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Dr. Anne Katrin Matyssek
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  Wertschätzung im Krankenhaus

                   – Gewagte Ideen
            zu einem überfälligen Thema –

                                           …………….

                                BGW-Forum 2009

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Wer von Ihnen hat sich
     heute schon
   wertschätzend
      verhalten?



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Frage für Fortgeschrittene




           Wer von Ihnen hat es
           heute schon anderen
         leicht gemacht, ihn / sie
             wertzuschätzen?




          © Dr. Anne Katrin Matyssek   Ihre Expertin für www.Wohlbefinden-im-Job.de
Übersicht

Wertschätzung als Gesundheitsfaktor – auch auf Station …




Wertschätzungshindernisse und ihre Lösungen




Wertschätzung im Stationsalltag – gewagte Ideen?




Tipps für die Kitteltasche – zum Mitnehmen



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Meine These:


Das geht:
Den Gesundheitsfaktor Wertschätzung
auf Station zum Leben zu erwecken.



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Der zwischenmenschliche Umgang
 ist eine Arbeitsbedingung.

„arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren“              „arbeitsbedingte Ressourcen“



                                                         arbeitsbedingte Ressourcen
      arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

        psychische Gesundheitsgefahren                     psychische Ressourcen


             psychosoziale Gefahren                          psychosoziale Ressourcen




                   Workshop von Prof. Siegrist um 16 Uhr (WS F4)

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Wertschätzung als
Gesundheitsfaktor
- auch auf Station …
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Wer von Ihnen
                   gibt genug
           Anerkennung?




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Wer von Ihnen
        bekommt genug
           Anerkennung?




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typisch: Ungleichgewicht!




                                     Das Verrückte:
                                     Das gilt auch für den Chefarzt!

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Wertschätzungsdefizite …


    … kosten:




In der Wertschätzungswüste wächst und gedeiht nichts mehr.


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Körperliche Folgen


                                           körperliche
Auslöser          emotionale                                Langzeit-Reaktion
                                           Kurzzeit-
                  Reaktion
                                           Reaktion


                                                         Immunsystemschwächung,
                                            Cortisol-
                 Hilflosigkeit                             Erkältungsanfälligkeit,
                                          Ausschüttung
   sich                                                      Depressionsrisiko
 ignoriert
  fühlen
                 Ärger                     Adrenalin-      Schäden des Herz-
                                          Ausschüttung     Kreislauf-Systems



                                FAZIT:
       Wertschätzungsmangel schadet der Gesundheit des einzelnen!

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Wertschätzung als
       Gesundheitsfaktor
                                           setzt Dopamin frei > verbesserte
                                           Konzentrations- und Leistungs-
    fördert die Arbeitsfähigkeit                fähigkeit (Bauer, 2006)          reduziert Ängste
         (Ilmarinen, 2003)




                                                                                        reduziert das
                                                                                      Depressionsrisiko
setzt Endorphine frei                                                                (Hawkins et al., 1999)
   > gesteigertes
                                           Einflusswege von
   Wohlbefinden                            Wertschätzung auf
                                              Gesundheit



             ent-stresst
      (als eine Form sozialer                                                      setzt Oxytocin
 Unterstützung: Belastungspuffer)                                             (Vertrauenshormon) frei
                                          Gratifikationskrisen werden
                                     vermieden, damit auch Herz-Kreislauf-
                                         Erkrankungen (Siegrist, 2002)


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Wertschätzungs-
hindernisse und
ihre Lösungen
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Was hindert Menschen
  auf Station daran,
       anderen
 Wertschätzung zu
       geben?



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Tatsächlich passiert:

                                         Wenn‘s Ihnen hier nicht
                                         gefällt, dann gehen Sie
        Ich hab                           doch woanders hin!
 Pflegewissenschaften
studiert – wieso soll ich
dessen Teepott spülen?!                              Schwestern braucht man
                                                       nicht zu grüßen. Die
                                                      müssen zuerst grüßen!
Wie, Sie sind mit 15 Pat überordert?!
 Dann ist hier wohl nicht die richtige
     Person am richtigen Platz.

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Tatsächlich passiert:




 Wir sind nicht dazu
                                     Ja, sehen Sie den Sinn
da, Ihnen hinter her
                                     Ihrer Ausbildung darin,
    zu räumen!                       Ärsche abzuwischen?!




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Fallbeispiel aus der Praxis:
Kränkungs-Rache-Spiralen


                  SIE brauchen mir nicht zu
               sagen, was ich zu tun habe.
                              Das ist Sache des
                                     Chefarztes.



     Nachdem die Schwester ihn auf eine Veränderung des Pat. aufmerksam
     gemacht hatte, die sich später als Tablettenvergiftung entpuppte


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Fallbeispiel aus der Praxis:
Kränkungs-Rache-Spiralen

    • Daraufhin sie zu ihm: Ich schreib das in die
      Übergabe, dass Sie trotz meiner Bitten nicht
      gekommen sind.
    • Fortan hörte die nicht mehr auf mündliche
      Absprachen (z.B. zur Gabe von Calinor-Brause-
      Tabletten), sondern er musste für jeden
      Kleinkram persönlich kommen und
      unterschreiben.
    • Auf Veränderungen von Patienten hat sie ihn
      nicht mehr hingewiesen, so dass er bei der
      Chefarztvisite unangenehem auffiel.
    • Der hatte daraufhin ihn auf dem Kieker und
      herrschte ihn z.B. vor Patienten an, er hätte
      dreckige Schuhe.

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Ursachen für Wertschätzungs-
defizite auf Station


    • Warum wird ein Chefarzt Chefarzt?
      Weil er fachliche Expertise hat.
      Nicht weil er „Führung“ gelernt
      hätte.

    • >> Chefärzte in Menschenführung
      schulen
   Zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung … und zugleich die
   für mich: Schenken Sie ihm „Führung und Gesundheit“
   …
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Wertschätzung im
Stationsalltag

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Tipps für die
Kitteltasche

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Geben Sie jedem Menschen
das Gefühl, ein wertvoller
           Mensch zu sein!



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Tipps für die Kitteltasche




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Tipps für die Kitteltasche




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www.wohlbefinden-im-job.de




                  Führung und Gesundheit.      Gut, dass Sie da sind!
 Ein praktischer Ratgeber zur Förderung der    Bausteine für gesunde Kommunikation.
      psychosozialen Gesundheit im Betrieb     Jahresbegleiter für eine gesündere Unternehmenskultur




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ENDE
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• Beide Seiten sehen nur ihren
     Wa

   eigenen Beitrag.
 • Wenn aber z.B. ein Pat. Nach
   einem Schlaganfall wieder laufen
   kann, haben ALLE gut gearbeitet:
 • - KG, Doc, Pfleger

Gemeinsames Schulterklopfen …

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• Bislang finden Stationsbesprechung
  nur auf derselben Ebene statt
  (Teambesprechungen
  berufsgruppenübergreifend gibt es
  nicht)




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Woran man Verbesserungen
      merken könnte
• Besseres Klima, anderer Umgangston
• Weder Doktor noch Pfleger fühlen sich
  bei Kritik persönlich angegriffen
• Bei „Wer hat das gemacht“ fürchtet man
  keine Anklage mehr


>>> Empfiehlt die Klinik weiter
  (Mundpropaganda)

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Kränkungen

• Ärzte nehmen keine Rücksicht auf
  Pausen des Pflegepersonals (auch,
  wenn sie selber nicht vom OP-Plan
  abhängen)
• >> mehr Rücksicht auf Arbeitszeiten



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Lösungen

• Beide Seiten müssen erkennen: Wir
  machen das für den PATIENTEN
• Das Nebeneinander btonen
• Anerkennung einfordern
• Mehr Austausch zwischen den
  Berufsgruppen


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Kränkungen


• Pflegepersonal wird abgebaut, um
  die Gehaltsstruktur der Ärzte nach
  oben hin anzupassen – wenn
  gespart wird, dann bei den Pflegern




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„neues Thema“

• ungewohnt




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Ideen für mehr Wertschätzung
im Stationsalltag

   • Orientierung an guten Chefs:
   • - kennt Namen der Putzfrau
   • - Arzt ruft zu Haus bei kranker
     Schwester an
   • - Arzt kennt Namen aller
     Schwestern


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Studien


Pflegerkäfte werden im Vergleich zu anderen
Berufsgruppen um 62% häufiger wegen psychischer
Erkrankungen arbeitsunfähig geschrieben.
                                                          NEXT-Studie



Belastungsempfinden in der stationären Altenpflege
steigt mit mangelnder Anerkennung.
                                  Die Schwester / Der Pfleger plu 12/08




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Ursachen

Stress


Selbstverständlichkeit / Anspruchshaltung


Sympathie-Defizite


Selbstwertschätzungsdefizite / schlechte Laune
     „Ich kann nur geben, was ich vorher getankt habe.“
     „Mein Haus – mein Auto – mein Boot!“ – Das 10.000 €-Dilemma




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Selbstwertschätzung


Weil ich es mir wert bin …

      … überrede ich mich selbst zum Sport …

      … setze ich mir feste Ziele …

      … arbeite ich täglich an meiner Stimmung …

      … frage ich mich vor dem Einschlafen, was heute gut lief …

      … schaue ich nicht mehr täglich 5 Leichen im TV an …

      … gönne ich mir 5-6mal täglich eine Auszeit



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Definition




       Anerkennung


 Lob                            Wertschätzung

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Was jede/r tun kann

Wertschätzung geben: Was sich Beschäftigte wünschen

Danke sagen, pünktlich sein, höflich sein
Begrüßen mit Blickkontakt / Handschlag
Sich kümmern (z.B.um saubere Sozialräume)
Zu Festtagen gratulieren
Sich die Namen merken
Verabredungen einhalten
Wissen, woran ich gerade arbeite / Nachfragen
„Gut, dass Sie da sind!“ – „Sie sind hier wichtig!“
ALLE einbeziehen, nicht nur die Lieblinge
Positives Feedback geben



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Was alle tun können

Berufsübergreifende Aktivitäten:

Gemeinsam Erfolge feiern




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Richtig loben

           Faustregel:                                 so konkret wie
              3:1                                         möglich!

                                                           unbedingt
  Delegieren Sie                                          echt! 4 Tage
    das Lob!                                               warten …

 „Erwisch ihn,                                            keine Gieß-
wenn er gut ist!“                                           kanne!
                                                          individuell!
     in Krisen an                                         mit
   Erfolge erinnern!                                    Emotion!
                                            Eigenlob
                                            stimmt!
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Stärken Sie positive Emotionen!



Und fördern Sie gesunde Kommunikation!

• Hängen Sie die Karten aufs Klo … Es ist
  ein Ort, den jede/r mehrfach täglich
  aufsucht.




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09.09.09
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© Dr. Anne Katrin Matyssek 2007

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Wertschaetzung im-Krankenhaus-Matyssek-do-care

  • 1. Dr. Anne Katrin Matyssek www.wohlbefinden-im-job.de Wertschätzung im Krankenhaus – Gewagte Ideen zu einem überfälligen Thema – ……………. BGW-Forum 2009 © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 2. Wer von Ihnen hat sich heute schon wertschätzend verhalten? © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 3. Frage für Fortgeschrittene Wer von Ihnen hat es heute schon anderen leicht gemacht, ihn / sie wertzuschätzen? © Dr. Anne Katrin Matyssek Ihre Expertin für www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 4. Übersicht Wertschätzung als Gesundheitsfaktor – auch auf Station … Wertschätzungshindernisse und ihre Lösungen Wertschätzung im Stationsalltag – gewagte Ideen? Tipps für die Kitteltasche – zum Mitnehmen © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 5. Meine These: Das geht: Den Gesundheitsfaktor Wertschätzung auf Station zum Leben zu erwecken. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 6. Der zwischenmenschliche Umgang ist eine Arbeitsbedingung. „arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren“ „arbeitsbedingte Ressourcen“ arbeitsbedingte Ressourcen arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren psychische Gesundheitsgefahren psychische Ressourcen psychosoziale Gefahren psychosoziale Ressourcen Workshop von Prof. Siegrist um 16 Uhr (WS F4) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 7. Wertschätzung als Gesundheitsfaktor - auch auf Station … © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 8. Wer von Ihnen gibt genug Anerkennung? © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 9. Wer von Ihnen bekommt genug Anerkennung? © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 10. typisch: Ungleichgewicht! Das Verrückte: Das gilt auch für den Chefarzt! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 11. Wertschätzungsdefizite … … kosten: In der Wertschätzungswüste wächst und gedeiht nichts mehr. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 12. Körperliche Folgen körperliche Auslöser emotionale Langzeit-Reaktion Kurzzeit- Reaktion Reaktion Immunsystemschwächung, Cortisol- Hilflosigkeit Erkältungsanfälligkeit, Ausschüttung sich Depressionsrisiko ignoriert fühlen Ärger Adrenalin- Schäden des Herz- Ausschüttung Kreislauf-Systems FAZIT: Wertschätzungsmangel schadet der Gesundheit des einzelnen! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 13. Wertschätzung als Gesundheitsfaktor setzt Dopamin frei > verbesserte Konzentrations- und Leistungs- fördert die Arbeitsfähigkeit fähigkeit (Bauer, 2006) reduziert Ängste (Ilmarinen, 2003) reduziert das Depressionsrisiko setzt Endorphine frei (Hawkins et al., 1999) > gesteigertes Einflusswege von Wohlbefinden Wertschätzung auf Gesundheit ent-stresst (als eine Form sozialer setzt Oxytocin Unterstützung: Belastungspuffer) (Vertrauenshormon) frei Gratifikationskrisen werden vermieden, damit auch Herz-Kreislauf- Erkrankungen (Siegrist, 2002) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 14. Wertschätzungs- hindernisse und ihre Lösungen © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 15. Was hindert Menschen auf Station daran, anderen Wertschätzung zu geben? © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 16. Tatsächlich passiert: Wenn‘s Ihnen hier nicht gefällt, dann gehen Sie Ich hab doch woanders hin! Pflegewissenschaften studiert – wieso soll ich dessen Teepott spülen?! Schwestern braucht man nicht zu grüßen. Die müssen zuerst grüßen! Wie, Sie sind mit 15 Pat überordert?! Dann ist hier wohl nicht die richtige Person am richtigen Platz. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 17. Tatsächlich passiert: Wir sind nicht dazu Ja, sehen Sie den Sinn da, Ihnen hinter her Ihrer Ausbildung darin, zu räumen! Ärsche abzuwischen?! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 18. Fallbeispiel aus der Praxis: Kränkungs-Rache-Spiralen SIE brauchen mir nicht zu sagen, was ich zu tun habe. Das ist Sache des Chefarztes. Nachdem die Schwester ihn auf eine Veränderung des Pat. aufmerksam gemacht hatte, die sich später als Tablettenvergiftung entpuppte © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 19. Fallbeispiel aus der Praxis: Kränkungs-Rache-Spiralen • Daraufhin sie zu ihm: Ich schreib das in die Übergabe, dass Sie trotz meiner Bitten nicht gekommen sind. • Fortan hörte die nicht mehr auf mündliche Absprachen (z.B. zur Gabe von Calinor-Brause- Tabletten), sondern er musste für jeden Kleinkram persönlich kommen und unterschreiben. • Auf Veränderungen von Patienten hat sie ihn nicht mehr hingewiesen, so dass er bei der Chefarztvisite unangenehem auffiel. • Der hatte daraufhin ihn auf dem Kieker und herrschte ihn z.B. vor Patienten an, er hätte dreckige Schuhe. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 20. Ursachen für Wertschätzungs- defizite auf Station • Warum wird ein Chefarzt Chefarzt? Weil er fachliche Expertise hat. Nicht weil er „Führung“ gelernt hätte. • >> Chefärzte in Menschenführung schulen Zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung … und zugleich die für mich: Schenken Sie ihm „Führung und Gesundheit“ … © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 21. Wertschätzung im Stationsalltag © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 22. Tipps für die Kitteltasche © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 23. Geben Sie jedem Menschen das Gefühl, ein wertvoller Mensch zu sein! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 24. Tipps für die Kitteltasche © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 25. Tipps für die Kitteltasche © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 26. www.wohlbefinden-im-job.de Führung und Gesundheit. Gut, dass Sie da sind! Ein praktischer Ratgeber zur Förderung der Bausteine für gesunde Kommunikation. psychosozialen Gesundheit im Betrieb Jahresbegleiter für eine gesündere Unternehmenskultur © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 27. ENDE © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 28. • Beide Seiten sehen nur ihren Wa eigenen Beitrag. • Wenn aber z.B. ein Pat. Nach einem Schlaganfall wieder laufen kann, haben ALLE gut gearbeitet: • - KG, Doc, Pfleger Gemeinsames Schulterklopfen … © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 29. • Bislang finden Stationsbesprechung nur auf derselben Ebene statt (Teambesprechungen berufsgruppenübergreifend gibt es nicht) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 30. Woran man Verbesserungen merken könnte • Besseres Klima, anderer Umgangston • Weder Doktor noch Pfleger fühlen sich bei Kritik persönlich angegriffen • Bei „Wer hat das gemacht“ fürchtet man keine Anklage mehr >>> Empfiehlt die Klinik weiter (Mundpropaganda) © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 31. Kränkungen • Ärzte nehmen keine Rücksicht auf Pausen des Pflegepersonals (auch, wenn sie selber nicht vom OP-Plan abhängen) • >> mehr Rücksicht auf Arbeitszeiten © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 32. Lösungen • Beide Seiten müssen erkennen: Wir machen das für den PATIENTEN • Das Nebeneinander btonen • Anerkennung einfordern • Mehr Austausch zwischen den Berufsgruppen © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 33. Kränkungen • Pflegepersonal wird abgebaut, um die Gehaltsstruktur der Ärzte nach oben hin anzupassen – wenn gespart wird, dann bei den Pflegern © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 34. „neues Thema“ • ungewohnt © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 35. Ideen für mehr Wertschätzung im Stationsalltag • Orientierung an guten Chefs: • - kennt Namen der Putzfrau • - Arzt ruft zu Haus bei kranker Schwester an • - Arzt kennt Namen aller Schwestern © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 36. Studien Pflegerkäfte werden im Vergleich zu anderen Berufsgruppen um 62% häufiger wegen psychischer Erkrankungen arbeitsunfähig geschrieben. NEXT-Studie Belastungsempfinden in der stationären Altenpflege steigt mit mangelnder Anerkennung. Die Schwester / Der Pfleger plu 12/08 © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 37. Ursachen Stress Selbstverständlichkeit / Anspruchshaltung Sympathie-Defizite Selbstwertschätzungsdefizite / schlechte Laune „Ich kann nur geben, was ich vorher getankt habe.“ „Mein Haus – mein Auto – mein Boot!“ – Das 10.000 €-Dilemma © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 38. Selbstwertschätzung Weil ich es mir wert bin … … überrede ich mich selbst zum Sport … … setze ich mir feste Ziele … … arbeite ich täglich an meiner Stimmung … … frage ich mich vor dem Einschlafen, was heute gut lief … … schaue ich nicht mehr täglich 5 Leichen im TV an … … gönne ich mir 5-6mal täglich eine Auszeit © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 39. Definition Anerkennung Lob Wertschätzung © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 40. Was jede/r tun kann Wertschätzung geben: Was sich Beschäftigte wünschen Danke sagen, pünktlich sein, höflich sein Begrüßen mit Blickkontakt / Handschlag Sich kümmern (z.B.um saubere Sozialräume) Zu Festtagen gratulieren Sich die Namen merken Verabredungen einhalten Wissen, woran ich gerade arbeite / Nachfragen „Gut, dass Sie da sind!“ – „Sie sind hier wichtig!“ ALLE einbeziehen, nicht nur die Lieblinge Positives Feedback geben © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 41. Was alle tun können Berufsübergreifende Aktivitäten: Gemeinsam Erfolge feiern © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
  • 42. Richtig loben Faustregel: so konkret wie 3:1 möglich! unbedingt Delegieren Sie echt! 4 Tage das Lob! warten … „Erwisch ihn, keine Gieß- wenn er gut ist!“ kanne! individuell! in Krisen an mit Erfolge erinnern! Emotion! Eigenlob stimmt! © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
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  • 44. Stärken Sie positive Emotionen! Und fördern Sie gesunde Kommunikation! • Hängen Sie die Karten aufs Klo … Es ist ein Ort, den jede/r mehrfach täglich aufsucht. © Dr. Anne Katrin Matyssek www.Wohlbefinden-im-Job.de
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