifarious great world religions
and hence a shared wisdom. It was not
until his move to Seattle in 1922 that he
began to shift towards avant-garde art.
He taught at the Seattle Cornish College
of the Arts and at the same time became
fully immersed in Chinese painting. From
1925 he began to travel, and stayed in
Paris and the Near East, and then made a
longer journey to China and Japan, where,
at a Zen monastery, he became involved
in the Zen teachings and painting as well
as with calligraphy. From then onwards he
sought to combine the linear flow inspired
by the Far East, with the European concept
of mass and volume, and to create a
balance between the outlook of these two
worlds. At the same time, he maintained
a foothold in England, where he taught at
the Dartington Hall School in Devonshire
between 1930 and 1938. In 1960 Tobey
settled in Basel. In the same year, the hus-
band and wife collectors Ernst and Hildy
Beyeler acquired 40 works from the artist.
Mark Tobey made every country where he
stayed for a while into his homeland and
was one of the few cosmopolitan artists of
the 20th century. He lived between cultu-
res and worlds, and that is the aura which
his works exude.
Through his many years of involvement
with calligraphy, Mark Tobey developed his
own pictorial script; in doing so he never
had the intention of imitating East Asian
pictorial language, but rather of finding
his own representation with his western
influences. In addition, the city of New York
played an eminently important role in the
development of his personal approach to
abstraction. Reflecting on the architecture
of Manhattan, as well as the influence of
calligraphy and his accumulated spiritu-
al experiences, he formed his personal
style of „White Writing“. “For a long time,
I tried to connect cities and city life in my
work. In the end I felt that I had found a
technical approach, which allowed me to
capture what I was interested in. Lights,
the threads of traffic, the river of humanity,
erect and flowing through and around self-
imposed borders, not unlike chlorophyll
as it flows through the channels of a leaf.
“ (From: Anna Moszynska, Abstract Art,
London 1990, p. 133).
The first two works from 1959 and 1960
(Lots 3713 and 3710) offered here at
auction, were produced during the period
when he was emigrating from the US to
Switzerland and are wonderful examples of
his „White Writing“. What is striking about
the works from this period are firstly their
small, indeed intimate format. Tobey de-
votes himself meticulously and with great
perseverance to the creation of micro-
scopic worlds, which he has drawn from
his observation of nature, the city, and the
light. The strokes become increasingly
overgrown, bound together, overlaid, de-
picting labyrinths, urban structures, fields,
fungi, or organic structures. „White lines in
movement symbolize a unifying idea which
flows through the compartmented units of
life bringing the consciousness of a larger
relativity.“
In the three later works presented here
(Lots 3707, 3708, 3709 und 3711) we
also find an organic structure, yet Mark
Tobey has abandoned the meticulous fine,
stroke-like drawing style, in order to find
expression through larger strokes and a
colourful palette. The wonderful work from
1969 has an arrestingly generous format,
strong colours, and energetic movement
in the brush strokes.
Although all these works were produced at
different times, they give the impression
of all having been created from a medita-
tive state. Tobey says in respect to this: „I
believe that painting should come through
the avenues of meditation rather than the
canals of action.“
His abstract expressionist works, with
their fine, spot- or thread-like dense style
appear animated and yet they radiate an
unshakeable sense of harmony. The resul-
ting mesh of lines are overlaid in count-
less layers, always consistent, and always
interconnected.
CHF 60 000 / 80 000
(€ 57 140 / 76 190)
| 15
„White lines in movement symbolize a unifying idea which flows through the compartmented
units of life bringing the consciousness of a larger relativity. 
Mark Tobey
| 16
PostWar  Contemporary
3711
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1968.
Tempera, watercolour and pencil on wove paper.
Signed lower right: Tobey 68.
20.5 × 28.5 cm.
The authenticity of this work has been confirmed
by the Committee Mark Tobey, Münster, 20 January
2020. This work is registered there under the num-
ber: 20/01/20-68.29. We thank Dr. Heiner
Hachmeister for his kind advice.
Provenance:
- Private collection Basel, directly acquired from the
artist.
- Private collection Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
3712
MARK TOBEY
(Centerville/USA 1890–1976 Basel)
Untitled. 1966.
Monotyp with tempera. Signed and dated lower right:
Tobey 1966. Image 47 × 27 cm on wove paper 49.5
× 30 cm.
Provenance:
- Galerie Carzaniga, Basel (verso with the label).
- Purchased from the above by the present owner in
2011, since then private collection Switzerland.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
3713*
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1959.
Tempera on cardboard.
Signed and dated lower right: Tobey 59.
30.5 × 24 cm.
The authenticity of this work has been confirmed
by the Committee Mark Tobey, Münster, May 2020.
This work is registered there under the number:
01/10/17-59.22.
Provenance:
- Galerie Carzaniga, Basel (verso with the label).
- Purchased from the above by the present owner,
since then private collection Switzerland.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 14 290 / 19 050)
| 17
| 18
PostWar  Contemporary
3714
LUIS FEITO
(Madrid 1929–lives and works in Paris)
No. 206. 1960.
Oil, pebbles and sand on canvas.
Signed, dated, titled and numbered on the
reverse: FEITO 1960 206 BASE.
73.5 × 100.5 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed orally by the artist, February
2020, Madrid. We thank Mr. Feito for his
kind support.
Provenance:
- Private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Austria.
Exhibition: Basel 1970, Moon and Space.
Galerie Beyeler, January - March 1970, No.
27 (verso with the label).
Luis Feito was born on 31 October 1929
in Madrid, where he still lives today. The
Spaniard is one of the most influential
exponents of Spanish Informel art.
He studied at the Escuela Superior de Bel-
las Artes de San Fernando, Madrid, where
he graduated in 1950. As early as 1954, he
had his first exhibition at Galería Buchholz.
Armed with a scholarship, in 1953 Feito got
to know the city of Paris, where he moved
two years later and would remain for 25
years. In Paris he became acquainted with
Informel artists such as Jean Fautrier, Hans
Hartung, as well as Serge Poliakoff, Jean
Dubuffet and Mark Rothko. These new im-
pressions, his contact with artists, and the
energy of the city led him to experiment
with various materials such as sand in his
paintings. He remained in touch with the
artists of the Spanish avant-garde, howe-
ver, and was one of the founding members
of the group El Paso. In 1981 Feito moved
to Montreal and then two years later to
New York, returning to Madrid in the early
1990s.
During his studies and the period af-
terwards, Feito focussed on figurative
painting but, having discovered Cubism,
he turned away from figuration and soon
dedicated himself to Informel art. Alrea-
dy in his first exhibition he showed only
abstract works. In the late 1950s and early
1960s his colour palette was exclusively
black and white, with shades of grey or
ochre. He increasingly used materials such
as sand and soil, in order to achieve an
impastoed surface which is characteristic
of his mature work. Through the dense,
uneven surface he was able to explore the
relationship between light, surface, colour
and form. In the 1960s Feito then added
red to his palette, which at times domina-
tes the entire composition.
Luis Feito took part in numerous exhibi-
tions in museums and galleries worldwide.
On four occasions (1956, 1958, 1960 and
1968) his works were shown at the Venice
Biennale, twice in San Paolo, and in 1959
he was represented at the documenta in
Kassel. In 2002 the Reina Sofía museum
of art organised a touring retrospective. In
1985 he was appointed Officer and then in
1993 Knight Commander of the Ordre des
Arts et Lettres de France.
The present work “No. 206” dates from
1960, when Feito’s colour palette was do-
minated by black and white. From a deep
black space, a white form glows on the left
edge of the picture, which appears to illu-
minate that side of the work. It is almost as
though a point of light is pushing through
from behind a black cloud. The impastoed
technique with the dark colours gives the
impression of a landscape of craters. The
consummate use of the impastoed sur-
faces lends the work an unbelievable depth
and dynamism.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
| 19
| 20
PostWar  Contemporary
3715
K.R.H. SONDERBORG
(Sonderborg 1923–2008 Hamburg)
14.X.78 20.179-20.459. 1978.
Tempera on canvas.
Signed and dated lower centre:
Sonderborg 78, also signed, dated and
titled on the reverse:
Sonderborg 14.X.78 20.179-20.459. 1978.
65 × 82 cm.
Provenance:
- Galerie Daniel Gervis, Paris (verso with
the label).
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 10 000 / 18 000
(€ 9 520 / 17 140)
| 21
3716*
RAYMOND HAINS
(Saint-Brieuc/Brittany 1926–2005 Paris)
Venezia. 1966.
Collage on canvas.
Signed and dated lower right: Hains 66.
73 × 102 cm.
Provenance:
- Galerie Der Spiegel, Cologne (verso with
the label and with the stamp).
- Purchased from the above in 1994, since
then private collection Switzerland.
Exhibitions:
- Düsseldorf 1990, Um 1968. Städtische
Kunsthalle Düsseldorf.
- Cologne 1991, Nouveau Realisme, Gale-
rie Der Spiegel.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 22
PostWar  Contemporary
3717
HISAO DOMOTO
(1928 Kyoto 2013)
Untitled. 1961.
Oil on canvas.
Signed, dated, numbered and with
location: Domoto 1961-13 PARIS, as well
as signed in Japanese.
97 × 130 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
“Gutai art does not alter matter: it lends
it life. Gutai art does not distort matter.
In Gutai art the human spirit and matter
shake hands with each other, although
they are usually opposed to one another.
Matter does not enter the spirit. The spirit
does not force matter into subordination”.
(Gutai Manifesto, 1956)
Hsiao Dômoto was born in Kyoto in 1928
into a wealthy family. His father was a
famous collector of traditional Japanese
art and his uncle Inshô Dômoto, was an
equally famous Japanese painter in the
Nihonga style. In his early years, Hisao Dô-
moto initially remained true to the family
spirit and studied traditional painting at
the Kyoto school of art. He enjoyed some
success in Japan, but soon discovered
contemporary western art, particularly at
the 1952 Salon de Mai in Japan – where the
emerging Japanese avant-garde, the Gutai
Group, was represented – and during a trip
to Europe in the same year. From then on-
wards he adopted western techniques, and
was attracted first to Surrealism, but later
devoted himself exclusively to abstract art.
Dômoto settled in France in 1955. At this
time, his works were characterised by their
concrete content. He initially made a name
for himself with airy, romantic calligraphy in
the manner of Zao Wou-Ki, and approxi-
mated the style of the Lyrical Abstraction
group. While working with the Parisian
Galerie Stadler between 1957 and 1960 he
discovered his own style, and from 1960
developed his concept of “Solution de
Continuité”. As the present painting from
1961 shows, his works from these years
are characterised by an impastoed applica-
tion of the paint on the canvas. His works
are a reflection of spontaneous improvisa-
tion and appear to be a direct expression
of his artistic feelings. He makes use of a
broad and richly contrasting colour palette,
so that the paint dances on the canvas like
flames, wind, or frantic waves at sea with
an almost meditative flow. Dômoto also
seems to experiment with the ductility
and malleability of colour pigments. The
sometimes flowing and energetic brush
strokes, the blurred areas, and the spla-
shes of colour appeal to the imagination of
the viewer: clouds, mountain landscapes,
rocky formations and waterfalls take shape
before our inner eye. The compositions
on the canvas may burn in splendid colour,
creating a powerful depth and density, with
movements of both resurgence and fading
away, of sunrise and sunset, bright and
at the same time mysterious. The viewer
is lost in a splendidly abstract landscape
painting.
CHF 30 000 / 50 000
(€ 28 570 / 47 620)
| 23
| 24
PostWar  Contemporary
3718
HANS HARTUNG
(Leipzig 1904–1989 Antibes)
Untitled. 1950.
Oil on wood.
Monogrammed lower left: H.
Also inscribed on the reverse:
Hartung 12-9-50.
11 × 12.3 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Fondation Hans Hartung
et Anna-Eva Bergman, Antibes,
12 November 2018. The work is recorded
in the archive of the foundation under:
CT HH5807 and will be included in the
catalogue raisonné.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 11 430 / 17 140)
3719
FRED THIELER
(Königsberg 1916–1999 Berlin)
Untitled. 1987.
Oil on canvas.
Signed and dated lower right: F. Thieler 87.
180 × 110 cm.
Provenance:
- Galerie Nothelfer, Berlin (verso with the
label).
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 25
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PostWar  Contemporary
3720
MARTÍN CHIRINO
(Las Palmas de Gran Canaria 1925–2019
Madrid)
Viento.
Iron, forged. 3/11.
247 x 195 x 51 cm.
Provenance:
- Private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Austria.
The craft of ironwork, as a passion and
at the same time as inspiration for his
life’s work can be understood as Martín
Chirino’s constant companion. Born in
1925 in Las Palmas de Gran Canaria in
the Canary Islands, as a youth Chirino
spent his free time in the shipyard where
his father worked. It is inconceivable that
the young artist would have not taken the
opportunity to travel to the African coast
with his father on his numerous journeys.
The influence of Africa can be seen later in
his artistic work.
At the age of 23 Chirino moved to Madrid,
where he studied at the Royal Academy of
Fine Arts of San Fernando and graduated
in 1952 with the title of professor. This
was followed by trips to Paris, London,
and Italy, where he immersed himself in
the art of sculpture, and engaged with the
great masters such as Henry Moore and
Julio González. This was the basis of all his
knowledge, which he put into practice after
his return to the workshop in his homeland
of the Canaries. In addition, Chirino shared
his passion for the indigenous people of
the Canaries and their inscriptions with
his good friend the artist Manolo Millares.
With him, he studied the writings of these
people and their culture. So it is not sur-
prising that in his work two elements – iron
as a material and African culture – would
merge.
Together with some other artists of the
Canary Islands he decided to relocate to
Madrid in 1955. In 1958 he joined the Spa-
nish artist group El Paso, which included
artists such as Antonio Saura, Manolo
Millares and Luis Feito. Two years later,
however, the group was disbanded. During
the same period, Chirino had his first solo
show at the Ateneo in Madrid, entitled
Los Hierros de Chirino. In these works he
continued to express his deep connection
to his homeland, as well as to iron, the
material with which he preferred to work. A
further central element in his work came to
the fore – the spiral. It began in the 1960s
in an exhibition at the Museum of Modern
Art in New York, with the work El Viento.
A fine example of this can be seen in the
work presented here. This piece repre-
sents a spiral which has been created by
the wind. Thus, Chirino constantly pursues
the goal of giving his work the highest
degree of expression with a minimum of
material.
His works were shown in numerous mu-
seums and galleries in the USA, as well as
in Europe, which led him to relocate to the
New York area. His work was finally honou-
red with a National Prize for sculpture in
1980 by the Ministry of Culture. Further-
more, he also presided over the cultural
institution Círcolo de Bellas Artes in Madrid
and some years later was a major contri-
butor to the construction of the Atlantic
Centre for Modern Art (CAAM) in Las
Palmas. This contemporary art museum
was conceived and then managed by him.
Martín Chirino’s work, bearing the stamp
of his youth and his passion for the African
people, was constantly shaped by new
inspirations and influences from his travels
and encounters. Yet during all this time he
remained true to his origins, the Cana-
ry Islands. Not only did he open cultural
institutions there but allowed many of his
works to represent his homeland visually
and thus enter into the public space.
CHF 35 000 / 45 000
(€ 33 330 / 42 860)
| 28
PostWar  Contemporary
3721
MARIO DELUIGI
(Treviso 1901–1978 Venezia)
Untitled. 1947.
Oil on wood.
Signed and dated (faded) upper right:
deluigi 47.
38.6 × 118.3 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Archivio Mario De Luigi,
Venezia, May 2020. This work is registered
there under the number: 0769. We thank
Mr. Luca De Luigi for his kind advice.
Provenance:
- Private collection Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Austria.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3722*
GASTON CHAISSAC
(Avallon 1910–1964 Roche-sur-Yon)
Untitled. 1961.
Gouache on wove paper.
Signed lower left: Chaissac, also dated and
inscribed lower right: Vix, le 9.12.61.
49 × 65 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by Madame Nadia Raison, Paris,
Februrary 2020. We thank Madame Raison
for her kind support.
CHF 6 000 / 7 000
(€ 5 710 / 6 670)
3723
JULIAO SARMENTO
(1948 Lisbon–lives and works in Estoril)
Desenho. 1987.
Dispersion and collage on wove paper.
Signed, dated and numbered on the
reverse: # 582 Juliao Sarmento 18/5/87.
100 × 70 cm
Provenance:
- Galerie Bernd Klüser, Munich.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 29
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PostWar  Contemporary
3724*
FRIEDENSREICH
HUNDERTWASSER
(Wien 1928–2000 on board of the Queen
Elisabeth)
Der gelbe Platz - Flugplatz. 1958.
Watercolour with varnish between layers
on wrapping paper, primed with chalk
(sheet folded in the middle).
Signed, dated and inscribed centre left:
HUNDERTWASSER 1959 AM 26. MAI
1981 AUSGEBESSERT DUNKELBUNT
REGENTAG.
98.5 × 64 cm.
Provenance:
- Collection Dr. R. Brunner, Munich.
- APP ART PERSPECTIVE PROJECT,
Munich.
Exhibitions:
- 1964/65 Exhbition Tour: Kestner Gesell-
schaft Hannover, Kunsthalle Bern, Karl-
Ernst-Osthaus Museum Hagen, Stedelijk
Amsterdam, Moderna Museet Stock-
holm also Museum des 20. Jahrhunderts
Vienna.
- 1975 Munich. Haus der Kunst,
February - April.
- 1979 World Exhibition Tour: Museo
Espanol de Arte Contemporáneo Madrid,
Seedamm-Kulturzentrum Pfäffikon.
- 1980 World Exhibition Tour: Palazzo Bar-
berini Rome, Palazzo Reale Milan, a.o.
- 1980/81 World Exhibition Tour: Museum
Ludwig Cologne, Secession Vienna.
Literature:
- Fürst, Andrea Christa: Hundertwasser
1928 - 2000. Werkverzeichnis - Cata-
logue Raisonné, Vol. II, Cologne 2002,
no. 509.
- Schmied, Wieland: Hundertwasser.
Bibliophilic monograph with 100 coloured
collotype prints, Salzburg 1974 (with
colour ill.).
CHF 120 000 / 180 000
(€ 114 290 / 171 430)
| 31
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PostWar  Contemporary
February marked the 20th anniversary of
the death of Friedensreich Hundertwasser
(1928-2000) and he was duly honoured
with a large exhibition at the Leopold
Museum in Vienna. The painter, pioneer
of the ecology movement and designer
of living spaces, who worked far beyond
his own national borders, shaped the art
of the 20th century in his characteristic
and unmistakable way with his gorgeously
coloured utopic designs.
Born in 1928 in Vienna as Friedrich Stowas-
ser, even at school he was acknowledged
to have an outstanding sense of form
and colour. His talent and passion were
recognised and fostered early on until the
rise of the National Socialists overshado-
wed everything. Although she was Jewish
herself, his mother had Friedrich baptised
a Catholic in 1935, and after the annexa-
tion of Austria, Hundertwasser joined the
Hitler youth. Unlike his grandmother and
69 of his relatives, Hundertwasser and his
mother survived the Nazi terror, so that
he was able to complete his final exami-
nations in 1948 and became a student at
the Viennese Academy of Fine Art, which
he left, however, after three months. At
this time, in 1949, he took on the name of
Hundertwasser, by apparently germanising
the first syllable “Sto” (Slavic for “hundred”).
In the 1950s Hundertwasser lived in Paris
and engaged with the avant-garde of the
time in the discourse between geometric
and expressive abstraction, Informel and
the burgeoning Nouveau Réalisme. In
response to this, he formulated his own
vision, “Transautomatism”, which was not
only a new development in art, but also a
new perception that required a viewer who
was active, responsible, and involved.
„The spiral signifies life and death in all directions.“
Friedensreich Hundertwasser
The vegetative-organic principle of nature
is as much a leitmotif of Hundertwasser’s
creative work as the artistic influences of
Egon Schiele, Paul Klee or the Viennese
school of Fantastic Realism, which pro-
vided the foundation of his early work. In
addition, his experiences while travelling to
Italy, Paris, Morocco, Tunisia, Sicily, Japan,
and New Zealand influenced him and he
developed a colour-intensive abstract
painting style. The beauty and harmony
of his paintings has often earned him
more criticism than appreciation. Yet this
criticism only responds to a very superficial
examination of his pictures, as Wieland
Schmied explains in the 1974 catalogue
raisonné (p. 15): “Hundertwasser does not
say (...) that our world is idyllic. On the con-
trary: he denounces the world – and at the
same time in his paintings he counters that
with the model of a possible better world.”
The work presented here at auction
“Gelber Platz” (yellow square) fulfils this
promise of a critical view of our world
presented as a paradigm. The horizontal
division of the picture already seems to
indicate the discrepancy between utopia
and reality. Two yellow spirals dominate,
and, mirrored along the central fold, they
draw the eye. The composition of the
upper half is very dense, complete, and
harmonious. The lower half, on the other
hand, extends rather loosely and hesitantly
over the pictorial space, with elements
of the incomplete, and with space for the
unexplained. The upper half creates the
context of a harmonious world, where-
by the spiral tilts into the topographical
depictions, taking a bird’s eye view with
different elevations and surrounding fields
rendered in cartographical style. In the lo-
wer part, however, nature appears to have
moved into the background, and traces of
industrialisation such as factory chimneys
and cube-shaped residential elements
form the centre of the incomplete spiral.
Hundertwasser loves the friction which
arises from the juxtaposition of nature and
man, through various perspectives and
points of view such as the vertical views of
houses versus the horizontal landscapes.
The viewer becomes actively involved in
the work, carried along by the power of the
colours, which are used instinctively by the
artist regardless of the object represented.
In this extraordinary painting we have a
rare opportunity to trace Friedensreich
Hundertwasser’s working and thinking
process – and to tap fully into the range of
themes. The three documented states of
this work reveal a conscious, step by step
approach: State 1: painted in Hamburg
(summer 1958) / State 2: further worked
in Vienna (autumn 1961) / State 3: later
reworking with a note by the artist “AUS-
GEBESSERT DUNKELBUNT REGENTAG”
(corrected dark-coloured rainy day) (26
May 1981). This explains why the origi-
nal work diverges from the one that was
illustrated in the catalogue raisonné of
1974, since it is only later, on a visit by the
artist to the owner of the time, that it was
changed.
We would like to thank the Hundertwas-
ser Foundation Vienna for their valuable
assistance.
| 33
| 34
PostWar  Contemporary
3725
CÉSAR (CÉSAR BALDACCHINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
... à l‘eau ! ... à l‘eau. 1987.
Assemblage with metal plate, bell and
scroched grate.
Signed lower right: César, also dated and
described lower left: 1987 nile.
29 x 24 cm (incl. frame).
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 1 200 / 1 800
(€ 1 140 / 1 710)
3726*
THOMAS VIRNICH
(Eschweiler 1957–lives and works in
Mönchengladbach)
Violine. 1986.
Plaster, wax, pigments, cardboard and two
photographs in plastic foil.
13 x 82 x 26 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the artist, Mönchenglad-
bach, April 2020. We thank Mr. Virnich for
his kind support.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery.
- Private collection Belgium.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
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3727
DANIEL SPOERRI  JEAN TINGUELY
(Galati 1930–lives and works in Vienna) /
(Fribourg 1925–1991 Bern)
Caviar et una magia tan forte che la fame.
1988.
Tableau piège. Wood, tapestry, ceramic,
textile, cardboard.
Signed, dated and titled on the reverse: Caviar
et una magia tan forte che la fame. Daniel
Spoerri 1988 Pfingstmontag 23.5.88.
Furthermore with the guests signature:
Jim Dine, Daniel Spoerri, Edith Talmann, Ruthli
Stadler, Klaus Littmann and one not readable.
Tapestry painted by Jean Tinguely.
165 × 100 × 42.5 cm.
Provenance:
- Galerie Andy Jllien, Zurich.
- Purchased from the above by the present
owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
“My Tableaux Pièges represent a complete cycle, of life and death, of decay and rebirth.”
Daniel Spoerri
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PostWar  Contemporary
3728*
EDUARD KLELL
(Steyr 1924–2008 Völs)
Kleine Ariadne (in roter Fassung). 1972.
Oil on masonite.
Signed and dated lower left: Klell 72.
34 × 18 cm.
Provenance: Kunsthandel Vonlanthen
Chur.
CHF 1 800 / 2 200
(€ 1 710 / 2 100)
3729
THOMAS HIRSCHHORN
(1957 Bern – lives and works in Paris)
„GRAZIE (FÜR FRANZ STINZ)“.
1998/1999.
Collage. Letters, postcard, newspaper
cut-outs, cardbord, foil and tape.
Signed and dated on the reverse:
1999, VENEZIA, THOMAS HIRSCHHORN
68 × 40 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by Susanna Kulli, Galerie
Susanna Kulli, May 2020, Zurich.
We thank her for her kind support.
Provenance: By descent to the present
owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
3730*
JI LI
(Kunming 1963–lives and works in
Kunming)
Untitled (pet series). 1999.
Oil on canvas.
Signed in Chinese and dated lower right:
Ji Li 1999.
160 × 125 cm.
Provenance:
- Auction Koller, 30 june 2008, lot 3698.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Greece.
CHF 4 000 / 5 000
(€ 3 810 / 4 760)
| 37
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PostWar  Contemporary
3731
BURHAN DOGANÇAY
(1929 Istanbul 2013)
Untitled. 1979.
Gouache on wove paper.
Signed and dated lower right: B. Dogancay
1979.
75.8 × 56.5 cm.
Provenance: Purchased by the present
owner in the 1990s in Turkey, since then
private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3732
BURHAN DOGANÇAY
(1929 Istanbul 2013)
Untitled. 1978.
Gouache on wove paper.
Signed and dated lower right: B. Dogancay
1978.
75.8 × 56.5 cm.
Provenance: Purchased by the present
owner in the 1990s in Turkey, since then
private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3733
SILVIA BAECHLI
(Baden 1956–lives and works in Basel)
Untitled. 2005.
Gouache on wove paper.
Monogrammed and dated on the reverse:
S.B.05.
44 × 62 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the artist, Basel, April 2020.
We thank Ms. Bächli for her kind support.
Provenance:
- Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen.
- Private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
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„Drawing is the search for the right tone, for a formulation that is right, that I do not know exactly what
it looks like before - I would describe this as my „doing“. Drawing is observing, remembering, touching,
playing, repeating, inventing, approaching, drawing out, sounding, etc. “
Siliva Bächli
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PostWar  Contemporary
3734*
MARK TOBEY
(Centerville 1890–1976 Basel)
Untitled. 1969.
Tempera on wove paper.
Signed and dated lower left: Tobey 69.
108 × 62 cm.
With the confirmation of authenticity by
the Committee Mark Tobey, Münster,
31st October 2014. This work is recorded
there under the archive number:
31/10/14-69.15.
Provenance:
- Galerie Alice Pauli, Lausanne.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 35 000 / 45 000
(€ 33 330 / 42 860)
The dimension that counts for the creative person is the space he creates within himself. This in-
ner space is closer to the infinite than the other, and it is the privilege of the balanced mind. And the
search for an equilibrium is essential - to be as aware of inner space as he is of outer space. 
Mark Tobey
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PostWar  Contemporary
3735
SAM FRANCIS
(San Mateo 1923–1994 Santa Monica)
Untitled. 1991.
Watercolour and acrylic on wove paper.
On the reverse with the signature stamp:
Sam Francis, as well as with the stamp:
The Sam Francis Estate, the archive num-
ber and signature: SF91-4 PR.S / jj3 1991
PR.S Margaret Francis.
61 × 47 cm.
Provenance:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (verso with the
label).
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
3736
SAM FRANCIS
(San Mateo 1923–1994 Santa Monica)
Untitled. 1990.
Watercolour and acrylic on Japan paper.
On the reverse with the stamp:
The Sam Francis Estate, as well as with the
archive number: S4 45K / SF90 - 127.
60.5 × 45.2 cm.
Provenance:
- Galerie Iris Wazzau, Davos (verso with the
label).
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
CHF 18 000 / 24 000
(€ 17 140 / 22 860)
| 43
| 44
PostWar  Contemporary
3737
JOHN CHAMBERLAIN
(Rochester/Indiana 1927–2011 New York)
Grass Skirt Opus. 2002.
Painted and chromed steel.
41 × 33 × 32 cm.
Provenance:
- Galerie Karsten Greve, Cologne/St.
Moritz.
- Purchased from the above by the present
owner in 2003, since then private
collection Switzerland.
„The good thing about being an artist, is it‘s
a legitimate way of looking at things
cross-eyed.“ John Chamberlain
The American sculptor John Chamberlain
is one of the most important precursors
of Pop Art, and with his metal sculptures,
rooted as they are in Nouveau Réalisme
and Abstract Expressionism, he is one of
the central figures of American Post War
art.
Born in 1927 in Rochester, Indiana and
raised in Chicago, John Chamberlain stu-
died at the Art Institute of Chicago at the
beginning of the 1950s and there made
his first welded sculptures, inspired by the
work of the sculptor David Smith. He then
studied and taught sculpture and poetry at
the legendary Black Mountain College. The
creative and unconventional atmosphere
there inspired him and shaped his visual
language. In 1957, somewhat by chance,
he discovered his signature assemblage
technique. In the backyard of his friend
Larry River in Southampton, NY, he found
a 1929 Ford. He removed the individual
parts and shaped them into a sculpture, by
repeatedly driving over them with his truck.
This was how the famous work “Shortstop”
came about and his unmistakable tech-
nique of creating sculptures of incompara-
ble poetic expression by reforming found
painted car parts.
His move to New York marked a decisive
turning point. In particular, the encounter
with Franz Kline and Willem de Kooning
exerted a great influence on him and
intensified his discourse with the artistic
positions of Abstract Expressionism. „Kline
gave me structure. De Kooning the colour“,
said Chamberlain later. His solitary position
within American Post-war art is based not
least on his rebellious inclination towards
strong colours in his works – a sculptural
position that was viewed rather sceptically
at that time. The proximity to painting
is evident. Like the Pop Art artists some
years later, Chamberlain made use of
industrial mass-produced objects, which
had a high emotional value within everyday
American culture. By exaggerating the
colours and by redesigning the available
elements, he questioned people’s relati-
onship to these cult objects, while at the
same time expressing pleasure in the play
of colours.
Chamberlain’s work was accompanied
by an urge to break with the traditional
concept of sculpture, and to blur the
boundaries between form and painting.
With his welding technique he translated
the images of Abstract Expressionism into
sculptures. Although the source materials
were prefabricated, and the method of
working using the scrap press only allowed
a certain amount of influence on the part
of the artist, his works were in no way
the products of chance, but were care-
fully composed and intuitively designed
entities, which were often only completed
through the linguistic wit of their titles.
Thus, Chamberlain fuelled the myth that
American Post-war art had arisen from
a synthesis of inspiration, muscle power
and chance, but that at the same time the
artist acted out of a controlled creative
intuition and intention.
For example, he made use of discarded
Cadillacs, engine parts, steel remnants or
rubber for the often metre-high struc-
tures and, despite the intractable nature
of the materials, succeeded in creating
works reminiscent of living bodies, birds,
trees, ships or flowers. The title of the work
offered here at auction “Grass Skirt Opus”
refers to Chamberlain’s parallels between
nature and culture. He goes even further
in his adaptation of the Abstract Expres-
sionists’ mythology of nature than his
co-combatants. When Jackson Pollock as-
sumes this idea with the statement: “I am
nature”, Chamberlain astutely postulates:
“Culture is nature”, and in this he considers
man-made things to be as much part of
nature as birds’ nests or beaver dams. This
tension between untamed nature and
symmetry is correspondingly reflected in
his works. In his late work the compactness
of the early sculptures is often broken
up to create an airy, playful arrangement
of coloured steel and chrome elements.
The work offered here, “Grass Skirt Opus”,
shows his virtuosity through the transfor-
mation of industrial metal bodywork into
light floating objects. At the same time,
Chamberlain does not wish to explain his
art. “Everyone wants to know what it me-
ans”, he said. „Even if I knew, I would only
know what I think it means“.
CHF 100 000 / 150 000
(€ 95 240 / 142 860)
„The good thing about being an artist, is it's a legitimate way of looking at things cross-eyed.“
John Chamberlain
| 46
PostWar  Contemporary
| 47
3738
JÖRG IMMENDORF
(Bleckede 1945–2007 Düsseldorf)
Untitled (colour palette). 2005.
Oil on masonite.
Monogrammed and dated: JI05.
50 × 70 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
3740
DAMIEN HIRST
(Bristol 1965–lives and works in Devon)
Shark Spin Painting. 2009.
Acrylic on firm wove paper.
With the signature stamp on the reverse:
Damien Hirst, also with the stamp: This
painting was made by ... to celebrate the
opening of Damien Hirst Requiem at the
PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009
©Damien Hirst. Furthermore with the
blindstamp upper right : HIRST.
49 × 66 cm.
Provenance:
- Workshop PinchuckArtCentre, Kiew,
2009.
- Private collection Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
3739
DAMIEN HIRST
(Bristol 1965–lives and works in Devon)
Circle Spin Painting. 2009.
Acrylic on firm wove paper.
With the signature stamp on the reverse:
Damien Hirst, also with the stamp: This
painting was made by ... to celebrate the
opening of Damien Hirst Requiem at the
PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009
©Damien Hirst. Furthermore with the
blindstamp lower right: HIRST.
Diameter 52.2 cm.
Provenance:
- Workshop PinchuckArtCentre, Kiew,
2009.
- Private collection Switzerland.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 48
PostWar  Contemporary
3740A
DAMIEN HIRST
(Bristol 1965–lives and works in Devon)
Circle Spin Painting. 2009.
Acrylic on firm wove paper.
Signed at the lower margin: Damien Hirst.
Verso with the signature stamp: Damien
Hirst, also with the stamp: This painting
was made by ... to celebrate the opening of
Damien Hirst Requiem at the PinchuckArt-
Centre on April 25-26th 2009 ©Damien
Hirst. Furthermorewith the blindstamp
lower right : HIRST.
Diameter 51.5 cm.
Provenance:
- Workshop PinchukArtCentre, Kiew, 2009.
- Private collection Switzerland.
Damien Hirst was born in Bristol on 7 June
1965 and grew up in Leeds. At the age of
16 he began doing anatomy drawings at
the Leeds School of Medicine anatomy
department. From 1986 to 1989 he stu-
died at the renowned Goldsmith College
in London, which completely changed his
understanding of the classic techniques
of painting, drawing and sculpture. Already
in his student days he began working on
some of his most important series. The
first “Medicine Cabinets” date from his
second year in college. He collected and
presented a series of medications in cup-
boards of various sizes which he arranged
as in a display cabinet.
In 1988 with other students from Golds-
mith College, he curated the exhibition
“Freeze” in a vacant warehouse, which
marked the birth of the Young British
Artists. The series of “Spot Paintings”
originated here, in which Hirst applied
round coloured spots to the walls of the
warehouse. These too would turn up again
and again in his work. In 1991 he began to
work on his most spectacular series: “Na-
tural History”. He placed animals – sharks,
sheep, cows – in simple glass tanks of
formaldehyde, and later he also cut some
of the animals in two. With these works he
was represented in the exhibition “Sensa-
tion” in 1997, through which the “Young
British Artists” gained worldwide renown
and at the same time prompted outra-
ge. The collector, art dealer and patron
Charles Saatchi, whose collection includes
this exhibition, was one of the first and
most important supporters of the Young
British Artists. A further work to cause a
stir was Hirst’s 2007 piece “For the Love of
God” – a platinum cast of a skull set with
8601 diamonds. Love, death, religion and
consumer culture are the relevant themes
in Hirst’s work, through which he forges
entirely new ground and is almost always
controversial..
In 2009 the PinchukArtCentre in Kiev
hosted the retrospective “Requiem” with
100 of Hirst’s works from 1990 to 2008.
At the exhibition opening a “Spin Pain-
ting Workshop” took place, which every
visitor could take part in. Spin Paintings are
created by applying paint to the turning
pictorial support and distributing it with a
rapid movement. Surprising, dynamic and
abstract forms result from this. On the
one hand, they offer the artist the usual
control over choice of colour and pictorial
support and form, but, on the other hand,
the “composition” is entirely arbitrary and
beyond the influence of the painter.
The two works presented here come from
that workshop. Through the turning move-
ment a circle is formed in the first instance,
as this is the most regular way for the paint
to be distributed. However, circles would
be too boring for the British artist. Since
Hirst’s sculpture “The physical impossibility
of death in the mind of someone living”
appeared in 1991, there is no denying his
fascination with sharks, and so it is not
surprising that he used the shark as a form
for his spin paintings.
This series also runs through his entire
oeuvre, and the “event” aspect that plays
a part in its creation is an important com-
ponent. A large number of these works
were produced in Hirst’s studio, but he also
repeated the workshops, for example at
the opening at the PinchukArtCentre and
at Tate Modern, and thus actively involved
the visitors in the creative process. This
approach is strongly reminiscent of that
used by Andy Warhol, who as early as the
1950s had the guests at his parties do
small drawings for cookbooks or Christ-
mas cards, and later of course on a large
scale at The Factory.
“I really like making them. And I really like
the machine, and I really like the move-
ment. The movement sort of implies life.
It’s the way the atoms move inside our
bodies, it’s the way the planet moves that
we stand on. And the way all the other
planets in space move around ours. Every
time a painting’s finished, I’m desperate to
do another one.” Damien Hirst
CHF 15 000 / 25 000
(€ 14 290 / 23 810)
| 49
| 50
PostWar  Contemporary
| 51
3741*
IMI KNOEBEL
(Dessau1940–livesandworksinDüsseldorf)
Ich nicht. 2004/2011.
Acrylic on collaged plastic foil.
Signed, dated, titled and numbered on the
reverse: Imi 11 „Ich Nicht“ 2004 5/5.
63 × 78 cm.
CHF 8 000 / 14 000
(€ 7 620 / 13 330)
3743*
CÉSAR (CÉSAR (BALDACCHINI)
(Marseille 1921–1998 Paris)
Compression.
Sheet metal with lack.
On the backside with the incised
signature: César.
31 × 31 × 16 cm.
With the confirmation of authenticity by
the Archives Denyse Durand-Ruel, Paris,
May 2020. This work is recorded there
under the number: 6689. We thank
Madame Denyse Durand-Ruel for her kind
support.
Provenance: Purchased by the present
owner in 1997 , since then private
collection Germany.
CHF 14 000 / 18 000
(€ 13 330 / 17 140)
3742*
IMI KNOEBEL
(Dessau1940–livesandworksinDüsseldorf)
O.T. 2004/2011.
Acrylic collaged on plastic foil.
Signed, dated, titled and numbered on the
reverse: Imi 11 O.T.VI 2004 5/5.
37 × 52 cm.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 52
PostWar  Contemporary
3744*
PIERO DORAZIO
(Rome 1927–2005 Perugia)
Interccio IV. 2005.
Oil on canvas.
Signed, dated and titled on the reverse:
PIERO DORAZIO MMV „INTERCCIO“ IV. With the
studio stamp and number:
STUDIO PIERO DORAZIO 6140.
34.5 × 25 cm.
With the confirmation by the Studio Piero Dorazio.
The work is registered there under the number:
6140.
Provenance:
- Babuino Casa d‘Aste, Rom, January 2020, Lot 846.
- Purchased from the above by the present owner,
since then private collection Germany.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 53
3745*
IMI KNOEBEL
(Dessau 1940–lives and works in Düsseldorf)
Anima Mundi. 2010/2014.
Acrylic on collaged plastic foil (3-parts).
Signed, dated, numbered and described on the
reverse:
A-C Imi 2014 ANIMA MUNDI 95-3 2010 5/5
Each 46 × 36 cm.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
„Often it is the little that is perfectly sufficient, and
where you are simply bothered by everything else
because it is too much.“
Imi Knoebel
| 54
PostWar  Contemporary
3746
PINO PINELLI
(Catania 1938–lives and works in Milano)
Pittura N.R.N. 1991.
Mixed technique.
Signed, dated, titled, with location and
inscriptions: „Pittura N.R.N.“ Milano 1991
opera Nr. 3 P-P. Pino Pinelli.
37 × 55 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 1 500 / 2 500
(€ 1 430 / 2 380)
| 55
3747
PINO PINELLI
(Catania 1938–lives and works in Milano)
Alto.
Mixed technique, 2-parts.
Titled and numbered on the reverse:
Alto 1/2.
94 × 17 cm / 90 × 18 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 500 / 3 500
(€ 2 380 / 3 330)
| 56
PostWar  Contemporary
3748
JOSEF STAUB
(Baar 1931–2006 Schlieren)
Vela al Viento. 1997.
Chrome steel.
With the incised monogram and the date:
ST 97.
Height 120 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Archives Josef Staub,
Baden, May 2020. We thank Mr. Fredi Staub
for his kind support.
Provenance: Purchased directly from the
artist by the present owner in 1997, since
then private collection Switzerland.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 57
3749
PETER SOMM
(Sulgen 1940–lives and works in
Herrenschwanden)
Untitled. 1980.
Acrylic on canvas.
Signed and dated on the reverse:
Somm 1980, also signed, dated and
with the work number on the
stretcher: Werk Nr. 241 P. Somm, 1980.
110 × 110 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
3750
PETER SOMM
(Sulgen 1940–lives and works in
Herrenschwanden)
Untitled. 1980.
Acrylic on canvas.
Signed and dated on the reverse:
Somm 1980, also signed, dated and
with the work number on the stretcher:
Werk Nr. 240 P. Somm, 1980.
110 × 110 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 5 000
(€ 2 860 / 4 760)
| 58
PostWar  Contemporary
3751
JOSEF STAUB
(Baar 1931–2006 Schlieren)
Phoenix. 1995.
Chrome steel.
With the incised monogram and the date:
ST 95.
179 × 100 × 86 cm (incl. base).
The authenticity of this work has been
confirmed by the Archives Josef Staub,
Baden, May 2020. We thank Mr. Fredi Staub
for his kind support.
Provenance: Purchased directly from the
artist by the present owner in 1997, since
then private collection Switzerland.
“Gutai art does not alter matter: it lends
it life. Gutai art does not distort matter.
In Gutai art the human spirit and matter
shake hands with each other, although
they are usually opposed to one another.
Matter does not enter the spirit. The spirit
does not force matter into subordination”.
(Gutai Manifesto, 1956)
Hsiao Dômoto was born in Kyoto in 1928
into a wealthy family. His father was a
famous collector of traditional Japanese
art and his uncle Inshô Dômoto, was an
equally famous Japanese painter in the
Nihonga style. In his early years, Hisao Dô-
moto initially remained true to the family
spirit and studied traditional painting at
the Kyoto school of art. He enjoyed some
success in Japan, but soon discovered
contemporary western art, particularly at
the 1952 Salon de Mai in Japan – where the
emerging Japanese avant-garde, the Gutai
Group, was represented – and during a trip
to Europe in the same year. From then on-
wards he adopted western techniques, and
was attracted first to Surrealism, but later
devoted himself exclusively to abstract art.
Dômoto settled in France in 1955. At this
time, his works were characterised by their
concrete content. He initially made a name
for himself with airy, romantic calligraphy in
the manner of Zao Wou-Ki, and approxi-
mated the style of the Lyrical Abstraction
group. While working with the Parisian
Galerie Stadler between 1957 and 1960 he
discovered his own style, and from 1960
developed his concept of “Solution de
Continuité”. As the present painting from
1961 shows, his works from these years
are characterised by an impastoed applica-
tion of the paint on the canvas. His works
are a reflection of spontaneous improvisa-
tion and appear to be a direct expression
of his artistic feelings. He makes use of a
broad and richly contrasting colour palette,
so that the paint dances on the canvas like
flames, wind, or frantic waves at sea with
an almost meditative flow. Dômoto also
seems to experiment with the ductility
and malleability of colour pigments. The
sometimes flowing and energetic brush
strokes, the blurred areas, and the spla-
shes of colour appeal to the imagination of
the viewer: clouds, mountain landscapes,
rocky formations and waterfalls take shape
before our inner eye. The compositions
on the canvas may burn in splendid colour,
creating a powerful depth and density, with
movements of both resurgence and fading
away, of sunrise and sunset, bright and
at the same time mysterious. The viewer
is lost in a splendidly abstract landscape
painting.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
| 59
| 60
PostWar  Contemporary
3752
ANDY WARHOL
(Pittsburgh 1928–1987 New York)
Lola Jacobson. 1985.
Acrylic and silkscreen ink on canvas.
On the overlap with the stamps:
The Andy Warhol Foundation for the Visual
Arts and The Estate of Andy Warhol.
Also with the archive number on the
stretcher: P050.072.
101.5 × 101.5 cm.
Provenance:
- Artist‘s estate.
- The Andy Warhol Foundation of the
Visual Arts, New York.
- Jane Holzer, New York.
- Private collection New York.
- Auction Sotheby‘s New York, 15.11.2000,
Lot 314.
- Private collection Switzerland.
Andy Warhol was born on 6 August 1928,
the third child of a Russian immigrant
family in Pittsburgh. At the age of eight
he contracted St Vitus’ dance and a rare
pigment condition, so that he was often
taken to be an Albino. Confined to bed,
he discovered a passion for comics and
movies. From 1945 to 1949 Warhol stu-
died commercial graphics at the Carnegie
Institute of Technology, where he obtained
a degree in painting and design. The young
Warhol then moved to the hotspot for art
and literature – New York. There he worked
as a window dresser and soon became the
most sought-after advertising designer in
the city. His first drawings were published
in 1950 in the magazine “Mademoiselle”.
With the designer Suzie Frankfurt, he de-
veloped the drop-and-dripping technique,
in which he copied motifs painted with
India ink and ink using blotting paper, and
transferred them to another sheet – a pre-
cursor to his later favourite technique of
screen printing. This resulted in numerous
greetings cards, giveaways, contributions
to magazines and also cookbooks. At so-
called “Colouring Parties” he would have
friends and guests paint works – again a
clue as to later serial production and the
Factory.
By the end of the 1950s he decided to
abandon graphic design and to work
as an artist. Like no one before him he
addressed the question of changes in
society. He sought out everyday objects,
events, stars, and starlets that perme-
ated everyday life and had some kind of
meaning for everyone. These might be an
item of mass consumption, such as the
famous Campbell’s soup cans, which in the
1950s/60s were never absent from Ameri-
can and English kitchen cabinets, or cele-
brities like James Dean, Jackie Kennedy
and Marylin Monroe, whose fate had been
shared with an entire generation. Warhol
skilfully used comics, newspaper photos
and pictures of stars, starlets, accidents,
events and objects, and by using them in
his artworks and simultaneous serialisa-
tion, elevated them to the status of icon,
not only for his own time but for our time
as well. At the beginning of the 1960s
he began to explore screen printing, the
technique of which enabled him to work in
series, which was intrinsic to his work. The
Factory, founded in 1962, also contributed
to pushing this seriality to its extreme.
In 1968 the radical women’s rights activist
Valerie Solanas carried out an assassi-
nation attempt on Warhol. As a result,
for a time he became more and more
withdrawn, and the formerly experimental
Factory became increasingly focussed on
the commercialisation of his art. Through
this experience and later the death of his
mother, the theme of death found its way
into Warhol’s work. In addition, portraits,
including commissioned portraits, were of
ever-increasing importance. Andy Warhol
died on 22 February 1987. During his
lifetime, he had founded the Andy Warhol
Foundation of Visual Arts, which, alongside
his family, received a large portion of his
estimated fortune of over 100 million US
dollars. Today the foundation is compiling a
comprehensive catalogue raisonné of his
works.
In 1962 Warhol had his first solo show at
the Ferus Gallery in Los Angeles with his
series of “Campbell’s Soup” paintings. He
was represented at documenta 4 in 1968
with his “Ten Marilyns” series, as well as
at documenta 6 in 1977 and documen-
ta 7 in 1982. Countless group and solo
shows have paid homage to the work of
this American artist: in 2020 the Museum
Ludwig in Cologne, which, thanks to the
collector couple Peter and Irene Ludwig,
owns the largest Warhol collection outside
the United States, held a comprehensive
retrospective of Andy Warhol’s work in co-
operation with the Tate Modern in London.
Andy Warhol revolutionised the art of the
20th century by turning away from the
classical concept of fine art, elevating the
everyday and the trivial to the level of art,
and also by affording commerce a high
status.
Portraits feature in Andy Warhol’s oeuvre
from the beginning right up to his late
work. “Teen Stars” from 1963 is the first
series in which he focussed exclusively on
the portrait. This series includes Warren
Beatty and Natalie Wood, the young stars
of American cinema. Shortly afterwards
came the first portraits of Marilyn Monroe,
which are amongst the icons of his oeuvre.
What all the portraits have in common
is that the original images come from
newspapers or Polaroids (especially in
the later paintings) as well as the almost
endless experimentation with colour
combinations and seriality: for example,
Elvis, from a single image to a sequence
in the manner of a contact sheet, in one
work. Amongst the most prominent
subjects were Marilyn Monroe, Elizabeth
Taylor, Jackie Kennedy, Elvis Presley and
Mick Jagger.
In addition to the stars, Warhol also wanted
to portray society, and so over time he
accepted more and more commissioned
portraits from high society clients. They
were of course a secure source of income,
which would finance his extravagant life-
style, but also his parallel projects. At the
same time, however, with these numerous
portraits Warhol succeeded in depicting
an imposing cross-section of American
society, whereby the commissioned por-
traits covered high society, while his own
projects such as “Ladies and Gentleman”
from 1975 (Lot ????) or “Ten Portraits of
Jews of the Twentieth Century” (1980)
represented those facets not always ac-
cepted by society.
The present painting shows Lola Jacob-
son, who along with her husband Donald,
were well known and highly regarded
because of their numerous charitable and
philanthropic projects, such as the foun-
ding of the Mount Sinai Medical Center in
New York. As a local celebrity and no doubt
welcome guest at any party, Lola Jacobson
was one of the typical motifs for Warhol’s
commissioned portraits.
CHF 180 000 / 240 000
(€ 171 430 / 228 570)
| 61
| 62
PostWar  Contemporary
3753
YAN PEI-MING
(Shanghai 1960–lives and works in Dijon)
Portrait anonyme - portrait du père. 1998.
Chalk and watercolour on wove paper
(diptych).
Each signed and dated lower right:
Yan Pei-Ming 21 resp. 22.08.98.
76.5 × 212 cm (complete size).
Tiny paper defect.
Provenance:
- Galerie Charlotte Moser, Geneva (verso
with the label).
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
Switzerland.
Yan Pei-Ming was born in Shanghai in 1960
and grew up there during the Cultural
Revolution. At the age of 19 he decided to
emigrate to France and studied there at
the renowned École Nationale Supérieure
des Beaux-Arts in Dijon, graduating there
in 1986. He still lives in Dijon.
He is known for his large format, almost
monochrome portraits of personalities
from politics and society, such as Mao
Zedong, Bruce Lee and Barack Obama.
The diptych presented here shows ano-
ther dominant motif in his portraits: his fa-
ther. With swift, dynamic brush strokes the
faces of his father and an unknown figure
are painted: the contours are expressive
and the inside of the faces appear to blur
beneath the brush strokes. Both are posi-
tioned at the extreme left and right of the
sheet, so that on the diptych they appear
to be looking at and communicating with
one another, but with the greatest possible
distance between them. The reduced
colour palette and the expressive brush
strokes are Yan Pei-Ming’s hallmarks, which
make him one of the most important con-
temporary Chinese artists of our time.
In addition to countless solo and group
shows, he attracted great attention inter-
nationally through his participation at the
Venice Biennale in 2003.
CHF 12 000 / 18 000
(€ 11 430 / 17 140)
| 63
3754*
XIA XIAOWAN
(Beijing 1959–lives and works in Beijing)
Durn. 1994.
Oil on canvas.
Signed and dated lower left:
Xia Xiaowan 1994.
97 × 130 cm.
Provenance:
- Auction Koller, 9 December 2006, lot 134.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then privte collection
Greece.
CHF 15 000 / 20 000
(€ 14 290 / 19 050)
| 64
PostWar  Contemporary
3755
GIACOMO MANZÙ
(Bergamo 1908–1991 Rome)
Testa di Ragazza.
Bronze.
With the signature stamp on the backside:
MANZU.
Height 32 cm (incl. base).
With the confirmation of authenticity from
the Fondazione Giacomo Manzù, Aprilia,
May 2020. This work is registered there
under the archive number: 41/2020. We
thank Ms. Giulia Manzù for her kind advice.
Provenance:
- Galerie Welz, Salzburg.
- Purchased from the above by the present
owner in 1990, since then private
collection Switzerland.
In the mid-20th century, Giacomo Manzù
was one of the most influential sculptors in
Italy. He came to prominence and achieved
fame by reviving the production of bronze
doors for churches. Born Giacomo Man-
zoni in 1908, he had to leave school at a
young age in order to learn a regular trade.
Manzù began to work for the first time with
wood, metal and stone, which later gave
him a solid foundation for his sculptural
work. In 1928 the young artist moved to
Paris, with neither savings nor a work per-
mit, in order to pursue his dream of earning
his living as a sculptor. The attempt failed,
however, after a very short time. With no
money and almost starving, he returned to
Italy in order to build a new life in his home-
land. A commission to decorate the chapel
at the Catholic university in Milan in 1929
finally marked a turning point in his fortune.
Initially the focus of Manzù’s work was on
biblical themes, portraits, and nudes, in
which we see the influence of Etruscan,
Egyptian and Medieval art. In later years he
focussed more on impressionist tech-
niques, with the artist Medardo Rosso in
particular being his greatest role model
and inspiration. After a short stay in Rome
and a visit to St Peter’s Basilica at the Vati-
can some years later, Manzù was so over-
come by his impressions that from then
onwards the religious nature of his work
gained in importance. On the strength
of this, he produced a bronze figure of a
cardinal, which was followed by a series of
over 50 standing or seated cardinals.
In contrast to this, not infrequently his
sculpture featured young delicate female
figures, which form a counterpart to those
works laden with Christian symbolism.
Here it is worth mentioning the work
entitled “Francesca”, a seated nude of a
young woman, which won a prize at the
Quadriennale di Roma in 1942. Six years
later Manzù received a further award for
Italian sculpture at the Venice Biennale. His
longstanding desire to be able to live from
his passion, sculpture, gradually became
a reality. He received a new commission
from the Vatican, where he had originally
found his inspiration. It was awarded
to Manzù after a competition against
numerous contestants. He was commissi-
oned by Pope John XXIII to create a series
of bronze doors for St Peter’s Basilica.
Numerous commissions were to follow,
including work for the Salzburg cathedral,
St Lawrence Church in Rotterdam and the
“Mother and Child” relief at the Rockefeller
Center in New York. Alongside his work as
a sculptor, he also taught at the Accademia
di Belle Arti di Brera in Milan.
Manzù’s works offer an insight into a
remarkable career which left its mark on
Italian monuments, as well as in other Eu-
ropean countries. His works were exhibited
at documenta 2 in 1959 and documenta 6
in 1977. The Manzù Museum was opened
in his honour in 1969 at Ardea near Rome,
in order to show a true appreciation of his
life’s work. Giacomo Manzù died in 1991 in
Ardea.
CHF 10 000 / 15 000
(€ 9 520 / 14 290)
| 65
| 66
PostWar  Contemporary
3756*
WIM DELVOYE
(Wervik/Belgium 1965–lives and works in
Brighton)
Jesus Twisted. 2006.
Bronze. 3/3.
At the bottom of the cross with the incised
signature, date and number: WDelvoye
2006 3/3.
396 × 102 × 42 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Studio Wim Delvoye, May
2020, Brighton. We thank the studio for its
kind support.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery (verso with the label).
- Private collection Belgium.
The conceptual artist Wim Delvoye was
born in Belgium in 1965. His focus is the
representation of aesthetic opposites, and
the contradictions they produce are often
provocative. Characterised by humour and
subversive irony, he questions the estab-
lished value systems of consumer society.
His works are controversial, which is his
core objective. Annoying the viewer is part
of his artistic repertoire. Through his art,
things which are uncomfortable or critical
of institutions can be presented visually.
With a good deal of profound wit, he mixes
the profane and the sublime in his works.
The banal becomes art through ornament,
and folk art becomes museum quality. Tra-
dition and utopia meet, as well as craft and
high tech. His penchant for monumental
art, his curiosity, his intuitive enthusiasm
for the strange are what characterise the
work of Wim Delvoye.
All his works are subject to a chain of ideas,
led by two principles. Firstly, the fact that
the function of an everyday object can be
easily recognised. Secondly, the misrepre-
sentation of these objects through the
artist’s adaptation. Delvoye thus brings
together different styles from art history,
primarily from the local tradition of Gothic
and Rococo in a contemporary version.
This is how his series of twisted sculptu-
res function, made in bronze or silver, in
which the body of Christ is rotated around
an elliptical cross. The supporting cross
sculptures are cast in different forms:
circles, infinite Möbius bands or, as in the
work presented here, in the form of a
I’m not interested in sculpting cubes or painting monochromes, it’s too easy. Art must fascinate peo-
ple and doing easy things is not a good way to seek fascination.
Wim Delvoye
DNA double helix. Wim Delvoye creates
the crucifixes with reference to genetics,
geometry, or topology, until he finds a
flowing form. The continual stream in his
sculptures embodies the same principle of
the cycle of the tortured and resurrected
Christ. The clothes and Christ’s crown of
thorns are taken from traditional iconogra-
phy of the crucifixion.
Wim Delvoye’s works have been exhibited
in numerous international solo shows,
at venues including the New Museum of
Contemporary Art in New York, Musée
d’Art Contemporain in Lyon, the Musée
Rodin and the Musée du Louvre in Paris.
His works were also exhibited at the Venice
Biennale (1990, 1999, 2009), documenta
4, and the Biennales in Sydney, Lyon and
Shanghai.
CHF 90 000 / 120 000
(€ 85 710 / 114 290)
| 68
PostWar  Contemporary
3757
PAVEL PEPPERSTEIN
(Moscow 1966–lives and works in Moscow
and Tel Aviv)
Monsters of Flowers. 2002.
Watercolour, ink, gouache and opaque
white on firm wove paper.
Signed and dated in cyrillic lower right:
P. Pepperstein, 2002.
114.7 × 142 cm.
Provenance:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
England.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 69
3758*
HENRIETTE RIEDERER
(Waiblingen 1941–2003 Hamburg)
Vogelmaske und Entenkopf I. 1975.
Pencil on transparent film.
Monogramed and dated lower right: H 75.
120 × 100 cm.
Provenance:
- Galerie Elke und Werner Zimmer,
Düsseldorf (verso with the label).
- Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
3759
PAVEL PEPPERSTEIN
(Moscow 1966–lives and works in Moscow
and Tel Aviv)
God of Tunnels. 2002.
Watercolour on firm wove paper.
Signed and dated lower right:
P. Pepperstein, 2002, also signed in cyrillic.
114.5 × 122 cm.
Provenance:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
England.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 70
PostWar  Contemporary
3760
PAVEL PEPPERSTEIN
(Moscow 1966–lives and works in Moscow
and Tel Aviv)
God of Cosmos. 2002.
Watercolour on firm wove paper.
Signed and dated upper right:
P. Pepperstein, 2002, also signed in cyrillic.
114.5 × 122 cm
Provenance:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
England.
Pavel Pepperstein was born in Moscow in
1966, the son of the writer Irina Pivovaro-
va and the painter Viktor Pivorarov. From
1985 to 1987 he studied at the Academy
of Fine Arts in Prague. In the year of his
graduation he founded the artist group
“Medical Hermeneutics”, with Sergeji
Anufriev, Yuri Leiderman and Vladimir
Fedorov, who, with the fall of Communism
and the resulting opening up to the West,
reflected on their own art and culture of
the East. A great influence on his work was
that of Ilja Kabakov. However, Pepperstein
does not devote himself exclusively to fine
art, but also works as an art critic, designer,
poet and curator. He is one of the most
influential artists of the Russian art scene.
In 1994 he was visiting professor at the
Städelschule in Frankfurt; in 1997–1998 he
received a scholarship from the Akademie
Solitude in Stuttgart. Pavel Pepperstein
lives in Moscow and Tel Aviv.
The combination of Russian and antique
legends, but also the linking of suprema-
cist motifs with those of Pop Art afford
him access to an unbelievably rich pictorial
language, which he combines partly in the
form of complex compositions but also as
scattered images, or storytelling. With a
light hand, Pepperstein reveals a surprising,
surrealist and almost mythical world which
leaves all possibilities of interpretation
open to the viewer. Playfully he questions
the universal canons of art, literature,
politics and the media.
In addition to numerous group and solo
shows, in 2004 Pavel Pepperstein showed
at the 26th Sao Paulo Biennale. In 2009
he was invited to take part in the Russian
Pavilion at the Venice Biennale. In 2014 he
was one of the participants of the 10th
Manifesta in St. Petersburg. In the same
year he was awarded the prestigious Kan-
dinsky Prize.
The medium of drawing plays a major
role in Pepperstein’s oeuvre. The three
large-format works presented here clearly
demonstrate his range, both of motifs
and execution. In one drawing he shows
individual flowers distributed over the
page, some rendered realistically, some
abstracted, creating a scattered effect.
The second drawing, on the other hand,
appears to tell a story: a woman stands at
the edge of a black hole, the core of which
glows brightly. Is she being drawn in, or
have the two motifs absolutely nothing to
do with each other? The third drawing is a
compact, colourful composition, consis-
ting on the one hand of snake-shaped
motifs, which stretch across the page, and
on the other hand of round forms, some of
which are distorted to the point where they
become star-like shapes.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
| 71
| 72
PostWar  Contemporary
3761*
THOMAS VIRNICH
(Eschweiler 1957–lives and works in
Mönchengladbach)
Roller-Fahrer. 2007.
Glaced ceramic.
Signed and dated on the underside:
Virnich 2007.
28 × 29 × 17 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery.
- Private collection Belgium.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
3762
GASTON CHAISSAC
(Avalon 1910–1964 Vix)
Untitled.
Felt-tip pen and coulered pencil on wove
paper.
Signed lower left: chaissac.
65 × 50 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by Madame Nadia Raison, Paris,
Februrary 2020. We thank Madame Raison
for her kind support.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 73
3763
GASTON CHAISSAC
(Avalon 1910–1964 Vix)
Untitled.
Gouache on masonite.
Signed lower right: CHAISSAC.
57.5 × 25.5 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by Madame Nadia Raison, Paris,
Februrary 2020. We thank Madame Raison
for her kind support.
Provenance:
- Galleria Lorenzelli Arte, Bergamo.
- Purchased from the above by the present
owner ca. 1994, since then private
collection Switzerland.
CHF 8 000 / 12 000
(€ 7 620 / 11 430)
| 74
PostWar  Contemporary
| 75
3764
BLADE (STEVEN OGBURN)
(New York 1957–lives and works in New
York)
Paris Rocks. 2008.
Spray color on canvas.
Signed in the image: BLADE, also signed,
dated and titled on the reverse:
„PARIS ROCKS“ STEVE OGBURN 8-08.
170 × 263 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
3765*
PART 1 (ENRIQUE TORRES)
(New York (?) 1959)
Hearts Part. 1984.
Spray paint on canvas (not on a stretcher).
Signed in the image: PART 1.
120 × 280 cm.
Provenance: Formerly Galerie Schurr,
Stuttgart.
Exhibition: Stuttgart 1984, Graffiti Writers
aus New York. Galerie Schurr, 7 July - 31
August 1984.
CHF 1 500 / 2 500
(€ 1 430 / 2 380)
3766*
STEFAN RÜESCH
(Lucerne 1963–lives and works in Chur)
Ohne Titel. 2005.
Acrylic on canvas.
Signed, dated, titled and with location on
the stretcher: RÜESCH 2005 S. Rüesch
Berlin, 19.10.2005 „ohne Titel“ 2005.
24 × 18 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
| 76
PostWar  Contemporary
3767*
ANDY WARHOL
(Pittsburgh 1928–1987 New York)
B/W Ads (Are You “Different?”). 1985/86.
Acrylic and silkscreen ink on canvas.
On the overlapp with the stamps:
The Andy Warhol Foundation for the Visual
Arts und The Estate of Andy Warhol.
Also on the stretcher and on the overlapp
with the archive number: PA10.424.
50.9 × 40.3 cm.
With the written confirmation by The Andy
Warhol Foundation for the Visual Arts,
New York 2007.
Provenance: Private collection Sweden.
At the end of the 1970s Andy Warhol
was facing increasing criticism for having
become too commercial and for having
noticeably lost the energy and innovati-
on of his early works. So, he returned to
doing projects for himself, which were not
for his clients, and what emerged was a
very personal series of black and white
paintings, which, until the MoMA retros-
pective of 1989, were largely unknown.
„Like all of Warhol’s art, these lost pictures
take their visual cue from the ubiquitous
Western media at the service of consu-
merism and publicity, while also addressing
more personal and ultimate concerns: the
power of the mind for spiritual salvation,
the capacity for the body to be improved,
and military geopolitics.“ (Gagosian Gallery
(ed.): Andy Warhol. Heaven and hell are
just one breath away! Late paintings and
related works, 1984-1986, p. 10).
Going back to his beginnings as an artist,
for this series Warhol used newspaper
advertisements, commercial illustrations
and brochures – forms of artistic expres-
sion which were, however, not accepted by
the fine arts. Alongside this development,
in the 1980s Warhol engaged increasingly
with a young generation of artists. This led
to the legendary collaboration with Jean-
Michel Basquiat and Francesco Clemente.
Andy Warhol always seemed to reflect the times he lived in. His paintings and drawings from
this series of work underscore the mood and feelings of the 1980s.
Vincent Fremont
Keith Haring also attracted attention, and,
although this never led to a collaboration,
Warhol signed Haring’s „Andy Mouse“,
which indicated his recognition of the
artist. Warhol also used Haring’s recurring
motif of the rays.
The pensive businessman at the top of the
work appears to be asking the question
„Are You Different“ and to be thinking of
an answer. Warhol thus brings a spiritual
aspect to this work, and it can be assumed
that here he was addressing his own inse-
curity and desire to ‘belong’.
CHF 50 000 / 70 000
(€ 47 620 / 66 670)
| 77
| 78
PostWar  Contemporary
3768*
LOTHAR GUDERIAN
(Köthen 1939–lives and works in
Düsseldorf)
Rechter Winkel. 2019.
Cardboard painted, layered and
intertwined.
Signed and dated on the reverse:
L. Guderian 2019.
80 × 70 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Private collection Germany.
CHF 1 000 / 1 500
(€ 950 / 1 430)
3769*
GOTTFRIED HONEGGER
(1917 Zurich 2016)
Hommage à Ken Saro Winé. 1995.
Gouache on firm wove paper.
Each signed and dated lower right or lower
left: Honegger 1995.
Each 65 × 35 cm.
Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur.
CHF 3 000 / 4 000
(€ 2 860 / 3 810)
| 79
3770*
MARIO DALPRA
(Vorarlberg 1960–lives and works a.o. in
Vienna)
Weisheit in Form. 2016.
Bronze, 3 layers of lack.
Monogrammed and dated on the
underside: MD2016.
45 × 35 × 20 cm.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Jedlitschka Gallery, Zurich.
CHF 7 000 / 9 000
(€ 6 670 / 8 570)
| 80
PostWar  Contemporary
3771
LUIS TOMASELLO
(La Plata/Argentinien 1915–2014 Paris)
Atmosphère chromoplastique No. 379.
1975.
Acrylic on wood.
Signed, titled, dated, numbered, with
size and directional arrow on the reserve:
ATMOSPHÈRE CHROMOPLASTIQUE No.
379. 1975. 0.90 x 0.90 cm L. TOMASELLO
1975.
90 × 90 × 8 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Archives Luis Tomasello,
Paris, April 2020. We thank Ms. Patricia
Newcomer for her kind support.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Purchased directly from the artist by
the previous owner, private collection
Switzerland.
- By descent to the present owner, since
then private collection Austria.
Exhibitions:
- Den Haag 1976, Tomasello. Galerie Nou-
velles Images.
- Paris 1976, Tomasello. Musée dʼArt mo-
derne de la Ville de Paris.
- Hornu (Mons) 197, Tomasello. Les Ateli-
ers du Grand-Hornu, Galerie d‘Art.
- Arles 1981, Tomasello. Musée Réattu.
The play of light and shadow, the choice
of colour and the resulting generation of
movement in geometric motifs are at the
heart of Luis Tomasello’s life’s work as
an artist. He is one of the few artists who
succeeded in creating a dynamic relation-
ship between his work, its surroundings,
and the viewer.
Luis Tomasello was born in Argentina in
1915 to a family of Italian origin. While the
young Tomasello assisted his father in his
work as a carpenter, mason, and painter, he
also attended evening classes in drawing.
His passion for art developed further,
and finally led him to the Escuela Nacio-
nal de Bellas Artes Prilidiano Pueyrredón
in Buenos Aires in 1932. This was then
followed by studies at the Escuela Superior
de Bellas Artes de la Nación Ernesto de la
Cárcova in 1940. During this phase Toma-
sello encountered artists of the avant-gar-
de such as Emilio Pettoruti and Carmelo
Arden Quin, who had a decided influence
on the young artist.
A trip to Paris in the 1950s led him to relo-
cate to the French capital in 1957. There
he joined an already substantial circle of
Latin American artists. Tomasello’s works,
initially of a figurative tendency, gradually
transformed into geometric abstraction.
Contained within are the incipient kinetic
features which allowed him to express mo-
vement by means of visual effects. Thus
the artist worked especially with an active
surface structure, and in the process
explored various forms and colours, which
lend a dynamic to the flat medium. In this
context, in Tomasello’s work even light
and shade began to play a primary role, as
their influence on optical perception is not
insignificant. He created an outstanding
series called “Atmosphère chromoplas-
tique” which marked his breakthrough as
an artist. As well as in numerous group
exhibitions, these outstanding works
were exhibited in solo shows including the
Museo Nacional de Bellas Artes in Buenos
Aires (1962), the Musée National d’Art
Moderne in Paris (1976), and the Museum
of contemporary art in Madrid (1996).
Since for him the three elements – the
work itself, its surroundings, and the viewer
– all play an important role and only by
their interaction do they create a virtual
space, Tomasello’s approach is often
associated with Minimalism. In particular,
the two artists Sol LeWitt and Donald Judd
are pertinent here, since they too enga-
ge with these factors. At the same time,
Tomasello’s work contains characteristics
of Op Art, in which movement is created
through abstract structures of colour and
line. Thus, Luis Tomasello was able to look
back on a multi-facetted artistic career in
which he went beyond the two-dimen-
sional expression of his composition and
breathed life into his works in the form of
movement.
CHF 30 000 / 40 000
(€ 28 570 / 38 100)
| 81
| 82
PostWar  Contemporary
3772
LEO LEUPPI
(1893 Zurich 1972)
Radiance. 1959.
Oil on canvas.
Signed and dated lower right:
leo leuppi. 59.
103 × 148 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
3773
LEO LEUPPI
(1893 Zurich 1972)
Trident rouge. 1958.
Oil on canvas.
Signed and dated lower right:
leo leuppi. 58.
80 × 120 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
Exhibition: Zurich 1980, Leo Leuppi. Helm-
haus/ Kunsthaus Zürich, 21. June -
2. August (verso with the label).
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 83
3774
BERNHARD LUGINBÜHL
(Bern 1929–2011 Langnau im Emmental)
Schlanke Aggression. 1957.
Rusty iron, galvanized.
Height 315 cm.
Within: exhib. cat. Bernhard Luginbühl.
Plastiken, Kunsthaus Zürich, Zurich 1972,
no. 45.
The authenticity of this work has been
confirmed by the Foundation Bernhard Lug-
inbühl, May 2020. We thank Mr. Basil Lugin-
bühl for his kind advice.
Provenance:
- Collection Dr. Ch. Studer, Solothurn.
- By descent to the present owner, private
collection Switzerland.
Exhibition: Zurich 1972, Bernhard Luginbühl.
Plastiken, Kunsthaus Zurich, 29.3.–14.5.1972,
no. 45.
Literature: Exhibition catalogue. Bernhard
Luginbühl. Plastiken, Kunsthaus Zurich, Zu-
rich 1972, no. 45.
CHF 20 000 / 30 000
(€ 19 050 / 28 570)
| 84
PostWar  Contemporary
| 85
3775*
ALFRED HOFKUNST
(Vienna 1942–2004 Cudrefin)
5 sheets: La mer. La mer est belle (2).
Marseille. Plage-blanche. 1982.
Watercolour on wove paper.
Each signed and dated lower right: A Hof-
kunst 82, also titled lower left.
Each 9 × 13 cm on 13 × 18.5 cm.
The authenticity of these works has been
confirmed by Ms. Sabine Hofkunst, May
2020. We thank Ms. Hofkunst for her kind
support.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery (verso with the label).
- Private collection Belgium.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3776*
ALFRED HOFKUNST
(Vienna 1942–2004 Cudrefin)
Tintenfisch. 1981.
Pastel and acrylic on wove paper, laid down
on canvas (8 DIN-A4 sheets).
Signed and dated lower right:
Al. Hofkunst 81.
70 × 100 cm.
The authenticity of his works has been
confirmed by Ms. Sabine Hofkunst, May
2020. We thank Ms. Hofkunst for her kind
support.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery (verso with the label).
- Private collection Belgium.
CHF 1 400 / 1 800
(€ 1 330 / 1 710)
| 86
PostWar  Contemporary
3777*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Untitled. 1993.
Gouache on wove paper.
Signed and dated lower right: disler 93.
76.3 × 56.7 cm.
Provenance: Purchased directly from the
artist by the present owner, since then
private collection Berlin.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3778*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Untitled. 1995.
Watercolour and gouache on firm wove
paper.
Signed and dated lower right: disler 95.
74.5 × 71.5 cm.
Provenance: Directly acquired from the
artist by the present owner, since then
private collection Berlin.
CHF 1 800 / 2 200
(€ 1 710 / 2 100)
| 87
3779
NIKLAUS HASENBÖHLER
(1937 Basel 1994)
Wasserfall. 1987.
Oil on canvas.
Monogrammed and dated lower left:
N.H.87, as well as with the archive number
on the reverse: INV.1987.03 / 284.
197 × 157 cm.
Provenance:
- Estate Niklaus Hasenböhler.
- Private collection Switzerland.
Exhibition: 1987 Basel, Galerie Littmann.
Unbekannte Werke, 24. March - 23 April.
Literature: Hasenböhler-Dill, Doris, a.o.
(ed.): Niklaus Hasenböhler. Niklaus Ha-
senböhler 1937-1994. Das Gesamtwerk,
Basel 1997, no. 284, p. 210.
CHF 2 500 / 3 000
(€ 2 380 / 2 860)
| 88
PostWar  Contemporary
3780
NIKLAUS HASENBÖHLER
(1937 Basel 1994)
Schlangengeburt. 1988.
Chalk and oil on canvas.
Monogrammed and dated lower right:
N.H.88, as well as with the estate stamp
on the stretcher: Hasenböhler Nachlass
Nr. 339.
195 × 130 cm.
Provenance:
- Estate Niklaus Hasenböhler.
- Private collection Switzerland.
Exhibition:
- Basel 1991, Galerie Littmann. Niklaus
Hasenböhler. Zeit in der Ewigkeit, 18
January - 12 February.
- Zell (LU) 1992, Galerie Priska Meier. Ni-
klaus Hasenböhler. Neue Bilder, 21 March
- 26 April.
Literature: Hasenböhler-Dill, Doris, a.o.
(ed.): Niklaus Hasenböhler. Niklaus Ha-
senböhler 1937-1994. Das Gesamtwerk,
Basel 1997, no. 339, p. 220.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
| 89
3781*
LUCIANO CASTELLI
(Lucerne 1951–lives and works in Zurich)
Gabi. 1986.
Resin and oilstick on wove paper.
Signed and dated vertically lower left:
Luciano Castelli 86.
200 × 70 cm.
CHF 6 000 / 8 000
(€ 5 710 / 7 620)
| 90
PostWar  Contemporary
3782
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Untitled. 1981.
Acrylic on canvas.
230 × 630 cm.
Provenance:
- Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich.
- Purchased from the above by the pre-
sent owner, since then private collection
England.
Born in 1949 in Seewen, Solothurn,
Martin Disler was one of the most
important Swiss artists of the 1970s
and 1980s. His strongly expressive art
and his demonstratively lived existence
granted the artist a cult status during
his creative period.
Martin Disler was self-taught. Without
risk of loss and in complete devotion to
his art, in his work he confronts himself
with strong emotions: love and eroticism,
redemption, fear, power, self-forgetful-
ness, devotion and hope. The depiction of
the state of his soul and the elementary
emotional feelings of the human being
are a recurring theme in his expressive
painting. Due to repeated violations of
the rules, Martin Disler left the Catholic
boarding school in Stans prematurely and
attended the Solothurn cantonal school
for some time before he went to work as
a trainee in a psychiatric clinic. In his first
Solothurn studio, he already began to work
intensively with painting at this time. His
first small exhibitions in Munich, Olten and
Solothurn enabled him to gain confidence
as an artist, whereupon he applied for vari-
ous scholarships. He later set up his studio
in the Rote Fabrik in Zurich. In 1980, he
presented his exhibition „Invasion through
a false language“ at the Basel Kunsthalle,
which would make enable his breakt-
hrough. And after a bold show in 1981 in
Stuttgart, Martin Disler became one of the
leading figures of neo-expressive painting.
This was followed by further important
international exhibitions in the 1980s in
Cologne, New York, at documenta 7 in
Kassel, in 1983 at the Basel Museum of
Contemporary Art as well as at the Stedeli-
jk Museum in Amsterdam, and in Buenos
Aires. In 1985 Martin Disler was supposed
to represent Switzerland at the Biennale in
Sao Paolo, but due to shipping difficulties
this did not occur. In the 1980s he received
| 91
the Bremen Art Prize, the Prize for Young
Swiss Art of the Zürcher Kunstgesell-
schaft and the Art Prize of the Canton of
Solothurn for his work. During his creative
period, the movements of the „Neue
Wilden“, „Transavanguardia“ and „Figuration
Libre“ were active, but Martin Disler prefers
not to be categorized in those contexts.
At the beginning of the 1980s, Martin
Disler’s early work was mostly characte-
rised by large format canvases (for ex. the
present large painting above, Lot 3782),
clearly defined motifs and figures (see
lots 3783 and 3785). His palette con-
sisted of richly contrasting, sometimes
powerful and bright colours. There was an
extraordinarily impressive dynamism to
his work, not only thanks to the scale of
the pictures, but especially thanks to the
distinctive painting process. Using brush,
hands, and fingers he would shape his fi-
gures using the whole of his body. Through
this unbridled and direct representation
of his feelings, such as pain, violence, or
eroticism, he was able to produce a strong
impact. On the other hand, he also worked
with earth or pastel colours, applied very
thinly over the wove paper or canvas, so
that there was a lightness and transparen-
cy which came to the fore. His works, he
said, were created in a process of continual
intensification. In painterly terms Martin
Disler’s later works are more exacting.
Even if the artist never entirely gave up
figuration, the figurative motifs are less
and less recognisable (see for ex. lot 3786).
“I want to paint and draw everything wrong,
the unexpected line, and the unbearably
expected line; that way I am sure they are
from me and not according to a formula”.
After a life of excess and restless work, the
artist died in Zurich at the age of just 47 as
the result of a stroke.
CHF 14 000 / 18 000
(€ 13 330 / 17 140)
| 92
PostWar  Contemporary
3783*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Untitled. 1982.
Wax crayon and pencil on wove paper.
Signed and dated lower right: disler 82.
45.6 × 61 cm.
Provenance: Purchased directly from the
artist by the present owner, since then
private collection Berlin.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3784*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Untitled. 1992.
Charcoal on firm wove paper.
Signed and dated lower right: disler 92.
20.9 × 29.6 cm.
Provenance: Directly purchased from the
artist by the present owner, since then
private collection Berlin.
CHF 700 / 800
(€ 670 / 760)
| 93
3785*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Untitled. 1981.
Gouache and opaque white on wove paper,
with perforated right margin.
Signed and dated lower right: disler 81.
41.8 × 59 cm.
Provenance: Directly purchased from the
artist by the present owner, since then
private collection Germany.
CHF 1 500 / 2 500
(€ 1 430 / 2 380)
3786*
MARTIN DISLER
(Seewen 1949–1996 Genf)
Untitled. 1990.
Watercolour on wove paper.
Signed and dated lower right in pencil:
Disler 90.
30 × 40 cm.
Provenance: Purchased by the present
owner directly from the artist, since then
private collection Berlin.
CHF 1 400 / 1 800
(€ 1 330 / 1 710)
| 94
PostWar  Contemporary
3787*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lives and works in
St. Gallen)
Torso. 1990.
Relief. Oil on wood, painted.
On the reverse with the artwork
information on a label, as well as with the
archive number: JFM 25/5090.
65 × 47 × 12 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the artist, St. Gallen, April
2020. We thank Mr. Müller for his kind
advice.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery.
- Private collection Belgium.
CHF 1 500 / 2 000
(€ 1 430 / 1 900)
3788*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lives and works in
St. Gallen)
Hautstück. 1991.
Oil on canvas.
Signed, dated and with location on the
reverse: Josef Felix Müller Berlin 1991.
70 × 50 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the artist, St. Gallen, April
2020. We thank Mr. Müller for his kind
advice.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery (verso with the label).
- Private collection Belgium.
CHF 2 500 / 3 000
(€ 2 380 / 2 860)
| 95
3789*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lives and works in
St. Gallen)
Körper. 1990.
Oil on poplar wood.
Signed and dated lower right margin:
josef felix müller 1990.
235 × 90 × 12 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the artist, St. Gallen, April
2020. We thank Mr. Müller for his kind
advice.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery (verso with the label).
- Private collection Belgium.
CHF 4 000 / 6 000
(€ 3 810 / 5 710)
| 96
PostWar  Contemporary
3790*
JOSEF FELIX MÜLLER
(Eggersriet 1955–lives and works in
St. Gallen)
6 sheets: Symmetrie des Körpers. 1992.
Oil on wove paper.
Signed and dated on the reverse:
josef felix müller 1992, as well as with the
archive number: Inv.Nr.50-56.
Each 30.5 × 23 cm.
The authenticity of this work has been
confirmed by the artist, St. Gallen, April
2020. We thank Mr. Müller for his kind
advice.
Provenance:
- Artist‘s studio.
- Deweer Art Gallery (verso with the label).
- Private collection Belgium.
CHF 1 200 / 1 800
(€ 1 140 / 1 710)
| 97
3791
JEAN TINGUELY
(Fribourg 1925–1991 Bern)
Roto ZAZA N° 1. 1967.
Felt pen, pen and colour pen on wove
paper.
Signed and dated lower right: 1967 J.
Tinguely.
24.4 × 31.4 cm.
Provenance: Private collection Switzerland.
CHF 2 000 / 3 000
(€ 1 900 / 2 860)
3792*
ROLF ISELI
(Bern 1934–lives and works a.o. in Bern)
Untitled. 1988.
Coal, chalk and opaque white on wove
paper.
Signed, dated and with location lower right:
Rolf Iseli 81 St. Romain 81, as well as with a
red stamp.
169.9 × 90 cm.
CHF 5 000 / 7 000
(€ 4 760 / 6 670)
BAECHLI, SILVIA 3733
BILL, MAX 3702
BLADE (STEVEN OGBURN) 3764
CASTELLI, LUCIANO 3781
CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3725, 3743
CHAISSAC, GASTON 3722, 3762, 3763
CHAMBERLAIN, JOHN 3737
CHIRINO, MARTÍN 3720
DALPRA, MARIO 3770
DELUIGI, MARIO 3721
DELVOYE, WIM 3756
DISLER, MARTIN 3777, 3778,
3782 - 3786
DOGANÇAY, BURHAN 3731, 3732
DOMOTO, HISAO 3717
DORAZIO, PIERO 3744
FEITO, LUIS 3714
FRANCIS, SAM 3735, 3736
GUDERIAN, LOTHAR 3768
HAINS, RAYMOND 3716
HARTUNG, HANS 3718
HASENBÖHLER, NIKLAUS 3779, 3780
HIRSCHHORN, THOMAS 3729
HIRST, DAMIEN 3739, 3740
HOFKUNST, ALFRED 3775, 3776
HOFKUNST, ALFRED 3776
HUNDERTWASSER,
FRIEDENSREICH
3724
IMMENDORF, JÖRG 3738
ISELI, ROLF 3792
KLELL, EDUARD 3728
KNOEBEL, IMI 3741, 3742, 3745
LEUPPI, LEO 3772, 3773
LI, JI 3730
LUGINBÜHL, BERNHARD 3774
MANZÙ, GIACOMO 3755
MOTHERWELL, ROBERT 3706
MÜLLER, JOSEF FELIX 3787 - 3790
PALAZUELO, PABLO 3704, 3705
PART 1 (ENRIQUE TORRES) 3765
PEPPERSTEIN, PAVEL 3757, 3759, 3760
PINELLI, PINO 3746 - 3747
RIEDERER, HENRIETTE 3758
RÜESCH, STEFAN 3766
SARMENTO, JULIAO 3723
SOMM, PETER 3750
SONDERBORG, K.R.H. 3715
SPESCHA, MATIAS 3703
SPOERRI, DANIEL 
TINGUELY, JEAN
3727
STAUB, JOSEF 3748, 3751
THIELER, FRED 3719
TINGUELY, JEAN 3791
TOBEY, MARK 3707 - 3713, 3734
TOMASELLO, LUIS 3771
VASARELY, VICTOR 3701
VIRNICH, THOMAS 3726, 3761
WARHOL, ANDY 3752, 3767
XIA, XIAOWAN 3754
YAN PEI-MING 3753
| 98
Artist Register
MAP
PREVIEW
Hardturmstrasse 121
8031 Zurich, Switzerland
AUKTION
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AUCTIONS
Koller Auctions Ltd
Hardturmstrasse 102
8031 Zurich, Switzerland
Tel  +41 44 445 63 63 
Fax  +41 44 273 19 66 
office@kollerauctions.com
www.kollerauctions.com.ch
Koller Auktionen AG
2, Rue de l‘Athénée
1205 Geneva, Switzerland
Tél  +41 22 311 03 85
Fax  +41 22 810 06 30
geneva@kollerauctions.com.ch
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PREVIEW
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AUCTION
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2, Rue de l‘Athénée
1205 Geneva, Switzerland
AUCTION
2, Rue de l‘Athénée
1205 Geneva, Switzerland
REPRESENTATIVES
MUNICH
Fiona Seidler
Maximiliansplatz 20
80333 Munich
Tel. +49 89 22 80 27 66
Fax +49 89 22 80 27 67
Mobile +49 177 257 63 98
muenchen@kollerauctions.com
DÜSSELDORF
Ulrike Gruben
Citadellstrasse 4
40213 Düsseldorf
Tel. +49 211 30 14 36 38
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MOSCOW
Vadim Goncharenko
Mobile +41 76 431 81 64
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BEIJING
Jing Li
Haidian Qu Chedaogou 10# 6/4-307
100089 Beijing
Tel. +86 135 2039 8057
beijing@kollerauctions.com
MILAN
LuigiPesce
ViaSanMartino5 / 7
20122Milan
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milano@kollerauctions.com
HAMBURG
Ulrike Gruben
Tel. +49 211 30 14 36 38
hamburg@kollerauctions.com
| 100
BEDINGUNGEN FÜR KLASSISCHE AUKTIONEN
Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von
Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti-
onssaal versteigert werden.
Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht
sich der Bieter den nachstehenden Auktions-
bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG,
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz
(„Koller“):
1. Rechtsstellung der Parteien
Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im
Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu
versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei-
gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf
fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell-
vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32
Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts
(„OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im
Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem
höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“),
wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein
verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer
und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird
dadurch nicht Partei des Kaufvertrages.
2. Aufgeld
2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer
auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich-
ten, das wie folgt berechnet wird:
i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25%
ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis
CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000
und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis
zur Höhe des Zuschlags
iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf
die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000
und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000
bis zur Höhe des Zuschlags.
2.2 Falls der Käufer während einer online über-
tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im
Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine
fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird
ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags
verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen
einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin-
gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite
publiziert sind. Diese können von den hier pub-
lizieren abweichen.
2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei-
zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich-
ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes
beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes
einzelne Objekt. 
2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be-
zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr-
wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten
wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus
Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig
abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er-
halten die MWST rückvergütet. 
2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden,
dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine
Kommission erhält.
3. Garantie
3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol-
gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers
rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und
Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das
Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt
vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung
von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter,
Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht
geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte
Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei-
bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher
Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand
denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa-
talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand
wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als
gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder
an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände-
rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden. 
3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender
Bestimmung findet nach Ermessen von Koller
nicht statt, falls:
i. die Beschreibung des Objekts im Auktions-
katalog im Einklang mit der Meinung einer
Fachperson oder mit der herrschenden Mei-
nung von Fachpersonen stand oder die Be-
schreibung im Auktionskatalog andeutete,
dass hierüber Meinungsverschiedenheiten
bestanden, 
ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach
dem Stand der Forschung und mit den allge-
mein anerkannten und üblichen Methoden
noch nicht oder nur mit unverhältnismässi-
gem Aufwand als solche erkennbar war,
iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein-
schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder 
iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde,
Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han-
delt, das gemäss den Angaben im Auktions-
katalog vor 1880 entstanden sein müsste.
3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin
des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag
des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2)
Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen.
Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt
und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die
Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus,
dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach
Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe-
nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge-
fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es
ihm übergeben wurde, und unbelastet von An-
sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den
Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob-
jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom
Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten
Gutachten von zwei unabhängigen und in dem
Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch
nicht an solche Gutachten gebunden und behält
sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf
eigene Kosten einzuholen.
3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel-
tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss
vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von
Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich-
ten.
3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als
Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer
3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des
von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel-
des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere
Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem
Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss
Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen.
4. Haftungsausschluss
4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu-
stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick
des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob-
jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren.
Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in
neuwertigem Zustand.
4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata-
log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa-
tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands-
berichte von Koller die vor der Auktion angefordert
werden können, geben lediglich ein allgemeines
Bild und eine unverbindliche Einschätzung von
Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er-
folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch
kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung
übernehmen. Während der Ausstellung besteht
die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen.
Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das
ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen,
und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän-
giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die
Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog-
beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei-
bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs
(inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache
ausschliesslich massgebend. Koller behält sich
das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder
Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf
diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit
solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht
werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut-
achten stellen genauso wenig wie von Koller vor-
genommene Objektbeschreibungen oder sonsti-
ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen
über dessen Wert) explizite oder stillschweigende
Zusicherungendar.
4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird
jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg-
bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers
gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse
eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol-
ler gegenüber dem Käufer.
5. Teilnahme an der Auktion
5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter
steht jedermann offen. Koller behält sich aber
das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder
Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich-
keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an
ihren Auktionen zu untersagen. 
5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt
sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion
mittels des dafür vorgesehenen Formulars re-
gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re-
gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas-
ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen.
Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller
berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss
Angaben auf dem Registrierungsformular bis
zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich
Spesen des Kartenanbieters zu belasten. 
5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen
Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen
Bank verlangen. 
5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz-
werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom
Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von
20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver-
langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti-
on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer
verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum-
gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
| 101
6. Versteigerung
6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem
Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises
zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots
anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver-
bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot
gebunden, bis dieses entweder überboten oder
von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden
sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen
entscheidet die Auktionsleitung. 
6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be-
sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein
Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an
einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4
nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige-
rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen
oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die
Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte. 
6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern
des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser-
halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas-
sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor-
liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt
vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe-
halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen
anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn
die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv,
nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft. 
6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen-
ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen
können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der
Steigerung schriftlich entgegengenommen. 
6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten,
wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti-
onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf
Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann
nicht telefonisch geboten werden und Interes-
senten werden um Abgabe eines schriftlichen
Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk-
tionssaal gebeten. 
6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei-
ner Live-Auktion abgeben möchten, können an
der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller
aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk-
tion zugelassen worden sind. Koller behält sich
das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei-
teres abzulehnen. 
6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück-
sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück-
sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie-
tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche
Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und
Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5.
7. Eigentumsübergang
Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt
geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis
und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in
Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die-
se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu-
geordnet hat.
8. Abholung der ersteigerten Objekte
8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom
Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss
der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei-
gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des
Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist
mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit
es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung
ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll-
ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des
Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses
Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller.
8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol-
ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder
Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob-
jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor-
sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur
Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST.
Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr
und es ist Sache des Käufers, für eine angemes-
sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu
sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf-
tung übernommen werden. Werden die erstei-
gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt,
lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge-
fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder
in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz
von CHF 10 pro Objekt ein. 
8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich
entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer.
Ohne anders lautende schriftliche Abmachung
werden die zugeschlagenen Objekte für den
Transport durch Koller auf Kosten des Käufers
versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche
Objekte werden von Koller nicht versandt.
9. Bezahlung der ersteigerten Objekte
9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für
ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach
Abschluss der Auktion in Schweizer Franken
zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind
nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von
Koller möglich und unterliegen einer Bearbei-
tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer
zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag
erhoben wird.
9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent-
gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf
jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller
oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und
allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit
eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer
im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe-
trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls
der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7
TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist
Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer
berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag
der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen
Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine
Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben,
dieebenfallsderKreditkartebelastetwird.
9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung
nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem
namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin
Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii)
ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers
verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten
oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver-
langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech-
tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min-
destverkaufspreises entweder freihändig oder
anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den
Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers
zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng-
lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis
wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer
haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der
Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste-
henden Schaden. 
9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde-
tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz
befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht.
Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten
Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder
berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver-
wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei-
bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen.
10. Vertretung
Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil-
ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange-
nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso-
nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder
als Organ einer juristischen Person bieten, kann
der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt
werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem
Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die
ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten.
11. Verschiedene Bestimmungen
11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines
Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede
Haftung des anwesenden Beamten, der Ge-
meinde oder des Staates für Handlungen von
Koller ist ausgeschlossen. 
11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne
oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB
an einen Dritten zu übertragen oder durch einen
Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der
Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten
aus diesen AGB Dritten zu übertragen.
11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien
und Abbildungen von verkauften Objekten in den
eigenen Publikationen und in den Medien zu ver-
öffentlichen und damit Werbung zu betreiben. 
11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be-
standteil jedes einzelnen an der Auktion ge-
schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind
nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller
verbindlich. 
11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser
AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un-
wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder
Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder
Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un-
gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen
werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und
Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen
Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt-
schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt
bei eventuellen Lücken der Regelung.
11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen
daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus-
schluss von allfälligen Verweisungen des Bun-
desgesetztes über das Internationale Privat-
recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener
Kaufrechts (UN-Kaufrechts). 
11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter
Einschluss der Geltendmachung von Verrech-
nungen und Gegenforderungen), welche aus oder
im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess-
lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung
oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich
die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol-
ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem
sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen.
Zürich, 1. Juli 2018
| 102
AUCTION CONDITIONS (CLASSIC AUCTIONS)
These conditions apply solely to items which are
auctioned by Koller (according to the definition
below) live in the saleroom.
By participating in the auction the bidder
accepts the following Auction Conditions of
Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005
Zurich, Switzerland (“Koller”).
1. Legal status of the parties
The auction items are auctioned by Koller in
the name of and on the account of the seller
of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on
behalf of and for the account of the Seller as his
agent as defined in article 32, section 1 of the
Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer
price is determined by the bidder recognised by
Koller as having made the highest bid in Swiss
Francs in the course of an auction (“Purchaser”),
resulting in the conclusion of a purchase
contract between the Seller and the Purchaser
(“Purchase Contract”). Koller is thereby not a
party to the Purchase Contract.
2. Surcharge
2.1 In addition to the bid price, the Purchaser
must pay a surcharge on such bid price
calculated as follows:
i.  on a successful bid of up to CHF 10 000: 25%
ii. NEW: on a successful bid over CHF 10 000 up
to CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000
and 22% onthedifferencebetweenCHF10000
and the bid.
iii. NEW: on a successful bid over CHF 400 000:
25% on the first CHF 10 000, 22% on
CHF 390 000 and 15% on the difference
between CHF 400 000 and the bid.
2.2 If the winning bid is placed over the internet
in the course of a saleroom auction which is
broadcast online (“Live Auction”), or leaves a
pre-sale bid through an independent bidding
platform which is linked with Koller, there will be
anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders
are subject to Koller’s terms and conditions as
listed on the Live Auction website, which may
differ in some respects from those listed here.
2.3 The Purchaser must pay Swiss value added
tax (“VAT”) on the surcharge. The stated
percentage of the surcharge corresponds to the
successful bid for each individual item.
2.4 The full tax is charged on all items marked * in
the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the
sum of the bid price plus the surcharge for those
items. The VAT will be refunded to Purchasers
providing a validly stamped export declaration.
2.5 The Purchaser agrees that Koller also has
the possibility to receive a commission from the
Seller.
3. Guarantee
3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to
Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the
Seller and shall reimburse the purchase price
and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if
an item proves to be a forgery. A “forgery” shall
be deemed to exist if the item, in the reasonable
opinion of Koller, is an imitation created
with the intention of causing a deception
with respect to the authorship, age, period,
culture or origin, if the correct description of
such content is not reflected in the auction
catalogue (taking account of any additions),
and if this circumstance significantly impairs
the value of the item in comparison to an item
corresponding to the catalogue description. An
item shall not be deemed to have been forged if
it is merely damaged and/or has been subjected
to restoration work and/or modifications of any
nature whatsoever.
3.2 A rescission in accordance with the above
provision shall not take place at the discretion of
Koller if:
i. the description of the item in the auction
catalogue was supported by the view of
a specialist or by the prevailing view of
specialists, or if the description in the auction
catalogue suggested that differences of
opinion exist in this respect;
ii. the forgery was not identifiable as such at the
time of the successful bid in accordance with
the current state of research and with the
generally acknowledged and usual methods,
or only with disproportionate effort;
iii. the forgery (based on Koller’s conscientious
assessment) was produced before 1880; or
iv. the purchased item is a painting, watercolour,
drawing or sculpture which according to the
details set out in the auction catalogue was
created prior to 1880.
3.3 The Purchaser may request rescission from
Koller (as the agent of the Seller) from the day
of the successful bid for a period of two (2)
years (three (3) weeks for jewellery). It shall be
granted exclusively to the Purchaser and may
not be assigned to any third party. Assertion of
theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser
making a complaint to Koller by registered letter
immediately after the discovery of the defect,
and returning the purchased item to Koller in
the same condition as it was handed over to him
and unencumbered by third parties› claims. The
Purchaser must provide proof that the item is a
forgery. Koller may demand that the Purchaser
obtains at his own expense expert opinions from
two independent individuals who are recognised
experts in the field. However, Koller shall not be
bound by any such expert opinion, and reserves
the right to obtain additional expert advice at its
own expense.
3.4 Koller may at its complete discretion waive
the assertion of grounds for exclusion pursuant
to the above Section 3.2 or the fulfilment of
preconditionspursuanttotheaboveSection3.3.
3.5 The claims of the Purchaser against Koller
as the agent of the Seller under Section
3.1 are limited to the reimbursement of the
purchase price and surcharge (incl. VAT) paid
by the Purchaser. Further or other claims of
the Purchaser are excluded under any legal
title (including error according to art. 23 ff. CO)
whatsoever.
4. Disclaimer
4.1 The items are auctioned in the condition
existing at the time of the successful bid. The
auctioned items are “used” objects and are
therefore generally not in pristine condition.
4.2 Each item in the auction catalogue is listed
with a description and an illustration. The
information in the auction catalogue, as well
as the condition reports issued by Koller, are
intended to provide an overall impression and
a non-binding assessment by Koller. The items
are described to the best of our knowledge
and belief. However, Koller cannot accept any
liability for the details provided in the catalogue.
The items may be inspected during the preview.
The Purchaser is therefore invited to inspect an
item prior to the auction and, possibly with the
assistance of an independent specialist advisor,
to form his own opinion of the concordance
betweentheitemandthecataloguedescription.
Concerning the descriptions of the items, the
German-language print edition of the catalogue
(including any later amendments) shall be
exclusively applicable. Koller reserves the right
to call upon experts or specialists of its choice to
give an opinion and to rely on that opinion. Koller
cannot be held liable for the correctness of such
opinions. Neither any such expert opinions or
reports, nor the descriptions of items provided
by Koller, nor other statements pertaining to
an item (including statements pertaining to
the value thereof) constitute explicit or implicit
warranties.
4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or
warranty whatsoever is given in respect to legal
and material defects. The liabilities of the Seller
vis-à-vis the Purchaser are limited to the same
extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the
Purchaser.
5. Participation in the auction
5.1 Any party may participate in an auction as
a bidder. However, Koller reserves the right
at its complete discretion to prevent any
person entering its premises or attending or
participating in its auctions.
5.2 Bidders who are not personally known to
Koller must register at least 48 hours before the
auction,usingtheformprovidedforthispurpose.
The registration form must be signed, with legal
effect, and a copy of the bidder’s passport must
be enclosed, as well as current, valid credit card
information. In the event of payment default by
the Purchaser, Koller shall be entitled to charge
the Purchaser’s credit card in accordance with
the details provided on the registration form for
the entire amount of the invoice, plus the credit
card processing fees.
5.3 Koller may demand in advance from any
bidder a certificate of creditworthiness issued by
a bank approved by Koller.
5.4 In the case of bids for items with upper
estimated values of more than CHF 30 000,
Koller may demand that the bidder first remits
20% of the lower estimated value as security.
Following the auction, Koller will offset this sum
against its claims and the claims of the Seller,
and will reimburse any possible surpluses to the
Purchaser/bidder without delay.
6. Auction
6.1 Koller may initiate the auctioning of an item
below the minimum selling price agreed upon
with the Seller. A bid placed at an auction is a
binding offer. The bidder shall remain bound by
his bid until this is either outbid or rejected by
Koller. Double bids shall immediately be called
once again; in case of uncertainty, the auction
management shall decide.
6.2 Koller may refuse a bid without providing
| 103
justification if a Purchaser fails to fulfil the
conditions for participation in an auction
pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller
may also pass or withdraw auctioned items
without a sale even if this is not apparent to the
auction participants.
6.3 Koller reserves the right to combine,
separate or omit numbered lots in the catalogue
or to offer them out of sequence. Koller reserves
the right to sell lots “conditionally” at its sole
discretion, in which event the hammer price will
be considered as conditional and the highest
bidder will remain bound by his bid for 14 days
following the auction. The highest bidder will
be released from all obligations if he does not
receiveastatementfromKollerwithinthisperiod
declaring the hammer price as final.
6.4 Written bids from potential Purchasers
who cannot attend the auction in person are
accepted up to 48 hours before the auction
begins.
6.5 Potential Purchasers may bid by telephone
if they have given written notice at least 48
hours before the auction starts. Koller does not
accept telephone bids for lots estimated under
CHF 500, and bidders are requested to leave a
written bid or participate in the salesroom for
such items.
6.6 Potential Purchasers who intend to place
their bids in the course of a Live Auction may
participate in the auction once their registration
applications have been approved by Koller.
Koller reserves the right to decline registration
applications at its discretion.
6.7 Koller shall not be liable for any bids
including advance notifications of telephone
bidding which are not taken into consideration.
Telephone bidders and persons giving written
instructions are also subject to the provisions of
Article 5 relating to proof of identity and financial
soundness.
7. Transfer of title
Ownership of an auctioned item shall be
transferred to the Purchaser as soon as the
purchase price and the surcharge (incl. VAT)
have been comprehensively paid and Koller has
attributed these payments to the corresponding
item.
8. Collection of the auctioned items
8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe
Purchaser›s own expense within 7 days from the
end of the auction during official opening hours.
The place of performance for the purchase
contract between the Purchaser and the Seller
is therefore the registered office of Koller. If
time permits, the items may be handed over
after each auction session. The handover shall
take place following comprehensive payment
of the purchase price as well as the surcharge
(incl. VAT) and the attribution of this sum to the
auctioned item by Koller.
8.2 During the aforementioned period, Koller
shall be liable for loss, theft, damage or
destruction of items which have been auctioned
and paid for, although solely due to intentional or
grossly negligent acts on the part of Koller, and
onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge
and VAT. Koller ceases to have liability after the
aforementioned period, and the Purchaser shall
be responsible for ensuring adequate insurance
cover for the auctioned item. No liability can be
assumed for frames and glass. If the auctioned
items are not collected within 7 days, Koller will
store the works at a company of their choice
at the purchaser’s own risk and expense or on
their own premises at a daily rate of CHF 10 per
object.
8.3 Shipping orders may be given to Koller in
writing. All shipping costs shall be borne by the
Purchaser. Unless otherwise agreed in writing,
transport insurance shall be contracted for the
sold items at the expense of the Purchaser.
Glass-covered pictures and fragile items shall
not be sent by Koller.
9. Payment for the auctioned items
9.1 The invoice for a successful bid for an
auctioned item is payable within 7 days from
the end of the auction. Payments by credit card
are only possible with the approval of Koller’s
accounting department, and are subject to
processing fees amounting to between 2 and
4% of the invoiced amount, payable by the
purchaser and added to the invoice total.
9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions,
KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras
settlement for any debt owed by the Purchaser
to Koller or the Seller and set off any debt which
it owes to the Purchaser against its own claims.
If the Purchaser defaults on a payment, default
interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe
invoiced sum. If Koller does not receive payment
for purchases within seven (7) days following
the auction, Koller reserves the right to charge
the Purchaser’s credit card for the full amount
of the invoice, without further notification to
the Purchaser. In such cases the credit card
processing fees of 2–4% as described above
are also applicable, and will be charged to the
Purchaser’s credit card.
9.3 If the Purchaser does not pay or does not
pay promptly, Koller may moreover in its own
name and in the Seller›s name either (i) insist
on the fulfilment of the purchase agreement
or (ii) without further notice withdraw from the
purchase agreement and waive the subsequent
performance of the Purchaser or assert a
claim for compensation for non-performance;
in the latter case Koller shall also be entitled,
irrespective of any minimum sales price, to sell
the item either directly or in an auction, and
may use the proceeds to reduce the debts of
the Purchaser. Any amount realised above the
original hammer price shall be paid out to the
Seller. The Purchaser is liable to Koller and the
Seller for all prejudice caused by non-payment or
late payment.
9.4 Koller retains a right of retention and a lien on
all the Purchaser›s items in its custody until full
payment of all monies owed. Koller may exercise
such liens in accordance with the legislation
on the enforcement of debts or by private sale
(including in its own name). The plea of prior
lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss
Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded.
10. Representation
Each Purchaser shall be personally liable for each
bid he places, and for the purchase contract
between the Purchaser and the Seller. Proof of
the power of representation may be requested
from persons bidding as agents for a third
party or as an organ of a corporate body. The
agent shall be jointly and severally liable with his
principal for the fulfilment of all obligations.
11. Miscellaneous provisions
11.1 The auction shall be attended by an official
fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the
local authority and the state have no liability for
the acts of Koller.
11.2 Koller reserves the right to transfer any or
all rights and obligations from these Auction
Conditions to a third party or to have these
carried out by a third party. The bidder and/or
Purchaser does not have the right to transfer
any rights from these Auction Conditions to a
third party.
11.3 Koller reserves the right to publish
illustrations and photographs of sold items in its
own publications and the media and to publicise
its services therewith.
11.4Theaforementionedprovisionsformpartof
each individual purchase agreement concluded
at the auction. Amendments are binding only
with Koller›s written agreement.
11.5 Should certain provisions of these Auction
Conditions be or become partially or fully
invalid and/or unenforceable, this does not
affect the validity of the remaining provisions.
The invalid and/or unenforceable provisions
shall be replaced by those which most closely
approximate the economic meaning and
intended economic purpose of said provisions.
The same shall be applicable to any possible
gaps or loopholes in the provisions.
11.6 The present Auction Conditions and all
amendments thereof are governed by Swiss
law, under exclusion of possible references
to Switzerland’s Federal Code on Private
International Law (CPIL), and under exclusion of
the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention).
11.7 The courts of the Canton of Zurich
shall be exclusively responsible for settling
disputes (including the assertion of offsetting
and counterclaims) which arise out of or in
conjunction with these Auction Conditions
(includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation
or fulfilment). Koller may, however, initiate legal
proceedings before any other competent court.
11.8 In the event of any discrepancy between
the different language versions of these Auction
Conditions, the German language version shall
prevail.
Zurich, 1 May 2018
KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz.
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch 
Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm
DateSignature
Auktion
Vente/Sale
Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF
Maximumbid(CHF)
BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen.
Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.–
PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.–
DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein.
L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet).
ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite).
AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1.
Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1.
I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction.
Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten.
Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique.
I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless).
Name/Nom
Adresse/Address
Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country
Tel.
E-Mail
INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE
Ja/Oui/Yes
Nein/Non/No
x
KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz.
Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch 
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Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.–
PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.–
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L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet).
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office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch

Koller PostWar - Contemporary 2020

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    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 3. Juli 2020 IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE JULI2020IMPRESSIONISMUS&KLASSISCHEMODERNE A193 POST WAR CON TEM POR ARY POSTWAR&CONTEMPORARY A193 JULI2020 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 A193 JULI2019SCHWEIZERKUNST Auktion: 3. Juli 2020 SCHWEIZER KUNST Schweiz JULI2020GRAFIK&MULTIPLES A193 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 GRAFIK & MULTIPLES Auktion: 8. Juli 2020 ART DÉCO & ART NOUVEAU Auktion: 8. Juli 2020 PHOTOGRAPHIE Auktion: 9. Juli 2020 DESIGN Auktion: 9. Juli 2020 MÖBEL AUKTIONSPROGRAMM AUKTION A193 - JULI 2020 POSTWAR & CONTEMPORARY Samstag, 4. Juli 2020 14.00 Uhr Lot 3701 – 3792 SCHWEIZER KUNST Freitag, 3. Juli 2020 14.00 Uhr Lot 3301 – 3383 GRAFIK & MULTIPLES Samstag, 4. Juli 2020 11.00 Uhr Lot 3801 – 3904 IMPRESSIONISMUS & KLASSISCHE MODERNE Freitag, 3. Juli 2020 16.00 Uhr Lot 3501 – 3558 IBID ONLINE ONLY DESIGN 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY ART DÉCO & ART NOUVEAU 23. Juni – 8. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY PHOTOGRAPHIE 23. Juni – 8. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY POSTWAR&CONTEMPORARY 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY GRAFIKDES20./21.JH. 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY MÖBEL 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY SCHWEIZER KUNST 23. Juni – 9. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY MODERNE GEMÄLDE 23. Juni – 9. Juli 2020
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    ürich, Schweiz h SCHMUCK&JUWELENJULI2020 Auktion: 2.Juli 2020 SCHMUCK & JUWELEN A191 ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020 Auktion: 2. Juli 2020 ARMBAND- & TASCHENUHREN Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A193as JULI2020 Auktion: 1. Juli 2020 ASIATICA ASIATICA Auktion: 8. Juli 2020 FASHION & VINTAGE Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz VORBESICHTIGUNG Donnerstag, 25. bis Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr SCHMUCK Donnerstag, 2. Juli 2020 14.00 Uhr Lot 2501 – 2659 TASCHEN- & ARMBANDUHREN Donnerstag, 2. Juli 2020 16.00Uhr Lot 2801–2931 ASIATICA HIMALAYA & CHINA Mittwoch, 1. Juli 2020 11.00Uhr Lot 601–731 ASIATICA JAPAN, SÜDOSTASIEN Mittwoch, 1. Juli 2020 14.00Uhr Lot 732–821 IBID ONLINE ONLY ASIATICA 23. Juni – 7. Juli 2020 IBID ONLINE ONLY FASHION & VINTAGE 23. Juni – 8. Juli 2020 Alle Kataloge online: www.kollerauktionen.ch
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    98 SERVICE 98 Künstlerverzeichnis 99 Adressen  102 Auktionsbedingungen  104 Conditions de vente aux enchères 106 Auktions-Auftrag Koller Auktionen ist Partner von Art Loss Register. Sämtliche Gegenstände in diesem Katalog, sofern sie eindeutig identifizierbar sind und einen Schätzwert von mind. € 1000 haben, wurden vor der Versteigerung mit dem Datenbestand des Registers individuell abgeglichen. EURO-Schätzungen Die Schätzungen in Euro wurden zum Kurs von 1.05 umgerechnet und auf zwei Stellen gerundet, sie dienen nur zur Orientierung. Verbindlich sind die Angaben in Schweizer Franken. Online live bidding powered by
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    Weitere Bearbeitung: LauraJärmann, Els Oswald, Fiona Seidler PostWar & Contemporary Lot 3701 – 3792 AUKTION Samstag, 4. Juli 2020, 14 Uhr VORBESICHTIGUNG Donnerstag, 25. - Dienstag, 30. Juni 2020, 10 – 18 Uhr Weitere Fotos: www.kollerauktionen.ch Silke Stahlschmidt Head of department Tel. +41 44 445 63 42 stahlschmidt@kollerauktionen.ch Clarisse Doge Tel. +41 44 445 63 46 doge@kollerauktionen.ch Für die persönliche Teilnahme im Auktionssaal ist aufgrund der aktuellen Situation eine Reservation erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an die Expertinnen und Experten der jeweiligen Fachgebiete. Profitieren Sie von den verschiedenen Möglichkeiten, an unseren Auktionen mitzubieten: telefonisch, online oder per schriftlichem Auftrag.
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    Aus Gestaltungsgründen könneneinzelne Blätter im Katalog beschnitten abgebildet sein. Auf unserer Website finden Sie alle Abb. unbeschnitten. Die Erhaltungszustände der Grafiken sind im Katalog nur zum Teil und in Einzelfällen angegeben. Gerne senden wir Ihnen einen ausführlichen Zustandsbericht zu. „Ich träume von einer sozialen Kunst. Ich setze ein tiefes Verlangen des Menschen nach Plastik voraus, genauso wie er ein Verlangen nach Melodie, Rhythmus oder Poesie hat. Ich glaube, dass jetzt die Voraussetzungen dafür gegeben sind, um dieses natürliche Verlangen des Menschen nach sinnlichen Freuden zu befriedigen.“ Victor Vasarely
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    | 3 3701 VICTOR VASARELY (Pecs1906–1997 Paris) Ohne Titel. 1947-1962. Collage. Unten mittig signiert und datiert: Vasarely 1947-62. 52,9 × 70,1 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Herrn Pierre Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en- Provence, März 2020, bestätigt. Wir danken Pierre Vasarely für die freundliche Unterstützung. Das Werk wird in den in Vorbereitung befindlichen „Catalogue raisonné de l‘oeuvre peint de Victor Vasarely“ aufgenommen. Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430)
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    | 4 PostWar &Contemporary 3702 MAX BILL (Winterthur 1908–1994 Berlin) Doppelfläche als Sechseck. 1968. Messing, vergoldet. Mit der eingeritzten Signatur und Datierung: bill 1968. 76 × 24 × 25 cm. Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. Literatur: Max, Binia und Jabob Bill Stiftung (hrsg.): Max Bill - die unendliche Schleife 1935-95 und die Einflächner, Wabern-Bern 2000, S. 89 (mit Abb.). „Konkrete Kunst nennen wir jene Kunst- werke, die aufgrund ihrer ureigenen Mittel und Gesetzmässigkeiten - ohne äusser- liche Anlehnung an Naturerscheinungen oder deren Transformierung, also nicht durch Abstraktion - entstanden sind. Kon- krete Kunst ist in ihrer Eigenart selbstän- dig. Sie ist der Ausdruck des menschlichen Geistes, für den menschlichen Geist be- stimmt, und sie sei von jener Schärfe, Ein- deutigkeit und Vollkommenheit, wie dies von Werken des menschlichen Geistes erwartet werden muss. Konkrete Malerei und Plastik ist die Gestaltung von optisch wahrnehmbarem. Ihre Gestaltungsmittel sind die Farben, der Raum, das Licht und die Bewegung... Konkrete Kunst ist in ihrer letzten Konsequenz der reine Ausdruck von harmonischem Mass und Gesetz. Sie ordnet Systeme und gibt mit künst- lerischen Mitteln diesen Ordnungen das Leben... Sie erstrebt das universelle und pflegt dennoch das einmalige. Sie drängt das individualistische zurück, zugunsten des Individuums.“ Max Bill Der Schweizer Maler, Plastiker, Designer und Architekt Max Bill ist Mitbegründer der Kunstrichtung der Konkreten Kunst und gilt heute als einer ihrer wichtigsten Vertreter. Ab 1924 bildet sich Max Bill zuerst als Silberschmied an der Kunstgewerbeschule in Zürich aus, bevor er ab 1927 für zwei Jahre in Dessau am Bauhaus Architektur studiert, wo zu dieser Zeit Josef Albers, Wassily Kandinsky, Paul Klee, László Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer unterrichten – dies sind prägende und richtungsweisende Zeiten für den jungen Max Bill. Im Jahr 1929 kehrt er zurück in die Schweiz und lässt sich in Zürich nieder. Er arbeitet zunächst als Architekt und beschäftigt sich anschliessend immer mehr mit der Malerei, Plastik und mit der Produktgestaltung. Mit 25 Jahren wird er in die Pariser Künstlergruppe "Abstraction Création" aufgenommen. Seine Mitglied- schaft ermöglicht ihm Ausstellungen an der Seite von Ikonen wie Piet Mondrian, Jean Arp und Georges Vantongerloo. Seit den 1930er Jahren ist der Winterthu- rer zu einem der wichtigsten Wortführer der Zürcher Konkreten geworden. Mit seinem berühmten Text "Konkrete Gestal- tung" liefert er im Jahr 1936 der gestalte- rischen Praxis ein theoretisches Funda- ment, das für die Entwicklung nicht nur der Schweizer Nachkriegskunst – besonders der Zürcher Schule der Konkreten mit unter anderem Camille Graeser, Verena Loewensberg und Richard Paul Lohse – von grösster Bedeutung ist. 1944–1945 wird Max Bill mit dem Unterricht der Formlehre an der Kunstgewerbeschule Zürich betraut. Sein grösstes Bauprojekt folgt im Jahr 1950, die Hochschule für Gestaltung in Ulm, wo er auch ab 1951 für fünf Jahren Rektor und Leiter der Abtei- lung für Architektur und Produktform ist. Nach zahlreichen Ausstellungsplanungen und -beiträgen unterrichtet Max Bill von 1967 bis 1974 als Professor für Umwelt- gestaltung an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Ausserdem ist er Mitglied zahlreicher Künstler- und Archi- tektenvereinigungen sowie Ehrenmitglied verschiedener Akademien. 1994 nimmt er die Ehrendoktorwürde der ETH Zürich entgegen. Max Bills gesamtes Oeuvre besteht aus zwei umfangreichen Werkgruppen: zum einen seinen Gemälden und Grafiken, zum anderen seinen voluminösen Raumplas- tiken und Metallbändern. Obwohl diese zwei Werkgruppen zunächst den Anschein erwecken, aus unterschiedlichen Inspira- tionsquellen zu kommen, handelt es sich doch um eine gemeinsame wesentliche, geometrisch-mathematische Einheit. Max Bills Kunst ist gegenstandslos und massgeblich von den universellen Ideen des Bauhauses geprägt. Er schafft es eine Kunstform zu definieren, die der reine Ausdruck von harmonischem Zusam- menspiel von Mass und Gesetz ist. Seine Kunst ist keine Abstraktion der Wirklichkeit, sondern eine kalkulierte Anwendung von universellen Darstellungsmitteln wie Farbe, Licht, Raum, Flächen, Linien und Bewe- gung. "Einflächner", "Kugeln", "Säulen", "Prismen", "Pavillons" sind die wichtigsten Schlüsselthemen, auf die sich Max Bill in seinem plastischen Schaffen konzentriert. Seine Skulpturen definieren sich durch schlichte Erscheinungsformen, als Ergeb- nis der experimentellen Visualisierung von grundsätzlichen strukturellen Eigenschaf- ten von Flächen, Kugeln, Säulen. Die hier angebotene vergoldete Messing- skulptur "Doppelfläche als Sechseck" von 1968 gehört zu Bills Werkkategorie der "Einflächner". " (…) ich war auf meine Ent- deckung sehr stolz, es war mir gelungen, das Unendlichkeitszeichen aus der Mathe- matik, die liegende 8, als Symbol räumlich anschaulich zu machen. Eines Tages sagte mir jemand, es sei fabelhaft wie ich das Möbiusband zu einer formal vollkomme- nen plastischen Lösung geführt hätte. Ein Möbiusband kannte ich nicht. Im Lexikon fand ich August Ferdinand Möbius, 1790- 1868, Astronom, Mathematiker, Professor und Direktor der Sternwarte, befasst mit analytischer Geometrie. Später las ich, dass vier Jahre vor Möbius, J.B. Listing 1961 die Entdeckung dieser Doppelfläche gelang. Die Werke selbst sind Realisation von Idee und Konzept, sie entstehen durch verschiedenste Arbeitsprozesse." (aus: Bill, Jakob. Max Bill. Unendliche Schleife 1935- 95 und die Einflächner. Benteli Verlag, Wabern, S. 14). Das auf dem Möbiusband basieren- de Skulpturenkonzept "Die unendliche Schleife" setzt Max Bill über Jahrzehnte in einer Reihe von Plastiken mit verschie- denen Charakteristiken in vielfachen Variationen um. Bill schreibt zum Werk "Die Doppelfläche als Sechseck": Das Merk- würdige an dieser Plastik ist die mehrfache Möglichkeit, Wege zu beschreiten. Dieses Sechseck hat die dreifache Winkelsumme eines normalen regulären Hexagons. Im Zentrum ergibt sich aus der formbeding- ten Richtungsänderung ein auf die Spitze gestellter Quadratischer Spiegel. (ebenda, S. 89). CHF 30 000 / 40 000 (€ 28 570 / 38 100)
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    | 6 PostWar &Contemporary 3703* MATIAS SPESCHA (Trun 1925–2008 Zürich) Ohne Titel. 2004. Collage. Buntstift und Papier auf schwarzem Vélin. Unten rechts signiert und datiert: M. Spescha 2004. 40 × 62 cm. Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3704 PABLO PALAZUELO (1915 Madrid 2007) Abenephi. 1968. Gouache auf Vélin. Unten rechts signiert: P Palazuelo, sowie verso signiert, datiert, betitelt, mit Tech- nikangabe und Richtungspfeil: PABLO PA- LAZUELO, 1968, "ABENEPHI", GOUACHE. 38,6 × 28,6 cm. Die Authentizität dieser Arbeit wurde von der Fundación Pablo Palazuelo bestätigt, Madrid, März 2020. Wir danken Herrn José Rodríguez-Spiteri Palazuelo für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
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    | 8 PostWar &Contemporary 3705 PABLO PALAZUELO (1915 Madrid 2007) Ohne Titel. 1964. Gouache auf Vélin. Unten rechts singiert: P Palazuelo, sowie verso signiert, datiert, mit Technikangabe und Richtungspfeil: P. PALAZUELO, 1964, GOUACHE. 61,8 × 41 cm auf Vélin 74,9 × 53,3 cm. Die Authentizität dieser Arbeit wurde von der Fundación Pablo Palazuelo bestätigt, Madrid, März 2020. Wir danken Herrn José Rodríguez-Spiteri Palazuelo für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. Die abstrakte Kunst Spaniens wird in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wesentlich von einem Künstler dominiert, der seinen Ausdruck ausschliesslich in der geometrischen Sprache findet. Seine Werke zeugen von einer ausgeprägten Verbundenheit der Natur gegenüber, die er ausführlich studiert und schliesslich in seiner Arbeit zum Ausdruck bringt. Geboren in Madrid im Jahr 1915, führt der Weg den jungen Pablo Palazuelo an die Universität von Oxford, wo er seine Zeit dem Studium der Architektur an der School of Arts and Crafts widmet. Nach seiner Rückkehr in die Heimatstadt Madrid 1939, beginnt die Malerei in seinem Leben eine zentrale Rolle einzunehmen. Die Quelle der Inspiration findet Palazu- elo anfänglich in den Werken von Pablo Picasso und Paul Cézanne. Sein zunächst figurativer Schwerpunkt beginnt sich allmählich zum Abstrakten zu wandeln, wobei Palazuelo besonders Paul Klee als ein wichtiges Vorbild erachtet. Klee ist es, der schliesslich den Anstoss zu abstrakten Motiven gibt. 1948 wird er mit einem Stipendium vom französischen Institut in Madrid geehrt und reist nach Paris, um dort seine Leiden- schaft für die Kunst zu vertiefen und zu- gleich auch seine künstlerische Laufbahn voranzutreiben. Unvermeidlich begegnet Palazuelo hier einflussreichen Künstlern, wie Ellsworth Kelly, deren Arbeiten sich mit geometrischen Formen befassen. Fortan steigt zugleich seine Neugier auf den Konstruktivismus, die Lehre der Metaphy- sik und Mathematik, sowie der Alchemie. In seinen Werken erhält diese Mischung aus Mystik und Konstruktion von nun an bis in die 1990er Jahre einen wesent- lichen Einfluss. Sein Blick auf die Natur durchbricht die sogenannte traditionelle Betrachtungsweise der Landschaft. Das bedeutet, seine Herangehensweise weicht allmählich davon ab, die Landschaft als Teil der Umgebung wahrzunehmen, die den Menschen umschliesst. Vielmehr betrachtet der Künstler sie in ihrer Ganz- heitlichkeit in Form eines Luftbildes von einem anderen Blickpunkt aus, welcher die einzelnen Strukturen innerhalb einer Land- schaft demonstriert. Ein gewisser Grad an Abstraktion, der sich aus Flächen, deren Formen, Farben und Linien zusammen- setzt, äussert sich darin. Darüber hinaus verbindet er den geometrischen Ausdruck in seinen Arbeiten mit dem emotionalen Empfinden, welches er über die Natur und ihre Materie aufnimmt und in seinem Werken zum Ausdruck bringt. Palazuelo gibt dieser Synthese den Namen Trans- geometrie. Seine erste Einzelausstellung 1955, die sich dieser Thematik widmet, ist ein voller Erfolg. In seinem Lebenswerk demonstriert Pablo Palazuelo seine unerschütterliche Lei- denschaft für geometrische Formen und deren, für ihn, endlos zu sein scheinende Formenvielfalt. Er erhält mehrere Aus- zeichnungen für sein Schaffen, darunter auch den Carnegie Prize vom Carnegie Museum of Art in Pittsburgh. So wird nicht zuletzt auch die Fundación Pablo Palazuelo ins Leben gerufen. Über 20 Einzelausstel- lungen und unzählige Gruppenausstellun- gen in Spanien, Frankreich und in anderen Ländern Europas, sowie in Amerika lassen auf eine eindrückliche Laufbahn des Künstlers blicken, mit welcher er das Kunstpublikum an neue Blickwinkel und Betrachtungsweisen heranführt. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570)
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    | 10 PostWar &Contemporary 3706 ROBERT MOTHERWELL (Aberdeen1915–1991 Provincetown) Drunk with Turpentine # 48. 1979. Öl auf Karton. Oben rechts monogrammiert und datiert (verblichen): RM 79. 51 × 40,5 cm. Dieses Werk wird in den Online Supple- ment des Werkverzeichnisses von Robert Motherwell aufgenommen. Wir danken der Deadalus Foundation für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Veith Turske, Köln (verso mit dem Etikett). - Galerie Turske Whitney, North La Brea (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Der Amerikaner Robert Motherwell gehört zu den Abstrakten Expressionisten. Er wird am 24. Januar 1915 in Aberdeen, Washington, geboren. Von 1932 – 1938 studiert er Malerei an der California School of Fine Arts und macht seinen Bachelor in Philosophie an der Stanford University. In Harvard widmet er sich der Philosophie und der französischen Literatur, so dass es ihn 1938/1939 nach Paris zieht. Hier er auf Künstlern wie Piet Mondrian und Fernand Léger und hat seine erste Ausstellung in der Galerie Duncan. Zurück in den USA, beginnt Motherwell sein Studium der Kunstgeschichte an der New Yorker Columbia University bei Meyer Schapiro und Kurt Seligmann. Die Freund- schaft mit Roberto Matta und Wolfgang Paalen, letzteren lernt er auf der gemein- samen Mexiko-Reise kennen, bringt ihm den Surrealismus näher. Er hat zunehmend Ausstellungen und nimmt u.a. 1946 an der grossen MoMA Ausstellung „Fourteen Americans“ teil. 1945 lehrt Motherwell am bekannten Black Mountain College, 1951-1958 am Hunter College, New York. Er unternimmt zahlreiche Reisen durch Europa. Robert Motherwell ist viermal verheiratet, u.a. mit Helen Frankenthaler. Er stirbt am 17. Juli 1991 in Provincetown, Massacchusetts. Wie auch Jackson Pollock, als dessen intellektueller Gegenpart er oft tituliert wird, ist Motherwell in seinem Frühwerk dem Surrealismus eng verbunden. In den 1950er Jahren jedoch wendet er sich dem Abstrakten Expressionismus zu und ent- wickelt seine eigene Bildsprache, die durch kräftige schwarze Zeichen und gestische Motive geprägt ist. In den 1960ern wendet er sich zunehmend auch der Farbfeld- malerei zu. Als seine ethischen Werte in der Kunst nennt er u.a. pure Präsenz, Leidenschaft, Unmittelbarkeit, Objektivi- tät und klare Farben. Er arbeitet oftmals in grossangelegten Serien, basierend auf literarischen Werken. Er experimentiert mit den unterschiedlichsten Techniken und beherrscht diese bald meisterhaft. 1959 und 1964 gehört Motherwell zu den Teilnehmern der documenta II und III in Kassel. 1965 richtet das Museum of Modern Art seine erste umfassende Retrospektive aus. Zahlreiche Galerie- und Museumsausstellungen weltweit folgen. Auch die grössten Ehrungen werden dem Amerikaner zu Teil: 1964 der Guggenheim International Award; 1977 die Médaille de Vermeil der Stadt Paris; 1988 wird er zum Offizier des Ordre des Arts et des Lettres in Frankreich ernannt; 1989 wird ihm die National Medal of Arts verliehen. Robert Motherwell wird 1970 Mitglied der American Academy of Arts and Letters, 1985 zum Mitglied der American Acade- my of Arts and Sciences und 1990 zum Associate Member der National Academy of Design ernannt. Das vorliegende Werk gehört zur Serie Drunk as Turpentine, basierend auf einem Gedicht des chilenischen Dichters Pablo Neruda. Die umfassende Serie stammt aus den 1970er Jahren und ist ein herausragendes Beispiel für Motherwells reifen Stil. Reduziert auf Schwarz und Weiss schafft er mit grosser Spontanität und Energie gestische Zeichnungen. Erst auf den zweiten Blick wird dem Betrach- ter bewusst, dass der Künstler nicht nur mit dem Zeichenstrich spielt, sondern auch die Intensität des Schwarz für seine Zwecke einsetzt und somit Tiefe und eine ungewöhnliche Intensität schafft. CHF 40 000 / 50 000 (€ 38 100 / 47 620)
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    | 12 PostWar Contemporary 3707 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1961. Monotypie mit Tempera auf Aquarell, gehöht mit Tempera auf dünnem Vélin. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 61. 31,5 x 23 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, Mai 2020. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 11/05/20- 61.49 registriert. Wir danken Herrn Dr. Heiner Hachmeister für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 380 / 3 330) 3708 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1962. Decalomanie mit Tempera auf dünnem Vélin. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 62. 21 x 17,8 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, Mai 2020. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 11/05/20- 62.23 registriert. Wir danken Herrn Dr. Heiner Hachmeister für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
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    | 13 3709 MARK TOBEY (Centerville1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1964. Monotypie mit Tempera-Paste auf Vélin. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 64. 14 × 18,2 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, Mai 2020. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 11/05/20- 64.27 registriert. Wir danken Herrn Dr. Heiner Hachmeister für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
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    | 14 PostWar Contemporary 3710 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1960. Tempera auf Vélin. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 60. 48,5 × 38 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, 26. Februar 2018. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 06/02/18-60.52 verzeichnet. Provenienz: - Vom vorherigen Besitzer direkt beim Künstler erworben, Privatsammlung Schweiz. - Privatsammlung Schweiz. Mark Tobeys bildkünstlerische Welt ist komplex und zeichnet sich durch ein fast unerschöpfliches Potential an Kreativität, Experimentierfreude und der Kraft zur Innovation. Seine Werke sind Ausdruck sei- ner Spiritualität und seiner Wahrnehmung der Welt. Die beeindruckende Materialität und stilistische Diversität offenbaren und ermöglichen ein breites Spektrum an Themen, etwa der Natur, der Zivilisation, der Städte, der Bewegungen, des Himmels und des Kosmos, des Rhythmus und der Musik, der Leere und der Kontemplation. Er lässt sich von seiner Umgebung inspi- rieren, in der er versucht eine Abstraktion zu sehen, in der sich eine tiefsinnige, rhythmische Plastizität verbirgt. Der 1890 geborene Mark Tobey wächst im Mittleren Westen der USA und an den Ufern des Mississippi in Wisconsin auf. Mit sechzehn Jahren zieht er nach Chicago, wo er am Art Institute Kurse für Öl- und Aquarellmalerei besucht und sein Geld als Industriedesigner in einem Stahlwerk verdient. 1911 geht er nach New York, wo er als Porträtmaler und Modezeichner für die Zeitschrift Vogue arbeitet. Während seiner Zeit in New York entdeckt und bekennt sich Mark Tobey zur spirituellen Lehre Bahā'ullāhs, welche eine Verbindung der grossen Weltreligionen in ihrer Viel- fältigkeit zu einer gemeinsamen Weisheit erstrebt. Erst der Umzug nach Seattle im Jahr 1922 fördert seine Hinwendung zur Avantgardekunst. Er unterrichtet am Seattle Cornish College of the Arts und befasst sich gleichzeitig ausführlich mit chinesischer Malerei. Ab 1925 beginnen seine Reisen mit Aufenthalten in Paris, dem Nahen Osten und eine längere Reise nach China und Japan, wo er sich in einem Zen-Kloster mit der Lehre und der Malerei des Zens sowie mit der Kalligrafie beschäf- tigt. Von nun an versucht er, die fernöstlich inspirierten Linienflüsse mit der europäi- schen Vorstellung von Masse und Volumen zu verbinden und eine Balance zwischen der Auffassung dieser zwei Welten herzu- stellen. Er hat zugleich immer einen Fuss in England, wo er zwischen 1930 bis 1938 an der Dartington Hall School in Devonshire unterrichtet. Im Jahr 1960 lässt sich Tobey in Basel nieder. Im selben Jahr erwirbt das Sammlerehepaar Ernst und Hildy Beyeler 40 Werke des Künstlers . Mark Tobey macht jedes der Länder, indem er zeitweise verweilt, zu seinem Heimatland und gilt als einer der wenigen Kosmopoliten unter den Künstlern des 20. Jahrhunderts. Er lebt zwischen den Kultu- ren und Welten, und das ist auch die Aura, die seine Werke ausstrahlen. Durch die langjährige Beschäftigung mit der Kalligrafie entwickelt Mark Tobey eine eigene bildnerische Schrift; er hat dabei nie die Absicht gehabt eine ostasiatische Bildsprache zu imitieren, vielmehr seine eigene mit einem westlichen Einfluss geschaffene Charakterisierung zu finden. Darüber hinaus spielt die Stadt New York in der Entwicklung seines persönlichen Zugangs zur Abstraktion eine eminent wichtige Rolle. Über die Architektur von Manhattan nachdenkend, sowie unter dem Einfluss der Kalligrafie und seiner bisheri- gen angesammelten spirituellen Erfahrun- gen, formt er seinen persönlichen Stil der White Writing. Seit langem versuchte ich Städte und Stadtleben in meinem Werk miteinander zu verbinden. Schlussendlich fühlte ich, dass ich einen technischen Zugang dazu gefunden habe, der mir erlaubt, das wofür ich mich interessiere, einzufangen. Lichter, aufgefädelter Ver- kehr, der Fluss der Menschheit, errichtet und fließend durch und rund um sich selbst auferlegte Grenzen, nicht unähnlich dem Chlorophyll, wie es durch die Kanäle eines Blattes fließt. (Aus: Anna Moszynska, Abstract Art, London 1990, S. 133). Die zwei ersten Arbeiten von 1959 und 1960 (Lose 3713 und 3710), die wir in dieser Auktion anbieten, entstehen während seiner Übersiedlungszeit aus den USA in die Schweiz und sind wunderbare Beispiele seiner White Writings. Auffal- lend an den Arbeiten dieser Schaffenszeit ist zunächst ihr kleines, ja intimes Format. Tobey widmet sich akribisch und mit viel Ausdauer dem Schaffen mikroskopischer Welten, die er aus der Beobachtung der Natur, der Stadt und des Lichtes schöpft. Zunehmend überwuchernde Striche, miteinander verbunden, überlagert, die Labyrinthe, urbane Strukturen, Felder, Pilze oder organische Strukturen darstellen. In den späteren vorliegenden Arbeiten (Los 3707, 3708, 3709 und 3711) finden wir gleichfalls eine organische Struktur, dennoch verlässt Mark Tobey das minu- ziöse, fein strichartige Zeichnen, um mit einem grösserem Duktus seinen Ausdruck mit einer farbfrohen Palette wiederzu- geben. Das wunderbare Werk von 1969 beeindruckt durch das grosszügige For- mat, die starken Farben und die energische Bewegung der Pinselstriche. Obwohl all diese Arbeiten zu unterschiedli- chen Zeiten entstehen, vermitteln sie den Anschein, aus einem meditativen Zustand entstanden zu sein. Dazu sagt Tobey: I believe that painting should come through the avenues of meditation rather than the canals of action. CHF 60 000 / 80 000 (€ 57 140 / 76 190)
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    | 15 „White linesin movement symbolize a unifying idea which flows through the compartmented units of life bringing the consciousness of a larger relativity. Mark Tobey
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    | 16 PostWar Contemporary 3711 MARK TOBEY (Centerville/1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1968. Tempera, Aquarell und Bleistift auf Vélin. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 68. 20,5 × 28,5 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, 20. Januar 2020. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 20/01/20-68.29 verzeichnet. Wir danken Herrn Dr. Heiner Hachmeister für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Privatsammlung Basel, direkt vom Künstler erhalten. - Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670) 3712 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1966. Monotypie mit Tempera überarbeitet. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 1966. Darstellung 47 × 27 cm auf Vélin 49,5 × 30 cm. Provenienz: - Galerie Carzaniga, Basel (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie 2011 vom heutigen Besitzer erworben, seit dem Privatsammlung Schweiz. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) 3713* MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1959. Tempera auf Karton. Unten rechts signiert und datiert: Tobey 59. 30,5 × 24 cm. Mit der Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, 1. Oktober 2017. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 01/10/17-59.22 registriert. Provenienz: - Galerie Carzaniga, Basel (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 15 000 / 20 000 (€ 14 290 / 19 050)
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    | 18 PostWar Contemporary 3714 LUIS FEITO (Madrid 1929–lebt und arbeitet in Paris) No. 206. 1960. Öl, Kieselsteine und Sand auf Leinwand. Verso signiert, datiert, betitelt und nummeriert: FEITO 1960 206 BASE. 73,5 × 100,5 cm. Die Authentizität dieses Werks wurde vom Künstler mündlich bestätigt, Madrid, Februar 2020. Wir danken Herrn Luis Feito für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. Ausstellung: Basel 1970, Moon and Space. Galerie Beyeler, Januar - März 1970, Nr. 27 (verso mit dem Etikett). Luis Feito wird am 31. Oktober 1929 in Madrid geboren, wo er auch heute wieder lebt. Der Spanier gehört zu den einfluss- reichsten Vertretern des spanischen Informel. Er studiert an der Escuela superior de bellas artes de San Fernando, Madrid, wo er 1950 seinen Abschluss macht. Bereits 1954 hat er seine erste Ausstellung in der Galería Buchholz. Mit einem Stipendium lernt Feito Paris 1953 kennen, wohin er zwei Jahre später zieht und 25 Jahre lang bleiben wird. In Paris lernt er die Künst- ler des Informel wie Jean Fautrier, Hans Hartung, aber auch Serge Poliakoff, Jean Dubuffet und Mark Rothko kennen. Die neuen Eindrücke, die Künstlerkontakte und die Energie der Stadt veranlassen ihn, in seinen Gemälden mit unterschied- lichen Materialien wie Sand und Erde zu experimentieren. Aus Paris hält er aber immer auch Kontakt zu den Künstlern der spanischen Avantgarde und gehört zu den Gründungsmitgliedern der Gruppe El Paso. 1981 zieht Feito erst nach Montréal und dann zwei Jahre später nach New York. In den frühen 1990er Jahren kehrt er nach Madrid zurück. WährendseinesStudiumsfokussierter sichaufdiefigurativeMalerei,wendetsich abermitderEntdeckungdesKubismusvon dieserabundverschreibtsichbalddem Informel.BereitsinseinererstenAusstellung zeigternurabstrakteWerke.Indenspäten 1950erundfrühen1960erJahrenistseine FarbpaletteausschliesslichSchwarzund Weiss,mitSchattierungeninGrauoder Ocker.VerstärktnutzterMaterialienwie SandundErde,umeinenpastosenFarbauf- trag,dercharakteristischfürseinreifesWerk ist,zuerzielen.Durchdiepastose,unregel- mässigeOberflächekannerdasVerhältnis zwischenLicht,Oberfläche,Farbeund ForminseinenWerkenerforschen.Inden 1960erJahrenfügtFeitoseinerFarbpalette dannnochRothinzu,welchesteilweisedie gesamteKompositionbeherrscht. Luis Feito nimmt an zahlreichen Gale- rie- und Museumsausstellungen weltweit teil. Viermal (1956/1958/1960 und 1968) werden seine Werke auf der Biennale in Venedig ausgestellt, zweimal in Sao Paulo, und 1959 ist er auf der documenta in Kas- sel vertreten. 2002 organisiert die Reina Sofía eine Wander-Retrospektive. Er wird 1985 zum Offizier und 1993 zum Knight Commander des Ordre des Arts et Letters de France ernannt. Das vorliegende Werk „No. 206“ stammt aus dem Jahr 1960, als Feitos Farbpalette von Schwarz und Weiss dominiert wird. Aus einem tiefschwarzen Raum leuchtet im linken Bildrand eine weisse Form, die den linken Rand mit zu erhellen scheint. Es scheint fast so als schiebe sich ein Licht- punkt hinter einer schwarzen Wolke hervor. Die pastose Arbeitsweise mit den dunklen Farben lässt fast an eine Kraterlandschaft denken. Der meisterliche Einsatz der pastosen Flächen gibt dem Werk eine unglaubliche Tiefe und Dynamik. CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860)
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    | 20 PostWar Contemporary 3715 K.R.H. SONDERBORG (Sonderborg 1923–2008 Hamburg) 14.X.78 20.179-20.459. 1978. Tempera auf Leinwand. Unten mittig signiert und datiert: Sonderborg 78. Verso signiert, datiert und betitelt: Sonderborg 14.X.78 20.179-20.459. 1978. 65 × 82 cm. Provenienz: - Galerie Daniel Gervis, Paris (verso mit dem Etikett). - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 10 000 / 18 000 (€ 9 520 / 17 140)
  • 27.
    | 21 3716* RAYMOND HAINS (Saint-Brieuc1926–2005 Paris) Venezia. 1966. Collage auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Hains 66. 73 x 102 cm. Provenienz: - Galerie Der Spiegel, Köln (verso mit dem Etikett und dem Stempel). - Vom heutigen Besitzer bei der obigen Galerie 1994 erworben, seitdem Schweizer Sammlung. Ausstellungen: - Düsseldorf 1990, Um 1968. Städtische Kunsthalle Düsseldorf. - Köln 1991, Nouveau Realisme, Galerie Der Spiegel. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290)
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    | 22 PostWar Contemporary 3717 HISAO DOMOTO (1928 Kyoto 2013) Ohne Titel. 1961. Öl auf Leinwand. Verso signiert, datiert, nummeriert und mit Ortsangabe: Domoto 1961-13 PARIS, sowie in japanisch signiert. 97 × 130 cm. Provenienz: Privatsammlng Schweiz. Hsiao Dômoto wird 1928 in Kyoto als Sohn einer wohlhabenden Familie geboren. Sein Vater ist ein berühmter Sammler traditioneller, japanischer Kunst und sein Onkel, Inshô Dômoto, ein bekannter japanischer Maler der Nihonga-Richtung. Hisao Dômoto bleibt in seinen jungen Jahren zunächst der Familientradition treu und studiert die traditionelle Malerei an der Kunsthochschule von Kyoto. Bereits in Japan kann er Erfolge verzeichnen, doch schnell entdeckt er die zeitgenössische, westliche Kunst. Ausschlaggebend ist der Salon de Mai in Japan von 1952, wo zum einen die Gutai-Gruppe vertreten ist, und zum anderen seine Europareise im selben Jahr. Von nun an nimmt er die westlichen Techniken in sein Werk auf. Zunächst an- gezogen vom Surrealismus, widmet er sich später ausschliesslich der Abstraktion. Dômoto lässt sich 1955 in Frankreich nie- der. Seine Werke zeichnen sich zu dieser Zeit durch konkrete Inhalte aus. Er macht sich zunächst einen Namen mit luftiger, romantischer Kalligrafie à la Zao Wou-Ki, und er nähert sich der Stilrichtung der Lyrischen Abstraktion. Während er von 1957 bis 1960 mit der Pariser Galerie Stadler zusammenarbeitet, entdeckt er seinen eigenen Weg und entwickelt ab den 1960er Jahren sein Konzept der Solution de Continuité. WiedasvorliegendeGemäldevon1961zeigt, charakterisierensichseineWerkedieserJahre durchpastosenFarbauftrag.SeineWerke spiegelneinespontaneImprovisationwider undscheinenseinekünstlerischenEmpfin- dungendirektwiederzugeben.Erbedientsich einerbreitenundkontrastvollenFarbpalette, ummiteinemfastmeditativenDuktusdie FarbenähnlichwieFeuerflammen,Wind- stürmeoderhektischeMeereswellenauf derLeinwandtanzenzulassen.Auchscheint DômotomitderVerformbarkeitundderGe- schmeidigkeitderFarbpigmentezuspielen. DiezumTeilfliessendenundenergischenPin- selstriche,dieverlaufendenFarbflächenund dieFarbtupferappellierenandieFantasiedes Betrachters:Wolken,Berglandschaften,Fels- formationenoderWasserfällebildensichvor unsereminnerenAuge.DieKompositionen derLeinwändekönnenfarbprächtigbrennen, erzeugeneinekraftvolleTiefeundDichte,mit BewegungensowohlvonWiederauflebenwie auchvonAbklingen,vonSonnenaufgangwie auchSonnenuntergang,vonhellundgleich- zeitiggeheimnisvoll.DerBetrachterverliert sichineinerherrlichabstraktenLandschafts- malerei. CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 570 / 47 620)
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    | 24 PostWar Contemporary 3718 HANS HARTUNG (Leipzig 1904–1989 Antibes) Ohne Titel. 1950. Öl auf Holz. Unten links monogrammiert: H., sowie verso bezeichnet: Hartung 12-9-50. 11 × 12,3 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde durch die Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergman, Antibes, 12. Novem- ber 2018, bestätigt. Das Werk ist unter der Nummer: CT HH5807 im Archiv der Fondation registriert und wird in den Catalogue Raisonné aufgenommen. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 12 000 / 18 000 (€ 11 430 / 17 140) 3719 FRED THIELER (Königsberg 1916–1999 Berlin) Ohne Titel. 1987. Mischtechnik auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: F. Thieler 87. 180 × 110 cm. Provenienz: - Galerie Nothelfer, Berlin (verso mit dem Etikett). - Vom heutigen Besitzer bei der obigen Galerie erworben, seit dem Privatsammlung Schweiz. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290)
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    | 26 PostWar Contemporary 3720 MARTÍN CHIRINO (Las Palmas de Gran Canaria 1925–2019 Madrid) Viento. Eisen, geschmiedet. 3/11. 247 × 195 × 51 cm. Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. Das Eisenhandwerk, als Leidenschaft und zugleich Inspiration für sein Lebenswerk, versteht sich als stetiger Wegbegleiter von Martín Chirinos Leben. Geboren 1925 in Las Palmas de Gran Canaria, verbringt Chi- rino als Jugendlicher seine Freizeit in der Schiffswerft, in welcher sein Vater arbeitet. Nicht wegzudenken, dass sich der junge Künstler dabei die zahlreichen Reisen an die afrikanische Küste mit seinem Vater entgehen lässt. Die Einflüsse Afrikas las- sen sich später in seiner Arbeit als Künstler wiederfinden. Mit 23 Jahren zieht es Chirino nach Madrid, wo er an der Königlichen Akademie der Schönen Künste von San Fernando stu- diert und 1952 schliesslich mit dem Titel eines Professors abschliesst. Es folgen Reisen nach Paris, London und Italien, in denen er die Kunst der Bildhauerei vertieft und sich innerhalb dieser mit grossen Meistern wie Henry Moore oder Julio González auseinandersetzt. Darin gründet all das Wissen, welches er nach seiner Rückkehr in die kanarische Heimat in sei- ner Werkstatt ausübt. Zudem teilt Chirino seine Leidenschaft für die kanarischen Ureinwohner und deren Inschriften mit seinem guten Freund, dem Künstler Mano- lo Millares. Mit ihm studiert er die Schriften jener Völker und ihre Kultur. So erstaunt es nicht, dass in seinem Schaffen die zwei Bereiche, das Material Eisen und die afrika- nische Kultur, ineinander verschmelzen. Er beschliesst zusammen mit anderen Künstlern der Kanaren 1955 nach Madrid umzusiedeln. 1958 tritt er der spanischen Künstlergruppe El Paso bei, der auch Antonio Saura, Manolo Millares oder Luis Feito angehören. Zwei Jahre später jedoch wird die Gruppe aufgelöst. Parallel eröffnet Chirino seine erste Einzelausstellung im Ateneo von Madrid, die den Titel Los Hierros de Chirino trägt. Darin äussert er nach wie vor seine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat, wie aber auch dem Material Eisen gegenüber, mit dem er bevorzugt arbeitet. Ein weiteres zentrales Element seines Schaffens tritt in den Vordergrund - die Spirale. Sie nimmt ihren Anfang in den 1960er Jahren in einer Ausstellung im New Yorker Museum of Modern Art mit der Ar- beit „El Viento“. Ein schönes Beispiel hierzu präsentiert das hier angebotene Werk. Dieses Element stellt eine Anlehnung an eine Spirale dar, die durch einen Wind erzeugt wird. Dabei verfolgt Chirino stets das Ziel, dem Werk mit einem Minimum an Materie das Höchstmass an Ausdruck zu verleihen. Zahlreiche Museen und Galerien in den USA, aber auch in Europa stellen seine Arbeiten aus, was ihn dazu bewegt, in die Nähe von New York umzusiedeln. Sein Schaffen wird schliesslich mit dem ihm vom Kulturministerium verliehenen Nationalpreis für plastische Kunst im Jahr 1980 geehrt. Im Weiteren übernimmt er den Vorsitz der Kulturinstitution Círcolo de Bellas Artes in Madrid und beteiligt sich einige Jahre später wesentlich am Aufbau des Atlantischen Zentrums für Moderne Kunst (CAAM) in Las Palmas. Dieses zeit- genössische Kunstmuseum wird von ihm konzipiert und anschliessend geleitet. Martín Chirinos Werk, geprägt von seiner Jugend und seiner Leidenschaft für das afrikanische Volk, wird stetig von neuen Inspirationen und Einflüssen seiner Reisen und seiner Begegnungen geformt. Doch bleibt er über all die Zeit seinem Ursprung, den kanarischen Inseln, treu. Nicht nur eröffnet er hier kulturelle Institutionen, sondern lässt ebenso viele seiner Arbeiten in das Erscheinungsbild seiner Heimat und damit in den öffentlichen Raum einflies- sen. CHF 35 000 / 45 000 (€ 33 330 / 42 860)
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    | 28 PostWar Contemporary 3721 MARIO DELUIGI (Treviso 1901–1978 Venezia) Ohne Titel. 1947. Öl auf Holz. Oben rechts signiert und unleserlich da- tiert: deluigi 47. 38,6 × 118,3 cm. Die Authentizität des vorliegenden Wer- kes wurde vom Archivio Mario De Luigi, Venedig, Mai 2020, bestätigt. Wir danken Herrn Luca De Luigi für Ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3722* GASTON CHAISSAC (Avallon 1910–1964 Roche-sur-Yon) Ohne Titel. 1961. Gouache auf Vélin. Unten links signiert: Chaissac, sowie unten rechts datiert und bezeichnet: Vix, le 9.12.61. 49 × 65 cm. Die Authentizität des vorliegenden Werkes wurde von Frau Nadia Raison, Paris, Febru- rar 2020, bestätigt. Wir danken Frau Raison für Ihre freundliche Unterstützung. CHF 6 000 / 7 000 (€ 5 710 / 6 670) 3723 JULIAO SARMENTO (1948 Lissabon–lebt und arbeitet in Estoril) Desenho. 1987. Dispersion und Collage auf Vélin. Verso signiert, datiert und nummeriert: #582 Juliao Sarmento 18/5/87. 100 × 70 cm. Provenienz: - Galerie Bernd Klüser, München. - Vom heutigen Besitzer bei der obigen Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
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    | 30 PostWar Contemporary 3724* FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER (Wien 1928–2000 an Bord der Queen Elisabeth) Der gelbe Platz - Flugplatz. 1958. Aquarell mit Lack auf Packpapier, mit Kreide grundiert (in der Mitte geknickt). Mittig links signiert, datiert und bezeichnet: HUNDERTWASSER 1959 AM 26. MAI 1981 AUSGEBESSERT DUNKELBUNT REGENTAG. 98,5 × 64 cm. Provenienz: - Sammlung Dr. R. Brunner, München. - Sammlung APP München. Ausstellungen: - 1964/65 Ausstellungstour: Kestner Gesellschaft Hannover, Kunsthalle Bern, Karl-Ernst-Osthaus Museum Hagen, Stedelijk Amsterdam, Moderna Museet Stockholm sowie Museum des 20. Jahr- hunderts Wien. - 1975 München. Haus der Kunst, Februar bis April. - 1979 Weltausstellungstour: Museo Espanol de Arte Contemporáneo Madrid, Seedamm-Kulturzentrum Pfäffikon. - 1980 Weltausstellungstour: Palazzo Barberini, Rom, Palazzo Reale, Mailand, u.a. - 1980/81 Weltausstellungstour: Museum Ludwig Köln, Secession Wien. Literatur: - Fürst, Andrea Christa: Hundertwasser 1928 - 2000. Werkverzeichnis - Cata- logue Raisonné, Vol. II, Köln 2002, Nr. 509. - Schmied, Wieland: Hundertwasser. Bibliophilic monograph with 100 coloured collotype prints, Salzburg 1974 (mit Farbabb.). CHF 120 000 / 180 000 (€ 114 290 / 171 430)
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    | 32 PostWar Contemporary Im Februar 2020 jährte sich der Todestag von Friedensreich Hundertwasser zum zwanzigsten Mal und wird gebührend mit einer großen Ausstellung im Leopold Museum in Wien geehrt. Der weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus wirkende Maler, Vorkämpfer der Ökologiebewe- gung und Gestalter von Lebensräumen prägt die Kunst des 20. Jahrhunderts auf charakteristische und unverwechselbare Weise mit seinen farbprächtigen Utopie Entwürfen. 1928 in Wien als Friedrich Stowasser geboren, wird ihm schon zu Schulzeiten ein herausragender Sinn für Form und Farbe bescheinigt. Seine Begabung und Passion wird früh erkannt und gefördert, bis der Vormarsch der Nationalsozialis- ten alles überlagert. Obwohl selbst Jüdin, lässt seine Mutter ihn 1935 katholisch taufen, und Hundertwasser tritt nach dem Anschluss Österreichs der Hitler-Jugend bei. Anders als seine Grossmutter und 69 Verwandte überleben er und seine Mutter den Nazi-Terror, so dass er 1948 seine Matura machen kann und Student der Wiener Akademie für Bildende Künste wird, die er allerdings nach drei Monaten wieder verlässt. Zu dieser Zeit, 1949, nimmt er den Namen Hundertwasser an, indem er die erste Silbe „Sto“ (Slawisch für „hundert“) scheinbar eindeutscht. In den 1950ern-Jahren lebt Hundertwasser in Paris und setzt sich mit der herrschenden Avantgarde auseinander, mit dem Diskurs zwischen geometrischer und expressiver Abstraktion, dem Informel und aufkeimen- den Nouveau Réalisme. Als Reaktion da- rauf formuliert er seine eigene Sicht, den Transautomatismus, in dem es nicht nur um ein neues Entstehen von Kunst geht, sondern auch um ein neues Wahrnehmen, das den aktiven, verantwortungsbewuss- ten und gestaltenden Betrachter fordert. Dabei ist das vegetativ-organische Prin- zip der Natur ebenso Leitmotiv seines Schaffens wie die künstlerischen Einflüsse Egon Schieles, Paul Klees oder der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, die den Grundstein für sein Frühwerk liefern. Zudem prägen ihn die Erfahrungen seiner Reisen nach Italien, Paris, Marokko, Tunesi- en, Sizilien, Japan und Neuseeland, und er entwickelt einen farbintensiv-abstrakten Malstil. Die Schönheit und Harmonie sei- ner Bilder hat ihm dabei oft mehr Kritik als Wertschätzung eingebracht. Doch greift diese Kritik nur bei einer sehr oberflächli- chen Betrachtung seiner Bilder, wie Wie- land Schmied im Werkverzeichnis 1974 (S. 15) ausführt: „Hundertwasser sagt nicht, (..) dass unsere Welt heil ist. Im Gegenteil: Er klagt sie an – und hält ihr zugleich in seinen Bildern das Modell einer möglichen besseren entgegen.“ Das bei uns angebotene Werk „Gelber Platz“ erfüllt dieses Versprechen einer kritischen Sichtweise unserer Welt in paradigmatischer Weise. Die horizontale Zweiteilung des Bildes scheint bereits auf die Diskrepanz zwischen Utopie und Realität hinzuweisen. Dabei dominie- ren zwei gelbe Spiralen, die - gespiegelt entlang dem Mittelfalz – den Blick auf sich ziehen. Die obere Hälfte ist komposito- risch sehr dicht, komplett, harmonisch. Die untere Hälfte dagegen erstreckt sich eher locker, zögerlich über den Bildraum, mit Elementen des Unvollendeten und Platz für Ungeklärtes. Die obere Hälfte verortet eine harmonische Welt, wobei die Spirale in die topographische Darstellung kippt, eine Vogelperspektive einnimmt mit kartographisch anmutenden Höhenunter- schieden, umgeben von Felderstrukturen. Im unteren Teil hingegen scheint die Natur in den Hintergrund zu rücken, Spuren der Industrialisierung wie Fabrikschornstei- ne und kubische Wohnelemente bilden das Zentrum der unvollendeten Spirale. Hundertwasser liebt die Irritation, die durch Gegenüberstellung von Natur und Mensch, durch verschiedene Blickwinkel und Sichtweisen entsteht, wie hier die ver- tikalen Hausansichten versus horizontale Landschaften. Der Betrachter wird aktiv ins Werk einbezogen, getragen durch die Kraft der Farben, die rein instinktiv von ihm verwendet unabhängig vom Gegenstand existieren. So lässt sich gerade in diesem ausser- gewöhnlichen Gemälde „Gelber Platz - Flugplatz“ prozessual die Arbeits- und Denkweise von Friedensreich Hundert- wasser - wie sonst selten - nachvollziehen, sein Themenkomplex ausschöpfen. Die drei dokumentierten Zustände des Werkes zeigen sein bewusstes, schrittweises Vorgehen: Zustand 1: gemalt in Hamburg (Sommer 1958) / Zustand 2: weitergear- beitet in Wien (Herbst 1961) / Zustand 3: Nachbearbeitung mit Notiz des Künstlers „ AUSGEBESSERT DUNKELBUNT REGEN- TAG“ (26. Mai 1981). So erklärt sich auch die Abweichung des Originalwerkes von dem im Werkverzeichnis von 1974 abge- bildeten Werk, da es erst später, bei einem Besuch des Künstlers beim damaligen Besitzer, ergänzt wurde. Die Spirale bedeutet Leben und Tod nach allen Richtungen. Friedensreich Hundertwasser
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    | 34 PostWar Contemporary 3725 CÉSAR (CÉSAR BALDACCHINI) (Marseille 1921–1998 Paris) ... à l'eau ! ... à l'eau. 1987. Assemblage mit Metallplatte, Klingel und versengtem Gitter. Unten rechts signiert: César, sowie unten links datiert und bezeichnet: 1987 nice. 29 x 24 cm (inkl. Rahmen). Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 1 200 / 1 800 (€ 1 140 / 1 710) 3726* THOMAS VIRNICH (Eschweiler 1957–lebt und arbeitet in Mönchengladbach) Violine. 1986. Gips, Wachs, Pigment, Karton und mit zwei Fotos in Plastikfolie. 13 x 82 x 26 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Künstler, Mönchgladbach, April 2020, bestätigt. Wir danken Herrn Thomas Virnich für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery. - Vom heutigen Besitzer bei der obigen Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Belgien. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900)
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    | 35 3727 DANIELSPOERRIJEANTINGUELY (Galati 1930–lebtund arbeitet in Wien) / (Fribourg 1925–1991 Bern) Caviar et una magia tan forte che la fame. 1988. Tableau Piège. Holz, Teppich, Keramik, Texil, Pappe. Verso signiert, datiert und betitelt: Caviar et una magia tan forte che la fame. Daniel Spoerri 1988 Pfingstmontag 23.5.88. Zudem mit der Signatur der Gäste: Jim Dine, Daniel Spoerri, Edith Talmann, Ruthli Stadler, Klaus Littmann und eine unleserliche Signatur. Teppich von Jean Tinguely bemalt. 165 × 100 × 42,5 cm. Provenienz: - Galerie Andy Jllien, Zürich. - Vom heutigen Besitzer bei der obigen Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860) „Meine Tableaux Pièges zeugen den Ablauf eines ganzen Zyklus, des Leben und Tod, Verwesung und Wiedergeburt“ Daniel Spoerri
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    | 36 PostWar Contemporary 3728* EDUARD KLELL (Steyr 1924–2008 Völs) Kleine Ariadne (in roter Fassung). 1974. Öl auf Hartfaser. Unten links signiert und datiert: Klell 72. 34 × 18 cm. Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 1 800 / 2 200 (€ 1 710 / 2 100) 3729 THOMAS HIRSCHHORN (1957 Bern–lebt und arbeitet in Paris) GRAZIE (FÜR FRANZ STINZ). 1998/1999. Collage. Briefe, Postkarte, Zeitungsaus- schnitte, Karton, Folie und Klebeband. Verso signiert und datiert: 1999, VENEZIA, THOMAS HIRSCHHORN 68 × 40 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau Susanna Kulli, Galerie Susanna Kulli, Mai 2020, Zürich bestätigt. Wir danken Frau Kulli für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Durch Erbschaft an die heuti- gen Besitzer, Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) 3730* JI LI (Kunming 1963–lebt und arbeitet in Kunming) Ohne Titel (pet series). 2007. Öl auf Leinwand. Unten rechts in chinesisch signiert und datiert: Ji Li 1999. 160 × 125 cm. Provenienz: - Auktion Koller, 30. Juni 2008, Los 3698. - Bei obiger Auktion vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Griechenland. CHF 4 000 / 5 000 (€ 3 810 / 4 760)
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    | 38 PostWar Contemporary 3731 BURHAN DOGANÇAY (1929 Istanbul 2013) Ohne Titel. 1979. Gouache auf Vélin. Unten rechts signiert und datiert: B. Dogancay 1979. 75,8 × 56,5 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer in der Türkei in den 90er Jahren erworben, seit- dem Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3732 BURHAN DOGANÇAY (1929 Istanbul 2013) Ohne Titel. 1978. Gouache auf Vélin. Unten rechts signiert und datiert: B. Dogancay 1978. 76,1 × 56,4 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer in der Türkei in den 90er Jahren erworben, seit- dem Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3733 SILVIA BAECHLI (Baden 1956–lebt und arbeitet in Basel) Ohne Titel. 2005. Gouache auf Vélin. Verso monogrammiert und datiert: S.B.05. 44 × 62 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von der Künstlerin, Basel, April 2020, bestätigt. Wir danken Frau Bächli für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen.- - Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
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    | 39 „Zeichnen istdie Suche nach dem richtigen Ton, nach einer Formulierung, die stimmt, von der ich vorher nicht genau weiss, wie sie aussieht – dies würde ich als mein „Tun“ beschreiben. Zeichnen ist Beobachten, Erinnern, Berühren, Spielen, Wiederholen, Erfinden, Herantasten, Hervorlocken, Antönen, etc. “ Siliva Bächli
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    | 40 PostWar Contemporary 3734* MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Ohne Titel. 1969. Tempera auf Vélin. Unten links signiert und datiert: Tobey 69. 108 × 62 cm. Mit Bestätigung der Authentizität durch das Committee Mark Tobey, Münster, 31. Oktober 2014. Das vorliegende Werk ist dort unter der Nummer: 31/10/14-69.15 registriert. Provenienz: - Galerie Alice Pauli, Lausanne. - Vom heutigen Besitzer bei der obigen Galerie erworben, seitdem Privatsamm- lung Schweiz. CHF 35 000 / 45 000 (€ 33 330 / 42 860) The dimension that counts for the creative person is the space he creates within himself. This in- ner space is closer to the infinite than the other, and it is the privilege of the balanced mind. And the search for an equilibrium is essential - to be as aware of inner space as he is of outer space. Mark Tobey
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    | 42 PostWar Contemporary 3735 SAM FRANCIS (San Mateo 1923–1994 Santa Monica) Ohne Titel. 1991. Aquarell und Acryl auf Vélin. Verso mit dem Signaturstempel: Sam Francis, sowie mit dem Stempel: The Sam Francis Estate, der Archivnum- mern und Signatur: SF91-4 PR.S / jj3 1991 PR.S Margaret Francis. 61 × 47 cm. Provenienz: - Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) 3736 SAM FRANCIS (San Mateo 1923–1994 Santa Monica) Ohne Titel. 1990. Aquarell und Acryl auf Japanpapier. Verso mit dem Stempel: The Sam Francis Estate, sowie mit den Archivnummern: S4 45K / SF90 - 127. 60,5 × 45,2 cm. Provenienz: - Galerie Iris Wazzau, Davos (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860)
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    | 44 PostWar Contemporary 3737 JOHN CHAMBERLAIN (Rochester 1927–2011 New York) Grass Skirt Opus. 2002. Bemalter und verchromter Stahl. 41 × 33 × 32 cm. Provenienz: - Galerie Karsten Greve, Köln/St. Moritz. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer 2003 erworben, seitdem Privatsamm- lung Schweiz. Der US-amerikanische Bildhauer John Chamberlain zählt zu den bedeutendsten Wegbereitern der Pop Art und ist durch die Verwurzelung seiner Metallskulpturen im Nouveau Réalisme und Abstrakten Ex- pressionismus eine der zentralen Figuren der amerikanischen Nachkriegskunst. 1927 in Rochester, Indiana, geboren und in Chicago aufgewachsen, studiert John Chamberlain Anfang der 1950er Jahre am Art Institut of Chigaco und beginnt hier erste geschweisste Skulpturen, inspiriert durch die Werke des Bildhauers David Smith, zu machen. Anschliessend studiert und lehrt er am legendären Black Mountain College Bildhauerei und Poetik. Die kreativ- unkonventionelle Atmosphäre dort beflü- gelt ihn und prägt seine visuelle Bildspra- che. 1957 entdeckt er eher zufällig seine unverwechselbare Assemblage-Technik. Im Hinterhof seines Freundes Larry River in Southampton, NY, entdeckt er einen alten Ford von 1929. Er nimmt einzelne Teile des Wagens auseinander und formt sie zu einer Skulptur, indem er mit seinem Truck immer wieder darüber fährt. So entsteht das berühmte Werk „Shortstop“ und seine unverwechselbare Technik, durch Verfor- mung vorgefundener farbiger Autowracks Skulpturen von unvergleichlichem poeti- schen Ausdruck zu schaffen. Sein Umzug nach New York markiert eine entscheidende Wende. Insbesondere die Begegnungen mit Franz Kline und Willem de Kooning üben einen grossen Einfluss auf ihn aus und intensivieren seinen Diskurs mit künstlerischen Positionen des Abstrakten Expressionismus. Kline gab mir die Struktur. De Kooning die Farbe, so Chamberlain später. Seine solitäre Position in der amerikanischen Nach- kriegskunst begründet sich nicht zuletzt in der rebellischen Hinwendung zur starken Farbigkeit seiner Werke - eine zu diesem Zeitpunkt eher skeptisch gesehene bild- hauerische Position. Die Nähe zur Malerei bleibt evident. Wie die Künstler der Pop Art einige Jahre später bedient Chamberlain sich eines industriell gefertigten Massen- produkts, welches in der amerikanischen Alltagskultur einen hohen emotionalen Stellenwert hat. Durch die Übersteige- rung der Farbigkeit und Neugestaltung der vorhandenen Elemente hinterfragt er die Beziehung der Menschen zu diesen Kultobjekten bei gleichzeitiger Freude am Farbspiel. Chamberlains Schaffen wird von dem Drang begleitet, mit dem traditionellen Begriff der Skulptur zu brechen und die Grenzen zwischen Gebilde und Male- rei verschmelzen zu lassen. Mit seiner Schweißtechnik setzt er Bilder des Abstrakten Expressionismus in Plastiken um. Wenngleich das Ausgangsmaterial vorgefertigt ist und die Bearbeitungsweise durch die Schrottpresse nur eine bedingte Einflussnahme des Künstlers erlaubt, sind seine Werke keinesfalls Zufallsprodukte, sondern sorgfältig komponierte und intui- tiv gestaltete Wesen, die häufig erst durch den Sprachwitz seiner Titel komplettiert werden. So befeuert Chamberlain den Mythos, amerikanische Nachkriegskunst entspringe einer Synthese aus Inspiration, Muskelkraft und Zufall, gleichzeitig handele der Künstler aber aus einer kontrollierten kreativen Intuition und Absicht heraus. Er bedient sich für die oft über meterho- hen Gebilde unter anderem bei ausran- gierten Cadillacs, Motorteilen, Stahlresten oder Gummi und schafft es trotz der widerspenstigen Materialien, die Kunst- werke an lebende Körper, Vögel, Bäume, Schiffe oder Blumen erinnern zu lassen. Nicht zuletzt verweist der Titel des hier angebotenen Werkes „Grass Skirt Opus“ auf Chamberlains Parallele zwischen Natur und Kultur. Er geht dabei sogar noch einen Schritt weiter in der Adaption der Natur- mythologie der Abstrakten Expressionis- ten als seine Mitstreiter. Wenn Jackson Pollock ihn mit der Aussage:„Ich bin die Natur“ praktiziert, postuliert Chamberlain scharfsinnig: „Kultur ist Natur“ und zählt damit von Menschenhand geschaffene, gestaltete Dinge genauso zur Natur wie Vogelnester oder Biberdämme. In diesem Spannungsverhältnis von ungezähmter Natur und Symmetrie zeigen seine Werke ihre Entsprechung. In seinem Spätwerk wird die Kompaktheit der frühen Plastiken häufig aufgebro- chen, hin zu einem luftigen, verspielten Arrangement von farbigen Stahl- und Chromelementen. Gerade das hier an- gebotenen Werk „Grass Skirt Opus“ zeigt seine Virtuosität in der Transformation von industrieller Metallkarosserie in leichte, schwebende Objekte. Dabei will Chamber- lain seine Kunst nicht erklären. Jeder will immer wissen, was es bedeutet, sagte er. Selbst wenn ich es wüsste: Ich wüsste nur, was ich denke, dass es bedeutet. CHF 100 000 / 150 000 (€ 95 240 / 142 860)
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    „The good thingabout being an artist, is it's a legitimate way of looking at things cross-eyed.“ John Chamberlain
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    | 46 PostWar Contemporary
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    | 47 3738 JÖRG IMMENDORF (Bleckede1945–2007 Düsseldorf) Ohne Titel (Farbpalette). 2005. Öl auf Hartfaserplatte. Monogrammiert und datiert: JI05. 50 × 70 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) 3740 DAMIEN HIRST (Bristol 1965–lebt und arbeitet in Devon) Shark Spin Painting. 2009. Arcyl auf festem Vélin. Verso mit der Stempelsignatur: Dami- en Hirst, sowie mit dem Stempel: This painting was made by ... to celebrate the opening of Damien Hirst Requiem at the PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009 ©Damien Hirst. Zudem oben rechts mit dem Blindstempel: HIRST. 49 × 66 cm. Provenienz: - Workshop PinchuckArtCentre, Kiew, 2009. - Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670) 3739 DAMIEN HIRST (Bristol 1965–lebt und arbeitet in Devon) Circle Spin Painting. 2009. Acryl auf festem Vélin. Verso mit der Stempelsignatur: Dami- en Hirst, sowie mit dem Stempel: This painting was made by ... to celebrate the opening of Damien Hirst Requiem at the PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009 ©Damien Hirst. Zudem unten rechts mit dem Blindstempel: HIRST. Durchmesser 52,2 cm. Provenienz: - Workshop PinchuckArtCentre, Kiew, 2009. - Privatsammlung Schweiz. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
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    | 48 PostWar Contemporary 3740A DAMIEN HIRST (Bristol 1965–lebt und arbeitet in Devon) Circle Spin Painting. 2009. Acryl auf festem Vélin. Am Unterrand signiert: Damien Hirst. Ver- so mit der Stempelsignatur: Damien Hirst, sowie mit dem Stempel: This painting was made to celebrate the opening of Damien Hirst Requiem at the PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009 ©Damien Hirst. Zudem unten rechts mit dem Blindstem- pel: HIRST. Durchmesser 51,5 cm. Provenienz: - Workshop PinchukArtCentre, 2009. - Privatsammlung Schweiz. Damien Hirst wird am 7. Juni 1965 in Bristol geboren und wächst in Leeds auf. Mit 16 Jahren beginnt er Anatomiezeich- nungen in der Anatomie-Abteilung der Leeds Medicine School anzufertigen. Von 1986-1989 studiert er am renommierten Goldsmith College in London, was sein Verständnis der klassischen Techniken Malerei, Zeichnung, Skulptur komplett verändert. Bereits zu Studentenzeiten beginnt er mit der Arbeit an einigen seiner wichtigsten Serien. Die ersten Werke der „Medicine Cabinets“ stammen aus seinem zweiten Jahr am College. In unterschied- lich grossen Schränken sammelt und prä- sentiert er eine Reihe von Medikamenten, die er wie in einem Schaukasten ausstellt. 1988 kuratiert er mit anderen Studenten des Goldsmith College die Ausstellung „Freeze“ in einem leerstehenden Lager- haus, die als Geburtsstunde der Young British Artists gilt. Die Serie der „Spot Paintings“ haben hier ihren Ursprung, in dem Hirst runde, farbige Flecken an die Wand des Lagerhauses aufträgt. Auch die- se werden in seinem Werk immer wieder auftauchen. 1991 beginnt er an seiner spektakulärsten Reihe zu arbeiten – „Natural History“. Er legt Tiere – Haie, Schafe, Kühe – in schlich- ten Glastanks in Formaldehyd ein, später zerschneidet er auch einige Tiere. Mit diesen Arbeiten ist er bei der „Sensation“- Ausstellung 1997 vertreten, die die „Young British Artists“ weltweit bekannt macht und gleichzeitig einen Ansturm der Empö- rung auslöst. Der Sammler, Künstlerhänd- ler und Mäzen Charles Saatchi, dessen Sammlung diese Ausstellung umfasst, gehört zu den ersten und bedeutends- ten Förderern der Young British Artists. Eine weitere Aufsehen erregende Arbeit schafft Hirst 2007 mit „For the Love of God“ – ein mit 8601 Diamanten besetzter Platinabguss eines Schädels. Liebe, Tod, Religion und die Konsumkultur sind die einschlägigen Themen in seinem Werk, bei deren Umsetzung er gänzlich neue Wege beschreitet und fast immer provoziert. 2002 ist er Teilnehmer der 50. Venedig Biennale, 2012 richtet die Tate Modern ihm eine umfassende Retrospektive aus. Bereits 1995 wird ihm der renommierte Turner Preise verliehen. 2009 richtet das PinchukArtCentre in Kiew Damien Hirst die Retrospektive „Requi- em“ mit 100 Werken aus den Jahren 1990 – 2008 aus. Zur Ausstellungseröffnung findet ein „Spin Painting Workshop“ statt, bei dem jeder Besucher mitmachen kann. Spin Paintings entstehen, in dem man Farbe auf das Trägermaterial gibt und diese durch schnelle Bewegung verteilt. Es entstehen überraschende, dynamische und abstrakte Formen. Sie bieten dem Künstler einerseits die gewohnte Kontrolle über Farbwahl sowie Trägermaterial und -form, andererseits aber ist die „Komposi- tion“ vollkommen willkürlich und entzieht sich dem Einfluss des Malers. Die zwei vorliegenden Werke stammen aus diesem Workshop. Durch das Drehen bietet sich in erster Linie ein Kreis als Trägerform an, da sich so die Farbe am regelmässigsten verteilen kann. Aber nur Kreise wären für den Briten zu langweilig. Hirsts Faszination für Haie ist seit seiner Skulptur „The physical impossibility of death in the mind of someone living“ von 1991 nicht zu leugnen, und so überrascht es nicht, dass er auch den Hai als Form für seine Spin Paintings nutzt. Diese Serie zieht sich ebenfalls durch sein gesamtes Oeuvre und der „Eventcharak- ter“, der beim Entstehen mitspielt, ist ein wichtiger Bestandteil. Ein Grossteil dieser Werke entsteht in Hirsts Atelier, aber er macht auch immer wieder Workshops wie zur Eröffnung im PinchukArtCentre oder der Tate Modern, und bezieht somit die Besucher aktiv in den Entstehungspro- zess mit ein. Dieses Vorgehen erinnert stark an Andy Warhol, der schon in 1950er Jahren auf seinen Parties, die Gäste hat kleine Zeichnungen für Kochbücher oder Weihnachtskarten ausmalen lassen und später natürlich in grössem Stil auch in der Factory. “I really like making them. And I really like the machine, and I really like the move- ment. The movement sort of implies life. It’s the way the atoms move inside our bodies, it’s the way the planet moves that we stand on. And the way all the other planets in space move around ours. Every time a painting’s finished, I’m desperate to do another one.” Damien Hirst CHF 15 000 / 25 000 (€ 13 160 / 21 930)
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    | 50 PostWar Contemporary
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    | 51 3741* IMI KNOEBEL (Dessau1940–lebt und arbeitet in Düsseldorf) Ich nicht. 2004/2011. Acryl auf collagierter Kunststofffolie. Verso signiert, datiert, betitelt und nummeriert: Imi 11 Ich Nicht 2004 5/5. 63 × 78 cm. CHF 8 000 / 14 000 (€ 7 620 / 13 330) 3743* CÉSAR (BALDACCHINI CÉSAR) (Marseille 1921–1998 Paris) Compression. Blech, bemalt. Auf der Rückseite mit der eingeritzten Signatur: César. 31 × 31 × 16 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von den Archives Denyse Durand-Ruel, Paris, Mai 2020, bestätigt. Dieses Werk ist dort unter der Nummer: 6689, registriert. Wir danken Frau Denyse Durand-Ruel für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Vom heutigen Besitzer 1977 erworben, seitdem Privatsammlung Deutschland. CHF 14 000 / 18 000 (€ 13 330 / 17 140) 3742* IMI KNOEBEL (Dessau 1940–lebt und arbeitet in Düsseldorf) O.T. 2004/2011. Acryl collagiert auf Kunststofffolie. Verso signiert, datiert, betitelt und nummeriert: Imi 11 O.T.VI 2004 5/5. 37 × 52 cm. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
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    | 52 PostWar Contemporary 3744* PIERO DORAZIO (Rom 1927–2005 Perugia) Interccio IV. 2005. Öl auf Leinwand. Verso signiert, datiert und betitelt: PIERO DORAZIO MMV INTERCCIO IV. Sowie mit dem Studio Stempel und der Nummer: STUDIO PIERO DORAZIO 6140. 34,5 × 25 cm. Mit der Bestätigung des Studio Piero Dorazio. Das Werk ist dort unter der Nummer: 6140, registriert. Provenienz: - Babuino Casa d'Aste, Rom, Januar 2020, Los 846. - Vom heutigen Besitzer bei den obigen Auktion erworben, seitdem Privatsammlung Deutschland. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
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    | 53 3745* IMI KNOEBEL (Dessau1940–lebt und arbeitet in Düsseldorf) Anima Mundi. 2010/2014. Acryl auf collagierter Kunststofffolie (3-teilig). Verso signiert, datiert, nummeriert und bezeichnet: A-C Imi 2014 ANIMA MUNDI 95-3 2010 5/5 Je 46 × 36 cm. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) „Oft ist es das Wenige, das vollkommen genügt, und wo du einfach von allem sonst nur belästigt wirst, weil es zuviel ist.“ Imi Knoebel
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    | 54 PostWar Contemporary 3746 PINO PINELLI (Catania 1938–lebt und arbeitet in Mailand) Pittura N.R.N. 1991. Mischtechnik, 2-teilig. Verso signiert, datiert, betitelt, mit Ortsangabe und beschriftet: Pittura N.R.N. Milano 1991 opera Nr. 3 P-P. Pino Pinelli. Jeweils 37 × 55 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 1 500 / 2 500 (€ 1 430 / 2 380)
  • 61.
    | 55 3747 PINO PINELLI (Catania1938–lebt und arbeitet in Mailand) Alto. Mischtechnik, 2-teilig. Verso betitelt und nummeriert: Alto 1/2. 94 × 17 cm / 90 × 18 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 380 / 3 330)
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    | 56 PostWar Contemporary 3748 JOSEF STAUB (Baar 1931–2006 Schlieren) Vela al Viento. 1997. Chromstahl. Mit dem eingeritzten Monogramm und der Datierung: ST 97. Höhe 120 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Archiv Josef Staub, Baden, Mai 2020, bestätigt. Wir danken Herrn Fredi Staub für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt beim Künstler 1997 erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
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    | 57 3749 PETER SOMM (Sulgen1940–lebt und arbeitet in Herrenschwanden) Ohne Titel. 1980. Acryl auf Leinwand. Verso signiert und datiert: Somm 1980, sowie auf dem Keilrahmen signiert, datiert und mit der Werknummer: Werk Nr. 241 P. Somm, 1980. 110 × 110 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3750 PETER SOMM (Sulgen 1940–lebt und arbeitet in Herrenschwanden) Ohne Titel. 1980. Acryl auf Leinwand. Verso signiert und datiert: Somm 1980, sowie auf dem Keilrahmen signiert, datiert und mit der Werknummer: Werk Nr. 240 P. Somm, 1980. 110 × 110 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760)
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    | 58 PostWar Contemporary 3751 JOSEF STAUB (Baar 1931–2006 Schlieren) Phoenix. 1995. Chromstahl. Mit dem eingeritzten Monogramm und der Datierung: ST 95. 179 × 100 × 86 cm (inkl. Sockel). Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Archiv Josef Staub, Baden, Mai 2020, bestätigt. Wir danken Herrn Fredi Staub für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: 1997 vom heutigen Besitzer direkt beim Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Der Schweizer Bildhauer und Maler Josef Staub ist 1931 in Baar geboren. Er macht eine Ausbildung zum Maurer und Bauführer, allerdings wendet sich sein Interesse schnell der Bildenden Kunst und der Bildhauerei zu. Seine künstlerische Ausbildung ist überwiegend autodidak- tisch. Mit Anfang 20 liegt sein Schwerpunkt bereits vorwiegend bei der Malerei. Mit Spachtel und pastosen Farben entstehen seine ungegenständlichen, kraftvollen und ausgewogenen Kompositionen. Nach seiner ersten erfolgreichen Ausstellung 1956 in Zug, erhält er zwei Mal, 1957 und 1959, ein Eidgenössisches Kunststipen- dium. Seine erste Ausstellung in Zürich findet 1959 in der Galerie Palette statt. Der Schritt zum Plastischen erfolgt in den 60er Jahren. Er experimentiert mit Aluminium- und Bronzeguss, und ist stetig auf der Suche nach einer immer glatteren und glänzenderen Oberfläche, bis er in den 70er Jahren das Material des Chromstahls für sich entdeckt. Josef Staub beteiligt sich von nun an immer häufiger an Skulpturen- ausstellungen im In- und Ausland, und er bekommt zahlreiche Aufträge für Kunst am Bauprojekte in den Schweizer Kanto- nen Zürich, Zug, Aargau, Solothurn und St. Gallen. In den 70er und 80er Jahren ist er zunehmend mit internationalen Aufträgen, in Spanien, Frankreich, Italien und den USA beschäftigt. Seine erste spiralförmige Chrom- stahlskulptur entsteht ebenfalls in den 70er Jahren. Das Ergebnis jahrelangen Experimentierens reflektiert sich gut in unseren zwei vorliegenden Skulpturen, die in den Jahren 1995 und 1997 entstehen: die perfekt gearbeiteten Hohlblechkör- per mit einem sanften Seidenglanz und einer sachlich-kühlen, jedoch nicht kalten Oberfläche. Dank des Chromstahls hat Staub das Material gefunden, das seinen Intentionen voll entspricht. Seine geome- trisch-abstrakten Formen entwickeln sich massgeblich aus Linien und Flächen. Die von uns angebotene Spiralform und die Segelform (Los 3748) imponieren durch ihre Kühnheit der Konstruktion bei gleichzeitiger Leichtigkeit und Eleganz. Durch die geschwungenen Bänder, die der Chromstahl in den Raum schreibt, wird ein starker Wechsel von Licht und Schatten erzeugt. Die Lichtverhältnisse erwecken die geschmeidigen Formen zum Leben. Jede seiner Skulpturen hat ihr eigenes Licht. Der Betrachter findet den passenden Winkel, indem er sich um die plastischen Körper bewegt. Sowohl die Spiralform als auch die Segelform haben vollkommen unterschiedliche Erscheinun- gen, je nachdem von welcher Seite man sie betrachtet. Bei der Entstehung seiner Kunstwerke steht keine mathematischtheoretische Methode im Vordergrund, sondern er geht empirisch vor: er erstellt zunächst Kartonmodelle, von denen Schnittmuster gedreht, geformt und in eine räumliche Ordnung gebracht werden. Daraufhin schafft er erste Gipsmodelle, die seine ersten Ideen konkretisieren. Nach zahlrei- chen Variationen setzt er schliesslich sein Ergebnis in Chromstahl um. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570)
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    | 60 PostWar Contemporary 3752 ANDY WARHOL (Pittsburgh 1928–1987 New York) Lola Jacobson. 1985. Siebdruck und Acryl auf Leinwand. Auf der Überlappung mit den Stempeln: The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts und The Estate of Andy Warhol. Zu- dem auf dem Keilrahmen mit der Archivnummer: P050.072. 101,5 × 101,5 cm. Provenienz: - Nachlass des Künstlers. - The Andy Warhol Foundation of the Visual Arts, New York. - Jane Holzer, New York. - Privatsammlung New York. - Auktion Sotheby's New York, 15.11.2000, Los 314. - Privatsammlung Schweiz. Am 6. August 1928 wird Andy Warhol als drittes Kind einer russischen Immigran- tenfamilie in Pittsburgh geboren. Mit acht Jahren erkrankt er am Veitstanz und einer seltenen Pigmentstörung, weshalb man ihn oft für einen Albino hält. Gefesselt ans Bett entdeckt er seine Leidenschaft für Comics und Kinofilme. Von 1945 – 1949 studiert Warhol Gebrauchsgrafik am Car- negie Institute of Technology, wo er seinen Abschluss in Malerei und Design macht. Es zieht den jungen Warhol in den Hotspot für Kunst und Literatur – nach New York. Dort arbeitet er als Schaufensterdekorateur und wird bald zum gefragtesten Werbedesig- ner der Stadt. Seine ersten Zeichnungen werden 1950 in der Zeitschrift „Mademoi- selle“ veröffentlicht. Mit der Designerin Suzie Frankfurt entwickelt er die drop-and- dripping Technik, bei der er mit Tusche und Tinte gemalte Motive mit Löschpapier kopiert und auf ein weiteres Blatt überträgt – eine Vorstufe zu seiner später präferier- ten Technik des Siebdrucks. So entstehen zahlreiche Grusskarten, Werbegeschenke, Beiträge für Magazine aber auch Kochbü- cher. Bei sogenannten „Colouring Parties“ lässt er Freunde und Gäste diese Werke ausmalen – auch hier schon ein Hinweis auf seine spätere serielle Produktion und die Factory. Ende der 1950er Jahre entscheidet er sich, dem Grafikdesign den Rücken zu kehren und als Künstler zu arbeiten. Wie kein anderer vor ihm setzt er sich mit der veränderten Gesellschaft auseinander. Er sucht Alltagsgegenstände, Ereignisse, Stars und Sternchen, die in Jedermanns Leben vorkommen und für jeden eine wie auch immer geartete Bedeutung haben. Seien es Artikel des Massenkonsums, wie die bekannten Campbell´s Soup Dosen, die in den 1950er/60er Jahren in keiner Vorratskammer in den USA und England gefehlt haben, oder Prominente wie James Dean, Jacky Kennedy und Marylin Monroe, an deren Schicksal eine ganze Generatio- nen teilgenommen hat. Meisterlich nutzt Warhol Comics, Zeitungsfotos und Bilder von Stars, Sternchen, Unfällen, aber auch von Ereignissen oder Gegenständen, und erhebt sie durch die Verwendung in seinen Kunstwerken und die zeitgleiche serielle Ausführung zu Ikonen nicht nur seiner, sondern auch unserer Zeit. Zu Beginn der 1960er Jahre beginnt er den Siebdruck für sich zu entdecken, dessen Technik ihm die Serialität, die immanent für sein Werk ist, ermöglicht. Mit der 1962 gegründeten Factory treibt er sie dann auf die Spitze. 1968 verübt die radikale Frauenrechtlerin Valerie Solanas ein Attentat auf Warhol. Daraufhin zieht er sich immer mehr zu- rück, die ehemals experimentelle Factory verschreibt sich zunehmend der Kommer- zialisierung seiner Kunst. Durch das Er- lebte und den späteren Tod seiner Mutter erhält das Thema Tod Einzug in Warhols Werk. Zudem bekommen Porträts, auch Auftragsporträts, einen immer grösseren Stellenwert. Am 22. Februar 1987 stirbt Andy Warhol. Noch zu Lebzeiten hat er die Andy Warhol Foundation of Visual Arts ins Leben gerufen, die neben der Familie einen Grossteil seines auf über 100 Millionen US- Dollar geschätzten Vermögens bekommt. Heute erstellt die Foundation das umfas- sende Verzeichnis seiner Werke. 1962 hat Warhol seine erste Einzelaus- stellung in der Ferus Gallery in Los Angeles mit seiner Serie von „Campell’s Soup“ Ge- mälden. Er ist sowohl auf der documenta 4 1968 mit seinen „Ten Marilyns“ vertreten als auch auf der documenta 6 (1977) und 7 (1982). Unzählige Gruppen- und Einzel- ausstellungen ehren das Werk des Ame- rikaners; 2020 zeigt das Museum Ludwig Köln, dass Dank des Sammlerehepaars Peter und Irene Ludwig die grösste Warhol Sammlung ausserhalb der USA sein Eigen nennt, in Kooperation mit der Tate Modern in London eine umfassende Retrospektive Andy Warhols. Andy Warhol hat die Kunst des 20. Jahr- hunderts revolutioniert, indem er sich vom klassischen Begriff der Bildenden Kunst abwendet, das Alltägliche und Triviale zur Kunst erhöht und auch dem Kommerz einen hohen Stellenwert einräumt. Porträts finden sich in Andy Warhols Oeu- vre von den Anfängen bis hin zu seinem Spätwerk. „Teen Stars“ von 1963 ist die erste Serie, in der er sich ausschliesslich dem Porträt widmet. Zu dieser Folge ge- hören u.a. Porträts von Warren Beatty und Natalie Wood, den Jungstars des ame- rikanischen Kinos. Kurz darauf folgen die ersten Porträts von Marilyn Monroe, die zu den Ikonen seines Oeuvres gehören. Allen Porträts gemein ist die Verwen- dung von Vorlagen aus Zeitschriften oder auch Polaroids (vor allem in den späteren Gemälden) und das schier endlose Expe- rimentieren mit Farbkombinationen und Serialität – so gibt es z.B. Elvis von einer Einzeldarstellung bis hin zu kontaktbögen- artigen Aufreihungen in einem Werk. Zu den prominesten Porträtierten gehören Marilyn Monroe, Elisabeth Taylor, Jackie Kennedy, Elvis Presley und Mick Jagger. Neben den Stars will Warhol aber auch immer die Gesellschaft abbilden, und so nimmt er mit der Zeit immer mehr Auftragsporträts aus der gehobenen Gesellschaft an. Sie sind natürlich eine sichere Einnahmequelle, um das eigene ausschweifende Leben, aber auch parallel laufende Projekte zu finanzieren. Doch gleichzeitig gelingt es Warhol mit diesen zahlreichen Bildnissen auch, einen impo- santen Einblick in die amerikanischen Ge- sellschaft abzubilden, wobei die Auftrags- porträts eher die High Society abdecken und dagegen eigene Projekte wie „Ladies and Gentleman“ aus dem Jahr 1975 (Los 3862) oder „Ten Portraits of Jews of the Twentieth Century“ (1980) auch die von der Gesellschaft nicht immer akzeptierten Facetten darstellen. Das vorliegende Gemälde zeigt Lola Ja- cobson, die mit ihrem Mann Donald durch ihre zahlreichen wohltätigen und phil- antropischen Projekte, wie der Gründung des Mount Sinai Medical Center in New York bekannt und hoch angesehen war. Als sogenannte Celebrity und wohl gern gesehener Gast auf jeder Party, gehört Lola Jacobson zu den typischen Motiven für Warhols Auftragsporträts. CHF 180 000 / 240 000 (€ 171 430 / 228 570)
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    | 62 PostWar Contemporary 3753 YAN PEI-MING (Shanghai 1960–lebt und arbeitet in Dijon) Portrait anonyme - portrait du père. 1998. Kohle und Aquarell auf Vélin (Diptychon). Unten rechts signiert und datiert: Yan Pei-Ming 21 bzw. 22.08.98. 76,5 × 212 cm (gesamt) Winzige Papierbeschädigung. Provenienz: - Galerie Charlotte Moser, Genf (verso mit dem Etikett). - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Yan Pei-Ming wird 1960 in Shanghai geboren und wächst während der Kulturre- volution dort auf. Im Alter von 19 Jahren beschliesst er nach Frankreich zu emigrie- ren und studiert dort an der renommierten École Nationale Supérieure des Beaux- Arts in Dijon, macht 1986 dort seinen Abschluss und lebt noch heute in Dijon. Er ist bekannt für seine grossformatigen, fast monochromen Porträts von Persön- lichkeiten aus Politik und Gesellschaft wie Mao Zedong, Bruce Lee oder Barack Obama. Das vorliegende Diptychon zeigt ein weite- res beherrschendes Motiv seiner Porträts: seinen Vater. Mit schnellen, dynamischen Pinselstrichen sind die Gesichter des Va- ters und eines Unbekannten gemalt, wobei die Konturen ausdrucksgebend sind, das Innere der Gesichter scheint unter dem Pinselduktus zu verwischen. Beide sind am äussersten linken bzw. rechten Blatt- rand positioniert, so dass sie sich in der Situation des Diptychons anschauen und miteinander zu kommunizieren scheinen, aber mit grösstmöglicher Distanz zu ein- ander. Die reduzierte Farbpalette und der expressive Pinselstrich sind Yan Pei-Mings Markenzeichen, die ihn zu einem der wich- tigsten zeitgenössischen chinesischen Künstler machen. Neben unzähligen Einzel- und Gruppen- ausstellung erfährt er grosse internationa- le Beachtung durch seine Teilnahme an der Venedig Biennale im Jahr 2003. CHF 12 000 / 18 000 (€ 11 430 / 17 140)
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    | 63 3754* XIA XIAOWAN (Peking1959–lebt und arbeitet in Peking) Durn. 1994. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: Xia Xiaowan 1994. 97 × 130 cm. Provenienz: - Auktion Koller, 9. Dezember 2006, Los 134. - Bei obiger Auktion vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Griechenland. CHF 15 000 / 20 000 (€ 14 290 / 19 050)
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    | 64 PostWar Contemporary 3755 GIACOMO MANZÙ (Bergamo 1908–1991 Rom) Testa di Ragazza. Bronze. Verso mit dem Signaturstempel: MANZU. Höhe 32 cm (inkl. Sockel). Mit der Bestätigung der Authentizität durch die Fondazione Giacomo Manzù, Aprilia, Mai 2020. Dieses Werk ist dort unter der Archivnummer: 41/2020 regist- riert. Wir danken Frau Giulia Manzù für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Galerie Welz, Salzburg. - Vom heutigen Besitzer bei obiger Galerie erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz. Giacomo Manzù zählt Mitte des 20. Jahrhunderts zu den einflussreichsten Bildhauern Italiens, der durch das Wieder- beleben der Herstellung von Bronzetüren für Kirchen heraussticht und seinen Ruhm erlangt. Geboren als Giacomo Manzoni im Jahr 1908, muss er bereits in frühen Jah- ren die Schule verlassen, um ein ordent- liches Handwerk zu erlernen. Manzù be- ginnt hier zum ersten Mal mit Holz, Metall und Stein zu arbeiten, was ihm später eine solide Grundlage für sein bildhauerisches Schaffen bietet. 1928 zieht es den jungen Künstler nach Paris, wo er ohne jegliche Ersparnisse noch Arbeitsbewilligung den Wunsch verfolgt, sich als Bildhauer den Le- bensunterhalt zu verdienen. Der Versuch jedoch misslingt schon nach kürzester Zeit. Ohne Verdienst und fast verhungert, kehrte er nach Italien zurück, um sich in seinem Heimatland ein neues Leben auf- zubauen. Mit dem Auftrag, die Kapelle an der katholischen Universität in Mailand im Jahr 1929 zu dekorieren, kommt schliess- lich die Wende. Manzùs Schwerpunkt liegt anfänglich auf biblischen Themen, Porträts sowie Akt- darstellungen, wobei sich darin Einflüsse etruskischer, ägyptischer und mittelalter- licher Kunst finden. Im späteren Verlauf fokussiert er sich verstärkt auf impressio- nistische Techniken, wobei besonders der Künstler Medardo Rosso als sein grösstes Vorbild und Inspiration gilt. Nach einem kurzen Aufenthalt in Rom und dem Besuch des Petersdoms im Vatikan einige Jahre später, ist Manzù von seinen Eindrücken so überwältigt, dass fortan der religiöse Cha- rakter in seinen Werken zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auf dieser Grundlage entsteht eine Bronzefigur eines Kardinals, auf welche über 50 weitere stehende oder sitzende Kardinäle folgen. Im Gegensatz dazu präsentiert seine Bildhauerei nicht selten auch junge zarte Figuren weiblicher Körper, die ein Gegen- stück zu seiner mit christlicher Symbolik geladenen Bildhauerei bilden. An dieser Stelle hervorzuheben ist das Werk mit dem Titel Francesca, ein sitzender Akt einer jungen Frau, mit welchem er in der Quadriennale di Roma 1942 den Preis gewinnt. Sechs Jahre später erhält Manzù an der Biennale in Venedig eine weitere Auszeichnung für italienische Skulptu- ren. Sein langjähriger Wunsch, von seiner Leidenschaft - der Bildhauerei - leben zu können, wird allmählich Wirklichkeit. Vom Vatikan, wo er ursprünglich seine Inspiration findet, wird ihm ein neuer Auftrag erteilt. Dies, nach dem Manzù sich in einem Wettbewerb gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzt. So darf er nun im Auftrag von Papst Johannes XXIII eine Reihe von Bronzetüren für den Petersdom erschaffen. Zahlreiche weitere Anfragen folgen, darunter Arbeiten für die Salzbur- ger Kathedrale, die Sankt-Laurents Kirche in Rotterdam oder das Relief Mother and Child im New Yorker Rockefeller Center. Begleitend zur Tätigkeit als Bildhauer, un- terrichtet er an der Accademia di Belle Arti di Brera im Mailand. Manzùs Arbeiten lassen auf eine beach- tenswerte Laufbahn blicken, die ihre Spu- ren in monumentalen Bauwerken Italiens, aber auch in anderen Ländern Europas hinterlassen hat. Seine Werke werden auf der documenta 2 1959 und auf der docu- menta 6 1977 ausgestellt. Ihm zu Ehren wird 1969 in Ardea bei Rom das Manzù Museum eröffnet, um dessen Lebenswerk angemessen zu würdigen. 1991 stirbt Giacomo Manzù in Ardea bei Rom. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290)
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  • 72.
    | 66 PostWar Contemporary 3756* WIM DELVOYE (Wervik 1965–lebt und arbeitet in Brighton) Jesus Twisted. 2006. Bronze. 3/3. Am Fuss des Kreuzes mit der eingeritzten Signatur, Datierung und Nummer: WDelvoye 2006 3/3. 396 × 102 × 42 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Studio Wim Delvoye, Mai 2020, Brigh- ton, bestätigt. Wir danken dem Studio für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery. - Privatsammlung Belgien. Der Konzeptkünstler Wim Delvoye wird 1965 in Belgien geboren. Sein Fokus liegt auf der Darstellung ästhetischer Ge- gensätze, deren Wiedersprüche häufig provokant wirken. Charakterisiert durch Humor und subversive Ironie, stellt er das gängige Wertesystem der Konsum- gesellschaft in Frage. Seine Werke sind umstritten, das ist sein Kernanliegen. Die Irritation der Betrachter gehört zu seinem künstlerischen Repertoire. Seine Kunst macht Unbequemes und Institutionenkri- tiker ausstellbar. Mit viel hintergründigem Witz vermengt er Profanes und Sublimes in seinen Arbeiten. Banales wird durch das Ornament zur Kunst und die Volkskunst wird museal. Er lässt die Tradition auf die Utopie treffen, sowie das Handwerk auf die Hightech. Sein Hang zu monumentaler Kunst, Neugier, seine unmittelbare Begeis- terung für Fremdes zeichnen das Werk von Wim Delvoye aus. All seine Werke unterliegen einem Ge- dankenweg, der von zwei Codes geleitet wird. Zunächst das Resultieren aus der Er- kennbarkeit der Funktion eines Alltagsge- genstandes. Zum zweiten die zweckent- fremdete Darstellung dieser Gegenstände durch die Adaptation des Künstlers. Dabei bringt Delvoye unterschiedliche Stilvaria- tionen der Kunstgeschichte zusammen, vorrangig aus der lokalen Tradition der Gotik und des Rokoko, in zeitgenössi- scher Ausführung. So funktioniert auch seine Serie der tordierten Skulpturen aus Bronze oder Silber, in der er den Körper Christi um ein elliptisch geformtes Kreuz dreht. Die tragenden Kreuzskulpturen sind in unterschiedlichen Formen gegossen: Kreise, unendliche Möbius Schleifen oder, wie unserem vorliegenden Werk, in Form I’m not interested in sculpting cubes or painting monochromes, it’s too easy. Art must fascinate people and doing easy things is not a good way to seek fascination. Wim Delvoye einer DNA-Doppelhelix. Die Kruzifixe bearbeitet Wim Delvoye in Anlehnung an Genetik, Geometrie und der Topologie, bis er eine fliessende Form erreicht. Die ewige Strömung in seinen Skulpturen verkörpert dasselbe Prinzip des Zyklus des gefolter- ten und wiederauferstehenden Christus. Kleidung und Dornenkrone nehmen die traditionelle Ikonografie der Kreuzigung auf. Wim Delvoyes Werke werden in zahlrei- chen internationalen Einzelausstellungen gezeigt, u. a. im New Museum of Contem- porary Art in New York, im Musée d’Art Contemporain von Lyon, Musée Rodin sowie im Musée du Louvre in Paris. Auch waren seine Arbeiten auf der Biennale von Venedig (1990, 1999, 2009), der docu- menta 4, der Biennalen in Sydney, Lyon und Shanghai ausgestellt. CHF 90 000 / 120 000 (€ 85 710 / 114 290)
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    | 68 PostWar Contemporary 3757 PAVEL PEPPERSTEIN (Moskau 1966–lebt und arbeitet in Moskau und Tel Aviv) Monsters of Flowers. 2002. Aquarell, Tinte, Gouache und Deckweiss auf festem Vélin. Unten rechts in kyrillisch signiert und da- tiert: P. Pepperstein, 2002. 114,7 × 142 cm. Provenienz: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung England. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 75.
    | 69 3758* HENRIETTE RIEDERER (Waiblingen1941–2003 Hamburg) Vogelmaske und Entenkopf I. 1975. Bleistiftzeichnung auf Klarsichtfolie. Unten rechts monogrammiert und datiert: H 75. 120 × 100 cm. Provenienz: - Galerie Elke und Werner Zimmer, Düsseldorf (verso mit dem Etikett). - Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430) 3759 PAVEL PEPPERSTEIN (Moskau 1966–lebt und arbeitet in Moskau und Tel Aviv) God of Tunnels. 2002. Aquarell auf festem Vélin. Unten rechts signiert und datiert: P. Pepperstein, 2002, sowie in kyrillisch signiert. 114,5 × 122 cm Provenienz: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung England. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 76.
    | 70 PostWar Contemporary 3760 PAVEL PEPPERSTEIN (Moskau 1966–lebt und arbeitet in Moskau und Tel Aviv) God of Cosmos. 2002. Aquarell auf festem Vélin. Oben rechts signiert und datiert: P. Pepperstein, 2002, sowie nochmals in kyrillisch signiert. 114,5 × 122 cm Provenienz: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung England. Pavel Pepperstein wird 1966 als Sohn der Schriftstellerin Irina Pivovarova und dem Maler Viktor Pivorarov in Moskau geboren. Von 1985-1987 studiert er an der Akademie der Schönen Künste in Prag. Im Jahr seines Abschlusses gründet er mit Sergeji Anufriev, Yuri Leiderman und Vladimir Fedorov die Künstlergrup- pe Medical Hermeneutics, die sich im Verlaufe des Untergangs des Kommunis- mus und der damit verbunden Öffnung zum Westen, auf die eigene östliche Kunst und Kultur zurückbesinnen will. Grossen Einfluss auf sein Werk hat Ilja Kabakov. Aber Pepperstein widmet sich nicht ausschliesslich der Bildenden Kunst, sondern arbeitet auch als Kunstkritiker, Designer, Poet und Kurator. Er gehört mit zu den einflussreichsten Künstlern der russischen Gegenwartsszene. 1994 unterrichtet er als Gastprofessor an der Städelschule, Frankfurt; 1997-1998 erhält er ein Stipendium an der Akademie Soli- tude in Stuttgart. Pavel Pepperstein lebt in Moskau und Tel Aviv. Die Verknüpfung von russischen und an- tiken Sagen, aber auch das Kombinieren suprematistischer mit Pop-Art-Motiven erlauben ihm eine unglaublich reiche Bildsprache, die er teils als komplexe Kompositionen, aber auch als Streubil- der kombiniert, oder aber er erzählt eine Geschichte. Mit leichtem Duktus eröffnet Pepperstein dem Betrachter eine überra- schende, surrealistische, fast mythenhaf- te Welt, die alle Interpretationsmöglich- keiten offen lässt. Spielerisch hinterfragt er den allgemeingültigen Kanon von Kunst, Literatur, Politik und Medien. Neben zahlreichen Gruppen- und Ein- zelausstellungen wird Pavel Pepperstein 2004 auf der 26. Sao Paulo Biennale gezeigt. 2009 wird er eingeladen, den Russischen Pavillion auf der Venedig Biennale zu bespielen. 2014 gehört er zu den Teilnehmern der 10. Manifesta in St. Petersburg. Im selben Jahr wird ihm der renommierte Kandinsky Preis verliehen. Das Medium der Zeichnung spielt in Pep- persteins Oeuvre eine grosse Rolle. Die drei vorliegenden, grossformatigen Werke zeigen eindrücklich seine Spannbreite in der Wahl der Motive ebenso wie in der Ausführung. In einer Zeichnung (Los 3757) zeigt er über das Blatt verteilt einzelne Blüten, teils realistisch, teils abstrahiert in einer Streublumen-Optik. Die zweite Zeichnung (Los 3759) dagegen scheint eine Geschichte zu erzählen: eine Frau steht am Rande eines schwarzen Lochs, dessen innerer Kern hell leuchtet. Wird sie hineingezogen oder haben die zwei Motive gar nichts miteinander zu tun? Die dritte Zeichnung ist eine dichte, farbenfrohe Komposition zum einen aus schlangen- förmigen Motiven, die sich über das Blatt ziehen, und zum anderen aus runden Formen, von denen einige verformt bis hin zu sternenartigen Gebilden sind. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
  • 77.
  • 78.
    | 72 PostWar Contemporary 3761* THOMAS VIRNICH (Eschweiler 1957–lebt und arbeitet in Mönchengladbach) Roller-Fahrer. 2007. Glasierte Keramik. Auf der Unterseite signiert und datiert: Virnich 2007. 28 × 29 × 17 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery. - Privatsammlung Belgien. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430) 3762 GASTON CHAISSAC (Avalon 1910–1964 Vix) Ohne Titel. Filz- und Farbstift auf Vélin. Unten links signiert: chaissac. 65 × 50 cm. Die Authentizität des vorliegenden Werkes wurde von Frau Nadia Raison, Paris, Febru- rar 2020, bestätigt. Wir danken Frau Raison für Ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 79.
    | 73 3763 GASTON CHAISSAC (Avalon1910–1964 Vix) Ohne Titel. Gouache auf Hartfaserplatte. Unten rechts signiert: CHAISSAC. 57,5 × 25,5 cm. Die Authentizität des vorliegenden Werkes wurde von Frau Nadia Raison, Paris, Febru- rar 2020, bestätigt. Wir danken Frau Raison für Ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: Privatsammlung Italien. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430)
  • 80.
    | 74 PostWar Contemporary
  • 81.
    | 75 3764* BLADE (STEVENOGBURN) (New York 1957–lebt und arbeitet in New York) Paris Rocks. 2008. Sprayfarbe auf Leinwand. In der Darstellung signiert: BLADE, sowie verso signiert, datiert und betitelt: PARIS ROCKS STEVE OGBURN 8-08. 170 × 263 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3765* PART 1 (ENRIQUE TORRES) (New York (?) 1959) Hearts Part. 1984. Sprayfarbe auf Leinwand (nicht aufgezogen). In der Darstellung signiert: PART 1. 120 × 280 cm. Provenienz: Ehemals Galerie Schurr, Stuttgart. Ausstellung: Stuttgart 1984, Graffiti Writers aus New York. Galerie Schurr, 7. Juli - 31. August 1984. CHF 1 500 / 2 500 (€ 1 430 / 2 380) 3766* STEFAN RÜESCH (Luzern 1963–lebt und arbeitet in Chur) Ohne Titel. 2005. Acryl auf Leinwand. Auf dem Keilrahmen signiert, datiert, betitelt und mit Ortsangabe: RÜESCH 2005 S. Rüesch Berlin, 19.10.2005 ohne Titel 2005. 24 × 18 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430)
  • 82.
    | 76 PostWar Contemporary 3767* ANDY WARHOL (Pittsburgh 1928–1987 New York) B/W Ads (Are You “Different?”). 1985/86. Acryl und Serigrafie auf Leinwand. Auf der Überlappung mit den Stempeln: The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts und The Estate of Andy Warhol. Zudem auf Keilrahmen sowie auf der Überlappung der Leinwand mit der Archivnummer: PA10.424. 50,9 × 40,3 cm. Mit einer Bestätigung der Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, New York 2007. Provenienz: Privatsammlung Schweden. Ende der 1970er Jahre sieht sich Andy Warhol zunehmend der Kritik ausgesetzt, zu kommerziell zu werden und die Energie und Innovation seiner frühen Werke zu- sehends zu verlieren. So besinnt sich der Künstler wieder vermehrt auf eigene Pro- jekte, und es entsteht eine sehr persönli- che Serie von Schwarz-Weiss Gemälden, die bis zur MoMA Retrospektive 1989 weitgehend unbekannt bleiben. Like all of Warhol’s art, these lost pictures take visual cue from the ubiquitous Western media at the service of consumerism and publici- ty, while also addressing more personal and ultimate concerns: the power of the mind for spitritual salvation, the capacity for the body to be improved, and military geopolitics. (Gagosian Gallery (Hrsg.): Andy Warhol. Heaven and hell are just one breath away! Late paintings and related works, 1984-1986, S. 10). In Rückbesinnung auf seine Anfänge, ver- wendet Warhol für diese Serie Zeitungs- anzeigen, kommerzielle Illustrationen und Broschüren – künstlerische Ausdrucks- formen, die von der Bildenden Kunst aber nicht akzeptiert werden. Parallel setzt er sich in den 1980er Jahren zunehmend mit der jungen Künstlergeneration auseinan- der. Es kommt zur legendären Kooperation mit Jean-Michel Basquiat und Francesco Clemente, aber auch Keith Haring zieht seine Aufmerksamkeit auf sich, und Andy Warhol always seemed to reflect the times he lived in. His paintings and drawings from this series of work underscore the mood and feelings of the 1980s. Vincent Fremont obwohl es nie zu einer Zusammenarbeit gekommen ist, signiert Warhol Harings Andy Mouse, was seine Anerkennung zeigt. Warhol nutzt auch die von Haring immer wieder eingesetzten Strahlen, die er in vielen Werken nutzt. Der nachdenklich Geschäftsmann scheint sich die Frage am Oberrand des Werkes Are You Different zu stellen und über eine Antwort nachzudenken. Warhol bringt somit einen spirituellen Aspekt mit in dieses Werk, und es steht zu vermuten, dass er seine eigene Unsicherheit und den Wunsch dazuzugehören in diesem Werk anspricht. CHF 50 000 / 70 000 (€ 47 620 / 66 670)
  • 83.
  • 84.
    | 78 PostWar Contemporary 3768* LOTHAR GUDERIAN (Köthen 1939–lebt und arbeitet in Düsseldorf) Rechter Winkel. 2019. Karton bemalt, geschichtet und verflochten. Verso signiert und datiert: L. Guderian 2019. 80 × 70 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Privatsammlung Deutschland. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430) 3769* GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zürich 2016) Hommage à Ken Saro Winé. 1995. Gouache auf Vélin. Jeweils zwei unten links und zwei unten rechts: Honegger 1995. 65 × 35 cm. Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810)
  • 85.
    | 79 3770* MARIO DALPRA (Vorarlberg1960–lebt und arbeitet u.a. in Wien) Weisheit in Form. 2016. Bronze, 3-Schicht lackiert. Auf der Unterseite monogrammiert und datiert: MD2016. 45 × 35 × 20 cm. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Jedlitschka Gallery, Zürich. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570)
  • 86.
    | 80 PostWar Contemporary 3771* LUIS TOMASELLO (La Plata/Argentinien 1915–2014 Paris) Atmosphère chromoplastique No. 379. 1975. Acryl auf Holz. Verso signiert, betitelt, nummeriert, da- tiert, mit Massangaben und Richtungsangaben: ATMOSPHÈRE CHRO- MOPLASTIQUE No. 379. 1975. 0.90 x 0.90 cm L. TOMASELLO 1975. 90 × 90 × 8 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von den Archiven Luis Tomasello, Paris, April 2020, bestätigt. Wir danken Frau Patricia Newcomer für Ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben, Privatsammlung Schweiz. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer, seitdem Privatsammlung Österreich. Ausstellungen: - Den Haag 1976, Tomasello. Galerie Nouvelles Images. - Paris 1976, Tomasello. Musée d‘Art moderne de la Ville de Paris. - Hornu (Mons) 1976. Tomasello. Les Ateliers du Grand-Hornu, Galerie d'Art. - Arles 1981, Tomasello. Musée Réattu. Literatur: Lassaigne, Jacques/Cortázar, Julio: Tomasello, Paris, MAMVP, 1976. Das Licht- und Schattenspiel, die Farbwahl und die damit einhergehende Erzeugung von Bewegung in geometrischen Moti- ven stehen im Fokus von Luis Tomasellos künstlerischem Lebenswerk. Wie kaum ein anderer Künstler beherrscht er es, eine dynamische Beziehung zwischen seinem Werk, dessen Umgebung und dem Betrachter zu erzeugen. Luis Tomasello wird 1915 in eine aus Italien stammende Familie in Argentinien gebo- ren. Während der junge Tomasello seinem Vater in dessen Beruf als Zimmermann, Maurer und Maler unterstützt, erhält er zugleich Abendunterricht im Zeichnen. Immer tiefer wird die Leidenschaft für das künstlerische Schaffen, die ihn schliesslich dazu bewegt, 1932 an der Escuela Nacio- nal de Bellas Artes Prilidiano Pueyrredón in Buenos Aires zu studieren. 1940 folgt das Studium an der Escuela Superior de Bellas Artes de la Nación Ernesto de la Cárcova. In dieser Lebensphase begegnet Toma- sello den avantgardistischen Künstlern Emilio Pettoruti und Carmelo Arden Quin, die einen ausgeprägten Einfluss auf den damals noch jungen Künstler haben. Eine Reise nach Paris in den 1950er Jahren veranlasst ihn, im Jahr 1957 in die fran- zösische Hauptstadt umzusiedeln. Hier schliesst er sich einem bereits grösseren Kreis lateinamerikanischer Künstler an. Die anfangs figurative Tendenz in Tomasellos Werk wandelt sich allmählich in geomet- rische Abstraktion um. Darin finden sich erste kinetische Eigenschaften, in denen er eine Bewegung mittels visueller Effekte ausdrückt. So arbeitet der Künstler insbe- sondere mit einer aktiven Oberflächen- struktur und setzt sich dabei mit verschie- denen Formen und Farben auseinander, die einem flachen Medium Dynamik verlei- hen. In diesem Zusammenhang beginnen bei Tomassello auch Licht und Schatten eine tragende Rolle zu spielen, deren Ein- fluss auf die optische Wahrnehmung nicht unbedeutend ist. Eine bedeutende Serie mit dem Namen Atmosphère chromo- plastique entsteht, die seinen Durchbruch als Künstler markiert. Diese herausragenden Werke werden, neben zahlreichen Gruppenausstellungen, in Einzelausstellungen unter anderem im Museo Nacional de Bellas Arten in Buenos Aires (1962), im Musée National d’Art Modern in Paris (1976), sowie im Museum für Zeitgenössische Kunst in Madrid (1996) ausgestellt. Indem für ihn die drei Elemente - das Werk selbst, seine Umgebung und der Betrach- ter - eine wichtige Rolle spielen und erst durch ihr Zusammenwirken einen virtuel- len Raum entstehen lassen, wird Toma- sellos Vorgehen häufig mit dem Minima- lismus in Verbindung gebracht. Besonders die beiden Künstler Sol LeWitt und Donald Judd sind an dieser Stelle hervorzuhe- ben, die sich mit den genannten Faktoren ebenfalls auseinandersetzen. Zugleich finden sich in Tomasellos Arbeit Eigen- schaften der Op Art, in der durch abstrakte Farb- und Linienstrukturen eine Bewegung erzeugt wird. Luis Tomasellos Lebenswerk lässt somit auf eine facettenreiche künst- lerische Laufbahn zurückblicken, in der der Künstler über den zweidimensionalen Ausdruck seiner Komposition hinausgeht und seinen Werken ein Stück weit Leben in Form von Bewegung einhaucht. CHF 30 000 / 40 000 (€ 28 570 / 38 100)
  • 87.
  • 88.
    | 82 PostWar Contemporary 3772 LEO LEUPPI (1893 Zürich 1972) Radiance. 1959. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: leo leuppi. 59. 103 × 148 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) 3773 LEO LEUPPI (1893 Zürich 1972) Trident rouge. 1958. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: leo leuppi. 58. 80 × 120 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: Zürich 1980, Leo Leuppi. Helmhaus/Kunsthaus Zürich, 21. Juni - 2. August (verso mit dem Etikett). CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
  • 89.
    | 83 3774 BERNHARD LUGINBÜHL (Bern1929–2011 Langnau im Emmental) Schlanke Aggression. 1957. Eisen rostig, nachträglich verzinkt. Höhe 315 cm. Dabei: Ausst.-Kat. Bernhard Luginbühl. Plastiken, Kunsthaus Zürich, Zürich 1972. Provenienz: - Sammlung Dr. Ch. Studer, Solothurn. - Durch Erbschaft an den heutigen Besitzer. Ausstellung: Zürich 1972, Bernhard Luginbühl. Plastiken, Kunsthaus Zürich, 29.3.–14.5.1972, Nr. 45. Literatur: Ausst.-Kat. Bernhard Luginbühl. Plastiken, Kunsthaus Zürich, Zürich 1972, Nr. 45. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570)
  • 90.
    | 84 PostWar Contemporary
  • 91.
    | 85 3775* ALFRED HOFKUNST (Wien1942–2004 Cudrefin) 5 Bll.: La mer. La mer est belle (2). Marseille. Plage-blanche. 1982. Aquarell auf Vélin. Jeweils unten rechts signiert und datiert: A Hofkunst 82, sowie unten links betitelt. Je 9 × 13 cm auf 13 × 18,5 cm. Die Authentizität dieser Werke wurde von Frau Sabine Hofkunst, Mai 2020, bestätigt. Wir danken Frau Hofkunst für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Belgien. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3776* ALFRED HOFKUNST (Wien 1942–2004 Cudrefin) Tintenfisch. 1981. Pastell und Acryl auf Vélin, auf Leinwand aufgelegt (8 DIN-A4 Einzelblätter). Unten rechts signiert und datiert: Al. Hofkunst 81. 70 × 100 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde von Frau Sabine Hofkunst, April 2020, bestä- tigt. Wir danken Frau Hofkunst für ihre freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Belgien. CHF 1 400 / 1 800 (€ 1 330 / 1 710)
  • 92.
    | 86 PostWar Contemporary 3777* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Ohne Titel. 1993. Gouache auf Vélin. Unten rechts signiert und datiert: disler 93. 76,3 × 56,7 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt beim Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Berlin. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3778* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Ohne Titel. 1995. Aquarell und Gouache auf festem Vélin. Unten rechts signiert und datiert: disler 95. 74,5 × 71,5 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Berlin. CHF 1 800 / 2 200 (€ 1 710 / 2 100)
  • 93.
    | 87 3779 NIKLAUS HASENBÖHLER (1937Basel 1994) Wasserfall. 1987. Öl auf Leinwand. Unten links monogrammiert und datiert: N.H. 87, sowie verso mit der Inventarnummer: INV. 1987. 03 und der Archivnummer: 284. 197 × 157 cm. Provenienz: - Nachlass Niklaus Hasenböhler. - Privatsammlung Schweiz. Ausstellung: 1987 Basel, Galerie Littmann. Unbekannte Werke, 24. März - 23. April. Literatur: Hasenböhler-Dill, Doris, u.a. (Hrsg.): Niklaus Hasenböhler. Niklaus Hasenböhler 1937-1994. Das Gesamtwerk, Basel 1997, Nr. 284, S. 210. CHF 2 500 / 3 000 (€ 2 380 / 2 860)
  • 94.
    | 88 PostWar Contemporary 3780 NIKLAUS HASENBÖHLER (1937 Basel 1994) Schlangengeburt. 1988. Kohle und Öl auf Leinwand. Unten rechts monogrammiert und datiert: N.H. 88, sowie verso mit dem Nachlass- stempel: Hasenböhler Nachlass Nr. 339. 195 × 130 cm. Provenienz: - Nachlass Niklaus Hasenböhler. - Privatsammlung Schweiz. Ausstellungen: - Basel 1991, Galerie Littmann. Niklaus Hasenböhler. Zeit in der Ewigkeit, 18. Januar - 12. Februar. - Zell (LU) 1992, Galerie Priska Meier. Niklaus Hasenböhler. Neue Bilder, 21. März - 26. April. Literatur: Hasenböhler-Dill, Doris, u.a. (Hrsg.): Niklaus Hasenböhler. Niklaus Hasenböhler 1937-1994. Das Gesamt- werk, Basel 1997, Nr. 339, S. 220. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
  • 95.
    | 89 3781* LUCIANO CASTELLI (Luzern1951–lebt und arbeitet in Zürich) Gabi. 1986. Kunstharz und Ölkreide auf Vélin. Unten links vertikal signiert und datiert: Luciano Castelli 86. 200 × 70 cm. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
  • 96.
    | 90 PostWar Contemporary 3782 MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Ohne Titel. 1981. Acryl auf Leinwand. 230 × 630 cm. Provenienz: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zürich. - Bei obiger Galerie vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung England. Der 1949 im solothurnischen Seewen ge- borene Schweizer Martin Disler gehört in den 1970er und 1980er Jahren zu den be- deutenden Schweizer Kunstschaffenden. Seine stark expressive Kunst und seine demonstrativ gelebte Künstlerexistenz ge- ben dem Künstler in seiner Schaffenszeit einen Kultstatus. Martin Disler ist Autodidakt. Ohne Rücksicht auf Verlust und in kompletter Hingabe zu seiner Kunst konfrontiert er sich in seinem Schaffen mit starken Emo- tionen – Liebe und Erotik, Erlösung, Angst, Macht, Selbstvergessenheit, Hingabe und Hoffnung. Die Darstellung seines Seelen- zustands, und die elementaren emotiona- len Empfindungen des Menschen sind ein immer wiederkehrendes Thema in seiner expressiven Malerei. Wegen wiederhol- ter Regelverstösse verlässt Martin Disler vorzeitig das katholische Internat in Stans und besucht einige Zeit die Kantonsschule Solothurn, bevor er als Praktikant in einer psychiatrischen Klinik zu arbeiten beginnt. In seinem ersten Solothurner Atelier, be- ginnt er sich zu dieser Zeit bereits intensiv mit der Malerei zu beschäftigen. Erste kleine Ausstellungen in München, Olten und Solothurn ermöglichen ihm Vertrau- en als Kunstschaffender zu erlangen, woraufhin er sich um diverse Stipendien bemüht. Sein Atelier installiert er später in der Zürcher Roten Fabrik. Im Jahr 1980 präsentiert er in der Kunsthalle Basel seine Ausstellung „Invasion durch eine falsche Sprache“, die seinen Durchbruch ermög- lichen wird. Nach einem kühnen Auftritt 1981 in Stuttgart avanciert Martin Disler zu einer der Leitfiguren neoexpressiver Ma- lerei. Daraufhin folgen weitere wichtige in- ternationale Ausstellungen in den 1980er Jahren in Köln, New York, auf der docu- menta 7 in Kassel, 1983 im Basler Museum für Gegenwartskunst sowie im Amsterda- mer Stedelijk Museum und in Buenos Aires. 1985 soll Martin Disler die Schweiz auf der Biennale in Sao Paolo vertreten, was auf- grund von Transportschwierigkeiten doch
  • 97.
    | 91 nicht zustandekommt. In den 1980er Jahren erhält er für sein Werk den Bremer Kunstpreis, den Preis für junge Schweizer Kunst der Zürcher Kunstgesellschaft sowie den Kunstpreis des Kantons Solothurn. Zu seiner Schaffenszeit waren die Bewegun- gen der „Neuen Wilden“, „Transavanguar- dia“ und die „Figuration Libre“ aktiv, deren Kontext Martin Disler sich jedoch nicht gerne stellen lässt. Zu Beginn der 1980er Jahren definiert sich Martin Dislers Frühwerk zumeist durch grossformatige Leinwänden (siehe z.B. dieses panoramaartige Werk von 1981), klar definierte Motive und Figuren (siehe auch z.B. Los 3783 oder Los 3785). Seine Palette besteht aus kontrastvollen und kräftigen Farben. Eine ausserordentlich beeindruckende Dynamik erzeugt er nicht nur Dank der Grösse des Bildträgers, sondern vor allem durch seinen markanten Malprozess. Mit Pinsel, Händen und Fin- gern formt er mit Ganzkörpereinsatz seine Figuren. Durch die Masslosigkeit und die Direktheit der Darstellung von Gefühlen wie Schmerz, Gewalt oder Erotik gelingt es ihm ebenfalls, eine starke Wirkung zu erziehlen. Wiederrum arbeitet er auch mit Erd- oder Pastellfarben, die sehr dünn auf das Vélin oder die Leinwand aufgetragen werden, wodurch eine Leichtigkeit und Transparenz in den Vordergrund gesetzt wird. Seine Werke, sagt er, entstehen im Prozess einer kontinuierlichen Verdich- tung. Die späteren Werke von Martin Disler werden malerisch anspruchsvoller (siehe z.B. Los 3783 oder 3786). Auch wenn der Künstler die Figuration nie ganz aufgibt, lässt er dabei immer weniger figurative Motive erkennen. „Ich will alles falsch malen und zeichnen, die unerwartete Linie und die unerträglich erwartete Linie; so bin ich sicher, dass diese von mir sind und nicht vom großen Raster“. Nach einem exzessiven Leben und rast- loser Arbeit stirbt der Künstler im jungen Alter von nur 47 Jahren an den Folgen eines Hirnschlags in Zürich. CHF 14 000 / 18 000 (€ 13 330 / 17 140)
  • 98.
    | 92 PostWar Contemporary 3783* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Ohne Titel. 1982. Wachskreide und Bleistift auf Vélin. Unten rechts signiert und datiert: disler 82. 45,6 × 61 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Berlin. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3784* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Ohne Titel. 1992. Kohle auf festem Vélin. Unten rechts signiert und datiert: disler 92. 20,9 × 29,6 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Berlin. CHF 700 / 800 (€ 670 / 760)
  • 99.
    | 93 3785* MARTIN DISLER (Seewen1949–1996 Genf) Ohne Titel. 1981. Gouache und Deckfarbe auf Vélin, rechter Rand perforiert. Unten rechts signiert und datiert: disler 81. 41,8 × 59 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Berlin. CHF 1 500 / 2 500 (€ 1 430 / 2 380) 3786* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Ohne Titel. 1990. Aquarell auf Vélin. Unten rechts mit Bleistift signiert und datiert: Disler, 90. 30 × 40 cm. Provenienz: Vom heutigen Besitzer direkt vom Künstler erworben, seitdem Privatsammlung Berlin. CHF 1 400 / 1 800 (€ 1 330 / 1 710)
  • 100.
    | 94 PostWar Contemporary 3787* JOSEF FELIX MÜLLER (Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in St. Gallen) Torso. 1990. Relief. Öl auf Pappelholz, bemalt. Verso auf einem Etikett mit den Werkangaben und der Referenznummer: JFM 25/5090. 65 × 47 × 12 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Künstler bestätigt, St. Gallen, April 2020. Wir danken Herrn Müller für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery. - Privatsammlung Belgien. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3788* JOSEF FELIX MÜLLER (Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in St. Gallen) Hautstück. 1991. Öl auf Leinwand. Verso signiert, datiert und mit Ortsangabe: Josef Felix Müller Berlin 1991. 70 × 50 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Künstler bestätigt, St. Gallen, April 2020. Wir danken Herrn Müller für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Belgien. CHF 2 500 / 3 000 (€ 2 380 / 2 860)
  • 101.
    | 95 3789* JOSEF FELIXMÜLLER (Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in St. Gallen) Körper. 1990. Öl auf Pappelholz. Seitlich unten rechts signiert und datiert: josef felix müller 1990. 235 × 90 × 12 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Künstler bestätigt, St. Gallen, April 2020. Wir danken Herrn Müller für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Belgien. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 102.
    | 96 PostWar Contemporary 3790* JOSEF FELIX MÜLLER (Eggersriet 1955–lebt und arbeitet in St. Gallen) 6 Bll.: Symmetrie des Körpers. 1992. Öl auf Vélin. Verso signiert und datiert: josef felix müller 1992, sowie mit der Inventarnummer: Inv.Nr.50-56. Je 30,5 × 23 cm. Die Authentizität dieses Werkes wurde vom Künstler bestätigt, St. Gallen, April 2020. Wir danken Herrn Müller für seine freundliche Unterstützung. Provenienz: - Atelier des Künstlers. - Deweer Art Gallery (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Belgien. CHF 1 200 / 1 800 (€ 1 140 / 1 710)
  • 103.
    | 97 3791 JEAN TINGUELY (Fribourg1925–1991 Bern) Roto ZAZA N° 1. 1967. Filzstift, Kugelschreiber und Buntstift auf Vélin. Unten rechts datiert und signiert: 1967 J. Tinguely. 24,4 × 31,4 cm. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) 3792* ROLF ISELI (Bern 1934–lebt und arbeitet in Bern und Saint Romain/Burgund) Ohne Titel. 1981. Kohle, Kreide und Deckweiss auf Vélin. Unten rechts signiert, datiert und mit Ortsangabe: Rolf Iseli 81 Skizze St. Romain 81, sowie mit einem rotem Stempel. 169,9 × 90 cm. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
  • 104.
    BAECHLI, SILVIA 3733 BILL,MAX 3702 BLADE (STEVEN OGBURN) 3764 CASTELLI, LUCIANO 3781 CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3725, 3743 CHAISSAC, GASTON 3722, 3762, 3763 CHAMBERLAIN, JOHN 3737 CHIRINO, MARTÍN 3720 DALPRA, MARIO 3770 DELUIGI, MARIO 3721 DELVOYE, WIM 3756 DISLER, MARTIN 3777, 3778, 3782 - 3786 DOGANÇAY, BURHAN 3731, 3732 DOMOTO, HISAO 3717 DORAZIO, PIERO 3744 FEITO, LUIS 3714 FRANCIS, SAM 3735, 3736 GUDERIAN, LOTHAR 3768 HAINS, RAYMOND 3716 HARTUNG, HANS 3718 HASENBÖHLER, NIKLAUS 3779, 3780 HIRSCHHORN, THOMAS 3729 HIRST, DAMIEN 3739, 3740 HOFKUNST, ALFRED 3775, 3776 HOFKUNST, ALFRED 3776 HUNDERTWASSER, FRIEDENSREICH 3724 IMMENDORF, JÖRG 3738 ISELI, ROLF 3792 KLELL, EDUARD 3728 KNOEBEL, IMI 3741, 3742, 3745 LEUPPI, LEO 3772, 3773 LI, JI 3730 LUGINBÜHL, BERNHARD 3774 MANZÙ, GIACOMO 3755 MOTHERWELL, ROBERT 3706 MÜLLER, JOSEF FELIX 3787 - 3790 PALAZUELO, PABLO 3704, 3705 PART 1 (ENRIQUE TORRES) 3765 PEPPERSTEIN, PAVEL 3757, 3759, 3760 PINELLI, PINO 3746 - 3747 RIEDERER, HENRIETTE 3758 RÜESCH, STEFAN 3766 SARMENTO, JULIAO 3723 SOMM, PETER 3750 SONDERBORG, K.R.H. 3715 SPESCHA, MATIAS 3703 SPOERRI, DANIEL TINGUELY, JEAN 3727 STAUB, JOSEF 3748, 3751 THIELER, FRED 3719 TINGUELY, JEAN 3791 TOBEY, MARK 3707 - 3713, 3734 TOMASELLO, LUIS 3771 VASARELY, VICTOR 3701 VIRNICH, THOMAS 3726, 3761 WARHOL, ANDY 3752, 3767 XIA, XIAOWAN 3754 YAN PEI-MING 3753 | 98 Künstlerregister
  • 105.
    VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 102/121 8031 Zürich,Schweiz AUKTION Hardturmstrasse 102 8031 Zürich, Schweiz VORBESICHTIGUNG Hardturmstrasse 121 8031 Zürich, Schweiz AUKTION ONLINE ONLY VORBESICHTIGUNG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz AUKTION 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz AUKTIONEN REPRÄSENTANTEN Koller Auktionen AG Hardturmstrasse 102 8031 Zürich, Schweiz Tel  +41 44 445 63 63  Fax  +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Genf, Schweiz Tél  +41 22 311 03 85 Fax  +41 22 810 06 30 geneva@kollerauktionen.ch www.kollerauktionen.ch MÜNCHEN Fiona Seidler Maximiliansplatz 20 80333 München Tel. +49 89 22 80 27 66 Fax +49 89 22 80 27 67 Mobile +49 177 257 63 98 muenchen@kollerauktionen.com DÜSSELDORF Ulrike Gruben Citadellstrasse 4 40213 Düsseldorf Tel. +49 211 30 14 36 38 Fax +49 211 30 14 36 39 Mobile +49 175 586 38 64 duesseldorf@kollerauktionen.com MOSKAU Vadim Goncharenko Mobile +41 76 431 81 64 moscow@kollerauctions.com BEIJING Jing Li Haidianque Chedaogou 10# 6/4-307 100089 Beijing Tel. +86 135 2039 8057 beijing@kollerauctions.com MAILAND LuigiPesce ViaSanMartino8 20122Mailand +393395962768 milano@kollerauctions.com HAMBURG Ulrike Gruben Tel. +49 40 33 38 12 39 hamburg@kollerauktionen.com
  • 106.
    | 100| 100 BEDINGUNGENFÜR KLASSISCHE AUKTIONEN Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti- onssaal versteigert werden. Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den nachstehenden Auktions- bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz („Koller“): 1. Rechtsstellung der Parteien Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei- gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell- vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32 Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts („OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“), wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird dadurch nicht Partei des Kaufvertrages. 2. Aufgeld 2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich- ten, das wie folgt berechnet wird: i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25% ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000 und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis zur Höhe des Zuschlags iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000 und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000 bis zur Höhe des Zuschlags. 2.2 Falls der Käufer während einer online über- tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin- gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite publiziert sind. Diese können von den hier pub- lizieren abweichen. 2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei- zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich- ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes einzelne Objekt.  2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be- zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr- wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er- halten die MWST rückvergütet.  2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine Kommission erhält. 3. Garantie 3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol- gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter, Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei- bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa- talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände- rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden.  3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender Bestimmung findet nach Ermessen von Koller nicht statt, falls: i. die Beschreibung des Objekts im Auktions- katalog im Einklang mit der Meinung einer Fachperson oder mit der herrschenden Mei- nung von Fachpersonen stand oder die Be- schreibung im Auktionskatalog andeutete, dass hierüber Meinungsverschiedenheiten bestanden,  ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach dem Stand der Forschung und mit den allge- mein anerkannten und üblichen Methoden noch nicht oder nur mit unverhältnismässi- gem Aufwand als solche erkennbar war, iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein- schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder  iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde, Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han- delt, das gemäss den Angaben im Auktions- katalog vor 1880 entstanden sein müsste. 3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen. Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus, dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe- nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge- fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es ihm übergeben wurde, und unbelastet von An- sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob- jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten Gutachten von zwei unabhängigen und in dem Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch nicht an solche Gutachten gebunden und behält sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf eigene Kosten einzuholen. 3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel- tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich- ten. 3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer 3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel- des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen. 4. Haftungsausschluss 4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu- stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob- jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren. Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in neuwertigem Zustand. 4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata- log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa- tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands- berichte von Koller die vor der Auktion angefordert werden können, geben lediglich ein allgemeines Bild und eine unverbindliche Einschätzung von Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er- folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen. Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen, und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän- giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog- beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei- bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs (inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache ausschliesslich massgebend. Koller behält sich das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut- achten stellen genauso wenig wie von Koller vor- genommene Objektbeschreibungen oder sonsti- ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen über dessen Wert) explizite oder stillschweigende Zusicherungendar. 4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg- bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol- ler gegenüber dem Käufer. 5. Teilnahme an der Auktion 5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter steht jedermann offen. Koller behält sich aber das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich- keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an ihren Auktionen zu untersagen.  5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion mittels des dafür vorgesehenen Formulars re- gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re- gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas- ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen. Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss Angaben auf dem Registrierungsformular bis zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich Spesen des Kartenanbieters zu belasten.  5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen Bank verlangen.  5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz- werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von 20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver- langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti- on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum- gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
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    | 101| 101 6.Versteigerung 6.1 Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver- bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung.  6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be- sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4 nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige- rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte.  6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser- halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas- sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor- liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe- halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv, nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft.  6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen- ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der Steigerung schriftlich entgegengenommen.  6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten, wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti- onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann nicht telefonisch geboten werden und Interes- senten werden um Abgabe eines schriftlichen Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk- tionssaal gebeten.  6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei- ner Live-Auktion abgeben möchten, können an der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk- tion zugelassen worden sind. Koller behält sich das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei- teres abzulehnen.  6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück- sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück- sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie- tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5. 7. Eigentumsübergang Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die- se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu- geordnet hat. 8. Abholung der ersteigerten Objekte 8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei- gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll- ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller. 8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol- ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob- jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor- sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST. Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr und es ist Sache des Käufers, für eine angemes- sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf- tung übernommen werden. Werden die erstei- gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt, lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge- fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz von CHF 10 pro Objekt ein.  8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer. Ohne anders lautende schriftliche Abmachung werden die zugeschlagenen Objekte für den Transport durch Koller auf Kosten des Käufers versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche Objekte werden von Koller nicht versandt. 9. Bezahlung der ersteigerten Objekte 9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach Abschluss der Auktion in Schweizer Franken zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von Koller möglich und unterliegen einer Bearbei- tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag erhoben wird. 9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent- gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe- trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7 TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben, dieebenfallsderKreditkartebelastetwird. 9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver- langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech- tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min- destverkaufspreises entweder freihändig oder anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng- lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste- henden Schaden.  9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde- tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht. Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver- wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei- bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen. 10. Vertretung Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil- ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange- nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso- nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder als Organ einer juristischen Person bieten, kann der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten. 11. Verschiedene Bestimmungen 11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede Haftung des anwesenden Beamten, der Ge- meinde oder des Staates für Handlungen von Koller ist ausgeschlossen.  11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB an einen Dritten zu übertragen oder durch einen Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesen AGB Dritten zu übertragen. 11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien und Abbildungen von verkauften Objekten in den eigenen Publikationen und in den Medien zu ver- öffentlichen und damit Werbung zu betreiben.  11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be- standteil jedes einzelnen an der Auktion ge- schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller verbindlich.  11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un- wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un- gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt- schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt bei eventuellen Lücken der Regelung. 11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus- schluss von allfälligen Verweisungen des Bun- desgesetztes über das Internationale Privat- recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (UN-Kaufrechts).  11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter Einschluss der Geltendmachung von Verrech- nungen und Gegenforderungen), welche aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess- lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol- ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen. Zürich, 1. Juli 2018
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    | 102| 102 CONDITIONSDE VENTE AUX ENCHÈRES (CLASSIQUES) Ces conditions s’appliquent aux objets que Koller (selon la définition ci-après) présente lors d’une vente auxenchèresclassiquedansunesalledevente. En prenant part à la vente aux enchères, l’enchérisseur se soumet aux Conditions de Vente aux Enchères («CV»)  ci-dessous de Koller Ventes aux Enchères SA, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Suisse («Koller»): 1. Statut juridique des parties Les objets d’enchères seront mis aux enchères par Koller au nom de et pour le compte de celui qui les a remis («Mandant»). Koller agit au nom et pour le compte du Mandant comme représentant direct/ immédiatdanslesensdel’art.32par.1duCodedes Obligations suisse («CO»). L’adjudication a lieu au plus offrant en francs suisses reconnu par Koller lors de la vente aux enchères («Acheteur»), par laquelle est créé un contrat de vente «Contrat de Vente»  de pleindroitentrel’AcheteuretleMandantconcernant l’objet vendu. Koller n’est ainsi pas partie du Contrat deVente. 2.Prixmajoré(supplémentsurleprixd’adjudication) 2.1 Outre le prix d’adjudication, l’Acheteur est débiteurd’unsupplémentsurleprixd’adjudication qui sera calculé de la manière suivante: i. pour une adjudication jusqu’à CHF 10’000: 25% ii. Nouveau: pour une adjudication dès CHF 10’000 jusqu’à CHF 400’000: 25% sur les premiers CHF 10’000 et 22% sur la différence de CHF 10’000 jusqu’au montant de l’adjudication iii. Nouveau: pour une adjudication dès CHF 400’000: 25% sur les premiers CHF 10’000; 22% sur CHF 390’000 et 15% sur la différence de CHF 400’000 jusqu’au montant de l’adjudication. 2.2 Dans le cas où l’acheteur a enchéri dans le cadre d’une vente aux enchères en salle qui a été transmise en direct sur Internet («Enchères Live»), ou a transmis un ordre d’achat à travers un site indépendant en relation avec Koller, le supplément sur le prix d’adjudication sera majoré de 3%. l’Acheteur est sujet aux Conditions de Vente aux Enchères publiées sur le site des Enchères Live, qui pourraient varier des présentes conditions. 2.3 L’Acheteur doit s’acquitter de la Taxe sur la valeur ajoutée («TVA») suisse sur le prix majoré. Les taux indiqués en % du prix majoré se réfèrent au prix d’adjudication pour chaque objet adjugé. 2.4 Tous les objets marqués d’un * dans le catalogue de la vente aux enchères sont pleinement assujettis à la TVA, c’est-à-dire que ces objets sont frappés de la TVA sur le prix d’adjudication augmenté du prix majoré. Les Acheteurs qui sont en mesure de présenter une déclaration d’exportation valablement timbrée se voient rembourser la TVA. 2.5L’AcheteurdéclareaccepterqueKollerperçoive également une commission par le Mandant. 3. Garantie 3.1 Si un objet acheté devait s’avérer être un faux, Koller annulera l’adjudication (sous réserve des chiffres 3.2 et 3.3 ci-dessous) au nom du Mandant et remboursera à l’Acheteur le prix de l’adjudication et le prix majoré, TVA en sus. Il faut entendre par faux tout objet qui constitue, conformément à une évaluation raisonnable de Koller, une imitation faite dans l’intention de tromper fallacieusement autrui, que ce soit en ce qui concerne l’auteur, l’âge, l’époque,lecercledecultureoul’origine,sansquela description correcte de ces éléments ne ressorte du catalogue de la ventes aux enchères (en tenant compte de toute modification apportée) et que cet état des faits diminue sensiblement la valeur de l’objet par rapport à un objet correspondant à la descriptionducatalogue.Unlotn’estpasconsidéré comme falsifié s’il est seulement endommagé ou s’il a fait l’objet de travaux de restauration et/ou de modifications quelconques. 3.2 L’adjudication ne sera pas annulée conformément à la disposition ci-dessus, en fonction de l’appréciation de Koller, lorsque: i. la description de l’objet dans le catalogue de la vente aux enchères était conforme à l’avis d’un expert ou à l’avis général des experts ou lorsque la description dans le catalogue de la vente aux enchères laissait supposer qu’il existait des divergences de vue à cet égard ; ii. l’état d’avancement technique et les procédés généralement acceptés et pratiqués n’ont pas permis de reconnaître le faux au moment de l’adjudicationoulacomplexitédeleurutilisation aurait été disproportionnée par rapport à la valeur de l’objet ; iii. le faux a été réalisé (selon l’estimation soigneuse de Koller) avant 1880 ; ou iv. l’objet acheté est un tableau, une aquarelle, un dessin ou une sculpture dont la date de réalisation devrait être antérieure à 1880 conformément aux indications fournies dans le catalogue de la vente aux enchères. 3.3 L’Acheteur peut demander l’annulation de l’adjudication à Koller (en tant que représentant du Mandant) à compter de la date de l’adjudication pourunepériodededeux(2)ans(trois(3)semaines pour la joaillerie). Elle est accordée exclusivement à l’Acheteur et sa cession à des tiers n’est pas autorisée. La mise en œuvre de la réclamation exige que l’Acheteur adresse à Koller une lettre sous pli recommandé dès la découverte du vice et qu’il restitue immédiatement l’objet acheté falsifié à Koller dans le même état que le jour de la remise et exempt de toute prétention de tiers. L’Acheteur doit fournir la preuve que l’objet adjugé est un faux. Koller peut exiger de l’Acheteur que celui-ci fasse réaliser à ses propres frais des expertises par deux experts indépendants reconnus dans la matière, mais elle n’est pas tenue de prendre en considération ces expertises et se réserve le droit desefaireconseilleràsesfraispard’autresexperts. 3.4 Selon sa propre appréciation, Koller peut renoncer à faire valoir un motif d’exclusion conformémentàl’article3.2ci-dessusouaurespect desconditionsstipuléesàl’article3.3ci-dessus. 3.5 Les prétentions que l’Acheteur peut faire valoir à l’égard de Koller en tant que représentant du Mandant sous l’article 3.1 se limitent au remboursement du prix de vente payé et du prix majoré, TVA en sus. Toute prétention ultérieure ou prétention d’une autre nature de l’Acheteur à l’égard de Koller ou ses collaborateurs est exclue quel que soit le motif juridique (y compris l’erreur essentielle selon l’article 23 ff. du CO). 4. Exclusion de responsabilité 4.1 Les objets sont mis aux enchères dans l’état dans lequel ils se trouvent au moment de l’adjudication. Les objets sont par définition «usés» et donc rarement en parfait état. 4.2 Chaque objet est décrit et illustré dans le catalogue de vente aux enchères. Les informations dans le catalogue, ainsi que dans les rapports sur l’état de conservation (condition reports) représentent uniquement une idée générale et une évaluation sans engagement de la part de Koller. La description des objets est faite en toute conscience, Koller ne peut cependant assumer aucune responsabilité pour les indications figurant dans le catalogue. Pendant l’exposition, il est possible de voir les objets. Par conséquent, l’acheteur est invité à examiner l’objet avant la vente auxenchèresetàévaluerlui-mêmelaconformitédu lot avec la description de celui-ci dans le catalogue, le cas échéant en se faisant assister par un conseil techniqueindépendant.Lesdescriptionsdesobjets dans la version allemande de l’édition imprimée du catalogue (avec modifications ultérieures) s’appliquentexclusivement.Kollerseréserveledroit de faire appel à des experts ou des spécialistes de son choix pour s’appuyer sur leur avis et se forger elle-mêmesapropreopinion.Kollernepeutpasêtre tenueresponsabledel’exactitudedetellesopinions. Les avis de ces spécialistes ou des expertises, les descriptions d’objets effectuées par Koller ou tout autre énoncé concernant un objet (y compris des énoncésrelatifsàsavaleur)neconstituentenaucun casdespromessesexplicitesoutacites. 4.3 Sous réserve du chiffre 3 ci-dessus, toute responsabilité pour défauts matériels ou juridiques est exclue. Les obligations du Mandant à l’égard de l’Acheteur sont restreintes dans la même mesure que les engagements de Koller à l’égard de l’Acheteur. 5. Participation à une vente aux enchères 5.1 La participation à une vente aux enchères en qualité d’enchérisseur est autorisée à toute personne. Cependant, Koller se réserve le droit – à son libre arbitre – de refuser à toute personne l’accès de ses locaux commerciaux ou d’interdire à toute personne la présence ou la participation à l’une de ses ventes aux enchères. 5.2 Les enchérisseurs qui ne sont pas personnellement connus par Koller doivent s’enregistrer 48 heures avant la vente aux enchères à l’aide du formulaire prévu à cet effet. L’enregistrement valablement signé devra être accompagné d’une copie du passeport de l’enchérisseur, ainsi que d’une copie de sa carte de crédit. En cas de retard de paiement de l’Acheteur, Koller est autorisée à débiter la carte de crédit de celui-ci conformément aux informations fournies sur le formulaire d’enregistrement et à concurrence dumontantdû,majorésdesfraisdegestionfacturés parlasociétédecartedecrédit. 5.3 Koller peut demander à chaque enchérisseur un justificatif de solvabilité d’une banque acceptable par Koller. 5.4 En cas d’offres pour les objets dont l’estimation haute est supérieure à CHF 30’000, Koller peut demander à l’enchérisseur le virement préalable de 20% de l’estimation basse à titre de garantie. Après la vente, Koller compensera ce montant avec ses prétentions et les prétentions du Mandant et remboursera sans délai tout excédent éventuel à l’enchérisseur / l’Acheteur. 6. Vente aux enchères 6.1 Koller peut commencer les enchères en- dessousduprixderéserveconvenuavecleMandant. Laremised’uneoffrelorsdelaventeauxenchères signifie que celle-ci est juridiquement obligatoire. L’enchérisseur demeure lié à son offre jusqu’à ce que celle-ci fasse l’objet d’une surenchère ou qu’elle soit écartée par Koller. Les enchères
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    | 103| 103 doublesfont l’objet d’un nouvel appel immédiat; dans les cas douteux, la direction des enchères tranche. 6.2 Koller est libre d’écarter une enchère sans indication de motifs particuliers. Il en est de même lorsqu’un enchérisseur ne satisfait pas aux conditions de participation à une vente aux enchères conformément au chiffre 5.2 à 5.4 ci- dessus. Koller est également en droit d’adjuger des objets sans vente ou de retirer des objets de la vente aux enchères, sans que ce soit forcément évident pour le spectateur. 6.3 Koller se réserve le droit de réunir les lots du catalogue, de les séparer, de les proposer aux enchères dans un ordre différent ou encore de renoncer à mettre certains lots aux enchères. Koller se réserve le droit d’adjuger des lots «sous condition», dans des circonstances particulières. L’adjudication sera considérée comme conditionnelle, et l’enchérisseur sera tenu à son offre pendant 14 jours après la vente aux enchères. L’enchérisseur sera délié de toute obligation de paiement s’il ne reçoit pas un avis de Koller avant ce délai déclarant que l’adjudication est définitive. 6.4 Les offres d’enchères de personnes intéressées ne pouvant pas assister personnellement à la vente aux enchères sont réceptionnées par écrit jusqu’à 48 heures avant le début de la vente. 6.5. Les personnes intéressées peuvent enchérir par téléphone à condition de s’être inscrites par écrit au moins 48 heures avant le début de la vente aux enchères. Aucune enchère par téléphone n’est possible pour les objets dont la valeur estimée est inférieure à CHF 500, et les personnes intéressées à de tels objets sont invitées à déposer une offre écrite ou à enchérir personnellement dans la salle des ventes. 6.6 Les personnes intéressées qui souhaitent déposer leur offre dans le cadre des Enchères Live, peuvent participer à la vente après être admises à celle-ci par Koller suite à leur demande d’enregistrement. Koller se réserve le droit de refuser des demandes d’enregistrement sans indiquer un motif particulier. 6.7 Koller décline toute responsabilité pour les offres de tout type n’ayant pas été prises en considération ainsi que pour les enregistrements d’enchères téléphoniques qui n’auraient pas été pris en compte. Les normes prévues au chiffre 5 concernant la légitimation et la preuve de la solvabilité s’appliquent également aux enchérisseurs par téléphone et par écrit. 7. Transfert de propriété La propriété d’un objet adjugé est transférée à l’Acheteur dès que le prix de vente et le prix majoré, TVA en sus, ont été intégralement versés et que Koller a affecté ces paiements à l’objet correspondant. 8. Enlèvement des objets adjugés 8.1 L’Acheteur doit venir retirer à ses propres frais les objets adjugés dans les 7 jours qui suivent la clôture de la vente aux enchères pendant les heures d’ouverture de Koller. Le lieu d’exécution du Contrat de Vente entre le Mandant et l’Acheteur est par conséquent le siège social de Koller. Si le temps à disposition est suffisant, les objets seront délivrésaprèschaqueséance.Laremisealieuaprès paiementintégralduprixdeventeetdusupplément sur le prix majoré, TVA en sus, ainsi que l’affectation decemontantàl’objetadjugéparKoller. 8.2 Pendant le délai précité, Koller est responsable de la perte, du vol, de l’endommagement ou de la destruction des objets adjugés et payés, mais seulement dans les cas de négligence grave ou intentionnelle de la part de Koller, à concurrence toutefois du montant du prix de l’adjudication, du supplément sur le prix d’adjudication et de la TVA. A l’expiration de ce délai, la responsabilité de Koller cesse et il incombe alors à l’Acheteur de contracter une assurance appropriée pour l’objet adjugé. Il n’est assumé aucune responsabilité pour les cadres et le verre. Si les objets adjugés ne sont pas retirés dans les7jours,Kollerseréserveledroitdelesentreposer à la charge et au risque de l’acheteur auprès d’une société de son choix ou dans ses propres locaux au tarifjournalierdeCHF10parobjet. 8.3 Les commandes de transport sont réceptionnées par écrit par Koller. Le transport est aux frais de l’Acheteur. A défaut d’accord écrit contraire, les objets adjugés sont assurés par Koller aux frais de l’Acheteur en vue de leur transport. Les tableaux sous verre et les objets fragiles ne sont pas expédiés par Koller. 9. Paiement des objets adjugés 9.1 La facture émise suite à l’adjudication d’un objet devra être payée dans un délai de 7 jours après la clôture de la vente aux enchères. Les paiements par carte de crédit ne sont possibles qu’après l’accord du département de comptabilité de Koller Zurich, et induisent des frais de gestion entre 2 et 4% du total de la facture, payables par l’Acheteur et ajoutés au total de la facture. 9.2 Koller est également en droit d’imputer des paiements de l’Acheteur, contrairement aux instructions de celui-ci, à toute dette de l’Acheteur envers Koller ou envers le commettant et à compenser toute créance éventuelle de l’acheteur à l’égard de lui-même ou du commettant avec ses propres prétentions. En cas de retard de paiement de l’Acheteur, une pénalité de retard au taux annuel de10%seraappliquéesurlemontantdelafacture. Silepaiementdel’AcheteurneparvientpasàKoller sept (7) jours après la vente aux enchères, Koller se réserve le droit de débiter la carte de crédit de l’Acheteur sans avertissement au préalable, à la hauteur du total de la facture, majoré des frais de gestion entre 2 et 4% comme indiqué ci-dessus, qui seront également débités de la carte de crédit de l’Acheteur. 9.3 Si le paiement dû par l’Acheteur n’a pas lieu ou n’intervientpasàtemps,Kollerpeutaussi,auchoix, en son nom et également au nom du Mandant (i) continuer à exiger l’exécution du contrat de vente ou (ii), sans être tenu d’impartir un délai, renoncer au droit de demander l’exécution du contrat et résilier le contrat de vente ou réclamer des dommages-intérêts pour cause d’inexécution; dans ce dernier cas, Koller est également en droit devendrel’objetdegréàgréoudanslecadred’une vente aux enchères et d’utiliser le produit de la vente pour la réduction des dettes de l’Acheteur. Un prix de vente éventuellement supérieur au prix d’adjudication d’origine est versé au vendeur. L’Acheteurestresponsablevis-à-visdeKolleretdu Mandant de tous les dommages résultant du non- paiement ou du paiement tardif. 9.4Jusqu’aupaiementcompletdetouslesmontants dus, Koller se réserve un droit de gage sur tous les objets de l’Acheteur en sa possession. Koller est habilitée à réaliser par la voie de l’exécution forcée de tels gages ou de les réaliser de manière privée (y comprisl’achatparKoller).Lebénéficedelaréalisation préalabledugageselonarticle41delaLoisuissesurla poursuitepourdettesetlafailliteestexclu. 10. Représentation Chaque Acheteur répond personnellement de l’adjudication qui lui a été faite ainsi que du Contrat de Vente entre l’Acheteur et le Mandant qui en résulte. La preuve des pouvoirs de représentation peut être exigée de personnes qui agissent comme représentants pour le compte de tiers ou comme organe d’une personne morale. Le représentant répond indéfiniment et solidairement avec le représenté de l’accomplissement de tous les engagements. 11. Dispositions diverses 11.1 La vente aux enchères se déroule sous l’autorité conjointe d’un fonctionnaire de la Municipalité de Zurich. Toute responsabilité pour des actes du fonctionnaire présent, de la commune oudel’EtatpourdesopérationsdeKollerestexclue. 11.2 Koller se réserve le droit de transférer tout ou chacun de ses droits ou obligations dans ces CV à un tiers, ou de confier leur exécution à un tiers. L’enchérisseur ou l’Acheteur n’ont pas le droit de transmettrelesdroitsouobligationsdecesCVàuntiers. 11.3 Koller se réserve le droit de publier des photographies et des illustrations des objets vendus dans ses propres publications et dans les médias et d’en faire un usage publicitaire. 11.4 Les dispositions qui précèdent font intégralement partie de chaque Contrat de Vente individuel conclu lors des ventes aux enchères. Leurs modifications n’ont de portée obligatoire que si Koller leur a donné son accord écrit. 11.5 Dans l’hypothèse où une quelconque des stipulations présen­tes serait illégale, nulle, non valable ou inapplicable au regard d’une règle de droit ou d’une loi en vigueur, elle serait réputée non-écrite, mais n’entraînerait pas la nullité des présentesCV.Dansunetellehypothèse,lesparties s’engagent à né­gocier de bonne foi, en prenant en compte l’esprit de la présente convention, toute autre disposition qui pourrait être substituée à une telle stipulation qui serait considérée comme illégale, nulle, non valable ou inapplicable. 11.6 Le droit suisse est exclusivement applicable aux présentes CV et à toutes les modifications de ces Conditions, à l’exclusion de références possibles à la loi fédérale sur le droit international privé (LDIP), et à l’exclusion de la Convention de Vienne (Convention des Nations Unies). 11.7 Le règlement de tous les litiges (également lorsqu’il s’agit de faire valoir des compensations et des contre-créances) résultant des présentes CV ou en relation avec ces CV (y compris leur validité, leurs effets juridiques, leur interprétation ou leur exécution) relève exclusivement des tribunaux du canton de Zurich. Koller est toutefois habilitée à intenter une action judiciaire devant tout autre Tribunal également compétent. 11.8 En cas de divergence entre les différentes traductions, la version allemande fait seule et exclusivement foi. Zurich, le 1 er decembre 2018
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    KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x
  • 112.
    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel  +41 44 445 63 63, Fax  +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch
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    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 3. Juli 2020 IMPRESSIONISMUS KLASSISCHE MODERNE JULI2020IMPRESSIONISMUSKLASSISCHEMODERNE A193 POST WAR CON TEM POR ARY POSTWARCONTEMPORARY A193 JULI2020 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 A193 JULI2019SCHWEIZERKUNST Auktion: 3. Juli 2020 SCHWEIZER KUNST Schweiz JULI2020GRAFIKMULTIPLES A193 Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Auktion: 4. Juli 2020 GRAFIK MULTIPLES Auktion: 8. Juli 2020 ART DÉCO ART NOUVEAU Auktion: 8. Juli 2020 PHOTOGRAPHIE Auktion: 9. Juli 2020 DESIGN Auktion: 9. Juli 2020 MÖBEL AUCTION PROGRAMME AUCTION A193 - JULY 2020 POSTWAR CONTEMPORARY Saturday, 4 July 2020 2pm Lot 3701 – 3792 SWISS ART Friday, 3 July 2020 2pm Lot 3301 – 3383 PRINTS MULTIPLES Saturday, 4 July 2020 11am Lot 3801 – 3904 IMPRESSIONIST MODERNART Friday, 3 July 2020 4pm Lot 3501 – 3558 IBID ONLINE ONLY POSTWARCONTEMPORARY 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY 20TH/21STC.PRINTS 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY SWISS ART 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY MODERN PAINTINGS 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY DESIGN 23 June – 9 July 2020 IBID ONLINE ONLY ART DECO ART NOUVEAU 23 June – 8 July 2020 IBID ONLINE ONLY PHOTOGRAPHY 23 June – 8 July 2020 IBID ONLINE ONLY FURNITURE 23 June – 9 July 2020
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    ürich, Schweiz h SCHMUCKJUWELENJULI2020 Auktion: 2.Juli 2020 SCHMUCK JUWELEN A191 ARMBAND-UNDTASCHENUHRENJULI2020 Auktion: 2. Juli 2020 ARMBAND- TASCHENUHREN Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch A193as JULI2020 Auktion: 1. Juli 2020 ASIATICA ASIATICA Auktion: 8. Juli 2020 FASHION VINTAGE Hardturmstrasse 102, 8031 Zurich, Switzerland PREVIEW Thursday, 25 to Tuesday 30 June 2020, 10am – 6pm JEWELLERY Thursday, 2 July 2020 2pm Lot 2501 – 2659 WATCHES Thursday, 2 July 2020 4pm Lot 2801–2931 ASIAN ART HIMALAYA CHINA Wednesday, 1 July 2020 11am Lot 601–731 ASIAN ART JAPAN, SOUTHEAST ASIA, INDIA, PERSIA Wednesday, 1 July 2020 2pm Lot 732–821 IBID ONLINE ONLY FASHION VINTAGE 23 June – 8 July 2020 All catalogues online: www.kollerauctions.com IBID ONLINE ONLY ASIATICA 23 June – 7 July 2020
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    98 SERVICE 98 Artist register 99 Addresses  102 Auktionsbedingungen  104 Auction Conditions  106 Absentee Bid Form Koller Auctions is a partner of the Art Loss Register. All objects in this catalogue, which are uniquely identifiable and which have an estimate of at least €1 000 have been individually checked against the register’s database prior to the auction. EURO Estimates The estimates in Euros have been calculated according to an exchange rate of 1.05 and rounded off to the nearest whole number, for informational purposes only. All bids as well as all payments will be conducted and remitted in Swiss Francs. Online live bidding powered by
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    Silke Stahlschmidt Head ofdepartment Tel. +41 44 445 63 42 stahlschmidt@kollerauktionen.ch Clarisse Doge Tel. +41 44 445 63 46 doge@kollerauktionen.ch Further editing: Laura Järmann, Els Oswald, Fiona Seidler PostWar Contemporary Lot 3701 – 3792 AUCTION Saturday, 4 July 2020, 2pm PREVIEW Thursday 25 June to Tuesday 30 June 2020, 10am – 6pm Additional photos: www.kollerauctions.com Please note that due to the current situation, personal participation in the auction room is by reservation only. Please contact one of our department heads for more information. Take advantage of the various ways to bid at our auctions: by telephone, online, or by written bid.
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    The condition ofthe works are only partly and in particular cases noted in the catalogue. Please do not hesitate to contact us for a detailed condition report. I dream of a social art. I presuppose a deep human desire for sculpture, just as he has a desire for melody, rhythm or poetry. I believe that the conditions are now in place to satisfy this natural human desire for sensual pleasures.” Victor Vasarely
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    | 3 3701 VICTOR VASARELY (Pecs1906–1997 Paris) Untitled. 1947-1962. Collage. Signed and dated lower centre: Vasarely 1947-62. 52.9 × 70.1 cm. The authenticity has been confirmed by Pierre Vasarely, Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, March 2020. We thank Mr. Pierre Vasarely for his kind support. This work will be included in the fort- hcoming „Catalogue raisonné de l’oeuvre peint de Victor Vasarely“. Provenance: - Private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430)
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    | 4 PostWar Contemporary 3702 MAX BILL (Winterthur 1908–1994 Berlin) Doppelfläche als Sechseck. 1968. Brass, gold-plated. With the incised signature and the date: bill 1968. 76 × 24 × 25 cm. Provenance: - Private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. Literature: Max, Binia und Jabob Bill Stiftung (hrsg.): Max Bill - die unendliche Schleife 1935-95 und die Einflächner, Wabern-Bern 2000, p. 89 (mit ill.). “We call concrete art those works of art which have been created on the basis of their own means and principles – without external reference to natural phenome- na or their transformation, that is, not through abstraction. Concrete art is inde- pendent in its own unique way. It is the ex- pression of the human spirit, destined for the human spirit and with the sharpness, unambiguousness and perfection that must be expected of works of the human spirit. Concrete painting and sculpture is optical perception made form. The means used are colour, space, light and move- ment. … Concrete Art in its final state is the pure expression of harmonious dimensi- ons and law. It arranges systems and, using artistic means, gives life to this order…. It strives for the universal and yet nurtures the unique. It pushes back the individualis- tic, in favour of the individual.” Max Bill The Swiss painter, sculptor, designer and architect Max Bill was the co-founder of the art movement Concrete Art and today is considered one of its most important exponents. Max Bill first trained as a silversmith from 1924 at the School of Applied Arts in Zurich, before studying architecture for 2 years from 1927 at the Bauhaus in Dessau, where Josef Albers, Wassily Kandinsky, Paul Klee, László Moholy-Nagy and Oskar Schlemmer were teaching at the time: these were formative and pivotal times for the young Max Bill. In 1929 Bill returned to Switzerland and settled in Zurich. He worked first as an architect and then con- cerned himself increasingly with painting, sculpture and product design. At the age of 25 he was accepted into the Paris artist group “Abstraction Création”. His mem- bership enabled him to exhibit alongside icons such as Piet Mondrian, Jean Arp and Georges Vantongerloo. From the 1930s this Winterthur-born artist became one of the most important spokesmen for Zurich Concrete Art. With his famous text “Kon- krete Gestaltung” in 1936 he delivered a theoretical foundation for creative practi- ce, which was of the greatest importance for the development not only of post-war art in Switzerland, but especially the Zurich School of Concrete Art including Camille Graeser, Verena Loewensberg and Richard Paul Lohse. In 1944–1945 Max Bill was entrusted with teaching the study of form (Formlehre) at the Zurich School of Applied Art. His greatest construction project followed in 1950, with the University of Design in Ulm, where he was rector and head of the department of architecture and product design for 5 years from 1951. After numerous exhibition projects and contributions, Max Bill was professor of en- vironmental design at the Institute of Fine Arts in Hamburg from 1967 until 1974. In addition, Bill was member of numerous artist and architect associations as well as honorary member of various academies. In 1994 he received an honorary doctorate from ETH university in Zurich. His entire oeuvre consists of two extensi- ve groups of works. On the one hand are his paintings and prints, and on the other hand his voluminous room sculptures and metal bands. Although at first sight these two groups of works would seem to arise from different sources of inspiration, there is an essential geometric-mathematical unity at play. Max Bill’s art is non-repre- sentational and significantly influenced by the universal ideas of the Bauhaus. He succeeded in defining the art form as the pure expression of the harmonious interplay of measurement and law. His art is not the abstraction of reality, but a calculated application of the universal means of representation – of colour, light, space, surfaces, lines and movement. “Einflächner”, “Kugeln”, “Säulen”, “Prismen”, “Pavillons” are the most important key the- mes on which Max Bill concentrated in his sculptural work. His sculptures are defined by simple forms, which are the result of the experimental visualisation of fundamental structural properties of surfaces, spheres and columns. The gilt-brass sculpture presented here “Doppelfläche als Sechseck” (double surface as hexagon) from 1968 belongs to the category of works known as “Einfläch- ner”. “(…) I was very proud of my discovery: I had succeeded in making the infinity sign from mathematics, the horizontal 8, into a symbol with spatial presence. One day so- meone told me it was fantastic how I had taken the Möbius band and given it a fully sculptural resolution. I did not know of the Möbius strip. In the encyclopaedia I found August Ferdinand Möbius, 1790–1868, astronomer, mathematician, professor and director of the observatory, who was involved with analytical geometry. Later I read that four years before Möbius, in 1861 J.B. Listing had succeeded in discovering this double surface. The works themselves are the realisation of idea and concept: they come about through the most diver- se work processes” (from: Bill, Jakob. Max Bill. Unendliche Schleife 1935-95 und die Einflächner. Benteli Verlag, Wabern, p. 14). The sculptural concept based on the Möbius band, „Die unendliche Schleife“ was employed by Max Bill for decades in a series of sculptures with various characte- ristics in multiple variations. Writing about the work “Die Doppelfläche als Sechseck” (double surface as hexagon) Bill stated: “The remarkable thing about this sculp- ture is the multiple ways in which it can be approached. This hexagon has three times the sum of the angles of a normal regular hexagon. In the centre is a square form set on one vertex, the change in direction occasioned by the form itself” (ibid p. 89). CHF 30 000 / 40 000 (€ 28 570 / 38 100)
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    | 6 PostWar Contemporary 3703* MATIAS SPESCHA (Trun 1925–2008 Zurich) Untitled. 2004. Collage. Coloured pencil and paper on black wove paper. Signed and dated lower right: M. Spescha 2004. 40 × 62 cm. Provenance: Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3704 PABLO PALAZUELO (1915 Madrid 2007) Abenephi. 1968. Gouache on wove paper. Signed lower right: P Palazuelo, and signed, dated, titled, with the technique and a directional arrow on the reverse: P. PALAZUELO, 1968, „ABENEPHI“, GOUACHE. 38.6 × 28.6 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Fundación Pablo Palazuelo, Madrid, March 2020. We thank Mr. José Rodríguez-Spiteri Palazuelo for his kind support. Provenance: - Private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
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    | 8 PostWar Contemporary 3705 PABLO PALAZUELO (1915 Madrid 2007) Untitled. 1964. Gouache on wove paper. Signed lower right: P Palazuelo, and signed, dated, with the technique and a directional arrow on the reverse: P. PALAZUELO, 1964, GOUACHE. 61.8 × 41 cm on wove paper 74.9 × 53.3 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Fundación Pablo Palazuelo, Madrid, March 2020. We thank Mr. José Rodríguez-Spiteri Palazuelo for his kind support. Provenance: - Private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. Abstract art in Spain in the second half of the 20th century was largely dominated by one artist who found his expression ex- clusively in the geometric idiom. His works are witness to a distinct connection with nature, which he studied extensively, and was ultimately expressed in his work. Born in Madrid in 1915, the young Pablo Palazuelo attended the University of Ox- ford, where he devoted his time to study- ing architecture at the School of Arts and Crafts. After his return to his hometown of Madrid in 1939, painting began to occupy a central role in his life. At first the source of his inspiration was to be found in the works of Pablo Picasso and Paul Cézanne. His in- itial focus on figurative art began gradually to shift towards the abstract, and he con- sidered Paul Klee an especially important role model. It was Klee who finally provided the impetus toward abstract motifs. In 1948 he was awarded a scholarship by the French institute in Madrid, and travelled to Paris in order to pursue his passion for art and at the same time to advance his artistic career. There, as one would expect, Palazuelo met influential artists such as Ellsworth Kelly, whose work dealt with geometric forms. Henceforth, he developed a growing curiosity for Cons- tructivism, the teaching of metaphysics and mathematics, as well as alchemy. This mixture of the mystical and the construc- tive were to have a significant influence on his works from then until the 1990s. His view of nature broke through the so-called traditional approach to landscape, in the sense that his approach gradually deviated from the perception of landscape as part of man’s surroundings. Rather, the artist regarded nature in its entirety, in the form of an aerial image from a different angle, which demonstrates the individual struc- tures within a landscape. This is expressed through a certain degree of abstraction, in which surfaces are composed of forms, colours and lines. Above all, he combined geometric expression with emotion, in which he recorded his feelings about nature and its substance and expressed them in his works. Palazuelo called this synthesis “Transgeometry”. His first solo show in 1955, which was dedicated to this theme, was a complete success. In his life’s work Pablo Palazuelo demonst- rated an unshakeable passion for geo- metric forms and what for him was their apparently endless variety. He received several awards for his work, including the Carnegie Prize from the Carnegie Museum of Art in Pittsburgh. Not least, the Fund- ación Pablo Palazuelo was founded. Over 20 solo shows and countless group shows in Spain, France, and other European coun- tries, as well as in America, are witness to an impressive career, during which he introduced the art-going public to new perspectives and new ways of seeing. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570)
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    | 10 PostWar Contemporary 3706 ROBERT MOTHERWELL (Aberdeen/Washington 1915–1991 Provincetown/Massachusetts) Drunk with Turpentine # 48. 1979. Oil on cardboard. Monogrammed and dated upper right (faded): RM 79. 51 × 40.5 cm. This work will be included in the online supplement to the Robert Motherwell catalogue raisonné. We thank the Deadalus Foundation for their kind support. Provenance: - Galerie Veith Turske, Cologne (verso with the label). - Galerie Turske Whitney, North La Brea (verso with the label). - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. The American artist Robert Motherwell was an Abstract Expressionist. He was born on 24 January 1915 in Aberdeen, Wa- shington. From 1932 to 1938 he studied painting at the California School of Fine Arts and received his BA in philosophy at Stanford University. At Harvard he devoted himself to philosophy and French literature, which then took him to Paris in 1938/1939. There he made the acquaintance of artists such as Piet Mondrian and Fernand Léger and held his first exhibition at Galerie Dun- can. Back in the United States, Motherwell began his studies in art history at Columbia University, New York, under Meyer Schapi- ro and Kurt Seligmann. His acquaintance with Roberto Matta and Wolfgang Paalen brought him closer to Surrealism, having got to know Paalen on a joint trip to Mexi- co. He had a growing number of exhibitions and, amongst other things, took part in the large-scale exhibition at MoMA “Fourteen Americans” in 1946. In 1945 Motherwell taught at the renowned Black Mountain College, and in 1951-1958 at Hunter Col- lege, New York. He undertook numerous trips through Europe. Robert Motherwell was married four times, including a marri- age to Helen Frankenthaler. He died on 17 July 1991 in Provincetown, Massachusetts. Like Jackson Pollock, to whom he is often referred as his intellectual counterpart, in his early work Motherwell was closely associated with Surrealism. In the 1950s, however, he turned towards Abstract Expressionism, and developed his own pic- torial language, which is characterised by powerful black signs and gestural motifs. In the 1960s he turned increasingly towards colour field painting. Amongst other things, he cites pure presence, passion, immediacy, objectivity and clear colours as his ethical values. He often worked in large scale series, based on works of literature. He had full command of all the techniques he used. In 1959 and 1964 Motherwell was one of the participants of documenta II and III in Kassel. In 1965 the Museum of Modern Art hosted its first comprehensive retros- pective of his work. This was followed by numerous exhibitions in galleries and mu- seums worldwide. The greatest honours were bestowed upon this American artist: the Guggenheim International Award in 1964; the Médaille de Vermeil of the city of Paris in 1977; in 1988 he was named Officer of the Ordre des Arts et des Lettres in France; in 1989 he was awarded the National Medal of Arts. In 1970 Robert Motherwell was made member of the American Academy of Arts and Letters, in 1985 member of the American Academy of Arts and Sciences and in 1990 Associ- ate Member of the National Academy of Design. The present work by Robert Motherwell belongs to the series „Drunk as Turpen- tine“, which is based on a poem by the Chilean poet Pablo Neruda. The compre- hensive series dates from the 1970s and is an outstanding example of Motherwell’s mature style. Reduced to black and white, he created gestural drawings with great spontaneity and energy. Only at second glance is the viewer aware that the artist not only experiments with the drawn lines, but also uses the intensity of the black to convey his aims and thereby creates depth and an extraordinary intensity. CHF 40 000 / 50 000 (€ 38 100 / 47 620)
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    | 12 PostWar Contemporary 3707 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Untitled. 1961. Gouache and watercolour on thin wove paper. Signed and dated lower right: Tobey 61. 31.5 x 23 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Committee Mark Tobey, Münster, May 2020. This work is registered there under the number: 11/05/20-61.49. We thank Mr. Dr. Heiner Hachmeister for his kind advice. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 380 / 3 330) 3708 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Untitled. 1962. Decalcamany with tempera on thin wove paper. Signed and dated lower right: Tobey 62. 21 x 17.8 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Committee Mark Tobey, Münster, May 2020. This work is registered there under the number: 11/05/20-62.23. We thank Mr. Dr. Heiner Hachmeister for his kind advice. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
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    | 13 3709 MARK TOBEY (Centerville1890–1976 Basel) Untitled. 1964. Monotype with tempera paste on thin wove paper. Signed and dated lower right: Tobey 64. 14 × 18.2 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Committee Mark Tobey, Münster, May 2020. This work is registered there under the number: 11/05/20-64.27. We thank Mr. Dr. Heiner Hachmeister for his kind advice. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
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    | 14 PostWar Contemporary 3710 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Untitled. 1960. Tempera on wove paper. Signed and dated lower right: Tobey 60. 48.5 × 38 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Committee Mark Tobey, Münster, 26 February 2018. This work is registered there under the number: 26/02/18-60.52. Provenance: - Purchased directly from the artist by the previous owner, private collection Switzerland. - Private collection Switzerland. “The dimension that counts for the crea- tive person is the space he creates within himself. This inner space is closer to the infinite than the other, and it is the privilege of the balanced mind. And the search for an equilibrium is essential - to be as aware of inner space as he is of outer space.” Mark Tobey’s pictorial world is complex and characterised by an almost inexhaustible potential for creativity, love of experimen- tation and power to innovate. His works are an expression of his spirituality and his perception of the world. The impressive materiality and stylistic diversity of his works reveal and make possible a broad range of themes, such as nature, civiliza- tion, cities, movements, the heavens and the cosmos, rhythm and music, empti- ness, and contemplation. He is inspired by his surroundings, where he tries to see an abstraction in which a profound, rhythmic plasticity is concealed. Born in 1890, Mark Tobey grew up in the American Mid-West and on the shores of the Mississippi in Wisconsin. At the age of 16 he moved to Chicago where he atten- ded courses in oil and watercolour painting at the Art Institute and earned money as an industrial designer in a steel mill. In 1911 he went to New York, where he worked as a portrait painter and fashion illustrator for Vogue magazine. During his time in New York Mark Tobey discovered and became a follower of the spiritual teachings of Bahā‘ullāh, who strove to create a union of the multifarious great world religions and hence a shared wisdom. It was not until his move to Seattle in 1922 that he began to shift towards avant-garde art. He taught at the Seattle Cornish College of the Arts and at the same time became fully immersed in Chinese painting. From 1925 he began to travel, and stayed in Paris and the Near East, and then made a longer journey to China and Japan, where, at a Zen monastery, he became involved in the Zen teachings and painting as well as with calligraphy. From then onwards he sought to combine the linear flow inspired by the Far East, with the European concept of mass and volume, and to create a balance between the outlook of these two worlds. At the same time, he maintained a foothold in England, where he taught at the Dartington Hall School in Devonshire between 1930 and 1938. In 1960 Tobey settled in Basel. In the same year, the hus- band and wife collectors Ernst and Hildy Beyeler acquired 40 works from the artist. Mark Tobey made every country where he stayed for a while into his homeland and was one of the few cosmopolitan artists of the 20th century. He lived between cultu- res and worlds, and that is the aura which his works exude. Through his many years of involvement with calligraphy, Mark Tobey developed his own pictorial script; in doing so he never had the intention of imitating East Asian pictorial language, but rather of finding his own representation with his western influences. In addition, the city of New York played an eminently important role in the development of his personal approach to abstraction. Reflecting on the architecture of Manhattan, as well as the influence of calligraphy and his accumulated spiritu- al experiences, he formed his personal style of „White Writing“. “For a long time, I tried to connect cities and city life in my work. In the end I felt that I had found a technical approach, which allowed me to capture what I was interested in. Lights, the threads of traffic, the river of humanity, erect and flowing through and around self- imposed borders, not unlike chlorophyll as it flows through the channels of a leaf. “ (From: Anna Moszynska, Abstract Art, London 1990, p. 133). The first two works from 1959 and 1960 (Lots 3713 and 3710) offered here at auction, were produced during the period when he was emigrating from the US to Switzerland and are wonderful examples of his „White Writing“. What is striking about the works from this period are firstly their small, indeed intimate format. Tobey de- votes himself meticulously and with great perseverance to the creation of micro- scopic worlds, which he has drawn from his observation of nature, the city, and the light. The strokes become increasingly overgrown, bound together, overlaid, de- picting labyrinths, urban structures, fields, fungi, or organic structures. „White lines in movement symbolize a unifying idea which flows through the compartmented units of life bringing the consciousness of a larger relativity.“ In the three later works presented here (Lots 3707, 3708, 3709 und 3711) we also find an organic structure, yet Mark Tobey has abandoned the meticulous fine, stroke-like drawing style, in order to find expression through larger strokes and a colourful palette. The wonderful work from 1969 has an arrestingly generous format, strong colours, and energetic movement in the brush strokes. Although all these works were produced at different times, they give the impression of all having been created from a medita- tive state. Tobey says in respect to this: „I believe that painting should come through the avenues of meditation rather than the canals of action.“ His abstract expressionist works, with their fine, spot- or thread-like dense style appear animated and yet they radiate an unshakeable sense of harmony. The resul- ting mesh of lines are overlaid in count- less layers, always consistent, and always interconnected. CHF 60 000 / 80 000 (€ 57 140 / 76 190)
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    | 15 „White linesin movement symbolize a unifying idea which flows through the compartmented units of life bringing the consciousness of a larger relativity. Mark Tobey
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    | 16 PostWar Contemporary 3711 MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Untitled. 1968. Tempera, watercolour and pencil on wove paper. Signed lower right: Tobey 68. 20.5 × 28.5 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Committee Mark Tobey, Münster, 20 January 2020. This work is registered there under the num- ber: 20/01/20-68.29. We thank Dr. Heiner Hachmeister for his kind advice. Provenance: - Private collection Basel, directly acquired from the artist. - Private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670) 3712 MARK TOBEY (Centerville/USA 1890–1976 Basel) Untitled. 1966. Monotyp with tempera. Signed and dated lower right: Tobey 1966. Image 47 × 27 cm on wove paper 49.5 × 30 cm. Provenance: - Galerie Carzaniga, Basel (verso with the label). - Purchased from the above by the present owner in 2011, since then private collection Switzerland. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) 3713* MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Untitled. 1959. Tempera on cardboard. Signed and dated lower right: Tobey 59. 30.5 × 24 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Committee Mark Tobey, Münster, May 2020. This work is registered there under the number: 01/10/17-59.22. Provenance: - Galerie Carzaniga, Basel (verso with the label). - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 15 000 / 20 000 (€ 14 290 / 19 050)
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    | 18 PostWar Contemporary 3714 LUIS FEITO (Madrid 1929–lives and works in Paris) No. 206. 1960. Oil, pebbles and sand on canvas. Signed, dated, titled and numbered on the reverse: FEITO 1960 206 BASE. 73.5 × 100.5 cm. The authenticity of this work has been confirmed orally by the artist, February 2020, Madrid. We thank Mr. Feito for his kind support. Provenance: - Private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. Exhibition: Basel 1970, Moon and Space. Galerie Beyeler, January - March 1970, No. 27 (verso with the label). Luis Feito was born on 31 October 1929 in Madrid, where he still lives today. The Spaniard is one of the most influential exponents of Spanish Informel art. He studied at the Escuela Superior de Bel- las Artes de San Fernando, Madrid, where he graduated in 1950. As early as 1954, he had his first exhibition at Galería Buchholz. Armed with a scholarship, in 1953 Feito got to know the city of Paris, where he moved two years later and would remain for 25 years. In Paris he became acquainted with Informel artists such as Jean Fautrier, Hans Hartung, as well as Serge Poliakoff, Jean Dubuffet and Mark Rothko. These new im- pressions, his contact with artists, and the energy of the city led him to experiment with various materials such as sand in his paintings. He remained in touch with the artists of the Spanish avant-garde, howe- ver, and was one of the founding members of the group El Paso. In 1981 Feito moved to Montreal and then two years later to New York, returning to Madrid in the early 1990s. During his studies and the period af- terwards, Feito focussed on figurative painting but, having discovered Cubism, he turned away from figuration and soon dedicated himself to Informel art. Alrea- dy in his first exhibition he showed only abstract works. In the late 1950s and early 1960s his colour palette was exclusively black and white, with shades of grey or ochre. He increasingly used materials such as sand and soil, in order to achieve an impastoed surface which is characteristic of his mature work. Through the dense, uneven surface he was able to explore the relationship between light, surface, colour and form. In the 1960s Feito then added red to his palette, which at times domina- tes the entire composition. Luis Feito took part in numerous exhibi- tions in museums and galleries worldwide. On four occasions (1956, 1958, 1960 and 1968) his works were shown at the Venice Biennale, twice in San Paolo, and in 1959 he was represented at the documenta in Kassel. In 2002 the Reina Sofía museum of art organised a touring retrospective. In 1985 he was appointed Officer and then in 1993 Knight Commander of the Ordre des Arts et Lettres de France. The present work “No. 206” dates from 1960, when Feito’s colour palette was do- minated by black and white. From a deep black space, a white form glows on the left edge of the picture, which appears to illu- minate that side of the work. It is almost as though a point of light is pushing through from behind a black cloud. The impastoed technique with the dark colours gives the impression of a landscape of craters. The consummate use of the impastoed sur- faces lends the work an unbelievable depth and dynamism. CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860)
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    | 20 PostWar Contemporary 3715 K.R.H. SONDERBORG (Sonderborg 1923–2008 Hamburg) 14.X.78 20.179-20.459. 1978. Tempera on canvas. Signed and dated lower centre: Sonderborg 78, also signed, dated and titled on the reverse: Sonderborg 14.X.78 20.179-20.459. 1978. 65 × 82 cm. Provenance: - Galerie Daniel Gervis, Paris (verso with the label). - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. CHF 10 000 / 18 000 (€ 9 520 / 17 140)
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    | 21 3716* RAYMOND HAINS (Saint-Brieuc/Brittany1926–2005 Paris) Venezia. 1966. Collage on canvas. Signed and dated lower right: Hains 66. 73 × 102 cm. Provenance: - Galerie Der Spiegel, Cologne (verso with the label and with the stamp). - Purchased from the above in 1994, since then private collection Switzerland. Exhibitions: - Düsseldorf 1990, Um 1968. Städtische Kunsthalle Düsseldorf. - Cologne 1991, Nouveau Realisme, Gale- rie Der Spiegel. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290)
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    | 22 PostWar Contemporary 3717 HISAO DOMOTO (1928 Kyoto 2013) Untitled. 1961. Oil on canvas. Signed, dated, numbered and with location: Domoto 1961-13 PARIS, as well as signed in Japanese. 97 × 130 cm. Provenance: Private collection Switzerland. “Gutai art does not alter matter: it lends it life. Gutai art does not distort matter. In Gutai art the human spirit and matter shake hands with each other, although they are usually opposed to one another. Matter does not enter the spirit. The spirit does not force matter into subordination”. (Gutai Manifesto, 1956) Hsiao Dômoto was born in Kyoto in 1928 into a wealthy family. His father was a famous collector of traditional Japanese art and his uncle Inshô Dômoto, was an equally famous Japanese painter in the Nihonga style. In his early years, Hisao Dô- moto initially remained true to the family spirit and studied traditional painting at the Kyoto school of art. He enjoyed some success in Japan, but soon discovered contemporary western art, particularly at the 1952 Salon de Mai in Japan – where the emerging Japanese avant-garde, the Gutai Group, was represented – and during a trip to Europe in the same year. From then on- wards he adopted western techniques, and was attracted first to Surrealism, but later devoted himself exclusively to abstract art. Dômoto settled in France in 1955. At this time, his works were characterised by their concrete content. He initially made a name for himself with airy, romantic calligraphy in the manner of Zao Wou-Ki, and approxi- mated the style of the Lyrical Abstraction group. While working with the Parisian Galerie Stadler between 1957 and 1960 he discovered his own style, and from 1960 developed his concept of “Solution de Continuité”. As the present painting from 1961 shows, his works from these years are characterised by an impastoed applica- tion of the paint on the canvas. His works are a reflection of spontaneous improvisa- tion and appear to be a direct expression of his artistic feelings. He makes use of a broad and richly contrasting colour palette, so that the paint dances on the canvas like flames, wind, or frantic waves at sea with an almost meditative flow. Dômoto also seems to experiment with the ductility and malleability of colour pigments. The sometimes flowing and energetic brush strokes, the blurred areas, and the spla- shes of colour appeal to the imagination of the viewer: clouds, mountain landscapes, rocky formations and waterfalls take shape before our inner eye. The compositions on the canvas may burn in splendid colour, creating a powerful depth and density, with movements of both resurgence and fading away, of sunrise and sunset, bright and at the same time mysterious. The viewer is lost in a splendidly abstract landscape painting. CHF 30 000 / 50 000 (€ 28 570 / 47 620)
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    | 24 PostWar Contemporary 3718 HANS HARTUNG (Leipzig 1904–1989 Antibes) Untitled. 1950. Oil on wood. Monogrammed lower left: H. Also inscribed on the reverse: Hartung 12-9-50. 11 × 12.3 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Fondation Hans Hartung et Anna-Eva Bergman, Antibes, 12 November 2018. The work is recorded in the archive of the foundation under: CT HH5807 and will be included in the catalogue raisonné. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 12 000 / 18 000 (€ 11 430 / 17 140) 3719 FRED THIELER (Königsberg 1916–1999 Berlin) Untitled. 1987. Oil on canvas. Signed and dated lower right: F. Thieler 87. 180 × 110 cm. Provenance: - Galerie Nothelfer, Berlin (verso with the label). - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290)
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    | 26 PostWar Contemporary 3720 MARTÍN CHIRINO (Las Palmas de Gran Canaria 1925–2019 Madrid) Viento. Iron, forged. 3/11. 247 x 195 x 51 cm. Provenance: - Private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. The craft of ironwork, as a passion and at the same time as inspiration for his life’s work can be understood as Martín Chirino’s constant companion. Born in 1925 in Las Palmas de Gran Canaria in the Canary Islands, as a youth Chirino spent his free time in the shipyard where his father worked. It is inconceivable that the young artist would have not taken the opportunity to travel to the African coast with his father on his numerous journeys. The influence of Africa can be seen later in his artistic work. At the age of 23 Chirino moved to Madrid, where he studied at the Royal Academy of Fine Arts of San Fernando and graduated in 1952 with the title of professor. This was followed by trips to Paris, London, and Italy, where he immersed himself in the art of sculpture, and engaged with the great masters such as Henry Moore and Julio González. This was the basis of all his knowledge, which he put into practice after his return to the workshop in his homeland of the Canaries. In addition, Chirino shared his passion for the indigenous people of the Canaries and their inscriptions with his good friend the artist Manolo Millares. With him, he studied the writings of these people and their culture. So it is not sur- prising that in his work two elements – iron as a material and African culture – would merge. Together with some other artists of the Canary Islands he decided to relocate to Madrid in 1955. In 1958 he joined the Spa- nish artist group El Paso, which included artists such as Antonio Saura, Manolo Millares and Luis Feito. Two years later, however, the group was disbanded. During the same period, Chirino had his first solo show at the Ateneo in Madrid, entitled Los Hierros de Chirino. In these works he continued to express his deep connection to his homeland, as well as to iron, the material with which he preferred to work. A further central element in his work came to the fore – the spiral. It began in the 1960s in an exhibition at the Museum of Modern Art in New York, with the work El Viento. A fine example of this can be seen in the work presented here. This piece repre- sents a spiral which has been created by the wind. Thus, Chirino constantly pursues the goal of giving his work the highest degree of expression with a minimum of material. His works were shown in numerous mu- seums and galleries in the USA, as well as in Europe, which led him to relocate to the New York area. His work was finally honou- red with a National Prize for sculpture in 1980 by the Ministry of Culture. Further- more, he also presided over the cultural institution Círcolo de Bellas Artes in Madrid and some years later was a major contri- butor to the construction of the Atlantic Centre for Modern Art (CAAM) in Las Palmas. This contemporary art museum was conceived and then managed by him. Martín Chirino’s work, bearing the stamp of his youth and his passion for the African people, was constantly shaped by new inspirations and influences from his travels and encounters. Yet during all this time he remained true to his origins, the Cana- ry Islands. Not only did he open cultural institutions there but allowed many of his works to represent his homeland visually and thus enter into the public space. CHF 35 000 / 45 000 (€ 33 330 / 42 860)
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    | 28 PostWar Contemporary 3721 MARIO DELUIGI (Treviso 1901–1978 Venezia) Untitled. 1947. Oil on wood. Signed and dated (faded) upper right: deluigi 47. 38.6 × 118.3 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Archivio Mario De Luigi, Venezia, May 2020. This work is registered there under the number: 0769. We thank Mr. Luca De Luigi for his kind advice. Provenance: - Private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3722* GASTON CHAISSAC (Avallon 1910–1964 Roche-sur-Yon) Untitled. 1961. Gouache on wove paper. Signed lower left: Chaissac, also dated and inscribed lower right: Vix, le 9.12.61. 49 × 65 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Madame Nadia Raison, Paris, Februrary 2020. We thank Madame Raison for her kind support. CHF 6 000 / 7 000 (€ 5 710 / 6 670) 3723 JULIAO SARMENTO (1948 Lisbon–lives and works in Estoril) Desenho. 1987. Dispersion and collage on wove paper. Signed, dated and numbered on the reverse: # 582 Juliao Sarmento 18/5/87. 100 × 70 cm Provenance: - Galerie Bernd Klüser, Munich. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
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    | 30 PostWar Contemporary 3724* FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER (Wien 1928–2000 on board of the Queen Elisabeth) Der gelbe Platz - Flugplatz. 1958. Watercolour with varnish between layers on wrapping paper, primed with chalk (sheet folded in the middle). Signed, dated and inscribed centre left: HUNDERTWASSER 1959 AM 26. MAI 1981 AUSGEBESSERT DUNKELBUNT REGENTAG. 98.5 × 64 cm. Provenance: - Collection Dr. R. Brunner, Munich. - APP ART PERSPECTIVE PROJECT, Munich. Exhibitions: - 1964/65 Exhbition Tour: Kestner Gesell- schaft Hannover, Kunsthalle Bern, Karl- Ernst-Osthaus Museum Hagen, Stedelijk Amsterdam, Moderna Museet Stock- holm also Museum des 20. Jahrhunderts Vienna. - 1975 Munich. Haus der Kunst, February - April. - 1979 World Exhibition Tour: Museo Espanol de Arte Contemporáneo Madrid, Seedamm-Kulturzentrum Pfäffikon. - 1980 World Exhibition Tour: Palazzo Bar- berini Rome, Palazzo Reale Milan, a.o. - 1980/81 World Exhibition Tour: Museum Ludwig Cologne, Secession Vienna. Literature: - Fürst, Andrea Christa: Hundertwasser 1928 - 2000. Werkverzeichnis - Cata- logue Raisonné, Vol. II, Cologne 2002, no. 509. - Schmied, Wieland: Hundertwasser. Bibliophilic monograph with 100 coloured collotype prints, Salzburg 1974 (with colour ill.). CHF 120 000 / 180 000 (€ 114 290 / 171 430)
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    | 32 PostWar Contemporary February marked the 20th anniversary of the death of Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) and he was duly honoured with a large exhibition at the Leopold Museum in Vienna. The painter, pioneer of the ecology movement and designer of living spaces, who worked far beyond his own national borders, shaped the art of the 20th century in his characteristic and unmistakable way with his gorgeously coloured utopic designs. Born in 1928 in Vienna as Friedrich Stowas- ser, even at school he was acknowledged to have an outstanding sense of form and colour. His talent and passion were recognised and fostered early on until the rise of the National Socialists overshado- wed everything. Although she was Jewish herself, his mother had Friedrich baptised a Catholic in 1935, and after the annexa- tion of Austria, Hundertwasser joined the Hitler youth. Unlike his grandmother and 69 of his relatives, Hundertwasser and his mother survived the Nazi terror, so that he was able to complete his final exami- nations in 1948 and became a student at the Viennese Academy of Fine Art, which he left, however, after three months. At this time, in 1949, he took on the name of Hundertwasser, by apparently germanising the first syllable “Sto” (Slavic for “hundred”). In the 1950s Hundertwasser lived in Paris and engaged with the avant-garde of the time in the discourse between geometric and expressive abstraction, Informel and the burgeoning Nouveau Réalisme. In response to this, he formulated his own vision, “Transautomatism”, which was not only a new development in art, but also a new perception that required a viewer who was active, responsible, and involved. „The spiral signifies life and death in all directions.“ Friedensreich Hundertwasser The vegetative-organic principle of nature is as much a leitmotif of Hundertwasser’s creative work as the artistic influences of Egon Schiele, Paul Klee or the Viennese school of Fantastic Realism, which pro- vided the foundation of his early work. In addition, his experiences while travelling to Italy, Paris, Morocco, Tunisia, Sicily, Japan, and New Zealand influenced him and he developed a colour-intensive abstract painting style. The beauty and harmony of his paintings has often earned him more criticism than appreciation. Yet this criticism only responds to a very superficial examination of his pictures, as Wieland Schmied explains in the 1974 catalogue raisonné (p. 15): “Hundertwasser does not say (...) that our world is idyllic. On the con- trary: he denounces the world – and at the same time in his paintings he counters that with the model of a possible better world.” The work presented here at auction “Gelber Platz” (yellow square) fulfils this promise of a critical view of our world presented as a paradigm. The horizontal division of the picture already seems to indicate the discrepancy between utopia and reality. Two yellow spirals dominate, and, mirrored along the central fold, they draw the eye. The composition of the upper half is very dense, complete, and harmonious. The lower half, on the other hand, extends rather loosely and hesitantly over the pictorial space, with elements of the incomplete, and with space for the unexplained. The upper half creates the context of a harmonious world, where- by the spiral tilts into the topographical depictions, taking a bird’s eye view with different elevations and surrounding fields rendered in cartographical style. In the lo- wer part, however, nature appears to have moved into the background, and traces of industrialisation such as factory chimneys and cube-shaped residential elements form the centre of the incomplete spiral. Hundertwasser loves the friction which arises from the juxtaposition of nature and man, through various perspectives and points of view such as the vertical views of houses versus the horizontal landscapes. The viewer becomes actively involved in the work, carried along by the power of the colours, which are used instinctively by the artist regardless of the object represented. In this extraordinary painting we have a rare opportunity to trace Friedensreich Hundertwasser’s working and thinking process – and to tap fully into the range of themes. The three documented states of this work reveal a conscious, step by step approach: State 1: painted in Hamburg (summer 1958) / State 2: further worked in Vienna (autumn 1961) / State 3: later reworking with a note by the artist “AUS- GEBESSERT DUNKELBUNT REGENTAG” (corrected dark-coloured rainy day) (26 May 1981). This explains why the origi- nal work diverges from the one that was illustrated in the catalogue raisonné of 1974, since it is only later, on a visit by the artist to the owner of the time, that it was changed. We would like to thank the Hundertwas- ser Foundation Vienna for their valuable assistance.
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    | 34 PostWar Contemporary 3725 CÉSAR (CÉSAR BALDACCHINI) (Marseille 1921–1998 Paris) ... à l‘eau ! ... à l‘eau. 1987. Assemblage with metal plate, bell and scroched grate. Signed lower right: César, also dated and described lower left: 1987 nile. 29 x 24 cm (incl. frame). Provenance: Private collection Switzerland. CHF 1 200 / 1 800 (€ 1 140 / 1 710) 3726* THOMAS VIRNICH (Eschweiler 1957–lives and works in Mönchengladbach) Violine. 1986. Plaster, wax, pigments, cardboard and two photographs in plastic foil. 13 x 82 x 26 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the artist, Mönchenglad- bach, April 2020. We thank Mr. Virnich for his kind support. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery. - Private collection Belgium. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900)
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    | 35 3727 DANIEL SPOERRI JEAN TINGUELY (Galati 1930–lives and works in Vienna) / (Fribourg 1925–1991 Bern) Caviar et una magia tan forte che la fame. 1988. Tableau piège. Wood, tapestry, ceramic, textile, cardboard. Signed, dated and titled on the reverse: Caviar et una magia tan forte che la fame. Daniel Spoerri 1988 Pfingstmontag 23.5.88. Furthermore with the guests signature: Jim Dine, Daniel Spoerri, Edith Talmann, Ruthli Stadler, Klaus Littmann and one not readable. Tapestry painted by Jean Tinguely. 165 × 100 × 42.5 cm. Provenance: - Galerie Andy Jllien, Zurich. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860) “My Tableaux Pièges represent a complete cycle, of life and death, of decay and rebirth.” Daniel Spoerri
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    | 36 PostWar Contemporary 3728* EDUARD KLELL (Steyr 1924–2008 Völs) Kleine Ariadne (in roter Fassung). 1972. Oil on masonite. Signed and dated lower left: Klell 72. 34 × 18 cm. Provenance: Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 1 800 / 2 200 (€ 1 710 / 2 100) 3729 THOMAS HIRSCHHORN (1957 Bern – lives and works in Paris) „GRAZIE (FÜR FRANZ STINZ)“. 1998/1999. Collage. Letters, postcard, newspaper cut-outs, cardbord, foil and tape. Signed and dated on the reverse: 1999, VENEZIA, THOMAS HIRSCHHORN 68 × 40 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Susanna Kulli, Galerie Susanna Kulli, May 2020, Zurich. We thank her for her kind support. Provenance: By descent to the present owner, since then private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) 3730* JI LI (Kunming 1963–lives and works in Kunming) Untitled (pet series). 1999. Oil on canvas. Signed in Chinese and dated lower right: Ji Li 1999. 160 × 125 cm. Provenance: - Auction Koller, 30 june 2008, lot 3698. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Greece. CHF 4 000 / 5 000 (€ 3 810 / 4 760)
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    | 38 PostWar Contemporary 3731 BURHAN DOGANÇAY (1929 Istanbul 2013) Untitled. 1979. Gouache on wove paper. Signed and dated lower right: B. Dogancay 1979. 75.8 × 56.5 cm. Provenance: Purchased by the present owner in the 1990s in Turkey, since then private collection Switzerland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3732 BURHAN DOGANÇAY (1929 Istanbul 2013) Untitled. 1978. Gouache on wove paper. Signed and dated lower right: B. Dogancay 1978. 75.8 × 56.5 cm. Provenance: Purchased by the present owner in the 1990s in Turkey, since then private collection Switzerland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3733 SILVIA BAECHLI (Baden 1956–lives and works in Basel) Untitled. 2005. Gouache on wove paper. Monogrammed and dated on the reverse: S.B.05. 44 × 62 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the artist, Basel, April 2020. We thank Ms. Bächli for her kind support. Provenance: - Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen. - Private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
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    | 39 „Drawing isthe search for the right tone, for a formulation that is right, that I do not know exactly what it looks like before - I would describe this as my „doing“. Drawing is observing, remembering, touching, playing, repeating, inventing, approaching, drawing out, sounding, etc. “ Siliva Bächli
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    | 40 PostWar Contemporary 3734* MARK TOBEY (Centerville 1890–1976 Basel) Untitled. 1969. Tempera on wove paper. Signed and dated lower left: Tobey 69. 108 × 62 cm. With the confirmation of authenticity by the Committee Mark Tobey, Münster, 31st October 2014. This work is recorded there under the archive number: 31/10/14-69.15. Provenance: - Galerie Alice Pauli, Lausanne. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. CHF 35 000 / 45 000 (€ 33 330 / 42 860) The dimension that counts for the creative person is the space he creates within himself. This in- ner space is closer to the infinite than the other, and it is the privilege of the balanced mind. And the search for an equilibrium is essential - to be as aware of inner space as he is of outer space. Mark Tobey
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    | 42 PostWar Contemporary 3735 SAM FRANCIS (San Mateo 1923–1994 Santa Monica) Untitled. 1991. Watercolour and acrylic on wove paper. On the reverse with the signature stamp: Sam Francis, as well as with the stamp: The Sam Francis Estate, the archive num- ber and signature: SF91-4 PR.S / jj3 1991 PR.S Margaret Francis. 61 × 47 cm. Provenance: - Galerie Iris Wazzau, Davos (verso with the label). - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570) 3736 SAM FRANCIS (San Mateo 1923–1994 Santa Monica) Untitled. 1990. Watercolour and acrylic on Japan paper. On the reverse with the stamp: The Sam Francis Estate, as well as with the archive number: S4 45K / SF90 - 127. 60.5 × 45.2 cm. Provenance: - Galerie Iris Wazzau, Davos (verso with the label). - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. CHF 18 000 / 24 000 (€ 17 140 / 22 860)
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    | 44 PostWar Contemporary 3737 JOHN CHAMBERLAIN (Rochester/Indiana 1927–2011 New York) Grass Skirt Opus. 2002. Painted and chromed steel. 41 × 33 × 32 cm. Provenance: - Galerie Karsten Greve, Cologne/St. Moritz. - Purchased from the above by the present owner in 2003, since then private collection Switzerland. „The good thing about being an artist, is it‘s a legitimate way of looking at things cross-eyed.“ John Chamberlain The American sculptor John Chamberlain is one of the most important precursors of Pop Art, and with his metal sculptures, rooted as they are in Nouveau Réalisme and Abstract Expressionism, he is one of the central figures of American Post War art. Born in 1927 in Rochester, Indiana and raised in Chicago, John Chamberlain stu- died at the Art Institute of Chicago at the beginning of the 1950s and there made his first welded sculptures, inspired by the work of the sculptor David Smith. He then studied and taught sculpture and poetry at the legendary Black Mountain College. The creative and unconventional atmosphere there inspired him and shaped his visual language. In 1957, somewhat by chance, he discovered his signature assemblage technique. In the backyard of his friend Larry River in Southampton, NY, he found a 1929 Ford. He removed the individual parts and shaped them into a sculpture, by repeatedly driving over them with his truck. This was how the famous work “Shortstop” came about and his unmistakable tech- nique of creating sculptures of incompara- ble poetic expression by reforming found painted car parts. His move to New York marked a decisive turning point. In particular, the encounter with Franz Kline and Willem de Kooning exerted a great influence on him and intensified his discourse with the artistic positions of Abstract Expressionism. „Kline gave me structure. De Kooning the colour“, said Chamberlain later. His solitary position within American Post-war art is based not least on his rebellious inclination towards strong colours in his works – a sculptural position that was viewed rather sceptically at that time. The proximity to painting is evident. Like the Pop Art artists some years later, Chamberlain made use of industrial mass-produced objects, which had a high emotional value within everyday American culture. By exaggerating the colours and by redesigning the available elements, he questioned people’s relati- onship to these cult objects, while at the same time expressing pleasure in the play of colours. Chamberlain’s work was accompanied by an urge to break with the traditional concept of sculpture, and to blur the boundaries between form and painting. With his welding technique he translated the images of Abstract Expressionism into sculptures. Although the source materials were prefabricated, and the method of working using the scrap press only allowed a certain amount of influence on the part of the artist, his works were in no way the products of chance, but were care- fully composed and intuitively designed entities, which were often only completed through the linguistic wit of their titles. Thus, Chamberlain fuelled the myth that American Post-war art had arisen from a synthesis of inspiration, muscle power and chance, but that at the same time the artist acted out of a controlled creative intuition and intention. For example, he made use of discarded Cadillacs, engine parts, steel remnants or rubber for the often metre-high struc- tures and, despite the intractable nature of the materials, succeeded in creating works reminiscent of living bodies, birds, trees, ships or flowers. The title of the work offered here at auction “Grass Skirt Opus” refers to Chamberlain’s parallels between nature and culture. He goes even further in his adaptation of the Abstract Expres- sionists’ mythology of nature than his co-combatants. When Jackson Pollock as- sumes this idea with the statement: “I am nature”, Chamberlain astutely postulates: “Culture is nature”, and in this he considers man-made things to be as much part of nature as birds’ nests or beaver dams. This tension between untamed nature and symmetry is correspondingly reflected in his works. In his late work the compactness of the early sculptures is often broken up to create an airy, playful arrangement of coloured steel and chrome elements. The work offered here, “Grass Skirt Opus”, shows his virtuosity through the transfor- mation of industrial metal bodywork into light floating objects. At the same time, Chamberlain does not wish to explain his art. “Everyone wants to know what it me- ans”, he said. „Even if I knew, I would only know what I think it means“. CHF 100 000 / 150 000 (€ 95 240 / 142 860)
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    „The good thingabout being an artist, is it's a legitimate way of looking at things cross-eyed.“ John Chamberlain
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    | 47 3738 JÖRG IMMENDORF (Bleckede1945–2007 Düsseldorf) Untitled (colour palette). 2005. Oil on masonite. Monogrammed and dated: JI05. 50 × 70 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430) 3740 DAMIEN HIRST (Bristol 1965–lives and works in Devon) Shark Spin Painting. 2009. Acrylic on firm wove paper. With the signature stamp on the reverse: Damien Hirst, also with the stamp: This painting was made by ... to celebrate the opening of Damien Hirst Requiem at the PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009 ©Damien Hirst. Furthermore with the blindstamp upper right : HIRST. 49 × 66 cm. Provenance: - Workshop PinchuckArtCentre, Kiew, 2009. - Private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670) 3739 DAMIEN HIRST (Bristol 1965–lives and works in Devon) Circle Spin Painting. 2009. Acrylic on firm wove paper. With the signature stamp on the reverse: Damien Hirst, also with the stamp: This painting was made by ... to celebrate the opening of Damien Hirst Requiem at the PinchuckArtCentre on April 25-26th 2009 ©Damien Hirst. Furthermore with the blindstamp lower right: HIRST. Diameter 52.2 cm. Provenance: - Workshop PinchuckArtCentre, Kiew, 2009. - Private collection Switzerland. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
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    | 48 PostWar Contemporary 3740A DAMIEN HIRST (Bristol 1965–lives and works in Devon) Circle Spin Painting. 2009. Acrylic on firm wove paper. Signed at the lower margin: Damien Hirst. Verso with the signature stamp: Damien Hirst, also with the stamp: This painting was made by ... to celebrate the opening of Damien Hirst Requiem at the PinchuckArt- Centre on April 25-26th 2009 ©Damien Hirst. Furthermorewith the blindstamp lower right : HIRST. Diameter 51.5 cm. Provenance: - Workshop PinchukArtCentre, Kiew, 2009. - Private collection Switzerland. Damien Hirst was born in Bristol on 7 June 1965 and grew up in Leeds. At the age of 16 he began doing anatomy drawings at the Leeds School of Medicine anatomy department. From 1986 to 1989 he stu- died at the renowned Goldsmith College in London, which completely changed his understanding of the classic techniques of painting, drawing and sculpture. Already in his student days he began working on some of his most important series. The first “Medicine Cabinets” date from his second year in college. He collected and presented a series of medications in cup- boards of various sizes which he arranged as in a display cabinet. In 1988 with other students from Golds- mith College, he curated the exhibition “Freeze” in a vacant warehouse, which marked the birth of the Young British Artists. The series of “Spot Paintings” originated here, in which Hirst applied round coloured spots to the walls of the warehouse. These too would turn up again and again in his work. In 1991 he began to work on his most spectacular series: “Na- tural History”. He placed animals – sharks, sheep, cows – in simple glass tanks of formaldehyde, and later he also cut some of the animals in two. With these works he was represented in the exhibition “Sensa- tion” in 1997, through which the “Young British Artists” gained worldwide renown and at the same time prompted outra- ge. The collector, art dealer and patron Charles Saatchi, whose collection includes this exhibition, was one of the first and most important supporters of the Young British Artists. A further work to cause a stir was Hirst’s 2007 piece “For the Love of God” – a platinum cast of a skull set with 8601 diamonds. Love, death, religion and consumer culture are the relevant themes in Hirst’s work, through which he forges entirely new ground and is almost always controversial.. In 2009 the PinchukArtCentre in Kiev hosted the retrospective “Requiem” with 100 of Hirst’s works from 1990 to 2008. At the exhibition opening a “Spin Pain- ting Workshop” took place, which every visitor could take part in. Spin Paintings are created by applying paint to the turning pictorial support and distributing it with a rapid movement. Surprising, dynamic and abstract forms result from this. On the one hand, they offer the artist the usual control over choice of colour and pictorial support and form, but, on the other hand, the “composition” is entirely arbitrary and beyond the influence of the painter. The two works presented here come from that workshop. Through the turning move- ment a circle is formed in the first instance, as this is the most regular way for the paint to be distributed. However, circles would be too boring for the British artist. Since Hirst’s sculpture “The physical impossibility of death in the mind of someone living” appeared in 1991, there is no denying his fascination with sharks, and so it is not surprising that he used the shark as a form for his spin paintings. This series also runs through his entire oeuvre, and the “event” aspect that plays a part in its creation is an important com- ponent. A large number of these works were produced in Hirst’s studio, but he also repeated the workshops, for example at the opening at the PinchukArtCentre and at Tate Modern, and thus actively involved the visitors in the creative process. This approach is strongly reminiscent of that used by Andy Warhol, who as early as the 1950s had the guests at his parties do small drawings for cookbooks or Christ- mas cards, and later of course on a large scale at The Factory. “I really like making them. And I really like the machine, and I really like the move- ment. The movement sort of implies life. It’s the way the atoms move inside our bodies, it’s the way the planet moves that we stand on. And the way all the other planets in space move around ours. Every time a painting’s finished, I’m desperate to do another one.” Damien Hirst CHF 15 000 / 25 000 (€ 14 290 / 23 810)
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    | 51 3741* IMI KNOEBEL (Dessau1940–livesandworksinDüsseldorf) Ichnicht. 2004/2011. Acrylic on collaged plastic foil. Signed, dated, titled and numbered on the reverse: Imi 11 „Ich Nicht“ 2004 5/5. 63 × 78 cm. CHF 8 000 / 14 000 (€ 7 620 / 13 330) 3743* CÉSAR (CÉSAR (BALDACCHINI) (Marseille 1921–1998 Paris) Compression. Sheet metal with lack. On the backside with the incised signature: César. 31 × 31 × 16 cm. With the confirmation of authenticity by the Archives Denyse Durand-Ruel, Paris, May 2020. This work is recorded there under the number: 6689. We thank Madame Denyse Durand-Ruel for her kind support. Provenance: Purchased by the present owner in 1997 , since then private collection Germany. CHF 14 000 / 18 000 (€ 13 330 / 17 140) 3742* IMI KNOEBEL (Dessau1940–livesandworksinDüsseldorf) O.T. 2004/2011. Acrylic collaged on plastic foil. Signed, dated, titled and numbered on the reverse: Imi 11 O.T.VI 2004 5/5. 37 × 52 cm. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
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    | 52 PostWar Contemporary 3744* PIERO DORAZIO (Rome 1927–2005 Perugia) Interccio IV. 2005. Oil on canvas. Signed, dated and titled on the reverse: PIERO DORAZIO MMV „INTERCCIO“ IV. With the studio stamp and number: STUDIO PIERO DORAZIO 6140. 34.5 × 25 cm. With the confirmation by the Studio Piero Dorazio. The work is registered there under the number: 6140. Provenance: - Babuino Casa d‘Aste, Rom, January 2020, Lot 846. - Purchased from the above by the present owner, since then private collection Germany. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
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    | 53 3745* IMI KNOEBEL (Dessau1940–lives and works in Düsseldorf) Anima Mundi. 2010/2014. Acrylic on collaged plastic foil (3-parts). Signed, dated, numbered and described on the reverse: A-C Imi 2014 ANIMA MUNDI 95-3 2010 5/5 Each 46 × 36 cm. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290) „Often it is the little that is perfectly sufficient, and where you are simply bothered by everything else because it is too much.“ Imi Knoebel
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    | 54 PostWar Contemporary 3746 PINO PINELLI (Catania 1938–lives and works in Milano) Pittura N.R.N. 1991. Mixed technique. Signed, dated, titled, with location and inscriptions: „Pittura N.R.N.“ Milano 1991 opera Nr. 3 P-P. Pino Pinelli. 37 × 55 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 1 500 / 2 500 (€ 1 430 / 2 380)
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    | 55 3747 PINO PINELLI (Catania1938–lives and works in Milano) Alto. Mixed technique, 2-parts. Titled and numbered on the reverse: Alto 1/2. 94 × 17 cm / 90 × 18 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 500 / 3 500 (€ 2 380 / 3 330)
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    | 56 PostWar Contemporary 3748 JOSEF STAUB (Baar 1931–2006 Schlieren) Vela al Viento. 1997. Chrome steel. With the incised monogram and the date: ST 97. Height 120 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Archives Josef Staub, Baden, May 2020. We thank Mr. Fredi Staub for his kind support. Provenance: Purchased directly from the artist by the present owner in 1997, since then private collection Switzerland. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
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    | 57 3749 PETER SOMM (Sulgen1940–lives and works in Herrenschwanden) Untitled. 1980. Acrylic on canvas. Signed and dated on the reverse: Somm 1980, also signed, dated and with the work number on the stretcher: Werk Nr. 241 P. Somm, 1980. 110 × 110 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Switzerland. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760) 3750 PETER SOMM (Sulgen 1940–lives and works in Herrenschwanden) Untitled. 1980. Acrylic on canvas. Signed and dated on the reverse: Somm 1980, also signed, dated and with the work number on the stretcher: Werk Nr. 240 P. Somm, 1980. 110 × 110 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Switzerland. CHF 3 000 / 5 000 (€ 2 860 / 4 760)
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    | 58 PostWar Contemporary 3751 JOSEF STAUB (Baar 1931–2006 Schlieren) Phoenix. 1995. Chrome steel. With the incised monogram and the date: ST 95. 179 × 100 × 86 cm (incl. base). The authenticity of this work has been confirmed by the Archives Josef Staub, Baden, May 2020. We thank Mr. Fredi Staub for his kind support. Provenance: Purchased directly from the artist by the present owner in 1997, since then private collection Switzerland. “Gutai art does not alter matter: it lends it life. Gutai art does not distort matter. In Gutai art the human spirit and matter shake hands with each other, although they are usually opposed to one another. Matter does not enter the spirit. The spirit does not force matter into subordination”. (Gutai Manifesto, 1956) Hsiao Dômoto was born in Kyoto in 1928 into a wealthy family. His father was a famous collector of traditional Japanese art and his uncle Inshô Dômoto, was an equally famous Japanese painter in the Nihonga style. In his early years, Hisao Dô- moto initially remained true to the family spirit and studied traditional painting at the Kyoto school of art. He enjoyed some success in Japan, but soon discovered contemporary western art, particularly at the 1952 Salon de Mai in Japan – where the emerging Japanese avant-garde, the Gutai Group, was represented – and during a trip to Europe in the same year. From then on- wards he adopted western techniques, and was attracted first to Surrealism, but later devoted himself exclusively to abstract art. Dômoto settled in France in 1955. At this time, his works were characterised by their concrete content. He initially made a name for himself with airy, romantic calligraphy in the manner of Zao Wou-Ki, and approxi- mated the style of the Lyrical Abstraction group. While working with the Parisian Galerie Stadler between 1957 and 1960 he discovered his own style, and from 1960 developed his concept of “Solution de Continuité”. As the present painting from 1961 shows, his works from these years are characterised by an impastoed applica- tion of the paint on the canvas. His works are a reflection of spontaneous improvisa- tion and appear to be a direct expression of his artistic feelings. He makes use of a broad and richly contrasting colour palette, so that the paint dances on the canvas like flames, wind, or frantic waves at sea with an almost meditative flow. Dômoto also seems to experiment with the ductility and malleability of colour pigments. The sometimes flowing and energetic brush strokes, the blurred areas, and the spla- shes of colour appeal to the imagination of the viewer: clouds, mountain landscapes, rocky formations and waterfalls take shape before our inner eye. The compositions on the canvas may burn in splendid colour, creating a powerful depth and density, with movements of both resurgence and fading away, of sunrise and sunset, bright and at the same time mysterious. The viewer is lost in a splendidly abstract landscape painting. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570)
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    | 60 PostWar Contemporary 3752 ANDY WARHOL (Pittsburgh 1928–1987 New York) Lola Jacobson. 1985. Acrylic and silkscreen ink on canvas. On the overlap with the stamps: The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts and The Estate of Andy Warhol. Also with the archive number on the stretcher: P050.072. 101.5 × 101.5 cm. Provenance: - Artist‘s estate. - The Andy Warhol Foundation of the Visual Arts, New York. - Jane Holzer, New York. - Private collection New York. - Auction Sotheby‘s New York, 15.11.2000, Lot 314. - Private collection Switzerland. Andy Warhol was born on 6 August 1928, the third child of a Russian immigrant family in Pittsburgh. At the age of eight he contracted St Vitus’ dance and a rare pigment condition, so that he was often taken to be an Albino. Confined to bed, he discovered a passion for comics and movies. From 1945 to 1949 Warhol stu- died commercial graphics at the Carnegie Institute of Technology, where he obtained a degree in painting and design. The young Warhol then moved to the hotspot for art and literature – New York. There he worked as a window dresser and soon became the most sought-after advertising designer in the city. His first drawings were published in 1950 in the magazine “Mademoiselle”. With the designer Suzie Frankfurt, he de- veloped the drop-and-dripping technique, in which he copied motifs painted with India ink and ink using blotting paper, and transferred them to another sheet – a pre- cursor to his later favourite technique of screen printing. This resulted in numerous greetings cards, giveaways, contributions to magazines and also cookbooks. At so- called “Colouring Parties” he would have friends and guests paint works – again a clue as to later serial production and the Factory. By the end of the 1950s he decided to abandon graphic design and to work as an artist. Like no one before him he addressed the question of changes in society. He sought out everyday objects, events, stars, and starlets that perme- ated everyday life and had some kind of meaning for everyone. These might be an item of mass consumption, such as the famous Campbell’s soup cans, which in the 1950s/60s were never absent from Ameri- can and English kitchen cabinets, or cele- brities like James Dean, Jackie Kennedy and Marylin Monroe, whose fate had been shared with an entire generation. Warhol skilfully used comics, newspaper photos and pictures of stars, starlets, accidents, events and objects, and by using them in his artworks and simultaneous serialisa- tion, elevated them to the status of icon, not only for his own time but for our time as well. At the beginning of the 1960s he began to explore screen printing, the technique of which enabled him to work in series, which was intrinsic to his work. The Factory, founded in 1962, also contributed to pushing this seriality to its extreme. In 1968 the radical women’s rights activist Valerie Solanas carried out an assassi- nation attempt on Warhol. As a result, for a time he became more and more withdrawn, and the formerly experimental Factory became increasingly focussed on the commercialisation of his art. Through this experience and later the death of his mother, the theme of death found its way into Warhol’s work. In addition, portraits, including commissioned portraits, were of ever-increasing importance. Andy Warhol died on 22 February 1987. During his lifetime, he had founded the Andy Warhol Foundation of Visual Arts, which, alongside his family, received a large portion of his estimated fortune of over 100 million US dollars. Today the foundation is compiling a comprehensive catalogue raisonné of his works. In 1962 Warhol had his first solo show at the Ferus Gallery in Los Angeles with his series of “Campbell’s Soup” paintings. He was represented at documenta 4 in 1968 with his “Ten Marilyns” series, as well as at documenta 6 in 1977 and documen- ta 7 in 1982. Countless group and solo shows have paid homage to the work of this American artist: in 2020 the Museum Ludwig in Cologne, which, thanks to the collector couple Peter and Irene Ludwig, owns the largest Warhol collection outside the United States, held a comprehensive retrospective of Andy Warhol’s work in co- operation with the Tate Modern in London. Andy Warhol revolutionised the art of the 20th century by turning away from the classical concept of fine art, elevating the everyday and the trivial to the level of art, and also by affording commerce a high status. Portraits feature in Andy Warhol’s oeuvre from the beginning right up to his late work. “Teen Stars” from 1963 is the first series in which he focussed exclusively on the portrait. This series includes Warren Beatty and Natalie Wood, the young stars of American cinema. Shortly afterwards came the first portraits of Marilyn Monroe, which are amongst the icons of his oeuvre. What all the portraits have in common is that the original images come from newspapers or Polaroids (especially in the later paintings) as well as the almost endless experimentation with colour combinations and seriality: for example, Elvis, from a single image to a sequence in the manner of a contact sheet, in one work. Amongst the most prominent subjects were Marilyn Monroe, Elizabeth Taylor, Jackie Kennedy, Elvis Presley and Mick Jagger. In addition to the stars, Warhol also wanted to portray society, and so over time he accepted more and more commissioned portraits from high society clients. They were of course a secure source of income, which would finance his extravagant life- style, but also his parallel projects. At the same time, however, with these numerous portraits Warhol succeeded in depicting an imposing cross-section of American society, whereby the commissioned por- traits covered high society, while his own projects such as “Ladies and Gentleman” from 1975 (Lot ????) or “Ten Portraits of Jews of the Twentieth Century” (1980) represented those facets not always ac- cepted by society. The present painting shows Lola Jacob- son, who along with her husband Donald, were well known and highly regarded because of their numerous charitable and philanthropic projects, such as the foun- ding of the Mount Sinai Medical Center in New York. As a local celebrity and no doubt welcome guest at any party, Lola Jacobson was one of the typical motifs for Warhol’s commissioned portraits. CHF 180 000 / 240 000 (€ 171 430 / 228 570)
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    | 62 PostWar Contemporary 3753 YAN PEI-MING (Shanghai 1960–lives and works in Dijon) Portrait anonyme - portrait du père. 1998. Chalk and watercolour on wove paper (diptych). Each signed and dated lower right: Yan Pei-Ming 21 resp. 22.08.98. 76.5 × 212 cm (complete size). Tiny paper defect. Provenance: - Galerie Charlotte Moser, Geneva (verso with the label). - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection Switzerland. Yan Pei-Ming was born in Shanghai in 1960 and grew up there during the Cultural Revolution. At the age of 19 he decided to emigrate to France and studied there at the renowned École Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Dijon, graduating there in 1986. He still lives in Dijon. He is known for his large format, almost monochrome portraits of personalities from politics and society, such as Mao Zedong, Bruce Lee and Barack Obama. The diptych presented here shows ano- ther dominant motif in his portraits: his fa- ther. With swift, dynamic brush strokes the faces of his father and an unknown figure are painted: the contours are expressive and the inside of the faces appear to blur beneath the brush strokes. Both are posi- tioned at the extreme left and right of the sheet, so that on the diptych they appear to be looking at and communicating with one another, but with the greatest possible distance between them. The reduced colour palette and the expressive brush strokes are Yan Pei-Ming’s hallmarks, which make him one of the most important con- temporary Chinese artists of our time. In addition to countless solo and group shows, he attracted great attention inter- nationally through his participation at the Venice Biennale in 2003. CHF 12 000 / 18 000 (€ 11 430 / 17 140)
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    | 63 3754* XIA XIAOWAN (Beijing1959–lives and works in Beijing) Durn. 1994. Oil on canvas. Signed and dated lower left: Xia Xiaowan 1994. 97 × 130 cm. Provenance: - Auction Koller, 9 December 2006, lot 134. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then privte collection Greece. CHF 15 000 / 20 000 (€ 14 290 / 19 050)
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    | 64 PostWar Contemporary 3755 GIACOMO MANZÙ (Bergamo 1908–1991 Rome) Testa di Ragazza. Bronze. With the signature stamp on the backside: MANZU. Height 32 cm (incl. base). With the confirmation of authenticity from the Fondazione Giacomo Manzù, Aprilia, May 2020. This work is registered there under the archive number: 41/2020. We thank Ms. Giulia Manzù for her kind advice. Provenance: - Galerie Welz, Salzburg. - Purchased from the above by the present owner in 1990, since then private collection Switzerland. In the mid-20th century, Giacomo Manzù was one of the most influential sculptors in Italy. He came to prominence and achieved fame by reviving the production of bronze doors for churches. Born Giacomo Man- zoni in 1908, he had to leave school at a young age in order to learn a regular trade. Manzù began to work for the first time with wood, metal and stone, which later gave him a solid foundation for his sculptural work. In 1928 the young artist moved to Paris, with neither savings nor a work per- mit, in order to pursue his dream of earning his living as a sculptor. The attempt failed, however, after a very short time. With no money and almost starving, he returned to Italy in order to build a new life in his home- land. A commission to decorate the chapel at the Catholic university in Milan in 1929 finally marked a turning point in his fortune. Initially the focus of Manzù’s work was on biblical themes, portraits, and nudes, in which we see the influence of Etruscan, Egyptian and Medieval art. In later years he focussed more on impressionist tech- niques, with the artist Medardo Rosso in particular being his greatest role model and inspiration. After a short stay in Rome and a visit to St Peter’s Basilica at the Vati- can some years later, Manzù was so over- come by his impressions that from then onwards the religious nature of his work gained in importance. On the strength of this, he produced a bronze figure of a cardinal, which was followed by a series of over 50 standing or seated cardinals. In contrast to this, not infrequently his sculpture featured young delicate female figures, which form a counterpart to those works laden with Christian symbolism. Here it is worth mentioning the work entitled “Francesca”, a seated nude of a young woman, which won a prize at the Quadriennale di Roma in 1942. Six years later Manzù received a further award for Italian sculpture at the Venice Biennale. His longstanding desire to be able to live from his passion, sculpture, gradually became a reality. He received a new commission from the Vatican, where he had originally found his inspiration. It was awarded to Manzù after a competition against numerous contestants. He was commissi- oned by Pope John XXIII to create a series of bronze doors for St Peter’s Basilica. Numerous commissions were to follow, including work for the Salzburg cathedral, St Lawrence Church in Rotterdam and the “Mother and Child” relief at the Rockefeller Center in New York. Alongside his work as a sculptor, he also taught at the Accademia di Belle Arti di Brera in Milan. Manzù’s works offer an insight into a remarkable career which left its mark on Italian monuments, as well as in other Eu- ropean countries. His works were exhibited at documenta 2 in 1959 and documenta 6 in 1977. The Manzù Museum was opened in his honour in 1969 at Ardea near Rome, in order to show a true appreciation of his life’s work. Giacomo Manzù died in 1991 in Ardea. CHF 10 000 / 15 000 (€ 9 520 / 14 290)
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    | 66 PostWar Contemporary 3756* WIM DELVOYE (Wervik/Belgium 1965–lives and works in Brighton) Jesus Twisted. 2006. Bronze. 3/3. At the bottom of the cross with the incised signature, date and number: WDelvoye 2006 3/3. 396 × 102 × 42 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Studio Wim Delvoye, May 2020, Brighton. We thank the studio for its kind support. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery (verso with the label). - Private collection Belgium. The conceptual artist Wim Delvoye was born in Belgium in 1965. His focus is the representation of aesthetic opposites, and the contradictions they produce are often provocative. Characterised by humour and subversive irony, he questions the estab- lished value systems of consumer society. His works are controversial, which is his core objective. Annoying the viewer is part of his artistic repertoire. Through his art, things which are uncomfortable or critical of institutions can be presented visually. With a good deal of profound wit, he mixes the profane and the sublime in his works. The banal becomes art through ornament, and folk art becomes museum quality. Tra- dition and utopia meet, as well as craft and high tech. His penchant for monumental art, his curiosity, his intuitive enthusiasm for the strange are what characterise the work of Wim Delvoye. All his works are subject to a chain of ideas, led by two principles. Firstly, the fact that the function of an everyday object can be easily recognised. Secondly, the misrepre- sentation of these objects through the artist’s adaptation. Delvoye thus brings together different styles from art history, primarily from the local tradition of Gothic and Rococo in a contemporary version. This is how his series of twisted sculptu- res function, made in bronze or silver, in which the body of Christ is rotated around an elliptical cross. The supporting cross sculptures are cast in different forms: circles, infinite Möbius bands or, as in the work presented here, in the form of a I’m not interested in sculpting cubes or painting monochromes, it’s too easy. Art must fascinate peo- ple and doing easy things is not a good way to seek fascination. Wim Delvoye DNA double helix. Wim Delvoye creates the crucifixes with reference to genetics, geometry, or topology, until he finds a flowing form. The continual stream in his sculptures embodies the same principle of the cycle of the tortured and resurrected Christ. The clothes and Christ’s crown of thorns are taken from traditional iconogra- phy of the crucifixion. Wim Delvoye’s works have been exhibited in numerous international solo shows, at venues including the New Museum of Contemporary Art in New York, Musée d’Art Contemporain in Lyon, the Musée Rodin and the Musée du Louvre in Paris. His works were also exhibited at the Venice Biennale (1990, 1999, 2009), documenta 4, and the Biennales in Sydney, Lyon and Shanghai. CHF 90 000 / 120 000 (€ 85 710 / 114 290)
  • 186.
    | 68 PostWar Contemporary 3757 PAVEL PEPPERSTEIN (Moscow 1966–lives and works in Moscow and Tel Aviv) Monsters of Flowers. 2002. Watercolour, ink, gouache and opaque white on firm wove paper. Signed and dated in cyrillic lower right: P. Pepperstein, 2002. 114.7 × 142 cm. Provenance: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection England. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 187.
    | 69 3758* HENRIETTE RIEDERER (Waiblingen1941–2003 Hamburg) Vogelmaske und Entenkopf I. 1975. Pencil on transparent film. Monogramed and dated lower right: H 75. 120 × 100 cm. Provenance: - Galerie Elke und Werner Zimmer, Düsseldorf (verso with the label). - Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430) 3759 PAVEL PEPPERSTEIN (Moscow 1966–lives and works in Moscow and Tel Aviv) God of Tunnels. 2002. Watercolour on firm wove paper. Signed and dated lower right: P. Pepperstein, 2002, also signed in cyrillic. 114.5 × 122 cm. Provenance: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection England. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 188.
    | 70 PostWar Contemporary 3760 PAVEL PEPPERSTEIN (Moscow 1966–lives and works in Moscow and Tel Aviv) God of Cosmos. 2002. Watercolour on firm wove paper. Signed and dated upper right: P. Pepperstein, 2002, also signed in cyrillic. 114.5 × 122 cm Provenance: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection England. Pavel Pepperstein was born in Moscow in 1966, the son of the writer Irina Pivovaro- va and the painter Viktor Pivorarov. From 1985 to 1987 he studied at the Academy of Fine Arts in Prague. In the year of his graduation he founded the artist group “Medical Hermeneutics”, with Sergeji Anufriev, Yuri Leiderman and Vladimir Fedorov, who, with the fall of Communism and the resulting opening up to the West, reflected on their own art and culture of the East. A great influence on his work was that of Ilja Kabakov. However, Pepperstein does not devote himself exclusively to fine art, but also works as an art critic, designer, poet and curator. He is one of the most influential artists of the Russian art scene. In 1994 he was visiting professor at the Städelschule in Frankfurt; in 1997–1998 he received a scholarship from the Akademie Solitude in Stuttgart. Pavel Pepperstein lives in Moscow and Tel Aviv. The combination of Russian and antique legends, but also the linking of suprema- cist motifs with those of Pop Art afford him access to an unbelievably rich pictorial language, which he combines partly in the form of complex compositions but also as scattered images, or storytelling. With a light hand, Pepperstein reveals a surprising, surrealist and almost mythical world which leaves all possibilities of interpretation open to the viewer. Playfully he questions the universal canons of art, literature, politics and the media. In addition to numerous group and solo shows, in 2004 Pavel Pepperstein showed at the 26th Sao Paulo Biennale. In 2009 he was invited to take part in the Russian Pavilion at the Venice Biennale. In 2014 he was one of the participants of the 10th Manifesta in St. Petersburg. In the same year he was awarded the prestigious Kan- dinsky Prize. The medium of drawing plays a major role in Pepperstein’s oeuvre. The three large-format works presented here clearly demonstrate his range, both of motifs and execution. In one drawing he shows individual flowers distributed over the page, some rendered realistically, some abstracted, creating a scattered effect. The second drawing, on the other hand, appears to tell a story: a woman stands at the edge of a black hole, the core of which glows brightly. Is she being drawn in, or have the two motifs absolutely nothing to do with each other? The third drawing is a compact, colourful composition, consis- ting on the one hand of snake-shaped motifs, which stretch across the page, and on the other hand of round forms, some of which are distorted to the point where they become star-like shapes. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
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  • 190.
    | 72 PostWar Contemporary 3761* THOMAS VIRNICH (Eschweiler 1957–lives and works in Mönchengladbach) Roller-Fahrer. 2007. Glaced ceramic. Signed and dated on the underside: Virnich 2007. 28 × 29 × 17 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery. - Private collection Belgium. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430) 3762 GASTON CHAISSAC (Avalon 1910–1964 Vix) Untitled. Felt-tip pen and coulered pencil on wove paper. Signed lower left: chaissac. 65 × 50 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Madame Nadia Raison, Paris, Februrary 2020. We thank Madame Raison for her kind support. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 191.
    | 73 3763 GASTON CHAISSAC (Avalon1910–1964 Vix) Untitled. Gouache on masonite. Signed lower right: CHAISSAC. 57.5 × 25.5 cm. The authenticity of this work has been confirmed by Madame Nadia Raison, Paris, Februrary 2020. We thank Madame Raison for her kind support. Provenance: - Galleria Lorenzelli Arte, Bergamo. - Purchased from the above by the present owner ca. 1994, since then private collection Switzerland. CHF 8 000 / 12 000 (€ 7 620 / 11 430)
  • 192.
    | 74 PostWar Contemporary
  • 193.
    | 75 3764 BLADE (STEVENOGBURN) (New York 1957–lives and works in New York) Paris Rocks. 2008. Spray color on canvas. Signed in the image: BLADE, also signed, dated and titled on the reverse: „PARIS ROCKS“ STEVE OGBURN 8-08. 170 × 263 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810) 3765* PART 1 (ENRIQUE TORRES) (New York (?) 1959) Hearts Part. 1984. Spray paint on canvas (not on a stretcher). Signed in the image: PART 1. 120 × 280 cm. Provenance: Formerly Galerie Schurr, Stuttgart. Exhibition: Stuttgart 1984, Graffiti Writers aus New York. Galerie Schurr, 7 July - 31 August 1984. CHF 1 500 / 2 500 (€ 1 430 / 2 380) 3766* STEFAN RÜESCH (Lucerne 1963–lives and works in Chur) Ohne Titel. 2005. Acrylic on canvas. Signed, dated, titled and with location on the stretcher: RÜESCH 2005 S. Rüesch Berlin, 19.10.2005 „ohne Titel“ 2005. 24 × 18 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430)
  • 194.
    | 76 PostWar Contemporary 3767* ANDY WARHOL (Pittsburgh 1928–1987 New York) B/W Ads (Are You “Different?”). 1985/86. Acrylic and silkscreen ink on canvas. On the overlapp with the stamps: The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts und The Estate of Andy Warhol. Also on the stretcher and on the overlapp with the archive number: PA10.424. 50.9 × 40.3 cm. With the written confirmation by The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, New York 2007. Provenance: Private collection Sweden. At the end of the 1970s Andy Warhol was facing increasing criticism for having become too commercial and for having noticeably lost the energy and innovati- on of his early works. So, he returned to doing projects for himself, which were not for his clients, and what emerged was a very personal series of black and white paintings, which, until the MoMA retros- pective of 1989, were largely unknown. „Like all of Warhol’s art, these lost pictures take their visual cue from the ubiquitous Western media at the service of consu- merism and publicity, while also addressing more personal and ultimate concerns: the power of the mind for spiritual salvation, the capacity for the body to be improved, and military geopolitics.“ (Gagosian Gallery (ed.): Andy Warhol. Heaven and hell are just one breath away! Late paintings and related works, 1984-1986, p. 10). Going back to his beginnings as an artist, for this series Warhol used newspaper advertisements, commercial illustrations and brochures – forms of artistic expres- sion which were, however, not accepted by the fine arts. Alongside this development, in the 1980s Warhol engaged increasingly with a young generation of artists. This led to the legendary collaboration with Jean- Michel Basquiat and Francesco Clemente. Andy Warhol always seemed to reflect the times he lived in. His paintings and drawings from this series of work underscore the mood and feelings of the 1980s. Vincent Fremont Keith Haring also attracted attention, and, although this never led to a collaboration, Warhol signed Haring’s „Andy Mouse“, which indicated his recognition of the artist. Warhol also used Haring’s recurring motif of the rays. The pensive businessman at the top of the work appears to be asking the question „Are You Different“ and to be thinking of an answer. Warhol thus brings a spiritual aspect to this work, and it can be assumed that here he was addressing his own inse- curity and desire to ‘belong’. CHF 50 000 / 70 000 (€ 47 620 / 66 670)
  • 195.
  • 196.
    | 78 PostWar Contemporary 3768* LOTHAR GUDERIAN (Köthen 1939–lives and works in Düsseldorf) Rechter Winkel. 2019. Cardboard painted, layered and intertwined. Signed and dated on the reverse: L. Guderian 2019. 80 × 70 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Private collection Germany. CHF 1 000 / 1 500 (€ 950 / 1 430) 3769* GOTTFRIED HONEGGER (1917 Zurich 2016) Hommage à Ken Saro Winé. 1995. Gouache on firm wove paper. Each signed and dated lower right or lower left: Honegger 1995. Each 65 × 35 cm. Provenienz: Kunsthandel Vonlanthen Chur. CHF 3 000 / 4 000 (€ 2 860 / 3 810)
  • 197.
    | 79 3770* MARIO DALPRA (Vorarlberg1960–lives and works a.o. in Vienna) Weisheit in Form. 2016. Bronze, 3 layers of lack. Monogrammed and dated on the underside: MD2016. 45 × 35 × 20 cm. Provenance: - Artist‘s studio. - Jedlitschka Gallery, Zurich. CHF 7 000 / 9 000 (€ 6 670 / 8 570)
  • 198.
    | 80 PostWar Contemporary 3771 LUIS TOMASELLO (La Plata/Argentinien 1915–2014 Paris) Atmosphère chromoplastique No. 379. 1975. Acrylic on wood. Signed, titled, dated, numbered, with size and directional arrow on the reserve: ATMOSPHÈRE CHROMOPLASTIQUE No. 379. 1975. 0.90 x 0.90 cm L. TOMASELLO 1975. 90 × 90 × 8 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the Archives Luis Tomasello, Paris, April 2020. We thank Ms. Patricia Newcomer for her kind support. Provenance: - Artist‘s studio. - Purchased directly from the artist by the previous owner, private collection Switzerland. - By descent to the present owner, since then private collection Austria. Exhibitions: - Den Haag 1976, Tomasello. Galerie Nou- velles Images. - Paris 1976, Tomasello. Musée dʼArt mo- derne de la Ville de Paris. - Hornu (Mons) 197, Tomasello. Les Ateli- ers du Grand-Hornu, Galerie d‘Art. - Arles 1981, Tomasello. Musée Réattu. The play of light and shadow, the choice of colour and the resulting generation of movement in geometric motifs are at the heart of Luis Tomasello’s life’s work as an artist. He is one of the few artists who succeeded in creating a dynamic relation- ship between his work, its surroundings, and the viewer. Luis Tomasello was born in Argentina in 1915 to a family of Italian origin. While the young Tomasello assisted his father in his work as a carpenter, mason, and painter, he also attended evening classes in drawing. His passion for art developed further, and finally led him to the Escuela Nacio- nal de Bellas Artes Prilidiano Pueyrredón in Buenos Aires in 1932. This was then followed by studies at the Escuela Superior de Bellas Artes de la Nación Ernesto de la Cárcova in 1940. During this phase Toma- sello encountered artists of the avant-gar- de such as Emilio Pettoruti and Carmelo Arden Quin, who had a decided influence on the young artist. A trip to Paris in the 1950s led him to relo- cate to the French capital in 1957. There he joined an already substantial circle of Latin American artists. Tomasello’s works, initially of a figurative tendency, gradually transformed into geometric abstraction. Contained within are the incipient kinetic features which allowed him to express mo- vement by means of visual effects. Thus the artist worked especially with an active surface structure, and in the process explored various forms and colours, which lend a dynamic to the flat medium. In this context, in Tomasello’s work even light and shade began to play a primary role, as their influence on optical perception is not insignificant. He created an outstanding series called “Atmosphère chromoplas- tique” which marked his breakthrough as an artist. As well as in numerous group exhibitions, these outstanding works were exhibited in solo shows including the Museo Nacional de Bellas Artes in Buenos Aires (1962), the Musée National d’Art Moderne in Paris (1976), and the Museum of contemporary art in Madrid (1996). Since for him the three elements – the work itself, its surroundings, and the viewer – all play an important role and only by their interaction do they create a virtual space, Tomasello’s approach is often associated with Minimalism. In particular, the two artists Sol LeWitt and Donald Judd are pertinent here, since they too enga- ge with these factors. At the same time, Tomasello’s work contains characteristics of Op Art, in which movement is created through abstract structures of colour and line. Thus, Luis Tomasello was able to look back on a multi-facetted artistic career in which he went beyond the two-dimen- sional expression of his composition and breathed life into his works in the form of movement. CHF 30 000 / 40 000 (€ 28 570 / 38 100)
  • 199.
  • 200.
    | 82 PostWar Contemporary 3772 LEO LEUPPI (1893 Zurich 1972) Radiance. 1959. Oil on canvas. Signed and dated lower right: leo leuppi. 59. 103 × 148 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) 3773 LEO LEUPPI (1893 Zurich 1972) Trident rouge. 1958. Oil on canvas. Signed and dated lower right: leo leuppi. 58. 80 × 120 cm. Provenance: Private collection Switzerland. Exhibition: Zurich 1980, Leo Leuppi. Helm- haus/ Kunsthaus Zürich, 21. June - 2. August (verso with the label). CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
  • 201.
    | 83 3774 BERNHARD LUGINBÜHL (Bern1929–2011 Langnau im Emmental) Schlanke Aggression. 1957. Rusty iron, galvanized. Height 315 cm. Within: exhib. cat. Bernhard Luginbühl. Plastiken, Kunsthaus Zürich, Zurich 1972, no. 45. The authenticity of this work has been confirmed by the Foundation Bernhard Lug- inbühl, May 2020. We thank Mr. Basil Lugin- bühl for his kind advice. Provenance: - Collection Dr. Ch. Studer, Solothurn. - By descent to the present owner, private collection Switzerland. Exhibition: Zurich 1972, Bernhard Luginbühl. Plastiken, Kunsthaus Zurich, 29.3.–14.5.1972, no. 45. Literature: Exhibition catalogue. Bernhard Luginbühl. Plastiken, Kunsthaus Zurich, Zu- rich 1972, no. 45. CHF 20 000 / 30 000 (€ 19 050 / 28 570)
  • 202.
    | 84 PostWar Contemporary
  • 203.
    | 85 3775* ALFRED HOFKUNST (Vienna1942–2004 Cudrefin) 5 sheets: La mer. La mer est belle (2). Marseille. Plage-blanche. 1982. Watercolour on wove paper. Each signed and dated lower right: A Hof- kunst 82, also titled lower left. Each 9 × 13 cm on 13 × 18.5 cm. The authenticity of these works has been confirmed by Ms. Sabine Hofkunst, May 2020. We thank Ms. Hofkunst for her kind support. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery (verso with the label). - Private collection Belgium. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3776* ALFRED HOFKUNST (Vienna 1942–2004 Cudrefin) Tintenfisch. 1981. Pastel and acrylic on wove paper, laid down on canvas (8 DIN-A4 sheets). Signed and dated lower right: Al. Hofkunst 81. 70 × 100 cm. The authenticity of his works has been confirmed by Ms. Sabine Hofkunst, May 2020. We thank Ms. Hofkunst for her kind support. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery (verso with the label). - Private collection Belgium. CHF 1 400 / 1 800 (€ 1 330 / 1 710)
  • 204.
    | 86 PostWar Contemporary 3777* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Untitled. 1993. Gouache on wove paper. Signed and dated lower right: disler 93. 76.3 × 56.7 cm. Provenance: Purchased directly from the artist by the present owner, since then private collection Berlin. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3778* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Untitled. 1995. Watercolour and gouache on firm wove paper. Signed and dated lower right: disler 95. 74.5 × 71.5 cm. Provenance: Directly acquired from the artist by the present owner, since then private collection Berlin. CHF 1 800 / 2 200 (€ 1 710 / 2 100)
  • 205.
    | 87 3779 NIKLAUS HASENBÖHLER (1937Basel 1994) Wasserfall. 1987. Oil on canvas. Monogrammed and dated lower left: N.H.87, as well as with the archive number on the reverse: INV.1987.03 / 284. 197 × 157 cm. Provenance: - Estate Niklaus Hasenböhler. - Private collection Switzerland. Exhibition: 1987 Basel, Galerie Littmann. Unbekannte Werke, 24. March - 23 April. Literature: Hasenböhler-Dill, Doris, a.o. (ed.): Niklaus Hasenböhler. Niklaus Ha- senböhler 1937-1994. Das Gesamtwerk, Basel 1997, no. 284, p. 210. CHF 2 500 / 3 000 (€ 2 380 / 2 860)
  • 206.
    | 88 PostWar Contemporary 3780 NIKLAUS HASENBÖHLER (1937 Basel 1994) Schlangengeburt. 1988. Chalk and oil on canvas. Monogrammed and dated lower right: N.H.88, as well as with the estate stamp on the stretcher: Hasenböhler Nachlass Nr. 339. 195 × 130 cm. Provenance: - Estate Niklaus Hasenböhler. - Private collection Switzerland. Exhibition: - Basel 1991, Galerie Littmann. Niklaus Hasenböhler. Zeit in der Ewigkeit, 18 January - 12 February. - Zell (LU) 1992, Galerie Priska Meier. Ni- klaus Hasenböhler. Neue Bilder, 21 March - 26 April. Literature: Hasenböhler-Dill, Doris, a.o. (ed.): Niklaus Hasenböhler. Niklaus Ha- senböhler 1937-1994. Das Gesamtwerk, Basel 1997, no. 339, p. 220. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860)
  • 207.
    | 89 3781* LUCIANO CASTELLI (Lucerne1951–lives and works in Zurich) Gabi. 1986. Resin and oilstick on wove paper. Signed and dated vertically lower left: Luciano Castelli 86. 200 × 70 cm. CHF 6 000 / 8 000 (€ 5 710 / 7 620)
  • 208.
    | 90 PostWar Contemporary 3782 MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Untitled. 1981. Acrylic on canvas. 230 × 630 cm. Provenance: - Galerie Elisabeth Kaufmann, Zurich. - Purchased from the above by the pre- sent owner, since then private collection England. Born in 1949 in Seewen, Solothurn, Martin Disler was one of the most important Swiss artists of the 1970s and 1980s. His strongly expressive art and his demonstratively lived existence granted the artist a cult status during his creative period. Martin Disler was self-taught. Without risk of loss and in complete devotion to his art, in his work he confronts himself with strong emotions: love and eroticism, redemption, fear, power, self-forgetful- ness, devotion and hope. The depiction of the state of his soul and the elementary emotional feelings of the human being are a recurring theme in his expressive painting. Due to repeated violations of the rules, Martin Disler left the Catholic boarding school in Stans prematurely and attended the Solothurn cantonal school for some time before he went to work as a trainee in a psychiatric clinic. In his first Solothurn studio, he already began to work intensively with painting at this time. His first small exhibitions in Munich, Olten and Solothurn enabled him to gain confidence as an artist, whereupon he applied for vari- ous scholarships. He later set up his studio in the Rote Fabrik in Zurich. In 1980, he presented his exhibition „Invasion through a false language“ at the Basel Kunsthalle, which would make enable his breakt- hrough. And after a bold show in 1981 in Stuttgart, Martin Disler became one of the leading figures of neo-expressive painting. This was followed by further important international exhibitions in the 1980s in Cologne, New York, at documenta 7 in Kassel, in 1983 at the Basel Museum of Contemporary Art as well as at the Stedeli- jk Museum in Amsterdam, and in Buenos Aires. In 1985 Martin Disler was supposed to represent Switzerland at the Biennale in Sao Paolo, but due to shipping difficulties this did not occur. In the 1980s he received
  • 209.
    | 91 the BremenArt Prize, the Prize for Young Swiss Art of the Zürcher Kunstgesell- schaft and the Art Prize of the Canton of Solothurn for his work. During his creative period, the movements of the „Neue Wilden“, „Transavanguardia“ and „Figuration Libre“ were active, but Martin Disler prefers not to be categorized in those contexts. At the beginning of the 1980s, Martin Disler’s early work was mostly characte- rised by large format canvases (for ex. the present large painting above, Lot 3782), clearly defined motifs and figures (see lots 3783 and 3785). His palette con- sisted of richly contrasting, sometimes powerful and bright colours. There was an extraordinarily impressive dynamism to his work, not only thanks to the scale of the pictures, but especially thanks to the distinctive painting process. Using brush, hands, and fingers he would shape his fi- gures using the whole of his body. Through this unbridled and direct representation of his feelings, such as pain, violence, or eroticism, he was able to produce a strong impact. On the other hand, he also worked with earth or pastel colours, applied very thinly over the wove paper or canvas, so that there was a lightness and transparen- cy which came to the fore. His works, he said, were created in a process of continual intensification. In painterly terms Martin Disler’s later works are more exacting. Even if the artist never entirely gave up figuration, the figurative motifs are less and less recognisable (see for ex. lot 3786). “I want to paint and draw everything wrong, the unexpected line, and the unbearably expected line; that way I am sure they are from me and not according to a formula”. After a life of excess and restless work, the artist died in Zurich at the age of just 47 as the result of a stroke. CHF 14 000 / 18 000 (€ 13 330 / 17 140)
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    | 92 PostWar Contemporary 3783* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Untitled. 1982. Wax crayon and pencil on wove paper. Signed and dated lower right: disler 82. 45.6 × 61 cm. Provenance: Purchased directly from the artist by the present owner, since then private collection Berlin. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3784* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Untitled. 1992. Charcoal on firm wove paper. Signed and dated lower right: disler 92. 20.9 × 29.6 cm. Provenance: Directly purchased from the artist by the present owner, since then private collection Berlin. CHF 700 / 800 (€ 670 / 760)
  • 211.
    | 93 3785* MARTIN DISLER (Seewen1949–1996 Genf) Untitled. 1981. Gouache and opaque white on wove paper, with perforated right margin. Signed and dated lower right: disler 81. 41.8 × 59 cm. Provenance: Directly purchased from the artist by the present owner, since then private collection Germany. CHF 1 500 / 2 500 (€ 1 430 / 2 380) 3786* MARTIN DISLER (Seewen 1949–1996 Genf) Untitled. 1990. Watercolour on wove paper. Signed and dated lower right in pencil: Disler 90. 30 × 40 cm. Provenance: Purchased by the present owner directly from the artist, since then private collection Berlin. CHF 1 400 / 1 800 (€ 1 330 / 1 710)
  • 212.
    | 94 PostWar Contemporary 3787* JOSEF FELIX MÜLLER (Eggersriet 1955–lives and works in St. Gallen) Torso. 1990. Relief. Oil on wood, painted. On the reverse with the artwork information on a label, as well as with the archive number: JFM 25/5090. 65 × 47 × 12 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the artist, St. Gallen, April 2020. We thank Mr. Müller for his kind advice. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery. - Private collection Belgium. CHF 1 500 / 2 000 (€ 1 430 / 1 900) 3788* JOSEF FELIX MÜLLER (Eggersriet 1955–lives and works in St. Gallen) Hautstück. 1991. Oil on canvas. Signed, dated and with location on the reverse: Josef Felix Müller Berlin 1991. 70 × 50 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the artist, St. Gallen, April 2020. We thank Mr. Müller for his kind advice. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery (verso with the label). - Private collection Belgium. CHF 2 500 / 3 000 (€ 2 380 / 2 860)
  • 213.
    | 95 3789* JOSEF FELIXMÜLLER (Eggersriet 1955–lives and works in St. Gallen) Körper. 1990. Oil on poplar wood. Signed and dated lower right margin: josef felix müller 1990. 235 × 90 × 12 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the artist, St. Gallen, April 2020. We thank Mr. Müller for his kind advice. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery (verso with the label). - Private collection Belgium. CHF 4 000 / 6 000 (€ 3 810 / 5 710)
  • 214.
    | 96 PostWar Contemporary 3790* JOSEF FELIX MÜLLER (Eggersriet 1955–lives and works in St. Gallen) 6 sheets: Symmetrie des Körpers. 1992. Oil on wove paper. Signed and dated on the reverse: josef felix müller 1992, as well as with the archive number: Inv.Nr.50-56. Each 30.5 × 23 cm. The authenticity of this work has been confirmed by the artist, St. Gallen, April 2020. We thank Mr. Müller for his kind advice. Provenance: - Artist‘s studio. - Deweer Art Gallery (verso with the label). - Private collection Belgium. CHF 1 200 / 1 800 (€ 1 140 / 1 710)
  • 215.
    | 97 3791 JEAN TINGUELY (Fribourg1925–1991 Bern) Roto ZAZA N° 1. 1967. Felt pen, pen and colour pen on wove paper. Signed and dated lower right: 1967 J. Tinguely. 24.4 × 31.4 cm. Provenance: Private collection Switzerland. CHF 2 000 / 3 000 (€ 1 900 / 2 860) 3792* ROLF ISELI (Bern 1934–lives and works a.o. in Bern) Untitled. 1988. Coal, chalk and opaque white on wove paper. Signed, dated and with location lower right: Rolf Iseli 81 St. Romain 81, as well as with a red stamp. 169.9 × 90 cm. CHF 5 000 / 7 000 (€ 4 760 / 6 670)
  • 216.
    BAECHLI, SILVIA 3733 BILL,MAX 3702 BLADE (STEVEN OGBURN) 3764 CASTELLI, LUCIANO 3781 CÉSAR (BALDACCHINI, CÉSAR) 3725, 3743 CHAISSAC, GASTON 3722, 3762, 3763 CHAMBERLAIN, JOHN 3737 CHIRINO, MARTÍN 3720 DALPRA, MARIO 3770 DELUIGI, MARIO 3721 DELVOYE, WIM 3756 DISLER, MARTIN 3777, 3778, 3782 - 3786 DOGANÇAY, BURHAN 3731, 3732 DOMOTO, HISAO 3717 DORAZIO, PIERO 3744 FEITO, LUIS 3714 FRANCIS, SAM 3735, 3736 GUDERIAN, LOTHAR 3768 HAINS, RAYMOND 3716 HARTUNG, HANS 3718 HASENBÖHLER, NIKLAUS 3779, 3780 HIRSCHHORN, THOMAS 3729 HIRST, DAMIEN 3739, 3740 HOFKUNST, ALFRED 3775, 3776 HOFKUNST, ALFRED 3776 HUNDERTWASSER, FRIEDENSREICH 3724 IMMENDORF, JÖRG 3738 ISELI, ROLF 3792 KLELL, EDUARD 3728 KNOEBEL, IMI 3741, 3742, 3745 LEUPPI, LEO 3772, 3773 LI, JI 3730 LUGINBÜHL, BERNHARD 3774 MANZÙ, GIACOMO 3755 MOTHERWELL, ROBERT 3706 MÜLLER, JOSEF FELIX 3787 - 3790 PALAZUELO, PABLO 3704, 3705 PART 1 (ENRIQUE TORRES) 3765 PEPPERSTEIN, PAVEL 3757, 3759, 3760 PINELLI, PINO 3746 - 3747 RIEDERER, HENRIETTE 3758 RÜESCH, STEFAN 3766 SARMENTO, JULIAO 3723 SOMM, PETER 3750 SONDERBORG, K.R.H. 3715 SPESCHA, MATIAS 3703 SPOERRI, DANIEL TINGUELY, JEAN 3727 STAUB, JOSEF 3748, 3751 THIELER, FRED 3719 TINGUELY, JEAN 3791 TOBEY, MARK 3707 - 3713, 3734 TOMASELLO, LUIS 3771 VASARELY, VICTOR 3701 VIRNICH, THOMAS 3726, 3761 WARHOL, ANDY 3752, 3767 XIA, XIAOWAN 3754 YAN PEI-MING 3753 | 98 Artist Register
  • 217.
    MAP PREVIEW Hardturmstrasse 121 8031 Zurich,Switzerland AUKTION ONLINE ONLY AUCTIONS Koller Auctions Ltd Hardturmstrasse 102 8031 Zurich, Switzerland Tel  +41 44 445 63 63  Fax  +41 44 273 19 66  office@kollerauctions.com www.kollerauctions.com.ch Koller Auktionen AG 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland Tél  +41 22 311 03 85 Fax  +41 22 810 06 30 geneva@kollerauctions.com.ch www.kollerauctions.com.ch PREVIEW Hardturmstrasse 102/121 8031 Zurich, Switzerland AUCTION Hardturmstrasse 102 8031 Zurich, Switzerland PREVIEW 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland AUCTION 2, Rue de l‘Athénée 1205 Geneva, Switzerland REPRESENTATIVES MUNICH Fiona Seidler Maximiliansplatz 20 80333 Munich Tel. +49 89 22 80 27 66 Fax +49 89 22 80 27 67 Mobile +49 177 257 63 98 muenchen@kollerauctions.com DÜSSELDORF Ulrike Gruben Citadellstrasse 4 40213 Düsseldorf Tel. +49 211 30 14 36 38 Fax +49 211 30 14 36 39 Mobile +49 175 586 38 64 duesseldorf@kollerauctions.com MOSCOW Vadim Goncharenko Mobile +41 76 431 81 64 moscow@kollerauctions.com BEIJING Jing Li Haidian Qu Chedaogou 10# 6/4-307 100089 Beijing Tel. +86 135 2039 8057 beijing@kollerauctions.com MILAN LuigiPesce ViaSanMartino5 / 7 20122Milan Tel.+393395962768 milano@kollerauctions.com HAMBURG Ulrike Gruben Tel. +49 211 30 14 36 38 hamburg@kollerauctions.com
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    | 100 BEDINGUNGEN FÜRKLASSISCHE AUKTIONEN Diese Bedingungen gelten für Objekte, die von Koller (gemäss Definition unten) live im Aukti- onssaal versteigert werden. Durch die Teilnahme an der Auktion unterzieht sich der Bieter den nachstehenden Auktions- bedingungen („AGB“) der Koller Auktionen AG, Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich, Schweiz („Koller“): 1. Rechtsstellung der Parteien Die Steigerungsobjekte werden durch Koller im Namen und auf Rechnung des Einlieferers des zu versteigernden Objektes („Einlieferer“) verstei- gert. Koller handelt in fremdem Namen und auf fremde Rechnung als direkte/unmittelbare Stell- vertreterin des Einlieferers im Sinne von Art. 32 Abs. 1 des schweizerischen Obligationenrechts („OR“). Der Zuschlag erfolgt an den von Koller im Rahmen der Auktion anerkannten Bieter mit dem höchsten Gebot in Schweizer Franken („Käufer“), wodurch das betroffene ersteigerte Objekt ein verbindlicher Kaufvertrag zwischen Einlieferer und Käufer entsteht („Kaufvertrag“). Koller wird dadurch nicht Partei des Kaufvertrages. 2. Aufgeld 2.1 Nebst dem Zuschlagspreis ist vom Käufer auf den Zuschlagspreis ein Aufgeld zu entrich- ten, das wie folgt berechnet wird: i. bei einem Zuschlag bis CHF 10‘000: 25% ii. bei einem Zuschlag ab CHF 10‘000 bis CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000 und 22% auf die Differenz von CHF 10‘000 bis zur Höhe des Zuschlags iii. bei einem Zuschlag ab CHF 400‘000: 25% auf die ersten CHF 10‘000; 22% auf CHF 390‘000 und 15% auf die Differenz von CHF 400‘000 bis zur Höhe des Zuschlags. 2.2 Falls der Käufer während einer online über- tragenen Saal-Auktion („Live-Auktion“) live im Internet mitbietet, oder ein Vorgebot über eine fremde, mit Koller verlinkten Seite abgibt, wird ein zusätzlicher Aufpreis von 3% des Zuschlags verrechnet. Für Gebotsabgaben im Rahmen einer Live-Auktion gelten im Übrigen die Bedin- gungen, welche auf der Live-Auktion Webseite publiziert sind. Diese können von den hier pub- lizieren abweichen. 2.3 Auf das Aufgeld hat der Käufer die schwei- zerische Mehrwertsteuer („MWST“) zu entrich- ten. Die angegebenen %-Sätze des Aufgeldes beziehen sich auf den Zuschlagspreis für jedes einzelne Objekt.  2.4 Alle im Auktionskatalog mit * (Asterisk) be- zeichneten Objekte sind vollumfänglich mehr- wertsteuerpflichtig, d. h. bei diesen Objekten wird die MWST auf den Zuschlagspreis plus Aufgeld berechnet. Käufer, die eine rechtsgültig abgestempelte Ausfuhrdeklaration vorlegen, er- halten die MWST rückvergütet.  2.5 Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, dass Koller allenfalls auch vom Einlieferer eine Kommission erhält. 3. Garantie 3.1 Koller wird den Kauf (unter Vorbehalt nachfol- gender Ziffern 3.2 und 3.3) namens des Einlieferers rückgängig machen und dem Käufer Kaufpreis und Aufgeld (inkl. MWST) zurückerstatten, falls sich das Objekt als Fälschung erweist. Eine Fälschung liegt vor, wenn das Objekt nach vernünftiger Auffassung von Koller eine im Hinblick auf Urheberschaft, Alter, Periode,KulturoderHerkunftinTäuschungsabsicht geschaffene Imitation ist, bei der sich die korrekte Beschreibung solcher Inhalte nicht in der Beschrei- bungimAuktionskatalog(unterBeachtungjeglicher Ergänzungen) widerspiegelt und dieser Umstand denWertdesObjektsimVergleichzueinemderKa- talogbeschreibung entsprechenden Gegenstand wesentlich beeinträchtigt. Ein Objekt gilt nicht als gefälscht, wenn es lediglich beschädigt ist und/oder an ihm Restaurierungsarbeiten und/oder Verände- rungenirgendwelcherArtvorgenommenwurden.  3.2 Eine Rückabwicklung gemäss vorstehender Bestimmung findet nach Ermessen von Koller nicht statt, falls: i. die Beschreibung des Objekts im Auktions- katalog im Einklang mit der Meinung einer Fachperson oder mit der herrschenden Mei- nung von Fachpersonen stand oder die Be- schreibung im Auktionskatalog andeutete, dass hierüber Meinungsverschiedenheiten bestanden,  ii. die Fälschung zur Zeit des Zuschlages nach dem Stand der Forschung und mit den allge- mein anerkannten und üblichen Methoden noch nicht oder nur mit unverhältnismässi- gem Aufwand als solche erkennbar war, iii. die Fälschung (nach Kollers sorgfältiger Ein- schätzung) vor 1880 hergestellt wurde oder  iv. es sich beim Kaufobjekt um ein Gemälde, Aquarell, eine Zeichnung oder Skulptur han- delt, das gemäss den Angaben im Auktions- katalog vor 1880 entstanden sein müsste. 3.3 Der Käufer kann von Koller (als Vertreterin des Einlieferers) die Rückabwicklung ab dem Tag des Zuschlages für einen Zeitraum von zwei (2) Jahren (drei (3) Wochen für Schmuck) verlangen. Sie wird ausschliesslich dem Käufer eingeräumt und darf nicht an Dritte abgetreten werden. Die Geltendmachung des Anspruchs setzt voraus, dass der Käufer gegenüber Koller sofort nach Entdeckung des Mangels mit eingeschriebe- nem Brief Mängelrüge erhebt und Koller das ge- fälschte Kaufobjekt im gleichen Zustand, wie es ihm übergeben wurde, und unbelastet von An- sprüchen Dritter, zurückgibt. Der Käufer hat den Nachweis zu erbringen, dass es sich beim Ob- jekt um eine Fälschung handelt. Koller kann vom Käufer verlangen, dass dieser auf eigene Kosten Gutachten von zwei unabhängigen und in dem Bereich anerkannten Experten einholt, ist jedoch nicht an solche Gutachten gebunden und behält sich das Recht vor, zusätzlichen Expertenrat auf eigene Kosten einzuholen. 3.4 KollerkannnachfreiemErmessenaufdieGel- tendmachung eines Ausschlussgrundes gemäss vorstehender Ziffer 3.2 oder auf die Erfüllung von Voraussetzungen nach obiger Ziffer 3.3 verzich- ten. 3.5 Die Ansprüche des Käufers gegen Koller als Vertreterin des Einlieferers unter dieser Ziffer 3.1 beschränken sich auf die Rückerstattung des von diesem bezahlten Kaufpreises und Aufgel- des (inkl. MWST). Weitergehende oder andere Ansprüche des Käufers sind unter jedwelchem Rechtstitel (inklusive Irrtumsanfechtung gemäss Art. 23 ff. OR) ausgeschlossen. 4. Haftungsausschluss 4.1 Die Steigerungsobjekte werden in dem Zu- stand versteigert, in dem sie sich im Augenblick des Zuschlags befinden. Bei den Steigerungsob- jekten handelt es sich um „gebrauchte“ Waren. Diese befinden sich naturgemäss nicht mehr in neuwertigem Zustand. 4.2 Zu jedem Objekt beinhaltet der Auktionskata- log eine Beschreibung mit Abbildung. Die Informa- tionenindenAuktionskatalogen,sowie Zustands- berichte von Koller die vor der Auktion angefordert werden können, geben lediglich ein allgemeines Bild und eine unverbindliche Einschätzung von Koller wieder. Die Beschreibung der Objekte er- folgt nach bestem Wissen und Gewissen, doch kann Koller für die Katalogangaben keine Haftung übernehmen. Während der Ausstellung besteht die Möglichkeit, die Gegenstände zu besichtigen. Entsprechend wird der Käufer aufgefordert, das ObjektvorderAuktioninAugenscheinzunehmen, und sich, allenfalls unter Heranziehung unabhän- giger Fachberatung, ein eigenes Urteil über die Übereinstimmung des Objekts mit der Katalog- beschreibung zu bilden. Für die Objektbeschrei- bungen ist die gedruckte Ausgabe des Katalogs (inkl. späterer Ergänzungen) in deutscher Sprache ausschliesslich massgebend. Koller behält sich das Recht vor, zur Meinungsbildung Experten oder Fachkräfte ihrer Wahl beizuziehen und sich auf diese abzustützen. Koller kann für die Richtigkeit solcher Meinungen nicht verantwortlich gemacht werden. Solche Expertenmeinungen oder Gut- achten stellen genauso wenig wie von Koller vor- genommene Objektbeschreibungen oder sonsti- ge Aussagen über ein Objekt (inklusive Aussagen über dessen Wert) explizite oder stillschweigende Zusicherungendar. 4.3 UnterVorbehaltvonvorstehenderZiff.3wird jede Haftung für Rechts- und Sachmängel weg- bedungen. Die Verpflichtungen des Einlieferers gegenüber dem Käufer sind im gleichen Masse eingeschränkt wie die Verbindlichkeiten von Kol- ler gegenüber dem Käufer. 5. Teilnahme an der Auktion 5.1 Die Teilnahme an einer Auktion als Bieter steht jedermann offen. Koller behält sich aber das Recht vor, nach freiem Ermessen jeder Person den Zutritt zu ihren Geschäftsräumlich- keiten oder die Anwesenheit bzw. Teilnahme an ihren Auktionen zu untersagen.  5.2 Bieter, die Koller nicht persönlich bekannt sind, müssen sich bis 48 Stunden vor der Auktion mittels des dafür vorgesehenen Formulars re- gistrieren. Der rechtsgültig unterzeichneten Re- gistrierung ist eine Kopie des gültigen Reisepas- ses und eine Kopie der Kreditkarte beizulegen. Bei jedem Zahlungsverzug des Bieters ist Koller berechtigt, die Kreditkarte des Bieters gemäss Angaben auf dem Registrierungsformular bis zur Höhe des geschuldeten Betrages zuzüglich Spesen des Kartenanbieters zu belasten.  5.3 Koller kann von jedem Bieter vorgängig einen Bonitätsnachweis einer für Koller akzeptablen Bank verlangen.  5.4 Bei Geboten für Objekte mit oberen Schätz- werten von mehr als CHF 30 000 kann Koller vom Bieter jederzeit die vorgängige Überweisung von 20% der unteren Schätzwerte als Sicherheit ver- langen. Koller wird diesen Betrag nach der Aukti- on mit ihren und den Ansprüchen der Einlieferer verrechnenundeinenallfälligenÜberschussum- gehend an den Käufer / Bieter zurückerstatten.
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    | 101 6. Versteigerung 6.1Koller kann ein Objekt unterhalb des mit dem Einlieferer vereinbarten Mindestverkaufspreises zum Ausruf bringen. Die Abgabe eines Gebots anlässlich der Versteigerung bedeutet eine ver- bindliche Offerte. Der Bieter bleibt an sein Gebot gebunden, bis dieses entweder überboten oder von Koller abgelehnt wird. Doppelgebote werden sofort nochmals aufgerufen; in Zweifelsfällen entscheidet die Auktionsleitung.  6.2 Es steht Koller frei, ein Angebot ohne be- sondere Gründe abzulehnen oder aber, falls ein Bieter die Voraussetzungen zur Teilnahme an einer Auktion gemäss obiger Ziffer 5.2 bis 5.4 nicht erfüllt. Ebenso steht es Koller frei, Steige- rungsgegenstände ohne Verkauf zuzuschlagen oder zurückzunehmen, selbst wenn dies für die Auktionsteilnehmer nicht erkennbar sein sollte.  6.3 Koller behält sich das Recht vor, Nummern des Katalogs zu vereinigen, zu trennen, ausser- halb der Reihenfolge anzubieten oder wegzulas- sen. Koller behält sich vor, einen Zuschlag bei Vor- liegen besonderer Umstände nur unter Vorbehalt vorzunehmen. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbe- halt, so bleibt der Bieter noch während 14 Tagen anseinGebotgebunden.Erwirdwiederfrei,wenn die Erklärung von Koller, der Zuschlag sei definitiv, nicht innert dieser Frist bei ihm eintrifft.  6.4 Steigerungsangebote von Kaufinteressen- ten, die der Auktion nicht persönlich beiwohnen können, werden bis 48 Stunden vor Beginn der Steigerung schriftlich entgegengenommen.  6.5 Interessenten können telefonisch mitbieten, wenn sie dies mindestens 48 Stunden vor Aukti- onsbeginn schriftlich vorangemeldet haben. Auf Objekte mit Schätzpreisen unter CHF 500 kann nicht telefonisch geboten werden und Interes- senten werden um Abgabe eines schriftlichen Gebots bzw. um persönliches Mitbieten im Auk- tionssaal gebeten.  6.6 Interessenten, die ihr Gebot im Rahmen ei- ner Live-Auktion abgeben möchten, können an der Auktion teilnehmen, nachdem sie von Koller aufgrund eines Registrierungsgesuchs zur Auk- tion zugelassen worden sind. Koller behält sich das Recht vor, Registrierungsgesuche ohne wei- teres abzulehnen.  6.7 Koller lehnt jede Haftung für nicht berück- sichtigte Gebote aller Art sowie für nicht berück- sichtigte Anmeldungen für telefonisches Mitbie- tenab.FürtelefonischeMitbieterundschriftliche Auftraggeber gilt bezüglich Legitimierung und Bonitätsnachweis ebenfalls Ziff. 5. 7. Eigentumsübergang Das Eigentum an einem ersteigerten Objekt geht auf den Käufer über, sobald der Kaufpreis und das Aufgeld (inkl. MWST) vollständig in Schweizer Franken bezahlt sind und Koller die- se Zahlungen dem entsprechenden Objekt zu- geordnet hat. 8. Abholung der ersteigerten Objekte 8.1 Die ersteigerten Gegenstände müssen vom Käufer innerhalb von 7 Tagen nach Abschluss der Auktion während der Öffnungszeiten auf ei- gene Kosten abgeholt werden. Erfüllungsort des Kaufvertrages zwischen Käufer und Einlieferer ist mithin der Geschäftssitz von Koller. Wenn die Zeit es erlaubt, werden die Objekte nach jeder Sitzung ausgegeben. Die Herausgabe erfolgt nach voll- ständiger Bezahlung des Kaufpreises sowie des Aufgeldes (inkl. MWST) und Zuordnung dieses Betrages zum ersteigerten Objekt durch Koller. 8.2 Während der vorgenannten Frist haftet Kol- ler für Verlust, Diebstahl, Beschädigung oder Zerstörung zugeschlagener und bezahlter Ob- jekte, jedoch nur bei grobfahrlässiger oder vor- sätzlicher Handlung durch Koller und nur bis zur Höhe von Zuschlagspreis, Aufgeld und MWST. Nach Ablauf dieser Frist haftet Koller nicht mehr und es ist Sache des Käufers, für eine angemes- sene Versicherung des ersteigerten Objekts zu sorgen. Für Rahmen und Glas kann keine Haf- tung übernommen werden. Werden die erstei- gerten Objekte nicht innert 7 Tagen abgeholt, lagert Koller diese wahlweise auf Kosten und Ge- fahr des Käufers bei einer Firma ihrer Wahl oder in ihren eigenen Räumen zu einem Tagessatz von CHF 10 pro Objekt ein.  8.3 Transportaufträge nimmt Koller schriftlich entgegen. Die Transportkosten trägt der Käufer. Ohne anders lautende schriftliche Abmachung werden die zugeschlagenen Objekte für den Transport durch Koller auf Kosten des Käufers versichert. Verglaste Bilder und zerbrechliche Objekte werden von Koller nicht versandt. 9. Bezahlung der ersteigerten Objekte 9.1 Die Rechnung aufgrund eines Zuschlags für ein ersteigertes Objekt ist innert 7 Tagen nach Abschluss der Auktion in Schweizer Franken zu bezahlen. Zahlungen mittels Kreditkarte sind nur nach Rücksprache mit der Buchhaltung von Koller möglich und unterliegen einer Bearbei- tungsgebühr zwischen 2 und 4%, die vom Käufer zu bezahlen ist und auf den Rechnungsbetrag erhoben wird. 9.2 Koller kann Zahlungen des Käufers auch ent- gegen dessen anderslautenden Instruktionen auf jedebeliebigeSchulddesKäufersgegenüberKoller oder gegenüber dem Einlieferer anrechnen und allfällige Forderungen des Käufers gegen sie mit eigenen Ansprüchen verrechnen. Ist der Käufer im Zahlungsverzug, wird auf den Rechnungsbe- trag ein Verzugszins von 10% p.a. erhoben. Falls der Käufer den Rechnungsbetrag nicht innert 7 TagennachderbetreffendenAuktionbegleicht,ist Koller ohne weitere Rücksprache mit dem Käufer berechtigt, den geschuldeten Rechnungsbetrag der Kreditkarte des Käufers zu belasten. In solchen Fällen wird auf den Rechnungsbetrag sodann eine Bearbeitungsgebühr zwischen 2 und 4% erhoben, dieebenfallsderKreditkartebelastetwird. 9.3 Leistet der Käufer die geschuldete Zahlung nicht oder nicht rechtzeitig, kann Koller zudem namens des Einlieferers wahlweise (i) weiterhin Erfüllung des Kaufvertrags verlangen oder (ii) ohne Fristansetzung auf Leistung des Käufers verzichten und vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadenersatz wegen Nichterfüllung ver- langen; im letzteren Fall ist Koller auch berech- tigt, das Objekt ohne Beachtung eines Min- destverkaufspreises entweder freihändig oder anlässlich einer Auktion zu verkaufen und den Erlös zur Reduktion der Schulden des Käufers zu verwenden. Ein allfälliger über dem ursprüng- lichen Zuschlagspreis liegender Verkaufspreis wird an den Einlieferer ausbezahlt. Der Käufer haftet Koller und dem Einlieferer für allen aus der Nichtzahlung bzw. Zahlungsverspätung entste- henden Schaden.  9.4 BiszurvollständigenBezahlungallergeschulde- tenBeträgebehältKolleranallensichinihremBesitz befindlichen Objekten des Käufers ein Pfandrecht. Koller ist zur betreibungsrechtlichen oder privaten Verwertung (inkl. Selbsteintritt) solcher Pfänder berechtigt. Die Einrede der vorgängigen Pfandver- wertung nach Art. 41 des Schweizer Schuldbetrei- bungs-undKonkursrechtsistausgeschlossen. 10. Vertretung Jeder Käufer haftet persönlich aus dem ihm erteil- ten Zuschlag und aus dem durch ihn eingegange- nen Kaufvertrag mit dem Einlieferer. Von Perso- nen, die als Stellvertreter in fremdem Namen oder als Organ einer juristischen Person bieten, kann der Nachweis der Vertretungsbefugnis verlangt werden. Ein solcher Stellvertreter haftet mit dem Vertretenen unbeschränkt und solidarisch für die ErfüllungsämtlicherVerbindlichkeiten. 11. Verschiedene Bestimmungen 11.1 Die Auktion erfolgt unter Mitwirkung eines Beamten des Stadtammannamtes Zürich. Jede Haftung des anwesenden Beamten, der Ge- meinde oder des Staates für Handlungen von Koller ist ausgeschlossen.  11.2 Koller behält sich das Recht vor, einzelne oder alle Rechte und Pflichten aus diesen AGB an einen Dritten zu übertragen oder durch einen Dritten ausüben zu lassen. Der Bieter resp. der Käufer ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesen AGB Dritten zu übertragen. 11.3 Koller behält sich das Recht vor, Fotografien und Abbildungen von verkauften Objekten in den eigenen Publikationen und in den Medien zu ver- öffentlichen und damit Werbung zu betreiben.  11.4 Die vorstehenden Bedingungen sind Be- standteil jedes einzelnen an der Auktion ge- schlossenen Kaufvertrags. Abänderungen sind nur mit schriftlichem Einverständnis von Koller verbindlich.  11.5 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise nichtig und/oder un- wirksam sein, bleibt die Gültigkeit und/oder Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen oder Teile solcher Bestimmungen unberührt. Die un- gültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen werden durch solche ersetzt, die dem Sinn und Zweck der ungültigen und/oder unwirksamen Bestimmungen in rechtswirksamer Weise wirt- schaftlich am nächsten kommt. Das gleiche gilt bei eventuellen Lücken der Regelung. 11.6 Die vorliegenden AGB und alle Änderungen daran unterliegen Schweizer Recht, unter Aus- schluss von allfälligen Verweisungen des Bun- desgesetztes über das Internationale Privat- recht (IPRG) und unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (UN-Kaufrechts).  11.7 Für die Beurteilung von Streitigkeiten (unter Einschluss der Geltendmachung von Verrech- nungen und Gegenforderungen), welche aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB (einschliess- lich deren Gültigkeit, Rechtswirkung, Auslegung oder Erfüllung) entstehen, sind ausschliesslich die Gerichte des Kantons Zürich zuständig. Kol- ler ist aber berechtigt, ein Verfahren vor jedem sonst zuständigen Gericht anhängig zu machen. Zürich, 1. Juli 2018
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    | 102 AUCTION CONDITIONS(CLASSIC AUCTIONS) These conditions apply solely to items which are auctioned by Koller (according to the definition below) live in the saleroom. By participating in the auction the bidder accepts the following Auction Conditions of Koller Auctions Ltd, Hardturmstrasse 102, 8005 Zurich, Switzerland (“Koller”). 1. Legal status of the parties The auction items are auctioned by Koller in the name of and on the account of the seller of the auctioned item (“Seller”). Koller acts on behalf of and for the account of the Seller as his agent as defined in article 32, section 1 of the Swiss Code of Obligations (“CO”). The hammer price is determined by the bidder recognised by Koller as having made the highest bid in Swiss Francs in the course of an auction (“Purchaser”), resulting in the conclusion of a purchase contract between the Seller and the Purchaser (“Purchase Contract”). Koller is thereby not a party to the Purchase Contract. 2. Surcharge 2.1 In addition to the bid price, the Purchaser must pay a surcharge on such bid price calculated as follows: i. on a successful bid of up to CHF 10 000: 25% ii. NEW: on a successful bid over CHF 10 000 up to CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000 and 22% onthedifferencebetweenCHF10000 and the bid. iii. NEW: on a successful bid over CHF 400 000: 25% on the first CHF 10 000, 22% on CHF 390 000 and 15% on the difference between CHF 400 000 and the bid. 2.2 If the winning bid is placed over the internet in the course of a saleroom auction which is broadcast online (“Live Auction”), or leaves a pre-sale bid through an independent bidding platform which is linked with Koller, there will be anadditional3%addedtothesurcharge.Bidders are subject to Koller’s terms and conditions as listed on the Live Auction website, which may differ in some respects from those listed here. 2.3 The Purchaser must pay Swiss value added tax (“VAT”) on the surcharge. The stated percentage of the surcharge corresponds to the successful bid for each individual item. 2.4 The full tax is charged on all items marked * in the auction catalogue, i.e. VAT is charged on the sum of the bid price plus the surcharge for those items. The VAT will be refunded to Purchasers providing a validly stamped export declaration. 2.5 The Purchaser agrees that Koller also has the possibility to receive a commission from the Seller. 3. Guarantee 3.1 Koller shall rescind the purchase (subject to Sections 3.2 and 3.3 below) in the name of the Seller and shall reimburse the purchase price and the surcharge (incl. VAT) to the Purchaser if an item proves to be a forgery. A “forgery” shall be deemed to exist if the item, in the reasonable opinion of Koller, is an imitation created with the intention of causing a deception with respect to the authorship, age, period, culture or origin, if the correct description of such content is not reflected in the auction catalogue (taking account of any additions), and if this circumstance significantly impairs the value of the item in comparison to an item corresponding to the catalogue description. An item shall not be deemed to have been forged if it is merely damaged and/or has been subjected to restoration work and/or modifications of any nature whatsoever. 3.2 A rescission in accordance with the above provision shall not take place at the discretion of Koller if: i. the description of the item in the auction catalogue was supported by the view of a specialist or by the prevailing view of specialists, or if the description in the auction catalogue suggested that differences of opinion exist in this respect; ii. the forgery was not identifiable as such at the time of the successful bid in accordance with the current state of research and with the generally acknowledged and usual methods, or only with disproportionate effort; iii. the forgery (based on Koller’s conscientious assessment) was produced before 1880; or iv. the purchased item is a painting, watercolour, drawing or sculpture which according to the details set out in the auction catalogue was created prior to 1880. 3.3 The Purchaser may request rescission from Koller (as the agent of the Seller) from the day of the successful bid for a period of two (2) years (three (3) weeks for jewellery). It shall be granted exclusively to the Purchaser and may not be assigned to any third party. Assertion of theclaimshallbeconditionaluponthePurchaser making a complaint to Koller by registered letter immediately after the discovery of the defect, and returning the purchased item to Koller in the same condition as it was handed over to him and unencumbered by third parties› claims. The Purchaser must provide proof that the item is a forgery. Koller may demand that the Purchaser obtains at his own expense expert opinions from two independent individuals who are recognised experts in the field. However, Koller shall not be bound by any such expert opinion, and reserves the right to obtain additional expert advice at its own expense. 3.4 Koller may at its complete discretion waive the assertion of grounds for exclusion pursuant to the above Section 3.2 or the fulfilment of preconditionspursuanttotheaboveSection3.3. 3.5 The claims of the Purchaser against Koller as the agent of the Seller under Section 3.1 are limited to the reimbursement of the purchase price and surcharge (incl. VAT) paid by the Purchaser. Further or other claims of the Purchaser are excluded under any legal title (including error according to art. 23 ff. CO) whatsoever. 4. Disclaimer 4.1 The items are auctioned in the condition existing at the time of the successful bid. The auctioned items are “used” objects and are therefore generally not in pristine condition. 4.2 Each item in the auction catalogue is listed with a description and an illustration. The information in the auction catalogue, as well as the condition reports issued by Koller, are intended to provide an overall impression and a non-binding assessment by Koller. The items are described to the best of our knowledge and belief. However, Koller cannot accept any liability for the details provided in the catalogue. The items may be inspected during the preview. The Purchaser is therefore invited to inspect an item prior to the auction and, possibly with the assistance of an independent specialist advisor, to form his own opinion of the concordance betweentheitemandthecataloguedescription. Concerning the descriptions of the items, the German-language print edition of the catalogue (including any later amendments) shall be exclusively applicable. Koller reserves the right to call upon experts or specialists of its choice to give an opinion and to rely on that opinion. Koller cannot be held liable for the correctness of such opinions. Neither any such expert opinions or reports, nor the descriptions of items provided by Koller, nor other statements pertaining to an item (including statements pertaining to the value thereof) constitute explicit or implicit warranties. 4.3 Subject to Article 3 above, no guarantee or warranty whatsoever is given in respect to legal and material defects. The liabilities of the Seller vis-à-vis the Purchaser are limited to the same extent as the liabilities of Koller vis-à-vis the Purchaser. 5. Participation in the auction 5.1 Any party may participate in an auction as a bidder. However, Koller reserves the right at its complete discretion to prevent any person entering its premises or attending or participating in its auctions. 5.2 Bidders who are not personally known to Koller must register at least 48 hours before the auction,usingtheformprovidedforthispurpose. The registration form must be signed, with legal effect, and a copy of the bidder’s passport must be enclosed, as well as current, valid credit card information. In the event of payment default by the Purchaser, Koller shall be entitled to charge the Purchaser’s credit card in accordance with the details provided on the registration form for the entire amount of the invoice, plus the credit card processing fees. 5.3 Koller may demand in advance from any bidder a certificate of creditworthiness issued by a bank approved by Koller. 5.4 In the case of bids for items with upper estimated values of more than CHF 30 000, Koller may demand that the bidder first remits 20% of the lower estimated value as security. Following the auction, Koller will offset this sum against its claims and the claims of the Seller, and will reimburse any possible surpluses to the Purchaser/bidder without delay. 6. Auction 6.1 Koller may initiate the auctioning of an item below the minimum selling price agreed upon with the Seller. A bid placed at an auction is a binding offer. The bidder shall remain bound by his bid until this is either outbid or rejected by Koller. Double bids shall immediately be called once again; in case of uncertainty, the auction management shall decide. 6.2 Koller may refuse a bid without providing
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    | 103 justification ifa Purchaser fails to fulfil the conditions for participation in an auction pursuant to the above Sections 5.2 to 5.4. Koller may also pass or withdraw auctioned items without a sale even if this is not apparent to the auction participants. 6.3 Koller reserves the right to combine, separate or omit numbered lots in the catalogue or to offer them out of sequence. Koller reserves the right to sell lots “conditionally” at its sole discretion, in which event the hammer price will be considered as conditional and the highest bidder will remain bound by his bid for 14 days following the auction. The highest bidder will be released from all obligations if he does not receiveastatementfromKollerwithinthisperiod declaring the hammer price as final. 6.4 Written bids from potential Purchasers who cannot attend the auction in person are accepted up to 48 hours before the auction begins. 6.5 Potential Purchasers may bid by telephone if they have given written notice at least 48 hours before the auction starts. Koller does not accept telephone bids for lots estimated under CHF 500, and bidders are requested to leave a written bid or participate in the salesroom for such items. 6.6 Potential Purchasers who intend to place their bids in the course of a Live Auction may participate in the auction once their registration applications have been approved by Koller. Koller reserves the right to decline registration applications at its discretion. 6.7 Koller shall not be liable for any bids including advance notifications of telephone bidding which are not taken into consideration. Telephone bidders and persons giving written instructions are also subject to the provisions of Article 5 relating to proof of identity and financial soundness. 7. Transfer of title Ownership of an auctioned item shall be transferred to the Purchaser as soon as the purchase price and the surcharge (incl. VAT) have been comprehensively paid and Koller has attributed these payments to the corresponding item. 8. Collection of the auctioned items 8.1Theauctioneditemsmustbecollectedatthe Purchaser›s own expense within 7 days from the end of the auction during official opening hours. The place of performance for the purchase contract between the Purchaser and the Seller is therefore the registered office of Koller. If time permits, the items may be handed over after each auction session. The handover shall take place following comprehensive payment of the purchase price as well as the surcharge (incl. VAT) and the attribution of this sum to the auctioned item by Koller. 8.2 During the aforementioned period, Koller shall be liable for loss, theft, damage or destruction of items which have been auctioned and paid for, although solely due to intentional or grossly negligent acts on the part of Koller, and onlyuptothetotaloftheauctionprice,surcharge and VAT. Koller ceases to have liability after the aforementioned period, and the Purchaser shall be responsible for ensuring adequate insurance cover for the auctioned item. No liability can be assumed for frames and glass. If the auctioned items are not collected within 7 days, Koller will store the works at a company of their choice at the purchaser’s own risk and expense or on their own premises at a daily rate of CHF 10 per object. 8.3 Shipping orders may be given to Koller in writing. All shipping costs shall be borne by the Purchaser. Unless otherwise agreed in writing, transport insurance shall be contracted for the sold items at the expense of the Purchaser. Glass-covered pictures and fragile items shall not be sent by Koller. 9. Payment for the auctioned items 9.1 The invoice for a successful bid for an auctioned item is payable within 7 days from the end of the auction. Payments by credit card are only possible with the approval of Koller’s accounting department, and are subject to processing fees amounting to between 2 and 4% of the invoiced amount, payable by the purchaser and added to the invoice total. 9.2 Irrespective of the Purchaser‘s instructions, KollermayuseanypaymentsbythePurchaseras settlement for any debt owed by the Purchaser to Koller or the Seller and set off any debt which it owes to the Purchaser against its own claims. If the Purchaser defaults on a payment, default interestof10%p.a.shallbechargedontopofthe invoiced sum. If Koller does not receive payment for purchases within seven (7) days following the auction, Koller reserves the right to charge the Purchaser’s credit card for the full amount of the invoice, without further notification to the Purchaser. In such cases the credit card processing fees of 2–4% as described above are also applicable, and will be charged to the Purchaser’s credit card. 9.3 If the Purchaser does not pay or does not pay promptly, Koller may moreover in its own name and in the Seller›s name either (i) insist on the fulfilment of the purchase agreement or (ii) without further notice withdraw from the purchase agreement and waive the subsequent performance of the Purchaser or assert a claim for compensation for non-performance; in the latter case Koller shall also be entitled, irrespective of any minimum sales price, to sell the item either directly or in an auction, and may use the proceeds to reduce the debts of the Purchaser. Any amount realised above the original hammer price shall be paid out to the Seller. The Purchaser is liable to Koller and the Seller for all prejudice caused by non-payment or late payment. 9.4 Koller retains a right of retention and a lien on all the Purchaser›s items in its custody until full payment of all monies owed. Koller may exercise such liens in accordance with the legislation on the enforcement of debts or by private sale (including in its own name). The plea of prior lien exploitation pursuant to Art. 41 of the Swiss Debt Collection and Bankruptcy Act is excluded. 10. Representation Each Purchaser shall be personally liable for each bid he places, and for the purchase contract between the Purchaser and the Seller. Proof of the power of representation may be requested from persons bidding as agents for a third party or as an organ of a corporate body. The agent shall be jointly and severally liable with his principal for the fulfilment of all obligations. 11. Miscellaneous provisions 11.1 The auction shall be attended by an official fromthecityofZurich.Theattendingofficial,the local authority and the state have no liability for the acts of Koller. 11.2 Koller reserves the right to transfer any or all rights and obligations from these Auction Conditions to a third party or to have these carried out by a third party. The bidder and/or Purchaser does not have the right to transfer any rights from these Auction Conditions to a third party. 11.3 Koller reserves the right to publish illustrations and photographs of sold items in its own publications and the media and to publicise its services therewith. 11.4Theaforementionedprovisionsformpartof each individual purchase agreement concluded at the auction. Amendments are binding only with Koller›s written agreement. 11.5 Should certain provisions of these Auction Conditions be or become partially or fully invalid and/or unenforceable, this does not affect the validity of the remaining provisions. The invalid and/or unenforceable provisions shall be replaced by those which most closely approximate the economic meaning and intended economic purpose of said provisions. The same shall be applicable to any possible gaps or loopholes in the provisions. 11.6 The present Auction Conditions and all amendments thereof are governed by Swiss law, under exclusion of possible references to Switzerland’s Federal Code on Private International Law (CPIL), and under exclusion of the Vienna C.I.S.G. Convention (UN Convention). 11.7 The courts of the Canton of Zurich shall be exclusively responsible for settling disputes (including the assertion of offsetting and counterclaims) which arise out of or in conjunction with these Auction Conditions (includingtheirvalidity,legaleffect,interpretation or fulfilment). Koller may, however, initiate legal proceedings before any other competent court. 11.8 In the event of any discrepancy between the different language versions of these Auction Conditions, the German language version shall prevail. Zurich, 1 May 2018
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    KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x KollerAuktionenAG,Hardturmstrasse102,8031Zürich,Schweiz. Tel +41 44 445 63 63, Fax +41 44 273 19 66, office@kollerauktionen.ch  Auktions-Aufträge/Ordresd’achats/AbsenteeBidForm DateSignature Auktion Vente/Sale Lot.no.Gegenstand/DéscriptionGebot/OrdreCHF Maximumbid(CHF) BittebeachtenSie,dasswirfürObjekteunterCHF500.–keineTelefon-Geboteannehmenkönnen. Veuillezprendrenotequenousnepouvonspasaccepterd’ordresd’achattéléphoniquespourdeslotsau-dessousdeCHF500.– PleasenotethatwecannotaccepttelephonebidsforobjectsbelowCHF500.– DerBieterwilligthiermitindieBearbeitungseinerPersonendatendurchKollergemässDatenschutzerklärung(sieheHomepage)ein. L‘enchérisseur autorise le traitement de ses données personnelles par Koller selon la Déclaration de Confidentialité (voir site Internet). ThebidderherebyagreestotheprocessingofhispersonaldatabyKollerinaccordancewiththePrivacyNotice(seewebsite). AnwendbarsinddieAuktionsbedingungen,dieimKatalogundaufunsererHomepagepubliziertsind.GerichtsstandistZürich1. Les Conditions de Vente publiées dans le cataloque et sur notre site Internet font foi. Le tribunal compétent est à Zurich 1. I agree to abide by the Auction Conditions published in the catalogue and on our website. The courts of Zurich 1 have jurisdiction. Ich möchte alle Dokumente/Rechnungen von Koller in Zukunft ausschliesslich elektronisch erhalten. Jevoudraisrecevoirtouslesdocuments/facturesdeKollerexclusivementparvoieélectronique. I would like to receive all documents/invoices from Koller electronically only (paperless). Name/Nom Adresse/Address Ort,Land/Ville,Pays/CityState,Country Tel. E-Mail INTERNATIONALAUCTIONS|SWISSMADE Ja/Oui/Yes Nein/Non/No x
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    Koller Auktionen AG,Hardturmstrasse 102, 8031 Zürich, Schweiz Tel  +41 44 445 63 63, Fax  +41 44 273 19 66  office@kollerauktionen.ch, www.kollerauktionen.ch