M-Learning von A-Z.
Workshop zur Planung von M-Learning-Praxis mit Bezug
zum Alltag der Lernenden.
Dr. Judith Seipold
London Mobile Learning Group (LMLG)
MEDEAnet-Projekt
c/o Education Group Linz
21.-22. März 2014
Foliensatz 04
"PLANUNG VON MOBILEM LERNEN"
AGENDA
© Judith Seipold
Agenda
1. Konzeptioneller Rahmen
2. Nutzung
3. Planung formeller Aspekte
4. Planung didaktischer Aspekte
RAHMEN
© Judith Seipold
KONZEPTIONELLER RAHMEN
theorie ∙ implementierung ∙ öffnung ∙ gegensätze
Lernen als Prozess
_ Situiert
_ Kollaborativ
_ Personalisiert
_ Konversationsbasiert
_ Teilnahme an Community of Practice
_ …
Sozio-kulturelle Ökologie Mobilen Lernens
Abbildung 1: Zentrale Komponenten einer Sozio-kulturellen Ökologie Mobilen Lernens (Pachler et al., 2010).
Strukturen (structures)
_ Lernsituationen, Elternhaus, Schule,
Freundeskreise, Feierabendambiente, Strukturen
der Massenkommunikation, ...
_ Kinder und Jugendliche bewegen sich zum einen in
vorgegebenen Strukturen, sie stellen solche
Strukturen aber auch her
Strukturen
Abbildung 2: Strukturen (eigene Darstellung, 2014).
Handlungskompetenzen (agency)
_ Fähigkeiten, aktiv in der Welt mit all ihren
Strukturen zu handeln und sie sich anzueignen
_ Teil davon ist individuelle, subjektive Perspektive
auf die Welt
_ Handlungskompetenzen subjektiv geprägt
_ Aneignung und Lernen geschieht auch immer
subjektiv sinnstiftend
Handlungskompetenzen
Abbildung 3: Handlungskompetenzen (eigene Darstellung, 2014).
Kulturelle Praktiken (cultural practices)
_ Routinen die es ermöglichen, in Situationen und
Strukturen sicher (und erfolgreich) zu agieren
_ Alltagsorganisation, Netzwerken,
Medienproduktion, Recherchekompetenzen,
Kommunikation, Lernen
Kulturelle Praktiken
Abbildung 4: Kulturelle Praktiken: Ritualisierte Kommunikation (eigene Darstellung, 2014).
Kulturelle Praktiken
Abbildung 5: Kulturelle Praktiken: Ritualisierte Einstellungen (eigene Darstellung, 2014).
Implementierung von Mobiltechnologien in
den Unterricht
Abbildung 6: Drei Ansätze zur Implementierung von Mobiltechnologien in den Unterricht (Seipold, 2013).
Öffnung des Unterrichts
Abbildung 7: Stufen der Öffnung des Unterrichts: Didaktisches Design mit Blick auf kulturelle Praktiken und Ort (eigene Darstellung nach Seipold, 21.03.2011).
Gegensätze
Abbildung 8: Gegensätze in der Mobile Learning-Diskussion als Resultat der Forderungen aus der Theorie und der Umsetzung in der Praxis mit Fokus auf Alltag – Schule (Seipold,
2013).
NUTZUNG
© Judith Seipold
NUTZUNG
lernende ∙ lehrende ∙ alltag ∙ lernen
Nutzung durch die Lernenden
_ Als Thema und Lernanlass
∙ Reflexion der eigenen Nutzung, aber auch von sozialen
Aspekten (Regeln, Umgangsformen, Problembereiche, etc.)
_ Als Lernmittel (Arbeitsmittel/Werkzeug)
∙ Bearbeitung von Aufgaben, offen und selbstorganisiert
_ Zur Administration
∙ Administration als Voraussetzung für selbstgesteuertes und
selbstorganisiertes Lernen
Nutzung durch die Lehrenden
_ Als Thema und Lernanlass
∙ Z.B. Handytarife in Mathematik berechnen
_ Als Lehrmittel (Arbeitsmittel/Werkzeug)
∙ Z.B. Verfügbarmachen von Lernmaterialien wie Texte und
Aufgaben als Dateien, Filme, Sounddateien, ...
_ Zur Administration
∙ Z.B. für Vergabe und Sammeln von Hausaufgaben, feedback
über Lernleistung, zur Noten- und Materialorganisation
Technologietrends
_ Persönliche Lernportale
_ Mobile Lernspiele
_ Ortsbasiert und kontextsensitiv
_ Augmented Reality
_ Wearables, Tangible Interfaces & Smart Objects
_ Network of Things
_ …
Alltagsmediennutzung
Abbildung 9: Nutzung mobiler Technologien im Alltag (eigene Darstellung, 2012).
Alltagsorganisation zwischen Konsum und
Teilhabe
_ Informationsgewinnung und -verbreitung
∙ Textbasiert, Foto, Video, Ton
∙ Twitter, Facebook, Instagram, Youtube, Vine, …
_ Ortsbezogenes und kontextsensitives Lernen
∙ Wikitude, GeoWiki, Google Streetview, …
_ Kommunikation und Kollaboration
∙ Twitter, Facebook, Google, …
_ Unterhaltung
Lernorganisation mit Blick auf Ist und Soll
_ Informationsrecherche zur Erledigung der
Hausaufgaben
∙ Suchmaschinen, Wikipedia, Foren, Newsgroups, …
_ Recherchen zu Schule, Aus- und Weiterbildung
∙ Suchmaschinen, spezifische Websites, Foren, …
_ Lernen
∙ Edu-Apps, (Interaktive) E-Books, Gamebased Learning, …
PLANUNG FORMELL
© http://www.flickr.com/photos/bsk/
FORMELLE ASPEKTE
regelungen ∙ rahmenbedingungen ∙ evaluierung ∙
rückführung
Welche Regelungen sind vor Beginn des
Projektes für das Projektmanagement zu
treffen?
_ Leitung, rechtliche Aspekte und Finanzen
_ Projektstrukturplan
_ Qualitätssicherungsmaßnahmen
Welche technischen und organisatorischen
Rahmenbedingungen sind für das Projekt zu
klären?
_ Implementierungsstrategie
_ Aspekte auf Grundlage bereits realisierter mobile
learning-Projekte:
Welche Methoden werden zu welchen
Projektzeitpunkten eingesetzt, um den
Verlauf des Projektes formativ zu
evaluieren?
_ Mögliche Blickrichtungen
_ Mögliche Methoden
Welche Maßnahmen werden ergriffen, um
die Erkenntnisse der Evaluation wieder in
das Projekt einfließen zu lassen?
_ Schule
_ Projektmitarbeiter
PLANUNG DIDAKTIK
© http://www.flickr.com/photos/mayu/
DIDAKTISCHE ASPEKTE
grundlagen ∙ didaktik ∙ überführung ∙ planung
Keine Mobile-Learning-Revolution
_ Zeitaufwand!
_ Hürden!
_ Kosten!
_ Mobilität?
_ (Lern-)Alltag der Lerner?
_ Nachhaltigkeit?
Arbeitsdefinition
Mobiles Lernen ist
_ Lernen, Aneignung, Bedeutungszuweisung,
Aushandeln von Bedeutungen
_ unter Berücksichtigung subjektiv sinnstiftenden
(Medien-)Handelns und objektiver (schulischer)
Anforderungen
_ mithilfe von Mobiltechnologien
∙ …
…
_ mithilfe von Mobiltechnologien
∙ die örtliche und zeitliche Flexibilität ermöglichen
∙ die Zugang zu Ressourcen und Strukturen eröffnen
∙ die Handlungskompetenzen und kulturelle Praktiken der
Lerner unterstützen
∙ die vernetztes, kollaboratives, personalisiertes,
konversationsgeprägtes Lernen in gleichberechtigten
Lernumgebungen ermöglichen.
Mobile Didaktik aus kulturökologischer
Perspektive
_ Mobiles Lernen sehen als Konstruktionsprozess
und Möglichkeitsraum
_ Schaffung von individuellen lern- und
bildungsbezogenen Lebens- und Handlungsräume
ermöglichen
Aufbau von Lerncontexten ermöglichen
_ Strukturen bereitstellen, durch die Lerner ihre
Lernräume nachhaltig erstellen und gestalten
können
_ Räume und Werkzeuge verfügbar machen, mit
denen Lerner diskursiv und kommunikativ
interagieren und reflektieren können
"Stützende Strukturierung" im Lernprozess
anbieten
_ Strukturen, Handlungskompetenzen, kulturelle
Praktiken
 Orientierungsangebote bereitstellen und Kontinuität schaffen
 Zwischen subjektiven Perspektiven und Kompetenzen und
objektiven Anforderungen von Schule vermitteln
Handlungsmustern, Kompetenzen und Wissen aus dem Alltag
der Schülerinnen und Schüler für curriculare Anforderungen
anerkennen, nutzbar machen und stärken
Schaffung von Ressourcen und Strukturen
_ Schulisches Lernen unter Zuhilfenahme von
Mobilen Endgeräten
_ Notebook- und iPad-Klassen; Handelds
_ Schaffung von Informationsressourcen und
Kollaborationsmöglichkeiten
_ Anpassung von Webinhalten und E-Learning auf
Mobiltechnologien
_ …
Beispiele für Überführung (Bachmair 2009, S. 2)
_ informelles Lernen in die Schule integrieren
_ Episoden situierten Lernens schaffen
_ Lern- und Medienkontexte generieren
_ Kommunikationsbrücken schaffen
_ Schülerinnen und Schüler als Experten ihres
Alltagslebens in der Schule individuell aktiv
werden lassen
_ sensible Entwicklungs- und Lernkontexte schaffen
Planungshinweis 1:
Über Strukturen, Kompetenzen und Routinen
Bezüge zum Alltag der Lernenden herstellen
Planungshinweis 2:
Drei gängige Ansätze, Mobiltechnologien in
den Unterricht zu integrieren
Planungshinweis 3:
Spannungsverhältnisse zwischen Schule und
Alltag kreativ und kritisch im Unterricht
nutzen
Planungshinweis 4:
Moderierende Unterstützung und "stützende
Strukturierung" im Prozess der
Bedeutungszuweisung bieten
Planungshinweis 5:
Überführung von informellen Strukturen und
Handlungsmustern in formalisierte
Planungshinweis 6:
Kategorien zur formalen Beschreibung von
M-Learning-Projekten
Planungshinweis 7:
Infrastruktur, Finanzierung und
Nachhaltigkeit
Kontakt
Dr. Judith Seipold
Mail: judith.seipold@londonmobilelearning.net
Web: www.judith-seipold.de
Web: www.londonmobilelearning.net
Social: twitter.com/judithsei
Foliensatz verfügbar via:
Direktanfrage
REFERENZEN
bilder ∙ literatur
Bilder
Abbildung 1: Pachler, Norbert; Bachmair, Ben; Cook, John (2010): Mobile learning: structures, agency, practices. Unter Mitarbeit von Gunther Kress, Judith Seipold und Elisabetta
Adami et al., New York: Springer.
Abbildung 2, 3, 4, 5: Seipold. Judith (2014).
Abbildung 6: Seipold, Judith (2013): Mobiles Lernen. Systematik, Theorien und Praxis eines noch jungen Forschungsfeldes. In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut; Witt, Claudia de
(Hrsg.): Mobile Learning. Potentiale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen Endgeräten. Wiesbaden: Springer VS , S. 27-54.
Abbildung 7, 8: Seipold, Judith (21. März 2011): A critical perspective on mobile learning: Results of a heuristic analysis of the scientific process and a hermeneutic analysis of
mobile learning practice. ‘Mobile learning: Crossing boundaries in convergent environments’ Conference, 21. März 2011, Bremen. Online:
https://prezi.com/secure/3c7a728da1334e1ba2f4bab556133077ff86a0f6/. (Zuletzt geprüft: 30.03.2011).
Abbildung 9: Eigene Darstellung (2012).
Hintergrund "Agenda": Judith Seipold
Hintergrund "Rahmen": Judith Seipold
Hintergrund "Nutzung": Judith Seipold
Hintergrund "Planung formell": http://www.flickr.com/photos/bsk/
Hintergrund "Planung Didaktik": http://www.flickr.com/photos/mayu/
Literatur
Bachmair, Ben (2009a): Eckpunkte einer Didaktik des mobilen Lernens. Online: http://www.ben-bachmair.de/Eckpunkte_mobiler_Didaktik_Dez09.doc. (Zuletzt geprüft:
05.01.2011).
Bachmair, Ben (2009b): Leitlinien für Mobiles Lernen. Online: http://www.benbachmair. de/Leitlinien_fuer_mobiles_Lernen_Nov09.doc. (Zuletzt geprüft: 05.01.2011).
Kukulska-Hulme, Agnes (Hrsg.) (2005): Mobile Learning. A Handbook for Educators and Trainers. New Edition. London, New York: Routledge (The Open and Flexible Learning Series).
Pachler, Norbert; Bachmair, Ben; Cook, John (2010): Mobile learning: structures, agency, practices. Unter Mitarbeit von Gunther Kress, Judith Seipold und Elisabetta Adami et al.,
New York: Springer.
Rummler, Klaus; Seipold, Judith (2011): “Nicht ohne mein Handy!”. Alltagsnutzung, Risiken und Bildungschancen. In: Schüler. Wissen für Lehrer, Nr. : Online_Offline. Aufwachsen
mit virtuellen Welten (Schüler 2011). Herausgegeben von: Burkhardt, Sara; Hugger, Kai-Uwe; Neuß, Norbert; Seifried, Klaus; Tillmann, Klaus-Jürgen, S. 24-27.
Rummler, Klaus (2013): Mobiles Lernen in der Schule. Szenarien mobilen Lernens im Unterricht. Online: https://blog.phzh.ch/moles/, last update25.09.2013. (Zuletzt geprüft:
08.03.2014).
Seipold, Judith (11.01.2012): Learning with mobile technologies. Teaching approaches and systematic change management issues. BETT2012 conference, 11.01.2012, London.
Online: http://www.slideshare.net/KlausR/presenation-bett2012-judith-seipold. (Zuletzt geprüft: 06.03.2012).
Seipold, Judith (2011): A critical perspective on mobile learning: Results of a heuristic analysis of the scientific process and a hermeneutic analysis of mobile learning practice. In:
Rummler, Klaus; Seipold, Judith; Lübcke, Eileen; Pachler, Norbert; Attwell, Graham (Hrsg.): Mobile learning: Crossing boundaries in convergent environments. 21-22 March
2011, Bremen. Book of abstracts (Occasional Papers in Work-based Learning), S. 31-34.
Seipold, Judith (2011): Planung von Mobilem Lernen im Unterricht. Hinweise und Beispiele für die Praxis. In: Computer + Unterricht - Lernen und lehren mit digitalen Medien, Nr.
84. Spezial Lernen. Themenschwerpunkt betreut von: Fromme, Johannes; Biermann, Ralf; Unger, Alexander, S. 49-51.
Seipold, Judith (2012): Mobiles Lernen. Analyse des Wissenschaftsprozesses der britischen und deutschsprachigen medienpädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Mobile
Learning-Diskussion, Kassel: Universität Kassel.
Seipold, Judith (2013): Mobiles Lernen. Systematik, Theorien und Praxis eines noch jungen Forschungsfeldes. In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut; Witt, Claudia de (Hrsg.): Mobile
Learning. Potentiale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen Endgeräten. Wiesbaden: Springer VS , S. 27-54.
Seipold, Judith (21. März 2011): A critical perspective on mobile learning: Results of a heuristic analysis of the scientific process and a hermeneutic analysis of mobile learning
practice. ‘Mobile learning: Crossing boundaries in convergent environments’ Conference, 21. März 2011, Bremen. Online:
https://prezi.com/secure/3c7a728da1334e1ba2f4bab556133077ff86a0f6/. (Zuletzt geprüft: 30.03.2011).
Seipold, Judith (21.11.2011): Mobile Learning. Potential and controversies embodied in a young scientific field and arising consequences for future researchand practice with view
to social, networked and (informal) learning. SoMobNet Roundtable, 21.11.2011, London. Online: http://www.slideshare.net/KlausR/judith-seipold-
somobnet20111121areduced. (Zuletzt geprüft: 06.03.2012).
Seipold, Judith (27.‐28.03.2012): Mobile Learning. Potential and controversy embodied in a young scientific field, and arising consequences for future researchand practice.
Educational Media Ecologies: International Perspectives, 27.‐28.03.2012, Paderborn.
Seipold, Judith; Pachler, Norbert (2011): Evaluating Mobile Learning Practice: Towards a framework for analysis of user-generated contexts with reference to the socio-cultural
ecology of mobile learning. In: MedienPädagogik, Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, Nr. 19 (21.4.2011): Widening learning contexts with mobile
devices: concepts and cases; Edited by Ben Bachmair, Norbert Pachler and John Cook. Online: http://www.medienpaed.com/19/seipold1104.pdf.
Seipold, Judith; Pachler, Norbert; Bachmair, Ben; Döbeli-Honegger, Beat (2013): Mobile learning. Strategies for planning and implementing learning with mobile devices in
secondary school contexts. In: Leask, Marilyn; Pachler, Norbert (Hrsg.): Learning to teach using ICT in the Secondary School. 3. Aufl. London: Routledge .
Seipold, Judith; Rummler, Klaus; Rasche, Julia (2010): Medienbildung im Spannungsfeld alltäglicher Handlungsmuster und Unterrichtsstrukturen. In: Bachmair, Ben (Hrsg.):
Medienbildung in neuen Kulturräumen. Die deutschsprachige und britische Diskussion. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften , S. 227-241.

Workshop M-Learning von A-Z. Planungsanreize.

  • 1.
    M-Learning von A-Z. Workshopzur Planung von M-Learning-Praxis mit Bezug zum Alltag der Lernenden. Dr. Judith Seipold London Mobile Learning Group (LMLG) MEDEAnet-Projekt c/o Education Group Linz 21.-22. März 2014
  • 2.
  • 3.
  • 4.
    Agenda 1. Konzeptioneller Rahmen 2.Nutzung 3. Planung formeller Aspekte 4. Planung didaktischer Aspekte
  • 5.
  • 6.
    KONZEPTIONELLER RAHMEN theorie ∙implementierung ∙ öffnung ∙ gegensätze
  • 7.
    Lernen als Prozess _Situiert _ Kollaborativ _ Personalisiert _ Konversationsbasiert _ Teilnahme an Community of Practice _ …
  • 8.
    Sozio-kulturelle Ökologie MobilenLernens Abbildung 1: Zentrale Komponenten einer Sozio-kulturellen Ökologie Mobilen Lernens (Pachler et al., 2010).
  • 10.
    Strukturen (structures) _ Lernsituationen,Elternhaus, Schule, Freundeskreise, Feierabendambiente, Strukturen der Massenkommunikation, ... _ Kinder und Jugendliche bewegen sich zum einen in vorgegebenen Strukturen, sie stellen solche Strukturen aber auch her
  • 11.
    Strukturen Abbildung 2: Strukturen(eigene Darstellung, 2014).
  • 13.
    Handlungskompetenzen (agency) _ Fähigkeiten,aktiv in der Welt mit all ihren Strukturen zu handeln und sie sich anzueignen _ Teil davon ist individuelle, subjektive Perspektive auf die Welt _ Handlungskompetenzen subjektiv geprägt _ Aneignung und Lernen geschieht auch immer subjektiv sinnstiftend
  • 14.
  • 16.
    Kulturelle Praktiken (culturalpractices) _ Routinen die es ermöglichen, in Situationen und Strukturen sicher (und erfolgreich) zu agieren _ Alltagsorganisation, Netzwerken, Medienproduktion, Recherchekompetenzen, Kommunikation, Lernen
  • 17.
    Kulturelle Praktiken Abbildung 4:Kulturelle Praktiken: Ritualisierte Kommunikation (eigene Darstellung, 2014).
  • 19.
    Kulturelle Praktiken Abbildung 5:Kulturelle Praktiken: Ritualisierte Einstellungen (eigene Darstellung, 2014).
  • 21.
    Implementierung von Mobiltechnologienin den Unterricht Abbildung 6: Drei Ansätze zur Implementierung von Mobiltechnologien in den Unterricht (Seipold, 2013).
  • 23.
    Öffnung des Unterrichts Abbildung7: Stufen der Öffnung des Unterrichts: Didaktisches Design mit Blick auf kulturelle Praktiken und Ort (eigene Darstellung nach Seipold, 21.03.2011).
  • 25.
    Gegensätze Abbildung 8: Gegensätzein der Mobile Learning-Diskussion als Resultat der Forderungen aus der Theorie und der Umsetzung in der Praxis mit Fokus auf Alltag – Schule (Seipold, 2013).
  • 27.
  • 28.
    NUTZUNG lernende ∙ lehrende∙ alltag ∙ lernen
  • 29.
    Nutzung durch dieLernenden _ Als Thema und Lernanlass ∙ Reflexion der eigenen Nutzung, aber auch von sozialen Aspekten (Regeln, Umgangsformen, Problembereiche, etc.) _ Als Lernmittel (Arbeitsmittel/Werkzeug) ∙ Bearbeitung von Aufgaben, offen und selbstorganisiert _ Zur Administration ∙ Administration als Voraussetzung für selbstgesteuertes und selbstorganisiertes Lernen
  • 30.
    Nutzung durch dieLehrenden _ Als Thema und Lernanlass ∙ Z.B. Handytarife in Mathematik berechnen _ Als Lehrmittel (Arbeitsmittel/Werkzeug) ∙ Z.B. Verfügbarmachen von Lernmaterialien wie Texte und Aufgaben als Dateien, Filme, Sounddateien, ... _ Zur Administration ∙ Z.B. für Vergabe und Sammeln von Hausaufgaben, feedback über Lernleistung, zur Noten- und Materialorganisation
  • 31.
    Technologietrends _ Persönliche Lernportale _Mobile Lernspiele _ Ortsbasiert und kontextsensitiv _ Augmented Reality _ Wearables, Tangible Interfaces & Smart Objects _ Network of Things _ …
  • 32.
    Alltagsmediennutzung Abbildung 9: Nutzungmobiler Technologien im Alltag (eigene Darstellung, 2012).
  • 34.
    Alltagsorganisation zwischen Konsumund Teilhabe _ Informationsgewinnung und -verbreitung ∙ Textbasiert, Foto, Video, Ton ∙ Twitter, Facebook, Instagram, Youtube, Vine, … _ Ortsbezogenes und kontextsensitives Lernen ∙ Wikitude, GeoWiki, Google Streetview, … _ Kommunikation und Kollaboration ∙ Twitter, Facebook, Google, … _ Unterhaltung
  • 35.
    Lernorganisation mit Blickauf Ist und Soll _ Informationsrecherche zur Erledigung der Hausaufgaben ∙ Suchmaschinen, Wikipedia, Foren, Newsgroups, … _ Recherchen zu Schule, Aus- und Weiterbildung ∙ Suchmaschinen, spezifische Websites, Foren, … _ Lernen ∙ Edu-Apps, (Interaktive) E-Books, Gamebased Learning, …
  • 36.
  • 37.
    FORMELLE ASPEKTE regelungen ∙rahmenbedingungen ∙ evaluierung ∙ rückführung
  • 38.
    Welche Regelungen sindvor Beginn des Projektes für das Projektmanagement zu treffen? _ Leitung, rechtliche Aspekte und Finanzen _ Projektstrukturplan _ Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • 39.
    Welche technischen undorganisatorischen Rahmenbedingungen sind für das Projekt zu klären? _ Implementierungsstrategie _ Aspekte auf Grundlage bereits realisierter mobile learning-Projekte:
  • 40.
    Welche Methoden werdenzu welchen Projektzeitpunkten eingesetzt, um den Verlauf des Projektes formativ zu evaluieren? _ Mögliche Blickrichtungen _ Mögliche Methoden
  • 41.
    Welche Maßnahmen werdenergriffen, um die Erkenntnisse der Evaluation wieder in das Projekt einfließen zu lassen? _ Schule _ Projektmitarbeiter
  • 42.
  • 43.
    DIDAKTISCHE ASPEKTE grundlagen ∙didaktik ∙ überführung ∙ planung
  • 44.
    Keine Mobile-Learning-Revolution _ Zeitaufwand! _Hürden! _ Kosten! _ Mobilität? _ (Lern-)Alltag der Lerner? _ Nachhaltigkeit?
  • 45.
    Arbeitsdefinition Mobiles Lernen ist _Lernen, Aneignung, Bedeutungszuweisung, Aushandeln von Bedeutungen _ unter Berücksichtigung subjektiv sinnstiftenden (Medien-)Handelns und objektiver (schulischer) Anforderungen _ mithilfe von Mobiltechnologien ∙ …
  • 46.
    … _ mithilfe vonMobiltechnologien ∙ die örtliche und zeitliche Flexibilität ermöglichen ∙ die Zugang zu Ressourcen und Strukturen eröffnen ∙ die Handlungskompetenzen und kulturelle Praktiken der Lerner unterstützen ∙ die vernetztes, kollaboratives, personalisiertes, konversationsgeprägtes Lernen in gleichberechtigten Lernumgebungen ermöglichen.
  • 47.
    Mobile Didaktik auskulturökologischer Perspektive _ Mobiles Lernen sehen als Konstruktionsprozess und Möglichkeitsraum _ Schaffung von individuellen lern- und bildungsbezogenen Lebens- und Handlungsräume ermöglichen
  • 48.
    Aufbau von Lerncontextenermöglichen _ Strukturen bereitstellen, durch die Lerner ihre Lernräume nachhaltig erstellen und gestalten können _ Räume und Werkzeuge verfügbar machen, mit denen Lerner diskursiv und kommunikativ interagieren und reflektieren können
  • 49.
    "Stützende Strukturierung" imLernprozess anbieten _ Strukturen, Handlungskompetenzen, kulturelle Praktiken  Orientierungsangebote bereitstellen und Kontinuität schaffen  Zwischen subjektiven Perspektiven und Kompetenzen und objektiven Anforderungen von Schule vermitteln Handlungsmustern, Kompetenzen und Wissen aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler für curriculare Anforderungen anerkennen, nutzbar machen und stärken
  • 50.
    Schaffung von Ressourcenund Strukturen _ Schulisches Lernen unter Zuhilfenahme von Mobilen Endgeräten _ Notebook- und iPad-Klassen; Handelds _ Schaffung von Informationsressourcen und Kollaborationsmöglichkeiten _ Anpassung von Webinhalten und E-Learning auf Mobiltechnologien _ …
  • 51.
    Beispiele für Überführung(Bachmair 2009, S. 2) _ informelles Lernen in die Schule integrieren _ Episoden situierten Lernens schaffen _ Lern- und Medienkontexte generieren _ Kommunikationsbrücken schaffen _ Schülerinnen und Schüler als Experten ihres Alltagslebens in der Schule individuell aktiv werden lassen _ sensible Entwicklungs- und Lernkontexte schaffen
  • 52.
    Planungshinweis 1: Über Strukturen,Kompetenzen und Routinen Bezüge zum Alltag der Lernenden herstellen
  • 53.
    Planungshinweis 2: Drei gängigeAnsätze, Mobiltechnologien in den Unterricht zu integrieren
  • 54.
    Planungshinweis 3: Spannungsverhältnisse zwischenSchule und Alltag kreativ und kritisch im Unterricht nutzen
  • 55.
    Planungshinweis 4: Moderierende Unterstützungund "stützende Strukturierung" im Prozess der Bedeutungszuweisung bieten
  • 56.
    Planungshinweis 5: Überführung voninformellen Strukturen und Handlungsmustern in formalisierte
  • 57.
    Planungshinweis 6: Kategorien zurformalen Beschreibung von M-Learning-Projekten
  • 58.
  • 59.
    Kontakt Dr. Judith Seipold Mail:judith.seipold@londonmobilelearning.net Web: www.judith-seipold.de Web: www.londonmobilelearning.net Social: twitter.com/judithsei Foliensatz verfügbar via: Direktanfrage
  • 60.
  • 61.
    Bilder Abbildung 1: Pachler,Norbert; Bachmair, Ben; Cook, John (2010): Mobile learning: structures, agency, practices. Unter Mitarbeit von Gunther Kress, Judith Seipold und Elisabetta Adami et al., New York: Springer. Abbildung 2, 3, 4, 5: Seipold. Judith (2014). Abbildung 6: Seipold, Judith (2013): Mobiles Lernen. Systematik, Theorien und Praxis eines noch jungen Forschungsfeldes. In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut; Witt, Claudia de (Hrsg.): Mobile Learning. Potentiale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen Endgeräten. Wiesbaden: Springer VS , S. 27-54. Abbildung 7, 8: Seipold, Judith (21. März 2011): A critical perspective on mobile learning: Results of a heuristic analysis of the scientific process and a hermeneutic analysis of mobile learning practice. ‘Mobile learning: Crossing boundaries in convergent environments’ Conference, 21. März 2011, Bremen. Online: https://prezi.com/secure/3c7a728da1334e1ba2f4bab556133077ff86a0f6/. (Zuletzt geprüft: 30.03.2011). Abbildung 9: Eigene Darstellung (2012). Hintergrund "Agenda": Judith Seipold Hintergrund "Rahmen": Judith Seipold Hintergrund "Nutzung": Judith Seipold Hintergrund "Planung formell": http://www.flickr.com/photos/bsk/ Hintergrund "Planung Didaktik": http://www.flickr.com/photos/mayu/
  • 62.
    Literatur Bachmair, Ben (2009a):Eckpunkte einer Didaktik des mobilen Lernens. Online: http://www.ben-bachmair.de/Eckpunkte_mobiler_Didaktik_Dez09.doc. (Zuletzt geprüft: 05.01.2011). Bachmair, Ben (2009b): Leitlinien für Mobiles Lernen. Online: http://www.benbachmair. de/Leitlinien_fuer_mobiles_Lernen_Nov09.doc. (Zuletzt geprüft: 05.01.2011). Kukulska-Hulme, Agnes (Hrsg.) (2005): Mobile Learning. A Handbook for Educators and Trainers. New Edition. London, New York: Routledge (The Open and Flexible Learning Series). Pachler, Norbert; Bachmair, Ben; Cook, John (2010): Mobile learning: structures, agency, practices. Unter Mitarbeit von Gunther Kress, Judith Seipold und Elisabetta Adami et al., New York: Springer. Rummler, Klaus; Seipold, Judith (2011): “Nicht ohne mein Handy!”. Alltagsnutzung, Risiken und Bildungschancen. In: Schüler. Wissen für Lehrer, Nr. : Online_Offline. Aufwachsen mit virtuellen Welten (Schüler 2011). Herausgegeben von: Burkhardt, Sara; Hugger, Kai-Uwe; Neuß, Norbert; Seifried, Klaus; Tillmann, Klaus-Jürgen, S. 24-27. Rummler, Klaus (2013): Mobiles Lernen in der Schule. Szenarien mobilen Lernens im Unterricht. Online: https://blog.phzh.ch/moles/, last update25.09.2013. (Zuletzt geprüft: 08.03.2014). Seipold, Judith (11.01.2012): Learning with mobile technologies. Teaching approaches and systematic change management issues. BETT2012 conference, 11.01.2012, London. Online: http://www.slideshare.net/KlausR/presenation-bett2012-judith-seipold. (Zuletzt geprüft: 06.03.2012). Seipold, Judith (2011): A critical perspective on mobile learning: Results of a heuristic analysis of the scientific process and a hermeneutic analysis of mobile learning practice. In: Rummler, Klaus; Seipold, Judith; Lübcke, Eileen; Pachler, Norbert; Attwell, Graham (Hrsg.): Mobile learning: Crossing boundaries in convergent environments. 21-22 March 2011, Bremen. Book of abstracts (Occasional Papers in Work-based Learning), S. 31-34. Seipold, Judith (2011): Planung von Mobilem Lernen im Unterricht. Hinweise und Beispiele für die Praxis. In: Computer + Unterricht - Lernen und lehren mit digitalen Medien, Nr. 84. Spezial Lernen. Themenschwerpunkt betreut von: Fromme, Johannes; Biermann, Ralf; Unger, Alexander, S. 49-51. Seipold, Judith (2012): Mobiles Lernen. Analyse des Wissenschaftsprozesses der britischen und deutschsprachigen medienpädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Mobile Learning-Diskussion, Kassel: Universität Kassel. Seipold, Judith (2013): Mobiles Lernen. Systematik, Theorien und Praxis eines noch jungen Forschungsfeldes. In: de Witt, Claudia; Sieber, Almut; Witt, Claudia de (Hrsg.): Mobile Learning. Potentiale, Einsatzszenarien und Perspektiven des Lernens mit mobilen Endgeräten. Wiesbaden: Springer VS , S. 27-54. Seipold, Judith (21. März 2011): A critical perspective on mobile learning: Results of a heuristic analysis of the scientific process and a hermeneutic analysis of mobile learning practice. ‘Mobile learning: Crossing boundaries in convergent environments’ Conference, 21. März 2011, Bremen. Online: https://prezi.com/secure/3c7a728da1334e1ba2f4bab556133077ff86a0f6/. (Zuletzt geprüft: 30.03.2011). Seipold, Judith (21.11.2011): Mobile Learning. Potential and controversies embodied in a young scientific field and arising consequences for future researchand practice with view to social, networked and (informal) learning. SoMobNet Roundtable, 21.11.2011, London. Online: http://www.slideshare.net/KlausR/judith-seipold- somobnet20111121areduced. (Zuletzt geprüft: 06.03.2012).
  • 63.
    Seipold, Judith (27.‐28.03.2012):Mobile Learning. Potential and controversy embodied in a young scientific field, and arising consequences for future researchand practice. Educational Media Ecologies: International Perspectives, 27.‐28.03.2012, Paderborn. Seipold, Judith; Pachler, Norbert (2011): Evaluating Mobile Learning Practice: Towards a framework for analysis of user-generated contexts with reference to the socio-cultural ecology of mobile learning. In: MedienPädagogik, Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung, Nr. 19 (21.4.2011): Widening learning contexts with mobile devices: concepts and cases; Edited by Ben Bachmair, Norbert Pachler and John Cook. Online: http://www.medienpaed.com/19/seipold1104.pdf. Seipold, Judith; Pachler, Norbert; Bachmair, Ben; Döbeli-Honegger, Beat (2013): Mobile learning. Strategies for planning and implementing learning with mobile devices in secondary school contexts. In: Leask, Marilyn; Pachler, Norbert (Hrsg.): Learning to teach using ICT in the Secondary School. 3. Aufl. London: Routledge . Seipold, Judith; Rummler, Klaus; Rasche, Julia (2010): Medienbildung im Spannungsfeld alltäglicher Handlungsmuster und Unterrichtsstrukturen. In: Bachmair, Ben (Hrsg.): Medienbildung in neuen Kulturräumen. Die deutschsprachige und britische Diskussion. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften , S. 227-241.