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1FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW
Der kostenlose Newsletter zum Thema »Interne Kommunikation« 	
unter: www.interne-kommunikation.net und www.scmonline.de
WEITERE THEMEN
08	FACHBEITRAG
Prof. Dr. Thorsten Riemke-Gurzki über Intra-
net Themen und Trends 2015
09	 SCHON VORGEMERKT?
Praxistage Interne Kommunikation 2.0
10	FACHBEITRAG
Willkommen in der neuen Arbeitswelt
11	NACHGEFRAGT	
Stellenausschreibungen
12	FACHBEITRAG
Susanne Philipp über User Adoption als
Voraussetzung für kollaboratives Arbeiten
14	FACHBEITRAG
Die Zukunft der MAZ 2015	
	
16	 SCHON GELESEN?	
Buchtipps l Buchrezensionen
AUSGABE 02|2015
SOCIAL INTRANET
BEI DATEV  S. 3
MOBIL INS INTRANET
DER ZUKUNFT  S. 6
INTERVIEW
FACHBEITRAG
F KUS IK
2FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW
EDITORIAL
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
das Intranet gehört inzwischen genauso in den Medien-Mix
des internen Kommunikators wie das persönliche Gespräch
oder die MAZ. Doch jedes Medium entwickelt sich weiter,
so auch das Intranet. Es wird nicht nur „social“, sondern
auch mobiler – diese Tendenz hat auch die aktuelle Studie
„Intranet Themen und Trends 2015“ herausgearbeitet. Wer
auf dem Gang nicht miteinander spricht, braucht kein Social
Intranet – die technologischen Veränderungen müssen mit
einem Wandel der Kommunikation und Kultur einhergehen,
hierin sieht Prof. Dr. Thorsten Riemke-Gurzki eine Herausfor-
derung der nächsten Jahre.
Auch Frank Wolf geht in seinem Beitrag auf den mobilen
Aspekt des Intranets ein und sieht die Zukunft nicht in einer
großen Plattform, sondern in sehr spezialisierten Anwendun-
gen, die in einer „Verappung“ des Intranets münden.
Einen Einblick in die neue Arbeitswelt und Tipps, wie man
ein Social Intranet zum Leben erweckt, geben Steffi Gröscho,
Dr. Claudia Eichler-Liebenow und Regina Köhler in ihrem
Beitrag. Susanne Philipp ergänzt dies mit ihren zehn To
Dos für die Etablierung einer offenen Unternehmenskultur
des Teilens und guten User Adoption. Wie die Einführung
eines Social Intranets in der Praxis aussieht, erfahren Sie im
Interview mit Dr. Andreas Binzenhöfer und Markus Korherr
von DATEV.
Nicht zuletzt möchte ich Ihnen unsere kommenden Praxista-
ge Interne Kommunikation 2.0 am 11./12. Juni in Düsseldorf
ans Herz legen und hoffe, das neue Gewand unseres Newslet-
ters gefällt Ihnen.
Ich wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen!
Ihre Madlen Brückner
IMPRESSUM
Herausgeberin: Madlen Brückner (V.i.s.d.P.)
Vertretungsberechtigter: Lars Dörfel
Redaktion: Theresa Schulz, Nicole Gatz,
Antonia Langula
Steuernummer: 37/171/21334
[SCM] c/o prismus communications GmbH
Weichselstraße 6 | 10247 Berlin
T: +49(0)30 47 98 97 89
F: +49(0)30 47 98 98 00
info@scmonline.de
www.scmonline.de
3FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW
AUS SICHT DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
TRÄGT DAS SOCIAL INTRANET STARK
ZUR ANGESTREBTEN KULTUR BEI
Seit 1999 besitzt DATEV ein gut strukturiertes
Intranet. Derzeit führen Sie ein flächendecken-
des Social Intranet ein. Was war die Initial-
zündung für ein neues Intranet und welches
strategische Ziel verfolgen Sie damit?
Dr. Andreas Binzenhöfer: Der eigentliche
Auslöser war, dass unser Redaktionssystem
für das Intranet abgeschaltet wird. Wir
waren also in erster Linie technisch dazu
gezwungen, wenn man so will. Unabhängig
davon haben wir uns aber schon vorher Ge-
danken über die Möglichkeiten eines Social
Intranets gemacht und hatten schon eine
Vorstellung davon, wie das Ganze aussehen
könnte, bevor der technische Auslöser kam.
Markus Korherr: Aus Sicht der Unter-
nehmenskommunikation trägt ein Social
Intranet stark zu der von uns angestrebten
Kultur bei. Wir verfolgen damit drei Ziele: In
erster Linie wollen wir damit den Kulturwan-
del im Unternehmen unterstützen, hin zu
einer direkteren, hierarchieübergreifenden
Kommunikation. In unserem Social Intranet
soll Diskussion offen und unternehmensweit
möglich sein. Dadurch unterstützen wir auch
den Wissenstransfer, das ist unser zweites
Ziel. Durch die schnellere Veröffentlichung
und bessere Auffindbarkeit von Inhalten
wird das Firmenwissen einfacher zugänglich.
Und als drittes Ziel ist es uns als moder-
nem IT-Unternehmen natürlich wichtig, die
Digital Natives anzusprechen und moderne
Kommunikationstechnologien im Unterneh-
men anzubieten.
Wie ist die Einführung des neuen Intranets bei
der DATEV erfolgt?
Dr. Andreas Binzenhöfer: Der Weg zum
Social Intranet lässt sich bei uns in drei
Phasen gliedern. In der ersten Phase haben
wir einfach mal ausprobiert, welche Tech-
nologien und Medien von den Mitarbeitern
angenommen und genutzt werden. Mit den
Erfahrungswerten haben wir in Phase zwei
gezielte Pilotprojekte gestartet, wie einen
Vorstandsblog oder „Nachgefragt!“, eine
Plattform, auf der Fragen an den Vorstand
gestellt, „geliked“ und diskutiert werden
können. So konnten sich unsere Kollegen
mit dem Einsatz von Social Media im Un-
ternehmen vertraut machen. Somit können
wir in Phase drei, dem flächendeckenden
Social Intranet, auf bestehenden Strukturen
aufbauen und diese erweitern.
Die Unterstützung des Managements wird
neben dem richtigen Konzept häufig als
der entscheidende Erfolgsfaktor für ein
Social Intranet gesehen. Wie haben Sie das
Management ins Boot geholt und wie wird die
Nutzung des Intranets durch die Führungs-
kräfte vorgelebt?
Markus Korherr: Das ist wirklich einer der
entscheidenden Erfolgsfaktoren. Wir hatten
Glück, denn wir mussten im Grunde keine
Überzeugungsarbeit leisten, da das Top-
Management eher uns ins Boot geholt hat.
Unser Vorstandsvorsitzender hat die Idee
mit „Nachgefragt!“ eingebracht und auf
einer Info-Veranstaltung allen Führungskräf-
ten vorgestellt.
Das Social Intranet ist damit ein verbinden-
des Element in der internen Kommunikation
zwischen Top-Management und Mitarbei-
ter. Unsere Vorstände sind sehr aktiv in
„Nachgefragt!“ oder in Blogs. Im mittleren
Management ist die Nutzung durchaus noch
ausbaufähig und sehr davon abhängig, wie
stark sich die jeweiligen Führungskräfte
persönlich für Social Media interessieren.
Insgesamt wird die offene Kommunikation
definitiv bereits durch Blogs, Kommentare
oder Diskussionen gelebt und vorangetrie-
ben.
Auf den Praxistagen Interne Kommunikation
2.0 im März sagten Sie in Ihrem Vortrag: Die
IT muss die Interne Kommunikation verstehen,
die Interne Kommunikation muss aber auch
die IT verstehen.“ Wie sind Ihre Erfahrungen
aus der Praxis?
Interview mit Dr. Andreas Binzenhöfer und Markus Korherr über ihr Social Intranet bei DATEV
DR. ANDREAS BINZENHÖFER,
DATEV
ist seit sieben Jahren bei DATEV verantwortlich
für die Themen Intranet, Unternehmenssuche
und den Einsatz von Microsoft Office Produkten.
Dabei setzt er seit 2009 auf SharePoint als zen-
trale Plattform für die bereichsübergreifende Zu-
sammenarbeit, die Durchführung von Projekten
und das Vernetzen in Communities. Seit 2012
verantwortet er die interne Social-Media-Stra-
tegie und deren Umsetzung in SharePoint.
Nach mehreren Pilotprojekten soll Mitte
2015 das Social Intranet offiziell frei-
gegeben werden.
4FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW
MARKUS KORHERR, DATEV
arbeitet bei DATEV im Bereich Corporate
Publishing und ist dort u. a. für die Inter-
ne Kommunikation zuständig.
Dr. Andreas Binzenhöfer: Klassisch würde
der Prozess ja so ablaufen, dass die Interne
Kommunikation eine Idee hat und dann die
IT zur Umsetzung bewegen muss. Bei uns
ist SharePoint allerdings eher von Seiten
der IT als Tool für die Zusammenarbeit groß
geworden. Dadurch hat bei uns die IT auch
zunehmend Aufgaben übernommen, die ins
Feld der Internen Kommunikation fallen.
Markus Korherr: Die Kollegen aus der inter-
nen IT haben uns aber zunehmend mit ein-
bezogen, so dass heute beide Abteilungen
synchron an gemeinsamen Zielen arbeiten.
Durch diesen Werdegang haben IT und IK
eine sehr gute Vorstellung davon, wie der
jeweils andere so tickt. Das vereinfacht
manche Abstimmungen natürlich ungemein.
Deswegen geben wir auch dieses Interview
gemeinsam.
Was sind die größten Herausforderungen bei
dem Ausbau Ihres Intranets?
Dr. Andreas Binzenhöfer: Technisch betrach-
tet ist die Migration der Inhalte natürlich
eine große Herausforderung. Wir haben hier
den Auftrag, den Aufwand für die Redak-
teure so gering wie möglich zu halten. Kein
Nachbearbeitungsaufwand für die Fachbe-
reiche, gleichzeitig müssen sich die bishe-
rigen Inhalte in das neue Konzept einfügen.
Alles nur 1:1 unreflektiert zu migrieren,
ohne sich auch von Altlasten zu trennen,
WIR HABEN DAR-
AUF GEACHTET,
DASS WIR AN
ALLEN STELLEN
IM INTRANET
„SOCIAL READY“
SIND.
das wäre uns zu wenig. Es war nicht immer
einfach, den richtigen Weg zu finden. Aber
es hat sich gelohnt.
Markus Korherr: Neben der technischen Mi-
gration ist es uns sehr wichtig, den Kollegen
einen Mehrwert zu bieten, deshalb haben IT
und Interne Kommunikation sehr viel Herz-
blut in das Konzept für die neue Startseite
investiert.
Dabei war vor allem die Aufgabenteilung
zwischen IT und Interner Kommunikation
spannend. Unsere Herausforderung als
Interne Kommunikation war es, SharePoint
ausreichend gut zu verstehen, um uns mit
den Kollegen der IT austauschen zu können.
Das war nicht immer leicht. Da waren schon
einige diskussionsintensive Runden nötig.
Im Rückblick eine gute Investition, um ein
gemeinsames Verständnis für die Sicht des
jeweils anderen und unser Social Intranet
zu entwickeln.
Dr. Andreas Binzenhöfer: Gemeinsam haben
wir sehr darauf geachtet, dass wir an allen
notwendigen Stellen im Intranet „social
ready“ sind. Das heißt, es können nach
und nach neue Social Features integriert
werden.
Welche Anreize schaffen Sie, damit die
Mitarbeiter das neue Intranet auch langfristig
nutzen?
Markus Korherr: Es ist uns wichtig, interes-
sante und spannende Inhalte zu bieten, die
unsere Kollegen auf fachlicher und emo-
tionaler Ebene ansprechen. Insbesondere
Neuigkeiten direkt vom Vorstand erzeugen
hohe Aufmerksamkeit. Durch regelmäßi-
ge Social-Media-Projekte versuchen wir,
kontinuierlich den Austausch zu fördern,
indem wir Anlässe und Plattformen (wie
z.B.: „Nachgefragt!“) anbieten, auf denen
Mitarbeiter kommentieren und diskutieren
können. Dafür ist ein aktives Community
Management nötig, das bei uns in der Inter-
nen Kommunikation angesiedelt ist.
Zudem haben wir Intranet-Beauftragte in
den verschiedenen Fachbereichen, die als
Multiplikatoren und Ansprechpartner für
Redakteure fungieren.
Und gerade im Rahmen des Intranet-Re-
launchs haben wir Benutzerlabore aufge-
setzt, um herauszufinden, ob z. B. unsere
neue Navigation selbsterklärend ist.
Dr. Andreas Binzenhöfer
5FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW
Dr. Andreas Binzenhöfer
ist Referent der Praxistage
Interne Kommunikation 2.0
am 11./12. Juni in Düsseldorf.

Wodurch zeichnet sich Ihr Social Intranet
aus? Welche Funktionen sind von besonderer
Bedeutung und welche planen Sie für die
Zukunft?
Markus Korherr: Unsere neue Startseite ist
sehr stark Richtung „social“ orientiert. Ne-
ben Unternehmens-News, die man liken und
kommentieren kann, gibt es individuell kon-
figurierbare News aus den Fachbereichen
und Widgets (z. B. Speiseplan, abonnierte
Blogs, etc.), die sich jeder Kollege selbst
aussuchen und anordnen kann. Wir setzen
also zum einen auf Funktionen, wie „Gefällt
mir“ und Kommentare und zum anderen
auf die Möglichkeiten der Personalisierung.
Inhaltlich wollen wir spannende Projekte
auch prominent an vorderster Front präsen-
tieren: Fragen an den Vorstand, unterneh-
mensweite Diskussionen über strategische
Themen finden bei uns zukünftig auf der
Intranet-Startseite statt.
Dr. Andreas Binzenhöfer: Für die Zeit nach
dem Relaunch sind auch schon die nächsten
Features in Planung: ein Newsfeed auf der
MySite, ein Button zum Teilen von Inhalten,
Hashtags und @-Mentioning als weitere
Social-Media-Komponenten, um Inhalte zu
strukturieren und zukünftig die Mailflut
etwas eindämmen zu können.
WIR HOFFEN
NATÜRLICH,
DASS UNSERE
KOLLEGEN DIE
TECHNISCHEN
MÖGLICHKEITEN
GENAUSO INTUI-
TIV NUTZEN WIE
PRIVAT.
Welche Veränderungen erwarten Sie mit
dem gezielten Einsatz von Social Features im
Intranet in Bezug auf die Unternehmenskultur
bei DATEV?
Dr. Andreas Binzenhöfer: Wir hoffen natür-
lich, dass unsere Kollegen die technischen
Möglichkeiten genauso intuitiv nutzen, wie
privat vielleicht Facebook oder Twitter. Da-
durch wollen wir das besagte Ziel erreichen:
Einen offenen, direkten und spontanen
Austausch über Hierarchiegrenzen hinweg –
ohne jedes Wort fünf Mal mit dem Vorge-
setzten abstimmen zu müssen.
Markus Korherr: Durch diese offene Diskus-
sionskultur können wir Probleme früher
erkennen und damit schneller reagieren.
Außerdem trägt diese authentische Art der
Kommunikation auch zu einer Weiterent-
wicklung unserer Fehlerkultur bei.
Dr. Andreas Binzenhöfer
6FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
MOBIL INS INTRANET DER
ZUKUNFT
Wer ernsthaft Social Intranet Berater sein will, dem fällt bei neuen
Kunden aktuell eine eher unattraktive Rolle zu: Er muss Erwartungen
dämpfen, denn oft stellen sich die erwarteten Vorteile des „Social“
Intranets nur sehr zögerlich ein. In den vergangenen Jahren meines
Intranet-Beraterlebens gab es jedoch einen Bereich, der uns regelmä-
ßig positiv überrascht hat: Wann immer eine Plattform einfach mobil
verfügbar war, stiegen Nutzerzahlen und Interaktionen deutlich an. Das
ist keine exklusive Einsicht und so wird schon seit einigen Jahren der
Trend des mobilen digitalen Arbeitsplatzes prognostiziert. In Realität
zeigen sich jedoch überraschend wenige mobil verfügbare Intranets.
Woran liegt das?
Die Anforderungen widersprechen sich
Ein modernes Intranet allen Mitarbeitern mobil verfügbar zu machen,
schafft komplett widersprüchliche Anforderungen. Ein Social Intranet
bedeutet die Evolution von einem digitalen Informationsmedium zu
einer echten Geschäftsplattform – der zentrale Drehpunkt und digitale
Arbeitsplatz für die Informationsarbeiter des Unternehmens. Projekte
und Arbeitsgruppen mit unzähligen aktuellen und geschäftskritischen
Dokumenten katapultieren moderne Intranets damit in völlig andere
Sicherheitsdimensionen als herkömmliche Intranets das je konnten.
Führen wir uns demgegenüber die Anforderungen mobilen Zugriffs
vor Augen: Wer es ernst meint und wirklich alle Mitarbeiter erreichen
will, wird private Geräte der Mitarbeiter mit einbeziehen und nicht
erwarten, dass Nutzer bei jedem einzelnen Aufruf der Intranet-App
eine Zweifaktor-Authentifizierung über sich ergehen lassen. Inhalte
müssen passwortgeschützt sein, sollten aber nicht bei jedem Aufruf das
Passwort erfordern.
Der geschilderte Widerspruch beschränkt sich nicht nur auf den
Sicherheitsaspekt. Gelegenheitsnutzer wie gewerbliche Mitarbeiter in
Produktion und unterwegs brauchen schnell und einfach ihre Sicht auf
wichtige Informationen des Unternehmens während Informationsarbei-
ter die gesamte Funktionsvielfalt und Komplexität ihrer Arbeit auf ihrem
digitalen Arbeitsplatz wiederfinden müssen.
Der Makel moderner Intranets: fehlende Reichweite
Die Folge lässt sich an vielen (Social-) Intranets der letzten Zeit ablesen:
Priorität hat oft der digitale Arbeitsplatz für die Informationsarbeiter.
Die Folge sind Intranets, die für viele Mitarbeiter sehr komplex erschei-
nen und für diejenigen ohne PC-Arbeitsplatz meist überhaupt nicht
erreichbar sind. Der bleibende Makel vermeintlich moderner Intranets
wird damit die fehlende Reichweite. Einer der Verlierer ist dabei auch
die Interne Kommunikation, die zwar eine Plattform besitzt, aber ihren
Kommunikationsauftrag nicht effektiv erfüllen kann. Im Unternehmen
tun sich tiefe Gräben auf zwischen der interaktiven Echtzeit-Welt des
Social Intranets und der quartalsweise erscheinenden Mitarbeiterzei-
tung. Dieses Bild mag für viele Unternehmen zu drastisch sein, aber
genau das ist der Kern der aktuellen Entwicklung.
Was sollte eigentlich mobil verfügbar sein?
Nicht alles, was der moderne digitale Arbeitsplatz offeriert, ist auch für
die Nutzung mit dem Smartphone geeignet und erwünscht. Werfen wir
einen Blick auf die einzelnen Anwendungsfälle:
Kommunikation hat hohe Relevanz für die mobile Verfügbarkeit. Un-
ternehmen brauchen heute Mitarbeiter, die über den eigenen Tellerrand
7FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
hinaus verstehen, was links und rechts vom
eigenen Arbeitsplatz passiert und warum es
passiert. Intranets, Newsletter oder Mitarbei-
terzeitungen sind dafür klassische Instrumen-
te, die jedoch mit ihrer begrenzten Reichwei-
te oder fehlenden Aktualität bislang deutlich
an ihre Grenzen stoßen. Besonders spannend
ist der mobile Ansatz auch für Redakteure,
die damit schnell und aktuell Informationen
und Bilder verteilen können. Moderne Interne
Kommunikation wird so aktueller, lokaler und
authentischer als jemals zuvor.
Informationen wie Arbeitsanweisungen, Kon-
taktdaten oder Standortbeschreibungen soll-
ten auf jeden Fall mobil verfügbar sein. Das
gilt jedoch nicht für die tausenden Inhaltssei-
ten, die Intranets in großen Unternehmen oft
nach einigen Jahren besitzen. Mobil hat das
keinen Mehrwert. Leitfrage: Welche Informa-
tionen sind für möglichst viele Mitarbeiter
wichtig, nicht sicherheitskritisch und sollten
möglichst im einfachen Zugriff sein?
Projektinhalte sind oft sensible Inhalte mit
unternehmenskritischen Informationen und
Dokumenten. Eine – wenn auch passwortge-
schützte – Verfügbarkeit auf privaten Geräten
kommt für viele Unternehmen nicht in Frage.
Dazu liegt der Fokus in Projekten auf dem
Erschaffen, nicht primär dem Konsumieren.
Hier kommen mobile Geräte deutlich an ihre
Grenzen. Wer von uns nutzt ein Smartphone
oder Tablet, wenn er einen längeren Text
schreiben muss? Eine Ausnahme bildet die
reine Teamkommunikation in Projekten.
FRANK WOLF
ist Mitgründer und Geschäftsfüh-
rer der Eyo MitarbeiterApp. Nach
Stationen bei Accenture und der
T-Systems Multimedia Solutions
gründete er 2014 die Employee-
App GmbH.
Prozesse wie Rechnungsfreigaben, Dienst-
pläne, Zeiterfassung oder Urlaubsanträge
haben ein hohes Potenzial für den mobilen
Kanal. Eine der (neben der Informationssi-
cherheit) größten Herausforderungen ist hier
die Verbindlichkeit von mobil unterstützten
Prozessen. Wie genau sind die Erwartungen
an die Reaktionszeiten der Mitarbeiter und ist
der sonntägliche Blick auf den Dienstplan für
Montag nun Arbeitszeit oder Privatzeit? Hier
ist Augenmaß und offener Dialog gefragt – die
vollkommene Abschottung von Privat- und
Berufsleben ist ebensowenig zukunftsfähig
wie die grenzenlose digitale Verfügbarkeit der
Mitarbeiter.
Wie geht es weiter mit (mobilen) Intranets?
Die Diskussion der Anwendungsfälle und
Zielgruppen zeigt eines sehr deutlich: die EINE
Plattform, die alle Anforderungen an Funktio-
nalität, Sicherheit und Zugänglichkeit erfüllen
kann, ist immer weniger realistisch.
Die nächste Generation von Intranets muss
vor allem zielgruppenorientierter werden. Auf
der einen Seite brauchen wir „Communication
Intranets“, die einfach und für alle Mitarbei-
ter erreichbar und benutzbar sind. Daneben
stehen dann Plattformen für Zusammenarbeit,
strukturierte Informationen und Prozesse. Alles
zusammen ist der digitale Arbeitsplatz, der je
nach Rolle und Aufgabenbereich sehr unter-
schiedlich aussehen kann. Also weniger die
eine große Plattform, sondern verschiedene,
sehr spezialisierte Anwendungen. Man könnte
auch sagen, das Intranet der Zukunft „verappt“.
Frank Wolf spricht über „Mobil ins
Intranet der Zukunft“ auf den Pra-
xistagen Interne Kommunikation
2.0 am 11./12. Juni in Düsseldorf.

8FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
INTRANET
THEMEN UND TRENDS 2015
Das Intranet hat seit seiner Entwicklung in den neunziger Jahren einen
massiven Wandel erlebt. Von einer einfachen Linkliste hin zu einem
eigenen Medium, das nicht nur die kommunikativen Anforderungen in
Unternehmen unterstützt, sondern ein zentrales Element der modernen
Unternehmenssteuerung ist. Klassische Geschäftsmodelle erfahren im
Rahmen der digitalen Transformation tief greifende Umbrüche. Etablier-
te Unternehmen sehen sich immer neuen Angreifern auf ihren Märkten
gegenüber, die zum Teil mit disruptiven Geschäftsmodellen arbeiten.
Vor diesem Wandel wächst die Bedeutung der schnellen und effizienten
Internen Kommunikation mit den Mitarbeitern in und mit dem Medium
Intranet.
Mit der Digitalisierung finden aber auch umgekehrt immer mehr
Innovationen und Trends aus dem Internet zeitverzögert Einzug in die
betriebliche Welt des Intranets. Ein Beispiel hierfür ist das klassische
Business-TV, welches dem Trend folgend nicht mehr über eine konventi-
onelle Fernsehinfrastruktur zu den Rezipienten gelangt. Business-TV ist
heute Bestandteil des Intranets. Aktuell diffundieren Social Networks
aus dem Internet in die Intranets der Unternehmen. Ein kontinuierlicher
Wandel, bei dem eine Standortbestimmung nicht leicht fällt. Doch: Was
machen deutsche Unternehmen wirklich in ihrem Intranet? Und welche
Themen sind in diesem Jahr relevant? Die Intranet-Studie „Themen
und Trends“ untersucht jährlich die aktuellen Trends in den Intranets
deutscher Unternehmen. Hierzu wurden Unternehmen verschiedenster
Größe angesprochen.
Die Anwenderstudie „Intranet Themen und Trends“ erfragte die Ziele,
die Unternehmen mit ihrem Intranet verfolgen. Das klare Ergebnis:
Vor Wissensmanagement und vor allgemeinen qualitativen Zielen, wie
der Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung, steht an erster
Stelle immer noch die interne Unternehmenskommunikation als Ziel
des Intranets. Die Idee einer integrierten zentralen Informations- und
Arbeitsumgebung für Mitarbeiter ist in der Gesamtbetrachtung eher ein
nachrangiges Ziel. Entsprechend bieten 91 Prozent der Unternehmen
Unternehmensnachrichten im Intranet an.
Die Mehrheit der Intranets wird von der Unternehmenskommunikation
oder der IT-Abteilung verantwortet. Dieses Ergebnis liegt in der Historie
der jeweiligen Intranets begründet. Intranets werden zu einem Teil von
IT-Abteilungen als Anwendungsplattform betrieben und verantwortet.
Dem gegenüber stehen die Unternehmen, die in ihrem Intranet histo-
risch die interne Kommunikation priorisiert haben. Es gibt aber auch
Unternehmen, die einen eigenen Bereich für Informationsmanagement
eingerichtet haben oder die in interdisziplinären Teams die Aspekte In-
formation und Anwendungen vertreten. Eine gute Interne Kommunikati-
on erfordert Verantwortlichkeit, jedoch gaben 44 Prozent der befragten
Unternehmen an, keinen dezidierten Portal- bzw. Intranet-Manager zu
haben.
Beleuchtet man die Situation in den Redaktionen, so zeigt sich ein
positives Bild: Bereits in der Unternehmensklasse von 201 bis 1.000
Beschäftigte sind im Schnitt 1,1 Vollzeit-Mitarbeiter tätig. Bei Unter-
nehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten sind es im Schnitt fast 14
Vollzeit-Stellen. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Redakteure
in den Fachbereichen. Rund 74 Prozent der Unternehmen haben dort
aktive Redakteure. Die Redakteure der zentralen Intranet-Redaktion
9FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
haben in der Regel verschiedene Ausbildun-
gen hinter sich. In 37 Prozent der befragten
Unternehmen sind Redakteure mit Studium
der Unternehmenskommunikation tätig, bei
21 Prozent mit einem Journalistik-Studium.
Darüber hinaus ergibt sich ein hoher Teil von
Mitarbeitern ohne besondere Qualifikation
oder mit einschlägiger Weiterbildung.
Trendthema und wichtiger Bereich für das
Jahr 2015 ist das Mobile Intranet. Dies ist auf
zwei wesentliche Faktoren zurückzuführen.
Zum einen haben die bestehenden Intranets
einen hohen Stellenwert in der täglichen
Arbeit erreicht, so dass eine mobile Nutzung
von den Anwendern gefordert wird. Auf der
anderen Seite ist die mobile Nutzung eine
Selbstverständlichkeit geworden. So manche
Website im Internet wird mehr von mobilen
Endgeräten aufgerufen als von klassischen
PCs. In diesem Punkt ist das mobile Intranet
eine logische Weiterentwicklung, die – aus
dem Internet bekannt – jetzt auch intern im
Unternehmen gewünscht wird. Nicht zuletzt ist
dies auch eine Konsequenz aus der zunehmen-
den Endgerätediversität und Konzepten wie
Bring-Your-Own-Device (BYOD). Entsprechend
befassen sich Unternehmen auch mit dem
Thema Responsive Web Design.
PROF. DR. THORSTEN
RIEMKE-GURZKI ist Web-
und Intranet-Pionier der ersten
Stunde mit mehr als 20 Jahren
Erfahrung. Er forscht und lehrt
im Themenfeld Intranet an der
Hochschule der Medien in
Stuttgart.
Ein zweites Trendthema ist das Social
Intranet: 48 Prozent der Befragten sehen
das Thema in seiner Bedeutung in diesem
Jahr steigend. Betrachtet man die geplanten
Investitionen der Unternehmen, ergibt sich
ebenfalls eine deutliche Aussage: Von den Be-
fragten planen 40 Prozent in 2015 oder später
eine Investition in Social Intranet Software.
Bereits investiert haben 30 Prozent der Unter-
nehmen der Studienteilnehmer. Die Skepsis ist
jedoch groß: Über 70 Prozent der Befragten
sehen Hürden bei der Umsetzung von Social
Intranet. Diese Problematik ist eigentlich nur
folgerichtig. Die hinter einem Social Intranet
liegende Software ist ein reines Werkzeug.
Eine neue Arbeits- und Kommunikations-
form basiert aber nur zu geringen Teilen auf
Software-Werkzeugen. Auch gilt: Wer auf dem
Gang nicht miteinander spricht, braucht kein
Social Intranet. Hier ist in den kommenden
Jahren ein massiver Wandel zu erwarten: Die
technologischen Veränderungen der Industrie
4.0 ziehen einen Wandel zur Kommunikation
4.0 nach sich. Und damit zwingend einher-
gehend auch eine Weiterentwicklung zur
Unternehmenskultur 4.0. Der Wandel in der
Unternehmens- und Arbeitskultur als Reaktion
auf die internationalen und immer schneller
reagierenden Märkte wird die Unternehmen in
den kommenden Jahren beschäftigen.
PRAXISTAGE
INTERNE KOMMUNIKATION 2.0
Lutz Hirsch
HIRSCHTEC
Thorsten Cöhring
Detecon
Dr. Andreas Binzenhöfer
DATEV
SAVE THE DATE!11. - 12. Juni 2015Düsseldorf
www.scm-praxistage.de
Ihr Weg zum erfolgreichen Social Intranet
11 Themen – 11 Workshops – 2 Tage
Klassische digitale Instrumente der Internen Kommunikation wie E-Mail oder das Intranet
werden zunehmend durch den Einsatz von Wikis, Blogs, sozialen Unternehmensnetzwerken
oder File Sharing ergänzt. Dass sich Social-Media-Anwendungen langfristig als Instrumente der
Internen Kommunikation etablieren, lässt sich aufgrund der stetig wachsenden Anzahl neuer
Anbieter von Social Software für Unternehmen vermuten. Deutlich wird dies auch anhand der
zunehmenden Auseinandersetzung von Unternehmen mit Social Media und der verstärkten
Forderung ihres internen Einsatzes durch die Mitarbeiter.
Wie Sie es schaffen, Social Media gezielt für die Interne Kommunikation einzusetzen, welche
neuen (technologischen) Möglichkeiten sich bieten und wie Sie diese optimal in die Interne
Kommunikation einbinden, erfahren Sie in unseren Workshops auf den Praxistagen Interne
Kommunikation 2.0.
Die neue Befragungsrunde für die
Intranet Themen und Trends 2016
startet Ende Mai unter
www.intranet-trends.de

10FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
WILLKOMMEN IN DER
NEUEN ARBEITSWELT
Unter dem Motto „So erwecken Sie ein Social Intranet zum Leben“ erläutern die drei Autorinnen Steffi Gröscho, Dr. Claudia Eichler-
Liebenow und Regina Köhler, wie die erfolgreiche Einführung einer modernen Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit
im Unternehmen gelingen kann.
Woran denken Sie bei „modernen Arbeitswelten“? Denken Sie an mo-
derne Bürogebäude mit offenen Büros, Meeting-Lounges und Arbeiten
im Café? Oder denken Sie an grenzenloses Arbeiten, ständige Erreich-
barkeit und permanenten Stress? Neue Arbeitswelten erzeugen viele
Bilder im Kopf. Bei einigen Menschen sprechen sie die tiefsten Wünsche
und Sehnsüchte an, bei anderen rufen sie eher Befremdung und Unbe-
hagen hervor. So verschieden die Bilder auch sind, es gibt eines, was
alle eint: Sie drehen sich nicht um irgendwelche Software-Lösungen,
sondern um eine neue Art des Arbeitens. Das Vorhaben zur Einführung
moderner Arbeitsweisen beginnt in der Regel nicht mit der Entschei-
dung, eine IT-Lösung einzuführen. Den eigentlichen Anstoß über neue
vernetzte Arbeitsumgebungen nachzudenken, liefern die Veränderun-
gen, denen Unternehmen ausgesetzt sind und für die sie neue Arbeits-
formen benötigen. Die Bereitstellung von modernen IT-Werkzeugen
ist nie Selbstzweck, sondern ein Mittel, um die neuen Anforderungen
besser zu erfüllen. Doch welches sind die neuen Anforderungen, die auf
Organisationen einströmen und tiefgreifend genug sind, um die Arbeits-
weisen von Menschen grundlegend zu verändern?
Alles im Wandel
Die Zeiten, in denen man als schwergewichtiger Tanker erfolgreich war,
sind vorbei. Immer mehr Unternehmen fällt auf, dass die Erfolgsprinzi-
pien von früher nicht mehr zuverlässig funktionieren. Agile Organisatio-
nen und Netzwerkstrukturen sind das Organisationsmodell der Zukunft.
Mit der richtigen IT-Umgebung und einer passenden Unternehmenskul-
tur gelingt der Wandel vom Tanker zum flexiblen Schnellboot.
Effizient und trotzdem innovativ
Effizienz- und Innovationsdruck sind zwei ganz markante Beweggründe,
um sich mit vernetzten und kollaborativen Arbeitsumgebungen ausei-
nanderzusetzen. In vielen Unternehmen herrscht noch das klassische
Silodenken vor. Soziale Technologien schaffen Möglichkeiten für völlig
neuartige Synergieeffekte: Sie können Prozesse verschlanken, Wissen
und Ideen sichtbar machen, und sie machen das effektive bereichs- und
unternehmensübergreifende Arbeiten auf einfache Weise möglich.
Die große weite Welt
Immer mehr Unternehmen wagen den Weg in global agierende Märkte.
Internationale Vertriebsstrukturen, neue weltweite Standorte oder
internationale Kooperationsnetzwerke bringen gleich mehrere neue
Herausforderungen mit sich. Dafür braucht es Lösungen, welche die
Menschen verbinden und den Austausch sowie die Zusammenarbeit
praktikabel gestalten. Moderne Kollaborations- und Kommunikationslö-
sungen schaffen dafür optimale Voraussetzungen.
Alles dreht sich um den Mitarbeiter
Flexible Arbeitsmodelle stehen hoch im Kurs. Unternehmen, die hier
die richtigen Angebote entwickeln, schaffen gute Voraussetzungen,
um für Leistungsträger in verschiedenen Lebensphasen ein attraktiver
Arbeitgeber zu sein. Mit einer vernetzten Arbeitswelt und der dazuge-
hörenden Vertrauenskultur entstehen schnell inspirierende Arbeitsum-
gebungen.
11FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
Wissen retten vor der Demografiefalle
Unternehmen bekommen den demografischen
Wandel immer stärker zu spüren. In den
nächsten Jahren scheidet eine große Welle
von Mitarbeitern altersbedingt aus Unter-
nehmen aus. Hier sind moderne Lern- und
Wissensmanagement-Systeme gefragt, die den
virtuellen Austausch von Erfahrungswissen
unterstützen und dieses einfach und flexibel
zur Verfügung stellen, wenn es konkret
gebraucht wird. Moderne Arbeitsplattformen
bieten aber auch das Potenzial, Abläufe zu
verschlanken und den oft zitierten Fachkräf-
temangel auch dadurch ein wenig abzufangen.
Neue Arbeitswelt – mehr als ein IT-Projekt
All diese Herausforderungen bewegen immer
mehr Unternehmen zu der strategischen
Entscheidung, moderne soziale Plattformen
einzuführen. Typischerweise werden damit
folgende Erwartungen verbunden:
•	 Austausch fördern, damit Informatio-
nen schneller an der richtigen Stelle
ankommen
•	 Wissen und Experten besser auffindbar
machen, um schneller gute Lösungen für
komplexe Probleme zu finden
•	 Zusammenarbeit und Workflows so
­unterstützen, dass sie wesentlich
­effizienter ablaufen
•	 flexible Lernumgebungen fördern, damit
die Mitarbeiter Wissen aufnehmen, wenn
sie es wirklich benötigen und ihr Erfah-
rungswissen wiederum der Organisation
zugute kommen lassen
•	 moderne Informationskanäle bereit­
stellen, um alle Mitarbeiter schneller
über wichtige Informationen auf dem
Laufenden zu halten
•	 Wissensweitergabe fördern und neue
Mitarbeiter schnell einarbeiten
Leider begegnet man in der Praxis immer wie-
der der Tendenz: Sobald eine IT-Lösung einge-
führt werden soll, wird das Vorhaben auf ein
IT-Projekt reduziert. Bei Entscheidern steigt
aus schlechten Vorerfahrungen allerdings
merklich das Bewusstsein, dass die Einführung
moderner IT-Umgebungen kein Selbstläufer
ist und dass es einer sorgfältigen Einführung
bedarf, damit die Investition sich auszahlt.
Eine soziale Zusammenarbeits- und Kommu-
nikationsplattform macht nur Sinn, wenn sie
lebt. Wenn sie also viele aktive Nutzer hat,
die nicht nur konsumieren, sondern auch
Informationen und Wissen teilen. Von dieser
Selbstverständlichkeit sind viele Unternehmen
kulturell und organisatorisch heute noch weit
entfernt. Es ist also mühsame Aufklärungs-
Social werden ist mehr
als ein IT-Projekt
und mutige Pionierarbeit erforderlich. Man
kann den Wandel in die moderne Arbeitswelt
dosiert in verträglichen Schritten gestalten –
als Projektverantwortliche oder Entscheider
haben Sie die Gestaltungsmöglichkeiten in der
Hand. Es gibt nicht den einen richtigen Weg,
aber es gibt Leitplanken, die es Ihnen leichter
machen, selbst in Ihren Weg zu vertrauen und
sich entsprechend selbstbewusst auch in Ihrer
Organisation dafür einzusetzen.
Dies ist ein Auszug aus dem
neuen Fachbuch “Willkom-
men in der neuen Arbeits-
welt”, das im Mai bei der
SCM erschienen ist.

STELLEN-
AUS­­SCHREIBUNGEN
Manager
Internal Communications m/w
xaverius Unternehmensberatung Personal-
beratung GmbH
Mitarbeiter
interne Kommunikation m/w
HDI Kundenservice AG
Berater Interne Kommunikation /
Veränderungskommunikation m/w
K12 Agentur für Kommunikation und Innova-
tion GmbH
Referent
Interne Kommunikation m/w
QVC
Redakteur
Interne Kommuni­kation m/w
Bilfinger SE
Referent
Interne Kommunikation m/w
Curanum AG
Referent
Interne Kommunikation m/w
ProSiebenSat.1 Media AG
Mitarbeiter für den Bereich
Interne Kommunikation (Teilzeit
50 %) m/w
Hochschule Heilbronn Technik - Wirtschaft
- Informatik
Referent Presse- und Öffentlich-
keitsarbeit/ Interne Kommunika-
tion m/w
Cura Unternehmensgruppe
Haben Sie vakante Stellen in den Bereichen
­Interne Kommunikation, Führungskräftekom-
munikation und Change Communications?
Gern ­veröffentlichen wir auch Ihre Jobangebo-
te. ­Schicken Sie uns Ihre Stellenausschreibung
an info@scmonline.de
Mehr unter:
www.interne-kommunikation.net
12FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
SOCIAL INTRANETS: USER
ADOPTION ALS VORAUS-
SETZUNG FÜR KOLLABORA-
TIVES ARBEITENUnternehmensweite Plattformen sind effiziente Instrumente für die Interne Kommunikation und Zusammenarbeit, und insbesondere
das Potenzial von Social Intranets haben inzwischen zahlreiche Organisationen erkannt. Ob ihr praktischer Einsatz zum Erfolgsfak-
tor für kollaboratives Arbeiten wird, hängt jedoch sehr stark von der Akzeptanz bei den Mitarbeitern ab.
User Adoption als Management-Aufgabe
Eine mangelnde Unterstützung oder gar Ablehnung des Social Intra-
nets durch leitende Mitarbeiter ist in diesem Zusammenhang wohl die
schlechteste Voraussetzung. Nimmt die Geschäftsleitung ein Social
Intranet lediglich als technische Neuerung wahr, die sie der IT-Abteilung
zuordnet, wird es ebenfalls unter keinem guten Stern stehen. Dass sie
dies tut, ist aufgrund der technischen Komplexität der zugrundelie-
genden Systeme teilweise richtig und verständlich. Ein Social Intranet
muss jedoch als Kommunikationsaufgabe betrachtet und entsprechend
in der Kommunikationsstruktur verankert werden. Die Geschäftsleitung
und Führungskräfte müssen es in einer Vorbildfunktion anwenden.
Angesichts des offenen und dialogorientierten Charakters eines solchen
Systems herrscht im Management jedoch oftmals Skepsis: Auf einmal
wird transparent kommuniziert, nicht mehr vorwiegend top-down
sondern auch bottom-up. Mitarbeiter sind keine reinen Rezipienten
mehr, sondern Autoren, die Inhalte beisteuern, abteilungsübergreifend
verbreiten und kommentieren. Gewachsene Strukturen, Wissensmo-
nopole und Hierarchien erfahren so unter Umständen tiefgreifende
Veränderungen zugunsten einer Kultur des Austauschs und – aufgrund
der wahrscheinlich ungewohnten Transparenz – auch der Fehlertole-
ranz. Genau hierin liegen aber die Chancen, die ein Social Intranet eröff-
net: Direkte und vernetzte Informationsflüsse und weniger Aufwand für
Recherche steigern die Effizienz und Innovationsfreude, die Einbindung
aller Mitarbeiter erhöht die Motivation.
Gründliche Planung für einen guten Start
Was ist also zu tun, um ein neues Kommunikations- und Kollaborations-
tool an den Mann und die Frau zu bringen? Zur konzeptionellen Vorar-
beit gehören in jedem Fall eine Ist-Analyse, die konkrete Anwendungs-
fälle beschreibt sowie eine Liste von Anforderungen unterschiedlicher
Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen. Neben einer klaren Zielformu-
lierung ist es wichtig, Zuständigkeiten und Aufgaben im Zusammenhang
mit dem neuen System zu klären. Auch das Change Management und
Maßnahmen für die User Adoption müssen vor dem eigentlichen Start
geplant werden.
Gewohnheiten und Mitarbeiterpersönlichkeiten
Wenn das neue System bei einzelnen Mitarbeitern dennoch auf Wi-
derstand stößt, kann dies verschiedene Ursachen haben. So hat zum
Beispiel jeder Benutzer seine gewohnten Arbeitsweisen, von denen er
sich ungern löst. Klassische Beispiele hierfür sind Laufwerke, auf denen
Dateien abgelegt oder eigene Excel-Dokumente, in denen bestimmte
Daten erfasst werden. Unterschiedliche Generationen von Mitarbeitern
wiederum zeigen eine unterschiedlich ausgeprägte Aufgeschlossenheit
gegenüber Veränderungen und neuen Tools. Jüngere Menschen kennen
soziale Netzwerke aus ihrem privaten Umfeld und sind zumeist offener
für deren Nutzung. Auch die im Unternehmen vertretenen Persönlichkei-
ten beeinflussen die Art und Weise, wie neue Techniken der Zusammen-
arbeit genutzt werden. Während extrovertierte Kollegen möglicherweise
Kommunikationswege wie Online-Meetings und Gruppen-Chats nutzen,
bevorzugen introvertierte Mitarbeiter eher E-Mails und das Vier-Au-
gen-Gespräch.
Unsicherheiten ausräumen
Durch die Social Features eines Intranets werden viele Tätigkeiten und
Interaktionen der Mitarbeiter mess- und sichtbarer. Manche User stehen
13FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
dem mit Skepsis gegenüber. Andere fühlen
sich gehemmt, öffentlich zu kommunizieren,
zu posten oder zu kommentieren, weil sie
fürchten, ihnen könnten diese Aktivitäten
negativ ausgelegt werden („Wieso hat Kollege
X Zeit dafür?“). Manche Nutzer haben auch
Angst, nicht den richtigen Ton zu treffen und
sind sich unsicher hinsichtlich der erlaubten
Formulierungen und des Freiheitsgrades beim
Äußern der eigenen Meinung. Aus diesem
Grund vermeiden sie es lieber gleich ganz,
eigene Beiträge zu verfassen. Im Gegensatz
zu sozialen Netzwerken im Internet, wo ein
gewisser Grad an Anonymität herrscht, können
Aktionen im Intranet zurückverfolgt werden.
Daher müssen auch Institutionen wie der
Betriebsrat und der Datenschutzbeauftragte
von Anbeginn aktiv in die Konzeption und Ein-
führung sozialer Features einbezogen werden.
Technische Limitierungen wie eine schlechte
Suche oder ungenügende Usability können die
User-Akzeptanz ebenfalls negativ beein-
flussen. Mangelnde Schulung und/oder eine
fehlende Einführung in die neuen Technolo-
gien erzeugen hilflose Nutzer, die das System
zwangsläufig ablehnen.
Zehn To-Dos für den Einführungsprozess
Ein Wissensmanagementsystem in Form eines
Social Intranets lebt von der Bereitschaft
seiner Nutzer, Wissen zu teilen. Diese ist
nicht selbstverständlich vorhanden, lässt
sich aber mit entsprechenden Maßnahmen
fördern. Selbst wenn Mitarbeiter ihr Wissen
für sich behalten möchten – in dem Glauben,
das stärke ihre Position oder sichere ihren
Arbeitsplatz – kann diesem Problem mit einer
internen, breit angelegten Kampagne begeg-
net werden. Diese zehn Punkte gehören auf
die Agenda bei der Etablierung einer offenen
Unternehmenskultur des Teilens und damit
einer guten User Adoption:
1.	 Unternehmenskultur
Die interne Kommunikationsabteilung muss
die Entwicklung der Unternehmenskultur
vorantreiben, um veränderte Arbeitsweisen zu
etablieren. Mitarbeiter werden dabei frühzei-
tig eingebunden, Führungskräfte fungieren als
Spielmacher und leben Veränderungsprozesse
vor.
2.	 Change Agents und Protektoren
Mitarbeiter mit einer Schlüsselfunktion (z. B.
kommunikationsstarke Nachwuchskräfte) be-
richten dem Management als Change Agents
regelmäßig über den Fortschritt der Umset-
zung. Fürsprecher für das Intranet involvieren
ihr Team als Protektoren und stehen ihren
SUSANNE PHILIPP
ist seit über 20 Jahren in Un-
ternehmenskommunikation und
Marketing tätig, seit 2001 bei der
Digitalagentur UEBERBIT (Mann-
heim/Berlin).
direkten Kollegen als Ansprechpartner zur
Verfügung. Auch Führungskräfte fungieren
als Protektoren, indem sie die Nutzung des
Intranets aktiv stützen.
3.	 Zero-Option-Strategie
Zur neuen Lösung gibt es keine Alternative, so-
dass sich die Mitarbeiter zwangsläufig mit der
Veränderung auseinandersetzen müssen. Ein
Beispiel hierfür kann die Mitarbeiterzeitschrift
sein, die nicht mehr gedruckt, sondern nur
noch digital im Intranet veröffentlicht wird.
4.	 Zielgruppe beachten
Die Bedürfnisse der Mitarbeiter stehen im
Zentrum bei der Umsetzung eines Social Intra-
nets. Als Zielgruppe haben sie einen Anspruch
auf eine optimale Ansprache und Nutzbarkeit
(z. B. die Vermeidung unnötiger Anglizismen
oder eine unmissverständliche Benennung der
Hauptnavigationspunkte).
5.	 Launch-Event
Die Einführung eines Social Intranets ist nicht
alltäglich und verdient die Aufmerksamkeit al-
ler. Eine Ankündigung per Countdown („Noch
30 Tage bis ...“) und eine prominente Ein-
führungspräsentation begleiten den Launch
adäquat und schaffen ein Bewusstsein dafür,
dass hier etwas Besonderes entstanden ist.
6.	 Anreize schaffen
Durch Gamification und Incentives können die
Nutzer dazu motiviert werden, sich aktiv am
Intranet zu beteiligen und Inhalte beizu-
steuern. Mitarbeiter mit häufig gelesenen
Beiträgen oder Umfrageteilnehmer sehen dies
als Ansporn, sich erneut einzubringen.
7.	 Beliebte Inhalte als Zugpferde
Zentral platzierte Aufmerksamkeitsmagneten,
wie etwa der tägliche Kantinenplan, regen
zum Besuch des Intranets an und motivieren
dazu, sich dort umzusehen und selbst aktiv zu
werden.
8.	 Regelmäßig informieren
Indem Mitarbeiter regelmäßig über Neuerun-
gen (z. B. den Status der Umsetzung neuer
Features) informiert werden, fühlen sie sich
einbezogen und identifizieren sich eher damit.
9.	 Betriebsrat und Datenschutzbeauftrag-
ten involvieren
Mögliche Fallstricke treten rechtzeitig zutage,
wenn Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte
frühzeitig über das Konzept informiert wer-
den. Wichtige Themen sind in diesem Zusam-
menhang u. a. die Auswertung von Logfiles,
Likes oder auch freiwillige und verpflichtende
Angaben im Benutzerprofil.
10.	 Messung des Erfolgs
Erfolgsmessung über Web-Analytics-Tools
bzw. Online-Umfragen liefert Erkenntnisse
über interessante oder uninteressante Berei-
che und deckt Optimierungspotenzial auf.
Dr. Georg Kolb
Klenk & Hoursch
14FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG
DIE ZUKUNFT DER MIT-
ARBEITERZEITUNG 2015Die Mitarbeiterzeitung ist eines der drei wichtigsten Instrumente der Internen Kommunikation. Auch im Rahmen der rasant fort-
schreitenden Digitalisierung in den Unternehmen behält sie ihre zentrale Funktion zur Vermittlung von Unternehmenskultur bei.
Für eine auch in Zukunft hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern muss sie sich jedoch verändern.
Persönlicher Kontakt. Intranet. Mitarbeiterzeitung. Mit klarem Abstand
zu weiteren Medien rangieren diese drei auf der Wichtigkeitsskala inter-
ner Kommunikatoren ganz weit oben. 33,3 Prozent halten die Mitarbei-
terzeitung für das wichtigste, 36,2 Prozent für eines der drei wichtigsten
Instrumente. Die Studie belegt, dass man in den Unternehmen konkret
an Veränderungen der Mitarbeiterzeitung arbeitet. Im Durchschnitt aller
Teilnehmer planen zwei Drittel aktuell Veränderungen wie inhaltliche
oder grafische Überarbeitungen in bestehenden und neuen Kanälen.
Bei den Unternehmen mit über 50.000 Mitarbeitern sind es sogar 100
Prozent, die mit Veränderungen rechnen. Integration ist ein zentrales
Stichwort, wenn es um Veränderungen und die Zukunft der Mitarbei-
terzeitung geht. Gegenüber dem vergangenen Jahr hat sich der Anteil
derer, die Social Software mit der Mitarbeiterzeitung integrieren wollen,
fast verdoppelt. Die Unsicherheit im Hinblick auf mögliche Vorteile hat
sich gleichzeitig verringert. Inwieweit diese Integration auch zu mehr
Partizipation führt, bleibt abzuwarten. Wie schon im vergangenen Jahr
klafft eine große Lücke zwischen dem Anspruch an eine partizipatori-
sche Unternehmenskultur sowie Medienerstellung und der Realität, wer
primär für Themenfindung und Texterstellung zuständig ist. Der Wandel
hat auch eine sehr technische Dimension.
Auf Basis welcher Plattformen lassen sich Mitarbeiterzeitun-
gen in Zukunft am sinnvollsten realisieren? Wie lässt sich der
Anspruch, das Medium mobil auf dem Smartphone lesen und
kommentieren zu können, mit Sicherheitsbedenken und hoch
gesicherten Intranets vereinen? Die Folgen für die Mitarbei-
terzeitung sind heute schon absehbar: Sie wird interaktiver,
dynamischer, lebendiger. Es geht in Zukunft nicht nur darum,
von Ausgabe zu Ausgabe Inhalte in möglichst ansprechende
Formate zu bringen. Vielmehr werden sich in Zukunft Redak-
tionen vermehrt der „Verlängerung“ von Themen im Intranet
oder auf Veranstaltungen widmen, und die zurückgespielten
Inhalte in die Mitarbeiterzeitung einfließen lassen. Parallel
zur periodisch erscheinenden Mitarbeiterzeitung werden sich
begleitende (Online-)Formate entwickeln, die vor allem den
dialogischen Aspekt besser abbilden können als gedruckte
oder als ePaper verfügbare Magazine. Mobile Web-Apps, die
im Rahmen der Studie eines der zukünftigen Top-Formate dar-
stellen, werden sich dieser Herausforderung stellen müssen
– und können dies heute bereits in vielen Fällen.
GEGENÜBER DEM
VERGANGENEN JAHR
HAT SICH DER ANTEIL
DERER, DIE SOCIAL
SOFTWARE MIT DER
MITARBEITERZEITUNG
INTEGRIEREN WOLLEN,
FAST VERDOPPPELT.
15FOKUS IK 1/2015 | WEITERBILDUNG
Gelungene Interne Kommunikation schafft einen Mehrwert für Unter-
nehmen und Organisationen – materiell und immateriell. Informierte
Mitarbeiter denken mit, arbeiten motivierter und tragen das Markenver-
sprechen des Unternehmens positiv nach außen. Es spricht in Unter-
nehmen und Organisation alles für eine starke Interne Kommunikation,
die strategisch und mit System entwickelt werden sollte. Für diese
Aufgaben und Anforderungen braucht es professionelle IK-Manager. Um
die nötigen Rahmenbedingungen, Einblicke in die Methodik und den
wichtigen Praxisbezug geht es in diesem Seminar.
WEITERBILDUNG IK – AUSZUG 2015
Im Fokus des Seminars stehen Chancen und Herausforderungen von
Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation. Dazu
werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Intranet-Arbeit mit dem
Schwerpunkt „Social-Media-Initiativen“ dargestellt und anhand von
Fallstudien bzw. Best Practices diskutiert. Abschließend werden konkre-
te methodische Ansätze für die Einführung von Social-Media-Angeboten
im Intranet vorgestellt.
Das Intranet ist “sozialer” geworden. Es wandelt sich zunehmend zu
einer unternehmensweiten Plattform für Vernetzung, Wissensaustausch
und Zusammenarbeit. Das stellt aber auch neue Herausforderungen an
die Web-Anwendung. Eine häufig genutzte Business-Plattform für die
Zusammenarbeit im Unternehmen ist Microsoft SharePoint 2013. Doch
was ist anders als bei anderen Plattformen? Wo bietet sich der Einsatz
von SharePoint an? Und welche Funktionen bietet mir diese Business-
Plattform für das Intranet? Sie erfahren, wie Sie SharePoint optimal für
Ihr Intranet nutzen und lernen die typischen Phasen und Arbeitspakete
des Projektes kennen.
Der Begriff Unternehmenskultur hat derzeit Hochkonjunktur. Kein Tag
vergeht, ohne dass die Notwendigkeit von Vertrauen, Offenheit und
Wertschätzung beschworen wird. Unternehmen haben die Bedeutung
dieser „Soft Facts“ für den Geschäftserfolg erkannt. Das Phänomen
Unternehmenskultur ist nicht einfach zu (be)greifen und Veränderun-
gen dauern oft Jahre. In diesem Workshop nähern wir uns vor allem
der Kommunikationskultur an und werfen sowohl einen theoretischen
als auch einen praktischen Blick auf verschiedene Dimensionen, z. B.
Besprechungs-, E-Mail-, Konflikt- und Führungskultur.
INTERNE KOMMUNIKATION IM
SCHLEUDERGANG
30.11.2015 in Berlin
Trainerin: Ulrike Führmann
INTRANET UND SOCIAL
MEDIA IN DER INTERNEN
KOMMUNIKATION
13.11.2015 in Düsseldorf
Trainer: Wendelin Auer
SOCIAL INTRANET MIT
SHAREPOINT 2013 ERFOLGREICH
UMSETZEN
13.11.2015 in Düsseldorf
Trainer: Lutz Hirsch
UNTERNEHMENSKULTUR PUR –
GRUNDLAGEN, INSTRUMENTE,
ERFOLGSFAKTOREN FÜR EINE
GUTE KOMMUNIKATIONSKULTUR
8.6.2015 in Berlin | 13.11.2015 in Düsseldorf
Trainerin: Ulrike Führmann
Im Mittelpunkt stehen die Themen rund um den Umgang mit Verände-
rungen:
•	 Warum Change-Projekte so oft scheitern
und was man dagegen tun kann
•	 Change the Change: Stärken und Schwächen
der internen Kommunikation erkennen und nutzen
•	 Führungskommunikation als Schlüssel:
Wie Sie Ihre Veränderungskommunikation orchestrieren
•	 Betroffene beteiligen: Praxisbewährte Lösungswerkzeuge
zum Kommunikationsmanagement
DEN CHANGE-PROZESS
ERFOLGREICH TREIBEN
13.11.2015 in Düsseldorf
Trainer: Dr. Guido Wolf
Mitarbeiterzeitschriften haben eine hohe integrative Kraft. Sie lenken
die Mitarbeiter zusätzlich auf das Unternehmen, steuern ihr Interesse
und bündeln die Aufmerksamkeit anhand einiger wichtiger Themen, die
in anderen Medien aufgegriffen werden. Kein anderes Medium, das der
Internen Kommunikation zur Verfügung steht, hat die Chance, auch zu-
hause von der Familie gelesen zu werden. Letztlich ist es eine einfache
Rezeptur, die ein Mitarbeitermagazin oder eine Mitarbeiterzeitschrift
erfolgreich machen: Man sollte seine Bezugs- und Zielgruppen kennen,
spannende Inhalte dicht am Menschen vermitteln und eine strukturier-
te Ordnung im Heft bieten. Tipps Ihre MAZ oder Ihr Mitarbeitermagazin
zu professionalisieren, vermittelt dieser MAZ-Workshop.
MITARBEITERZEITSCHRIFTEN:
NUR DIE CHAMPIONS LEAGUE
ZÄHLT
1.12.2015 in Berlin
Trainer: Dr. Gerhard Vilsmeier
16FOKUS IK 2/2015 | SCHON GELESEN?
Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Social
Collaboration. Räumliche Distanzen sollen überbrückt, Experten
zusammengebracht und Informationen zielgerichtet bereitgestellt wer-
den, um bei der schnellen Entscheidungsfindung und -umsetzung zu
helfen. Doch nach wie vor herrscht Unsicherheit beim richtigen Einsatz.
Das betrifft weniger die Tools an sich, als vielmehr die richtige Einfüh-
rung und den sinnvollen Einsatz dieser. Die Herausforderung liegt laut
der Autoren in der Ergebnisoffenheit: Denn Prozesse und Funktionen
von Social Collaboration lassen sich nicht vorab im Detail beschreiben.
Und auch die Einführung erfordert Veränderungen, wenn nicht sogar
einen Wandel der Unternehmenskultur, der umfassend vorbereitet und
begleitet werden muss. Das Buch will bei der Umsetzung helfen. Dazu
fassen die Autoren ihre Erfahrungen und bewährte Best Practices zu-
sammen und liefern eine Methodik zur erfolgreichen Einführung eines
Social Collaboration Workplace. Ein empfehlenswerter Einstieg in die
Thematik und vor allem mit Blick auf die strukturierte Collaboration
Agenda auch für Fortgeschrittene ein hilfreicher Begleiter.
.
Neue soziale Technologien finden ihren Weg in immer mehr Unterneh-
men und verwandeln sie in agile Netzwerkorganisationen. Theoretisch.
Praktisch sieht es leider anders aus. Es geht dabei eben nicht um ein
weiteres IT-Projekt, sondern um den kulturellen und strukturellen
Wandel in eine moderne vernetzte Arbeitswelt. Und damit genug der
Vorrede, denn die Frage ist: Wie packen wir es an?
In ihrem neuen Buch geben Ihnen Steffi Gröscho (Social Collaboration
Umsetzungsbegleiterin), Dr. Claudia Eichler-Liebenow (Planungs- und
Konzeptionsversteherin), Regina Köhler (Organisationsentwicklerin
Enterprise 2.0) sowie ihre charmante virtuelle Kollegin und Social-
Intranet-Expertin Babett genau die richtigen Tipps und Tricks für die
erfolgreiche Einführung von Social Collaboration im Unternehmen.
Geballte Praxiserfahrung pur!
Hiller, Andreas/Schneider, Marcus
/ Wagner, Anne Christine 1. Auflage,
Verlag Werner Hülsbusch,
Glückstadt 2014 | 160 Seiten
ISBN-13: 978-3864880650
26,90 €
Gröscho, Steffi / Eichler-Liebenow,
Claudia / Köhler, Regina
SCM, Berlin April 2015 | 300 Seiten
ISBN: 978-3-940543-43-1
49,90 €
Instrumente und
Techniken der Internen
Kommunikation -
Band 2
Lars Dörfel
Social Intranet 2012
SCM/ Hirschtec
Studie „Enterprise
2.0 Watch“
SCM/ Kuhn,
Kammann & Kuhn
Trendmonitor Interne
Kommunikation 2013
SCM/ DPRG
Social Media
in der Internen
Kommunikation
Lars Dörfel/
Theresa Schulz
Rede mit mir – Interne
Kommunikation
2.überarbeiteteund
erweiterteAuflage
Lars Dörfel
LITERATURTIPPS
Social Collaboration Workplace.
Das neue Intranet erfolgreich einführen
Willkommen in der neuen Arbeitswelt.
So erwecken Sie ein Social Intranet zum Leben.
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17FOKUS IK 2/2015
ANMELDUNG
FAX: +49 (0)30 479 89 800 | POST: SCM, WEICHSELSTR. 6, 10247 BERLIN
PRAXISTAGE INTERNE KOMMUNIKATION 2.0  www.scm-praxistage.de
Ja, ich nehme an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 11. und/oder 12. Juni 2015 teil und akzeptiere die Teilnahme-
bedingungen sowie die AGB*.
	 995,00 € für die Teilnahme an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 11./12. Juni 2015*.
	 520,00 € für die Teilnahme am 11. Juni 2015 an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0*.
	 520,00 € für die Teilnahme am 12. Juni 2015 an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0*.
INTENSIVKURS INTERNE KOMMUNIKATION
	 Ja, ich nehme teil an dem Intensivkurs „Interne Kommunikation”
oder an einem einzelnen Modul des Intensivkurses und akzeptiere die
Teilnahmebedingungen sowie die AGB*.
2.100,00 € pro Person für die Teilnahme am gesamten Intensivkurs
„Interne Kommunikation”.
	 8. Oktober - 5. Dezember 2015 | Frankfurt
Die Module sind auch einzeln buchbar. Die Teilnahmegebühr für ein Modul beträgt
890,00 € zuzüglich 19% Mehrwertsteuer. Bei der Buchung von zwei Modulen beträgt
die Gebühr 1.590,00 €. Sie möchten sich für einzelne Module des Intensivkurses
„Interne Kommunikation“ anmelden? Wählen Sie bitte hier die gewünschten Module*:
1. Modul: Interne Kommunikation im Überblick: Grundlagen, Strategien, Konzepte
(Einzelpreis 890,- €)
	 8. - 10. Oktober 2015 | Frankfurt
2. Modul: Interne Kommunikationsinstrumente
(Einzelpreis 890,- €)
	 5. - 7. November 2015 | Frankfurt
3. Modul: Schnittstellen und Erfolgskontrolle der IK
(Einzelpreis 890,- €)
	 3. - 5. Dezember 2015 | Frankfurt
SEMINARE*
Unternehmenskultur pur
(Einzelpreis 450,- €)
	 8. Juni 2015 | Berlin
	 13. November 2015 | Düsseldorf
Den Change-Prozess erfolgreich treiben
(Einzelpreis 450,- €)
	 13. November 2015 | Düsseldorf
Interne Kommunikation im Schleudergang
(Einzelpreis 450,- €)
	 30. November 2015 | Berlin
Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation
(Einzelpreis 450,- €)
	 13. November 2015 | Düsseldorf
Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich umsetzen
(Einzelpreis 450,- €)
	 13. November 2015 | Düsseldorf
Mitarbeiterzeitschriften: Nur die Champions League zählt
(Einzelpreis 475,- €)
	 1. Dezember 2015 | Berlin
SCM – BIBLIOTHEK (AUSWAHL)
Willkommen in der neuen Arbeitswelt.
So erwecken Sie ein Social Intranet zum Leben.
	 49,90 €	
Instrumente und Techniken
der Internen Kommunikation | BAND 2
	29,90 €				
	 19,99 € (E-Book)			
Rede mit mir (2. Auflage)
	 29,90 €			
	 19,99 € (E-Book)			
Storytelling
	 26,90 €			
	 19,99 € (E-Book)			
Beyond 2 – Change Communications
	 5,50 € (Versand)	
Beyond 3 – Werkzeuge der IK
	 7,90 € (Versand)
Beyond 4 – Unternehmenskultur
	 7,90 € (Versand)	
Trendmonitor Interne Kommunikation 2013
	 39,95 €	
	 35,99 € (E-Book)	
Social Media in der Internen Kommunikation
	 29,90 €	
	 19,99 € (E-Book)	
Social Intranet 2012
	 39,95 €			
	 19,99 € (E-Book)	
			
*Die AGB finden Sie unter www.scmonline.de/agb | Datenschutz-Hinweis: Sie können bei uns der Verwendung
Ihrer Daten widersprechen, wenn Sie in Zukunft keine Prospekte mehr erhalten möchten. (§28 VI BDSG).
Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.
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Funktion | Abteilung
Straße | Postfach
PLZ | Ort
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  • 1. 1FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW Der kostenlose Newsletter zum Thema »Interne Kommunikation« unter: www.interne-kommunikation.net und www.scmonline.de WEITERE THEMEN 08 FACHBEITRAG Prof. Dr. Thorsten Riemke-Gurzki über Intra- net Themen und Trends 2015 09 SCHON VORGEMERKT? Praxistage Interne Kommunikation 2.0 10 FACHBEITRAG Willkommen in der neuen Arbeitswelt 11 NACHGEFRAGT Stellenausschreibungen 12 FACHBEITRAG Susanne Philipp über User Adoption als Voraussetzung für kollaboratives Arbeiten 14 FACHBEITRAG Die Zukunft der MAZ 2015 16 SCHON GELESEN? Buchtipps l Buchrezensionen AUSGABE 02|2015 SOCIAL INTRANET BEI DATEV  S. 3 MOBIL INS INTRANET DER ZUKUNFT  S. 6 INTERVIEW FACHBEITRAG F KUS IK
  • 2. 2FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW EDITORIAL Sehr geehrte Leserinnen und Leser, das Intranet gehört inzwischen genauso in den Medien-Mix des internen Kommunikators wie das persönliche Gespräch oder die MAZ. Doch jedes Medium entwickelt sich weiter, so auch das Intranet. Es wird nicht nur „social“, sondern auch mobiler – diese Tendenz hat auch die aktuelle Studie „Intranet Themen und Trends 2015“ herausgearbeitet. Wer auf dem Gang nicht miteinander spricht, braucht kein Social Intranet – die technologischen Veränderungen müssen mit einem Wandel der Kommunikation und Kultur einhergehen, hierin sieht Prof. Dr. Thorsten Riemke-Gurzki eine Herausfor- derung der nächsten Jahre. Auch Frank Wolf geht in seinem Beitrag auf den mobilen Aspekt des Intranets ein und sieht die Zukunft nicht in einer großen Plattform, sondern in sehr spezialisierten Anwendun- gen, die in einer „Verappung“ des Intranets münden. Einen Einblick in die neue Arbeitswelt und Tipps, wie man ein Social Intranet zum Leben erweckt, geben Steffi Gröscho, Dr. Claudia Eichler-Liebenow und Regina Köhler in ihrem Beitrag. Susanne Philipp ergänzt dies mit ihren zehn To Dos für die Etablierung einer offenen Unternehmenskultur des Teilens und guten User Adoption. Wie die Einführung eines Social Intranets in der Praxis aussieht, erfahren Sie im Interview mit Dr. Andreas Binzenhöfer und Markus Korherr von DATEV. Nicht zuletzt möchte ich Ihnen unsere kommenden Praxista- ge Interne Kommunikation 2.0 am 11./12. Juni in Düsseldorf ans Herz legen und hoffe, das neue Gewand unseres Newslet- ters gefällt Ihnen. Ich wünsche Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen! Ihre Madlen Brückner IMPRESSUM Herausgeberin: Madlen Brückner (V.i.s.d.P.) Vertretungsberechtigter: Lars Dörfel Redaktion: Theresa Schulz, Nicole Gatz, Antonia Langula Steuernummer: 37/171/21334 [SCM] c/o prismus communications GmbH Weichselstraße 6 | 10247 Berlin T: +49(0)30 47 98 97 89 F: +49(0)30 47 98 98 00 info@scmonline.de www.scmonline.de
  • 3. 3FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW AUS SICHT DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION TRÄGT DAS SOCIAL INTRANET STARK ZUR ANGESTREBTEN KULTUR BEI Seit 1999 besitzt DATEV ein gut strukturiertes Intranet. Derzeit führen Sie ein flächendecken- des Social Intranet ein. Was war die Initial- zündung für ein neues Intranet und welches strategische Ziel verfolgen Sie damit? Dr. Andreas Binzenhöfer: Der eigentliche Auslöser war, dass unser Redaktionssystem für das Intranet abgeschaltet wird. Wir waren also in erster Linie technisch dazu gezwungen, wenn man so will. Unabhängig davon haben wir uns aber schon vorher Ge- danken über die Möglichkeiten eines Social Intranets gemacht und hatten schon eine Vorstellung davon, wie das Ganze aussehen könnte, bevor der technische Auslöser kam. Markus Korherr: Aus Sicht der Unter- nehmenskommunikation trägt ein Social Intranet stark zu der von uns angestrebten Kultur bei. Wir verfolgen damit drei Ziele: In erster Linie wollen wir damit den Kulturwan- del im Unternehmen unterstützen, hin zu einer direkteren, hierarchieübergreifenden Kommunikation. In unserem Social Intranet soll Diskussion offen und unternehmensweit möglich sein. Dadurch unterstützen wir auch den Wissenstransfer, das ist unser zweites Ziel. Durch die schnellere Veröffentlichung und bessere Auffindbarkeit von Inhalten wird das Firmenwissen einfacher zugänglich. Und als drittes Ziel ist es uns als moder- nem IT-Unternehmen natürlich wichtig, die Digital Natives anzusprechen und moderne Kommunikationstechnologien im Unterneh- men anzubieten. Wie ist die Einführung des neuen Intranets bei der DATEV erfolgt? Dr. Andreas Binzenhöfer: Der Weg zum Social Intranet lässt sich bei uns in drei Phasen gliedern. In der ersten Phase haben wir einfach mal ausprobiert, welche Tech- nologien und Medien von den Mitarbeitern angenommen und genutzt werden. Mit den Erfahrungswerten haben wir in Phase zwei gezielte Pilotprojekte gestartet, wie einen Vorstandsblog oder „Nachgefragt!“, eine Plattform, auf der Fragen an den Vorstand gestellt, „geliked“ und diskutiert werden können. So konnten sich unsere Kollegen mit dem Einsatz von Social Media im Un- ternehmen vertraut machen. Somit können wir in Phase drei, dem flächendeckenden Social Intranet, auf bestehenden Strukturen aufbauen und diese erweitern. Die Unterstützung des Managements wird neben dem richtigen Konzept häufig als der entscheidende Erfolgsfaktor für ein Social Intranet gesehen. Wie haben Sie das Management ins Boot geholt und wie wird die Nutzung des Intranets durch die Führungs- kräfte vorgelebt? Markus Korherr: Das ist wirklich einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Wir hatten Glück, denn wir mussten im Grunde keine Überzeugungsarbeit leisten, da das Top- Management eher uns ins Boot geholt hat. Unser Vorstandsvorsitzender hat die Idee mit „Nachgefragt!“ eingebracht und auf einer Info-Veranstaltung allen Führungskräf- ten vorgestellt. Das Social Intranet ist damit ein verbinden- des Element in der internen Kommunikation zwischen Top-Management und Mitarbei- ter. Unsere Vorstände sind sehr aktiv in „Nachgefragt!“ oder in Blogs. Im mittleren Management ist die Nutzung durchaus noch ausbaufähig und sehr davon abhängig, wie stark sich die jeweiligen Führungskräfte persönlich für Social Media interessieren. Insgesamt wird die offene Kommunikation definitiv bereits durch Blogs, Kommentare oder Diskussionen gelebt und vorangetrie- ben. Auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 im März sagten Sie in Ihrem Vortrag: Die IT muss die Interne Kommunikation verstehen, die Interne Kommunikation muss aber auch die IT verstehen.“ Wie sind Ihre Erfahrungen aus der Praxis? Interview mit Dr. Andreas Binzenhöfer und Markus Korherr über ihr Social Intranet bei DATEV DR. ANDREAS BINZENHÖFER, DATEV ist seit sieben Jahren bei DATEV verantwortlich für die Themen Intranet, Unternehmenssuche und den Einsatz von Microsoft Office Produkten. Dabei setzt er seit 2009 auf SharePoint als zen- trale Plattform für die bereichsübergreifende Zu- sammenarbeit, die Durchführung von Projekten und das Vernetzen in Communities. Seit 2012 verantwortet er die interne Social-Media-Stra- tegie und deren Umsetzung in SharePoint. Nach mehreren Pilotprojekten soll Mitte 2015 das Social Intranet offiziell frei- gegeben werden.
  • 4. 4FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW MARKUS KORHERR, DATEV arbeitet bei DATEV im Bereich Corporate Publishing und ist dort u. a. für die Inter- ne Kommunikation zuständig. Dr. Andreas Binzenhöfer: Klassisch würde der Prozess ja so ablaufen, dass die Interne Kommunikation eine Idee hat und dann die IT zur Umsetzung bewegen muss. Bei uns ist SharePoint allerdings eher von Seiten der IT als Tool für die Zusammenarbeit groß geworden. Dadurch hat bei uns die IT auch zunehmend Aufgaben übernommen, die ins Feld der Internen Kommunikation fallen. Markus Korherr: Die Kollegen aus der inter- nen IT haben uns aber zunehmend mit ein- bezogen, so dass heute beide Abteilungen synchron an gemeinsamen Zielen arbeiten. Durch diesen Werdegang haben IT und IK eine sehr gute Vorstellung davon, wie der jeweils andere so tickt. Das vereinfacht manche Abstimmungen natürlich ungemein. Deswegen geben wir auch dieses Interview gemeinsam. Was sind die größten Herausforderungen bei dem Ausbau Ihres Intranets? Dr. Andreas Binzenhöfer: Technisch betrach- tet ist die Migration der Inhalte natürlich eine große Herausforderung. Wir haben hier den Auftrag, den Aufwand für die Redak- teure so gering wie möglich zu halten. Kein Nachbearbeitungsaufwand für die Fachbe- reiche, gleichzeitig müssen sich die bishe- rigen Inhalte in das neue Konzept einfügen. Alles nur 1:1 unreflektiert zu migrieren, ohne sich auch von Altlasten zu trennen, WIR HABEN DAR- AUF GEACHTET, DASS WIR AN ALLEN STELLEN IM INTRANET „SOCIAL READY“ SIND. das wäre uns zu wenig. Es war nicht immer einfach, den richtigen Weg zu finden. Aber es hat sich gelohnt. Markus Korherr: Neben der technischen Mi- gration ist es uns sehr wichtig, den Kollegen einen Mehrwert zu bieten, deshalb haben IT und Interne Kommunikation sehr viel Herz- blut in das Konzept für die neue Startseite investiert. Dabei war vor allem die Aufgabenteilung zwischen IT und Interner Kommunikation spannend. Unsere Herausforderung als Interne Kommunikation war es, SharePoint ausreichend gut zu verstehen, um uns mit den Kollegen der IT austauschen zu können. Das war nicht immer leicht. Da waren schon einige diskussionsintensive Runden nötig. Im Rückblick eine gute Investition, um ein gemeinsames Verständnis für die Sicht des jeweils anderen und unser Social Intranet zu entwickeln. Dr. Andreas Binzenhöfer: Gemeinsam haben wir sehr darauf geachtet, dass wir an allen notwendigen Stellen im Intranet „social ready“ sind. Das heißt, es können nach und nach neue Social Features integriert werden. Welche Anreize schaffen Sie, damit die Mitarbeiter das neue Intranet auch langfristig nutzen? Markus Korherr: Es ist uns wichtig, interes- sante und spannende Inhalte zu bieten, die unsere Kollegen auf fachlicher und emo- tionaler Ebene ansprechen. Insbesondere Neuigkeiten direkt vom Vorstand erzeugen hohe Aufmerksamkeit. Durch regelmäßi- ge Social-Media-Projekte versuchen wir, kontinuierlich den Austausch zu fördern, indem wir Anlässe und Plattformen (wie z.B.: „Nachgefragt!“) anbieten, auf denen Mitarbeiter kommentieren und diskutieren können. Dafür ist ein aktives Community Management nötig, das bei uns in der Inter- nen Kommunikation angesiedelt ist. Zudem haben wir Intranet-Beauftragte in den verschiedenen Fachbereichen, die als Multiplikatoren und Ansprechpartner für Redakteure fungieren. Und gerade im Rahmen des Intranet-Re- launchs haben wir Benutzerlabore aufge- setzt, um herauszufinden, ob z. B. unsere neue Navigation selbsterklärend ist. Dr. Andreas Binzenhöfer
  • 5. 5FOKUS IK 2/2015 | INTERVIEW Dr. Andreas Binzenhöfer ist Referent der Praxistage Interne Kommunikation 2.0 am 11./12. Juni in Düsseldorf.  Wodurch zeichnet sich Ihr Social Intranet aus? Welche Funktionen sind von besonderer Bedeutung und welche planen Sie für die Zukunft? Markus Korherr: Unsere neue Startseite ist sehr stark Richtung „social“ orientiert. Ne- ben Unternehmens-News, die man liken und kommentieren kann, gibt es individuell kon- figurierbare News aus den Fachbereichen und Widgets (z. B. Speiseplan, abonnierte Blogs, etc.), die sich jeder Kollege selbst aussuchen und anordnen kann. Wir setzen also zum einen auf Funktionen, wie „Gefällt mir“ und Kommentare und zum anderen auf die Möglichkeiten der Personalisierung. Inhaltlich wollen wir spannende Projekte auch prominent an vorderster Front präsen- tieren: Fragen an den Vorstand, unterneh- mensweite Diskussionen über strategische Themen finden bei uns zukünftig auf der Intranet-Startseite statt. Dr. Andreas Binzenhöfer: Für die Zeit nach dem Relaunch sind auch schon die nächsten Features in Planung: ein Newsfeed auf der MySite, ein Button zum Teilen von Inhalten, Hashtags und @-Mentioning als weitere Social-Media-Komponenten, um Inhalte zu strukturieren und zukünftig die Mailflut etwas eindämmen zu können. WIR HOFFEN NATÜRLICH, DASS UNSERE KOLLEGEN DIE TECHNISCHEN MÖGLICHKEITEN GENAUSO INTUI- TIV NUTZEN WIE PRIVAT. Welche Veränderungen erwarten Sie mit dem gezielten Einsatz von Social Features im Intranet in Bezug auf die Unternehmenskultur bei DATEV? Dr. Andreas Binzenhöfer: Wir hoffen natür- lich, dass unsere Kollegen die technischen Möglichkeiten genauso intuitiv nutzen, wie privat vielleicht Facebook oder Twitter. Da- durch wollen wir das besagte Ziel erreichen: Einen offenen, direkten und spontanen Austausch über Hierarchiegrenzen hinweg – ohne jedes Wort fünf Mal mit dem Vorge- setzten abstimmen zu müssen. Markus Korherr: Durch diese offene Diskus- sionskultur können wir Probleme früher erkennen und damit schneller reagieren. Außerdem trägt diese authentische Art der Kommunikation auch zu einer Weiterent- wicklung unserer Fehlerkultur bei. Dr. Andreas Binzenhöfer
  • 6. 6FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG MOBIL INS INTRANET DER ZUKUNFT Wer ernsthaft Social Intranet Berater sein will, dem fällt bei neuen Kunden aktuell eine eher unattraktive Rolle zu: Er muss Erwartungen dämpfen, denn oft stellen sich die erwarteten Vorteile des „Social“ Intranets nur sehr zögerlich ein. In den vergangenen Jahren meines Intranet-Beraterlebens gab es jedoch einen Bereich, der uns regelmä- ßig positiv überrascht hat: Wann immer eine Plattform einfach mobil verfügbar war, stiegen Nutzerzahlen und Interaktionen deutlich an. Das ist keine exklusive Einsicht und so wird schon seit einigen Jahren der Trend des mobilen digitalen Arbeitsplatzes prognostiziert. In Realität zeigen sich jedoch überraschend wenige mobil verfügbare Intranets. Woran liegt das? Die Anforderungen widersprechen sich Ein modernes Intranet allen Mitarbeitern mobil verfügbar zu machen, schafft komplett widersprüchliche Anforderungen. Ein Social Intranet bedeutet die Evolution von einem digitalen Informationsmedium zu einer echten Geschäftsplattform – der zentrale Drehpunkt und digitale Arbeitsplatz für die Informationsarbeiter des Unternehmens. Projekte und Arbeitsgruppen mit unzähligen aktuellen und geschäftskritischen Dokumenten katapultieren moderne Intranets damit in völlig andere Sicherheitsdimensionen als herkömmliche Intranets das je konnten. Führen wir uns demgegenüber die Anforderungen mobilen Zugriffs vor Augen: Wer es ernst meint und wirklich alle Mitarbeiter erreichen will, wird private Geräte der Mitarbeiter mit einbeziehen und nicht erwarten, dass Nutzer bei jedem einzelnen Aufruf der Intranet-App eine Zweifaktor-Authentifizierung über sich ergehen lassen. Inhalte müssen passwortgeschützt sein, sollten aber nicht bei jedem Aufruf das Passwort erfordern. Der geschilderte Widerspruch beschränkt sich nicht nur auf den Sicherheitsaspekt. Gelegenheitsnutzer wie gewerbliche Mitarbeiter in Produktion und unterwegs brauchen schnell und einfach ihre Sicht auf wichtige Informationen des Unternehmens während Informationsarbei- ter die gesamte Funktionsvielfalt und Komplexität ihrer Arbeit auf ihrem digitalen Arbeitsplatz wiederfinden müssen. Der Makel moderner Intranets: fehlende Reichweite Die Folge lässt sich an vielen (Social-) Intranets der letzten Zeit ablesen: Priorität hat oft der digitale Arbeitsplatz für die Informationsarbeiter. Die Folge sind Intranets, die für viele Mitarbeiter sehr komplex erschei- nen und für diejenigen ohne PC-Arbeitsplatz meist überhaupt nicht erreichbar sind. Der bleibende Makel vermeintlich moderner Intranets wird damit die fehlende Reichweite. Einer der Verlierer ist dabei auch die Interne Kommunikation, die zwar eine Plattform besitzt, aber ihren Kommunikationsauftrag nicht effektiv erfüllen kann. Im Unternehmen tun sich tiefe Gräben auf zwischen der interaktiven Echtzeit-Welt des Social Intranets und der quartalsweise erscheinenden Mitarbeiterzei- tung. Dieses Bild mag für viele Unternehmen zu drastisch sein, aber genau das ist der Kern der aktuellen Entwicklung. Was sollte eigentlich mobil verfügbar sein? Nicht alles, was der moderne digitale Arbeitsplatz offeriert, ist auch für die Nutzung mit dem Smartphone geeignet und erwünscht. Werfen wir einen Blick auf die einzelnen Anwendungsfälle: Kommunikation hat hohe Relevanz für die mobile Verfügbarkeit. Un- ternehmen brauchen heute Mitarbeiter, die über den eigenen Tellerrand
  • 7. 7FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG hinaus verstehen, was links und rechts vom eigenen Arbeitsplatz passiert und warum es passiert. Intranets, Newsletter oder Mitarbei- terzeitungen sind dafür klassische Instrumen- te, die jedoch mit ihrer begrenzten Reichwei- te oder fehlenden Aktualität bislang deutlich an ihre Grenzen stoßen. Besonders spannend ist der mobile Ansatz auch für Redakteure, die damit schnell und aktuell Informationen und Bilder verteilen können. Moderne Interne Kommunikation wird so aktueller, lokaler und authentischer als jemals zuvor. Informationen wie Arbeitsanweisungen, Kon- taktdaten oder Standortbeschreibungen soll- ten auf jeden Fall mobil verfügbar sein. Das gilt jedoch nicht für die tausenden Inhaltssei- ten, die Intranets in großen Unternehmen oft nach einigen Jahren besitzen. Mobil hat das keinen Mehrwert. Leitfrage: Welche Informa- tionen sind für möglichst viele Mitarbeiter wichtig, nicht sicherheitskritisch und sollten möglichst im einfachen Zugriff sein? Projektinhalte sind oft sensible Inhalte mit unternehmenskritischen Informationen und Dokumenten. Eine – wenn auch passwortge- schützte – Verfügbarkeit auf privaten Geräten kommt für viele Unternehmen nicht in Frage. Dazu liegt der Fokus in Projekten auf dem Erschaffen, nicht primär dem Konsumieren. Hier kommen mobile Geräte deutlich an ihre Grenzen. Wer von uns nutzt ein Smartphone oder Tablet, wenn er einen längeren Text schreiben muss? Eine Ausnahme bildet die reine Teamkommunikation in Projekten. FRANK WOLF ist Mitgründer und Geschäftsfüh- rer der Eyo MitarbeiterApp. Nach Stationen bei Accenture und der T-Systems Multimedia Solutions gründete er 2014 die Employee- App GmbH. Prozesse wie Rechnungsfreigaben, Dienst- pläne, Zeiterfassung oder Urlaubsanträge haben ein hohes Potenzial für den mobilen Kanal. Eine der (neben der Informationssi- cherheit) größten Herausforderungen ist hier die Verbindlichkeit von mobil unterstützten Prozessen. Wie genau sind die Erwartungen an die Reaktionszeiten der Mitarbeiter und ist der sonntägliche Blick auf den Dienstplan für Montag nun Arbeitszeit oder Privatzeit? Hier ist Augenmaß und offener Dialog gefragt – die vollkommene Abschottung von Privat- und Berufsleben ist ebensowenig zukunftsfähig wie die grenzenlose digitale Verfügbarkeit der Mitarbeiter. Wie geht es weiter mit (mobilen) Intranets? Die Diskussion der Anwendungsfälle und Zielgruppen zeigt eines sehr deutlich: die EINE Plattform, die alle Anforderungen an Funktio- nalität, Sicherheit und Zugänglichkeit erfüllen kann, ist immer weniger realistisch. Die nächste Generation von Intranets muss vor allem zielgruppenorientierter werden. Auf der einen Seite brauchen wir „Communication Intranets“, die einfach und für alle Mitarbei- ter erreichbar und benutzbar sind. Daneben stehen dann Plattformen für Zusammenarbeit, strukturierte Informationen und Prozesse. Alles zusammen ist der digitale Arbeitsplatz, der je nach Rolle und Aufgabenbereich sehr unter- schiedlich aussehen kann. Also weniger die eine große Plattform, sondern verschiedene, sehr spezialisierte Anwendungen. Man könnte auch sagen, das Intranet der Zukunft „verappt“. Frank Wolf spricht über „Mobil ins Intranet der Zukunft“ auf den Pra- xistagen Interne Kommunikation 2.0 am 11./12. Juni in Düsseldorf. 
  • 8. 8FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG INTRANET THEMEN UND TRENDS 2015 Das Intranet hat seit seiner Entwicklung in den neunziger Jahren einen massiven Wandel erlebt. Von einer einfachen Linkliste hin zu einem eigenen Medium, das nicht nur die kommunikativen Anforderungen in Unternehmen unterstützt, sondern ein zentrales Element der modernen Unternehmenssteuerung ist. Klassische Geschäftsmodelle erfahren im Rahmen der digitalen Transformation tief greifende Umbrüche. Etablier- te Unternehmen sehen sich immer neuen Angreifern auf ihren Märkten gegenüber, die zum Teil mit disruptiven Geschäftsmodellen arbeiten. Vor diesem Wandel wächst die Bedeutung der schnellen und effizienten Internen Kommunikation mit den Mitarbeitern in und mit dem Medium Intranet. Mit der Digitalisierung finden aber auch umgekehrt immer mehr Innovationen und Trends aus dem Internet zeitverzögert Einzug in die betriebliche Welt des Intranets. Ein Beispiel hierfür ist das klassische Business-TV, welches dem Trend folgend nicht mehr über eine konventi- onelle Fernsehinfrastruktur zu den Rezipienten gelangt. Business-TV ist heute Bestandteil des Intranets. Aktuell diffundieren Social Networks aus dem Internet in die Intranets der Unternehmen. Ein kontinuierlicher Wandel, bei dem eine Standortbestimmung nicht leicht fällt. Doch: Was machen deutsche Unternehmen wirklich in ihrem Intranet? Und welche Themen sind in diesem Jahr relevant? Die Intranet-Studie „Themen und Trends“ untersucht jährlich die aktuellen Trends in den Intranets deutscher Unternehmen. Hierzu wurden Unternehmen verschiedenster Größe angesprochen. Die Anwenderstudie „Intranet Themen und Trends“ erfragte die Ziele, die Unternehmen mit ihrem Intranet verfolgen. Das klare Ergebnis: Vor Wissensmanagement und vor allgemeinen qualitativen Zielen, wie der Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung, steht an erster Stelle immer noch die interne Unternehmenskommunikation als Ziel des Intranets. Die Idee einer integrierten zentralen Informations- und Arbeitsumgebung für Mitarbeiter ist in der Gesamtbetrachtung eher ein nachrangiges Ziel. Entsprechend bieten 91 Prozent der Unternehmen Unternehmensnachrichten im Intranet an. Die Mehrheit der Intranets wird von der Unternehmenskommunikation oder der IT-Abteilung verantwortet. Dieses Ergebnis liegt in der Historie der jeweiligen Intranets begründet. Intranets werden zu einem Teil von IT-Abteilungen als Anwendungsplattform betrieben und verantwortet. Dem gegenüber stehen die Unternehmen, die in ihrem Intranet histo- risch die interne Kommunikation priorisiert haben. Es gibt aber auch Unternehmen, die einen eigenen Bereich für Informationsmanagement eingerichtet haben oder die in interdisziplinären Teams die Aspekte In- formation und Anwendungen vertreten. Eine gute Interne Kommunikati- on erfordert Verantwortlichkeit, jedoch gaben 44 Prozent der befragten Unternehmen an, keinen dezidierten Portal- bzw. Intranet-Manager zu haben. Beleuchtet man die Situation in den Redaktionen, so zeigt sich ein positives Bild: Bereits in der Unternehmensklasse von 201 bis 1.000 Beschäftigte sind im Schnitt 1,1 Vollzeit-Mitarbeiter tätig. Bei Unter- nehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten sind es im Schnitt fast 14 Vollzeit-Stellen. Nicht zu vernachlässigen sind auch die Redakteure in den Fachbereichen. Rund 74 Prozent der Unternehmen haben dort aktive Redakteure. Die Redakteure der zentralen Intranet-Redaktion
  • 9. 9FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG haben in der Regel verschiedene Ausbildun- gen hinter sich. In 37 Prozent der befragten Unternehmen sind Redakteure mit Studium der Unternehmenskommunikation tätig, bei 21 Prozent mit einem Journalistik-Studium. Darüber hinaus ergibt sich ein hoher Teil von Mitarbeitern ohne besondere Qualifikation oder mit einschlägiger Weiterbildung. Trendthema und wichtiger Bereich für das Jahr 2015 ist das Mobile Intranet. Dies ist auf zwei wesentliche Faktoren zurückzuführen. Zum einen haben die bestehenden Intranets einen hohen Stellenwert in der täglichen Arbeit erreicht, so dass eine mobile Nutzung von den Anwendern gefordert wird. Auf der anderen Seite ist die mobile Nutzung eine Selbstverständlichkeit geworden. So manche Website im Internet wird mehr von mobilen Endgeräten aufgerufen als von klassischen PCs. In diesem Punkt ist das mobile Intranet eine logische Weiterentwicklung, die – aus dem Internet bekannt – jetzt auch intern im Unternehmen gewünscht wird. Nicht zuletzt ist dies auch eine Konsequenz aus der zunehmen- den Endgerätediversität und Konzepten wie Bring-Your-Own-Device (BYOD). Entsprechend befassen sich Unternehmen auch mit dem Thema Responsive Web Design. PROF. DR. THORSTEN RIEMKE-GURZKI ist Web- und Intranet-Pionier der ersten Stunde mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Er forscht und lehrt im Themenfeld Intranet an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Ein zweites Trendthema ist das Social Intranet: 48 Prozent der Befragten sehen das Thema in seiner Bedeutung in diesem Jahr steigend. Betrachtet man die geplanten Investitionen der Unternehmen, ergibt sich ebenfalls eine deutliche Aussage: Von den Be- fragten planen 40 Prozent in 2015 oder später eine Investition in Social Intranet Software. Bereits investiert haben 30 Prozent der Unter- nehmen der Studienteilnehmer. Die Skepsis ist jedoch groß: Über 70 Prozent der Befragten sehen Hürden bei der Umsetzung von Social Intranet. Diese Problematik ist eigentlich nur folgerichtig. Die hinter einem Social Intranet liegende Software ist ein reines Werkzeug. Eine neue Arbeits- und Kommunikations- form basiert aber nur zu geringen Teilen auf Software-Werkzeugen. Auch gilt: Wer auf dem Gang nicht miteinander spricht, braucht kein Social Intranet. Hier ist in den kommenden Jahren ein massiver Wandel zu erwarten: Die technologischen Veränderungen der Industrie 4.0 ziehen einen Wandel zur Kommunikation 4.0 nach sich. Und damit zwingend einher- gehend auch eine Weiterentwicklung zur Unternehmenskultur 4.0. Der Wandel in der Unternehmens- und Arbeitskultur als Reaktion auf die internationalen und immer schneller reagierenden Märkte wird die Unternehmen in den kommenden Jahren beschäftigen. PRAXISTAGE INTERNE KOMMUNIKATION 2.0 Lutz Hirsch HIRSCHTEC Thorsten Cöhring Detecon Dr. Andreas Binzenhöfer DATEV SAVE THE DATE!11. - 12. Juni 2015Düsseldorf www.scm-praxistage.de Ihr Weg zum erfolgreichen Social Intranet 11 Themen – 11 Workshops – 2 Tage Klassische digitale Instrumente der Internen Kommunikation wie E-Mail oder das Intranet werden zunehmend durch den Einsatz von Wikis, Blogs, sozialen Unternehmensnetzwerken oder File Sharing ergänzt. Dass sich Social-Media-Anwendungen langfristig als Instrumente der Internen Kommunikation etablieren, lässt sich aufgrund der stetig wachsenden Anzahl neuer Anbieter von Social Software für Unternehmen vermuten. Deutlich wird dies auch anhand der zunehmenden Auseinandersetzung von Unternehmen mit Social Media und der verstärkten Forderung ihres internen Einsatzes durch die Mitarbeiter. Wie Sie es schaffen, Social Media gezielt für die Interne Kommunikation einzusetzen, welche neuen (technologischen) Möglichkeiten sich bieten und wie Sie diese optimal in die Interne Kommunikation einbinden, erfahren Sie in unseren Workshops auf den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0. Die neue Befragungsrunde für die Intranet Themen und Trends 2016 startet Ende Mai unter www.intranet-trends.de 
  • 10. 10FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG WILLKOMMEN IN DER NEUEN ARBEITSWELT Unter dem Motto „So erwecken Sie ein Social Intranet zum Leben“ erläutern die drei Autorinnen Steffi Gröscho, Dr. Claudia Eichler- Liebenow und Regina Köhler, wie die erfolgreiche Einführung einer modernen Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen gelingen kann. Woran denken Sie bei „modernen Arbeitswelten“? Denken Sie an mo- derne Bürogebäude mit offenen Büros, Meeting-Lounges und Arbeiten im Café? Oder denken Sie an grenzenloses Arbeiten, ständige Erreich- barkeit und permanenten Stress? Neue Arbeitswelten erzeugen viele Bilder im Kopf. Bei einigen Menschen sprechen sie die tiefsten Wünsche und Sehnsüchte an, bei anderen rufen sie eher Befremdung und Unbe- hagen hervor. So verschieden die Bilder auch sind, es gibt eines, was alle eint: Sie drehen sich nicht um irgendwelche Software-Lösungen, sondern um eine neue Art des Arbeitens. Das Vorhaben zur Einführung moderner Arbeitsweisen beginnt in der Regel nicht mit der Entschei- dung, eine IT-Lösung einzuführen. Den eigentlichen Anstoß über neue vernetzte Arbeitsumgebungen nachzudenken, liefern die Veränderun- gen, denen Unternehmen ausgesetzt sind und für die sie neue Arbeits- formen benötigen. Die Bereitstellung von modernen IT-Werkzeugen ist nie Selbstzweck, sondern ein Mittel, um die neuen Anforderungen besser zu erfüllen. Doch welches sind die neuen Anforderungen, die auf Organisationen einströmen und tiefgreifend genug sind, um die Arbeits- weisen von Menschen grundlegend zu verändern? Alles im Wandel Die Zeiten, in denen man als schwergewichtiger Tanker erfolgreich war, sind vorbei. Immer mehr Unternehmen fällt auf, dass die Erfolgsprinzi- pien von früher nicht mehr zuverlässig funktionieren. Agile Organisatio- nen und Netzwerkstrukturen sind das Organisationsmodell der Zukunft. Mit der richtigen IT-Umgebung und einer passenden Unternehmenskul- tur gelingt der Wandel vom Tanker zum flexiblen Schnellboot. Effizient und trotzdem innovativ Effizienz- und Innovationsdruck sind zwei ganz markante Beweggründe, um sich mit vernetzten und kollaborativen Arbeitsumgebungen ausei- nanderzusetzen. In vielen Unternehmen herrscht noch das klassische Silodenken vor. Soziale Technologien schaffen Möglichkeiten für völlig neuartige Synergieeffekte: Sie können Prozesse verschlanken, Wissen und Ideen sichtbar machen, und sie machen das effektive bereichs- und unternehmensübergreifende Arbeiten auf einfache Weise möglich. Die große weite Welt Immer mehr Unternehmen wagen den Weg in global agierende Märkte. Internationale Vertriebsstrukturen, neue weltweite Standorte oder internationale Kooperationsnetzwerke bringen gleich mehrere neue Herausforderungen mit sich. Dafür braucht es Lösungen, welche die Menschen verbinden und den Austausch sowie die Zusammenarbeit praktikabel gestalten. Moderne Kollaborations- und Kommunikationslö- sungen schaffen dafür optimale Voraussetzungen. Alles dreht sich um den Mitarbeiter Flexible Arbeitsmodelle stehen hoch im Kurs. Unternehmen, die hier die richtigen Angebote entwickeln, schaffen gute Voraussetzungen, um für Leistungsträger in verschiedenen Lebensphasen ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Mit einer vernetzten Arbeitswelt und der dazuge- hörenden Vertrauenskultur entstehen schnell inspirierende Arbeitsum- gebungen.
  • 11. 11FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG Wissen retten vor der Demografiefalle Unternehmen bekommen den demografischen Wandel immer stärker zu spüren. In den nächsten Jahren scheidet eine große Welle von Mitarbeitern altersbedingt aus Unter- nehmen aus. Hier sind moderne Lern- und Wissensmanagement-Systeme gefragt, die den virtuellen Austausch von Erfahrungswissen unterstützen und dieses einfach und flexibel zur Verfügung stellen, wenn es konkret gebraucht wird. Moderne Arbeitsplattformen bieten aber auch das Potenzial, Abläufe zu verschlanken und den oft zitierten Fachkräf- temangel auch dadurch ein wenig abzufangen. Neue Arbeitswelt – mehr als ein IT-Projekt All diese Herausforderungen bewegen immer mehr Unternehmen zu der strategischen Entscheidung, moderne soziale Plattformen einzuführen. Typischerweise werden damit folgende Erwartungen verbunden: • Austausch fördern, damit Informatio- nen schneller an der richtigen Stelle ankommen • Wissen und Experten besser auffindbar machen, um schneller gute Lösungen für komplexe Probleme zu finden • Zusammenarbeit und Workflows so ­unterstützen, dass sie wesentlich ­effizienter ablaufen • flexible Lernumgebungen fördern, damit die Mitarbeiter Wissen aufnehmen, wenn sie es wirklich benötigen und ihr Erfah- rungswissen wiederum der Organisation zugute kommen lassen • moderne Informationskanäle bereit­ stellen, um alle Mitarbeiter schneller über wichtige Informationen auf dem Laufenden zu halten • Wissensweitergabe fördern und neue Mitarbeiter schnell einarbeiten Leider begegnet man in der Praxis immer wie- der der Tendenz: Sobald eine IT-Lösung einge- führt werden soll, wird das Vorhaben auf ein IT-Projekt reduziert. Bei Entscheidern steigt aus schlechten Vorerfahrungen allerdings merklich das Bewusstsein, dass die Einführung moderner IT-Umgebungen kein Selbstläufer ist und dass es einer sorgfältigen Einführung bedarf, damit die Investition sich auszahlt. Eine soziale Zusammenarbeits- und Kommu- nikationsplattform macht nur Sinn, wenn sie lebt. Wenn sie also viele aktive Nutzer hat, die nicht nur konsumieren, sondern auch Informationen und Wissen teilen. Von dieser Selbstverständlichkeit sind viele Unternehmen kulturell und organisatorisch heute noch weit entfernt. Es ist also mühsame Aufklärungs- Social werden ist mehr als ein IT-Projekt und mutige Pionierarbeit erforderlich. Man kann den Wandel in die moderne Arbeitswelt dosiert in verträglichen Schritten gestalten – als Projektverantwortliche oder Entscheider haben Sie die Gestaltungsmöglichkeiten in der Hand. Es gibt nicht den einen richtigen Weg, aber es gibt Leitplanken, die es Ihnen leichter machen, selbst in Ihren Weg zu vertrauen und sich entsprechend selbstbewusst auch in Ihrer Organisation dafür einzusetzen. Dies ist ein Auszug aus dem neuen Fachbuch “Willkom- men in der neuen Arbeits- welt”, das im Mai bei der SCM erschienen ist.  STELLEN- AUS­­SCHREIBUNGEN Manager Internal Communications m/w xaverius Unternehmensberatung Personal- beratung GmbH Mitarbeiter interne Kommunikation m/w HDI Kundenservice AG Berater Interne Kommunikation / Veränderungskommunikation m/w K12 Agentur für Kommunikation und Innova- tion GmbH Referent Interne Kommunikation m/w QVC Redakteur Interne Kommuni­kation m/w Bilfinger SE Referent Interne Kommunikation m/w Curanum AG Referent Interne Kommunikation m/w ProSiebenSat.1 Media AG Mitarbeiter für den Bereich Interne Kommunikation (Teilzeit 50 %) m/w Hochschule Heilbronn Technik - Wirtschaft - Informatik Referent Presse- und Öffentlich- keitsarbeit/ Interne Kommunika- tion m/w Cura Unternehmensgruppe Haben Sie vakante Stellen in den Bereichen ­Interne Kommunikation, Führungskräftekom- munikation und Change Communications? Gern ­veröffentlichen wir auch Ihre Jobangebo- te. ­Schicken Sie uns Ihre Stellenausschreibung an info@scmonline.de Mehr unter: www.interne-kommunikation.net
  • 12. 12FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG SOCIAL INTRANETS: USER ADOPTION ALS VORAUS- SETZUNG FÜR KOLLABORA- TIVES ARBEITENUnternehmensweite Plattformen sind effiziente Instrumente für die Interne Kommunikation und Zusammenarbeit, und insbesondere das Potenzial von Social Intranets haben inzwischen zahlreiche Organisationen erkannt. Ob ihr praktischer Einsatz zum Erfolgsfak- tor für kollaboratives Arbeiten wird, hängt jedoch sehr stark von der Akzeptanz bei den Mitarbeitern ab. User Adoption als Management-Aufgabe Eine mangelnde Unterstützung oder gar Ablehnung des Social Intra- nets durch leitende Mitarbeiter ist in diesem Zusammenhang wohl die schlechteste Voraussetzung. Nimmt die Geschäftsleitung ein Social Intranet lediglich als technische Neuerung wahr, die sie der IT-Abteilung zuordnet, wird es ebenfalls unter keinem guten Stern stehen. Dass sie dies tut, ist aufgrund der technischen Komplexität der zugrundelie- genden Systeme teilweise richtig und verständlich. Ein Social Intranet muss jedoch als Kommunikationsaufgabe betrachtet und entsprechend in der Kommunikationsstruktur verankert werden. Die Geschäftsleitung und Führungskräfte müssen es in einer Vorbildfunktion anwenden. Angesichts des offenen und dialogorientierten Charakters eines solchen Systems herrscht im Management jedoch oftmals Skepsis: Auf einmal wird transparent kommuniziert, nicht mehr vorwiegend top-down sondern auch bottom-up. Mitarbeiter sind keine reinen Rezipienten mehr, sondern Autoren, die Inhalte beisteuern, abteilungsübergreifend verbreiten und kommentieren. Gewachsene Strukturen, Wissensmo- nopole und Hierarchien erfahren so unter Umständen tiefgreifende Veränderungen zugunsten einer Kultur des Austauschs und – aufgrund der wahrscheinlich ungewohnten Transparenz – auch der Fehlertole- ranz. Genau hierin liegen aber die Chancen, die ein Social Intranet eröff- net: Direkte und vernetzte Informationsflüsse und weniger Aufwand für Recherche steigern die Effizienz und Innovationsfreude, die Einbindung aller Mitarbeiter erhöht die Motivation. Gründliche Planung für einen guten Start Was ist also zu tun, um ein neues Kommunikations- und Kollaborations- tool an den Mann und die Frau zu bringen? Zur konzeptionellen Vorar- beit gehören in jedem Fall eine Ist-Analyse, die konkrete Anwendungs- fälle beschreibt sowie eine Liste von Anforderungen unterschiedlicher Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen. Neben einer klaren Zielformu- lierung ist es wichtig, Zuständigkeiten und Aufgaben im Zusammenhang mit dem neuen System zu klären. Auch das Change Management und Maßnahmen für die User Adoption müssen vor dem eigentlichen Start geplant werden. Gewohnheiten und Mitarbeiterpersönlichkeiten Wenn das neue System bei einzelnen Mitarbeitern dennoch auf Wi- derstand stößt, kann dies verschiedene Ursachen haben. So hat zum Beispiel jeder Benutzer seine gewohnten Arbeitsweisen, von denen er sich ungern löst. Klassische Beispiele hierfür sind Laufwerke, auf denen Dateien abgelegt oder eigene Excel-Dokumente, in denen bestimmte Daten erfasst werden. Unterschiedliche Generationen von Mitarbeitern wiederum zeigen eine unterschiedlich ausgeprägte Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderungen und neuen Tools. Jüngere Menschen kennen soziale Netzwerke aus ihrem privaten Umfeld und sind zumeist offener für deren Nutzung. Auch die im Unternehmen vertretenen Persönlichkei- ten beeinflussen die Art und Weise, wie neue Techniken der Zusammen- arbeit genutzt werden. Während extrovertierte Kollegen möglicherweise Kommunikationswege wie Online-Meetings und Gruppen-Chats nutzen, bevorzugen introvertierte Mitarbeiter eher E-Mails und das Vier-Au- gen-Gespräch. Unsicherheiten ausräumen Durch die Social Features eines Intranets werden viele Tätigkeiten und Interaktionen der Mitarbeiter mess- und sichtbarer. Manche User stehen
  • 13. 13FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG dem mit Skepsis gegenüber. Andere fühlen sich gehemmt, öffentlich zu kommunizieren, zu posten oder zu kommentieren, weil sie fürchten, ihnen könnten diese Aktivitäten negativ ausgelegt werden („Wieso hat Kollege X Zeit dafür?“). Manche Nutzer haben auch Angst, nicht den richtigen Ton zu treffen und sind sich unsicher hinsichtlich der erlaubten Formulierungen und des Freiheitsgrades beim Äußern der eigenen Meinung. Aus diesem Grund vermeiden sie es lieber gleich ganz, eigene Beiträge zu verfassen. Im Gegensatz zu sozialen Netzwerken im Internet, wo ein gewisser Grad an Anonymität herrscht, können Aktionen im Intranet zurückverfolgt werden. Daher müssen auch Institutionen wie der Betriebsrat und der Datenschutzbeauftragte von Anbeginn aktiv in die Konzeption und Ein- führung sozialer Features einbezogen werden. Technische Limitierungen wie eine schlechte Suche oder ungenügende Usability können die User-Akzeptanz ebenfalls negativ beein- flussen. Mangelnde Schulung und/oder eine fehlende Einführung in die neuen Technolo- gien erzeugen hilflose Nutzer, die das System zwangsläufig ablehnen. Zehn To-Dos für den Einführungsprozess Ein Wissensmanagementsystem in Form eines Social Intranets lebt von der Bereitschaft seiner Nutzer, Wissen zu teilen. Diese ist nicht selbstverständlich vorhanden, lässt sich aber mit entsprechenden Maßnahmen fördern. Selbst wenn Mitarbeiter ihr Wissen für sich behalten möchten – in dem Glauben, das stärke ihre Position oder sichere ihren Arbeitsplatz – kann diesem Problem mit einer internen, breit angelegten Kampagne begeg- net werden. Diese zehn Punkte gehören auf die Agenda bei der Etablierung einer offenen Unternehmenskultur des Teilens und damit einer guten User Adoption: 1. Unternehmenskultur Die interne Kommunikationsabteilung muss die Entwicklung der Unternehmenskultur vorantreiben, um veränderte Arbeitsweisen zu etablieren. Mitarbeiter werden dabei frühzei- tig eingebunden, Führungskräfte fungieren als Spielmacher und leben Veränderungsprozesse vor. 2. Change Agents und Protektoren Mitarbeiter mit einer Schlüsselfunktion (z. B. kommunikationsstarke Nachwuchskräfte) be- richten dem Management als Change Agents regelmäßig über den Fortschritt der Umset- zung. Fürsprecher für das Intranet involvieren ihr Team als Protektoren und stehen ihren SUSANNE PHILIPP ist seit über 20 Jahren in Un- ternehmenskommunikation und Marketing tätig, seit 2001 bei der Digitalagentur UEBERBIT (Mann- heim/Berlin). direkten Kollegen als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch Führungskräfte fungieren als Protektoren, indem sie die Nutzung des Intranets aktiv stützen. 3. Zero-Option-Strategie Zur neuen Lösung gibt es keine Alternative, so- dass sich die Mitarbeiter zwangsläufig mit der Veränderung auseinandersetzen müssen. Ein Beispiel hierfür kann die Mitarbeiterzeitschrift sein, die nicht mehr gedruckt, sondern nur noch digital im Intranet veröffentlicht wird. 4. Zielgruppe beachten Die Bedürfnisse der Mitarbeiter stehen im Zentrum bei der Umsetzung eines Social Intra- nets. Als Zielgruppe haben sie einen Anspruch auf eine optimale Ansprache und Nutzbarkeit (z. B. die Vermeidung unnötiger Anglizismen oder eine unmissverständliche Benennung der Hauptnavigationspunkte). 5. Launch-Event Die Einführung eines Social Intranets ist nicht alltäglich und verdient die Aufmerksamkeit al- ler. Eine Ankündigung per Countdown („Noch 30 Tage bis ...“) und eine prominente Ein- führungspräsentation begleiten den Launch adäquat und schaffen ein Bewusstsein dafür, dass hier etwas Besonderes entstanden ist. 6. Anreize schaffen Durch Gamification und Incentives können die Nutzer dazu motiviert werden, sich aktiv am Intranet zu beteiligen und Inhalte beizu- steuern. Mitarbeiter mit häufig gelesenen Beiträgen oder Umfrageteilnehmer sehen dies als Ansporn, sich erneut einzubringen. 7. Beliebte Inhalte als Zugpferde Zentral platzierte Aufmerksamkeitsmagneten, wie etwa der tägliche Kantinenplan, regen zum Besuch des Intranets an und motivieren dazu, sich dort umzusehen und selbst aktiv zu werden. 8. Regelmäßig informieren Indem Mitarbeiter regelmäßig über Neuerun- gen (z. B. den Status der Umsetzung neuer Features) informiert werden, fühlen sie sich einbezogen und identifizieren sich eher damit. 9. Betriebsrat und Datenschutzbeauftrag- ten involvieren Mögliche Fallstricke treten rechtzeitig zutage, wenn Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte frühzeitig über das Konzept informiert wer- den. Wichtige Themen sind in diesem Zusam- menhang u. a. die Auswertung von Logfiles, Likes oder auch freiwillige und verpflichtende Angaben im Benutzerprofil. 10. Messung des Erfolgs Erfolgsmessung über Web-Analytics-Tools bzw. Online-Umfragen liefert Erkenntnisse über interessante oder uninteressante Berei- che und deckt Optimierungspotenzial auf. Dr. Georg Kolb Klenk & Hoursch
  • 14. 14FOKUS IK 2/2015 | FACHBEITRAG DIE ZUKUNFT DER MIT- ARBEITERZEITUNG 2015Die Mitarbeiterzeitung ist eines der drei wichtigsten Instrumente der Internen Kommunikation. Auch im Rahmen der rasant fort- schreitenden Digitalisierung in den Unternehmen behält sie ihre zentrale Funktion zur Vermittlung von Unternehmenskultur bei. Für eine auch in Zukunft hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern muss sie sich jedoch verändern. Persönlicher Kontakt. Intranet. Mitarbeiterzeitung. Mit klarem Abstand zu weiteren Medien rangieren diese drei auf der Wichtigkeitsskala inter- ner Kommunikatoren ganz weit oben. 33,3 Prozent halten die Mitarbei- terzeitung für das wichtigste, 36,2 Prozent für eines der drei wichtigsten Instrumente. Die Studie belegt, dass man in den Unternehmen konkret an Veränderungen der Mitarbeiterzeitung arbeitet. Im Durchschnitt aller Teilnehmer planen zwei Drittel aktuell Veränderungen wie inhaltliche oder grafische Überarbeitungen in bestehenden und neuen Kanälen. Bei den Unternehmen mit über 50.000 Mitarbeitern sind es sogar 100 Prozent, die mit Veränderungen rechnen. Integration ist ein zentrales Stichwort, wenn es um Veränderungen und die Zukunft der Mitarbei- terzeitung geht. Gegenüber dem vergangenen Jahr hat sich der Anteil derer, die Social Software mit der Mitarbeiterzeitung integrieren wollen, fast verdoppelt. Die Unsicherheit im Hinblick auf mögliche Vorteile hat sich gleichzeitig verringert. Inwieweit diese Integration auch zu mehr Partizipation führt, bleibt abzuwarten. Wie schon im vergangenen Jahr klafft eine große Lücke zwischen dem Anspruch an eine partizipatori- sche Unternehmenskultur sowie Medienerstellung und der Realität, wer primär für Themenfindung und Texterstellung zuständig ist. Der Wandel hat auch eine sehr technische Dimension. Auf Basis welcher Plattformen lassen sich Mitarbeiterzeitun- gen in Zukunft am sinnvollsten realisieren? Wie lässt sich der Anspruch, das Medium mobil auf dem Smartphone lesen und kommentieren zu können, mit Sicherheitsbedenken und hoch gesicherten Intranets vereinen? Die Folgen für die Mitarbei- terzeitung sind heute schon absehbar: Sie wird interaktiver, dynamischer, lebendiger. Es geht in Zukunft nicht nur darum, von Ausgabe zu Ausgabe Inhalte in möglichst ansprechende Formate zu bringen. Vielmehr werden sich in Zukunft Redak- tionen vermehrt der „Verlängerung“ von Themen im Intranet oder auf Veranstaltungen widmen, und die zurückgespielten Inhalte in die Mitarbeiterzeitung einfließen lassen. Parallel zur periodisch erscheinenden Mitarbeiterzeitung werden sich begleitende (Online-)Formate entwickeln, die vor allem den dialogischen Aspekt besser abbilden können als gedruckte oder als ePaper verfügbare Magazine. Mobile Web-Apps, die im Rahmen der Studie eines der zukünftigen Top-Formate dar- stellen, werden sich dieser Herausforderung stellen müssen – und können dies heute bereits in vielen Fällen. GEGENÜBER DEM VERGANGENEN JAHR HAT SICH DER ANTEIL DERER, DIE SOCIAL SOFTWARE MIT DER MITARBEITERZEITUNG INTEGRIEREN WOLLEN, FAST VERDOPPPELT.
  • 15. 15FOKUS IK 1/2015 | WEITERBILDUNG Gelungene Interne Kommunikation schafft einen Mehrwert für Unter- nehmen und Organisationen – materiell und immateriell. Informierte Mitarbeiter denken mit, arbeiten motivierter und tragen das Markenver- sprechen des Unternehmens positiv nach außen. Es spricht in Unter- nehmen und Organisation alles für eine starke Interne Kommunikation, die strategisch und mit System entwickelt werden sollte. Für diese Aufgaben und Anforderungen braucht es professionelle IK-Manager. Um die nötigen Rahmenbedingungen, Einblicke in die Methodik und den wichtigen Praxisbezug geht es in diesem Seminar. WEITERBILDUNG IK – AUSZUG 2015 Im Fokus des Seminars stehen Chancen und Herausforderungen von Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation. Dazu werden die Grundlagen für eine erfolgreiche Intranet-Arbeit mit dem Schwerpunkt „Social-Media-Initiativen“ dargestellt und anhand von Fallstudien bzw. Best Practices diskutiert. Abschließend werden konkre- te methodische Ansätze für die Einführung von Social-Media-Angeboten im Intranet vorgestellt. Das Intranet ist “sozialer” geworden. Es wandelt sich zunehmend zu einer unternehmensweiten Plattform für Vernetzung, Wissensaustausch und Zusammenarbeit. Das stellt aber auch neue Herausforderungen an die Web-Anwendung. Eine häufig genutzte Business-Plattform für die Zusammenarbeit im Unternehmen ist Microsoft SharePoint 2013. Doch was ist anders als bei anderen Plattformen? Wo bietet sich der Einsatz von SharePoint an? Und welche Funktionen bietet mir diese Business- Plattform für das Intranet? Sie erfahren, wie Sie SharePoint optimal für Ihr Intranet nutzen und lernen die typischen Phasen und Arbeitspakete des Projektes kennen. Der Begriff Unternehmenskultur hat derzeit Hochkonjunktur. Kein Tag vergeht, ohne dass die Notwendigkeit von Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung beschworen wird. Unternehmen haben die Bedeutung dieser „Soft Facts“ für den Geschäftserfolg erkannt. Das Phänomen Unternehmenskultur ist nicht einfach zu (be)greifen und Veränderun- gen dauern oft Jahre. In diesem Workshop nähern wir uns vor allem der Kommunikationskultur an und werfen sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Blick auf verschiedene Dimensionen, z. B. Besprechungs-, E-Mail-, Konflikt- und Führungskultur. INTERNE KOMMUNIKATION IM SCHLEUDERGANG 30.11.2015 in Berlin Trainerin: Ulrike Führmann INTRANET UND SOCIAL MEDIA IN DER INTERNEN KOMMUNIKATION 13.11.2015 in Düsseldorf Trainer: Wendelin Auer SOCIAL INTRANET MIT SHAREPOINT 2013 ERFOLGREICH UMSETZEN 13.11.2015 in Düsseldorf Trainer: Lutz Hirsch UNTERNEHMENSKULTUR PUR – GRUNDLAGEN, INSTRUMENTE, ERFOLGSFAKTOREN FÜR EINE GUTE KOMMUNIKATIONSKULTUR 8.6.2015 in Berlin | 13.11.2015 in Düsseldorf Trainerin: Ulrike Führmann Im Mittelpunkt stehen die Themen rund um den Umgang mit Verände- rungen: • Warum Change-Projekte so oft scheitern und was man dagegen tun kann • Change the Change: Stärken und Schwächen der internen Kommunikation erkennen und nutzen • Führungskommunikation als Schlüssel: Wie Sie Ihre Veränderungskommunikation orchestrieren • Betroffene beteiligen: Praxisbewährte Lösungswerkzeuge zum Kommunikationsmanagement DEN CHANGE-PROZESS ERFOLGREICH TREIBEN 13.11.2015 in Düsseldorf Trainer: Dr. Guido Wolf Mitarbeiterzeitschriften haben eine hohe integrative Kraft. Sie lenken die Mitarbeiter zusätzlich auf das Unternehmen, steuern ihr Interesse und bündeln die Aufmerksamkeit anhand einiger wichtiger Themen, die in anderen Medien aufgegriffen werden. Kein anderes Medium, das der Internen Kommunikation zur Verfügung steht, hat die Chance, auch zu- hause von der Familie gelesen zu werden. Letztlich ist es eine einfache Rezeptur, die ein Mitarbeitermagazin oder eine Mitarbeiterzeitschrift erfolgreich machen: Man sollte seine Bezugs- und Zielgruppen kennen, spannende Inhalte dicht am Menschen vermitteln und eine strukturier- te Ordnung im Heft bieten. Tipps Ihre MAZ oder Ihr Mitarbeitermagazin zu professionalisieren, vermittelt dieser MAZ-Workshop. MITARBEITERZEITSCHRIFTEN: NUR DIE CHAMPIONS LEAGUE ZÄHLT 1.12.2015 in Berlin Trainer: Dr. Gerhard Vilsmeier
  • 16. 16FOKUS IK 2/2015 | SCHON GELESEN? Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Social Collaboration. Räumliche Distanzen sollen überbrückt, Experten zusammengebracht und Informationen zielgerichtet bereitgestellt wer- den, um bei der schnellen Entscheidungsfindung und -umsetzung zu helfen. Doch nach wie vor herrscht Unsicherheit beim richtigen Einsatz. Das betrifft weniger die Tools an sich, als vielmehr die richtige Einfüh- rung und den sinnvollen Einsatz dieser. Die Herausforderung liegt laut der Autoren in der Ergebnisoffenheit: Denn Prozesse und Funktionen von Social Collaboration lassen sich nicht vorab im Detail beschreiben. Und auch die Einführung erfordert Veränderungen, wenn nicht sogar einen Wandel der Unternehmenskultur, der umfassend vorbereitet und begleitet werden muss. Das Buch will bei der Umsetzung helfen. Dazu fassen die Autoren ihre Erfahrungen und bewährte Best Practices zu- sammen und liefern eine Methodik zur erfolgreichen Einführung eines Social Collaboration Workplace. Ein empfehlenswerter Einstieg in die Thematik und vor allem mit Blick auf die strukturierte Collaboration Agenda auch für Fortgeschrittene ein hilfreicher Begleiter. . Neue soziale Technologien finden ihren Weg in immer mehr Unterneh- men und verwandeln sie in agile Netzwerkorganisationen. Theoretisch. Praktisch sieht es leider anders aus. Es geht dabei eben nicht um ein weiteres IT-Projekt, sondern um den kulturellen und strukturellen Wandel in eine moderne vernetzte Arbeitswelt. Und damit genug der Vorrede, denn die Frage ist: Wie packen wir es an? In ihrem neuen Buch geben Ihnen Steffi Gröscho (Social Collaboration Umsetzungsbegleiterin), Dr. Claudia Eichler-Liebenow (Planungs- und Konzeptionsversteherin), Regina Köhler (Organisationsentwicklerin Enterprise 2.0) sowie ihre charmante virtuelle Kollegin und Social- Intranet-Expertin Babett genau die richtigen Tipps und Tricks für die erfolgreiche Einführung von Social Collaboration im Unternehmen. Geballte Praxiserfahrung pur! Hiller, Andreas/Schneider, Marcus / Wagner, Anne Christine 1. Auflage, Verlag Werner Hülsbusch, Glückstadt 2014 | 160 Seiten ISBN-13: 978-3864880650 26,90 € Gröscho, Steffi / Eichler-Liebenow, Claudia / Köhler, Regina SCM, Berlin April 2015 | 300 Seiten ISBN: 978-3-940543-43-1 49,90 € Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation - Band 2 Lars Dörfel Social Intranet 2012 SCM/ Hirschtec Studie „Enterprise 2.0 Watch“ SCM/ Kuhn, Kammann & Kuhn Trendmonitor Interne Kommunikation 2013 SCM/ DPRG Social Media in der Internen Kommunikation Lars Dörfel/ Theresa Schulz Rede mit mir – Interne Kommunikation 2.überarbeiteteund erweiterteAuflage Lars Dörfel LITERATURTIPPS Social Collaboration Workplace. Das neue Intranet erfolgreich einführen Willkommen in der neuen Arbeitswelt. So erwecken Sie ein Social Intranet zum Leben. hier bestellen hier bestellen hier bestellen hier bestellen hier bestellenhier bestellen
  • 17. 17FOKUS IK 2/2015 ANMELDUNG FAX: +49 (0)30 479 89 800 | POST: SCM, WEICHSELSTR. 6, 10247 BERLIN PRAXISTAGE INTERNE KOMMUNIKATION 2.0  www.scm-praxistage.de Ja, ich nehme an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 11. und/oder 12. Juni 2015 teil und akzeptiere die Teilnahme- bedingungen sowie die AGB*.  995,00 € für die Teilnahme an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0 am 11./12. Juni 2015*.  520,00 € für die Teilnahme am 11. Juni 2015 an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0*.  520,00 € für die Teilnahme am 12. Juni 2015 an den Praxistagen Interne Kommunikation 2.0*. INTENSIVKURS INTERNE KOMMUNIKATION  Ja, ich nehme teil an dem Intensivkurs „Interne Kommunikation” oder an einem einzelnen Modul des Intensivkurses und akzeptiere die Teilnahmebedingungen sowie die AGB*. 2.100,00 € pro Person für die Teilnahme am gesamten Intensivkurs „Interne Kommunikation”.  8. Oktober - 5. Dezember 2015 | Frankfurt Die Module sind auch einzeln buchbar. Die Teilnahmegebühr für ein Modul beträgt 890,00 € zuzüglich 19% Mehrwertsteuer. Bei der Buchung von zwei Modulen beträgt die Gebühr 1.590,00 €. Sie möchten sich für einzelne Module des Intensivkurses „Interne Kommunikation“ anmelden? Wählen Sie bitte hier die gewünschten Module*: 1. Modul: Interne Kommunikation im Überblick: Grundlagen, Strategien, Konzepte (Einzelpreis 890,- €)  8. - 10. Oktober 2015 | Frankfurt 2. Modul: Interne Kommunikationsinstrumente (Einzelpreis 890,- €)  5. - 7. November 2015 | Frankfurt 3. Modul: Schnittstellen und Erfolgskontrolle der IK (Einzelpreis 890,- €)  3. - 5. Dezember 2015 | Frankfurt SEMINARE* Unternehmenskultur pur (Einzelpreis 450,- €)  8. Juni 2015 | Berlin  13. November 2015 | Düsseldorf Den Change-Prozess erfolgreich treiben (Einzelpreis 450,- €)  13. November 2015 | Düsseldorf Interne Kommunikation im Schleudergang (Einzelpreis 450,- €)  30. November 2015 | Berlin Intranet und Social Media in der Internen Kommunikation (Einzelpreis 450,- €)  13. November 2015 | Düsseldorf Social Intranet mit SharePoint 2013 erfolgreich umsetzen (Einzelpreis 450,- €)  13. November 2015 | Düsseldorf Mitarbeiterzeitschriften: Nur die Champions League zählt (Einzelpreis 475,- €)  1. Dezember 2015 | Berlin SCM – BIBLIOTHEK (AUSWAHL) Willkommen in der neuen Arbeitswelt. So erwecken Sie ein Social Intranet zum Leben.  49,90 € Instrumente und Techniken der Internen Kommunikation | BAND 2  29,90 €  19,99 € (E-Book) Rede mit mir (2. Auflage)  29,90 €  19,99 € (E-Book) Storytelling  26,90 €  19,99 € (E-Book) Beyond 2 – Change Communications  5,50 € (Versand) Beyond 3 – Werkzeuge der IK  7,90 € (Versand) Beyond 4 – Unternehmenskultur  7,90 € (Versand) Trendmonitor Interne Kommunikation 2013  39,95 €  35,99 € (E-Book) Social Media in der Internen Kommunikation  29,90 €  19,99 € (E-Book) Social Intranet 2012  39,95 €  19,99 € (E-Book) *Die AGB finden Sie unter www.scmonline.de/agb | Datenschutz-Hinweis: Sie können bei uns der Verwendung Ihrer Daten widersprechen, wenn Sie in Zukunft keine Prospekte mehr erhalten möchten. (§28 VI BDSG). Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt. IHRE DATEN Name | Vorname Firma | Institution Funktion | Abteilung Straße | Postfach PLZ | Ort E-Mail