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dp payoff all about derivative investments

Nr. 5 | Mai 2008 | 5. Jahrgang | www.payoff.ch
CHF 12.50 | EUR 8.–

Strompreise am Gängelband von
Öl und Kohle
3
Ex oriente lux – Aus dem Osten
(kommt) das Licht

7

LTCM: Déjà-vu nach einem Jahrzehnt
11
Credit Spreads sagen mehr als
tausend Worte
42

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

EUROTOTO
Seite 36
2

OPINION

INHALT

SEITE

OPINION
10,93 Prozent

2

FOCUS
Strompreise am Gängelband von Öl und Kohle
3
Ex oriente lux – Aus dem Osten (kommt) das Licht
7
LTCM: Déjà-vu nach einem Jahrzehnt
11
DBLCI – der erfolgreiche Rohstoffindex der Deutschen Bank 15

INTERVIEW
Interview mit Dr. Hans-Bernd Menzel

18

PRODUCT NEWS
Daniel Manser
Chefredaktor payoff

10,93 Prozent
Zu einer Jahresrendite von über 10 Prozent würde
wohl kaum ein Anleger nein sagen. Die langfristigen
Durchschnittsrenditen der westlichen Aktienmärkte liegen bei rund 8 Prozent. Mit einer Rendite
von 10 Prozent erzielt ein Anleger gegenüber dem
langjährigen Schnitt folglich eine Outperformance
von 25 Prozent, nicht schlecht also. Noch besser
wird das Ganze, wenn sich diese Rendite innerhalb
eines guten Monats erzielen lässt. Hirngespinste,
Wunschvorstellungen, Tagträume? Mit Nichten,
denn genau soviel beträgt der Anstieg des SMI
seit dem Tief am 17 März bis Ende letzter Woche.
Natürlich hinkt diese Betrachtungsweise etwas,
aber sie verdeutlicht auch, dass sich in schwierigen Börsenphasen immer wieder Chancen bieten. Man muss diese lediglich nutzen, ganz nach
dem Motto: «Denn Mutigen gehört die Welt».
Mutig oder gar übermütig waren auch die Investoren in den LTCM, den Long Term Capital Management Fund. Viele Investoren können sich
sicher noch an dieses Debakel erinnern. Dieses
Jahr «feiert» der Niedergang des als genial gegoltenen Investmentvehikels sein 10-jähriges Jubiläum. payoff rollt den Fall nochmals auf und zeigt,
wie viele damalige Fehler auch bei der aktuellen
Finanzkrise wieder gemacht wurden, respektive
wie wenig Lehren aus der Vergangenheit gezogen
wurden.
Die Hoffnung, dass mit der Strompreisliberalisierung die Preise sinken würden, zerschlägt sich,
ganz im Gegenteil, wir müssen uns auf einen
deutlichen Strompreisanstieg gefasst machen.
Weshalb dem so ist, lesen Sie in unserem LeadArtikel.

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Die beste Aktie bestimmt die Auszahlung
Adios España!
Take the Double-Rebound!
Interview mit Omar Alami
Mit Kohle Gewinne zu Tage fördern
Regelbasierte Asset Allokation mit «RAII»
Interview mit Jonathan Wilmot

20
21
22
23
24
25
26

MUSTERPORTFOLIOS
Rohstoffe – aktuelle Outperformance bei über 25 Prozent

27

PRODUCT NEWS REVIEW
Produktvorstellungen und was daraus wurde

29

DERIVE
Chinas Gigant wankt
The same procedure as every year?
Anhaltender Aufwärtstrend bei Agrarrohstoffen

33
34
35

EURO TOTO
Das Gewinnspiel zur Fussball-EM

36

LEARNING CURVE
Ein Stern schafft Transparenz

37

INVESTMENT IDEAS
Den Einstieg nachträglich optimieren
Open-end-Zertifikate auf den ML Gulf Investible Index

39
40

RATING WATCH
Credit Spreads sagen mehr als tausend Worte

42

MARKET MONITOR
Attraktive Neuemissionen
Meistgehandelte derivative Hebelprodukte
Meistgehandelte derivative Anlageprodukte

45
46
47

STYLE
Derivate im Rampenlicht

48

READER’S SERVICE
Reader’s Voice
Ticker News
Impressum

50
51
51
3

FOCUS

Strompreise am Gängelband von Öl und Kohle

Bild: www.sxc.hu

Der Bundesrat hat im März die neue Stromversorgungs- und die revidierte Energieverordnung
verabschiedet. Diese beiden Verordnungen konkretisieren die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen für die Strommarktöffnung für Grossverbraucher sowie die Einführung der kostendeckenden Einspeisevergütung per 1. Januar 2009. Hoffnungen auf sinkende Preise sind allerdings fehl am Platz. National oder international zusammengesetzte Branchenzertifikate dürften
auch in Zukunft unter Strom stehen und den Anlegern viel Freude bereiten.
Immerhin förderte der stark gestiegene
grenzüberschreitende Stromhandel die Konvergenz der Strompreise innerhalb Europas.
Diese Divergenzen hängen unter anderem
mit dem vorhandenen Mix der einzelnen
Länder zusammen. So gewann Schweden
2007 knapp 46 Prozent seiner Elektrizität
aus Wasserkraft, während in Frankreich
Kernkraftwerke rund 77 Prozent des Strombedarfs abdeckten.

Elektrisierende Aussichten für den Strommarkt! Die Nachfrage nach Strom wird in den kommenden Jahren weiterhin stark zunehmen.
Dieter Haas| Das Stromversorgungsgesetz schafft die Voraussetzungen für eine
schrittweise Öffnung des schweizerischen
Strommarktes und die Stärkung der Versorgungssicherheit, so der offizielle Tenor. Das
ist allerdings keineswegs sicher. Mit der anstehenden Liberalisierung zieht die Schweiz
mit der EU gleich. Diese hat bereits sehr viel
früher mit der Öffnung der Märkte begonnen,
was die Entwicklung von Börsen wie der European Energy Exchange EEX (siehe auch Interview mit Dr. Hans-Bernd Menzel) begünstigt

hat und dem Energiehandel zu einem starken
Aufschwung verhalf. Die Erfahrung der letzten
Jahre zeigte allerdings, dass es dadurch nicht
zu einer Senkung der Preise gekommen ist.
Im Gegenteil verteuerte sich die Elektrizität
europaweit, unabhängig davon, wie stark oder
schwach die Liberalisierung vorangeschritten
ist. Die Hoffnung, dass ein ausgeprägterer
Wettbewerb für steigende Investitionen, Produktivitätssteigerungen, sinkende Gewinnmargen und tiefere Preise sorgt, erfüllte sich
somit bislang nicht.

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Die Schweiz keine Insel der
Glückseligen
In unserem Land, das knapp 56 Prozent der
elektrischen Energie durch Wasserkraft erzeugt, liegen die Preise bereits auf europäischem Niveau. Gemäss Atel, der grössten
Stromgruppe der Schweiz, droht für die Zeit
2025/2030 eine Stromlücke von 25 TWh,
die zu einem Fünftel durch den Ausbau von
erneuerbaren Energiequellen, zu vier Fünfteln
durch Kernenergie, Gas, Kohle oder Import geschlossen werden soll. Das lässt wenig Hoffnung für sinkende Notierungen aufkommen.
Die über dem Produktionswachstum liegende
Nachfrage sowie kurzfristige Faktoren wie die
aktuell sehr niedrigen Wasserreserven in den
Stauseen könnten die Preise jederzeit in noch
luftigere Sphären katapultieren. Hinzu kommt
die enge Korrelation zu den Rohstoffpreisen.
Die an der EEX gehandelten Strom-Kontrakte
folgen den Öl- und Kohlepreisen nahezu ohne
Zeitverzug.
>
4

FOCUS

25

gesehen, mehr als ordentlich. Nach der
Konsolidierungsphase in den vergangenen
Monaten stehen die Ampeln kurz vor dem
Umschalten von orange auf grün. Der aktuelle Jahresmittelwert des Schweizer
Elektrizitätspreisindex (SWEP) zeigt wieder
eine steigende Tendenz und lässt keinerlei
Anzeichen von Schwäche im langfristigen
Trend erkennen. Daneben spielt auch die
stark gestiegene Volatilität der kurzfristigen
Strompreise in die Karten der Versorger.
Ihr immer bedeutsameres Handelsgeschäft
profitiert von den zunehmenden Schwankungen, ja blüht in einem solchen Umfeld richtig auf. Traten die Ausschläge in
früheren Phasen vor allem in kalten Wintern
auf, sind die Spitzen in heissen Sommern
ein neueres Phänomen.

europaweit steigenden Stromhungers bis
auf weiteres problemlos verteidigen können. Selbst während der jüngsten Börsenturbulenzen hielt sich die Branche, relativ

Anlagemöglichkeiten mit Derivaten
Trotz der anhaltenden Hausse gibt es
bislang kein einziges Tracker-Zertifikat
auf den Strompreis! Noch traut sich kein
Emittent an die Sache heran, dabei dürfte
der Eisbrecher mit einer regen Nachfrage
rechnen. Anleger müssen sich vorläufig
mit einer indirekten Beteiligung an diesem attraktiven Sektor begnügen. Zwei

Aktienmarkt Schweiz: SPI und Sektorindizes
Technologie

-7,6

-27,9

Finanzdienstleistungen

0,2

-14,2

Versorger

19,6

-8,2

Telekommunikation

-2,5

-14,8

Verbraucherservice

3,1

-13,4

Gesundheitswesen

0,5

-15,3

Verbrauchsgüter

9,2

-4,8

Industrieunternehmen

4,2

-9,6

6,3
5,3

Grundstoffe
Öl & Gas

-23,2

SPI

2,5

-11,1
-35

-30

-25

-20

-15

-10

0

-5

5

10

15

20

Performance p.a. in % (31.12.99 –18.04.08)
Performance 2008 (28.12.07–18.04.08)
Quelle: SWX, Derivative Partners AG

CHF/MWh
600

6’000
5’500

550

528

5’000

500

4’500

450
395

4’000
3’500

391

400
350

328

3’000

300

2’500

250

2’000

200

1’500

150

1’000

100
50

500

0
3.1.08

20.12.06

23.15.05

29.12.04

5.1.04

30.12.02

2.1.02

0
29.12.00

Der Sektor des Jahrzehnts
Die Versorger führen mit einer durchschnittlichen jährlichen Performance seit Ende
1999 von beinahe 20 Prozent die Branchenrangliste des Aktienmarktes Schweiz mit
klarem Vorsprung an. Diese Spitzenposition
werden sie in Anbetracht des schweiz- und

Energieversorger und SWEP-Index

30.12.99

Des nasskalten Wetters der vergangenen
Wochen überdrüssig, erhofft sich manch
einer ein langanhaltendes Hoch wie in den
Jahren 2003 und 2006. Für die Entwicklung der Strompreise wären solche klimatischen Wohlfühlphasen aber Gift und das
schottische Sprichwort: «Lächeln ist billiger
als Strom. Und gibt mehr Licht!» einzig ein
scherzhafter Trost. Wird Europa von einer
Hitzewelle ergriffen, laufen überall Klimageräte und die Stromnachfrage steigt. Kühlwasserprobleme bei Kraftwerken schränken
die Produktion parallel dazu ein.
Angesichts der begrenzten Erzeugungs- und
Übertragungskapazitäten besteht zudem
wenig Spielraum zur Ausdehnung des Angebots. Manche sprechen bereits von einer
zunehmenden Gefahr drohender Stromausfälle. Damit bei uns nicht zwischenzeitlich
die Lichter ausgehen, besteht eine absolute
Notwendigkeit zum Ausbau der nationalen
Stromnetze und zur besseren Nutzung der
Kupplungsstellen zwischen den Ländern.

Index Energieversorger
SWEP-Jahresmittel-indexiert
SWEP-Tageskurse (rechte Skala)
Linear (SWEP-Tageskurse, rechte Skale)
Quelle: EGL, SWX

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008
5

FOCUS

der aufgeführten Zertifikate enthalten
Schweizer Firmen. Es handelt sich um
VZSTM und ECSEL. Während ECSEL rein
schweizerisch zusammengesetzt ist, umfasst VZSTM Konzerne aus ganz Europa.
Im Warenkorb von ECEEL befinden sich
ausschliesslich Firmen aus dem EU-Raum.
VOLTA legt das Schwergewicht auf die
USA und ELCHF sowie ELECT auf Asien.
Zur Verbreiterung der Auswahl wurden in

der Tabelle auch Zertifikate auf Utilities
berücksichtigt, bei denen die reinen Elektrizitätsgesellschaften nur einen Teil der
Gesamtmenge ausmachen. Die geringere
Fokussierung wird durch bessere Risikoeigenschaften kompensiert. Gut gefallen
die Open-end-Zertifikate DJXTY und das
OTC gehandelte UBS-Zertifikat (Valor:
1’371’601), welche bereits seit Dezember 2001 beziehungsweise Februar 2002

auf dem Markt sind. Leider fehlen hier die
Schweizer Unternehmen, die punkto Performance in den letzten Jahren noch besser abgeschnitten haben als der DJ Euro
Stoxx Utilities Index. Optimal scheint ein
Mix aus ECSEL für den Schweizer Touch
und DJXTY für den Rest. Mit dieser Kombination besitzt der Anleger «den Fünfer und
das Weggli» und setzt seinem Portfolio die
nötige Dosis Spannung zu.

Ausgewählte Strom-/Utilities-Zertifikate
Ticker/Valor
ECSEL
VZSTM
ECEEL
VOLTA
ELCHF
ELECT
DJXTY
1’371’601
ECEUT
FTGUT
DJUTI

Basiswert
Swiss Electricity Basket
Strombasket II
European Electricity Basket
High Voltage Energy
Dev. Asian Electricity Index
Dev. Asian Electricity Index
DJ Euro Stoxx Utilities
DJ Euro Stoxx Utilities
European Utilities Basket
FTSE Global Utilities Idex
DJ Sector Titans Utilities

Typ
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker

Laufzeit
11.01.10
04.12.08
08.02.10
13.05.09
open-end
open-end
open-end
open-end
18.01.10
open-end
open-end

CCY
CHF
CHF
EUR
USD
CHF
USD
EUR
EUR
EUR
EUR
USD

Launch
11.01.08
12.04.07
15.02.08
14.05.07
29.10.07
29.10.07
10.12.01
14.02.02
18.01.08
12.06.02
09.11.01

Ausgabekurs
100.00
96.40
101.00
100.00
100.00
100.00
28.69
27.36
100.00
36.06
10.87

Quelle: Derivative Partners AG

Lugano · Zürich · Genf

Exchange Traded Product Day

08

Informieren Sie sich noch heute unter www.scoach.ch
oder www.swx.ch

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Geldkurs
16.04.08
94.50
110.40
98.25
109.30
61.80
70.80
55.20
47.15
95.10
49.10
18.20

Perf. ab
Emission
-5.50
14.52
-2.72
9.30
-38.20
-29.20
92.40
72.33
-4.90
36.16
67.48

CHF-Perf.
p.a. in %
14.21
-9.37

14.36
13.09
7.70
4.41
Booming Russia
Profiting from the Strength of Growth.
Capped Barrier Outperformance Zertifikate
• Starkes Wirtschaftswachstum
• Fortschreitende wirtschaftliche
Diversifikation
• Unternehmensfreundliche Fiskalpolitik
• Steigende frei verfügbare Einkommen
• Konsumkredit unterstützt das
Wirtschaftswachstum
• Veränderte Konsumpräferenzen
Russland erlebt das zehnte Jahr in Folge mit
robustem wirtschaftlichem Wachstum. Das
Vertrauen in die nationale Ökonomie und die
Stärkung des Rubels schlagen sich in steigenden Konsumausgaben und höheren Inlandinvestitionen (u. a. Infrastruktur) nieder. Hohe
Energiepreise und eine stetig steigende Nachfrage nach Rohstoffen auf den Weltmärkten
schützen Russland vor Liquiditätsengpässen
und sichern die finanzielle Basis für eine
beschleunigte Diversifikation der Wirtschaft
zugunsten der innovativen Industriebereiche.
Kapitalschutz
Renditeoptimierung

Capped Barrier Outperformance
Zertifikate auf den Russian Basket
Capped Barrier Outperformance Zertifikate
ermöglichen, innerhalb einer bestimmten
Preisspanne überproportional an einem Kursanstieg des Basiswerts zu partizipieren.
Gleichzeitig ist das investierte Kapital bis zum
Erreichen einer Barriere geschützt. Partizipieren auch Sie mit unserem neuen Produkt am
überdurchschnittlichen Wachstum Russlands.
Performance vom Russian Traded Index
RTS im Vergleich
420
350
280
210
140
70

2004
2005
2006
2007
MSCI Emerging Market
RTS Russian Traded Index

100% CPN auf Clariden Leu (Gue) Russia Equity Fund
100% CPN Bullish auf Russischen Rubel gegen Euro
Multi BRC Russlands Rohstoff-Riesen
Multi BRC Russische Stahl-Giganten
Capped Barrier Outperformance Zertifikat

Clariden Leu Structured Products. Room for your Development.

Capped Barrier Outperformance Zertifikate
auf einen Basket von VimpelCom, Mobile
TeleSystems, Gazprom, Lukoil ADR‘s
Emittent
Clariden Leu Ltd, Nassau
Basiswerte VIP UN/MBT UN/OGZD LI/LKOD LI
Laufzeit
14.5.2008 bis 14.5.2010
Cap
EUR 1500 (150% 1)
Barrier
EUR 690 (69% 1)
Partizipation
indikativ 130%
Emissionspreis
EUR 1000 (100% 1)
Stückelung
EUR 1000 = 1 CBOC
Valor/ISIN
3970362/CH0039703621
Ticker
CBOCR
Zeichnungsfrist bis
30. April 2008
1

des Basketwerts bei Fixierung

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*Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Gespräche auf dieser Telefonlinie aufgezeichnet werden. Wir gehen von Ihrer Zustimmung aus.
Dieses Inserat dient Marketingzwecken; es ist nicht das Ergebnis einer Finanzanalyse. Folglich unterliegt es nicht den von der Schweizerischen Bankiervereinigung herausgegebenen «Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse». Die
obigen Angaben dienen lediglich der Information und beinhalten weder eine Offerte noch eine Einladung zur Offertstellung oder eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzprodukten. Die Termsheets sowie die entsprechenden rechtlich verbindlichen Konditionen (inklusive Risikohinweise und Verkaufsrestriktionen) der einzelnen Produkte können bei der Clariden Leu AG bezogen werden. Diese Produkte sind komplexe strukturierte Finanzinstrumente. Sie stellen keine kollektive Kapitalanlage im Sinne
des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) dar und unterliegen daher nicht den Vorschriften des KAG und der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Der Anleger kann den Schutz des KAG nicht beanspruchen. Der Anleger
ist dem Emittentenrisiko ausgesetzt; die Werthaltigkeit seiner Anlage hängt somit nicht nur von der Entwicklung und Bonität der dem Produkt zugrunde liegenden Basiswerte ab, sondern auch von der Bonität des Emittenten. Weitere Informationen finden Sie
in der Broschüre „Besondere Risiken im Effektenhandel“, welche bei der Clariden Leu AG kostenlos bezogen werden kann. Dieses Inserat stellt weder ein Kotierungsinserat noch einen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar.
7

FOCUS

FOCUS

7

Ex oriente lux –
Aus dem Osten (kommt) das Licht

Bild: www.sxc.hu

Die Börsen der Golfstaaten legen tendenziell zu. Der hohe Ölpreis, die mögliche Abkoppelung
weiterer Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) vom US-Dollar und massive staatliche Investitionen beflügeln die arabischen Märkte. Das Angebot an Strukturierten Produkten wächst.
Dennoch lassen sich Unterschiede innerhalb der Region «Middle East» ausmachen.
Market (MSM) in Oman (Performance 2008:
plus 22,80 Prozent), die «outperformen» und
die Pole-Position einnehmen. Der saudische
Aktienmarkt hinkt weit zurück und ist seit
Jahresanfang um rund 14 Prozent gefallen.
Ein Indiz dafür, dass es auch in dieser Boomregion zu Kursverlusten kommen kann und
sich mitunter eine Diversifikation lohnt.

Pulsierend wie das Nachtleben in Dubai können auch Finanzanlagen in den Golf-Staaten das
Depot zum Pulsieren bringen.
Alexander Heftrich| Die Aktienmärkte am
Persischen Golf trotzten in den vergangenen
Wochen und Monaten der negativen Stim-

«Die fortdauernden Spekulationen über eine Abkoppelung vom
US-Dollar verleihen den Börsen
im Nahen Osten daher zusätzliche
Attraktivität.»
mung vieler Leitbörsen. Nach dem heftigen
Kurseinbruch der Jahre 2005 und 2006
haben sich die arabischen Märkte im vergangenen und im laufenden Jahr bisher gut

gehalten und zählen zu den lukrativsten Handelsplätzen weltweit. Dieser positive Trend
könnte anhalten, zumal für die Region Greater Middle East (GME) in den kommenden
drei Jahren mit einem Wirtschaftswachstum
von fünf bis acht Prozent gerechnet wird.
Allerdings gibt es auch hierbei deutliche
Unterschiede in der Performance, so dass
es schwer fällt, die Region «Middle East» als
ein Ganzes zu erfassen. Die Handelsplätze in
Ägypten gehören, gemessen an der Marktkapitalisierung, zu den wichtigsten Börsen des
Nahen Ostens, jedoch sind es die Indizes in
Kuwait (Performance 2008: plus 16 Prozent,
Stand: 19.04.08) und der Muscat Securities

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Ölpreis und Prestigeobjekte sorgen für
Kursfantasie
Diverse Gründe sprechen für ein Investment in
diese Region. In erster Linie ist es der enorme
Anstieg des Ölpreises bis in den Bereich von
116 US-Dollar, der die Rally antreibt. Die Region Middle East ist mit einem Anteil von 35
Prozent an der weltweiten Ölproduktion und
gut 60 Prozent der nachgewiesenen Reserven das weltweit wichtigste Ölfördergebiet.
Da der Ölpreis nach Meinung vieler Experten
hoch bleiben wird, sorgt allein das schon für
positive Stimmung an den meisten Börsen
der Region. Neben Infrastrukturmassnahmen
lenken viele Länder mit Grossprojekten, wie
dem Bau von Luxushotels oder einer hochmodernen Formel-1-Strecke den Fokus auf
sich. Die Staatsfonds der Golfstaaten haben
im vergangenen Jahr 38 Prozent der Käufe
aller Staatsfonds der Welt auf sich vereinigt,
gesamthaft 183 Transaktionen mit einem Volumen von USD 83 Mrd.
Abkoppelung vom US-Dollar anvisiert
Fünf der sechs Mitglieder des Golfkooperationsrats (Gulf Cooperation Council, GCC),
8

FOCUS

nämlich die Vereinigten Arabischen Emirate,
Saudi-Arabien, Katar, Oman und Bahrain,
haben derzeit ihre Währungen an den Greenback gebunden. Dies bedeutet, dass sie

«Die Region Middle East ist mit
einem Anteil von 35 Prozent an
der weltweiten Ölproduktion und
gut 60 Prozent der nachgewiesenen Reserven das weltweit
wichtigste Ölfördergebiet.»
den Wechselkurs zwischen ihren jeweiligen
Währungen und dem Dollar immer konstant
halten müssen. Diese Koppelung an den USDollar wurde in den vergangenen Monaten
wegen der anhaltenden Dollar-Schwäche zunehmend zur Belastung. Die fortdauernden
Spekulationen über eine Abkoppelung vom
US-Dollar verleihen den Börsen im Nahen
Osten daher zusätzliche Attraktivität. Ein solcher Schritt wurde von Kuwait im letzten Jahr
bereits vollzogen und könnte mittelfristig zu
einer Aufwertung der heimischen Währungen
führen, an der ausländische Anleger dann
ebenfalls partizipieren würden.
Angebot an Strukturierten Produkten
dieser Region steigt
Als Reaktion auf die steigenden Kurse und
die sich bietenden vielfältigen Möglichkeiten
ist das Angebot an Zertifikaten auf die Golf-

Wachstumsraten am Beispiel Ägyptens
%
8
6
4
2
0
-2
1980

1985

Ägypten

Welt

1990

1995

2000

2005

Aufstrebende Volkswirtschaften

Quelle: IMF Survey March 08

Region zuletzt massiv gestiegen. Jüngst hat
Merrill Lynch mit der Emission des Gulf-Investible-Indexzertifikates die Angebotspalette
nochmals erweitert – der zugrundeliegende
Index spiegelt die Wertentwicklung der 20
grössten und liquidesten Aktien der Börsen
in Abu Dhabi, Bahrain, Dubai, Kuwait, Oman
und Katar wider. Mit dem Ende 2005 emittierten Tracker-Zertifikat auf Islamic Blue
Chips (VZIBC) ist die Vontobel im Markt-

segment Middle East vertreten. Die Wertentwicklung von rund 13 Prozent in den vergangenen drei Monaten ist ordentlich; eine
regelmässige vierteljährliche Anpassung
findet statt. Der Stellenwert der Golfregion
für die Bank Vontobel wurde auch mit der
Gründung der Tochtergesellschaft Vontobel
Financial Products Ltd. Ende letzten Jahres
deutlich. Die Bank Vontobel emittiert künftig nicht mehr von den Cayman Islands son-

Auswahl an Zertifikaten mit Anlageregion Middle East

Symbol, Emittent Basiswert
WKN
DB5281
DB
DB Dubai Top Select
ABN9LJ
ABN
ABN AMRO Middle East
TR Index
UB6RDP
UBS
UBS Middle East TR Index
DWS0JC
DWS
DWS Middle East TR Index
VZIBC
VT
VT Islamic Blue Chip Basket
DUBDB
DB
DB Dubai Index
ABCDB
DB
DB Abu Dhabi Index
MLGIC
ML
ML Gulf Investible Index
EMIRA
ABN
Emirates Property &
Infrastructure TR Index
ARABU
ABN
ABN Middle East TR Index
UAETR
ABN
MSCI United Arab Emirates
TR Index
MLDCH
ML
ML Dubai Investable Index

Produkttyp

Börsenplatz

Tracker
Tracker

Scoach Europa
Scoach Europa

Performance
Emissions- Verfall
seit 01.01.08 Währung
tag
oder Emission
01.12.2005 Open-end
-1.7%
EUR
23.08.2006 Open-end
-3.7%
EUR

Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker
Tracker

Scoach Europa
Scoach Europa
Scoach CH
Scoach CH
Scoach CH
Scoach CH
Scoach CH

25.01.2008
19.12.2007
27.12.2005
27.11.2007
27.11.2007
05.03.2008
03.08.2007

Tracker
Tracker

Scoach CH
Scoach CH

Tracker

Scoach CH

Quelle: Derivative Partners AG

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Open-end
Open-end
19.12.2014
3.12.2008
3.12.2008
Open-end
Open-end

-7.1%
8.9%
-2.0%
-15.3%
-9.1%
0.0%
-8.2%

EUR
EUR
USD
CHF
CHF
CHF
CHF

23.08.2006 Open-end
25.02.2008 Open-end

9.7%
1.1%

USD
USD

02.02.2007 Open-end

-18.5%

CHF
9

FOCUS

Nachfrage nach Öl im in Millionen Barrell
pro Tag (weltweit)

WTI Crude Oil pro Barrell in USD
USD
120

90

100

88
80
60

86

40

84

20

WTI Crude Oil in USD
Quelle: IMF Survey March 08

Quelle: Bloomberg

dern aus Dubai. An der Scoach Schweiz werden bereits eine Vielzahl an Strukturierten
Produkten mit Anlagefokus Naher Osten
gehandelt (vgl. Tabelle). Besonders sticht
das Open-end-Tracker-Zertifikat ARABU der
ABN AMRO auf den ABN Middle East TR Index heraus. Das in USD gehandelte Zertifikat konnte seit dem ersten Januar 2008 mit
einer Performance von gut 10 Prozent aufwarten. Aber auch das an der Scoach Europa kotierte Tracker-Zertifikat DWS0JC (EUR)
auf den DWS Middle East TR Index konnte
mit einer Performance von rund 9 Prozent
gut mithalten. Interessierte Anleger sollten
prinzipiell bei allen Produkten der GolfRegion auf die Währungsentwicklung Acht
geben. Einige Zertifikate haben den US-Dollar als Referenzwährung, andere beziehen
sich auf lokale Währungen. Verluste können
hier drohen. Hierbei eignen sich Mini Shorts
wie CHFBP oder XXSNX besonders gut um
Dollar-Positionen abzusichern. Die andere
Seite der Medaille sind die sich ergebenden
Chancen.
Bewahrheiten sich die kurz- und mittelfristigen Prognosen für die Golfstaaten, so ist
ein Investment durchaus lohnenswert. Der
Anleger sollte allerdings eine möglichst
breite Diversifikation anstreben, sowohl
branchenbezogen als auch länderspezifisch.

Comic

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

04.08

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11

FOCUS

LTCM: Déjà-vu nach einem Jahrzehnt
Der spektakuläre Zusammenbruch des Hedge-Fonds «Long Term Capital Management» im Jahr
1998 zeigt in der Retroperspektive vielerlei Parallelen zur aktuellen Diskussion um Transparenz
und effizientes Risikomanagement.

Bild: www.sxc.hu

Dimon müssen die Geschehnisse ein Déjàvu der besonderen Art gewesen sein, denn
vor knapp 10 Jahren wurde in den selben
Räumlichkeiten in Anwesenheit von ihm
und anderen Kollegen diverser Banken und
Investmenthäuser ein ähnliches Rettungspaket durch das FED koordiniert. Dimon
war zu dieser Zeit Präsident der damals neu
formierten Citigroup. Damals hiess der todkranke Patient «Long Term Capital Management», welcher sofortige Liquiditätshilfen
in Höhe von 3,6 Milliarden US-Dollar benötigte. Sollte diese Notfall-Unterstützung
versagt bleiben, drohte ein Dickicht aus
komplizierten Finanzprodukten mit einem
Nennwert von rund einer Billion US-Dollar
einzustürzen – ein globaler Finanzkollaps
wäre die Folge gewesen.

Der LTCM, einst ein prachtvolles Finanzkonstrukt, doch schlussendlich nur noch eine Ruine.

Martin Raab| Die Extremkräfte der Börse
sind bekanntlich stets für Überraschungen
gut. Diese Erfahrung musste jüngst auch
Jamie Dimon, der Chef der Investmentbank
J.P. Morgan machen. Statt das wohlverdiente Wochenende zu geniessen, sass der
52-jährige Wall-Street-Veteran am 16. März
2008 im stickigen Konferenzraum der New
Yorker Filiale der US-Notenbank FED – hitzige Krisensitzung statt Tennismatch mit
seinen drei Töchtern. Einziger Agendapunkt

des sonntäglichen Treffens war die überraschende Beinahe-Pleite des Mitbewerbers
Bear Stearns. Den gestrauchelten Kollegen
musste schleunigst geholfen werden. Die
verzweifelte Lösung lautete, J.P. Morgan
soll Bear Stearns zum Schnäppchenpreis
erwerben und im Gegenzug alle Verbindlichkeiten des Mitbewerbers übernehmen.
Hierfür stellt die US-Notenbank rekordverdächtige Liquiditätshilfen von über 30 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Für Jamie

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

LTCM: Ein Startrader, zwei Nobelpreisträger und ein Ex-Notenbankpräsident
Innerhalb der damals hierzulande noch
kaum wahrgenommenen Hedge-FondsBranche war Long Term Capital Management, kurz LTCM, einer der schillerndsten
seiner Art. Der Chef des in Greenwich/Connecticut beheimateten Hedge-Fonds, John
Meriwether, galt als Startrader im Bondhandel. Zwar musste er im August 1991 bei
Salomon Brothers seinen Hut nehmen, weil
es unter seiner Ägide zu Manipulationen
bei Auktionen von US-Staatsobligationen
gekommen war, doch er nahm es sportlich
und gründete nach drei Jahren Auszeit seinen eigenen Hedge-Fonds: LTCM. Mit an
Bord waren die zwei prominenten Wirt- >
12 FOCUS

schaftsnobelpreisträger Robert Merton und
Myron Scholes, letzterer gilt als Erfinder
der mathematischen Methode zur Ermittlung eines fairen Optionspreises. Das von
Meriwether zusammengestellte «A-Team»
wurde durch den ehemaligen Vizevorsitzenden der US-Notenbank, David Mullins,
vervollständigt.
LTCM war an der Wallstreet schnell in aller
Munde, wurden doch anfangs Rekordrenditen von 40 Prozent p.a. mit komplexen Arbitragegeschäften erwirtschaftet. Die sogenannte «Fixed Income Arbitrage» versucht

«Über Zweifel am Risikograd
war man auch damals erhaben,
arglos zückten die Investoren ihre
Scheckbücher.»
unter Ausnutzung gleichzeitig bestehender
Differenzen in der Realverzinsung von Obligationen Gewinn zu schlagen. Bonds aus
Emerging Marktes eigneten sich wegen der
großen Renditesprünge besonders gut dafür. Die komplexen statistischen Grundlagen für diese Handelsstrategien stammten

aus der Feder der beiden Nobelpreisträger.
Umgesetzt wurde die Trading-Strategie
durch Futures-Kontrakte auf die jeweiligen
Bondindizes. Diese Terminmarktgeschäfte
werden branchenüblich durch üppige Kreditlinien finanziert (Margins), was es den
Tradern damals wie heute erlaubte, das Investitionsvolumen deutlich über die eigentliche Kapitalbasis hinaus auszudehnen.
Investoren im Renditerausch ignorieren
das Risiko
Angelockt von ständigen Rekordrenditen
wollten immer mehr Investoren an der
«Geldmaschine» LTCM beteiligt sein. Über
Zweifel am Risikograd oder der Dauerhaftigkeit derartiger Geschäfte war man auch
damals erhaben, arglos zückten die Investoren ihre Scheckbücher. Mit dabei auch
die Credit Suisse und die Schweizerische
Bankgesellschaft. Letztere brachte nach
der Fusion zur UBS im Jahr 1997 ihre Tochter «Warburg Dillon Read» ein, welche an
LTCM beteiligt war. Diese zunächst unbedenkliche Mitgift beraubte im Schicksalsjahr 1998 die UBS um 790 Millionen Franken. Wie im Nachhinein bekannt wurde,
herrschten Unklarheiten im Risikomanage-

ment zwischen Zürich und New York, ferner
soll es abenteuerliche Transaktionen in der
bankinternen
Eigen/Fremdmittel-Steuerung mit der LTCM-Beteiligung gegeben haben. Der gigantische Verlust im 3. Quartal
1998 in Höhe von 911 Millionen Franken
kostete dem damaligen Verwaltungsratspräsident Mathis Cabiallavetta den Kopf.
Zu schwer waren die Reputation und der
Aktienkurs der bis dato erfolgsverwöhnten
Grossbank unter Druck geraten.
Doch die UBS stand keinesfalls alleine auf
der Verliererseite: Vergleichbar mit den
bizarren «Collateralized Debt Obligations»
(CDOs) auf minderwertige Kreditforderungen, deren Einknicken den Anfang der
US-Hypothekenkrise besiegelte, hinterfragten auch im Falle des LTCM nur wenige
Investoren die komplexen Transaktionen
kritisch. Leider schien man ausserdem an
Art und Umfang des LTCM-internen Risikomanagements uninteressiert. «Ausser Meriwether und den beiden Professoren kannte
keiner in diesem Laden das tatsächliche Risiko – geschweige denn die Investoren des
Fonds», stellt Roger Lowenstein ernüchtert
fest. Der Journalist und Autor aus New York

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dp payoff all about derivative investments | Mai 2008
13 FOCUS

hat sich für das Buch «When Genius Failed»
intensiv mit dem LTCM-Zusammenbruch
befasst. Mit den anschwellenden Kapitalzuflüssen auf Investorenseite nahm auch
die Dimension der Arbitrage-Geschäfte ein
gigantisches Ausmass an. LTCM unterhielt
zwischenzeitlich bei allen namhaften Investmentbanken umfangreiche Kreditlinien. Die
Vielzahl der Banken und Investmenthäuser
war naturgemäss an der Ausführung der jeweiligen Käufe und Verkäufe von LTCM interessiert, was durch deren Masse üppige
Gebühreneinnahmen versprach. John Meriwether hausierte bei allen Banken, um billige Kreditlinien zu bekommen. Meist wurde
man sich letztlich handelseinig – vorausgesetzt LTCM wickelte ein Teil ihrer Handelsaktivitäten exklusiv über die jeweilige Bank
ab. Schon damals fehlte Aufsichtsbehörden
und Banken ein klarer Gesamtüberblick,

«Geht die Kurswette nicht auf,
rast der Fonds mit 400-fachem
Hebel ins Verderben.»

wer welche wie gearteten Wertpapiere hält
und wieviel Kredit wie gesichert an wen
vergeben wurde. Die Parallelen zu den aktuellen Diskussionen rund um das Thema
Transparenz sind erschreckend deutlich.
400:1 gehebelt ins Verderben
Im Herbst 1997 hatte John Meriwether
schliesslich den Zenit erreicht. Das USWirtschaftsmagazin «Business Week» feierte LTCM ironischerweise als die «komplexe, hoch intellektuelle Hochzeit von
Mathematik, Finanztheorie und Börsenexperten». Zum folgenden Jahreswechsel
97/98 hatte LTCM Finanzanlagen im Wert
von 125 Milliarden US-Dollar unter Verwaltung, jedoch basierten diese lediglich
auf USD 4,8 Milliarden Cash. Der durchschnittliche Hebel lag bei 28:1, sprich man
spekulierte mit dem 28-fachen Volumen
dessen, was an Kontoguthaben tatsächlich
vorhanden war. Nachdem die über Kreditlinien erworbenen Derivate aber wiederum
eine eigene Hebelfunktion erzeugten, lag
der wirtschaftliche Hebel bei rund 400:1.
Das bedeutet schlicht: Geht die Kurswette
nicht auf, rast der Fonds mit 400-fachem
Hebel ins Verderben. Glücklicherweise ist

dem hiesigen Derivate-Anleger mit Strukturierten Produkten eine deutliche sensiblere
Risikosteuerung möglich. Derartig halsbrecherische Nebenwirkungen gibt es selbst
bei den so betitelten «Hebel-Produkten»
nicht. Ferner existiert bei Strukturierten
Produkten keine Nachschusspflicht des Anlegers. Damit bleibt das Risiko im schlimmsten Fall auf den Kapitaleinsatz beschränkt
– was in angespannten Marktsituationen
eine nicht zu unterschätzende Sicherheit
für Kapital und Nerven ist.
Siegessicher und exorbitant gehebelt
machte sich John Meriwether auf die Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten im
Obligationenmarkt. Im Frühsommer 1998
analysierte er, dass US-Staatsanleihen, im
Vergleich zu europäischen Papieren, relativ teuer waren. Er setzte daher auf eine
Kurskorrektur bei den US-Staatsbonds und
eine Aufwertung von Obligationen aus Europa und aufstrebender Drittstaaten. Die
Strategie schien anfangs aufzugehen, doch
stellte am 17. August 1998 Russland überraschend den Zins- und Tilgungsdienst für
sämtliche Staatsanleihen ein. Chaos und
Panik überkam die Bondmärkte, nachdem
bereits die Asienkrise heftige Kursturbulenzen am Finanzmarkt auslöste. Die Flucht
der Anleger in erstklassige Obligationen
machte die Strategie von Meriwether völlig
zunichte. Ende August 1998 hatte LTCM bereits 44 Prozent seines Kapitals verloren.
Der Hegde Fund glich einem defekten Satelliten, der mit Höchstgeschwindigkeit auf
die Finanzmärkte raste.
US-Notenbank spielte schon damals
Börsen-Feuerwehr
Als schliesslich im September 1998 auch
noch die Kreditwürdigkeit von brasilianischen Bonds herabgestuft wurde, schien
der Exodus bei LTCM zum Greifen nahe. Die
Kapitalbasis des Fonds von 4,7 Mrd. USDollar Anfang des Jahres schmolz auf 600
Mio. US-Dollar zusammen. «Margin-Calls»
diverser Banken, sprich das Einfordern von
zusätzlichen Sicherheiten für bestehende
Futures-Positionen, konnten nicht mehr bedient werden. Das Schliessen der FuturesPositionen bescherte weitere Verluste und
täglich stieg das Risiko, dass die ausserbörslich abgeschlossenen Derivate von LTCM
eine weltweite Kettenreaktion auslösen.
Wie bei den Wirren im Herbst letzten Jah-

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

res war auch damals unklar, welche Banken
und Investmenthäuser durch ein Gewirr an
Finanzinstrumenten wie verkettet sind.
In buchstäblich letzter Minute zog schliesslich die US-Notenbank die Notbremse und
arrangierte, ähnlich wie im Falle Bear Stearns, ein umfangreiches Rettungspaket. Wi-

«Der Hegde Fund glich einem
defekten Satelliten, der mit
Höchstgeschwindigkeit auf die
Finanzmärkte raste.»
derwillig – weil oft als Investoren bei LTCM
direkt beteiligt - stimmten letztlich die Vertreter von 11 Banken der quasi-Liquidation
des Hedge-Fonds zu. Sie erhielten im Gegenzug 90 Prozent der Anteile an LTCM,
10 Prozent durfte Pleitier Meriwether behalten. Pikantes Detail: Bear Stearns verweigerte bis zuletzt jegliche Hilfe. Man sei
durch die Funktion des Clearing-Agent von
LTCM schon genug gestraft worden, hiess
es damals. Knapp 10 Jahre später spielt
Bear Stearns bekanntermassen selbst die
Hauptrolle in einem Finanzmarkt-Drama,
diesmal allerdings als tödlich getroffener
Star ohne Wiederkehr.
Wall-Street-Legende Meriwether aktuell
wieder in Not
Ziemlich lebendig, ja schon fast trotzig, gab
sich seit den Wirren im Herbst 1998 der LTCM-Gründer Meriwether. 14 Monate nach
der Rekordpleite gründete die exzentrische
Wall-Street-Legende einen neuen Fonds
namens «JWM Partners», diesmal allerdings
ohne die beiden Finanzmarkt-Professoren.
Die Anlagestrategie war wieder auf «FixedIncome-Arbitrage» ausgerichtet und Meriwether sammelte auf Anhieb die unglaubliche Summe von einer Milliarde US-Dollar
ein - als wäre nichts gewesen. Doch man
ahnt es: Auch beim zweiten Streich ist das
Investorenkapital wieder in Gefahr geraten.
Aktuell ist bereits mehr als ein Drittel des
Vermögens durch Kursverluste vernichtet
worden, die Tendenz verheisst neue Hiobsbotschaften. Nicht zuletzt durch die identische Postanschrift von LTCM und JWM in
Greenwich, könnte einigen Investoren und
ihrem Kapital schon bald ein besonderes
Déjà-vu drohen.
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Basiswert am Laufzeitende über 125% des Fixingstandes notiert
Basiswert Rohstoffkorb mit 5 Energieträgern:
Rohöl (Brent), Kohle, Gasöl,
Elektrizität (Deutschland), Erdgas (Grossbritannien)
Laufzeit von knapp 3½ Jahren
Kotierung wird an der SWX Swiss Exchange beantragt
Valor 3689124 / ISIN CH0036891247

Steigende Preise für Gas, Strom und Öl nähren die Ansicht, dass
der Aufwärtstrend bei Energierohstoffen möglicherweise bis weit
ins nächste Jahrzehnt anhalten könnte. Die Lage auf dem Ölmarkt
ist angespannt, und der Kohleimport in China nimmt zu. Dies und
der wachsende Bedarf an neuen Kapazitäten in Nordeuropa sowie
steigende Bau- und Rohstoffkosten gehören zu den Schlüsselfaktoren des Preisauftriebs. Die 100% Kapitalgeschützten Zertifikate
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Basiswert

Rohstoffkorb mit 5 Energieträgern

Liberierung

02.05.2008

Emittentin

Lehman Brothers Treasury Co. B.V.

Schlussfixierung

14.09.2011

Nominalbetrag

EUR 1’000

Rückzahlungsdatum

21.09.2011

Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch
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Die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen in London, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen auf XETRA, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen an der Euronext.**
* Quelle: Institutional Investor, US ** Quelle: LSE, XETRA und Euronext; Januar bis Dezember 2007.
Die in diesem Dokument erwähnten strukturierten Produkte («Produkte») sind derivative Finanzinstrumente. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder
registriert bei noch überwacht von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin bzw. der Garantiegeberin ausgesetzt. Die gemachten Angaben ersetzen nicht die vor dem Eingehen von Derivatgeschäften in jedem Fall unerlässliche und
an der Kundensituation ausgerichtete Beratung durch einen Finanzberater. Dieses Dokument stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglements der SWX Swiss Exchange sowie keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Die Angaben in diesem
Dokument dienen lediglich der Information und stellen weder eine Empfehlung zum Erwerb von Produkten noch eine Offerte oder eine Einladung zur Offertestellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Der Kotierungsprospekt mit den allein massgeblichen Bedingungen sowie
ausführlichen Risikohinweisen in englischer Sprache und weitere Informationen können beim Lead Manager, c/o Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch, Talstrasse 82, 8021 Zürich, oder per E-Mail unter solution@lehman.com bezogen werden. Die Produkte dürfen
nicht in den U.S.A. oder an eine U.S.-Person im Sinne der Regulation S des U.S. Securities Act 1933 verkauft werden. Die Performance der den Produkten zugrunde liegenden Basiswerte in der Vergangenheit stellt keine Gewähr auf die zukünftige Wertentwicklung dar. Der Wert der
Produkte unterliegt den Schwankungen des Marktes, welche zum ganzen oder teilweisen Verlust des Investments in die Produkte führen können. Der Erwerb von Produkten ist mit Kosten/Gebühren verbunden. Lehman Brothers und/oder ein verbundenes Unternehmen können in
Bezug auf die Produkte als Market Maker auftreten, Eigenhandel betreiben sowie Hedging-Transaktionen vornehmen. Dies könnte den Marktkurs, die Liquidität oder den Wert der Produkte beeinträchtigen. Marktpreise, Daten und andere in diesem Dokument enthaltene Informationen
können Änderungen unterliegen, ohne dass ein Hinweis erfolgt. Lehman Brothers agiert weder als Berater noch als Treuhänder für Käufer der Produkte. © 2008 Lehman Brothers Inc. Alle Rechte vorbehalten. Mitglied der Securities Investor Protection Corporation (SIPC). Lehman
Brothers International (Europe) ist durch die Financial Services Authority autorisiert und reguliert.
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FOCUS

DBLCI – der erfolgreiche Rohstoffindex
der Deutschen Bank

Bild: www.sxc.hu

In den letzten Jahren ist die Bedeutung von Rohstoffen deutlich gestiegen. Selbst in den aktuellen
Turbulenzen hält die Rohstoffnachfrage weiter an. Aber nicht nur die erhöhte Nachfrage aus den
Schwellenländern hat zu steigenden Rohstoffpreisen geführt, sondern auch die Erkenntnis, dass
Rohstoffinvestments einen glättenden Effekt auf die Performance eines Portfolios haben.

Kein Ende in Sicht an der Front der Energiepreis-Hausse. 118 USD pro Barrel und Tendenz
weiter steigend.
Jeannette Mutzner, X-markets, Deutsche
Bank, Zürich Branch| Aufgrund ihrer negativen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen und des damit einhergehenden
Diversifikationseffekts eignen sich Rohstoffe
ideal zur Optimierung eines Anlageportfolios. Des weiteren können Rohstoffe auch
vor Inflation schützen, da steigende Rohstoffpreise meist mit hohen Inflationsraten
einhergehen. Rohstoffindizes bieten Investoren, die positiv gegenüber dem Rohstoffsektor eingestellt sind, eine einfache und
kostengünstige Möglichkeit, in Rohstoffe
zu investieren. Rohstoffindizes werden üblicherweise nicht auf der Grundlage von Spot-

sondern auf der Grundlage von Futures-Preisen berechnet. Um eine physische Lieferung
aus den Futures-Kontrakten zu vermeiden,

werden. Man bezeichnet diesen Vorgang als
«Rollen». Befindet sich die Terminkurve der
Futures-Kontrakte in Backwardation (sinkende Terminkurve), können durch das «Rollen»
positive Renditen erzielt werden. Für Rohstoffe, deren Terminkurve sich im Contango
(steigende Kurse) befindet, entstehen durch
das Rollen Verluste.
Die Deutsche Bank lancierte im Jahr 2003
eine «Rohstoffindex – Familie», die sich aus
verschiedenen Subindizes zusammensetzt.
Der DBLCI, «Deutsche Bank Liquid Commodity Index», setzt sich aus sechs der
liquidesten Rohstoffe Öl, Heizöl, Weizen,
Mais, Aluminium und Gold zusammen. Die
Gewichtung ist fest und wird einmal jährlich
auf die ursprünglichen Werte angepasst.
Daher können die Gewichte der einzelnen
Rohstoffe aufgrund von Preisbewegungen
während des Jahres variieren.
DBLCI-MR: Elemente und ihre Allokation
Gewichte per 8. Januar 2008
Mais 11,1 %

«Zu Beginn des Jahres 2008
wurde insbesondere Aluminium
übergewichtet, da der langjährige
Preisdurchschnitt wesentlich
unter dem jährlichen Durchschnitt lag.»

Rohöl 33,3 %

Gold 9,8%

Aluminium 22,3%
Heizöl 19,0 %

müssen diese kurz vor ihrem Ablauf verkauft
und Kontrakte längerer Restlaufzeit gekauft

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Weizen 4,6 %

Quelle: Deutsche Bank
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Sektoren
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EFG International ist Teil der EFG Bank European Financial Group – der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz.1
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Jan Schoch, Michael Hölzle, Christophe Spanier, Alex Pou-Cuturi, Christoph Baumann, Gian-Marc Albertini, Patricia Benz, Laura
Deneke, Florian Streiff.
Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung
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Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar. Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG
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Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht).
1
Quelle: The Banker, Financial Times, nach BIZ-Kernkapital (CHF 6.3bn Tier 1) & Assets on Balance Sheet (CHF 83.4bn CHF)
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investments | Mai 2008

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FOCUS

Historischer Vergleich verschiedener Rohstoffindizes

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10.06

04.07

10.07

S&P GSCI Total Return

Quelle: Deutsche Bank

Untersuchungen haben gezeigt, dass der
Diversifikationseffekt nur minimal steigt,
wenn mehr als diese sechs Rohstoffe in
einen Index miteingebunden werden. Daher umfasst der DBLCI im Vergleich zu anderen Indizes nur diese sechs Rohstoffe,
welche eine repräsentative Abdeckung des
Marktes erlauben. So sind zwei Energie-,
zwei Agrar- und zwei Metallwerte darin enthalten.
Beim DBLCI werden Kontrakte auf Öl und
Heizöl monatlich, alle übrigen Rohstoffe
jährlich gerollt. Der Grund hierfür besteht
darin, dass Futures auf Energiewerte
typischer weise über eine fallende Terminkurve (Backwardation) verfügen und somit
durch das Rollen im Vergleich zu den übrigen vier Rohstoffen Rollgewinne generiert
werden können. Die geringe Anzahl von
Rohstoffen und die damit verbundenen
Rollstrategien erlauben eine kostengünstige Handhabung und tragen zur Performance des DBLCIs bei.
Die DBLCI-Familie hat verschiedene Unterindizes, unterteilt nach Sektoren und
Strategien. Erwähnenswert an dieser Stelle
ist der bis anhin einzige dynamische Rohstoffindex, der DBLCI– «Mean Reversion».
Er verfolgt bei der Investition in Rohstoffe
keinen statischen, sondern einen dynamischen Ansatz. Im Gegensatz zum klassischen DBLCI findet die Neugewichtung
nicht einmal pro Jahr an einem festgelegten

Datum, sondern aufgrund von Durchschnittspreisen statt. Die dynamische Allokationsstrategie des DBLCI–MR übergewichtet
«günstige» Rohstoffe und untergewichtet
«teure» Rohstoffe. Zu Beginn des Jahres
2008 wurde insbesondere Aluminium übergewichtet, da der langjährige Preisdurchschnitt wesentlich unter dem jährlichen
Durchschnitt lag.

Die Einschätzung, ob ein Rohstoff relativ
günstig oder teuer ist, erfolgt nach einem
bestimmten Algorithmus. Weicht der Einjahresdurchschnitt eines Rohstoffpreises
um mehr als fünf Prozent vom Fünfjahresdurchschnitt ab, so wird das Gewicht angepasst. Rohstoffe, deren Preise über dem
Durchschnitt liegen, das heisst relativ teuer
sind, werden untergewichtet. Rohstoffe, die
unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegen,
also relativ günstig sind, werden dagegen
übergewichtet.
Ein weiteres Familienmitglied ist der DBLCI –
MR Plus Index. Er kombiniert die Strategie
des DBLCI – MR Index mit einer quantitativen Momentum Strategie. Vereinfacht
bedeutet das, dass bei fallenden Rohstoffpreisen die Geldmarktkomponente erhöht
wird. Somit werden allfällige Kursrückgänge abgefedert und negative Kursauschläge
geglättet.
Im Vergleich zu den meisten anderen Rohstoffindizes und anderen Assetklassen
konnte der DBLCI – MR Plus kontinuierlich
höhere Renditen mit einer niedrigeren Volatilität generieren. Dies wirkt sich auch
positiv auf das Sharp Ratio aus.
Die Deutsche Bank kann die unterschiedlichsten Strukturen auf diese Index-Familie
anbieten, welche auch in Kürze an der
Scoach gehandelt werden können.

Für 2008 hat der DBLCI-MR Aluminum übergewichtet
100
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
1989

1991

WTI
Quelle: Deutsche Bank

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

1993
Heating Oil

1995

1997

Gold

1999
Aluminium

2001

2003

Wheat

2005
Corn

2007
18

INTERVIEW

Interview mit Dr. Hans-Bernd Menzel
payoff sprach mit Dr. Hans-Bernd Menzel, CEO der European Energy Exchange (EEX) über die
EEX und den europäischen Strommarkt.
Dieter Haas| Zehn Jahre nach der Liberalisierung des EU-Elektrizitätsmarktes
zeigt sich: Die Handelsmärkte gewinnen
an Fahrt. Das belegen die Wachstumsraten beim gehandelten Stromvolumen
sowie die Vielzahl der Marktteilnehmer.
Ende 2007 waren bei der EEX 191 Teilnehmer registriert, 33 mehr als im Jahr
davor. Zudem verbuchte die Börse am
Spot- sowie am Terminmarkt ein zweistelliges Plus – 2007 wurden 1’273
Terawattstunden (TWh) gehandelt,
2006 waren es 1’133 TWh. Hinzu kommen die ausserbörslichen Geschäfte,
die ein Mehrfaches des Börsenhandels
ausmachen. Welche Wachstumserwartungen hegen Sie für 2008 und die folgenden Jahre und worauf basieren Ihre
Annahmen?
Die EEX hat im Jahr 2007 ihre europäische
Wachstumsstrategie konsequent weiter
verfolgt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 2007 konnten wir die Umsatzerlöse
erneut steigern – auf EUR 39,8 Mio. Der
Jahresüberschuss erhöhte sich auf EUR 8,3
Mio. nach 5,6 Mio. im Vorjahr. Grundlage
dieser Ergebnisse sind deutlich gestiegene
Handelsteilnehmerzahlen, weiter gestiegene Transaktionsvolumina, sowie ein
hervorragendes Clearinggeschäft unserer
Tochter European Commodity Clearing AG
(ECC).
Vor dem Hintergrund des mit unseren Projekten in Verbindung stehenden hohen Investitionsbedarfs rechnet die EEX für das
laufende Geschäftsjahr mit einem Ergebnis
auf Vorjahresniveau.
Wie hoch ist inzwischen der Anteil des
über die Börse gehandelten Stroms?

Am physischen Spotmarkt für Strom an der
EEX wurden im vergangenen Jahr 124 TWh
Strom umgesetzt. Diese Zahl entspricht
ca. 25 Prozent des physischen Verbrauchs
in Deutschland (543 TWh). Weitaus höhere
Volumina sind jedoch in langfristigen Terminmarktkontrakten an der EEX gebunden,
denn der Spotmarkt wird von Marktteilnehmern «nur» für die kurzfristige Optimierung
des Strombedarfs benutzt.
Dass es sich längst um einen europäischen
Marktplatz handelt, wird durch die Zahl
der Handelsteilnehmer belegt. So sind am
Spotmarkt der EEX jeden Tag etwa 120 Handelsteilnehmer aktiv. Aufschlussreich ist insbesondere die Anzahl der Netto-Verkäufer,
sprich der Teilnehmer, die mehr verkaufen
als kaufen. Im Jahresmittel 2007 waren das
bereits mehr als 40 Teilnehmer, wovon über
die Hälfte aus dem europäischen Ausland
kommen.
Der Aufsichtsrat der EEX hat im Dezember 2007 mit seiner Zustimmung zur
Zusammenlegung der Strom-Spot- und
-Terminmärkte von EEX und der französischen Powernext in eigene Gesellschaften den Grundstein zu einer PanEuropäischen Energiebörse gelegt. Als
teilnehmer- und umsatzstärkste Energiebörse Kontinentaleuropas nimmt die
EEX dabei eine Führungsposition ein.
Welches sind die weiteren geplanten
Schritte im Bestreben nach einer Europäisierung des börslichen Energiehandels?
Das Geschäftsjahr 2008 steht ganz im
Zeichen des zügigen Ausbaus des europäischen Wachstums durch Partnerschaften in
Handel und Clearing. An erster Stelle ist hier

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

die Zusammenarbeit mit der französischen
Powernext zu nennen. Weiterhin wird es in
diesem Jahr auch darum gehen, dass weitere potenzielle Partner wie zum Beispiel die
belgische Strombörse Belpex, mit der wir
bereits einen «Letter of Intent» abgeschlossen haben, in die Kooperation eingebunden
werden können. Unser Kooperationsmodell
ist offen in alle Richtungen.
Wo liegen die grössten Hindernisse auf
dem Wege zu einem europäischen Binnenmarkt für Strom?
Bereits jetzt ist eine hohe Korrelation der
europäischen Börsenpreise für Strom zu beobachten. Damit es zu einem europäischen
Binnenmarkt für Strom kommt, müssen noch
verschiedene Herausforderungen bewältigt
werden. Ein reales (physikalisches) Hindernis für den Stromhandel stellen Engpässe an
vielen europäischen Grenzübergangsstellen
dar. Eine Verbesserung des Managements
von grenzüberschreitenden Engpässen
durch sogenannte Market Coupling-Projekte
ist deshalb von zentraler Bedeutung.
Die EEX verfolgt eine Multi-CommodityStrategie. Können Sie unseren Lesern
erläutern, was die EEX darunter versteht
und bestehen Ausbaupläne bezüglicher
neuer Handelsbereiche wie Öl- oder
Wetterfutures?
Mein Verständnis einer Multi-CommodityStrategie ist es, auf einem integrierten
Handels- und Clearing-System eine Vielfalt
von Produkten und Dienstleistungen für
den Markt anzubieten. An der EEX werden
derzeit Strom, Erdgas und CO2-Emissionsberechtigungen, sowohl kurzfristig am
Spotmarkt als auch langfristig, am Termin-
19

INTERVIEW

markt gehandelt. Darüber hinaus bietet die
EEX den Handel mit finanziellen Kohle-Futures an. Ein umfangreiches Projekt innerhalb der Multi-Commodity-Strategie war im
letzten Jahr der Start des Erdgashandels
am Spot- und Terminmarkt der Börse. Ziel
ist es, den Handel mit Erdgas als zweites
Standbein neben Strom zu etablieren und
den Handel mit CO2-Emissionsberechtigungen auszubauen. Eine Ausweitung auf
Handelsbereiche wie Öl- und Wetterfutures
ist hingegen nicht geplant.
Welche Massnahmen planen Sie zur Verbesserung der Transparenz sowie der
Liquidität, unter anderem im Bereich
lang laufender Terminkontrakte?
Durch die Veröffentlichung aktueller Marktdaten schafft der börsliche Handel per se
Transparenz im Markt. Ein Vorteil, von dem
auch der deutsche Gasmarkt seit dem Start
des börslichen Gashandels profitiert. Die
EEX hat im Rahmen ihrer Transparenzinitiative das Informationsangebot im Jahr 2007
deutlich erweitert. Standen die Gebotskurven am Tag nach der Auktion (am Spotmarkt
für Strom) traditionell um 16.00 Uhr zur
Verfügung, können die Teilnehmer diese
inzwischen um 9.00 Uhr einsehen, d.h. vor
der nächsten Auktion. Dieser Zeitgewinn
ermöglicht es dem Analysten, Liquidität,
Preisbildung und Bieterverhalten besser
nachzuvollziehen und daraus Rückschlüsse
für die weitere Entwicklung der Preise zu
erkennen.
Zur Verbesserung der Liquidität im Terminmarkt «Strom» wurde bereits letztes Jahr ein
Massnahmenpaket aufgesetzt. Dieses beinhaltet neben dem Ausbau des Customer
Relationship Managements die technische

Anbindung von Teilnehmern an das internationale Handelssystem Trayport sowie ein
tragfähiges Kundenmanagement. Die Massnahmen stellen einen kontinuierlichen Prozess dar, der bereits Wirkung zeigt. So konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres
der Abwärtstrend am Strom-Terminmarkt
gebremst werden.
Wie sieht die Risikokontrolle im StromTerminmarkt aus? Wird in absehbarer
Zeit ein Commitment of Trader-Report
(Daten einzelner Händlergruppen) für
die verschiedenen an der EEX gehandelten Futures veröffentlicht, auch wenn
wichtige Erzeuger sich einer solchen Offenlegungspflicht für Handelsgeschäfte
eher widersetzen?
Was Sie Risikokontrolle nennen, nennen
wir Handelsüberwachung. An der EEX gibt
es mit der Handelsüberwachungsstelle ein
eigenständiges und unabhängiges Börsenorgan nach dem deutschen Börsengesetz, das
nur den Weisungen der Börsenaufsichtsbehörde (angesiedelt im Sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsministerium) untersteht.
Die Handelsüberwachungsstelle, kurz HÜSt,
untersucht täglich das Marktverhalten aller
Teilnehmer der EEX und stellt so sicher, dass
der Handel an der Börse manipulationsfrei
erfolgt.
Mit der geplanten Liberalisierung des
schweizerischen Strommarktes ergeben sich neue Möglichkeiten. Wie will
die EEX daraus Nutzen schlagen?
Wir haben im Dezember 2006 den Spothandel für das Marktgebiet Schweiz aufgenommen, der sehr erfolgreich läuft. Mittlerweile
sind 24 Handelsteilnehmer aus der Schweiz

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Dr. Hans-Bernd Menzel (1955) war nach
seinem Studium an der Universität in
Köln und anschliessender Promotion
im Jahr 1983 als Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule
Rheinland-Pfalz beschäftigt. Gleichzeitig
lehrte er als Gastdozent an der Ecole Supérieure de Commerce in Montpellier und
war ausserdem Mitarbeiter am Institut für
EDV-Anwendungen in Worms.
Vor seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der in Leipzig ansässigen
European Energy Exchange AG (EEX) im
Jahr 2002 fungierte Menzel seit 1990 als
geschäftsführender Gesellschafter einer
renommierten Finanzmanagement-Beratungsgesellschaft in Frankfurt am Main,
der er seit 1987 angehörte.

an der EEX aktiv. Von Gesamtvolumen am
Terminmarkt Strom (1’150 TWh) kommen
147 TWh aus der Schweiz. Diese positive
Entwicklung wird sich mit Sicherheit auch in
Zukunft fortsetzen.
Kommt es in absehbarer Zeit zu einer
Verschmelzung des SWEP (Swiss Electricity Price Index) mit dem von der EEX
gehandelten Phelix (Physical Electricity
Index)?
Aufgrund von Engpässen an der deutschschweizerischen Grenze wird es in absehbarer Zeit nicht zu einer Verschmelzung des
Phelix und des SWEP kommen.
Herr Dr. Menzel, vielen Dank für das
Interview.
20 PRODUCT NEWS

WKN: SEL75J – Protect-Best-of-Bonus-Cap-Aktien-Zertifikat von Sal. Oppenheim

Die beste Aktie bestimmt die Auszahlung
Sal. Oppenheim und Merrill Lynch haben jüngst auf dem deutschen Markt Best-of-Zertifikate ausgegeben. Bei dieser Variante erhält der Anleger am Ende der Laufzeit einen zu Beginn festgelegten
Bonus, wenn sich mindestens eine Aktie stets über einer fixierten Sicherheitsschwelle gehalten hat.

Dieter Haas|Im Gegensatz zum üblichen «Worst-of»-Prinzip bietet das neuartige «Best-of»-Konzept eine höhere Sicherheit. Diese
muss aber durch eine geringere Rendite von derzeit acht bis dreizehn Prozent erkauft werden, da Best-of-Optionen teurer sind als
Worst-of-Optionen. Die Barriere beim Best-of-Mechanismus liegt
zudem näher an den aktuellen Kursen der Basiswerte als bei der
herkömmlichen Art, dafür gilt eine Verletzung erst dann als eingetreten, wenn alle Aktien (meistens drei an der Zahl) gleichzeitig
unter den Grenzwert fallen. Passiert dies, kann sich der Anleger
damit trösten, dass er bei Fälligkeit die Performance des besten
Basiswertes erhält, allerdings nur bis zum definierten Höchstbetrag (Bonus Level). Da die Erfolgschancen bei den Best-of-Zertifikaten höher liegen als bei den klassischen Worst-of-Papieren, verläuft die Kursentwicklung während der eher kurzen Laufzeit in der
Regel träger. Diese Stabilität ist um so ausgeprägter, je geringer
die Korrelation zwischen den einzelnen Aktien ist.
Sal. Oppenheim hat mittlerweile sechs Zertifikate dieses Typs
emittiert, deren Chancen für die Erreichung des maximalen Bonuslevels sehr unterschiedlich sind (vgl. Tabelle). Die beiden Zertifikate mit der aktuell attraktivsten Bonusrendite (SEL82Q und
SEL82S) weisen bereits ein erhöhtes Risiko auf. Alle ausgewählten
Basiswerte lagen per 11.4.2008 unter dem Ausgabekurs und im
Falle von Siemens bereits unterhalb der Barriere. Besser sieht die
Situation bei den mit Finanztitel gespickten SEL82R und SEL82U
aus. Das beste Chancen-/Risikoprofil beinhalten nach Lage der
Dinge die Körbe SEL75H und SEL75J mit den niedrig korrelierten
Basiswerten Allianz, BASF und Daimler. Zwar ist die mögliche Bo-

nusrendite per annum nicht gerade üppig, dafür sollte es wenigstens einem der Titel gelingen, die Sicherheitsschwelle zu halten.
Alle erwähnten Produkte haben eine Laufzeit bis zum 26.06.09
und sind an der Scoach Europe handelbar.

Protect-Best-of-Bonus-Cap-Zertifikate von Sal. Oppenheim

Risk-Return-Diagramm

Basiswerte

Bonuslevel BonusRisikorendite p.a. puffer

SEL75H Allianz, BASF, Daimler 113,00 EUR
SEL75J Allianz, BASF, Daimler 111,00 EUR
SEL82R BNP Paribas,
117,00 EUR
Deutsche Bank, Fortis
SEL82U BNP Paribas,
112,50 EUR
Deutsche Bank, Fortis
SEL82Q Deutsche Bank,
113,00 EUR
Deutsche Telekom, Siemens
SEL82S Deutsche Telekom,
112,00 EUR
France Télécom, Telefonica

8,40%
6,50%
9,84%

27,38%
31,91%
28,68%

7,23%

37,60%

18,60%

17,30%

12,17%

SEL75J

18,27%

Quelle: Sal. Oppenheim

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Return

WKN

payoff-Einschätzung: Die Protect-Best-of-Bonus-Cap-Zertifikate sind
eine gelungene Weiterentwicklung, welche dem Anleger höhere Sicherheiten bieten. Tritt dennoch eine Barriereverletzung ein, bekommt er
bei Fälligkeit nicht die Niete ausgeliefert, sondern erhält eine Rendite,
die sich an der Aktie mit der besten Performance ausrichtet, aber nicht
höher als der zum voraus festgelegte Höchstbetrag ausfallen kann. Von
den angebotenen Zertifikaten gefällt uns SEL75J am besten.

Partizipation
Renditeoptimierung

Kapitalschutz
Risk
Quelle: Derivative Partners AG

Hebel
21 PRODUCT NEWS

IBEXA – Leverage Bear Zertifikat der Société Générale auf den IBEX 35 Index

Adios España!
Der Aktienmarkt Spaniens tendiert seit längerer Zeit südwärts. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Da kommt ein Bear-Outperformance-Zertifikat sehr gelegen. Damit lässt sich die Ferienkasse
mit einem willkommenen Zustupf für einen geplanten Abstecher ins 17. deutsche Bundesland
(Mallorca) oder eine andere Destination auf der iberischen Halbinsel füllen.
Dieter Haas| Das Leverage-Bear-Zertifikat hat trotz des nicht gerade
leicht verständlichen Termsheets seine Reize und besitzt ein attraktives,
selten angebotenes Payoff. Es ermöglicht eine leicht überproportionale
Beteiligung am Kursrückgang des spanischen Leitindex IBEX 35 unterhalb des Ausübungskurses von 15’318.50 Punkten.
Der Blue-Chip-Index Spaniens setzt sich, wie es der Namenszusatz
vermuten lässt, aus 35 Gesellschaften zusammen. Die Gewichtung
orientiert sich in erster Linie an der Marktkapitalisierung der einzelnen
Gesellschaften, was dazu führt, dass die fünf grössten Titel inzwischen
rund 65 Prozent des Index für sich reklamieren. Zu ihnen zählen in absteigender Reihenfolge Telefonica, Banco Santander, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), Iberdrola und Repsol. In seiner Zusammensetzung wird der IBEX 35 von den Sektoren Finanzen, Telekommunikation
und Energie dominiert. Aufgrund der Ungleichgewichtung bestimmen,
ähnlich wie beim SMI, wenige Titel den Kursverlauf.
Für 2008 und 2009 rechnet die Researchabteilung von BBVA mit einem
starken Einbruch der Investitionen im Wohnungs- und Immobiliensektor
in Spanien. Dies wird zu einem deutlichen Rückgang der Wachstumsrate des BIP führen. Licht am Ende des Tunnels sehen die Experten erst
für die zweite Hälfte 2009. Die Chancen, dass sich die Baisse am spanischen Aktienmarkt bis anfangs 2009, dem Verfalltermin von IBEXA,
fortsetzt, stehen somit gut. Der Mechanismus ist dabei so konstruiert,
dass der Zertifikatsinhaber je mehr profitiert, desto stärker der Basiswert unter den Ausgangskurs fällt. Sinkt der IBEX um zehn Prozent,
steigt das Outperformance Zertifikat um den Faktor 1,05. Bei einem
Rückgang um 30 Prozent erhöht sich die Beteiligungsrate auf 1,12 und
so weiter. Das an der Scoach Schweiz kotierte Anlageprodukt mit einer

Stückelung von EUR 1’000 weist im Sekundärhandel in der Regel einen
Spread von einem Prozent auf.

IBEX-35

Risk-Return-Diagramm

payoff-Einschätzung: Wegen des Kursrutsches des IBEX 35 unmittelbar
nach der Emission von IBEXA liegt das Bear-Outperformance Zertifikat
bereits komfortabel im Gewinn. Die selten offerierte Rarität, die analog
einer Obligation gehandelt wird, notierte bislang nie unter pari. Für die
restliche Laufzeit stehen die Sterne für einen Ausbau des Ertragszuwachses weiterhin günstig. IBEXA olé!

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15’000
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13’000

Return

12’000
11’000
10’000

Partizipation

9’000

Renditeoptimierung

8’000
7’000
6’000
5’000

Kapitalschutz
10.3.00 10.3.01 10.3.02

IBEX

10.3.03

Ø-200-Tage

10.3.04 10.3.05

10.3.06

10.3.07 10.3.08

Risk

Strike Price-IBEXA

Quelle: Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Quelle: Derivative Partners AG

Hebel
22 PRODUCT NEWS

Einjährige 0 – 42 Prozent Rebound Notes der BNP Paribas

Take the Double-Rebound!
Maximal 40 bis 42 Prozent Jahresrendite bietet eine Rebound Note. Die Note kann mit einem
Barrier Reverse Convertible verglichen werden, im Vergleich zum älteren Bruder ist diese Variante
allerdings viel spekulativer, aber im Erfolgsfall auch viel rentabler.
Martin Egli| Mit einer Rebound Note kann der Anleger seit Mitte März 2008 auf das Paar Actelion/Holcim (Valor 3’806’179),
denominiert in EUR, oder auf das Aktien-Duo ABB/Swatch (Valor
3’875’226, gehandelt in CHF) setzen. Nach einem Jahr gibt es bei
beiden Zertifikaten drei mögliche Auszahlungs-Szenarien: Liegt am
Beobachtungszeitpunkt Mitte März 2009 keine der Aktien unter
dem Strike von 100 Prozent, so wird ein Coupon von 40 Prozent
bei der Note auf ABB/Swatch oder ein Coupon von 42 Prozent bei
der Note auf Actelion/Holcim ausbezahlt. Liegt eine der beiden
Aktien zwischen 80 und 100 Prozent des Strike Levels, so wird
der Nominalbetrag zu 100 Prozent zurückbezahlt, der Coupon
entfällt. Schliesst mindestens eine der Aktien unter der Barriere
von 80 Prozent, so erfolgt die Lieferung dieses Titels gemäss vordefiniertem Bezugsverhältnis. Vergleichbar ist die Rebound Note
mit einem Barrier Reverse Convertible, bloss ist der Coupon nicht
garantiert.
Beobachtet wird die Barriere nicht über die gesamte Laufzeit, sondern von Bedeutung ist einzig die Schlussfixierung der Basiswerte,
welche für beide Paare Mitte März 2009 stattfindet, gerade in volatilen Zeiten ein grosser Vorteil. Eine Verletzung der Schwelle von

80 Prozent während der Laufzeit hat somit weder Einfluss auf den
garantierten Rückzahlungsbetrag noch auf den möglichen – sehr
hohen – Coupon von gut 40 Prozent p.a. Glücklicherweise wurden
die Kurse Mitte März 2008 fixiert, dies nach einer längeren Periode
von teils markanten und in vielen Werten unerwartet starken Kursrückgängen. Dies erhöht unserer Ansicht nach die Wahrscheinlichkeit auf eine Auszahlung des Coupons. Die beste Chance auf
Erfolg bietet das Produkt auf ABB/Swatch (Valor 3’875’226), hier
notieren die beiden Basiswerte zur Zeit knapp oberhalb des Strike
Levels. Bei der Rebound Note auf Actelion und Holcim notiert die
Aktie von Actelion hingegen bereits jetzt gut 10 Prozent unterhalb
des Strikes (vgl. Grafik).
payoff-Einschätzung: Geht der Anleger von steigenden Kursen aus,
könnte sich dieses Investment auszahlen. Besteht aber Zweifel an
einer Börsen-Tendenz Richtung Norden, ist es empfehlenswert, die
Finger von diesem eher riskanten Produkt zu lassen. Die Beobachtung der Barriere ausschliesslich per Schlussfixierung nimmt immerhin viel Risiko aus dem ansonsten recht spekulativen Engagement
heraus.

Basiswerte angeglichen an die Barriere und den Strike

Risk-Return-Diagramm

in %
160
140

Hebel
Return

120
100
80

Valor: 3’806’179
Valor: 3’875’226

Partizipation

Renditeoptimierung

60
40

Kapitalschutz

20
01.06

04.06

ABB

07.06

Swatch

10.06

01.07

Actelion

04.07

07.07

Holcim

10.07

01.08

Barriere

Quelle: Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

04.08

Risk

Strike

Quelle: Derivative Partners AG
23 PRODUCT NEWS

Interview mit Omar Alami
Head of Portfolio Solutions Switzerland, BNP Paribas

Die neuen Rebound Notes geben dem
Investor die Möglichkeit, die Verluste
der vergangenen Monate wieder aufzuholen, solange die Märkte stabil bleiben. Was waren die Beweggründe, ein
solches Produkt zu lancieren?
Im aktuell nervösen Marktumfeld suchen
Investoren nach neuen Investitionsmöglichkeiten. Das Umfeld ist gekennzeichnet
durch einen Kurszerfall an den europäischen Märkten, höhere Volatilität und
niedrige Visibilität infolge der Finanzkrise.
Mit dem «Rebound»-Produkt erfolgt ein
Engagement in einem Markt auf deutlich
tieferem Niveau und einem kurzen bis mittellangen Anlagehorizont. Man verkauft
Volatilität zu einem Zeitpunkt, wo sie hoch
steht und optimiert damit seine Anlage in
zwei Richtungen.
Die Coupons der erst kürzlich emittierten Rebound Notes bewegen sich
im Raum von rund 40 Prozent p.a. Wie
können solch hohe Coupons bezahlt
werden?
Der Grund für den hohen Coupon liegt in
der hohen Volatilität der Märkte. Zudem
ist der Coupon nicht garantiert, weil er nur
ausbezahlt wird, wenn beide Aktien höher
als am Anfang notieren. Heute wird die
Ungewissheit an den Märkten reichlich belohnt, wenn Anleger einsteigen. Vielleicht
noch ein kleiner Vergleich mit einem Produkt mit garantiertem Coupon: Reverse
Convertibles mit zwei Basiswerten und 20
Prozent-Puffer werden oft mit einem garantierten Coupon von 15 Prozent ausgestattet. Die Differenz zwischen den beiden Cou-

pons (40 vs. 15 Prozent) ist die Belohnung
des Marktes dafür, dass beide Aktien nach
einem Jahr zumindest auf gleicher Höhe wie
zum Anfangszeitpunkt stehen müssen.
Bietet die BNP Paribas andere innovative Produkte, die in der jetztigen Börsenlage interessant für den Anleger
sein könnten?
In den letzten Monaten haben viele Produkte Barrieren verletzt, weil die Märkte
stark gefallen sind. Wir haben mit den
«Recoverix-Notes» eine Lösung entwickelt,
die es diesen Kunden ermöglichen soll, die
Verluste bei gleich bleibenden Marktverhältnissen wieder auszugleichen. Das Prinzip ist einfach: Ein Anleger verkauft seine
bisher gehaltene Position und kauft eine
Recoverix-Lösung zum gleichen Preis, zum
aktuellen Kurs und angepassten SchutzPuffern. Das sind immer massgeschneiderte Lösungen, bei denen wir zuerst die
Positionen eines Kunden analysieren und
ihm dann eine entsprechende Lösung auf
der Basis des Preises seiner bisher gehaltenen Produkte anbieten.
BNP Paribas kotiert keine Strukturierten
Produkte an der Derivatbörse Scoach.
Beabsichtigen Sie, künftig Produkte zu
listen?
Wir haben die Vorarbeiten geleistet, um
einfache Produkte wie Reverse Convertibles an der Scoach emittieren zu können.
In den kommenden Monaten wird eine breite Palette innovativer Produkte emittiert
werden, aber das Tempo hierfür hängt nicht
nur von uns ab.

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Omar Alami arbeitet bei der BNP Paribas als Head of Portfolio Solutions
Switzerland. Zuvor arbeitete er bei der
HSBC in deren Derivat-Abteilung. Alami
verfügt über einen Master in Banking,
Insurance und Finance Engineering
sowie über einen Master of Science in
Finance, jeweils von der Dauphine Universität in Paris.

Was erwartet die BNP Paribas in den
kommenden Monaten für ein Börsenumfeld. Geht ihr Research von steigenden Börsenkursen in Zentraleuropa
aus? Wenn ja, welche Sektoren sollten
bevorzugt werden?
Unsere Analysten erwarten gemäss ihrem
jüngsten Strategiebericht für den breiten
DJ Stoxxx 600-Index, in dem auch etliche

«Heute wird die Ungewissheit an
den Märkten reichlich belohnt,
wenn Anleger einsteigen.»
Schweizer Firmen enthalten sind, für den
Juni ein Kursziel von 335 Punkten und bis
Jahresende einen Stand von 382 Punkten.
Das entspricht einem Aufwärtspotenzial
von 23 Prozent gegenüber dem aktuellen
Stand. Attraktive Sektoren sind gemäss den
Analysten die Aktien von Versicherungen,
Luxusgüter-Herstellern, der Öl- und Gasindustrie, Pharmawerte, Telecom-Netzbetreiber und ausgesuchte Transportwerte.
Herzlichen Dank für dieses Interview.
24 PRODUCT NEWS

WKN: UB1CAL – Open-end-Index Zertifikat der UBS auf den Stowe Global Coal TR Index (EUR)

Mit Kohle Gewinne zu Tage fördern
Das UBS Kohle-Indexzertifikat bietet Anlegern eine indirekte Beteiligung an diesem wichtigen Energieträger. Der Basiswert enthält 20 Unternehmungen der globalen Kohleindustrie.
Dieter Haas| Die US Energy Information Administration (www.
eia.doe.gov/oiaf/ieo/coal.html) prognostiziert in ihrem Outlook
2007 einen Anstieg des weltweiten Kohlebedarfs von 74 Prozent
für den Zeitraum von 2004 bis 2030. Begleitet wird die starke
Nachfragesteigerung durch eine Ausweitung des internationalen
Kohlehandels von 44 Prozent. Wegen des überdurchschnittlichen
Wachstums erwartet die EIA, dass sich der Anteil der Kohle an der
gesamten Energieversorgung von 26 Prozent im Jahre 2004 auf
28 Prozent im Jahr 2030 ausweiten wird. Diese Daten werden im

«Die US Energy Information Administration prognostiziert in ihrem Outlook 2007 einen Anstieg
des weltweiten Kohlebedarfs von 74 Prozent für den
Zeitraum von 2004 bis 2030.»
neusten Report vom Mai 2008 wohl eher nach oben korrigiert.
Die Zukunftsaussichten der weltweiten Kohleindustrie sind somit
hervorragend und ein Zertifikat, welches die Branche global abdeckt, trifft voll ins Schwarze. Als Basiswert wurde der Stowe Coal
Index (TCOALE) verwendet, der Unternehmen beinhaltet, die in unterschiedlichen Segmenten der globalen Kohleindustrie tätig sind
(http://stowe.snetglobalindexes.com). Zu den fünf grössten Indexpositionen mit Gewichten um acht Prozent zählen Bumi Resources

Stowe Global Coal TR Index versus ABN AMBRO World Coal TR Index
340
320
300
280
260
240
220
200
180
160
140
120
100
80

(Indonesien), China Shenhua Energy Co. und die drei US-Konzerne
CONSOL Energy, Peabody und Joy Global.
Konkurrenz erwächst dem Zertifikat durch die bereits im November 2006 emittierten Partizipations-Produkte von ABN AMRO
(siehe dp-Derive im payoff magazine 12/07). Diese basieren auf
einem von der Bank kreierten Kohleindex (ABNZCOAL). Der ABNZCOAL Index setzt sich im Gegensatz zu TCOALE aus nur 15
Unternehmungen zusammen, die alle gleich gewichtet sind. Beim
TCOALE, welcher 39 Titel beinhaltet, handelt es sich dagegen um
einen kapitalisierungsgewichteten und free-float-adjustierten Index. Ein Vergleich in gleicher Währung zeigt leichte Vorteile des
TCOALE (vgl. Grafik). Beide verzeichneten in den letzten Jahren
satte Kursgewinne. Selbst die gegenwärtig schwierige Börsenphase haben sie mit Bravour gemeistert.
Das jüngst in Euro liberierte Open-end-Zertifikat der UBS mit der
Wertpapierkennnummer UB1CAL ist an der Scoach Europe kotiert.
Die Emittentin verrechnet eine Risk Management Gebühr von 0,3
Prozent pro Quartal und der Spread im Sekundärhandel beträgt in
der Regel etwas mehr als ein Prozent.
payoff-Einschätzung: Die attraktive Branche dürfte auch in den kommenden Monaten sowohl relativ wie absolut zu den Gewinnern zählen. Der
Ansatz von UB1CAL ist solide und verspricht ein volles Ausschöpfen
des Potentials der weltweiten Kohleindustrie.

Risk-Return-Diagramm

Return

UB1CAL

Partizipation
Renditeoptimierung

Kapitalschutz
31.12.04 30.6.05

TCOALE (USD)

31.12.05

30.6.06

31.12.06

30.6.07

31.12.07

Risk

ABNZCOAL

Quelle: Bloomberg (indexiert in USD)

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Quelle: Derivative Partners AG

Hebel
25 PRODUCT NEWS

Regelbasierte Asset Allokation mit «RAII»
Risk Appetite Investable Indices, oder kurz RAII verfolgen einen Ansatz zur Erzielung eines Mehrwertes gegenüber einem klassisch ausgewogenen Portfolio, welches sich zu je 50 Prozent aus
Aktien- und Obligationenanlagen zusammensetzt.
Dieter Haas| Das Konzept basiert auf einem disziplinierten, regelbasierten Ansatz. Es reduziert die Risiken (Abbau von Aktien), wenn die
Anleger sehr optimistisch sind und erhöht sie im umgekehrten Fall.
Gemessen wird die Stimmung mit dem CS Global Risk Appetite Index

«Der Nutzen von Stimmungsindikatoren kommt
besonders in Extremsituationen zum Tragen und ist
vor allem erfolgreich in Kombination mit längerfristigen Bewertungskennzahlen.»
(GRAI) durch die Vornahme einer Quantifizierung kurzfristiger Chancen/Risiko-Beziehungen von Obligationen- und Aktienmärkten. Das
Universum umfasst gegenwärtig 64 Obligationen- und 41 Aktienindizes.
Die Benchmark wird seit 1997 veröffentlicht und wurde bis ins Jahre
1981 zurückgerechnet. Der GRAI ist die Schlüsselgrösse für die Festlegung der Allokation des RAII-Portfolios. Das Modell benützt neben
dem CS GRAI auch Bewertungskennzahlen sowie Trendfolge- und Stop
Loss- Faktoren zur Bestimmung der Aktien- und Obligationengewichte
innerhalb des RAII (vgl. Grafik). Der Nutzen von Stimmungsindikatoren
kommt besonders in Extremsituationen zum Tragen und ist vor allem
erfolgreich in Kombination mit längerfristigen Bewertungskennzahlen.

Allokations Modell

Allocation Model

CS GLOBAL RISK APPETITE INDEX

Auf den Überlegungen des GRAI aufbauend, lancierte die CS den RAII
Europa (TR). Er beinhaltet ein Aktienportfolio, das den MSCI EMU
Index abbildet sowie ein Obligationenportfolio, welches sich am Citigroup EMU Government Bond Index orientiert. Die Gewichtung erfolgt mit Hilfe des Allokationsmodells. Im Backtesting errechnete sich
für die letzten 20 Jahre eine Überrendite des RAII Europa gegenüber
einem ausgewogenen 50:50 Portfolio von jährlich rund fünf Prozent
(vgl. Tabelle). Die absoluten Erträge überstiegen diejenigen von Aktien
und dies mit einer durchschnittlichen Volatilität von 10 bis 11 Prozent
im Vergleich zu einer solchen von 17 bis 20 Prozent bei reinen Aktienanlagen. Der durchschnittliche Aktienanteil von RAII Europa bewegte
sich je nach Zeitrahmen zwischen 48 und 59 Prozent.
Kaufgründe für ein RAII-Produkt
RAII eignet sich als Portfolioergänzung für verschiedene Situationen:
Obligationenportfolios:
Höherer Ertrag ohne Eingehen von zusätzlicher Risiken und gleicher oder besserer Sharpe Ratio
Ausgewogene Portfolios:
Zusatzertrag für vergleichbare Risiken im Vergleich zu einem passiven 50:50 Ansatz
Alternative Anlagen:
Die pro-forma-Erträge von RAII überstiegen diejenigen eines breit
angelegten Hedge Fund Index, allerdings unter Inkaufnahme einer
kurzfristig höheren Volatilität
Aktienportfolios:
Aktienähnliche Erträge bei beträchtlich geringeren Risiken und
einem besseren Schutz gegenüber Kursrückschlägen

Valuation Indicators
Trend Following Model

CAGR Analyse – RAII Europa (TR) (net of fees)
20 Yrs 15 Yrs 10 Yrs 5 Yrs

Stop Loss
Rules

3 Yrs 1 Yrs

Weight Bonds Portfolio
0 – 100 %

Risk Appetite Investable Index Value
Quelle: Credit Suisse

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

10,4%

10,6%

Bond Portfolio
Weight Equities Portfolio
0 – 100 %

Equity Portfolio

7,6%

7,3%

5,3%

3,7%

2,8%

3,7%

50(E):50(B)

9,4%

9,4%

5,7% 10,1%

6,9%

-0,9%

14,8%

14,7%

12,3% 12,8%

RAII Europe (TR)

Quelle: Credit Suisse (29.Februar 2008)

4,9% 16,3% 10,6% -6,2%

10,1% 11,0%
26 PRODUCT NEWS

Interview mit Jonathan Wilmot
Chief Global Strategist, Credit Suisse

Sehr geehrter Herr Wilmot, die globalen
Finanzmärkte sind schlecht in das Jahr
2008 gestartet. Welcher Markt respektive welche Branche hat Sie in den letzten
drei Monaten positiv bzw. negativ überrascht?
Wir hatten für das globale Wachstum sowie
Risiko-Anlagen ein schlechtes erstes Quartal erwartet, aber der aggressive Ausverkauf
an den Aktien- und Kreditmärkten war für
uns eine Überraschung, auch der komplette
Liquiditätszusammenbruch in gewissen Be-

«Viele Studien zeigen, dass Investoren und Trader sich entweder
übertrieben optimistisch oder
pessimistisch verhalten, was
langfristig zu Einbussen in der
Performance führt.»
reichen der Obligationenmärkte um den Beinahekollaps der Bear Stearns. Ebenso war
der Anstieg der Rohstoffpreise – speziell
Nahrungsmittel und Energie – viel stärker
als aufgrund fundamentaler Faktoren grundsätzlich zu erwarten gewesen ist, während
die Schwäche des Dollars eher voraussehbar
war. Die Kombination all dieser Elemente ist
eine Art von «Marktversagen», dass für die
Weltwirtschaft eine echte Bedrohung darstellt und auch das gesellschaftliche und politische Gleichgewicht in gewissen Ländern
auf die Probe stellt. Die derzeitigen Rufe
nach mehr Regulierung könnten aus meiner
Sicht aber auch kontraproduktiv sein.
Derzeit werden überdurchschnittlich
hohe Volatilitäten gehandelt. Erachten

Sie die aktuelle Marktverfassung als zu
emotional, empfehlen Sie den Verkauf
von Volatilität zu den jetztigen Konditionen?
Um die Positionsliquidation der Société Générale im Januar und die Bear Stearns Krise
Mitte März waren die Märkte extrem emotional, dies zeigte sich auch in der Entwicklung unseres seit langem etablierten Global
Investor Risk Appetite Index (GRAI). Glücklicherweise konnten gewisse Anzeichen der
Stabilisation in den Kredit- und Aktienmärkten ausgemacht werden. Aber trotzdem
ist unser Risiko-Indikator noch erhöht und
befindet sich in der sogenannten «PanikZone», wie wir diesen Bereich auch nennen.
Normalerweise würde dies bedeuten, dass
riskante Anlagen kurzfristig weiter Potenzial für eine Erholung hätten, was auch eine
sinkende implizite Volatilität im Aktienmarkt
mit sich bringen würde. Damit sich aber der
«Risiko-Appetit» nachhaltig erholen kann,
ist eine effektivere Strategie der politischen
Entscheidungsträger sowie eine Rückkehr
zu günstigeren Energiepreisen notwendig.
Währungen sind ein anderes Thema. Auch
bei sich stabilisierenden Aktien- und Kreditmärkten gehen wir nicht von einer Erholung
der US-amerikanischen Währung aus, ganz
im Gegenteil: Wir erwarten weiterhin eine
leichte Zunahme des Euros und des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar.
Mit den «Credit Suisse Risk Appetite
Investable Indices» (RAII) lanciert Ihre
Bank eine Indexfamilie mit einem Absolute Return Ansatz. Was sind kurz
zusammengefasst die Vorteile dieser
neuen Indizes?
Der Ansatz ist ziehmlich einfach: Man ersetzt

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Jonathan Wilmot ist Managing Director
und Chief Global Strategist bei Credit
Suisse Investment Banking in London. In
seiner Tätigkeit konzentriert er sich auf
wichtige langfristige und zyklische Themen in der Weltwirtschaft sowie deren
Auswirkungen auf die globalen Kapitalflüsse und die Kurse der Anlagewerte.
menschliche Emotionen durch ein diszipliniertes Regelwerk, welches definiert, wann
und wie eine Allokation in hochwertige Obligationen und Aktien vorgenommen werden
muss. Viele Studien zeigen, dass Investoren
und Trader sich entweder übertrieben optimistisch oder pessimistisch verhalten, was
langfristig zu Einbussen in der Performance
führt. Unser Index wurde bis 1984 zurück
getestet. Die aus diesem langen Bewertungszeitraum hervorgehenden Daten zeigen robuste Resultate und deuten auf ein
Modell hin, welches unter einer Vielzahl von
abrupten Veränderungen und besonderen
Börsenumständen funktioniert. Wir werden
in Kürze eine globale Version des Index
auflegen, welcher in Emerging Markets, die
USA und Japan investiert und vergleichbare
Renditen vorweisen kann.
Ist es beabsichtigt, auf diese Indizes
Strukturierte Produkte zu lancieren?
Ja, das Produkt eignet sich gut für institutionelle und private Anleger und wir werden
in Kürze eine Vielzahl an Produkten, abgestimmt auf das jeweilige Investorensegment, anbieten.
Herzlichen Dank für dieses Interview
Deutsche Uebersetzung des englischen
Originalinterviews
27 MUSTERPORTFOLIOS

Musterportfolio Rohstoffe –
aktuelle Outperformance bei über 25 Prozent
dem RICI Commodity Index. Der RICI Commodity Index ist der am
breitesten diversifizierte Rohstoffindex. Der Mini Long AA0X56
hat den RICI Enhanced Agriculture Index als Underlying (vgl. dpDerive), wodurch der Agrarsektor bewusst als Ganzes verstärkt
wird. Aufgrund der bestehenden Angebotsknappheit wurden drei
Mini Longs auf Brent Öl, Platin und Silber berücksichtigt. Im Vergleich zur Benchmark weist das Portfolio auf Vollwertbasis ein
leichtes Übergewicht im Energie- sowie ein leichtes Untergewicht
im Metallsektor auf.
Bis zum 18. April belief sich die Performance des Musterdepots
Rohstoffe nach Transaktionskosten auf plus 33,4 Prozent und
übertraf diejenige der Benchmark um 25,6 Prozent! Die Rohstoffhausse der letzten Monate widerspiegelt sich in erster Linie in den
in USD gemessenen Indizes. Umgerechnet in Franken entwickelte
sich die Referenzgrösse DJAIGCHTR seit dem Start des Musterdepots bis vor kurzem seitwärts.
Für die kommenden Monate erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Entwicklung bei den Rohstoffen und zwar sowohl in USD
wie auch in anderen Währungen.

Das Musterportfolio Rohstoffe hat sich bis Anfang März hervorragend entwickelt und vermochte sich immer weiter von der Benchmark abzusetzen. Die heftige Korrektur an den Rohstoffmärkten
im März traf unser Depot trotz der Reduktion der eingesetzten Hebel-Produkte überdurchschnittlich. Da wir aus langfristigen Überlegungen keine Depotabsicherung vornehmen und in der Regel mit
einem Leverage arbeiten, ist das allerdings nicht weiter verwunderlich. Der Einsatz der Hebel-Produkte erfolgt allerdings nur im
Rahmen der erreichten relativen Outperformance.
Bei der Zusammensetzung wird auf eine ausgewogene Verteilung
des Emittentenrisikos geachtet. Rund 75 bis 100 Prozent des Depots entfallen auf Partizipations-Produkte (zumeist Tracker- und
Bonus-Zertifikate oder ETFs). Hebel-Produkte werden im Rahmen
der erreichten Outperformance zur Benchmark eingesetzt und
können derzeit einen Umfang zwischen 0 und 25 Prozent annehmen. Die Anzahl der gehaltenen Positionen bewegt sich in der Regel zwischen fünf und zehn.
Unter den ausgewählten Tracker-Zertifikaten befinden sich gegenwärtig der in Deutschland kotierte ETF auf den DJ-AIG mit der
WKN-Nummer A0KRKC sowie die in der Schweiz kotierten GSCID
auf den GSCI Total Return Index und MRAI auf den RICI Agriculture
Index.
Mit den im Depot befindlichen fünf Mini Longs werden Schwerpunkte gesetzt. Es wurden dabei bewusst solche mit niedrigen
Stop Loss Levels gewählt. Der Mini Long ABN36E basiert auf

News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren
Musterportfolios «Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung»
und «Rohstoffe» können Sie auf www.payoff.ch (Community/
Forum/payoff Musterportfolios) jederzeit nachschlagen.

Zusammensetzung Musterportfolio Rohstoffe

Ticker/WKN Börse

Emittent Basiswert Typ

Laufzeit

Ratio CCY

Kurs
CHF-Wert
18.04.08 Anzahl 18.04.08

Gewicht CCY
in %
18.04.08

A0KRKC - ETF XETRA ETFS

DJ-AIG

Tracker

open-end

EUR

14.58

2000

46’962.18

35.2%

1.6105

GSCID - ETF

SWX

AXA

GSCI-TR

Tracker

open-end

USD

86.50

500

44’039.31

33.0%

1.0183

MRAI - ETF

SWX

ABN

RICI-AI

Tracker

open-end

USD

172.50

100

17’564.81

13.2%

1.0183

ABN37E

EUWAX ABN

RICI

Mini Long open-end 0.01

EUR

13.94

400

8’980.15

6.7%

1.6105

AA0X56

EUWAX ABN

RIAEC

Mini Long open-end 0.01

EUR

4.25

1000

6’844.63

5.1%

1.6105

BCOJK

SWX

ABN

Brent

Mini Long open-end 1

CHF

34.30

100

3’430.00

2.6%

1.0000

MXPTC

SWX

VON

Platin

Mini Long open-end 100

CHF

7.47

400

2’988.00

2.2%

1.0000

MXAGC

SWX

VON

Silber

Mini Long open-end 2

CHF

2.58

1000

2’580.00

1.9%

1.0000

7.01

0.0%

133’396.09

100.0%

CASH
Quelle: Derivative Partners AG

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008
28 MUSTERPORTFOLIOS

Musterportfolio Rohstoffe versus DJAIGCHTR (in CHF)

%
55
50
45
40
35
30
25
20
15
10
5
0
-5
-10
4.5.07
DJAIGCHTR

4.7.07

4.9.07

4.11.07

4.1.08

4.3.08

MP-Rohstoffe

Quelle: Derivative Partners AG

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Börsentäglich handelbar an der Scoach

Der Index für Afrika
Open End Zertifikate
auf den S&P® Africa 40 Index
® Partizipation am Wachstumspotenzial
des afrikanischen Kontinents
® Investment in die 40 grössten,
börsennotierten Unternehmen Afrikas
® Offizieller Standard & Poor’s Index
® Open End - ohne fixe Laufzeit
® In CHF oder USD
® Valoren:

3'861’016 (CHF)
3'861’015 (USD)

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Gespräche auf der angegebenen Linie aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen
wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
Risikohinweis:
Dieses Werbeinserat stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes sowie keinen
Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Der alleinverbindliche Prospekt in englischer Sprache
kann direkt bei ABN AMRO Bank N.V., Zweigniederlassung Zürich, unter der Tel. 044 / 631 62 62 bezogen werden.
Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die
kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission
unterstellt. Die Anleger sind dem Konkursrisiko der Emittentin ausgesetzt. Die Produkte sind weder für den Vertrieb
in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien oder den Niederlanden, noch an US-Personen bestimmt.

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

Weitere Informationen zu diesen oder anderen interessanten Produkten von ABN AMRO

044 631 62 62
www.abnamromarkets.ch
abnamro.pip@ch.abnamro.com
29 PRODUCT NEWS REVIEW

Produktvorstellungen und was daraus wurde
In der Product News Review stellen wir Ihnen die Strukturierten Produkte nochmals vor, die
im payoff express oder payoff magazine vor einem Jahr präsentiert wurden.

VIECH – ISIN: CH0030263922
Im payoff magazine 05/07 wurden unter
dem Titel «Good morning Vietnam» die
Tracker-Zertifikate VIECH (CHF) und
VIEUS (USD) vorgestellt. Vietnam zählte
damals zu den «Hot Issues». Hohe Wachstumsraten sorgten für viel Fantasie. Der
Ho Chi Minh Stock Index kletterte rasant
nach oben und erreichte im März 2007
sein bisheriges Allzeithöchst. Dieses
übertraf den Startkurs vom 28. Juli 2000
beinahe um das Zwölffache! Seither ging
es erst langsam und zuletzt immer schneller bergab. Das Timing der Emission war
somit äusserst unglücklich gewählt.
Rückblickend betrachtet lässt sich sagen:
«Nur der frühe Vogel fängt den Wurm».
Der Titel des damaligen Artikels hätte gescheiter mit «Good bye Vietnam» betitelt
werden sollen. Selbst der schweizerische
Gesamtindex SPI, der im internationalen
Vergleich zuletzt weiss Gott nicht zu den
Spitzenreitern zählte, schlug VIECH um
Längen. Das langfristige Wachstumspotential von Vietnam ist zwar zweifellos grösser als dasjenige von Helvetien, auf kurze

Open-end Zertifikat auf Vietnam in CHF (VIECH) versus SPI
120
110
100
90
80
70
60
50
40
03.04.07

03.06.07

VIECH

03.08.07

03.10.07

03.12.07

03.02.08

03.04.08

SPI

Quelle: Bloomberg (indexiert ab Liberierung VIECH)

Sicht überwiegen jedoch weiterhin die Risiken und es sollte mit Neuengagements

zugewartet werden. Wer auf Vietnam setzt,
braucht Geduld und einen langen Atem.

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Unternehmensfinanzierung 08 –
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Vorname:

4. Juni 2008, Widder Hotel, Zürich

Nachname:

Titel / Funktion:

Unternehmen:
Strasse / Nr.:

Strategic Partner: IFZ Institut für Finanzdienstleistungen Zug

Media Partner:

dp payoff all about derivative investments | Mai 2008

PLZ / Ort:
Datum / Unterschrift:
E-Mail:
2008 05 payoff magazine
2008 05 payoff magazine
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  • 1. dp payoff all about derivative investments Nr. 5 | Mai 2008 | 5. Jahrgang | www.payoff.ch CHF 12.50 | EUR 8.– Strompreise am Gängelband von Öl und Kohle 3 Ex oriente lux – Aus dem Osten (kommt) das Licht 7 LTCM: Déjà-vu nach einem Jahrzehnt 11 Credit Spreads sagen mehr als tausend Worte 42 dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 EUROTOTO Seite 36
  • 2. 2 OPINION INHALT SEITE OPINION 10,93 Prozent 2 FOCUS Strompreise am Gängelband von Öl und Kohle 3 Ex oriente lux – Aus dem Osten (kommt) das Licht 7 LTCM: Déjà-vu nach einem Jahrzehnt 11 DBLCI – der erfolgreiche Rohstoffindex der Deutschen Bank 15 INTERVIEW Interview mit Dr. Hans-Bernd Menzel 18 PRODUCT NEWS Daniel Manser Chefredaktor payoff 10,93 Prozent Zu einer Jahresrendite von über 10 Prozent würde wohl kaum ein Anleger nein sagen. Die langfristigen Durchschnittsrenditen der westlichen Aktienmärkte liegen bei rund 8 Prozent. Mit einer Rendite von 10 Prozent erzielt ein Anleger gegenüber dem langjährigen Schnitt folglich eine Outperformance von 25 Prozent, nicht schlecht also. Noch besser wird das Ganze, wenn sich diese Rendite innerhalb eines guten Monats erzielen lässt. Hirngespinste, Wunschvorstellungen, Tagträume? Mit Nichten, denn genau soviel beträgt der Anstieg des SMI seit dem Tief am 17 März bis Ende letzter Woche. Natürlich hinkt diese Betrachtungsweise etwas, aber sie verdeutlicht auch, dass sich in schwierigen Börsenphasen immer wieder Chancen bieten. Man muss diese lediglich nutzen, ganz nach dem Motto: «Denn Mutigen gehört die Welt». Mutig oder gar übermütig waren auch die Investoren in den LTCM, den Long Term Capital Management Fund. Viele Investoren können sich sicher noch an dieses Debakel erinnern. Dieses Jahr «feiert» der Niedergang des als genial gegoltenen Investmentvehikels sein 10-jähriges Jubiläum. payoff rollt den Fall nochmals auf und zeigt, wie viele damalige Fehler auch bei der aktuellen Finanzkrise wieder gemacht wurden, respektive wie wenig Lehren aus der Vergangenheit gezogen wurden. Die Hoffnung, dass mit der Strompreisliberalisierung die Preise sinken würden, zerschlägt sich, ganz im Gegenteil, wir müssen uns auf einen deutlichen Strompreisanstieg gefasst machen. Weshalb dem so ist, lesen Sie in unserem LeadArtikel. dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Die beste Aktie bestimmt die Auszahlung Adios España! Take the Double-Rebound! Interview mit Omar Alami Mit Kohle Gewinne zu Tage fördern Regelbasierte Asset Allokation mit «RAII» Interview mit Jonathan Wilmot 20 21 22 23 24 25 26 MUSTERPORTFOLIOS Rohstoffe – aktuelle Outperformance bei über 25 Prozent 27 PRODUCT NEWS REVIEW Produktvorstellungen und was daraus wurde 29 DERIVE Chinas Gigant wankt The same procedure as every year? Anhaltender Aufwärtstrend bei Agrarrohstoffen 33 34 35 EURO TOTO Das Gewinnspiel zur Fussball-EM 36 LEARNING CURVE Ein Stern schafft Transparenz 37 INVESTMENT IDEAS Den Einstieg nachträglich optimieren Open-end-Zertifikate auf den ML Gulf Investible Index 39 40 RATING WATCH Credit Spreads sagen mehr als tausend Worte 42 MARKET MONITOR Attraktive Neuemissionen Meistgehandelte derivative Hebelprodukte Meistgehandelte derivative Anlageprodukte 45 46 47 STYLE Derivate im Rampenlicht 48 READER’S SERVICE Reader’s Voice Ticker News Impressum 50 51 51
  • 3. 3 FOCUS Strompreise am Gängelband von Öl und Kohle Bild: www.sxc.hu Der Bundesrat hat im März die neue Stromversorgungs- und die revidierte Energieverordnung verabschiedet. Diese beiden Verordnungen konkretisieren die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen für die Strommarktöffnung für Grossverbraucher sowie die Einführung der kostendeckenden Einspeisevergütung per 1. Januar 2009. Hoffnungen auf sinkende Preise sind allerdings fehl am Platz. National oder international zusammengesetzte Branchenzertifikate dürften auch in Zukunft unter Strom stehen und den Anlegern viel Freude bereiten. Immerhin förderte der stark gestiegene grenzüberschreitende Stromhandel die Konvergenz der Strompreise innerhalb Europas. Diese Divergenzen hängen unter anderem mit dem vorhandenen Mix der einzelnen Länder zusammen. So gewann Schweden 2007 knapp 46 Prozent seiner Elektrizität aus Wasserkraft, während in Frankreich Kernkraftwerke rund 77 Prozent des Strombedarfs abdeckten. Elektrisierende Aussichten für den Strommarkt! Die Nachfrage nach Strom wird in den kommenden Jahren weiterhin stark zunehmen. Dieter Haas| Das Stromversorgungsgesetz schafft die Voraussetzungen für eine schrittweise Öffnung des schweizerischen Strommarktes und die Stärkung der Versorgungssicherheit, so der offizielle Tenor. Das ist allerdings keineswegs sicher. Mit der anstehenden Liberalisierung zieht die Schweiz mit der EU gleich. Diese hat bereits sehr viel früher mit der Öffnung der Märkte begonnen, was die Entwicklung von Börsen wie der European Energy Exchange EEX (siehe auch Interview mit Dr. Hans-Bernd Menzel) begünstigt hat und dem Energiehandel zu einem starken Aufschwung verhalf. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigte allerdings, dass es dadurch nicht zu einer Senkung der Preise gekommen ist. Im Gegenteil verteuerte sich die Elektrizität europaweit, unabhängig davon, wie stark oder schwach die Liberalisierung vorangeschritten ist. Die Hoffnung, dass ein ausgeprägterer Wettbewerb für steigende Investitionen, Produktivitätssteigerungen, sinkende Gewinnmargen und tiefere Preise sorgt, erfüllte sich somit bislang nicht. dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Die Schweiz keine Insel der Glückseligen In unserem Land, das knapp 56 Prozent der elektrischen Energie durch Wasserkraft erzeugt, liegen die Preise bereits auf europäischem Niveau. Gemäss Atel, der grössten Stromgruppe der Schweiz, droht für die Zeit 2025/2030 eine Stromlücke von 25 TWh, die zu einem Fünftel durch den Ausbau von erneuerbaren Energiequellen, zu vier Fünfteln durch Kernenergie, Gas, Kohle oder Import geschlossen werden soll. Das lässt wenig Hoffnung für sinkende Notierungen aufkommen. Die über dem Produktionswachstum liegende Nachfrage sowie kurzfristige Faktoren wie die aktuell sehr niedrigen Wasserreserven in den Stauseen könnten die Preise jederzeit in noch luftigere Sphären katapultieren. Hinzu kommt die enge Korrelation zu den Rohstoffpreisen. Die an der EEX gehandelten Strom-Kontrakte folgen den Öl- und Kohlepreisen nahezu ohne Zeitverzug. >
  • 4. 4 FOCUS 25 gesehen, mehr als ordentlich. Nach der Konsolidierungsphase in den vergangenen Monaten stehen die Ampeln kurz vor dem Umschalten von orange auf grün. Der aktuelle Jahresmittelwert des Schweizer Elektrizitätspreisindex (SWEP) zeigt wieder eine steigende Tendenz und lässt keinerlei Anzeichen von Schwäche im langfristigen Trend erkennen. Daneben spielt auch die stark gestiegene Volatilität der kurzfristigen Strompreise in die Karten der Versorger. Ihr immer bedeutsameres Handelsgeschäft profitiert von den zunehmenden Schwankungen, ja blüht in einem solchen Umfeld richtig auf. Traten die Ausschläge in früheren Phasen vor allem in kalten Wintern auf, sind die Spitzen in heissen Sommern ein neueres Phänomen. europaweit steigenden Stromhungers bis auf weiteres problemlos verteidigen können. Selbst während der jüngsten Börsenturbulenzen hielt sich die Branche, relativ Anlagemöglichkeiten mit Derivaten Trotz der anhaltenden Hausse gibt es bislang kein einziges Tracker-Zertifikat auf den Strompreis! Noch traut sich kein Emittent an die Sache heran, dabei dürfte der Eisbrecher mit einer regen Nachfrage rechnen. Anleger müssen sich vorläufig mit einer indirekten Beteiligung an diesem attraktiven Sektor begnügen. Zwei Aktienmarkt Schweiz: SPI und Sektorindizes Technologie -7,6 -27,9 Finanzdienstleistungen 0,2 -14,2 Versorger 19,6 -8,2 Telekommunikation -2,5 -14,8 Verbraucherservice 3,1 -13,4 Gesundheitswesen 0,5 -15,3 Verbrauchsgüter 9,2 -4,8 Industrieunternehmen 4,2 -9,6 6,3 5,3 Grundstoffe Öl & Gas -23,2 SPI 2,5 -11,1 -35 -30 -25 -20 -15 -10 0 -5 5 10 15 20 Performance p.a. in % (31.12.99 –18.04.08) Performance 2008 (28.12.07–18.04.08) Quelle: SWX, Derivative Partners AG CHF/MWh 600 6’000 5’500 550 528 5’000 500 4’500 450 395 4’000 3’500 391 400 350 328 3’000 300 2’500 250 2’000 200 1’500 150 1’000 100 50 500 0 3.1.08 20.12.06 23.15.05 29.12.04 5.1.04 30.12.02 2.1.02 0 29.12.00 Der Sektor des Jahrzehnts Die Versorger führen mit einer durchschnittlichen jährlichen Performance seit Ende 1999 von beinahe 20 Prozent die Branchenrangliste des Aktienmarktes Schweiz mit klarem Vorsprung an. Diese Spitzenposition werden sie in Anbetracht des schweiz- und Energieversorger und SWEP-Index 30.12.99 Des nasskalten Wetters der vergangenen Wochen überdrüssig, erhofft sich manch einer ein langanhaltendes Hoch wie in den Jahren 2003 und 2006. Für die Entwicklung der Strompreise wären solche klimatischen Wohlfühlphasen aber Gift und das schottische Sprichwort: «Lächeln ist billiger als Strom. Und gibt mehr Licht!» einzig ein scherzhafter Trost. Wird Europa von einer Hitzewelle ergriffen, laufen überall Klimageräte und die Stromnachfrage steigt. Kühlwasserprobleme bei Kraftwerken schränken die Produktion parallel dazu ein. Angesichts der begrenzten Erzeugungs- und Übertragungskapazitäten besteht zudem wenig Spielraum zur Ausdehnung des Angebots. Manche sprechen bereits von einer zunehmenden Gefahr drohender Stromausfälle. Damit bei uns nicht zwischenzeitlich die Lichter ausgehen, besteht eine absolute Notwendigkeit zum Ausbau der nationalen Stromnetze und zur besseren Nutzung der Kupplungsstellen zwischen den Ländern. Index Energieversorger SWEP-Jahresmittel-indexiert SWEP-Tageskurse (rechte Skala) Linear (SWEP-Tageskurse, rechte Skale) Quelle: EGL, SWX dp payoff all about derivative investments | Mai 2008
  • 5. 5 FOCUS der aufgeführten Zertifikate enthalten Schweizer Firmen. Es handelt sich um VZSTM und ECSEL. Während ECSEL rein schweizerisch zusammengesetzt ist, umfasst VZSTM Konzerne aus ganz Europa. Im Warenkorb von ECEEL befinden sich ausschliesslich Firmen aus dem EU-Raum. VOLTA legt das Schwergewicht auf die USA und ELCHF sowie ELECT auf Asien. Zur Verbreiterung der Auswahl wurden in der Tabelle auch Zertifikate auf Utilities berücksichtigt, bei denen die reinen Elektrizitätsgesellschaften nur einen Teil der Gesamtmenge ausmachen. Die geringere Fokussierung wird durch bessere Risikoeigenschaften kompensiert. Gut gefallen die Open-end-Zertifikate DJXTY und das OTC gehandelte UBS-Zertifikat (Valor: 1’371’601), welche bereits seit Dezember 2001 beziehungsweise Februar 2002 auf dem Markt sind. Leider fehlen hier die Schweizer Unternehmen, die punkto Performance in den letzten Jahren noch besser abgeschnitten haben als der DJ Euro Stoxx Utilities Index. Optimal scheint ein Mix aus ECSEL für den Schweizer Touch und DJXTY für den Rest. Mit dieser Kombination besitzt der Anleger «den Fünfer und das Weggli» und setzt seinem Portfolio die nötige Dosis Spannung zu. Ausgewählte Strom-/Utilities-Zertifikate Ticker/Valor ECSEL VZSTM ECEEL VOLTA ELCHF ELECT DJXTY 1’371’601 ECEUT FTGUT DJUTI Basiswert Swiss Electricity Basket Strombasket II European Electricity Basket High Voltage Energy Dev. Asian Electricity Index Dev. Asian Electricity Index DJ Euro Stoxx Utilities DJ Euro Stoxx Utilities European Utilities Basket FTSE Global Utilities Idex DJ Sector Titans Utilities Typ Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Laufzeit 11.01.10 04.12.08 08.02.10 13.05.09 open-end open-end open-end open-end 18.01.10 open-end open-end CCY CHF CHF EUR USD CHF USD EUR EUR EUR EUR USD Launch 11.01.08 12.04.07 15.02.08 14.05.07 29.10.07 29.10.07 10.12.01 14.02.02 18.01.08 12.06.02 09.11.01 Ausgabekurs 100.00 96.40 101.00 100.00 100.00 100.00 28.69 27.36 100.00 36.06 10.87 Quelle: Derivative Partners AG Lugano · Zürich · Genf Exchange Traded Product Day 08 Informieren Sie sich noch heute unter www.scoach.ch oder www.swx.ch dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Geldkurs 16.04.08 94.50 110.40 98.25 109.30 61.80 70.80 55.20 47.15 95.10 49.10 18.20 Perf. ab Emission -5.50 14.52 -2.72 9.30 -38.20 -29.20 92.40 72.33 -4.90 36.16 67.48 CHF-Perf. p.a. in % 14.21 -9.37 14.36 13.09 7.70 4.41
  • 6. Booming Russia Profiting from the Strength of Growth. Capped Barrier Outperformance Zertifikate • Starkes Wirtschaftswachstum • Fortschreitende wirtschaftliche Diversifikation • Unternehmensfreundliche Fiskalpolitik • Steigende frei verfügbare Einkommen • Konsumkredit unterstützt das Wirtschaftswachstum • Veränderte Konsumpräferenzen Russland erlebt das zehnte Jahr in Folge mit robustem wirtschaftlichem Wachstum. Das Vertrauen in die nationale Ökonomie und die Stärkung des Rubels schlagen sich in steigenden Konsumausgaben und höheren Inlandinvestitionen (u. a. Infrastruktur) nieder. Hohe Energiepreise und eine stetig steigende Nachfrage nach Rohstoffen auf den Weltmärkten schützen Russland vor Liquiditätsengpässen und sichern die finanzielle Basis für eine beschleunigte Diversifikation der Wirtschaft zugunsten der innovativen Industriebereiche. Kapitalschutz Renditeoptimierung Capped Barrier Outperformance Zertifikate auf den Russian Basket Capped Barrier Outperformance Zertifikate ermöglichen, innerhalb einer bestimmten Preisspanne überproportional an einem Kursanstieg des Basiswerts zu partizipieren. Gleichzeitig ist das investierte Kapital bis zum Erreichen einer Barriere geschützt. Partizipieren auch Sie mit unserem neuen Produkt am überdurchschnittlichen Wachstum Russlands. Performance vom Russian Traded Index RTS im Vergleich 420 350 280 210 140 70 2004 2005 2006 2007 MSCI Emerging Market RTS Russian Traded Index 100% CPN auf Clariden Leu (Gue) Russia Equity Fund 100% CPN Bullish auf Russischen Rubel gegen Euro Multi BRC Russlands Rohstoff-Riesen Multi BRC Russische Stahl-Giganten Capped Barrier Outperformance Zertifikat Clariden Leu Structured Products. Room for your Development. Capped Barrier Outperformance Zertifikate auf einen Basket von VimpelCom, Mobile TeleSystems, Gazprom, Lukoil ADR‘s Emittent Clariden Leu Ltd, Nassau Basiswerte VIP UN/MBT UN/OGZD LI/LKOD LI Laufzeit 14.5.2008 bis 14.5.2010 Cap EUR 1500 (150% 1) Barrier EUR 690 (69% 1) Partizipation indikativ 130% Emissionspreis EUR 1000 (100% 1) Stückelung EUR 1000 = 1 CBOC Valor/ISIN 3970362/CH0039703621 Ticker CBOCR Zeichnungsfrist bis 30. April 2008 1 des Basketwerts bei Fixierung Clariden Leu bietet Ihnen für jeden Risikoappetit das massgeschneiderte Strukturierte Produkt zum Thema Russland. Weitere Produkte dazu finden Sie im untenstehenden blauen Kasten . Mehr Informationen: Tel. +41 (0) 844 844 002* structured.products@claridenleu.com www.claridenleu.com/themen *Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Gespräche auf dieser Telefonlinie aufgezeichnet werden. Wir gehen von Ihrer Zustimmung aus. Dieses Inserat dient Marketingzwecken; es ist nicht das Ergebnis einer Finanzanalyse. Folglich unterliegt es nicht den von der Schweizerischen Bankiervereinigung herausgegebenen «Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse». Die obigen Angaben dienen lediglich der Information und beinhalten weder eine Offerte noch eine Einladung zur Offertstellung oder eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Finanzprodukten. Die Termsheets sowie die entsprechenden rechtlich verbindlichen Konditionen (inklusive Risikohinweise und Verkaufsrestriktionen) der einzelnen Produkte können bei der Clariden Leu AG bezogen werden. Diese Produkte sind komplexe strukturierte Finanzinstrumente. Sie stellen keine kollektive Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) dar und unterliegen daher nicht den Vorschriften des KAG und der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Der Anleger kann den Schutz des KAG nicht beanspruchen. Der Anleger ist dem Emittentenrisiko ausgesetzt; die Werthaltigkeit seiner Anlage hängt somit nicht nur von der Entwicklung und Bonität der dem Produkt zugrunde liegenden Basiswerte ab, sondern auch von der Bonität des Emittenten. Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Besondere Risiken im Effektenhandel“, welche bei der Clariden Leu AG kostenlos bezogen werden kann. Dieses Inserat stellt weder ein Kotierungsinserat noch einen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar.
  • 7. 7 FOCUS FOCUS 7 Ex oriente lux – Aus dem Osten (kommt) das Licht Bild: www.sxc.hu Die Börsen der Golfstaaten legen tendenziell zu. Der hohe Ölpreis, die mögliche Abkoppelung weiterer Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) vom US-Dollar und massive staatliche Investitionen beflügeln die arabischen Märkte. Das Angebot an Strukturierten Produkten wächst. Dennoch lassen sich Unterschiede innerhalb der Region «Middle East» ausmachen. Market (MSM) in Oman (Performance 2008: plus 22,80 Prozent), die «outperformen» und die Pole-Position einnehmen. Der saudische Aktienmarkt hinkt weit zurück und ist seit Jahresanfang um rund 14 Prozent gefallen. Ein Indiz dafür, dass es auch in dieser Boomregion zu Kursverlusten kommen kann und sich mitunter eine Diversifikation lohnt. Pulsierend wie das Nachtleben in Dubai können auch Finanzanlagen in den Golf-Staaten das Depot zum Pulsieren bringen. Alexander Heftrich| Die Aktienmärkte am Persischen Golf trotzten in den vergangenen Wochen und Monaten der negativen Stim- «Die fortdauernden Spekulationen über eine Abkoppelung vom US-Dollar verleihen den Börsen im Nahen Osten daher zusätzliche Attraktivität.» mung vieler Leitbörsen. Nach dem heftigen Kurseinbruch der Jahre 2005 und 2006 haben sich die arabischen Märkte im vergangenen und im laufenden Jahr bisher gut gehalten und zählen zu den lukrativsten Handelsplätzen weltweit. Dieser positive Trend könnte anhalten, zumal für die Region Greater Middle East (GME) in den kommenden drei Jahren mit einem Wirtschaftswachstum von fünf bis acht Prozent gerechnet wird. Allerdings gibt es auch hierbei deutliche Unterschiede in der Performance, so dass es schwer fällt, die Region «Middle East» als ein Ganzes zu erfassen. Die Handelsplätze in Ägypten gehören, gemessen an der Marktkapitalisierung, zu den wichtigsten Börsen des Nahen Ostens, jedoch sind es die Indizes in Kuwait (Performance 2008: plus 16 Prozent, Stand: 19.04.08) und der Muscat Securities dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Ölpreis und Prestigeobjekte sorgen für Kursfantasie Diverse Gründe sprechen für ein Investment in diese Region. In erster Linie ist es der enorme Anstieg des Ölpreises bis in den Bereich von 116 US-Dollar, der die Rally antreibt. Die Region Middle East ist mit einem Anteil von 35 Prozent an der weltweiten Ölproduktion und gut 60 Prozent der nachgewiesenen Reserven das weltweit wichtigste Ölfördergebiet. Da der Ölpreis nach Meinung vieler Experten hoch bleiben wird, sorgt allein das schon für positive Stimmung an den meisten Börsen der Region. Neben Infrastrukturmassnahmen lenken viele Länder mit Grossprojekten, wie dem Bau von Luxushotels oder einer hochmodernen Formel-1-Strecke den Fokus auf sich. Die Staatsfonds der Golfstaaten haben im vergangenen Jahr 38 Prozent der Käufe aller Staatsfonds der Welt auf sich vereinigt, gesamthaft 183 Transaktionen mit einem Volumen von USD 83 Mrd. Abkoppelung vom US-Dollar anvisiert Fünf der sechs Mitglieder des Golfkooperationsrats (Gulf Cooperation Council, GCC),
  • 8. 8 FOCUS nämlich die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Oman und Bahrain, haben derzeit ihre Währungen an den Greenback gebunden. Dies bedeutet, dass sie «Die Region Middle East ist mit einem Anteil von 35 Prozent an der weltweiten Ölproduktion und gut 60 Prozent der nachgewiesenen Reserven das weltweit wichtigste Ölfördergebiet.» den Wechselkurs zwischen ihren jeweiligen Währungen und dem Dollar immer konstant halten müssen. Diese Koppelung an den USDollar wurde in den vergangenen Monaten wegen der anhaltenden Dollar-Schwäche zunehmend zur Belastung. Die fortdauernden Spekulationen über eine Abkoppelung vom US-Dollar verleihen den Börsen im Nahen Osten daher zusätzliche Attraktivität. Ein solcher Schritt wurde von Kuwait im letzten Jahr bereits vollzogen und könnte mittelfristig zu einer Aufwertung der heimischen Währungen führen, an der ausländische Anleger dann ebenfalls partizipieren würden. Angebot an Strukturierten Produkten dieser Region steigt Als Reaktion auf die steigenden Kurse und die sich bietenden vielfältigen Möglichkeiten ist das Angebot an Zertifikaten auf die Golf- Wachstumsraten am Beispiel Ägyptens % 8 6 4 2 0 -2 1980 1985 Ägypten Welt 1990 1995 2000 2005 Aufstrebende Volkswirtschaften Quelle: IMF Survey March 08 Region zuletzt massiv gestiegen. Jüngst hat Merrill Lynch mit der Emission des Gulf-Investible-Indexzertifikates die Angebotspalette nochmals erweitert – der zugrundeliegende Index spiegelt die Wertentwicklung der 20 grössten und liquidesten Aktien der Börsen in Abu Dhabi, Bahrain, Dubai, Kuwait, Oman und Katar wider. Mit dem Ende 2005 emittierten Tracker-Zertifikat auf Islamic Blue Chips (VZIBC) ist die Vontobel im Markt- segment Middle East vertreten. Die Wertentwicklung von rund 13 Prozent in den vergangenen drei Monaten ist ordentlich; eine regelmässige vierteljährliche Anpassung findet statt. Der Stellenwert der Golfregion für die Bank Vontobel wurde auch mit der Gründung der Tochtergesellschaft Vontobel Financial Products Ltd. Ende letzten Jahres deutlich. Die Bank Vontobel emittiert künftig nicht mehr von den Cayman Islands son- Auswahl an Zertifikaten mit Anlageregion Middle East Symbol, Emittent Basiswert WKN DB5281 DB DB Dubai Top Select ABN9LJ ABN ABN AMRO Middle East TR Index UB6RDP UBS UBS Middle East TR Index DWS0JC DWS DWS Middle East TR Index VZIBC VT VT Islamic Blue Chip Basket DUBDB DB DB Dubai Index ABCDB DB DB Abu Dhabi Index MLGIC ML ML Gulf Investible Index EMIRA ABN Emirates Property & Infrastructure TR Index ARABU ABN ABN Middle East TR Index UAETR ABN MSCI United Arab Emirates TR Index MLDCH ML ML Dubai Investable Index Produkttyp Börsenplatz Tracker Tracker Scoach Europa Scoach Europa Performance Emissions- Verfall seit 01.01.08 Währung tag oder Emission 01.12.2005 Open-end -1.7% EUR 23.08.2006 Open-end -3.7% EUR Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Tracker Scoach Europa Scoach Europa Scoach CH Scoach CH Scoach CH Scoach CH Scoach CH 25.01.2008 19.12.2007 27.12.2005 27.11.2007 27.11.2007 05.03.2008 03.08.2007 Tracker Tracker Scoach CH Scoach CH Tracker Scoach CH Quelle: Derivative Partners AG dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Open-end Open-end 19.12.2014 3.12.2008 3.12.2008 Open-end Open-end -7.1% 8.9% -2.0% -15.3% -9.1% 0.0% -8.2% EUR EUR USD CHF CHF CHF CHF 23.08.2006 Open-end 25.02.2008 Open-end 9.7% 1.1% USD USD 02.02.2007 Open-end -18.5% CHF
  • 9. 9 FOCUS Nachfrage nach Öl im in Millionen Barrell pro Tag (weltweit) WTI Crude Oil pro Barrell in USD USD 120 90 100 88 80 60 86 40 84 20 WTI Crude Oil in USD Quelle: IMF Survey March 08 Quelle: Bloomberg dern aus Dubai. An der Scoach Schweiz werden bereits eine Vielzahl an Strukturierten Produkten mit Anlagefokus Naher Osten gehandelt (vgl. Tabelle). Besonders sticht das Open-end-Tracker-Zertifikat ARABU der ABN AMRO auf den ABN Middle East TR Index heraus. Das in USD gehandelte Zertifikat konnte seit dem ersten Januar 2008 mit einer Performance von gut 10 Prozent aufwarten. Aber auch das an der Scoach Europa kotierte Tracker-Zertifikat DWS0JC (EUR) auf den DWS Middle East TR Index konnte mit einer Performance von rund 9 Prozent gut mithalten. Interessierte Anleger sollten prinzipiell bei allen Produkten der GolfRegion auf die Währungsentwicklung Acht geben. Einige Zertifikate haben den US-Dollar als Referenzwährung, andere beziehen sich auf lokale Währungen. Verluste können hier drohen. Hierbei eignen sich Mini Shorts wie CHFBP oder XXSNX besonders gut um Dollar-Positionen abzusichern. Die andere Seite der Medaille sind die sich ergebenden Chancen. Bewahrheiten sich die kurz- und mittelfristigen Prognosen für die Golfstaaten, so ist ein Investment durchaus lohnenswert. Der Anleger sollte allerdings eine möglichst breite Diversifikation anstreben, sowohl branchenbezogen als auch länderspezifisch. Comic dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 04.08 10.06 04.05 10.03 04.02 10.00 04.99 10.97 04.96 10.94 04.93 10.91 1Q2008 04.90 1Q2007 10.88 1Q2006 04.87 0 82
  • 10. Some think global commodities. We think smart nancial solutions. Best provider of structured products in Switzerland. Euromoney Private Banking Awards 2008. Private Banking • Investment Banking • Asset Management Credit Suisse Commodities Universe. Credit Suisse offers a wide range of financial products and services with exposure to global commodities markets. Our broad spectrum of coverage includes: Precious metals (Gold, Silver, Platinum, Palladium) Energy (WTI, Brent, Heating Oil, Gasoline, Natural Gas, Gasoil, Coal) Base metals (Copper, Aluminium, Zinc, Nickel, Lead, Tin, Cobalt, Molybdenum) Soft commodities (Corn, Wheat, Soybeans, Sugar, Coffee, Rice, Orange Juice, Cotton, Cocoa) Freight and commodity indices (S&P GSCI™, DJ-AIG) Our team of experienced professionals provides innovative derivative solutions including trading, hedging services and structured products. Plain vanilla and exotic structures linked to single commodities, baskets and hybrids are issued in all major currencies. We cover all client segments – from investors seeking exposure to commodity markets, to producers wishing to manage risks. The broad scope of off-the-shelf and tailor-made structured solutions corresponds to individual risk-return preferences and investment needs. Credit Suisse offers a long-term relationship of loyalty, a high standard of after-sales service and individualized customer benefits to corporate and institutional clients. We open the world of commodities to private clients through our dedicated Relationship Managers. Over 150 years of expertise in investment solutions makes Credit Suisse your reliable partner in commodities markets. For more information please call: Institutional investors, companies and banks – Investment products 044 335 76 00* – Commodities ow and derivatives 044 333 53 91* Private individuals 044 333 32 55* External asset managers 044 332 20 20* www.credit-suisse.com/structuredproducts Thinking New Perspectives. *We would like to inform you that all conversations on our phone lines will be recorded. When we receive your call we assume that you agree to this business practice.
  • 11. 11 FOCUS LTCM: Déjà-vu nach einem Jahrzehnt Der spektakuläre Zusammenbruch des Hedge-Fonds «Long Term Capital Management» im Jahr 1998 zeigt in der Retroperspektive vielerlei Parallelen zur aktuellen Diskussion um Transparenz und effizientes Risikomanagement. Bild: www.sxc.hu Dimon müssen die Geschehnisse ein Déjàvu der besonderen Art gewesen sein, denn vor knapp 10 Jahren wurde in den selben Räumlichkeiten in Anwesenheit von ihm und anderen Kollegen diverser Banken und Investmenthäuser ein ähnliches Rettungspaket durch das FED koordiniert. Dimon war zu dieser Zeit Präsident der damals neu formierten Citigroup. Damals hiess der todkranke Patient «Long Term Capital Management», welcher sofortige Liquiditätshilfen in Höhe von 3,6 Milliarden US-Dollar benötigte. Sollte diese Notfall-Unterstützung versagt bleiben, drohte ein Dickicht aus komplizierten Finanzprodukten mit einem Nennwert von rund einer Billion US-Dollar einzustürzen – ein globaler Finanzkollaps wäre die Folge gewesen. Der LTCM, einst ein prachtvolles Finanzkonstrukt, doch schlussendlich nur noch eine Ruine. Martin Raab| Die Extremkräfte der Börse sind bekanntlich stets für Überraschungen gut. Diese Erfahrung musste jüngst auch Jamie Dimon, der Chef der Investmentbank J.P. Morgan machen. Statt das wohlverdiente Wochenende zu geniessen, sass der 52-jährige Wall-Street-Veteran am 16. März 2008 im stickigen Konferenzraum der New Yorker Filiale der US-Notenbank FED – hitzige Krisensitzung statt Tennismatch mit seinen drei Töchtern. Einziger Agendapunkt des sonntäglichen Treffens war die überraschende Beinahe-Pleite des Mitbewerbers Bear Stearns. Den gestrauchelten Kollegen musste schleunigst geholfen werden. Die verzweifelte Lösung lautete, J.P. Morgan soll Bear Stearns zum Schnäppchenpreis erwerben und im Gegenzug alle Verbindlichkeiten des Mitbewerbers übernehmen. Hierfür stellt die US-Notenbank rekordverdächtige Liquiditätshilfen von über 30 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Für Jamie dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 LTCM: Ein Startrader, zwei Nobelpreisträger und ein Ex-Notenbankpräsident Innerhalb der damals hierzulande noch kaum wahrgenommenen Hedge-FondsBranche war Long Term Capital Management, kurz LTCM, einer der schillerndsten seiner Art. Der Chef des in Greenwich/Connecticut beheimateten Hedge-Fonds, John Meriwether, galt als Startrader im Bondhandel. Zwar musste er im August 1991 bei Salomon Brothers seinen Hut nehmen, weil es unter seiner Ägide zu Manipulationen bei Auktionen von US-Staatsobligationen gekommen war, doch er nahm es sportlich und gründete nach drei Jahren Auszeit seinen eigenen Hedge-Fonds: LTCM. Mit an Bord waren die zwei prominenten Wirt- >
  • 12. 12 FOCUS schaftsnobelpreisträger Robert Merton und Myron Scholes, letzterer gilt als Erfinder der mathematischen Methode zur Ermittlung eines fairen Optionspreises. Das von Meriwether zusammengestellte «A-Team» wurde durch den ehemaligen Vizevorsitzenden der US-Notenbank, David Mullins, vervollständigt. LTCM war an der Wallstreet schnell in aller Munde, wurden doch anfangs Rekordrenditen von 40 Prozent p.a. mit komplexen Arbitragegeschäften erwirtschaftet. Die sogenannte «Fixed Income Arbitrage» versucht «Über Zweifel am Risikograd war man auch damals erhaben, arglos zückten die Investoren ihre Scheckbücher.» unter Ausnutzung gleichzeitig bestehender Differenzen in der Realverzinsung von Obligationen Gewinn zu schlagen. Bonds aus Emerging Marktes eigneten sich wegen der großen Renditesprünge besonders gut dafür. Die komplexen statistischen Grundlagen für diese Handelsstrategien stammten aus der Feder der beiden Nobelpreisträger. Umgesetzt wurde die Trading-Strategie durch Futures-Kontrakte auf die jeweiligen Bondindizes. Diese Terminmarktgeschäfte werden branchenüblich durch üppige Kreditlinien finanziert (Margins), was es den Tradern damals wie heute erlaubte, das Investitionsvolumen deutlich über die eigentliche Kapitalbasis hinaus auszudehnen. Investoren im Renditerausch ignorieren das Risiko Angelockt von ständigen Rekordrenditen wollten immer mehr Investoren an der «Geldmaschine» LTCM beteiligt sein. Über Zweifel am Risikograd oder der Dauerhaftigkeit derartiger Geschäfte war man auch damals erhaben, arglos zückten die Investoren ihre Scheckbücher. Mit dabei auch die Credit Suisse und die Schweizerische Bankgesellschaft. Letztere brachte nach der Fusion zur UBS im Jahr 1997 ihre Tochter «Warburg Dillon Read» ein, welche an LTCM beteiligt war. Diese zunächst unbedenkliche Mitgift beraubte im Schicksalsjahr 1998 die UBS um 790 Millionen Franken. Wie im Nachhinein bekannt wurde, herrschten Unklarheiten im Risikomanage- ment zwischen Zürich und New York, ferner soll es abenteuerliche Transaktionen in der bankinternen Eigen/Fremdmittel-Steuerung mit der LTCM-Beteiligung gegeben haben. Der gigantische Verlust im 3. Quartal 1998 in Höhe von 911 Millionen Franken kostete dem damaligen Verwaltungsratspräsident Mathis Cabiallavetta den Kopf. Zu schwer waren die Reputation und der Aktienkurs der bis dato erfolgsverwöhnten Grossbank unter Druck geraten. Doch die UBS stand keinesfalls alleine auf der Verliererseite: Vergleichbar mit den bizarren «Collateralized Debt Obligations» (CDOs) auf minderwertige Kreditforderungen, deren Einknicken den Anfang der US-Hypothekenkrise besiegelte, hinterfragten auch im Falle des LTCM nur wenige Investoren die komplexen Transaktionen kritisch. Leider schien man ausserdem an Art und Umfang des LTCM-internen Risikomanagements uninteressiert. «Ausser Meriwether und den beiden Professoren kannte keiner in diesem Laden das tatsächliche Risiko – geschweige denn die Investoren des Fonds», stellt Roger Lowenstein ernüchtert fest. Der Journalist und Autor aus New York Anzeige Suchen Sie in turbulenten Zeiten nach AAA Bonität? Rabobank, maßgeschneiderte Ideen für unsere Kunden. Seit 1986 zum 20. Mal in Folge von Standard & Poor’s und Moody’s ausgezeichnet mit der Bestnote für Bonität (AAA/Aaa) Strukturierte Produkte für Ihre individuellen Bedürfnisse dp payoff all about derivative investments | Mai 2008
  • 13. 13 FOCUS hat sich für das Buch «When Genius Failed» intensiv mit dem LTCM-Zusammenbruch befasst. Mit den anschwellenden Kapitalzuflüssen auf Investorenseite nahm auch die Dimension der Arbitrage-Geschäfte ein gigantisches Ausmass an. LTCM unterhielt zwischenzeitlich bei allen namhaften Investmentbanken umfangreiche Kreditlinien. Die Vielzahl der Banken und Investmenthäuser war naturgemäss an der Ausführung der jeweiligen Käufe und Verkäufe von LTCM interessiert, was durch deren Masse üppige Gebühreneinnahmen versprach. John Meriwether hausierte bei allen Banken, um billige Kreditlinien zu bekommen. Meist wurde man sich letztlich handelseinig – vorausgesetzt LTCM wickelte ein Teil ihrer Handelsaktivitäten exklusiv über die jeweilige Bank ab. Schon damals fehlte Aufsichtsbehörden und Banken ein klarer Gesamtüberblick, «Geht die Kurswette nicht auf, rast der Fonds mit 400-fachem Hebel ins Verderben.» wer welche wie gearteten Wertpapiere hält und wieviel Kredit wie gesichert an wen vergeben wurde. Die Parallelen zu den aktuellen Diskussionen rund um das Thema Transparenz sind erschreckend deutlich. 400:1 gehebelt ins Verderben Im Herbst 1997 hatte John Meriwether schliesslich den Zenit erreicht. Das USWirtschaftsmagazin «Business Week» feierte LTCM ironischerweise als die «komplexe, hoch intellektuelle Hochzeit von Mathematik, Finanztheorie und Börsenexperten». Zum folgenden Jahreswechsel 97/98 hatte LTCM Finanzanlagen im Wert von 125 Milliarden US-Dollar unter Verwaltung, jedoch basierten diese lediglich auf USD 4,8 Milliarden Cash. Der durchschnittliche Hebel lag bei 28:1, sprich man spekulierte mit dem 28-fachen Volumen dessen, was an Kontoguthaben tatsächlich vorhanden war. Nachdem die über Kreditlinien erworbenen Derivate aber wiederum eine eigene Hebelfunktion erzeugten, lag der wirtschaftliche Hebel bei rund 400:1. Das bedeutet schlicht: Geht die Kurswette nicht auf, rast der Fonds mit 400-fachem Hebel ins Verderben. Glücklicherweise ist dem hiesigen Derivate-Anleger mit Strukturierten Produkten eine deutliche sensiblere Risikosteuerung möglich. Derartig halsbrecherische Nebenwirkungen gibt es selbst bei den so betitelten «Hebel-Produkten» nicht. Ferner existiert bei Strukturierten Produkten keine Nachschusspflicht des Anlegers. Damit bleibt das Risiko im schlimmsten Fall auf den Kapitaleinsatz beschränkt – was in angespannten Marktsituationen eine nicht zu unterschätzende Sicherheit für Kapital und Nerven ist. Siegessicher und exorbitant gehebelt machte sich John Meriwether auf die Suche nach neuen Anlagemöglichkeiten im Obligationenmarkt. Im Frühsommer 1998 analysierte er, dass US-Staatsanleihen, im Vergleich zu europäischen Papieren, relativ teuer waren. Er setzte daher auf eine Kurskorrektur bei den US-Staatsbonds und eine Aufwertung von Obligationen aus Europa und aufstrebender Drittstaaten. Die Strategie schien anfangs aufzugehen, doch stellte am 17. August 1998 Russland überraschend den Zins- und Tilgungsdienst für sämtliche Staatsanleihen ein. Chaos und Panik überkam die Bondmärkte, nachdem bereits die Asienkrise heftige Kursturbulenzen am Finanzmarkt auslöste. Die Flucht der Anleger in erstklassige Obligationen machte die Strategie von Meriwether völlig zunichte. Ende August 1998 hatte LTCM bereits 44 Prozent seines Kapitals verloren. Der Hegde Fund glich einem defekten Satelliten, der mit Höchstgeschwindigkeit auf die Finanzmärkte raste. US-Notenbank spielte schon damals Börsen-Feuerwehr Als schliesslich im September 1998 auch noch die Kreditwürdigkeit von brasilianischen Bonds herabgestuft wurde, schien der Exodus bei LTCM zum Greifen nahe. Die Kapitalbasis des Fonds von 4,7 Mrd. USDollar Anfang des Jahres schmolz auf 600 Mio. US-Dollar zusammen. «Margin-Calls» diverser Banken, sprich das Einfordern von zusätzlichen Sicherheiten für bestehende Futures-Positionen, konnten nicht mehr bedient werden. Das Schliessen der FuturesPositionen bescherte weitere Verluste und täglich stieg das Risiko, dass die ausserbörslich abgeschlossenen Derivate von LTCM eine weltweite Kettenreaktion auslösen. Wie bei den Wirren im Herbst letzten Jah- dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 res war auch damals unklar, welche Banken und Investmenthäuser durch ein Gewirr an Finanzinstrumenten wie verkettet sind. In buchstäblich letzter Minute zog schliesslich die US-Notenbank die Notbremse und arrangierte, ähnlich wie im Falle Bear Stearns, ein umfangreiches Rettungspaket. Wi- «Der Hegde Fund glich einem defekten Satelliten, der mit Höchstgeschwindigkeit auf die Finanzmärkte raste.» derwillig – weil oft als Investoren bei LTCM direkt beteiligt - stimmten letztlich die Vertreter von 11 Banken der quasi-Liquidation des Hedge-Fonds zu. Sie erhielten im Gegenzug 90 Prozent der Anteile an LTCM, 10 Prozent durfte Pleitier Meriwether behalten. Pikantes Detail: Bear Stearns verweigerte bis zuletzt jegliche Hilfe. Man sei durch die Funktion des Clearing-Agent von LTCM schon genug gestraft worden, hiess es damals. Knapp 10 Jahre später spielt Bear Stearns bekanntermassen selbst die Hauptrolle in einem Finanzmarkt-Drama, diesmal allerdings als tödlich getroffener Star ohne Wiederkehr. Wall-Street-Legende Meriwether aktuell wieder in Not Ziemlich lebendig, ja schon fast trotzig, gab sich seit den Wirren im Herbst 1998 der LTCM-Gründer Meriwether. 14 Monate nach der Rekordpleite gründete die exzentrische Wall-Street-Legende einen neuen Fonds namens «JWM Partners», diesmal allerdings ohne die beiden Finanzmarkt-Professoren. Die Anlagestrategie war wieder auf «FixedIncome-Arbitrage» ausgerichtet und Meriwether sammelte auf Anhieb die unglaubliche Summe von einer Milliarde US-Dollar ein - als wäre nichts gewesen. Doch man ahnt es: Auch beim zweiten Streich ist das Investorenkapital wieder in Gefahr geraten. Aktuell ist bereits mehr als ein Drittel des Vermögens durch Kursverluste vernichtet worden, die Tendenz verheisst neue Hiobsbotschaften. Nicht zuletzt durch die identische Postanschrift von LTCM und JWM in Greenwich, könnte einigen Investoren und ihrem Kapital schon bald ein besonderes Déjà-vu drohen.
  • 14. Energie. Antriebskraft für Ihr Portfolio. 100% Kapitalgeschützte Zertifikate von Lehman Brothers auf 5 Energieträger 100% Kapitalgarantie bei Laufzeitende 125% des Nominalbetrags, wenn der Basiswert am Laufzeitende zwischen 100% und 125% des Fixingstandes notiert 100% Partizipation an der Rohstoffperformance, wenn der Basiswert am Laufzeitende über 125% des Fixingstandes notiert Basiswert Rohstoffkorb mit 5 Energieträgern: Rohöl (Brent), Kohle, Gasöl, Elektrizität (Deutschland), Erdgas (Grossbritannien) Laufzeit von knapp 3½ Jahren Kotierung wird an der SWX Swiss Exchange beantragt Valor 3689124 / ISIN CH0036891247 Steigende Preise für Gas, Strom und Öl nähren die Ansicht, dass der Aufwärtstrend bei Energierohstoffen möglicherweise bis weit ins nächste Jahrzehnt anhalten könnte. Die Lage auf dem Ölmarkt ist angespannt, und der Kohleimport in China nimmt zu. Dies und der wachsende Bedarf an neuen Kapazitäten in Nordeuropa sowie steigende Bau- und Rohstoffkosten gehören zu den Schlüsselfaktoren des Preisauftriebs. Die 100% Kapitalgeschützten Zertifikate von Lehman Brothers auf 5 Energieträger bieten Investoren die Chance auf höhere Renditen sowie die Möglichkeit, an einer positiven Entwicklung des Sektors insgesamt zu partizipieren. Notiert der Rohstoffkorb am Laufzeitende zwischen 100% und 125% des Fixingstandes, erhält der Investor bei Laufzeitende 125% des Nominalbetrags. Notiert der Rohstoffkorb am Laufzeitende über 125% des Fixingstandes, partizipieren Sie zu 100% an der Rohstoffperformance. Ihr Investment ist aufgrund der Kapitalgarantie am Laufzeitende zu 100% gegen fallende Preise abgesichert. Basiswert Rohstoffkorb mit 5 Energieträgern Liberierung 02.05.2008 Emittentin Lehman Brothers Treasury Co. B.V. Schlussfixierung 14.09.2011 Nominalbetrag EUR 1’000 Rückzahlungsdatum 21.09.2011 Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch Talstrasse 82, 8001 Zürich, Tel: 044 287 88 88 E-Mail: solution@lehman.com, www.lehman.com/structuredinvestments Member of Lehman Brothers: 8x in Folge ausgezeichnet: Bestes US Research Fixed Income. 5x in Folge ausgezeichnet: Bestes US Research Equities.* Die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen in London, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen auf XETRA, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen an der Euronext.** * Quelle: Institutional Investor, US ** Quelle: LSE, XETRA und Euronext; Januar bis Dezember 2007. Die in diesem Dokument erwähnten strukturierten Produkte («Produkte») sind derivative Finanzinstrumente. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert bei noch überwacht von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin bzw. der Garantiegeberin ausgesetzt. Die gemachten Angaben ersetzen nicht die vor dem Eingehen von Derivatgeschäften in jedem Fall unerlässliche und an der Kundensituation ausgerichtete Beratung durch einen Finanzberater. Dieses Dokument stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglements der SWX Swiss Exchange sowie keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich der Information und stellen weder eine Empfehlung zum Erwerb von Produkten noch eine Offerte oder eine Einladung zur Offertestellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Der Kotierungsprospekt mit den allein massgeblichen Bedingungen sowie ausführlichen Risikohinweisen in englischer Sprache und weitere Informationen können beim Lead Manager, c/o Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch, Talstrasse 82, 8021 Zürich, oder per E-Mail unter solution@lehman.com bezogen werden. Die Produkte dürfen nicht in den U.S.A. oder an eine U.S.-Person im Sinne der Regulation S des U.S. Securities Act 1933 verkauft werden. Die Performance der den Produkten zugrunde liegenden Basiswerte in der Vergangenheit stellt keine Gewähr auf die zukünftige Wertentwicklung dar. Der Wert der Produkte unterliegt den Schwankungen des Marktes, welche zum ganzen oder teilweisen Verlust des Investments in die Produkte führen können. Der Erwerb von Produkten ist mit Kosten/Gebühren verbunden. Lehman Brothers und/oder ein verbundenes Unternehmen können in Bezug auf die Produkte als Market Maker auftreten, Eigenhandel betreiben sowie Hedging-Transaktionen vornehmen. Dies könnte den Marktkurs, die Liquidität oder den Wert der Produkte beeinträchtigen. Marktpreise, Daten und andere in diesem Dokument enthaltene Informationen können Änderungen unterliegen, ohne dass ein Hinweis erfolgt. Lehman Brothers agiert weder als Berater noch als Treuhänder für Käufer der Produkte. © 2008 Lehman Brothers Inc. Alle Rechte vorbehalten. Mitglied der Securities Investor Protection Corporation (SIPC). Lehman Brothers International (Europe) ist durch die Financial Services Authority autorisiert und reguliert.
  • 15. 15 FOCUS DBLCI – der erfolgreiche Rohstoffindex der Deutschen Bank Bild: www.sxc.hu In den letzten Jahren ist die Bedeutung von Rohstoffen deutlich gestiegen. Selbst in den aktuellen Turbulenzen hält die Rohstoffnachfrage weiter an. Aber nicht nur die erhöhte Nachfrage aus den Schwellenländern hat zu steigenden Rohstoffpreisen geführt, sondern auch die Erkenntnis, dass Rohstoffinvestments einen glättenden Effekt auf die Performance eines Portfolios haben. Kein Ende in Sicht an der Front der Energiepreis-Hausse. 118 USD pro Barrel und Tendenz weiter steigend. Jeannette Mutzner, X-markets, Deutsche Bank, Zürich Branch| Aufgrund ihrer negativen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen und des damit einhergehenden Diversifikationseffekts eignen sich Rohstoffe ideal zur Optimierung eines Anlageportfolios. Des weiteren können Rohstoffe auch vor Inflation schützen, da steigende Rohstoffpreise meist mit hohen Inflationsraten einhergehen. Rohstoffindizes bieten Investoren, die positiv gegenüber dem Rohstoffsektor eingestellt sind, eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, in Rohstoffe zu investieren. Rohstoffindizes werden üblicherweise nicht auf der Grundlage von Spot- sondern auf der Grundlage von Futures-Preisen berechnet. Um eine physische Lieferung aus den Futures-Kontrakten zu vermeiden, werden. Man bezeichnet diesen Vorgang als «Rollen». Befindet sich die Terminkurve der Futures-Kontrakte in Backwardation (sinkende Terminkurve), können durch das «Rollen» positive Renditen erzielt werden. Für Rohstoffe, deren Terminkurve sich im Contango (steigende Kurse) befindet, entstehen durch das Rollen Verluste. Die Deutsche Bank lancierte im Jahr 2003 eine «Rohstoffindex – Familie», die sich aus verschiedenen Subindizes zusammensetzt. Der DBLCI, «Deutsche Bank Liquid Commodity Index», setzt sich aus sechs der liquidesten Rohstoffe Öl, Heizöl, Weizen, Mais, Aluminium und Gold zusammen. Die Gewichtung ist fest und wird einmal jährlich auf die ursprünglichen Werte angepasst. Daher können die Gewichte der einzelnen Rohstoffe aufgrund von Preisbewegungen während des Jahres variieren. DBLCI-MR: Elemente und ihre Allokation Gewichte per 8. Januar 2008 Mais 11,1 % «Zu Beginn des Jahres 2008 wurde insbesondere Aluminium übergewichtet, da der langjährige Preisdurchschnitt wesentlich unter dem jährlichen Durchschnitt lag.» Rohöl 33,3 % Gold 9,8% Aluminium 22,3% Heizöl 19,0 % müssen diese kurz vor ihrem Ablauf verkauft und Kontrakte längerer Restlaufzeit gekauft dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Weizen 4,6 % Quelle: Deutsche Bank
  • 16. 16 FOCUS EFG Financial Products AG Brandschenkestrasse 90 P.O. Box 1686, CH-8027 Zurich Phone +41 58 800 1111, www.efgfp.com 100% KAPITALSCHUTZ ZERTIFIKATE MIT COUPON UND INDIVIDUELLEM CAP Produktbeschreibung Unsere neusten Kapitalschutz Zertifikate mit Coupon und Individuellem Cap ermöglichen Ihnen am Aufwärtstrend der Basiswerte eines Baskets zu partizipieren und gleichzeitig von einem 100%igen Kapitalschutz sowie garantierten Minimum Coupon von 3% in CHF und 7% in EUR profitieren zu können. Sämtliche Produkte dieses Typs haben eine Laufzeit von drei Jahren und bieten Renditemöglichkeiten bis zu 32%. Ihre Markterwartung Sie sind verunsichert durch die fallenden Börsenkurse. Trotzdem sind Sie optimistisch für einzelne Länder und Industriesektoren oder Sie interessieren sich für einen bestimmten Investmentstil. Sie wollen Kapitalschutz, Minimumverzinsung und eine direkte Partizipation an schweizer oder europäischen Blue Chip Baskets. Konditionen Drei Jahre Laufzeit Auf schweizer und europäische Blue Chips 100% Kapitalschutz Alle Produkte werden an der SWX Swiss Exchange kotiert WÄHRUNG MIN. COUPON INDIV. CAP VALOR CHF CHF CHF CHF EUR EUR EUR EUR EUR EUR 3.00% 3.00% 3.00% 3.00% 7.00% 7.00% 7.00% 7.00% 7.00% 7.00% 27.00% 26.00% 23.00% 22.00% 27.00% 27.00% 27.00% 25.00% 24.00% 24.00% 3877283 3877284 3877286 3877285 3877292 3877288 3877291 3877289 3877290 3877287 Länder Big 10 Schweiz Blue Chips** Big 5 Schweiz Blue Chips* Big 5 Italien Blue Chips* Big 5 Frankreich Blue Chips* Big 10 Europa Blue Chips** Big 5 Europa Blue Chips* Big 5 Deutschland Blue Chips* CHF CHF EUR EUR EUR EUR EUR 3.00% 3.00% 7.00% 7.00% 7.00% 7.00% 7.00% 22.00% 20.00% 32.00% 28.00% 28.00% 26.00% 24.00% 3877308 3877293 3877296 3877295 3877309 3877297 3877294 Investmentstil Swiss Blue Chips High Dividend** Swiss Blue Chips Combined Value Score Basket** Swiss Blue Chips Low Price to Earnings Basket** Swiss Blue Chips Low Volatility Basket** Swiss Blue Chips Low Price to Book Basket** European Blue Chips High Dividend Basket** European Blue Chips Low Price to Book Basket** European Blue Chips Low Volatility Basket** European Blue Chips Low Combined Value Score Basket** European Blue Chips Low Price to Earnings Basket** CHF CHF CHF CHF CHF EUR EUR EUR EUR EUR 3.00% 3.00% 3.00% 3.00% 3.00% 7.00% 7.00% 7.00% 7.00% 7.00% 24.00% 24.00% 23.00% 23.00% 22.00% 32.00% 31.00% 30.00% 29.00% 28.00% 3877298 3877302 3877299 3877301 3877300 3877303 3877305 3877306 3877307 3877304 Sektoren Swiss Technologie/Telekommunikation Blue Chips* Swiss Industrie Blue Chips* Swiss Konsumgüter Blue Chips* Swiss Versicherung Blue Chips* European Energie Blue Chips* European Industrie Blue Chips* European Nahrungsmittel & Getränke Blue Chips* European Versicherung Blue Chips* European Energie Blue Chips* European Technologie Blue Chips* * Zeichnungsschluss am 16.5.2008 ** Zeichnungsschluss am 23.5.2008 Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen. EFG International tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf. EFG International ist Teil der EFG Bank European Financial Group – der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz.1 Financial Engineering & Distribution, Tel. +41 58 800 1111. www.efgfp.com Jan Schoch, Michael Hölzle, Christophe Spanier, Alex Pou-Cuturi, Christoph Baumann, Gian-Marc Albertini, Patricia Benz, Laura Deneke, Florian Streiff. Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente. Sie qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7 ff. des schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Bankenkommission. Die Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin resp. der Garantiegeberin ausgesetzt. Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar. Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel. +41 (0)58 800 1111, Fax +41 (0)58 800 1010 oder über E-Mail: termsheet@efgfp.com bezogen werden. Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht). 1 Quelle: The Banker, Financial Times, nach BIZ-Kernkapital (CHF 6.3bn Tier 1) & Assets on Balance Sheet (CHF 83.4bn CHF) © EFG Financial Products AG. Alle Rechte dp payoff all about derivativevorbehalten. investments | Mai 2008 Mitglied bei Kapitalschutz-Produkte er InLänder od Sektoren, ahl ile Ihrer W z! vestmentst ut Kapitalsch mit vollem
  • 17. 17 FOCUS Historischer Vergleich verschiedener Rohstoffindizes 430 380 330 280 230 180 130 80 04.03 10.03 04.04 DBLCI-MR Total Return 10.04 04.05 10.05 S&P GSCI 04.06 10.06 04.07 10.07 S&P GSCI Total Return Quelle: Deutsche Bank Untersuchungen haben gezeigt, dass der Diversifikationseffekt nur minimal steigt, wenn mehr als diese sechs Rohstoffe in einen Index miteingebunden werden. Daher umfasst der DBLCI im Vergleich zu anderen Indizes nur diese sechs Rohstoffe, welche eine repräsentative Abdeckung des Marktes erlauben. So sind zwei Energie-, zwei Agrar- und zwei Metallwerte darin enthalten. Beim DBLCI werden Kontrakte auf Öl und Heizöl monatlich, alle übrigen Rohstoffe jährlich gerollt. Der Grund hierfür besteht darin, dass Futures auf Energiewerte typischer weise über eine fallende Terminkurve (Backwardation) verfügen und somit durch das Rollen im Vergleich zu den übrigen vier Rohstoffen Rollgewinne generiert werden können. Die geringe Anzahl von Rohstoffen und die damit verbundenen Rollstrategien erlauben eine kostengünstige Handhabung und tragen zur Performance des DBLCIs bei. Die DBLCI-Familie hat verschiedene Unterindizes, unterteilt nach Sektoren und Strategien. Erwähnenswert an dieser Stelle ist der bis anhin einzige dynamische Rohstoffindex, der DBLCI– «Mean Reversion». Er verfolgt bei der Investition in Rohstoffe keinen statischen, sondern einen dynamischen Ansatz. Im Gegensatz zum klassischen DBLCI findet die Neugewichtung nicht einmal pro Jahr an einem festgelegten Datum, sondern aufgrund von Durchschnittspreisen statt. Die dynamische Allokationsstrategie des DBLCI–MR übergewichtet «günstige» Rohstoffe und untergewichtet «teure» Rohstoffe. Zu Beginn des Jahres 2008 wurde insbesondere Aluminium übergewichtet, da der langjährige Preisdurchschnitt wesentlich unter dem jährlichen Durchschnitt lag. Die Einschätzung, ob ein Rohstoff relativ günstig oder teuer ist, erfolgt nach einem bestimmten Algorithmus. Weicht der Einjahresdurchschnitt eines Rohstoffpreises um mehr als fünf Prozent vom Fünfjahresdurchschnitt ab, so wird das Gewicht angepasst. Rohstoffe, deren Preise über dem Durchschnitt liegen, das heisst relativ teuer sind, werden untergewichtet. Rohstoffe, die unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegen, also relativ günstig sind, werden dagegen übergewichtet. Ein weiteres Familienmitglied ist der DBLCI – MR Plus Index. Er kombiniert die Strategie des DBLCI – MR Index mit einer quantitativen Momentum Strategie. Vereinfacht bedeutet das, dass bei fallenden Rohstoffpreisen die Geldmarktkomponente erhöht wird. Somit werden allfällige Kursrückgänge abgefedert und negative Kursauschläge geglättet. Im Vergleich zu den meisten anderen Rohstoffindizes und anderen Assetklassen konnte der DBLCI – MR Plus kontinuierlich höhere Renditen mit einer niedrigeren Volatilität generieren. Dies wirkt sich auch positiv auf das Sharp Ratio aus. Die Deutsche Bank kann die unterschiedlichsten Strukturen auf diese Index-Familie anbieten, welche auch in Kürze an der Scoach gehandelt werden können. Für 2008 hat der DBLCI-MR Aluminum übergewichtet 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 1989 1991 WTI Quelle: Deutsche Bank dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 1993 Heating Oil 1995 1997 Gold 1999 Aluminium 2001 2003 Wheat 2005 Corn 2007
  • 18. 18 INTERVIEW Interview mit Dr. Hans-Bernd Menzel payoff sprach mit Dr. Hans-Bernd Menzel, CEO der European Energy Exchange (EEX) über die EEX und den europäischen Strommarkt. Dieter Haas| Zehn Jahre nach der Liberalisierung des EU-Elektrizitätsmarktes zeigt sich: Die Handelsmärkte gewinnen an Fahrt. Das belegen die Wachstumsraten beim gehandelten Stromvolumen sowie die Vielzahl der Marktteilnehmer. Ende 2007 waren bei der EEX 191 Teilnehmer registriert, 33 mehr als im Jahr davor. Zudem verbuchte die Börse am Spot- sowie am Terminmarkt ein zweistelliges Plus – 2007 wurden 1’273 Terawattstunden (TWh) gehandelt, 2006 waren es 1’133 TWh. Hinzu kommen die ausserbörslichen Geschäfte, die ein Mehrfaches des Börsenhandels ausmachen. Welche Wachstumserwartungen hegen Sie für 2008 und die folgenden Jahre und worauf basieren Ihre Annahmen? Die EEX hat im Jahr 2007 ihre europäische Wachstumsstrategie konsequent weiter verfolgt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 2007 konnten wir die Umsatzerlöse erneut steigern – auf EUR 39,8 Mio. Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf EUR 8,3 Mio. nach 5,6 Mio. im Vorjahr. Grundlage dieser Ergebnisse sind deutlich gestiegene Handelsteilnehmerzahlen, weiter gestiegene Transaktionsvolumina, sowie ein hervorragendes Clearinggeschäft unserer Tochter European Commodity Clearing AG (ECC). Vor dem Hintergrund des mit unseren Projekten in Verbindung stehenden hohen Investitionsbedarfs rechnet die EEX für das laufende Geschäftsjahr mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Wie hoch ist inzwischen der Anteil des über die Börse gehandelten Stroms? Am physischen Spotmarkt für Strom an der EEX wurden im vergangenen Jahr 124 TWh Strom umgesetzt. Diese Zahl entspricht ca. 25 Prozent des physischen Verbrauchs in Deutschland (543 TWh). Weitaus höhere Volumina sind jedoch in langfristigen Terminmarktkontrakten an der EEX gebunden, denn der Spotmarkt wird von Marktteilnehmern «nur» für die kurzfristige Optimierung des Strombedarfs benutzt. Dass es sich längst um einen europäischen Marktplatz handelt, wird durch die Zahl der Handelsteilnehmer belegt. So sind am Spotmarkt der EEX jeden Tag etwa 120 Handelsteilnehmer aktiv. Aufschlussreich ist insbesondere die Anzahl der Netto-Verkäufer, sprich der Teilnehmer, die mehr verkaufen als kaufen. Im Jahresmittel 2007 waren das bereits mehr als 40 Teilnehmer, wovon über die Hälfte aus dem europäischen Ausland kommen. Der Aufsichtsrat der EEX hat im Dezember 2007 mit seiner Zustimmung zur Zusammenlegung der Strom-Spot- und -Terminmärkte von EEX und der französischen Powernext in eigene Gesellschaften den Grundstein zu einer PanEuropäischen Energiebörse gelegt. Als teilnehmer- und umsatzstärkste Energiebörse Kontinentaleuropas nimmt die EEX dabei eine Führungsposition ein. Welches sind die weiteren geplanten Schritte im Bestreben nach einer Europäisierung des börslichen Energiehandels? Das Geschäftsjahr 2008 steht ganz im Zeichen des zügigen Ausbaus des europäischen Wachstums durch Partnerschaften in Handel und Clearing. An erster Stelle ist hier dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 die Zusammenarbeit mit der französischen Powernext zu nennen. Weiterhin wird es in diesem Jahr auch darum gehen, dass weitere potenzielle Partner wie zum Beispiel die belgische Strombörse Belpex, mit der wir bereits einen «Letter of Intent» abgeschlossen haben, in die Kooperation eingebunden werden können. Unser Kooperationsmodell ist offen in alle Richtungen. Wo liegen die grössten Hindernisse auf dem Wege zu einem europäischen Binnenmarkt für Strom? Bereits jetzt ist eine hohe Korrelation der europäischen Börsenpreise für Strom zu beobachten. Damit es zu einem europäischen Binnenmarkt für Strom kommt, müssen noch verschiedene Herausforderungen bewältigt werden. Ein reales (physikalisches) Hindernis für den Stromhandel stellen Engpässe an vielen europäischen Grenzübergangsstellen dar. Eine Verbesserung des Managements von grenzüberschreitenden Engpässen durch sogenannte Market Coupling-Projekte ist deshalb von zentraler Bedeutung. Die EEX verfolgt eine Multi-CommodityStrategie. Können Sie unseren Lesern erläutern, was die EEX darunter versteht und bestehen Ausbaupläne bezüglicher neuer Handelsbereiche wie Öl- oder Wetterfutures? Mein Verständnis einer Multi-CommodityStrategie ist es, auf einem integrierten Handels- und Clearing-System eine Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen für den Markt anzubieten. An der EEX werden derzeit Strom, Erdgas und CO2-Emissionsberechtigungen, sowohl kurzfristig am Spotmarkt als auch langfristig, am Termin-
  • 19. 19 INTERVIEW markt gehandelt. Darüber hinaus bietet die EEX den Handel mit finanziellen Kohle-Futures an. Ein umfangreiches Projekt innerhalb der Multi-Commodity-Strategie war im letzten Jahr der Start des Erdgashandels am Spot- und Terminmarkt der Börse. Ziel ist es, den Handel mit Erdgas als zweites Standbein neben Strom zu etablieren und den Handel mit CO2-Emissionsberechtigungen auszubauen. Eine Ausweitung auf Handelsbereiche wie Öl- und Wetterfutures ist hingegen nicht geplant. Welche Massnahmen planen Sie zur Verbesserung der Transparenz sowie der Liquidität, unter anderem im Bereich lang laufender Terminkontrakte? Durch die Veröffentlichung aktueller Marktdaten schafft der börsliche Handel per se Transparenz im Markt. Ein Vorteil, von dem auch der deutsche Gasmarkt seit dem Start des börslichen Gashandels profitiert. Die EEX hat im Rahmen ihrer Transparenzinitiative das Informationsangebot im Jahr 2007 deutlich erweitert. Standen die Gebotskurven am Tag nach der Auktion (am Spotmarkt für Strom) traditionell um 16.00 Uhr zur Verfügung, können die Teilnehmer diese inzwischen um 9.00 Uhr einsehen, d.h. vor der nächsten Auktion. Dieser Zeitgewinn ermöglicht es dem Analysten, Liquidität, Preisbildung und Bieterverhalten besser nachzuvollziehen und daraus Rückschlüsse für die weitere Entwicklung der Preise zu erkennen. Zur Verbesserung der Liquidität im Terminmarkt «Strom» wurde bereits letztes Jahr ein Massnahmenpaket aufgesetzt. Dieses beinhaltet neben dem Ausbau des Customer Relationship Managements die technische Anbindung von Teilnehmern an das internationale Handelssystem Trayport sowie ein tragfähiges Kundenmanagement. Die Massnahmen stellen einen kontinuierlichen Prozess dar, der bereits Wirkung zeigt. So konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres der Abwärtstrend am Strom-Terminmarkt gebremst werden. Wie sieht die Risikokontrolle im StromTerminmarkt aus? Wird in absehbarer Zeit ein Commitment of Trader-Report (Daten einzelner Händlergruppen) für die verschiedenen an der EEX gehandelten Futures veröffentlicht, auch wenn wichtige Erzeuger sich einer solchen Offenlegungspflicht für Handelsgeschäfte eher widersetzen? Was Sie Risikokontrolle nennen, nennen wir Handelsüberwachung. An der EEX gibt es mit der Handelsüberwachungsstelle ein eigenständiges und unabhängiges Börsenorgan nach dem deutschen Börsengesetz, das nur den Weisungen der Börsenaufsichtsbehörde (angesiedelt im Sächsischen Wirtschafts- und Arbeitsministerium) untersteht. Die Handelsüberwachungsstelle, kurz HÜSt, untersucht täglich das Marktverhalten aller Teilnehmer der EEX und stellt so sicher, dass der Handel an der Börse manipulationsfrei erfolgt. Mit der geplanten Liberalisierung des schweizerischen Strommarktes ergeben sich neue Möglichkeiten. Wie will die EEX daraus Nutzen schlagen? Wir haben im Dezember 2006 den Spothandel für das Marktgebiet Schweiz aufgenommen, der sehr erfolgreich läuft. Mittlerweile sind 24 Handelsteilnehmer aus der Schweiz dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Dr. Hans-Bernd Menzel (1955) war nach seinem Studium an der Universität in Köln und anschliessender Promotion im Jahr 1983 als Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Rheinland-Pfalz beschäftigt. Gleichzeitig lehrte er als Gastdozent an der Ecole Supérieure de Commerce in Montpellier und war ausserdem Mitarbeiter am Institut für EDV-Anwendungen in Worms. Vor seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der in Leipzig ansässigen European Energy Exchange AG (EEX) im Jahr 2002 fungierte Menzel seit 1990 als geschäftsführender Gesellschafter einer renommierten Finanzmanagement-Beratungsgesellschaft in Frankfurt am Main, der er seit 1987 angehörte. an der EEX aktiv. Von Gesamtvolumen am Terminmarkt Strom (1’150 TWh) kommen 147 TWh aus der Schweiz. Diese positive Entwicklung wird sich mit Sicherheit auch in Zukunft fortsetzen. Kommt es in absehbarer Zeit zu einer Verschmelzung des SWEP (Swiss Electricity Price Index) mit dem von der EEX gehandelten Phelix (Physical Electricity Index)? Aufgrund von Engpässen an der deutschschweizerischen Grenze wird es in absehbarer Zeit nicht zu einer Verschmelzung des Phelix und des SWEP kommen. Herr Dr. Menzel, vielen Dank für das Interview.
  • 20. 20 PRODUCT NEWS WKN: SEL75J – Protect-Best-of-Bonus-Cap-Aktien-Zertifikat von Sal. Oppenheim Die beste Aktie bestimmt die Auszahlung Sal. Oppenheim und Merrill Lynch haben jüngst auf dem deutschen Markt Best-of-Zertifikate ausgegeben. Bei dieser Variante erhält der Anleger am Ende der Laufzeit einen zu Beginn festgelegten Bonus, wenn sich mindestens eine Aktie stets über einer fixierten Sicherheitsschwelle gehalten hat. Dieter Haas|Im Gegensatz zum üblichen «Worst-of»-Prinzip bietet das neuartige «Best-of»-Konzept eine höhere Sicherheit. Diese muss aber durch eine geringere Rendite von derzeit acht bis dreizehn Prozent erkauft werden, da Best-of-Optionen teurer sind als Worst-of-Optionen. Die Barriere beim Best-of-Mechanismus liegt zudem näher an den aktuellen Kursen der Basiswerte als bei der herkömmlichen Art, dafür gilt eine Verletzung erst dann als eingetreten, wenn alle Aktien (meistens drei an der Zahl) gleichzeitig unter den Grenzwert fallen. Passiert dies, kann sich der Anleger damit trösten, dass er bei Fälligkeit die Performance des besten Basiswertes erhält, allerdings nur bis zum definierten Höchstbetrag (Bonus Level). Da die Erfolgschancen bei den Best-of-Zertifikaten höher liegen als bei den klassischen Worst-of-Papieren, verläuft die Kursentwicklung während der eher kurzen Laufzeit in der Regel träger. Diese Stabilität ist um so ausgeprägter, je geringer die Korrelation zwischen den einzelnen Aktien ist. Sal. Oppenheim hat mittlerweile sechs Zertifikate dieses Typs emittiert, deren Chancen für die Erreichung des maximalen Bonuslevels sehr unterschiedlich sind (vgl. Tabelle). Die beiden Zertifikate mit der aktuell attraktivsten Bonusrendite (SEL82Q und SEL82S) weisen bereits ein erhöhtes Risiko auf. Alle ausgewählten Basiswerte lagen per 11.4.2008 unter dem Ausgabekurs und im Falle von Siemens bereits unterhalb der Barriere. Besser sieht die Situation bei den mit Finanztitel gespickten SEL82R und SEL82U aus. Das beste Chancen-/Risikoprofil beinhalten nach Lage der Dinge die Körbe SEL75H und SEL75J mit den niedrig korrelierten Basiswerten Allianz, BASF und Daimler. Zwar ist die mögliche Bo- nusrendite per annum nicht gerade üppig, dafür sollte es wenigstens einem der Titel gelingen, die Sicherheitsschwelle zu halten. Alle erwähnten Produkte haben eine Laufzeit bis zum 26.06.09 und sind an der Scoach Europe handelbar. Protect-Best-of-Bonus-Cap-Zertifikate von Sal. Oppenheim Risk-Return-Diagramm Basiswerte Bonuslevel BonusRisikorendite p.a. puffer SEL75H Allianz, BASF, Daimler 113,00 EUR SEL75J Allianz, BASF, Daimler 111,00 EUR SEL82R BNP Paribas, 117,00 EUR Deutsche Bank, Fortis SEL82U BNP Paribas, 112,50 EUR Deutsche Bank, Fortis SEL82Q Deutsche Bank, 113,00 EUR Deutsche Telekom, Siemens SEL82S Deutsche Telekom, 112,00 EUR France Télécom, Telefonica 8,40% 6,50% 9,84% 27,38% 31,91% 28,68% 7,23% 37,60% 18,60% 17,30% 12,17% SEL75J 18,27% Quelle: Sal. Oppenheim dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Return WKN payoff-Einschätzung: Die Protect-Best-of-Bonus-Cap-Zertifikate sind eine gelungene Weiterentwicklung, welche dem Anleger höhere Sicherheiten bieten. Tritt dennoch eine Barriereverletzung ein, bekommt er bei Fälligkeit nicht die Niete ausgeliefert, sondern erhält eine Rendite, die sich an der Aktie mit der besten Performance ausrichtet, aber nicht höher als der zum voraus festgelegte Höchstbetrag ausfallen kann. Von den angebotenen Zertifikaten gefällt uns SEL75J am besten. Partizipation Renditeoptimierung Kapitalschutz Risk Quelle: Derivative Partners AG Hebel
  • 21. 21 PRODUCT NEWS IBEXA – Leverage Bear Zertifikat der Société Générale auf den IBEX 35 Index Adios España! Der Aktienmarkt Spaniens tendiert seit längerer Zeit südwärts. Ein Ende ist nicht in Sicht. Da kommt ein Bear-Outperformance-Zertifikat sehr gelegen. Damit lässt sich die Ferienkasse mit einem willkommenen Zustupf für einen geplanten Abstecher ins 17. deutsche Bundesland (Mallorca) oder eine andere Destination auf der iberischen Halbinsel füllen. Dieter Haas| Das Leverage-Bear-Zertifikat hat trotz des nicht gerade leicht verständlichen Termsheets seine Reize und besitzt ein attraktives, selten angebotenes Payoff. Es ermöglicht eine leicht überproportionale Beteiligung am Kursrückgang des spanischen Leitindex IBEX 35 unterhalb des Ausübungskurses von 15’318.50 Punkten. Der Blue-Chip-Index Spaniens setzt sich, wie es der Namenszusatz vermuten lässt, aus 35 Gesellschaften zusammen. Die Gewichtung orientiert sich in erster Linie an der Marktkapitalisierung der einzelnen Gesellschaften, was dazu führt, dass die fünf grössten Titel inzwischen rund 65 Prozent des Index für sich reklamieren. Zu ihnen zählen in absteigender Reihenfolge Telefonica, Banco Santander, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), Iberdrola und Repsol. In seiner Zusammensetzung wird der IBEX 35 von den Sektoren Finanzen, Telekommunikation und Energie dominiert. Aufgrund der Ungleichgewichtung bestimmen, ähnlich wie beim SMI, wenige Titel den Kursverlauf. Für 2008 und 2009 rechnet die Researchabteilung von BBVA mit einem starken Einbruch der Investitionen im Wohnungs- und Immobiliensektor in Spanien. Dies wird zu einem deutlichen Rückgang der Wachstumsrate des BIP führen. Licht am Ende des Tunnels sehen die Experten erst für die zweite Hälfte 2009. Die Chancen, dass sich die Baisse am spanischen Aktienmarkt bis anfangs 2009, dem Verfalltermin von IBEXA, fortsetzt, stehen somit gut. Der Mechanismus ist dabei so konstruiert, dass der Zertifikatsinhaber je mehr profitiert, desto stärker der Basiswert unter den Ausgangskurs fällt. Sinkt der IBEX um zehn Prozent, steigt das Outperformance Zertifikat um den Faktor 1,05. Bei einem Rückgang um 30 Prozent erhöht sich die Beteiligungsrate auf 1,12 und so weiter. Das an der Scoach Schweiz kotierte Anlageprodukt mit einer Stückelung von EUR 1’000 weist im Sekundärhandel in der Regel einen Spread von einem Prozent auf. IBEX-35 Risk-Return-Diagramm payoff-Einschätzung: Wegen des Kursrutsches des IBEX 35 unmittelbar nach der Emission von IBEXA liegt das Bear-Outperformance Zertifikat bereits komfortabel im Gewinn. Die selten offerierte Rarität, die analog einer Obligation gehandelt wird, notierte bislang nie unter pari. Für die restliche Laufzeit stehen die Sterne für einen Ausbau des Ertragszuwachses weiterhin günstig. IBEXA olé! STRUKTURIERTE PRODUKTE Das Problem oder die Lösung? w mit Intervie ardt ng Gerh Wolfga –> Marktlage – Stresstest für Barrieren –> Barrieren gerissen – was tun? –> Strategien für individuelle Markterwartungen --- Telefon: 044 214 23 55 --- Internet: www.oppenheim-derivate.ch --Intelligent investieren! Mit Europas grösster Privatbank. 16’000 15’000 14’000 IBEXA 13’000 Return 12’000 11’000 10’000 Partizipation 9’000 Renditeoptimierung 8’000 7’000 6’000 5’000 Kapitalschutz 10.3.00 10.3.01 10.3.02 IBEX 10.3.03 Ø-200-Tage 10.3.04 10.3.05 10.3.06 10.3.07 10.3.08 Risk Strike Price-IBEXA Quelle: Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Quelle: Derivative Partners AG Hebel
  • 22. 22 PRODUCT NEWS Einjährige 0 – 42 Prozent Rebound Notes der BNP Paribas Take the Double-Rebound! Maximal 40 bis 42 Prozent Jahresrendite bietet eine Rebound Note. Die Note kann mit einem Barrier Reverse Convertible verglichen werden, im Vergleich zum älteren Bruder ist diese Variante allerdings viel spekulativer, aber im Erfolgsfall auch viel rentabler. Martin Egli| Mit einer Rebound Note kann der Anleger seit Mitte März 2008 auf das Paar Actelion/Holcim (Valor 3’806’179), denominiert in EUR, oder auf das Aktien-Duo ABB/Swatch (Valor 3’875’226, gehandelt in CHF) setzen. Nach einem Jahr gibt es bei beiden Zertifikaten drei mögliche Auszahlungs-Szenarien: Liegt am Beobachtungszeitpunkt Mitte März 2009 keine der Aktien unter dem Strike von 100 Prozent, so wird ein Coupon von 40 Prozent bei der Note auf ABB/Swatch oder ein Coupon von 42 Prozent bei der Note auf Actelion/Holcim ausbezahlt. Liegt eine der beiden Aktien zwischen 80 und 100 Prozent des Strike Levels, so wird der Nominalbetrag zu 100 Prozent zurückbezahlt, der Coupon entfällt. Schliesst mindestens eine der Aktien unter der Barriere von 80 Prozent, so erfolgt die Lieferung dieses Titels gemäss vordefiniertem Bezugsverhältnis. Vergleichbar ist die Rebound Note mit einem Barrier Reverse Convertible, bloss ist der Coupon nicht garantiert. Beobachtet wird die Barriere nicht über die gesamte Laufzeit, sondern von Bedeutung ist einzig die Schlussfixierung der Basiswerte, welche für beide Paare Mitte März 2009 stattfindet, gerade in volatilen Zeiten ein grosser Vorteil. Eine Verletzung der Schwelle von 80 Prozent während der Laufzeit hat somit weder Einfluss auf den garantierten Rückzahlungsbetrag noch auf den möglichen – sehr hohen – Coupon von gut 40 Prozent p.a. Glücklicherweise wurden die Kurse Mitte März 2008 fixiert, dies nach einer längeren Periode von teils markanten und in vielen Werten unerwartet starken Kursrückgängen. Dies erhöht unserer Ansicht nach die Wahrscheinlichkeit auf eine Auszahlung des Coupons. Die beste Chance auf Erfolg bietet das Produkt auf ABB/Swatch (Valor 3’875’226), hier notieren die beiden Basiswerte zur Zeit knapp oberhalb des Strike Levels. Bei der Rebound Note auf Actelion und Holcim notiert die Aktie von Actelion hingegen bereits jetzt gut 10 Prozent unterhalb des Strikes (vgl. Grafik). payoff-Einschätzung: Geht der Anleger von steigenden Kursen aus, könnte sich dieses Investment auszahlen. Besteht aber Zweifel an einer Börsen-Tendenz Richtung Norden, ist es empfehlenswert, die Finger von diesem eher riskanten Produkt zu lassen. Die Beobachtung der Barriere ausschliesslich per Schlussfixierung nimmt immerhin viel Risiko aus dem ansonsten recht spekulativen Engagement heraus. Basiswerte angeglichen an die Barriere und den Strike Risk-Return-Diagramm in % 160 140 Hebel Return 120 100 80 Valor: 3’806’179 Valor: 3’875’226 Partizipation Renditeoptimierung 60 40 Kapitalschutz 20 01.06 04.06 ABB 07.06 Swatch 10.06 01.07 Actelion 04.07 07.07 Holcim 10.07 01.08 Barriere Quelle: Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 04.08 Risk Strike Quelle: Derivative Partners AG
  • 23. 23 PRODUCT NEWS Interview mit Omar Alami Head of Portfolio Solutions Switzerland, BNP Paribas Die neuen Rebound Notes geben dem Investor die Möglichkeit, die Verluste der vergangenen Monate wieder aufzuholen, solange die Märkte stabil bleiben. Was waren die Beweggründe, ein solches Produkt zu lancieren? Im aktuell nervösen Marktumfeld suchen Investoren nach neuen Investitionsmöglichkeiten. Das Umfeld ist gekennzeichnet durch einen Kurszerfall an den europäischen Märkten, höhere Volatilität und niedrige Visibilität infolge der Finanzkrise. Mit dem «Rebound»-Produkt erfolgt ein Engagement in einem Markt auf deutlich tieferem Niveau und einem kurzen bis mittellangen Anlagehorizont. Man verkauft Volatilität zu einem Zeitpunkt, wo sie hoch steht und optimiert damit seine Anlage in zwei Richtungen. Die Coupons der erst kürzlich emittierten Rebound Notes bewegen sich im Raum von rund 40 Prozent p.a. Wie können solch hohe Coupons bezahlt werden? Der Grund für den hohen Coupon liegt in der hohen Volatilität der Märkte. Zudem ist der Coupon nicht garantiert, weil er nur ausbezahlt wird, wenn beide Aktien höher als am Anfang notieren. Heute wird die Ungewissheit an den Märkten reichlich belohnt, wenn Anleger einsteigen. Vielleicht noch ein kleiner Vergleich mit einem Produkt mit garantiertem Coupon: Reverse Convertibles mit zwei Basiswerten und 20 Prozent-Puffer werden oft mit einem garantierten Coupon von 15 Prozent ausgestattet. Die Differenz zwischen den beiden Cou- pons (40 vs. 15 Prozent) ist die Belohnung des Marktes dafür, dass beide Aktien nach einem Jahr zumindest auf gleicher Höhe wie zum Anfangszeitpunkt stehen müssen. Bietet die BNP Paribas andere innovative Produkte, die in der jetztigen Börsenlage interessant für den Anleger sein könnten? In den letzten Monaten haben viele Produkte Barrieren verletzt, weil die Märkte stark gefallen sind. Wir haben mit den «Recoverix-Notes» eine Lösung entwickelt, die es diesen Kunden ermöglichen soll, die Verluste bei gleich bleibenden Marktverhältnissen wieder auszugleichen. Das Prinzip ist einfach: Ein Anleger verkauft seine bisher gehaltene Position und kauft eine Recoverix-Lösung zum gleichen Preis, zum aktuellen Kurs und angepassten SchutzPuffern. Das sind immer massgeschneiderte Lösungen, bei denen wir zuerst die Positionen eines Kunden analysieren und ihm dann eine entsprechende Lösung auf der Basis des Preises seiner bisher gehaltenen Produkte anbieten. BNP Paribas kotiert keine Strukturierten Produkte an der Derivatbörse Scoach. Beabsichtigen Sie, künftig Produkte zu listen? Wir haben die Vorarbeiten geleistet, um einfache Produkte wie Reverse Convertibles an der Scoach emittieren zu können. In den kommenden Monaten wird eine breite Palette innovativer Produkte emittiert werden, aber das Tempo hierfür hängt nicht nur von uns ab. dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Omar Alami arbeitet bei der BNP Paribas als Head of Portfolio Solutions Switzerland. Zuvor arbeitete er bei der HSBC in deren Derivat-Abteilung. Alami verfügt über einen Master in Banking, Insurance und Finance Engineering sowie über einen Master of Science in Finance, jeweils von der Dauphine Universität in Paris. Was erwartet die BNP Paribas in den kommenden Monaten für ein Börsenumfeld. Geht ihr Research von steigenden Börsenkursen in Zentraleuropa aus? Wenn ja, welche Sektoren sollten bevorzugt werden? Unsere Analysten erwarten gemäss ihrem jüngsten Strategiebericht für den breiten DJ Stoxxx 600-Index, in dem auch etliche «Heute wird die Ungewissheit an den Märkten reichlich belohnt, wenn Anleger einsteigen.» Schweizer Firmen enthalten sind, für den Juni ein Kursziel von 335 Punkten und bis Jahresende einen Stand von 382 Punkten. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 23 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand. Attraktive Sektoren sind gemäss den Analysten die Aktien von Versicherungen, Luxusgüter-Herstellern, der Öl- und Gasindustrie, Pharmawerte, Telecom-Netzbetreiber und ausgesuchte Transportwerte. Herzlichen Dank für dieses Interview.
  • 24. 24 PRODUCT NEWS WKN: UB1CAL – Open-end-Index Zertifikat der UBS auf den Stowe Global Coal TR Index (EUR) Mit Kohle Gewinne zu Tage fördern Das UBS Kohle-Indexzertifikat bietet Anlegern eine indirekte Beteiligung an diesem wichtigen Energieträger. Der Basiswert enthält 20 Unternehmungen der globalen Kohleindustrie. Dieter Haas| Die US Energy Information Administration (www. eia.doe.gov/oiaf/ieo/coal.html) prognostiziert in ihrem Outlook 2007 einen Anstieg des weltweiten Kohlebedarfs von 74 Prozent für den Zeitraum von 2004 bis 2030. Begleitet wird die starke Nachfragesteigerung durch eine Ausweitung des internationalen Kohlehandels von 44 Prozent. Wegen des überdurchschnittlichen Wachstums erwartet die EIA, dass sich der Anteil der Kohle an der gesamten Energieversorgung von 26 Prozent im Jahre 2004 auf 28 Prozent im Jahr 2030 ausweiten wird. Diese Daten werden im «Die US Energy Information Administration prognostiziert in ihrem Outlook 2007 einen Anstieg des weltweiten Kohlebedarfs von 74 Prozent für den Zeitraum von 2004 bis 2030.» neusten Report vom Mai 2008 wohl eher nach oben korrigiert. Die Zukunftsaussichten der weltweiten Kohleindustrie sind somit hervorragend und ein Zertifikat, welches die Branche global abdeckt, trifft voll ins Schwarze. Als Basiswert wurde der Stowe Coal Index (TCOALE) verwendet, der Unternehmen beinhaltet, die in unterschiedlichen Segmenten der globalen Kohleindustrie tätig sind (http://stowe.snetglobalindexes.com). Zu den fünf grössten Indexpositionen mit Gewichten um acht Prozent zählen Bumi Resources Stowe Global Coal TR Index versus ABN AMBRO World Coal TR Index 340 320 300 280 260 240 220 200 180 160 140 120 100 80 (Indonesien), China Shenhua Energy Co. und die drei US-Konzerne CONSOL Energy, Peabody und Joy Global. Konkurrenz erwächst dem Zertifikat durch die bereits im November 2006 emittierten Partizipations-Produkte von ABN AMRO (siehe dp-Derive im payoff magazine 12/07). Diese basieren auf einem von der Bank kreierten Kohleindex (ABNZCOAL). Der ABNZCOAL Index setzt sich im Gegensatz zu TCOALE aus nur 15 Unternehmungen zusammen, die alle gleich gewichtet sind. Beim TCOALE, welcher 39 Titel beinhaltet, handelt es sich dagegen um einen kapitalisierungsgewichteten und free-float-adjustierten Index. Ein Vergleich in gleicher Währung zeigt leichte Vorteile des TCOALE (vgl. Grafik). Beide verzeichneten in den letzten Jahren satte Kursgewinne. Selbst die gegenwärtig schwierige Börsenphase haben sie mit Bravour gemeistert. Das jüngst in Euro liberierte Open-end-Zertifikat der UBS mit der Wertpapierkennnummer UB1CAL ist an der Scoach Europe kotiert. Die Emittentin verrechnet eine Risk Management Gebühr von 0,3 Prozent pro Quartal und der Spread im Sekundärhandel beträgt in der Regel etwas mehr als ein Prozent. payoff-Einschätzung: Die attraktive Branche dürfte auch in den kommenden Monaten sowohl relativ wie absolut zu den Gewinnern zählen. Der Ansatz von UB1CAL ist solide und verspricht ein volles Ausschöpfen des Potentials der weltweiten Kohleindustrie. Risk-Return-Diagramm Return UB1CAL Partizipation Renditeoptimierung Kapitalschutz 31.12.04 30.6.05 TCOALE (USD) 31.12.05 30.6.06 31.12.06 30.6.07 31.12.07 Risk ABNZCOAL Quelle: Bloomberg (indexiert in USD) dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Quelle: Derivative Partners AG Hebel
  • 25. 25 PRODUCT NEWS Regelbasierte Asset Allokation mit «RAII» Risk Appetite Investable Indices, oder kurz RAII verfolgen einen Ansatz zur Erzielung eines Mehrwertes gegenüber einem klassisch ausgewogenen Portfolio, welches sich zu je 50 Prozent aus Aktien- und Obligationenanlagen zusammensetzt. Dieter Haas| Das Konzept basiert auf einem disziplinierten, regelbasierten Ansatz. Es reduziert die Risiken (Abbau von Aktien), wenn die Anleger sehr optimistisch sind und erhöht sie im umgekehrten Fall. Gemessen wird die Stimmung mit dem CS Global Risk Appetite Index «Der Nutzen von Stimmungsindikatoren kommt besonders in Extremsituationen zum Tragen und ist vor allem erfolgreich in Kombination mit längerfristigen Bewertungskennzahlen.» (GRAI) durch die Vornahme einer Quantifizierung kurzfristiger Chancen/Risiko-Beziehungen von Obligationen- und Aktienmärkten. Das Universum umfasst gegenwärtig 64 Obligationen- und 41 Aktienindizes. Die Benchmark wird seit 1997 veröffentlicht und wurde bis ins Jahre 1981 zurückgerechnet. Der GRAI ist die Schlüsselgrösse für die Festlegung der Allokation des RAII-Portfolios. Das Modell benützt neben dem CS GRAI auch Bewertungskennzahlen sowie Trendfolge- und Stop Loss- Faktoren zur Bestimmung der Aktien- und Obligationengewichte innerhalb des RAII (vgl. Grafik). Der Nutzen von Stimmungsindikatoren kommt besonders in Extremsituationen zum Tragen und ist vor allem erfolgreich in Kombination mit längerfristigen Bewertungskennzahlen. Allokations Modell Allocation Model CS GLOBAL RISK APPETITE INDEX Auf den Überlegungen des GRAI aufbauend, lancierte die CS den RAII Europa (TR). Er beinhaltet ein Aktienportfolio, das den MSCI EMU Index abbildet sowie ein Obligationenportfolio, welches sich am Citigroup EMU Government Bond Index orientiert. Die Gewichtung erfolgt mit Hilfe des Allokationsmodells. Im Backtesting errechnete sich für die letzten 20 Jahre eine Überrendite des RAII Europa gegenüber einem ausgewogenen 50:50 Portfolio von jährlich rund fünf Prozent (vgl. Tabelle). Die absoluten Erträge überstiegen diejenigen von Aktien und dies mit einer durchschnittlichen Volatilität von 10 bis 11 Prozent im Vergleich zu einer solchen von 17 bis 20 Prozent bei reinen Aktienanlagen. Der durchschnittliche Aktienanteil von RAII Europa bewegte sich je nach Zeitrahmen zwischen 48 und 59 Prozent. Kaufgründe für ein RAII-Produkt RAII eignet sich als Portfolioergänzung für verschiedene Situationen: Obligationenportfolios: Höherer Ertrag ohne Eingehen von zusätzlicher Risiken und gleicher oder besserer Sharpe Ratio Ausgewogene Portfolios: Zusatzertrag für vergleichbare Risiken im Vergleich zu einem passiven 50:50 Ansatz Alternative Anlagen: Die pro-forma-Erträge von RAII überstiegen diejenigen eines breit angelegten Hedge Fund Index, allerdings unter Inkaufnahme einer kurzfristig höheren Volatilität Aktienportfolios: Aktienähnliche Erträge bei beträchtlich geringeren Risiken und einem besseren Schutz gegenüber Kursrückschlägen Valuation Indicators Trend Following Model CAGR Analyse – RAII Europa (TR) (net of fees) 20 Yrs 15 Yrs 10 Yrs 5 Yrs Stop Loss Rules 3 Yrs 1 Yrs Weight Bonds Portfolio 0 – 100 % Risk Appetite Investable Index Value Quelle: Credit Suisse dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 10,4% 10,6% Bond Portfolio Weight Equities Portfolio 0 – 100 % Equity Portfolio 7,6% 7,3% 5,3% 3,7% 2,8% 3,7% 50(E):50(B) 9,4% 9,4% 5,7% 10,1% 6,9% -0,9% 14,8% 14,7% 12,3% 12,8% RAII Europe (TR) Quelle: Credit Suisse (29.Februar 2008) 4,9% 16,3% 10,6% -6,2% 10,1% 11,0%
  • 26. 26 PRODUCT NEWS Interview mit Jonathan Wilmot Chief Global Strategist, Credit Suisse Sehr geehrter Herr Wilmot, die globalen Finanzmärkte sind schlecht in das Jahr 2008 gestartet. Welcher Markt respektive welche Branche hat Sie in den letzten drei Monaten positiv bzw. negativ überrascht? Wir hatten für das globale Wachstum sowie Risiko-Anlagen ein schlechtes erstes Quartal erwartet, aber der aggressive Ausverkauf an den Aktien- und Kreditmärkten war für uns eine Überraschung, auch der komplette Liquiditätszusammenbruch in gewissen Be- «Viele Studien zeigen, dass Investoren und Trader sich entweder übertrieben optimistisch oder pessimistisch verhalten, was langfristig zu Einbussen in der Performance führt.» reichen der Obligationenmärkte um den Beinahekollaps der Bear Stearns. Ebenso war der Anstieg der Rohstoffpreise – speziell Nahrungsmittel und Energie – viel stärker als aufgrund fundamentaler Faktoren grundsätzlich zu erwarten gewesen ist, während die Schwäche des Dollars eher voraussehbar war. Die Kombination all dieser Elemente ist eine Art von «Marktversagen», dass für die Weltwirtschaft eine echte Bedrohung darstellt und auch das gesellschaftliche und politische Gleichgewicht in gewissen Ländern auf die Probe stellt. Die derzeitigen Rufe nach mehr Regulierung könnten aus meiner Sicht aber auch kontraproduktiv sein. Derzeit werden überdurchschnittlich hohe Volatilitäten gehandelt. Erachten Sie die aktuelle Marktverfassung als zu emotional, empfehlen Sie den Verkauf von Volatilität zu den jetztigen Konditionen? Um die Positionsliquidation der Société Générale im Januar und die Bear Stearns Krise Mitte März waren die Märkte extrem emotional, dies zeigte sich auch in der Entwicklung unseres seit langem etablierten Global Investor Risk Appetite Index (GRAI). Glücklicherweise konnten gewisse Anzeichen der Stabilisation in den Kredit- und Aktienmärkten ausgemacht werden. Aber trotzdem ist unser Risiko-Indikator noch erhöht und befindet sich in der sogenannten «PanikZone», wie wir diesen Bereich auch nennen. Normalerweise würde dies bedeuten, dass riskante Anlagen kurzfristig weiter Potenzial für eine Erholung hätten, was auch eine sinkende implizite Volatilität im Aktienmarkt mit sich bringen würde. Damit sich aber der «Risiko-Appetit» nachhaltig erholen kann, ist eine effektivere Strategie der politischen Entscheidungsträger sowie eine Rückkehr zu günstigeren Energiepreisen notwendig. Währungen sind ein anderes Thema. Auch bei sich stabilisierenden Aktien- und Kreditmärkten gehen wir nicht von einer Erholung der US-amerikanischen Währung aus, ganz im Gegenteil: Wir erwarten weiterhin eine leichte Zunahme des Euros und des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar. Mit den «Credit Suisse Risk Appetite Investable Indices» (RAII) lanciert Ihre Bank eine Indexfamilie mit einem Absolute Return Ansatz. Was sind kurz zusammengefasst die Vorteile dieser neuen Indizes? Der Ansatz ist ziehmlich einfach: Man ersetzt dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Jonathan Wilmot ist Managing Director und Chief Global Strategist bei Credit Suisse Investment Banking in London. In seiner Tätigkeit konzentriert er sich auf wichtige langfristige und zyklische Themen in der Weltwirtschaft sowie deren Auswirkungen auf die globalen Kapitalflüsse und die Kurse der Anlagewerte. menschliche Emotionen durch ein diszipliniertes Regelwerk, welches definiert, wann und wie eine Allokation in hochwertige Obligationen und Aktien vorgenommen werden muss. Viele Studien zeigen, dass Investoren und Trader sich entweder übertrieben optimistisch oder pessimistisch verhalten, was langfristig zu Einbussen in der Performance führt. Unser Index wurde bis 1984 zurück getestet. Die aus diesem langen Bewertungszeitraum hervorgehenden Daten zeigen robuste Resultate und deuten auf ein Modell hin, welches unter einer Vielzahl von abrupten Veränderungen und besonderen Börsenumständen funktioniert. Wir werden in Kürze eine globale Version des Index auflegen, welcher in Emerging Markets, die USA und Japan investiert und vergleichbare Renditen vorweisen kann. Ist es beabsichtigt, auf diese Indizes Strukturierte Produkte zu lancieren? Ja, das Produkt eignet sich gut für institutionelle und private Anleger und wir werden in Kürze eine Vielzahl an Produkten, abgestimmt auf das jeweilige Investorensegment, anbieten. Herzlichen Dank für dieses Interview Deutsche Uebersetzung des englischen Originalinterviews
  • 27. 27 MUSTERPORTFOLIOS Musterportfolio Rohstoffe – aktuelle Outperformance bei über 25 Prozent dem RICI Commodity Index. Der RICI Commodity Index ist der am breitesten diversifizierte Rohstoffindex. Der Mini Long AA0X56 hat den RICI Enhanced Agriculture Index als Underlying (vgl. dpDerive), wodurch der Agrarsektor bewusst als Ganzes verstärkt wird. Aufgrund der bestehenden Angebotsknappheit wurden drei Mini Longs auf Brent Öl, Platin und Silber berücksichtigt. Im Vergleich zur Benchmark weist das Portfolio auf Vollwertbasis ein leichtes Übergewicht im Energie- sowie ein leichtes Untergewicht im Metallsektor auf. Bis zum 18. April belief sich die Performance des Musterdepots Rohstoffe nach Transaktionskosten auf plus 33,4 Prozent und übertraf diejenige der Benchmark um 25,6 Prozent! Die Rohstoffhausse der letzten Monate widerspiegelt sich in erster Linie in den in USD gemessenen Indizes. Umgerechnet in Franken entwickelte sich die Referenzgrösse DJAIGCHTR seit dem Start des Musterdepots bis vor kurzem seitwärts. Für die kommenden Monate erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Entwicklung bei den Rohstoffen und zwar sowohl in USD wie auch in anderen Währungen. Das Musterportfolio Rohstoffe hat sich bis Anfang März hervorragend entwickelt und vermochte sich immer weiter von der Benchmark abzusetzen. Die heftige Korrektur an den Rohstoffmärkten im März traf unser Depot trotz der Reduktion der eingesetzten Hebel-Produkte überdurchschnittlich. Da wir aus langfristigen Überlegungen keine Depotabsicherung vornehmen und in der Regel mit einem Leverage arbeiten, ist das allerdings nicht weiter verwunderlich. Der Einsatz der Hebel-Produkte erfolgt allerdings nur im Rahmen der erreichten relativen Outperformance. Bei der Zusammensetzung wird auf eine ausgewogene Verteilung des Emittentenrisikos geachtet. Rund 75 bis 100 Prozent des Depots entfallen auf Partizipations-Produkte (zumeist Tracker- und Bonus-Zertifikate oder ETFs). Hebel-Produkte werden im Rahmen der erreichten Outperformance zur Benchmark eingesetzt und können derzeit einen Umfang zwischen 0 und 25 Prozent annehmen. Die Anzahl der gehaltenen Positionen bewegt sich in der Regel zwischen fünf und zehn. Unter den ausgewählten Tracker-Zertifikaten befinden sich gegenwärtig der in Deutschland kotierte ETF auf den DJ-AIG mit der WKN-Nummer A0KRKC sowie die in der Schweiz kotierten GSCID auf den GSCI Total Return Index und MRAI auf den RICI Agriculture Index. Mit den im Depot befindlichen fünf Mini Longs werden Schwerpunkte gesetzt. Es wurden dabei bewusst solche mit niedrigen Stop Loss Levels gewählt. Der Mini Long ABN36E basiert auf News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren Musterportfolios «Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung» und «Rohstoffe» können Sie auf www.payoff.ch (Community/ Forum/payoff Musterportfolios) jederzeit nachschlagen. Zusammensetzung Musterportfolio Rohstoffe Ticker/WKN Börse Emittent Basiswert Typ Laufzeit Ratio CCY Kurs CHF-Wert 18.04.08 Anzahl 18.04.08 Gewicht CCY in % 18.04.08 A0KRKC - ETF XETRA ETFS DJ-AIG Tracker open-end EUR 14.58 2000 46’962.18 35.2% 1.6105 GSCID - ETF SWX AXA GSCI-TR Tracker open-end USD 86.50 500 44’039.31 33.0% 1.0183 MRAI - ETF SWX ABN RICI-AI Tracker open-end USD 172.50 100 17’564.81 13.2% 1.0183 ABN37E EUWAX ABN RICI Mini Long open-end 0.01 EUR 13.94 400 8’980.15 6.7% 1.6105 AA0X56 EUWAX ABN RIAEC Mini Long open-end 0.01 EUR 4.25 1000 6’844.63 5.1% 1.6105 BCOJK SWX ABN Brent Mini Long open-end 1 CHF 34.30 100 3’430.00 2.6% 1.0000 MXPTC SWX VON Platin Mini Long open-end 100 CHF 7.47 400 2’988.00 2.2% 1.0000 MXAGC SWX VON Silber Mini Long open-end 2 CHF 2.58 1000 2’580.00 1.9% 1.0000 7.01 0.0% 133’396.09 100.0% CASH Quelle: Derivative Partners AG dp payoff all about derivative investments | Mai 2008
  • 28. 28 MUSTERPORTFOLIOS Musterportfolio Rohstoffe versus DJAIGCHTR (in CHF) % 55 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 -5 -10 4.5.07 DJAIGCHTR 4.7.07 4.9.07 4.11.07 4.1.08 4.3.08 MP-Rohstoffe Quelle: Derivative Partners AG Anzeige Börsentäglich handelbar an der Scoach Der Index für Afrika Open End Zertifikate auf den S&P® Africa 40 Index ® Partizipation am Wachstumspotenzial des afrikanischen Kontinents ® Investment in die 40 grössten, börsennotierten Unternehmen Afrikas ® Offizieller Standard & Poor’s Index ® Open End - ohne fixe Laufzeit ® In CHF oder USD ® Valoren: 3'861’016 (CHF) 3'861’015 (USD) Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Gespräche auf der angegebenen Linie aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind. Risikohinweis: Dieses Werbeinserat stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes sowie keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Der alleinverbindliche Prospekt in englischer Sprache kann direkt bei ABN AMRO Bank N.V., Zweigniederlassung Zürich, unter der Tel. 044 / 631 62 62 bezogen werden. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission unterstellt. Die Anleger sind dem Konkursrisiko der Emittentin ausgesetzt. Die Produkte sind weder für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien oder den Niederlanden, noch an US-Personen bestimmt. dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 Weitere Informationen zu diesen oder anderen interessanten Produkten von ABN AMRO 044 631 62 62 www.abnamromarkets.ch abnamro.pip@ch.abnamro.com
  • 29. 29 PRODUCT NEWS REVIEW Produktvorstellungen und was daraus wurde In der Product News Review stellen wir Ihnen die Strukturierten Produkte nochmals vor, die im payoff express oder payoff magazine vor einem Jahr präsentiert wurden. VIECH – ISIN: CH0030263922 Im payoff magazine 05/07 wurden unter dem Titel «Good morning Vietnam» die Tracker-Zertifikate VIECH (CHF) und VIEUS (USD) vorgestellt. Vietnam zählte damals zu den «Hot Issues». Hohe Wachstumsraten sorgten für viel Fantasie. Der Ho Chi Minh Stock Index kletterte rasant nach oben und erreichte im März 2007 sein bisheriges Allzeithöchst. Dieses übertraf den Startkurs vom 28. Juli 2000 beinahe um das Zwölffache! Seither ging es erst langsam und zuletzt immer schneller bergab. Das Timing der Emission war somit äusserst unglücklich gewählt. Rückblickend betrachtet lässt sich sagen: «Nur der frühe Vogel fängt den Wurm». Der Titel des damaligen Artikels hätte gescheiter mit «Good bye Vietnam» betitelt werden sollen. Selbst der schweizerische Gesamtindex SPI, der im internationalen Vergleich zuletzt weiss Gott nicht zu den Spitzenreitern zählte, schlug VIECH um Längen. Das langfristige Wachstumspotential von Vietnam ist zwar zweifellos grösser als dasjenige von Helvetien, auf kurze Open-end Zertifikat auf Vietnam in CHF (VIECH) versus SPI 120 110 100 90 80 70 60 50 40 03.04.07 03.06.07 VIECH 03.08.07 03.10.07 03.12.07 03.02.08 03.04.08 SPI Quelle: Bloomberg (indexiert ab Liberierung VIECH) Sicht überwiegen jedoch weiterhin die Risiken und es sollte mit Neuengagements zugewartet werden. Wer auf Vietnam setzt, braucht Geduld und einen langen Atem. Anzeige Ja, ich nehme an der Konferenz Unternehmensfinanzierung 08 vom 4.6.08 zum Preis von CHF 950.– exkl. 7.6 % MwSt. teil. Ja, ich nehme an der Konferenz Unternehmensfinanzierung 08 vom 4.6.08 zum Preis von CHF 750.–* exkl. 7.6 % MwSt. teil. T JETZ EN! ELD ANM 2. Jahrestagung *Abonnenten unserer Medienpartner profitieren von den Sonderkonditionen von über 20% Rabatt. Einsenden oder faxen an: Academy for Best Execution GmbH, Andrea Steiner Pfadacher 5, CH-8623 Wetzikon, Fax +41 (0)43 488 18 61 Info-Telefon: +41 (0)43 488 18 60, www.academy-execution.ch Unternehmensfinanzierung 08 – Trends in der Finanzierungslandschaft Vorname: 4. Juni 2008, Widder Hotel, Zürich Nachname: Titel / Funktion: Unternehmen: Strasse / Nr.: Strategic Partner: IFZ Institut für Finanzdienstleistungen Zug Media Partner: dp payoff all about derivative investments | Mai 2008 PLZ / Ort: Datum / Unterschrift: E-Mail: