Partizipativer Journalismus Social News im Web 2.0 David Röthler politik.netzkompetenz.at blog.netzkompetenz.at Stand:  05.06.09
Citizen Journalism live! http://labs.digg.com/swarm/ Wikipedia „Letzte Änderungen“ http://twittervision.com/ http://twemes.com/
Übersicht Web 2.0/Social Software & Citizen Journalism Begriffsklärung User generated content & etablierte Medien Citizen Journalism Politische Relevanz Twitter Social Bookmarks Weblogs RSS Beispiele Trends
 
 
E-media Nr. 26A, Jänner 2006
Spiegel Special, Juli 2007
 
 
Bertolt Brecht 1927/1932 ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks:  „Der Rundfunk ist aus einem  Distributionsapparat  in einen  Kommunikationsapparat  zu verwandeln.
Bertolt Brecht 1927/1932 „ Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer  nicht nur zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen. Der Hörfunk könne den Austausch, Gespräche, Debatten und Dispute ermöglichen.“
Background: Web 2.0
User 1.0
User 2.0
Motivation
Was wird geteilt?
Krise der repräsentativen Demokratie (1) BürgerInnen neigen zu Apathie Abwendung von politischen Institutionen und AkteurInnen: „Politikverdrossenheit“ Kongruenz von BürgerInnenwünschen und staatlichem Handeln abnehmend Inszenierung und Symbolisierung von Politik
Krise der repräsentativen Demokratie (2) Aktuelle Herausforderungen als weitere Ursache Individualisierungsprozesse Globalisierung, Europäisierung Problemkomplexität
Antwortversuche (Wieder-)Vereinigung von BürgerInnen mit dem Staat Einbeziehung von BürgerInnen in Planungs- und Entscheidungsprozesse Repräsentatives System nicht ersetzen, sonderm ergänzen durch Partizipation -> Identitätszuwachs
Mediendemokratie Massenmedien wesentlicher Bestandteil des politischen Diskurses Partizipatives Web 2.0 Hoffnung: Demokratisierung des Diskurses
These Da politische Willensbildungsprozesse von Medien zumindest mitbestimmt werden, ist die Partizipation von BürgerInnen an der Medienproduktion eine (nicht die einzige!) Voraussetzung für politische Partizipation.
Neue Bottom-up-Beteiligungskultur oder bloß der nächste Techno-Hype der Web-Avantgarde?
Definition „Citizen Journalism“ Synonyme:  Grassrouts Journalism partizipativer Journalismus BürgerInnenjournalismus „  […] Tätigkeit von BürgerInnen, eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens, sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einzunehmen.  Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen […] und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus
Gesellschaftspolitische Dimension Pressefreiheit ist nicht mehr auf diejenigen beschränkt, denen die Medien gehören -> „Citizen Journalism“ Ende des „Gatekeeper“-Zeitalters  Ist Bertold Brechts Vision der „Radiotheorie“ in Erfüllung gegangen?
Web 2.0 Technische Aspekte Browserbasiert, Ajax, RSS … Soziale Aspekte (->  Social Software ) Kommunikation & Dialog statt Information Vernetzung Mehrwert entsteht durch die Partizipation der NutzerInnen -> User generated content
 
Beispiele www.flickr.com www.youtube.com www.del.icio.us www.netvibes.com
Entstehungsgeschichte Web 2.0 60.000 Jahre  Menschen beginnen zu  sprechen 5.000 Jahre Schrift 600 Jahre Buchdruck 85 Jahre Radio 50 Jahre Fernsehen 25 Jahre Internet
Web 0.5 Zeit vor dem WWW: 1988-1993 E-Mail und Datenkommunikation
Web 1.0 Das Web 1.0 ist das Web von 1995  Statisches HTML, reine Einwegkommunikation, klassische Websites.
Web 1.5 Dotcom-Zeit: zwischen 1996 und 2001 Websites wurden dynamisch Ziel: Hits & Traffic  Interaktive Web-Sites: Shops, Communities, Foren. Meistens als Insellösungen Technologien teuer und kompliziert Personal Publishing nur eingeschränkt möglich
Web 2.0: Offenheit, Standards Open Source Offene Schnittstellen -> Mashups Aus der Kombination von verschiedenen Services entstehen völlig neue Nutzensaspekte CSS, RSS
Web 2.0: Freiheit Weitreichende Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Daten
Web 2.0: weitere Aspekte Browser-basiert  Verlagerung von Desktop-Funktionen ins Netz  Starke Interaktivität Am User orientiertes Design  Flache Navigation
Weblogs
Tagebuch
Flaschenpost
Gesprächsrunde
Vernetzung
Was sind Weblogs? Wort ist eine Mischung aus WEB und LOG Logbuch, Tagebuch  AutorIn: BloggerIn Gesamtheit der Weblogs: Blogosphäre chronologisch geordnete Sammlung von Beiträgen (Text, Bild, Audio, Video) Werden meist von Einzelpersonen erstellt
Technisch einfache Bedienung Weblogs entsprechen der ursprünglichen Intention des Internet: viele Menschen zu AkteurInnen zu machen. Keine besonderen technischen Kenntnisse notwendig Einfachere Bedienung als Content Mangement Systeme (CMS)
Interaktivität von Weblogs Hochgradige Vernetzung Diskussion kann auf einem Weblog begonnen und auf einem anderen fortgesetzt werden Kommentarfunktion
Arten von Weblogs  (Auswahl) Privates Weblog Alltagsberichte, persönliche Erlebnisse Fach-Weblog Diskussion und Austausch von Fachthemen, Erstellung eines digitalen Kompetenzprofils: „create and customize portfolios for academic, career, or personal uses“  Moblog Beiträge von einem mobilen Gerät gepostet; meistens Fotos mit der Handy-Kamera Photoblog Abbildung des Alltags in Fotografien Corporate/Business-Weblog MitarbeiterInnen schreiben im Namen einer Firma zu PR-Zwecken.
Begriffe Permalinks:  Jeder Beitrag erhält einen individuellen Link, der nicht veränderbar ist. Über ihn kann der Beitrag jederzeit aufgerufen werden, das heißt, Permalinks machen das Verlinken auf andere Webseiten leicht. Backlinks : Über Backlinks erfahre ich automatisch davon, wenn irgendwo im Internet auf einen meiner Weblogbeiträge verlinkt wird. Kommentare:  Die Kommentarfunktion erlaubt es den Lesern, sich am Ende jedes Blogeintrags direkt zu äußern .
Ziele des Führens eines Weblogs Aufmerksamkeit  Reputation durch Authentizität Soziales Kapital durch Vernetzung
Effektivität Durch Vernetzung gute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen Erstaunlich rasche Reaktionen von anderen Denkbar einfache Möglichkeiten der Publikation z.B. auch über E-mail, Mobiltelefon…
Wie komme ich zu einem Weblog Einrichtung bei einem oft kostenlosen Weblog-Dienst: z.B. blogger.com, twoday.net Installation einer Weblog-Software auf dem eigenen Webspace oder Server: z.B. WordPress, Drupal
www.twoday.net
www.wordpress.com
Auf Server installieren
Vorteile & Grenzen Vorteile Schnell, einfach, übersichtlich, chronologisch, schlichtes Layout Weitergabe von Neuigkeiten in regelmäßiger Zeitfolge  Diskussion dank der Kommentarfunktion  Wissensaustausch  Aufbau und Pflege von persönlichen Kontakten  Präsentation von eigenen Artikeln und Arbeiten
Vorteile & Grenzen Grenzen:  themenzentrierte Diskussion besser im  Forum ,  Projektmanagement besser in  Groupware Projektpräsentation besser in  CMS ,  kollaboratives Schreiben besser im  Wiki
Microblogging http://twitter.com http://jaiku.com
 
RSS Bedeutung: R ich  S ite  S ummary R eally  S imple  S yndication „Syndication“ bedeutet in diesem Zusammenhang: Verkauf, Vertrieb, Übernahme von Content an/durch andere Medienanbieter Synonym: Newsfeed, RSS-Feed
 
 
 
Feedreader, Aggregatoren Online http://reader.google.com http://www.bloglines.com/ Offline http://www.awasu.com/ http://www.sharpreader.net/
 
 
Podcasts Audio Programme zum „Downloaden“ und Abspielen auf PCs oder portablen Geräten (z.B.: iPod)  Mp3-Format  Really Simple Syndication (RSS) „ Podcatching“ Software erforderlich
Podcasts-Beispiele http://www.friedrich-witt.de/ http://bzoe-podcast.podspot.de/ http://fm4.orf.at/station/205733/main http://www.spd-podcast.de/ http://poese-puben.de/
Wikis Demokratischste Form der Zusammenarbeit im Internet Jeder darf jede Web-Seite verändern. „ Wiki“ heißt auf Hawaiianisch „schnell“ Wikis funktionieren, auch wenn man meinen könnte, dass sie aufgrund des universellen Schreibrechts schnell im Chaos versinken müssten. Wiki wurde 1995 von Ward Cunningham erfunden
Einsatzmöglichkeiten von Wikis Gemeinsames Erstellen von Linklisten Texte gemeinsam entwerfen Projekte konzipieren Informationssammlung (-> Wikipedia)
Beispiele für Wikis Wikipedia http://www.wikipedia.org/ Web-Site des Wiki-Erfinders http://c2.com Attac Wiki http://wiki.attac.at/ Reise-Wiki http://www.wikitravel.org
Unterscheidung zu Weblogs Wikis nicht chronologisch Inhalte bei Wikis von anderen veränderbar
Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Social Software (insb. Weblogs) Weblogs in der Bildung Corporate Blogging  e-Portfolio
 
 
YouTube in Zahlen Seit Februar 2005 Oktober 2006 Kauf von Google, ca. 1,3 Mrd. € Marktanteil Online-Videos 40-60% 65.000 Video-Uploads täglich 100 Mio. Videos täglich werden angesehen
Success-Story Geriatric1927,  Pseudonym  für  Peter Oakley  aus England http://www.youtube.com/profile?user=geriatric1927 Mehr als 2 Mio. Zugriffe auf einige seiner Videos
Soziale Netzwerke
 
 
 
 
 
 
 
Social Networks und politische Information „ Empfehlungen durch die User in sozialen Netzwerken treten an die Stelle der Filterung und Sortierung durch Journalisten in den klassischen Medien. Eine Person gibt einen Link an die nächste weiter, und entsprechend dem Prinzip der six degrees of separation erreicht eine Nachricht ihre Adressaten =  the people formerly known as the audience .“ http://heinz.typepad.com/lostandfound/2008/03/hyperpolitik.html
Social Networks und politische Information „ Immer weniger bestimmen professionelle Medienschaffende, welche News wir als wichtig empfinden. News werden sozial. Empfehlungen anderer Leute — Freunde, Arbeitskollegen, Geschäftspartner, Gleichgesinnte — werden wichtiger als das, was Redaktionen als berichtenswert empfinden .“  schreibt Andreas Göldi in seinem Weblog www.medienkonvergenz.com
 
 
 
 
 
Second Life Massive Multiplayer Online Game  Welt wird von den „SpielerInnen“ selbst gestaltet 1,5 Mio BewohnerInnen 12.000 Neuanmeldungen täglich  600.000 $ Umsatz täglich
 
 
Zitat Hubert Burda „ Wir befinden uns in der größten Medienrevolution seit Gutenberg“ „ Wenn sich die Medien verändern, dann verändert sich die Gesellschaft fundamental“. Vortrag in Freiburg, 2007
 
 
Hürden Digital Divide Mangelnde Medienkompetenz (Bildung) Überwachung (Vorratsdatenspeicherung…)
Voraussetzungen Transparenz Partizipationskultur Soziale Sicherheit (Digital Divide) Geschlechtergerechtigkeit Inklusion von MigrantInnen Einbindung der älteren Generation Liberale Informationsgesellschaft Alphabetisierung -> Medienkompetenz
Online-Video
Video-Quellen
Webcam
Webcam
Digicam
Mobiltelefon
Mobiltelefon als Webcam
Analoge Videoquellen
VLC media player http://www.videolan.org/vlc/
Übertragung FireWire Kabel oder i.Link  oder IEEE 1394
Übertragung
Cardreader
Schnittprogramme
Schnittprogramme Windows Movie Maker
 
 
 
Veröffentlichung www.youtube.com www.vimeo.com www.dailymotion.com
Streaming-Dienste
Kyte.tv
Mogulus.com
www.qik.com
www.seesmic.com
Miro/Open Democracy Player
www.liveleak.com „ All diese Dinge geschehen, das ist das echte Leben, und wir werden es zeigen.“ Genutzt wird das Portal auch von Soldaten in Krisengebieten, die so die Zensur des Militärs umgehen. Der Mitgründer Hayden Hewitt  sagte dazu „Das lehrt unsere Generation und die jüngeren Generationen, dass der Krieg real ist“. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair nannte LiveLeak als Beispiel für ein Gegengewicht zu den Massenmedien im Internetzeitalter.
Mobilität
 
Hyperlokalität Myheimat.de Geotagging http://twittervision.com/ Krone.at, Blogverzeichnis
QR-Tags
 
Medienkompetenz und Partizipation die Fähigkeit, Medien effektiv nutzen zu können: Buch in der Bibliothek suchen  sich in der Medienwelt orientieren können  Medien kritisch reflektieren selbst kreativ in der Medienwelt tätig werden
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Mk_Grafik.png
Web 2.0-Kompetenz Qualifizierung (der politisch Aktiven) im Umgang mit den neuen Technologien entscheidend Aktivierung von Passiven durch Web 2.0 -> breite „bottom-up“ Beteiligungskultur über das Netz könnte sich entfalten Hype? Digital Divide?
Thesen: Politische Partizipation und Aktivismus 2.0?  Für die politische Kommunikation zivilgesellschaftlicher AkteurInnen birgt das Web 2.0 großes Potenzial.  Grassroots-Initiativen können ihren Wirkungsgrad durch die virtuelle Vernetzung mit anderen AkteurInnen erhöhen.
Demokratisierung durch Web 2.0? Wo fällt die Entscheidung? Aber: Agenda Setting Empowerment von Engagierten, die sich sonst kein Gehör verschaffen könnten Neue Kommunikationskanäle
Exkurs: Andere Aspekte politischer Beteiligung Dramatische politische Ereignisse Betroffenheit Sozialisation, Bildung (political literacy) Partizipation als Luxus Kann man etwas ändern? Wie hoch ist die Investition dafür? -> Niedrige Investitionskosten durch neue Medien Partizipationskultur, gesellschaftliche Anerkennung?
These I Die   Mobilisierungsthese :  Demnach hilft das Internet, die Distanz zwischen Regierenden und Regierten geringer werden zu lassen. Das Netz sorgt dafür, dass sich mehr BürgerInnen am politischen Prozess beteiligen als zuvor.
These II Die   Reinforcementthese   (Verstärkung): Die politische Beteiligung nimmt demnach nicht zu. Vielmehr benutzen diejenigen, die sowieso am politischen Prozess beteiligt sind, auch das Internet. Die Partizipation weniger wird also gefestigt, während die Mehrheit weiter nicht am politischen Prozess aktiv teilnimmt.
Impulse für Partizipation Offene Veranstaltungsformate Open Source, Open Content/Creative Commons Peer to peer Kredite Open Money (Tiroler Stunde) Werbung, Marketing („Crowdsourcing“)
User Generated Content & etablierte Medien
 
 
 
€  50 Honorar
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
20min.ch auf dem iPhone
Infografiken
 
 
OhmyNews Südkorea seit 2000 Motto "Every Citizen is a Reporter" 41.000 registrierte OhmyNews-BürgerreporterInnen Gute Beiträge können freiwillig bezahlt werden Jeden Samstag druckt OhmyNews die besten Artikel als Zeitung „ Heirat von Technologie und Demokratie“ -> „digitale Demokratie“
CNN iReport
 
 
 
 
Facts.ch Mix aus Community & Technologie Bewertungssystem: Gewichtung der Community-Inputs und Inputs aus einer technologischen Aggregationslösung mit den Redaktionsinputs austarieren -> System mit eigener Dynamik Redaktion, die lediglich an der Auswahl der Themen mitarbeitet, besteht aus einer halben und drei 20-Prozent-Stellen
 
Myheimat.de Partizipative Weblogs für kleine Städte in Bayern Monatlich 4-Farbdruck im A4-Format Finanzierung durch lokale Werbung Keine bezahlten Journalisten Halbautomatische Generierung der Zeitung 15 Angestellte für Anzeigenverkauf und PR-Texte und Layout heimatlich, heiter und optimistisch
 
Readers Edition der Netzzeitung Moderiert durch freiwilliges Team Keine Bezahlung für Beiträge http://www.readers-edition.de/autor?user_id=olli
 
 
Abraham Zapruder Fabrikant für Frauenbekleidung Verkaufte den Film für das Life Magazine für $150,000 (heute $ 500.000) http://en.wikipedia.org/wiki/Abraham_Zapruder
Weitere Beispiele Massenmedien http://live.focus.de/   http://www.cnn.com/exchange/ http://www.n24.de/mobile_online/myvideo/ Alternativmedien http://austria.kanalb.org/ http://germany.indymedia.org/ http://www.liveleak.com/
Initiative Qualität
Initiative Qualität
Zitate zum Thema „ Die Zeiten, in denen nicht-professionelle Augenzeugen bestenfalls als Zitatgeber dienten, sind ein für allemal vorbei. In welcher Form das die Medien verändert, ist allerdings noch nicht ausgemacht.“ Quelle: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/leser-reporter/
Zitate „ Meiner Meinung nach wird es zu einer eigenen Disziplin "Bürgerjournalismus" kommen, deren  Qualitäten genau im Fehlen der Professionalität  zu suchen sind. Die resultierenden Spannungen, die kreativen und ungewöhnlichen Momente sowie der unkonventionelle Aspekt können bei guten Produktionen ein wichtiges Argument zu Gunsten des Bürgerjournalismus sein.  Dass eine Menge Schrott produziert wird ist unbestritten, doch das verhält sich bei manchen professionellen Medienschaffenden genauso .“ http://medienspiegel.ch/archives/001368.html
Zitate „ Es ist eben meistens nur für eine Handvoll Leute interessant, wenn sich einer im stillen Kämmerlein den Frust von der Seele schreibt. Mit etwas Glück kann sich so einer  ein paar Minuten lang im medialen Rampenlicht sonnen .  Das war's dann auch schon...“  (Kommentar zu einem Artikel der NZZ vom Juni 2006)
Zitate „ Eine zentrale  Aufgabe der traditionellen Medien besteht darin, den Laien journalistische Grundregeln zu vermitteln sowie Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die es ihnen ermöglichen, "guten Journalismus" zu betreiben.  Professionelle Journalisten müssten sich wieder vermehrt in den Dienst der Bürger stellen und diese zu einem kritischen Umgang mit Informationen befähigen. Neben ihrer herkömmlichen Rolle als Gatekeeper müssten die "Mainstream-Medien" nicht zuletzt wieder vermehrt als Sinnstifter ("sensemaker") agieren und die Konsumenten zu den relevanten Informationen hinführen.“ Bill Kovach, http://www.krusenstern.ch/blogbuch/weblogs-veraendern-den-journalismus.html
Zitat Rupert Murdoch Rupert Murdoch , Speech to the American Society of Newspaper Editors  2005  …  There’s a  dramatic revolution  taking place in the news business today …. The digital native doesn’t send a letter to the editor anymore. She goes online, and starts a blog. We need to be the destination for those bloggers. … At the same time, we may want to experiment with the concept of using bloggers to supplement our daily coverage of news on the net. ( http://www.newscorp.com/news/news_247.html ) ‏
Zitat Rupert Murdoch R upert Murdoch , Speech to the American Society of Newspaper Editors,2005 …  There’s a  dramatic revolution  taking place in the news business today …  44 percent use a portal at least once a day for news, just 19 percent use a printed newspaper …  they want to be able to use the information in a larger community – to talk about, to debate,  to question , and even to meet the people who think about the world in similar or different ways…. … . providing  virtual communities  for our readers to be linked to other sources of information, other opinions, other like-minded people. …. ( http://www.newscorp.com/news/news_247.html ) ‏ Murdoch hat unternehmerische Konsequenzen  gezogen: 2005 übernahm sein Medienkonzern News Corp. das grösste social-network-portal „My Space„ (MySpace.com) mit 86 Mio Nutzern für einen unglaublich hohen USD
Mercedes Bunz, Chefredakteurin Tagesspiegel.de Die Arbeit des Journalisten verschiebt sich. Anstelle ein Stück zu verfertigen, schiebt der  Netzwerk-Journalist  Debatten an und begleitet sie. Vom Produkt zum Prozess: Hier wird in Kollaboration mit dem Leser recherchiert, verbessert, diskutiert und Meinung gebildet. Und hier wird Journalismus auch kontrolliert und auf seine Qualität geprüft.
Weblogs von JournalistInnen http://medienspiegel.ch/ http://www.sixtus.net/ http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/ http://www.florianklenk.com/
Persönliche Links zum Thema http://del.icio.us/davidro/participation http://del.icio.us/davidro/citizenjournalism http://del.icio.us/davidro/politik
Kontakt Mag. David Röthler A-5020 Salzburg, Austria Tel +43-662-650986 Mobile +43- 664 2139427   Skype: d.roethler [email_address] politik.netzkompetenz.at blog.netzkompetenz.at http://del.icio.us/davidro

Partizipativer Journalismus Okt2008

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    Partizipativer Journalismus SocialNews im Web 2.0 David Röthler politik.netzkompetenz.at blog.netzkompetenz.at Stand: 05.06.09
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    Citizen Journalism live!http://labs.digg.com/swarm/ Wikipedia „Letzte Änderungen“ http://twittervision.com/ http://twemes.com/
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    Übersicht Web 2.0/SocialSoftware & Citizen Journalism Begriffsklärung User generated content & etablierte Medien Citizen Journalism Politische Relevanz Twitter Social Bookmarks Weblogs RSS Beispiele Trends
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    E-media Nr. 26A,Jänner 2006
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    Bertolt Brecht 1927/1932ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks: „Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln.
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    Bertolt Brecht 1927/1932„ Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen. Der Hörfunk könne den Austausch, Gespräche, Debatten und Dispute ermöglichen.“
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    Krise der repräsentativenDemokratie (1) BürgerInnen neigen zu Apathie Abwendung von politischen Institutionen und AkteurInnen: „Politikverdrossenheit“ Kongruenz von BürgerInnenwünschen und staatlichem Handeln abnehmend Inszenierung und Symbolisierung von Politik
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    Krise der repräsentativenDemokratie (2) Aktuelle Herausforderungen als weitere Ursache Individualisierungsprozesse Globalisierung, Europäisierung Problemkomplexität
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    Antwortversuche (Wieder-)Vereinigung vonBürgerInnen mit dem Staat Einbeziehung von BürgerInnen in Planungs- und Entscheidungsprozesse Repräsentatives System nicht ersetzen, sonderm ergänzen durch Partizipation -> Identitätszuwachs
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    Mediendemokratie Massenmedien wesentlicherBestandteil des politischen Diskurses Partizipatives Web 2.0 Hoffnung: Demokratisierung des Diskurses
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    These Da politischeWillensbildungsprozesse von Medien zumindest mitbestimmt werden, ist die Partizipation von BürgerInnen an der Medienproduktion eine (nicht die einzige!) Voraussetzung für politische Partizipation.
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    Neue Bottom-up-Beteiligungskultur oderbloß der nächste Techno-Hype der Web-Avantgarde?
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    Definition „Citizen Journalism“Synonyme: Grassrouts Journalism partizipativer Journalismus BürgerInnenjournalismus „ […] Tätigkeit von BürgerInnen, eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens, sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einzunehmen. Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen […] und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus
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    Gesellschaftspolitische Dimension Pressefreiheitist nicht mehr auf diejenigen beschränkt, denen die Medien gehören -> „Citizen Journalism“ Ende des „Gatekeeper“-Zeitalters Ist Bertold Brechts Vision der „Radiotheorie“ in Erfüllung gegangen?
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    Web 2.0 TechnischeAspekte Browserbasiert, Ajax, RSS … Soziale Aspekte (-> Social Software ) Kommunikation & Dialog statt Information Vernetzung Mehrwert entsteht durch die Partizipation der NutzerInnen -> User generated content
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    Beispiele www.flickr.com www.youtube.comwww.del.icio.us www.netvibes.com
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    Web 0.5 Zeitvor dem WWW: 1988-1993 E-Mail und Datenkommunikation
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    Web 1.0 DasWeb 1.0 ist das Web von 1995 Statisches HTML, reine Einwegkommunikation, klassische Websites.
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    Web 1.5 Dotcom-Zeit:zwischen 1996 und 2001 Websites wurden dynamisch Ziel: Hits & Traffic Interaktive Web-Sites: Shops, Communities, Foren. Meistens als Insellösungen Technologien teuer und kompliziert Personal Publishing nur eingeschränkt möglich
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    Web 2.0: Offenheit,Standards Open Source Offene Schnittstellen -> Mashups Aus der Kombination von verschiedenen Services entstehen völlig neue Nutzensaspekte CSS, RSS
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    Web 2.0: FreiheitWeitreichende Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Daten
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    Web 2.0: weitereAspekte Browser-basiert Verlagerung von Desktop-Funktionen ins Netz Starke Interaktivität Am User orientiertes Design Flache Navigation
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    Was sind Weblogs?Wort ist eine Mischung aus WEB und LOG Logbuch, Tagebuch AutorIn: BloggerIn Gesamtheit der Weblogs: Blogosphäre chronologisch geordnete Sammlung von Beiträgen (Text, Bild, Audio, Video) Werden meist von Einzelpersonen erstellt
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    Technisch einfache BedienungWeblogs entsprechen der ursprünglichen Intention des Internet: viele Menschen zu AkteurInnen zu machen. Keine besonderen technischen Kenntnisse notwendig Einfachere Bedienung als Content Mangement Systeme (CMS)
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    Interaktivität von WeblogsHochgradige Vernetzung Diskussion kann auf einem Weblog begonnen und auf einem anderen fortgesetzt werden Kommentarfunktion
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    Arten von Weblogs (Auswahl) Privates Weblog Alltagsberichte, persönliche Erlebnisse Fach-Weblog Diskussion und Austausch von Fachthemen, Erstellung eines digitalen Kompetenzprofils: „create and customize portfolios for academic, career, or personal uses“ Moblog Beiträge von einem mobilen Gerät gepostet; meistens Fotos mit der Handy-Kamera Photoblog Abbildung des Alltags in Fotografien Corporate/Business-Weblog MitarbeiterInnen schreiben im Namen einer Firma zu PR-Zwecken.
  • 44.
    Begriffe Permalinks: Jeder Beitrag erhält einen individuellen Link, der nicht veränderbar ist. Über ihn kann der Beitrag jederzeit aufgerufen werden, das heißt, Permalinks machen das Verlinken auf andere Webseiten leicht. Backlinks : Über Backlinks erfahre ich automatisch davon, wenn irgendwo im Internet auf einen meiner Weblogbeiträge verlinkt wird. Kommentare: Die Kommentarfunktion erlaubt es den Lesern, sich am Ende jedes Blogeintrags direkt zu äußern .
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    Ziele des Führenseines Weblogs Aufmerksamkeit Reputation durch Authentizität Soziales Kapital durch Vernetzung
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    Effektivität Durch Vernetzunggute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen Erstaunlich rasche Reaktionen von anderen Denkbar einfache Möglichkeiten der Publikation z.B. auch über E-mail, Mobiltelefon…
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    Wie komme ichzu einem Weblog Einrichtung bei einem oft kostenlosen Weblog-Dienst: z.B. blogger.com, twoday.net Installation einer Weblog-Software auf dem eigenen Webspace oder Server: z.B. WordPress, Drupal
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    Vorteile & GrenzenVorteile Schnell, einfach, übersichtlich, chronologisch, schlichtes Layout Weitergabe von Neuigkeiten in regelmäßiger Zeitfolge Diskussion dank der Kommentarfunktion Wissensaustausch Aufbau und Pflege von persönlichen Kontakten Präsentation von eigenen Artikeln und Arbeiten
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    Vorteile & GrenzenGrenzen: themenzentrierte Diskussion besser im Forum , Projektmanagement besser in Groupware Projektpräsentation besser in CMS , kollaboratives Schreiben besser im Wiki
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    RSS Bedeutung: Rich S ite S ummary R eally S imple S yndication „Syndication“ bedeutet in diesem Zusammenhang: Verkauf, Vertrieb, Übernahme von Content an/durch andere Medienanbieter Synonym: Newsfeed, RSS-Feed
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    Feedreader, Aggregatoren Onlinehttp://reader.google.com http://www.bloglines.com/ Offline http://www.awasu.com/ http://www.sharpreader.net/
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    Podcasts Audio Programmezum „Downloaden“ und Abspielen auf PCs oder portablen Geräten (z.B.: iPod) Mp3-Format Really Simple Syndication (RSS) „ Podcatching“ Software erforderlich
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    Podcasts-Beispiele http://www.friedrich-witt.de/ http://bzoe-podcast.podspot.de/http://fm4.orf.at/station/205733/main http://www.spd-podcast.de/ http://poese-puben.de/
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    Wikis Demokratischste Formder Zusammenarbeit im Internet Jeder darf jede Web-Seite verändern. „ Wiki“ heißt auf Hawaiianisch „schnell“ Wikis funktionieren, auch wenn man meinen könnte, dass sie aufgrund des universellen Schreibrechts schnell im Chaos versinken müssten. Wiki wurde 1995 von Ward Cunningham erfunden
  • 65.
    Einsatzmöglichkeiten von WikisGemeinsames Erstellen von Linklisten Texte gemeinsam entwerfen Projekte konzipieren Informationssammlung (-> Wikipedia)
  • 66.
    Beispiele für WikisWikipedia http://www.wikipedia.org/ Web-Site des Wiki-Erfinders http://c2.com Attac Wiki http://wiki.attac.at/ Reise-Wiki http://www.wikitravel.org
  • 67.
    Unterscheidung zu WeblogsWikis nicht chronologisch Inhalte bei Wikis von anderen veränderbar
  • 68.
    Weitere Anwendungsmöglichkeiten vonSocial Software (insb. Weblogs) Weblogs in der Bildung Corporate Blogging e-Portfolio
  • 69.
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    YouTube in ZahlenSeit Februar 2005 Oktober 2006 Kauf von Google, ca. 1,3 Mrd. € Marktanteil Online-Videos 40-60% 65.000 Video-Uploads täglich 100 Mio. Videos täglich werden angesehen
  • 72.
    Success-Story Geriatric1927, Pseudonym für Peter Oakley aus England http://www.youtube.com/profile?user=geriatric1927 Mehr als 2 Mio. Zugriffe auf einige seiner Videos
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    Social Networks undpolitische Information „ Empfehlungen durch die User in sozialen Netzwerken treten an die Stelle der Filterung und Sortierung durch Journalisten in den klassischen Medien. Eine Person gibt einen Link an die nächste weiter, und entsprechend dem Prinzip der six degrees of separation erreicht eine Nachricht ihre Adressaten = the people formerly known as the audience .“ http://heinz.typepad.com/lostandfound/2008/03/hyperpolitik.html
  • 82.
    Social Networks undpolitische Information „ Immer weniger bestimmen professionelle Medienschaffende, welche News wir als wichtig empfinden. News werden sozial. Empfehlungen anderer Leute — Freunde, Arbeitskollegen, Geschäftspartner, Gleichgesinnte — werden wichtiger als das, was Redaktionen als berichtenswert empfinden .“ schreibt Andreas Göldi in seinem Weblog www.medienkonvergenz.com
  • 83.
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    Second Life MassiveMultiplayer Online Game Welt wird von den „SpielerInnen“ selbst gestaltet 1,5 Mio BewohnerInnen 12.000 Neuanmeldungen täglich 600.000 $ Umsatz täglich
  • 89.
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    Zitat Hubert Burda„ Wir befinden uns in der größten Medienrevolution seit Gutenberg“ „ Wenn sich die Medien verändern, dann verändert sich die Gesellschaft fundamental“. Vortrag in Freiburg, 2007
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    Hürden Digital DivideMangelnde Medienkompetenz (Bildung) Überwachung (Vorratsdatenspeicherung…)
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    Voraussetzungen Transparenz PartizipationskulturSoziale Sicherheit (Digital Divide) Geschlechtergerechtigkeit Inklusion von MigrantInnen Einbindung der älteren Generation Liberale Informationsgesellschaft Alphabetisierung -> Medienkompetenz
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    VLC media playerhttp://www.videolan.org/vlc/
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    Übertragung FireWire Kabeloder i.Link oder IEEE 1394
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    www.liveleak.com „ Alldiese Dinge geschehen, das ist das echte Leben, und wir werden es zeigen.“ Genutzt wird das Portal auch von Soldaten in Krisengebieten, die so die Zensur des Militärs umgehen. Der Mitgründer Hayden Hewitt sagte dazu „Das lehrt unsere Generation und die jüngeren Generationen, dass der Krieg real ist“. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair nannte LiveLeak als Beispiel für ein Gegengewicht zu den Massenmedien im Internetzeitalter.
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    Hyperlokalität Myheimat.de Geotagginghttp://twittervision.com/ Krone.at, Blogverzeichnis
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    Medienkompetenz und Partizipationdie Fähigkeit, Medien effektiv nutzen zu können: Buch in der Bibliothek suchen sich in der Medienwelt orientieren können Medien kritisch reflektieren selbst kreativ in der Medienwelt tätig werden
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    Web 2.0-Kompetenz Qualifizierung(der politisch Aktiven) im Umgang mit den neuen Technologien entscheidend Aktivierung von Passiven durch Web 2.0 -> breite „bottom-up“ Beteiligungskultur über das Netz könnte sich entfalten Hype? Digital Divide?
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    Thesen: Politische Partizipationund Aktivismus 2.0? Für die politische Kommunikation zivilgesellschaftlicher AkteurInnen birgt das Web 2.0 großes Potenzial. Grassroots-Initiativen können ihren Wirkungsgrad durch die virtuelle Vernetzung mit anderen AkteurInnen erhöhen.
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    Demokratisierung durch Web2.0? Wo fällt die Entscheidung? Aber: Agenda Setting Empowerment von Engagierten, die sich sonst kein Gehör verschaffen könnten Neue Kommunikationskanäle
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    Exkurs: Andere Aspektepolitischer Beteiligung Dramatische politische Ereignisse Betroffenheit Sozialisation, Bildung (political literacy) Partizipation als Luxus Kann man etwas ändern? Wie hoch ist die Investition dafür? -> Niedrige Investitionskosten durch neue Medien Partizipationskultur, gesellschaftliche Anerkennung?
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    These I Die Mobilisierungsthese : Demnach hilft das Internet, die Distanz zwischen Regierenden und Regierten geringer werden zu lassen. Das Netz sorgt dafür, dass sich mehr BürgerInnen am politischen Prozess beteiligen als zuvor.
  • 133.
    These II Die Reinforcementthese (Verstärkung): Die politische Beteiligung nimmt demnach nicht zu. Vielmehr benutzen diejenigen, die sowieso am politischen Prozess beteiligt sind, auch das Internet. Die Partizipation weniger wird also gefestigt, während die Mehrheit weiter nicht am politischen Prozess aktiv teilnimmt.
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    Impulse für PartizipationOffene Veranstaltungsformate Open Source, Open Content/Creative Commons Peer to peer Kredite Open Money (Tiroler Stunde) Werbung, Marketing („Crowdsourcing“)
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    User Generated Content& etablierte Medien
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    € 50Honorar
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    OhmyNews Südkorea seit2000 Motto "Every Citizen is a Reporter" 41.000 registrierte OhmyNews-BürgerreporterInnen Gute Beiträge können freiwillig bezahlt werden Jeden Samstag druckt OhmyNews die besten Artikel als Zeitung „ Heirat von Technologie und Demokratie“ -> „digitale Demokratie“
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    Facts.ch Mix ausCommunity & Technologie Bewertungssystem: Gewichtung der Community-Inputs und Inputs aus einer technologischen Aggregationslösung mit den Redaktionsinputs austarieren -> System mit eigener Dynamik Redaktion, die lediglich an der Auswahl der Themen mitarbeitet, besteht aus einer halben und drei 20-Prozent-Stellen
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    Myheimat.de Partizipative Weblogsfür kleine Städte in Bayern Monatlich 4-Farbdruck im A4-Format Finanzierung durch lokale Werbung Keine bezahlten Journalisten Halbautomatische Generierung der Zeitung 15 Angestellte für Anzeigenverkauf und PR-Texte und Layout heimatlich, heiter und optimistisch
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    Readers Edition derNetzzeitung Moderiert durch freiwilliges Team Keine Bezahlung für Beiträge http://www.readers-edition.de/autor?user_id=olli
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    Abraham Zapruder Fabrikantfür Frauenbekleidung Verkaufte den Film für das Life Magazine für $150,000 (heute $ 500.000) http://en.wikipedia.org/wiki/Abraham_Zapruder
  • 169.
    Weitere Beispiele Massenmedienhttp://live.focus.de/ http://www.cnn.com/exchange/ http://www.n24.de/mobile_online/myvideo/ Alternativmedien http://austria.kanalb.org/ http://germany.indymedia.org/ http://www.liveleak.com/
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    Zitate zum Thema„ Die Zeiten, in denen nicht-professionelle Augenzeugen bestenfalls als Zitatgeber dienten, sind ein für allemal vorbei. In welcher Form das die Medien verändert, ist allerdings noch nicht ausgemacht.“ Quelle: http://www.stefan-niggemeier.de/blog/leser-reporter/
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    Zitate „ MeinerMeinung nach wird es zu einer eigenen Disziplin "Bürgerjournalismus" kommen, deren Qualitäten genau im Fehlen der Professionalität zu suchen sind. Die resultierenden Spannungen, die kreativen und ungewöhnlichen Momente sowie der unkonventionelle Aspekt können bei guten Produktionen ein wichtiges Argument zu Gunsten des Bürgerjournalismus sein. Dass eine Menge Schrott produziert wird ist unbestritten, doch das verhält sich bei manchen professionellen Medienschaffenden genauso .“ http://medienspiegel.ch/archives/001368.html
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    Zitate „ Esist eben meistens nur für eine Handvoll Leute interessant, wenn sich einer im stillen Kämmerlein den Frust von der Seele schreibt. Mit etwas Glück kann sich so einer ein paar Minuten lang im medialen Rampenlicht sonnen . Das war's dann auch schon...“ (Kommentar zu einem Artikel der NZZ vom Juni 2006)
  • 175.
    Zitate „ Einezentrale Aufgabe der traditionellen Medien besteht darin, den Laien journalistische Grundregeln zu vermitteln sowie Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die es ihnen ermöglichen, "guten Journalismus" zu betreiben. Professionelle Journalisten müssten sich wieder vermehrt in den Dienst der Bürger stellen und diese zu einem kritischen Umgang mit Informationen befähigen. Neben ihrer herkömmlichen Rolle als Gatekeeper müssten die "Mainstream-Medien" nicht zuletzt wieder vermehrt als Sinnstifter ("sensemaker") agieren und die Konsumenten zu den relevanten Informationen hinführen.“ Bill Kovach, http://www.krusenstern.ch/blogbuch/weblogs-veraendern-den-journalismus.html
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    Zitat Rupert MurdochRupert Murdoch , Speech to the American Society of Newspaper Editors 2005 … There’s a dramatic revolution taking place in the news business today …. The digital native doesn’t send a letter to the editor anymore. She goes online, and starts a blog. We need to be the destination for those bloggers. … At the same time, we may want to experiment with the concept of using bloggers to supplement our daily coverage of news on the net. ( http://www.newscorp.com/news/news_247.html ) ‏
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    Zitat Rupert MurdochR upert Murdoch , Speech to the American Society of Newspaper Editors,2005 … There’s a dramatic revolution taking place in the news business today … 44 percent use a portal at least once a day for news, just 19 percent use a printed newspaper … they want to be able to use the information in a larger community – to talk about, to debate, to question , and even to meet the people who think about the world in similar or different ways…. … . providing virtual communities for our readers to be linked to other sources of information, other opinions, other like-minded people. …. ( http://www.newscorp.com/news/news_247.html ) ‏ Murdoch hat unternehmerische Konsequenzen gezogen: 2005 übernahm sein Medienkonzern News Corp. das grösste social-network-portal „My Space„ (MySpace.com) mit 86 Mio Nutzern für einen unglaublich hohen USD
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    Mercedes Bunz, ChefredakteurinTagesspiegel.de Die Arbeit des Journalisten verschiebt sich. Anstelle ein Stück zu verfertigen, schiebt der Netzwerk-Journalist Debatten an und begleitet sie. Vom Produkt zum Prozess: Hier wird in Kollaboration mit dem Leser recherchiert, verbessert, diskutiert und Meinung gebildet. Und hier wird Journalismus auch kontrolliert und auf seine Qualität geprüft.
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    Weblogs von JournalistInnenhttp://medienspiegel.ch/ http://www.sixtus.net/ http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/ http://www.florianklenk.com/
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    Persönliche Links zumThema http://del.icio.us/davidro/participation http://del.icio.us/davidro/citizenjournalism http://del.icio.us/davidro/politik
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    Kontakt Mag. DavidRöthler A-5020 Salzburg, Austria Tel +43-662-650986 Mobile +43- 664 2139427 Skype: d.roethler [email_address] politik.netzkompetenz.at blog.netzkompetenz.at http://del.icio.us/davidro