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Nr. 9 | September 2009 | 6. Jahrgang | www.payoff.ch | CHF 12.50 | EUR 8.–

all about derivative investments

Wohin geht die
Reise der USA?

USA im Fokus

Jens Korte im Interview

Solarenergie

Branche mit grossem Entwicklungspotenzial

Emittentenumfrage

Zertifikatebranche gibt sich optimistisch
OPINION

2

Daniel Manser
Chefredaktor payoff

Zu Tode betrübt,
himmelhoch jauchzend!

F
	 ocus
3	
6	
10	
13	
		

Zunehmendes Anleger-Know-how als Herausforderung
Investitionen in Solarenergie erfordern Geduld
Die Zertifikatebranche blickt optimistisch in die Zukunft
payoff sprach mit Jens Korte, Börsenkorrespondent an
der Wallstreet

Focus ETF
18	 Gratis-Fallschirm für Risiko aus Swap

Interview
20	 payoff sprach mit Maurice Picard, Partner der Picard
		 Angst Gruppe
	
Product News
21	 Ein viel versprechendes Rohstoff-Zertifikat
22	 Mit den Top 6 den CH-Aktienmarkt abbilden
23	 BR(I)C für einmal ohne Indien

Investment ideA
24	 Partizipations-Zertifikate auf Dividenden-
		 Futures als Alternative zu Aktieninvestments

Derive
25	 Roche - Aufwind dank Schweinegrippe
26	 Kommt der Dollar ins Rutschen? 
27	 Gold zündet die nächste Stufe der Hausse

Musterportfolio
28	 Musterportfolio CH-Wachstum weiter im Aufwind

P
	 roduct review
29	 Produktevorstellungen und was daraus wurde

Learning CurvE
31	 Weniger Risiko – mehr Rendite

Market monitor
33	
34	
35	
36	
37	
38	

Payoff Market Making Index
Korrelationsmatrix
Rating Watch
Attraktive Neuemissionen
Meistgehandelte derivative Hebel-Produkte
Meistgehandelte derivative Anlageprodukte

R
	 EADER'S SERVICE
39	 Reader’s Voice
40	 Ticker News/Impressum
www.payoff.ch | September 2009

Vor zwölf Monaten befand sich die Finanzwelt einen
Schritt vor dem Abgrund, zwei Wochen später wurde
dieser Schritt mit dem Kollaps von Lehman Brothers getan. Rückblickend kann nun festgehalten werden, dass
der vermeintliche Abgrund nur ein Abhang war, und
schon 6 Monate später startete der Markt zu einem fulminanten Rebound. Anfangs zögerlich, doch zunehmend
beschwingter stimmen die Anleger in den Reigen ein und
lassen so die Aktienmärkte boomen. Anfänglich als Bärenmarktrally bezeichnet, entpuppte sich die aktuelle Hausse
immer mehr zur Sommer-Rally, welche durchaus auch im
Herbst ihren Fortgang finden kann. Und mit jedem Tag,
so scheint es, wird die Stimmung im Anlegerlager besser.
Vor kurzem noch zu Tode betrübt, bald schon himmelhoch
jauchzend? Payoff wollte es genau wissen. In einer Umfrage bei den führenden in der Schweiz tätigen DerivatEmittenten wollten wir wissen, wie die Stimmung bei den
professionellen und privaten Anlegern ist. Die Resultate
dieser Befragung sind in der erstmaligen Publikation des
dp sentiment Index festgehalten.
Apropos Stimmung, wie diese derzeit in New York ist
erfahren Sie im grossen Interview mit Jens Korte. Der
bekannte Journalist gibt unverblümt seine Ansichten zum
globalen Wirtschaftsgeschehen wieder und unterlässt es
dabei nicht, seinen Unmut über die selbstherrlichen Banker loszuwerden. Aber auch die US-Schuldenwirtschaft
bekommt ihr Fett weg. Zu guter Letzt verrät der Kenner
der Finanzmärkte, wo seiner Meinung nach in Zukunft die
Wirtschafts-Musik spielen wird.
3

FOCUS

Zunehmendes Anleger-Knowhow als Herausforderung

www.istockphotos.com

Bei all den monetären Verlusten, die die Finanzkrise mit sich
brachte, gilt es einen positiven Aspekt hervorzuheben. Mit
dem Niedergang der Notierungen verschiedenster Finanzanlagen sind den Anlegern die Risiken der Investitionen wieder
bewusster geworden, und manch ein Investor setzt sich wieder
vermehrt mit seinem Depotinhalt auseinander.

gemärkte rund um den Globus eine lange
und umfassende Stärkephase. Fast alles,
was man mit Geld kaufen konnte, gewann
an Wert. Da ist es nicht weiter erstaunlich,
dass das Vertrauen in die Allmacht der Vermögensverwalter stetig zunahm. Solange
die Performance stimmte, gab es ja auch
keinen Grund, misstrauisch zu sein. Mit

«Solange die Performance
stimmte, gab es keinen Grund,
gegenüber Vermögensverwaltern misstrauisch zu sein.»

Die Lernkurve steigt: Anleger werden künftig vermehrt gute von schlechten Produkten unterscheiden können.
Daniel Manser

D

er durchschnittliche Privatanleger
befasst sich nur eingeschränkt mit
seinen Anlagen, vor allem wenn
alles in geordneten Bahnen verläuft. Dies
ist nicht weiter verwunderlich. Autofahrer
kümmern sich im Normalfall auch nicht um
die Funktionsweise ihres Gefährts, solange
es seinen Dienst leistet. Kommt es zu einem
Defekt, will man die Ursache wissen. Genau
so verhält es sich bei Anlegern: Solange es
nach ihrem Gusto läuft, beschäftigen sie
sich wenig mit ihren Anlagen. Wenn aber
eine Baisse sich verschärft, dann schrecken
viele auf und betrachten genauer, was in
ihren Depots liegt. Manch einem dürfte dabei ein Schrecken in die Glieder gefahren

www.payoff.ch | September 2009

sein, hat sich doch während der Hausse
im Portfolio einiges angesammelt, über
dessen Funktionsweise und Risiken man
nicht genau im Bilde ist. Klumpenrisiken,
bei Basiswerten wie auch Emittenten, zu
hohe Risikoquoten und ungewünschte
Währungsallokationen wurden festgestellt.
Hinzu kamen wohl beim einen oder anderen Papiere, bei denen er keine Ahnung hat,
was sie beinhalten oder wo die Risiken liegen. Es galt, das Depot wieder einmal von
Grund auf aufzuarbeiten.
Vermögensverwalter
nutzten ihre Freiräume
Von 2003 bis 2007 durchlebten die Anla-

dem Rückgang der Kurse stieg das Interesse der Anleger und man wollte genauer
wissen, was denn da eigentlich im Depot
liegt. Und nur zu oft stellten sich Anleger
erstaunt die Frage: «Was ist denn das?» Ihr
Anlageberater oder Vermögensverwalter
hatte, immer unter Einhaltung des massgebenden Risikoprofils, ins Portfolio zum
Teil Finanzanlagen integriert, bei denen der
Depotinhaber nicht mit Gewissheit beurteilen konnte, wo die Chancen und Risiken
lagen. Die Produkte an sich müssen dabei
nicht unpassend oder zu risikoreich sein,
aber alleine schon die Tatsache, dass man
nicht versteht was im Depot liegt, ist unbefriedigend. So wie hier beschrieben dürfte
es einigen Anlegern in den vergangenen
Monaten ergangen sein - sei es bei Aktien, Fonds und vor allem Strukturierten
Produkten. Es ist daher zu erwarten, dass
sich eine Grosszahl von Anlegern künftig
wieder vermehrt mit dem Thema „Anlegen“
auseinandersetzen und das Anlage-Wissen
gezielt verbessern wird.
Know-how führt zu
kompetitiverem Umfeld
Umfragen zum Anlegerverhalten kommen
immer wieder zu ähnlichen Resultaten:
Das Wissen der Anleger über Finanzanlagen ist sehr tief, auch in der von Banken
übersäten Schweiz. Im Zusammenhang
KAPITALSCHUTZ

SICHERN SIE IHR GOLD.
Zeichnungsschluss 25.09.2009

Die September Serie richtet sich an Anlegern, die ihre mit Entwicklung des
Goldpreises Gold erzielten Gewinne in Höhe des Kapitalschutzniveaus sichern
wollen und gleichzeitig weiterhin voll an einem Preisanstieg partizipieren
möchten.
Die Produkte bieten nach oben bis zum Barrier Level 100% Partizipation, während die Verlustmöglichkeiten durch 95%igen Kapitalschutz auf 5% des Ausgabepreises begrenzt sind.
Im Falle einer positiven Entwicklung des Goldpreises, die jedoch nicht an das
Barrier Level heranreicht, erhält der Anleger einen Betrag entsprechend dem
Ausgabepreis multipliziert mit dem Kapitalschutz von 95% plus die positive
Performance. Falls der Goldpreis über das Barrier Level hinaus ansteigt, beträgt der Rückzahlungsbetrag 95% des Ausgabepreises.

2 KAPITALSCHUTZ-ZERTIFIKATE MIT KNOCK-OUT AUF GOLD

• 95% Kapitalschutz
• 100% Partizipation bis zum Barrier Level
• Barrier Level (amerikanisch): 155% für USD denominiertes Produkt, 145%
für CHF denominiertes Produkt*
• Maximale Rendite: 50% für USD denominiertes Produkt, 40% für CHF denominiertes Produkt**
• Laufzeit 2 Jahre
• Abwicklungswährungen: USD  CHF
* Barrier Level kann aufgrund Marktentwicklung bei Fixierung um +/-10% abweichen.
** Mögliche Abweichung aufgrund Veränderung des Barrier Levels.

ENTWICKLUNG DES GOLDPREISES
1200
1000
800
600
400
200
0
2000

2001

– Daily prices

2002

2003

– 1m moving average

2004

2005

2006

– 6m moving average

2007

2008

2009

– 1y moving average

Quelle: Bloomberg
Vergangene Wertentwicklung stellt keinen Indikator für zukünftige Wertentwicklung dar.

Mitglied bei

EFG Financial Products AG ist ein Schweizer Effektenhändler und gehört zur EFG Bank European Financial Group mit Hauptsitz in Genf – der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz gemäss Bilanzsumme.
(Quelle: The Banker, Juli 2009)
Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen.
EFG International AG tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf.
EFG Financial Products AG, Financial Engineering  Distribution, Brandschenkestrasse 90, Postfach 1686. 8027 Zürich, Tel. +41 58 800 1111, www.efgfp.com
Dieses Inserat dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in diesem Dokument
erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente. Sie qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7ff. des schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind
daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Die Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin resp. der Garantiegeberin ausgesetzt. Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im
Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar. Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel. +41 (0)58 800 1111, Fax +41 (0)58 800 1010 oder
über E-Mail: termsheet@efgfp.com bezogen werden. Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht).
© EFG Financial Products AG. Alle Rechte vorbehalten.
5

mit der aktuellen Krise werden viele Anleger in ihr Anlagewissen investieren,
dies wird unter anderem deutlich spürbar aufgrund steigender Leseranfragen
bei Wirtschaftspublikationen. Steigt das
Anlegerinteresse, so sind Emittenten und
Vertriebsbanken vermehrt gefordert. Anleger werden künftig vermehrt gute von
schlechten Produkten unterscheiden kön-

«Die Berater müssen die Depotinhalte ihrer Kunden unmissverständlich erklären können und
die Risiken der verschiedenen
Anlagen kennen.»
nen. Versteckte Risiken wie zum Beispiel
unvorteilhafte Korrelationen oder Fremdwährungsengagements werden erkannt
und hinterfragt werden. Zudem werden
sowohl professionelle als auch private
Investoren künftig vermehrt in der Lage
sein, erwartete Erträge zu kalkulieren
und den Risiken gegenüberzustellen. Auf
diese Art und Weise werden ungewollte
Risiken in Zukunft weniger eingegangen,
sofern sie nicht adäquat entgeltet werden. Wohlgemerkt: Das waren Risiken,
die vor kurzem noch ungefragt toleriert
wurden, wie beispielsweise Emittentenri-

FOCUS

siken. Investoren wissen vermehrt, was
Credit Spreads bedeuten und dass diese
bei einem Investment miteinkalkuliert
werden müssen. Dies heisst nicht, dass
langfristig weniger Risiken eingegangen
werden, sondern, dass diese Risiken fair
entgolten werden müssen. Der Markt beginnt in Bereichen zu spielen, die früher
keine Preisrelevanz hatten.
Diese Entwicklung führt zwangsläufig zu
mehr Wettbewerb und damit faireren Bedingungen für die Anleger. Das grössere
Wissen führt zu mehr Verständnis über die
Funktionsweise und die Risiken von Produkten. Die Banken sind damit gefordert.

Die Berater müssen die Depotinhalte ihrer Kunden unmissverständlich erklären
können und die Risiken der verschiedenen
Anlagen kennen. Die Zeiten, in denen den
Klienten ein schlichtes: «Keine Sorge, wir
haben das Risiko im Griff.», genügte, werden bald schon der Vergangenheit angehö■
ren.

payoff - Leuchtturmkampagne
Die Finanzkrise meistern –
mit Strukturierten Produkten
	Mai: 	
	 Juni:	
	 Juli: 	
	 August: 	
➤	 September: 	
	Oktober: 	
	November: 	

Emittenten-Risiko als Chance 	
Das Gebührenmärchen stirbt
Wettbewerbsvorteil dank höherer Transparenz
Regulierung schafft Vertrauen
Anleger-Know-how wird deutlich zunehmen
Klassische Anlagefonds werden überflüssig
Marktanteil Strukturierter Produkte steigt auf 15 %

Anzeige

Die muss man
einfach haben.
Die neuen Aktienanleihen Plus
der Commerzbank.

Die neuen Aktienanleihen Plus der Commerzbank sind
so attraktiv, dass man einfach alles versucht, um an
diese Kupons zu kommen. Die Plus-Variante ist
mit einer Kursschwelle unter dem Basispreis ausgestattet, die eine Tilgung zum Nominalbetrag
ermöglicht, wenn der Kurs der zugrunde liegenden
Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis
liegt. Nur wenn gleichzeitig auch die Kursschwelle
während der Laufzeit berührt oder unterschritten
wurde, erfolgt die Tilgung durch Aktien.

Internet: www.neueaktienanleihen.de

www.payoff.ch | September 2009
6

FOCUS

Investitionen in Solarenergie
erfordern Geduld

Nachhaltigkeits-Serie

www.istockphotos.com

Sonnenenergie zählt zu den Hoffnungsträgern zur Sicherstellung
des künftigen Weltenergiebedarfs. Eine Umsetzung in erfolgsversprechende Anlageprodukte erweist sich als schwieriges Unterfangen, wie ein Vergleich der verschiedenen Zertifikate zeigt.

Noch befindet sich die Solarbranche in Schräglage - das Geschäft mit der Sonnenenergie
verspricht allerdings viel.
Dieter Haas

N

eulich warnte selbst der Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris, Fatih Birol,
vor einer kommenden Ölknappheit auf den
Weltmärkten. Die IEA nimmt dabei auf den
Zeitpunkt des Erreichens des maximalen
Förderausstosses Bezug, den Peak Oil, wie
er in Fachkreisen genannt wird. Gemäss Birol könnte die Weltwirtschaft in weniger als
5 Jahren von einer epochalen Ölkrise in die
Tiefe gezogen werden. Es ist somit höchste
Zeit, dass alternative Energieformen aus
den Kinderschuhen herauswachsen und
einen substanziellen Anteil der vier endlichen Energieträger Öl, Gas, Uran und
Kohle übernehmen. Biomasse, Biogas, Wasser, Gezeiten, Sonne, Wind und Erdwärme
stehen dabei im Brennpunkt, um dereinst
die drohenden Energielücken zu schliessen. Angefangen mit der Sonnenenergie,
möchten wir Ihnen in einer Serie (siehe Box
oben) zeigen, welche Lösungen Zertifikate
in diesen zukünftigen Schlüsselindustrien

www.payoff.ch | September 2009

anbieten. Viele Ansätze kämpfen um die
Gunst der Investoren. Längst nicht alle bringen die gewünschten Ergebnisse.
Das Wachstumspotenzial
Die Sonnenenergie besitzt mit Abstand das
grösste physikalische Potenzial unter den
alternativen Energien. Gelänge eine kos-

«Die Sonnenenergie besitzt
mit Abstand das grösste Potenzial unter den alternativen
Energien.»
tengünstige Umsetzung, müsste sich die
Menschheit keine Sorgen machen. Bis es
soweit ist und die technischen Voraussetzungen geschaffen sind, wartet die Industrie zwar Jahr für Jahr mit eindrücklichen
Wachstumsraten auf, der eigentliche Quantensprung steht aber noch aus. Die Weltwirtschaftskrise hinterliess zudem deut-

➤	 September: 	
	Oktober: 	
	November: 	
	Dezember: 	

Solarenergie
Windenergie
Wasserkraft
Wärmeenergie

liche Bremsspuren im gesamten Bereich
der alternativen Energien. So stiegen die
weltweiten Investitionen im vergangenen
Jahr nur noch um fünf Prozent auf rund 155
Milliarden US-Dollar (http://sefi.unep.org/
english/globaltrends2009.html). Nebst den
bereits beschlossenen Stimulierungspaketen
verschiedener Staaten werden darum vor
allem von der im Dezember anstehenden
UN-Klimakonferenz in Kopenhagen neue
Impulse erwartet. Erst danach ist absehbar,
wie rasch die alternativen Energien zu ihrer alten Stärke zurückfinden werden. Das
trifft auch für die wichtigsten Technologien
der Solarenergie zu: Photovoltaik oder die
direkte Umwandlung der Sonnenenergie in
Strom und solarthermische Anwendungen.
Wie gewonnen, so zerronnen
Rasch wachsende Branchen zählen zu den
Lieblingen der Investoren, da sich hier
in der Regel die grössten Gewinner tummeln. Auf lange Sicht trifft dies zu, kurzfristig kann es zu bösen Überraschungen
kommen, wie die Entwicklung seit Anfang
2008 zeigt (vgl. Grafik). Die atomistische
Struktur der Branche erschwert ferner die
Trüffelsuche. Sektorindizes könnten helfen,
den Markttrend in seiner Gesamtheit zu
fassen. Bislang haben sich mit der Société
Générale und ABN Amro zwei Emittenten
an diese Aufgabe herangewagt und Börsenbarometer für die Solarenergie konstruiert,
die als Basiswerte für Tracker-Zertifikate
fungieren. Dabei überzeugt der Ansatz der
französischen Gruppe mehr, obwohl die
Unterschiede auf den ersten Blick klein
erscheinen. Beide konzentrieren sich auf
die weltweit wichtigsten Unternehmen,
die ihren grössten Umsatzanteil im Solar-
Kapitalschutz

Das Val di Campo.
Eine der 162 schützenswerten Landschaften der Schweiz.

BONUS PROTEIN
ZKB Nachhaltigkeits-Basket

Die ZKB und der WWF Schweiz
engagieren sich gemeinsam für den
verantwortungsvollen Umgang
mit Natur und Umwelt.

Mit 0.50 % Minimum Coupon nachhaltig investieren
Nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist darauf ausgerichtet, wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Aspekte gleichermassen zu berücksichtigen.
Unternehmen, die eine fortschrittliche Nachhaltigkeitsstrategie an den Tag legen, bringen die drei genannten Zielbereiche erfolgreich in Einklang.
Dabei spielen Themen wie der Kli mawandel oder ein sorgsamer Umgang mit knappen Ressourcen wie z.B. Energie oder Wasser ebenso eine Rolle
wie eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit oder Transparenz im Bereich der Corporate Governance.
Ihr Motiv für eine Investition in unseren BONUS PROTEIN ZKB Nachhaltigkeits-Basket
– Garantierte Mindestrückzahlung von 100 % Ihres Kapitals bei Verfall
– Garantierter jährlicher Minimum Coupon von 0.50 %
– Möglic her Maximum Coupon von 3.80 %
– Aktienkorb mit 20 international diversifizierten Unternehmen aus dem ZKB Nachhaltigkeitsuniversum
Die Auswahl der Titel wurde in Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsresearch der ZKB getroffen, welches die Unternehmen unter Anwendung
umfangreicher Nachhaltigkeitskriterien prüft. Die Kriterien erfüllen die strengen Anforderungen des WWF Schweiz bezüglich Umweltverträglich keit.
Emittentin

Zürcher Kantonalbank Finance (Guernsey) Limited, Guernsey

Lead Manager

Zürcher Kantonalbank, AAA

Produktekategorie / Bezeichnung

Kapitalschutz-Produkte / Kapitalschutz-Produkt mit Coupon

Währung /Stückelung

CHF (Quanto Style) / CHF 5 000 Nominal

Ausgabepreis

100 % vom Nominal

009
ber 2
frist
eptem
ungs
S
n
Zeich woch, 9.
itt
EZ
bis M
rM
0 Uh
12.0

Valor

10 483 234

Laufzeit

5 Jahre

Kotierung

wird an der SIX Swiss Exchange beantragt, provisorischer erster Handelstag 17. September 2009

ZKB Structured Products Sales

+41 44 293 66 65*

,

Telekurs: 85,ZKB

derivate@zkb.ch

Bloomberg: ZKBY go

Reuters: ZKBSTRUCT

Aufträge nehmen jede ZKB Geschäftsstelle sowie Ihre Hausbank entgegen.
Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss einer
Finanztransaktion. Des weiteren stellt das Inserat keinen Emissionsprospekt gemäss Art. 652a bzw. 1156 des schweizerischen Obligationenrechts (OR) respektive keinen vereinfachten Prospekt gemäss Art. 5 des Bundesgesetzes über
kollektive Kapitalanlagen (KAG) dar. Ferner stellt dieses Produkt auch keine Beteiligung an einer Kollektivanlage dar
und untersteht somit nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Der für dieses Produkt massgebende Prospekt kann unter documentation@zkb.ch bezogen werden.

Kapitalschutz Produkte: 1. Platz

www.zkb.ch/strukturierteprodukte

* Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Gespräche auf der oben erwähnten Nummer aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
8

FOCUS

Performance Solarindizes vs. MSCI-World

Performance SG Alpha Solex/MSCI vs. SOLEX und MSCI

%
200

%
160

180

140

160

120

140
120

100

100

80

80

60

60

40

40
20

04.06

12.06

08.07

04.08

12.08

08.09

ABN Amro Solar Energy Index
MSCI-World
World Solar Energy Index (SOLEX)
Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 07.04.06)
Ardour Solar Energy Index

bereich erwirtschaften. Ferner müssen die
ausgewählten Titel über eine ausreichende
Liquidität verfügen und an der Börse kotiert
sein. Während bei ABN die zehn gefilterten
Unternehmen mit jeweils 10 Prozent in den
Index einfliessen, gewichtet Société Générale Générale in ihrem World Solar Index
(SOLEX) die Gesellschaften entsprechend
ihrer Marktkapitalisierung.
Nach eindrücklichen Kursfortschritten bis
Ende 2007 kamen die beiden Solarindizes
gehörig unter die Räder. Sie verloren ihre
zuvor erzielte Outperformance zum MSCI
World, wobei die relativen Verluste beim
SOLEX etwas geringer ausfielen. Die Kursentwicklung des mit 30 Unternehmen am
breitesten gefassten Ardour Solar Energy Index (http://ardour.snetglobalindexes.com)
ähnelt sehr stark derjenigen des SOLEX.
Wer an diesem Index partizipieren will, der
muss aber wegen dem Fehlen von TrackerCOMIC

www.payoff.ch | September 2009

20
06.07

11.07

04.08

SG Alpha Solex/MSCI World TR Index
SOLEX

Zertifikaten auf den Market Vectors Solar
Energy ETF (ISIN: US57060U8119 – siehe
www.vaneck.com) ausweichen.

«Bei Neuengagements in Solarzertifikate empfiehlt sich ein
stufenweiser Einstieg sowie
eine langfristige Anlageoptik
von mindestens drei Jahren.»
Outperformance nur in
guten Wirtschaftszeiten
Der starke Preisrückgang der fossilen Energieträger sowie Überkapazitäten innerhalb
der Branche haben dem Alpha Zertifikat
SG3SQ3 zuletzt schwer zu schaffen gemacht. Es setzt auf das langfristig höhere
Wertschöpfungspotenzial von Solarenergieunternehmen gemessen am SOLEX im

09.08

02.09

07.09

MSCI-World TR Index

Quelle: Bloomberg (indexiert in EUR ab 27.06.07)

Vergleich zum Weltaktienindex. Die Finanzkrise hat diesen Trend abrupt gestoppt.
Erst wenn sich die gegenwärtige Erholung
als dauerhaft und nachhaltig herausstellt,
dürfte das Zertifikat wieder auf den Erfolgspfad einschwenken. Auf eine Sicht von drei
bis fünf Jahren besitzt das an der Scoach
Deutschland kotierte open-end Zertifikat
jedoch intakte Gewinnchancen.
Gut konstruierte Baskets
schlagen Index Tracker
Für einmal zeigen sich Basket- gegenüber
Indexlösungen im Vorteil. Nahezu alle an
der Scoach kotierten Solarbaskets konnten
in diesem Jahr eine bessere Performance erzielen als der Index Tracker SOLAR. Von der
besten Seite zeigen sich insbesondere SOLAF
und JBSOL. SOLAF, der Spitzenreiter enthält
zehn Titel, darunter mit Meyer Burger als
gewichtigstem ein Schweizer Unternehmen.
9

Daneben finden sich drei französische und
sechs deutsche Firmen. Völlig anders zusammengesetzt ist CESUN mit ebenfalls 10
Werten im Basket. Sein Schwerpunkt liegt
auf amerikanischen Unternehmen, ergänzt
durch Renewable Energy (Norwegen), Sharp
(Japan) sowie die beiden deutschen Firmen
Q-Cells und SolarWorld. JBSOL, der dritte im
Bunde, enthält 15 Titel und ähnelt in seiner
Machart einem Mix zwischen SOLAF und
CESUN.

FOCUS

Ausgewählte Tracker-Zertifikate auf Solarenergie
						
Kurs
ISIN	
Basiswert	
Ticker	 Emittent	 Laufzeit	
Währung	 27.08.09
CH0043955266	 JB Solar Basket	

JBSOL	

BAER	

04.08.2010	 EUR	

46.80

CH0032567247	 ML Solar Companies Basket	

SOLAF	

ML	

23.07.2010	 EUR	

56.10
55.00

«Die besten Chancen räumen wir dem an der Scoach
Deutschland kotierten IndexZertifikat auf den World Solar
Energy Index ein.»
das laufende Jahr bei rund 90 – braucht es
eine nachhaltige Stabilisierung der Weltwirtschaft. Erst dann werden Engagements
in Solaraktien wieder in Champagnerlaune
versetzten. Bei Neuengagements in SolarzerAnzeige

www.payoff.ch | September 2009

BKBSO	 BKB	

02.07.2010	 USD	

SOLAR	 ABN	

07.06.2050	 CHF	

CH0046649395	 CLEU Solar Energy Basket	

CESUN	 CLEU	

17.11.2011	

EUR	

886.50

CH0101897467	 SARA Solar Basket	

BSSOL	

SAR	

05.06.2012	 CHF	

86.25

CH0103592736	 Solar Energy II Basket	

VZSOR	 VON	

25.07.2011	 USD	

103.60

DE000SG0SUN4	 Tracker auf World Solar Energy Index	

SG0SUN	 SG	

open-end	

EUR	

DE000SG3SQ35	 SG Alpha SOLEX / MSCI World TR Index	SG3SQ3	 SG	

Erst zaghafte Erholung
Seit Anfang März geht es mit Engagements
in Solaraktien aufwärts. Auf zwei Schritte
vor folgte allerdings fast immer mindestens
ein Schritt zurück. In Anbetracht der hohen
Bewertung der Titel – das Kursgewinnverhältnis für die im Ardour Solar Energy
Index zusammengefassten Werte liegt für

CH0032434612	 BKB Solar Basket	
CH0025523538	 ABN Solar Energy Index	

open-end	

EUR	

37.40

43.62
67.47
Quelle: Bloomberg

Performancevergleich Solarzertifikate
%
120
110
100
90
80
70
60
50
40

12.08
SOLAF

02.09
CESUN

04.09
JBSOL

tifikate empfiehlt sich ein stufenweiser Einstieg sowie eine langfristige Anlageoptik von
mindestens drei Jahren. Aus diesem Grunde
kommen in erster Linie die endlos laufenden
Partizipationszertifikate in Frage. Die besten
Chancen räumen wir dem an der Scoach

06.09
SOLAR

08.09
Quelle: Bloomberg
(indexiert in CHF ab 10.11.08)

Deutschland kotierten Index-Zertifikat auf
den World Solar Energy Index ein (ISIN:
DE000SG0SUN4). Schade, dass es keine
Partizipationsprodukte auf den Ardour Solar
■
Energy Index gibt.
10

FOCUS

Die Zertifikatebranche blickt
optimistisch in die Zukunft
Wie ist die Stimmung bei den privaten und institutionellen Anlegern? Wie gross ist die Nachfrage nach Strukturierten Produkten und ETFs? Der neu geschaffene dp Sentiment Index fühlt den
Emittenten auf den Puls. Alle zwei Monate führt payoff neu eine Umfrage bei den wichtigsten
Emittenten durch. Aus der aktuellen Befragung geht hervor, dass sich der Zertifikatemarkt erholt
hat und die Nachfrage nach Strukturierten Produkten wieder steigt.
Igor Moser

D

er Optimismus in der Zertifikatebranche kehrt zurück: Institutionelle als auch private Anleger
haben in den vergangenen zwei Monaten
zwar nur mässig Zertifikate nachgefragt.
Erfreulich ist allerdings, dass die Mehrheit
der befragten Emittenten in den kommenden zwei Monaten bei beiden Anlegergruppen mit einer höheren Nachfrage rechnet.
Dies dürfte wohl auch mit der Erholung an
den Finanzmärkten zusammenhängen.
Bei den Basiswerten sind gemäss den Emittenten bei privaten und institutionellen
Investoren aktuell vor allem Währungen,
Zinsen, Indizes und Aktien beliebt. Weniger nachgefragt werden Edelmetalle und
Rohstoffe. Auf wenig Anklang stossen gegenwärtig Strukturierte Produkte, die sich
auf mehrere Basiswerte beziehen.

«Das Misstrauen von Privatanlegern gegenüber Derivaten ist
nach wie vor gross.»
Es wird gehebelt und geschützt
Getreu dem Motto «Sicherheit geht vor»
waren Kapitalschutzprodukte in den vergangenen zwei Monaten besonders populär. Unvermindert hält auch die Nachfrage
nach Hebelprodukten an: Acht von zwölf
befragten Emittenten gaben an, dass derzeit die besagten Instrumente besonders
gefragt sind. Etwas weniger beliebt waren
Partizipations- und RenditeoptimierungsProdukte.
Bezüglich börsengehandelten Indexfonds

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Wie schätzen Banken die Nachfrage nach Strukturierten Produkten…
Institutionelle Anleger

Private Anleger
Anzahl Nennungen

Anzahl Nennungen
4

4

3

3

2

2

1

1
0

0
2

1

3

4

5

6

7

8

9

1

10

2

3

4

5

6

7

8

9

10

1 = gering , 10 = hoch

... in den vergangenen 2 Monaten ein?
... in den kommenden 2 Monaten ein?

Quelle: Derivative Partners Media

Wie schätzen Banken die Nachfrage nach ETFs…
Institutionelle Anleger

Private Anleger
Anzahl Nennungen

Anzahl Nennungen
4

4

3

3

2

2

1

1
0

0
1

2

3

4

5

6

7

... in den vergangenen 2 Monaten ein?

8

9

10

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

1 = gering , 10 = hoch

... in den kommenden 2 Monaten ein?

sind sich die Banken einig: ETFs schwingen
oben auf. Knapp 70 Prozent der befragten
Banken gaben an, dass die Produkte in den
vergangenen zwei Monaten auf grosses
Interesse gestossen sind. Institutionelle
Anleger fragten die passiven Indexfonds
deutlich mehr nach als private Anleger.
Auch in den zwei kommenden Monaten

Quelle: Derivative Partners Media

gehen die meisten Banken von einer grossen Nachfrage aus. Das unterschiedliche
Verhalten zwischen privaten und institutionellen Investoren kommt auch bei
den allgemeinen Anlagen zum Tragen:
Professionelle Anleger haben dort in den
vergangenen zwei Monaten deutlich mehr
Transaktionen getätigt.
11

FOCUS

Der Stimmungsbarometer «dp Sentiment Index»
Strukturierte Produkte

40
30

50

ETFs

60 70 80
90
100

40
30

20

20

10

60 70 80
90
100

50

57.5 Institutionelle Anleger 10
55.0 Private Anleger

67.5 Institutionelle Anleger
62.5 Private Anleger
Quelle: Derivative Partners Media

dp Sentiment Index
Payoff fühlt den Puls der Emittenten.
Der neu geschaffene Stimmungsbarometer dp Sentiment Index gibt
Auskunft darüber, wie die Derivathäuser die Nachfrage privater als
auch institutioneller Anleger nach
Strukturierten Produkten und ETFs
einschätzen. Die Umfrage findet alle
zwei Monate statt, der dp Sentiment
Index gibt die Stimmung graphisch
wieder.

Gründe für die Hemmnisse im Geschäft mit Strukturierten Produkten
Institutionelle Anleger
6

8

1

4

6

6

2

5

8
4

in Strukturierte Produkte zu investieren.
Die befragten Banken nannten allerdings
auch das Misstrauen gegenüber Derivaten

Private Anleger
8
10

9

10

9

7

5
1

Anzahl Nennungen

Anzahl Nennungen

Börsenumfeld allgemein
Finanzkrise
Interne Anlagevorschriften

Konjunktursorgen
mangelnde Liquidität
Misstrauen gegenüber Derivaten

Produkte sind zu komplex
Regulierung
Unsicherheit der Marktteilnehmer
Quelle: Derivative Partners Media

Die Nachfrage nach Basiswerten in den kommenden zwei Monaten
Anzahl Nennungen (Durchschnitt)
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1
0
Aktien
Institutionelle Anleger

Indizes
Private Anleger

Rohstoffe

Edelmetalle

Währungen

Zinsen

1 = gering , 10 = hoch

Quelle: Derivative Partners Media

Finanzkrise und interne
Anlagevorschriften
Grosse Unterschiede zwischen institutionellen und privaten Anlagen kamen vor
allem bei der Frage nach den grössten
Hemmnissen für das Geschäft mit Strukturierten Produkten zum Vorschein. Bei
institutionellen Investoren sind es mehr-

www.payoff.ch | September 2009

heitlich interne Anlagevorschriften sowie
das allgemeine Börsenumfeld. Weniger
überraschend stellen auch Regulierungen
ein Hindernis dar, wenn es um den Erwerb
von Strukturierten Produkten geht.
Anders bei den Privatanlegern: Die Finanzkrise ist dort der Hauptgrund, nicht

«Getreu dem Motto «Sicherheit
geht vor» waren Kapitalschutzprodukte in den vergangenen zwei
Monaten besonders populär.»
und die Komplexität der Produkte als Ursache für die Zurückhaltung privater Investoren. Hinderlich bei privaten Investoren
in Bezug auf ein Engagement in Strukturierte Produkte ist zudem das allgemeine
Börsenumfeld.
Fazit: Trotz einer gewissen Zurückhaltung
bei den Anlegern wird deutlich, dass die
Mehrheit der befragten Banken in den
kommenden zwei Monaten mit einer
deutlich besseren Nachfrage nach Strukturierten Produkten und vor allem ETFs
rechnet. Es ist zu hoffen, dass das Börsenumfeld dem Optimismus keinen Strich
durch die Rechnung macht. 	 ■
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13

FOCUS

«Ich zweifle an einem
starken US-Wachstum.»
payoff-Chefredaktor Daniel Manser sprach mit Jens G. Korte,
Börsenkorrespondent an der Wallstreet, über die Finanzkrise
und deren Auswirkungen.

Jens G. Korte | Vor zehn Jahren zog
Jens Korte nach New York. Das war
inmitten des Internetbooms. Seit über
neun Jahren arbeitet Jens Korte als
wirtschaftspolitischer Korrespondent
für Fernsehen (SF, n-tv und Deutsche
Welle TV), Radio (u.a. DRS 4, infoRadio Berlin, Hessischer Rundfunk) und
Print (Kolumnist Neue Zürcher Zeitung am Sonntag und Financial Times
Deutschland). Er berichtet täglich vom
Parkett der New York Stock Exchange,
der Energiebörse Nymex und Technologiebörse Nasdaq.
Von 1999 bis 2003 war er erst Mitarbeiter dann Partner bei dem Korrespondentenbüro Wall Street Correspondents. Im April 2003 gründet Jens
Korte die eigene Firma nygp new york
german press. Während der Studienzeit war er freier Mitarbeiter bei der
Berliner Morgenpost. Der heutige Börsenkorrespondent hat Volkswirtschaft
und Kulturmanagement an der Freien
Universität Berlin studiert.

www.payoff.ch | September 2009

payoff | Mit der Hausse am US-Aktienmarkt, die seit dem 6. März anhält,
sieht die Finanzwelt wieder etwas
freundlicher aus. Wie beurteilen Sie
aus Ihrer persönlichen Sicht die gegenwärtige Stimmung in den USA?
Ist die Hausse an der Wallstreet bloss
Zweckoptimismus ohne echte Verbesserung der Lage, oder gibt es Anzeichen einer Trendwende?
Na ja, grundsätzlich ist extrem was in den
vergangenen Monaten passiert ist. Die
Frage ist natürlich: War es übertrieben,
was wir kurz vor dem grossen Fall an den
Finanzmärkten hatten? Seit dem 9. März
2009 ist der Dow Jones Index um über 45
Prozent gestiegen. Das ist in so kurzer Zeit
der grösste Anstieg, den es an der Wall-

«Die aktuelle Hausse ist in so
kurzer Zeit der grösste Anstieg,
den es an der Wallstreet seit
1975 gab.»
street seit 1975 gab. Wir sprechen über
einen Zeitraum von 34 Jahren. Woher diese Kursanstiege kommen, liegt zum einen daran, dass die Ertragssaison besser
gelaufen ist als erwartet. Aber: Weshalb
läuft die Ertragssaison besser? Das liegt
daran, dass die Unternehmen enorm an
der Kostenschraube drehen. Das können
Massenentlassungen, Restrukturierungsmassnahmen oder Werkschliessungen
sein. Nicht zuletzt ist da die Hoffnung, dass
die Rezession gegen Jahresende nachlässt.
Denn: Es braucht ja lediglich ein Quartal
mit positivem Wirtschaftswachstum. Es
gibt aber auch viele, die sagen, dass sich
die Zeit danach immer noch wie eine
Rezession anfühlen könnte; mit extrem
hohen Arbeitslosenzahlen etc. Ich bin

da skeptisch, dass wir wirklich stärkeres
Wachstum in der kommenden Zeit von irgendwoher erhalten sollen.
Sieht denn der US-Konsument Licht am
Ende des Tunnels, oder sind es nur Erwartungen auf eine Besserung?
Es gibt im Moment noch keine Anzeichen
einer Entspannung auf der Konsumseite.
US-Präsident Barack Obama will eigentlich
weg von einer starken Konsumgesellschaft
hin zu einem kräftigen Exportgeschäft im
Industriebereich. Aber Vorsicht: Gut zwei
Drittel der US-Wirtschaft hängt, zumindest
bisher, an den Konsumenten. Der von Obama beabsichtigte Wechsel wird sich nicht
über Nacht einstellen. Skeptisch bin ich
auch, was die Arbeitslosenzahlen betrifft.
Die Quote wird in den kommenden Monaten voraussichtlich zweistellig werden.
Das klingt aus europäischer Sicht nicht so
dramatisch. Wir haben bei vorherigen Rezessionen in Deutschland auch schon Arbeitslosenquoten von etwa 10 Prozent gesehen. Aber: Die Arbeitsmarktstatistiken
in den USA werden anders erhoben als in
der Schweiz oder in Deutschland. Arbeitsmarktexperten sagen, dass bei einem
ernsthaften Vergleich die Arbeitslosenquoten in den USA gegenüber denen in Europa verdoppelt werden müssten. Das wären
dann 16 bis zu 20 Prozent. Kalifornien hat
jetzt schon eine Rekordarbeitslosenquote.
Und Kalifornien gehört zu den zehn grössten Volkswirtschaften der Welt.
Wie beurteilen Sie den Immobilienmarkt.
Ist hier mit einer Entspannung zu rechnen? Wie sieht die Situation beispielsweise für den Markt in New York aus?
In New York gab es keine grosse Preiskorrektur. Fallende Preise hat es vor allem im
hohen Immobiliensegment gegeben, also
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4. Septe

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DJ EURO STOXX 50®___2'800.00 Punkte** ___1'960.00 Punkte** Emissionspreis: EUR 1’000.00
Bonus-Zahlung: EUR 1'130.00
Das Prinzip: Die Rückzahlung des Bonus-Zertifikates auf den DJ EURO STOXX
50® am 12. September 2011 hängt davon ab, ob der Index bis zum 5. September
2011 niemals auf bzw. unter dem BARRIER-Level von 1'960.00 Punkten**
(30%** unter dem Indexstand bei Emission) notiert hat.
BARRIER-Level nicht verletzt: Sofern der DJ EURO STOXX 50® seinen
BARRIER-Level nicht verletzt hat, erhält der Anleger am Laufzeitende mindestens
EUR 1'130.00, entsprechend einer Bonus-Rendite von 13% auf die gesamte
Laufzeit. Wenn der Index am Bewertungstag einen Kursgewinn über der BonusRendite ausweist, erhält der Anleger eine Zahlung in EUR, die der Performance des
DJ EURO STOXX 50® entspricht. Die Zahlung nach oben ist somit unbegrenzt.
BARRIER-Level verletzt: Sofern der DJ EURO STOXX 50® seinen jeweiligen
BARRIER-Level von 1'960.00** Punkten während der Laufzeit verletzt hat, entfällt
die Bonus-Zahlung und die Rückzahlung richtet sich nach der Entwicklung
des DJ EURO STOXX 50®. Schliesst der Index über seinem Basis-Level von
2'800.00** Punkten, erhalten die Anleger den Nominalbetrag zuzüglich der
Performance des Index. Auch in diesem Fall ist das Potenzial nach oben unbegrenzt.

Emittentin: Sal. Oppenheim jr.  Cie. KGaA, Köln • Zahlstelle: Bank Sal. Oppenheim jr.  Cie.
(Schweiz) AG, Zürich • Emissionsvolumen: 15’000 Zertifikate • Kleinste handelbare Einheit:
1 Zertifikat • Emissionsdatum: 27. August 2009 • Liberierung: 10. September 2009 •
Bewertungstag: 5. September 2011 • Fälligkeit: 12. September 2011 • Handel: An der Scoach
Schweiz AG ab 10. September 2009 • Verbriefung: Für die gesamte Laufzeit als unverurkundete
Wertrechte bei der SIS SegaInterSettle • Clearing: SIS SegaInterSettle, Clearstream, Euroclear •
Verkaufsrestriktionen: USA, US-Personen, Vereinigtes Königreich • Aktuelle Kurse: Reuters
SALOPPCH
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von Art. 652a bzw. 1156 OR noch einen vereinfachten Prospekt gemäss Art. 5 KAG dar. Allein
massgeblich sind die Produktbedingungen im Kotierungsprospekt, der bei Bank Sal. Oppenheim
jr.  Cie. (Schweiz) AG, Uraniastrasse 28, 8022 Zürich, erhältlichist. Dieses Produkt ist ein derivatives Finanzinstrument. Das mögliche Verlustrisiko bei einer Investition in ein solches Produkt ist
limitiert auf den bezahlten Kaufpreis. DJ EURO STOXX 50® ist eine eingetragene Marke der
STOXX LIMITED. Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass Telefonate unter 044 214
23 55 aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser
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** Indikativ. Stand 27. August 2009. Endgültige Festlegung der BARRIER-Level, BasisLevel und der Bezugsfaktoren am 4. September 2009 auf Schlusskursbasis.
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15

FOCUS

bei Appartements, die mehrere Millionen
kosten. Wenn dann ein Appartement statt
8 Millionen nur noch 6 Millionen kostet,
dann kommen Sie auf einen Preisnachlass von 25 Prozent. Das heisst noch lange

«Die Chinesen haben nur ein
bedingtes Interesse, den Dollar
loszulassen.»
nicht, dass die Preise in sämtlichen Immobilienklassen so stark gefallen sind. Ich
habe zum Glück kein Geld verloren in der
Krise, weil ich einfach nicht investiert war.
Das hat nichts mit Cleverness zu tun. Ich
habe in den vergangenen Jahren meine eigene Firma aufgebaut und hatte schlicht
keine Zeit, mich ernsthaft um irgendwelche Anlagen zu kümmern. Ich habe etwas
zur Seite gelegt und würde gerne mit meiner Frau zusammen eine Wohnung kaufen,
aber die Preise sind immer noch abartig

hoch. Sie zahlen in Brooklyn, also nicht an
einer Toplage, für eine 80 bis 90 Quadratmeter grosse Wohnung locker noch USD
600‘000.
Ich habe nicht das Gefühl, dass in New
York der Markt den Boden schon erreicht
hat. Vielleicht kann man im Herbst oder
gegen Jahresende in New York mit einer
Erholung rechnen. Im Rest des Landes
sieht es anders aus. In Florida, Detroit,
Nevada und Kalifornien ist der Boden
langsam gefunden. Aber da sind die Preise auch deutlich stärker eingebrochen als
hier in New York.
Was die Pleite von Lehman Brothers
für die Wallstreet, wäre ein Konkurs
der CIT-Gruppe für die Mainstreet der
USA gewesen. Wie sehen Sie die weitere Entwicklung? Ist die vorläufige
Rettung von CIT nur eine Fristverlängerung oder droht neues Ungemach?
Ob CIT letztendlich gerettet ist, ist noch

nicht klar. Der Fall CIT ist ein gewisses
Paradebeispiel für das, was hier häufig
gelaufen ist. Was hat letztendlich viele
Wallstreet Banken an den Rand des Ruins
getrieben? Was hat jetzt CIT an den Rand
des Ruins getrieben? Das ist oft Profilneurose oder Narzissmus. Der CEO von CIT
Jeffrey Peek wollte 2003 Chef von Merrill
Lynch werden. Das hat er nicht geschafft
und hat dann Merrill Lynch verärgert
verlassen, um anschliessend Chef bei
CIT zu werden. Diese war damals eine
grosse Mittelstandsbank und hatte ihren
Firmensitz irgendwo 50 Meilen weg von
New York in New Jersey. Er wollte CIT zu
einem grossen Player am Finanzmarkt machen. Er verlegte den Hauptsitz an die 5th
Avenue und stellte sich dort einen Glaspalast hin. Das Kerngeschäft, kurzfristig
Geld zu verleihen, langfristig Geld an den
Kapitalmärkten aufnehmen, wäre simpel
gewesen. Er ist allerdings immer grössere
Wetten eingegangen und hat u.a. auch in

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Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen
Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Konku srisiko der Emittentin ausgesetzt. Die Produkte sind
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FOCUS

16

eine Neuordnung des Weltwährungssystems fordern, in den USA überhaupt
zur Kenntnis genommen?
Wenn Sie auf der Strasse jemanden zum
verhältnismässig schwachen Dollar befragen, und das ist mir auch schon passiert,
dann werden Sie mit grossen Augen angeschaut. Wie, der Dollar ist schwach? Die
meisten Amerikaner reisen wenig und
kriegen den Aussenwert des Dollars nicht
mit. In der Finanzwelt ist das natürlich
anders und die Meinungen gehen stark
auseinander. Grundsätzlich sollte man
aufpassen, die Amerikaner allzu schnell

In Europa wird immer mehr auf die
drohende Gefahr einer Kreditverknappung hingewiesen. Wie sieht es
diesbezüglich in den USA aus? Sind in
diesem Bereich staatliche Eingriffe zu
erwarten?
Die Kreditverknappung, also der Credit
Crunch, war ja schon in den vergangenen
Monaten ein Thema und letztendlich haben ja das Finanzministerium und vor
allem die Notenbank extreme Massnahmen ergriffen, um die Kreditmärkte wieder in Gang zu bringen. Und die Notenbank stellt nicht nur Garantien, sondern

Daniel Manser

hochriskante Papiere investiert. Und das
hat CIT letztendlich das Genick gebrochen.
Der Fall von CIT hängt stark von der Person Jeffrey Peek ab, weil er sich mit CIT an
der Wallstreet profilieren wollte.

«Es gibt mehr Konkurrenz für den
Dollar als in der Vergangenheit
und es kann durchaus sein, dass
der Dollar an Einfluss verliert.»

«Oft ist es Profilneurose, die die
Wallstreetbanken an den Rand
des Ruins getrieben hat.»
sie greift aktiv ein und hat Hypothekenpapiere und Staatsanleihen für hunderte
Milliarden Dollar erworben. Mit diesen
Massnahmen hat man es auch geschafft,
die Kreditmärkte anzukurbeln. Es sind
letztendlich diese staatlichen Eingriffe,
die nach wie vor das Funktionieren der
Märkte überhaupt ermöglichen. Aus diesem Grund wird momentan nicht über die
Strategie nachgedacht. Wann kann sich die
Notenbank, wann kann sich die Regierung
von dieser aktiven Rolle lösen und sich
einfach wieder von den Märkten zurückziehen? Da gibt es momentan noch keine
Anzeichen, dass das jetzt schon erfolgen
kann. Das zeigt eben auch, wie instabil die
Kreditmärkte sind, wenn die Regierung
nicht aktiv wäre.
Die steigende Staatsverschuldung in
den USA und die aggressive Notenbankpolitik belasten zunehmend den
Aussenwert des Dollars. Werden Äusserungen wie diejenigen von China, die

www.payoff.ch | September 2009

den Dollar als in der Vergangenheit und es
kann durchaus sein, dass der Dollar an Einfluss verliert. Ich glaube aber nicht, dass
auf einmal in Euro gehandelt wird. Die
USA sind als homogene Volkswirtschaft
immer noch mit Abstand der mächtigste
Spieler dieses Planeten und das sollte man
nicht vergessen. China kann durchaus politisch mitreden und zum Teil auch schocken. Das hat man in den vergangenen
Monaten gesehen. Letztendlich ist China
auch ein Land, dass aus verschiedenen
Volksgruppen zusammengewürfelt ist. Die
Kulturrevolution ist gerade mal rund 40
Jahre her. Ich meine damit, dass es China
in der heutigen Form noch nicht so lange
gibt. Es ist aus meiner Sicht noch kein stabiles Land. Deshalb wäre ich vorsichtig,
jetzt alles auf China zu setzen und die USA
abzuschreiben.

Die US-Flaggen in Schräglage: Die Wallstreet
findet aber zunehmend den Tritt.

auszuzählen. Vor allem weil die Chinesen
nur ein bedingtes Interesse haben, den
Dollar loszulassen. Denn sie sind ja der
grösste Gläubiger der Vereinigten Staaten.
Dennoch gibt es immer mehr Leute, die
sich ernsthaft Gedanken um den Dollar
machen. Man nimmt zur Kenntnis, dass
die asiatischen Länder wachsen, man sieht
die Schwellenländer in Lateinamerika, die
sich verhältnismässig ökonomisch stabilisiert haben. Es gibt mehr Konkurrenz für

Der neue Präsident schwimmt seit seinem Amtsantritt auf einer Welle des
Erfolges. Wie beurteilen seine Landsleute das erste Halbjahr von Barack
Obama?
Er hat bereits die ersten Makel und Kanten bekommen. Natürlich kann er nichts
für die Krise, die wir momentan haben.
Aber er muss sie angehen und es kann natürlich passieren, dass man die Krise mit
Barack Obama verbindet. Man erwartet
Lösungen und Verbesserungen. Er hatte
vor ein paar Monaten gesagt, er werde in
den kommenden zwei Jahren zwei Millionen Arbeitsplätze schaffen oder zumindest
sichern. Statistisch wird ihm das vielleicht
gelingen, real glaube ich nicht, dass ihm
das nur annähernd gelingt. Er braucht
Zeit. Gut finde ich, dass er probiert, Änderungen herbeizuführen. Da ist er gnadenlos. Ihm wird vorgeworfen, dass er die
Wirtschaftskrise dafür nutzt, um seine
17

FOCUS

Sandra Amport

Programme durchzuboxen. Aber das ist
normal. Sein Vorgänger George Bush hat
auch die Anschläge vom 11. September
2001 dazu genutzt, um seine Sicherheits-

«Es sind die Zeiten der Krise
die Chancen bieten, die Dinge
zu ändern.»

Alle Blicke auf die Wallstreet.

politik durchzuführen. Es sind die Zeiten
der Krise, die Chancen bieten, die Dinge
zu ändern. Das probiert Barack Obama, da
lässt er sich nicht beirren. Obama ist nach
wie vor einer der beliebtesten Präsidenten,
die das Land je hatte. Die Wahl war im November 2008 und Sie sehen heute immer
noch Leute mit Obama-Shirts und Stickern
rumrennen. Ich habe in der Schweiz noch
nie jemanden gesehen, der mit einem TShirt eines Bundesrates rumläuft. Das
zeigt schon, was für eine Popularität der
Präsident hat.

sein. Bleiben Sie vorläufig in den USA
oder verlegen Sie Ihre Tätigkeit auch
schon bald nach Asien?
Als junger Journalist wäre ich wohl ebenfalls nach Asien gegangen. Singapur wäre
mir wahrscheinlich einen Tick zu langweilig. Von China habe ich unterschiedliche
Geschichten gehört. In wie weit man mit
den Leuten vor Ort interagieren kann, ist
dahingestellt. Ich will nicht in irgendeinem
Club sitzen und mit Landsleuten und
Westeuropäern zu tun haben. Aus diesem
Grund würde ich eher nach Indien gehen.
Dort ist derzeit vieles im Umbruch, vor
allem in Mumbai. Dort gibt es aus meiner
Sicht auch zu wenig Journalisten. Ich überlege mir hie und da, ob man nicht noch
eine Zweigstelle aufmachen sollte, gerade
in Mumbai. Mal schauen was die Zukunft
■
bringt.

Der Rohstoffguru Jim Rogers hat seinen Wohnsitz nach Singapur verlegt,
um näher am Puls des Geschehens zu

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18

FOCUS ETF

Gratis-Fallschirm für Risiko aus Swap

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Als Sondervermögen landen Exchange Traded Funds (ETFs) bei
einer Insolvenz des Anbieters nicht in dessen Konkursmasse.
Der Swap-Anteil synthetisch replizierter ETFs ist jedoch einem
Gegenparteirisiko ausgesetzt. Zusätzlich mit Wertschriften bestückt, wird auch dieses aufgefangen.

Kein freier Fall: Die Sicherheit bei Swap-basierten ETFs nimmt markant zu.
Angelika Meyer

I

m Gegensatz zu Strukturierten Produkten fallen ETFs als Sondervermögen
nie ins Bodenlose, wenn den entsprechenden Anbietern die Luft ausgeht. Einzig der Swap-Anteil bei synthetisch replizierten ETFs ist dem freien Fall ausgesetzt,
wenn der Swap-Partner ausfällt. Deutsche
Bank und Lyxor (Société Générale) replizieren ihre ETFs synthetisch, weil einerseits
die Abweichung (tracking error) von der
Indexperformance geringer ist und sich anderseits etliche Indizes nicht voll replizieren lassen – beispielsweise Rohstoffindizes.
Im Gegensatz dazu setzen die Credit Suisse
bei ihrer Xmtch-Palette und auch die UBS
mit ihren ETFs auf die volle Replikation.
Die iShares von Barclays greifen je nach
Index auf die eine oder andere Methode
zurück.

Der Swap-Partner – Absetzmaschine
und Risikofaktor
Synthetisch replizierte ETFs sind ebenfalls
Fondsvermögen, die einen Teil ihres Net-

www.payoff.ch | September 2009

toinventarwertes (Net Asset Value, NAV)
in Swaps mit einem oder mehreren Kontrahenten anlegen. Der Fonds besteht in

«Der Ausfall eines Swap-Partners würde sofort kompensiert.»
der Regel aus einem Aktien- oder Bondportfolio und aus einem Derivat – dem
Swap. Dabei liefert der Swap die Indexper-

formance und macht den ETF zum Indextracker. Die Derivatkomponente ist durch
die Fondsgesetzgebung (UCITS III) auf 10
Prozent des Fondsvermögens beschränkt
– eine Limite, die aber kaum ausgeschöpft
wird. Auf diesem Teil des Fondsvermögens
lastet ein Kontrahentenrisiko, was seit der
Insolvenz von Lehman Brothers immer
wieder Kritik der Verfechter einer vollen
Replikation auf den Plan ruft. Würde der
Swap-Partner nämlich ausfallen, gäbe es
im Fonds nicht nur den entsprechenden
Fehlbetrag von maximal 10 Prozent des
Vermögens, sondern dann könnte der
ETF auch nicht die versprochene Indexperformance liefern. In der Praxis würde
dies – wie Simon Klein, Head of ETF Sales
Europe von db x-trackers (Deutsche Bank)
in Frankfurt sagt – kein Anbieter zulassen
und umgehend einen neuen Swap-Partner
einspannen, um die Indexperformance zu
erbringen. An Interessenten, die umgehend
in die Bresche springen könnten, würde es
nicht mangeln.
Trotzdem hat die Deutsche Bank für den
höchst unwahrscheinlichen Fall, dass kein
Swap-Partner den Ausfall kompensieren
würde, – vergleichbar mit der Pfandbesicherung Strukturierter Produkte – einen
Fallschirm entwickelt und damit die dritte
Generation der voll besicherten synthetischen ETFs eingeläutet. Mit dieser Besicherung beschreitet das deutsche Finanzinstitut nicht nur neue Wege, sondern
erbringt eine Sicherheit, die vom Gesetzgeber so nicht gefordert ist.

Neue Wege bei der Besicherung
Indexperformance

ETF

SWAP

Swap-Partner

Basketperformance

Pfandvertrag

liefert Wertschriften

Sicherheitspool (collateral securities)
Depotbank
Quelle: Derivative Partners Media
19

Sicherheitspool – Reissleine für Fonds
Im aktuellen Verkaufsprospekt liest sich
dies unter Punkt 11 «Reduzierung des Kontrahentenrisikos» wie folgt: «Die (Fonds-)
Gesellschaft kann das Gesamt-Kontrahentenrisiko der OTC-Swap-Transaktion
jedes Teilfonds insbesondere reduzieren,
indem sie von dem Swap-Kontrahenten

FOCUS ETF

Strategien der wichtigsten Anbieter

gegenüber der Depotbank eine Sicherheit
in Form von liquiden Mitteln oder Wertpapieren verlangt.» Die entsprechende Pressemitteilung führt weiter aus: «Es wird ab
sofort der NAV (Net Asset Value) der meisten Aktien-, Rohstoff- und Devisen-ETFs
hinsichtlich ihrer Swap-Struktur mit Wertpapieren besichert. Die Besicherung geht
über den Wert des NAV hinaus und erfolgt
zu mindestens 108 Prozent des NAVs.»
In der Praxis sieht dies wie folgt aus: Der
Swap-Partner, also die Deutsche Bank,
liefert in einen bei der Depotbank liegenden Aktienpool Wertschriften, deren Wert
immer höher sein muss, als es für den
Nettoinventarwert nötig ist. Bei den db
x-trackers sind nicht nur die rechtlich zulässigen 10 Prozent des Swap-Anteils versichert, sondern darüber hinaus weitere

Rating
Swap-Partner
(Moody’s, SP, Fitch)

db x-trackers	
synthetisch	
(Deutsche Bank)		

68 ETFs besichert,	
Rest max. 10 Prozent

Deutsche Bank AG	

Aa1/AA-/A+

iShares (Barclays)	
	

wenn synthetisch:	
max. 10 Prozent	

Bayerische Hypo-	
und Vereinsbank

A1/A/A+

Lyxor (Société Générale)	 synthetisch	

max. 10 Prozent	

Société Générale S.A.	

Aa2/AA-/AA-

UBS	

«Einfach handelbar heisst nicht
simpel replizierbar.»

				
ETF-Anbieter	
Strategie	
Emittentenrisiko	
Swap-Partner	
				

voll, sampling	

Nein	

-	

-

Xmtch (Credit Suisse)	 voll, sampling	

Nein	

-	

-

voll, sampling,	
synthetisch	

Quelle: Emittenten/Derivative Partners Media

8 Prozent als zusätzliches Polster. Die Hinterlegung mit Aktien (Collateral) ist mit
1'600 erstklassigen und liquiden Titeln bestückt. Da dabei jeder Titel nicht mehr als
4 Prozent des gesamten Collaterals ausmachen darf, ist dieses Portefeuille auch sehr
gut diversifiziert. Die Swap-Besicherung
führt weder zu zusätzlichen Kosten, noch
schmälert sie die Indexperformance, dies
im Gegensatz zur Pfandbesicherung bei
den Strukturierten Produkten, bei denen
die höhere Sicherheit zu Lasten der Rückzahlungskonditionen geht.
Seitenwind durch Securities Lending
Voll replizierende ETFs weisen aufgrund
der entstehenden Transaktionskosten eine
negative Abweichung (tracking error) von
ihrem Index aus. Durch Ausleihe von Wertschriften, die sich im Portfolio des ETFs be-

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können. Profitieren Sie von unabhängigen Finanzinformationen sowie zahlreichen
Analysetools und handeln Sie in Echtzeit mit Wertpapieren. Eröffnen Sie jetzt ein Konto
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www.payoff.ch | September 2009

finden, können Erträge generiert werden,
welche die Performance optimieren. Würde
der Entleiher ausfallen, bekäme der Fonds
seine Wertpapiere nicht zurück. Deshalb
bietet sich auch hier eine Besicherung an,
wie sie z.B. die db x-trackers bieten.
Navigation wünschenswert
Das Marketing für ETFs hat sich auf die Formel «einfach, transparent, kostengünstig»
eingeschworen. Die Realität ist einiges komplexer, die Replikation eines Index keineswegs simpel. Das Bemühen, so viele Risiken
wie möglich auszuschalten, ist zu begrüssen. Jedoch leidet die Transparenz. Es wird
hoffentlich nur eine Frage der Zeit sein,
bis die einschlägigen Fondsdatenbanken
die ETFs entsprechend kennzeichnen. Eine
erste Orientierung gibt obige Tabelle. ■
20

INTERVIEW

«Ich rechne damit, dass der Ölpreis schon
bald wieder über USD 100 steigen wird.»
payoff-Chefredaktor Daniel Manser sprach mit Maurice Picard
über den Picard Angst Commodity Index (PACI)
investiert werden. Dies sind Rohöl, Heizöl, Weizen, Mais, Soja, Zucker, Gold, Silber,
Aluminium und Kupfer. Damit ist Energie
tendenziell untergewichtet und der Agrarbereich übergewichtet. Ein Rebalancing
findet nur einmal jährlich statt, immer anfangs Jahr. Dann werden die Gewichtungen
bei allen Indexrohstoffen wieder auf 10 Prozent zurückgesetzt. Dieser Ansatz erzielte
in den vergangenen zehn Jahren eine überdurchschnittliche Rendite von 10,6 Prozent
bei einer Volatilität p.a. von nur gerade 18,3
Prozent, was für einen Rohstoffindex sehr
tief ist.

Maurice Picard ist Mitgründer und
Partner der unabhängigen Picard
Angst Gruppe. Diese bietet seit 2003
professionellen Anlegern umfassende
Dienstleistungen in den Bereichen
Strukturierte Produkte, Rohstoffe und
Asset Management an. Zuvor war Maurice Picard als Leiter der Abteilung Derivative und Strukturierte Produkte für
den Aufbau dieses Bereichs bei einer
Zürcher Privatbank verantwortlich. Er
absolvierte unter Anderem das IEP an
der INSEAD.

payoff | Wie unterscheidet sich der Picard Angst Commodity Index von den
klassischen Rohstoffindizes wie SP
GSCI, DJAIG, RICI oder CRB?
Die Unterschiede der verschiedenen Rohstoff-Indices sind grösser als man denkt.
Die Besonderheit des PACI ist, dass je 10
Prozent in zehn verschiedene Rohstoffe

www.payoff.ch | September 2009

Worauf führen Sie dieses gute Rendite/
Risiko-Verhältnis zurück?
Der PACI ist defensiver aufgestellt als andere Rohstoffindices. Durch das jährliche Rebalancing werden zudem Gewinne auf den
gut performenden Rohstoffen abgeschöpft
und Underperformer wieder aufgestockt.

«Der Zuckerpreis ist bereits stark
angestiegen, die aktuellen Werte
sehen wir als oberes Limit.»
Geholfen hat dem PACI aber auch die Untergewichtung im Energiesektor, gerade
auch letztes Jahr. Der SP GSCI TR verlor
2008 gut 45 Prozent, mit einem Rückgang
von rund 30 Prozent steht da der PACI deutlich besser da.
Gibt es ausstehende Derivate mit ihrem
Rohstoffindex als Underlying, falls ja
welche?
Das investierte Volumen auf den PACI
beträgt rund CHF 100 Mio., die Hälfte davon via unseren «All Commodity Tracker
Plus-Fonds» und die andere Hälfte direkt in
unserem Asset Management. Strukturierte
Produkte auf den PACI selber gibt es noch

nicht. Wir betreuen durch unsere Vermögensverwaltung derzeit jedoch rund CHF
200 Mio. in Rohstoff-Investments.
Bei welchen Rohstoffsegmenten sehen
sie für die nächsten sechs bis zwölf Monate das grösste Potenzial?
Für mich ganz klar im Vordergrund stehen
Energie und Agrargüter. Den Metallen, sowohl im Industriebereich als auch den Edelmetallen, traue ich für diese Zeitperiode weniger zu. Sobald es der Wirtschaft wieder
besser geht, wird die Nachfrage nach Energie wieder stark zunehmen. Zudem sind
verschiedene Förderprojekte auf Eis gelegt
worden. Es wird einige Zeit dauern, bis das
Angebot erhöht werden kann. Zu beachten
gilt es weiter auch, dass die Erschliessung
der neu entdeckten Ölfelder sehr kostenintensiv ist. Aus all diesen Gründen rechne
ich damit, dass der Ölpreis schon bald wieder über USD 100 steigen wird.
Bei den Agrarrohstoffen springt die Nachfrage bei einer wirtschaftlichen Erholung ebenfalls sehr schnell an, sie werden unmittelbar
teurer. Zudem sehen wir bei Weizen zur Zeit
ein Überangebot. Sollten sich die klimatischen Verhältnisse etwas verschlechtern,
könnte der Weizenpreis relativ schnell ansteigen. Zucker hingegen ist aufgrund einer
Missernte in Indien und wegen zu viel Regens in Brasilien bereits stark angestiegen,
die aktuellen Preise sehen wir als oberes Limit. Bei den Industriemetallen rechnen wir
erst mittelfristig mit höheren Preisen.
Wie können sich interessierte Anleger
über den Picard Angst Commodity Index informieren?
Am einfachsten über unsere Website www.
picardangst.ch oder in Bloomberg mit dem
■
Kürzel «PACO»
PRODUCT NEWS

21

ISIN: CH0102766109 – Tracker-Zertifikat der CS in USD auf den CS GAINS SP GSCI ER Index

Ein viel versprechendes Rohstoff-Zertifikat
Die Credit Suisse «Glencore Active Index
Strategie» oder kurz GAINS auf den SP GSCI
Excess Return Index zählt zu den gelungensten
Ansätzen. Mit der seit der Lancierung am 15.
Oktober 2008 erzielten Performance gehört er
zu den besten «Customized Indizes» der Anlageklasse Rohstoffe.
Dieter Haas

Die Credit Suisse lancierte im Juni eine neue Produktfamilie von
Rohstoff-Indizes. Darunter befinden sich quantitative Ansätze wie
CS MOVERS (Momentum und Volatility Enhanced Return Strategy),
die absolute Gewinne in allen Marktphasen anstreben. Andere, wie

«CS GAINS gehört er zu den besten «Customized
Indizes» der Anlageklasse Rohstoffe.»
CS CARES (Commodity and Resource Equity Switch), wechseln
dynamisch zwischen Anlagen auf Rohstoffen sowie einem rohstoffbezogenen Aktienbasket. Ferner kreierte die Credit Suisse zusammen mit Glencore International den CS GAINS. Dabei werden die
Gewichte der einzelnen Rohstoffe monatlich angepasst, basierend
auf den Einschätzungen des Allianzpartners Glencore. Die Glencore
International AG ist eine im Rohstoffhandel weltweit tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Baar im Kanton Zug.
Basierend auf dem Know-how von Glencore strebt CS GAINS die
Erzielung einer Outperformance gegenüber den klassischen traditionellen Rohstoffindizes an. Der Investitionsgrad im Rohstoffmarkt
kann zwischen null und 100 Prozent schwanken. Dadurch besteht
CS GAINS SP GSCI ER Index , SP GSCI ER Index und DJ-UBS ER Index

die Möglichkeit, während Korrekturphasen die erzielten Renditen
zu schützen. Basierend auf der fundamentalen Einschätzung der
einzelnen Rohstoffe durch die Experten von Glencore auf einer
Skala von 1 bis 5 (negativ, leicht negativ, neutral, leicht positiv, positiv) werden die relativen Gewichte des CS GAINS monatlich neu
zusammengestellt. Das bisherige Ergebnis darf sich sehen lassen.
Die Strategie übertraf den traditionellen SP GSCI um Längen. Dasselbe gilt auch für den DJ-UBS Commodity Index. Während beim
DJ-UBS der Anteil eines einzelnen Sektors auf 33 Prozent begrenzt
ist, kennt der SP GSCI keine solche Limite. Dadurch ist der Anteil
der Energierohstoffe mit rund 70 Prozent sehr viel dominanter als
bei DJ-UBS und den übrigen Rohstoffindizes.
Mit dem ausserbörslich gehandelten Tracker-Zertifikat auf den CS
GAINS SP GSCI kann der Schweizer Anleger erstmals über ein
Strukturiertes Produkt an der neuen Rohstoffindexfamilie der CS
partizipieren. Für das in USD gehandelte Zertifikat verrechnet der
Emittent eine jährliche Management Fee von aus unserer Sicht
eher hohen 1,50 Prozent.
payoff-Einschätzung: Das Tracker-Zertifikat besitzt seine Reize. Es
ist allerdings nicht verständlich, wieso die Laufzeit lediglich ein
Jahr beträgt. Eine open-end-Lösung wäre hier eindeutig die bessere
Wahl gewesen.
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Glencore Active Index Strategie	
Valor	

%
130

10276610

Produkttyp	

Tracker-Zertifikat

120

Emittent	

Credit Suisse

110

Basiswert	

SP GSCI ER Index

100

Währung	

USD

Laufzeit	

15.07.2010

Handelsplatz	

OTC

Sales Fee	

1 Prozent

90
80
70
60
10.08

12.08

02.09

CS GAINS SP GSCI ER Index

04.09
DJ-UBS ER Index

06.09

08.09

SP GSCI ER Index

Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 15.10.08)

www.payoff.ch | September 2009

Briefkurs (24.08.2009 - 17.15 Uhr)	USD 1063.55
Kursziel (31.12.09)	

USD 1150.00

Daten, Kurse, Termsheets	

www.derivatives.csfb.ch
PRODUCT NEWS

22

CORBA – ZKB Core Basket

Mit den Top 6 den CH-Aktienmarkt abbilden
Viele aktiv gemanagte Aktienfonds versuchen
die Kursentwicklung des Swiss Performance
Index (SPI) zu übertreffen. Den wenigsten
gelingt das Vorhaben. Der Basket CORBA setzt
dieses Ziel mit einfachen Mitteln kostengünstig
und transparent um.
Dieter Haas

Das Rezept ist simpel und der Erfolg durchschlagend. Der im Juli
2007 emittierte und bis Juli 2012 laufende Basket setzt sich gegenwärtig aus den sechs gemessen an der Börsenkapitalisierung
grössten Schweizer Unternehmen zusammen. Dabei wurden Nestlé, CS und ABB gegenüber ihrem damaligen Indexgewicht leicht
über- und Roche, Novartis und UBS leicht untergewichtet. Eine
Analyse zum jetzigen Zeitpunkt zeigt, dass die damals gewählten
Gewichtsverschiebungen nur teilweise glücklich gewählt wurden

«Die Performance von CORBA lässt fast alle Manager von Schweizer Aktienfonds alt aussehen.»
(NESN, UBSN und ABBN). Dennoch vermochte die getroffene Auswahl den SMI klar zu übertreffen (vgl. Grafik). Rechnet man zur
Kursentwicklung die jährlichen Ausschüttungen von 90 Prozent
der vereinnahmten Netto-Dividenden hinzu, dann übertrifft die
Performance von CORBA auch den breiten Index SPI.

Gerade in Zeiten angespannter Kreditvergabe spielt die Grösse
eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Der Ausdruck «too big to
fail» oder «zu gross, um zu scheitern» kommt nicht von ungefähr.
Kleine Firmen verspüren die Auswirkungen der Kreditverknappung meist viel stärker. Wie erfolgreich die Top 6 die Krise bislang
gemeistert haben, zeigt ihr gestiegener Anteil an den Börsenbarometern. So liegt ihr aktuelles Gewicht am SPI gegenüber dem Stand
am 18. Juli 2007 inzwischen bei rund 67 Prozent und beim SMI bei
79 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um fünf respektive
sechs Prozent gegenüber dem Wert vor zwei Jahren. Obwohl die
UBS in der Zwischenzeit über die Hälfte ihres damaligen Gewichtes
eingebüsst hat und nur noch knapp vor ABB an fünfter Position
rangiert, vermochte kein anderes Unternehmen in den erlauchten
Kreis der Top 6 einzudringen.
Wegen der seither eingetretenen relativen Verschiebung der Gewichte hat die Dominanz von Nestlé im Basket zugenommen. Solange der Nahrungsmittelmulti nicht ins Straucheln gerät, bleibt
CORBA in der Erfolgsspur.
payoff-Einschätzung: Die Performance von CORBA lässt fast alle
Manager von Schweizer Aktienfonds alt aussehen. Die Chancen
stehen gut, dass es dem Basket gelingen wird seine, relativ betrachtet, gute Performance zu halten.
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Suchen Sie nach einer guten Anlagemöglichkeit?

Für eine Abbildung des schweizerischen Aktienmarktes reicht es
somit aus, sich auf die sechs Indexschwergewichte zu konzentrieren. Sie überstanden die schwierige Phase – abgesehen von der
UBS – mit Bravour und erlitten geringere Einbussen als der Rest.

Die Investment Idea könnte Ihnen weiterhelfen!

Performance Basket-Zertifikat CORBA vs. SMI

Tracker-Zertifikat auf den ZKB Core Basket	

%
110

Symbol	

CORBA

Emittent	

ZKB

Währung	

CHF

Laufzeit	

18.07.2012

70

Handelsplatz	

Scoach CH

60

Briefkurs (24.08.2009 - 17.15 Uhr)	

CHF 70.30

50

Kursziel (31.12.09)	

CHF 85.00

SVSP Risk Rating	

3

SVSP Risikokennzahl (VaR) in %	

17.8

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch

100
90
80

40
07.07
03.08
11.07
CORBA
SMI

07.08

11.08

03.09

07.09

Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 25.07.09)

www.payoff.ch | September 2009
23

PRODUCT NEWS

ETFBC - Multi-Bonus-Zertifikat auf Brasilien-, Russland- und China- ETFs von Clariden Leu

BR(I)C für einmal ohne Indien
Clariden Leu emittierte mit ETFBC am 12.
August ein Multi-Bonus-Zertifikat auf ETFs,
welche den Aktienmarkt von drei der vier wichtigsten Schwellenländer abdecken.
Tobias Walter

Beim in USD kotierten Multi-Bonus-Zertifikat ETFBC handelt es
sich bezüglich Struktur um ein klassisches Exemplar seiner Gattung. Es verfügt über eine Laufzeit von zwei Jahren, womit die
relevante Beobachtungszeit vom 5. August 2009 bis zum 8. August 2011 ist. Als Basiswerte dienen der iShares MSCI Brazil Index
Fund, der Market Vectors Russia ETF, sowie der iShares FTSE/
Xinhua China 25 Index Fund (Bloomberg: EWZ UP, RSX UP, FXI
UP). Wenn während der Beobachtunsperiode keiner dieser drei
ETFs die Barriere von 59 Prozent des Fixierungspreises berührt
oder unterschreitet, erhält der Anleger mindestens den Bonus-

«Trotz noch nicht vollständig entwickelten Volkswirtschaften gehören die Aktienmärkte Brasilien,
China und Russland als Ergänzung ins Depot.»
level von USD 1'250 ausbezahlt. Sollte der Wert des aus den drei
ETFs bestehenden Baskets bei der Schlussfixierung höher sein als
der Bonuslevel, so wird dieser höhere Wert ausbezahlt. Wird die
Barriere jedoch verletzt, verwandelt sich das Zertifikat in einen
normalen Tracker desjenigen ETFs, der am Ende die schwächste
Performance aufweist.
Seit Beginn der Beobachtungsperiode haben die drei ETFs schon
einige Kursbewegungen vollführt. Einen bisherigen Tiefpunkt erreichten die Basiswerte alle am 17. August, als der Market Vectors
Russia ETF mit etwa 10 Prozent am tiefsten im Minus lag. Er konnte

sich jedoch rasch wieder erholen und erreichte am 21. August
exakt den Stand, welchen er zu Beginn der Beobachtung aufwies.
Komfortabel steht auch der brasilianische ETF da: Er konnte sich
vom 17. bis zum 21. August von -5,24 Prozent auf knapp ein Prozent
im grünen Bereich steigern. Als einziger noch immer negativ notiert der iShares FTSE/Xinhua China 25 Index ETF. Er steht noch
mit 4,65 Prozent im roten Bereich, konnte sich aber gegenüber seinem Tiefststand von -8,58 Prozent ebenfalls steigern. Die Talsohle
erreichten die drei ETFs zwischen Oktober 2008 und Mai 2009.
Damals befanden sie sich im Bereich des Barrier Levels und zum
Teil noch etwas darunter.
Eine gewisse Schwankungsbreite ist den Indizes der ausgewählten Emerging Markets generell zu attestieren. Dies liegt in der
Natur der aufstrebenden aber noch nicht vollständig entwickelten
Volkswirtschaften. Dies führt oft dazu, dass zum Teil grössere Kursschwankungen zur Tagesordnung gehören. Dem Investor wird deshalb geraten, die aktuellen Kursentwicklungen stets im Auge zu
behalten.
payoff-Einschätzung: Brasilien, Russland und China haben – wie
der Rest der Welt – in der Krise Federn lassen müssen. Dennoch
haben sie das Potenzial, in den kommenden zwei Jahren eine stabile bis erfreuliche Entwicklung aufzuweisen. Ein Engagement kann
lohnenswert sein.
Anzeige

Performance?
Warrant Simulator

Berechnen Sie die mögliche
Kursentwicklung einer Option

Historische Entwicklung der Basket-Komponenten

Multi Bonus-Zertifikat auf Brasilien/ Russland/ China ETFs	

%
200

Symbol	

ETFBC

180

Produkttyp	

Bonus-Zertifikat

160

Emittent	

Clariden Leu

Verfall	

08.08.2011

Handelsplatz	

Scoach CH

Währung	

USD

140
120
100
80
60

Briefkurs (24.8.09 - 17.15 Uhr)	 USD 980.5

40
20

08.08
Brazil
Russia

10.08

12.08

China
Barriere

02.09

04.09

06.09

08.09

Bonus-Level

www.payoff.ch | September 2009

Quelle: Bloomberg (indexiert auf 04.08.2009)

Kursziel (31.12.09)	

USD 1100.5

Barrier Level	

59 Prozent des Fixierungspreises

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
24

INVESTMENT IDEA

Präsentiert von Goldman Sachs

Partizipations-Zertifikate auf DividendenFutures als Alternative zu Aktieninvestments

www.istockphotos.com

Mit neuen Partizipations-Zertifikaten von Goldman Sachs können Anleger an den Dividendenerwartungen des Dow Jones
Euro Stoxx 50® partizipieren. Sie bilden die Kursentwicklung
von Dividenden-Futures ab.

W

er Aktien kauft, erhofft sich für
gewöhnlich zwei Dinge: Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen. Die Dividende gilt als «Zins» der
Aktie, ermöglicht sie Anlegern doch ähnlich
wie Zinscoupons regelmässige Einnahmen.
Für Anleger könnte es aus mehreren Gründen Sinn machen, einen Blick auf die Anlageklasse Dividenden zu werfen:
Dividenden werden stärker von Fundamentaldaten getrieben als Aktienkurse. Ihre
Höhe hängt vor allem vom operativen Ergebnis und somit von Bilanzdaten ab, während
in Aktienkurse viele weitere Faktoren wie
etwa die Erwartungen der Marktteilnehmer
für die Zukunft mit einfliessen. Mit einer Investition in Dividenden lassen sich daher
Markteinschätzungen, die aufgrund einer
Fundamentalanalyse erlangt wurden, zielgenauer umsetzen.
Bei Dividenden handelt es sich um eine neue
Anlageklasse, die Investoren nun separat
handeln können. Sie weisen zudem im Ver-

gleich zu Aktien eine niedrigere Volatilität
auf. So kann sich die Depotstruktur durch
die Aufnahme von Dividenden-Produkten
mitunter verbessern und Anleger können
von steigenden Dividendenerwartungen profitieren. Lag die realisierte Indexdividende
des Dow Jones Euro Stoxx 50® im Jahr 2008
bei rund 160 Euro, so wurde für das Jahr 2014
am Markt zuletzt eine erwartete Indexdividende von etwa 89 Euro gehandelt.
Anleger können seit kurzer Zeit mit fünf neuen Partizipations-Zertifikaten von Goldman
Sachs direkt an der Entwicklung der Dow
Jones Euro Stoxx 50®-Dividenden-Futures

partizipieren (siehe Tabelle). Dem Anleger
stehen unterschiedliche Laufzeiten zur Verfügung. So werden für jedes Jahr bis 2014
Dividenden-Zertifikate angeboten. Dabei beziehen sich die Dividenden jeweils nur auf
ein Jahr, das 2014-Dividenden-Zertifikat also
auf 2014, das Dividenden-Zertifikat 2010 auf
das Jahr 2010. Am Ende der Laufzeit steht
dem Inhaber des Partizipations-Zertifikats
eine Auszahlung in Höhe des Basiswertkurses bereinigt um das Ratio zu – also der
erwartete Indexdividendenstrom, der dann
mit der realisierten Indexdividende übereinstimmt.
Den Basiswert Dividenden-Futures auf den
Dow Jones Euro Stoxx 50® bietet die Terminbörse Eurex schon seit 2008 an. Diese Kontrakte spiegeln die kumulierten Dividenden
der Indexmitglieder wider. Berücksichtigt
werden die Cashdividenden, die in der Regel
aus dem operativen Gewinn bestritten werden. Sonderdividenden, die beispielsweise
nach dem Verkauf von Unternehmensteilen
ausgeschüttet werden, oder Kapitalmassnahmen werden ausser Acht gelassen.
Weitere Details zu Funktionsweise sowie
Chancen und Verlustrisiken entnehmen
Sie bitte dem Flyer und dem jeweiligen
Termsheet, das wir Ihnen auf unserer Website www.goldman-sachs.ch zur Verfügung
stellen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen
auch am Telefon unter der Hotline 044 224
11 44.

Partizipations-Zertifikate auf Dividenden-Futures
Valor	

Symbol	 Basiswert	

Ratio	 Kurs in EUR

10432414	 DIVAA	 DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2010 Dividend Future	

1	

93.90

10432415	 DIVAB	 DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2011 Dividend Future	

1	

86.80

10432416	 DIVAC	 DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2012 Dividend Future	

1	

85.40

10432417	 DIVAD	 DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2013 Dividend Future	

1	

82.90

10432418	 DIVAE	 DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2014 Dividend Future	

1	

80.48

Quelle: Goldman Sachs (Stand 28.08.09)

Garantin: The Goldman Sachs Group, Inc.; Rating der Garantin: A1 (Moody’s) / A (SP®); Art der Garantie: unwiderrufliche, unbedingte Zahlungsgarantie; Emittentin: Goldman Sachs International; Lead-Manager: Goldman Sachs Bank AG
Dieses Inserat stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Dieses Inserat erscheint ausschliesslich zum Zweck der Information über die im Inserat aufgeführten Produkte. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über kollektive Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Bonitätsrisiko
der Emittentin bzw. der Garantin ausgesetzt. Anleger sollten vor Erwerb eines Produktes die Ausführungen im Offering Circular bestehend aus dem Programme for the Issuance of Derivatives (http://www.goldman-sachs.ch/Programm) und
dem jeweiligen Pricing Supplement zu den Chancen und Risiken (einschliesslich des emittenten- und gegebenenfalls produktspezifischen Totalverlustrisikos) lesen und etwaige Fragen mit einem Finanzberater besprechen. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Goldman Sachs Bank AG, Public Distribution, Münsterhof 4, Postfach, CH-8022 Zürich, Telefon: +41 (0)44 224 1144, Telefax: +41 (0)44 224 1020, www.goldman-sachs.ch, E-Mail: swisswarrants@gs.com © Goldman
Sachs, 2009. All rights reserved. Dow Jones and  Dow Jones EURO STOXX 50® Index  are service marks of Dow Jones  Company, Inc. and have been licensed for use for certain purposes by Goldman Sachs International. Goldman Sachs
International's products based on the Dow Jones EURO STOXX 50® Index, are not sponsored, endorsed, sold or promoted by Dow Jones, and Dow Jones makes no representation regarding the advisability of investing in such products.

www.payoff.ch | September 2009
25

DERIVE

Roche - Aufwind dank Schweinegrippe
Die pandemische Ausbreitung des H1N1-Virus liess die Tamiflu-Verkäufe anschwellen und
beschert im laufenden Jahr einen unerwarteten Umsatz- und Gewinnschub.
Analyse

Umsetzung

ROCHE

CHF 168.50

CH0012032048 | ROG | Schweiz
Analyse vom 22-Aug-2009

Schlusskurs vom 21-Aug-2009
ROCHE gehört zur Branche «Gesundheitswesen» und dort zum Sektor «Pharma». Mit einer Marktkapitalisierung von 137.71 Milliarden US
Dollar zählt Roche zu den grossen «large-cap» Gesellschaften und liegt
weltweit auf dem 2. Platz der Branche. Während der letzten 12 Monate
lag der Kurs zwischen CHF 190.80 und CHF 127.40. Der Preis vom 21.
August von CHF 168.50 liegt 11,7% unter dem höchsten und 32,3% über
dem tiefsten Wert in dieser Periode. Ergebnis seit 20. August 2008: ROCHE: -9,2%, Gesundheitswesen: -1,1%, DJ Stoxx 600: -16,4%
Vergleich (20. August 2008 - 21. August 2009)
%
10
0
-10
-20
-30
-40
-50

10.08

12.08

02.09

ROG

DJ Stoxx 600

Fundamentale und
technische Analyse

Gesamteindruck
Negativ

06.09

08.09

Quelle: thescreener.com

Risikoanalyse*

Neutral

Sehr
negativ

04.09

HEA@EP

Mittleres Risiko

Sehr Hohes
positiv Risiko

Eher negativ

Neutral

Geringes
Risiko

Eher positiv

Kann der Abwärtstrend gebrochen werden?
Seit dem am 6. Februar 2007 erzielten Höchstkurs von CHF 241.40
befindet sich der Genussschein im Abwärtstrend. Nach dem Erreichen eines Intraday- Tiefkurses von CHF 122.80 am 4. März 2009
geht es allmählich wieder aufwärts. Die Chancen steigen, dass es
gelingen könnte, aus der Negativspirale der vergangenen zweieinhalb Jahre auszubrechen. So wies Roche im ersten Semester
2009 ein zweistelliges Wachstum von Verkäufen, Betriebsgewinn
und Kerngewinn pro Aktie auf und zeigte sich damit von der Wirtschaftskrise nahezu unbeeindruckt. Für das Gesamtjahr 2009 und
2010 erwartet die Konzernleitung unter der Annahme konstanter
Wechselkurse ein zweistelliges Wachstum des Kerngewinns pro
Titel. Sollte die für den Herbst befürchtete rasche weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe Tatsache werden, wäre der Konzern
wohl einer der wenigen Profiteure.
Ein Kursanstieg über CHF 190 würde dabei das Ende der gegenwärtigen Talfahrt bestätigen. Solange diese Marke nicht überschritten
wird, können aus technischer Sicht erneute Rückschläge nicht
ausgeschlossen werden. Für optimistische, aber dennoch vorsichtige Anleger bietet das Bonus-Zertifikat ROGTR eine interessante
Anlagemöglichkeit. Im Zeitpunkt der Lancierung befand sich der
Kurs praktisch auf derselben Höhe wie jetzt. Damit die bei CHF
118.37 fixierte Barriere verletzt würde, müsste der Genussschein
auf neue Tiefstkurse fallen, was wir als eher unwahrscheinlich
erachten. Somit wird der Anleger mit ROGTR am Ende der Laufzeit zumindest eine Ausschüttung von CHF 204.61 einstreichen
können. Startet der Genussschein den Turbo, ist man in vollem
Umfang dabei.

Positiv

Symbol: ROGTR	
Preis
•	 Bei CHF 168 fundamental stark unterbewertet, relativ zum
Wachstum leicht unterbewertet.
•	 Sektorpotenzial Pharma: sehr gut 15%
Gewinnprognosen
•	 Die Konsensus Gewinnprognosen wurden seit dem 13.
Mai mehrheitlich nach oben korrigiert.
Technische Tendenz
•	 Die Aktie verfügt über ein schwaches positives Momentum.
Risiko
•	 Mittelstarke Korrelation von 46% mit dem Referenzindex.
•	 Die Volatilität hat deutlich abgenommen, von 40% über 12
Monate auf 20% (annualisiert) im letzten Monat.
•	 Defensives Marktrisiko, bei mittlerem spezifischem Risiko, gesamthaft gilt Roche als durchschnittlich riskant.

www.payoff.ch | September 2009

Bonus-Zertifikat

Valor	

3'966’577

Produktkategorie	

Partizipations-Produkte

Emittent	

UBS

Basiswert	

Roche GS – 168.30 (01.09.2009)

Verfall	

06.05.2011

Handelsplatz	

Scoach CH

Briefkurs (28.8.09 – 10.00 Uhr)	

CHF 172.60

Barriere	

CHF 118.37

Bonuslevel	

CHF 204.61

Kursziel ROGTR	

CHF 204.61

SVSP Risk Rating	

3

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
26

DERIVE

Kommt der Dollar ins Rutschen?
Eine Abwertung als Unterstützungshilfe für die Wirtschaft
Analyse

Umsetzung

USD/CHF (daily)
CHF/USD

SWISS FRANC [CHF=BID Täglich] 25.08.2009 - 0:1,0614 H:1,0640 L:1,0600 C:1,0618
Moving Average Simple [Close, 200, Nein] 1,1220 {CHF=}

- 1,2500
-1,2000
-1,1500
1 1012
1 0875 -1,1000
-1,0500

1 0367
1 0143

1.0009

-1,0000

ARO

Aroon {14, 25, 75} Aroon Up 21,4286 Aroon Down 85,7143 {CHF=}

-50

Mrz Apr

Das Eis wird dünner
Ein wichtiger Eckpfeiler in der orchestrierten Erholung der USWirtschaft könnte der Exportindustrie zufallen. Damit diese in
Schwung kommt und die Konsumschwäche kompensieren kann,
müsste der US Dollar deutlich nachgeben. Die Entwicklung in den
letzten Wochen lässt vermuten, dass der langfristige Zerfall des
Greenback weitergehen wird. Er bekundet immer mehr Mühe, sein
Niveau gegenüber den meisten anderen Währungen zu halten. Aus

Mai

Jun

Jul

Aug Sep Okt

Nov Dez 2009 Feb Mrz Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Quelle: tradesignal.com

USD/CHF (daily) Unterschreiten der Bastion bei CHF
1.0549 ebnet den Weg zur Parität
Das Währungspaar USD/CHF zeigte sich trotz einer im Vergleich
zum Jahresanfang nahezu unveränderten Notierung im ersten
Halbjahr sehr volatil. Seit Anfang Juni wurden die Amplituden
aber sukzessive geringer. Die horizontale Unterstützungszone aus
diversen Tiefpunkten zwischen CHF 1.0587 und CHF 1.0549 bildet nun in Verbindung mit dem Abwärtstrend seit dem 24. Juni
(aktuell bei CHF 1.0875) ein absteigendes Dreieck. Eine solche
Konsolidierungsformation sollten Anleger immer prozyklisch im
Ausbruchsfall handeln. Wird demnach die Bastion bei CHF 1.0549
unterschritten, dürfte der US-Dollar im Vergleich zum Schweizer
Franken weiter zur Schwäche neigen. Das kalkulatorische Kurspotenzial lässt sich dann auf rund CHF 0.05 beziffern, so dass die
Parität und damit wieder das zyklische Tief von Mitte Juli 2008
bei CHF 1.0009 in den Fokus rückt. Zwei wichtige Zwischenstationen auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Anschlusspotenzials
stellen das Tief vom 29. Dezember 2008 bei CHF 1.0367 sowie die
Parallele (aktuell bei CHF 1.0143) zum Abwärtstrend seit März
2009 dar. Als Belastungsfaktor für die US-Valuta sind derzeit die
trendfolgenden Indikatoren zu interpretieren. So haben MACD
und Aroon zuletzt neue Verkaufssignale geliefert. Ein erstes Indiz für eine Stabilisierung wäre dagegen ein Überwinden des o.
g. Abwärtstrends seit Juni. Beachten sollten Anleger in diesem
Zusammenhang aber auch den mittelfristigen Abwärtstrend seit
März (aktuell bei CHF 1.1012). Da diese Trendlinie deutlich stärker
fällt als das zuvor angeführte Pendant, ergibt sich Anfang Oktober
der Schnitt zwischen beiden Trendlinien, wodurch zu diesem Zeitpunkt bei rund CHF 1.0770 ein massiver Widerstand entsteht.
Jörg Scherer, Technischer Analyst, HSBC Trinkaus
Weitere technische Analysen erhalten Sie kostenlos unter
www.hsbc-zertifikate.ch
www.payoff.ch | September 2009

«Die Entwicklung in den letzten Wochen lässt
vermuten, dass der langfristige Zerfall des
Greenbacks weitergehen wird.»
technischer Sicht sieht die Lage zunehmend ungemütlicher aus.
Das trifft auch für die Relation zum Schweizer Franken zu, obwohl
dieser mehr und mehr zum Euro-Klon mutiert. Bis zum Erreichen
der Parität ist es nur ein kleiner Schritt. Anleger mit Dollarengagement in ihren Portfolios tun daher gut daran, ihr Wechselkursrisiko
abzusichern. Für kleinere Depots eignen sich Hebelprodukte. Dabei
favorisieren wir die Knock-out Puts sowie die Mini-Shorts, da bei
ihnen die Volatilität keine Rolle spielt. Zu den Favoriten unter
den Minis zählen in absteigender Reihenfolge: MUSDW, MUSDX,
MUSDZ und CHFMD. Alle weisen Stop Loss Limiten auf, die weit
genug entfernt sind von den aktuellen Niveaus. Unter den Knockout Puts gefallen SUSVY, SUSVZ, SUSPP und SUSVP. Ihre Laufzeit
endet erst am 19. März 2010.
Für die kommenden Monate rechnen wir mit einem Abgleiten des
Dollarkurses zum Swissie auf rund CHF 0.90. Das Kursgewinnpotenzial für alle genannten Hebelprodukte ist unter dieser Prämisse
beträchtlich und macht ein Engagement nebst reinen Absicherungszwecken auch für Spekulanten lukrativ.
Symbol: SUSVY	

Knock-out Put

ISIN	

CH0102354179

Produktkategorie	

Hebelprodukte

Emittent	

Vontobel

Basiswert	

USD/CHF – 1.06

Verfall	

19.03.2010

Handelsplatz	

Scoach CH

Briefkurs (28.8.09 – 10.00 Uhr)	

CHF 0.93

Knock-out Level	

USD/CHF 1.15

Kursziel SUSVY	

CHF 2.00 – 2.50

SVSP Risk Rating	

6

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
27

DERIVE

Gold zündet die nächste Stufe der Hausse
Nach einer langen Konsolidierungsphase ist das Edelmetall bereit für weitere Avancen.
Analyse

Umsetzung

Gold

Derivate für jeden Geschmack
Die Hebelprodukte versprechen naturgemäss die grössten Gewinne. Die Auswahl ist riesig und für jeden Geschmack lässt sich
das Passende finden. Die SVSP Risikokennzahl ermöglicht dabei,
auf Basis des Value-at-Risk (VaR) Ansatzes das Marktrisiko eines
Strukturierten Produktes abzuschätzen. Um die Einordnung zu
erleichtern, werden Strukturierte Produkte in sechs Risikokategorien eingeteilt, wobei die Kategorie 6 das höchste Risiko für eine
Investition in ein Produkt bedeutet und Kategorie 1 das geringste
Risiko. Die Risikokennzahl wird täglich berechnet und dem Markt
zur Verfügung gestellt.

USD/Unze
1300
1200
1100
1000
900
800
700
600
12.06
GOLD

06.07

12.07
O - 50-Tage

06.08

12.08

06.09

12.09

O - 200-Tage
Quelle: Bloomberg

Kommentar Derivative Partners AG
Während der USD schwächelt, setzt das Edelmetall zum
grossen Sprung an. Kann die Marke von USD 1000 nachhaltig überschritten werden, ist der Weg frei für substanzielle
Kursgewinne. Durch die seit März 2008 andauernde Konsolidierungsphase hat sich ein erhebliches Potenzial angestaut.
Langfristig betrachtet, befindet sich Gold bereits seit 2001 im
Aufwärtstrend. Angesichts der desolaten Haushaltslage der
USA und vieler anderer Nationen wird Gold seinem Ruf als
wertbeständiges Zahlungsmittel einmal mehr gerecht. Der
Taucher im Spätsommer war nur von kurzer Dauer und auch
die Hausse an den Aktienmärkten in den letzten Monaten
vermochte den Nimbus des Edelmetalls nicht zu brechen.
Der Zufluss in die verschiedenen physisch gedeckten Goldfonds wie ZGLD oder in den währungsgesicherten JBGOCA
verharrt auf hohem Niveau.

Bei den Long Mini-Futures auf Gold finden sich solche der Kategorien 4 (XAUMJ und XAUMG, beide mit Stop Loss bei USD 509),
deren Risiko vergleichbar ist mit demjenigen von Blue Chip Aktien,
bis 6. Zu letzteren zählt der aktuell aggressivste an der Scoach
Schweiz kotierte Mini-Long MXAUF (Stop Loss USD 903). Bei den
Knock-out Calls fallen alle Angebote in die höchste Risikokategorie. SXAUC (KO bei USD 700, Verfall 30.12.09) fällt demnächst in
die Risikokategorie 5. Unser Favorit in dieser Subgruppe ist SXAUI
(KO bei USD 875, Verfall 30.12.2009). Unter den Anlageprodukten
kommen aufgrund des Potenzials in erster Linie Tracker-Zertifikate
in Frage. Diese gehören zur Risikostufe 3, vergleichbar mit einem
gemischten Portfolio Obligationen/Aktien. Die besten Chancen
räumen wir dem Quanto-Zertifikat GOLDQ ein. Hier muss sich
der Anleger keine Gedankten zur Dollarentwicklung machen.
Der Kursverlauf ähnelt demjenigen des physisch gedeckten ETF
JBGOCA (siehe payoff magazine 06/09).

www.payoff.ch | September 2009

Mini-Long

ISIN:	

CH0102588172

Produktkategorie	
Die Finanzkrise ist längst nicht besiegt. Nachdem die Zinsen weltweit auf einem sehr niedrigen Niveau angelangt
sind und kaum noch Spielraum bieten, steigt die Versuchung
von Seiten der Notenbanken, durch eine Schwächung ihrer
Währungen der Exportindustrie stärker unter die Arme zu
greifen, zumal der Konsument speziell in den USA noch für
etliche Monate als Antriebskraft ausfallen dürfte. Das würde der Hausse bei den Rohstoffen neue Nahrung verleihen
und bei Gold als Katalysator wirken zur Erreichung neuer
Allzeit-Höchstkurse. Saisonale Faktoren, die in der Regel ab
September eine positive Wirkung entfalten, unterstützen das
Vorhaben, endlich dauerhaft in vierstellige Kursregionen
vorzustossen.

Symbol: MXAUF	

Hebelprodukte

Basiswert	

Gold – USD 950.65

Emittent	

Vontobel

Laufzeit	

open-end

Handelsplatz	

Scoach CH

Briefkurs (28.8.09 – 10.00 Uhr)	

CHF 0.79

Stop Loss Level	

USD 903.21

Finanzierungslevel	

USD 878.21

Hebel	

12,84

Kursziel MXAUF	

CHF 3.00

SVSP Risk Rating	

6

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
28

MUSTERPORTFOLIO

Musterportfolio CH-Wachstum weiter im Aufwind
Der Schweizer Aktienmarkt setzte in den vergangenen Wochen
seinen Aufwärtstrend fort. Nachdem unser internes Modell Mitte
Juli auf Kaufen umschaltete, haben wir die Absicherung aufgelöst.
Dieter Haas

U

nverhofft kommt oft. Die anhaltende Stärke der Börse hat uns
überrascht. Sie war so ausgeprägt,
dass unser internes Modell Mitte Juli erstmals seit Februar 2008 die Ampel wieder
auf grün geschaltet hat. Das Kaufsignal ist
zwar erst schwach, dennoch besteht Grund
zur Hoffnung, dass das Gröbste ausgestanden ist. Ganz trauen wir der Sache nicht
und halten daher einen Teil der Mittel in
Reserve, um bei Bedarf reagieren zu können. Wegen des eingesetzten Hebelproduktes MSMIO ist das Depot jedoch voll
investiert.
Die Long-Seite wird nach wie vor durch drei
Exchange Traded Funds FRESMI, XMSMI
und XSMI auf den SMI sowie neu durch
den Exchange Traded Fund XMSMM abge-

«Die Stimmung an den Aktienmärkten ist im Moment besser
als die wirtschaftliche Lage!»

die wirtschaftliche Lage! Sofern sich eine
Trendumkehr abzeichnen sollte, wird die
vorhandene Liquidität für den Kauf von
Absicherungsinstrumenten eingesetzt. Umgesetzt würde diese durch einen der beiden vorsichtigen Mini-Shorts MSMIV und
MSMIG. Im laufenden Jahr lag die Performance des Musterdepots bis zum 13. August
bei plus 16 Prozent und übertraf diejenige
der Benchmark SPI um 3,2 Prozentpunkte.
Seit der Lancierung im März 2007 erzielte
das Portfolio nach Transaktionskosten eine
Rendite von plus 64,8 Prozent. Der SPI verlor in derselben Zeitspanne 26,2 Prozent,
der SMIC 26,1 Prozent und der SPIEX 26,7
Prozent.

In den nächsten drei Monaten rechnen wir
mit einem Auslaufen der Hausse und erwarten zumindest eine Konsolidierung, die
leicht in eine Wiederaufnahme des übergelagerten Abwärtstrends führen könnte. Es
sei denn, die Notenbanken bekennen sich
klar und deutlich zu einer inflationären
Haltung. In diesem Falle wäre das Ende der
Fahnenstange in weitere Ferne gerückt.

News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren Musterportfolios
«Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung» und «Rohstoffe» können Sie auf www.
payoff.ch (Community/Forum/payoff
Musterportfolios) jederzeit nachschlagen.

Musterportfolio Schweiz versus SPI
%
80
60
40
20
0

deckt. Leidtragender dieser Änderung war
BKSPI, das einzige Tracker-Zertifikat auf
den SPI. Durch den Kauf von XMSMM hat
sich der Schwerpunkt etwas von den Blue
Chips hin zum Gesamtmarkt verlagert. Mit
dem aggressiven Mini-Long MSMIO gleichen wir die vorhandene Liquidität aus
oder heben aus taktischen Gründen den
Investitionsgrad leicht über 100 Prozent an.
Nach der kräftigen Hausse seit Mitte Juli
rechnen wir in den kommenden Wochen
nur noch mit kleinen Kursfortschritten.
Da die gegenwärtige Erholung an den Börsen vor allem von der Zufuhr frischer Liquidität durch die Notenbanken lebt, bleiben wir vorsichtig. Die Stimmung an den
Aktienmärkten ist im Moment besser als

www.payoff.ch | September 2009

-20
-40
-60
03.07
07.07
11.07
Musterportfolio Schweiz

03.08
SPI

07.08

11.08

03.09

07.09

Quelle: Derivative Partners Media

Musterportfolio Aktien Schweiz-Wachstum
						
Kurs		
Zertifikatstyp	
Symbol	 Emittent	 Typ	
Verfall	 Ratio	 (Wert in CHF)	 Anzahl	
DB	

Wert	 Gewicht
14.8.09	
in %

ETF SMI	

XSMI	

ETF	

open	

100	

60.84	

500	 30'420.00	

18.3%

ETF SMI	

FRESMI	 UBS	

ETF	

open	

100	

60.41	

500	 30'205.00	

18.2%

ETF SMI	

XMSMI	 CS	

ETF	

open	

100	

60.28	

600	 36'168.00	

21.8%

ETF SMIMX	

XMSMM	 CS	

ETF	

open	

100	

116.20	

300	 34'860.00	

21.0%

Mini-Long	 open	

500	

Mini Futures auf SMI	 MSMIO	 VON	

1.32	 7'000	 9'240.00	

5.6%

CASH								 25'235.52	

15.2%

Performance Total 64.8 Prozent						166'128.52	 100.0%
Quelle: Derivative Partners Media
29

PRODUCT REVIEW

Produktvorstellungen und was daraus wurde
In der Product Review analysieren wir den Erfolg oder Misserfolg der vor einem Jahr im payoff
express oder payoff magazine präsentierten Strukturierten Produkte.

Starke Erholung an Indiens Börse
Symbol: INDIA	

Tracker-Zertifikat	

ISIN	

CH0025082949

Basiswert	

UBS India ADR Index

Emittent	

UBS	

Verfall	

Fazit

open-end

Performance India Basket vs. India ETF und SP CNX Nifty
%
110

Ausblick

100
90
80

Performance seit Vorstellung	 + 1,59 Prozent

70
60

Das im payoff magazine 09/08 vorgestellte Open-end Zertifikat auf
den UBS India ADR Index erholte sich wesentlich schneller als
viele andere Partizipationsprodukte auf Indizes. Beim Basiswert
handelt es sich um einen in CHF berechneten Performanceindex,
bei dem 70 Prozent der Nettodividenden reinvestiert werden. Er
umfasst alle ADR- und GDR-Aktien, welche Gesellschaften von
Indien repräsentieren. ADR (American Depository Receipts) oder
GDR (Global Depository Receipts) sind Anrechte, herausgegeben
von einer Bank, die Anspruch auf Aktien verbriefen. Die Top 10
des Index werden aufgrund ihrer Marktkapitalisierung gewichtet,
wobei ein Cap bei 15 Prozent für eine vernünftige Diversifikation
sorgt.

50
40
10.08
12.08
India Basket - INDIA

02.09

04.09
SP CNX Nifty

06.09

08.09

DB X-TR SP CNX NIFTY (XNIF)

Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 03.09.08)

INDIA erzielte in den vergangenen 12 Monaten im Vergleich zum
SP CNX Nifty, dem bekanntesten Börsenbarometers Indiens, sowie dem an der Schweizer Börse kotierten ETF XNIF eine leichte
Outperformance. Die sehr beachtliche Leistung unterstreicht den
Wert von gut konstruierten Anlageprodukten.

Die Börse Schweiz im Gesamtpaket
Symbol: BKSPI	

Tracker-Zertifikat	

ISIN	

CH0045070742

Basiswert	

Swiss Performance Index SPI

Emittent	

BKB	

Verfall	

Fazit

open-end

Performance Tracker-Zertifikat BKSPI versus SPI
%
120

Performance seit Vorstellung	 - 5,69 Prozent
Das einzige Tracker-Zertifikat auf den alle börsenkotierte schweizerische Unternehmen umfassenden Swiss Performance Index
(payoff express 09/08) wurde an den diesjährigen Swiss Derivative
Awards mit dem ersten Platz in der Kategorie der Partizipationsprodukte ausgezeichnet. Damit honorierte die Jury den Mut des
Emittenten, sich erstmals an den Basiswert SPI heranzuwagen.
Der bisherige Kursverlauf erfüllt die Erwartungen vollauf. Da in
der Erholung seit dem 6. März 2009 atypischerweise die grosskapitalisierten Werte den Ton angaben, vermochte der SPI wie auch
BKSPI nicht ganz mit dem Blue Chip Barometer SMIC mitzuhalten.
Was nicht ist, das kann ja noch werden. In den letzten Wochen

www.payoff.ch | September 2009

110

1

100

0

90

-1

80

Ausblick

%
2

-2

70

-3
-4

60
10.08
BKSPI

12.08
02.09
04.09
06.09
Differenz BKSPI - SPI (rechte Skala)
SPI

08.09

Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 17.09.08)

hat das Interesse an der zweiten Garde etwas zugenommen. Mit
steigendem Vertrauen in die gegenwärtige Aufwärtsbewegung
dürften die kleinen und mittleren Gesellschaften stärker nachgefragt werden und ein Nachziehen des SPI zum SMIC ermöglichen.
Davon sollte auch BKSPI profitieren können.
30

PRODUCT REVIEW

Gold rückt wieder vor
Symbol: XAUMH	

Mini-Futures	

ISIN	

CH0024897511

Basiswert	

Gold

Emittent	

open-end	

Verfall	

Fazit

ABN Amro

Mini-Long XAUMH auf Gold versus Gold
%
180

Ausblick

Performance seit Vorstellung	 + 43,23 Prozent

160
140
120
100
80

Der im payoff express 09/08 erwähnte Mini-Long auf Gold hat sich
sehr erfreulich entwickelt. Nach dem kurzzeitigen Taucher des
Basiswertes im Spätsommer 2008 vermochte das Edelmetall seine
Wertbeständigkeit eindrücklich unter Beweis zu stellen. Nach einer rund eineinhalbjährigen Konsolidierungsphase zwischen USD
712 und USD 1000 ist Gold reif für einen Sprung über die ominöse
Marke von USD 1000. Gelingt dies, liegen Kurse bis mindestens
USD 1200 in Reichweite. Auslösendes Moment für die Wiederaufnahme der Hausse könnte eine Schwäche des Dollars sein. Im
Vorfeld des G-20-Gipfels vom 24./25. September in Pittsburgh USA
dürften die Diskussionen um eine Ablösung des Greenback als al-

60
40
10.08
XAUMH

12.08
Gold

02.09

06.09

08.09

Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 03.08.09)

leinige Welthandelswährung wieder aufflammen. Das verleiht Gold
möglicherweise den nötigen Schub für einen dauerhaften Vorstoss
in vierstellige Kursregionen. Für den Mini-Long XAUMH wäre
das Musik in den Ohren. Die Chancen für weitere substanzielle
Kursgewinne sind aus unserer Sicht intakt.

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www.payoff.ch | September 2009

04.09
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  • 1. Nr. 9 | September 2009 | 6. Jahrgang | www.payoff.ch | CHF 12.50 | EUR 8.– all about derivative investments Wohin geht die Reise der USA? USA im Fokus Jens Korte im Interview Solarenergie Branche mit grossem Entwicklungspotenzial Emittentenumfrage Zertifikatebranche gibt sich optimistisch
  • 2. OPINION 2 Daniel Manser Chefredaktor payoff Zu Tode betrübt, himmelhoch jauchzend! F ocus 3 6 10 13 Zunehmendes Anleger-Know-how als Herausforderung Investitionen in Solarenergie erfordern Geduld Die Zertifikatebranche blickt optimistisch in die Zukunft payoff sprach mit Jens Korte, Börsenkorrespondent an der Wallstreet Focus ETF 18 Gratis-Fallschirm für Risiko aus Swap Interview 20 payoff sprach mit Maurice Picard, Partner der Picard Angst Gruppe Product News 21 Ein viel versprechendes Rohstoff-Zertifikat 22 Mit den Top 6 den CH-Aktienmarkt abbilden 23 BR(I)C für einmal ohne Indien Investment ideA 24 Partizipations-Zertifikate auf Dividenden- Futures als Alternative zu Aktieninvestments Derive 25 Roche - Aufwind dank Schweinegrippe 26 Kommt der Dollar ins Rutschen? 27 Gold zündet die nächste Stufe der Hausse Musterportfolio 28 Musterportfolio CH-Wachstum weiter im Aufwind P roduct review 29 Produktevorstellungen und was daraus wurde Learning CurvE 31 Weniger Risiko – mehr Rendite Market monitor 33 34 35 36 37 38 Payoff Market Making Index Korrelationsmatrix Rating Watch Attraktive Neuemissionen Meistgehandelte derivative Hebel-Produkte Meistgehandelte derivative Anlageprodukte R EADER'S SERVICE 39 Reader’s Voice 40 Ticker News/Impressum www.payoff.ch | September 2009 Vor zwölf Monaten befand sich die Finanzwelt einen Schritt vor dem Abgrund, zwei Wochen später wurde dieser Schritt mit dem Kollaps von Lehman Brothers getan. Rückblickend kann nun festgehalten werden, dass der vermeintliche Abgrund nur ein Abhang war, und schon 6 Monate später startete der Markt zu einem fulminanten Rebound. Anfangs zögerlich, doch zunehmend beschwingter stimmen die Anleger in den Reigen ein und lassen so die Aktienmärkte boomen. Anfänglich als Bärenmarktrally bezeichnet, entpuppte sich die aktuelle Hausse immer mehr zur Sommer-Rally, welche durchaus auch im Herbst ihren Fortgang finden kann. Und mit jedem Tag, so scheint es, wird die Stimmung im Anlegerlager besser. Vor kurzem noch zu Tode betrübt, bald schon himmelhoch jauchzend? Payoff wollte es genau wissen. In einer Umfrage bei den führenden in der Schweiz tätigen DerivatEmittenten wollten wir wissen, wie die Stimmung bei den professionellen und privaten Anlegern ist. Die Resultate dieser Befragung sind in der erstmaligen Publikation des dp sentiment Index festgehalten. Apropos Stimmung, wie diese derzeit in New York ist erfahren Sie im grossen Interview mit Jens Korte. Der bekannte Journalist gibt unverblümt seine Ansichten zum globalen Wirtschaftsgeschehen wieder und unterlässt es dabei nicht, seinen Unmut über die selbstherrlichen Banker loszuwerden. Aber auch die US-Schuldenwirtschaft bekommt ihr Fett weg. Zu guter Letzt verrät der Kenner der Finanzmärkte, wo seiner Meinung nach in Zukunft die Wirtschafts-Musik spielen wird.
  • 3. 3 FOCUS Zunehmendes Anleger-Knowhow als Herausforderung www.istockphotos.com Bei all den monetären Verlusten, die die Finanzkrise mit sich brachte, gilt es einen positiven Aspekt hervorzuheben. Mit dem Niedergang der Notierungen verschiedenster Finanzanlagen sind den Anlegern die Risiken der Investitionen wieder bewusster geworden, und manch ein Investor setzt sich wieder vermehrt mit seinem Depotinhalt auseinander. gemärkte rund um den Globus eine lange und umfassende Stärkephase. Fast alles, was man mit Geld kaufen konnte, gewann an Wert. Da ist es nicht weiter erstaunlich, dass das Vertrauen in die Allmacht der Vermögensverwalter stetig zunahm. Solange die Performance stimmte, gab es ja auch keinen Grund, misstrauisch zu sein. Mit «Solange die Performance stimmte, gab es keinen Grund, gegenüber Vermögensverwaltern misstrauisch zu sein.» Die Lernkurve steigt: Anleger werden künftig vermehrt gute von schlechten Produkten unterscheiden können. Daniel Manser D er durchschnittliche Privatanleger befasst sich nur eingeschränkt mit seinen Anlagen, vor allem wenn alles in geordneten Bahnen verläuft. Dies ist nicht weiter verwunderlich. Autofahrer kümmern sich im Normalfall auch nicht um die Funktionsweise ihres Gefährts, solange es seinen Dienst leistet. Kommt es zu einem Defekt, will man die Ursache wissen. Genau so verhält es sich bei Anlegern: Solange es nach ihrem Gusto läuft, beschäftigen sie sich wenig mit ihren Anlagen. Wenn aber eine Baisse sich verschärft, dann schrecken viele auf und betrachten genauer, was in ihren Depots liegt. Manch einem dürfte dabei ein Schrecken in die Glieder gefahren www.payoff.ch | September 2009 sein, hat sich doch während der Hausse im Portfolio einiges angesammelt, über dessen Funktionsweise und Risiken man nicht genau im Bilde ist. Klumpenrisiken, bei Basiswerten wie auch Emittenten, zu hohe Risikoquoten und ungewünschte Währungsallokationen wurden festgestellt. Hinzu kamen wohl beim einen oder anderen Papiere, bei denen er keine Ahnung hat, was sie beinhalten oder wo die Risiken liegen. Es galt, das Depot wieder einmal von Grund auf aufzuarbeiten. Vermögensverwalter nutzten ihre Freiräume Von 2003 bis 2007 durchlebten die Anla- dem Rückgang der Kurse stieg das Interesse der Anleger und man wollte genauer wissen, was denn da eigentlich im Depot liegt. Und nur zu oft stellten sich Anleger erstaunt die Frage: «Was ist denn das?» Ihr Anlageberater oder Vermögensverwalter hatte, immer unter Einhaltung des massgebenden Risikoprofils, ins Portfolio zum Teil Finanzanlagen integriert, bei denen der Depotinhaber nicht mit Gewissheit beurteilen konnte, wo die Chancen und Risiken lagen. Die Produkte an sich müssen dabei nicht unpassend oder zu risikoreich sein, aber alleine schon die Tatsache, dass man nicht versteht was im Depot liegt, ist unbefriedigend. So wie hier beschrieben dürfte es einigen Anlegern in den vergangenen Monaten ergangen sein - sei es bei Aktien, Fonds und vor allem Strukturierten Produkten. Es ist daher zu erwarten, dass sich eine Grosszahl von Anlegern künftig wieder vermehrt mit dem Thema „Anlegen“ auseinandersetzen und das Anlage-Wissen gezielt verbessern wird. Know-how führt zu kompetitiverem Umfeld Umfragen zum Anlegerverhalten kommen immer wieder zu ähnlichen Resultaten: Das Wissen der Anleger über Finanzanlagen ist sehr tief, auch in der von Banken übersäten Schweiz. Im Zusammenhang
  • 4. KAPITALSCHUTZ SICHERN SIE IHR GOLD. Zeichnungsschluss 25.09.2009 Die September Serie richtet sich an Anlegern, die ihre mit Entwicklung des Goldpreises Gold erzielten Gewinne in Höhe des Kapitalschutzniveaus sichern wollen und gleichzeitig weiterhin voll an einem Preisanstieg partizipieren möchten. Die Produkte bieten nach oben bis zum Barrier Level 100% Partizipation, während die Verlustmöglichkeiten durch 95%igen Kapitalschutz auf 5% des Ausgabepreises begrenzt sind. Im Falle einer positiven Entwicklung des Goldpreises, die jedoch nicht an das Barrier Level heranreicht, erhält der Anleger einen Betrag entsprechend dem Ausgabepreis multipliziert mit dem Kapitalschutz von 95% plus die positive Performance. Falls der Goldpreis über das Barrier Level hinaus ansteigt, beträgt der Rückzahlungsbetrag 95% des Ausgabepreises. 2 KAPITALSCHUTZ-ZERTIFIKATE MIT KNOCK-OUT AUF GOLD • 95% Kapitalschutz • 100% Partizipation bis zum Barrier Level • Barrier Level (amerikanisch): 155% für USD denominiertes Produkt, 145% für CHF denominiertes Produkt* • Maximale Rendite: 50% für USD denominiertes Produkt, 40% für CHF denominiertes Produkt** • Laufzeit 2 Jahre • Abwicklungswährungen: USD CHF * Barrier Level kann aufgrund Marktentwicklung bei Fixierung um +/-10% abweichen. ** Mögliche Abweichung aufgrund Veränderung des Barrier Levels. ENTWICKLUNG DES GOLDPREISES 1200 1000 800 600 400 200 0 2000 2001 – Daily prices 2002 2003 – 1m moving average 2004 2005 2006 – 6m moving average 2007 2008 2009 – 1y moving average Quelle: Bloomberg Vergangene Wertentwicklung stellt keinen Indikator für zukünftige Wertentwicklung dar. Mitglied bei EFG Financial Products AG ist ein Schweizer Effektenhändler und gehört zur EFG Bank European Financial Group mit Hauptsitz in Genf – der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz gemäss Bilanzsumme. (Quelle: The Banker, Juli 2009) Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen. EFG International AG tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf. EFG Financial Products AG, Financial Engineering Distribution, Brandschenkestrasse 90, Postfach 1686. 8027 Zürich, Tel. +41 58 800 1111, www.efgfp.com Dieses Inserat dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente. Sie qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7ff. des schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Die Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin resp. der Garantiegeberin ausgesetzt. Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar. Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel. +41 (0)58 800 1111, Fax +41 (0)58 800 1010 oder über E-Mail: termsheet@efgfp.com bezogen werden. Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht). © EFG Financial Products AG. Alle Rechte vorbehalten.
  • 5. 5 mit der aktuellen Krise werden viele Anleger in ihr Anlagewissen investieren, dies wird unter anderem deutlich spürbar aufgrund steigender Leseranfragen bei Wirtschaftspublikationen. Steigt das Anlegerinteresse, so sind Emittenten und Vertriebsbanken vermehrt gefordert. Anleger werden künftig vermehrt gute von schlechten Produkten unterscheiden kön- «Die Berater müssen die Depotinhalte ihrer Kunden unmissverständlich erklären können und die Risiken der verschiedenen Anlagen kennen.» nen. Versteckte Risiken wie zum Beispiel unvorteilhafte Korrelationen oder Fremdwährungsengagements werden erkannt und hinterfragt werden. Zudem werden sowohl professionelle als auch private Investoren künftig vermehrt in der Lage sein, erwartete Erträge zu kalkulieren und den Risiken gegenüberzustellen. Auf diese Art und Weise werden ungewollte Risiken in Zukunft weniger eingegangen, sofern sie nicht adäquat entgeltet werden. Wohlgemerkt: Das waren Risiken, die vor kurzem noch ungefragt toleriert wurden, wie beispielsweise Emittentenri- FOCUS siken. Investoren wissen vermehrt, was Credit Spreads bedeuten und dass diese bei einem Investment miteinkalkuliert werden müssen. Dies heisst nicht, dass langfristig weniger Risiken eingegangen werden, sondern, dass diese Risiken fair entgolten werden müssen. Der Markt beginnt in Bereichen zu spielen, die früher keine Preisrelevanz hatten. Diese Entwicklung führt zwangsläufig zu mehr Wettbewerb und damit faireren Bedingungen für die Anleger. Das grössere Wissen führt zu mehr Verständnis über die Funktionsweise und die Risiken von Produkten. Die Banken sind damit gefordert. Die Berater müssen die Depotinhalte ihrer Kunden unmissverständlich erklären können und die Risiken der verschiedenen Anlagen kennen. Die Zeiten, in denen den Klienten ein schlichtes: «Keine Sorge, wir haben das Risiko im Griff.», genügte, werden bald schon der Vergangenheit angehö■ ren. payoff - Leuchtturmkampagne Die Finanzkrise meistern – mit Strukturierten Produkten Mai: Juni: Juli: August: ➤ September: Oktober: November: Emittenten-Risiko als Chance Das Gebührenmärchen stirbt Wettbewerbsvorteil dank höherer Transparenz Regulierung schafft Vertrauen Anleger-Know-how wird deutlich zunehmen Klassische Anlagefonds werden überflüssig Marktanteil Strukturierter Produkte steigt auf 15 % Anzeige Die muss man einfach haben. Die neuen Aktienanleihen Plus der Commerzbank. Die neuen Aktienanleihen Plus der Commerzbank sind so attraktiv, dass man einfach alles versucht, um an diese Kupons zu kommen. Die Plus-Variante ist mit einer Kursschwelle unter dem Basispreis ausgestattet, die eine Tilgung zum Nominalbetrag ermöglicht, wenn der Kurs der zugrunde liegenden Aktie am Bewertungstag unter dem Basispreis liegt. Nur wenn gleichzeitig auch die Kursschwelle während der Laufzeit berührt oder unterschritten wurde, erfolgt die Tilgung durch Aktien. Internet: www.neueaktienanleihen.de www.payoff.ch | September 2009
  • 6. 6 FOCUS Investitionen in Solarenergie erfordern Geduld Nachhaltigkeits-Serie www.istockphotos.com Sonnenenergie zählt zu den Hoffnungsträgern zur Sicherstellung des künftigen Weltenergiebedarfs. Eine Umsetzung in erfolgsversprechende Anlageprodukte erweist sich als schwieriges Unterfangen, wie ein Vergleich der verschiedenen Zertifikate zeigt. Noch befindet sich die Solarbranche in Schräglage - das Geschäft mit der Sonnenenergie verspricht allerdings viel. Dieter Haas N eulich warnte selbst der Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris, Fatih Birol, vor einer kommenden Ölknappheit auf den Weltmärkten. Die IEA nimmt dabei auf den Zeitpunkt des Erreichens des maximalen Förderausstosses Bezug, den Peak Oil, wie er in Fachkreisen genannt wird. Gemäss Birol könnte die Weltwirtschaft in weniger als 5 Jahren von einer epochalen Ölkrise in die Tiefe gezogen werden. Es ist somit höchste Zeit, dass alternative Energieformen aus den Kinderschuhen herauswachsen und einen substanziellen Anteil der vier endlichen Energieträger Öl, Gas, Uran und Kohle übernehmen. Biomasse, Biogas, Wasser, Gezeiten, Sonne, Wind und Erdwärme stehen dabei im Brennpunkt, um dereinst die drohenden Energielücken zu schliessen. Angefangen mit der Sonnenenergie, möchten wir Ihnen in einer Serie (siehe Box oben) zeigen, welche Lösungen Zertifikate in diesen zukünftigen Schlüsselindustrien www.payoff.ch | September 2009 anbieten. Viele Ansätze kämpfen um die Gunst der Investoren. Längst nicht alle bringen die gewünschten Ergebnisse. Das Wachstumspotenzial Die Sonnenenergie besitzt mit Abstand das grösste physikalische Potenzial unter den alternativen Energien. Gelänge eine kos- «Die Sonnenenergie besitzt mit Abstand das grösste Potenzial unter den alternativen Energien.» tengünstige Umsetzung, müsste sich die Menschheit keine Sorgen machen. Bis es soweit ist und die technischen Voraussetzungen geschaffen sind, wartet die Industrie zwar Jahr für Jahr mit eindrücklichen Wachstumsraten auf, der eigentliche Quantensprung steht aber noch aus. Die Weltwirtschaftskrise hinterliess zudem deut- ➤ September: Oktober: November: Dezember: Solarenergie Windenergie Wasserkraft Wärmeenergie liche Bremsspuren im gesamten Bereich der alternativen Energien. So stiegen die weltweiten Investitionen im vergangenen Jahr nur noch um fünf Prozent auf rund 155 Milliarden US-Dollar (http://sefi.unep.org/ english/globaltrends2009.html). Nebst den bereits beschlossenen Stimulierungspaketen verschiedener Staaten werden darum vor allem von der im Dezember anstehenden UN-Klimakonferenz in Kopenhagen neue Impulse erwartet. Erst danach ist absehbar, wie rasch die alternativen Energien zu ihrer alten Stärke zurückfinden werden. Das trifft auch für die wichtigsten Technologien der Solarenergie zu: Photovoltaik oder die direkte Umwandlung der Sonnenenergie in Strom und solarthermische Anwendungen. Wie gewonnen, so zerronnen Rasch wachsende Branchen zählen zu den Lieblingen der Investoren, da sich hier in der Regel die grössten Gewinner tummeln. Auf lange Sicht trifft dies zu, kurzfristig kann es zu bösen Überraschungen kommen, wie die Entwicklung seit Anfang 2008 zeigt (vgl. Grafik). Die atomistische Struktur der Branche erschwert ferner die Trüffelsuche. Sektorindizes könnten helfen, den Markttrend in seiner Gesamtheit zu fassen. Bislang haben sich mit der Société Générale und ABN Amro zwei Emittenten an diese Aufgabe herangewagt und Börsenbarometer für die Solarenergie konstruiert, die als Basiswerte für Tracker-Zertifikate fungieren. Dabei überzeugt der Ansatz der französischen Gruppe mehr, obwohl die Unterschiede auf den ersten Blick klein erscheinen. Beide konzentrieren sich auf die weltweit wichtigsten Unternehmen, die ihren grössten Umsatzanteil im Solar-
  • 7. Kapitalschutz Das Val di Campo. Eine der 162 schützenswerten Landschaften der Schweiz. BONUS PROTEIN ZKB Nachhaltigkeits-Basket Die ZKB und der WWF Schweiz engagieren sich gemeinsam für den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt. Mit 0.50 % Minimum Coupon nachhaltig investieren Nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist darauf ausgerichtet, wirtschaftliche, soziale und umweltbezogene Aspekte gleichermassen zu berücksichtigen. Unternehmen, die eine fortschrittliche Nachhaltigkeitsstrategie an den Tag legen, bringen die drei genannten Zielbereiche erfolgreich in Einklang. Dabei spielen Themen wie der Kli mawandel oder ein sorgsamer Umgang mit knappen Ressourcen wie z.B. Energie oder Wasser ebenso eine Rolle wie eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit oder Transparenz im Bereich der Corporate Governance. Ihr Motiv für eine Investition in unseren BONUS PROTEIN ZKB Nachhaltigkeits-Basket – Garantierte Mindestrückzahlung von 100 % Ihres Kapitals bei Verfall – Garantierter jährlicher Minimum Coupon von 0.50 % – Möglic her Maximum Coupon von 3.80 % – Aktienkorb mit 20 international diversifizierten Unternehmen aus dem ZKB Nachhaltigkeitsuniversum Die Auswahl der Titel wurde in Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsresearch der ZKB getroffen, welches die Unternehmen unter Anwendung umfangreicher Nachhaltigkeitskriterien prüft. Die Kriterien erfüllen die strengen Anforderungen des WWF Schweiz bezüglich Umweltverträglich keit. Emittentin Zürcher Kantonalbank Finance (Guernsey) Limited, Guernsey Lead Manager Zürcher Kantonalbank, AAA Produktekategorie / Bezeichnung Kapitalschutz-Produkte / Kapitalschutz-Produkt mit Coupon Währung /Stückelung CHF (Quanto Style) / CHF 5 000 Nominal Ausgabepreis 100 % vom Nominal 009 ber 2 frist eptem ungs S n Zeich woch, 9. itt EZ bis M rM 0 Uh 12.0 Valor 10 483 234 Laufzeit 5 Jahre Kotierung wird an der SIX Swiss Exchange beantragt, provisorischer erster Handelstag 17. September 2009 ZKB Structured Products Sales +41 44 293 66 65* , Telekurs: 85,ZKB derivate@zkb.ch Bloomberg: ZKBY go Reuters: ZKBSTRUCT Aufträge nehmen jede ZKB Geschäftsstelle sowie Ihre Hausbank entgegen. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion. Des weiteren stellt das Inserat keinen Emissionsprospekt gemäss Art. 652a bzw. 1156 des schweizerischen Obligationenrechts (OR) respektive keinen vereinfachten Prospekt gemäss Art. 5 des Bundesgesetzes über kollektive Kapitalanlagen (KAG) dar. Ferner stellt dieses Produkt auch keine Beteiligung an einer Kollektivanlage dar und untersteht somit nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Der für dieses Produkt massgebende Prospekt kann unter documentation@zkb.ch bezogen werden. Kapitalschutz Produkte: 1. Platz www.zkb.ch/strukturierteprodukte * Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Gespräche auf der oben erwähnten Nummer aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
  • 8. 8 FOCUS Performance Solarindizes vs. MSCI-World Performance SG Alpha Solex/MSCI vs. SOLEX und MSCI % 200 % 160 180 140 160 120 140 120 100 100 80 80 60 60 40 40 20 04.06 12.06 08.07 04.08 12.08 08.09 ABN Amro Solar Energy Index MSCI-World World Solar Energy Index (SOLEX) Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 07.04.06) Ardour Solar Energy Index bereich erwirtschaften. Ferner müssen die ausgewählten Titel über eine ausreichende Liquidität verfügen und an der Börse kotiert sein. Während bei ABN die zehn gefilterten Unternehmen mit jeweils 10 Prozent in den Index einfliessen, gewichtet Société Générale Générale in ihrem World Solar Index (SOLEX) die Gesellschaften entsprechend ihrer Marktkapitalisierung. Nach eindrücklichen Kursfortschritten bis Ende 2007 kamen die beiden Solarindizes gehörig unter die Räder. Sie verloren ihre zuvor erzielte Outperformance zum MSCI World, wobei die relativen Verluste beim SOLEX etwas geringer ausfielen. Die Kursentwicklung des mit 30 Unternehmen am breitesten gefassten Ardour Solar Energy Index (http://ardour.snetglobalindexes.com) ähnelt sehr stark derjenigen des SOLEX. Wer an diesem Index partizipieren will, der muss aber wegen dem Fehlen von TrackerCOMIC www.payoff.ch | September 2009 20 06.07 11.07 04.08 SG Alpha Solex/MSCI World TR Index SOLEX Zertifikaten auf den Market Vectors Solar Energy ETF (ISIN: US57060U8119 – siehe www.vaneck.com) ausweichen. «Bei Neuengagements in Solarzertifikate empfiehlt sich ein stufenweiser Einstieg sowie eine langfristige Anlageoptik von mindestens drei Jahren.» Outperformance nur in guten Wirtschaftszeiten Der starke Preisrückgang der fossilen Energieträger sowie Überkapazitäten innerhalb der Branche haben dem Alpha Zertifikat SG3SQ3 zuletzt schwer zu schaffen gemacht. Es setzt auf das langfristig höhere Wertschöpfungspotenzial von Solarenergieunternehmen gemessen am SOLEX im 09.08 02.09 07.09 MSCI-World TR Index Quelle: Bloomberg (indexiert in EUR ab 27.06.07) Vergleich zum Weltaktienindex. Die Finanzkrise hat diesen Trend abrupt gestoppt. Erst wenn sich die gegenwärtige Erholung als dauerhaft und nachhaltig herausstellt, dürfte das Zertifikat wieder auf den Erfolgspfad einschwenken. Auf eine Sicht von drei bis fünf Jahren besitzt das an der Scoach Deutschland kotierte open-end Zertifikat jedoch intakte Gewinnchancen. Gut konstruierte Baskets schlagen Index Tracker Für einmal zeigen sich Basket- gegenüber Indexlösungen im Vorteil. Nahezu alle an der Scoach kotierten Solarbaskets konnten in diesem Jahr eine bessere Performance erzielen als der Index Tracker SOLAR. Von der besten Seite zeigen sich insbesondere SOLAF und JBSOL. SOLAF, der Spitzenreiter enthält zehn Titel, darunter mit Meyer Burger als gewichtigstem ein Schweizer Unternehmen.
  • 9. 9 Daneben finden sich drei französische und sechs deutsche Firmen. Völlig anders zusammengesetzt ist CESUN mit ebenfalls 10 Werten im Basket. Sein Schwerpunkt liegt auf amerikanischen Unternehmen, ergänzt durch Renewable Energy (Norwegen), Sharp (Japan) sowie die beiden deutschen Firmen Q-Cells und SolarWorld. JBSOL, der dritte im Bunde, enthält 15 Titel und ähnelt in seiner Machart einem Mix zwischen SOLAF und CESUN. FOCUS Ausgewählte Tracker-Zertifikate auf Solarenergie Kurs ISIN Basiswert Ticker Emittent Laufzeit Währung 27.08.09 CH0043955266 JB Solar Basket JBSOL BAER 04.08.2010 EUR 46.80 CH0032567247 ML Solar Companies Basket SOLAF ML 23.07.2010 EUR 56.10 55.00 «Die besten Chancen räumen wir dem an der Scoach Deutschland kotierten IndexZertifikat auf den World Solar Energy Index ein.» das laufende Jahr bei rund 90 – braucht es eine nachhaltige Stabilisierung der Weltwirtschaft. Erst dann werden Engagements in Solaraktien wieder in Champagnerlaune versetzten. Bei Neuengagements in SolarzerAnzeige www.payoff.ch | September 2009 BKBSO BKB 02.07.2010 USD SOLAR ABN 07.06.2050 CHF CH0046649395 CLEU Solar Energy Basket CESUN CLEU 17.11.2011 EUR 886.50 CH0101897467 SARA Solar Basket BSSOL SAR 05.06.2012 CHF 86.25 CH0103592736 Solar Energy II Basket VZSOR VON 25.07.2011 USD 103.60 DE000SG0SUN4 Tracker auf World Solar Energy Index SG0SUN SG open-end EUR DE000SG3SQ35 SG Alpha SOLEX / MSCI World TR Index SG3SQ3 SG Erst zaghafte Erholung Seit Anfang März geht es mit Engagements in Solaraktien aufwärts. Auf zwei Schritte vor folgte allerdings fast immer mindestens ein Schritt zurück. In Anbetracht der hohen Bewertung der Titel – das Kursgewinnverhältnis für die im Ardour Solar Energy Index zusammengefassten Werte liegt für CH0032434612 BKB Solar Basket CH0025523538 ABN Solar Energy Index open-end EUR 37.40 43.62 67.47 Quelle: Bloomberg Performancevergleich Solarzertifikate % 120 110 100 90 80 70 60 50 40 12.08 SOLAF 02.09 CESUN 04.09 JBSOL tifikate empfiehlt sich ein stufenweiser Einstieg sowie eine langfristige Anlageoptik von mindestens drei Jahren. Aus diesem Grunde kommen in erster Linie die endlos laufenden Partizipationszertifikate in Frage. Die besten Chancen räumen wir dem an der Scoach 06.09 SOLAR 08.09 Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 10.11.08) Deutschland kotierten Index-Zertifikat auf den World Solar Energy Index ein (ISIN: DE000SG0SUN4). Schade, dass es keine Partizipationsprodukte auf den Ardour Solar ■ Energy Index gibt.
  • 10. 10 FOCUS Die Zertifikatebranche blickt optimistisch in die Zukunft Wie ist die Stimmung bei den privaten und institutionellen Anlegern? Wie gross ist die Nachfrage nach Strukturierten Produkten und ETFs? Der neu geschaffene dp Sentiment Index fühlt den Emittenten auf den Puls. Alle zwei Monate führt payoff neu eine Umfrage bei den wichtigsten Emittenten durch. Aus der aktuellen Befragung geht hervor, dass sich der Zertifikatemarkt erholt hat und die Nachfrage nach Strukturierten Produkten wieder steigt. Igor Moser D er Optimismus in der Zertifikatebranche kehrt zurück: Institutionelle als auch private Anleger haben in den vergangenen zwei Monaten zwar nur mässig Zertifikate nachgefragt. Erfreulich ist allerdings, dass die Mehrheit der befragten Emittenten in den kommenden zwei Monaten bei beiden Anlegergruppen mit einer höheren Nachfrage rechnet. Dies dürfte wohl auch mit der Erholung an den Finanzmärkten zusammenhängen. Bei den Basiswerten sind gemäss den Emittenten bei privaten und institutionellen Investoren aktuell vor allem Währungen, Zinsen, Indizes und Aktien beliebt. Weniger nachgefragt werden Edelmetalle und Rohstoffe. Auf wenig Anklang stossen gegenwärtig Strukturierte Produkte, die sich auf mehrere Basiswerte beziehen. «Das Misstrauen von Privatanlegern gegenüber Derivaten ist nach wie vor gross.» Es wird gehebelt und geschützt Getreu dem Motto «Sicherheit geht vor» waren Kapitalschutzprodukte in den vergangenen zwei Monaten besonders populär. Unvermindert hält auch die Nachfrage nach Hebelprodukten an: Acht von zwölf befragten Emittenten gaben an, dass derzeit die besagten Instrumente besonders gefragt sind. Etwas weniger beliebt waren Partizipations- und RenditeoptimierungsProdukte. Bezüglich börsengehandelten Indexfonds www.payoff.ch | September 2009 Wie schätzen Banken die Nachfrage nach Strukturierten Produkten… Institutionelle Anleger Private Anleger Anzahl Nennungen Anzahl Nennungen 4 4 3 3 2 2 1 1 0 0 2 1 3 4 5 6 7 8 9 1 10 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 = gering , 10 = hoch ... in den vergangenen 2 Monaten ein? ... in den kommenden 2 Monaten ein? Quelle: Derivative Partners Media Wie schätzen Banken die Nachfrage nach ETFs… Institutionelle Anleger Private Anleger Anzahl Nennungen Anzahl Nennungen 4 4 3 3 2 2 1 1 0 0 1 2 3 4 5 6 7 ... in den vergangenen 2 Monaten ein? 8 9 10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1 = gering , 10 = hoch ... in den kommenden 2 Monaten ein? sind sich die Banken einig: ETFs schwingen oben auf. Knapp 70 Prozent der befragten Banken gaben an, dass die Produkte in den vergangenen zwei Monaten auf grosses Interesse gestossen sind. Institutionelle Anleger fragten die passiven Indexfonds deutlich mehr nach als private Anleger. Auch in den zwei kommenden Monaten Quelle: Derivative Partners Media gehen die meisten Banken von einer grossen Nachfrage aus. Das unterschiedliche Verhalten zwischen privaten und institutionellen Investoren kommt auch bei den allgemeinen Anlagen zum Tragen: Professionelle Anleger haben dort in den vergangenen zwei Monaten deutlich mehr Transaktionen getätigt.
  • 11. 11 FOCUS Der Stimmungsbarometer «dp Sentiment Index» Strukturierte Produkte 40 30 50 ETFs 60 70 80 90 100 40 30 20 20 10 60 70 80 90 100 50 57.5 Institutionelle Anleger 10 55.0 Private Anleger 67.5 Institutionelle Anleger 62.5 Private Anleger Quelle: Derivative Partners Media dp Sentiment Index Payoff fühlt den Puls der Emittenten. Der neu geschaffene Stimmungsbarometer dp Sentiment Index gibt Auskunft darüber, wie die Derivathäuser die Nachfrage privater als auch institutioneller Anleger nach Strukturierten Produkten und ETFs einschätzen. Die Umfrage findet alle zwei Monate statt, der dp Sentiment Index gibt die Stimmung graphisch wieder. Gründe für die Hemmnisse im Geschäft mit Strukturierten Produkten Institutionelle Anleger 6 8 1 4 6 6 2 5 8 4 in Strukturierte Produkte zu investieren. Die befragten Banken nannten allerdings auch das Misstrauen gegenüber Derivaten Private Anleger 8 10 9 10 9 7 5 1 Anzahl Nennungen Anzahl Nennungen Börsenumfeld allgemein Finanzkrise Interne Anlagevorschriften Konjunktursorgen mangelnde Liquidität Misstrauen gegenüber Derivaten Produkte sind zu komplex Regulierung Unsicherheit der Marktteilnehmer Quelle: Derivative Partners Media Die Nachfrage nach Basiswerten in den kommenden zwei Monaten Anzahl Nennungen (Durchschnitt) 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 0 Aktien Institutionelle Anleger Indizes Private Anleger Rohstoffe Edelmetalle Währungen Zinsen 1 = gering , 10 = hoch Quelle: Derivative Partners Media Finanzkrise und interne Anlagevorschriften Grosse Unterschiede zwischen institutionellen und privaten Anlagen kamen vor allem bei der Frage nach den grössten Hemmnissen für das Geschäft mit Strukturierten Produkten zum Vorschein. Bei institutionellen Investoren sind es mehr- www.payoff.ch | September 2009 heitlich interne Anlagevorschriften sowie das allgemeine Börsenumfeld. Weniger überraschend stellen auch Regulierungen ein Hindernis dar, wenn es um den Erwerb von Strukturierten Produkten geht. Anders bei den Privatanlegern: Die Finanzkrise ist dort der Hauptgrund, nicht «Getreu dem Motto «Sicherheit geht vor» waren Kapitalschutzprodukte in den vergangenen zwei Monaten besonders populär.» und die Komplexität der Produkte als Ursache für die Zurückhaltung privater Investoren. Hinderlich bei privaten Investoren in Bezug auf ein Engagement in Strukturierte Produkte ist zudem das allgemeine Börsenumfeld. Fazit: Trotz einer gewissen Zurückhaltung bei den Anlegern wird deutlich, dass die Mehrheit der befragten Banken in den kommenden zwei Monaten mit einer deutlich besseren Nachfrage nach Strukturierten Produkten und vor allem ETFs rechnet. Es ist zu hoffen, dass das Börsenumfeld dem Optimismus keinen Strich durch die Rechnung macht. ■
  • 12. Tradition und Innovation im Gleichgewicht. Strukturierte Produkte. Derivate und strukturierte Produkte Erfolgreiche Innovationen für ihre Kunden zu schaffen, ist tief in der Kultur der Credit Suisse verankert. Seit Jahren sind wir führend in den Bereichen Derivate und strukturierte Produkte. Wir nutzen diese Tradition der Innovation für unseren breiten Kundenstamm weltweit. Dank unserer fokussierten, integrierten und lösungsorientierten Strategie sowie unseres Know-hows bei strukturierten Derivaten können wir den Mehrwert für Sie maximieren. Tradition und Innovation im Gleichgewicht. www.credit-suisse.com/structuredproducts Neue Perspektiven. Für Sie. ©2009 Credit Suisse Group AG und/oder mit ihr verbundene Unternehmen. Alle Rechte vorbehalten.
  • 13. 13 FOCUS «Ich zweifle an einem starken US-Wachstum.» payoff-Chefredaktor Daniel Manser sprach mit Jens G. Korte, Börsenkorrespondent an der Wallstreet, über die Finanzkrise und deren Auswirkungen. Jens G. Korte | Vor zehn Jahren zog Jens Korte nach New York. Das war inmitten des Internetbooms. Seit über neun Jahren arbeitet Jens Korte als wirtschaftspolitischer Korrespondent für Fernsehen (SF, n-tv und Deutsche Welle TV), Radio (u.a. DRS 4, infoRadio Berlin, Hessischer Rundfunk) und Print (Kolumnist Neue Zürcher Zeitung am Sonntag und Financial Times Deutschland). Er berichtet täglich vom Parkett der New York Stock Exchange, der Energiebörse Nymex und Technologiebörse Nasdaq. Von 1999 bis 2003 war er erst Mitarbeiter dann Partner bei dem Korrespondentenbüro Wall Street Correspondents. Im April 2003 gründet Jens Korte die eigene Firma nygp new york german press. Während der Studienzeit war er freier Mitarbeiter bei der Berliner Morgenpost. Der heutige Börsenkorrespondent hat Volkswirtschaft und Kulturmanagement an der Freien Universität Berlin studiert. www.payoff.ch | September 2009 payoff | Mit der Hausse am US-Aktienmarkt, die seit dem 6. März anhält, sieht die Finanzwelt wieder etwas freundlicher aus. Wie beurteilen Sie aus Ihrer persönlichen Sicht die gegenwärtige Stimmung in den USA? Ist die Hausse an der Wallstreet bloss Zweckoptimismus ohne echte Verbesserung der Lage, oder gibt es Anzeichen einer Trendwende? Na ja, grundsätzlich ist extrem was in den vergangenen Monaten passiert ist. Die Frage ist natürlich: War es übertrieben, was wir kurz vor dem grossen Fall an den Finanzmärkten hatten? Seit dem 9. März 2009 ist der Dow Jones Index um über 45 Prozent gestiegen. Das ist in so kurzer Zeit der grösste Anstieg, den es an der Wall- «Die aktuelle Hausse ist in so kurzer Zeit der grösste Anstieg, den es an der Wallstreet seit 1975 gab.» street seit 1975 gab. Wir sprechen über einen Zeitraum von 34 Jahren. Woher diese Kursanstiege kommen, liegt zum einen daran, dass die Ertragssaison besser gelaufen ist als erwartet. Aber: Weshalb läuft die Ertragssaison besser? Das liegt daran, dass die Unternehmen enorm an der Kostenschraube drehen. Das können Massenentlassungen, Restrukturierungsmassnahmen oder Werkschliessungen sein. Nicht zuletzt ist da die Hoffnung, dass die Rezession gegen Jahresende nachlässt. Denn: Es braucht ja lediglich ein Quartal mit positivem Wirtschaftswachstum. Es gibt aber auch viele, die sagen, dass sich die Zeit danach immer noch wie eine Rezession anfühlen könnte; mit extrem hohen Arbeitslosenzahlen etc. Ich bin da skeptisch, dass wir wirklich stärkeres Wachstum in der kommenden Zeit von irgendwoher erhalten sollen. Sieht denn der US-Konsument Licht am Ende des Tunnels, oder sind es nur Erwartungen auf eine Besserung? Es gibt im Moment noch keine Anzeichen einer Entspannung auf der Konsumseite. US-Präsident Barack Obama will eigentlich weg von einer starken Konsumgesellschaft hin zu einem kräftigen Exportgeschäft im Industriebereich. Aber Vorsicht: Gut zwei Drittel der US-Wirtschaft hängt, zumindest bisher, an den Konsumenten. Der von Obama beabsichtigte Wechsel wird sich nicht über Nacht einstellen. Skeptisch bin ich auch, was die Arbeitslosenzahlen betrifft. Die Quote wird in den kommenden Monaten voraussichtlich zweistellig werden. Das klingt aus europäischer Sicht nicht so dramatisch. Wir haben bei vorherigen Rezessionen in Deutschland auch schon Arbeitslosenquoten von etwa 10 Prozent gesehen. Aber: Die Arbeitsmarktstatistiken in den USA werden anders erhoben als in der Schweiz oder in Deutschland. Arbeitsmarktexperten sagen, dass bei einem ernsthaften Vergleich die Arbeitslosenquoten in den USA gegenüber denen in Europa verdoppelt werden müssten. Das wären dann 16 bis zu 20 Prozent. Kalifornien hat jetzt schon eine Rekordarbeitslosenquote. Und Kalifornien gehört zu den zehn grössten Volkswirtschaften der Welt. Wie beurteilen Sie den Immobilienmarkt. Ist hier mit einer Entspannung zu rechnen? Wie sieht die Situation beispielsweise für den Markt in New York aus? In New York gab es keine grosse Preiskorrektur. Fallende Preise hat es vor allem im hohen Immobiliensegment gegeben, also
  • 14. m e bis zu hnen Si 009!*** Zeic mber 2 4. Septe BONUS-ZERTIFIKAT Defensives Investment mit attraktiver Renditechance DJ EURO STOXX 50® Valor: 10280712 13%* Bonus-Rendite • 70%** BARRIER-Level als Bonusschutz Basiswert Basis-Level BARRIER-Level Laufzeit: 10. September 2009 bis 12. September 2011 DJ EURO STOXX 50®___2'800.00 Punkte** ___1'960.00 Punkte** Emissionspreis: EUR 1’000.00 Bonus-Zahlung: EUR 1'130.00 Das Prinzip: Die Rückzahlung des Bonus-Zertifikates auf den DJ EURO STOXX 50® am 12. September 2011 hängt davon ab, ob der Index bis zum 5. September 2011 niemals auf bzw. unter dem BARRIER-Level von 1'960.00 Punkten** (30%** unter dem Indexstand bei Emission) notiert hat. BARRIER-Level nicht verletzt: Sofern der DJ EURO STOXX 50® seinen BARRIER-Level nicht verletzt hat, erhält der Anleger am Laufzeitende mindestens EUR 1'130.00, entsprechend einer Bonus-Rendite von 13% auf die gesamte Laufzeit. Wenn der Index am Bewertungstag einen Kursgewinn über der BonusRendite ausweist, erhält der Anleger eine Zahlung in EUR, die der Performance des DJ EURO STOXX 50® entspricht. Die Zahlung nach oben ist somit unbegrenzt. BARRIER-Level verletzt: Sofern der DJ EURO STOXX 50® seinen jeweiligen BARRIER-Level von 1'960.00** Punkten während der Laufzeit verletzt hat, entfällt die Bonus-Zahlung und die Rückzahlung richtet sich nach der Entwicklung des DJ EURO STOXX 50®. Schliesst der Index über seinem Basis-Level von 2'800.00** Punkten, erhalten die Anleger den Nominalbetrag zuzüglich der Performance des Index. Auch in diesem Fall ist das Potenzial nach oben unbegrenzt. Emittentin: Sal. Oppenheim jr. Cie. KGaA, Köln • Zahlstelle: Bank Sal. Oppenheim jr. Cie. (Schweiz) AG, Zürich • Emissionsvolumen: 15’000 Zertifikate • Kleinste handelbare Einheit: 1 Zertifikat • Emissionsdatum: 27. August 2009 • Liberierung: 10. September 2009 • Bewertungstag: 5. September 2011 • Fälligkeit: 12. September 2011 • Handel: An der Scoach Schweiz AG ab 10. September 2009 • Verbriefung: Für die gesamte Laufzeit als unverurkundete Wertrechte bei der SIS SegaInterSettle • Clearing: SIS SegaInterSettle, Clearstream, Euroclear • Verkaufsrestriktionen: USA, US-Personen, Vereinigtes Königreich • Aktuelle Kurse: Reuters SALOPPCH Dieses Inserat erscheint lediglich zur Information und stellt weder einen Emissionsprospekt im Sinn von Art. 652a bzw. 1156 OR noch einen vereinfachten Prospekt gemäss Art. 5 KAG dar. Allein massgeblich sind die Produktbedingungen im Kotierungsprospekt, der bei Bank Sal. Oppenheim jr. Cie. (Schweiz) AG, Uraniastrasse 28, 8022 Zürich, erhältlichist. Dieses Produkt ist ein derivatives Finanzinstrument. Das mögliche Verlustrisiko bei einer Investition in ein solches Produkt ist limitiert auf den bezahlten Kaufpreis. DJ EURO STOXX 50® ist eine eingetragene Marke der STOXX LIMITED. Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass Telefonate unter 044 214 23 55 aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind. * Bonus-Rendite auf die gesamte Laufzeit bezogen. ** Indikativ. Stand 27. August 2009. Endgültige Festlegung der BARRIER-Level, BasisLevel und der Bezugsfaktoren am 4. September 2009 auf Schlusskursbasis. *** Zeichnungsfrist bis 4. September 2009, 14 Uhr. Vorzeitige Schliessung vorbehalten. Renditeoptimierungs-Produkt nach SVSP --- Telefon: 044 214 23 55 --- Internet: www.oppenheim-derivate.ch --Intelligent investieren! Mit Europas grösster unabhängiger Privatbank.
  • 15. 15 FOCUS bei Appartements, die mehrere Millionen kosten. Wenn dann ein Appartement statt 8 Millionen nur noch 6 Millionen kostet, dann kommen Sie auf einen Preisnachlass von 25 Prozent. Das heisst noch lange «Die Chinesen haben nur ein bedingtes Interesse, den Dollar loszulassen.» nicht, dass die Preise in sämtlichen Immobilienklassen so stark gefallen sind. Ich habe zum Glück kein Geld verloren in der Krise, weil ich einfach nicht investiert war. Das hat nichts mit Cleverness zu tun. Ich habe in den vergangenen Jahren meine eigene Firma aufgebaut und hatte schlicht keine Zeit, mich ernsthaft um irgendwelche Anlagen zu kümmern. Ich habe etwas zur Seite gelegt und würde gerne mit meiner Frau zusammen eine Wohnung kaufen, aber die Preise sind immer noch abartig hoch. Sie zahlen in Brooklyn, also nicht an einer Toplage, für eine 80 bis 90 Quadratmeter grosse Wohnung locker noch USD 600‘000. Ich habe nicht das Gefühl, dass in New York der Markt den Boden schon erreicht hat. Vielleicht kann man im Herbst oder gegen Jahresende in New York mit einer Erholung rechnen. Im Rest des Landes sieht es anders aus. In Florida, Detroit, Nevada und Kalifornien ist der Boden langsam gefunden. Aber da sind die Preise auch deutlich stärker eingebrochen als hier in New York. Was die Pleite von Lehman Brothers für die Wallstreet, wäre ein Konkurs der CIT-Gruppe für die Mainstreet der USA gewesen. Wie sehen Sie die weitere Entwicklung? Ist die vorläufige Rettung von CIT nur eine Fristverlängerung oder droht neues Ungemach? Ob CIT letztendlich gerettet ist, ist noch nicht klar. Der Fall CIT ist ein gewisses Paradebeispiel für das, was hier häufig gelaufen ist. Was hat letztendlich viele Wallstreet Banken an den Rand des Ruins getrieben? Was hat jetzt CIT an den Rand des Ruins getrieben? Das ist oft Profilneurose oder Narzissmus. Der CEO von CIT Jeffrey Peek wollte 2003 Chef von Merrill Lynch werden. Das hat er nicht geschafft und hat dann Merrill Lynch verärgert verlassen, um anschliessend Chef bei CIT zu werden. Diese war damals eine grosse Mittelstandsbank und hatte ihren Firmensitz irgendwo 50 Meilen weg von New York in New Jersey. Er wollte CIT zu einem grossen Player am Finanzmarkt machen. Er verlegte den Hauptsitz an die 5th Avenue und stellte sich dort einen Glaspalast hin. Das Kerngeschäft, kurzfristig Geld zu verleihen, langfristig Geld an den Kapitalmärkten aufnehmen, wäre simpel gewesen. Er ist allerdings immer grössere Wetten eingegangen und hat u.a. auch in Anzeige Börsentäglich handelbar an der Scoach Floored Floaters Jährlicher Minimum-Coupon und 100% Kapitalschutz per Verfall � Floored Floating Rate Notes in folgenden Währungen: AUD (australischer Dollar), CHF, EUR, GBP, NDZ (Neuseeland-Dollar), NOK (norwegische Krone), SEK (schwedische Krone) und USD � Jährlicher Minimum-Coupon � Coupon-Zahlung: Vierteljährlich � 100% Kapitalschutz per Verfall � An steigenden Zinsen partizipieren � Emittenten-Rating: Aa3 (Moody’s) / A+ (SP) � Geld-/Briefspanne: 0,50% (CHF, GBP, EUR, USD), 0,75% (NOK, SEK), 1,00% (AUD, NZD)* *indikativ Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Gespräche auf der angegebenen Linie aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind. Risikohinweis: Dieses Werbeinserat stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Der alleinverbindliche Prospekt in englischer Sprache kann direkt bei ABN AMRO Bank N.V , Zweigniederlassung Zürich, unter der Tel. 044/6316262 bezogen werden. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Konku srisiko der Emittentin ausgesetzt. Die Produkte sind weder für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien oder den Niederlanden, noch an US-Personen bestimmt. www.payoff.ch | September 2009 Weite e Informationen zu diesen und anderen Produkten von ABN AMRO 044 631 62 62 www.abnamromarkets.ch abnamro pip@ch.abnamro com
  • 16. FOCUS 16 eine Neuordnung des Weltwährungssystems fordern, in den USA überhaupt zur Kenntnis genommen? Wenn Sie auf der Strasse jemanden zum verhältnismässig schwachen Dollar befragen, und das ist mir auch schon passiert, dann werden Sie mit grossen Augen angeschaut. Wie, der Dollar ist schwach? Die meisten Amerikaner reisen wenig und kriegen den Aussenwert des Dollars nicht mit. In der Finanzwelt ist das natürlich anders und die Meinungen gehen stark auseinander. Grundsätzlich sollte man aufpassen, die Amerikaner allzu schnell In Europa wird immer mehr auf die drohende Gefahr einer Kreditverknappung hingewiesen. Wie sieht es diesbezüglich in den USA aus? Sind in diesem Bereich staatliche Eingriffe zu erwarten? Die Kreditverknappung, also der Credit Crunch, war ja schon in den vergangenen Monaten ein Thema und letztendlich haben ja das Finanzministerium und vor allem die Notenbank extreme Massnahmen ergriffen, um die Kreditmärkte wieder in Gang zu bringen. Und die Notenbank stellt nicht nur Garantien, sondern Daniel Manser hochriskante Papiere investiert. Und das hat CIT letztendlich das Genick gebrochen. Der Fall von CIT hängt stark von der Person Jeffrey Peek ab, weil er sich mit CIT an der Wallstreet profilieren wollte. «Es gibt mehr Konkurrenz für den Dollar als in der Vergangenheit und es kann durchaus sein, dass der Dollar an Einfluss verliert.» «Oft ist es Profilneurose, die die Wallstreetbanken an den Rand des Ruins getrieben hat.» sie greift aktiv ein und hat Hypothekenpapiere und Staatsanleihen für hunderte Milliarden Dollar erworben. Mit diesen Massnahmen hat man es auch geschafft, die Kreditmärkte anzukurbeln. Es sind letztendlich diese staatlichen Eingriffe, die nach wie vor das Funktionieren der Märkte überhaupt ermöglichen. Aus diesem Grund wird momentan nicht über die Strategie nachgedacht. Wann kann sich die Notenbank, wann kann sich die Regierung von dieser aktiven Rolle lösen und sich einfach wieder von den Märkten zurückziehen? Da gibt es momentan noch keine Anzeichen, dass das jetzt schon erfolgen kann. Das zeigt eben auch, wie instabil die Kreditmärkte sind, wenn die Regierung nicht aktiv wäre. Die steigende Staatsverschuldung in den USA und die aggressive Notenbankpolitik belasten zunehmend den Aussenwert des Dollars. Werden Äusserungen wie diejenigen von China, die www.payoff.ch | September 2009 den Dollar als in der Vergangenheit und es kann durchaus sein, dass der Dollar an Einfluss verliert. Ich glaube aber nicht, dass auf einmal in Euro gehandelt wird. Die USA sind als homogene Volkswirtschaft immer noch mit Abstand der mächtigste Spieler dieses Planeten und das sollte man nicht vergessen. China kann durchaus politisch mitreden und zum Teil auch schocken. Das hat man in den vergangenen Monaten gesehen. Letztendlich ist China auch ein Land, dass aus verschiedenen Volksgruppen zusammengewürfelt ist. Die Kulturrevolution ist gerade mal rund 40 Jahre her. Ich meine damit, dass es China in der heutigen Form noch nicht so lange gibt. Es ist aus meiner Sicht noch kein stabiles Land. Deshalb wäre ich vorsichtig, jetzt alles auf China zu setzen und die USA abzuschreiben. Die US-Flaggen in Schräglage: Die Wallstreet findet aber zunehmend den Tritt. auszuzählen. Vor allem weil die Chinesen nur ein bedingtes Interesse haben, den Dollar loszulassen. Denn sie sind ja der grösste Gläubiger der Vereinigten Staaten. Dennoch gibt es immer mehr Leute, die sich ernsthaft Gedanken um den Dollar machen. Man nimmt zur Kenntnis, dass die asiatischen Länder wachsen, man sieht die Schwellenländer in Lateinamerika, die sich verhältnismässig ökonomisch stabilisiert haben. Es gibt mehr Konkurrenz für Der neue Präsident schwimmt seit seinem Amtsantritt auf einer Welle des Erfolges. Wie beurteilen seine Landsleute das erste Halbjahr von Barack Obama? Er hat bereits die ersten Makel und Kanten bekommen. Natürlich kann er nichts für die Krise, die wir momentan haben. Aber er muss sie angehen und es kann natürlich passieren, dass man die Krise mit Barack Obama verbindet. Man erwartet Lösungen und Verbesserungen. Er hatte vor ein paar Monaten gesagt, er werde in den kommenden zwei Jahren zwei Millionen Arbeitsplätze schaffen oder zumindest sichern. Statistisch wird ihm das vielleicht gelingen, real glaube ich nicht, dass ihm das nur annähernd gelingt. Er braucht Zeit. Gut finde ich, dass er probiert, Änderungen herbeizuführen. Da ist er gnadenlos. Ihm wird vorgeworfen, dass er die Wirtschaftskrise dafür nutzt, um seine
  • 17. 17 FOCUS Sandra Amport Programme durchzuboxen. Aber das ist normal. Sein Vorgänger George Bush hat auch die Anschläge vom 11. September 2001 dazu genutzt, um seine Sicherheits- «Es sind die Zeiten der Krise die Chancen bieten, die Dinge zu ändern.» Alle Blicke auf die Wallstreet. politik durchzuführen. Es sind die Zeiten der Krise, die Chancen bieten, die Dinge zu ändern. Das probiert Barack Obama, da lässt er sich nicht beirren. Obama ist nach wie vor einer der beliebtesten Präsidenten, die das Land je hatte. Die Wahl war im November 2008 und Sie sehen heute immer noch Leute mit Obama-Shirts und Stickern rumrennen. Ich habe in der Schweiz noch nie jemanden gesehen, der mit einem TShirt eines Bundesrates rumläuft. Das zeigt schon, was für eine Popularität der Präsident hat. sein. Bleiben Sie vorläufig in den USA oder verlegen Sie Ihre Tätigkeit auch schon bald nach Asien? Als junger Journalist wäre ich wohl ebenfalls nach Asien gegangen. Singapur wäre mir wahrscheinlich einen Tick zu langweilig. Von China habe ich unterschiedliche Geschichten gehört. In wie weit man mit den Leuten vor Ort interagieren kann, ist dahingestellt. Ich will nicht in irgendeinem Club sitzen und mit Landsleuten und Westeuropäern zu tun haben. Aus diesem Grund würde ich eher nach Indien gehen. Dort ist derzeit vieles im Umbruch, vor allem in Mumbai. Dort gibt es aus meiner Sicht auch zu wenig Journalisten. Ich überlege mir hie und da, ob man nicht noch eine Zweigstelle aufmachen sollte, gerade in Mumbai. Mal schauen was die Zukunft ■ bringt. Der Rohstoffguru Jim Rogers hat seinen Wohnsitz nach Singapur verlegt, um näher am Puls des Geschehens zu Anzeige Weitere Informationen auf www.swissderivativeinstitute.ch Weiterbildungsangebote im Bereich Strukturierter Produkte Das neue Kursprogramm 2010 ist da! Basis-Seminar (5 Basis-Seminar (5 Kurse) Her s Herbst-Seminar F ühl n Frühling-Seminar Master-Seminar (2 Kurse) nar Mo Oktober 7. Ok Mo/Di 26./27. Di 26 / 2009 i ar o März /26. Do/Fr 25./26. Fr 25 2010 Somme Sommer-Seminar minar 28./29. Juni 2010 Mo i 2 /29 Mo/Di Sommer-Seminar Mo-Mi: 7.-9. Juni 2010 Herbs Herbst-Seminar nar Mo/Di 6 /7 2010 Mo/Di 6./7 September Septe Winter-Seminar Mi-Fr: 8.-10. Dezember 2010 Winte Winter-Sem ar nar 9./10./Mi 9. 0 2010 D November Nove Di/Mi www.payoff.ch | September 2009
  • 18. 18 FOCUS ETF Gratis-Fallschirm für Risiko aus Swap www.istockphotos.com Als Sondervermögen landen Exchange Traded Funds (ETFs) bei einer Insolvenz des Anbieters nicht in dessen Konkursmasse. Der Swap-Anteil synthetisch replizierter ETFs ist jedoch einem Gegenparteirisiko ausgesetzt. Zusätzlich mit Wertschriften bestückt, wird auch dieses aufgefangen. Kein freier Fall: Die Sicherheit bei Swap-basierten ETFs nimmt markant zu. Angelika Meyer I m Gegensatz zu Strukturierten Produkten fallen ETFs als Sondervermögen nie ins Bodenlose, wenn den entsprechenden Anbietern die Luft ausgeht. Einzig der Swap-Anteil bei synthetisch replizierten ETFs ist dem freien Fall ausgesetzt, wenn der Swap-Partner ausfällt. Deutsche Bank und Lyxor (Société Générale) replizieren ihre ETFs synthetisch, weil einerseits die Abweichung (tracking error) von der Indexperformance geringer ist und sich anderseits etliche Indizes nicht voll replizieren lassen – beispielsweise Rohstoffindizes. Im Gegensatz dazu setzen die Credit Suisse bei ihrer Xmtch-Palette und auch die UBS mit ihren ETFs auf die volle Replikation. Die iShares von Barclays greifen je nach Index auf die eine oder andere Methode zurück. Der Swap-Partner – Absetzmaschine und Risikofaktor Synthetisch replizierte ETFs sind ebenfalls Fondsvermögen, die einen Teil ihres Net- www.payoff.ch | September 2009 toinventarwertes (Net Asset Value, NAV) in Swaps mit einem oder mehreren Kontrahenten anlegen. Der Fonds besteht in «Der Ausfall eines Swap-Partners würde sofort kompensiert.» der Regel aus einem Aktien- oder Bondportfolio und aus einem Derivat – dem Swap. Dabei liefert der Swap die Indexper- formance und macht den ETF zum Indextracker. Die Derivatkomponente ist durch die Fondsgesetzgebung (UCITS III) auf 10 Prozent des Fondsvermögens beschränkt – eine Limite, die aber kaum ausgeschöpft wird. Auf diesem Teil des Fondsvermögens lastet ein Kontrahentenrisiko, was seit der Insolvenz von Lehman Brothers immer wieder Kritik der Verfechter einer vollen Replikation auf den Plan ruft. Würde der Swap-Partner nämlich ausfallen, gäbe es im Fonds nicht nur den entsprechenden Fehlbetrag von maximal 10 Prozent des Vermögens, sondern dann könnte der ETF auch nicht die versprochene Indexperformance liefern. In der Praxis würde dies – wie Simon Klein, Head of ETF Sales Europe von db x-trackers (Deutsche Bank) in Frankfurt sagt – kein Anbieter zulassen und umgehend einen neuen Swap-Partner einspannen, um die Indexperformance zu erbringen. An Interessenten, die umgehend in die Bresche springen könnten, würde es nicht mangeln. Trotzdem hat die Deutsche Bank für den höchst unwahrscheinlichen Fall, dass kein Swap-Partner den Ausfall kompensieren würde, – vergleichbar mit der Pfandbesicherung Strukturierter Produkte – einen Fallschirm entwickelt und damit die dritte Generation der voll besicherten synthetischen ETFs eingeläutet. Mit dieser Besicherung beschreitet das deutsche Finanzinstitut nicht nur neue Wege, sondern erbringt eine Sicherheit, die vom Gesetzgeber so nicht gefordert ist. Neue Wege bei der Besicherung Indexperformance ETF SWAP Swap-Partner Basketperformance Pfandvertrag liefert Wertschriften Sicherheitspool (collateral securities) Depotbank Quelle: Derivative Partners Media
  • 19. 19 Sicherheitspool – Reissleine für Fonds Im aktuellen Verkaufsprospekt liest sich dies unter Punkt 11 «Reduzierung des Kontrahentenrisikos» wie folgt: «Die (Fonds-) Gesellschaft kann das Gesamt-Kontrahentenrisiko der OTC-Swap-Transaktion jedes Teilfonds insbesondere reduzieren, indem sie von dem Swap-Kontrahenten FOCUS ETF Strategien der wichtigsten Anbieter gegenüber der Depotbank eine Sicherheit in Form von liquiden Mitteln oder Wertpapieren verlangt.» Die entsprechende Pressemitteilung führt weiter aus: «Es wird ab sofort der NAV (Net Asset Value) der meisten Aktien-, Rohstoff- und Devisen-ETFs hinsichtlich ihrer Swap-Struktur mit Wertpapieren besichert. Die Besicherung geht über den Wert des NAV hinaus und erfolgt zu mindestens 108 Prozent des NAVs.» In der Praxis sieht dies wie folgt aus: Der Swap-Partner, also die Deutsche Bank, liefert in einen bei der Depotbank liegenden Aktienpool Wertschriften, deren Wert immer höher sein muss, als es für den Nettoinventarwert nötig ist. Bei den db x-trackers sind nicht nur die rechtlich zulässigen 10 Prozent des Swap-Anteils versichert, sondern darüber hinaus weitere Rating Swap-Partner (Moody’s, SP, Fitch) db x-trackers synthetisch (Deutsche Bank) 68 ETFs besichert, Rest max. 10 Prozent Deutsche Bank AG Aa1/AA-/A+ iShares (Barclays) wenn synthetisch: max. 10 Prozent Bayerische Hypo- und Vereinsbank A1/A/A+ Lyxor (Société Générale) synthetisch max. 10 Prozent Société Générale S.A. Aa2/AA-/AA- UBS «Einfach handelbar heisst nicht simpel replizierbar.» ETF-Anbieter Strategie Emittentenrisiko Swap-Partner voll, sampling Nein - - Xmtch (Credit Suisse) voll, sampling Nein - - voll, sampling, synthetisch Quelle: Emittenten/Derivative Partners Media 8 Prozent als zusätzliches Polster. Die Hinterlegung mit Aktien (Collateral) ist mit 1'600 erstklassigen und liquiden Titeln bestückt. Da dabei jeder Titel nicht mehr als 4 Prozent des gesamten Collaterals ausmachen darf, ist dieses Portefeuille auch sehr gut diversifiziert. Die Swap-Besicherung führt weder zu zusätzlichen Kosten, noch schmälert sie die Indexperformance, dies im Gegensatz zur Pfandbesicherung bei den Strukturierten Produkten, bei denen die höhere Sicherheit zu Lasten der Rückzahlungskonditionen geht. Seitenwind durch Securities Lending Voll replizierende ETFs weisen aufgrund der entstehenden Transaktionskosten eine negative Abweichung (tracking error) von ihrem Index aus. Durch Ausleihe von Wertschriften, die sich im Portfolio des ETFs be- Anzeige Swissquote ist die Schweizer Online-Bank, mit der Sie Ihr Vermögen selbst verwalten können. Profitieren Sie von unabhängigen Finanzinformationen sowie zahlreichen Analysetools und handeln Sie in Echtzeit mit Wertpapieren. Eröffnen Sie jetzt ein Konto auf www.swissquote.ch. www.payoff.ch | September 2009 finden, können Erträge generiert werden, welche die Performance optimieren. Würde der Entleiher ausfallen, bekäme der Fonds seine Wertpapiere nicht zurück. Deshalb bietet sich auch hier eine Besicherung an, wie sie z.B. die db x-trackers bieten. Navigation wünschenswert Das Marketing für ETFs hat sich auf die Formel «einfach, transparent, kostengünstig» eingeschworen. Die Realität ist einiges komplexer, die Replikation eines Index keineswegs simpel. Das Bemühen, so viele Risiken wie möglich auszuschalten, ist zu begrüssen. Jedoch leidet die Transparenz. Es wird hoffentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis die einschlägigen Fondsdatenbanken die ETFs entsprechend kennzeichnen. Eine erste Orientierung gibt obige Tabelle. ■
  • 20. 20 INTERVIEW «Ich rechne damit, dass der Ölpreis schon bald wieder über USD 100 steigen wird.» payoff-Chefredaktor Daniel Manser sprach mit Maurice Picard über den Picard Angst Commodity Index (PACI) investiert werden. Dies sind Rohöl, Heizöl, Weizen, Mais, Soja, Zucker, Gold, Silber, Aluminium und Kupfer. Damit ist Energie tendenziell untergewichtet und der Agrarbereich übergewichtet. Ein Rebalancing findet nur einmal jährlich statt, immer anfangs Jahr. Dann werden die Gewichtungen bei allen Indexrohstoffen wieder auf 10 Prozent zurückgesetzt. Dieser Ansatz erzielte in den vergangenen zehn Jahren eine überdurchschnittliche Rendite von 10,6 Prozent bei einer Volatilität p.a. von nur gerade 18,3 Prozent, was für einen Rohstoffindex sehr tief ist. Maurice Picard ist Mitgründer und Partner der unabhängigen Picard Angst Gruppe. Diese bietet seit 2003 professionellen Anlegern umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Strukturierte Produkte, Rohstoffe und Asset Management an. Zuvor war Maurice Picard als Leiter der Abteilung Derivative und Strukturierte Produkte für den Aufbau dieses Bereichs bei einer Zürcher Privatbank verantwortlich. Er absolvierte unter Anderem das IEP an der INSEAD. payoff | Wie unterscheidet sich der Picard Angst Commodity Index von den klassischen Rohstoffindizes wie SP GSCI, DJAIG, RICI oder CRB? Die Unterschiede der verschiedenen Rohstoff-Indices sind grösser als man denkt. Die Besonderheit des PACI ist, dass je 10 Prozent in zehn verschiedene Rohstoffe www.payoff.ch | September 2009 Worauf führen Sie dieses gute Rendite/ Risiko-Verhältnis zurück? Der PACI ist defensiver aufgestellt als andere Rohstoffindices. Durch das jährliche Rebalancing werden zudem Gewinne auf den gut performenden Rohstoffen abgeschöpft und Underperformer wieder aufgestockt. «Der Zuckerpreis ist bereits stark angestiegen, die aktuellen Werte sehen wir als oberes Limit.» Geholfen hat dem PACI aber auch die Untergewichtung im Energiesektor, gerade auch letztes Jahr. Der SP GSCI TR verlor 2008 gut 45 Prozent, mit einem Rückgang von rund 30 Prozent steht da der PACI deutlich besser da. Gibt es ausstehende Derivate mit ihrem Rohstoffindex als Underlying, falls ja welche? Das investierte Volumen auf den PACI beträgt rund CHF 100 Mio., die Hälfte davon via unseren «All Commodity Tracker Plus-Fonds» und die andere Hälfte direkt in unserem Asset Management. Strukturierte Produkte auf den PACI selber gibt es noch nicht. Wir betreuen durch unsere Vermögensverwaltung derzeit jedoch rund CHF 200 Mio. in Rohstoff-Investments. Bei welchen Rohstoffsegmenten sehen sie für die nächsten sechs bis zwölf Monate das grösste Potenzial? Für mich ganz klar im Vordergrund stehen Energie und Agrargüter. Den Metallen, sowohl im Industriebereich als auch den Edelmetallen, traue ich für diese Zeitperiode weniger zu. Sobald es der Wirtschaft wieder besser geht, wird die Nachfrage nach Energie wieder stark zunehmen. Zudem sind verschiedene Förderprojekte auf Eis gelegt worden. Es wird einige Zeit dauern, bis das Angebot erhöht werden kann. Zu beachten gilt es weiter auch, dass die Erschliessung der neu entdeckten Ölfelder sehr kostenintensiv ist. Aus all diesen Gründen rechne ich damit, dass der Ölpreis schon bald wieder über USD 100 steigen wird. Bei den Agrarrohstoffen springt die Nachfrage bei einer wirtschaftlichen Erholung ebenfalls sehr schnell an, sie werden unmittelbar teurer. Zudem sehen wir bei Weizen zur Zeit ein Überangebot. Sollten sich die klimatischen Verhältnisse etwas verschlechtern, könnte der Weizenpreis relativ schnell ansteigen. Zucker hingegen ist aufgrund einer Missernte in Indien und wegen zu viel Regens in Brasilien bereits stark angestiegen, die aktuellen Preise sehen wir als oberes Limit. Bei den Industriemetallen rechnen wir erst mittelfristig mit höheren Preisen. Wie können sich interessierte Anleger über den Picard Angst Commodity Index informieren? Am einfachsten über unsere Website www. picardangst.ch oder in Bloomberg mit dem ■ Kürzel «PACO»
  • 21. PRODUCT NEWS 21 ISIN: CH0102766109 – Tracker-Zertifikat der CS in USD auf den CS GAINS SP GSCI ER Index Ein viel versprechendes Rohstoff-Zertifikat Die Credit Suisse «Glencore Active Index Strategie» oder kurz GAINS auf den SP GSCI Excess Return Index zählt zu den gelungensten Ansätzen. Mit der seit der Lancierung am 15. Oktober 2008 erzielten Performance gehört er zu den besten «Customized Indizes» der Anlageklasse Rohstoffe. Dieter Haas Die Credit Suisse lancierte im Juni eine neue Produktfamilie von Rohstoff-Indizes. Darunter befinden sich quantitative Ansätze wie CS MOVERS (Momentum und Volatility Enhanced Return Strategy), die absolute Gewinne in allen Marktphasen anstreben. Andere, wie «CS GAINS gehört er zu den besten «Customized Indizes» der Anlageklasse Rohstoffe.» CS CARES (Commodity and Resource Equity Switch), wechseln dynamisch zwischen Anlagen auf Rohstoffen sowie einem rohstoffbezogenen Aktienbasket. Ferner kreierte die Credit Suisse zusammen mit Glencore International den CS GAINS. Dabei werden die Gewichte der einzelnen Rohstoffe monatlich angepasst, basierend auf den Einschätzungen des Allianzpartners Glencore. Die Glencore International AG ist eine im Rohstoffhandel weltweit tätige Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Baar im Kanton Zug. Basierend auf dem Know-how von Glencore strebt CS GAINS die Erzielung einer Outperformance gegenüber den klassischen traditionellen Rohstoffindizes an. Der Investitionsgrad im Rohstoffmarkt kann zwischen null und 100 Prozent schwanken. Dadurch besteht CS GAINS SP GSCI ER Index , SP GSCI ER Index und DJ-UBS ER Index die Möglichkeit, während Korrekturphasen die erzielten Renditen zu schützen. Basierend auf der fundamentalen Einschätzung der einzelnen Rohstoffe durch die Experten von Glencore auf einer Skala von 1 bis 5 (negativ, leicht negativ, neutral, leicht positiv, positiv) werden die relativen Gewichte des CS GAINS monatlich neu zusammengestellt. Das bisherige Ergebnis darf sich sehen lassen. Die Strategie übertraf den traditionellen SP GSCI um Längen. Dasselbe gilt auch für den DJ-UBS Commodity Index. Während beim DJ-UBS der Anteil eines einzelnen Sektors auf 33 Prozent begrenzt ist, kennt der SP GSCI keine solche Limite. Dadurch ist der Anteil der Energierohstoffe mit rund 70 Prozent sehr viel dominanter als bei DJ-UBS und den übrigen Rohstoffindizes. Mit dem ausserbörslich gehandelten Tracker-Zertifikat auf den CS GAINS SP GSCI kann der Schweizer Anleger erstmals über ein Strukturiertes Produkt an der neuen Rohstoffindexfamilie der CS partizipieren. Für das in USD gehandelte Zertifikat verrechnet der Emittent eine jährliche Management Fee von aus unserer Sicht eher hohen 1,50 Prozent. payoff-Einschätzung: Das Tracker-Zertifikat besitzt seine Reize. Es ist allerdings nicht verständlich, wieso die Laufzeit lediglich ein Jahr beträgt. Eine open-end-Lösung wäre hier eindeutig die bessere Wahl gewesen. Anzeige Umfrage Jetzt in Bankaktien einsteigen? Sagen Sie uns Ihre Meinung und gewinnen Sie ein Wellness-Package. Glencore Active Index Strategie Valor % 130 10276610 Produkttyp Tracker-Zertifikat 120 Emittent Credit Suisse 110 Basiswert SP GSCI ER Index 100 Währung USD Laufzeit 15.07.2010 Handelsplatz OTC Sales Fee 1 Prozent 90 80 70 60 10.08 12.08 02.09 CS GAINS SP GSCI ER Index 04.09 DJ-UBS ER Index 06.09 08.09 SP GSCI ER Index Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 15.10.08) www.payoff.ch | September 2009 Briefkurs (24.08.2009 - 17.15 Uhr) USD 1063.55 Kursziel (31.12.09) USD 1150.00 Daten, Kurse, Termsheets www.derivatives.csfb.ch
  • 22. PRODUCT NEWS 22 CORBA – ZKB Core Basket Mit den Top 6 den CH-Aktienmarkt abbilden Viele aktiv gemanagte Aktienfonds versuchen die Kursentwicklung des Swiss Performance Index (SPI) zu übertreffen. Den wenigsten gelingt das Vorhaben. Der Basket CORBA setzt dieses Ziel mit einfachen Mitteln kostengünstig und transparent um. Dieter Haas Das Rezept ist simpel und der Erfolg durchschlagend. Der im Juli 2007 emittierte und bis Juli 2012 laufende Basket setzt sich gegenwärtig aus den sechs gemessen an der Börsenkapitalisierung grössten Schweizer Unternehmen zusammen. Dabei wurden Nestlé, CS und ABB gegenüber ihrem damaligen Indexgewicht leicht über- und Roche, Novartis und UBS leicht untergewichtet. Eine Analyse zum jetzigen Zeitpunkt zeigt, dass die damals gewählten Gewichtsverschiebungen nur teilweise glücklich gewählt wurden «Die Performance von CORBA lässt fast alle Manager von Schweizer Aktienfonds alt aussehen.» (NESN, UBSN und ABBN). Dennoch vermochte die getroffene Auswahl den SMI klar zu übertreffen (vgl. Grafik). Rechnet man zur Kursentwicklung die jährlichen Ausschüttungen von 90 Prozent der vereinnahmten Netto-Dividenden hinzu, dann übertrifft die Performance von CORBA auch den breiten Index SPI. Gerade in Zeiten angespannter Kreditvergabe spielt die Grösse eines Unternehmens eine wichtige Rolle. Der Ausdruck «too big to fail» oder «zu gross, um zu scheitern» kommt nicht von ungefähr. Kleine Firmen verspüren die Auswirkungen der Kreditverknappung meist viel stärker. Wie erfolgreich die Top 6 die Krise bislang gemeistert haben, zeigt ihr gestiegener Anteil an den Börsenbarometern. So liegt ihr aktuelles Gewicht am SPI gegenüber dem Stand am 18. Juli 2007 inzwischen bei rund 67 Prozent und beim SMI bei 79 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um fünf respektive sechs Prozent gegenüber dem Wert vor zwei Jahren. Obwohl die UBS in der Zwischenzeit über die Hälfte ihres damaligen Gewichtes eingebüsst hat und nur noch knapp vor ABB an fünfter Position rangiert, vermochte kein anderes Unternehmen in den erlauchten Kreis der Top 6 einzudringen. Wegen der seither eingetretenen relativen Verschiebung der Gewichte hat die Dominanz von Nestlé im Basket zugenommen. Solange der Nahrungsmittelmulti nicht ins Straucheln gerät, bleibt CORBA in der Erfolgsspur. payoff-Einschätzung: Die Performance von CORBA lässt fast alle Manager von Schweizer Aktienfonds alt aussehen. Die Chancen stehen gut, dass es dem Basket gelingen wird seine, relativ betrachtet, gute Performance zu halten. Anzeige Investment gesucht? Investment Idea Suchen Sie nach einer guten Anlagemöglichkeit? Für eine Abbildung des schweizerischen Aktienmarktes reicht es somit aus, sich auf die sechs Indexschwergewichte zu konzentrieren. Sie überstanden die schwierige Phase – abgesehen von der UBS – mit Bravour und erlitten geringere Einbussen als der Rest. Die Investment Idea könnte Ihnen weiterhelfen! Performance Basket-Zertifikat CORBA vs. SMI Tracker-Zertifikat auf den ZKB Core Basket % 110 Symbol CORBA Emittent ZKB Währung CHF Laufzeit 18.07.2012 70 Handelsplatz Scoach CH 60 Briefkurs (24.08.2009 - 17.15 Uhr) CHF 70.30 50 Kursziel (31.12.09) CHF 85.00 SVSP Risk Rating 3 SVSP Risikokennzahl (VaR) in % 17.8 Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch 100 90 80 40 07.07 03.08 11.07 CORBA SMI 07.08 11.08 03.09 07.09 Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 25.07.09) www.payoff.ch | September 2009
  • 23. 23 PRODUCT NEWS ETFBC - Multi-Bonus-Zertifikat auf Brasilien-, Russland- und China- ETFs von Clariden Leu BR(I)C für einmal ohne Indien Clariden Leu emittierte mit ETFBC am 12. August ein Multi-Bonus-Zertifikat auf ETFs, welche den Aktienmarkt von drei der vier wichtigsten Schwellenländer abdecken. Tobias Walter Beim in USD kotierten Multi-Bonus-Zertifikat ETFBC handelt es sich bezüglich Struktur um ein klassisches Exemplar seiner Gattung. Es verfügt über eine Laufzeit von zwei Jahren, womit die relevante Beobachtungszeit vom 5. August 2009 bis zum 8. August 2011 ist. Als Basiswerte dienen der iShares MSCI Brazil Index Fund, der Market Vectors Russia ETF, sowie der iShares FTSE/ Xinhua China 25 Index Fund (Bloomberg: EWZ UP, RSX UP, FXI UP). Wenn während der Beobachtunsperiode keiner dieser drei ETFs die Barriere von 59 Prozent des Fixierungspreises berührt oder unterschreitet, erhält der Anleger mindestens den Bonus- «Trotz noch nicht vollständig entwickelten Volkswirtschaften gehören die Aktienmärkte Brasilien, China und Russland als Ergänzung ins Depot.» level von USD 1'250 ausbezahlt. Sollte der Wert des aus den drei ETFs bestehenden Baskets bei der Schlussfixierung höher sein als der Bonuslevel, so wird dieser höhere Wert ausbezahlt. Wird die Barriere jedoch verletzt, verwandelt sich das Zertifikat in einen normalen Tracker desjenigen ETFs, der am Ende die schwächste Performance aufweist. Seit Beginn der Beobachtungsperiode haben die drei ETFs schon einige Kursbewegungen vollführt. Einen bisherigen Tiefpunkt erreichten die Basiswerte alle am 17. August, als der Market Vectors Russia ETF mit etwa 10 Prozent am tiefsten im Minus lag. Er konnte sich jedoch rasch wieder erholen und erreichte am 21. August exakt den Stand, welchen er zu Beginn der Beobachtung aufwies. Komfortabel steht auch der brasilianische ETF da: Er konnte sich vom 17. bis zum 21. August von -5,24 Prozent auf knapp ein Prozent im grünen Bereich steigern. Als einziger noch immer negativ notiert der iShares FTSE/Xinhua China 25 Index ETF. Er steht noch mit 4,65 Prozent im roten Bereich, konnte sich aber gegenüber seinem Tiefststand von -8,58 Prozent ebenfalls steigern. Die Talsohle erreichten die drei ETFs zwischen Oktober 2008 und Mai 2009. Damals befanden sie sich im Bereich des Barrier Levels und zum Teil noch etwas darunter. Eine gewisse Schwankungsbreite ist den Indizes der ausgewählten Emerging Markets generell zu attestieren. Dies liegt in der Natur der aufstrebenden aber noch nicht vollständig entwickelten Volkswirtschaften. Dies führt oft dazu, dass zum Teil grössere Kursschwankungen zur Tagesordnung gehören. Dem Investor wird deshalb geraten, die aktuellen Kursentwicklungen stets im Auge zu behalten. payoff-Einschätzung: Brasilien, Russland und China haben – wie der Rest der Welt – in der Krise Federn lassen müssen. Dennoch haben sie das Potenzial, in den kommenden zwei Jahren eine stabile bis erfreuliche Entwicklung aufzuweisen. Ein Engagement kann lohnenswert sein. Anzeige Performance? Warrant Simulator Berechnen Sie die mögliche Kursentwicklung einer Option Historische Entwicklung der Basket-Komponenten Multi Bonus-Zertifikat auf Brasilien/ Russland/ China ETFs % 200 Symbol ETFBC 180 Produkttyp Bonus-Zertifikat 160 Emittent Clariden Leu Verfall 08.08.2011 Handelsplatz Scoach CH Währung USD 140 120 100 80 60 Briefkurs (24.8.09 - 17.15 Uhr) USD 980.5 40 20 08.08 Brazil Russia 10.08 12.08 China Barriere 02.09 04.09 06.09 08.09 Bonus-Level www.payoff.ch | September 2009 Quelle: Bloomberg (indexiert auf 04.08.2009) Kursziel (31.12.09) USD 1100.5 Barrier Level 59 Prozent des Fixierungspreises Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 24. 24 INVESTMENT IDEA Präsentiert von Goldman Sachs Partizipations-Zertifikate auf DividendenFutures als Alternative zu Aktieninvestments www.istockphotos.com Mit neuen Partizipations-Zertifikaten von Goldman Sachs können Anleger an den Dividendenerwartungen des Dow Jones Euro Stoxx 50® partizipieren. Sie bilden die Kursentwicklung von Dividenden-Futures ab. W er Aktien kauft, erhofft sich für gewöhnlich zwei Dinge: Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen. Die Dividende gilt als «Zins» der Aktie, ermöglicht sie Anlegern doch ähnlich wie Zinscoupons regelmässige Einnahmen. Für Anleger könnte es aus mehreren Gründen Sinn machen, einen Blick auf die Anlageklasse Dividenden zu werfen: Dividenden werden stärker von Fundamentaldaten getrieben als Aktienkurse. Ihre Höhe hängt vor allem vom operativen Ergebnis und somit von Bilanzdaten ab, während in Aktienkurse viele weitere Faktoren wie etwa die Erwartungen der Marktteilnehmer für die Zukunft mit einfliessen. Mit einer Investition in Dividenden lassen sich daher Markteinschätzungen, die aufgrund einer Fundamentalanalyse erlangt wurden, zielgenauer umsetzen. Bei Dividenden handelt es sich um eine neue Anlageklasse, die Investoren nun separat handeln können. Sie weisen zudem im Ver- gleich zu Aktien eine niedrigere Volatilität auf. So kann sich die Depotstruktur durch die Aufnahme von Dividenden-Produkten mitunter verbessern und Anleger können von steigenden Dividendenerwartungen profitieren. Lag die realisierte Indexdividende des Dow Jones Euro Stoxx 50® im Jahr 2008 bei rund 160 Euro, so wurde für das Jahr 2014 am Markt zuletzt eine erwartete Indexdividende von etwa 89 Euro gehandelt. Anleger können seit kurzer Zeit mit fünf neuen Partizipations-Zertifikaten von Goldman Sachs direkt an der Entwicklung der Dow Jones Euro Stoxx 50®-Dividenden-Futures partizipieren (siehe Tabelle). Dem Anleger stehen unterschiedliche Laufzeiten zur Verfügung. So werden für jedes Jahr bis 2014 Dividenden-Zertifikate angeboten. Dabei beziehen sich die Dividenden jeweils nur auf ein Jahr, das 2014-Dividenden-Zertifikat also auf 2014, das Dividenden-Zertifikat 2010 auf das Jahr 2010. Am Ende der Laufzeit steht dem Inhaber des Partizipations-Zertifikats eine Auszahlung in Höhe des Basiswertkurses bereinigt um das Ratio zu – also der erwartete Indexdividendenstrom, der dann mit der realisierten Indexdividende übereinstimmt. Den Basiswert Dividenden-Futures auf den Dow Jones Euro Stoxx 50® bietet die Terminbörse Eurex schon seit 2008 an. Diese Kontrakte spiegeln die kumulierten Dividenden der Indexmitglieder wider. Berücksichtigt werden die Cashdividenden, die in der Regel aus dem operativen Gewinn bestritten werden. Sonderdividenden, die beispielsweise nach dem Verkauf von Unternehmensteilen ausgeschüttet werden, oder Kapitalmassnahmen werden ausser Acht gelassen. Weitere Details zu Funktionsweise sowie Chancen und Verlustrisiken entnehmen Sie bitte dem Flyer und dem jeweiligen Termsheet, das wir Ihnen auf unserer Website www.goldman-sachs.ch zur Verfügung stellen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch am Telefon unter der Hotline 044 224 11 44. Partizipations-Zertifikate auf Dividenden-Futures Valor Symbol Basiswert Ratio Kurs in EUR 10432414 DIVAA DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2010 Dividend Future 1 93.90 10432415 DIVAB DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2011 Dividend Future 1 86.80 10432416 DIVAC DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2012 Dividend Future 1 85.40 10432417 DIVAD DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2013 Dividend Future 1 82.90 10432418 DIVAE DJ Euro Stoxx 50®Index Dec. 2014 Dividend Future 1 80.48 Quelle: Goldman Sachs (Stand 28.08.09) Garantin: The Goldman Sachs Group, Inc.; Rating der Garantin: A1 (Moody’s) / A (SP®); Art der Garantie: unwiderrufliche, unbedingte Zahlungsgarantie; Emittentin: Goldman Sachs International; Lead-Manager: Goldman Sachs Bank AG Dieses Inserat stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Dieses Inserat erscheint ausschliesslich zum Zweck der Information über die im Inserat aufgeführten Produkte. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über kollektive Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Bonitätsrisiko der Emittentin bzw. der Garantin ausgesetzt. Anleger sollten vor Erwerb eines Produktes die Ausführungen im Offering Circular bestehend aus dem Programme for the Issuance of Derivatives (http://www.goldman-sachs.ch/Programm) und dem jeweiligen Pricing Supplement zu den Chancen und Risiken (einschliesslich des emittenten- und gegebenenfalls produktspezifischen Totalverlustrisikos) lesen und etwaige Fragen mit einem Finanzberater besprechen. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Goldman Sachs Bank AG, Public Distribution, Münsterhof 4, Postfach, CH-8022 Zürich, Telefon: +41 (0)44 224 1144, Telefax: +41 (0)44 224 1020, www.goldman-sachs.ch, E-Mail: swisswarrants@gs.com © Goldman Sachs, 2009. All rights reserved. Dow Jones and Dow Jones EURO STOXX 50® Index are service marks of Dow Jones Company, Inc. and have been licensed for use for certain purposes by Goldman Sachs International. Goldman Sachs International's products based on the Dow Jones EURO STOXX 50® Index, are not sponsored, endorsed, sold or promoted by Dow Jones, and Dow Jones makes no representation regarding the advisability of investing in such products. www.payoff.ch | September 2009
  • 25. 25 DERIVE Roche - Aufwind dank Schweinegrippe Die pandemische Ausbreitung des H1N1-Virus liess die Tamiflu-Verkäufe anschwellen und beschert im laufenden Jahr einen unerwarteten Umsatz- und Gewinnschub. Analyse Umsetzung ROCHE CHF 168.50 CH0012032048 | ROG | Schweiz Analyse vom 22-Aug-2009 Schlusskurs vom 21-Aug-2009 ROCHE gehört zur Branche «Gesundheitswesen» und dort zum Sektor «Pharma». Mit einer Marktkapitalisierung von 137.71 Milliarden US Dollar zählt Roche zu den grossen «large-cap» Gesellschaften und liegt weltweit auf dem 2. Platz der Branche. Während der letzten 12 Monate lag der Kurs zwischen CHF 190.80 und CHF 127.40. Der Preis vom 21. August von CHF 168.50 liegt 11,7% unter dem höchsten und 32,3% über dem tiefsten Wert in dieser Periode. Ergebnis seit 20. August 2008: ROCHE: -9,2%, Gesundheitswesen: -1,1%, DJ Stoxx 600: -16,4% Vergleich (20. August 2008 - 21. August 2009) % 10 0 -10 -20 -30 -40 -50 10.08 12.08 02.09 ROG DJ Stoxx 600 Fundamentale und technische Analyse Gesamteindruck Negativ 06.09 08.09 Quelle: thescreener.com Risikoanalyse* Neutral Sehr negativ 04.09 HEA@EP Mittleres Risiko Sehr Hohes positiv Risiko Eher negativ Neutral Geringes Risiko Eher positiv Kann der Abwärtstrend gebrochen werden? Seit dem am 6. Februar 2007 erzielten Höchstkurs von CHF 241.40 befindet sich der Genussschein im Abwärtstrend. Nach dem Erreichen eines Intraday- Tiefkurses von CHF 122.80 am 4. März 2009 geht es allmählich wieder aufwärts. Die Chancen steigen, dass es gelingen könnte, aus der Negativspirale der vergangenen zweieinhalb Jahre auszubrechen. So wies Roche im ersten Semester 2009 ein zweistelliges Wachstum von Verkäufen, Betriebsgewinn und Kerngewinn pro Aktie auf und zeigte sich damit von der Wirtschaftskrise nahezu unbeeindruckt. Für das Gesamtjahr 2009 und 2010 erwartet die Konzernleitung unter der Annahme konstanter Wechselkurse ein zweistelliges Wachstum des Kerngewinns pro Titel. Sollte die für den Herbst befürchtete rasche weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe Tatsache werden, wäre der Konzern wohl einer der wenigen Profiteure. Ein Kursanstieg über CHF 190 würde dabei das Ende der gegenwärtigen Talfahrt bestätigen. Solange diese Marke nicht überschritten wird, können aus technischer Sicht erneute Rückschläge nicht ausgeschlossen werden. Für optimistische, aber dennoch vorsichtige Anleger bietet das Bonus-Zertifikat ROGTR eine interessante Anlagemöglichkeit. Im Zeitpunkt der Lancierung befand sich der Kurs praktisch auf derselben Höhe wie jetzt. Damit die bei CHF 118.37 fixierte Barriere verletzt würde, müsste der Genussschein auf neue Tiefstkurse fallen, was wir als eher unwahrscheinlich erachten. Somit wird der Anleger mit ROGTR am Ende der Laufzeit zumindest eine Ausschüttung von CHF 204.61 einstreichen können. Startet der Genussschein den Turbo, ist man in vollem Umfang dabei. Positiv Symbol: ROGTR Preis • Bei CHF 168 fundamental stark unterbewertet, relativ zum Wachstum leicht unterbewertet. • Sektorpotenzial Pharma: sehr gut 15% Gewinnprognosen • Die Konsensus Gewinnprognosen wurden seit dem 13. Mai mehrheitlich nach oben korrigiert. Technische Tendenz • Die Aktie verfügt über ein schwaches positives Momentum. Risiko • Mittelstarke Korrelation von 46% mit dem Referenzindex. • Die Volatilität hat deutlich abgenommen, von 40% über 12 Monate auf 20% (annualisiert) im letzten Monat. • Defensives Marktrisiko, bei mittlerem spezifischem Risiko, gesamthaft gilt Roche als durchschnittlich riskant. www.payoff.ch | September 2009 Bonus-Zertifikat Valor 3'966’577 Produktkategorie Partizipations-Produkte Emittent UBS Basiswert Roche GS – 168.30 (01.09.2009) Verfall 06.05.2011 Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (28.8.09 – 10.00 Uhr) CHF 172.60 Barriere CHF 118.37 Bonuslevel CHF 204.61 Kursziel ROGTR CHF 204.61 SVSP Risk Rating 3 Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 26. 26 DERIVE Kommt der Dollar ins Rutschen? Eine Abwertung als Unterstützungshilfe für die Wirtschaft Analyse Umsetzung USD/CHF (daily) CHF/USD SWISS FRANC [CHF=BID Täglich] 25.08.2009 - 0:1,0614 H:1,0640 L:1,0600 C:1,0618 Moving Average Simple [Close, 200, Nein] 1,1220 {CHF=} - 1,2500 -1,2000 -1,1500 1 1012 1 0875 -1,1000 -1,0500 1 0367 1 0143 1.0009 -1,0000 ARO Aroon {14, 25, 75} Aroon Up 21,4286 Aroon Down 85,7143 {CHF=} -50 Mrz Apr Das Eis wird dünner Ein wichtiger Eckpfeiler in der orchestrierten Erholung der USWirtschaft könnte der Exportindustrie zufallen. Damit diese in Schwung kommt und die Konsumschwäche kompensieren kann, müsste der US Dollar deutlich nachgeben. Die Entwicklung in den letzten Wochen lässt vermuten, dass der langfristige Zerfall des Greenback weitergehen wird. Er bekundet immer mehr Mühe, sein Niveau gegenüber den meisten anderen Währungen zu halten. Aus Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez 2009 Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Quelle: tradesignal.com USD/CHF (daily) Unterschreiten der Bastion bei CHF 1.0549 ebnet den Weg zur Parität Das Währungspaar USD/CHF zeigte sich trotz einer im Vergleich zum Jahresanfang nahezu unveränderten Notierung im ersten Halbjahr sehr volatil. Seit Anfang Juni wurden die Amplituden aber sukzessive geringer. Die horizontale Unterstützungszone aus diversen Tiefpunkten zwischen CHF 1.0587 und CHF 1.0549 bildet nun in Verbindung mit dem Abwärtstrend seit dem 24. Juni (aktuell bei CHF 1.0875) ein absteigendes Dreieck. Eine solche Konsolidierungsformation sollten Anleger immer prozyklisch im Ausbruchsfall handeln. Wird demnach die Bastion bei CHF 1.0549 unterschritten, dürfte der US-Dollar im Vergleich zum Schweizer Franken weiter zur Schwäche neigen. Das kalkulatorische Kurspotenzial lässt sich dann auf rund CHF 0.05 beziffern, so dass die Parität und damit wieder das zyklische Tief von Mitte Juli 2008 bei CHF 1.0009 in den Fokus rückt. Zwei wichtige Zwischenstationen auf dem Weg zum Ausschöpfen dieses Anschlusspotenzials stellen das Tief vom 29. Dezember 2008 bei CHF 1.0367 sowie die Parallele (aktuell bei CHF 1.0143) zum Abwärtstrend seit März 2009 dar. Als Belastungsfaktor für die US-Valuta sind derzeit die trendfolgenden Indikatoren zu interpretieren. So haben MACD und Aroon zuletzt neue Verkaufssignale geliefert. Ein erstes Indiz für eine Stabilisierung wäre dagegen ein Überwinden des o. g. Abwärtstrends seit Juni. Beachten sollten Anleger in diesem Zusammenhang aber auch den mittelfristigen Abwärtstrend seit März (aktuell bei CHF 1.1012). Da diese Trendlinie deutlich stärker fällt als das zuvor angeführte Pendant, ergibt sich Anfang Oktober der Schnitt zwischen beiden Trendlinien, wodurch zu diesem Zeitpunkt bei rund CHF 1.0770 ein massiver Widerstand entsteht. Jörg Scherer, Technischer Analyst, HSBC Trinkaus Weitere technische Analysen erhalten Sie kostenlos unter www.hsbc-zertifikate.ch www.payoff.ch | September 2009 «Die Entwicklung in den letzten Wochen lässt vermuten, dass der langfristige Zerfall des Greenbacks weitergehen wird.» technischer Sicht sieht die Lage zunehmend ungemütlicher aus. Das trifft auch für die Relation zum Schweizer Franken zu, obwohl dieser mehr und mehr zum Euro-Klon mutiert. Bis zum Erreichen der Parität ist es nur ein kleiner Schritt. Anleger mit Dollarengagement in ihren Portfolios tun daher gut daran, ihr Wechselkursrisiko abzusichern. Für kleinere Depots eignen sich Hebelprodukte. Dabei favorisieren wir die Knock-out Puts sowie die Mini-Shorts, da bei ihnen die Volatilität keine Rolle spielt. Zu den Favoriten unter den Minis zählen in absteigender Reihenfolge: MUSDW, MUSDX, MUSDZ und CHFMD. Alle weisen Stop Loss Limiten auf, die weit genug entfernt sind von den aktuellen Niveaus. Unter den Knockout Puts gefallen SUSVY, SUSVZ, SUSPP und SUSVP. Ihre Laufzeit endet erst am 19. März 2010. Für die kommenden Monate rechnen wir mit einem Abgleiten des Dollarkurses zum Swissie auf rund CHF 0.90. Das Kursgewinnpotenzial für alle genannten Hebelprodukte ist unter dieser Prämisse beträchtlich und macht ein Engagement nebst reinen Absicherungszwecken auch für Spekulanten lukrativ. Symbol: SUSVY Knock-out Put ISIN CH0102354179 Produktkategorie Hebelprodukte Emittent Vontobel Basiswert USD/CHF – 1.06 Verfall 19.03.2010 Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (28.8.09 – 10.00 Uhr) CHF 0.93 Knock-out Level USD/CHF 1.15 Kursziel SUSVY CHF 2.00 – 2.50 SVSP Risk Rating 6 Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 27. 27 DERIVE Gold zündet die nächste Stufe der Hausse Nach einer langen Konsolidierungsphase ist das Edelmetall bereit für weitere Avancen. Analyse Umsetzung Gold Derivate für jeden Geschmack Die Hebelprodukte versprechen naturgemäss die grössten Gewinne. Die Auswahl ist riesig und für jeden Geschmack lässt sich das Passende finden. Die SVSP Risikokennzahl ermöglicht dabei, auf Basis des Value-at-Risk (VaR) Ansatzes das Marktrisiko eines Strukturierten Produktes abzuschätzen. Um die Einordnung zu erleichtern, werden Strukturierte Produkte in sechs Risikokategorien eingeteilt, wobei die Kategorie 6 das höchste Risiko für eine Investition in ein Produkt bedeutet und Kategorie 1 das geringste Risiko. Die Risikokennzahl wird täglich berechnet und dem Markt zur Verfügung gestellt. USD/Unze 1300 1200 1100 1000 900 800 700 600 12.06 GOLD 06.07 12.07 O - 50-Tage 06.08 12.08 06.09 12.09 O - 200-Tage Quelle: Bloomberg Kommentar Derivative Partners AG Während der USD schwächelt, setzt das Edelmetall zum grossen Sprung an. Kann die Marke von USD 1000 nachhaltig überschritten werden, ist der Weg frei für substanzielle Kursgewinne. Durch die seit März 2008 andauernde Konsolidierungsphase hat sich ein erhebliches Potenzial angestaut. Langfristig betrachtet, befindet sich Gold bereits seit 2001 im Aufwärtstrend. Angesichts der desolaten Haushaltslage der USA und vieler anderer Nationen wird Gold seinem Ruf als wertbeständiges Zahlungsmittel einmal mehr gerecht. Der Taucher im Spätsommer war nur von kurzer Dauer und auch die Hausse an den Aktienmärkten in den letzten Monaten vermochte den Nimbus des Edelmetalls nicht zu brechen. Der Zufluss in die verschiedenen physisch gedeckten Goldfonds wie ZGLD oder in den währungsgesicherten JBGOCA verharrt auf hohem Niveau. Bei den Long Mini-Futures auf Gold finden sich solche der Kategorien 4 (XAUMJ und XAUMG, beide mit Stop Loss bei USD 509), deren Risiko vergleichbar ist mit demjenigen von Blue Chip Aktien, bis 6. Zu letzteren zählt der aktuell aggressivste an der Scoach Schweiz kotierte Mini-Long MXAUF (Stop Loss USD 903). Bei den Knock-out Calls fallen alle Angebote in die höchste Risikokategorie. SXAUC (KO bei USD 700, Verfall 30.12.09) fällt demnächst in die Risikokategorie 5. Unser Favorit in dieser Subgruppe ist SXAUI (KO bei USD 875, Verfall 30.12.2009). Unter den Anlageprodukten kommen aufgrund des Potenzials in erster Linie Tracker-Zertifikate in Frage. Diese gehören zur Risikostufe 3, vergleichbar mit einem gemischten Portfolio Obligationen/Aktien. Die besten Chancen räumen wir dem Quanto-Zertifikat GOLDQ ein. Hier muss sich der Anleger keine Gedankten zur Dollarentwicklung machen. Der Kursverlauf ähnelt demjenigen des physisch gedeckten ETF JBGOCA (siehe payoff magazine 06/09). www.payoff.ch | September 2009 Mini-Long ISIN: CH0102588172 Produktkategorie Die Finanzkrise ist längst nicht besiegt. Nachdem die Zinsen weltweit auf einem sehr niedrigen Niveau angelangt sind und kaum noch Spielraum bieten, steigt die Versuchung von Seiten der Notenbanken, durch eine Schwächung ihrer Währungen der Exportindustrie stärker unter die Arme zu greifen, zumal der Konsument speziell in den USA noch für etliche Monate als Antriebskraft ausfallen dürfte. Das würde der Hausse bei den Rohstoffen neue Nahrung verleihen und bei Gold als Katalysator wirken zur Erreichung neuer Allzeit-Höchstkurse. Saisonale Faktoren, die in der Regel ab September eine positive Wirkung entfalten, unterstützen das Vorhaben, endlich dauerhaft in vierstellige Kursregionen vorzustossen. Symbol: MXAUF Hebelprodukte Basiswert Gold – USD 950.65 Emittent Vontobel Laufzeit open-end Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (28.8.09 – 10.00 Uhr) CHF 0.79 Stop Loss Level USD 903.21 Finanzierungslevel USD 878.21 Hebel 12,84 Kursziel MXAUF CHF 3.00 SVSP Risk Rating 6 Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 28. 28 MUSTERPORTFOLIO Musterportfolio CH-Wachstum weiter im Aufwind Der Schweizer Aktienmarkt setzte in den vergangenen Wochen seinen Aufwärtstrend fort. Nachdem unser internes Modell Mitte Juli auf Kaufen umschaltete, haben wir die Absicherung aufgelöst. Dieter Haas U nverhofft kommt oft. Die anhaltende Stärke der Börse hat uns überrascht. Sie war so ausgeprägt, dass unser internes Modell Mitte Juli erstmals seit Februar 2008 die Ampel wieder auf grün geschaltet hat. Das Kaufsignal ist zwar erst schwach, dennoch besteht Grund zur Hoffnung, dass das Gröbste ausgestanden ist. Ganz trauen wir der Sache nicht und halten daher einen Teil der Mittel in Reserve, um bei Bedarf reagieren zu können. Wegen des eingesetzten Hebelproduktes MSMIO ist das Depot jedoch voll investiert. Die Long-Seite wird nach wie vor durch drei Exchange Traded Funds FRESMI, XMSMI und XSMI auf den SMI sowie neu durch den Exchange Traded Fund XMSMM abge- «Die Stimmung an den Aktienmärkten ist im Moment besser als die wirtschaftliche Lage!» die wirtschaftliche Lage! Sofern sich eine Trendumkehr abzeichnen sollte, wird die vorhandene Liquidität für den Kauf von Absicherungsinstrumenten eingesetzt. Umgesetzt würde diese durch einen der beiden vorsichtigen Mini-Shorts MSMIV und MSMIG. Im laufenden Jahr lag die Performance des Musterdepots bis zum 13. August bei plus 16 Prozent und übertraf diejenige der Benchmark SPI um 3,2 Prozentpunkte. Seit der Lancierung im März 2007 erzielte das Portfolio nach Transaktionskosten eine Rendite von plus 64,8 Prozent. Der SPI verlor in derselben Zeitspanne 26,2 Prozent, der SMIC 26,1 Prozent und der SPIEX 26,7 Prozent. In den nächsten drei Monaten rechnen wir mit einem Auslaufen der Hausse und erwarten zumindest eine Konsolidierung, die leicht in eine Wiederaufnahme des übergelagerten Abwärtstrends führen könnte. Es sei denn, die Notenbanken bekennen sich klar und deutlich zu einer inflationären Haltung. In diesem Falle wäre das Ende der Fahnenstange in weitere Ferne gerückt. News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren Musterportfolios «Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung» und «Rohstoffe» können Sie auf www. payoff.ch (Community/Forum/payoff Musterportfolios) jederzeit nachschlagen. Musterportfolio Schweiz versus SPI % 80 60 40 20 0 deckt. Leidtragender dieser Änderung war BKSPI, das einzige Tracker-Zertifikat auf den SPI. Durch den Kauf von XMSMM hat sich der Schwerpunkt etwas von den Blue Chips hin zum Gesamtmarkt verlagert. Mit dem aggressiven Mini-Long MSMIO gleichen wir die vorhandene Liquidität aus oder heben aus taktischen Gründen den Investitionsgrad leicht über 100 Prozent an. Nach der kräftigen Hausse seit Mitte Juli rechnen wir in den kommenden Wochen nur noch mit kleinen Kursfortschritten. Da die gegenwärtige Erholung an den Börsen vor allem von der Zufuhr frischer Liquidität durch die Notenbanken lebt, bleiben wir vorsichtig. Die Stimmung an den Aktienmärkten ist im Moment besser als www.payoff.ch | September 2009 -20 -40 -60 03.07 07.07 11.07 Musterportfolio Schweiz 03.08 SPI 07.08 11.08 03.09 07.09 Quelle: Derivative Partners Media Musterportfolio Aktien Schweiz-Wachstum Kurs Zertifikatstyp Symbol Emittent Typ Verfall Ratio (Wert in CHF) Anzahl DB Wert Gewicht 14.8.09 in % ETF SMI XSMI ETF open 100 60.84 500 30'420.00 18.3% ETF SMI FRESMI UBS ETF open 100 60.41 500 30'205.00 18.2% ETF SMI XMSMI CS ETF open 100 60.28 600 36'168.00 21.8% ETF SMIMX XMSMM CS ETF open 100 116.20 300 34'860.00 21.0% Mini-Long open 500 Mini Futures auf SMI MSMIO VON 1.32 7'000 9'240.00 5.6% CASH 25'235.52 15.2% Performance Total 64.8 Prozent 166'128.52 100.0% Quelle: Derivative Partners Media
  • 29. 29 PRODUCT REVIEW Produktvorstellungen und was daraus wurde In der Product Review analysieren wir den Erfolg oder Misserfolg der vor einem Jahr im payoff express oder payoff magazine präsentierten Strukturierten Produkte. Starke Erholung an Indiens Börse Symbol: INDIA Tracker-Zertifikat ISIN CH0025082949 Basiswert UBS India ADR Index Emittent UBS Verfall Fazit open-end Performance India Basket vs. India ETF und SP CNX Nifty % 110 Ausblick 100 90 80 Performance seit Vorstellung + 1,59 Prozent 70 60 Das im payoff magazine 09/08 vorgestellte Open-end Zertifikat auf den UBS India ADR Index erholte sich wesentlich schneller als viele andere Partizipationsprodukte auf Indizes. Beim Basiswert handelt es sich um einen in CHF berechneten Performanceindex, bei dem 70 Prozent der Nettodividenden reinvestiert werden. Er umfasst alle ADR- und GDR-Aktien, welche Gesellschaften von Indien repräsentieren. ADR (American Depository Receipts) oder GDR (Global Depository Receipts) sind Anrechte, herausgegeben von einer Bank, die Anspruch auf Aktien verbriefen. Die Top 10 des Index werden aufgrund ihrer Marktkapitalisierung gewichtet, wobei ein Cap bei 15 Prozent für eine vernünftige Diversifikation sorgt. 50 40 10.08 12.08 India Basket - INDIA 02.09 04.09 SP CNX Nifty 06.09 08.09 DB X-TR SP CNX NIFTY (XNIF) Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 03.09.08) INDIA erzielte in den vergangenen 12 Monaten im Vergleich zum SP CNX Nifty, dem bekanntesten Börsenbarometers Indiens, sowie dem an der Schweizer Börse kotierten ETF XNIF eine leichte Outperformance. Die sehr beachtliche Leistung unterstreicht den Wert von gut konstruierten Anlageprodukten. Die Börse Schweiz im Gesamtpaket Symbol: BKSPI Tracker-Zertifikat ISIN CH0045070742 Basiswert Swiss Performance Index SPI Emittent BKB Verfall Fazit open-end Performance Tracker-Zertifikat BKSPI versus SPI % 120 Performance seit Vorstellung - 5,69 Prozent Das einzige Tracker-Zertifikat auf den alle börsenkotierte schweizerische Unternehmen umfassenden Swiss Performance Index (payoff express 09/08) wurde an den diesjährigen Swiss Derivative Awards mit dem ersten Platz in der Kategorie der Partizipationsprodukte ausgezeichnet. Damit honorierte die Jury den Mut des Emittenten, sich erstmals an den Basiswert SPI heranzuwagen. Der bisherige Kursverlauf erfüllt die Erwartungen vollauf. Da in der Erholung seit dem 6. März 2009 atypischerweise die grosskapitalisierten Werte den Ton angaben, vermochte der SPI wie auch BKSPI nicht ganz mit dem Blue Chip Barometer SMIC mitzuhalten. Was nicht ist, das kann ja noch werden. In den letzten Wochen www.payoff.ch | September 2009 110 1 100 0 90 -1 80 Ausblick % 2 -2 70 -3 -4 60 10.08 BKSPI 12.08 02.09 04.09 06.09 Differenz BKSPI - SPI (rechte Skala) SPI 08.09 Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 17.09.08) hat das Interesse an der zweiten Garde etwas zugenommen. Mit steigendem Vertrauen in die gegenwärtige Aufwärtsbewegung dürften die kleinen und mittleren Gesellschaften stärker nachgefragt werden und ein Nachziehen des SPI zum SMIC ermöglichen. Davon sollte auch BKSPI profitieren können.
  • 30. 30 PRODUCT REVIEW Gold rückt wieder vor Symbol: XAUMH Mini-Futures ISIN CH0024897511 Basiswert Gold Emittent open-end Verfall Fazit ABN Amro Mini-Long XAUMH auf Gold versus Gold % 180 Ausblick Performance seit Vorstellung + 43,23 Prozent 160 140 120 100 80 Der im payoff express 09/08 erwähnte Mini-Long auf Gold hat sich sehr erfreulich entwickelt. Nach dem kurzzeitigen Taucher des Basiswertes im Spätsommer 2008 vermochte das Edelmetall seine Wertbeständigkeit eindrücklich unter Beweis zu stellen. Nach einer rund eineinhalbjährigen Konsolidierungsphase zwischen USD 712 und USD 1000 ist Gold reif für einen Sprung über die ominöse Marke von USD 1000. Gelingt dies, liegen Kurse bis mindestens USD 1200 in Reichweite. Auslösendes Moment für die Wiederaufnahme der Hausse könnte eine Schwäche des Dollars sein. Im Vorfeld des G-20-Gipfels vom 24./25. September in Pittsburgh USA dürften die Diskussionen um eine Ablösung des Greenback als al- 60 40 10.08 XAUMH 12.08 Gold 02.09 06.09 08.09 Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 03.08.09) leinige Welthandelswährung wieder aufflammen. Das verleiht Gold möglicherweise den nötigen Schub für einen dauerhaften Vorstoss in vierstellige Kursregionen. Für den Mini-Long XAUMH wäre das Musik in den Ohren. Die Chancen für weitere substanzielle Kursgewinne sind aus unserer Sicht intakt. Anzeige Strukturiert handeln. Mit Durchblick. Machen Sie den SCOACH QUALITY CHECK www.scoach.ch Scoach setzt neue Standards in Sachen Transparenz. Jetzt bietet die Scoach-Website Anlegern signifikante Antworten auf die relevanten Fragen: Wie liquide ist das Produkt? Wie eng ist die Kursspanne? Wie gut und in welcher Regelmässigkeit stellt der Emittent während eines Handelstages die Kurse? Neue und einzigartige Einblicke, um fundiert strukturiert zu handeln. Europas Börse für Strukturierte Produkte: www.scoach.ch www.payoff.ch | September 2009 04.09