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Nr. 3 | März 2009 | 6. Jahrgang | www.payoff.ch | CHF 12.50 | EUR 8.–

all about derivative investments

Kanada

mehr als nur das Ahornblatt

Neue Qualitäts-Kennzahl

Payoff Market Making Index

Learning Curve

Besicherte Zertifikate

Strukturierte Produkte
im weltweiten Vergleich
OPINION

2

Daniel Manser
Chefredaktor payoff

O
	 pinion
2	

Wenn aus P/E plötzlich N/A wird

F
	 ocus
3	
7	
9	
11 	
14	

Strukturierte Produkte im weltweiten Vergleich
Payoff Market Making Index
Besser vorankommen mit Mileage Warrants
Gewinner in der Krise?
Kanada: Mehr als nur das Ahornblatt

In
	 terview
17	 Interview mit Christopher Warren

P
	 roduct News
18	 Rohölpreis tief, Lagerbestand hoch – wie lange noch?
19	 Managed Futures mit Sicherheitsgurt
20	 Erfolgreich in allen Marktlagen

Investment idea
22	 Quo vadis Britisches Pfund?
23	 Open-end Money Market Plus 125 Zertifikate

Derive
24	 Toyota – Nichts ist unmöglich
25	 Japans Börse kommt nicht auf die Beine
26	 Die EZB im Zugzwang

Musterportfolio

27	 Musterportfolio Schweiz-Wachstum weiterhin auf Kurs	

Product review
29	 Produktevorstellungen und was daraus wurde

Learning CurvE
31	 Besicherte Zertifikate – Emittentenrisiko ade

Market monitor
33	
34	
35	
36	

Rating Watch
Attraktive Neuemissionen
Meistgehandelte derivative Hebel-Produkte
Meistgehandelte derivative Anlageprodukte

E
	 VENTS
37	 Rund um People  Events

	READER'S SERVICE
39	 Reader’s Voice
40	 Ticker News
40	 Impressum
www.payoff.ch | März 2009

Wenn aus P/E
plötzlich N/A wird
In den vergangenen Wochen und Monaten wurde von Analysten immer wieder die attraktive Bewertung der Aktien
als Kaufargument vorgebracht. Das Kurs/Gewinnverhältnis
(price/earning ratio P/E) sei markant zurückgekommen
und Aktien seien somit verhältnismässig kostengünstig zu
erwerben. Dies ist auch korrekt – auf den ersten Blick. Was
bei dieser Betrachtungsweise jedoch nicht berücksichtigt
wird ist die Tatsache, dass Aktienkurse die Veränderung
der zu erwartenden Gewinne immer vorwegnehmen. In
Phasen einer konjunkturellen Abschwächung sind Aktien daher immer «attraktiv» bewertet, wogegen sie im
Aufschwung schnell teuer erscheinen mögen. Dies gilt es
zu beherzigen, denn in naher Zukunft wird sich das P/E einiger Unternehmen wohl in ein N/A (für Nicht Anwendbar,
da kein Gewinn) verwandeln. Im payoff Musterportfolio
«Schweiz Wachstum» berücksichtigen wir dies, und noch
einiges mehr. Die Outperformance von über 90 Prozent
gegenüber der Benchmark SPI spricht Bände (siehe Rubrik
Musterportfolio). Für die kommenden Wochen wird die bis
anhin gewählte defensive Strategie beibehalten, da weiter
mit schwächelnden Börsennotierungen gerechnet wird.
Bei Fragen zu unseren Musterportfolios stehen wir gerne
Red und Antwort.
Die Wichtigkeit des Market-Makings ist in Anlegerkreisen
unbestritten. Mit dem neuen «payoff market making index»
stellen wir für Investoren weltweit erstmals einen Vergleich
der Preisstellung derivativer Produkte pro Emittent zur
Verfügung. Dieser neuartige Index soll nicht anprangern,
sondern die Emittenten anspornen, dem Market-Making
noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Ab Seite 7 erfahren Sie alles Wichtige dazu.
Mit dieser Ausgabe erscheint payoff in einem neuen Look.
Eine klare Gliederung, übersichtliche Charts und aussagekräftige Tabellen sollen den Lesernutzen zusätzlich erhöhen. Keine Änderung erfährt der redaktionelle Inhalt;
dieser fokussiert nach wie vor auf die erfolgreiche Umsetzung von Anlageideen mittels Strukturierter Produkte
und ETFs.
3

FOCUS

Strukturierte Produkte im
weltweiten Vergleich
Strukturierte Produkte haben sich global zur festen Grösse für
die Kapitalanlage entwickelt. Dennoch bewahrt sich jede Nation
gewisse Eigenheiten bei den Anlagepräferenzen. Insgesamt erkennbar ist aktuell der Trend zu einfacheren Produktstrukturen,
möglichst mit Kapitalschutz, und mit besonderen Augenmerk
auf das Emittenten-Rating.

332 Mrd. CHF. Dennoch geniesst die Schweiz
per se einen erstklassigen Ruf als Innovationsmotor bei Strukturierten Produkten.
War es doch der damalige Schweizerische
Bankverein, welcher 1991 als erste Bank im
deutschsprachigen Raum ein Strukturiertes
Produkt mit Kapitalschutz lancierte.

www.istockphotos.com

Grösster Markt dank börsennotierter
Vielfalt gleich nebenan
Eine ähnlich lange Historie haben Strukturierte Produkte bei den Nachbarn in
Deutschland. Mitte der Neunziger Jahre begeisterten Warrants erste Privatinvestoren.

«Per se geniesst die Schweiz
einen erstklassigen Ruf als
Innovationsmotor bei Strukturierten Produkten.»

Strukturierte Produkte werden inzwischen auf allen Kontinenten gehandelt.
Martin Raab

B

ranchentreffs zum Thema Strukturierte Produkte gleichen derzeit der
Abschlussgala einer Hochsee-Regatta. Im kleineren Kreis wird sich lebendig
darüber ausgetauscht, welche Crews warum
den Tsunami am Finanzmarkt mehr oder
weniger vollständig überlebt haben und
welche mit Mast- und Schottbruch untergegangen sind. Trotz Höhen und Tiefen haben
sich Strukturierte Produkte, angefeuert von
stetiger Produktinnovation, zur festen Grösse für die Kapitalanlage entwickelt. Allein
die fünf grössten Börsen für Strukturierte
Produkte setzten im letzten Jahr ein Volumen von rund 1 Billion US-Dollar um – trotz
oder gerade wegen Rekordvolatilitäten.
Länderspezifisch gibt es jedoch nach wie

www.payoff.ch | März 2009

vor sehr unterschiedliche Investoren-Präferenzen und Popularitätsunterschiede.
Die Schweiz bleibt bei Strukturierten
Produkten führend
Die Schweiz zählt im weltweiten Vergleich
nach wie vor zum grössten Markt für Strukturierte Produkte. Diese Pole-Position ist
massgeblich dem OTC-Markt zu verdanken.
Beim Blick auf börsengehandelte Produkte
liegt die Schweiz (Scoach) mit derzeit rund
22’000 gelisteten Derivaten im Mittelfeld.
Im Gleichschritt mit anderen europäischen
Märkten haben sich nach aktuellen Zahlen der SNB die Wertschriftenbestände in
Strukturierten Produkten auf 260 Mrd. CHF
reduziert. Das Jahreshoch 2008 betrug rund

Zwischenzeitlich hat sich dort – gemessen
an der börsennotierten Vielfalt – der grösste
Markt für Strukturierte Produkte weltweit
entwickelt. Besonders beliebt sind bei den
deutschen Anlegern zurzeit Discount-Zertifikate auf Indizes und Aktien sowie kapitalgarantierte Zertifikate. Am Börsenplatz
Frankfurt (Scoach Europa) stehen derzeit
über 300’000 verbriefte Derivate zur Verfügung. Erzrivale Stuttgart (Euwax) bietet
mit rund 360’000 Produkten etwas mehr in
Sachen Quantität und kann zwei Drittel aller
derivativen Börsenumsätze auf sich vereinigen. Dennoch gilt Scoach, die Marke der
«Achse Frankfurt-Zürich», mit einem Umsatz
von 64,6 Mrd. Euro als umsatzstärkste Börse
für Strukturierte Produkte in Europa – nicht
zuletzt dank der Technologie des Handelssystems Xetra, die Zugang zu Kunden in ganz
Europa ermöglicht.
Individuelles Research statt Bankberater
Anders als in der Schweiz investiert die
Mehrheit der deutschen Privatanleger, speziell bei kleinen Anlagevermögen, eher auf
4

FOCUS

eigene Faust. Rat und Hilfe eines Beraters
oder Vermögensverwalters für die Anlage
in Strukturierte Produkte kommen erst bei
grossen Vermögen ins Spiel. Gleichlauf ist
hingegen bei der Entwicklung des ausstehenden Volumens festzustellen. Nach Zahlen des Deutschen Derivate Verbands ist
der Wert der Strukturierten Produkte per
Ultimo 2008 auf 80,2 Mrd. Euro (gegenüber
134 Mrd. Euro in 2007) abgeschmolzen. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor, jedoch
erwartet man vorerst nur eine moderate Erholung für das Frühjahr 2009.

dukten: In Spanien hat dies aber auch steuerliche Gründe, denn Spekulationsprodukte
geniessen dort gegenüber Zertifikaten einen
Vorteil beim Fiskus. Die Bolsa de Madrid
setzte im Jahr 2008 Strukturierte Produkte
im Wert von 2,8 Mrd. EUR um, wobei rund
80 Prozent des Geschäfts durch Hebelprodukte ausgefüllt werden. Dennoch wird für
dieses Jahr speziell in Spanien ein Einbruch
bei den Umsätzen erwartet. Im paneuropäischen Epizentrum der Immobilienkrise sind
unzählige Privatanleger dazu gezwungen,
ihre Depots aufzulösen.

Verschiedene Vorlieben kennzeichnen
den Markt in Europa
Weitere nennenswerte Märkte für Strukturierte Produkte in Europa sind Italien (Borsa
Italiana), Spanien (Bolsa de Madrid) sowie
Frankreich, Benelux und Portugal (NYSE
Euronext). Alle Märkte zeichnen sich durch
rasantes Wachstum aus, obgleich seit dem
Sommer 2008 ein kollektiver Dämpfer bei
den Handelsumsätzen festzustellen ist. Speziell in Italien sind hebelstarke Warrants
aber nach wie vor heiss geliebt. Anlageprodukte werden hingegen nur von einem
Viertel der italienischen Anleger gekauft.
Passend hierzu zählt die Haltedauer von Derivaten in Italien zu den kürzesten weltweit.
Ähnliche Attraktivität verspürt man auf der
iberischen Halbinsel gegenüber Hebelpro-

«Speziell in Italien sind hebelstarke Warrants nach wie vor
heiss begehrt.»
Robust zeigen sich hingegen die durchschnittlichen Handelsumsätze an der NYSE
Euronext, die Handel mit Strukturierten
Produkten in Paris, Amsterdam, Brüssel und
Lissabon anbietet. Dort wurden im Jahr 2008
insgesamt 861 Mio. EUR in Warrants und 1,5
Mrd. EUR in Zertifikaten umgesetzt. In den
Niederlanden dominieren Anlagezertifikate,
französische Anleger fühlen sich eher den
Hebelprodukten bzw. Warrants hingezogen,
in Belgien halten sich Hebel- und Anlageprodukte die Waage und die Portugiesen setzen

– wie Italien und Spanien – fast ausschliesslich auf Hebelprodukte.
Langsamer Stimmungswechsel bei den
Briten
Die überzeugtesten Hebeltrader sitzen
jedoch definitiv in Grossbritannien. Deren Werkzeug sind OTC-gehandelte CFDs
(Contracts for Difference), vergleichbar mit
Mini-Futures. Verlässliche Umsatzzahlen
für den landesweiten CFD-Handel gibt es
keine, die Schätzungen reichen von 5 bis zu
7 Mrd. EUR täglichem (!) Handelsvolumen.
Entsprechend gering sind dafür das Handelsvolumen wie auch die Anzahl der gelisteten
Derivate an der London Stock Exchange. Per
Jahresultimo 2008 wurden rund 860 Mio.
EUR umgesetzt, bei knapp 1'000 gelisteten
Strukturierten Produkten. Interessanterweise wurden im selben Zeitraum auf der Insel
rund 8,5 Mrd. EUR – an der Börse vorbei
– in Strukturierten Produkten direkt bei
Retail-Kunden platziert. Experten rechnen
mit einem anhaltenden Stimmungswechsel
der dortigen Privatanleger hin zu verbrieften
Derivaten.
Amerika setzt auf Kapitalschutz und
marktneutrale Renditen
Eher Clubcharakter besitzen Strukturierte
Produkte bislang im US-Markt. Aufgrund
gesetzlicher Restriktionen und Haftungs-➤

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5

fragen werden derartige Investments nur
an so genannte «Accredited Investors»
verkauft, d.h. Privatkunden mit mehr als
1 Mio. USD Anlageguthaben oder 200’000
USD jährlichem Einkommen. Seit rund
zwei Jahren haben sich diverse Emittenten
innerhalb dieses Rechtsrahmens nun aus
der Deckung gewagt. Einen klassischen
Handel von Strukturierten Produkten gibt
es an der New Yorker Börse nicht. Die knapp
500 dort als «Structured Products» gelisteten
Wertpapiere sind mehr für institutionelle Investoren geeignet und haben sehr wenig mit
europäischen Produkten gemein. Stark im
Trend sind die im OTC-Markt handelbaren
«Reverse Exchangeables», bei uns als Reverse Convertibles bekannt.
«Aktuell spielt die Kreditqualität des jeweiligen Emittenten eine entscheidende Rolle
für Privatanleger. Es werden daher nur noch
Strukturierte Produkte von Emittenten mit
erstklassigem Rating gekauft. Parallel ist
ein sprunghafter Anstieg nach kapitalgarantierten Produkten feststellbar», so Serge
Troyanovsky, Direktor bei der BNP Paribas
in New York. Ähnlich sieht Chris Warren,
Head of Structured Products Americas bei
DWS Investments das Nachfrageverhalten:
«Neben dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis
setzen Anleger auch auf kurz- bis mittelfristige taktische Positionen im Aktienmarkt.
Generell überwiegt stets der Wunsch nach
einfachen, verständlichen Produkten». Erfahrene Privatanleger hegen aktuell auch
verstärkt den Wunsch nach marktneutralen
Renditen. So sind Strukturierte Produkte basierend auf alternativen Investmentansätzen
wie dem «Millenium Multi-Asset Dynamic
Index» der BNP Paribas momentan gefragter
denn je.
Helle Aufregung und hartgesottene
Trader…
In einigen Märkten Asiens bläst den Anbietern von Strukturierten Produkten derzeit
kalter Wind ins Gesicht. Grund hierfür ist
das so genannte «Minibond-Fiasko». Mit
dem Konkurs von Lehman Brothers wurden sämtliche speziell in Asien verkauften
«Minibonds» des US-Emittenten wertlos. Al-

www.payoff.ch | März 2009

FOCUS

lein in Hongkong waren rund 43’700 Anleger mit umgerechnet 1,8 Mrd. CHF in diese
Papiere investiert. Nach medienwirksamen
Massenprotesten und mehreren Suizidfällen hoffnungsloser Investoren reagierte die
Regierung in Hongkong überraschend unbürokratisch: Jeder geprellte Anleger erhält
«schnellstmöglich» eine Entschädigung aus
der Staatskasse. «Das Geschäft mit Strukturierten Produkten wird nicht kleiner werden, aber die Krise ist der Katalysator für
ein neues Denken bei Vertrieb, Produktqualität und Anlegerweiterbildung», bringt es
Sandra Lee, Head of Retail Structured Products der Société Générale in Hongkong, auf
den Punkt. Auch bei der Hongkong Stock
Exchange, der weltweit umsatzstärksten
Börse im Handel mit verbrieften Derivaten,
übt man sich in Zuversicht. Die Chinesen
haben unablässig Interesse am täglichen

«Mit dem Minibond-Fiasko
verloren Anlager alleine in
Hongkong 1,8 Mrd. CHF»
Handel mit Warrants und Callable Bull/
Bear-Contracts (ähnlich den Knock-out
Warrants). Allein im Januar 2009 wurde
bei den Warrants ein Handelsvolumen von
insgesamt 15 Mrd. CHF generiert.
…heizen den asiatischen Märkten ein
Auf dem chinesischen Festland ist bislang
nur die Shenzhen Stock Exchange und
die Shanghai Stock Exchange im WarrantHandel aktiv. An erstgenannter sind 15
Warrants notiert, in Shanghai sind es 32.
In China ist es bislang nicht möglich, verbriefte Derivate zu emittieren. Die einzigen

dort erlaubten Produkte sind «Company
Warrants», und diese stammen von einheimischen Unternehmen. Aus Mangel an Anlagemöglichkeiten entwickelten sich diese
Warrants zum ultimativen Magnet für chinesische Kleinanleger, denen es verboten
ist im Ausland (inklusive Hongkong) ihr
Geld anzulegen. Am 20.10.2008 überholte
der Warrant-Handel an der Börse Shenzhen
mit einem Tagesvolumen von 5,5 Mrd. CHF
sogar das Tagesvolumen der Aktien (5,3
Mrd. CHF).
Rasante Marktentwicklung in «Down
Under»
Der wachstumsstärkste Newcomer bei
Strukturierten Produkten im Pazifischen
Raum ist definitiv Australien. Zwar zählt
die Australian Securities Exchange nur 12
Emittenten, welche Warrants zum Handel
anbieten, dennoch kann sich die Zahl von
derzeit 3'800 verschiedenen Produkten
sehen lassen. In Australien werden Warrants in zwei Hauptkategorien aufgeteilt:
Trading- und Instalment-Warrants. Erstgenannte sind die global bekannten Hebelprodukte, wogegen es sich bei den Instalments um konservative Produkte handelt.
Diese bieten Investoren die Möglichkeit,
mit kleinem Kapitaleinsatz an der Entwicklung einer Aktie oder eines Index zu
partizipieren. Besonders beliebt sind diese
Produkte, weil die bezahlten Zinsen und
Gebühren von australischen Anlegern als
Aufwendungen von der Steuer abgesetzt
werden können. Darüber hinaus gibt es in
der ehemaligen britischen Kronkolonie –
im Unterschied zu Grossbritannien selbst
– einen beschaulichen Börsenhandel mit
knapp 300 Trades pro Tag in aktuell 55 gelisteten CFDs. 	
■

Die fünf umsatzstärksten Börsen im Handel mit verbrieften Derivaten
		
Umsätze (USD Mrd.)
Rang	
Börse	
2008	
2007	
1	
Hong Kong Exchange	
574.5	
612	
2	
Deutsche Börse	
337.4	
440	
3	
Korea Exchange	
85.7	
73	
4	
SIX Swiss Exchange	
55.9	
63	
5	
Euronext	
47.8	
51	

Veränderung
-6.10%
-23.40%
17.40%
-11.30%
-6.30%

Quelle: World Federation of Exchanges
EFG Financial Products AG
Brandschenkestrasse 90
P.O. Box 1686, CH-8027 Zurich
Phone +41 58 800 1111, www.efgfp.com

ZEI

CH

NU
N
27.0 G S S C
3.20 H l U
SS
09

REVERSE CoNVERTIBLES MIT TIEFEM STRIKE
Auf Schweizer, europäiSche und AmerikAniSche Aktien
Die vorliegenden Reverse Convertibles mit tiefem Strike eröffnen Anlegern, die weitere Kurskorrekturen nicht ausschliessen und dennoch bereit sind, ausgewählte
Aktien zu tieferen Kursen zu erweben, attraktive Anlagemöglichkeiten.
Dank den anhaltend hohen Volatilitäten können Investoren trotz tieferem Strike von soliden Couponzahlungen profitieren.
20 REVERSE CONVERTIBlES MIT TIEFEM STRIKE
Garantierte Coupons am laufzeitende von 1.3% bis 8.6%
Sechs Monate laufzeit
80% Strike level - Verluste erst ab 20% Korrektur vor dem aktuellen level
Auszahlungswährungen CHF, EUR und USD
BASISwERT

VALoR

wäHRuNG

CouPoN

ABB LTD-REG
ZuRICH FINANCIAL SERVICES-REG
HoLCIM LTD-REG
RoCHE HoLDING AG-GENuSSCHEIN
ARCELoRMITTAL-REG
AXA-REG
DEuTSCHE BANK AG-REGISTERED
ALLIANZ SE-REG
IBERDRoLA SA
NoKIA oYJ-REG
THYSSENKRuPP AG-REG
VEoLIA ENVIRoNNEMENT
GDF SuEZ
GENERAL ELECTRIC Co
CAPITAL oNE FINANCIAL CoRP
AMERICAN EXPRESS Co
uNITED STATES STEEL CoRP
CATERPILLAR INC
DELL INC
CISCo SYSTEMS INC

2993147
2993175
2993178
2993182
2993184
2993202
2993264
2993266
2993294
2993319
2993761
2993971
2993996
2994045
2994114
2994138
2994151
2994169
2994216
2994233

CHF
CHF
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6.00%
5.60%
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1.30%
8.60%
8.20%
8.00%
7.50%
7.20%
6.20%
5.60%
4.40%
4.00%
8.10%
8.00%
7.80%
6.80%
6.10%
5.70%
2.80%

Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen.
EFG International AG tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf.
Financial Engineering  Distribution, Tel. +41 58 800 1111, www.efgfp.com
Jan Schoch, Michael Hölzle, Florian Streiff, Christophe Spanier, Lorenz Roder, Lorenz Arnet, York-Peter Meyer, Stavros Pavlidis, Laura
Deneke, Patricia Benz, Marco Kott, David Schmid, Mark Gustafson, Sofiane Zaiem, Nathanael Gabay, Tomas Hurcik
Dieses Inserat dient nur zu Informationszwecken und stellt weder e ne Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder E n adung zur Offertstellung dar Alle Angaben sind ohne Ge
währ Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente S e qual fizieren nicht a s Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art 7 ff des schwe zerischen
Bundesgesetzes über d e kol ekt ven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufs cht (FINMA) Die Anleger sind dem Kreditrisiko
der Emittentin resp der Garant egeberin ausgesetzt Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im S nne des Kotierungsreglementes dar
Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel +41 (0)58 800 1111 Fax +41 (0)58 800 1010 oder über E Mail: termsheet@efgfp com bezogen werden
Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht) Quelle:*The Banker, Juli 2008; **Payoff,
Dezember 2008
© EFG Financial Products AG A le Rechte vorbehalten
M tglied bei

EFG Financial Products AG ist
ein Schweizer Effektenhändler
und gehört zur EFG Bank European Financial Group – der
drittgrössten
Bankengruppe
der Schweiz.* Laut BIS Capital Ratio* Emittent mit der
besten Kapitalisierung aller in
der Schweiz tätigen DerivatEmittenten.**
7

FOCUS

Payoff Market Making Index

www.istockphotos.com

Mangelhaftes Market-Making ist aus Anlegersicht eines der
grössten Mankos beim Investieren in Strukturierte Produkte.
Um diesen Problembereich zu verbessern, publiziert Scoach
seit Neuestem Qualitätskennzahlen für jedes gelistete Produkt.
Auf diesen Zahlen basierend, entwickelte Derivative Partners
den «payoff market making index».

Das Market-Making wird mit scharfem Blick verfolgt.
Andreas Kropf und Daniel Manser

D

ie turbulenten Handelstage im September und Oktober 2008 liessen
nicht nur die Volatilitäten der Aktienwerte in die Höhe schnellen. Eine andere
Erkenntnis dieser Tage war, dass das Market-Making der Emittenten insbesondere
in hektischen Zeiten oftmals zu wünschen
übrig lässt. Dies kann dazu führen, dass
Anleger ihre Produkte nicht mehr unmittelbar verkaufen können oder aber dass
die Spreads, also die Differenz zwischen
Geld- und Briefkursen plötzlich deutlich
ausgeweitet wurden. Im Anlegerforum auf
www.payoff.ch kam es denn auch in den
vergangenen Monaten immer wieder zu Reklamationen seitens der Anleger, dass die
gestellten Kurse nicht den Erwartungen entsprächen. Daraufhin hat die Schweizer Derivatbörse Scoach reagiert und die Qualität
des Market-Makings transparent gemacht.
Seit Ende Januar veröffentlicht sie tagesaktuell QQM Qualitätsmerkmale. QQM steht
für «Quotes Quality Metrics». Damit stellt
die Derivatbörse die Grundlage für den Vergleich der Preisstellung der verschiedenen

www.payoff.ch | März 2009

Emittenten zur Verfügung.
Den Emittenten auf die Finger geschaut
Die QQM beobachten börsentäglich folgende
vier Merkmale pro Strukturiertes Produkt:
	 •	Durchschnittlicher Spread
	 •	Durchschnittliches Volumen
	 •	Verfügbarkeit der Quotes
	 •	Tagesend-Geld- und Briefkurs
Die gemessenen Resultate werden jeweils
am folgenden Handelstag bis 14 Uhr auf
www.scoach.ch aufgeschaltet und für 10
Tage angezeigt. Damit haben Anleger die
Möglichkeit, vor dem Kauf eines Produktes
zu überprüfen, ob in den vergangenen zwei
Wochen ein qualitativ hochstehendes Market-Making gewährleistet war.
QQM-Berechnung
Detailinformationen zur genauen QQMBerechnung finden sich unter http://
www.scoach.ch/DE/MediaLibrary/Document/QQM_Methodology_D_Final_.pdf

Market-Making
Mit dem Market-Making (den Markt
machen, Marktpflege) stellt der Emittent
sicher, dass in einem ausgegebenen Produkt jederzeit Geld- und Briefkurse mit
ausreichendem Volumen gestellt sind
und so die Marktliquidität gewährleistet
ist. Ein gutes Market-Making gibt den
Investoren die Sicherheit, ein Produkt
jederzeit zu fairen Preisen kaufen und
verkaufen zu können.

Der «payoff market making index»
Die Qualitätskennzahlen der Scoach lassen
erkennen, ob für ein bestimmtes Produkt
in den letzten 10 Handelstagen ein hochstehendes Market-Making gegeben war. Ein
weiterer Blick zurück ist nicht möglich.
Auch ein Vergleich der verschiedenen
Emittenten untereinander kann anhand
der QQM-Rohdaten nur sehr schwer gemacht werden. Hier setzt nun der «payoff
market making index» an. Es stellt sich
nämlich die naheliegende Frage, welche
Emittenten denn nun im letzten Monat bereits ein professionelles Market-Making
anbieten und bei welchen Emittenten noch
Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Ein
solcher Emittentenvergleich ist nicht ganz
trivial, da die Produkte je nach Basiswert
und aktuellem Kurs unterschiedlich behandelt werden müssen. Der «payoff market

«Mangelhaftes MarketMaking ist aus Anlegersicht
eines der grössten Mankos
beim Investieren in Strukturierte Produkte.»
making index» wird diesen Anforderungen
mit einer dreiteiligen Vorgehensweise gerecht. In den Index fliessen die Verfügbarkeit der Quotes, die maximalen Spreads
und die durchschnittlichen Volumen der
8

Geldkurse ein. Berücksichtigt werden alle
gelisteten Produkte, wobei nur bei der
Verfügbarkeit von Quotes auch Produkte
ohne gestellte Kurse berücksichtigt werden. Nachdem die drei Teil-Kennzahlen
ermittelt sind, werden sie gewichtet und
dann als Durchschnitt auf Monatsbasis
errechnet. So ergibt sich schlussendlich
eine Kennzahl, die die Qualität des Market-Makings für jeden Emittenten darstellt.
Berücksichtigt werden alle Emittenten mit
mindestens zehn gelisteten Produkten.
Verfügbarkeit der Quotes
Diese Teil-Kennzahl zeigt auf, ob für ein bestimmtes Produkt immer ein Geld- und/oder
Briefkurs gestellt wurde. Die Kennzahl wird
in Prozent der Erfüllungszeit angegeben. Für
den Emittenten-Check werden die Resultate
der verschiedenen Produkte aggregiert.
Maximaler Spread
Bei den Spreads wurde von payoff ein maximal zulässiger Spread pro Produkt definiert.
Dieser Maximalspread wird in erster Linie
vom Geldkurs des Produktes beeinflusst.
Basiswerte mit anspruchsvollerem Hedging
wie z.B. Rohstoff-Futures oder Basketprodukte profitieren dabei von einem höheren
Toleranzwert. Wurde der Maximalspread
während der Beobachtungsphase nie überschritten, gilt diese Teil-Kennzahl als erfüllt
(siehe Berechnungsbeispiel 1). Pro Emittent
ergibt sich dann eine Kennzahl, die zeigt,
wie viel Prozent der Produkte die Bedingungen erfüllten.
Berechnungsbeispiel 1
Bei einem Geldkurs von CHF 1.0 – 1.99
liegt die Spread-Obergrenze bei 2 Prozent.
Ein Produkt notiert bei CHF 1.50 auf 1.52,
es ergibt sich somit ein Spread von
Briefkurs – Geldkurs	 1.52- 1.50
=1.33%
Geldkurs/100	
1.50/100
Dieses Produkt würde die Anforderungen damit erfüllen.

FOCUS

Volumen der Geldkurse
Ein Anleger muss jederzeit die Möglichkeit
haben, ein Produkt aus seinem Portfolio
verkaufen zu können. Daher ist ein permanent gestellter Geldkurs von grosser
Bedeutung. Ebenso wichtig ist aber auch,
dass genügend Volumen gestellt wird, so
dass eine Portfolio-Position wirklich komplett verkauft werden kann. Aus diesem
Grund fliesst das gestellte durchschnittliche Tages-Rückkauf-Volumen ebenfalls
in die Kennzahl ein. Ein durchschnittlicher
Privatanleger investiert bis zu CHF 25‘000
in ein einzelnes Produkt. Als MindestRücknahmevolumen wurde also dieser
Betrag angenommen (siehe Berechnungsbeispiel 2).
Berechnungsbeispiel 2
Ein Produkt notiert bei CHF 1.50. Vom
Emittenten wird ein Rückkauf-Volumen
von 10‘000 Stück gestellt. Das gestellt
Volumen in CHF ist damit

maximal zu erreichende Wert beträgt
100 Punkte. Am nächsten an diesen Maximalwert kam die Bayerische Hypo- und
Vereinsbank heran. Sie hatte es allerdings
relativ einfach, da sie in der Schweiz nur
zwanzig Tracker-Zertifikate gelistet hat.
Auf dem zweiten Platz folgt die holländische Rabobank (18 Produkte). Das Podest
komplettiert die französische BNP Paribas
(16 Produkte).
Grosses Verbesserungspotenzial lässt sich
bei der Valartis Bank und bei der BSI orten,

«Den Spitzenwert schaffte die
Bayerische Hypo- und
Vereinsbank.»
welche mit einem Indexwert von 41,0 respektive 47.3 abgeschlagen am Schluss der
Tabelle stehen. Auch JP Morgan brilliert in
Sachen Market Making noch nicht. Aber
was nicht ist kann ja noch werden.

CHF 1.50 x 10‘000 = CHF 15‘000.-Dieses Produkt würde die Anforderungen damit nicht erfüllen.
Die drei Teilkennzahlen werden schlussendlich gewichtet addiert, so dass sich
pro Emittent eine Kennzahl ergibt. Der

Der Durchschnittswert von 73.1 wird nun
monatlich als Benchmark herangezogen in
der Hoffnung, dass sich dieser kontinuier■
lich steigern wird.	

payoff market making index
Anzahl
Produkte
Bayerische Hypo- und Vereinsbank
Rabobank
BNP Paribas
Basler Kantonalbank
ZKB
Julius Bär
Vontobel
Credit Suisse
Banque Cantonale Vaudoise
Clariden Leu
Sal. Oppenheim
HSBC Trinkaus
Goldman Sachs
ABN Amro
Durchschnitt
UBS
Société Générale
Bank Sarasin
Dresdner Bank
EFG Financial Products AG
Merrill Lynch
Deutsche Bank
JP Morgan
BSI
Valartis Bank

Erfüllungsgrad
Kurs-Verfügbarkeit

Spread

Volumen

20
18
16
133
1'890
1'614
5'556
1'667
278
606
396
622
2'270
1'170
3'698
82
464
94
681
706
1'194
278
73
31
0

10

20

30

40

50

60

70

80

90

100

Quelle: Derivative Partners AG

www.payoff.ch | März 2009
9

FOCUS

Besser vorankommen mit
Mileage Warrants

www.istockphotos.com

Haben Sie diese Erfahrung auch schon gemacht? Sie befinden
sich im städtischen Abendverkehr und das Bordsystems Ihres
Autos klärt Sie darüber auf, dass Ihre Tankfüllung noch für 30
Kilometer reicht. Später, nach Erreichen der Autobahn, steigt
die angegebene Reichweite auf über 50 Kilometer an. Der
Mileage-Effekt lässt grüssen!

Wie der Wind für den Segler, bestimmt die Volatilität für den Mileage Warrant, wie weit er kommt.
Simona Staub und Patrick Stettler, Sales RMP for Equities  Commodities, UBS Investment Bank

D

er Begriff Mileage stammt aus der
Automobilwelt und kann am Besten
mit «Reichweite» übersetzt werden.
Im Gegensatz zu traditionellen Warrants ist
die Laufzeit von Mileage Warrants flexibel
und passt sich dem Marktumfeld an. Sie verfallen, wenn ein vorab definiertes Varianzbudget aufgebraucht ist.

Die Mileage-Technik besticht in dreifacher Hinsicht.
• 	Erstens nutzt sie den Markteffekt von statis		 tisch überhöhten Impliziten Volatilitäten.
•	 Zweitens kann man dank ihr die Sicht auf
		 sinkende Volatilitäten implementieren.
•	 Drittens sind die Preise von Mileage War		 rants - im Gegensatz zu traditionellen War		 rants - während ihrer Laufzeit nahezu immun
		 gegenVeränderungen der implizitenVolatilität.

www.payoff.ch | März 2009

Zur Funktionsweise
Den Mileage Warrants wird bei Emission ein
sogenanntes Varianzbudget mit auf den Weg
gegeben (eine Art «Tankfüllung»). Dieses Varianzbudget wird rechnerisch auf Basis einer
angestrebten Lebensdauer ermittelt. Nach
erfolgter Emission wird auf Tagesbasis die
realisierte Volatilität gemessen und vom
Varianzbudget subtrahiert. Sobald dieses
aufgebraucht ist, verfällt der Warrant und
sein innerer Wert wird analog zu klassischen
Calls und Puts berechnet.
Zu teure Implizite Volatilitäten
Künftige Marktentwicklungen oder Ereignisse sind nur bedingt vorhersehbar. Nebst
objektiven Einflussfaktoren fliessen auch
subjektive Elemente wie Angst und Gier
oder Nachfrage und Angebot in die Preisstel-

lung mit ein. Statistisch gesehen handeln Implizite Volatilitäten daher oftmals zu hoch.
Eine vereinfachte Analyse veranschaulicht
diesen statistischen Effekt am Beispiel des
SP 500® Index (Grafik 1). Der Markt bewegt sich meist weniger stark (Realisierte
Volatilität = grüne Linie) als von den Marktteilnehmern angenommen (Implizite Volatilität = blaue Linie). Dies kann verglichen werden mit dem niedrigeren Benzinverbrauch
und der damit einhergehenden grösseren
Distanz, die bei sparsamerem Fahrverhalten
erzielt werden kann. Mileage Warrants werden sozusagen für ökonomisches Verhalten
belohnt, während klassischen Warrants diese Möglichkeit vorenthalten bleibt!
Wie Mileage Warrants generell bei sinkenden Volatilitäten auf die Überholspur gehen
Dieser Effekt lässt sich am einfachsten anhand des folgenden Beispiels erläutern. Ein
Anleger investiert in einen Call-Warrant auf
den SP 500® Index mit einer Laufzeit von
zwölf Monaten. Die Implizite Volatilität der
gewünschten Laufzeit beträgt 38,87% p.a.,
woraus sich für einen Mileage Warrant (Call)
ein Varianzbudget von 10'000 * 0.3887^2
= 1510.88 errechnet. Bewegt sich der SP
500® wie erwartet, wird das Varianzbudget in exakt zwölf Monaten aufgebraucht
sein und der Warrant verfällt, analog zum
klassischen Call Warrant. Für den Anleger
hätte es in diesem Fall keinen Unterschied
gemacht, ob er einen klassischen Warrant
oder einen Mileage Warrant erworben hätte.
Fällt die Realisierte Volatilität jedoch tiefer
als 38,87% p.a. aus, wird das Budget langsamer verzehrt und der Verfall des Warrants
verschiebt sich in die Zukunft (Grafik 2, Kurve 1  2) – und umgekehrt (Grafik 2, Kurve
3). Als Anleger bleibt man somit länger investiert. In einem Marktumfeld mit hohen
Impliziten Volatilitäten kann der MileageEffekt besonders vorteilhaft sein. Somit ist
dies eine simple und effiziente Strategie, um
10

FOCUS

Fazit: Mileage Warrants sind dank ihrer Eigenschaften eine wertvolle Alternative zu
herkömmlichen Warrants. Für langfristig
denkende Anleger stellen sie ein effizientes
Instrument dar, um zusätzlich zum beabsichtigten Portfolio-Effekt auch eine Sicht auf
sich verändernde Volatilitäten einzunehmen.
Auch der eher kurzfristig orientierte Anleger
dürfte dank Mileage Warrants besser schlafen können, da er sich vor einem möglichen
Kollaps der Impliziten Volatilitäten nicht länger fürchten muss. Dem gegenüber steht das
Risiko einer verkürzten Laufzeit.

100
80
Realisierte Volatilität, VIX

Immunität gegenüber Impliziten
Volatilitäten
Mileage Warrants lassen sich während der
Laufzeit von den Veränderungen der Impliziten Volatilitäten praktisch nicht beeindrucken. Halter von Call Warrants, die während
eines Marktaufschwungs ihre Profite durch
sinkende Volatilitäten wie Butter an der
Sonne schmelzen sahen, werden diese Eigenschaft zu schätzen wissen.

Implizite versus realisierte Volatilität

Vom VIX prognostizierte
Volatilität

60
40
20
0

Effektive Volatilität ist
meistens tiefer

(20)
(40)

(60)
2003
1999
2001
1989
1991
1993
1995
1997
VIX Index (21 Tage verzögert)
Differenz
Realisierte Volatilität (21 Tage rollend)

2005

2007

2009

Am Beispiel des SP 500® wird sichtbar, dass sich der Markt meist weniger stark bewegt, als durch die Impliziten Volatilitäten prognostiziert. Gegenüber klassischen Warrants können sich Mileage Warrants somit mehr Reichweite verschaffen. Denn der Verzehr
des Varianzbudgets hängt von der Realisierten Volatilität ab.
Quelle: UBS Investment Bank

Zusammenhang Laufzeit und Restwert der Option
Zusammenhang Laufzeit und Restwert der Option bei unterschiedlichen Realisierten Vola-

% tilitäten. Beispiel von Mileage Put Optionen verglichen mit Vanilla Put auf den SP 500® Index
18

Die tiefe Realisierte Volatilität führt dazu, dass
die Option nach 12 Monaten noch einen hohen
Restwert aufweist und deutlich länger als erwartet existiert

16
14

Wert der Option

von sinkenden Volatilitäten zu profitieren!

12

1

10

2

8

3

6
4

Vorzeitiger Verfall nach ca. 9 Monaten

Vanilla Option verfällt nach exakt
12 Monaten

2

Wer sich nebst der Theorie auch für die
Fahrpraxis interessiert, sollte sich auf
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0

0

1

2

3

4

7
5
6
Laufzeit in Monaten

8

9

Mileage 38,87% Realisierte Volatilität (Beispiel)
Mileage 45% Realisierte Volatilität
Mileage 30% Realisierte Volatilität
Mileage 35% Realisierte Volatilität
Vanilla Put
Tiefer «Verbrauch» führt zu längerer Laufzeit – und umgekehrt.

10

11

Quelle: UBS Investment Bank

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www.payoff.ch | März 2009

12
FOCUS

11

Gewinner in der Krise?

BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und
China summieren sich bislang auf rund 3,6
Prozent des Bruttoinlandsprodukts1. Kernstück ist die dramatische Aufstockung der
Förderung von Infrastrukturprojekten um
den gesamten Erdball. Der Politik liegen
Ausbau und Instandhaltung der nationalen
Infrastruktur am Herzen. Schliesslich stellt
die Infrastrukturausstattung die Lebensader des Wirtschaftskreislaufs dar. Denn eine
Nation kann nur dann nachhaltig wachsen
und gedeihen, wenn die Infrastruktur reibungslos funktioniert. Grob umschrieben,
umfasst der Begriff Infrastruktur essenzielle
Bereiche wie Versorgung, Kommunikation,
Verkehr, aber auch Bildung und Gesundheit.

www.istockphotos.com

Zieht die Finanzkrise die gesamte Wirtschaft nach unten? Keineswegs. Ein Lichtblick ist der Infrastruktursektor. Vor dem Hintergrund des massiven Ausmasses weltweiter Investitionsprogramme zur Ankurbelung der Wirtschaft könnte sich für Anleger
ein genauerer Blick lohnen.

Hilfe für die Konjunktur
Investitionen in die Infrastruktur werden
also als Starthilfe des Konjunkturmotors
genutzt. Allerorts sollen neue Strassen gebaut, Energienetze ausgebaut, Hafenanlagen
erneuert oder Schienen verlegt werden. Die
Regierungen haben handfeste Gründe für
ihr Handeln: Das Kapital fliesst unmittelbar
und in vollem Umfang in die Wirtschaft des
jeweiligen Landes. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen.

Infrastrukturorientierte Unternehmen profitieren von den Massnahmenpaketen der Regierung.
Fabrizio Collesano, Sales Structured Products, DWS Schweiz GmbH

D

er Staat packt an. Rund um den
Globus stemmen sich Regierungen
gegen das drohende Abrutschen in
eine dauerhafte Rezession, die möglicherweise der Vorbote einer Depression ist. Waren ursprünglich die Turbulenzen noch auf
den US-amerikanischen Immobilienmarkt
beschränkt, zieht die Finanzkrise immer
weitere Kreise. Mittlerweile sind die Auswirkungen in der Realwirtschaft zu spüren.

Nahezu jede Branche hat mit Auftragsrückgängen zu kämpfen. Um dem drohenden
Einbruch der Nachfrage entgegenzuwirken, haben die grössten Wirtschaftsnationen seit Herbst des vergangenen Jahres
diverse Programme auf den Weg gebracht.
Das Zahlenwerk hat mittlerweile ein Volumen erreicht, das vor Jahresfrist noch
unvorstellbar erschien. Die angekündigten
Konjunkturspritzen der G7-Staaten und der

Was ist Infrastruktur?

Besonders hervorzuheben ist China. Zu den
ohnehin schon massiven Investitionsvolumen für Infrastrukturprojekte sollen allein
in den kommenden zwei Jahren zusätzliche
Mittel in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar
in die Infrastruktur geleitet werden2. Die
Vereinigten Staaten von Amerika stehen als

Welche Infrastruktursektoren könnten wie profitieren?
Grundstoffe

Indirekt

Industrieunternehmen

(Investitionsanreize,
bessere Abschreibungen)

R
i
s
i
k
o

Bauunternehmen
Häfen
Flughäfen

Energieversorgung
Strassen

Wasserversorgung

Direkt

(Staatl und private Aufträge)

Krankenhäuser

Quelle: DWS

www.payoff.ch | März 2009

Ertrag

Quelle: DWS
12

führende Wirtschaftsnation vor der grössten
Infrastrukturinitiative seit der Mitte der 50er
Jahre, als Präsident Dwight D. Eisenhower
den Bau des nationalen Highwaysystems
in Angriff nahm. Der Umfang des von der
Obama Administration vorgesehenen Konjunkturpaketes beläuft sich auf rund 5,8
Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung
der USA3. Experten gehen davon aus, dass
jede Milliarde US-Dollar, die in die amerikanische Verkehrsinfrastruktur investiert
wird, 35'000 neue Arbeitsplätze schaffen
könne4. In Deutschland sollen es 23 Milliarden US-Dollar sein, die der Infrastruktur
zugute kommen.5
Während es in etablierten Volkswirtschaften
auf Modernisierung und Instandhaltung der
bestehenden Infrastruktur ankommt, setzen
die Schwellenländer den Schwerpunkt auf
deren Ausbau. In den Megastädten der
Emerging Markets besteht ein hoher Investitionsbedarf, um die künftige Wasser- und
Stromversorgung zu gewährleisten. Der
Faktor Infrastruktur ist auch ein entscheidender Punkt bei der Ansiedlung multinationaler Konzerne. Für die exportorientierten
Schwellenländer ist der Ausbau des Eisenbahnnetzes, von Strassen, See- und Lufthäfen
lebenswichtig. Gerade um Lieferengpässe zu
vermeiden, müssen die Produktionsstätten
in Ostasien und die Rohstofflager in Zentralasien, Afrika und Südamerika mit den
grossen Abnehmern in Europa und den
USA verbunden werden. In den Industrie-

«Amerika erlebt die grösste
Infrastrukturinitiative seit Präsident Dwight D. Eisenhower»
staaten hingegen steht die Modernisierung
der bestehenden Ausstattung an. Aus Umwelt- und Energieeffizienz-Aspekten müssen
Wasser- und Stromleitungen saniert werden.
Bei Gebäuden wird dieser Bereich stark subventioniert. Und um die Informationsgesellschaft auf die nächste Stufe vorzubereiten,
wird eine weitreichende Förderung von
Breitband-Kabeln vorgenommen.

www.payoff.ch | März 2009

FOCUS

Welche Unternehmen profitieren?
Nutzniesser sind insbesondere Ausrüster im
Infrastrukturbereich. Dazu zählen vor allem
der Maschinenbau und Produzenten von
Grundstoffen. Aufgrund von Rezessionsängsten sind Aktien dieser konjunktursensitiven Unternehmen im zweiten Halbjahr
2008 stark gesunken. In Anbetracht der
massiven Staatsprogramme verbessern sich
die Aussichten bestimmter Unternehmen
schlagartig. Sie könnten direkt von den staatlichen Infrastrukturausgaben profitieren.
Im Vergleich dazu sind die Einnahmen
der Infrastrukturbetreiber von Natur aus
auch in Krisenzeiten recht stabil. Die zu
den Betreibern zählenden Energie- und
Wasserversorger sowie Telekommunikationsunternehmen haben im Allgemeinen
einen defensiven, ja konservativen Charakter. Oftmals befinden sie sich in monopolartigen Wettbewerbssituationen, die den
Eintritt neuer Wettbewerber oftmals verunmöglichen oder aber zumindest stark
einschränken.
Die Lösung
Trotz der positiven Rahmenbedingungen
im Infrastruktursektor ist es sinnvoll, eine
Anlage mit Kapitalschutz zu wählen. Für
sicherheitsorientierte Anleger bietet DWS
GO ein zu diesem Marktumfeld passende
Note bis voraussichtlich 20.03.2009 zur
Zeichnung an. Die DWS GO InfrastruX Protect Note 2009 (Valor 4 982 646) partizipiert
an der Wertentwicklung eines breit diversifizierten Infrastrukturindex. Sollte der
zugrunde liegende Index nach vier Jahren
(Laufzeitende) unter seinem Emissionsstand
liegen, erhält der Anleger 104 Prozent des
Emissionspreises zurück. Bei steigenden
Kursen hat der Anleger attraktive Renditechancen von maximal 6 Prozent pro
Quartal (max. 24% p.a.). Die Höhe der Auszahlung am Laufzeitende wird auf Basis
der Indexentwicklung der einzelnen Quartale ermittelt. Als Basiswert liegt dem Produkt der DWS InfrastruX Index zugrunde.
Er besteht aus einer Aktienkomponente,
die den Infrastruktursektor abbildet, und
einer Geldmarktkomponente. Sein hervorstechendes Merkmal ist ein volatilitäts-

Seit Januar 2007 arbeitet Fabrizio
Collesano bei DWS Schweiz GmbH. Er
ist im Sales für Strukturierte Produkte
tätig und war in dieser Funktion wesentlich am Aufbau von DWS GO – der
hauseigenen Plattform für Strukturierte
Produkte – beteiligt. Zuvor arbeitete
der gebürtige Italiener zehn Jahre lang
für den Credit Suisse Konzern. Bei der
Grossbank war er unter anderem in
den Bereichen Portfolio Management,
Investment Consulting sowie Research
 Advisory tätig. Weitere Erfahrungen
sammelte er in der Anlageberatung.
Herr Collesano besitzt den Abschluss
zum Finanzplaner mit eidgenössischem
Fachausweis.
gesteuerter Umschichtungsmechanismus.
Je nach Stärke der Marktschwankungen
werden die Gewichtungen der beiden Indexbausteine automatisch angepasst, so
dass sich eine nahezu konstante Schwankungsintensität des Basiswerts ergibt.
Der Vorteil für den Anleger: In schwankungsintensiven Zeiten wird die Aktienquote heruntergefahren. Beruhigt sich der
Markt, steigt die Gewichtung der Aktien■
komponente.	
1 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top
2 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top
3 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top
4 http://www.economist.com/world/unitedstates/displaystory.cfm?story_id=13061360
5 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top
13

J.P. Morgan Warrants – Strategisch investieren
Down-Out Put Warrants auf den SMI® Index
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Mechanismus

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Standard Put*

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Kursrückgängen bis zur jeweiligen Barriere

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Valoren

Strike

Barriere

4897755

5,500

4,000

4897756

5,750

4,000

4897757

6,000

4,000

Eine Anlage in Warrants ist tendenziell mit einem hohen Risiko behaftet.
* Der Down-Out Put Warrant ist im Preis günstiger als ein Put Warrant, da durch ein Unterschreiten der Barriere der Warrant wertlos verfällt.
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www.payoff.ch | März 2009
14

FOCUS

Kanada: Mehr als nur das
Ahornblatt

www.istockphotos.com

«Kanada ist nicht die USA», so philosophierte der kanadische
Premierminister Stephen Harper im Herbst letzten Jahres vor
den Parlamentswahlen. Die Wahlen konnten die Konservativen
für sich verbuchen – seine Aussage über die wirtschaftliche
Lage im Land der Ahornblätter musste der Premier schnell revidieren. Ein Blick auf das zweitgrösste Land der Erde offenbart
die derzeitigen Schwierigkeiten.

Abhängigkeit von der US-Ökonomie
In die Hypotheken-Krise waren Kanadas
Banken in nur geringem Ausmass direkt
involviert. Kanada ist jedoch durch Investitionen und Handel sehr stark von der
wirtschaftlichen Entwicklung in den USA
abhängig (ca. 80 Prozent der kanadischen
Produkte werden dorthin exportiert), was
sich in Krisenzeiten negativ auswirken
kann. In Kanada sind Investitionen (Häuserbau, Produktionsbereich) und Konsum
schwächer geworden; insbesondere die
Autoindustrie (Ontario/Quebec) ist stark
betroffen. Im August 2008 fiel der durch-

«Der Börsenindex von
Toronto, erreichte mit 15’154
Punkten sein Allzeithoch
Ende August.»

Nebst Gold und Ölsand gehört auch Holz zu den bekannten Rohstoffen Kanadas.
Alexander Heftrich

S

chon zweimal durfte Kanada die Jugend der Welt zu den Olympischen
Spielen willkommen heissen und
spielte dabei den perfekten Gastgeber.
Die Medaillen heimsten allerdings andere ein. Weder 1976 in Montreal noch 1988
in Calgary gewannen kanadische Sportler
auch nur eine einzige Goldmedaille. Ernüchterung kehrte ein. Aber die Menschen
in dem wirtschaftlich aufstrebenden, rohstoffreichen und riesigen Land, das in den
letzten fünfzig Jahren eine Verdopplung
der Bevölkerung auf 33 Millionen erlebte,
nahmen es gewohnt gelassen. Just in einem
Jahr soll sich das in Vancouver ändern. Der
sportliche Erfolg soll herbei – Balsam für

www.payoff.ch | März 2009

die geschundene Seele der von der Finanzkrise erfassten Kanadier.
Die goldenen Zeiten
Die Zeiten, in denen es für Kanadas
Wirtschaft nur eine Richtung – die nach
oben – gab, scheinen dieser Tage vorbei
zu sein. Getrieben von der immer weiter
steigenden Nachfrage nach Rohstoffen,
legte das an Gold und Ölsand reiche Land
in den vergangenen Jahren eine beeindruckende konjunkturelle Performance hin.
Zu bedenken gilt, dass rund 50 Prozent der
kanadischen Exporte dem Absatz von Rohstoffprodukten geschuldet sind.

schnittliche Verkaufspreis von Häusern
um rund sechs Prozent gegenüber dem
Vorjahresmonat. In den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres gingen laut
amtlichen Statistiken insgesamt 100’000
Arbeitsplätze verloren. Sinkende Rohstoffpreise bedeuten für Kanada eine weitere
Belastung. Im Januar 2009 verzeichneten
die Energiepreise einen weiteren Rückgang
von 10,9 Prozent; im Dezember 2008 waren
die Preise bereits um 11 Prozent gesunken.
Für das laufende Jahr (2009) wird mit einem
starken Rückgang des Wachstums, wenn
nicht gar mit einer Rezession gerechnet.
Die Indikatoren stimmen bedenklich, zumal der Export im Dezember um 9,7 Prozent
eingebrochen ist – der stärkste Rückgang
seit 1982. Just hat die Bank of Canada Mitte Dezember den Leitzins von 2,25 auf 1,5
Prozent gesenkt.
Der Hauptindex der Börse von Toronto, der
Anfang Juni mit 15’154 Punkten sein Allzeithoch erreichte und Ende August noch
nach oben tendiert hatte, notiert aktuell
15

knapp unter 8’000 Punkten. Im direkten
Vergleich zum SMI fällt auf, dass der SP/
TSX Composite Index in den vergangenen
sechs Monaten eine noch schlechtere Performance aufweist, jedoch seit Anfang 2009
etwas besser dasteht. Die neue Regierung
kündigte Ende Januar an, Massnahmen zu
ergreifen, um die Kreditklemme zu lockern.
Ausserdem will sie die Steuern senken und
in Infrastrukturmassnahmen investieren.
Zu diesem Zweck wurde ein 40 Milliarden
kanadische Dollar (37.3 Milliarden CHF)
schweres Konjunkturprogramm aufgelegt.
Dieses soll für die kommenden zwei Jahre
gelten. Innerhalb dieser Zeit wird im Haushalt ein Defizit von 63,5 Milliarden Dollar
erwartet.
Hoffnungsschimmer «RohstoffWährung»
Der Anleger steht nun vor der Frage, inwieweit Kanada eine Option für ein Investment
darstellt. Der Trumpf könnte aus einer baldigen Wiederbelebung der Weltkonjunktur
bestehen. Langfristig bleibt Kanada, auf
eine bis 2015 erwartete Verdoppelung der
Ölproduktion aus Ölsand auf 2,5 Millionen
Barrel pro Tag zu hoffen. Insbesondere die
Industriemetalle, aber auch die Ölpreise
sind seit einiger Zeit dabei, einen Boden auszubilden und die rasante Talfahrt des ver-

FOCUS

gangenen Jahres zu beenden. Hier könnten
die «Rohstoff-Währungen», wie beispielhaft
der australische und der kanadische Dollar,
ihre Vorteile ausspielen.
Das Angebot an Tracker-Zertifikaten auf
Kanada ist zum einen übersichtlich und
wartet zum anderen mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung auf. Die beiden
open-end Zertifikate auf den SP/TSX 60
Index von Goldman Sachs (CANOE) und
ABN Amro (CANAD) verlaufen relativ
unisono und vergleichsweise schlecht. Das

Bonus-Papier von Goldman Sachs (TSEBO)
mit Laufzeit bis Mai 2012 hat in den vergangenen sechs Monaten ähnlich viel eingebüsst; insofern stellt sich hier die Frage,
ob die Barriere von CAD 459.33 bei einer negativen konjunkturellen Entwicklung überhaupt Bestand haben wird. Interessanter
und lukrativ erscheinen Papiere mit Fokus
Rohstoffe, insbesondere Gold. Das Zertifikat
der ABN Amro (TSXCG) auf den SP/TSX
Capped Gold Index kann seit Jahresbeginn
2009 auf eine positive Entwicklung von ca.
15 Prozent zurückblicken. 	
➤

Performance-Unterschiede ausgewählter Kanada Zertifikate
%
120
110
100
90
80
70
60
50
40
06.07
10.07
02.08
06.08
09.08
01.09
Tracker-Zertifikat auf SP/TSX 60 (CANOE)
SP/TSX 60
Best Select Garant auf SP/TSX 60 (TB0TNU)
Quelle: Bloomberg (indexiert ab 03.06.2007)

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Lernen Sie die wilde
Seite Kanadas kennen!
Mit den Commerzbank Warrants,
Turbos und Tracker auf den SP/
TSX 60.

www.payoff.ch | März 2009

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Energy, Thompson Creek oder setzen Sie direkt
auf den SP/Toronto Stock Exchange Index.
www.zertifikate.commerzbank.de
16

FOCUS

In diesem Fall macht sich die Erholung
des Goldpreises bezahlt, der in den vergangenen sieben Wochen um rund 13
Prozent zugelegt hat. Die in Deutschland
gehandelte Canada All Time High Garant
Anleihe (WKN: TB0TNU) weist zum einen
eine Kapitalgarantie auf, zum anderen sichert sie dem Anleger zum Laufzeitende
automatisch 81 Prozent des während der
Laufzeit erreichten höchsten Schlusskurses
an den Beobachtungsterminen des kanadischen Leitindex SP/TSX60® zu. Das von

HSBC Trinkaus emittierte Papier läuft bis
Juni 2012 und hängt in der Performance die
reinen Tracker auf Kanada deutlich ab.

«Besonders attraktiv erscheinen Papiere mit Fokus
Rohstoffe.»
Vielleicht bewahrheitet sich doch die Aussage des kanadischen Premiers, wonach

«Kanada nicht die USA ist». Ausgehend
vom Abbau der Staatsschulden in den
vergangenen Jahren, einem Ranking auf
Platz acht des neuesten World Competitive
Scoreboards und enormen Rohstoffreserven (Kanada verfügt nach Saudi Arabien
mit einem Anteil von 17 Prozent über die
grössten Erdölreserven der Welt und zählt
zu den grössten Getreide-Exporteuren)
könnten die Ahornblätter zumindest ihrem
südlichen Nachbarn so manches Schnippchen schlagen. 	
■

Überblick Zertifikate mit Fokus Kanada
					
Ticker/WKN	
Börsenplatz	
Basiswert	
Emittent	
Laufzeit	
TB0TNU	
Scoach DE	
Best Select Garant auf SP/TSX 60 Index	 HSBC Trinkaus	 13.06.2012	
TSXCG	
Scoach CH	
SP/TSX Capped Gold TR Index	
ABN Amro	
open-end	
CANAD	
Scoach CH	
SP/TSX 60 Index	
ABN Amro	
open-end	
CANOE	
Scoach CH	
SP/TSX 60 Index	
Goldman Sachs	 open-end	
TSEBO	
Scoach CH	
6 Y CHF Bonus auf SP/TSX 60 Index	
Goldman Sachs	 18.05.2012	

Kurs	
Performance
(23.02.09)	 (1 Jahr, gerundet)
93,46 EUR	
-12%
93,80 CHF	
-15%
44,80 CHF	
-49%
45,00 CHF	
-49%
52,20 CHF	
-57%
Quelle: Derivative Partners AG

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des Wohnsitzes oder aus anderen Gründen) verbieten. Dieses Verbot gilt insbesondere für Personen mit Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit USA.

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www.payoff.ch | März 2009
17

INTERVIEW

Interview mit
Christopher Warren
payoff sprach mit Christopher Warren, Managing Director
und Head of Structured Products Americas, DWS Investments (Deutsche Bank Gruppe)
Martin Raab | Wie stellt sich die aktuelle
Marktlage für Strukturierte Produkte in
den USA dar?
Die jüngsten Marktereignisse haben die
Risiken, aber auch die Vorzüge von Strukturierten Produkten eindrucksvoll gezeigt.
Zu den Vorzügen zählt insbesondere die
vollständige oder wenigstens teilweise Absicherung des Nominalbetrags. Umgekehrt
haben die extremen Marktbedingungen
(speziell die Situation im letzten Herbst)
die Wichtigkeit der Kreditwürdigkeit des
Emittenten von Strukturierten Produkten
eindringlich unterstrichen.

Bevor Christopher Warren im Jahr
2006 bei DWS Investments in New
York das Geschäft mit Strukturierten
Produkten übernahm, hatte er mehr als
10 Jahre Erfahrung im Bereich Recht
und Investment Banking gesammelt.
Er startete seine Karriere als Rechtsanwalt bei Whitman, Breed, Abbott 
Morgan. Anschliessend folgten Stationen bei Bankers Trust und General
Re Securities, bevor er in den Bereich
Equity Capital Markets bei Goldman
Sachs wechselte. Im Jahr 2002 wurde
er Head of Private Investor Products
North America bei ABN AMRO (heute Royal Bank of Scotland). Ein Bachelorabschluss (Virginia Tech), ein
Masterabschluss (University of Kent/
Canterbury) sowie der Doktor jur.
(Georgetown University) stehen für
seine vielseitige akademische Seite.

www.payoff.ch | März 2009

Man muss sich als Investor stets vor Augen
halten, dass diese Wertpapiere unbesicherte Schuldverschreibungen des Emittenten
sind – der Anleger trägt stets das volle
Kreditrisiko für die jeweiligen Strukturierten Produkte. Wie bei jedem anderen
Investment auch gilt: There is no free lunch.
Mehr denn je ist es für Finanzberater und
Privatanleger wichtig, die Funktionsweise
der Produkte zu verstehen, einschliesslich
der damit verbundenen Chancen und Risiken.
Bei welchen Produkten ist aktuell die
Nachfrage durch Privatanleger am
grössten?
Unsere Kunden setzen in erster Linie auf
diversifizierte Aktienindizes – sowohl USIndizes als auch internationale Indizes –
aber mit den Vorzügen einer strukturellen
Diversifikation, d.h. die Investments sind
teilweise oder vollständig mit Kapitalschutz
versehen. Wo sinnvoll, werden aber auch
gehebelte Produkte eingesetzt, zur Abbildung des traditionellen Long-only Ansatzes.
Des Weiteren haben wir eine zunehmende
Nachfrage nach Strukturierten Produkten

mit Bezug zu bestimmten Sektoren, die
Anleger positionieren sich hier allerdings
mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont. Unter dem Strich dominieren bei
Privatanlegern gegenwärtig die beiden
Wünsche nach Einfachheit und Risikobegrenzung. Hier in den USA äussert sich dies
beispielsweise in einer hohen Nachfrage
nach einlagengeschützten, strukturierten
Certificates of Deposits.
Welche Restriktionen gilt es beim Verkauf und der Werbung für Strukturierte
Produkte in den USA zu berücksichtigen?
Der einzig wichtige Punkt in Sachen Verkauf von Strukturierten Retail-Produkten

«Dank vermehrter Produktschulung werden Strukturierte Produkte in den USA
besser akzeptiert.»
in den USA ist und bleibt die Weiterbildung
und Schulung der Finanzberater und der
Privatinvestoren selbst. Wie mit jedem
anderen Investment auch, ist es zwingend
notwendig, dass Berater und auch Anleger
die Chancen und Risiken vollständig verstehen und dass diesen auch klar ist, wie sich
das jeweilige Produkt im Portfolio verhält.
Abgesehen von regulatorischen Dingen,
waren bis vor einigen Jahren Strukturierte
Produkte nicht wirklich im US-Markt
miteinbezogen, weil das Verständnis und
das Hintergrundwissen nur sehr eingeschränkt vorhanden waren. Nachdem sich
nun der Schwerpunkt von Produktinnovation hin zu Produktschulung verlagert hat,
sind das Verständnis und die Akzeptanz
von Strukturierten Produkten in den USA
signifikant angestiegen.
Herzlichen Dank für das Interview
18

PRODUCT NEWS

IBRCL – 12,5% Inverse Baby Barrier Reverse Convertible auf Rohöl von Clariden Leu

Rohölpreis tief, Lagerbestand hoch –
wie lange noch?
Experten erachten eine Erholung der Rohölpreise im zweiten Halbjahr als wahrscheinlich.
Wer nicht so lange warten mag, wagt sein
Glück in der Zwischenzeit mit einem inversen
Renditeoptimierer.
Gabriel Eigenmann

An den Rohölmärkten steht zurzeit kein Stein mehr auf dem
anderen. Notierte West Texas Intermediate (WTI) letzten Juli
noch bei über USD 145, schloss der März Terminkontrakt am
12. Februar knapp unter USD 34 – ein Rückgang um sagenhafte
75 Prozent! Verantwortlich hierfür zeichnet unter anderem der
grösste US-Nachfrageeinbruch seit 1980. Gleichzeitig ist durch
den rekordhohen Lagerbestand das Preisgefüge in Unordnung
geraten. So hat sich einerseits die amerikanische Referenzsorte
von den anderen Ölsorten abgekoppelt und notiert trotz höherer
Qualität deutlich unter dem Nordseeöl Brent (siehe Product News
im payoff magazine 02/09). Andererseits ist auch die Terminkurve
verzerrt: Futures mit längerer Laufzeit handeln deutlich teurer
als Kurzläufer.
Der strukturelle Nachfrageüberhang bleibt dennoch unbestritten.
Trotz Rezession beträgt die Auslastung im Energiesektor hohe 95
Prozent und die Produzenten haben Mühe, das Angebot auszuweiten. Vorübergehend beeinflussen die hohen Lagerbestände
und der rezessionsbedingte Nachfragerückgang die Preisfindung
jedoch stärker als die langfristigen Angebots- und Nachfragefaktoren (Grenzen der Verfügbarkeit, Bedarf der Schwellenländer).
Auch die zweimalige Reduktion der OPEC-Produktionslimite
vermochte diesen kurzfristigen Angebotsüberhang nicht massgeblich zu beeinflussen.

Investoren, die noch rechtzeitig von den Verwerfungen am (amerikanischen) Rohölmarkt profitieren wollen, offeriert Clariden Leu
einen attraktiven Kurzläufer. Beim USD-Zertifikat IBRCL handelt
es sich um einen inversen Barrier Reverse Convertible auf WTI-

«Dank der kurzen Laufzeit brauchen
Investoren eine baldige Trendwende am
Rohölmarkt nicht zu fürchten.»
Rohöl mit einem Coupon von 12,5 Prozent (50 Prozent p.a.). Der
bedingte Kapitalschutz bleibt bestehen, falls der NYMEX Front
Month Future bis zum 18. Mai stets unter der Barriere von USD
55.39 schliesst. Gegenüber dem fixierten Ausübungspreis von
USD 34.62 entspricht dies einer Barriere von 160 Prozent.
payoff-Einschätzung: Angesichts der wahrscheinlichen Erholung
der Rohölpreise ab Mitte Jahr überzeugt IBRCL mit einer geschickt gewählten Laufzeit. Wenig Glück widerfuhr dem Emittenten jedoch bei der Wahl des Fixierungstages: Just am 18. Februar schloss der WTI-Kontrakt auf dem bisher zweittiefsten Niveau
des laufenden Jahres. Trotz dieser Einschränkung dürften auch
mit den Zertifikaten anständige Renditen erzielbar sein.

Risk/Return Diagramm

NYMEX versus US-Lagerbestand Rohöl
Barrels in Mio.

USD
160

390

140

370

120

Hebel

350

100

330
310

60

290

40

IBRCL
Return

80

01.06 05.06 09.06 01.07 05.07 09.07 01.08
WTI Front Month Futures (NYMEX) - linke Skala
US-Lagerbestand Rohöl - rechte Skala

05.08

09.08

250
01.09

Quelle: Bloomberg

www.payoff.ch | März 2009

Partizipation

Renditeoptimierung

270

20
0

Wann löst sich dieser gordische Knoten am Rohölmarkt? Bereits
für diesen Mai erwartet das amerikanische Energieministerium
eine Trendwende bei der Lagerhaltung. Dementsprechend rechnet das Gros der Ökonomen mit einem sanften Preisanstieg für
das zweite Halbjahr.

Kapitalschutz
Risk

Quelle: Derivative Partners AG
19

PRODUCT NEWS

Valor 4’667’777 – Kapitalschutz-Zertifikat der CS auf den Man AHL Diversified Strategies Index

Managed Futures mit Sicherheitsgurt
Insbesondere in unsicheren Zeiten hat der Kapitalschutz bei den Anlegern an Bedeutung gewonnen. Wer diesen zusätzlichen Schutz nicht
braucht, kann aufgrund der eindrücklichen
Erfolgsbilanz des AHL Diversified-Programmes
auch direkt in die Strategie investieren.
Christian König

Managed Futures Konzepte gehörten 2008 zu den wenigen Gewinnern. Das computergestützte Ausnützen von Trends quer
durch alle Anlagekategorien erwies sich als krisenresistent. So
verzeichnete der im Index enthaltene Man AHL Diversified plc

«Die Zielvorgaben wurden für die letzten
zwölf Jahre deutlich übertroffen.»
im vergangenen Jahr eine stolze Rendite von 33,2 Prozent in USD
(www.maninvestments.com). Das war alles andere als Zufall. Die
annualisierte Rendite in den letzten zwölf Jahren liegt bei beeindruckenden 19,8 Prozent. Als jährliche Zielvorgabe werden Renditen von über 10 Prozent angestrebt. Das Erreichen der ambitiösen
Zielvorgaben wurde nur in den Jahren 1999, 2004 und 2006 verfehlt. Aber auch in diesen schwächeren Phasen lagen die Erträge
deutlich im positiven Terrain.

zukünftige Kursverhalten. Ein weiterer Vorteil der AHL Diversified
Programme ist ihre geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen.
Dadurch verringern sie im Rahmen eines Portfolios das Gesamtrisiko. Mit den bis 30. März 2009 sich in der Zeichnung befindlichen
Zertifikaten auf den AHL Diversified Strategies Index in EUR/
USD/CHF wird eine zusätzliche Sicherheit eingebaut, allerdings
unter Inkaufnahme eines Emittentenrisikos, welches bei einem
Direkterwerb des Man AHL Diversified plc nicht zu tragen wäre.
Zudem fallen auf dem Index Zusatzkosten an, die im Endeffekt
das Endergebnis belasten, dafür hat der Anleger sein Kapital per
Verfall geschützt. Die Zertifikate werden in Prozenten gehandelt
und im ausserbörslichen Handel angeboten. Rückzahlbar sind die
Notes auf monatlicher Basis.
payoff-Einschätzung: Ein Investment in die erfolgreichen MAN AHL
Diviersified Programme kann mit dem Kapitalschutzprodukt der
Credit Suisse relativ entspannt eingegangen werden. Wer jedoch
etwas mehr Risiko eingehen möchte, kann sich durchaus auch ein
Direktinvestment in die Strategie überlegen.

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Dank der nachgewiesenen Fähigkeit, in allen Marktphasen positive
Renditen zu erzielen, hebt sich der erfolgreiche Handelsansatz
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die Kursentwicklungen der Vergangenheit Aufschluss über das
Man AHL Diversified versus MSCI TR Net World Index

Valor
4’667’777
Return

%
1000
900
800
700
600
500
400
300
200
100
0

Risk/Return Diagramm

03.96
03.98
03.00
Man AHL Diversified

03.02
03.04
03.06
MSCI TR Net World Index

03.08

Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 26.3.96)

www.payoff.ch | März 2009

Hebel

Partizipation

Renditeoptimierung
Kapitalschutz
Risk

Quelle: Derivative Partners AG
20

PRODUCT NEWS

Valor 4’963’216 – USD Comm-PASS Tracker-Zertifikat der UBS

Erfolgreich in allen Marktlagen
Die Long/Short-Strategie auf Rohstoffe hat im
vergangenen schwierigen Jahr ihre AllwetterTauglichkeit eindrücklich unter Beweis gestellt.
Die neu in USD und EUR aufgelegten TrackerZertifikate sollten in keinem Depot fehlen.
Dieter Haas

Comm-PASS ist die Kurzfassung von Commodities Portfolio Algorithmic Strategy System. Es handelt sich dabei um eine von der
UBS entwickelte Strategie, welche dem Anleger in guten wie in
schlechten Zeiten Gewinne im Rohstoffmarkt bescheren möchte.
Mit Hilfe des zugrunde liegenden Modells wird ein Portfolio aus
mehreren Rohstoffen der Segmente Energie, Edelmetalle, Industriemetalle, Agrargüter und Vieh zusammengestellt. Für jeden der
19 berücksichtigten Rohstoffe generiert die Strategie dynamische,
täglich angepasste Long- oder Short-Signale. Diese basieren, vereinfacht ausgedrückt, auf Schnittpunkten unterschiedlich langer
gleitender Durchschnitte. Alle Einzelaspekte werden in einem Index gebündelt, auf den sich das Tracker-Zertifikat bezieht. Anleger
finden die grafische Entwicklung auf der Webseite des Finanzdienstleisters Bloomberg (www.bloomberg.com) durch die Eingabe
von UCCP1A:IND im Feld «Enter Symbol».
Die im Backtesting geprüfte Strategie bestand den praktischen Härtetest, wie das in Deutschland vor einem Jahr lancierte Zertifikat
mit der Wertpapierkennnummer UB31G2 beweist (vgl. Grafik).
Die Outperformance zum bekannten Rohstoffindex Dow Jones AIG
Commodity Total Return ist mehr als eindrücklich. Was gut ist, darf
auch etwas kosten. Nebst einer jährlichen Management Fee von
zwei Prozent wird zusätzlich eine Performance Gebühr von 10 Prozent fällig, sofern eine Überrendite zum Drei-Monats-USD Liborsatz
erzielt wird. Den Vergleich zu einem Geldmarktsatz erachten wir
als eher fragwürdig. Da es sich um ein reines Rohstoffkonstrukt
USD UBS Comm-Pass Note versus DJ-AIG-TR-Index

handelt, wäre ein Rohstoffindex die geeignetere Messlatte.
Für Aussenstehende gehören Strategie-Konzepte oft zur Kategorie
Black Box, da sich ihr Mechanismus nur schwer erschliesst. Algorithmische Ansätze besitzen da eine deutlich höhere Transparenz.
Allerdings gelingt es dem Emittenten nur teilweise, die komplexe
Materie einem interessierten Anleger auf seiner Webseite verständlich zu machen. Es braucht daher ein gewisses Mass an Vertrauen
in das angewandte Modell. Die bisherigen Resultate waren allerdings sehr überzeugend. Beide Tracker-Zertifikate können nur
ausserbörslich erworben werden.
payoff-Einschätzung: Die dreijährigen Tracker-Zertifikate gehören zu
den qualitativ besten Produkten im Rohstoffsektor. Schade, dass
sie nicht mit einer Endlos-Laufzeit ausgestattet wurden. Was nicht
ist, kann off
ja noch werden!
O
P
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Risk/Return Diagramm

%
160

Valor
4’963’216
4’963’217

140

Hebel

120

80

Partizipation

Return

100

Renditeoptimierung

60
40
10.04.08
10.06.08
10.08.08
10.10.08
10.12.08
10.02.09
UBS Comm-PASS Index
USD UBS Comm-PASS Note (WKN:UB31G2)
DJ-AIG-TR-Index
Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 10.4.08)

www.payoff.ch | März 2009

Kapitalschutz
Risk

Quelle: Derivative Partners AG
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* Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Gespräche auf unseren Linien aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
22

INVESTMENT IDEA

Präsentiert von Goldman Sachs

www.photocase.com

Quo vadis Britisches Pfund?
auf Talfahrt geht. Goldman Sachs bietet seit
kurzem Warrants auf den Pfund-FrankenWechselkurs (GBP/CHF) an. Damit können
Investoren auf steigende (Call-Warrants)
wie auf fallende (Put-Warrants) Kurse des
britischen Pfunds gegenüber dem Schweizer Franken setzen.
Weitere Details zu Funktionsweise sowie
Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte
dem jeweiligen Termsheet, das wir Ihnen
auf unserer Website www.goldman-sachs.ch
zur Verfügung stellen, sowie dem entsprechenden Offering Circular.
Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch
am Telefon unter der kostenlosen Hotline
044 224 11 44.

D

ie weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise geht einher mit teilweise heftigen Bewegungen auf
den Währungsmärkten. Vor allem das
Britische Pfund wurde durch die Turbulenzen der Kreditkrise schwer getroffen.
Im Dezember 2008 erreichte der bis dahin
eineinhalbjährige Verfall des Pfund gegenüber dem Schweizer Franken seinen bisherigen Tiefpunkt. Das Pfund rutschte unter
die Marke von 1.55 CHF, doch dann setzte
eine Gegenbewegung ein.
Die Bank of England hat im Zuge der Finanzkrise im Dezember 2007 angefangen, ihren
Leitzins zu senken. Zunächst nur zögerlich,
doch in den vergangenen fünf Monaten lo-

ckerten die Währungshüter die Zinsschraube kontinuierlich. Von 5 Prozent Anfang
Oktober 2008 ist der Leitzins auf nunmehr
1 Prozent gefallen. Die jüngste Senkung gab
die BoE am 5. Februar bekannt, als sie den
Leitzins um 50 Basispunkte senkte.
Seit Anfang 2009 hat die britische Währung
wieder an Stärke gewonnen. Das Pfund
kletterte auf mittlerweile rund 1.70 CHF.
Für Anleger stellt sich jetzt die Frage, ob
der eineinhalbjährige Verfall des britischen
Pfunds gegenüber dem Schweizer Franken
vorerst beendet ist und das Pfund künftig
wieder teurer wird, oder ob es sich nur um
eine kurzfristige Zwischenerholung handelt, bevor die britische Währung erneut

Warrants von Goldman Sachs auf den Wechselkurs von GBP/CHF
			
Option
Basiswert	
Symbol	
Valor	
(amerik.)	 Strike	
Wechselkurs GBP/CHF	
EURAD	
4876283	 Call	
1.80	
Wechselkurs GBP/CHF	
EURAF	
4876285	 Call	
1.75	
Wechselkurs GBP/CHF	
EURAE	
4876284	 Put	
1.65	
Wechselkurs GBP/CHF	
EURAG	
4876286	 Put	
1.60	

Neben regelmässigen Neuemissionen bietet Goldman Sachs ein breites Portfolio an
Warrants auch auf andere Basiswerte. Die
genannten Produkte sind bereits an der
Scoach Schweiz AG handelbar.

GBP/CHF Wechselkurs über fünf Jahre
2.5
2.4
2.3
2.2
2.1
2.0
1.9
1.8
1.7
1.6
1.5
2003 2004
2005
Wechselkurs GBP/CHF

2006

2007

2008

Quelle: Bloomberg

Fälligkeit	 Referenzpreis	
11-Dez-2009	
1.67	
12-Jun-2009	
1.67	
12-Jun-2009	
1.67	
11-Dez-2009	
1.67	

Ratio	
10	
10	
10	
10	

Brief
0.66 CHF
0.43 CHF
0.75 CHF
1.00 CHF

Quelle: Goldman Sachs / Stand: 27.02.2009
Garantin: The Goldman Sachs Group, Inc.; Rating der Garantin: A1 (Moody’s) /A (SP®); Art der Garantie: unwiderrufliche,unbedingte Zahlungsgarantie; Emittentin: Goldman Sachs International; Lead-Manager: Goldman Sachs Bank AG Dieses Inserat stellt weder ein Kotierungsinserat noch einen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Dieses Inserat erscheint ausschliesslich zum Zweck der Information über die im Inserat aufgeführten Produkte. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektivenKapitalanlage im Sinne
des Bundesgesetzes über kollektive Kapital anlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Bonitätsrisiko der Emittentin bzw. der Garantin ausgesetzt. Anleger sollten vor Erwerb eines
Produktes die Ausführungen im Offering Circular bestehend aus dem Programme for the Issuance of Derivatives (http://www.goldman-sachs.ch/content/legal_basis/default/nav_id,19/) und dem jeweiligen Pricing Supplement zu den Chancen und Risiken (einschliesslich des
emittenten- und gegebenenfalls produktspezifischen Totalverlustrisikos) lesen und etwaige Fragen mit einem Finanzberater besprechen. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Goldman Sachs Bank AG, Public Distr bution, Münsterhof 4, Postfach, CH-8022 Zürich, Telefon: +41
(0)44 224 1144, Telefax: +41 (0)44 224 1020, www.goldman-sachs.ch, E-Mail: swisswarrants@gs.com © Goldman Sachs, 2009. All rights reserved.

www.payoff.ch | März 2009
23

INVESTMENT IDEA

Präsentiert von Merrill Lynch

Open-end Money Market
Plus 125 Zertifikate
In einem unsicheren Börsenumfeld bieten sich Geldmarktanlagen
geradezu an. Die Open-end Money Market Plus 125 Zertifikate
von Merrill Lynch ermöglichen dem Anleger, sein Geld in einem
sicheren und vor allem attraktiv verzinsten Hafen anzulegen.

Pfund Sterling und Schweizer Franken
zu investieren und dabei von den unterschiedlich hohen Zinsswaps profitieren zu
können. Zusätzlich verzinst das Zertifikat
extra 1,25 Prozent p.a. auf den Ausgabepreis (vgl. Tabelle). So können je nach Produkt jährliche Renditen von 1,55 bis 2,80
Prozent (Stand 26.02.09) erzielt werden.
Vorteile gegenüber herkömmlicher
Anlageformen
Wegen des 1,25-prozentigen Aufschlages
auf den zugrunde liegenden Zinsswap
kann eine stetige Outperformance gegenüber herkömmlicher Geldmarktanlagen
erzielt werden. Durch die Kotierung an der
Schweizer Derivatbörse Scoach ist ein liquider Handel mit einem tiefen Spread von
0,10 Prozent zu Börsenzeiten garantiert.
Steigende Credit Spreads des Garantiegebers der Zertifikate haben keinen Einfluss
auf die Bewertung des Zertifikats.

Highlights:
	 •	 Ideales Instrument zum Bewirtschaf		 ten von Cashbeständen
	 •	 Attraktive Verzinsung: EURIBOR,
		 CHF LIBOR, GBP LIBOR oder
		 USD LIBOR plus 1,25 Prozent p.a.
	 •	 Die Zertifikate sind EU-Zinssteuerfrei
	 •	 Open-end-Struktur
	 •	 Keine Management Fee
	 •	 Börsentäglich handelbar mit einem
		 niedrigem Spread von 0,10 Prozent
	 •	 Kleine Mindestinvestitionssumme
		 von 100 CHF, EUR, USD oder GBP
	 •	 Symbole: MLCHF, MLEUO, MLGBP,
		 MLUSD

Attraktive Rendite bei hoher Sicherheit
Die Open-end Money Market Plus 125 Zertifikate bieten dem Anleger ein cashähnliches Instrument, das Zinsen auf Basis
eines ausgeglichen gewichteten Portfolios
aus fünf Einmonats-Zinsswaps ansammelt.
Die Zinsswaps werden jeden Monat gerollt,
während die monatlichen Zinszahlungen
in das Zertifikat reinvestiert werden. Es
besteht die Möglichkeit, mittels dieser Money Market Zertifikate in Euro, US-Dollar,

Die Money Market Zertifikate bieten also
eine ideale Möglichkeit, das raue Börsenumfeld sicher und ohne Kapitaleinbussen
zu überstehen und zudem noch einen attraktiven Zinsertrag erwirtschaften zu
können, welcher sich über der aktuellen
Inflationsrate bewegt.
Weitere Informationen sowie Produktbroschüren finden Sie auf unserer Webseite
www.merrillinvest.ch sowie direkt unter
Tel. +41 44 297 77 77.

Die verschiedenen Money Market Plus 125 Zertifikate im Überblick
					
Symbol	 Valor	
Basiswert	
Aktueller LIBOR	
Zinsaufschlag	
MLCHF	 4'451'315	 Einmonats CHF LIBOR	
0.303%	
1.25%	
MLEUO	 4'451'314	 Einmonats EURIBOR	
1.553%	
1.25%	
MLGBP	 4'451'317	 Einmonats GBP LIBOR	
1.414%	
1.25%	
MLUSD	 4'451'316	 Einmonats USD LIBOR	
0.479%	
1.25%	

Zinssatz
(25.02.09)
1.553%
2.803%
2.664%
1.729%

Quelle: Bloomberg, Merrill Lynch

www.payoff.ch | März 2009
24

DERIVE

Toyota – nichts ist unmöglich
Die weltweit grösste Unternehmung im Bereich Automobile wurde von der Finanzkrise
heftig durchgeschüttelt, was waren die Auswirkungen?
Analyse

Umsetzung

TOYOTA MOTOR

JPY 3'090.00

JP3633400001�|�7203�|�Japan�
Analyse�vom�21-Feb-2009
�
Schlusskurs�vom�20-Feb-2009
Mit� einer� Marktkapitalisierung� von� 113.15� Milliarden� US� Dollar� zählt��
TOYOTA�zu�den�grossen�«large-cap»�Gesellschaften�und�liegt�weltweit�
auf�dem�1.�Platz�ihrer�Branche.�Während�der�letzten�12�Monate�lag�der�
Kurs�zwischen�JPY�6'090.00�und�JPY�2'650.00.�Der�aktuelle�Preis�von�
JPY� 3'090.00� liegt� 49,3%� unter� dem� höchsten� und� 16,6%� über� dem�
tiefsten�Wert�in�dieser�Periode.�Ergebnis�seit�20.�Februar�2008:�TOYOTA�
MOTOR:�-49,3%,�Automobile��Zubehör:�-27,3%,�NIKKEI225:�-44,3%.
Vergleich (20. Februar 2008 - 20. Februar 2009)
%
15
0
-15
-30
-45
60

04.08
06.08
08.08
10.08
Toyota Motor
NIKKEI225
AUT@WO

Fundamentale und
technische Analyse

Gesamteindruck
Negativ

Eher negativ

02.09

Quelle: thescreener.com

Risikoanalyse*

Neutral

Sehr
negativ

12.08

Mittleres Risiko

Sehr Hohes
positiv Risiko

Neutral

Geringes
Risiko

Eher positiv

Positiv

Die Krise verschärft sich
Für den weltgrössten Automobilkonzern stehen die Zeichen auf
Sturm. Probleme bereitet vor allem der wichtige US-Markt. Vor
kurzem reduzierte Toyota seine Prognosen für das bis Ende März
laufende Geschäftsjahr zum dritten Mal. Inzwischen rechnet das
japanische Unternehmen mit einem Verlust. Sollte dieser tatsächlich eintreten, woran niemand mehr zweifelt, wäre es der erste in
der 70-jährigen Konzerngeschichte. Angesichts der sich verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise dürfte es im Geschäftsjahr
2009/10 nicht gelingen, die Negativspirale zu überwinden. Die
Zeiten bleiben hart. In Abwandlung des berühmten Werbespruchs
scheinen neue Tiefststände alles andere als unmöglich. An der
Scoach Schweiz sind aktuell vier Puts auf Toyota kotiert, die wegen
ihrer kurzen Restlaufzeit bis maximal Juni 2009 nicht empfehlenswert sind. Etwas günstiger sieht es aus, wenn man einen Blick auf
den deutschen Derivatemarkt wirft. Hier finden sich zwei ShortProdukte mit einer Laufzeit bis 10. Dezember 2009. Einerseits ein
von der Deutschen Bank emittierter Put (WKN: DB0MS1), dem
ein Basispreis von 4500 Yen zugrunde liegt, und andererseits ein
Put von ABN AMRO mit der Wertpapierkennnummer AA00W3
und einem Ausübungskurs bei 4'000 Yen. Beide notieren somit
deutlich im Geld. Dadurch sind sie weniger stark von den hohen
Volatilitäten betroffen, besitzen dafür geringere Hebel. Auch wenn
in den kommenden Wochen eine leichte Beruhigung an den Aktienmärkten nicht ausgeschlossen werden kann, bleiben die längerfristigen Aussichten düster. Puts wie DB0MS1 oder AA00W3
gehört weiterhin die Zukunft.
WKN: AA00W3

Put Warrant

ISIN

NL0006290066

Preis
– Bei JPY 3‘090.00 fundamental beschränktes Kurspotenzial
von 5 – 15%
– Branchenpotenzial Automobile  Zubehör: sehr gut 15%

Produktkategorie

Hebel-Produkte

Basiswert

Toyota – JPY 3120

Emittent

ABN AMRO

Gewinnprognosen
– Die Analysten revidieren ihre Gewinnprognosen leicht
nach unten.

Verfall

10.12.09

Handelsplatz

Scoach DE

Briefkurs (27.02.09 – 17.30 Uhr)

EUR 0.99

Ausübungskurs

JPY 4000

Prämie p.a.

14,56%

Hebel

2,58

Ratio

10:1

Risikoklasse

hoch

Daten, Kurse, Termsheets

www.scoach.de

Technische Tendenz
– Der Kurs hat sich seit Anfang Jahr stabilisiert.
Risiko
– Toyota Motor weist eine starke Korrelation (86%) mit dem
Referenzindex aus.
- Die Volatilität von 28,3% im letzten Monat liegt zwischen
den Vergleichswerten (NIKKEI225 24,7% / Branche Automobil  Zubehör 43,2%).

www.payoff.ch | März 2009
25

DERIVE

Japans Börse kommt nicht auf die Beine
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Analyse

Umsetzung

Nikkei 225 (daily)
JPY

NIKKEI 225 INDEX {.N225 LAST Täglich} 2009/02/26 - 0:7470.60 H:7599.81 L 7433.06 C 7457.93
Moving Average Simple [Close, 200, Nein] 10908.19 {.N225}

16000,00
14000,00
11946.49

12000,00
10000,00

9109.68
8027.81

8000,00

MACD

MACD {12, 26, 9} -219.40 Trigger -202.77 {.N225}

- 1000,00
ARO

Aroon {14, 25, 75} Aroon Up 14.29 Aroon Down 85.71 { N225}

50,0
Nov

2008

Apr

Jul

Sep

Dez

2009 Feb

Quelle: tradesignal.com

7'000er-Marke muss halten
Der Nikkei225 ist zuletzt nochmals in die Schlüsselunterstützungszone aus dem Tief vom April 2003 und dem Ausverkaufstief
vom Oktober 2008 zwischen 7'604 Punkten und 6'995 Punkten
eingetaucht. Diese Zone gilt es unbedingt zu verteidigen, sonst
droht dem japanischen Aktienmarkt die nächste Verkaufswelle.
Im Fall eines solchen prozyklischen Verkaufssignals muss perspektivisch sogar ein Test der Parallelen (akt. bei 5'225 Punkten)
zum seit Ende der 80er Jahre bestehenden Baissetrend einkalkuliert werden. Hoffnung auf einen besseren Ausgang macht derzeit
die Tatsache, dass sich die letzten vier Monatskerzen jeweils innerhalb der Kursspanne vom Oktober 2008 vollzogen haben. Dieses
Phänomen spricht dafür, dass der ärgste Abgabedruck abgeebbt
ist. Damit sich das Chartbild kurzfristig aufhellt, müsste allerdings
zumindest der kurzfristige Abwärtstrend seit dem 7. Januar (akt.
bei 7'728 Punkten) überwunden werden. Als erstes Erholungsziel
dienen im Erfolgsfall die Hochpunkte vom Januar und Februar
bei rund 8'300 Punkten. Die Bedeutung dieses Niveaus wird zusätzlich noch durch ein wichtiges Fibonacci-Level (8'298 Punkte)
unterstrichen. Um von einer nachhaltigen Bodenbildung sprechen
zu können, müsste der Nikkei 225 die fallende Trendlinie (akt. bei
9'109 Punkten) überspringen, welche die jüngsten Verlaufshochs
bei 9'601/521/325 Punkten verbindet. Eine untere Umkehrformation stellt derzeit also unverändert bestenfalls ein «Hoffnungsszenario» dar. Diese Aussage gilt vor allem vor dem Hintergrund der
auf Monatsbasis immer noch dynamisch nach unten strebenden
Indikatoren. Insbesondere die Trendfolger MACD und Aroon signalisieren in diesem Zeitfenster intakte Abwärtstrends.
Jörg Scherer, Technischer Analyst, HSBC Trinkaus

www.payoff.ch | März 2009

Der Abwärtstrend feiert Ende 2009 sein 20-Jahr-Jubiläum
Die japanische Börse ist der Beweis, dass auch tiefe Zinsen kein
Allheilmittel zur Bekämpfung der Krise sind. Trotz einer seit Jahren verfolgten Niedrigzinspolitik der Notenbank gelang es Nippon
nicht, dem Aktienmarkt auf Dauer neues Leben einzuhauchen. Seit
dem Allzeithoch Ende 1989 ging es kontinuierlich bergab. Gegenüber dem Rekordwert bei 38’915 Indexpunkten hat der aktuelle
Indexstand rund 80 Prozent verloren und ein Ende ist nicht in
Sicht. Momentan versucht der Markt wieder einmal, einen Boden
zu bilden. So, wie es aussieht, werden die Kurse noch eine Zeitlang
innerhalb einer Trading-Range zwischen 7'000 und 9'550 oszillieren. Spätestens ab Jahresmitte dürfte sich die Talfahrt fortsetzen.
Kurzfristig bis Mai/Juni wären nicht ausgestoppte Barrier Reverse
Convertibles, Discount- oder Bonuspapiere eine Alternative. Viel
hat der Markt allerdings nicht zu bieten, wie eine Filtrierung mit
www.payoff.ch zeigt. Längerfristig bieten Put Optionsscheine oder
Mini Shorts auf den japanischen Index weiterhin die grössten Kurschancen. Da ist die Auswahl zum Glück sehr reichhaltig. Uns
gefallen bei den Minis insbesondere NKYBJ, NKYBH und NKYBF.
Der erstgenannte ist mit einem Stop Loss bei 9'910 allerdings grenzwertig, was das Risiko ausgestoppt zu werden betrifft. NKYBH
(Stop Loss bei 10'250) und vor allem NKYBF (Stop Loss bei 10'990)
weisen einen grösseren Sicherheitsabstand auf. Selbst eine temporäre Erholung wird ihnen kaum etwas anhaben können. Seit Juli
2008 befindet sich die japanische Valuta auf einem anhaltenden
Höhenflug gegenüber dem Swissie, auch wenn die Dynamik in den
letzten Wochen etwas nachgelassen hat.
Symbol: NKYBH	

Mini Short

Valor	

4'790’166

Produktkategorie	

Hebel-Produkte

Basiswert	

Nikkei 225 - JPY 7'557.65

Emittent	

ABN AMRO

Verfall	

Open-end

Handelsplatz	

Scoach CH

Briefkurs (27.2.09 – 17.15 Uhr)	

CHF 36.70

Finanzierungslevel	

JPY 10'451.–

Stopp Loss Level	

JPY 10'240.–

Hebel	

2,43

Ratio	

1:1

Risikoklasse	

hoch

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
26

DERIVE

Die EZB im Zugzwang
Derivative Partners – Empfehlung für März 2009
Analyse

Umsetzung

Differenz10J/2J und Call Spread Warrant UBRSA
%
6

EUR
18

5

16

4

14

3

12

2

10

1

8

0

Spread Warrants auf EUR 10J minus EUR 2J lassen die Kassen
klingeln
Dank den im Sommer 2008 erstmals aufgelegten Spread Warrants
auf die Zinsdifferenz konnte der Anleger von der sich damals bereits anbahnenden Wirtschaftsschwäche Nutzen schlagen. Wie der
in der Grafik eingezeichnete Warrant UBRSA zeigt, war die Sache
äusserst ertragreich. Trotz des grossen Erfolges war die Nachfrage
nach diesem und den weiteren Exemplaren im Sekundärhandel
erstaunlich gering.

6

4
-1
12.08
12.07
02.08
04.08
06.08
08.08
10.08
EUR 10J - linke Skala
EUR 2J - linke Skala
EUR 10J-EUR 2J - linke Skala
Spread Call Warrant UBRSA - rechte Skala
Quelle: Bloomberg

Kommentar Derivative Partners AG
Die zögerliche Haltung der europäischen Zentralbank, ihre Leitzinsen zu senken, steht ziemlich schief in der Landschaft. Ob diese
vorsichtige Haltung an der Sitzung im März über Bord geworfen
wird, kann der Leser selbst beurteilen, da beim Erscheinen des
Magazins die Entscheidung bereits gefallen ist. Die konjunkturellen Perspektiven haben sich mit Sicherheit verschlechtert und
dürften den notwendigen Spielraum geschaffen haben, um mit
anderen westlichen Notenbanken nachzuziehen.
Da inzwischen etliche Euroländer (Irland, Griechenland, Spanien,
Italien) mit steigenden Zinsspreads ihrer Staatsobligationen im
Vergleich zum Musterknaben Deutschland zu kämpfen haben,
würde eine weitere Reduktion der Leitzinsen zumindest kurzfristig etwas Linderung verschaffen. Die Probleme wären damit
allerdings nicht behoben. Wie die EU die steigenden Ungleichgewichte in den Budgets der einzelnen Mitgliedsstaaten lösen
will, bleibt eine der Knacknüsse der kommenden Monate. Die
Sorgenkinder bedürfen auf alle Fälle schleunigst der Hilfe aus
Brüssel. Über kurz oder lang wird die EZB wohl gezwungen sein,
dem Beispiel anderer Länder wie Grossbritannien zu folgen und
zum Mittel der quantitativen Lockerung zu greifen, also zu einer
Erhöhung der Geldmenge durch den Kauf von Staatsanleihen.

Es scheint ganz so, als würden die Anleger in der aktuellen Krise
wie das Kaninchen vor der Schlange stehen, unfähig die richtigen
Entscheide zu treffen. Der Schreck wegen der taumelnden Börsen
hat dazu geführt, dass viele Investoren sich ins Schneckenhäuschen verzogen haben. Dabei finden sich, wie das Beispiel zeigt,
unter den Derivaten grossartige Anlagemöglichkeiten. Die Zeit
der Zins Spread Warrants neigt sich zwar langsam ihrem Ende zu,
ganz vorbei ist sie nicht. Wer in der Endphase davon profitieren
möchte, muss sich allerdings beeilen. Der frühe Vogel hat zwar
den dicksten Wurm an Land gezogen, für die zu spät gekommenen
verbleiben aber noch immer lohnenswerte Brosamen.
Nebst dem in der Grafik aufgeführten UBRSA sind weitere Kandidaten im Tableau der Scoach CH zu finden. Zu nennen wären
UBRSD, UBRSE und UBRSF. Alle drei genannten verfallen am
21.10.2009. Sie unterscheiden sich lediglich im Ausübungskurs.
Mit einem Prozent liegt dieser bei UBRSD am höchsten gefolgt
von UBRSE mit 0,75 Prozent und UBRSF mit 0,50 Prozent. Punkto
Performance hat logischerweise UBRSD daher bislang am besten
abgeschnitten. Solange die Zinssenkungsfantasie anhält, bleiben
die Chancen aller Zins Spread Call Warrants intakt.

www.payoff.ch | März 2009

Call Warrant

Valor	

4'715’169

Produktkategorie	
Für die Zinsentwicklung dürfte die gegenwärtige Krise bedeuten,
dass die Differenz zwischen den kurzen und den langen Sätzen
sich weiter ausdehnt. Dieser Trend hat im Spätsommer 2008 eingesetzt (vgl. Grafik) und wird zumindest bis Mitte 2009 anhalten.
Die aktuellsten Prognosen der OECD sehen die wirtschaftliche
Talsohle frühestens Mitte 2010 erreicht. Somit besteht die Möglichkeit eines länger dauernden Auseinanderdriftens des Zinsspreads. Eine schnelle Umkehr hin zu einer inversen Zinsstruktur
scheint somit wenig wahrscheinlich.

Symbol: UBRSD	

Hebel-Produkte

Basiswert	

EUR 10 Jahr – EUR 2 Jahr IRS Zins Spread

Emittent	

UBS

Verfall	

21.10.09

Handelsplatz	

Scoach CH

Briefkurs (27.2.09 – 17.15 Uhr)	 CHF 5.84
Risikoklasse	

hoch

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
27

MUSTERPORTFOLIO

Musterportfolio SchweizWachstum weiterhin auf Kurs
Ungeachtet der schwierigen Bedingungen legt das Musterportfolio stetig an Wert zu. Das angewandte diskretionäre Managed
Futures Konzept hat seine Feuertaufe längst bestanden.
Dieter Haas

U

nsere vorsichtige Haltung gegenüber dem Aktienmarkt (siehe Kommentar zum Musterportfolio in der
November-Ausgabe) hat sich als richtig
erwiesen. Dank individueller direkter und
indirekter Überabsicherung des Depots
gelang es, die Performance kontinuierlich
zu steigern.
Aktuell setzt sich das Portfolio aus lediglich
sechs Positionen zusammen. Die direkte Absicherung erfolgt weiterhin mit Hilfe von
Mini Shorts, deren Stop Loss einen genügenden Abstand zum Basiswert aufweisen.
Gegenwärtig wird diese mit MSMIA auf den
SMI umgesetzt. Dessen Stop Loss liegt weit
oberhalb des gegenwärtigen Indexstandes,
wodurch nur eine geringe Gefahr besteht,
ausgestoppt zu werden. Von Zeit zu Zeit versuchen wir über den Kauf von Mini Shorts
auf Einzelwerte zusätzliche individuelle
Schwerpunkte zu setzen. Im Augenblick
befindet sich kein solches Hebelprodukt im
Depot. Die vorhandene Liquidität lässt uns
allerdings genügend Raum, um sich bietende
Gelegenheiten am Schopfe zu packen. Die
Long-Seite wird durch drei Exchange Traded
Fonds FRESMI, XMSMI und XSMI auf den

SMI sowie das Tracker-Zertifikat BKSPI abgedeckt. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor
auf den Blue Chips. Mit dem neu aufgenommen Long/Short Zertifikat DYNMX erhoffen
wir uns, im weiteren Jahresverlauf einen
Zusatzertrag erzielen zu können. Das Anlageprodukt weist zwar gewisse Konstruktionsschwächen auf, vermag aber vor allem
in Baissen zu überzeugen. Interessierte Anleger können die getätigten Transaktionen
unter www.payoff.ch Rubrik Community/Forum/Payoff-Musterportfolios verfolgen. Seit
der Auflegung des Depots am 2.3.2007 bis
zum 19.2.2009 erreichte das Portfolio nach
Transaktionskosten eine Performance von
plus 50,08 Prozent. Der SPI verlor in der-

selben Zeitspanne 40,61 Prozent, der SMIC
40,31 Prozent und der SPIEX 42,35 Prozent.
In den nächsten drei Monaten dürfte der
Markt wegen den anstehenden Dividendenzahlungen mit einer leicht positiven Note
seitwärts tendieren. Allzu hoch sollten die
Erwartungen aber nicht gesteckt werden.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird uns
noch längere Zeit begleiten! Wir bleiben
daher vorsichtig und behalten unsere Absicherung aufrecht. Spätestens im dritten
Quartal 2009 rechnen wir mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends am einheimischen
Aktienmarkt.
News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren Musterportfolios
«Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung» und «Rohstoffe» können Sie auf
www.payoff.ch (Community/Forum/payoff
Musterportfolios) jederzeit nachschlagen.

Musterportfolio Schweiz Wachstum versus SPI
%
60
50
40
30
20
10
0
-10
-20
-30
-40
-50
03.07
SPI

06.07

09.07
12.07
03.08
Rendite Musterportfolio Schweiz

06.08

09.08

12.08

03.09

Quelle: Derivative Partners AG

Zusammensetzung Musterportfolio Aktien Schweiz-Wachstum
							
Kurs		
Wert	 Gewicht
Zertifikatstyp	
Symbol	
Emittent	
Typ	
Verfall	
Ratio	 Währung	 19.02.09	 Anzahl	
19.02.09	
in %
ETF SMI	
XSMI	
DB	
ETF	
open	
100	
CHF	
49.90	
400	 19'960.00	
13.3%
ETF SMI	
FRESMI	
UBS	
ETF	
open	
100	
CHF	
49.76	
400	 19'904.00	
13.3%
ETF SMI	
XMSMI	
CS	
ETF	
open	
100	
CHF	
49.75	
600	 29'850.00	
19.9%	
SPI-Tracker-Zertifikat BKB	 BKSPI	
BKB	
Tracker	
open	
1	
CHF	
41.35	
500	 20'675.00	
13.8%
SMI Momentum Strategie	 DYNMX	
SARA	
Tracker	
30.11.15	
1	
CHF	 1931.00	
10	 19'310.00	
12.9%
Mini Futures auf SMI	
MSMIA	
VON	
Mini Short	 open	
500	
CHF	
2.96	 12'000	 35'520.00	
23.7%
CASH									
4'864.66	
3.2%	
Total		
	
	
	
	
		
	 150'083.66	 100.0%
Quelle: Derivative Partners AG

www.payoff.ch | März 2009
Weitsichtige

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29

PRODUCT REVIEW

Produktvorstellungen und was daraus wurde
In der Product News Review analysieren wir den Erfolg oder Misserfolg der vor einem Jahr im
payoff express oder payoff magazine präsentierten Strukturierten Produkte.

XXSEC – Berg- und Talfahrt
Symbol: XXSEC	

Mini Short	

ISIN	

GB00B23WPK16

Basiswert	

EUR/CHF

Emittent	

Goldman Sachs	

Verfall	

Fazit

Open-End

Ausblick

Performance seit Vorstellung	 + 23,0 Prozent
Der im payoff magazine 03/08 vorgestellte Mini Short auf das
Wechselkursverhältnis EUR/CHF bescherte seinen Besitzern
Hochs und Tiefs. Zuerst gerieten sie mächtig ins Zittern, ob der
Stop Loss hält. Ab Mitte 2007 ging es dann rasant bergauf. Erst
die aggressive Zinssenkungspolitik der Schweizer Nationalbank
vermochte den crashartigen Abwärtstrend des Euros vorerst zu
stoppen. Die Folge war eine deutliche Kurserholung. Inzwischen
hat die SNB ihr Zinspulver praktisch verschossen, während die
EZB noch viel Spielraum besitzt. Die Spitzen der SNB liessen
zwar in den letzten Tagen durchblicken, dass ihnen noch andere geldpolitische Instrumente zur Verfügung stehen, sei es zur

Mini Short XXSEC auf den Wechselkurs EUR/CHF vs Basiswert
EUR/CHF
1.64
1.62
1.60
1.58
1.56
1.54
1.52
1.50
1.48
1.46
1.44
03.08
05.08
07.08
EUR/CHF - linke Skala

09.08
11.08
XXSEC - rechte Skala

01.09

CHF
24.00
22.00
20.00
18.00
16.00
14.00
12.00
10.00
8.00
6.00
4.00

Quelle: Bloomberg

Stimulierung der Wirtschaft oder bloss, um unerwünschte Währungsentwicklungen entgegenzutreten. Das gegenwärtige Niveau
scheint aber noch keine unmittelbarer Anlass zur Sorge zu sein.
Damit besitzt XXSEC weiteres Kursgewinnpotenzial. Ein Abgleiten der EUR/CHF-Relation bis auf 1.40 scheint gegenwärtig sehr
viel wahrscheinlicher als eine Festigung in Richtung 1.60.

JBBSM – geringere Schwankungen, geringere Verluste
Symbol: JBBSM	

Partizipations-Zertifikat	 Fazit

ISIN	

CH0036833702

Basiswert	

SMI

Emittent	

Julius Bär	

Verfall	

08.02.11

Ausblick

Performance seit Vorstellung	 -15,6 Prozent
Aktien mit einem niedrigen Beta wurden von der Abwärtsbewegung der letzten Monate nur in abgeschwächter Form betroffen.
Das im payoff magazine 03/08 vorgestellte Zertifikat hinkt in Aufwärtsbewegungen dem Markt meist etwas hinterher (vgl. Grafik).
Geht es dagegen talwärts, dann gehört dieser Typ Aktien zu den
relativen Gewinnern. Der defensive, weniger konjunkturanfällige
Charakter der Unternehmen erweist sich dann als wertstabiler
als der Rest. Immun gegen eine allgemeine Börsenschwäche sind
allerdings auch Niedrig-Beta Titel nicht. Immerhin gelingt es mit
ihnen, den Schaden etwas zu begrenzen. Nach dem jüngsten, im
halbjährlichen Rhythmus durchgeführten Rebalancing setzt sich

www.payoff.ch | März 2009

Beta Blocker Zertifikat JBBSM versus SMI
%
110
105
100
95
90
85
80
75
70
65
60

03.08
SMI

05.08
JBBSM

07.08

09.08

11.08

01.09

Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 6.3.08)

JBBSM aus den fünf folgenden, gleich gewichteten Titeln zusammen: Swisscom, Synthes, Nestlé, Roche und Novartis. Die knappe
Titelauswahl ist nicht ohne Risiko. Ein negativer Ausreisser genügt, damit das Zertifikat im Vergleich zum SMI schlechter abschneidet. Bislang blieb JBBSM von solcher Unbill verschont.
30

PRODUCT REVIEW

Valor 3'632'164 – dem Kapitalschutz sei Dank
Valor: 3 632 164	

Kapitalschutz-Zertifikat	 Fazit

100% CPN auf DWS ClimaX Index vs. DJ Euro Stoxx 50 TR Index

ISIN	

XS0336407654

Basiswert	

DWS ClimaX Cons. Index

Emittent	

DWS	

Verfall	

01.02.12

%
115
110
105
100
95
90
85
80
75
70
65
60

Ausblick

Performance seit Vorstellung	 -5,5 Prozent

Das im payoff magazine 03/08 vorgestellte Anlageprodukt auf
den DWS ClimaX Conservative Index wäre ohne den eingebauten
Kapitalschutz böse abgestürzt. Wer vor einem Jahr auf einen Korb
aus Titeln von aufstrebenden Unternehmen gesetzt hat, die vom
internationalen Kampf gegen den Klimawandel profitieren,
glaubte in erster Linie an stetig steigende Kurse. Er hätte sich
wohl nicht träumen lassen, dass es allein dem Kapitalschutz zu
verdanken war, dass das Investment nicht zum Desaster wurde.
Ob der Kursverfall bis 6. Februar 2012 wieder vollständig wettgemacht werden kann, erscheint mehr als fraglich. Zu gross erscheint der Kursrückgang und zu ungewiss sind die Perspektiven.

03.08
05.08
07.08
09.08
11.08
01.09
100% CPN auf den DWS ClimaX Conservative Index
DJ Euro Stoxx 50 TR Index
Quelle: Bloomberg (indexiert in EUR ab 6.3.08)

Für einen Schweizer Anleger könnte zudem das Währungsrisiko
weiter an der Performance nagen. Ein Ausharren bis zum Ende
erscheint daher wenig lukrativ. So gesehen, dürfte ein Verkauf
aus heutiger Sicht das Gescheiteste sein. Das Gewinnpotenzial
für ein Ausharren ist zu klein und die Risiken überwiegen.

Anzeige

Exchange Traded Product Day

09

Die Tagung für professionelle Investoren
Die Veranstaltungen finden wie folgt statt:
– Freitag, 13. März 2009, ConventionPoint SIX Swiss Exchange, Zürich
– Donnerstag, 19. März 2009, Mandarin Oriental, Genf
– Donnerstag, 26. März 2009, Villa Castagnola, Lugano
Infos und Anmeldung unter: www.etpd.ch

www.payoff.ch | März 2009

Veranstalter:
2009 03 payoff magazine
2009 03 payoff magazine
2009 03 payoff magazine
2009 03 payoff magazine
2009 03 payoff magazine
2009 03 payoff magazine
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2009 03 payoff magazine

  • 1. Nr. 3 | März 2009 | 6. Jahrgang | www.payoff.ch | CHF 12.50 | EUR 8.– all about derivative investments Kanada mehr als nur das Ahornblatt Neue Qualitäts-Kennzahl Payoff Market Making Index Learning Curve Besicherte Zertifikate Strukturierte Produkte im weltweiten Vergleich
  • 2. OPINION 2 Daniel Manser Chefredaktor payoff O pinion 2 Wenn aus P/E plötzlich N/A wird F ocus 3 7 9 11 14 Strukturierte Produkte im weltweiten Vergleich Payoff Market Making Index Besser vorankommen mit Mileage Warrants Gewinner in der Krise? Kanada: Mehr als nur das Ahornblatt In terview 17 Interview mit Christopher Warren P roduct News 18 Rohölpreis tief, Lagerbestand hoch – wie lange noch? 19 Managed Futures mit Sicherheitsgurt 20 Erfolgreich in allen Marktlagen Investment idea 22 Quo vadis Britisches Pfund? 23 Open-end Money Market Plus 125 Zertifikate Derive 24 Toyota – Nichts ist unmöglich 25 Japans Börse kommt nicht auf die Beine 26 Die EZB im Zugzwang Musterportfolio 27 Musterportfolio Schweiz-Wachstum weiterhin auf Kurs Product review 29 Produktevorstellungen und was daraus wurde Learning CurvE 31 Besicherte Zertifikate – Emittentenrisiko ade Market monitor 33 34 35 36 Rating Watch Attraktive Neuemissionen Meistgehandelte derivative Hebel-Produkte Meistgehandelte derivative Anlageprodukte E VENTS 37 Rund um People Events READER'S SERVICE 39 Reader’s Voice 40 Ticker News 40 Impressum www.payoff.ch | März 2009 Wenn aus P/E plötzlich N/A wird In den vergangenen Wochen und Monaten wurde von Analysten immer wieder die attraktive Bewertung der Aktien als Kaufargument vorgebracht. Das Kurs/Gewinnverhältnis (price/earning ratio P/E) sei markant zurückgekommen und Aktien seien somit verhältnismässig kostengünstig zu erwerben. Dies ist auch korrekt – auf den ersten Blick. Was bei dieser Betrachtungsweise jedoch nicht berücksichtigt wird ist die Tatsache, dass Aktienkurse die Veränderung der zu erwartenden Gewinne immer vorwegnehmen. In Phasen einer konjunkturellen Abschwächung sind Aktien daher immer «attraktiv» bewertet, wogegen sie im Aufschwung schnell teuer erscheinen mögen. Dies gilt es zu beherzigen, denn in naher Zukunft wird sich das P/E einiger Unternehmen wohl in ein N/A (für Nicht Anwendbar, da kein Gewinn) verwandeln. Im payoff Musterportfolio «Schweiz Wachstum» berücksichtigen wir dies, und noch einiges mehr. Die Outperformance von über 90 Prozent gegenüber der Benchmark SPI spricht Bände (siehe Rubrik Musterportfolio). Für die kommenden Wochen wird die bis anhin gewählte defensive Strategie beibehalten, da weiter mit schwächelnden Börsennotierungen gerechnet wird. Bei Fragen zu unseren Musterportfolios stehen wir gerne Red und Antwort. Die Wichtigkeit des Market-Makings ist in Anlegerkreisen unbestritten. Mit dem neuen «payoff market making index» stellen wir für Investoren weltweit erstmals einen Vergleich der Preisstellung derivativer Produkte pro Emittent zur Verfügung. Dieser neuartige Index soll nicht anprangern, sondern die Emittenten anspornen, dem Market-Making noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Ab Seite 7 erfahren Sie alles Wichtige dazu. Mit dieser Ausgabe erscheint payoff in einem neuen Look. Eine klare Gliederung, übersichtliche Charts und aussagekräftige Tabellen sollen den Lesernutzen zusätzlich erhöhen. Keine Änderung erfährt der redaktionelle Inhalt; dieser fokussiert nach wie vor auf die erfolgreiche Umsetzung von Anlageideen mittels Strukturierter Produkte und ETFs.
  • 3. 3 FOCUS Strukturierte Produkte im weltweiten Vergleich Strukturierte Produkte haben sich global zur festen Grösse für die Kapitalanlage entwickelt. Dennoch bewahrt sich jede Nation gewisse Eigenheiten bei den Anlagepräferenzen. Insgesamt erkennbar ist aktuell der Trend zu einfacheren Produktstrukturen, möglichst mit Kapitalschutz, und mit besonderen Augenmerk auf das Emittenten-Rating. 332 Mrd. CHF. Dennoch geniesst die Schweiz per se einen erstklassigen Ruf als Innovationsmotor bei Strukturierten Produkten. War es doch der damalige Schweizerische Bankverein, welcher 1991 als erste Bank im deutschsprachigen Raum ein Strukturiertes Produkt mit Kapitalschutz lancierte. www.istockphotos.com Grösster Markt dank börsennotierter Vielfalt gleich nebenan Eine ähnlich lange Historie haben Strukturierte Produkte bei den Nachbarn in Deutschland. Mitte der Neunziger Jahre begeisterten Warrants erste Privatinvestoren. «Per se geniesst die Schweiz einen erstklassigen Ruf als Innovationsmotor bei Strukturierten Produkten.» Strukturierte Produkte werden inzwischen auf allen Kontinenten gehandelt. Martin Raab B ranchentreffs zum Thema Strukturierte Produkte gleichen derzeit der Abschlussgala einer Hochsee-Regatta. Im kleineren Kreis wird sich lebendig darüber ausgetauscht, welche Crews warum den Tsunami am Finanzmarkt mehr oder weniger vollständig überlebt haben und welche mit Mast- und Schottbruch untergegangen sind. Trotz Höhen und Tiefen haben sich Strukturierte Produkte, angefeuert von stetiger Produktinnovation, zur festen Grösse für die Kapitalanlage entwickelt. Allein die fünf grössten Börsen für Strukturierte Produkte setzten im letzten Jahr ein Volumen von rund 1 Billion US-Dollar um – trotz oder gerade wegen Rekordvolatilitäten. Länderspezifisch gibt es jedoch nach wie www.payoff.ch | März 2009 vor sehr unterschiedliche Investoren-Präferenzen und Popularitätsunterschiede. Die Schweiz bleibt bei Strukturierten Produkten führend Die Schweiz zählt im weltweiten Vergleich nach wie vor zum grössten Markt für Strukturierte Produkte. Diese Pole-Position ist massgeblich dem OTC-Markt zu verdanken. Beim Blick auf börsengehandelte Produkte liegt die Schweiz (Scoach) mit derzeit rund 22’000 gelisteten Derivaten im Mittelfeld. Im Gleichschritt mit anderen europäischen Märkten haben sich nach aktuellen Zahlen der SNB die Wertschriftenbestände in Strukturierten Produkten auf 260 Mrd. CHF reduziert. Das Jahreshoch 2008 betrug rund Zwischenzeitlich hat sich dort – gemessen an der börsennotierten Vielfalt – der grösste Markt für Strukturierte Produkte weltweit entwickelt. Besonders beliebt sind bei den deutschen Anlegern zurzeit Discount-Zertifikate auf Indizes und Aktien sowie kapitalgarantierte Zertifikate. Am Börsenplatz Frankfurt (Scoach Europa) stehen derzeit über 300’000 verbriefte Derivate zur Verfügung. Erzrivale Stuttgart (Euwax) bietet mit rund 360’000 Produkten etwas mehr in Sachen Quantität und kann zwei Drittel aller derivativen Börsenumsätze auf sich vereinigen. Dennoch gilt Scoach, die Marke der «Achse Frankfurt-Zürich», mit einem Umsatz von 64,6 Mrd. Euro als umsatzstärkste Börse für Strukturierte Produkte in Europa – nicht zuletzt dank der Technologie des Handelssystems Xetra, die Zugang zu Kunden in ganz Europa ermöglicht. Individuelles Research statt Bankberater Anders als in der Schweiz investiert die Mehrheit der deutschen Privatanleger, speziell bei kleinen Anlagevermögen, eher auf
  • 4. 4 FOCUS eigene Faust. Rat und Hilfe eines Beraters oder Vermögensverwalters für die Anlage in Strukturierte Produkte kommen erst bei grossen Vermögen ins Spiel. Gleichlauf ist hingegen bei der Entwicklung des ausstehenden Volumens festzustellen. Nach Zahlen des Deutschen Derivate Verbands ist der Wert der Strukturierten Produkte per Ultimo 2008 auf 80,2 Mrd. Euro (gegenüber 134 Mrd. Euro in 2007) abgeschmolzen. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor, jedoch erwartet man vorerst nur eine moderate Erholung für das Frühjahr 2009. dukten: In Spanien hat dies aber auch steuerliche Gründe, denn Spekulationsprodukte geniessen dort gegenüber Zertifikaten einen Vorteil beim Fiskus. Die Bolsa de Madrid setzte im Jahr 2008 Strukturierte Produkte im Wert von 2,8 Mrd. EUR um, wobei rund 80 Prozent des Geschäfts durch Hebelprodukte ausgefüllt werden. Dennoch wird für dieses Jahr speziell in Spanien ein Einbruch bei den Umsätzen erwartet. Im paneuropäischen Epizentrum der Immobilienkrise sind unzählige Privatanleger dazu gezwungen, ihre Depots aufzulösen. Verschiedene Vorlieben kennzeichnen den Markt in Europa Weitere nennenswerte Märkte für Strukturierte Produkte in Europa sind Italien (Borsa Italiana), Spanien (Bolsa de Madrid) sowie Frankreich, Benelux und Portugal (NYSE Euronext). Alle Märkte zeichnen sich durch rasantes Wachstum aus, obgleich seit dem Sommer 2008 ein kollektiver Dämpfer bei den Handelsumsätzen festzustellen ist. Speziell in Italien sind hebelstarke Warrants aber nach wie vor heiss geliebt. Anlageprodukte werden hingegen nur von einem Viertel der italienischen Anleger gekauft. Passend hierzu zählt die Haltedauer von Derivaten in Italien zu den kürzesten weltweit. Ähnliche Attraktivität verspürt man auf der iberischen Halbinsel gegenüber Hebelpro- «Speziell in Italien sind hebelstarke Warrants nach wie vor heiss begehrt.» Robust zeigen sich hingegen die durchschnittlichen Handelsumsätze an der NYSE Euronext, die Handel mit Strukturierten Produkten in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon anbietet. Dort wurden im Jahr 2008 insgesamt 861 Mio. EUR in Warrants und 1,5 Mrd. EUR in Zertifikaten umgesetzt. In den Niederlanden dominieren Anlagezertifikate, französische Anleger fühlen sich eher den Hebelprodukten bzw. Warrants hingezogen, in Belgien halten sich Hebel- und Anlageprodukte die Waage und die Portugiesen setzen – wie Italien und Spanien – fast ausschliesslich auf Hebelprodukte. Langsamer Stimmungswechsel bei den Briten Die überzeugtesten Hebeltrader sitzen jedoch definitiv in Grossbritannien. Deren Werkzeug sind OTC-gehandelte CFDs (Contracts for Difference), vergleichbar mit Mini-Futures. Verlässliche Umsatzzahlen für den landesweiten CFD-Handel gibt es keine, die Schätzungen reichen von 5 bis zu 7 Mrd. EUR täglichem (!) Handelsvolumen. Entsprechend gering sind dafür das Handelsvolumen wie auch die Anzahl der gelisteten Derivate an der London Stock Exchange. Per Jahresultimo 2008 wurden rund 860 Mio. EUR umgesetzt, bei knapp 1'000 gelisteten Strukturierten Produkten. Interessanterweise wurden im selben Zeitraum auf der Insel rund 8,5 Mrd. EUR – an der Börse vorbei – in Strukturierten Produkten direkt bei Retail-Kunden platziert. Experten rechnen mit einem anhaltenden Stimmungswechsel der dortigen Privatanleger hin zu verbrieften Derivaten. Amerika setzt auf Kapitalschutz und marktneutrale Renditen Eher Clubcharakter besitzen Strukturierte Produkte bislang im US-Markt. Aufgrund gesetzlicher Restriktionen und Haftungs-➤ Anzeige Suchen Sie nach interessanten Anlagemöglichkeiten? Rabobank, maßgeschneiderte Ideen für unsere Kunden Investieren Sie bei einer AAA Emittentin Strukturierte Produkte für Ihre individuellen Bedürfnisse www.payoff.ch | März 2009
  • 5. 5 fragen werden derartige Investments nur an so genannte «Accredited Investors» verkauft, d.h. Privatkunden mit mehr als 1 Mio. USD Anlageguthaben oder 200’000 USD jährlichem Einkommen. Seit rund zwei Jahren haben sich diverse Emittenten innerhalb dieses Rechtsrahmens nun aus der Deckung gewagt. Einen klassischen Handel von Strukturierten Produkten gibt es an der New Yorker Börse nicht. Die knapp 500 dort als «Structured Products» gelisteten Wertpapiere sind mehr für institutionelle Investoren geeignet und haben sehr wenig mit europäischen Produkten gemein. Stark im Trend sind die im OTC-Markt handelbaren «Reverse Exchangeables», bei uns als Reverse Convertibles bekannt. «Aktuell spielt die Kreditqualität des jeweiligen Emittenten eine entscheidende Rolle für Privatanleger. Es werden daher nur noch Strukturierte Produkte von Emittenten mit erstklassigem Rating gekauft. Parallel ist ein sprunghafter Anstieg nach kapitalgarantierten Produkten feststellbar», so Serge Troyanovsky, Direktor bei der BNP Paribas in New York. Ähnlich sieht Chris Warren, Head of Structured Products Americas bei DWS Investments das Nachfrageverhalten: «Neben dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis setzen Anleger auch auf kurz- bis mittelfristige taktische Positionen im Aktienmarkt. Generell überwiegt stets der Wunsch nach einfachen, verständlichen Produkten». Erfahrene Privatanleger hegen aktuell auch verstärkt den Wunsch nach marktneutralen Renditen. So sind Strukturierte Produkte basierend auf alternativen Investmentansätzen wie dem «Millenium Multi-Asset Dynamic Index» der BNP Paribas momentan gefragter denn je. Helle Aufregung und hartgesottene Trader… In einigen Märkten Asiens bläst den Anbietern von Strukturierten Produkten derzeit kalter Wind ins Gesicht. Grund hierfür ist das so genannte «Minibond-Fiasko». Mit dem Konkurs von Lehman Brothers wurden sämtliche speziell in Asien verkauften «Minibonds» des US-Emittenten wertlos. Al- www.payoff.ch | März 2009 FOCUS lein in Hongkong waren rund 43’700 Anleger mit umgerechnet 1,8 Mrd. CHF in diese Papiere investiert. Nach medienwirksamen Massenprotesten und mehreren Suizidfällen hoffnungsloser Investoren reagierte die Regierung in Hongkong überraschend unbürokratisch: Jeder geprellte Anleger erhält «schnellstmöglich» eine Entschädigung aus der Staatskasse. «Das Geschäft mit Strukturierten Produkten wird nicht kleiner werden, aber die Krise ist der Katalysator für ein neues Denken bei Vertrieb, Produktqualität und Anlegerweiterbildung», bringt es Sandra Lee, Head of Retail Structured Products der Société Générale in Hongkong, auf den Punkt. Auch bei der Hongkong Stock Exchange, der weltweit umsatzstärksten Börse im Handel mit verbrieften Derivaten, übt man sich in Zuversicht. Die Chinesen haben unablässig Interesse am täglichen «Mit dem Minibond-Fiasko verloren Anlager alleine in Hongkong 1,8 Mrd. CHF» Handel mit Warrants und Callable Bull/ Bear-Contracts (ähnlich den Knock-out Warrants). Allein im Januar 2009 wurde bei den Warrants ein Handelsvolumen von insgesamt 15 Mrd. CHF generiert. …heizen den asiatischen Märkten ein Auf dem chinesischen Festland ist bislang nur die Shenzhen Stock Exchange und die Shanghai Stock Exchange im WarrantHandel aktiv. An erstgenannter sind 15 Warrants notiert, in Shanghai sind es 32. In China ist es bislang nicht möglich, verbriefte Derivate zu emittieren. Die einzigen dort erlaubten Produkte sind «Company Warrants», und diese stammen von einheimischen Unternehmen. Aus Mangel an Anlagemöglichkeiten entwickelten sich diese Warrants zum ultimativen Magnet für chinesische Kleinanleger, denen es verboten ist im Ausland (inklusive Hongkong) ihr Geld anzulegen. Am 20.10.2008 überholte der Warrant-Handel an der Börse Shenzhen mit einem Tagesvolumen von 5,5 Mrd. CHF sogar das Tagesvolumen der Aktien (5,3 Mrd. CHF). Rasante Marktentwicklung in «Down Under» Der wachstumsstärkste Newcomer bei Strukturierten Produkten im Pazifischen Raum ist definitiv Australien. Zwar zählt die Australian Securities Exchange nur 12 Emittenten, welche Warrants zum Handel anbieten, dennoch kann sich die Zahl von derzeit 3'800 verschiedenen Produkten sehen lassen. In Australien werden Warrants in zwei Hauptkategorien aufgeteilt: Trading- und Instalment-Warrants. Erstgenannte sind die global bekannten Hebelprodukte, wogegen es sich bei den Instalments um konservative Produkte handelt. Diese bieten Investoren die Möglichkeit, mit kleinem Kapitaleinsatz an der Entwicklung einer Aktie oder eines Index zu partizipieren. Besonders beliebt sind diese Produkte, weil die bezahlten Zinsen und Gebühren von australischen Anlegern als Aufwendungen von der Steuer abgesetzt werden können. Darüber hinaus gibt es in der ehemaligen britischen Kronkolonie – im Unterschied zu Grossbritannien selbst – einen beschaulichen Börsenhandel mit knapp 300 Trades pro Tag in aktuell 55 gelisteten CFDs. ■ Die fünf umsatzstärksten Börsen im Handel mit verbrieften Derivaten Umsätze (USD Mrd.) Rang Börse 2008 2007 1 Hong Kong Exchange 574.5 612 2 Deutsche Börse 337.4 440 3 Korea Exchange 85.7 73 4 SIX Swiss Exchange 55.9 63 5 Euronext 47.8 51 Veränderung -6.10% -23.40% 17.40% -11.30% -6.30% Quelle: World Federation of Exchanges
  • 6. EFG Financial Products AG Brandschenkestrasse 90 P.O. Box 1686, CH-8027 Zurich Phone +41 58 800 1111, www.efgfp.com ZEI CH NU N 27.0 G S S C 3.20 H l U SS 09 REVERSE CoNVERTIBLES MIT TIEFEM STRIKE Auf Schweizer, europäiSche und AmerikAniSche Aktien Die vorliegenden Reverse Convertibles mit tiefem Strike eröffnen Anlegern, die weitere Kurskorrekturen nicht ausschliessen und dennoch bereit sind, ausgewählte Aktien zu tieferen Kursen zu erweben, attraktive Anlagemöglichkeiten. Dank den anhaltend hohen Volatilitäten können Investoren trotz tieferem Strike von soliden Couponzahlungen profitieren. 20 REVERSE CONVERTIBlES MIT TIEFEM STRIKE Garantierte Coupons am laufzeitende von 1.3% bis 8.6% Sechs Monate laufzeit 80% Strike level - Verluste erst ab 20% Korrektur vor dem aktuellen level Auszahlungswährungen CHF, EUR und USD BASISwERT VALoR wäHRuNG CouPoN ABB LTD-REG ZuRICH FINANCIAL SERVICES-REG HoLCIM LTD-REG RoCHE HoLDING AG-GENuSSCHEIN ARCELoRMITTAL-REG AXA-REG DEuTSCHE BANK AG-REGISTERED ALLIANZ SE-REG IBERDRoLA SA NoKIA oYJ-REG THYSSENKRuPP AG-REG VEoLIA ENVIRoNNEMENT GDF SuEZ GENERAL ELECTRIC Co CAPITAL oNE FINANCIAL CoRP AMERICAN EXPRESS Co uNITED STATES STEEL CoRP CATERPILLAR INC DELL INC CISCo SYSTEMS INC 2993147 2993175 2993178 2993182 2993184 2993202 2993264 2993266 2993294 2993319 2993761 2993971 2993996 2994045 2994114 2994138 2994151 2994169 2994216 2994233 CHF CHF CHF CHF EuR EuR EuR EuR EuR EuR EuR EuR EuR uSD uSD uSD uSD uSD uSD uSD 6.00% 5.60% 4.40% 1.30% 8.60% 8.20% 8.00% 7.50% 7.20% 6.20% 5.60% 4.40% 4.00% 8.10% 8.00% 7.80% 6.80% 6.10% 5.70% 2.80% Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen. EFG International AG tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf. Financial Engineering Distribution, Tel. +41 58 800 1111, www.efgfp.com Jan Schoch, Michael Hölzle, Florian Streiff, Christophe Spanier, Lorenz Roder, Lorenz Arnet, York-Peter Meyer, Stavros Pavlidis, Laura Deneke, Patricia Benz, Marco Kott, David Schmid, Mark Gustafson, Sofiane Zaiem, Nathanael Gabay, Tomas Hurcik Dieses Inserat dient nur zu Informationszwecken und stellt weder e ne Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder E n adung zur Offertstellung dar Alle Angaben sind ohne Ge währ Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente S e qual fizieren nicht a s Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art 7 ff des schwe zerischen Bundesgesetzes über d e kol ekt ven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufs cht (FINMA) Die Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin resp der Garant egeberin ausgesetzt Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im S nne des Kotierungsreglementes dar Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel +41 (0)58 800 1111 Fax +41 (0)58 800 1010 oder über E Mail: termsheet@efgfp com bezogen werden Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht) Quelle:*The Banker, Juli 2008; **Payoff, Dezember 2008 © EFG Financial Products AG A le Rechte vorbehalten M tglied bei EFG Financial Products AG ist ein Schweizer Effektenhändler und gehört zur EFG Bank European Financial Group – der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz.* Laut BIS Capital Ratio* Emittent mit der besten Kapitalisierung aller in der Schweiz tätigen DerivatEmittenten.**
  • 7. 7 FOCUS Payoff Market Making Index www.istockphotos.com Mangelhaftes Market-Making ist aus Anlegersicht eines der grössten Mankos beim Investieren in Strukturierte Produkte. Um diesen Problembereich zu verbessern, publiziert Scoach seit Neuestem Qualitätskennzahlen für jedes gelistete Produkt. Auf diesen Zahlen basierend, entwickelte Derivative Partners den «payoff market making index». Das Market-Making wird mit scharfem Blick verfolgt. Andreas Kropf und Daniel Manser D ie turbulenten Handelstage im September und Oktober 2008 liessen nicht nur die Volatilitäten der Aktienwerte in die Höhe schnellen. Eine andere Erkenntnis dieser Tage war, dass das Market-Making der Emittenten insbesondere in hektischen Zeiten oftmals zu wünschen übrig lässt. Dies kann dazu führen, dass Anleger ihre Produkte nicht mehr unmittelbar verkaufen können oder aber dass die Spreads, also die Differenz zwischen Geld- und Briefkursen plötzlich deutlich ausgeweitet wurden. Im Anlegerforum auf www.payoff.ch kam es denn auch in den vergangenen Monaten immer wieder zu Reklamationen seitens der Anleger, dass die gestellten Kurse nicht den Erwartungen entsprächen. Daraufhin hat die Schweizer Derivatbörse Scoach reagiert und die Qualität des Market-Makings transparent gemacht. Seit Ende Januar veröffentlicht sie tagesaktuell QQM Qualitätsmerkmale. QQM steht für «Quotes Quality Metrics». Damit stellt die Derivatbörse die Grundlage für den Vergleich der Preisstellung der verschiedenen www.payoff.ch | März 2009 Emittenten zur Verfügung. Den Emittenten auf die Finger geschaut Die QQM beobachten börsentäglich folgende vier Merkmale pro Strukturiertes Produkt: • Durchschnittlicher Spread • Durchschnittliches Volumen • Verfügbarkeit der Quotes • Tagesend-Geld- und Briefkurs Die gemessenen Resultate werden jeweils am folgenden Handelstag bis 14 Uhr auf www.scoach.ch aufgeschaltet und für 10 Tage angezeigt. Damit haben Anleger die Möglichkeit, vor dem Kauf eines Produktes zu überprüfen, ob in den vergangenen zwei Wochen ein qualitativ hochstehendes Market-Making gewährleistet war. QQM-Berechnung Detailinformationen zur genauen QQMBerechnung finden sich unter http:// www.scoach.ch/DE/MediaLibrary/Document/QQM_Methodology_D_Final_.pdf Market-Making Mit dem Market-Making (den Markt machen, Marktpflege) stellt der Emittent sicher, dass in einem ausgegebenen Produkt jederzeit Geld- und Briefkurse mit ausreichendem Volumen gestellt sind und so die Marktliquidität gewährleistet ist. Ein gutes Market-Making gibt den Investoren die Sicherheit, ein Produkt jederzeit zu fairen Preisen kaufen und verkaufen zu können. Der «payoff market making index» Die Qualitätskennzahlen der Scoach lassen erkennen, ob für ein bestimmtes Produkt in den letzten 10 Handelstagen ein hochstehendes Market-Making gegeben war. Ein weiterer Blick zurück ist nicht möglich. Auch ein Vergleich der verschiedenen Emittenten untereinander kann anhand der QQM-Rohdaten nur sehr schwer gemacht werden. Hier setzt nun der «payoff market making index» an. Es stellt sich nämlich die naheliegende Frage, welche Emittenten denn nun im letzten Monat bereits ein professionelles Market-Making anbieten und bei welchen Emittenten noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Ein solcher Emittentenvergleich ist nicht ganz trivial, da die Produkte je nach Basiswert und aktuellem Kurs unterschiedlich behandelt werden müssen. Der «payoff market «Mangelhaftes MarketMaking ist aus Anlegersicht eines der grössten Mankos beim Investieren in Strukturierte Produkte.» making index» wird diesen Anforderungen mit einer dreiteiligen Vorgehensweise gerecht. In den Index fliessen die Verfügbarkeit der Quotes, die maximalen Spreads und die durchschnittlichen Volumen der
  • 8. 8 Geldkurse ein. Berücksichtigt werden alle gelisteten Produkte, wobei nur bei der Verfügbarkeit von Quotes auch Produkte ohne gestellte Kurse berücksichtigt werden. Nachdem die drei Teil-Kennzahlen ermittelt sind, werden sie gewichtet und dann als Durchschnitt auf Monatsbasis errechnet. So ergibt sich schlussendlich eine Kennzahl, die die Qualität des Market-Makings für jeden Emittenten darstellt. Berücksichtigt werden alle Emittenten mit mindestens zehn gelisteten Produkten. Verfügbarkeit der Quotes Diese Teil-Kennzahl zeigt auf, ob für ein bestimmtes Produkt immer ein Geld- und/oder Briefkurs gestellt wurde. Die Kennzahl wird in Prozent der Erfüllungszeit angegeben. Für den Emittenten-Check werden die Resultate der verschiedenen Produkte aggregiert. Maximaler Spread Bei den Spreads wurde von payoff ein maximal zulässiger Spread pro Produkt definiert. Dieser Maximalspread wird in erster Linie vom Geldkurs des Produktes beeinflusst. Basiswerte mit anspruchsvollerem Hedging wie z.B. Rohstoff-Futures oder Basketprodukte profitieren dabei von einem höheren Toleranzwert. Wurde der Maximalspread während der Beobachtungsphase nie überschritten, gilt diese Teil-Kennzahl als erfüllt (siehe Berechnungsbeispiel 1). Pro Emittent ergibt sich dann eine Kennzahl, die zeigt, wie viel Prozent der Produkte die Bedingungen erfüllten. Berechnungsbeispiel 1 Bei einem Geldkurs von CHF 1.0 – 1.99 liegt die Spread-Obergrenze bei 2 Prozent. Ein Produkt notiert bei CHF 1.50 auf 1.52, es ergibt sich somit ein Spread von Briefkurs – Geldkurs 1.52- 1.50 =1.33% Geldkurs/100 1.50/100 Dieses Produkt würde die Anforderungen damit erfüllen. FOCUS Volumen der Geldkurse Ein Anleger muss jederzeit die Möglichkeit haben, ein Produkt aus seinem Portfolio verkaufen zu können. Daher ist ein permanent gestellter Geldkurs von grosser Bedeutung. Ebenso wichtig ist aber auch, dass genügend Volumen gestellt wird, so dass eine Portfolio-Position wirklich komplett verkauft werden kann. Aus diesem Grund fliesst das gestellte durchschnittliche Tages-Rückkauf-Volumen ebenfalls in die Kennzahl ein. Ein durchschnittlicher Privatanleger investiert bis zu CHF 25‘000 in ein einzelnes Produkt. Als MindestRücknahmevolumen wurde also dieser Betrag angenommen (siehe Berechnungsbeispiel 2). Berechnungsbeispiel 2 Ein Produkt notiert bei CHF 1.50. Vom Emittenten wird ein Rückkauf-Volumen von 10‘000 Stück gestellt. Das gestellt Volumen in CHF ist damit maximal zu erreichende Wert beträgt 100 Punkte. Am nächsten an diesen Maximalwert kam die Bayerische Hypo- und Vereinsbank heran. Sie hatte es allerdings relativ einfach, da sie in der Schweiz nur zwanzig Tracker-Zertifikate gelistet hat. Auf dem zweiten Platz folgt die holländische Rabobank (18 Produkte). Das Podest komplettiert die französische BNP Paribas (16 Produkte). Grosses Verbesserungspotenzial lässt sich bei der Valartis Bank und bei der BSI orten, «Den Spitzenwert schaffte die Bayerische Hypo- und Vereinsbank.» welche mit einem Indexwert von 41,0 respektive 47.3 abgeschlagen am Schluss der Tabelle stehen. Auch JP Morgan brilliert in Sachen Market Making noch nicht. Aber was nicht ist kann ja noch werden. CHF 1.50 x 10‘000 = CHF 15‘000.-Dieses Produkt würde die Anforderungen damit nicht erfüllen. Die drei Teilkennzahlen werden schlussendlich gewichtet addiert, so dass sich pro Emittent eine Kennzahl ergibt. Der Der Durchschnittswert von 73.1 wird nun monatlich als Benchmark herangezogen in der Hoffnung, dass sich dieser kontinuier■ lich steigern wird. payoff market making index Anzahl Produkte Bayerische Hypo- und Vereinsbank Rabobank BNP Paribas Basler Kantonalbank ZKB Julius Bär Vontobel Credit Suisse Banque Cantonale Vaudoise Clariden Leu Sal. Oppenheim HSBC Trinkaus Goldman Sachs ABN Amro Durchschnitt UBS Société Générale Bank Sarasin Dresdner Bank EFG Financial Products AG Merrill Lynch Deutsche Bank JP Morgan BSI Valartis Bank Erfüllungsgrad Kurs-Verfügbarkeit Spread Volumen 20 18 16 133 1'890 1'614 5'556 1'667 278 606 396 622 2'270 1'170 3'698 82 464 94 681 706 1'194 278 73 31 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Quelle: Derivative Partners AG www.payoff.ch | März 2009
  • 9. 9 FOCUS Besser vorankommen mit Mileage Warrants www.istockphotos.com Haben Sie diese Erfahrung auch schon gemacht? Sie befinden sich im städtischen Abendverkehr und das Bordsystems Ihres Autos klärt Sie darüber auf, dass Ihre Tankfüllung noch für 30 Kilometer reicht. Später, nach Erreichen der Autobahn, steigt die angegebene Reichweite auf über 50 Kilometer an. Der Mileage-Effekt lässt grüssen! Wie der Wind für den Segler, bestimmt die Volatilität für den Mileage Warrant, wie weit er kommt. Simona Staub und Patrick Stettler, Sales RMP for Equities Commodities, UBS Investment Bank D er Begriff Mileage stammt aus der Automobilwelt und kann am Besten mit «Reichweite» übersetzt werden. Im Gegensatz zu traditionellen Warrants ist die Laufzeit von Mileage Warrants flexibel und passt sich dem Marktumfeld an. Sie verfallen, wenn ein vorab definiertes Varianzbudget aufgebraucht ist. Die Mileage-Technik besticht in dreifacher Hinsicht. • Erstens nutzt sie den Markteffekt von statis tisch überhöhten Impliziten Volatilitäten. • Zweitens kann man dank ihr die Sicht auf sinkende Volatilitäten implementieren. • Drittens sind die Preise von Mileage War rants - im Gegensatz zu traditionellen War rants - während ihrer Laufzeit nahezu immun gegenVeränderungen der implizitenVolatilität. www.payoff.ch | März 2009 Zur Funktionsweise Den Mileage Warrants wird bei Emission ein sogenanntes Varianzbudget mit auf den Weg gegeben (eine Art «Tankfüllung»). Dieses Varianzbudget wird rechnerisch auf Basis einer angestrebten Lebensdauer ermittelt. Nach erfolgter Emission wird auf Tagesbasis die realisierte Volatilität gemessen und vom Varianzbudget subtrahiert. Sobald dieses aufgebraucht ist, verfällt der Warrant und sein innerer Wert wird analog zu klassischen Calls und Puts berechnet. Zu teure Implizite Volatilitäten Künftige Marktentwicklungen oder Ereignisse sind nur bedingt vorhersehbar. Nebst objektiven Einflussfaktoren fliessen auch subjektive Elemente wie Angst und Gier oder Nachfrage und Angebot in die Preisstel- lung mit ein. Statistisch gesehen handeln Implizite Volatilitäten daher oftmals zu hoch. Eine vereinfachte Analyse veranschaulicht diesen statistischen Effekt am Beispiel des SP 500® Index (Grafik 1). Der Markt bewegt sich meist weniger stark (Realisierte Volatilität = grüne Linie) als von den Marktteilnehmern angenommen (Implizite Volatilität = blaue Linie). Dies kann verglichen werden mit dem niedrigeren Benzinverbrauch und der damit einhergehenden grösseren Distanz, die bei sparsamerem Fahrverhalten erzielt werden kann. Mileage Warrants werden sozusagen für ökonomisches Verhalten belohnt, während klassischen Warrants diese Möglichkeit vorenthalten bleibt! Wie Mileage Warrants generell bei sinkenden Volatilitäten auf die Überholspur gehen Dieser Effekt lässt sich am einfachsten anhand des folgenden Beispiels erläutern. Ein Anleger investiert in einen Call-Warrant auf den SP 500® Index mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Implizite Volatilität der gewünschten Laufzeit beträgt 38,87% p.a., woraus sich für einen Mileage Warrant (Call) ein Varianzbudget von 10'000 * 0.3887^2 = 1510.88 errechnet. Bewegt sich der SP 500® wie erwartet, wird das Varianzbudget in exakt zwölf Monaten aufgebraucht sein und der Warrant verfällt, analog zum klassischen Call Warrant. Für den Anleger hätte es in diesem Fall keinen Unterschied gemacht, ob er einen klassischen Warrant oder einen Mileage Warrant erworben hätte. Fällt die Realisierte Volatilität jedoch tiefer als 38,87% p.a. aus, wird das Budget langsamer verzehrt und der Verfall des Warrants verschiebt sich in die Zukunft (Grafik 2, Kurve 1 2) – und umgekehrt (Grafik 2, Kurve 3). Als Anleger bleibt man somit länger investiert. In einem Marktumfeld mit hohen Impliziten Volatilitäten kann der MileageEffekt besonders vorteilhaft sein. Somit ist dies eine simple und effiziente Strategie, um
  • 10. 10 FOCUS Fazit: Mileage Warrants sind dank ihrer Eigenschaften eine wertvolle Alternative zu herkömmlichen Warrants. Für langfristig denkende Anleger stellen sie ein effizientes Instrument dar, um zusätzlich zum beabsichtigten Portfolio-Effekt auch eine Sicht auf sich verändernde Volatilitäten einzunehmen. Auch der eher kurzfristig orientierte Anleger dürfte dank Mileage Warrants besser schlafen können, da er sich vor einem möglichen Kollaps der Impliziten Volatilitäten nicht länger fürchten muss. Dem gegenüber steht das Risiko einer verkürzten Laufzeit. 100 80 Realisierte Volatilität, VIX Immunität gegenüber Impliziten Volatilitäten Mileage Warrants lassen sich während der Laufzeit von den Veränderungen der Impliziten Volatilitäten praktisch nicht beeindrucken. Halter von Call Warrants, die während eines Marktaufschwungs ihre Profite durch sinkende Volatilitäten wie Butter an der Sonne schmelzen sahen, werden diese Eigenschaft zu schätzen wissen. Implizite versus realisierte Volatilität Vom VIX prognostizierte Volatilität 60 40 20 0 Effektive Volatilität ist meistens tiefer (20) (40) (60) 2003 1999 2001 1989 1991 1993 1995 1997 VIX Index (21 Tage verzögert) Differenz Realisierte Volatilität (21 Tage rollend) 2005 2007 2009 Am Beispiel des SP 500® wird sichtbar, dass sich der Markt meist weniger stark bewegt, als durch die Impliziten Volatilitäten prognostiziert. Gegenüber klassischen Warrants können sich Mileage Warrants somit mehr Reichweite verschaffen. Denn der Verzehr des Varianzbudgets hängt von der Realisierten Volatilität ab. Quelle: UBS Investment Bank Zusammenhang Laufzeit und Restwert der Option Zusammenhang Laufzeit und Restwert der Option bei unterschiedlichen Realisierten Vola- % tilitäten. Beispiel von Mileage Put Optionen verglichen mit Vanilla Put auf den SP 500® Index 18 Die tiefe Realisierte Volatilität führt dazu, dass die Option nach 12 Monaten noch einen hohen Restwert aufweist und deutlich länger als erwartet existiert 16 14 Wert der Option von sinkenden Volatilitäten zu profitieren! 12 1 10 2 8 3 6 4 Vorzeitiger Verfall nach ca. 9 Monaten Vanilla Option verfällt nach exakt 12 Monaten 2 Wer sich nebst der Theorie auch für die Fahrpraxis interessiert, sollte sich auf www.ubs.com/keyinvest die beiden Valoren 4'934'769 und 4'934'770 genauer anschauen. ■ 0 0 1 2 3 4 7 5 6 Laufzeit in Monaten 8 9 Mileage 38,87% Realisierte Volatilität (Beispiel) Mileage 45% Realisierte Volatilität Mileage 30% Realisierte Volatilität Mileage 35% Realisierte Volatilität Vanilla Put Tiefer «Verbrauch» führt zu längerer Laufzeit – und umgekehrt. 10 11 Quelle: UBS Investment Bank Anzeige Jetzt informieren! www.hsbc-zertifikate.ch Tel.: 00800 4000 9100 Anruf kostenfrei Reverse Convertibles – Aktien mit Zinszahlung. Garantierter Coupon Verzinsung über dem Marktniveau bei Auflegung Performance auch in Seitwärtsmärkten möglich Aktienlieferung per Verfall möglich z. B. ABB (BMABB), UBS (EVUBS), Nestlé (EWNES) Die Programm Dokumentation und die Endgültigen Bedingungen erhalten Sie unter www.hsbc-zertifikate.ch. HSBC Trinkaus Burkhardt AG Marketing Retail Products Königsallee 21/23 D-40212 Düsseldorf www.payoff.ch | März 2009 12
  • 11. FOCUS 11 Gewinner in der Krise? BRIC-Länder Brasilien, Russland, Indien und China summieren sich bislang auf rund 3,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts1. Kernstück ist die dramatische Aufstockung der Förderung von Infrastrukturprojekten um den gesamten Erdball. Der Politik liegen Ausbau und Instandhaltung der nationalen Infrastruktur am Herzen. Schliesslich stellt die Infrastrukturausstattung die Lebensader des Wirtschaftskreislaufs dar. Denn eine Nation kann nur dann nachhaltig wachsen und gedeihen, wenn die Infrastruktur reibungslos funktioniert. Grob umschrieben, umfasst der Begriff Infrastruktur essenzielle Bereiche wie Versorgung, Kommunikation, Verkehr, aber auch Bildung und Gesundheit. www.istockphotos.com Zieht die Finanzkrise die gesamte Wirtschaft nach unten? Keineswegs. Ein Lichtblick ist der Infrastruktursektor. Vor dem Hintergrund des massiven Ausmasses weltweiter Investitionsprogramme zur Ankurbelung der Wirtschaft könnte sich für Anleger ein genauerer Blick lohnen. Hilfe für die Konjunktur Investitionen in die Infrastruktur werden also als Starthilfe des Konjunkturmotors genutzt. Allerorts sollen neue Strassen gebaut, Energienetze ausgebaut, Hafenanlagen erneuert oder Schienen verlegt werden. Die Regierungen haben handfeste Gründe für ihr Handeln: Das Kapital fliesst unmittelbar und in vollem Umfang in die Wirtschaft des jeweiligen Landes. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen. Infrastrukturorientierte Unternehmen profitieren von den Massnahmenpaketen der Regierung. Fabrizio Collesano, Sales Structured Products, DWS Schweiz GmbH D er Staat packt an. Rund um den Globus stemmen sich Regierungen gegen das drohende Abrutschen in eine dauerhafte Rezession, die möglicherweise der Vorbote einer Depression ist. Waren ursprünglich die Turbulenzen noch auf den US-amerikanischen Immobilienmarkt beschränkt, zieht die Finanzkrise immer weitere Kreise. Mittlerweile sind die Auswirkungen in der Realwirtschaft zu spüren. Nahezu jede Branche hat mit Auftragsrückgängen zu kämpfen. Um dem drohenden Einbruch der Nachfrage entgegenzuwirken, haben die grössten Wirtschaftsnationen seit Herbst des vergangenen Jahres diverse Programme auf den Weg gebracht. Das Zahlenwerk hat mittlerweile ein Volumen erreicht, das vor Jahresfrist noch unvorstellbar erschien. Die angekündigten Konjunkturspritzen der G7-Staaten und der Was ist Infrastruktur? Besonders hervorzuheben ist China. Zu den ohnehin schon massiven Investitionsvolumen für Infrastrukturprojekte sollen allein in den kommenden zwei Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur geleitet werden2. Die Vereinigten Staaten von Amerika stehen als Welche Infrastruktursektoren könnten wie profitieren? Grundstoffe Indirekt Industrieunternehmen (Investitionsanreize, bessere Abschreibungen) R i s i k o Bauunternehmen Häfen Flughäfen Energieversorgung Strassen Wasserversorgung Direkt (Staatl und private Aufträge) Krankenhäuser Quelle: DWS www.payoff.ch | März 2009 Ertrag Quelle: DWS
  • 12. 12 führende Wirtschaftsnation vor der grössten Infrastrukturinitiative seit der Mitte der 50er Jahre, als Präsident Dwight D. Eisenhower den Bau des nationalen Highwaysystems in Angriff nahm. Der Umfang des von der Obama Administration vorgesehenen Konjunkturpaketes beläuft sich auf rund 5,8 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung der USA3. Experten gehen davon aus, dass jede Milliarde US-Dollar, die in die amerikanische Verkehrsinfrastruktur investiert wird, 35'000 neue Arbeitsplätze schaffen könne4. In Deutschland sollen es 23 Milliarden US-Dollar sein, die der Infrastruktur zugute kommen.5 Während es in etablierten Volkswirtschaften auf Modernisierung und Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur ankommt, setzen die Schwellenländer den Schwerpunkt auf deren Ausbau. In den Megastädten der Emerging Markets besteht ein hoher Investitionsbedarf, um die künftige Wasser- und Stromversorgung zu gewährleisten. Der Faktor Infrastruktur ist auch ein entscheidender Punkt bei der Ansiedlung multinationaler Konzerne. Für die exportorientierten Schwellenländer ist der Ausbau des Eisenbahnnetzes, von Strassen, See- und Lufthäfen lebenswichtig. Gerade um Lieferengpässe zu vermeiden, müssen die Produktionsstätten in Ostasien und die Rohstofflager in Zentralasien, Afrika und Südamerika mit den grossen Abnehmern in Europa und den USA verbunden werden. In den Industrie- «Amerika erlebt die grösste Infrastrukturinitiative seit Präsident Dwight D. Eisenhower» staaten hingegen steht die Modernisierung der bestehenden Ausstattung an. Aus Umwelt- und Energieeffizienz-Aspekten müssen Wasser- und Stromleitungen saniert werden. Bei Gebäuden wird dieser Bereich stark subventioniert. Und um die Informationsgesellschaft auf die nächste Stufe vorzubereiten, wird eine weitreichende Förderung von Breitband-Kabeln vorgenommen. www.payoff.ch | März 2009 FOCUS Welche Unternehmen profitieren? Nutzniesser sind insbesondere Ausrüster im Infrastrukturbereich. Dazu zählen vor allem der Maschinenbau und Produzenten von Grundstoffen. Aufgrund von Rezessionsängsten sind Aktien dieser konjunktursensitiven Unternehmen im zweiten Halbjahr 2008 stark gesunken. In Anbetracht der massiven Staatsprogramme verbessern sich die Aussichten bestimmter Unternehmen schlagartig. Sie könnten direkt von den staatlichen Infrastrukturausgaben profitieren. Im Vergleich dazu sind die Einnahmen der Infrastrukturbetreiber von Natur aus auch in Krisenzeiten recht stabil. Die zu den Betreibern zählenden Energie- und Wasserversorger sowie Telekommunikationsunternehmen haben im Allgemeinen einen defensiven, ja konservativen Charakter. Oftmals befinden sie sich in monopolartigen Wettbewerbssituationen, die den Eintritt neuer Wettbewerber oftmals verunmöglichen oder aber zumindest stark einschränken. Die Lösung Trotz der positiven Rahmenbedingungen im Infrastruktursektor ist es sinnvoll, eine Anlage mit Kapitalschutz zu wählen. Für sicherheitsorientierte Anleger bietet DWS GO ein zu diesem Marktumfeld passende Note bis voraussichtlich 20.03.2009 zur Zeichnung an. Die DWS GO InfrastruX Protect Note 2009 (Valor 4 982 646) partizipiert an der Wertentwicklung eines breit diversifizierten Infrastrukturindex. Sollte der zugrunde liegende Index nach vier Jahren (Laufzeitende) unter seinem Emissionsstand liegen, erhält der Anleger 104 Prozent des Emissionspreises zurück. Bei steigenden Kursen hat der Anleger attraktive Renditechancen von maximal 6 Prozent pro Quartal (max. 24% p.a.). Die Höhe der Auszahlung am Laufzeitende wird auf Basis der Indexentwicklung der einzelnen Quartale ermittelt. Als Basiswert liegt dem Produkt der DWS InfrastruX Index zugrunde. Er besteht aus einer Aktienkomponente, die den Infrastruktursektor abbildet, und einer Geldmarktkomponente. Sein hervorstechendes Merkmal ist ein volatilitäts- Seit Januar 2007 arbeitet Fabrizio Collesano bei DWS Schweiz GmbH. Er ist im Sales für Strukturierte Produkte tätig und war in dieser Funktion wesentlich am Aufbau von DWS GO – der hauseigenen Plattform für Strukturierte Produkte – beteiligt. Zuvor arbeitete der gebürtige Italiener zehn Jahre lang für den Credit Suisse Konzern. Bei der Grossbank war er unter anderem in den Bereichen Portfolio Management, Investment Consulting sowie Research Advisory tätig. Weitere Erfahrungen sammelte er in der Anlageberatung. Herr Collesano besitzt den Abschluss zum Finanzplaner mit eidgenössischem Fachausweis. gesteuerter Umschichtungsmechanismus. Je nach Stärke der Marktschwankungen werden die Gewichtungen der beiden Indexbausteine automatisch angepasst, so dass sich eine nahezu konstante Schwankungsintensität des Basiswerts ergibt. Der Vorteil für den Anleger: In schwankungsintensiven Zeiten wird die Aktienquote heruntergefahren. Beruhigt sich der Markt, steigt die Gewichtung der Aktien■ komponente. 1 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top 2 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top 3 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top 4 http://www.economist.com/world/unitedstates/displaystory.cfm?story_id=13061360 5 http://www.economist.com/finance/displaystory.cfm?story_id=13035552#top
  • 13. 13 J.P. Morgan Warrants – Strategisch investieren Down-Out Put Warrants auf den SMI® Index • Wahl zwischen drei Warrants mit Down-Out Mechanismus • Kostenreduktion im Vergleich zu einem Standard Put* • Möglichkeit zur Portfolioabsicherung bei Kursrückgängen bis zur jeweiligen Barriere • Laufzeiten von nur sechs Monaten (Endfälligkeitstag 17. Juli 2009) Erfahren Sie mehr www.jpmorgansp.com Valoren Strike Barriere 4897755 5,500 4,000 4897756 5,750 4,000 4897757 6,000 4,000 Eine Anlage in Warrants ist tendenziell mit einem hohen Risiko behaftet. * Der Down-Out Put Warrant ist im Preis günstiger als ein Put Warrant, da durch ein Unterschreiten der Barriere der Warrant wertlos verfällt. Diese Anzeige ist weder ein Angebot noch eine Empfehlung zum Kauf von Wertpapieren. Ausführliche Informationen über die Wertpapierbedingungen und die mit dem Erwerb der Wertpapiere verbundenen Risiken enthält das für die Wertpapiere allein maßgebliche Supplemental Offering Circular, dass zusammen mit dem Basisprospekt (und etwaigen Nachträgen) zu lesen ist. Beides erhalten Sie kostenlos bei der Zahlstelle Credit Suisse, Custody Account Management, Uetlibergstrasse 231, 8070 Zürich, oder im Internet unter http://www.jpmorgansp.com. Eine Anlageentscheidung sollte nur auf Grundlage der im Basisprospekt und der in den allein maßgeblichen Endgültigen Bedingungen enthaltenen Informationen getroffen werden. Die in dieser Anzeige beworbenen Wertpapiere dürfen nicht in den USA oder an eine USPerson im Sinne der Regulation S des U.S. Securities Act 1933 verkauft werden. Bei den Wertpapieren handelt es sich rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen, denen das Insolvenzrisiko der Garantin anhaftet. www.payoff.ch | März 2009
  • 14. 14 FOCUS Kanada: Mehr als nur das Ahornblatt www.istockphotos.com «Kanada ist nicht die USA», so philosophierte der kanadische Premierminister Stephen Harper im Herbst letzten Jahres vor den Parlamentswahlen. Die Wahlen konnten die Konservativen für sich verbuchen – seine Aussage über die wirtschaftliche Lage im Land der Ahornblätter musste der Premier schnell revidieren. Ein Blick auf das zweitgrösste Land der Erde offenbart die derzeitigen Schwierigkeiten. Abhängigkeit von der US-Ökonomie In die Hypotheken-Krise waren Kanadas Banken in nur geringem Ausmass direkt involviert. Kanada ist jedoch durch Investitionen und Handel sehr stark von der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA abhängig (ca. 80 Prozent der kanadischen Produkte werden dorthin exportiert), was sich in Krisenzeiten negativ auswirken kann. In Kanada sind Investitionen (Häuserbau, Produktionsbereich) und Konsum schwächer geworden; insbesondere die Autoindustrie (Ontario/Quebec) ist stark betroffen. Im August 2008 fiel der durch- «Der Börsenindex von Toronto, erreichte mit 15’154 Punkten sein Allzeithoch Ende August.» Nebst Gold und Ölsand gehört auch Holz zu den bekannten Rohstoffen Kanadas. Alexander Heftrich S chon zweimal durfte Kanada die Jugend der Welt zu den Olympischen Spielen willkommen heissen und spielte dabei den perfekten Gastgeber. Die Medaillen heimsten allerdings andere ein. Weder 1976 in Montreal noch 1988 in Calgary gewannen kanadische Sportler auch nur eine einzige Goldmedaille. Ernüchterung kehrte ein. Aber die Menschen in dem wirtschaftlich aufstrebenden, rohstoffreichen und riesigen Land, das in den letzten fünfzig Jahren eine Verdopplung der Bevölkerung auf 33 Millionen erlebte, nahmen es gewohnt gelassen. Just in einem Jahr soll sich das in Vancouver ändern. Der sportliche Erfolg soll herbei – Balsam für www.payoff.ch | März 2009 die geschundene Seele der von der Finanzkrise erfassten Kanadier. Die goldenen Zeiten Die Zeiten, in denen es für Kanadas Wirtschaft nur eine Richtung – die nach oben – gab, scheinen dieser Tage vorbei zu sein. Getrieben von der immer weiter steigenden Nachfrage nach Rohstoffen, legte das an Gold und Ölsand reiche Land in den vergangenen Jahren eine beeindruckende konjunkturelle Performance hin. Zu bedenken gilt, dass rund 50 Prozent der kanadischen Exporte dem Absatz von Rohstoffprodukten geschuldet sind. schnittliche Verkaufspreis von Häusern um rund sechs Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den letzten zwei Monaten des vergangenen Jahres gingen laut amtlichen Statistiken insgesamt 100’000 Arbeitsplätze verloren. Sinkende Rohstoffpreise bedeuten für Kanada eine weitere Belastung. Im Januar 2009 verzeichneten die Energiepreise einen weiteren Rückgang von 10,9 Prozent; im Dezember 2008 waren die Preise bereits um 11 Prozent gesunken. Für das laufende Jahr (2009) wird mit einem starken Rückgang des Wachstums, wenn nicht gar mit einer Rezession gerechnet. Die Indikatoren stimmen bedenklich, zumal der Export im Dezember um 9,7 Prozent eingebrochen ist – der stärkste Rückgang seit 1982. Just hat die Bank of Canada Mitte Dezember den Leitzins von 2,25 auf 1,5 Prozent gesenkt. Der Hauptindex der Börse von Toronto, der Anfang Juni mit 15’154 Punkten sein Allzeithoch erreichte und Ende August noch nach oben tendiert hatte, notiert aktuell
  • 15. 15 knapp unter 8’000 Punkten. Im direkten Vergleich zum SMI fällt auf, dass der SP/ TSX Composite Index in den vergangenen sechs Monaten eine noch schlechtere Performance aufweist, jedoch seit Anfang 2009 etwas besser dasteht. Die neue Regierung kündigte Ende Januar an, Massnahmen zu ergreifen, um die Kreditklemme zu lockern. Ausserdem will sie die Steuern senken und in Infrastrukturmassnahmen investieren. Zu diesem Zweck wurde ein 40 Milliarden kanadische Dollar (37.3 Milliarden CHF) schweres Konjunkturprogramm aufgelegt. Dieses soll für die kommenden zwei Jahre gelten. Innerhalb dieser Zeit wird im Haushalt ein Defizit von 63,5 Milliarden Dollar erwartet. Hoffnungsschimmer «RohstoffWährung» Der Anleger steht nun vor der Frage, inwieweit Kanada eine Option für ein Investment darstellt. Der Trumpf könnte aus einer baldigen Wiederbelebung der Weltkonjunktur bestehen. Langfristig bleibt Kanada, auf eine bis 2015 erwartete Verdoppelung der Ölproduktion aus Ölsand auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag zu hoffen. Insbesondere die Industriemetalle, aber auch die Ölpreise sind seit einiger Zeit dabei, einen Boden auszubilden und die rasante Talfahrt des ver- FOCUS gangenen Jahres zu beenden. Hier könnten die «Rohstoff-Währungen», wie beispielhaft der australische und der kanadische Dollar, ihre Vorteile ausspielen. Das Angebot an Tracker-Zertifikaten auf Kanada ist zum einen übersichtlich und wartet zum anderen mit einer unterdurchschnittlichen Entwicklung auf. Die beiden open-end Zertifikate auf den SP/TSX 60 Index von Goldman Sachs (CANOE) und ABN Amro (CANAD) verlaufen relativ unisono und vergleichsweise schlecht. Das Bonus-Papier von Goldman Sachs (TSEBO) mit Laufzeit bis Mai 2012 hat in den vergangenen sechs Monaten ähnlich viel eingebüsst; insofern stellt sich hier die Frage, ob die Barriere von CAD 459.33 bei einer negativen konjunkturellen Entwicklung überhaupt Bestand haben wird. Interessanter und lukrativ erscheinen Papiere mit Fokus Rohstoffe, insbesondere Gold. Das Zertifikat der ABN Amro (TSXCG) auf den SP/TSX Capped Gold Index kann seit Jahresbeginn 2009 auf eine positive Entwicklung von ca. 15 Prozent zurückblicken. ➤ Performance-Unterschiede ausgewählter Kanada Zertifikate % 120 110 100 90 80 70 60 50 40 06.07 10.07 02.08 06.08 09.08 01.09 Tracker-Zertifikat auf SP/TSX 60 (CANOE) SP/TSX 60 Best Select Garant auf SP/TSX 60 (TB0TNU) Quelle: Bloomberg (indexiert ab 03.06.2007) Anzeige Lernen Sie die wilde Seite Kanadas kennen! Mit den Commerzbank Warrants, Turbos und Tracker auf den SP/ TSX 60. www.payoff.ch | März 2009 Wählen Sie aus dem SP/TSX 60 aus den Basiswerten Agrium, Kinross, PotashCorp, Suncor Energy, Thompson Creek oder setzen Sie direkt auf den SP/Toronto Stock Exchange Index. www.zertifikate.commerzbank.de
  • 16. 16 FOCUS In diesem Fall macht sich die Erholung des Goldpreises bezahlt, der in den vergangenen sieben Wochen um rund 13 Prozent zugelegt hat. Die in Deutschland gehandelte Canada All Time High Garant Anleihe (WKN: TB0TNU) weist zum einen eine Kapitalgarantie auf, zum anderen sichert sie dem Anleger zum Laufzeitende automatisch 81 Prozent des während der Laufzeit erreichten höchsten Schlusskurses an den Beobachtungsterminen des kanadischen Leitindex SP/TSX60® zu. Das von HSBC Trinkaus emittierte Papier läuft bis Juni 2012 und hängt in der Performance die reinen Tracker auf Kanada deutlich ab. «Besonders attraktiv erscheinen Papiere mit Fokus Rohstoffe.» Vielleicht bewahrheitet sich doch die Aussage des kanadischen Premiers, wonach «Kanada nicht die USA ist». Ausgehend vom Abbau der Staatsschulden in den vergangenen Jahren, einem Ranking auf Platz acht des neuesten World Competitive Scoreboards und enormen Rohstoffreserven (Kanada verfügt nach Saudi Arabien mit einem Anteil von 17 Prozent über die grössten Erdölreserven der Welt und zählt zu den grössten Getreide-Exporteuren) könnten die Ahornblätter zumindest ihrem südlichen Nachbarn so manches Schnippchen schlagen. ■ Überblick Zertifikate mit Fokus Kanada Ticker/WKN Börsenplatz Basiswert Emittent Laufzeit TB0TNU Scoach DE Best Select Garant auf SP/TSX 60 Index HSBC Trinkaus 13.06.2012 TSXCG Scoach CH SP/TSX Capped Gold TR Index ABN Amro open-end CANAD Scoach CH SP/TSX 60 Index ABN Amro open-end CANOE Scoach CH SP/TSX 60 Index Goldman Sachs open-end TSEBO Scoach CH 6 Y CHF Bonus auf SP/TSX 60 Index Goldman Sachs 18.05.2012 Kurs Performance (23.02.09) (1 Jahr, gerundet) 93,46 EUR -12% 93,80 CHF -15% 44,80 CHF -49% 45,00 CHF -49% 52,20 CHF -57% Quelle: Derivative Partners AG Anzeige Investieren Sie jetzt goldrichtig. Die Exchange Traded Funds der Zürcher Kantonalbank gibt es in Gold, Silber, Platin und Palladium. Die ETFs können an der Schweizer Börse gehandelt werden. Der ZKB Gold ETF und der ZKB Silber ETF sind jetzt auch in Euro und US-Dollar handelbar. Dank 100-prozentiger physischer Hinterlegung bieten die ETFs zu jeder Zeit maximale Sicherheit. Möchten Sie mehr zu diesen einzigartigen Investitionsmöglichkeiten wissen? Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 0800 840 844. Dieses Inserat stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zur Offertstellung für die genannten Fonds dar und ist auch kein Prospekt. Massgebend sind der P ospekt, der vereinfachte Prospekt sowie das Fondsreglement, welche bei der Zürcher Kantonalbank oder bei der Balfidor Fondsleitung AG kostenlos bezogen werden können. Diese Fonds sind nur zum Vertrieb in der Schweiz bestimmt. Sie dürfen weder im Ausland vertrieben, noch Personen angeboten, verkauft oder ausgeliefert werden, die einer Rechtsordnung unterstehen, welche den Zugang zu solchen P odukten und Anlageinformationen (aufgrund der Nationali ät, des Wohnsitzes oder aus anderen Gründen) verbieten. Dieses Verbot gilt insbesondere für Personen mit Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit USA. www.zkb.ch/etf www.payoff.ch | März 2009
  • 17. 17 INTERVIEW Interview mit Christopher Warren payoff sprach mit Christopher Warren, Managing Director und Head of Structured Products Americas, DWS Investments (Deutsche Bank Gruppe) Martin Raab | Wie stellt sich die aktuelle Marktlage für Strukturierte Produkte in den USA dar? Die jüngsten Marktereignisse haben die Risiken, aber auch die Vorzüge von Strukturierten Produkten eindrucksvoll gezeigt. Zu den Vorzügen zählt insbesondere die vollständige oder wenigstens teilweise Absicherung des Nominalbetrags. Umgekehrt haben die extremen Marktbedingungen (speziell die Situation im letzten Herbst) die Wichtigkeit der Kreditwürdigkeit des Emittenten von Strukturierten Produkten eindringlich unterstrichen. Bevor Christopher Warren im Jahr 2006 bei DWS Investments in New York das Geschäft mit Strukturierten Produkten übernahm, hatte er mehr als 10 Jahre Erfahrung im Bereich Recht und Investment Banking gesammelt. Er startete seine Karriere als Rechtsanwalt bei Whitman, Breed, Abbott Morgan. Anschliessend folgten Stationen bei Bankers Trust und General Re Securities, bevor er in den Bereich Equity Capital Markets bei Goldman Sachs wechselte. Im Jahr 2002 wurde er Head of Private Investor Products North America bei ABN AMRO (heute Royal Bank of Scotland). Ein Bachelorabschluss (Virginia Tech), ein Masterabschluss (University of Kent/ Canterbury) sowie der Doktor jur. (Georgetown University) stehen für seine vielseitige akademische Seite. www.payoff.ch | März 2009 Man muss sich als Investor stets vor Augen halten, dass diese Wertpapiere unbesicherte Schuldverschreibungen des Emittenten sind – der Anleger trägt stets das volle Kreditrisiko für die jeweiligen Strukturierten Produkte. Wie bei jedem anderen Investment auch gilt: There is no free lunch. Mehr denn je ist es für Finanzberater und Privatanleger wichtig, die Funktionsweise der Produkte zu verstehen, einschliesslich der damit verbundenen Chancen und Risiken. Bei welchen Produkten ist aktuell die Nachfrage durch Privatanleger am grössten? Unsere Kunden setzen in erster Linie auf diversifizierte Aktienindizes – sowohl USIndizes als auch internationale Indizes – aber mit den Vorzügen einer strukturellen Diversifikation, d.h. die Investments sind teilweise oder vollständig mit Kapitalschutz versehen. Wo sinnvoll, werden aber auch gehebelte Produkte eingesetzt, zur Abbildung des traditionellen Long-only Ansatzes. Des Weiteren haben wir eine zunehmende Nachfrage nach Strukturierten Produkten mit Bezug zu bestimmten Sektoren, die Anleger positionieren sich hier allerdings mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont. Unter dem Strich dominieren bei Privatanlegern gegenwärtig die beiden Wünsche nach Einfachheit und Risikobegrenzung. Hier in den USA äussert sich dies beispielsweise in einer hohen Nachfrage nach einlagengeschützten, strukturierten Certificates of Deposits. Welche Restriktionen gilt es beim Verkauf und der Werbung für Strukturierte Produkte in den USA zu berücksichtigen? Der einzig wichtige Punkt in Sachen Verkauf von Strukturierten Retail-Produkten «Dank vermehrter Produktschulung werden Strukturierte Produkte in den USA besser akzeptiert.» in den USA ist und bleibt die Weiterbildung und Schulung der Finanzberater und der Privatinvestoren selbst. Wie mit jedem anderen Investment auch, ist es zwingend notwendig, dass Berater und auch Anleger die Chancen und Risiken vollständig verstehen und dass diesen auch klar ist, wie sich das jeweilige Produkt im Portfolio verhält. Abgesehen von regulatorischen Dingen, waren bis vor einigen Jahren Strukturierte Produkte nicht wirklich im US-Markt miteinbezogen, weil das Verständnis und das Hintergrundwissen nur sehr eingeschränkt vorhanden waren. Nachdem sich nun der Schwerpunkt von Produktinnovation hin zu Produktschulung verlagert hat, sind das Verständnis und die Akzeptanz von Strukturierten Produkten in den USA signifikant angestiegen. Herzlichen Dank für das Interview
  • 18. 18 PRODUCT NEWS IBRCL – 12,5% Inverse Baby Barrier Reverse Convertible auf Rohöl von Clariden Leu Rohölpreis tief, Lagerbestand hoch – wie lange noch? Experten erachten eine Erholung der Rohölpreise im zweiten Halbjahr als wahrscheinlich. Wer nicht so lange warten mag, wagt sein Glück in der Zwischenzeit mit einem inversen Renditeoptimierer. Gabriel Eigenmann An den Rohölmärkten steht zurzeit kein Stein mehr auf dem anderen. Notierte West Texas Intermediate (WTI) letzten Juli noch bei über USD 145, schloss der März Terminkontrakt am 12. Februar knapp unter USD 34 – ein Rückgang um sagenhafte 75 Prozent! Verantwortlich hierfür zeichnet unter anderem der grösste US-Nachfrageeinbruch seit 1980. Gleichzeitig ist durch den rekordhohen Lagerbestand das Preisgefüge in Unordnung geraten. So hat sich einerseits die amerikanische Referenzsorte von den anderen Ölsorten abgekoppelt und notiert trotz höherer Qualität deutlich unter dem Nordseeöl Brent (siehe Product News im payoff magazine 02/09). Andererseits ist auch die Terminkurve verzerrt: Futures mit längerer Laufzeit handeln deutlich teurer als Kurzläufer. Der strukturelle Nachfrageüberhang bleibt dennoch unbestritten. Trotz Rezession beträgt die Auslastung im Energiesektor hohe 95 Prozent und die Produzenten haben Mühe, das Angebot auszuweiten. Vorübergehend beeinflussen die hohen Lagerbestände und der rezessionsbedingte Nachfragerückgang die Preisfindung jedoch stärker als die langfristigen Angebots- und Nachfragefaktoren (Grenzen der Verfügbarkeit, Bedarf der Schwellenländer). Auch die zweimalige Reduktion der OPEC-Produktionslimite vermochte diesen kurzfristigen Angebotsüberhang nicht massgeblich zu beeinflussen. Investoren, die noch rechtzeitig von den Verwerfungen am (amerikanischen) Rohölmarkt profitieren wollen, offeriert Clariden Leu einen attraktiven Kurzläufer. Beim USD-Zertifikat IBRCL handelt es sich um einen inversen Barrier Reverse Convertible auf WTI- «Dank der kurzen Laufzeit brauchen Investoren eine baldige Trendwende am Rohölmarkt nicht zu fürchten.» Rohöl mit einem Coupon von 12,5 Prozent (50 Prozent p.a.). Der bedingte Kapitalschutz bleibt bestehen, falls der NYMEX Front Month Future bis zum 18. Mai stets unter der Barriere von USD 55.39 schliesst. Gegenüber dem fixierten Ausübungspreis von USD 34.62 entspricht dies einer Barriere von 160 Prozent. payoff-Einschätzung: Angesichts der wahrscheinlichen Erholung der Rohölpreise ab Mitte Jahr überzeugt IBRCL mit einer geschickt gewählten Laufzeit. Wenig Glück widerfuhr dem Emittenten jedoch bei der Wahl des Fixierungstages: Just am 18. Februar schloss der WTI-Kontrakt auf dem bisher zweittiefsten Niveau des laufenden Jahres. Trotz dieser Einschränkung dürften auch mit den Zertifikaten anständige Renditen erzielbar sein. Risk/Return Diagramm NYMEX versus US-Lagerbestand Rohöl Barrels in Mio. USD 160 390 140 370 120 Hebel 350 100 330 310 60 290 40 IBRCL Return 80 01.06 05.06 09.06 01.07 05.07 09.07 01.08 WTI Front Month Futures (NYMEX) - linke Skala US-Lagerbestand Rohöl - rechte Skala 05.08 09.08 250 01.09 Quelle: Bloomberg www.payoff.ch | März 2009 Partizipation Renditeoptimierung 270 20 0 Wann löst sich dieser gordische Knoten am Rohölmarkt? Bereits für diesen Mai erwartet das amerikanische Energieministerium eine Trendwende bei der Lagerhaltung. Dementsprechend rechnet das Gros der Ökonomen mit einem sanften Preisanstieg für das zweite Halbjahr. Kapitalschutz Risk Quelle: Derivative Partners AG
  • 19. 19 PRODUCT NEWS Valor 4’667’777 – Kapitalschutz-Zertifikat der CS auf den Man AHL Diversified Strategies Index Managed Futures mit Sicherheitsgurt Insbesondere in unsicheren Zeiten hat der Kapitalschutz bei den Anlegern an Bedeutung gewonnen. Wer diesen zusätzlichen Schutz nicht braucht, kann aufgrund der eindrücklichen Erfolgsbilanz des AHL Diversified-Programmes auch direkt in die Strategie investieren. Christian König Managed Futures Konzepte gehörten 2008 zu den wenigen Gewinnern. Das computergestützte Ausnützen von Trends quer durch alle Anlagekategorien erwies sich als krisenresistent. So verzeichnete der im Index enthaltene Man AHL Diversified plc «Die Zielvorgaben wurden für die letzten zwölf Jahre deutlich übertroffen.» im vergangenen Jahr eine stolze Rendite von 33,2 Prozent in USD (www.maninvestments.com). Das war alles andere als Zufall. Die annualisierte Rendite in den letzten zwölf Jahren liegt bei beeindruckenden 19,8 Prozent. Als jährliche Zielvorgabe werden Renditen von über 10 Prozent angestrebt. Das Erreichen der ambitiösen Zielvorgaben wurde nur in den Jahren 1999, 2004 und 2006 verfehlt. Aber auch in diesen schwächeren Phasen lagen die Erträge deutlich im positiven Terrain. zukünftige Kursverhalten. Ein weiterer Vorteil der AHL Diversified Programme ist ihre geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen. Dadurch verringern sie im Rahmen eines Portfolios das Gesamtrisiko. Mit den bis 30. März 2009 sich in der Zeichnung befindlichen Zertifikaten auf den AHL Diversified Strategies Index in EUR/ USD/CHF wird eine zusätzliche Sicherheit eingebaut, allerdings unter Inkaufnahme eines Emittentenrisikos, welches bei einem Direkterwerb des Man AHL Diversified plc nicht zu tragen wäre. Zudem fallen auf dem Index Zusatzkosten an, die im Endeffekt das Endergebnis belasten, dafür hat der Anleger sein Kapital per Verfall geschützt. Die Zertifikate werden in Prozenten gehandelt und im ausserbörslichen Handel angeboten. Rückzahlbar sind die Notes auf monatlicher Basis. payoff-Einschätzung: Ein Investment in die erfolgreichen MAN AHL Diviersified Programme kann mit dem Kapitalschutzprodukt der Credit Suisse relativ entspannt eingegangen werden. Wer jedoch etwas mehr Risiko eingehen möchte, kann sich durchaus auch ein Direktinvestment in die Strategie überlegen. Anzeige Investment gesucht? Investment Idea Suchen Sie nach einer guten Anlagemöglichkeit? Die Investment Idea könnte Ihnen weiterhelfen! Dank der nachgewiesenen Fähigkeit, in allen Marktphasen positive Renditen zu erzielen, hebt sich der erfolgreiche Handelsansatz vorteilhaft von vielen seiner Konkurrenten ab. Er basiert auf quantitativen Modellen. Diese suchen in über 150 Märkten nach Ineffizienzen bei Aktien, Anleihen, Devisen und Rohstoffen. Dabei geben die Kursentwicklungen der Vergangenheit Aufschluss über das Man AHL Diversified versus MSCI TR Net World Index Valor 4’667’777 Return % 1000 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 Risk/Return Diagramm 03.96 03.98 03.00 Man AHL Diversified 03.02 03.04 03.06 MSCI TR Net World Index 03.08 Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 26.3.96) www.payoff.ch | März 2009 Hebel Partizipation Renditeoptimierung Kapitalschutz Risk Quelle: Derivative Partners AG
  • 20. 20 PRODUCT NEWS Valor 4’963’216 – USD Comm-PASS Tracker-Zertifikat der UBS Erfolgreich in allen Marktlagen Die Long/Short-Strategie auf Rohstoffe hat im vergangenen schwierigen Jahr ihre AllwetterTauglichkeit eindrücklich unter Beweis gestellt. Die neu in USD und EUR aufgelegten TrackerZertifikate sollten in keinem Depot fehlen. Dieter Haas Comm-PASS ist die Kurzfassung von Commodities Portfolio Algorithmic Strategy System. Es handelt sich dabei um eine von der UBS entwickelte Strategie, welche dem Anleger in guten wie in schlechten Zeiten Gewinne im Rohstoffmarkt bescheren möchte. Mit Hilfe des zugrunde liegenden Modells wird ein Portfolio aus mehreren Rohstoffen der Segmente Energie, Edelmetalle, Industriemetalle, Agrargüter und Vieh zusammengestellt. Für jeden der 19 berücksichtigten Rohstoffe generiert die Strategie dynamische, täglich angepasste Long- oder Short-Signale. Diese basieren, vereinfacht ausgedrückt, auf Schnittpunkten unterschiedlich langer gleitender Durchschnitte. Alle Einzelaspekte werden in einem Index gebündelt, auf den sich das Tracker-Zertifikat bezieht. Anleger finden die grafische Entwicklung auf der Webseite des Finanzdienstleisters Bloomberg (www.bloomberg.com) durch die Eingabe von UCCP1A:IND im Feld «Enter Symbol». Die im Backtesting geprüfte Strategie bestand den praktischen Härtetest, wie das in Deutschland vor einem Jahr lancierte Zertifikat mit der Wertpapierkennnummer UB31G2 beweist (vgl. Grafik). Die Outperformance zum bekannten Rohstoffindex Dow Jones AIG Commodity Total Return ist mehr als eindrücklich. Was gut ist, darf auch etwas kosten. Nebst einer jährlichen Management Fee von zwei Prozent wird zusätzlich eine Performance Gebühr von 10 Prozent fällig, sofern eine Überrendite zum Drei-Monats-USD Liborsatz erzielt wird. Den Vergleich zu einem Geldmarktsatz erachten wir als eher fragwürdig. Da es sich um ein reines Rohstoffkonstrukt USD UBS Comm-Pass Note versus DJ-AIG-TR-Index handelt, wäre ein Rohstoffindex die geeignetere Messlatte. Für Aussenstehende gehören Strategie-Konzepte oft zur Kategorie Black Box, da sich ihr Mechanismus nur schwer erschliesst. Algorithmische Ansätze besitzen da eine deutlich höhere Transparenz. Allerdings gelingt es dem Emittenten nur teilweise, die komplexe Materie einem interessierten Anleger auf seiner Webseite verständlich zu machen. Es braucht daher ein gewisses Mass an Vertrauen in das angewandte Modell. Die bisherigen Resultate waren allerdings sehr überzeugend. Beide Tracker-Zertifikate können nur ausserbörslich erworben werden. payoff-Einschätzung: Die dreijährigen Tracker-Zertifikate gehören zu den qualitativ besten Produkten im Rohstoffsektor. Schade, dass sie nicht mit einer Endlos-Laufzeit ausgestattet wurden. Was nicht ist, kann off ja noch werden! O P 2 Anzeige EUROPEAN-REVERSE-CONVERTIBLES Nur der Schlusskurs am Bewertungstag entscheidet! Mit 50% Risikopuffer bei Emission* Sie bis Zeichnen ärz 2009! zum 6. M – Bis zu 18.40% Coupon p.a. – Auf ABB, Credit Suisse, Holcim, Swiss Life und Zurich FS – Einjährige Laufzeit bis 11. März 2010 * Indikativ. Endgültige Festlegung am 6. März 2009. --- www.oppenheim-derivate.ch --Intelligent investieren! Mit Europas grösster unabhängiger Privatbank. Risk/Return Diagramm % 160 Valor 4’963’216 4’963’217 140 Hebel 120 80 Partizipation Return 100 Renditeoptimierung 60 40 10.04.08 10.06.08 10.08.08 10.10.08 10.12.08 10.02.09 UBS Comm-PASS Index USD UBS Comm-PASS Note (WKN:UB31G2) DJ-AIG-TR-Index Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 10.4.08) www.payoff.ch | März 2009 Kapitalschutz Risk Quelle: Derivative Partners AG
  • 21. Sie möchten in Edelmetalle investieren. Wir bieten Ihnen auch 40 Jahre Erfahrung. Edelmetalle sind auch in Zeiten instabiler Märkte eine interessante alternative Anlageform. Die Credit Suisse ist Ihr globaler Anbieter eines breiten Spektrums an Dienstleistungen im Bereich Edelmetalle, wie Gold, Silber, Platin und Palladium. Edelmetallkonten Depots Clearing-Dienstleistungen Physische Lieferung für private Kunden Spot, Terminkontrakte, Swaps Einlagen und Ausleihung OTC-Derivate Anlageprodukte Hedging-Lösungen Die Credit Suisse verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung und ihr Expertenteam bietet neben konkurrenzfähiger Preisgestaltung und massgeschneiderten Anlagelösungen auch Researchpublikationen für eine Vielzahl von Kunden, wie Unternehmen, Vermögensverwalter, Privatbanken und Privatpersonen. Für weitere Informationen rufen Sie uns bitte an: Institutionelle Investoren, Unternehmen und Banken – Anlageprodukte 044 335 76 00* – Rohstoffe und Derivate 044 335 79 05* Privatpersonen 044 333 32 55* External Asset Managers 044 332 20 20* www.credit-suisse.com Neue Perspektiven. Für Sie. * Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Gespräche auf unseren Linien aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
  • 22. 22 INVESTMENT IDEA Präsentiert von Goldman Sachs www.photocase.com Quo vadis Britisches Pfund? auf Talfahrt geht. Goldman Sachs bietet seit kurzem Warrants auf den Pfund-FrankenWechselkurs (GBP/CHF) an. Damit können Investoren auf steigende (Call-Warrants) wie auf fallende (Put-Warrants) Kurse des britischen Pfunds gegenüber dem Schweizer Franken setzen. Weitere Details zu Funktionsweise sowie Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Termsheet, das wir Ihnen auf unserer Website www.goldman-sachs.ch zur Verfügung stellen, sowie dem entsprechenden Offering Circular. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch am Telefon unter der kostenlosen Hotline 044 224 11 44. D ie weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise geht einher mit teilweise heftigen Bewegungen auf den Währungsmärkten. Vor allem das Britische Pfund wurde durch die Turbulenzen der Kreditkrise schwer getroffen. Im Dezember 2008 erreichte der bis dahin eineinhalbjährige Verfall des Pfund gegenüber dem Schweizer Franken seinen bisherigen Tiefpunkt. Das Pfund rutschte unter die Marke von 1.55 CHF, doch dann setzte eine Gegenbewegung ein. Die Bank of England hat im Zuge der Finanzkrise im Dezember 2007 angefangen, ihren Leitzins zu senken. Zunächst nur zögerlich, doch in den vergangenen fünf Monaten lo- ckerten die Währungshüter die Zinsschraube kontinuierlich. Von 5 Prozent Anfang Oktober 2008 ist der Leitzins auf nunmehr 1 Prozent gefallen. Die jüngste Senkung gab die BoE am 5. Februar bekannt, als sie den Leitzins um 50 Basispunkte senkte. Seit Anfang 2009 hat die britische Währung wieder an Stärke gewonnen. Das Pfund kletterte auf mittlerweile rund 1.70 CHF. Für Anleger stellt sich jetzt die Frage, ob der eineinhalbjährige Verfall des britischen Pfunds gegenüber dem Schweizer Franken vorerst beendet ist und das Pfund künftig wieder teurer wird, oder ob es sich nur um eine kurzfristige Zwischenerholung handelt, bevor die britische Währung erneut Warrants von Goldman Sachs auf den Wechselkurs von GBP/CHF Option Basiswert Symbol Valor (amerik.) Strike Wechselkurs GBP/CHF EURAD 4876283 Call 1.80 Wechselkurs GBP/CHF EURAF 4876285 Call 1.75 Wechselkurs GBP/CHF EURAE 4876284 Put 1.65 Wechselkurs GBP/CHF EURAG 4876286 Put 1.60 Neben regelmässigen Neuemissionen bietet Goldman Sachs ein breites Portfolio an Warrants auch auf andere Basiswerte. Die genannten Produkte sind bereits an der Scoach Schweiz AG handelbar. GBP/CHF Wechselkurs über fünf Jahre 2.5 2.4 2.3 2.2 2.1 2.0 1.9 1.8 1.7 1.6 1.5 2003 2004 2005 Wechselkurs GBP/CHF 2006 2007 2008 Quelle: Bloomberg Fälligkeit Referenzpreis 11-Dez-2009 1.67 12-Jun-2009 1.67 12-Jun-2009 1.67 11-Dez-2009 1.67 Ratio 10 10 10 10 Brief 0.66 CHF 0.43 CHF 0.75 CHF 1.00 CHF Quelle: Goldman Sachs / Stand: 27.02.2009 Garantin: The Goldman Sachs Group, Inc.; Rating der Garantin: A1 (Moody’s) /A (SP®); Art der Garantie: unwiderrufliche,unbedingte Zahlungsgarantie; Emittentin: Goldman Sachs International; Lead-Manager: Goldman Sachs Bank AG Dieses Inserat stellt weder ein Kotierungsinserat noch einen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Dieses Inserat erscheint ausschliesslich zum Zweck der Information über die im Inserat aufgeführten Produkte. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektivenKapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über kollektive Kapital anlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Bonitätsrisiko der Emittentin bzw. der Garantin ausgesetzt. Anleger sollten vor Erwerb eines Produktes die Ausführungen im Offering Circular bestehend aus dem Programme for the Issuance of Derivatives (http://www.goldman-sachs.ch/content/legal_basis/default/nav_id,19/) und dem jeweiligen Pricing Supplement zu den Chancen und Risiken (einschliesslich des emittenten- und gegebenenfalls produktspezifischen Totalverlustrisikos) lesen und etwaige Fragen mit einem Finanzberater besprechen. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Goldman Sachs Bank AG, Public Distr bution, Münsterhof 4, Postfach, CH-8022 Zürich, Telefon: +41 (0)44 224 1144, Telefax: +41 (0)44 224 1020, www.goldman-sachs.ch, E-Mail: swisswarrants@gs.com © Goldman Sachs, 2009. All rights reserved. www.payoff.ch | März 2009
  • 23. 23 INVESTMENT IDEA Präsentiert von Merrill Lynch Open-end Money Market Plus 125 Zertifikate In einem unsicheren Börsenumfeld bieten sich Geldmarktanlagen geradezu an. Die Open-end Money Market Plus 125 Zertifikate von Merrill Lynch ermöglichen dem Anleger, sein Geld in einem sicheren und vor allem attraktiv verzinsten Hafen anzulegen. Pfund Sterling und Schweizer Franken zu investieren und dabei von den unterschiedlich hohen Zinsswaps profitieren zu können. Zusätzlich verzinst das Zertifikat extra 1,25 Prozent p.a. auf den Ausgabepreis (vgl. Tabelle). So können je nach Produkt jährliche Renditen von 1,55 bis 2,80 Prozent (Stand 26.02.09) erzielt werden. Vorteile gegenüber herkömmlicher Anlageformen Wegen des 1,25-prozentigen Aufschlages auf den zugrunde liegenden Zinsswap kann eine stetige Outperformance gegenüber herkömmlicher Geldmarktanlagen erzielt werden. Durch die Kotierung an der Schweizer Derivatbörse Scoach ist ein liquider Handel mit einem tiefen Spread von 0,10 Prozent zu Börsenzeiten garantiert. Steigende Credit Spreads des Garantiegebers der Zertifikate haben keinen Einfluss auf die Bewertung des Zertifikats. Highlights: • Ideales Instrument zum Bewirtschaf ten von Cashbeständen • Attraktive Verzinsung: EURIBOR, CHF LIBOR, GBP LIBOR oder USD LIBOR plus 1,25 Prozent p.a. • Die Zertifikate sind EU-Zinssteuerfrei • Open-end-Struktur • Keine Management Fee • Börsentäglich handelbar mit einem niedrigem Spread von 0,10 Prozent • Kleine Mindestinvestitionssumme von 100 CHF, EUR, USD oder GBP • Symbole: MLCHF, MLEUO, MLGBP, MLUSD Attraktive Rendite bei hoher Sicherheit Die Open-end Money Market Plus 125 Zertifikate bieten dem Anleger ein cashähnliches Instrument, das Zinsen auf Basis eines ausgeglichen gewichteten Portfolios aus fünf Einmonats-Zinsswaps ansammelt. Die Zinsswaps werden jeden Monat gerollt, während die monatlichen Zinszahlungen in das Zertifikat reinvestiert werden. Es besteht die Möglichkeit, mittels dieser Money Market Zertifikate in Euro, US-Dollar, Die Money Market Zertifikate bieten also eine ideale Möglichkeit, das raue Börsenumfeld sicher und ohne Kapitaleinbussen zu überstehen und zudem noch einen attraktiven Zinsertrag erwirtschaften zu können, welcher sich über der aktuellen Inflationsrate bewegt. Weitere Informationen sowie Produktbroschüren finden Sie auf unserer Webseite www.merrillinvest.ch sowie direkt unter Tel. +41 44 297 77 77. Die verschiedenen Money Market Plus 125 Zertifikate im Überblick Symbol Valor Basiswert Aktueller LIBOR Zinsaufschlag MLCHF 4'451'315 Einmonats CHF LIBOR 0.303% 1.25% MLEUO 4'451'314 Einmonats EURIBOR 1.553% 1.25% MLGBP 4'451'317 Einmonats GBP LIBOR 1.414% 1.25% MLUSD 4'451'316 Einmonats USD LIBOR 0.479% 1.25% Zinssatz (25.02.09) 1.553% 2.803% 2.664% 1.729% Quelle: Bloomberg, Merrill Lynch www.payoff.ch | März 2009
  • 24. 24 DERIVE Toyota – nichts ist unmöglich Die weltweit grösste Unternehmung im Bereich Automobile wurde von der Finanzkrise heftig durchgeschüttelt, was waren die Auswirkungen? Analyse Umsetzung TOYOTA MOTOR JPY 3'090.00 JP3633400001�|�7203�|�Japan� Analyse�vom�21-Feb-2009 � Schlusskurs�vom�20-Feb-2009 Mit� einer� Marktkapitalisierung� von� 113.15� Milliarden� US� Dollar� zählt�� TOYOTA�zu�den�grossen�«large-cap»�Gesellschaften�und�liegt�weltweit� auf�dem�1.�Platz�ihrer�Branche.�Während�der�letzten�12�Monate�lag�der� Kurs�zwischen�JPY�6'090.00�und�JPY�2'650.00.�Der�aktuelle�Preis�von� JPY� 3'090.00� liegt� 49,3%� unter� dem� höchsten� und� 16,6%� über� dem� tiefsten�Wert�in�dieser�Periode.�Ergebnis�seit�20.�Februar�2008:�TOYOTA� MOTOR:�-49,3%,�Automobile��Zubehör:�-27,3%,�NIKKEI225:�-44,3%. Vergleich (20. Februar 2008 - 20. Februar 2009) % 15 0 -15 -30 -45 60 04.08 06.08 08.08 10.08 Toyota Motor NIKKEI225 AUT@WO Fundamentale und technische Analyse Gesamteindruck Negativ Eher negativ 02.09 Quelle: thescreener.com Risikoanalyse* Neutral Sehr negativ 12.08 Mittleres Risiko Sehr Hohes positiv Risiko Neutral Geringes Risiko Eher positiv Positiv Die Krise verschärft sich Für den weltgrössten Automobilkonzern stehen die Zeichen auf Sturm. Probleme bereitet vor allem der wichtige US-Markt. Vor kurzem reduzierte Toyota seine Prognosen für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr zum dritten Mal. Inzwischen rechnet das japanische Unternehmen mit einem Verlust. Sollte dieser tatsächlich eintreten, woran niemand mehr zweifelt, wäre es der erste in der 70-jährigen Konzerngeschichte. Angesichts der sich verschärfenden Finanz- und Wirtschaftskrise dürfte es im Geschäftsjahr 2009/10 nicht gelingen, die Negativspirale zu überwinden. Die Zeiten bleiben hart. In Abwandlung des berühmten Werbespruchs scheinen neue Tiefststände alles andere als unmöglich. An der Scoach Schweiz sind aktuell vier Puts auf Toyota kotiert, die wegen ihrer kurzen Restlaufzeit bis maximal Juni 2009 nicht empfehlenswert sind. Etwas günstiger sieht es aus, wenn man einen Blick auf den deutschen Derivatemarkt wirft. Hier finden sich zwei ShortProdukte mit einer Laufzeit bis 10. Dezember 2009. Einerseits ein von der Deutschen Bank emittierter Put (WKN: DB0MS1), dem ein Basispreis von 4500 Yen zugrunde liegt, und andererseits ein Put von ABN AMRO mit der Wertpapierkennnummer AA00W3 und einem Ausübungskurs bei 4'000 Yen. Beide notieren somit deutlich im Geld. Dadurch sind sie weniger stark von den hohen Volatilitäten betroffen, besitzen dafür geringere Hebel. Auch wenn in den kommenden Wochen eine leichte Beruhigung an den Aktienmärkten nicht ausgeschlossen werden kann, bleiben die längerfristigen Aussichten düster. Puts wie DB0MS1 oder AA00W3 gehört weiterhin die Zukunft. WKN: AA00W3 Put Warrant ISIN NL0006290066 Preis – Bei JPY 3‘090.00 fundamental beschränktes Kurspotenzial von 5 – 15% – Branchenpotenzial Automobile Zubehör: sehr gut 15% Produktkategorie Hebel-Produkte Basiswert Toyota – JPY 3120 Emittent ABN AMRO Gewinnprognosen – Die Analysten revidieren ihre Gewinnprognosen leicht nach unten. Verfall 10.12.09 Handelsplatz Scoach DE Briefkurs (27.02.09 – 17.30 Uhr) EUR 0.99 Ausübungskurs JPY 4000 Prämie p.a. 14,56% Hebel 2,58 Ratio 10:1 Risikoklasse hoch Daten, Kurse, Termsheets www.scoach.de Technische Tendenz – Der Kurs hat sich seit Anfang Jahr stabilisiert. Risiko – Toyota Motor weist eine starke Korrelation (86%) mit dem Referenzindex aus. - Die Volatilität von 28,3% im letzten Monat liegt zwischen den Vergleichswerten (NIKKEI225 24,7% / Branche Automobil Zubehör 43,2%). www.payoff.ch | März 2009
  • 25. 25 DERIVE Japans Börse kommt nicht auf die Beine Weitere Technische Analysen erhalten Sie kostenlos im täglichen Newsletter Daily Trading auf www.hsbc-zertifikate.ch Analyse Umsetzung Nikkei 225 (daily) JPY NIKKEI 225 INDEX {.N225 LAST Täglich} 2009/02/26 - 0:7470.60 H:7599.81 L 7433.06 C 7457.93 Moving Average Simple [Close, 200, Nein] 10908.19 {.N225} 16000,00 14000,00 11946.49 12000,00 10000,00 9109.68 8027.81 8000,00 MACD MACD {12, 26, 9} -219.40 Trigger -202.77 {.N225} - 1000,00 ARO Aroon {14, 25, 75} Aroon Up 14.29 Aroon Down 85.71 { N225} 50,0 Nov 2008 Apr Jul Sep Dez 2009 Feb Quelle: tradesignal.com 7'000er-Marke muss halten Der Nikkei225 ist zuletzt nochmals in die Schlüsselunterstützungszone aus dem Tief vom April 2003 und dem Ausverkaufstief vom Oktober 2008 zwischen 7'604 Punkten und 6'995 Punkten eingetaucht. Diese Zone gilt es unbedingt zu verteidigen, sonst droht dem japanischen Aktienmarkt die nächste Verkaufswelle. Im Fall eines solchen prozyklischen Verkaufssignals muss perspektivisch sogar ein Test der Parallelen (akt. bei 5'225 Punkten) zum seit Ende der 80er Jahre bestehenden Baissetrend einkalkuliert werden. Hoffnung auf einen besseren Ausgang macht derzeit die Tatsache, dass sich die letzten vier Monatskerzen jeweils innerhalb der Kursspanne vom Oktober 2008 vollzogen haben. Dieses Phänomen spricht dafür, dass der ärgste Abgabedruck abgeebbt ist. Damit sich das Chartbild kurzfristig aufhellt, müsste allerdings zumindest der kurzfristige Abwärtstrend seit dem 7. Januar (akt. bei 7'728 Punkten) überwunden werden. Als erstes Erholungsziel dienen im Erfolgsfall die Hochpunkte vom Januar und Februar bei rund 8'300 Punkten. Die Bedeutung dieses Niveaus wird zusätzlich noch durch ein wichtiges Fibonacci-Level (8'298 Punkte) unterstrichen. Um von einer nachhaltigen Bodenbildung sprechen zu können, müsste der Nikkei 225 die fallende Trendlinie (akt. bei 9'109 Punkten) überspringen, welche die jüngsten Verlaufshochs bei 9'601/521/325 Punkten verbindet. Eine untere Umkehrformation stellt derzeit also unverändert bestenfalls ein «Hoffnungsszenario» dar. Diese Aussage gilt vor allem vor dem Hintergrund der auf Monatsbasis immer noch dynamisch nach unten strebenden Indikatoren. Insbesondere die Trendfolger MACD und Aroon signalisieren in diesem Zeitfenster intakte Abwärtstrends. Jörg Scherer, Technischer Analyst, HSBC Trinkaus www.payoff.ch | März 2009 Der Abwärtstrend feiert Ende 2009 sein 20-Jahr-Jubiläum Die japanische Börse ist der Beweis, dass auch tiefe Zinsen kein Allheilmittel zur Bekämpfung der Krise sind. Trotz einer seit Jahren verfolgten Niedrigzinspolitik der Notenbank gelang es Nippon nicht, dem Aktienmarkt auf Dauer neues Leben einzuhauchen. Seit dem Allzeithoch Ende 1989 ging es kontinuierlich bergab. Gegenüber dem Rekordwert bei 38’915 Indexpunkten hat der aktuelle Indexstand rund 80 Prozent verloren und ein Ende ist nicht in Sicht. Momentan versucht der Markt wieder einmal, einen Boden zu bilden. So, wie es aussieht, werden die Kurse noch eine Zeitlang innerhalb einer Trading-Range zwischen 7'000 und 9'550 oszillieren. Spätestens ab Jahresmitte dürfte sich die Talfahrt fortsetzen. Kurzfristig bis Mai/Juni wären nicht ausgestoppte Barrier Reverse Convertibles, Discount- oder Bonuspapiere eine Alternative. Viel hat der Markt allerdings nicht zu bieten, wie eine Filtrierung mit www.payoff.ch zeigt. Längerfristig bieten Put Optionsscheine oder Mini Shorts auf den japanischen Index weiterhin die grössten Kurschancen. Da ist die Auswahl zum Glück sehr reichhaltig. Uns gefallen bei den Minis insbesondere NKYBJ, NKYBH und NKYBF. Der erstgenannte ist mit einem Stop Loss bei 9'910 allerdings grenzwertig, was das Risiko ausgestoppt zu werden betrifft. NKYBH (Stop Loss bei 10'250) und vor allem NKYBF (Stop Loss bei 10'990) weisen einen grösseren Sicherheitsabstand auf. Selbst eine temporäre Erholung wird ihnen kaum etwas anhaben können. Seit Juli 2008 befindet sich die japanische Valuta auf einem anhaltenden Höhenflug gegenüber dem Swissie, auch wenn die Dynamik in den letzten Wochen etwas nachgelassen hat. Symbol: NKYBH Mini Short Valor 4'790’166 Produktkategorie Hebel-Produkte Basiswert Nikkei 225 - JPY 7'557.65 Emittent ABN AMRO Verfall Open-end Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (27.2.09 – 17.15 Uhr) CHF 36.70 Finanzierungslevel JPY 10'451.– Stopp Loss Level JPY 10'240.– Hebel 2,43 Ratio 1:1 Risikoklasse hoch Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 26. 26 DERIVE Die EZB im Zugzwang Derivative Partners – Empfehlung für März 2009 Analyse Umsetzung Differenz10J/2J und Call Spread Warrant UBRSA % 6 EUR 18 5 16 4 14 3 12 2 10 1 8 0 Spread Warrants auf EUR 10J minus EUR 2J lassen die Kassen klingeln Dank den im Sommer 2008 erstmals aufgelegten Spread Warrants auf die Zinsdifferenz konnte der Anleger von der sich damals bereits anbahnenden Wirtschaftsschwäche Nutzen schlagen. Wie der in der Grafik eingezeichnete Warrant UBRSA zeigt, war die Sache äusserst ertragreich. Trotz des grossen Erfolges war die Nachfrage nach diesem und den weiteren Exemplaren im Sekundärhandel erstaunlich gering. 6 4 -1 12.08 12.07 02.08 04.08 06.08 08.08 10.08 EUR 10J - linke Skala EUR 2J - linke Skala EUR 10J-EUR 2J - linke Skala Spread Call Warrant UBRSA - rechte Skala Quelle: Bloomberg Kommentar Derivative Partners AG Die zögerliche Haltung der europäischen Zentralbank, ihre Leitzinsen zu senken, steht ziemlich schief in der Landschaft. Ob diese vorsichtige Haltung an der Sitzung im März über Bord geworfen wird, kann der Leser selbst beurteilen, da beim Erscheinen des Magazins die Entscheidung bereits gefallen ist. Die konjunkturellen Perspektiven haben sich mit Sicherheit verschlechtert und dürften den notwendigen Spielraum geschaffen haben, um mit anderen westlichen Notenbanken nachzuziehen. Da inzwischen etliche Euroländer (Irland, Griechenland, Spanien, Italien) mit steigenden Zinsspreads ihrer Staatsobligationen im Vergleich zum Musterknaben Deutschland zu kämpfen haben, würde eine weitere Reduktion der Leitzinsen zumindest kurzfristig etwas Linderung verschaffen. Die Probleme wären damit allerdings nicht behoben. Wie die EU die steigenden Ungleichgewichte in den Budgets der einzelnen Mitgliedsstaaten lösen will, bleibt eine der Knacknüsse der kommenden Monate. Die Sorgenkinder bedürfen auf alle Fälle schleunigst der Hilfe aus Brüssel. Über kurz oder lang wird die EZB wohl gezwungen sein, dem Beispiel anderer Länder wie Grossbritannien zu folgen und zum Mittel der quantitativen Lockerung zu greifen, also zu einer Erhöhung der Geldmenge durch den Kauf von Staatsanleihen. Es scheint ganz so, als würden die Anleger in der aktuellen Krise wie das Kaninchen vor der Schlange stehen, unfähig die richtigen Entscheide zu treffen. Der Schreck wegen der taumelnden Börsen hat dazu geführt, dass viele Investoren sich ins Schneckenhäuschen verzogen haben. Dabei finden sich, wie das Beispiel zeigt, unter den Derivaten grossartige Anlagemöglichkeiten. Die Zeit der Zins Spread Warrants neigt sich zwar langsam ihrem Ende zu, ganz vorbei ist sie nicht. Wer in der Endphase davon profitieren möchte, muss sich allerdings beeilen. Der frühe Vogel hat zwar den dicksten Wurm an Land gezogen, für die zu spät gekommenen verbleiben aber noch immer lohnenswerte Brosamen. Nebst dem in der Grafik aufgeführten UBRSA sind weitere Kandidaten im Tableau der Scoach CH zu finden. Zu nennen wären UBRSD, UBRSE und UBRSF. Alle drei genannten verfallen am 21.10.2009. Sie unterscheiden sich lediglich im Ausübungskurs. Mit einem Prozent liegt dieser bei UBRSD am höchsten gefolgt von UBRSE mit 0,75 Prozent und UBRSF mit 0,50 Prozent. Punkto Performance hat logischerweise UBRSD daher bislang am besten abgeschnitten. Solange die Zinssenkungsfantasie anhält, bleiben die Chancen aller Zins Spread Call Warrants intakt. www.payoff.ch | März 2009 Call Warrant Valor 4'715’169 Produktkategorie Für die Zinsentwicklung dürfte die gegenwärtige Krise bedeuten, dass die Differenz zwischen den kurzen und den langen Sätzen sich weiter ausdehnt. Dieser Trend hat im Spätsommer 2008 eingesetzt (vgl. Grafik) und wird zumindest bis Mitte 2009 anhalten. Die aktuellsten Prognosen der OECD sehen die wirtschaftliche Talsohle frühestens Mitte 2010 erreicht. Somit besteht die Möglichkeit eines länger dauernden Auseinanderdriftens des Zinsspreads. Eine schnelle Umkehr hin zu einer inversen Zinsstruktur scheint somit wenig wahrscheinlich. Symbol: UBRSD Hebel-Produkte Basiswert EUR 10 Jahr – EUR 2 Jahr IRS Zins Spread Emittent UBS Verfall 21.10.09 Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (27.2.09 – 17.15 Uhr) CHF 5.84 Risikoklasse hoch Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 27. 27 MUSTERPORTFOLIO Musterportfolio SchweizWachstum weiterhin auf Kurs Ungeachtet der schwierigen Bedingungen legt das Musterportfolio stetig an Wert zu. Das angewandte diskretionäre Managed Futures Konzept hat seine Feuertaufe längst bestanden. Dieter Haas U nsere vorsichtige Haltung gegenüber dem Aktienmarkt (siehe Kommentar zum Musterportfolio in der November-Ausgabe) hat sich als richtig erwiesen. Dank individueller direkter und indirekter Überabsicherung des Depots gelang es, die Performance kontinuierlich zu steigern. Aktuell setzt sich das Portfolio aus lediglich sechs Positionen zusammen. Die direkte Absicherung erfolgt weiterhin mit Hilfe von Mini Shorts, deren Stop Loss einen genügenden Abstand zum Basiswert aufweisen. Gegenwärtig wird diese mit MSMIA auf den SMI umgesetzt. Dessen Stop Loss liegt weit oberhalb des gegenwärtigen Indexstandes, wodurch nur eine geringe Gefahr besteht, ausgestoppt zu werden. Von Zeit zu Zeit versuchen wir über den Kauf von Mini Shorts auf Einzelwerte zusätzliche individuelle Schwerpunkte zu setzen. Im Augenblick befindet sich kein solches Hebelprodukt im Depot. Die vorhandene Liquidität lässt uns allerdings genügend Raum, um sich bietende Gelegenheiten am Schopfe zu packen. Die Long-Seite wird durch drei Exchange Traded Fonds FRESMI, XMSMI und XSMI auf den SMI sowie das Tracker-Zertifikat BKSPI abgedeckt. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf den Blue Chips. Mit dem neu aufgenommen Long/Short Zertifikat DYNMX erhoffen wir uns, im weiteren Jahresverlauf einen Zusatzertrag erzielen zu können. Das Anlageprodukt weist zwar gewisse Konstruktionsschwächen auf, vermag aber vor allem in Baissen zu überzeugen. Interessierte Anleger können die getätigten Transaktionen unter www.payoff.ch Rubrik Community/Forum/Payoff-Musterportfolios verfolgen. Seit der Auflegung des Depots am 2.3.2007 bis zum 19.2.2009 erreichte das Portfolio nach Transaktionskosten eine Performance von plus 50,08 Prozent. Der SPI verlor in der- selben Zeitspanne 40,61 Prozent, der SMIC 40,31 Prozent und der SPIEX 42,35 Prozent. In den nächsten drei Monaten dürfte der Markt wegen den anstehenden Dividendenzahlungen mit einer leicht positiven Note seitwärts tendieren. Allzu hoch sollten die Erwartungen aber nicht gesteckt werden. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird uns noch längere Zeit begleiten! Wir bleiben daher vorsichtig und behalten unsere Absicherung aufrecht. Spätestens im dritten Quartal 2009 rechnen wir mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends am einheimischen Aktienmarkt. News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren Musterportfolios «Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung» und «Rohstoffe» können Sie auf www.payoff.ch (Community/Forum/payoff Musterportfolios) jederzeit nachschlagen. Musterportfolio Schweiz Wachstum versus SPI % 60 50 40 30 20 10 0 -10 -20 -30 -40 -50 03.07 SPI 06.07 09.07 12.07 03.08 Rendite Musterportfolio Schweiz 06.08 09.08 12.08 03.09 Quelle: Derivative Partners AG Zusammensetzung Musterportfolio Aktien Schweiz-Wachstum Kurs Wert Gewicht Zertifikatstyp Symbol Emittent Typ Verfall Ratio Währung 19.02.09 Anzahl 19.02.09 in % ETF SMI XSMI DB ETF open 100 CHF 49.90 400 19'960.00 13.3% ETF SMI FRESMI UBS ETF open 100 CHF 49.76 400 19'904.00 13.3% ETF SMI XMSMI CS ETF open 100 CHF 49.75 600 29'850.00 19.9% SPI-Tracker-Zertifikat BKB BKSPI BKB Tracker open 1 CHF 41.35 500 20'675.00 13.8% SMI Momentum Strategie DYNMX SARA Tracker 30.11.15 1 CHF 1931.00 10 19'310.00 12.9% Mini Futures auf SMI MSMIA VON Mini Short open 500 CHF 2.96 12'000 35'520.00 23.7% CASH 4'864.66 3.2% Total 150'083.66 100.0% Quelle: Derivative Partners AG www.payoff.ch | März 2009
  • 28. Weitsichtige Lösungen Mit alternativen Anlagen von Man Investments können Sie der Zukunft ruhig entgegensehen. Denn unsere Prozesse für Portfoliostrukturierung, Asset-Allokation und Risikomanagement sind klar, präzis und flexibel. Deshalb bilden sie einen stabilen Rahmen für innovative Produkte und Investitionslösungen, die Sie überzeugen werden. Tel +41 (0) 55 417 63 00 Fax +41 (0) 55 417 63 01 www.maninvestments.com A member of the Man Group
  • 29. 29 PRODUCT REVIEW Produktvorstellungen und was daraus wurde In der Product News Review analysieren wir den Erfolg oder Misserfolg der vor einem Jahr im payoff express oder payoff magazine präsentierten Strukturierten Produkte. XXSEC – Berg- und Talfahrt Symbol: XXSEC Mini Short ISIN GB00B23WPK16 Basiswert EUR/CHF Emittent Goldman Sachs Verfall Fazit Open-End Ausblick Performance seit Vorstellung + 23,0 Prozent Der im payoff magazine 03/08 vorgestellte Mini Short auf das Wechselkursverhältnis EUR/CHF bescherte seinen Besitzern Hochs und Tiefs. Zuerst gerieten sie mächtig ins Zittern, ob der Stop Loss hält. Ab Mitte 2007 ging es dann rasant bergauf. Erst die aggressive Zinssenkungspolitik der Schweizer Nationalbank vermochte den crashartigen Abwärtstrend des Euros vorerst zu stoppen. Die Folge war eine deutliche Kurserholung. Inzwischen hat die SNB ihr Zinspulver praktisch verschossen, während die EZB noch viel Spielraum besitzt. Die Spitzen der SNB liessen zwar in den letzten Tagen durchblicken, dass ihnen noch andere geldpolitische Instrumente zur Verfügung stehen, sei es zur Mini Short XXSEC auf den Wechselkurs EUR/CHF vs Basiswert EUR/CHF 1.64 1.62 1.60 1.58 1.56 1.54 1.52 1.50 1.48 1.46 1.44 03.08 05.08 07.08 EUR/CHF - linke Skala 09.08 11.08 XXSEC - rechte Skala 01.09 CHF 24.00 22.00 20.00 18.00 16.00 14.00 12.00 10.00 8.00 6.00 4.00 Quelle: Bloomberg Stimulierung der Wirtschaft oder bloss, um unerwünschte Währungsentwicklungen entgegenzutreten. Das gegenwärtige Niveau scheint aber noch keine unmittelbarer Anlass zur Sorge zu sein. Damit besitzt XXSEC weiteres Kursgewinnpotenzial. Ein Abgleiten der EUR/CHF-Relation bis auf 1.40 scheint gegenwärtig sehr viel wahrscheinlicher als eine Festigung in Richtung 1.60. JBBSM – geringere Schwankungen, geringere Verluste Symbol: JBBSM Partizipations-Zertifikat Fazit ISIN CH0036833702 Basiswert SMI Emittent Julius Bär Verfall 08.02.11 Ausblick Performance seit Vorstellung -15,6 Prozent Aktien mit einem niedrigen Beta wurden von der Abwärtsbewegung der letzten Monate nur in abgeschwächter Form betroffen. Das im payoff magazine 03/08 vorgestellte Zertifikat hinkt in Aufwärtsbewegungen dem Markt meist etwas hinterher (vgl. Grafik). Geht es dagegen talwärts, dann gehört dieser Typ Aktien zu den relativen Gewinnern. Der defensive, weniger konjunkturanfällige Charakter der Unternehmen erweist sich dann als wertstabiler als der Rest. Immun gegen eine allgemeine Börsenschwäche sind allerdings auch Niedrig-Beta Titel nicht. Immerhin gelingt es mit ihnen, den Schaden etwas zu begrenzen. Nach dem jüngsten, im halbjährlichen Rhythmus durchgeführten Rebalancing setzt sich www.payoff.ch | März 2009 Beta Blocker Zertifikat JBBSM versus SMI % 110 105 100 95 90 85 80 75 70 65 60 03.08 SMI 05.08 JBBSM 07.08 09.08 11.08 01.09 Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 6.3.08) JBBSM aus den fünf folgenden, gleich gewichteten Titeln zusammen: Swisscom, Synthes, Nestlé, Roche und Novartis. Die knappe Titelauswahl ist nicht ohne Risiko. Ein negativer Ausreisser genügt, damit das Zertifikat im Vergleich zum SMI schlechter abschneidet. Bislang blieb JBBSM von solcher Unbill verschont.
  • 30. 30 PRODUCT REVIEW Valor 3'632'164 – dem Kapitalschutz sei Dank Valor: 3 632 164 Kapitalschutz-Zertifikat Fazit 100% CPN auf DWS ClimaX Index vs. DJ Euro Stoxx 50 TR Index ISIN XS0336407654 Basiswert DWS ClimaX Cons. Index Emittent DWS Verfall 01.02.12 % 115 110 105 100 95 90 85 80 75 70 65 60 Ausblick Performance seit Vorstellung -5,5 Prozent Das im payoff magazine 03/08 vorgestellte Anlageprodukt auf den DWS ClimaX Conservative Index wäre ohne den eingebauten Kapitalschutz böse abgestürzt. Wer vor einem Jahr auf einen Korb aus Titeln von aufstrebenden Unternehmen gesetzt hat, die vom internationalen Kampf gegen den Klimawandel profitieren, glaubte in erster Linie an stetig steigende Kurse. Er hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass es allein dem Kapitalschutz zu verdanken war, dass das Investment nicht zum Desaster wurde. Ob der Kursverfall bis 6. Februar 2012 wieder vollständig wettgemacht werden kann, erscheint mehr als fraglich. Zu gross erscheint der Kursrückgang und zu ungewiss sind die Perspektiven. 03.08 05.08 07.08 09.08 11.08 01.09 100% CPN auf den DWS ClimaX Conservative Index DJ Euro Stoxx 50 TR Index Quelle: Bloomberg (indexiert in EUR ab 6.3.08) Für einen Schweizer Anleger könnte zudem das Währungsrisiko weiter an der Performance nagen. Ein Ausharren bis zum Ende erscheint daher wenig lukrativ. So gesehen, dürfte ein Verkauf aus heutiger Sicht das Gescheiteste sein. Das Gewinnpotenzial für ein Ausharren ist zu klein und die Risiken überwiegen. Anzeige Exchange Traded Product Day 09 Die Tagung für professionelle Investoren Die Veranstaltungen finden wie folgt statt: – Freitag, 13. März 2009, ConventionPoint SIX Swiss Exchange, Zürich – Donnerstag, 19. März 2009, Mandarin Oriental, Genf – Donnerstag, 26. März 2009, Villa Castagnola, Lugano Infos und Anmeldung unter: www.etpd.ch www.payoff.ch | März 2009 Veranstalter: