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Kulturorganisationen
                                                                                (weiter-)entwickeln

    21. September 2012                IJK-WORKSHOP im Senatssaal der Hochschule, Hindenburgstraße 2-4, Hannover

    9.00 Uhr                          Begrüßung durch die Veranstalter

    9.15 Uhr - 12.00 Uhr              Panel 1: Kulturorganisationen und Entwicklung
                                      	        Referate mit Diskussion (à 20 + 10 min)

                                      Wie sind Kulturorganisation (privat, öffentlich, usf.) und ihre Entwicklung zu
                                      konzeptualisieren? Was ist der Forschungsstand? Welche Projekte und Her-
                                      ausforderungen gibt es? Was sind zentrale, alte sowie neue Konzepte und
                                      Theorien?

                                      Prof. Dr. Tasos Zembylas / Moderation
                                      Professor für Kulturbetriebslehre am Institut für Musikso-
                                      ziologie der Universität für Musik und darstellende Kunst
                                      Wien

          Forschungsschwerpunkte      Kulturbetriebslehre, Epistemologie der Praxis sowie öffentliche Kulturförde-
                                      rung

                Forschungsprojekte    • (2011): Evaluierung der Kulturförderung der Stadt Graz. Projekt im Auftrag des Kulturstadt-
                                      rats von Graz.
                                      • (2008): Gut sein, besser werden. Kulturförderung als normative und administrative Her-
                                      ausforderung. Projekt im Auftrag des österreichischen Kulturrats.
                                      • (2006-2008): Literarisches Schreiben als diskreter Prozess. Gefördert vom österreichi-
                                      schen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.
                      Publikationen   • (2012): Epistemologie der künstlerischen Praxis. In: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine
                                      Kunstwissenschaft. Heft. 56/2 (S. 203-215), Hamburg: Meiner Verlag.
                                      • (2011): Rechtspolitischer Sinn oder Unsinn von Kulturförderungsgesetzen. In: Beckmei-
                                      er-Feuerhahn, S. et.al. (Hg.): Kulturmanagement und Kulturpolitik. Jahrbuch für Kulturma-
                                      nagement 2011 (S. 129-147), Bielefeld: Transcript.
                                      • (2009): Wissen, Können und literarisches Schreiben (gem. mit Claudia Dürr). Wien: Passa-
                                      gen Verlag.
                                      • (2009): Kunst in der Öffentlichkeit. Versuch über die Grenzen des Erlaubten. In: Hieber, L.
                                      und Moebius, S. (Hg.): Avantgarden und Politik. Künstlerischer Aktivismus von Dada bis zur
                                      Postmoderne (S.231-244), Bielefeld, trancript Verlag.




    9.15 Uhr	               Referat   Kulturpolitik in der globalen Stadt – Anregungen zur Diskussion
                                      Die Stadt ist nicht nur traditionell der Ort der Kultur (im engen Sinne), son-
                                      dern wird seit den Anfängen der Stadtsoziologie mit Georg Simmel auch als
                                      Labor zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklungen angesehen, die sich hier
                                      immer besonders früh und deutlich abzeichnen. Aufgrund der relativ großen
                                      Dichte und der hohen Anzahl potentieller Nutzer, gepaart mit einer größeren
                                      Toleranz gegenüber dem Fremden („Urbanität“), ist die Stadt der Ort vielfäl-
                                      tiger Szenen (Fischer) und unterschiedlichster Kulturorganisationen.
                                      Städte unterliegen allerdings diversen aktuellen Trends. Zu den wichtigsten
                                      zählen erstens Globalisierung, zweitens ein daraus resultierender zuneh-
                                      mender Wettbewerb bei, drittens, gleichzeitig schwindenden Ressourcen.
                                      Gleichzeitig verändert sich das Verständnis von Kultur in der Wissensgese-
                                      sellschaft.
1
Unter diesen Bedingungen wandelt sich klassische Kulturpolitik einerseits
                                     hin zu einer Standortpolitik, andererseits entstehen neue Formen der wei-
                                     cheren Governance, die versucht, diverse Integrationsprobleme zu lösen.
                                     Dies hat weitreichende Konsequenzen auch für Kulturorganisationen.
                                     Der Vortrag will zunächst international vergleichend einige Daten und Fak-
                                     ten zu Kultur und Kulturorganisationen in Städten präsentieren, um dann
                                     auf dieser Grundlage zentrale Spannungsfelder aktueller Kulturpolitik und
                                     für Kulturorganisationen zu eruieren.

                                     Dr. Michael Hölscher
                                     Wissenschaftlicher Assistent am Institut für
                                     Soziologie, Universität Heidelberg, und
                                     Senior Research Fellow, University of Oxford

          Forschungsschwerpunkte     Wirtschafts- und Kultursoziologie, insbesondere im Hinblick auf Europäi-
                                     sche Integration und Globalisierung, Stadtsoziologie, Bildungssoziologie,
                                     Methoden des internationalen Vergleichs

                Forschungsprojekte   • Varieties of Capitalism and Higher Education Systems.
                                     • Heidelberg als kreative Stadt? Die Rolle von Kultur und Wissenschaft.
                                     • Europe as a Social Space

                     Publikationen   • Cities, Cultural Policy and Governance. Band 5 der Reihe “Cultures & Globalization”. London:
                                     SAGE. 2012 (Herausgeber zusammen mit H.K. Anheier und Y.R. Isar).
                                     • Spielarten des Kapitalismus und Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und -ab-
                                     solventen. Eine komparative empirische Analyse. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozial-
                                     psychologie (KZfSS) 2012, 64, 3: 479-505.
                                     • Lebensstile und Wohnstandortwahl. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsycholo-
                                     gie (KZfSS) 2012, 64, 2: 303-327. (mit Jörg Rössel)
                                     • Transnationale Wirtschaftskulturen in Europa. Empirische Befunde. S. 182-201 in: Geschich-
                                     te und Gesellschaft (2012). Sonderheft 24: Kulturen der Weltwirtschaft, hrsg. von W. Abelshauser, D.
                                     Gilgen und A. Leutzsch. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
                                     • Measuring Civil Society Globally with the CSI. S. 15-34 in: Regina List und Wolfgang Dörner
                                     (Hg.)(2012): Conflict, Violence, and Civil Society. London: Bloomsbury Academics. (mit Tho-
                                     mas Laux).



    9.45 Uhr	              Referat   Was hat die Ausgliederung österreichischer Kulturbetriebe gebracht? Er-
                                     gebnisse einer umfassenden Evaluation
                                     Der Vortrag dreht sich um die Frage, welche Vor- und Nachteile die Ausglie-
                                     derung bedeutender österreichischer Kulturbetriebe wie die Bundestheater
                                     (Wiener Staatsoper, Burgtheater, Volksoper), die Bundesmuseen und das
                                     Schloss Schönbrunn aus budgetärer und betriebswirtschaftlicher Sicht
                                     gebracht haben. Dabei wird gezeigt, dass die Ausgliederung von Schloss
                                     Schönbrunn insgesamt positiv zu bewerten ist, wohingegen die Bundesthe-
                                     ater-Ausgliederungen keine erkennbaren Vorteile gebracht hat und dass bei
                                     der Ausgliederung der Bundesmuseen die negativen Aspekte überwiegen.

                                     Prof. Dr. Peter Tschmuck
                                     Professor am Institut für Kulturmanagement und
                                     Kulturwissenschaft der Universität für Musik und
                                     darstellende Kunst Wien

          Forschungsschwerpunkte     Kulturwirtschaft und -industrie, Kulturwissenschaft und -betriebslehre,
                                     Kunst- und Kulturökonomie

                Forschungsprojekte   • focus Musik. Neue Töne der Musikwirtschaft. White Paper zum Fokus-Call Musik von
                                     departure - der Kreativwirtschaftsagentur der Stadt Wien 2011.
2
• Qualitätsmanagement für Kulturbetriebe. Studie zur Erhebung der spezifischen Problem-
                                      bereiche österreichischer Kulturbetriebe im Auftrag der Quality Austria 2004.


                     Publikationen    • Tschmuck, Peter, Creativity and Innovation in the Music Industry, 2. Auflage. Heidelberg etc:
                                      Springer, 2012.
                                      • Tschmuck, Peter, Die ausgegliederte Muse. Budgetausgliederungen von Kulturinstitutio-
                                      nen in Österreich seit 1992. Innsbruck: StudienVerlag, 2009.
                                      • Tschmuck, Peter, Gerhard Gensch und Eva Stöckler (Hg.), Musikrezeption, Musikdistribu-
                                      tion, Musikproduktion. Die neue Wertschöpfungskette in der Musikwirtschaft. Wiesbaden:
                                      Deutscher Universitätsverlag, 2008.
                                      • Tschmuck, Peter, Austrian Cultural Policy, Vol. 35, Nr. 4 (Winter 2006). Special issue of The
                                      Journal of Arts Management, Law and Society, S. 259-332. (gemeinsam mit Kevin Mulcahy)
                                      • Tschmuck, Peter, Culture Institutions Studies: Investigating the Transformation of Cultural
                                      Goods, in: The Journal of Arts Management, Law and Society, Vol. 35, Nr. 2, S. 147-158 (Sum-
                                      mer 2005) (gemeinsam mit Werner Hasitschka und Tasos Zembylas).




    10.15 Uhr	              Referat   Entwicklung durch Introspektion? Die lernende Kulturorganisation




                                      Prof. Dr. Martin Tröndle
                                      Professor für Kulturbetriebslehre und
                                      Kunstforschung an der Zeppelin Universität
                                      Friedrichshafen

          Forschungsschwerpunkte      Kulturmanagement und Kulturpolitik, Museums- und Konzertforschung,
                                      Wirtschaftsästhetik und Kunstforschung

                     Publikationen    • Tröndle, Martin / Warmers, Julia (Hg.)(2012: Kunstforschung als ästhetische Wissenschaft.
                                      Zur transdiziplinären Hybridisierung von Wissenschaft und Kunst, Bielefeld: Transcript, S.
                                      365.
                                      • Schneidewind, Petra / Tröndle, Martin (Hg.)(2012): Selbstmanagement im Musikbetrieb:
                                      Handbuch für Kulturschaffende. 2. vollständig überarb. Aufl., Bielefeld: Transcript, S. 375.
                                      • Bekmeier-Feuerhahn et al. (Hg.) (2011): Kulturmanagement und Kulturpolitik. Jahrbuch
                                      Kulturmanagement 2011, Bielefeld: Transcript, S. 400.
                                      • Tröndle, Martin (Hg.) (2011): Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische
                                      Form. 2. erw. Aufl., Bielefeld: Transcript, S. 398.
                                      • Tröndle, Martin (2006): Entscheiden im Kulturbetrieb: Integriertes Kunst- und Kulturma-
                                      nagement. Bern: h.e.p., S. 295.
                                      • weitere Publikationen und Forschungsprojekte unter www.kunstpartner.com

    10.45 - 11.00 Uhr - Kaffeepause

    11.00 Uhr	              Referat   Governancestrukturen und Fehlsteuerung – Was Kulturorganisationen von
                                      Wirtschaftsorganisationen nicht lernen sollten
                                      Der Vortrag betrachtet den Wandel der bildungs- und forschungspolitischen
                                      Steuerungsbemühungen der Hochschulen aus einer Governance-Perspek-
                                      tive. Dabei wird zuerst aufgezeigt, welches die Zugriffspunkte der Gestal-
                                      tungsakteure auf die Leistungsproduktion sind. Der Wandel zu vermehrter
                                      Outputsteuerung und zu stärkerem Wettbewerb wird im Hinblick auf unter-
                                      wünschte Nebeneffekte kritisch beleuchtet. Abschließend wird der Frage
                                      nachgegangen, welche alternativen Praktiken denkbar sind, um Hochschu-
                                      len ohne Rückgriff auf das traditionelle Regime weiterzuentwickeln.

                                      Dr. oec. publ. Nicoline Scheidegger
                                      Dozentin für Organisation, Organizational Behavior, Netzwerkana-
3                                     lyse an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Forschungsschwerpunkte      Netzwerkanalyse (SNA), Organisation, Governancestrukturen, Arbeitgeberat-
                                      traktivität

                 Forschungsprojekte   • (2012-2014) – Analyse von Governance-Regimes in Wirtschaftsorganisationen.
                                      KTI-Forschungsprojekt.
                                      • (2011-2012) – Organisationale Netzwerke entwickeln mittels SNA: eine Eignungsstudie.
                                      Projekt für den WWF Schweiz.
                                      • (2008-2010) - Regionale Attraktivität für Fach- und Führungskräfte in der Region Alpenr-
                                      hein. KTI-Forschungsprojekt.


                      Publikationen   • (2012). Network Structure or Tie Content? The Impact of Managerial Networks on Career
                                      Outcomes and Influence. Proceedings of the 45th Annual Hawaii International Conference on
                                      System Sciences 790-799.
                                      • (2012). Der Netzwerkbegriff zwischen einem Konzept für Handlungskoordination und
                                      einer Methode zur Untersuchung relationaler Phänomene. In: Kulin, S. et al. (Hg.). : Soziale
                                      Netzwerkanalyse und ihr Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Forschung. (41-51). Münster:
                                      Waxmann.
                                      • (2011, mit Müller, A et al.). Brain Drain oder Brain Retention? Empirische Erhebung der
                                      Bedeutung regionaler und betrieblicher Merkmale für die Arbeitgeberwahl bei Fach- und
                                      Führungskräften. In: Egli, H. (Hg.). Raumwirksame Politiken: Synergien und Konflikte. (77-92).
                                      Luzern: Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR.
                                      • (2010). Strukturelle Löcher. In: Stegbauer, C.; Häussling, R. (Hg.). Handbuch Netzwerkfor-
                                      schung. (145-155). Wiesbaden: VS Verlag.



    11.30 Uhr	              Referat   Kulturorganisation mit Medien öffnen und vernetzt entwickeln
                                      Der Vortrag rekonstruiert Organisation als deren ständige Neu-Konstituti-
                                      on im Zuge der Entwicklung von Medien als den im Hinblick auf die Praxis
                                      sowie die Form des Organisierens maßgeblichen Produktionsmitteln. Der
                                      Fokus liegt auf den Konflikten und Chancen, die mit den Praktiken des Öff-
                                      nens von Beziehungen und Vernetzung verbunden sind. Bezug genommen
                                      wird dabei insbesondere auf Herausforderungen, die sich aktuell im Zuge
                                      der Transformation unserer Push-Kultur in eine Pull- oder On-Demand-Kultur
                                      im Kontext insbesondere sozialer Medieninnovationen ergeben.

                                      Prof. Dr. Carsten Winter
                                      Professor für Medien- und Musik-
                                      management am Institut für Journalistik
                                      und Kommunikationsforschung (IJK) der
                                      Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover

          Forschungsschwerpunkte      Strategien von Medien- Kultur- und Musikmanagement, Medien-, Kultur- und
                                      Kreativwirtschaft, Medieninnovation und -entwicklung sowie der korrespon-
                                      dierende Wandel von Praktiken, Beziehungen und Werten in Gesellschaft.

                 Forschungsprojekte   • (2008-2010): Medienentwicklung und der Wandel der Werte und Beziehungen der Stake-
                                      holder von TIME-Unternehmen im globalen Vergleich (Afrika, China, Deutschland, Indonesi-
                                      en, Korea/Japan, Russland, USA, Iran, Osteuropa). Projekt für die Deutsche Telekom.
                                      • (2008-2010): Wertschöpfungsperspektiven und -potenziale der Akteure der Berliner Musik-
                                      wirtschaft. Forschungsprojekte für die BerlinMusicCommission (BMC)
                                      • (2011): Konzeption eines Studiendesigns zur intelligenten, inkludierenden und nachhal-
                                      tigen Entfaltung der Potenziale der Medien-, Kultur- und Kreativwirtschaft in Niedersachsen.
                                      Forschungsprojekt für die nordmedia GmbH

                      Publikationen   • (2011): Die Berliner Musikwirtschaft in der Momentaufnahme. Vernetzte Entwicklungen,
                                      neue Chancen und gesamtwirtschaftliche Bedeutung. In: Peter Tschmuck (Hrsg.): Focus Mu-
                                      sik. Neue Töne der Musikwirtschaft. White Paper (S. 74-77). Wien: Departure.
                                      • (2011): Von der Push- zur Pull-Kultur(-Innovation). In: Christian Holst, Karin Janner & Axel
                                      Kopp (Hrsg.): Social Media im Kulturmanagement: Wie Online-Geschäftsmodelle und das
                                      mobile Web das Kulturmanagement revolutionieren (S. 149-190). Frechen: mitp.
4                                     • (2010): Cultural Studies als Perspektive für Kulturmanagement. In: Sigrid Bekmeier-Feuer-
hahn et al. (Hrsg.): Theorien für den Kultursektor. Jahrbuch für Kulturmanagement 2010 (S.
                                        155-169). Bielefeld: transkript.
                                        • (2009): Die kulturelle Rationalität von Gesellschaft im Wandel als äußerer Rahmen für
                                        kulturelles Handeln von Frauen in Klöstern der Frühen Neuzeit. In: Susanne Rode-Breymann
                                        (Hrsg.): Musikort Kloster. Kulturelles Handeln von Frauen in der Frühen Neuzeit (S. 47-61).
                                        Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag.
                                        • (2006): Medienentwicklung und der Aufstieg einer neuen konvergenten Beziehungskunst.
                                        In: Matthias Karmasin & Carsten Winter (Hrsg.): Konvergenzmanagement und Medienwirt-
                                        schaft (S. 183-216). München: Wilhelm Fink (UTB).



    12.00 - 13.30 Uhr - Mittagspause

    13.30 - 15.00 Uhr                   Panel 2: Konzepte für Wandel und Entwicklung
                                        	        Referate mit Diskussion (à 20 + 10 min)

                                        Welche Konzepte gibt es und in Bezug auf welche Herausforderungen?
                                        Welche Eignung haben welche Change- und Entwicklungs-Konzepte für
                                        Kulturorganisationen und ihre Wertschöpfung?

                                        Thomas Schäffer / Moderation
                                        Geschäftsführer des Unternehmensverbundes
                                        der nordmedia - Die Mediengesellschaft
                                        Niedersachsen / Bremen mbH

                        Publikationen   • (2012): Dramaturgie in moderierten Sitzungen. Europäischer Hochschulverlag GmbH & Co.
                                        KG, Bremen.
                                        • (2011): Leitbildentwicklung als Beratungsprozess in Unternehmen der Kultur- und Kreativ-
                                        wirtschaft. Wismaer Beiträge zum Consulting Band 3; Europäischer Hochschulverlag GmbH &
                                        Co. KG, Bremen.



    13.30 Uhr	                Referat   Kommunikationsüberlastungen infolge von Konvergenz am Beispiel von
                                        Musikfestivals
                                        Auf empirischer und theoretischer Basis ist die Existenz von verschiedenen
                                        Aspekten des Phänomens der Kommunikationsüberlastung allgemein und
                                        speziell für Kulturbetriebe indiziert und belegt. Veränderungen in der Kom-
                                        munikationsgesellschaft wie Konvergenzen schaffen neue Kommunikations-
                                        bedingungen auch für Musikfestivals. Die Präsentation gibt einen kurzen
                                        Überblick über praxisnahe Phänomene und Trends.

                                        Dr. Stefan Schindler
                                        Finanzen & Organisation bei Haydn Festival
                                        Eisenstadt und Internationale Joseph Haydn
                                        Privatstiftung Eisenstadt

          Forschungsschwerpunkte        Musikwirtschaft, NPO-Management, kulturbetriebliche Kommunikation und
                                        Organisation, Kulturfragen autochthoner Minderheiten

                     Publikationen      • (2012) Kommunikationsprozesse in Kulturbetrieben. Die Kommunikationsüberlastung in
              & Forschungsprojekte      Kulturbetrieben. Dissertation, Wien.
                                        • (2006) Minderheitenkulturpolitik für Burgenlandkroaten. Master Thesis, Wien. Eigenverlag.
                                        • (2005) gemeinsam mit Reichert, H./Tschmuck, P. et al. (2005): Qualitatsmanagement fur
                                        Kulturbetriebe. Problemkatalog Kultur. Studie zur Erhebung der spezifischen Problemberei-
                                        che österreichischer Kulturbetriebe. Durchgeführt von Mai 2005 bis Juli 2005. Studie erstellt
                                        im Auftrag der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und BegutachtungsgmbH. Quality
                                        Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH, Direktion: Gonzagagasse 1/24
                                        1010 Wien
                                        • (2003) Aktuelle Trends qualitätsbezogener Leistungsmessung in Nonprofit-Organisationen,
                                        Diplomarbeit, Wien.
5
14.00 Uhr	           Referat   Öffnet das Tor! – Untersuchung der Einflüsse externer und interner Gruppen
                               auf Entscheidungen in Kulturinstitutionen mithilfe des Garbage Can Models
                               Entscheidungen, egal ob bewusst oder unbewusst, bilden die Grundlage
                               organisationalen Handelns. Dies gilt für Kulturbetriebe ebenso wie für jedes
                               andere Unternehmen, wurde jedoch bisher in der Forschung zum Kultur-
                               management wenig berücksichtigt. Der Vortrag liefert einen beispielhaften
                               Ansatz zur Untersuchung des Themas, indem es speziell die Entscheidungs-
                               findung zur Spielplangestaltung am Theater betrachtet. Auf Grundlage der
                               neoinstitutionalistischen Organisationstheorie, des Entscheidungs-Modells
                               von Cohen, March und Olsen sowie der Organisationskonfigurationen nach
                               Henry Mintzberg wird ein Modell der Entscheidungsfindung für die Spiel-
                               plangestaltung am Theater entwickelt. Anhand einer empirischen Studie an
                               vier deutschen Theatern wird das Modell überprüft und insbesondere auf
                               die Rolle des Intendanten eingegangen und die Notwendigkeit der Interakti-
                               on mit dem Publikum als wichtigster Zielgruppe der Theater diskutiert.

                               Dr. Friederike von Cossel
                               Leiterin des Referats Veranstaltungen und Programm-
                               assistenz der Abteilung Förderung und Netzwerk der
                               Alexander von Humboldt Stiftung Bonn

      Forschungsschwerpunkte   Kulturmanagement, Entscheidungsfindung

               Publikationen   • (2011): Entscheidungsfindung im Kulturbetrieb am Beispiel der Spielplangestaltung im
                               Theater (Empirische Personal- und Organisationsforschung ; 49). Mering, Schwab : Hampp.
                               • (2010): Mintzberg im Theater: die Auswirkung unterschiedlicher Organisationskonfigurati-
                               onen im Theater auf die Spielplangestaltung und die Interaktion mit der Umwelt. In: Fachver-
                               bandes für Kulturmanagement (Hrsg.): Jahrbuch für Kulturmanagement 2010 (S. 219-245).
                               Bielefeld : Transcript.




14.30 Uhr	           Referat   Verständnisperspektiven auf Kulturmanager –„Pivot Player“ zwischen
                               Künstlerisch-kreativem und Kaufmännischem
                               Der Vortrag wirft ein Schlaglicht auf die Rolle von Kulturmanagern in Kultu-
                               rorganisationen im Allgemeinen und in Veränderungsprozessen im Spezi-
                               ellen. Nach einer Differenzierung verschiedener Verständnisperspektiven
                               werden Kulturmanager als „Pivot Player“ vorgestellt, d.h. als zentrale Dreh-
                               punktspieler, deren Beiträge maßgeblichen Einfluss auf erfolgreiche Verän-
                               derungen zeitigen. Aus einer theoretischen Perspektive der „Communicative
                               Constitution of Organizations“ werden sodann Konsequenzen für die Praxis
                               der Organisationsentwicklung vorgeschlagen.

                               Christopher Buschow, M.A.
                               Wissenschaftlicher Mitarbeiter am In-
                               stitut für Journalistik (IJK) und Kommu-
                               nikationsforschung der Hochschule für
                               Musik, Theater und Medien Hannover

      Forschungsschwerpunkte   Organisationsforschung in Medien- und Kulturorganisationen, Public Affairs
                               und Lobbying, Medien- und Kulturmanagement

               Publikationen   • (2012): Strategische Institutionalisierung durch Medienorganisationen. Der Fall des Leis-
                               tungsschutzrechtes. Köln: Herbert von Halem Verlag.
6
• (2012, mit Carsten Winter): Der Kulturmanager als Change Manager – Qualifikationsanfor-
                                       derungen in turbulenten Zeiten. In: Gesa Birnkraut & Karin Wolf (Hrsg.): Kulturmanagement
                                       konkret 2011. Interdisziplinäre Positionen und Perspektiven/An Anatomy of Arts Manage-
                                       ment. Interdisciplinary Positions and Perspectives (Band 5, S. 11-33). Hamburg: Institut für
                                       Kulturkonzepte.
                                       • (2011, mit Catherina Dürrenberg & Carsten Winter): Change Management in Tageszeitungs-
                                       redaktionen. In: Jens Wolling, Andreas Will & Christina Schumann (Hrsg.): Medieninnovatio-
                                       nen. Wie Medienentwicklungen die Kommunikation in der Gesellschaft verändern (Schriften-
                                       reihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Band 38,
                                       S. 195-210). Konstanz: UVK.
                                       • (2011, mit Carsten Winter): (2011). Veränderungen und Tendenzen im Personalmarkt für
                                       Kulturmanager. Ergebnisse einer Analyse des Stellenmarktes von Kulturmanagement Net-
                                       work. Kulturpolitische Mitteilungen (KuMi), 34 (132), 67-69.
                                       • (2010, mit Carsten Winter): Arbeitsmarkt für Kulturmanager in Deutschland. Analyse der
                                       Qualifikationsanforderungen unter besonderer Berücksichtigung der Berufsfelder Musik und
                                       Medien. Das Orchester – Magazin für Musiker und Management, 57 (11), 32-35.


    15.00 - 15.30 Uhr - Kaffeepause

    15.30 - 17.00 Uhr                  Roundtable: 	Kulturorganisation intelligenter, inkludierender 		
                                       		           und nachhaltiger machen!

                                       Welche Befürchtungen und Hoffnungen gibt es bezüglich der Entwicklung
                                       von Kulturorganisationen? Welche konkreten Beispiele gibt es für positive
                                       Entwicklungen? Wo braucht es spezielle Theorien und Methoden, um so-
                                       wohl positive wie negative Entwicklungen wissenschaftlich beobachten und
                                       beschreiben zu können?

                        Moderation     Christopher Buschow & Carsten Winter
                                       Zum Roundtable sind Beiträge aller Workshop-TeilnehmerInnen erwünscht!

    17.00 Uhr - Ende des Workshops




                        Veranstalter




                                       Hochschule für Musik, Theater und Medien
                                       Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK)
                                       Expo Plaza 12
                                       D-30539 Hannover
                                       www.ijk.hmtm-hannover.de




                                       Mit freundlicher Unterstützung von




                                                                    Die Mediengesellschaft
                                                                    Niedersachsen/Bremen mbH


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Programm Workshop "Kulturorganisationen (weiter-)entwickeln", 20. - 21. September 2012 / Hannover

  • 1. Kulturorganisationen (weiter-)entwickeln 21. September 2012 IJK-WORKSHOP im Senatssaal der Hochschule, Hindenburgstraße 2-4, Hannover 9.00 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter 9.15 Uhr - 12.00 Uhr Panel 1: Kulturorganisationen und Entwicklung Referate mit Diskussion (à 20 + 10 min) Wie sind Kulturorganisation (privat, öffentlich, usf.) und ihre Entwicklung zu konzeptualisieren? Was ist der Forschungsstand? Welche Projekte und Her- ausforderungen gibt es? Was sind zentrale, alte sowie neue Konzepte und Theorien? Prof. Dr. Tasos Zembylas / Moderation Professor für Kulturbetriebslehre am Institut für Musikso- ziologie der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Forschungsschwerpunkte Kulturbetriebslehre, Epistemologie der Praxis sowie öffentliche Kulturförde- rung Forschungsprojekte • (2011): Evaluierung der Kulturförderung der Stadt Graz. Projekt im Auftrag des Kulturstadt- rats von Graz. • (2008): Gut sein, besser werden. Kulturförderung als normative und administrative Her- ausforderung. Projekt im Auftrag des österreichischen Kulturrats. • (2006-2008): Literarisches Schreiben als diskreter Prozess. Gefördert vom österreichi- schen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Publikationen • (2012): Epistemologie der künstlerischen Praxis. In: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft. Heft. 56/2 (S. 203-215), Hamburg: Meiner Verlag. • (2011): Rechtspolitischer Sinn oder Unsinn von Kulturförderungsgesetzen. In: Beckmei- er-Feuerhahn, S. et.al. (Hg.): Kulturmanagement und Kulturpolitik. Jahrbuch für Kulturma- nagement 2011 (S. 129-147), Bielefeld: Transcript. • (2009): Wissen, Können und literarisches Schreiben (gem. mit Claudia Dürr). Wien: Passa- gen Verlag. • (2009): Kunst in der Öffentlichkeit. Versuch über die Grenzen des Erlaubten. In: Hieber, L. und Moebius, S. (Hg.): Avantgarden und Politik. Künstlerischer Aktivismus von Dada bis zur Postmoderne (S.231-244), Bielefeld, trancript Verlag. 9.15 Uhr Referat Kulturpolitik in der globalen Stadt – Anregungen zur Diskussion Die Stadt ist nicht nur traditionell der Ort der Kultur (im engen Sinne), son- dern wird seit den Anfängen der Stadtsoziologie mit Georg Simmel auch als Labor zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklungen angesehen, die sich hier immer besonders früh und deutlich abzeichnen. Aufgrund der relativ großen Dichte und der hohen Anzahl potentieller Nutzer, gepaart mit einer größeren Toleranz gegenüber dem Fremden („Urbanität“), ist die Stadt der Ort vielfäl- tiger Szenen (Fischer) und unterschiedlichster Kulturorganisationen. Städte unterliegen allerdings diversen aktuellen Trends. Zu den wichtigsten zählen erstens Globalisierung, zweitens ein daraus resultierender zuneh- mender Wettbewerb bei, drittens, gleichzeitig schwindenden Ressourcen. Gleichzeitig verändert sich das Verständnis von Kultur in der Wissensgese- sellschaft. 1
  • 2. Unter diesen Bedingungen wandelt sich klassische Kulturpolitik einerseits hin zu einer Standortpolitik, andererseits entstehen neue Formen der wei- cheren Governance, die versucht, diverse Integrationsprobleme zu lösen. Dies hat weitreichende Konsequenzen auch für Kulturorganisationen. Der Vortrag will zunächst international vergleichend einige Daten und Fak- ten zu Kultur und Kulturorganisationen in Städten präsentieren, um dann auf dieser Grundlage zentrale Spannungsfelder aktueller Kulturpolitik und für Kulturorganisationen zu eruieren. Dr. Michael Hölscher Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Soziologie, Universität Heidelberg, und Senior Research Fellow, University of Oxford Forschungsschwerpunkte Wirtschafts- und Kultursoziologie, insbesondere im Hinblick auf Europäi- sche Integration und Globalisierung, Stadtsoziologie, Bildungssoziologie, Methoden des internationalen Vergleichs Forschungsprojekte • Varieties of Capitalism and Higher Education Systems. • Heidelberg als kreative Stadt? Die Rolle von Kultur und Wissenschaft. • Europe as a Social Space Publikationen • Cities, Cultural Policy and Governance. Band 5 der Reihe “Cultures & Globalization”. London: SAGE. 2012 (Herausgeber zusammen mit H.K. Anheier und Y.R. Isar). • Spielarten des Kapitalismus und Kompetenzen von Hochschulabsolventinnen und -ab- solventen. Eine komparative empirische Analyse. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozial- psychologie (KZfSS) 2012, 64, 3: 479-505. • Lebensstile und Wohnstandortwahl. Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsycholo- gie (KZfSS) 2012, 64, 2: 303-327. (mit Jörg Rössel) • Transnationale Wirtschaftskulturen in Europa. Empirische Befunde. S. 182-201 in: Geschich- te und Gesellschaft (2012). Sonderheft 24: Kulturen der Weltwirtschaft, hrsg. von W. Abelshauser, D. Gilgen und A. Leutzsch. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. • Measuring Civil Society Globally with the CSI. S. 15-34 in: Regina List und Wolfgang Dörner (Hg.)(2012): Conflict, Violence, and Civil Society. London: Bloomsbury Academics. (mit Tho- mas Laux). 9.45 Uhr Referat Was hat die Ausgliederung österreichischer Kulturbetriebe gebracht? Er- gebnisse einer umfassenden Evaluation Der Vortrag dreht sich um die Frage, welche Vor- und Nachteile die Ausglie- derung bedeutender österreichischer Kulturbetriebe wie die Bundestheater (Wiener Staatsoper, Burgtheater, Volksoper), die Bundesmuseen und das Schloss Schönbrunn aus budgetärer und betriebswirtschaftlicher Sicht gebracht haben. Dabei wird gezeigt, dass die Ausgliederung von Schloss Schönbrunn insgesamt positiv zu bewerten ist, wohingegen die Bundesthe- ater-Ausgliederungen keine erkennbaren Vorteile gebracht hat und dass bei der Ausgliederung der Bundesmuseen die negativen Aspekte überwiegen. Prof. Dr. Peter Tschmuck Professor am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Forschungsschwerpunkte Kulturwirtschaft und -industrie, Kulturwissenschaft und -betriebslehre, Kunst- und Kulturökonomie Forschungsprojekte • focus Musik. Neue Töne der Musikwirtschaft. White Paper zum Fokus-Call Musik von departure - der Kreativwirtschaftsagentur der Stadt Wien 2011. 2
  • 3. • Qualitätsmanagement für Kulturbetriebe. Studie zur Erhebung der spezifischen Problem- bereiche österreichischer Kulturbetriebe im Auftrag der Quality Austria 2004. Publikationen • Tschmuck, Peter, Creativity and Innovation in the Music Industry, 2. Auflage. Heidelberg etc: Springer, 2012. • Tschmuck, Peter, Die ausgegliederte Muse. Budgetausgliederungen von Kulturinstitutio- nen in Österreich seit 1992. Innsbruck: StudienVerlag, 2009. • Tschmuck, Peter, Gerhard Gensch und Eva Stöckler (Hg.), Musikrezeption, Musikdistribu- tion, Musikproduktion. Die neue Wertschöpfungskette in der Musikwirtschaft. Wiesbaden: Deutscher Universitätsverlag, 2008. • Tschmuck, Peter, Austrian Cultural Policy, Vol. 35, Nr. 4 (Winter 2006). Special issue of The Journal of Arts Management, Law and Society, S. 259-332. (gemeinsam mit Kevin Mulcahy) • Tschmuck, Peter, Culture Institutions Studies: Investigating the Transformation of Cultural Goods, in: The Journal of Arts Management, Law and Society, Vol. 35, Nr. 2, S. 147-158 (Sum- mer 2005) (gemeinsam mit Werner Hasitschka und Tasos Zembylas). 10.15 Uhr Referat Entwicklung durch Introspektion? Die lernende Kulturorganisation Prof. Dr. Martin Tröndle Professor für Kulturbetriebslehre und Kunstforschung an der Zeppelin Universität Friedrichshafen Forschungsschwerpunkte Kulturmanagement und Kulturpolitik, Museums- und Konzertforschung, Wirtschaftsästhetik und Kunstforschung Publikationen • Tröndle, Martin / Warmers, Julia (Hg.)(2012: Kunstforschung als ästhetische Wissenschaft. Zur transdiziplinären Hybridisierung von Wissenschaft und Kunst, Bielefeld: Transcript, S. 365. • Schneidewind, Petra / Tröndle, Martin (Hg.)(2012): Selbstmanagement im Musikbetrieb: Handbuch für Kulturschaffende. 2. vollständig überarb. Aufl., Bielefeld: Transcript, S. 375. • Bekmeier-Feuerhahn et al. (Hg.) (2011): Kulturmanagement und Kulturpolitik. Jahrbuch Kulturmanagement 2011, Bielefeld: Transcript, S. 400. • Tröndle, Martin (Hg.) (2011): Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form. 2. erw. Aufl., Bielefeld: Transcript, S. 398. • Tröndle, Martin (2006): Entscheiden im Kulturbetrieb: Integriertes Kunst- und Kulturma- nagement. Bern: h.e.p., S. 295. • weitere Publikationen und Forschungsprojekte unter www.kunstpartner.com 10.45 - 11.00 Uhr - Kaffeepause 11.00 Uhr Referat Governancestrukturen und Fehlsteuerung – Was Kulturorganisationen von Wirtschaftsorganisationen nicht lernen sollten Der Vortrag betrachtet den Wandel der bildungs- und forschungspolitischen Steuerungsbemühungen der Hochschulen aus einer Governance-Perspek- tive. Dabei wird zuerst aufgezeigt, welches die Zugriffspunkte der Gestal- tungsakteure auf die Leistungsproduktion sind. Der Wandel zu vermehrter Outputsteuerung und zu stärkerem Wettbewerb wird im Hinblick auf unter- wünschte Nebeneffekte kritisch beleuchtet. Abschließend wird der Frage nachgegangen, welche alternativen Praktiken denkbar sind, um Hochschu- len ohne Rückgriff auf das traditionelle Regime weiterzuentwickeln. Dr. oec. publ. Nicoline Scheidegger Dozentin für Organisation, Organizational Behavior, Netzwerkana- 3 lyse an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
  • 4. Forschungsschwerpunkte Netzwerkanalyse (SNA), Organisation, Governancestrukturen, Arbeitgeberat- traktivität Forschungsprojekte • (2012-2014) – Analyse von Governance-Regimes in Wirtschaftsorganisationen. KTI-Forschungsprojekt. • (2011-2012) – Organisationale Netzwerke entwickeln mittels SNA: eine Eignungsstudie. Projekt für den WWF Schweiz. • (2008-2010) - Regionale Attraktivität für Fach- und Führungskräfte in der Region Alpenr- hein. KTI-Forschungsprojekt. Publikationen • (2012). Network Structure or Tie Content? The Impact of Managerial Networks on Career Outcomes and Influence. Proceedings of the 45th Annual Hawaii International Conference on System Sciences 790-799. • (2012). Der Netzwerkbegriff zwischen einem Konzept für Handlungskoordination und einer Methode zur Untersuchung relationaler Phänomene. In: Kulin, S. et al. (Hg.). : Soziale Netzwerkanalyse und ihr Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Forschung. (41-51). Münster: Waxmann. • (2011, mit Müller, A et al.). Brain Drain oder Brain Retention? Empirische Erhebung der Bedeutung regionaler und betrieblicher Merkmale für die Arbeitgeberwahl bei Fach- und Führungskräften. In: Egli, H. (Hg.). Raumwirksame Politiken: Synergien und Konflikte. (77-92). Luzern: Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR. • (2010). Strukturelle Löcher. In: Stegbauer, C.; Häussling, R. (Hg.). Handbuch Netzwerkfor- schung. (145-155). Wiesbaden: VS Verlag. 11.30 Uhr Referat Kulturorganisation mit Medien öffnen und vernetzt entwickeln Der Vortrag rekonstruiert Organisation als deren ständige Neu-Konstituti- on im Zuge der Entwicklung von Medien als den im Hinblick auf die Praxis sowie die Form des Organisierens maßgeblichen Produktionsmitteln. Der Fokus liegt auf den Konflikten und Chancen, die mit den Praktiken des Öff- nens von Beziehungen und Vernetzung verbunden sind. Bezug genommen wird dabei insbesondere auf Herausforderungen, die sich aktuell im Zuge der Transformation unserer Push-Kultur in eine Pull- oder On-Demand-Kultur im Kontext insbesondere sozialer Medieninnovationen ergeben. Prof. Dr. Carsten Winter Professor für Medien- und Musik- management am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Forschungsschwerpunkte Strategien von Medien- Kultur- und Musikmanagement, Medien-, Kultur- und Kreativwirtschaft, Medieninnovation und -entwicklung sowie der korrespon- dierende Wandel von Praktiken, Beziehungen und Werten in Gesellschaft. Forschungsprojekte • (2008-2010): Medienentwicklung und der Wandel der Werte und Beziehungen der Stake- holder von TIME-Unternehmen im globalen Vergleich (Afrika, China, Deutschland, Indonesi- en, Korea/Japan, Russland, USA, Iran, Osteuropa). Projekt für die Deutsche Telekom. • (2008-2010): Wertschöpfungsperspektiven und -potenziale der Akteure der Berliner Musik- wirtschaft. Forschungsprojekte für die BerlinMusicCommission (BMC) • (2011): Konzeption eines Studiendesigns zur intelligenten, inkludierenden und nachhal- tigen Entfaltung der Potenziale der Medien-, Kultur- und Kreativwirtschaft in Niedersachsen. Forschungsprojekt für die nordmedia GmbH Publikationen • (2011): Die Berliner Musikwirtschaft in der Momentaufnahme. Vernetzte Entwicklungen, neue Chancen und gesamtwirtschaftliche Bedeutung. In: Peter Tschmuck (Hrsg.): Focus Mu- sik. Neue Töne der Musikwirtschaft. White Paper (S. 74-77). Wien: Departure. • (2011): Von der Push- zur Pull-Kultur(-Innovation). In: Christian Holst, Karin Janner & Axel Kopp (Hrsg.): Social Media im Kulturmanagement: Wie Online-Geschäftsmodelle und das mobile Web das Kulturmanagement revolutionieren (S. 149-190). Frechen: mitp. 4 • (2010): Cultural Studies als Perspektive für Kulturmanagement. In: Sigrid Bekmeier-Feuer-
  • 5. hahn et al. (Hrsg.): Theorien für den Kultursektor. Jahrbuch für Kulturmanagement 2010 (S. 155-169). Bielefeld: transkript. • (2009): Die kulturelle Rationalität von Gesellschaft im Wandel als äußerer Rahmen für kulturelles Handeln von Frauen in Klöstern der Frühen Neuzeit. In: Susanne Rode-Breymann (Hrsg.): Musikort Kloster. Kulturelles Handeln von Frauen in der Frühen Neuzeit (S. 47-61). Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag. • (2006): Medienentwicklung und der Aufstieg einer neuen konvergenten Beziehungskunst. In: Matthias Karmasin & Carsten Winter (Hrsg.): Konvergenzmanagement und Medienwirt- schaft (S. 183-216). München: Wilhelm Fink (UTB). 12.00 - 13.30 Uhr - Mittagspause 13.30 - 15.00 Uhr Panel 2: Konzepte für Wandel und Entwicklung Referate mit Diskussion (à 20 + 10 min) Welche Konzepte gibt es und in Bezug auf welche Herausforderungen? Welche Eignung haben welche Change- und Entwicklungs-Konzepte für Kulturorganisationen und ihre Wertschöpfung? Thomas Schäffer / Moderation Geschäftsführer des Unternehmensverbundes der nordmedia - Die Mediengesellschaft Niedersachsen / Bremen mbH Publikationen • (2012): Dramaturgie in moderierten Sitzungen. Europäischer Hochschulverlag GmbH & Co. KG, Bremen. • (2011): Leitbildentwicklung als Beratungsprozess in Unternehmen der Kultur- und Kreativ- wirtschaft. Wismaer Beiträge zum Consulting Band 3; Europäischer Hochschulverlag GmbH & Co. KG, Bremen. 13.30 Uhr Referat Kommunikationsüberlastungen infolge von Konvergenz am Beispiel von Musikfestivals Auf empirischer und theoretischer Basis ist die Existenz von verschiedenen Aspekten des Phänomens der Kommunikationsüberlastung allgemein und speziell für Kulturbetriebe indiziert und belegt. Veränderungen in der Kom- munikationsgesellschaft wie Konvergenzen schaffen neue Kommunikations- bedingungen auch für Musikfestivals. Die Präsentation gibt einen kurzen Überblick über praxisnahe Phänomene und Trends. Dr. Stefan Schindler Finanzen & Organisation bei Haydn Festival Eisenstadt und Internationale Joseph Haydn Privatstiftung Eisenstadt Forschungsschwerpunkte Musikwirtschaft, NPO-Management, kulturbetriebliche Kommunikation und Organisation, Kulturfragen autochthoner Minderheiten Publikationen • (2012) Kommunikationsprozesse in Kulturbetrieben. Die Kommunikationsüberlastung in & Forschungsprojekte Kulturbetrieben. Dissertation, Wien. • (2006) Minderheitenkulturpolitik für Burgenlandkroaten. Master Thesis, Wien. Eigenverlag. • (2005) gemeinsam mit Reichert, H./Tschmuck, P. et al. (2005): Qualitatsmanagement fur Kulturbetriebe. Problemkatalog Kultur. Studie zur Erhebung der spezifischen Problemberei- che österreichischer Kulturbetriebe. Durchgeführt von Mai 2005 bis Juli 2005. Studie erstellt im Auftrag der Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und BegutachtungsgmbH. Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH, Direktion: Gonzagagasse 1/24 1010 Wien • (2003) Aktuelle Trends qualitätsbezogener Leistungsmessung in Nonprofit-Organisationen, Diplomarbeit, Wien. 5
  • 6. 14.00 Uhr Referat Öffnet das Tor! – Untersuchung der Einflüsse externer und interner Gruppen auf Entscheidungen in Kulturinstitutionen mithilfe des Garbage Can Models Entscheidungen, egal ob bewusst oder unbewusst, bilden die Grundlage organisationalen Handelns. Dies gilt für Kulturbetriebe ebenso wie für jedes andere Unternehmen, wurde jedoch bisher in der Forschung zum Kultur- management wenig berücksichtigt. Der Vortrag liefert einen beispielhaften Ansatz zur Untersuchung des Themas, indem es speziell die Entscheidungs- findung zur Spielplangestaltung am Theater betrachtet. Auf Grundlage der neoinstitutionalistischen Organisationstheorie, des Entscheidungs-Modells von Cohen, March und Olsen sowie der Organisationskonfigurationen nach Henry Mintzberg wird ein Modell der Entscheidungsfindung für die Spiel- plangestaltung am Theater entwickelt. Anhand einer empirischen Studie an vier deutschen Theatern wird das Modell überprüft und insbesondere auf die Rolle des Intendanten eingegangen und die Notwendigkeit der Interakti- on mit dem Publikum als wichtigster Zielgruppe der Theater diskutiert. Dr. Friederike von Cossel Leiterin des Referats Veranstaltungen und Programm- assistenz der Abteilung Förderung und Netzwerk der Alexander von Humboldt Stiftung Bonn Forschungsschwerpunkte Kulturmanagement, Entscheidungsfindung Publikationen • (2011): Entscheidungsfindung im Kulturbetrieb am Beispiel der Spielplangestaltung im Theater (Empirische Personal- und Organisationsforschung ; 49). Mering, Schwab : Hampp. • (2010): Mintzberg im Theater: die Auswirkung unterschiedlicher Organisationskonfigurati- onen im Theater auf die Spielplangestaltung und die Interaktion mit der Umwelt. In: Fachver- bandes für Kulturmanagement (Hrsg.): Jahrbuch für Kulturmanagement 2010 (S. 219-245). Bielefeld : Transcript. 14.30 Uhr Referat Verständnisperspektiven auf Kulturmanager –„Pivot Player“ zwischen Künstlerisch-kreativem und Kaufmännischem Der Vortrag wirft ein Schlaglicht auf die Rolle von Kulturmanagern in Kultu- rorganisationen im Allgemeinen und in Veränderungsprozessen im Spezi- ellen. Nach einer Differenzierung verschiedener Verständnisperspektiven werden Kulturmanager als „Pivot Player“ vorgestellt, d.h. als zentrale Dreh- punktspieler, deren Beiträge maßgeblichen Einfluss auf erfolgreiche Verän- derungen zeitigen. Aus einer theoretischen Perspektive der „Communicative Constitution of Organizations“ werden sodann Konsequenzen für die Praxis der Organisationsentwicklung vorgeschlagen. Christopher Buschow, M.A. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am In- stitut für Journalistik (IJK) und Kommu- nikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Forschungsschwerpunkte Organisationsforschung in Medien- und Kulturorganisationen, Public Affairs und Lobbying, Medien- und Kulturmanagement Publikationen • (2012): Strategische Institutionalisierung durch Medienorganisationen. Der Fall des Leis- tungsschutzrechtes. Köln: Herbert von Halem Verlag. 6
  • 7. • (2012, mit Carsten Winter): Der Kulturmanager als Change Manager – Qualifikationsanfor- derungen in turbulenten Zeiten. In: Gesa Birnkraut & Karin Wolf (Hrsg.): Kulturmanagement konkret 2011. Interdisziplinäre Positionen und Perspektiven/An Anatomy of Arts Manage- ment. Interdisciplinary Positions and Perspectives (Band 5, S. 11-33). Hamburg: Institut für Kulturkonzepte. • (2011, mit Catherina Dürrenberg & Carsten Winter): Change Management in Tageszeitungs- redaktionen. In: Jens Wolling, Andreas Will & Christina Schumann (Hrsg.): Medieninnovatio- nen. Wie Medienentwicklungen die Kommunikation in der Gesellschaft verändern (Schriften- reihe der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Band 38, S. 195-210). Konstanz: UVK. • (2011, mit Carsten Winter): (2011). Veränderungen und Tendenzen im Personalmarkt für Kulturmanager. Ergebnisse einer Analyse des Stellenmarktes von Kulturmanagement Net- work. Kulturpolitische Mitteilungen (KuMi), 34 (132), 67-69. • (2010, mit Carsten Winter): Arbeitsmarkt für Kulturmanager in Deutschland. Analyse der Qualifikationsanforderungen unter besonderer Berücksichtigung der Berufsfelder Musik und Medien. Das Orchester – Magazin für Musiker und Management, 57 (11), 32-35. 15.00 - 15.30 Uhr - Kaffeepause 15.30 - 17.00 Uhr Roundtable: Kulturorganisation intelligenter, inkludierender und nachhaltiger machen! Welche Befürchtungen und Hoffnungen gibt es bezüglich der Entwicklung von Kulturorganisationen? Welche konkreten Beispiele gibt es für positive Entwicklungen? Wo braucht es spezielle Theorien und Methoden, um so- wohl positive wie negative Entwicklungen wissenschaftlich beobachten und beschreiben zu können? Moderation Christopher Buschow & Carsten Winter Zum Roundtable sind Beiträge aller Workshop-TeilnehmerInnen erwünscht! 17.00 Uhr - Ende des Workshops Veranstalter Hochschule für Musik, Theater und Medien Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) Expo Plaza 12 D-30539 Hannover www.ijk.hmtm-hannover.de Mit freundlicher Unterstützung von Die Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH 7