Veranstaltung
Agile Bodensee 2015
Thema
Just enough regulation
- oder wie ich aufhörte, mich zu sorgen und meinen
Dienstleister zu lieben.
Referent
Hias Wrba
Datum
01/10/2015
Page 2
Zum Geleit
• Individuals and interactions over processes and
tools
• Working software over comprehensive
documentation
• Customer collaboration over contract negotiation
• Responding to change over following a plan
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Drei Ebenen strukturieren die Zusammenarbeit
Contracts
Rahmenverträge, Angebote, Statements of Work,...
Processes
& Tools
Regelmeetings, Artefakte, Standards, Konfiguration
Ticketingsystem,...
Individuals
& Interactions
Kommunikation, Abstimmungen, Kompetenzen,
Meinungsverschiedenheiten, Wünsche, Ängste,
Politik,...
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Drei Ebenen strukturieren die Zusammenarbeit
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Regulierungs-
versprechen
Steigert das
Sicherheitsempfinden
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Nichts Gutes – außer man tut es!
Auf dem Papier eigentlich ganz
einfach...
Page 6
Das unknown Unknown
Bekanntes
bekannt
Unbekanntes
unbekannt
Bekanntes
Bekanntes
Bekanntes
Unbekanntes
Unbekanntes
Bekanntes
Unbekanntes
Unbekanntes
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Code als Text als Gesetz
Textualität
Interpretations-
spielraum
Vertragswesen
Programmierung
Hohe Textualität Hohe Textualität
Viel Interpretationsspielraum Kein InterpretationsspielraumProblem!
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
Contracts
Contracts
Contracts
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
Contracts
Contracts
Individuals
&Interactions
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
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Dimensionen der Planung
TimeBudget Quality Scope
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Nichts Gutes – außer man tut es!
Auf dem Papier eigentlich ganz
einfach...
Wo gibt‘s denn sowas?
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Drei Ebenen strukturieren die Zusammenarbeit
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Kooperations-
versprechen
Steigert die Zuversicht
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Situationsbasiertes Vertrauen
Quelle: https://www.flickr.com/photos/gforsythe/8245423564
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/
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Ausprägungen von Vertrauen
Eigenschaftsbasiertes Vertrauen ist charakterisiert durch:
• Kompetenzerwartung – die wissen, was sie tun
• Integritätserwartung – die verfolgen keine versteckten Ziele
Identifikationsbasiertes Vertrauen ist charakterisiert durch:
• Enge Zusammenarbeit, Offenheit, regelmäßige Kommunikation
• Identifikation mit den Werten, Zielen und Bedürfnissen des Partners
• Gemeinschaft zwischen den Vertrauenden
• Gegenseitige Sympathie und die Entwicklung einer emotionalen Bindung
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Vertrauen im Projektverlauf
Inkubation Sprint 0 Sprint 1 Sprint 2 Sprint 3 Sprint 4
Vom
eigenschaftsbasierten
Vertrauen
zum
identifikationsbasierten
Vertrauen
Vertrauen
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Nichts Gutes – außer, man tut es!
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Drei Ebenen strukturieren die Zusammenarbeit
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Vom Allgemeinen
zum Spezifischen
Just enough
regulation!
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Drei Ebenen strukturieren die Zusammenarbeit
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Beauftragt werden Sprints mit fixer Laufzeit und
Teamkapazität. Es gibt definierte
Ausstiegspunkte.
Ein Rahmenvertrag definiert Prozess,
Vorgehensweise und Tools.
Die exakte Spezifikation entsteht über die
Kollaboration im Rahmen des Projekts.
Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
Page 25
Beispiel Inkubation
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
• Gegenseitiges Kennenlernen
• Aufbau eigenschaftsbasiertes Vertrauen
• Vermittlung und Abgleich der
Vorgehensweisen
• Verhandlung der Bedingungen der
Zusammenarbeit
• Ausarbeitung eines Rahmenvertrags, der
Prozesse definiert
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Beispiel Planung
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
• Erhebung der Anforderungen
• Erarbeitung erster technischer und
fachlicher Konzeptansätze
• Erstellung eines initialen Backlogs
• Setup Tools – z.B. Konfiguration Jira (Wer
kann welche Transitions vornehmen ->
Bezug auf Vertrag)
• Bei Bedarf separate Beauftragung der
Planungsphase
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Beispiel Planung
„Nach der Planungsphase wollen wir
begründete Zuversicht haben,
ein innovatives Produkt
in einem leistungsfähigen Team
im vorgegebenen Zeitrahmen
umzusetzen.“
Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
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Beispiel Priorisierung
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
• Methodische Unterstützung bei der
Priorisierung
• Sensibilisieren für die Notwendigkeit,
Entscheidungen zu treffen
• Regelmässige interdisziplinäre
Priorisierungsmeetings
• Backlog Refinement im laufenden Projekt
• Jira spiegelt aktuelle Priorisierung wieder
• Jeweils aktualisierter Backlog als
dynamischer Vertragsanhang
• Nach Änderung an Priorisierung: E-Mail an
definierten Empfängerkreis
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Beispiel Implementierung
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
• Möglichst viel Kommunikation,
Rückfragen, Abstimmungen
• Wenn Probleme auftreten/absehbar sind,
so früh wie möglich informieren
• Nach jedem Planning werden alle
committed Items als ein Release Sprint #n
zusammengefasst.
• Robuster Testingprozess
• Klar definierte Entscheidungsbefugnisse
und -zeiträume
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Beispiel Abnahme
Contracts
Processes
& Tools
Individuals
& Interactions
Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
• Keine Überraschungsmeetings
• Zwischenergebnisse zeigen
• Nur der Auftraggeber kann Tickets auf done
(bzw. ready for dev) setzen.
• Abgenommen werden einzelne Items des
fertigen Sprints
• Definierter mehrstufiger Mediationsprozess
zur Konfliktlösung
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Getting out of the deliverables business!
Konzept/Design/X ist kein Ergebnis, sondern nur ein Zwischenschritt zum
eigentlichen Ziel
Wir müssen aufhören Dokumente zu produzieren die Vollständigkeit suggerieren
wo keine sein kann und Abgeschlossenheit vorgaukeln die niemals der Realtität
standhält.
Die Entwicklung digitaler Produkte/Projekte/Prozesse ist ein interdisziplinäres
Unterfangen. Es gilt jedes Gewerk sinnvoll einzubinden um gemeinsam auf eine
Lösung hin zu arbeiten.
Die folgenden Tools und Methoden können helfen
Finden wir nicht so
gut!
Page 32
Kooperation auf Basis von Vertrauen
verstehen entscheiden
umsetzen mitarbeiten
Auftragnehmer Auftraggeber
Kollaborative
Projektteams
Page 33
Wir brauchen einen Vertrieb, der
nichts verspricht das nicht
gehalten werden kann und der
lernt, die Methode zu verkaufen
und nicht das Ergebnis.
Fachabteilungen und Dienstleister lernen sich auf dem
Fundament agiler Werte kennen und lieben.
Und wir brauchen einen Einkauf,
der den methodischen Ansatz
annimmt und seine
Gestaltungsmöglichkeiten im
Rahmen dessen findet.
Page 34
Und danke!
Mathias „Hias“ Wrba
hias.wrba@feld-m.de
http://www.xing.com/prof/Hi
as_Wrba
@ScreaminHias

Just enough regulation - Kooperation statt Regulation

  • 1.
    Veranstaltung Agile Bodensee 2015 Thema Justenough regulation - oder wie ich aufhörte, mich zu sorgen und meinen Dienstleister zu lieben. Referent Hias Wrba Datum 01/10/2015
  • 2.
    Page 2 Zum Geleit •Individuals and interactions over processes and tools • Working software over comprehensive documentation • Customer collaboration over contract negotiation • Responding to change over following a plan
  • 3.
    Page 3 Drei Ebenenstrukturieren die Zusammenarbeit Contracts Rahmenverträge, Angebote, Statements of Work,... Processes & Tools Regelmeetings, Artefakte, Standards, Konfiguration Ticketingsystem,... Individuals & Interactions Kommunikation, Abstimmungen, Kompetenzen, Meinungsverschiedenheiten, Wünsche, Ängste, Politik,...
  • 4.
    Page 4 Drei Ebenenstrukturieren die Zusammenarbeit Contracts Processes & Tools Individuals & Interactions Regulierungs- versprechen Steigert das Sicherheitsempfinden
  • 5.
    Page 5 Nichts Gutes– außer man tut es! Auf dem Papier eigentlich ganz einfach...
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    Page 6 Das unknownUnknown Bekanntes bekannt Unbekanntes unbekannt Bekanntes Bekanntes Bekanntes Unbekanntes Unbekanntes Bekanntes Unbekanntes Unbekanntes
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    Page 7 Code alsText als Gesetz Textualität Interpretations- spielraum Vertragswesen Programmierung Hohe Textualität Hohe Textualität Viel Interpretationsspielraum Kein InterpretationsspielraumProblem!
  • 8.
    Page 8 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope
  • 9.
    Page 9 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope Contracts Contracts Contracts
  • 10.
    Page 10 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope
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    Page 11 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope
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    Page 12 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope
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    Page 13 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope
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    Page 14 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope Contracts Contracts Individuals &Interactions
  • 15.
    Page 15 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope
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    Page 16 Dimensionen derPlanung TimeBudget Quality Scope
  • 17.
    Page 17 Nichts Gutes– außer man tut es! Auf dem Papier eigentlich ganz einfach... Wo gibt‘s denn sowas?
  • 18.
    Page 18 Drei Ebenenstrukturieren die Zusammenarbeit Contracts Processes & Tools Individuals & Interactions Kooperations- versprechen Steigert die Zuversicht
  • 19.
    Page 19 Situationsbasiertes Vertrauen Quelle:https://www.flickr.com/photos/gforsythe/8245423564 Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/
  • 20.
    Page 20 Ausprägungen vonVertrauen Eigenschaftsbasiertes Vertrauen ist charakterisiert durch: • Kompetenzerwartung – die wissen, was sie tun • Integritätserwartung – die verfolgen keine versteckten Ziele Identifikationsbasiertes Vertrauen ist charakterisiert durch: • Enge Zusammenarbeit, Offenheit, regelmäßige Kommunikation • Identifikation mit den Werten, Zielen und Bedürfnissen des Partners • Gemeinschaft zwischen den Vertrauenden • Gegenseitige Sympathie und die Entwicklung einer emotionalen Bindung
  • 21.
    Page 21 Vertrauen imProjektverlauf Inkubation Sprint 0 Sprint 1 Sprint 2 Sprint 3 Sprint 4 Vom eigenschaftsbasierten Vertrauen zum identifikationsbasierten Vertrauen Vertrauen
  • 22.
    Page 22 Nichts Gutes– außer, man tut es!
  • 23.
    Page 23 Drei Ebenenstrukturieren die Zusammenarbeit Contracts Processes & Tools Individuals & Interactions Vom Allgemeinen zum Spezifischen Just enough regulation!
  • 24.
    Page 24 Drei Ebenenstrukturieren die Zusammenarbeit Contracts Processes & Tools Individuals & Interactions Beauftragt werden Sprints mit fixer Laufzeit und Teamkapazität. Es gibt definierte Ausstiegspunkte. Ein Rahmenvertrag definiert Prozess, Vorgehensweise und Tools. Die exakte Spezifikation entsteht über die Kollaboration im Rahmen des Projekts. Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
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    Page 25 Beispiel Inkubation Contracts Processes &Tools Individuals & Interactions Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung • Gegenseitiges Kennenlernen • Aufbau eigenschaftsbasiertes Vertrauen • Vermittlung und Abgleich der Vorgehensweisen • Verhandlung der Bedingungen der Zusammenarbeit • Ausarbeitung eines Rahmenvertrags, der Prozesse definiert
  • 26.
    Page 26 Beispiel Planung Contracts Processes &Tools Individuals & Interactions Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung • Erhebung der Anforderungen • Erarbeitung erster technischer und fachlicher Konzeptansätze • Erstellung eines initialen Backlogs • Setup Tools – z.B. Konfiguration Jira (Wer kann welche Transitions vornehmen -> Bezug auf Vertrag) • Bei Bedarf separate Beauftragung der Planungsphase
  • 27.
    Page 27 Beispiel Planung „Nachder Planungsphase wollen wir begründete Zuversicht haben, ein innovatives Produkt in einem leistungsfähigen Team im vorgegebenen Zeitrahmen umzusetzen.“ Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung
  • 28.
    Page 28 Beispiel Priorisierung Contracts Processes &Tools Individuals & Interactions Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung • Methodische Unterstützung bei der Priorisierung • Sensibilisieren für die Notwendigkeit, Entscheidungen zu treffen • Regelmässige interdisziplinäre Priorisierungsmeetings • Backlog Refinement im laufenden Projekt • Jira spiegelt aktuelle Priorisierung wieder • Jeweils aktualisierter Backlog als dynamischer Vertragsanhang • Nach Änderung an Priorisierung: E-Mail an definierten Empfängerkreis
  • 29.
    Page 29 Beispiel Implementierung Contracts Processes &Tools Individuals & Interactions Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung • Möglichst viel Kommunikation, Rückfragen, Abstimmungen • Wenn Probleme auftreten/absehbar sind, so früh wie möglich informieren • Nach jedem Planning werden alle committed Items als ein Release Sprint #n zusammengefasst. • Robuster Testingprozess • Klar definierte Entscheidungsbefugnisse und -zeiträume
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    Page 30 Beispiel Abnahme Contracts Processes &Tools Individuals & Interactions Inkubation Planung AbnahmePriorisierung Implementierung • Keine Überraschungsmeetings • Zwischenergebnisse zeigen • Nur der Auftraggeber kann Tickets auf done (bzw. ready for dev) setzen. • Abgenommen werden einzelne Items des fertigen Sprints • Definierter mehrstufiger Mediationsprozess zur Konfliktlösung
  • 31.
    Page 31 Getting outof the deliverables business! Konzept/Design/X ist kein Ergebnis, sondern nur ein Zwischenschritt zum eigentlichen Ziel Wir müssen aufhören Dokumente zu produzieren die Vollständigkeit suggerieren wo keine sein kann und Abgeschlossenheit vorgaukeln die niemals der Realtität standhält. Die Entwicklung digitaler Produkte/Projekte/Prozesse ist ein interdisziplinäres Unterfangen. Es gilt jedes Gewerk sinnvoll einzubinden um gemeinsam auf eine Lösung hin zu arbeiten. Die folgenden Tools und Methoden können helfen Finden wir nicht so gut!
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    Page 32 Kooperation aufBasis von Vertrauen verstehen entscheiden umsetzen mitarbeiten Auftragnehmer Auftraggeber Kollaborative Projektteams
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    Page 33 Wir braucheneinen Vertrieb, der nichts verspricht das nicht gehalten werden kann und der lernt, die Methode zu verkaufen und nicht das Ergebnis. Fachabteilungen und Dienstleister lernen sich auf dem Fundament agiler Werte kennen und lieben. Und wir brauchen einen Einkauf, der den methodischen Ansatz annimmt und seine Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen dessen findet.
  • 34.
    Page 34 Und danke! Mathias„Hias“ Wrba hias.wrba@feld-m.de http://www.xing.com/prof/Hi as_Wrba @ScreaminHias

Hinweis der Redaktion