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Nr. 12 | Dezember 2009 | 6. Jahrgang | www.payoff.ch | CHF 12.50 | EUR 8.–

all about derivative investments

Jahresrückblick 2009
Die Höhepunkte auf einen Blick

Geothermie

Kernenergie aus dem Erdinneren

Interview mit Trader Vic

über Gold und den US-Dollar

Dividenden-Indizes

für eine neue Anlageklasse
www.payoff.ch | Dezember 2009
OPINION

2

Daniel Manser
Chefredaktor payoff

F
	 ocus
4	
8	
10	
12	
		
15	
		
17	

Jahresrückblick 2009 – Die Höhepunkte auf einen Blick
Geothermie - Kernenergie aus dem Erdinneren
Absicherung steigender Zinsrisiken
Fixed Income Ausblick 2010: Gefahr vom Damokles-		
schwert der Zentralbanken
«Es ist nicht das Ziel, Zertifikate im grossen
Stil zu emittieren»
Aller guten Dinge sind drei!

Interview
19	 Interview mit Victor Sperandeo, Wallstreet-Legende
	 roduct News
P
21	
23	
25	
26 	

Das Gold des kleinen Mannes im Vormarsch
Trendfolge-Strategie auf Rohstoffe
Outperformance mit Substanz
100% Kapitalschutz und 100% Partizipation!

Investment idea
27	 Edelmetalle und Rohöl

Derive
28	 Geberit – vor dem Aufstieg in den SMI
29	 SMIM enteilt dem SMI
30	 TIPS und Gold im Gleichschritt

Musterportfolio
31	 Musterportfolio CH Wachstum weiter im Aufwind

P
	 roduct review
33	 Produktevorstellungen und was daraus wurde

Learning CurvE
35	 Dividenden-Indizes für eine neue Anlageklasse

Market monitor
37	
39	
41	
43	
44	
45	

Payoff Market Making Index
Korrelationsmatrix
Rating Watch
Attraktive Neuemissionen
Meistgehandelte derivative Hebel-Produkte
Meistgehandelte derivative Anlageprodukte

E
	 VENTS
46	 Rund um People  Events

	READER'S SERVICE
47	 Reader’s Voice
48	 Ticker News
48	 Impressum

Theater der Emotionen
Noch selten erzeugte ein Finanzjahr so viele Emotionen
wie 2009. Die Trübsal zu Beginn des Jahres gipfelte im
März in scheinbarer Hoffnungslosigkeit. Dann stellte sich
im Frühsommer eine zaghafte Erleichterung ein, welche
von immer weiter steigenden Erwartungen gefolgt wurde.
Im Herbst kehrte dann nach und nach Optimismus ein, um
dann gegen Ende Jahr in einigen Assetklassen, wie beispielsweise den Edelmetallen, gar in eine Art Euphorie zu
münden. Kein Dramatiker hätte das «Finanz-Theater 2009»
besser schreiben können. Einmal mehr bewahrheitete es
sich: Das wahre Leben schreibt die besten Geschichten.
Geschrieben und gesagt wurde auch 2009 viel, allerdings
bedeutend kontroverser als in vergangenen Jahren. Man
könnte sich an den oftmals energisch geführten Diskussionen und Referaten wahrhaft erfreuen, wäre die Lage
nicht so ernst. Auf jeden Fall bekam der geneigte Zuhörer
Interessanteres geboten als den gewohnten «Long-only»Einheitsbrei der Vor-Krisen-Zeit. Und da das Jahr negativ
begann und wohl positiv aufhören wird, und nicht umgekehrt, dürfen wir auch 2010 mit einer wohldosierten
Portion Zuversicht in Angriff nehmen.
Im Namen des ganzen Redaktionsteams danke ich allen
Leserinnen und Lesern für das Wichtigste für eine Finanzpublikation, was Sie uns schenken, für Ihr Vertrauen.
Sage und schreibe 94 Prozent von Ihnen gaben bei unserer
diesjährigen Leserumfrage an, sich in ihren Anlageentscheiden von payoff beeinflussen zu lassen. Dieser Wert
ist für uns Bestätigung und Verpflichtung in Einem. Wir
tun alles dafür, für Sie auch im kommenden Jahr attraktive Produkte aufzustöbern, spannende Themen anzugehen und konkrete Anlagetipps zu liefern. Dies immer mit
der Absicht, den Anlageerfolg für Ihre persönlichen und
die von Ihnen verwalteten Gelder zu optimieren. Und dies
unabhängig von der weiteren Entwicklung der Finanzund Kapitalmärkte. Denn für Strukturierte Produkte gibt
es keine schlechten Märkte, höchstens das falsche Produkt zur falschen Zeit.
Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins 2010!
RENDITEOPTIMIERUNG

ZEICHNUNGSSCHLUSS 16.12.2009

WÄHLEN SIE IHRE IDEALLINIE.
Dezember Serie
Zeichnungsschluss: 16.12.2009

CO

SI

Während der letzten zwei Jahre waren die Finanzmärkte volatil. Aufgrund
grosser Preisfluktuationen in allen Assetklassen ist eine Erwartung hinsichtlich
der Preisentwicklung im Zeitverlauf notwendig. Bisher war es für Anleger kompliziert, verschiedene Ansichten in einem einzelnen Zertifikat zu kombinieren.
Mit dieser Monatsserie setzt EFG Financial Products eine solche Anlagestrategie um.

Dank einer innovativen Coupon Struktur kann der Anleger von unterschiedlichen
Markteinschätzungen über verschiedene Zeithorizonte profitieren. Die maximalen
Auszahlungen liegen je nach Währung des Zertifikates zwischen 149.00% und
152.50%*.
Möchten Sie mehr über dieses oder andere Finanzprodukte von uns erfahren? Besuchen Sie unsere Website www.efgfp.com oder kontaktieren Sie uns unter Tel.
+41 58 800 1111.

Die Express Zertifikate unserer Dezember Serie kombinieren eine kurzfristige
bearishe Einschätzung mit einer längerfristigen bullishen Prognose. Diese sind auf
Anleger zugeschnitten, welche davon ausgehen, dass die Märkte während den
nächsten sechs Monaten moderat sinken, sich in den darauf folgenden zweieinhalb
Jahren aber wieder erholen werden.

* Die maximalen Auszahlungen sind von der Höhe der Coupons abhängig. Diese werden am
16.12.2009 festgelegt und können aufgrund aktueller Marktentwicklungen während der Zeichnungsfrist abweichen.

EXPRESS ZERTIFIKATE AUF INDIZES (SVSP 1260)
SW

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CH0107029628

Dow Jones EURO STOXX 50® Price Index
SP 500 INDEX®
Swiss Market Index®

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SPX
SMI

100%

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.25%

100%

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.25% x Autocall Semester

70% 3 Jahre

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10702961

CH0107029610

Dow Jones EURO STOXX 50® Price Index
SP 500 INDEX®
Swiss Market Index®

SX5E 100%
SPX
SMI

100%

7
.50%

100%

7
.50% x Autocall Semester

70% 3 Jahre

EUR quanto

10702963

CH0107029636

Dow Jones EURO STOXX 50® Price Index
SP 500 INDEX®
Swiss Market Index®

SX5E 100%
SPX
SMI

100%

7
.00%

100%

7
.00% x Autocall Semester 70% 3 Jahre

USD quanto

IN

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BA

1 Nur für die ersten 6 Monate gültig. Alle Basiswerte müssen unter diesem Level schliessen.
2 Die Coupons werden am 16.12.2009 festgelegt und können aufgrund der Marktentwicklung
3 Vorzeitige Rückzahlung gemäss halbjährlicher Beobachtung (erstmals am 15.12.2010).
4 Kontinuierliche Beobachtung, beginnend nach 1 Jahr.

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während der Zeichnungsfrist abweichen.
Mitglied bei

Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen.
EFG International AG tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf.
EFG Financial Products AG, Financial Engineering  Distribution, Brandschenkestrasse 90, Postfach 1686. 8027 Zürich, Tel. +41 58 800 1111, www.efgfp.com
Standard  Poor’s®, SP®, SP500® sind Warenzeichen von The McGraw-Hill Companies, Inc. und wurden an die Emittentin zum Gebrauch lizenziert. Das Produkt wird nicht von Standard  Poor‘s gesponsert, empfohlen oder unterstützt und Standard  Poor‘s
macht keinerlei Darstellungen im Hinblick auf die Ratsamkeit der Anlage in das Produkt. Die in diesem Inserat dargestellten Effekten werden von der SIX Swiss Exchange weder unterstützt, abgetreten, verkauft noch beworben. Jegliche Haftung ist ausgeschlossen.
Der SMI® ist eine eingetragene Marke der SIX Swiss Exchange. Dessen Verwendung ist lizenzpflichtig. Der Dow Jones EURO STOXX 50® und seine Marken sind geistiges Eigentum der Stoxx Limited, Zürich, Schweiz und/oder Dow Jones  Company, Inc., eine
Gesellschaft unter dem Recht von Delaware, in New York, USA (die „Lizenzgeber“), welches unter Lizenz gebraucht wird. Die auf dem Index basierenden Wertpapiere sind in keiner Weise von den Lizenzgebern gefördert, herausgegeben, verkauft oder beworben und
keiner der Lizenzgeber trägt diesbezüglich irgendwelche Haftung. Dieses Inserat dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung dar. Alle Angaben sind ohne
Gewähr. Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente. Sie qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7ff. des schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und
sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar. Die massgebende
Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel. +41 (0)58 800 1111, Fax +41 (0)58 800 1010 oder über E-Mail: termsheet@efgfp.com bezogen werden. Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und
Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht).
© EFG Financial Products AG. Alle Rechte vorbehalten.
4

FOCUS

Jahresrückblick 2009 – Die
Höhepunkte auf einen Blick	

www.istockphotos.com

Die Unsicherheit bei den Anlegern zu Beginn des Jahres war
gross, die Aktienmärkte tauchten. Wider Erwarten haben sich
die Kurse seit März kräftig erholt. Mit Folgen: Der Markt für
Strukturierte Produkte konnte sich erholen, der Risikoappetit
kehrte allmählich zurück. Nicht zuletzt deshalb, weil die Branche
für Transparenz und Aufklärung gesorgt hat.

geplant entwickelten sie unter der Führung
des Schweizerischen Verbandes für Strukturierte Produkte SVSP zusammen mit der
SIX Swiss Exchange die Hinterlegung von
Sicherheiten, kurz COSI (Collateral Secured
Instruments). Dadurch wird das Gegenparteirisiko stark minimiert. Handelsstart war
der 28. September. EFG Financial Products
und die Bank Vontobel waren die ersten

«Die Strukturierten Produkte wurden als «toxisches Teufelszeug»
betitelt.»
Emittenten, die entsprechende Produkte
auf den Markt gebracht haben. Mittlerweile bietet auch Clariden Leu pfandbesicherte Zertifikate an, andere Emittenten
werden wohl demnächst folgen.

dukte in einen Topf zu werfen, greift allerdings zu kurz.

COSIs wären wohl zu Beginn des Jahres das
geeignete Produkt gewesen, um dem Problem des Emittentenrisikos zu begegnen.
Denn damals war das Gegenparteirisiko
in aller Munde. Der Einbruch des StrukiMarktes offenbarte sich auch bei der Abnahme der Wertschriftenbestände in den
Kundendepots der Banken. Von Januar
(CHF 254 Mrd.) bis März (CHF 225 Mrd.)
sanken diese stetig (vgl. Grafik).

Harziger Auftakt ins 2009
Im Zuge der Verwerfungen an den Aktiensowie Derivatmärkten ist das Emittentenrisiko wieder in den Fokus gerückt. Nicht
zuletzt deshalb waren börsengehandelte
Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF)
2009 besonders populär, denn diese sind
rechtlich gesehen Sondervermögen wie
normale Fonds. Demgegenüber sind Strukturierte Produkte Inhaberschuldverschreibungen. Geht der Emittent konkurs, hat der
Anleger sein investiertes Kapital verloren.
Auf diesen «Mangel» haben die Emittenten
denn auch reagiert: Zwar etwas später als

Risiko-Kennzahl sorgt für
mehr Transparenz
Der Aufklärungs- und Informationsbedarf
sowohl bei den Anlegern als auch bei den
Kundenberatern ist, vor allem nach den
Turbulenzen an den Finanzmärkten, nach
wie vor gross. Die Derivatbranche, insbesondere der Schweizerische Verband für
Strukturierte Produkte SVSP, hat diesem
Umstand Rechnung getragen und im Sommer die auf dem Value at Risk (VaR) basierende Risiko-Kennzahl eingeführt. Der VaR
ist die in der Finanzbranche am weitesten
verbreitete Methode, um das Marktrisiko

Das Jahr 2009 stand im Zeichen haussierender Aktien- und Derivatmärkte. Folgt im
kommenden Jahr die Baisse?
Igor Moser

W

er hätte das gedacht? Nach
dem tiefen Fall zu Beginn des
Jahres hat sich die Derivatbranche aufgerappelt, der Optimismus kehrte
schneller zurück als gedacht. Nach dem
Fall des einstigen Wallstreet-Giganten
Lehman Brothers gab es etliche Stimmen,
die den Untergang des Geschäfts mit Derivaten prophezeiten. Die Strukturierten
Produkte wurden in die gleiche Schublade
gesteckt wie die hypotheken-besicherten
Instrumente wie Mortgage Backed Securities (MBS) und wurden als «toxisches
Teufelszeug» betitelt. Gewiss ist eine Ablehnung verständlich, zumal sich etliche
Anleger mit Lehman-Produkten die Finger
verbrannt haben. Alle Strukturierten Pro-

www.payoff.ch | Dezember 2009
5

Eusipa-Map –
Europäisierung schreitet voran
Ein Meilenstein im ausgehenden Jahr war
auch die neue SVSP Swiss Derivative Map.
Der Verband hatte die Vorreiterrolle und
übernimmt die europäische Kategorisierung vollumfänglich. Die aktuelle Map
erschien im neuen Look und etwas schlanker. Das Layout, die Kategorisierung und
die Verwendung von vier- statt dreistelligen Produktcodes wurden bereits dem
europäischen Standard angepasst. Mit der
Einführung der Eusipa-Map hat der europäische Dachverband – die European Struc-

Bestand Strukturierter Produkte in Kundendepots der Banken

08.09

07.09

06.09

3.5
05.09

4.0

0
04.09

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03.09

100

02.09

5.0

01.09

5.5

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12.08

6.0

200

11.08

250

10.08

6.5

09.08

300

Ø2008

7.0

Ø2007

7.5

350

Ø2006

400

Ø2005

einer Investition abzuschätzen. Die Kennzahl macht eine Aussage dazu, dass man bei
einer bestimmten Investition während einer Haltedauer von 10 Tagen mit der Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent nicht mehr
als einen bestimmten Betrag verliert.
In Abhängigkeit von der Höhe des VaR
werden die Strukturierten Produkte in
sechs Risikoklassen eingeordnet. Diese Risikoklassen ergeben das SVSP Risk Rating
für nahezu jedes einzelne gelistete Produkt
in der Schweiz, wobei zur Erhöhung der
Verständlichkeit Vergleichswerte definiert
wurden. Die Daten zur Berechnung der Risikokennzahl werden von Derivative Partners Research AG gesammelt, gepflegt und
aufbereitet.

FOCUS

Strukturierte Produkte in % des Gesamtvermögens – rechte Skala
Strukturierte Produkte in Milliarden CHF – linke Skala

tured Investment Products Association
(Eusipa) – beschlossen, die Kategorisierung
zu vereinheitlichen. Auf der neuen SVSP

«Der VaR ist die in der Finanzbranche am weitesten
verbreitete Methode, um das
Marktrisiko einer Investition
abzuschätzen.»
Swiss Derivative Map sind zudem drei Produkttypen nicht mehr aufgeführt. Es sind
dies Spread-Warrants, Airbag-Zertifikate
und Range Barrier Reverse Convertibles.

Quelle: SNB

Bei ihnen waren die Bedingungen für einen Verbleib in der Map nicht mehr erfüllt
(siehe Rubrik Reader’s Voice, S.47 dieser
Ausgabe).
Traditionsgemäss wurde die neue Map an
der Messe für Strukturierte Produkte in
Zürich im Oktober präsentiert. Nach dem
spärlichen Zuschaueraufmarsch im vergangenen Jahr – die Messe fand lediglich
einen Monat nach der Lehman-Pleite statt
– konnte die diesjährige Veranstaltung als
Erfolg verbucht werden. Die Aussteller
und Veranstalter zogen eine positive Bilanz
des Messeverlaufs. Ingesamt kamen rund

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BARCLAYS CAPITAL

FÜHRENDER ANBIETER VON
STRUKTURIERTEN PRODUKTEN.
Solides Emittentenrating (AA-) • Massgeschneiderte Lösungen • Alle Assetklassen
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www.payoff.ch | Dezember 2009
6

FOCUS

3500 institutionelle und private Anleger
ins Kongresshaus, deutlich mehr als 2008.
Das Motto der diesjährigen Messe lautete
«Wissen ist das beste Konjunkturpaket», in
Anlehnung an die staatlichen Stützungsprogramme zur Ankurbelung der globalen
Wirtschaft.
Herauszustreichen ist 2009 nicht nur die
Messe, sondern auch die Verleihung der

«Können Emittenten mit Innovationen, Aufklärung und Transparenz die Anleger bei Stange
halten?»

Nur wenige Monate danach zeigte sich
ein anderes Bild: Rascher als erwartet
erholten sich die Aktienmärkte. Mit Folgen: Der Risikoappetit kehrte allmählich
wieder zurück, wenn auch auf tiefem Niveau. Dennoch zogen die Volumen bei
den Strukturierten Produkten an, die Derivatabteilungen der Emittenten konnten
wieder Gewinne einfahren. Nichtsdestotrotz bleiben Fragen: Ist der Aufschwung
nachhaltig? Muss mit einem erneuten

Einbruch an den Finanzmärkten gerechnet werden? Können Emittenten mit Innovationen, Aufklärung und Transparenz
die Anleger bei Stange halten? Das kommende Jahr dürfte wohl die Richtung vorgeben und bei den Emittenten die Spreu
■
vom Weizen trennen. 	

COMIC
Swiss Derivative Awards im April. Obwohl das Krisenjahr 2008 wenig Anlass
zur Freude gab, feierte die Derivatbranche die innovativsten und erfolgreichsten
Produkte. Zu den Gewinnern zählten die
UBS, ABN Amro, Basler Kantonalbank,
Bank Vontobel, Bank Sarasin, Goldman
Sachs, ZKB und EFG Financial Products.
Letztere erhielt zudem den Special Award
für ihre Product Reports.
Trotz schlechten Vorzeichen eine
positive Bilanz
Noch zu Beginn des Jahres war der Derivatmarkt ausgetrocknet, etliche Emittenten reduzierten im Bereich der Strukturierten Produkte den Personalbestand.
Die meisten Anleger mieden Zertifikate,
die Volumen gingen drastisch zurück.
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www.payoff.ch | Dezember 2009
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Die gute Nachricht:

117.55 52.42

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117. 55 %

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BarriereBriefkurs FixierungsSchlussBezugsLevel % vom 27.11.09
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114.37

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Commerzbank

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CBCOB

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134.97

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7.261

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Daimler AG

10720520

CBDAG

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116.76

50.25

33.35

33.83

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E.ON

10720528

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113.04

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26.45

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Siemens

10720533

CBSIC

117.55

117.55

52.42

63.75

62.95

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EADS N.V.

10720541

CBEAA

111.90

111.90

55.95

12.65

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Total S.A.

10720549

CBTOB

112.25

112.25

53.79

43.35

42.76

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1

Arcelor Mittal

10720555

CBAEC

123.30

123.30

57.54

25.70

24.33

14.12.2010

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Royal Dutch

10720559

CBRDB

114.36

114.36

63.26

22.45

20.55

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Nokia

10720564

CBNOF

127.07

127.07

60.77

8.85

9.05

14.06.2011

1

Rückzahlung / a) Das Barrierelevel wurde während des Beobachtungzeitraums nie berührt oder unterschritten:
Lieferung
Unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses, wird am Rückzahlungstag dem Zertifikatinhaber
das Bonus Level bzw. das Cap Level ausbezahlt (Barausgleich). In dieser Emission entspricht bei
allen Produkten das Bonus Level dem Cap Level.
b) Das Barrierelevel wurde während des Beobachtungzeitraums des Zertifikates mindestens einmal berührt oder unterschritten: Am Rückzahlungstag wird dem Zertifikatinhaber eine dem Bezugsverhältnis entsprechende Anzahl von Aktien geliefert (Aktienlieferung). Liegt der Basiswert am
Schlussfixierungstag oberhalb des Cap Levels, wird unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses das Cap Level ausbezahlt (Barausgleich).
Rating: Aa3 (Moody’s) / A (SP) Fixierungstag: 9.11.2009 Lieferung: Aktienlieferung / Barausgleich
Informationen: www.zertifikate.commerzbank.ch, Telefon 0800 11 77 11, derivatives.swiss@commerzbank.com
Dieses Dokument stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen («KAG») dar und ist weder als Angebot noch als Empfehlung
zum Kauf der Zertifikate zu verstehen. Die Zertifikate sind keine Kollektivanlagen im Sinne des KAG und unterstehen weder einer Bewilligungs- oder Genehmigungspflicht noch der Aufsicht durch
die Eidgenössische Finanzmarkaufsicht FINMA. Anlagen in die Zertifikate unterliegen dem Ausfallrisiko des Emittenten. Die vollständig und rechtlich verbindlichen Emissionsbedingungen der
Zertifikate sind im Basisprospekt und in den endgültigen Bedingungen enthalten. Diese Dokumente sind in elektronischer Form unter www.commerzbank.de verfügbar oder in physischer Form
kostenlos bei der Commerzbank AG, Zweigniederlassung Zürich, Färberstrasse 6, CH-8008 Zürich erhältlich.

www.payoff.ch | Dezember 2009
8

FOCUS

Geothermie - Kernenergie
aus dem Erdinneren

www.istockphotos.com

Die vierteilige Reihe über erneuerbare Energien findet mit diesem Artikel ihren Abschluss. Es sei hier bereits auf ein payoff
special im Dezember verwiesen, in dem ausgiebig über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit berichtet wird. Geothermie
– auf deutsch Erdwärme – hat das Potenzial, eine der wichtigsten Wärme- und Energiequellen der nächsten Jahrhunderte
zu werden. Für den interessierten Anleger bedeutet dies: Früh
informieren und High-Potentials identifizieren.

Die industrielle Nutzung
geothermischer Energie
Obwohl es sich bei der Erdwärme um eine
schier unbegrenzte Energiequelle handelt, ist
sie für den Menschen nur begrenzt nutzbar.
Die privaten Methoden reichen zwar aus,
um einen Haushalt zu versorgen, schwieriger stellt sich hingegen eine industrielle
Nutzung dar. Die an der Erdoberschicht vorhandenen Energieressourcen sind für eine
wirtschaftliche Nutzung nicht ausreichend.
Der industrielle Ansatz versucht daher, die
weitaus stärker konzentrierte Erdwärme in
grösseren Tiefen nutzbar zu machen. Dies
bedarf Bohrungen bis zu fünf Kilometer
Tiefe. Erst ab einer solchen Tiefe, mit einer
Hitze von 300°C, ist die industrielle Gewinnung rentabel. Diese Energie aus tieferen

«Erdwärme stellt im Bereich der
Strukturierten Produkte ein unbeschriebenes Blatt dar.»
Wärmequellen erfreuen nicht nur Badefreudige, sondern lassen bald das
Anleger-Herz höher schlagen.
Philipp Horsch

S

pätestens seit den im Dezember
2006 entstanden Erdbeben im Raum
Basel, bedingt durch das Deep-HeatMining-Projekt, ist der Begriff Geothermie
dem Grossteil der Schweizer Bevölkerung
bekannt. Das auf Grund der Erdbeben bis
auf weiteres gestoppte Projekt diente als
Experiment für eine ausgiebige Nutzung
der Erdwärme.
Die natürliche Form der Kernenergie
Geothermie ist eine in Form von Wärme
gespeicherte Energie im Erdinneren. Nach
heutigem Stand der Wissenschaft liegen die
Temperaturen im Erdkern um die 6000°C
und im oberen Erdmantel um 1200°C. 99
Prozent der Erdmasse ist heisser als 1000°,
lediglich 0,1 Prozent (die Erdkruste) ist kälter als 100°. Der Ursprung der Geothermie
ist der natürlich Zerfall radioaktiver Isotope

www.payoff.ch | Dezember 2009

wie beispielsweise Uran-235 und Uran-238.
Geothermie ist somit eine natürliche Form
der Kernenergie. Bei der Nutzung geothermischer Energiequellen muss zwischen
industriellen und privaten Methoden unterschieden werden.
Wärmepumpen als geothermische Energiequellen im Privathaushalt
Die private Gewinnung ist bereits heute
in vielen Schweizer Gebäuden vorhanden.
Dabei wird Erdwärme genutzt, die in niedrigen Tiefen vorhanden ist. Dazu stehen
unterschiedliche Methoden zur Auswahl.
Diese unterscheiden sich vorwiegend bezüglich ihrer Tiefe. Je nach gewähltem System kann diese bis 100 Meter betragen.
Dem Anwender ist die private Nutzung unter dem Namen Wärmepumpe vermutlich
geläufiger.

Erdschichten zu extrahieren, ist jedoch kompliziert. Seismische Aktivitäten wie in Basel
stellen dabei nur eine von vielen Hürden
dar. Ein weiteres Risiko ist die umweltschonende Entsorgung verwendeter Ressourcen.
So kann beispielsweise die Abführung des
zur Gewinnung genutzten Wassers, welches
mit radioaktiven Isotopen verunreinigt ist,
zu Umweltschäden, insbesondere Fischsterben, führen. Ausgereift ist die industrielle
Nutzung bisher erst in Gebieten, in denen
es eine hohe vulkanische Aktivität gibt.
Dort ist die Extraktion leichter, da bereits
in höheren Erdschichten ausreichende Wärmequellen existieren. Länder, auf die dies
zutrifft, sind beispielsweise die USA, Japan
und Indonesien. Dank dieses Vorteils ist
die USA der grösste Nutzer geothermischer
Energie, gefolgt von den Philippinen und
Mexiko (Tabelle). In Europa haben diesen
Vorteil, wenn auch in geringerem Ausmass,
nur Italien und Island. Daher überwiegt auf
unserem Kontinent nach wie vor die private
Nutzung. Diese ist insbesondere in Schwe-
9

FOCUS

Kursentwicklung ausgewählter Geothermie-Aktien
(Industrielle Geothermie)
%
400
350
300
250
200
150
100
50
0
12.04

10.05

08.06

07.07
05.08
Geodynamics Ltd.
Western Geopower

Ormat Technologies
Merrill Lynch Renewable Index

03.09

Kursentwicklung ausgewählter Geothermie-Aktien
(Wärmepumpen und Zulieferer)
%
900
800
700
600
500
400
300
200
100
0
12.04

10.05

Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 31.12.2004)

den sehr ausgeprägt, was auf eine intensive
politische Förderung zurückzuführen ist.
Anlagemöglichkeiten sind
fast nicht vorhanden
Erdwärme stellt im Bereich der Strukturierten Produkte ein unbeschriebenes Blatt
dar. Bisher gibt es kein einziges Zertifikat,
das sich auf dieses Thema konzentriert. Das
mag nicht zuletzt daran liegen, dass es selbst
im klassischen Aktienmarkt schwierig ist, in
Geothermieunternehmen zu investieren. Es
gibt erstens vergleichsweise wenige Unternehmen und zweitens einen hohen Anteil
an sehr spekulativen Papieren. In der lin-

«Geothermie ist eine natürliche
Form der Kernenergie.»
ken Grafik ist die Kursentwicklung einiger
Geothermieunternehmen dargestellt. Eine
sichere Investition ist der Branchenführer
Ormat Technologies. Die Aktie hatte eine
positive Entwicklung in den vergangenen
fünf Jahren, die meistens sogar leicht über
dem als Benchmark gewählten Renewable
Index von Merrill Lynch lag. Ein schlechteres Bild geben die Entwicklungen der beiden anderen Aktien ab. Interessant hierbei
ist insbesondere Western Geopower, eine
Gesellschaft, die sich vorwiegend auf die
Erschliessung neuer geothermischer Energiequellen spezialisiert hat. Die Aktie ist ein
Beispiel für das vorherrschende Risiko im
Geothermiebereich – neue und komplizierte
Technologie. Lange Zeit als Geheimtipp ge-

www.payoff.ch | Dezember 2009

08.06

Siemens
Centrotec Sustainable

07.07
05.08
Schulthess Group
SMI

03.09

Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 31.12.2004)

handelt, fällt der Name Western Geopower
zunehmend im Zusammenhang von Übernahmen und Konkurs. Gescheitert ist das
Unternehmen an der mangelhaften Umsetzung seines Vorzeigeobjektes. Der geplante
Bau und die Inbetriebnahme einer grossen
Anlage für die Förderung von Geothermie
sollten bis 2009 abgeschlossen sein. Aktuell
befinden sich die Bauarbeiten jedoch noch
in einem Anfangsstadium.
Sicherlich risikoärmer ist eine Anlage in
Hersteller von Wärmepumpen und Zulieferern von Geothermieunternehmen (siehe
rechte Grafik). Die Aktienkurse von Siemens
und Centrotec Sustainable verliefen nahezu
parallel zum SMI. Als alteingesessenes Unternehmen stellt Siemens eine Möglichkeit
dar, indirekt an einer Entwicklung im Geothermiemarkt teilzuhaben. Siemens ist einer
der führenden Zulieferer. Ebenfalls interessant ist die Centrotec Sustainable AG, ein in
mehr als 45 Ländern vertretenes deutsches
Unternehmen, das sich auf energieeffiziente
Gebäudetechnik spezialisiert hat. Im selben
Segment kann ein schweizaffiner Anleger
in die Schulthess Group investieren. Letztere hatte in den vergangenen Jahren eine

ausserordentlich gute Entwicklung, die lediglich durch die omnipräsente Finanzkrise
gestoppt wurde.
Blick in die Zukunft
Auf Grund des nach wie vor geringen Anteils am Elektrizitätsmarkt, sowie der noch
nicht ausgereiften Technologie, stellen Geothermieunternehmen grösstenteils noch
eine riskante Anlage dar. Einmal etabliert,
wie am Beispiel von Ormat Technologies
ersichtlich, sind Erfolgsgeschichten möglich. Es ist davon auszugehen, dass Geothermie in den kommenden Jahren immer
mehr an Bedeutung gewinnen wird. Daher
ist einem vorausschauenden Anleger zu
raten, sich bereits jetzt nach Investitionsmöglichkeiten umzuschauen. Ob es sich
dabei um eine Investition in Geothermieunternehmen, Wärmepumpenherstellern
oder Zulieferunternehmen handelt, sei dem
jeweiligen Risikoappetit überlassen. An die
Finanzbranche richtet sich der Aufruf nach
Anlagemöglichkeiten im Bereich Geothermie. Wasser-, Wind- und Solarenergie sind
nicht die einzigen erneuerbaren Energien
■
der Zukunft.

Industrielle geothermische Elektrizitätsgewinnung 2000-2008 (Mrd. kWh)
	

2000	

2002	

2004	

2006	

2007	

2008

USA	

14.09	

14.49	

14.81	

14.57	

14.64	

14.86

Philippinen	

11.05	

9.73	

9.77	

9.94	

9.70	

10.19

Mexiko	

5.61	

5.13	

6.25	

6.35	

7.03	

6.70

Indonesien	

4.63	

5.93	

6.32	

6.33	

6.67	

6.70

Italien	

4.47	

4.43	

5.17	

5.25	

5.29	

5.24

Quelle: EIA – World Energy Protection Plus 2009
10

FOCUS

Absicherung von steigenden Zinsen

Martin Schwendimann(www.photoshots.ch)

Die Zentralbanken stehen vor einem Balanceakt zwischen Preisstabilität und Wirtschaftswachstum. Die Unsicherheit über die
Zinsentwicklung im neuen Jahr stellt Verwalter von Obligationenportfolios sowie Eigenheimbesitzer gleichermassen vor eine
Herausforderung. Zins-Warrants bieten sich an, um negativen
Auswirkungen möglicher Zinsanstiege vorzubeugen.

diesen am besten meistern, wird sich erst
später zeigen.
Marktindikatoren wie die Forwardzinssätze zeigen derzeit ein interessantes Bild (vgl.
Tabelle unten). Der Markt scheint noch –
im Vergleich zu früheren Zinskorrekturen
– mit nur moderaten Zinserhöhungen zu
rechnen.
CHF 5 Jahres Swap
Aktuell	

1,76%

in 6 Monaten

2,03%

in 1 Jahr

2,25%

in 3 Jahren

3,04%

in 5 Jahren

3,45%
Quelle: Bloomberg

Der Inflationsprognose der SNB entnimmt
man, dass die Teuerung im Jahr 2011 über
die Toleranzgrenze von 2 Prozent steigen
wird. Um potenzielle Inflationsgefahren

Wer sich schützt, mindert das Risiko: Zins-Warrants als Prophylaxe gegen Zinsanstieg.
Thomas Maurer, Head Structured Products Fixed Income/Mitglied des ALM Bank Julius Bär Zürich

T

rotz sich abzeichnender Finanzkrise hätte vor rund zwei Jahren wohl
niemand erwartet, dass die Zentralbanken die kurzfristigen Zinsen innerhalb
weniger Monaten auf praktisch 0 Prozent
senken würden. Die Schweizerische Nationalbank reagierte ebenfalls und senkte
ihre kurzfristigen Zinsen ebenso drastisch
und das Ziel für den 3 Monats LIBOR auf
0,25 Prozent.
Zentralbanken stehen vor
einer Bewährungsprobe
Tiefe Zinsen, verbunden mit einer hohen
Liquiditätszufuhr gab es in der Vergangenheit schon mehrmals. 1973 führte die Ölkrise zu tiefen Zinsen, 1978 ein zu starker
Schweizer Franken sogar zu negativen
Zinsen. 2003 sah sich die SNB aufgrund
einer wirtschaftlichen Schwäche zu Zinssenkungen gezwungen. Auf Tiefzinspha-

www.payoff.ch | Dezember 2009

sen folgten oft innert kurzer Zeit massiv
höhere Zinsen, was jeweils auch die langen Zinsen nach oben drückte.
Derzeit debattieren Ökonomen heftig über
den Zeitpunkt, wann der Zustand der Wirtschaft erste Zinserhöhungen rechtfertigen
wird. Dreht die Schweizerische Nationalbank zu spät an der Zinsschraube, droht
Inflation, mit einer zu frühen Zinserhöhung würde die konjunkturelle Erholung
gefährdet. In Norwegen und Australien
haben die Notenbanken bereits mit einem
Zinsschritt auf erste Stabilisierungssignale
aus der Wirtschaft reagiert. Während andere rohstoffreiche Länder bald folgen
könnten, scheinen die Zentralbanken der
bedeutendsten Volkswirtschaften noch
weitere Makrodaten abwarten zu wollen,
die auf eine nachhaltige Erholung hindeuten. Dem geldpolitischen Balanceakt müssen sich alle Notenbanken stellen; welche

«Auf Tiefzinsphasen folgten in der
Vergangenheit oft innert kurzer
Zeit massiv höhere Zinsen.»
einzudämmen, müsste die SNB ab Mitte
2010 beginnen, die Leitzinsen graduell zu
erhöhen.
Höhere Zinsen sind
eine Herausforderung
Das derzeitige Umfeld birgt sowohl für Bondanleger wie auch für Hypothekarschuldner Gefahren. Inhaber von Anleihen sähen
die Kurse ihrer Wertpapiere bei steigenden
Zinsen stark fallen. Hauseigentümer, die
ihre Hypothek variabel verzinsen oder deren Festhypothek bald fällig wird, drohen
höhere Finanzierungskosten. Und auch Unternehmen sind gut beraten, Investitionsrechnungen für ihre Projekte pedantisch
durchzuführen, um keine überstürzten Kapitalallokationen auf Basis des aktuellen
Zinsumfeldes vorzunehmen.
Bondinvestoren könnten ihre Zinsänderungsrisiken ganz einfach mit dem Verkauf
11

FOCUS

Entwicklung Tagesgeldsätze in CHF

Renditen im Vergleich
%
4.0

%
11

3.5

9

3.0

7

2.5
2.0

5

1.5
1.0

3

0.5

1
-1
1972 1976

1980

1984 1988

1992 1996

2000 2004 2008

0
01.05 07.05 01.06 07.06 01.07 06.07 01.08 07.08 01.09 07.09
Swap-Spread
Rendite CHF 5y Swap
Rendite 5y Eidgenosse

Quelle: SNB

sehr liquider Futures auf Staatsanleihen
reduzieren. Dieser Hedge eignet sich jedoch nur dann, wenn das abzusichernde
Bondportfolio ausschliesslich aus Staatsanleihen besteht. Da sich in den meisten Portfolios aber auch tiefer bewertete Anleihen
und oft viele Bonds von Finanzinstituten
befinden, garantiert diese Absicherung
keinen vollständigen Schutz gegen Kursverluste. Besser geeignet wären in diesem
Fall Zinssatzswaps, da diese als Basis die LIBOR Fixings haben, welche wiederum von
Banken fixiert werden und demzufolge das
Zins- und auch Kreditrisiko von «Financials»
am besten reflektieren. Ein Nachteil von
Swaps ist jedoch, dass die meisten Banken
diese ihren Kunden nur ab einer gewissen
Nominalgrösse anbieten und der Investor
mehrjährige Kontrakte eingehen muss.
Ausserdem geben Bondanleger mit Zinssatzswaps das Potenzial tieferer Zinsen auf.
Besser eignen sich Optionen auf Swaps
(sogenannte Payer Swaptions), die nur ein
Recht und keine Verpflichtung beinhalten,
einen Swap gegen höhere Zinsen einzuge-

welche sich auf eben solche Swaps als
Basiswert beziehen, aber in kleinen Losgrössen an der Schweizer Derivatebörse
Scoach täglich handelbar sind. Dank der
Kotierung kann der Käufer dieser Warrants
seine Absicherung durch den Verkauf jederzeit wieder auflösen und dies zu einem
sehr kostengünstigen Spread.
Zins-Warrants funktionieren wie eine Versicherung, für deren Leistung eine Prämie
entrichtet werden muss. Im Schadensfall
– in diesem Fall ansteigende Zinsen – wird
die Option in Form einer Entschädigung
für die Schadensumme aufkommen. Die
Höhe dieser Entschädigung ist abhängig
von der Differenz des aktuellen Zinssatzes

www.payoff.ch | Dezember 2009

und dem gewählten Ausübungspreis. Je höher dieser Ausübungspreis, de facto eine
Art Selbstbehalt, umso günstiger ist die zu
bezahlende Prämie.
Produkteauswahl auf einen Blick:
•	 Call Warrants
•	 Basiswerte: 2Y, 5Y und 10Y Swap Rates
•	 Währungen: CHF, EUR, USD
•	 Emittent: Bank Julius Bär  Co. AG,
	 Zürich
•	Termsheets aller Zins-Warrants unter: 	 	
	 http://derivatives.juliusbaer.com

SFWFV - Call Warrant auf Swap Rate 5y CHF
Absicherung eines Bondportfolios
oder einer Hypothek 	
CHF 1'000'000
Absicherungshorizont 	
1 Jahr
Ausübungspreis	
2,25%
Zur Absicherung benötigte Warrants:	
(1'000'000 x 5) / 100 = 50'000 Warrants
Preis: 	
CHF 0.29
Absicherungskosten: 	
50'000 x CHF 0.29 = CHF 14’500

«Dem geldpolitischen
Balanceakt müssen sich alle
Notenbanken stellen.»
hen. Diese Optionen sind aber wie bei den
Swaps wiederum mit sehr hohen Minimalbeträgen verbunden und für den Investor
kaum einsetzbar und zudem sehr teuer.
Die optimale Lösung zur Absicherung von
Zinsänderungsrisiken sind Zins-Warrants,

Quelle: Bloomberg

CHF 5 Jahres Swap
Zinsen nach einem Jahr:	
1%	
2%	
3%	
4%	
5%	
1
2

(2,25% - 1%) x 5 x 1'000'000
(3 - 2.25) x 50'000

Effekt auf Bondportfolio oder Festhypothek	 Wert Warrants
CHF 0
CHF 62'500 1	
CHF 12'500	
CHF 0
CHF - 37'500	
CHF 37'5002
CHF - 87'500	
CHF 87'500
CHF - 137'500	
CHF 137'500
Quelle: Bloomberg
12

FOCUS

Fixed Income Ausblick 2010: Gefahr vom
Damoklesschwert der Zentralbanken

www.istockphotos.com

Im kollektiven Börsenaufschwung hat auch die Mehrheit der Obligationen massiv profitiert. Parallel zum Kursanstieg im Sekundärmarkt gab es einen globalen Rekord bei Neuemissionen von
Bonds. Das Ergebnis ist eine fragile Mischung aus Hoffnung und
Ungewissheit. Auch wenn der Appetit auf Risiko schon wieder
drastisch steigt, sollten sich Bond-Investoren aktuell nicht zu Experimenten hinreissen lassen.

ist schon wieder spürbar. Parallel zum kollektiven Kursanstieg im Sekundärmarkt
ergoss sich weltweit als Folge des eingefrorenen klassischen Kreditgeschäfts ein wundersamer Emissionsregen: Emittenten aller
Art beschafften sich über die Ausgabe von
neuen Obligationen frische Mittel von den
Anlegern. Dass aber selbst wacklige Kandi-

«Bis zum Frühjahr 2009 beherrschte Wühltischatmosphäre
das allgemeine Marktbild bei
Obligationen.»

Ein Blick nach vorne: Wie stark sollen Anleger ihr Portfolio mit Bonds bestücken?
Martin Raab

F

ür Obligationäre glich das Jahr 2009
einer wahren Himmelfahrt in das Paradies. Dass der Aufstieg allerdings
derart glorreich verlief, war zu Jahresbeginn alles andere als absehbar. Zu dieser
Zeit schmorte die Mehrheit der Bondholder
noch in der Hölle der Finanzmarktkrise, die
sich durch die Apokalypse des US-Hypothekarmarkts und etliche Rekord-Konkurse
im Herbst 2008 auszeichnete. Die dramatischste Achterbahnfahrt innerhalb der Anlageklasse «Fixed-Income» gab es bei den
nachrangigen Obligationen, sogenannten
«Subordinated Bonds». Diese sind im Falle
einer Insolvenz des Emittenten allen anderen Gläubigern nachgeordnet, zählen daher
aus bilanzieller Sicht zum Eigenkapital des
Emittenten. So notierte eine nachrangige
Obligation der UBS im März 2009 nur noch
im einstelligen Prozentbereich ihres Nennwerts. Für beispielsweise 900 Schweizer
Franken bekam man ein Papier im Nennwert von 10’000 Schweizer Franken. Inzwischen hat sich der Kurs wieder auf 65
Prozent erholt. Derartige Wühltischatmo-

www.payoff.ch | Dezember 2009

sphäre beherrschte bis zum Frühjahr 2009
das allgemeine Marktbild bei Obligationen.
Bondholder aller Art zitterten in Angst, dass
vom vermeintlichen «Fixed-Income» am
Ende nichts mehr bei ihnen ankommt.
Hallelujas statt tiefer Seufzer
Doch seit Mitte dieses Jahres sind die tiefen Seufzer und Stossgebete der BondInvestoren euphorischen Halleluja-Rufen
gewichen. Der Aufschwung an den globalen
Börsen hat auch sie nicht vergessen. Obligationen stehen aktuell wieder auf der Kaufliste der Anlegerschaft. Besonders rasant ging
es bei den genannten «Subordinated Bonds»
sowie den «High Yield Bonds» wieder auf
himmlische Niveaus. In letzterer Kategorie
befinden sich alle nicht ganz lupenreinen
Emittenten mit eher schlechteren Ratings.
Für das höhere Risiko wird der Investor einer solchen Obligation mit einem deutlich
höheren Zinscoupon entschädigt. Gemessen
am Barclays Pan European High Yield Index
legte dieses Segment seit Anfang 2009 um
satte 83 Prozent zu. Der Appetit auf Risiko

daten mit schlechtem oder gar keinem Rating auf diese Weise zu Geld kamen, sorgte
vielerorts für Kopfschütteln. Zwar haben
sich die Credit Spreads – die Risikoaufschläge verglichen zu Obligationen mit höchster
Bonität – seit Oktober 2008 wieder merklich
verengt, doch die Mehrzahl der Emittenten
kann auch aktuell oft nur durch saftige Zinsaufschläge Anleger für ihre neubegebenen
Papiere begeistern. Rekordverdächtig ist in
diesem Zusammenhang auch das Emissionsvolumen von Obligationen ausländischer
Staaten im Jahr 2009. So wurden Bonds in
Höhe von 93 Milliarden US-Dollar begeben,
der höchste Stand seit acht Jahren.
Spannender Start in das neue Jahr
Die quälende Frage für Obligationäre und
potenzielle Neuanleger ist natürlich nun,
wie gut oder schlecht sich die Anlageklasse unter diesen Vorzeichen im neuen Jahr
schlagen wird. Sylvie Golay, Credit Strategistin bei der Credit Suisse, erwartet kurzfristig eher eine Seitwärtsentwicklung an den
Bondmärkten. «Auf einem längeren Horizont sind wir immer noch der Meinung, dass
Bondrenditen vor allem aufgrund höherer
realer Zinsen langsam steigen sollten», so
die Expertin gegenüber dem payoff magazine. Wenig Gloria, speziell für die westlichen Industriestaaten, erwartet Hervé
Goulletquer, Head of Fixed Income Markets
13

Glänzende Aussichten!
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Renditechance auch bei moderat fallendem
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Diese Anzeige ist weder ein Angebot noch eine Empfehlung zum Kauf von Wertpapieren noch stellt sie eine Anlageberatung dar. Die in dieser Anzeige beschriebenen Wertpapiere gelten nicht als kollektive Kapitalanlagen im
Sinne des Kollektivanlagegesetzes und unterstehen deshalb weder der Bewilligung noch der Aufsicht durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsichtsbehörde. Die Anzeige stellt auch keinen Emissionsprospekt im Sinne von
Art. 652a oder 1156 OR und keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. KAG dar. Ausführliche Informationen über die Wertpapierbedingungen und die mit dem Erwerb der Wertpapiere verbundenen Risiken enthalten die
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Bei den Wertpapieren handelt es sich rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen, denen das Insolvenzrisiko der Emittentin und deren Garantin anhaftet.

www.payoff.ch | Dezember 2009
14

Research der französischen Investmentbank
Calyon. «Die jüngst aufgekeimte Dynamik
an den Finanzmärkte wird auf Seiten der
Realwirtschaft durch De-Leveraging, neue
Regulierungsinitiativen und letztlich einer
Art von De-Globaliserung ordentlich eingebremst werden.» Massgeblich entscheidend
für die globale Wirtschaftslage ist nach seiner Ansicht, ob sich die USA für Konsum
oder Sparen entscheiden, und wie sich die
Leitzinsen entwickeln. In der Tat basiert
die aktuelle Erholung der Weltwirtschaft
– und damit die Cashflows auf Unternehmensseite – überwiegend auf der massiven
Liquiditätsflut der Notenbanken. Solange
die Industrieproduktion und der Konsum
dank Nahe-Null-Zinsen auf dem aktuellen
Niveau bleiben oder gar leicht zulegen,
wird die Mehrheit der Bond-Emittenten
aller Bonitätsklassen sehr wahrscheinlich
in der Lage sein, ihre Zinsen und Tilgungen
fristgerecht zu leisten.
Zinssteuerung der Notenbanken ist
Dreh- und Angelpunkt
Sollten allerdings die verstreuten Billionen
an Notenbank-Liquidität nicht ausreichen,
um im neuen Jahr die restlichen dunklen
Wolken am globalen Konjunkturhimmel zu
vertreiben, droht das Szenario des «Double
Dip» harte Realität zu werden. Damit ist das
wiederholte Abtauchen der Weltwirtschaft
gemeint, bevor es nachhaltig bergauf geht.
Die Analysten von State Street Global Advisors erwarten eine U-förmige Erholung,
«die sich aber bis Mitte 2010 nicht wie ein

FOCUS

klassischer Aufschwung anfühlen wird».
Ganz entscheidend ist, ob die Notenbanken
es verstehen, die Zinsen im Zuge eines sich
selbsttragenden Aufschwungs anzuheben
und damit Inflation zu verhindern, ohne
ihn gleich wieder abzuwürgen, oder ob
sie die Zinsen noch etwas länger auf den
niedrigen Niveaus belassen, weil der Wiederaufschwung der Weltwirtschaft schlicht
und ergreifend noch etwas Zeit braucht.
Jüngste Signale der EZB deuten bereits
auf eine Straffung der Geldpolitik hin. So

«Die Zentralbanken werden
wahrscheinlich in der zweiten
Hälfte des Jahres die Zinsen
anheben.»
werden die Vorschriften für Sicherheitshinterlegung bei Verbriefungen, die ab dem
1. März 2010 begeben werden, verschärft.
Sylvie Golay von der Credit Suisse erwartet
in Sachen Zinserhöhung, «dass die Zentralbanken in der zweiten Hälfte des Jahres die
Zinsen anheben». Eine Schlüsselrolle spielt
ihrer Ansicht nach, ob die Währung – vor
allem in der Schweiz – ein Anheben der
Zinsen erlaubt oder nicht.
Winter-Check im Bond-Portfolio
Entsprechend dem Risiko höherer Benchmark-Renditen und damit schwächerer Obligationen-Kurse sollten Anleger im neuen
Jahr Obligationen mit kurzen bis mittleren
Laufzeiten bevorzugen. Beim Blick auf spe-

zielle Märkte ist das Risiko einer Neubewertung der US-Staatsobligationen nach
Ansicht der Credit Suisse am grössten. Hier
gilt es, im Depot die Laufzeiten zu verkürzen und sich nun auf variabel verzinsliche
Papiere zu konzentrieren. «Über die verschiedenen Fixed-Income-Segmente hinweg bevorzugen wir weiterhin Unternehmensanleihen gegenüber Staatspapieren.
Die potenziellen Renditen erstklassiger Unternehmensanleihen in den kommenden
Quartalen sollten aber viel bescheidener
oder eventuell negativ ausfallen, weil der
weitere Rückgang der Kreditrisikoaufschläge nicht ausreichen dürfte, um die
Auswirkungen höherer Staatsanleihenrenditen vollumfänglich aufzuwiegen», so Sylvie Golay. Bei den Unternehmenspapieren
konzentriert sich die Credit Suisse daher
dennoch auf tiefer eingestufte Obligationen
(BBB-Rating) und Finanzbonds. Anders
gewichtet fällt der Rat von Hervé Goulletquer aus: «Anleger, die keine Experimente
machen wollen, sollten in den nächsten 12
Monaten rund die Hälfte ihres Portfolios in
Geldmarktpapiere investieren, 30 Prozent
in Staatsobligationen und jeweils 8 Prozent
in Hochzins-Obligationen und Aktien.»
Schlussendlich sollte jeder Bond-Anleger
für 2010 eine klare Strategie entwerfen, Limits definieren und aktuell schon erzielte
Gewinne je nach Situation realisieren. So
kann er verhindern, dass das neue Jahr für
ihn schon mit Stossgebeten beim Blick auf
■
das Bond-Portfolio beginnt.	

Ausgewählte Strukturierte Produkte und ETFs
			
Kurs per
Bezeichnung	
Markterwartung / Anlageklasse	
Emittent	 23.11.09	 Währung	 Laufzeit	 ISIN	
1.5% CHF 1.5 Leverage Floored Floating Rate Note	

Aufwärts / Zinsen (CHF)	

RBS	

98,08	

CHF	

Börse

21.10.15	 CH0101258447	 Scoach CH

1.5% EUR 1.5 x Leverage Floored Floating Rate Note	

Aufwärts / Zinsen (EUR)	

RBS	

98,79	

EUR	

21.10.15	 CH0101258439	 Scoach CH

1.5% USD 1.8 Leverage Floored Floating Rate Note	

Aufwärts / Zinsen (USD)	

RBS	

98,85	

USD	

21.10.15	 CH0101258454	 Scoach CH

iShares EUR Corporate Bond ETF	

Seitwärts und aufwärts/Obligationen	

iShares	

182,74	

EUR	

open-end	 IE0032523478	 SIX

iShares USD Corporate Bond ETF	

Seitwärts und aufwärts/Obligationen	

iShares	

101,00	

USD	

open-end	 IE0032895942	 SIX

Tracker Certificate auf Global Issuers Bond Basket (COSI)	

Seitwärts und aufwärts/ Obligationen	

EFG	

101,20	

EUR	

20.04.11	 CH0106309146	 Scoach CH

Tracker Certificate auf European Top Issuers Bond Basket (COSI)	Seitwärts und aufwärts/ Obligationen	

EFG	

98,80	

EUR	

09.01.13	 CH0106308437	 Scoach CH

Gold Capital Protected Note	

Abwärts (global) / Edelmetall	

RBS	

110,31	

EUR	

11.02.13	 CH0036150461	 Scoach CH

Goldunzen Exchangeable Note	

Abwärts (global) / Edelmetall	

RBS	

159,34	

USD	

27.09.11	 CH0027226759	 Scoach CH
Quelle: www.scoach.ch

www.payoff.ch | Dezember 2009
15

FOCUS

«Es ist nicht das Ziel, Zertifikate
im grossen Stil zu emittieren»
Der Markt für Strukturierte Produkte in der Schweiz hat Zuwachs erhalten. Das US-Finanzinstitut Morgan Stanley hat
am 4. November eine Palette neuer Produkte an der Scoach
Schweiz kotieren lassen. Darunter finden sich drei Booster
Notes (Outperformance-Zertifikate) sowie ein Booster Note mit
Cap (Capped-Outperformance-Zertifikat).
Igor Moser

D

er Zeitpunkt des Entscheids, in
den Schweizer Markt für Strukturierte Produkte einzutreten, kam
unmittelbar nach dem Kollaps der USInvestmentbank Lehman Brothers. «In
der Tat war es so, dass wir in der Woche
des 15. September 2008 beschlossen, im
Schweizer Markt Zertifikate zu lancieren.
Der Gedanke dahinter war, dass wir bereits
dabei sind, wenn die Märkte wieder gut
laufen. Wir wollten verhindern, erst dann
das Projekt zu starten, wenn sich der Markt
bereits erholt hat. Insgesamt dauerte das
Projekt rund ein Jahr, denn es ist sehr ITlastig», sagte Vladimir Grlica, Leiter Equity
Derivatives Distribution Schweiz.

Vladimir Grlica ist Executive Director
bei Morgan Stanley und ist verantwortlich für den Vertrieb von derivativen
Produkten in der Schweiz. Herr Grlica ist seit dem Jahr 2003 bei Morgan
Stanley in London angestellt, davor
arbeitete er als Anwalt in der Steuer
 Beratungs-Abteilung von Arthur Andersen in Genf und Zürich. Er hat in
Genf Jura studiert und hält ausserdem
einen MBA der Kellogg School of Management.

Das ganze Derivate-Team ist in London
basiert. Grundsätzlich war Morgan Stanley in der Schweiz eher auf institutionelle
Kunden fokussiert. Gemäss Grlica will man
nun vermehrt den Retail-Markt ansprechen. Die Konkurrenz auf dem Schweizer
Markt für Strukturierte Produkte ist gross,
deshalb will Morgan Stanley auch nicht
ins Massengeschäft einsteigen, sondern
ein Nischenplayer sein. «Wir zeichnen uns
dadurch aus, dass wir ein starkes Research
haben. So entstehen schliesslich auch die
Produktideen. Es ist ein Zusammenspiel
zwischen dem Research und dem Sales»,
erklärt Grlica.
Nicht auf eine Produktkategorie
spezialisiert
Morgan Stanley will sich hierzulande nicht

www.payoff.ch | Dezember 2009

auf eine bestimmte Produktkategorie fokussieren. Derzeit kein Thema sind allerdings
Warrants und Mini-Futures. Wie steht es um
pfandbesicherte Zertifikate (COSI)? «COSIs
sind sehr wohl ein Thema, wir haben schon
in England solche Produkte angeboten. In
der Schweiz ist die Sache für ausländische
Emittenten allerdings nicht ganz einfach.
Deshalb dürfte es wohl noch eine Zeit lang
dauern, bis wir entsprechende Produkte
anbieten können. Aber es ist sicher ein Vorteil, pfandbesicherte Zertifikate offerieren
zu können», so Grlica.
Morgan Stanley will hierzulande nicht die
grossen Emittenten konkurrenzieren. Ziel
ist, den Kunden dank einer starken und
global abgestützten Research-Abteilung
im Hintergrund Vorteile zu verschaffen
und innovative Ideen anzubieten. «Im vergangenen Jahr waren wir in Europa die

«Die Produktideen entstehen im
Zusammenspiel zwischen dem
Research und dem Sales.»
ersten, die ein Inflations-Produkt auf den
Markt gebracht haben. Solche spezialisierte Zertifikate wollen wir auch in Zukunft
emittieren. Ziel ist denn auch nicht, im
grossen Stil Zertifikate zu lancieren. Wir
beabsichtigen, in einem Jahr rund 100 Zertifikate an der Scoach zu haben», erläutert
Grlica.
Fazit: Es ist erfreulich, dass ein neuer Emittent den Markt für Strukturierte Produkte
in der Schweiz erweitert. Es ist zu hoffen,
dass die Aktienmärkte keinen deftigen
Einbruch erleben. Auch wenn sich Strukturierte Produkte für jede Marktlage eignen, so steigt und fällt doch der Erfolg des
Zertifikate-Geschäfts mit dem Verlauf der
■
Aktienmärkte.
16
PROTEIN on worst of

Kapitalschutz

90 % Kapitalschutz und attraktive Rendite
sogar bei Stillstand dank Hebel
Basiswerte

Coca-Cola / Amgen /
Exxon Mobil

Kapitalschutz per Verfall

90,0 %

Partizipation per Verfall*

140,0%

Ausübungspreis
Ausgabepreis

Mit dem PROTEIN on worst of partizipieren Sie am Kursanstieg des Basiswertes mit der schwächsten Performance
und können so mit einem Hebel von 1,4 (indikativ) ab dem Ausübungspreis eine Rendite erzielen. Gleichzeitig sind
Sie durch den Kapitalschutz im Fall einer Kurskorrektur geschützt: Sie erhalten bei Verfall eine garantierte Mindestrückzahlung von 90 % des Nominals unabhängig vom Kursverlauf der Basiswerte.

90,0 %

Valor

USD
10 781 763

*indikativ

Emittentin

Zürcher Kantonalbank Finance (Guernsey) Limited, Guernsey

Infos

Lead Manager

Zürcher Kantonalbank, Zürich, Rating: AAA

+41 (0)44 293 66 65**

Initial Fixing / Verfall

4. Dezember 2009 / 10. September 2010

derivate@zkb.ch

Zeichnungsfrist

bis Freitag, 4. Dezember 2009, 16.00 Uhr MEZ

www.zkb.ch/strukturierteprodukte

SVSP Bezeichnung

Währung

100,0 %

Kapitalschutz ohne Cap (1100)

Mögliche Rückzahlungsszenarien bei Verfall
Performance worst of

Rückzahlung PROTEIN

–20,00 %

90,00 %

Performance PROTEIN
–10,00 %

–10,00 %

90,00 %

–10,00 %

0,00 %

104,00 %

4,00 %

10,00 %

118,00 %

18,00 %

20,00 %

132,00 %

32,00 %

30,00 %

146,00 %

46,00 %

Aufträge nehmen jede ZKB Geschäftsstelle sowie Ihre Hausbank entgegen.
Keine der hierin enthaltenen Informationen begrundet ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion. Des weiteren stellt das Inserat keinen Emissionsprospekt gemäss Art. 652a bzw. 1156 des schweizerischen Obligationenrechts (OR) respektive keinen vereinfachten Prospekt gemäss Art. 5 des Bundesgesetzes uber
kollektive Kapitalanlagen (KAG) dar. Ferner stellt dieses Produkt auch keine Beteiligung an einer Kollektivanlage dar und untersteht somit nicht der Eidgenössischen
Finanzmarktaufsicht (FINMA). Der fur dieses Produkt massgebende Prospekt kann unter documentation@zkb.ch bezogen werden.
** Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Gespräche auf der oben erwähnten Nummer aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser
Geschäftspraxis einverstanden sind.

www.payoff.ch | Dezember 2009
17

FOCUS

Aller guten Dinge sind drei!
www.istockphotos.com

Die Säule 3a kann mit einer Versicherungspolice, mit einem
Vorsorgekonto oder einer Wertschriftenlösung errichtet werden.
Der neue Safety Plan 3a stellt die private gebundene Vorsorge
auf die drei Grundpfeiler Risikoschutz, Garantie und Partizipation an prosperierenden Aktienmärkten.

Wie der (Gross-)Vater, so der Sohn: Die Vorsorge beginnt schon im jungen Alter.
Angelika Meyer

D

ie private – freie oder gebundene
– Vorsorge ergänzt als 3. Säule die
durch die AHV gesicherte staatliche
Vorsorge (Säule 1) und die durch die Pensionskasse ausgestattete berufliche Vorsorge
(Säule 2). Der jährlich in die Säule 3a investierte Betrag kann bis zu einem Höchstbetrag von derzeit CHF 6‘566 vom steuerbaren
Einkommen abgezogen werden. Zudem sind
Kapitalzuwächse – Zins oder Wertsteigerung
– steuerfrei. Die 1972 eingeführte individuelle Vorsorge war lange die Domäne der
Versicherer. Gegen die Jahrtausendwende
kamen zunehmend auch Anlagefonds zum
Einsatz: die Fondspolice – ohne garantiertes
Erlebensfallkapital – war geboren. Und am
6. Dezember 2006 lautete die Schlagzeile
des payoff magazine „Das erste strukturierte
Vorsorgeprodukt für die Säule 3a ist da!“

Die erste Welle – Kapitalschutz
auf den SMI
Diese Pionierleistung hat die St.Galler
Kantonalbank erbracht. Sie wurde dafür
mit dem Swiss Derivative Special Award
2007 ausgezeichnet. Im September 2007
folgte die Zürcher Kantonalbank, wenig

www.payoff.ch | Dezember 2009

später präsentierten auch die Credit Suisse
über ihre Anlagestiftung Privilegia und
die Basler Kantonalbank strukturierte Lösungen. Zum Schutz des Anlegers, der das
Geld für die Vorsorgelücke im Alter auf die
hohe Kante legt, schreibt das Bundesamt
für Sozialversicherungen eine garantierte
Rückzahlung von mindestens 100 Prozent
und eine Laufzeit von fünf Jahren vor. Für
Banken ist der Spielraum in der konkreten
Produktausgestaltung daher relativ gering.
Die garantierten Mindestrenditen sind tief.
Die Hoffnungen ruhen auf der Partizipationskomponente bei einem sich positiv entwickelnden SMI. Diese Bankprodukte beziehen sich auf den Anlageteil der Säule 3a
und decken die Versicherungskomponente
nicht ab.
Die zweite Welle – Nachfolgeprodukte
Im Gegensatz zu anderen Lösungen, in denen
eine Prämie in definierten Intervallen fällig
wird, ist bei der strukturierten Vorsorge der
gewünschte Betrag einmalig zu Beginn einzubezahlen. Dabei haben diese Lösungen
eine längere Zeichnungsfrist, als dies bei
Strukturierten Produkten üblicherweise der

Fall ist. Danach ist keine Beteiligung mehr
möglich. Bei Verfall wird dem Kunden das
investierte Geld zusammen mit der erzielten
Partizipation auf seinem Vorsorgekonto gutgeschrieben. Da der Kapitalschutz nur auf
den Verfall garantiert ist, sollte der Anleger
sicher sein, das angelegte Kapital nicht zuvor
z.B. für Wohneigentum zu benötigen. Bleibt
das frei werdende Kapital verfügbar, muss
sich der Anleger auf die Suche nach einer
Wiederanlage machen. Die Banken müssten
in regelmässigen Abständen neue Produkte
auflegen. Mit Nachfolgeprodukten warteten
insbesondere die BKB und die SGKB auf (siehe Tabelle).
Die dritte Welle – Eine Allfinanz-Innovation mit Risikoschutz, …
Der Safety Plan 3a – eine gemeinsame Innovation von Skandia und EFG International
– kombiniert einen flexiblen Versicherungsteil mit einem dynamischen Anlageteil. Im
Gegensatz zu den Bankprodukten kann das
Geld als Prämie monatlich, viertel- oder halbjährlich oder jährlich einbezahlt werden. Im
Grundpaket eingeschlossen ist die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit. Zudem

«Die Hoffnungen ruhen auf der
Partizipationskomponente bei
einem sich positiv entwickelnden SMI.»
kann ein Todesfallkapital eingeschlossen
werden.
… Garantie, Reserve und
Partizipation …
Die Anlage besteht aus drei Komponenten,
die über Zertifikate realisiert werden.
•	Sicherheitskomponente: Obligationen sichern die Garantie des Mindestwertes bei
Ablauf.
•	Reservekomponente: In steigenden Märkten werden Reserven aufgebaut und am
Geldmarkt angelegt. Diese dienen dann dem
Aufbau der Partizipation nach negativen
Marktphasen.
•	Beteiligungskomponente: Zertifikate auf
18

FOCUS

Das Reservekonzept

… im Rhythmus des Lebens und
individuell
Der Safety Plan 3a folgt der LebenszyklusAnlagephilosophie. Je näher der 65. Geburtstag rückt, desto stärker reduziert sich
die Partizipationskomponente. Zielgruppe
sind Junge im Alter von 25 bis 35 Jahren, die

Cap

Verkauf von
Partizipation

Mindestallokation
Kauf von Partizipation
Reserve

In der Rückrechnung auf 30 Jahre und unter
Berücksichtigung der Kosten schätzt EFG die
jährliche Rendite auf 2 bis 2,5 Prozent. Zum
Vergleich: Die beiden Grossbanken bieten
2,25 Prozent auf ihren Vorsorgekonti.

Partizipation

die drei Strategien Swiss Comfort (100% SMI),
European Leaders (50% SMI, 50% DJ EURO
STOXX 50) und World Diversified (je 25%
SMI, DJ EURO STOXX 50, SP 500 INDEX,
NIKKEI 25) liefern die Partizipation an den
genannten Aktienmärkten. Dabei wird die
steigende Aktienperformance monatlich per
Lock-in-Mechanismus gesichert.

Zeit

Quelle: Safety Plan 3a

langfristig Sicherheit suchen und doch aktiv
an den Aktienmärkten partizipieren wollen.
Die letzte Einstiegsmöglichkeit ist zehn Jahre
vor der Pensionierung. Als weitere Optionen
können – zu Lasten der Performance – Inflationsschutz und Pfandbesicherung eingebaut
werden. Als Pfand werden Bundesanleihen
und Anlagen mit vergleichbarer Bonität bei
der SIX SIS hinterlegt. Dieses kann bei Ausfall
des Emittenten durch die Skandia zu Gunsten

der Anleger verwertet werden. Dabei wird
jeder Plan individuell verwaltet. Dieser Aufwand schlägt sich in den Kosten von 0,89
Prozent p.a. der Nettoprämie sowie 1,25% p.a.
des Sparkapitals nieder. Auch bezüglich der
Gebührenstruktur ist der Safety Plan 3a nicht
mit den oben erwähnten Vorsorgeprodukten
von Banken zu vergleichen, sondern mit den
teureren Versicherungsprodukten.
■

Die fünf Vorsorgeprodukte im Vergleich

Name	

BKB-Vorsorge Plus 2012 resp. 2013	 CSA Swiss Index Protected	 Performer 3a/201 resp. 3a/2012	
1

Safety Plan 3a	

ZKB Zins+3a

Valor	

3505357 resp. 3924179	

3496853	

2787677 resp. 3456532	

	

3327245

Emittent	
	

Basler Kantonalbank	
	

Credit Suisse Privilegia	
	

St.Galler Kantonalbank	
	

Skandia und	
EFG Financial Products

Zürcher Kantonalbank

Produkttyp	

Kapitalschutz mit Cap	

Kapitalschutz ohne Cap	

Kapitalschutz mit Cap	

Kapitalschutz ohne Cap	

Kapitalschutz ohne Cap

Basiswert	
	
	
	
	
	

SMI	
	
	
	
	
	

SMI	
	
	
	
	
	

SMI	
	
	
	
	
	

Wahlweise 3 Strategien:	 SMI
     · 100% SMI	
     · 50% SMI und DJ EURO
STOXX 50	
     · je 25% SMI, DJ EURO STOXX
50, SP 500, NIKKEI 225	

Kapitalschutz	
108% resp. 102%	
107,5%	
105% resp. 107,5%	
per Verfall				
Partizipation	
	

100% bis Cap von 122% resp. 129%	 40%	
	
	

Risikoschutz	
nein	
durch Ver-		
sicherung 	
	
	
	

nein	
	
	
	

abhängig von Strategie	
und Zeitraum

107,5%

100% bis Cap von 117% resp. 122,5%	 abhängig von Strategie	
	
und Zeitraum	

63% (errechnet aus Durchschnitt	
von 60 Beobachtungen)

nein	
	
	
	

Absicherung des
Sparziels möglich

     · Prämienbefreiung	
inbegriffen	
     · Todesfall- und Erwerbsausfall einschliessbar	

Pfandbesicherung	 nein	

nein	

nein	

möglich	

nein

Inflationsschutz	 nein	

nein	

nein	

möglich	

nein

Bewirtschaftung	 kollektiv	

kollektiv	

kollektiv	

individuell	

kollektiv

Lancierung	

2007 resp. 2008	

2008	

2006 resp. 2007	

individuell	

2007

Rückzahlung/	
Verfall

2012 resp. 2013	

2013	

2011 resp. 2012	

individuell	

2012

www.payoff.ch | Dezember 2009
19

INTERVIEW

«Bei einer atomaren Explosion in einem
Ölfeld garantiere ich Ihnen, dass die Preise
durch die Decke schiessen würden»
payoff sprach mit Victor Sperandeo, Wallstreet-Legende und
bekannt unter dem Namen Trader Vic.
Dieter Haas und Igor Moser

Herr Sperandeo, Ihr Name klingt nicht
typisch amerikanisch. Woher kommen
Sie ursprünglich und wo leben Sie derzeit?
Mein Vater ist Italiener, meine Mutter Ungarin. Geboren bin ich allerdings in den
USA. Vor 14 Jahren zog ich, nicht zuletzt aus
steuerlichen Gründen, von New York nach
Texas. Es ist sehr angenehm, dort zu leben.
Die Menschen sind sehr freundlich.
Könnten Sie sich vorstellen, wie Jim Rogers, der in Singapur lebt, Ihr Domizil zu
verlegen?
Ich kenne Jim Rogers gut. Es scheint ihm
in Singapur sehr zu gefallen. Ich selbst bin
neben Texas von den Virgin Islands begeistert.

Victor Sperandeo, besser bekannt als
Trader Vic, ist professioneller Händler
und verfügt über 40 Jahre Erfahrung
an der Wallstreet. Er handelt Rohstoffe, Aktien, Bonds, Futures und Optionen. Trader Vic ist selbständig und
arbeitete u.a. für George Soros, Leon
Cooperman und BT Alex Brown. Er ist
vor allem bekannt dafür, bei fallenden
Märkten Renditen zu erzielen: Hauptsächlich in den Jahren 1969, 1970, 1973
und 1974, als der Dow Jones Index an
Terrain einbüsste, konnte Trader Vic
ansehnliche Renditen verbuchen. Trader Vic ist Autor verschiedener Bücher
und Präsident von Alpha Financial
Technologies (AFT).

www.payoff.ch | Dezember 2009

Wie nehmen Sie die Schweiz wahr?
Sehr positiv. Ich mag die Werte, welche die
Schweiz repräsentiert. Zudem ist das Land
neutral und war noch nie in einen grossen
Krieg verwickelt. Es ist ein sehr schöner Ort,
um dort zu leben.
Sind Sie glücklich über den neuen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger
Barack Obama?
Nein. Aus philosophischen Überlegungen
sind mir seine Ideen fremd. Er ist ein Sozialist, ich bin klar ein Kapitalist.
Worauf basiert der Trader Vic Total Return Index (TVI), auf den die Royal Bank
of Scotland jüngst ein Tracker-Zertifikat
in USD emittiert hat?
Beim Trader Vic Total Return Index handelt
es sich um ein Managed Futures Index Produkt. Aus 24 Futures aus den Bereichen Rohstoffe, Währungen und US-Zinsen werden

aufgrund eines quantitativen, regelbasierten
Ansatzes für jeden einzelnen Futures Longoder Short-Positionen eingenommen. Das
funktioniert besonders gut in Phasen steigender oder fallender Preistrends. In durch
Makroereignisse ausgelösten Umkehrzeitpunkten, wie sie in diesem Jahr stattgefunden haben, hinken diese Konzepte dem
Markt in der Regel eine gewisse Zeit hinterher. Daher liegen in diesem Jahr die meisten Managed-Futures-Strategien bis anhin
leicht im Minus. Auf lange Sicht übertrifft
der TVI mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 13 Prozent die Erträge
in den Anlageklassen Aktien, Obligationen
und Rohstoffe, und dies bei einer deutlich
geringeren Volatilität.
Weshalb mischen Sie in Ihrem Index
Rohstoffe mit Währungen und US-Obligationen im Verhältnis 50:50?
Das wird aus Diversifikationsüberlegungen
gemacht. Untersuchungen haben ergeben,
dass mit dieser Kombination eine wesentlich
stetigere Rendite erzielt werden kann.
Was ist der Grund, weshalb Sie im Energiesektor nie eine Short-Position einnehmen?
Die relative Bedeutung des Energiesektors,
der zunehmend globale Anstieg des Terrors
sowie die Gefahr nuklearer Attentate veranlassen uns aus Risikoüberlegungen, im
Energiesektor keine Short-Positionen einzunehmen.
Welchen Anlagehorizont sollte ein Investor haben, der das Zertifikat auf den
Trader Vic Total Return Index erwirbt?
Er sollte das Zertifikat mindestens zwölf
Monate halten. Warren Buffet würde Ihnen
einen Zeithorizont von zehn Jahren nennen.
Das Tracker-Zertifikat eignet sich nicht als
Tradinginstrument.
Sie sind im Trader Vic Total Return
20

Index momentan long bei den 10- und
30-jährigen US Bonds. Wann gehen Sie
short und mit welcher Rendite rechnen
Sie für die 30-jährigen Bonds bis Ende
2010?
Gegen Jahresende werde ich meine Position wechseln. Das gegenwärtige kurzfristige
Ausleihen und gleichzeitige Long-Engagement bei den Finanzinstituten widerspricht
der klassischen Bankregel, aber damit verdienen sie momentan ihr Geld. Ich rechne
im kommenden Jahr mit einem Anstieg der
30-jährigen Zinsen 2010 auf fünf Prozent
oder etwas mehr.
Wie sehen Sie die weitere Entwicklung
des US-Dollars?
Ich erwarte eine graduelle Erosion in Richtung eines Dollar-Index-Wertes von 68. Sollte
der Greenback danach in einen freien Fall
übergehen, wäre die US-Notenbank Fed gezwungen, mit einer Zinserhöhung um 25 bis
50 Basispunkte Gegensteuer zu geben. In
diesem Fall würde die Party an den Aktienmärkten wohl zu Ende gehen.
Werden wir im nächsten Jahr eine Verringerung der Korrelation zwischen
den Rohstoffen und den Aktienmärkten sehen?
Im kommenden Jahr erwarte ich eine Ent-

INTERVIEW

kopplung der parallelen Entwicklung zwischen den beiden Anlageklassen. Das Wirtschaftswachstum wird enttäuschen, was
die Regierungen veranlassen wird, neue
Ausgabeprogramme zu lancieren. Aktien,
die mehr auf Wachstum setzen, dürften es
in einem solchen Umfeld schwerer haben,
während Rohstoffe durch Stimulierungsprogramme begünstigt werden, die zu einer
Erhöhung der inflationären Risiken führen.
Man geht im Durchschnitt von einer
sechsjährigen Dauer zwischen dem
Höhepunkt und dem Tiefpunkt im USHäusermarkt aus. Somit würde die Talsohle erst 2012 erreicht werden. Teilen
Sie diese Ansicht?
Für meine Beurteilung ist die Entwicklung
der Bauholz-Futures ein wichtiger Frühindikator. Solange diese sich weiter abschwächen, dürfte der Markt weiter zur Schwäche
tendieren. Das von Ihnen genannte Jahr 2012
halte ich für eine realistische Einschätzung.
Worauf basiert Ihre positive Haltung zu
Gold?
Solange die Notenbanken ihre Geldmenge
im bisherigen Umfang erhöhen, dürfte Gold
an Wert gewinnen. Papier ist für mich kein
Geld. Gold hingegen repräsentiert die beste, Wert erhaltende Form von Geld, und

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www.payoff.ch | Dezember 2009

das schon seit mehr als 2000 Jahren. Ein
konkretes Preisziel zu nennen, ist aber
schwierig.
Welchen Rohstoff innerhalb des Energiesektors mögen Sie besonders und
weshalb?
Wenn ich einen Energierohstoff auswählen
müsste, würde ich mich für Rohöl entscheiden, da in ihm die höchsten politischen Risiken stecken. Bei einer atomaren Explosion
in einem Ölfeld garantiere ich Ihnen, dass
die Preise durch die Decke schiessen würden.
Wie beurteilen Sie den Agrarsektor?
Agrargüter sind stark von saisonalen Effekten betroffen. Gegenwärtig befinden sie
sich in einer Bodenbildungsphase. Gegen
Jahresende werde ich voraussichtlich eine
bullischere Haltung einnehmen und mich
stärker in diesem Segment positionieren.
Welches ist Ihr Long- und welches Ihr
Short-Favorit unter den Rohstoffen im
kommenden Jahr?
In den kommenden zwei Jahren dürften
Long-Positionen auf Gold die grössten Gewinne abwerfen. Auf der anderen Seite werden Shorts auf US Bond Futures die besten
Erträge generieren. 
■
21

PRODUCT NEWS

SILCH – Open End Tracker Zertifikat der RBS auf den ABN AMRO Silver Mining TR Index

Das Gold des kleinen Mannes im Vormarsch
Ein angespanntes Verhältnis von Angebot und
Nachfrage, China, neue Verwendungszwecke
und geringe Reserven sind die Ingredienzen für
langfristig steigende Silberkurse. Fokussierte
Silberminenanlagen sollten in keinem Depot
fehlen.
Dieter Haas

Silber rutscht immer mehr in die Kategorie der seltenen Metalle.
Das billigste Edelmetall besitzt nebst seiner an Bedeutung zunehmenden industriellen Funktion eine hohe Beliebtheit als Geldersatz. Es dürfte sich im Falle einer aufkeimenden Teuerung dank
seiner begrenzten Verfügbarkeit als sehr wertstabil erweisen.
Mit SILCH (CHF) und SILUD (USD) kann der Anleger breit diversifiziert an den wichtigsten Unternehmen der Branche partizipieren. Die beiden Zertifikate der Royal Bank of Scotland
sind die einzigen Anlageprodukte, welche sich auf Indexbasis
ausschliesslich auf Silberproduzenten konzentrieren. Konzerne
wie Fresnillo, Penoles, Silver Wheaton, JSC Polymetal und Pan

«Silber rutscht immer mehr in die Kategorie der
seltenen Metalle.»   
American Silver halten die grössten Positionen inne. Der Index
ist kapitalisierungsgewichtet mit einer maximalen Begrenzung
von 15 Prozent pro Gesellschaft. Die aktuelle Zusammensetzung
kann auf der Webseite des Emittenten eingesehen werden. Leider
fehlt im Termsheet inzwischen die ursprünglich im Anhang beigefügte Beschreibung der Indexkonstruktion. Zudem ist der bei

Mit dem kürzlich lancierten Silberminen-Tracker SILEX tritt ein
neuer Konkurrent auf den Plan. Eine Broschüre der Basler Kantonalbank (www.bkb.ch/flyersilex.pdf ) enthält wertvolle Informationen zur Marktsituation von Silber. Die Auswahl von SILEX deckt
sich in groben Zügen mit SILCH und SILUD. Erstaunlicherweise
fehlt bei SILEX der bedeutende Konzern Silver Wheaton. Im Gegensatz zu den RBS-Produkten handelt es sich bei SILEX um eine
Basketlösung mit einer fixen Laufzeit von knapp zwei Jahren.
Somit fällt keine jährliche Managementgebühr zur Pflege des
Basiswertes an. Durch die Gleichgewichtung der ausgewählten
Titel erhalten die kleinen und mittleren Silberproduzenten ein
höheres Gewicht. Der für SILEX im Sekundärhandel gestellte
Spread von rund einem Prozent liegt deutlich unter der unserer
Meinung nach exorbitanten Spanne von zwei Prozent bei SILCH
und SILUD.
payoff-Einschätzung: Das Kurspotenzial der drei SilberminenTracker-Zertifikate ist beträchtlich und der Kaufzeitpunkt, saisonal betrachtet, optimal. Für kurz- bis mittelfristig interessierte
Anleger besitzt SILEX leichte Vorteile. Dank der open-end Ausgestaltung eignen sich SILCH und SILUD besonders für eine
langfristige Beteiligung am äusserst attraktiven Silbermarkt.

Tracker-Zertifikat auf den ABN AMRO Silver Mining TR Index

Silber ETF - ZSIL

Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 31.10.08)

www.payoff.ch | Dezember 2009

1.00%
2.00%

Handelsplatz	

Silber ETC - CSICI

open-end

Geld-Brief-Spanne	

Tracker-Zertifikat auf ABN AMRO Silver Mining TR Index (SILCH)

CHF

Managementgebühr p.a.	

10.09

ABN AMRO Silver Mining TR Index

Laufzeit	

07.09

Royal Bank of Scotland

Währung Basiswert	

04.09

SILCH

Basiswert	

01.09

Anlageprodukte

Emittent	

10.08

Produktkategorie	
Symbol	

Silber ETF, Silber ETC und Silver Mining Index
%
300
275
250
225
200
175
150
125
100
75
50

der Emission erstellte Flyer nicht als Download verfügbar. Beide
Elemente würden die Transparenz spürbar erhöhen.

Scoach CH

Briefkurs 23.11.09	

CHF 141

Kursziel 31.03.10	

CHF 150.00

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
22

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Informationszwecken erstellt. Sie stellt kein Angebot dar, ein jegliches Finanzinstrument zu kaufen oder zu verkaufen oder sich irgendeiner Handelsstrategie anzuschließen und sie ist kein Erzeugnis der
Research-Abteilung von Morgan Stanley. © 2009 Morgan Stanley. Alle Rechte vorbehalten.

www.payoff.ch | Dezember 2009
23

PRODUCT NEWS

DE000HV5CTT0 – Open-end Tracker-Zertifikat der HVB auf den Commodity Trend TR Index

Trendfolge-Strategie auf Rohstoffe
Rohstoffe sind eine kapriziöse, nicht einfach
fassbare Anlageklasse. Das neue, auf Momentum basierende Anlageprodukt der HypoVereinsbank brachte im Backtesting stolze
Ergebnisse, die jetzt auch in der Praxis erprobt
werden.
Dieter Haas

Das im Grunde simple Konzept setzt auf die Tatsache, dass Rohstoffe, welche in der Vergangenheit gut gelaufen sind, dies wohl
auch in Zukunft tun werden. Aus dem Anlageuniversum der 23
Dow Jones UBS Rohstoffunterindizes (www.djindexes.com) werden monatlich die vier besten herausgepickt. Dabei wird Bezug
genommen auf die Performance über die letzten drei Monate. Der
Klassenbeste wird mit 40 Prozent, der zweitbeste mit 30 Prozent,

«The Trend is your friend»  
der drittbeste mit 20 Prozent und der viertbeste mit 10 Prozent
gewichtet. Auf diese Weise errechnet sich der Commodity Trend
Total Return Index. Monatlich erfolgt eine Anpassung an die neuen Begebenheiten. Der Zusatz Total Return weist darauf hin, dass
die Zinserträge mitberücksichtigt werden. Die Strategie wurde
bis ins Jahre 1992 zurückgerechnet. Ein Vergleich mit dem Dow
Jones UBS Commodity Total Return Index zeigt eine deutliche
Outperformance. In der Handelswährung US-Dollar erzielte der
Commodity Trend Total Return Index seit 1992 im Durchschnitt
eine jährliche Indexperformance von 24,11 Prozent. Rohöl, Erdgas,
Nickel und Benzin wurden dabei am häufigsten ausgewählt. Am
meisten erhielten Erdgas, Kaffee, Nickel und Rohöl die höchste
Gewichtung.

Mit dem in Deutschland kotierten Tracker-Zertifikat HV5CTT
kann der Anleger seit kurzem an dieser Strategie teilhaben. Dank
einer beigefügten Quanto-Komponente wird das Dollarrisiko zum
Euro abgesichert. Somit spielt die Wechselkursentwicklung keine
Rolle. Die Kosten für die Quanto-Gebühr belaufen sich gegenwärtig auf 2,45 Prozent per annum. Auf der Internetseite des
Emittenten www.zertifikate.hvb.de werden jeweils die aktuellen
Sätze veröffentlicht. Ferner muss der Anleger eine jährliche Managementgebühr von 1,50 Prozent berappen. Da die Subindizes
des DJ UBS Commodity Total Return nicht rolloptimiert sind,
können – im Unterschied etwa zu den CMCI-Indizes der UBS –
Rollgewinne oder -verluste entstehen.
Momentum-Strategien funktionieren besonders in Aufwärtsphasen. Bei plötzlichen Kurseinbrüchen wie etwa 2008 verstärkt
der Ansatz in der Regel den Abwärtseffekt. In einem solchen
Fall braucht es Geduld, denn längerfristig zeigt der Trend bei
Rohstoffen klar nach oben.
payoff-Einschätzung: Für die kommenden Monate sieht das Umfeld bei vielen Rohstoffen günstig aus, getreu dem Motto: «The
Trend is your friend.» Somit bestehen für HV5CTT intakte, überdurchschnittliche Kursgewinnchancen.
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Tracker-Zert. auf den HVB Commodity Trend Total Return Index

Performance Commodity Trend, Trader Vic, SP GSCI, DJ UBS

Produktkategorie	

Anlageprodukte

%
2500

ISIN	

DE000HV5CTT0

Emittent	

HypoVereinsbank

2000

Basiswert	

HVB Commodity Trend TR Index

1500

Währung Basiswert	

EUR

Laufzeit	

open-end

Managementgebühr p.a.	

1,50%

Handelsplatz	

Scoach DE

Briefkurs 23.11.09	

EUR 147.74

Kursziel 31.03.10	

EUR 160.00

Daten, Kurse, Termsheets	

www.scoach.de

1000
500
0

01.92

01.96

Commodity Trend TR Index
SP GSCI TR Index

www.payoff.ch | Dezember 2009

01.00

01.04

Trader Vic TR Index

01.08
DJ UBS TR Index

Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 02.01.92)
24

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BULZU
ZUBUL
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RUBUL
XAUBU

Valor
10 608 734
10 608 735
10 608 738
10 608 739
10 661 845

Basiswert
ZURN
ZURN
RUKN
RUKN
Gold

Kurs Aktie
223.00
223.00
48.80
48.80
USD 1165

Strike
220.00
230.00
45.50
47.50
USD 1100

Cap Level
240.00
250.00
47.50
49.50
USD 1200

Preis
1.14
0.88
1.55
1.17
CHF 0.54

Break-Even
231.40
238.80
47.05
48.67
USD 1154

max. Rückz.
2.00
2.00
2.00
2.00
USD 1.00
Preise vom 26.11.09

Wann kaufe ich einen Bull-Call-Spread?
Der Investor hat die Marktmeinung, dass der Basiswert (z. B. Aktie) per Verfall über den Cap-Level steigt. Am Verfalltag erhält er die positive
Differenz zwischen dem Aktienkurs und dem Strike, jedoch maximal die Differenz zwischen dem Cap-Level und dem Strike (z. B. 48.00 - 47.50
= 0.50). Der Preis des Warrants ändert sich täglich; der Bull-Call-Spread kann somit jederzeit verkauft werden. Preisbeispiel bei Verfall:
RUBUL
CHF 1.17

Aktienkurs
 47.50
48.00
48.80
 49.50

Aktienveränderung in %
 -2.66 %
-1.64 %
0.00 %
 1.43 %

Rückzahlung in CHF
0.00
0.50
1.30
2.00

Erfolg in CHF
- 1.17
- 0.67
0.13
0.83

Erfolg in %
-100.00 %
- 57.26 %
11.11 %
70.94 %

Warrants sind Hebelprodukte und mit sehr hohen Risiken verbunden, welche zum Totalverlust führen können, wenn die Marktmeinung des Investors nicht eintrifft.
Sie sind nur für Investoren bestimmt, die diese Risiken verstehen und tragen können.

Für weitere Informationen rufen Sie uns an:
Institutionelle Anleger, Firmen und Banken 044 335 76 00*
Privatpersonen 044 332 66 68*
Unabhängige Vermögensverwalter 044 332 20 20*
Interessiert? Wenden Sie sich an Ihren Relationship Manager
der Credit Suisse oder an Ihre Hausbank.
www.credit-suisse.com/globalwarrants

Dieses Dokument stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion dar; die rechtlich massgebenden Bedingungen sind allein im Kotierungsprospekt enthalten. Bitte verlangen Sie vor einem Anlageentscheid die vollständigen Produktinformationen, insbesondere hinsichtlich produktspezifischer Risiken, Emissionspreis
und allfälliger Gebühren. Diese können unter der entsprechenden Telefonnummer kostenlos bestellt werden. Die Prospektanforderungen gemäss Art. 652a/1156 des schweizerischen Obligationenrechts sind nicht anwendbar. Ferner ist das Produkt keine Kollektivanlage im Sinne des KAG, untersteht keiner Genehmigungspflicht und keiner Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA.
Die Anleger tragen ein Emittentenrisiko. Die Werthaltigkeit der Warrants ist nicht allein von der Entwicklung der Basiswerte, sondern auch von der Bonität des Emittenten abhängig, welche sich während der Laufzeit des Warrants verändern kann.
* Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass
www.payoff.ch | Dezember 2009 Gespräche auf unseren Linien aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
25

PRODUCT NEWS

VPINT – Outperformance-Zertifikat auf einen «Europäische Substanzwerte» Basket von Vontobel

Outperformance mit Substanz
Die Bank Vontobel brachte am 6. November
2009 ein Outperformance-Zertifikat auf einen
Basket von zehn europäischen Substanztiteln auf den Markt. Könnte gerade für Substanzwerte aktuell ein attraktiver Einstiegszeitpunkt sein?
Tobias Walter

Unter Substanzwerten versteht man Unternehmen, die weniger
auf ein schnelles Wachstum ausgerichtet sind, sondern eher – mit
einer soliden Eigenkapitalbasis ausgerüstet – auf eine konstante,
langfristige Entwicklung setzen. Nach einer turbulenten Phase,
wie wir sie bis vor kurzem erlebt haben, mag es so manchen
Anleger geben, der sich nach derartigen Anlagen «mit Substanz»
sehnt. Outperformance-Zertifikate ermöglichen überproportionale Kursgewinne am Basiswert. Der Partizipationsfaktor von

«Nach einer turbulenten Phase, wie wir sie bis
vor kurzem erlebt haben, mag es so manchen
Anleger geben, der sich nach Anlagen «mit Substanz» sehnt.»
140 Prozent wird dadurch erreicht, dass der Basiswert mit CallOptionen auf die einzelnen Titel kombiniert wird. Finanziert wird
dies durch einen Verzicht auf die Dividenden, welche bei den
gewählten Unternehmen recht üppig ausfallen. So liegt aktuell
die Dividendenrendite bei der Deutschen Telekom bei 8 Prozent.
Abwärtsbewegungen unter die Kursbasis von EUR 100 werden zu
100 Prozent mitgemacht. Das Produkt hat eine Laufzeit von drei
Jahren und ist mit einem Quanto-Mechanismus ausgestattet. Der
als Basiswert dienende Basket setzt sich zusammen aus Aktien

aus dem Euro-Raum und aus Titeln, die in Pfund gehandelt werden. Es sind dies die Deutsche Telekom, Vivendi Universal, Enel,
Vodafone Group, GlaxoSmithKline, Sanofi-Aventis, Allianz, Banco
Santander, Unilever und Diageo. Jedes dieser Unternehmen hat
einen Anteil von 10 Prozent am Basket. Insgesamt lässt sich aus
dieser Zusammensetzung eine eher defensive Ausrichtung des
Baskets ableiten. Dafür spricht die hohe Gewichtung von Titeln
aus wenig zyklischen Branchen wie Nahrungsmittel, Pharma,
Telekommunikation und Energieversorgung.
Trotz defensivem Charakter mussten auch diese Unternehmen
während der Finanzkrise Federn lassen und büssten teils empfindlich an Wert ein. Die Deutsche Telekom beispielsweise sackte
zwischen Anfang 2008 und Mitte 2009 von knapp unter EUR 16
auf gut EUR 8 ab. Auch den anderen ging es kaum besser. Seit
Einsetzen der aktuellen Erholungsphase lässt sich aber auch bei
den erwähnten Aktien eine Aufwärtstendenz feststellen. Glaubt
man also der Prämisse, dass sich Substanzwerte in Abwesenheit
einer zyklischen Hausse generell besser entwickeln, als dies bei
Wachstumswerten der Fall ist, so scheint ein Investment zum
jetzigen Zeitpunkt durchaus verlockend.
payoff-Einschätzung: Solide Werte, die aber doch eine markante
Korrektur erfahren haben, sind attraktiv. Wer an einen generellen Aufwärtstrend glaubt, aber nicht zu sehr spekulieren möchte, könnte in VPINT ein vielversprechendes Investment finden.
Sollte allerdings eine Kurssteigerung ausbleiben, so schmerzt der
Verzicht auf die hohen Dividenden.

Outperformance-Zertifikat auf den
«Europäische Substanzwerte» Basket

VPINT-Backtesting

06.09

DJ Euro Stoxx 50 TR Index
Quelle: Bloomberg (indexiert in EUR ab 30.12.2005)

www.payoff.ch | Dezember 2009

1.40 ab Initial Level

Handelsplatz	
12.08

EUR 100

Leverage	

06.08

30.10.2012

Initial Level	

12.07

EUR

Verfall	

06.07

«Europäischer Substanzwerte Basket»

Währung Basiswert	

12.06

Vontobel

Basiswert	

12.05 06.06

VPINT

Emittent	

%
140
130
120
110
100
90
80
70
60
50
40

Anlageprodukte

Symbol	

Backtesting VPINT vs. DJ Euro Stoxx 50 TR Index

Produktkategorie	

Scoach CH

Briefkurs 18.11.2009	

EUR 104.20

Kursziel 31.03.2010	

EUR 110

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
26

PRODUCT NEWS

MLSMI – Kapitalschutzprodukt mit Cap auf den SMI von Merrill Lynch

100% Kapitalschutz und 100% Partizipation!
Wegen des niedrigen Zinsniveaus und der zeitweise sehr hohen Volatilität konnten in letzter
Zeit kaum attraktive Kapitalschutzprodukte aufgelegt werden. Im Sekundärmarkt lassen sich
aber noch einige Trouvaillen entdecken.
Martin Plüss

Kapitalschutzprodukte sind eine Kombination aus einer Obligation
und einer Anzahl Call-Optionen. Mit den Zinsen der Obligation wird
der Kapitalschutz garantiert, während die Calls die Partizipation
am Kursanstieg des Basiswerts beisteuern. Wenn die Zinsen niedrig
sind oder die Optionen – auf Grund einer hohen Volatilität – teuer,
können nur wenige Calls gekauft werden, was eine niedrigere Partizipationsrate zur Folge hat. Vor diesem Dilemma stehen aktuell
die Emittenten. Neue Produkte weisen oft eine relativ tiefe Partizipation auf oder es wird auf – billigere – asiatische Optionen zurückgegriffen, bei denen für die Rückzahlung nicht der Schlussstand
des Basiswerts entscheidend ist, sondern ein über die gesamte
Laufzeit gemittelter Durchschnitt. Die meisten Produkte auf dem
Sekundärmarkt dagegen haben Ausübungspreise, die weit über
dem aktuellen Kursniveau liegen. Es gibt aber auch Ausnahmen,
nämlich Zertifikate, die zu einem Zeitpunkt emittiert wurden, als
sich die Aktienmärkte auf ähnlicher Höhe bewegten wie jetzt.
Dazu gehört MLSMI von Merrill Lynch. Dieses Papier mit einem
Nominalwert von CHF 1000 wurde im Juli 2008 auf den Markt
gebracht. Es bietet einen Kapitalschutz von 100 Prozent und eine
Partizipation von ebenfalls 100 Prozent an einem Kursanstieg des
SMI oberhalb des Ausübungspreises von 6'772.74 Punkten. Diese
attraktiven Bedingungen wurden dadurch ermöglicht, dass Merrill
Lynch zum Zeitpunkt der Emission einen Credit Spread von mehr
als 400 Basispunkten aufwies, womit ein entsprechend hoher Zins
für den Obligationsteil in die Konstruktion des Produkts einfloss.
Mittlerweile hat sich der Credit Spread der Emissionsbank wieder

auf 100 Basispunkte reduziert. Trotzdem wird das Papier aktuell
unter pari gehandelt.
Die Tatsache, dass das Produkt mit einem Cap bei 140 Prozent
(entsprechend einem Wert des SMI von 9'481.84 Punkten) versehen
ist, dürfte für den Käufer kaum einen Nachteil bedeuten. Dass der
Schweizer Blue Chip Index bis zum Verfall des Papiers am 6. Juni
2011 wieder derartige Höhen erklimmen wird, erwarten wohl nicht
einmal die grössten Optimisten. Da der SMI aktuell nur noch rund 7
Prozent unter dem Ausübungspreis liegt, ist die Chance realistisch,
dass sich bis zum Verfalltermin mit diesem Produkt ein Gewinn

«Attraktiv sind Zertifikate, die zu einem Zeitpunkt
emittiert wurden, als sich die Aktienmärkte auf
ähnlicher Höhe bewegten wie jetzt.»
erzielen lässt. Sollten die Märkte dagegen wieder gegen Süden
drehen, so reduziert sich das Verlustrisiko auf den entgangenen
Zins für das eingesetzte Kapital.
payoff-Einschätzung: Die Märkte haben von einem rasanten Aufstieg seit März zu einem Seitwärtstrend gewechselt. Ob es nach
dessen Beendigung weiter nach oben geht, oder ob die Märkte wieder nach unten drehen, ist ungewiss. In dieser Lage ist der Einsatz
von Kapitalschutz-Produkten eine gute Wahl. Hier gehört MLSMI
aufgrund der attraktiven Bedingungen zu den «Top-Picks».

Kapitalschutz-Zertifikat mit Cap auf den SMI
Produktkategorie	

Anlageprodukte

Valor	

4'327'382

Emittent	

Merrill Lynch

Basiswert	

SMI

Währung	

CHF

Verfall	

06.06.2011

130

Ausübungspreis	

6772.74

120

Cap	

9481.84 (140%)

Kapitalschutz-Zertifikat MLSMI versus Basiswert
%
150
140

110

Kapitalschutz	

100%

90

Partizipation bis zum Cap	

100%

80

Handelsplatz	

Scoach CH

Briefkurs 23.11.09	

98.45%

Kursziel 31.03.10	

100.50%

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch

100

70
60

07.08
MLSMI

11.08
SMI

03.09
Bond Floor

07.09

11.09

Cap

Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 04.07.08)

www.payoff.ch | Dezember 2009
27

INVESTMENT IDEA

Präsentiert von Goldman Sachs

Edelmetalle und Rohöl

Der Preis der Feinunze Gold machte viele Schlagzeilen. Wird
das Edelmetall künftig seinen Höhenflug fortsetzen oder steht
eine Kurskorrektur ins Haus?

Aktien und Aktienindizes sind traditionell
beliebte Basiswerte von Warrants. Doch
auch Rohstoffe rücken immer mehr ins
Zentrum risikobereiter Investoren – neben
dem Rohöl vor allem die Edelmetalle Gold
und Silber. Die Feinunze Gold markierte
zuletzt häufig neue Rekordstände, die beispielsweise von der Meldung über gestiegene Importe des wichtigen Schmuckherstellers Indien begleitet wurde.
Anleger stehen vor der Frage: Wird die Rally der Edelmetalle weitergehen oder droht
eine Kurskorrektur? Bei Rohöl lautet die
Frage dagegen, ob das «schwarze Gold»
die Seitwärts-Bewegung der vergangenen

Berücksichtigung des Wechselkurses). Der
Zeitwert ist die Differenz aus Warrant-Preis
und innerem Wert. Er wird von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der
erwarteten Schwankungsbreite (implizite
Volatilität) des Basiswerts, dem Zinsniveau
und der Restlaufzeit beeinflusst. Notiert
der Basiswert eines Calls bei Fälligkeit auf
oder unter dem Basispreis, verfällt der Warrant wertlos.
Das Gegenstück zum Call ist der Put. Er
gewinnt tendenziell an Wert, wenn der zugehörige Basiswert fällt. Anleger können
damit auf rückläufige Notierungen eines
Basiswerts spekulieren oder Positionen im
Depot gegen Kursverluste absichern.

Wochen verlassen kann. Mit Warrants von
Goldman Sachs können Investoren unterschiedliche Marktmeinungen umsetzen
und somit von steigenden Kursen oder von
fallenden Notierungen profitieren.

Warrants bieten attraktive Gewinnchancen in steigenden wie in fallenden Marktsituationen. Sollte der Anleger jedoch die
Kursentwicklung des Goldes, des Silbers
oder des Rohöls falsch eingeschätzt haben,
kann es zu Verlusten kommen bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Bitte beachten Sie, dass Anleger mit einer Investition in Warrants das Emittentenrisiko
von Goldman Sachs tragen.

Da es sich bei Warrants um spekulative
Produkte handelt, sollten sich nur Anleger
darin positionieren, die die Funktionsweise kennen. Der Preis eines Warrants setzt
sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Der innere Wert errechnet sich beim Call aus der Differenz von
Kurs des Basiswerts minus Basispreis des
Warrants (bereinigt um das Ratio und unter

Weitere Details zu Funktionsweise sowie
Chancen und Verlustrisiken entnehmen
Sie bitte dem jeweiligen Termsheet, das
wir Ihnen ebenfalls auf unserer Website
zur Verfügung stellen. Gerne beantworten
wir Ihre Fragen auch am Telefon unter der
kostenlosen Hotline 044 224 11 44. Die Produkte werden an der Scoach Schweiz AG
gehandelt.

Rohstoff-Warrants
Basiswert	

Symbol1)	

Option	

Feinunze Gold	

XAUJE	

Call	

Ausübungspreis in USD	

Fälligkeit	

Referenzpreis* in USD	

1’200	

18.12.09	

1’168.00	

0.02	

Feinunze Gold	

XAUAA	

Silber	

XAGFK	

Ratio	

Briefkurs in CHF*
0.38

Put	

1’000	

25.06.10	

1’168.00	

0.02	

0.54

Call	

20.00	

18.12.09	

18.62	

1	

0.32

Silber	

XAGFV	

Call	

20.00	

25.06.10	

18.62	

1	

1.73

ICE Brent Crude Oil Future	

LCOCC	

Call	

90.00	

10.05.10	

81.24	

0.2	

1.04

ICE Brent Crude Oil Future	

LCOCF	

Put	

75.00	

10.05.10	

81.24	

0.2	

1.27

* Stand: 24.11.2009	

1) Diese Produkte sind bereits an der Scoach Schweiz AG handelbar.

Garantin: The Goldman Sachs Group, Inc.; Rating der Garantin: A1 (Moody’s) / A (SP®); Art der Garantie: unwiderrufliche, unbedingte Zahlungsgarantie; Emittentin: Goldman Sachs International; Dieses Inserat stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Dieses Inserat erscheint ausschliesslich zum Zweck der Information über die im Inserat aufgeführten Produkte. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im
Sinne des Bundesgesetzes über kollektive Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Bonitätsrisiko der Emittentin bzw. der Garantin
ausgesetzt. Anleger sollten vor Erwerb eines Produktes die Ausführungen im Offering Circular bestehend aus dem Programme for the Issuance of Derivatives (http://www.goldman-sachs.ch/Programm) und dem jeweiligen Pricing Supplement zu den Chancen und Risiken (einschliesslich des emittenten- und gegebenenfalls produktspezifischen Totalverlustrisikos) lesen und etwaige Fragen mit einem Finanzberater besprechen. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Goldman
Sachs Bank AG, Public Distribution, Münsterhof 4, Postfach, CH-8022 Zürich, Telefon: +41 (0)44 224 1144, Telefax: +41 (0)44 224 1020, www.goldman-sachs.ch, E-Mail: swisswarrants@gs.com

www.payoff.ch | Dezember 2009
28

DERIVE

Geberit – vor dem Aufstieg in den SMI
Die Aktien des Sanitärtechnikunternehmens besitzen intakte Chancen, nächstes Jahr in den
erlauchten Kreis der Blue Chips aufgenommen zu werden.
Analyse

Umsetzung

GEBERIT AG

CHF 171.00

CH0030170408 | GEBN | Schweiz Analyse vom 21. Nov 2009

Schlusskurs vom 20. Nov 2009
GEBERIT AG gehört zur Branche «Baugewerbe  Werkstoffe» und dort
zum Sektor «Baustoffe  Einbauten». Mit einer Marktkapitalisierung von
6.86 Milliarden US Dollar zählt sie zu den «large-cap» Gesellschaften.
Während der letzten 12 Monate lag der Kurs zwischen CHF 176.30 und
CHF 93.15. Der aktuelle Preis von CHF 171.00 liegt 3,0% unter dem
höchsten und 83,6% über dem tiefsten Wert in dieser Periode. Ergebnis seit 19. November 2008: GEBERIT AG: 64,6%, Baugewerbe  Werkstoffe: 71,1%, DJ Stoxx 600: 25,7%
Vergleich (19. November 2008 - 20. November 2009)
%
100
80
60
40
20
0
-20
03.09

01.09
GEBN

05.09

DJ Stoxx 600

Fundamentale und
technische Analyse

Gesamteindruck
Negativ

09.09

11.09

Quelle: thescreener.com

Risikoanalyse*

Neutral

Sehr
negativ

07.09

CON@EP

Mittleres Risiko

Sehr Hohes
positiv Risiko

Eher negativ

Neutral

Geringes
Risiko

Eher positiv

Positiv

Preis
•	 Bei CHF 170 relativ zur Wachstumserwartung leicht überbewertet.
•	 Sektorpotenzial Baustoffe  Einbauten:  15% und damit
deutlich besser als der Einzelwert.
Gewinnprognosen
•	 Die Gewinnprognosen wurden seit dem 28. August 2009
mehrheitlich nach oben korrigiert.
Technische Tendenz
•	 Die Aktie verfügt über leicht positives Momentum.
Risiko
•	 Geberit korreliert stark mit dem Referenzindex.
•	 Der Trend der Volatilität ist neutral.
•	 Das Risiko der Aktie mit einem Beta von 1.0 und mittlerer
Volatilität entspricht genau dem Durchschnitt.

www.payoff.ch | Dezember 2009

Schweizer Qualität überzeugt
Der gemessen an der Börsenkapitalisierung wichtigste Wert des
SMIM steht kurz davor, in die Phalanx der SMI-Titel einzubrechen.
So überzeugte die Geberit-Gruppe mit sehr soliden Umsatzzahlen
für die ersten neun Monate des Jahres 2009. Vor allem die Resultate des dritten Quartals fielen erfreulich aus. Das gute Ergebnis
verlieh den Aktien neuen Schub. Das Umfeld bleibt zwar schwierig. Dennoch erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2009
einen Umsatz leicht über CHF 2.1 Milliarden. Ferner sollten die
operativen Ergebnisse besser ausfallen, als es nach den ersten
sechs Monaten den Anschein hatte. Trotz gewisser Vorbehalte
wegen dem Fehlen präziser mittelfristiger Prognosen befindet
sich das Unternehmen auf einem guten Weg. Gelingt es der Aktie,
die markttechnische Hürde um CHF 180 zu überwinden, wäre der
Weg frei bis zu den Allzeit-Höchstkursen um CHF 220.
Die Titel zählen auf alle Fälle zu den qualitativ erstklassigen Werten des schweizerischen Aktienmarktes. Mit einem Kauf eines
der beiden bis zum 18. Juni 2010 laufenden Turbo Call-Warrants
TGEBD (KO-Level CHF 144) und TGEBC (KO-Level CHF 150)
bieten sich beste Chancen auf ein sattes Zubrot. Die Knock-outSchwelle befindet sich zwar leicht oberhalb der 200-Tage-Durchschnittslinie, der Aufwärtstrend scheint aber gefestigt genug.
Insofern erachten wir die Gefahr einer Barrierenverletzung als
relativ gering.
Der vorsichtige Spekulant findet auf www.payoff.ch eine grosse
Anzahl lang laufender Calls (bis 21.12.12) mit einer breiten Palette
an Strikes.
Symbol TGEBC	

Knock-out Warrants

Valor	

10661659

Produktkategorie	

Hebelprodukte

Emittent	

UBS

Basiswert	

Geberit Namen - CHF 177

Verfall	

18.06.10

Handelsplatz	

Scoach CH

Briefkurs (23.11.09)	

CHF 0.38

Ausübungspreis	

CHF 150

Ratio	

50:1

Kursziel 31.03.10	

CHF 0.80

Daten, Kurse, Termsheets	

www.payoff.ch
2009 12 payoff magazine
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2009 12 payoff magazine
2009 12 payoff magazine
2009 12 payoff magazine
2009 12 payoff magazine
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2009 12 payoff magazine

  • 1. 1 Nr. 12 | Dezember 2009 | 6. Jahrgang | www.payoff.ch | CHF 12.50 | EUR 8.– all about derivative investments Jahresrückblick 2009 Die Höhepunkte auf einen Blick Geothermie Kernenergie aus dem Erdinneren Interview mit Trader Vic über Gold und den US-Dollar Dividenden-Indizes für eine neue Anlageklasse www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 2. OPINION 2 Daniel Manser Chefredaktor payoff F ocus 4 8 10 12 15 17 Jahresrückblick 2009 – Die Höhepunkte auf einen Blick Geothermie - Kernenergie aus dem Erdinneren Absicherung steigender Zinsrisiken Fixed Income Ausblick 2010: Gefahr vom Damokles- schwert der Zentralbanken «Es ist nicht das Ziel, Zertifikate im grossen Stil zu emittieren» Aller guten Dinge sind drei! Interview 19 Interview mit Victor Sperandeo, Wallstreet-Legende roduct News P 21 23 25 26 Das Gold des kleinen Mannes im Vormarsch Trendfolge-Strategie auf Rohstoffe Outperformance mit Substanz 100% Kapitalschutz und 100% Partizipation! Investment idea 27 Edelmetalle und Rohöl Derive 28 Geberit – vor dem Aufstieg in den SMI 29 SMIM enteilt dem SMI 30 TIPS und Gold im Gleichschritt Musterportfolio 31 Musterportfolio CH Wachstum weiter im Aufwind P roduct review 33 Produktevorstellungen und was daraus wurde Learning CurvE 35 Dividenden-Indizes für eine neue Anlageklasse Market monitor 37 39 41 43 44 45 Payoff Market Making Index Korrelationsmatrix Rating Watch Attraktive Neuemissionen Meistgehandelte derivative Hebel-Produkte Meistgehandelte derivative Anlageprodukte E VENTS 46 Rund um People Events READER'S SERVICE 47 Reader’s Voice 48 Ticker News 48 Impressum Theater der Emotionen Noch selten erzeugte ein Finanzjahr so viele Emotionen wie 2009. Die Trübsal zu Beginn des Jahres gipfelte im März in scheinbarer Hoffnungslosigkeit. Dann stellte sich im Frühsommer eine zaghafte Erleichterung ein, welche von immer weiter steigenden Erwartungen gefolgt wurde. Im Herbst kehrte dann nach und nach Optimismus ein, um dann gegen Ende Jahr in einigen Assetklassen, wie beispielsweise den Edelmetallen, gar in eine Art Euphorie zu münden. Kein Dramatiker hätte das «Finanz-Theater 2009» besser schreiben können. Einmal mehr bewahrheitete es sich: Das wahre Leben schreibt die besten Geschichten. Geschrieben und gesagt wurde auch 2009 viel, allerdings bedeutend kontroverser als in vergangenen Jahren. Man könnte sich an den oftmals energisch geführten Diskussionen und Referaten wahrhaft erfreuen, wäre die Lage nicht so ernst. Auf jeden Fall bekam der geneigte Zuhörer Interessanteres geboten als den gewohnten «Long-only»Einheitsbrei der Vor-Krisen-Zeit. Und da das Jahr negativ begann und wohl positiv aufhören wird, und nicht umgekehrt, dürfen wir auch 2010 mit einer wohldosierten Portion Zuversicht in Angriff nehmen. Im Namen des ganzen Redaktionsteams danke ich allen Leserinnen und Lesern für das Wichtigste für eine Finanzpublikation, was Sie uns schenken, für Ihr Vertrauen. Sage und schreibe 94 Prozent von Ihnen gaben bei unserer diesjährigen Leserumfrage an, sich in ihren Anlageentscheiden von payoff beeinflussen zu lassen. Dieser Wert ist für uns Bestätigung und Verpflichtung in Einem. Wir tun alles dafür, für Sie auch im kommenden Jahr attraktive Produkte aufzustöbern, spannende Themen anzugehen und konkrete Anlagetipps zu liefern. Dies immer mit der Absicht, den Anlageerfolg für Ihre persönlichen und die von Ihnen verwalteten Gelder zu optimieren. Und dies unabhängig von der weiteren Entwicklung der Finanzund Kapitalmärkte. Denn für Strukturierte Produkte gibt es keine schlechten Märkte, höchstens das falsche Produkt zur falschen Zeit. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins 2010!
  • 3. RENDITEOPTIMIERUNG ZEICHNUNGSSCHLUSS 16.12.2009 WÄHLEN SIE IHRE IDEALLINIE. Dezember Serie Zeichnungsschluss: 16.12.2009 CO SI Während der letzten zwei Jahre waren die Finanzmärkte volatil. Aufgrund grosser Preisfluktuationen in allen Assetklassen ist eine Erwartung hinsichtlich der Preisentwicklung im Zeitverlauf notwendig. Bisher war es für Anleger kompliziert, verschiedene Ansichten in einem einzelnen Zertifikat zu kombinieren. Mit dieser Monatsserie setzt EFG Financial Products eine solche Anlagestrategie um. Dank einer innovativen Coupon Struktur kann der Anleger von unterschiedlichen Markteinschätzungen über verschiedene Zeithorizonte profitieren. Die maximalen Auszahlungen liegen je nach Währung des Zertifikates zwischen 149.00% und 152.50%*. Möchten Sie mehr über dieses oder andere Finanzprodukte von uns erfahren? Besuchen Sie unsere Website www.efgfp.com oder kontaktieren Sie uns unter Tel. +41 58 800 1111. Die Express Zertifikate unserer Dezember Serie kombinieren eine kurzfristige bearishe Einschätzung mit einer längerfristigen bullishen Prognose. Diese sind auf Anleger zugeschnitten, welche davon ausgehen, dass die Märkte während den nächsten sechs Monaten moderat sinken, sich in den darauf folgenden zweieinhalb Jahren aber wieder erholen werden. * Die maximalen Auszahlungen sind von der Höhe der Coupons abhängig. Diese werden am 16.12.2009 festgelegt und können aufgrund aktueller Marktentwicklungen während der Zeichnungsfrist abweichen. EXPRESS ZERTIFIKATE AUF INDIZES (SVSP 1260) SW 2 G R BE TE ER M OO RS BL KE C TI S NG L E EV L ON LE UP ER CO IGG TR 1 U CO L VE PO N 3 L LL VE LL IG CA LE CA 2 AL TER TO ER TO ON NM G AU IGG AU UP EI DIN TR CO BE E RI R LE VE 4 L ZE IT RU NG R LO VA IS 10702962 CH0107029628 Dow Jones EURO STOXX 50® Price Index SP 500 INDEX® Swiss Market Index® SX5E 100% SPX SMI 100% 7 .25% 100% 7 .25% x Autocall Semester 70% 3 Jahre CHF quanto 10702961 CH0107029610 Dow Jones EURO STOXX 50® Price Index SP 500 INDEX® Swiss Market Index® SX5E 100% SPX SMI 100% 7 .50% 100% 7 .50% x Autocall Semester 70% 3 Jahre EUR quanto 10702963 CH0107029636 Dow Jones EURO STOXX 50® Price Index SP 500 INDEX® Swiss Market Index® SX5E 100% SPX SMI 100% 7 .00% 100% 7 .00% x Autocall Semester 70% 3 Jahre USD quanto IN SI BA 1 Nur für die ersten 6 Monate gültig. Alle Basiswerte müssen unter diesem Level schliessen. 2 Die Coupons werden am 16.12.2009 festgelegt und können aufgrund der Marktentwicklung 3 Vorzeitige Rückzahlung gemäss halbjährlicher Beobachtung (erstmals am 15.12.2010). 4 Kontinuierliche Beobachtung, beginnend nach 1 Jahr. AN FA BA R UF LA ÄH W während der Zeichnungsfrist abweichen. Mitglied bei Ihre Hausbank nimmt gerne Ihre Zeichnung entgegen. EFG International AG tritt als Garantin für die Verpflichtungen der Emittentin gemäss den allgemeinen Produktebedingungen auf. EFG Financial Products AG, Financial Engineering Distribution, Brandschenkestrasse 90, Postfach 1686. 8027 Zürich, Tel. +41 58 800 1111, www.efgfp.com Standard Poor’s®, SP®, SP500® sind Warenzeichen von The McGraw-Hill Companies, Inc. und wurden an die Emittentin zum Gebrauch lizenziert. Das Produkt wird nicht von Standard Poor‘s gesponsert, empfohlen oder unterstützt und Standard Poor‘s macht keinerlei Darstellungen im Hinblick auf die Ratsamkeit der Anlage in das Produkt. Die in diesem Inserat dargestellten Effekten werden von der SIX Swiss Exchange weder unterstützt, abgetreten, verkauft noch beworben. Jegliche Haftung ist ausgeschlossen. Der SMI® ist eine eingetragene Marke der SIX Swiss Exchange. Dessen Verwendung ist lizenzpflichtig. Der Dow Jones EURO STOXX 50® und seine Marken sind geistiges Eigentum der Stoxx Limited, Zürich, Schweiz und/oder Dow Jones Company, Inc., eine Gesellschaft unter dem Recht von Delaware, in New York, USA (die „Lizenzgeber“), welches unter Lizenz gebraucht wird. Die auf dem Index basierenden Wertpapiere sind in keiner Weise von den Lizenzgebern gefördert, herausgegeben, verkauft oder beworben und keiner der Lizenzgeber trägt diesbezüglich irgendwelche Haftung. Dieses Inserat dient nur zu Informationszwecken und stellt weder eine Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten noch eine Offerte oder Einladung zur Offertstellung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die in diesem Dokument erwähnten Finanzprodukte sind derivative Finanzinstrumente. Sie qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne von Art. 7ff. des schweizerischen Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und sind daher weder registriert noch überwacht von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Dieses Inserat stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 KAG sowie kein Kotierungsinserat im Sinne des Kotierungsreglementes dar. Die massgebende Produktdokumentation kann direkt bei EFG Financial Products AG unter Tel. +41 (0)58 800 1111, Fax +41 (0)58 800 1010 oder über E-Mail: termsheet@efgfp.com bezogen werden. Verkaufsbeschränkungen für Europa, Hong Kong, Singapur, die USA, US-Personen und Vereinigtes Königreich (die Emission unterliegt schweizerischem Recht). © EFG Financial Products AG. Alle Rechte vorbehalten.
  • 4. 4 FOCUS Jahresrückblick 2009 – Die Höhepunkte auf einen Blick www.istockphotos.com Die Unsicherheit bei den Anlegern zu Beginn des Jahres war gross, die Aktienmärkte tauchten. Wider Erwarten haben sich die Kurse seit März kräftig erholt. Mit Folgen: Der Markt für Strukturierte Produkte konnte sich erholen, der Risikoappetit kehrte allmählich zurück. Nicht zuletzt deshalb, weil die Branche für Transparenz und Aufklärung gesorgt hat. geplant entwickelten sie unter der Führung des Schweizerischen Verbandes für Strukturierte Produkte SVSP zusammen mit der SIX Swiss Exchange die Hinterlegung von Sicherheiten, kurz COSI (Collateral Secured Instruments). Dadurch wird das Gegenparteirisiko stark minimiert. Handelsstart war der 28. September. EFG Financial Products und die Bank Vontobel waren die ersten «Die Strukturierten Produkte wurden als «toxisches Teufelszeug» betitelt.» Emittenten, die entsprechende Produkte auf den Markt gebracht haben. Mittlerweile bietet auch Clariden Leu pfandbesicherte Zertifikate an, andere Emittenten werden wohl demnächst folgen. dukte in einen Topf zu werfen, greift allerdings zu kurz. COSIs wären wohl zu Beginn des Jahres das geeignete Produkt gewesen, um dem Problem des Emittentenrisikos zu begegnen. Denn damals war das Gegenparteirisiko in aller Munde. Der Einbruch des StrukiMarktes offenbarte sich auch bei der Abnahme der Wertschriftenbestände in den Kundendepots der Banken. Von Januar (CHF 254 Mrd.) bis März (CHF 225 Mrd.) sanken diese stetig (vgl. Grafik). Harziger Auftakt ins 2009 Im Zuge der Verwerfungen an den Aktiensowie Derivatmärkten ist das Emittentenrisiko wieder in den Fokus gerückt. Nicht zuletzt deshalb waren börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) 2009 besonders populär, denn diese sind rechtlich gesehen Sondervermögen wie normale Fonds. Demgegenüber sind Strukturierte Produkte Inhaberschuldverschreibungen. Geht der Emittent konkurs, hat der Anleger sein investiertes Kapital verloren. Auf diesen «Mangel» haben die Emittenten denn auch reagiert: Zwar etwas später als Risiko-Kennzahl sorgt für mehr Transparenz Der Aufklärungs- und Informationsbedarf sowohl bei den Anlegern als auch bei den Kundenberatern ist, vor allem nach den Turbulenzen an den Finanzmärkten, nach wie vor gross. Die Derivatbranche, insbesondere der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte SVSP, hat diesem Umstand Rechnung getragen und im Sommer die auf dem Value at Risk (VaR) basierende Risiko-Kennzahl eingeführt. Der VaR ist die in der Finanzbranche am weitesten verbreitete Methode, um das Marktrisiko Das Jahr 2009 stand im Zeichen haussierender Aktien- und Derivatmärkte. Folgt im kommenden Jahr die Baisse? Igor Moser W er hätte das gedacht? Nach dem tiefen Fall zu Beginn des Jahres hat sich die Derivatbranche aufgerappelt, der Optimismus kehrte schneller zurück als gedacht. Nach dem Fall des einstigen Wallstreet-Giganten Lehman Brothers gab es etliche Stimmen, die den Untergang des Geschäfts mit Derivaten prophezeiten. Die Strukturierten Produkte wurden in die gleiche Schublade gesteckt wie die hypotheken-besicherten Instrumente wie Mortgage Backed Securities (MBS) und wurden als «toxisches Teufelszeug» betitelt. Gewiss ist eine Ablehnung verständlich, zumal sich etliche Anleger mit Lehman-Produkten die Finger verbrannt haben. Alle Strukturierten Pro- www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 5. 5 Eusipa-Map – Europäisierung schreitet voran Ein Meilenstein im ausgehenden Jahr war auch die neue SVSP Swiss Derivative Map. Der Verband hatte die Vorreiterrolle und übernimmt die europäische Kategorisierung vollumfänglich. Die aktuelle Map erschien im neuen Look und etwas schlanker. Das Layout, die Kategorisierung und die Verwendung von vier- statt dreistelligen Produktcodes wurden bereits dem europäischen Standard angepasst. Mit der Einführung der Eusipa-Map hat der europäische Dachverband – die European Struc- Bestand Strukturierter Produkte in Kundendepots der Banken 08.09 07.09 06.09 3.5 05.09 4.0 0 04.09 4.5 50 03.09 100 02.09 5.0 01.09 5.5 150 12.08 6.0 200 11.08 250 10.08 6.5 09.08 300 Ø2008 7.0 Ø2007 7.5 350 Ø2006 400 Ø2005 einer Investition abzuschätzen. Die Kennzahl macht eine Aussage dazu, dass man bei einer bestimmten Investition während einer Haltedauer von 10 Tagen mit der Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent nicht mehr als einen bestimmten Betrag verliert. In Abhängigkeit von der Höhe des VaR werden die Strukturierten Produkte in sechs Risikoklassen eingeordnet. Diese Risikoklassen ergeben das SVSP Risk Rating für nahezu jedes einzelne gelistete Produkt in der Schweiz, wobei zur Erhöhung der Verständlichkeit Vergleichswerte definiert wurden. Die Daten zur Berechnung der Risikokennzahl werden von Derivative Partners Research AG gesammelt, gepflegt und aufbereitet. FOCUS Strukturierte Produkte in % des Gesamtvermögens – rechte Skala Strukturierte Produkte in Milliarden CHF – linke Skala tured Investment Products Association (Eusipa) – beschlossen, die Kategorisierung zu vereinheitlichen. Auf der neuen SVSP «Der VaR ist die in der Finanzbranche am weitesten verbreitete Methode, um das Marktrisiko einer Investition abzuschätzen.» Swiss Derivative Map sind zudem drei Produkttypen nicht mehr aufgeführt. Es sind dies Spread-Warrants, Airbag-Zertifikate und Range Barrier Reverse Convertibles. Quelle: SNB Bei ihnen waren die Bedingungen für einen Verbleib in der Map nicht mehr erfüllt (siehe Rubrik Reader’s Voice, S.47 dieser Ausgabe). Traditionsgemäss wurde die neue Map an der Messe für Strukturierte Produkte in Zürich im Oktober präsentiert. Nach dem spärlichen Zuschaueraufmarsch im vergangenen Jahr – die Messe fand lediglich einen Monat nach der Lehman-Pleite statt – konnte die diesjährige Veranstaltung als Erfolg verbucht werden. Die Aussteller und Veranstalter zogen eine positive Bilanz des Messeverlaufs. Ingesamt kamen rund Anzeige www.barx-is.com BARCLAYS CAPITAL FÜHRENDER ANBIETER VON STRUKTURIERTEN PRODUKTEN. Solides Emittentenrating (AA-) • Massgeschneiderte Lösungen • Alle Assetklassen Auch über die SIX-Swiss Exchange sind Barclays Produkte erhältlich. Kontakt: info-ch@barcap.com • Hotline: 044 205 51 70 Earn Success Every Day www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 6. 6 FOCUS 3500 institutionelle und private Anleger ins Kongresshaus, deutlich mehr als 2008. Das Motto der diesjährigen Messe lautete «Wissen ist das beste Konjunkturpaket», in Anlehnung an die staatlichen Stützungsprogramme zur Ankurbelung der globalen Wirtschaft. Herauszustreichen ist 2009 nicht nur die Messe, sondern auch die Verleihung der «Können Emittenten mit Innovationen, Aufklärung und Transparenz die Anleger bei Stange halten?» Nur wenige Monate danach zeigte sich ein anderes Bild: Rascher als erwartet erholten sich die Aktienmärkte. Mit Folgen: Der Risikoappetit kehrte allmählich wieder zurück, wenn auch auf tiefem Niveau. Dennoch zogen die Volumen bei den Strukturierten Produkten an, die Derivatabteilungen der Emittenten konnten wieder Gewinne einfahren. Nichtsdestotrotz bleiben Fragen: Ist der Aufschwung nachhaltig? Muss mit einem erneuten Einbruch an den Finanzmärkten gerechnet werden? Können Emittenten mit Innovationen, Aufklärung und Transparenz die Anleger bei Stange halten? Das kommende Jahr dürfte wohl die Richtung vorgeben und bei den Emittenten die Spreu ■ vom Weizen trennen. COMIC Swiss Derivative Awards im April. Obwohl das Krisenjahr 2008 wenig Anlass zur Freude gab, feierte die Derivatbranche die innovativsten und erfolgreichsten Produkte. Zu den Gewinnern zählten die UBS, ABN Amro, Basler Kantonalbank, Bank Vontobel, Bank Sarasin, Goldman Sachs, ZKB und EFG Financial Products. Letztere erhielt zudem den Special Award für ihre Product Reports. Trotz schlechten Vorzeichen eine positive Bilanz Noch zu Beginn des Jahres war der Derivatmarkt ausgetrocknet, etliche Emittenten reduzierten im Bereich der Strukturierten Produkte den Personalbestand. Die meisten Anleger mieden Zertifikate, die Volumen gingen drastisch zurück. Anzeige Neuer Zeichnungskalender Verpassen Sie nie wieder die Zeichnungsfrist eines Produktes mit dem neuen Zeichnungskalender auf www.payoff.ch/zeichnungskalender www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 7. 7 Die gute Nachricht: 117.55 52.42 le Stocks f EU Sing tifikate au Bonus Zer apped 55 neue C t. Laufzeit ere, 19 M ens: 2 % Barri z.B. Siem .4 Bonus, 52 117. 55 % Basiswert Valoren Nummer Symbol CapLevel % BonusLevel % BarriereBriefkurs FixierungsSchlussBezugsLevel % vom 27.11.09 kurs fixierungstag verhältnis Allianz 10720512 CBALC 114.37 114.37 51.23 81.25 83.94 14.06.2011 1 Commerzbank 10720517 CBCOB 134.97 134.97 55.09 6.59 7.261 14.06.2011 1 Daimler AG 10720520 CBDAG 116.76 116.76 50.25 33.35 33.83 14.06.2011 1 E.ON 10720528 CBEOB 113.04 113.04 52.75 26.45 26.54 14.06.2011 1 Siemens 10720533 CBSIC 117.55 117.55 52.42 63.75 62.95 14.06.2011 1 EADS N.V. 10720541 CBEAA 111.90 111.90 55.95 12.65 13.405 14.12.2010 1 Total S.A. 10720549 CBTOB 112.25 112.25 53.79 43.35 42.76 14.06.2011 1 Arcelor Mittal 10720555 CBAEC 123.30 123.30 57.54 25.70 24.33 14.12.2010 1 Royal Dutch 10720559 CBRDB 114.36 114.36 63.26 22.45 20.55 14.06.2011 1 Nokia 10720564 CBNOF 127.07 127.07 60.77 8.85 9.05 14.06.2011 1 Rückzahlung / a) Das Barrierelevel wurde während des Beobachtungzeitraums nie berührt oder unterschritten: Lieferung Unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses, wird am Rückzahlungstag dem Zertifikatinhaber das Bonus Level bzw. das Cap Level ausbezahlt (Barausgleich). In dieser Emission entspricht bei allen Produkten das Bonus Level dem Cap Level. b) Das Barrierelevel wurde während des Beobachtungzeitraums des Zertifikates mindestens einmal berührt oder unterschritten: Am Rückzahlungstag wird dem Zertifikatinhaber eine dem Bezugsverhältnis entsprechende Anzahl von Aktien geliefert (Aktienlieferung). Liegt der Basiswert am Schlussfixierungstag oberhalb des Cap Levels, wird unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses das Cap Level ausbezahlt (Barausgleich). Rating: Aa3 (Moody’s) / A (SP) Fixierungstag: 9.11.2009 Lieferung: Aktienlieferung / Barausgleich Informationen: www.zertifikate.commerzbank.ch, Telefon 0800 11 77 11, derivatives.swiss@commerzbank.com Dieses Dokument stellt keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. 5 des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen («KAG») dar und ist weder als Angebot noch als Empfehlung zum Kauf der Zertifikate zu verstehen. Die Zertifikate sind keine Kollektivanlagen im Sinne des KAG und unterstehen weder einer Bewilligungs- oder Genehmigungspflicht noch der Aufsicht durch die Eidgenössische Finanzmarkaufsicht FINMA. Anlagen in die Zertifikate unterliegen dem Ausfallrisiko des Emittenten. Die vollständig und rechtlich verbindlichen Emissionsbedingungen der Zertifikate sind im Basisprospekt und in den endgültigen Bedingungen enthalten. Diese Dokumente sind in elektronischer Form unter www.commerzbank.de verfügbar oder in physischer Form kostenlos bei der Commerzbank AG, Zweigniederlassung Zürich, Färberstrasse 6, CH-8008 Zürich erhältlich. www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 8. 8 FOCUS Geothermie - Kernenergie aus dem Erdinneren www.istockphotos.com Die vierteilige Reihe über erneuerbare Energien findet mit diesem Artikel ihren Abschluss. Es sei hier bereits auf ein payoff special im Dezember verwiesen, in dem ausgiebig über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit berichtet wird. Geothermie – auf deutsch Erdwärme – hat das Potenzial, eine der wichtigsten Wärme- und Energiequellen der nächsten Jahrhunderte zu werden. Für den interessierten Anleger bedeutet dies: Früh informieren und High-Potentials identifizieren. Die industrielle Nutzung geothermischer Energie Obwohl es sich bei der Erdwärme um eine schier unbegrenzte Energiequelle handelt, ist sie für den Menschen nur begrenzt nutzbar. Die privaten Methoden reichen zwar aus, um einen Haushalt zu versorgen, schwieriger stellt sich hingegen eine industrielle Nutzung dar. Die an der Erdoberschicht vorhandenen Energieressourcen sind für eine wirtschaftliche Nutzung nicht ausreichend. Der industrielle Ansatz versucht daher, die weitaus stärker konzentrierte Erdwärme in grösseren Tiefen nutzbar zu machen. Dies bedarf Bohrungen bis zu fünf Kilometer Tiefe. Erst ab einer solchen Tiefe, mit einer Hitze von 300°C, ist die industrielle Gewinnung rentabel. Diese Energie aus tieferen «Erdwärme stellt im Bereich der Strukturierten Produkte ein unbeschriebenes Blatt dar.» Wärmequellen erfreuen nicht nur Badefreudige, sondern lassen bald das Anleger-Herz höher schlagen. Philipp Horsch S pätestens seit den im Dezember 2006 entstanden Erdbeben im Raum Basel, bedingt durch das Deep-HeatMining-Projekt, ist der Begriff Geothermie dem Grossteil der Schweizer Bevölkerung bekannt. Das auf Grund der Erdbeben bis auf weiteres gestoppte Projekt diente als Experiment für eine ausgiebige Nutzung der Erdwärme. Die natürliche Form der Kernenergie Geothermie ist eine in Form von Wärme gespeicherte Energie im Erdinneren. Nach heutigem Stand der Wissenschaft liegen die Temperaturen im Erdkern um die 6000°C und im oberen Erdmantel um 1200°C. 99 Prozent der Erdmasse ist heisser als 1000°, lediglich 0,1 Prozent (die Erdkruste) ist kälter als 100°. Der Ursprung der Geothermie ist der natürlich Zerfall radioaktiver Isotope www.payoff.ch | Dezember 2009 wie beispielsweise Uran-235 und Uran-238. Geothermie ist somit eine natürliche Form der Kernenergie. Bei der Nutzung geothermischer Energiequellen muss zwischen industriellen und privaten Methoden unterschieden werden. Wärmepumpen als geothermische Energiequellen im Privathaushalt Die private Gewinnung ist bereits heute in vielen Schweizer Gebäuden vorhanden. Dabei wird Erdwärme genutzt, die in niedrigen Tiefen vorhanden ist. Dazu stehen unterschiedliche Methoden zur Auswahl. Diese unterscheiden sich vorwiegend bezüglich ihrer Tiefe. Je nach gewähltem System kann diese bis 100 Meter betragen. Dem Anwender ist die private Nutzung unter dem Namen Wärmepumpe vermutlich geläufiger. Erdschichten zu extrahieren, ist jedoch kompliziert. Seismische Aktivitäten wie in Basel stellen dabei nur eine von vielen Hürden dar. Ein weiteres Risiko ist die umweltschonende Entsorgung verwendeter Ressourcen. So kann beispielsweise die Abführung des zur Gewinnung genutzten Wassers, welches mit radioaktiven Isotopen verunreinigt ist, zu Umweltschäden, insbesondere Fischsterben, führen. Ausgereift ist die industrielle Nutzung bisher erst in Gebieten, in denen es eine hohe vulkanische Aktivität gibt. Dort ist die Extraktion leichter, da bereits in höheren Erdschichten ausreichende Wärmequellen existieren. Länder, auf die dies zutrifft, sind beispielsweise die USA, Japan und Indonesien. Dank dieses Vorteils ist die USA der grösste Nutzer geothermischer Energie, gefolgt von den Philippinen und Mexiko (Tabelle). In Europa haben diesen Vorteil, wenn auch in geringerem Ausmass, nur Italien und Island. Daher überwiegt auf unserem Kontinent nach wie vor die private Nutzung. Diese ist insbesondere in Schwe-
  • 9. 9 FOCUS Kursentwicklung ausgewählter Geothermie-Aktien (Industrielle Geothermie) % 400 350 300 250 200 150 100 50 0 12.04 10.05 08.06 07.07 05.08 Geodynamics Ltd. Western Geopower Ormat Technologies Merrill Lynch Renewable Index 03.09 Kursentwicklung ausgewählter Geothermie-Aktien (Wärmepumpen und Zulieferer) % 900 800 700 600 500 400 300 200 100 0 12.04 10.05 Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 31.12.2004) den sehr ausgeprägt, was auf eine intensive politische Förderung zurückzuführen ist. Anlagemöglichkeiten sind fast nicht vorhanden Erdwärme stellt im Bereich der Strukturierten Produkte ein unbeschriebenes Blatt dar. Bisher gibt es kein einziges Zertifikat, das sich auf dieses Thema konzentriert. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass es selbst im klassischen Aktienmarkt schwierig ist, in Geothermieunternehmen zu investieren. Es gibt erstens vergleichsweise wenige Unternehmen und zweitens einen hohen Anteil an sehr spekulativen Papieren. In der lin- «Geothermie ist eine natürliche Form der Kernenergie.» ken Grafik ist die Kursentwicklung einiger Geothermieunternehmen dargestellt. Eine sichere Investition ist der Branchenführer Ormat Technologies. Die Aktie hatte eine positive Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren, die meistens sogar leicht über dem als Benchmark gewählten Renewable Index von Merrill Lynch lag. Ein schlechteres Bild geben die Entwicklungen der beiden anderen Aktien ab. Interessant hierbei ist insbesondere Western Geopower, eine Gesellschaft, die sich vorwiegend auf die Erschliessung neuer geothermischer Energiequellen spezialisiert hat. Die Aktie ist ein Beispiel für das vorherrschende Risiko im Geothermiebereich – neue und komplizierte Technologie. Lange Zeit als Geheimtipp ge- www.payoff.ch | Dezember 2009 08.06 Siemens Centrotec Sustainable 07.07 05.08 Schulthess Group SMI 03.09 Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 31.12.2004) handelt, fällt der Name Western Geopower zunehmend im Zusammenhang von Übernahmen und Konkurs. Gescheitert ist das Unternehmen an der mangelhaften Umsetzung seines Vorzeigeobjektes. Der geplante Bau und die Inbetriebnahme einer grossen Anlage für die Förderung von Geothermie sollten bis 2009 abgeschlossen sein. Aktuell befinden sich die Bauarbeiten jedoch noch in einem Anfangsstadium. Sicherlich risikoärmer ist eine Anlage in Hersteller von Wärmepumpen und Zulieferern von Geothermieunternehmen (siehe rechte Grafik). Die Aktienkurse von Siemens und Centrotec Sustainable verliefen nahezu parallel zum SMI. Als alteingesessenes Unternehmen stellt Siemens eine Möglichkeit dar, indirekt an einer Entwicklung im Geothermiemarkt teilzuhaben. Siemens ist einer der führenden Zulieferer. Ebenfalls interessant ist die Centrotec Sustainable AG, ein in mehr als 45 Ländern vertretenes deutsches Unternehmen, das sich auf energieeffiziente Gebäudetechnik spezialisiert hat. Im selben Segment kann ein schweizaffiner Anleger in die Schulthess Group investieren. Letztere hatte in den vergangenen Jahren eine ausserordentlich gute Entwicklung, die lediglich durch die omnipräsente Finanzkrise gestoppt wurde. Blick in die Zukunft Auf Grund des nach wie vor geringen Anteils am Elektrizitätsmarkt, sowie der noch nicht ausgereiften Technologie, stellen Geothermieunternehmen grösstenteils noch eine riskante Anlage dar. Einmal etabliert, wie am Beispiel von Ormat Technologies ersichtlich, sind Erfolgsgeschichten möglich. Es ist davon auszugehen, dass Geothermie in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Daher ist einem vorausschauenden Anleger zu raten, sich bereits jetzt nach Investitionsmöglichkeiten umzuschauen. Ob es sich dabei um eine Investition in Geothermieunternehmen, Wärmepumpenherstellern oder Zulieferunternehmen handelt, sei dem jeweiligen Risikoappetit überlassen. An die Finanzbranche richtet sich der Aufruf nach Anlagemöglichkeiten im Bereich Geothermie. Wasser-, Wind- und Solarenergie sind nicht die einzigen erneuerbaren Energien ■ der Zukunft. Industrielle geothermische Elektrizitätsgewinnung 2000-2008 (Mrd. kWh) 2000 2002 2004 2006 2007 2008 USA 14.09 14.49 14.81 14.57 14.64 14.86 Philippinen 11.05 9.73 9.77 9.94 9.70 10.19 Mexiko 5.61 5.13 6.25 6.35 7.03 6.70 Indonesien 4.63 5.93 6.32 6.33 6.67 6.70 Italien 4.47 4.43 5.17 5.25 5.29 5.24 Quelle: EIA – World Energy Protection Plus 2009
  • 10. 10 FOCUS Absicherung von steigenden Zinsen Martin Schwendimann(www.photoshots.ch) Die Zentralbanken stehen vor einem Balanceakt zwischen Preisstabilität und Wirtschaftswachstum. Die Unsicherheit über die Zinsentwicklung im neuen Jahr stellt Verwalter von Obligationenportfolios sowie Eigenheimbesitzer gleichermassen vor eine Herausforderung. Zins-Warrants bieten sich an, um negativen Auswirkungen möglicher Zinsanstiege vorzubeugen. diesen am besten meistern, wird sich erst später zeigen. Marktindikatoren wie die Forwardzinssätze zeigen derzeit ein interessantes Bild (vgl. Tabelle unten). Der Markt scheint noch – im Vergleich zu früheren Zinskorrekturen – mit nur moderaten Zinserhöhungen zu rechnen. CHF 5 Jahres Swap Aktuell 1,76% in 6 Monaten 2,03% in 1 Jahr 2,25% in 3 Jahren 3,04% in 5 Jahren 3,45% Quelle: Bloomberg Der Inflationsprognose der SNB entnimmt man, dass die Teuerung im Jahr 2011 über die Toleranzgrenze von 2 Prozent steigen wird. Um potenzielle Inflationsgefahren Wer sich schützt, mindert das Risiko: Zins-Warrants als Prophylaxe gegen Zinsanstieg. Thomas Maurer, Head Structured Products Fixed Income/Mitglied des ALM Bank Julius Bär Zürich T rotz sich abzeichnender Finanzkrise hätte vor rund zwei Jahren wohl niemand erwartet, dass die Zentralbanken die kurzfristigen Zinsen innerhalb weniger Monaten auf praktisch 0 Prozent senken würden. Die Schweizerische Nationalbank reagierte ebenfalls und senkte ihre kurzfristigen Zinsen ebenso drastisch und das Ziel für den 3 Monats LIBOR auf 0,25 Prozent. Zentralbanken stehen vor einer Bewährungsprobe Tiefe Zinsen, verbunden mit einer hohen Liquiditätszufuhr gab es in der Vergangenheit schon mehrmals. 1973 führte die Ölkrise zu tiefen Zinsen, 1978 ein zu starker Schweizer Franken sogar zu negativen Zinsen. 2003 sah sich die SNB aufgrund einer wirtschaftlichen Schwäche zu Zinssenkungen gezwungen. Auf Tiefzinspha- www.payoff.ch | Dezember 2009 sen folgten oft innert kurzer Zeit massiv höhere Zinsen, was jeweils auch die langen Zinsen nach oben drückte. Derzeit debattieren Ökonomen heftig über den Zeitpunkt, wann der Zustand der Wirtschaft erste Zinserhöhungen rechtfertigen wird. Dreht die Schweizerische Nationalbank zu spät an der Zinsschraube, droht Inflation, mit einer zu frühen Zinserhöhung würde die konjunkturelle Erholung gefährdet. In Norwegen und Australien haben die Notenbanken bereits mit einem Zinsschritt auf erste Stabilisierungssignale aus der Wirtschaft reagiert. Während andere rohstoffreiche Länder bald folgen könnten, scheinen die Zentralbanken der bedeutendsten Volkswirtschaften noch weitere Makrodaten abwarten zu wollen, die auf eine nachhaltige Erholung hindeuten. Dem geldpolitischen Balanceakt müssen sich alle Notenbanken stellen; welche «Auf Tiefzinsphasen folgten in der Vergangenheit oft innert kurzer Zeit massiv höhere Zinsen.» einzudämmen, müsste die SNB ab Mitte 2010 beginnen, die Leitzinsen graduell zu erhöhen. Höhere Zinsen sind eine Herausforderung Das derzeitige Umfeld birgt sowohl für Bondanleger wie auch für Hypothekarschuldner Gefahren. Inhaber von Anleihen sähen die Kurse ihrer Wertpapiere bei steigenden Zinsen stark fallen. Hauseigentümer, die ihre Hypothek variabel verzinsen oder deren Festhypothek bald fällig wird, drohen höhere Finanzierungskosten. Und auch Unternehmen sind gut beraten, Investitionsrechnungen für ihre Projekte pedantisch durchzuführen, um keine überstürzten Kapitalallokationen auf Basis des aktuellen Zinsumfeldes vorzunehmen. Bondinvestoren könnten ihre Zinsänderungsrisiken ganz einfach mit dem Verkauf
  • 11. 11 FOCUS Entwicklung Tagesgeldsätze in CHF Renditen im Vergleich % 4.0 % 11 3.5 9 3.0 7 2.5 2.0 5 1.5 1.0 3 0.5 1 -1 1972 1976 1980 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 0 01.05 07.05 01.06 07.06 01.07 06.07 01.08 07.08 01.09 07.09 Swap-Spread Rendite CHF 5y Swap Rendite 5y Eidgenosse Quelle: SNB sehr liquider Futures auf Staatsanleihen reduzieren. Dieser Hedge eignet sich jedoch nur dann, wenn das abzusichernde Bondportfolio ausschliesslich aus Staatsanleihen besteht. Da sich in den meisten Portfolios aber auch tiefer bewertete Anleihen und oft viele Bonds von Finanzinstituten befinden, garantiert diese Absicherung keinen vollständigen Schutz gegen Kursverluste. Besser geeignet wären in diesem Fall Zinssatzswaps, da diese als Basis die LIBOR Fixings haben, welche wiederum von Banken fixiert werden und demzufolge das Zins- und auch Kreditrisiko von «Financials» am besten reflektieren. Ein Nachteil von Swaps ist jedoch, dass die meisten Banken diese ihren Kunden nur ab einer gewissen Nominalgrösse anbieten und der Investor mehrjährige Kontrakte eingehen muss. Ausserdem geben Bondanleger mit Zinssatzswaps das Potenzial tieferer Zinsen auf. Besser eignen sich Optionen auf Swaps (sogenannte Payer Swaptions), die nur ein Recht und keine Verpflichtung beinhalten, einen Swap gegen höhere Zinsen einzuge- welche sich auf eben solche Swaps als Basiswert beziehen, aber in kleinen Losgrössen an der Schweizer Derivatebörse Scoach täglich handelbar sind. Dank der Kotierung kann der Käufer dieser Warrants seine Absicherung durch den Verkauf jederzeit wieder auflösen und dies zu einem sehr kostengünstigen Spread. Zins-Warrants funktionieren wie eine Versicherung, für deren Leistung eine Prämie entrichtet werden muss. Im Schadensfall – in diesem Fall ansteigende Zinsen – wird die Option in Form einer Entschädigung für die Schadensumme aufkommen. Die Höhe dieser Entschädigung ist abhängig von der Differenz des aktuellen Zinssatzes www.payoff.ch | Dezember 2009 und dem gewählten Ausübungspreis. Je höher dieser Ausübungspreis, de facto eine Art Selbstbehalt, umso günstiger ist die zu bezahlende Prämie. Produkteauswahl auf einen Blick: • Call Warrants • Basiswerte: 2Y, 5Y und 10Y Swap Rates • Währungen: CHF, EUR, USD • Emittent: Bank Julius Bär Co. AG, Zürich • Termsheets aller Zins-Warrants unter: http://derivatives.juliusbaer.com SFWFV - Call Warrant auf Swap Rate 5y CHF Absicherung eines Bondportfolios oder einer Hypothek CHF 1'000'000 Absicherungshorizont 1 Jahr Ausübungspreis 2,25% Zur Absicherung benötigte Warrants: (1'000'000 x 5) / 100 = 50'000 Warrants Preis: CHF 0.29 Absicherungskosten: 50'000 x CHF 0.29 = CHF 14’500 «Dem geldpolitischen Balanceakt müssen sich alle Notenbanken stellen.» hen. Diese Optionen sind aber wie bei den Swaps wiederum mit sehr hohen Minimalbeträgen verbunden und für den Investor kaum einsetzbar und zudem sehr teuer. Die optimale Lösung zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken sind Zins-Warrants, Quelle: Bloomberg CHF 5 Jahres Swap Zinsen nach einem Jahr: 1% 2% 3% 4% 5% 1 2 (2,25% - 1%) x 5 x 1'000'000 (3 - 2.25) x 50'000 Effekt auf Bondportfolio oder Festhypothek Wert Warrants CHF 0 CHF 62'500 1 CHF 12'500 CHF 0 CHF - 37'500 CHF 37'5002 CHF - 87'500 CHF 87'500 CHF - 137'500 CHF 137'500 Quelle: Bloomberg
  • 12. 12 FOCUS Fixed Income Ausblick 2010: Gefahr vom Damoklesschwert der Zentralbanken www.istockphotos.com Im kollektiven Börsenaufschwung hat auch die Mehrheit der Obligationen massiv profitiert. Parallel zum Kursanstieg im Sekundärmarkt gab es einen globalen Rekord bei Neuemissionen von Bonds. Das Ergebnis ist eine fragile Mischung aus Hoffnung und Ungewissheit. Auch wenn der Appetit auf Risiko schon wieder drastisch steigt, sollten sich Bond-Investoren aktuell nicht zu Experimenten hinreissen lassen. ist schon wieder spürbar. Parallel zum kollektiven Kursanstieg im Sekundärmarkt ergoss sich weltweit als Folge des eingefrorenen klassischen Kreditgeschäfts ein wundersamer Emissionsregen: Emittenten aller Art beschafften sich über die Ausgabe von neuen Obligationen frische Mittel von den Anlegern. Dass aber selbst wacklige Kandi- «Bis zum Frühjahr 2009 beherrschte Wühltischatmosphäre das allgemeine Marktbild bei Obligationen.» Ein Blick nach vorne: Wie stark sollen Anleger ihr Portfolio mit Bonds bestücken? Martin Raab F ür Obligationäre glich das Jahr 2009 einer wahren Himmelfahrt in das Paradies. Dass der Aufstieg allerdings derart glorreich verlief, war zu Jahresbeginn alles andere als absehbar. Zu dieser Zeit schmorte die Mehrheit der Bondholder noch in der Hölle der Finanzmarktkrise, die sich durch die Apokalypse des US-Hypothekarmarkts und etliche Rekord-Konkurse im Herbst 2008 auszeichnete. Die dramatischste Achterbahnfahrt innerhalb der Anlageklasse «Fixed-Income» gab es bei den nachrangigen Obligationen, sogenannten «Subordinated Bonds». Diese sind im Falle einer Insolvenz des Emittenten allen anderen Gläubigern nachgeordnet, zählen daher aus bilanzieller Sicht zum Eigenkapital des Emittenten. So notierte eine nachrangige Obligation der UBS im März 2009 nur noch im einstelligen Prozentbereich ihres Nennwerts. Für beispielsweise 900 Schweizer Franken bekam man ein Papier im Nennwert von 10’000 Schweizer Franken. Inzwischen hat sich der Kurs wieder auf 65 Prozent erholt. Derartige Wühltischatmo- www.payoff.ch | Dezember 2009 sphäre beherrschte bis zum Frühjahr 2009 das allgemeine Marktbild bei Obligationen. Bondholder aller Art zitterten in Angst, dass vom vermeintlichen «Fixed-Income» am Ende nichts mehr bei ihnen ankommt. Hallelujas statt tiefer Seufzer Doch seit Mitte dieses Jahres sind die tiefen Seufzer und Stossgebete der BondInvestoren euphorischen Halleluja-Rufen gewichen. Der Aufschwung an den globalen Börsen hat auch sie nicht vergessen. Obligationen stehen aktuell wieder auf der Kaufliste der Anlegerschaft. Besonders rasant ging es bei den genannten «Subordinated Bonds» sowie den «High Yield Bonds» wieder auf himmlische Niveaus. In letzterer Kategorie befinden sich alle nicht ganz lupenreinen Emittenten mit eher schlechteren Ratings. Für das höhere Risiko wird der Investor einer solchen Obligation mit einem deutlich höheren Zinscoupon entschädigt. Gemessen am Barclays Pan European High Yield Index legte dieses Segment seit Anfang 2009 um satte 83 Prozent zu. Der Appetit auf Risiko daten mit schlechtem oder gar keinem Rating auf diese Weise zu Geld kamen, sorgte vielerorts für Kopfschütteln. Zwar haben sich die Credit Spreads – die Risikoaufschläge verglichen zu Obligationen mit höchster Bonität – seit Oktober 2008 wieder merklich verengt, doch die Mehrzahl der Emittenten kann auch aktuell oft nur durch saftige Zinsaufschläge Anleger für ihre neubegebenen Papiere begeistern. Rekordverdächtig ist in diesem Zusammenhang auch das Emissionsvolumen von Obligationen ausländischer Staaten im Jahr 2009. So wurden Bonds in Höhe von 93 Milliarden US-Dollar begeben, der höchste Stand seit acht Jahren. Spannender Start in das neue Jahr Die quälende Frage für Obligationäre und potenzielle Neuanleger ist natürlich nun, wie gut oder schlecht sich die Anlageklasse unter diesen Vorzeichen im neuen Jahr schlagen wird. Sylvie Golay, Credit Strategistin bei der Credit Suisse, erwartet kurzfristig eher eine Seitwärtsentwicklung an den Bondmärkten. «Auf einem längeren Horizont sind wir immer noch der Meinung, dass Bondrenditen vor allem aufgrund höherer realer Zinsen langsam steigen sollten», so die Expertin gegenüber dem payoff magazine. Wenig Gloria, speziell für die westlichen Industriestaaten, erwartet Hervé Goulletquer, Head of Fixed Income Markets
  • 13. 13 Glänzende Aussichten! Golden Rock Zertifikat • Goldinvestment zum Discount – Renditechance auch bei moderat fallendem oder stagnierendem Goldpreis • Partizipation an der positiven Wertentwicklung des Goldpreises bis zum monatlichen Cap von 4.5 % • Maximale Renditechance von 87.46% p.a.* • Kurze Laufzeit von nur einem Jahr Valoren: 010513275 Info-Hotline: 044 207 779 2346 www.jpmorgansp.com *Der Investor trägt mit dem Kauf des Zertifikats ein Kursrisiko. Ein Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Die Telefonnummer ist nicht an US-Personen gerichtet und darf nicht von US-Personen angerufen werden (Schweizer Inlandstarif). Anrufe werden in Deutschland entgegengenommen. Diese Anzeige ist weder ein Angebot noch eine Empfehlung zum Kauf von Wertpapieren noch stellt sie eine Anlageberatung dar. Die in dieser Anzeige beschriebenen Wertpapiere gelten nicht als kollektive Kapitalanlagen im Sinne des Kollektivanlagegesetzes und unterstehen deshalb weder der Bewilligung noch der Aufsicht durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsichtsbehörde. Die Anzeige stellt auch keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a oder 1156 OR und keinen vereinfachten Prospekt im Sinne von Art. KAG dar. Ausführliche Informationen über die Wertpapierbedingungen und die mit dem Erwerb der Wertpapiere verbundenen Risiken enthalten die allein für die Wertpapiere massgeblichen Endgültigen Bedingungen, die zusammen mit dem Basisprospekt (und etwaigen Nachträgen) zu lesen sind. Beides erhalten Sie kostenlos bei der Zahlstelle BNP Paribas Securities Services, Grüneburgweg 14, 60322 Frankfurt am Main, oder im Internet unter http://www.jpmorgansp.com. Eine Anlageentscheidung sollte nur auf Grundlage der im Basisprospekt und der in den allein massgeblichen Endgültigen Bedingungen enthaltenen Informationen getroffen werden. Die in dieser Anzeige enthaltenen Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Informationen können die erwähnten Personen keine Gewähr übernehmen. Die beworbenen Wertpapiere dürfen nicht in den USA oder an eine US-Person im Sinne der Regulation S des U.S. Securities Act 1933 verkauft werden. Bei den Wertpapieren handelt es sich rechtlich um Inhaberschuldverschreibungen, denen das Insolvenzrisiko der Emittentin und deren Garantin anhaftet. www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 14. 14 Research der französischen Investmentbank Calyon. «Die jüngst aufgekeimte Dynamik an den Finanzmärkte wird auf Seiten der Realwirtschaft durch De-Leveraging, neue Regulierungsinitiativen und letztlich einer Art von De-Globaliserung ordentlich eingebremst werden.» Massgeblich entscheidend für die globale Wirtschaftslage ist nach seiner Ansicht, ob sich die USA für Konsum oder Sparen entscheiden, und wie sich die Leitzinsen entwickeln. In der Tat basiert die aktuelle Erholung der Weltwirtschaft – und damit die Cashflows auf Unternehmensseite – überwiegend auf der massiven Liquiditätsflut der Notenbanken. Solange die Industrieproduktion und der Konsum dank Nahe-Null-Zinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben oder gar leicht zulegen, wird die Mehrheit der Bond-Emittenten aller Bonitätsklassen sehr wahrscheinlich in der Lage sein, ihre Zinsen und Tilgungen fristgerecht zu leisten. Zinssteuerung der Notenbanken ist Dreh- und Angelpunkt Sollten allerdings die verstreuten Billionen an Notenbank-Liquidität nicht ausreichen, um im neuen Jahr die restlichen dunklen Wolken am globalen Konjunkturhimmel zu vertreiben, droht das Szenario des «Double Dip» harte Realität zu werden. Damit ist das wiederholte Abtauchen der Weltwirtschaft gemeint, bevor es nachhaltig bergauf geht. Die Analysten von State Street Global Advisors erwarten eine U-förmige Erholung, «die sich aber bis Mitte 2010 nicht wie ein FOCUS klassischer Aufschwung anfühlen wird». Ganz entscheidend ist, ob die Notenbanken es verstehen, die Zinsen im Zuge eines sich selbsttragenden Aufschwungs anzuheben und damit Inflation zu verhindern, ohne ihn gleich wieder abzuwürgen, oder ob sie die Zinsen noch etwas länger auf den niedrigen Niveaus belassen, weil der Wiederaufschwung der Weltwirtschaft schlicht und ergreifend noch etwas Zeit braucht. Jüngste Signale der EZB deuten bereits auf eine Straffung der Geldpolitik hin. So «Die Zentralbanken werden wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des Jahres die Zinsen anheben.» werden die Vorschriften für Sicherheitshinterlegung bei Verbriefungen, die ab dem 1. März 2010 begeben werden, verschärft. Sylvie Golay von der Credit Suisse erwartet in Sachen Zinserhöhung, «dass die Zentralbanken in der zweiten Hälfte des Jahres die Zinsen anheben». Eine Schlüsselrolle spielt ihrer Ansicht nach, ob die Währung – vor allem in der Schweiz – ein Anheben der Zinsen erlaubt oder nicht. Winter-Check im Bond-Portfolio Entsprechend dem Risiko höherer Benchmark-Renditen und damit schwächerer Obligationen-Kurse sollten Anleger im neuen Jahr Obligationen mit kurzen bis mittleren Laufzeiten bevorzugen. Beim Blick auf spe- zielle Märkte ist das Risiko einer Neubewertung der US-Staatsobligationen nach Ansicht der Credit Suisse am grössten. Hier gilt es, im Depot die Laufzeiten zu verkürzen und sich nun auf variabel verzinsliche Papiere zu konzentrieren. «Über die verschiedenen Fixed-Income-Segmente hinweg bevorzugen wir weiterhin Unternehmensanleihen gegenüber Staatspapieren. Die potenziellen Renditen erstklassiger Unternehmensanleihen in den kommenden Quartalen sollten aber viel bescheidener oder eventuell negativ ausfallen, weil der weitere Rückgang der Kreditrisikoaufschläge nicht ausreichen dürfte, um die Auswirkungen höherer Staatsanleihenrenditen vollumfänglich aufzuwiegen», so Sylvie Golay. Bei den Unternehmenspapieren konzentriert sich die Credit Suisse daher dennoch auf tiefer eingestufte Obligationen (BBB-Rating) und Finanzbonds. Anders gewichtet fällt der Rat von Hervé Goulletquer aus: «Anleger, die keine Experimente machen wollen, sollten in den nächsten 12 Monaten rund die Hälfte ihres Portfolios in Geldmarktpapiere investieren, 30 Prozent in Staatsobligationen und jeweils 8 Prozent in Hochzins-Obligationen und Aktien.» Schlussendlich sollte jeder Bond-Anleger für 2010 eine klare Strategie entwerfen, Limits definieren und aktuell schon erzielte Gewinne je nach Situation realisieren. So kann er verhindern, dass das neue Jahr für ihn schon mit Stossgebeten beim Blick auf ■ das Bond-Portfolio beginnt. Ausgewählte Strukturierte Produkte und ETFs Kurs per Bezeichnung Markterwartung / Anlageklasse Emittent 23.11.09 Währung Laufzeit ISIN 1.5% CHF 1.5 Leverage Floored Floating Rate Note Aufwärts / Zinsen (CHF) RBS 98,08 CHF Börse 21.10.15 CH0101258447 Scoach CH 1.5% EUR 1.5 x Leverage Floored Floating Rate Note Aufwärts / Zinsen (EUR) RBS 98,79 EUR 21.10.15 CH0101258439 Scoach CH 1.5% USD 1.8 Leverage Floored Floating Rate Note Aufwärts / Zinsen (USD) RBS 98,85 USD 21.10.15 CH0101258454 Scoach CH iShares EUR Corporate Bond ETF Seitwärts und aufwärts/Obligationen iShares 182,74 EUR open-end IE0032523478 SIX iShares USD Corporate Bond ETF Seitwärts und aufwärts/Obligationen iShares 101,00 USD open-end IE0032895942 SIX Tracker Certificate auf Global Issuers Bond Basket (COSI) Seitwärts und aufwärts/ Obligationen EFG 101,20 EUR 20.04.11 CH0106309146 Scoach CH Tracker Certificate auf European Top Issuers Bond Basket (COSI) Seitwärts und aufwärts/ Obligationen EFG 98,80 EUR 09.01.13 CH0106308437 Scoach CH Gold Capital Protected Note Abwärts (global) / Edelmetall RBS 110,31 EUR 11.02.13 CH0036150461 Scoach CH Goldunzen Exchangeable Note Abwärts (global) / Edelmetall RBS 159,34 USD 27.09.11 CH0027226759 Scoach CH Quelle: www.scoach.ch www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 15. 15 FOCUS «Es ist nicht das Ziel, Zertifikate im grossen Stil zu emittieren» Der Markt für Strukturierte Produkte in der Schweiz hat Zuwachs erhalten. Das US-Finanzinstitut Morgan Stanley hat am 4. November eine Palette neuer Produkte an der Scoach Schweiz kotieren lassen. Darunter finden sich drei Booster Notes (Outperformance-Zertifikate) sowie ein Booster Note mit Cap (Capped-Outperformance-Zertifikat). Igor Moser D er Zeitpunkt des Entscheids, in den Schweizer Markt für Strukturierte Produkte einzutreten, kam unmittelbar nach dem Kollaps der USInvestmentbank Lehman Brothers. «In der Tat war es so, dass wir in der Woche des 15. September 2008 beschlossen, im Schweizer Markt Zertifikate zu lancieren. Der Gedanke dahinter war, dass wir bereits dabei sind, wenn die Märkte wieder gut laufen. Wir wollten verhindern, erst dann das Projekt zu starten, wenn sich der Markt bereits erholt hat. Insgesamt dauerte das Projekt rund ein Jahr, denn es ist sehr ITlastig», sagte Vladimir Grlica, Leiter Equity Derivatives Distribution Schweiz. Vladimir Grlica ist Executive Director bei Morgan Stanley und ist verantwortlich für den Vertrieb von derivativen Produkten in der Schweiz. Herr Grlica ist seit dem Jahr 2003 bei Morgan Stanley in London angestellt, davor arbeitete er als Anwalt in der Steuer Beratungs-Abteilung von Arthur Andersen in Genf und Zürich. Er hat in Genf Jura studiert und hält ausserdem einen MBA der Kellogg School of Management. Das ganze Derivate-Team ist in London basiert. Grundsätzlich war Morgan Stanley in der Schweiz eher auf institutionelle Kunden fokussiert. Gemäss Grlica will man nun vermehrt den Retail-Markt ansprechen. Die Konkurrenz auf dem Schweizer Markt für Strukturierte Produkte ist gross, deshalb will Morgan Stanley auch nicht ins Massengeschäft einsteigen, sondern ein Nischenplayer sein. «Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir ein starkes Research haben. So entstehen schliesslich auch die Produktideen. Es ist ein Zusammenspiel zwischen dem Research und dem Sales», erklärt Grlica. Nicht auf eine Produktkategorie spezialisiert Morgan Stanley will sich hierzulande nicht www.payoff.ch | Dezember 2009 auf eine bestimmte Produktkategorie fokussieren. Derzeit kein Thema sind allerdings Warrants und Mini-Futures. Wie steht es um pfandbesicherte Zertifikate (COSI)? «COSIs sind sehr wohl ein Thema, wir haben schon in England solche Produkte angeboten. In der Schweiz ist die Sache für ausländische Emittenten allerdings nicht ganz einfach. Deshalb dürfte es wohl noch eine Zeit lang dauern, bis wir entsprechende Produkte anbieten können. Aber es ist sicher ein Vorteil, pfandbesicherte Zertifikate offerieren zu können», so Grlica. Morgan Stanley will hierzulande nicht die grossen Emittenten konkurrenzieren. Ziel ist, den Kunden dank einer starken und global abgestützten Research-Abteilung im Hintergrund Vorteile zu verschaffen und innovative Ideen anzubieten. «Im vergangenen Jahr waren wir in Europa die «Die Produktideen entstehen im Zusammenspiel zwischen dem Research und dem Sales.» ersten, die ein Inflations-Produkt auf den Markt gebracht haben. Solche spezialisierte Zertifikate wollen wir auch in Zukunft emittieren. Ziel ist denn auch nicht, im grossen Stil Zertifikate zu lancieren. Wir beabsichtigen, in einem Jahr rund 100 Zertifikate an der Scoach zu haben», erläutert Grlica. Fazit: Es ist erfreulich, dass ein neuer Emittent den Markt für Strukturierte Produkte in der Schweiz erweitert. Es ist zu hoffen, dass die Aktienmärkte keinen deftigen Einbruch erleben. Auch wenn sich Strukturierte Produkte für jede Marktlage eignen, so steigt und fällt doch der Erfolg des Zertifikate-Geschäfts mit dem Verlauf der ■ Aktienmärkte.
  • 16. 16 PROTEIN on worst of Kapitalschutz 90 % Kapitalschutz und attraktive Rendite sogar bei Stillstand dank Hebel Basiswerte Coca-Cola / Amgen / Exxon Mobil Kapitalschutz per Verfall 90,0 % Partizipation per Verfall* 140,0% Ausübungspreis Ausgabepreis Mit dem PROTEIN on worst of partizipieren Sie am Kursanstieg des Basiswertes mit der schwächsten Performance und können so mit einem Hebel von 1,4 (indikativ) ab dem Ausübungspreis eine Rendite erzielen. Gleichzeitig sind Sie durch den Kapitalschutz im Fall einer Kurskorrektur geschützt: Sie erhalten bei Verfall eine garantierte Mindestrückzahlung von 90 % des Nominals unabhängig vom Kursverlauf der Basiswerte. 90,0 % Valor USD 10 781 763 *indikativ Emittentin Zürcher Kantonalbank Finance (Guernsey) Limited, Guernsey Infos Lead Manager Zürcher Kantonalbank, Zürich, Rating: AAA +41 (0)44 293 66 65** Initial Fixing / Verfall 4. Dezember 2009 / 10. September 2010 derivate@zkb.ch Zeichnungsfrist bis Freitag, 4. Dezember 2009, 16.00 Uhr MEZ www.zkb.ch/strukturierteprodukte SVSP Bezeichnung Währung 100,0 % Kapitalschutz ohne Cap (1100) Mögliche Rückzahlungsszenarien bei Verfall Performance worst of Rückzahlung PROTEIN –20,00 % 90,00 % Performance PROTEIN –10,00 % –10,00 % 90,00 % –10,00 % 0,00 % 104,00 % 4,00 % 10,00 % 118,00 % 18,00 % 20,00 % 132,00 % 32,00 % 30,00 % 146,00 % 46,00 % Aufträge nehmen jede ZKB Geschäftsstelle sowie Ihre Hausbank entgegen. Keine der hierin enthaltenen Informationen begrundet ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion. Des weiteren stellt das Inserat keinen Emissionsprospekt gemäss Art. 652a bzw. 1156 des schweizerischen Obligationenrechts (OR) respektive keinen vereinfachten Prospekt gemäss Art. 5 des Bundesgesetzes uber kollektive Kapitalanlagen (KAG) dar. Ferner stellt dieses Produkt auch keine Beteiligung an einer Kollektivanlage dar und untersteht somit nicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA). Der fur dieses Produkt massgebende Prospekt kann unter documentation@zkb.ch bezogen werden. ** Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass Gespräche auf der oben erwähnten Nummer aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind. www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 17. 17 FOCUS Aller guten Dinge sind drei! www.istockphotos.com Die Säule 3a kann mit einer Versicherungspolice, mit einem Vorsorgekonto oder einer Wertschriftenlösung errichtet werden. Der neue Safety Plan 3a stellt die private gebundene Vorsorge auf die drei Grundpfeiler Risikoschutz, Garantie und Partizipation an prosperierenden Aktienmärkten. Wie der (Gross-)Vater, so der Sohn: Die Vorsorge beginnt schon im jungen Alter. Angelika Meyer D ie private – freie oder gebundene – Vorsorge ergänzt als 3. Säule die durch die AHV gesicherte staatliche Vorsorge (Säule 1) und die durch die Pensionskasse ausgestattete berufliche Vorsorge (Säule 2). Der jährlich in die Säule 3a investierte Betrag kann bis zu einem Höchstbetrag von derzeit CHF 6‘566 vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Zudem sind Kapitalzuwächse – Zins oder Wertsteigerung – steuerfrei. Die 1972 eingeführte individuelle Vorsorge war lange die Domäne der Versicherer. Gegen die Jahrtausendwende kamen zunehmend auch Anlagefonds zum Einsatz: die Fondspolice – ohne garantiertes Erlebensfallkapital – war geboren. Und am 6. Dezember 2006 lautete die Schlagzeile des payoff magazine „Das erste strukturierte Vorsorgeprodukt für die Säule 3a ist da!“ Die erste Welle – Kapitalschutz auf den SMI Diese Pionierleistung hat die St.Galler Kantonalbank erbracht. Sie wurde dafür mit dem Swiss Derivative Special Award 2007 ausgezeichnet. Im September 2007 folgte die Zürcher Kantonalbank, wenig www.payoff.ch | Dezember 2009 später präsentierten auch die Credit Suisse über ihre Anlagestiftung Privilegia und die Basler Kantonalbank strukturierte Lösungen. Zum Schutz des Anlegers, der das Geld für die Vorsorgelücke im Alter auf die hohe Kante legt, schreibt das Bundesamt für Sozialversicherungen eine garantierte Rückzahlung von mindestens 100 Prozent und eine Laufzeit von fünf Jahren vor. Für Banken ist der Spielraum in der konkreten Produktausgestaltung daher relativ gering. Die garantierten Mindestrenditen sind tief. Die Hoffnungen ruhen auf der Partizipationskomponente bei einem sich positiv entwickelnden SMI. Diese Bankprodukte beziehen sich auf den Anlageteil der Säule 3a und decken die Versicherungskomponente nicht ab. Die zweite Welle – Nachfolgeprodukte Im Gegensatz zu anderen Lösungen, in denen eine Prämie in definierten Intervallen fällig wird, ist bei der strukturierten Vorsorge der gewünschte Betrag einmalig zu Beginn einzubezahlen. Dabei haben diese Lösungen eine längere Zeichnungsfrist, als dies bei Strukturierten Produkten üblicherweise der Fall ist. Danach ist keine Beteiligung mehr möglich. Bei Verfall wird dem Kunden das investierte Geld zusammen mit der erzielten Partizipation auf seinem Vorsorgekonto gutgeschrieben. Da der Kapitalschutz nur auf den Verfall garantiert ist, sollte der Anleger sicher sein, das angelegte Kapital nicht zuvor z.B. für Wohneigentum zu benötigen. Bleibt das frei werdende Kapital verfügbar, muss sich der Anleger auf die Suche nach einer Wiederanlage machen. Die Banken müssten in regelmässigen Abständen neue Produkte auflegen. Mit Nachfolgeprodukten warteten insbesondere die BKB und die SGKB auf (siehe Tabelle). Die dritte Welle – Eine Allfinanz-Innovation mit Risikoschutz, … Der Safety Plan 3a – eine gemeinsame Innovation von Skandia und EFG International – kombiniert einen flexiblen Versicherungsteil mit einem dynamischen Anlageteil. Im Gegensatz zu den Bankprodukten kann das Geld als Prämie monatlich, viertel- oder halbjährlich oder jährlich einbezahlt werden. Im Grundpaket eingeschlossen ist die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit. Zudem «Die Hoffnungen ruhen auf der Partizipationskomponente bei einem sich positiv entwickelnden SMI.» kann ein Todesfallkapital eingeschlossen werden. … Garantie, Reserve und Partizipation … Die Anlage besteht aus drei Komponenten, die über Zertifikate realisiert werden. • Sicherheitskomponente: Obligationen sichern die Garantie des Mindestwertes bei Ablauf. • Reservekomponente: In steigenden Märkten werden Reserven aufgebaut und am Geldmarkt angelegt. Diese dienen dann dem Aufbau der Partizipation nach negativen Marktphasen. • Beteiligungskomponente: Zertifikate auf
  • 18. 18 FOCUS Das Reservekonzept … im Rhythmus des Lebens und individuell Der Safety Plan 3a folgt der LebenszyklusAnlagephilosophie. Je näher der 65. Geburtstag rückt, desto stärker reduziert sich die Partizipationskomponente. Zielgruppe sind Junge im Alter von 25 bis 35 Jahren, die Cap Verkauf von Partizipation Mindestallokation Kauf von Partizipation Reserve In der Rückrechnung auf 30 Jahre und unter Berücksichtigung der Kosten schätzt EFG die jährliche Rendite auf 2 bis 2,5 Prozent. Zum Vergleich: Die beiden Grossbanken bieten 2,25 Prozent auf ihren Vorsorgekonti. Partizipation die drei Strategien Swiss Comfort (100% SMI), European Leaders (50% SMI, 50% DJ EURO STOXX 50) und World Diversified (je 25% SMI, DJ EURO STOXX 50, SP 500 INDEX, NIKKEI 25) liefern die Partizipation an den genannten Aktienmärkten. Dabei wird die steigende Aktienperformance monatlich per Lock-in-Mechanismus gesichert. Zeit Quelle: Safety Plan 3a langfristig Sicherheit suchen und doch aktiv an den Aktienmärkten partizipieren wollen. Die letzte Einstiegsmöglichkeit ist zehn Jahre vor der Pensionierung. Als weitere Optionen können – zu Lasten der Performance – Inflationsschutz und Pfandbesicherung eingebaut werden. Als Pfand werden Bundesanleihen und Anlagen mit vergleichbarer Bonität bei der SIX SIS hinterlegt. Dieses kann bei Ausfall des Emittenten durch die Skandia zu Gunsten der Anleger verwertet werden. Dabei wird jeder Plan individuell verwaltet. Dieser Aufwand schlägt sich in den Kosten von 0,89 Prozent p.a. der Nettoprämie sowie 1,25% p.a. des Sparkapitals nieder. Auch bezüglich der Gebührenstruktur ist der Safety Plan 3a nicht mit den oben erwähnten Vorsorgeprodukten von Banken zu vergleichen, sondern mit den teureren Versicherungsprodukten. ■ Die fünf Vorsorgeprodukte im Vergleich Name BKB-Vorsorge Plus 2012 resp. 2013 CSA Swiss Index Protected Performer 3a/201 resp. 3a/2012 1 Safety Plan 3a ZKB Zins+3a Valor 3505357 resp. 3924179 3496853 2787677 resp. 3456532 3327245 Emittent Basler Kantonalbank Credit Suisse Privilegia St.Galler Kantonalbank Skandia und EFG Financial Products Zürcher Kantonalbank Produkttyp Kapitalschutz mit Cap Kapitalschutz ohne Cap Kapitalschutz mit Cap Kapitalschutz ohne Cap Kapitalschutz ohne Cap Basiswert SMI SMI SMI Wahlweise 3 Strategien: SMI      · 100% SMI      · 50% SMI und DJ EURO STOXX 50      · je 25% SMI, DJ EURO STOXX 50, SP 500, NIKKEI 225 Kapitalschutz 108% resp. 102% 107,5% 105% resp. 107,5% per Verfall Partizipation 100% bis Cap von 122% resp. 129% 40% Risikoschutz nein durch Ver- sicherung nein abhängig von Strategie und Zeitraum 107,5% 100% bis Cap von 117% resp. 122,5% abhängig von Strategie und Zeitraum 63% (errechnet aus Durchschnitt von 60 Beobachtungen) nein Absicherung des Sparziels möglich      · Prämienbefreiung inbegriffen      · Todesfall- und Erwerbsausfall einschliessbar Pfandbesicherung nein nein nein möglich nein Inflationsschutz nein nein nein möglich nein Bewirtschaftung kollektiv kollektiv kollektiv individuell kollektiv Lancierung 2007 resp. 2008 2008 2006 resp. 2007 individuell 2007 Rückzahlung/ Verfall 2012 resp. 2013 2013 2011 resp. 2012 individuell 2012 www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 19. 19 INTERVIEW «Bei einer atomaren Explosion in einem Ölfeld garantiere ich Ihnen, dass die Preise durch die Decke schiessen würden» payoff sprach mit Victor Sperandeo, Wallstreet-Legende und bekannt unter dem Namen Trader Vic. Dieter Haas und Igor Moser Herr Sperandeo, Ihr Name klingt nicht typisch amerikanisch. Woher kommen Sie ursprünglich und wo leben Sie derzeit? Mein Vater ist Italiener, meine Mutter Ungarin. Geboren bin ich allerdings in den USA. Vor 14 Jahren zog ich, nicht zuletzt aus steuerlichen Gründen, von New York nach Texas. Es ist sehr angenehm, dort zu leben. Die Menschen sind sehr freundlich. Könnten Sie sich vorstellen, wie Jim Rogers, der in Singapur lebt, Ihr Domizil zu verlegen? Ich kenne Jim Rogers gut. Es scheint ihm in Singapur sehr zu gefallen. Ich selbst bin neben Texas von den Virgin Islands begeistert. Victor Sperandeo, besser bekannt als Trader Vic, ist professioneller Händler und verfügt über 40 Jahre Erfahrung an der Wallstreet. Er handelt Rohstoffe, Aktien, Bonds, Futures und Optionen. Trader Vic ist selbständig und arbeitete u.a. für George Soros, Leon Cooperman und BT Alex Brown. Er ist vor allem bekannt dafür, bei fallenden Märkten Renditen zu erzielen: Hauptsächlich in den Jahren 1969, 1970, 1973 und 1974, als der Dow Jones Index an Terrain einbüsste, konnte Trader Vic ansehnliche Renditen verbuchen. Trader Vic ist Autor verschiedener Bücher und Präsident von Alpha Financial Technologies (AFT). www.payoff.ch | Dezember 2009 Wie nehmen Sie die Schweiz wahr? Sehr positiv. Ich mag die Werte, welche die Schweiz repräsentiert. Zudem ist das Land neutral und war noch nie in einen grossen Krieg verwickelt. Es ist ein sehr schöner Ort, um dort zu leben. Sind Sie glücklich über den neuen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Barack Obama? Nein. Aus philosophischen Überlegungen sind mir seine Ideen fremd. Er ist ein Sozialist, ich bin klar ein Kapitalist. Worauf basiert der Trader Vic Total Return Index (TVI), auf den die Royal Bank of Scotland jüngst ein Tracker-Zertifikat in USD emittiert hat? Beim Trader Vic Total Return Index handelt es sich um ein Managed Futures Index Produkt. Aus 24 Futures aus den Bereichen Rohstoffe, Währungen und US-Zinsen werden aufgrund eines quantitativen, regelbasierten Ansatzes für jeden einzelnen Futures Longoder Short-Positionen eingenommen. Das funktioniert besonders gut in Phasen steigender oder fallender Preistrends. In durch Makroereignisse ausgelösten Umkehrzeitpunkten, wie sie in diesem Jahr stattgefunden haben, hinken diese Konzepte dem Markt in der Regel eine gewisse Zeit hinterher. Daher liegen in diesem Jahr die meisten Managed-Futures-Strategien bis anhin leicht im Minus. Auf lange Sicht übertrifft der TVI mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 13 Prozent die Erträge in den Anlageklassen Aktien, Obligationen und Rohstoffe, und dies bei einer deutlich geringeren Volatilität. Weshalb mischen Sie in Ihrem Index Rohstoffe mit Währungen und US-Obligationen im Verhältnis 50:50? Das wird aus Diversifikationsüberlegungen gemacht. Untersuchungen haben ergeben, dass mit dieser Kombination eine wesentlich stetigere Rendite erzielt werden kann. Was ist der Grund, weshalb Sie im Energiesektor nie eine Short-Position einnehmen? Die relative Bedeutung des Energiesektors, der zunehmend globale Anstieg des Terrors sowie die Gefahr nuklearer Attentate veranlassen uns aus Risikoüberlegungen, im Energiesektor keine Short-Positionen einzunehmen. Welchen Anlagehorizont sollte ein Investor haben, der das Zertifikat auf den Trader Vic Total Return Index erwirbt? Er sollte das Zertifikat mindestens zwölf Monate halten. Warren Buffet würde Ihnen einen Zeithorizont von zehn Jahren nennen. Das Tracker-Zertifikat eignet sich nicht als Tradinginstrument. Sie sind im Trader Vic Total Return
  • 20. 20 Index momentan long bei den 10- und 30-jährigen US Bonds. Wann gehen Sie short und mit welcher Rendite rechnen Sie für die 30-jährigen Bonds bis Ende 2010? Gegen Jahresende werde ich meine Position wechseln. Das gegenwärtige kurzfristige Ausleihen und gleichzeitige Long-Engagement bei den Finanzinstituten widerspricht der klassischen Bankregel, aber damit verdienen sie momentan ihr Geld. Ich rechne im kommenden Jahr mit einem Anstieg der 30-jährigen Zinsen 2010 auf fünf Prozent oder etwas mehr. Wie sehen Sie die weitere Entwicklung des US-Dollars? Ich erwarte eine graduelle Erosion in Richtung eines Dollar-Index-Wertes von 68. Sollte der Greenback danach in einen freien Fall übergehen, wäre die US-Notenbank Fed gezwungen, mit einer Zinserhöhung um 25 bis 50 Basispunkte Gegensteuer zu geben. In diesem Fall würde die Party an den Aktienmärkten wohl zu Ende gehen. Werden wir im nächsten Jahr eine Verringerung der Korrelation zwischen den Rohstoffen und den Aktienmärkten sehen? Im kommenden Jahr erwarte ich eine Ent- INTERVIEW kopplung der parallelen Entwicklung zwischen den beiden Anlageklassen. Das Wirtschaftswachstum wird enttäuschen, was die Regierungen veranlassen wird, neue Ausgabeprogramme zu lancieren. Aktien, die mehr auf Wachstum setzen, dürften es in einem solchen Umfeld schwerer haben, während Rohstoffe durch Stimulierungsprogramme begünstigt werden, die zu einer Erhöhung der inflationären Risiken führen. Man geht im Durchschnitt von einer sechsjährigen Dauer zwischen dem Höhepunkt und dem Tiefpunkt im USHäusermarkt aus. Somit würde die Talsohle erst 2012 erreicht werden. Teilen Sie diese Ansicht? Für meine Beurteilung ist die Entwicklung der Bauholz-Futures ein wichtiger Frühindikator. Solange diese sich weiter abschwächen, dürfte der Markt weiter zur Schwäche tendieren. Das von Ihnen genannte Jahr 2012 halte ich für eine realistische Einschätzung. Worauf basiert Ihre positive Haltung zu Gold? Solange die Notenbanken ihre Geldmenge im bisherigen Umfang erhöhen, dürfte Gold an Wert gewinnen. Papier ist für mich kein Geld. Gold hingegen repräsentiert die beste, Wert erhaltende Form von Geld, und Anzeige Swissquote ist die Schweizer Online-Bank, mit der Sie Ihr Vermögen selbst verwalten können. Profitieren Sie von unabhängigen Finanzinformationen sowie zahlreichen Analysetools und handeln Sie in Echtzeit mit Wertpapieren. Eröffnen Sie jetzt ein Konto auf www.swissquote.ch. www.payoff.ch | Dezember 2009 das schon seit mehr als 2000 Jahren. Ein konkretes Preisziel zu nennen, ist aber schwierig. Welchen Rohstoff innerhalb des Energiesektors mögen Sie besonders und weshalb? Wenn ich einen Energierohstoff auswählen müsste, würde ich mich für Rohöl entscheiden, da in ihm die höchsten politischen Risiken stecken. Bei einer atomaren Explosion in einem Ölfeld garantiere ich Ihnen, dass die Preise durch die Decke schiessen würden. Wie beurteilen Sie den Agrarsektor? Agrargüter sind stark von saisonalen Effekten betroffen. Gegenwärtig befinden sie sich in einer Bodenbildungsphase. Gegen Jahresende werde ich voraussichtlich eine bullischere Haltung einnehmen und mich stärker in diesem Segment positionieren. Welches ist Ihr Long- und welches Ihr Short-Favorit unter den Rohstoffen im kommenden Jahr? In den kommenden zwei Jahren dürften Long-Positionen auf Gold die grössten Gewinne abwerfen. Auf der anderen Seite werden Shorts auf US Bond Futures die besten Erträge generieren. ■
  • 21. 21 PRODUCT NEWS SILCH – Open End Tracker Zertifikat der RBS auf den ABN AMRO Silver Mining TR Index Das Gold des kleinen Mannes im Vormarsch Ein angespanntes Verhältnis von Angebot und Nachfrage, China, neue Verwendungszwecke und geringe Reserven sind die Ingredienzen für langfristig steigende Silberkurse. Fokussierte Silberminenanlagen sollten in keinem Depot fehlen. Dieter Haas Silber rutscht immer mehr in die Kategorie der seltenen Metalle. Das billigste Edelmetall besitzt nebst seiner an Bedeutung zunehmenden industriellen Funktion eine hohe Beliebtheit als Geldersatz. Es dürfte sich im Falle einer aufkeimenden Teuerung dank seiner begrenzten Verfügbarkeit als sehr wertstabil erweisen. Mit SILCH (CHF) und SILUD (USD) kann der Anleger breit diversifiziert an den wichtigsten Unternehmen der Branche partizipieren. Die beiden Zertifikate der Royal Bank of Scotland sind die einzigen Anlageprodukte, welche sich auf Indexbasis ausschliesslich auf Silberproduzenten konzentrieren. Konzerne wie Fresnillo, Penoles, Silver Wheaton, JSC Polymetal und Pan «Silber rutscht immer mehr in die Kategorie der seltenen Metalle.» American Silver halten die grössten Positionen inne. Der Index ist kapitalisierungsgewichtet mit einer maximalen Begrenzung von 15 Prozent pro Gesellschaft. Die aktuelle Zusammensetzung kann auf der Webseite des Emittenten eingesehen werden. Leider fehlt im Termsheet inzwischen die ursprünglich im Anhang beigefügte Beschreibung der Indexkonstruktion. Zudem ist der bei Mit dem kürzlich lancierten Silberminen-Tracker SILEX tritt ein neuer Konkurrent auf den Plan. Eine Broschüre der Basler Kantonalbank (www.bkb.ch/flyersilex.pdf ) enthält wertvolle Informationen zur Marktsituation von Silber. Die Auswahl von SILEX deckt sich in groben Zügen mit SILCH und SILUD. Erstaunlicherweise fehlt bei SILEX der bedeutende Konzern Silver Wheaton. Im Gegensatz zu den RBS-Produkten handelt es sich bei SILEX um eine Basketlösung mit einer fixen Laufzeit von knapp zwei Jahren. Somit fällt keine jährliche Managementgebühr zur Pflege des Basiswertes an. Durch die Gleichgewichtung der ausgewählten Titel erhalten die kleinen und mittleren Silberproduzenten ein höheres Gewicht. Der für SILEX im Sekundärhandel gestellte Spread von rund einem Prozent liegt deutlich unter der unserer Meinung nach exorbitanten Spanne von zwei Prozent bei SILCH und SILUD. payoff-Einschätzung: Das Kurspotenzial der drei SilberminenTracker-Zertifikate ist beträchtlich und der Kaufzeitpunkt, saisonal betrachtet, optimal. Für kurz- bis mittelfristig interessierte Anleger besitzt SILEX leichte Vorteile. Dank der open-end Ausgestaltung eignen sich SILCH und SILUD besonders für eine langfristige Beteiligung am äusserst attraktiven Silbermarkt. Tracker-Zertifikat auf den ABN AMRO Silver Mining TR Index Silber ETF - ZSIL Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 31.10.08) www.payoff.ch | Dezember 2009 1.00% 2.00% Handelsplatz Silber ETC - CSICI open-end Geld-Brief-Spanne Tracker-Zertifikat auf ABN AMRO Silver Mining TR Index (SILCH) CHF Managementgebühr p.a. 10.09 ABN AMRO Silver Mining TR Index Laufzeit 07.09 Royal Bank of Scotland Währung Basiswert 04.09 SILCH Basiswert 01.09 Anlageprodukte Emittent 10.08 Produktkategorie Symbol Silber ETF, Silber ETC und Silver Mining Index % 300 275 250 225 200 175 150 125 100 75 50 der Emission erstellte Flyer nicht als Download verfügbar. Beide Elemente würden die Transparenz spürbar erhöhen. Scoach CH Briefkurs 23.11.09 CHF 141 Kursziel 31.03.10 CHF 150.00 Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 22. 22 Innovationen für Sie noch zugänglicher Bei Morgan Stanley stellen wir höchste Ansprüche an die Entwicklung, Umsetzung und Ausführung unserer Finanzprodukte. Dieser Ruf ist die Basis unseres Erfolges. Wir nutzen unseren reichen Erfahrungsschatz aus dem Umgang mit institutionellen Anlegern und aus dem Private Banking und machen ihn für Sie zugänglich. Morgan Stanley IQ, unsere preisgekrönte Plattform für strukturierte Produkte, erreichen Sie ab sofort auch über SCOACH Schweiz. Mit Morgan Stanley IQ können wir die Potenziale jeder Produktidee voll ausschöpfen und Ihnen als individuellen Anlegern anspruchsvolle Inhalte und Dienstleistungen liefern. Wenn Sie mehr über Morgan Stanley IQ wissen wollen, wenden Sie sich bitte noch heute an unsere Berater oder besuchen Sie uns unter: www.MorganStanleyIQ.ch Herausgegeben und genehmigt von Morgan Stanley Co. International plc, zugelassen und reguliert durch die britische Finanzaufsicht Financial Services Authority. Diese Anzeige wurde ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Sie stellt kein Angebot dar, ein jegliches Finanzinstrument zu kaufen oder zu verkaufen oder sich irgendeiner Handelsstrategie anzuschließen und sie ist kein Erzeugnis der Research-Abteilung von Morgan Stanley. © 2009 Morgan Stanley. Alle Rechte vorbehalten. www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 23. 23 PRODUCT NEWS DE000HV5CTT0 – Open-end Tracker-Zertifikat der HVB auf den Commodity Trend TR Index Trendfolge-Strategie auf Rohstoffe Rohstoffe sind eine kapriziöse, nicht einfach fassbare Anlageklasse. Das neue, auf Momentum basierende Anlageprodukt der HypoVereinsbank brachte im Backtesting stolze Ergebnisse, die jetzt auch in der Praxis erprobt werden. Dieter Haas Das im Grunde simple Konzept setzt auf die Tatsache, dass Rohstoffe, welche in der Vergangenheit gut gelaufen sind, dies wohl auch in Zukunft tun werden. Aus dem Anlageuniversum der 23 Dow Jones UBS Rohstoffunterindizes (www.djindexes.com) werden monatlich die vier besten herausgepickt. Dabei wird Bezug genommen auf die Performance über die letzten drei Monate. Der Klassenbeste wird mit 40 Prozent, der zweitbeste mit 30 Prozent, «The Trend is your friend» der drittbeste mit 20 Prozent und der viertbeste mit 10 Prozent gewichtet. Auf diese Weise errechnet sich der Commodity Trend Total Return Index. Monatlich erfolgt eine Anpassung an die neuen Begebenheiten. Der Zusatz Total Return weist darauf hin, dass die Zinserträge mitberücksichtigt werden. Die Strategie wurde bis ins Jahre 1992 zurückgerechnet. Ein Vergleich mit dem Dow Jones UBS Commodity Total Return Index zeigt eine deutliche Outperformance. In der Handelswährung US-Dollar erzielte der Commodity Trend Total Return Index seit 1992 im Durchschnitt eine jährliche Indexperformance von 24,11 Prozent. Rohöl, Erdgas, Nickel und Benzin wurden dabei am häufigsten ausgewählt. Am meisten erhielten Erdgas, Kaffee, Nickel und Rohöl die höchste Gewichtung. Mit dem in Deutschland kotierten Tracker-Zertifikat HV5CTT kann der Anleger seit kurzem an dieser Strategie teilhaben. Dank einer beigefügten Quanto-Komponente wird das Dollarrisiko zum Euro abgesichert. Somit spielt die Wechselkursentwicklung keine Rolle. Die Kosten für die Quanto-Gebühr belaufen sich gegenwärtig auf 2,45 Prozent per annum. Auf der Internetseite des Emittenten www.zertifikate.hvb.de werden jeweils die aktuellen Sätze veröffentlicht. Ferner muss der Anleger eine jährliche Managementgebühr von 1,50 Prozent berappen. Da die Subindizes des DJ UBS Commodity Total Return nicht rolloptimiert sind, können – im Unterschied etwa zu den CMCI-Indizes der UBS – Rollgewinne oder -verluste entstehen. Momentum-Strategien funktionieren besonders in Aufwärtsphasen. Bei plötzlichen Kurseinbrüchen wie etwa 2008 verstärkt der Ansatz in der Regel den Abwärtseffekt. In einem solchen Fall braucht es Geduld, denn längerfristig zeigt der Trend bei Rohstoffen klar nach oben. payoff-Einschätzung: Für die kommenden Monate sieht das Umfeld bei vielen Rohstoffen günstig aus, getreu dem Motto: «The Trend is your friend.» Somit bestehen für HV5CTT intakte, überdurchschnittliche Kursgewinnchancen. Anzeige Investment gesucht? Investment Idea Suchen Sie nach einer guten Anlagemöglichkeit? Die Investment Idea könnte Ihnen weiterhelfen! Tracker-Zert. auf den HVB Commodity Trend Total Return Index Performance Commodity Trend, Trader Vic, SP GSCI, DJ UBS Produktkategorie Anlageprodukte % 2500 ISIN DE000HV5CTT0 Emittent HypoVereinsbank 2000 Basiswert HVB Commodity Trend TR Index 1500 Währung Basiswert EUR Laufzeit open-end Managementgebühr p.a. 1,50% Handelsplatz Scoach DE Briefkurs 23.11.09 EUR 147.74 Kursziel 31.03.10 EUR 160.00 Daten, Kurse, Termsheets www.scoach.de 1000 500 0 01.92 01.96 Commodity Trend TR Index SP GSCI TR Index www.payoff.ch | Dezember 2009 01.00 01.04 Trader Vic TR Index 01.08 DJ UBS TR Index Quelle: Bloomberg (indexiert in USD ab 02.01.92)
  • 24. 24 Sie suchen mehr Power für Ihre Anlagen? Wir bieten Ihnen leistungsstarke Warrants. Bull-Call-Spreads Mit den Hebelprodukten der Credit Suisse können Sie jederzeit durchstarten und schnell auf Marktentwicklungen reagieren. Neu bei der Credit Suisse sind interessante Bull-Call-Spreads: Symbol BULZU ZUBUL BULRU RUBUL XAUBU Valor 10 608 734 10 608 735 10 608 738 10 608 739 10 661 845 Basiswert ZURN ZURN RUKN RUKN Gold Kurs Aktie 223.00 223.00 48.80 48.80 USD 1165 Strike 220.00 230.00 45.50 47.50 USD 1100 Cap Level 240.00 250.00 47.50 49.50 USD 1200 Preis 1.14 0.88 1.55 1.17 CHF 0.54 Break-Even 231.40 238.80 47.05 48.67 USD 1154 max. Rückz. 2.00 2.00 2.00 2.00 USD 1.00 Preise vom 26.11.09 Wann kaufe ich einen Bull-Call-Spread? Der Investor hat die Marktmeinung, dass der Basiswert (z. B. Aktie) per Verfall über den Cap-Level steigt. Am Verfalltag erhält er die positive Differenz zwischen dem Aktienkurs und dem Strike, jedoch maximal die Differenz zwischen dem Cap-Level und dem Strike (z. B. 48.00 - 47.50 = 0.50). Der Preis des Warrants ändert sich täglich; der Bull-Call-Spread kann somit jederzeit verkauft werden. Preisbeispiel bei Verfall: RUBUL CHF 1.17 Aktienkurs 47.50 48.00 48.80 49.50 Aktienveränderung in % -2.66 % -1.64 % 0.00 % 1.43 % Rückzahlung in CHF 0.00 0.50 1.30 2.00 Erfolg in CHF - 1.17 - 0.67 0.13 0.83 Erfolg in % -100.00 % - 57.26 % 11.11 % 70.94 % Warrants sind Hebelprodukte und mit sehr hohen Risiken verbunden, welche zum Totalverlust führen können, wenn die Marktmeinung des Investors nicht eintrifft. Sie sind nur für Investoren bestimmt, die diese Risiken verstehen und tragen können. Für weitere Informationen rufen Sie uns an: Institutionelle Anleger, Firmen und Banken 044 335 76 00* Privatpersonen 044 332 66 68* Unabhängige Vermögensverwalter 044 332 20 20* Interessiert? Wenden Sie sich an Ihren Relationship Manager der Credit Suisse oder an Ihre Hausbank. www.credit-suisse.com/globalwarrants Dieses Dokument stellt weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Abschluss einer Finanztransaktion dar; die rechtlich massgebenden Bedingungen sind allein im Kotierungsprospekt enthalten. Bitte verlangen Sie vor einem Anlageentscheid die vollständigen Produktinformationen, insbesondere hinsichtlich produktspezifischer Risiken, Emissionspreis und allfälliger Gebühren. Diese können unter der entsprechenden Telefonnummer kostenlos bestellt werden. Die Prospektanforderungen gemäss Art. 652a/1156 des schweizerischen Obligationenrechts sind nicht anwendbar. Ferner ist das Produkt keine Kollektivanlage im Sinne des KAG, untersteht keiner Genehmigungspflicht und keiner Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Anleger tragen ein Emittentenrisiko. Die Werthaltigkeit der Warrants ist nicht allein von der Entwicklung der Basiswerte, sondern auch von der Bonität des Emittenten abhängig, welche sich während der Laufzeit des Warrants verändern kann. * Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass www.payoff.ch | Dezember 2009 Gespräche auf unseren Linien aufgezeichnet werden. Bei Ihrem Anruf gehen wir davon aus, dass Sie mit dieser Geschäftspraxis einverstanden sind.
  • 25. 25 PRODUCT NEWS VPINT – Outperformance-Zertifikat auf einen «Europäische Substanzwerte» Basket von Vontobel Outperformance mit Substanz Die Bank Vontobel brachte am 6. November 2009 ein Outperformance-Zertifikat auf einen Basket von zehn europäischen Substanztiteln auf den Markt. Könnte gerade für Substanzwerte aktuell ein attraktiver Einstiegszeitpunkt sein? Tobias Walter Unter Substanzwerten versteht man Unternehmen, die weniger auf ein schnelles Wachstum ausgerichtet sind, sondern eher – mit einer soliden Eigenkapitalbasis ausgerüstet – auf eine konstante, langfristige Entwicklung setzen. Nach einer turbulenten Phase, wie wir sie bis vor kurzem erlebt haben, mag es so manchen Anleger geben, der sich nach derartigen Anlagen «mit Substanz» sehnt. Outperformance-Zertifikate ermöglichen überproportionale Kursgewinne am Basiswert. Der Partizipationsfaktor von «Nach einer turbulenten Phase, wie wir sie bis vor kurzem erlebt haben, mag es so manchen Anleger geben, der sich nach Anlagen «mit Substanz» sehnt.» 140 Prozent wird dadurch erreicht, dass der Basiswert mit CallOptionen auf die einzelnen Titel kombiniert wird. Finanziert wird dies durch einen Verzicht auf die Dividenden, welche bei den gewählten Unternehmen recht üppig ausfallen. So liegt aktuell die Dividendenrendite bei der Deutschen Telekom bei 8 Prozent. Abwärtsbewegungen unter die Kursbasis von EUR 100 werden zu 100 Prozent mitgemacht. Das Produkt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist mit einem Quanto-Mechanismus ausgestattet. Der als Basiswert dienende Basket setzt sich zusammen aus Aktien aus dem Euro-Raum und aus Titeln, die in Pfund gehandelt werden. Es sind dies die Deutsche Telekom, Vivendi Universal, Enel, Vodafone Group, GlaxoSmithKline, Sanofi-Aventis, Allianz, Banco Santander, Unilever und Diageo. Jedes dieser Unternehmen hat einen Anteil von 10 Prozent am Basket. Insgesamt lässt sich aus dieser Zusammensetzung eine eher defensive Ausrichtung des Baskets ableiten. Dafür spricht die hohe Gewichtung von Titeln aus wenig zyklischen Branchen wie Nahrungsmittel, Pharma, Telekommunikation und Energieversorgung. Trotz defensivem Charakter mussten auch diese Unternehmen während der Finanzkrise Federn lassen und büssten teils empfindlich an Wert ein. Die Deutsche Telekom beispielsweise sackte zwischen Anfang 2008 und Mitte 2009 von knapp unter EUR 16 auf gut EUR 8 ab. Auch den anderen ging es kaum besser. Seit Einsetzen der aktuellen Erholungsphase lässt sich aber auch bei den erwähnten Aktien eine Aufwärtstendenz feststellen. Glaubt man also der Prämisse, dass sich Substanzwerte in Abwesenheit einer zyklischen Hausse generell besser entwickeln, als dies bei Wachstumswerten der Fall ist, so scheint ein Investment zum jetzigen Zeitpunkt durchaus verlockend. payoff-Einschätzung: Solide Werte, die aber doch eine markante Korrektur erfahren haben, sind attraktiv. Wer an einen generellen Aufwärtstrend glaubt, aber nicht zu sehr spekulieren möchte, könnte in VPINT ein vielversprechendes Investment finden. Sollte allerdings eine Kurssteigerung ausbleiben, so schmerzt der Verzicht auf die hohen Dividenden. Outperformance-Zertifikat auf den «Europäische Substanzwerte» Basket VPINT-Backtesting 06.09 DJ Euro Stoxx 50 TR Index Quelle: Bloomberg (indexiert in EUR ab 30.12.2005) www.payoff.ch | Dezember 2009 1.40 ab Initial Level Handelsplatz 12.08 EUR 100 Leverage 06.08 30.10.2012 Initial Level 12.07 EUR Verfall 06.07 «Europäischer Substanzwerte Basket» Währung Basiswert 12.06 Vontobel Basiswert 12.05 06.06 VPINT Emittent % 140 130 120 110 100 90 80 70 60 50 40 Anlageprodukte Symbol Backtesting VPINT vs. DJ Euro Stoxx 50 TR Index Produktkategorie Scoach CH Briefkurs 18.11.2009 EUR 104.20 Kursziel 31.03.2010 EUR 110 Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch
  • 26. 26 PRODUCT NEWS MLSMI – Kapitalschutzprodukt mit Cap auf den SMI von Merrill Lynch 100% Kapitalschutz und 100% Partizipation! Wegen des niedrigen Zinsniveaus und der zeitweise sehr hohen Volatilität konnten in letzter Zeit kaum attraktive Kapitalschutzprodukte aufgelegt werden. Im Sekundärmarkt lassen sich aber noch einige Trouvaillen entdecken. Martin Plüss Kapitalschutzprodukte sind eine Kombination aus einer Obligation und einer Anzahl Call-Optionen. Mit den Zinsen der Obligation wird der Kapitalschutz garantiert, während die Calls die Partizipation am Kursanstieg des Basiswerts beisteuern. Wenn die Zinsen niedrig sind oder die Optionen – auf Grund einer hohen Volatilität – teuer, können nur wenige Calls gekauft werden, was eine niedrigere Partizipationsrate zur Folge hat. Vor diesem Dilemma stehen aktuell die Emittenten. Neue Produkte weisen oft eine relativ tiefe Partizipation auf oder es wird auf – billigere – asiatische Optionen zurückgegriffen, bei denen für die Rückzahlung nicht der Schlussstand des Basiswerts entscheidend ist, sondern ein über die gesamte Laufzeit gemittelter Durchschnitt. Die meisten Produkte auf dem Sekundärmarkt dagegen haben Ausübungspreise, die weit über dem aktuellen Kursniveau liegen. Es gibt aber auch Ausnahmen, nämlich Zertifikate, die zu einem Zeitpunkt emittiert wurden, als sich die Aktienmärkte auf ähnlicher Höhe bewegten wie jetzt. Dazu gehört MLSMI von Merrill Lynch. Dieses Papier mit einem Nominalwert von CHF 1000 wurde im Juli 2008 auf den Markt gebracht. Es bietet einen Kapitalschutz von 100 Prozent und eine Partizipation von ebenfalls 100 Prozent an einem Kursanstieg des SMI oberhalb des Ausübungspreises von 6'772.74 Punkten. Diese attraktiven Bedingungen wurden dadurch ermöglicht, dass Merrill Lynch zum Zeitpunkt der Emission einen Credit Spread von mehr als 400 Basispunkten aufwies, womit ein entsprechend hoher Zins für den Obligationsteil in die Konstruktion des Produkts einfloss. Mittlerweile hat sich der Credit Spread der Emissionsbank wieder auf 100 Basispunkte reduziert. Trotzdem wird das Papier aktuell unter pari gehandelt. Die Tatsache, dass das Produkt mit einem Cap bei 140 Prozent (entsprechend einem Wert des SMI von 9'481.84 Punkten) versehen ist, dürfte für den Käufer kaum einen Nachteil bedeuten. Dass der Schweizer Blue Chip Index bis zum Verfall des Papiers am 6. Juni 2011 wieder derartige Höhen erklimmen wird, erwarten wohl nicht einmal die grössten Optimisten. Da der SMI aktuell nur noch rund 7 Prozent unter dem Ausübungspreis liegt, ist die Chance realistisch, dass sich bis zum Verfalltermin mit diesem Produkt ein Gewinn «Attraktiv sind Zertifikate, die zu einem Zeitpunkt emittiert wurden, als sich die Aktienmärkte auf ähnlicher Höhe bewegten wie jetzt.» erzielen lässt. Sollten die Märkte dagegen wieder gegen Süden drehen, so reduziert sich das Verlustrisiko auf den entgangenen Zins für das eingesetzte Kapital. payoff-Einschätzung: Die Märkte haben von einem rasanten Aufstieg seit März zu einem Seitwärtstrend gewechselt. Ob es nach dessen Beendigung weiter nach oben geht, oder ob die Märkte wieder nach unten drehen, ist ungewiss. In dieser Lage ist der Einsatz von Kapitalschutz-Produkten eine gute Wahl. Hier gehört MLSMI aufgrund der attraktiven Bedingungen zu den «Top-Picks». Kapitalschutz-Zertifikat mit Cap auf den SMI Produktkategorie Anlageprodukte Valor 4'327'382 Emittent Merrill Lynch Basiswert SMI Währung CHF Verfall 06.06.2011 130 Ausübungspreis 6772.74 120 Cap 9481.84 (140%) Kapitalschutz-Zertifikat MLSMI versus Basiswert % 150 140 110 Kapitalschutz 100% 90 Partizipation bis zum Cap 100% 80 Handelsplatz Scoach CH Briefkurs 23.11.09 98.45% Kursziel 31.03.10 100.50% Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch 100 70 60 07.08 MLSMI 11.08 SMI 03.09 Bond Floor 07.09 11.09 Cap Quelle: Bloomberg (indexiert in CHF ab 04.07.08) www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 27. 27 INVESTMENT IDEA Präsentiert von Goldman Sachs Edelmetalle und Rohöl Der Preis der Feinunze Gold machte viele Schlagzeilen. Wird das Edelmetall künftig seinen Höhenflug fortsetzen oder steht eine Kurskorrektur ins Haus? Aktien und Aktienindizes sind traditionell beliebte Basiswerte von Warrants. Doch auch Rohstoffe rücken immer mehr ins Zentrum risikobereiter Investoren – neben dem Rohöl vor allem die Edelmetalle Gold und Silber. Die Feinunze Gold markierte zuletzt häufig neue Rekordstände, die beispielsweise von der Meldung über gestiegene Importe des wichtigen Schmuckherstellers Indien begleitet wurde. Anleger stehen vor der Frage: Wird die Rally der Edelmetalle weitergehen oder droht eine Kurskorrektur? Bei Rohöl lautet die Frage dagegen, ob das «schwarze Gold» die Seitwärts-Bewegung der vergangenen Berücksichtigung des Wechselkurses). Der Zeitwert ist die Differenz aus Warrant-Preis und innerem Wert. Er wird von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der erwarteten Schwankungsbreite (implizite Volatilität) des Basiswerts, dem Zinsniveau und der Restlaufzeit beeinflusst. Notiert der Basiswert eines Calls bei Fälligkeit auf oder unter dem Basispreis, verfällt der Warrant wertlos. Das Gegenstück zum Call ist der Put. Er gewinnt tendenziell an Wert, wenn der zugehörige Basiswert fällt. Anleger können damit auf rückläufige Notierungen eines Basiswerts spekulieren oder Positionen im Depot gegen Kursverluste absichern. Wochen verlassen kann. Mit Warrants von Goldman Sachs können Investoren unterschiedliche Marktmeinungen umsetzen und somit von steigenden Kursen oder von fallenden Notierungen profitieren. Warrants bieten attraktive Gewinnchancen in steigenden wie in fallenden Marktsituationen. Sollte der Anleger jedoch die Kursentwicklung des Goldes, des Silbers oder des Rohöls falsch eingeschätzt haben, kann es zu Verlusten kommen bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Bitte beachten Sie, dass Anleger mit einer Investition in Warrants das Emittentenrisiko von Goldman Sachs tragen. Da es sich bei Warrants um spekulative Produkte handelt, sollten sich nur Anleger darin positionieren, die die Funktionsweise kennen. Der Preis eines Warrants setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Der innere Wert errechnet sich beim Call aus der Differenz von Kurs des Basiswerts minus Basispreis des Warrants (bereinigt um das Ratio und unter Weitere Details zu Funktionsweise sowie Chancen und Verlustrisiken entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Termsheet, das wir Ihnen ebenfalls auf unserer Website zur Verfügung stellen. Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch am Telefon unter der kostenlosen Hotline 044 224 11 44. Die Produkte werden an der Scoach Schweiz AG gehandelt. Rohstoff-Warrants Basiswert Symbol1) Option Feinunze Gold XAUJE Call Ausübungspreis in USD Fälligkeit Referenzpreis* in USD 1’200 18.12.09 1’168.00 0.02 Feinunze Gold XAUAA Silber XAGFK Ratio Briefkurs in CHF* 0.38 Put 1’000 25.06.10 1’168.00 0.02 0.54 Call 20.00 18.12.09 18.62 1 0.32 Silber XAGFV Call 20.00 25.06.10 18.62 1 1.73 ICE Brent Crude Oil Future LCOCC Call 90.00 10.05.10 81.24 0.2 1.04 ICE Brent Crude Oil Future LCOCF Put 75.00 10.05.10 81.24 0.2 1.27 * Stand: 24.11.2009 1) Diese Produkte sind bereits an der Scoach Schweiz AG handelbar. Garantin: The Goldman Sachs Group, Inc.; Rating der Garantin: A1 (Moody’s) / A (SP®); Art der Garantie: unwiderrufliche, unbedingte Zahlungsgarantie; Emittentin: Goldman Sachs International; Dieses Inserat stellt keinen Emissionsprospekt im Sinne von Art. 652a resp. 1156 OR dar. Dieses Inserat erscheint ausschliesslich zum Zweck der Information über die im Inserat aufgeführten Produkte. Die Produkte qualifizieren nicht als Anteile einer kollektiven Kapitalanlage im Sinne des Bundesgesetzes über kollektive Kapitalanlagen (KAG) und sind daher auch nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt. Die Anleger sind dem Bonitätsrisiko der Emittentin bzw. der Garantin ausgesetzt. Anleger sollten vor Erwerb eines Produktes die Ausführungen im Offering Circular bestehend aus dem Programme for the Issuance of Derivatives (http://www.goldman-sachs.ch/Programm) und dem jeweiligen Pricing Supplement zu den Chancen und Risiken (einschliesslich des emittenten- und gegebenenfalls produktspezifischen Totalverlustrisikos) lesen und etwaige Fragen mit einem Finanzberater besprechen. Sämtliche Angaben sind ohne Gewähr. Goldman Sachs Bank AG, Public Distribution, Münsterhof 4, Postfach, CH-8022 Zürich, Telefon: +41 (0)44 224 1144, Telefax: +41 (0)44 224 1020, www.goldman-sachs.ch, E-Mail: swisswarrants@gs.com www.payoff.ch | Dezember 2009
  • 28. 28 DERIVE Geberit – vor dem Aufstieg in den SMI Die Aktien des Sanitärtechnikunternehmens besitzen intakte Chancen, nächstes Jahr in den erlauchten Kreis der Blue Chips aufgenommen zu werden. Analyse Umsetzung GEBERIT AG CHF 171.00 CH0030170408 | GEBN | Schweiz Analyse vom 21. Nov 2009 Schlusskurs vom 20. Nov 2009 GEBERIT AG gehört zur Branche «Baugewerbe Werkstoffe» und dort zum Sektor «Baustoffe Einbauten». Mit einer Marktkapitalisierung von 6.86 Milliarden US Dollar zählt sie zu den «large-cap» Gesellschaften. Während der letzten 12 Monate lag der Kurs zwischen CHF 176.30 und CHF 93.15. Der aktuelle Preis von CHF 171.00 liegt 3,0% unter dem höchsten und 83,6% über dem tiefsten Wert in dieser Periode. Ergebnis seit 19. November 2008: GEBERIT AG: 64,6%, Baugewerbe Werkstoffe: 71,1%, DJ Stoxx 600: 25,7% Vergleich (19. November 2008 - 20. November 2009) % 100 80 60 40 20 0 -20 03.09 01.09 GEBN 05.09 DJ Stoxx 600 Fundamentale und technische Analyse Gesamteindruck Negativ 09.09 11.09 Quelle: thescreener.com Risikoanalyse* Neutral Sehr negativ 07.09 CON@EP Mittleres Risiko Sehr Hohes positiv Risiko Eher negativ Neutral Geringes Risiko Eher positiv Positiv Preis • Bei CHF 170 relativ zur Wachstumserwartung leicht überbewertet. • Sektorpotenzial Baustoffe Einbauten: 15% und damit deutlich besser als der Einzelwert. Gewinnprognosen • Die Gewinnprognosen wurden seit dem 28. August 2009 mehrheitlich nach oben korrigiert. Technische Tendenz • Die Aktie verfügt über leicht positives Momentum. Risiko • Geberit korreliert stark mit dem Referenzindex. • Der Trend der Volatilität ist neutral. • Das Risiko der Aktie mit einem Beta von 1.0 und mittlerer Volatilität entspricht genau dem Durchschnitt. www.payoff.ch | Dezember 2009 Schweizer Qualität überzeugt Der gemessen an der Börsenkapitalisierung wichtigste Wert des SMIM steht kurz davor, in die Phalanx der SMI-Titel einzubrechen. So überzeugte die Geberit-Gruppe mit sehr soliden Umsatzzahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2009. Vor allem die Resultate des dritten Quartals fielen erfreulich aus. Das gute Ergebnis verlieh den Aktien neuen Schub. Das Umfeld bleibt zwar schwierig. Dennoch erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2009 einen Umsatz leicht über CHF 2.1 Milliarden. Ferner sollten die operativen Ergebnisse besser ausfallen, als es nach den ersten sechs Monaten den Anschein hatte. Trotz gewisser Vorbehalte wegen dem Fehlen präziser mittelfristiger Prognosen befindet sich das Unternehmen auf einem guten Weg. Gelingt es der Aktie, die markttechnische Hürde um CHF 180 zu überwinden, wäre der Weg frei bis zu den Allzeit-Höchstkursen um CHF 220. Die Titel zählen auf alle Fälle zu den qualitativ erstklassigen Werten des schweizerischen Aktienmarktes. Mit einem Kauf eines der beiden bis zum 18. Juni 2010 laufenden Turbo Call-Warrants TGEBD (KO-Level CHF 144) und TGEBC (KO-Level CHF 150) bieten sich beste Chancen auf ein sattes Zubrot. Die Knock-outSchwelle befindet sich zwar leicht oberhalb der 200-Tage-Durchschnittslinie, der Aufwärtstrend scheint aber gefestigt genug. Insofern erachten wir die Gefahr einer Barrierenverletzung als relativ gering. Der vorsichtige Spekulant findet auf www.payoff.ch eine grosse Anzahl lang laufender Calls (bis 21.12.12) mit einer breiten Palette an Strikes. Symbol TGEBC Knock-out Warrants Valor 10661659 Produktkategorie Hebelprodukte Emittent UBS Basiswert Geberit Namen - CHF 177 Verfall 18.06.10 Handelsplatz Scoach CH Briefkurs (23.11.09) CHF 0.38 Ausübungspreis CHF 150 Ratio 50:1 Kursziel 31.03.10 CHF 0.80 Daten, Kurse, Termsheets www.payoff.ch