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Hochschul-Websites: Konzeption und Management
Marcus Flatten, Geschäftsführer
Bundesverband für Hochschulkommunikation 2012 in Dresden

27.9.2012 // © Mann beißt Hund 2012
Hochschul-Websites: Konzeption und Management
Steckbrief
             MANN BEISST HUND

             Standort    Hamburg

             Gegründet   2000

                         Nicola Wessinghage,
             Gründer
                         Marcus Flatten

                         Integrierte Kommunikation
             Mission     für einen überzeugenden Auftritt
                         in der Öffentlichkeit

                         zehn feste Mitarbeiter mit festen
             Team
                         freien Kollegen

                         Spezialisten für Design, Werbung,
             Netzwerk    Internet, Film und Event und
                         Social Media




                                                             3
Angebot

          strategische Beratung, Konzeption
          Pressearbeit
          Kooperationsmanagement




                                              4
Inhalt




         • Trends
         • Zieldefinition
         • Agenturauswahl
         • Grob- und Feinkonzept
         • Umsetzung




                                   5
Trend 1: Social Media




                                           Facebook
                        Pinterest



                                                                 Twitter-
                                                                 Kanäle

                  Social
               Bookmarking                 Ihre
                                          Website

                  XING /
                 LinkedIn
                                                             Blogs



                                YouTube
                                                      Apps



                                                                            6
Social Media: Fallbeispiel




Aus: von Constance Richter, aus Public Marketing 3/12
                                                        © Mann beißt Hund 2011 // Agenturpräsentation 7
Social Media: Fallbeispiel




                             © Mann beißt Hund 2011 // Agenturpräsentation 8
Social Media




       Social-Media-Einbindung ist kein
       Selbstzweck, sondern dem Ziel
       untergeordnet.



       Website und Social Media sollten sich
       ergänzen, nicht konkurrieren.




                                               9
Social Media: Buttons und Plug-ins




 Unter der linken Navigation:   Dezent e Einbindung    „2 Klicks für mehr Datenschutz“
 www.uni-mannheim.de            auf www.uni-koeln.de   Vorgeschlagen von heise.de,
                                                       Umsetzung z.B. www.uni-luebeck.de




                                                                                           10
Social Media: Feed-back zum Relaunch




 Ein Dialog-Angebot an passender Stelle.



                                           11
Social Media



    Social Media Newsroom
    •   Übersichtlich: Alle News auf einen
        Blick
    •   Prominente Platzierung von User-
        Meinungen (=Chance und Risiko)
    •   Lenkt von der Website hin zu Social
        Media  mehr Fans, Follower etc.




 http://www.stiftung-mercator.de/newsroom.html



                                                 12
Social Media



    Social Media Zitate auf d. Homepage
    •   Demonstrieren thematische Vielfalt
        und eine lebendige Scientific-
        Community




 http://www.oii.ox.ac.uk/



                                             13
Social Media



    Social Media Zitate auf d. Homepage
    •   Demonstrieren thematische Vielfalt
        und eine lebendige Scientific-
        Community
    •   Reply-Button lädt ein zur
        Interaktion




 http://www.harvard.edu/



                                             14
Trend 2: Große und bewegte Bilder




        Trend

        • Immer größere Bilder als Aufmacher, häufig über die gesamte Bildschirmbreite
        • Slideshows, mit Link zu Inhalten oder Nachrichten
        • Mehr Film (YouTube, vimeo)



        Funktion

        • Emotionale Ansprache
        • Geschichten anteasern
        • In die Seite „hineinsaugen“



        Hintergrund

        • Mehr Bandbreite, schnellere PCs
        • Veränderte Sehgewohnheiten durch Online-Entertainment (Medien, Spiele, Video)




                                                                                          15
Große und bewegte Bilder




 Perspektive und journalistische Headline locken in die Seite hinein. http://www.tu-muenchen.de
                                                                                                  16
Große und bewegte Bilder




 Weniger attraktiv und nur scheinbar visuell: Porträts unbekannter Personen erschließen sich erst über die Bildunterschrift.
                                                                                                                               17
 http://www.uni-frankfurt.de
Große und bewegte Bilder




       Größe, Funktion und Qualität von Bildern
       müssen zusammenpassen. Deshalb schon in
       der Konzeptionsphase prüfen, ob der
       geplante Umgang mit Bildern im Alltag auch
       geleistet werden kann.




                                                    18
Große und bewegte Bilder




 Gelungenes Webcast-Portal der Uni Berkeley. http://webcast.berkeley.edu/
                                                                            19
Trend 3: Mobile




        Strategien
        •   Stark reduzierte mobile-optimierte Seite
            — Pro: relativ leicht zu erstellen
            — Contra: doppelter Pflegeaufwand, reduzierter Umfang


        •   Eigenständige mobile Seite
            — Pro: optimiertes Design, viele Möglichkeiten
            — Contra: hoher Aufwand


        •   Responsive Design
            — Pro: Nur 1 Auftritt muss gepflegt werden, viele Funktionen
            — Eingeschränkte Usability auf einzelnen Endgeräten




                                                                           20
Mobile: m.-Seite




 Die bisherige Mobil-Seite des idw liefert einen schnörkellosen Nachrichtenüberblick.



                                                                                        21
Mobile: Responsives Design




 Responsives Design passt sich automatisch an die Größe des Ausgabefenster an.
 Vorteile: die meisten Funktionalitäten bleiben erhalten, und es muss nur eine Version
 der Seite gepflegt werden. http://www.bostonglobe.com/

                                                                                         22
Mobile




Immer mehr Apps an deutschen
Universitäten.


                               23
Projektphasen

                  Analyse


                Zieldefinition
                                    Briefing
                  Agentur-
                  auswahl
                                     Pitch
                Grobkonzept
                                  Pflichtenheft


                Feinkonzept          Design

                                                  Usability
                                 HTML Prototyp
                                                   Tests

                                      Text
                Umsetzung
                                 Programmie-
                                     rung

                 Implemen-
                                    Launch         Pflege     Relaunch
                   tierung
                                                                         24
Analyse




          Wie machen‘s die anderen?
                                                              Analyse
          • Anschauen:
            — Design
            — Ansprache Zielgruppen                         Zieldefinition
            — Struktur
            — Navigation
            — Einbindung Social Media
                                                           Agenturauswahl

          • Vorbilder und abschreckende Beispiele finden
                                                            Grobkonzept
          • Diskussion mit Entscheidern
             gemeinsame Web-Tour organisieren
                                                            Feinkonzept
          • Wunschliste schreiben


                                                             Umsetzung




                                                                             25
Zieldefinition




        1. Zielgruppen
                                                                             Analyse
           — Definition, Personas

        2. Inhalte
                                                                           Zieldefinition
           — Themen, Botschaften, Quellen
                                                            Ziel in
        3. Effekte
                                                            drei          Agenturauswahl
           — Nach außen: Image, Information, Reichweite,
             Google PageRank, Interaktionen                 Sätzen?
           — Nach innen: Akzeptanz, Nutzung durch Autoren
                                                            User           Grobkonzept
        4. Vernetzung
                                                            Experience?
           — Social Media, Backlinks, Kooperationspartner
                                                                           Feinkonzept
        5. Technische Ziele
           — Sicherheit
                                                                            Umsetzung
           — Administrationsaufwand
           — Eignung für verschiedene Endgeräte (Mobile!)



                                                                                            26
Personas
                                                                        •   Werden in der Produktentwicklung seit
                                                                            langem eingesetzt


                                                                        •   Sollten auf Basis von Beobachtungen
                                                                            erstellt werden, z.B.
                                                                              •   Befragung (z.B. Fokus-Gruppen,
                                                                                  Online-Befragung)
                                                                              •   Usability-Tests
                                                                              •   Logfile-Auswertung, Tracking
                                                                              •   Eigene Erfahrungen




Olde Lorenzen-Schmidt 2004 (http://www.uxhh.de/roundtable/archiv/_media/OLS04_Personas.pdf)                         27
Agenturauswahl
                                                                                    Pitch-
                                                                                   Honorar?



                                                                                 Anzahl
                                                                                Agenturen
                                                                                    ?




  Zieldefinition                                      Agentur-
                              Briefing                                       Workshops              Grobkonzept      Feinkonzept
                                                      Auswahl

                                Ziele             Agenturpräse                                                       Informations-
                                                                                                        Medien
                                                                                                                      architektur
                             Rahmen                  Rebriefing                                         Inhalte       Navigation

                           Leistungen                Feed-back                                        Funktionen       Sitemap
                                                     evtl. erste                                                       Design-
                                                       Ideen                                        Budget (grob)
                                                                                                                       Konzept
Manche Briefings versuchen, Antworten aus späteren Konzeptionsphasen vorwegzunehmen.                                  Homepage
In der Praxis kann das nicht funktionieren, weil den Agenturen in der Angebotsphase wichtige Informationen fehlen.
An Pitches mit hohem nicht vergütetem Aufwand beteiligen sich große Agenturen mit eigenem Pitch-Team und kleine
Agenturen, die sehr dringend Aufträge benötigen.                                                                                 28
Agenturauswahl




       Wer beim Pitch zu viel verlangt, findet eine
       teure oder eine schlechte Agentur.




                                                      29
Agenturauswahl




       Empfehlung

       • Mehrstufiges Verfahren, zum Beispiel
          — Öffentlicher Teilnahmewettbewerb
          — Einreichung Agenturpräsentation mit Ideenskizze (2 Seiten, honorarfrei)
          — 3 – 5 Agenturpräsentationen (mit Pitch-Honorar)


       • Höhe des Honorars abhängig vom geforderten Aufwand (2.000 – 10.000 EUR)
       • Erreichbaren und kompetenten Ansprechpartner nennen
       • Transparenz für alle Beteiligten (auch: Wie viele sind eingeladen?)
       • Klare Definition der Wettbewerbsaufgabe
       • Konzeptionelle Arbeiten und Entwürfe vergüten




                                                                                      30
Grobkonzept




       Inhalte, Medien, Funktionalitäten
                                                 Analyse
       • Quellen
       • Aktualisierungsfrequenz
       • Interaktionsmöglichkeiten             Zieldefinition
       • Formate


                                      Video   Agenturauswahl



                                               Grobkonzept



                                               Feinkonzept



                                                Umsetzung




                                                                31
Feinkonzept: Struktur




        Sitemap: Flach oder tief?
                                                                                           Analyse
                                              Home


          1       2                   6       8        10          11         14   15    Zieldefinition


              3           4           7       9              12         13
                                                                                        Agenturauswahl


                                                      Home
                                                                                         Grobkonzept
                                      1                      11              14


                              2               6        12         13         15          Feinkonzept

                      3           4       7       8

                                                                                          Umsetzung
                                              9        10




                                                                                                          32
Feinkonzept: Struktur




        „Der Benutzer muss mit so wenig Arbeit wie
        möglich zur gesuchten Seite gelangen. Arbeit
        sind nicht nur Mausklicks, sondern vor allem
        auch das Nachdenken.“

                                             Jens Jacobsen,
                                         „Websitekonzeption“
                                         Addison-Wesley 2011




                                                               33
Feinkonzept: Struktur




                        34
Feinkonzept: Homepage und Navigation




       Die Homepage


       MUSS

       • Den Absender präsentieren
       • Klarmachen, worum es geht
       • Orientierung bieten (Einstieg in die Navigation)
       • In die Seite „hineinsaugen“, Neugier wecken
       • Zugang zu Standard-Informationen und -funktionen
         (Kontakt, Impressum, Suche, Login etc.)
       • Link „Presse“

       KANN

       • Nachrichten
       • Direkte Ansprache von Zielgruppen
       • Social Media
       • Werbung (… wenn es sein muss)




                                                            35
Homepage & Navi




                                                  36
 Überfüllte Homepage: http://www.uni-hamburg.de
Homepage & Navi




                                                                  37
 Klar strukturiert, klarer Marketing-Fokus: http://www.akad.de/
Homepage & Navi




                                                                                                   38
 Übersichtliches Kachel-Design – setzt sich auf der 2. Ebene fort: http://www.hs-niederrhein.de/
Homepage & Navi




                                                                    39
 Luftiges Design, unklare Kategorien: http://www.uni-saarland.de/
Homepage & Navi




                                                              40
 Zielgruppenansprache extrem: http://karlshochschule.de/de/
Homepage & Navi




       Die Homepage ist so wertvoll wie ein
       Baugrundstück in der Münchener Innenstadt.
       Es lohnt sich, sehr sorgfältig zu planen.


                                        Frei nach Jakob Nielsen:
                              Homepage als „real estate of Internet“
                                              und Jens Jacobsen



                                                                       41
Zielgruppen-Navigation




        Die Anforderung

        • Hochschulen kommunizieren mit sehr heterogenen Zielgruppen



        Die Idee

        • Zielgruppen-Navigation auf der Startseite, parallel zur strukturellen Navigation



        Voraussetzung

        • Inhalte müssen den Erwartungen standhalten
           — Passende Bildwelt
           — Passende Inhalte
           — Passende Ansprache
           — Aktualität




                                                                                             42
Zielgruppen-Navigation




                         43
Zielgruppen-Navigation




                         44
Zielgruppen-Navigation




                         45
Zielgruppen-Navigation




                         46
Zielgruppen-Navigation

 Zielgruppen Startseiten:    ZG1   ZG2   ZG3   ZG4   ZG5   ZG6   ZG7   ZG8   ZG9




                                                 Pflege
       Seiten in der
        Systematik:
 1.1
 1.2.
 1.3
 1.3.1
 1.3.2
 1.3.3
 1.3.4
 2.1
 2.2
 Etc.
                                                                                47
Zielgruppen-Navigation




        Zielgruppen-Navigation ist schön, macht aber
        Arbeit, weil Verknüpfungen zwischen beiden
        Systemen sorgfältig gepflegt werden müssen.




                                                       48
Umsetzung: Usability Tests




        Wann sollte man testen?
                                                                                              Analyse
          — So früh wie möglich

        Wie oft sollte man testen?
                                                                                            Zieldefinition
          — Pro Phase zwei bis fünf Tester. Vor dem Launch evtl. mehr.

        Was sollte man testen?
                                                                                           Agenturauswahl
          — Alles, was da ist: Konzept, Navigationsstruktur, HTML-Prototyp, Beta-Version

        Wer sollte testen
                                                                                            Grobkonzept
          — Einfache Variante:
                die Agentur: intern und mit Zielgruppe
                Kunde: intern und mit Zielgruppe                                            Feinkonzept
          — Große Variante:
                Externe Evaluation (Usability-Analyse)

                                                                                             Umsetzung




                                                                                                             49
Umsetzung




      Das brauchen Sie
                                                                           Analyse
      • 1 erfahrenen Projektmanager mit Team
      • 1 Agentur und/oder interne Ressourcen
      • Support in Ihrer eigenen Organisation (Fachbereiche, Leitung)    Zieldefinition
            — Kapazität
            — Budget (mit Puffer)
            — Verständnis                                               Agenturauswahl
      • Konzept für die Implementierung
            — Rollenkonzept, Pflegeplan
            — Redaktionsplan                                             Grobkonzept
            — Schulungen
      • Test-Pool (2 – 3 pro Zielgruppe)
      • Kommunikation (in der Launchphase)                               Feinkonzept
      • Regelmäßige Evaluation im Hinblick auf Ihre Ziele.
      • Flexiblen Zeitplan mit realistischen Meilensteinen
                                                                          Umsetzung




                                                                                          50
Umsetzung: So nicht …




Aus: „You (can) do (better)“ von Sebastian Deterding, www.coding-conduct.de , via Slideshare   51
Haben Sie weitere Fragen?
Dann rufen Sie uns an!




MANN BEISST HUND
Agentur für Kommunikation GmbH


Stresemannstraße 374
D-22761 Hamburg
fon   +49 40 890 696-0
fax   +49 40 890 696-20


info@mann-beisst-hund.de
www.mann-beisst-hund.de

www.facebook.com/mannbeissthund
                                  52

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  • 1. Hochschul-Websites: Konzeption und Management Marcus Flatten, Geschäftsführer Bundesverband für Hochschulkommunikation 2012 in Dresden 27.9.2012 // © Mann beißt Hund 2012
  • 3. Steckbrief MANN BEISST HUND Standort Hamburg Gegründet 2000 Nicola Wessinghage, Gründer Marcus Flatten Integrierte Kommunikation Mission für einen überzeugenden Auftritt in der Öffentlichkeit zehn feste Mitarbeiter mit festen Team freien Kollegen Spezialisten für Design, Werbung, Netzwerk Internet, Film und Event und Social Media 3
  • 4. Angebot strategische Beratung, Konzeption Pressearbeit Kooperationsmanagement 4
  • 5. Inhalt • Trends • Zieldefinition • Agenturauswahl • Grob- und Feinkonzept • Umsetzung 5
  • 6. Trend 1: Social Media Facebook Pinterest Twitter- Kanäle Social Bookmarking Ihre Website XING / LinkedIn Blogs YouTube Apps 6
  • 7. Social Media: Fallbeispiel Aus: von Constance Richter, aus Public Marketing 3/12 © Mann beißt Hund 2011 // Agenturpräsentation 7
  • 8. Social Media: Fallbeispiel © Mann beißt Hund 2011 // Agenturpräsentation 8
  • 9. Social Media Social-Media-Einbindung ist kein Selbstzweck, sondern dem Ziel untergeordnet. Website und Social Media sollten sich ergänzen, nicht konkurrieren. 9
  • 10. Social Media: Buttons und Plug-ins Unter der linken Navigation: Dezent e Einbindung „2 Klicks für mehr Datenschutz“ www.uni-mannheim.de auf www.uni-koeln.de Vorgeschlagen von heise.de, Umsetzung z.B. www.uni-luebeck.de 10
  • 11. Social Media: Feed-back zum Relaunch Ein Dialog-Angebot an passender Stelle. 11
  • 12. Social Media Social Media Newsroom • Übersichtlich: Alle News auf einen Blick • Prominente Platzierung von User- Meinungen (=Chance und Risiko) • Lenkt von der Website hin zu Social Media  mehr Fans, Follower etc. http://www.stiftung-mercator.de/newsroom.html 12
  • 13. Social Media Social Media Zitate auf d. Homepage • Demonstrieren thematische Vielfalt und eine lebendige Scientific- Community http://www.oii.ox.ac.uk/ 13
  • 14. Social Media Social Media Zitate auf d. Homepage • Demonstrieren thematische Vielfalt und eine lebendige Scientific- Community • Reply-Button lädt ein zur Interaktion http://www.harvard.edu/ 14
  • 15. Trend 2: Große und bewegte Bilder Trend • Immer größere Bilder als Aufmacher, häufig über die gesamte Bildschirmbreite • Slideshows, mit Link zu Inhalten oder Nachrichten • Mehr Film (YouTube, vimeo) Funktion • Emotionale Ansprache • Geschichten anteasern • In die Seite „hineinsaugen“ Hintergrund • Mehr Bandbreite, schnellere PCs • Veränderte Sehgewohnheiten durch Online-Entertainment (Medien, Spiele, Video) 15
  • 16. Große und bewegte Bilder Perspektive und journalistische Headline locken in die Seite hinein. http://www.tu-muenchen.de 16
  • 17. Große und bewegte Bilder Weniger attraktiv und nur scheinbar visuell: Porträts unbekannter Personen erschließen sich erst über die Bildunterschrift. 17 http://www.uni-frankfurt.de
  • 18. Große und bewegte Bilder Größe, Funktion und Qualität von Bildern müssen zusammenpassen. Deshalb schon in der Konzeptionsphase prüfen, ob der geplante Umgang mit Bildern im Alltag auch geleistet werden kann. 18
  • 19. Große und bewegte Bilder Gelungenes Webcast-Portal der Uni Berkeley. http://webcast.berkeley.edu/ 19
  • 20. Trend 3: Mobile Strategien • Stark reduzierte mobile-optimierte Seite — Pro: relativ leicht zu erstellen — Contra: doppelter Pflegeaufwand, reduzierter Umfang • Eigenständige mobile Seite — Pro: optimiertes Design, viele Möglichkeiten — Contra: hoher Aufwand • Responsive Design — Pro: Nur 1 Auftritt muss gepflegt werden, viele Funktionen — Eingeschränkte Usability auf einzelnen Endgeräten 20
  • 21. Mobile: m.-Seite Die bisherige Mobil-Seite des idw liefert einen schnörkellosen Nachrichtenüberblick. 21
  • 22. Mobile: Responsives Design Responsives Design passt sich automatisch an die Größe des Ausgabefenster an. Vorteile: die meisten Funktionalitäten bleiben erhalten, und es muss nur eine Version der Seite gepflegt werden. http://www.bostonglobe.com/ 22
  • 23. Mobile Immer mehr Apps an deutschen Universitäten. 23
  • 24. Projektphasen Analyse Zieldefinition Briefing Agentur- auswahl Pitch Grobkonzept Pflichtenheft Feinkonzept Design Usability HTML Prototyp Tests Text Umsetzung Programmie- rung Implemen- Launch Pflege Relaunch tierung 24
  • 25. Analyse Wie machen‘s die anderen? Analyse • Anschauen: — Design — Ansprache Zielgruppen Zieldefinition — Struktur — Navigation — Einbindung Social Media Agenturauswahl • Vorbilder und abschreckende Beispiele finden Grobkonzept • Diskussion mit Entscheidern  gemeinsame Web-Tour organisieren Feinkonzept • Wunschliste schreiben Umsetzung 25
  • 26. Zieldefinition 1. Zielgruppen Analyse — Definition, Personas 2. Inhalte Zieldefinition — Themen, Botschaften, Quellen Ziel in 3. Effekte drei Agenturauswahl — Nach außen: Image, Information, Reichweite, Google PageRank, Interaktionen Sätzen? — Nach innen: Akzeptanz, Nutzung durch Autoren User Grobkonzept 4. Vernetzung Experience? — Social Media, Backlinks, Kooperationspartner Feinkonzept 5. Technische Ziele — Sicherheit Umsetzung — Administrationsaufwand — Eignung für verschiedene Endgeräte (Mobile!) 26
  • 27. Personas • Werden in der Produktentwicklung seit langem eingesetzt • Sollten auf Basis von Beobachtungen erstellt werden, z.B. • Befragung (z.B. Fokus-Gruppen, Online-Befragung) • Usability-Tests • Logfile-Auswertung, Tracking • Eigene Erfahrungen Olde Lorenzen-Schmidt 2004 (http://www.uxhh.de/roundtable/archiv/_media/OLS04_Personas.pdf) 27
  • 28. Agenturauswahl Pitch- Honorar? Anzahl Agenturen ? Zieldefinition Agentur- Briefing Workshops Grobkonzept Feinkonzept Auswahl Ziele Agenturpräse Informations- Medien architektur Rahmen Rebriefing Inhalte Navigation Leistungen Feed-back Funktionen Sitemap evtl. erste Design- Ideen Budget (grob) Konzept Manche Briefings versuchen, Antworten aus späteren Konzeptionsphasen vorwegzunehmen. Homepage In der Praxis kann das nicht funktionieren, weil den Agenturen in der Angebotsphase wichtige Informationen fehlen. An Pitches mit hohem nicht vergütetem Aufwand beteiligen sich große Agenturen mit eigenem Pitch-Team und kleine Agenturen, die sehr dringend Aufträge benötigen. 28
  • 29. Agenturauswahl Wer beim Pitch zu viel verlangt, findet eine teure oder eine schlechte Agentur. 29
  • 30. Agenturauswahl Empfehlung • Mehrstufiges Verfahren, zum Beispiel — Öffentlicher Teilnahmewettbewerb — Einreichung Agenturpräsentation mit Ideenskizze (2 Seiten, honorarfrei) — 3 – 5 Agenturpräsentationen (mit Pitch-Honorar) • Höhe des Honorars abhängig vom geforderten Aufwand (2.000 – 10.000 EUR) • Erreichbaren und kompetenten Ansprechpartner nennen • Transparenz für alle Beteiligten (auch: Wie viele sind eingeladen?) • Klare Definition der Wettbewerbsaufgabe • Konzeptionelle Arbeiten und Entwürfe vergüten 30
  • 31. Grobkonzept Inhalte, Medien, Funktionalitäten Analyse • Quellen • Aktualisierungsfrequenz • Interaktionsmöglichkeiten Zieldefinition • Formate Video Agenturauswahl Grobkonzept Feinkonzept Umsetzung 31
  • 32. Feinkonzept: Struktur Sitemap: Flach oder tief? Analyse Home 1 2 6 8 10 11 14 15 Zieldefinition 3 4 7 9 12 13 Agenturauswahl Home Grobkonzept 1 11 14 2 6 12 13 15 Feinkonzept 3 4 7 8 Umsetzung 9 10 32
  • 33. Feinkonzept: Struktur „Der Benutzer muss mit so wenig Arbeit wie möglich zur gesuchten Seite gelangen. Arbeit sind nicht nur Mausklicks, sondern vor allem auch das Nachdenken.“ Jens Jacobsen, „Websitekonzeption“ Addison-Wesley 2011 33
  • 35. Feinkonzept: Homepage und Navigation Die Homepage MUSS • Den Absender präsentieren • Klarmachen, worum es geht • Orientierung bieten (Einstieg in die Navigation) • In die Seite „hineinsaugen“, Neugier wecken • Zugang zu Standard-Informationen und -funktionen (Kontakt, Impressum, Suche, Login etc.) • Link „Presse“ KANN • Nachrichten • Direkte Ansprache von Zielgruppen • Social Media • Werbung (… wenn es sein muss) 35
  • 36. Homepage & Navi 36 Überfüllte Homepage: http://www.uni-hamburg.de
  • 37. Homepage & Navi 37 Klar strukturiert, klarer Marketing-Fokus: http://www.akad.de/
  • 38. Homepage & Navi 38 Übersichtliches Kachel-Design – setzt sich auf der 2. Ebene fort: http://www.hs-niederrhein.de/
  • 39. Homepage & Navi 39 Luftiges Design, unklare Kategorien: http://www.uni-saarland.de/
  • 40. Homepage & Navi 40 Zielgruppenansprache extrem: http://karlshochschule.de/de/
  • 41. Homepage & Navi Die Homepage ist so wertvoll wie ein Baugrundstück in der Münchener Innenstadt. Es lohnt sich, sehr sorgfältig zu planen. Frei nach Jakob Nielsen: Homepage als „real estate of Internet“ und Jens Jacobsen 41
  • 42. Zielgruppen-Navigation Die Anforderung • Hochschulen kommunizieren mit sehr heterogenen Zielgruppen Die Idee • Zielgruppen-Navigation auf der Startseite, parallel zur strukturellen Navigation Voraussetzung • Inhalte müssen den Erwartungen standhalten — Passende Bildwelt — Passende Inhalte — Passende Ansprache — Aktualität 42
  • 47. Zielgruppen-Navigation Zielgruppen Startseiten:  ZG1 ZG2 ZG3 ZG4 ZG5 ZG6 ZG7 ZG8 ZG9 Pflege  Seiten in der Systematik: 1.1 1.2. 1.3 1.3.1 1.3.2 1.3.3 1.3.4 2.1 2.2 Etc. 47
  • 48. Zielgruppen-Navigation Zielgruppen-Navigation ist schön, macht aber Arbeit, weil Verknüpfungen zwischen beiden Systemen sorgfältig gepflegt werden müssen. 48
  • 49. Umsetzung: Usability Tests Wann sollte man testen? Analyse — So früh wie möglich Wie oft sollte man testen? Zieldefinition — Pro Phase zwei bis fünf Tester. Vor dem Launch evtl. mehr. Was sollte man testen? Agenturauswahl — Alles, was da ist: Konzept, Navigationsstruktur, HTML-Prototyp, Beta-Version Wer sollte testen Grobkonzept — Einfache Variante: die Agentur: intern und mit Zielgruppe Kunde: intern und mit Zielgruppe Feinkonzept — Große Variante: Externe Evaluation (Usability-Analyse) Umsetzung 49
  • 50. Umsetzung Das brauchen Sie Analyse • 1 erfahrenen Projektmanager mit Team • 1 Agentur und/oder interne Ressourcen • Support in Ihrer eigenen Organisation (Fachbereiche, Leitung) Zieldefinition — Kapazität — Budget (mit Puffer) — Verständnis Agenturauswahl • Konzept für die Implementierung — Rollenkonzept, Pflegeplan — Redaktionsplan Grobkonzept — Schulungen • Test-Pool (2 – 3 pro Zielgruppe) • Kommunikation (in der Launchphase) Feinkonzept • Regelmäßige Evaluation im Hinblick auf Ihre Ziele. • Flexiblen Zeitplan mit realistischen Meilensteinen Umsetzung 50
  • 51. Umsetzung: So nicht … Aus: „You (can) do (better)“ von Sebastian Deterding, www.coding-conduct.de , via Slideshare 51
  • 52. Haben Sie weitere Fragen? Dann rufen Sie uns an! MANN BEISST HUND Agentur für Kommunikation GmbH Stresemannstraße 374 D-22761 Hamburg fon +49 40 890 696-0 fax +49 40 890 696-20 info@mann-beisst-hund.de www.mann-beisst-hund.de www.facebook.com/mannbeissthund 52