Social Media

Social Media in der
ETH-Bibliothek



AG Informationskompetenz
Dr. Rudolf Mumenthaler     19. Mai 2011
                                          1
Soziale Medien
   Web 2.0
Definition von Web 2.0
• Das Web als Plattform
• Kollektive Intelligenz
• Datengetriebene Anwendungen (Inhalte wichtiger
  als Aussehen)
• Software ohne Lebenszyklus
• Leichtgewichtige Programmiermodule
• Software über Gerätegrenzen hinweg
• Reiche Nutzererfahrung
Tim O‘Reilly „What is Web 2.0?“ (2005)
Kurzdefinition
• Web 2.0 ist das „Mitmach-Web“!
  – Interaktion
  – Kommentieren, diskutieren
  – Konsumenten sind auch Akteure
  – Power der Community
Bibliothek 2.0
• Web 2.0-Dienste und -Funktionen können in
  Bibliotheken eingesetzt werden
  – Als neue Dienstleistungen
  – Zur Promotion von Beständen und
    Dienstleistungen
  – Zur Kommunikation mit Benutzern
  – Zum Aufbau eines Netzwerks/einer Community
  – Zur Personalisierung von Diensten
  – Anreicherung traditioneller Dienstleistungen
Grenzen des klassischen
                   Marketings
• Information über neue Dienste und
  Aktivitäten der Bibliothek mit gedruckter
  Information
       – Merkblätter, Flyer, Broschüren…
• Ende 90er Jahre: gleiche Information auch im
  Web




19.05.2011                                       6
Grenzen des klassischen Marketings

• Benutzerbefragungen zeigen, dass Benutzer viele
  Dienstleistungen der Bibliothek nicht kennen
       • Sogar „wichtige“ Angebote (aus Sicht der Bibliothek)
• Benutzer besuchen die Homepage der Bibliothek
  nicht so, wie es sich die Bibliothekare vorstellen
       • Besucher kommen von der Seite über
         Suchmaschinen, nicht unbedingt von der Startseite
       • Benutzer browsen nicht durch die Homepage
• Die meisten Nutzer bemerken Aktuellmeldungen
  auf der Homepage nicht

19.05.2011                      7
Ziele und Hoffnungen
• Mit dem Einsatz von Web 2.0-Technologien
  bezwecken wir:
       •     Direkte Ansprache der Kunden
       •     Direkte Ansprache bestimmter Zielgruppen
       •     Benutzer dort zu treffen, wo sie sich aufhalten
       •     Eine Gemeinschaft aufzubauen
       •     Die Kunden zu binden (in Community)
       •     Feedback der Benutzer zu erhalten
       •     Den Ruf einer modernen Institution mit aktuellen
             Dienstleistungen zu erlangen.

19.05.2011                          8
Formen des Web 2.0
•   Blogs
•   Wiki
•   Fotoplattformen
•   Videoplattformen
•   Soziale Netzwerke
•   Publikationsplattformen
•   Microblogs
•   Social Tagging, Social Bookmarking
•   …
Blogs
DAS Blog
• Weblogs als institutionelle Tagebücher
• Schnelle Kommunikation über Aktualitäten:
  – http://www.sub.uni-hamburg.de/blog/
  – http://www.loc.gov/blog/
• Kommentare, Tag-Clouds, RSS-Feed
• Verzeichnis von Bibliotheksblogs:
  http://liswiki.org/wiki/Weblogs
Blogs
• Die ETH-Bibliothek betreibt momentan zwei
  Blogs von unterschiedlicher Ausrichtung:
• Blog als interaktive Sammlungsbeschreibung
  • Spezialsammlungen Digital
  • http://blogs.ethz.ch/digital-collections
• Blog als persönlicher Diskussionsbeitrag
  • Innovation@ETH-Bibliothek
• Technische Plattform: WordPress, gehostet von
  den Informatikdiensten der ETH Zürich
                            12
Innovation@ETH-Bibliothek
• Blog mit Informationen zu News und Trends in
  Informationstechnologie und
  Bibliothekswesen
  • Persönlich gefärbte Beiträge
  • Schwerpunkte: eBook Reader, neue
    Dienstleistungen und Produkte
  • Vernetzung mit anderen Bibliotheksblogs
  • Kommentarfunktion wird genutzt


                        13
Fazit nach 2.5 Jahren
• 140 Artikel seit Oktober 2008
• 125 Kommentare (ohne Spam)
• ca. 2000 Seitenzugriffe pro Monat,
  • Publikation über Twitter und Facebook


• http://blogs.ethz.ch/innovethbib



                        14
19.05.2011   15   Fusszeile
Wikis
Wikis
• Einfache Website
• Wiki-Software ermöglicht Erstellen einfacher
  Webseiten
• Editieren und Lesen im Browser
• Oft genutzt für kollaborative Websites
• Mit unterschiedlichen Nutzerrechten für
  Editoren und Leser
• Wikimedia (>Wikipedia) als bekannteste
  Plattform
      19.05.2011
Nutzung im Bibliotheksumfeld
•   Als Nachschlagewerke
•   Als interaktive Plattformen
•   Für Schulungen
•   Beispiel: Ohio University Libraries Biz Wiki
•   Tools
    – Wikimedia
    – PB Works: http://pbworks.com
Beispiel: Wiki für Inetbib
• Ausgangslage: OK in Dortmund und Zürich
• Wikimedia als Dokumentationsplattform
  • Alle Dokumente, Konzepte für beide Partner
    jederzeit zugänglich
  • OK als registrierte Nutzer mit Editionsrechten
  • Arbeiten etwas gewöhnungsbedürftig
  • Teilbereich als öffentliche Website



      19.05.2011
19.05.2011
Social Media
Flickr
Social Media:
     Fotosammlungen auf Flickr
• Beispiel Library of Congress
• Ausgewählte Bildsammlungen
• Tagging durch Community
  – Sehr erfolgreich z.B. bei Landschaftsbildern
    (Photochrome)
  – Einspielung der Tags in den Katalog wichtig
• http://www.flickr.com/photos/library_of_con
  gress/sets/
Podcasts
Multimedia und RSS
• Podcasts als abonnierbare Multimedia-
  Publikationen
• Basistechnologie: RSS und Video oder Audio
  on demand
• iTunes und iPods als wichtige Soft- und
  Hardware für Verbreitung (aber nicht einzige!)
• Einsatz bei TV, Radio und Vorlesungen
  – Zweitverwertung, zeitunabhängig
Youtube
Videoplattformen: Youtube
• Konsum steht klar im Vordergrund
• Aber Youtube verfügt über klare Merkmale eines
  sozialen Mediums:
  – Eigene Videos hochladen
  – Videos taggen
  – Favoriten auswählen, mit Netzwerk teilen
  – Gruppen bilden
  – Kommentieren….
  – Mashup möglich
• Und wird auch von Hochschulen und Bibliotheken
  genutzt
Soziale
Netzwerke
Soziale Netzwerke
• MySpace
   – V.a für Musik
• StudiVZ
   – Bei Studenten in D noch beliebt
• Facebook
   – Grösstes Social Network
• LinkedIn
   – Berufliches Netzwerk
• Xing
   – Berufliches Netzwerk, deutschsprachig
• ...
Facebook
Facebook
• Persönliche Seiten
• Pages für Unternehmen
  – „Fan-Seiten“
• Facebook Gruppen
  – Für Vereine, Schulklassen, ideelle Gruppierungen,
    Interessengruppen
• Gemeinschaftsseiten
  – Entstehen „automatisch“, verlinkt mit Homepage,
    Wikipedia
Inhalte Facebook-Seite
• News
    – Import von RSS-Feed, manuelle News
    – Mit Kommentarfunktion und „Like“
•   Veranstaltungen (mit Kalenderfunktion)
•   Import von Blogs
•   Bilder, Videos
•   Umfragen, Diskussion
•   Chat, direkte Nachricht
•   Anwendungen
•   Fragen
    – Einfache Umfragen unter FB-Fans
Facebook-Seite der ETH-Bibliothek
• Idee: moderne Kommunikationsplattform
  testen
  • Zielpublikum der ETH-Bibliothek ist sehr stark in
    Facebook vertreten
  • Bessere Einbindung von Studierenden
  • Community bilden und pflegen
  • …mit geringem Aufwand



                          36
19.05.2011   37   Fusszeile
Erfahrungen mit Facebook
• Funktion „Fan werden“ bzw. „gefällt mir“
  („like“) wird genutzt
  • Dez. 2009: 340 Fans, Februar 2010: 440,
    November 2010: 820, Mai 2011: 1070 Fans
• Rund 30‘000 Pageviews in 2009, ca. 53‘000 in
  2010
• Interaktion mit Button „gefällt mir“ wird
  häufig genutzt
• www.facebook.com/ETHBibliothek

                       38
Probleme mit Facebook
• Keine Diskussion – trotz Angebot auf Plattform
• Tendenziell Vermischung von Privatem mit
  Öffentlichem auf Facebook
   • Freund oder Fan?
   • Einladung nur über privaten Kanal an „Freunde“
     möglich
   • Administration nur durch Facebook-Mitglieder
   • An persönliche Seite angehängt
   • Neu: Interaktion als „Seite“ möglich
• Änderungen der Facebook-Seite ohne Vorwarnung

                           39
Probleme mit Facebook (2)
• Persönlichkeitsschutz
  – Wer sieht was? Social Media Literacy gefordert…
  – Freunde markieren in Fotos und Places
  – Nicht anonyme Umfragen
Professionelles Netzwerk: LinkedIn
•   Klarer Fokus auf berufliche Interessen
•   Professioneller, weniger persönlich
•   Knüpfen von Kontakten
•   Mitwirkung in Gruppen
•   Präsentation als Arbeitgeber/Unternehmen
•   Offizielle Seite der ETH-Bibliothek:
    http://www.linkedin.com/company/eth-bibliothek
ETH-Bibliothek auf LinkedIn
Library Thing: Social Network für
          Bücherfreunde
• Library Thing für Bibliotheken:
  – Bibliotheksseite mit eigenen Tipps und Tags
  – Library Thing for Libraries: Tags, Empfehlungen
    und Rezensionen aus LT in den eigenen Katalog
    integrieren
Social
Bookmarking
Populäre Dienste
•   Delicious
•   Digg
•   StumbleUpon
•   CiteULike
•   Connotea
Delicious
• Verkauf von Delicious, bzw. drohende
  Abschaltung zeigt grundsätzliches Problem
  von kostenlosen Web 2.0-Diensten:
  – Keine Gewähr auf Serviceleistung
  – Grundsätzlich problematischer Umgang mit
    Rechten der Kunden
     • Wem gehören die Daten?
     • Was darf der Betreiber mit den Daten der Kunden tun
       (vgl. Bowker und LibraryThing, Slideshare)
Social Tagging im
           Bibliothekskatalog?
• Prinzipiell möglich: User fügen ihre eigenen Tags,
  Rezensionen, Bewertungen ein
• Grundsatzfrage: tragen User generierte Tags zur
  Qualität der Suche bei? Oder führen sie zu
  verwirrender Fülle von unterschiedlichen
  Metadaten?
• Einfache Variante: Einträge aus Katalog in Social
  Bookmarking-Dienste exportieren
• Komplexe Variante: Integration von Metadaten aus
  LibraryThing plus individuelles Tagging…
Communi
  ties
Community-Plattformen
• Mixxt
  – Beispiel: http://zukunftswerkstatt.mixxt.org/
• Elgg
  – www.elgg.com
• Ning
  – Beispiel: http://informare-wissen-und-
    koennen.com/
• Diaspora
Anwendung von elgg
Eigenschaften von Communities
•   „wie Facebook, aber besser…“
•   Datenhoheit gewährleistet
•   Kontrollierte Gruppen
•   Geschützte und öffentliche Bereiche
•   Funktionen in der Regel wählbar
•   Anpassung des Designs möglich
Twitter
Prinzip von Twitter
•   Echtzeitkommunikation mit 140 Zeichen
•   „Was tust Du gerade?“
•   Es gibt >Follower und <Following
•   Entspricht dem Abonnieren von Tweets
•   Tweets können retweetet (weiterverschickt) werden
    an eigene Follower
•   Tweets können kommentiert werden
•   Anreicherung mit #Hashtags
•   Bildung von Listen, die wiederum abonniert werden
    können
•   Suche nach Keywords oder Hashtags
•   Nutzung über Browser, div. Clients und v.a. auch mobil
Twitter-Feed der ETH-Bibliothek
• Idee: Nutzung eines zusätzlichen
  Kommunikationskanals
• Einbindung von RSS-Feeds und Blogs
• Auch für Notfallkommunikation d und e
  •   März 2010: 124 Follower, 244 Tweets
  •   Nov. 2010: 360 Follower, 522 Tweets
  •   Mai 2011: 500 Follower, 650 Tweets
  •   In 134 Listen geführt, Following 96
  •   Community: eher Librarians 2.0
                          57
Offizielle Twitterseite der
                   ETH-Bibliothek




19.05.2011                58
Twitter als Newsticker
• Einbindung von RSS-Feeds und Blogs über
  Twitterfeed
• Nutzung von Desktop-Applikationen wie
  TweetDeck, Seesmic Desktop, HootSuite
  • Auch geeignet für Monitoring der Social Media
• Mobile Nutzung mit Apps fürs iPhone wie
  Twittelator, Twitterrific, TweetDeck


                                                    59
Tweetdeck als Desktop-Client
19.05.2011
Ortsbasierte Information
Das Smartphone als GPS
            • Das Smartphone weiss,
              wo Du bist
            • Das Smartphone weiss,
              was sich in Deiner Nähe
              befindet
            • Das Smartphone zeigt Dir
              den Weg…
            • …und ebenso das iPad
Geobasierte mobile Anwendungen
• Wo bin ich? Was ist in meiner Nähe? Wer ist in
  meiner Nähe
• Foursquare
• Gowalla
Gowalla (on iPad)
Foursquare (on iPhone)
Nutzung von Foursquare
•   Einchecken (und Mayor werden) – als Spiel
•   Informationen und Tipps zum Ort hinterlegen
•   Ort bestimmen (was ist in der Nähe?)
•   Lokale Tweets lesen
•   Freunde finden, soziales Netzwerk
•   Specials für treue Kunden
•   www.foursquare.com/ETHBibliothek
Ortsbasierter Auskunftsdienst:
          Localmind
Localmind
• Eine App fürs iPhone
• Einchecken über Foursquare, Facebook, Gowalla oder
  Twitter
• Der anwesende „Localmind“ wird auf Karte sichtbar
• User kann Frage an den Localmind stellen
• Localmind kriegt Mitteilung, beantwortet Frage (wenn
  er kann)
• User bedankt sich, Localmind kriegt Bonuspunkte…
• Ideale Plattform für Bibliotheksauskunft! Oder?
• www.localmind.com
Monitoring
Social Media Monitoring
• Was wird auf den verschiedenen Plattformen
  über die eigene Institution geschrieben?
• Aktives Verfolgen und zeitnahes Eingreifen
• Antworten auf Anfragen
• Reaktion auf Kritik
• Verfolgen der Wirkung
Tools und Methoden
• Einfachste Form: Google Alert
  – Entsprechende Frage in Google Alert hinterlegen
    für Web, Echtzeit, Blogs
• Social Mention Alerts
  – http://socialmention.com/alerts/
• Frage in Twitter formulieren und z.B. mit
  TweetDeck überwachen
• Oder einen professionellen Dienst einsetzen:
  – http://social-media-monitoring.blogspot.com/
Google Alert
Suchen mit TweetDeck
Einbindung in Gesamtkommunikation

• Ziel: einmaliger Input wird automatisch über mehrere
  Kanäle kommuniziert
• Twitterfeed als Tool zum Synchronisieren verschiedener
  RSS-Feeds
• Twitterfeed bietet keine Gewähr für funktionierenden
  Dienst




                           76
Aktueller Screenshot Twitterfeed




19.05.2011        77             Fusszeile
Newsfluss ETH-Bibliothek

               Veranstal-        Digitale
  Aktuell                                               Innovation
                tungen         Sammlungen




Homepage
                              Blog Spez digital     Blog Innovation
RSS Aktuell




              RSS Graffiti                 Twitterfeed


                   Facebook                   Twitter




                    78
Grundsätze
Regeln für Kommunikation 2.0
• Spielregeln bekannt geben (Policy für Web 2.0)
   – Wann wird eingegriffen? Was ist erlaubt?
• Richtige Sprache wählen
   – Lockerer, spontaner, direkter
• Diskussion nicht scheuen
   – Aber Diskussion auch den Usern überlassen
   – Es gibt berüchtigte Nörgler und Kritisierer…
• Falschinformationen klarstellen
   – Aber keinen Schlagabtausch
Grundsätze
• Nur wer selber aktiv ist, weiss wie die Plattformen
  funktionieren
• Dienste vernetzen
   – Aber auch exklusive Informationen bieten
• Nicht zu viel investieren (Zeit, Manpower…)
   – Die Plattformen werden schnell abgelöst
   – Investitionen sind nicht für die Ewigkeit
• Nicht zu lange mit Entscheid warten, ob man bei
  einem Dienst mitmacht
• Just do it!
Fazit
Fazit
• Social Media werden beachtet
• User sind nicht unbedingt die Nutzer und
  Zielgruppe der ETH-Bibliothek
• Marketing der Web 2.0-Dienste ist nicht
  einfach – wird schnell als Spam empfunden
• Die Einbettung in den Kommunikationsstrom
  der Bibliothek ist zentral
• Standards und Automatismen nutzen

19.05.2011           83
Fragen?
• Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit

• Fragen?


•   rudolf.mumenthaler@library.ethz.ch
•   www.facebook.com/ETHBibliothek
•   www.twitter.com/mrudolf oder www.twitter.com/ETHBibliothek
•   http://blogs.ethz.ch/innovethbib
•   www.delicious.com/ruedi.mumenthaler
•   www.slideshare.net/ruedi.mumenthaler
•   http://ch.linkedin.com/pub/rudolf-mumenthaler/17/5/290
•   http://www.xing.com/profile/Rudolf_Mumenthaler
•   www.foursquare.com/ETHBibliothek

Social Media in der ETH-Bibliothek

  • 1.
    Social Media Social Mediain der ETH-Bibliothek AG Informationskompetenz Dr. Rudolf Mumenthaler 19. Mai 2011 1
  • 2.
  • 3.
    Definition von Web2.0 • Das Web als Plattform • Kollektive Intelligenz • Datengetriebene Anwendungen (Inhalte wichtiger als Aussehen) • Software ohne Lebenszyklus • Leichtgewichtige Programmiermodule • Software über Gerätegrenzen hinweg • Reiche Nutzererfahrung Tim O‘Reilly „What is Web 2.0?“ (2005)
  • 4.
    Kurzdefinition • Web 2.0ist das „Mitmach-Web“! – Interaktion – Kommentieren, diskutieren – Konsumenten sind auch Akteure – Power der Community
  • 5.
    Bibliothek 2.0 • Web2.0-Dienste und -Funktionen können in Bibliotheken eingesetzt werden – Als neue Dienstleistungen – Zur Promotion von Beständen und Dienstleistungen – Zur Kommunikation mit Benutzern – Zum Aufbau eines Netzwerks/einer Community – Zur Personalisierung von Diensten – Anreicherung traditioneller Dienstleistungen
  • 6.
    Grenzen des klassischen Marketings • Information über neue Dienste und Aktivitäten der Bibliothek mit gedruckter Information – Merkblätter, Flyer, Broschüren… • Ende 90er Jahre: gleiche Information auch im Web 19.05.2011 6
  • 7.
    Grenzen des klassischenMarketings • Benutzerbefragungen zeigen, dass Benutzer viele Dienstleistungen der Bibliothek nicht kennen • Sogar „wichtige“ Angebote (aus Sicht der Bibliothek) • Benutzer besuchen die Homepage der Bibliothek nicht so, wie es sich die Bibliothekare vorstellen • Besucher kommen von der Seite über Suchmaschinen, nicht unbedingt von der Startseite • Benutzer browsen nicht durch die Homepage • Die meisten Nutzer bemerken Aktuellmeldungen auf der Homepage nicht 19.05.2011 7
  • 8.
    Ziele und Hoffnungen •Mit dem Einsatz von Web 2.0-Technologien bezwecken wir: • Direkte Ansprache der Kunden • Direkte Ansprache bestimmter Zielgruppen • Benutzer dort zu treffen, wo sie sich aufhalten • Eine Gemeinschaft aufzubauen • Die Kunden zu binden (in Community) • Feedback der Benutzer zu erhalten • Den Ruf einer modernen Institution mit aktuellen Dienstleistungen zu erlangen. 19.05.2011 8
  • 9.
    Formen des Web2.0 • Blogs • Wiki • Fotoplattformen • Videoplattformen • Soziale Netzwerke • Publikationsplattformen • Microblogs • Social Tagging, Social Bookmarking • …
  • 10.
  • 11.
    DAS Blog • Weblogsals institutionelle Tagebücher • Schnelle Kommunikation über Aktualitäten: – http://www.sub.uni-hamburg.de/blog/ – http://www.loc.gov/blog/ • Kommentare, Tag-Clouds, RSS-Feed • Verzeichnis von Bibliotheksblogs: http://liswiki.org/wiki/Weblogs
  • 12.
    Blogs • Die ETH-Bibliothekbetreibt momentan zwei Blogs von unterschiedlicher Ausrichtung: • Blog als interaktive Sammlungsbeschreibung • Spezialsammlungen Digital • http://blogs.ethz.ch/digital-collections • Blog als persönlicher Diskussionsbeitrag • Innovation@ETH-Bibliothek • Technische Plattform: WordPress, gehostet von den Informatikdiensten der ETH Zürich 12
  • 13.
    Innovation@ETH-Bibliothek • Blog mitInformationen zu News und Trends in Informationstechnologie und Bibliothekswesen • Persönlich gefärbte Beiträge • Schwerpunkte: eBook Reader, neue Dienstleistungen und Produkte • Vernetzung mit anderen Bibliotheksblogs • Kommentarfunktion wird genutzt 13
  • 14.
    Fazit nach 2.5Jahren • 140 Artikel seit Oktober 2008 • 125 Kommentare (ohne Spam) • ca. 2000 Seitenzugriffe pro Monat, • Publikation über Twitter und Facebook • http://blogs.ethz.ch/innovethbib 14
  • 15.
    19.05.2011 15 Fusszeile
  • 16.
  • 17.
    Wikis • Einfache Website •Wiki-Software ermöglicht Erstellen einfacher Webseiten • Editieren und Lesen im Browser • Oft genutzt für kollaborative Websites • Mit unterschiedlichen Nutzerrechten für Editoren und Leser • Wikimedia (>Wikipedia) als bekannteste Plattform 19.05.2011
  • 18.
    Nutzung im Bibliotheksumfeld • Als Nachschlagewerke • Als interaktive Plattformen • Für Schulungen • Beispiel: Ohio University Libraries Biz Wiki • Tools – Wikimedia – PB Works: http://pbworks.com
  • 19.
    Beispiel: Wiki fürInetbib • Ausgangslage: OK in Dortmund und Zürich • Wikimedia als Dokumentationsplattform • Alle Dokumente, Konzepte für beide Partner jederzeit zugänglich • OK als registrierte Nutzer mit Editionsrechten • Arbeiten etwas gewöhnungsbedürftig • Teilbereich als öffentliche Website 19.05.2011
  • 20.
  • 21.
  • 22.
  • 23.
    Social Media: Fotosammlungen auf Flickr • Beispiel Library of Congress • Ausgewählte Bildsammlungen • Tagging durch Community – Sehr erfolgreich z.B. bei Landschaftsbildern (Photochrome) – Einspielung der Tags in den Katalog wichtig • http://www.flickr.com/photos/library_of_con gress/sets/
  • 25.
  • 26.
    Multimedia und RSS •Podcasts als abonnierbare Multimedia- Publikationen • Basistechnologie: RSS und Video oder Audio on demand • iTunes und iPods als wichtige Soft- und Hardware für Verbreitung (aber nicht einzige!) • Einsatz bei TV, Radio und Vorlesungen – Zweitverwertung, zeitunabhängig
  • 27.
  • 28.
    Videoplattformen: Youtube • Konsumsteht klar im Vordergrund • Aber Youtube verfügt über klare Merkmale eines sozialen Mediums: – Eigene Videos hochladen – Videos taggen – Favoriten auswählen, mit Netzwerk teilen – Gruppen bilden – Kommentieren…. – Mashup möglich • Und wird auch von Hochschulen und Bibliotheken genutzt
  • 31.
  • 32.
    Soziale Netzwerke • MySpace – V.a für Musik • StudiVZ – Bei Studenten in D noch beliebt • Facebook – Grösstes Social Network • LinkedIn – Berufliches Netzwerk • Xing – Berufliches Netzwerk, deutschsprachig • ...
  • 33.
  • 34.
    Facebook • Persönliche Seiten •Pages für Unternehmen – „Fan-Seiten“ • Facebook Gruppen – Für Vereine, Schulklassen, ideelle Gruppierungen, Interessengruppen • Gemeinschaftsseiten – Entstehen „automatisch“, verlinkt mit Homepage, Wikipedia
  • 35.
    Inhalte Facebook-Seite • News – Import von RSS-Feed, manuelle News – Mit Kommentarfunktion und „Like“ • Veranstaltungen (mit Kalenderfunktion) • Import von Blogs • Bilder, Videos • Umfragen, Diskussion • Chat, direkte Nachricht • Anwendungen • Fragen – Einfache Umfragen unter FB-Fans
  • 36.
    Facebook-Seite der ETH-Bibliothek •Idee: moderne Kommunikationsplattform testen • Zielpublikum der ETH-Bibliothek ist sehr stark in Facebook vertreten • Bessere Einbindung von Studierenden • Community bilden und pflegen • …mit geringem Aufwand 36
  • 37.
    19.05.2011 37 Fusszeile
  • 38.
    Erfahrungen mit Facebook •Funktion „Fan werden“ bzw. „gefällt mir“ („like“) wird genutzt • Dez. 2009: 340 Fans, Februar 2010: 440, November 2010: 820, Mai 2011: 1070 Fans • Rund 30‘000 Pageviews in 2009, ca. 53‘000 in 2010 • Interaktion mit Button „gefällt mir“ wird häufig genutzt • www.facebook.com/ETHBibliothek 38
  • 39.
    Probleme mit Facebook •Keine Diskussion – trotz Angebot auf Plattform • Tendenziell Vermischung von Privatem mit Öffentlichem auf Facebook • Freund oder Fan? • Einladung nur über privaten Kanal an „Freunde“ möglich • Administration nur durch Facebook-Mitglieder • An persönliche Seite angehängt • Neu: Interaktion als „Seite“ möglich • Änderungen der Facebook-Seite ohne Vorwarnung 39
  • 40.
    Probleme mit Facebook(2) • Persönlichkeitsschutz – Wer sieht was? Social Media Literacy gefordert… – Freunde markieren in Fotos und Places – Nicht anonyme Umfragen
  • 41.
    Professionelles Netzwerk: LinkedIn • Klarer Fokus auf berufliche Interessen • Professioneller, weniger persönlich • Knüpfen von Kontakten • Mitwirkung in Gruppen • Präsentation als Arbeitgeber/Unternehmen • Offizielle Seite der ETH-Bibliothek: http://www.linkedin.com/company/eth-bibliothek
  • 42.
  • 43.
    Library Thing: SocialNetwork für Bücherfreunde • Library Thing für Bibliotheken: – Bibliotheksseite mit eigenen Tipps und Tags – Library Thing for Libraries: Tags, Empfehlungen und Rezensionen aus LT in den eigenen Katalog integrieren
  • 45.
  • 46.
    Populäre Dienste • Delicious • Digg • StumbleUpon • CiteULike • Connotea
  • 47.
    Delicious • Verkauf vonDelicious, bzw. drohende Abschaltung zeigt grundsätzliches Problem von kostenlosen Web 2.0-Diensten: – Keine Gewähr auf Serviceleistung – Grundsätzlich problematischer Umgang mit Rechten der Kunden • Wem gehören die Daten? • Was darf der Betreiber mit den Daten der Kunden tun (vgl. Bowker und LibraryThing, Slideshare)
  • 49.
    Social Tagging im Bibliothekskatalog? • Prinzipiell möglich: User fügen ihre eigenen Tags, Rezensionen, Bewertungen ein • Grundsatzfrage: tragen User generierte Tags zur Qualität der Suche bei? Oder führen sie zu verwirrender Fülle von unterschiedlichen Metadaten? • Einfache Variante: Einträge aus Katalog in Social Bookmarking-Dienste exportieren • Komplexe Variante: Integration von Metadaten aus LibraryThing plus individuelles Tagging…
  • 51.
  • 52.
    Community-Plattformen • Mixxt – Beispiel: http://zukunftswerkstatt.mixxt.org/ • Elgg – www.elgg.com • Ning – Beispiel: http://informare-wissen-und- koennen.com/ • Diaspora
  • 53.
  • 54.
    Eigenschaften von Communities • „wie Facebook, aber besser…“ • Datenhoheit gewährleistet • Kontrollierte Gruppen • Geschützte und öffentliche Bereiche • Funktionen in der Regel wählbar • Anpassung des Designs möglich
  • 55.
  • 56.
    Prinzip von Twitter • Echtzeitkommunikation mit 140 Zeichen • „Was tust Du gerade?“ • Es gibt >Follower und <Following • Entspricht dem Abonnieren von Tweets • Tweets können retweetet (weiterverschickt) werden an eigene Follower • Tweets können kommentiert werden • Anreicherung mit #Hashtags • Bildung von Listen, die wiederum abonniert werden können • Suche nach Keywords oder Hashtags • Nutzung über Browser, div. Clients und v.a. auch mobil
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    Twitter-Feed der ETH-Bibliothek •Idee: Nutzung eines zusätzlichen Kommunikationskanals • Einbindung von RSS-Feeds und Blogs • Auch für Notfallkommunikation d und e • März 2010: 124 Follower, 244 Tweets • Nov. 2010: 360 Follower, 522 Tweets • Mai 2011: 500 Follower, 650 Tweets • In 134 Listen geführt, Following 96 • Community: eher Librarians 2.0 57
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    Offizielle Twitterseite der ETH-Bibliothek 19.05.2011 58
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    Twitter als Newsticker •Einbindung von RSS-Feeds und Blogs über Twitterfeed • Nutzung von Desktop-Applikationen wie TweetDeck, Seesmic Desktop, HootSuite • Auch geeignet für Monitoring der Social Media • Mobile Nutzung mit Apps fürs iPhone wie Twittelator, Twitterrific, TweetDeck 59
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    Das Smartphone alsGPS • Das Smartphone weiss, wo Du bist • Das Smartphone weiss, was sich in Deiner Nähe befindet • Das Smartphone zeigt Dir den Weg… • …und ebenso das iPad
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    Geobasierte mobile Anwendungen •Wo bin ich? Was ist in meiner Nähe? Wer ist in meiner Nähe • Foursquare • Gowalla
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    Nutzung von Foursquare • Einchecken (und Mayor werden) – als Spiel • Informationen und Tipps zum Ort hinterlegen • Ort bestimmen (was ist in der Nähe?) • Lokale Tweets lesen • Freunde finden, soziales Netzwerk • Specials für treue Kunden • www.foursquare.com/ETHBibliothek
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    Localmind • Eine Appfürs iPhone • Einchecken über Foursquare, Facebook, Gowalla oder Twitter • Der anwesende „Localmind“ wird auf Karte sichtbar • User kann Frage an den Localmind stellen • Localmind kriegt Mitteilung, beantwortet Frage (wenn er kann) • User bedankt sich, Localmind kriegt Bonuspunkte… • Ideale Plattform für Bibliotheksauskunft! Oder? • www.localmind.com
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    Social Media Monitoring •Was wird auf den verschiedenen Plattformen über die eigene Institution geschrieben? • Aktives Verfolgen und zeitnahes Eingreifen • Antworten auf Anfragen • Reaktion auf Kritik • Verfolgen der Wirkung
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    Tools und Methoden •Einfachste Form: Google Alert – Entsprechende Frage in Google Alert hinterlegen für Web, Echtzeit, Blogs • Social Mention Alerts – http://socialmention.com/alerts/ • Frage in Twitter formulieren und z.B. mit TweetDeck überwachen • Oder einen professionellen Dienst einsetzen: – http://social-media-monitoring.blogspot.com/
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    Einbindung in Gesamtkommunikation •Ziel: einmaliger Input wird automatisch über mehrere Kanäle kommuniziert • Twitterfeed als Tool zum Synchronisieren verschiedener RSS-Feeds • Twitterfeed bietet keine Gewähr für funktionierenden Dienst 76
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    Newsfluss ETH-Bibliothek Veranstal- Digitale Aktuell Innovation tungen Sammlungen Homepage Blog Spez digital Blog Innovation RSS Aktuell RSS Graffiti Twitterfeed Facebook Twitter 78
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    Regeln für Kommunikation2.0 • Spielregeln bekannt geben (Policy für Web 2.0) – Wann wird eingegriffen? Was ist erlaubt? • Richtige Sprache wählen – Lockerer, spontaner, direkter • Diskussion nicht scheuen – Aber Diskussion auch den Usern überlassen – Es gibt berüchtigte Nörgler und Kritisierer… • Falschinformationen klarstellen – Aber keinen Schlagabtausch
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    Grundsätze • Nur werselber aktiv ist, weiss wie die Plattformen funktionieren • Dienste vernetzen – Aber auch exklusive Informationen bieten • Nicht zu viel investieren (Zeit, Manpower…) – Die Plattformen werden schnell abgelöst – Investitionen sind nicht für die Ewigkeit • Nicht zu lange mit Entscheid warten, ob man bei einem Dienst mitmacht • Just do it!
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    Fazit • Social Mediawerden beachtet • User sind nicht unbedingt die Nutzer und Zielgruppe der ETH-Bibliothek • Marketing der Web 2.0-Dienste ist nicht einfach – wird schnell als Spam empfunden • Die Einbettung in den Kommunikationsstrom der Bibliothek ist zentral • Standards und Automatismen nutzen 19.05.2011 83
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    Fragen? • Besten Dankfür Ihre Aufmerksamkeit • Fragen? • rudolf.mumenthaler@library.ethz.ch • www.facebook.com/ETHBibliothek • www.twitter.com/mrudolf oder www.twitter.com/ETHBibliothek • http://blogs.ethz.ch/innovethbib • www.delicious.com/ruedi.mumenthaler • www.slideshare.net/ruedi.mumenthaler • http://ch.linkedin.com/pub/rudolf-mumenthaler/17/5/290 • http://www.xing.com/profile/Rudolf_Mumenthaler • www.foursquare.com/ETHBibliothek