1
Digitale Medien im Unterricht – Gelingensbedingungen
Digitale Schule gemeinsam gestalten
Oskar-von-Miller-Schule Kassel
19.10.2018 | TU Darmstadt | Allgemeine Pädagogik und Medienpädagogik | Prof. Dr. Petra Grell
2
Statement
„Ich sag es mal so: ich bin wirklich gerne
Lehrer, aber dieses Lesen und Schreiben
jetzt, also wissen Sie, das überlasse ich
lieber den jungen, neuen Kolleginnen, die
sind da auch einfach viel geübter! Das ist
nicht so meins. Ich glaube, das muss auch
gar nicht jeder Lehrer jetzt immer und
ständig einsetzen.“
3
KMK-Beschluss 2012
„Medienbildung gehört zum
Bildungsauftrag der Schule, denn
Medienkompetenz ist neben Lesen,
Rechnen und Schreiben eine weitere
wichtige Kulturtechnik
geworden.“ (KMK 2012, S. 9)
3
h"p://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/medien/medienentwicklung/pdf/Beschluss-Empfehlung-
Medienbildung-08-03-2012.pdf
4
Aneignung einer Kulturtechnik
•  „digital literacy“
•  Welches ist Ihr Zielhorizont für die jeweilige
Kulturtechnik?
•  Bedeutung der Einbindung in umfassendere
literale Praktiken statt bloßer Funktionalität
5
KMK-Beschluss 2012
„Medienbildung gehört zum Bildungsauftrag der Schule, denn
Medienkompetenz ist neben Lesen, Rechnen und
Schreiben eine weitere wichtige Kulturtechnik
geworden.
(...) müssen Heranwachsende in die Lage versetzt werden,
selbstbestimmt, sachgerecht, sozial verantwortlich,
kommunikativ und kreativ mit den Medien umzugehen, sie
für eigene Bildungsprozesse sowie zur Erweiterung von
Handlungsspielräumen zu nutzen und sich in medialen wie
nichtmedialen Umwelten zu orientieren und
wertbestimmte Entscheidungen zu treffen.“ (KMK 2012, S. 9)
5
h"p://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/medien/medienentwicklung/pdf/Beschluss-Empfehlung-
Medienbildung-08-03-2012.pdf
6
KMK Strategie 2016
https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/
Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf
7
KMK 2016
Bildung in der digitalen Welt
KMK (2016) Bildung in der digitalen Welt
Online: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf
1.  Suchen, Verarbeiten und
Aufbewahren
2.  Kommunizieren und
Kooperieren
3.  Produzieren und
Präsentieren
4.  Schützen und sicher
Agieren
5.  Problemlösen und
Handeln
6.  Analysieren und
Reflektieren
8
Digital Competence Framework (EU)
DIGComp (2013) + DIGCOMP 2.0 (2016) + DIGCOMP 2.1 (2017)
https://ec.europa.eu/jrc/en/digcomp/digital-competence-framework
Ferrari, A. (2013), DigComp: A Framework for Developing and Understanding Digital Competence in Europe, Seville: JRC-
IPTS.
1.  Information and data
literacy
2.  Communication and
collaboration
3.  Digital content creation
4.  Safety
5.  Problem solving
9
KMK 2016
Bildung in der digitalen Welt
KMK (2016) Bildung in der digitalen Welt
Online: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf
1.  Suchen, Verarbeiten und
Aufbewahren
2.  Kommunizieren und
Kooperieren
3.  Produzieren und
Präsentieren
4.  Schützen und sicher
Agieren
5.  Problemlösen und
Handeln
6.  Analysieren und
Reflektieren
10
KMK-Beschluss 2012
„müssen Heranwachsende in die Lage versetzt werden,
selbstbestimmt, sachgerecht, sozial verantwortlich,
kommunikativ und kreativ mit den Medien umzugehen, sie
für eigene Bildungsprozesse sowie zur Erweiterung von
Handlungsspielräumen zu nutzen und sich in medialen wie
nichtmedialen Umwelten zu orientieren und
wertbestimmte Entscheidungen zu treffen.“ (KMK 2012, S. 9)
10
h"p://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/medien/medienentwicklung/pdf/Beschluss-Empfehlung-
Medienbildung-08-03-2012.pdf
11
DigitalPakt Schule
https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage/Aktuelles/2017/DStGB%20zu%20den%20Eckpunkten%20der%20Bund-Länder
%20Vereinbarung%20„DigitalPaktSchule“/Ergebnis_Eckpunkte_St-AG_230517.pdf
12
DIE HERAUSFORDERUNG
VERSTEHEN ...
13
Mehr als 0 und 1
Abb. S. 46
Döbeli Honegger, Beat
(2016): Mehr als 0 und 1.
Schule in einer digitalisierten
Welt. Bern (hep Verlag).
14
Mehr als 0 und 1
Abb. S. 46
Döbeli Honegger, Beat
(2016): Mehr als 0 und 1.
Schule in einer digitalisierten
Welt. Bern (hep Verlag).
15
• 
http://initiatived21.de/app/uploads/2018/01/d21-digital-index_2017_2018.pdf
16
D21 Digital-Index 2017/2018, S. 35
http://initiatived21.de/app/uploads/2018/01/d21-digital-index_2017_2018.pdf
Segmentierung der Digitalen Gesellschaft
Verteilung der Nutzertypen
„Konservative
Gelegenheitsnutzer“
17
Internet unterwegs nutzen (Onliner)
Koch,	W.;	Frees,	B.	(2016):	Dynamische	Entwicklung	bei	mobiler	Internetnutzung	sowie	Audios	und	Videos	.	Ergebnisse	der	ARD/ZDF-
Onlinestudie	2016.	In:	Media	PerspekWven.	9/2016,	S.	418-437		,	hier	S.	425
18
Internet unterwegs nutzen, täglich
Koch,	W.;	Frees,	B.	(2018):	ARD/ZDF-Onlinestudie	2018.	Zuwachs	bei	medialer	Internetnutzung	und	KommunikaWon.	In:	Media	
PerspekWven.	9/2018,	S.	398-413,	hier	S.	403
19
Mediennutzung Studien des MPFS
JIM-Studie 1998 ff.
KIM-Studie 1999 ff.
Mini-KIM 2012 ff.
FIM 2011 ff.
[JIM 2017] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie
zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Stuttgart 2017. Online https://www.mpfs.de
http://www.mpfs.de
20
Medienpädagogischer	Forschungsverbund	Südwest	(2017):	JIM-Studie	2017.	Jugend,	InformaWon,	
(MulW-)Media.	Basisstudie	zum	Medienumgang	12-	bis	19-Jähriger	in	Deutschland.	Stu"gart
21
„Das Smartphone ist inzwischen
Schaltzentrale für Kommunikation,
Information und Unterhaltung
geworden.“
[JIM 2016] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie
zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Stuttgart 2016. S. 52
22
Medienbeschäftigung 12- bis 19-
jähriger in der Freizeit
Medienpädagogischer	Forschungsverbund	Südwest	(2016):	JIM-Studie	2016.	Jugend,	InformaWon,	
(MulW-)Media.	Basisstudie	zum	Medienumgang	12-	bis	19-Jähriger	in	Deutschland.Stu"gart.	S.	11
23
Medienbeschäftigung 12- bis 19-
jähriger in der Freizeit
Medienpädagogischer	Forschungsverbund	Südwest	(2017):	JIM-Studie	2017.	Jugend,	InformaWon,	
(MulW-)Media.	Basisstudie	zum	Medienumgang	12-	bis	19-Jähriger	in	Deutschland.Stu"gart.	S.	44
24
Medienbeschäftigung 12- bis 19-
jähriger in der Freizeit
Medienpädagogischer	Forschungsverbund	Südwest	(2017):	JIM-Studie	2017.	Jugend,	InformaWon,	
(MulW-)Media.	Basisstudie	zum	Medienumgang	12-	bis	19-Jähriger	in	Deutschland.Stu"gart.	S.	52
25
http://medien.bildung.hessen.de/pomebiko/index.html
26
Die Lehrkräfte setzen sich mit der
Mediensozialisation der Schülerinnen
und Schüler auseinander und geben
Hilfestellung und Orientierung im
Sinne einer medienethischen
Werteerziehung und
selbstbestimmter, aktiver und
demokratischer Teilhabe an Politik,
Kultur und Gesellschaft. (Portfolio
Bereich I)
Portfolio Medienbildungskompetenz, Bereich I, Medientheorie und Gesellschaft
27
MEHR DIGITALE
MEDIEN ...
28
„Wie oft
nutzen Sie
ganz
allgemein
digitale
Medien im
Unterricht?“
Telekom-Stiftung
(2015), S. 13
Bundesland	
2015
29
„Wie oft
nutzen Sie
ganz
allgemein
digitale
Medien im
Unterricht?“
Telekom-Stiftung
(2015), S. 13
Bayern	
Rheinland-Pfalz	
Schleswig-Ho.	
Thüringen	
Sachsen-Anhalt	
Meck.-Vorpom.	
Baden-Wür".g	
Berlin	
Sachsen	
Bremen	
Saarland	
Hamburg	
Niedersachsen	
Nordrhein-West.	
Hessen	
Brandenburg	
2015
30
„Wie oft
nutzen Sie
ganz
allgemein
digitale
Medien im
Unterricht?“
Telekom-Stiftung
(2015), S. 13
Bayern	
Rheinland-Pfalz	
Schleswig-Ho.	
Thüringen	
Sachsen-Anhalt	
Meck.-Vorpom.	
Baden-Wür".g	
Berlin	
Sachsen	
Bremen	
Saarland	
Hamburg	
Niedersachsen	
Nordrhein-West.	
Hessen	
Brandenburg	
2015
31
Telekom-Stiftung
(2017), S. 15
Deutsche Telekom
Stiftung: Schule digital –
Der Länderindikator 2017.
Digitale Medien in MINT-
Fächern. (Kurzfassung).
https://https://
www.telekom-stiftung.de/
sites/default/files/files/
media/publications/
Schule_Digital_2017__Web
.pdf
2017
32
Studie: Schule digital – der
Länderindikator 2017. Digitale
Medien in den MINT-Fächern
Lorenz, R.; Bos, W.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Grafe, S.; Vahrenholt, J. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2017. Schulische
Medienbildung in der Sekundarstufe I mit besonderem Fokus auf MINT-Fächer im Bundesvergleich und Trends von 2015 bis 2017.
Münster (Waxmann). Online (gratis): https://www.waxmann.com/?eID=texte&pdf=3699Volltext.pdf&typ=zusatztext
Deutsche Telekom Stiftung: Schule digital – Der Länderindikator 2017. Digitale Medien in MINT-Fächern. (Kurzfassung). https://https://
www.telekom-stiftung.de/sites/default/files/files/media/publications/Schule_Digital_2017__Web.pdf
33
Studie: Schule digital – der
Länderindikator 2017. Digitale
Medien in den MINT-Fächern
Lorenz, R.; Bos, W.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Grafe, S.; Vahrenholt, J. (Hrsg.): Schule digital – der
Länderindikator 2017. Schulische Medienbildung in der Sekundarstufe I mit besonderem Fokus auf MINT-
Fächer im Bundesvergleich und Trends von 2015 bis 2017. Münster (Waxmann). Online (gratis): https://
www.waxmann.com/?eID=texte&pdf=3699Volltext.pdf&typ=zusatztext
Bos, W.; Lorenz, R.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Kammerl, R.; Welling, S.
(Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2016. Kompetenzen von
Lehrpersonen der Sekundarstufe I im Umgang mit digitalen Medien im
Bundesländer-vergleich. Münster (Waxmann).
Bos, W.; Lorenz, R.; Endberg, M.; Schaumburg, H.;
Schulz-Zander, R. & Senkbeil, M. (2015): Schule
digital – Der Länderindikator 2015. Schulische
Nutzung digitaler Medien im Bundesländervergleich.
Münster: Waxmann.
34
2017
„Im Jahr 2017 nutzt die Hälfte der Lehrpersonen in
Deutschland in der Sekundarstufe I mindestens
einmal in der Woche digitale Medien im Unterricht.
Die genauere Betrachtung der seit 2015 (47.7 %) über
2016 (49.8 %) bis 2017 (50.1 %) kontinuierlich, aber
nur nominell gestiegenen durchschnittlichen Anteile der
Lehrpersonen, die regelmäßig digitale Medien im
Unterricht nutzen, zeigt, dass der beobachtete
Anstieg nicht so deutlich ist, wie die zahlreichen in
den letzten beiden Jahren auf den Weg gebrachten
Maßnahmen und Initiativen hätten vermuten
lassen.“ (Länderindikator 2017, S. 116)
Lorenz,	R.;	Endberg,	M.;	Eickelmann,	B.	(2017):	Kapitle	IV.	Unterrichtliche	Nutzung	digitaler	Medien	durch	Lehrpersonen	in	der	Sekundarstufe	I	im	
Bundesländervergleich	und	im	Trend	von	2015	bis	2017.	In:	Lorenz,	R.;	Bos,	W.;	Endberg,	M.;	Eickelmann,	B.;	Grafe,	S.;	Vahrenholt,	J.	(Hrsg.):	Schule	
digital	–	der	Länderindikator	2017.	Schulische	Medienbildung	in	der	Sekundarstufe	I	mit	besonderem	Fokus	auf	MINT-Fächer	im	Bundesvergleich	und	
Trends	von	2015	bis	2017.	Münster	(Waxmann).	S.	88-121
35
negativer Effekt (in D)
„..., dass die Computernutzung in der Schule
in Deutschland, so wie sie die meisten
Schülerinnen und Schüler erfahren, den
Erwerb computer- und
informationsbezogener Kompetenzen derzeit
nicht fördert.“
„Auf internationaler Ebene zeigt sich
hingegen ..., dass die Häufigkeit der
schulischen Computernutzung einen
positiven Effekt auf das Kompetenzniveau
der Schülerinnen und Schüler hat ... .(Eickelmann
et al. 2014, S. 223)
Birgit Eickelmann, Heike Schaumburg, Kerstin Drossel und Ramona Lorenz: Schulische Nutzung von
neuen Technologien in Deutschland im internationalen Vergleich. Kapitel VII in: Bos et al (2014): ICILS
2013. Waxmann 2014, S. 197-229.
36
Länderindikator 2016
Deutsche Telekom Stiftung: Schule digital – Der Länderindikator 2016. (Kurzfassung)
https://www.telekom-stiftung.de/sites/default/files//dts-library/materialien/pdf/studie_5chule-d1g1tal-2016_web.pdf
Bos, W.; Lorenz, R.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Kammerl, R.; Welling, S. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2016.
Kompetenzen von Lehrpersonen der Sekundarstufe I im Umgang mit digitalen Medien im Bundesländer-vergleich. Münster (Waxmann).
§  Ich kann Unterricht so gestalten, dass die Inhalte des
Referenzfachs, die eingesetzten digitalen Medien und die
angewandten Lehrmethoden angemessen kombiniert werden.
§  Ich kann für meinen Unterricht digitale Medien auswählen, die
sowohl verbessern was ich lehre, als auch wie ich lehre sowie
was die Schüler lernen.
37
Länderindikator 2016
Bos, W.; Lorenz, R.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Kammerl, R.; Welling, S. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2016.
Kompetenzen von Lehrpersonen der Sekundarstufe I im Umgang mit digitalen Medien im Bundesländer-vergleich. Münster (Waxmann).
Abbildung aus Endberg, M.; Lorenz, R. In: Bos et al., S. 195
Mittelwert für
Deutschland:
75.9%
82.1%
Hessen
38
WOLLEN,
KÖNNEN,
ZUGÄNGE
39
Mehr als didaktisch kluger
Medieneinsatz
1.  Wandel (mit-)gestalten können
–  Leitmedienwechsel
–  Automatisierung und Vernetzung
–  Kontrollverlust
2.  Fähigkeit, Orientierung zu finden und sich
neu orientieren können
3.  Fähigkeit, verantwortlich handeln zu
können
40
Professionalisierung
Schulentwicklung
41
p.grell@apaed.tu-darmstadt.de
Folien	verfügbar	unter:	h"p://www.slideshare.net/PGrell

Grell 2018 Digitale Schule gemeinsam gestalten

  • 1.
    1 Digitale Medien imUnterricht – Gelingensbedingungen Digitale Schule gemeinsam gestalten Oskar-von-Miller-Schule Kassel 19.10.2018 | TU Darmstadt | Allgemeine Pädagogik und Medienpädagogik | Prof. Dr. Petra Grell
  • 2.
    2 Statement „Ich sag esmal so: ich bin wirklich gerne Lehrer, aber dieses Lesen und Schreiben jetzt, also wissen Sie, das überlasse ich lieber den jungen, neuen Kolleginnen, die sind da auch einfach viel geübter! Das ist nicht so meins. Ich glaube, das muss auch gar nicht jeder Lehrer jetzt immer und ständig einsetzen.“
  • 3.
    3 KMK-Beschluss 2012 „Medienbildung gehörtzum Bildungsauftrag der Schule, denn Medienkompetenz ist neben Lesen, Rechnen und Schreiben eine weitere wichtige Kulturtechnik geworden.“ (KMK 2012, S. 9) 3 h"p://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/medien/medienentwicklung/pdf/Beschluss-Empfehlung- Medienbildung-08-03-2012.pdf
  • 4.
    4 Aneignung einer Kulturtechnik • „digital literacy“ •  Welches ist Ihr Zielhorizont für die jeweilige Kulturtechnik? •  Bedeutung der Einbindung in umfassendere literale Praktiken statt bloßer Funktionalität
  • 5.
    5 KMK-Beschluss 2012 „Medienbildung gehörtzum Bildungsauftrag der Schule, denn Medienkompetenz ist neben Lesen, Rechnen und Schreiben eine weitere wichtige Kulturtechnik geworden. (...) müssen Heranwachsende in die Lage versetzt werden, selbstbestimmt, sachgerecht, sozial verantwortlich, kommunikativ und kreativ mit den Medien umzugehen, sie für eigene Bildungsprozesse sowie zur Erweiterung von Handlungsspielräumen zu nutzen und sich in medialen wie nichtmedialen Umwelten zu orientieren und wertbestimmte Entscheidungen zu treffen.“ (KMK 2012, S. 9) 5 h"p://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/medien/medienentwicklung/pdf/Beschluss-Empfehlung- Medienbildung-08-03-2012.pdf
  • 6.
  • 7.
    7 KMK 2016 Bildung inder digitalen Welt KMK (2016) Bildung in der digitalen Welt Online: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf 1.  Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren 2.  Kommunizieren und Kooperieren 3.  Produzieren und Präsentieren 4.  Schützen und sicher Agieren 5.  Problemlösen und Handeln 6.  Analysieren und Reflektieren
  • 8.
    8 Digital Competence Framework(EU) DIGComp (2013) + DIGCOMP 2.0 (2016) + DIGCOMP 2.1 (2017) https://ec.europa.eu/jrc/en/digcomp/digital-competence-framework Ferrari, A. (2013), DigComp: A Framework for Developing and Understanding Digital Competence in Europe, Seville: JRC- IPTS. 1.  Information and data literacy 2.  Communication and collaboration 3.  Digital content creation 4.  Safety 5.  Problem solving
  • 9.
    9 KMK 2016 Bildung inder digitalen Welt KMK (2016) Bildung in der digitalen Welt Online: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/pdf/PresseUndAktuelles/2016/Bildung_digitale_Welt_Webversion.pdf 1.  Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren 2.  Kommunizieren und Kooperieren 3.  Produzieren und Präsentieren 4.  Schützen und sicher Agieren 5.  Problemlösen und Handeln 6.  Analysieren und Reflektieren
  • 10.
    10 KMK-Beschluss 2012 „müssen Heranwachsendein die Lage versetzt werden, selbstbestimmt, sachgerecht, sozial verantwortlich, kommunikativ und kreativ mit den Medien umzugehen, sie für eigene Bildungsprozesse sowie zur Erweiterung von Handlungsspielräumen zu nutzen und sich in medialen wie nichtmedialen Umwelten zu orientieren und wertbestimmte Entscheidungen zu treffen.“ (KMK 2012, S. 9) 10 h"p://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/medien/medienentwicklung/pdf/Beschluss-Empfehlung- Medienbildung-08-03-2012.pdf
  • 11.
  • 12.
  • 13.
    13 Mehr als 0und 1 Abb. S. 46 Döbeli Honegger, Beat (2016): Mehr als 0 und 1. Schule in einer digitalisierten Welt. Bern (hep Verlag).
  • 14.
    14 Mehr als 0und 1 Abb. S. 46 Döbeli Honegger, Beat (2016): Mehr als 0 und 1. Schule in einer digitalisierten Welt. Bern (hep Verlag).
  • 15.
  • 16.
    16 D21 Digital-Index 2017/2018,S. 35 http://initiatived21.de/app/uploads/2018/01/d21-digital-index_2017_2018.pdf Segmentierung der Digitalen Gesellschaft Verteilung der Nutzertypen „Konservative Gelegenheitsnutzer“
  • 17.
    17 Internet unterwegs nutzen(Onliner) Koch, W.; Frees, B. (2016): Dynamische Entwicklung bei mobiler Internetnutzung sowie Audios und Videos . Ergebnisse der ARD/ZDF- Onlinestudie 2016. In: Media PerspekWven. 9/2016, S. 418-437 , hier S. 425
  • 18.
    18 Internet unterwegs nutzen,täglich Koch, W.; Frees, B. (2018): ARD/ZDF-Onlinestudie 2018. Zuwachs bei medialer Internetnutzung und KommunikaWon. In: Media PerspekWven. 9/2018, S. 398-413, hier S. 403
  • 19.
    19 Mediennutzung Studien desMPFS JIM-Studie 1998 ff. KIM-Studie 1999 ff. Mini-KIM 2012 ff. FIM 2011 ff. [JIM 2017] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Stuttgart 2017. Online https://www.mpfs.de http://www.mpfs.de
  • 20.
  • 21.
    21 „Das Smartphone istinzwischen Schaltzentrale für Kommunikation, Information und Unterhaltung geworden.“ [JIM 2016] Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Stuttgart 2016. S. 52
  • 22.
    22 Medienbeschäftigung 12- bis19- jähriger in der Freizeit Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2016): JIM-Studie 2016. Jugend, InformaWon, (MulW-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland.Stu"gart. S. 11
  • 23.
    23 Medienbeschäftigung 12- bis19- jähriger in der Freizeit Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2017): JIM-Studie 2017. Jugend, InformaWon, (MulW-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland.Stu"gart. S. 44
  • 24.
    24 Medienbeschäftigung 12- bis19- jähriger in der Freizeit Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (2017): JIM-Studie 2017. Jugend, InformaWon, (MulW-)Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland.Stu"gart. S. 52
  • 25.
  • 26.
    26 Die Lehrkräfte setzensich mit der Mediensozialisation der Schülerinnen und Schüler auseinander und geben Hilfestellung und Orientierung im Sinne einer medienethischen Werteerziehung und selbstbestimmter, aktiver und demokratischer Teilhabe an Politik, Kultur und Gesellschaft. (Portfolio Bereich I) Portfolio Medienbildungskompetenz, Bereich I, Medientheorie und Gesellschaft
  • 27.
  • 28.
    28 „Wie oft nutzen Sie ganz allgemein digitale Medienim Unterricht?“ Telekom-Stiftung (2015), S. 13 Bundesland 2015
  • 29.
    29 „Wie oft nutzen Sie ganz allgemein digitale Medienim Unterricht?“ Telekom-Stiftung (2015), S. 13 Bayern Rheinland-Pfalz Schleswig-Ho. Thüringen Sachsen-Anhalt Meck.-Vorpom. Baden-Wür".g Berlin Sachsen Bremen Saarland Hamburg Niedersachsen Nordrhein-West. Hessen Brandenburg 2015
  • 30.
    30 „Wie oft nutzen Sie ganz allgemein digitale Medienim Unterricht?“ Telekom-Stiftung (2015), S. 13 Bayern Rheinland-Pfalz Schleswig-Ho. Thüringen Sachsen-Anhalt Meck.-Vorpom. Baden-Wür".g Berlin Sachsen Bremen Saarland Hamburg Niedersachsen Nordrhein-West. Hessen Brandenburg 2015
  • 31.
    31 Telekom-Stiftung (2017), S. 15 DeutscheTelekom Stiftung: Schule digital – Der Länderindikator 2017. Digitale Medien in MINT- Fächern. (Kurzfassung). https://https:// www.telekom-stiftung.de/ sites/default/files/files/ media/publications/ Schule_Digital_2017__Web .pdf 2017
  • 32.
    32 Studie: Schule digital– der Länderindikator 2017. Digitale Medien in den MINT-Fächern Lorenz, R.; Bos, W.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Grafe, S.; Vahrenholt, J. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2017. Schulische Medienbildung in der Sekundarstufe I mit besonderem Fokus auf MINT-Fächer im Bundesvergleich und Trends von 2015 bis 2017. Münster (Waxmann). Online (gratis): https://www.waxmann.com/?eID=texte&pdf=3699Volltext.pdf&typ=zusatztext Deutsche Telekom Stiftung: Schule digital – Der Länderindikator 2017. Digitale Medien in MINT-Fächern. (Kurzfassung). https://https:// www.telekom-stiftung.de/sites/default/files/files/media/publications/Schule_Digital_2017__Web.pdf
  • 33.
    33 Studie: Schule digital– der Länderindikator 2017. Digitale Medien in den MINT-Fächern Lorenz, R.; Bos, W.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Grafe, S.; Vahrenholt, J. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2017. Schulische Medienbildung in der Sekundarstufe I mit besonderem Fokus auf MINT- Fächer im Bundesvergleich und Trends von 2015 bis 2017. Münster (Waxmann). Online (gratis): https:// www.waxmann.com/?eID=texte&pdf=3699Volltext.pdf&typ=zusatztext Bos, W.; Lorenz, R.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Kammerl, R.; Welling, S. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2016. Kompetenzen von Lehrpersonen der Sekundarstufe I im Umgang mit digitalen Medien im Bundesländer-vergleich. Münster (Waxmann). Bos, W.; Lorenz, R.; Endberg, M.; Schaumburg, H.; Schulz-Zander, R. & Senkbeil, M. (2015): Schule digital – Der Länderindikator 2015. Schulische Nutzung digitaler Medien im Bundesländervergleich. Münster: Waxmann.
  • 34.
    34 2017 „Im Jahr 2017nutzt die Hälfte der Lehrpersonen in Deutschland in der Sekundarstufe I mindestens einmal in der Woche digitale Medien im Unterricht. Die genauere Betrachtung der seit 2015 (47.7 %) über 2016 (49.8 %) bis 2017 (50.1 %) kontinuierlich, aber nur nominell gestiegenen durchschnittlichen Anteile der Lehrpersonen, die regelmäßig digitale Medien im Unterricht nutzen, zeigt, dass der beobachtete Anstieg nicht so deutlich ist, wie die zahlreichen in den letzten beiden Jahren auf den Weg gebrachten Maßnahmen und Initiativen hätten vermuten lassen.“ (Länderindikator 2017, S. 116) Lorenz, R.; Endberg, M.; Eickelmann, B. (2017): Kapitle IV. Unterrichtliche Nutzung digitaler Medien durch Lehrpersonen in der Sekundarstufe I im Bundesländervergleich und im Trend von 2015 bis 2017. In: Lorenz, R.; Bos, W.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Grafe, S.; Vahrenholt, J. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2017. Schulische Medienbildung in der Sekundarstufe I mit besonderem Fokus auf MINT-Fächer im Bundesvergleich und Trends von 2015 bis 2017. Münster (Waxmann). S. 88-121
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    35 negativer Effekt (inD) „..., dass die Computernutzung in der Schule in Deutschland, so wie sie die meisten Schülerinnen und Schüler erfahren, den Erwerb computer- und informationsbezogener Kompetenzen derzeit nicht fördert.“ „Auf internationaler Ebene zeigt sich hingegen ..., dass die Häufigkeit der schulischen Computernutzung einen positiven Effekt auf das Kompetenzniveau der Schülerinnen und Schüler hat ... .(Eickelmann et al. 2014, S. 223) Birgit Eickelmann, Heike Schaumburg, Kerstin Drossel und Ramona Lorenz: Schulische Nutzung von neuen Technologien in Deutschland im internationalen Vergleich. Kapitel VII in: Bos et al (2014): ICILS 2013. Waxmann 2014, S. 197-229.
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    36 Länderindikator 2016 Deutsche TelekomStiftung: Schule digital – Der Länderindikator 2016. (Kurzfassung) https://www.telekom-stiftung.de/sites/default/files//dts-library/materialien/pdf/studie_5chule-d1g1tal-2016_web.pdf Bos, W.; Lorenz, R.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Kammerl, R.; Welling, S. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2016. Kompetenzen von Lehrpersonen der Sekundarstufe I im Umgang mit digitalen Medien im Bundesländer-vergleich. Münster (Waxmann). §  Ich kann Unterricht so gestalten, dass die Inhalte des Referenzfachs, die eingesetzten digitalen Medien und die angewandten Lehrmethoden angemessen kombiniert werden. §  Ich kann für meinen Unterricht digitale Medien auswählen, die sowohl verbessern was ich lehre, als auch wie ich lehre sowie was die Schüler lernen.
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    37 Länderindikator 2016 Bos, W.;Lorenz, R.; Endberg, M.; Eickelmann, B.; Kammerl, R.; Welling, S. (Hrsg.): Schule digital – der Länderindikator 2016. Kompetenzen von Lehrpersonen der Sekundarstufe I im Umgang mit digitalen Medien im Bundesländer-vergleich. Münster (Waxmann). Abbildung aus Endberg, M.; Lorenz, R. In: Bos et al., S. 195 Mittelwert für Deutschland: 75.9% 82.1% Hessen
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    39 Mehr als didaktischkluger Medieneinsatz 1.  Wandel (mit-)gestalten können –  Leitmedienwechsel –  Automatisierung und Vernetzung –  Kontrollverlust 2.  Fähigkeit, Orientierung zu finden und sich neu orientieren können 3.  Fähigkeit, verantwortlich handeln zu können
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