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Lernen zwischen Bildungsinstitution und Twitterwolke Lernen im Web 2.0 und im Betrieb Forum der FHS St. Gallen 2009 Rorschach, 18. November 2009 Dr. Martina Göhring
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Empfehlungen zur Nutzung von Twitter im #fhs09 ,[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object]
Übersicht des Vortrags ,[object Object],[object Object]
http://www.flickr.com/photos/pedi68/3574007614/
The World is Flat (Highlights) ,[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],http://www.thomaslfriedman.com/about-the-author
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Wie können moderne Qualifizierungs-maßnahmen aussehen? http://www.flickr.com/photos/70874608@N00/2584636703/
E-Learning 1.0 Quelle: US Airforce (2002) http://www.mobilearn.at/ergebnisse/workp2/standards/ADL%20SCORM%20v1.1.pdf
„ Die Inhalte verändern sich“ (Quelle: T-Systems MMS)
„ Die Methoden verändern sich“ http://www.flickr.com/photos/5tein/2347819459/
„ Die Lernenden verändern sich“ http://www.flickr.com/photos/laughingsquid/111030566
http://www.flickr.com/photos/soozwhite/80634154/
http://wwweblernen.de/ http://wwweblern.pbworks.com/
Praxisbeispiel Literaturverzeichnis 2.0 http://bit.ly/2AXrpg http://delicious.com/praxisleitfaden_e20
Praxisbeispiel Open Company Synaxon AG Mitarbeiter informieren sich gegenseitig durch Bookmarksharing Navigationsraum wird durch eine Wortwolke definiert Gemeinsame Erarbei-tung von Texten und Wissensdokumentation RSS-Feeds ermöglichen eine persönlich gesteuerte Informations-versorgung  Expertisenerkennung durch semantische Verfahren wie Tagging Aktuelle Top-Informationen durch kooperative Annotierung  Schnelle Mitarbeiterinformation durch Audio- und Video-Podcasts Das Unternehmen in seinen digitalen Kanälen (Corporate Weblogs)  Abbildung ist nicht real. Infos zu Synaxon: http://www.synaxon.de/index.php?id=74,68,0,0,1,0
http://www.flickr.com/photos/linnybinnypix/1189018851/ Aus- und Weiterbildung der Zukunft – Lernen im Web 2.0
Verwendete Quellen ,[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object]
Kontaktdaten ,[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object],[object Object]

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Hinweis der Redaktion

  1. FHS-Forum: 120-150 Teilnehmer @fhs_forum: 30 Follower = 25% (guter Start) Fragen in einer Veranstaltungen sind von geringer Reichweite und auch flüchtig, die Antworten natürlich auch. Twitter als FAQ Medium erhöht die Reichweite. Wiedergabe der Inhalte: um anderen, Nichtteilnehmenden, kurz zu berichten, was auf der Veranstaltung gerade läuft Lessons Learned: Botschaften in eigenen Worten; so habe ich es verstanden, wenn falsch, dann korrigiert mich.
  2. Globale Kommunikation Was macht die Welt flach? Nie zuvor haben wir in Echtzeit erfahren, was jemand am anderen Ende der Welt aktuell macht. Jetzt können wir daran teilnehmen. Es ist wie ein globaler Marktplatz oder ein weltweites Großraum-büro. Man kann sich dort aufhalten und mitzwitschern, man muss es aber nicht.
  3. Die Internet Map zeigt die Vernetzung der europäischen Städte bedingt durch Austausch von Wissen und Informationsflüssen. Was macht die Welt flach? Arbeitsprozesse rund um die Uhr: In Asien fangen Ingenieure morgens um 8:00 Uhr an zu arbeiten, übergeben dann um 16:00 Uhr an die Kollegen in Europa, die dann gerade angefangen haben zu arbeiten und weitere 8 Stunden später wird an die Kollegen in den USA übergeben. Ein 3-Schichtbetrieb ohne Nachtarbeit, nicht in der Produktion sondern in wissensintensiven Bereichen. Im gemeinsamen Zeitfenster wird zusätzlich kollaborativ an den Projekten gearbeitet. Früher musste man zur Kollaboration Distanzen überwinden und reisen. Wir hatten kein Wiki zur Projektdoku, kein Skype zum Chatten, Telefonieren und Dokumente teilen übers Internet und kein Google Wave zur gemeinsamen Erstellung von Inhalten. Es ist heute fast egal, wo der Experte sitzt (in welcher Stadt, in welchem Land, auf welchem Kontinent). Virtuelle Teams bestimmen das Geschäft. Nicht nur in großen Unternehmen sondern auch im Mittelstand.
  4. Beziehungen aufbauen und Kontakte herstellen. Was macht die Welt flach? Wie war das früher? In der Firmenadressdatei wurde man nicht fündig. Dann sind wir zum Chef gelaufen und haben ihn gefragt, ob er jemanden aus dem Unternehmen kennt. Wenn nicht, kannte er vielleicht jemanden, der jemanden kennt. Sicher war das aber nicht. Man musste sich mühsam durchfragen, von Kontakt zu Kontakt hangeln. Heute hat man mit einem einzigen Klick mehrere Wege zum gesuchten Kontakt. Nicht nur das, man erhält wichtige Informati-onen zum Profil und kann sofort direkt mit dieser Person die Verbindung aufnehmen.
  5. Wissensgenerierung und –konstruktion in Barcamp und Open Space. Was macht die Welt flach? Hier entsteht Wissenserwerb und Lernen in dreifacher Hinsicht. Wissen wird referiert (ganz klassisch), gleichzeitig gemeinsam in der lokalen Gruppe diskutiert und ergänzt und gleichzeitig werden Teilnehmern von außen eingebunden, die Fragen, Meinungen und Beiträge in das Forum hinein geben. Neues Veranstaltungs-Phänomen, die Barcamps oder Open Space kommen erstaunlich gut an. Sie finden an Wochenenden statt und sind trotzdem überfüllt wie aktuell die Hörsäle der Unis. Alle gehen freiwillig hin und wegen Überfüllung protestiert auch keiner.
  6. Globale Community, die gemeinsame Interessen verfolgt, aber deren Akteure lokal agieren und verändern wollen. Wie wird die Welt flach? Die Piratenpartei ist weltweit vernetzt und unterscheidet sich dadurch maßgeblich von traditionellen Parteien. Die Unterstützung durch die globale Community übers Internet erleichtert die Mobilisierung von Themen und Aktionen.
  7. Neues Geschäftsmodell im E-Business, auf dem vernetzten Markt. Was macht die Welt flach? Das Pareto Prinzip: 20% der Produkte im Vertrieb sind Hits, Bestseller und damit verkäuflich und 80% sind Flops, Ladenhüter (Long Tail) und damit eher unverkäuflich. MIT Professoren haben nachgewiesen, dass dieses Prinzip nicht mehr für digitale Produkte, aber auch nicht mehr für Internetgeschäfte (E-Business) gilt. Durch Nutzerempfehlungen, virales Marketing, Communities, Bewertungsportale, Word-of-Mouth werden zunehmend auch Produkte auf den hinteren Plätzen nachgefragt und tauchen auf den vordersten Plätzen wieder auf.
  8. Wie muss moderne Qualifizierung aussehen, wenn Talente weltweit rekrutierbar sind, wenn weltweite Vernetzung von Menschen und Geschäften Normalität ist und wenn Marketing, Vertrieb und Produktentwicklung nicht mehr jahrzehntelang gültigen betriebswirtschaftlichen Mustern folgen? Wie werden wir dann ausgebildet? Wie bilden wir uns weiter? Wie schaffen wir die ständige Aufholjagd einer lebenslangen Anpassung?
  9. E-Learning 1.0 Lernen nach dem SCORM Referenzmodell der Advanced Distribu-ted Learning (ADL)- Initiative des Department of Defense (DoD) in 1997 bedeutet die Entwicklung von wieder verwendbaren und verteilten Lernobjekten, die von einem Server in Echtzeit und den Bedürfnissen des Lernenden entsprechend zusammengebaut und an diesen gesendet werden können. SCORM stellt dabei einen wichtigen ersten Schritt dar, um Lerninhalte von proprietären Lösungen zu entkoppeln. Heute noch basieren (nahezu) alle Learning Management Systeme und Methoden nach diesem Prinzip. Ein Prinzip, das den Anforde-rungen einer flachen, vernetzten, kollaborativen, demokratischen Arbeitswelt kaum gerecht werden kann. Wir benötigen neue Formen des Lernens und der Wissens-generierung.
  10. Neue Formen des Lernens und der Wissensgenerierung. Nutzer in die Inhaltegenerierung einbeziehen. Nutzer bewerten Inhalte. Nutzer empfehlen Inhalte. Nutzer ergänzen Inhalte. Lern- und Wissensprozesse sind ohne User Generated Content nicht mehr denkbar.
  11. 2) Neue Formen des Lernens und der Wissensgenerierung. Nicht Abschreiben  sondern Teilen von Wissen. Nutzer verwen-den Inhalte anderer, verändern diese, verwerten diese, binden sie in eigene Inhalte ein und schaffen dadurch Mehrwerte. Moderne Methoden müssen dieses Knowledge Sharing unterstützen.
  12. 3) Neue Formen des Lernens und der Wissensgenerierung. Lernen durch Lehren (LDL). Ein neues Konzept der Web 2.0 Generation, aber übertragbar auf viele Lerninhalte. Lernende werden zu Lehrenden und umgekehrt.
  13. 4) Neue Formen des Lernens und der Wissensgenerierung. Edupunks sind sehr Internet affin und Technik-versiert. Edupunks sind neue Lerner, die es vorziehen, selbst zu lernen. Sie nutzen Web 2.0 und Open Source, um sich ihre eigenen Lernwelten zusammenzustellen. Sie meiden/verweigern alles Kommerzielle wie MS-Powerpoint oder Blackboard-LMS. Die Bewegung trägt Früchte und schlägt durch auf Institutionen wie Open Universities, Open Schools, Open Educational Resources. Man kann es auch als eine Open Education Bewegung bezeichnen. Eine eigene Lernumgebung bauen, kann nicht jeder. Aber die Prinzipien der Open Education können in neue Methoden der Wissenskonstruktion einfließen.
  14. 5) Neue Formen des Lernens und der Wissensgenerierung. Selbstorganisierende Lerngruppen. Beispiele in Deutschland sind: Die Bildung hacken: http://wwweblern.pbworks.com/ Getting Learning Done Projekt: http://gettinglearningdone.wikispaces.com/ Anonyme Nichtlernende: http://anonymenichtlernende.org/ Konzept in Anlehnung an die anonymen Alkoholiker World of Learncraft in Anlehnung an die Spielewelt: spielend lernen, Lernererlebnisse entstehen. Am Ende nimmt man ein selbsterarbei-tetes und greifbares Stück Wissen mit. Methodisch-technisch werden neuartige Lernumgebungen erforderlich: Learner Experience Design. Die Rolle der Bildungsinstitution ist die eines Katalysators, die Strukturen herstellen, die Menschen mit gemeinsamen Interessen und Problem-stellungen verbinden. So entstehen dann dynamische Lernumgebungen.
  15. Weitere Infos: http://www.besser20.de/von-u-booten-robustheit-und-enthusiastischen-projektteams-interview-mit-dr-frank-schonefeld-uber-sein-buch-praxisleitfaden-enterprise2-0-teil-1/478/ Ein Buch wird geschrieben, gedruckt und verkauft. Ganz klassisch. Literatur entsteht im Prozess der Recherche. Die Literaturliste wird auf einer Social Bookmarking Plattform geteilt mit anderen. Dadurch entsteht ein Mehrwert gegenüber der Liste im Buch: Links führen zu weiterführenden Inhalten. Durch die Verschlagwortung (Tags) findet man sofort, wo die Literaturstelle im Buch verwendet wurde. Die Zahl gibt an, wieviele Menschen gebookmarkt haben und zeigt die Relevanz einer Quelle (Expertenfilter). Gleichzeitig verbergen sich dahinter Gleichgesinnte bzw. Menschen mit ähnlichen Interessen, und damit Möglich-keiten, weitere gute Quellen und Experten zu finden.
  16. Die Synaxon AG (vormals PC-SPEZIALIST Franchise AG) ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Bielefeld. Das Unternehmen beschäftigt 118 Mitarbeiter und erzielte 2007 einen Konzernum-satz von 16,553 Millionen Euro. Das Unternehmen hat etwa 2.740 selbstständige Partner, die einen Außenumsatz von rund 3 Milliarden Euro erzielten. Es gilt als die größte IT-Verbundgruppe Europas. Open Company bedeutet: einerseits offene Kommunikation, ohne Betriebsgeheimnisse, Teilen von Wissen und gemeinsam generieren. andererseits aber auch die Nutzung von Managementmethoden nach Six Sigma zur Optimierung von Prozessen und Verbesserung von Qualität. Top Down Managementansätze und demokratische Bottom Up Methoden funktionieren Hand-in-Hand.
  17. Im Vordergrund stehen zunächst nicht die Technologien, sondern wir müssen Inhalte, Methoden, Lernformen, Konzepte und Unternehmensmodelle nach den Prinzipien und Ansätzen des Web 2.0 neu gestalten. Die operative Realisierung und Umsetzung in Lern- und Wissens-prozesse sind aber ohne Web 2.0 Technologien undenkbar. Ohne den Einsatz von Web 2.0 ist Aus- und Weiterbildung der Zukunft kaum veränderbar. Diese Chance, die wir mit den Web 2.0 Methoden und Technologien haben, sollten wir – müssen wir unbedingt nutzen.