Bildungsmediale 2013 Berlin
Computer im
Dornröschenschlaf
Drei Initiativen veranstalteten
jetzt gemeinsam mit dem
Tagesspiegel die
„Bildungsmediale“, um einen
Bewusstseinswandel
einzuläuten: die Initiative 21,
das „Bündnis für Bildung“, in
dem sich IT-Unternehmen
mit Verlagen und Vertretern
der öffentlichen Hand
engagieren, und die Initiative
von Medienpädagogen
„Keine Bildung ohne
Medien“.
- „In der Ausstattung der Schulen mit digitalen Medien
liegen wir weit hinter anderen Ländern zurück – Portugal
zum Beispiel ist uns 15 Jahre voraus.“ Dort bekommt jeder
Schüler ein Notebook, im Unterricht wird mit digitalen
Medien gearbeitet, es gibt Standards für die Ausstattung
und Wartung der Schul-IT.
- An deutschen Schulen dagegen herrscht Wildwuchs:
„Jeder Schulträger muss sich selbst ein Konzept
überlegen, welche Hard- und Software er anschafft und
wie er sie wartet. Es gibt hierzulande 40 000
Einzellösungen. Kein Unternehmen würde sich so ein
Durcheinander leisten“, beklagt Schwaderer.
Aus: Tagesspiegel vom 18. Mai 2013 (Online Ausgabe)
Deutschland, eine Bananenrepublik? Intel-Manager
Hannes Schwaderer sieht das so:
Schule: ein medienfreier Raum?
Westfälisches Schulmuseum, Dortmund
Medien konstitutieren den didaktischen
Raum und eröffnen Möglichkeiten des
Lehrens und Lernens
• Wandtafel
• Die Stimme des Lehrers
• Schulbuch
• Beamer als Mittel der Präsentation
• Dia
• Tonband
• Audiofiles
• Rechner
Wie sich der didaktische Raum durch die
Medien veränderte
Vier Thesen
- Neu und ungewohnt sind nicht Medien im Unterricht,
sondern: digitale Medien
- Doch sie bringen keine didaktische Revolution,
sondern reichern den herkömmlichen Unterricht mit
neuen Möglichkeiten an
- Es braucht kein Abwarten auf die umfassende und
zentrale Schul-IT. Alle können Anfangen,
niederschwellig, hier und jetzt.
Zentrale Lösungen veralten schnell. Sollen alle Schulen
Smartboards, Handys, Tablets an die Schülerinnen und
Schüler verteilen
Zunehmende Ausstattung der Haushalte mit Medien, die
mehrere Funktionen erfüllen
Medienkonvergenz
Ich nehme jenes Medium, das mir zur Verfügung
steht, mit dem ich Erfahrungen habe, das ich
vorziehe… (mehrere mediale Möglichkeiten
möglich)
Fragen:
Was stellt die Schule allen zur Verfügung?
Welche privaten Geräte darf/ soll man nutzen?
Wie kann man Kompetenzen von Schülerexperten
nutzen?
Mobilität
«Keine Bindung an einen bestimmten Ort mehr; überall
im Alltag stehen Medien zur Verfügung»
Audiovisuelle Arbeitsmittel
Beispiel: Naturbeobachtung
Den Anlass dieses Projekts bildet das in einer zweiten Klasse über die sieben
Praktikumswochen durchgeführte Thema „Natur vor der Haustür.“ Die SuS
erleben und entdecken die Natur am Schulort auf verschiedene Arten und
beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten der Natur. Da der April und der Mai
Frühlingsmonate sind und sich in dieser Zeit vieles in der Natur verändert
(Pflanzen blühen, Farben ändern sich etc.), sollen die SuS die Möglichkeit haben
sich mit diesen Veränderungen zu beschäftigen und zu entdecken.
Beispiel: Trickfilme
Stop-Motion ist eine Filmtechnik, bei der eine Animation mit unbeweglichen
Gegenständen gemacht wird. Sie kommt bei Trickfilmen, aber auch als
Spezialeffekt bei Realfilmen zum Einsatz. Ausgangspunkt ist dabei der Stopptrick.
Bei der Stop-Motion-Technik werden Objekte animiert, indem sie für jedes
einzelne Bild des Filmes immer nur leicht verändert werden.
Diese Technik lässt sich gut mit den Kindern erarbeiten und ausprobieren.
Lernziele
- Virtuelle Welten und reale Welt miteinander vergleichen und kritisch beurteilen
- Durch Eigenproduktion Einblicke in Beeinflussungsmöglichkeiten gewinnen
- Einblicke in Funktionen der Medien im Leben des einzelnen und der Gesellschaft
gewinnen
- Sich bewusst werden, dass ein Trickfilm und dessen Geschichte nicht immer der
Wirklichkeit entspricht.
Beispiel: Oral History im Altersheim
In den ersten vier Wochen des Praktikum bearbeiteten
wir mit den SuS das Thema „älter werden“. Wichtig
war es uns, dabei auch mit älteren Generationen ins
Gespräch zu kommen. Dazu befragten wir Menschen
im Altersheim darüber, wie das Leben früher war, und
welches für sie Schlüsselereignisse in ihrem Leben
waren. Die Medien kamen in diesem Projekt gleich
doppelt zum Einsatz: Einmal ging es um Das Führen
eines Interviews, aus welchen die SuS ein Porträt der
Befragten entwickelten. Zweitens sollte dieses Porträt
mit Fotos der Interviewten illustriert werden Dazu
erstellen die SuS von den Interviewten ein Portrait,
dieses wird durch Fotos gestaltet
Was die Medienarbeit leistet
23.05.2013Fusszeile... 14
1. Der medienbestimmte Alltag wird auch Teil der Schule
2. Das aktuelle Leben von 2013 steht auch in der Schule
im Zentrum
3. Lernen mit Medien und über Medien miteinander
verbinden
Beim Zeitungsmachen
Basiswissen über Zeitungen und
Zeitschriften erarbeiten (Lernen:
über das Medium «Zeitung»)
Unterrichtsqualität durch Medien verbessern
23.05.2013Fusszeile... 17
• Lernförderliches Unterrichtsklima: Der Umgang mit Medien
soll herausfordern und dadurch Lernmotivationen erzeugen.
• Wirkungs- und Kompetenzorientierung: Die Faszination an
einem Medium ist keine Rechtfertigung für den
Unterrichtseinsatz, sondern es geht um die Unterstützung
beim Erwerb fachlicher, überfachlicher und nichtfachlicher
Kompetenzen.
• Schülerorientierung. Es stehen die Lernaufgaben im Zentrum,
die mit Hilfe der Medien gelöst werden.
Vernetztes Arbeiten ermöglichen
23.05.2013Fusszeile... 18
• Etwas fotografieren und am Computer bearbeiten und
ausdrucken
• Ein Interview durchführen und im Unterricht abspielen
• Ein Gedicht auswählen und vertonen
• Die Schulreise am Computer planen, wo die Fäden
zusammenlaufen.

Mediendidaktik Kurs Frankfurt

  • 1.
    Bildungsmediale 2013 Berlin Computerim Dornröschenschlaf Drei Initiativen veranstalteten jetzt gemeinsam mit dem Tagesspiegel die „Bildungsmediale“, um einen Bewusstseinswandel einzuläuten: die Initiative 21, das „Bündnis für Bildung“, in dem sich IT-Unternehmen mit Verlagen und Vertretern der öffentlichen Hand engagieren, und die Initiative von Medienpädagogen „Keine Bildung ohne Medien“.
  • 2.
    - „In derAusstattung der Schulen mit digitalen Medien liegen wir weit hinter anderen Ländern zurück – Portugal zum Beispiel ist uns 15 Jahre voraus.“ Dort bekommt jeder Schüler ein Notebook, im Unterricht wird mit digitalen Medien gearbeitet, es gibt Standards für die Ausstattung und Wartung der Schul-IT. - An deutschen Schulen dagegen herrscht Wildwuchs: „Jeder Schulträger muss sich selbst ein Konzept überlegen, welche Hard- und Software er anschafft und wie er sie wartet. Es gibt hierzulande 40 000 Einzellösungen. Kein Unternehmen würde sich so ein Durcheinander leisten“, beklagt Schwaderer. Aus: Tagesspiegel vom 18. Mai 2013 (Online Ausgabe) Deutschland, eine Bananenrepublik? Intel-Manager Hannes Schwaderer sieht das so:
  • 3.
    Schule: ein medienfreierRaum? Westfälisches Schulmuseum, Dortmund
  • 4.
    Medien konstitutieren dendidaktischen Raum und eröffnen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens • Wandtafel • Die Stimme des Lehrers • Schulbuch • Beamer als Mittel der Präsentation • Dia • Tonband • Audiofiles • Rechner
  • 5.
    Wie sich derdidaktische Raum durch die Medien veränderte
  • 6.
    Vier Thesen - Neuund ungewohnt sind nicht Medien im Unterricht, sondern: digitale Medien - Doch sie bringen keine didaktische Revolution, sondern reichern den herkömmlichen Unterricht mit neuen Möglichkeiten an - Es braucht kein Abwarten auf die umfassende und zentrale Schul-IT. Alle können Anfangen, niederschwellig, hier und jetzt. Zentrale Lösungen veralten schnell. Sollen alle Schulen Smartboards, Handys, Tablets an die Schülerinnen und Schüler verteilen
  • 7.
    Zunehmende Ausstattung derHaushalte mit Medien, die mehrere Funktionen erfüllen
  • 8.
    Medienkonvergenz Ich nehme jenesMedium, das mir zur Verfügung steht, mit dem ich Erfahrungen habe, das ich vorziehe… (mehrere mediale Möglichkeiten möglich) Fragen: Was stellt die Schule allen zur Verfügung? Welche privaten Geräte darf/ soll man nutzen? Wie kann man Kompetenzen von Schülerexperten nutzen?
  • 9.
    Mobilität «Keine Bindung aneinen bestimmten Ort mehr; überall im Alltag stehen Medien zur Verfügung»
  • 10.
  • 11.
    Beispiel: Naturbeobachtung Den Anlassdieses Projekts bildet das in einer zweiten Klasse über die sieben Praktikumswochen durchgeführte Thema „Natur vor der Haustür.“ Die SuS erleben und entdecken die Natur am Schulort auf verschiedene Arten und beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten der Natur. Da der April und der Mai Frühlingsmonate sind und sich in dieser Zeit vieles in der Natur verändert (Pflanzen blühen, Farben ändern sich etc.), sollen die SuS die Möglichkeit haben sich mit diesen Veränderungen zu beschäftigen und zu entdecken.
  • 12.
    Beispiel: Trickfilme Stop-Motion isteine Filmtechnik, bei der eine Animation mit unbeweglichen Gegenständen gemacht wird. Sie kommt bei Trickfilmen, aber auch als Spezialeffekt bei Realfilmen zum Einsatz. Ausgangspunkt ist dabei der Stopptrick. Bei der Stop-Motion-Technik werden Objekte animiert, indem sie für jedes einzelne Bild des Filmes immer nur leicht verändert werden. Diese Technik lässt sich gut mit den Kindern erarbeiten und ausprobieren. Lernziele - Virtuelle Welten und reale Welt miteinander vergleichen und kritisch beurteilen - Durch Eigenproduktion Einblicke in Beeinflussungsmöglichkeiten gewinnen - Einblicke in Funktionen der Medien im Leben des einzelnen und der Gesellschaft gewinnen - Sich bewusst werden, dass ein Trickfilm und dessen Geschichte nicht immer der Wirklichkeit entspricht.
  • 13.
    Beispiel: Oral Historyim Altersheim In den ersten vier Wochen des Praktikum bearbeiteten wir mit den SuS das Thema „älter werden“. Wichtig war es uns, dabei auch mit älteren Generationen ins Gespräch zu kommen. Dazu befragten wir Menschen im Altersheim darüber, wie das Leben früher war, und welches für sie Schlüsselereignisse in ihrem Leben waren. Die Medien kamen in diesem Projekt gleich doppelt zum Einsatz: Einmal ging es um Das Führen eines Interviews, aus welchen die SuS ein Porträt der Befragten entwickelten. Zweitens sollte dieses Porträt mit Fotos der Interviewten illustriert werden Dazu erstellen die SuS von den Interviewten ein Portrait, dieses wird durch Fotos gestaltet
  • 14.
    Was die Medienarbeitleistet 23.05.2013Fusszeile... 14 1. Der medienbestimmte Alltag wird auch Teil der Schule
  • 15.
    2. Das aktuelleLeben von 2013 steht auch in der Schule im Zentrum
  • 16.
    3. Lernen mitMedien und über Medien miteinander verbinden Beim Zeitungsmachen Basiswissen über Zeitungen und Zeitschriften erarbeiten (Lernen: über das Medium «Zeitung»)
  • 17.
    Unterrichtsqualität durch Medienverbessern 23.05.2013Fusszeile... 17 • Lernförderliches Unterrichtsklima: Der Umgang mit Medien soll herausfordern und dadurch Lernmotivationen erzeugen. • Wirkungs- und Kompetenzorientierung: Die Faszination an einem Medium ist keine Rechtfertigung für den Unterrichtseinsatz, sondern es geht um die Unterstützung beim Erwerb fachlicher, überfachlicher und nichtfachlicher Kompetenzen. • Schülerorientierung. Es stehen die Lernaufgaben im Zentrum, die mit Hilfe der Medien gelöst werden.
  • 18.
    Vernetztes Arbeiten ermöglichen 23.05.2013Fusszeile...18 • Etwas fotografieren und am Computer bearbeiten und ausdrucken • Ein Interview durchführen und im Unterricht abspielen • Ein Gedicht auswählen und vertonen • Die Schulreise am Computer planen, wo die Fäden zusammenlaufen.