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Schlussfolgerung 1In der Lehr-Lern-Realität wird dieGestaltung der sozialen Beziehungen undprozess-basiertes Assessment/Fe...
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KontaktDipl.-Päd. Julia Liebscher   Professor Dr. Isa JahnkeUniversität Duisburg-Essen   Umeå University (Schweden)Zentrum...
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Ansatz einer kreativitaetsfördernden Didaktik für das Lernen mit mobilen Endgeräten

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In einem Lehr-/Lernszenarium im Fachbereich Ingenieurwissenschaften wurden mobile Endgeräte (iPods) eingesetzt, um der Frage nachzugehen, ob diese Studie-rende in den Bereichen Zusammenarbeit und Arbeitsorganisation unterstützen kön-nen. Während einer mehrwöchigen Projektphase ohne Präsenzphasen war es Auf-gabe der Studierenden, kollaborativ einen Projektauftrag, der mit einer Unterneh-menspraxis verbunden war, zu bearbeiten. Der Misserfolg des Projekts, der sich durch eine begrenzte Anywhere-Anytime-Didaktik und der Miss-Interpretation stu-dentischer Bedürfnisse erklären lässt, führte zur Entwicklung eines Ansatzes einer kreativitätsfördernden Didaktik für das Lernen mit mobilen Endgeräten, die Gegen-stand dieses Papers ist. Es werden Erfahrungen reflektiert und ein Lösungsansatz aufgezeigt.

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Ansatz einer kreativitaetsfördernden Didaktik für das Lernen mit mobilen Endgeräten

  1. 1. Ansatz einerkreativitätsförderndenDidaktik für das Lernenmit mobilen EndgerätenJulia Liebscher & Isa Jahnke GMW 2012 Wien
  2. 2. …Homo Interneticus 2 isa.jahnke@edusci.umu.se
  3. 3. Ausgangslage – Gibt es ein “Problem”? Immer mehr m Endge obile r ä te w smartp ie iPod hones s, , iPads , Andr oids ehr- an damit in LWa s k ann m nts mach en? emeLer n-Arrang ale?Welch e Potenti = w ir w o llt en es mal ausprobier en (2011) 3 isa.jahnke@edusci.umu.se
  4. 4. Mobile Learning –ein schillerndes FeldLaurillard (2007) - Pedagogical Forms for Mobile LearningTraxler (2007) 4Jahnke et al. (2012) isa.jahnke@edusci.umu.se
  5. 5. Industrielles Projekt-management 5 isa.jahnke@edusci.umu.se
  6. 6. Lernziele der Lehrveranstaltung (1) (Benjamin Bloom)Lernzielebene Lernziel: Die Studierenden …1. Erinnern + … kennen die Grundlagen des2. Verstehen industriellen Projektmanagements und haben sie verstanden3. Anwenden … können Methoden und Instrumente des IPM zur Bewältigung typischer beruflicher Situationen anwenden … wenden Kommunikations- und Präsentationstechniken angemessen an … arbeiten im Team, wenden dabei Zeit-/Selbstmanagement an 6 isa.jahnke@edusci.umu.se
  7. 7. Lernziele der Lehrveranstaltung (2) (Benjamin Bloom)Lernzielebene Lernziel: Die Studierenden …4. Analysieren + … haben eine kritisch-reflexive Haltung5. Evaluieren gegenüber eigenem u. fremden Denken u. Handeln entwickelt6. Kreieren … entwickeln neue ihnen vorher(inkl. improvisieren, unbekannte Lösungen für ein Problemabweichend denken) 7 isa.jahnke@edusci.umu.se
  8. 8. Ablauf der Lehrveranstaltung Hier: Übernacht- belieferung der Servicetechniker (Tür-/ Sicherheitstechnik) 8 isa.jahnke@edusci.umu.se
  9. 9. Lehrveranstaltung IPMim SoSe 2011TeilnehmerInnen: 12, männlichZeitraum•März bis Juli 2011•Auftaktveranstaltung März•Abschluss im JuliProjekt-basiertes Lernen•Unternehmensvertreter nahmen an Endpräsentation teilLeistungsnachweis•Projektdurchführung plus Vortrag•Alle 12 TN haben bestanden 9 isa.jahnke@edusci.umu.se
  10. 10. Geplante Funktiondes Einsatzes der mobilen Endgeräte• Anknüpfungspunkte des IPM zum Lernen mit mobilen Endgeräten – Projektplanung/-steuerung: Studierende planen ihr eigenes Projekt in Teams – Dokumentation – (Selbst-/Peer-) Reflexion (z.B. Projektstandsberichte)• Mobile Endgeräte (iPods) unterstützen – Studierende in den Bereichen Koordination, Kommunikation, Kooperation (Arbeitsorganisation) – Herausforderung: Kollaboratives Lernen losgelöst von der Universität 10 isa.jahnke@edusci.umu.se
  11. 11. Methode• Quantitative Befragung vorab• Beobachtungen• Gruppen-Interview mit Studierenden• Meetings und Interview mit Lehrenden• Auswertungen des Apps Evernote• Materialien des LMS 11 isa.jahnke@edusci.umu.se
  12. 12. Ergebnis: Nicht-Nutzung•Die Studierenden haben die iPodskaum bis gar nicht genutzt.•Die Studierenden haben sich lieberFace-to-Face getroffen. 12 isa.jahnke@edusci.umu.se
  13. 13. Erklärungen aus Sicht derStudierendenNicht-Nutzung•Die Endgeräte waren zu klein,um längere Zeit damit zu arbeiten.•Ohne WLAN konnte unterwegs nichtam Projekt gearbeitet werden.•Die Studierenden gaben an, dass sie keine Schwierigkeitenhatten, ihre Koordination/Kommunikation zu organisieren.Die Studierenden sagten jedoch, dass es schwierig war,herauszufinden,a)wo das Problem im Unternehmen lag,b)wie sie bei der Entwicklung der Problemlösung vorgehenwollten, und dassc)es sinnvoll gewesen wäre, sie bei der Lösungsentwicklung zuunterstützen - hier wären die iPods sinnvoll gewesen. 13 isa.jahnke@edusci.umu.se
  14. 14. Das Problem... (aus Sicht von DidaktikerInnen) Fach- Reflexion kompetenz (prozess- basiertes)Methoden- Feedbackkompetenz Sozial- • nur beiläufigkompetenz • keine explizite Einbindung in Lehr-Lernprozesse Selbst- (keine didakt. Gestaltung)kompetenz • keine Reflexion dazu • kein prozesss-basiertes Lehrende/r Feedback • Soziale Beziehungen werden nicht mit-gestaltet Erpenbeck & 14 Sauer (2000) isa.jahnke@edusci.umu.se
  15. 15. Erklärungen aus Sicht derForschung• Den Studierenden fehlte Unterstützung zum... a) kollaborativen Lernen => Wie kann Kollaboration unterstützt werden; gemeinsam eine Lösung entwickeln für ein Problem, wo es keine Muster-Antwort gibt? a) Kreativen Problemlöseprozess => Ein Projekt erstellen und durchzuführen benötigt neben Fach-/Methodenkompetenzen auch Kreativität, was in der LV nicht zum Thema des Lernens gemacht wurde.• Das mediendidaktische Konzept war nicht stimmig – Neben dem ME-Einsatz, gab es auch die LMS-Umgebung (Universitätsweites Lernmanagementsystems) – Es war für die Studierenden nicht klar wie beides zusammenspielte => Wann was nutzen, wozu? 15 isa.jahnke@edusci.umu.se
  16. 16. Kreativität wurde im didaktisches Design nicht mit-gestaltet Neu 7. Collaborative Didaktsches Design IPM creativity (was es sein sollte, aber 6. Sei kreativ nicht war) 5. Evaluating 4. Analyzing Didaktsches Design 3. Applying IPM (Realität) 2. Understanding 1. RememberingBloom & Krathwohl (2001) 16Th. Herrmann (2009) isa.jahnke@edusci.umu.se
  17. 17. Um Kreativität zu fördern… folgende Fragen im didaktischen Design beantworten: Wie kann in einer Gruppe eine Lösung für ein Problem gefunden werden, die noch nicht bekannt ist? Wie kann dies didaktisch gestaltet werden? • Wie kann dies in Zusammenarbeit und Kollaboration geschehen? • Wie kann man Studierende bei der Generierung von Ideen unterstützen? • Welche Ideen entstehen? Wie kann man sich auf eine Lösung einigen, Kompromisse machen, die eigene Ansicht stärken, abwägen? • Welche Kreativitäts- und Reflexionstechniken können wie eingebunden werden?Da Kreativität nicht an einen bestimmten ‚Raum‘ gebunden undnicht ad hoc abrufbar ist, stellt mobiles Lernen eine Möglichkeitdar, Kreativität dort aufzufangen, wo sie entsteht⇒Über mobile Endgeräte können kreativitätsförderndeBedingungen geschaffen und Kreativitätstechniken angebotenwerden, die dann genutzt werden können, wenn die Lernenden sichdamit beschäftigen können. 17 isa.jahnke@edusci.umu.se
  18. 18. Ansatzpunkte auf dem Weg hin zueiner kreativitätsfördernden Didaktik1. Kreativitätsfacetten: • Welche Facetten der Kreativitätsförderung gibt es? • Welche möchte die/der Lehrende in der LV fördern? • Wie werden die jeweiligen Kreativitätsfacetten gestaltet, damit die Lernenden kreativ sein können?1. Implementierungsmöglichkeiten: • Wie kann dies in Realität umgesetzt werden kann; so dass sich Kreativität bei den Studierenden entwickelt, gefördert wird?1. Rolle der IT/mobile devices: • Wie werden die mobilen Endgeräte/„Apps“ didaktisch integriert, so dass auch sie die Kreativität der Studierenden befördern (anstatt zu verhindern)? 18 isa.jahnke@edusci.umu.se
  19. 19. Ad 1) Sechs KreativitätsfacettenHaertel, Terkowsky, Jahnke (2012) 19Jahnke & Haertel (2010) isa.jahnke@edusci.umu.se
  20. 20. Ad 2) Implementierungsmöglichkeiten• Kreativer Lernprozess - wann ist Kreativität erforderlich? Was ist kreativ zu lösen: eine Aufgabe? der Prozess? eine neue Fragestellung entwickeln? das Problem erst finden? ein Mix?• Instrumente/Methoden zur Kreativitätsförderung (z.B. Denk-/Kreativitäts-/ Reflexionstechniken; de Bono)• sozialer Kontext kreativitätsfördernd gestalten (z.B. Gruppengröße variieren, Räume wechseln, Raum gestalten!)• Veranstaltungsmodus kreativitätsfördernd gestalten (z.B. Zeitstrukturen, Prüfungsmechanismen)Jahnke & Haertel (2010) 20 isa.jahnke@edusci.umu.se
  21. 21. Ad 3) Rolle der mobile Endgeräte, Apps, imkollaborativen Kreativitätsprozessa) Anreger, wenn sie das kreative Denken stimulieren und/oder einen Problemzugang auf emotionaler Ebene unterstützen (z.B. Bilder als Anreger einspielen, Filme, Erzeugung von akustischen Eindrücken durch Klänge)b) Werkzeuge, wenn es darum geht, bestimmte kooperationsrelevante Funktionalitäten zur Verfügung zu stellen (z.B. das gemeinsame Sammeln von Informationen)a) Kreativzeuge, wenn sie kreatives Denken des Einzelnen und der Gruppe unterstützen (z.B. den gemeinsamen Ideenfindungsprozess; Analyse und Bewertung/Evaluation der Ideen)Carell & Schaller (2010) 21 isa.jahnke@edusci.umu.se
  22. 22. pps!Es gibt t ausende A tige?Welches ist das rich !Sei kreativ uf n icht (nur) a Es kommt ,… das App an ehr SON DERN vielm s welches didaktische nüpft Design damit verk wird! …an diese r Stelle: “iPad-Dida ctics”, unser Proj ekt in DK, SWE… Spannende Beispiele d Nutzung u er iPad- nter didak Perspektiv tischer e! => Jahnke & Kumar ( 2012) …aber man soll aufhören, wenn es am schönsten ist…
  23. 23. Schlussfolgerung 1In der Lehr-Lern-Realität wird dieGestaltung der sozialen Beziehungen undprozess-basiertes Assessment/Feedbackvernachlässigt Lehrziele So en z ng ia le hu Be ie z zi Be iPads? eh e un al ge zi So n Soziale Beziehungen Lern- Prozess-basiertes Aktivitäten Assessment/F (constructing eedback knowledge) (selbst-, peer-, Lehrende-)Biggs (2002) constructive alignmentBergström (2012)Jahnke & Kumar (2012) 23 isa.jahnke@edusci.umu.se
  24. 24. Schlussfolgerung 2 Statt der (t echnischen (Anytime-A ) Lerninfra nywhere) struktur sind es vie lmehr die k Kreativitä ollaborati tsprozess ven benötigen. e die Unte rstützung Dafür ist ein kreativitä soziotechn tsfördernd isches-dida es notwendig; ktisches D die die Ges esign Beziehung taltung der en und pro sozialen Assessmen zessbasie t/Feedback rtes einschließt . 24 isa.jahnke@edusci.umu.se
  25. 25. KontaktDipl.-Päd. Julia Liebscher Professor Dr. Isa JahnkeUniversität Duisburg-Essen Umeå University (Schweden)Zentrum für Hochschul- und Dep of Applied Educational ScienceQualitätsentwicklung Interactive Media and Learning (IML)julia.liebscher@uni-due.de isa.jahnke@edusci.umu.se http://isajahnke.webnode.com http://www.facebook.com/isajahnke 25 isa.jahnke@edusci.umu.se

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