Foto: stm / photocase.com
E-Mentoring mit Social Media
Tipps zu Datenschutz und -sicherheit
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Social Web
Foto: 605503 / pixabay.com
Meine Privatsphäre im Netz
Soziale Medien sind fester Bestandteil
unserer Lebenswelt. Privatsphäre im
Netz ist dabei aber oftmals tabu. Viele
soziale Netzwerke wie Facebook oder
Google+ verlangen bspw., dass man sich
mit dem richtigen Namen anmeldet.
Gleichzeitig verfolgen sie, wie man sich
im Netz bewegt. Damit ist Obacht
geboten und soziale Medien sollten nicht
unbedacht im Mentoring eingesetzt
werden. Nachfolgend erhalten Sie
praktische Hinweise und Tipps zur
Nutzung sozialer Medien.
Datenschutz im Social Web
Worauf sollte man achten?
Foto: AllzweckJack / photocase.com
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Rechtliche Rahmenbedingungen
Urheberrecht
• grundsätzlich gilt: Die Bereitstellung von fremden Werken (Text, Fotografie, Film,
etc.) ist nur mit Zustimmung des Urhebers oder Nutzungsberechtigten gestattet
(z.B. Hochladen eines Videos in der Mentoring-Facebook-Gruppe).
Persönlichkeitsrecht: Recht am eigenen Bild
• Personen dürfen nur abgebildet werden, wenn sie sich vorab damit einverstanden
erklärt haben (Mentees vorher fragen). Ebenso Markierungen abstimmen.
Persönlichkeitsrecht: Recht auf Meinungsäußerung (z.B. Kommentare)
• ist nur zulässig, wenn keine Schmähkritik oder Formalbeleidigung vorliegt
(z.B. bei Kränkungen / Beleidigungen der Mentees untereinander sollte
unbedingt reagiert werden).
Foto: photocase.com/1640438/
Schutz persönlicher Daten
Social-Media-Dienste unterliegen an-
deren Datenschutzstandards als die
Online-Dienste an der Freien Univer-
sität Berlin. Die Verarbeitung, insb. die
Speicherung, Löschung und Nutzung
personenbezogener Daten obliegt dem
jeweiligen Anbieter. Der Sitz ist meist
nicht in Deutschland, sodass dort
andere Rechte gelten als hierzulande.
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Datensparsamkeit
• so wenig private Informationen wie nötig einstellen – keine Privatanschriften,
Telefonnummern oder E-Mail-Adressen (z.B. in Profilen)
• keine kompromittierenden Bilder einstellen
• Social-Login vermeiden (z.B. Anmeldung zu verschiedenen Diensten mit dem
Facebook-Account > Anbieter tauschen Daten aus!)
Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig überprüfen
• Zugangskontrolle: Voreinstellungen des Anbieters prüfen
• Sichtbarkeit des Profils in Suchmaschinen einschränken
• Sichtbarkeit von Fotoalben/Videos einschränken (für bestimmte Kreise)
• Sichtbarkeit der Beiträge auf ausgewählte Nutzer beschränken
(z.B. eine geschlossene statt offene Gruppe einrichten)
Tipps
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Tipps zu Facebook
• Das Konto vor fremden Zugriffen schützen
(z.B. sicheres Passwort, Anmeldungs-
warnungen aktivieren)
• Zugriffsberechtigungen auf die Inhalte
festlegen (z.B. Sichtbarkeit von Profilinfos)
• Persönliche Zugriffsberechtigungen festlegen
(z.B. Wer kann mich kontaktieren? Wer kann
nach mir suchen? Dürfen Suchmaschinen
mein Profil auflisten?)
• Nur Fotos veröffentlichen, die auch öffentlich
sein dürfen und sollen
• Privatsphäre-Einstellungen für Gruppen
• App-Berechtigungen verwalten
Mehr: Sicher unterwegs in Facebook
Leitfaden von irights.info
Quelle: Klicksafe.de / Facebook
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Tipps zu WhatsApp
• Seit April 2016 werden alle Nachrichten ver-
schlüsselt und geschützt. ABER:
• Alle User (z.B. in einer Gruppe) müssen die
neueste WhatsApp-Version verwenden, sonst
sind alle Nachrichten unverschlüsselt.
• Einstellen, dass WhatsApp eine Info schickt,
wenn sich der Schlüssel eines Kontakts
geändert hat
• Daten-Backups bei Google Drive oder Apple
(iCloud) sind unverschlüsselt
• Seit 2014 gehört WhatsApp zu Facebook
(Achtung: Datenaustausch, z.B. Telefonnr.)
• Privatsphäre schützen: Wer darf sehen, wann
man zuletzt online war usw.
Mehr: Sicher unterwegs in WhatsApp
Leitfaden von irights.info
Quelle: Klicksafe.de / WhatsApp
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Weitere Dienste
TIPP: irights.info stellt sehr übersichtlich und
praxisbezogen Leitfäden zu weiteren Diensten
zur Verfügung. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre
persönlichen Daten bestmöglich schützen bei:
• Snapchat
• YouTube
• Instagram
• YouNow
• u.v.m.
Klicksafe-Leitfäden für die
Privatsphäre in digitalen Netzwerken
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Fazit
Social Media im Mentoring-Programm?
Facebook, WhatsApp, Dropbox & Co. gehören zur Alltagswelt. Aufgrund der Datenschutzrisiken
sollten sie aber reflektiert und nur im Einverständnis mit den Mentees eingesetzt werden.
Wichtig ist eine sinnvolle Verbindung von Blackboard und Social Media. So sollten bspw.
keine Dokumente mit sensiblen Daten über Social Media verbreitet werden:
Blackboard bietet sich als Basisplattform
zur Betreuung der Mentees an (daten-
schutzsichere Breitstellung von Materialien,
Kommunikation im geschützten Raum,
Verweis auf nützliche Links usw.). Für das
„Soziale“ (z.B. sehen, wer gerade "on" ist,
„Wir-Gefühl“ schaffen, Termine abstimmen
usw.) eignen sich Social Media.
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Verknüpfung
Blackboard
geschützter Raum
für die Mentoring-
Gruppe (Datenschutz)
v.a. Bereitstellung
von Materialien
Foto: 838361 / pixabay.com
Social Media
Vernetzung,
Community,
Termine …
► Blackboard Mobile
(siehe Themen zur Vertiefung)
Kommunikation mit Social Media darf und sollte persönlich,
aber nicht privat sein! (Verantwortung als Mentor/in!)
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Weiterführende Literatur
Recht und Datenschutz
Informationsbroschüre von „Watch your web“ und iRights.info: Mein digitales Leben. Rechtliches
kurz erklärt, abzurufen unter:
http://irights.info/userfiles/Mein_digitales_Leben_Rechtliches_kurz_erklaert.pdf
Klicksafe: Nützliche Informationen und Tipps zu datenschutzrechtlich problematischen Inhalten
(z.B. Facebook, WhatsApp)
Die Cloud-Richtlinie der Freien Universität Berlin
enthält Regelungen für alle Mitglieder, die im
Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit öffentliche
Cloud-Dienste zur Datenablage nutzen wollen.
Informationen an der Freien Universität Berlin
Die Freie Universität im Social Web:
http://www.fu-berlin.de/themen/social-media/
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Freie Universität Berlin
Center für Digitale Systeme

Social Media Mentoring Teil 2

  • 1.
    Foto: stm /photocase.com E-Mentoring mit Social Media Tipps zu Datenschutz und -sicherheit
  • 2.
    2 Social Web Foto: 605503/ pixabay.com Meine Privatsphäre im Netz Soziale Medien sind fester Bestandteil unserer Lebenswelt. Privatsphäre im Netz ist dabei aber oftmals tabu. Viele soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ verlangen bspw., dass man sich mit dem richtigen Namen anmeldet. Gleichzeitig verfolgen sie, wie man sich im Netz bewegt. Damit ist Obacht geboten und soziale Medien sollten nicht unbedacht im Mentoring eingesetzt werden. Nachfolgend erhalten Sie praktische Hinweise und Tipps zur Nutzung sozialer Medien.
  • 3.
    Datenschutz im SocialWeb Worauf sollte man achten? Foto: AllzweckJack / photocase.com
  • 4.
    4 Rechtliche Rahmenbedingungen Urheberrecht • grundsätzlichgilt: Die Bereitstellung von fremden Werken (Text, Fotografie, Film, etc.) ist nur mit Zustimmung des Urhebers oder Nutzungsberechtigten gestattet (z.B. Hochladen eines Videos in der Mentoring-Facebook-Gruppe). Persönlichkeitsrecht: Recht am eigenen Bild • Personen dürfen nur abgebildet werden, wenn sie sich vorab damit einverstanden erklärt haben (Mentees vorher fragen). Ebenso Markierungen abstimmen. Persönlichkeitsrecht: Recht auf Meinungsäußerung (z.B. Kommentare) • ist nur zulässig, wenn keine Schmähkritik oder Formalbeleidigung vorliegt (z.B. bei Kränkungen / Beleidigungen der Mentees untereinander sollte unbedingt reagiert werden).
  • 5.
    Foto: photocase.com/1640438/ Schutz persönlicherDaten Social-Media-Dienste unterliegen an- deren Datenschutzstandards als die Online-Dienste an der Freien Univer- sität Berlin. Die Verarbeitung, insb. die Speicherung, Löschung und Nutzung personenbezogener Daten obliegt dem jeweiligen Anbieter. Der Sitz ist meist nicht in Deutschland, sodass dort andere Rechte gelten als hierzulande.
  • 6.
    6 Datensparsamkeit • so wenigprivate Informationen wie nötig einstellen – keine Privatanschriften, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen (z.B. in Profilen) • keine kompromittierenden Bilder einstellen • Social-Login vermeiden (z.B. Anmeldung zu verschiedenen Diensten mit dem Facebook-Account > Anbieter tauschen Daten aus!) Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig überprüfen • Zugangskontrolle: Voreinstellungen des Anbieters prüfen • Sichtbarkeit des Profils in Suchmaschinen einschränken • Sichtbarkeit von Fotoalben/Videos einschränken (für bestimmte Kreise) • Sichtbarkeit der Beiträge auf ausgewählte Nutzer beschränken (z.B. eine geschlossene statt offene Gruppe einrichten) Tipps
  • 7.
    7 Tipps zu Facebook •Das Konto vor fremden Zugriffen schützen (z.B. sicheres Passwort, Anmeldungs- warnungen aktivieren) • Zugriffsberechtigungen auf die Inhalte festlegen (z.B. Sichtbarkeit von Profilinfos) • Persönliche Zugriffsberechtigungen festlegen (z.B. Wer kann mich kontaktieren? Wer kann nach mir suchen? Dürfen Suchmaschinen mein Profil auflisten?) • Nur Fotos veröffentlichen, die auch öffentlich sein dürfen und sollen • Privatsphäre-Einstellungen für Gruppen • App-Berechtigungen verwalten Mehr: Sicher unterwegs in Facebook Leitfaden von irights.info Quelle: Klicksafe.de / Facebook
  • 8.
    8 Tipps zu WhatsApp •Seit April 2016 werden alle Nachrichten ver- schlüsselt und geschützt. ABER: • Alle User (z.B. in einer Gruppe) müssen die neueste WhatsApp-Version verwenden, sonst sind alle Nachrichten unverschlüsselt. • Einstellen, dass WhatsApp eine Info schickt, wenn sich der Schlüssel eines Kontakts geändert hat • Daten-Backups bei Google Drive oder Apple (iCloud) sind unverschlüsselt • Seit 2014 gehört WhatsApp zu Facebook (Achtung: Datenaustausch, z.B. Telefonnr.) • Privatsphäre schützen: Wer darf sehen, wann man zuletzt online war usw. Mehr: Sicher unterwegs in WhatsApp Leitfaden von irights.info Quelle: Klicksafe.de / WhatsApp
  • 9.
    9 Weitere Dienste TIPP: irights.infostellt sehr übersichtlich und praxisbezogen Leitfäden zu weiteren Diensten zur Verfügung. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre persönlichen Daten bestmöglich schützen bei: • Snapchat • YouTube • Instagram • YouNow • u.v.m. Klicksafe-Leitfäden für die Privatsphäre in digitalen Netzwerken
  • 10.
    10 Fazit Social Media imMentoring-Programm? Facebook, WhatsApp, Dropbox & Co. gehören zur Alltagswelt. Aufgrund der Datenschutzrisiken sollten sie aber reflektiert und nur im Einverständnis mit den Mentees eingesetzt werden. Wichtig ist eine sinnvolle Verbindung von Blackboard und Social Media. So sollten bspw. keine Dokumente mit sensiblen Daten über Social Media verbreitet werden: Blackboard bietet sich als Basisplattform zur Betreuung der Mentees an (daten- schutzsichere Breitstellung von Materialien, Kommunikation im geschützten Raum, Verweis auf nützliche Links usw.). Für das „Soziale“ (z.B. sehen, wer gerade "on" ist, „Wir-Gefühl“ schaffen, Termine abstimmen usw.) eignen sich Social Media.
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    11 Verknüpfung Blackboard geschützter Raum für dieMentoring- Gruppe (Datenschutz) v.a. Bereitstellung von Materialien Foto: 838361 / pixabay.com Social Media Vernetzung, Community, Termine … ► Blackboard Mobile (siehe Themen zur Vertiefung) Kommunikation mit Social Media darf und sollte persönlich, aber nicht privat sein! (Verantwortung als Mentor/in!)
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    12 Weiterführende Literatur Recht undDatenschutz Informationsbroschüre von „Watch your web“ und iRights.info: Mein digitales Leben. Rechtliches kurz erklärt, abzurufen unter: http://irights.info/userfiles/Mein_digitales_Leben_Rechtliches_kurz_erklaert.pdf Klicksafe: Nützliche Informationen und Tipps zu datenschutzrechtlich problematischen Inhalten (z.B. Facebook, WhatsApp) Die Cloud-Richtlinie der Freien Universität Berlin enthält Regelungen für alle Mitglieder, die im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit öffentliche Cloud-Dienste zur Datenablage nutzen wollen. Informationen an der Freien Universität Berlin Die Freie Universität im Social Web: http://www.fu-berlin.de/themen/social-media/
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