3. NETZWERKTAG für „FREIE“ Freitag, 18. Juni 2010 - 9.30 bis 17.00 Uhr Instituto Cervantes Chilehaus, Eingang B, 1. Etage Fischertwiete 1 20095 Hamburg Kommerzielles Bloggen – wo sind die Chancen, wo sind die Grenzen?
Inhalt  Warum eigentlich Bloggen? Erfolgreich bloggen – Teil 1: Inhalt Erfolgreich bloggen  – Teil 2: Gestaltung Erfolgreich bloggen  – Teil 3: Kommunikation Paid Content Crowd Funding Werbefinanzierung Vermischung von Redaktion und Werbung VG-Wort
1. Warum eigentlich Bloggen?
Was macht Blogs aus? Blogs sind Kommunikationsmittel – kommentieren, vernetzen, Inhalte weitergeben Im Gegensatz zu etablierten Medien stehen der Autor und seine subjektive Meinung im Vordergrund Keiner weiß alles – Blogs schreiben über bestimmte Dinge und verlinken zum Rest Direkte Kommunikation mit dem Leser, der Leser wird ernst genommen und eingebunden
Was bedeutet das für die Medienlandschaft? tiefgreifende Veränderungen bei Informationsbeschaffung und Kommunikation Konsumenten hören auf Empfehlungen von Freunden, nicht mehr auf Marketingbotschaften von (Medien)Unternehmen Macht verschiebt sich vom Anbieter auf den Nachfrager, Leser sind kritischer. Neue Strukturen stellen bisherige Machtverhältnisse und Geschäftsmodelle der Medien in Frage -> Chance für Neues
Ulrike Langer, Medienjournalisin, auf dem Cologne web content forum, April 2010 (http://medialdigital.de/2010/04/23/inhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum/ „ Wir befinden uns mitten in einer Medienrevolution. Ähnlich wie in Frankreich ab 1789 wird Blut fließen und es werden Köpfe rollen. Es gibt keine störungsfreie Übergangsphase, wo das alte Analoge allmählich vom neuen Digitalen abgelöst wird. Die Revolution hält sich nicht aufhalten und nicht verlangsamen.“
Idiolgischer Glaubenskrieg zwischen alten und neuen Strukturen ↓ Medienrevolution
Digital Visitors Privatsphäre schützen Persönliche Beziehungen & Vertrautheit  Präzise Informationen mit echtem Tiefgang finden und weitergeben Angst vor unkontrollierbarer Datenflut Keine oberflächlichen Beziehungen, Selbstdarstellung & Tratsch Peter Kruse, Psychologe mit Schwerpunkt Komplexitätsverarbeitung und Professor an der Universität Bremen (http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/)
Digital Residents Gesellschaft mitgestalten gegen Zensur, Intransparenz,Manipulation Freie Verfügbarkeit - keine kostspielige Beschaffung von Information Über Austausch & Empfehlungen auf dem Laufenden bleiben unkompliziert neue Kontakte knüpfen Peter Kruse, Psychologe mit Schwerpunkt Komplexitätsverarbeitung und Professor an der Universität Bremen (http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/)
Daraus folgt:  Übertragen von Geschäftsmodellen aus den etablierten Medien ins Internet funktioniert nicht Freie Journalisten sollten eigenständiger werden, unternehmerisch denken Raus aus der Abhängigkeit von Verlagen  Eigene Ideen & Finanzierungsmodelle entwickeln und umsetzen Der eigene Name als Marke: Experte für ein bestimmtes Gebiet bzw. Alleinstellungsmerkmal
„ Ich habe jedenfalls große Lust auf eine Medienlandschaft, die sehr viel kleinteiliger, und dafür weniger strukturkonservativ, machtbesessen und elitär ist als das, was uns derzeit die alten Holzmedien und die Flimmerkiste liefern.“ Lars Reppesgard, Journalist, Autor von „Das Goolge-Imperium“: http://googlereport.de/2010/05/28/der-googlereport-probierts-mit-flattr/
2.  Erfolgreich bloggen – Teil 1: Inhalt
Content is King Gefragt sind kurze, schnell verständliche Inhalte, gut struktiert Spezialisierung auf bestimmtes Thema oder Klammer für ein Thema  Fachliche Informationen, Unterhaltung, Subjektive Einschätzungen, Interviews,  Produktreviews – oder Mischung aus allem
Fach-Informationen
 
Gute Suchmaschinenplätze
Produkt-Tests
Prominenz
„ Journalismus entwickelt sich weg von der Frage ‚Was ist passiert?’ hin zu der Frage ‚Was halten Sie davon?’“ Matthias Spielkamp (http://immateriblog.de), Freier Journalist Berlin im Online-Magazin der Evangelischen Journalistenschule (http://ejs.ituj-training.de/?p=1370)
Subjektive Einschätzung
Info-Dienst
Einfacher Info-Dienst mit RSS
Datenbank
„ Tu was dir Spaß macht, dann kommt das Geld im Internet von ganz alleine“ Robert Basic, einer der erfolgreichsten deutschen Blogger, re:publica 2010  (http://www.robertbasic.de/2010/06/modern-blogging)
3. Erfolgreich bloggen – Teil 2: Gestaltung
Benutzerfreundliches Design Wichtiges möglichst weit oben und auf der Startseite Gut lesbare Texte (Kontrast, Schriftart) Fotos wecken Emotionen & sprechen den Leser an Wichtige Dinge mit Fotos anteasern Nicht zu viele Auswahlmöglichkeiten
 
Suchmaschinenoptimierung Wichtige Keywords möglichst schon im Seitentitel, in Artikel-Überschrift und im Teaser einsetzen Google Keyword-Tools, Google Trends und Google Search Insights zur Auswertung von Suchanfragen bei Google nutzen Suchanfragen für die eigene Seite auswerten (z.B. Google-Analytics)
 
 
4. Erfolgreich bloggen – Teil 3: Kommunikation
Klassische Pressearbeit Kontakte nutzen, um auf das Blog aufmerksam zu machen Artikel und Bücher nutzen, um Website zu bewerben Um Verlinkung bitten Führt im Idealfall zu weiteren Pressestimmen, Kooperationen, Aufträgen
 
Kommunikation Twitter Facebook Xing Linkedin Leserkommentare Kommunikation mit anderen Bloggern
 
 
 
 
5. Paid Content
Paid-Content Inhalt nur für zahlende Nutzern Leser zahlen für einzigartige Inhalte die sie nirgendwo anders bekommen Leser zahlen für Kontext, Analyse, Einordnung, Kritisches Hinterfragen, Pointieren Leser zahlen für Medium ihres Vertrauens, Bezugspunkt im Internet Lieber Cent-Beträge pro Artikel statt Abos Leser lassen sich nicht zum Bezahlen zwingen!
Matthias Iken, Chefredakteur Hamburger Abendblatt, bei der Einführung von Paid-Content im Dezember 2009 (http://www.abendblatt.de/ratgeber/article1307619/abendblatt-de-gibt-es-seit-heute-im-Abonnement.html) Ist es zu viel verlangt, in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet oder das Telefonvoting für sinnbefreite Casting-Shows mindestens 50 Cent, für das Produkt Qualitätsjournalismus knapp 30 Cent am Tag zu bezahlen?“
Problem bei bezahlten Inhalten Nur wenige Leser sind bereit, für Inhalte zu Zahlen  Die gleichen Inhalte gratis sind oft nur einen Mausklick entfernt Derzeit noch zu hohe Transaktionskosten bei Micropayment (zeitlich & finanziell) Bezahl-Inhalte hinter Paywall werden nicht von Google indiziert
Beispiel Paypal als bekanntestes Online-Zahlungssystem: Jede Zahlung aus EU & EWR kostet den Empfänger 35 Cent + max. 1,9 Prozent des Betrages, außerhalb EU & EWR sogar mehr. Beispiel 1: Leser zahlt 50 Cent pro Artikel -> Blogger erhält 7 Cent!  Beispiel 2: Leser zahlt 1 € pro Artikel -> Blogger erhält 46 Cent! Beispiel 3: Leser zahlt 2 € pro Artikel -> Blogger erhält 1,27 €
6. Crowd funding
Wie funktioniert Crowd funding? Freiwillig: Zahlung, wenn Blog/Artikel gefällt Einfach: Spende mit wenigen Klicks! Prinzip: Leser zahlt mindesten 2-5 Euro monatlich und gibt an, auf welche Blogs/Artikel Geld verteilt wird Geringe Kosten: Blogger kann Geld sammeln und sich auf einmal auszahlen lassen Networking-Effekt: Wer Geld verdienen will, muss auch selbst spenden
Flattr und Kachingle in Aktion
Was bringt es – am Bsp. flattr taz-Blog: 143,55 € in 12 Tagen Spreeblick: 110, 94 € in 14 Tagen Law-Blog: 33,06 € im Mai Yucca Tree - 17,54 € in 15 Tagen Ein flattre-Klick ist im Schnitt 15 Cent wert Über 8.200 eingestellten Seiten, davon 4.900 deutschsprachig  Über 16.000 User
 
7. Werbefinanzierung
„ Du kannst jedes Blog monetarisieren“ Erfolgsblogger Sascha Pallenberg berichtet in zwei Interviews auf der re:publica 2010 darüber, wie man es http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/22/sascha-pallenberg-du-kannst-jedes-blog-monetarisieren//  http://carta.info/25796/sascha-pallenberg-ueber-geld-verdienen-mit-blogs/
 
Bannerwerbung
Direktvermarktung
Affilate-Programme
Google Adsense
Intext-Werbung
Intext-Werbung
Werbefinanzierte E-Books
Probleme bei Werbefinanzierung Unternehmen wollen klare Zielgruppe Erfolg im Internet genau messbar Starke Spezialisierung bedeutet weniger Leser, weniger Themen Werbung muss zum Inhalt passen Jeder Blog ist anders Unseriöse Werbeangebote, Grenzen von Redaktion & Werbung fließend
8. Vermischung von Redaktion und Werbung
„ Wir Journalisten haben uns geweigert, die geschäftlichen Mechanismen zu verstehen... Es würde uns korrumpieren, beschmutzen… Wir haben die Aufgabe, uns auch um das Geschäftliche zu kümmern, damit wir herausfinden, wie wir den Journalismus erhalten und fördern können. Wir müssen nicht nur das Mediengeschäft erlernen, wir müssen auch lernen, wie man Startups gründet.“ Jeff Jarvis, amerikanischer Journalist & Blogger, Autor von „Was würde Google tun“ im Interview mit Ulrike Langer:
Kommerzielle Kommunikationen müssen klar als solche zu erkennen sein. Telemediengesetz §6 (http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tmg/gesamt.pdf)
Unzulässige geschäftliche Handlungen im Sinne des § 3 Absatz 3 sind.... der vom Unternehmer finanzierte Einsatz redaktioneller Inhalte zu Zwecken der Verkaufsförderung, ohne dass sich dieser Zusammenhang aus dem Inhalt oder aus der Art der optischen oder akustischen Darstellung eindeutig ergibt (als Information getarnte Werbung); Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Anhang (zu § 3 Absatz 3) (http://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/anhang_26.html)
Pagerank
Gekennzeichnte Textlinks
Trigami
Advertorial
Geschenke an Blogger
„ Bin ich käuflich? Mit Sicherheit nicht. Ich werde niemals über ein Produkt oder einen Dienst etwas Gutes schreiben, wenn ich ihn nicht mindestens super-duper finde. Weil ich sonst innerhalb weniger Wochen all das selbst einreißen würde, was ich mir im Laufe der letzten Jahren erarbeitet habe. Bin ich beeinflussbar? Mit Sicherheit ja. Und zwar von den Menschen, die ich schätze, denen ich vertraue und die ich kenne.“ Sachar Kriwoj, Leiter Digital Public Affairs bei E-Plus (http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1489)
9. Verwertungsgesellschaft Wort
In Kürze: So wird es gemacht Ab 1500 Abrufe pro Artikel: 30 Euro Ab 3000 Abrufe pro Artikel: 40 Euro Jeden Zählpixel einzeln einbauen Jeden Artikel einzeln melden Wer für andere schreibt, sich die Auszahlung mit dem Verlag Mein Fazit: Zu kompliziert für schnelle Online-Inhalte
So sieht es im Text aus:
VG-Wort-Tutorial Elke Fleing: Berufung Selbständig  Whitepaper zum Thema Als Autor Tantiemen für Online-Texte von der VG Wort erhalten (http://berufung-selbststaendig.de/2010/04/11/ausfuhrliche-anleitung-wie-ihr-als-autor-tantiemen-fur-online-texte-von-der-vg-wort-bekommt/)
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Kommerzielles Bloggen – wo sind die Chancen, wo sind die Grenzen?

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    3. NETZWERKTAG für„FREIE“ Freitag, 18. Juni 2010 - 9.30 bis 17.00 Uhr Instituto Cervantes Chilehaus, Eingang B, 1. Etage Fischertwiete 1 20095 Hamburg Kommerzielles Bloggen – wo sind die Chancen, wo sind die Grenzen?
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    Inhalt Warumeigentlich Bloggen? Erfolgreich bloggen – Teil 1: Inhalt Erfolgreich bloggen – Teil 2: Gestaltung Erfolgreich bloggen – Teil 3: Kommunikation Paid Content Crowd Funding Werbefinanzierung Vermischung von Redaktion und Werbung VG-Wort
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    Was macht Blogsaus? Blogs sind Kommunikationsmittel – kommentieren, vernetzen, Inhalte weitergeben Im Gegensatz zu etablierten Medien stehen der Autor und seine subjektive Meinung im Vordergrund Keiner weiß alles – Blogs schreiben über bestimmte Dinge und verlinken zum Rest Direkte Kommunikation mit dem Leser, der Leser wird ernst genommen und eingebunden
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    Was bedeutet dasfür die Medienlandschaft? tiefgreifende Veränderungen bei Informationsbeschaffung und Kommunikation Konsumenten hören auf Empfehlungen von Freunden, nicht mehr auf Marketingbotschaften von (Medien)Unternehmen Macht verschiebt sich vom Anbieter auf den Nachfrager, Leser sind kritischer. Neue Strukturen stellen bisherige Machtverhältnisse und Geschäftsmodelle der Medien in Frage -> Chance für Neues
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    Ulrike Langer, Medienjournalisin,auf dem Cologne web content forum, April 2010 (http://medialdigital.de/2010/04/23/inhalteproduzenten-brauchen-neue-wertschopfungsketten-meine-keynote-beim-cologne-web-content-forum/ „ Wir befinden uns mitten in einer Medienrevolution. Ähnlich wie in Frankreich ab 1789 wird Blut fließen und es werden Köpfe rollen. Es gibt keine störungsfreie Übergangsphase, wo das alte Analoge allmählich vom neuen Digitalen abgelöst wird. Die Revolution hält sich nicht aufhalten und nicht verlangsamen.“
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    Idiolgischer Glaubenskrieg zwischenalten und neuen Strukturen ↓ Medienrevolution
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    Digital Visitors Privatsphäreschützen Persönliche Beziehungen & Vertrautheit Präzise Informationen mit echtem Tiefgang finden und weitergeben Angst vor unkontrollierbarer Datenflut Keine oberflächlichen Beziehungen, Selbstdarstellung & Tratsch Peter Kruse, Psychologe mit Schwerpunkt Komplexitätsverarbeitung und Professor an der Universität Bremen (http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/)
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    Digital Residents Gesellschaftmitgestalten gegen Zensur, Intransparenz,Manipulation Freie Verfügbarkeit - keine kostspielige Beschaffung von Information Über Austausch & Empfehlungen auf dem Laufenden bleiben unkompliziert neue Kontakte knüpfen Peter Kruse, Psychologe mit Schwerpunkt Komplexitätsverarbeitung und Professor an der Universität Bremen (http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/http://re-publica.de/10/2010/04/15/peter-kruse-ist-die-nutzung-des-internets-eine-glaubensfrage/)
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    Daraus folgt: Übertragen von Geschäftsmodellen aus den etablierten Medien ins Internet funktioniert nicht Freie Journalisten sollten eigenständiger werden, unternehmerisch denken Raus aus der Abhängigkeit von Verlagen Eigene Ideen & Finanzierungsmodelle entwickeln und umsetzen Der eigene Name als Marke: Experte für ein bestimmtes Gebiet bzw. Alleinstellungsmerkmal
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    „ Ich habejedenfalls große Lust auf eine Medienlandschaft, die sehr viel kleinteiliger, und dafür weniger strukturkonservativ, machtbesessen und elitär ist als das, was uns derzeit die alten Holzmedien und die Flimmerkiste liefern.“ Lars Reppesgard, Journalist, Autor von „Das Goolge-Imperium“: http://googlereport.de/2010/05/28/der-googlereport-probierts-mit-flattr/
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    2. Erfolgreichbloggen – Teil 1: Inhalt
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    Content is KingGefragt sind kurze, schnell verständliche Inhalte, gut struktiert Spezialisierung auf bestimmtes Thema oder Klammer für ein Thema Fachliche Informationen, Unterhaltung, Subjektive Einschätzungen, Interviews, Produktreviews – oder Mischung aus allem
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    „ Journalismus entwickeltsich weg von der Frage ‚Was ist passiert?’ hin zu der Frage ‚Was halten Sie davon?’“ Matthias Spielkamp (http://immateriblog.de), Freier Journalist Berlin im Online-Magazin der Evangelischen Journalistenschule (http://ejs.ituj-training.de/?p=1370)
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    3. Erfolgreich bloggen– Teil 2: Gestaltung
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    Benutzerfreundliches Design Wichtigesmöglichst weit oben und auf der Startseite Gut lesbare Texte (Kontrast, Schriftart) Fotos wecken Emotionen & sprechen den Leser an Wichtige Dinge mit Fotos anteasern Nicht zu viele Auswahlmöglichkeiten
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    Suchmaschinenoptimierung Wichtige Keywordsmöglichst schon im Seitentitel, in Artikel-Überschrift und im Teaser einsetzen Google Keyword-Tools, Google Trends und Google Search Insights zur Auswertung von Suchanfragen bei Google nutzen Suchanfragen für die eigene Seite auswerten (z.B. Google-Analytics)
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    Paid-Content Inhalt nurfür zahlende Nutzern Leser zahlen für einzigartige Inhalte die sie nirgendwo anders bekommen Leser zahlen für Kontext, Analyse, Einordnung, Kritisches Hinterfragen, Pointieren Leser zahlen für Medium ihres Vertrauens, Bezugspunkt im Internet Lieber Cent-Beträge pro Artikel statt Abos Leser lassen sich nicht zum Bezahlen zwingen!
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    Matthias Iken, ChefredakteurHamburger Abendblatt, bei der Einführung von Paid-Content im Dezember 2009 (http://www.abendblatt.de/ratgeber/article1307619/abendblatt-de-gibt-es-seit-heute-im-Abonnement.html) Ist es zu viel verlangt, in Zeiten, wo aufgeschäumter Kaffee im Pappbecher drei Euro kostet oder das Telefonvoting für sinnbefreite Casting-Shows mindestens 50 Cent, für das Produkt Qualitätsjournalismus knapp 30 Cent am Tag zu bezahlen?“
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    Problem bei bezahltenInhalten Nur wenige Leser sind bereit, für Inhalte zu Zahlen Die gleichen Inhalte gratis sind oft nur einen Mausklick entfernt Derzeit noch zu hohe Transaktionskosten bei Micropayment (zeitlich & finanziell) Bezahl-Inhalte hinter Paywall werden nicht von Google indiziert
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    Beispiel Paypal alsbekanntestes Online-Zahlungssystem: Jede Zahlung aus EU & EWR kostet den Empfänger 35 Cent + max. 1,9 Prozent des Betrages, außerhalb EU & EWR sogar mehr. Beispiel 1: Leser zahlt 50 Cent pro Artikel -> Blogger erhält 7 Cent! Beispiel 2: Leser zahlt 1 € pro Artikel -> Blogger erhält 46 Cent! Beispiel 3: Leser zahlt 2 € pro Artikel -> Blogger erhält 1,27 €
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    Wie funktioniert Crowdfunding? Freiwillig: Zahlung, wenn Blog/Artikel gefällt Einfach: Spende mit wenigen Klicks! Prinzip: Leser zahlt mindesten 2-5 Euro monatlich und gibt an, auf welche Blogs/Artikel Geld verteilt wird Geringe Kosten: Blogger kann Geld sammeln und sich auf einmal auszahlen lassen Networking-Effekt: Wer Geld verdienen will, muss auch selbst spenden
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    Was bringt es– am Bsp. flattr taz-Blog: 143,55 € in 12 Tagen Spreeblick: 110, 94 € in 14 Tagen Law-Blog: 33,06 € im Mai Yucca Tree - 17,54 € in 15 Tagen Ein flattre-Klick ist im Schnitt 15 Cent wert Über 8.200 eingestellten Seiten, davon 4.900 deutschsprachig Über 16.000 User
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    „ Du kannstjedes Blog monetarisieren“ Erfolgsblogger Sascha Pallenberg berichtet in zwei Interviews auf der re:publica 2010 darüber, wie man es http://stefanmey.wordpress.com/2010/04/22/sascha-pallenberg-du-kannst-jedes-blog-monetarisieren// http://carta.info/25796/sascha-pallenberg-ueber-geld-verdienen-mit-blogs/
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    „ Wir Journalistenhaben uns geweigert, die geschäftlichen Mechanismen zu verstehen... Es würde uns korrumpieren, beschmutzen… Wir haben die Aufgabe, uns auch um das Geschäftliche zu kümmern, damit wir herausfinden, wie wir den Journalismus erhalten und fördern können. Wir müssen nicht nur das Mediengeschäft erlernen, wir müssen auch lernen, wie man Startups gründet.“ Jeff Jarvis, amerikanischer Journalist & Blogger, Autor von „Was würde Google tun“ im Interview mit Ulrike Langer:
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    Unzulässige geschäftliche Handlungenim Sinne des § 3 Absatz 3 sind.... der vom Unternehmer finanzierte Einsatz redaktioneller Inhalte zu Zwecken der Verkaufsförderung, ohne dass sich dieser Zusammenhang aus dem Inhalt oder aus der Art der optischen oder akustischen Darstellung eindeutig ergibt (als Information getarnte Werbung); Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, Anhang (zu § 3 Absatz 3) (http://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/anhang_26.html)
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    In Kürze: Sowird es gemacht Ab 1500 Abrufe pro Artikel: 30 Euro Ab 3000 Abrufe pro Artikel: 40 Euro Jeden Zählpixel einzeln einbauen Jeden Artikel einzeln melden Wer für andere schreibt, sich die Auszahlung mit dem Verlag Mein Fazit: Zu kompliziert für schnelle Online-Inhalte
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    So sieht esim Text aus:
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    VG-Wort-Tutorial Elke Fleing:Berufung Selbständig Whitepaper zum Thema Als Autor Tantiemen für Online-Texte von der VG Wort erhalten (http://berufung-selbststaendig.de/2010/04/11/ausfuhrliche-anleitung-wie-ihr-als-autor-tantiemen-fur-online-texte-von-der-vg-wort-bekommt/)
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