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Psychologie im Social Web
Philippe Wampfler, Oktober 2015

phwa.ch/hwz
Bild: Brian Rea/NYT

Bild: Brian Rea/NYT

Ablauf
13.15-13.30 Rückblick / Ausblick
13.30-13.45 Digitale Medien: Affordances
13.45-14.15 Nutzungstypen
14.45-16.15 15 Konzepte
16.15-16.45 Transferübung
Ziele

Psychologische Perspektive auf
Technologie kennen
Konzepte in Social-Media-Praxis 

wahrnehmen und anwenden
Teil 1

Rückblick/Ausblick
?
1. Always on?
2. Inbox Zero?
3. Oversharing?
4. Privacy in Public?
5. Kann man Menschen im Netz
kennen lernen?
6. Macht das Netz Menschen
dumm/fies?
7. … 
Teil 2

»Affordances«
Danah Boyd
?
1. Vergleicht die Affordances eines
Telefongesprächs mit
denjenigen eines Briefes.
2. Was sind die Affordances eines
Smartphones im Vergleich mit
einem Standardmobiltelefon?
Technology is neither good
nor bad; 

nor is it neutral.
«Melvin Kranzberg

First Law of Technology, 1986
xkcd.com/1289
Teil 3

Nutzungstypen von
digitalen Medien
DIVSI Entscheider-Studie
zu Vertrauen und Sicherheit
im Internet
Eine Untersuchung des
SINUS-Instituts Heidelberg
im Auftrag des
Deutschen Instituts für
Vertrauen und Sicherheit
im Internet (DIVSI)
Heidelberg, Februar 2013
Kooperationspartnerin
DIVSI Internet-Milieus
UntereMittelschicht/
Unterschicht
Festhalten Bewahren
Tradition
Haltung
gegenüber
Internet
Verunsicherung
Überforderung
Exklusion
Multioptionalität,
vernetzt-entgrenzt
Verantwortungsbewusstsein
Skepsis
Grundorientierung
SozialeLage
Haben & Genießen Sein & Verändern
Modernisierung/Individualisierung
Machen & Erleben Grenzen überwinden
Neuorientierung
Mittlere
Mittelschicht
Oberschicht/
ObereMittelschicht
Verantwortungsbedachte
Etablierte
10%
Internetferne
Verunsicherte
27% Unbekümmerte
Hedonisten
12%
Digital
Souveräne
16%
Postmaterielle
Skeptiker
9%
Effizienz-
orientierte
Performer
16%
Ordnungs-
fordernde
Internet-
Laien
10%
Digital Natives (44%)Digital Immigrants (19%)Digital Outsiders (37%)
© SINUS 2013
DIVSI Milieu-Studie,Aktualisierung 2013
Milieus, gesamt D
Quelle: DIVSI, 2014
punkte als in der Bevölkerung
UntereMittelschicht/
Unterschicht
Festhalten Bewahren
Tradition
Haltung
gegenüber
Internet
Verunsicherung
Überforderung
Exklusion
Multioptionalität,
vernetzt-entgrenzt
Verantwortungsbewusstsein
Skepsis
Grundorientierung
SozialeLage
Haben & Genießen Sein & Verändern
Modernisierung/Individualisierung
Machen & Erleben Grenzen überwinden
Neuorientierung
Mittlere
Mittelschicht
Oberschicht/
ObereMittelschicht
Verantwortungsbedachte
Etablierte
16%
Internet-
ferne
Verun-
sicherte
7%
Hedonisten
4%
Digital
Souveräne
22%
Sicherheits-
bedachte
Postmaterielle
22%
Effizienz-
orientierte
Performer
19%
Ordnungs-
fordernde
Internet-
Laien
10%
Digital NativesDigital ImmigrantsDigital Outsiders
Repräsentativ für 2,69 Mio. Entscheider in Deutschland (= 3,8% der Bevölkerung ab 14 Jahren)
© SINUS 2013
Basis: 1.220 Fälle, Entscheider
Quelle: DIVSI, 2014
Milieus, Entscheider D
niedrig
Sicherheit & Orientierung
traditionell
Normative Grundorientierung
Bildung
Haben & Zeigen Sein & Verändern
modern
Machen & Erleben Grenzen überwinden & Sampeln
postmodern
mittelhoch
Verant-
wortungs-
bedachte
8%
Vorsichtige
7%
Verun-
sicherte
3%
Souveräne
26%Pragmatische
28%
Skeptiker
10%
Unbekümmerte
18%
© SINUS 2013
Grafik 08_Streifen
Quelle: DIVSI, 2014Milieus, 14-24 D
Verantwortu
Bodenständige
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Moderates N
Konsumve
ausgepräg
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Junge experimentierfreudige
Internet-Nutzer ohne
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Junge digitale Avantgarde mit
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tischer Grundhaltung. Suche
nach Unabhängigkeit in
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digital vernetzt, konsum- und
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Unbekümmerte
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Profis. Selbstverständlich
digital vernetzt, konsum- und
trendorientiert.
Kurzcharakteristik der U25-Internet-Milieus
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Junge digitale Avantgarde mit
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tischer Grundhaltung. Suche
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Pragmatische
Leistungsorientierte/
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Profis. Selbstverständlich
digital vernetzt, konsum- und
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Skeptiker
Versiert-zielorientierte junge
Internet-Nutzer mit kritischer
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Souveräne
Junge digitale Avantgarde mit
ausgeprägter individualis-
tischer Grundhaltung. Suche
nach Unabhängigkeit in
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Jun
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konsum- und
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Verantwortungsbedachte
Bodenständige, sicherheitsbe-
dachte junge Internet-Nutzer.
Moderates Netzwerk- und
Konsumverhalten bei
ausgeprägtem Risiko-
bewusstsein.
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Überforderte und zurückhal-
tende junge Internet-Nutzer
mit ausgeprägten, aber
diffusen Sicherheitsbedenken-
und Analog-Affinität.
Junge experimentierfreudige
Internet-Nutzer ohne
Berührungsängste. Kaum
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zielstrebige j
Profis. Selbs
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dachte junge Internet-Nutzer.
Moderates Netzwerk- und
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ausgeprägtem Risiko-
bewusstsein.
Skeptiker
Versiert-zielorientierte junge
Internet-Nutzer mit kritischer
Grundhaltung zu Vertrauen
und Sicherheit im Internet.
Verunsicherte
Überforderte und zurückhal-
tende junge Internet-Nutzer
mit ausgeprägten, aber
diffusen Sicherheitsbedenken-
und Analog-Affinität.
Vorsichtige
Vorsichtig selektive junge
Internet-Nutzer mit ausge-
prägtem Risikobewusstsein
und geringem Selbstzutrauen
im Umgang mit Risiken.
Junge digitale Avantgarde mit
ausgeprägter individualis-
tischer Grundhaltung. Suche
nach Unabhängigkeit in
Denken und Handeln.
Junge experimentierfreudige
Internet-Nutzer ohne
Berührungsängste. Kaum
Sicherheitsbedenken und
Risikobewusstsein.
Jun
tis
Leistungsorientierte/
zielstrebige junge Internet-
Profis. Selbstverständlich
digital vernetzt, konsum- und
trendorientiert.
72%
28%
Unterhaltungs−
orientierte
Informations−
orientierte
Computerfreaks
Musiker
Analoge
30.8%
24%
10.2%
6.2%
28.8%
Informationsorientierten. Die Computerfreaks (10.2%) und die Musiker (6.2%) bilden die kleinsten
Gruppen (vlg Abbildung 2).
Abbildung 2: Quantifizierung der Medien- und Freizeittypen
Wie oben beschrieben, soll die auf der Basis der JAMES 2010 Daten erstellte Typologie am Datensatz
der JAMES-Studie im Jahr 2012 validiert werden. Zusätzlich lassen sich die Typen mit Typologien aus
»Digital Natives«
Facebook vs. WhatsApp – der Reiz des Neuen?
Ob WhatsApp Facebook zukünftig den Rang ablaufen wird, kann hier nicht beantwortet werden.
80
90
Prozent
70
50
60
40
30
20
10
0
9 11 13 15 17 1910 12 14 16 18 20 21 22 23 24 Jahre
Basis: 1.500 Fälle; 9- bis 24-Jährige
„Wie häufig nutzt Du die folgenden Online-Angebote?“
WhatsApp, täglich
Grafik 42
Gesamt
24-Jährigrige
Ges WeiblichWei MännlichMän
Altersspezifische Nutzung von WhatsApp
WhatsApp wird zum wichtigen Kommunikationskanal online
80
90
Prozent
70
50
60
40
30
20
10
0
9 11 13 15 17 1910 12 14 16 18 20 21 22 23 24 Jahre
Basis: 1.500 Fälle; 9- bis 24-Jährige
„Wie häufig nutzt Du die folgenden Online-Angebote?“
Facebook, täglich
Grafik 39
Gesamt
24-Jährigrige
Ges WeiblichWei MännlichMän
Facebook: Altersspezifische Nutzung
Social Media untersuchen
Das Facebook-Experiment
Teil 4

15 Konzepte
[ 0/15 ]

Aufmerksamkeitsökonomie

Franck / Goldhaber
Positivitätsfilter
[ 1/15 ]

Kontext
Bild: artinthepicture.com

Unternehmenskultur
Erwartungen
persönliche Vorlieben
Gesellschaft
[ 2/15 ]

Sympathie und Vertrauen
Anzahl Freunde
Vertrauen
500
Quelle: Toma, 2014
Uncertainty Reduction Theory
1. Fremdes > Eigenes
2. Text > Bilder
3. Lachen
4. Interaktion
Quelle: Toma, 2014
[ 3/15 ]

»weak ties«
»context collapse«
Quelle: Passig, 2013
Von Bring- zu Holinformation
?
1. Sucht fünf Personen aus eurem
Umfeld, die 

a) strong ties

b) weak ties 

für euch sind.
2. Wie kommuniziert ihr mit 

ihnen?
[ 4/15 ]

Confirmation Bias
?
1. Alle Karten haben Formen auf
der Vorderseite und Farben auf
der Rückseite.
2. »Alle Quadrat-Karten sind gelb
auf der Rückseite.« 

Welche muss man drehen, um
das zu testen?
1. Menschen suchen nach Informationen, die ihre
Haltungen oder ihren Glauben bestätigen.
2. Menschen halten Aussagen, die ihre Haltungen
infrage stellen, für unglaubwürdig.
3. Menschen interpretieren Fakten entsprechend
ihren Haltungen.
4. Menschen erinnern sich besser an Fakten, die
ihre Sicht der Welt stützen.
[ 5/15 ]

Resilienz
problematisches
Verhalten
problematische
Mediennutzung
[ 6/15 ]

Stress
Wahrgenommene Belastungen im Leben
anderer, von 12 möglichen.
Quelle: Rainie et al., 2015
Gedächtnis
Das Hirn eines Vogel Strauß‘ ist
kleiner als eines seiner Augen.
Gelöscht! Gespeichert! Gespeichert 

in Ordner X
Quelle: Sparrow et al., 2011
[ 7/15 ]

Narzissmus
Bild: bandt.com.au
Bedürfnisse und Social Media
Bild: bandt.com.au
geringere Aufmerksamkeit für andere ableiten. (Twenge, 2013, S. 15
setzt von Ph. W.)
Louis Leung hat die Verbindung von Narzissmus und Social Media in
chinesischen Studie vertieft untersucht. Er geht davon aus, dass es grun
lich fünf psychologische Ziele gibt, die Menschen bei der Benutzung von
Media anstreben:
1. soziale und emotionale Bedürfnisse befriedigen,
2. negative Gefühle ausdrücken,
3. Bestätigung und Aufmerksamkeit erhalten,
4. sich unterhalten,
5. kognitive Bedürfnisse befriedigen. (Leung, 2013, S. 1003)
Narzisstinnen und Narzissten sind dabei am letzten Aspekt kaum intere
Alle anderen Ziele sind für sie bedeutsam, weil sie dabei oft Feedback erh
das ihnen die nötige Bestätigung gibt und so weitere Aktivitäten veru
(ebd., S. 1004).
Betrachtet man die verfügbaren Studien, so kann kaum nachgewieseQuelle: Wampfler, 2014 / Leung, 2013
eptual summary model of the relationships between narcissism, age, gender, active SNS usage, reasons for SNS usage, and number of friends/followe
e is a summary conceptualization of a proposed mediation model that displays the mediating variables and outcomes for both Facebook and Twitte
parate Facebook and Twitter models were tested in both the college and adult samples. The proposed Facebook and Twitter models allowed each
SNS usage to be both predicted by age, gender, and narcissism and were predictive of active SNS active usage.
m the proposed Facebook mediated model (college and adult samples).
s Predictors
Age Gender Narcissism FB Up-to-date Want Friends FB Admire FB Status
-date À.06College
a
À.07College .05College
À.10Adult
b
À.15Adult
d
.07Adult
a
ends À.12College
c
.12College
b
.12College
c
S.W. Davenport et al. / Computers in Human Behavior 32 (2014) 212–220
Quelle: Davenport et al., 2014
»Millennials«

Twitter > FB

Narzissmus spielt kaum eine Rolle
Erwachsene FB > Twitter, Narzissmus bestimmt SoMe
[ 8/15 ]

Long Tail
Aufmerksamkeit
Anzahl Profile/Einträge
[ 9/15 ]

90-9-1
Quelle: alike.ch
[ 10/15 ]

Privacy in Public
[ 11/15 ]

Schwarmverhalten
Quelle: Barbara Schwede, Dani Graf
[ 12/15 ]

Streisand-Effekt
Samsung vs. ghostlyrich, 2013
?
1. Braucht es im Netz ein »Recht
auf Vergessen«?
2. Wie müsste es konkret
aussehen?
[ 13/15 ] Anti-Viralität
»Kool-Aid-Point«
?
1. Kennt ihr Marken, die vom Kool-
Aid-Point betroffen sind?
2. Denkt ihr, dass Frauen stärker
unter Anti-Viralität leiden als
Männer?
[ 14/15 ]

Trolle
Bild: todaymade.com
Bild: Quelle: Brodnig, 2015
Bild: Quelle: Giesler, 2015
Bild: Quelle: Brodnig, 2015
?
1. Ist zurücktrollen für euch eine
Option?
2. Warum? Unter welchen
Bedingungen?
[ 15/15 ]

Digitaler Dualismus
Der Dualismus ist auch in Bezug auf unsere
Persönlichkeit eine verbreitete Position: Er gibt vor,
wir hätten eine feste Identität, die sich in der
physischen Welt manifestiert (über unser Aussehen,
unser Verhalten, unsere Eigenschaften etc.). In der
virtuellen Welt präsentierten wir dann Facetten dieser
Identität, eigentliche Zerrbilder, häufig versehen mit
Pseudonymen oder Avataren. Auch hier wird schnell
eine Bedrohung unserer Identität festgestellt: Durch
die virtuelle Zersplitterung könnten wir uns verlieren,
könnten vergessen, wer wir wirklich sind und wessen
wir bedürfen.
Quelle: Wampfler, 2013
Teil 5

Transferübung
?
1. Wählt drei Konzepte aus, für die
praktikable Lösungen/Haltungen habt.
Erklärt euren Umgang damit.
2. Wählt drei Konzepte aus, mit denen
ihr Schwierigkeiten habt. 

In welchen Situationen 

tauchen sie auf?
Offene Fragen
Ziele

Psychologische Perspektive auf
Technologie kennen
Konzepte in Social-Media-Praxis 

wahrnehmen und anwenden
Feedback
a) Was war der für uns relevanteste Aspekt?
b) Was könnte weggelassen werden?
c) Wie könnte Arbeitsweise verbessert werden?
Danke! 

Folien:
Kontakt: 

phwa.ch/hwz
wampfler@schulesocialmedia.ch

+41 78 704 29 29

phwampfler
#36questions
Bild: Brian Rea/NYT


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HWZ - Psychologie Social Web Wampfler

  • 1. Psychologie im Social Web Philippe Wampfler, Oktober 2015
 phwa.ch/hwz
  • 2.
  • 6. 13.15-13.30 Rückblick / Ausblick 13.30-13.45 Digitale Medien: Affordances 13.45-14.15 Nutzungstypen 14.45-16.15 15 Konzepte 16.15-16.45 Transferübung
  • 7. Ziele
 Psychologische Perspektive auf Technologie kennen Konzepte in Social-Media-Praxis 
 wahrnehmen und anwenden
  • 9. ? 1. Always on? 2. Inbox Zero? 3. Oversharing? 4. Privacy in Public? 5. Kann man Menschen im Netz kennen lernen? 6. Macht das Netz Menschen dumm/fies? 7. … 
  • 11.
  • 12.
  • 13.
  • 14. ? 1. Vergleicht die Affordances eines Telefongesprächs mit denjenigen eines Briefes. 2. Was sind die Affordances eines Smartphones im Vergleich mit einem Standardmobiltelefon?
  • 15.
  • 16. Technology is neither good nor bad; 
 nor is it neutral. «Melvin Kranzberg
 First Law of Technology, 1986
  • 18. Teil 3
 Nutzungstypen von digitalen Medien DIVSI Entscheider-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet Eine Untersuchung des SINUS-Instituts Heidelberg im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) Heidelberg, Februar 2013 Kooperationspartnerin
  • 19. DIVSI Internet-Milieus UntereMittelschicht/ Unterschicht Festhalten Bewahren Tradition Haltung gegenüber Internet Verunsicherung Überforderung Exklusion Multioptionalität, vernetzt-entgrenzt Verantwortungsbewusstsein Skepsis Grundorientierung SozialeLage Haben & Genießen Sein & Verändern Modernisierung/Individualisierung Machen & Erleben Grenzen überwinden Neuorientierung Mittlere Mittelschicht Oberschicht/ ObereMittelschicht Verantwortungsbedachte Etablierte 10% Internetferne Verunsicherte 27% Unbekümmerte Hedonisten 12% Digital Souveräne 16% Postmaterielle Skeptiker 9% Effizienz- orientierte Performer 16% Ordnungs- fordernde Internet- Laien 10% Digital Natives (44%)Digital Immigrants (19%)Digital Outsiders (37%) © SINUS 2013 DIVSI Milieu-Studie,Aktualisierung 2013 Milieus, gesamt D Quelle: DIVSI, 2014
  • 20. punkte als in der Bevölkerung UntereMittelschicht/ Unterschicht Festhalten Bewahren Tradition Haltung gegenüber Internet Verunsicherung Überforderung Exklusion Multioptionalität, vernetzt-entgrenzt Verantwortungsbewusstsein Skepsis Grundorientierung SozialeLage Haben & Genießen Sein & Verändern Modernisierung/Individualisierung Machen & Erleben Grenzen überwinden Neuorientierung Mittlere Mittelschicht Oberschicht/ ObereMittelschicht Verantwortungsbedachte Etablierte 16% Internet- ferne Verun- sicherte 7% Hedonisten 4% Digital Souveräne 22% Sicherheits- bedachte Postmaterielle 22% Effizienz- orientierte Performer 19% Ordnungs- fordernde Internet- Laien 10% Digital NativesDigital ImmigrantsDigital Outsiders Repräsentativ für 2,69 Mio. Entscheider in Deutschland (= 3,8% der Bevölkerung ab 14 Jahren) © SINUS 2013 Basis: 1.220 Fälle, Entscheider Quelle: DIVSI, 2014 Milieus, Entscheider D
  • 21. niedrig Sicherheit & Orientierung traditionell Normative Grundorientierung Bildung Haben & Zeigen Sein & Verändern modern Machen & Erleben Grenzen überwinden & Sampeln postmodern mittelhoch Verant- wortungs- bedachte 8% Vorsichtige 7% Verun- sicherte 3% Souveräne 26%Pragmatische 28% Skeptiker 10% Unbekümmerte 18% © SINUS 2013 Grafik 08_Streifen Quelle: DIVSI, 2014Milieus, 14-24 D
  • 22. Verantwortu Bodenständige dachte junge I Moderates N Konsumve ausgepräg bewus Veruns Unbekümmerte Junge experimentierfreudige Internet-Nutzer ohne Berührungsängste. Kaum Sicherheitsbedenken und Risikobewusstsein. gsbedachte sicherheitsbe- ternet-Nutzer. tzwerk- und halten bei m Risiko- tsein. Skeptiker Versiert-zielorientierte junge Internet-Nutzer mit kritischer Grundhaltung zu Vertrauen und Sicherheit im Internet. herte Vorsichtige Souveräne Junge digitale Avantgarde mit ausgeprägter individualis- tischer Grundhaltung. Suche nach Unabhängigkeit in Denken und Handeln. Jun tis Pragmatische Leistungsorientierte/ zielstrebige junge Internet- Profis. Selbstverständlich digital vernetzt, konsum- und trendorientiert. Verantwortungsbedachte Bodenständige, sicherheitsbe- dachte junge Internet-Nutzer. Moderates Netzwerk- und Konsumverhalten bei ausgeprägtem Risiko- bewusstsein. Skeptiker Versiert-zielorientierte junge Internet-Nutzer mit kritischer Grundhaltung zu Vertrauen und Sicherheit im Internet. Verunsicherte Vorsichtige Souveräne Junge digitale Avantgarde mit ausgeprägter individualis- tischer Grundhaltung. Suche nach Unabhängigkeit in Denken und Handeln. Unbekümmerte ge experimentierfreudige nternet-Nutzer ohne rührungsängste. Kaum cherheitsbedenken und Risikobewusstsein. Jun tis Pragmatische Leistungsorientierte/ zielstrebige junge Internet- Profis. Selbstverständlich digital vernetzt, konsum- und trendorientiert. Kurzcharakteristik der U25-Internet-Milieus Verantwortungsbedachte Bodenständige, sicherheitsbe- dachte junge Internet-Nutzer. Moderates Netzwerk- und Konsumverhalten bei ausgeprägtem Risiko- bewusstsein. Skeptiker Versiert-zielorientierte junge Internet-Nutzer mit kritischer Grundhaltung zu Vertrauen und Sicherheit im Internet. Souveräne Junge digitale Avantgarde mit ausgeprägter individualis- tischer Grundhaltung. Suche nach Unabhängigkeit in Denken und Handeln. Unbekümmerte Junge experimentierfreudige Internet-Nutzer ohne Berührungsängste. Kaum Sicherheitsbedenken und Risikobewusstsein. Jun tis Pragmatische Leistungsorientierte/ zielstrebige junge Internet- Profis. Selbstverständlich digital vernetzt, konsum- und trendorientiert. Milieus Skeptiker Versiert-zielorientierte junge Internet-Nutzer mit kritischer Grundhaltung zu Vertrauen und Sicherheit im Internet. Souveräne Junge digitale Avantgarde mit ausgeprägter individualis- tischer Grundhaltung. Suche nach Unabhängigkeit in Denken und Handeln. Jun tis tische rientierte/ nge Internet- verständlich konsum- und entiert. Verantwortungsbedachte Bodenständige, sicherheitsbe- dachte junge Internet-Nutzer. Moderates Netzwerk- und Konsumverhalten bei ausgeprägtem Risiko- bewusstsein. Verunsicherte Überforderte und zurückhal- tende junge Internet-Nutzer mit ausgeprägten, aber diffusen Sicherheitsbedenken- und Analog-Affinität. Junge experimentierfreudige Internet-Nutzer ohne Berührungsängste. Kaum Sicherheitsbedenken und Risikobewusstsein. Leistungs zielstrebige j Profis. Selbs digital vernetz trendo Verantwortungsbedachte Bodenständige, sicherheitsbe- dachte junge Internet-Nutzer. Moderates Netzwerk- und Konsumverhalten bei ausgeprägtem Risiko- bewusstsein. Skeptiker Versiert-zielorientierte junge Internet-Nutzer mit kritischer Grundhaltung zu Vertrauen und Sicherheit im Internet. Verunsicherte Überforderte und zurückhal- tende junge Internet-Nutzer mit ausgeprägten, aber diffusen Sicherheitsbedenken- und Analog-Affinität. Vorsichtige Vorsichtig selektive junge Internet-Nutzer mit ausge- prägtem Risikobewusstsein und geringem Selbstzutrauen im Umgang mit Risiken. Junge digitale Avantgarde mit ausgeprägter individualis- tischer Grundhaltung. Suche nach Unabhängigkeit in Denken und Handeln. Junge experimentierfreudige Internet-Nutzer ohne Berührungsängste. Kaum Sicherheitsbedenken und Risikobewusstsein. Jun tis Leistungsorientierte/ zielstrebige junge Internet- Profis. Selbstverständlich digital vernetzt, konsum- und trendorientiert. 72% 28%
  • 23. Unterhaltungs− orientierte Informations− orientierte Computerfreaks Musiker Analoge 30.8% 24% 10.2% 6.2% 28.8% Informationsorientierten. Die Computerfreaks (10.2%) und die Musiker (6.2%) bilden die kleinsten Gruppen (vlg Abbildung 2). Abbildung 2: Quantifizierung der Medien- und Freizeittypen Wie oben beschrieben, soll die auf der Basis der JAMES 2010 Daten erstellte Typologie am Datensatz der JAMES-Studie im Jahr 2012 validiert werden. Zusätzlich lassen sich die Typen mit Typologien aus
  • 24. »Digital Natives« Facebook vs. WhatsApp – der Reiz des Neuen? Ob WhatsApp Facebook zukünftig den Rang ablaufen wird, kann hier nicht beantwortet werden. 80 90 Prozent 70 50 60 40 30 20 10 0 9 11 13 15 17 1910 12 14 16 18 20 21 22 23 24 Jahre Basis: 1.500 Fälle; 9- bis 24-Jährige „Wie häufig nutzt Du die folgenden Online-Angebote?“ WhatsApp, täglich Grafik 42 Gesamt 24-Jährigrige Ges WeiblichWei MännlichMän Altersspezifische Nutzung von WhatsApp WhatsApp wird zum wichtigen Kommunikationskanal online 80 90 Prozent 70 50 60 40 30 20 10 0 9 11 13 15 17 1910 12 14 16 18 20 21 22 23 24 Jahre Basis: 1.500 Fälle; 9- bis 24-Jährige „Wie häufig nutzt Du die folgenden Online-Angebote?“ Facebook, täglich Grafik 39 Gesamt 24-Jährigrige Ges WeiblichWei MännlichMän Facebook: Altersspezifische Nutzung
  • 30. [ 1/15 ]
 Kontext Bild: artinthepicture.com

  • 31.
  • 33. [ 2/15 ]
 Sympathie und Vertrauen
  • 35. Uncertainty Reduction Theory 1. Fremdes > Eigenes 2. Text > Bilder 3. Lachen 4. Interaktion Quelle: Toma, 2014
  • 38. Von Bring- zu Holinformation
  • 39. ? 1. Sucht fünf Personen aus eurem Umfeld, die 
 a) strong ties
 b) weak ties 
 für euch sind. 2. Wie kommuniziert ihr mit 
 ihnen?
  • 41. ? 1. Alle Karten haben Formen auf der Vorderseite und Farben auf der Rückseite. 2. »Alle Quadrat-Karten sind gelb auf der Rückseite.« 
 Welche muss man drehen, um das zu testen?
  • 42. 1. Menschen suchen nach Informationen, die ihre Haltungen oder ihren Glauben bestätigen. 2. Menschen halten Aussagen, die ihre Haltungen infrage stellen, für unglaubwürdig. 3. Menschen interpretieren Fakten entsprechend ihren Haltungen. 4. Menschen erinnern sich besser an Fakten, die ihre Sicht der Welt stützen.
  • 46. Wahrgenommene Belastungen im Leben anderer, von 12 möglichen. Quelle: Rainie et al., 2015
  • 48. Das Hirn eines Vogel Strauß‘ ist kleiner als eines seiner Augen. Gelöscht! Gespeichert! Gespeichert 
 in Ordner X Quelle: Sparrow et al., 2011
  • 50. Bedürfnisse und Social Media Bild: bandt.com.au geringere Aufmerksamkeit für andere ableiten. (Twenge, 2013, S. 15 setzt von Ph. W.) Louis Leung hat die Verbindung von Narzissmus und Social Media in chinesischen Studie vertieft untersucht. Er geht davon aus, dass es grun lich fünf psychologische Ziele gibt, die Menschen bei der Benutzung von Media anstreben: 1. soziale und emotionale Bedürfnisse befriedigen, 2. negative Gefühle ausdrücken, 3. Bestätigung und Aufmerksamkeit erhalten, 4. sich unterhalten, 5. kognitive Bedürfnisse befriedigen. (Leung, 2013, S. 1003) Narzisstinnen und Narzissten sind dabei am letzten Aspekt kaum intere Alle anderen Ziele sind für sie bedeutsam, weil sie dabei oft Feedback erh das ihnen die nötige Bestätigung gibt und so weitere Aktivitäten veru (ebd., S. 1004). Betrachtet man die verfügbaren Studien, so kann kaum nachgewieseQuelle: Wampfler, 2014 / Leung, 2013
  • 51. eptual summary model of the relationships between narcissism, age, gender, active SNS usage, reasons for SNS usage, and number of friends/followe e is a summary conceptualization of a proposed mediation model that displays the mediating variables and outcomes for both Facebook and Twitte parate Facebook and Twitter models were tested in both the college and adult samples. The proposed Facebook and Twitter models allowed each SNS usage to be both predicted by age, gender, and narcissism and were predictive of active SNS active usage. m the proposed Facebook mediated model (college and adult samples). s Predictors Age Gender Narcissism FB Up-to-date Want Friends FB Admire FB Status -date À.06College a À.07College .05College À.10Adult b À.15Adult d .07Adult a ends À.12College c .12College b .12College c S.W. Davenport et al. / Computers in Human Behavior 32 (2014) 212–220 Quelle: Davenport et al., 2014 »Millennials«
 Twitter > FB
 Narzissmus spielt kaum eine Rolle Erwachsene FB > Twitter, Narzissmus bestimmt SoMe
  • 52. [ 8/15 ]
 Long Tail Aufmerksamkeit Anzahl Profile/Einträge
  • 54.
  • 55. [ 10/15 ]
 Privacy in Public
  • 60. ? 1. Braucht es im Netz ein »Recht auf Vergessen«? 2. Wie müsste es konkret aussehen?
  • 61. [ 13/15 ] Anti-Viralität »Kool-Aid-Point«
  • 62.
  • 63. ? 1. Kennt ihr Marken, die vom Kool- Aid-Point betroffen sind? 2. Denkt ihr, dass Frauen stärker unter Anti-Viralität leiden als Männer?
  • 64. [ 14/15 ]
 Trolle Bild: todaymade.com
  • 68. ? 1. Ist zurücktrollen für euch eine Option? 2. Warum? Unter welchen Bedingungen?
  • 70.
  • 71. Der Dualismus ist auch in Bezug auf unsere Persönlichkeit eine verbreitete Position: Er gibt vor, wir hätten eine feste Identität, die sich in der physischen Welt manifestiert (über unser Aussehen, unser Verhalten, unsere Eigenschaften etc.). In der virtuellen Welt präsentierten wir dann Facetten dieser Identität, eigentliche Zerrbilder, häufig versehen mit Pseudonymen oder Avataren. Auch hier wird schnell eine Bedrohung unserer Identität festgestellt: Durch die virtuelle Zersplitterung könnten wir uns verlieren, könnten vergessen, wer wir wirklich sind und wessen wir bedürfen. Quelle: Wampfler, 2013
  • 73. ? 1. Wählt drei Konzepte aus, für die praktikable Lösungen/Haltungen habt. Erklärt euren Umgang damit. 2. Wählt drei Konzepte aus, mit denen ihr Schwierigkeiten habt. 
 In welchen Situationen 
 tauchen sie auf?
  • 75. Ziele
 Psychologische Perspektive auf Technologie kennen Konzepte in Social-Media-Praxis 
 wahrnehmen und anwenden
  • 76. Feedback a) Was war der für uns relevanteste Aspekt? b) Was könnte weggelassen werden? c) Wie könnte Arbeitsweise verbessert werden?