Unterricht und Lernen mit digitalen Technologien
Prof. Dr. Isa Jahnke
Fachbereich 06
Institut für Erziehungswissenschaft
Road Map
Stage 1
Einleitung
Stage 2
Unterrichts-
Beispiele
Stage 4
Ausblick
Stage 3
Handlungsrahmen
für Lehrer*innen – ein Ang
ebot
Prof. Dr. Isa Jahnke 2
3
Digitalisierung – digitale Settings,
digitaler Unterricht
• Nutzung, Einsatz oder Implementierung von digitalen
Technologien oder Medien im Unterricht, in Lehre & Lernen
(z.B. Geräte wie iPads/Laptops oder bestimmte Apps wie
Explain Everything, Popplet)
• Diese Nutzung führt zu Veränderungen in der
Didaktik/Pädagogik, es werden Potentiale sichtbar,
wie man Lernen von SchülerInnen besser unterstützen kann
• Daher sprechen wir im English-sprachigen Raum auch von
„Learning design“ oder auch “Learning Experience Design“
Schmidt et al. 2020
https://edtechbooks.org/ux
“silver bullet” Article
Jahnke et al., 2014
Prof. Dr. Isa Jahnke
Was ist ein Lerndesign?
„Complex mess between media/technology &
instructional methods“
Jahnke et al., 2020
sociotechnical-pedagogical dimensions 4
Kozma, 2000
Die Elemente sind miteinander untrennbar im Lerndesign verwoben.
Prof. Dr. Isa Jahnke
From our blog post, 2021:
Earnshaw, Jahnke, Schmidt, Ta
wfik
Prof. Dr. Isa Jahnke 5
Mentales
Model
(Lerndesign)
Handlung Digitalisiertes
Material
Handlung
materialisiert
in Daten
z.B. Lernziele, spiele-
bas. Aufgaben,
Assessments, Videos
Lehrende/r
Norman 1988, Jonassen 1995
Pham & Jahnke (under review)
& kommunikationstheoret. Ansätze:
z.B. Herrmann & Kienle // N. Luhmann 6
wie sie es in
der Praxis tut
Lerndesign: ein kommunikativer
Herausforderungsakt
Prof. Dr. Isa Jahnke
Mentales
Model
(Lerndesign)
Mentales
Model
(Lerndesign)
Handlung Digitalisiertes
Material
Handlung
Lernende
Handlung
materialisiert
in Daten
z.B. Lernziele, spiele-
bas. Aufgaben,
Assessments, Videos
Lehrende/r
Norman 1988, Jonassen 1995
Pham & Jahnke (under review)
& kommunikationstheoret. Ansätze:
z.B. Herrmann & Kienle // N. Luhmann 7
wie sie es in
der Praxis tut
The person is experiencing the
system through interacting with it
(Learner Experience)
Lerndesign: ein kommunikativer
Herausforderungsakt
Prof. Dr. Isa Jahnke
Mentales
Model
(Lerndesign)
Mentales
Model
(Lerndesign)
Handlung Digitalisiertes
Material
Handlung
Lernende
Handlung
materialisiert
in Daten
z.B. Lernziele, spiele-
bas. Aufgaben,
Assessments, Videos
Lehrende/r
Übersetzungs-
probleme
Norman 1988, Jonassen 1995
Pham & Jahnke (under review)
& kommunikationstheoret. Ansätze:
z.B. Herrmann & Kienle // N. Luhmann 8
wie sie es in
der Praxis tut
The person is experiencing the
system through interacting with it
(Learner Experience)
Lerndesign: ein kommunikativer
Herausforderungsakt
Prof. Dr. Isa Jahnke
Stage 2
Beispiele
Prof. Dr. Isa Jahnke 9
Digitale Lerndesigns in Schulen
10
Forschungsfrage: Wie unterstützen Lehrer:innen welche Art von Lernen in
ihren Tablet-Klassen, 1:1 Programme?
Kontext:
a) Dänemark (Odder), 2012-2014
b) Schweden (zentrale Gebiete) , 2014-2015
c) Finnland (Kaarina), 2014-2015
d) Schulen in Missouri USA
(z.B. Columbia MO, Kansas City MO), 2016-2020
Methoden: Beobachtungen, Fotos, Kurz-Videos, Interviews
=Über 100 Klassen, alle Fächer, 1.-11. Klasse
Jahnke, Norqvist, & Olsson, 2014:
Jahnke, Marell, Bergstrom, Hall, & Kumar, 2017
Prof. Dr. Isa Jahnke
11
Personalisiertes Lernen
Beispiel (1)
(Englisch, 7. Klasse) Lehrerin und Schüler:innen nutzen
Nearpod App für Fragen und Diskussion. Antworten der
SuS werden sofort erfasst und geteilt.
Auch: Antworten anonym zu teilen, schafft einen „sicheren
Raum“ zum Lernen und bietet Raum für Fehler.
Video (2 mins.) https://nearpod.com/
Ähnliche Beobachtung in Schweden: Schüler:innen, die eher schüchtern
sind, waren plötzlich “online“ aktiv und die Klasse konnte diese SuS nun
„sehen“ und sie freuten sich über die Teilnahme --> Beziehungsförderung
Prof. Dr. Isa Jahnke
12
Personalisiertes Feedback
Beispiel (2)
Beispiel: NoRedInk
https://www.noredink.com/ (Video 1:38 mins)
Prof. Dr. Isa Jahnke
13
Aktivierendes Lernen, Beispiel 3
• Mehr „active learning“
weniger passives Lernen (Frontalunterricht, Vorlesungen)
Physik-Unterricht, Energieformen, 6. Klasse:
Die SchülerInnen ‚suchten‘ wissenschaftliche Konzepte von Energie in der
realen Welt, dokumentierten und präsentierten diese Ideen dann in einem
App „Instagram-ähnlich“
Real world
Finales
Produkt
Prof. Dr. Isa Jahnke
”Making Learning Visible”
Beispiel (4)
Sprachenunterricht
1. Klasse
Bookcreator-App
Prof. Dr. Isa Jahnke
2. Klasse, Mathe
Transformation von Mathe-Stories:
SchülerInnen haben die Aufgabe eine neue
Mathe-Story zu entwickeln
(App ComicDesigner)
Transformatives Lernen
Beispiel (5)
Prof. Dr. Isa Jahnke
16
Aktives Lernen mit digitalen
Technologien -- Vorteile
• Personalisiertes Lernen:
je nach Wissenstand und Vorerfahrung können Schüler:innen
individuell besser gefördert werden
• Personalisiertes Feedback:
Lehrer:in (mithilfe des Apps) sieht Stärken und Schwächen und kann
zielgerechter auf Schüler:innen eingehen/motivieren
• Mehr „active Learning“:
Engagement und Partizipation im Lernprozess wird erhöht;
Soziales Lernen
• Making Learning Visible (John Hattie):
Lernen sichtbar machen: Prozesse und Produkte (Lern-Artefakte)
Prof. Dr. Isa Jahnke
17
Personalisiertes Lernen mit digitalen Technologien
- Einige andere Gedanken
• Lerndesign -- Is the tablet a teacher tool or a student tool?
• Haben alle Familien Geld für Hardware? Internet zu Hause vorhanden?
• Haben Kinder oder Eltern Medienkompetenzen im Sinne von
„wie bringt man die Technik ans Laufen/Troubleshooting?“
• Gibt es Unterstützung? Wenn ja, durch wen?
(andere Eltern, Peers, ..) Wie stellt Schule/Gemeinde Unterstützung sicher?
• Diversity/Equity/Inclusion (DEI): wird das soziale Miteinander
gefördert oder vernachlässigt?
• Wie handelt Schule bei Cyberbullying (Mobbing)? Strategie vorhanden?
• Fake News? Wie lernen Schüler:innen falsche Informationen zu
unterscheiden? (s. Stanford Studie, 2018) – Hat Schule Strategie entwickelt?
Prof. Dr. Isa Jahnke
Stage 3
Handlungsrahmen
Prof. Dr. Isa Jahnke
19
Handlungsrahmen
 Gestaltung/Design von Lernprozessen
und personalisierten, aktivierenden Lerndesigns!
Prof. Dr. Isa Jahnke
Freeman et al.. 2014
Vetter et al., 2020
Theobald et al., 2020
Deslauriers et al. 2019
Silverthorn, 2020
Owens et al., 2020
20
Was wir aus der Forschung wissen
Warum Active Learning (aktivierende Lerndesigns)?
• Es verbessert learning outcomes
• Bessere Performance (bessere Noten, vertieftes Wissen,
Kompetenzen höherer Ordnung)
• SuS lernen mehr und vertiefter als im Frontalunterricht
Aber:
a) Widerstände von Lehrer:innen und Lernende
b) Fehlwahrnehmung: actual learning vs. feeling of learning
Prof. Dr. Isa Jahnke
Was ist „active learning“? (Kognitive Aktivierung?)
=darunter fasst man eine Vielzahl von
pädagogischen oder didaktischen Strategien,
die Lernende anregen, etwas aktiv zu tun
Ganzheitliches Konzept:
kognitive, affektive Dimension, studentisches Engagement, ...
• Lernende lernen durch die Ausführung von eigenen Aktionen
(etwas tun, nicht nur kognitiv gemeint)
- sie sind nicht nur passive Zuhörer*innen
Herausforderung:
Es geht um die Gestaltung
von Lernprozessen
(weg von Frontalunterricht als Regelfall)
Chi & Wylie, 2014
Hodges, 2018
Cassidy et al., 2019
21
Was wir aus der Forschung wissen
Prof. Dr. Isa Jahnke
Passiv Aktiv &
SchülerIn-zentriert
Aktiv &
LehrerIn-zentriert
Passiv zuhören,
Lernen durch Tech.
Aufgezeichnete
Videos oder sync.
Online-Unterricht
SuS entwickeln
Lernartefakte mit digitalen
T.,
z.B. Podcasts, GoogleSites,
Padlets, Mindmaps, u.v.m.
Differenzierung: Active learning
in digitalen Umgebungen
Merkmale
Beispiele
Lower
order thinking
skills (z.B.
“Verstehen”)
Entwickelt
e
Kompe-
tenzen
Interaktion
Fragen von LehrerInne
n,
Vorlesung “gamified”
(iClicker, Mentimeter), Higher order
thinking skills
(z.B. anwenden, analysier
en,
entwickeln)
22
Lower
order thinking
skills (z.B.
Übersicht zu etwas
Erhalten, “Kennen”
)
Prof. Dr. Isa Jahnke
Wie können aktivierende Lernprozesse
gestaltet werden?
Prof. Dr. Isa Jahnke
Soziale
Dimension
d.h. Gruppen-
aktivitäten
(Meaningful)
Lern-
Aktivitäten
planen
Lernziele
sichtbar
machen
Digitale
Technologien als
Mindtools einsetzen
Lernbeurteilung und
Feedback erfolgt prozess-
basiert und formativ
1
2
3
4
5
Von Frontalunterricht (innen= 1)
zu
komplexen Lernprozessen (außen= 5)
Handlungsrahmen für Lehrkräfte: DDD
24
Jahnke et al., 2017
Jahnke, 2015
Prof. Dr. Isa Jahnke
Lernziele
Klar verständliche Ziele für SuS; wissen wo die Lernzi
ele
stehen (können diese nachlesen)
Lernziele nicht klar, nicht sichtbar für SuS,
Keine Kommunikation über Lernziele
1
3
5
SuS verstehen die Lernziele nicht,
Oder es gibt nur mündliche Kommunikation dazu
Prof. Dr. Isa Jahnke 25
Lernziel
Beispiel ”Stufe 3”
Mathe, 3. Klasse
Was tun, um Stufe
5 zu erreichen?
App
Lernziel
Prof. Dr. Isa Jahnke 26
Aktiv und SuS-
zentriert
1
5
Passives
Lernen (Frontalunterricht)
3
Aktiv aber Lehrer:in
-zentriert
Howland, Jonassen, & Marra, 2012
Dabbagh et al., 2018
Lern-
aktivitäten
Prof. Dr. Isa Jahnke 27
Lernaktivitäten
Beispiele für ”Stufe 5”, höchste Stufe
Sprachunterricht, 4. Klasse
mit Explain Everything App
Ziel/Aufgabe: Erklär was ein Verb,
Adjektiv und Hauptwort ist
• SchülerInnen erstellen ein Storyboard
inkl. Ton und Visualisierung
• Dann mit dem App
• Kleine Teams „draußen“
Prof. Dr. Isa Jahnke 28
• 9.Klasse
• kollaborative Erstellung von Experimenten
• SchülerInnen erstellen Videos, um Experimente zu überprüfen
und zu verbessern
• teilen sie auch über den YouTube-Kanal der Schule und mit
Universitätsstudierenden
Lernaktivitäten
Beispiele für ”Stufe 5”, höchste Stufe
Prof. Dr. Isa Jahnke 29
Formativ: Feedback im Lernprozess
1
3
5
Feedback gibt es nur am Ende des
Lernprozesses, kein Feedbackplan vorhanden
Feedback waehrend des Lernprozess aber nur
auf Nachfrage seitens der SuS
(wenn sie die Hand heben und Fragen haben)
SuS kennen die Beurteilungskriterien im
voraus, es gibt Feedbackschleifen während
des Lernprozesses
Prof. Dr. Isa Jahnke
Soziale
Dimension –
Rollenver-
änderung
1
3
5
LehrerIn hat nur klassische Rolle inne,
SuS sind nur passive Zuhörer
LehrerIn ist die meiste Zeit Vortragende,
aber erste Zeichen der Rollenveränderung
LehrerIn ist LernbegleiterIn,
nicht nur Vortragende/r
Prof. Dr. Isa Jahnke 31
Peer-Reflective
Learning
7. Klasse, Englisch
SchülerInnen schreiben etwas
aus ihrer Kindheit und LehrerIn
nutzt peer-reviews zur
Verbesserung der Schreib-
Skills
Facebook style
Fakebook App
https://www.classtools.net/FB/home-page
Prof. Dr. Isa Jahnke 32
Digitale
Technologien
1
3
5
Ersatz für Stift/Papier
oder Lehrbuch, es ist LehrerIn-Tool
Technologie-Nutzung ist Ersatz, jedoch
erste Anzeichen, dass es “mehr“ ist:
Aufgaben-Neugestaltung (z.B. interaktives Quiz)
Durch Technologie: Entwicklung neuer Lernaufgaben/Aktivitäten,
vorher undenkbar –SchülerIn-Tool
SAMR model by
Puentedura
Prof. Dr. Isa Jahnke 33
Technology Integration Matrix (UF, Florida)
Interactive Online Site! https://fcit.usf.edu/matrix/
Rolle der Technologie:
“Technologies need to engage learners in
articulating/communication and
representing their understanding, not
that of teachers.”
(p. 4).
https://fcit.usf.edu/matrix/
Sprachen-Lernen
• 6. Klasse
• SchülerInnen lessen ein Buch
• Gruppen entwickeln Booktrailer (App iMovie),
um ihre Interpretation des Buches zu zeigen
• Es findet ein Buchtrailer/Filmabend mit der Gemeinde in der Schule
Beispiel (aus dem Internet)
Video, 4 min.,
https://www.youtube.com/watch?v=-
d6hDWYOhpM
Prof. Dr. Isa Jahnke 35
36
1)
In chronologischer Reihenfolge
schreiben lernen (Geschichte)
SuS nutzen Beispiel, was Sie in den
Sommerferien gemacht haben (Ihre
eigene Geschichte)
Popplet
(mindmap app)
Problem: Mindmaps helfen nicht
dabei chronologisch zu schreiben
 Was sollte geändert warden, um
das Lernziel zu erreichen?
Wie kann diese Unterrichtseinheit verbessert
werden?
2)
Am Ende der Unterrichtsstunde
(z.B. Erdkunde)
Ein digitales Spiel und die SUS mit
den meisten Punkten gewinnen
Kahoot / Quizlet
(game-based apps)
Problem: Es ist aktiv aber LehrerIn-
zentriert
 Wie kann es so umgestaltet
werden, dass die Lernaktivität aktiv
UND SuS-zentriert wird?
Am Ziel?
- ein Ausblick & wie geht’s weiter?
Prof. Dr. Isa Jahnke 37
Evaluiere den Unterrichts-Plan & Praxis!
Handlungsrahmen: Digitales Didakisches Design / DDD)
Tool zur Evaluation – wo stehen w
ir?:
https://www.isa-jahnke.com/teaching
38
Prof. Dr. Isa Jahnke 38
Prof. Dr. Isa Jahnke 39
Ergebnis: A, B und C Typen
23 von 64 Klassen zeigen ausgereiftes active learning with tablets
A) Integration der 5 DDD Elemente
• Integration auf höchster Stufe (cohesive alignment) (7 Klassen)
• Arrangement der 5 DDD Elemente jedoch kleinere Ver-
besserungen für active digital learning möglich (16 Klassen)
B) Semi-Integration
• Benefit durch den iPad Einsatz, jedoch sind die einige der 5 DDD
Elemente nicht gut aufeinander abgestimmt, um active learning
zu fördern (21 Klassen)
C) Wenig oder keine Integration der 5 DDD Elemente
• Potential für active digital learning sichtbar, jedoch in der Praxis
so nicht umgesetzt (14 Klassen)
• Re-Design erforderlich, traditioneller Unterricht in dem iPad keinen
Mehrwert zeigt (6 Klassen)
40
Jahnke et al., 2017
Prof. Dr. Isa Jahnke
Entwickle eine Schulstrategie mit klaren Zielen:
Was wollen Sie mit der Einführung digitaler Technologien erreichen?
Was soll am Ende dabei raus kommen?
Beispiel von Lise Gammelby, Odder in DK
Prof. Dr. Isa Jahnke 41
Weitere Erkenntnisse
42
• Lehrer*innen = Jongleure (der DDD-Elemente):
Komplexität durch technische Zusammenbrüche,
die sich auf pädagogischen Plan auswirken
• Unterrichten war früher eine Routinetätigkeit;
es wird zu einem Designprojekt
--iteratives Probieren und Weiterentwickeln
--Lehrkräfte als Designer von Lernen (Lernende)
• Digitalisierung ist ein Organisationsprojekt,
auf mehreren Ebenen verankern:
a) Ausbau Infrastruktur WiFi und zentrales LMS / z.B.
Schoology
b) Weiterbildung für Lehrer*innen
c) Task Force in der Schule mit Strategie/Vision
und pädagogischen Leitlinien (Begleitforschung)
Jahnke,
Svendsen,
Johannsen, &
Zander, 2014
Jahnke, Marell, &
Mejtoft, 2016
Jahnke, 2015
Prof. Dr. Isa Jahnke
Learning Experience Design
43
Storyboards:
• Outcomes:
Lernziel 1 (..)
• Inhalte (Text,
Videos)
• Lernaufgaben
• Lernbeurteilung
(Quizzes)
Moderator,
Content-Experts
(USDA, FDA),
Design-Team
Paper
Prototype
(Lerndesig
n)
Experts/
Heuristics
Review
Re-
design
Studie 1
Forschung
s-
team
Design
team
Nielsen’s heuristic
s,
sociotechnical-
pedagogical
heuristics
44
Storyboards:
• Outcomes:
Lernziel 1 (..)
• Inhalte (Text,
Videos)
• Lernaufgaben
• Lernbeurteilung
(Quizzes)
Moderator,
Content-Experts
(USDA, FDA),
Design-Team
Paper
Prototype
(Lerndesig
n)
Experts/
Heuristics
Review
Re-
design
Re-
design
User
Experience/
UX
w/ 10 p
Studie 1
Forschung
s-
team
Studie 2
Forschungs-
team
Design
team
Design
team
Nielsen’s heuristic
s,
sociotechnical-
pedagogical
heuristics
• Task-based think alouds,
• SUS survey
• Task/System level satisfaction
• Follow-up interview
Learning Experience Design
45
Storyboards:
• Outcomes:
Lernziel 1 (..)
• Inhalte (Text,
Videos)
• Lernaufgaben
• Lernbeurteilung
(Quizzes)
Moderator,
Content-Experts
(USDA, FDA),
Design-Team
Paper
Prototype
(Lerndesig
n)
Experts/
Heuristics
Review
Re-
design
Re-
design Launch
(…)
User
Experience/
UX
w/ 10 p
Learner
Experience
/LX
w/ 46 p
Studie 1
Forschung
s-
team
Studie 3
Forschungs-
team
Studie 2
Forschungs-
team
Design
team
Design
team
Design
team
Nielsen’s heuristic
s,
sociotechnical-
pedagogical
heuristics
• Task-based think alouds,
• SUS survey
• Task/System level satisfaction
• Follow-up interview
• Pre/Posttests
• T-test analysis
Learning Experience Design
Zusammenfassung
Didaktik / LernDesign: Aktiv & SuS-zentriert
(nicht: Lehrer:in-zentriert)
Alle 5 Elemente des DDD
Digitale Technologien: Als mindtools, Lernende ”produzieren”
Lernartefakte, Lernen wird sichtbar gemacht
Soziale Dimension: Gestalten Sie Interaktion gezielt!
SuS Interaktion, SuS-Lehrer:in Interaktion‘
Interaktion mit den digitalisierten Prozessen
Lehrer:innen als ”Designer von digitalen Lernprozessen“
46
Jahnke, 2015
Digital Didactical Design
Wie geht’s weiter?
Schulkonzepte anders denken
- z.B. in Richtung personalisiertes Lernen?
Das geht nicht ohne Technologien
Beispiel: Personalisierte Schule in Wisconsin/USA
„giving students a choice (what to learn)“
Video (3 mins.):
https://www.elmbrookschools.org/teaching-learning/personalized-learning
47
Prof. Dr. Isa Jahnke 47
Ich suche… Wer hat Lust mit
mir zusammenzuarbeiten?
48
Schulen, die Interesse haben an BMBF
Projekten teilzunehmen:
1. Digital Making
2. School Strategic Improvement
Planning: Prozessgestaltung zur
Förderung von überfachlichen
Kompetenzen
Prof. Dr. Isa Jahnke
Email
isa.jahnke@gmail.com
Isa.Jahnke¬uni-muenster.de
Website
http://www.isa-jahnke.com
Twitter
@isaja
Ich freue mich auf Ihre
Fragen. Vielen Dank!

Gesamtschulen November2021

  • 1.
    Unterricht und Lernenmit digitalen Technologien Prof. Dr. Isa Jahnke Fachbereich 06 Institut für Erziehungswissenschaft
  • 2.
    Road Map Stage 1 Einleitung Stage2 Unterrichts- Beispiele Stage 4 Ausblick Stage 3 Handlungsrahmen für Lehrer*innen – ein Ang ebot Prof. Dr. Isa Jahnke 2
  • 3.
    3 Digitalisierung – digitaleSettings, digitaler Unterricht • Nutzung, Einsatz oder Implementierung von digitalen Technologien oder Medien im Unterricht, in Lehre & Lernen (z.B. Geräte wie iPads/Laptops oder bestimmte Apps wie Explain Everything, Popplet) • Diese Nutzung führt zu Veränderungen in der Didaktik/Pädagogik, es werden Potentiale sichtbar, wie man Lernen von SchülerInnen besser unterstützen kann • Daher sprechen wir im English-sprachigen Raum auch von „Learning design“ oder auch “Learning Experience Design“ Schmidt et al. 2020 https://edtechbooks.org/ux “silver bullet” Article Jahnke et al., 2014 Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 4.
    Was ist einLerndesign? „Complex mess between media/technology & instructional methods“ Jahnke et al., 2020 sociotechnical-pedagogical dimensions 4 Kozma, 2000 Die Elemente sind miteinander untrennbar im Lerndesign verwoben. Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 5.
    From our blogpost, 2021: Earnshaw, Jahnke, Schmidt, Ta wfik Prof. Dr. Isa Jahnke 5
  • 6.
    Mentales Model (Lerndesign) Handlung Digitalisiertes Material Handlung materialisiert in Daten z.B.Lernziele, spiele- bas. Aufgaben, Assessments, Videos Lehrende/r Norman 1988, Jonassen 1995 Pham & Jahnke (under review) & kommunikationstheoret. Ansätze: z.B. Herrmann & Kienle // N. Luhmann 6 wie sie es in der Praxis tut Lerndesign: ein kommunikativer Herausforderungsakt Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 7.
    Mentales Model (Lerndesign) Mentales Model (Lerndesign) Handlung Digitalisiertes Material Handlung Lernende Handlung materialisiert in Daten z.B.Lernziele, spiele- bas. Aufgaben, Assessments, Videos Lehrende/r Norman 1988, Jonassen 1995 Pham & Jahnke (under review) & kommunikationstheoret. Ansätze: z.B. Herrmann & Kienle // N. Luhmann 7 wie sie es in der Praxis tut The person is experiencing the system through interacting with it (Learner Experience) Lerndesign: ein kommunikativer Herausforderungsakt Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 8.
    Mentales Model (Lerndesign) Mentales Model (Lerndesign) Handlung Digitalisiertes Material Handlung Lernende Handlung materialisiert in Daten z.B.Lernziele, spiele- bas. Aufgaben, Assessments, Videos Lehrende/r Übersetzungs- probleme Norman 1988, Jonassen 1995 Pham & Jahnke (under review) & kommunikationstheoret. Ansätze: z.B. Herrmann & Kienle // N. Luhmann 8 wie sie es in der Praxis tut The person is experiencing the system through interacting with it (Learner Experience) Lerndesign: ein kommunikativer Herausforderungsakt Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 9.
  • 10.
    Digitale Lerndesigns inSchulen 10 Forschungsfrage: Wie unterstützen Lehrer:innen welche Art von Lernen in ihren Tablet-Klassen, 1:1 Programme? Kontext: a) Dänemark (Odder), 2012-2014 b) Schweden (zentrale Gebiete) , 2014-2015 c) Finnland (Kaarina), 2014-2015 d) Schulen in Missouri USA (z.B. Columbia MO, Kansas City MO), 2016-2020 Methoden: Beobachtungen, Fotos, Kurz-Videos, Interviews =Über 100 Klassen, alle Fächer, 1.-11. Klasse Jahnke, Norqvist, & Olsson, 2014: Jahnke, Marell, Bergstrom, Hall, & Kumar, 2017 Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 11.
    11 Personalisiertes Lernen Beispiel (1) (Englisch,7. Klasse) Lehrerin und Schüler:innen nutzen Nearpod App für Fragen und Diskussion. Antworten der SuS werden sofort erfasst und geteilt. Auch: Antworten anonym zu teilen, schafft einen „sicheren Raum“ zum Lernen und bietet Raum für Fehler. Video (2 mins.) https://nearpod.com/ Ähnliche Beobachtung in Schweden: Schüler:innen, die eher schüchtern sind, waren plötzlich “online“ aktiv und die Klasse konnte diese SuS nun „sehen“ und sie freuten sich über die Teilnahme --> Beziehungsförderung Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 12.
    12 Personalisiertes Feedback Beispiel (2) Beispiel:NoRedInk https://www.noredink.com/ (Video 1:38 mins) Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 13.
    13 Aktivierendes Lernen, Beispiel3 • Mehr „active learning“ weniger passives Lernen (Frontalunterricht, Vorlesungen) Physik-Unterricht, Energieformen, 6. Klasse: Die SchülerInnen ‚suchten‘ wissenschaftliche Konzepte von Energie in der realen Welt, dokumentierten und präsentierten diese Ideen dann in einem App „Instagram-ähnlich“ Real world Finales Produkt Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 14.
    ”Making Learning Visible” Beispiel(4) Sprachenunterricht 1. Klasse Bookcreator-App Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 15.
    2. Klasse, Mathe Transformationvon Mathe-Stories: SchülerInnen haben die Aufgabe eine neue Mathe-Story zu entwickeln (App ComicDesigner) Transformatives Lernen Beispiel (5) Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 16.
    16 Aktives Lernen mitdigitalen Technologien -- Vorteile • Personalisiertes Lernen: je nach Wissenstand und Vorerfahrung können Schüler:innen individuell besser gefördert werden • Personalisiertes Feedback: Lehrer:in (mithilfe des Apps) sieht Stärken und Schwächen und kann zielgerechter auf Schüler:innen eingehen/motivieren • Mehr „active Learning“: Engagement und Partizipation im Lernprozess wird erhöht; Soziales Lernen • Making Learning Visible (John Hattie): Lernen sichtbar machen: Prozesse und Produkte (Lern-Artefakte) Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 17.
    17 Personalisiertes Lernen mitdigitalen Technologien - Einige andere Gedanken • Lerndesign -- Is the tablet a teacher tool or a student tool? • Haben alle Familien Geld für Hardware? Internet zu Hause vorhanden? • Haben Kinder oder Eltern Medienkompetenzen im Sinne von „wie bringt man die Technik ans Laufen/Troubleshooting?“ • Gibt es Unterstützung? Wenn ja, durch wen? (andere Eltern, Peers, ..) Wie stellt Schule/Gemeinde Unterstützung sicher? • Diversity/Equity/Inclusion (DEI): wird das soziale Miteinander gefördert oder vernachlässigt? • Wie handelt Schule bei Cyberbullying (Mobbing)? Strategie vorhanden? • Fake News? Wie lernen Schüler:innen falsche Informationen zu unterscheiden? (s. Stanford Studie, 2018) – Hat Schule Strategie entwickelt? Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 18.
  • 19.
    19 Handlungsrahmen  Gestaltung/Design vonLernprozessen und personalisierten, aktivierenden Lerndesigns! Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 20.
    Freeman et al..2014 Vetter et al., 2020 Theobald et al., 2020 Deslauriers et al. 2019 Silverthorn, 2020 Owens et al., 2020 20 Was wir aus der Forschung wissen Warum Active Learning (aktivierende Lerndesigns)? • Es verbessert learning outcomes • Bessere Performance (bessere Noten, vertieftes Wissen, Kompetenzen höherer Ordnung) • SuS lernen mehr und vertiefter als im Frontalunterricht Aber: a) Widerstände von Lehrer:innen und Lernende b) Fehlwahrnehmung: actual learning vs. feeling of learning Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 21.
    Was ist „activelearning“? (Kognitive Aktivierung?) =darunter fasst man eine Vielzahl von pädagogischen oder didaktischen Strategien, die Lernende anregen, etwas aktiv zu tun Ganzheitliches Konzept: kognitive, affektive Dimension, studentisches Engagement, ... • Lernende lernen durch die Ausführung von eigenen Aktionen (etwas tun, nicht nur kognitiv gemeint) - sie sind nicht nur passive Zuhörer*innen Herausforderung: Es geht um die Gestaltung von Lernprozessen (weg von Frontalunterricht als Regelfall) Chi & Wylie, 2014 Hodges, 2018 Cassidy et al., 2019 21 Was wir aus der Forschung wissen Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 22.
    Passiv Aktiv & SchülerIn-zentriert Aktiv& LehrerIn-zentriert Passiv zuhören, Lernen durch Tech. Aufgezeichnete Videos oder sync. Online-Unterricht SuS entwickeln Lernartefakte mit digitalen T., z.B. Podcasts, GoogleSites, Padlets, Mindmaps, u.v.m. Differenzierung: Active learning in digitalen Umgebungen Merkmale Beispiele Lower order thinking skills (z.B. “Verstehen”) Entwickelt e Kompe- tenzen Interaktion Fragen von LehrerInne n, Vorlesung “gamified” (iClicker, Mentimeter), Higher order thinking skills (z.B. anwenden, analysier en, entwickeln) 22 Lower order thinking skills (z.B. Übersicht zu etwas Erhalten, “Kennen” ) Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 23.
    Wie können aktivierendeLernprozesse gestaltet werden? Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 24.
    Soziale Dimension d.h. Gruppen- aktivitäten (Meaningful) Lern- Aktivitäten planen Lernziele sichtbar machen Digitale Technologien als Mindtoolseinsetzen Lernbeurteilung und Feedback erfolgt prozess- basiert und formativ 1 2 3 4 5 Von Frontalunterricht (innen= 1) zu komplexen Lernprozessen (außen= 5) Handlungsrahmen für Lehrkräfte: DDD 24 Jahnke et al., 2017 Jahnke, 2015 Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 25.
    Lernziele Klar verständliche Zielefür SuS; wissen wo die Lernzi ele stehen (können diese nachlesen) Lernziele nicht klar, nicht sichtbar für SuS, Keine Kommunikation über Lernziele 1 3 5 SuS verstehen die Lernziele nicht, Oder es gibt nur mündliche Kommunikation dazu Prof. Dr. Isa Jahnke 25
  • 26.
    Lernziel Beispiel ”Stufe 3” Mathe,3. Klasse Was tun, um Stufe 5 zu erreichen? App Lernziel Prof. Dr. Isa Jahnke 26
  • 27.
    Aktiv und SuS- zentriert 1 5 Passives Lernen(Frontalunterricht) 3 Aktiv aber Lehrer:in -zentriert Howland, Jonassen, & Marra, 2012 Dabbagh et al., 2018 Lern- aktivitäten Prof. Dr. Isa Jahnke 27
  • 28.
    Lernaktivitäten Beispiele für ”Stufe5”, höchste Stufe Sprachunterricht, 4. Klasse mit Explain Everything App Ziel/Aufgabe: Erklär was ein Verb, Adjektiv und Hauptwort ist • SchülerInnen erstellen ein Storyboard inkl. Ton und Visualisierung • Dann mit dem App • Kleine Teams „draußen“ Prof. Dr. Isa Jahnke 28
  • 29.
    • 9.Klasse • kollaborativeErstellung von Experimenten • SchülerInnen erstellen Videos, um Experimente zu überprüfen und zu verbessern • teilen sie auch über den YouTube-Kanal der Schule und mit Universitätsstudierenden Lernaktivitäten Beispiele für ”Stufe 5”, höchste Stufe Prof. Dr. Isa Jahnke 29
  • 30.
    Formativ: Feedback imLernprozess 1 3 5 Feedback gibt es nur am Ende des Lernprozesses, kein Feedbackplan vorhanden Feedback waehrend des Lernprozess aber nur auf Nachfrage seitens der SuS (wenn sie die Hand heben und Fragen haben) SuS kennen die Beurteilungskriterien im voraus, es gibt Feedbackschleifen während des Lernprozesses Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 31.
    Soziale Dimension – Rollenver- änderung 1 3 5 LehrerIn hatnur klassische Rolle inne, SuS sind nur passive Zuhörer LehrerIn ist die meiste Zeit Vortragende, aber erste Zeichen der Rollenveränderung LehrerIn ist LernbegleiterIn, nicht nur Vortragende/r Prof. Dr. Isa Jahnke 31
  • 32.
    Peer-Reflective Learning 7. Klasse, Englisch SchülerInnenschreiben etwas aus ihrer Kindheit und LehrerIn nutzt peer-reviews zur Verbesserung der Schreib- Skills Facebook style Fakebook App https://www.classtools.net/FB/home-page Prof. Dr. Isa Jahnke 32
  • 33.
    Digitale Technologien 1 3 5 Ersatz für Stift/Papier oderLehrbuch, es ist LehrerIn-Tool Technologie-Nutzung ist Ersatz, jedoch erste Anzeichen, dass es “mehr“ ist: Aufgaben-Neugestaltung (z.B. interaktives Quiz) Durch Technologie: Entwicklung neuer Lernaufgaben/Aktivitäten, vorher undenkbar –SchülerIn-Tool SAMR model by Puentedura Prof. Dr. Isa Jahnke 33
  • 34.
    Technology Integration Matrix(UF, Florida) Interactive Online Site! https://fcit.usf.edu/matrix/ Rolle der Technologie: “Technologies need to engage learners in articulating/communication and representing their understanding, not that of teachers.” (p. 4). https://fcit.usf.edu/matrix/
  • 35.
    Sprachen-Lernen • 6. Klasse •SchülerInnen lessen ein Buch • Gruppen entwickeln Booktrailer (App iMovie), um ihre Interpretation des Buches zu zeigen • Es findet ein Buchtrailer/Filmabend mit der Gemeinde in der Schule Beispiel (aus dem Internet) Video, 4 min., https://www.youtube.com/watch?v=- d6hDWYOhpM Prof. Dr. Isa Jahnke 35
  • 36.
    36 1) In chronologischer Reihenfolge schreibenlernen (Geschichte) SuS nutzen Beispiel, was Sie in den Sommerferien gemacht haben (Ihre eigene Geschichte) Popplet (mindmap app) Problem: Mindmaps helfen nicht dabei chronologisch zu schreiben  Was sollte geändert warden, um das Lernziel zu erreichen? Wie kann diese Unterrichtseinheit verbessert werden? 2) Am Ende der Unterrichtsstunde (z.B. Erdkunde) Ein digitales Spiel und die SUS mit den meisten Punkten gewinnen Kahoot / Quizlet (game-based apps) Problem: Es ist aktiv aber LehrerIn- zentriert  Wie kann es so umgestaltet werden, dass die Lernaktivität aktiv UND SuS-zentriert wird?
  • 37.
    Am Ziel? - einAusblick & wie geht’s weiter? Prof. Dr. Isa Jahnke 37
  • 38.
    Evaluiere den Unterrichts-Plan& Praxis! Handlungsrahmen: Digitales Didakisches Design / DDD) Tool zur Evaluation – wo stehen w ir?: https://www.isa-jahnke.com/teaching 38 Prof. Dr. Isa Jahnke 38
  • 39.
    Prof. Dr. IsaJahnke 39
  • 40.
    Ergebnis: A, Bund C Typen 23 von 64 Klassen zeigen ausgereiftes active learning with tablets A) Integration der 5 DDD Elemente • Integration auf höchster Stufe (cohesive alignment) (7 Klassen) • Arrangement der 5 DDD Elemente jedoch kleinere Ver- besserungen für active digital learning möglich (16 Klassen) B) Semi-Integration • Benefit durch den iPad Einsatz, jedoch sind die einige der 5 DDD Elemente nicht gut aufeinander abgestimmt, um active learning zu fördern (21 Klassen) C) Wenig oder keine Integration der 5 DDD Elemente • Potential für active digital learning sichtbar, jedoch in der Praxis so nicht umgesetzt (14 Klassen) • Re-Design erforderlich, traditioneller Unterricht in dem iPad keinen Mehrwert zeigt (6 Klassen) 40 Jahnke et al., 2017 Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 41.
    Entwickle eine Schulstrategiemit klaren Zielen: Was wollen Sie mit der Einführung digitaler Technologien erreichen? Was soll am Ende dabei raus kommen? Beispiel von Lise Gammelby, Odder in DK Prof. Dr. Isa Jahnke 41
  • 42.
    Weitere Erkenntnisse 42 • Lehrer*innen= Jongleure (der DDD-Elemente): Komplexität durch technische Zusammenbrüche, die sich auf pädagogischen Plan auswirken • Unterrichten war früher eine Routinetätigkeit; es wird zu einem Designprojekt --iteratives Probieren und Weiterentwickeln --Lehrkräfte als Designer von Lernen (Lernende) • Digitalisierung ist ein Organisationsprojekt, auf mehreren Ebenen verankern: a) Ausbau Infrastruktur WiFi und zentrales LMS / z.B. Schoology b) Weiterbildung für Lehrer*innen c) Task Force in der Schule mit Strategie/Vision und pädagogischen Leitlinien (Begleitforschung) Jahnke, Svendsen, Johannsen, & Zander, 2014 Jahnke, Marell, & Mejtoft, 2016 Jahnke, 2015 Prof. Dr. Isa Jahnke
  • 43.
    Learning Experience Design 43 Storyboards: •Outcomes: Lernziel 1 (..) • Inhalte (Text, Videos) • Lernaufgaben • Lernbeurteilung (Quizzes) Moderator, Content-Experts (USDA, FDA), Design-Team Paper Prototype (Lerndesig n) Experts/ Heuristics Review Re- design Studie 1 Forschung s- team Design team Nielsen’s heuristic s, sociotechnical- pedagogical heuristics
  • 44.
    44 Storyboards: • Outcomes: Lernziel 1(..) • Inhalte (Text, Videos) • Lernaufgaben • Lernbeurteilung (Quizzes) Moderator, Content-Experts (USDA, FDA), Design-Team Paper Prototype (Lerndesig n) Experts/ Heuristics Review Re- design Re- design User Experience/ UX w/ 10 p Studie 1 Forschung s- team Studie 2 Forschungs- team Design team Design team Nielsen’s heuristic s, sociotechnical- pedagogical heuristics • Task-based think alouds, • SUS survey • Task/System level satisfaction • Follow-up interview Learning Experience Design
  • 45.
    45 Storyboards: • Outcomes: Lernziel 1(..) • Inhalte (Text, Videos) • Lernaufgaben • Lernbeurteilung (Quizzes) Moderator, Content-Experts (USDA, FDA), Design-Team Paper Prototype (Lerndesig n) Experts/ Heuristics Review Re- design Re- design Launch (…) User Experience/ UX w/ 10 p Learner Experience /LX w/ 46 p Studie 1 Forschung s- team Studie 3 Forschungs- team Studie 2 Forschungs- team Design team Design team Design team Nielsen’s heuristic s, sociotechnical- pedagogical heuristics • Task-based think alouds, • SUS survey • Task/System level satisfaction • Follow-up interview • Pre/Posttests • T-test analysis Learning Experience Design
  • 46.
    Zusammenfassung Didaktik / LernDesign:Aktiv & SuS-zentriert (nicht: Lehrer:in-zentriert) Alle 5 Elemente des DDD Digitale Technologien: Als mindtools, Lernende ”produzieren” Lernartefakte, Lernen wird sichtbar gemacht Soziale Dimension: Gestalten Sie Interaktion gezielt! SuS Interaktion, SuS-Lehrer:in Interaktion‘ Interaktion mit den digitalisierten Prozessen Lehrer:innen als ”Designer von digitalen Lernprozessen“ 46 Jahnke, 2015 Digital Didactical Design
  • 47.
    Wie geht’s weiter? Schulkonzepteanders denken - z.B. in Richtung personalisiertes Lernen? Das geht nicht ohne Technologien Beispiel: Personalisierte Schule in Wisconsin/USA „giving students a choice (what to learn)“ Video (3 mins.): https://www.elmbrookschools.org/teaching-learning/personalized-learning 47 Prof. Dr. Isa Jahnke 47
  • 48.
    Ich suche… Werhat Lust mit mir zusammenzuarbeiten? 48 Schulen, die Interesse haben an BMBF Projekten teilzunehmen: 1. Digital Making 2. School Strategic Improvement Planning: Prozessgestaltung zur Förderung von überfachlichen Kompetenzen
  • 49.
    Prof. Dr. IsaJahnke Email isa.jahnke@gmail.com Isa.Jahnke¬uni-muenster.de Website http://www.isa-jahnke.com Twitter @isaja Ich freue mich auf Ihre Fragen. Vielen Dank!

Hinweis der Redaktion

  • #5 Im learning design, edtech, and learner experience wird die z=soziale Dimension vernachlaessigt, d.h. dies im design active mit zu “designen” . Es wird zwar daraufhingewiesen wie zentral die sozielen Dimension ist, jedoch wird es nicht “designed”
  • #7 Mental model, auch “sense-making” genannt in anderen wiss. Communities
  • #8 Mental model, auch “sense-making” genannt in anderen wiss. Communities
  • #9 Mental model, auch “sense-making” genannt in anderen wiss. Communities
  • #11 Ich stelle ein Projekt genauer vor …
  • #12 =
  • #16 neu
  • #21 Was ist eigentlich active learning? Und warum ist es wichtig? MEHR als nur kognitiv, sondern ganzheitlicher Ansatz, kognitive, affective, emotionales Lernen, Motivational , etc. Cognitive: This is the most commonly used domain. ... Affective: This domain includes objectives relating to interest, attitude, and values relating to learning the information.
  • #22 Was ist eigentlich active learning? Und warum ist es wichtig? MEHR als nur kognitiv, sondern ganzheitlicher Ansatz, kognitive, affective, emotionales Lernen, Motivational , etc. Cognitive: This is the most commonly used domain. ... Affective: This domain includes objectives relating to interest, attitude, and values relating to learning the information.
  • #23 Lernen beginnt mit dem Erlernen von neuem Wissen – Input durch Lehrkraefte oder Lehrenden, muss dann aber darueberhinaus vertieft warden mithilte “active learning strategies”
  • #30 alt
  • #33 alt
  • #35 Now, you can say, great; I just add IT to my course…. No, sorry, but you have to think and re-organize (!) the entire course design, when you do that
  • #36 neu