DANKE, JETZT BIN ICH 
ECHT GUT INFORMIERT! 
werkzeuge der internen kommunikation 
· werkzeuge der internen kommunikation 
03 
fokus 
interne 
kommunikation 
september 2014 
september 2014
03 
september 2014 
werkzeuge der 
internen kommunikation 
Mehr Kanäle und mehr Content: Der Internen Kommunikation steht inzwischen ein 
umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung. Die Werkzeuge sind also alle 
vorhanden, doch wie sendet man die wichtigen Signale im medialen Rauschen? Eine kluge 
Kombination und ein richtig orchestrierter Einsatz sind die Lösung. Die dritte Ausgabe 
BEYOND widmet sich den klassischen und neuen Werkzeugen der internen Kommunikation 
und nimmt neue Möglichkeiten des Medienmixes in den Blick. Denken Sie mal über neue 
Wege in der internen Kommunikation nach! 
Welchem Wandel die interne Kommunikation unterliegt und 
welche Instrumente diesem entsprechen, zeigt FELIX ZURBRÜGGEN . 
Über Praxiserfahrungen tauschen sich Matthias Goldbeck (Commerzbank), 
Dr. Eric Marzo-Wilhelm (ThyssenKrupp) und Dr. Marie-Ann Maushart (IBM Deutschland) 
in der GESPRÄCHSRUNDE aus . 
Frank Sanders von Kuhn, Kammann & Kuhn widmet sich der Frage nach dem STELLENWERT 
DER MITARBEITERZEITUNG ZWISCHEN INTRANET UND SOCIAL NETWORK . 
Den Fokus auf einzelne KOMMUNIKATIONSINSTRUMENTE legen wir im Interview 
mit Kirsten Keck zum neuen adidas-Intranet , im Beitrag über die VERZAHNUNG VON PRINT 
UND ONLINE bei der Georg Fischer AG und im Interview mit Frank Roth zur 
PERSÖNLICHEN KOMMUNIKATION bei ERGO . Die Sonderbeilage „Fokus IK“ vertieft das 
Thema mit Fachbeiträgen.
IMMER IM HEFT ... 
36 40 44 
25 drei fragen an … LUTZ HIRSCH ZUM THEMA SOCIAL INTRANET 
34 benchmark: dlr WISSENSCHAFTSKOMMUNIKATION MEETS ENTERTAINMENT 
36 benchmark: infineon technologies ECHTZEITDIALOG ZWISCHEN TOPMANAGEMENT UND MITARBEITERN 
38 tipps für eine erfolgreiche woche DIE GLORREICHEN SIEBEN 
39 am puls der zeit KURZUMFRAGE: INSTRUMENTE DER INTERNEN KOMMUNIKATION 
40 auf augenhöhe ELISABETH SCHICK, Leiterin Unternehmenskommunikation, BASF SE 
43 buzzwords INSTRUMENTE DER INTERNEN KOMMUNIKATION 
44 über den tellerrand NICHTS MUSS, ALLES KANN 
Peter Schlickenrieder, Skilangläufer, Abenteurer und erfolgreicher Unternehmer 
47 fit für den berufsalltag FITNESSTIPPS VON PETER SCHLICKENRIEDER 
48 digitalisierung ... 
... IST DIE ZUKUNFT DER INTERNEN KOMMUNIKATION 
... IST KEINE AUSREICHENDE STRATEGIE DER INTERNEN KOMMUNIKATION 
Pro und Contra von Richard Weinmann und Santo Pane 
50 so geht das! INSTRUMENTENINVENTUR
FLURFUNK 
Es ist kein gutes Zeichen, wenn auf den Fluren eines Unternehmens nur das Rattern 
des Kaffeeautomaten zu hören ist. Gespräche und Getuschel sind Zeichen einer lebendigen 
Unternehmenskultur. Sie benötigen entsprechenden Raum.
kampf der grabesstille 
Zwischen Kaffeeautomat und Großraumbüro fing 
es an: das Getuschel. Ein paar Stunden später 
bestätigte eine Zeitungsmeldung das Gerücht des 
Flurfunks, dass alle Zeitarbeitskräfte entlassen 
werden. Die Teamleiter reagierten erst zwei Tage 
später. Sie riefen die Betroffenen zusammen und 
erzählten, was alle schon wussten. Niemand war 
geschockt. Aber jeder war verbittert, weil sich das 
Misstrauen gegenüber der Geschäftsleitung als 
begründet erwiesen hatte. Und nicht nur die Ent-lassenen 
hatten längst den letzten Rest Vertrauen 
verloren. 
von FELIX ZURBRÜGGEN 
Dieser Vorfall aus dem letzten Jahr zeigt beispielhaft, was passiert, wenn ein Unternehmen die 
Kommunikationshoheit über interne Vorgänge an externe Medien verliert. Wenn es das Heft des 
Handelns aus der Hand gibt und Vertrauen fahrlässig verspielt. Konkret: Wenn es dort versagt, wo 
es darum geht, Kommunikation als Gestaltungsinstrument zu nutzen, um für Verständnis zu 
werben und die Einsicht in die Notwendigkeit unternehmerischen Handelns zu fördern. Natürlich 
sind die damit verbundenen Anforderungen hoch. Und je schneller sich der 24-Stunden-always-on- 
Medienkosmos um die Sonne Aufmerksamkeit dreht, desto schwerer ist diese Aufgabe. Aber 
sie ist lösbar, wenn man sie ernsthaft annimmt. 
kampf der grabesstille 
Dazu gehört, die Mitarbeiter ins Boot zu holen, sonst bewegt sich nichts. Es reicht nicht mehr, 
Kursänderungen zu brüllen und darauf zu hoffen, dass alle an einem Strang ziehen. Die Mitarbei-ter 
müssen das Ziel kennen und verstehen, was sich die Führung von der Reise erhofft. Navigati-onsinstrumente, 
die eine offene und diskussionsfreudige Unternehmenskultur fördern, gibt es 
genug. Aber einige davon ziehen die begrenzten Sonnenstrahlen der Aufmerksamkeit in besagtem 
Medienkosmos besser auf sich als andere.
Das eingangs erwähnte Getuschel – der Funk 
auf dem Flur – ist Kommunikation, die von der Chef-etage 
nicht zu kontrollieren ist. Das braucht es auch gar 
nicht: Unliebsam wird Flurfunk nämlich erst, wenn 
anfängliche Lästermäuler zum Mobbing übergehen. 
Oder eben wenn Führungskräfte gravierende Verände-rungen 
nicht richtig kommunizieren. Dann öffnen sich 
alle Türen für Halbwahrheiten oder Gerüchte, die bes-ser 
nicht nach draußen gelangen. Abseits aller Unwäg-barkeiten 
ist Flurfunk im Arbeitsalltag förderlich. Nur 
in Unternehmen, die sich weder vor- noch rückwärts 
bewegen, herrscht zwischen Kaffeeautomat und Groß-raumbüro 
Grabesstille. 
Deshalb: Gespräche, Ideen, Gerüchte oder Är-ger 
brauchen Raum. In Sitzecken, am Tischkicker oder 
an Kaffee-Bars findet Rückmeldung statt – jeden Tag. 
Es sind Orte, an denen das Management erfährt, welche 
Themen die Mitarbeiter bewegen. Von einem solchen 
Ort des Feedbacks können kommerzielle Medien nur 
träumen, zum Beispiel eine Onlinenachrichtenseite: 
Nur zu gern hätten deren Chefredakteure neben ihrem 
Newsroom ein Café, in dem alle Leser täglich bespre-chen, 
welche Nachrichten sie interessieren. 
eine verständnis-mauer 
bekommt risse 
Wie lassen sich nun aber Elemente des Flurfunks doch 
kanalisieren? Das Many-to-one-Konzept findet nicht 
auf dem Flur oder am Kicker statt, sondern im Intranet. 
Das System ist simpel: Mitarbeiter diskutieren auf ent-sprechenden 
Plattformen über Themen, geben der Ge-schäftsleitung 
Feedback und stellen ihr Fragen. Die 
Kollegen geben wichtigen oder interessanten Fragen 
einen „Daumen hoch“, überflüssige Fragen bleiben ohne 
Resonanz. Wie bei einer Suchmaschine bündelt ein Al-gorithmus 
die Fragen und sortiert sie nach Relevanz. 
Am Ende der Woche oder des Monats hat der Vorstand 
die drängendsten Themen auf einen Blick vorliegen und 
kann sie beantworten. Nimmt er das Frage-Antwort- 
Prinzip ernst und macht kontinuierlich mit, stärkt er 
das Vertrauen seiner Mitarbeiter in dieses Instrument. 
Er bringt außerdem zwei verschiedene Interessensge-biete 
unter einen Hut: Sorgen und Fragen der Mitar-beiter 
unterer Ebenen betreffen meist das operative 
Geschäft. Den Vorstand beschäftigen dagegen eher 
strategische Überlegungen. Und weil die sonst so stille 
Mehrheit auf diesem Weg schnell ihre Scheu verliert, 
kommen hier beide Parteien zu Wort. Da bekommt die 
vormals solide Verständnis-Mauer zwischen Chefsessel 
und Großraumbüro auf einmal große Risse. Und das 
ist gut so. 
Und was bringt das der Internen Kommunika-tion? 
Flurfunk und Many-to-one sind hervorragende 
MANY-TO-ONE 
„Offenes Gedränge“: 
Kommunikation verläuft 
nicht mehr geordnet von 
oben nach unten, sondern 
kreuz und quer. Feedback 
macht keinen Halt vor der 
Chefetage. Gatekeeper- 
Rollen entfallen: Auf dem 
Spielfeld der Kommunikation 
zählt jetzt jede Meinung. 
ENTERPRISE 2.0 
steckt noch in den Kinder-schuhen. 
Klar gibt es das 
richtige Instrument, Social- 
Media-Einsatz bei der Arbeit 
ist aber keine Frage der 
Technik. Sondern der Unter-nehmenskultur, 
der Ein-bindung 
der Mitarbeiter und 
der Akzeptanz. 
Möglichkeiten, Mitarbeitermeinungen einzuholen. Ge-haltvolles 
Feedback auch aus den stilleren Ecken des 
Unternehmens hilft, Themen aufzugreifen, die auch 
wirklich Thema sind. Mitarbeiter, die mitgestalten, sind 
gut für die Unternehmenskultur und -stimmung. 
starre strukturen 
sind neunziger 
In der Arbeitswelt kommunizieren die meisten nach wie 
vor mit den Klassikern Intranet, E-Mail oder Mitarbei-terzeitung. 
Fällt aber dann zum Feierabend der Stift, 
wird auf einmal getwittert, mit der Familie gechattet 
und Facebook gecheckt. So ist das immer noch in 
Deutschland, Enterprise 2.0 mit allen Auswirkungen 
auf die Kommunikation in der Organisation steckt hier 
nach wie vor in den Kinderschuhen. Die tapsigen 
Schritte werden zwar häufiger, von Laufen kann aber 
noch keine Rede sein. Klar, die Integration von Social- 
Media-Elementen in den Arbeitsalltag ist ein allgegen-wärtiges 
Trendthema in Blogs und Vorträgen, die sich 
mit interner Kommunikation beschäftigen. Die Zahlen 
und Studien der Unternehmensberater, die dazu kur-sieren, 
erfreuen im Unternehmen aber primär Manage-ment 
und Buchhaltung. 
Das interessante Argument für Kommunikati-onsleute 
ist doch, was der Einsatz sozialer Netzwerke 
für Mitarbeiter und Unternehmenskultur bedeutet: 
nämlich Abschied zu nehmen von einer festgefahrenen 
Arbeitsweise. Auf Wiedersehen E-Mail-Flut, hallo Zu-sammenarbeit, 
hallo Wissenstransfer! Das Instrument 
selbst: zweitrangig, denn es ist nicht mehr als ein Trä-germedium. 
Der kulturelle Wandel, der mit der Ein-führung 
einhergeht, ist die Herausforderung. Er kann 
mehrere Jahre dauern und zäh sein. Ist dieses Tal aber 
einmal durchschritten, ist die Akzeptanz da und der 
Nutzen bekannt, dann rühmen sich die Mitarbeiter, für 
ein modernes Unternehmen zu arbeiten, und werden 
zu Markenbotschaftern. Dann traut sich auch der 
schüchternste Kollege plötzlich aus der Deckung und 
stellt sein Wissen allen zur Verfügung. Dann treiben 
transparente Ergebnisse jeden zur bestmöglichen Leis-tung 
an. Dann holen sich Mitarbeiter ihre Informatio-nen 
selbst, und antiquierte Gatekeeper-Rollen von 
Führungskräften entfallen. 
Okay, stopp! Denn bei allen Vorteilen: Enter-prise 
2.0 ist kein Allheilmittel. Ob ein Einsatz sinnvoll 
ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab; auch 
von solchen, die nicht unmittelbar mit Kommunikation 
zu tun haben. Aber: Starre Kommunikationsstrukturen 
gehören den Neunzigern. Veränderungen vollziehen 
sich heute schnell und permanent. Enterprise 2.0 kann 
helfen, sich darauf besser vorzubereiten, zu verstehen 
und mitzugehen.
arbeitsplatz s-bahn 
Apropos starre Kommunikationsstrukturen: Nutzen Sie 
Ihr eigenes Smartphone für berufliche Zwecke? Schon 
mal mit dem eigenen Handy schnell ein Foto für den 
Newsletter gemacht? Oder abends eine geschäftliche 
E-Mail verschickt? „Bring your own device“, kurz 
BYOD, ist noch so ein Buzzword, das immer häufiger 
zu lesen ist. Fälschlicherweise von Vorständen gern als 
IT-Spielerei abgetan, ist es für die interne Kommunika-tion 
ein nützliches Instrument. Denn warum sollte man 
seine Mitarbeiter nicht in dem unterstützen, was sie 
sowieso bereits tun: ihr eigenes Gerät für Arbeitszwecke 
nutzen? Die Aufmerksamkeit morgens in der S-Bahn 
gilt ohnehin meist dem Smartphonedisplay; warum also 
nicht bereits auf dem Weg zur Arbeit geschäftliche E-Mails 
abarbeiten? Warum nicht Kosten für Firmenhan-dys 
einsparen? Warum nicht die Mitarbeiterzufrieden-heit 
und die Unternehmensattraktivität für Bewerber 
erhöhen? 
Natürlich ist BYOD auch ein großes Thema für 
die IT. Sie wird in vielen Fällen Bedenken anmelden, 
Stichworte Infrastruktur, Datenschutz, Sicherheit. Ge-räte 
der Mitarbeiter in das Firmennetzwerk zu integrie-ren 
kann Schwierigkeiten mit sich bringen. Ein Grund, 
gemeinsam das Für und Wider abzuwägen. Der mobi-len 
Kommunikation gehören die Gegenwart und die 
Zukunft, darauf haben sich kommerzielle Medien längst 
eingestellt. Unternehmer, die ihre Mitarbeiter effizienter 
einbinden und ihnen die Kommunikation erleichtern 
wollen, sollten das bedenken. 
print stirbt nicht 
Der Dinosaurier unter den Kommunikationsinstru-menten 
ist das gedruckte Mitarbeitermagazin. Bei allen 
technischen Fortschritten: Das Rieplsche Gesetz, nach 
dem kein Medium das andere vollständig ersetzt, es gilt. 
Print wird weiterleben. Die digitalen Medien mögen 
einem Magazin zwar in Sachen Aktualität das Wasser 
abgraben – aber es deshalb gleich einstellen und ins 
Intranet verlegen? Wer so denkt, verkennt die Tatsache, 
dass eine Mitarbeiterzeitschrift Identität, Anerkennung 
und Orientierung bietet, dort, wo andere Medien für 
Reizüberflutung sorgen. Sie vermittelt den Lesern, dass 
sie etwas wert sind; immerhin ist ein hochwertiges Ma-gazin 
ein großer Aufwand. 
Ein Aufwand, der sich für die Unternehmens-führung 
lohnt: Denn hier ist Platz, Neuigkeiten in der 
nötigen inhaltlichen Tiefe mitzuteilen. Gerade kritische 
Themen oder einschneidende Veränderungen müssen 
ausführlich erklärt werden, mitsamt ihren Hintergrün-den. 
Diese Hintergrundinformationen sind ausschlag-gebend 
in Zeiten, in denen andere Medien nur vorder- 
BYOD (BRING YOUR OWN DEVICE) 
Jeder kann sein eigenes 
Gerät am besten bedienen. 
Auch für Arbeitszwecke. Das 
hat viele Vorteile und auch 
ein paar Nachteile, über die 
man sprechen muss. „Hello 
Kitty“-Smartphone-Schalen 
oder Handy-Gürteltaschen 
zählen dabei zu den kleine-ren 
Sorgen. 
PRINT 
Häufig merkt man erst, dass 
einem etwas fehlt, wenn es 
wirklich weg ist. 1999 stellte 
die Wochenzeitung „Die Zeit“ 
ihr renommiertes Supplement 
ein, um das Magazin acht 
Jahre später wieder aufleben 
zu lassen – mit nachhaltigem 
Erfolg. Von Phantomschmer-zen 
sprach Zeit-Chefredakteur 
Giovanni di Lorenzo und sagte 
im Spiegel-Interview: „Nichts 
haben sich unsere Leser 
mehr gewünscht als die 
Rückkehr des Zeit-Magazins“. 
Das Rieplsche Gesetz, nach 
dem kein Medium ein 
anderes vollständig ersetzt, 
gilt ganz offensichtlich. 
gründig gut informieren. Denn sie geben den 
Mitarbeitern die eingangs angesprochene Einsicht in 
die Notwendigkeit unternehmerischen Handelns. 
Strukturierte Beiträge mit rotem Faden bieten Orien-tierung 
in der täglichen Reizüberflutung. Zudem sorgt 
die Mitarbeiterzeitschrift für Gesprächsstoff über das 
Firmengelände hinaus, denn auch Freunde und Familie 
blättern sie im Wohnzimmer durch. Aber nur, wenn sie 
gut gemacht ist und sich durch großartige Bilder, an-sprechende 
Texte und hohen Nutzwert von den anderen 
Zeitschriften auf dem Couchtisch abhebt. Wenn nicht, 
bleibt sie liegen, und der Effekt der Verbreitung verpufft. 
Das Leseerlebnis lässt sich mit Dialogwerkzeu-gen 
online fortsetzen: Feedback-Kanäle, Diskussionsfo-ren 
oder Hinweise zu weiterführenden Videos und 
Grafiken ergänzen eine Mitarbeiterzeitschrift im Netz 
optimal. Der Leser erhält somit das Beste aus zwei 
Welten. Ein Instrument, das mehrere Interessen bedie-nen 
und mit modernen Kanälen verknüpft werden 
kann, überlebt auch den nächsten Medienwandel. 
Krisen, Wandel, Mitarbeitermotivation oder der 
Kampf um die Aufmerksamkeit der Empfänger – ganz 
gleich mit welchen Problemen es die Interne Kommu-nikation 
zu tun hat: Mobile Arbeitswerkzeuge, Feed-back- 
und Mitmachmedien, aber auch klassische Infor-mationskanäle 
sind Formate, mit denen sich diese 
Herausforderungen überwinden lassen. Sie bestehen 
neben allen anderen Medien, wenn die Mitarbeiter- 
Ansprache gut geplant und gesteuert ist. Wer die Instru-mente 
richtig in die Unternehmenskultur einbettet, 
dessen Informationen und Inhalte gehen erstens nicht 
unter. Und zweitens erreichen sie zuerst diejenigen, die 
sie betreffen. Und dann die, die sie verbreiten – und 
schließlich den Rest der Welt. 
LITERATUR 
LARS DÖRFEL (HRSG.): 
Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation. 
Band 2. Berlin 2013 
RALF NÖCKER: 
„Wo Veränderung droht, sind Gerüchte nicht weit“. 
Frankfurter Allgemeine Zeitung. Frankfurt 2005 
CHRISTIAN SYWOTTEK: 
„Die Vertrauensfrage“. Schwerpunkt Kommunikation. 
Brand Eins 06/2005

Beyond 2 14 leseprobe

  • 1.
    DANKE, JETZT BINICH ECHT GUT INFORMIERT! werkzeuge der internen kommunikation · werkzeuge der internen kommunikation 03 fokus interne kommunikation september 2014 september 2014
  • 2.
    03 september 2014 werkzeuge der internen kommunikation Mehr Kanäle und mehr Content: Der Internen Kommunikation steht inzwischen ein umfangreiches Instrumentarium zur Verfügung. Die Werkzeuge sind also alle vorhanden, doch wie sendet man die wichtigen Signale im medialen Rauschen? Eine kluge Kombination und ein richtig orchestrierter Einsatz sind die Lösung. Die dritte Ausgabe BEYOND widmet sich den klassischen und neuen Werkzeugen der internen Kommunikation und nimmt neue Möglichkeiten des Medienmixes in den Blick. Denken Sie mal über neue Wege in der internen Kommunikation nach! Welchem Wandel die interne Kommunikation unterliegt und welche Instrumente diesem entsprechen, zeigt FELIX ZURBRÜGGEN . Über Praxiserfahrungen tauschen sich Matthias Goldbeck (Commerzbank), Dr. Eric Marzo-Wilhelm (ThyssenKrupp) und Dr. Marie-Ann Maushart (IBM Deutschland) in der GESPRÄCHSRUNDE aus . Frank Sanders von Kuhn, Kammann & Kuhn widmet sich der Frage nach dem STELLENWERT DER MITARBEITERZEITUNG ZWISCHEN INTRANET UND SOCIAL NETWORK . Den Fokus auf einzelne KOMMUNIKATIONSINSTRUMENTE legen wir im Interview mit Kirsten Keck zum neuen adidas-Intranet , im Beitrag über die VERZAHNUNG VON PRINT UND ONLINE bei der Georg Fischer AG und im Interview mit Frank Roth zur PERSÖNLICHEN KOMMUNIKATION bei ERGO . Die Sonderbeilage „Fokus IK“ vertieft das Thema mit Fachbeiträgen.
  • 3.
    IMMER IM HEFT... 36 40 44 25 drei fragen an … LUTZ HIRSCH ZUM THEMA SOCIAL INTRANET 34 benchmark: dlr WISSENSCHAFTSKOMMUNIKATION MEETS ENTERTAINMENT 36 benchmark: infineon technologies ECHTZEITDIALOG ZWISCHEN TOPMANAGEMENT UND MITARBEITERN 38 tipps für eine erfolgreiche woche DIE GLORREICHEN SIEBEN 39 am puls der zeit KURZUMFRAGE: INSTRUMENTE DER INTERNEN KOMMUNIKATION 40 auf augenhöhe ELISABETH SCHICK, Leiterin Unternehmenskommunikation, BASF SE 43 buzzwords INSTRUMENTE DER INTERNEN KOMMUNIKATION 44 über den tellerrand NICHTS MUSS, ALLES KANN Peter Schlickenrieder, Skilangläufer, Abenteurer und erfolgreicher Unternehmer 47 fit für den berufsalltag FITNESSTIPPS VON PETER SCHLICKENRIEDER 48 digitalisierung ... ... IST DIE ZUKUNFT DER INTERNEN KOMMUNIKATION ... IST KEINE AUSREICHENDE STRATEGIE DER INTERNEN KOMMUNIKATION Pro und Contra von Richard Weinmann und Santo Pane 50 so geht das! INSTRUMENTENINVENTUR
  • 4.
    FLURFUNK Es istkein gutes Zeichen, wenn auf den Fluren eines Unternehmens nur das Rattern des Kaffeeautomaten zu hören ist. Gespräche und Getuschel sind Zeichen einer lebendigen Unternehmenskultur. Sie benötigen entsprechenden Raum.
  • 5.
    kampf der grabesstille Zwischen Kaffeeautomat und Großraumbüro fing es an: das Getuschel. Ein paar Stunden später bestätigte eine Zeitungsmeldung das Gerücht des Flurfunks, dass alle Zeitarbeitskräfte entlassen werden. Die Teamleiter reagierten erst zwei Tage später. Sie riefen die Betroffenen zusammen und erzählten, was alle schon wussten. Niemand war geschockt. Aber jeder war verbittert, weil sich das Misstrauen gegenüber der Geschäftsleitung als begründet erwiesen hatte. Und nicht nur die Ent-lassenen hatten längst den letzten Rest Vertrauen verloren. von FELIX ZURBRÜGGEN Dieser Vorfall aus dem letzten Jahr zeigt beispielhaft, was passiert, wenn ein Unternehmen die Kommunikationshoheit über interne Vorgänge an externe Medien verliert. Wenn es das Heft des Handelns aus der Hand gibt und Vertrauen fahrlässig verspielt. Konkret: Wenn es dort versagt, wo es darum geht, Kommunikation als Gestaltungsinstrument zu nutzen, um für Verständnis zu werben und die Einsicht in die Notwendigkeit unternehmerischen Handelns zu fördern. Natürlich sind die damit verbundenen Anforderungen hoch. Und je schneller sich der 24-Stunden-always-on- Medienkosmos um die Sonne Aufmerksamkeit dreht, desto schwerer ist diese Aufgabe. Aber sie ist lösbar, wenn man sie ernsthaft annimmt. kampf der grabesstille Dazu gehört, die Mitarbeiter ins Boot zu holen, sonst bewegt sich nichts. Es reicht nicht mehr, Kursänderungen zu brüllen und darauf zu hoffen, dass alle an einem Strang ziehen. Die Mitarbei-ter müssen das Ziel kennen und verstehen, was sich die Führung von der Reise erhofft. Navigati-onsinstrumente, die eine offene und diskussionsfreudige Unternehmenskultur fördern, gibt es genug. Aber einige davon ziehen die begrenzten Sonnenstrahlen der Aufmerksamkeit in besagtem Medienkosmos besser auf sich als andere.
  • 6.
    Das eingangs erwähnteGetuschel – der Funk auf dem Flur – ist Kommunikation, die von der Chef-etage nicht zu kontrollieren ist. Das braucht es auch gar nicht: Unliebsam wird Flurfunk nämlich erst, wenn anfängliche Lästermäuler zum Mobbing übergehen. Oder eben wenn Führungskräfte gravierende Verände-rungen nicht richtig kommunizieren. Dann öffnen sich alle Türen für Halbwahrheiten oder Gerüchte, die bes-ser nicht nach draußen gelangen. Abseits aller Unwäg-barkeiten ist Flurfunk im Arbeitsalltag förderlich. Nur in Unternehmen, die sich weder vor- noch rückwärts bewegen, herrscht zwischen Kaffeeautomat und Groß-raumbüro Grabesstille. Deshalb: Gespräche, Ideen, Gerüchte oder Är-ger brauchen Raum. In Sitzecken, am Tischkicker oder an Kaffee-Bars findet Rückmeldung statt – jeden Tag. Es sind Orte, an denen das Management erfährt, welche Themen die Mitarbeiter bewegen. Von einem solchen Ort des Feedbacks können kommerzielle Medien nur träumen, zum Beispiel eine Onlinenachrichtenseite: Nur zu gern hätten deren Chefredakteure neben ihrem Newsroom ein Café, in dem alle Leser täglich bespre-chen, welche Nachrichten sie interessieren. eine verständnis-mauer bekommt risse Wie lassen sich nun aber Elemente des Flurfunks doch kanalisieren? Das Many-to-one-Konzept findet nicht auf dem Flur oder am Kicker statt, sondern im Intranet. Das System ist simpel: Mitarbeiter diskutieren auf ent-sprechenden Plattformen über Themen, geben der Ge-schäftsleitung Feedback und stellen ihr Fragen. Die Kollegen geben wichtigen oder interessanten Fragen einen „Daumen hoch“, überflüssige Fragen bleiben ohne Resonanz. Wie bei einer Suchmaschine bündelt ein Al-gorithmus die Fragen und sortiert sie nach Relevanz. Am Ende der Woche oder des Monats hat der Vorstand die drängendsten Themen auf einen Blick vorliegen und kann sie beantworten. Nimmt er das Frage-Antwort- Prinzip ernst und macht kontinuierlich mit, stärkt er das Vertrauen seiner Mitarbeiter in dieses Instrument. Er bringt außerdem zwei verschiedene Interessensge-biete unter einen Hut: Sorgen und Fragen der Mitar-beiter unterer Ebenen betreffen meist das operative Geschäft. Den Vorstand beschäftigen dagegen eher strategische Überlegungen. Und weil die sonst so stille Mehrheit auf diesem Weg schnell ihre Scheu verliert, kommen hier beide Parteien zu Wort. Da bekommt die vormals solide Verständnis-Mauer zwischen Chefsessel und Großraumbüro auf einmal große Risse. Und das ist gut so. Und was bringt das der Internen Kommunika-tion? Flurfunk und Many-to-one sind hervorragende MANY-TO-ONE „Offenes Gedränge“: Kommunikation verläuft nicht mehr geordnet von oben nach unten, sondern kreuz und quer. Feedback macht keinen Halt vor der Chefetage. Gatekeeper- Rollen entfallen: Auf dem Spielfeld der Kommunikation zählt jetzt jede Meinung. ENTERPRISE 2.0 steckt noch in den Kinder-schuhen. Klar gibt es das richtige Instrument, Social- Media-Einsatz bei der Arbeit ist aber keine Frage der Technik. Sondern der Unter-nehmenskultur, der Ein-bindung der Mitarbeiter und der Akzeptanz. Möglichkeiten, Mitarbeitermeinungen einzuholen. Ge-haltvolles Feedback auch aus den stilleren Ecken des Unternehmens hilft, Themen aufzugreifen, die auch wirklich Thema sind. Mitarbeiter, die mitgestalten, sind gut für die Unternehmenskultur und -stimmung. starre strukturen sind neunziger In der Arbeitswelt kommunizieren die meisten nach wie vor mit den Klassikern Intranet, E-Mail oder Mitarbei-terzeitung. Fällt aber dann zum Feierabend der Stift, wird auf einmal getwittert, mit der Familie gechattet und Facebook gecheckt. So ist das immer noch in Deutschland, Enterprise 2.0 mit allen Auswirkungen auf die Kommunikation in der Organisation steckt hier nach wie vor in den Kinderschuhen. Die tapsigen Schritte werden zwar häufiger, von Laufen kann aber noch keine Rede sein. Klar, die Integration von Social- Media-Elementen in den Arbeitsalltag ist ein allgegen-wärtiges Trendthema in Blogs und Vorträgen, die sich mit interner Kommunikation beschäftigen. Die Zahlen und Studien der Unternehmensberater, die dazu kur-sieren, erfreuen im Unternehmen aber primär Manage-ment und Buchhaltung. Das interessante Argument für Kommunikati-onsleute ist doch, was der Einsatz sozialer Netzwerke für Mitarbeiter und Unternehmenskultur bedeutet: nämlich Abschied zu nehmen von einer festgefahrenen Arbeitsweise. Auf Wiedersehen E-Mail-Flut, hallo Zu-sammenarbeit, hallo Wissenstransfer! Das Instrument selbst: zweitrangig, denn es ist nicht mehr als ein Trä-germedium. Der kulturelle Wandel, der mit der Ein-führung einhergeht, ist die Herausforderung. Er kann mehrere Jahre dauern und zäh sein. Ist dieses Tal aber einmal durchschritten, ist die Akzeptanz da und der Nutzen bekannt, dann rühmen sich die Mitarbeiter, für ein modernes Unternehmen zu arbeiten, und werden zu Markenbotschaftern. Dann traut sich auch der schüchternste Kollege plötzlich aus der Deckung und stellt sein Wissen allen zur Verfügung. Dann treiben transparente Ergebnisse jeden zur bestmöglichen Leis-tung an. Dann holen sich Mitarbeiter ihre Informatio-nen selbst, und antiquierte Gatekeeper-Rollen von Führungskräften entfallen. Okay, stopp! Denn bei allen Vorteilen: Enter-prise 2.0 ist kein Allheilmittel. Ob ein Einsatz sinnvoll ist, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab; auch von solchen, die nicht unmittelbar mit Kommunikation zu tun haben. Aber: Starre Kommunikationsstrukturen gehören den Neunzigern. Veränderungen vollziehen sich heute schnell und permanent. Enterprise 2.0 kann helfen, sich darauf besser vorzubereiten, zu verstehen und mitzugehen.
  • 9.
    arbeitsplatz s-bahn Aproposstarre Kommunikationsstrukturen: Nutzen Sie Ihr eigenes Smartphone für berufliche Zwecke? Schon mal mit dem eigenen Handy schnell ein Foto für den Newsletter gemacht? Oder abends eine geschäftliche E-Mail verschickt? „Bring your own device“, kurz BYOD, ist noch so ein Buzzword, das immer häufiger zu lesen ist. Fälschlicherweise von Vorständen gern als IT-Spielerei abgetan, ist es für die interne Kommunika-tion ein nützliches Instrument. Denn warum sollte man seine Mitarbeiter nicht in dem unterstützen, was sie sowieso bereits tun: ihr eigenes Gerät für Arbeitszwecke nutzen? Die Aufmerksamkeit morgens in der S-Bahn gilt ohnehin meist dem Smartphonedisplay; warum also nicht bereits auf dem Weg zur Arbeit geschäftliche E-Mails abarbeiten? Warum nicht Kosten für Firmenhan-dys einsparen? Warum nicht die Mitarbeiterzufrieden-heit und die Unternehmensattraktivität für Bewerber erhöhen? Natürlich ist BYOD auch ein großes Thema für die IT. Sie wird in vielen Fällen Bedenken anmelden, Stichworte Infrastruktur, Datenschutz, Sicherheit. Ge-räte der Mitarbeiter in das Firmennetzwerk zu integrie-ren kann Schwierigkeiten mit sich bringen. Ein Grund, gemeinsam das Für und Wider abzuwägen. Der mobi-len Kommunikation gehören die Gegenwart und die Zukunft, darauf haben sich kommerzielle Medien längst eingestellt. Unternehmer, die ihre Mitarbeiter effizienter einbinden und ihnen die Kommunikation erleichtern wollen, sollten das bedenken. print stirbt nicht Der Dinosaurier unter den Kommunikationsinstru-menten ist das gedruckte Mitarbeitermagazin. Bei allen technischen Fortschritten: Das Rieplsche Gesetz, nach dem kein Medium das andere vollständig ersetzt, es gilt. Print wird weiterleben. Die digitalen Medien mögen einem Magazin zwar in Sachen Aktualität das Wasser abgraben – aber es deshalb gleich einstellen und ins Intranet verlegen? Wer so denkt, verkennt die Tatsache, dass eine Mitarbeiterzeitschrift Identität, Anerkennung und Orientierung bietet, dort, wo andere Medien für Reizüberflutung sorgen. Sie vermittelt den Lesern, dass sie etwas wert sind; immerhin ist ein hochwertiges Ma-gazin ein großer Aufwand. Ein Aufwand, der sich für die Unternehmens-führung lohnt: Denn hier ist Platz, Neuigkeiten in der nötigen inhaltlichen Tiefe mitzuteilen. Gerade kritische Themen oder einschneidende Veränderungen müssen ausführlich erklärt werden, mitsamt ihren Hintergrün-den. Diese Hintergrundinformationen sind ausschlag-gebend in Zeiten, in denen andere Medien nur vorder- BYOD (BRING YOUR OWN DEVICE) Jeder kann sein eigenes Gerät am besten bedienen. Auch für Arbeitszwecke. Das hat viele Vorteile und auch ein paar Nachteile, über die man sprechen muss. „Hello Kitty“-Smartphone-Schalen oder Handy-Gürteltaschen zählen dabei zu den kleine-ren Sorgen. PRINT Häufig merkt man erst, dass einem etwas fehlt, wenn es wirklich weg ist. 1999 stellte die Wochenzeitung „Die Zeit“ ihr renommiertes Supplement ein, um das Magazin acht Jahre später wieder aufleben zu lassen – mit nachhaltigem Erfolg. Von Phantomschmer-zen sprach Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und sagte im Spiegel-Interview: „Nichts haben sich unsere Leser mehr gewünscht als die Rückkehr des Zeit-Magazins“. Das Rieplsche Gesetz, nach dem kein Medium ein anderes vollständig ersetzt, gilt ganz offensichtlich. gründig gut informieren. Denn sie geben den Mitarbeitern die eingangs angesprochene Einsicht in die Notwendigkeit unternehmerischen Handelns. Strukturierte Beiträge mit rotem Faden bieten Orien-tierung in der täglichen Reizüberflutung. Zudem sorgt die Mitarbeiterzeitschrift für Gesprächsstoff über das Firmengelände hinaus, denn auch Freunde und Familie blättern sie im Wohnzimmer durch. Aber nur, wenn sie gut gemacht ist und sich durch großartige Bilder, an-sprechende Texte und hohen Nutzwert von den anderen Zeitschriften auf dem Couchtisch abhebt. Wenn nicht, bleibt sie liegen, und der Effekt der Verbreitung verpufft. Das Leseerlebnis lässt sich mit Dialogwerkzeu-gen online fortsetzen: Feedback-Kanäle, Diskussionsfo-ren oder Hinweise zu weiterführenden Videos und Grafiken ergänzen eine Mitarbeiterzeitschrift im Netz optimal. Der Leser erhält somit das Beste aus zwei Welten. Ein Instrument, das mehrere Interessen bedie-nen und mit modernen Kanälen verknüpft werden kann, überlebt auch den nächsten Medienwandel. Krisen, Wandel, Mitarbeitermotivation oder der Kampf um die Aufmerksamkeit der Empfänger – ganz gleich mit welchen Problemen es die Interne Kommu-nikation zu tun hat: Mobile Arbeitswerkzeuge, Feed-back- und Mitmachmedien, aber auch klassische Infor-mationskanäle sind Formate, mit denen sich diese Herausforderungen überwinden lassen. Sie bestehen neben allen anderen Medien, wenn die Mitarbeiter- Ansprache gut geplant und gesteuert ist. Wer die Instru-mente richtig in die Unternehmenskultur einbettet, dessen Informationen und Inhalte gehen erstens nicht unter. Und zweitens erreichen sie zuerst diejenigen, die sie betreffen. Und dann die, die sie verbreiten – und schließlich den Rest der Welt. LITERATUR LARS DÖRFEL (HRSG.): Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation. Band 2. Berlin 2013 RALF NÖCKER: „Wo Veränderung droht, sind Gerüchte nicht weit“. Frankfurter Allgemeine Zeitung. Frankfurt 2005 CHRISTIAN SYWOTTEK: „Die Vertrauensfrage“. Schwerpunkt Kommunikation. Brand Eins 06/2005