Presseinformation

Stuttgart, 06. März 2013




von Michael Beck


Die Marktmeinung aus Stuttgart


Surfen auf der Geldwelle

Die Allmacht des billigen Zentralbankgeldes beweist aktuell
eindeutig ihre Vormachtstellung. Das Eintreten des „Fiscal Cliff“
in   den   USA     wurde   zur   Jahreswende      noch    als   ein
Katastrophenszenario an den internationalen Finanzmärkten
gehandelt. Dies wurde letztendlich durch eine Verschiebung um
zwei Monate verhindert. Als nun wieder einmal keine Einigung in
den politischen Lagern erzielt werden konnte und der „Worst
Case“ eintrat, genügten im Vorfeld einige wenige Worte des US-
Zentralbankchefs Bernanke, um den Investoren sämtliche
Sorgen zu nehmen. Er stellte eine Fortführung der expansiven
Geldpolitik der Fed in den Raum und flugs endete die lang
erwartete Korrektur an den Aktienmärkten, bevor sie richtig
begonnen hatte. Im Gegenteil, inzwischen erreichte der Dow-
Jones-Index den höchsten Stand seiner über hundertjährigen
Geschichte. Auch der DAX setzte zu einem neuen Höhenflug an
und bläst zum Sturm auf die 8.000-Punkte-Marke.


Dabei erstaunt dies wirklich. Denn im Verbund mit den unklaren
politischen Verhältnissen nach der Wahl in Italien war eine
größere Korrektur an den Aktienmärkten zu erwarten gewesen,
da die Marktteilnehmer mit einem Sieg des Reformlagers in
Italien rechneten. Nun scheint die weitere Reformbereitschaft in
Italien sehr in Gefahr, die Euro-Krise steht bereits wieder vor der
Tür, was an steigenden Refinanzierungssätzen ablesbar ist. Das


                                                                      .
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Urvertrauen in die Fähigkeiten der Zentralbanken, durch ihre
tiefen Taschen beziehungsweise Druckmaschinen die Probleme
weiter übertünchen zu können, scheint aber ungebrochen. Die
Welle rollt weiter, aber irgendwann wird sie Land erreichen, in
sich         zusammenstürzen                 und          auslaufen.            Die
Vermögenspreisinflation ist weiter in vollem Gange und niemand
kann absehen, wie lange diese Bewegung noch trägt.


Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht
um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle
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DIE MARKTMEINUNG AUS STUTTGART: Surfen auf der Geldwelle

  • 1.
    Presseinformation Stuttgart, 06. März2013 von Michael Beck Die Marktmeinung aus Stuttgart Surfen auf der Geldwelle Die Allmacht des billigen Zentralbankgeldes beweist aktuell eindeutig ihre Vormachtstellung. Das Eintreten des „Fiscal Cliff“ in den USA wurde zur Jahreswende noch als ein Katastrophenszenario an den internationalen Finanzmärkten gehandelt. Dies wurde letztendlich durch eine Verschiebung um zwei Monate verhindert. Als nun wieder einmal keine Einigung in den politischen Lagern erzielt werden konnte und der „Worst Case“ eintrat, genügten im Vorfeld einige wenige Worte des US- Zentralbankchefs Bernanke, um den Investoren sämtliche Sorgen zu nehmen. Er stellte eine Fortführung der expansiven Geldpolitik der Fed in den Raum und flugs endete die lang erwartete Korrektur an den Aktienmärkten, bevor sie richtig begonnen hatte. Im Gegenteil, inzwischen erreichte der Dow- Jones-Index den höchsten Stand seiner über hundertjährigen Geschichte. Auch der DAX setzte zu einem neuen Höhenflug an und bläst zum Sturm auf die 8.000-Punkte-Marke. Dabei erstaunt dies wirklich. Denn im Verbund mit den unklaren politischen Verhältnissen nach der Wahl in Italien war eine größere Korrektur an den Aktienmärkten zu erwarten gewesen, da die Marktteilnehmer mit einem Sieg des Reformlagers in Italien rechneten. Nun scheint die weitere Reformbereitschaft in Italien sehr in Gefahr, die Euro-Krise steht bereits wieder vor der Tür, was an steigenden Refinanzierungssätzen ablesbar ist. Das . .
  • 2.
    Urvertrauen in dieFähigkeiten der Zentralbanken, durch ihre tiefen Taschen beziehungsweise Druckmaschinen die Probleme weiter übertünchen zu können, scheint aber ungebrochen. Die Welle rollt weiter, aber irgendwann wird sie Land erreichen, in sich zusammenstürzen und auslaufen. Die Vermögenspreisinflation ist weiter in vollem Gange und niemand kann absehen, wie lange diese Bewegung noch trägt. Bei den vorliegenden Informationen handelt es sich um allgemeine Informationen, nicht um eine Anlageberatung oder Empfehlung oder eine Finanzanalyse. Für eine individuelle Anlageempfehlung oder Beratung stehen Ihnen unsere Berater gerne zur Verfügung. Aktuelle Pressenews: www.privatbank.de/presse Kontakt für den Leser: Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG Michael Beck Leiter Portfolio Management Börsenplatz 1 70174 Stuttgart Telefon +49 711-21 48-232 Telefax +49 711-21 48-250 natalie.maier@privatbank.de www.privatbank.de 2