Medienerziehung
Tobias Frischholz
CC BY-SA
Agenda
😩 Digital Natives
" Bestandsaufnahme
😤 Manfred Spitzer
💡 Beispiele
% Empfehlungen
Abbildung	2.1	 Mögliche	Reaktionen	der	Schule	auf	den	digitalen	Leitmedienwechsel
Beat	Döbeli	Honegger	(2016):	Mehr	als	0	und	1	– Schule	in	einer	digitalisierten	Welt
hep	verlag,	www.mehrals0und1.ch
Die Bezeichnung
Digital Natives
ist irreführend!
Quelle: https://www.amazon.de/CTA-Digital-iPotty-1-Töpfchen-iPad-Halterung/dp/B00B3G8UGQ/ref=sr_1_1?
ie=UTF8&qid=1478434514&sr=8-1&keywords=ipotty
Deutschland, deine Probleme…
„Das Internet ist
für uns alle
Neuland.“
—Kanzlerin Merkel,
19.06.2013
Deutschland, deine Probleme…
• In Talkshows wird noch über das “ob” und nicht
das “wie” diskutiert.
• Kulturpessimismus: Alte, graue Herren reden
vom Internet und seinen schlimmen
Auswirkungen
• Paradigmenwechsel von der Sprach- zur
Informationsgesellschaft noch nicht erkannt
• Nahezu vollständige
Ausstattung der 12- bis
19-Jährigen mit
Smartphones
• “always on”
• Jugendliche kennen kein
Leben ohne Internet und
Handy
• “Abhängen” mit der Peer-
Group ❤
• Noch kein sinkendes
Interesse an Büchern
• Kein erkennbarer Trend
weg vom linearen
Fernsehen
• “Second Screen”
Save the date: JIM-Studie 2016 am 25.11.2016
Medienerziehung
Tobias Frischholz
CC BY-SA
Lernen mit Medien
Lernen über Medien
“Die hängen in
ihrer Freizeit
doch schon den
ganzen Tag am
Smartphone!”
–Prof. Dr. Sauter, Blended Solutions
“Digitalisierung im Lernen ist keine
Modeerscheinung, sondern zwingende
Notwendigkeit für die Arbeit und das Leben
von Heute und Morgen”
Internet
“Die Schlauen werden immer schlauer
und die Dummen werden immer dümmer.”
Ersetzen Sie bitte “Internet” durch
ein Medium/Werkzeug Ihrer Wahl!
Die Lesesucht ist eine unmäßige Begierde, seinen
eigenen, untätigen Geist mit den Einbildungen und
Vorstellungen Anderer aus deren Schriften
vorübergehend zu vergnügen. Man lieset, nicht um
sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu
lesen; man liest das Wahre und das Falsche
prüfungslos durch einander, ohne Wißbegier, sondern
mit Neugier. Man lieset und vergisst.
Heinrich Zschokke: Die Lesesucht. In Stunden der Andacht zur Beförderung
wahren Christentums. 1821.
Die Lesesucht ist eine unmäßige Begierde, seinen
eigenen, untätigen Geist mit den Einbildungen und
Vorstellungen Anderer aus deren Schriften
vorübergehend zu vergnügen. Man lieset, nicht um
sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu
lesen; man liest das Wahre und das Falsche
prüfungslos durch einander, ohne Wißbegier, sondern
mit Neugier. Man lieset und vergisst.
nach Axel Krommer
Die Onlinesucht ist eine unmäßige Begierde, seinen
eigenen, untätigen Geist mit den Einbildungen und
Vorstellungen Anderer aus deren Websites
vorübergehend zu vergnügen. Man surft, nicht um
sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu
surfen; man surft das Wahre und das Falsche
prüfungslos durch einander, ohne Wißbegier, sondern
mit Neugier. Man surft und vergisst.
nach Axel Krommer
Jetzt aber endlich zu
Manfred Spitzer!
Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche
Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung
Appel/Schreiner, Universität Koblenz-Landau
• Spitzers Mythen
• Reduzierung sozialer Interaktion
• Einsamkeit
• Weniger Wohlbefinden
• Adipositas
• Negative oder keine Effekte von Computer-unterstütztem Unterricht
• Wirkungslosigkeit von computerbasierten Lernspielen
• Verringerte schriftsprachliche Kompetenzen
• Aggressives Verhalten durch Gewaltspiele
Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche
Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung
Appel/Schreiner, Universität Koblenz-Landau
• Spitzers Mythen
• Reduzierung sozialer Interaktion
• Einsamkeit
• Weniger Wohlbefinden
• Adipositas
• Negative oder keine Effekte von Computer-unterstütztem Unterricht
• Wirkungslosigkeit von computerbasierten Lernspielen
• Verringerte schriftsprachliche Kompetenzen
• Aggressives Verhalten durch Gewaltspiele
Kritik an Manfred Spitzer
Polemische und extrem schwarz-weiße
Argumentation
Was wir nicht brauchen, ist Medienkompetenz, ein
Internetführerschein oder Ähnliches. Das ist eher
wie das «Anfixen» in der Drogenszene.
Quelle: Manfred Spitzer im Sonntagsblick vom 29.07.2012 im Artikel Digitale Demenz
nach Beat Döbeli Honegger
Kritik an Manfred Spitzer
Sehr selektives Zitieren
nach Beat Döbeli Honegger
Quelle: Manfred Spitzer, Cyberkrank! Kapitel Digitale Jugend: unaufmerksam, ungebildet und unbewegt.
2015 Quelle: Schaumberg et al., Lernen in Notebookklassen, 2007.
Kritik an Manfred Spitzer
Korrelationen werden leichtfertig zu Kausalitäten
gemacht
Über das Suchtpotenzial von Internet und
Computern liegen mittlerweile eine Reihe von
Studien vor, die von der einfachen Statistik des
Auftretens (Epidemiologie) bis zum
Wirkungsmechanismus (Gehirnforschung) reichen.
Wir wissen also nicht nur, dass digitale Medien
süchtig machen, wir wissen auch, warum dies so
ist.
Quelle: Manfred Spitzer, Digitale Demenz, S. 266. 2012
nach Beat Döbeli Honegger
Kritik an Manfred Spitzer
Korrelationen werden leichtfertig zu Kausalitäten
gemacht
Die Internetabhängigkeit ist eine noch wenig erforschte Form der
stoffungebundenen Süchte. Ihr wird derzeit viel Aufmerksamkeit geschenkt, u. a.
weil es sich um eine Problematik mit wachsender Bedeutung handeln könnte.
Bislang ist ungeklärt, ob (1) Suchtprobleme bei Internetgebrauch eine
bedeutsame Störung mit klinischer Relevanz darstellen und (2) ob deren
Prävalenz in der Bevölkerung Größenordnungen aufweist, die bundespolitisches
Handeln erfordern. Bisher gibt es jedoch aufgrund des Mangels an hinreichend
validen Daten keine aussagekräftigen Untersuchungen des Problems.
Quelle: Rump et al., Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA). 2011
nach Beat Döbeli Honegger
Kritik an Manfred Spitzer
Publikationen teilweise sehr schlecht lektoriert
• Mehrere Rechenfehler in Digitale Demenz (Link)
• Literaturquellen des 7. Kapitels fehlen vollständig
nach Beat Döbeli Honegger
Kritik an Manfred Spitzer
Keine wissenschaftliche Argumentation
“Es gibt keine einzige seriöse Studie, die eine positive Wirkung von Computern
zum Lernen zeigt.”
“Ich bin Arzt, ich weiß das.” / “Ich als Wissenschaftler weiß das.”
“Im Gegensatz zu Ihnen habe ich die Suchtfälle in meiner Klinik.”
nach Beat Döbeli Honegger
–Kaiser Wilhelm II. (1859-1941)
“Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist
eine vorübergehende Erscheinung.”
Still not convinced?
Argumente gegen das Digitale in der Schule
…kritisch betrachtet
Es ist ein Handy und…
eine Enzyklopädie
eine Fotokamera
ein Arbeitsblatt
ein Vokabeltrainer
ein Bestimmungsbuch
ein Audiorekorder
eine Zettelablage
eine Spielkonsole
eine Videothek
ein Sexshop
ein Reisebüro
ein Schrittmesser
eine Uhr
ein Wecker
ein Radio und ein
Fernseher
eine Selbsthilfegruppe
ein Fotoalbum
ein Taschenrechner
ein Kompass
eine Sternenkarte
ein Navi
ein Musikabspielgerät
und eine
Plattensammlung
eine Zeitung
ein Wettbüro
eine Bücherei
und noch hundert andere Werkzeuge mehr.
nach @EdTech_Germany
Von der
“Belehrungsdidaktik”…
• Fragend-entwickelnder
Unterricht
• Lerngeschwindigkeit
variiert zwischen Faktor
1-9
…zur
“Ermöglichungsdidaktik”
• Erfahrungsräume
• Lernbegleitung
• Selbstorganisation
• Kompetenzreifung
Lehr-Lern-theoretische
Funktionen von digitalen Medien
• Zugriff auf Informationen
• Scaffolding von Aktivitäten
• Kommunikation und
Kooperation zwischen
Lernenden
Lehr-Lern-theoretische
Funktionen von digitalen Medien
• Zugriff auf Informationen
• Lernvideos (“Flipped Classroom”)
• Wissen bereitstellen
• Simulationen (“Open Roberta”)
Lehr-Lern-theoretische
Funktionen von digitalen Medien
• Zugriff auf Informationen
• Lernvideos (“Flipped Classroom”)
• Wissen bereitstellen
• Simulationen (“Open Roberta”)
Von Jboerding - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49332816
Lehr-Lern-theoretische
Funktionen von digitalen Medien
• Scaffolding von Aktivitäten
• Reduktion der Komplexität
• Rechenaufgaben überprüfen
https://de.serlo.org/mathe/terme-gleichungen/gleichungen/bruchgleichungen/aufgaben-bruchgleichungen-auf-lineare-gleichungen-fuehren
Lehr-Lern-theoretische
Funktionen von digitalen Medien
• Kommunikation und
Kooperation zwischen
Lernenden
• komplexe Aufgaben
• Peer Feedback:

mebis → “Gegenseitige Beurteilung”
So viel zum IWB…
Pinterest-Board von Gerhard Brandhofer
“Demokratisierung
des Projektors”
Please Do Not Annotate PDFs...
Trying to fill out a PDF on a
computer is WORSE than just
filling it out on paper!
We should not be using tech for
the sake of using tech.
— Alice Keeler
Technik hat nur
dienende Funktion!
1 + 1 = ?
1 + 1 = 2
1 + 1 = 2
1 + 1 = 10
1 + 1 = 2
1 + 1 = 10
Dezimalsystem
Binärsystem
Neue Wege denken und gehen…
Padlet
https://padlet.com/frandevol/w9foy46ztvgz
Wie gehen wir als
Erwachsene damit um?
• Digitale Medien immer gemeinsam entdecken
• Regeln
• Mahlzeiten medienfrei halten
• Filter ersetzen Begleitung Erwachsener nicht
• Meinungen und Gefühle zu ungeeigneten
Inhalten thematisieren
• Vorbild sein!
Die Chance übertreffen
die Risiken bei Weitem!
Kinder vor dem “bösen
Internet” fernzuhalten ist keine
Lösung!
Links
• klicksafe
• handysektor
• juuuport
• NummergegenKummer
• Fachverband Medienabhängigkeit
• Das andere Leben
Literatur
• Beat Döbeli Honegger: “Mehr als 0 und 1”, hep Verlag. 2016
• Werner Hartmann, Alois Hundertpfund: “Digitale Kompetenz: Was die Schule
dazu beitragen kann”, hep Verlag. 2015
• Philippe Wampfler: “Generation Social Media: Wie digitale Kommunikation
Leben, Beziehungen und Lernen Jugendlicher verändert”, Vandenhoeck &
Ruprecht. 2014
• Appel, Schreiner: “Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche Befundlage
zur Auswirkung von Internetnutzung”, Universität Koblenz-Landau. 2014
• Manfred Spitzer: “Über vermeintliche neue Erkenntnisse zu den Risiken und
Nebenwirkungen digitaler Informationstechnik”, Universitätsklinik Ulm. 2014
• Appel, Schreiner: “Leben in einer digitalen Welt: Wissenschaftliche Befundlage
und problematische Fehlschlüsse”, Universität Koblenz-Landau. 2015

Medienerziehung

  • 1.
  • 3.
    Agenda 😩 Digital Natives "Bestandsaufnahme 😤 Manfred Spitzer 💡 Beispiele % Empfehlungen
  • 4.
  • 6.
    Die Bezeichnung Digital Natives istirreführend! Quelle: https://www.amazon.de/CTA-Digital-iPotty-1-Töpfchen-iPad-Halterung/dp/B00B3G8UGQ/ref=sr_1_1? ie=UTF8&qid=1478434514&sr=8-1&keywords=ipotty
  • 7.
    Deutschland, deine Probleme… „DasInternet ist für uns alle Neuland.“ —Kanzlerin Merkel, 19.06.2013
  • 8.
    Deutschland, deine Probleme… •In Talkshows wird noch über das “ob” und nicht das “wie” diskutiert. • Kulturpessimismus: Alte, graue Herren reden vom Internet und seinen schlimmen Auswirkungen • Paradigmenwechsel von der Sprach- zur Informationsgesellschaft noch nicht erkannt
  • 9.
    • Nahezu vollständige Ausstattungder 12- bis 19-Jährigen mit Smartphones • “always on” • Jugendliche kennen kein Leben ohne Internet und Handy • “Abhängen” mit der Peer- Group ❤ • Noch kein sinkendes Interesse an Büchern • Kein erkennbarer Trend weg vom linearen Fernsehen • “Second Screen” Save the date: JIM-Studie 2016 am 25.11.2016
  • 10.
  • 11.
    “Die hängen in ihrerFreizeit doch schon den ganzen Tag am Smartphone!”
  • 12.
    –Prof. Dr. Sauter,Blended Solutions “Digitalisierung im Lernen ist keine Modeerscheinung, sondern zwingende Notwendigkeit für die Arbeit und das Leben von Heute und Morgen”
  • 13.
    Internet “Die Schlauen werdenimmer schlauer und die Dummen werden immer dümmer.” Ersetzen Sie bitte “Internet” durch ein Medium/Werkzeug Ihrer Wahl!
  • 14.
    Die Lesesucht isteine unmäßige Begierde, seinen eigenen, untätigen Geist mit den Einbildungen und Vorstellungen Anderer aus deren Schriften vorübergehend zu vergnügen. Man lieset, nicht um sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu lesen; man liest das Wahre und das Falsche prüfungslos durch einander, ohne Wißbegier, sondern mit Neugier. Man lieset und vergisst. Heinrich Zschokke: Die Lesesucht. In Stunden der Andacht zur Beförderung wahren Christentums. 1821.
  • 15.
    Die Lesesucht isteine unmäßige Begierde, seinen eigenen, untätigen Geist mit den Einbildungen und Vorstellungen Anderer aus deren Schriften vorübergehend zu vergnügen. Man lieset, nicht um sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu lesen; man liest das Wahre und das Falsche prüfungslos durch einander, ohne Wißbegier, sondern mit Neugier. Man lieset und vergisst. nach Axel Krommer
  • 16.
    Die Onlinesucht isteine unmäßige Begierde, seinen eigenen, untätigen Geist mit den Einbildungen und Vorstellungen Anderer aus deren Websites vorübergehend zu vergnügen. Man surft, nicht um sich mit Kenntnissen zu bereichern, sondern um zu surfen; man surft das Wahre und das Falsche prüfungslos durch einander, ohne Wißbegier, sondern mit Neugier. Man surft und vergisst. nach Axel Krommer
  • 17.
    Jetzt aber endlichzu Manfred Spitzer!
  • 18.
    Digitale Demenz? Mythenund wissenschaftliche Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung Appel/Schreiner, Universität Koblenz-Landau • Spitzers Mythen • Reduzierung sozialer Interaktion • Einsamkeit • Weniger Wohlbefinden • Adipositas • Negative oder keine Effekte von Computer-unterstütztem Unterricht • Wirkungslosigkeit von computerbasierten Lernspielen • Verringerte schriftsprachliche Kompetenzen • Aggressives Verhalten durch Gewaltspiele
  • 19.
    Digitale Demenz? Mythenund wissenschaftliche Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung Appel/Schreiner, Universität Koblenz-Landau • Spitzers Mythen • Reduzierung sozialer Interaktion • Einsamkeit • Weniger Wohlbefinden • Adipositas • Negative oder keine Effekte von Computer-unterstütztem Unterricht • Wirkungslosigkeit von computerbasierten Lernspielen • Verringerte schriftsprachliche Kompetenzen • Aggressives Verhalten durch Gewaltspiele
  • 20.
    Kritik an ManfredSpitzer Polemische und extrem schwarz-weiße Argumentation Was wir nicht brauchen, ist Medienkompetenz, ein Internetführerschein oder Ähnliches. Das ist eher wie das «Anfixen» in der Drogenszene. Quelle: Manfred Spitzer im Sonntagsblick vom 29.07.2012 im Artikel Digitale Demenz nach Beat Döbeli Honegger
  • 21.
    Kritik an ManfredSpitzer Sehr selektives Zitieren nach Beat Döbeli Honegger
  • 22.
    Quelle: Manfred Spitzer,Cyberkrank! Kapitel Digitale Jugend: unaufmerksam, ungebildet und unbewegt. 2015 Quelle: Schaumberg et al., Lernen in Notebookklassen, 2007.
  • 23.
    Kritik an ManfredSpitzer Korrelationen werden leichtfertig zu Kausalitäten gemacht Über das Suchtpotenzial von Internet und Computern liegen mittlerweile eine Reihe von Studien vor, die von der einfachen Statistik des Auftretens (Epidemiologie) bis zum Wirkungsmechanismus (Gehirnforschung) reichen. Wir wissen also nicht nur, dass digitale Medien süchtig machen, wir wissen auch, warum dies so ist. Quelle: Manfred Spitzer, Digitale Demenz, S. 266. 2012 nach Beat Döbeli Honegger
  • 24.
    Kritik an ManfredSpitzer Korrelationen werden leichtfertig zu Kausalitäten gemacht Die Internetabhängigkeit ist eine noch wenig erforschte Form der stoffungebundenen Süchte. Ihr wird derzeit viel Aufmerksamkeit geschenkt, u. a. weil es sich um eine Problematik mit wachsender Bedeutung handeln könnte. Bislang ist ungeklärt, ob (1) Suchtprobleme bei Internetgebrauch eine bedeutsame Störung mit klinischer Relevanz darstellen und (2) ob deren Prävalenz in der Bevölkerung Größenordnungen aufweist, die bundespolitisches Handeln erfordern. Bisher gibt es jedoch aufgrund des Mangels an hinreichend validen Daten keine aussagekräftigen Untersuchungen des Problems. Quelle: Rump et al., Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA). 2011 nach Beat Döbeli Honegger
  • 25.
    Kritik an ManfredSpitzer Publikationen teilweise sehr schlecht lektoriert • Mehrere Rechenfehler in Digitale Demenz (Link) • Literaturquellen des 7. Kapitels fehlen vollständig nach Beat Döbeli Honegger
  • 26.
    Kritik an ManfredSpitzer Keine wissenschaftliche Argumentation “Es gibt keine einzige seriöse Studie, die eine positive Wirkung von Computern zum Lernen zeigt.” “Ich bin Arzt, ich weiß das.” / “Ich als Wissenschaftler weiß das.” “Im Gegensatz zu Ihnen habe ich die Suchtfälle in meiner Klinik.” nach Beat Döbeli Honegger
  • 27.
    –Kaiser Wilhelm II.(1859-1941) “Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.”
  • 28.
    Still not convinced? Argumentegegen das Digitale in der Schule …kritisch betrachtet
  • 31.
    Es ist einHandy und… eine Enzyklopädie eine Fotokamera ein Arbeitsblatt ein Vokabeltrainer ein Bestimmungsbuch ein Audiorekorder eine Zettelablage eine Spielkonsole eine Videothek ein Sexshop ein Reisebüro ein Schrittmesser eine Uhr ein Wecker ein Radio und ein Fernseher eine Selbsthilfegruppe ein Fotoalbum ein Taschenrechner ein Kompass eine Sternenkarte ein Navi ein Musikabspielgerät und eine Plattensammlung eine Zeitung ein Wettbüro eine Bücherei und noch hundert andere Werkzeuge mehr. nach @EdTech_Germany
  • 32.
  • 33.
  • 34.
    Lehr-Lern-theoretische Funktionen von digitalenMedien • Zugriff auf Informationen • Scaffolding von Aktivitäten • Kommunikation und Kooperation zwischen Lernenden
  • 35.
    Lehr-Lern-theoretische Funktionen von digitalenMedien • Zugriff auf Informationen • Lernvideos (“Flipped Classroom”) • Wissen bereitstellen • Simulationen (“Open Roberta”)
  • 36.
    Lehr-Lern-theoretische Funktionen von digitalenMedien • Zugriff auf Informationen • Lernvideos (“Flipped Classroom”) • Wissen bereitstellen • Simulationen (“Open Roberta”) Von Jboerding - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49332816
  • 37.
    Lehr-Lern-theoretische Funktionen von digitalenMedien • Scaffolding von Aktivitäten • Reduktion der Komplexität • Rechenaufgaben überprüfen https://de.serlo.org/mathe/terme-gleichungen/gleichungen/bruchgleichungen/aufgaben-bruchgleichungen-auf-lineare-gleichungen-fuehren
  • 38.
    Lehr-Lern-theoretische Funktionen von digitalenMedien • Kommunikation und Kooperation zwischen Lernenden • komplexe Aufgaben • Peer Feedback:
 mebis → “Gegenseitige Beurteilung”
  • 39.
    So viel zumIWB… Pinterest-Board von Gerhard Brandhofer
  • 40.
  • 42.
    Please Do NotAnnotate PDFs... Trying to fill out a PDF on a computer is WORSE than just filling it out on paper! We should not be using tech for the sake of using tech. — Alice Keeler
  • 43.
  • 44.
    1 + 1= ?
  • 45.
    1 + 1= 2
  • 46.
    1 + 1= 2 1 + 1 = 10
  • 47.
    1 + 1= 2 1 + 1 = 10 Dezimalsystem Binärsystem Neue Wege denken und gehen…
  • 48.
  • 49.
    Wie gehen wirals Erwachsene damit um?
  • 50.
    • Digitale Medienimmer gemeinsam entdecken • Regeln • Mahlzeiten medienfrei halten • Filter ersetzen Begleitung Erwachsener nicht • Meinungen und Gefühle zu ungeeigneten Inhalten thematisieren • Vorbild sein!
  • 52.
    Die Chance übertreffen dieRisiken bei Weitem!
  • 53.
    Kinder vor dem“bösen Internet” fernzuhalten ist keine Lösung!
  • 54.
    Links • klicksafe • handysektor •juuuport • NummergegenKummer • Fachverband Medienabhängigkeit • Das andere Leben
  • 55.
    Literatur • Beat DöbeliHonegger: “Mehr als 0 und 1”, hep Verlag. 2016 • Werner Hartmann, Alois Hundertpfund: “Digitale Kompetenz: Was die Schule dazu beitragen kann”, hep Verlag. 2015 • Philippe Wampfler: “Generation Social Media: Wie digitale Kommunikation Leben, Beziehungen und Lernen Jugendlicher verändert”, Vandenhoeck & Ruprecht. 2014 • Appel, Schreiner: “Digitale Demenz? Mythen und wissenschaftliche Befundlage zur Auswirkung von Internetnutzung”, Universität Koblenz-Landau. 2014 • Manfred Spitzer: “Über vermeintliche neue Erkenntnisse zu den Risiken und Nebenwirkungen digitaler Informationstechnik”, Universitätsklinik Ulm. 2014 • Appel, Schreiner: “Leben in einer digitalen Welt: Wissenschaftliche Befundlage und problematische Fehlschlüsse”, Universität Koblenz-Landau. 2015