Grundkurs II Public Relations – PR im Netz   Dr. Andreas Gnann ABP-Seminar, 13. Mai 2011 www.gnanncom.de
GK II Public Relations 1. Werkzeuge der Online-PR
Die Werkzeuge der Online-PR Website („Homepage“) Thematische Internetplattformen Mailings  Newsletter Online-Presseportale (News aktuell, Open PR) Kooperationen mit Online-Portalen Banner-Werbung Verkaufsplattformen Online-Infoveranstaltungen Social Media (z.B. Wikipedia und Youtube/ auch Unternehmensblogs) Social Networks (z.B. Facebook, Xing, Twitter und LinkedIn) Eigene Weblogs/ Blogs Newsrooms Foto- und Videoportale Podcasts/ Vodcasts Verbraucherportale RSS-Feeds Social Bookmarks LBS (Location Based Services/ Mobiles Internet) Suchmaschinenoptimierung
Was kann Online-PR Schnell informieren Online-Redaktionen haben kurze Vorlaufzeiten. Neuigkeiten und Informationen können schneller publiziert werden Neue Zielgruppen ansprechen Bekanntheitsgrad stärker erhöhen Direkte und schnelle Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen Kunden binden Zufriedene Website-Besucher können Stammkunden werden Image steigern Seriöse und nachhaltige Online-PR fördert den Aufbau eines positiven Unternehmens-Images Krisen bewältigen Online-PR kann schnell und flexibel auf öffentliche Kritik  gegenüber dem Unternehmen oder Produkten reagieren Kosten sparen Mit Online-PR können erhebliche Kostenvorteile generiert werden
Ein paar Zahlen zur Online-Nutzung 69,4 Prozent der Deutschen sind online (49 Mio. ab 14 J.) Männer mehr als Frauen, Junge mehr als Ältere 76 Prozent sind täglich im Netz (Wert ca. wie TV) 99 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen regelmäßig das Internet, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 85 Prozent und bei den Über-50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer mittlerweile bei 48,5 Prozent Nachfrage nach Videos und Audios im Internet steigt weiter Die Zuwachszahlen für Web-2.0-Anwendungen fallen geringer aus als in den Vorjahren. Auch sinkt das Interesse an aktiver Teilhabe an Blogs, Twitter und Co. vor allem bei der jüngeren und mittleren Generation  Quelle: ARD/ ZDF Online-Studie, Mai 2010
Ein paar Zahlen zur Online-Nutzung Genutzte Onlineanwen-dungen 2010 (mindestens einmal wöchentlich,  Angaben in Prozent) Quelle: ARD/ ZDF Online-Studie 2010 Gesamt 14-19 J. 20-29 J. 30-49 J. Ab 50 J. E-Mails 84 90 92 83 75 Such-maschinen 83 96 90 84 72 Gerichtete Suche 47 39 49 54 39 Nur surfen 44 58 54 43 32 Online-Communities 32 79 62 22 7 Foren, News-groups, Chats 19 63 30 12 3 Datei-Download 18 32 22 15 14 Musik 11 38 17 7 2 RSS-Feeds 11 21 15 10 6 Video/ TV 8 18 11 7 2
Ein paar Zahlen zur Online-Nutzung Genutzte web 2.0-Angebote 2010  (zumindest selten genutzt, Angaben in Prozent) Quelle: ARD/ ZDF Online-Studie 2010 Gesamt 14-19 J. 20-29 J. 30-39 J. 50-59 J. Wikipedia 73 95 85 80 58 Videoportale 58 95 85 65 34 Private Netzwerke 39 81 65 44 17 Foto-sammlungen 19 28 27 17 17 Berufliche Netzwerke 7 5 6 14 3 Weblogs 7 14 12 7 6 Social Bookmarks 2 1 4 4 2 Twitter 3 9 4 2 4
Ein paar Zahlen zur Online-Werbung Quelle:  Online-Report 2010/2, Online Vermarkter Kreis (OVK)
Darstellungsformen im Netz – Tipps  Dialogbereit sein Fragen beantworten Kritik konstruktiv nutzen Direkte Ansprache (z.B. Mail) sparsam und gezielt einsetzen Alle Formen redaktionell begleiten  Transparenz soweit möglich, Meinung und Tatsachen trennen
Die „klassischen“ Online-Werkzeuge Website („Homepage“) Thematische Internetplattformen Mailings Newsletter Online-Presseportale (News aktuell, Open PR) Kooperationen mit Online-Portalen Banner-Werbung Verkaufsplattformen Online-Infoveranstaltungen Suchmaschinenoptimierung
Der Anfang allen onlines: Die Website Basis der Online-Werbung Erste Anlaufstelle im Netz Info und Kontaktanbahnung für potentielle Kunden Steigert Glaubwürdigkeit Steigert Umsätze SEO bedenken Verlinken Domaincheck über  denic.de http://www.a-b-p.de/
Aufbau einer Website Usability: Eine einfache und übersichtliche Struktur ist das A und O des Webauftritts Content is King: Gute Inhalte, aktuell und interessant Beides steigert Zufriedenheit, Glaubwürdigkeit, Akzeptanz und in der Folge die Nutzung durch die User
Aufbau einer Website Kategorien/ Rubriken oder Hierarchieebenen verwenden – User akzeptieren 2-3 Klicks pro Ebene, um an die gewünschte Information zu kommen Bilder als Blickfang, um Interesse zu wecken und bei Orientierung zu unterstützen Farben zur Orientierung, sparsam und kontrastreich Einzelne Bestandteile und Online-Seiten (pages) so zusammenstellen und verknüpfen, dass der Leser/ User einen guten Überblick behält Grundgestaltung auf Folgeseiten beibehalten (bessere Orientierung, Wiedererkennung) Kompatibilität in Anzeige mit gängigen Browsern beachten Was macht die Konkurrenz?!
Seitenlayout und Navigation Sollte sich an Bedürfnissen und Erfahrungswelten der Nutzer orientieren Ansonsten bislang kaum allgemeingültige Richtlinien aus der Usability-Forschung Bisherige Richtlinien: Navigationsleiste/ Menü links, da räumliche Orientierung über das linke Blickfeld erfolgt Nicht mehr als fünf bis sieben Navigationspunkte, denn mehr sind kurzfristig nicht erfassbar Intuitiv verständliche Begriffe verwenden (an die Zielgruppe angepasst)
Website – Nicht vergessen! Impressum Kontakt  Wichtige Rubriken (bei Unternehmen z.B. auch Pressebereich) Favicon Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Das Impressum Das Impressum ist Pflicht! Fehlt es, kann die Site abgemahnt werden. Pflichtinfos: Voller Name und Anschrift des Betreibers/ Inhabers Telefon und E-Mail Registereintrag, USt-ID und Wirtschafts-ID, falls vorhanden Berufsbezeichnung Berufsrechtliche Regelungen und Kammer, falls vorhanden Verantwortliche Person für Auftritt, falls nicht Betreiber  Haftungshinweis
Das Favicon/ Favourite-Icon  Das Symbol/ Logo der Firma klein angezeigt u.a. in Adresszeile eines Browsers, in den Lesezeichen (Favoriten) oder als Symbol auf dem Desktop 16×16 oder 32×32 Pixel Es dient der Wiedererkennung Das Favicon wurde von Microsoft mit dem Internet Explorer 4 eingeführt (1997)
Das Favicon Zwei Möglichkeiten, es in die Site einzubinden: Referenzierung über ein HTML-Element, das in die Kopfdaten (<head>) einer HTML-Seite eingebunden wird Hinterlegung unter dem festen Namen „favicon.ico“ im Basisverzeichnis der Domain
Newsletter Der Newsletter ist weiterhin  eines der wirksamsten Instrumente zur Kundenbindung
Newsletter – Was sollte beachtet werden? Mehrwert zur Homepage bieten Er muss leicht bestellbar und abbestellbar sein Frequenz beachten (alle 2-4 Wochen) Themen langfristig planen und an Autoren verteilen Die Optik sollte ansprechend, klar und übersichtlich sein Anpassung an Firmen-CI erhöhen Wiedererkennung und richtige Zuordnung der Informationen Eigene und Fremdinhalte trennen (grafisch, farblich) Das Wichtigste kommt zuerst Ist der Absender gleich erkenntlich und bilden Absender, Betreff und Inhalt eine sinnvolle Einheit Inhalte anteasern und verlinken auf Volltexte auf eigener Website An Zielgruppe anpassen Auch der Newsletter benötigt ein Impressum und Kontakt  Empfänger müssen Einverständnis für Empfang erklärt haben
RSS-Feeds Eine Art Newsticker auf Basis von XML-Dateien Informieren zu News aus Blogs, Nachrichten, Wetter, Börse, etc. Neuigkeiten aus RSS-Channels werden dem Abonenten über Feed-Reader automatisch angezeigt Neben Text kann auch Multimedia (Audio/ Video) verbreitet werden RSS-Reader sind bereits in vielen Browsern und Mail-Programmen eingerichtet Beispiele für eigene RSS-Reader:  Feedreader  (einer der beliebtesten deutschen Reader)  Google Reader, NewzCrawler, NewsBee , Awasu (Englisch) Tipp: News nur anteasern und auf Website verlinken
Web 2.0 oder Social Media – Was ist das? Chance, schnell und kostengünstig an große, neue Zielgruppen zu gelangen Interaktion Offen und transparent Dialog auf Augenhöhe Interview mit Social Media Berater Thomas Pfeiffer  (von Richard Gutjahr)
Ist Social Media-PR für uns geeignet? Sind wir intern und extern wirklich offen, transparent und dialogbereit Können wir mit dem Kontrollverlust leben Haben wir langfristig genügend neue, spannende Themen Haben wir genügend Zeit und Mitarbeiter, die Interesse daran haben, die Kanäle zu füttern und zu beobachten Ist die potentielle Zielgruppe über Web 2.0 erreichbar Ist die potentielle Zielgruppe groß genug Haben wir die Ausdauer, auf Erfolge warten zu können ???
Was Social Media-PR kann Neue Zielgruppen erschließen In direkten Kontakt mit der Zielgruppe treten – Dialog auf Augenhöhe! Schneeballeffekte auslösen – Multiplikatoren  Kunden binden Image auf- und ausbauen (modern, offen, transparent) Schnell und aktuell reagieren (z.B. auch auf Krisen) Multimedial agieren Zusätzliche Vertriebskanäle öffnen Klassische Werbemaßnahmen ergänzen (nicht ersetzen!)
Was Social Media-PR nicht kann Klassische PR-Maßnahmen ersetzen Schlechte PR-Konzepte retten Jede Zielgruppe erreichen Kontrolliert ablaufen Wunder bewirken Mal schnell nebenbei gemacht werden
Shitstorms – Beispiel United Airlines “United breaks Guitars”  hatte nach einem Tag 150.000 Views auf YouTube, nach 3 Tagen eine halbe Millionen, nach einem Monat 5 Millionen und ist jetzt bei 9,3 Millionen Views angekommen Es gibt einen Wikipedia Eintrag dazu und die Geschichte ging durch die Zeitungen, Nachrichten und Blogs der ganzen Welt United Airlines hat sich, nachdem das Video durch die Nachrichtensendungen in den USA ging, gemeldet und versprochen die Reparaturkosten der Gitarre zu übernehmen. Außerdem sagten sie das wäre eine großartige Gelegenheit daraus zu lernen, sie würden es intern als Trainingsvideo für ihre Servicemitarbeiter einsetzen
Shitstorms – Umgang mit Krisen Proaktiv und offen sein. Gespräch mit der Öffentlichkeit suchen, bevor sich Gerüchte verselbstständigen Schnell reagieren, recherchieren, Stellung beziehen, ggf. Abhilfe versprechen und vom Ausgang berichten Eigene Follower aufbauen, damit die Gegenbotschaft auch gelesen wird. Falls das noch nicht geht: mit bekannten Bloggern, Twitterern reden, die schon eine eigene Reichweite aufgebaut haben und notfalls eine Nachricht verbreiten können Positives Beispiel:  Gmail
Monitoring Kostenfrei: z.B.  Netvibes ,  Social Mention ,  Tweetdeck  (für Twitter),  Hootsuite Twitter Search ,  Open Facebook Search RSS-Feeds, Alert-Dienste: z.B.  Feedreader ,  Google Alerts,  iGoogle Kostenpflichtig: professionellen Dienstleister (digitale Presseclippings bis Full-Service-Analyse und Beratung)
Klare Vorgaben helfen – Die Social Media Policy Definieren Sie Ziele Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern Mitarbeiter müssen authentisch sein Wer veröffentlicht, übernimmt Verantwortung Interne Kritik ist erlaubt, bleibt aber intern Gehen Sie mit Fehlern offen um Schonen Sie Ihre Geschäftsbeziehungen Beachten Sie das geltende Recht Schränken Sie private Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit ein Social Media erfordert kontinuierliches Engagement Quelle:  Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)
Die neuen Online-Werkzeuge – Das Web 2.0 Online-Infoveranstaltungen Social Media (z.B. Wikipedia) Social Networks (z.B. Facebook, Xing, Twitter und LinkedIn) Eigene Weblogs/ Blogs (Corporate Blogs) Newsrooms Foto- und Videoportale Podcasts/ Vodcasts Verbraucherportale RSS-Feeds Social Bookmarks (z.B. Delicious, Mr. Wong, LinkArena, Oneview, Stumble upon, Digg)
Social Networks – Verbreitung in Deutschland Quelle: Google Ad Planner, Januar 2011/ Meedia
Facebook Online seit Februar 2004 Social Network Nummer 1: 540 Mio. Nutzer weltweit, 23 Mio. Nutzer in Deutschland Wer Social Media-PR betreiben will, kommt an Facebook kaum vorbei Auch wenn das Unternehmen selbst nicht aktiv bei Facebook auftritt, kann es sinnvoll sein, nach möglichen Fremdberichten zu screenen
Was bringt Facebook? Firmen bei Facebook gelten als offen und modern Facebook-Auftritt steigert Traffic auf Firmen-Website (wie auch andere Web 2.0-Tools)  Multiplikatoren-Effekt über Fans und deren Netzwerke (virale Komponente) Vernetzung: Facebook Fan-Widget in Firmen-Website einbinden User Generated Content kann Aktualität, Involvement und Viralität einer Facebook-Seite steigern Verbessert Suchmaschinenranking (Google liebt Social Networks) Niedrige Kosten
Online-PR – So-besser-nicht-Beispiel  Facebook-Kampagne „Chefticket“ der DB Chefticket Facebook-Kampagne von der Deutschen Bahn, 2010 Zielgruppe: Jeder, der für 25 Euro Bahn fahren will Ziel: Das „Chef-Ticket“ für 25 Euro bewerben Maßnahmen Online:  Facebook -Auftritt mit Werbefilm ( YouTube ) Sonstiges: Entwickelt und umgesetzt von Ogilvy
Online-PR – So-besser-nicht-Beispiel  Facebook-Kampagne „Chefticket“ der DB Was ging schief? Erste negative Kommentare zum Video: „arm“ oder „verwerflich“, &quot;Den Werber (...) solltet ihr rauswerfen!&quot; > Keine Reaktion durch die Betreuer! Wenig später schoss sich dann die Facebook-Gemeinde auf die Bahn selbst und ihr Social Media-Auftreten ein. Die Frage nach einer Moderation wurde immer lauter Bilanz nach neun Stunden: Auf insgesamt 37 Posts (die eigenen eingeschlossen) hatten die Betreiber es geschafft, sechs Mal zu kommentieren. Fünf Mal wurde bei einem eigenen und einmal wurde auf einen &quot;externen&quot; Post kommentiert Fragen, wie der Kunde denn das Ticket über Facebook bezahlt oder überhaupt genau bekommt, blieben ebenfalls unbeantwortet WICHTIG:  Genug personelle Ressourcen für das Community Management vorbereiten. Aktuell macht es eher den Eindruck, als ob eine einzige überforderte Person dafür abgestellt wurde Quelle:  PR-Blogger , 18.10.2010
Twitter Online seit März 2006 98 Mio. Nutzer weltweit 2,8 Mio. Nutzer in Deutschland Mehr „Newsticker“ als Dialogmedium (140 Zeichen-Meldungen) Multiplikatoreneffekt wird höher eingeschätzt als bei Facebook Auch wenn das Unternehmen selbst nicht aktiv twittert, kann es sinnvoll sein, nach möglichen Fremdberichten zu screenen
Was bei Twitter zu beachten ist Den eigenen Firmen-/Markennamen sichern Kurze, aussagekräftige Hash-Tags (#) verwenden – nicht zu viele, i.d.R. 3 Stück Information und/oder Unterhaltung sind wesentliche Faktoren Regelmäßig twittern Nicht zu viel Eigenwerbung, auch interessante Links und Tweets (re)twittern Auch off-topic twittern Quellen nennen Den Followern folgen Screening: Was berichten andere zu meinem Unternehmen
Wie Twitter eingesetzt werden kann Vertrieb: Beispiel  Dell Kundendienst: Beispiel  Telekom Pressemitteilungen: Beispiel  SAP Krisenkommunikation: Beispiel  Gmail Verkehrsmeldungen (funktioniert wohl gut):  DB_Info Pressemeldungen:  db_press Recruiting:  DBKarriere
Online-PR – Best Practice Beispiel Social Media-Kampagne „Pritt Paper Gang“ Pritt Paper Gang Online-Kampagne von Henkel, 2009 Zielgruppe: Jugend von 11-19 Jahre Ziel: Spaß am Basteln vermitteln, Markenbekanntheit aufbauen Maßnahmen Online: Eigene Website, Social Networks (siehe Folgechart), Filmproduktionstool, Preisverleihung, Anzeigen Sonstiges: Multilevel-Erfolgsmessung, OVK-Preis 2009
Online-PR – Best Practice Beispiel Social Media-Kampagne „Pritt Paper Gang“ „Paper Gang“- Website Facebook SchülerVZ Myspace (nicht mehr aktiv), Werbeschaltungen YouTube Twitter Henkel- Website
Blogify your life Gute Blogs sind ein starkes und kostengünstiges Marketingtool im Web 2.0 Neue Zielgruppen gewinnen Leser/ potentielle Kunden binden durch attraktive Inhalte und aktive Teilnahme In Dialog mit Lesern/ potentiellen Kunden treten Bloginhalte werden von Suchmaschinen gut gelistet
Weblog/ Blog – Was zu beachten ist Geeignet für Privatkundenansprache, weniger für Geschäftskunden Kurze Produktzyklen sind gut, lange Zyklen sprechen gegen Blogs Einfach zu erklärende und kostengünstige Produkte sind besser geeignet als erklärungsbedürftige und teure Produkte Bloggen mehrere Mitarbeiter, klare Regeln festlegen (One-Voice-Policy vs. Corporate Blog – Bsp.  Daimler ) Knowledge-Blogs im Intr a net, um internes Wissensmanagement zu unterstützen
Weblog/ Blog – Best Practice Beispiel „ Saftblog “ Kälterei Walther Blog seit Jan. 2006 Text, Bild, Video Hier bloggt die Chefin Inhalte: Alles rund um Saftherstellung, historische Saftpresse, das Büro der Chefin, zwei herrenlose Katzenbabys auf dem Werksgelände, der Wachhund, … Ca. 530.000 Besucher http://www.walthers.de/saftplausch/
Newsroom Firmen-Newsrooms als eigenständiger und interaktiver Ersatz des klassischen Pressebereichs auf Unternehmenswebsites Medienarbeit in Echtzeit Multimedial Mehr Transparenz, mehr Glaubwürdigkeit, mehr Vertrauen Mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen
Newsroom – Beispiel Coca Cola http://newsroom.coca-cola-gmbh.de/
Fazit Online-PR ist schnell, aktuell und individuell Online-PR ist kostengünstiger als Konkurrenzmedien Online-PR ist extrem vielseitig Online-PR ist multimedial Website und Newsletter gehören weiter zum Standard, aber es gibt wesentlich mehr Tools Social Media macht Werbung zum Dialog Social Media ergänzt klassische PR-Maßnahmen, ersetzt sie aber nicht Social Media muss zum Unternehmen passen Social Media kostet relativ wenig Geld aber viel Zeit Mach Social Media ganz oder gar nicht!
10 goldene Regeln für Social Media Marketing Lust auf offenen Dialog auf Augenhöhe mit den Zielgruppen  (wir kommunizieren direkt mit echten Menschen) Zuhören und nachfragen , Wissen teilen Mitmachen fördern Feedback ernst nehmen und kritikfähig sein Aktuell, authentisch und transparent sein Glaubwürdigkeit bewahren und Vertrauen der Nutzer/ Fans (= potentielle Kunden) nicht enttäuschen Loslassen und Macht abgeben Nicht zu perfekt sein und nicht immer Recht haben Omnipräsenz: Möglichst vielen Plattformen nutzen, in Blogs und Foren vertreten sein um wahrgenommen zu werden Mach es ganz oder mach es gar nicht!
GK II Public Relations 2. Sprachliche Regeln für Texte im Netz
Übung: Gestaltung Text – Wo liegt der Unterschied? http://www.astellas.de/de-539.htm https://www.boehringer-ingelheim.de/unternehmensprofil/verantwortung.html
Übung: Gestaltung Text – Wo liegt der Unterschied? Emotionalität: Schreibstiel distanziert oder persönlich
Texten für das Internet – Beispiele Tonalität Erleben Sie magische Momente mit der neuen Eiskreation von Langnese Cremissimo: Sternstunde. Eine Spur aus weißen und dunklen Schokosternen zieht sich durch himmlisches Macadamianuss- und feines Praliné-Eis, durchzogen von Marc-de-Champagne-Sauce mit feinem Kakao. Langnese Cremissimo Für die Zulassung Ihres Fahrzeugs benötigen Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie kommt für Schäden auf, die mit Ihrem Fahrzeug verursacht werden, und wehrt unberechtigte Forderungen gegen Sie ab.  AXA, Kfz-Haftpflicht Was auch besonders empfehlenswert ist ihr solltet das geile Gesöffs mal mit Alkohol mischen (Whiskey oder Baileys mit etwas Crushed Ice)(und fertig ist der Longdrink) hat eine weitaus bessere wirkung wie Red Bull mit Wodka und schmeckt dabei auch noch sau geil. Nutzer in Bewertungsportal
Inhalt, Navigation und Gestaltung Content is King
Texten für das Internet Das www bedeutet eine enorme Informationsflut mit einer unendlichen Konkurrenz Die meisten User lesen Bildschirmseiten nicht wirklich, sondern &quot;scannen&quot; – Schätzungen gehen davon aus, dass nur knapp 30% der Inhalte online gelesen werden Leser bleiben im Schnitt 30sec auf einer Seite  (= ca. 125 Wörter) Paradoxon: Leser suchen nach Texten/  Informationen, aber sie lesen nicht gerne Die ersten Worte entscheiden  über Click oder Nicht-Click
Texten für das Internet bedeutet … … Den Text als optisches Element begreifen  Die Zielgruppe genau definieren und bedienen Die Sprache der Zielgruppe sprechen/ schreiben (Tonalität) Inhaltlich noch schneller auf den Punkt kommen als bei Print Die Sprache noch klarer und präziser halten als bei Print Den Leser mit dem ersten Satz einfangen Die ersten zwei Wörter sind die wichtigsten Dem User mit Links einen Mehrwert bieten
Lesefreundlichkeit steigern Eine Idee pro Absatz Zwischenüberschriften Wichtige Begriffe (Keywords) hervorheben  (z.B.  fetten ) Hervorhebungen sparsam einsetzen  Wiederholungen in Maßen Aufzählungen statt Fließtext Flattersatz statt Blocksatz Ggf. „Styleguide“ für Unternehmenstexte anlegen
Gestaltung Text Standardschriftarten Verdana und Arial auf dem PC bzw. Helvetica und Geneva auf dem Mac Standardschriften (auch Times) können von allen Browsern richtig angezeigt werden Generell werden aktuell noch serifenlose Schriften bevorzugt, da sie moderner und plakativer wirken Mischen beider Typen ist denkbar (z.B. Unterschied Überschrift und Fließtext – erzeugt Spannung) Schriftgröße von 10 Punkten aufwärts (an Zielgruppe angepasst)  Bei der Schriftfarbe auf einen guten Kontrast achten  Schmale Textspalten (50-60 Zeichen, max. bis 80 Zeichen) Flattersatz ist besser als Blocksatz (Browser haben keinen guten Zeilenausgleich) Im Idealfall sollte die Textlänge  pro Seite nicht länger sein als zwei Bildschirmseiten.
Gestaltung Text – auch Online gelten die Printregeln Kurze, prägnante Sätze Lieber Verben als Substantive und Verben nach vorne Aktiv statt passiv formulieren Wenn Substantive, dann konkret, bildhaft, treffend Subjekt in der Regel vor Objekt Fremdwörter auch im Fachbereich sparsam verwenden Füllwörter vermeiden Überflüssige Adjektive vermeiden Hauptsachen in Hauptsätzen, Nebensachen in Nebensätzen oder in neuen Hauptsätzen Keine Schachtelsätze Glaubwürdigkeit und Authentizität sind wichtig
Fazit Im Internet wird nicht gelesen, sondern „gescannt“ Inhalte klar, präzise und einfach auf den Punkt bringen Auf Qualität und Aktualität achten Aktuelles und Infos aller Art sind Hauptgrund für Internetnutzung Glaubwürdig und authentisch sein Aktive Sprache in kurzen Sätzen Mehrwert bieten (Links) Immer an die Kenntnisse und Bedürfnisse der Zielgruppe denken
Fazit II „ Was immer du schreibst ... Schreibe kurz und sie werden es lesen, Schreibe klar und sie werden es verstehen, Schreibe bildhaft und sie werden es  im Gedächtnis behalten.“ Joseph Pulitzer (1847-1911)
GK II Public Relations 3. Internet und Intranet:  Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Inter- vs. Intranet – ein Vergleich Internet Intranet Content is King Gleiche technische Basis Gleiche journalistische Grundregeln
Inter- vs. Intranet – ein Vergleich Internet Intranet Unterschiedliche Zielgruppen
Inter- vs. Intranet – ein Vergleich Internet = Extranet – weltweit öffentlich zugänglich Zielgruppen – Inhalte primär allgemeinverständlich Inhalte oft werblicher orientiert Funktion: Information Kommunikation Unterhaltung Pflege zeitaufwendig SEO – Suchmaschinen funktionieren anders als im Intranet Intranet Nicht öffentliches Netzwerk mit begrenztem Teilnehmerkreis Zielgruppen – Inhalte können fachlicher sein Stakeholder-Interessen müssen gewahrt bleiben Funktion: Interne Information beschleunigen Arbeit vereinfachen Effizienz steigern Vorgänge automatisieren Informationen zur Verfügung stellen Pflege zeitaufwendig
Intranet  = Mitarbeiterportal = Unternehmensnetz Das Intranet ist die zentrale Plattform zum Informationsaustausch Interne Kommunikation ≠ Interne Information Infobringschuld der Unternehmensleitung wird durch Intranet zumindest teilweise zur Infoholschuld der Mitarbeiter Intranet-Pflege bedeutet zeitlichen Aufwand, ebenso wie Internet-Pflege Das Internet ist in Nordkorea quasi ein kontrolliertes und zensiertes Intranet (Wikipedia)
Intranet  Ist v.a. sinnvoll bei Tätigkeiten mit hohem Autonomiegrad, z.B. bei: Geringer Notwendigkeit persönlicher Interaktion Telearbeit Fernkommunikation und Kundennähe    also eher für Außendienst als für Produktion und Handwerk
Intranet – Aufgaben  Arbeitsabläufe steuern, unterstützen und optimieren Effizienz steigern, durch Transparenz (z.B. Terminkalender, Urlaubspläne, Bestellungen) Dokumente/ Informationen verwalten Selektieren und bereitstellen von Informationen Interner Austausch (E-Mail, Foren, Chats)
Intranet – Aufgaben  Schnelle und aktuelle Verbreitung von Informationen: Aber:  Check, welche Infos wo am besten kommuniziert  werden können und dann auch nur dort umsetzen. Informationen, die alle schnell erreichen sollen, im Intranet Informationen, die auch gewerbliche Mitarbeiter ohne Intranet-Anschluß erreichen sollen, in einem Rundschreiben Informationen, die der Überzeugungsarbeit bedürfen, in einem Meeting
Intranet – Inhalte  Quelle: „Das Intranet“, Claus Hoffmann und Beatrix Lang,    UVK Verlagsgesellschaft Verwaltung Personalwesen Intranet- Anwendungen Information & Kommunikation Beschaffung Marketing  & Vertrieb F & E Kundendienst Produktion
Intranet – Inhalte  Verwaltung: Archive, Projektkalkulation und- überwachung, Adresslisten Information & Kommunikation: Infobereitstellung, Wissensmanagement, elektronische Post, Diskussionsgruppen, Foren, Weblogs Personalwesen: Stellenausschreibungen, Bewerbungen, Einsatzpläne, Urlaub, Gehalt, interne, Arbeitsanweisungen, Organigramme, Vorschlags- und Qualitätswesen, Aus- und Weiterbildung (E-Learning u.a.) Kundendienst: Updates, Problemmeldung und –behebung, Wartung und Diagnose Marketing & Vertrieb: Produkt- und Marktinfos, Kundenmanagement, Schulungen Produktion: Arbeitsplanung, Lagerverwaltung, Qualitätsmanagement, Auftrags- und Terminplanung Beschaffung: Bestellungen, Kontrolle Lieferungen, Produktkataloge, Ausschreibungen F & E: Entwicklungsbibliotheken, Wissensmanagement, Wissensaustausch Sonstige relevante Informationen: Medienspiegel, Marktübersichten, Statistiken, Kennzahlen, Rechtsfragen, Standardverträge, Konkurrenzanalysen
Intranet Ob das eigene Intranet zu einem kreativen und offenen Marktplatz werden kann, hängt sehr stark von der Kommunikations-Kultur des jeweiligen Unternehmen ab.  Vorab sollte klar sein: Werden Informationen intern offen kommuniziert, oder ist man eher zurückhaltend mit Informationen? Ist man an den Sichtweisen und Ideen der Mitarbeiter interessiert? Oder weiß die Führung alles am besten? Gilt Unternehmenskommunikation als eine zentrale Aufgabe oder als  eine Nebensache?
Intranet Akzeptanz Leichte Orientierung Ansprechende Gestaltung Qualität und Umfang der Inhalte (Mitarbeiter erwarten Professionalität und Qualität eines publizistisch aufgemachten Intranets/ auch Internets) Transparenz Aktualität
Intranet – Tools (Interaktiv und Multimedia)  Diskussionsgruppen/ Newsgroups: für Problemlösung und Wissensaustausch. Wichtig ist Transparenz (wer hat Einblick, wer nimmt teil). Verläuft nicht in Echtzeit. Kommunikationsforen/ Chats: für direkten Austausch und kennenlernen (v.a. in großen u/o. internationalen Unternehmen). Wird eher selten genutzt (in USA stärker). Online-Sprechstunden (z.B. mit Geschäftsleitung – soll Kennenlernen ermöglichen). Wichtig ist auch hier Transparenz. Kommunikation in Echtzeit. Wird auch in Verbindung mit interaktiven Webcasts genutzt. Webcast: „Unternehmens-TV“ und Fortbildung Wikis: Interaktive Wissensdatenbank, von Mitarbeitern aufgebaut und gepflegt. Kann Auslöser für relevante Diskussionsprozesse sein.
Intranet  Stärken Einheitliche Unternehmensplattform Schnell und kostengünstig Interaktionsfähig Auch international verwendbar Leistungsvielfalt Optimiert Produktionsprozesse Geschlossene Nutzergruppen einrichtbar (lokale Teilnetze) Risiken Evtl. haben nicht alle Mitarbeiter Zugang („Mitarbeiter 2. Klasse“) System selbst und Aufbau kann je nach Umfang auch teuer werden Geringe Nutzerfreundlichkeit Schwer auffindbare Inhalte Nicht online-gerechte Aufbereitung der Inhalte Mangelnde Aktualität/ veraltete Daten
Intranet (und Internet) – 10 goldene Regeln Strategie: Ziele und wie sie erreicht werden Struktur: Wer macht was Usability: Einfache und intuitive Nutzbarkeit, möglichst wenige Hirarchieebenen Aktualität und Qualität: Immer an den Leser denken  Das Wichtigste zuerst: also auf die Startseite, evtl. personalisiert/ individualisiert Effizientes arbeiten ermöglichen: Tools und Infos nah am Alltag Teamwork fördern: interaktives Intranet Suchfunktion: Wer sucht soll auch finden – schnell, effektiv Nutzung tracken: Optimieren anhand des Nutzerverhaltens Nah am Nutzer bleiben: Gespräche, Interviews, Befragungen helfen bei der Optimierung
Intranet vs. Internet – Fazit  Internet und Intranet sind sich sehr ähnlich Das Intranet ist ein Internet mit klarer Userbegrenzung Es gelten die gleichen journalistischen Regeln Ein großer Unterschied sind die Zielgruppen Genutzt wird, was gut, übersichtlich, professionell und aktuell ist und einen Mehrwert bietet Mach es richtig oder lass es bleiben Beides kostet viel Zeit Weniger ist oft mehr Es ist besser, kein Intranet od. Internet (Website) zu haben, als ein schlechtes
Kontakt Dr. Andreas Gnann www.gnanncom.de Xing Slideshare

PR im Internet_GK2_ABP-Fortbildung_Dr Andreas Gnann_2011-05-13

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    Grundkurs II PublicRelations – PR im Netz Dr. Andreas Gnann ABP-Seminar, 13. Mai 2011 www.gnanncom.de
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    GK II PublicRelations 1. Werkzeuge der Online-PR
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    Die Werkzeuge derOnline-PR Website („Homepage“) Thematische Internetplattformen Mailings Newsletter Online-Presseportale (News aktuell, Open PR) Kooperationen mit Online-Portalen Banner-Werbung Verkaufsplattformen Online-Infoveranstaltungen Social Media (z.B. Wikipedia und Youtube/ auch Unternehmensblogs) Social Networks (z.B. Facebook, Xing, Twitter und LinkedIn) Eigene Weblogs/ Blogs Newsrooms Foto- und Videoportale Podcasts/ Vodcasts Verbraucherportale RSS-Feeds Social Bookmarks LBS (Location Based Services/ Mobiles Internet) Suchmaschinenoptimierung
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    Was kann Online-PRSchnell informieren Online-Redaktionen haben kurze Vorlaufzeiten. Neuigkeiten und Informationen können schneller publiziert werden Neue Zielgruppen ansprechen Bekanntheitsgrad stärker erhöhen Direkte und schnelle Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen Kunden binden Zufriedene Website-Besucher können Stammkunden werden Image steigern Seriöse und nachhaltige Online-PR fördert den Aufbau eines positiven Unternehmens-Images Krisen bewältigen Online-PR kann schnell und flexibel auf öffentliche Kritik gegenüber dem Unternehmen oder Produkten reagieren Kosten sparen Mit Online-PR können erhebliche Kostenvorteile generiert werden
  • 5.
    Ein paar Zahlenzur Online-Nutzung 69,4 Prozent der Deutschen sind online (49 Mio. ab 14 J.) Männer mehr als Frauen, Junge mehr als Ältere 76 Prozent sind täglich im Netz (Wert ca. wie TV) 99 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nutzen regelmäßig das Internet, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 85 Prozent und bei den Über-50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer mittlerweile bei 48,5 Prozent Nachfrage nach Videos und Audios im Internet steigt weiter Die Zuwachszahlen für Web-2.0-Anwendungen fallen geringer aus als in den Vorjahren. Auch sinkt das Interesse an aktiver Teilhabe an Blogs, Twitter und Co. vor allem bei der jüngeren und mittleren Generation Quelle: ARD/ ZDF Online-Studie, Mai 2010
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    Ein paar Zahlenzur Online-Nutzung Genutzte Onlineanwen-dungen 2010 (mindestens einmal wöchentlich, Angaben in Prozent) Quelle: ARD/ ZDF Online-Studie 2010 Gesamt 14-19 J. 20-29 J. 30-49 J. Ab 50 J. E-Mails 84 90 92 83 75 Such-maschinen 83 96 90 84 72 Gerichtete Suche 47 39 49 54 39 Nur surfen 44 58 54 43 32 Online-Communities 32 79 62 22 7 Foren, News-groups, Chats 19 63 30 12 3 Datei-Download 18 32 22 15 14 Musik 11 38 17 7 2 RSS-Feeds 11 21 15 10 6 Video/ TV 8 18 11 7 2
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    Ein paar Zahlenzur Online-Nutzung Genutzte web 2.0-Angebote 2010 (zumindest selten genutzt, Angaben in Prozent) Quelle: ARD/ ZDF Online-Studie 2010 Gesamt 14-19 J. 20-29 J. 30-39 J. 50-59 J. Wikipedia 73 95 85 80 58 Videoportale 58 95 85 65 34 Private Netzwerke 39 81 65 44 17 Foto-sammlungen 19 28 27 17 17 Berufliche Netzwerke 7 5 6 14 3 Weblogs 7 14 12 7 6 Social Bookmarks 2 1 4 4 2 Twitter 3 9 4 2 4
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    Ein paar Zahlenzur Online-Werbung Quelle: Online-Report 2010/2, Online Vermarkter Kreis (OVK)
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    Darstellungsformen im Netz– Tipps Dialogbereit sein Fragen beantworten Kritik konstruktiv nutzen Direkte Ansprache (z.B. Mail) sparsam und gezielt einsetzen Alle Formen redaktionell begleiten Transparenz soweit möglich, Meinung und Tatsachen trennen
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    Die „klassischen“ Online-WerkzeugeWebsite („Homepage“) Thematische Internetplattformen Mailings Newsletter Online-Presseportale (News aktuell, Open PR) Kooperationen mit Online-Portalen Banner-Werbung Verkaufsplattformen Online-Infoveranstaltungen Suchmaschinenoptimierung
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    Der Anfang allenonlines: Die Website Basis der Online-Werbung Erste Anlaufstelle im Netz Info und Kontaktanbahnung für potentielle Kunden Steigert Glaubwürdigkeit Steigert Umsätze SEO bedenken Verlinken Domaincheck über denic.de http://www.a-b-p.de/
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    Aufbau einer WebsiteUsability: Eine einfache und übersichtliche Struktur ist das A und O des Webauftritts Content is King: Gute Inhalte, aktuell und interessant Beides steigert Zufriedenheit, Glaubwürdigkeit, Akzeptanz und in der Folge die Nutzung durch die User
  • 13.
    Aufbau einer WebsiteKategorien/ Rubriken oder Hierarchieebenen verwenden – User akzeptieren 2-3 Klicks pro Ebene, um an die gewünschte Information zu kommen Bilder als Blickfang, um Interesse zu wecken und bei Orientierung zu unterstützen Farben zur Orientierung, sparsam und kontrastreich Einzelne Bestandteile und Online-Seiten (pages) so zusammenstellen und verknüpfen, dass der Leser/ User einen guten Überblick behält Grundgestaltung auf Folgeseiten beibehalten (bessere Orientierung, Wiedererkennung) Kompatibilität in Anzeige mit gängigen Browsern beachten Was macht die Konkurrenz?!
  • 14.
    Seitenlayout und NavigationSollte sich an Bedürfnissen und Erfahrungswelten der Nutzer orientieren Ansonsten bislang kaum allgemeingültige Richtlinien aus der Usability-Forschung Bisherige Richtlinien: Navigationsleiste/ Menü links, da räumliche Orientierung über das linke Blickfeld erfolgt Nicht mehr als fünf bis sieben Navigationspunkte, denn mehr sind kurzfristig nicht erfassbar Intuitiv verständliche Begriffe verwenden (an die Zielgruppe angepasst)
  • 15.
    Website – Nichtvergessen! Impressum Kontakt Wichtige Rubriken (bei Unternehmen z.B. auch Pressebereich) Favicon Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • 16.
    Das Impressum DasImpressum ist Pflicht! Fehlt es, kann die Site abgemahnt werden. Pflichtinfos: Voller Name und Anschrift des Betreibers/ Inhabers Telefon und E-Mail Registereintrag, USt-ID und Wirtschafts-ID, falls vorhanden Berufsbezeichnung Berufsrechtliche Regelungen und Kammer, falls vorhanden Verantwortliche Person für Auftritt, falls nicht Betreiber Haftungshinweis
  • 17.
    Das Favicon/ Favourite-Icon Das Symbol/ Logo der Firma klein angezeigt u.a. in Adresszeile eines Browsers, in den Lesezeichen (Favoriten) oder als Symbol auf dem Desktop 16×16 oder 32×32 Pixel Es dient der Wiedererkennung Das Favicon wurde von Microsoft mit dem Internet Explorer 4 eingeführt (1997)
  • 18.
    Das Favicon ZweiMöglichkeiten, es in die Site einzubinden: Referenzierung über ein HTML-Element, das in die Kopfdaten (<head>) einer HTML-Seite eingebunden wird Hinterlegung unter dem festen Namen „favicon.ico“ im Basisverzeichnis der Domain
  • 19.
    Newsletter Der Newsletterist weiterhin eines der wirksamsten Instrumente zur Kundenbindung
  • 20.
    Newsletter – Wassollte beachtet werden? Mehrwert zur Homepage bieten Er muss leicht bestellbar und abbestellbar sein Frequenz beachten (alle 2-4 Wochen) Themen langfristig planen und an Autoren verteilen Die Optik sollte ansprechend, klar und übersichtlich sein Anpassung an Firmen-CI erhöhen Wiedererkennung und richtige Zuordnung der Informationen Eigene und Fremdinhalte trennen (grafisch, farblich) Das Wichtigste kommt zuerst Ist der Absender gleich erkenntlich und bilden Absender, Betreff und Inhalt eine sinnvolle Einheit Inhalte anteasern und verlinken auf Volltexte auf eigener Website An Zielgruppe anpassen Auch der Newsletter benötigt ein Impressum und Kontakt Empfänger müssen Einverständnis für Empfang erklärt haben
  • 21.
    RSS-Feeds Eine ArtNewsticker auf Basis von XML-Dateien Informieren zu News aus Blogs, Nachrichten, Wetter, Börse, etc. Neuigkeiten aus RSS-Channels werden dem Abonenten über Feed-Reader automatisch angezeigt Neben Text kann auch Multimedia (Audio/ Video) verbreitet werden RSS-Reader sind bereits in vielen Browsern und Mail-Programmen eingerichtet Beispiele für eigene RSS-Reader: Feedreader (einer der beliebtesten deutschen Reader) Google Reader, NewzCrawler, NewsBee , Awasu (Englisch) Tipp: News nur anteasern und auf Website verlinken
  • 22.
    Web 2.0 oderSocial Media – Was ist das? Chance, schnell und kostengünstig an große, neue Zielgruppen zu gelangen Interaktion Offen und transparent Dialog auf Augenhöhe Interview mit Social Media Berater Thomas Pfeiffer (von Richard Gutjahr)
  • 23.
    Ist Social Media-PRfür uns geeignet? Sind wir intern und extern wirklich offen, transparent und dialogbereit Können wir mit dem Kontrollverlust leben Haben wir langfristig genügend neue, spannende Themen Haben wir genügend Zeit und Mitarbeiter, die Interesse daran haben, die Kanäle zu füttern und zu beobachten Ist die potentielle Zielgruppe über Web 2.0 erreichbar Ist die potentielle Zielgruppe groß genug Haben wir die Ausdauer, auf Erfolge warten zu können ???
  • 24.
    Was Social Media-PRkann Neue Zielgruppen erschließen In direkten Kontakt mit der Zielgruppe treten – Dialog auf Augenhöhe! Schneeballeffekte auslösen – Multiplikatoren Kunden binden Image auf- und ausbauen (modern, offen, transparent) Schnell und aktuell reagieren (z.B. auch auf Krisen) Multimedial agieren Zusätzliche Vertriebskanäle öffnen Klassische Werbemaßnahmen ergänzen (nicht ersetzen!)
  • 25.
    Was Social Media-PRnicht kann Klassische PR-Maßnahmen ersetzen Schlechte PR-Konzepte retten Jede Zielgruppe erreichen Kontrolliert ablaufen Wunder bewirken Mal schnell nebenbei gemacht werden
  • 26.
    Shitstorms – BeispielUnited Airlines “United breaks Guitars” hatte nach einem Tag 150.000 Views auf YouTube, nach 3 Tagen eine halbe Millionen, nach einem Monat 5 Millionen und ist jetzt bei 9,3 Millionen Views angekommen Es gibt einen Wikipedia Eintrag dazu und die Geschichte ging durch die Zeitungen, Nachrichten und Blogs der ganzen Welt United Airlines hat sich, nachdem das Video durch die Nachrichtensendungen in den USA ging, gemeldet und versprochen die Reparaturkosten der Gitarre zu übernehmen. Außerdem sagten sie das wäre eine großartige Gelegenheit daraus zu lernen, sie würden es intern als Trainingsvideo für ihre Servicemitarbeiter einsetzen
  • 27.
    Shitstorms – Umgangmit Krisen Proaktiv und offen sein. Gespräch mit der Öffentlichkeit suchen, bevor sich Gerüchte verselbstständigen Schnell reagieren, recherchieren, Stellung beziehen, ggf. Abhilfe versprechen und vom Ausgang berichten Eigene Follower aufbauen, damit die Gegenbotschaft auch gelesen wird. Falls das noch nicht geht: mit bekannten Bloggern, Twitterern reden, die schon eine eigene Reichweite aufgebaut haben und notfalls eine Nachricht verbreiten können Positives Beispiel: Gmail
  • 28.
    Monitoring Kostenfrei: z.B. Netvibes , Social Mention , Tweetdeck (für Twitter), Hootsuite Twitter Search , Open Facebook Search RSS-Feeds, Alert-Dienste: z.B. Feedreader , Google Alerts, iGoogle Kostenpflichtig: professionellen Dienstleister (digitale Presseclippings bis Full-Service-Analyse und Beratung)
  • 29.
    Klare Vorgaben helfen– Die Social Media Policy Definieren Sie Ziele Geheimnisse sind geheim und Interna bleiben intern Mitarbeiter müssen authentisch sein Wer veröffentlicht, übernimmt Verantwortung Interne Kritik ist erlaubt, bleibt aber intern Gehen Sie mit Fehlern offen um Schonen Sie Ihre Geschäftsbeziehungen Beachten Sie das geltende Recht Schränken Sie private Nutzung von Social Media während der Arbeitszeit ein Social Media erfordert kontinuierliches Engagement Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)
  • 30.
    Die neuen Online-Werkzeuge– Das Web 2.0 Online-Infoveranstaltungen Social Media (z.B. Wikipedia) Social Networks (z.B. Facebook, Xing, Twitter und LinkedIn) Eigene Weblogs/ Blogs (Corporate Blogs) Newsrooms Foto- und Videoportale Podcasts/ Vodcasts Verbraucherportale RSS-Feeds Social Bookmarks (z.B. Delicious, Mr. Wong, LinkArena, Oneview, Stumble upon, Digg)
  • 31.
    Social Networks –Verbreitung in Deutschland Quelle: Google Ad Planner, Januar 2011/ Meedia
  • 32.
    Facebook Online seitFebruar 2004 Social Network Nummer 1: 540 Mio. Nutzer weltweit, 23 Mio. Nutzer in Deutschland Wer Social Media-PR betreiben will, kommt an Facebook kaum vorbei Auch wenn das Unternehmen selbst nicht aktiv bei Facebook auftritt, kann es sinnvoll sein, nach möglichen Fremdberichten zu screenen
  • 33.
    Was bringt Facebook?Firmen bei Facebook gelten als offen und modern Facebook-Auftritt steigert Traffic auf Firmen-Website (wie auch andere Web 2.0-Tools) Multiplikatoren-Effekt über Fans und deren Netzwerke (virale Komponente) Vernetzung: Facebook Fan-Widget in Firmen-Website einbinden User Generated Content kann Aktualität, Involvement und Viralität einer Facebook-Seite steigern Verbessert Suchmaschinenranking (Google liebt Social Networks) Niedrige Kosten
  • 34.
    Online-PR – So-besser-nicht-Beispiel Facebook-Kampagne „Chefticket“ der DB Chefticket Facebook-Kampagne von der Deutschen Bahn, 2010 Zielgruppe: Jeder, der für 25 Euro Bahn fahren will Ziel: Das „Chef-Ticket“ für 25 Euro bewerben Maßnahmen Online: Facebook -Auftritt mit Werbefilm ( YouTube ) Sonstiges: Entwickelt und umgesetzt von Ogilvy
  • 35.
    Online-PR – So-besser-nicht-Beispiel Facebook-Kampagne „Chefticket“ der DB Was ging schief? Erste negative Kommentare zum Video: „arm“ oder „verwerflich“, &quot;Den Werber (...) solltet ihr rauswerfen!&quot; > Keine Reaktion durch die Betreuer! Wenig später schoss sich dann die Facebook-Gemeinde auf die Bahn selbst und ihr Social Media-Auftreten ein. Die Frage nach einer Moderation wurde immer lauter Bilanz nach neun Stunden: Auf insgesamt 37 Posts (die eigenen eingeschlossen) hatten die Betreiber es geschafft, sechs Mal zu kommentieren. Fünf Mal wurde bei einem eigenen und einmal wurde auf einen &quot;externen&quot; Post kommentiert Fragen, wie der Kunde denn das Ticket über Facebook bezahlt oder überhaupt genau bekommt, blieben ebenfalls unbeantwortet WICHTIG: Genug personelle Ressourcen für das Community Management vorbereiten. Aktuell macht es eher den Eindruck, als ob eine einzige überforderte Person dafür abgestellt wurde Quelle: PR-Blogger , 18.10.2010
  • 36.
    Twitter Online seitMärz 2006 98 Mio. Nutzer weltweit 2,8 Mio. Nutzer in Deutschland Mehr „Newsticker“ als Dialogmedium (140 Zeichen-Meldungen) Multiplikatoreneffekt wird höher eingeschätzt als bei Facebook Auch wenn das Unternehmen selbst nicht aktiv twittert, kann es sinnvoll sein, nach möglichen Fremdberichten zu screenen
  • 37.
    Was bei Twitterzu beachten ist Den eigenen Firmen-/Markennamen sichern Kurze, aussagekräftige Hash-Tags (#) verwenden – nicht zu viele, i.d.R. 3 Stück Information und/oder Unterhaltung sind wesentliche Faktoren Regelmäßig twittern Nicht zu viel Eigenwerbung, auch interessante Links und Tweets (re)twittern Auch off-topic twittern Quellen nennen Den Followern folgen Screening: Was berichten andere zu meinem Unternehmen
  • 38.
    Wie Twitter eingesetztwerden kann Vertrieb: Beispiel Dell Kundendienst: Beispiel Telekom Pressemitteilungen: Beispiel SAP Krisenkommunikation: Beispiel Gmail Verkehrsmeldungen (funktioniert wohl gut): DB_Info Pressemeldungen: db_press Recruiting: DBKarriere
  • 39.
    Online-PR – BestPractice Beispiel Social Media-Kampagne „Pritt Paper Gang“ Pritt Paper Gang Online-Kampagne von Henkel, 2009 Zielgruppe: Jugend von 11-19 Jahre Ziel: Spaß am Basteln vermitteln, Markenbekanntheit aufbauen Maßnahmen Online: Eigene Website, Social Networks (siehe Folgechart), Filmproduktionstool, Preisverleihung, Anzeigen Sonstiges: Multilevel-Erfolgsmessung, OVK-Preis 2009
  • 40.
    Online-PR – BestPractice Beispiel Social Media-Kampagne „Pritt Paper Gang“ „Paper Gang“- Website Facebook SchülerVZ Myspace (nicht mehr aktiv), Werbeschaltungen YouTube Twitter Henkel- Website
  • 41.
    Blogify your lifeGute Blogs sind ein starkes und kostengünstiges Marketingtool im Web 2.0 Neue Zielgruppen gewinnen Leser/ potentielle Kunden binden durch attraktive Inhalte und aktive Teilnahme In Dialog mit Lesern/ potentiellen Kunden treten Bloginhalte werden von Suchmaschinen gut gelistet
  • 42.
    Weblog/ Blog –Was zu beachten ist Geeignet für Privatkundenansprache, weniger für Geschäftskunden Kurze Produktzyklen sind gut, lange Zyklen sprechen gegen Blogs Einfach zu erklärende und kostengünstige Produkte sind besser geeignet als erklärungsbedürftige und teure Produkte Bloggen mehrere Mitarbeiter, klare Regeln festlegen (One-Voice-Policy vs. Corporate Blog – Bsp. Daimler ) Knowledge-Blogs im Intr a net, um internes Wissensmanagement zu unterstützen
  • 43.
    Weblog/ Blog –Best Practice Beispiel „ Saftblog “ Kälterei Walther Blog seit Jan. 2006 Text, Bild, Video Hier bloggt die Chefin Inhalte: Alles rund um Saftherstellung, historische Saftpresse, das Büro der Chefin, zwei herrenlose Katzenbabys auf dem Werksgelände, der Wachhund, … Ca. 530.000 Besucher http://www.walthers.de/saftplausch/
  • 44.
    Newsroom Firmen-Newsrooms alseigenständiger und interaktiver Ersatz des klassischen Pressebereichs auf Unternehmenswebsites Medienarbeit in Echtzeit Multimedial Mehr Transparenz, mehr Glaubwürdigkeit, mehr Vertrauen Mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen
  • 45.
    Newsroom – BeispielCoca Cola http://newsroom.coca-cola-gmbh.de/
  • 46.
    Fazit Online-PR istschnell, aktuell und individuell Online-PR ist kostengünstiger als Konkurrenzmedien Online-PR ist extrem vielseitig Online-PR ist multimedial Website und Newsletter gehören weiter zum Standard, aber es gibt wesentlich mehr Tools Social Media macht Werbung zum Dialog Social Media ergänzt klassische PR-Maßnahmen, ersetzt sie aber nicht Social Media muss zum Unternehmen passen Social Media kostet relativ wenig Geld aber viel Zeit Mach Social Media ganz oder gar nicht!
  • 47.
    10 goldene Regelnfür Social Media Marketing Lust auf offenen Dialog auf Augenhöhe mit den Zielgruppen (wir kommunizieren direkt mit echten Menschen) Zuhören und nachfragen , Wissen teilen Mitmachen fördern Feedback ernst nehmen und kritikfähig sein Aktuell, authentisch und transparent sein Glaubwürdigkeit bewahren und Vertrauen der Nutzer/ Fans (= potentielle Kunden) nicht enttäuschen Loslassen und Macht abgeben Nicht zu perfekt sein und nicht immer Recht haben Omnipräsenz: Möglichst vielen Plattformen nutzen, in Blogs und Foren vertreten sein um wahrgenommen zu werden Mach es ganz oder mach es gar nicht!
  • 48.
    GK II PublicRelations 2. Sprachliche Regeln für Texte im Netz
  • 49.
    Übung: Gestaltung Text– Wo liegt der Unterschied? http://www.astellas.de/de-539.htm https://www.boehringer-ingelheim.de/unternehmensprofil/verantwortung.html
  • 50.
    Übung: Gestaltung Text– Wo liegt der Unterschied? Emotionalität: Schreibstiel distanziert oder persönlich
  • 51.
    Texten für dasInternet – Beispiele Tonalität Erleben Sie magische Momente mit der neuen Eiskreation von Langnese Cremissimo: Sternstunde. Eine Spur aus weißen und dunklen Schokosternen zieht sich durch himmlisches Macadamianuss- und feines Praliné-Eis, durchzogen von Marc-de-Champagne-Sauce mit feinem Kakao. Langnese Cremissimo Für die Zulassung Ihres Fahrzeugs benötigen Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie kommt für Schäden auf, die mit Ihrem Fahrzeug verursacht werden, und wehrt unberechtigte Forderungen gegen Sie ab. AXA, Kfz-Haftpflicht Was auch besonders empfehlenswert ist ihr solltet das geile Gesöffs mal mit Alkohol mischen (Whiskey oder Baileys mit etwas Crushed Ice)(und fertig ist der Longdrink) hat eine weitaus bessere wirkung wie Red Bull mit Wodka und schmeckt dabei auch noch sau geil. Nutzer in Bewertungsportal
  • 52.
    Inhalt, Navigation undGestaltung Content is King
  • 53.
    Texten für dasInternet Das www bedeutet eine enorme Informationsflut mit einer unendlichen Konkurrenz Die meisten User lesen Bildschirmseiten nicht wirklich, sondern &quot;scannen&quot; – Schätzungen gehen davon aus, dass nur knapp 30% der Inhalte online gelesen werden Leser bleiben im Schnitt 30sec auf einer Seite (= ca. 125 Wörter) Paradoxon: Leser suchen nach Texten/ Informationen, aber sie lesen nicht gerne Die ersten Worte entscheiden über Click oder Nicht-Click
  • 54.
    Texten für dasInternet bedeutet … … Den Text als optisches Element begreifen Die Zielgruppe genau definieren und bedienen Die Sprache der Zielgruppe sprechen/ schreiben (Tonalität) Inhaltlich noch schneller auf den Punkt kommen als bei Print Die Sprache noch klarer und präziser halten als bei Print Den Leser mit dem ersten Satz einfangen Die ersten zwei Wörter sind die wichtigsten Dem User mit Links einen Mehrwert bieten
  • 55.
    Lesefreundlichkeit steigern EineIdee pro Absatz Zwischenüberschriften Wichtige Begriffe (Keywords) hervorheben (z.B. fetten ) Hervorhebungen sparsam einsetzen Wiederholungen in Maßen Aufzählungen statt Fließtext Flattersatz statt Blocksatz Ggf. „Styleguide“ für Unternehmenstexte anlegen
  • 56.
    Gestaltung Text StandardschriftartenVerdana und Arial auf dem PC bzw. Helvetica und Geneva auf dem Mac Standardschriften (auch Times) können von allen Browsern richtig angezeigt werden Generell werden aktuell noch serifenlose Schriften bevorzugt, da sie moderner und plakativer wirken Mischen beider Typen ist denkbar (z.B. Unterschied Überschrift und Fließtext – erzeugt Spannung) Schriftgröße von 10 Punkten aufwärts (an Zielgruppe angepasst) Bei der Schriftfarbe auf einen guten Kontrast achten Schmale Textspalten (50-60 Zeichen, max. bis 80 Zeichen) Flattersatz ist besser als Blocksatz (Browser haben keinen guten Zeilenausgleich) Im Idealfall sollte die Textlänge pro Seite nicht länger sein als zwei Bildschirmseiten.
  • 57.
    Gestaltung Text –auch Online gelten die Printregeln Kurze, prägnante Sätze Lieber Verben als Substantive und Verben nach vorne Aktiv statt passiv formulieren Wenn Substantive, dann konkret, bildhaft, treffend Subjekt in der Regel vor Objekt Fremdwörter auch im Fachbereich sparsam verwenden Füllwörter vermeiden Überflüssige Adjektive vermeiden Hauptsachen in Hauptsätzen, Nebensachen in Nebensätzen oder in neuen Hauptsätzen Keine Schachtelsätze Glaubwürdigkeit und Authentizität sind wichtig
  • 58.
    Fazit Im Internetwird nicht gelesen, sondern „gescannt“ Inhalte klar, präzise und einfach auf den Punkt bringen Auf Qualität und Aktualität achten Aktuelles und Infos aller Art sind Hauptgrund für Internetnutzung Glaubwürdig und authentisch sein Aktive Sprache in kurzen Sätzen Mehrwert bieten (Links) Immer an die Kenntnisse und Bedürfnisse der Zielgruppe denken
  • 59.
    Fazit II „Was immer du schreibst ... Schreibe kurz und sie werden es lesen, Schreibe klar und sie werden es verstehen, Schreibe bildhaft und sie werden es im Gedächtnis behalten.“ Joseph Pulitzer (1847-1911)
  • 60.
    GK II PublicRelations 3. Internet und Intranet: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • 61.
    Inter- vs. Intranet– ein Vergleich Internet Intranet Content is King Gleiche technische Basis Gleiche journalistische Grundregeln
  • 62.
    Inter- vs. Intranet– ein Vergleich Internet Intranet Unterschiedliche Zielgruppen
  • 63.
    Inter- vs. Intranet– ein Vergleich Internet = Extranet – weltweit öffentlich zugänglich Zielgruppen – Inhalte primär allgemeinverständlich Inhalte oft werblicher orientiert Funktion: Information Kommunikation Unterhaltung Pflege zeitaufwendig SEO – Suchmaschinen funktionieren anders als im Intranet Intranet Nicht öffentliches Netzwerk mit begrenztem Teilnehmerkreis Zielgruppen – Inhalte können fachlicher sein Stakeholder-Interessen müssen gewahrt bleiben Funktion: Interne Information beschleunigen Arbeit vereinfachen Effizienz steigern Vorgänge automatisieren Informationen zur Verfügung stellen Pflege zeitaufwendig
  • 64.
    Intranet =Mitarbeiterportal = Unternehmensnetz Das Intranet ist die zentrale Plattform zum Informationsaustausch Interne Kommunikation ≠ Interne Information Infobringschuld der Unternehmensleitung wird durch Intranet zumindest teilweise zur Infoholschuld der Mitarbeiter Intranet-Pflege bedeutet zeitlichen Aufwand, ebenso wie Internet-Pflege Das Internet ist in Nordkorea quasi ein kontrolliertes und zensiertes Intranet (Wikipedia)
  • 65.
    Intranet Istv.a. sinnvoll bei Tätigkeiten mit hohem Autonomiegrad, z.B. bei: Geringer Notwendigkeit persönlicher Interaktion Telearbeit Fernkommunikation und Kundennähe  also eher für Außendienst als für Produktion und Handwerk
  • 66.
    Intranet – Aufgaben Arbeitsabläufe steuern, unterstützen und optimieren Effizienz steigern, durch Transparenz (z.B. Terminkalender, Urlaubspläne, Bestellungen) Dokumente/ Informationen verwalten Selektieren und bereitstellen von Informationen Interner Austausch (E-Mail, Foren, Chats)
  • 67.
    Intranet – Aufgaben Schnelle und aktuelle Verbreitung von Informationen: Aber: Check, welche Infos wo am besten kommuniziert werden können und dann auch nur dort umsetzen. Informationen, die alle schnell erreichen sollen, im Intranet Informationen, die auch gewerbliche Mitarbeiter ohne Intranet-Anschluß erreichen sollen, in einem Rundschreiben Informationen, die der Überzeugungsarbeit bedürfen, in einem Meeting
  • 68.
    Intranet – Inhalte Quelle: „Das Intranet“, Claus Hoffmann und Beatrix Lang, UVK Verlagsgesellschaft Verwaltung Personalwesen Intranet- Anwendungen Information & Kommunikation Beschaffung Marketing & Vertrieb F & E Kundendienst Produktion
  • 69.
    Intranet – Inhalte Verwaltung: Archive, Projektkalkulation und- überwachung, Adresslisten Information & Kommunikation: Infobereitstellung, Wissensmanagement, elektronische Post, Diskussionsgruppen, Foren, Weblogs Personalwesen: Stellenausschreibungen, Bewerbungen, Einsatzpläne, Urlaub, Gehalt, interne, Arbeitsanweisungen, Organigramme, Vorschlags- und Qualitätswesen, Aus- und Weiterbildung (E-Learning u.a.) Kundendienst: Updates, Problemmeldung und –behebung, Wartung und Diagnose Marketing & Vertrieb: Produkt- und Marktinfos, Kundenmanagement, Schulungen Produktion: Arbeitsplanung, Lagerverwaltung, Qualitätsmanagement, Auftrags- und Terminplanung Beschaffung: Bestellungen, Kontrolle Lieferungen, Produktkataloge, Ausschreibungen F & E: Entwicklungsbibliotheken, Wissensmanagement, Wissensaustausch Sonstige relevante Informationen: Medienspiegel, Marktübersichten, Statistiken, Kennzahlen, Rechtsfragen, Standardverträge, Konkurrenzanalysen
  • 70.
    Intranet Ob daseigene Intranet zu einem kreativen und offenen Marktplatz werden kann, hängt sehr stark von der Kommunikations-Kultur des jeweiligen Unternehmen ab. Vorab sollte klar sein: Werden Informationen intern offen kommuniziert, oder ist man eher zurückhaltend mit Informationen? Ist man an den Sichtweisen und Ideen der Mitarbeiter interessiert? Oder weiß die Führung alles am besten? Gilt Unternehmenskommunikation als eine zentrale Aufgabe oder als eine Nebensache?
  • 71.
    Intranet Akzeptanz LeichteOrientierung Ansprechende Gestaltung Qualität und Umfang der Inhalte (Mitarbeiter erwarten Professionalität und Qualität eines publizistisch aufgemachten Intranets/ auch Internets) Transparenz Aktualität
  • 72.
    Intranet – Tools(Interaktiv und Multimedia) Diskussionsgruppen/ Newsgroups: für Problemlösung und Wissensaustausch. Wichtig ist Transparenz (wer hat Einblick, wer nimmt teil). Verläuft nicht in Echtzeit. Kommunikationsforen/ Chats: für direkten Austausch und kennenlernen (v.a. in großen u/o. internationalen Unternehmen). Wird eher selten genutzt (in USA stärker). Online-Sprechstunden (z.B. mit Geschäftsleitung – soll Kennenlernen ermöglichen). Wichtig ist auch hier Transparenz. Kommunikation in Echtzeit. Wird auch in Verbindung mit interaktiven Webcasts genutzt. Webcast: „Unternehmens-TV“ und Fortbildung Wikis: Interaktive Wissensdatenbank, von Mitarbeitern aufgebaut und gepflegt. Kann Auslöser für relevante Diskussionsprozesse sein.
  • 73.
    Intranet StärkenEinheitliche Unternehmensplattform Schnell und kostengünstig Interaktionsfähig Auch international verwendbar Leistungsvielfalt Optimiert Produktionsprozesse Geschlossene Nutzergruppen einrichtbar (lokale Teilnetze) Risiken Evtl. haben nicht alle Mitarbeiter Zugang („Mitarbeiter 2. Klasse“) System selbst und Aufbau kann je nach Umfang auch teuer werden Geringe Nutzerfreundlichkeit Schwer auffindbare Inhalte Nicht online-gerechte Aufbereitung der Inhalte Mangelnde Aktualität/ veraltete Daten
  • 74.
    Intranet (und Internet)– 10 goldene Regeln Strategie: Ziele und wie sie erreicht werden Struktur: Wer macht was Usability: Einfache und intuitive Nutzbarkeit, möglichst wenige Hirarchieebenen Aktualität und Qualität: Immer an den Leser denken Das Wichtigste zuerst: also auf die Startseite, evtl. personalisiert/ individualisiert Effizientes arbeiten ermöglichen: Tools und Infos nah am Alltag Teamwork fördern: interaktives Intranet Suchfunktion: Wer sucht soll auch finden – schnell, effektiv Nutzung tracken: Optimieren anhand des Nutzerverhaltens Nah am Nutzer bleiben: Gespräche, Interviews, Befragungen helfen bei der Optimierung
  • 75.
    Intranet vs. Internet– Fazit Internet und Intranet sind sich sehr ähnlich Das Intranet ist ein Internet mit klarer Userbegrenzung Es gelten die gleichen journalistischen Regeln Ein großer Unterschied sind die Zielgruppen Genutzt wird, was gut, übersichtlich, professionell und aktuell ist und einen Mehrwert bietet Mach es richtig oder lass es bleiben Beides kostet viel Zeit Weniger ist oft mehr Es ist besser, kein Intranet od. Internet (Website) zu haben, als ein schlechtes
  • 76.
    Kontakt Dr. AndreasGnann www.gnanncom.de Xing Slideshare