1Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Lernplattformen der Zukunft?
AK IT-gestützte Lehre und Wissensmanagement
im Rahmen der 84. Tagung der
BundesDekaneKonferenz Wirtschaftswissenschaften
Jutta Pauschenwein
ZML – Innovative Lernszenarien
FH JOANNEUM
2Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Inhalt
 Vorstellung JP und ZML
 Rückblick: Lernplattformen 1999-2013
 Meine Wünsche an eine Lernplattform und Exkurs
zu offenen Lernszenarien
 Novoed: eine Lernplattform der Zukunft?
 Reflexion mittels der Footprint-Methode
 Diskussion und Ausblick
3Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Kurzvorstellung
 Leitung des ZML – Innovative Lernszenarien (FH JOANNEUM)
 Unterricht im Bachelor- und Masterstudiengang Soziale Arbeit sowie im
Stg. Journalismus und PR
Was mir Spaß macht
 Gruppenprozesse, die im virtuellen Raum ablaufen, Kommunikation und
Kooperation, E-Moderation
 Lehre mit Online-Phasen
 Unterstützung der Konzeptentwicklung in unterschiedlichen
Fachgebieten
 Konzeption und Durchführung von Online-Trainingsangeboten
 MOOCs – massive open online courses
 Footprints of emergence – eine coole Reflexionsmethode
Im Netz: twitter/jupidu - zmldidaktik.wordpress.com
4Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
 Forschungszentrum zu E-Learning
 Verantwortung für E-Learning an der FH
JOANNEUM
 Nationale & internationale Projekte
 Online-Schulungen:
Lernprozesse mit MOOCs und offenen
Lernressourcen (ab 13.11)
Fußabdrücke von Lernprozessen (ab 2.12)
5Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Erfahrung mit Lernplattformen
„Ich setze seit 1999 Lernplattformen ein. Sie bieten mir
einen virtuellen Lernraum, in dem ich Lernprozesse für die
Studierenden / Lernenden designen kann.“ (JP)
Verwendete Lernplattform-Produkte:
 WebCT, Blackboard, Ilias, electure, eNcephalon,
Moodle, Fronter
Funktionalitäten von Lernplattformen
 NutzerInnen- und Kursverwaltung, Präsentation von
Lernmaterialien, Kommunikation und Kooperation, Tests
/ Abgaben
6Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Vorteile von Lernplattformen
 Passwort-geschützter Raum
 Strukturierung von Lernprozessen
 Unterschiedliche Werkzeuge wie Forum, Datenbank,
WIKI, Werkzeug für Peer Review (etwa Moodle
Workshop), Glossar, ...
 Automatische Dokumentation
 Kurse können leicht dupliziert werden
 Ev. Anbindung an Studierendenverwaltungssystem
Lehrende schätzen eine gut gewartete Lernplattform
7Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Beispiel: Moodle an der FHJ
 Seit WS 10/11 als zentrale Plattform im Einsatz
 Wird derzeit von 33 Studiengängen und 4 Lehrgängen
verwendet
 Instanzen (Lifecycle):
 Aktuelle Lehrveranstaltungen: virtueller-campus/2013-14
 Archiv-Instanzen: virtueller-campus/2012-13, virtueller-
campus/2011-12 *, virtueller-campus/2010-11 *
 Schulungsserver: training
 Prüfungsserver: exams *
* Nur im internen Netz verfügbar
8Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Nachteile von herkömmlichen
Lernplattformen
 Strukturierungsmöglichkeiten oft nicht optimal
 Plattform verwirrt durch viele Optionen und
Möglichkeiten – im Vergleich zu Social Media
 Probleme zentraler IT-Systeme wirken sich auf die
Lernplattform aus
 Design wirkt altmodisch (2000-er look)
 Studierende (und manche Lehrende) finden es
langweilig
9Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Andere virtuelle (Lern)räume
 Facebook-Gruppen für die Lehrveranstaltung bzw.
manche Lehrende sind mit den Studierenden in fb
befreundet
 Google+ Community mit Links zu Online-
Dokumenten
 Twitter, Wordpress
Nachteile
 Keine Datensicherheit
 Nicht alle Studierende und eher wenige Lehrende
lieben Social Media
10Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Meine Wünsche an einen virtuellen
Lernraum
 Intuitiv zu nützen (angelehnt an Social Media)
 Bunter, moderner „Look“
 Gewisse Freiheit in der Strukturierung
 Gewisse Freiheit in der Formatierung
 Offene Umgebung: alle sehen (fast) alles
 Leichte Abbildung von Gruppenlernprozessen
 Unterstützung von Austausch und Vernetzung (etwa like)
 Geschützter Bereich: Lernprozesse brauchen gegenseitiges
Vertrauen und Sicherheit
 Offener Bereich: Präsentation der Ergebnisse im Portfolio
11Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Kurzer Exkurs: offene Lernszenarien
 Lernmodell des Konnektivismus (George Siemens, Stephen
Downes)
• Gemeinsames Lernen im Netzwerk: aggregate, remix,
repurpose, feed forward
 Emergent learning (Roy T. Williams, Jenny Mackness)
 Unvorhergesehene Lernprozesse finden immer statt, in offenen
Lerndesigns kann man ihnen mehr Raum geben
 „Serendipity“
Besuch eines xMOOC zum Thema Creativity April - Mai 2013
=> unvermutetes Ergebnis: Kennenlernen einer Lernplattform,
die einige meiner Wünsche umsetzt
12Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Novoed – Lernplattform der Zukunft?
According to the website: “Novoed is the only online learning platform that
provides a connected, effective and engaging learning environment for
students using a combination of techniques in crowd sourcing, design and
analysis of reputation systems, and algorithm design”.
13Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Creativity MOOC
14Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Novoed Plattform aus Lernendensicht
16Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Kommunikation
Stand 28.5.13 (Woche 6)
 18 Foren
 2800 Threads
 17.000 Postings
 Werden immer wieder neu
geordnet (Algorithmus)
 Beiträge können bewertet
werden
Experiment: Frage an alle
 1,5 Tage keine Antwort
 Nachfragen
 Innerhalb von ein paar
Stunden kam die Antwort
von Tina Seelig
17Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Kooperation - Team
Spannendes Teamkonzept
 Jede/r kann ein Team
gründen
 Im Forum werden die Teams
beworben
 Der Teambegründer / die
Teambegründerin fügt die
Mitglieder zu seinem Team
hinzu.
 Die Gruppenaufgaben
werden von den Team-
BegründerInnen abgegeben
(große Verantwortung).
 Die Teammitglieder
kommunizieren im Journal
(sichtbar für alle) und via
interner Mail
18Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Kooperation im Serendipity Team
 Über 100 „Mail“-Diskussionsstränge
(mit zumindest 2 Beiträgen, meistens
mehreren) – Austausch zwischen zwei
Personen
 56 Stränge im Journal –
Eröffnungsbeitrag, danach Diskussion
 Auch Teamleader-Tausch
Und auch:
 Gemeinsame Dokumente in Google
Drive
 Google+ Community mit Hangouts
19Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
20Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Aufgaben
Zum Einstieg:
 Zwei Einzelaufgaben
Im Zentrum des Kurses:
 Gruppenbildung
 Drei Gruppenaufgaben
Zum Abschluss:
 Einzelaufgabe: Reflexion
http://www.youtube.com/watch?v=CRkh0MzekLU
21Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Peer Evaluation
 8 Ergebnisse pro Gruppenaufgabe mussten evaluiert
werden
 Evaluierungsprozess:
 3 Fragen mit jeweils 3 Antworten, aus denen eine Antwort
gewählt werden musste
 Zusätzlich kann Detail-Feedback in vier Bereichen
gegeben werden
 Unterstützung durch ExpertInnen
 Nach der 1., 2. und 3. Evaluierung wird jeweils eine
Expertenmeinung angezeigt – zum Vergleich und
Reflexion der eigenen Evaluierung
 Unsere Ergebnisse wurden 10-14x evaluiert
22Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Profil
23Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
„Bei der Plattform Novoed sprachen mich zwei Dinge besonders an:
1. wie leicht es war, Anerkennung zu signalisieren
2. dass mein Fortschritt bezüglich der Lernmaterialien und Aufgaben
klar visualisiert wurde“
Dr. Maja Pivec
E-Learning Expertin
FH JOANNEUM
24Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Voten, liken, interagieren
Voten, liken
 Im Forum: positive (oder negative) Anerkennung von
Diskussionsbeiträgen
 Abgegebene Ergebnisse: „like“
 Im Profil: Feedback, dass der Review „helpful“ war
 Im Profil: Anerkennung einer Person „endorsement“
Offene Kommunikation und Kooperation
 Die Journale der anderen Teams konnten gelesen werden und ein
Einstieg in die Diskussion war möglich
 Jedes abgegebene Ergebnis konnte diskutiert werden
25Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Assignments
(auch bei den Lernmaterialien zeigten Balken, wie weit das Studium
fortgeschritten ist)
26Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Evaluierung der Zukunft?
 Wie können offene, vernetzte Lernräume evaluiert
werden?
 Herkömmliche Evaluierungsmethoden sind oft nicht gut
dafür geeignet.
 Footprint of emergence
27Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Footprint-Methode
 Visualisierungsmethode zur Reflexion über den Grad der Offenheit
eines Lernraums
 25 Faktoren in 4 Clustern
 Offenheit versus Struktur untersucht die kreative Spannung
zwischen Offenheit und Struktur in der Lernumgebung.
 Interaktivität der Lernumgebung (Veränderbarkeit des Raums)
untersucht, wie das offene/geschlossene Design des Lehrraums
umgesetzt und kuratiert wird.
 Raum für persönliche Entwicklung untersucht, in wieweit die
Lernenden eigene Kompetenzen in den Lernprozess einbringen
bzw. entwickeln können.
 Eigener Stil, Selbstpräsenz untersucht, inwieweit die Lernenden
alleine und im Netzwerk ihren Stil einbringen und erforschen
können.
Williams Roy T., Mackness Jenny & Gumtau Simone (2012). Footprints of Emergence. International
Review of Research in Open and Distance Learning, 13(4) S.49-90
28Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
enges,
vorge-
schriebenes
Lerndesign
Reflexion
Rande zum Chaos
Zwischen
vorgeschr.
Zone und Rand
zum Chaos
findet sich die
Zone des
„emergent
learning“
29Jutta Pauschenwein: Lernplattformen der Zukunft? Oktober 2013
Diskussion und Ausblick
 Novoed ist für mich eine Lernplattform der Zukunft.
 Spannend wäre es, die Rolle der Lehrenden einnehmen zu
können.
 Offene Lernszenarien werden die Hochschullehre immer
mehr beeinflussen.
 Es geht darum zu experimentieren
 Footprints of emergence sind eine Evaluierungsmethode,
die Experimente gut begleiten.
Hinweis: Der 13. E-Learning Tag der FH JOANNEUM am
17.9.2014 in Graz wird sich mit der Evaluierung moderner /
offener Lerndesign auseinander setzen.

Lernplattformen der Zukunft?

  • 1.
    1Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Lernplattformen der Zukunft? AK IT-gestützte Lehre und Wissensmanagement im Rahmen der 84. Tagung der BundesDekaneKonferenz Wirtschaftswissenschaften Jutta Pauschenwein ZML – Innovative Lernszenarien FH JOANNEUM
  • 2.
    2Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Inhalt  Vorstellung JP und ZML  Rückblick: Lernplattformen 1999-2013  Meine Wünsche an eine Lernplattform und Exkurs zu offenen Lernszenarien  Novoed: eine Lernplattform der Zukunft?  Reflexion mittels der Footprint-Methode  Diskussion und Ausblick
  • 3.
    3Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Kurzvorstellung  Leitung des ZML – Innovative Lernszenarien (FH JOANNEUM)  Unterricht im Bachelor- und Masterstudiengang Soziale Arbeit sowie im Stg. Journalismus und PR Was mir Spaß macht  Gruppenprozesse, die im virtuellen Raum ablaufen, Kommunikation und Kooperation, E-Moderation  Lehre mit Online-Phasen  Unterstützung der Konzeptentwicklung in unterschiedlichen Fachgebieten  Konzeption und Durchführung von Online-Trainingsangeboten  MOOCs – massive open online courses  Footprints of emergence – eine coole Reflexionsmethode Im Netz: twitter/jupidu - zmldidaktik.wordpress.com
  • 4.
    4Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013  Forschungszentrum zu E-Learning  Verantwortung für E-Learning an der FH JOANNEUM  Nationale & internationale Projekte  Online-Schulungen: Lernprozesse mit MOOCs und offenen Lernressourcen (ab 13.11) Fußabdrücke von Lernprozessen (ab 2.12)
  • 5.
    5Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Erfahrung mit Lernplattformen „Ich setze seit 1999 Lernplattformen ein. Sie bieten mir einen virtuellen Lernraum, in dem ich Lernprozesse für die Studierenden / Lernenden designen kann.“ (JP) Verwendete Lernplattform-Produkte:  WebCT, Blackboard, Ilias, electure, eNcephalon, Moodle, Fronter Funktionalitäten von Lernplattformen  NutzerInnen- und Kursverwaltung, Präsentation von Lernmaterialien, Kommunikation und Kooperation, Tests / Abgaben
  • 6.
    6Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Vorteile von Lernplattformen  Passwort-geschützter Raum  Strukturierung von Lernprozessen  Unterschiedliche Werkzeuge wie Forum, Datenbank, WIKI, Werkzeug für Peer Review (etwa Moodle Workshop), Glossar, ...  Automatische Dokumentation  Kurse können leicht dupliziert werden  Ev. Anbindung an Studierendenverwaltungssystem Lehrende schätzen eine gut gewartete Lernplattform
  • 7.
    7Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Beispiel: Moodle an der FHJ  Seit WS 10/11 als zentrale Plattform im Einsatz  Wird derzeit von 33 Studiengängen und 4 Lehrgängen verwendet  Instanzen (Lifecycle):  Aktuelle Lehrveranstaltungen: virtueller-campus/2013-14  Archiv-Instanzen: virtueller-campus/2012-13, virtueller- campus/2011-12 *, virtueller-campus/2010-11 *  Schulungsserver: training  Prüfungsserver: exams * * Nur im internen Netz verfügbar
  • 8.
    8Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Nachteile von herkömmlichen Lernplattformen  Strukturierungsmöglichkeiten oft nicht optimal  Plattform verwirrt durch viele Optionen und Möglichkeiten – im Vergleich zu Social Media  Probleme zentraler IT-Systeme wirken sich auf die Lernplattform aus  Design wirkt altmodisch (2000-er look)  Studierende (und manche Lehrende) finden es langweilig
  • 9.
    9Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Andere virtuelle (Lern)räume  Facebook-Gruppen für die Lehrveranstaltung bzw. manche Lehrende sind mit den Studierenden in fb befreundet  Google+ Community mit Links zu Online- Dokumenten  Twitter, Wordpress Nachteile  Keine Datensicherheit  Nicht alle Studierende und eher wenige Lehrende lieben Social Media
  • 10.
    10Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Meine Wünsche an einen virtuellen Lernraum  Intuitiv zu nützen (angelehnt an Social Media)  Bunter, moderner „Look“  Gewisse Freiheit in der Strukturierung  Gewisse Freiheit in der Formatierung  Offene Umgebung: alle sehen (fast) alles  Leichte Abbildung von Gruppenlernprozessen  Unterstützung von Austausch und Vernetzung (etwa like)  Geschützter Bereich: Lernprozesse brauchen gegenseitiges Vertrauen und Sicherheit  Offener Bereich: Präsentation der Ergebnisse im Portfolio
  • 11.
    11Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Kurzer Exkurs: offene Lernszenarien  Lernmodell des Konnektivismus (George Siemens, Stephen Downes) • Gemeinsames Lernen im Netzwerk: aggregate, remix, repurpose, feed forward  Emergent learning (Roy T. Williams, Jenny Mackness)  Unvorhergesehene Lernprozesse finden immer statt, in offenen Lerndesigns kann man ihnen mehr Raum geben  „Serendipity“ Besuch eines xMOOC zum Thema Creativity April - Mai 2013 => unvermutetes Ergebnis: Kennenlernen einer Lernplattform, die einige meiner Wünsche umsetzt
  • 12.
    12Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Novoed – Lernplattform der Zukunft? According to the website: “Novoed is the only online learning platform that provides a connected, effective and engaging learning environment for students using a combination of techniques in crowd sourcing, design and analysis of reputation systems, and algorithm design”.
  • 13.
    13Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Creativity MOOC
  • 14.
    14Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Novoed Plattform aus Lernendensicht
  • 15.
    16Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Kommunikation Stand 28.5.13 (Woche 6)  18 Foren  2800 Threads  17.000 Postings  Werden immer wieder neu geordnet (Algorithmus)  Beiträge können bewertet werden Experiment: Frage an alle  1,5 Tage keine Antwort  Nachfragen  Innerhalb von ein paar Stunden kam die Antwort von Tina Seelig
  • 16.
    17Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Kooperation - Team Spannendes Teamkonzept  Jede/r kann ein Team gründen  Im Forum werden die Teams beworben  Der Teambegründer / die Teambegründerin fügt die Mitglieder zu seinem Team hinzu.  Die Gruppenaufgaben werden von den Team- BegründerInnen abgegeben (große Verantwortung).  Die Teammitglieder kommunizieren im Journal (sichtbar für alle) und via interner Mail
  • 17.
    18Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Kooperation im Serendipity Team  Über 100 „Mail“-Diskussionsstränge (mit zumindest 2 Beiträgen, meistens mehreren) – Austausch zwischen zwei Personen  56 Stränge im Journal – Eröffnungsbeitrag, danach Diskussion  Auch Teamleader-Tausch Und auch:  Gemeinsame Dokumente in Google Drive  Google+ Community mit Hangouts
  • 18.
    19Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013
  • 19.
    20Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Aufgaben Zum Einstieg:  Zwei Einzelaufgaben Im Zentrum des Kurses:  Gruppenbildung  Drei Gruppenaufgaben Zum Abschluss:  Einzelaufgabe: Reflexion http://www.youtube.com/watch?v=CRkh0MzekLU
  • 20.
    21Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Peer Evaluation  8 Ergebnisse pro Gruppenaufgabe mussten evaluiert werden  Evaluierungsprozess:  3 Fragen mit jeweils 3 Antworten, aus denen eine Antwort gewählt werden musste  Zusätzlich kann Detail-Feedback in vier Bereichen gegeben werden  Unterstützung durch ExpertInnen  Nach der 1., 2. und 3. Evaluierung wird jeweils eine Expertenmeinung angezeigt – zum Vergleich und Reflexion der eigenen Evaluierung  Unsere Ergebnisse wurden 10-14x evaluiert
  • 21.
    22Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Profil
  • 22.
    23Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 „Bei der Plattform Novoed sprachen mich zwei Dinge besonders an: 1. wie leicht es war, Anerkennung zu signalisieren 2. dass mein Fortschritt bezüglich der Lernmaterialien und Aufgaben klar visualisiert wurde“ Dr. Maja Pivec E-Learning Expertin FH JOANNEUM
  • 23.
    24Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Voten, liken, interagieren Voten, liken  Im Forum: positive (oder negative) Anerkennung von Diskussionsbeiträgen  Abgegebene Ergebnisse: „like“  Im Profil: Feedback, dass der Review „helpful“ war  Im Profil: Anerkennung einer Person „endorsement“ Offene Kommunikation und Kooperation  Die Journale der anderen Teams konnten gelesen werden und ein Einstieg in die Diskussion war möglich  Jedes abgegebene Ergebnis konnte diskutiert werden
  • 24.
    25Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Assignments (auch bei den Lernmaterialien zeigten Balken, wie weit das Studium fortgeschritten ist)
  • 25.
    26Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Evaluierung der Zukunft?  Wie können offene, vernetzte Lernräume evaluiert werden?  Herkömmliche Evaluierungsmethoden sind oft nicht gut dafür geeignet.  Footprint of emergence
  • 26.
    27Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Footprint-Methode  Visualisierungsmethode zur Reflexion über den Grad der Offenheit eines Lernraums  25 Faktoren in 4 Clustern  Offenheit versus Struktur untersucht die kreative Spannung zwischen Offenheit und Struktur in der Lernumgebung.  Interaktivität der Lernumgebung (Veränderbarkeit des Raums) untersucht, wie das offene/geschlossene Design des Lehrraums umgesetzt und kuratiert wird.  Raum für persönliche Entwicklung untersucht, in wieweit die Lernenden eigene Kompetenzen in den Lernprozess einbringen bzw. entwickeln können.  Eigener Stil, Selbstpräsenz untersucht, inwieweit die Lernenden alleine und im Netzwerk ihren Stil einbringen und erforschen können. Williams Roy T., Mackness Jenny & Gumtau Simone (2012). Footprints of Emergence. International Review of Research in Open and Distance Learning, 13(4) S.49-90
  • 27.
    28Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 enges, vorge- schriebenes Lerndesign Reflexion Rande zum Chaos Zwischen vorgeschr. Zone und Rand zum Chaos findet sich die Zone des „emergent learning“
  • 28.
    29Jutta Pauschenwein: Lernplattformender Zukunft? Oktober 2013 Diskussion und Ausblick  Novoed ist für mich eine Lernplattform der Zukunft.  Spannend wäre es, die Rolle der Lehrenden einnehmen zu können.  Offene Lernszenarien werden die Hochschullehre immer mehr beeinflussen.  Es geht darum zu experimentieren  Footprints of emergence sind eine Evaluierungsmethode, die Experimente gut begleiten. Hinweis: Der 13. E-Learning Tag der FH JOANNEUM am 17.9.2014 in Graz wird sich mit der Evaluierung moderner / offener Lerndesign auseinander setzen.