dp payoff all about derivative investments

Nr. 6 | Juni 2008 | 5. Jahrgang | www.payoff.ch
CHF 12.50 | EUR 8.–

Einen kühlen Kopf bewahren,
wenn es im Depot brennt

3

Wetten, dass die Schweiz
Europameister wird!

7

The Convenient Truth of «GOR» –
oder die verzerrte Relation zwischen
Gold- und Ölpreis!
11
Refinanzierung mittels Strukturierter Produkte – problematische
Entwicklung
42
dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
2

OPINION

INHALT

SEITE

OPINION
Ein Kamel für alle Fälle

2

FOCUS
Einen kühlen Kopf bewahren, wenn es im Depot brennt

3

Wetten, dass die Schweiz Europameister wird!

7

The Convenient Truth of «GOR» – oder die verzerrte Relation
zwischen Gold- und Ölpreis!
11
Dubai – Mehr als Aladin und die Wunderlampe

14

Discount-Zertifikate – erstaunliche Rendite bei
kalkulierbarem Risiko

18

Energy Basket – Brennstoff fürs Depot

23

Daniel Manser

INTERVIEW

Chefredaktor payoff

Interview mit Dr. Roger Fasnacht

25

PRODUCT NEWS
Schnäppchenjagd mit Discount-Zertifikaten

27

Ein Kamel für
alle Fälle

Besser als der Schweizer Pensionkassenindex

28

Gewinne in Haussen und Baissen

29

Gegen den Trend

30

Die Energiepreise steigen seit Monaten. Ein Fass
Rohöl kostet heute doppelt soviel wie noch vor
einem Jahr, respektive fünfmal soviel wie vor fünf
Jahren. In der Schweiz werden die steigenden
Kraftstoffpreise mit Unmut zu Kenntnis genommen, doch die Option, weniger Auto zu fahren,
haben bisher die wenigsten in Betracht gezogen.
Ganz anders in Indien – dort können sich viele
Landwirte den Diesel für ihre Traktoren schlicht
nicht mehr leisten. Die findigen Asiaten lassen
deswegen aber nicht etwa die Köpfe hängen
oder appellieren, wie einige Politiker hierzulande,
für Steuererlasse. Die Inder hielten einfach nach
günstigeren Produktionsmitteln Ausschau um ihre
Äcker zu bestellen. Und sie wurden bei den Kamelen fündig. Die Wiederentdeckung des fast ausgestorbenen indischen Kamels führte nun dazu, dass
sich die Preise für ein Kamel innert zwei Jahren auf
CHF 1’000 verdreifachten. Trotzdem ist ein Kamel
immer noch viermal billiger zu haben als ein einfacher Traktor. Dieses Beispiel zeigt, was für inflationäre Tendenzen die steigenden Energiepreise
hervorrufen können. Doch keine Sorge, wie der
zu erwartenden Inflation paroli geboten werden
kann, lesen Sie in unserem spannenden Fokusartikel zum Thema «Gold».
«Geld verdienen in der Krise»; mit Strukturierten
Produkten ist dies durchaus möglich. Wie genau
das funktionieren kann, können Sie im Leadartikel
dieses payoff magazines nachlesen.
Für die ganz Vorsichtigen hier noch ein persönlicher Absicherungstipp: Für CHF 3’000 ist im
Zürcher Zoo (www.zoo.ch) eine Patenschaft für ein
Kamel zu haben – man weiss ja nie…

MUSTERPORTFOLIOS

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Trotz Börsenschwäche ein Plus von 5,4 Prozent in 15 Monaten 31

PRODUCT NEWS REVIEW
Produktvorstellungen und was daraus wurde

33

DERIVE
Stabiler Seitwärtstrend

35

Das Ende der Erholung naht

36

Erfolgversprechende Mean-Reversion-Spekulation?

37

LEARNING CURVE
Rainbow-Mechanismus

38

INVESTMENT IDEAS
Optimiert in Agrarrohstoffe investieren

40

Die ideale Alternative zum Geldmarkt – Cash Generator
Zertifikate in CHF, EUR oder USD

41

RATING WATCH
Refinanzierung mittels Strukturierter Produkte –
problematische Entwicklung

42

MARKET MONITOR
Attraktive Neuemissionen

46

Meistgehandelte derivative Hebelprodukte

47

Meistgehandelte derivative Anlageprodukte

48

STYLE & PEOPLE
Rund um Lifestyle

49

READER’S SERVICE
Reader’s Voice

51

Ticker News

52

Impressum

52
3

FOCUS

Einen kühlen Kopf bewahren, wenn es
im Depot brennt

Bild: www.sxc.hu

Nicht nur für Hedge-Fonds ergeben sich trotz turbulenten Börsenzeiten attraktive InvestmentStrategien, auch Privatanleger und Vermögensverwalter können dank Strukturierter Produkte
professionell auf schwache Börsen reagieren.
fen geändert wurde, Jubelstimmung breit.
Bedingt durch die wechselhaft gewordene Marktsituation stellt sich für Anleger
nun die Frage, wie auch bzw. gerade in der
zweiten Börsenhalbzeit Gewinne erwirtschaftet werden können.

Mit den bröckelnden Börsenkursen wurde auch mancher Anleger verunsichert.
Trotzdem lässt sich auch in Krisenzeiten gutes Geld verdienen.

Martin Raab| Trotz milliardenschwerer
Anfeuerungen durch führende Notenbanken
und drastischen Zinssenkungen in den USA
präsentiert sich die erste Halbzeit des Börsenjahres 2008 sehr durchwachsen. Enttäuschung überwiegt bei den Spielern auf dem
Aktienmarkt, die relevanten Leitindizes wie
SMI und Dow Jones sind seit dem Start der
Saison im roten Bereich. Zwar schien zwischendurch etwas Hoffnung auf Besserung
zu keimen, doch die exorbitant verteuerten
Energiepreise sorgten wieder für einen kräftigen Kursrutsch. Die Mehrheit der Privatinvestoren hat nach einer Studie von JPMorgan nach wie vor ein neutrales bis negatives
Stimmungsbild für die globalen Aktienmärkte.

Doch trotz anhaltender Skepsis setzten bisher
nur wenige Investoren und Vermögensverwalter auf fallende Aktienkurse – vielerorts war

«Nur wer einen langen Atem hat,
sollte jetzt im Obligationen- und
Kreditmarkt eine Buy-and-HoldStrategie verfolgen.»
man mehr dazu geneigt, die Einstandskurse
zu verbilligen, als Short-Strategien gewinnbringend umzusetzen. So macht sich nur
in Portfolios, in denen rechtzeitig die mentale Einstellung von kaufen auf verkau-

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Champions der Hedge-Fonds-Szene verdienen Milliarden trotz Krise
Das grösste Talent, in der Krise Geld zu verdienen, hat bisher John Paulson unter Beweis
gestellt. Während namhafte Investmentbanken milliardenschwere Abschreibungen
auf Wertpapierbestände durchführen mussten, glänzte Paulsons Hedge-Fonds-Boutique
mit einer Performance von 590 Prozent per
Ultimo 2007. Sein konträres Erfolgsrezept: Er
setzte zum einen mit Leerverkäufen auf den
Abschwung des «ABX-Index», welcher der
Wertentwicklung mit Hypotheken besicherter
Anleihen folgt. Zum anderen erwarb Paulson
sog. «Credit Default Swaps» auf im US-Markt
engagierte Banken, deren Wert explodierte,
als die Märkte einbrachen. Gemäß den bei
Hedge-Fonds üblichen Verwaltungsgebühren
(2 Prozent Fixgebühr / 20 Prozent Gewinnbeteiligung) kassierte der in New York ansässige Hedge-Fonds-Manager kürzlich seine
Performance-Fee für das abgelaufene Jahr
2007 in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar
und wurde zum leibhaftigen Beispiel eines
Krisengewinners.
Doch die Goldgräberstimmung im Kreditmarkt
hat die Bewertungsniveaus bereits merklich verteuert. Das Marktbarometer «iTraxx
Crossover Index», welches gleichgewichtet
50 europäische Referenzschuldner im >
4

FOCUS

Die Entwicklung des Itraxx Crossover im Vergleich zum Euro Stoxx 50
in Basispunkten
650

in Punkten
4’600

600

4’400

550
4’200
500
4’000

450
400

3’800

350
3’600
300

negative Marktentwicklung als positive Rendite
erzielen kann. Ausschlaggebend für die Ermittlung des Auszahlungsbetrages und somit der
tatsächlichen Rendite ist in der Regel der Kurs
des Basiswertes am Tag der Fälligkeit. Speziell all jene Investoren, die Aktienbestände
halten und diese auch in der zweiten Halbzeit
des Börsenjahres nicht verkaufen möchten,
können beispielsweise über den Zukauf von
Reverse-Bonus-Zertifikaten – bezogen auf die
jeweilige Aktie oder einen Index – eine relativ
unkomplizierte Absicherung ihrer Bestände
herbeiführen. Neben «Bestandsaktionären»
sind für alle Investoren, die in der aktuellen
Kursentwicklung eine Bärenmarkt Rallye sehen, Reverse bzw. Inverse Derivate ideale Instrumente, um bei fortgesetztem Abschwung
Kasse zu machen.

3’400

250
9.07

10.07

11.07

12.07

1.08

2.08

3.08

4.08

Itraxx Crossover - Non Investment Grade
Euro Stoxx 50 - rechte Skala
Quelle: Bloomberg

Bereich mittlerer bis schwächerer Bonitäten
bündelt, hat sich in den letzten Wochen entsprechend erholt. Viele Marktbeobachter halten die «Morgenstimmung» jedoch für noch
etwas verfrüht. Nur wer einen wirklich langen
Atem hat sollte jetzt im Obligationen- oder
Kreditmarkt eine Buy-and-Hold-Strategie von
«gefallenen Stars» verfolgen. Im Falle neuer
Hiobsbotschaften könnte so mancher Obligation bzw. manchem Kreditindex schnell die rote
Karte drohen.
Optionsprämien als alternative
Cashflows für den Investor
Interessanter sind nach Ansicht vieler Marktbeobachter derzeit Investment-Strategien, bei
denen der Anleger trotz Kursgewitter stetige
Erträge erwirtschaften kann. So finden «Covered-Call» oder «Buy-Write»-Strategien bereits
im Lager der institutionellen Spieler rege Anwendung. Hier wird der Basiswert (z.B. Roche)
erworben und gleichzeitig eine Call-Option auf
diesen Wert verkauft («geschrieben») – oder
der Investor schreibt nur Optionen, ohne den
Basiswert im Depot zu besitzen. Die aus dem
Verkauf erzielte Optionsprämie sorgt für zusätzliche Einkünfte bzw. verringert den Kaufpreis
des Basiswerts. Basierend auf dieser Strategie
bietet beispielsweise die Valartis Bank zwei
Produkte auf den SMI an. Der Anleger muss

sich allerdings zwischen BWSML oder BWSMH entscheiden: Das erste Zertifikat setzt auf
eine «at-the-money-Strategie», welche Optionen zum gleichen Preis verkauft, wie der Basiswert (Aktie) gekauft wurde. Diese Strategie
brachte im Vergleich zum SMI im 10-JahresVergleich eine um 4 Prozent üppigere Rendite –
bei rund 5 Prozent weniger Risiko. Das zweitgenannte Zertifikat verkauft die Call-Optionen
5 Prozent «out-of-the-money» und bescherte
rund 2 Prozent mehr Rendite als der SMI selbst
(siehe payoff magazine 03/08). Neben Zertifikaten sind auch erste ETFs (börsengehandelte
Fonds) für «Buy-Write»-Strategien verfügbar.
In der Rückrechnung haben «Buy-Write»-Strategien nahezu immer deutlich mehr Rendite
erzielt als reine Index-Investments.
Erträge dank «Reversen» und
«Inversen» Derivaten
Ebenfalls eine Optionsstrategie steckt hinter
Reverse-Bonus-Zertifikaten und sog. «Inverse
Reverse Convertibles» (vgl. Tabelle und Product News Seite 30). Diese Varianten setzen
darauf, dass der Kurs des Underlyings ein
bestimmtes Kursziel nicht erreicht oder überschreitet. Das Unterschreiten des unteren
Schwellenwertes kann hingegen die Rendite
des Anlegers steigern, da er nicht nur den festgelegten Bonusbetrag, sondern die komplette

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Mentale Überwindung für HedgeStrategien notwendig
Mit Blick auf das Verhalten der heimischen
Anleger werden Hedge- bzw. Short-Strategien
bisher nur in sehr geringem Umfang gefahren.
Eine exklusive Auswertung des payoff magazine über die Börsenumsätze von Januar
bis April 2008 in Long bzw. Short-Produkten
(Warrants und Mini-Futures) ergab, dass die
überwiegende Mehrheit der Warrant-Käufer
in allen vier Monaten auf Calls setzte. Selbst
im Krisenmonat Januar war nur jede dritte Order ein Short-Produkt, die Masse der Anleger
sah den Kurseinbruch eher als verlockende
Kaufgelegenheit, was sich bekanntlich wenig
später rächen sollte. Deutlich emanzipierter in
Sachen Hedging zeigten sich die Mini-FuturesInvestoren. Diese setzten im Januar und März
mehrheitlich auf Kursabschwünge und profitierten entsprechend üppig.
Nach Ansicht von Experten ist die zögerliche
Reaktion vieler Anleger auf massive Kursabschwünge eng mit mentaler Überwindung und
Psychologie verbunden. Wenig verwunderlich
daher, dass Anleger, die Kursdellen zum Verbilligen von Einstandskursen genutzt haben und
damit letztlich auf einen Wiederaufschwung
hoffen, nur selten darüber hinaus noch Put
Warrants oder Mini Shorts in ihr Portfolio aufnehmen. Doch auch bei der Entwicklung von
persönlichen Hedging-Strategien gilt wie so
oft: Übung macht den Meister. Anleger sollten
versuchen, ihre individuelle Markteinschätzung
stets für positive Szenarien und auch die Umkehrseite zu perfektionieren – denn so kann
auch in Krisenzeiten Geld verdient werden.
5

FOCUS

Krisensichere Strukturierte Produkte
Bezeichnung

Symbol

Verfall

Valartis SMI Buy Write ATM Zertifikat

BWSML

Open-end

Valartis SMI Buy Write OTM Zertifikat

BWSMH

Open-end

GS Inverse Multi Barrier Rev. Conv. Swiss Stocks

IVRBA

Bearish Certificate Plus auf DAX Index

Kurs

Währung

Handel

79.15

CHF

Scoach CH

78.80

CHF

Scoach CH

16.01.2009

104.60

CHF

Scoach CH

JPBER

21.04.2011

-

EUR

Scoach CH

Reverse-Bonus-Zertifikat auf den DAX

UBAAA

12.06.2009

9350.00

EUR

Scoach CH

Lyxor ETF DAXplusR Covered Call

LYX0AE

Open-end

55.66

EUR

Frankfurt

Lyxor ETF DAXplus Protected Put

LYX0BU

Open-end

43.47

EUR

Frankfurt

DB X-Tracker Euro Stoxx Short

XSSX

Open-end

55.55

CHF

SWX

Open-End-Short-Zertifikat auf CAC40

GS0QQ8

Open-end

62.54

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf AEX Index

GS0QQA

Open-end

54.52

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf AMEX Gold Bugs Index

GS0QQ6

Open-end

14.75

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf DAX

GS0QQK

Open-end

79.79

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf DJ EURO STOXX 50 Index

GS0QQL

Open-end

47.32

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf DJ Industrial Average Index

GS0QQM

Open-end

88.05

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf FTSE 100 Index

GS0QQB

Open-end

80.11

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf Hang Seng Index

GS0QQC

Open-end

14.88

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf Nasdaq-100 Index

GS0QQN

Open-end

11.82

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf Nikkei 225

GS0QQJ

Open-end

11.91

EUR

Scoach Eur.

Open-End-Short-Zertifikat auf S&P 500

GS0QQP

Open-end

95.48

EUR

Scoach Eur.

Quelle: Derivative Partners AG (Stand 27.5.08)

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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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7

FOCUS

Wetten, dass die Schweiz Europameister wird!
Das Fussballfieber hat die Schweiz erfasst. Die Europameisterschaft 2008 steht vor der Tür
und somit erfahren auch die vielfältigen Wettangebote einen Boom. Das Geld, welches Fussballfans am Kiosk für Paninibilder ausgegeben haben, können sie mit dem richtigen Tipp
gleich wieder mit nach Hause nehmen.
Bild: www.sxc.hu

Wird die Schweiz, wie es Köbi Kuhn schon
nach der WM 2006 als Ziel gesetzt hat,
den Heimvorteil nutzen können und Europameister werden? Oder werden sich
Tranquillo Barnetta und Co. schon nach
der Rückrunde einen Platz vor dem Fernseher einrichten müssen? Wenn man den
Wettquoten auf sporttip.ch folgt, so bestehen keine rosigen Aussichten für das
helvetische Fussballherz. Ein Scheitern in
der Vorrunde wird mit einer Quote von 1,40
für die wahrscheinlichste Variante gehalten – der EM-Titel (Quote 20,00) scheint
schier unerreichbar. Dies muss aber für die

Anpfiff zur EM! Mit dem Beginn der Europameisterschaft bricht auch das Wettfieber wieder aus.

Tobias Walter| Mit der anstehenden Europameisterschaft wird das Fussballexpertentum in Europa neue Höhepunkte erreichen.
Kaum ein Fussballfreund glaubt nicht, zu
wissen, welche Mannschaft um den Titel
mitspielen wird und welches Team unter
den Erwartungen bleibt. Wer genug Vertrauen in das eigene Fachwissen setzt, der
riskiert vielleicht die eine oder andere Wette auf ein Spiel. Dabei sind dem Fan durch
die in den letzten Jahren stetig wachsende
Angebotsvielfalt im Wettbereich kaum Grenzen gesetzt. In der Schweiz bietet Swisslos
über das Wettformat Sporttip als einziger
konzessionierter Anbieter die Möglichkeit,

Geld auf Sportereignisse zu setzen (siehe
Interview auf Seite 25). Daneben bestehen
aber noch diverse Onlineplattformen, welche in einer legalen Grauzone operieren,
sprich ihren Sitz in anderen Staaten haben,
via Internet aber trotzdem auch für Schweizer Spieler zugänglich sind.
2004 – Griechenland, 2008 – die
Schweiz?
Wettangebote können in Bezug auf die
Stärke eines Teams durchaus interessante
Informationen liefern und viele Fussballfans in der Schweiz werden sich kurz vor
Beginn der EM dieselben Fragen stellen.

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

«Ein Scheitern des SchweizerTeams in der Vorrunde wird
mit einer Quote von 1,40 für
die wahrscheinlichste Variante
gehalten.»
Schweizer Fussballfans nicht völlige Konsternation zur Folge haben. Dass sich auch
die Buchmacher durchaus einmal irren
können, zeigte der Erfolg Griechenlands
vor vier Jahren eindrücklich. Das Team von
Trainer Otto Rehhagel war mit einer Quote
von 60,00 als Underdog ins Turnier gestartet, liess seine Landsleute schlussendlich
aber nicht nur über einen unerwarteten
Europameistertitel, sondern einige von ihnen bestimmt auch noch über einen satten
Gewinn jubeln. Die Chancen der Schweiz,
einen ebensolchen Exploit zu landen, wer-
8

FOCUS

den dreimal höher eingeschätzt als bei
den Griechen vor der letzten EM. Aber
ein Aussenseitersieg stellt selbstverständlich die Ausnahme der Regel dar.
Schon am darauffolgenden Grossereignis –
der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland – setzte sich mit Italien wieder ein
Favorit durch.
Die Bank gewinnt immer!
Die Berechnungen der Buchmacher basieren hauptsächlich auf der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Resultates – je höher die Wahrscheinlichkeit, desto tiefer die
Quote. Damit verhält sich das «Pricing» einer Wette ähnlich demjenigen einer Option.
Ist eine Option «in-the-money», so ist sie einiges teurer, als wenn noch eine grosse und
damit unwahrscheinliche Kursänderung bis
zum Break Even erfolgen muss. Analog ist
der Erfolg einer starken Mannschaft gegen
eine schwächere mit einer tiefen Quote
verbunden. Die Quote errechnet sich an
Hand der Formel:
(1/Eintrittswahrscheinlichkeit) x 100
= Quote
Die Chance, dass die Schweiz Europameister wird, beläuft sich demnach gemäss
Swisslos auf 5 Prozent, was sich in der
Quote von 20,00 niederschlägt. In dieser
Quote ist jedoch auch noch eine Marge des
Buchmachers enthalten. Diese wird dadurch erzielt, dass bei der gesamten Anzahl
der Ergebnisvarianten auf ein Ereignis mit
einem erhöhten Wahrscheinlichkeitswert
gerechnet wird. Im folgenden Beispiel wird
dies verdeutlicht:
Für das Eröffnungsspiel am 7. Juli zwischen
der Schweiz gegen Tschechien sind auf
bwin.de folgende Quoten gegeben.
Sieg Schweiz 2,90
= Wahrscheinlichkeit von 34,48 Prozent
Unentschieden 3,10
= Wahrscheinlichkeit von 32,26 Prozent
Sieg Tschechien
2,40
= Wahrscheinlichkeit von 41,67 Prozent
Addiert man die Wahrscheinlichkeit, so
kommt man auf ein Ergebnis von 108,41

Prozent. Rechnet man nun 1/1,0841, so
ergibt sich ein Wert von 0,922. Zieht man
dies nochmals von 1 ab, so ergibt sich eine
Gewinnmarge des Buchmachers von (1 0,922 = 0,078) 7,8 Prozent.
Verteilen sich also die Einsätze exakt gemäss den Wahrscheinlichkeiten, so wird
für den Buchmacher ein Gewinn von 7,8
Prozent resultieren. Da dies aber in der Realität kaum der Fall sein wird, kann der Anbieter die Quoten dahingehend verändern,
dass unbeliebte Aussenseitertipps durch
höhere Gewinnchancen attraktiver werden.
Schlussendlich gilt derselbe Grundsatz wie
bei jedem Glückspiel: Insgesamt gewinnt
die Bank!
Hoher Gewinn oder kleines Risiko?
Neben den klassischen Wetten auf Sieg
der einen Mannschaft, Unentschieden oder
Sieg des zweiten Teams, sind eine Vielzahl
von weiteren Möglichkeiten gegeben, die
eigene Erwartung eventuell in Geld umzumünzen. Schon erwähnt wurde der Tipp auf
den Europameister oder auf den Zeitpunkt
des Ausscheidens einer Mannschaft. Weiter
kann aber auf eine Vielzahl von Ereignissen
getippt werden.

Zeitpunkt des Ausscheidens
der Schweiz
Vorrunde

1.40

Viertelfinale

2.10

Halbfinale

5.00

Finale

12.00

Europameister

20.00

So sind dies zum Beispiel die Anzahl der
während des gesamten Turniers oder der
nur an einem Austragungsort geschossenen
Tore, der Torschützenkönig und die Finalpaarung, aber auch die Anzahl Tore, welche
in den jeweils ersten zwanzig Spielminuten
erzielt werden oder die Anzahl Eckbälle,
Karten, Eigentore und Einwürfe während des
Turniers. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Durch die Kombination von verschiedenen Wetten kann zudem die Gewinnquote
erhöht werden, indem die Quoten aller kombinierten Wetten miteinander multipliziert
werden. Dies bringt aber gleichzeitig auch
ein grösseres Verlustrisiko mit sich, da bei
Nichteintreffen einer Wettprognose die ge-

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

samte Wette als verloren gilt. Ein gewisses
Hedging ermöglichen die so genannten Systemwetten, bei denen in einer Kombination
von mehreren Wetten einige Fehltipps erlaubt sind. Hier können Beispielsweise fünf
Wetten miteinander kombiniert werden, wobei auch dann ein Gewinn erzielt wird, wenn
nur zwei oder drei der Tipps zutreffen.

«Durch die Kombination kann
die Gewinnquote erhöht werden.
Dies bringt aber gleichzeitig
auch ein grösseres Verlustrisiko
mit sich.»
Bei aller Freude…
Angesichts der Vielfalt an Wettmöglichkeiten und mit einer Prise EURO-Begeisterung verfällt der risikobereite Spieler leicht
in ein Wettfieber. Doch dabei soll eines
stets im Auge behalten werden: Wer auf
dem Weg zum Stadion noch eine kleine
Wette am Kiosk platziert, der verschafft
sich zumindest einen extra Adrenalinkick,
besonders wenn der Tipp noch richtig war,
doch letztendlich gilt das Sprichwort: «Wo
zwei wetten, muss einer verlieren.»

Wer wird Europameister?
Die Quoten.
Deutschland

4.50

Italien

6.00

Spanien

6.00

Frankreich

7.00

Portugal

7.50

Niederlande

8.00

Kroatien

10.00

Tschechien

12.00

Schweiz

20.00

Schweden

22.00

Griechenland

22.00

Russland

25.00

Türkei

30.00

Rumänien

35.00

Polen

35.00

Österreich

60.00
9

EUROTOTO

EURO TOTO – Das Gewinnspiel zur Fussball-EM
Bild: www.sxc.hu

Die Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich rückt näher und der Fussball-Virus greift immer mehr um sich. Mit dem EURO TOTO von X-markets können auch Sie zu den Gewinnern zählen.

Schon bald rollt er wieder, der Ball um den
sich alles dreht!

Nur noch zwei Tage müssen wir uns gedulden, bevor am 7. Juni 2008 der Schiedsrichter die Fussball-Europameisterschaft
anpfeift. Für gut drei Wochen wird sich das
kleine Helvetien im Ballfieber befinden.
Doch bereits jetzt ist die Vorfreude spürbar.
In Strassen und Shops gewinnt die Farbe
rot nach und nach an Terrain, die Medien
berichten schon umfassend vom bevorste-

henden Spektakel und die Kids (und einige
Erwachsene) sammeln schon eifrig PaniniBildchen. Stimmen Sie sich auf das bevorstehende Grossereignis ein und verkürzen
Sie sich die Wartezeit, denn auch Sie als
payoff-Leserin oder –Leser können «part of
the game» sein!
X-markets der Deutschen Bank lanciert in
Zusammenarbeit mit der Finanz & Wirtschaft und dem payoff magazine ein Totospiel zum fussballerischen Highlight. Auf
www.toto08.ch/toto kann der eifrige BallInteressierte seine Einschätzungen zu den
Spielergebnissen abgeben. Zu gewinnen
gibt es attraktive Preise mit einem Gesamtwert von über CHF 7’000.–. Doch auch
wenn Sie kein Fussballkenner sind haben
Sie gute Chancen auf einen Gewinn, denn
dank einer Prognose-Funktion, der alle bereits abgegebenen Tipps zu Grunde liegen,
können auch Fussball-Laien einfach erkennen, wer jeweils der Favorit des Spiels ist.
Doch schauen Sie sich’s doch am besten
gleich selber an.
Viel Glück und Spass in den kommenden
aufregenden Fussball-Wochen!

Comic

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Die Preise im Überblick
1. Preis:
Zertifikate von X-markets/Deutsche
Bank im Wert von CHF 3000.–
2. Preis
Zertifikate von X-markets/Deutsche
Bank im Wert von CHF 2000.–
3.–5. Preis
jeweils ein Fussballtrikot der Schweizer
Mannschaft, bedruckt mit dem Namen
des Gewinners
6. –25. Preis
jeweils ein Jahresabonnement der Finanz
& Wirtschaft oder vom payoff magazine

Nutzen Sie Ihre Chance und geben Sie
Ihren Tipp noch heute ab. Mit Fachwissen und ein bisschen Glück gehören Sie
vielleicht schon bald zu den Gewinnern.
Die Teilnahme am EURO TOTO ist für alle
kostenlos. www.toto08.ch/toto
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Ihnen in den Genuss von garantierten Couponzahlungen zu kommen und von
einem bedingten Kapitalschutz profitieren zu können.
Wird das Barrier Level während der Barrier Beobachtungsperiode von nicht
mehr als zwei der Basiswerte berührt oder unterschritten oder handeln sämtliche Basiswerte per Verfall oberhalb deren Anfangslevel, erhält der Anleger
am Rückzahlungsdatum die Denomination ausbezahlt.
Andernfalls wird dem Anleger am Rückzahlungsdatum derjenige Basiswert
mit der Schlechtesten Kursentwicklung per Verfall unter Berücksichtigung des
entsprechenden Ausübungsverhältnisses geliefert.

BASISWERTE
Zeichnungsschluss 20.6.2008

WÄHRUNG

COUPON

VALOR

Actelion / Clariant / Lonza / Novartis / Roche
Barry Callebaut / Kühne & Nagel / Lindt & Sprüngli / Nestlé / Panalpina

CHF

14.00%

3997536

CHF

12.80%

Credit Suisse / Holcim / Nestlé / Swiss Re. / Zurich Fin.

3997537

CHF

12.50%

3997538

BNP Paribas / Commerzbank / Deutsche Bank / Fortis / Santander

EUR

15.10%

3997539

Air Liquide / BASF / Bayer / Linde / Sanofi-Aventis

EUR

12.00%

3997540

ABB / Clariant / Richemont / Julius Bär / Roche

CHF

15.60%

3997543

ABB / Actelion / Credit Suisse / Nestlé / Nobel Biocare

CHF

15.20%

3997541

Bâloise / Holcim / Nestlé / Novartis / Zurich Fin.

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EUR

14.90%

3997545

AKTUELL ÜBER 45 PRODUKTE IN ZEICHNUNG
15 Kapitalschutz Produkte auf GSCI- und Dow Jones AIG Rohstoff
Indizes mit 100% Kapitalschutz, Partizipationsraten von 48% bis
81%, Auszahlungswährung in USD oder EUR, Währungsschutz in
EUR, vier Jahre Laufzeit.1,2
1
2

10 Worst of Barrier Reverse Convertibles auf schweizer und europäische Aktien mit 75% Barrier Level, einem Jahr Laufzeit, Coupons von 11.00% bis 21.50% und Barrier Beobachtung nur in der
zweiten Hälfte der Laufzeit.1,2

Zeichnungsschluss am 20.6.2008
Zeichnungsschluss am 27.6.2008

Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen.
EFG International tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf.
EFG International ist Teil der EFG Bank European Financial Group – der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz.*
Financial Engineering & Distribution, Tel. +41 58 800 1111. www.efgfp.com
Jan Schoch, Michael Hölzle, Christophe Spanier, Alex Pou-Cuturi, Sofiane Zaiem, Christoph Baumann, Patricia Benz, Laura
Deneke, Florian Streiff, Silvan Lang.
Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung dar. Alle Angaben sind
ohne Gewähr. Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente. Sie qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7 ff. des schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Bankenkommission. Die Anleger sind dem Kreditrisiko
der Emittentin resp. der Garantiegeberin ausgesetzt. Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar.
Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel. +41 (0)58 800 1111, Fax +41 (0)58 800 1110 oder über E-Mail: termsheet@efgfp.com bezogen werden.
Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht).
* Quelle: The Banker, Financial Times, nach BIZ-Kernkapital (CHF 6.3bn Tier 1) & Assets on Balance Sheet (CHF 83.4bn CHF)
© EFG Financial Products AG. Alle Rechte vorbehalten.

Mitglied bei

1.
Platz
11

FOCUS

The Convenient Truth of «GOR» – oder die
verzerrte Relation zwischen Gold- und Ölpreis!
Der Titel ist natürlich eine kleine Anspielung auf «An Inconvenient Truth» von Al GORe, steht
aber nicht in direktem Zusammenhang damit. Wie der Titel verrät, geht es hierbei auch nicht um
eine unangenehme, sondern um eine angenehme Wahrheit. «GOR» steht nämlich für das Gold/
Oil-Ratio oder das Verhältnis zwischen Gold und Erdöl.
Bild: www.sxc.hu

beträgt nicht einmal die Hälfte des langfristigen Durchschnittskurses von 15 (siehe
Grafik).

Goldige Aussichten für Goldanleger - Die weltweite Nachfrage übersteigt die Produktion in
grossem Masse.
Oliver Disler| Ganz genau sagt das Gold/
Öl-Ratio (GOR) aus, welche Anzahl Fässer
Erdöl mit einer Unze Gold erworben werden können. Warum ist das GOR aktuell
mindestens so interessant wie der hohe
Rohöl-Preis oder die bevorstehende Fussball-EM? Aktuell befindet sich das GOR bei
rekordverdächtig tiefen 7 oder mit anderen
Worten können für eine Unze Gold lediglich
7 Fässer Rohöl erworben werden. Der langfristige Durchschnitts-Kurs des GOR liegt
bei rund 15 und die Höchstkurse wurden

zu Beginn der siebziger Jahre mit über 30
erreicht. Aktuell liegt das GOR ungefähr

«Aktuell befindet sich das GOR
bei rekordverdächtig tiefen 7 oder
mit anderen Worten können für
eine Unze Gold lediglich 7 Fässer
Rohöl erworben werden.»
bei 7 und bewegt sich damit nicht nur in
der Nähe seines Allzeit-Tiefs, sondern es

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Hat das Gold-Öl-Ratio immer noch seine Gültigkeit?
Wie aus der GOR-Kursgrafik leicht zu entnehmen ist, tendiert das GOR seit ein paar
Jahren leicht nach unten. Eine Erklärung
dafür könnte sein, dass das GOR in Vergessenheit geraten ist, oder Investoren diesem
Ratio gar keine Beachtung mehr schenken.
Das erinnert an die Zeiten des «dot.comBooms» vor knapp 10 Jahren. Damals waren P/E-Ratios (Kurs-Gewinn-Verhältnisse
bei Aktien) von über 200 nichts Besorgniserregendes, schliesslich hatte ja die «New
Economy» begonnen und damit sollte alles
anders und besser werden!
Aber wie sieht das heute aus? Wenn man
sich ein Gespräch mit FED Chairman Ben
Bernanke vorstellt, so würde dieser wohl
erzählen, dass die exorbitante Geldmengenausweitung lediglich das Finanzsystem
vor seinem Untergang bewahren soll und
auf keinen Fall zu einer höheren Inflation
oder gar Hyperinflation führen könnte.
Aber leider ist auch das ein Irrtum und das
aktuelle Geldpapiersystem kann in arge
Schieflage geraten. Solange Zentralbanken
(nicht nur das FED) mit einem Freipass zum
«Papier»-Geld drucken existieren, wird ein
steigendes Geldangebot alle greifbaren
Rohstoffe inklusive Gold und Rohöl nach
oben treiben. Das ist somit schon fast eine
Garantie, dass über kurz oder lang das >
12

FOCUS

GOR wieder deutlich ansteigt, oder noch
besser: das GOR könnte in den kommenden zwei bis drei Jahren neue Höchstkurse
verzeichnen!

Entwicklung des Gold-Öl Ratios seit 1986 bis heute

Verzerrtes Verhältnis zwischen Goldund Rohölpreis
Diese unglaubliche Flut von neu gedrucktem Geld fliesst bekanntermassen auch aus
zusätzlich geopolitischen Gründen ins Rohöl. Die Investmentbank Goldman Sachs ist
für akkurate Voraussagen des Rohölpreises
bekannt und prognostizierte erst neulich,
dass der Rohölpreis schon in den nächsten
zwei Jahren bis auf etwa 200 US-Dollar an-

30

«Solange Zentralbanken (nicht
nur das FED) mit einem Freipass
zum «Papier»-Geld drucken existieren, wird ein steigendes Geldangebot alle greifbaren Rohstoffe
inklusive Gold und Rohöl nach
oben treiben.»
steigen könnte. «Peak-Oil» ist mittlerweile
Realität. Es wird also künftig jedes Jahr ein
bisschen weniger Rohöl gefördert werden,
und das bei steigender Nachfrage. Der Rohöl-Markt ist im wahrsten Sinne des Wortes
auch um ein Vielfaches liquider als der zu-

35

25
20
15
10
5
7.86

7.89

7.92

7.95

7.98

7.01

7.04

7.07

Gold-Öl Ratio
Quelle: Bloomberg

dem sehr intransparente und vor allem von
Zentralbanken manipulierte Gold-Markt.
Das ist der Hauptgrund, warum das GOR
seit einigen Jahren nach unten tendiert. Die
meisten westlichen Zentralbanken haben
keine Freude an einem zu schnell und zu
stark ansteigenden Goldpreis. Das könnte
die bereits verunsicherten Investoren noch

mehr verängstigen und einen Vertrauensverlust gegenüber dem aktuellen Papiergeld-System akzentuieren. Zentralbanken
verkaufen immer noch Gold und bewirken
damit, wenn auch nur temporär, dass der
Goldpreis phasenweise leicht unter Druck
gerät. Sollte in den nächsten Monaten der
US-Dollar tatsächlich weiter an Wert und

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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
13 FOCUS

Kaufkraft einbüssen und der Erdölpreis tatsächlich auf USD 200 ansteigen, dann ist
es nur eine Frage der Zeit, bis der Goldpreis
kräftig nach oben schiesst. Über längere
Zeiträume betrachtet, vermochte Gold nicht
nur die Inflation wettzumachen, sondern
überlebte mühelos sämtliche Papiergeld-

Attraktive Produkte mit Gold als Basiswert

«Die Menge des verfügbaren
Goldes ist um ein Vielfaches kleiner als diejenige von Rohöl.»
Experimente der letzten 300 Jahre. Gold
war, ist und bleibt Geld! Die Menge des
verfügbaren Goldes ist um ein Vielfaches
kleiner als diejenige von Rohöl. Die Zentralbanken verfügen möglicherweise noch
über zirka 20’000 Tonnen Reserven. In der
Erdkruste vermuten US Geologen nochmals
rund 40’000 Tonnen Gold. 20’000 Tonnen
geteilt durch die aktuelle Weltbevölkerung
von rund 7 Milliarden Menschen ergibt pro
Kopf gerade einmal 3 Gramm Gold. Dem beschränkt verfügbaren Gold, steht unterdessen ein Papiergeldberg gegenüber, welcher
bei aktuellen Goldpreisen gerechnet die
gesamte Menge einige Tausend Mal kaufen
könnte! Mit anderen Worten gibt es entweder viel zu viel Papiergeld oder der Goldpreis ist viel zu tief. Die jährliche Nachfrage

Symbol Basiswert

Produkttyyp

Verfall

Börse

Kurs

Währung

Open-end

SWX

2990

CHF

ZGLD

100 Gramm Gold ETF

VZOGO

Gold Spot

Tracker-Zertifikate Open-end

Scoach CH

91.6

USD

GOLDQ Gold Spot

Tracker-Zertifikate Open-end
(Quanto)

Scoach CH

8.09

CHF

XAUOZ

Call Warrant

18.12.2009 Scoach CH

1.05

CHF

Gold Spot

Quelle: Derivative Partners AG (Stand 27.5.08)

nach Gold beträgt rund 4’000 Tonnen. Pro
Jahr werden aber nur etwas mehr als 2‘500
Tonnen gefördert. Das Defizit wird (noch)
durch Verkäufe der Zentralbanken und
durch Recycling gedeckt. Trotzdem gibt es
definitiv viel zu wenig Gold für viel zu viele
Investoren, die das eines Tages gerne –
und zwar in physischer Form – noch kaufen
möchten. Obwohl die Gold-Nachfrage von
verunsicherten Anlegern nach Ausbruch
der Finanzkrise deutlich zugenommen hat,
macht diese immer noch erst einen sehr
kleinen Teil der Gesamtnachfrage aus. Die
Finanzkrise ist aber noch nicht ausgestanden, die Anleger haben sich lediglich an die
täglich schlechten Nachrichten gewöhnt.
Die USA ist de facto bankrott, der Appetit
nach US-Staatsanleihen wird immer kleiner,

Die Entwicklung der Gold-Öl-Korrelation
Korrelation
1.0
0.8
0.6
0.4
0.2
0
-0.2
-0.4
-0.6
86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07
20-Tage Moving Average Gold-Öl-Korrelation
Quelle: Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

das Säbelrasseln im nahen Osten nimmt zu,
ebenso die Spannungen zwischen dem Iran
und den USA. All diese Faktoren dürften
die US-Valuta in der zweiten Jahreshälfte
weiter belasten und Gold nicht nur in USDollar gerechnet verteuern. Ein sinkender
US-Dollar ist zusätzlicher Treibstoff für ei-

«Diese unglaubliche Flut von
neu gedrucktem Geld fliesst
bekanntermassen auch aus zusätzlich geopolitischen Gründen
ins Rohöl.»
nen weiter stark ansteigenden Goldpreis.
Das GOR hat also immer noch seine «Gültigkeit» und Aussagekraft und es dürfte
lediglich eine Frage der Zeit sein, bis es
wieder in den Bereich von 10 bis 15 zurückpendelt.
Die angenehme Wahrheit von GOR ist, dass
dank steigender Goldpreise auch das GOR
wieder ansteigen wird. Leider gibt es bis
heute (noch) keine Zertifikate, welche das
GOR in einem Produkt zusammengefasst
verbriefen. Emittenten von Finanzprodukten, könnten gar Hebel-Produkte auf das
GOR emittieren. Die Auswahl an Produkten
auf Gold und Rohöl dagegen ist schier unbegrenzt. Anleger, die einen Wiederanstieg
des GOR auf 10 oder mehr erwarten, gehen grundsätzlich davon aus, dass der
Goldpreis stärker ansteigen wird, als der
Rohölpreis. Wer davon profitieren will, hat
neben der Möglichkeit, Gold physisch zu
erwerben eine Reihe von Finanzprodukte
mit unterschiedlichem Risikoprofil zur Verfügung, welche von einem steigenden Goldpreis profitieren. Eine kleine Auswahl findet
sich in obenstehender Tabelle.
14

FOCUS

Dubai – Mehr als Aladin und die Wunderlampe
Die (Erfolgs-) Geschichte Dubais reicht in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück – die
wirtschaftliche Blüte dieses Emirates ist uns Europäern aber erst in den letzten Jahren bewusst
geworden. Heute ist das Land, in dem das Schwarze Gold fliesst, reich. Reich an Geld, sprudelnd
an Ideen und Visionären. Die Boommetropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat den
Schritt aus der Vergangenheit heraus in die Moderne hinein geschafft.
Bild: www.sxc.hu

services», sagte er in einem Interview im
vergangenen Jahr. Insbesondere das Wachstum im Bereich der Finanzdienstleistungen
ist bemerkenswert und dessen Anteil am
BIP soll sich nach offiziellen Angaben bis
zum Jahre 2015 vervierfachen. Überall werden neue Ideen in die Tat umgesetzt, an allen Ecken und Enden werden neue Rekorde
aufgestellt. Der Eindruck entsteht, als wolle
sich Dubai jeden Tag neu erfinden und immer wieder selbst übertrumpfen. So überrascht es auch nicht, dass Dubai, bezogen
auf die Bevölkerungszahl,weltweit die meisten Millionäre aufzuweisen hat.
Am aufstrebenden Finanzplatz Dubai ist wahrlich alles Gold was glänzt.

Alexander Heftrich| Dubai wächst, boomt
und sprüht geradezu vor Elan. Den Plänen
von Scheich Mohammed Bin Rashid Al

Aktienmarkt – Dubai Financial Market Index (Stand am 25.5.08: 5’696 Punkte)
6’500
6’000

«Den Plänen von Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum
zufolge, soll sich das BIP der
Arabischen Emirate bis zum Jahre
2015 verdreifachen.»

5’500
5’000
4’500
4’000

Maktoum zufolge, soll sich das BIP bis zum
Jahre 2015 verdreifachen. «We will focus on
the strong sectors in our economy including
tourism, trade, transportation and financial

3’500
1.7.07
Quelle: www.gulfbase.ch

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

1.10.07

1.1.08

1.4.08
15

FOCUS

Neuer Finanzplatz mit viel Glamour
Mit der Gründung des Dubai International
Financial Centre (DIFC) ist dem Emirat ein
grosser Wurf gelungen. Heutzutage bietet der Onshore-Finanzplatz weit über 200
Banken und Finanzdienstleistern ein international kompatibles Rechtsumfeld, das
sich an Best-Practice-Standards orientiert.
Hinzu kommt, dass in Dubai auch die einzige internationale Rohstoffderivatebörse

Financial Wealth Forecast, 2004-2011E (by Region, USD Trillions)

USD
51.6 Mrd.
7.2
USD
30.7 Mrd.
3.7

USD
33.4 Mrd.
0.7
1.0

4.2

USD
37.2 Mrd. 0.9
0.8
1.3

5.1

1.4

12.7

8.4

7.1

7.6

8.9

9.4

9.3

«Dubai hat bereits vor Jahren
begonnen, seine Wirtschaft vom
Öl abzukoppeln und auf
ein breiteres Fundament zu
stellen.»
im Mittleren Osten, die DGCX und die Ölderivatebörse DME ansässig sind. Sicherlich
gehört dies alles mit zu den Gründen, warum die Bank Vontobel seit April 2008 das
komplette Derivat-Emissionsgeschäft von
den Cayman Islands nach Dubai verlagert
hat (vgl. Interview Georg von Wattenwyl).
Beispiele, welche die Bedeutung Dubais
hervorheben, gibt es genügend. So untermauerte das Emirat unlängst mit der
Gründung einer neuen islamischen Investmentfirma und dem weltgrössten korankonformen Rückversicherer seinen Führungsanspruch in der Islamic Finance. Mit dem
anvisierten Khor Dubai Cultural Project soll
in kurzer Zeit ein internationales Kulturzen-

1.2
2.2

10.2

11.3

15.8

2005

2006

2011E

2004
Global 6.8

10.1

At 6.8 %
Global Growth

12.5

North America 7.0%

Europe 4.3%

Asia-Pacific 8.5 %

Latin America 7.2 %

Middle East 9.5%

Africa 6.1%

Quelle: World Wealth Report 2007

trum entstehen und aktuell werden sieben
weitere Supertower mit jeweils mehr als
100 bewohnbaren Stockwerken gebaut. Da
könnte einem der Atem stocken und so gibt
es denn auch warnende Stimmen, die mit
einer Konsolidierungsphase rechnen und
ein verlangsamtes Wachstum erwarten. Die
galoppierende Inflation in dieser Region
könnte ein Anzeichen dafür sein. Dennoch

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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

bleibt eine Tatsache: Dubai hat bereits vor
Jahren begonnen, seine Wirtschaft vom Öl
abzukoppeln und auf ein breiteres Fundament zu stellen. Das Emirat hat sich als Finanzzentrum und Logistikzentrale profiliert
und Touristenströme angelockt. Der Ölsektor macht heute nur noch fünf Prozent der
Wirtschaft aus – Ende der 1980er-Jahre
waren es noch knapp 30 Prozent.
16

FOCUS

Interview mit Georg von Wattenwyl
payoff sprach mit Georg von Wattenwyl, Head of Advisory &
Distribution Financial Products bei Bank Vontobel Investment
Banking, über den Finanzplatz Dubai.

Sehr geehrter Herr von Wattenwyl, seit
kurzem emittiert Ihr Haus Strukturierte
Produkte nicht mehr von den Cayman
Islands, sondern aus Dubai. Was hat Sie
dazu bewogen, sich von der so genannten «Schweiz der Karibik» zu verabschieden und die Reise in den Mittleren
Osten anzutreten?
Es ist einfacher, gutes Personal für Dubai zur
rekrutieren als für Cayman. Zudem bietet die
Regulationsbehörde in Dubai gute Rahmenbedingungen. Dubai ist kein Offshore-Standort im klassischen Sinn. Hinzu kommen die
Zeitverschiebung, die für Europa günstiger
ist, sowie das enorme Kapital, das in der Region vorhanden ist.

«Durch seine überzeugende
Attraktivität als Wirtschaftsstandort zieht Dubai viele
international tätige
Unternehmen und
Finanzdienstleister an.»
Seit der Eröffnung des Dubai International Financial Centre (DIFC) im September 2004 haben sich dort zahlreiche
international tätige Unternehmen und
Finanzdienstleister angesiedelt. Was
macht den besonderen Reiz Dubais
nach Ihrer Meinung aus?
In der Region werden die Vermögen vermehrt von Dubai aus verwaltet. Daraus wird
schon bald eine Industrie entstehen. Für uns
ist dort vorerst das institutionelle Segment
interessant.

Erläutern Sie bitte kurz die Vorteile der
neuen Emissionsplattform in Dubai. Wo
liegen die strategischen Vorteile?

«Mit unserer Präsenz in Dubai
optimieren wir die Rahmenbedingungen für das Geschäft mit
Derivaten und Strukturierten
Produkten weiter.»
Mit unserer Präsenz in Dubai optimieren wir
die Rahmenbedingungen für das Geschäft
mit Derivaten und Strukturierten Produkten
weiter, vereinfachen das operative Tagesgeschäft und schaffen eine hervorragende
Plattform für das weitere internationale
Wachstum in diesem Bereich.
Die Wachstumsregionen im Mittleren
Osten stehen im Fokus vieler finanzpolitischer Überlegungen. Wird diese Entwicklung vor Ort zu stetiger und nachhaltiger Prosperität führen oder könnte
es auch manch „dunkles Wölkchen“ am
Horizont geben?
Dubai zeichnet sich aufgrund zahlreicher Eigenschaften als attraktiver Standort aus:
– Es bietet sich als interessante Drehscheibe zwischen dem europäischen und dem
asiatischen Markt und Wirtschaftsraum
an.
– Es zeichnet sich durch ein ausserordentliches Wirtschaftswachstum aus, das sich
auf eine liberale Wirtschaftspolitik und
neben dem Ölreichtum auf eine Diversifikation in weitere Industriezweige stützt.
– Der lokale Kapitalmarkt bietet aussichts-

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Georg von Wattenwyl ist bei der Bank
Vontobel Leiter Advisory & Distribution
Financial Products. Er begann seine berufliche Karriere 1989 bei der Credit Suisse
in Basel wo er über die Jahre als Devisenhändler, Fixed Income- und Derivatspezialist im Bereich „Short Term Interest Rates“
arbeitete. 1998 wechselte er zu der Bank
Vontobel. Seit 2007 obliegt ihm die globale
Beratungs- und Vertriebsverantwortung für
sämtliche Finanzprodukte. Von Wattenwyl
absolvierte 2002 das Executive Program
der Swiss Banking School und 2007 das
international Executive Program IEP an der
Insead in Fontainebleau und Singapur.
reiche Möglichkeiten für weiteres Entwicklungspotenzial vor Ort.
– Durch seine überzeugende Attraktivität
als Wirtschaftsstandort zieht Dubai viele
international tätige Unternehmen und Finanzdienstleister an.
Kann Dubai, als Schnittstelle des Mittleren Ostens, dauerhaft zu den bedeutendsten Finanzplätzen aufschliessen?
Das Land verfügt über grosse politische und
ökonomische Stabilität und setzt seinen
Ölreichtum für eine anhaltende Diversifizierung und Modernisierung der Wirtschaft
ein, was seine Attraktivität für ausländische
Investoren auch über die nächsten Jahre
hinaus anhalten lassen sollte. Die Aussichten stehen also gut, dass Dubai zu den
bedeutendsten internationalen Finanzplätzen aufschliessen kann.
Herzlichen Dank für dieses Interview.
17  FOCUS

Jetzt in Zeichnung bis zum
5. Juni zu attraktiven Konditionen

X-markets: Der Spezialist für strukturierte Produkte
auf Schweizer Basiswerte
Allgemeine Informationen:

Zertifikate auf Schweizer Aktien:
Das X-markets Team der Deutschen Bank stellt eine Selektion an Zertifikaten auf
Schweizer Aktien vor. Dabei handelt es sich sowohl um Klassiker wie Worst of Barrier
Reverse Convertibles (d.h. Barrier Reverse Convertibles auf einen Aktienkorb), als auch
um Worst of Bonus Zertifikate. Worst of Bonus Zertifikate beziehen sich ebenfalls auf
einen Aktienkorb und bieten die Zahlung eines Bonusbetrages, solange die Barriere
nicht berührt worden ist. Zusätzlich partizipiert der Anleger bei Bonus Zertifikaten
unbegrenzt an der Performance der Basiswerte.

Emittentin

Deutsche Bank AG,
Frankfurt

Kotierung

SWX Swiss Exchange

Handelsstart SWX

12. Juni 2008

Verkaufseinschränkungen

USA, US Personen, UK,
Europäischer Wirtschaftsraum, Kanada, Japan

Worst of Barrier Reverse Convertibles (Multi Underlying) auf eine breite
Palette von Schweizer Basiswerten mit Coupons zwischen 11.25% p.a. und
15.50% p.a. und Barrieren zwischen 59.00% und 74.00%. Zum Beispiel auf:
Coupon

Barriere

Valor

ISIN

Kontakt X-markets:

Nestlé, Novartis und Roche

11.25% p.a.

74.00%

4211884

DE000DB3QAC9

Swiss Re, Zürich und Baloise

13.75% p.a.

64.00%

4211885

DE000DB3QAD7

ABB, UBS und Zürich

13.00% p.a.

59.00%

4211890

DE000DB3QAJ4

X-markets, Ihr Zugang zur weltweiten
Investment-Kompetenz der Deutschen Bank.
www.x-markets.ch
Hotline: +41 44 227 34 20
E-mail: x-markets.ch@db.com

Die Notes sind bis zum 05.06.2008 in der Zeichnung, werden am 12.06.2008 an der SWX gelistet
und haben eine Laufzeit bis 05.06.2009

Worst of Bonus Zertifikate (Multi Underlying) auf eine breite Palette von
Schweizer Basiswerten mit Boni bis zu 138% und Barrieren zwischen 59.00%
und 69.00%. Zum Beispiel auf:
Bonus
Nestlé, Novartis und Roche

Barriere

Valor

ISIN

119%

69.00%

4211878

DE000DB3PZW6

Swiss Re, Zürich und Baloise

129%

69.00%

4211880

DE000DB3PZY2

ABB, UBS und Zürich

126%

69.00%

4211883

DE000DB3QAB1

Leistung aus Leidenschaft.

Die Notes sind bis zum 05.06.2008 in der Zeichnung, werden am 12.06.2008 an der SWX gelistet
und haben eine Laufzeit bis 04.12.2009

Barrier Reverse Convertibles und Bonus Zertifikate auf Schweizer Basiswerte können
über die SWX zu attraktiven Konditionen erworben werden.
Steuerhinweis:
Die Deutsche Bank AG übernimmt keine Haftung für Steuerfolgen. Sie empfiehlt potentiellen Anlegern, sich vor einer Anlage in diese Wertpapiere von einem Steuerberater im Zusammenhang mit den steuerlichen Folgen beraten zu lassen.
Disclaimer:
Diese strukturierten Produkte stellen keine Beteiligung an einer kollektiven Kapitalanlage gemäss Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen („KAG“) dar und unterstehen somit nicht einer Bewilligungspflicht der Eidgenössischen
Bankenkommission. Für den Anleger besteht deshalb kein Anlegerschutz nach dem „KAG“. Dieses Inserat stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglements dar. Der Prospekt in englischer Sprache kann bei der X-markets bezogen werden (Adresse siehe oben).
Der Anleger ist dem Emittentenrisiko ausgesetzt; die Werthaltigkeit seiner Anlage hängt somit nicht nur von der Entwicklung und Bonität der dem Produkt zugrundeliegenden Basiswerte ab, sondern auch von der Bonität des Emittenten.
Das Verlustpotenzial entspricht der prozentualen Verringerung des Wertes des Basiswertes zwischen dem Emissionstag und dem Verfalltag. Dies kann zu einem vollständigen Verlust des investierten Kapitals führen.
MiFID: Weitere Informationen zu Risiken gemäss MiFID können Sie im Internet unter folgender Adresse erhalten: http://globalmarkets.db.com/riskdisclosures
18

FOCUS

Discount-Zertifikate – erstaunliche Rendite bei
kalkulierbarem Risiko

Bild: www.sxc.hu

Das Anlegen mit Rabatt bringt mehr Erfolg als viele glauben. Gemäss einer Studie der Deutschen
Bank haben sich fast 50 Prozent der insgesamt 7376 untersuchten Discount-Zertifikate über die
Produktlaufzeit besser entwickelt als der Basiswert.

Mit Discount-Zertifikaten kann der Anleger manches Schnäppchen erjagen .

Dieter Haas| Discount-Zertifikate haben in
unserem Land einen schweren Stand. Statt
eine Abschlagszahlung zum Basiswert zu
bekommen, setzen die risikoscheuen Eidgenossen bei Renditeoptimierungs-Produkten
viel lieber auf Reverse Convertibles. Im
Endeffekt spielt es zwar keine Rolle, ob ein
Discount oder ein Coupon offeriert wird,
aber offenbar scheinen hiesige Anleger eine
garantierte Auszahlung einer Rabattzahlung
vorzuziehen. Ganz anders sieht dies der
deutsche Anleger. Hier fristen Aktienanleihen, wie die Reverse Convertibles genannt
werden, ein Schattendasein und sind die
Discount-Zertifikate äusserst beliebt. Die
Jagd nach Schnäppchen liegt den Bewoh-

nern des grossen Kantons wohl mehr im
Blut, zumal es sich dabei durchaus nicht um
das Sammeln von Ladenhütern handelt, wie
eine umfassende Studie der Deutschen Bank
jüngst nachgewiesen hat. Obwohl Gewinne
erzielen in leicht steigenden, seitwärts laufenden oder leicht fallenden Märkten wenig
spektakulär scheint, dürften die Resultate
manchen Anleger verblüffen. Sie offenbaren
nämlich erstaunliche Qualitäten der als eher
langweilig verschrieenen Kategorie.
Grundlagen der Untersuchung
Die jährlich durchgeführte Studie basiert
auf einem Gesamtvolumen von 12,5 Milliarden Euro. Untersucht wurden insgesamt

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

7’376 Discount-Zertifikate, deren Emission
nach dem 4. November 1999 erfolgte und
die spätestens am 22. Dezember 2007
ausgelaufen sind. Das Gros, nämlich 5’912
entfiel dabei auf Aktien, 1’446 auf Indizes
und 18 auf Edelmetalle. Der geographische
Schwerpunkt der Basiswerte lag mit 58,2
Prozent bei deutschen Aktien und Indizes.
Die Beobachtungsperiode umfasste sowohl
gute wie schlechte Börsenphasen (vgl.
Grafik). Das letzte Jahr war eines mit stark
erhöhten Volatilitäten, was zu einer verstärkten Attraktivität der Discount-Zertifikate
geführt hat.
Für die Untersuchung wurde die Rendite
des Zertifikates mit der Rendite des Basiswertes verglichen. Bei ausländischen, nicht
in Euro notierenden Basiswerten erfolgte
eine Wechselkursbereinigung, dabei blieben
allfällige Dividendenzahlungen vornehmlich
wegen unterschiedlicher steuerlicher Handhabung ausser Betracht. Keine Berücksichtigung fanden ferner Ausgabeaufschläge und
Transaktionskosten.
Verblüffende Ergebnisse
Wer gedacht hat, ausser Spesen sei mit
Discount-Zertifikaten nichts gewesen, der
irrt. Bei einer durchschnittlichen Laufzeit
von 460 Tagen erzielten fast 50 Prozent der
Renditeoptimierungs-Produkte im Beobachtungszeitraum eine höhere Performance
als eine Direktinvestition. Zudem wiesen
insgesamt 83 Prozent der Discounter eine
positive Wertentwicklung auf. Bei den Basiswerten lag diese Zahl lediglich bei 70,4 Prozent. Massgeblichen Anteil an diesem Re-
19

FOCUS

Attraktive Discount-Zertifikate auf Schweizer Titel (Kurse vom 26.05.08 in CHF)
Basiswert

Name

Emittent

ABB
Actelion
Burckhardt
Ciba
Clariant
Georg Fischer
Gurit
Helvetia
Holcim
Julius Bär
Kühne und Nagel
Logitech
Nestlé
Novartis
Petroplus
Richemont
Richemont
Roche GS
Sonova
Swiss Re
Syngenta
Zurich
SMI
SMI

TOABB
ATLCC
JTBCH
CIBCB
VCCLN
JTGFD
GURXI
HELBO
HOLAJ
BAEAA
VCKNI
LOGAC
NESTI
NOVDK
PPHCA
CFRAA
CFRAH
JTROD
SOOCA
RUKAU
VCSYN
TOZUR
BSDAB
BSDAC

CS
ZKB
Bär
ZKB
Vontobel
Bär
Valartis
Cleu
Sal.Opp.
Sal.Opp.
Vontobel
Sal.Opp.
Sal.Opp.
Sal.Opp.
ZKB
Sal.Opp.
Sal.Opp.
Bär
ZKB
Sal.Opp.
Vontobel
CS
Sarasin
Sarasin

Verfall

Kurs

Kurs
Aktie

Cap

Discount
(%)

18.12.08
12.01.09
06.08.08
12.01.09
18.02.09
14.04.09
19.12.08
05.05.09
20.03.09
20.03.09
06.11.08
23.01.09
05.05.09
05.05.09
12.01.09
23.01.09
20.03.09
14.04.09
12.01.09
23.01.09
18.02.09
06.05.09
14.01.09
19.06.09

29.30
49.95
316.25
28.85
8.58
462.00
766.00
351.25
89.65
64.75
100.20
27.30
456.50
48.60
55.70
55.00
49.25
153.10
84.95
71.30
273.00
265.75
65.15
62.90

33.30
55.35
339.75
32.84
11.23
539.5
919.00
408.75
98.00
79.40
110.00
32.56
500.50
53.70
64.00
63.50
63.50
173.70
95.35
77.55
312.25
303.25
7400
7400

32.90
58.00
340.00
32.50
9.50
550.00
850.00
400.00
99.50
70.50
108.75
30.00
505.00
54.00
62.79
61.00
53.00
170.00
93.00
80.00
305.00
310.00
6881
6881

12.0
9.8
6.9
12.1
23.6
14.4
16.6
14.1
8.5
18.5
8.9
16.2
8.8
9.5
13.0
13.4
22.4
11.9
10.9
8.1
12.6
12.4
12.0
15.0

Maximale
Rendite
(%)
12.3
16.1
7.5
12.7
10.7
19.0
11.0
13.9
11.0
8.9
8.5
9.9
10.6
11.1
12.7
10.9
7.6
11.0
9.5
12.2
11.7
16.7
5.6
9.4

Maximale
Rendite
p.a. (%)
21.9
25.8
38.6
20.3
14.8
21.7
19.7
14.8
13.8
11.2
23.0
16.0
11.5
12.2
20.3
16.9
9.7
12.9
15.6
18.9
16.3
17.9
9.0
9.1

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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
20

FOCUS

sultat hatten die Deep-Discount-Zertifikate,
deren Cap weit unter Kurs des Basiswertes
bei Emission liegt. In 16,1 Prozent der Fälle
erreichte der Anleger mit Discount-Zertifikaten eine positive Rendite, obwohl sich der
zugrunde liegende Basiswert negativ entwickelt hat. Die maximale Rendite, quasi den
Jackpot, erreichten fast 60 Prozent. Negativ
zu Buche schlug die lange Zeit sehr niedrige Volatilität. So betrug etwa die Durchschnittsrendite von Discount-Zertifikaten
auf den DAX 6,8 Prozent, während das
deutsche Blue-Chip Barometer im Schnitt
über die jeweiligen Laufzeiten der einzelnen
Zertifikate um 20,7 Prozent zulegen konnte.
Allgemein gilt: Je länger die Laufzeit und je
höher die Volatilität, desto grösser fällt der
Discount aus.
Das ausstehende Volumen der DiscountZertifikate in Deutschland ist bis Ende 2006
stetig auf rund 6 Milliarden Euro angestiegen. Einzig 2005, während der Phase sehr
niedriger Volatilitäten, war eine länger andauernde Stagnation festzustellen. Im vergangenen Jahr explodierten die Umsätze
dank der erhöhten Marktturbulenzen richtiggehend und erreichten Ende November den
bisherigen Höchststand von 14,1 Milliarden
Euro. Da im Dezember viele Produkte fällig
wurden, verminderte sich das Open Interest
zu Jahresende auf den eingangs erwähnten
Wert von 12,5 Milliarden Euro.

Dow Jones Euro Stoxx (SX5E) versus VSTOXX

Geringe Renditeschwankungen bei
Discount-Zertifikaten
Die grafische Auswertung zeigt das typische
Performancebild. Bei den Discount-Zertifikaten verläuft die Renditekurve sehr viel
steiler und ist an den beiden Enden wesentlich schlanker als im Falle der Basiswerte.
Rund zwei Drittel der Renditen bewegen
sich zwischen minus zehn und plus 20 Prozent, während die Underlyings nur in gut 40
Prozent der Fälle in diesem Intervall lagen.
Eindeutig am schlechtesten schneiden Discount-Zertifikate ab, wenn das Kurspotenzial des Basiswertes unterschätzt wird. So
verzeichneten lediglich rund 23 Prozent der
untersuchten Discounter eine Rendite von
mindestens 20 Prozent auf, während über
40 Prozent der Basiswerte diese Schwelle
überschritten. Klar ersichtlich ist auf der
negativen Seite der Grafik, dass Discounter
selbst im ungünstigsten Falle immer besser
abschneiden als die Underlyings. Gerade

Verteilung Performance Basiswerte versus Discount-Zertifikate

6’000

65

5’600

60

5’200

55

4’800

50

4’400

45

4’000

40

3’600

35

3’200

30

2’800

25

2’400

20

2’000

15
10

1’600
1.11.99 8.11.00 15.11.01 25.11.02 4.12.03 14.12.04 19.12.05 22.12.06 7.1.08
SX5E – linke Skala

CSTOXX – rechte Skala

Quelle: Bloomberg

in schwierigen Zeiten, wie wir sie zuletzt
erlebten, ist es oft besser auf den Spatz in
der Hand zu setzen, als auf die Taube auf
dem Dach zu hoffen. Die weit verbreitete
Ansicht, wonach in Dürreperioden nur kurz-

fristiges Handeln mit möglichst riskanten
Hebel-Produkten Erfolg verspricht, wird mit
dieser Studie klar widerlegt. Oftmals ist eine
Politik der ruhigen Hand ertragsreicher als
ein hektisch hin und her.

20 %

15%

10%

5%

-100%
-90%
-80%
-70%
-60%
-50%
-40%
-30%
-20%
-10%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
110%
120%

0%

Diskont-Zertifikat
Quelle: Deutsche Bank

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Rendite
Basiswert
21

FOCUS

Interview mit Stefan Armbruster
payoff sprach mit Stefan Armbruster, Director von X-Markets,
den Derivatspezialisten der Deutschen Bank, über ihre kürzlich veröffentlichte Discount-Zertifikate-Studie.
Hohe Volatilitäten begünstigen die
Emission von Discount-Zertifikaten, ein
negatives Marktumfeld ist eher hemmend. Wie hat sich das Geschäft in diesem Spannungsfeld in den ersten Monaten dieses Jahres entwickelt?
Wir konnten in dem schwierigen Marktumfeld einen Rückgang des Umsatzes in Struktuierten Produkten feststellen. Allerdings
war insbesondere bei Discount-Zertifikaten
ein positiver Trend feststellbar. Meiner Ansicht nach liegt dies daran, dass DiscountZertifikate etablierte und bekannte Strukturen sind, welche von den Investoren gut
eingeschätzt werden können und daher regen Zuspruch finden.

«Discount-Zertifikate sind etablierte und bekannte Strukturen,
welche von den Investoren gut
eingeschätzt werden können und
daher regen Zuspruch finden.»
Welche Tendenzen innerhalb der Gruppe der Discount-Zertifikate haben sich
in den vergangenen Wochen herauskristallisiert in Bezug auf die Restlaufzeit
sowie die Discounthöhe?
Unsere Studie bezieht sich ja auf Deutschland und dort sehen wir die Besonderheit
der Änderung der Besteuerung per Juni
2009 und damit eine Fokussierung auf den
Verfallstermin Juni 2009. Ansonsten kann
man beobachten, dass Anleger Produkte
mit einer Laufzeit von 12 bis 15 Monaten be-

vorzugen, bei denen der Cap ungefähr dem
aktuellen Niveau der Aktie oder des Index
entspricht.
Planen Sie die Emission von neuartigen
Subtypen? Wenn ja welche?

«Anleger bevorzugen DiscountZertifikate mit einer Laufzeit von
12 bis 15 Monaten, bei denen
der Cap ungefähr dem aktuellen
Niveau der Aktie oder des Index
entspricht.»
Nein, aktuell werden bekannte, transparente
Strukturen von den Investoren nachgefragt.
Deshalb sind zurzeit keine neuartigen Subtypen in Planung.
Sind die in Deutschland noch wenig populären Barrier Reverse Convertibles
eine Gefahr für die Umsatzentwicklung
bei den Discount-Zertifikaten?
Die Gefahr sehe ich nicht. Barrier Reverse
Convertibles sind in Deutschland einfach

«Wegen der in den letzten Monaten gestiegenen Volatilität an den
Märkten sind Discount-Zertifikate
wieder eine interessante Alternative zur Aktienanlage.»
keine populären Produkte. Ich kann mir hingegen sogar vorstellen, dass in der Schweiz

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Stefan Armbruster ist seit 14 Jahren im
Bereich Derivate tätig. Er begann seine
Laufbahn als Optionshändler und ist aktuell
bei der Deutschen Bank zuständig für das
Marketing von Optionsscheinen und Strukturierten Produkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
ein Teil des Volumens von Barrier Reverse
Convertibles nach der Marktentwicklung im
ersten Quartal nun in Discount-Zertifikate
abwandert.
Wie fliesst eine Veränderung des Credit Spreads der Deutschen Bank in die
Bewertung der hauseigenen DiscountZertifikate ein?
Der Credit Spread hat aufgrund der typischerweise kurzen Laufzeit der Produkte
keinen wesentlichen Einfluss auf die Preisbildung. Der zentrale Parameter ist die Volatilität des Basiswertes. Wegen der in den
letzten Monaten gestiegenen Volatilität an
den Märkten sind Discount-Zertifikate wieder eine interessante Alternative zur Aktienanlage.
Was sind Ihre Erwartungen für die Volatilität und das Marktgeschehen bis
Ende Jahr?
Die zentrale Frage ist, wie sich die Unsicherheit durch die amerikanische SubprimeKrise entwickelt. Dadurch wird dieses Jahr
wahrscheinlich die Volatilität an den Märkten bestimmt. Allgemein denke ich, dass wir
dieses Jahr, was die Umsätze angeht, nicht
an das Vorjahr anknüpfen können.
Nachfrage-Dynamik.
Es ist Zeit für mehr Portfolio-Power mit Rohstoffen.

100% Kapitalgeschützte Zertifikate von Lehman Brothers auf einen Rohstoffkorb
100% Kapitalgarantie bei Laufzeitende
119% des Nominalbetrags, wenn der Basiswert am Laufzeitende zwischen 100% und 119% des Fixingstandes notiert
100% Partizipation an der Rohstoffperformance, wenn
der Basiswert am Laufzeitende auf oder über 119% des
Fixingstandes notiert
Basiswert Korb mit 7 Rohstoffen: Aluminium, Kupfer,
Nickel, Rohöl, Erdgas, Mais, Sojabohnen
Laufzeit von 3 Jahren
Kotierung wird an der SWX Swiss Exchange beantragt
Valor 3930867 / ISIN CH0039308678

Die 100% Kapitalgeschützten Zertifikate von Lehman Brothers
auf einen Rohstoffkorb bieten Investoren die Chance auf höhere
Renditen sowie die Möglichkeit, an einer positiven Entwicklung
der Rohstoffpreise dieses Korbs insgesamt zu partizipieren.
Notiert der Rohstoffkorb am Laufzeitende zwischen 100% und
119% des initialen Fixingstandes, erhält der Investor bei Laufzeitende 119% des Nominalbetrags. Notiert der Rohstoffkorb
am Laufzeitende auf oder über 119% des Fixingstandes, partizipieren Sie zu 100% an der Rohstoffperformance. Ihr Investment
ist aufgrund der Kapitalgarantie am Laufzeitende zu 100% gegen
fallende Preise abgesichert.

Basiswert

Korb mit 7 Rohstoffen

Erster Handelstag

Emittentin

Lehman Brothers Treasury Co. B.V.

Schlussfixierung

19.05.2011

Nominalbetrag

USD 1’000

Rückzahlungsdatum

30.05.2011

Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch
Talstrasse 82, 8001 Zürich, Tel: 044 287 88 88
E-Mail: solution@lehman.com, www.lehman.com/structuredinvestments

06.06.2008

Member of

Lehman Brothers: 8x in Folge ausgezeichnet: Bestes US Research Fixed Income. 5x in Folge ausgezeichnet: Bestes US Research Equities.*
Die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen in London, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen auf XETRA, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen an der Euronext.**
* Quelle: Institutional Investor, US ** Quelle: LSE, XETRA und Euronext; Januar bis Dezember 2007.
Die in diesem Dokument erwähnten strukturierten Produkte («Produkte») sind derivative Finanzinstrumente. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder
registriert bei noch überwacht von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin bzw. der Garantiegeberin ausgesetzt. Die gemachten Angaben ersetzen nicht die vor dem Eingehen von Derivatgeschäften in jedem Fall unerlässliche und
an der Kundensituation ausgerichtete Beratung durch einen Finanzberater. Dieses Dokument stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglements der SWX Swiss Exchange sowie keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Die Angaben in diesem
Dokument dienen lediglich der Information und stellen weder eine Empfehlung zum Erwerb von Produkten noch eine Offerte oder eine Einladung zur Offertestellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Der Kotierungsprospekt mit den allein massgeblichen Bedingungen sowie
ausführlichen Risikohinweisen in englischer Sprache und weitere Informationen können beim Lead Manager, c/o Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch, Talstrasse 82, 8021 Zürich, oder per E-Mail unter solution@lehman.com bezogen werden. Die Produkte dürfen
nicht in den U.S.A. oder an eine U.S.-Person im Sinne der Regulation S des U.S. Securities Act 1933 verkauft werden. Die Performance der den Produkten zugrunde liegenden Basiswerte in der Vergangenheit stellt keine Gewähr auf die zukünftige Wertentwicklung dar. Der Wert der
Produkte unterliegt den Schwankungen des Marktes, welche zum ganzen oder teilweisen Verlust des Investments in die Produkte führen können. Der Erwerb von Produkten ist mit Kosten/Gebühren verbunden. Lehman Brothers und/oder ein verbundenes Unternehmen können in
Bezug auf die Produkte als Market Maker auftreten, Eigenhandel betreiben sowie Hedging-Transaktionen vornehmen. Dies könnte den Marktkurs, die Liquidität oder den Wert der Produkte beeinträchtigen. Marktpreise, Daten und andere in diesem Dokument enthaltene Informationen
können Änderungen unterliegen, ohne dass ein Hinweis erfolgt. Lehman Brothers agiert weder als Berater noch als Treuhänder für Käufer der Produkte. © 2008 Lehman Brothers Inc. Alle Rechte vorbehalten. Mitglied der Securities Investor Protection Corporation (SIPC). Lehman
Brothers International (Europe) ist durch die Financial Services Authority autorisiert und reguliert.
23

FOCUS

Energy Basket – Brennstoff fürs Depot

Bild: www.sxc.hu

Steigende Energiepreise liessen in den vergangenen Monaten die Bevölkerung aufhorchen.
Trotz bereits rekordhohen Preisnotierungen kann weiter davon ausgegangen werden, dass die
Energiepreise in Zukunft noch weiter ansteigen werden. Ein diversifiziertes Investment in
Energierohstoffe ist deswegen betrachtenswert.

Die starke Nachfrage bei den Energierohstoffen wird den Ölpreis auch noch in den
kommenden Jahren Richtung Norden treiben.

Von Mario Schlup, Lehman Brothers|
Der Schreck kommt beim Tanken: Ganz
gleich ob Diesel oder Benzin, die Spritpreise
steigen in extreme Höhen. Weil der Preis für
Rohöl eine Rekordmarke nach der anderen
erklimmt, klettern für die Autofahrer auch
die Kosten an der Zapfsäule. Weiter verdüstert wird die Stimmung der Verbraucher
durch den Blick auf die Rechnung ihrer Gasversorger oder Heizöllieferanten. Denn der
Gaspreis ist ans Öl gekoppelt und verteuert
sich wie Heizöl ständig. Kein Ausweg also
aus der Preisspirale? Was den Autofahrer,
Hausbesitzer oder Mieter als Verbraucher
ärgert, kann für ihn als Anleger ein Segen
sein. Wer sich gegen steigende Energie-

kosten absichern (hedging) oder einfach
an der Wertentwicklung dieser Rohstoffe
teilhaben möchte, kann über Derivate mit
überschaubarem Risiko an diesem Markt
partizipieren.
Bereits in den vergangen drei Jahren konnten Anleger mit Rohstoff-Investments gute
Renditen erzielen und die Nachfrage nach
Energierohstoffen steigt weiter. Angeheizt
wird der Hunger nach Öl, Gas und Co durch
das anhaltende Wirtschaftswachstum auf
der Welt, insbesondere durch die enorme
Nachfrage in Ländern wie China, Südafrika
oder Indien. Unterschiedliche Analysten gehen davon aus, dass der Anstieg im Rohstoffzyklus noch wenigstens fünf weitere Jahre

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Bestand haben wird. Der Zyklus begann im
Jahr 2001 nach einer fast 20-jährigen Phase
sinkender Preise. Weil in diesen 20 Jahren
Investitionen in Förder- und Produktionsanlagen weit zurückgefahren wurden, wird
es noch einige Jahre dauern, bis diese Kapazitäten der steigenden Nachfrage wieder
angepasst sind, sich der Zyklus schliesst
und damit die Preise für Energierohstoffe
wieder sinken könnten. Damit bleiben die
Aussichten glänzend für die Grundstoffe der
weltweiten Energieversorgung: Rohöl, Heizöl, Erdgas, Elektrizität und Kohle.
Bei WTI-Rohöl können mehrere Preistreiber
identifiziert werden. Neben dem steigenden
Hunger der Nicht-OECD-Länder nach dem
schwarzen Gold treibt auch das so genann-

«Was den Autofahrer, Hausbesitzer oder Mieter als Verbraucher
ärgert, kann für ihn als Anleger
ein Segen sein.»
te Delta-Hedging etwa der Fluglinien die Kosten nach oben. Damit sichern sich die Airlines gegen steigende Kerosinpreise durch
Call-Optionen auf Öl ab, wobei die Optionen
immer mehr «in-the-money“ getrieben werden. Hierauf wiederum reagieren die Optionsverkäufer mit dem Kauf von Öl-Futures,
um das Risiko zu neutralisieren. Der Effekt:
Die Preise steigen weiter. Nicht umsonst sehen einige Marktreporte den Ölpreis künftig
sogar bei schwindelerregenden 200 USD
pro Barrel, was aber sehr umstritten ist.
24

FOCUS

Figure 8. World Marketed Energy Consumption, 1980 bis 2030
Quadrillion Btu
800

History

Projections

702

654
607
600

559
511
447

400
283

309

347

366

1990

1995

400

200

0
1980

1985

2000

2004

2010

2015

2020

2025

2030

Quelle: History: Energy Information Administration (EIA), International Energy Annual 2004 (May-July 2006), Projections: EIA,
System for the Analysis of Global Energy Markets (2007). www.eia.doe.gov/iea

Die Kosten für Heizöl haben im vergangenen
Jahr um 50 Prozent angezogen. Mit einem
halben Jahr Verzögerung spüren das die
Verbraucher in ihren Portemonnaies, was
eine Absicherung gegen diese Verteuerung
sinnvoll macht. Bei den Preisen für Erdgas
schlägt die Entwicklung des Rohölpreises
durch, denn Erdgas ist stark an die Marktentwicklung des Öls gekoppelt. Zudem verteuert sich das Gas, weil dessen Produzenten
mit höheren Transportkosten und den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen
haben. Wegen des Klimawandels nehmen

Mit dem Energy Basket profitiert der Anleger
1:1 an der Entwicklung der Basiswerte inklusive einem 100-prozentigen Kapitalschutz

Quelle: Lehman Brothers

Häufigkeit und Schwere der Unwetter in den
Fördergründen des Golfs von Mexiko zu und
erschweren die Exploration des Gases.
Die Energieträger Kohle und Elektrizität
dagegen spüren das gestiegene Umweltbewusstsein. Neue Standorte für Kohlekraftwerke sind politisch immer schwerer durchzusetzen. Gleichzeitig ist es nicht möglich,
den preiswerten aber gesellschaftlich umstrittenen Atomstrom vollständig und kostenneutral durch erneuerbare Energien zu
ersetzen. Während also neue Produktionskapazitäten gerade bei Kohle nicht geschaffen werden, bleibt die Nachfrage aus China
und Indien hoch – als Folge ziehen die Preise weiter an.
Das Fazit: Energie ist ein knappes und begehrtes Gut, das auf absehbare Zeit steigende Preise sehen kann.
Für Anleger, die auf diesen Trend setzen möchten, bietet Lehman Brothers einen so genannten Energy Basket (Valor
3’689’124). Der Energy Basket ist eine Anleihe, die zu jeweils 20 Prozent in die Energieträger Erdöl, Heizöl, Erdgas, Elektrizität
und Kohle investiert. Das Produkt hat eine
Laufzeit von noch drei Jahren und vier Monaten bis zum 21.09.2011 und bietet dem
Anleger zusätzlich einen Kapitalschutz. Der
Anleger investiert zu Beginn 100 Prozent in
die Anleihe. Notieren die enthaltenen Roh-

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Lehman Brothers ist ein innovativer
Anbieter von Finanzdienstleistungen
für Unternehmen und den öffentlichen
Sektor sowie für institutionelle und vermögende Privatkunden auf der ganzen
Welt. Im Jahr 1850 gegründet, nimmt
Lehman Brothers heute führende Positionen in folgenden Geschäftsfeldern ein:
Sales, Handel und Analyse von Aktien
und festverzinslichen Wertpapieren,
Investmentbanking, Investment Management und Vermögensverwaltung
sowie Private Equity. Hauptsitz des
Unternehmens ist New York; darüber
hinaus unterhält Lehman Brothers ein
weltweites Netz von Niederlassungen
mit regionalen Schwerpunkten in London und Tokio.

stoffe an einem Stichtag zum Ende der Laufzeit zwischen 100 und 125 Prozent, erhält
der Anleger eine Rendite von 25 Prozent.
Ist der Energy Basket gar noch stärker etwa
auf 130 oder 135 Prozent seines Ursprungswertes gestiegen, partizipiert der Anleger
linear, das heisst, er erhält 30 beziehungsweise 35 Prozent Rendite. Sollte der Wert
der Rohstoffinvestments in der Laufzeit dagegen sinken, dann greift der Kapitalschutz
und der Anleger erhält zumindest sein eingesetztes Kapital zurück. In diesem Fall
macht ihm aber zumindest die Fahrt an die
Tankstelle wieder mehr Freude.
Die Zusammensetzung des Energy Baskets

Quelle: Lehman Brothers
25

INTERVIEW

Interview mit Dr. Roger Fasnacht
payoff Sprach mit Dr. Roger Fasnacht, Direktor bei der Swisslos über die kommende Fussball-Europameisterschaft und über Fussballwetten.
Tobias Walter|
Sehr geehrter Herr Fasnacht, Wettangebote sind in den letzten Jahren wie Pilze
aus dem Boden geschossen. Sind Online-Wettbüros eher ungeliebte Konkurrenz oder eine willkommene Anregung,
sich selbst weiter zu entwickeln?
Diese Frage muss aus zwei Blickwinkeln
beantwortet werden. Einerseits sind diese
Angebote illegal und schmälern die Einnahmen, die wir für den Schweizer Sport erzielen. Zusammen mit der Loterie Romande
konnten wir im Jahr 2007 rund CHF 130 Mio.
aus Lotterie- und Sportwettengewinnen zur
Finanzierung des Schweizer Sports erwirtschaften. Auf der anderen Seite möchte
ich aber nicht abstreiten, dass die illegalen
Online-Angebote für uns ein Ansporn sind,
uns immer weiter zu verbessern. Störend
ist dabei allerdings, dass wir mit ungleich
langen Spiessen operieren; so halten sich
diese Online-Anbieter z.B. nicht an die
schweizerische Steuergesetzgebung wie
beispielsweise die Verrechnungssteuer.
Das Fussballfieber steigt gewöhnlich
zur Fussball-EM stark an. Wie sieht es
mit dem Wettfieber aus? Wie entwickelten sich die Wetteinsätze in den
vergangenen Wochen/Monaten, wenn
man sie mit einer normalen Saison ohne
sportliche Highlights vergleicht?
Fussball-Grossanlässe wie die letztjährige
WM oder die diesjährige EM sind für uns
eine zwiespältige Sache: Aus diesen Turnieren resultieren zwar sehr attraktive Wettangebote. Andererseits schmälert die EM die
Menge der für Wetten zur Verfügung stehenden Partien, indem die obersten nationalen Spielligen unmittelbar vor, während

und unmittelbar nach diesem Grossanlass
ihren Spielbetrieb einstellen. Es entstehen
Zeiten mit einer sehr begrenzten Zahl von
attraktiven Wettangeboten.
Anlässe wie die EM oder die WM werden
aber auch dafür genutzt, neue Zielgruppen
fürs Wetten zu begeistern. Die Marketingbudgets der Anbieter sind in den entsprechenden Jahren erhöht.
Unter dem Strich werden mehr Umsätze erzielt; die verstärkten Marketingkommunikationsanstrengungen führen aber dazu, dass
die Rendite nicht mitzuhalten vermag.
Glücksspiel und Sportwetten sind in
der Schweiz streng reguliert. Wie gehen
Sie mit diesen rechtlichen Problemstellungen bei Swisslos um?
Wir halten uns strikt an die regulatorischen
Rahmenbedingungen. Wenn der Glücksspielsektor nicht reguliert ist, verursacht
er hohe externe Kosten, welche die Steuerzahler und nicht die Anbieter bezahlen
würden.
Kämpfen mehrere Anbieter um Kunden
und Marktanteile, hat dies ein grösseres,
billigeres und aggressiveres Angebot zur
Folge, verbunden mit kleineren Gewinnmargen aufgrund von verstärktem Marketing und höheren Ausschüttungsquoten.
Höhere Gewinne und verstärkte Marketingaktivitäten führen aber zu einem grösseren
Spielsuchtpotenzial und zum Risiko von
Insolvenzen auf Seiten der Anbieter und
damit zu geprellten Konsumenten. Weiter
erhöhen hohe Gewinnausschüttungsquoten die Attraktivität für Geldwäscherei und
(Wett-)Betrug. Dies alles fand zu Beginn des
20. Jahrhunderts statt und führte europaweit zu einer Regulierung des Glücksspiel-

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

sektors. Die aktuelle Regelung im Lotterie- und Wettsektor garantiert, dass die für
gute Zwecke in den Bereichen Kultur, Sport,
Natur und Soziales erwirtschafteten Mittel
maximiert werden. Dass dies auf Kosten
höherer Preise geschieht, für die Spieler
also geringere Gewinnausschüttungsquoten zur Folge hat, wäre in einem «normalen» Markt ökonomisch unerwünscht, ist
aber im Glücksspielmarkt durchaus im
Sinne der Gesamtvolkswirtschaft.
Wie wichtig sind sportliche Grossanlässe wie die Europameisterschaft für Ihre
Branche?
In Bezug auf die Erträge sind solche Anlässe – wie vorangehend bereits erklärt –
zwiespältig zu beurteilen. Wichtiger ist
es, dass die EM viele Schweizerinnen und
Schweizer mit Fussball bekannt macht, die
sich sonst kaum oder nicht damit auseinander setzen. Durch diese Vergrösserung der
«Fussball-Gemeinde» steigt auch die Zahl
der potenziellen Wettkunden. Zudem sind
Fussball-Turniere grundsätzlich Anlässe,
welche zu Spekulationen über Favoriten
und Sieger führen. Und dass man dann
den eigenen Experten-Tipp auch mit einem
Wetteinsatz untermauert, ist ein Phänomen
mit Tradition.
Laut den Wettquoten auf swisslos.ch
ist Deutschland klarer Favorit auf den
EM-Titel und der Schweiz wird ein Ausscheiden in der Vorrunde vorausgesagt.
Wie kommen diese Quoten zustande?
Welches sind die wichtigsten Faktoren?
Basis der Quoten sind zunächst einmal
eine umfassende Informationssammlung
und -analyse. Die Information über die Ver-
26

INTERVIEW

letzung eines wichtigen Spielers oder der
Ausgang der letzten Direktbegegnungen
zwischen zwei Teams stellen Beispiele für
Informationen mit erheblicher Bedeutung
für die Bestimmung der Quote dar. Auf der
Grundlage solcher Information gelangen
anschliessend ausgeklügelte statistische
Berechnungen zum Einsatz, bei welchen
natürlich auch der Ausschluss von Risiken
eine wichtige Rolle spielt. Sowohl bei den
Quoten als auch bei den entgegengenommenen Umsätzen bestehen Grenzwerte,
die nicht überschritten werden.
Bei Swisslos kümmert sich ein Team von
sechs Sportwetten-Experten um die Erstellung der Quoten und die Überwachung des
Spielbetriebs.
Wie sieht die Treffsicherheit der Quoten aus, wenn man die Wettquoten aller Fussball- Europameisterschaften
bzw. Weltmeisterschaften der letzten
Jahrzehnte anschaut. Wie genau trafen
die Quoten der Vorrunde auf den Endsieger zu?
Eine jahrzehntelange Tradition mit Quotenwetten auf Fussballspiele existiert vornehmlich in England, wo primär via Wettshops und Telefon gewettet wurde und
wird. Sowohl die Quotenleger als auch die
Wettenden halten sich an die Favoriten.
Als Italien Fussball-Weltmeister wurde,
stimmten entsprechend sowohl die Vorhersagen der Quotenleger als auch diejenigen der Wettenden besser mit der Realität
überein als bei der letzten Fussball-Europameisterschaft, als Griechenland überraschend triumphierte. Wer an der EM 2004
nach der Vorrunde auf Griechenland setzte,
erhielt bei unserem Sportwettenprodukt

Sporttip für 1 Franken Einsatz 10 Franken
Gewinn ausbezahlt (Quote 10.00). Wer bereits zu Beginn des Turniers auf Griechenland setzte, profitierte noch von einer Quote von 60.00. Bei der WM 2006 wies Italien
nach der Vorrunde bei Sporttip eine Quote
von 7.00 auf.
Sportwetten könnte man durchaus mit
einer Geldanlage vergleichen. Gibt es
auch bei den Wetten besondere Strategien, durch welche der Spieler Risiko
und Gewinnmöglichkeit bewusst steuern kann?
Es gibt durchaus Strategien beim Wetten,
mit welchen Risiko und Gewinnmöglichkeit
gesteuert werden können. Die Analogie
zur Geldanlage muss indessen aber ehrlicherweise auch fortgesetzt werden: Einerseits ist eine erhöhte Gewinnmöglichkeit
immer auch mit einem höheren Risiko
verbunden – man setzt auf einen Aussenseiter, der naturgemäss höhere Quoten
aufweist. Auf der anderen Seite bleibt immer ein Risiko bestehen; Gewinngarantien
existieren keine. Schliesslich gilt es zu
beachten, dass der Wettanbieter Geld verdient – die Gesamtheit der Spieler verliert
entsprechend.
Wie viel des Gesamtgewinns der Swisslos wird an wohltätige Zwecke gespendet?
Swisslos erzielte im Jahr 2007 einen Gewinn von CHF 347 Mio. Der grösste Teil
stammt indessen aus Swiss Lotto und Euro
Millions. Der gesamte Gewinn wird für die
Finanzierung gemeinnütziger Zwecke und
des Schweizer Sports überwiesen. Es handelt sich nicht um eine Spende. Der Gewinn

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Dr. Roger Fasnacht war wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bern, wo
er 1991 in Wirtschaftswissenschaften promovierte. Ab 1992 war er Mitarbeiter und
später geschäftsführender Partner eines
Beratungsunternehmens. Seit 2006 ist er
Direktor der Swisslos, der interkantonalen
Landeslotterie.

wird den Kantonen als Besitzer von Swisslos und dem nationalen Sport aufgrund
entsprechender Verträge überwiesen.
Was denken Sie, wie weit kommt die
Schweiz an der EM und wer wird Europameister?
Ich habe das Vorbereitungsspiel SchweizDeutschland in Basel mitverfolgt. Die Deutsche Mannschaft – vor allem ihre Möglichkeiten in der Offensive – haben mich
beeindruckt. Ich tippe auf Deutschland.
Die Schweizer Mannschaft kann ich nur
schwer einschätzen. Ich denke, dass Sie
das Potenzial hat, die Vorrunde zu überstehen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie
dieses Potenzial abrufen kann. Lassen wir
uns positiv überraschen!
Herzlichen Dank für dieses Interview.
27

PRODUCT NEWS

Autocallable Discount-Zertifikate von EFG Financial Products

Schnäppchenjagd mit Discount-Zertifikaten
Attraktive Rendite mit vertretbarem Risiko. Autocallable Discount-Zertifikate der EFG Financial
Products bieten eine gute Investitionsmöglichkeit in Zeiten erhöhter Unsicherheit.

bedingten Kapitalschutz. Sofern der Basiswert die vordefinierte
Barriere nie berührt oder unterschreitet, erhält der Anleger den
Betrag von 100 Prozent der Denomination ausbezahlt. Andernfalls erfolgt eine Rückzahlung, welche dem Wert der zu Grunde
liegenden Aktie entspricht. In allen Fällen wird im Unterschied
zum gewöhnlichen Discount-Zertifikat eine Barauszahlung vorgenommen.
Das besondere an diesen Produkten ist, dass sie mit einem frühzeitigen Rückzahlungsmechanismus ausgestattet sind, sodass ein
Gewinn nicht erst zum Ende der dreijährigen Laufzeit, sondern
schon bei überschreiten des Triggerlevels (bei allen 100 Prozent
des Basiswerts bei Emission) an einem der vordefinierten Beobachtungstage realisiert werden kann. Die Beobachtung erfolgt einmal
jährlich, jeweils am 11. April, wobei der letzte Beobachtungstag
dem Verfalltag, dem 11.04.2011, entspricht.
Bei steigenden Kursen kann so relativ rasch eine attraktive Rendite
erzielt werden. Der Anleger hat durch den Discount – im Vergleich
zur Direktinvestition – von Beginn weg die Nase vorn.
Zu beachten ist, dass sich die Produkte, zumindest am Anfang

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

der Laufzeit, wie dreijährige Discount-Zertifikate verhalten, obwohl
die Rückzahlung schon nach einem Jahr möglich ist. Das bedeutet, dass der Discount nur langsam abgebaut wird und selbst bei
jenen Papieren verhältnismässig hoch ist, deren Basiswerte schon
deutlich über dem Ausübungspreis notieren.
Seit der Emission der Zertifikate im April haben sich die Basiswerte unterschiedlich entwickelt. Dadurch stehen nun Papiere
mit unterschiedlichen Risiken zur Verfügung, von defensiv (Aktienkurs deutlich über Ausübungspreis, Barriere unter 50 Prozent
des aktuellen Kurses, kleine maximale Rendite) wie bei EFAVI auf
ABB und EFAVG auf Clariant, über ausgewogen (Aktienkurs in der
Nähe des Ausübungspreises, z.B. EFAVM auf Roche oder EFAVK
auf Rieter), bis zu aggressiv (aktueller Aktienkurs unterhalb des
Ausübungspreises, hohe Maximalrendite) wie bei EFAVD auf
UBS oder EFAVO auf Nokia. Weitere attraktive Discount-Zertifikate
finden sie auf Seite 18.
Die Ausgabe zu einem Discount und der bedingte Kapitalschutz
verleihen diesen Papieren einen defensiven Charakter, was in
der momentanen Situation sicherlich Sinn macht. Die flexible
Auszahlung durch den Autocall-Mechanismus bei überschreiten
des Trigger Levels bietet eine gute Chance auf Realisation des
Gewinns.
payoff-Einschätzung: Die neuen Zertifikate der EFG sind interessant für Anleger, welche mit einer Seitwärtsbewegung von starken
Aktien einen attraktiven Gewinn erzielen wollen. Bedingter Kapitalschutz und Discount bieten eine zusätzliche Sicherheit. Wer auf
den richtigen Basiswert zielt, der springt auf den Siegeszug auf.

Risk-Return-Diagramm

Hebel
Return

Tobias Walter| Im bis anhin durch Unsicherheit und schwindende
Kurse geprägten Börsenjahr 2008 ist es für Anleger ratsam, sich
nach attraktiven Produkten mit massvollem Risiko umzusehen.
Gemäss dieser Überlegung scheinen die Autocallable DiscountZertifikate der EFG Financial Products eine interessante Alternative zu sein. Die 15 emittierten Zertifikate bedienen sich verschiedener Schweizer und europäischer Aktien als Basiswert.
Mehr Informationen sind zu finden unter http://www.efgfp.ch/
Suche/AutocallableDiscountZertifikate. Unter den Basiswerten
tummeln sich sowohl bewährte Player als auch die in letzter
Zeit arg gebeutelten Banken. Die Produkte verfügen über einen

AutocallableDiscount-Zertifikate

Renditeoptimierung

Kapitalschutz
Risk
Quelle: Derivative Partners AG

Partizipation
28

PRODUCT NEWS

WKN: 392’901 – Rainbow-Zertifikat mit Kapitalschutz von Goldman Sachs

Besser als der Schweizer Pensionkassenindex
Das Anlageklassen übergreifende Rainbow-Zertifikat erzielte im Backtesting solide Resultate und
vermag im praktischen Härtetest zu gefallen.
Martin Egli | Im Spannungsfeld zwischen Rendite und Risiko bietet der
Rainbow-Mechanismus (siehe Learning Curve) höhere Sicherheiten und
wartet, sofern geschickt zusammengesetzt, mit anständigen Renditen
auf. Das kapitalgeschützte Zertifikat, welches am 11. Februar 2004 das
Tageslicht erblickte, kombiniert die drei Anlageklassen europäische Aktien (DJ Euro Stoxx 50), deutsche Staatsanleihen (German Rex Perf. Index) und Rohstoffe (S&P GSCI ER). Die Renditeberechnung erfolgt durch
eine performanceabhängige Gewichtung der einzelnen Komponenten,
entsprechend ihrer Rangfolge am Ende der Laufzeit. Dabei wird die
beste Asset-Klasse über- und die schlechteste untergewichtet. Bei der
Gesamtperformance fliesst nicht der Indexendstand per Fälligkeit in die
Berechnung ein, sondern die Durchschnittsperformance von insgesamt
24 Stichtagen (asiatische Ausübung). Trotz der 100-prozentigen Kapitalgarantie, welche als Schutz gegen grosse dauerhafte Rückschläge wirkt,
und der Währungsabsicherung in Euro partizipiert der Anleger im Verhältnis 1:1 an der Wertsteigerung des Baskets.
Ob die automatisierte Asset-Allokation der drei niedrig korrelierten Anlageklassen Aktien, Obligationen und Rohstoffe einer aktiven Bewirtschaftung überlegen ist, wird wohl erst das Endresultat zeigen. Im Backtesting lag der errechnete Mittelwert bei respektablen 43,6 Prozent, was
einem Ertrag von 6,2 Prozent per annum entsprach. Die bisherige Kursentwicklung des Zertifikates verläuft bislang über dem im Backtesting
errechneten Mittelwert. So lag am letzten Bewertungstag (06.05.08) die
Durchschnittsperformance des DJ Euro Stoxx 50 bei knapp 27 Prozent,
des REX-Index bei gut neun Prozent und des S&P GSCI bei 34 Prozent.
Wäre dies das Ende der Laufzeit gewesen, hätte die Performance knapp
27 Prozent betragen (0.5*34+0.3*27+0.2*9=26.9), was leicht über der
aktuellen Kursnotierung liegt. Das Resultat ist beachtlich und liegt über
demjenigen des Schweizer Pensionskassenindex der Credit Suisse! Zur

Ehrenrettung der einheimischen Vermögensverwalter muss allerdings
gesagt werden, dass diese wegen unsäglicher Beschränkungen bei den
Anlageklassen (speziell Rohstoffe) einen gesetzlich bedingten Nachteil
in Kauf nehmen müssen.

Korbwerte versus Rainbow-Zertifikate Garant (WKN: 392’901)

Risk-Return-Diagramm

payoff-Einschätzung: Ein solides Zertifikat, welches dem Anleger die
schwierige Gewichtungsentscheidung abnimmt, und dies notabene
ohne ständige Transaktionskosten für laufende Adjustierungen. Zu grosse Renditesprünge können bei diesem eher für konservative Investoren
konstruierten Produktetyp allerdings nicht erwartet werden.

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Zeichnen 6. Mai 2008.
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190
180

Hebel

170

Return

160
150
140

Partizipation
WKN: 392’901

130
120

Renditeoptimierung

110
100

Kapitalschutz

90
6.2.04

SX5E

6.2.05

REXP

6.2.06

SPGSCIP

6.2.07

6.2.08

Risk

DE003929014

Quelle: Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Quelle: Derivative Partners AG
29

PRODUCT NEWS

WKN: UB0PAL – Open-end-Portable-Alpha-Zertifikat von UBS

Gewinne in Haussen und Baissen
Mit Alpha-Zertifikaten können Anleger eine marktneutrale Rendite erzielen. Im Optimalfall gelingt
dies unabhängig von der jeweiligen Börsenphase. Zu dieser seltenen Spezies zählt das in Deutschland kotierte Zertifikat mit der WK-Nummer UB0PAL.
Dieter Haas| UB0PAL setzt auf die relative Performance des StarPlus Starpoint-Fonds gegenüber dem MSCI Weltaktienindex. Der
Anleger partizipiert 1:1 an der erzielten Überrendite. Dies kann bei
steigendem, seitwärts laufendem oder auch sinkendem Börsenumfeld gelingen. Der einbezahlte Nominalwert wird jährlich verzinst
(Einjahres-Euribor abzüglich 1,25 Prozent). Sollte der Wert des
Zertifikates unter die Marke von EUR 50 fallen, kommt es zu einer
vorzeitigen Rückzahlung. Dies erscheint mit Blick auf die Vergangenheit eher unwahrscheinlich.

«Seit der Auflegung gelang es in jedem Jahr,
die Benchmark zu schlagen, wodurch sich
die Outperformance mittlerweile auf über
100 Prozent vergrösserte.»

einen Anteil an Bonus-Zertifikaten von beinahe 20 Prozent. Seit
der Auflegung gelang es in jedem Jahr, die Benchmark zu schlagen,
wodurch sich die Outperformance mittlerweile auf über 100 Prozent vergrösserte. Von der Ratingagentur Morning Star wird der im
Konkurrenzvergleich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielende
Fonds mit fünf Sternen, der höchsten Einstufung, bedacht.
Die vergangene Wertentwicklung ist zwar keine Garantie dafür,
dass der Fonds auch künftig hohe Renditen einfährt. Gemäss Aussagen des Portfolio Managers besteht allerdings nicht die Absicht,
den erfolgreichen Anlagestil zu ändern. Dieser basiert auf einer
konsequenten Suche des Anlageuniversums nach günstigen und
liquiden Aktien (Schwerpunkt Blue Chips). Zur Vermeidung von
Klumpenrisiken weist der Fonds einen hohen Diversifikationsgrad
auf, indem Einzelpositionen auf maximal 2,5 Prozent des Depotanteils begrenzt werden.

Das Konzept ist leicht verständlich. Der Erfolg hängt jedoch vollständig von der Qualität des Basiswertes ab. Beim StarCap Starpoint handelt es sich um einen globalen Aktienfonds, der am 2. August 2000 lanciert wurde und an der Börse Luxemburg kotiert ist
(www.starcapital.de/fonds/starcap-sicav-starpoint). Das Fondsvermögen lag am 31.03. 2008 bei EUR 521,6 Mio. Die Fondsstruktur
weist einen Europa Bias auf und enthielt als Besonderheit zuletzt

payoff-Einschätzung: UB0PAL zählt zu den besten Alpha-Konzepten, die derzeit im Markt erhältlich sind. Gerade in der aktuell sehr
schwierigen Zeit bieten marktneutrale Lösungen erhöhte Sicherheit. Das muss keineswegs auf Kosten geringerer Renditechancen
erfolgen, wie ein Backtesting (vgl. Grafik) zeigt. Seit der Auflegung
des Fonds hätte der Anleger mit der Zertifikatelösung sogar einen grösseren Gewinn eingestrichen als mit dem Kauf des Fonds
selbst, und dies mit einer wesentlich geringeren Volatilität.

Starpoint, MSCI und Starpoint minus MSCI (indexiert in EUR ab
31.7.00) und UBOPAL (indexiert ab 6.11.06)

Risk-Return-Diagramm

225
200

WKN: UB0PAL

Return

175
150
125

Partizipation
Renditeoptimierung

100
75
50

Kapitalschutz

25
31.7.00 31.7.01

Starpoint

31.7.02

UB0PAL

31.7.03

31.7.04

MSCI

31.7.05

31.7.06

Risk

31.7.07

Startpoint-MSCI

Quelle: Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Quelle: Derivative Partners AG

Hebel
30

PRODUCT NEWS

JPBER – Reverse-Bonus-Zertifikat auf den DAX von JP Morgan

Gegen den Trend
Börsen sind keine Einbahnstrassen. Trotz dieser Binsenweisheit setzt nur ein Prozent aller
an der Scoach Schweiz kotierten Bonus-Zertifikate auf seitwärts tendierende bis leicht sinkende
Basiswerte.
Dieter Haas| Mit JPBER wird das Angebot an Reverse-Bonus-Zertifikaten um ein neues Exemplar erweitert. Erneut fungiert der DAX als
Underlying, welcher mehr als die Hälfte aller ausstehenden Anlageprodukte dieses Typs auf sich vereinigt.
Obwohl sich die Börsen derzeit vom Schock des schlechten Starts
ins neue Jahr erholen, sind die Aussichten für die kommenden Monate wenig berauschend. Ob es dem DAX vor diesem Hintergrund

«Das deutsche Blue-Chip-Barometer müsste
bis zur Fälligkeit des Zertifikates am 21. April 2011
die Marke von 10'162.50 Punkten überschreiten,
damit die Barriere gebrochen wird und die Bonuszahlung entfällt.»

letzt, dann erhält der Anleger mindestens den Strike, der bei 62,5
Prozent des Ausgabekurses liegt. Dies entspricht einem Kursstand
des DAX von 4’234,375 Punkten. Sinkt der Basiswert darunter,
steigt die Partizipation im Verhältnis 1:1.
Bereits laufende Reverse-Bonus-Zertifikate wie UBAAA und der
demnächst fällig werdende VZBDX haben sich prächtig entwickelt.
VZDAX hockt noch in den Startlöchern und lediglich der schon im
Mai 2006 emittierte VZBDA wurde am 31. Mai 2007 knapp vor
dem Ende der Aufwärtsphase ausgeknockt. Gemessen an der Seitwärtsrendite führt UBAAA die Rangliste an, gefolgt von VZDAX und
JPBER. In Bezug auf das Risiko einer möglichen Barriereverletzung
haben UBAAA (Barriere 10’212.09) und JPBER die Nase vorn, während der Grenzwert bei VZDAX (Barriere 8’222.10) nur minimal über
dem Allzeithöchst des DAX liegt. Dafür schneidet VZDAX mit der
offerierten Geld/Brief-Spanne im Sekundärhandel von durchschnittlich 0,50 Prozent am besten ab.

gelingen kann, aus seiner mehr als zwölf Jahren gültigen Handelsspanne zwischen 2’200 und 8’000 Punkten auszubrechen, darf
bezweifelt werden (vgl. Grafik). Die Chancen für ein Verharren sind
weitaus grösser. Selbst im Falle eines Ausbruchs verfügen die Anleger beim JPBER über eine ausreichende Reserve und brauchen
nicht gleich in Panik zu verfallen. Das deutsche Blue-Chip-Barometer
müsste bis zur Fälligkeit des Zertifikates am 21. April 2011 die Marke
von 10’162.50 Punkten überschreiten, damit die Barriere gebrochen
wird und die Bonuszahlung entfällt. Wird diese Schwelle nicht ver-

payoff-Einschätzung: Wer gegenüber dem notorischen Optimismus
der Emittenten skeptisch ist, aber auch nicht zu den Schwarzmalern
zählt, der findet in den Reverse-Bonus-Zertifikaten attraktive, Erfolg
versprechende Produkte. Es wäre zu wünschen, dass inskünftig die
Zahl deutlich ansteigt, damit die Investoren über mehr Anlagemöglichkeiten verfügen, zumal diese Kategorie auch in den kommenden
Monaten gute Ertragschancen verspricht.

DAX

Risk-Return-Diagramm

9’000
8’000

JPBER

Return

7’000
6’000

Partizipation

5’000

Renditeoptimierung

4’000
3’000

Kapitalschutz

2’000
29.12.95

29.12.97

29.12.99

29.12.01

29.12.03

29.12.05

Risk

29.12.07

DAX

Quelle: Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Quelle: Derivative Partners AG

Hebel
31

MUSTERPORTFOLIOS

Trotz Börsenschwäche ein Plus von 5,4 Prozent
in 15 Monaten
Die Schweizer Börse tendierte in den letzten Monaten seitwärts. Die
Hoffnung auf eine dauerhafte Bodenbildung könnte sich im weiteren
Verlauf aber als trügerisch erweisen. Spätestens ab Mitte Jahr dürfte das sich eintrübende Umfeld (Zinsen, Öl und Konjunktur) der Zwischenerholung ein Ende bereiten und zu neuen Rückschlägen an den
Börsen führen. Die Devise heisst unverändert:«Vorsicht ist die Mutter
der Porzellankiste.»
Die Depotabsicherung erfolgt mit Hilfe von Mini Shorts auf den SMI.
Mit MSMIY besteht nur eine geringe Gefahr, ausgestoppt zu werden,
zumal der kurzfristige, kostengünstige Call Warrant SMUMB auf den
SMI (Strike: 8’100 – Verfall 20.06.08) allfällige Risiken begrenzt. Der
jüngst gekaufte Mini Short CNFMC auf den CONF-Future dient als
Schutzschild gegen allfällig steigende Zinsen. Hohe Rohstoffpreise
und ein angeschlagener Bankensektor könnten zu unliebsamen Überraschungen führen.
Die Long-Seite wird gegenwärtig durch zwei ETFs und ein Bonus-Zertifikat abgedeckt. FRESMI bezieht sich auf den SMI, während XMSLI
1:1 am etwas breiter gefassten SLI partizipiert. Das Bonus-Zertifikat
SMIXL mit einer sehr niedrigen Barriere von 4’210.49 SMI-Indexpunkten bietet für den Fall eines erneuten Rückschlages eine willkommene
Seitwärtsrendite. Die Chance, dass die Barriere bis zum Verfall hält, ist
aus heutiger Sicht sehr hoch.

Da mit einer geschickten Sektor- oder Titelauswahl momentan wenig
Mehrwert generiert werden kann, bleibt das Depot auf die Indextracker
konzentriert. Die Auswahl wurde auf das absolute Minimum reduziert.
Sobald sich ein längerfristiger und vor allem dauerhafter Aufwärtstrend abzeichnet, wird das Portfolio wieder breiter ausgerichtet. Dies
dürfte allerdings frühestens gegen Jahresende der Fall sein.
Aufgrund der zu vorsichtigen Haltung sowie dem verunglückten, zu
früh erfolgten Kauf eines Mini Shorts auf den Wechselkurs EUR/CHF
hat das Depot zwischenzeitlich gegenüber der Benchmark etwas an
Terrain eingebüsst. Mittlerweile nimmt es aber erneut Fahrt auf und
konnte die relative Outperformance zum SPI wieder ausbauen. Sie beträgt per 26.05.2008 (10.00 Uhr) 16 Prozent.
Seit der Auflegung des Depots am 02.03.2007 bis zum 26.05.2008
(10.00 Uhr) erreichte das Portfolio nach Transaktionskosten eine Performance von plus 5,4 Prozent. Der SPI verlor in derselben Zeitspanne
10,6 Prozent, der SMIC 11,7 Prozent und der SPIEX 4,2 Prozent.
News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren
Musterportfolios «Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung»
und «Rohstoffe» können Sie auf www.payoff.ch (Community/
Forum/payoff Musterportfolios) jederzeit nachschlagen.

Musterportfolio Aktien Schweiz-Wachstum
Zertifikatstyp

Symbol

Emittent Typ

Verfall

Ratio

Kurs

Anzahl

26.5.08

Wert

Gewicht

26.5.08

CCY
26.5.08

XMTCH - ETF auf den SLI

XMSLI

CS

Tracker

open

100

116.69

250

29’172.50

27.7%

1.0000

UBS-ETF SMI

FRESMI

UBS

Tracker

open

100

75.33

400

30’132.00

28.6%

1.0000

Bonus-Zertifikat auf den SMI

SMIXL

GS

Bonus

15.02.10

1

7’570.00

3

22’710.00

21.5%

1.0000

Mini Futures auf den SMI

MSMIY

VON

Mini-Short

open

500

2.38

8’000

19’040.00

18.1%

1.0000

Call-Warrants auf SMI

SMUMB

UBS

Call

20.06.08 500

0.01

6’000

60.00

0.1%

1.0000

Mini Futures auf CONF Future

CNFMC

ABN

Mini-Short

open

12.10

350

4’235.00

4.0%

1.0000

39.70

0.0%

CASH
Quelle: Derivative Partners AG

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

1

105’389.20

100.0%
32

MUSTERPORTFOLIOS

Musterportfolio CH-Wachstum vs. SPI (Benchmark)

%
14
12
10
8
6
4
2
0
-2
-4
-6
-8
-10
-12
-14
-16
-18
-20
2.3.07

2.5.07

SPI

2.7.07

2.9.07

2.11.07

2.1.08

2.3.08

2.5.08

Musterportfolio

Quelle: Derivative Partners AG

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Kotierung beantragt für den 6. Juni 2008

Hohe Zinsen aus 8 Ländern!

ABN AMRO Money Market Super
Yield II Index Open End Zertifikate
® 8 hochverzinsliche Währungen in einem Index: Türkische Lira,
Südafrikanischer Rand, Brasilianischer Real, Ungarischer
Forint, Indische Rupie, Australischer Dollar, Russischer Rubel,
Polnischer Zlotti
® Zinsen aus den kurzfristigen Geldmarktsätzen sammeln
® Auf das Aufwertungspotential der Indexwährungen
zum US-Dollar setzen
® Total Return – Zinsen werden reinvestiert
® Open End – keine Laufzeitbegrenzung
® Valoren: 3'861'051 (USD)
3'861'052 (CHF Quanto)
Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Gespräche auf der angegebenen Linie aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
Risikohinweis: Dieses Werbeinserat stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes sowie keinen
Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Der alleinverbindliche Prospekt in englischer Sprache kann
direkt bei ABN AMRO Bank N.V., Zweigniederlassung Zürich, unter der Tel. 044 / 631 62 62 bezogen werden. Die
Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission unterstellt. Die
Anleger sind dem Konkursrisiko der Emittentin ausgesetzt. Die Produkte sind weder für den Vertrieb in den Vereinigten
Staaten, Grossbritannien oder den Niederlanden, noch an US-Personen bestimmt.

Weitere Informationen zu interessanten Produkten von ABN AMRO

044 631 62 62
www.abnamromarkets.ch
abnamro.pip@ch.abnamro.com

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
33

PRODUCT NEWS REVIEW

Produktvorstellungen und was daraus wurde
In der Product News Review analysieren wir den Erfolg oder Misserfolg der vor einem Jahr im
payoff express oder payoff magazine präsentierten Strukturierten Produkte.

YUANS – China lässt die Muskeln spielen
Im payoff 06/07 wurde unter dem Titel «Riskante Wette» der Digital Put Warrant YUANS auf das Wechselkursverhältnis USD/CNY
vorgestellt. Bei einer Digital-Konstruktion müssen die fixierten Bedingungen im Zeitpunkt des Verfalls erfüllt sein, damit das Ganze
ein Volltreffer wird. Im Falle von YUANS erforderten die Bedingungen eine Aufwertung der chinesischen Valuta innert Jahresfrist
um mindestens 7,5 Prozent und eine Schlussfixierung am 8. Mai
USD/CNY – YUANS
USD/CNY
7.8

USD
3’500

7.6

3’000

7.4

2’500

7.2

2’000

7.0

1’500

6.8

2008 unter CNY 7.125. Die Spekulation glückte (vgl. Grafik). Der
Dollar verlor gegenüber dem YUAN beinahe zehn Prozent seines
Wertes. Die mutigen Anleger, welche an das Auszahlungsprofil
von YUANS glaubten, erhielten am Rückzahlungsdatum am 15.
Mai 2008 eine Auszahlung von USD 3000, was dem dreifachen
Einsatz im Vergleich zum Ausgabekurs entsprach.
Die Chancen bei der Besprechung von YUANS wurden mit 50:50
beziffert oder so hoch wie das Setzen auf Kopf oder Zahl beim
Werfen einer Münze. Rückblickend betrachtet, haben sich die Risiken gelohnt und der damalige Schlusssatz: «Wer nichts wagt,
der nichts gewinnt», erwies sich zutreffend.

Symbol: Yuans

2.7.07

28.8.07

23.10.07

19.12.07

USD/CNY – linke Spalte
Strike – linke Spalte
Auszahlungen, wenn USD/CNY < 7.125

Produkttyp

Digital Put Warrant

Basiswert

USD/CNY

➚

Emittent

Lehman Brothres

500
4.5.07

Fazit

1’000

6.6

ISIN: GB00B1X3L430

Verfall

05.05.2008

Performance
seit Vorstellung*

+200 Prozent

15.4.08

19.2.08

YUANS – rechte Spalte

Quelle: Bloomberg

Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07-23.5.08))

OPUSD – Alpha, wo bist du geblieben?
Das von Merrill Lynch im Mai 2007 lancierte Outperformance-Zertifikat
OPUSD (Partizipation 225 Prozent) auf die Differenz der beiden Rohstoffindizes MLCX01 minus GSCI mit 100 Prozent Kapitalschutz (payoff
05/07) ist ein Versuch zur Erzielung von Alpha. Der Merrill Lynch Commodity Excess Return Index (MLCX01) und der S&P Goldman Sachs
Commodity Excess Return Index GSCI sind in ihrer Zusammensetzung
Outperformance des MCLX01 ER gegenüber dem SPGSCI ER
(indexiert auf den 04.05.2007)

im Wesentlichen deckungsgleich. Wegen bedeutender Unterschiede hinsichtlich des Rollzeitraums und Rollmechanismus konnte im Backtesting
durch eine Long-Position im MLCX01 und einer gleichzeitigen Short-Position im GSCI ER eine konstante Outperformance erzielt werden. Was
auf den ersten Blick als eierlegende Wollmilchsau erschien, vermochte
im praktischen Härtetest bislang nicht zu überzeugen. Die in der Produktevorstellung gehegte Hoffnung einer ansprechenden Rendite bleibt
vorderhand Wunschdenken. Seit dem Start verlaufen die beiden Indizes praktisch synchron, weshalb OPUSD noch immer leicht unter dem
Startkurs von USD 100 notiert.

%
60

%-USD

40

98,8

20

98,0

Symbol: OPUSD

0

97,2

Produkttyp

-20

96,4

Basiswert

MLCX01 minus GSCIER

-40

95,6

Emittent

Merrill Lynch

-60

94,8

Verfall

-80

94,0

Kapitalschutz

100 Prozent

Performance
seit Vorstellung*

-1,4 Prozent

99,6

31.12.98

31.1.01

MCLX-Performance

4.3.03
GSCI-Performance

4.4.05

4.5.07

21.5.08

Outperformance (MLCX01-GSCI)

OPUSD – rechte Skala

Quelle: Bloomberg (USD – indexiert per 10.5.07 – Start von OPUSD)

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

ISIN: XS0296146441

Fazit

Kapitalschutz ohne Cap

➘
➙

Ausblick

24.05.2010

Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07–23.5.08))
34

PRODUCT NEWS REVIEW

GENER – Nachahmerpillen auf der Kriechspur
Der Generikamarkt zählt zweifellos zu den attraktiveren Sektoren.
So schnitt der ABN AMRO Generic Pharmaceutical Index (ABNZGPHA) in den vergangenen Monaten deutlich besser ab als der
MSCI Weltindex. In USD liegt die Performance seit dem 30. Mai
trotz der allgemeinen Börsenschwäche leicht im Plus. Nicht von
dieser Entwicklung profitieren konnte der im payoff 06/07 vorgestellte Generika Basket der ZKB. Die Rendite von GENER bleibt
bis dato deutlich hinter derjenigen des Generikaindex von ABN
GENER, VZGEN, ABN AMRO Generic Pharmaceutical TR Index und
MSCI-Welt TR-Index (USD-Performance – indexiert ab 30.5.2007)

AMRO wie auch dem nur sechs Aktien enthaltenen KonkurrenzZertifikat VZGEN zurück. Selbst der Weltaktienindex entwickelte
sich besser als GENER. Die getroffene Auswahl von insgesamt
14 Titeln sowie die vorgenommene Gewichtung der einzelnen Komponenten brachten bisher nicht den gewünschten Erfolg. Ob sich
dieser in der verbleibenden Restlaufzeit noch einstellen wird, darf
in Anbetracht des verunglückten ersten Jahres bezweifelt werden.
Wer auf Pharma-Nachahmerprodukte setzen möchte, dürfte mit
dem sich an ABNZGPHA orientierenden open-end Global Generika
Index Zertifikat mit der WKN-Nummer ABN9PP besser fahren.

%
110
105

Symbol: GENER

6.6.07

6.8.07

GENER

6.10.07

VZGEN

6.12.07

ABNZGPHA

6.2.07

6.4.08

6.6.08

MSCI-Welt

Quelle: Bloomberg

Generika Basket
ZKB

Verfall

85

Tracker-Zertifikate

Emittent

90

Fazit

Basiswert

➙

95

ISIN: CH0030900762

Produkttyp

100

18.05.2010

Performance
seit Vorstellung*

➘
➙

-11,4 Prozent

Ausblick

Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07-23.5.08))

JBGBE – Auf der Strasse nach Nirgendwo?
Infrastruktur zählt zu den zukunftsträchtigsten Anlagethemen.
Viele Emittenten setzen dabei auf eigens kreierte Indexlösungen,
so etwa Goldman-Sachs, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse den INFRAX-Index entwickelten, oder die UBS mit
ihrem UBS Global Infrastructure Net TR Index. Einen anderen Weg
wählte die Bank Julius Bär. Sie offerierte den Anlegern im Frühsommer 2007 (payoff express 06/07) eine dreijährige Basketlösung, die mit insgesamt 40 Titeln sehr umfangreich ausgefallen

ist. Es schien damals eine offene Frage, welches Konzept am Ende
die Nase vorne haben wird. Lange Zeit gab es ein Kopf-an-KopfRennen. Erst in den letzten Wochen gerät JBGBE etwas ins Hintertreffen, nachdem es zu Beginn der Konkurrenz kurzfristig enteilt
war. Allen gemeinsam ist hingegen die Minderperformance im
Vergleich zum NMX Composite Infrastructure Global Index. Dieser richtet den Fokus auf Basis-Infrastrukturunternehmen, welche
durch eine natürliche Monopolstellung gekennzeichnet sind.

JBGBE, INFRX, UB2STR versus NMX-Global (Performance in EUR –
indexiert ab 11.5.2007)
%
110
105
100
95

Symbol: JBGBE

90

Produkttyp

85

Basiswert

Infrastruktur Growth Basket

➘

80

Emittent

Julius Bär

Ausblick

Verfall

75
11.5.07

11.7.07

NMX-Global

11.9.07
JBGBE

11.11.07
INFRX

11.1.07
UB2STR

Quelle: Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

11.3.08

11.5.08

Performance
seit Vorstellung*

ISIN: CH0030325127
Tracker-Zertifikate

03.05.2010
-14 Prozent

Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07-23.5.08))

Fazit

➘
35

DERIVE

Stabiler Seitwärtstrend
Diese Analyse wird Ihnen präsentiert von the Screener:
Der Standard für unabhängige Aktienratings, www.thescreener.com
ADIDAS AG
EUR 45.38
DE0005003404 |
Analyse vom 24. Mai 2008
ADS | Deutschland
Schlusskurs vom 23. Mai 2008
ADIDAS AG gehört zur Branche «Privat- & Haushaltswaren» und dort
zum Sektor «Schuhe». Mit einer Marktkaptalisierung von 14.57 Milliarden US Dollar zählt sie zu den «large-cap» Gesellschaften. Während
der letzten 12 Monate lag der Kurs zwischen EUR 51.26 und EUR
38.44. Der aktuelle Preis liegt 11.5 Prozent unter dem höchsten und
18.1 Prozent über dem tiefsten Wert in dieser Periode. Ergebnis seit
23. Mai 2007: ADIDAS AG: -9.2 Prozent, DJ Stoxx 600: -11.4 Prozent
Vergleich (23. Mai 2007 – 23. Mai 2008)

Preis
– Fundamentales Kurspotenzial bei EUR 45: Über 15 Prozent.
– Branchenpotenzial: Sehr gut
Gewinnprognosen
– Leicht positive Gewinnrevisionen
Technische Tendenz
– Positives Momentum
Risiko
– Adidas weist ein Beta von 0.92 und bei steigender Volatilität
ein gesamthaft durchschnittliches Risiko auf.
– Mittelstarke Korrelation von 0.63 mit dem DJ Stoxx 600.

20 %

10%

0%

Symbol: ADSAC

EUR 45.00
10,20 Prozent
8,99 Prozent

* * *
mittel

Daten, Kurse, Termsheets

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

EUR 41.30

Risikoklasse

Ertragsoptimierung mit ADSAC
Die adidas Gruppe ist einer der führenden Anbieter in der Sportartikelindustrie. Nach Jahren eindrücklichen Umsatz- und Gewinnwachstums hat
sich der Konzern auch in der schwierigen Marktphase gut behauptet. Für
2009 rechnet Adidas mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum
im hohen einstelligen Bereich, einer Rohertragsmarge zwischen 46 und
48 Prozent und einer Gewinnsteigerung im zweistelligen Bereich. Gelingt das Unterfangen, liegen weitere kleine Kursfortschritte drin, auch
wenn es nach der diesjährigen Konzentration wichtiger Sportanlässe
(Fussball-EM, Olympiade) schwierig sein dürfte, die Dynamik aufrecht zu
halten. Eine Option für vorsichtig optimistische Anleger ist ADSCV ein
zu 100 Prozent kapitalgeschütztes Exchangeable Zertifikat von Goldman

12.01.09

payoff Rating

Quelle: thescreener.com

Scoach CH

Maximale Rendite

Apr-08

Handelsplatz

Discount

Feb-07

Sal. Oppenheim

Ausübungskurs

Dez-07

Emittent

Briefkurs (29.5.08 – 17.30 Uhr)

Okt-07
PHG@EP

adidas – EUR 46.03

Verfall

Jun-07
Aug-07
ADS
DJ Stoxx 600

Discount-Zertifikate

Basiswert

-30 %

Anlageprodukte

Produkttyp

-20 %

Valor: 3’619’023

Produktkategorie

-10 %

www.payoff.ch

Sachs. Seine Laufzeit endet am 20. Juli 2011. Durch die jüngste Avance
der Aktie hat sich die Wandelprämie auf rund zehn Prozent reduziert.
Weitere Details können unserer Webseite www.payoff.ch entnommen
werden. Für die nächsten Monate scheint ein klassisches DiscountZertifikat wie ADSAC allerdings über ein ausreichendes Potenzial zu
verfügen, zumal nach den beiden sportlichen Höhepunkten wohl eine
Konsolidierungsphase ansteht und es nicht zu einem Durchstarten des
Kurses kommen dürfte. Die Aktie von Adidas weist in den drei letzten
Jahren eine geradezu idealtypische Kursentwicklung für Renditeoptimierungs-Produkte auf. Bei einer leicht aufwärtsgerichteten Kurstendenz
kam es nie zu grossen Richtungsänderungen. Die Chancen stehen gut,
dass dies in den kommenden Monaten so bleibt.
36

DERIVE

Das Ende der Erholung naht
Weitere Technische Analysen erhalten Sie kostenlos im täglichen Newsletter Daily Trading
auf www.hsbc-zertifikate.ch
DJ EuroStoxx50 (daily)

Quelle: tradesignal.com

DJ EuroStoxx50 (daily) 3’900 Punkte – make or break
Beim DJ EuroStoxx50 kristallisiert sich immer mehr der Widerstandsbereich bei 3’897/906 Punkten als ultimative Schlüsselzone heraus.
Hier fallen das Hoch vom Mai 2006 sowie das Tief vom März 2007 mit
mehreren Hochpunkten dieses Jahres zusammen. Letztere bilden zudem die Nackenlinie einer unteren Umkehrformation. Verstärkt werden
die beschriebenen Hürden zusätzlich noch durch das 38,2%-Fibonacci-Retracement des gesamten Abwärtsimpulses seit Juni 2007 (3’859
Punkte). Um den europäischen Standardaktien wieder eine «bullishe»
Perspektive zu eröffnen, ist ein Sprung über die o.g. Hürden vonnöten.
Im Erfolgsfall ergibt sich aus technischer Sicht ein Anschlusspotenzial
von knapp 500 Punkten, so dass dann fast bereits wieder die Rekordstände des Jahres 2007 zwischen 4’503 und 4’573 Punkten auf die
Agenda rücken würden. Als Zwischenziel dient vorher noch die Kombination aus dem Korrekturtief vom August 2007 bei 4’029 Punkten
und der 200-Tages-Linie. Mit Blick auf die quantitativen Indikatoren
ist aber der charttechnische Befreiungsschlag in naher Zukunft nicht
unbedingt zu erwarten. So haben die Trendfolger MACD und Aroon
zuletzt synchron neue Ausstiegssignale geliefert, und im Verlauf des
RSI ist ein Bruch des seit Januar 2008 gültigen Haussetrends zu beklagen. Die Markttechnik sensibilisiert also eher für die Unterseite. Wird
das jüngste Verlaufstief bei 3’695 Punkten unterschritten, droht ein
Test der Haltemarke aus dem Januartief bei 3’529. In diesem Umfeld
sollten Aktienbullen ihr Pulver bis zu einem definitiven Bruch der o.g.
Widerstände bei 3’900 Punkten trocken halten.
Jörg SchererTechnischer Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Absichern mit STOXQ oder abwärts nach oben mit VZSSX
Die seit Wochen anhaltende Erholungsphase an den Börsen dürfte
demnächst auslaufen. Trotz hoher Abschreibungen im Finanzsektor
scheint noch kein Ende in Sicht, auch wenn einige notorische Optimisten Licht am Ende des Tunnels sehen. Es bleibt lediglich eine
Frage der Zeit, bis die Krise am US-Hypothekarmarkt auf die Konsumenten durchschlägt und die nächste Runde im Korrekturprozess
einläutet. Für Europas grosse Konzerne, die im Dow Jones Euro Stoxx
vereinigt sind, bedeutet das eine weitere Verlangsamung der Gewinnentwicklungen. Dies dürfte der Börse wenig schmecken und zu einer Fortsetzung der Talfahrt führen. Dagegen kann sich der Anleger
durch den Kauf eines Mini-Shorts wappnen. Da es in jedem Trend
nicht nur eine Richtung gibt, empfiehlt es sich, solche Exemplare zu
wählen, die auch Bärenmarktrallies unbeschadet überstehen können. Mit einem Niveau von 4’660 wie bei STOXQ dürfte der Investor
auf der sicheren Seite sein. Eine Korrektur des europäischen Blue
Chips Index in die Region um 3’200, was 50 Prozent der zwischen
2003 und 2007 erzielten Gewinne bedeuten würde, erachten wir als
wahrscheinlicher als das Vorstossen in Richtung der alten Höchstwerte um knapp 4’600. Mit STOXQ ist es möglich, die Abwärtswelle
voll auszureiten.
Wer es vorsichtiger mag, für den ist VZSSX eine valable Alternative. Der Open-end Short Tracker nimmt invers an den Bewegungen
des Dow Jones Euro Stoxx 50 teil, getreu dem Motto «abwärts nach
oben».

Symbol: STOXQ

Valor: 3’301’146

Produktkategorie

Hebel-Produkte

Produkttyp

Short Mini-Futures

Basiswert

SX5E – 3’752.24

Emittent

ABN AMRO

Verfall

Open-end

Handelsplatz

Scoach CH

Briefkurs (29.5.08 – 17.30 Uhr)

EUR 9.53

Leverage

3,97

Finanzierungslevel

EUR 4’716.00

Stop Loss

EUR 4’726.00

Ratio

1:100

payoff Rating

* * * * *

Risikoklasse

hoch

Daten, Kurse, Termsheets

www.payoff.ch

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
37

DERIVE

Erfolgversprechende Mean-ReversionSpekulation?
Derivative Partners – Empfehlung für Juni 2008
Long Sojabohnen/Short Lebendrind
USD
60
50
40
30
20
10
0
-10
-20
31.3.00

SOYLC

31.3.01

31.3.02

31.3.03

31.3.04

31.3.05

Backtesting SOYLC (innere Werte)

31.3.06

31.3.07

31.3.08

Ø-200-Tage

Quelle: Derivative Partners AG

Kommentar Derivative Partners AG
Rund 60 Prozent der Kosten für die Aufzucht von Rindern entfallen auf den Einsatz von Futtermittel wie Soja oder Mais. Steigen
deren Preise, hat das unmittelbare Folgen für die Fleischproduktion. Diese wird zurückgefahren, da die Margen sinken. Der so
genannte Cattle-Zyklus weist eine durchschnittliche Dauer von
8 bis 12 Jahren auf. Solange braucht es zur Anpassung der Herdengrösse an die veränderten Rahmenbedingungen. Das letzte
zyklische Hoch in den USA, dem nach Indien, Brasilien und China
viertgrössten Produzenten, war im Jahre 1996 zu verzeichnen.
Wegen des jüngst starken Preisanstiegs bei Soja und anderen
Futtermitteln dürfte der Tiefpunkt inzwischen erreicht oder bereits durchschritten sein. In den USA liegt die gegenwärtige Population mittlerweile rund 10 Prozent unter dem Stande von 1996.
Das Überschiessen der Sojapreise im Vergleich zu Lebendrind
wird somit auf Dauer nicht haltbar sein. Gemäss den aktuellen
Futures werden die Kurse von Lebendrind in den kommenden
Monaten deutlich anziehen und verlorenes Terrain wettmachen.
Mit Long-Short-Strategien lassen sich solche temporären Preisdiskrepanzen ausnützen. SIGMA ein Long-Short Put Warrant
auf die Relation Weizen/Mais, welcher bei der diesjährigen Verleihung der Swiss Derivative Awards den zweiten Platz bei den
Hebel-Produkten belegte, war der erste seiner Art. Obwohl etwas
zu früh lanciert, hat es inzwischen eine atemberaubende Performance an den Tag gelegt und den Anleger für seine Geduld reich
entschädigt (vgl. Product News payoff special 04/08).
DERIVATIVE PARTNERS AG

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Ausnutzen einer Marktanomalie mit SOYLC
Der von der UBS emittierte Put Warrant auf eine Long Sojabohnen/
Short Lebendrind-Strategie setzt auf einen Rückgang der Divergenzen auf ein normales Niveau. Im Falle eines Eintretens könnte
SOYLC auf Kursniveaus zwischen 30 bis 40 USD steigen, wie ein
Backtesting mit den fixierten Ausgabebedingungen zeigt (vgl. Grafik). Die Chancen sind intakt, auch wenn die Emission wohl zu früh
erfolgte.
Eine starke Abweichung allein ist noch kein Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Trendumkehr. Mittlerweile scheint aber eine
Bodenbildung eingesetzt zu haben, welche SOYLC nach Abschluss
der Konsolidierung in der zweiten Jahreshälfte zu voller Blüte bringen
sollte. Im Optimalfall gelingt bis zum Ende der Laufzeit die Rückkehr der Relation auf übliche Niveaus der Vergangenheit. Für SOYLC
verspricht das ein Kursgewinnpotenzial von gegen 300 Prozent bis
zum Verfall anfangs 2009. Ein grosser Malus ist allerdings der viel zu
hohe Spread von durchschnittlich fünf bis sieben Prozent (!!) sowie
die zu geringe Stückzahl im Sekundärhandel von lediglich 300. Das
Potenzial dieses attraktiven Produktes wird durch das unvorteilhafte
Market Making leider nicht voll ausgeschöpft. Schade eigentlich,
denn fairere Bedingungen könnten das Interesse an diesem einzigartigen Produkt beleben. Wer sich davon nicht abhalten lässt, was
angesichts der enormen Kurschancen durchaus verständlich ist,
sollte einen Kauf im Sekundärhandel nur unter längerfristigen Gesichtspunkten vornehmen.

Symbol: SOYLC

Valor: 3’693’494

Produktkategorie

Hebel-Produkte

Produkttyp

Put Warrant

Basiswert

Long Soybeans/Short Live Cattle

Emittent

UBS

Verfall

23.01.2009

Handelsplatz

Scoach CH

Briefkurs (29.5.08 – 17.30 Uhr) USD 11.50
Ratio

1:1

payoff Rating

* * * * *

Risikoklasse

hoch

Daten, Kurse, Termsheets

www.payoff.ch
38

LEARNING CURVE

Rainbow-Mechanismus
Regenbogen-Zertifikate ermöglichen eine rückwirkende Optimierung der ausgewählten
Basket-Komponenten. Dies verhindert einen Blick zurück im Zorn und bietet mässig erfolgreichen Portfoliomanagern erfolgreich die Stirn.
Bild: www.sxc.hu

Verhältnisgewichtung oder Best-ofPrinzip
Die meisten Rainbow-Zertifikate lassen sich
zwei Typen zuteilen. Bei der Verhältnisgewichtung wird der beste Basiswert am Ende

«Der themenbezogene oder Anlageklassen umfassende Rainbow-Mechanismus kann in allen
Marktphasen punkten.»

Schön wie ein Regenbogen - Das Rainbow-Zertifikat kann dem Anleger den Blick
ins Depot versüssen.

Dieter Haas| Wer nicht alle Eier in einen Korb
legt, was vom Risikostandpunkt aus wenig
sinnvoll ist, dem stellt sich die Frage nach der
richtigen Vermögensaufteilung. Zertifikate mit
einem Rainbow-Mechanismus helfen dabei.
Sie gewichten die in einem Warenkorb zusammengefassten Basiswerte erst nachträglich.
Dadurch gelingt es, über die angebotene Zeitspanne einen Mehrwert zu erzielen gegenüber einer Gleichgewichtung. Das Vorgehen
bietet sich für verschiedene Varianten an.
So ermöglicht dieser Typ eine Optimierung
innerhalb einzelner Themen wie Wasser oder
ganzer Anlageklassen. Meistens werden dabei Aktienindizes einer Region (Europa, Welt)
zusammengepackt. Den grössten Nutzen
bringt der Rainbow-Mechanismus, wenn er

sich über mehrere, wenig korrelierende Anlageklassen (Aktien, Obligationen, Rohstoffe,
Immobilien, Hedge Fund Indizes) erstreckt. In
diesem Falle wird dem Anleger die schwierige
Frage nach der günstigsten Vermögensauf-

«Den grössten Nutzen bringt der
Rainbow-Mechanismus, wenn
er sich über mehrere, wenig
korrelierende Anlageklassen
erstreckt.»
teilung abgenommen. Es spart zudem die oft
hoch zu Buche schlagenden Transaktionskosten, die bei einer dynamischen Asset Allokation anfallen.

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

der Laufzeit über- und der schlechteste untergewichtet. Vom Renditestandpunkt betrachtet, erhöhen starke Unterschiede in der Gewichtung die Ertragschancen. Am häufigsten
wird die Relation 50/30/20 angewandt, aber
es finden sich auch andere Abstufungen wie
60/30/10 oder 55/25/20. Die Zahl der Basiswerte schwankt normalerweise zwischen
drei und fünf. In seltenen Fällen (WKN: A0GM3U) werden bei Multikonzepten mehr als
drei in der Endabrechnung berücksichtigt.
Dies verwässert allerdings das Schlussresultat, da es bei steigender Anzahl zu einer
Nivellierung der Rendite kommt.
Die am Ende der Laufzeit massgebende
Performance wird in der Regel auf Basis
einer Durchschnittsbildung (asiatische
Ausübung) berechnet. So wird während der
Laufzeit an zum voraus fixierten Stichtagen
die Rendite berechnet. Alle gemessenen
Werte werden zum Schluss gemittelt. Diese Prozedur hat den Vorteil, dass das Risiko
eines just am Verfalltage eintretenden Sonderereignisses eliminiert werden kann. Ne-
39

LEARNING CURVE

ben der Verhältnisgewichtung basiert der
überwiegende Rest der Rainbow-Zertifikate
auf dem Best-Mechanismus. Hier wird nur
der Basiswert mit der besten Performance
berücksichtigt. Dabei schwankt die angebotene Partizipationsrate. Meistens liegt
sie unter 100 Prozent. Das an der Scoach
Deutschland kotierte Regenbogen-Zertifikat der Credit Suisse (WKN: CSFB2W) fällt
mit 150 Prozent etwas aus dem Rahmen.
Diese Relation wird aber nur ausbezahlt,
wenn die drei Basiswerte (DJ Euro Stoxx
50, iBoxx Index und DJ AIG Commodity Index) nie unter eine zu Beginn bei 50 Prozent festgelegte Barriere fallen, was bislang
nicht der Fall war.

Der Mechanismus
Das Grundprinzip ist leicht verständlich und
schnell erläutert. Im Falle einer Vergleichsgewichtung fährt ein Anleger ohne Berücksichtigung von Transaktionsspesen oder allfälliger
Dividenden bei der klassischen Variante aus
drei Basiswerten immer besser als bei einer
gleich gewichteten Lösung (Fall 1 und Fall 2).
Einzig im wenig wahrscheinlichen Fall 3, bei
dem alle Basiswerte die gleiche Durchschnittsperformance aufweisen, sind die Resultate
identisch. Aus den beiden Fällen 1 und 2 wird
aber eine der Schwächen des Mechanismus
ersichtlich. Je stärker die Streuung, desto
weiter entfernt liegt das Endergebnis von
derjenigen des Spitzenperformers.

Vergleiche per Fälligkeit zwischen Rainbow-Mechanismus und einer Anlage
zu jeweils gleichen Teilen
Beispiel 1
Basiswert
Durchschnittsperformance der Basiswerte
Gesamtperformance Rainbow-Basket bei 50/30/20
Gesamtperformance bei Gleichgewichtung
Beispiel 2
Basiswert
Durchschnittsperformance der Basiswerte
Gesamtperformance Rainbow-Basket bei 50/30/20
Gesamtperformance bei Gleichgewichtung
Beispiel 3
Basiswert
Durchschnittsperformance der Basiswerte
Gesamtperformance Rainbow-Basket bei 50/30/20
Gesamtperformance bei Gleichgewichtung

A
10

B
50
39
33
B
-30
11
0

C
40

A
20

B
20
20
20

Erst begrenze Praxiserfahrungen
Die von den Emittenten durchgeführten
Backtestings zeigen durchaus respektable
Resultate. Ob diese auch in der Praxis erreicht werden, wird sich in zwei, drei Jahren
zeigen, wenn einige der Produkte die Fälligkeit erreicht haben. Die bisherige Kursentwicklung vieler, vorwiegend in Deutschland
kotierter Exemplare verläuft im Rahmen der
Erwartungen. Speziell im Falle klassenübergreifender, wenig korrelierender Basiswerte
zeigen sich stetige, wenig schwankende Bilder. Der Rainbow-Mechanismus eignet sich
vor allem für vorsichtige Anleger, die wenig
Mut zur eigenen Entscheidung haben. Bezüglich der Rendite sollten die Erwartungen aber
nicht zu hoch angesetzt werden.

C
40

A
-10

Kapitalschutz häufiges Zusatzfeature
Der themenbezogene oder Anlageklassen
umfassende Rainbow-Mechanismus kann in
allen Marktphasen punkten. In trendlosen,
eher schwierigen Zeiten kommt er häufiger
zur Anwendung. Dazu hilft auch die Tatsache, dass viele dieser Produkte mit einem
Kapitalschutz versehen werden. Dieses Zusatzelement wäre nicht immer notwendig, da
dieser Produkttyp meistens mit langen Laufzeiten versehen ist und somit auch schwächere Zeiten gut bewältigen kann. Das gilt
insbesondere wenn mehrere, untereinander
niedrig korrelierte Anlageklassen zusammengefasst werden wie im Falle der WKN-Nummer 392901 (vgl. Product News). Bei Best of
Rainbow-Zertifikaten vermindert eine Beimischung eines Kapitalschutzes die Partizipationsrate. Sicherheit hat eben ihren Preis.

C
20

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Ja, ich nehme an der Konferenz Strukturierte Produkte 08
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Business Partner Gold:

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Datum / Unterschrift:
E-Mail:

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
40

INVESTMENT IDEA

Präsentiert von Goldman Sachs

Optimiert in Agrarrohstoffe investieren
Rohstoff-Investments haben in den letzten Jahren bei Privatanlegern spürbar an Bedeutung gewonnen. Goldman Sachs bietet nun Open-end-Zertifikate an, die mit einem optimierten Rollmechanismus ausgestattet sind.
Der S&P GSCI Agriculture TR E28 Strategy Index im Vergleich
indexiert ab dem 22.4.03
230
210
190
170
150
130
110
90
70
4.03

10.03

4.04

10.04

4.05

10.05

4.06

10.06

4.07

10.07

S&P GSCI Agriculture Total Return Index
S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index
Quelle: Goldman Sachs

Von dem jüngsten Aufschwung vieler Landwirtschaftsprodukte konnten Anleger mit verschiedenen Zertifikatetypen bereits profitieren. Da gerade die Getreidearten aber meist
im Contango notierten, mussten unter anderem Käufer von Open-end-Zertifikaten Rollverluste hinnehmen.
Goldman Sachs hat daher eine Strategie entwickelt, die den Rollprozess optimiert. Sie
findet ihren Niederschlag im S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index. Der
Index verfolgt das Ziel, die Risiken negativer
Rollrenditen zu senken, aber gleichzeitig die
Vorteile eines Investments in einen RohstoffSymbol* Valor
EHAGC

index zu wahren. Anleger profitieren somit
weiterhin von einer breiten Diversifikation,
niedrigen Kosten, hoher Liquidität und voller
Produkttransparenz.
Im S&P GSCI Agriculture Total Return E28
Strategy Index werden die Rollprozesse auf
zweierlei Weise optimiert: Zum einen werden
frühere, statische Rolltermine festgelegt. Bei
einigen Agrargütern wird zudem anhand saisonaler Besonderheiten weniger gerollt. Historisch betrachtet hätte sich die Kombination
aus statischer und saisonaler Rolloptimierung
ausgezahlt. So hätte der S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index in den

Basiswert

3882564

Währungsschutz

S&P GSCI Agriculture Total
ja
Return E28 Strategy Index
EHAGE
3882562
S&P GSCI Agriculture Total
ja
Return E28 Strategy Index
EHAGU
3882563
S&P GSCI Agriculture Total
nein
Return E28 Strategy Index
* Die Produkte sind bereits an der Scoach Schweiz AG handelbar.
Quelle: Goldman Sachs (Stand: 2.6.2008)

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Ratio

vergangenen fünf Jahren um 110 Prozent zugelegt, während der S&P GSCI Agriculture Total
Return Index im gleichen Zeitraum um etwa
60 Prozent gestiegen ist.
Über die neuen Open-end-Zertifikate in Quanto CHF, Quanto EUR und USD bietet Goldman
Sachs Anlegern die Möglichkeit, an der Entwicklung des S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index zu partizipieren.
Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Webseite www.goldman-sachs.ch, wo
Sie auch die kostenlose Produktbroschüre finden, sowie direkt unter 044 224 11 44.
Briefkurs

0.1

anfängliche
Hedginggebühr
0.95% p.a.

0.1

0.95% p.a.

EUR 17.25

0.1

0.95% p.a.

USD 17.25

CHF 17.25
41

INVESTMENT IDEA

Präsentiert von Merrill Lynch

Die ideale Alternative zum Geldmarkt – Cash
Generator Zertifikate in CHF, EUR oder USD
Investoren sind derzeit in einer schwierigen Lage: An den volatilen Aktienmärkten geht es auf und ab.
Auch auf den Bond- und Geldmärkten sieht die Situation nicht viel besser aus – relativ tiefe Zinsen
verleiten ebenfalls nicht zu Investitionen. Die neuen Cash Generator Zertifikate von Merrill Lynch bieten
hingegen eine attraktive Möglichkeit, diese tiefen Zinsen zu umgehen. Die Verzinsung liegt etwa 2 Prozent über derjenigen von Staatsanleihen mit vergleichbarer Laufzeit.
Produktbeschreibung
Der fixe Coupon wird im ersten Jahr ausbezahlt, solange am Bewertungstag nach
einem Jahr die Barriere nicht berührt oder
unterschritten wurde. Falls der Index am
Laufzeitende unter der Barriere liegt, so
wird der Coupon des zweiten Jahres nicht
ausbezahlt und der Investor partizipiert
an der Performance des Index, statt 100
Prozent des Kapitals zu erhalten. Ein Unterschreiten der Barriere ausserhalb dieser 2
Bewertungstage mindert den Coupon und
die Rückzahlung nicht.

Highlights:
– Äusserst attraktive Verzinsung von 6,25
Prozent (EUR)
– Sehr tiefe Barriere bei ca. 32 Prozent
des aktuellen Index-Standes (EUROSTOXX 50)
– Kurze Laufzeit von nur 2 Jahren
– Kotierung an der Scoach
– Das Produkt ist ebenfalls in CHF auf

den SMI und in USD auf den S&P 500
erhältlich. Die Coupons betragen 4,55
Prozent in CHF und 5 Prozent in USD.
Die Barrieren sind ebenfalls bei 32 Prozent.
– In den letzten 10 Jahren ist keiner der
3 Indizes jemals auf den Index-Stand
der entsprechenden Barriere gesunken.

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

ML Cash Generator Zertifikate – Der
Turbo für jedes Anleihenportfolio
Die US-Notenbank versucht, die angespannte wirtschaftliche Lage durch Zinssenkungen zu entlasten. Eine Politik, die
- im historischen Vergleich - vor allem bei
kurzen Laufzeiten niedrige Zinsen zur Folge
hat. Auch in der Schweiz und Europa sieht
die Lage kaum besser aus. Die neuen Merrill Lynch Cash Generator Zertifikate eröffnen daher die Möglichkeit, einen Ausweg
aus diesem Dilemma zu finden und schon
bei einer relativ kurzen Laufzeit von nur 2
Jahren, die Aussicht auf eine attraktive Verzinsung zu erhalten. Die Barrieren dieser
Produktreihe wurden so tief gewählt, dass
selbst ein Rückgang der Indizes auf ihre
tiefsten Indexstände im letzten grossen
Bärenmarkt der Jahre 2000 bis 2003 die
Barrieren unberührt lassen würden.
Weitere Informationen sowie Produktbroschüren finden Sie auf unserer Webseite
www.merrillinvest.ch sowie direkt unter
Tel. +41 44 297 77 77.
42

RATING WATCH

Refinanzierung mittels Strukturierter
Produkte – problematische Entwicklung!
Mit der Finanzkrise und dem damit einhergehenden Vertrauensschwund gegenüber fast allen
Schuldnern sind die Preise für Kredite deutlich angestiegen. Schuldner aus der Finanzbranche
versuchen nun zum Teil, durch Strukturierte Produkte an günstigeres Fremdkapital zu kommen.
Die Vergleichbarkeit der Angebote ist für Privatanleger sehr schwierig.

Daniel Manser| Kredite haben wie jedes Gut
und jede Dienstleistung einen Preis, beim
Kredit ist dies der Zins. Dieser setzt sich aus
zwei Teilen zusammen. Zum einen ist dies
der risikofreie Zins, also der Zinssatz, den ein
erstklassiger Schuldner wie beispielsweise
die Eidgenossenschaft für sein Fremdkapital
zahlen muss. Dieser Zinssatz widerspiegelt
das allgemeine Zinsniveau einer Währung.
Hinzu kommt noch der Risikoaufschlag,
der sogenannte «Credit Spread» (siehe
hierzu payoff magazine 05/08). Der Credit
Spread gibt Aufschluss darüber, wie stark
das Vertrauen der Fremdkapitalgeber in den
Schuldner ist. Je kritischer dieser beurteilt
wird, um so höher fällt der Risikozuschlag
aus. Die Finanzierung mittels Fremdkapital
wird so für einen risikobehafteteren Schuldner teurer. Wie viel teurer, das bestimmt der
Markt durch Angebot und Nachfrage.
Spezialsituation bei Strukturierten
Produkten
Strukturierte Produkte sind im rechtlichen
Sinne Schuldverschreibungen, genau gleich
wie eine Anleihe. Im Gegensatz zu einer
Anleihe sind aber bei einem Strukturierten

«Der Credit Spread gibt
Aufschluss darüber, wie stark das
Vertrauen der Fremdkapitalgeber
in den Schuldner ist.»
Produkt zusätzliche Produktkomponente eingebaut, beispielsweise eine Partizipation an
einem Basiswert. Durch diese zusätzlichen
Produkteigenschaften können die angebotenen Produkte kaum mehr miteinander verglichen werden, da jedes Produkt ein wenig
anders funktioniert. Der Marktpreis, der bei
Anleihen einfach nachvollziehbar ist, kann bei

derivativen Produkten von einem Privatanleger somit kaum genau bestimmt werden.
Dies kann von den Emittenten dazu genutzt
werden, sich mit Strukturierten Produkten
günstiger mit Fremdkapital einzudecken, als
das über den ordentlichen Anleihemarkt der
Fall wäre, wie folgendes Beispiel zeigt.
Produktbeispiel
5-jähriges kapitalgeschütztes Produkt
mit 100%iger Partizipation am SMI
aktueller 5-Jahres-SWAP: 2 %
Emittent A: Credit Spread 200
Basispunkte (2 %)
Emittent B: Credit Spread 50
Basispunkte (0,5 %)
Stark vereinfacht dargestellt stehen die Zinserträge während der Laufzeit dieses Produkts nach Abzug der Erstellungskosten für
die Finanzierung der Optionsstrategie zur
Verfügung. Bei den Emittenten A und B ergibt dies folgende Berechnung.
Emittent A
5 Jahre x 4,0 % (2 % risikoloser
Zinssatz und 2 % Credit Spread)=
20 %
abzüglich Erstellungskosten und Marge 5 %
Zur Verfügung stehendes Kapital für
den Erwerb der Option
15 %
Emittent B
5 Jahre x 2,5 % (2 % risikoloser
Zinssatz und 0,5 % Credit Spread)= 12,5 %
abzüglich Erstellungskosten und Marge 5 %
Zur Verfügung stehendes Kapital für
den Erwerb der Option
7,5 %

Emittent A kann mit den 15 % des Kapitals,
dass für den Kauf einer Option zur Verfügung
steht, ein weitaus attraktiveres Produkt gestalten, als dies Schuldner B mit 7,5 % des
Kapitals tun kann. In der Praxis könnten die
entsprechenden Kapitalschutz-Produkte auf
den SMI bei jeweils 100 % Partizipation folgende Caps aufweisen:
Produkt Emittent A: Cap bei 155 %
Produkt Emittent B: Cap bei 120 %
Das Produkt von Emittent A ist vom Auszahlungsprofil (Payoff) her weitaus attraktiver
als dasjenige von Emittent B. Dieses vorteilhaftere Payoff entschädigt für das grössere
Schuldnerrisiko, das der Anleger beim Produkt des Emittenten A trägt. Es kann nun
aber der Fall sein, dass sich der Emittent A
ungerechtfertigterweise zu Lasten des Anlegers bereichert, wie folgende Berechnung
verdeutlicht.
Emittent A
5 Jahre x 3,5 % (2 % risikoloser
Zinssatz und 1,5 % Credit Spread) = 17,5 %
abzüglich Erstellungskosten und Marge 5 %
Zur Verfügung stehendes Kapital für
den Erwerb der Option
12,5 %
Emittent A berechnet in diesem Beispiel
lediglich einen Credit Spread von 150 Basispunkten, also 50 Basispunkte zu wenig.
Das daraus entstehende Produkt könnte
einen Cap von rund 140 % aufweisen.
Der Anleger verliert in diesem Beispiel gegenüber dem ursprünglichen Produkt des

Ausführlichere Angaben zu der Bedeutung der einzelnen Ratings finden Sie im payoff
magazine 04/08 auf der Seite 38. www.payoff.ch (Rubrik payoff magazine)

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
43

RATING WATCH

Emittenten A aufgrund des tieferen Caps
eine Renditechance von 15 % (155 % – 140
%). Der Emittent dagegen erhält sein Fremdkapital 0,5 % p.a. günstiger, als wenn er das
Geld am Kapitalmarkt beschaffen müsste.
Schlechtere Bonität erlaubt «attraktivere» Produkte
Wie die Beispielberechnungen zeigen, erscheint selbst das mit einem tieferen Credit Spread berechnete Produkt des Emittenten A (Cap 140 %) deutlich attraktiver
als dasjenige des Emittenten B (Cap 120 %).
Dies sind die direkten Auswirkungen der
unterschiedlichen Bonitäten. Professionelle Investoren ziehen diesen Faktor in
ihren Kaufentscheid mit ein, bei Privatanlegern ist dies oftmals zu wenig der Fall.
Andreas Breiter, Equity Derivatives Institutional Sales von der Rabobank in London
bestätigt denn auch, dass es für die mei-

«Viele Anleger
lassen sich von optisch
günstigen Konditionen blenden
und vergessen dabei die
Ausfallrisiken.»
sten Anleger bei Bonds selbstverständlich
ist, dass ein ausgezeichnetes EmittentenRating seinen Preis hat, diese Sensibilität

bei Strukturierten Produkten momentan
vor allem bei Privatanlegern aber noch
nicht allzu stark verbreitet sei. «Hier wird in
die Überlegung häufig nur der Preis einbe-

«Für Privatanleger gilt es
zu beachten, dass Emittentenrisiken immer nur bewusst
eingegangen und diversifiziert
werden sollten.»
zogen, ohne das Rating der verschiedenen
Emittenten zu betrachten.» Kurzum, viele
Anleger lassen sich von optisch günstigen
Konditionen blenden und vergessen dabei die Ausfallrisiken. Anders sieht es bei
den professionellen Anlegern aus: «Im institutionellen Bereich sehen wir in der augenblicklichen Marktlage den Trend, dass
verstärkt ein ausgezeichnetes Emittenten –
Rating nachgefragt wird», so der Derivatexperte der holländischen Bankengruppe.
Auch bei der global tätigen HSBC, welche
ebenfalls ein sehr gutes Rating aufweist,
werden ähnliche Feststellungen gemacht.
«Professionelle Anleger suchen bei uns vor
allem Sicherheit in erstklassigem Rating
und Funding», führt Heiko Weyand, Marktverantwortlicher Schweiz bei der HSBC in
Düsseldorf aus.

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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

Risiken nur bewusst eingehen
Da am Markt kaum zwei genau identische
Produkte ausgegeben werden, ist es für
Privatanleger fast unmöglich, den effektiv berechneten Credit Spread bei der Finanzierung eines Strukturierten Produkts
zu errechnen. Hinzu kommt, dass die am
Markt gehandelten Credit Spreads für Investoren nur sehr schwer in Erfahrung zu
bringen sind. Die im payoff magazine monatlich veröffentlichen Zahlen bieten hier

«Strukturierte Produkte sind im
rechtlichen Sinne Schuldverschreibungen, genau gleich wie
eine Anleihe.»
Hilfestellung und bringen Licht ins Dunkel.
Für Privatanleger gilt es zu beachten, dass
Emittentenrisiken immer nur bewusst eingegangen und diversifiziert werden sollten.
Analog der Titel-Diversifikation im Portfolio
sollte auch das Emittentenrisiko auf verschiedene Banken verteilt werden. Um unerfreuliche Überraschungen zu vermeiden,
empfiehlt es sich zudem, in regelmässigen
Abständen die Credit Spreads, und damit
das implizite Ausfall-Risiko zu überprüfen.
Denn nicht nur bei der Gesundheit gilt: Vorbeugen ist besser als heilen.
44

RATING WATCH

Ratings im Überblick

Ratings und Credit Spreads von in der Schweiz tätigen Derivat-Emittenten

S&P,
Fitch, ZKB

Moody's

Beschreibung

AAA

Aaa

Beste
Qualität von
Schuldtiteln

AA+

Aa1

Hohe
Qualität von
Schuldtiteln

Emittent

Kredit-Rating

Credit
Spreads*
in Basispunkten,
Stand
26.5.08

Veränderung
zum
Vormonat

Trend

➚

Moody’s

S&P

Fitch

ZKB

Aa2

AA-

AA-

-

48

+4

Aargauische Kantonalbank

-

AAA

-

AAA

-

-

Banca del Gottardo

-

-

-

-

-

-

Bank am Bellevue

-

-

-

-

-

-

Bank Julius Bär

-

-

Aa3

AA-

-

-

Bank Sal. Oppenheim

-

-

A

-

-

-

Bank Sarasin

-

-

-

-

-

-

Bank Vontobel

-

-

-

A+

-

-

A1

A+

-

A

-

-

-

-

-

-

-

-

Aa1

AA+

AA

-

37

+7

-

AA+

-

AA

-

-

Bayerische Hypovereinsbank

A1

A+

A

-

41

+3

Citigroup

Aa3

AA-

AA-

-

78

-27

Clariden Leu

-

-

-

-

-

-

Credit Suisse

Aa1

AA-

AA-

A+

49

+4

Deutsche Bank

Aa1

AA

AA-

-

37

+2

Dresdner Kleinwort

Aa2

A

A+

-

42

-2

-

-

-

-

-

-

EFG Finanical Products

A2

-

A

-

-

-

Goldman Sachs

Aa3

AA-

AA-

-

86

-33

-

-

AA

-

29

+/- 0

JP Morgan

Aaa

AA

AA-

-

32

-28

ABN AMRO

AA

Aa2

AA–

Aa3

A+

A1

A

A2

A–

A3

BBB+

Baa1

BBB

Baa2

Gute bis
angemessene Qualität von
Schuldtiteln

BBB–

Baa3

Befriedigende
Qualität
von
Schuldtiteln

BB+

Ba1

Spekulativ

BB

Ba2

BB–

Ba3

B+

B1

B

B2

B–

Banque Cantonale Vaudoise

B3

Deutlich
spekulativ

Banque Pasche SA
BNP Paribas
Basler Kantonalbank

DWS GO

CCC+

Caa

Sehr
spekulativ

HSBC

CCC
CCC–

Lehman Brothers
CC
C

Ca
C

D

A1

A+

AA-

-

265

-23

Hochspekulativ

Merrill Lynch

A1

A+

A+

-

225

+5

Extrem
spekulativ

Rabobank

Aaa

AAA

AA+

-

30

+/- 0

Emittent
ist zahlungsunfähig bzw. in
Zahlungsverzug

Société Générale

Aa2

AA-

AA-

-

37

-3

UBS

Aa1

AA-

AA-

AA

62

+2

-

-

-

-

-

-

Aaa

AAA

-

AAA

-

-

Valartis Bank
Zürcher Kantonalbank

Quelle: S&P, Moody’s, Fitch, ZKB

* Die Credit Spreads beziehen sich auf das jeweilige Mutterhaus, 1-jährige Laufzeit
Quelle: S&P, Moody’s, Fitch, ZKB, Bloomberg

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

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➘
➘
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➙
➘
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45

VORSCHAU

Veranstaltungen 2008
18.6.2008

Strukturierte
Produkte 08

Zürich

3.–5. 9.08

Im nächsten payoff

SFOA
Montreux
Bürgenstock Meetings

23.–24.10.08 Messe für
Zürich
Strukturierte Produkte

www.academyexecution.ch
www.sfoa.org

www.stp-messe.ch

29.–30.10.08 Salon Romand
de la Finance

Genf

www.salonfinance.ch

04.-06.02.09 Fonds 2009

Zürich

www.fondsmesse.ch

Im nächsten payoff magazine berichten wir unter anderem
über…
Die aufstrebenden Schwellenländer legen ein enormes Wachstumstempo vor. Aus diesem Grund wird dort in den kommenden Jahrzehnten ein riesiger Investitionsbedarf in Infrastruktur
entstehen. Aber auch die mittlerweile in die Jahre gekommene
Infrastruktur in der westlichen Welt dürfte einen guten Beitrag dazu leisten, dass die Unternehmen dieser Branche in Zukunft volle Auftragsbücher haben werden. In der kommenden
payoff-Ausgabe vom Monat Juli befassen wir uns deshalb mit
dem Thema Infrastruktur.
Die payoff-Musterportfolios entwickeln sich besser als die
zugehörigen Indizes. In unserer nächsten Ausgabe stellen wir
das Musterportfolio Schweiz Optimierung detailliert vor und
erklären, was die Beweggründe für die getätigten Transaktionen waren, respektive, was wir für die Zukunft planen.
All dies und vieles mehr im nächsten payoff magazine.

Grosse payoff-Leserumfrage
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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
46

MARKET MONITOR

Attraktive Neuemissionen
Partizipations-Produkte
Symbol

Valor

Basiswert

Emittent

Produkt-Typ

Subtyp

MULQI

3861052

ABN Money Market

ABN

Tracker-Zertifikate

Bull (Quanto)

Barriere Bonus Level

1. Handelstag

Verfall

6.6.2008

Open-end

Währung
CHF

Super Yield II Index
JAFRI

4258126

JB Afrika Basket

JB

Tracker-Zertifikate

Bull

9.6.2008

9.6.2010

CHF

BKNOV

4266081

Novartis

BKB

Bonus-Zertifikate

Bull

80%

117%

30.5.2008

22.3.2010

CHF

BNRDB

4211878

Nestlé/Novartis/Roche

DB

Bonus-Zertifikate

Bull

69%

119%

12.6.2008

4.12.2009

CHF

Renditeoptimierungs-Produkte
Symbol Valor

Basiswert

Emittent

Produkt-Typ

Subtyp

Cap

Partizipationsrate

1. Handelstag

Verfall

UBSSK

UBS

BKB

Capped-Outperformance-Zertifikat

Bull

120.00%

200%

30.5.2008

29.5.2009

4250777

Währung
CHF

Kapitalschutz-Produkte
Symbol Valor

Basiswert

Emittent Produkt-Typ

Kaptitalschutz Cap Level

Partizipationsrate

1. Handelstag Verfall

VUCRU 4250581

Crude Oil Future

VT

Kapitalschutz ohne Cap

Bull

95%

80%

4.6.2008

27.5.2011

USD

CANIC

Nickel/Kupfer

CLEU

Kapitalschutz ohne Cap

Bull

100%

135.00%

10.6.2008

6.6.2011

EUR

Kapitalschutz ohne Cap

Bull

100%

100%

6.6.2008

6.6.2011

EUR

4263820

SAVER 4261804

Euro Stoxx 50 Index ML

JRISE

4245024

Subtyp

Währung

CHF 10y Swap

JB

Kapitalschutz mit Cap

Bull

100%

4.10%

Siehe Termsheet

2.6.2008

29.5.2009

CHF

ZKB894 4241898

SMIM

ZKB

Kapitalschutz mit Cap

Bull

95%

130%

95%

6.6.2008

30.5.2011

CHF

RAIND

RICI Enhanced
ABN
Diverse Kapitaschutz
Energy/Agricultural/Metals Index

Bull

100%

95%

16.6.2008

7.6.2013

USD

3861049

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Achten Sie nicht nur beim
Frühstück auf eine gesunde
Mischung aus Getreide:
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Scoach, die europäische Börse für strukturierte Produkte,
bietet Ihnen eine grosse Auswahl an Rohstoff-Investments.
Ob Weizen, Gold oder Öl – hier finden Sie mit Sicherheit die
passende Rohstoff-Anlage für Ihr Portfolio.

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
47

MARKET MONITOR

Meistgehandelte derivative Hebelprodukte
Die umsatzstärksten Produkte der 20 gefragtesten Basiswerte der Woche 21. Daten, Kurse und
Termsheets aller Scoach-gelisteten Derivate finden Sie auf www.payoff.ch
Emit.

Verfall

Strike

Kurs
Basiswert

3905083

ZKB

20.06.2008

7000

7510.92

1.41

CHF

88657792

3635449

ZKB

19.12.2008

340

305.75

0.21

CHF

14358309

Basiswert

Produkttyp

Art

Symbol

Valor

SMI Index

Knock-out Warrants

Call

KSMIE

Zurich Financial Services

Warrants

Call

ZURKM

Kurs
Produkt CCY CHF Umsatz

DAX Index

Knock-out Warrants

Call

WDAXK

3976193

DB

20.06.2008

6600

7096.79

2.11

CHF

13590060

ABB N

Warrants

Call

ABBOM

2546944

VT

18.12.2009

30

33.86

0.40

CHF

10651426

Gold fix PM

Mini-Futures

Long

XAUJA

3669933

ABN

Open end

771.85999

887.49

11.35

USD

8587117

Novartis N

Warrants

Call

NOVIY

3855590

DB

20.03.2009

50

54.75

0.60

CHF

6792900

UBS N

Warrants

Call

UBSIT

3798554

DB

20.03.2009

32.680813

25.1

0.08

CHF

6535949

Credit Suisse Group N

Warrants

Call

CSGQH

3721111

DB

18.09.2009

57.5

53.10

0.36

CHF

4982049

DJ EURO STOXX 50 (Price) Index

Knock-out Warrants

Put

SESXX

3813828

VT

19.09.2008

4100

3781.73

1.01

CHF

2926000

Swiss RE N

Warrants

Call

RUKIH

3576118

DB

19.09.2008

80

80.95

0.40

CHF

2758733

Roche GS

Warrants

Call

ROGDT

3721131

DB

20.03.2009

195

179.7

0.23

CHF

2603859

Petroplus Holdings AG

Warrants

Call

PPHDW

3719899

DB

19.09.2008

57.5

37.5

0.48

CHF

2568297

NYMEX Natural Gas Future Sept. 08

Warrants

Call

GASUC

3614751

VT

26.08.2008

9

-

0.99

CHF

1644500

NYMEX Crude Oil Future Dec 08

Warrants

Put

OILZR

3876914

VT

17.11.2008

105

-

0.19

CHF

1432473

Nikkei 225 Index

Knock-out Warrants

Put

SNIKP

3706375

VT

13.06.2008

15000

14338.54

0.35

CHF

1421574

S&P 500 Index

Knock-out Warrants

Put

SSPXR

3991688

VT

19.09.2008

1525

1402.54

0.75

CHF

1239000

Brent Crude Oil Future DEC 08

Knock-out Warrants

Put

SOILU

3877051

VT

17.11.2008

130

-

0.03

CHF

1125156

E.ON AG

Warrants

Call

EOAVU

3247833

VT

20.06.2008

125

136.48

0.81

CHF

1074322

Rieter N

Warrants

Call

RIEDS

3744612

DB

19.09.2008

375

370

0.32

CHF

1051224

Richemont Units -A-

Warrants

Call

CFRTV

3770936

VT

20.06.2008

60

64.95

0.26

CHF

1007660

Aktuelle Daten und Termsheet: www.payoff.ch

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Aktien mit Zinszahlung.
Garantierter Coupon
Verzinsung über dem Marktniveau bei Auflegung
Performance auch in Seitwärtsmärkten möglich
Aktienlieferung per Verfall möglich
z. B. ABB (TDABB), UBS (TAUBS), Nestlé (TANES)
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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
48

MARKET MONITOR

Meistgehandelte derivative Anlageprodukte
Die umsatzstärksten Produkte der 20 gefragtesten Basiswerte der Woche 21. Daten, Kurse und
Termsheets aller Scoach-gelisteten Derivate finden Sie auf www.payoff.ch
Basiswert

Produkttyp

Produktname

Symbol Valor

Emit.

Kurs
Kurs
Verfall Basiswert Produkt

DJ EURO STOXX 50 (Price) Index

Uncapped Capital Protected

Capital Protected Note ENAAB

3300983

ABN 27.08.2012

JPM Equity Basket

Tracker Certificates

Bear Tracker

JPSNR

3375862

JPM 05.10.2009

EUR 6M Swap

Tracker Certificates

Money Market Notes VXEUD

2049441

VT

ML US Oil & Gas Drilling and Services Basket

Tracker Certificates

Zertifikat

3206624

DIGUS

3781.73

CCY

Ø CHF
Umsatz

96.48

EUR

44993788

- 8730.00

CHF

16435800

open-end

-

109.80

EUR 14529091

ML 05.01.2009

-

125.00

USD

11472764

UBS Bloomberg CMCI Composite USD TR Index Tracker Certificates

PERLES

TCMCI

3179426

UBS

open-end

- 1526.00

USD

10619449

EUR 2Y Swap

Tracker Certificates

Swap Note

VXEUS

2049442

VT

open-end

-

105.00

EUR

7056362

BCV Cluster Momentum Basket

Tracker Certificates

Zertifikat

BCVCU

3242976

BCV 16.07.2008

-

101.20

USD 6215408

ABN Brazil Top 15 Basket

Tracker Certificates

Zertifikat

BRAZO

1909465

ABN

-

380.50

USD 5732398

CSFB Tremont Investable Hedge Fund Index

Tracker Certificates

Zertifikat

HEDGE

1723376

CS 31.12.2008

- 1090.00

EUR

5361056

ABB/Julius Baer/Swiss Life

Barrier Reverse Convertibles

Multi Defender Vonti

VONRH

3467802

VT 21.11.2008

-

94.20

CHF

4602000

ABB N

Discount Certificates

ToY

JTABW

3984465

BAER 06.11.2008

33.86

28.10

CHF

3848800

USD 6M Swap

Tracker Certificates

Money Market Notes VXUSD

2049445

open-end

-

113.90

USD

3811424

SMI Mid Price Index

Uncapped Capital Protected

Protein

ZKB708

2874274

ZKB 26.01.2010

1533.56

95.00

CHF

3757715

ML Natural Gas Bskt

Tracker Certificates

Zertifikat

GASLY

2320452

ML 03.11.2008

-

173.90

CHF

3756016

Gold fix PM

Uncapped Capital Protected

CPC

GOLCP

2932217

GS 13.08.2008

887.49

117.30

USD

3488079

UBS Bloomberg CMCI Soybean Oil Index

Tracker Certificates

Exchanges Traded
Commodities

TBOCI

3778768

- 2054.00

USD

3154272

ABB/Nestlé/Roche GS

Barrier Reverse Convertibles

Barrier Reverse
Convertible

NRARC

3575971

CLEU 05.12.2008

-

90.70

CHF

3151613

S&P 500 Index

Various Yield Enhancement

Bloc Plus Certificate

SPXXT

3341126

GS 21.08.2008

1402.54

97.50

EUR

3092609

BCV Uranium Basket

Tracker Certificates

Zertifikat

BCVUM

3689683

BCV 16.01.2009

-

99.10

CAD

2858646

VT

UBS

open-end

open-end

Aktuelle Daten und Termsheet: www.payoff.ch

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dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
49

STYLE & PEOPLE

Das El Dorado
der internationalen Kunstwelt
Vom 4. bis 8. Juni 2008 findet in der Museumsstadt Basel zum 39. Mal die Art
Basel statt. Sie ist die weltweit wichtigste Kunstmesse und alljährlicher Treffpunkt
der internationalen Kunstwelt. Aus einer Rekordzahl von über 1’000 Bewerbungen
wurden 300 Galerien aus der ganzen Welt zur Teilnahme zugelassen. Sie präsentieren Werke von über 2’000 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Art-Unlimited-Ausstellungshalle mit 60 Grossprojekten und die Art Basel Conversations mit
international bekannten Referenten bilden Höhepunkte. Rund um die Kunstmesse
werden in den Kunstmuseen der Stadt sehenswerte Ausstellungen (zum Beispiel
Chaim Soutine, Andrea Zittel, Monika Sosnowska und Fernand Léger) gezeigt und
ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm angeboten.
www.artbasel.com

Krafft Basel –
Das historische Hotel des Jahres 2007
Mitten ins Herz, in die Seele der Stadt.
Kein anderer Ort in der Stadt erlaubt
diesen Blick: Rhein, Münsterhügel, reihenweise Patrizierhäuser, Martinskirche,
alte Universität, Mittlere Brücke und die
Rheinpromenade.
Das Krafft wurde 1872 gebaut und durfte immer wieder spannende Gäste wie
Dimitri, Margrit Läubli und Cés Keiser,
Zarli Carigiet, Roy Lichtenstein und natürlich Hermann Hesse beherbergen.
Ein raffinierter Mix aus Gründerzeit- und
50er-Jahre-Elementen mit Möbelklassikern verleiht den frisch renovierten
Hotelzimmern einen unvergleichlichen
Charme.
Im Restaurant hinter dem Herd steht
Andi Steiner, der unter dem Leitsatz
«Küchenkunst, neu interpretiert» seine
Gäste verwöhnt. Alles wird hier hausgemacht. Zu den Klassikern gehören die
Zeininger Forelle und die Kalbslebertranche. Im Keller werden ausgesuchte
Weine gelagert, die ausschliesslich europäische Provenienzen von kleinen und
mittelgrossen Produzenten haben.
Hotel Krafft, Rheingasse 12, 4058 Basel,
Tel. 061 690 91 30, www.krafftbasel.ch

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ein «Menü Surprise» für 2 Personen!
Schicken Sie uns bis zum 27. Juni die richtige Antwort zur untenstehenden
Frage und gewinnen Sie ein Menü Surprise für zwei Personen (exkl. Getränke)
im Krafft Basel!
Welche Privatbank hat ihren Hauptsitz in Basel?
a) Julius Bär

b) Sarasin

Antwort an: style@payoff.ch

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

c) Vontobel
50

STYLE & PEOPLE

Exchange Traded Product Day
Am Mittwoch, dem 21. Mai haben die SWX
Swiss Exchange und die Scoach Schweiz
AG im neu eröffneten «Dolder Grand Hotel» auf Grund der wachsenden Bedeutung
von Exchange Traded Funds (ETFs) und
Strukturierten Produkten beide Communities zusammen vereint und den Exchange
Traded Product Day veranstaltet. Das
payoff magazine war auch dort und hat für
Sie ein paar Eindrücke festgehalten!

Daniel Sandmeier, Credit Suisse, Giorgio Saraco, Scoach
Schweiz AG und Andreas Kropf, Derivative Partners Research AG stossen gemeinsam auf den Erfolg von Strukturierten Produkten an (von links)

Walter-Ulrich Käser, Sal. Oppenheim (links) und Thomas
Maurer, Bank Vontobel

Andreas Zollinger, AKB (links) und Claudio Topatigh, ZKB genossen den Exchange Traded Products Day sichtlich

Natalia Chuard und Marino Basso, beide
Lyxor International Asset Management mit
Laurent Kissis, Société Générale (von links)

Raphael Wolfram, Goldman Sachs

Paolo Giulianini (links) und Oliver Kilian,
beide von der Unicredit Group/ HVB

Heiko Weyand, HSBC (links) und Dr.
Wolfgang Gerhard, Sal.Oppenheim

André Buck, Bank Vontobel (links) fachsimpelt mit Dr. Christian Gast von der UBS

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
51

READER’S VOICE

Leser fragen, payoff antwortet

Reader’s Voice

Letzthin hat sich ein Bekannter von mir
sehr negativ über Strukturierte Produkte
ausgesprochen. Er sagte, dass diese
hohe versteckte Kosten enthalten, mit
denen sich die Banken auf Kosten der
ahnungslosen Kunden bereichern. Was
meinen Sie zu diesem Vorwurf? Welche versteckten Kosten sind wirklich in
Strukturierten Produkten enthalten? E.B.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das
Konstruieren und Emittieren von Strukturierten Produkten eine Dienstleistung ist, für
welche die Banken bezahlt werden müssen.
Ob der dafür bezahlte Preis zu hoch ist, muss
der Anleger selbst entscheiden. Allerdings
ist es alles andere als einfach, die Kosten
von Strukturierten Produkten zu ermitteln.
Klar zu erkennen sind die Geld-Brief-Spanne
sowie Managementgebühren oder Dividendenverzicht bei Partizipations-Produkten wie
den üblichen Indexzertifikaten und Baskets.
Darüber hat payoff bereits in der Aprilnum-

mer geschrieben unter dem Titel «Das Kleingedruckte bei Derivaten». Schwieriger wird
es, wenn das Produkt den Kauf oder Verkauf
einer Option beinhaltet. Hier kann die Bank
die Option teurer verkaufen oder billiger
kaufen als gleiche Produkte auf dem Markt
kosten (z. B. Eurex oder Scoach). Dies kann
an einem Beispiel erläutert werden. Am 26.
Mai kostete NESCG, ein Discount- Zertifikat
auf Nestlé mit Ausübungspreis CHF 510 und
Verfall am 12.01.2009 CHF 475.25, während
der Aktienkurs bei CHF 502 lag. Die gleiche
Emissionsbank verkauft einen Call (NESKH)
mit gleichem Ausübungspreis und Laufzeit
(ratiobereinigt) für CHF 37.50. Damit sieht
die Rechnung für die Bank so aus: Gewinn
= Preis des Discount- Zertifikats plus Preis
des Calls minus Preis der Aktie = CHF 10.75
oder ungefähr 2 Prozent des eingesetzten
Betrags bei einer Laufzeit von noch 8 Monaten. Wenn vor dem Verfall ein Dividendentermin liegt, so müssen die Dividenden in die
Berechnung einbezogen werden, da diese ja

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

der Emissionsbank und nicht dem Besitzer
des Zertifikats ausbezahlt werden.
Komplizierte Produkte wie zum Beispiel ein
Multi Barrier Reverse Convertibles oder ein
Twin-Win-Zertifikat enthalten den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von mehreren, zum
Teil exotischen Optionen. Hier ist es für den
Aussenstehenden praktisch unmöglich, die
effektiven Kosten beziehungsweise den Gewinn der Emissionsbank zu berechnen. Dem
Anleger ist zu empfehlen, das Angebot an
der Scoach nach Produkten mit ähnlichen
Bedingungen zu durchsuchen und deren
Preise zu vergleichen.
Eine weitere Gewinnmöglichkeit für die
Bank wird auf Seite 40 beschrieben. Bei
den Diskussionen über den Preis darf
nicht vergessen werden, dass für den
Kauf letztlich die Qualität des angebotenen Produkts, also die Gewinnchancen
und das Risiko, entscheidend sein soll
und nicht der Gewinn, den die Bank dabei
erzielen kann.
52

TICKER NEWS

Ticker News
Quelle: flickr.com; Autor: wallyg

IMPRESSUM
HERAUSGEBERIN
Derivative Partners Media AG
Splügenstrasse 10, 8002 Zürich
Telefon 043 305 05 30
www.derivativepartners.com
CHEFREDAKTION
Daniel Manser
REDAKTIONSLEITUNG
Andreas Stocker

Neue Kategorie bei Strukturierten
Produkten
Das Schweizerische Kategorisierungsmodell
von Strukturierten Produkten verzeichnet einen Neuzugang. Dazugekommen ist neu die
Kategorie mit dem Namen «Kapitalschutz mit
Knock-out», diese Produkte waren bis anhin
auch als Shark Note bekannt. Dies ist bereits
die 22. Kategorie im Kategorisierungsmodell
des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP). Aktuelle Informationen
dazu oder Bestellungen der Swiss Derivative
Map 2008 können unter www.svsp-verband.ch
gefunden bzw. gemacht werden.
Tiefere Derivat-Volumen im April
an der Scoach
Im April 2008 wurde an der Schweizer
Derivatbörse Scoach ein Umsatz von
CHF 4’988 Mio. erzielt. Gesamthaft fanden 183’400 Transaktionen statt. Verglichen mit dem Umsatz des Vormonats
hat sich dieser um 8,6 Prozent verringert. Im Vergleich zum April 2007 ist der
Umsatz um 16 Prozent gefallen. Gut
konnten sich an der SWX International
Bonds entwickeln.

Bear Stearns zieht sich aus dem deutschen Derivatmarkt zurück
Bekanntlich konnte Bear Stearns nur knapp
vor dem Kollaps gerettet werden. JPMorgan
wird die angeschlagene Investment Bank
übernehmen. Aus diesem Grund werden in
Deutschland Konsequenzen gezogen und
alle ausstehenden Open-end-Zertifikate
rückerstattet. Zusätzlich werden noch alle
Zertifikate mit limitierter Laufzeit gekündigt, in welchen kein Volumen am Markt aussteht. Bei den restlichen Zertifikaten ist neu
JPMorgan Garantin.
Transparenz im Datengeschäft von
Derivaten wird erhöht
Die Derivative Partners Research AG erhöht
die Transparenz im Datengeschäft mit Strukturierten Produkten. Neu werden bei Multi
Asset-Produkten die einzelnen Basiswerte,
sowie die dazugehörigen Barrieren, Caps
und Strikes ausgewiesen. Zudem werden
Coupon-Produkte in die Zins- und Optionskomponente unterteilt. Mit dem neuen
«Knock Flag» Feature wird darauf hingewiesen ob die Barriere eines Produktes bereits
verletzt wurde.

Bank Vontobel steigt in den italienischen Markt ein
Die Bank Vontobel ist in Italien mit dem Geschäftsbereich Asset Management bereits seit 2003
erfolgreich tätig. Jetzt erweitern sie das Dienstleistungs- und Produktangebot und machen ihre
Expertise im Derivatgeschäft auch italienischen Investoren zugänglich. Die ersten Zertifikate sind
seit Mitte März an der italienischen Börse kotiert, es handelt sich dabei um fünf Produkte. Ein
Open-end-Zertifikat auf einen Nachhaltigkeitsindex und vier Open-end-Zertifikate auf einen Managed Risk Index (siehe Product News payoff express 05/08).

dp payoff all about derivative investments | Juni 2008

AUTORENTEAM
Massimo Bardelli, Martin Egli, Dieter Haas,
Alexander Heftrich, Martin Plüss, Martin Raab,
Tobias Walter
redaktion@derivativepartners.com
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Elena Weber
elena.weber@derivativepartners.com
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Unteres Ziel 3, 9050 Appenzell
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Storchengasse 15, 5201 Brugg
www.effingerhof.ch
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Wird in gedruckter Form und als E-Mail
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Derivative Partners AG und Dritte unternehmen
alle zumutbaren Schritte, um die Zuverlässigkeit
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enthaltenen Informationen und Ansichten. Leser,
die aufgrund der in diesem Magazin veröffentlichten Inhalte Anlageentscheide fällen, handeln auf
eigene Gefahr, die hier veröffentlichten Informationen begründen keinerlei Haftungsansprüche.
Eine Haftung für eventuelle Vermögensschäden,
die aufgrund von Hinweisen, Vorschlägen oder
Empfehlungen des payoff aufgetreten sind, wird
kategorisch ausgeschlossen.

2008 06 payoff magazine

  • 1.
    dp payoff allabout derivative investments Nr. 6 | Juni 2008 | 5. Jahrgang | www.payoff.ch CHF 12.50 | EUR 8.– Einen kühlen Kopf bewahren, wenn es im Depot brennt 3 Wetten, dass die Schweiz Europameister wird! 7 The Convenient Truth of «GOR» – oder die verzerrte Relation zwischen Gold- und Ölpreis! 11 Refinanzierung mittels Strukturierter Produkte – problematische Entwicklung 42 dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
  • 2.
    2 OPINION INHALT SEITE OPINION Ein Kamel füralle Fälle 2 FOCUS Einen kühlen Kopf bewahren, wenn es im Depot brennt 3 Wetten, dass die Schweiz Europameister wird! 7 The Convenient Truth of «GOR» – oder die verzerrte Relation zwischen Gold- und Ölpreis! 11 Dubai – Mehr als Aladin und die Wunderlampe 14 Discount-Zertifikate – erstaunliche Rendite bei kalkulierbarem Risiko 18 Energy Basket – Brennstoff fürs Depot 23 Daniel Manser INTERVIEW Chefredaktor payoff Interview mit Dr. Roger Fasnacht 25 PRODUCT NEWS Schnäppchenjagd mit Discount-Zertifikaten 27 Ein Kamel für alle Fälle Besser als der Schweizer Pensionkassenindex 28 Gewinne in Haussen und Baissen 29 Gegen den Trend 30 Die Energiepreise steigen seit Monaten. Ein Fass Rohöl kostet heute doppelt soviel wie noch vor einem Jahr, respektive fünfmal soviel wie vor fünf Jahren. In der Schweiz werden die steigenden Kraftstoffpreise mit Unmut zu Kenntnis genommen, doch die Option, weniger Auto zu fahren, haben bisher die wenigsten in Betracht gezogen. Ganz anders in Indien – dort können sich viele Landwirte den Diesel für ihre Traktoren schlicht nicht mehr leisten. Die findigen Asiaten lassen deswegen aber nicht etwa die Köpfe hängen oder appellieren, wie einige Politiker hierzulande, für Steuererlasse. Die Inder hielten einfach nach günstigeren Produktionsmitteln Ausschau um ihre Äcker zu bestellen. Und sie wurden bei den Kamelen fündig. Die Wiederentdeckung des fast ausgestorbenen indischen Kamels führte nun dazu, dass sich die Preise für ein Kamel innert zwei Jahren auf CHF 1’000 verdreifachten. Trotzdem ist ein Kamel immer noch viermal billiger zu haben als ein einfacher Traktor. Dieses Beispiel zeigt, was für inflationäre Tendenzen die steigenden Energiepreise hervorrufen können. Doch keine Sorge, wie der zu erwartenden Inflation paroli geboten werden kann, lesen Sie in unserem spannenden Fokusartikel zum Thema «Gold». «Geld verdienen in der Krise»; mit Strukturierten Produkten ist dies durchaus möglich. Wie genau das funktionieren kann, können Sie im Leadartikel dieses payoff magazines nachlesen. Für die ganz Vorsichtigen hier noch ein persönlicher Absicherungstipp: Für CHF 3’000 ist im Zürcher Zoo (www.zoo.ch) eine Patenschaft für ein Kamel zu haben – man weiss ja nie… MUSTERPORTFOLIOS dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Trotz Börsenschwäche ein Plus von 5,4 Prozent in 15 Monaten 31 PRODUCT NEWS REVIEW Produktvorstellungen und was daraus wurde 33 DERIVE Stabiler Seitwärtstrend 35 Das Ende der Erholung naht 36 Erfolgversprechende Mean-Reversion-Spekulation? 37 LEARNING CURVE Rainbow-Mechanismus 38 INVESTMENT IDEAS Optimiert in Agrarrohstoffe investieren 40 Die ideale Alternative zum Geldmarkt – Cash Generator Zertifikate in CHF, EUR oder USD 41 RATING WATCH Refinanzierung mittels Strukturierter Produkte – problematische Entwicklung 42 MARKET MONITOR Attraktive Neuemissionen 46 Meistgehandelte derivative Hebelprodukte 47 Meistgehandelte derivative Anlageprodukte 48 STYLE & PEOPLE Rund um Lifestyle 49 READER’S SERVICE Reader’s Voice 51 Ticker News 52 Impressum 52
  • 3.
    3 FOCUS Einen kühlen Kopfbewahren, wenn es im Depot brennt Bild: www.sxc.hu Nicht nur für Hedge-Fonds ergeben sich trotz turbulenten Börsenzeiten attraktive InvestmentStrategien, auch Privatanleger und Vermögensverwalter können dank Strukturierter Produkte professionell auf schwache Börsen reagieren. fen geändert wurde, Jubelstimmung breit. Bedingt durch die wechselhaft gewordene Marktsituation stellt sich für Anleger nun die Frage, wie auch bzw. gerade in der zweiten Börsenhalbzeit Gewinne erwirtschaftet werden können. Mit den bröckelnden Börsenkursen wurde auch mancher Anleger verunsichert. Trotzdem lässt sich auch in Krisenzeiten gutes Geld verdienen. Martin Raab| Trotz milliardenschwerer Anfeuerungen durch führende Notenbanken und drastischen Zinssenkungen in den USA präsentiert sich die erste Halbzeit des Börsenjahres 2008 sehr durchwachsen. Enttäuschung überwiegt bei den Spielern auf dem Aktienmarkt, die relevanten Leitindizes wie SMI und Dow Jones sind seit dem Start der Saison im roten Bereich. Zwar schien zwischendurch etwas Hoffnung auf Besserung zu keimen, doch die exorbitant verteuerten Energiepreise sorgten wieder für einen kräftigen Kursrutsch. Die Mehrheit der Privatinvestoren hat nach einer Studie von JPMorgan nach wie vor ein neutrales bis negatives Stimmungsbild für die globalen Aktienmärkte. Doch trotz anhaltender Skepsis setzten bisher nur wenige Investoren und Vermögensverwalter auf fallende Aktienkurse – vielerorts war «Nur wer einen langen Atem hat, sollte jetzt im Obligationen- und Kreditmarkt eine Buy-and-HoldStrategie verfolgen.» man mehr dazu geneigt, die Einstandskurse zu verbilligen, als Short-Strategien gewinnbringend umzusetzen. So macht sich nur in Portfolios, in denen rechtzeitig die mentale Einstellung von kaufen auf verkau- dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Champions der Hedge-Fonds-Szene verdienen Milliarden trotz Krise Das grösste Talent, in der Krise Geld zu verdienen, hat bisher John Paulson unter Beweis gestellt. Während namhafte Investmentbanken milliardenschwere Abschreibungen auf Wertpapierbestände durchführen mussten, glänzte Paulsons Hedge-Fonds-Boutique mit einer Performance von 590 Prozent per Ultimo 2007. Sein konträres Erfolgsrezept: Er setzte zum einen mit Leerverkäufen auf den Abschwung des «ABX-Index», welcher der Wertentwicklung mit Hypotheken besicherter Anleihen folgt. Zum anderen erwarb Paulson sog. «Credit Default Swaps» auf im US-Markt engagierte Banken, deren Wert explodierte, als die Märkte einbrachen. Gemäß den bei Hedge-Fonds üblichen Verwaltungsgebühren (2 Prozent Fixgebühr / 20 Prozent Gewinnbeteiligung) kassierte der in New York ansässige Hedge-Fonds-Manager kürzlich seine Performance-Fee für das abgelaufene Jahr 2007 in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar und wurde zum leibhaftigen Beispiel eines Krisengewinners. Doch die Goldgräberstimmung im Kreditmarkt hat die Bewertungsniveaus bereits merklich verteuert. Das Marktbarometer «iTraxx Crossover Index», welches gleichgewichtet 50 europäische Referenzschuldner im >
  • 4.
    4 FOCUS Die Entwicklung desItraxx Crossover im Vergleich zum Euro Stoxx 50 in Basispunkten 650 in Punkten 4’600 600 4’400 550 4’200 500 4’000 450 400 3’800 350 3’600 300 negative Marktentwicklung als positive Rendite erzielen kann. Ausschlaggebend für die Ermittlung des Auszahlungsbetrages und somit der tatsächlichen Rendite ist in der Regel der Kurs des Basiswertes am Tag der Fälligkeit. Speziell all jene Investoren, die Aktienbestände halten und diese auch in der zweiten Halbzeit des Börsenjahres nicht verkaufen möchten, können beispielsweise über den Zukauf von Reverse-Bonus-Zertifikaten – bezogen auf die jeweilige Aktie oder einen Index – eine relativ unkomplizierte Absicherung ihrer Bestände herbeiführen. Neben «Bestandsaktionären» sind für alle Investoren, die in der aktuellen Kursentwicklung eine Bärenmarkt Rallye sehen, Reverse bzw. Inverse Derivate ideale Instrumente, um bei fortgesetztem Abschwung Kasse zu machen. 3’400 250 9.07 10.07 11.07 12.07 1.08 2.08 3.08 4.08 Itraxx Crossover - Non Investment Grade Euro Stoxx 50 - rechte Skala Quelle: Bloomberg Bereich mittlerer bis schwächerer Bonitäten bündelt, hat sich in den letzten Wochen entsprechend erholt. Viele Marktbeobachter halten die «Morgenstimmung» jedoch für noch etwas verfrüht. Nur wer einen wirklich langen Atem hat sollte jetzt im Obligationen- oder Kreditmarkt eine Buy-and-Hold-Strategie von «gefallenen Stars» verfolgen. Im Falle neuer Hiobsbotschaften könnte so mancher Obligation bzw. manchem Kreditindex schnell die rote Karte drohen. Optionsprämien als alternative Cashflows für den Investor Interessanter sind nach Ansicht vieler Marktbeobachter derzeit Investment-Strategien, bei denen der Anleger trotz Kursgewitter stetige Erträge erwirtschaften kann. So finden «Covered-Call» oder «Buy-Write»-Strategien bereits im Lager der institutionellen Spieler rege Anwendung. Hier wird der Basiswert (z.B. Roche) erworben und gleichzeitig eine Call-Option auf diesen Wert verkauft («geschrieben») – oder der Investor schreibt nur Optionen, ohne den Basiswert im Depot zu besitzen. Die aus dem Verkauf erzielte Optionsprämie sorgt für zusätzliche Einkünfte bzw. verringert den Kaufpreis des Basiswerts. Basierend auf dieser Strategie bietet beispielsweise die Valartis Bank zwei Produkte auf den SMI an. Der Anleger muss sich allerdings zwischen BWSML oder BWSMH entscheiden: Das erste Zertifikat setzt auf eine «at-the-money-Strategie», welche Optionen zum gleichen Preis verkauft, wie der Basiswert (Aktie) gekauft wurde. Diese Strategie brachte im Vergleich zum SMI im 10-JahresVergleich eine um 4 Prozent üppigere Rendite – bei rund 5 Prozent weniger Risiko. Das zweitgenannte Zertifikat verkauft die Call-Optionen 5 Prozent «out-of-the-money» und bescherte rund 2 Prozent mehr Rendite als der SMI selbst (siehe payoff magazine 03/08). Neben Zertifikaten sind auch erste ETFs (börsengehandelte Fonds) für «Buy-Write»-Strategien verfügbar. In der Rückrechnung haben «Buy-Write»-Strategien nahezu immer deutlich mehr Rendite erzielt als reine Index-Investments. Erträge dank «Reversen» und «Inversen» Derivaten Ebenfalls eine Optionsstrategie steckt hinter Reverse-Bonus-Zertifikaten und sog. «Inverse Reverse Convertibles» (vgl. Tabelle und Product News Seite 30). Diese Varianten setzen darauf, dass der Kurs des Underlyings ein bestimmtes Kursziel nicht erreicht oder überschreitet. Das Unterschreiten des unteren Schwellenwertes kann hingegen die Rendite des Anlegers steigern, da er nicht nur den festgelegten Bonusbetrag, sondern die komplette dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Mentale Überwindung für HedgeStrategien notwendig Mit Blick auf das Verhalten der heimischen Anleger werden Hedge- bzw. Short-Strategien bisher nur in sehr geringem Umfang gefahren. Eine exklusive Auswertung des payoff magazine über die Börsenumsätze von Januar bis April 2008 in Long bzw. Short-Produkten (Warrants und Mini-Futures) ergab, dass die überwiegende Mehrheit der Warrant-Käufer in allen vier Monaten auf Calls setzte. Selbst im Krisenmonat Januar war nur jede dritte Order ein Short-Produkt, die Masse der Anleger sah den Kurseinbruch eher als verlockende Kaufgelegenheit, was sich bekanntlich wenig später rächen sollte. Deutlich emanzipierter in Sachen Hedging zeigten sich die Mini-FuturesInvestoren. Diese setzten im Januar und März mehrheitlich auf Kursabschwünge und profitierten entsprechend üppig. Nach Ansicht von Experten ist die zögerliche Reaktion vieler Anleger auf massive Kursabschwünge eng mit mentaler Überwindung und Psychologie verbunden. Wenig verwunderlich daher, dass Anleger, die Kursdellen zum Verbilligen von Einstandskursen genutzt haben und damit letztlich auf einen Wiederaufschwung hoffen, nur selten darüber hinaus noch Put Warrants oder Mini Shorts in ihr Portfolio aufnehmen. Doch auch bei der Entwicklung von persönlichen Hedging-Strategien gilt wie so oft: Übung macht den Meister. Anleger sollten versuchen, ihre individuelle Markteinschätzung stets für positive Szenarien und auch die Umkehrseite zu perfektionieren – denn so kann auch in Krisenzeiten Geld verdient werden.
  • 5.
    5 FOCUS Krisensichere Strukturierte Produkte Bezeichnung Symbol Verfall ValartisSMI Buy Write ATM Zertifikat BWSML Open-end Valartis SMI Buy Write OTM Zertifikat BWSMH Open-end GS Inverse Multi Barrier Rev. Conv. Swiss Stocks IVRBA Bearish Certificate Plus auf DAX Index Kurs Währung Handel 79.15 CHF Scoach CH 78.80 CHF Scoach CH 16.01.2009 104.60 CHF Scoach CH JPBER 21.04.2011 - EUR Scoach CH Reverse-Bonus-Zertifikat auf den DAX UBAAA 12.06.2009 9350.00 EUR Scoach CH Lyxor ETF DAXplusR Covered Call LYX0AE Open-end 55.66 EUR Frankfurt Lyxor ETF DAXplus Protected Put LYX0BU Open-end 43.47 EUR Frankfurt DB X-Tracker Euro Stoxx Short XSSX Open-end 55.55 CHF SWX Open-End-Short-Zertifikat auf CAC40 GS0QQ8 Open-end 62.54 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf AEX Index GS0QQA Open-end 54.52 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf AMEX Gold Bugs Index GS0QQ6 Open-end 14.75 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf DAX GS0QQK Open-end 79.79 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf DJ EURO STOXX 50 Index GS0QQL Open-end 47.32 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf DJ Industrial Average Index GS0QQM Open-end 88.05 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf FTSE 100 Index GS0QQB Open-end 80.11 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf Hang Seng Index GS0QQC Open-end 14.88 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf Nasdaq-100 Index GS0QQN Open-end 11.82 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf Nikkei 225 GS0QQJ Open-end 11.91 EUR Scoach Eur. Open-End-Short-Zertifikat auf S&P 500 GS0QQP Open-end 95.48 EUR Scoach Eur. Quelle: Derivative Partners AG (Stand 27.5.08) Anzeige Clariden Leu Structured Products Room for Your Development. Für jedes Risikoprofil das richtige Produkt. Abonnieren Sie unsere Neuemissionen: www.claridenleu.com/strukturierteprodukte Beratung und Handel: Tel. +41 (0) 844 844 002* * Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass diese Telefonlinie aufgezeichnet wird. Wir gehen von Ihrer Zustimmung aus. dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
  • 6.
    Im Derivat-Markt gibtes viel Bewegung. Und eine Zürcher Konstante. Im Dickicht der vielen Angebote an Hebel-, Partizipations-, Renditeoptimierungs- und Kapitalschutz-Produkten schafft die ZKB Übersicht und zeigt Ihnen den Weg zum gewünschten Ziel. Unsere erfahrenen Spezialisten für strukturierte Produkte erreichen Sie über Tel. +41 (0)44 293 66 65 oder E-Mail derivate@zkb.ch. www.zkb.ch/strukturierteprodukte
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    7 FOCUS Wetten, dass dieSchweiz Europameister wird! Das Fussballfieber hat die Schweiz erfasst. Die Europameisterschaft 2008 steht vor der Tür und somit erfahren auch die vielfältigen Wettangebote einen Boom. Das Geld, welches Fussballfans am Kiosk für Paninibilder ausgegeben haben, können sie mit dem richtigen Tipp gleich wieder mit nach Hause nehmen. Bild: www.sxc.hu Wird die Schweiz, wie es Köbi Kuhn schon nach der WM 2006 als Ziel gesetzt hat, den Heimvorteil nutzen können und Europameister werden? Oder werden sich Tranquillo Barnetta und Co. schon nach der Rückrunde einen Platz vor dem Fernseher einrichten müssen? Wenn man den Wettquoten auf sporttip.ch folgt, so bestehen keine rosigen Aussichten für das helvetische Fussballherz. Ein Scheitern in der Vorrunde wird mit einer Quote von 1,40 für die wahrscheinlichste Variante gehalten – der EM-Titel (Quote 20,00) scheint schier unerreichbar. Dies muss aber für die Anpfiff zur EM! Mit dem Beginn der Europameisterschaft bricht auch das Wettfieber wieder aus. Tobias Walter| Mit der anstehenden Europameisterschaft wird das Fussballexpertentum in Europa neue Höhepunkte erreichen. Kaum ein Fussballfreund glaubt nicht, zu wissen, welche Mannschaft um den Titel mitspielen wird und welches Team unter den Erwartungen bleibt. Wer genug Vertrauen in das eigene Fachwissen setzt, der riskiert vielleicht die eine oder andere Wette auf ein Spiel. Dabei sind dem Fan durch die in den letzten Jahren stetig wachsende Angebotsvielfalt im Wettbereich kaum Grenzen gesetzt. In der Schweiz bietet Swisslos über das Wettformat Sporttip als einziger konzessionierter Anbieter die Möglichkeit, Geld auf Sportereignisse zu setzen (siehe Interview auf Seite 25). Daneben bestehen aber noch diverse Onlineplattformen, welche in einer legalen Grauzone operieren, sprich ihren Sitz in anderen Staaten haben, via Internet aber trotzdem auch für Schweizer Spieler zugänglich sind. 2004 – Griechenland, 2008 – die Schweiz? Wettangebote können in Bezug auf die Stärke eines Teams durchaus interessante Informationen liefern und viele Fussballfans in der Schweiz werden sich kurz vor Beginn der EM dieselben Fragen stellen. dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 «Ein Scheitern des SchweizerTeams in der Vorrunde wird mit einer Quote von 1,40 für die wahrscheinlichste Variante gehalten.» Schweizer Fussballfans nicht völlige Konsternation zur Folge haben. Dass sich auch die Buchmacher durchaus einmal irren können, zeigte der Erfolg Griechenlands vor vier Jahren eindrücklich. Das Team von Trainer Otto Rehhagel war mit einer Quote von 60,00 als Underdog ins Turnier gestartet, liess seine Landsleute schlussendlich aber nicht nur über einen unerwarteten Europameistertitel, sondern einige von ihnen bestimmt auch noch über einen satten Gewinn jubeln. Die Chancen der Schweiz, einen ebensolchen Exploit zu landen, wer-
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    8 FOCUS den dreimal höhereingeschätzt als bei den Griechen vor der letzten EM. Aber ein Aussenseitersieg stellt selbstverständlich die Ausnahme der Regel dar. Schon am darauffolgenden Grossereignis – der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland – setzte sich mit Italien wieder ein Favorit durch. Die Bank gewinnt immer! Die Berechnungen der Buchmacher basieren hauptsächlich auf der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Resultates – je höher die Wahrscheinlichkeit, desto tiefer die Quote. Damit verhält sich das «Pricing» einer Wette ähnlich demjenigen einer Option. Ist eine Option «in-the-money», so ist sie einiges teurer, als wenn noch eine grosse und damit unwahrscheinliche Kursänderung bis zum Break Even erfolgen muss. Analog ist der Erfolg einer starken Mannschaft gegen eine schwächere mit einer tiefen Quote verbunden. Die Quote errechnet sich an Hand der Formel: (1/Eintrittswahrscheinlichkeit) x 100 = Quote Die Chance, dass die Schweiz Europameister wird, beläuft sich demnach gemäss Swisslos auf 5 Prozent, was sich in der Quote von 20,00 niederschlägt. In dieser Quote ist jedoch auch noch eine Marge des Buchmachers enthalten. Diese wird dadurch erzielt, dass bei der gesamten Anzahl der Ergebnisvarianten auf ein Ereignis mit einem erhöhten Wahrscheinlichkeitswert gerechnet wird. Im folgenden Beispiel wird dies verdeutlicht: Für das Eröffnungsspiel am 7. Juli zwischen der Schweiz gegen Tschechien sind auf bwin.de folgende Quoten gegeben. Sieg Schweiz 2,90 = Wahrscheinlichkeit von 34,48 Prozent Unentschieden 3,10 = Wahrscheinlichkeit von 32,26 Prozent Sieg Tschechien 2,40 = Wahrscheinlichkeit von 41,67 Prozent Addiert man die Wahrscheinlichkeit, so kommt man auf ein Ergebnis von 108,41 Prozent. Rechnet man nun 1/1,0841, so ergibt sich ein Wert von 0,922. Zieht man dies nochmals von 1 ab, so ergibt sich eine Gewinnmarge des Buchmachers von (1 0,922 = 0,078) 7,8 Prozent. Verteilen sich also die Einsätze exakt gemäss den Wahrscheinlichkeiten, so wird für den Buchmacher ein Gewinn von 7,8 Prozent resultieren. Da dies aber in der Realität kaum der Fall sein wird, kann der Anbieter die Quoten dahingehend verändern, dass unbeliebte Aussenseitertipps durch höhere Gewinnchancen attraktiver werden. Schlussendlich gilt derselbe Grundsatz wie bei jedem Glückspiel: Insgesamt gewinnt die Bank! Hoher Gewinn oder kleines Risiko? Neben den klassischen Wetten auf Sieg der einen Mannschaft, Unentschieden oder Sieg des zweiten Teams, sind eine Vielzahl von weiteren Möglichkeiten gegeben, die eigene Erwartung eventuell in Geld umzumünzen. Schon erwähnt wurde der Tipp auf den Europameister oder auf den Zeitpunkt des Ausscheidens einer Mannschaft. Weiter kann aber auf eine Vielzahl von Ereignissen getippt werden. Zeitpunkt des Ausscheidens der Schweiz Vorrunde 1.40 Viertelfinale 2.10 Halbfinale 5.00 Finale 12.00 Europameister 20.00 So sind dies zum Beispiel die Anzahl der während des gesamten Turniers oder der nur an einem Austragungsort geschossenen Tore, der Torschützenkönig und die Finalpaarung, aber auch die Anzahl Tore, welche in den jeweils ersten zwanzig Spielminuten erzielt werden oder die Anzahl Eckbälle, Karten, Eigentore und Einwürfe während des Turniers. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Durch die Kombination von verschiedenen Wetten kann zudem die Gewinnquote erhöht werden, indem die Quoten aller kombinierten Wetten miteinander multipliziert werden. Dies bringt aber gleichzeitig auch ein grösseres Verlustrisiko mit sich, da bei Nichteintreffen einer Wettprognose die ge- dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 samte Wette als verloren gilt. Ein gewisses Hedging ermöglichen die so genannten Systemwetten, bei denen in einer Kombination von mehreren Wetten einige Fehltipps erlaubt sind. Hier können Beispielsweise fünf Wetten miteinander kombiniert werden, wobei auch dann ein Gewinn erzielt wird, wenn nur zwei oder drei der Tipps zutreffen. «Durch die Kombination kann die Gewinnquote erhöht werden. Dies bringt aber gleichzeitig auch ein grösseres Verlustrisiko mit sich.» Bei aller Freude… Angesichts der Vielfalt an Wettmöglichkeiten und mit einer Prise EURO-Begeisterung verfällt der risikobereite Spieler leicht in ein Wettfieber. Doch dabei soll eines stets im Auge behalten werden: Wer auf dem Weg zum Stadion noch eine kleine Wette am Kiosk platziert, der verschafft sich zumindest einen extra Adrenalinkick, besonders wenn der Tipp noch richtig war, doch letztendlich gilt das Sprichwort: «Wo zwei wetten, muss einer verlieren.» Wer wird Europameister? Die Quoten. Deutschland 4.50 Italien 6.00 Spanien 6.00 Frankreich 7.00 Portugal 7.50 Niederlande 8.00 Kroatien 10.00 Tschechien 12.00 Schweiz 20.00 Schweden 22.00 Griechenland 22.00 Russland 25.00 Türkei 30.00 Rumänien 35.00 Polen 35.00 Österreich 60.00
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    9 EUROTOTO EURO TOTO –Das Gewinnspiel zur Fussball-EM Bild: www.sxc.hu Die Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich rückt näher und der Fussball-Virus greift immer mehr um sich. Mit dem EURO TOTO von X-markets können auch Sie zu den Gewinnern zählen. Schon bald rollt er wieder, der Ball um den sich alles dreht! Nur noch zwei Tage müssen wir uns gedulden, bevor am 7. Juni 2008 der Schiedsrichter die Fussball-Europameisterschaft anpfeift. Für gut drei Wochen wird sich das kleine Helvetien im Ballfieber befinden. Doch bereits jetzt ist die Vorfreude spürbar. In Strassen und Shops gewinnt die Farbe rot nach und nach an Terrain, die Medien berichten schon umfassend vom bevorste- henden Spektakel und die Kids (und einige Erwachsene) sammeln schon eifrig PaniniBildchen. Stimmen Sie sich auf das bevorstehende Grossereignis ein und verkürzen Sie sich die Wartezeit, denn auch Sie als payoff-Leserin oder –Leser können «part of the game» sein! X-markets der Deutschen Bank lanciert in Zusammenarbeit mit der Finanz & Wirtschaft und dem payoff magazine ein Totospiel zum fussballerischen Highlight. Auf www.toto08.ch/toto kann der eifrige BallInteressierte seine Einschätzungen zu den Spielergebnissen abgeben. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise mit einem Gesamtwert von über CHF 7’000.–. Doch auch wenn Sie kein Fussballkenner sind haben Sie gute Chancen auf einen Gewinn, denn dank einer Prognose-Funktion, der alle bereits abgegebenen Tipps zu Grunde liegen, können auch Fussball-Laien einfach erkennen, wer jeweils der Favorit des Spiels ist. Doch schauen Sie sich’s doch am besten gleich selber an. Viel Glück und Spass in den kommenden aufregenden Fussball-Wochen! Comic dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Die Preise im Überblick 1. Preis: Zertifikate von X-markets/Deutsche Bank im Wert von CHF 3000.– 2. Preis Zertifikate von X-markets/Deutsche Bank im Wert von CHF 2000.– 3.–5. Preis jeweils ein Fussballtrikot der Schweizer Mannschaft, bedruckt mit dem Namen des Gewinners 6. –25. Preis jeweils ein Jahresabonnement der Finanz & Wirtschaft oder vom payoff magazine Nutzen Sie Ihre Chance und geben Sie Ihren Tipp noch heute ab. Mit Fachwissen und ein bisschen Glück gehören Sie vielleicht schon bald zu den Gewinnern. Die Teilnahme am EURO TOTO ist für alle kostenlos. www.toto08.ch/toto
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    EFG Financial ProductsAG Brandschenkestrasse 90 P.O. Box 1686, CH-8027 Zurich Phone +41 58 800 1111, www.efgfp.com RENDITEOPTIMIERUNGSPRODUKT DES JAHRES! MIT BIS ZU 15.60% COUPON Ihre Markterwartung Sie erwarten einen moderaten Anstieg oder Seitwärtstrend der Basiswerte bis zum Laufzeitende des Produktes. Sie möchten eine attraktive Rendite erzielen. Konditionen Ein Jahr Laufzeit 79% Barrier Level 40’000’000 CHF/EUR Emissionsvolumen pro Struktur Denomination CHF/EUR 1’000 je Zertifikat Alle Produkte werden an der SWX Swiss Exchange kotiert Produktbeschreibung Die Investition in einen Multi Chance Barrier Reverse Convertible ermöglicht Ihnen in den Genuss von garantierten Couponzahlungen zu kommen und von einem bedingten Kapitalschutz profitieren zu können. Wird das Barrier Level während der Barrier Beobachtungsperiode von nicht mehr als zwei der Basiswerte berührt oder unterschritten oder handeln sämtliche Basiswerte per Verfall oberhalb deren Anfangslevel, erhält der Anleger am Rückzahlungsdatum die Denomination ausbezahlt. Andernfalls wird dem Anleger am Rückzahlungsdatum derjenige Basiswert mit der Schlechtesten Kursentwicklung per Verfall unter Berücksichtigung des entsprechenden Ausübungsverhältnisses geliefert. BASISWERTE Zeichnungsschluss 20.6.2008 WÄHRUNG COUPON VALOR Actelion / Clariant / Lonza / Novartis / Roche Barry Callebaut / Kühne & Nagel / Lindt & Sprüngli / Nestlé / Panalpina CHF 14.00% 3997536 CHF 12.80% Credit Suisse / Holcim / Nestlé / Swiss Re. / Zurich Fin. 3997537 CHF 12.50% 3997538 BNP Paribas / Commerzbank / Deutsche Bank / Fortis / Santander EUR 15.10% 3997539 Air Liquide / BASF / Bayer / Linde / Sanofi-Aventis EUR 12.00% 3997540 ABB / Clariant / Richemont / Julius Bär / Roche CHF 15.60% 3997543 ABB / Actelion / Credit Suisse / Nestlé / Nobel Biocare CHF 15.20% 3997541 Bâloise / Holcim / Nestlé / Novartis / Zurich Fin. CHF 10.30% Renditeoptimierungs-Produkte k erheit dan Mehr Sich obachtung erst Be Barrieren lfte der Laufzeit! 2. Hä in der 3997542 Zeichnungsschluss 27.6.2008 Aegon / Allianz / Axa / Assicurazioni Generali / Münchener Rück EUR 15.50% 3997544 BMW / Daimler Benz / Fiat / Porsche / Volkswagen EUR 14.90% 3997545 AKTUELL ÜBER 45 PRODUKTE IN ZEICHNUNG 15 Kapitalschutz Produkte auf GSCI- und Dow Jones AIG Rohstoff Indizes mit 100% Kapitalschutz, Partizipationsraten von 48% bis 81%, Auszahlungswährung in USD oder EUR, Währungsschutz in EUR, vier Jahre Laufzeit.1,2 1 2 10 Worst of Barrier Reverse Convertibles auf schweizer und europäische Aktien mit 75% Barrier Level, einem Jahr Laufzeit, Coupons von 11.00% bis 21.50% und Barrier Beobachtung nur in der zweiten Hälfte der Laufzeit.1,2 Zeichnungsschluss am 20.6.2008 Zeichnungsschluss am 27.6.2008 Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen. EFG International tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf. EFG International ist Teil der EFG Bank European Financial Group – der drittgrössten Bankengruppe der Schweiz.* Financial Engineering & Distribution, Tel. +41 58 800 1111. www.efgfp.com Jan Schoch, Michael Hölzle, Christophe Spanier, Alex Pou-Cuturi, Sofiane Zaiem, Christoph Baumann, Patricia Benz, Laura Deneke, Florian Streiff, Silvan Lang. Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente. Sie qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7 ff. des schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Bankenkommission. Die Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin resp. der Garantiegeberin ausgesetzt. Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar. Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel. +41 (0)58 800 1111, Fax +41 (0)58 800 1110 oder über E-Mail: termsheet@efgfp.com bezogen werden. Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht). * Quelle: The Banker, Financial Times, nach BIZ-Kernkapital (CHF 6.3bn Tier 1) & Assets on Balance Sheet (CHF 83.4bn CHF) © EFG Financial Products AG. Alle Rechte vorbehalten. Mitglied bei 1. Platz
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    11 FOCUS The Convenient Truthof «GOR» – oder die verzerrte Relation zwischen Gold- und Ölpreis! Der Titel ist natürlich eine kleine Anspielung auf «An Inconvenient Truth» von Al GORe, steht aber nicht in direktem Zusammenhang damit. Wie der Titel verrät, geht es hierbei auch nicht um eine unangenehme, sondern um eine angenehme Wahrheit. «GOR» steht nämlich für das Gold/ Oil-Ratio oder das Verhältnis zwischen Gold und Erdöl. Bild: www.sxc.hu beträgt nicht einmal die Hälfte des langfristigen Durchschnittskurses von 15 (siehe Grafik). Goldige Aussichten für Goldanleger - Die weltweite Nachfrage übersteigt die Produktion in grossem Masse. Oliver Disler| Ganz genau sagt das Gold/ Öl-Ratio (GOR) aus, welche Anzahl Fässer Erdöl mit einer Unze Gold erworben werden können. Warum ist das GOR aktuell mindestens so interessant wie der hohe Rohöl-Preis oder die bevorstehende Fussball-EM? Aktuell befindet sich das GOR bei rekordverdächtig tiefen 7 oder mit anderen Worten können für eine Unze Gold lediglich 7 Fässer Rohöl erworben werden. Der langfristige Durchschnitts-Kurs des GOR liegt bei rund 15 und die Höchstkurse wurden zu Beginn der siebziger Jahre mit über 30 erreicht. Aktuell liegt das GOR ungefähr «Aktuell befindet sich das GOR bei rekordverdächtig tiefen 7 oder mit anderen Worten können für eine Unze Gold lediglich 7 Fässer Rohöl erworben werden.» bei 7 und bewegt sich damit nicht nur in der Nähe seines Allzeit-Tiefs, sondern es dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Hat das Gold-Öl-Ratio immer noch seine Gültigkeit? Wie aus der GOR-Kursgrafik leicht zu entnehmen ist, tendiert das GOR seit ein paar Jahren leicht nach unten. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass das GOR in Vergessenheit geraten ist, oder Investoren diesem Ratio gar keine Beachtung mehr schenken. Das erinnert an die Zeiten des «dot.comBooms» vor knapp 10 Jahren. Damals waren P/E-Ratios (Kurs-Gewinn-Verhältnisse bei Aktien) von über 200 nichts Besorgniserregendes, schliesslich hatte ja die «New Economy» begonnen und damit sollte alles anders und besser werden! Aber wie sieht das heute aus? Wenn man sich ein Gespräch mit FED Chairman Ben Bernanke vorstellt, so würde dieser wohl erzählen, dass die exorbitante Geldmengenausweitung lediglich das Finanzsystem vor seinem Untergang bewahren soll und auf keinen Fall zu einer höheren Inflation oder gar Hyperinflation führen könnte. Aber leider ist auch das ein Irrtum und das aktuelle Geldpapiersystem kann in arge Schieflage geraten. Solange Zentralbanken (nicht nur das FED) mit einem Freipass zum «Papier»-Geld drucken existieren, wird ein steigendes Geldangebot alle greifbaren Rohstoffe inklusive Gold und Rohöl nach oben treiben. Das ist somit schon fast eine Garantie, dass über kurz oder lang das >
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    12 FOCUS GOR wieder deutlichansteigt, oder noch besser: das GOR könnte in den kommenden zwei bis drei Jahren neue Höchstkurse verzeichnen! Entwicklung des Gold-Öl Ratios seit 1986 bis heute Verzerrtes Verhältnis zwischen Goldund Rohölpreis Diese unglaubliche Flut von neu gedrucktem Geld fliesst bekanntermassen auch aus zusätzlich geopolitischen Gründen ins Rohöl. Die Investmentbank Goldman Sachs ist für akkurate Voraussagen des Rohölpreises bekannt und prognostizierte erst neulich, dass der Rohölpreis schon in den nächsten zwei Jahren bis auf etwa 200 US-Dollar an- 30 «Solange Zentralbanken (nicht nur das FED) mit einem Freipass zum «Papier»-Geld drucken existieren, wird ein steigendes Geldangebot alle greifbaren Rohstoffe inklusive Gold und Rohöl nach oben treiben.» steigen könnte. «Peak-Oil» ist mittlerweile Realität. Es wird also künftig jedes Jahr ein bisschen weniger Rohöl gefördert werden, und das bei steigender Nachfrage. Der Rohöl-Markt ist im wahrsten Sinne des Wortes auch um ein Vielfaches liquider als der zu- 35 25 20 15 10 5 7.86 7.89 7.92 7.95 7.98 7.01 7.04 7.07 Gold-Öl Ratio Quelle: Bloomberg dem sehr intransparente und vor allem von Zentralbanken manipulierte Gold-Markt. Das ist der Hauptgrund, warum das GOR seit einigen Jahren nach unten tendiert. Die meisten westlichen Zentralbanken haben keine Freude an einem zu schnell und zu stark ansteigenden Goldpreis. Das könnte die bereits verunsicherten Investoren noch mehr verängstigen und einen Vertrauensverlust gegenüber dem aktuellen Papiergeld-System akzentuieren. Zentralbanken verkaufen immer noch Gold und bewirken damit, wenn auch nur temporär, dass der Goldpreis phasenweise leicht unter Druck gerät. Sollte in den nächsten Monaten der US-Dollar tatsächlich weiter an Wert und Anzeige Suchen Sie in turbulenten Zeiten nach AAA Bonität? Rabobank, maßgeschneiderte Ideen für unsere Kunden. Seit 1986 zum 20. Mal in Folge von Standard & Poor’s und Moody’s ausgezeichnet mit der Bestnote für Bonität (AAA/Aaa) Strukturierte Produkte für Ihre individuellen Bedürfnisse dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    13 FOCUS Kaufkraft einbüssenund der Erdölpreis tatsächlich auf USD 200 ansteigen, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Goldpreis kräftig nach oben schiesst. Über längere Zeiträume betrachtet, vermochte Gold nicht nur die Inflation wettzumachen, sondern überlebte mühelos sämtliche Papiergeld- Attraktive Produkte mit Gold als Basiswert «Die Menge des verfügbaren Goldes ist um ein Vielfaches kleiner als diejenige von Rohöl.» Experimente der letzten 300 Jahre. Gold war, ist und bleibt Geld! Die Menge des verfügbaren Goldes ist um ein Vielfaches kleiner als diejenige von Rohöl. Die Zentralbanken verfügen möglicherweise noch über zirka 20’000 Tonnen Reserven. In der Erdkruste vermuten US Geologen nochmals rund 40’000 Tonnen Gold. 20’000 Tonnen geteilt durch die aktuelle Weltbevölkerung von rund 7 Milliarden Menschen ergibt pro Kopf gerade einmal 3 Gramm Gold. Dem beschränkt verfügbaren Gold, steht unterdessen ein Papiergeldberg gegenüber, welcher bei aktuellen Goldpreisen gerechnet die gesamte Menge einige Tausend Mal kaufen könnte! Mit anderen Worten gibt es entweder viel zu viel Papiergeld oder der Goldpreis ist viel zu tief. Die jährliche Nachfrage Symbol Basiswert Produkttyyp Verfall Börse Kurs Währung Open-end SWX 2990 CHF ZGLD 100 Gramm Gold ETF VZOGO Gold Spot Tracker-Zertifikate Open-end Scoach CH 91.6 USD GOLDQ Gold Spot Tracker-Zertifikate Open-end (Quanto) Scoach CH 8.09 CHF XAUOZ Call Warrant 18.12.2009 Scoach CH 1.05 CHF Gold Spot Quelle: Derivative Partners AG (Stand 27.5.08) nach Gold beträgt rund 4’000 Tonnen. Pro Jahr werden aber nur etwas mehr als 2‘500 Tonnen gefördert. Das Defizit wird (noch) durch Verkäufe der Zentralbanken und durch Recycling gedeckt. Trotzdem gibt es definitiv viel zu wenig Gold für viel zu viele Investoren, die das eines Tages gerne – und zwar in physischer Form – noch kaufen möchten. Obwohl die Gold-Nachfrage von verunsicherten Anlegern nach Ausbruch der Finanzkrise deutlich zugenommen hat, macht diese immer noch erst einen sehr kleinen Teil der Gesamtnachfrage aus. Die Finanzkrise ist aber noch nicht ausgestanden, die Anleger haben sich lediglich an die täglich schlechten Nachrichten gewöhnt. Die USA ist de facto bankrott, der Appetit nach US-Staatsanleihen wird immer kleiner, Die Entwicklung der Gold-Öl-Korrelation Korrelation 1.0 0.8 0.6 0.4 0.2 0 -0.2 -0.4 -0.6 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 20-Tage Moving Average Gold-Öl-Korrelation Quelle: Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 das Säbelrasseln im nahen Osten nimmt zu, ebenso die Spannungen zwischen dem Iran und den USA. All diese Faktoren dürften die US-Valuta in der zweiten Jahreshälfte weiter belasten und Gold nicht nur in USDollar gerechnet verteuern. Ein sinkender US-Dollar ist zusätzlicher Treibstoff für ei- «Diese unglaubliche Flut von neu gedrucktem Geld fliesst bekanntermassen auch aus zusätzlich geopolitischen Gründen ins Rohöl.» nen weiter stark ansteigenden Goldpreis. Das GOR hat also immer noch seine «Gültigkeit» und Aussagekraft und es dürfte lediglich eine Frage der Zeit sein, bis es wieder in den Bereich von 10 bis 15 zurückpendelt. Die angenehme Wahrheit von GOR ist, dass dank steigender Goldpreise auch das GOR wieder ansteigen wird. Leider gibt es bis heute (noch) keine Zertifikate, welche das GOR in einem Produkt zusammengefasst verbriefen. Emittenten von Finanzprodukten, könnten gar Hebel-Produkte auf das GOR emittieren. Die Auswahl an Produkten auf Gold und Rohöl dagegen ist schier unbegrenzt. Anleger, die einen Wiederanstieg des GOR auf 10 oder mehr erwarten, gehen grundsätzlich davon aus, dass der Goldpreis stärker ansteigen wird, als der Rohölpreis. Wer davon profitieren will, hat neben der Möglichkeit, Gold physisch zu erwerben eine Reihe von Finanzprodukte mit unterschiedlichem Risikoprofil zur Verfügung, welche von einem steigenden Goldpreis profitieren. Eine kleine Auswahl findet sich in obenstehender Tabelle.
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    14 FOCUS Dubai – Mehrals Aladin und die Wunderlampe Die (Erfolgs-) Geschichte Dubais reicht in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück – die wirtschaftliche Blüte dieses Emirates ist uns Europäern aber erst in den letzten Jahren bewusst geworden. Heute ist das Land, in dem das Schwarze Gold fliesst, reich. Reich an Geld, sprudelnd an Ideen und Visionären. Die Boommetropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat den Schritt aus der Vergangenheit heraus in die Moderne hinein geschafft. Bild: www.sxc.hu services», sagte er in einem Interview im vergangenen Jahr. Insbesondere das Wachstum im Bereich der Finanzdienstleistungen ist bemerkenswert und dessen Anteil am BIP soll sich nach offiziellen Angaben bis zum Jahre 2015 vervierfachen. Überall werden neue Ideen in die Tat umgesetzt, an allen Ecken und Enden werden neue Rekorde aufgestellt. Der Eindruck entsteht, als wolle sich Dubai jeden Tag neu erfinden und immer wieder selbst übertrumpfen. So überrascht es auch nicht, dass Dubai, bezogen auf die Bevölkerungszahl,weltweit die meisten Millionäre aufzuweisen hat. Am aufstrebenden Finanzplatz Dubai ist wahrlich alles Gold was glänzt. Alexander Heftrich| Dubai wächst, boomt und sprüht geradezu vor Elan. Den Plänen von Scheich Mohammed Bin Rashid Al Aktienmarkt – Dubai Financial Market Index (Stand am 25.5.08: 5’696 Punkte) 6’500 6’000 «Den Plänen von Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum zufolge, soll sich das BIP der Arabischen Emirate bis zum Jahre 2015 verdreifachen.» 5’500 5’000 4’500 4’000 Maktoum zufolge, soll sich das BIP bis zum Jahre 2015 verdreifachen. «We will focus on the strong sectors in our economy including tourism, trade, transportation and financial 3’500 1.7.07 Quelle: www.gulfbase.ch dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 1.10.07 1.1.08 1.4.08
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    15 FOCUS Neuer Finanzplatz mitviel Glamour Mit der Gründung des Dubai International Financial Centre (DIFC) ist dem Emirat ein grosser Wurf gelungen. Heutzutage bietet der Onshore-Finanzplatz weit über 200 Banken und Finanzdienstleistern ein international kompatibles Rechtsumfeld, das sich an Best-Practice-Standards orientiert. Hinzu kommt, dass in Dubai auch die einzige internationale Rohstoffderivatebörse Financial Wealth Forecast, 2004-2011E (by Region, USD Trillions) USD 51.6 Mrd. 7.2 USD 30.7 Mrd. 3.7 USD 33.4 Mrd. 0.7 1.0 4.2 USD 37.2 Mrd. 0.9 0.8 1.3 5.1 1.4 12.7 8.4 7.1 7.6 8.9 9.4 9.3 «Dubai hat bereits vor Jahren begonnen, seine Wirtschaft vom Öl abzukoppeln und auf ein breiteres Fundament zu stellen.» im Mittleren Osten, die DGCX und die Ölderivatebörse DME ansässig sind. Sicherlich gehört dies alles mit zu den Gründen, warum die Bank Vontobel seit April 2008 das komplette Derivat-Emissionsgeschäft von den Cayman Islands nach Dubai verlagert hat (vgl. Interview Georg von Wattenwyl). Beispiele, welche die Bedeutung Dubais hervorheben, gibt es genügend. So untermauerte das Emirat unlängst mit der Gründung einer neuen islamischen Investmentfirma und dem weltgrössten korankonformen Rückversicherer seinen Führungsanspruch in der Islamic Finance. Mit dem anvisierten Khor Dubai Cultural Project soll in kurzer Zeit ein internationales Kulturzen- 1.2 2.2 10.2 11.3 15.8 2005 2006 2011E 2004 Global 6.8 10.1 At 6.8 % Global Growth 12.5 North America 7.0% Europe 4.3% Asia-Pacific 8.5 % Latin America 7.2 % Middle East 9.5% Africa 6.1% Quelle: World Wealth Report 2007 trum entstehen und aktuell werden sieben weitere Supertower mit jeweils mehr als 100 bewohnbaren Stockwerken gebaut. Da könnte einem der Atem stocken und so gibt es denn auch warnende Stimmen, die mit einer Konsolidierungsphase rechnen und ein verlangsamtes Wachstum erwarten. Die galoppierende Inflation in dieser Region könnte ein Anzeichen dafür sein. Dennoch Anzeige Swissquote ist die Schweizer Online-Bank, mit der Sie Ihr Vermögen selbst verwalten können. Profitieren Sie von unabhängigen Finanzinformationen sowie zahlreichen Analysetools und handeln Sie in Echtzeit mit Wertpapieren. Eröffnen Sie jetzt ein Konto auf www.swissquote.ch. dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 bleibt eine Tatsache: Dubai hat bereits vor Jahren begonnen, seine Wirtschaft vom Öl abzukoppeln und auf ein breiteres Fundament zu stellen. Das Emirat hat sich als Finanzzentrum und Logistikzentrale profiliert und Touristenströme angelockt. Der Ölsektor macht heute nur noch fünf Prozent der Wirtschaft aus – Ende der 1980er-Jahre waren es noch knapp 30 Prozent.
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    16 FOCUS Interview mit Georgvon Wattenwyl payoff sprach mit Georg von Wattenwyl, Head of Advisory & Distribution Financial Products bei Bank Vontobel Investment Banking, über den Finanzplatz Dubai. Sehr geehrter Herr von Wattenwyl, seit kurzem emittiert Ihr Haus Strukturierte Produkte nicht mehr von den Cayman Islands, sondern aus Dubai. Was hat Sie dazu bewogen, sich von der so genannten «Schweiz der Karibik» zu verabschieden und die Reise in den Mittleren Osten anzutreten? Es ist einfacher, gutes Personal für Dubai zur rekrutieren als für Cayman. Zudem bietet die Regulationsbehörde in Dubai gute Rahmenbedingungen. Dubai ist kein Offshore-Standort im klassischen Sinn. Hinzu kommen die Zeitverschiebung, die für Europa günstiger ist, sowie das enorme Kapital, das in der Region vorhanden ist. «Durch seine überzeugende Attraktivität als Wirtschaftsstandort zieht Dubai viele international tätige Unternehmen und Finanzdienstleister an.» Seit der Eröffnung des Dubai International Financial Centre (DIFC) im September 2004 haben sich dort zahlreiche international tätige Unternehmen und Finanzdienstleister angesiedelt. Was macht den besonderen Reiz Dubais nach Ihrer Meinung aus? In der Region werden die Vermögen vermehrt von Dubai aus verwaltet. Daraus wird schon bald eine Industrie entstehen. Für uns ist dort vorerst das institutionelle Segment interessant. Erläutern Sie bitte kurz die Vorteile der neuen Emissionsplattform in Dubai. Wo liegen die strategischen Vorteile? «Mit unserer Präsenz in Dubai optimieren wir die Rahmenbedingungen für das Geschäft mit Derivaten und Strukturierten Produkten weiter.» Mit unserer Präsenz in Dubai optimieren wir die Rahmenbedingungen für das Geschäft mit Derivaten und Strukturierten Produkten weiter, vereinfachen das operative Tagesgeschäft und schaffen eine hervorragende Plattform für das weitere internationale Wachstum in diesem Bereich. Die Wachstumsregionen im Mittleren Osten stehen im Fokus vieler finanzpolitischer Überlegungen. Wird diese Entwicklung vor Ort zu stetiger und nachhaltiger Prosperität führen oder könnte es auch manch „dunkles Wölkchen“ am Horizont geben? Dubai zeichnet sich aufgrund zahlreicher Eigenschaften als attraktiver Standort aus: – Es bietet sich als interessante Drehscheibe zwischen dem europäischen und dem asiatischen Markt und Wirtschaftsraum an. – Es zeichnet sich durch ein ausserordentliches Wirtschaftswachstum aus, das sich auf eine liberale Wirtschaftspolitik und neben dem Ölreichtum auf eine Diversifikation in weitere Industriezweige stützt. – Der lokale Kapitalmarkt bietet aussichts- dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Georg von Wattenwyl ist bei der Bank Vontobel Leiter Advisory & Distribution Financial Products. Er begann seine berufliche Karriere 1989 bei der Credit Suisse in Basel wo er über die Jahre als Devisenhändler, Fixed Income- und Derivatspezialist im Bereich „Short Term Interest Rates“ arbeitete. 1998 wechselte er zu der Bank Vontobel. Seit 2007 obliegt ihm die globale Beratungs- und Vertriebsverantwortung für sämtliche Finanzprodukte. Von Wattenwyl absolvierte 2002 das Executive Program der Swiss Banking School und 2007 das international Executive Program IEP an der Insead in Fontainebleau und Singapur. reiche Möglichkeiten für weiteres Entwicklungspotenzial vor Ort. – Durch seine überzeugende Attraktivität als Wirtschaftsstandort zieht Dubai viele international tätige Unternehmen und Finanzdienstleister an. Kann Dubai, als Schnittstelle des Mittleren Ostens, dauerhaft zu den bedeutendsten Finanzplätzen aufschliessen? Das Land verfügt über grosse politische und ökonomische Stabilität und setzt seinen Ölreichtum für eine anhaltende Diversifizierung und Modernisierung der Wirtschaft ein, was seine Attraktivität für ausländische Investoren auch über die nächsten Jahre hinaus anhalten lassen sollte. Die Aussichten stehen also gut, dass Dubai zu den bedeutendsten internationalen Finanzplätzen aufschliessen kann. Herzlichen Dank für dieses Interview.
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    17  FOCUS Jetzt inZeichnung bis zum 5. Juni zu attraktiven Konditionen X-markets: Der Spezialist für strukturierte Produkte auf Schweizer Basiswerte Allgemeine Informationen: Zertifikate auf Schweizer Aktien: Das X-markets Team der Deutschen Bank stellt eine Selektion an Zertifikaten auf Schweizer Aktien vor. Dabei handelt es sich sowohl um Klassiker wie Worst of Barrier Reverse Convertibles (d.h. Barrier Reverse Convertibles auf einen Aktienkorb), als auch um Worst of Bonus Zertifikate. Worst of Bonus Zertifikate beziehen sich ebenfalls auf einen Aktienkorb und bieten die Zahlung eines Bonusbetrages, solange die Barriere nicht berührt worden ist. Zusätzlich partizipiert der Anleger bei Bonus Zertifikaten unbegrenzt an der Performance der Basiswerte. Emittentin Deutsche Bank AG, Frankfurt Kotierung SWX Swiss Exchange Handelsstart SWX 12. Juni 2008 Verkaufseinschränkungen USA, US Personen, UK, Europäischer Wirtschaftsraum, Kanada, Japan Worst of Barrier Reverse Convertibles (Multi Underlying) auf eine breite Palette von Schweizer Basiswerten mit Coupons zwischen 11.25% p.a. und 15.50% p.a. und Barrieren zwischen 59.00% und 74.00%. Zum Beispiel auf: Coupon Barriere Valor ISIN Kontakt X-markets: Nestlé, Novartis und Roche 11.25% p.a. 74.00% 4211884 DE000DB3QAC9 Swiss Re, Zürich und Baloise 13.75% p.a. 64.00% 4211885 DE000DB3QAD7 ABB, UBS und Zürich 13.00% p.a. 59.00% 4211890 DE000DB3QAJ4 X-markets, Ihr Zugang zur weltweiten Investment-Kompetenz der Deutschen Bank. www.x-markets.ch Hotline: +41 44 227 34 20 E-mail: x-markets.ch@db.com Die Notes sind bis zum 05.06.2008 in der Zeichnung, werden am 12.06.2008 an der SWX gelistet und haben eine Laufzeit bis 05.06.2009 Worst of Bonus Zertifikate (Multi Underlying) auf eine breite Palette von Schweizer Basiswerten mit Boni bis zu 138% und Barrieren zwischen 59.00% und 69.00%. Zum Beispiel auf: Bonus Nestlé, Novartis und Roche Barriere Valor ISIN 119% 69.00% 4211878 DE000DB3PZW6 Swiss Re, Zürich und Baloise 129% 69.00% 4211880 DE000DB3PZY2 ABB, UBS und Zürich 126% 69.00% 4211883 DE000DB3QAB1 Leistung aus Leidenschaft. Die Notes sind bis zum 05.06.2008 in der Zeichnung, werden am 12.06.2008 an der SWX gelistet und haben eine Laufzeit bis 04.12.2009 Barrier Reverse Convertibles und Bonus Zertifikate auf Schweizer Basiswerte können über die SWX zu attraktiven Konditionen erworben werden. Steuerhinweis: Die Deutsche Bank AG übernimmt keine Haftung für Steuerfolgen. Sie empfiehlt potentiellen Anlegern, sich vor einer Anlage in diese Wertpapiere von einem Steuerberater im Zusammenhang mit den steuerlichen Folgen beraten zu lassen. Disclaimer: Diese strukturierten Produkte stellen keine Beteiligung an einer kollektiven Kapitalanlage gemäss Bundesgesetz über die kollektiven Kapitalanlagen („KAG“) dar und unterstehen somit nicht einer Bewilligungspflicht der Eidgenössischen Bankenkommission. Für den Anleger besteht deshalb kein Anlegerschutz nach dem „KAG“. Dieses Inserat stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglements dar. Der Prospekt in englischer Sprache kann bei der X-markets bezogen werden (Adresse siehe oben). Der Anleger ist dem Emittentenrisiko ausgesetzt; die Werthaltigkeit seiner Anlage hängt somit nicht nur von der Entwicklung und Bonität der dem Produkt zugrundeliegenden Basiswerte ab, sondern auch von der Bonität des Emittenten. Das Verlustpotenzial entspricht der prozentualen Verringerung des Wertes des Basiswertes zwischen dem Emissionstag und dem Verfalltag. Dies kann zu einem vollständigen Verlust des investierten Kapitals führen. MiFID: Weitere Informationen zu Risiken gemäss MiFID können Sie im Internet unter folgender Adresse erhalten: http://globalmarkets.db.com/riskdisclosures
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    18 FOCUS Discount-Zertifikate – erstaunlicheRendite bei kalkulierbarem Risiko Bild: www.sxc.hu Das Anlegen mit Rabatt bringt mehr Erfolg als viele glauben. Gemäss einer Studie der Deutschen Bank haben sich fast 50 Prozent der insgesamt 7376 untersuchten Discount-Zertifikate über die Produktlaufzeit besser entwickelt als der Basiswert. Mit Discount-Zertifikaten kann der Anleger manches Schnäppchen erjagen . Dieter Haas| Discount-Zertifikate haben in unserem Land einen schweren Stand. Statt eine Abschlagszahlung zum Basiswert zu bekommen, setzen die risikoscheuen Eidgenossen bei Renditeoptimierungs-Produkten viel lieber auf Reverse Convertibles. Im Endeffekt spielt es zwar keine Rolle, ob ein Discount oder ein Coupon offeriert wird, aber offenbar scheinen hiesige Anleger eine garantierte Auszahlung einer Rabattzahlung vorzuziehen. Ganz anders sieht dies der deutsche Anleger. Hier fristen Aktienanleihen, wie die Reverse Convertibles genannt werden, ein Schattendasein und sind die Discount-Zertifikate äusserst beliebt. Die Jagd nach Schnäppchen liegt den Bewoh- nern des grossen Kantons wohl mehr im Blut, zumal es sich dabei durchaus nicht um das Sammeln von Ladenhütern handelt, wie eine umfassende Studie der Deutschen Bank jüngst nachgewiesen hat. Obwohl Gewinne erzielen in leicht steigenden, seitwärts laufenden oder leicht fallenden Märkten wenig spektakulär scheint, dürften die Resultate manchen Anleger verblüffen. Sie offenbaren nämlich erstaunliche Qualitäten der als eher langweilig verschrieenen Kategorie. Grundlagen der Untersuchung Die jährlich durchgeführte Studie basiert auf einem Gesamtvolumen von 12,5 Milliarden Euro. Untersucht wurden insgesamt dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 7’376 Discount-Zertifikate, deren Emission nach dem 4. November 1999 erfolgte und die spätestens am 22. Dezember 2007 ausgelaufen sind. Das Gros, nämlich 5’912 entfiel dabei auf Aktien, 1’446 auf Indizes und 18 auf Edelmetalle. Der geographische Schwerpunkt der Basiswerte lag mit 58,2 Prozent bei deutschen Aktien und Indizes. Die Beobachtungsperiode umfasste sowohl gute wie schlechte Börsenphasen (vgl. Grafik). Das letzte Jahr war eines mit stark erhöhten Volatilitäten, was zu einer verstärkten Attraktivität der Discount-Zertifikate geführt hat. Für die Untersuchung wurde die Rendite des Zertifikates mit der Rendite des Basiswertes verglichen. Bei ausländischen, nicht in Euro notierenden Basiswerten erfolgte eine Wechselkursbereinigung, dabei blieben allfällige Dividendenzahlungen vornehmlich wegen unterschiedlicher steuerlicher Handhabung ausser Betracht. Keine Berücksichtigung fanden ferner Ausgabeaufschläge und Transaktionskosten. Verblüffende Ergebnisse Wer gedacht hat, ausser Spesen sei mit Discount-Zertifikaten nichts gewesen, der irrt. Bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 460 Tagen erzielten fast 50 Prozent der Renditeoptimierungs-Produkte im Beobachtungszeitraum eine höhere Performance als eine Direktinvestition. Zudem wiesen insgesamt 83 Prozent der Discounter eine positive Wertentwicklung auf. Bei den Basiswerten lag diese Zahl lediglich bei 70,4 Prozent. Massgeblichen Anteil an diesem Re-
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    19 FOCUS Attraktive Discount-Zertifikate aufSchweizer Titel (Kurse vom 26.05.08 in CHF) Basiswert Name Emittent ABB Actelion Burckhardt Ciba Clariant Georg Fischer Gurit Helvetia Holcim Julius Bär Kühne und Nagel Logitech Nestlé Novartis Petroplus Richemont Richemont Roche GS Sonova Swiss Re Syngenta Zurich SMI SMI TOABB ATLCC JTBCH CIBCB VCCLN JTGFD GURXI HELBO HOLAJ BAEAA VCKNI LOGAC NESTI NOVDK PPHCA CFRAA CFRAH JTROD SOOCA RUKAU VCSYN TOZUR BSDAB BSDAC CS ZKB Bär ZKB Vontobel Bär Valartis Cleu Sal.Opp. Sal.Opp. Vontobel Sal.Opp. Sal.Opp. Sal.Opp. ZKB Sal.Opp. Sal.Opp. Bär ZKB Sal.Opp. Vontobel CS Sarasin Sarasin Verfall Kurs Kurs Aktie Cap Discount (%) 18.12.08 12.01.09 06.08.08 12.01.09 18.02.09 14.04.09 19.12.08 05.05.09 20.03.09 20.03.09 06.11.08 23.01.09 05.05.09 05.05.09 12.01.09 23.01.09 20.03.09 14.04.09 12.01.09 23.01.09 18.02.09 06.05.09 14.01.09 19.06.09 29.30 49.95 316.25 28.85 8.58 462.00 766.00 351.25 89.65 64.75 100.20 27.30 456.50 48.60 55.70 55.00 49.25 153.10 84.95 71.30 273.00 265.75 65.15 62.90 33.30 55.35 339.75 32.84 11.23 539.5 919.00 408.75 98.00 79.40 110.00 32.56 500.50 53.70 64.00 63.50 63.50 173.70 95.35 77.55 312.25 303.25 7400 7400 32.90 58.00 340.00 32.50 9.50 550.00 850.00 400.00 99.50 70.50 108.75 30.00 505.00 54.00 62.79 61.00 53.00 170.00 93.00 80.00 305.00 310.00 6881 6881 12.0 9.8 6.9 12.1 23.6 14.4 16.6 14.1 8.5 18.5 8.9 16.2 8.8 9.5 13.0 13.4 22.4 11.9 10.9 8.1 12.6 12.4 12.0 15.0 Maximale Rendite (%) 12.3 16.1 7.5 12.7 10.7 19.0 11.0 13.9 11.0 8.9 8.5 9.9 10.6 11.1 12.7 10.9 7.6 11.0 9.5 12.2 11.7 16.7 5.6 9.4 Maximale Rendite p.a. (%) 21.9 25.8 38.6 20.3 14.8 21.7 19.7 14.8 13.8 11.2 23.0 16.0 11.5 12.2 20.3 16.9 9.7 12.9 15.6 18.9 16.3 17.9 9.0 9.1 Anzeige Mit 100% Kapitalschutz liegen Sie goldrichtig. Vontobel Exchangeable Note auf Xetra-Gold Sie rechnen mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises und suchen einen effizienten und kostengünstigen Zugang zu Gold, der gleichzeitig Ihr Kapital schützt. Die Vontobel Exchangeable Note auf Xetra-Gold bietet einen Kapitalschutz von 100%, einen fixen jährlichen Coupon von 0.125% und lässt Sie an der Wertentwicklung des Basiswerts Xetra-Gold partizipieren. Xetra-Gold ist eine auf Gold lautende Schuldverschreibung, wird in Euro gehandelt, entspricht einem Gramm Gold und kann jederzeit bei der Deutsche Börse Commodities GmbH in physisches Gold umgetauscht werden. Weitere Informationen zu diesem Produkt finden Sie auf www.derinet.ch Gratis Hotline für strukturierte Produkte 00800 Deriline 00800 3374 5463 dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    20 FOCUS sultat hatten dieDeep-Discount-Zertifikate, deren Cap weit unter Kurs des Basiswertes bei Emission liegt. In 16,1 Prozent der Fälle erreichte der Anleger mit Discount-Zertifikaten eine positive Rendite, obwohl sich der zugrunde liegende Basiswert negativ entwickelt hat. Die maximale Rendite, quasi den Jackpot, erreichten fast 60 Prozent. Negativ zu Buche schlug die lange Zeit sehr niedrige Volatilität. So betrug etwa die Durchschnittsrendite von Discount-Zertifikaten auf den DAX 6,8 Prozent, während das deutsche Blue-Chip Barometer im Schnitt über die jeweiligen Laufzeiten der einzelnen Zertifikate um 20,7 Prozent zulegen konnte. Allgemein gilt: Je länger die Laufzeit und je höher die Volatilität, desto grösser fällt der Discount aus. Das ausstehende Volumen der DiscountZertifikate in Deutschland ist bis Ende 2006 stetig auf rund 6 Milliarden Euro angestiegen. Einzig 2005, während der Phase sehr niedriger Volatilitäten, war eine länger andauernde Stagnation festzustellen. Im vergangenen Jahr explodierten die Umsätze dank der erhöhten Marktturbulenzen richtiggehend und erreichten Ende November den bisherigen Höchststand von 14,1 Milliarden Euro. Da im Dezember viele Produkte fällig wurden, verminderte sich das Open Interest zu Jahresende auf den eingangs erwähnten Wert von 12,5 Milliarden Euro. Dow Jones Euro Stoxx (SX5E) versus VSTOXX Geringe Renditeschwankungen bei Discount-Zertifikaten Die grafische Auswertung zeigt das typische Performancebild. Bei den Discount-Zertifikaten verläuft die Renditekurve sehr viel steiler und ist an den beiden Enden wesentlich schlanker als im Falle der Basiswerte. Rund zwei Drittel der Renditen bewegen sich zwischen minus zehn und plus 20 Prozent, während die Underlyings nur in gut 40 Prozent der Fälle in diesem Intervall lagen. Eindeutig am schlechtesten schneiden Discount-Zertifikate ab, wenn das Kurspotenzial des Basiswertes unterschätzt wird. So verzeichneten lediglich rund 23 Prozent der untersuchten Discounter eine Rendite von mindestens 20 Prozent auf, während über 40 Prozent der Basiswerte diese Schwelle überschritten. Klar ersichtlich ist auf der negativen Seite der Grafik, dass Discounter selbst im ungünstigsten Falle immer besser abschneiden als die Underlyings. Gerade Verteilung Performance Basiswerte versus Discount-Zertifikate 6’000 65 5’600 60 5’200 55 4’800 50 4’400 45 4’000 40 3’600 35 3’200 30 2’800 25 2’400 20 2’000 15 10 1’600 1.11.99 8.11.00 15.11.01 25.11.02 4.12.03 14.12.04 19.12.05 22.12.06 7.1.08 SX5E – linke Skala CSTOXX – rechte Skala Quelle: Bloomberg in schwierigen Zeiten, wie wir sie zuletzt erlebten, ist es oft besser auf den Spatz in der Hand zu setzen, als auf die Taube auf dem Dach zu hoffen. Die weit verbreitete Ansicht, wonach in Dürreperioden nur kurz- fristiges Handeln mit möglichst riskanten Hebel-Produkten Erfolg verspricht, wird mit dieser Studie klar widerlegt. Oftmals ist eine Politik der ruhigen Hand ertragsreicher als ein hektisch hin und her. 20 % 15% 10% 5% -100% -90% -80% -70% -60% -50% -40% -30% -20% -10% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 110% 120% 0% Diskont-Zertifikat Quelle: Deutsche Bank dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Rendite Basiswert
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    21 FOCUS Interview mit StefanArmbruster payoff sprach mit Stefan Armbruster, Director von X-Markets, den Derivatspezialisten der Deutschen Bank, über ihre kürzlich veröffentlichte Discount-Zertifikate-Studie. Hohe Volatilitäten begünstigen die Emission von Discount-Zertifikaten, ein negatives Marktumfeld ist eher hemmend. Wie hat sich das Geschäft in diesem Spannungsfeld in den ersten Monaten dieses Jahres entwickelt? Wir konnten in dem schwierigen Marktumfeld einen Rückgang des Umsatzes in Struktuierten Produkten feststellen. Allerdings war insbesondere bei Discount-Zertifikaten ein positiver Trend feststellbar. Meiner Ansicht nach liegt dies daran, dass DiscountZertifikate etablierte und bekannte Strukturen sind, welche von den Investoren gut eingeschätzt werden können und daher regen Zuspruch finden. «Discount-Zertifikate sind etablierte und bekannte Strukturen, welche von den Investoren gut eingeschätzt werden können und daher regen Zuspruch finden.» Welche Tendenzen innerhalb der Gruppe der Discount-Zertifikate haben sich in den vergangenen Wochen herauskristallisiert in Bezug auf die Restlaufzeit sowie die Discounthöhe? Unsere Studie bezieht sich ja auf Deutschland und dort sehen wir die Besonderheit der Änderung der Besteuerung per Juni 2009 und damit eine Fokussierung auf den Verfallstermin Juni 2009. Ansonsten kann man beobachten, dass Anleger Produkte mit einer Laufzeit von 12 bis 15 Monaten be- vorzugen, bei denen der Cap ungefähr dem aktuellen Niveau der Aktie oder des Index entspricht. Planen Sie die Emission von neuartigen Subtypen? Wenn ja welche? «Anleger bevorzugen DiscountZertifikate mit einer Laufzeit von 12 bis 15 Monaten, bei denen der Cap ungefähr dem aktuellen Niveau der Aktie oder des Index entspricht.» Nein, aktuell werden bekannte, transparente Strukturen von den Investoren nachgefragt. Deshalb sind zurzeit keine neuartigen Subtypen in Planung. Sind die in Deutschland noch wenig populären Barrier Reverse Convertibles eine Gefahr für die Umsatzentwicklung bei den Discount-Zertifikaten? Die Gefahr sehe ich nicht. Barrier Reverse Convertibles sind in Deutschland einfach «Wegen der in den letzten Monaten gestiegenen Volatilität an den Märkten sind Discount-Zertifikate wieder eine interessante Alternative zur Aktienanlage.» keine populären Produkte. Ich kann mir hingegen sogar vorstellen, dass in der Schweiz dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Stefan Armbruster ist seit 14 Jahren im Bereich Derivate tätig. Er begann seine Laufbahn als Optionshändler und ist aktuell bei der Deutschen Bank zuständig für das Marketing von Optionsscheinen und Strukturierten Produkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. ein Teil des Volumens von Barrier Reverse Convertibles nach der Marktentwicklung im ersten Quartal nun in Discount-Zertifikate abwandert. Wie fliesst eine Veränderung des Credit Spreads der Deutschen Bank in die Bewertung der hauseigenen DiscountZertifikate ein? Der Credit Spread hat aufgrund der typischerweise kurzen Laufzeit der Produkte keinen wesentlichen Einfluss auf die Preisbildung. Der zentrale Parameter ist die Volatilität des Basiswertes. Wegen der in den letzten Monaten gestiegenen Volatilität an den Märkten sind Discount-Zertifikate wieder eine interessante Alternative zur Aktienanlage. Was sind Ihre Erwartungen für die Volatilität und das Marktgeschehen bis Ende Jahr? Die zentrale Frage ist, wie sich die Unsicherheit durch die amerikanische SubprimeKrise entwickelt. Dadurch wird dieses Jahr wahrscheinlich die Volatilität an den Märkten bestimmt. Allgemein denke ich, dass wir dieses Jahr, was die Umsätze angeht, nicht an das Vorjahr anknüpfen können.
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    Nachfrage-Dynamik. Es ist Zeitfür mehr Portfolio-Power mit Rohstoffen. 100% Kapitalgeschützte Zertifikate von Lehman Brothers auf einen Rohstoffkorb 100% Kapitalgarantie bei Laufzeitende 119% des Nominalbetrags, wenn der Basiswert am Laufzeitende zwischen 100% und 119% des Fixingstandes notiert 100% Partizipation an der Rohstoffperformance, wenn der Basiswert am Laufzeitende auf oder über 119% des Fixingstandes notiert Basiswert Korb mit 7 Rohstoffen: Aluminium, Kupfer, Nickel, Rohöl, Erdgas, Mais, Sojabohnen Laufzeit von 3 Jahren Kotierung wird an der SWX Swiss Exchange beantragt Valor 3930867 / ISIN CH0039308678 Die 100% Kapitalgeschützten Zertifikate von Lehman Brothers auf einen Rohstoffkorb bieten Investoren die Chance auf höhere Renditen sowie die Möglichkeit, an einer positiven Entwicklung der Rohstoffpreise dieses Korbs insgesamt zu partizipieren. Notiert der Rohstoffkorb am Laufzeitende zwischen 100% und 119% des initialen Fixingstandes, erhält der Investor bei Laufzeitende 119% des Nominalbetrags. Notiert der Rohstoffkorb am Laufzeitende auf oder über 119% des Fixingstandes, partizipieren Sie zu 100% an der Rohstoffperformance. Ihr Investment ist aufgrund der Kapitalgarantie am Laufzeitende zu 100% gegen fallende Preise abgesichert. Basiswert Korb mit 7 Rohstoffen Erster Handelstag Emittentin Lehman Brothers Treasury Co. B.V. Schlussfixierung 19.05.2011 Nominalbetrag USD 1’000 Rückzahlungsdatum 30.05.2011 Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch Talstrasse 82, 8001 Zürich, Tel: 044 287 88 88 E-Mail: solution@lehman.com, www.lehman.com/structuredinvestments 06.06.2008 Member of Lehman Brothers: 8x in Folge ausgezeichnet: Bestes US Research Fixed Income. 5x in Folge ausgezeichnet: Bestes US Research Equities.* Die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen in London, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen auf XETRA, die Nummer 1 beim Aktienhandelsvolumen an der Euronext.** * Quelle: Institutional Investor, US ** Quelle: LSE, XETRA und Euronext; Januar bis Dezember 2007. Die in diesem Dokument erwähnten strukturierten Produkte («Produkte») sind derivative Finanzinstrumente. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert bei noch überwacht von der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK). Anleger sind dem Kreditrisiko der Emittentin bzw. der Garantiegeberin ausgesetzt. Die gemachten Angaben ersetzen nicht die vor dem Eingehen von Derivatgeschäften in jedem Fall unerlässliche und an der Kundensituation ausgerichtete Beratung durch einen Finanzberater. Dieses Dokument stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglements der SWX Swiss Exchange sowie keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Die Angaben in diesem Dokument dienen lediglich der Information und stellen weder eine Empfehlung zum Erwerb von Produkten noch eine Offerte oder eine Einladung zur Offertestellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Der Kotierungsprospekt mit den allein massgeblichen Bedingungen sowie ausführlichen Risikohinweisen in englischer Sprache und weitere Informationen können beim Lead Manager, c/o Lehman Brothers International (Europe), Zurich Branch, Talstrasse 82, 8021 Zürich, oder per E-Mail unter solution@lehman.com bezogen werden. Die Produkte dürfen nicht in den U.S.A. oder an eine U.S.-Person im Sinne der Regulation S des U.S. Securities Act 1933 verkauft werden. Die Performance der den Produkten zugrunde liegenden Basiswerte in der Vergangenheit stellt keine Gewähr auf die zukünftige Wertentwicklung dar. Der Wert der Produkte unterliegt den Schwankungen des Marktes, welche zum ganzen oder teilweisen Verlust des Investments in die Produkte führen können. Der Erwerb von Produkten ist mit Kosten/Gebühren verbunden. Lehman Brothers und/oder ein verbundenes Unternehmen können in Bezug auf die Produkte als Market Maker auftreten, Eigenhandel betreiben sowie Hedging-Transaktionen vornehmen. Dies könnte den Marktkurs, die Liquidität oder den Wert der Produkte beeinträchtigen. Marktpreise, Daten und andere in diesem Dokument enthaltene Informationen können Änderungen unterliegen, ohne dass ein Hinweis erfolgt. Lehman Brothers agiert weder als Berater noch als Treuhänder für Käufer der Produkte. © 2008 Lehman Brothers Inc. Alle Rechte vorbehalten. Mitglied der Securities Investor Protection Corporation (SIPC). Lehman Brothers International (Europe) ist durch die Financial Services Authority autorisiert und reguliert.
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    23 FOCUS Energy Basket –Brennstoff fürs Depot Bild: www.sxc.hu Steigende Energiepreise liessen in den vergangenen Monaten die Bevölkerung aufhorchen. Trotz bereits rekordhohen Preisnotierungen kann weiter davon ausgegangen werden, dass die Energiepreise in Zukunft noch weiter ansteigen werden. Ein diversifiziertes Investment in Energierohstoffe ist deswegen betrachtenswert. Die starke Nachfrage bei den Energierohstoffen wird den Ölpreis auch noch in den kommenden Jahren Richtung Norden treiben. Von Mario Schlup, Lehman Brothers| Der Schreck kommt beim Tanken: Ganz gleich ob Diesel oder Benzin, die Spritpreise steigen in extreme Höhen. Weil der Preis für Rohöl eine Rekordmarke nach der anderen erklimmt, klettern für die Autofahrer auch die Kosten an der Zapfsäule. Weiter verdüstert wird die Stimmung der Verbraucher durch den Blick auf die Rechnung ihrer Gasversorger oder Heizöllieferanten. Denn der Gaspreis ist ans Öl gekoppelt und verteuert sich wie Heizöl ständig. Kein Ausweg also aus der Preisspirale? Was den Autofahrer, Hausbesitzer oder Mieter als Verbraucher ärgert, kann für ihn als Anleger ein Segen sein. Wer sich gegen steigende Energie- kosten absichern (hedging) oder einfach an der Wertentwicklung dieser Rohstoffe teilhaben möchte, kann über Derivate mit überschaubarem Risiko an diesem Markt partizipieren. Bereits in den vergangen drei Jahren konnten Anleger mit Rohstoff-Investments gute Renditen erzielen und die Nachfrage nach Energierohstoffen steigt weiter. Angeheizt wird der Hunger nach Öl, Gas und Co durch das anhaltende Wirtschaftswachstum auf der Welt, insbesondere durch die enorme Nachfrage in Ländern wie China, Südafrika oder Indien. Unterschiedliche Analysten gehen davon aus, dass der Anstieg im Rohstoffzyklus noch wenigstens fünf weitere Jahre dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Bestand haben wird. Der Zyklus begann im Jahr 2001 nach einer fast 20-jährigen Phase sinkender Preise. Weil in diesen 20 Jahren Investitionen in Förder- und Produktionsanlagen weit zurückgefahren wurden, wird es noch einige Jahre dauern, bis diese Kapazitäten der steigenden Nachfrage wieder angepasst sind, sich der Zyklus schliesst und damit die Preise für Energierohstoffe wieder sinken könnten. Damit bleiben die Aussichten glänzend für die Grundstoffe der weltweiten Energieversorgung: Rohöl, Heizöl, Erdgas, Elektrizität und Kohle. Bei WTI-Rohöl können mehrere Preistreiber identifiziert werden. Neben dem steigenden Hunger der Nicht-OECD-Länder nach dem schwarzen Gold treibt auch das so genann- «Was den Autofahrer, Hausbesitzer oder Mieter als Verbraucher ärgert, kann für ihn als Anleger ein Segen sein.» te Delta-Hedging etwa der Fluglinien die Kosten nach oben. Damit sichern sich die Airlines gegen steigende Kerosinpreise durch Call-Optionen auf Öl ab, wobei die Optionen immer mehr «in-the-money“ getrieben werden. Hierauf wiederum reagieren die Optionsverkäufer mit dem Kauf von Öl-Futures, um das Risiko zu neutralisieren. Der Effekt: Die Preise steigen weiter. Nicht umsonst sehen einige Marktreporte den Ölpreis künftig sogar bei schwindelerregenden 200 USD pro Barrel, was aber sehr umstritten ist.
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    24 FOCUS Figure 8. WorldMarketed Energy Consumption, 1980 bis 2030 Quadrillion Btu 800 History Projections 702 654 607 600 559 511 447 400 283 309 347 366 1990 1995 400 200 0 1980 1985 2000 2004 2010 2015 2020 2025 2030 Quelle: History: Energy Information Administration (EIA), International Energy Annual 2004 (May-July 2006), Projections: EIA, System for the Analysis of Global Energy Markets (2007). www.eia.doe.gov/iea Die Kosten für Heizöl haben im vergangenen Jahr um 50 Prozent angezogen. Mit einem halben Jahr Verzögerung spüren das die Verbraucher in ihren Portemonnaies, was eine Absicherung gegen diese Verteuerung sinnvoll macht. Bei den Preisen für Erdgas schlägt die Entwicklung des Rohölpreises durch, denn Erdgas ist stark an die Marktentwicklung des Öls gekoppelt. Zudem verteuert sich das Gas, weil dessen Produzenten mit höheren Transportkosten und den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen haben. Wegen des Klimawandels nehmen Mit dem Energy Basket profitiert der Anleger 1:1 an der Entwicklung der Basiswerte inklusive einem 100-prozentigen Kapitalschutz Quelle: Lehman Brothers Häufigkeit und Schwere der Unwetter in den Fördergründen des Golfs von Mexiko zu und erschweren die Exploration des Gases. Die Energieträger Kohle und Elektrizität dagegen spüren das gestiegene Umweltbewusstsein. Neue Standorte für Kohlekraftwerke sind politisch immer schwerer durchzusetzen. Gleichzeitig ist es nicht möglich, den preiswerten aber gesellschaftlich umstrittenen Atomstrom vollständig und kostenneutral durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Während also neue Produktionskapazitäten gerade bei Kohle nicht geschaffen werden, bleibt die Nachfrage aus China und Indien hoch – als Folge ziehen die Preise weiter an. Das Fazit: Energie ist ein knappes und begehrtes Gut, das auf absehbare Zeit steigende Preise sehen kann. Für Anleger, die auf diesen Trend setzen möchten, bietet Lehman Brothers einen so genannten Energy Basket (Valor 3’689’124). Der Energy Basket ist eine Anleihe, die zu jeweils 20 Prozent in die Energieträger Erdöl, Heizöl, Erdgas, Elektrizität und Kohle investiert. Das Produkt hat eine Laufzeit von noch drei Jahren und vier Monaten bis zum 21.09.2011 und bietet dem Anleger zusätzlich einen Kapitalschutz. Der Anleger investiert zu Beginn 100 Prozent in die Anleihe. Notieren die enthaltenen Roh- dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Lehman Brothers ist ein innovativer Anbieter von Finanzdienstleistungen für Unternehmen und den öffentlichen Sektor sowie für institutionelle und vermögende Privatkunden auf der ganzen Welt. Im Jahr 1850 gegründet, nimmt Lehman Brothers heute führende Positionen in folgenden Geschäftsfeldern ein: Sales, Handel und Analyse von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren, Investmentbanking, Investment Management und Vermögensverwaltung sowie Private Equity. Hauptsitz des Unternehmens ist New York; darüber hinaus unterhält Lehman Brothers ein weltweites Netz von Niederlassungen mit regionalen Schwerpunkten in London und Tokio. stoffe an einem Stichtag zum Ende der Laufzeit zwischen 100 und 125 Prozent, erhält der Anleger eine Rendite von 25 Prozent. Ist der Energy Basket gar noch stärker etwa auf 130 oder 135 Prozent seines Ursprungswertes gestiegen, partizipiert der Anleger linear, das heisst, er erhält 30 beziehungsweise 35 Prozent Rendite. Sollte der Wert der Rohstoffinvestments in der Laufzeit dagegen sinken, dann greift der Kapitalschutz und der Anleger erhält zumindest sein eingesetztes Kapital zurück. In diesem Fall macht ihm aber zumindest die Fahrt an die Tankstelle wieder mehr Freude. Die Zusammensetzung des Energy Baskets Quelle: Lehman Brothers
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    25 INTERVIEW Interview mit Dr.Roger Fasnacht payoff Sprach mit Dr. Roger Fasnacht, Direktor bei der Swisslos über die kommende Fussball-Europameisterschaft und über Fussballwetten. Tobias Walter| Sehr geehrter Herr Fasnacht, Wettangebote sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Sind Online-Wettbüros eher ungeliebte Konkurrenz oder eine willkommene Anregung, sich selbst weiter zu entwickeln? Diese Frage muss aus zwei Blickwinkeln beantwortet werden. Einerseits sind diese Angebote illegal und schmälern die Einnahmen, die wir für den Schweizer Sport erzielen. Zusammen mit der Loterie Romande konnten wir im Jahr 2007 rund CHF 130 Mio. aus Lotterie- und Sportwettengewinnen zur Finanzierung des Schweizer Sports erwirtschaften. Auf der anderen Seite möchte ich aber nicht abstreiten, dass die illegalen Online-Angebote für uns ein Ansporn sind, uns immer weiter zu verbessern. Störend ist dabei allerdings, dass wir mit ungleich langen Spiessen operieren; so halten sich diese Online-Anbieter z.B. nicht an die schweizerische Steuergesetzgebung wie beispielsweise die Verrechnungssteuer. Das Fussballfieber steigt gewöhnlich zur Fussball-EM stark an. Wie sieht es mit dem Wettfieber aus? Wie entwickelten sich die Wetteinsätze in den vergangenen Wochen/Monaten, wenn man sie mit einer normalen Saison ohne sportliche Highlights vergleicht? Fussball-Grossanlässe wie die letztjährige WM oder die diesjährige EM sind für uns eine zwiespältige Sache: Aus diesen Turnieren resultieren zwar sehr attraktive Wettangebote. Andererseits schmälert die EM die Menge der für Wetten zur Verfügung stehenden Partien, indem die obersten nationalen Spielligen unmittelbar vor, während und unmittelbar nach diesem Grossanlass ihren Spielbetrieb einstellen. Es entstehen Zeiten mit einer sehr begrenzten Zahl von attraktiven Wettangeboten. Anlässe wie die EM oder die WM werden aber auch dafür genutzt, neue Zielgruppen fürs Wetten zu begeistern. Die Marketingbudgets der Anbieter sind in den entsprechenden Jahren erhöht. Unter dem Strich werden mehr Umsätze erzielt; die verstärkten Marketingkommunikationsanstrengungen führen aber dazu, dass die Rendite nicht mitzuhalten vermag. Glücksspiel und Sportwetten sind in der Schweiz streng reguliert. Wie gehen Sie mit diesen rechtlichen Problemstellungen bei Swisslos um? Wir halten uns strikt an die regulatorischen Rahmenbedingungen. Wenn der Glücksspielsektor nicht reguliert ist, verursacht er hohe externe Kosten, welche die Steuerzahler und nicht die Anbieter bezahlen würden. Kämpfen mehrere Anbieter um Kunden und Marktanteile, hat dies ein grösseres, billigeres und aggressiveres Angebot zur Folge, verbunden mit kleineren Gewinnmargen aufgrund von verstärktem Marketing und höheren Ausschüttungsquoten. Höhere Gewinne und verstärkte Marketingaktivitäten führen aber zu einem grösseren Spielsuchtpotenzial und zum Risiko von Insolvenzen auf Seiten der Anbieter und damit zu geprellten Konsumenten. Weiter erhöhen hohe Gewinnausschüttungsquoten die Attraktivität für Geldwäscherei und (Wett-)Betrug. Dies alles fand zu Beginn des 20. Jahrhunderts statt und führte europaweit zu einer Regulierung des Glücksspiel- dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 sektors. Die aktuelle Regelung im Lotterie- und Wettsektor garantiert, dass die für gute Zwecke in den Bereichen Kultur, Sport, Natur und Soziales erwirtschafteten Mittel maximiert werden. Dass dies auf Kosten höherer Preise geschieht, für die Spieler also geringere Gewinnausschüttungsquoten zur Folge hat, wäre in einem «normalen» Markt ökonomisch unerwünscht, ist aber im Glücksspielmarkt durchaus im Sinne der Gesamtvolkswirtschaft. Wie wichtig sind sportliche Grossanlässe wie die Europameisterschaft für Ihre Branche? In Bezug auf die Erträge sind solche Anlässe – wie vorangehend bereits erklärt – zwiespältig zu beurteilen. Wichtiger ist es, dass die EM viele Schweizerinnen und Schweizer mit Fussball bekannt macht, die sich sonst kaum oder nicht damit auseinander setzen. Durch diese Vergrösserung der «Fussball-Gemeinde» steigt auch die Zahl der potenziellen Wettkunden. Zudem sind Fussball-Turniere grundsätzlich Anlässe, welche zu Spekulationen über Favoriten und Sieger führen. Und dass man dann den eigenen Experten-Tipp auch mit einem Wetteinsatz untermauert, ist ein Phänomen mit Tradition. Laut den Wettquoten auf swisslos.ch ist Deutschland klarer Favorit auf den EM-Titel und der Schweiz wird ein Ausscheiden in der Vorrunde vorausgesagt. Wie kommen diese Quoten zustande? Welches sind die wichtigsten Faktoren? Basis der Quoten sind zunächst einmal eine umfassende Informationssammlung und -analyse. Die Information über die Ver-
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    26 INTERVIEW letzung eines wichtigenSpielers oder der Ausgang der letzten Direktbegegnungen zwischen zwei Teams stellen Beispiele für Informationen mit erheblicher Bedeutung für die Bestimmung der Quote dar. Auf der Grundlage solcher Information gelangen anschliessend ausgeklügelte statistische Berechnungen zum Einsatz, bei welchen natürlich auch der Ausschluss von Risiken eine wichtige Rolle spielt. Sowohl bei den Quoten als auch bei den entgegengenommenen Umsätzen bestehen Grenzwerte, die nicht überschritten werden. Bei Swisslos kümmert sich ein Team von sechs Sportwetten-Experten um die Erstellung der Quoten und die Überwachung des Spielbetriebs. Wie sieht die Treffsicherheit der Quoten aus, wenn man die Wettquoten aller Fussball- Europameisterschaften bzw. Weltmeisterschaften der letzten Jahrzehnte anschaut. Wie genau trafen die Quoten der Vorrunde auf den Endsieger zu? Eine jahrzehntelange Tradition mit Quotenwetten auf Fussballspiele existiert vornehmlich in England, wo primär via Wettshops und Telefon gewettet wurde und wird. Sowohl die Quotenleger als auch die Wettenden halten sich an die Favoriten. Als Italien Fussball-Weltmeister wurde, stimmten entsprechend sowohl die Vorhersagen der Quotenleger als auch diejenigen der Wettenden besser mit der Realität überein als bei der letzten Fussball-Europameisterschaft, als Griechenland überraschend triumphierte. Wer an der EM 2004 nach der Vorrunde auf Griechenland setzte, erhielt bei unserem Sportwettenprodukt Sporttip für 1 Franken Einsatz 10 Franken Gewinn ausbezahlt (Quote 10.00). Wer bereits zu Beginn des Turniers auf Griechenland setzte, profitierte noch von einer Quote von 60.00. Bei der WM 2006 wies Italien nach der Vorrunde bei Sporttip eine Quote von 7.00 auf. Sportwetten könnte man durchaus mit einer Geldanlage vergleichen. Gibt es auch bei den Wetten besondere Strategien, durch welche der Spieler Risiko und Gewinnmöglichkeit bewusst steuern kann? Es gibt durchaus Strategien beim Wetten, mit welchen Risiko und Gewinnmöglichkeit gesteuert werden können. Die Analogie zur Geldanlage muss indessen aber ehrlicherweise auch fortgesetzt werden: Einerseits ist eine erhöhte Gewinnmöglichkeit immer auch mit einem höheren Risiko verbunden – man setzt auf einen Aussenseiter, der naturgemäss höhere Quoten aufweist. Auf der anderen Seite bleibt immer ein Risiko bestehen; Gewinngarantien existieren keine. Schliesslich gilt es zu beachten, dass der Wettanbieter Geld verdient – die Gesamtheit der Spieler verliert entsprechend. Wie viel des Gesamtgewinns der Swisslos wird an wohltätige Zwecke gespendet? Swisslos erzielte im Jahr 2007 einen Gewinn von CHF 347 Mio. Der grösste Teil stammt indessen aus Swiss Lotto und Euro Millions. Der gesamte Gewinn wird für die Finanzierung gemeinnütziger Zwecke und des Schweizer Sports überwiesen. Es handelt sich nicht um eine Spende. Der Gewinn dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Dr. Roger Fasnacht war wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bern, wo er 1991 in Wirtschaftswissenschaften promovierte. Ab 1992 war er Mitarbeiter und später geschäftsführender Partner eines Beratungsunternehmens. Seit 2006 ist er Direktor der Swisslos, der interkantonalen Landeslotterie. wird den Kantonen als Besitzer von Swisslos und dem nationalen Sport aufgrund entsprechender Verträge überwiesen. Was denken Sie, wie weit kommt die Schweiz an der EM und wer wird Europameister? Ich habe das Vorbereitungsspiel SchweizDeutschland in Basel mitverfolgt. Die Deutsche Mannschaft – vor allem ihre Möglichkeiten in der Offensive – haben mich beeindruckt. Ich tippe auf Deutschland. Die Schweizer Mannschaft kann ich nur schwer einschätzen. Ich denke, dass Sie das Potenzial hat, die Vorrunde zu überstehen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie dieses Potenzial abrufen kann. Lassen wir uns positiv überraschen! Herzlichen Dank für dieses Interview.
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    27 PRODUCT NEWS Autocallable Discount-Zertifikatevon EFG Financial Products Schnäppchenjagd mit Discount-Zertifikaten Attraktive Rendite mit vertretbarem Risiko. Autocallable Discount-Zertifikate der EFG Financial Products bieten eine gute Investitionsmöglichkeit in Zeiten erhöhter Unsicherheit. bedingten Kapitalschutz. Sofern der Basiswert die vordefinierte Barriere nie berührt oder unterschreitet, erhält der Anleger den Betrag von 100 Prozent der Denomination ausbezahlt. Andernfalls erfolgt eine Rückzahlung, welche dem Wert der zu Grunde liegenden Aktie entspricht. In allen Fällen wird im Unterschied zum gewöhnlichen Discount-Zertifikat eine Barauszahlung vorgenommen. Das besondere an diesen Produkten ist, dass sie mit einem frühzeitigen Rückzahlungsmechanismus ausgestattet sind, sodass ein Gewinn nicht erst zum Ende der dreijährigen Laufzeit, sondern schon bei überschreiten des Triggerlevels (bei allen 100 Prozent des Basiswerts bei Emission) an einem der vordefinierten Beobachtungstage realisiert werden kann. Die Beobachtung erfolgt einmal jährlich, jeweils am 11. April, wobei der letzte Beobachtungstag dem Verfalltag, dem 11.04.2011, entspricht. Bei steigenden Kursen kann so relativ rasch eine attraktive Rendite erzielt werden. Der Anleger hat durch den Discount – im Vergleich zur Direktinvestition – von Beginn weg die Nase vorn. Zu beachten ist, dass sich die Produkte, zumindest am Anfang dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 der Laufzeit, wie dreijährige Discount-Zertifikate verhalten, obwohl die Rückzahlung schon nach einem Jahr möglich ist. Das bedeutet, dass der Discount nur langsam abgebaut wird und selbst bei jenen Papieren verhältnismässig hoch ist, deren Basiswerte schon deutlich über dem Ausübungspreis notieren. Seit der Emission der Zertifikate im April haben sich die Basiswerte unterschiedlich entwickelt. Dadurch stehen nun Papiere mit unterschiedlichen Risiken zur Verfügung, von defensiv (Aktienkurs deutlich über Ausübungspreis, Barriere unter 50 Prozent des aktuellen Kurses, kleine maximale Rendite) wie bei EFAVI auf ABB und EFAVG auf Clariant, über ausgewogen (Aktienkurs in der Nähe des Ausübungspreises, z.B. EFAVM auf Roche oder EFAVK auf Rieter), bis zu aggressiv (aktueller Aktienkurs unterhalb des Ausübungspreises, hohe Maximalrendite) wie bei EFAVD auf UBS oder EFAVO auf Nokia. Weitere attraktive Discount-Zertifikate finden sie auf Seite 18. Die Ausgabe zu einem Discount und der bedingte Kapitalschutz verleihen diesen Papieren einen defensiven Charakter, was in der momentanen Situation sicherlich Sinn macht. Die flexible Auszahlung durch den Autocall-Mechanismus bei überschreiten des Trigger Levels bietet eine gute Chance auf Realisation des Gewinns. payoff-Einschätzung: Die neuen Zertifikate der EFG sind interessant für Anleger, welche mit einer Seitwärtsbewegung von starken Aktien einen attraktiven Gewinn erzielen wollen. Bedingter Kapitalschutz und Discount bieten eine zusätzliche Sicherheit. Wer auf den richtigen Basiswert zielt, der springt auf den Siegeszug auf. Risk-Return-Diagramm Hebel Return Tobias Walter| Im bis anhin durch Unsicherheit und schwindende Kurse geprägten Börsenjahr 2008 ist es für Anleger ratsam, sich nach attraktiven Produkten mit massvollem Risiko umzusehen. Gemäss dieser Überlegung scheinen die Autocallable DiscountZertifikate der EFG Financial Products eine interessante Alternative zu sein. Die 15 emittierten Zertifikate bedienen sich verschiedener Schweizer und europäischer Aktien als Basiswert. Mehr Informationen sind zu finden unter http://www.efgfp.ch/ Suche/AutocallableDiscountZertifikate. Unter den Basiswerten tummeln sich sowohl bewährte Player als auch die in letzter Zeit arg gebeutelten Banken. Die Produkte verfügen über einen AutocallableDiscount-Zertifikate Renditeoptimierung Kapitalschutz Risk Quelle: Derivative Partners AG Partizipation
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    28 PRODUCT NEWS WKN: 392’901– Rainbow-Zertifikat mit Kapitalschutz von Goldman Sachs Besser als der Schweizer Pensionkassenindex Das Anlageklassen übergreifende Rainbow-Zertifikat erzielte im Backtesting solide Resultate und vermag im praktischen Härtetest zu gefallen. Martin Egli | Im Spannungsfeld zwischen Rendite und Risiko bietet der Rainbow-Mechanismus (siehe Learning Curve) höhere Sicherheiten und wartet, sofern geschickt zusammengesetzt, mit anständigen Renditen auf. Das kapitalgeschützte Zertifikat, welches am 11. Februar 2004 das Tageslicht erblickte, kombiniert die drei Anlageklassen europäische Aktien (DJ Euro Stoxx 50), deutsche Staatsanleihen (German Rex Perf. Index) und Rohstoffe (S&P GSCI ER). Die Renditeberechnung erfolgt durch eine performanceabhängige Gewichtung der einzelnen Komponenten, entsprechend ihrer Rangfolge am Ende der Laufzeit. Dabei wird die beste Asset-Klasse über- und die schlechteste untergewichtet. Bei der Gesamtperformance fliesst nicht der Indexendstand per Fälligkeit in die Berechnung ein, sondern die Durchschnittsperformance von insgesamt 24 Stichtagen (asiatische Ausübung). Trotz der 100-prozentigen Kapitalgarantie, welche als Schutz gegen grosse dauerhafte Rückschläge wirkt, und der Währungsabsicherung in Euro partizipiert der Anleger im Verhältnis 1:1 an der Wertsteigerung des Baskets. Ob die automatisierte Asset-Allokation der drei niedrig korrelierten Anlageklassen Aktien, Obligationen und Rohstoffe einer aktiven Bewirtschaftung überlegen ist, wird wohl erst das Endresultat zeigen. Im Backtesting lag der errechnete Mittelwert bei respektablen 43,6 Prozent, was einem Ertrag von 6,2 Prozent per annum entsprach. Die bisherige Kursentwicklung des Zertifikates verläuft bislang über dem im Backtesting errechneten Mittelwert. So lag am letzten Bewertungstag (06.05.08) die Durchschnittsperformance des DJ Euro Stoxx 50 bei knapp 27 Prozent, des REX-Index bei gut neun Prozent und des S&P GSCI bei 34 Prozent. Wäre dies das Ende der Laufzeit gewesen, hätte die Performance knapp 27 Prozent betragen (0.5*34+0.3*27+0.2*9=26.9), was leicht über der aktuellen Kursnotierung liegt. Das Resultat ist beachtlich und liegt über demjenigen des Schweizer Pensionskassenindex der Credit Suisse! Zur Ehrenrettung der einheimischen Vermögensverwalter muss allerdings gesagt werden, dass diese wegen unsäglicher Beschränkungen bei den Anlageklassen (speziell Rohstoffe) einen gesetzlich bedingten Nachteil in Kauf nehmen müssen. Korbwerte versus Rainbow-Zertifikate Garant (WKN: 392’901) Risk-Return-Diagramm payoff-Einschätzung: Ein solides Zertifikat, welches dem Anleger die schwierige Gewichtungsentscheidung abnimmt, und dies notabene ohne ständige Transaktionskosten für laufende Adjustierungen. Zu grosse Renditesprünge können bei diesem eher für konservative Investoren konstruierten Produktetyp allerdings nicht erwartet werden. UPSIDE-MULTI-Reverse-Convertible Sie jetzt! Zeichnen 6. Mai 2008. 1 Bis zum 6366 82 Valor: 3 INNOVATION 2008 ABB/Roche/Syngenta –> 1:1 UPSIDE-Partizipation am Aktienkurs –> 11.75% Coupon p.a. garantiert –> 30% (ind.) Sicherheitspuffer --- Telefon: 044 214 23 55 --- Internet: www.oppenheim-derivate.ch --Intelligent investieren! Mit Europas grösster unabhängiger Privatbank. 190 180 Hebel 170 Return 160 150 140 Partizipation WKN: 392’901 130 120 Renditeoptimierung 110 100 Kapitalschutz 90 6.2.04 SX5E 6.2.05 REXP 6.2.06 SPGSCIP 6.2.07 6.2.08 Risk DE003929014 Quelle: Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Quelle: Derivative Partners AG
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    29 PRODUCT NEWS WKN: UB0PAL– Open-end-Portable-Alpha-Zertifikat von UBS Gewinne in Haussen und Baissen Mit Alpha-Zertifikaten können Anleger eine marktneutrale Rendite erzielen. Im Optimalfall gelingt dies unabhängig von der jeweiligen Börsenphase. Zu dieser seltenen Spezies zählt das in Deutschland kotierte Zertifikat mit der WK-Nummer UB0PAL. Dieter Haas| UB0PAL setzt auf die relative Performance des StarPlus Starpoint-Fonds gegenüber dem MSCI Weltaktienindex. Der Anleger partizipiert 1:1 an der erzielten Überrendite. Dies kann bei steigendem, seitwärts laufendem oder auch sinkendem Börsenumfeld gelingen. Der einbezahlte Nominalwert wird jährlich verzinst (Einjahres-Euribor abzüglich 1,25 Prozent). Sollte der Wert des Zertifikates unter die Marke von EUR 50 fallen, kommt es zu einer vorzeitigen Rückzahlung. Dies erscheint mit Blick auf die Vergangenheit eher unwahrscheinlich. «Seit der Auflegung gelang es in jedem Jahr, die Benchmark zu schlagen, wodurch sich die Outperformance mittlerweile auf über 100 Prozent vergrösserte.» einen Anteil an Bonus-Zertifikaten von beinahe 20 Prozent. Seit der Auflegung gelang es in jedem Jahr, die Benchmark zu schlagen, wodurch sich die Outperformance mittlerweile auf über 100 Prozent vergrösserte. Von der Ratingagentur Morning Star wird der im Konkurrenzvergleich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielende Fonds mit fünf Sternen, der höchsten Einstufung, bedacht. Die vergangene Wertentwicklung ist zwar keine Garantie dafür, dass der Fonds auch künftig hohe Renditen einfährt. Gemäss Aussagen des Portfolio Managers besteht allerdings nicht die Absicht, den erfolgreichen Anlagestil zu ändern. Dieser basiert auf einer konsequenten Suche des Anlageuniversums nach günstigen und liquiden Aktien (Schwerpunkt Blue Chips). Zur Vermeidung von Klumpenrisiken weist der Fonds einen hohen Diversifikationsgrad auf, indem Einzelpositionen auf maximal 2,5 Prozent des Depotanteils begrenzt werden. Das Konzept ist leicht verständlich. Der Erfolg hängt jedoch vollständig von der Qualität des Basiswertes ab. Beim StarCap Starpoint handelt es sich um einen globalen Aktienfonds, der am 2. August 2000 lanciert wurde und an der Börse Luxemburg kotiert ist (www.starcapital.de/fonds/starcap-sicav-starpoint). Das Fondsvermögen lag am 31.03. 2008 bei EUR 521,6 Mio. Die Fondsstruktur weist einen Europa Bias auf und enthielt als Besonderheit zuletzt payoff-Einschätzung: UB0PAL zählt zu den besten Alpha-Konzepten, die derzeit im Markt erhältlich sind. Gerade in der aktuell sehr schwierigen Zeit bieten marktneutrale Lösungen erhöhte Sicherheit. Das muss keineswegs auf Kosten geringerer Renditechancen erfolgen, wie ein Backtesting (vgl. Grafik) zeigt. Seit der Auflegung des Fonds hätte der Anleger mit der Zertifikatelösung sogar einen grösseren Gewinn eingestrichen als mit dem Kauf des Fonds selbst, und dies mit einer wesentlich geringeren Volatilität. Starpoint, MSCI und Starpoint minus MSCI (indexiert in EUR ab 31.7.00) und UBOPAL (indexiert ab 6.11.06) Risk-Return-Diagramm 225 200 WKN: UB0PAL Return 175 150 125 Partizipation Renditeoptimierung 100 75 50 Kapitalschutz 25 31.7.00 31.7.01 Starpoint 31.7.02 UB0PAL 31.7.03 31.7.04 MSCI 31.7.05 31.7.06 Risk 31.7.07 Startpoint-MSCI Quelle: Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Quelle: Derivative Partners AG Hebel
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    30 PRODUCT NEWS JPBER –Reverse-Bonus-Zertifikat auf den DAX von JP Morgan Gegen den Trend Börsen sind keine Einbahnstrassen. Trotz dieser Binsenweisheit setzt nur ein Prozent aller an der Scoach Schweiz kotierten Bonus-Zertifikate auf seitwärts tendierende bis leicht sinkende Basiswerte. Dieter Haas| Mit JPBER wird das Angebot an Reverse-Bonus-Zertifikaten um ein neues Exemplar erweitert. Erneut fungiert der DAX als Underlying, welcher mehr als die Hälfte aller ausstehenden Anlageprodukte dieses Typs auf sich vereinigt. Obwohl sich die Börsen derzeit vom Schock des schlechten Starts ins neue Jahr erholen, sind die Aussichten für die kommenden Monate wenig berauschend. Ob es dem DAX vor diesem Hintergrund «Das deutsche Blue-Chip-Barometer müsste bis zur Fälligkeit des Zertifikates am 21. April 2011 die Marke von 10'162.50 Punkten überschreiten, damit die Barriere gebrochen wird und die Bonuszahlung entfällt.» letzt, dann erhält der Anleger mindestens den Strike, der bei 62,5 Prozent des Ausgabekurses liegt. Dies entspricht einem Kursstand des DAX von 4’234,375 Punkten. Sinkt der Basiswert darunter, steigt die Partizipation im Verhältnis 1:1. Bereits laufende Reverse-Bonus-Zertifikate wie UBAAA und der demnächst fällig werdende VZBDX haben sich prächtig entwickelt. VZDAX hockt noch in den Startlöchern und lediglich der schon im Mai 2006 emittierte VZBDA wurde am 31. Mai 2007 knapp vor dem Ende der Aufwärtsphase ausgeknockt. Gemessen an der Seitwärtsrendite führt UBAAA die Rangliste an, gefolgt von VZDAX und JPBER. In Bezug auf das Risiko einer möglichen Barriereverletzung haben UBAAA (Barriere 10’212.09) und JPBER die Nase vorn, während der Grenzwert bei VZDAX (Barriere 8’222.10) nur minimal über dem Allzeithöchst des DAX liegt. Dafür schneidet VZDAX mit der offerierten Geld/Brief-Spanne im Sekundärhandel von durchschnittlich 0,50 Prozent am besten ab. gelingen kann, aus seiner mehr als zwölf Jahren gültigen Handelsspanne zwischen 2’200 und 8’000 Punkten auszubrechen, darf bezweifelt werden (vgl. Grafik). Die Chancen für ein Verharren sind weitaus grösser. Selbst im Falle eines Ausbruchs verfügen die Anleger beim JPBER über eine ausreichende Reserve und brauchen nicht gleich in Panik zu verfallen. Das deutsche Blue-Chip-Barometer müsste bis zur Fälligkeit des Zertifikates am 21. April 2011 die Marke von 10’162.50 Punkten überschreiten, damit die Barriere gebrochen wird und die Bonuszahlung entfällt. Wird diese Schwelle nicht ver- payoff-Einschätzung: Wer gegenüber dem notorischen Optimismus der Emittenten skeptisch ist, aber auch nicht zu den Schwarzmalern zählt, der findet in den Reverse-Bonus-Zertifikaten attraktive, Erfolg versprechende Produkte. Es wäre zu wünschen, dass inskünftig die Zahl deutlich ansteigt, damit die Investoren über mehr Anlagemöglichkeiten verfügen, zumal diese Kategorie auch in den kommenden Monaten gute Ertragschancen verspricht. DAX Risk-Return-Diagramm 9’000 8’000 JPBER Return 7’000 6’000 Partizipation 5’000 Renditeoptimierung 4’000 3’000 Kapitalschutz 2’000 29.12.95 29.12.97 29.12.99 29.12.01 29.12.03 29.12.05 Risk 29.12.07 DAX Quelle: Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Quelle: Derivative Partners AG Hebel
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    31 MUSTERPORTFOLIOS Trotz Börsenschwäche einPlus von 5,4 Prozent in 15 Monaten Die Schweizer Börse tendierte in den letzten Monaten seitwärts. Die Hoffnung auf eine dauerhafte Bodenbildung könnte sich im weiteren Verlauf aber als trügerisch erweisen. Spätestens ab Mitte Jahr dürfte das sich eintrübende Umfeld (Zinsen, Öl und Konjunktur) der Zwischenerholung ein Ende bereiten und zu neuen Rückschlägen an den Börsen führen. Die Devise heisst unverändert:«Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.» Die Depotabsicherung erfolgt mit Hilfe von Mini Shorts auf den SMI. Mit MSMIY besteht nur eine geringe Gefahr, ausgestoppt zu werden, zumal der kurzfristige, kostengünstige Call Warrant SMUMB auf den SMI (Strike: 8’100 – Verfall 20.06.08) allfällige Risiken begrenzt. Der jüngst gekaufte Mini Short CNFMC auf den CONF-Future dient als Schutzschild gegen allfällig steigende Zinsen. Hohe Rohstoffpreise und ein angeschlagener Bankensektor könnten zu unliebsamen Überraschungen führen. Die Long-Seite wird gegenwärtig durch zwei ETFs und ein Bonus-Zertifikat abgedeckt. FRESMI bezieht sich auf den SMI, während XMSLI 1:1 am etwas breiter gefassten SLI partizipiert. Das Bonus-Zertifikat SMIXL mit einer sehr niedrigen Barriere von 4’210.49 SMI-Indexpunkten bietet für den Fall eines erneuten Rückschlages eine willkommene Seitwärtsrendite. Die Chance, dass die Barriere bis zum Verfall hält, ist aus heutiger Sicht sehr hoch. Da mit einer geschickten Sektor- oder Titelauswahl momentan wenig Mehrwert generiert werden kann, bleibt das Depot auf die Indextracker konzentriert. Die Auswahl wurde auf das absolute Minimum reduziert. Sobald sich ein längerfristiger und vor allem dauerhafter Aufwärtstrend abzeichnet, wird das Portfolio wieder breiter ausgerichtet. Dies dürfte allerdings frühestens gegen Jahresende der Fall sein. Aufgrund der zu vorsichtigen Haltung sowie dem verunglückten, zu früh erfolgten Kauf eines Mini Shorts auf den Wechselkurs EUR/CHF hat das Depot zwischenzeitlich gegenüber der Benchmark etwas an Terrain eingebüsst. Mittlerweile nimmt es aber erneut Fahrt auf und konnte die relative Outperformance zum SPI wieder ausbauen. Sie beträgt per 26.05.2008 (10.00 Uhr) 16 Prozent. Seit der Auflegung des Depots am 02.03.2007 bis zum 26.05.2008 (10.00 Uhr) erreichte das Portfolio nach Transaktionskosten eine Performance von plus 5,4 Prozent. Der SPI verlor in derselben Zeitspanne 10,6 Prozent, der SMIC 11,7 Prozent und der SPIEX 4,2 Prozent. News und aktuelle Informationen zu Umschichtungen in unseren Musterportfolios «Schweiz-Wachstum», «Schweiz-Optimierung» und «Rohstoffe» können Sie auf www.payoff.ch (Community/ Forum/payoff Musterportfolios) jederzeit nachschlagen. Musterportfolio Aktien Schweiz-Wachstum Zertifikatstyp Symbol Emittent Typ Verfall Ratio Kurs Anzahl 26.5.08 Wert Gewicht 26.5.08 CCY 26.5.08 XMTCH - ETF auf den SLI XMSLI CS Tracker open 100 116.69 250 29’172.50 27.7% 1.0000 UBS-ETF SMI FRESMI UBS Tracker open 100 75.33 400 30’132.00 28.6% 1.0000 Bonus-Zertifikat auf den SMI SMIXL GS Bonus 15.02.10 1 7’570.00 3 22’710.00 21.5% 1.0000 Mini Futures auf den SMI MSMIY VON Mini-Short open 500 2.38 8’000 19’040.00 18.1% 1.0000 Call-Warrants auf SMI SMUMB UBS Call 20.06.08 500 0.01 6’000 60.00 0.1% 1.0000 Mini Futures auf CONF Future CNFMC ABN Mini-Short open 12.10 350 4’235.00 4.0% 1.0000 39.70 0.0% CASH Quelle: Derivative Partners AG dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 1 105’389.20 100.0%
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    32 MUSTERPORTFOLIOS Musterportfolio CH-Wachstum vs.SPI (Benchmark) % 14 12 10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 -12 -14 -16 -18 -20 2.3.07 2.5.07 SPI 2.7.07 2.9.07 2.11.07 2.1.08 2.3.08 2.5.08 Musterportfolio Quelle: Derivative Partners AG Anzeige Kotierung beantragt für den 6. Juni 2008 Hohe Zinsen aus 8 Ländern! ABN AMRO Money Market Super Yield II Index Open End Zertifikate ® 8 hochverzinsliche Währungen in einem Index: Türkische Lira, Südafrikanischer Rand, Brasilianischer Real, Ungarischer Forint, Indische Rupie, Australischer Dollar, Russischer Rubel, Polnischer Zlotti ® Zinsen aus den kurzfristigen Geldmarktsätzen sammeln ® Auf das Aufwertungspotential der Indexwährungen zum US-Dollar setzen ® Total Return – Zinsen werden reinvestiert ® Open End – keine Laufzeitbegrenzung ® Valoren: 3'861'051 (USD) 3'861'052 (CHF Quanto) Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Gespräche auf der angegebenen Linie aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind. Risikohinweis: Dieses Werbeinserat stellt kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes sowie keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Der alleinverbindliche Prospekt in englischer Sprache kann direkt bei ABN AMRO Bank N.V., Zweigniederlassung Zürich, unter der Tel. 044 / 631 62 62 bezogen werden. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkommission unterstellt. Die Anleger sind dem Konkursrisiko der Emittentin ausgesetzt. Die Produkte sind weder für den Vertrieb in den Vereinigten Staaten, Grossbritannien oder den Niederlanden, noch an US-Personen bestimmt. Weitere Informationen zu interessanten Produkten von ABN AMRO 044 631 62 62 www.abnamromarkets.ch abnamro.pip@ch.abnamro.com dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    33 PRODUCT NEWS REVIEW Produktvorstellungenund was daraus wurde In der Product News Review analysieren wir den Erfolg oder Misserfolg der vor einem Jahr im payoff express oder payoff magazine präsentierten Strukturierten Produkte. YUANS – China lässt die Muskeln spielen Im payoff 06/07 wurde unter dem Titel «Riskante Wette» der Digital Put Warrant YUANS auf das Wechselkursverhältnis USD/CNY vorgestellt. Bei einer Digital-Konstruktion müssen die fixierten Bedingungen im Zeitpunkt des Verfalls erfüllt sein, damit das Ganze ein Volltreffer wird. Im Falle von YUANS erforderten die Bedingungen eine Aufwertung der chinesischen Valuta innert Jahresfrist um mindestens 7,5 Prozent und eine Schlussfixierung am 8. Mai USD/CNY – YUANS USD/CNY 7.8 USD 3’500 7.6 3’000 7.4 2’500 7.2 2’000 7.0 1’500 6.8 2008 unter CNY 7.125. Die Spekulation glückte (vgl. Grafik). Der Dollar verlor gegenüber dem YUAN beinahe zehn Prozent seines Wertes. Die mutigen Anleger, welche an das Auszahlungsprofil von YUANS glaubten, erhielten am Rückzahlungsdatum am 15. Mai 2008 eine Auszahlung von USD 3000, was dem dreifachen Einsatz im Vergleich zum Ausgabekurs entsprach. Die Chancen bei der Besprechung von YUANS wurden mit 50:50 beziffert oder so hoch wie das Setzen auf Kopf oder Zahl beim Werfen einer Münze. Rückblickend betrachtet, haben sich die Risiken gelohnt und der damalige Schlusssatz: «Wer nichts wagt, der nichts gewinnt», erwies sich zutreffend. Symbol: Yuans 2.7.07 28.8.07 23.10.07 19.12.07 USD/CNY – linke Spalte Strike – linke Spalte Auszahlungen, wenn USD/CNY < 7.125 Produkttyp Digital Put Warrant Basiswert USD/CNY ➚ Emittent Lehman Brothres 500 4.5.07 Fazit 1’000 6.6 ISIN: GB00B1X3L430 Verfall 05.05.2008 Performance seit Vorstellung* +200 Prozent 15.4.08 19.2.08 YUANS – rechte Spalte Quelle: Bloomberg Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07-23.5.08)) OPUSD – Alpha, wo bist du geblieben? Das von Merrill Lynch im Mai 2007 lancierte Outperformance-Zertifikat OPUSD (Partizipation 225 Prozent) auf die Differenz der beiden Rohstoffindizes MLCX01 minus GSCI mit 100 Prozent Kapitalschutz (payoff 05/07) ist ein Versuch zur Erzielung von Alpha. Der Merrill Lynch Commodity Excess Return Index (MLCX01) und der S&P Goldman Sachs Commodity Excess Return Index GSCI sind in ihrer Zusammensetzung Outperformance des MCLX01 ER gegenüber dem SPGSCI ER (indexiert auf den 04.05.2007) im Wesentlichen deckungsgleich. Wegen bedeutender Unterschiede hinsichtlich des Rollzeitraums und Rollmechanismus konnte im Backtesting durch eine Long-Position im MLCX01 und einer gleichzeitigen Short-Position im GSCI ER eine konstante Outperformance erzielt werden. Was auf den ersten Blick als eierlegende Wollmilchsau erschien, vermochte im praktischen Härtetest bislang nicht zu überzeugen. Die in der Produktevorstellung gehegte Hoffnung einer ansprechenden Rendite bleibt vorderhand Wunschdenken. Seit dem Start verlaufen die beiden Indizes praktisch synchron, weshalb OPUSD noch immer leicht unter dem Startkurs von USD 100 notiert. % 60 %-USD 40 98,8 20 98,0 Symbol: OPUSD 0 97,2 Produkttyp -20 96,4 Basiswert MLCX01 minus GSCIER -40 95,6 Emittent Merrill Lynch -60 94,8 Verfall -80 94,0 Kapitalschutz 100 Prozent Performance seit Vorstellung* -1,4 Prozent 99,6 31.12.98 31.1.01 MCLX-Performance 4.3.03 GSCI-Performance 4.4.05 4.5.07 21.5.08 Outperformance (MLCX01-GSCI) OPUSD – rechte Skala Quelle: Bloomberg (USD – indexiert per 10.5.07 – Start von OPUSD) dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 ISIN: XS0296146441 Fazit Kapitalschutz ohne Cap ➘ ➙ Ausblick 24.05.2010 Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07–23.5.08))
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    34 PRODUCT NEWS REVIEW GENER– Nachahmerpillen auf der Kriechspur Der Generikamarkt zählt zweifellos zu den attraktiveren Sektoren. So schnitt der ABN AMRO Generic Pharmaceutical Index (ABNZGPHA) in den vergangenen Monaten deutlich besser ab als der MSCI Weltindex. In USD liegt die Performance seit dem 30. Mai trotz der allgemeinen Börsenschwäche leicht im Plus. Nicht von dieser Entwicklung profitieren konnte der im payoff 06/07 vorgestellte Generika Basket der ZKB. Die Rendite von GENER bleibt bis dato deutlich hinter derjenigen des Generikaindex von ABN GENER, VZGEN, ABN AMRO Generic Pharmaceutical TR Index und MSCI-Welt TR-Index (USD-Performance – indexiert ab 30.5.2007) AMRO wie auch dem nur sechs Aktien enthaltenen KonkurrenzZertifikat VZGEN zurück. Selbst der Weltaktienindex entwickelte sich besser als GENER. Die getroffene Auswahl von insgesamt 14 Titeln sowie die vorgenommene Gewichtung der einzelnen Komponenten brachten bisher nicht den gewünschten Erfolg. Ob sich dieser in der verbleibenden Restlaufzeit noch einstellen wird, darf in Anbetracht des verunglückten ersten Jahres bezweifelt werden. Wer auf Pharma-Nachahmerprodukte setzen möchte, dürfte mit dem sich an ABNZGPHA orientierenden open-end Global Generika Index Zertifikat mit der WKN-Nummer ABN9PP besser fahren. % 110 105 Symbol: GENER 6.6.07 6.8.07 GENER 6.10.07 VZGEN 6.12.07 ABNZGPHA 6.2.07 6.4.08 6.6.08 MSCI-Welt Quelle: Bloomberg Generika Basket ZKB Verfall 85 Tracker-Zertifikate Emittent 90 Fazit Basiswert ➙ 95 ISIN: CH0030900762 Produkttyp 100 18.05.2010 Performance seit Vorstellung* ➘ ➙ -11,4 Prozent Ausblick Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07-23.5.08)) JBGBE – Auf der Strasse nach Nirgendwo? Infrastruktur zählt zu den zukunftsträchtigsten Anlagethemen. Viele Emittenten setzen dabei auf eigens kreierte Indexlösungen, so etwa Goldman-Sachs, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse den INFRAX-Index entwickelten, oder die UBS mit ihrem UBS Global Infrastructure Net TR Index. Einen anderen Weg wählte die Bank Julius Bär. Sie offerierte den Anlegern im Frühsommer 2007 (payoff express 06/07) eine dreijährige Basketlösung, die mit insgesamt 40 Titeln sehr umfangreich ausgefallen ist. Es schien damals eine offene Frage, welches Konzept am Ende die Nase vorne haben wird. Lange Zeit gab es ein Kopf-an-KopfRennen. Erst in den letzten Wochen gerät JBGBE etwas ins Hintertreffen, nachdem es zu Beginn der Konkurrenz kurzfristig enteilt war. Allen gemeinsam ist hingegen die Minderperformance im Vergleich zum NMX Composite Infrastructure Global Index. Dieser richtet den Fokus auf Basis-Infrastrukturunternehmen, welche durch eine natürliche Monopolstellung gekennzeichnet sind. JBGBE, INFRX, UB2STR versus NMX-Global (Performance in EUR – indexiert ab 11.5.2007) % 110 105 100 95 Symbol: JBGBE 90 Produkttyp 85 Basiswert Infrastruktur Growth Basket ➘ 80 Emittent Julius Bär Ausblick Verfall 75 11.5.07 11.7.07 NMX-Global 11.9.07 JBGBE 11.11.07 INFRX 11.1.07 UB2STR Quelle: Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 11.3.08 11.5.08 Performance seit Vorstellung* ISIN: CH0030325127 Tracker-Zertifikate 03.05.2010 -14 Prozent Quelle: Derivative Partners AG (* Seit payoff 07/2007 (2.7.07-23.5.08)) Fazit ➘
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    35 DERIVE Stabiler Seitwärtstrend Diese Analysewird Ihnen präsentiert von the Screener: Der Standard für unabhängige Aktienratings, www.thescreener.com ADIDAS AG EUR 45.38 DE0005003404 | Analyse vom 24. Mai 2008 ADS | Deutschland Schlusskurs vom 23. Mai 2008 ADIDAS AG gehört zur Branche «Privat- & Haushaltswaren» und dort zum Sektor «Schuhe». Mit einer Marktkaptalisierung von 14.57 Milliarden US Dollar zählt sie zu den «large-cap» Gesellschaften. Während der letzten 12 Monate lag der Kurs zwischen EUR 51.26 und EUR 38.44. Der aktuelle Preis liegt 11.5 Prozent unter dem höchsten und 18.1 Prozent über dem tiefsten Wert in dieser Periode. Ergebnis seit 23. Mai 2007: ADIDAS AG: -9.2 Prozent, DJ Stoxx 600: -11.4 Prozent Vergleich (23. Mai 2007 – 23. Mai 2008) Preis – Fundamentales Kurspotenzial bei EUR 45: Über 15 Prozent. – Branchenpotenzial: Sehr gut Gewinnprognosen – Leicht positive Gewinnrevisionen Technische Tendenz – Positives Momentum Risiko – Adidas weist ein Beta von 0.92 und bei steigender Volatilität ein gesamthaft durchschnittliches Risiko auf. – Mittelstarke Korrelation von 0.63 mit dem DJ Stoxx 600. 20 % 10% 0% Symbol: ADSAC EUR 45.00 10,20 Prozent 8,99 Prozent * * * mittel Daten, Kurse, Termsheets dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 EUR 41.30 Risikoklasse Ertragsoptimierung mit ADSAC Die adidas Gruppe ist einer der führenden Anbieter in der Sportartikelindustrie. Nach Jahren eindrücklichen Umsatz- und Gewinnwachstums hat sich der Konzern auch in der schwierigen Marktphase gut behauptet. Für 2009 rechnet Adidas mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich, einer Rohertragsmarge zwischen 46 und 48 Prozent und einer Gewinnsteigerung im zweistelligen Bereich. Gelingt das Unterfangen, liegen weitere kleine Kursfortschritte drin, auch wenn es nach der diesjährigen Konzentration wichtiger Sportanlässe (Fussball-EM, Olympiade) schwierig sein dürfte, die Dynamik aufrecht zu halten. Eine Option für vorsichtig optimistische Anleger ist ADSCV ein zu 100 Prozent kapitalgeschütztes Exchangeable Zertifikat von Goldman 12.01.09 payoff Rating Quelle: thescreener.com Scoach CH Maximale Rendite Apr-08 Handelsplatz Discount Feb-07 Sal. Oppenheim Ausübungskurs Dez-07 Emittent Briefkurs (29.5.08 – 17.30 Uhr) Okt-07 PHG@EP adidas – EUR 46.03 Verfall Jun-07 Aug-07 ADS DJ Stoxx 600 Discount-Zertifikate Basiswert -30 % Anlageprodukte Produkttyp -20 % Valor: 3’619’023 Produktkategorie -10 % www.payoff.ch Sachs. Seine Laufzeit endet am 20. Juli 2011. Durch die jüngste Avance der Aktie hat sich die Wandelprämie auf rund zehn Prozent reduziert. Weitere Details können unserer Webseite www.payoff.ch entnommen werden. Für die nächsten Monate scheint ein klassisches DiscountZertifikat wie ADSAC allerdings über ein ausreichendes Potenzial zu verfügen, zumal nach den beiden sportlichen Höhepunkten wohl eine Konsolidierungsphase ansteht und es nicht zu einem Durchstarten des Kurses kommen dürfte. Die Aktie von Adidas weist in den drei letzten Jahren eine geradezu idealtypische Kursentwicklung für Renditeoptimierungs-Produkte auf. Bei einer leicht aufwärtsgerichteten Kurstendenz kam es nie zu grossen Richtungsänderungen. Die Chancen stehen gut, dass dies in den kommenden Monaten so bleibt.
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    36 DERIVE Das Ende derErholung naht Weitere Technische Analysen erhalten Sie kostenlos im täglichen Newsletter Daily Trading auf www.hsbc-zertifikate.ch DJ EuroStoxx50 (daily) Quelle: tradesignal.com DJ EuroStoxx50 (daily) 3’900 Punkte – make or break Beim DJ EuroStoxx50 kristallisiert sich immer mehr der Widerstandsbereich bei 3’897/906 Punkten als ultimative Schlüsselzone heraus. Hier fallen das Hoch vom Mai 2006 sowie das Tief vom März 2007 mit mehreren Hochpunkten dieses Jahres zusammen. Letztere bilden zudem die Nackenlinie einer unteren Umkehrformation. Verstärkt werden die beschriebenen Hürden zusätzlich noch durch das 38,2%-Fibonacci-Retracement des gesamten Abwärtsimpulses seit Juni 2007 (3’859 Punkte). Um den europäischen Standardaktien wieder eine «bullishe» Perspektive zu eröffnen, ist ein Sprung über die o.g. Hürden vonnöten. Im Erfolgsfall ergibt sich aus technischer Sicht ein Anschlusspotenzial von knapp 500 Punkten, so dass dann fast bereits wieder die Rekordstände des Jahres 2007 zwischen 4’503 und 4’573 Punkten auf die Agenda rücken würden. Als Zwischenziel dient vorher noch die Kombination aus dem Korrekturtief vom August 2007 bei 4’029 Punkten und der 200-Tages-Linie. Mit Blick auf die quantitativen Indikatoren ist aber der charttechnische Befreiungsschlag in naher Zukunft nicht unbedingt zu erwarten. So haben die Trendfolger MACD und Aroon zuletzt synchron neue Ausstiegssignale geliefert, und im Verlauf des RSI ist ein Bruch des seit Januar 2008 gültigen Haussetrends zu beklagen. Die Markttechnik sensibilisiert also eher für die Unterseite. Wird das jüngste Verlaufstief bei 3’695 Punkten unterschritten, droht ein Test der Haltemarke aus dem Januartief bei 3’529. In diesem Umfeld sollten Aktienbullen ihr Pulver bis zu einem definitiven Bruch der o.g. Widerstände bei 3’900 Punkten trocken halten. Jörg SchererTechnischer Analyst bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Absichern mit STOXQ oder abwärts nach oben mit VZSSX Die seit Wochen anhaltende Erholungsphase an den Börsen dürfte demnächst auslaufen. Trotz hoher Abschreibungen im Finanzsektor scheint noch kein Ende in Sicht, auch wenn einige notorische Optimisten Licht am Ende des Tunnels sehen. Es bleibt lediglich eine Frage der Zeit, bis die Krise am US-Hypothekarmarkt auf die Konsumenten durchschlägt und die nächste Runde im Korrekturprozess einläutet. Für Europas grosse Konzerne, die im Dow Jones Euro Stoxx vereinigt sind, bedeutet das eine weitere Verlangsamung der Gewinnentwicklungen. Dies dürfte der Börse wenig schmecken und zu einer Fortsetzung der Talfahrt führen. Dagegen kann sich der Anleger durch den Kauf eines Mini-Shorts wappnen. Da es in jedem Trend nicht nur eine Richtung gibt, empfiehlt es sich, solche Exemplare zu wählen, die auch Bärenmarktrallies unbeschadet überstehen können. Mit einem Niveau von 4’660 wie bei STOXQ dürfte der Investor auf der sicheren Seite sein. Eine Korrektur des europäischen Blue Chips Index in die Region um 3’200, was 50 Prozent der zwischen 2003 und 2007 erzielten Gewinne bedeuten würde, erachten wir als wahrscheinlicher als das Vorstossen in Richtung der alten Höchstwerte um knapp 4’600. Mit STOXQ ist es möglich, die Abwärtswelle voll auszureiten. Wer es vorsichtiger mag, für den ist VZSSX eine valable Alternative. Der Open-end Short Tracker nimmt invers an den Bewegungen des Dow Jones Euro Stoxx 50 teil, getreu dem Motto «abwärts nach oben». Symbol: STOXQ Valor: 3’301’146 Produktkategorie Hebel-Produkte Produkttyp Short Mini-Futures Basiswert SX5E – 3’752.24 Emittent ABN AMRO Verfall Open-end Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (29.5.08 – 17.30 Uhr) EUR 9.53 Leverage 3,97 Finanzierungslevel EUR 4’716.00 Stop Loss EUR 4’726.00 Ratio 1:100 payoff Rating * * * * * Risikoklasse hoch Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    37 DERIVE Erfolgversprechende Mean-ReversionSpekulation? Derivative Partners– Empfehlung für Juni 2008 Long Sojabohnen/Short Lebendrind USD 60 50 40 30 20 10 0 -10 -20 31.3.00 SOYLC 31.3.01 31.3.02 31.3.03 31.3.04 31.3.05 Backtesting SOYLC (innere Werte) 31.3.06 31.3.07 31.3.08 Ø-200-Tage Quelle: Derivative Partners AG Kommentar Derivative Partners AG Rund 60 Prozent der Kosten für die Aufzucht von Rindern entfallen auf den Einsatz von Futtermittel wie Soja oder Mais. Steigen deren Preise, hat das unmittelbare Folgen für die Fleischproduktion. Diese wird zurückgefahren, da die Margen sinken. Der so genannte Cattle-Zyklus weist eine durchschnittliche Dauer von 8 bis 12 Jahren auf. Solange braucht es zur Anpassung der Herdengrösse an die veränderten Rahmenbedingungen. Das letzte zyklische Hoch in den USA, dem nach Indien, Brasilien und China viertgrössten Produzenten, war im Jahre 1996 zu verzeichnen. Wegen des jüngst starken Preisanstiegs bei Soja und anderen Futtermitteln dürfte der Tiefpunkt inzwischen erreicht oder bereits durchschritten sein. In den USA liegt die gegenwärtige Population mittlerweile rund 10 Prozent unter dem Stande von 1996. Das Überschiessen der Sojapreise im Vergleich zu Lebendrind wird somit auf Dauer nicht haltbar sein. Gemäss den aktuellen Futures werden die Kurse von Lebendrind in den kommenden Monaten deutlich anziehen und verlorenes Terrain wettmachen. Mit Long-Short-Strategien lassen sich solche temporären Preisdiskrepanzen ausnützen. SIGMA ein Long-Short Put Warrant auf die Relation Weizen/Mais, welcher bei der diesjährigen Verleihung der Swiss Derivative Awards den zweiten Platz bei den Hebel-Produkten belegte, war der erste seiner Art. Obwohl etwas zu früh lanciert, hat es inzwischen eine atemberaubende Performance an den Tag gelegt und den Anleger für seine Geduld reich entschädigt (vgl. Product News payoff special 04/08). DERIVATIVE PARTNERS AG dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Ausnutzen einer Marktanomalie mit SOYLC Der von der UBS emittierte Put Warrant auf eine Long Sojabohnen/ Short Lebendrind-Strategie setzt auf einen Rückgang der Divergenzen auf ein normales Niveau. Im Falle eines Eintretens könnte SOYLC auf Kursniveaus zwischen 30 bis 40 USD steigen, wie ein Backtesting mit den fixierten Ausgabebedingungen zeigt (vgl. Grafik). Die Chancen sind intakt, auch wenn die Emission wohl zu früh erfolgte. Eine starke Abweichung allein ist noch kein Hinweis auf eine unmittelbar bevorstehende Trendumkehr. Mittlerweile scheint aber eine Bodenbildung eingesetzt zu haben, welche SOYLC nach Abschluss der Konsolidierung in der zweiten Jahreshälfte zu voller Blüte bringen sollte. Im Optimalfall gelingt bis zum Ende der Laufzeit die Rückkehr der Relation auf übliche Niveaus der Vergangenheit. Für SOYLC verspricht das ein Kursgewinnpotenzial von gegen 300 Prozent bis zum Verfall anfangs 2009. Ein grosser Malus ist allerdings der viel zu hohe Spread von durchschnittlich fünf bis sieben Prozent (!!) sowie die zu geringe Stückzahl im Sekundärhandel von lediglich 300. Das Potenzial dieses attraktiven Produktes wird durch das unvorteilhafte Market Making leider nicht voll ausgeschöpft. Schade eigentlich, denn fairere Bedingungen könnten das Interesse an diesem einzigartigen Produkt beleben. Wer sich davon nicht abhalten lässt, was angesichts der enormen Kurschancen durchaus verständlich ist, sollte einen Kauf im Sekundärhandel nur unter längerfristigen Gesichtspunkten vornehmen. Symbol: SOYLC Valor: 3’693’494 Produktkategorie Hebel-Produkte Produkttyp Put Warrant Basiswert Long Soybeans/Short Live Cattle Emittent UBS Verfall 23.01.2009 Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (29.5.08 – 17.30 Uhr) USD 11.50 Ratio 1:1 payoff Rating * * * * * Risikoklasse hoch Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
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    38 LEARNING CURVE Rainbow-Mechanismus Regenbogen-Zertifikate ermöglicheneine rückwirkende Optimierung der ausgewählten Basket-Komponenten. Dies verhindert einen Blick zurück im Zorn und bietet mässig erfolgreichen Portfoliomanagern erfolgreich die Stirn. Bild: www.sxc.hu Verhältnisgewichtung oder Best-ofPrinzip Die meisten Rainbow-Zertifikate lassen sich zwei Typen zuteilen. Bei der Verhältnisgewichtung wird der beste Basiswert am Ende «Der themenbezogene oder Anlageklassen umfassende Rainbow-Mechanismus kann in allen Marktphasen punkten.» Schön wie ein Regenbogen - Das Rainbow-Zertifikat kann dem Anleger den Blick ins Depot versüssen. Dieter Haas| Wer nicht alle Eier in einen Korb legt, was vom Risikostandpunkt aus wenig sinnvoll ist, dem stellt sich die Frage nach der richtigen Vermögensaufteilung. Zertifikate mit einem Rainbow-Mechanismus helfen dabei. Sie gewichten die in einem Warenkorb zusammengefassten Basiswerte erst nachträglich. Dadurch gelingt es, über die angebotene Zeitspanne einen Mehrwert zu erzielen gegenüber einer Gleichgewichtung. Das Vorgehen bietet sich für verschiedene Varianten an. So ermöglicht dieser Typ eine Optimierung innerhalb einzelner Themen wie Wasser oder ganzer Anlageklassen. Meistens werden dabei Aktienindizes einer Region (Europa, Welt) zusammengepackt. Den grössten Nutzen bringt der Rainbow-Mechanismus, wenn er sich über mehrere, wenig korrelierende Anlageklassen (Aktien, Obligationen, Rohstoffe, Immobilien, Hedge Fund Indizes) erstreckt. In diesem Falle wird dem Anleger die schwierige Frage nach der günstigsten Vermögensauf- «Den grössten Nutzen bringt der Rainbow-Mechanismus, wenn er sich über mehrere, wenig korrelierende Anlageklassen erstreckt.» teilung abgenommen. Es spart zudem die oft hoch zu Buche schlagenden Transaktionskosten, die bei einer dynamischen Asset Allokation anfallen. dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 der Laufzeit über- und der schlechteste untergewichtet. Vom Renditestandpunkt betrachtet, erhöhen starke Unterschiede in der Gewichtung die Ertragschancen. Am häufigsten wird die Relation 50/30/20 angewandt, aber es finden sich auch andere Abstufungen wie 60/30/10 oder 55/25/20. Die Zahl der Basiswerte schwankt normalerweise zwischen drei und fünf. In seltenen Fällen (WKN: A0GM3U) werden bei Multikonzepten mehr als drei in der Endabrechnung berücksichtigt. Dies verwässert allerdings das Schlussresultat, da es bei steigender Anzahl zu einer Nivellierung der Rendite kommt. Die am Ende der Laufzeit massgebende Performance wird in der Regel auf Basis einer Durchschnittsbildung (asiatische Ausübung) berechnet. So wird während der Laufzeit an zum voraus fixierten Stichtagen die Rendite berechnet. Alle gemessenen Werte werden zum Schluss gemittelt. Diese Prozedur hat den Vorteil, dass das Risiko eines just am Verfalltage eintretenden Sonderereignisses eliminiert werden kann. Ne-
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    39 LEARNING CURVE ben derVerhältnisgewichtung basiert der überwiegende Rest der Rainbow-Zertifikate auf dem Best-Mechanismus. Hier wird nur der Basiswert mit der besten Performance berücksichtigt. Dabei schwankt die angebotene Partizipationsrate. Meistens liegt sie unter 100 Prozent. Das an der Scoach Deutschland kotierte Regenbogen-Zertifikat der Credit Suisse (WKN: CSFB2W) fällt mit 150 Prozent etwas aus dem Rahmen. Diese Relation wird aber nur ausbezahlt, wenn die drei Basiswerte (DJ Euro Stoxx 50, iBoxx Index und DJ AIG Commodity Index) nie unter eine zu Beginn bei 50 Prozent festgelegte Barriere fallen, was bislang nicht der Fall war. Der Mechanismus Das Grundprinzip ist leicht verständlich und schnell erläutert. Im Falle einer Vergleichsgewichtung fährt ein Anleger ohne Berücksichtigung von Transaktionsspesen oder allfälliger Dividenden bei der klassischen Variante aus drei Basiswerten immer besser als bei einer gleich gewichteten Lösung (Fall 1 und Fall 2). Einzig im wenig wahrscheinlichen Fall 3, bei dem alle Basiswerte die gleiche Durchschnittsperformance aufweisen, sind die Resultate identisch. Aus den beiden Fällen 1 und 2 wird aber eine der Schwächen des Mechanismus ersichtlich. Je stärker die Streuung, desto weiter entfernt liegt das Endergebnis von derjenigen des Spitzenperformers. Vergleiche per Fälligkeit zwischen Rainbow-Mechanismus und einer Anlage zu jeweils gleichen Teilen Beispiel 1 Basiswert Durchschnittsperformance der Basiswerte Gesamtperformance Rainbow-Basket bei 50/30/20 Gesamtperformance bei Gleichgewichtung Beispiel 2 Basiswert Durchschnittsperformance der Basiswerte Gesamtperformance Rainbow-Basket bei 50/30/20 Gesamtperformance bei Gleichgewichtung Beispiel 3 Basiswert Durchschnittsperformance der Basiswerte Gesamtperformance Rainbow-Basket bei 50/30/20 Gesamtperformance bei Gleichgewichtung A 10 B 50 39 33 B -30 11 0 C 40 A 20 B 20 20 20 Erst begrenze Praxiserfahrungen Die von den Emittenten durchgeführten Backtestings zeigen durchaus respektable Resultate. Ob diese auch in der Praxis erreicht werden, wird sich in zwei, drei Jahren zeigen, wenn einige der Produkte die Fälligkeit erreicht haben. Die bisherige Kursentwicklung vieler, vorwiegend in Deutschland kotierter Exemplare verläuft im Rahmen der Erwartungen. Speziell im Falle klassenübergreifender, wenig korrelierender Basiswerte zeigen sich stetige, wenig schwankende Bilder. Der Rainbow-Mechanismus eignet sich vor allem für vorsichtige Anleger, die wenig Mut zur eigenen Entscheidung haben. Bezüglich der Rendite sollten die Erwartungen aber nicht zu hoch angesetzt werden. C 40 A -10 Kapitalschutz häufiges Zusatzfeature Der themenbezogene oder Anlageklassen umfassende Rainbow-Mechanismus kann in allen Marktphasen punkten. In trendlosen, eher schwierigen Zeiten kommt er häufiger zur Anwendung. Dazu hilft auch die Tatsache, dass viele dieser Produkte mit einem Kapitalschutz versehen werden. Dieses Zusatzelement wäre nicht immer notwendig, da dieser Produkttyp meistens mit langen Laufzeiten versehen ist und somit auch schwächere Zeiten gut bewältigen kann. Das gilt insbesondere wenn mehrere, untereinander niedrig korrelierte Anlageklassen zusammengefasst werden wie im Falle der WKN-Nummer 392901 (vgl. Product News). Bei Best of Rainbow-Zertifikaten vermindert eine Beimischung eines Kapitalschutzes die Partizipationsrate. Sicherheit hat eben ihren Preis. C 20 Ja, ich nehme an der Konferenz Strukturierte Produkte 08 vom 18.6.08 zum Preis von CHF 950.– exkl. 7.6 % MwSt. teil. Ja, ich nehme an der Konferenz Strukturierte Produkte 08 vom 18.6.08 zum Preis von CHF 750.–* exkl. 7.6 % MwSt. teil. T JETZ EN! ELD ANM Jahrestagung Strukturierte Produkte 08 – Herausforderungen im aktuellen Umfeld 18. Juni 2008, Widder Hotel, Zürich *Abonnenten unserer Medienpartner profitieren von den Sonderkonditionen von über 20% Rabatt. Einsenden oder faxen an: Academy for Best Execution GmbH, Andrea Steiner Pfadacher 5, CH-8623 Wetzikon, Fax +41 (0)43 488 18 61 Info-Telefon: +41 (0)43 488 18 60, www.academy-execution.ch Titel / Funktion: Vorname: Nachname: Unternehmen: Strategic Partner: IFZ Institut für Finanzdienstleistungen Zug Strasse / Nr.: PLZ / Ort: Business Partner Gold: Business Partner Silver: Media Partner: Datum / Unterschrift: E-Mail: dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    40 INVESTMENT IDEA Präsentiert vonGoldman Sachs Optimiert in Agrarrohstoffe investieren Rohstoff-Investments haben in den letzten Jahren bei Privatanlegern spürbar an Bedeutung gewonnen. Goldman Sachs bietet nun Open-end-Zertifikate an, die mit einem optimierten Rollmechanismus ausgestattet sind. Der S&P GSCI Agriculture TR E28 Strategy Index im Vergleich indexiert ab dem 22.4.03 230 210 190 170 150 130 110 90 70 4.03 10.03 4.04 10.04 4.05 10.05 4.06 10.06 4.07 10.07 S&P GSCI Agriculture Total Return Index S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index Quelle: Goldman Sachs Von dem jüngsten Aufschwung vieler Landwirtschaftsprodukte konnten Anleger mit verschiedenen Zertifikatetypen bereits profitieren. Da gerade die Getreidearten aber meist im Contango notierten, mussten unter anderem Käufer von Open-end-Zertifikaten Rollverluste hinnehmen. Goldman Sachs hat daher eine Strategie entwickelt, die den Rollprozess optimiert. Sie findet ihren Niederschlag im S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index. Der Index verfolgt das Ziel, die Risiken negativer Rollrenditen zu senken, aber gleichzeitig die Vorteile eines Investments in einen RohstoffSymbol* Valor EHAGC index zu wahren. Anleger profitieren somit weiterhin von einer breiten Diversifikation, niedrigen Kosten, hoher Liquidität und voller Produkttransparenz. Im S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index werden die Rollprozesse auf zweierlei Weise optimiert: Zum einen werden frühere, statische Rolltermine festgelegt. Bei einigen Agrargütern wird zudem anhand saisonaler Besonderheiten weniger gerollt. Historisch betrachtet hätte sich die Kombination aus statischer und saisonaler Rolloptimierung ausgezahlt. So hätte der S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index in den Basiswert 3882564 Währungsschutz S&P GSCI Agriculture Total ja Return E28 Strategy Index EHAGE 3882562 S&P GSCI Agriculture Total ja Return E28 Strategy Index EHAGU 3882563 S&P GSCI Agriculture Total nein Return E28 Strategy Index * Die Produkte sind bereits an der Scoach Schweiz AG handelbar. Quelle: Goldman Sachs (Stand: 2.6.2008) dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Ratio vergangenen fünf Jahren um 110 Prozent zugelegt, während der S&P GSCI Agriculture Total Return Index im gleichen Zeitraum um etwa 60 Prozent gestiegen ist. Über die neuen Open-end-Zertifikate in Quanto CHF, Quanto EUR und USD bietet Goldman Sachs Anlegern die Möglichkeit, an der Entwicklung des S&P GSCI Agriculture Total Return E28 Strategy Index zu partizipieren. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Webseite www.goldman-sachs.ch, wo Sie auch die kostenlose Produktbroschüre finden, sowie direkt unter 044 224 11 44. Briefkurs 0.1 anfängliche Hedginggebühr 0.95% p.a. 0.1 0.95% p.a. EUR 17.25 0.1 0.95% p.a. USD 17.25 CHF 17.25
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    41 INVESTMENT IDEA Präsentiert vonMerrill Lynch Die ideale Alternative zum Geldmarkt – Cash Generator Zertifikate in CHF, EUR oder USD Investoren sind derzeit in einer schwierigen Lage: An den volatilen Aktienmärkten geht es auf und ab. Auch auf den Bond- und Geldmärkten sieht die Situation nicht viel besser aus – relativ tiefe Zinsen verleiten ebenfalls nicht zu Investitionen. Die neuen Cash Generator Zertifikate von Merrill Lynch bieten hingegen eine attraktive Möglichkeit, diese tiefen Zinsen zu umgehen. Die Verzinsung liegt etwa 2 Prozent über derjenigen von Staatsanleihen mit vergleichbarer Laufzeit. Produktbeschreibung Der fixe Coupon wird im ersten Jahr ausbezahlt, solange am Bewertungstag nach einem Jahr die Barriere nicht berührt oder unterschritten wurde. Falls der Index am Laufzeitende unter der Barriere liegt, so wird der Coupon des zweiten Jahres nicht ausbezahlt und der Investor partizipiert an der Performance des Index, statt 100 Prozent des Kapitals zu erhalten. Ein Unterschreiten der Barriere ausserhalb dieser 2 Bewertungstage mindert den Coupon und die Rückzahlung nicht. Highlights: – Äusserst attraktive Verzinsung von 6,25 Prozent (EUR) – Sehr tiefe Barriere bei ca. 32 Prozent des aktuellen Index-Standes (EUROSTOXX 50) – Kurze Laufzeit von nur 2 Jahren – Kotierung an der Scoach – Das Produkt ist ebenfalls in CHF auf den SMI und in USD auf den S&P 500 erhältlich. Die Coupons betragen 4,55 Prozent in CHF und 5 Prozent in USD. Die Barrieren sind ebenfalls bei 32 Prozent. – In den letzten 10 Jahren ist keiner der 3 Indizes jemals auf den Index-Stand der entsprechenden Barriere gesunken. dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 ML Cash Generator Zertifikate – Der Turbo für jedes Anleihenportfolio Die US-Notenbank versucht, die angespannte wirtschaftliche Lage durch Zinssenkungen zu entlasten. Eine Politik, die - im historischen Vergleich - vor allem bei kurzen Laufzeiten niedrige Zinsen zur Folge hat. Auch in der Schweiz und Europa sieht die Lage kaum besser aus. Die neuen Merrill Lynch Cash Generator Zertifikate eröffnen daher die Möglichkeit, einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden und schon bei einer relativ kurzen Laufzeit von nur 2 Jahren, die Aussicht auf eine attraktive Verzinsung zu erhalten. Die Barrieren dieser Produktreihe wurden so tief gewählt, dass selbst ein Rückgang der Indizes auf ihre tiefsten Indexstände im letzten grossen Bärenmarkt der Jahre 2000 bis 2003 die Barrieren unberührt lassen würden. Weitere Informationen sowie Produktbroschüren finden Sie auf unserer Webseite www.merrillinvest.ch sowie direkt unter Tel. +41 44 297 77 77.
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    42 RATING WATCH Refinanzierung mittelsStrukturierter Produkte – problematische Entwicklung! Mit der Finanzkrise und dem damit einhergehenden Vertrauensschwund gegenüber fast allen Schuldnern sind die Preise für Kredite deutlich angestiegen. Schuldner aus der Finanzbranche versuchen nun zum Teil, durch Strukturierte Produkte an günstigeres Fremdkapital zu kommen. Die Vergleichbarkeit der Angebote ist für Privatanleger sehr schwierig. Daniel Manser| Kredite haben wie jedes Gut und jede Dienstleistung einen Preis, beim Kredit ist dies der Zins. Dieser setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zum einen ist dies der risikofreie Zins, also der Zinssatz, den ein erstklassiger Schuldner wie beispielsweise die Eidgenossenschaft für sein Fremdkapital zahlen muss. Dieser Zinssatz widerspiegelt das allgemeine Zinsniveau einer Währung. Hinzu kommt noch der Risikoaufschlag, der sogenannte «Credit Spread» (siehe hierzu payoff magazine 05/08). Der Credit Spread gibt Aufschluss darüber, wie stark das Vertrauen der Fremdkapitalgeber in den Schuldner ist. Je kritischer dieser beurteilt wird, um so höher fällt der Risikozuschlag aus. Die Finanzierung mittels Fremdkapital wird so für einen risikobehafteteren Schuldner teurer. Wie viel teurer, das bestimmt der Markt durch Angebot und Nachfrage. Spezialsituation bei Strukturierten Produkten Strukturierte Produkte sind im rechtlichen Sinne Schuldverschreibungen, genau gleich wie eine Anleihe. Im Gegensatz zu einer Anleihe sind aber bei einem Strukturierten «Der Credit Spread gibt Aufschluss darüber, wie stark das Vertrauen der Fremdkapitalgeber in den Schuldner ist.» Produkt zusätzliche Produktkomponente eingebaut, beispielsweise eine Partizipation an einem Basiswert. Durch diese zusätzlichen Produkteigenschaften können die angebotenen Produkte kaum mehr miteinander verglichen werden, da jedes Produkt ein wenig anders funktioniert. Der Marktpreis, der bei Anleihen einfach nachvollziehbar ist, kann bei derivativen Produkten von einem Privatanleger somit kaum genau bestimmt werden. Dies kann von den Emittenten dazu genutzt werden, sich mit Strukturierten Produkten günstiger mit Fremdkapital einzudecken, als das über den ordentlichen Anleihemarkt der Fall wäre, wie folgendes Beispiel zeigt. Produktbeispiel 5-jähriges kapitalgeschütztes Produkt mit 100%iger Partizipation am SMI aktueller 5-Jahres-SWAP: 2 % Emittent A: Credit Spread 200 Basispunkte (2 %) Emittent B: Credit Spread 50 Basispunkte (0,5 %) Stark vereinfacht dargestellt stehen die Zinserträge während der Laufzeit dieses Produkts nach Abzug der Erstellungskosten für die Finanzierung der Optionsstrategie zur Verfügung. Bei den Emittenten A und B ergibt dies folgende Berechnung. Emittent A 5 Jahre x 4,0 % (2 % risikoloser Zinssatz und 2 % Credit Spread)= 20 % abzüglich Erstellungskosten und Marge 5 % Zur Verfügung stehendes Kapital für den Erwerb der Option 15 % Emittent B 5 Jahre x 2,5 % (2 % risikoloser Zinssatz und 0,5 % Credit Spread)= 12,5 % abzüglich Erstellungskosten und Marge 5 % Zur Verfügung stehendes Kapital für den Erwerb der Option 7,5 % Emittent A kann mit den 15 % des Kapitals, dass für den Kauf einer Option zur Verfügung steht, ein weitaus attraktiveres Produkt gestalten, als dies Schuldner B mit 7,5 % des Kapitals tun kann. In der Praxis könnten die entsprechenden Kapitalschutz-Produkte auf den SMI bei jeweils 100 % Partizipation folgende Caps aufweisen: Produkt Emittent A: Cap bei 155 % Produkt Emittent B: Cap bei 120 % Das Produkt von Emittent A ist vom Auszahlungsprofil (Payoff) her weitaus attraktiver als dasjenige von Emittent B. Dieses vorteilhaftere Payoff entschädigt für das grössere Schuldnerrisiko, das der Anleger beim Produkt des Emittenten A trägt. Es kann nun aber der Fall sein, dass sich der Emittent A ungerechtfertigterweise zu Lasten des Anlegers bereichert, wie folgende Berechnung verdeutlicht. Emittent A 5 Jahre x 3,5 % (2 % risikoloser Zinssatz und 1,5 % Credit Spread) = 17,5 % abzüglich Erstellungskosten und Marge 5 % Zur Verfügung stehendes Kapital für den Erwerb der Option 12,5 % Emittent A berechnet in diesem Beispiel lediglich einen Credit Spread von 150 Basispunkten, also 50 Basispunkte zu wenig. Das daraus entstehende Produkt könnte einen Cap von rund 140 % aufweisen. Der Anleger verliert in diesem Beispiel gegenüber dem ursprünglichen Produkt des Ausführlichere Angaben zu der Bedeutung der einzelnen Ratings finden Sie im payoff magazine 04/08 auf der Seite 38. www.payoff.ch (Rubrik payoff magazine) dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    43 RATING WATCH Emittenten Aaufgrund des tieferen Caps eine Renditechance von 15 % (155 % – 140 %). Der Emittent dagegen erhält sein Fremdkapital 0,5 % p.a. günstiger, als wenn er das Geld am Kapitalmarkt beschaffen müsste. Schlechtere Bonität erlaubt «attraktivere» Produkte Wie die Beispielberechnungen zeigen, erscheint selbst das mit einem tieferen Credit Spread berechnete Produkt des Emittenten A (Cap 140 %) deutlich attraktiver als dasjenige des Emittenten B (Cap 120 %). Dies sind die direkten Auswirkungen der unterschiedlichen Bonitäten. Professionelle Investoren ziehen diesen Faktor in ihren Kaufentscheid mit ein, bei Privatanlegern ist dies oftmals zu wenig der Fall. Andreas Breiter, Equity Derivatives Institutional Sales von der Rabobank in London bestätigt denn auch, dass es für die mei- «Viele Anleger lassen sich von optisch günstigen Konditionen blenden und vergessen dabei die Ausfallrisiken.» sten Anleger bei Bonds selbstverständlich ist, dass ein ausgezeichnetes EmittentenRating seinen Preis hat, diese Sensibilität bei Strukturierten Produkten momentan vor allem bei Privatanlegern aber noch nicht allzu stark verbreitet sei. «Hier wird in die Überlegung häufig nur der Preis einbe- «Für Privatanleger gilt es zu beachten, dass Emittentenrisiken immer nur bewusst eingegangen und diversifiziert werden sollten.» zogen, ohne das Rating der verschiedenen Emittenten zu betrachten.» Kurzum, viele Anleger lassen sich von optisch günstigen Konditionen blenden und vergessen dabei die Ausfallrisiken. Anders sieht es bei den professionellen Anlegern aus: «Im institutionellen Bereich sehen wir in der augenblicklichen Marktlage den Trend, dass verstärkt ein ausgezeichnetes Emittenten – Rating nachgefragt wird», so der Derivatexperte der holländischen Bankengruppe. Auch bei der global tätigen HSBC, welche ebenfalls ein sehr gutes Rating aufweist, werden ähnliche Feststellungen gemacht. «Professionelle Anleger suchen bei uns vor allem Sicherheit in erstklassigem Rating und Funding», führt Heiko Weyand, Marktverantwortlicher Schweiz bei der HSBC in Düsseldorf aus. Anzeige dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 Risiken nur bewusst eingehen Da am Markt kaum zwei genau identische Produkte ausgegeben werden, ist es für Privatanleger fast unmöglich, den effektiv berechneten Credit Spread bei der Finanzierung eines Strukturierten Produkts zu errechnen. Hinzu kommt, dass die am Markt gehandelten Credit Spreads für Investoren nur sehr schwer in Erfahrung zu bringen sind. Die im payoff magazine monatlich veröffentlichen Zahlen bieten hier «Strukturierte Produkte sind im rechtlichen Sinne Schuldverschreibungen, genau gleich wie eine Anleihe.» Hilfestellung und bringen Licht ins Dunkel. Für Privatanleger gilt es zu beachten, dass Emittentenrisiken immer nur bewusst eingegangen und diversifiziert werden sollten. Analog der Titel-Diversifikation im Portfolio sollte auch das Emittentenrisiko auf verschiedene Banken verteilt werden. Um unerfreuliche Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt es sich zudem, in regelmässigen Abständen die Credit Spreads, und damit das implizite Ausfall-Risiko zu überprüfen. Denn nicht nur bei der Gesundheit gilt: Vorbeugen ist besser als heilen.
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    44 RATING WATCH Ratings imÜberblick Ratings und Credit Spreads von in der Schweiz tätigen Derivat-Emittenten S&P, Fitch, ZKB Moody's Beschreibung AAA Aaa Beste Qualität von Schuldtiteln AA+ Aa1 Hohe Qualität von Schuldtiteln Emittent Kredit-Rating Credit Spreads* in Basispunkten, Stand 26.5.08 Veränderung zum Vormonat Trend ➚ Moody’s S&P Fitch ZKB Aa2 AA- AA- - 48 +4 Aargauische Kantonalbank - AAA - AAA - - Banca del Gottardo - - - - - - Bank am Bellevue - - - - - - Bank Julius Bär - - Aa3 AA- - - Bank Sal. Oppenheim - - A - - - Bank Sarasin - - - - - - Bank Vontobel - - - A+ - - A1 A+ - A - - - - - - - - Aa1 AA+ AA - 37 +7 - AA+ - AA - - Bayerische Hypovereinsbank A1 A+ A - 41 +3 Citigroup Aa3 AA- AA- - 78 -27 Clariden Leu - - - - - - Credit Suisse Aa1 AA- AA- A+ 49 +4 Deutsche Bank Aa1 AA AA- - 37 +2 Dresdner Kleinwort Aa2 A A+ - 42 -2 - - - - - - EFG Finanical Products A2 - A - - - Goldman Sachs Aa3 AA- AA- - 86 -33 - - AA - 29 +/- 0 JP Morgan Aaa AA AA- - 32 -28 ABN AMRO AA Aa2 AA– Aa3 A+ A1 A A2 A– A3 BBB+ Baa1 BBB Baa2 Gute bis angemessene Qualität von Schuldtiteln BBB– Baa3 Befriedigende Qualität von Schuldtiteln BB+ Ba1 Spekulativ BB Ba2 BB– Ba3 B+ B1 B B2 B– Banque Cantonale Vaudoise B3 Deutlich spekulativ Banque Pasche SA BNP Paribas Basler Kantonalbank DWS GO CCC+ Caa Sehr spekulativ HSBC CCC CCC– Lehman Brothers CC C Ca C D A1 A+ AA- - 265 -23 Hochspekulativ Merrill Lynch A1 A+ A+ - 225 +5 Extrem spekulativ Rabobank Aaa AAA AA+ - 30 +/- 0 Emittent ist zahlungsunfähig bzw. in Zahlungsverzug Société Générale Aa2 AA- AA- - 37 -3 UBS Aa1 AA- AA- AA 62 +2 - - - - - - Aaa AAA - AAA - - Valartis Bank Zürcher Kantonalbank Quelle: S&P, Moody’s, Fitch, ZKB * Die Credit Spreads beziehen sich auf das jeweilige Mutterhaus, 1-jährige Laufzeit Quelle: S&P, Moody’s, Fitch, ZKB, Bloomberg dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 ➚ ➚ ➘ ➚ ➚ ➘ ➘ ➙ ➘ ➘ ➚ ➙ ➘ ➚
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    45 VORSCHAU Veranstaltungen 2008 18.6.2008 Strukturierte Produkte 08 Zürich 3.–5.9.08 Im nächsten payoff SFOA Montreux Bürgenstock Meetings 23.–24.10.08 Messe für Zürich Strukturierte Produkte www.academyexecution.ch www.sfoa.org www.stp-messe.ch 29.–30.10.08 Salon Romand de la Finance Genf www.salonfinance.ch 04.-06.02.09 Fonds 2009 Zürich www.fondsmesse.ch Im nächsten payoff magazine berichten wir unter anderem über… Die aufstrebenden Schwellenländer legen ein enormes Wachstumstempo vor. Aus diesem Grund wird dort in den kommenden Jahrzehnten ein riesiger Investitionsbedarf in Infrastruktur entstehen. Aber auch die mittlerweile in die Jahre gekommene Infrastruktur in der westlichen Welt dürfte einen guten Beitrag dazu leisten, dass die Unternehmen dieser Branche in Zukunft volle Auftragsbücher haben werden. In der kommenden payoff-Ausgabe vom Monat Juli befassen wir uns deshalb mit dem Thema Infrastruktur. Die payoff-Musterportfolios entwickeln sich besser als die zugehörigen Indizes. In unserer nächsten Ausgabe stellen wir das Musterportfolio Schweiz Optimierung detailliert vor und erklären, was die Beweggründe für die getätigten Transaktionen waren, respektive, was wir für die Zukunft planen. All dies und vieles mehr im nächsten payoff magazine. Grosse payoff-Leserumfrage Nehmen Sie sich 3 Minuten Zeit für die payoff-Leserumfrage und gewinnen Sie eines von 50 RAUSCH Haar- und Körperpflegesets im Wert von je CHF 100! Link zur Umfrage Mehr informationen zu den Rausch-Produkten finden Sie unter www.rausch.ch dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    46 MARKET MONITOR Attraktive Neuemissionen Partizipations-Produkte Symbol Valor Basiswert Emittent Produkt-Typ Subtyp MULQI 3861052 ABNMoney Market ABN Tracker-Zertifikate Bull (Quanto) Barriere Bonus Level 1. Handelstag Verfall 6.6.2008 Open-end Währung CHF Super Yield II Index JAFRI 4258126 JB Afrika Basket JB Tracker-Zertifikate Bull 9.6.2008 9.6.2010 CHF BKNOV 4266081 Novartis BKB Bonus-Zertifikate Bull 80% 117% 30.5.2008 22.3.2010 CHF BNRDB 4211878 Nestlé/Novartis/Roche DB Bonus-Zertifikate Bull 69% 119% 12.6.2008 4.12.2009 CHF Renditeoptimierungs-Produkte Symbol Valor Basiswert Emittent Produkt-Typ Subtyp Cap Partizipationsrate 1. Handelstag Verfall UBSSK UBS BKB Capped-Outperformance-Zertifikat Bull 120.00% 200% 30.5.2008 29.5.2009 4250777 Währung CHF Kapitalschutz-Produkte Symbol Valor Basiswert Emittent Produkt-Typ Kaptitalschutz Cap Level Partizipationsrate 1. Handelstag Verfall VUCRU 4250581 Crude Oil Future VT Kapitalschutz ohne Cap Bull 95% 80% 4.6.2008 27.5.2011 USD CANIC Nickel/Kupfer CLEU Kapitalschutz ohne Cap Bull 100% 135.00% 10.6.2008 6.6.2011 EUR Kapitalschutz ohne Cap Bull 100% 100% 6.6.2008 6.6.2011 EUR 4263820 SAVER 4261804 Euro Stoxx 50 Index ML JRISE 4245024 Subtyp Währung CHF 10y Swap JB Kapitalschutz mit Cap Bull 100% 4.10% Siehe Termsheet 2.6.2008 29.5.2009 CHF ZKB894 4241898 SMIM ZKB Kapitalschutz mit Cap Bull 95% 130% 95% 6.6.2008 30.5.2011 CHF RAIND RICI Enhanced ABN Diverse Kapitaschutz Energy/Agricultural/Metals Index Bull 100% 95% 16.6.2008 7.6.2013 USD 3861049 Anzeige Achten Sie nicht nur beim Frühstück auf eine gesunde Mischung aus Getreide: www.scoach.ch Scoach, die europäische Börse für strukturierte Produkte, bietet Ihnen eine grosse Auswahl an Rohstoff-Investments. Ob Weizen, Gold oder Öl – hier finden Sie mit Sicherheit die passende Rohstoff-Anlage für Ihr Portfolio. dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    47 MARKET MONITOR Meistgehandelte derivativeHebelprodukte Die umsatzstärksten Produkte der 20 gefragtesten Basiswerte der Woche 21. Daten, Kurse und Termsheets aller Scoach-gelisteten Derivate finden Sie auf www.payoff.ch Emit. Verfall Strike Kurs Basiswert 3905083 ZKB 20.06.2008 7000 7510.92 1.41 CHF 88657792 3635449 ZKB 19.12.2008 340 305.75 0.21 CHF 14358309 Basiswert Produkttyp Art Symbol Valor SMI Index Knock-out Warrants Call KSMIE Zurich Financial Services Warrants Call ZURKM Kurs Produkt CCY CHF Umsatz DAX Index Knock-out Warrants Call WDAXK 3976193 DB 20.06.2008 6600 7096.79 2.11 CHF 13590060 ABB N Warrants Call ABBOM 2546944 VT 18.12.2009 30 33.86 0.40 CHF 10651426 Gold fix PM Mini-Futures Long XAUJA 3669933 ABN Open end 771.85999 887.49 11.35 USD 8587117 Novartis N Warrants Call NOVIY 3855590 DB 20.03.2009 50 54.75 0.60 CHF 6792900 UBS N Warrants Call UBSIT 3798554 DB 20.03.2009 32.680813 25.1 0.08 CHF 6535949 Credit Suisse Group N Warrants Call CSGQH 3721111 DB 18.09.2009 57.5 53.10 0.36 CHF 4982049 DJ EURO STOXX 50 (Price) Index Knock-out Warrants Put SESXX 3813828 VT 19.09.2008 4100 3781.73 1.01 CHF 2926000 Swiss RE N Warrants Call RUKIH 3576118 DB 19.09.2008 80 80.95 0.40 CHF 2758733 Roche GS Warrants Call ROGDT 3721131 DB 20.03.2009 195 179.7 0.23 CHF 2603859 Petroplus Holdings AG Warrants Call PPHDW 3719899 DB 19.09.2008 57.5 37.5 0.48 CHF 2568297 NYMEX Natural Gas Future Sept. 08 Warrants Call GASUC 3614751 VT 26.08.2008 9 - 0.99 CHF 1644500 NYMEX Crude Oil Future Dec 08 Warrants Put OILZR 3876914 VT 17.11.2008 105 - 0.19 CHF 1432473 Nikkei 225 Index Knock-out Warrants Put SNIKP 3706375 VT 13.06.2008 15000 14338.54 0.35 CHF 1421574 S&P 500 Index Knock-out Warrants Put SSPXR 3991688 VT 19.09.2008 1525 1402.54 0.75 CHF 1239000 Brent Crude Oil Future DEC 08 Knock-out Warrants Put SOILU 3877051 VT 17.11.2008 130 - 0.03 CHF 1125156 E.ON AG Warrants Call EOAVU 3247833 VT 20.06.2008 125 136.48 0.81 CHF 1074322 Rieter N Warrants Call RIEDS 3744612 DB 19.09.2008 375 370 0.32 CHF 1051224 Richemont Units -A- Warrants Call CFRTV 3770936 VT 20.06.2008 60 64.95 0.26 CHF 1007660 Aktuelle Daten und Termsheet: www.payoff.ch Anzeige Jetzt informieren! www.hsbc-zertifikate.ch Tel.: 00800 4000 9100 Reverse Convertibles – Aktien mit Zinszahlung. Garantierter Coupon Verzinsung über dem Marktniveau bei Auflegung Performance auch in Seitwärtsmärkten möglich Aktienlieferung per Verfall möglich z. B. ABB (TDABB), UBS (TAUBS), Nestlé (TANES) Die Programm Dokumentation und die Endgültigen Bedingungen erhalten Sie unter www.hsbc-zertifikate.ch. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG Marketing Retail Products Königsallee 21/23 D-40212 Düsseldorf dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    48 MARKET MONITOR Meistgehandelte derivativeAnlageprodukte Die umsatzstärksten Produkte der 20 gefragtesten Basiswerte der Woche 21. Daten, Kurse und Termsheets aller Scoach-gelisteten Derivate finden Sie auf www.payoff.ch Basiswert Produkttyp Produktname Symbol Valor Emit. Kurs Kurs Verfall Basiswert Produkt DJ EURO STOXX 50 (Price) Index Uncapped Capital Protected Capital Protected Note ENAAB 3300983 ABN 27.08.2012 JPM Equity Basket Tracker Certificates Bear Tracker JPSNR 3375862 JPM 05.10.2009 EUR 6M Swap Tracker Certificates Money Market Notes VXEUD 2049441 VT ML US Oil & Gas Drilling and Services Basket Tracker Certificates Zertifikat 3206624 DIGUS 3781.73 CCY Ø CHF Umsatz 96.48 EUR 44993788 - 8730.00 CHF 16435800 open-end - 109.80 EUR 14529091 ML 05.01.2009 - 125.00 USD 11472764 UBS Bloomberg CMCI Composite USD TR Index Tracker Certificates PERLES TCMCI 3179426 UBS open-end - 1526.00 USD 10619449 EUR 2Y Swap Tracker Certificates Swap Note VXEUS 2049442 VT open-end - 105.00 EUR 7056362 BCV Cluster Momentum Basket Tracker Certificates Zertifikat BCVCU 3242976 BCV 16.07.2008 - 101.20 USD 6215408 ABN Brazil Top 15 Basket Tracker Certificates Zertifikat BRAZO 1909465 ABN - 380.50 USD 5732398 CSFB Tremont Investable Hedge Fund Index Tracker Certificates Zertifikat HEDGE 1723376 CS 31.12.2008 - 1090.00 EUR 5361056 ABB/Julius Baer/Swiss Life Barrier Reverse Convertibles Multi Defender Vonti VONRH 3467802 VT 21.11.2008 - 94.20 CHF 4602000 ABB N Discount Certificates ToY JTABW 3984465 BAER 06.11.2008 33.86 28.10 CHF 3848800 USD 6M Swap Tracker Certificates Money Market Notes VXUSD 2049445 open-end - 113.90 USD 3811424 SMI Mid Price Index Uncapped Capital Protected Protein ZKB708 2874274 ZKB 26.01.2010 1533.56 95.00 CHF 3757715 ML Natural Gas Bskt Tracker Certificates Zertifikat GASLY 2320452 ML 03.11.2008 - 173.90 CHF 3756016 Gold fix PM Uncapped Capital Protected CPC GOLCP 2932217 GS 13.08.2008 887.49 117.30 USD 3488079 UBS Bloomberg CMCI Soybean Oil Index Tracker Certificates Exchanges Traded Commodities TBOCI 3778768 - 2054.00 USD 3154272 ABB/Nestlé/Roche GS Barrier Reverse Convertibles Barrier Reverse Convertible NRARC 3575971 CLEU 05.12.2008 - 90.70 CHF 3151613 S&P 500 Index Various Yield Enhancement Bloc Plus Certificate SPXXT 3341126 GS 21.08.2008 1402.54 97.50 EUR 3092609 BCV Uranium Basket Tracker Certificates Zertifikat BCVUM 3689683 BCV 16.01.2009 - 99.10 CAD 2858646 VT UBS open-end open-end Aktuelle Daten und Termsheet: www.payoff.ch Anzeige ‡ unlimited turbozertifikate und warrants ‡ Jetzt auf alle Titel des SLI. Profitieren Sie von Werten wie ABB, Adecco, Clariant, Ciba Holding, Credit Suisse, Nestlé, Novartis, Roche, Swatch, Swiss Re, Swisscom, Syngenta, UBS und Zurich Financial Services. ‡ ideen nach vorn ‡ Handeln Sie alle Derivate der Commerzbank bei unseren Partnern und . Alle Informationen erhalten Sie hier! / / / / / / www.optionsscheine.commerzbank.de / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / / dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    49 STYLE & PEOPLE DasEl Dorado der internationalen Kunstwelt Vom 4. bis 8. Juni 2008 findet in der Museumsstadt Basel zum 39. Mal die Art Basel statt. Sie ist die weltweit wichtigste Kunstmesse und alljährlicher Treffpunkt der internationalen Kunstwelt. Aus einer Rekordzahl von über 1’000 Bewerbungen wurden 300 Galerien aus der ganzen Welt zur Teilnahme zugelassen. Sie präsentieren Werke von über 2’000 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Art-Unlimited-Ausstellungshalle mit 60 Grossprojekten und die Art Basel Conversations mit international bekannten Referenten bilden Höhepunkte. Rund um die Kunstmesse werden in den Kunstmuseen der Stadt sehenswerte Ausstellungen (zum Beispiel Chaim Soutine, Andrea Zittel, Monika Sosnowska und Fernand Léger) gezeigt und ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm angeboten. www.artbasel.com Krafft Basel – Das historische Hotel des Jahres 2007 Mitten ins Herz, in die Seele der Stadt. Kein anderer Ort in der Stadt erlaubt diesen Blick: Rhein, Münsterhügel, reihenweise Patrizierhäuser, Martinskirche, alte Universität, Mittlere Brücke und die Rheinpromenade. Das Krafft wurde 1872 gebaut und durfte immer wieder spannende Gäste wie Dimitri, Margrit Läubli und Cés Keiser, Zarli Carigiet, Roy Lichtenstein und natürlich Hermann Hesse beherbergen. Ein raffinierter Mix aus Gründerzeit- und 50er-Jahre-Elementen mit Möbelklassikern verleiht den frisch renovierten Hotelzimmern einen unvergleichlichen Charme. Im Restaurant hinter dem Herd steht Andi Steiner, der unter dem Leitsatz «Küchenkunst, neu interpretiert» seine Gäste verwöhnt. Alles wird hier hausgemacht. Zu den Klassikern gehören die Zeininger Forelle und die Kalbslebertranche. Im Keller werden ausgesuchte Weine gelagert, die ausschliesslich europäische Provenienzen von kleinen und mittelgrossen Produzenten haben. Hotel Krafft, Rheingasse 12, 4058 Basel, Tel. 061 690 91 30, www.krafftbasel.ch Gewinnen Sie ein «Menü Surprise» für 2 Personen! Schicken Sie uns bis zum 27. Juni die richtige Antwort zur untenstehenden Frage und gewinnen Sie ein Menü Surprise für zwei Personen (exkl. Getränke) im Krafft Basel! Welche Privatbank hat ihren Hauptsitz in Basel? a) Julius Bär b) Sarasin Antwort an: style@payoff.ch dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 c) Vontobel
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    50 STYLE & PEOPLE ExchangeTraded Product Day Am Mittwoch, dem 21. Mai haben die SWX Swiss Exchange und die Scoach Schweiz AG im neu eröffneten «Dolder Grand Hotel» auf Grund der wachsenden Bedeutung von Exchange Traded Funds (ETFs) und Strukturierten Produkten beide Communities zusammen vereint und den Exchange Traded Product Day veranstaltet. Das payoff magazine war auch dort und hat für Sie ein paar Eindrücke festgehalten! Daniel Sandmeier, Credit Suisse, Giorgio Saraco, Scoach Schweiz AG und Andreas Kropf, Derivative Partners Research AG stossen gemeinsam auf den Erfolg von Strukturierten Produkten an (von links) Walter-Ulrich Käser, Sal. Oppenheim (links) und Thomas Maurer, Bank Vontobel Andreas Zollinger, AKB (links) und Claudio Topatigh, ZKB genossen den Exchange Traded Products Day sichtlich Natalia Chuard und Marino Basso, beide Lyxor International Asset Management mit Laurent Kissis, Société Générale (von links) Raphael Wolfram, Goldman Sachs Paolo Giulianini (links) und Oliver Kilian, beide von der Unicredit Group/ HVB Heiko Weyand, HSBC (links) und Dr. Wolfgang Gerhard, Sal.Oppenheim André Buck, Bank Vontobel (links) fachsimpelt mit Dr. Christian Gast von der UBS dp payoff all about derivative investments | Juni 2008
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    51 READER’S VOICE Leser fragen,payoff antwortet Reader’s Voice Letzthin hat sich ein Bekannter von mir sehr negativ über Strukturierte Produkte ausgesprochen. Er sagte, dass diese hohe versteckte Kosten enthalten, mit denen sich die Banken auf Kosten der ahnungslosen Kunden bereichern. Was meinen Sie zu diesem Vorwurf? Welche versteckten Kosten sind wirklich in Strukturierten Produkten enthalten? E.B. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Konstruieren und Emittieren von Strukturierten Produkten eine Dienstleistung ist, für welche die Banken bezahlt werden müssen. Ob der dafür bezahlte Preis zu hoch ist, muss der Anleger selbst entscheiden. Allerdings ist es alles andere als einfach, die Kosten von Strukturierten Produkten zu ermitteln. Klar zu erkennen sind die Geld-Brief-Spanne sowie Managementgebühren oder Dividendenverzicht bei Partizipations-Produkten wie den üblichen Indexzertifikaten und Baskets. Darüber hat payoff bereits in der Aprilnum- mer geschrieben unter dem Titel «Das Kleingedruckte bei Derivaten». Schwieriger wird es, wenn das Produkt den Kauf oder Verkauf einer Option beinhaltet. Hier kann die Bank die Option teurer verkaufen oder billiger kaufen als gleiche Produkte auf dem Markt kosten (z. B. Eurex oder Scoach). Dies kann an einem Beispiel erläutert werden. Am 26. Mai kostete NESCG, ein Discount- Zertifikat auf Nestlé mit Ausübungspreis CHF 510 und Verfall am 12.01.2009 CHF 475.25, während der Aktienkurs bei CHF 502 lag. Die gleiche Emissionsbank verkauft einen Call (NESKH) mit gleichem Ausübungspreis und Laufzeit (ratiobereinigt) für CHF 37.50. Damit sieht die Rechnung für die Bank so aus: Gewinn = Preis des Discount- Zertifikats plus Preis des Calls minus Preis der Aktie = CHF 10.75 oder ungefähr 2 Prozent des eingesetzten Betrags bei einer Laufzeit von noch 8 Monaten. Wenn vor dem Verfall ein Dividendentermin liegt, so müssen die Dividenden in die Berechnung einbezogen werden, da diese ja dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 der Emissionsbank und nicht dem Besitzer des Zertifikats ausbezahlt werden. Komplizierte Produkte wie zum Beispiel ein Multi Barrier Reverse Convertibles oder ein Twin-Win-Zertifikat enthalten den gleichzeitigen Kauf und Verkauf von mehreren, zum Teil exotischen Optionen. Hier ist es für den Aussenstehenden praktisch unmöglich, die effektiven Kosten beziehungsweise den Gewinn der Emissionsbank zu berechnen. Dem Anleger ist zu empfehlen, das Angebot an der Scoach nach Produkten mit ähnlichen Bedingungen zu durchsuchen und deren Preise zu vergleichen. Eine weitere Gewinnmöglichkeit für die Bank wird auf Seite 40 beschrieben. Bei den Diskussionen über den Preis darf nicht vergessen werden, dass für den Kauf letztlich die Qualität des angebotenen Produkts, also die Gewinnchancen und das Risiko, entscheidend sein soll und nicht der Gewinn, den die Bank dabei erzielen kann.
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    52 TICKER NEWS Ticker News Quelle:flickr.com; Autor: wallyg IMPRESSUM HERAUSGEBERIN Derivative Partners Media AG Splügenstrasse 10, 8002 Zürich Telefon 043 305 05 30 www.derivativepartners.com CHEFREDAKTION Daniel Manser REDAKTIONSLEITUNG Andreas Stocker Neue Kategorie bei Strukturierten Produkten Das Schweizerische Kategorisierungsmodell von Strukturierten Produkten verzeichnet einen Neuzugang. Dazugekommen ist neu die Kategorie mit dem Namen «Kapitalschutz mit Knock-out», diese Produkte waren bis anhin auch als Shark Note bekannt. Dies ist bereits die 22. Kategorie im Kategorisierungsmodell des Schweizerischen Verbands für Strukturierte Produkte (SVSP). Aktuelle Informationen dazu oder Bestellungen der Swiss Derivative Map 2008 können unter www.svsp-verband.ch gefunden bzw. gemacht werden. Tiefere Derivat-Volumen im April an der Scoach Im April 2008 wurde an der Schweizer Derivatbörse Scoach ein Umsatz von CHF 4’988 Mio. erzielt. Gesamthaft fanden 183’400 Transaktionen statt. Verglichen mit dem Umsatz des Vormonats hat sich dieser um 8,6 Prozent verringert. Im Vergleich zum April 2007 ist der Umsatz um 16 Prozent gefallen. Gut konnten sich an der SWX International Bonds entwickeln. Bear Stearns zieht sich aus dem deutschen Derivatmarkt zurück Bekanntlich konnte Bear Stearns nur knapp vor dem Kollaps gerettet werden. JPMorgan wird die angeschlagene Investment Bank übernehmen. Aus diesem Grund werden in Deutschland Konsequenzen gezogen und alle ausstehenden Open-end-Zertifikate rückerstattet. Zusätzlich werden noch alle Zertifikate mit limitierter Laufzeit gekündigt, in welchen kein Volumen am Markt aussteht. Bei den restlichen Zertifikaten ist neu JPMorgan Garantin. Transparenz im Datengeschäft von Derivaten wird erhöht Die Derivative Partners Research AG erhöht die Transparenz im Datengeschäft mit Strukturierten Produkten. Neu werden bei Multi Asset-Produkten die einzelnen Basiswerte, sowie die dazugehörigen Barrieren, Caps und Strikes ausgewiesen. Zudem werden Coupon-Produkte in die Zins- und Optionskomponente unterteilt. Mit dem neuen «Knock Flag» Feature wird darauf hingewiesen ob die Barriere eines Produktes bereits verletzt wurde. Bank Vontobel steigt in den italienischen Markt ein Die Bank Vontobel ist in Italien mit dem Geschäftsbereich Asset Management bereits seit 2003 erfolgreich tätig. Jetzt erweitern sie das Dienstleistungs- und Produktangebot und machen ihre Expertise im Derivatgeschäft auch italienischen Investoren zugänglich. Die ersten Zertifikate sind seit Mitte März an der italienischen Börse kotiert, es handelt sich dabei um fünf Produkte. Ein Open-end-Zertifikat auf einen Nachhaltigkeitsindex und vier Open-end-Zertifikate auf einen Managed Risk Index (siehe Product News payoff express 05/08). dp payoff all about derivative investments | Juni 2008 AUTORENTEAM Massimo Bardelli, Martin Egli, Dieter Haas, Alexander Heftrich, Martin Plüss, Martin Raab, Tobias Walter redaktion@derivativepartners.com ANZEIGEN Elena Weber elena.weber@derivativepartners.com LAYOUT/GESTALTUNG/UMSETZUNG Koller Werbung GmbH Unteres Ziel 3, 9050 Appenzell www.kollerwerbung.ch DRUCK Effingerhof AG Storchengasse 15, 5201 Brugg www.effingerhof.ch ABOS UND ADRESSÄNDERUNGEN www.payoff.ch (Rubrik «payoff magazine») ERSCHEINUNGSWEISE/ABO payoff erscheint 12-mal jährlich 1-Jahres-Abo Druckausgabe: CHF 129.– Online-Abo (per E-Mail): kostenlos AUFLAGE Wird in gedruckter Form und als E-Mail an über 24’000 Anleger verschickt RISIKOHINWEIS/DISCLAIMER Für die Richtigkeit der über payoff verbreiteten Informationen und Ansichten, einschliesslich Informationen und Ansichten von Dritten, wird keine Gewähr geleistet, weder ausdrücklich noch implizit. Derivative Partners AG und Dritte unternehmen alle zumutbaren Schritte, um die Zuverlässigkeit der präsentierten Informationen zu gewährleisten, doch machen sie keinerlei Zusagen über die Korrektheit, Zuverlässigkeit oder Vollständigkeit der enthaltenen Informationen und Ansichten. Leser, die aufgrund der in diesem Magazin veröffentlichten Inhalte Anlageentscheide fällen, handeln auf eigene Gefahr, die hier veröffentlichten Informationen begründen keinerlei Haftungsansprüche. Eine Haftung für eventuelle Vermögensschäden, die aufgrund von Hinweisen, Vorschlägen oder Empfehlungen des payoff aufgetreten sind, wird kategorisch ausgeschlossen.