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1 
Bildung in einer digital geprägten Kultur 
Prof. Dr. Petra Grell 
Vortrag im Rahmen der Bildungskonferenz 2014 der Zentralstelle für die 
Weiterbildungs im Handwerk am 18.11.2014 in Berlin 
18.11.2014 | Fachbereich Humanwissenschaften| Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik | Prof. Dr. Petra Grell
2 
Welche Herausforderung stellen sich 
im Bildungsbereich durch die 
Veralltäglichung digital-vernetzter 
Medien? 
1. Welche Erkenntnisse haben wir 
über den digitalen Wandel? Welche 
Missverständnisse gibt es? Und: 
Erkennen wir überhaupt das Neue? 
2. Welche Herausforderung können 
wir markieren und welche 
Probleme entstehen, wenn wir die 
Veränderungen ignorieren?
3 
• Werkzeug 
• Rahmende Umgebung 
Flickr CC-by Kate Ter Haar https://www.flickr.com/photos/katerha/ 
Flickr CC-by-nc Aldo Hoeben https://www.flickr.com/photos/aldo/ 
„Media'sierung“
4 
Nützliche Werkzeuge 
http://www.lehrstellen-radar.de
5 
Neue Praktiken, Kulturen 
Bedeutungen, Sinngebung 
Videostill: I Forgot My Phone, https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
6 
NICHT DIE WERKZEUGE 
FORDERN UNS HERAUS; DIE 
RAHMEN UNSERES HANDELS 
VERÄNDERN SICH!
7 
Flickr CC-by-nc Chris https://www.flickr.com/photos/eisenbahner, Flickr CC-by-nc-sa deetah stefan https://www.flickr.com/photos/50746913@N00/Flickr CC-by 
zuerichs strassen https://www.flickr.com/photos/zuerichs-strassen, Flickr CC-by-sa adreasduck https://www.flickr.com/photos/andreasduck/
8 
18. Jahrhundert: Gefahren der 
Buchkultur – extensive Lektüre 
"Der Mangel aller körperlichen 
Bewegung beym Lesen, in 
Verbindung mit der so gewaltsamen 
Abwechslung von Vorstellungen 
und Empfindungen führt zu 
Schlaffheit, Verschleimungen, 
Blähungen und Verstopfung in den 
Eingeweiden, die bekanntermaaßen 
bey beyden, namentlich bey dem 
weiblichen Geschlecht, recht 
eigentlich auf die Geschlechtstheile 
wirkt.“ 
Karl G. Bauer, Pädagoge 
Felix Müller: Als die Lesesucht die 
Menschen krank machte. Artikel in Die 
Welt vom 2.11.2012 
http://www.welt.de/kultur/history/article110549077/Als-die-Lesesucht-die-Menschen-krank-machte.html
9 
18. Jahrhundert: Gefahren der 
Buchkultur – extensive Lektüre 
Aus "geschmack- und 
gedankenloser Lektüre" folge 
"unsinnige Verschwendung, 
unüberwindliche Scheu vor jeder 
Anstrengung, grenzenloser Hang 
zum Luxus, Unterdrückung der 
Stimme des Gewissens, 
Lebensüberdruss und ein früher 
Tod 
Johann Adam Bergk, Philosoph, 1799 
Felix Müller: Als die Lesesucht die 
Menschen krank machte. Artikel in Die 
Welt vom 2.11.2012 
http://www.welt.de/kultur/history/article110549077/Als-die-Lesesucht-die-Menschen-krank-machte.html
10 
18. Jahrhundert: Gefahren der 
Buchkultur – extensive Lektüre 
„Übermäßiges Lesen, schrieb 
dieser, rufe Gleichgültigkeit 
gegenüber allem hervor, was 
nicht mit dem Lesen zu tun 
habe. Man vernachlässige den 
Haushalt, kümmere sich nicht um 
die Kinder.“ 
Johann Heinrich Campe, Pädagoge 
Felix Müller: Als die Lesesucht die 
Menschen krank machte. Artikel in Die 
Welt vom 2.11.2012 
http://www.welt.de/kultur/history/article110549077/Als-die-Lesesucht-die-Menschen-krank-machte.html
11 
NEUE PRAKTIKEN IM 
UMGANG MIT NEUEN 
MEDIEN VERÄNDERN 
GESELLSCHAFT UND KULTUR
12 
1983 
1983 
„Perhaps the revolution will fulfil itself only 
when people no longer see anything 
unusual in the brave New World, when 
they see their computer not as a fearsome 
challenger to their intelligence but as a 
useful linkup of some everyday 
gadgets: the calculator, the TV and the 
typewriter. Or as Osborne's Adam Osborne 
puts it: ‚The future lies in designing and 
selling computers that people don't 
realize are computers at all.‘“ (Otto 
Friedrich. Time Magazin) 
http://www.english.illinois.edu/-people-/faculty/debaron/482/482readings/machine%20of%20the%20year.html
13 
Medienbiographien verändern sich 
2011 
Medienpädagogischer 
Forschungsverbund 
Südwest 
(Hg.): 
FIM-­‐Studie 
2011. 
Familie, 
Interak'on 
& 
Medien. 
StuJgart 
2012, 
S. 
621 
3
14 
Kinder reagieren auf eine Fotokamera aus dem Jahr 1998 
„... Und wo ist jetzt das Bild?“ 
„Wie 
biJe? 
Man 
zahlt 
erst 
für 
die 
Kamera, 
dann 
zahlt 
man 
für 
den 
Film 
und 
dann 
bezahlt 
man 
noch 
mal 
für 
jedes 
einzelne 
Foto?“ 
„So 
ein 
Aufwand 
um 
einfach 
nur 
ein 
Foto 
zu 
machen?“ 
„Mir 
tun 
die 
Leute 
leid, 
die 
damals 
gelebt 
haben.“ 
„Und 
ab 
wann 
gab 
es 
rich'ge 
Kameras?“ 
https://www.youtube.com/watch?v=DDtWxURLlPk&index=1&list=PLFCAA1C9F5755B266&spfreload=10
15 
SELBSTVERSTÄNDLICHE 
ANNAHME BEDEUTET NICHT 
KOMPETENZ
16 
„Mehr 
als 
drei 
FünUel 
gehen 
mit 
dem 
Handy 
mindestens 
mehrmals 
pro 
Woche 
ins 
Internet 
oder 
nutzen 
den 
mobilen 
Zugang 
zu 
ihrer 
Community.“ 
(PressemiJeilung 
JIM-­‐Studie 
2013, 
mpfs.de) 
Foto: 
Will 
Carter 
Photograph 
(flickr)
17 
Ausstattung von Jugendlichen 
Gerätebesitz 
von 
Jugendlichen 
in 
% 
(12-­‐19 
Jahre, 
Ø 
für 
Jungen 
und 
Mädchen) 
Geräte 
1998 
2012 
2013 
Handy 
8 
96 
96 
Internetzugang 
/ 
86 
88 
Computer/Laptop 
35 
82 
80 
Smartphone 
/ 
47 
72 
Fernsehgerät 
60 
59 
58 
Tablet-­‐PC 
/ 
7 
14 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
1999, 
2012, 
2013
18 
2 
29 
99 
8 
49 
96 
12 
73 
87 
0 
25 
50 
75 
100 
Computer/Laptop 
Handy/Smartphone 
Tablet 
PC 
2013 
2012 
2011 
Trend zur mobilen Internetnutzung 
Wege 
der 
Internetnutzung 
(2011-­‐2013) 
in 
den 
letzten 
14 
Tagen 
(12-­‐19 
Jahre) 
Angaben 
in 
% 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
2013
19 
Zwischenfazit 
• Onlinenutzung 
und 
GeräteausstaJung 
haben 
sich 
in 
15 
Jahren 
grundlegend 
verändert. 
• Mobile 
Internetnutzung 
ist 
innerhalb 
weniger 
Jahre 
für 
Jugendliche 
zum 
selbstverständlichen 
Teil 
des 
Alltags 
geworden. 
• Erkennen 
wir 
die 
Veränderungen, 
das 
Neue?
20 
Erkennen wir das Neue? 
Soziale 
Netzwerke: 
Im 
Jahr 
1998 
waren 
19 
% 
aller 
Jugendlichen 
Mitglied 
in 
einer 
kirchlichen/religiösen 
Gruppe. 
Wie 
viel 
Prozent 
sind 
es 
im 
Jahr 
2013? 
21 
% 
23 
% 
17 
% 
15 
% 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
1998, 
2013
21 
Erkennen wir das Neue? 
Soziale 
Netzwerke: 
Im 
Jahr 
1998 
waren 
19 
% 
aller 
Jugendlichen 
Mitglied 
in 
einer 
kirchlichen/religiösen 
Gruppe. 
Wie 
viel 
Prozent 
sind 
es 
im 
Jahr 
2013? 
21 
% 
23 
% 
17 
% 
15 
% 
! 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
1998, 
2013
22 
Erkennen wir das Neue? 
Familienunternehmungen. 
Im 
Jahr 
1998 
haben 
17 
% 
der 
Jugendlichen 
täglich 
oder 
mehrmals 
an 
Familienunternehmungen 
teilgenommen 
Wie 
viel 
Prozent 
sind 
es 
im 
Jahr 
2013? 
21 
% 
16 
% 
12 
% 
27 
% 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
1998, 
2013
23 
Erkennen wir das Neue? 
Familienunternehmungen. 
Im 
Jahr 
1998 
haben 
17 
% 
der 
Jugendlichen 
täglich 
oder 
mehrmals 
an 
Familienunternehmungen 
teilgenommen 
Wie 
viel 
Prozent 
sind 
es 
im 
Jahr 
2013? 
21 
% 
16 
% 
12 
% 
27 
% 
! 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
1998, 
2013
24 
Erkennen wir das Neue? 
Lesen 
von 
Büchern. 
Im 
Jahr 
1998 
haben 
38% 
der 
Jugendlichen 
täglich 
oder 
mehrmals 
pro 
Woche 
Bücher 
gelesen. 
Wie 
viel 
Prozent 
sind 
es 
im 
Jahr 
2013? 
42 
% 
35 
% 
32 
% 
39 
% 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
1998, 
2013
25 
Erkennen wir das Neue? 
42 
% 
35 
% 
32 
% 
39 
% 
! 
Lesen 
von 
Büchern. 
Im 
Jahr 
1998 
haben 
38% 
der 
Jugendlichen 
täglich 
oder 
mehrmals 
pro 
Woche 
Bücher 
gelesen. 
Wie 
viel 
Prozent 
sind 
es 
im 
Jahr 
2013? 
Daten 
der 
JIM-­‐Studie 
1998, 
2013
26 
WENN SICH DAS NICHT 
ÄNDERT, WAS DANN?
27 
JIM-­‐Studie 
2013, 
S. 
54, 
hJp://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-­‐pdf13/JIMStudie2013.pdf
28 
Lebensweltbezogene Artikulation 
Erstellen 
und 
Verbreiten 
eigener 
Informa'onen 
in 
Form 
von 
Einschätzungen, 
Nachrichten, 
Kommentaren 
oder 
Produkten 
(Filme, 
Bilder, 
Texte), 
z.B. 
auf 
YouTube, 
Vimeo, 
Blogs 
oder 
Microblogs
29 
Lebensweltbezogene Artikulation 
Erstellen 
und 
Verbreiten 
eigener 
Informa'onen 
in 
Form 
von 
Einschätzungen, 
Nachrichten, 
Kommentaren 
oder 
Produkten 
(Filme, 
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Texte), 
z.B. 
auf 
YouTube, 
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Blogs 
oder 
Microblogs 
2 
1 
3 
4 
5
30 
Streuen und Remixen 
Schnelles 
Streuen 
von 
erhaltenen 
Informa'onen 
an 
(ggf. 
ausgewählten) 
Nutzerkreisen, 
Re-­‐mixen 
oder 
Kommen'eren 
vor 
der 
Weiterleitung, 
z.B. 
über 
TwiJer, 
über 
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Blogs
31 
Streuen und Remixen 
Schnelles 
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auf 
Blogs
32 
JUGENDLICHE JONGLIEREN MIT 
INFORMATIONSSTRÖMEN
33 
Umgang mit dem Neuen 
Befähigung 
von 
Heranwachsenden 
und 
Erwachsenen 
Welche Fähigkeiten benötigen Heranwachsende 
und Erwachsene, um in einer digital geprägten 
Kultur verantwortlich zu handeln und um diese 
Kultur mitgestalten zu können?
34 
Herausforderung 
• Digital vernetzte Lebenssituationen als 
normale Lebenswelt begreifen 
• Das substanziell Neue erfassen und 
reflektieren 
• Partizipations- und Bildungspotentiale 
erkennen und nutzen 
• Allen die Chancen eröffnen, um sich diese 
Möglichkeitsräume erschließen zu können
35 
Perspektiven unterschiedlicher Akteure 
Praxen 
von 
Ki. 
u. 
Jgdl. 
Medien-­‐ 
Forschung 
WissenschaUlicher 
Diskurs 
Besorgte 
Eltern 
Politischer 
Diskurs 
Medienpäd. 
Praxiskonzepte 
Mediendidak'k 
und 
E-­‐Learning
36 
Vielen Dank! 
Prof. Dr. Petra Grell 
Technische Universität Darmstadt 
http://www.medienbildung.tu-darmstadt.de 
Präsentation in Kürze auf Slideshare: http://de.slideshare.net/pgrell 
CC-by-nc-sa

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Bildung in einer digital geprägten Kultur.

  • 1. 1 Bildung in einer digital geprägten Kultur Prof. Dr. Petra Grell Vortrag im Rahmen der Bildungskonferenz 2014 der Zentralstelle für die Weiterbildungs im Handwerk am 18.11.2014 in Berlin 18.11.2014 | Fachbereich Humanwissenschaften| Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik | Prof. Dr. Petra Grell
  • 2. 2 Welche Herausforderung stellen sich im Bildungsbereich durch die Veralltäglichung digital-vernetzter Medien? 1. Welche Erkenntnisse haben wir über den digitalen Wandel? Welche Missverständnisse gibt es? Und: Erkennen wir überhaupt das Neue? 2. Welche Herausforderung können wir markieren und welche Probleme entstehen, wenn wir die Veränderungen ignorieren?
  • 3. 3 • Werkzeug • Rahmende Umgebung Flickr CC-by Kate Ter Haar https://www.flickr.com/photos/katerha/ Flickr CC-by-nc Aldo Hoeben https://www.flickr.com/photos/aldo/ „Media'sierung“
  • 4. 4 Nützliche Werkzeuge http://www.lehrstellen-radar.de
  • 5. 5 Neue Praktiken, Kulturen Bedeutungen, Sinngebung Videostill: I Forgot My Phone, https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
  • 6. 6 NICHT DIE WERKZEUGE FORDERN UNS HERAUS; DIE RAHMEN UNSERES HANDELS VERÄNDERN SICH!
  • 7. 7 Flickr CC-by-nc Chris https://www.flickr.com/photos/eisenbahner, Flickr CC-by-nc-sa deetah stefan https://www.flickr.com/photos/50746913@N00/Flickr CC-by zuerichs strassen https://www.flickr.com/photos/zuerichs-strassen, Flickr CC-by-sa adreasduck https://www.flickr.com/photos/andreasduck/
  • 8. 8 18. Jahrhundert: Gefahren der Buchkultur – extensive Lektüre "Der Mangel aller körperlichen Bewegung beym Lesen, in Verbindung mit der so gewaltsamen Abwechslung von Vorstellungen und Empfindungen führt zu Schlaffheit, Verschleimungen, Blähungen und Verstopfung in den Eingeweiden, die bekanntermaaßen bey beyden, namentlich bey dem weiblichen Geschlecht, recht eigentlich auf die Geschlechtstheile wirkt.“ Karl G. Bauer, Pädagoge Felix Müller: Als die Lesesucht die Menschen krank machte. Artikel in Die Welt vom 2.11.2012 http://www.welt.de/kultur/history/article110549077/Als-die-Lesesucht-die-Menschen-krank-machte.html
  • 9. 9 18. Jahrhundert: Gefahren der Buchkultur – extensive Lektüre Aus "geschmack- und gedankenloser Lektüre" folge "unsinnige Verschwendung, unüberwindliche Scheu vor jeder Anstrengung, grenzenloser Hang zum Luxus, Unterdrückung der Stimme des Gewissens, Lebensüberdruss und ein früher Tod Johann Adam Bergk, Philosoph, 1799 Felix Müller: Als die Lesesucht die Menschen krank machte. Artikel in Die Welt vom 2.11.2012 http://www.welt.de/kultur/history/article110549077/Als-die-Lesesucht-die-Menschen-krank-machte.html
  • 10. 10 18. Jahrhundert: Gefahren der Buchkultur – extensive Lektüre „Übermäßiges Lesen, schrieb dieser, rufe Gleichgültigkeit gegenüber allem hervor, was nicht mit dem Lesen zu tun habe. Man vernachlässige den Haushalt, kümmere sich nicht um die Kinder.“ Johann Heinrich Campe, Pädagoge Felix Müller: Als die Lesesucht die Menschen krank machte. Artikel in Die Welt vom 2.11.2012 http://www.welt.de/kultur/history/article110549077/Als-die-Lesesucht-die-Menschen-krank-machte.html
  • 11. 11 NEUE PRAKTIKEN IM UMGANG MIT NEUEN MEDIEN VERÄNDERN GESELLSCHAFT UND KULTUR
  • 12. 12 1983 1983 „Perhaps the revolution will fulfil itself only when people no longer see anything unusual in the brave New World, when they see their computer not as a fearsome challenger to their intelligence but as a useful linkup of some everyday gadgets: the calculator, the TV and the typewriter. Or as Osborne's Adam Osborne puts it: ‚The future lies in designing and selling computers that people don't realize are computers at all.‘“ (Otto Friedrich. Time Magazin) http://www.english.illinois.edu/-people-/faculty/debaron/482/482readings/machine%20of%20the%20year.html
  • 13. 13 Medienbiographien verändern sich 2011 Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hg.): FIM-­‐Studie 2011. Familie, Interak'on & Medien. StuJgart 2012, S. 621 3
  • 14. 14 Kinder reagieren auf eine Fotokamera aus dem Jahr 1998 „... Und wo ist jetzt das Bild?“ „Wie biJe? Man zahlt erst für die Kamera, dann zahlt man für den Film und dann bezahlt man noch mal für jedes einzelne Foto?“ „So ein Aufwand um einfach nur ein Foto zu machen?“ „Mir tun die Leute leid, die damals gelebt haben.“ „Und ab wann gab es rich'ge Kameras?“ https://www.youtube.com/watch?v=DDtWxURLlPk&index=1&list=PLFCAA1C9F5755B266&spfreload=10
  • 15. 15 SELBSTVERSTÄNDLICHE ANNAHME BEDEUTET NICHT KOMPETENZ
  • 16. 16 „Mehr als drei FünUel gehen mit dem Handy mindestens mehrmals pro Woche ins Internet oder nutzen den mobilen Zugang zu ihrer Community.“ (PressemiJeilung JIM-­‐Studie 2013, mpfs.de) Foto: Will Carter Photograph (flickr)
  • 17. 17 Ausstattung von Jugendlichen Gerätebesitz von Jugendlichen in % (12-­‐19 Jahre, Ø für Jungen und Mädchen) Geräte 1998 2012 2013 Handy 8 96 96 Internetzugang / 86 88 Computer/Laptop 35 82 80 Smartphone / 47 72 Fernsehgerät 60 59 58 Tablet-­‐PC / 7 14 Daten der JIM-­‐Studie 1999, 2012, 2013
  • 18. 18 2 29 99 8 49 96 12 73 87 0 25 50 75 100 Computer/Laptop Handy/Smartphone Tablet PC 2013 2012 2011 Trend zur mobilen Internetnutzung Wege der Internetnutzung (2011-­‐2013) in den letzten 14 Tagen (12-­‐19 Jahre) Angaben in % Daten der JIM-­‐Studie 2013
  • 19. 19 Zwischenfazit • Onlinenutzung und GeräteausstaJung haben sich in 15 Jahren grundlegend verändert. • Mobile Internetnutzung ist innerhalb weniger Jahre für Jugendliche zum selbstverständlichen Teil des Alltags geworden. • Erkennen wir die Veränderungen, das Neue?
  • 20. 20 Erkennen wir das Neue? Soziale Netzwerke: Im Jahr 1998 waren 19 % aller Jugendlichen Mitglied in einer kirchlichen/religiösen Gruppe. Wie viel Prozent sind es im Jahr 2013? 21 % 23 % 17 % 15 % Daten der JIM-­‐Studie 1998, 2013
  • 21. 21 Erkennen wir das Neue? Soziale Netzwerke: Im Jahr 1998 waren 19 % aller Jugendlichen Mitglied in einer kirchlichen/religiösen Gruppe. Wie viel Prozent sind es im Jahr 2013? 21 % 23 % 17 % 15 % ! Daten der JIM-­‐Studie 1998, 2013
  • 22. 22 Erkennen wir das Neue? Familienunternehmungen. Im Jahr 1998 haben 17 % der Jugendlichen täglich oder mehrmals an Familienunternehmungen teilgenommen Wie viel Prozent sind es im Jahr 2013? 21 % 16 % 12 % 27 % Daten der JIM-­‐Studie 1998, 2013
  • 23. 23 Erkennen wir das Neue? Familienunternehmungen. Im Jahr 1998 haben 17 % der Jugendlichen täglich oder mehrmals an Familienunternehmungen teilgenommen Wie viel Prozent sind es im Jahr 2013? 21 % 16 % 12 % 27 % ! Daten der JIM-­‐Studie 1998, 2013
  • 24. 24 Erkennen wir das Neue? Lesen von Büchern. Im Jahr 1998 haben 38% der Jugendlichen täglich oder mehrmals pro Woche Bücher gelesen. Wie viel Prozent sind es im Jahr 2013? 42 % 35 % 32 % 39 % Daten der JIM-­‐Studie 1998, 2013
  • 25. 25 Erkennen wir das Neue? 42 % 35 % 32 % 39 % ! Lesen von Büchern. Im Jahr 1998 haben 38% der Jugendlichen täglich oder mehrmals pro Woche Bücher gelesen. Wie viel Prozent sind es im Jahr 2013? Daten der JIM-­‐Studie 1998, 2013
  • 26. 26 WENN SICH DAS NICHT ÄNDERT, WAS DANN?
  • 27. 27 JIM-­‐Studie 2013, S. 54, hJp://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-­‐pdf13/JIMStudie2013.pdf
  • 28. 28 Lebensweltbezogene Artikulation Erstellen und Verbreiten eigener Informa'onen in Form von Einschätzungen, Nachrichten, Kommentaren oder Produkten (Filme, Bilder, Texte), z.B. auf YouTube, Vimeo, Blogs oder Microblogs
  • 29. 29 Lebensweltbezogene Artikulation Erstellen und Verbreiten eigener Informa'onen in Form von Einschätzungen, Nachrichten, Kommentaren oder Produkten (Filme, Bilder, Texte), z.B. auf YouTube, Vimeo, Blogs oder Microblogs 2 1 3 4 5
  • 30. 30 Streuen und Remixen Schnelles Streuen von erhaltenen Informa'onen an (ggf. ausgewählten) Nutzerkreisen, Re-­‐mixen oder Kommen'eren vor der Weiterleitung, z.B. über TwiJer, über Rebloggen auf Blogs
  • 31. 31 Streuen und Remixen Schnelles Streuen von erhaltenen Informa'onen an (ggf. ausgewählten) Nutzerkreisen, Re-­‐mixen oder Kommen'eren vor der Weiterleitung, z.B. über TwiJer, über Rebloggen auf Blogs
  • 32. 32 JUGENDLICHE JONGLIEREN MIT INFORMATIONSSTRÖMEN
  • 33. 33 Umgang mit dem Neuen Befähigung von Heranwachsenden und Erwachsenen Welche Fähigkeiten benötigen Heranwachsende und Erwachsene, um in einer digital geprägten Kultur verantwortlich zu handeln und um diese Kultur mitgestalten zu können?
  • 34. 34 Herausforderung • Digital vernetzte Lebenssituationen als normale Lebenswelt begreifen • Das substanziell Neue erfassen und reflektieren • Partizipations- und Bildungspotentiale erkennen und nutzen • Allen die Chancen eröffnen, um sich diese Möglichkeitsräume erschließen zu können
  • 35. 35 Perspektiven unterschiedlicher Akteure Praxen von Ki. u. Jgdl. Medien-­‐ Forschung WissenschaUlicher Diskurs Besorgte Eltern Politischer Diskurs Medienpäd. Praxiskonzepte Mediendidak'k und E-­‐Learning
  • 36. 36 Vielen Dank! Prof. Dr. Petra Grell Technische Universität Darmstadt http://www.medienbildung.tu-darmstadt.de Präsentation in Kürze auf Slideshare: http://de.slideshare.net/pgrell CC-by-nc-sa