Weblogs David Röthler politik.netzkompetenz.at blog.netzkompetenz.at Stand:  06.06.09
 
Vormittag Einführung in das Thema Weblogs und Web 2.0 Best Practice-Beispiele in Medien und PR Anlegen eines eigenen Weblogs im Internet mit der Weblog-Software WordPress Recherche in Weblogs, Suchmaschinen für Weblogs RSS, Feedreader, Mashups, Aggregatoren (soup.io, Facebook)
Nachmittag Microblogging als Ergänzungsmedium (Twitter) Schreiben für das Weblog Erfolgskriterien, Erfolgsmessung (Google Analytics) Integration von Fotos, Audios, Videos und anderen Medieninhalten in Weblogs Produktion eines kurzen Videos und Einbindung ins eigene Weblog Erfahrungsaustausch und Perspektiven: Ideen für die Integration von Weblogs in das eigene Arbeitsumfeld Seminarende ca. 17.30 Uhr
 
Bertolt Brecht 1927/1932 ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks:  „Der Rundfunk ist aus einem  Distributionsapparat  in einen  Kommunikationsapparat  zu verwandeln.
Bertolt Brecht 1927/1932 „ Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer  nicht nur zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen. Der Hörfunk könne den Austausch, Gespräche, Debatten und Dispute ermöglichen.“
 
 
 
Spiegel Special, Juli 2007
 
 
Background: Web 2.0
Web 2.0 Technische Aspekte Browserbasiert, Ajax, RSS … Soziale Aspekte (->  Social Software ) Kommunikation & Dialog statt Information Vernetzung Mehrwert entsteht durch die Partizipation der NutzerInnen -> User generated content
Web 2.0 Wikipedia Weblogs Youtube Flickr Xing, Facebook, StudiVZ, MySpace Twitter
Entstehungsgeschichte Web 2.0 60.000 Jahre  Menschen beginnen zu  sprechen 5.000 Jahre Schrift 600 Jahre Buchdruck 85 Jahre Radio 50 Jahre Fernsehen 25 Jahre Internet
Web 0.5 Zeit vor dem WWW: 1988-1993 E-Mail und Datenkommunikation
Web 1.0 Das Web 1.0 ist das Web von 1995  Statisches HTML, reine Einwegkommunikation, klassische Websites.
Web 1.5 Dotcom-Zeit: zwischen 1996 und 2001 Websites wurden dynamisch Ziel: Hits & Traffic  Interaktive Web-Sites: Shops, Communities, Foren. Meistens als Insellösungen Technologien teuer und kompliziert Personal Publishing nur eingeschränkt möglich
Web 2.0: Offenheit, Standards Open Source Offene Schnittstellen -> Mashups Aus der Kombination von verschiedenen Services entstehen völlig neue Nutzensaspekte CSS, RSS
Web 2.0: Freiheit Weitreichende Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Daten
Web 2.0: weitere Aspekte Browser-basiert  Verlagerung von Desktop-Funktionen ins Netz  Starke Interaktivität Am User orientiertes Design  Flache Navigation
Internetnutzung in Ö. 71% der ÖsterreicherInnen nutzen das Internet 78% haben Zugang zum Internet 46% sind täglich online Unter 30-Jährige mit rund 95% online  Über 60-Jährige erst ca. 1/3 online 60 bis 69 Jahre: 47%  über 70-Jährige: 19% Quelle:  http://mediaresearch.orf.at/index2.htm?internet/internet_aim.htm   
Web 2.0-Nutzung in Ö. Zwei Drittel nutzen Web 2.0-Angebote wie Youtube und Wikipedia 44% nutzen die Videoplattform YouTube Jeder Zehnte hat selbst ein Video online gestellt 4% haben Beitrag in Wikipedia  2% haben Blog-Eintrag verfasst.  1/3 haben Kommentare geschrieben z.B. bei orf.at oder standard.at Quelle:  http://futurezone.orf.at/it/stories/273208/
Bedeutung des Web 2.0 für Medien
Citizen Journalism“ Synonyme:  Grassrouts Journalism partizipativer Journalismus BürgerInnenjournalismus „  […] Tätigkeit von BürgerInnen, eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens, sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einzunehmen.  Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen […] und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus
Gesellschaftspolitische Dimension Pressefreiheit ist nicht mehr auf diejenigen beschränkt, denen die Medien gehören -> „Citizen Journalism“ Ende des „Gatekeeper“-Zeitalters  Ist Bertold Brechts Vision der „Radiotheorie“ in Erfüllung gegangen?
 
Bedeutung des Web 2.0 für PR
Dialogische Kommunikation Zielgruppen sind Teil des Kommunikationsprozesses (nicht nur Empfänger von Botschaften) KonsumentInnen schreiben über Produkte und Dienstleistungen zum Beispiel in Weblogs -> Unkontrollierbarkeit Hilft die digitale Abstinenz?
Weblogs
Tagebuch
Flaschenpost
Gesprächsrunde
Vernetzung
Was sind Weblogs? Wort ist eine Mischung aus WEB und LOG Logbuch, Tagebuch  Begriff seit 1997 AutorIn: BloggerIn Gesamtheit der Weblogs: Blogosphäre chronologisch geordnete Sammlung von Beiträgen (Text, Bild, Audio, Video) Werden meist von Einzelpersonen erstellt
Technisch einfache Bedienung Weblogs entsprechen der ursprünglichen Intention des Internet: viele Menschen zu AkteurInnen zu machen. Keine besonderen technischen Kenntnisse notwendig Einfachere Bedienung als Content Mangement Systeme (CMS)
Interaktivität von Weblogs Hochgradige Vernetzung Diskussion kann auf einem Weblog begonnen und auf einem anderen fortgesetzt werden (Trackbacks) Kommentarfunktion
Weblogs & Journalismus Viele Weblogs sind keine journalistischen Produkte Fachweblogs, Corporateblogs aber oft Themenlieferanten für den etablierten Journalismus
Longtail des Internet Fragmentierung der Medienlandschaft Immer mehr Menschen konsumieren immer speziellere Inhalte
Arten von Weblogs  (Auswahl) Privates Weblog Alltagsberichte, persönliche Erlebnisse Fach-Weblog Diskussion und Austausch von Fachthemen, Erstellung eines digitalen Kompetenzprofils: „create and customize portfolios for academic, career, or personal uses“  Moblog Beiträge von einem mobilen Gerät gepostet; meistens Fotos mit der Handy-Kamera Photoblog Abbildung des Alltags in Fotografien Corporate/Business-Weblog MitarbeiterInnen schreiben im Namen einer Firma zu PR-Zwecken. Watchblog (Platter…)
Begriffe Permalinks:  Jeder Beitrag erhält einen individuellen Link, der nicht veränderbar ist. Über ihn kann der Beitrag jederzeit aufgerufen werden, das heißt, Permalinks machen das Verlinken auf andere Webseiten leicht. Trackback/Pingback : Wenn der Blogger A einen Beitrag von Blogger B verlinkt, wird dies auf der Seite des Eintrages von Blogger B ähnlich wie ein Kommentar angezeigt .  Kommentare:  Die Kommentarfunktion erlaubt es den Lesern, sich am Ende jedes Blogeintrags direkt zu äußern .
Einige Ziele des Führens eines Weblogs Aufmerksamkeit  Reputation durch Authentizität Soziales Kapital durch Vernetzung
Weblogs als Massenmedium? Reichweite? Zielgruppengenauigkeit?
Effektivität Durch Vernetzung gute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen Erstaunlich rasche Reaktionen von anderen Denkbar einfache Möglichkeiten der Publikation und des Konsums auch über Mobiltelefone…
Wie komme ich zu einem Weblog Einrichtung bei einem oft kostenlosen Weblog-Dienst: z.B. blogger.com, twoday.net Installation einer Weblog-Software auf dem eigenen Webspace oder Server: z.B. WordPress, Drupal
www.twoday.net
www.wordpress.com
Auf Server installieren
Vorteile & Grenzen Vorteile Schnell, einfach, übersichtlich, chronologisch, schlichtes Layout Weitergabe von Neuigkeiten in regelmäßiger Zeitfolge  Diskussion dank der Kommentarfunktion  Wissensaustausch  Aufbau und Pflege von persönlichen Kontakten  Präsentation von eigenen Artikeln und Arbeiten
Vorteile & Grenzen Grenzen:  themenzentrierte Diskussion besser im  Forum ,  Projektmanagement besser in  Groupware Projektpräsentation besser in  CMS ,  kollaboratives Schreiben besser im  Wiki
Schreibstil in Weblogs Wie wahrscheinlich tausenden Menschen ist es mir Samstag in der Früh gegangen, als ich gehört habe, dass…. Etwas zweites ist mir dazu eingefallen:… PS.: Ganz aktuell hab ich noch einen super Spruch von einem… Wie haben wir es angelegt?! Das Motto heißt: ….
Schreibstil in Weblogs Persönlich-subjektiv Authentisch Fragenstellend Meinung statt Nachricht Keine Presseaussendungen! Weblogs sind Gespräche!
Wie wird das eigene Weblog bekannt? Word of Mouth, Vistenkarte Email-Signatur Links von anderen -> Google PageRank Social Bookmarks Kommentare bei anderen Weblogs Trackbacks RSS-Feed-Vertrieb (z.B. bei politikblogs.at, blogverzeichnis.krone.at, Facebook…) Twitter Youtube Relevante Inhalte: zielgruppengerecht, aktuell, einmalig
Erfolgsmessung Qualität: Kommentare Quantität Feedburner Google PageRank Technorati Authority Google Analytics
 
Suchmaschinen für Weblogs technorati.com blogsearch.google.com Themenbeobachtung http://blogmonitor.de
Corporate Blogs Kommunikationsinstrumente von Unternehmenseinsatz werden in der Regel von Mitarbeitern eines Unternehmens geschrieben Reputation: modern, transparent… Erklären von Unternehmenspolitik und Nachfragen möglich Ideen von Mitarbeitern und von außen (Open Innovation/Crowdsourcing) sind auch für die interne Kommunikation interessant (Informationsaustausch, Wissensmanagement)
 
1999
www.cluetrain.de
Heikle Punkte Umgang mit Kritik Ausplaudern von Geschäftsstrategien  „ Fayolsche Brücke“ verbindet hierarchisch nicht direkt unterstellte Stellen, indem Informationen seitlich unter Duldung der Vorgesetzten ausgetauscht werden.  (Henri Fayol 1841-1925) ist der Begründer der (französischen) Management- bzw. Verwaltungslehre.  
Mercedes Benz blog.daimler.de seit Oktober 2007 Einblicke in das „Leben im Konzern“ Über 3.000 Mitarbeiter haben sich registriert
 
 
 
 
 
http://drivingconversations.gmblogs.com/
 
 
http://www.blogmax.at/blogwerkerin/
http://makingofjanatuerlich.at/
http://careconsulting.twoday.net/
Meta-Blogs zum Thema Thomas Pleil:  http://thomaspleil.wordpress.com/   Klaus Eck: http://www.pr-blogger.de/ Hannes Treichl:  http://www.hannestreichl.com/ Karin Janner: http://newmarketingblog.de/   Steve Rubel: http://www.pr-blogger.de /
Journalistische Blogs
 
 
 
 
 
 
 
 
RSS Bedeutung: R ich  S ite  S ummary R eally  S imple  S yndication „Syndication“ bedeutet in diesem Zusammenhang: Verkauf, Vertrieb, Übernahme von Content an/durch andere Medienanbieter Synonym: Newsfeed, RSS-Feed
 
 
Feedreader Online http://reader.google.com http://www.bloglines.com/ http://www.netvibes.com Offline http://www.awasu.com/ http://www.sharpreader.net/
 
 
 
Aggregatoren, Lifestreams Facebook.com Friendfeed.com Soup.io
Mashups www.vorarlblog.at www.politikblogs.at
 
 
Podcasts Audio Programme zum „Downloaden“ und Abspielen auf PCs oder portablen Geräten (z.B.: iPod)  Mp3-Format  Really Simple Syndication (RSS) „ Podcatching“ Software erforderlich
Twitter Microbloggingdienst > 140 Zeichen Soziales Netzwerk API ( Application Programming Interface)
 
 
 
Drumherum Fotos mobil  http://twitpic.com/ Videos:  http://12seconds.tv/   Suchmaschinen http://search.twitter.com www.monitter.com Twitter-Universum http://twittervision.com/
Warum Twitter? Wer hat die Zeit und die Motivation ohne erkennbaren Nutzen Informationshäppchen zu verstreuen? Kurze Meldungen für das Weblog „ Reden hilft“ -> Verarbeitung von Emotion Geringerer Aufwand als Blogpost Geringere Hürde als Email Wenige Zeichen auch OK Irrelevantes wird bei Microblogs toleriert und überlesen, bei E-Mails sorgt es auf Dauer für Ärger.
Warum Twitter und nicht Chat? Twitter ist many-to-many Höhere Reichweite (Suchmaschinen, RSS) Automatische Archivierung der Konversation
Wikis Demokratischste Form der Zusammenarbeit im Internet Jeder darf jede Web-Seite verändern. „ Wiki“ heißt auf Hawaiianisch „schnell“ Wikis funktionieren, auch wenn man meinen könnte, dass sie aufgrund des universellen Schreibrechts schnell im Chaos versinken müssten. Wiki wurde 1995 von Ward Cunningham erfunden
Einsatzmöglichkeiten von Wikis Gemeinsames Erstellen von Linklisten Texte gemeinsam entwerfen Projekte konzipieren Informationssammlung (-> Wikipedia)
Beispiele für Wikis Wikipedia http://www.wikipedia.org/ Web-Site des Wiki-Erfinders http://c2.com Attac Wiki http://wiki.attac.at/ Reise-Wiki http://www.wikitravel.org
Unterscheidung zu Weblogs Wikis nicht chronologisch Inhalte bei Wikis von anderen veränderbar Weblogs üblicherweise nur kommentierbar Weblogs üblicherweise ohne History-Funktion
YouTube in Zahlen Seit Februar 2005 Oktober 2006 Kauf von Google, ca. 1,3 Mrd. € Marktanteil Online-Videos 40-60% 65.000 Video-Uploads täglich 100 Mio. Videos täglich werden angesehen
Success-Story Geriatric1927,  Pseudonym  für  Peter Oakley  aus England http://www.youtube.com/profile?user=geriatric1927 Mehr als 2 Mio. Zugriffe auf einige seiner Videos
 
 
 
Online-Video
Video-Quellen
Webcam
Webcam
Digicam
Mobiltelefon
Mobiltelefon als Webcam
Analoge Videoquellen
VLC media player http://www.videolan.org/vlc/
Übertragung FireWire Kabel oder i.Link  oder IEEE 1394
Übertragung
Cardreader
Schnittprogramme
Schnittprogramme Windows Movie Maker
 
 
 
Veröffentlichung www.youtube.com www.vimeo.com  (auch in HD) www.dailymotion.com
Streaming-Dienste
Kyte.tv
Mogulus.com
www.qik.com
www.seesmic.com
Miro/Open Democracy Player
www.liveleak.com „ All diese Dinge geschehen, das ist das echte Leben, und wir werden es zeigen.“ Genutzt wird das Portal auch von Soldaten in Krisengebieten, die so die Zensur des Militärs umgehen. Der Mitgründer Hayden Hewitt  sagte dazu „Das lehrt unsere Generation und die jüngeren Generationen, dass der Krieg real ist“. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair nannte LiveLeak als Beispiel für ein Gegengewicht zu den Massenmedien im Internetzeitalter.
QR-Codes
QR-Codes QR steht für Quick Response Enthalten meistens Web-Adressen oder RSS-Feed-Adressen http://reader.kaywa.com/
QR-Code im Weblog
 
 
 
 
 
QR-Code als Tattoo
 
www.herold.at
 
Zitat Hubert Burda „ Wir befinden uns in der größten Medienrevolution seit Gutenberg“ „ Wenn sich die Medien verändern, dann verändert sich die Gesellschaft fundamental“. Vortrag in Freiburg, 2007
Persönliche Links zum Thema http://delicious.com/davidro/Blog
Kontakt Mag. David Röthler,  http://davidroethler.mp/   mobil +43 664 2139427 skype d.roethler Online-Raum  http://proj.emea.acrobat.com/david/ Email  [email_address]   http://politik.netzkompetenz.at www.projektkompetenz.eu http://blog.eu.info.at http://twitter.com/davidroethler http://friendfeed.com/davidroethler www.xing.com/profile/David_Roethler http://de-de.facebook.com/people/David_Rothler/506043195

Weblogs

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    Weblogs David Röthlerpolitik.netzkompetenz.at blog.netzkompetenz.at Stand: 06.06.09
  • 2.
  • 3.
    Vormittag Einführung indas Thema Weblogs und Web 2.0 Best Practice-Beispiele in Medien und PR Anlegen eines eigenen Weblogs im Internet mit der Weblog-Software WordPress Recherche in Weblogs, Suchmaschinen für Weblogs RSS, Feedreader, Mashups, Aggregatoren (soup.io, Facebook)
  • 4.
    Nachmittag Microblogging alsErgänzungsmedium (Twitter) Schreiben für das Weblog Erfolgskriterien, Erfolgsmessung (Google Analytics) Integration von Fotos, Audios, Videos und anderen Medieninhalten in Weblogs Produktion eines kurzen Videos und Einbindung ins eigene Weblog Erfahrungsaustausch und Perspektiven: Ideen für die Integration von Weblogs in das eigene Arbeitsumfeld Seminarende ca. 17.30 Uhr
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    Bertolt Brecht 1927/1932ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks: „Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln.
  • 7.
    Bertolt Brecht 1927/1932„ Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen. Der Hörfunk könne den Austausch, Gespräche, Debatten und Dispute ermöglichen.“
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    Web 2.0 TechnischeAspekte Browserbasiert, Ajax, RSS … Soziale Aspekte (-> Social Software ) Kommunikation & Dialog statt Information Vernetzung Mehrwert entsteht durch die Partizipation der NutzerInnen -> User generated content
  • 16.
    Web 2.0 WikipediaWeblogs Youtube Flickr Xing, Facebook, StudiVZ, MySpace Twitter
  • 17.
    Entstehungsgeschichte Web 2.060.000 Jahre Menschen beginnen zu sprechen 5.000 Jahre Schrift 600 Jahre Buchdruck 85 Jahre Radio 50 Jahre Fernsehen 25 Jahre Internet
  • 18.
    Web 0.5 Zeitvor dem WWW: 1988-1993 E-Mail und Datenkommunikation
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    Web 1.0 DasWeb 1.0 ist das Web von 1995 Statisches HTML, reine Einwegkommunikation, klassische Websites.
  • 20.
    Web 1.5 Dotcom-Zeit:zwischen 1996 und 2001 Websites wurden dynamisch Ziel: Hits & Traffic Interaktive Web-Sites: Shops, Communities, Foren. Meistens als Insellösungen Technologien teuer und kompliziert Personal Publishing nur eingeschränkt möglich
  • 21.
    Web 2.0: Offenheit,Standards Open Source Offene Schnittstellen -> Mashups Aus der Kombination von verschiedenen Services entstehen völlig neue Nutzensaspekte CSS, RSS
  • 22.
    Web 2.0: FreiheitWeitreichende Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Daten
  • 23.
    Web 2.0: weitereAspekte Browser-basiert Verlagerung von Desktop-Funktionen ins Netz Starke Interaktivität Am User orientiertes Design Flache Navigation
  • 24.
    Internetnutzung in Ö.71% der ÖsterreicherInnen nutzen das Internet 78% haben Zugang zum Internet 46% sind täglich online Unter 30-Jährige mit rund 95% online Über 60-Jährige erst ca. 1/3 online 60 bis 69 Jahre: 47% über 70-Jährige: 19% Quelle: http://mediaresearch.orf.at/index2.htm?internet/internet_aim.htm  
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    Web 2.0-Nutzung inÖ. Zwei Drittel nutzen Web 2.0-Angebote wie Youtube und Wikipedia 44% nutzen die Videoplattform YouTube Jeder Zehnte hat selbst ein Video online gestellt 4% haben Beitrag in Wikipedia 2% haben Blog-Eintrag verfasst. 1/3 haben Kommentare geschrieben z.B. bei orf.at oder standard.at Quelle: http://futurezone.orf.at/it/stories/273208/
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    Bedeutung des Web2.0 für Medien
  • 27.
    Citizen Journalism“ Synonyme: Grassrouts Journalism partizipativer Journalismus BürgerInnenjournalismus „ […] Tätigkeit von BürgerInnen, eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens, sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einzunehmen. Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen […] und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus
  • 28.
    Gesellschaftspolitische Dimension Pressefreiheitist nicht mehr auf diejenigen beschränkt, denen die Medien gehören -> „Citizen Journalism“ Ende des „Gatekeeper“-Zeitalters Ist Bertold Brechts Vision der „Radiotheorie“ in Erfüllung gegangen?
  • 29.
  • 30.
    Bedeutung des Web2.0 für PR
  • 31.
    Dialogische Kommunikation Zielgruppensind Teil des Kommunikationsprozesses (nicht nur Empfänger von Botschaften) KonsumentInnen schreiben über Produkte und Dienstleistungen zum Beispiel in Weblogs -> Unkontrollierbarkeit Hilft die digitale Abstinenz?
  • 32.
  • 33.
  • 34.
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    Was sind Weblogs?Wort ist eine Mischung aus WEB und LOG Logbuch, Tagebuch Begriff seit 1997 AutorIn: BloggerIn Gesamtheit der Weblogs: Blogosphäre chronologisch geordnete Sammlung von Beiträgen (Text, Bild, Audio, Video) Werden meist von Einzelpersonen erstellt
  • 38.
    Technisch einfache BedienungWeblogs entsprechen der ursprünglichen Intention des Internet: viele Menschen zu AkteurInnen zu machen. Keine besonderen technischen Kenntnisse notwendig Einfachere Bedienung als Content Mangement Systeme (CMS)
  • 39.
    Interaktivität von WeblogsHochgradige Vernetzung Diskussion kann auf einem Weblog begonnen und auf einem anderen fortgesetzt werden (Trackbacks) Kommentarfunktion
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    Weblogs & JournalismusViele Weblogs sind keine journalistischen Produkte Fachweblogs, Corporateblogs aber oft Themenlieferanten für den etablierten Journalismus
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    Longtail des InternetFragmentierung der Medienlandschaft Immer mehr Menschen konsumieren immer speziellere Inhalte
  • 42.
    Arten von Weblogs (Auswahl) Privates Weblog Alltagsberichte, persönliche Erlebnisse Fach-Weblog Diskussion und Austausch von Fachthemen, Erstellung eines digitalen Kompetenzprofils: „create and customize portfolios for academic, career, or personal uses“ Moblog Beiträge von einem mobilen Gerät gepostet; meistens Fotos mit der Handy-Kamera Photoblog Abbildung des Alltags in Fotografien Corporate/Business-Weblog MitarbeiterInnen schreiben im Namen einer Firma zu PR-Zwecken. Watchblog (Platter…)
  • 43.
    Begriffe Permalinks: Jeder Beitrag erhält einen individuellen Link, der nicht veränderbar ist. Über ihn kann der Beitrag jederzeit aufgerufen werden, das heißt, Permalinks machen das Verlinken auf andere Webseiten leicht. Trackback/Pingback : Wenn der Blogger A einen Beitrag von Blogger B verlinkt, wird dies auf der Seite des Eintrages von Blogger B ähnlich wie ein Kommentar angezeigt . Kommentare: Die Kommentarfunktion erlaubt es den Lesern, sich am Ende jedes Blogeintrags direkt zu äußern .
  • 44.
    Einige Ziele desFührens eines Weblogs Aufmerksamkeit Reputation durch Authentizität Soziales Kapital durch Vernetzung
  • 45.
    Weblogs als Massenmedium?Reichweite? Zielgruppengenauigkeit?
  • 46.
    Effektivität Durch Vernetzunggute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen Erstaunlich rasche Reaktionen von anderen Denkbar einfache Möglichkeiten der Publikation und des Konsums auch über Mobiltelefone…
  • 47.
    Wie komme ichzu einem Weblog Einrichtung bei einem oft kostenlosen Weblog-Dienst: z.B. blogger.com, twoday.net Installation einer Weblog-Software auf dem eigenen Webspace oder Server: z.B. WordPress, Drupal
  • 48.
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  • 50.
  • 51.
    Vorteile & GrenzenVorteile Schnell, einfach, übersichtlich, chronologisch, schlichtes Layout Weitergabe von Neuigkeiten in regelmäßiger Zeitfolge Diskussion dank der Kommentarfunktion Wissensaustausch Aufbau und Pflege von persönlichen Kontakten Präsentation von eigenen Artikeln und Arbeiten
  • 52.
    Vorteile & GrenzenGrenzen: themenzentrierte Diskussion besser im Forum , Projektmanagement besser in Groupware Projektpräsentation besser in CMS , kollaboratives Schreiben besser im Wiki
  • 53.
    Schreibstil in WeblogsWie wahrscheinlich tausenden Menschen ist es mir Samstag in der Früh gegangen, als ich gehört habe, dass…. Etwas zweites ist mir dazu eingefallen:… PS.: Ganz aktuell hab ich noch einen super Spruch von einem… Wie haben wir es angelegt?! Das Motto heißt: ….
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    Schreibstil in WeblogsPersönlich-subjektiv Authentisch Fragenstellend Meinung statt Nachricht Keine Presseaussendungen! Weblogs sind Gespräche!
  • 55.
    Wie wird daseigene Weblog bekannt? Word of Mouth, Vistenkarte Email-Signatur Links von anderen -> Google PageRank Social Bookmarks Kommentare bei anderen Weblogs Trackbacks RSS-Feed-Vertrieb (z.B. bei politikblogs.at, blogverzeichnis.krone.at, Facebook…) Twitter Youtube Relevante Inhalte: zielgruppengerecht, aktuell, einmalig
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    Erfolgsmessung Qualität: KommentareQuantität Feedburner Google PageRank Technorati Authority Google Analytics
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    Suchmaschinen für Weblogstechnorati.com blogsearch.google.com Themenbeobachtung http://blogmonitor.de
  • 59.
    Corporate Blogs Kommunikationsinstrumentevon Unternehmenseinsatz werden in der Regel von Mitarbeitern eines Unternehmens geschrieben Reputation: modern, transparent… Erklären von Unternehmenspolitik und Nachfragen möglich Ideen von Mitarbeitern und von außen (Open Innovation/Crowdsourcing) sind auch für die interne Kommunikation interessant (Informationsaustausch, Wissensmanagement)
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    Heikle Punkte Umgangmit Kritik Ausplaudern von Geschäftsstrategien „ Fayolsche Brücke“ verbindet hierarchisch nicht direkt unterstellte Stellen, indem Informationen seitlich unter Duldung der Vorgesetzten ausgetauscht werden. (Henri Fayol 1841-1925) ist der Begründer der (französischen) Management- bzw. Verwaltungslehre.  
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    Mercedes Benz blog.daimler.deseit Oktober 2007 Einblicke in das „Leben im Konzern“ Über 3.000 Mitarbeiter haben sich registriert
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    Meta-Blogs zum ThemaThomas Pleil: http://thomaspleil.wordpress.com/ Klaus Eck: http://www.pr-blogger.de/ Hannes Treichl: http://www.hannestreichl.com/ Karin Janner: http://newmarketingblog.de/ Steve Rubel: http://www.pr-blogger.de /
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    RSS Bedeutung: Rich S ite S ummary R eally S imple S yndication „Syndication“ bedeutet in diesem Zusammenhang: Verkauf, Vertrieb, Übernahme von Content an/durch andere Medienanbieter Synonym: Newsfeed, RSS-Feed
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    Feedreader Online http://reader.google.comhttp://www.bloglines.com/ http://www.netvibes.com Offline http://www.awasu.com/ http://www.sharpreader.net/
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    Podcasts Audio Programmezum „Downloaden“ und Abspielen auf PCs oder portablen Geräten (z.B.: iPod) Mp3-Format Really Simple Syndication (RSS) „ Podcatching“ Software erforderlich
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    Twitter Microbloggingdienst >140 Zeichen Soziales Netzwerk API ( Application Programming Interface)
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    Drumherum Fotos mobil http://twitpic.com/ Videos: http://12seconds.tv/ Suchmaschinen http://search.twitter.com www.monitter.com Twitter-Universum http://twittervision.com/
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    Warum Twitter? Werhat die Zeit und die Motivation ohne erkennbaren Nutzen Informationshäppchen zu verstreuen? Kurze Meldungen für das Weblog „ Reden hilft“ -> Verarbeitung von Emotion Geringerer Aufwand als Blogpost Geringere Hürde als Email Wenige Zeichen auch OK Irrelevantes wird bei Microblogs toleriert und überlesen, bei E-Mails sorgt es auf Dauer für Ärger.
  • 104.
    Warum Twitter undnicht Chat? Twitter ist many-to-many Höhere Reichweite (Suchmaschinen, RSS) Automatische Archivierung der Konversation
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    Wikis Demokratischste Formder Zusammenarbeit im Internet Jeder darf jede Web-Seite verändern. „ Wiki“ heißt auf Hawaiianisch „schnell“ Wikis funktionieren, auch wenn man meinen könnte, dass sie aufgrund des universellen Schreibrechts schnell im Chaos versinken müssten. Wiki wurde 1995 von Ward Cunningham erfunden
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    Einsatzmöglichkeiten von WikisGemeinsames Erstellen von Linklisten Texte gemeinsam entwerfen Projekte konzipieren Informationssammlung (-> Wikipedia)
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    Beispiele für WikisWikipedia http://www.wikipedia.org/ Web-Site des Wiki-Erfinders http://c2.com Attac Wiki http://wiki.attac.at/ Reise-Wiki http://www.wikitravel.org
  • 108.
    Unterscheidung zu WeblogsWikis nicht chronologisch Inhalte bei Wikis von anderen veränderbar Weblogs üblicherweise nur kommentierbar Weblogs üblicherweise ohne History-Funktion
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    YouTube in ZahlenSeit Februar 2005 Oktober 2006 Kauf von Google, ca. 1,3 Mrd. € Marktanteil Online-Videos 40-60% 65.000 Video-Uploads täglich 100 Mio. Videos täglich werden angesehen
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    Success-Story Geriatric1927, Pseudonym für Peter Oakley aus England http://www.youtube.com/profile?user=geriatric1927 Mehr als 2 Mio. Zugriffe auf einige seiner Videos
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    VLC media playerhttp://www.videolan.org/vlc/
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    Übertragung FireWire Kabeloder i.Link oder IEEE 1394
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    Veröffentlichung www.youtube.com www.vimeo.com (auch in HD) www.dailymotion.com
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    www.liveleak.com „ Alldiese Dinge geschehen, das ist das echte Leben, und wir werden es zeigen.“ Genutzt wird das Portal auch von Soldaten in Krisengebieten, die so die Zensur des Militärs umgehen. Der Mitgründer Hayden Hewitt sagte dazu „Das lehrt unsere Generation und die jüngeren Generationen, dass der Krieg real ist“. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair nannte LiveLeak als Beispiel für ein Gegengewicht zu den Massenmedien im Internetzeitalter.
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    QR-Codes QR stehtfür Quick Response Enthalten meistens Web-Adressen oder RSS-Feed-Adressen http://reader.kaywa.com/
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    Zitat Hubert Burda„ Wir befinden uns in der größten Medienrevolution seit Gutenberg“ „ Wenn sich die Medien verändern, dann verändert sich die Gesellschaft fundamental“. Vortrag in Freiburg, 2007
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    Persönliche Links zumThema http://delicious.com/davidro/Blog
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    Kontakt Mag. DavidRöthler, http://davidroethler.mp/ mobil +43 664 2139427 skype d.roethler Online-Raum http://proj.emea.acrobat.com/david/ Email [email_address]   http://politik.netzkompetenz.at www.projektkompetenz.eu http://blog.eu.info.at http://twitter.com/davidroethler http://friendfeed.com/davidroethler www.xing.com/profile/David_Roethler http://de-de.facebook.com/people/David_Rothler/506043195