@BjoernSchotte | bjoern.schotte@mayflower.de | 0931 / 35 96 5 - 15
Bessere Software schneller
liefern.
Webinar - 14. Mai 2013
MAYFLOWER
Leidenschaft für
erfolgreiche
Softwareprojekte.
Zu Ihrem Nutzen.
Agilität im E-Commerce I Mayflower GmbH I Nov 19, 2012 I
Alte Welt der Software-Entwicklung
Langwieriges
Pflichtenheft
oder
Visionsdokumente
Lange
Entwicklungszeiten
(viele Monate, Jahre)
Umständliche
Umsetzung
Business-
Anforderungen
in der Plattform
CHAOS REPORT 2011
klassisch Wasserfall
14%
57%
29%
Successful
Challenged
Failed
Quelle: Standish Group Chaos Report 2011
Kaum genutzte Funktionen in Software
Never Used
45%
Rarely
19%
Sometimes
16%
Often
13%
Always
7%
Agilität im E-Commerce I Mayflower GmbH I Nov 19, 2012 I
Passt nicht mehr zur
heutigen Zeit
Go Agile
or Die
Agile Methoden
(Scrum, XP) haben
den Mainstream
erreicht.
Agile Methoden
erzeugen
Herausforderungen auf
Kunden- wie auf
Dienstleisterseite.
Fragestellungen für Kunden
Lieber Kunde,
kennen Sie Ihre
Produkt-/Projektvision?
Lieber Kunde,
haben Sie Vollzeit Zeit
für das Projekt?
Lieber Kunde,
haben Sie Zeit, sich mit
Ihren internen
Stakeholdern
abzustimmen?
Lieber Kunde,
wissen Sie, was Sie mit
dem Projekt überhaupt
erreichen wollen?
Lieber Kunde,
konnten Sie schon erste
Anforderungen
definieren?
Lieber Kunde,
was ist wichtiger?
Budgettreue oder fixer
Funktionsumfang oder
Einhaltung des
Zeitrahmens?
Fragestellungen für
Dienstleister
Lieber Dienstleister,
sind die Team Mitglieder
dem Projekt Vollzeit
zugeordnet?
Lieber Dienstleister,
besteht das Team aus
mehr als 1 bis 2
Personen?
Lieber Dienstleister,
ist das Team cross-
funktional aufgestellt?
Lieber Dienstleister,
stellst du einen Product
Owner (Assistant)?
Lieber Dienstleister,
ist ein sauberer Vertrag
aufgesetzt, der agiles
Arbeiten ermöglicht und
fördert?
Lieber Dienstleister,
wurde der Vertrag mit
dem Kunden
durchgesprochen und
beidseitig verstanden?
Lieber Dienstleister,
wie ermöglichst du
Gewerke in deinem
Projekt?
Macht das überhaupt
Sinn?
Vertrauen zwischen
Kunde & Dienstleister.
Best Practices
Softwareprojekt
Konzeption
Wir erinnern uns:
Lieber Kunde,
kennen Sie Ihre
Produkt-/Projektvision?
Für Hobby-Handwerker
die in Eigenregie ihr Haus modernisieren
ist EsIstDeinProjekt.de ein Online-Shop
der den einfachen Einkauf von
Handwerksmaterialien ermöglicht.
Anders als OBI/HORNBACH/PRAKTIKER
bietet unser Online-Shop
- den bequemen Einkauf per Tablet
- die Online-Konfiguration von Fenstern
- die größte Auswahl an Bohrern
- eine 100 Tage Geld-zurück-Garantie
Personas.
Beschreiben Sie Ihre Nutzergruppen. So
ausführlich wie nötig. So schlank wie möglich.
Name + Bild.
Was sind die für das Projekt relevanten
Charakteristiken der Persona? Zum Beispiel Job,
Alter, Position bei sich im Unternehmen.
Bedarf. Welchen Bedarf stillt diese Person auf Ihrer
Fachanwendung?
http://www.romanpichler.com/blog/agile-product-innovation/persona-template-for-agile-product-
management/
Product Canvas.
Ähnlich Business Canvas. Beschreibt auf einen
Blick die wichtigsten Personas, Customer Journeys,
EPICs, Constraints (zB Performance der
Anwendung) und Ready Stories.
http://www.romanpichler.com/blog/agile-product-innovation/persona-template-for-agile-product-
management/ (Product Canvas (C) by Roman Pichler, licensed CC-BY-SA)
Definition von
Anforderungen
Keine große
Einmalplanung.
Grobe Einmalplanung
& kontinuierliche
Planung im Projekt
(Einmal)planung:
Themen, Epics, Stories
Händler-Backend Produktverwaltung Produkt anlegen
Produkt ändern
Produkt löschen
Produkte
importieren
Produkttext
übersetzen
Fakturierung
Meinen Umsatz
anzeigen
Profildaten
Mein Logo
anlegen
Mein Logo ändern
Meine Adresse
anlegen
Meine Adresse
löschen
Thema EPIC Stories
- Produktname, Kategorie, Preis und Text können gepflegt werden
- das Produkt kann aktiviert und deaktiviert werden
- ein deaktiviertes Produkt ist im Shop-Frontend nicht sichtbar
Nutzergeschichte:
Akzeptanzkriterien:
Als Händler möchte ich ein Produkt anlegen,
um es im Shop EsIstDeinProjekt anzeigbar zu
machen
Der Dienstleister
unterstützt beim
Schreiben der
Nutzergeschichten.
Projektvergabe
Geschichten aus dem
Projektalltag
„Tragen Sie mal in das
Excel-Dokument die
Aufwände der einzelnen
Positionen ein.“
(Lies: „Ich will die Einzelaufwände vergleichen
und suche mir den Dienstleister mit dem
günstigsten Preis. Ich habe noch nicht verstanden,
worauf es eigentlich ankommt.“)
„Wir behalten uns vor,
einzelne Bestandteile an
andere Auftragnehmer
zu vergeben.“
(Lies: „Wir glauben, dadurch Risikostreuung zu
betreiben. Wir sind uns nicht bewusst, dass das die
Komplexität im Projekt erhöht, Vertrauen minimiert
und häufig nicht funktioniert.“)
„Jetzt sagen Sie doch: was
kostet‘s und garantieren Sie, dass
es bis zum <UTOPIEDATUM>
fertig wird?“
(Lies: „Wir haben mit dem 3-seitigen
Konzeptdokument ein halbes Jahr lang
verdaddelt. Der Dienstleister soll es bitteschön bis
zum Messetermin in vier Wochen richten. Der, der
das Konzept begonnen hatte, ist übrigens nicht
mehr bei uns beschäftigt.“)
„Wir wollen unbedingt
Gewährleistung auf das Projekt.
Das muss definitiv sein.“
(Lies: „Wir haben zwar nicht definiert was wir
wollen, und daher gehen wir [scheinbar] auf
Nummer sicher und wälzen das Risiko komplett
auf dich ab. Wir haben noch nicht verstanden,
dass es doch darum geht, möglichst schnell
Nutzen zum kleinen Preis zu realisieren. Und dass
Software per se nie fehlerfrei sein kann.“)
Tipps für die
Projektvergabe
Folgen Sie Ihrem Herzen. Wählen Sie einen
Dienstleister besonders nach diesen Kriterien.
Kompetenz. Vertrauen. Der Sie führt & geleitet.
Der sagt, was nicht passt. Die Zeitlinie
möglicherweise nicht zu halten ist. Darauf achtet,
wichtige & Funktionen, die Nutzen stiften, zuerst
zu implementieren. Sie und Ihre Kunden im Blick
hat. Auch mal NEIN sagt. Den Sie als Partner
betrachten. Der Sie auf Augenhöhe betrachtet.
Gemeinsam. Erfolgreich.
Anforderungsworkshop
mit einem Dienstleister.
Definition erster EPICs &
Stories.
Ergebnis: erste
Annäherung an das WAS.
Descoping von: unwichtigen Funktionen,
Anforderungen die jetzt noch nicht
wichtig sind. Ganz unten rein ins
Backlog.
Priorisierung der Anforderungen.
Definition eines „Walking Skeleton“ für
einen Überblick, der schärft.
Ergebnis: Reihenfolge der wichtig(st)en
Anforderungen. Klarheit für den
Projektstart.
Aufwandsschätzung eines
Beispiel-EPICs mit seinen User
Stories. Näherungsweise
Extrapolation auf die anderen,
noch nicht definierten EPICs.
Ergebnis: Korridor für mögliche
Aufwände und damit auch ein
Budgethorizont.
Vertragsgestaltung
Disclaimer:
I Am Not A Lawyer.
Dies ist keine
Rechtsberatung.
Dienstleistungsvertrag
vs
Werkvertrag
vs
Agil mit Festpreis
Ist ein Dienstleistungsvertrag in solchen Projekten
überhaupt sinnig?
Ja. Wenn die Kosten nach oben gedeckelt sind
(Projektdauer x Teamkapazität x Teamkosten/
Sprint). Natürlich sind dann die Features variabel.
Projekt“kontrolle“? Sprint-Rhythmus. Scope-
Änderung nach jedem Sprint möglich.
Nutzwertgenerierung.
Und: Projektabbruch möglich. Wie? Das zeige ich
später.
Ist ein Werkvertrag in solchen Projekten überhaupt
möglich?
Ja. Das Gewerk ist nicht das Gesamtprojekt, denn
das kennen Kunde & Dienstleister zu Projektbeginn
nicht vollständig.
Ein Gewerk kann vielmehr eine einzelne User
Story sein. Auf dieser Basis ist dann eine
Realisierung nach Werkvertrag, zB agil mit
Festpreis, möglich.
Tipps für die Vertragsverhandlung:
Anwalt involvieren. Vertragsgrundlagen auf Basis
gegenseitigen Vertrauens schaffen. Den Vertrag so
einfach wie möglich, so kompliziert wie nötig
gestalten.
Herausforderung: Entkopplung von Legal und
Einkauf-Abteilungen zur operativen Ebene und
damit Verständnis über die Projektziele. Alle an
einen Tisch bringen.
Projektverlauf
Sprint: regelmäßiger Rhythmus.
Jede 14 Tage Planung. Jede 14 Tage
Review. Was haben wir geschafft? Wo
gab es Schwierigkeiten? Was muss in
den nächsten Sprint noch mal rein?
Ziel: Nutzen generieren.
Fehleranfälligkeit durch kurze Rhythmen
minimieren. Möglichkeiten zur
Kursänderung schaffen. Einen weiteren
Teil des Großen Ganzen fertig stellen.
Kostenkontrolle: weg von der Frage „Was kostet
mich das Gesamte?“ (kann vorher nicht exakt
beziffert werden)
Hin zu: „wieviel vom Gesamtbudget habe ich
noch und was könnte ich mit diesem Rest noch an
Funktionen erreichen?“
Herausforderung: zu Beginn dieses Projekts ist die
Frage schwer zu beantworten. Nach jedem Sprint
schärft sich jedoch der Blick.
Wichtig: Stakeholder und Projekt-Sponsoren
kontinuierlich über den Verlauf des Projekts
informieren.
Abbruchszenarien. Sie brechen das Projekt
nicht aus Mangel an Vertrauen ab. Sie
brechen das Projekt gemeinsam dann ab,
wenn genügend Business Value geliefert
wurde.
Beispielprojekt:
Projektvolumen nach erster Schätzung
600kEUR.
Ein Sprint von 14 Tagen Dauer kostet etwa
30kEUR.
Variante 1: fixer Werkvertrag & Upfront
Design.
Dienstleister wird auf Erfüllung und Realisierung der 600kEUR
bestehen, obwohl nach 10 Sprints (=300kEUR) schon alles
realisiert wurde, was Ihnen Nutzen bringt. Denn während der
Projektlaufzeit haben sich Anforderungen, die ursprünglich geplant
gewesen sind, als nicht mehr sinnvoll erwiesen.
Die verbleibenden 300kEUR müssen in Funktionen realisiert
werden, die nicht viel weiteren Nutzen für Sie und Ihr Business
bringen.
Weiteres Geld muss über Change Requests investiert werden, um
den veränderten Anforderungen des Business gerecht zu werden.
Gesamtkosten steigen erheblich, der Gesamtnutzen sinkt.
Variante 2:
Nach 9 Sprints (=270kEUR) beendet man
das Projekt mit einem Sprint (=30kEUR)
Vorlauf. Weil alles realisiert wurde, was
Nutzen bringt. Gesamtkosten 300kEUR statt
geplanter 600kEUR.
Variante 3:
Nach 10 Sprints (=300kEUR) stellt man fest, dass das Business
noch weitere Anforderungen hat. Diese werden nach Nutz-Wert
priorisiert und noch 3 weitere Sprints (=90kEUR) nachgeschoben.
Danach wird das Projekt beendet, da alle wichtigen Anforderungen
erfüllt sind.
Gesamtkosten: 390kEUR. Der Gesamtnutzen ist deutlich höher,
weil viel effektiver darauf geachtet wurde, Nutzen zu generieren.
Der Wert ist bei kleinerer Geldmenge deutlich höher als das, was
durch komplettes Upfront-Design realisiert werden konnte. Auch,
weil sich die Anforderungen Ihres Marktes während der
Projektlaufzeit verändert haben und nur das realisiert wurde, was
wichtig ist.
Wie können Sie weiteren
zusätzlichen Nutzen im
Projekt generieren?
Kaum genutzte Funktionen in Software
Never Used
45%
Rarely
19%
Sometimes
16%
Often
13%
Always
7%
Releasen Sie neue Versionen frühzeitig.
Messen Sie direkt in der Software, wie Ihre
Kunden die Software nutzen.
Ziel: möglichst günstig & schnell neue Funktionen
releasen, Akzeptanz messen und Verhalten
validieren. Funktionen, die keinen Wert für Sie &
Ihre Kunden bringen, wieder wegwerfen.
Ergebnis: auf Nutzwert fokussierte Funktionen in
der Software. Hebelwirkung durch massive
Wertsteigerung. Damit zufriedenere Kunden - und
letztlich mehr Revenue für Sie.
Zusammenfassung
&
wie geht es weiter?
Und jetzt?
Fragen & Antworten.

Bessere Software schneller liefern

  • 1.
    @BjoernSchotte | bjoern.schotte@mayflower.de| 0931 / 35 96 5 - 15 Bessere Software schneller liefern. Webinar - 14. Mai 2013
  • 2.
  • 3.
    Agilität im E-CommerceI Mayflower GmbH I Nov 19, 2012 I Alte Welt der Software-Entwicklung
  • 4.
  • 5.
  • 6.
  • 7.
    CHAOS REPORT 2011 klassischWasserfall 14% 57% 29% Successful Challenged Failed Quelle: Standish Group Chaos Report 2011
  • 8.
    Kaum genutzte Funktionenin Software Never Used 45% Rarely 19% Sometimes 16% Often 13% Always 7%
  • 9.
    Agilität im E-CommerceI Mayflower GmbH I Nov 19, 2012 I
  • 10.
    Passt nicht mehrzur heutigen Zeit
  • 11.
  • 12.
    Agile Methoden (Scrum, XP)haben den Mainstream erreicht.
  • 13.
  • 14.
  • 15.
    Lieber Kunde, kennen SieIhre Produkt-/Projektvision?
  • 16.
    Lieber Kunde, haben SieVollzeit Zeit für das Projekt?
  • 17.
    Lieber Kunde, haben SieZeit, sich mit Ihren internen Stakeholdern abzustimmen?
  • 18.
    Lieber Kunde, wissen Sie,was Sie mit dem Projekt überhaupt erreichen wollen?
  • 19.
    Lieber Kunde, konnten Sieschon erste Anforderungen definieren?
  • 20.
    Lieber Kunde, was istwichtiger? Budgettreue oder fixer Funktionsumfang oder Einhaltung des Zeitrahmens?
  • 21.
  • 22.
    Lieber Dienstleister, sind dieTeam Mitglieder dem Projekt Vollzeit zugeordnet?
  • 23.
    Lieber Dienstleister, besteht dasTeam aus mehr als 1 bis 2 Personen?
  • 24.
    Lieber Dienstleister, ist dasTeam cross- funktional aufgestellt?
  • 25.
    Lieber Dienstleister, stellst dueinen Product Owner (Assistant)?
  • 26.
    Lieber Dienstleister, ist einsauberer Vertrag aufgesetzt, der agiles Arbeiten ermöglicht und fördert?
  • 27.
    Lieber Dienstleister, wurde derVertrag mit dem Kunden durchgesprochen und beidseitig verstanden?
  • 28.
    Lieber Dienstleister, wie ermöglichstdu Gewerke in deinem Projekt? Macht das überhaupt Sinn?
  • 29.
  • 30.
  • 31.
  • 32.
    Wir erinnern uns: LieberKunde, kennen Sie Ihre Produkt-/Projektvision?
  • 33.
    Für Hobby-Handwerker die in Eigenregieihr Haus modernisieren ist EsIstDeinProjekt.de ein Online-Shop der den einfachen Einkauf von Handwerksmaterialien ermöglicht. Anders als OBI/HORNBACH/PRAKTIKER bietet unser Online-Shop - den bequemen Einkauf per Tablet - die Online-Konfiguration von Fenstern - die größte Auswahl an Bohrern - eine 100 Tage Geld-zurück-Garantie
  • 34.
    Personas. Beschreiben Sie IhreNutzergruppen. So ausführlich wie nötig. So schlank wie möglich. Name + Bild. Was sind die für das Projekt relevanten Charakteristiken der Persona? Zum Beispiel Job, Alter, Position bei sich im Unternehmen. Bedarf. Welchen Bedarf stillt diese Person auf Ihrer Fachanwendung? http://www.romanpichler.com/blog/agile-product-innovation/persona-template-for-agile-product- management/
  • 35.
    Product Canvas. Ähnlich BusinessCanvas. Beschreibt auf einen Blick die wichtigsten Personas, Customer Journeys, EPICs, Constraints (zB Performance der Anwendung) und Ready Stories. http://www.romanpichler.com/blog/agile-product-innovation/persona-template-for-agile-product- management/ (Product Canvas (C) by Roman Pichler, licensed CC-BY-SA)
  • 36.
  • 37.
  • 38.
  • 39.
  • 40.
    Händler-Backend Produktverwaltung Produktanlegen Produkt ändern Produkt löschen Produkte importieren Produkttext übersetzen Fakturierung Meinen Umsatz anzeigen Profildaten Mein Logo anlegen Mein Logo ändern Meine Adresse anlegen Meine Adresse löschen Thema EPIC Stories
  • 41.
    - Produktname, Kategorie,Preis und Text können gepflegt werden - das Produkt kann aktiviert und deaktiviert werden - ein deaktiviertes Produkt ist im Shop-Frontend nicht sichtbar Nutzergeschichte: Akzeptanzkriterien: Als Händler möchte ich ein Produkt anlegen, um es im Shop EsIstDeinProjekt anzeigbar zu machen
  • 42.
  • 43.
  • 44.
    „Tragen Sie malin das Excel-Dokument die Aufwände der einzelnen Positionen ein.“ (Lies: „Ich will die Einzelaufwände vergleichen und suche mir den Dienstleister mit dem günstigsten Preis. Ich habe noch nicht verstanden, worauf es eigentlich ankommt.“)
  • 45.
    „Wir behalten unsvor, einzelne Bestandteile an andere Auftragnehmer zu vergeben.“ (Lies: „Wir glauben, dadurch Risikostreuung zu betreiben. Wir sind uns nicht bewusst, dass das die Komplexität im Projekt erhöht, Vertrauen minimiert und häufig nicht funktioniert.“)
  • 46.
    „Jetzt sagen Siedoch: was kostet‘s und garantieren Sie, dass es bis zum <UTOPIEDATUM> fertig wird?“ (Lies: „Wir haben mit dem 3-seitigen Konzeptdokument ein halbes Jahr lang verdaddelt. Der Dienstleister soll es bitteschön bis zum Messetermin in vier Wochen richten. Der, der das Konzept begonnen hatte, ist übrigens nicht mehr bei uns beschäftigt.“)
  • 47.
    „Wir wollen unbedingt Gewährleistungauf das Projekt. Das muss definitiv sein.“ (Lies: „Wir haben zwar nicht definiert was wir wollen, und daher gehen wir [scheinbar] auf Nummer sicher und wälzen das Risiko komplett auf dich ab. Wir haben noch nicht verstanden, dass es doch darum geht, möglichst schnell Nutzen zum kleinen Preis zu realisieren. Und dass Software per se nie fehlerfrei sein kann.“)
  • 48.
  • 49.
    Folgen Sie IhremHerzen. Wählen Sie einen Dienstleister besonders nach diesen Kriterien. Kompetenz. Vertrauen. Der Sie führt & geleitet. Der sagt, was nicht passt. Die Zeitlinie möglicherweise nicht zu halten ist. Darauf achtet, wichtige & Funktionen, die Nutzen stiften, zuerst zu implementieren. Sie und Ihre Kunden im Blick hat. Auch mal NEIN sagt. Den Sie als Partner betrachten. Der Sie auf Augenhöhe betrachtet. Gemeinsam. Erfolgreich.
  • 50.
    Anforderungsworkshop mit einem Dienstleister. Definitionerster EPICs & Stories. Ergebnis: erste Annäherung an das WAS.
  • 51.
    Descoping von: unwichtigenFunktionen, Anforderungen die jetzt noch nicht wichtig sind. Ganz unten rein ins Backlog. Priorisierung der Anforderungen. Definition eines „Walking Skeleton“ für einen Überblick, der schärft. Ergebnis: Reihenfolge der wichtig(st)en Anforderungen. Klarheit für den Projektstart.
  • 52.
    Aufwandsschätzung eines Beispiel-EPICs mitseinen User Stories. Näherungsweise Extrapolation auf die anderen, noch nicht definierten EPICs. Ergebnis: Korridor für mögliche Aufwände und damit auch ein Budgethorizont.
  • 53.
  • 54.
    Disclaimer: I Am NotA Lawyer. Dies ist keine Rechtsberatung.
  • 55.
  • 56.
    Ist ein Dienstleistungsvertragin solchen Projekten überhaupt sinnig? Ja. Wenn die Kosten nach oben gedeckelt sind (Projektdauer x Teamkapazität x Teamkosten/ Sprint). Natürlich sind dann die Features variabel. Projekt“kontrolle“? Sprint-Rhythmus. Scope- Änderung nach jedem Sprint möglich. Nutzwertgenerierung. Und: Projektabbruch möglich. Wie? Das zeige ich später.
  • 57.
    Ist ein Werkvertragin solchen Projekten überhaupt möglich? Ja. Das Gewerk ist nicht das Gesamtprojekt, denn das kennen Kunde & Dienstleister zu Projektbeginn nicht vollständig. Ein Gewerk kann vielmehr eine einzelne User Story sein. Auf dieser Basis ist dann eine Realisierung nach Werkvertrag, zB agil mit Festpreis, möglich.
  • 58.
    Tipps für dieVertragsverhandlung: Anwalt involvieren. Vertragsgrundlagen auf Basis gegenseitigen Vertrauens schaffen. Den Vertrag so einfach wie möglich, so kompliziert wie nötig gestalten. Herausforderung: Entkopplung von Legal und Einkauf-Abteilungen zur operativen Ebene und damit Verständnis über die Projektziele. Alle an einen Tisch bringen.
  • 59.
  • 60.
    Sprint: regelmäßiger Rhythmus. Jede14 Tage Planung. Jede 14 Tage Review. Was haben wir geschafft? Wo gab es Schwierigkeiten? Was muss in den nächsten Sprint noch mal rein? Ziel: Nutzen generieren. Fehleranfälligkeit durch kurze Rhythmen minimieren. Möglichkeiten zur Kursänderung schaffen. Einen weiteren Teil des Großen Ganzen fertig stellen.
  • 61.
    Kostenkontrolle: weg vonder Frage „Was kostet mich das Gesamte?“ (kann vorher nicht exakt beziffert werden) Hin zu: „wieviel vom Gesamtbudget habe ich noch und was könnte ich mit diesem Rest noch an Funktionen erreichen?“ Herausforderung: zu Beginn dieses Projekts ist die Frage schwer zu beantworten. Nach jedem Sprint schärft sich jedoch der Blick. Wichtig: Stakeholder und Projekt-Sponsoren kontinuierlich über den Verlauf des Projekts informieren.
  • 62.
    Abbruchszenarien. Sie brechendas Projekt nicht aus Mangel an Vertrauen ab. Sie brechen das Projekt gemeinsam dann ab, wenn genügend Business Value geliefert wurde. Beispielprojekt: Projektvolumen nach erster Schätzung 600kEUR. Ein Sprint von 14 Tagen Dauer kostet etwa 30kEUR.
  • 63.
    Variante 1: fixerWerkvertrag & Upfront Design. Dienstleister wird auf Erfüllung und Realisierung der 600kEUR bestehen, obwohl nach 10 Sprints (=300kEUR) schon alles realisiert wurde, was Ihnen Nutzen bringt. Denn während der Projektlaufzeit haben sich Anforderungen, die ursprünglich geplant gewesen sind, als nicht mehr sinnvoll erwiesen. Die verbleibenden 300kEUR müssen in Funktionen realisiert werden, die nicht viel weiteren Nutzen für Sie und Ihr Business bringen. Weiteres Geld muss über Change Requests investiert werden, um den veränderten Anforderungen des Business gerecht zu werden. Gesamtkosten steigen erheblich, der Gesamtnutzen sinkt.
  • 64.
    Variante 2: Nach 9Sprints (=270kEUR) beendet man das Projekt mit einem Sprint (=30kEUR) Vorlauf. Weil alles realisiert wurde, was Nutzen bringt. Gesamtkosten 300kEUR statt geplanter 600kEUR.
  • 65.
    Variante 3: Nach 10Sprints (=300kEUR) stellt man fest, dass das Business noch weitere Anforderungen hat. Diese werden nach Nutz-Wert priorisiert und noch 3 weitere Sprints (=90kEUR) nachgeschoben. Danach wird das Projekt beendet, da alle wichtigen Anforderungen erfüllt sind. Gesamtkosten: 390kEUR. Der Gesamtnutzen ist deutlich höher, weil viel effektiver darauf geachtet wurde, Nutzen zu generieren. Der Wert ist bei kleinerer Geldmenge deutlich höher als das, was durch komplettes Upfront-Design realisiert werden konnte. Auch, weil sich die Anforderungen Ihres Marktes während der Projektlaufzeit verändert haben und nur das realisiert wurde, was wichtig ist.
  • 66.
    Wie können Sieweiteren zusätzlichen Nutzen im Projekt generieren?
  • 67.
    Kaum genutzte Funktionenin Software Never Used 45% Rarely 19% Sometimes 16% Often 13% Always 7%
  • 68.
    Releasen Sie neueVersionen frühzeitig. Messen Sie direkt in der Software, wie Ihre Kunden die Software nutzen. Ziel: möglichst günstig & schnell neue Funktionen releasen, Akzeptanz messen und Verhalten validieren. Funktionen, die keinen Wert für Sie & Ihre Kunden bringen, wieder wegwerfen. Ergebnis: auf Nutzwert fokussierte Funktionen in der Software. Hebelwirkung durch massive Wertsteigerung. Damit zufriedenere Kunden - und letztlich mehr Revenue für Sie.
  • 69.
  • 70.