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„Lernen durch Lehren“ mit Videotutorials:
Studentische Videotutorials in der Mathematik im Praxistest
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Inhalt
 Ausgangslage und Motivation
 Mediendidaktische Ausrichtung
 Konzeptioneller Rahmen „Lernen durch Lehren“
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Rahmenbedingungen
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Grzega, J.; Waldherr, F. (2007): Lernen durch Lehren (LdL) in technischen und anderen Fächern an Fachhochschulen: Ein Koch...
Quellenangaben
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Salomon, G. (1983): The differential investment of mental effort in learning from different sources. Edu...
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Lernvideos von Studierenden für Studierende - Präsentation Anke Pfeiffer

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An der HFT Stuttgart wurde in der Veranstaltung Lineare Algebra II im Rahmen des Bachelorstudiengangs Mathematik das Konzept des Lernens durch Lehren nach Jean-Pol Martin erprobt, das von Grzega und Waldherr für den Einsatz in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen weiterentwickelt wurde. Der Ansatz geht von der Annahme aus, dass Lernen dann am besten gelingt und nachgewiesen werden kann, wenn Lernende in der Lage sind, die Inhalte anderen Lernenden zu erklären (vgl. Grzega/Waldherr 2007; vgl. Grzega 2003). Für die Lehrveranstaltung Lineare Algebra II wurden die Studierenden gebeten, Fachinhalte in Form von Videotutorials aufzubereiten. Die Videos wurden den Kommilitonen auf einer Lernplattform zur Verfügung gestellt. Im Online-Event auf e-teaching.org (Aufzeichnung verfügbar über https://www.e-teaching.org/community/communityevents/ringvorlesung/lernvideos-von-studierenden-fuer-studierende-lecture/) zu dem diese Präsentation gehört, berichtet Anke Pfeiffer von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung des Lehr-Lernkonzepts.

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Lernvideos von Studierenden für Studierende - Präsentation Anke Pfeiffer

  1. 1. 1 „Lernen durch Lehren“ mit Videotutorials: Studentische Videotutorials in der Mathematik im Praxistest Referentin: Dipl.-Päd. Anke Pfeiffer Datum: 18.01.2016 e-teaching.org Themenspecial: Lernvideos von Studierenden für Studierende
  2. 2. 2 Inhalt  Ausgangslage und Motivation  Mediendidaktische Ausrichtung  Konzeptioneller Rahmen „Lernen durch Lehren“  Produktionsphasen und Gestaltung  Potentiale, Herausforderungen und Grenzen  Ergebnisse der Lehrevaluation
  3. 3. Rahmenbedingungen  Fach Lineare Algebra 2 (LA2)  34 Studierende, 2. Semester BA Mathematik  Klassische Vorlesung (VL), lehrendenzentriert  Wöchentliche Übungsblätter (ÜB) Ausgangslage und Motivation 3 Kritik  konventionelle Methoden erfordern hohe Selbstdisziplin, aufgrund kontinuierliche Nachbearbeitung  wenig Rückfragen, Diskussion und Interaktion  hohe Durchfall- und Abbruchquoten  Kaum personelle Ressourcen VL VLÜB ÜB Semesterverlauf
  4. 4. Ausgangslage und Motivation 4 Leitende Fragestellungen • Wie können mathematische Kompetenzen im Semesterverlauf kontinuierlich gefördert werden? • Wie können Studierende dazu angeregt werden, über Mathematik zu sprechen? • Ist es möglich, dass von den Lernprozessen Einzelner auch ihre/seine Kommilitonen profitieren? • Gibt es eine Alternative zu den klassischen Übungsblättern? • Welchen Beitrag können ausgewählte digitale Medien leisten?
  5. 5. (Medien-)didaktische Ausrichtung 5 Konstruktivistische Perspektive: Lernen als aktiver, konstruktiver, emotionaler, selbstgesteuerter, sozialer und situativer Lernprozess Lernen bedarf instruktionaler Anleitung und Unterstützung Methode „Lernen durch Lehren“ fordert Fach, Medien-, Kooperations- kompetenz (vgl. Reinmann-Rothmeier/Mandl 2001) Erstellung Video- tutorial
  6. 6. Methode „Lernen durch Lehren“ (LdL) • Lernende bereiten als Teilzeit-Experten Teile der Lehre vor • Lernende übernehmen eine Lehrfunktion bzw. werden zu Lehrenden • Lehrende übernehmen Mentoring- und Beratungsfunktion • Verzahnung fachlicher und fachübergreifender Kompetenzen • LdL unterstützt die lerntheoretische Prämisse Studierendenaktivität zu erhöhen • Speziell Mathematik: Forderung nach Methoden, die Interaktion, Kommunikation und Austausch ermöglichen Konzeptioneller Rahmen „Lernen durch Lehren“ 6 (vgl. Grzega/Waldherr 2007; vgl. Martin 1999, 2000, Martin/Oebel 2014; vgl. Hake 1997, vgl. Riegler 2014)
  7. 7. Produktionsphasen und Gestaltung 7 Semesterverlauf VideotutorialErstellung Info- Veranstaltung Themenauswahl Peer-Review, ggf. Korrektur Bereitstellung auf Lernplattform Bewertung Virtuelle Sprechstunde Video als Lernressource Vorlesung (Präsenz) Übung (Selbststudium) Aufbau der Lehrveranstaltung
  8. 8. Produktionsphasen und Gestaltung 8 Erarbeiten der Inhalte Bereitstellung Lernmaterial, Struktur-, Methodenwissen Praktische Umsetzung 1 2 3 4 5 Testphase Feedback Bereitstellung Support bei Fragen zu Inhalt und Umsetzung Pilotierung auf Lernplattform, Peer-Review Rückmeldung zu Inhalt und techn. Gestaltung Videotutorial als Lern- ressource, Peer-Bewertung Produktionsphasen Didaktische Aspekte
  9. 9. Produktionsphasen und Gestaltung 9
  10. 10. Produktion der Tutorials Bereitstellung der Tutorials Strukturierte Anleitung und klare Aufgabenstellung bereitstellen Angemessene Instruktion einbinden Ressourcen zur Verfügung stellen: Technik, Bereuung, Zeit Interaktive Elemente integrieren Fachliche und (Medien-)Didaktisch- Methodische Unterstützung bieten Barrierefreie technische Funktionen (reibungslos abspielbar, Downloadfunktion, Verfügbarkeit auf unterschiedlichen Endgeräten) „Quick and dirty“ statt „HDTV“ Keine Wiederholung der Inhalte in der Präsenz bzw. Präsenz für gezielte Rückfragen nutzen Produktionsphasen und Gestaltung 10 Besonderheiten des Videoeinsatzes zu Lehr- und Lernzwecken (vgl. Niegemann 2008; vgl. Salomon 1983, 1984; vgl. Weidenmann 2006; vgl. Wetzel et al. 1994)
  11. 11. Potentiale, Herausforderungen und Grenzen 11 Potentiale • Kompetenzerwerb durch Versprachlichen • Sichtbarmachen der Kompetenzen • Kontinuierliche Auseinandersetzung mit den Lerninhalten • Feedback für Lehrende • Feedback für Studierende • Anregung der Studierendenaktivität • Mehrwert durch Medieneinsatz
  12. 12. Potentiale, Herausforderungen und Grenzen 12 Herausforderungen und Grenzen • Support in Form von Anleitungen und Hilfestellungen • Erhöhter Korrekturaufwand • Integration einer Lernplattform • Erhöhter Zeitaufwand: Video vs. Übungsblatt • Für komplexere Aufgaben ungeeignet, z. B. für Modellierung • Fehlerhafte Beiträge (frustrierend für beide Seiten)
  13. 13. Ergebnisse der Lehrevaluation 13 Evaluationsergebnisse (mit Vorbehalt, N=21) • 17 Studierende: mathematisches Wissen vertieft durch Videotutorials • 7 Studierende: haben alle Videos angesehen • 11 Studierende: geben an mindestens die Hälfte der Videos gesehen zu haben • 17 Studierende: Kritik am Mehraufwand • 13 Studierende: Weiterempfehlung • 15%: Senkung der Durchfallquote (Vergleich Vorjahr) • Signifikante Verbesserung der Klausurergebnisse in Fragen, die von Videotutorials thematisch abgedeckt wurden (Vergleich Vorjahr)
  14. 14. 14 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dipl.-Päd. Anke Pfeiffer Hochschule für Technik Stuttgart Didaktikzentrum/E-Learning anke.pfeiffer@hft-stuttgart.de
  15. 15. Grzega, J.; Waldherr, F. (2007): Lernen durch Lehren (LdL) in technischen und anderen Fächern an Fachhochschulen: Ein Kochbuch. Didaktiknachrichten (DiNa). Ingolstadt/Kempten. S. 1-17. Online verfügbar unter: https://www.diz-bayern.de/images/documents/77/dina_2007_11.pdf [Abruf: 06.02.2014] Hake, R. (1997). "Interactive engagement methods in introductory mechanics courses". Retrieved on August 6, 2009 Online verfügbar unter: http://www.physics.indiana.edu/~sdi/IEM-2b.pdf [Abruf: 06.06.2015] Martin, J.-P. (1999): Schulklasse als Betrieb: zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt in der gymnasialen Oberstufe. In: Hemmer, I./Selzer, H. M. (Hrsg.): Für eine Schule der Zukunft. Dettelbach: Röll Verlag, S. 63-83 Martin, J.-P. (2000): Konzeptualisierung als Glücksquelle. Blogbeitrag vom 02.07.2013. Online verfügbar unter: http://www.lernen-durch-lehren.de/Material/Publikationen/aufsatz2000.pdf [Abruf: 06.02.2014] Martin, J.-P.; Oebel, G. (2014): Lernen durch Lehren: Paradigmenwechsel in der Didaktik? In: Deutschunterricht in Japan. Bonn 2007, S. 4-21. Online verfügbar unter: http://www.ldl.de/Material/Publikationen/ldl_in_japan_paradigmenwechsel.pdf [Abruf: 06.02.2014]. Niegemann, H. M.; Domagk, S.; Hessel, S.; Hein, A.; Hupfer, M.; Zobel, A. (2008): Kompendium multimediales Lernen. Berlin/Heidelberg: Springer- Verlag Reinmann-Rothmeier, G.; Mandl. H. (2001): Unterrichten und Lernumgebuungen gestalten. In:Krapp, Andreas; Weidenmann, Brnd (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. Weinheim: Beltz, 601-646 Riegler, P. (2014): Schwellenkonzepte, Konzeptwandel und die Krise der Mathematikausbildung. In: Zeitschrift für Hochschulentwicklung. Jg. 9/Nr. 4 (November 2014), S. 241-257 Quellenangaben 15
  16. 16. Quellenangaben 16 Salomon, G. (1983): The differential investment of mental effort in learning from different sources. Educational Psychologist, 18, 42−50. Salomon, G. (1984). Television is „easy“ and print is „though“: The differential investment of mental effort in learning as a function of perceptions and attributions. Journal of Educational Psychology, 76(4), 647−658. Weidenmann, B. (2006): Lernen mit Medien. In A. Krapp & B. Weidenmann (Hrsg.), Pädagogische Psychologie (S. 423−476). Weinheim, Basel: Beltz Wetzel, C. D.; Radtke, P. H.; Stern, H. W. (1994): Instructional effectiveness of video media. Hillsdale, NJ: Erlbaum.

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