IAM
Institut für Angewandte Medienwissenschaft



                                 Impulsreferat

                         Positionierungsmanagement

                                      IAM live
                                   31. Mai 2011


                               Dr. Nicole Rosenberger
                                Markus Niederhäuser

Zürcher Fachhochschule
Wie funktioniert klassische
Positionierung?
•  Positionierung: Fokussierung auf wenige Merkmale/Stärken des
   Unternehmens.
•  Ziele: Differenzierung von den Wettbewerbern, Identifikationsangebot
   für Kunden.
•  Positionierung ist traditionellerweise Aufgabenfeld des Branding und
   auf den Absatzmarkt gerichtet.
•  Unternehmenskommunikation bearbeitet alle Meinungsmärkte, um
   günstiges Umfeld für die Unternehmenspositionierung zu schaffen.
•  Das Branding «verkauft» die Aktivitäten des Unternehmens,
   Unternehmenskommunikation schafft Handlungsspielraum.



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Welche Entwicklungen beeinflussen
Positionierung?

•  Kommunikationsarena:
   Fragmentierung, Individualisierung,
   Interaktivität  Steuerung wird
   schwieriger (Social Media)

•  Medien:
   Skandalisierung wird zum
   vorherrschenden Paradigma 
   Glaubwürdigkeit entscheidendes Gut

•  Gesellschaft:
   verlangt zunehmend Legitimität statt nur
   Legalität  CR-Strategie nötig

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Was bedeutet das für Positionierung?

•  Integrierter Kommunikationsansatz wird wichtiger
•  Blick auf alle Meinungsmärkte
•  Legitimationsthemen in Positionierung einbeziehen
•  Diese müssen in der Unternehmensidentität zentral verankert sein,
   ansonsten droht Skandalisierung




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BP: vom Öl- zum Energiekonzern




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Helios auf dem Prüfstand




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Modell der Unternehmensidentität

                                                                                  Umfeld


                                       Unternehmen                                               Kommunikationsarena

                                                                     Reale
                                                                Manifestationen                             Reputation
                                                Steuerungs-     Definierte
          Elemente                              instrumente   Manifestationen                                   Images
                                                                                                             Kapitalgeber
                                                 Marketing-     Leistungs-
          Mission
                                                  Konzept        angebot                                        Kunden
                                    Identität




                                                                                                  Medien
Politik




                                                Verhaltens-                                                  Mitarbeitende
           Vision                                                Verhalten
                                                Richtlinien                                                Öffentlichk./NPO
                                                  Symbol-                                                     Staat
           Werte                                                 Symbole
                                                 Handbuch                                                  Lieferanten
                                                Kommunik.        Kommuni-                                     Konkurrenz
          Strategie
                                                 konzept          kation

                                                Kultur



           Zürcher Fachhochschule                                                                                             7
                                                                                  Quelle: Niederhäuser/Rosenberger 2011: 29
In welchem Verhältnis stehen Marken-
                       und Unternehmensidentität?




                                                           Unternehm.positionierung
                       Unternehmensidentität
Unternehemenspolitik




                                                                                                                                         Reputation

                                               Marken-                                   Marken-              Umsetzung                   Marken-
                                               identität                              positionierung         in sichtbare                  image
                                                                                                             Massnahmen

                                                                                                                                           Images




                                                                                                  Feedback



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                                                                                                   Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Esch 2007: 91   8
Wie funktioniert
  Positionierungsmanagement?
    Selbstverständnis des Unternehmens unter Berücksichtigung der
       Legitimationsthemen klären; evt. neue Unt.politik definieren

     Welche Stärken/Positionierungsmerkmale ergeben sich daraus?

                      Welche Merkmale wurden bisher herausgehoben?

Welche Merkmale bestehen den Legitimations- bzw. den Identitätstest?

                           Wie positionieren sich die Konkurrenten?


 Auf welche Merkmale setzen wir in der zukünftigen Kommunikation?

                                      Implementierung

  Zürcher Fachhochschule                 Controlling                   9
Welche Aufgaben sollte die UK beim
Positionierungsmanagement übernehmen?

  Legitimation sichern
•  Einbringen von Legitimationsaspekten in Positionierung
•  Stakeholder-Dialog ermöglichen mittels Kommunikationsplattformen
•  Monitoring der Diskurse in der Kommunikationsarena auf
   Positionierungsmerkmale ausrichten


  Differenzierung über Kommunikation sicherstellen
•  Kommunikation der Positionierungsbotschaften gegen innen und
   aussen
•  Themenmanagement auf Positionierung ausrichten
•  Bezug der Positionierung zur Identität zeigen (Identitätskommunikation)
Zürcher Fachhochschule
                                                                       10
Wie kann Positionierung wirkungsvoll
kommuniziert werden?

•  Positionierungsbotschaften sollten mittels Argumenten gestützt und
   mittels Geschichten illustriert werden. (Instrumentelles Storytelling)




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Wie kann Positionierung wirkungsvoll
kommuniziert werden?

•  Botschaften sollten über eine Corporate Story miteinander verknüpft
   werden. (Strategisches Storytelling)
•  Idealfall: Corporate Story aktualisiert in den Köpfen der Stakeholder
   Basis-Narrationen. (Public Storytelling)




Zürcher Fachhochschule                                                     12
Corporate Story von Apple:
«Ongoing Revolution»

«Apple ignited the personal computer revolution in the 1970s with the
Apple II and reinvented the personal computer in the 1980s with the
Macintosh. Today, Apple continues to lead the industry in innovation with
its award-winning computers, OS X operating system and iLife and
professional applications. Apple is also spearheading the digital media
revolution with its iPod portable music and video players and iTunes
online store, and has entered the mobile phone market with its
revolutionary iPhone.»

(Medienmitteilung Apple, 27. Januar 2010, zur Lancierung des iPad, Boilerplate)




Zürcher Fachhochschule                                                            13
Zürcher Fachhochschule   14
Zürcher Fachhochschule                          15
                         Quelle: FuW, 20.5.11
Fazit

•  Positionierung muss zentral in der Identität verankert sein, damit das
   Positionierungsversprechen spezifisch geprägt und effektiv eingelöst
   wird.
•  Unternehmenskommunikation muss Legitimation der Positionierung
   sichern und die Positionierungsbotschaften gegen innen und aussen
   tragen.
•  Arbeitsteilung von Branding und Unternehmenskommunikation muss
   neu definiert werden. «Integrierte Kommunikation» als Klammer.
•  Positionierungsbotschaften sollten nicht nur mittels Argumenten
   gestützt und mittels Erzählungen illustriert werden, sondern über eine
   Corporate Story miteinander verknüpft werden. Im Idealfall aktualisiert
   diese kulturell vorgeformte Erzählsequenzen.
Zürcher Fachhochschule                                                      16
Quellen


•  Esch, Franz-Rudolf (2010): Strategie und Technik der Markenführung. 6.,
   vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. München
•  Niederhäuser, Markus / Rosenberger, Nicole (2011) : Unternehmenspolitik,
   Identität und Kommunikation. Modell – Prozesse – Fallbeispiele. Wiesbaden
•  Niederhäuser, Markus / Rosenberger, Nicole (2011): Identitätsorientiertes
       Kommunikationsmanagement. In: prmagazin 01/2011, S. 58-63
       http://www.gabler.de/Ebook/978-3-8349-2201-4/Unternehmenspolitikkomma-
       Identitaet-und-Kommunikation.html
•  Literatur zu Public Storytelling:
   http://www.iam.zhaw.ch/de/linguistik/iam/ueber-uns.html




Zürcher Fachhochschule                                                         17

Positionierungsmanagement. Impulsreferat IAM live 2011

  • 1.
    IAM Institut für AngewandteMedienwissenschaft Impulsreferat Positionierungsmanagement IAM live 31. Mai 2011 Dr. Nicole Rosenberger Markus Niederhäuser Zürcher Fachhochschule
  • 2.
    Wie funktioniert klassische Positionierung? • Positionierung: Fokussierung auf wenige Merkmale/Stärken des Unternehmens. •  Ziele: Differenzierung von den Wettbewerbern, Identifikationsangebot für Kunden. •  Positionierung ist traditionellerweise Aufgabenfeld des Branding und auf den Absatzmarkt gerichtet. •  Unternehmenskommunikation bearbeitet alle Meinungsmärkte, um günstiges Umfeld für die Unternehmenspositionierung zu schaffen. •  Das Branding «verkauft» die Aktivitäten des Unternehmens, Unternehmenskommunikation schafft Handlungsspielraum. Zürcher Fachhochschule 2
  • 3.
    Welche Entwicklungen beeinflussen Positionierung? • Kommunikationsarena: Fragmentierung, Individualisierung, Interaktivität  Steuerung wird schwieriger (Social Media) •  Medien: Skandalisierung wird zum vorherrschenden Paradigma  Glaubwürdigkeit entscheidendes Gut •  Gesellschaft: verlangt zunehmend Legitimität statt nur Legalität  CR-Strategie nötig Zürcher Fachhochschule 3
  • 4.
    Was bedeutet dasfür Positionierung? •  Integrierter Kommunikationsansatz wird wichtiger •  Blick auf alle Meinungsmärkte •  Legitimationsthemen in Positionierung einbeziehen •  Diese müssen in der Unternehmensidentität zentral verankert sein, ansonsten droht Skandalisierung Zürcher Fachhochschule 4
  • 5.
    BP: vom Öl-zum Energiekonzern Zürcher Fachhochschule 5
  • 6.
    Helios auf demPrüfstand Zürcher Fachhochschule 6
  • 7.
    Modell der Unternehmensidentität Umfeld Unternehmen Kommunikationsarena Reale Manifestationen Reputation Steuerungs- Definierte Elemente instrumente Manifestationen Images Kapitalgeber Marketing- Leistungs- Mission Konzept angebot Kunden Identität Medien Politik Verhaltens- Mitarbeitende Vision Verhalten Richtlinien Öffentlichk./NPO Symbol- Staat Werte Symbole Handbuch Lieferanten Kommunik. Kommuni- Konkurrenz Strategie konzept kation Kultur Zürcher Fachhochschule 7 Quelle: Niederhäuser/Rosenberger 2011: 29
  • 8.
    In welchem Verhältnisstehen Marken- und Unternehmensidentität? Unternehm.positionierung Unternehmensidentität Unternehemenspolitik Reputation Marken- Marken- Umsetzung Marken- identität positionierung in sichtbare image Massnahmen Images Feedback Zürcher Fachhochschule Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Esch 2007: 91 8
  • 9.
    Wie funktioniert Positionierungsmanagement? Selbstverständnis des Unternehmens unter Berücksichtigung der Legitimationsthemen klären; evt. neue Unt.politik definieren Welche Stärken/Positionierungsmerkmale ergeben sich daraus? Welche Merkmale wurden bisher herausgehoben? Welche Merkmale bestehen den Legitimations- bzw. den Identitätstest? Wie positionieren sich die Konkurrenten? Auf welche Merkmale setzen wir in der zukünftigen Kommunikation? Implementierung Zürcher Fachhochschule Controlling 9
  • 10.
    Welche Aufgaben solltedie UK beim Positionierungsmanagement übernehmen? Legitimation sichern •  Einbringen von Legitimationsaspekten in Positionierung •  Stakeholder-Dialog ermöglichen mittels Kommunikationsplattformen •  Monitoring der Diskurse in der Kommunikationsarena auf Positionierungsmerkmale ausrichten Differenzierung über Kommunikation sicherstellen •  Kommunikation der Positionierungsbotschaften gegen innen und aussen •  Themenmanagement auf Positionierung ausrichten •  Bezug der Positionierung zur Identität zeigen (Identitätskommunikation) Zürcher Fachhochschule 10
  • 11.
    Wie kann Positionierungwirkungsvoll kommuniziert werden? •  Positionierungsbotschaften sollten mittels Argumenten gestützt und mittels Geschichten illustriert werden. (Instrumentelles Storytelling) Zürcher Fachhochschule 11
  • 12.
    Wie kann Positionierungwirkungsvoll kommuniziert werden? •  Botschaften sollten über eine Corporate Story miteinander verknüpft werden. (Strategisches Storytelling) •  Idealfall: Corporate Story aktualisiert in den Köpfen der Stakeholder Basis-Narrationen. (Public Storytelling) Zürcher Fachhochschule 12
  • 13.
    Corporate Story vonApple: «Ongoing Revolution» «Apple ignited the personal computer revolution in the 1970s with the Apple II and reinvented the personal computer in the 1980s with the Macintosh. Today, Apple continues to lead the industry in innovation with its award-winning computers, OS X operating system and iLife and professional applications. Apple is also spearheading the digital media revolution with its iPod portable music and video players and iTunes online store, and has entered the mobile phone market with its revolutionary iPhone.» (Medienmitteilung Apple, 27. Januar 2010, zur Lancierung des iPad, Boilerplate) Zürcher Fachhochschule 13
  • 14.
  • 15.
    Zürcher Fachhochschule 15 Quelle: FuW, 20.5.11
  • 16.
    Fazit •  Positionierung musszentral in der Identität verankert sein, damit das Positionierungsversprechen spezifisch geprägt und effektiv eingelöst wird. •  Unternehmenskommunikation muss Legitimation der Positionierung sichern und die Positionierungsbotschaften gegen innen und aussen tragen. •  Arbeitsteilung von Branding und Unternehmenskommunikation muss neu definiert werden. «Integrierte Kommunikation» als Klammer. •  Positionierungsbotschaften sollten nicht nur mittels Argumenten gestützt und mittels Erzählungen illustriert werden, sondern über eine Corporate Story miteinander verknüpft werden. Im Idealfall aktualisiert diese kulturell vorgeformte Erzählsequenzen. Zürcher Fachhochschule 16
  • 17.
    Quellen •  Esch, Franz-Rudolf(2010): Strategie und Technik der Markenführung. 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. München •  Niederhäuser, Markus / Rosenberger, Nicole (2011) : Unternehmenspolitik, Identität und Kommunikation. Modell – Prozesse – Fallbeispiele. Wiesbaden •  Niederhäuser, Markus / Rosenberger, Nicole (2011): Identitätsorientiertes Kommunikationsmanagement. In: prmagazin 01/2011, S. 58-63 http://www.gabler.de/Ebook/978-3-8349-2201-4/Unternehmenspolitikkomma- Identitaet-und-Kommunikation.html •  Literatur zu Public Storytelling: http://www.iam.zhaw.ch/de/linguistik/iam/ueber-uns.html Zürcher Fachhochschule 17