Web 2.0 Einführung Politische Kommunikation 2.0 März 2009 Mag. David Röthler politik.netzkompetenz.at Stand:  08.06.09
 
 
 
 
 
 
Bertolt Brecht 1927/1932 ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks:  „Der Rundfunk ist aus einem  Distributionsapparat  in einen  Kommunikationsapparat  zu verwandeln.
Bertolt Brecht 1927/1932 „ Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer  nicht nur zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen. Der Hörfunk könnte den Austausch, Gespräche, Debatten und Dispute ermöglichen.“
Web 2.0 „ Sprechen machen“ „ in Beziehung setzen“
 
 
Ist die Utopie von Brecht Realität geworden?
Entstehungsgeschichte Web 2.0 60.000 Jahre  Menschen beginnen zu  sprechen 5.000 Jahre Schrift 600 Jahre Buchdruck 85 Jahre Radio 50 Jahre Fernsehen 25 Jahre Internet
Web 0.5 Zeit vor dem WWW: 1988-1993 E-Mail und Datenkommunikation
Web 1.0 Das Web 1.0 ist das Web von 1995  Statisches HTML, reine Einwegkommunikation, klassische Websites.
Web 1.5 Dotcom-Zeit: zwischen 1996 und 2001 Websites wurden dynamisch Ziel: Hits & Traffic  Interaktive Web-Sites: Shops, Communities, Foren. Meistens als Insellösungen Technologien teuer und kompliziert Personal Publishing nur eingeschränkt möglich
Web 2.0: Freiheit Weitreichende Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Daten
Web 2.0: Offenheit, Standards Open Source Offene Schnittstellen -> Mashups Aus der Kombination von verschiedenen Services entstehen völlig neue Nutzensaspekte RSS
Web 2.0: weitere Aspekte Browser-basiert  Verlagerung von Desktop-Funktionen ins Netz  Starke Interaktivität Usability Flache Navigation
 
Spiegel Special, Juli 2007
 
 
Background: Web 2.0
Web 2.0 Technische Aspekte Browserbasiert, Ajax, RSS … Soziale Aspekte (->  Social Software ) Kommunikation & Dialog statt Information Vernetzung Mehrwert entsteht durch die Partizipation der NutzerInnen -> User generated content
Web 2.0 Wikipedia Weblogs Youtube Flickr Xing, Facebook, StudiVZ, MySpace Twitter
Weblogs
Tagebuch
Flaschenpost
Gesprächsrunde
Vernetzung
Was sind Weblogs? Wort ist eine Mischung aus WEB und LOG Logbuch, Tagebuch  AutorIn: BloggerIn Gesamtheit der Weblogs: Blogosphäre chronologisch geordnete Sammlung von Beiträgen (Text, Bild, Audio, Video) Werden meist von Einzelpersonen erstellt
Technisch einfache Bedienung Weblogs entsprechen der ursprünglichen Intention des Internet: viele Menschen zu AkteurInnen zu machen. Keine besonderen technischen Kenntnisse notwendig Einfachere Bedienung als Content Mangement Systeme (CMS)
Interaktivität von Weblogs Hochgradige Vernetzung Diskussion kann auf einem Weblog begonnen und auf einem anderen fortgesetzt werden Kommentarfunktion
Ziele des Führens eines Weblogs Aufmerksamkeit  Reputation durch Authentizität Soziales Kapital durch Vernetzung
Effektivität Durch Vernetzung gute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen Erstaunlich rasche Reaktionen von anderen Denkbar einfache Möglichkeiten der Publikation z.B. auch über E-mail, Mobiltelefon…
Wie komme ich zu einem Weblog Einrichtung bei einem oft kostenlosen Weblog-Dienst: z.B. blogger.com, twoday.net Installation einer Weblog-Software auf dem eigenen Webspace oder Server: z.B. WordPress, Drupal
www.twoday.net
www.wordpress.com
Auf Server installieren
Wie wird das eigene Weblog bekannt? Word of Mouth, Vistenkarte Email-Signatur Links von anderen -> Google PageRank Social Bookmarks Kommentare bei anderen Weblogs Trackbacks RSS-Feed-Vertrieb (z.B. bei politikblogs.at, blogverzeichnis.krone.at, Facebook…) Twitter Youtube Relevante Inhalte: zielgruppengerecht, aktuell, einmalig
Erfolgsmessung Qualität: Kommentare Quantität Feedburner Google PageRank Technorati Authority Google Analytics
 
Suchmaschinen für Weblogs technorati.com blogsearch.google.com Themenbeobachtung http://blogmonitor.de
 
1999
www.cluetrain.de
 
 
 
RSS Bedeutung: R ich  S ite  S ummary R eally  S imple  S yndication „Syndication“ bedeutet in diesem Zusammenhang: Verkauf, Vertrieb, Übernahme von Content an/durch andere Medienanbieter Synonym: Newsfeed, RSS-Feed
 
 
 
Feedreader, Aggregatoren Online http://reader.google.com http://www.bloglines.com/ Offline http://www.awasu.com/ http://www.sharpreader.net/
 
 
Bedeutung des Web 2.0 für Medien
 
„ Citizen Journalism“ Synonyme:  Grassrouts Journalism partizipativer Journalismus BürgerInnenjournalismus „  […] Tätigkeit von BürgerInnen, eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens, sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einzunehmen.  Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen […] und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus
Gesellschaftspolitische Dimension Pressefreiheit ist nicht mehr auf diejenigen beschränkt, denen die Medien gehören -> „Citizen Journalism“ Ende des „Gatekeeper“-Zeitalters  Ist Bertold Brechts Vision der „Radiotheorie“ in Erfüllung gegangen?
 
Zeitungskrise
Web 2.0 und Politik
 
Partizipative Internetprojekte http://wien.gruene.at/radfalle
http://www.criticalmass.at/
http://www.meinparlament.at/
http://linz.mybikelane.com/
 
Web 2.0 & Bildung … es geht um die Web 2.0-Paradigmen, die nun auch immer öfter  offline  wirksam werden … mit Web 2.0-Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Dokumentation … oder zur Gänze online synchron asynchron
Online
Offline
 
 
 
 
BarCamp-Definition Wikipedia BarCamp is an international network of  user generated  conferences — open, participatory workshop-events, whose content is provided by participants
Was ist ein BarCamp? Seit 2005 in USA Seit 2006 in Österreich Voneinander lernen in einer offenen Umgebung Dauer 1-3 Tage
Regeln JedeR, der/die etwas beizutragen hat oder etwas lernen will, ist willkommen und herzlich eingeladen mitzumachen. Für den Fall, dass du mitmachst, stell dich darauf ein, dich mit anderen BarcamperInnen auszutauschen. Wenn du gehst, sei bereit, deine Erfahrungen mit dem Rest der Welt zu teilen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Warum erfolgreich? Bedürfnis der Community sich nicht nur on- sondern auch offline auszutauschen Hohe Eigenmotivation durch weitgehende Partizipationsmöglichkeiten und Selbstorganisation Keine Trennung von Vortragenden und Publikum
Derivate I PolitCamp AfrikaCamp CastleCamp DesignCamp EduCamp
Derivate II UnConference  www.civilmedia.eu Web-Montag www.webmontag.de EU-Dienstag www.eudienstag.eu Online-Frühstück www.projektkompetenz.eu/fruehstueck
 
 
Partizipative Meta-Veranstaltung www.veranstaltungsformate.at
Internet-Utopien die Utopie einer weltweiten Gemeinschaft durch das Internet ->Globales Dorf die Informationsgesellschaft wird irgendwann einmal alle Menschen gleicher und freier machen Neue Produktionsweisen jenseits des Kapitalismus
 
Hans Magnus Enzensberger „ Die neuen Medien sind ihrer Struktur nach egalitär. (Kursbuch 20/1970: 167)“ „  Die elektronische Technik kennt keinen prinzipiellen Gegensatz von Sender und Empfänger. Jedes Transistorradio ist, von seinem Bauprinzip her, zugleich ein potentieller Sender. (Kursburch 20/1970: 160)“ „ Repressiver Mediengebrauch“ „ zentral gesteuertes Programm mit einem Sender und vielen Empfängern“ Konsumenten passivisiert und entpolitisiert
„ emanzipatorischer Mediengebrauch“ Mediengeräte nicht reine Konsumtionsmittel „  Sie sind im Prinzip immer zugleich Produktionsmittel, und zwar, da sie sich in den Händen der Massen befinden, sozialisierte Produktionsmittel. (Kursbuch 20/1970: 168)“ „  Tonbandgeräte, Bild- und Schmalfilmkameras befinden sich heute schon in weitem Umfang im Besitz der Lohnabhängigen. Es ist zu fragen, warum diese Produktionsmittel nicht massenhaft [...] in allen gesellschaftlichen Konfliktsituationen auftauchen. (Kursbuch 20/1970: 170)“
„ Kalifornische Ideologie“ Mit viel Pathos verkündete John Perry Barlow 1996 die „Unabhängigkeit des Cyberspace“ (Barlow 1996) Kalifornische Ideologie glaubt, dass der technologische Fortschritt liberale Prinzipien unweigerlich zu einer gesellschaftlichen Tatsache machen werde.
Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace „ Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht“
Projekt Oekonux Eine wichtige Frage ist, ob die Prinzipien der Entwicklung Freier Software eine neue Ökonomie begründen können, die als Grundlage für eine neue Gesellschaft dienen könnte. http://www.oekonux.de/
Frei? Freie Medieninhalte  (Creative Commons) Freies Wissen (Wikipedia) Freie Software (Open Source) Freies Geld (Open Money) Freibier?
Wie verändert sich Gesellschaft? Politik Bildung Journalismus Hierarchien Transparenz Partizipation Kulturen der Kooperation
Dystopie George Orwell: „1984“ „ Der Große Bruder ist unfehlbar und allmächtig.  Jeder Erfolg, jede Leistung, jeder Sieg, jede wissenschaftliche Entdeckung, alles Wissen, alle Weisheit, alles Glück, alle Tugend werden unmittelbar seiner Führerschaft und Eingebung zugeschrieben. Niemand hat je den Großen Bruder gesehen. Er ist ein Gesicht an den Litfaßsäulen, eine Stimme am Televisor. (Orwell 1950, 190)“
 
50% der indischen Frauen sind Analphabetinnen
 
Realität Überwachung Digital Divide Medienkompetenz Kommunikationskulturen
Realität Macht bei Regierungen und Konzernen Aber Ambiguität Menschen sind in einer stärkeren Position als je zuvor
Utopie – Dystopie  Wir sind vernetzte, mobile und ständig in der realen Welt erreichbare und somit im wahrsten Sinne des Wortes utopische, an keinen Ort gebundene Existenzen.  Gewinn oder Verlust an Lebensqualität? Müssen wir tatsächlich permanent und scheinbar jenseits aller raum-zeitlichen Lokalität erreichbar sein? Privatheit <-> Öffentlichkeit
QR-Codes QR steht für Quick Response Enthalten meistens Web-Adressen oder RSS-Feed-Adressen http://reader.kaywa.com/
QR-Code im Weblog
 
 
 
 
 
QR-Code als Tattoo
 
www.herold.at
 
Zitat Hubert Burda „ Wir befinden uns in der größten Medienrevolution seit Gutenberg“ „ Wenn sich die Medien verändern, dann verändert sich die Gesellschaft fundamental“. Vortrag in Freiburg, 2007
Vernetzungstreffen  Web Montag
Online
Kontakt Mag. David Röthler,  http://davidroethler.mp/   mobil +43 664 2139427 skype d.roethler Online-Raum  http://proj.emea.acrobat.com/david/ Email  [email_address]   http://politik.netzkompetenz.at www.projektkompetenz.eu http://blog.eu.info.at http://twitter.com/davidroethler http://friendfeed.com/davidroethler www.xing.com/profile/David_Roethler http://de-de.facebook.com/people/David_Rothler/506043195

Politische Kommunikation 09

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    Web 2.0 EinführungPolitische Kommunikation 2.0 März 2009 Mag. David Röthler politik.netzkompetenz.at Stand: 08.06.09
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    Bertolt Brecht 1927/1932ein Vorschlag zur Umfunktionierung des Rundfunks: „Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln.
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    Bertolt Brecht 1927/1932„ Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur zu hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn auch in Beziehung zu setzen. Der Hörfunk könnte den Austausch, Gespräche, Debatten und Dispute ermöglichen.“
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    Web 2.0 „Sprechen machen“ „ in Beziehung setzen“
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    Ist die Utopievon Brecht Realität geworden?
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    Entstehungsgeschichte Web 2.060.000 Jahre Menschen beginnen zu sprechen 5.000 Jahre Schrift 600 Jahre Buchdruck 85 Jahre Radio 50 Jahre Fernsehen 25 Jahre Internet
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    Web 0.5 Zeitvor dem WWW: 1988-1993 E-Mail und Datenkommunikation
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    Web 1.0 DasWeb 1.0 ist das Web von 1995 Statisches HTML, reine Einwegkommunikation, klassische Websites.
  • 17.
    Web 1.5 Dotcom-Zeit:zwischen 1996 und 2001 Websites wurden dynamisch Ziel: Hits & Traffic Interaktive Web-Sites: Shops, Communities, Foren. Meistens als Insellösungen Technologien teuer und kompliziert Personal Publishing nur eingeschränkt möglich
  • 18.
    Web 2.0: FreiheitWeitreichende Möglichkeiten der Veröffentlichung eigener Daten
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    Web 2.0: Offenheit,Standards Open Source Offene Schnittstellen -> Mashups Aus der Kombination von verschiedenen Services entstehen völlig neue Nutzensaspekte RSS
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    Web 2.0: weitereAspekte Browser-basiert Verlagerung von Desktop-Funktionen ins Netz Starke Interaktivität Usability Flache Navigation
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    Web 2.0 TechnischeAspekte Browserbasiert, Ajax, RSS … Soziale Aspekte (-> Social Software ) Kommunikation & Dialog statt Information Vernetzung Mehrwert entsteht durch die Partizipation der NutzerInnen -> User generated content
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    Web 2.0 WikipediaWeblogs Youtube Flickr Xing, Facebook, StudiVZ, MySpace Twitter
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    Was sind Weblogs?Wort ist eine Mischung aus WEB und LOG Logbuch, Tagebuch AutorIn: BloggerIn Gesamtheit der Weblogs: Blogosphäre chronologisch geordnete Sammlung von Beiträgen (Text, Bild, Audio, Video) Werden meist von Einzelpersonen erstellt
  • 34.
    Technisch einfache BedienungWeblogs entsprechen der ursprünglichen Intention des Internet: viele Menschen zu AkteurInnen zu machen. Keine besonderen technischen Kenntnisse notwendig Einfachere Bedienung als Content Mangement Systeme (CMS)
  • 35.
    Interaktivität von WeblogsHochgradige Vernetzung Diskussion kann auf einem Weblog begonnen und auf einem anderen fortgesetzt werden Kommentarfunktion
  • 36.
    Ziele des Führenseines Weblogs Aufmerksamkeit Reputation durch Authentizität Soziales Kapital durch Vernetzung
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    Effektivität Durch Vernetzunggute Auffindbarkeit durch Suchmaschinen Erstaunlich rasche Reaktionen von anderen Denkbar einfache Möglichkeiten der Publikation z.B. auch über E-mail, Mobiltelefon…
  • 38.
    Wie komme ichzu einem Weblog Einrichtung bei einem oft kostenlosen Weblog-Dienst: z.B. blogger.com, twoday.net Installation einer Weblog-Software auf dem eigenen Webspace oder Server: z.B. WordPress, Drupal
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  • 41.
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    Wie wird daseigene Weblog bekannt? Word of Mouth, Vistenkarte Email-Signatur Links von anderen -> Google PageRank Social Bookmarks Kommentare bei anderen Weblogs Trackbacks RSS-Feed-Vertrieb (z.B. bei politikblogs.at, blogverzeichnis.krone.at, Facebook…) Twitter Youtube Relevante Inhalte: zielgruppengerecht, aktuell, einmalig
  • 43.
    Erfolgsmessung Qualität: KommentareQuantität Feedburner Google PageRank Technorati Authority Google Analytics
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    Suchmaschinen für Weblogstechnorati.com blogsearch.google.com Themenbeobachtung http://blogmonitor.de
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    RSS Bedeutung: Rich S ite S ummary R eally S imple S yndication „Syndication“ bedeutet in diesem Zusammenhang: Verkauf, Vertrieb, Übernahme von Content an/durch andere Medienanbieter Synonym: Newsfeed, RSS-Feed
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    Feedreader, Aggregatoren Onlinehttp://reader.google.com http://www.bloglines.com/ Offline http://www.awasu.com/ http://www.sharpreader.net/
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    Bedeutung des Web2.0 für Medien
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  • 61.
    „ Citizen Journalism“Synonyme: Grassrouts Journalism partizipativer Journalismus BürgerInnenjournalismus „ […] Tätigkeit von BürgerInnen, eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens, sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einzunehmen. Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen […] und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzel-Journalismus
  • 62.
    Gesellschaftspolitische Dimension Pressefreiheitist nicht mehr auf diejenigen beschränkt, denen die Medien gehören -> „Citizen Journalism“ Ende des „Gatekeeper“-Zeitalters Ist Bertold Brechts Vision der „Radiotheorie“ in Erfüllung gegangen?
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    Web 2.0 &Bildung … es geht um die Web 2.0-Paradigmen, die nun auch immer öfter offline wirksam werden … mit Web 2.0-Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Dokumentation … oder zur Gänze online synchron asynchron
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    BarCamp-Definition Wikipedia BarCampis an international network of user generated conferences — open, participatory workshop-events, whose content is provided by participants
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    Was ist einBarCamp? Seit 2005 in USA Seit 2006 in Österreich Voneinander lernen in einer offenen Umgebung Dauer 1-3 Tage
  • 81.
    Regeln JedeR, der/dieetwas beizutragen hat oder etwas lernen will, ist willkommen und herzlich eingeladen mitzumachen. Für den Fall, dass du mitmachst, stell dich darauf ein, dich mit anderen BarcamperInnen auszutauschen. Wenn du gehst, sei bereit, deine Erfahrungen mit dem Rest der Welt zu teilen.
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    Warum erfolgreich? Bedürfnisder Community sich nicht nur on- sondern auch offline auszutauschen Hohe Eigenmotivation durch weitgehende Partizipationsmöglichkeiten und Selbstorganisation Keine Trennung von Vortragenden und Publikum
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    Derivate I PolitCampAfrikaCamp CastleCamp DesignCamp EduCamp
  • 98.
    Derivate II UnConference www.civilmedia.eu Web-Montag www.webmontag.de EU-Dienstag www.eudienstag.eu Online-Frühstück www.projektkompetenz.eu/fruehstueck
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    Internet-Utopien die Utopieeiner weltweiten Gemeinschaft durch das Internet ->Globales Dorf die Informationsgesellschaft wird irgendwann einmal alle Menschen gleicher und freier machen Neue Produktionsweisen jenseits des Kapitalismus
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    Hans Magnus Enzensberger„ Die neuen Medien sind ihrer Struktur nach egalitär. (Kursbuch 20/1970: 167)“ „ Die elektronische Technik kennt keinen prinzipiellen Gegensatz von Sender und Empfänger. Jedes Transistorradio ist, von seinem Bauprinzip her, zugleich ein potentieller Sender. (Kursburch 20/1970: 160)“ „ Repressiver Mediengebrauch“ „ zentral gesteuertes Programm mit einem Sender und vielen Empfängern“ Konsumenten passivisiert und entpolitisiert
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    „ emanzipatorischer Mediengebrauch“Mediengeräte nicht reine Konsumtionsmittel „ Sie sind im Prinzip immer zugleich Produktionsmittel, und zwar, da sie sich in den Händen der Massen befinden, sozialisierte Produktionsmittel. (Kursbuch 20/1970: 168)“ „ Tonbandgeräte, Bild- und Schmalfilmkameras befinden sich heute schon in weitem Umfang im Besitz der Lohnabhängigen. Es ist zu fragen, warum diese Produktionsmittel nicht massenhaft [...] in allen gesellschaftlichen Konfliktsituationen auftauchen. (Kursbuch 20/1970: 170)“
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    „ Kalifornische Ideologie“Mit viel Pathos verkündete John Perry Barlow 1996 die „Unabhängigkeit des Cyberspace“ (Barlow 1996) Kalifornische Ideologie glaubt, dass der technologische Fortschritt liberale Prinzipien unweigerlich zu einer gesellschaftlichen Tatsache machen werde.
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    Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace„ Regierungen der industriellen Welt, Ihr müden Giganten aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, der neuen Heimat des Geistes. Im Namen der Zukunft bitte ich Euch, Vertreter einer vergangenen Zeit: Laßt uns in Ruhe! Ihr seid bei uns nicht willkommen. Wo wir uns versammeln, besitzt Ihr keine Macht“
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    Projekt Oekonux Einewichtige Frage ist, ob die Prinzipien der Entwicklung Freier Software eine neue Ökonomie begründen können, die als Grundlage für eine neue Gesellschaft dienen könnte. http://www.oekonux.de/
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    Frei? Freie Medieninhalte (Creative Commons) Freies Wissen (Wikipedia) Freie Software (Open Source) Freies Geld (Open Money) Freibier?
  • 110.
    Wie verändert sichGesellschaft? Politik Bildung Journalismus Hierarchien Transparenz Partizipation Kulturen der Kooperation
  • 111.
    Dystopie George Orwell:„1984“ „ Der Große Bruder ist unfehlbar und allmächtig. Jeder Erfolg, jede Leistung, jeder Sieg, jede wissenschaftliche Entdeckung, alles Wissen, alle Weisheit, alles Glück, alle Tugend werden unmittelbar seiner Führerschaft und Eingebung zugeschrieben. Niemand hat je den Großen Bruder gesehen. Er ist ein Gesicht an den Litfaßsäulen, eine Stimme am Televisor. (Orwell 1950, 190)“
  • 112.
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    50% der indischenFrauen sind Analphabetinnen
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    Realität Überwachung DigitalDivide Medienkompetenz Kommunikationskulturen
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    Realität Macht beiRegierungen und Konzernen Aber Ambiguität Menschen sind in einer stärkeren Position als je zuvor
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    Utopie – Dystopie Wir sind vernetzte, mobile und ständig in der realen Welt erreichbare und somit im wahrsten Sinne des Wortes utopische, an keinen Ort gebundene Existenzen.  Gewinn oder Verlust an Lebensqualität? Müssen wir tatsächlich permanent und scheinbar jenseits aller raum-zeitlichen Lokalität erreichbar sein? Privatheit <-> Öffentlichkeit
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    QR-Codes QR stehtfür Quick Response Enthalten meistens Web-Adressen oder RSS-Feed-Adressen http://reader.kaywa.com/
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    Zitat Hubert Burda„ Wir befinden uns in der größten Medienrevolution seit Gutenberg“ „ Wenn sich die Medien verändern, dann verändert sich die Gesellschaft fundamental“. Vortrag in Freiburg, 2007
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    Kontakt Mag. DavidRöthler, http://davidroethler.mp/ mobil +43 664 2139427 skype d.roethler Online-Raum http://proj.emea.acrobat.com/david/ Email [email_address]   http://politik.netzkompetenz.at www.projektkompetenz.eu http://blog.eu.info.at http://twitter.com/davidroethler http://friendfeed.com/davidroethler www.xing.com/profile/David_Roethler http://de-de.facebook.com/people/David_Rothler/506043195