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HS „Soziologie des Internet“ Vortrag zum Beginn des HS Spezielle Soziologie „Soziologie des Internet“ Dr. Tina Guenther,  Universität Würzburg, den 31.10.08
Gliederung Internet – kurze Einführung Was ist Web 2.0?  RSS  Weblogs Wikiwebs Kollektive Verschlagwortungssysteme Social Networking & Communities Bauplan: Content, Code & Metadaten Potenziale des Web 2.0 für öffentliche Präsenz Gliederung des Seminars
 
Weblog
Weblogs Übernommen von Benedikt Köhler
 
Facebook
 
 
Gestaltung eines Netzwerks Bei mixxt.de kann jeder eine eigene Community  einrichten, optional internetöffentlich oder geschlossen.
 
 
Quelle: www.ciao.de
Internet –  kurze Einführung   Erste Rechnernetzwerke für Forschung und Militär seit den 1960er Jahren. Vorläufer wie ARPANET, später USENET.  1982 Erfindung des TCP-IP Transferprotokolls kann als Geburtsstunde des Internet im technischen Sinn gelten.  Globales Domain-Name System (DNS): Internetadressen sind netzwerkförmig über Knotenpunkte miteinander verbunden. Auffindbarkeit der Adressen wie in einem globalen Telefonbuch. Hypertext Markup Language (HTML) ermöglicht Dokumente, die eine direkte Navigation zwischen Dokumenten über Hyperlinks (Verweise) zulassen.
Internet –  kurze Einführung   Seit Beginn der 1990er Jahre spricht man vom World Wide Web (WWW). Erste Webseite von Tim Berners Lee im Jahr 1991.  Globale Verbreitung: Im Jahr 1995 hatten ca.  15 Millionen Menschen Zugang zum Internet, im März 2008 waren es 1,4 Milliarden Menschen. Das entspricht 21 Prozent der Weltbevölkerung. In Deutschland  ist die Durchdringung der Bevölkerung mit ca. 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung nicht ganz so hoch wie in den Vereinigten Staaten, doch deutlich höher als im EU-Durchschnitt. Aber Maßstab für Onliner bescheiden:  „hat mindestens einmal im Leben eine E-Mail verschickt“.  Internet stellt eine historisch neue, globale Infrastruktur für Kommunikation dar.
Internet –  kurze Einführung
Internet –  kurze Einführung
1. Was ist Web 2.0? Technologie : Blogs, Wikiwebs, Podcasts, Videos,  Social Networking Sites, Bookmarking & Tagging,  AJAX, Folksonomy, CSS, Open APIs, Newsfeeds,  Usability, Mashups, Micro-Blogging  Öffentlicher Sphäre:  An Demokratisierung,  freier Meinungsäußerung, offener Diskussion  und sozialer Partizipation orientierte Öffentlichkeit. Diskursiver Charakter. Bietet Raum für Herausbildung sozialer Bewegungen.
1. Was ist Web 2.0? Geschäftsmodell:  User generated content,  Provider-Modell, Nutzungsvertrag, Data Mining,  Suchmaschinen & Werbemarkt über personalisierte Werbung.  Wissensarchiv:  Internet als globale Wissenswelt.   Content, Code und Metadaten sind großteils frei und offen zugänglich, und (fast) uneingeschränkt verfügbar. Inhalte können zu neuen Online-Angeboten kombiniert werden.
2. Was ist Prodnutzung?  Prodnutzer ist Hybrid aus Produzent und Nutzer: Er erzeugt, kommentiert, verbessert, erweitert, aktualisiert, empfiehlt oder kritisiert Informationen und Wissen und trägt zu ihrer (globalen) Distribution bei. Produktion und Verwendung von Information, Wissen und verwandten Gütern sind untrennbar verknüpft.  Produsage Content Content
RSS Nachrichten-Feed Feed-Reader (Programm) Nachricht geht direkt  vom Autor/Urheber  zum Rezipienten/Nutzer Nachrichtenmix wird individuell ausgewählt Quellen hinzufügen oder entfernen Konsequenz für  Anbieter von Inhalten   FAZ NYT Netzpolitik Spiegel MPIfG Spreeblick Orgtheory Sozlog CNN
Weblogs Journal, rückwärts chronologisch angeordnete Beiträge Standard: Kommentar, Archiv, RSS, Blogroll. Beiträge publizieren: offen oder passwortgeschützt  Alle Formate möglich: Text, Bild, Audio (Podcast), Video … Kommentare offen, moderiert oder geschlossen Trackbacks können zugelassen oder gesperrt werden  Individuelle Weblogs/Gruppenweblogs Einbindung zusätzlicher Funktionen (z.B. Mobiltelefonie)
Vorteile von Weblogs Einfache Aktualisierung Automatische Archivierung (nach Datum, Kalender) Sortierung der Inhalte (Kategorien, tags) Gesprächscharakter  (offene Kommentare) Verteiltes Gespräch durch  (trackbacks)  Bereitstellung des Content mittels RSS-feeds und Bookmarking/Tagging Nur minimale Kenntnisse  des Code erforderlich  Software kostenlos (Wordpress, Moveable Type) Rollenstruktur und Nutzerrechte flexibel  Reports: (1) Eingehende Links & trackbacks (2) Statistik
Weblog-Evaluation Technorati/Blogpuls e. Funktion - Reputationsmanagement.  Wichtig: Autorität eines Weblogs. Je mehr Weblogs über das eigenr Weblog schreiben, Links und trackbacks setzen, desto höher Ihre Autorität in der Blogosphäre. Google Analytics : Statistische Analyse der Inhalte und Nutzungsmuster. Besucherzahlen, Sprachen, geografische Verteilung, Verteilung über Zeiträume, Top Referrer, Top  Content usw.  Search Meter : nach welchen Schlagwörtern wurde gesucht? Eintrag in Verzeichnisse : Welche Weblogs sind ähnlich?  Wichtig: Suche nach Selbst & eigenen Online-Projekten!!
Wikiweb Wikis  gestatten es einem Nutzerkreis, zu einem Projekt, einem Ereignis oder Thema Stichwörter und Dokumente anzulegen. Die Nutzer können den Content einstellen, erweitern, überprüfen, verbessern, aktualisieren und verbreiten.  Funktion : Wissensbezogene Zusammenarbeit, bei der aktive Nutzer kollaborativ Inhalte (Content) erzeugen und in eine Meta-Struktur vernetzter Dokumente einfügen und verwalten. Content kann in unterschiedlicher Dateiform ausgegeben und gedruckt werden.  Rollenstruktur : anonyme Besucher, registrierte  Nutzer, Autoren, Herausgeber, Verleger, Administrator.  Effekt : linear-sequenziellen Lesarten werden durch hypertextuelle Lesarten ersetzt.
Quelle: Wikipedia
Wikiweb Versionierung:  Standard- komponenten Mediawiki:  (1) Artikel (Inhalt), (2) Seite zum Einfügen von Änderungen (3) chrono- logische Dokumentation der Änderungen und Autoren (4) Diskussion Installation : (1) Internet (öffentlich) (2) Organisa- tions-Intranet, (3) PC
Wikiweb Anwendungen:   (1) kollaborative Wissenserzeugung oder Schaffung einer Special-Interest- Öffentlichkeit zu einem Fach/ Thema  Projekt/ Ereignis (öffentlich - Internet) (2) Organisation einer Tagung (Öffentlich – Internet) (3) Wissensmanagement innerhalb einer Organisation  oder Dachverband (4) Forschungsprojekt  (organisationsinterne Kooperation – Intranet) (5) Lehrveranstaltung (Wikiweb oder Moodle/Olat) (6) Dokumentation von Arbeitsprozessen (PC)
Bookmarking Bookmarks sind Lesezeichen zur Sacherschließung von Content. Tags sind Schlagworte, um markierte Objekte  nach selbst gewählten Kategorien (tags) zu beschreiben  und zu ordnen.  Denkbar jedes Objekt – online oder offline Bookmark-Sammlungen öffentlich oder privat  Eine „folksonomy“ ist eine nutzergenerierte Taxonomie zur Erschließung, Beschreibung und Bewertung von Content. Durch Markieren und Beschreiben des Content durch die Vielzahl der Prodnutzer wird das Internet mit Strukturinformationen und kulturell relevanten Informationen angereichert.
Verschlag- wortungssysteme I  Funktion: Sacherschließung und Kategorisierung Markieren (bookmarken) und Verschlagworten (taggen) von Internet- objekten aller Art.  Verwaltung der Internet-Objekte (Nutzer-Account) Austausch von Link-Empfehlungen Communities of Interest (Interessengemeinschaften)
Verschlag- wortungssysteme II
Verschlag- wortungssysteme III
Social Networking Öffentliche Plattformen der sozialen Vernetzung, die auch für zivilgesellschaftliches Engagement, Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden können. Beispiele: Xing, Skype (Online-Telefonie), Facebook, StudiVZ, mixxt  für eigene kleinere Gruppen, Projekte, Ereignisse oder Themen  Social Networking-Plattformen sind Bestandteil eines „managements“ von Kontakten, Reputation und Identität  Integrierbarkeit (z.B. Einbau in eigene Webseite)
Wofür welches Format?  Weblogs :  Öffentlichkeit für Thema, politisches Anliegen oder Ereignis schaffen. Sofortige Publikation. Man ist Autor und Herausgeber. Feedbackfunktion öffnet Rückkanal. Weitere Kontaktmöglichkeit anbieten!  Wikiwebs : Erzeugung, Verbreitung, Verbesserung  und Verfügbarkeit eines Wissenskorpus. Kollaborative & kontinuierliche Bearbeitung des Inhalts von Vielen!  Bookmarking/Tagging : Sacherschließung, Verschlagwortung und Bewertung. Kombination von individueller und kollektiver Wissensorganisation Communities : Professionelle Vernetzung oder Vernetzung rund um eine Organisation, ein Seminar, eine Konferenz etc.
Wissenstypen I Content : Jede Art der wahrheits- oder falschheitsfähigen Aussage, jede teleologisch Aussage, jede normativ-moralische oder expressive Aussage, die online publiziert wird. Formen: Text, Datensätze, Foto, Audio, Video usw. Code : Softwaretechnische Grundlagen. Weblogs, Wikis sowie die zu ihrer Bedienung erforderlichen Werkzeuge Browser und RSS-Reader basieren auf Algorithmen, die Programmabläufe abhängig von Systemzuständen oder Aktionen der Nutzer steuern. Metadaten : Daten, die Inhalte beschreiben. Dazu gehören Bookmarks (Lesezeichen) und tags (Schlagworte). Individuelle und kollektive Wissensorganisation wird als „folksonomy“ bezeichnet.
4. Wissenstypen III Online-Angebot Code Content Metadaten Jedes Online-Angebot ist  die Kombination aus Content,  Code und Metadaten. Selbst  produziert oder aus diversen  Quellen kombiniert.
4. Wissenstypen IV Online-Angebot Code Content Metadaten API-Key API-Key „ Content is King.“  war gestern. Die  Maxime des neuen  Netz lautet  „Kontext is King.“. Passwort
Gliederung des Seminars Soziologie des Internet - Einführung [31.10.08]  Internet - Historische Entstehung, technische Grundlagen, Wachstum & Verbreitung, Nutzungsformen [14.11.08]  Social Software und Social Media – Formate.  Medien der Zukunft? [14.11.08]  "Web 2.0" und Social Software - Nutzungspraktiken: Verwendungsregeln, Code und Relationen in Weblogs  und darüber hinaus. [14.11.08]  Kommunikation I - "Web 2.0" und Social Software  im Lichte kommunikationswissenschaftlicher und kommunikationssoziologische Grundlagen [05.12.08]  Kommunikation II - Internetöffentlichkeit, ihre Merkmale, Entkopplung und Rückbindung an herkömmliche Öffentlichkeiten [05.12.08]
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Vielen Dank für  Ihre Aufmerksamkeit!   Dieser Inhalt ist mit einer Creative Commons Lizenz nach deutschem  Recht geschützt. Fragen & Anregungen  bitte an Dr. Tina Guenther: mail (at) tguenther (punkt) de

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  • 1. HS „Soziologie des Internet“ Vortrag zum Beginn des HS Spezielle Soziologie „Soziologie des Internet“ Dr. Tina Guenther, Universität Würzburg, den 31.10.08
  • 2. Gliederung Internet – kurze Einführung Was ist Web 2.0? RSS Weblogs Wikiwebs Kollektive Verschlagwortungssysteme Social Networking & Communities Bauplan: Content, Code & Metadaten Potenziale des Web 2.0 für öffentliche Präsenz Gliederung des Seminars
  • 3.  
  • 5. Weblogs Übernommen von Benedikt Köhler
  • 6.  
  • 8.  
  • 9.  
  • 10. Gestaltung eines Netzwerks Bei mixxt.de kann jeder eine eigene Community einrichten, optional internetöffentlich oder geschlossen.
  • 11.  
  • 12.  
  • 14. Internet – kurze Einführung Erste Rechnernetzwerke für Forschung und Militär seit den 1960er Jahren. Vorläufer wie ARPANET, später USENET. 1982 Erfindung des TCP-IP Transferprotokolls kann als Geburtsstunde des Internet im technischen Sinn gelten. Globales Domain-Name System (DNS): Internetadressen sind netzwerkförmig über Knotenpunkte miteinander verbunden. Auffindbarkeit der Adressen wie in einem globalen Telefonbuch. Hypertext Markup Language (HTML) ermöglicht Dokumente, die eine direkte Navigation zwischen Dokumenten über Hyperlinks (Verweise) zulassen.
  • 15. Internet – kurze Einführung Seit Beginn der 1990er Jahre spricht man vom World Wide Web (WWW). Erste Webseite von Tim Berners Lee im Jahr 1991. Globale Verbreitung: Im Jahr 1995 hatten ca. 15 Millionen Menschen Zugang zum Internet, im März 2008 waren es 1,4 Milliarden Menschen. Das entspricht 21 Prozent der Weltbevölkerung. In Deutschland ist die Durchdringung der Bevölkerung mit ca. 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung nicht ganz so hoch wie in den Vereinigten Staaten, doch deutlich höher als im EU-Durchschnitt. Aber Maßstab für Onliner bescheiden: „hat mindestens einmal im Leben eine E-Mail verschickt“. Internet stellt eine historisch neue, globale Infrastruktur für Kommunikation dar.
  • 16. Internet – kurze Einführung
  • 17. Internet – kurze Einführung
  • 18. 1. Was ist Web 2.0? Technologie : Blogs, Wikiwebs, Podcasts, Videos, Social Networking Sites, Bookmarking & Tagging, AJAX, Folksonomy, CSS, Open APIs, Newsfeeds, Usability, Mashups, Micro-Blogging Öffentlicher Sphäre: An Demokratisierung, freier Meinungsäußerung, offener Diskussion und sozialer Partizipation orientierte Öffentlichkeit. Diskursiver Charakter. Bietet Raum für Herausbildung sozialer Bewegungen.
  • 19. 1. Was ist Web 2.0? Geschäftsmodell: User generated content, Provider-Modell, Nutzungsvertrag, Data Mining, Suchmaschinen & Werbemarkt über personalisierte Werbung. Wissensarchiv: Internet als globale Wissenswelt. Content, Code und Metadaten sind großteils frei und offen zugänglich, und (fast) uneingeschränkt verfügbar. Inhalte können zu neuen Online-Angeboten kombiniert werden.
  • 20. 2. Was ist Prodnutzung? Prodnutzer ist Hybrid aus Produzent und Nutzer: Er erzeugt, kommentiert, verbessert, erweitert, aktualisiert, empfiehlt oder kritisiert Informationen und Wissen und trägt zu ihrer (globalen) Distribution bei. Produktion und Verwendung von Information, Wissen und verwandten Gütern sind untrennbar verknüpft. Produsage Content Content
  • 21. RSS Nachrichten-Feed Feed-Reader (Programm) Nachricht geht direkt vom Autor/Urheber zum Rezipienten/Nutzer Nachrichtenmix wird individuell ausgewählt Quellen hinzufügen oder entfernen Konsequenz für Anbieter von Inhalten FAZ NYT Netzpolitik Spiegel MPIfG Spreeblick Orgtheory Sozlog CNN
  • 22. Weblogs Journal, rückwärts chronologisch angeordnete Beiträge Standard: Kommentar, Archiv, RSS, Blogroll. Beiträge publizieren: offen oder passwortgeschützt Alle Formate möglich: Text, Bild, Audio (Podcast), Video … Kommentare offen, moderiert oder geschlossen Trackbacks können zugelassen oder gesperrt werden Individuelle Weblogs/Gruppenweblogs Einbindung zusätzlicher Funktionen (z.B. Mobiltelefonie)
  • 23. Vorteile von Weblogs Einfache Aktualisierung Automatische Archivierung (nach Datum, Kalender) Sortierung der Inhalte (Kategorien, tags) Gesprächscharakter (offene Kommentare) Verteiltes Gespräch durch (trackbacks) Bereitstellung des Content mittels RSS-feeds und Bookmarking/Tagging Nur minimale Kenntnisse des Code erforderlich Software kostenlos (Wordpress, Moveable Type) Rollenstruktur und Nutzerrechte flexibel Reports: (1) Eingehende Links & trackbacks (2) Statistik
  • 24. Weblog-Evaluation Technorati/Blogpuls e. Funktion - Reputationsmanagement. Wichtig: Autorität eines Weblogs. Je mehr Weblogs über das eigenr Weblog schreiben, Links und trackbacks setzen, desto höher Ihre Autorität in der Blogosphäre. Google Analytics : Statistische Analyse der Inhalte und Nutzungsmuster. Besucherzahlen, Sprachen, geografische Verteilung, Verteilung über Zeiträume, Top Referrer, Top Content usw. Search Meter : nach welchen Schlagwörtern wurde gesucht? Eintrag in Verzeichnisse : Welche Weblogs sind ähnlich? Wichtig: Suche nach Selbst & eigenen Online-Projekten!!
  • 25. Wikiweb Wikis gestatten es einem Nutzerkreis, zu einem Projekt, einem Ereignis oder Thema Stichwörter und Dokumente anzulegen. Die Nutzer können den Content einstellen, erweitern, überprüfen, verbessern, aktualisieren und verbreiten. Funktion : Wissensbezogene Zusammenarbeit, bei der aktive Nutzer kollaborativ Inhalte (Content) erzeugen und in eine Meta-Struktur vernetzter Dokumente einfügen und verwalten. Content kann in unterschiedlicher Dateiform ausgegeben und gedruckt werden. Rollenstruktur : anonyme Besucher, registrierte Nutzer, Autoren, Herausgeber, Verleger, Administrator. Effekt : linear-sequenziellen Lesarten werden durch hypertextuelle Lesarten ersetzt.
  • 27. Wikiweb Versionierung: Standard- komponenten Mediawiki: (1) Artikel (Inhalt), (2) Seite zum Einfügen von Änderungen (3) chrono- logische Dokumentation der Änderungen und Autoren (4) Diskussion Installation : (1) Internet (öffentlich) (2) Organisa- tions-Intranet, (3) PC
  • 28. Wikiweb Anwendungen: (1) kollaborative Wissenserzeugung oder Schaffung einer Special-Interest- Öffentlichkeit zu einem Fach/ Thema Projekt/ Ereignis (öffentlich - Internet) (2) Organisation einer Tagung (Öffentlich – Internet) (3) Wissensmanagement innerhalb einer Organisation oder Dachverband (4) Forschungsprojekt (organisationsinterne Kooperation – Intranet) (5) Lehrveranstaltung (Wikiweb oder Moodle/Olat) (6) Dokumentation von Arbeitsprozessen (PC)
  • 29. Bookmarking Bookmarks sind Lesezeichen zur Sacherschließung von Content. Tags sind Schlagworte, um markierte Objekte nach selbst gewählten Kategorien (tags) zu beschreiben und zu ordnen. Denkbar jedes Objekt – online oder offline Bookmark-Sammlungen öffentlich oder privat Eine „folksonomy“ ist eine nutzergenerierte Taxonomie zur Erschließung, Beschreibung und Bewertung von Content. Durch Markieren und Beschreiben des Content durch die Vielzahl der Prodnutzer wird das Internet mit Strukturinformationen und kulturell relevanten Informationen angereichert.
  • 30. Verschlag- wortungssysteme I Funktion: Sacherschließung und Kategorisierung Markieren (bookmarken) und Verschlagworten (taggen) von Internet- objekten aller Art. Verwaltung der Internet-Objekte (Nutzer-Account) Austausch von Link-Empfehlungen Communities of Interest (Interessengemeinschaften)
  • 33. Social Networking Öffentliche Plattformen der sozialen Vernetzung, die auch für zivilgesellschaftliches Engagement, Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden können. Beispiele: Xing, Skype (Online-Telefonie), Facebook, StudiVZ, mixxt für eigene kleinere Gruppen, Projekte, Ereignisse oder Themen Social Networking-Plattformen sind Bestandteil eines „managements“ von Kontakten, Reputation und Identität Integrierbarkeit (z.B. Einbau in eigene Webseite)
  • 34. Wofür welches Format? Weblogs : Öffentlichkeit für Thema, politisches Anliegen oder Ereignis schaffen. Sofortige Publikation. Man ist Autor und Herausgeber. Feedbackfunktion öffnet Rückkanal. Weitere Kontaktmöglichkeit anbieten! Wikiwebs : Erzeugung, Verbreitung, Verbesserung und Verfügbarkeit eines Wissenskorpus. Kollaborative & kontinuierliche Bearbeitung des Inhalts von Vielen! Bookmarking/Tagging : Sacherschließung, Verschlagwortung und Bewertung. Kombination von individueller und kollektiver Wissensorganisation Communities : Professionelle Vernetzung oder Vernetzung rund um eine Organisation, ein Seminar, eine Konferenz etc.
  • 35. Wissenstypen I Content : Jede Art der wahrheits- oder falschheitsfähigen Aussage, jede teleologisch Aussage, jede normativ-moralische oder expressive Aussage, die online publiziert wird. Formen: Text, Datensätze, Foto, Audio, Video usw. Code : Softwaretechnische Grundlagen. Weblogs, Wikis sowie die zu ihrer Bedienung erforderlichen Werkzeuge Browser und RSS-Reader basieren auf Algorithmen, die Programmabläufe abhängig von Systemzuständen oder Aktionen der Nutzer steuern. Metadaten : Daten, die Inhalte beschreiben. Dazu gehören Bookmarks (Lesezeichen) und tags (Schlagworte). Individuelle und kollektive Wissensorganisation wird als „folksonomy“ bezeichnet.
  • 36. 4. Wissenstypen III Online-Angebot Code Content Metadaten Jedes Online-Angebot ist die Kombination aus Content, Code und Metadaten. Selbst produziert oder aus diversen Quellen kombiniert.
  • 37. 4. Wissenstypen IV Online-Angebot Code Content Metadaten API-Key API-Key „ Content is King.“ war gestern. Die Maxime des neuen Netz lautet „Kontext is King.“. Passwort
  • 38. Gliederung des Seminars Soziologie des Internet - Einführung [31.10.08] Internet - Historische Entstehung, technische Grundlagen, Wachstum & Verbreitung, Nutzungsformen [14.11.08] Social Software und Social Media – Formate. Medien der Zukunft? [14.11.08] "Web 2.0" und Social Software - Nutzungspraktiken: Verwendungsregeln, Code und Relationen in Weblogs und darüber hinaus. [14.11.08] Kommunikation I - "Web 2.0" und Social Software im Lichte kommunikationswissenschaftlicher und kommunikationssoziologische Grundlagen [05.12.08] Kommunikation II - Internetöffentlichkeit, ihre Merkmale, Entkopplung und Rückbindung an herkömmliche Öffentlichkeiten [05.12.08]
  • 39. Gliederung des Seminars Kommunikation III - Die Netzwerkstruktur der Internetöffentlichkeit. Netzwerktheoretische Grundlagen. Das Beispiel Social Networking Plattformen. [05.12.08] Kommunikation IV - Soziale Beziehungen, Reputation und Identität. Karrierefalle Internet oder wie man seine Beziehungen, Reputation und Identität richtig "managt" [05.12.08] Kommunikation V - Die Welt der Multi-User-Online-Spiele. Wie "virtuell" bzw. "real" sind Online-Spiele? Welche Rückbindungen haben Online-Spiele zur Offline-Welt? [17.12.08] Das Internet als globale Wissenswelt I - Prodnutzer, Content, Code und Metadaten [17.12.08]
  • 40. Gliederung des Seminars Das Internet als globale Wissenswelt II – Cyberscience & Online-Forschung [17.12.08] Das Internet als globale Wissenswelt III - Wissensproduktion in der Wikipedia. Wikipedia Herausforderung für akademische Disziplinen und Professionen? [17.01.09] Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Die Besonderheiten von Werbung im Internet und die Verflechtung von Providern, Suchmaschinen und Werbung [17.01.09] Das Geschäftsmodell des "Web 2.0" - Online-Marktplätze und nicht-marktliche Communities. Verflechtungsstrukturen [31.01.09] Die Problematik des Vertrauens im "Web 2.0" [31.01.09]
  • 41. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dieser Inhalt ist mit einer Creative Commons Lizenz nach deutschem Recht geschützt. Fragen & Anregungen bitte an Dr. Tina Guenther: mail (at) tguenther (punkt) de