Mobiles Lernen
Theorie und Praxis
Christian Glahn


Twitter: @phish108
Slideshare: http://slidesha.re/phish108
Über mich
•   Praxisgeleitete Innovation von IT zur Unterstützung
    von Lern- und Wissensprozessen
•   Erziehungswissenschaften- und Informatikstudium
    FU Berlin, Universität Innsbruck, Open University in The Netherlands


    •   M.Sc. Medienpädagogik

    •   Ph.D. Wirtschaftsinformatik

•   Mobile Learning und Kontextsensitive
    Lernerunterstützung seit 2003
•   mLearning Researcher am ISN/ ETH Zürich
    •   Mobile Learning in Sicherheitsorganisationen

•   Executive Board Mitglied der IAMLearn
IAMLearn
          International Association for Mobile Learning
                     (http://www.iamlearn.org)
• Forscher, Praktiker &             • Unterstützt internationale
   Industrie                          Forschungs- und
                                      Innovationsnetzwerke und
• Jährliche mLearn Konferenz          SIGs auf allen Kontinenten
   seit 2002
    (http://www.mlearn.org)           • Sprachenlernen
• International Journal for           • Nachwuchswissenschaftler
   Mobile and Blended Learning
                                      • Unterrichtstechnologien
                                         für Schule und
                                         Universitäten
Was ist mobiles Lernen?
Mobiles Lernen bezeichnet
lernunterstützende Konzepte und
Technologien, in denen die Bedeutung von
Kontexten sowie die Beziehung zwischen
Kontexten als ein zentrales Element von
Lernprozessen berücksichtigt wird.
Beweglichkeit ist nur ein
Aspekt von Kontexten!
Mobile Geräte sind ein
  gutes Hilfsmittel

 aber nicht zwinged
Lerner leben heute in
vernetzten Geräteumgebungen
            Personal))   Sozial))


Sta$onär)




  Mobil)
Geräte für mobiles Lernen
• Laptops und Netbooks
• MP3-Player
• E-Book Reader
• Tablets
• PDA
• Mobiltelefone
• Ambient Displays
Was macht Mobiltelefone
     besonders?
• Immer eingeschaltet
• Immer online
• Unmittelbar einsatzbereit

• Allgegenwärtig
Allgegenwärtig?
  Eigenes Mobiltelefon
  Heute
• 95% der US Amerikaner, > 50% Smart Phones
• 98% der Europäer
  bis 2017 (CISCO, 2011)
• 98% Smart Phones
• 50% Tablets mit Datenvertrag (Europa,
  Nordamerika, Fernost)
Allgegenwärtig in
  Bildungsinstitutionen?
  Eigenes Mobiltelefon
• 75% der Schüler unter 13 Jahren (Europa)
• > 98% der Studierenden (weltweit)
   • Laptops: < 75% (Afrika: < 50%)
   • Fachbücher: < 80% (Europa und
     Australien)
Warum ist das
 besonders?
1. Mobiltelefone sind
weiter verbreitet als
Standard Fachliteratur
2. Mobiltelefone sind
vorhandene Infrastruktur,
die keine direkte Investition
der Institutionen benötigen
Mobiltelefone sind die
         erste wirklich
allgegenwärtige Lerntechnologie
Haupttrends für Technologien
      an Hochschulen
• Mobile Apps
• Tablet Computing
• Game-based Learning
• Learning Analytics
• Gesture-based Computing
• Internet of Things
                Quelle: Horizon Report 2012 Higher Education
Haupttrends für Technologien
      an Hochschulen
• Mobile Apps                             1 Jahr
• Tablet Computing
• Game-based Learning                  1- 5 Jahre
• Learning Analytics
• Gesture-based Computing             5-10 Jahre
• Internet of Things
                Quelle: Horizon Report 2012 Higher Education
Haupttrends für Technologien
      an Hochschulen
• Mobile Apps                          Mobile learning


• Tablet Computing                     Mobile learning


• Game-based Learning
• Learning Analytics                   Mobile learning


• Gesture-based Computing              Mobile learning


• Internet of Things                   Mobile learning


                Quelle: Horizon Report 2012 Higher Education
Was sind die
Möglichkeiten?
(Fast) Jedes aktuelle
Mobiltelefon ist ein “Smart Phone”
• Interaktionskanäle   • Funktionen
  • Kamera               • Uhr / Wecker
  • Farbbildschirm       • Kalender
  • Mikrofon             • Internetzugang
  • Lautsprecher         • App-tauglich
  • Vibration
(fast) Alle aktuellen
Smart Phones haben
     Touch Screens
 und GPS Empfänger
Alle aktuellen Smart Phones
haben Bildschirmauflösungen,
die nicht der Definition von
kleinen Bildschirmen
entsprechen
        (grösser als 640x480 Pixel)
Gleichwertige Auflösung wie
Standard Bürobildschirme
vor10 Jahren
Wie verändert sich
Lehren und Lernen?
Didaktik
             e-Didaktik
             m-Didaktik
              Lerninhalte


Lernaktivitäten             Akteure
Didaktik
             e-Didaktik
             m-Didaktik
              Lerninhalte


Lernaktivitäten                     Akteure
              Unterstützung
                              Ideen müssen
               Technologie


                              ausformuliert werden
                              und
                              Einfluss Lehrerpersönlichkeit
                              reduziert sich
Didaktik
             e-Didaktik
             m-Didaktik
              Lerninhalte


Lernaktivitäten             Akteure




            Regeln
Didaktik
             e-Didaktik
             m-Didaktik
              Lerninhalte


Lernaktivitäten             Akteure



                               te xt
                             on
            Regeln
                       er nk
                      L
Mobile Learning
 Anwendungsbereiche
1. Zugang zu Lernmöglichkeiten und -inhalten
2. Kontextoptimierte Vermittlungsangebote
3. Koordination von verteilten und
   dynamischen Vermittlungsprozessen
4. Zusammenarbeit und Partizipation
5. Personalisierte Lernangebote
                     Quelle: Börner et al., 2010; Glahn & Specht, 2011
Didaktisches Spannungsfeld
   von Mobile Learning
                       Fragmente
Situationsgebunden




                      Mobile




                                     Kontinuität
      Verortet




                     Learning

                     Zusammenhänge
Nicht vergessen Lerner leben heute
 in vernetzten Geräteumgebungen
            Personal))   Sozial))


Sta$onär)




  Mobil)
Beispiele
1. Clicker Apps
Schnelle Interaktion in
    Vorlesungen
Keine rhetorischen Fragen mehr

   Studenten antworten via
        Mobiltelefon

  Reaktionen werden direkt
    gezeigt und diskutiert
Fokussierung
                         Fragmente
Situationsgebunden




                                       Kontinuität
      Verortet




                       Zusammenhänge
Personal))   Sozial))


Sta$onär)




  Mobil)
2. Sprachen Lernen
Aussprache und
Wiederholung
Variante 1: Seamless Learning

• Auftrag bestimmte Phrasen im Alltag
  anzuwenden
• Sammeln von Antworten von Muttersprachlern
  auf dem eigenen Mobiltelefon
• Diskussion im Sprachkurs
Fokussierung
                         Fragmente
Situationsgebunden




                                       Kontinuität
      Verortet




                       Zusammenhänge
Variante 2: Anywhere &
           Anytime Learning
•   Lerner bekommen ein Wort oder eine Phrase als SMS auf ihr
    Mobiltelefon geschickt
•   Lerner sprechen das Wort oder die Phrase
    in das Telefon
•   Das Telefon wiederholt die Aufnahme und eine vorbereitete
    Aussprache eines Muttersprachlers
•   Die Lernenden entscheiden wie zufrieden sie mit dem Ergebnis
    sind
•   Dozenten können Lernfortschritt beobachten und Feedback
    geben
Fokussierung
                         Fragmente
Situationsgebunden




                                       Kontinuität
      Verortet




                       Zusammenhänge
Personal))   Sozial))


Sta$onär)




  Mobil)
3. AR Learn
Exkusionsunterstützung
•   Löse die vorgegebenen Aufgaben vor Ort

•   Mache Anmerkungen (Fotos, Audio information, Text) an
    Orten, die zu deinen Aufgaben passen

•   Stelle an geeigneten Orten Aufgaben für andere Lerner



•   Dozenten können auf Fragen direkt reagieren

•   System erstellt Lernlandkarte für Lernblog
Fokussierung
                         Fragmente
Situationsgebunden




                                       Kontinuität
      Verortet




                       Zusammenhänge
Personal))   Sozial))


Sta$onär)




  Mobil)
Was sind Ihre Ideen
     und Erfahrungen?
Christian Glahn
Twitter: @phish108
Slideshare: http://slidesha.re/phish108
http://www.isn.ethz.ch

Mobile Learning Theorie und Praxis

  • 1.
    Mobiles Lernen Theorie undPraxis Christian Glahn Twitter: @phish108 Slideshare: http://slidesha.re/phish108
  • 2.
    Über mich • Praxisgeleitete Innovation von IT zur Unterstützung von Lern- und Wissensprozessen • Erziehungswissenschaften- und Informatikstudium FU Berlin, Universität Innsbruck, Open University in The Netherlands • M.Sc. Medienpädagogik • Ph.D. Wirtschaftsinformatik • Mobile Learning und Kontextsensitive Lernerunterstützung seit 2003 • mLearning Researcher am ISN/ ETH Zürich • Mobile Learning in Sicherheitsorganisationen • Executive Board Mitglied der IAMLearn
  • 3.
    IAMLearn International Association for Mobile Learning (http://www.iamlearn.org) • Forscher, Praktiker & • Unterstützt internationale Industrie Forschungs- und Innovationsnetzwerke und • Jährliche mLearn Konferenz SIGs auf allen Kontinenten seit 2002 (http://www.mlearn.org) • Sprachenlernen • International Journal for • Nachwuchswissenschaftler Mobile and Blended Learning • Unterrichtstechnologien für Schule und Universitäten
  • 4.
  • 5.
    Mobiles Lernen bezeichnet lernunterstützendeKonzepte und Technologien, in denen die Bedeutung von Kontexten sowie die Beziehung zwischen Kontexten als ein zentrales Element von Lernprozessen berücksichtigt wird.
  • 6.
    Beweglichkeit ist nurein Aspekt von Kontexten!
  • 7.
    Mobile Geräte sindein gutes Hilfsmittel aber nicht zwinged
  • 8.
    Lerner leben heutein vernetzten Geräteumgebungen Personal)) Sozial)) Sta$onär) Mobil)
  • 9.
    Geräte für mobilesLernen • Laptops und Netbooks • MP3-Player • E-Book Reader • Tablets • PDA • Mobiltelefone • Ambient Displays
  • 10.
    Was macht Mobiltelefone besonders? • Immer eingeschaltet • Immer online • Unmittelbar einsatzbereit • Allgegenwärtig
  • 11.
    Allgegenwärtig? EigenesMobiltelefon Heute • 95% der US Amerikaner, > 50% Smart Phones • 98% der Europäer bis 2017 (CISCO, 2011) • 98% Smart Phones • 50% Tablets mit Datenvertrag (Europa, Nordamerika, Fernost)
  • 12.
    Allgegenwärtig in Bildungsinstitutionen? Eigenes Mobiltelefon • 75% der Schüler unter 13 Jahren (Europa) • > 98% der Studierenden (weltweit) • Laptops: < 75% (Afrika: < 50%) • Fachbücher: < 80% (Europa und Australien)
  • 13.
    Warum ist das besonders?
  • 14.
    1. Mobiltelefone sind weiterverbreitet als Standard Fachliteratur
  • 15.
    2. Mobiltelefone sind vorhandeneInfrastruktur, die keine direkte Investition der Institutionen benötigen
  • 16.
    Mobiltelefone sind die erste wirklich allgegenwärtige Lerntechnologie
  • 17.
    Haupttrends für Technologien an Hochschulen • Mobile Apps • Tablet Computing • Game-based Learning • Learning Analytics • Gesture-based Computing • Internet of Things Quelle: Horizon Report 2012 Higher Education
  • 18.
    Haupttrends für Technologien an Hochschulen • Mobile Apps 1 Jahr • Tablet Computing • Game-based Learning 1- 5 Jahre • Learning Analytics • Gesture-based Computing 5-10 Jahre • Internet of Things Quelle: Horizon Report 2012 Higher Education
  • 19.
    Haupttrends für Technologien an Hochschulen • Mobile Apps Mobile learning • Tablet Computing Mobile learning • Game-based Learning • Learning Analytics Mobile learning • Gesture-based Computing Mobile learning • Internet of Things Mobile learning Quelle: Horizon Report 2012 Higher Education
  • 20.
  • 21.
    (Fast) Jedes aktuelle Mobiltelefonist ein “Smart Phone” • Interaktionskanäle • Funktionen • Kamera • Uhr / Wecker • Farbbildschirm • Kalender • Mikrofon • Internetzugang • Lautsprecher • App-tauglich • Vibration
  • 22.
    (fast) Alle aktuellen SmartPhones haben Touch Screens und GPS Empfänger
  • 23.
    Alle aktuellen SmartPhones haben Bildschirmauflösungen, die nicht der Definition von kleinen Bildschirmen entsprechen (grösser als 640x480 Pixel)
  • 24.
    Gleichwertige Auflösung wie StandardBürobildschirme vor10 Jahren
  • 25.
  • 26.
    Didaktik e-Didaktik m-Didaktik Lerninhalte Lernaktivitäten Akteure
  • 27.
    Didaktik e-Didaktik m-Didaktik Lerninhalte Lernaktivitäten Akteure Unterstützung Ideen müssen Technologie ausformuliert werden und Einfluss Lehrerpersönlichkeit reduziert sich
  • 28.
    Didaktik e-Didaktik m-Didaktik Lerninhalte Lernaktivitäten Akteure Regeln
  • 29.
    Didaktik e-Didaktik m-Didaktik Lerninhalte Lernaktivitäten Akteure te xt on Regeln er nk L
  • 30.
    Mobile Learning Anwendungsbereiche 1.Zugang zu Lernmöglichkeiten und -inhalten 2. Kontextoptimierte Vermittlungsangebote 3. Koordination von verteilten und dynamischen Vermittlungsprozessen 4. Zusammenarbeit und Partizipation 5. Personalisierte Lernangebote Quelle: Börner et al., 2010; Glahn & Specht, 2011
  • 31.
    Didaktisches Spannungsfeld von Mobile Learning Fragmente Situationsgebunden Mobile Kontinuität Verortet Learning Zusammenhänge
  • 32.
    Nicht vergessen Lernerleben heute in vernetzten Geräteumgebungen Personal)) Sozial)) Sta$onär) Mobil)
  • 33.
  • 34.
  • 35.
  • 36.
    Keine rhetorischen Fragenmehr Studenten antworten via Mobiltelefon Reaktionen werden direkt gezeigt und diskutiert
  • 37.
    Fokussierung Fragmente Situationsgebunden Kontinuität Verortet Zusammenhänge
  • 38.
    Personal)) Sozial)) Sta$onär) Mobil)
  • 39.
  • 40.
  • 41.
    Variante 1: SeamlessLearning • Auftrag bestimmte Phrasen im Alltag anzuwenden • Sammeln von Antworten von Muttersprachlern auf dem eigenen Mobiltelefon • Diskussion im Sprachkurs
  • 42.
    Fokussierung Fragmente Situationsgebunden Kontinuität Verortet Zusammenhänge
  • 43.
    Variante 2: Anywhere& Anytime Learning • Lerner bekommen ein Wort oder eine Phrase als SMS auf ihr Mobiltelefon geschickt • Lerner sprechen das Wort oder die Phrase in das Telefon • Das Telefon wiederholt die Aufnahme und eine vorbereitete Aussprache eines Muttersprachlers • Die Lernenden entscheiden wie zufrieden sie mit dem Ergebnis sind • Dozenten können Lernfortschritt beobachten und Feedback geben
  • 44.
    Fokussierung Fragmente Situationsgebunden Kontinuität Verortet Zusammenhänge
  • 45.
    Personal)) Sozial)) Sta$onär) Mobil)
  • 46.
  • 47.
    Exkusionsunterstützung • Löse die vorgegebenen Aufgaben vor Ort • Mache Anmerkungen (Fotos, Audio information, Text) an Orten, die zu deinen Aufgaben passen • Stelle an geeigneten Orten Aufgaben für andere Lerner • Dozenten können auf Fragen direkt reagieren • System erstellt Lernlandkarte für Lernblog
  • 48.
    Fokussierung Fragmente Situationsgebunden Kontinuität Verortet Zusammenhänge
  • 49.
    Personal)) Sozial)) Sta$onär) Mobil)
  • 50.
    Was sind IhreIdeen und Erfahrungen? Christian Glahn Twitter: @phish108 Slideshare: http://slidesha.re/phish108
  • 51.