Competence Book Nr. 7
ERP KompaktEnterprise Resource Planning für eine integrierte Ökonomie
Auflage
2015
Anzeigenveröffentlichung
THORSTEN REUPER, KARL M. TRÖGER, FRANK NAUJOKS, MANFRED DEUES, WINFRIED FELSER ET AL.
2 Competence Book - ERP
Partner des Competence Books ERP
EDITORIAL
3Competence Book - ERP
E
RP-Lösungen gehören seit vielen Jahren zum Standard in Wirtschaftsunterneh-
men. Die Umfragen innerhalb des Maschinen- und Anlagenbaus, die der VDMA
alle zwei Jahre zu IT-Systemen durchführt zeigen, dass fast 100% der Unterneh-
men derartige Lösungen einsetzen.
Der hohe Grad an Rationalisierung und Prozessbeschleunigung, der mit dem Einsatz
dieser Systeme gewonnen wurde, wird als selbstverständlich hingenommen und damit
kaum mehr beachtet. Tatsächlich ist ERP heute eine Selbstverständlichkeit, allerdings
eine Selbstverständlichkeit mit großem Potential. Nicht umsonst arbeiten tagaus tagein
Hunderte von Mitarbeitern in den einschlägigen Softwarehäusern daran, diese Lösun-
gen weiter zu entwickeln und zu verbessern.
Um den oben genannten Sachverhalt mehr in das Bewusstsein der Nutzer zu rücken und
nahe liegende Entwicklungen aufzuzeigen, hat der VDMA die Kampagne ERP 2020
gestartet. Einerseits geht es darum, dass das Nutzenpotential, welches die Unternehmen
durch die Bezahlung der Lizenzgebühren erwerben, auch bei den Nutzern ankommt.
Dies gelingt nur, wenn auch die aktuellen Versionen der Softwareprodukte eingesetzt
und ihre funktionalen Potenziale auch tatsächlich für eine zukunftsfähige Wertschöp-
fung genutzt werden. Kommen veraltete Release-Stände zum Einsatz oder werden neue
Chancen bzw. Opportunitäten nicht genutzt, kann man in diesem Sinne schon von Ver-
schwendung sprechen!
Zum anderen kommt derzeit grundlegend Bewegung in das Thema ERP. Wie beim
Wechsel von ASCII-basierten Terminals zu Windows basierten Client-Server- Lösungen
stehen wir heute wieder vor einem Paradigmenwechsel. Dieser wird sich jedoch weit
dynamischer und rascher vollziehen als der Vorgenannte.
Getrieben vom Megatrend der Mobilität, die in mehr und mehr Arbeitsbereichen ge-
fordert wird, und von modernen Endgeräten, mit denen die nächste Nutzergeneration
völlig neue Kommunikationsgewohnheiten entwickelt hat, wird nun auch ERP mobil,
vernetzt und in der Anwendung ergonomischer, im Sinne von Einfachheit und Benut-
zerführung. Nicht nur die Generation Y bevorzugt eine andere „work life balance“, wel-
che eine flexiblere und mobile Erbringung ihres Leistungsbeitrags für das Unternehmen
ermöglicht. Auch in anderen Bereichen ist das ortsungebundene Arbeiten unaufhaltsam
auf dem Vormarsch. Dies geht heute weit über die klassischen Außendienstbereiche wie
Vertrieb oder Kundendienst und Service hinaus. Eine moderne Industrienation kann
es sich schlicht nicht leisten, ihre Mitarbeiterinnen, welche gut ausgebildet und moti-
viert maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen beitragen, einfach zie-
hen zu lassen, wenn diese sich vorübergehend dafür entscheiden, ihre Familie in den
Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Vielmehr müssen technische und organisatorische
Voraussetzungen dafür geschaffen werden, diese Mitarbeiterinnen über moderne und
sichere Homeoffice Arbeitsplätze an ihre Unternehmen zu binden.
ERP 2020:
Zukunft,aberkeineScience-Fiction
Zum Autor Volker Schnittler:
Seit Oktober 2001 ist Volker
Schnittler als Referent für kauf-
männische Unternehmenssoftware
wie ERP, PPS, MES und Varian-
tenkonfigurationslösungen bei der
Abteilung Informatik des VDMA
beschäftigt. Dort leitet er u. a. auch
den PPS-Anwender/Anbieter-Dia-
log und ist Mitglied im Forschungs-
beirat des fir (Aachen).
Es lohnt sich also, sich dem Thema ERP
wieder etwas intensiver zuzuwenden und
das vorliegende Competence Book wird
sicherlich seinen Anteil daran haben, Er-
kenntnisse zu stiften und wichtige Ent-
wicklungstendenzen zu verdeutlichen.
Dabei wünsche ich recht viel Erfolg!
Ihr Volker Schnittler
Fachreferent kaufmännische Unterneh-
menssoftware, VDMA - Informatik
Einleitung Grundlagen Anwendungen &
Lösungsbausteine
INHALT
4 Competence Book - ERP
6	 Unser Kompetenz-Netzwerk
	 Partner des Competence
Books
7	 Editorial Volker Schnittler
	 ERP 2020 Zukunft, aber keine
	 Science Fiction
10	 Grußwort Frank Naujoks
	 Gerüstet für den Wettbewerb 	
	von morgen
11	 Grußwort Otto Schell
	 ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit 	
	um Zukunftsfähigkeit
12	 Grußwort Thorsten Reuper
	 ERP der Zukunft - die Zukunft 	
	des ERP hat gerade erst 		
	begonnen
13	 Grußwort Manfred Deues
	 Maximale
	Prozesstransparenz
14	 Zahlen kompakt
	 Infografik ERP
18	 Statements
	 Statements zu ERP
22	 ERP 2020 I
	 Roundtable zu ERP 2020
32	 ERP 2020 I
	 Die ERP 2020-Initiative des 	
	VDMA vorgestellt
35	 ERP 2020 II
	 21 Thesen für das
	 ERP der 	Zukunft
40	 ERPAuswahl		 		
Die Zeit ist reif: Ein neues
	ERP-Auswahlverfahren
45	 ERP Einführung I
	 Stolperfallen bei der
	ERP-Einführung
47	 ERP Einführung II
	 ERP-Systeme einführen:
	 In drei Phasen zum Erfolg
50	 ERP Betrieb
	 ERP-Systeme wirtschaftlich
betreiben
54	 Wandlungsfähigkeit
	 Mehr Wandlungsfähigkeit
dank moderner ERP-Software
56	 ERP Trends	I
	 Vier Megatrends fordern
	 die gesamte IT-Industrie
60	 ERP Trends II
	 ERP Trends 2015
64	 ERP Trends III
	 Ihre digitale Zukunft und
warum Sie schon heute über
Ihr ERP nachdenken sollten!
68 	 ERP Trends IV
	 ERP/PPS im Kontext von
Industrie 4.0
74	 ERP 2020 III
	 Mobility, Connectivity,
	 Usability: Empirie zur
	 Trilogie der ERP 2020
76	 ERP 2020 IV
	 Mobility auf dem Vormarsch
78	 ERP 2020 V
	 Usability als Erfolgsfaktor
80	 ERP 2020 VI
	 Connectivity schafft die Basis
82	 Mobility
	 Das Büro in der Westentasche
	 Business-Software wird mobil
84	 Cloud
	 ERP in der Cloud
	 Zwei Trends zeichnen sich ab
86	 Usability
	 ERP 2020 und Industrie 4.0
	 Usability - next steps
88	 Herausforderungen	
	Herausforderung
	Prozessoptimierung
91	 Integration
	 Vorteile einer ERP/MES-
	Integration
93	 Internationalisierung
	 Wie ERP-Systeme
	 internationale Geschäftspro-	
	zesse unterstützen
96	 Branchenorientierung
	 ERP für Einzel- und Auftrags-
fertigung ist anders!
Case Studies &
Produktinformationen
Branchenübersicht
138	 Informationsquellen
139	 Unternehmen
144	 Experten
150	 Veranstaltungen
152	 Glossar zum Thema ERP
Impressum
Verantwortlich für das Competence Book
i.S. des TDG:
Geschäftsadresse:
NetSkill Solutions GmbH
Salierring 43
50677 Köln
Tel.: 0221 / 716 144 0
E-Mail: info@netskill.de
Geschäftsführer:
Dr. Winfried Felser
Amtsgericht Köln
HRB 82780
Steuernummer:
5214/5813/2595
Layout & Design:
Ahad Pirahmadian
© Copyright 2015 NetSkill Solutions GmbH - alle
Rechte vorbehalten.
INHALT
5Competence Book - ERP
102	 Bergbau (KUMAVISION)
	 KUMAVISION factory für
Förderanlagen imBergbau
105	 Maschinenring Agrar (Asseco)
	 Maschinenring Österreich:
	 Ring frei für APplus
107	 Sanitär (Microsoft)
	 Mit Dynamics AX 2012
	 schlank in die Zukunft
109	 Kunststoff (COSMO CONSULT)
	 Integrierte Module statt
	Individualprogrammierung
112	 Metall (IAS)
	 Metallverarbeiter erreicht
große Synergien im
Datenmanagement
114	 Elektrotechnik (IAS)
	 Hohe Umsatzsteigerung bei
Jean Müller GmbH
120	 Fahrrad (Asseco)
	 Der Weltmarktführer für
Luftpumpen und
Schutzbleche ist mit APplus
für die Zukunft gerüstet
122	 Machinenbau (ams.Solution)
	 Wachstum organisieren	
126	 Diverse (COSMO CONSULT)
	 Ein Partner für alle Fälle
130	 Machinenbau (ams.Solution)
	 Auf Draht bei Aumann
134	 Weitere Case Studies
GRUßWORT - MICROSOFT DEUTSCHLAND GMBH
6 Competence Book - ERP
Gerüstet für den Wettbewerb von
morgen
Sehr geehrte Leser,
diedeutscheFertigungsindustriegenießtweltweiteinenexzellen-
ten Ruf. Viele „Hidden Champions“ dominieren aus Deutschland
heraus den Weltmarkt mit ihren hochspezialisierten Angeboten.
Für den Erfolg ausschlaggebend ist neben der Ausgangsidee die
stetige Verbesserung, das Offensein für Neues sowie eine ausge-
prägte Spezialisierung und Fokussierung. Dabei helfen integrier-
te ERP-Systeme, weltweit einheitliche Prozesse umzusetzen.
Veränderungen müssen im unternehmerischen Alltag gestaltet
werden und idealerweise wird man selbst zum Trendsetter. The-
men wie Globalisierung, Internet der Dinge aber auch ein effizi-
enter Materialeinsatz treiben die Fertigungsindustrie seit Jahren
um und setzen Rahmenbedingungen, in denen erfolgreiche Un-
ternehmen agieren und gestalten.
Fragt man heute Fertiger nach den Treibern für ihre IT-Investi-
tionen ertönt der Dreiklang aus erhöhter Produktivität, redu-
zierten Kosten und verbesserten Geschäftsprozessen. Zwar sind
die kurzfristigen ökonomischen Aussichten eher unsicher, doch
langfristiges profitables Wachstum basiert auf weltweit integrier-
ten Wertschöpfungsketten, die in der Lage sind, sich schnell än-
dernden Bedingungen anzupassen. Für Fertigungsunternehmen
bedeutet dies, dass sie ihre weltweiten Aktivitäten weiter ausbau-
en müssen bei gleichzeitiger Prozessstandardisierung über Lan-
desgrenzen hinweg. Dabei spielen Themen wie Cloud, Big Data,
Social Business und Mobility fürdie Konzeption von IT-Systemen
zunehmend eine wettbewerbsentscheidende Rolle und müssen
durch ERP- und CRM-Lösungen abgebildet werden.
Die nächste Welle an Produktivitätsverbesserungen wird nicht
in kleinen Schritten ablaufen. Vielmehr erwarten Fertigungsun-
ternehmen von ihren IT-Investitionen in moderne IT-Infrastruk-
tur deutliche Produktivitätsverbesserungen in sehr kurzer Zeit.
Microsoft beispielsweise liefert dazu die Plattform-Technologie,
damit Anwender eine IT-infrastruktur bestehend aus Server, Sha-
repoint, Lync, Office 365, CRM und natürlich Dynamics ERP aus
einem Guss erhalten. Das Ganze ergänzt um das tiefe Branchen-
wissen der Partner lässt Anwender sehr gut gerüstet in den Wett-
bewerb von morgen ziehen.
Ihr Frank Naujoks
Zum Autor Frank Naujoks:
Frank Naujoks arbeitet seit April 2013 bei Microsoft und verantwortet als Produkt-
manager Microsoft Dynamics AX. Der ehemalige Analyst, mit Stationen bei META
Group, Hewson Group, IDC und i2s, hat einen Abschluss als Diplom-Kaufmann
der Universität zu Köln.
GRUßWORT - DSAG E. V.
7Competence Book - ERP
ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit um
Zukunftsfähigkeit
Liebe Leserinnen und Leser,
Die Standardisierung von Prozessen, die Reduzierung von Syste-
men, die Harmonisierung von Stammdaten oder die Compliance
sind wohl die meist genannten Themen der letzten Jahre, im Zu-
sammenhang mit einem Business Case für die Einführung eines
ERP-Systems wie beispielsweise SAP. Hier steht die Effizienz der
Strukturen und Systeme im Vordergrund.
Die Rahmenbedingungen haben sich mittlerweile aber geändert.
Neue Technologien erlauben nahezu unbegrenzte Möglichkeiten
in der Datenauswertung und (fast) real-time Prozesse eröffnen
erweiterte Spielräume für die Prozessintegration auch in der
Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. Da rein aus Anwen-
dersicht die Verarbeitung großer Datenmengen kaum mehr eine
Rolle spielt, ergeben sich weitere Felder für integrative Ansätze,
wie zum Beispiel Simulationsmodelle, die im Bereich der Proto-
typen eingesetzt werden. Hinzu kommen Bereiche wie Mobility
und Cloud. Hierbei ist festzustellen, dass die Grenzen mobiler
Anwendungen oder der Nutzen bzw. der Einstieg in die Cloud
noch nicht in dem Maße greifbar sind, um ganzheitliche Ent-
scheidungen über entsprechende Projekte treffen zu können.
In dem Zusammenhang wird die Frage zu beantworten sein, wie
sich die neuen Technologien nicht nur auf die ERP-Systeme, son-
dern letztlich auf das gesamte Unternehmen und seine Zukunfts-
fähigkeit auswirken. Auf der Suche nach einer entsprechenden
Antwort beschäftigen sich viele Unternehmen derzeit noch sehr
mit Konsolidierungs- oder Harmonisierungsprojekten, um ihre
gewachsenen Strukturen zu vereinfachen. Das heißt, momentan
wird viel getestet und versucht, punktuell die auftretenden Pro-
bleme zu lösen.
Das entspricht aber nicht unbedingt dem ERP-Gedanken. Hier
stehen letztendlich die Standardisierung und vor allem die In-
tegration im Vordergrund. Die damit verbundenen Aufgaben zu
meistern, führt bei vielen Unternehmen zu einem Wettlauf ge-
gen die Zeit, um die Vorteile von „real time“-Anwendungen wett-
bewerbstechnisch nutzen zu können.
Die Herausforderungen für den ERP-Markt liegen damit klar
auf der Hand: Die Hersteller müssen ihren Kunden eine Strate-
gie aufzeigen, wie die Produkte weiterentwickelt werden, ohne
dass sie ihre Integrationsstärke und Compliance verlieren. Zu-
dem müssen die Lösungen ohne große technische und finanzi-
elle Aufwände in die bestehenden IT-Landschaften einzubinden
sein, um den gestiegenen Business-Anforderungen gerecht zu
werden. Auf dieser Basis könnte dann auch der Wettlauf mit der
Zeit um die Zukunftsfähigkeit gewonnen werden.
Diese Entwicklung entscheidend zu beeinflussen und dabei als
Stimme der Anwender zu agieren ist Aufgabe der DSAG. Hierfür
hat sich der Vorstand entsprechend aufgestellt.
Ihr Otto Schell
Zum Autor Otto Schell:
Seit 2008 ist Otto Schell in der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG)
e.V. ehrenamtlicher Vorstand Branchen/Geschäftsprozesse. Daneben leitet er u.a.
den Arbeitskreis Globalisierung und ist aktiv in diversen DSAG/SAP-Gremien so-
wie im internationalen Umfeld der SAP-Anwendergruppen.
Otto Schell leitet als SAP Business Process Manager das EMEA SAP Business
CCoE eines globalen Automobilherstellers. In dieser Rolle ist er in globalen und
regionalen Transformation/SAP-Initiativen vertreten und mit dem Aufbau der SAP
CCoEs vertraut.
GRUßWORT - ASSECO SOLUTIONS AG
8 Competence Book - ERP
ERP der Zukunft - die Zukunft des
ERP hat gerade erst begonnen
Liebe Leserinnen und Leser,
aktuelle Prognosen für die zukünftige Entwicklung von ERP
konfrontieren uns mit Schlagwörtern wie „Multisite“, „Mobili-
ty“, „Usability“, „Cloud“ sowie allen voran „Industrie 4.0“. Einige
dieser Konzepte sind bereits heute weit verbreitet, etwa „Cloud
Computing“, welches sich auch zunehmend im Geschäftsbereich
großer Beliebtheit erfreut. Andere Trends hingegen werden als
Goldener Weg proklamiert, obwohl die Umsetzung in der Reali-
tät tendenziell noch in den Kinderschuhen steckt – so etwa bei
Industrie 4.0. Dennoch wird oft der Anschein erweckt, Unter-
nehmen müssten ihre Produktionsabläufe so schnell wie möglich
auf die dezentrale Vernetzung umstellen, um zukunftsfähig zu
bleiben – besser heute noch als morgen.
Auch politisch wird das Thema aktuell heiß diskutiert. Der Vor-
teil einer solchen medialen Aufmerksamkeit liegt dabei auf der
Hand: Sie schafft Bewusstsein, einschließlich der technischen
und organisatorischen Herausforderungen, die dem Konzept zu-
grunde liegen und denen auch wir ERP-Hersteller auf die eine
oder andere Weise gerecht werden müssen. Allen voran zählen
hierzu natürlich die Sicherheitsaspekte, wie der Schutz solcher
Systeme vor Spionage und Manipulation. Zudem tun sich Kon-
zeptfragen auf: Wie viel Dezentralität ist wünschenswert? Wie
viel Autonomie ist für die vernetzten Maschinen wirklich sinn-
voll? Fragen wie diese müssen geklärt werden, doch wäre es ver-
messen und unrealistisch, schon heute oder morgen mit umfas-
senden Lösungen aufwarten zu wollen. Denn diese benötigen
Zeit – und viele wertvolle Schlüsse werden wir erst aus der Erfah-
rung ziehen können.
Um eine gute Grundlage hierfür zu schaffen, sind ERP-Hersteller
allerdings bereits heute gefordert, diese Entwicklung aktiv mit-
zugestalten – denn ihre Produkte beeinflussen die Effizienz und
Wirtschaftlichkeit von Unternehmen in zentraler Weise und bil-
den so den Kern der geschäftlichen Prozesse. Noch befinden wir
uns am Anfang dieser Entwicklung, und dies gibt uns die Chance,
die Fortentwicklung des Konzepts von Anfang an aktiv zum Po-
sitiven mitzugestalten. Die Zukunft bleibt also spannend – denn
für ERP hat sie gerade erst begonnen.
Ganz indiesem Sinnewünsche ich Ihneneine informative Lektüre.
Herzliche Grüße Ihr Thorsten Reuper
Zum Autor Thorsten Reuper:
Seit mehr als dreißig Jahren in der IT-Branche tätig, ist
Thorsten Reuper ein besonders versierter Mann mit ei-
nem umfassenden technischen Hintergrund, der weit-
reichende Erfahrungen in verschiedenen renommierten
Unternehmen vorweisen kann. Erklärtes Ziel des techni-
schen Verantwortlichen ist die konsequent verfolgte, stra-
tegisch ausgerichtete Produktentwicklung mit gezielten
Funktionserweiterungen und einem besonderen Augen-
merk auf die Ergonomie der Software. Dies soll insbeson-
dere durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenar-
beit mit Kunden und Interessenten realisiert werden.
9Competence Book - ERP
GRUßWORT - AMS.SOLUTION AG
MaximaleProzesstransparenz
Sehr geehrte Leser,
Einzel- und Auftragsfertiger haben eine harte Nuss zu knacken.
Ohne dass ihnen alle Detailinformationen vorliegen, müssen sie
mehrmonatige, zum Teil mehrjährige Aufträge sicher organisie-
ren. Hierbei ist höchste Präzision geboten: Angesichts sechs- bis
achtstelliger Investitionssummen bergen selbst kleinere Pla-
nungsfehler ein erhebliches Gefahrenpotenzial.
In den vergangenen 25 Jahren haben wir uns daher ausschließlich
mit der Frage beschäftigt, wie Einzelfertiger aus dem Anlagen-,
Werkzeug- und Sondermaschinenbau, dem Stahl- und Metallbau,
der Innenausstattung und der Werftenindustrie ihr komplexes Pro-
jektgeschäft wettbewerbsfähig managen. Die Quintessenz unserer
Erfahrungen: Je höher die Prozesstransparenz ist, desto wirtschaft-
licher lassen sich knapper werdende Ressourcen zuteilen, desto si-
cherer die immer enger gesetzten Liefertermine halten und desto
umfassender die ständig steigenden Kundenwünsche erfüllen.
Als Beratungs- und Standardsoftware-Spezialist für die Pro-
zessoptimierung von Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigern
sind wir das einzige europaweit tätige Unternehmen, das mit
dieser ausschließlichen Fokussierung am Markt ist. Inzwischen
erschließen beinahe 500 Unternehmen signifikante Wettbe-
werbsvorteile mit unserer Gesamtlösung, dem integrierten Auf-
tragsmanagementsystem ams.erp, das alle Geschäftsbereiche
vollständig vernetzt. Angefangen bei Marketing und Vertrieb
inklusive Kalkulation reicht die Prozessunterstützung über Kon-
struktion, Fertigung und Beschaffung bis zu Auslieferung, Mon-
tage und Service Management.
Unabhängige Marktbeobachter bestätigen, dass unser Portfo-
lio die Anforderungen des Zielmarkts besonders gut erfüllt. Die
Gründe dafür sind so vielfältig wie das Geschäft der Einzel- und
Auftragsfertiger. Eine ganze Reihe davon zeigen unsere Kunden-
berichte. In ihrem Zentrum stehen die Automatisierungsspezia-
listen Aumann aus Espelkamp und Hahn Automation aus Rhein-
böllen. Beide Einzelfertiger nutzen die Transparenz unserer
Lösungen, um ihr anspruchsvolles Projektgeschäft wirtschaftlich
und terminsicher zu steuern. Zudem zeigen die Texte, wie sich
die Anwender fortwährend neue Vorteile im härter werdenden
Wettbewerb verschaffen.
Eine spannende Lektüre wünscht
Manfred Deues, Vorstand ams.Solution AG
Zum Autor Manfred Deues:
Manfred Deues ist seit mehr als 30 Jahren in der IT-Bran-
che tätig. 1997 ist der gelernte Bankkaufmann und stu-
dierte Betriebswirt (EDV/Organisation) als geschäfts-
führender Gesellschafter in die hinrichts+müller GmbH
eingetreten. In dieser Funktion war er verantwortlich für
die Bereiche Vertrieb, Marketing und Verwaltung. 2010
erfolgte die Umfirmierung der hinrichts+müller GmbH in
die ams.Solution AG, dessen Vorstand er seit Gründung
angehört. Im gleichen Jahr ernannte ihn der Europäische
Wirtschaftssenat zum Wirtschaftssenator. In diesen Zeit-
raum fällt auch die Einrichtung des Instituts für Einzel-
fertiger (ife), dessen Initiator und Mitbegründer Manfred
Deues ist.
INFOGRAFIK
Infografik ERP
ERP-Tops und -Flops
1
		
Top 5
		
Flop 5
Neue User-Interfaces müssen sich an 		
mobiles Arbeiten anpassen
Bedarf an umfassender Informationsver-
fügbarkeit enorm gestiegen
Informationsaustausch nimmt zu, da 		
Austauschsfrequenz kurzzyklischer
ERP müssen auf unterschiedlichen
Endgeräte jederzeit/überall verfügbar sein
Keine 1-System-Lösung,
Multi-System-Landschaft
Qualitätsstandards für Einführung von ERP
zur Bewertung Anbieter
Bedienung von ERP intuitiv und ohne 		
Schulung möglich
Einige wenige standardisierte Datenmodelle
von wenigen Anbietern vorgegeben
Arbeiten mit gleichen Werkzeugen wie im
Privatbereich (BYOD, ...)
Strukturierte Verfahren zur
Nutzenbewertung von ERP-Systemen
Gründe für ERP-Projekte
3
50,7% Altsystem nicht mehr leistungsfähig genug
22,5% Schlechte Durchgängigkeit / Übersicht
	
12,7 % Firmenwachstum
8,5 % Flexible Organisationsentwicklung	
5,6% Sonstiges	
10 Competence Book - ERP
INFOGRAFIK
Top 5 Optimierungsbedarf bei ERP-Software
4
89%
Prozesse schneller und
effizienter machen
80%
Prozesse verschlan-
ken und vereinfachen
62%
Die Agilität / Anpas-
sungsfähigkeit der
Prozesse erhöhen
61%
Kundenzufriedenheit
mit der Auftragsab-
wicklung verbessern
61%
Transparenz der
Geschäftsprozesse
erhöhen
Ziele von ERP-Projekte
3
Effizientere
Auftragsabwicklung
Einheitlich integrierte
IT-Landschaft
Überblick / Aktuelle
Daten
Optimierung der
Geschäftsprozesse
Transparenz
Modernisierung
32,4%
26,8%
25,4%
23,9%
16,9%
16,9%
Probleme bei ERP-Projekten
3
Zeitüberschreitung
Aufwändige
Mitarbeiterschulungen
Nicht definierte
Unternehmensprozesse
Widerstände im Haus
Probleme bei der
Datenintegration
Schnittstellenprobleme
21,1%
14,1%
11,3%
9,9%
9,9%
5,6%
Top 5 Auswahlkriterien von ERP-Software
5
65% 48% 33% 28% 28%
Funktionalität Flexibilität SW KMU-Eignung /
Praktikabilität
Kosten / Nutzen Fachkompetenz &
Auftreten
11Competence Book - ERP
INFOGRAFIK
Erfolgsfaktoren für ERP-Projekte
3
26,8%
Guter Support
14,1%
Gute Planung / Know
How
11,3%
Beratungsleistungen
des ERP-Anbieters
5,6%
Gute Schulungen
5,6%
Geringer Implemen-
tierungsaufwand
4,2%
Transparenz
Unterstützung von mobilen Plattformen durch ERP-Produkte
5
0 1 2 3 4 5
34% 27% 15% 13% 5% 6%
Anzahl unterstützter
Mobilplattformen
Top 5 Nutzen von ERP-Systemen
6
Top 5 Formate für überbetrieblichen Datenaustausch
bei ERP-Systemen
6
55% 51%
40% 38% 36%
Prozesse schnell &
einfach
Informationen
schnell & einfach
Information korrekt &
nützlich
Rückverfolgbarkeit
von Informationen
Durchgängige Pro-
zess-Unterstützung
59%
EDIFACT
21%
DATANORM
19%
ODETTE
17%
VDA-FS
13%
ANSI X 12
12 Competence Book - ERP
INFOGRAFIK
Quellen:
(1) http://www.competence-site.de/downloads/45/32/i_file_1134046/21_thesen_erp_2020_final.pdf
(2) http://www.competence-site.de/usability/ERP2020-Usability-als-Erfolgsfaktor
(3) http://www.competence-site.de/ERP-Systeme/Betriebliche-Anwendungssysteme-Usability-ERP-Systemen
(4) http://www.computerwoche.de/i/detail/artikel/2537779/1/946381/EL_1367850380368342367536/
(5) http://www.competence-site.de/erp-standardsoftware/Karsten-Sontow-zu-Mobility-der-ERP-2020
(6) http://www.competence-site.de/erp-standardsoftware/ERP-2020-Connectivity
Welche mobilen Plattformen
werden durch ERP-Produkte
unterstützt?
5
Windows Mobile-basierte
Geräte
IPhone
IPad
Android-basierte Geräte
(Google)
Palm WebOS basierte Geräte
Blackberry
66%
32%
31%
23%
15%
14%
Gründe für die
Systemauswahl
3
Funktionalität
Branchen-/ Mittelstandslösung
Umfangreiches Modulangebot
/ Erweiterbarkeit
Preis-Leistungs-Verhältnis
Positive Erfahrungen mit
Anbieter
29,6%
28,2%
26,8%
26,8%
22,5%
13Competence Book - ERP
STATEMENTS
14 Competence Book - ERP
Der Trend – wie schon seit längerer Zeit
zu beobachten – geht dabei klar zu zen-
tralen, integriert arbeitenden Systemen,
die in der Lage sind, alle Unternehmens-
prozesse zu verknüpfen, zu steuern und
entsprechend abzubilden.3
Die Anforderungen
an das ERP-Sys-
tem werden künf-
tig weitaus an-
spruchsvoller sein
als dies bisher der
Fall war.1
Wir sind uns sicher, dass ERP
auch weiterhin im Mittelpunkt
des unternehmerischen IT-Ge-
füges stehen wird.1
ERP-Systeme werden in der Zukunft
DIE zentralen Steuerungseinheiten
– insbesondere in mittelständischen
Betrieben – sein.3
Die Frage nach der Bedeutung
eines ERP-Systems in der nahen
Zukunft lässt sich nicht so ein-
fach beantworten.2
EinewesentlicheHerausforderung
des ERP-Systems der Zukunft: die
punktgenaue, aber gleichzeitig
einfache Verfügbarkeit von Infor-
mationen.1
Ohne das vielgerühmte Backbone ERP wird es
nicht gehen – die Daten sollen ja verlässlich
sein und für alle Beteiligten gleich.4
Statements zu ERP
Bedeutung
ERP
Zukunft
ERP
Ich würde prognostizieren, dass es Systeme mit dem heutigen Zu-
schnitt gar nicht mehr geben wird, weitergedacht führt das unwei-
gerlich zu einem anderen ERP-Begriff als wir ihn heute kennen.2
Wir sind auf den Weg in eine Appisierung der Anwen-
dungs-Workloads.4
STATEMENTS
15Competence Book - ERP
Es wird immer mehr zur Selbstverständ-
lichkeit, über die mobilen Geräte nicht nur
jederzeit im Unternehmen vorgehaltene
Daten abzurufen, sondern auch Informa-
tionen zurückzugeben.1
Um die Aufgabenstellung „Kommunikation und Kollaboration“ zu-
friedenstellend auszuführen, bedarf es auch zukünftig eines noch
umfangreicheren Datenaustausches zwischen den Unternehmen.3
Für eine All- und Jederzeit-Verfüg-
barkeit müssen mobile Geräte durch-
gängig Einzug im Unternehmen er-
halten, denn sie gewährleisten die
Konnektivität.1
Devices ziehen in den
Shopfloor ein und es
werden andere Möglich-
keiten der Interaktion mit
der Software selbst, aber
auch mit den beteiligten
Menschen und genutz-
ten Maschinen, möglich.2
Mobility &
Usability
Wir gehen davon aus,
dass das Tablet auch im
Geschäftsleben seinen
Siegeszug antreten und
das Notebook in abseh-
barer Zeit verdrängen
wird.1
Die innerbetriebliche und unternehmens-
übergreifende Kollaboration sind seit langer
Zeit die Top-Themen bei der Implementie-
rung von ERP- und MES-Systemen.2
Die „neue Generation“ von Mitarbeitern, die
in die Unternehmen kommen, nutzen bereits
heute vor allem im privaten Bereich bereits
alle erdenklichen mobilen Geräte.1
Professionelle Mobilität wird zu-
künftig einen noch höheren Stel-
lenwert einnehmen, als dies be-
reits heute der Fall ist.3
Connectivity, Daten
& Kollaboration
Dieser Konnektivitäts-Ent-
wicklung kann sich kein
Anbieter entziehen – es
bleibt die Frage, ob für
den Anwender daraus ein
Technologie-Zoo entsteht
oder eine möglichst ho-
mogene Applikationsland-
schaft. Hier wird es aus
Anbietersicht noch Konso-
lidierungswellen geben.4
Reuper, Thorsten3
thorsten.reuper@asseco.de
Chief Technology Officer (CTO)
Asseco Solutions GmbH
Siegmund, Patrick1
psiegmund@mesonic.com
Geschäftsführer Deutschland
mesonic software gmbh
Naujoks, Frank4
Frank.Naujoks@microsoft.com
Product Marketing Manager Dynamics AX
Microsoft Deutschland GmbH
Tröger, Karl M.2
KTroeger@psipenta.de
Head of Product Management
PSIPENTA Software Systems GmbH
Quellen:
1: Patrick Siegmung, mesonic software gmbh
2: Karl M. Tröger, PSIPENTA Software Systems GmbH
3: Thorsten Reuper, Asseco Solutions GmbH
4: Frank Naujoks, Microsoft Deutschland GmbH
STATEMENTS
16 Competence Book - ERP
Das ERP der Zukunft wird ein hochinteg-
riertes Gesamtsystem sein, das anwen-
derorientiert ausgerichtet ist und über
eine hohes Maß und Flexibilität und Mo-
bilität verfügt.1
Das ERP-System wird zu-
künftig wie auch heute
schon als der „große Res-
sourcenvorhalter hier für
eine Planungs- und Steue-
rungshoheit verantwortlich
sein.3
Agile Produktionssysteme erfordern in
gleichem Maße agile Softwaresysteme
zur Planung, Simulation und Steuerung
der Herstellungsprozesse (Internet der
Services).2
Die Zukunft wird hybrid sein – und der Kunde kann wählen, ob er die Systeme on-Premise
oder On-Demand oder teils-teils betreiben wird.4
ERP-Funktionen
& Architekturen
Systeme im Zufriedenheitsportfolio
„Zufriedenheit insgesamt“ (i.A.d. Kundenbasis)
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
„Wir sind uns sicher, dass ERP
auch weiterhin im Mittelpunkt
des unternehmerischen IT-Ge-
füges stehen wird“ – Patrick Siegmund
18 Competence Book - ERP
Delphi-RoundtableERP2020
Commodity oder Zentrale für eine mobile, nutzerzentrierte
und kollaborative Ökonomie?
M
obilität, Usability, Connectivity, Industrie 4.0, Enter-
prise 2.0, … - eine Vielzahl von Begrifflichkeiten steht
für die Zukunft von Ökonomie und Technologie. Und
wo stehtdas ERP-System in Zukunft bzw. wo solltees im Jahr 2020
stehen? Das ist die zentrale Frage, die sich die VDMA-Initiative
ERP-2020 stellt und wir freuen uns, dass wir gemeinsam und mit
Unterstützung von Trovarit und dem RWTH Aachen /FIR füh-
rende Köpfe der Branche zur Zukunft des ERP befragen konnten.
Dabei konnte bereits die Studie ERP-2020 des FIR im Auftrag des
VDMA zentrale Erkenntnisse durch die Befragung der Anwender
gewinnen und die auch wichtigsten Trends (Mobilität, Usability,
Connectivity) identifizieren.
In diesem Roundtable geht es daher darum, zusammen mit den
führenden Köpfen der Branche diese Perspektiven zu vertiefen
und zu konkretisieren!
Bedeutung ERP-Systeme im Jahr 2020 - Commodity oder
Zentrale?
Mobilität, Usability, Connectivity, Kollaboration, Industrie
4.0, Enterprise 2.0 … - eine Vielzahl von Begrifflichkeiten
steht für die Zukunft von Ökonomie und Technologie. Wer-
den damit andere Systeme (z.B. CRM, Social Software) in
den Mittelpunkt des Interesses rücken oder erfordert gerade
eine mobile, nutzerzentrierte, vernetzte und kollaborati-
ve Ökonomie die Integration durch zentrale ERP-Systeme
mehr denn je? Wie wichtig ist also Ihrer Meinung nach das
ERP-System der Zukunft („2020“)?
Patrick Siegmund
Wir sind uns sicher, dass ERP auch weiterhin im Mittelpunkt
des unternehmerischen IT-Gefüges stehen wird. Allerdings wer-
den die Anforderungen an das ERP-System künftig weitaus an-
spruchsvoller sein als dies bisher der Fall war.
Gerade wirklich integrierte Systeme (z.B. ERP und CRM) werden
mehr und mehr die Unternehmen erobern. Schon seit einigen
Jahren zeichnet sich ab, dass Insellösungen immer häufigerdurch
integrierte Lösungen ersetzt werden. Denn nur Systeme, die auf
ein- und dieselbe Datenbank zugreifen, können die notwendigen
Informationen für den Anwender bedarfsgerecht zusammenstel-
len - und zwar so, dass diese Informationen alle Unternehmens-
und Geschäftsbereiche umfassen.
Hier liegt eine wesentliche Herausforderung des ERP-Systems
der Zukunft: die punktgenaue, aber gleichzeitig einfache Verfüg-
barkeit von Informationen. Umfangreiche Datenmengen müssen
sich heute genauso wie in Zukunft jederzeit und an jedem Ort
heranziehen sowie be- bzw. verarbeiten lassen, damit die Unter-
nehmen sie sowohl für operative als auch für strategische Ent-
scheidungen optimal nutzen können.
Integrierte und zentrale ERP-Systeme werden künftig das Herz
im Kreislauf der IT-Landschaft darstellen und damit weiterhin als
zentrales Organ im Unternehmen fungieren.
Uwe Bergmann
Wichtiger denn je zuvor. Man kann jedoch das ERP-System nicht
einzeln betrachten, sondern nur als Teil einer ganzheitlichen Un-
ternehmenssoftware. Das ERP System bildet dabei die Zentrale,
in der die Unternehmensprozesse abgebildet werden. Was sich
ändert, ist die Art und Weise, wie wir mit den Systemen arbeiten
oder wie wir auf Daten und Informationen zugreifen. ERP-Syste-
me müssen sich stärker den Nutzern anpassen. Die Arbeitswelt
wird mobiler, flexibler, individueller und internationaler, gleich-
zeitig wachsen die Datenmengen und die Komplexität von Pro-
Auszug aus dem Roundtable mit Experten von Microsoft, PSIPENTA, Asseco, mesonic, COSMO CONSULT.
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
„ERP-Systeme werden in der Zukunft DIE
zentralen Steuerungseinheiten – insbesondere in
mittelständischen Betrieben – sein.“ – Thorsten Reuper
19Competence Book - ERP
zessen und Zusammenhängen. Moderne
Unternehmenssoftware muss flexibel
nutzbar, einfach bedienbar und auf ver-
schiedenen Endgeräten überall verfügbar
sein.
Karl M. Tröger
Die Frage nach der Bedeutung eines
ERP-Systems in der nahen Zukunft lässt
sich nicht so einfach beantworten. Wer-
den heutige Lösungen und zukunftsorien-
tierte Ansätze weitergedacht führt das un-
weigerlich zu einem anderen ERP-Begriff
als wir ihn heute kennen.
Ich würde prognostizieren, dass es Syste-
me mit dem heutigen Zuschnitt gar nicht
mehr geben wird. Vielleicht noch nicht im
Jahr 2020. Doch schon heute haben wir
Schwierigkeiten, die Systemgrenzen von
ERP und MES und weiteren Bausteinen ei-
ner Unternehmenssoftware voneinander
abzugrenzen. Die erwartete zunehmende
Autonomie der Planungseinheiten erfor-
dert weiterentwickeltere Kommunikati-
onslösungen zur Integration dieser auto-
nomen Einheiten. Meiner Meinung nach
steht noch nicht fest, ob es eine zentrale
oder viele miteinander kommunizierende
Intelligenzen in den Unternehmen geben
wird.
Der ungebrochene Drang nach der Mobi-
lisierung der Geschäftsprozesse führt zu
einem neuen Verständnis insbesondere
von Usability und Connectivity. Informa-
tionen müssen sicher und jederzeit ver-
fügbar sein und zielgenau dem Anwender
präsentiert werden.
Social Media Komponenten werden eine
größere Rolle als heute spielen. Dabei geht
es allerdings nicht um Informationsaus-
tausch wie wir ihn aus dem privaten Be-
reich kennen sondern um die Förderung
der Zusammenarbeit von Menschen zur
Lösung von Aufgabenstellungen im Pro-
duktionsumfeld. Die Konsolidierung und
Verfügbarmachung von „gemeinschaftli-
chem“ Wissen steht ganz deutlich im Vor-
dergrund.
Thorsten Reuper
Nachdem sich der Einsatz von Anwen-
dungssoftware zur Unterstützung der
Ressourcenplanung bereits in den vergan-
genen Jahren zu einem immer bedeutsa-
mer werdenden Faktor für den Erfolg ei-
nes Unternehmens entwickelt hat, werden
ERP-Systeme in der Zukunft DIE zentra-
len Steuerungseinheiten – insbesondere
in mittelständischen Betrieben – sein. Der
Trend – wie schon seit längerer Zeit zu
beobachten – geht dabei klar zu zentra-
len, integriert arbeitenden Systemen, die
in der Lage sind, alle Unternehmenspro-
zesse zu verknüpfen, zu steuern und ent-
sprechend abzubilden. Insellösungen, die
– zum Beispiel auf Basis von Webservices
– nicht integriert werden können, werden
dann zunehmend eine aussterbende Spe-
zies darstellen.
Frank Naujoks
Wir sind auf den Weg in eine Appisierung
der Anwendungs-Workloads. Genehmi-
gungen können via Smartphone erteilt
werden, genauso wie Umsatzanalysen mal
eben auf dem Tablet durchgeführt wer-
den. Auch nur kurzfristig genutzte Apps
werden programmiert, um bestimmte,
eher kleinteilige Aufgaben zu erfüllen.
Aber idealerweise greifen die Apps auf
eine einheitliche Datenbasis zurück – es
Zu Thorsten Reuper:
Seit mehr als dreißig Jahren in der IT-Branche tätig, ist Thorsten Reuper ein be-
sonders versierter Mann mit einem umfassenden technischen Hintergrund, der
weitreichende Erfahrungen in verschiedenen renommierten Unternehmen vor-
weisen kann. Erklärtes Ziel des technischen Verantwortlichen ist die konsequent
verfolgte, strategisch ausgerichtete Produktentwicklung mit gezielten Funktions-
erweiterungen und einem besonderen Augenmerk auf die Ergonomie der Soft-
ware. Dies soll insbesondere durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenar-
beit mit Kunden und Interessenten realisiert werden.
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
20 Competence Book - ERP
müssen also keine Diskussionen mehr über den Ursprung der
Datenquelle und deren Vertrauenswürdigkeit geführt werden,
weil die Informationen für alle gleich sind.
Die Aufgabe der Anbieter wird es sein, die Systeme so auszuge-
stalten, dass das Zusammenspiel von unterschiedlichen Anwen-
dungen einwandfrei funktioniert und das bspw. Apps schnell er-
stellt werden können.
Ohne das vielgerühmte Backbone ERP wird es nicht gehen – die
Daten sollen ja verlässlich sein und für alle Beteiligten gleich.
ERP-Trends/Treiber bis 2020 – Mobility und Usability!
In der ERP-2020-Studie war ein Ergebnis besonders klar:
ERP-Systeme müssen 2020 auf unterschiedlichen Endge-
räten jederzeit und überall verfügbar sein und neue User
Interfaces müssen sich an dieses neue mobile Arbeiten an-
passen.
Was sind für Sie die wichtigsten Entwicklungen, die das
Thema Mobilität treiben, und was sind die wichtigsten mo-
bilen Anwendungsszenarien und -prozesse, wenn wir Rich-
tung 2020 blicken? Welche Anforderungen ergeben sich
dabei für die Usability? Werden wir z.B. mit den gleichen
Werkzeugen wie im Privatbereich arbeiten (BYOD) und
wird die Bedienung von ERP-Systemen intuitiv und ohne
Schulung möglich sein? Was also bedeutet für Sie und ihr
Unternehmen die neue Nutzerzentrierung konkret?
Thorsten Reuper
Professionelle Mobilität wird zukünftig einen noch höheren
Stellenwert einnehmen, als dies bereits heute der Fall ist. Sich
immer stärker verändernde Arbeitswelten machen eine wach-
sende Anpassung der Technologie sowohl innerhalb eines Un-
ternehmens – etwa im Bereich mobiler Prozesssteuerung, Lager,
Wareneingang (z.B. durch mobile Endgeräte) – als auch extern
– etwa durch mobile Prozessfreigabe, Workflowsteuerung oder
Informationstransfers – notwendig.
Frank Naujoks
Die Intelligenz der Systeme wird sich zunehmend unterhalb der
Benutzeroberfläche abspielen – ganz schulungslos wird wahr-
scheinlich ein Power-user nicht auskommen, aber eine Bedie-
nungsvereinfachung ist die letzten Jahre schon deutlich zu beob-
achten. Beispielsweiseauchdurchden EinsatzvonTouch-Devices
und Voice- oder Gestensteuerung.
BYOD birgt die Gefahr der Security und Administrierbarkeit für
die Unternehmen wieder ins Aufmerksamkeitsfeld zurück. Sup-
portunterstützung ist auch ein Thema – hier werdena sich noch
einzelne Modelle je nach Unternehmen herausbilden, was tole-
riert wird und was nicht.
Mobilität wird sehr stark getrieben durch Endgeräteverfügbar-
keit, Netzabdeckung und Usability der Software / Apps. Hier ist
HTML5 sicherlich das Mittel der Wahl, da die unterschiedlichen
Devices und Betriebssysteme sonst zu teuer zu unterhalten sind.
Zu berücksichtigen ist eine Anpassung bspw. der Zeilenabstände
von Anwendungen , je nachdem ob es ein Laptop oder ein Tab-
let / Smartphone ist. Hier steigen die Anforderungen an die Pro-
grammierer mit der Vielzahl der Gerätetypen deutlich an.
Patrick Siegmund
Die „neue Generation“ von Mitarbeitern, die in die Unterneh-
men kommen, nutzen bereits heute vor allem im privaten Be-
reich bereits alle erdenklichen mobilen Geräte. Das ist einer von
mehreren Gründen, warum das mobile Arbeiten Einzug in die
Unternehmen erhalten hat und dies in Zukunft weiter verstärkt
tun wird.
Es wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit, über die mobilen
Geräte nicht nur jederzeit im Unternehmen vorgehaltene Daten
abzurufen, sondern auch Informationen zurückzugeben. Bereits
heute sind die Anfänge, z.B. mit dem mobilen Erfassen von An-
geboten und Aufträgen oder der Annahme und Abwicklung von
Serviceaufträgen vor Ort, getan. Künftig jedoch werden Anwen-
Zu Frank Naujoks:
Frank Naujoks arbeitet seit April 2013 bei Microsoft und
verantwortet als Produktmanager Microsoft Dynamics AX.
Der ehemalige Analyst, mit Stationen bei META Group,
Hewson Group, IDC und i2s, hat einen Abschluss als Dip-
lom-Kaufmann der Universität zu Köln.
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
21Competence Book - ERP
der alle erdenklichen Funktionalitäten einer integrierten Unter-
nehmenslösung von ERP und CRM mobil nutzen wollen. Und
genau das erfordert wiederum eine punktuelle und anwendero-
rientierte Darstellung und Nutzung von Daten und Funktionen.
Wir gehen davon aus, dass das Tablet auch im Geschäftsleben
seinen Siegeszug antreten und das Notebook in absehbarer Zeit
verdrängen wird. Eine klare Aufforderung an die ERP-Hersteller
besteht darin, die mobilen Lösungen für diese Endgeräte derart
benutzerfreundlich und selbsterklärend zu gestalten, dass für
ihre Anwendung kein zusätzlicher Schulungsaufwand entsteht.
Die Herausforderung liegt schon in der vorgelagerten Analyse
und Organisation der ERP-Lösung, denn vorab muss die Daten-
verfügbarkeit sowie der Prozessverlauf geklärt werden: Welche
Daten und Funktionen stehen einem Anwender in welcher Form
zur Verfügung?
Für die sogenannten „Key-User“ der Fachabteilungen im Unter-
nehmen, z.B. in der Buchhaltung oder der Auftragsverwaltung,
werden aber sicher durch die immer komplexer werdenden An-
wendungen gesonderte Schulungsmaßnahmen unumgänglich
bleiben.
Uwe Bergmann
Der generelle Trend zum flexibleren und mobileren Arbeiten
macht vor der Nutzung eines ERP-Systems nicht halt. Die Ge-
sellschaft und das Nutzerverhalten verändern sich. Heute hat je-
der bereits ein Smartphone oder ein Tablet, ausschließlich oder
als Ergänzung zum PC oder Notebook. Selbstverständlich wird
die Nutzungserfahrung im privaten Bereich die Erwartungen im
geschäftlichen Bereich beeinflussen und umgekehrt. Die Bedie-
nung der Systeme muss vor allem intuitiv und einfach sein. Mit
unserem Leitbild „Business Software für Menschen“ stellen wir
den Menschen in den Mittelpunkt, um Systeme zu schaffen, die
sich optimal an den Bedürfnissen und Rollen der Menschen ori-
entieren, die mit der Software arbeiten.
Karl M. Tröger
Die Umweltbedingungen in der Produktion und die Einsatzbe-
dingungen für die genutzte Software werden sich mit der fort-
schreitenden Definition und Umsetzung der Konzepte im Zu-
sammenhang mit dem Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ massiv
ändern. Neue und mobile Devices ziehen in den Shopfloor ein
und es werden andere Möglichkeiten der Interaktion mit der
Software selbst, aber auch mit den beteiligten Menschen und ge-
nutzten Maschinen, möglich.
Begrenzte Bildschirmgrößen und der Wunsch nach einer größe-
ren Effizienz bei der Benutzung der Software zwingen zu einer
Reduktion der Inhalte auf das Wesentliche und Wichtige zur
Lösung der gestellten Aufgaben. Die zielgerichtete Präsentation
von Informationen und Daten (Eingeweihte kennen den Unter-
schied) hängt von mehreren Faktoren ab: der Rolle im Prozess
und der Organisation, den gegebenen Hilfsmitteln und Werk-
zeugen, der zum aktuellen Zeitpunkt gestellten Aufgabe, dem
Standort und nicht zuletzt vom sozialen Umfeld. Gerade die
sozialen Aspekte werden eine immer größere Rolle spielen. Die
Förderung der Zusammenarbeit der Menschen im Produktions-
prozess und das Teilen von Wissen zur Lösung der Aufgaben wird
eine massive Steigerung der Effizienz mit sich bringen.
Die Individualisierbarkeit und Personalisierung der Interakti-
onsschnittstelle stellt eine wichtige Komponente dar. Es muss
zukünftig noch einfacher sein, aufgabenorientierte User-Interfa-
ces zu gestalten. Der vermeintliche Widerspruch zwischen Indi-
vidualität (Anwenderbezug) und Uniformität (Standard) muss
Zu Patrick Siegmund:
Bereits seit Kindertagen lebt der studierte Volljurist Patrick
Siegmund familiär mit der mesonic software gmbh. Bevor
der 41-jährige 2011 ebenso beruflich zu mesonic stieß,
war er u.a. für Unternehmen im Bereich ePayment, Cont-
ent Providing sowie Rechtehandel tätig.
Als Geschäftsführer der mesonic software gmbh in
Deutschland steht Patrick Siegmund für die konsequen-
te und zukunftsorientierte Weiterführung der mittlerweile
30-jährigen mesonic-Tradition.
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
22 Competence Book - ERP
aufgelöst werden. ERP- und MES-Systeme
müssen zukünftig als Assistenzsystem
und Tutor der Anwender zu verstehen.
Aktuell arbeitet die PSIPENTA an einer
komplett neuen Oberfläche und einem
modernen Interaktionsdesign. Im Vor-
dergrund stehen dabei die Vereinfachung
der Nutzung und die deutlich erleichterte
Personalisierung. Die strenge Orientie-
rung an Aufgaben und Prozessen soll die
Effizienz bei der Bedienung der Systeme
nachhaltig steigern. In Zusammenarbeit
mit der Usergroup werden Prozessanaly-
sen durchgeführt. Das Ziel dieser Analy-
sen ist die Ermittlung von Best Practices
für unterschiedliche Branchen und Fer-
tigungstypologien. Diese Best Practices
fließen in das visuelle und das Interakti-
onsdesign ein.
ERP-Trends/Treiber bis 2020 –
Connectivity, Daten und Kollaboration!
Die ERP-2020-Studie zeigte auch, dass
ERP-Anwender eine Konnektivität im
doppelten Sinne erwarten. Zum einen
ist die Daten-/Informations-Konnek-
tivität im Sinne einer umfassenden
Informationsverfügbarkeit wesentlich.
Zum anderen erfordert die „neue“ Öko-
nomie auch ein Mehr an Kommunika-
tion und Kollaboration.
Auch diese Anwender-Anforderungen
erfordern konkrete Lösungskonzepte
der ERP-Anbieter. Wie gelingt die All-
und Jederzeit-Verfügbarkeit von (zum
Teil sicher auch unstrukturierten) In-
formationen und wie unterstützen Sie
die Zunahme an Kommunikation und
Kollaboration innerhalb von und zwi-
schen Unternehmen?
Uwe Bergmann
Als Microsoft Dynamics-Partner verfügen
wir nicht nur über die ERP-Funktionali-
täten sondern über das gesamte Lösungs-
portfolio von Microsoft. Die Integration
von Microsoft Office, Exchange, Share-
Point sowie Power -BI oderauch Office 365
in das ERP System bietet bereits heute die
Möglichkeit mit strukturierten und un-
strukturierten Daten in flexiblen Teams zu
arbeiten. Die integrierten Gesamtlösun-
gen sind zudem in der Cloud verfügbar.
Karl M. Tröger
Die innerbetriebliche und unternehmen-
sübergreifende Kollaboration sind seit
langer Zeit die Top-Themen bei der Imple-
mentierung von ERP- und MES-Systemen.
Die mit der zunehmenden Arbeitsteilung
einhergehende Zerlegung klassischer
Wertschöpfungsketten erfordert effiziente
Methoden der Zusammenarbeit. Die stei-
gende Vorleistungsquote im Verhältnis
zur eigenen Wertschöpfung in der deut-
schen Industrie belegt diesen Trend.
PSIPENTA unterstützt beide Formen
der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit
Kunden erarbeitet und ständig weiter
verfeinert bietet PSIPENTA eine konfigu-
rierbare Mehrwerksteuerung an. Das Ge-
samtunternehmen kann so als logistische
Einheit aus einem Guss agieren. Wesent-
liche Stammdaten (Master Data) stehen
jederzeit und ohne aufwändige Synchro-
nisationsvorgänge allen Einheiten zur
Verfügung. Vorkonfigurierte Prozesse er-
leichtern die Einbindung neuer Standorte
in das interne Wertschöpfungsnetzwerk.
Das zentrale Systemkonzept erleichert zu-
dem die Administration.
Die unternehmensübergreifende Kolla-
boration wird auf unterschiedliche Weise
unterstützt. Zum Einen sind besonders
in der Automobilindustrie etablierte und
standardisierte Kommunikationswege
und Protokolle verfügbar (EDI). Zum An-
deren steht mit der myOpenfactory-Platt-
form eine weitere Lösung zur unterneh-
mensübergreifenden Kommunikation zur
Verfügung. Viele der führenden ERP-Sys-
teme bieten Adapter zur Verbindung mit
der Plattform an. Darüber hinaus kann
myOpenFactory viele Standardformate
(z.B. openTrans, EANCOM, OCI, …) ver-
arbeiten.
All diese Möglichkeiten werden in Zu-
kunft nicht mehr ausreichen, um den
Anforderungen der Industrie zu genügen.
Zunehmende Autonomie und kleiner
werdende Planungseinheiten erfordern
noch flexiblere Gestaltungsmöglichkei-
ten der Wertschöpfungsketten. Die dy-
namische Zusammenarbeit in wechseln-
den Wertschöpfungsnetzwerken (eine
der Grundideen im Zusammenhang mit
Industrie 4.0) benötigt andere Lösungen
zur Unterstützung der Zusammenarbeit.
Zu Karl M. Tröger:
Karl M. Tröger, Head of Product Management, verantwortet die strategische Aus-
richtung des Produktportfolios bei der PSIPENTA Software Systems GmbH. Auf
Basis seiner nationalen und internationalen Stationen in der Fertigungsindustrie,
stellt er heute das Bindeglied zwischen Kunden, Markt, Wissenschaft und dem
Software-Engineering dar. Seine Erfahrungen sammelte er als Senior Product En-
gineer bei einem kanadisch-israelischen Konzern, als IT-Projektleiter sowie spä-
ter als Leiter der Produktentwicklung für ERP-Lösungen innerhalb der PSIPENTA
Software Systems GmbH.
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
23Competence Book - ERP
Die Synchronisation aller (ggf. temporär)
beteiligten Parteien in diesen Netzwer-
ken hinsichtlich technologischer und
kommerzieller Informationen in Echtzeit
wird einer der wesentlichen Faktoren für
den Erfolg dieser Konzepte sein. Zur Lö-
sung dieser Aufgabenstellungen werden
neue bzw. weiterentwickelte Kommuni-
kationsmöglichkeiten benötigt. Cloud
Computing kann dabei die Integration
und Synchronisation technologisch un-
terstützen. Insofern geht es nicht nur um
Connectivity an sich sondern zunehmend
um Konzepte zur Steigerung der „Kollabo-
rations-Produktivität“.
Thorsten Reuper
Um die Aufgabenstellung „Kommunikati-
on und Kollaboration“ zufriedenstellend
auszuführen, bedarf es auch zukünftig
eines noch umfangreicheren Datenaus-
tausches zwischen den Unternehmen, wie
z.B. zwischen Kunde und Lieferant. Wir
unterstützen und verfügen hier über eige-
ne Lösungen – und dies in Verbindung mit
Unternehmen, die sich auf das Routing
und Mapping zwischen Kunde und Lie-
ferant (Bestellung/Auftrag) spezialisiert
haben. Innerhalb eines Unternehmens
werden Werk-zu-Werk-Beziehungen
ebenfalls durch unsere Standardfunktio-
nen unterstützt.
Frank Naujoks
Cloud und Big Data sind da sicherlich die
Treiber für eine Vernetzung und Sichtbar-
machung von Zusammenhängen. Yammer
bietet sich als Kommunikationsplattform
innerhalb des Unternehmens und in ge-
schlossenen Communities an, Microsoft
Social Listening bringt die Meinung au-
ßerhalb des Unternehmens nach innen.
Die Kunst wird es sein, aus all den Infor-
mationssilos ein Gesamtbild zusammen-
zusetzen. Hinzu kommen dann noch In-
tegrationspunkte in die Office Welt, Mail,
aber auch die Einbindung von Geodaten,
Wetter etc.
Hinzu kommen, bspw. aus Daten-
schutz-Gründen, Private Cloud-Anfor-
derungen zur Kommunikation innerhalb
und außerhalb des Unternehmens.
Dieser Konnektivitäts-Entwicklung kann
sich kein Anbieter entziehen – es bleibt
die Frage, ob für den Anwender daraus ein
Technologie-Zoo entsteht oder eine mög-
lichst homogene Applikationslandschaft.
Hier wird es aus Anbietersicht noch Kon-
solidierungswellen geben.
Patrick Siegmund
Für eine All- und Jederzeit-Verfügbarkeit
müssen mobile Geräte wie Smartphones
und Tablets durchgängig Einzug im Un-
ternehmen erhalten, denn sie gewähr-
leisten die Konnektivität. Voraussetzung
hierfür ist jedoch die mobile Nutzbarkeit
der ERP-Systeme, sei es durch browserba-
sierte Oberflächen – wie wir sie für unsere
WinLine-Programme bereits seit gerau-
mer Zeit anbieten - oder aber in Zukunft
durch echte App-Anwendungen. Dabei
sind verschiedene Varianten vorstellbar,
z.B. eine App je Unternehmensbereich
bzw. Funktionsbereich der ERP-Lösung
oder auch die Umsetzung rein rollen-
basierter Apps. In einigen Teilbereichen
haben wir die echte mobile Nutzbarkeit
unserer Business-Software bereits umge-
setzt, weitere werden folgen.
Die Kommunikation innerhalb der Unter-
nehmen ist mit modernen ERP-Lösungen
(idealerweise mit integrierten CRM-Funk-
tionen) bereits heute möglich. Wir reali-
sieren dies in unseren Programmen durch
die eigenständige Umsetzung individuel-
ler Unternehmensprozesse mit Hilfe eines
integrierten Tools für das Workflowma-
nagement. Damit kann ein durchgängiger
Kommunikationsfluss, z.B. durch die au-
tomatisierte Weitergabe von Informatio-
nen und Daten, erreicht werden - sowohl
innerbetrieblich als auch im Austausch
mit anderen Unternehmen. Man denke
hierbei nur an typische Abläufe bei der
Serviceabwicklung oder an die Weiter-
leitung von Belegvorgängen wie Aufträge
und Rechnungen.
Auch eine Kommunikation über social
media-Kanäle sollte nicht unterschätzt
werden. Die „Generation Y“ nutzt diese
Medien heute bereits stark im privaten Be-
reich, so dass davon ausgegangen werden
kann, dass die Bedeutung dieser Medien
auch für die geschäftliche Kommunikati-
on zunehmen wird. Aus diesem Grund ist
eine Integration von Social-Media in unse-
re WinLine ERP-Programme vorgesehen.
„Die innerbetriebliche und unternehmensübergreifende
Kollaboration sind seit langer Zeit die Top-Themen bei der
Implementierung von ERP- und MES-Systemen.“ – Karl M. Tröger
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
24 Competence Book - ERP
ERP-Funktionen und Architekturen für
das Jahr 2020?!
Neben den bisher genannten nicht-
funktionalen Anforderungen an
ERP-Systeme der Zukunft (Mobility,
Usability, Connectivity) werden sich
potenziell bis 2020 aber auch die Pla-
nungslogik und die Systemarchitektur
der Systeme weiterentwickeln.
Welche Veränderungen erwarten Sie
persönlich noch im Bereich Ressour-
cenplanung und Systemarchitektur?
Bleibt alles im Wesentlich planerich
beim Alten? Werden ERP-Systeme
mehr oder weniger die Planung in ei-
ner kollaborativen Planungsarchitek-
tur übernehmen? Welche Rolle spielt
der Mensch in diesen Szenarien? Und
wie gelingt die architektonische Zu-
kunftsfähigkeit am besten? Setzen wir
auf das eine integrierte Gesamtsystem
oder die prozessvernetzte Multi-Sys-
tem-Landschaft?
Frank Naujoks
Die Zukunft wird hybrid sein – und der
Kunde kann wählen, ob er die Syste-
me on-Premise oder On-Demand oder
teils-teils betreiben wird. Diese Wahlf-
reihet wird in den nächsten Jahren die
Diskussion bei der Entscheidung für die
IT-Ökosysteme dominieren und bringt
dem Kunden die Freiheit, nach Bedarf sei-
ne Entscheidungen zu treffen und auch zu
ändern.
Planungskomponenten werden durch
predictive Analytics Systeme immer wei-
ter die Anwendungen erobern. Dabei wird
die Intelligenz zunehmend hinter die Be-
nutzeroberfläche verlagert – und die An-
forderungen an den normalen Anwender
werden sinken. Umgekehrt werden die
Anforderungen an bestimmte Personen-
kreise immer höher werden – die für die
Intelligenz der Systeme zu sorgen haben.
Patrick Siegmund
Für uns ist ein ganz klarer Trend erkenn-
bar: Das ERP der Zukunft wird ein hoch-
integriertes Gesamtsystem sein, das an-
wenderorientiert ausgerichtet ist und über
eine hohes Maß und Flexibilität und Mo-
bilität verfügt. Dabei werden künftig nicht
nur die bisher als üblich verstandenen Un-
ternehmensressourcen, wie z.B. Adressen,
Produkte, Mitarbeiter und Maschinen im
ERP-System vorgehalten. Flexibel gestalt-
bare Anwendungen und Prozesse ermög-
lichen es den Unternehmen, alle erdenkli-
chen Ressourcen zu verwalten, zu planen
und entsprechende Prozesse zu automa-
tisieren. Als Beispiele seien hier unter
anderem die Organisation von Verträgen,
Räumlichkeiten oder des Fuhrparks ge-
nannt. Und dies alles mit dem Ziel, mit
Hilfe einer zentralen Verwaltung und ei-
ner optimierten Prozessautomatisierung
sowohl erhebliche Einsparungen in Bezug
auf den Zeit-und Kostenaufwand als auch
Umsatzsteigerungen zu erzielen.
Dabei ist jedoch immer zu bedenken, dass
die immer umfangreicher und komplexer
werdenden Systeme für den Einzelnen
auch anwendbar bleiben. Dies kann durch
eine Optimierung und Automatisierung
der Prozessorganisation sowie durch
die punktuell und anwenderspezifische
Bereitstellung von Teilbereichen oder
sogar nur einzelnen Funktionen einer
ERP-Komplettlösung realisiert werden.
Ebenso wichtig wird es sein, unabhängig
vom Ort und eingesetzten Device (Desk-
top, Tablet, Smartphone und künftige
Endgeräte), Zugriff auf alle Anwendungs-
bereiche zu haben. Um dies zu gewähr-
leisten, glauben wir, dass sich als Standard
der Zukunft die Weiterentwicklung von
HTML5 herauskristallisieren wird.
Thorsten Reuper
Das ERP-System wird zukünftig wie auch
heute schon als der „große Ressourcenvor-
halter und -planer“ agieren. Jedoch wer-
den zukünftig vermehrt die flexiblen APS/
MES-Systeme hier für eine Planungs- und
Steuerungshoheit verantwortlich sein und
dies natürlich prozessvernetzt mit dem
ERP-System. Daher kann man bei einer
guten Integration dieser Komponenten
auch beruhigtvon einem „integrierten Ge-
samtsystem“ sprechen. Ich selbst sehe den
Mensch zukünftig unter ERP 2020 noch
aktiver als „Bediener“ und „Kontrolleur“.
Karl M. Tröger
Agile Produktionssysteme erfordern in
gleichem Maße agile Softwaresysteme
zur Planung, Simulation und Steuerung
der Herstellungsprozesse (Internet der
Services). Heutige zentralistisch geprägte
Konzepte werden mit der fortschreiten-
den Entwicklung der CPS durch smarte
und hochauflösende dezentrale Systeme
ersetzt (werden müssen). Die vorherige
Simulation von Produktionssituationen
und die Ableitung von optimierten Sze-
narios in mehr und mehr autonomen Ein-
heiten wird eine Steigerung der Effizienz
zukünftiger Produktionsprozesse bewir-
ken. Die produktionsnahe IT wird mit der
Automatisierungsebene verschmelzen.
Hochauflösende Produktionsregelungs-
systeme benutzen riesige Datenmengen
von hochentwickelten Sensoren zur Be-
urteilung der tatsächlichen Situation. Die
Daten und daraus gewonnen Informatio-
nen müssen unter Berücksichtigung des
gegebenen Kontext aufbereitet werden
und dienen der zielgerichteten Beeinflus-
sung der aktuellen Produktionsparameter.
Es geht nicht mehr nur um die Etablierung
eines Berichtswesens und die Beurteilung
einer Situation quasi „post mortem“. Die
erhobenen Daten (Big Data) steuern den
Prozess und unterstützen bei der Ausrege-
lung von Störungen in Echtzeit.
Meiner Auffassung nach wird es kein
integriertes Gesamtsystem geben. Die
GRUNDLAGEN - VIRTUAL ROUNDTABLE
25Competence Book - ERP
Landschaft wird genauso komplex bleiben wie sie heute ist oder
sogar komplexer werden. Neue Aufgabenstellungen erfordern
neue oder weiterentwickelte Lösungsbausteine. Die Integration
aller Systeme oder Lösungsbausteine bekommt in diesem Zu-
sammenhang einen ganz anderen Stellenwert. Der Mensch wird
nicht verdrängt, ganz im Gegenteil – seine Bedürfnisse müssen in
Zukunft viel stärker bei der Planung von Unternehmen berück-
sichtigt werden. Das Eco-System „Industrie 4.0“ besteht eben
nicht nur aus „Smart factories“ und intelligenten die Produktion
steuernden Produkten mit Gedächtnis.
Es geht darum, den Menschen hochwertige und kreative Arbeit
verrichten zu lassen und ihm die Möglichkeit zur Ausbalancie-
rung des Lebens zwischen Arbeit und Freizeit zu geben. Genauso
flexibel wie die von Menschen beherrschten Produktionssysteme
der Zukunft.
Uwe Bergmann
Diese nichtfunktionalen Anforderungen haben natürlich auch
einen direkten Effekt auf die funktionalen Anforderungen und
die Systemarchitektur. Wenn Ressourcen mobiler, flexibler und
internationaler eingesetzt werden oder auch verfügbar sind,
hat dies auch einen Einfluss auf die Planung von Ressourcen.
ERP-Systeme der Zukunft müssen intelligente Lösungen zur Op-
timierung des Ressourceneinsatzes schaffen. Bei der Systemar-
chitektur besteht die gleiche Herausforderung. Systeme müssen
überall verfügbar und skalierbar sein, um den Menschen in Ihren
Rollen, Aufgaben und Entscheidungen eine optimale Unterstüt-
zung zu bieten.
„Wir schaffen Software-Lösungen,
die den Menschen bei seiner täglichen
Arbeit optimal unterstützt.“ – Uwe Bergmann
Zu Uwe Bergmann:
Geschäftsführer COSMO CONSULT GmbH und
Vorstandsvorsitzender der COSMO CONSULT AG
GRUNDLAGEN
Einleitung Grundlagen Anwendungen &
Lösungsbausteine
INHALT
27Competence Book - ERP
6	 Unser Kompetenz-Netzwerk
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Books
7	 Editorial Volker Schnittler
	 ERP 2020 Zukunft, aber keine
	 Science Fiction
10	 Grußwort Frank Naujoks
	 Gerüstet für den Wettbewerb 	
	von morgen
11	 Grußwort Otto Schell
	 ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit 	
	um Zukunftsfähigkeit
12	 Grußwort Thorsten Reuper
	 ERP der Zukunft - die Zukunft 	
	des ERP hat gerade erst 		
	begonnen
13	 Grußwort Manfred Deues
	Maximale
	Prozesstransparenz
14	 Zahlen kompakt
	 Infografik ERP
18	 Statements
	 Statements zu ERP
22	 ERP 2020 I
	 Roundtable zu ERP 2020
32	 ERP 2020 I
	 Die ERP 2020-Initiative des 	
	VDMA vorgestellt
35	 ERP 2020 II
	 21 Thesen für das
	 ERP der 	Zukunft
40	 ERPAuswahl		 		
Die Zeit ist reif: Ein neues
	ERP-Auswahlverfahren
45	 ERP Einführung I
	 Stolperfallen bei der
	ERP-Einführung
47	 ERP Einführung II
	 ERP-Systeme einführen:
	 In drei Phasen zum Erfolg
50	 ERP Betrieb
	 ERP-Systeme wirtschaftlich
betreiben
54	 Wandlungsfähigkeit
	 Mehr Wandlungsfähigkeit
dank moderner ERP-Software
56	 ERP Trends	I
	 Vier Megatrends fordern
	 die gesamte IT-Industrie
60	 ERP Trends II
	 ERP Trends 2015
64	 ERP Trends III
	 Ihre digitale Zukunft und
warum Sie schon heute über
Ihr ERP nachdenken sollten!
68 	 ERP Trends IV
	 ERP/PPS im Kontext von
Industrie 4.0
74	 ERP 2020 III
	 Mobility, Connectivity,
	 Usability: Empirie zur
	 Trilogie der ERP 2020
76	 ERP 2020 IV
	 Mobility auf dem Vormarsch
78	 ERP 2020 V
	 Usability als Erfolgsfaktor
80	 ERP 2020 VI
	 Connectivity schafft die Basis
82	 Mobility
	 Das Büro in der Westentasche
	 Business-Software wird mobil
84	 Cloud
	 ERP in der Cloud
	 Zwei Trends zeichnen sich ab
86	 Usability
	 ERP 2020 und Industrie 4.0
	 Usability - next steps
88	 Herausforderungen	
	Herausforderung
	Prozessoptimierung
91	 Integration
	 Vorteile einer ERP/MES-
	Integration
93	 Internationalisierung
	 Wie ERP-Systeme
	 internationale Geschäftspro-	
	zesse unterstützen
96	 Branchenorientierung
	 ERP für Einzel- und Auftrags-
fertigung ist anders!
ANWENDUNGEN &
LÖSUNGSBAUSTEINE
Einleitung Grundlagen Anwendungen &
Lösungsbausteine
6	 Unser Kompetenz-Netzwerk
	 Partner des Competence
Books
7	 Editorial Volker Schnittler
	 ERP 2020 Zukunft, aber keine
	 Science Fiction
10	 Grußwort Frank Naujoks
	 Gerüstet für den Wettbewerb 	
	von morgen
11	 Grußwort Otto Schell
	 ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit 	
	um Zukunftsfähigkeit
12	 Grußwort Thorsten Reuper
	 ERP der Zukunft - die Zukunft 	
	des ERP hat gerade erst 		
	begonnen
13	 Grußwort Manfred Deues
	Maximale
	Prozesstransparenz
14	 Zahlen kompakt
	 Infografik ERP
18	 Statements
	 Statements zu ERP
22	 ERP 2020 I
	 Roundtable zu ERP 2020
32	 ERP 2020 I	
	 Die ERP 2020-Initiative des 	
	VDMA vorgestellt
35	 ERP 2020 II
	 21 Thesen für das
	 ERP der 	Zukunft
40	 ERPAuswahl		 		
Die Zeit ist reif: Ein neues
	ERP-Auswahlverfahren
45	 ERP Einführung I
	 Stolperfallen bei der
	ERP-Einführung
47	 ERP Einführung II
	 ERP-Systeme einführen:
	 In drei Phasen zum Erfolg
50	 ERP Betrieb
	 ERP-Systeme wirtschaftlich
betreiben
54	 Wandlungsfähigkeit
	 Mehr Wandlungsfähigkeit
dank moderner ERP-Software
56	 ERP Trends	I
	 Vier Megatrends fordern
	 die gesamte IT-Industrie
60	 ERP Trends II
	 ERP Trends 2015
64	 ERP Trends III
	 Ihre digitale Zukunft und
warum Sie schon heute über
Ihr ERP nachdenken sollten!
68 	 ERP Trends IV
	 ERP/PPS im Kontext von
Industrie 4.0
74	 ERP 2020 III
	 Mobility, Connectivity,
	 Usability: Empirie zur
	 Trilogie der ERP 2020
76	 ERP 2020 IV
	 Mobility auf dem Vormarsch
78	 ERP 2020 V
	 Usability als Erfolgsfaktor
80	 ERP 2020 VI
	 Connectivity schafft die Basis
82	 Mobility
	 Das Büro in der Westentasche
	 Business-Software wird mobil
84	 Cloud
	 ERP in der Cloud
	 Zwei Trends zeichnen sich ab
86	 Usability
	 ERP 2020 und Industrie 4.0
	 Usability - next steps
88	 Herausforderungen	
	Herausforderung
	Prozessoptimierung
91	 Integration
	 Vorteile einer ERP/MES-
	Integration
93	 Internationalisierung
	 Wie ERP-Systeme
	 internationale Geschäftspro-	
	zesse unterstützen
96	 Branchenorientierung
	 ERP für Einzel- und Auftrags-
fertigung ist anders!
INHALT
29Competence Book - ERP
CASE STUDIES &
PRODUKTINFORMATIONEN
Case Studies &
Produktinformationen
Branchenübersicht
98	 Informationsquellen
100	 Unternehmen
105	 Experten
		
110	 Glossar
INHALT
31Competence Book - ERP
102	 Bergbau (KUMAVISION)
	 KUMAVISION factory für
Förderanlagen imBergbau
105	 Maschinenring Agrar (Asseco)
	 Maschinenring Österreich:
	 Ring frei für APplus
107	 Sanitär (Microsoft)
	 Mit Dynamics AX 2012
	 schlank in die Zukunft
109	 Kunststoff (COSMO CONSULT)
	 Integrierte Module statt
	Individualprogrammierung
112	 Metall (IAS)
	 Metallverarbeiter erreicht
große Synergien im
Datenmanagement
114	 Elektrotechnik (IAS)
	 Hohe Umsatzsteigerung bei
Jean Müller GmbH
120	 Fahrrad (Asseco)
	 Der Weltmarktführer für
Luftpumpen und
Schutzbleche ist mit APplus
für die Zukunft gerüstet
122	 Machinenbau (ams.Solution)
	 Wachstum organisieren	
126	 Diverse (COSMO CONSULT)
	 Ein Partner für alle Fälle
130	 Machinenbau (ams.Solution)
	 Auf Draht bei Aumann
134	 Weitere Case Studies
CASE STUDY - BERGBAU (KUMAVISION)
32 Competence Book - ERP
ERP-Lösung KUMAVISION factory
für Förderanlagen im Bergbau
Förderanlagen im Bergbau gehören zu den größten Anlagen, die Menschen je errichtet ha-
ben. Sie entstehen aus zehntausenden von Einzelteilen. Ihre technischen Parameter werden
in Maßeinheiten wie Meganewton oder Megawatt beschrieben. Das deutsche Traditionsun-
ternehmen SIEMAG TECBERG plant, konzipiert und errichtet solche Anlagen in aller Welt.
Um von der Konstruktionszeichnung bis zur Montage den Überblick zu behalten, setzt das
Unternehmen die ERP-Branchenlösung KUMAVISION factory auf Basis von Microsoft Dy-
namics NAV ein.
D
ie Historie von SIEMAG TECBERG geht bis auf das Jahr
1871 zurück. Aus dem Lieferanten für Bergbauzubehör hat
sich im Laufe des 20. Jahrhunderts der international auf-
gestellte Systemanbieter SIEMAG TECBERG entwickelt mit Kun-
den und Projekten in aller Welt. „Wir stellen zwar sehr große und
schwere Geräte her. Aber wir sind trotzdem eine Manufaktur.“ So
beschreibtStephanSartor, Geschäftsführerbei SIEMAGTECBERG,
die Arbeitsweise des Unternehmens. Entsprechend hoch ist der
Stellenwert von Stücklisten und Strukturplänen im ERP-System.
Zur Steuerung seiner komplexen Abläufe nutzt der Bergbauspezi-
alist Microsoft Dynamics NAV, schon seit der „blauen Version“, wie
Sartor in Anspielung auf die monochrome Bildschirmdarstellung
der frühen 1990er sagt. Zuletzt lief eine hoch spezialisierte und in-
dividuell programmierte Software auf Basis der Version 3.60.
Neues Gebäude, neue IT
Als SIEMAG TECBERG 2007 per Management-Buy-Out eigen-
ständig an den Markt ging, stellten sich gleich mehrere Her-
ausforderungen. Denn Kunden, Mitarbeiter und Infrastruktur
gingen zu SIEMAG TECBERG über. Firmengebäude und IT-Spe-
zialisten blieben aber beim früheren Mutterkonzern. So musste
das Unternehmen gleichzeitig ein neues Gebäude beziehen und
eine neue IT einführen. „Um unsere stark individualisierte Soft-
ware weiter betreiben zu können, hätten wir Fachleute benötigt,
die das System von Grund auf kennen“, erklärt Sartor. Deshalb
beschloss das Management, eine aktuelle Version von Microsoft
Dynamics NAV einzuführen.
Nahe am Standard
Dabei wollte das Unternehmen so nahe wie möglich am Standard
bleiben. Trotzdem war klar, dass es allein mit dem Funktionsum-
fang von Microsoft Dynamics NAV nicht getan war. „Wir brauch-
ten eine Branchenlösung, die unsere speziellen Anforderungen
im Anlagenbau abdeckt.“ Und die sind – wie auch die Produkte
des Unternehmens – eine Nummer größer als der Durchschnitt.
Deshalb ließen sich auch Individualprogrammierungen nicht
völlig vermeiden. Aber jede individuelle Funktion des alten Sys-
tems wurde durch einen dreistufigen Filter sortiert: Nice-to-ha-
ve-Funktionen fielen weg. Bei den anderen suchten die Verant-
wortlichen nach Wegen, die eigenen Prozesse so umzustellen,
dass sie doch noch mit dem Standard abgebildet werden konn-
ten. Nur wenn es keine andere Möglichkeit gab, kamen die Pro-
grammierer zum Einsatz. Im Ergebnis konnte SIEMAG TECBERG
zu 90 Prozent die Standards der KUMAVISION-Branchenlösung
übernehmen.
Kalkulation aus Erfahrung
Damit deckt SIEMAG TECBERG fast den gesamten Workflow ab.
Lediglich Kalkulationen im Vorfeld eines Vertragsabschlusses
berechnen die Mitarbeiter des Vertriebs mit Excel-Werkzeugen.
Aber auch hier greifen sie bereits auf Informationen aus ähnli-
chen Projekten zurück. „Kein Schacht, kein Bergwerk ist iden-
tisch mit einem anderen“, erklärt Stephan Sartor. „Aber wir verfü-
gen über 1500 Referenzen, die wir weltweit bereits durchgeführt
haben.“ Deshalb greift das Unternehmen in der Kalkulationsphase
HERAUSGEBER: KUMAVISION AG
CASE STUDY - BERGBAU (KUMAVISION)
33Competence Book - ERP
auf Projekte zurück, die genügend Ähn-
lichkeit haben, so dass sie für Risikoab-
schätzung und Kostenrechnung genutzt
werden können. Wenn eine verbindliche
Bestellung vorliegt, werden die Excel-Ta-
bellen aus der Kalkulation mit hunderten
von Positionen automatisiert in KUMAVI-
SION factory eingelesen. Strukturpläne
und Budgets werden automatisch ange-
legt.
Hohe Flexibilität
In der Phase des Anpassungsengineerings
greifen die Konstrukteure auf die Pläne
bereits gebauter Anlagen zurück, über-
nehmen teilweise vorhandene Strukturen,
überarbeiten sie und fügen sie zu etwas
Neuem zusammen. „Hier verlangen wir
von unserem ERP-System ein außerge-
wöhnlich hohes Maß an Flexibilität“, er-
klärt Sartor. Einen Standard gibt es nicht.
„Es genügt uns nicht, eine Datenstruktur
komplett per Copy und Paste zu überneh-
men. Wir müssen die Struktur auf jeder
Ebene verändern können.“
Kompletter Datenumzug
Die enge Verwebung zwischen alten und
neuen Projekten setzte auch voraus, dass
der komplette Datenbestand aus der lan-
gen Geschichte des Unternehmens in die
neue SQL-Datenbank der Branchenlö-
sung fehlerfrei transferiert wurde. Und
noch eine weitere Eigenheit des Berg-
baugeschäfts machte den Erhalt der alten
Datensätze erforderlich: Schachtförder-
anlagen sind 40 bis 50 Jahre in Betrieb.
Entsprechend lange müssen die Doku-
mentationen für Service und Betreuung
verfügbar sein. „Hier hat KUMAVISION
mit großem Know-how für einen professi-
onellen Umzug gesorgt“, so Sartor.
CAD-Integration und Änderungs-
management
Eine besondere Herausforderung war
die Anbindung der CAD- und PDM-
Konstruktionssysteme an das ERP-
System. Denn im Verlauf des Anpassungs-
engineerings überarbeiten Konstrukteu-
re die Zeichnungen – mit direkten Aus-
wirkungen auf die Stücklisten. SIEMAG
TECBERG nutzt deshalb eine Universal-
schnittstelle in KUMAVISION factory, mit
deronlineausden Konstruktionsdaten Ar-
tikel- und Stücklisten abgeleitet werden.
Ein integrierter Plausibilisierungsprozess
erkennt dabei Inkonsistenzen oder Fehler
und erlaubt auch die Vereinheitlichung
unterschiedlicher CAD-Systeme auf einen
Fördermaschine Gotthard, Quelle: SIEMAG TECBERG
CASE STUDY - BERGBAU (KUMAVISION)
34 Competence Book - ERP
homogenen Artikelstamm. Ein weiterer
Vorteil ist die vollständige Indexverfol-
gung der Änderungsstände im ERP-Sys-
tem. Damit verbleibt die Verantwortung
für die Zeichnungs- und Artikel- Stück-
listenverwaltung in der Konstruktion. Es
entsteht ein durchgängiger Prozess ohne
Medienbrüche. Ebenso profitiert SIEMAG
TECBERG vom Änderungsmanagement,
das in KUMAVISION factory integriert ist.
Es leitet alle Änderungen von 65 CAD-Ar-
beitsplätzen sowie die Änderungen der
Arbeitsvorbereitung direkt in Änderungs-
vorschläge weiter. Dadurch erhält das Pro-
jektmanagement valide Informationen,
wie mit den wachsenden Strukturen und
Langläufer umgegangen werden soll.
Komplexe Abwicklung
Auch die konkrete Abwicklung eines
Auftrags fällt bei SIEMAG TECBERG auf-
grund der Projektgröße etwas komplexer
aus. Stücklisten mit 20.000 Positionen
sind keine Seltenheit. 80 Prozent der ver-
bauten Teile kauft das Unternehmen bei
verschiedenen Lieferanten. Dabei kann es
zu komplexen Beistell-Stafetten kommen:
Lieferant A produziert ein Teil, das er für
Lieferant B beistellen muss, ist aber sei-
nerseits auf ein Beistellteil von Lieferant
C angewiesen. „KUMAVISION factory ist
für uns ein unverzichtbares Werkzeug, um
diese komplexen Strukturen überhaupt
beherrschen zu können“, erklärt Sartor.
Vor allem deshalb, weil Termintreue in
dieser Branche eine weit größere Bedeu-
tung hat, als anderswo. „Wenn wir liefern,
muss alles zu einem festen Termin am Ha-
fen oder beim Kunden sein. Wir können
da nicht einfach nachliefern. Ein Zeitver-
zug ist - auch bedingt durch die weltweite
geographische Lage der Bergwerke - im-
mer gleichbedeutend mit einem immen-
sen Schaden.“
DMS inklusive
KUMAVISION factory ist bis auf weni-
ge Ausnahmen in allen Bereichen bei
SIEMAG TECBERG im Einsatz. CAD-In-
tegration, Materialbeschaffung, Waren-
eingangsprüfung, Projektmanagement,
Rechnungsprüfung, Finanzbuchhaltung,
Controlling nach HGB und IFRS und Ver-
sand: alles ist in der Branchenlösung ab-
gebildet. Zusätzlich ist ein Dokumenten-
managementsystem (DMS) angebunden, das neben dem fiskalischen Belegwesen auch
Konstruktionszeichnungen jederzeit elektronisch abrufbar macht. „Wenn unsere Mitar-
beiterin KUMAVISION factoryauf eineStücklistenpositiongehen, könnensiemiteinem
einzigen Mausklick die zugehörige Konstruktionszeichnung öffnen“, erläutert Sartor.
Fazit
Für die Zusammenarbeit bilanziert Stephan Sartor: „Wir haben durch den Umzug und
die neue IT im Prinzip ein neues Unternehmen im laufenden Betrieb gegründet. Unter
diesen komplizierten Umständen und mit einem sehr sportiven Zeitplan, hat KUMA-
VISION einen sehr guten Job gemacht. Natürlich konnte es nicht von Anfang an rei-
bungslos funktionieren. Aber wenn es Probleme gab, hat KUMAVISION immer die Res-
sourcen bereitgestellt, um so schnell wie möglich gute Ergebnisse zu erzielen.“ Die neue
Software selbst beurteilt Sartor weniger nach den betriebswirtschaftlichen Vorteilen als
nach den organisatorischen: „Wir brauchen ein System, das hoch flexibel ist, unsere
komplexen Auftragsstrukturen abbildet, abgeschlossene Projekte für künftige nutzbar
macht und die Konstruktionsebene einbindet. Und das haben wir mit KUMAVISION
factory erhalten.“
Schachtförderanlage Gotthard, Quelle: SIEMAG TECBERG
CASE STUDY - MASCHINENRING AGRAR (ASSECO)
35Competence Book - ERP
Maschinenring Österreich:
RingfreifürAPplus
D
er Maschinenring Österreich ist ein genossenschaftlich organisierter, nationaler Zusam-
menschluss von etwa 77.000 Mitgliedsbetrieben, durch die aktuell mehr als die Hälfte der
landwirtschaftlichen Nutzfläche der Alpenrepublik bewirtschaftet wird. Als führendes
Dienstleistungsunternehmen im ländlichen Raum hat es sich der in 90 Vereine, so genannte „Rin-
ge“, unterteilte Verbund zum Ziel gemacht, die Perspektiven und Chancen der heimischen Land-
wirte durch eine umfassende Bündelung und Organisation von Kräften und Ressourcen nachhaltig
zu verbessern – und dies über alle neun Bundesländer hinweg. Der Maschinenring ist insgesamt in
drei Unternehmensbereiche – Agrar, Service und Personalleasing – gegliedert.
Maschinenring Agrar, Service, Personalleasing
Betriebshilfe und Maschinenmanagement zählen zu den historischen Kernaufgaben
der Maschinenringe. Der inneragrarische Leistungsaustausch zwischen Landwirten
steht hierbei im Fokus. Ein kosteneffizientes Maschinenmanagement, die Aushilfe bei
Überkapazitäten sowie Sozialeinsätze in Notsituationen werden auf diese Weise sicher-
gestellt. Der Maschinenring Agrar bietet Einzel- und Komplettdienstleistungen in den
Bereichen Ackerbau, Grünland, Forst, Bioenergie, Wein-, Obst- und Spezialkulturenan-
bau sowie Innenwirtschaft. Maschinengemeinschaften stellen dabei insbesondere bei
hohen Anschaffungskosten im Bereich der Ernte- oder Düngetechnik sowie der Boden-
bearbeitung eine ökonomisch sinnvolle Alternative zu einzelbetrieblichen Investitionen
dar.
Als Dienstleister bietet der Maschinenring Service in ganz Österreich Landschafts- und
Grünraumpflege sowie Winterdienst für Unternehmen, Gemeinden oder Privatperso-
nen an. Dieser Dienstleistungsbereich hat sich inzwischen zum umsatzstärksten Ge-
schäftszweig entwickelt.
Der vor fünfzehn Jahren gegründete Unternehmensbereich Personalleasing vermittelt
Arbeitskräfte aus der Land- und Forstwirtschaft an Unternehmen und Gemeinden. Die
Beschäftigungsmöglichkeiten als Leasingarbeitskraft sind dabei vielfältig und reichen
von Tätigkeiten als Schlosser, Schmied, Zimmerer und Tischler über Aufgaben in der
Maschinen- und Stahlverarbeitung bis hin zu Einsätzen innerhalb der Nahrungs- oder
Genussmittelindustrie. So setzen über 2.500 Unternehmen in ganz Österreich auf Mit-
arbeiter der Maschinenring Personal eGen.
Maschinenring-Spezifika
Im Falle des Maschinenrings gibt es ge-
genüber herkömmlichen Unternehmens-
strukturen individuelle Besonderheiten
hinsichtlich der Verrechnung und Orga-
nisation angebotener Dienstleistungen.
So erbringt der Verbund diese Services im
Agrarbereichfaktischnichtselbst,sondern
übernimmt die Vermittlung und wickelt
im Auftrag und Namen des Dienstleis-
ters den Zahlungsverkehr mit dem jewei-
ligen Kunden ab. Da agrarische Kunden
und Dienstleister auch Vereinsmitglieder
sind, ist darüber hinaus eine entspre-
chende Mitgliederverwaltung inklusive
Mitgliedsbeitragsabrechnung nötig. Bei
gewerblichen Dienstleistungen wie Win-
terdienst oder Grünraumpflege fungieren
Dienstnehmer teilweise gleichzeitig als
Sublieferanten für auftragsrelevante Gerä-
te und Maschinen. Eingangsrechnungen
werden dabei im Gutschriftverfahren für
diese erstellt.
HERAUSGEBER: Asseco Solutions AG
CASE STUDY - MASCHINENRING AGRAR (ASSECO)
36 Competence Book - ERP
Altsysteme für komplexe
Unternehmensstrukturen nicht mehr
zukunftsfähig
Trotz komplexer Organisations- und Ab-
rechnungsstrukturen verfügte der Ma-
schinenring bis Ende 2005 über keine ein-
heitliche IT-Architektur, sondern bediente
sich in den Unternehmensbereichen Ser-
vice und Agrar mit MR2000, Datamax
und Centura dreier Eigenentwicklungen.
Diese unterschieden sich in ihren Spezifi-
kationen – selbst innerhalb der einzelnen
Dachorganisationen – teilweise vonei-
nander und waren technologisch in kei-
ner Weise zukunftsfähig. Es galt deshalb,
eine Unternehmenssoftware zu eruieren,
die ohne eine aufwändige Individualpro-
grammierung bereits im Standard alle re-
levanten Abläufe – insbesondere Stamm-
datenverwaltung und Disposition – über
beide Unternehmensbereiche hinweg
umfassend und transparent abzubilden in
der Lage und dennoch an spezifische Pro-
zesse anpassbar ist. Auf diese Weise sollte
der Maschinenring, trotz seines föderalen,
genossenschaftlichen Aufbaus, den tech-
nologischen Unterbau eines modernen
Wirtschaftsunternehmens erhalten.
APplus überzeugt
Nach intensiver Marktbeobachtung im
Rahmen eines Auswahlverfahrens standen
zwei Lösungen zur Disposition, wobei die
Entscheidung der Verantwortlichen des
Maschinenrings nach Prüfung aller wich-
tigen Kriterien im Jahr 2005 auf APplus
fiel. Ausschlaggebend waren hierbei vor
allen Dingen – neben der vollständigen
Web-Basierung – die hohe Anpassbar-
keit, der technologische Entwicklungs-
vorsprung sowie der breite Funktions-
umfang der Lösung. Diese erfolgreiche
APplus-Implementierung wurde im Sep-
tember 2013 auf die Version 6.0 migriert.
Der Modulumfang umfasst Vertrieb,
Einkauf, Materialwirtschaft, AZE, PZE,
CRM sowie Plantafel. Im Augenblick ar-
beiten 700 User an rund 90 Standorten
mit APplus.
APplus in der Praxis
Durch die Einführung von APplus wurden
innerhalb des verzweigten Organisati-
onsgeflechts heute eine homogene Struk-
turierung der Vertriebsaktivitäten – von
Angeboten über Aufträge, die Erstellung
von Lieferscheinen bis hin zu Sammel-
rechnungen – sowie eine einheitliche
Stammdatenpflege realisiert. Musste jede
Filiale bislang ihre Geldflüsse oder die
Disposition von Personal- und Maschi-
nenressourcen autark organisieren, sind
nun ein einheitlicher Zahlungsverkehr
aller Niederlassungen sowie eine unter-
nehmensübergreifende Verfügbarkeits-
planung möglich, die gerade im Personal-
leasingbereich unabdingbar ist. APplus
stellt darüber hinaus die technologische
Basis für neu realisierte Online-Aktivitä-
tendar. Damitistnun jederLandwirtinder
Lage, Lieferscheine für erbrachte Leistun-
gen elektronisch – etwa per Smartphone
oder PDA – direkt nach Auftragserfüllung
in das Gesamtsystem zeit- und ortsunab-
hängig einzupflegen sowie einen GPS-ge-
stützten Nachweis geleisteter Dienste zu
erbringen. Das manuelle Ausfüllen von
Papierdokumenten sowie die persönliche
Abgabe an einer regionalen Geschäfts-
stelle entfallen dadurch komplett und die
Rechtssicherheit des beauftragten Dienst-
leisters ist im Schadensfall umfassend
gewährleistet. Auch der Einkauf mit den
entsprechenden Bestellvorgängen, Lie-
ferscheinen und Eingangsrechnungen,
die Materialwirtschaft mit auftragsbe-
zogenen Zu- und Abgängen – inklusive
Durchschnittspreisermittlung – sowie das
Kundenbeziehungsmanagement sind mit
APplus unternehmensübergreifend ab-
bildbar. Letzteres besticht hierbei durch
vielfältige Auswertungsmöglichkeiten in
den Bereichen Kundenkontakte (Aktivitä-
ten), Schadensmanagement, Kundenzu-
friedenheitsbefragungen, ABC-Analysen
oder Kundenpotenzial-Ermittlung.
APplus 6.0 als konsequenter
Folgeschritt
„Gemeinsam mit den Experten der As-
seco ist es 2006 gelungen, ein solch um-
fangreiches ERP-Einführungsprojekt in
gerade einmal zwölf Monaten erfolgreich
umzusetzen und einzuführen. Die Im-
plementierung und Anpassung der Stan-
dardsoftware an unsere ganz spezifischen
Anforderungen waren dabei stets von
einer professionellen, harmonischen Zu-
sammenarbeit geprägt. Das Ergebnis die-
ser Bemühungen ist für uns mehr als über-
zeugend, denn mit APplus sind wir heute
in der Lage, unsere komplexe Organisati-
onsstruktur einschließlich unterschied-
lichster Dienstleistungsbereiche mit nur
einem einzigen Softwareprodukt steuern
und abbilden zu können. Das Upgrade
auf die APplus-Version 6.0 ist für uns des-
halb der konsequente Folgeschritt zu noch
mehr Leistungsfähigkeit, Funktionalität
und Transparenz“, so Stefan Schneider,
Teamleiter Business Applications bei der
Maschinenring Österreich GmbH.
„Ausschlaggebend für APplus waren vor allen Dingen
– neben der vollständigen Web-Basierung – die hohe
Anpassbarkeit, der technologische Entwicklungsvor-
sprung sowie der breite Funktionsumfang der Lösung.“
CASE STUDY - SANITÄR (MICROSOFT)
37Competence Book - ERP
Mit Dynamics AX 2012
schlank in die Zukunft
Die Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG ist Weltmarktführer im Premium- und Luxus-Seg-
ment. Das Sortiment umfasst mehr als 5.500 Artikel, fast alle werden in Deutschland produ-
ziert. Die rund 1.050 Mitarbeiter der Dornbracht Group erwirtschafteten 2012 einen Umsatz
von knapp 163 Millionen Euro. Rund 60 Prozent der Produktion wird – trotz Finanzkrise –
ins Ausland verkauft.
D
ie IT-Doppelspitze hatte ausgedient
Seit Anfang der 90er Jahre herrschte in der IT-Landschaft
so etwas wie Arbeitsteilung: Während die Unternehmens-
software Microsoft Dynamics NAV den kaufmännischen Bereich
abdeckte, war im operativen Geschäft eine selbst entwickelte
Software im Einsatz. Als sich das Unternehmen im Rahmen eines
Optimierungsprojekts verstärkt dem Lean Management zuwand-
te, passte die IT-Struktur nicht mehr zur Unternehmensstrategie.
Dornbracht entschied sich für Microsoft Dynamics AX. Neben der
internationalen Ausrichtung und der flexiblen Programmstruktur
gaben vor allem Module wie „Lean Manufacturing“ den Ausschlag.
Wechsel mit optimierten Prozessen
Im Frühjahr 2009 startete das Projekt in die Analysephase. Als
kurze Zeit später ein Brand vom Nachbargrundstück übergriff,
machte Dornbracht aus der Not eine Tugend und modernisierte
die betroffenen Produktionsbereiche. Die optimierten Prozesse
veränderten auch das ERP-Projekt. Um die verlorene Zeit zumin-
dest teilweise aufzuholen, erhöhte das Projektteam die Schlag-
zahl und sicherte sich die Unterstützung des Microsoft-Partners
STZ Business Consulting. Anpassungen waren beispielsweise bei
der Preiskalkulation erforderlich. Zudem wurde im Zuge der Pro-
zessoptimierung das Fertigwarenlager an einen Logistikdienst-
leister ausgelagert.
Schnittstellen gewährleisten Systemintegration
Seit Ostern 2012 sind rund 600 Arbeitsplätze mit Dynamics AX
2012 ausgestattet. Neben der Unternehmenszentrale in Iserlohn
gehören hierzu auch 15 internationale Handelsvertretungen. Im
Rahmen zweier Folgeprojekte kamen inzwischen ein detailliertes
Rollen- und Berechtigungskonzept sowie ein Business Intelli-
gence (BI)-System hinzu. Kennzahlen werden dabei als Business
Cockpits unter Microsoft SharePoint 2013 bereitgestellt.
Schlanke Prozesse, transparente Zahlen
Heute erntet Dornbracht die Früchte des Projekts. „In zentralen
Unternehmensbereichen wie der Produktion oder dem Auftrags-
management arbeiten wir absolut ‚Lean‘ – und schneller als zu-
vor“, betont Hubertus Meisterjahn, Leiter Informationstechnik
und Organisation bei der Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG.
Benötigte man früher in der Montage lange Zeit zwei Schichten,
wechselt das Unternehmen heute spätestens nach einem Jahr in
den Einschichtbetrieb. „Das liegt vor allem an der gewonnenen
Transparenz und dem Lean Management. Mit Dynamics AX
können wir jeden Prozess detailliert verfolgen“, erklärt Hubertus
Meisterjahn. Dynamics AX bedeutet für den IT-Leiter ein wichti-
ges Stück Investitionssicherheit. Schließlich sei die Software ein
innovatives Produkt, das in der Vergangenheit ständig verfeinert
wurde.
HERAUSGEBER: Microsoft Dynamics
CASE STUDY - SANITÄR (MICROSOFT)
„Mit Dynamics AX 2012 können wir jeden Prozess
detailliert verfolgen. Abweichungen sind sofort zu
erkennen. Laufende Verbesserungen lassen sich
dadurch einfach und effizient umsetzen.“ –HubertusMeisterjahn
38 Competence Book - ERP
Ausgangssituation
Lange Zeit arbeitete Dornbracht in den
kaufmännischen und operativen Unter-
nehmensbereichen mit unterschiedlichen
Systemen. Die mangelnde Integration vie-
ler Geschäftsprozesse ließ sich mit derver-
änderten Unternehmensstrategie und den
gestiegenen Anforderungen nicht mehr
vereinbaren.
Lösung
Dornbracht entschied sich für Micro-
soft Dynamics AX. Ausschlaggebend
war, dass Dynamics AX mit Modulen wie
„Lean Management“ optimal zur neuen
Strategie passte. Aus technischer Sicht
konnte auf vorhandenes Wissen zurück-
gegriffen werden.
Nutzen
Dornbracht arbeitet heute in schlanken
Strukturen und kann sich schneller auf
Veränderungen einstellen. Transparente
Prozessinformationen und Geschäftszah-
len vereinfachen die Unternehmenssteue-
rung. Künftige Anforderungen lassen sich
flexibler umsetzen.
Quelle: Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG
CASE STUDY - KUNSTSTOFF (COSMO CONSULT)
39Competence Book - ERP
Integrierte Module statt
Individualprogrammierung
Im Jahre 1822 beginntdie Historieder Firma Röchling miteiner Kohlenhandlung. Heutesteht
die Röchling-Gruppe für höchste Kompetenz in Sachen Kunststoff. Mit fortschrittlichsten
Bearbeitungs- und Veredelungsverfahren und in modernsten Produktionsprozessen fertigt
das Unternehmen thermo- und duroplastische Kunststoffe für jeden denkbaren Industrie-
bereich. Zudem bietet Röchling seit 2013 nach der Anschaffung einer Anlage für selektives
Lasersintern als erster Hersteller weltweit komplexeste Fertigteile im 3D-Druck-Verfahren
an. Unterteilt ist die Firmengruppe in den Geschäftsbereich Hochleistungskunststoffe mit
einem Produktspektrum von Halbzeugen wie Platten, Rund-, Hohl- und Flachstäben über
Profile und Formgussteile bis zu mechanisch bearbeiteten Fertigteilen. Der zweite Bereich
Automobil-Kunststoffe versorgt weltweit Automobilhersteller und Systemlieferanten mit
technologisch anspruchsvollen Kunststoffanwendungen. Die Gruppe ist mit 60 Standorten
in 20 Ländern vertreten und erwirtschaftete in 2012 mit 7.300 Mitarbeitern einen Umsatz
von 1,1 Mrd. Euro.
M
it Individualität in die Sackgasse
Seit 1998 setzt man bei der
Röchling Engineering Plastics
KG in Haren an der Ems die kaufmänni-
sche Unternehmenssoftware von Navisi-
on, heute Microsoft Dynamics NAV, ein.
„Heute sind wir mit 340 Usern einer der
größten Dynamics NAV-Anwender und
haben in den vergangenen 15 Jahren viel,
viel Erfahrung mit der Software gesam-
melt“, weiß Andreas Paschke, Head of Or-
ganisational Development. Von den fast
800 Mitarbeitern in Haren gibt es keinen,
der nicht in irgendeiner Form auf der Basis
des ERP-Systems arbeitet. Selbst die Liefe-
ranten müssen sich mit ihren LKWs beim
Werkschutz im System an- und später
wieder abmelden. „Mit unserer ERP-Soft-
ware konnten wir mittlerweile tatsächlich
das Unternehmen komplett abbilden“, be-
richtet Paschke. Allerdings war das nicht
von Beginn an so.
HERAUSGEBER: COSMO CONSULT AG
Quelle: Röchling Gruppe
CASE STUDY - KUNSTSTOFF (COSMO CONSULT)
„Der individuelle Standard – ein Paradoxon? Auf jeden
Fall eine Sackgasse, wenn Customizing und Standard
im falschen Verhältnis zueinander stehen. Die Lösung
bieten branchenspezifische Module, die sich in den Stan-
dard integrieren lassen.“ – Volker Vorburg
40 Competence Book - ERP
Bei der Einführung der neuen Softwarever-
sprach man den Mitarbeitern, sie könnten
auch weiterhin mit dem neuen System so
arbeiten, wie mit den bisherigen inzwi-
schenveralteten Insellösungen. Aberschon
bald merkte man, dass damit der Grund-
stein füreine Entwicklungssackgassegelegt
war. Durch zu viele Anpassungen und Son-
derprogrammierungen – die Mitarbeiter
wollten ja so wie gewohnt arbeiten – ent-
stand ein stark individualisiertes System,
das einerseits zwar hoch produktiv war,
andererseits aber nicht mehr update-fähig.
Paschke verdeutlicht: „Wir hatten ein Ver-
hältnis von 80/20, also 80 Prozent selbst
programmiert und nur noch 20 Prozent
Standard.“ Eine sinnvolle Weiterentwick-
lung war da nicht mehr möglich.
Auf ein Neues
Die Lösung hieß Reengineering: die Ab-
lösung eines hoch individualisierten Pro-
dukts durch die neueste Standardsoftware
Dynamics NAV. „Ein Projekt mit der Über-
schrift ‚Zurück zum Standard‘. Da ging es
darum, alte Zöpfe abzuschneiden“, erin-
nert sich Paschke. Ein Ziel bestand vor
allem darin, das Verhältnis von Anpassun-
gen zum Standard umzukehren, also 20/
80 statt 80/20. So ging man 2006 daran,
das gesamte Unternehmen umzukrem-
peln; Stammdaten, Datenstrukturen – al-
les wurde erneuert und mit Testdatenban-
ken und Probeläufen durchgespielt und
abgesichert. „Aber ich darf nicht verheh-
len, dass man bei so einem Projekt auch
in Grenzsituationen kommt“, gibt Paschke
zu, „Miteiner Fabrik unterVolllast im Hin-
tergrund – zig tausend Tonnen pro Jahr –
inklusive der erforderlichen Logistik kann
ein Fehler schon fast existenzielle Züge
annehmen.“ In so einer Situation zahlt es
sich aus, wenn man mit einem langjähri-
gen IT-Partner zusammenarbeitet.
Mit dem Microsoft-Partner Cosmo
Consult, einem Branchenspezialisten für
die Fertigungsindustrie, projektorientier-
te Dienstleister sowie die Zulieferindus-
trie, hatte man bei Röchling seit vielen
Jahren gemeinsam gute Erfahrungen ge-
macht. Die Berater kannten die Abläufe
im Unternehmen und konnten die Keyu-
ser, die aus allen Abteilungen stammten,
so schulen, dass alle Tests korrekt abliefen
und das neue System später in den Ab-
teilungen problemlos umgesetzt wurde.
Aber Paschke weiß auch: „Wenn so ein
Projekt funktionieren soll, muss man die
Hälfte der Verantwortung intern über-
nehmen. Man darf nicht einfach sagen,
hier ist euer Geld und wir möchten zum
1.1. starten.“ Er verweist darauf, dass die
Berater Programmier- und Strategieprofis
sind, aber den Meistern im Betrieb kaum
sagen können, wie sie ihre Prozesse besser
machen sollen. Hier ist Partnerschaft und
Kooperation auf Augenhöhe gefragt.
Erweiterter Standard
Zwar gab es Rückschläge, so musste der
Echtstart einmal verschoben werden, weil
in einer Phase der Hochbeschäftigung kei-
ne Mitarbeiter zu Schulungszwecken oder
gar Datenübergaben abgezogen werden
konnten. Daher gab es zunächst nur einen
Teilstart für den Bereich Lohn und Gehalt,
Quelle: Röchling Gruppe
CASE STUDY - KUNSTSTOFF (COSMO CONSULT)
41Competence Book - ERP
der aber reibungslos funktionierte – eben-
so wie die spätere Einführung von Modu-
len wie Auftragsfertigung, Prozessferti-
gung, Workflow, Qualitätsmanagement
und Lieferantenbewertung sowie eines
grafischen Leitstands für die Prozessferti-
gung. Anschaulich beschreibt Paschke die
ersten Erfahrungen mit der neuen Navisi-
on-Version: „Stellen Sie sich vor, Sie haben
im Auto eine zehn Jahre alte Technik und
steigen auf ein High-Tech-Fahrzeug um.
In der IT ist der Unterschied noch viel
eklatanter. Für uns war es, als würden wir
eine völlig neue Software einführen.“
So steuert jetzt das ERP-System die kom-
pletten Logistikabläufe einschließlich der
Erstellung der Warenbegleitpapiere für
die Kunden. Auch die Stapler steuert Dy-
namics NAV über WLAN. Dieses Modul
entwickelte Röchling ebenso gemeinsam
mit Cosmo Consult wie das Modul Pro-
zessfertigung, das jetzt zum Branchenlö-
sungsportfolio der Cosmo Consult-Grup-
pe gehört. Laut Paschke ist Dynamics NAV
eine ausgesprochen flexible Software, die
sich leicht an die eigenen Bedürfnisse an-
passen lässt, aber da liegt auch die Gefahr
eines zu hohen Anteils an Eigenprogram-
mierungen. Darum ist er froh über die aus
der Praxis entwickelten, zertifizierten und
updatefähigen Branchenlösungen seines
IT-Partners, die völlig in das ERP-System
integriert werden. So ließ sich das ange-
strebte 20/80-Verhältnis bei hoher Funk-
tionalität erreichen.
Allerdings ist das Projekt schon wieder
sechs Jahre alt und daher denkt man be-
reits an das nächste große Upgrade. Auch
diesmal will sich Paschke wieder gut zwei
Jahre Zeit für die Vorbereitung lassen. Er
betont, wie wichtig ein Partner ist, der
über spezifische Branchenlösungen ver-
fügt, die sich völlig in den Standard in-
tegrieren lassen: „Cosmo Consult hat mit
uns jahrelang Erfahrungen gesammelt
und Module für Dynamics NAV ständig
in unserem Sinn weiterentwickelt, das ist
für uns unbezahlbar. So wollen wir beim
kommenden Projekt ein 10/90-Verhältnis
erreichen, ein realistisches Ziel.“
Quelle: Röchling Gruppe
42 Competence Book - ERP
Metallverarbeiter erreicht große
Synergien im Datenmanagement
Nutzen eines zentralen und quelloffenen ERP-Systems
Als die Unternehmensgruppe Hühoco die großen Datenmengen ihrer Standorte in der be-
stehenden heterogenen Systemlandschaft nicht mehr wie gewünscht steuern konnte, suchte
der stahl- und metallverarbeitende Konzern nach einer neuen Lösung. Diese sollte flexibel,
einheitlich und hoch integriert sein, um bei Bedarf Branchenprozesse auch selbst hinzufü-
gen zu können.
D
ie Hühoco Group ist ein international tätiger, mittelstän-
discher Konzern aus dem metallverarbeitenden Gewer-
be. Die Unternehmen bedienen mehr als 30 Branchen
etwa aus Automobil- sowie Elektronikindustrie und bieten eine
breite Produktpalette von Systemlösungen veredelter Metallpro-
dukte. Die Leistungsvielfalt reicht von der Kaltband- und Lack-
herstellung über das Walzen und die Beschichtung beziehungs-
weise Bearbeitung des Bandes im Rollschneid-/Stanzverfahren
bis hin zur Herstellung von präzisen Stanz- und Biegeteilen. Die
komplexen Prozesszusammenhänge sowie branchentypische
Anforderungen machen eine anpassungsfähige und flexible Un-
ternehmenssoftware erforderlich. Da die historisch gewachsene
Systemumgebung der Gruppe ab einem gewissen Punkt an ihre
Grenzen stieß, entschied der Metallverarbeiter die Einführung
einer Enterprise Resource Planning-Lösung (ERP) für die fünf
Unternehmen an den Standorten in Wuppertal und Bad Salzun-
gen. Branchenspezifische Anforderungen - wie die softwareseiti-
ge Abbildung von Coils, Chargen oder Walztechnologien - prägen
auch den IT-Alltag innerhalb der Unternehmensgruppe. Ebenso
erfordern zahlreiche Vorschriften sowie DIN- und EN-Normen
eine detaillierte Erfassung von Merkmalen innerhalb der Stamm-
daten zum Beispiel für Materialien, Lieferanten und Fertigung.
Flexibilität und nachhaltige Unternehmenssteuerung
Um all diesen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, enthielt
das Pflichtenheft im Systemauswahlprozess der Unternehmens-
gruppe viele individuelle Funktionsanforderungen. Somit war
die Möglichkeit, jederzeit selbst Anpassungen vorzunehmen
und die Software mit vertretbarem Aufwand weiterentwickeln
zu können, eine Grundvoraussetzung an das neue ERP-System.
André Bovenkamp, Geschäftsführer der Hühoco-Gruppe, schil-
dert: „Die technologischen Potenziale des Systems und der brei-
te Funktionsumfang sollten uns eine umfangreiche Gestaltung
ermöglichen.“ Innerhalb der Gruppe liefert die HFP Bandstahl
GmbH & Co. KG kaltgewalzten Bandstahl an die Hühoco Metall-
oberflächenveredelung GmbH, diese produziert wiederum Alumi-
nium- und Edelstahlbänder in Lohnveredelung für die Bereiche:
elektrolytische Verzinkung, Bandbeschichtung, Längsteilen und
Spulen. Diese Prozesse mussten im System abgebildet werden.
Eine weitere Anforderung war die Schaffung einer ‚Lean-Produc-
tion‘, um die Aufträge mit möglichst wenig Verschwendung sowie
termin- und quantitätsgerecht abzuwickeln.
Deshalb waren eine detaillierte Planung des gesamten Produk-
tionsdurchlaufes sowie eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und
Dokumentation wichtige Themen bei dem Implementierungs-
projekt. „Da unsere Produktion acht- beziehungsweise neunstu-
fig ist, standen auch eine effektive Fertigungssteuerung und ein
gruppenweites Frühwarnsystemganzobenauf derAnforderungs-
liste“, erklärt Michael Frank, Geschäftsführer der Konzerntochter
SIV GmbH & Co. KG Stanz-Biegetechnik und Vertriebsleiter von
HFP. Nach dem detaillierten Vergleich mehrerer Anbieter ent-
schieden sich die Projektverantwortlichen im Fertigungsbetrieb
für die Unternehmenslösung caniasERP der Industrial Applicati-
on Software GmbH. Für die Fertigungsunternehmen spielte der
offene Quellcode der Software eine entscheidende Rolle. „Die
Tatsache, dass wir mithilfe der integrierten Entwicklungsum-
gebung ‚Tool for Redesign of the Operational Interface and the
Application‘ (TROIA) die Applikation eigenständig anpassen
konnten, war für uns einer der wesentlichen Faktoren. Die offene
Softwarearchitektur versprach Flexibilität und niedrige Reakti-
onszeiten“, führt Frank aus.
AUTORIN: Anna Seel, Industrial Application Software GmbH
CASE STUDY - METALL (IAS)
43Competence Book - ERP
Spezifische Abläufe selbst program-
miert
Durch die Einführung der neuen ERP-Lö-
sung konnte der Mittelständler seine
Geschäftsprozesse in vielen Bereichen
verbessern und die gewünschte Flexibili-
tät erreichen. Der IT-Leiter von Hühoco,
Klaus-Peter Schönfeld, berichtet über den
Nutzen einer quelloffenen ERP-Software:
„Aufgrund der eingesetzten Infrastruk-
tur - Entwicklungsplattform TROIA in
Verbindung mit der Datenbank MYSQL
- verfügen wir heute über eine Lösung,
die zu beinahe 100 Prozent individuell ist
und sogar von uns selbst programmierte
Funktionsbereiche enthält.“ Schönfeld
verspricht sich zudem langfristige tech-
nische Unabhängigkeit auf der Basis des
webfähigen Systems. Außerdem profi-
tiere das Unternehmen von der Integra-
tionsphilosophie, die sich beispielsweise
auf die schnittstellenlose Verknüpfung
der eingesetzten Funktionsbereiche, den
Prüftabellengrundsatz sowie den Zwang
zur Nutzung von definierten Vorgabe-
werten beziehe. Des Weiteren kann die
Software durch Automatisierung von wie-
derkehrenden Funktionsabläufen und die
bedarfsorientierte Konfiguration des Sys-
tems zur Steigerung der Produktivität im
Betrieb beitragen. Herr Bovenkamp merkt
beispielhaft an, dass allein der Wegfall von
manuellen Eingaben bei der Auftragsbe-
arbeitung eine Ersparnis von vier Stunden
am Tag bringe. Diese frei gewordenen Ka-
pazitäten können folglich für wertschöp-
fende Tätigkeiten genutzt werden.
Synergien durch standortübergreifen-
den Einsatz
Das standortübergreifend eingesetzte
ERP-System dient der Unternehmens-
gruppe inzwischen als Basis, um nachhal-
tiges Datenmanagement zu betreiben. Die
Standorte Wuppertal und Bad Salzungen
können beispielsweise ihre Produkti-
onsstände, Preise, Bestände und weitere
Sachverhalte gegenseitig einsehen. Auch
die Mitarbeiter der französischen Nie-
derlassung haben die Möglichkeit, in ih-
rer Landessprache auf zentral geführte
Informationen zuzugreifen und Buchun-
gen vorzunehmen. Mit der Implemen-
tierung von Intercompany-Beziehungen
konnten bestehende, gruppeninterne
Geschäftsvorgänge realistisch abgebildet
werden. So lassen sich etwa kurzfristige
Kapazitätsverschiebungen und strate-
gisch eingeplante Beziehungen zwischen
den einzelnen Unternehmen nach dem
Prinzip der ‚verlängerten Werkbank‘ über-
sichtlich erfassen, was die Qualität der
Aussagen verbessert. Die mit dem Einsatz
des neuen Systems verbesserte Übersicht
über die Fertigungstechnologien des Un-
ternehmens liefert zudem eine solide
Grundlage für Planung, Überwachung
und Steuerung der Produktionsprozesse.
Unstimmigkeiten im Prozess werden so
schneller offensichtlich. Das gestattet dem
Unternehmen, frühzeitig geeignete Maß-
nahmen zu identifizieren und einzuleiten.
Einführungsprojekte gezielt vorbereiten
Im Laufe des Projekts hat IT-Leiter Schön-
feld einige Vorgehensweisen entwickelt,
die sich vor und während des umfangrei-
chen Softwareprojekts bewährt haben. So
erwies es sich Verlauf der Implementie-
rung als große Hilfe, die Unternehmens-
prozesse vor Beginn der eigentlichen Soft-
wareeinführung in ihrer Tiefe analysiert
und definiert zu haben. Denn so stand im
Voraus fest, was genau, wann und an wel-
chen Stellen gewünscht beziehungsweise
erwartet wird und welche unternehmens-
spezifischen Besonderheiten zu berück-
sichtigen sind. Bei Einführungsprojek-
ten mit mehreren Standorten empfiehlt
Schönfeld außerdem, zunächst einen
Standort auf das neue System umzustel-
len, bevor eine Lösung unternehmensweit
ausgerollt wird. Auch die frühe Einbin-
dung der vom Systemwechsel betroffe-
nen Belegschaft im Rahmen eines Change
Managements sei ein Schlüsselfaktor, der
direkten Einfluss auf die Akzeptanz der
neuen Software und somit auf den Erfolg
des gesamten ERP-Projektes ausübt.
CASE STUDY - METALL (IAS)
Quelle: Industrial Application Software GmbH
44 Competence Book - ERP
Hohe Umsatzsteigerung durch
ERP-Einführung bei Jean Müller GmbH
smarter arbeiten mit caniasERP
I
mmer stärker steht die Jean Müller GmbH Elektrotechnische
Fabrik (Jean Müller) vor der Herausforderung, den Kunden-
wunsch nach immer kürzeren Lieferzeiten bei einer gleich-
zeitig hohen Qualität und Wirtschaftlichkeit der Produkte zu
erfüllen. Neben dem hohen Anspruch an die eigenen Lösungen
werden auch Beratungskompetenz und Innovation im Hause
Jean Müller großgeschrieben. Die daraus entstehenden komple-
xen Zusammenhänge und die Schnelllebigkeit des Marktes ma-
chen eine flexible Unternehmenssoftware unerlässlich.
Die ERP-Landschaft des Unternehmens bestand aus mehreren
Einzelsystemen. Als führendes System (Produktionsplanung und
-steuerung, Einkauf, Vertrieb, etc.) setzte Jean Müller die Lösung
Prodis der Software AG ein, welche über eine Schnittstelle mit
dem Lagerverwaltungs- und Versandsystem Cilog verbunden
war. Weiterhin wurde das ERP durch mehrere Produkte für die
Finanz-, Anlagenbuchhaltung und Kostenrechnung der Entire
Software AG ergänzt. Ein zusätzliches Programm unterstützte
den Werkzeugbau bei der Erstellung, Wartung und Pflege von
Werkzeugen.
Die ERP-Lösung war in die Jahre gekommen und es gab anbie-
terseitig weder die Möglichkeit für ein neues Release, noch eine
fachliche Betreuung. Auch andere Anwendungen verursachten
massive Ineffizienzen im Geschäftsalltag und das Fehlen einer
AUTORIN: Anna Seel, Industrial Application Software GmbH
CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
Highlights und Nutzen des Projekts
•	 Umsatzsteigerung um ca. 30 % innerhalb von 3
Jahren wurde ohne zusätzliches Personal gestemmt
•	 Vollständige Systemintegration: Abschaffung von
Insellösungen und reduzierter Schnittstellenaufwand
•	 Höhere Datenkonsistenz und geringere Fehlerquote
•	 Prozessintegration: durchgängige, schlankere und
vereinfachte Prozesse gruppenweit
•	 Produktivere Versandabwicklung durch
Automatismen
•	 Mehr Effizienz in der Versandsteuerung
durch „Komissionierstraßen“
•	 Beschleunigte Bestellabläufe durch
Kanban-Bestellung
•	 Beschleunigte Auftragsabwicklung
•	 Hohe Transparenz und Reaktionsfähigkeit
•	 Umsetzung individueller Anforderungen zum
vertretbaren Aufwand
Wenn die Möglichkeiten der bestehenden Unternehmenssoftware ausgereizt sind, beginnt
die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. In dieser Situation befand sich die Jean Müller
GmbH,einerfahrenerExperteim BereichderElektrotechnik. MitderEinführungvoncaniasERP
konnte das Familienunternehmen seine Geschäftsprozesse „smarter“ gestalten und steigerte
seinen Umsatz innerhalb von drei Jahren um fast 30 Prozent.
45Competence Book - ERP
CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
Quelle: Industrial Application Software GmbH
46 Competence Book - ERP
rungen in seinem Katalog definiert hat,
spielten bestimmte Kerneigenschaften
eine zentrale Rolle. So suchte das Unter-
nehmen nach einer standardisierten, aber
quellcodeoffenen Lösung, die trotz der
Anpassungen weiterhin releasefähig blieb.
Es sollte ein zukunftssicheres und moder-
nes ERP-System sein, welches auf gängi-
gen Datenbanken und Betriebssystemen
laufen konnte und webfähig war. Eine
weitere Voraussetzung bestand darin, dass
die Anwender die neue Software einfach
und intuitiv über eine einheitliche Ober-
fläche bedienen konnten und die Anwen-
dung in Hinblick auf Lizenzen, Wartung
und Customizing wirtschaftlich war. Eine
besonders große Bedeutung hatte laut
Gerd Dunger die vollständige Integration:
„Alle unseren Einzellösungen sollten so
weit wie möglich – mit nur wenigen Aus-
nahmen wie z. B. Lohnabrechnung – mit
einer durchgängigen und prozessorien-
tierten ERP-Software abgelöst werden und
unsere Softwarelandschaft vereinfachen.
Auch solche Bereiche wie Finanz- und An-
lagenbuchhaltung sowie Kostenrechnung
und Controlling sollten integrierte Be-
standteile sein.“ Die Stammdaten sollten
zentral gepflegt und Aufträge innerhalb
der Unternehmensgruppe automatisch
abgewickelt, verrechnet und in einer stan-
dardisierten Systemlandschaft konsoli-
diert werden können. Aufgrund der inter-
national ausgerichteten Tätigkeit war Jean
Müller die Internationalisierungsfähigkeit
der Lösung wichtig. „Damit wir alle unse-
ren in- und ausländischen Vertriebs- und
Tochtergesellschaften, Kunden und Liefe-
ranten sowie weitere Vertriebspartner in
die einheitliche ERP-Umgebung einbin-
den können, mussten solche Features wie
grafischen Benutzeroberfläche mach-
te sich bemerkbar. „Unsere Altsysteme
stießen an ihre Grenzen: Aufgrund der
ausgereizten Entwicklungsmöglichkeiten
konnten wir unsere unternehmens- und
branchenspezifischen Anforderungen
nicht abbilden und Abläufe nicht weiter-
entwickeln. Das war der Startschuss für
die Einführung einer neuen ERP-Soft-
ware“, erinnert sich IT-Leiter von Jean
Müller, Gerd Dunger (2014).
Die Suche nach einem neuen System
und seine Auswahl
Die Suche nach der neuen ERP-Lösung
startete im Juli 2005 mit der anfänglichen
Orientierungsphase und der groben Sys-
temvorauswahldurchdenIT-Leiter. Indie-
ser Zeit sind die Projektverantwortlichen
auf zwei verschiedenen Software-Messen
auf caniasERP aufmerksam geworden.
Als Basis für die Softwareauswahl diente
eine grundlegende Prozessübersicht so-
wie ergänzende Spezifikationen, welche
ausführlich die Geschäftsabläufe von Jean
Müller beschrieben. Darüber hinaus wur-
den zentrale „KO-Kriterien“ definiert und
ein detaillierter Anforderungskatalog mit
über 300 Teilprozessen zur eingehenden
Evaluierung der vorselektierten Anbieter
erstellt. Diese sollten im Optimalfall alle
Kriterien und Anforderungen erfüllen und
eine umfangreiche Projekterfahrung mit
Unternehmen ähnlicher Größe aufweisen.
Jean Müller hat das ERP-Projekt im Okto-
ber 2006 ausgeschrieben und nahm meh-
rere Systeme unter die Lupe.
Anforderungen an das neue System
und seinen Anbieter
Obwohl Jean Müller sehr viele Anforde-
Mehrmandanten- und Mehrwährungsfä-
higkeit sowie Zeitzonenkoordination zum
Standard gehören“, fasst der IT-Leiter zu-
sammen.
Nach der fünfmonatigen Softwareauswahl
entschied sich Jean Müller für die Soft-
ware caniasERP der Industrial Applicati-
on Software GmbH (IAS). Anfang März
2007 wurde der Projektabschluss direkt
auf dem jährlichen Kundenevent der IAS
besiegelt.
caniasERP hat überzeugt
„Da Jean Müller seine ERP-Software selbst
anpassen und weiterentwickeln wollte,
hat uns caniasERP als eine flexible Stan-
dardplattform mit offenem Quellcode
überzeugt: Die IAS hat uns den Source
Code der Applikation und die software-
eigene Entwicklungsumgebung TROIA
ausgeliefert und wir fanden ein individu-
alisierbares und gleichzeitig releasefähi-
ges System“, begründet Gerd Dunger die
Unternehmensentscheidung. Weiterhin
merkte der IT-Verantwortliche an: „Nicht
wie bei einigen anderen Lösungen, die wir
uns angeschaut haben, sind die durch-
gängige Prozessorientierung und vollum-
fängliche Integration von Grund auf im
Softwarekonzept von caniasERP veran-
kert. Auch im Bereich der Produktion, auf
den bei Jean Müller ein großer Wert ge-
legt wird, schnitt unser jetziges ERP sehr
gut ab.“ Laut Herrn Dunger zeigte die IAS
insgesamt einen hohen Abdeckungsgrad
technischer Anforderungen wie Platt-
formunabhängigkeit und Internationali-
sierungsfähigkeit (mehrere Tochtergesell-
schaften, unterschiedliche Sprachen, etc.)
und zeichnete sich schon im Auswahlpro-
ÜBER DIE JEAN MÜLLER GMBH ELEKTROTECHNISCHE FABRIK
Die Jean Müller GmbH mit Sitz in Eltville am Rhein ist ein Familienunternehmen mit über 115 Jahren Erfahrung im Bereich
der Elektrotechnik. Mit weltweit über 600 Mitarbeitern entwickelt und produziert Jean Müller (nach DIN EN ISO 9001 zer-
tifiziert) sicherungsbehaftete Schaltgeräte, Schaltgerätekombinationen, Stromverteilungs- und elektrische Systemkompo-
nenten sowie elektronische Überwachungs- und Energiemanagementsysteme.
Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen in Polen, Schweiz, Österreich, Singapur, Neuseeland und China exportiert
Jean Müller seine kundenorientierten und hochqualitativen Lösungen in 60 Länder.
CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
47Competence Book - ERP
zess durch eine Zusammenarbeit auf Au-
genhöhe aus. Aktuell ist bei Jean Müller
die komplette Modulpalette von caniasERP
im Einsatz.
Die Implementierung in Kürze
Das Kick-off-Meeting fand im Juni 2007
statt. Nur sieben Monate danach, Anfang
Januar 2008, ist Jean Müller mit dem neu-
en System produktiv gestartet. In dieser
Zeit wurden alle unternehmensspezifi-
schen Geschäftsprozesse abgedeckt, die
Software getestet, Mitarbeiter geschult
und Daten migriert. Da ein Parallelbe-
trieb für den IT-Verantwortlichen nicht
in Frage kam, wurden zum gleichen Zeit-
punkt die Altsysteme abgeschaltet und die
neue ERP-Lösung in ihrem vollen Funk-
tionsumfang in Betrieb genommen. In
der Einführungsphase haben insgesamt
zehn Mitarbeiter aus der IT und mehreren
Fachabteilungen im Projekt mitgewirkt.
Nach der Produktivschaltung beschäfti-
gen sich zwei bis drei IT-Projektmitglieder
intensiver mit caniasERP und program-
mieren in TROIA.
„Durch die frühe Einbindung der Fachbe-
reiche gab es bei der Implementierung der
neuen Software sehr wenig Widerstand.
Wir haben nämlich von Beginn an – schon
bei der Aufstellung des Projektteams – si-
chergestellt, dass alle betroffenen Fachbe-
reiche am Projekt beteiligt waren. Auch
die Tatsache, dass unsere Belegschaft seit
20 Jahren Umgang mit ERP-Software ge-
wohnt war und wir eine gute Rückende-
ckung der Geschäftsleitung hatten, gab es
trotz der umfassenden Systemumstellung
kaum ‚Gegenwind‘“, erinnert sich Gerd
Dunger.
caniasERP hat bei Jean Müller die beiden
großen Systeme (Prodis und Entire) sowie
den damaligen Werkzeugbau abgelöst.
Auch weitere im Einsatz befindliche Ein-
zellösungen wie beispielsweise CRM und
EDI wurden in dereinheitlichen ERP-Soft-
ware zusammengeführt.
Verbesserungen durch die Einführung
von caniasERP bei Jean Müller
Unternehmens- & branchenspezifische
Verbesserungen:
„In caniasERP haben wir alle unseren An-
forderungen individuell abgebildet“, sagt
Gerd Dunger und zählt auf:
•	 Im Bereich Versand wurden Funkti-
onsbereiche wie Packstückbildung,
Sendungsbildung, eine automati-
sierte Verfügbarkeitsprüfung und
Lieferscheinerstellung entwickelt
und an das Lagerverwaltungssystem
angebunden. „Damit laufen vorher
umständlich oder sogar manuell aus-
geführten Prozesse systemunterstützt
und machen die Versandabwicklung
um einiges produktiver“, sagt der
IT-Leiter und hebt weiter hervor:
CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
Quelle: Industrial Application Software GmbH
48 Competence Book - ERP
„Zur Versandsteuerung haben wir mit
der neuen Software ‚Komissionier-
straßen‘ eingerichtet. Sie haben Jean
Müller viel Übersichtlichkeit und
Ratio gebracht und sind ein vorzeig-
bares Highlight des Projekts.“ Dabei
gibt caniasERP an, welcher Komissi-
onierer welchen Wagen mit welchem
Komissionierauftrag in welche Stra-
ße rollen soll. Dort wird dem für die
Großpackstückbildung zuständigen
Mitarbeiter vom System wiederum
vorgegeben, welcher Auftrag aus wel-
cher Bahn abzuholen ist und in wel-
ches Großpackstück diese Ware gela-
den werden soll.
•	 Die eingerichtete automatische Kan-
ban-Bestellung beschleunigt die Be-
stellabläufe und trägt zur Bestands-
sicherung bei: Stellt ein Werker fest,
dass ein bestimmter Artikel nachbe-
stellt werden soll, muss er lediglich
das am Regal angebrachte Artikel-
schild einscannen. Damit wird aus
der Fertigung heraus – ohne jegliche
weiteren Angaben – eine interne Ma-
terialanforderung an die Lagerverwal-
tungslösung Cilog ausgelöst und der
Artikel geliefert.
•	 Da der Werkzeugbau anders als die
Produktion arbeitet, wurde dieser
im Wartungsmodul von caniasERP
als „Firma in der Firma“ abgebildet.
Außerdem wird nun auch die be-
triebseigene Instandhaltung ohne
Schnittstellen und Streuverluste di-
rekt im ERP-System abgewickelt und
verwaltet.
•	 „Die verlängerte Werkbank Galvanik
(die unsere eigenproduzierten Tei-
le zur Weiterverarbeitung an einen
externen Dienstleister reicht) haben
wir früher händisch abgewickelt – das
machen wir heute alles softwarege-
stützt mit caniasERP. Damit können
wir diesen Prozess transparenter ge-
stalten und besser steuern“, so Herr
Dunger.
•	 Die komplette Leergutverwaltung
– für das Management von Leihpa-
letten und -gebinden, die zwischen
Kunden, Lieferanten, Spediteuren
und Jean Müller ausgetauscht werden
– wurde direkt im ERP abgebildet.
Der ERP-Verantwortliche beleuch-
tet den Nutzen: „Früher haben wir
unser Leergut manuell, per Kartei-
karte, organisiert. Dank der neuen
Eigenentwicklung können wir die
Leergutabwicklung sehr viel über-
sichtlicher und effizienter gestalten
und jederzeit nachvollziehen, wo sich
welche Anzahl von welchem Leergut
befindet.“
•	 Tagtäglich werden Anwendungen
auf Handscannern (mobile Daten-
erfassungsgeräte, MDE) genutzt –
beispielsweise zum Abruf und zur
Umbuchung von Lagerbeständen bei
der Komissionierung, für Lageranfor-
derungen oder für die Inventur. Auch
der Außendienst setzt Tablets ein, um
dem Kunden Produktkataloge oder
technische Zeichnungen aus dem
Dokumentenmanagementsystem vor
Ort zu präsentieren.
Die Individualisierung und die Weiterent-
wicklung des Systems zieht sich wie ein
roter Faden durch das gesamte Projekt:
Durch den direkten Zugriff auf die Appli-
kation kann Jean Müller jederzeit sowohl
kleinere Änderungen vornehmen als auch
größere Neuerungen realisieren. „Die Ei-
genschaft des offenen Quellcodes sehen
wir als eine große Stärke von caniasERP
an – sie wird in unserem Unternehmen
täglich sehr ausgiebig genutzt und ermög-
licht uns die Flexibilität, die wir benöti-
gen“, fasst der IT-Leiter zusammen und
ergänzt: „Wir haben die Anpassungen zu
einem großen Teil selbst umgesetzt und
konnten damit die Kosten für die Bera-
tungsleistung deutlich reduzieren.“ Um
den Technologieanschluss nicht (wie bei
der Altsoftware) zu verlieren, hat sich Jean
Müller – trotz dem hohen Individualisie-
rungsgrad der aktuellen Lösung – für den
Releasewechsel auf die neuere Version von
caniasERP entschieden und im Sommer
2014 das Releaseprojekt gestartet. Dazu
hebt Gerd Dunger hervor: „Der Nutzen,
den wir täglich aus den spezifisch für uns
entwickelten Funktionalitäten generieren,
ist uns den verständlicherweise etwas hö-
heren Releaseaufwand auf jeden Fall Wert.“
Allgemeine Verbesserungen:
Im Allgemeinen ist der Erfolg, den Jean
Müllerdurch die Einführung von caniasERP
erzielthat, gut aus der Umsatzentwicklung
sichtbar:
„Zum Zeitpunkt des Produktivstarts im
Jahr 2008 hatten wir einen Umsatz von 70
Mio. Euro. Im Jahr 2011 ist der Umsatz um
fast 30 % auf knapp 90 Mio. Euro gestie-
gen“, belegt IT-Leiter Herr Dunger.
„Diese Umsatzsteigerung haben wir mit
der gleichen Anzahl der Mitarbeiter im
Vertrieb und in der Buchhaltung geschafft.
Durch die Verbesserungen mit dem neuen
ERP-System ist die Arbeitsvorbereitung
sogar um eine Mannkraft kleiner gewor-
den, weil viel „smarter“ gearbeitet werden
konnte. Auch die Auftragserfassung wurde
stark optimiert und beschleunigt – heute
findet sie in einer Transaktion und einer
Maske statt, wofür die Kollegen früher
durch viele Eingabemasken „marschiert“
sind und für Rechnungen, Sammelrech-
nungen, Gutschriften, Auftragserfassung
und Auftragsbestätigungen jeweils ein
anderes Programm genutzt haben. Zu Zei-
ten der Altsysteme haben unsere Mitar-
beiter viele Überstunden geleistet. Heute
braucht beispielsweise ein Sachbearbeiter
im Durschnitt drei Stunden pro Tag weni-
ger, um seine Aufgaben zu erledigen. Das
neue System hat die Arbeit also wesentlich
effizienter gemacht“, erklärt Gerd Dunger.
Mit der Einführung von caniasERP hat
Jean Müller nicht Personal freigesetzt,
sondern die Arbeitszeiten normalisiert.
Umsatz
Umsatzsteigerung
2008 2011
70 Mio. EUR 90 Mio. EUR + 29%
CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
49Competence Book - ERP
Charakteristisch für das Unterneh-
men sind ein starker Nutzungsgrad des
ERP-Systems und die hohe IT-Durchdrin-
gung (ca. 300 User bei 500 Mitarbeitern).
„Bei uns arbeiten sehr viele Mitarbeiter
mit caniasERP – bis zum Vorarbeiter und
Werker machen die Kollegen in der Pro-
duktion Rückmeldungen oder holen sich
Informationen aus dem System. Und
wenn bei Jean Müller etwas Neues auf-
kommt, lautet die erste Frage: ‚geht es mit
caniasERP?‘“
AuchausderBelegschafthörtderERP-Ver-
antwortliche, es sei im Vergleich zur alten
Systemwelt Vieles besser geworden. Für
den IT-Leiter Gerd Dunger hat Jean Müller
einen großen Schritt nach vorne gemacht:
„Durch die Einführung des Systems
caniasERP sind unsere Geschäftsprozesse
gruppenweit viel schlanker geworden – sie
können wesentlich einfacherund schneller
abgewickelt werden. Die umfassende Pro-
zess- und Systemintegration tragen direkt
zur Steigerung der Transparenz bei und
erlauben unserem Unternehmen eine zü-
gige Reaktion auf Marktveränderungen.“
Welchen Unternehmen würden Sie
caniasERP weiterempfehlen?
„Aus unserer Erfahrung würde ich
caniasERP auf jeden Fall mittelständi-
schen produzierenden Unternehmen wei-
terempfehlen. Die Unterstützung kom-
plexer Prozesse im Bereich der Produktion
ist eine starke Kerneigenschaft dieser Soft-
ware. Der Nutzen wird um ein Vielfaches
größer, wenn caniasERP mehrere Ein-
zellösungen ablöst und eine einheitliche
ERP-Landschaft des Unternehmens oder
der gesamten Unternehmensgruppe bil-
det. Der offene Quellcode ist insbesonde-
re für Unternehmen interessant, die viel
Wert auf ihre individuellen Anforderun-
gen legen und sie kostenbewusst umset-
zen wollen“, sagt IT-Leiter Gerd Dunger.
Tipps zur ERP-Einführung an andere
Projektleiter
Den Projektleitern von Unternehmen,
die gerade ein ERP-Projekt starten oder
noch vor der Entscheidung zur ERP-Ein-
führung stehen, gibt Jean Müller ein paar
Tipps: „Ein absoluter Erfolgsfaktor ist es,
die Schlüsselpersonen aus den Fachbe-
reichen frühzeitig – am besten schon bei
der Softwareauswahl – einzubinden. Es
hat bei uns unheimlich viel ausgemacht,
weil sie ihre Überzeugung in die einzel-
nen Abteilungen getragen und das Projekt
vorangetrieben haben“, sagt Projektleiter
Gerd Dunger. Er betont, dass für die Pro-
jektarbeit insgesamt genügend Raum im
operativen Tagesgeschäft zur Verfügung
stehen sollte und ergänzt: „Entscheidend
bei solchen großen Vorhaben ist auch der
Rückhalt der obersten Geschäftsleitung.
In unserem Unternehmen hat sich bei-
spielsweise der Einsatz eines Lenkungs-
ausschusses bewährt.“
CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
Quelle: Industrial Application Software GmbH
CASE STUDY - FAHRRAD (ASSECO)
50 Competence Book - ERP
„Pump up theVolume“
DerWeltmarktführerfürLuftpumpenundSchutz-
bleche ist mit APplus für die Zukunft gerüstet
Die SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH mit Sitz im nordrhein-westfälischen Sundern – Welt-
marktführer in der Herstellung von Fahrradluftpumpen und Schutzblechen – kann auf eine ein-
drucksvolle, fast 100-jährige Historie zurückblicken. Nachdem sich das Unternehmen seit 1932
ganz der Luftpumpenfertigung verschrieben hatte, gelang 1956 mit dem Beginn der Kunststoff-
pumpenproduktion ein entscheidender wirtschaftlicher Durchbruch.
B
is in die Anfänge der 1990er Jahre
dominierte die Massenfertigung
für die Erstausrüstung von Fahrrä-
dern das Produktportfolio in diesem Ge-
schäftsbereich. Heute prägen hochwertige
Mini- und Stand- sowie anspruchsvolle
Spezialpumpen für den ambitionierten
Radsportler das Sortiment des Unter-
nehmens. Durch die Übernahme einer
englischen Traditionsmarke gelang 1983
der strategische Einstieg in den Markt für
Schutzbleche – in der Firmenterminolo-
gie SKS Radschützer genannt. Fünf Jahre
später wurde mit der Serienfertigung von
extrudierten Radschützern begonnen, die
später als Chromoplastics zu einer welt-
weiten Referenz für Radschutz-Systeme
werden sollten.
MitderEntwicklungdesersten„Quick-Re-
lease Dirtboard-Sets“ für Mountainbikes
avancierte die SKS Metaplast Scheffer
Klute GmbH 1999 auch in diesem – stark
wachsenden – Zubehör-Segment zum Pi-
onier und Marktführer. Wurden ab dem
Jahr 2003 mit der Fertigung von Bike Tools
wie etwa Werkzeugen, Reifenhebern oder
Luftdruckmessgeräten weitere Produkt-
bereiche des After Sales Marktes erschlos-
sen, beschreibt die Produktion hochin-
novativer Kettenschützer seit 2006 die
konsequente Entwicklung von SKS-Ger-
many zum breit aufgestellten Systemlieferanten für die moderne Fahrradindustrie. Fla-
schenhalter, Taschen oder Textilien im Corporate Design runden das professionelle und
trendbewusste Image stimmig ab.
Neben dem Fahrradzubehör-Bereich ist die aus drei Einzelunternehmen bestehende Un-
ternehmensgruppe mit insgesamt 800 Mitarbeitern jedoch auch noch in der Automobil-
zulieferindustrie sowie der Herstellung von Lifestyle-Accessoires aus Edelstahl tätig.
Gesteigerte Zukunftsfähigkeit durch leistungsstarke ERP-Technologie
Die SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH hatte bis in das Jahr 2000 ein auf Unix-Basis
geschriebenes Tool im Einsatz, bei dem sich Änderungen jedoch nur sehr schwer um-
setzen ließen und relativ langwierig gestalteten. Um in Zukunft unkomplizierter und
schneller agieren und reagieren zu können, entschied man sich deshalb dafür, ein ganz-
heitliches System einzuführen, das die Möglichkeit bot, für alle eingebundenen Mitar-
beiter zeit- und ortsunabhängig einen identischen Informationsstand zu gewährleisten.
Neben einer Erhöhung der Transparenz während des gesamten Produktionsablaufes
standen jedoch noch weitere Anforderungen auf der Agenda des Sundener Unterneh-
mens. So sollte das System in der Lage sein, die Ressourcen- und Kapazitätsplanung
nachhaltig zu verbessern, die Liefertreue durch eine optimierte Bestandsführung und
Produktionsplanung zu steigern sowie Varianten im Stamm zu verwalten. Darüber
hinaus wurde neben der Möglichkeit zur Einbindung eines Lagerverwaltungs-, CRM-
und CAQ-Systems sowie eines Online-Shops eine DFÜ-Anbindung, die einfache Ver-
knüpfung mit hinterlegten Dokumenten oder Zeichnungen sowie eine unkomplizierte
Auswertung über Excel-Listen gefordert. Da die Lösungen der Asseco Solutions schon
immer über einen äußerst breit aufgestellten Standard bei gleichzeitig hoher Flexibilität
verfügen und dadurch die unkomplizierte Umsetzung individueller Wünsche problem-
los möglich ist, entschieden sich die Unternehmensverantwortlichen nach eingehender
Prüfung der am Markt etablierten Lösungen innerhalb eines finalen Auswahlverfahrens
für P2 – die Vorgängerlösung von APplus. Die Migration auf die noch modernere Lösung
fand dann im Jahr 2010 statt.
HERAUSGEBER: Asseco Solutions AG
CASE STUDY - FAHRRAD (ASSECO)
51Competence Book - ERP
Breites Spektrum optimierter Abläufe mit APplus
Seit dem Umstieg auf die Lösungen der Asseco Solutions konnten alle gestellten Anfor-
derungen umfassend umgesetzt bzw. erfüllt werden. Die ganzheitliche Systemstruktur
wird inzwischen von allen Seiten in den verschiedensten unternehmerischen Abläufen
maximal genutzt. Durch optimierte Kalkulationen war man in der Lage, die Fertigungs-
laufzeiten zu beschleunigen sowie die Gesamtproduktivität in den letzten beiden Jahren
um fünf bis zehn Prozent zu steigern. Die Erhöhung der Transparenz in der Planung
schlug sich in einer umfassend perfektionierten Kapazitätsauslastung zu Buche. Mithil-
fe der Informationen aus den AG-Meldungen und einer sauberen Arbeitsplanstruktur
konnten zudem eine detailliertere und straffere Personaldisposition realisiert und hin-
sichtlich einiger Arbeitsabläufe die Zahl personeller Ressourcen um zehn bis fünfzehn
Prozent herabgesetzt werden. Viele früher manuell auszuführende Arbeiten oder Aus-
wertungen sind inzwischen obsolet.
Über APplus wurde außerdem ein Webshop realisiert, der eine Übernahme von 62 Pro-
zent der Aufträge ins System möglich macht. Diese werden dort über eine Schnittstelle
in APplus verarbeitet – und dies ohne erhöhten Mitarbeiterbedarf. Eine transparentere
und effizientere Bestandsführung und Produktionsplanung haben darüber hinaus zu
einer spürbaren Verbesserung bei der Liefertreue und einer dadurch gesteigerten Kun-
denzufriedenheit geführt. So können bestellte Artikel durch die direkte Kommunikation
zwischen dem B-to-B-Shop innerhalb von 48 Stunden ab Bestelleingang beim Kunden
angeliefert werden. Im Augenblick arbeiten 150 User in der Unternehmenszentrale der
SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH in Sundern mit APplus. In naher Zukunft wird auch
das Tochterunternehmen Blomus GmbH – preisgekrönter Herstellervon Lifestyle-Acces-
soires aus Edelstahl – mit weiteren Anwendern in das System eingebunden. Die entspre-
chende Projektierungsphase mit lösungsspezifischen Workshops hat bereits begonnen.
Ein Résumé, das für sich selbst spricht
„Die größten Vorteile nach Einführung
von APplus bestehen darin, dass wir un-
sere Bestände nun sehr genau kennen
und wissen, in welchem Status sich un-
sere Aufträge befinden. Und dies von der
Auftragseingabe bis zur Produktion. Da
der Faktor Zeit einen immer wichtigeren
Wettbewerbsfaktor darstellt, ist dies ein
ungemein bedeutender wirtschaftlicher
Gesichtspunkt. Unsere Wünsche an das
System waren es, flexibler zu werden, Pro-
zesse besser steuern zu können und auf
diese Weise schneller zu wichtigen Lö-
sungsansätzen zu kommen. Diese Wün-
sche wurden durch APplus zu 100 Prozent
erfüllt. Die ERPII
-Lösung der Asseco So-
lutions ist für uns das Herz aller Prozesse
und steuert die kompletten Abläufe unse-
res Unternehmens umfassend und erfolg-
reich“, so Michael Beste, Geschäftsführer
der SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH.
SKS und APplus live und in Farbe:
www.applus-erp.de/sks
„Seit dem Umstieg auf die Lösungen der Asseco
Solutions konnten alle gestellten Anforderungen
umfassend umgesetzt bzw. erfüllt werden.“
CASE STUDY - MACHINENBAU (AMS.SOLUTION)
52 Competence Book - ERP
D
ie Anforderungen von Einzelfertigern an IT-Systeme un-
terscheiden sich grundlegend von denen ihrer Kollegen
aus der Serienfertigung. Während letzteren schon zu
Produktionsbeginn das volle Set an Stücklisten und Arbeitsplä-
nen zur Feinplanung vorliegt, startet die Einzelfertigung schon
lange vor Abschluss des Konstruktionsprozesses. Anders als in
der Wiederholfertigung üblich, können Einzelfertiger Konstruk-
tion, Beschaffung und Produktion nicht in getrennten Phasen
nacheinander abwickeln.
Vielmehr werden die bereits entwickelten Baugruppen direkt
an die Produktionsverantwortlichen übergeben, damit diese die
entsprechenden Fertigungsprozesse einleiten können. Auf diese
Weise entsteht die so genannte wachsende Stückliste, die jedes
Projekt im Sondermaschinenbau begleitet. Sie erfordert flexib-
le IT-Systeme für die Produktionsplanung und -steuerung (PPS)
beziehungsweise das Enterprise Resource Planning (ERP).
Die meisten handelsüblichen ERP-Systeme können jedoch die-
se Flexibilität nicht bieten. Sie sind für die speziellen Anforde-
rungen von Einzel- und Auftragsfertigern nicht ausgelegt und
können beispielsweise die wachsende Stückliste nicht adäquat
abbilden. Gleichzeitig sind sie für einen Einzelfertiger häufig
überdimensioniert und damit im Kosten-Nutzen-Verhältnis
nicht mehr preiswert, da ein Großteil ihrer Funktionalitäten
nicht zur Anwendung kommt.
Wachstum erzeugt Handlungsbedarf
Auch für die Firma Hahn Automation aus Rheinböllen kam ein
solch umfassendes System nicht in Frage, als sie sich vor die Not-
wendigkeit gestellt sah, ihre IT-Ausstattung zu erneuern. 1992
quasi „in der Garage“ gegründet, war das Unternehmen seitdem
stetig gewachsen. Als Komplettanbieter für Automatisierungs-
lösungen entwickelt, fertigt, montiert und programmiert Hahn
Montage- und Prüfanlagen überwiegend für die Automobilzu-
lieferindustrie sowie Bestückungssysteme für Werkzeug- und
Spritzgießmaschinen. Mittlerweile sorgen weltweit rund 520
Mitarbeiter dafür, dass die Kundenaufträge umgesetzt werden.
Mit zunehmender Steigerung von Auftragsvolumen und Mitar-
beiterzahl wurde deutlich, dass das vorhandene PPS-System dem
Unternehmenswachstum nicht mehrgewachsen war. 2004 führte
Hahn einen Workshop mit leitenden Mitarbeitern durch, der zu
dem Ergebnis kam, ein leistungsfähiges, umfassendes ERP-Sys-
tem anstelle des bisherigen PPS-Systems „PPS Express“ einzufüh-
ren. Jörg Kilb, damaliger Diplomand und heutiges Mitglied der
Geschäftsführung, erinnert sich: „Die Mitarbeiter hatten Hand-
lungsbedarf in der generellen Unternehmensorganisation gese-
hen. Das betraf vor allem die unternehmensweite Termin- und
Kapazitätsplanung. Außerdem hielten sie eine größere Transpa-
renz in der Aufbauorganisation für wünschenswert. Schließlich
wurde auch angeregt, ein geeignetes IT-System einzuführen, um
die Gesamtheit der Unternehmensaktivitäten adäquat abbilden
zu können.“
Demgegenüber hatten sich zur damaligen Zeit die einzelnen Ab-
teilungen zahlreiche „Insellösungen“ geschaffen, um die vor- und
nachgelagerten Prozessezu steuern, welchedas PPS-System nicht
abdeckte. So wurden Angebote in MS Word geschrieben, wäh-
rend Auftragslisten mit Abrechnungen, Anzahlungen und ande-
Wachstum organisieren
und beherrschen
Der Sondermaschinenbauer Hahn startete vor über 20 Jahren als Ideen- und Versuchwerkstatt. Da-
raus hat sich ein mittelständisches Unternehmen mit zahlreichen Pro­jekten und internationalen
Standorten entwickelt. Um den wachsenden Planungs- und Steuerungsbedarf abzude­cken, setzt
Hahn seit 2005 auf ein speziell für die Einzel­fertigung ausgelegtes ERP-System.
HERAUSGEBER: ams.Solution AG
CASE STUDY - MACHINENBAU (AMS.SOLUTION)
53Competence Book - ERP
dann auf, wenn es vorab produzierte Bau-
gruppen im Rahmen der finalen Beschaf-
fung mit baugleichen, doch erst später ge-
orderten Baugruppen abzugleichen galt.
Um Mehrfachbestellungen zu vermeiden,
müsse man immer wieder manuell Listen
abgleichen, was mit einem erheblichen
zeitlichen Aufwand verbunden sei, so
Kilb. Hier könne nur ein durchgängiges
ERP-System Abhilfe schaffen, das ein ab-
teilungsübergreifendes Auftragsmanage-
ment ermöglicht.
Hinzu kam, dass bei einem gewachsenen
Unternehmen wie Hahn der Chef und
Gründer nicht mehrpersönlich in alle Pro-
jekte involviert sein kann. Dies erfordert
eine umfassende Lösung und Vernetzung
aller Abteilungen, um jederzeit schnelle
Auskunftsfähigkeit zu gewährleisten.
Neues Anforderungsprofil
So entstand aus der Analyse der Schwach-
stellen eine „Wunschliste“ und ein An-
forderungsprofil für das neue System. Es
sollte nicht nur die Vorkalkulation, son-
dern auch eine mitlaufende Nachkalku-
lation leisten, und eine auftragsbezogene
Ablauforganisation mit entsprechender
Termin- und Kapazitätsplanung ermögli-
chen. „Produzieren und Planen auf einem
Niveau, so lautete die Zielvorgabe“ fasst
Jörg Kilb zusammen.
Bei der Suche nach einem geeigneten An-
bieter verschafften sich die IT-Verantwort-
lichen von Hahn im Internet eine Mark-
tübersicht und besuchten Workshops.
Durch einen Artikel in einer Fachzeit-
schrift wurde Jörg Kilb auf das Auftrags-
managementsystem ams.erp aufmerksam,
das das Beratungs- und Softwarehaus
ams.Solution AG speziell auf die Bedarfe
von Einzel-, Auftrags- und Variantenferti-
gern ausgerichtet hat.
Zur Endausscheidung mit zwei weiteren
Anbietern zog Hahn Key User aus Berei-
chen wie Konstruktion, Fertigung, Ein-
kauf und Vertrieb hinzu. Hier konnte ams
seine Branchenerfahrung und das Wissen
um die speziellen Probleme eines Auf-
tragsfertigers in die Waagschale werfen.
„Wenn wir von Abschlagsrechnungen,
mitlaufender Kalkulation oder Vorab-Be-
stellungen gesprochen haben, konnten die
re kalkulatorische Vorgänge in Excel ge-
pflegt wurden. Ebenfalls in Excel wurden
Leistungsfortschritte oder der Bestand
an Halbfertigfabrikaten dokumentiert.
Die Lohnbuchhaltung arbeitete händisch
mit Datev. Auch Ein- und Ausgänge von
Rechnungen wurden manuell in Datev
eingebucht. Zudem gab es keine direkte
elektronische Verbindung zwischen Wa-
reneingang und Rechnungsprüfung.
Herausforderung Stückliste
Als gravierendstes Problem erwies sich
der Umgang mit den Summenstücklis-
ten. „Wenn man mit Summenstücklisten
arbeitet, hat man keine Möglichkeit mehr,
bei Aufträgen auf einzelne Baugruppen
nachzukalkulieren“, erklärt Jörg Kilb. Zu-
dem bestand das Risiko, dass dieselbe
Baugruppe zwei- oder dreimal gefertigt
wurde. Dieses Problem trat insbesondere
Quelle: HAHN Automation GmbH
CASE STUDY - MACHINENBAU (AMS.SOLUTION)
54 Competence Book - ERP
ams-Verantwortlichen Wege aufzeigen,
wie man dabei am besten vorgeht“, erin-
nert sich Jörg Kilb. Die Mitbewerber hin-
gegen hätten nicht erkannt, wo der eigent-
liche Handlungs- und Lösungsbedarf lag,
so Kilb. „ams wardereinzige Bewerber, der
unsere Stückliste umsetzen konnte. Die
anderen haben mit Muster-Stücklisten
gearbeitet.“
Übersichtliche Baugruppenlisten
Nach einer sechsmonatigen Einführung
ging das neue ERP-System im August 2005
bei Hahn „live“. In einer Übergangsphase
bis zum Jahresende gab es noch einen
Parallelbetrieb mit den alten Systemen.
Währenddessen wurden Stammdaten von
Kunden, Partnern und Lieferanten aufge-
spielt. Der endgültige Schnitt erfolgte zum
Jahreswechsel. Seitdem nutzen rund 100
Hahn-Anwender das integrierte Auftrags-
managementsystem.
Die große Summenstückliste, welche
die Teilesuche so erschwert hatte, gehört
seither der Vergangenheit an. Mit dem
neuen ERP-System zergliedert Hahn die
Stücklisten in übersichtliche Baugrup-
penlisten. Zudem ist die Verantwortung
für die Stücklisten und deren Pflege in die
Konstruktion verlagert. Dort erstellen die
Mitarbeiter die jeweilige Stückliste mit
einer CAD-Datei, deren Auftragsdaten
an das ERP-System übergeben werden.
Früher musste der Einkauf Excel-Listen
über die Teile erstellen, was mit einer ver-
gleichsweise höheren Fehleranfälligkeit
verbunden war. Angesichts der langen
Lieferzeiten von großen Baugruppen und
Komponenten wie Motoren oder Robo-
tern machen sich die Vorteile der integ-
rierten Lösung nachdrücklich bemerkbar.
Denn durch sie lässt sich die „wachsende
Stückliste“ abbilden und damit jederzeit
die Nachverfolgbarkeit der Teile und der
Überblick über die Kosten sichern. Dop-
pel- und Dreifachbestellungen wird so der
Boden entzogen.
Zusätzliche Transparenz gewinnt Hahn
durch die integrierte Betriebsdaten- und
Personalzeiterfassung. In der Montagehal-
le erfassen Monteure und Fertigungsmitar-
beiter ihre Auftragszeiten über sechs Soft-
ware-Terminals per Barcode-Scanner. Alle
anderen Mitarbeiter wie etwa die Konst-
rukteure „stempeln“ ihre Zeit direkt am PC.
Die Erfassung der Auftragszeiten fürdie in-
tern gefertigten Teile führt zu einerpräzise-
ren Preisberechnung. „Die Schwankungen
zwischen Vorkalkulation und tatsächli-
chem Ergebnis fallen viel geringer aus“, bi-
lanziert Andreas Huhn, verantwortlich für
das Controlling bei Hahn, zufrieden.
Angebotskalkulation verbessern
Inzwischen hat Hahn Automation auch
die ersten Wiederholprojekte gefahren
und einzelne Anlagen zum zweiten oder
dritten Mal gebaut. Für die Erstellung ent-
sprechender Angebote hat die genaue Er-
fassung von Arbeitsstunden ebenfalls ei-
nen positiven Effekt. Aufgrund der bereits
gemachten Erfahrungen bei vergleichba-
ren oder identischen Aufträgen lassen sich
der voraussichtliche Arbeitsaufwand und
die Gesamtkosten viel genauer angeben.
Für die Preisberechnung erwiesen sich
die erfassten Auftragsdaten als sehr hilf-
reich. „Darüber hinaus können wir uns die
Transparenz des Auftragsmanagement-
systems auch im direkten Kundenkontakt
zunutze machen, indem wir den Kunden
am System zeigen, wie wir Ressourcen und
Termine planen“, erläutert Jörg Kilb.
Um die Vorteile der integrierten ERP-Lö-
sung umfassend nutzen zu können, muss-
te Hahn einige Prozesse umgestalten
respektive neu einführen. So war es not-
wendig, eine Arbeitsvorbereitung einzu-
richten, um beispielsweisedie mechanisch
zu fertigenden Teile zu planen. Die allge-
meine Planung der Entwicklungsphasen
wie Konstruktion, Software-Engineering
und Montage erfolgt nun in wöchentli-
chen Meetings und wird im ERP-System
abgebildet. Für Aufträge oberhalb einer
bestimmten Summe legen die Verantwort-
lichen Termin- und Ressourcenpläne an.
Größere Transparenz entsteht auch im
Vertriebswesen, da Aufträge Mitarbeitern
zugeordnet werden können und die aus-
gegangenen Angebote mit Auftragswahr-
scheinlichkeiten gekennzeichnet werden.
„Durch ams wird eine vorausschauende
Planung möglich. Aufgrund des zu er-
„Transparenz, durchgängige Ressourcen- und
Terminplanung sowie mitlaufende Kalkulation,
sindalshervorstechendeMerkmaledesERP-Sys-
tems zu nennen“ – Andreas Huhn
CASE STUDY - MACHINENBAU (AMS.SOLUTION)
55Competence Book - ERP
wartenden Arbeitsaufkommens in Ver-
bindung mit der bestehenden Kapazi-
tätsauslastung können wir frühzeitig auf
mögliche Ressourcenengpässe reagieren“,
bemerkt Jörg Kilb.
Steuerungswerkzeug für die
Geschäftsführung
Auch die komplette Unternehmensspit-
ze von Hahn arbeitet regelmäßig mit der
Lösung. Gründer und Geschäftsführer
Thomas Hahn, der sich vor allem um
kaufmännische Belange und die Unter-
nehmensorganisation kümmert, nutzt das
System unter anderem zur Überwachung
der Liquidität. Zudem holt er sich die je-
weils neuesten Informationen und Kenn-
zahlen über Angebote, Auftragseingang
und Umsatz ein. Auch die Betreuung von
langjährigen Kunden übernimmt der Chef
selbst, für den mitlaufende Kalkulation
und Kapazitätsplanung die wichtigsten
Bestandteile des ERP-Systems sind.
Sein Vorstandskollege Frank Konrad, der
als Geschäftsführer für Vertrieb und Kon-
struktion zuständig ist, nutzt vor allem
die Möglichkeiten des Systems in Sachen
Ressourcenpflege und Terminpläne. Ge-
schäftsführer Marco Unverzagt unterste-
hen die Bereiche Service, Montage, Ferti-
gung und Planung. Er verschafft sich den
Überblick über das Ersatzteilangebot und
die Service-Einsätze. Dies erleichtert ihm
die Abrechnung von Aufträgen und die
Personal- und Urlaubsplanung für Auf-
tragsspitzen. So wirkt die integrierte Lö-
sung wie ein Unternehmens-„Cockpit“.
„Unter dem Strich haben wir nun ein
schlankes, transparentes System, das ohne
großen Schulungsaufwand zu beherr-
schen ist. Viele Funktionen erschließen
sich zudem intuitiv, da sie der Windows-
Welt ähneln“ resümiert Jörg Kilb, der als
Projektleiter für die ERP-Einführung ver-
antwortlich war. Zudem profitiere man
von der Erfahrung von ams im Sonder-
maschinenbau. Auch habe sich der Erfah-
rungsaustausch mit anderen Nutzern als
sehr hilfreich erwiesen.
„Transparenz, durchgängige Ressourcen-
und Terminplanung sowie mitlaufende
Kalkulation“, nennt Andreas Huhn als
hervorstechende Merkmale des ERP-Sys-
tems. „Die Geschäftsführung kann die
Gesamtkosten jederzeit durch Zugriff auf
die mitlaufende Kalkulation überwachen
und ihre Planung laufend anpassen.“ Bes-
ser könne „Lean-Management“ nicht rea-
lisiert werden.
Quelle: HAHN Automation GmbH
CASE STUDY - DIVERSE (COSMO CONSULT)
56 Competence Book - ERP
COSMO CONSULT:
Ein Partner für alle Fälle
S
eit über 15 Jahren unterstützt die COSMO CONSULT Unternehmensgruppe ihre Kun-
den bei der Durchführung nationaler und internationaler Projekte zur Einführung der
ERP-Lösungen Microsoft Dynamics NAV (ehemals Navision) und Microsoft Dynamics
AX (ehemals Axapta). Mit ihrem Motto Business-Software für Menschen präsentiert sich
die international tätige COSMO CONSULT Unternehmensgruppe aber nicht nur als Micro-
soft-Partner, sondern auch als Partner ihrer Kunden und Anwender. Spezialisiert auf die
Implementierung und das Systemmanagement von Branchen- und Business-Lösungen auf
der Basis modernster Software-Technologien entwickelt COSMO CONSULT zudem bran-
chenorientierte Gesamtlösungen für mittelständische Fertigungs-, Dienstleistungs- und
Handelsunternehmen, für die ein umfangreiche Branchen- und Speziallösungen auf Basis
von Microsoft Dynamics und QlikView zur Verfügung stehen, die sich nahtlos in die Navi-
sion-Systemwelt einfügen und als voll integrierte Softwaresysteme in allen Bereichen eines
Unternehmens eingesetzt und genutzt werden können.
ERP – Das persönliche Rückgrat
Enterprise Resource Planning(ERP)-Sys-
teme – zunächst rein betriebswirtschaft-
lich konzipiert, dann zu einem Organis-
mus aus betriebswirtschaftlicher Software
und Systemen zur Produktionsplanung
und -steuerung (PPS) vereint – müssen
heute immer höhere Anforderungen und
neue Aufgaben erfüllen, einschließlich
der Berücksichtigung internationalen
Steuerrechts und verschiedenster juristi-
scher Erfordernisse. Die komplexen An-
wendungsprogramme haben die Aufgabe,
alle Ressourcen und operativen Prozesse
eines Unternehmens zu verwalten und zu
steuern. Zu den Funktionen zählen unter
anderem das Auftragsmanagement, das
Personalmanagement, Finanz- und Rech-
nungswesen, E-Commerce, Einkauf, Ver-
trieb und vieles mehr.
Ein ERP-System muss heute Expertenfunktionen wie Variantenkonfigurationen, Servi-
ceabhandlungen, mobile Prozesse innerhalb des Unternehmens, Projektabhandlungen,
Projektplanungen, Projektbewertungen und Vieles mehr beinhalten. Oder das The-
ma „Entwicklung“: Die Entwicklung neuer Anlagen oder Maschinen nimmt bei vielen
ERP-Kunden einen ausgesprochen hohen Stellenwert ein, die Kosten der Entwicklung
werden dagegen selten sinnvoll überwacht. Wie beeinflussen die Entwicklungskosten
das Herz des Unternehmens? Wie schlagen sie sich in der weiteren Verarbeitung nie-
der? Das sind Dinge, die ein ERP-System heute bewerten muss. So gilt ein moderner
ERP-Standard als zentrales Steuerungsmittel und nicht zu Unrecht als das Rückgrat ei-
nes Unternehmens.
COSMO CONSULT – Die persönliche Wirbelsäule
Diesen Forderungen wird COSMO CONSULT mit den ERP-Standards Microsoft Dy-
namics NAV und Microsoft Dynamics AX gerecht. COSMO CONSULT arbeitet mit
der am PMI-Standard (Project Management Institut) orientierten Einführungsme-
thodik für IT-Projekte. Alle Projekte werden konsequent nach der SureStep-Methode
beim Kunden implementiert. Das bedeutet für die Kunden maximale Sicherheit und
Transparenz. Zudem bieten ERP-Standards ohne größeres Customizing den Vorteil, Up-
dates und Upgrades ohne erheblichen zusätzlichen Aufwand vorzunehmen. Je näher
eine Installation am Standard ist, desto einfacher die Aktualisierung auf den neuesten
HERAUSGEBER: COSMO CONSULT AG
CASE STUDY - DIVERSE (COSMO CONSULT)
57Competence Book - ERP
Stand der informationstechnologischen
Möglichkeiten. Zahlreiche von COSMO
CONSULT entwickelte und von Microsoft
zertifizierte, branchenorientierte Module
machen den ERP-Standard schließlich zur
individuellen und branchenspezifischen
Lösung. Ausgereift und tief in den Stan-
dard integriert, erfordern Updates keinen
weiteren Anpassungsaufwand.
Darüber hinaus ergänzt COSMO
CONSULT sein Leistungsspektrum mit
Microsoft Dynamics CRM und dem Do-
kumentenmanagement- und Portalsys-
tem Microsoft Office SharePoint. Mit dem
Business Intelligence-Tool cc|bi 4dyna-
mics auf der Basis von QlikView haben die
Anwender alle Daten ihres Unternehmens
jederzeit strukturiert und aussagekräftig
verfügbar. Im Gegensatz zu klassischen
Konnektoren ist cc|bi 4dynamics nicht
nur reine Schnittstellentechnologie zu
Dynamics NAV und Dynamics AX, son-
dern liefert Kunden fertige Dashboards
und Reports – sogenannten Business
Content – für ihre Microsoft Dynamics
ERP-Lösung. Bereit gestellt werden Aus-
wertungen, Analysen und Kennzahlen
für die Geschäftsbereiche Vertrieb und
Verkauf, Einkauf und Beschaffung, Fi-
nanzbuchhaltung und Controlling, Forde-
rungs- und Debitorenmanagement, Lager
und Logistik, Projektmanagement und
Projektsteuerung sowie Produktion und
Fertigung.
Mit weiteren zertifizierten Branchen- und
Speziallösungen auf der Basis von Micro-
soft Dynamics trägt COSMO CONSULT
sowohl den unterschiedlichen Bedürf-
nissen seiner Zielbranchen als auch den
speziellen Anforderungen seiner Kunden
auf Basis von flexiblen Standardproduk-
ten Rechnung. Mit den selbstentwickelten
Lösungen werden leistungsstarke Werk-
zeuge zur Verfügung gestellt, die den An-
sprüchen der verschiedenen Rollen in Un-
ternehmen optimal gerecht werden.
Die Praxis:
So zeigen diese wenigen Beispiele exemp-
larisch, wie hocheffizient und kostenspa-
rend ein ERP-System arbeiten kann, wenn
man die technische und die kaufmän-
nisch-administrative Welt über den reinen
Datenaustausch hinaus quasi verheiratet.
Nicht nur Daten hin und her schieben,
sondern durchgängige Prozessketten dar-
stellen und unterstützen ist gefordert.
Daher gehört es zur Philosophie von COS-
MO CONSULT, externe Systeme voll ins
ERP-System zu integrieren. Ein modernes
ERP-System muss durch Datenintegrati-
on zur zentralen Datendrehscheibe eines
Unternehmens werden. Aber da es um Bu-
siness-Software für Menschen geht, sollen
aber auch noch die Menschen, die Anwen-
der zu Wort kommen. Einige Beispiele sol-
len zeigen, wie durch COSMO CONSULT
der Standard zur Individualsoftware gerät:
Der Individualfertiger:
Bei der Ackermann GmbH, Wiesenbronn,
einem in dritter Generation geführten Fa-
milienunternehmen, liegen die Schwer-
punkte auf dem Laden-, Messe- und
Innenausbau, Zulieferteilen, der Pro-
duktentwicklung sowie der Architektur
und Kunstobjekten. Holz- und Holzwerk-
stoffe, Mineralwerkstoffe, Gips- und Gips-
faserwerkstoffe, Metall sowie Textilien,
Leder und Schaumstoffe werden mit ei-
nem vielseitigen Maschinenpark bearbei-
tet. Manfred Weid, Prokurist und tech-
nischer Gesamtbetriebsleiter, beschreibt
die Aufgaben so: „Im Prinzip sind wir der
Zulieferer für den Ladenbauer, den Mes-
sebauer oder den Architekten. Also für
gewerbliche Kunden, die wiederum einen
Endkunden haben.“
Das bis 2010 genutzte, speziell für Hand-
werksbetriebe genutzte ERP-System war
dem Unternehmen aber zu statisch. „Wir
sind reine Individualfertiger. Wir brau-
chen ein dynamisches System, in dem wir
permanent benutzerspezifische Anpas-
sungen für unsere oft sehr komplexen und
unterschiedlichen Aufträge vornehmen
können. Das reicht vom Ausfräsen einer
Tischplatte bis zum Lichttestmodell für
den Louvre in Abu Dhabi, das komplett
in Aluminium gefertigt werden musste“,
so Weid. Daher wurde 2011 Microsoft Dy-
namics NAV eingeführt, da man hier den
klaren Vorteil sah, das Programm indivi-
duell an die Ackermann-Prozesse anpas-
sen zu können. Als wichtige Ergänzung
sollte noch eine BDE-Lösung zum opti-
malen Erfolg beitragen.
„Mit COSMO CONSULT gab es dann ein
Meeting und wir merkten schnell, dass
die mit cc|bde eine selbst entwickelte Lö-
sung hatten, bei der gerade die Punkte
klar ausdefiniert waren, die uns beschäf-
tigten. Und unsere offenen Frage wurden
schnell, konzentriert und vor allem fach-
kundig bearbeitet“, erinnert sich Weid.
Wichtig für die Entscheidung für cc|b-
de war auch, dass sich die von Microsoft
zertifizierte Lösung total in Dynamics
NAV integrieren lässt. „Für einen mittel-
ständischen Betrieb ist es ein Argument,
wenn Zusatzmodule bei einem Update
nicht extra aufwändig und kostenintensiv
angepasst werden müssen“, fügt Weid an
und resümiert: „Dass das BDE von COS-
MO CONSULT so offen und flexibel ist,
dass wir es auch später noch jederzeit an-
passen können, war ein wichtiger Grund,
warum wir uns dafür entschieden haben.
Das hat mit anderen Branchenlösungen
nur sehr schwer oder gar nicht funktio-
niert. Zudem unterstützt die Flexibilität,
die uns der Standard von Dynamics NAV
und die COSMO CONSULT-Lösung bie-
ten, in hohem Maße unsere innovative
Individualfertigung.“ Des Weiteren er-
möglicht die BDE die direkte Kontrolle der
laufenden Aufträge und eine bessere Aus-
sagefähigkeit über ihren aktuellen Status.
Die Zeitersparnis durch den Wegfall von
Eingaben und doppelten Listen sowie die
schnellere, zeitnahe Abrechnung der Pro-
jekte sind weitere beachtliche Vorteile von
cc|bde.
Der Internethändler:
Als der Online-Brillenhändler Mister Spex
im Frühjahr 2008 an den Markt ging, re-
agierte die Branche zunächst skeptisch.
Doch Qualität und ein faires Preis-Leis-
tungs-Verhältnis führten rasch zum Er-
folg. Entscheidend für die rasante Ent-
wicklung war auch der Kundenservice,
das riesige Sortiment mit den mehr als
5.000 Korrektions- und Sonnenbrillen
und die gelungene Präsentation im Web-
shop. Zahlreiche Filterfunktionen helfen
hier, die eigene Wunschbrille in wenigen
Schritten inklusive Gestell, Gläsern und
gegebenenfalls Tönung auszuwählen.
In Sachen Unternehmenssoftware setzte
Mister Spex zunächst auf eine Eigenent-
CASE STUDY - DIVERSE (COSMO CONSULT)
Quelle: Ackermann GmbH
58 Competence Book - ERP
wicklung, die ein Buchhaltungssystem er-
gänzte. Doch wegen des rasanten Wachs-
tums musste man Prioritäten setzen. „Wir
haben noch viel vor und wollen uns künf-
tig voll auf das ‚Front-end’ konzentrieren.
Um den notwendigen Spielraum zu schaf-
fen, war es daher sinnvoll, die Prozesse in
der Buchhaltung, Auftragsbearbeitung
und Logistik zu standardisieren und vom
Frontend ins Backend zu verlagern“, er-
klärt Hannes Schrödter, Leiter des Pro-
duktmanagements.
Ende 2010 ging ein Projektteam mit ei-
nem detaillierten Fragebogen bewaffnet
in die Marktsondierung. Einen wichtigen
Aspekt bildete dabei die Flexibilität der
Programmstruktur. Schließlich galt es,
die zahlreichen Besonderheiten der Au-
genoptik abzubilden und das vorhandene
E-Commerce-System anzubinden. „Wir
haben uns einige Installationen live ange-
sehen und schnell erkannt, dass Microsoft
im Mittelstand einen guten Ruf genießt“,
so Schrödter. So fiel Ende 2010 die Wahl
auf Microsoft Dynamics NAV und den
Microsoft-Partner COSMO CONSULT.
Den Auftakt bei der Implementierung
machte Ende Januar 2011 die Finanzbuch-
haltung. Im Frühjahr begann dann die
Umstellung des operativen Geschäfts mit
einer detaillierten Prozessanalyse. Der
Flowcharter „Microsoft Visio“ und die von
Microsoft speziell entwickelte Projektme-
thodik Sure Step halfen dabei. Zusätzlich
setzte das Projektteam das Workflow-Mo-
dul „cc|workflow“ von COSMO CONSULT
ein, um die Geschäftsprozesse in Dyna-
mics NAV optimal abzubilden. „Wir hat-
ten viele eigene Optimierungsideen, hiel-
ten uns aber – wo immer es sich anbot – an
den Standard von Dynamics NAV“, erklärt
Schrödter.
Hinzu kamen Schnittstellen zu diversen
Zahlungsdienstleistern und dem haus-
eigenen E-Commerce-System. Letzteres
wurde mit einem speziell entwickelten
Web-Service an Dynamics NAV angebun-
den. Eine Herausforderung der besonde-
ren Art war das hohe Datenvolumen. So
musste man rund eine halbe Million Da-
tensätze aus dem Vorgängersystem über-
nehmen – und in Spitzenzeiten kommen
täglich bis zu 3.000 weitere Aufträge aus
dem Webshop hinzu.
Seit September 2011 begleiten hoch auto-
matisierte Prozesse das Geschäft von Mis-
ter Spex. Kunden erhalten bei jeder Auf-
tragsänderung automatisch in Dynamics
NAV ausgelöste E-Mail-Bestätigungen.
Zahlungseingänge bucht die Unterneh-
menssoftware weitgehend automatisch.
In der Logistik sorgen Artikelreservie-
rungen und Bestellvorschläge für bessere
Prozesseffizienz. „Das Automatisierungs-
niveau ist heute deutlich gestiegen. Ent-
scheidend ist für uns jedoch etwas ande-
res: Wir haben jetzt die Perspektive, auf
Basis einer gesunden Infrastruktur weiter
zu wachsen und Teile der IT je nach Bedarf
zu verlagern. COSMO CONSULT hat mit
offener Kommunikation, professionellem
Qualitätsmanagement und gut vorberei-
teten Workshops bestätigt, dass wir da-
mals die richtige Entscheidung getroffen
haben“, freut sich Schrödter und sieht in
der Zusammenarbeit eine perfekte Basis
für Folgeprojekte.
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Branchenpartner Fertigung
CASE STUDY - MACHINENBAU (AMS.SOLUTION)
60 Competence Book - ERP
„Mit Erfahrung in der Wickeltechnik und in der Automation
von Herstellungsprozessen unterscheiden wir uns vom nationa-
len und internationalen Wettbewerb“, erklärt Guido Reckmann,
Mitglied der Geschäftsführung von Aumann, und erläutert: „Die
Mehrzahl unserer Projekte beschränkt sich keineswegs nur auf
die Lieferung der Wickel- und Drahtlackiertechnik. Stattdessen
durchdenken wir den gesamten Fertigungsprozess des Kunden
und konzipieren eine Anlage, auf der er die Herstellung seines
Endprodukts in all ihren Einzelschritten automatisieren kann.“
Das Anwendungsspektrum ist groß. Im Zentrum stehen Motoren
für diverse Elektroniksysteme in Autos, wie zum Beispiel Stellan-
triebe, Zentralverriegelungen oder Antiblockiersysteme. Hinzu
kommt eine Reihe weiterer Zielmärkte. Unter anderem errichtet
Aumann Montagelinien für Pumpen- und Ventilhersteller oder
Anbieter von Medizintechnik. Komplette Fertigungsstraßen
können bis zu 100 Meter lang sein und haben ein Volumen von
bis zu 8 Mio. Euro. Hierbei konzentriert sich der Einzelfertiger
auf die Bereiche Ideenfindung, Konstruktion und SPS-Program-
mierung. Da das Unternehmen keine eigene Vorfertigung vor-
hält, kauft es die Fertigungsteile in einem Netzwerk von Partner-
unternehmen ein. Gleiches gilt für die Zuführ-, Schweiß-, Press-,
Löt-, Kleb- und Prüftechnik, die Aumann in seine Automations-
Auf Draht beiAumannkomplexe Automatisierungsprojekte mit
durchgängigem Auftragsmanagement steuern
Aumann zählt zu den weltweit führenden Maschinenbauern im Bereich Drahtlackier- und
Spulenwickeltechnik. Hinzu kommt die Automation von vielfältigen Herstellungsprozes-
sen. Dabei ist Aumann global der einzige Anbieter, der über das Know-how und die Erfah-
rung von der Drahtherstellung über das Bewickeln bis hin zur umfangreichen Montage des
Endproduktes verfügt. Kernmarkt ist die Herstellung von Maschinen für die Fahrzeugin-
dustrie, mit denen sich Elektromotoren und elektronische Komponenten fertigen lassen.
Hierbei erstellt der Sondermaschinenbauer kundenspezifisch Fertigungssysteme. Um die
kapitalintensiven Projekte nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich zum Erfolg zu
führen, strebt Aumann ein Höchstmaß an Prozesstransparenz an. Das Unternehmen ge-
winnt diese Sicht durch ein Auftrags-managementsystem, das sämtliche Abläufe von der
Konstruktion über die Beschaffung und Fertigung bis zur Montage und Auslieferung ver-
netzt und in Echtzeit auswertbar macht.
HERAUSGEBER: ams.Solution AG
Quelle: Aumann GmbH
CASE STUDY - MACHINENBAU (AMS.SOLUTION)
61Competence Book - ERP
lösungen integriert. Der Materialanteil am
Gesamtumsatz liegt daher bei rund 50%.
„Um komplexe Automatisierungsauf-
träge erfolgreich zu steuern, müssen
wir den Projektfortschritt über die ge-
samte Wert-schöpfungskette hinweg
transparent machen. Hierzu brauchen
wir präzise Online-Informationen“, be-
tont Guido Reckmann: „Nur wenn wir
den Arbeitsfortschritt, die Budgettreue
und den Lieferstatus aller Teilprojekte
kennen, gewinnen wir eine ausreichen-
de Planungs-sicherheit. In unserer alten
EDV-Welt war eine solche Sicht jedoch
nur ansatzweise zu haben.“ Bis Ende 2009
stützte sich die Informationstechnologie
des mittelständischen Unternehmens auf
mehrere Einzellösungen, die sich um eine
Standardsoftware für die Materialwirt-
schaft und eine davon losgelöste Finanz-
buchhaltung rankten. Die unterschiedli-
chen Systeme waren über einen Zeitraum
von drei Jahrzehnten gewachsen, so dass
ein unternehmensweiter Datenaustausch
nur eingeschränkt möglich war.
Erschwerend kam hinzu, dass die Lösun-
gen auf einer veralteten AS/400-Plattform
liefen. „Insbesondere neuen Mitarbei-
tern fiel es zunehmend schwerer, sich das
Fachwissen anzueignen, um die Anwen-
dungen nutzen zu können“, erinnert sich
Guido Reckmann, der seit 2009 den IT-Be-
reich verantwortet. Doch auch alt gedien-
te Mitarbeiter stießen recht schnell an
ihre Grenzen. Abfragen aus dem System
und geänderte oder neue Berichtsforma-
te konnte nur ein einziger zentraler EDV
Mitarbeiter erstellen, der dementspre-
chend stark ausgelastet war.
Systemwechsel
Angesichts der permanent steigenden
Anforderungen im Projekt-controlling
machte sich Aumann 2009 auf die Suche
nach einer geeigneten betriebswirtschaft-
lichen Unternehmenssoftware (engl.
Enterprise Resource Planning, ERP). Ziel
war es, sämtliche Wert-schöpfungspro-
zesse in einer einzigen IT-Lösung abzubil-
den. Nach einem viermonatigen Auswahl-
verfahren entschied sich Aumann für das
Auftragsmanagementsystem ams.erp, das
die ams.Solution AG speziell für die Ein-
zelfertigung ausgelegt hat. Den Ausschlag
gaben die Spezialisierung der Unterneh-
menssoftware und das Prozess-wissen der
ams-Berater.
„Um unsere Entscheidung abzusichern,
haben wir eine Art Probefahrt in der neu-
en Software gemacht. Mitarbeiter aus al-
len Geschäftsbereichen erhielten Zugriff
auf eine Testumgebung, um typische
Geschäftsprozesse durchzuspielen“, be-
schreibt Guido Reckmann das damalige
Vorgehen. „Diese Probefahrt war sehr
aufschlussreich. Wenn man selbst buchen
muss, lernt man die Qualität einer Soft-
ware deutlich schneller kennen, als wenn
man nur dem Anbieter über die Schulter
schaut.“ Ihr Hauptaugenmerk legten die
Testfahrer auf die Frage, ob sie ihr Pro-
jektmanagement inklusive der Terminver-
folgung ausreichend abbilden konnten.
Hierzu wurde eine Reihe prototypischer
Aufträge in der Testumgebung angelegt
und vollständig durchgespielt.
	
Gemeinsam mit den ams-Beratern brach-
te Aumann die neue Geschäftssoftware
dann innerhalb von vier Monaten an den
Start. Das mittelständische Unternehmen
nutzte den modularen Aufbau von ams.
erp und führte zunächst die Zeitwirtschaft
und einen Monat später das Kundenda-
tenmanagement (CRM Modul) ein. Das
Vorziehen der Zeitwirtschaft bot sich an,
da sich die Lösung sinnvoll nutzen lässt,
ohne dass die übrigen ERP-Informationen
vorliegen müssen. „Auf diese Weise konn-
ten sich unsere Anwender schrittweise an
das neue System gewöhnen“, hebt Guido
Reckmann hervor und fügt hinzu: „Die-
ses Vorgehen kann ich jedem empfehlen,
dessen Ressourcen stark eingegrenzt sind.
Mit dem Vorziehen der Zeitwirtschaft
erledigt man ein ganz wesentliches Ar-
beitspaket vorab. Viele Anwender unter-
schätzen, welch hohen Beratungs- und
Einstellungsaufwand gerade die Zeitwirt-
schaft mit sich bringt.“
	
Losgröße eins
Aumann entschied sich bewusst gegen in-
dividuelle Anpassungen und bildete alle
Arbeitsabläufe im Standard der neuen Ge-
schäfts-software ab. Der Auftragsdurch-
lauf reicht von der Planung, Projek-tie-
rung und Kalkulation über Konstruktion,
Disposition, Einkauf, Montage, Inbetrieb-
nahme und Optimierung bis zu Versand
und Endmontage. Hierbei nutzte der Son-
dermaschinenbauer die Einführung, um
seine Produktdaten zu bereinigen. Ob-
wohl Aumann naturgemäß mit der Los-
größe eins fertigt, waren die Anwender im
alten System dazu gezwungen gewesen,
jedes verwendete Teil als einzelnen Artikel
anzulegen. Auf diese Weise war ein Arti-
kelstamm von einer Viertelmillion Teilen
herangewachsen. Nach eingehender Ana-
lyse blieben gerade einmal 8000 Artikel
übrig, bei denen das Einführungs-Team
davon ausging, dass diese Teile auch in
Folgeprojekten noch einmal zum Einsatz
kommen könnten.
	
Guido Reckmann ist sich sicher, dass Au-
manns Produktentwickler die zurück-
gewonnene Übersichtlichkeit bewahren
werden: „Seit dem Systemwechsel pro-
fitieren wir davon, dass wir in ams.erp
vorzugsweise auch mit sogenannten Auf-
tragsteilen arbeiten können. Da wir diese
O-Teile rein auftragsspezifisch anlegen,
brauchen wir sie nicht weiterzupflegen,
wenn der zugehörige Auftrag abgeschlos-
sen ist. Auf diese Weise halten wir den
Artikelstamm schlank und leicht adminis-
trierbar.“
	
Variantenkonfiguration
Zusätzliche Transparenz verschafft sich
Aumann bei der Konzeption der Ferti-
gungslinien. Hier nutzt das Unternehmen
den in ams.erp integrierten Variantenge-
nerator, um die große Auswahl geeigneter
und bereits eingesetzter Technologien
transparent zu machen. Geschäftsführer
Guido Reckmann erläutert das Vorgehen:
„Eine Produktionslinie besteht aus einer
Kette hintereinandergeschalteter Statio-
nen, welche die einzelnen Fertigungs- und
Montageschritte abbilden. Jede Station
setzt sich aus einer Reihe unterschiedli-
cher Komponenten zusammen. Was diese
Komponenten kosten und was sie können,
ist uns zumindest in Varianten bekannt.
Mit dem Variantengenerator strukturieren
wir dieses Marktwissen und standardisie-
ren unsere gesamten Geschäftsprozesse.“
In einer späteren Ausbaustufe will Au-
mann eine Zusatzfunktion des Genera-
tors nutzen, die darin besteht, Stücklis-
ten aus den Konfi-gurationen abzuleiten.
CASE STUDY - MACHINENBAU (AMS.SOLUTION)
62 Competence Book - ERP
Diese Stücklisten dienen dann als Aus-
gangs-punkt für die Konstrukteure, um
die vorkonfigurierte Anlagenkompo-nen-
te auftragsspezifisch weiterzuentwickeln.
Bei den hauseigenen Standardwickelma-
schinen hat der Einzelfertiger die Grund-
lagen-arbeit bereits abgeschlossen und die
Fertigungsstücklisten aller gängigen Vari-
anten eingepflegt.
Mitlaufende Kalkulation
Im Mittel organisiert Aumann etwa 30
Projekte, die parallel laufen oder sich zu-
mindest in Teilen überschneiden. Typi-
scherweise liegen die Durchlaufzeiten bei
10 bis 18 Monaten. Ob der Auftragsverlauf
den Zeit- und Budgetplänen entspricht,
zeigt die mitlaufende Kalku-lation: Per-
manent gleicht das Auftragsmanagement-
system die Ist- mit den Solldaten ab und
zeichnet ein detailliertes Bild des aktuel-
len Projektfortschritts. Da die mitlaufen-
de Kalkulation eventuelle Schief-lagen
bereits in ihrer Entstehung erkennbar
macht, gewinnen die Verantwortlichen
Zeit, um Gegenmaßnahmen frühzeitig
einzuleiten.
Aumanns Führungsmannschaft arbeitet
mit Dashboards, welche die erfolgskri-
tischen Informationen eines Auftrags in
einer einzigen Benutzeroberfläche zu-
sammenführen. Dank der Integration
in das Auftragsmanagementsystem tref-
fen die Projektdaten in Echtzeit ein. Die
Kennzahlen dienen der Budgetkontrolle,
der Überwachung des Projektfortschritts
sowie dem Ressourcen-, Kapazitäts- und
Materialmanagement. Zudem geben die
Dashboards den Finanzie-rungsgrad und
die Zahlungsplanung der Aufträge wieder.
Zeigt sich ein Handlungsbedarf, so gelan-
gen die Anwender per Mausklick in die
Bereiche des Auftragsmanagements, in
denen sie die Ursachen-analyse vertiefen
und erforderliche Ausgleichsmaßnahmen
wirt-schaftlich einleiten können.
Unternehmenskennzahlen
„Für die Geschäftsführung haben wir ein
eigenes Management-Dashboard entwi-
ckelt. Dieses zusätzliche Dashboard er-
laubt es uns, die Informationen des Auf-
tragsmanagements auftragsübergreifend
zu verdichten“, erklärt Guido Reckmann
und fügt hinzu: „Eine solche Eigenent-
wicklung ist im Übrigen alles andere als
Hexerei. Da ams.erp die Entwicklungs-
umgebung Microsoft SQL Server Repor-
ting Services unterstützt, reichen normale
SQL-Kenntnisse, um sich ein solches Das-
hboard maßzuschneidern.“
DasFinanz-DashboardgewährtdenMana-
gern sowohl eine aktuelle als auch eine zu-
kunftsbezogene Sicht auf den Geschäfts-
verlauf. Die Lösung stützt sich vor allem
auf die Daten der Finanzbuchhaltung und
der Kostenrechnung. Es entsteht ein voll-
ständiges Set an Ist- und Plan-Kennzah-
len, die zum Beispiel über die Gesamtheit
der zu erwartenden Finanzbewegungen
informieren. Zudem erhalten die Füh-
rungskräfte eine Umsatzvorschau, die den
Auftragsbestand und die damit einherge-
henden Rechnungstermine auswertet. Die
Umsatzvorschau lässt sich zeitlich erwei-
tern, indem das Controlling die Umsatzer-
wartung der noch offenen Angebote mit
einrechnet. „Mit diesen Informationen si-
chern wir die Liquidität des gesamten Un-
ternehmens“, fasst Geschäftsführer Guido
Reckmann den Nutzen der Kennzahlen
zusammen. „Auf diese Weise erschließen
wir das erforderliche Wissen, um die be-
triebswirtschaftlichen Risiken unserer
Generalunternehmerprojekte sicher zu
beherrschen.“
Quelle: Aumann GmbH
amsDie ERP-Lösung
Prozesse verstehen. Transparenz gestalten.
WeitereCaseStudies
und Produktinformationen unserer Partner
CASE STUDY - WEITERE CASE STUDIES
64 Competence Book - ERP
Case Study „Wilhelm Schmitt GmbH“
Die Wilhelm Schmitt GmbH, im Jahr 1935 als Installations- und Heizungsbauunter-
nehmen gegründet, bietet heute ein breites Leistungsspektrum an: von Heiz- und
Kältetechnik über Gebäudetechnik bis hin zu Blockheizkraftwerken. Mit Hilfe der
ERP-Lösungen von HS behält der Familienbetrieb den kaufmännischen Überblick.
Der Buchhaltungsleiter schätzt vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis der Software.
www.hamburger-software.de/referenzen
Case Study „Jakob Müller AG“
Als Weltmarktführer hält der Sondermaschinenbauer Jakob Müller AG bei Bandweb-
maschinen die Spitzenposition. Ob in China, Deutschland, der Schweiz oder in den
USA – weltweit setzen die Schweizer auf das ERP-System oxaion. Voraussetzung für
die Herstellung der Maschinen ist eine exakte Produktionsplanung und Materialdisposi-
tion. Im Mittelpunkt steht ein flexibler Variantenkonfigurator.
www.competence-site.de/Case-Study-Jakob-Mueller-AG
Case Study „Lindner Group“
Die Lindner-Gruppe behält stets den Überblick, wenn es um die Abwicklung komplexer
Bauprojekte geht. Großen Anteil hat das integrierte Projektmanagement der ERP-Soft-
ware von oxaion. Ob Kosten, Material, Termine oder Dokumente – im Projektmanage-
ment ist alles strukturiert und transparent abgebildet. Lindner beschäftigt weltweit rund
4800 Mitarbeiter und ist in 20 Ländern vertreten. Immer im Einsatz: die ERP-Software
von oxaion.
www.competence-site.de/Case-Study-Lindner-Group
Case Study „Beckhoff Automation GmbH“
Die Beckhoff Automation GmbH, ein Anbieter von Steuerungslösungen für alle Bereiche
der Automatisierung, hat mit der Digitalen Personalakte von HS ein effizientes System
zur Personalverwaltung seiner rund 2.000 Mitarbeiter eingeführt. Zu den Vorteilen der
elektronischen Lösung zählt aus Sicht der Benutzerinnen insbesondere der Zeitgewinn,
etwa durch die automatische Dokumentenablage.
www.hamburger-software.de/referenzen
CASE STUDY - WEITERE CASE STUDIES
65Competence Book - ERP
Case Study „Kurt Schmidt GmbH“
Kurt Schmidt fertigt CNC-Sonderteile und Komponenten aus nahezu allen Werkstof-
fen. Mitte 2005 übernahm man mit Zeidler & Uhl einen Hersteller von Behältern,
Rohr- und Blechteilen mit 50 Mitarbeitern, nahm ERP von AP heraus und setzt seither
dort auch JOBDISPO ein. 2014 folgte dann NIWAR nach dem gleichen Prinzip, um
auch bei dem Trommel- und Spulenhersteller alles herauszuholen.
www.fauser.ag/referenzen
Case Study „MLS Lanny GmbH“
Die MLS Lanny GmbH entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Ventile für die unter-
schiedlichsten Anwendungen in der Fluidtechnik. Die Stärke der MLS Lanny GmbH ist
die Entwicklung von Sonderlösungen, die flexibel an jeden Kunden angepasst werden.
Seit dem Jahr 2011 unterstützt die JOBDISPO Suite den reibungslosen Ablauf bei
MLS in der Fertigung sowie in der Planung von Ventilen.
www.fauser.ag/referenzen
Case Study Grenzebach Maschinenbau GmbH
Ein Unternehmen, das plant, fertigt und montiert, braucht eine umfassende und hochin-
tegrierte Informationstechnologie als elementare Basis für Erfolg und Zukunftssicherheit.
Für die bayerische Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim/Hamlar,
einem international tätigen Anlagenbauer für die Flachglas- und Baustoffindustrie, war
die Gelegenheit günstig. Das in den Jahren 1984 und 1985 implementierte PPS-Sys-
tem wurde mit den Jahren immer mehr modifiziert und entfernte sich dadurch zuneh-
mend vom ursprünglichen Standard.Auch genügte die proprietäre Anwendungsumge-
bung nicht mehr den aktuellen Ansprüchen. Was folgte, war ein klassisches Vorgehen.
http://www.psipenta.de/de/referenzen/kundenprofile/maschinen-und-anlagenbau/
grenzebach1/
Case Study FIBRO-Gruppe
Ausgangspunkt für die Suche nach einer neuen IT-Lösung waren handfeste Probleme
mit der Liefertermintreue. Sie lag zeitweise bei nur 40 Prozent, und es bildeten sich
große Bestände mit hoher Kapitalbindung. Achim Stapf, IT-Leiter der FIBRO-Gruppe,
weiß noch: „Unsere Auftragsbücher waren randvoll, es kam aber zu keiner sinnvollen
Reihenfolge in den Produktionsprozessen, um die Liefertermine einzuhalten.“ Abteilun-
gen wie Konstruktion und Einkauf waren gar nicht eingebunden. Eine neue Software
sollte eine Erhöhung der Liefertermintreue, eine Reduzierung der Bestände verbun-
den mit einer optimierten Lagerhaltung sowie eine effektive Erhöhung der Prozessge-
schwindigkeit sicher stellen.
http://www.psipenta.de/de/referenzen/kundenprofile/automobilindustrie/fibro-gruppe/
BRANCHENÜBERSICHT
Case Studies &
Produktinformationen
Branchenübersicht
138	 Informationsquellen
139	 Unternehmen
144	 Experten
150	 Veranstaltungen
152	 Glossar zum Thema ERP
INHALT
67Competence Book - ERP
102	 Bergbau (KUMAVISION)
	 KUMAVISION factory für
Förderanlagen imBergbau
105	 Maschinenring Agrar (Asseco)
	 Maschinenring Österreich:
	 Ring frei für APplus
107	 Sanitär (Microsoft)
	 Mit Dynamics AX 2012
	 schlank in die Zukunft
109	 Kunststoff (COSMO CONSULT)
	 Integrierte Module statt
	Individualprogrammierung
112	 Metall (IAS)
	 Metallverarbeiter erreicht
große Synergien im
Datenmanagement
114	 Elektrotechnik (IAS)
	 Hohe Umsatzsteigerung bei
Jean Müller GmbH
120	 Fahrrad (Asseco)
	 Der Weltmarktführer für
Luftpumpen und
Schutzbleche ist mit APplus
für die Zukunft gerüstet
122	 Machinenbau (ams.Solution)
	 Wachstum organisieren	
126	 Diverse (COSMO CONSULT)
	 Ein Partner für alle Fälle
130	 Machinenbau (ams.Solution)
	 Auf Draht bei Aumann
134	 Weitere Case Studies
BRANCHENÜBERSICHT - INFORMATIONSQUELLEN
68 Competence Book - ERP
Informationsquellen
STUDIEN,MARKTSPIEGEL,BÜCHER
ERP in der Praxis - Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven
Karsten Sontow, Peter Treutlein, Rainer Sontow
Ergebnisse der Trovarit-Studie zur Anwenderzufriedenheit, an der sich in diesem Jahr
wieder mehr als 2.300 Anwender-Unternehmen beteiligten. Wie in den Vorjahren
schneiden „schlanke“ ERP-Lösungen, ausgesprochene Branchenlösungen und/oder
Lösungen kleinerer Anbieter am besten ab. Trovarit AG, 2014, ISBN 978-3-938102-
27-5 (lizensierte PDF-Datei), Preis: ab € 150,- (Normalpreis umfassender Bericht
exkl. Einzelprofile)
http://www.trovarit.com/erp-praxis/erp-praxis.html
Marktspiegel ERP Fertigungssteuerung 2013/2014
- Anbieter-Systeme-Projekte
Herausgeber: Günther Schuh, Volker Stich, Autoren: Ulrich Brandenburg,
Niklas Hering, Ulrike Krebs, Stefan Kompa, Jan Reschke, Dennis Schiemann,
Carsten Schmidt, Karsten Sontow, Peter Treutlein
Dieser Marktspiegel verfolgt das Ziel, interessierten Lesern aus Forschung und Praxis
einen schnellen Überblick über den Markt für ERP/PPS-Software zu geben. Umfang:
ca. 380 Seiten, Lieferbar als: lizensierte PDF-Datei (Standard) oder Ringbuch (auf
Anfrage), Preis: € 350,- (zzgl. MwSt. und ggfs. Versand)
http://www.trovarit.com/veroeffentlichungen/marktspiegel/erp-systeme-markt.html
Ziel der ERP-Auswahl muss es sein, das Risiko ei-
Systemwahl zu reduzieren. Dieses Handbuch be-
durch Fokussierung auf unternehmenstypische
kmale und durch Bewertung des wirtschaftlichen
eues ERP-System ausgewählt werden kann. Mög-
ür das Unternehmen durch hohe Kosten und ne-
e auf nahezu alle Geschäftsprozesse im Unterneh-
vermeiden. Die ERP-Auswahl bietet jedoch auch
urch ein systematisches Vorgehen, wie es in die-
h beschrieben wird, Chancen zur Kostensenkung
itätssteigerung zu erkennen und mit einem neu-
m umzusetzen.
Handbücher ERP Management
Band 1
Mit Mustervorlagen auf CD
HandbücherERPManagement-Band1
Norbert Gronau
Handbuch der
ERP-Auswahl
HandbuchderERP-AuswahlNorbertGronau
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau
ist Inhaber des Lehrstuhls fürWirt-
schaftsinformatik und Electronic
Government an der Universität
Potsdam, Wissenschaftlicher Di-
rektor des dortigen Center for
Enterprise Research. Seit über 15
Jahren steht er Unternehmen al-
ler Branchen und Größen mit Rat
undTat bei Fragen der Steigerung
von Produktivität und Wettbe-
werbsfähigkeit durch Verände-
egie, Organisation und Informationssystemen zur
u.a. tätig für Lufthansa Technik, Daimler, Bahlsen,
undesverwaltungsamt, die Stadt München, den
itzenverband der gesetzlichen Krankenkassen so-
„Hidden Champions“ in Produktion und Handel.
Handbuch der ERP-Auswahl
Norbert Gronau
Wesentliches Ziel der ERP-Auswahl muss es sein, das Risiko einer falschen
Systemwahl zu reduzieren. Dieses Handbuch beschreibt, wie durch Fokussierung
auf unternehmenstypische Funktionsmerkmale und durch Bewertung des
wirtschaftlichen Nutzens ein neues ERP-System ausgewählt werden kann.
http://www.amazon.de/Handbuch-ERP-Auswahl-Norbert-Gronau/dp/3942183374
Matchmaker ERP
Trovarit stellt eine Matchmaking-Plattform für ERP-Systeme zur Verfügung, mit
deren Hilfe Unternehmen die für sie passenden ERP-Systeme identifizieren
können.
www.erp-matchmaker.com
ams.Solution AG
www.ams-erp.com
Tel.: +49 2131 40669-0
Ihr Kontakt: Manfred Deues
info@ams-erp.com
Das Beratungs- und Softwarehaus ams.Solution AG ist Spezialist für
Entwicklung, Implementierung und Betreuung von kundenorientierten
ERP-Lösungen im Maschinen-, Anlagen-, Metall- und Innenausbau.
Auf Basis der Standardsoftware ams.erp realisiert ams schlanke
Unternehmensorganisationen speziell für die Einzel-, Auftrags- und
Variantenfertigung. Das Auftragsmanagementsystem ams.erp setzt
sämtliche Anforderungen für Einzel- und Auftragsfertiger des VD-
MA-IT-Workshops erfolgreich um. Europaweit wurden mehr als 650
Kundenprojekte mit mehr als 22.000 Anwendern erfolgreich abge-
schlossen. 2014 zeichnete die Initiative Mittelstand die ams.Soluti-
on AG mit dem Innovationspreis-IT aus. Zudem erhält ams.Solution
Bestnoten für sein Beratungsangebot: Der Unternehmens­vergleich
Top Consultant hat für die Jahre 2014/2015 bestätigt, dass die
ams-Berater die komplexen Anforderungen ihres Zielmarktes kom-
petent erfüllen.
Asseco Solutions AG
www.assecosolutions.eu
Tel.: +49 721 91432-0
Ihr Kontakt: Thorsten Reuper
info@asseco.de
Bei der Asseco Solutions handelt es sich um den Zusammenschluss
technologisch führender ERP-Anbieter aus fünf Nationen innerhalb
der Asseco-Gruppe. Die einzelnen Unternehmen profilierten sich be-
reits in der Vergangenheit mit technologisch und funktional führenden
Lösungen als kompetente Partner für internetbasierende Unterneh-
menssoftware in ihren jeweiligen Ländern. Das umfangreiche Portfo-
lio an ERP-Technologien der Asseco Solutions geht dabei weit über
das Leistungsspektrum herkömmlicher ERP-Lösungen hinaus und
integriert durchgängig eine nahezu unbegrenzte Anzahl an zusätzli-
chen Funktionalitäten. Die Asseco Solutions garantiert mit über 700
Beschäftigten und durch den Einsatz modernster Web-Technologien
(Web Services, XML, SOAP) eine langfristige Investitionssicherheit,
einfache und kostengünstige Administration und hohe Benutzerak-
zeptanz bei einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Maß-
geschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten Unternehmens-
größen und Branchen - neben Industrie und öffentlicher Verwaltung
auch Gastronomie - stehen für eine konsequente Kunden- und
Marktorientierung. Die Asseco Solutions gehört zur Asseco-Gruppe
mit über 16.600 Mitarbeitern.
BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN
69Competence Book - ERP
Unternehmen
FAUSER AG
www.fauser.ag
Tel.: +49 8105 77 98 - 0
Ihr Kontakt: Marc-Antonio Schubert
anfrage@fauser.ag
Die FAUSER AG ist bereits seit 1994 ein international tätiger Soft-
warehersteller und Lösungsanbieter für mittelständische Industrieun-
ternehmen. An fünf Standorten in Deutschland und Ungarn entwi-
ckelt, vertreibt und wartet die FAUSER AG Softwarelösungen für die
Produktion.
COSMO CONSULT Gruppe
www.cosmoconsult.com
Tel.: +49 303 43815-0
Ihr Kontakt: Katja Damm
info@cosmoconsult.com
COSMO CONSULT hat auf die Implementierung und das System-
management von Branchen- und Business-Lösungen auf Basis
moderner Software Technologien spezialisiert. Für die branchenori-
entierten Gesamtlösungen für mittelständische Fertigungs-, Dienst-
leistungs- und Handelsunternehmen steht zudem ein umfangreiches
Angebot an Branchen- und Speziallösungen auf Basis von Microsoft
Dynamics und QlikView zur Verfügung.
Darüber hinaus ergänzt COSMO CONSULT das Leistungsspektrum
mit dem CRM-System Microsoft Dynamics CRM und dem Doku-
mentenmanagement- und Portalsystem Microsoft SharePoint, die
sich nahtlos in die Systemwelt des ERP-Systems einfügen.
INDUSTRIAL APPLICATION SOFTWARE GMBH - caniasERP
www.caniaserp.de
Tel.: +49 (0) 721 96416-0
Ihr Kontakt: Cansever Sezer
c.sezer@caniaserp.de
Die Industrial Application Software GmbH (IAS) ist ein international
tätiger Anbieter für integrierte ERP-Software und Beratung. Ihr quell-
offenes und flexibles ERP-System caniasERP ist eine Komplettlösung
zur Unterstützung und Optimierung von Geschäftsprozessen mittel-
ständischer Unternehmen.
BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN
70 Competence Book - ERP
godesys AG
www.godesys.de
Tel.: +49 6131 959 77-0
Ihr Kontakt: Godelef Kühl
info@godesys.de
HS - Hamburger Software GmbH & Co. KG
www.hamburger-software.de
Tel.: +49 406 32 97-333
Ihr Kontakt: Kai Eickhof
leitung.pmm@hamburger-software.de
Seit 1979 am Markt, bietet HS als einer der führenden deutschen
Hersteller modulare ERP-Software für Auftragsbearbeitung, Finanz-
buchhaltung, Lohnabrechnung und Personalmanagement (u. a. Digi-
tale Personalakte) an. Ebenfalls erhältlich: Archiv- und Dokumenten-
managementlösungen.
Industrial Application Software GmbH
www.caniaserp.de
Tel.: +49 (0) 721 96416-0
Ihr Kontakt: Cansever Sezer
c.sezer@caniaserp.de
Die Industrial Application Software GmbH (IAS) wurde 1989 als
Beratungshaus gegründet und ist seit 1993 mit ihrem integrierten
ERP-System caniasERP erfolgreich auf dem internationalen Markt.
Über 25 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung sowie
Konzeption, Umsetzung und Begleitung von komplexen ERP-Pro-
jekten in unterschiedlichen Branchen machen die IAS zu einem der
Technologieführer unter den ERP-Anbietern für die mittelständische
Industrie. Ihre flexible Komplettlösung caniasERP wird aktuell von
mehr als 25.000 Anwendern in 26 verschiedenen Ländern und 13
Sprachen genutzt.
BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN
71Competence Book - ERP
mesonic software gmbh
www.mesonic.com
Tel.: +49 4263 93 90-0
Ihr Kontakt: Heike Strangmann
hstrangmann@mesonic.com
mesonic entwickelt seit 1978 Standardsoftwareprogramme für ERP,
CRM, PPS und mobile Anwendungen in kleinen und mittelständi-
schen Unternehmen. Die Lösungen des international tätigen Herstel-
lers kommen in mehreren Tausend Unternehmen aus allen Bereichen
von Handel, Dienstleistung, Industrie, Verbänden und Vereinen zum
Einsatz. Den Vertrieb und die Kundenbetreuung vor Ort übernehmen
qualifizierte und autorisierte Fachhandelspartner.
Microsoft Deutschland GmbH
www.microsoft.com/de-de/
Tel.: +49 221801010-97
Ihr Kontakt: Frank Naujoks
Frank.Naujoks@microsoft.com
Microsoft ist weltweit führender Hersteller von Standardsoftware,
Services und Lösungen. Sie helfen Menschen sowie Unternehmen
aller Branchen und Größen ihr Potenzial voll zu entfalten. Sicherheit
und Zuverlässigkeit, Innovation und Integration sowie Offenheit und
Interoperabilität stehen bei der Entwicklung aller Microsoft-Produkte
im Mittelpunkt. Microsoft Dynamics steht für integrierte, flexible Un-
ternehmenssoftware, die zur langfristigen Sicherung Ihres Erfolgs bei-
trägt und Sie darin unterstützt, schnell fundierte Geschäftsentschei-
dungen zu treffen. Ob Customer Relationship Management (CRM)
oder Enterprise Resource Planning (ERP), ob Finanzmanagement,
Supply Chain Management oder Business Intelligence und Repor-
ting: Mit Microsoft Dynamics werden täglich anfallende Aufgaben und
zentrale Geschäftsprozesse durchgängig automatisiert und optimiert.
www.microsoftdynamics.de
KUMAVISION AG
www.kumavision.com
Tel.: +49 7544 966-300
Ihr Kontakt: Armin Schneider-Lenhof
armin.schneider-lenhof@kumavision.com
Kumavision AG entwickelt und implementiert ERP-Systeme für mittel-
ständische Unternehmen auf Basis der modernen Softwareplattform
Microsoft Dynamics NAV. Seit vielen Jahren auf die Fertigungsindus-
trie spezialisiert, ergänzen Branchenlösungen für Handel, Healthcare
und Professional Services sowie CRM- und DMS-Lösungen das
Portfolio. Mit 330 Mitarbeitern an 14 Standorten gehört Kumavision
zu den leistungsfähigsten Partnern für Microsoft Businesslösungen in
Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über 800 Kunden profi-
tieren bereits von dem Erfahrungspotenzial des in Markdorf am Bo-
densee ansässigen IT-Dienstleisters.
BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN
72 Competence Book - ERP
oxaion ag
www.oxaion.de
Tel.: +49 724 35 90 67 77
Ihr Kontakt: Stephan Dürr
Stephan.Duerr@oxaion.de
Die oxaion ag zählt zu den führenden Anbietern betriebswirtschaft-
licher Komplettsoftware für den Mittelstand. Neben den klassischen
ERP-Modulen wie Warenwirtschaft, Vertrieb und Produktion decken
die Lösungen eine Vielzahl weiterer Themen ab. Die Software ist in-
ternational ausgerichtet und steht in zahlreichen Sprachversionen zur
Verfügung.
PSIPENTA Software Systems GmbH
www.psipenta.de
Tel.: +49 800 377496-8
Ihr Kontakt: Peter Dibbern
pdibbern@psipenta.de
BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN
73Competence Book - ERP
Experten
Peter Behrens ist Diplomkaufmann, seit 16 Jahren in der ERP-Branche
tätig und verantwortet den Vertrieb der ERP-Lösung WinLine in Deutsch-
land. Als Spezialist für den indirekten Vertrieb baut er kontinuierlich den
Vertriebskanal des Unternehmens aus und schöpft seine Erfahrungen aus
einer Vielzahl an ERP-Einführungen.
Behrens, Peter
pbehrens@mesonic.com
Leitung Vertrieb & Partnerbetreuung
Deutschland mesonic software gmbh
BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN
74 Competence Book - ERP
Peter Dibbern ist heute Head of Business Development und Mitglied
der PSIPENTA Geschäftsleitung. Er zeichnet für die internationale Ver-
marktung sowie die prozessorientierte und funktionale Weiterentwicklung
der ERP-Standardsoftware PSIpenta verantwortlich. Sein Engagement
bei der 100%igen PSI-Tochter startete er 2002 als Marketingleiter mit
der Neupositionierung des ERP-Portfolios PSIpenta im deutschen Markt.
Die ERP-Lösung PSIpenta gehört aktuell zu den meist verbreiteten
Branchenlösungen im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland und
zeichnet sich durch umfangreiche Funktionalität und einen hohen Be-
kanntheitsgrand im Marktsegment aus.
Dibbern, Peter
PDibbern@psipenta.de
Head of Business Development
PSIPENTA Software Systems GmbH
Manfred Deues ist seit mehr als 30 Jahren in der IT-Branche tätig. 1997
ist der gelernte Bankkaufmann und studierte Betriebswirt (EDV/Orga-
nisation) als geschäftsführender Gesellschafter in die hinrichts+müller
GmbH eingetreten. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Berei-
che Vertrieb, Marketing und Verwaltung. 2010 erfolgte die Umfirmierung
der hinrichts+müller GmbH in die ams.Solution AG, dessen Vorstand er
seit Gründung angehört. Im gleichen Jahr ernannte ihn der Europäische
Wirtschaftssenat zum Wirtschaftssenator. In diesen Zeitraum fällt auch
die Einrichtung des Instituts für Einzelfertiger (ife), dessen Initiator und
Mitbegründer Manfred Deues ist.
Deues, Manfred
M.Deues@ams-erp.com
Mitglied des Vorstands
Vertrieb | Marketing | Verwaltung
ams.Solution AG
Kai Eickhof leitet das Produktmanagement und Marketing beim
ERP-Hersteller HS - Hamburger Software. Erste berufliche Erfahrungen
in der IT-Branche sammelte Eickhof, nach dem Studium der Betriebs-
wirtschaftslehre in Hamburg,als Produktmanager bei BenQ Deutschland.
Eickhof, Kai
leitung.pmm@hamburger-software.de
Leitung Produktmanagement & Marketing
HS - Hamburger Software GmbH & Co. KG
Diplomökonomin Claudia Harth zeichnet sich seit 15 Jahren beim
ERP-/CRM-Softwarehersteller mesonic für die Bereiche Marketing
& PR verantwortlich. In dieser Zeit haben viele Themen & Trends die
ERP-Branche bestimmt. Das mobile Business ist davon sicher eines
der spannendsten. Als PR-Expertin blickt Claudia Harth auf zahlreiche
Veröffentlichungen in Fachzeitschriften zurück.
Harth, Claudia
charth@mesonic.com
Leitung Marketing & PR Deutschland
mesonic software gmbh
BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN
75Competence Book - ERP
Dominik Frey studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung
Maschinenbau und Vertie-fungsrichtung Produktionstechnik an der
Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.
Derzeit promoviert er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungs-
institut für Rationa-lisierung (FIR) an der RWTH Aachen im Bereich
Produktionsmanagement und arbeitet dort zudem als Projektingenieur
in zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten. Seine fachlichen
Schwer-punktthemen am FIR liegen in der Produktionsplanung sowie
in der ERP-Auswahl.
Frey, Dominik
Dominik.Frey@fir.rwth-aachen.de
Projektingenieur
FIR e.V. an der RWTH Aachen
Norbert Gronau gehört zu den wenigen Persönlichkeiten, die nicht nur
Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis bauen, sondern diese auch
mehrmals täglich überqueren. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirt-
schaftsinformatik und Electronic Government an der Universität Pots-
dam und wissenschaftlicher Direktor des dort angesiedelten Centers for
Enterprise Research. Unter der Leitung von Professor Gronau forschen
über 30 Mitarbeiter zur integrierten Gestaltung von Geschäftsprozes-
sen und Unternehmenssoftware wie etwa ERP-Systemen sowie zu den
Grundlagen von Wissen, Lernen und Bilden.
Gronau, Norbert
Norbert.Gronau@wi.uni-potsdam.de
Universitätsprofessor
Universität Potsdam
Volker Korbeck ist bereits seit 2000 bei der FAUSER AG. Bevor er in
den beratenden Bereich wechselte, war er 10 Jahre Leiter der Kunden-
betreuung und weiß dadurch was ERP-Anwender wirklich benötigen.
Korbeck, Volker
volker.korbeck@fauser.ag
Leitung Technisches Consulting
FAUSER AG
Godelef Kühl, Jahrgang 1967, ist als Vorstandsvorsitzender und
Hauptaktionär für die Geschäfte der godesys AG mit Sitz in Mainz ver-
antwortlich. Gegründet hat Kühl godesys 1992 als GmbH; die Um-
wandlung in eine AG erfolgte Anfang 2004.
Godelef Kühl, Jahrgang 1967, ist als Vorstandsvorsitzender und
Hauptaktionär für die Geschäfte der godesys AG mit Sitz in Mainz ver-
antwortlich. Gegründet hat Kühl godesys 1992 als GmbH; die Um-
wandlung in eine AG erfolgte Anfang 2004.
Kühl, Godelef
godelef.kuehl@godesys.de
Vorstand
godesys AG
BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN
76 Competence Book - ERP
Ralf Korb kann seit 1986 auf eine über 25jährige Erfahrung in der IT
zurückblicken. Er begann seine Karriere Mitte der 80er Jahre im An-
schluß an sein BWL Studium in Köln als Systemberater und Vertriebsre-
präsentant bei der Bull AG, arbeitete als Produktmanager für die Esselte
Meto GmbH, und war bei Systems Union und Update Marketing als
Marketingleiter Zentraleuropa tätig. Mit seinem Wechsel zu asfc, einem
Messeveranstalter aus Fürth prägte, er das Bild der Messe CRM-expo
maßgeblich von 2009 - 2012.
Korb, Ralf
RalfKorb@web.de
Unternehmer, Analyst und freier Journalist
BARC GmbH
Frank Naujoks arbeitet seit April 2013 bei Microsoft und verantwortet
als Produktmanager Microsoft Dynamics AX. Der ehemalige Analyst,
mit Stationen bei META Group, Hewson Group, IDC und i2s, hat einen
Abschluss als Diplom-Kaufmann der Universität zu Köln.
Naujoks, Frank
Frank.Naujoks@microsoft.com
Product Marketing Manager Dynamics AX
Microsoft Deutschland GmbH
Seit mehr als dreißig Jahren in der IT-Branche tätig, ist Thorsten Reuper
ein besonders versierter Mann mit einem umfassenden technischen
Hintergrund, der weitreichende Erfahrungen in verschiedenen renom-
mierten Unternehmen vorweisen kann. Erklärtes Ziel des technischen
Verantwortlichen ist die konsequent verfolgte, strategisch ausgerichtete
Produktentwicklung mit gezielten Funktionserweiterungen und einem
besonderen Augenmerk auf die Ergonomie der Software. Dies soll ins-
besondere durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit
Kunden und Interessenten realisiert werden.
Reuper, Thorsten
thorsten.reuper@asseco.de
Chief Technology Officer (CTO)
Asseco Solutions GmbH
Die Suche nach der passenden IT-Lösung stellt Unternehmen immer
wieder vor große Herausforderungen. Seit mehr als 30 Jahren unter-
stützt das FIR deshalb erfolgreich als neutraler Partner Unternehmen bei
der Auswahl und Einführung von IT-Systemen. Herr Schenks Branchen-
fokus liegt im Bereich des Maschinenbaus und der Metallerzeugung
und -bearbeitung.
Schenk, Michael
Michael.Schenk@fir.rwth-aachen.de
Senior Projektmanager
FIR an der RWTH Aachen
Dennis Schiemann studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrich-
tung Maschinenbau und Ver-tiefungsrichtung Produktionstechnik an
der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.
Derzeit promoviert er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungs-
institut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen im Bereich
Produktionsmanagement und arbeitet dort zudem als Projektingenieur
in zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten. Seine fachlichen
Schwerpunktthemen am FIR liegen im Prozess- und Auftragsmanage-
ment sowie in der ERP-Auswahl.
Schiemann, Dennis
Dennis.Schiemann@fir.rwth-aachen.de
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Produktionsmanagement
FIR e.V. an der RWTH Aachen
Seit 2008 ist Otto Schell in der Deutschsprachigen SAP-Anwender-
gruppe (DSAG) e.V. ehrenamtlicher Vorstand Branchen/Geschäfts-
prozesse, Ressort Branchen. Daneben leitet er u.a. den Arbeitskreis
Globalisierung und ist aktiv in diversen DSAG/SAP-Gremien sowie im
internationalen Umfeld der SAP-Anwendergruppen. Otto Schell leitet
als SAP Business Process Manager das EMEA SAP Business CCoE
eines globalen Automobilherstellers. In dieser Rolle ist er in globalen
und regionalen Transformation/SAP-Initiativen vertreten und mit dem
Aufbau der SAP CCoEs vertraut.
Schell, Otto
Otto.Schell@gm.com
GME SAP Business Process Manager
Deutschsprachige
SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG)
BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN
77Competence Book - ERP
Armin Schneider-Lenhof ist langjähriger Marketingleiter der KUMAVISION
AG, Markdorf. Seine fachliche Expertise bezieht der studierte Wirt-
schaftswissenschaftler aus 25 Jahren Tätigkeit für namhafte ERP- bzw.
PPS-Anbieter.
Schneider-Lenhof, Armin
Armin.Schneider-Lenhof@kumavision.de
Leiter Marketing
Kumavision AG
Seit Oktober 2001 ist Volker Schnittler als Referent für kaufmännische
Unternehmenssoftware wie ERP, PPS, MES und Variantenkonfigurati-
onslösungen bei der Abteilung Informatik des VDMA beschäftigt. Dort
leitet er u. a. auch den PPS-Anwender/Anbieter-Dialog und ist Mitglied
im Forschungsbeirat des fir (Aachen).
Schnittler, Volker
Volker.Schnittler@vdma.org
Referent für ERP- und PPS-Systeme
VDMA
Nach seinem Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen studierte Herr
Dipl.-Ing. Maik Schürmeyer (M.Sc.) „Management Science“ an der Tsinghua
University Beijing. Seit 2010 arbeitet er am FIR an der RWTH Aachen als Pro-
jektmanager mit den Schwerpunkten PPS und Logistik. Seit 2012 leitet er die
Gruppe Produktionsplanung und stellvertretend den Bereich Produktionsma-
nagement.
Maik Schürmeyer
Maik.Schuermeyer@fir.rwth-aachen.de
FIR e. V. an der RWTH Aachen
Bereits seit 1992 ist Herr Schubert im ERP-Vertrieb tätig. Seit 2001
betreut er die Lösungen der FAUSER AG, darunter JOBDISPO ERP. Er
gilt als Experte im Bereich Auftragsabwicklung und Organisation.
Schubert, Marc-Antonio
marc-schubert@fauser.ag
Geschäftsstellenleiter Nord
FAUSER AG
BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN
78 Competence Book - ERP
Cansever Sezer, Jahrgang 1971, Dipl.-Betriebswirt, ist seit 2000 bei
der Industrial Application Software GmbH tätig – zunächst als Bera-
ter, später als Beratungsleiter und heute als Geschäftsführer des Un-
ternehmens. In seiner Funktion als Berater und Projektleiter war er in
ERP-Projekten diverser Branchen, unter anderem Automotive, Geräte
und Apparatebau sowie Elektronikfertigung, aktiv.
Sezer, Cansever
c.sezer@caniaserp.de
Dipl.-Betriebswirt, Geschäftsführer
Industrial Application Software GmbH
Dr. Karsten Sontow, Jahrgang 1967, ist Gründer und Vorstand der Tro-
varit AG, Aachen, einem Spezialisten für die Evaluation von Business
Software (z.B. ERP, CRM, ECM, BI). Dort verantwortet er die Bereiche
Marketing, Account Management, Research und Finanzen. Dr. Sontow
studierte Maschinenbau und Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen
und am Massachussetts Institute of Technology in Cambridge, USA.
Seinen Doktortitel im Maschinenbau erwarb er an der RWTH Aachen.
Sontow, Karsten
Karsten.Sontow@trovarit.com
Vorstand
Trovarit AG
Bereits seit Kindertagen lebt der studierte Volljurist Patrick Siegmund
familiär mit der mesonic software gmbh. Bevor der 41-jährige 2011
ebenso beruflich zu mesonic stieß, war er u.a. für Unternehmen im
Bereich ePayment, Content Providing sowie Rechtehandel tätig.
Als Geschäftsführer der mesonic software gmbh in Deutschland steht
Patrick Siegmund für die konsequente und zukunftsorientierte Weiter-
führung der mittlerweile 30-jährigen mesonic-Tradition.
Siegmund, Patrick
psiegmund@mesonic.com
Geschäftsführer Deutschland
mesonic software gmbh
Christian Seifert verantwortet als Produktmanager die personalwirt-
schaftlichen Lösungen des ERP-Herstellers HS - Hamburger Software.
Seinen beruflichen Werdegang startete Seifert, nach dem Studium der
Wirtschaftswissenschaften in Oldenburg und Växjö, als Personalreferent
bei der comdirect bank.
Seifert, Christian
Produktmanager
HS - Hamburger Software GmbH & Co. KG
BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN
79Competence Book - ERP
Karl M. Tröger, Head of Product Management, verantwortet die strate-
gische Ausrichtung des Produktportfolios bei der PSIPENTA Software
Systems GmbH. Auf Basis seiner nationalen und internationalen
Stationen in der Fertigungsindustrie, stellt er heute das Bindeglied
zwischen Kunden, Markt, Wissenschaft und dem Software-Enginee-
ring dar. Seine Erfahrungen sammelte er als Senior Product Engineer
bei einem kanadisch-israelischen Konzern, als IT-Projektleiter sowie
später als Leiter der Produktentwicklung für ERP-Lösungen innerhalb
der PSIPENTA Software Systems GmbH.
Tröger, Karl M.
KTroeger@psipenta.de
Head of Product Management
PSIPENTA Software Systems GmbH
Dipl.-Wi.-Ing. Thomas Wochinger ist Gruppenleiter Produktionsplanung
und -steuerung in der Abteilung Auftragsmanagement und Wertschöp-
fungsnetze des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automa-
tisierung (IPA).
Wochinger, Thomas
Gruppenleiter
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung (IPA)
BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN
80 Competence Book - ERP
BRANCHENÜBERSICHT - VERANSTALTUNGEN
81Competence Book - ERP
Veranstaltungen
HANNOVER MESSE 2015
(Veranstalter: Deutsche Messe - Datum: 13. bis. 17.April 2015 - Veranstaltungsort: Hannover)
Als weltweit wichtigste Industriemesse besetzt die HANNOVER MESSE 2015 zentrale Tech-
nologiefelder und stellt ihre sieben Leitmessen unter das Motto „Integrated Industry – NEXT
STEPS“. Damit begegnet die HANNOVER MESSE dem Informations-, Diskussions- und Abstim-
mungsbedarf der unterschiedlichen Industriebranchen. Mit den Bereichen Industrieautomation
und IT, Energie- und Umwelttechnologien, industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und
Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung bietet sie für Aussteller und Besucher eine
internationale Business-Plattform. Innerhalb der Digital Factory 2015 ist die MES-Fachtagung
eine feste Größe.
http://www.hannovermesse.de/
CeBIT 2015
(Veranstalter: Deutsche Messe - Datum: 16. - 20. März 2015 - Veranstaltungsort: Hannover)
Als weltweit wichtigste IT-Messe zeigt die CeBIT 2015 die neuesten Entwicklungen in den Be-
reichen ECM, ERP & Data Analysis,Web & Mobile Solutions, Research & Innovation, IT Services,
IT Infrastructure & Data Centers, Security sowie Communication & Networks. Hinzu kommen
Angebote für spezielle Zielgruppen: Public Sector Parc, Planet Reseller, Global Sourcing Area
for Devices & Accessories oder die Start-up-Initiative CODE_n. Topthema der CeBIT 2015 ist
Datability – die Fähigkeit, große Datenmengen nachhaltig und verantwortungsvoll zu nutzen.
Zahlreiche Konferenzen und Vorträge ergänzen die Ausstellung.
http://www.cebit.de/
IT & Business
(Veranstalter: Landesmesse Stuttgart GmbH - Datum: 29.09. – 01.10.2015 - Veranstaltungsort:
Stuttgart)
Where IT works - die parallel stattfindenden IT & Business, Fachmesse für IT-Solutions,DMS
EXPO, Leitmesse für Enterprise Content Management, und CRM-expo, Leitmesse für Kunden-
beziehungsmanagement, bilden zusammen die komplette Unternehmens-IT ab. Das Angebot zu
den Kernbereichen ERP, CRM, ECM und Output Management richtet sich an IT-Verantwortliche
und Entscheider. Auch das Thema MES/ Fertigungssteuerung wird im umfassenden und hochka-
rätigen Ausstellungs- und Rahmenprogramm aufgegriffen. Die drei Fachmessen bieten die per-
fekte Plattform für einen erfolgreichen Austausch zwischen Branchenführern und Fachpublikum.
http://www.messe-stuttgart.de/landingpages/itandbusiness/
82 Competence Book - ERP
BRANCHENÜBERSICHT - VERANSTALTUNGEN
Aachener ERP-Tage
Veranstalter: fir, RWTH Aachen – Datum: 10. – 11. Juni 2015
Die Aachener ERP-Tage sind eine traditionelle, überregionale Veranstaltung, in der es um
weit mehr als nur IT-Systeme geht. Praxistag, Fachtagung und das Ausstellerforum dienen
der Diskussion und Beantwortung wichtiger Fragestellungen sowie der Vorstellung von
Best Practices.
http://veranstaltungen.fir.de/erp-tage/
ERP-System des Jahres
Veranstalter: Center of Enterprise Research, Datum: Oktober 2015
Ziel des Wettbewerbs „ERP-System des Jahres“ ist die neutrale Betrachtung und Bewer-
tung nicht-funktionaler Kriterien von ERP-Systemen, um so eine bessere Transparenz für
Anwenderunternehmen zu schaffen. Dafür werden für die Bewertung der teilnehmenden
ERP-Systeme sieben nicht-funktionale Kriterien betrachtet und bewertet.
http://www.system-des-jahres.de/
ERP-Kongress
Veranstalter: Center of Enterprise Research, Datum: Oktober 2015
Der mittlerweile 9. ERP-Kongress ist die einzige Veranstaltung in Deutschland die sich aus-
schließlich dem Thema Auswahl und Einführung von ERP-Systemen widmet.
http://www.erp-kongress.de/
Glossar zum Thema ERP
A
Absatzplan
Der Absatzplan stellt das Absatzpotential
dar, d.h. er drückt aus, wie viel von dem
jeweiligen Erzeugnis bzw. der jeweiligen
Produktgruppe verkauft werden kann. Der
Absatzplan ist Ausgangspunkt für die Pro-
duktionsplanung.
Add-on
Nach dem Client/Server-Prinzip an ein
vorhandenes PPS-System angebundenes
Programm, das zur Optimierung schwacher
bzw. fehlender PPS-Funktionen eingesetzt
wird.
API
Application Programming Interface: Schnitt-
stelle, über die Software des Anwenders und
von Drittanbietern an kommerziellen Pro-
gramme angekoppelt werden kann.
Back-Office
Das Back-Office dient der unternehmen-
sinternen Verarbeitung aller Prozesse, wie
z.B. die Weiterbearbeitung von Bestellungen
oder Reklamationen.
Das Back Office dient als Schnittstelle zu
Front-Office-Systemen.
Computer Aided Design (CAD)
Computer Aided Design: Computergestützte
Konstruktionslösungen, eine Software, die
von Ingenieuren, Konstrukteuren, Techni-
schen Zeichnern oder Architekten eingesetzt
wird, um technische Zeichnungen und Kon-
struktionen zu erzeugen. Mit 3D-CAD-Pro-
grammen lassen sich Modelle erzeugen,
die einen räumlichen, dreidimensionalen
Eindruck des Objektes vermitteln. Hier un-
terscheidet man zwischen Drahtmodell-Sys-
temen, flächenorientierten und volumenori-
entierten Systemen.
Arbeitsplan
Informationsträger der Arbeitsplanung. Mit
dieser Hilfe schreibt der Arbeitsplaner dem
Betrieb vor, wie im Einzelnen die Fertigung
der Erzeugnisse, Teilerzeugnisse und Einzel-
teile vorzunehmen ist. Beschreibung der Ab-
laufabschnittsfolge und der Arbeitssysteme,
die für eine schrittweise Aufgabendurchfüh-
rung erforderlich sind.
B
C
BDE
Betriebsdatenerfassung: System, das Perso-
nal-, Zeiterfassungs- und Maschinendaten
registriert und verwaltet.
Bruttobedarfsrechner
Die Bruttobedarfsrechnung ist die Umset-
zung des Fertigungsprogramms in Bestell-
und Fertigungsaufträgen für Rohmaterial,
Teile und Baugruppen ohne Berücksichti-
gung der Bestände.
C++
Objektorientierte Weiterentwicklung der Pro-
grammiersprache C
Client
Ein Computer (Arbeitsplatz), der auf Netz-
werk-Ressourcen, die auf einem Server
gespeichert sind, zurückgreift.
Client-Server-Modell
Die Grundidee des Client-Server-Ansatzes,
der Mitte der 70er Jahre im PARC-Labor
von Xerox entwickelt wurde, besteht darin,
Computerleistungen unter verschiedenen
Benutzern aufzuteilen, wobei man einen
Schritt weiter als beim Time-Sharing geht.
Ausgehend von einem Arbeitsplatzrechner
kann der Benutzer auf spezialisierte, über ein
Netzwerk verteilte Dienste zugreifen. Hierbei
ermittelt der Client Anforderungen an den
Server.
Computer numerical control (CNC)
CNC (computerized numerical control): Nu-
merische Maschinensteuerung auf Basis
eines Computers, (früher) im Gegensatz zu
NCMaschinen, die auf Basis von Lochstrei-
fen arbeiteten.
83Competence Book - ERP
BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR
D
CPS-Plattform
Plattformkonstrukt, das Hardware-, Soft-
ware und Kommunikationssysteme mit
grundlegenden standardisierten CPS-Ver-
mittlungs-, Interoperabilitäts- und Quali-
ty-of- Service-Diensten (QoS-Diensten) für
Implementierung und Management von
Cyber-Physical Systems und ihren Anwen-
dungen sowie deren Einbindung in Wert-
schöpfungsnetzwerke umfasst. CPS-Platt-
formdienste mit ihrer Grundfunktionalität
für Realisierung, verlässlichen Betrieb und
Evolution von Cyber-Physical Systems sind
integraler Bestandteil domänenspezifischer
CPS-Anwendungsplattformen. Sie sichern
die domänen- und unternehmensübergrei-
fende Gesamtfunktionalität und -qualität auf
technischer Systemebene, beispielsweise
durch QoS-fähige Kommunikation, Dienste
für IT-Sicherheit oder für Selbstdiagnose,
Selbstheilung und Rekonfiguration.
Customizing
Anpassung einer Standard-ERP-Lösung an
die Bedürfnisse des Kunden.
Durchlaufzeit
Durchlauf von Arbeitsgegenständen durch
die einzelnen Arbeitsplätze. Die Durchlaufzeit
ergibt sich aus der Differenz von Fertigungs-
termin und Anlieferungstermin.
Zeitspanne, die ein bestimmtes Arbeitsob-
jekt, beginnend mit dem Zeitpunkt der Be-
reitstellung für den ersten Arbeitsgang und
endend mit dem Zeitpunkt des Vollzuges
des letzten Arbeitsganges, benötigt, um den
vorgeschriebenen Weg über die einzelnen
Bearbeitungsstellen zurückzulegen.
Datenschutz
Der Schutz des Einzelnen vor Beeinträchti-
gung seines Persönlichkeitsrechts in Bezug
auf Personenbezogene Daten.
Datenbankserver
Computersystem, das in einem nach dem
Client-Server-Modell organisierten Netzwerk
die Rolle des Servers übernimmt. Da die
Verknüpfung von Computern und lokalen
Netzwerken zu größeren Verbänden immer
mehr an Bedeutung gewinnt, arbeitet jede
neuzeitliche Multiuser-Datenbank mit einem
Datenbankserver. Eines der wichtigsten Pro-
bleme besteht in diesem Zusammenhang
darin, mehrere Datenbank-Server im Netz
agieren zu lassen, ohne dass sich diese in
die Quere kommen.
Digitales Vertragsmanagement
Digitales Vertragsmanagement umfasst das
Management von Verrägen aller Art: Ver-
tragserstellung/Genehmigung, Vertragsver-
waltung, Fristenkontrolle sowie Liquiditäts-
planung.
Capable-to-Promise (CTP)
Capable-to-Promise: Lieferterminermittlung
E
Disposition
Disposition ist eine Tätigkeit um Art, Menge
und Zeitpunkt eines bestimmten Bedarfs
festzustellen und in Bestell- beziehungswei-
se Liefermengen in Bestell- oder Lieferter-
mine umzuplanen.
DMS
Dokumenten-Management-Systeme dienen
der datenbankgestützten Verwaltung elekt-
ronischer Dokumente.
EAI
Enterprise Application Integration: Middlewa-
re-Lösung, die die Integration von Anwen-
dungen vereinfacht.
ECM
Enterprise-Content-Management-Systeme
umfassen die Technologien zur Erfassung,
Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und
Bereitstellung von Content und Dokumenten
zur Unterstützung organisatorischer Prozes-
se im Unternehmen.
EDI
Electronic Data Interchange: Automatisier-
ter Austausch genormter Daten zwischen
Geschäftspartnern; Bestandteil des E-Com-
merce.
Edifact
Electronic Data Interchange For Administ-
ration Commerce and Transport: Weltweit
gültiger EDI-Standard (ISO 9735) mit Nach-
richtentypen für ein branchenübergreifendes
Spektrum von Geschäftsvorfällen, etwa zum
Austausch von Bestellungen. Nachteil von
Edifact: Edifact-Lösungen sind relativ teu-
er und komplex. Edifact erhält zunehmend
Wettbewerb durch XML-basierende Lösun-
gen zum Datenaustausch.
EDM
Engineering Data Management: EDM-Sys-
teme unterstützen die Datenintegration von
vorhandenen Bereichslösungen wie CAD,
CAM oder PPS im Unternehmen.
BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR
84 Competence Book - ERP
Elektronische Archivierung
Elektronische Archivierung steht für die un-
veränderbare, langzeitige Aufbewahrung
elektronischer Information.
Enterprise Resource Planning (ERP)
Enterprise Resource Planning: Hier werden
unternehmensübergreifende Software-Lö-
sungen zusammengefasst, die zum Opti-
mieren von Geschäftsprozessen eingesetzt
werden. Darunter versteht man eine voll-
ständig integrierte Software-Lösung für Fer-
tigung, Finanzen, Logistik, Personal, Vertrieb
u.a.
Feinplanung
Prozess zur detaillierten Planung aller Ar-
beitsschritte für die Auftragsabwicklung in
der Fertigung.
F
Fifo
First In, First Out: Einlagerungsstrategie, bei
der die zuerst eingelagerten Produkte das
Lager auch zuerst wieder verlassen.
Fortschrittszahlen-Konzept
Dabei werden Bedarf und Verbrauch als
Summenkurve über dem Planungshorizont
dargestellt. Diese Darstellung ist für Soll- und
Ist-Werte geeignet, so dass Rückstand, Vor-
lauf und die Ein-/Auslaufproblematik einfach
und ohne zusätzliche Verfahrensschritte ab-
gewickelt werden können. Das Fortschritts-
zahlen-Konzept wird meist im JIT-Umfeld
genutzt, wenn Zulieferer und Hersteller im
ständigen Dialog Soll und Ist der bestellten
Produkte vergleichen.
Gantt-Diagramm
Graphische Darstellungen, die durch den
Vergleich von Ist und Soll den Arbeitsfort-
schritt feststellen sollen. Sie werden insbe-
sondere in der Ablaufplanung als Ablaufdia-
gramme verwendet.
G
Geschäftsprozess-Optimierung
Aktivitäten zur Verbesserung der Wertschöp-
fung eines Geschäfts-Prozesses, auch als
Business Reengineering bezeichnet.
iCenter
Komplexe, automatisierte Eingangsrech-
nungsverarbeitung mit Scannen der Be-
lege, Extrahieren des Inhalts, Validieren mit
Bestell-/Wareneingangsdaten, Übergabe in
den Freigabe-Workflow sowie Buchung und
anschließender revisionssicherer Archivie-
rung.
I
Implementierung
Die Umsetzung einer Planung in die Wirk-
lichkeit (englisch implementation: Ausfüh-
rung, Durchführung, Erfüllung); in der Regel
die Übernahme eines Programms in ein
Computersystem. Zur Implementierung ge-
hören Testläufe, Anfangsüberwachung und
Benutzerschulung. Die Implementierung ist
Bestandteil des gesamten Softwareentwick-
lungsprozesses.
Integration
Herstellung eines Ganzen, einer Einheit aus
Differenziertem. Von Integration spricht man
in Hinblick auf Computersysteme z.B. dann,
wenn es möglich ist über alle eingesetzten
Anwendungsprogramme auf dieselben Da-
ten (Datenbank) zuzugreifen.
Interface
Schnittstelle: physische Eigenschaften der
Verbindungsleitungen zwischen zwei Einrich-
tungen oder zwei Systemen. MMI bezeich-
net mit Mensch-Maschine-Interface z.B. die
Bedienoberfläche als Schnittstelle zwischen
Computer und Mensch.
Internet
Das Internet ist das weltweit größte Com-
puternetzwerk, das aus vielen miteinander
verbundenen Netzwerken und einzelnen
Ressourcen besteht. Zu den wichtigsten
Diensten des Internets gehören die elektro-
nische Post (E-Mail), Informationen (WWW),
Dateitransfer (FTP) und Diskussionsforen
(Usenet/Newsgroups).
Intranet
Netzwerk für die Informationsverarbeitung
innerhalb eines Unternehmens oder einer
Organisation.
BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR
85Competence Book - ERP
J
Java
Java ist eine von Sun entwickelte objekto-
rientierte und damit plattformunabhängige
Programmiersprache, da Java-Programme
nicht auf Maschinencode, sondern auf ei-
nem speziellen Bytecode basieren. Aus den
Quelltexten wird durch einen Compiler ein
Zwischencode übersetzt, der von einem ge-
eigneten Interpreter auf beliebigen Rechnern
abgearbeitet werden kann, dadurch können
Java-Programme auf allen Rechnerplattfor-
men laufen, für die ein passendes Interpre-
terprogramm existiert.
K
Konfigurationssystem
Expertensystem, welches das Wissen der
Konstrukteure enthält. Der Verkäufer kann
damit im Verkaufsgespräch eine passende
Produktkonfiguration für den Kunden aus-
wählen und sofort ein Angebot abgeben.
M
MES
Manufacturing Execution System: Ferti-
gungs- und Prozessleitsystem, Bindeglied
zwischen SPS oder IPC auf der Fertigungs-
und Prozess-Seite sowie ERP-Systemen in
der Administration. MES-Lösungen decken
die leittechnischen Anforderungen von der
Steuerungsebene bis hin zur Produktions-
leitebene ab. MES-Lösungen umfassen u.a.
Scada-Funktionalitäten sowie MDE- und
BDE-Funktionalitäten, um Prozess-, Maschi-
nen- und Betriebsdaten sowohl online als
auch offline erfassen, archivieren und aus-
werten zu können.
N
NC/CNC
Numerical Control/Computerized Numerical
Control: Werkzeugmaschinensteuerung, im
Unterschied zur SPS für zeitkritische Abläufe
geeignet.
O
Open Database Connectivity (ODBC)
Open Database Connectivity. Von Microsoft
entwickelte Schnittstelle, mit der Programme
und andere Datenbanken auf SQL-Daten-
banken zugreifen können.
Odette
Organisation for Data Exchange by Tele-
transmission in Europe - Protokoll zur Da-
tenübertragung im EDI-Bereich, das vor al-
lem in der Automobil- und –Zulieferindustrie
eingesetzt wird.
P
Product Data Management (PDM)
Product Data Management: System zur
Produktdatenverwaltung. Durch den Einsatz
der PDM-Technologie soll erreicht werden,
dass alle Beteiligten (etwa Zulieferer und
Hersteller) eines kompletten Systems mit
den jeweils aktuellen Versionen und Varian-
ten arbeitet.
Produktkonfigurator
Produktkonfiguratoren unterstützen das Va-
riantenmanagement, in dem sie die Gestal-
tung kundenindividueller Produktvarianten
unter Berücksichtigung der technischen
Möglichkeiten erlauben.
PPS
Produktionsplanung und –Steuerung: Orga-
nisatorischer Teil von ERP, steht heute auch
allgemein für betriebswirtschaftliche Stan-
dardsoftware.
Scada
Supervisory Control and Data Acquisition:
Systeme, die in der Industrie eingesetzt
werden, um den Fertigungsablauf zu über-
wachen. Sie sind in hohem Maße konfigu-
rierbar und normalerweise per SPS mit der
Fertigung verknüpft.
Schnittstelle
Unter dem Begriff Schnittstelle, auch Inter-
face genannt, werden alle Verbindungen
(Übergangsstellen) zusammengefasst, über
die eine DVKomponente mit einer anderen
in Kontakt treten kann. Zu diesen Kompo-
nenten zählen Hardware und Software und
auch der Mensch, der in das Datenver-
arbeitungsgeschehen einbezogen ist. Je
nach der Art, wie die Informationen an der
Schnittstelle übergeben werden, spricht man
von seriellen und parallelen Schnittstellen.
S
BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR
86 Competence Book - ERP
Supply-Chain-Management (SCM)
Supply-Chain-Management: Abstimmung
aller logischen Vorgänge und Funktionen
innerhalb der Versorgungskette vom Lie-
feranten bis zum Verbraucher mit der Ziel-
setzung, den Kundenservice zu optimieren
und gleichzeitig die Kosten zu minimieren.
SCM-Systeme verzahnen die gesamte
unternehmensinterne und -externe Wert-
schöpfungskette vom Rohmateriallieferanten
bis hin zum Endkunden, indem alle relevan-
ten Daten zwischen den Gliedern der Kette
ausgetauscht werden.
Stammdaten
Datenbestand, auf dem Geschäftsprozesse
aufbauen und der über einen längeren Zeit-
raum gültig ist, z.B. Stücklisten.
Stückliste
Die Stückliste enthält die Mengen aller
Gruppen, Teile und Rohstoffe, die für die
Fertigung einer Einheit des Erzeugnisses
oder einer Gruppe erforderlich sind. Außer-
dem kann sie weitere Stammdaten sowie
Strukturdaten der Erzeugnisse, Gruppen und
Teile enthalten. Sie dient in erster Linie als
Grundlage für die Arbeitsplanerstellung und
die Teile- und Rohstoffermittlung.
T
Time to Market
Der Begriff bezeichnet den Zeitraum von der
Entwicklung eines Produktes bis hin zu sei-
ner Marktreife. Die Dauer dieses Zeitraumes
wird bei immer kürzer werdenden Markt-,
Produkt-, und Technologiezyklen für den
Erfolg des Unternehmens immer entschei-
dender.
V
Virtual Private Network
Virtual Private Network: Internet-basierende
Plattform für eine geschlossene Benutzer-
gruppe.
W
Workflow
Computergestützte Automatisierung von
Geschäftsprozessen, Vorgängen oder Wei-
terleitung von elektronischen Dokumenten
(daher auch oft als Vorgangsbearbeitung
bezeichnet),
x
XML
Extensible Markup Language: Eine sehr
einfach aufgebaute Sprache für das WWW,
abgeleitet von der SGML-Sprache. XML soll
künftig den schnellen und sicheren Aus-
tausch von Informationen mit sehr komple-
xen Strukturen zwischen völlig unterschiedli-
chen Systemen, wie etwa ERPApplikationen,
im E-Business-Bereich ermöglichen. ,
Z
Zulieferkette
Abfolge von Lieferungen externer Ge-
schäftspartner über den gesamten Prozess
bis zur Auslieferung eines Produktes an den
Endverbraucher.
Mit freundlicher Unterstützung der PSIPENTA Software Systems GmbH
BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR
87Competence Book - ERP
Competence Book Nr. 4
CRM KompaktCustomer Relationship Management für das kundenorientierte Unternehmen
Competence Book Nr. 2
MES KompaktManufacturing Execution Systems im Zeitalter von Industrie 4.0
WeitereCompetenceBooks
Wenn Ihnen dieses Competence Book gefallen hat, können Sie kostenlos weitere Competence Books online
herunterladen bzw. vorbestellen oder sogar als Experte und Partner dabei sein. Einige unserer Competence
Books finden Sie in dieser Aufstellung. Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit!
Competence Book Nr. 3
BI KompaktBusiness Intelligence für das datenbasierte Unternehmen
Competence Book Nr. 1
BPM KompaktBusiness Process Management für das prozessorientierte Unternehmen
Kostenfreie Wunsch-Ausgabe bestellen oder mitmachen unter www.competence-books.de.
88 Competence Book - ERP
ERP Kompakt - Enterprise Resource Planning für eine integrierte Ökonomie
Führende Praxisexperten und Wissenschaftler beleuchten in diesem Werk alle relevanten Aspekte
zum Thema ERP. Zukunftsfragen wie „Was sind die wichtigsten Trends?“, „Wie beeinflussen digitale
Transformation und Industrie 4.0 die ERP-Lösungen?“ und „Welche Rolle spielen in Zukunft Usabi-
lity, Mobility, Cloud & Co?“ werden in einer Vielzahl von Fachbeiträgen beantwortet. Zugleich wer-
den aber auch generelle Themen wie die Auswahl, Einführung und der Betrieb von ERP-Systemen
behandelt. Infografiken und Informationsquellen sowie Fallbeispiele und Verzeichnisse zu den Ex-
perten und Unternehmen runden das Werk ab. So erhält der Leser einen fundierten Überblick über
Status quo und Zukunft des zentralen Systems für eine vernetzte Ökonomie.
ISBN: 978-3-945658-06-2
€ 49,90 (D)

Competence Book ERP - Enterprise Resource Planning

  • 1.
    Competence Book Nr.7 ERP KompaktEnterprise Resource Planning für eine integrierte Ökonomie Auflage 2015 Anzeigenveröffentlichung THORSTEN REUPER, KARL M. TRÖGER, FRANK NAUJOKS, MANFRED DEUES, WINFRIED FELSER ET AL.
  • 2.
    2 Competence Book- ERP Partner des Competence Books ERP
  • 3.
    EDITORIAL 3Competence Book -ERP E RP-Lösungen gehören seit vielen Jahren zum Standard in Wirtschaftsunterneh- men. Die Umfragen innerhalb des Maschinen- und Anlagenbaus, die der VDMA alle zwei Jahre zu IT-Systemen durchführt zeigen, dass fast 100% der Unterneh- men derartige Lösungen einsetzen. Der hohe Grad an Rationalisierung und Prozessbeschleunigung, der mit dem Einsatz dieser Systeme gewonnen wurde, wird als selbstverständlich hingenommen und damit kaum mehr beachtet. Tatsächlich ist ERP heute eine Selbstverständlichkeit, allerdings eine Selbstverständlichkeit mit großem Potential. Nicht umsonst arbeiten tagaus tagein Hunderte von Mitarbeitern in den einschlägigen Softwarehäusern daran, diese Lösun- gen weiter zu entwickeln und zu verbessern. Um den oben genannten Sachverhalt mehr in das Bewusstsein der Nutzer zu rücken und nahe liegende Entwicklungen aufzuzeigen, hat der VDMA die Kampagne ERP 2020 gestartet. Einerseits geht es darum, dass das Nutzenpotential, welches die Unternehmen durch die Bezahlung der Lizenzgebühren erwerben, auch bei den Nutzern ankommt. Dies gelingt nur, wenn auch die aktuellen Versionen der Softwareprodukte eingesetzt und ihre funktionalen Potenziale auch tatsächlich für eine zukunftsfähige Wertschöp- fung genutzt werden. Kommen veraltete Release-Stände zum Einsatz oder werden neue Chancen bzw. Opportunitäten nicht genutzt, kann man in diesem Sinne schon von Ver- schwendung sprechen! Zum anderen kommt derzeit grundlegend Bewegung in das Thema ERP. Wie beim Wechsel von ASCII-basierten Terminals zu Windows basierten Client-Server- Lösungen stehen wir heute wieder vor einem Paradigmenwechsel. Dieser wird sich jedoch weit dynamischer und rascher vollziehen als der Vorgenannte. Getrieben vom Megatrend der Mobilität, die in mehr und mehr Arbeitsbereichen ge- fordert wird, und von modernen Endgeräten, mit denen die nächste Nutzergeneration völlig neue Kommunikationsgewohnheiten entwickelt hat, wird nun auch ERP mobil, vernetzt und in der Anwendung ergonomischer, im Sinne von Einfachheit und Benut- zerführung. Nicht nur die Generation Y bevorzugt eine andere „work life balance“, wel- che eine flexiblere und mobile Erbringung ihres Leistungsbeitrags für das Unternehmen ermöglicht. Auch in anderen Bereichen ist das ortsungebundene Arbeiten unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Dies geht heute weit über die klassischen Außendienstbereiche wie Vertrieb oder Kundendienst und Service hinaus. Eine moderne Industrienation kann es sich schlicht nicht leisten, ihre Mitarbeiterinnen, welche gut ausgebildet und moti- viert maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen beitragen, einfach zie- hen zu lassen, wenn diese sich vorübergehend dafür entscheiden, ihre Familie in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Vielmehr müssen technische und organisatorische Voraussetzungen dafür geschaffen werden, diese Mitarbeiterinnen über moderne und sichere Homeoffice Arbeitsplätze an ihre Unternehmen zu binden. ERP 2020: Zukunft,aberkeineScience-Fiction Zum Autor Volker Schnittler: Seit Oktober 2001 ist Volker Schnittler als Referent für kauf- männische Unternehmenssoftware wie ERP, PPS, MES und Varian- tenkonfigurationslösungen bei der Abteilung Informatik des VDMA beschäftigt. Dort leitet er u. a. auch den PPS-Anwender/Anbieter-Dia- log und ist Mitglied im Forschungs- beirat des fir (Aachen). Es lohnt sich also, sich dem Thema ERP wieder etwas intensiver zuzuwenden und das vorliegende Competence Book wird sicherlich seinen Anteil daran haben, Er- kenntnisse zu stiften und wichtige Ent- wicklungstendenzen zu verdeutlichen. Dabei wünsche ich recht viel Erfolg! Ihr Volker Schnittler Fachreferent kaufmännische Unterneh- menssoftware, VDMA - Informatik
  • 4.
    Einleitung Grundlagen Anwendungen& Lösungsbausteine INHALT 4 Competence Book - ERP 6 Unser Kompetenz-Netzwerk Partner des Competence Books 7 Editorial Volker Schnittler ERP 2020 Zukunft, aber keine Science Fiction 10 Grußwort Frank Naujoks Gerüstet für den Wettbewerb von morgen 11 Grußwort Otto Schell ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit um Zukunftsfähigkeit 12 Grußwort Thorsten Reuper ERP der Zukunft - die Zukunft des ERP hat gerade erst begonnen 13 Grußwort Manfred Deues Maximale Prozesstransparenz 14 Zahlen kompakt Infografik ERP 18 Statements Statements zu ERP 22 ERP 2020 I Roundtable zu ERP 2020 32 ERP 2020 I Die ERP 2020-Initiative des VDMA vorgestellt 35 ERP 2020 II 21 Thesen für das ERP der Zukunft 40 ERPAuswahl Die Zeit ist reif: Ein neues ERP-Auswahlverfahren 45 ERP Einführung I Stolperfallen bei der ERP-Einführung 47 ERP Einführung II ERP-Systeme einführen: In drei Phasen zum Erfolg 50 ERP Betrieb ERP-Systeme wirtschaftlich betreiben 54 Wandlungsfähigkeit Mehr Wandlungsfähigkeit dank moderner ERP-Software 56 ERP Trends I Vier Megatrends fordern die gesamte IT-Industrie 60 ERP Trends II ERP Trends 2015 64 ERP Trends III Ihre digitale Zukunft und warum Sie schon heute über Ihr ERP nachdenken sollten! 68 ERP Trends IV ERP/PPS im Kontext von Industrie 4.0 74 ERP 2020 III Mobility, Connectivity, Usability: Empirie zur Trilogie der ERP 2020 76 ERP 2020 IV Mobility auf dem Vormarsch 78 ERP 2020 V Usability als Erfolgsfaktor 80 ERP 2020 VI Connectivity schafft die Basis 82 Mobility Das Büro in der Westentasche Business-Software wird mobil 84 Cloud ERP in der Cloud Zwei Trends zeichnen sich ab 86 Usability ERP 2020 und Industrie 4.0 Usability - next steps 88 Herausforderungen Herausforderung Prozessoptimierung 91 Integration Vorteile einer ERP/MES- Integration 93 Internationalisierung Wie ERP-Systeme internationale Geschäftspro- zesse unterstützen 96 Branchenorientierung ERP für Einzel- und Auftrags- fertigung ist anders!
  • 5.
    Case Studies & Produktinformationen Branchenübersicht 138 Informationsquellen 139 Unternehmen 144 Experten 150 Veranstaltungen 152 Glossar zum Thema ERP Impressum Verantwortlich für das Competence Book i.S. des TDG: Geschäftsadresse: NetSkill Solutions GmbH Salierring 43 50677 Köln Tel.: 0221 / 716 144 0 E-Mail: info@netskill.de Geschäftsführer: Dr. Winfried Felser Amtsgericht Köln HRB 82780 Steuernummer: 5214/5813/2595 Layout & Design: Ahad Pirahmadian © Copyright 2015 NetSkill Solutions GmbH - alle Rechte vorbehalten. INHALT 5Competence Book - ERP 102 Bergbau (KUMAVISION) KUMAVISION factory für Förderanlagen imBergbau 105 Maschinenring Agrar (Asseco) Maschinenring Österreich: Ring frei für APplus 107 Sanitär (Microsoft) Mit Dynamics AX 2012 schlank in die Zukunft 109 Kunststoff (COSMO CONSULT) Integrierte Module statt Individualprogrammierung 112 Metall (IAS) Metallverarbeiter erreicht große Synergien im Datenmanagement 114 Elektrotechnik (IAS) Hohe Umsatzsteigerung bei Jean Müller GmbH 120 Fahrrad (Asseco) Der Weltmarktführer für Luftpumpen und Schutzbleche ist mit APplus für die Zukunft gerüstet 122 Machinenbau (ams.Solution) Wachstum organisieren 126 Diverse (COSMO CONSULT) Ein Partner für alle Fälle 130 Machinenbau (ams.Solution) Auf Draht bei Aumann 134 Weitere Case Studies
  • 6.
    GRUßWORT - MICROSOFTDEUTSCHLAND GMBH 6 Competence Book - ERP Gerüstet für den Wettbewerb von morgen Sehr geehrte Leser, diedeutscheFertigungsindustriegenießtweltweiteinenexzellen- ten Ruf. Viele „Hidden Champions“ dominieren aus Deutschland heraus den Weltmarkt mit ihren hochspezialisierten Angeboten. Für den Erfolg ausschlaggebend ist neben der Ausgangsidee die stetige Verbesserung, das Offensein für Neues sowie eine ausge- prägte Spezialisierung und Fokussierung. Dabei helfen integrier- te ERP-Systeme, weltweit einheitliche Prozesse umzusetzen. Veränderungen müssen im unternehmerischen Alltag gestaltet werden und idealerweise wird man selbst zum Trendsetter. The- men wie Globalisierung, Internet der Dinge aber auch ein effizi- enter Materialeinsatz treiben die Fertigungsindustrie seit Jahren um und setzen Rahmenbedingungen, in denen erfolgreiche Un- ternehmen agieren und gestalten. Fragt man heute Fertiger nach den Treibern für ihre IT-Investi- tionen ertönt der Dreiklang aus erhöhter Produktivität, redu- zierten Kosten und verbesserten Geschäftsprozessen. Zwar sind die kurzfristigen ökonomischen Aussichten eher unsicher, doch langfristiges profitables Wachstum basiert auf weltweit integrier- ten Wertschöpfungsketten, die in der Lage sind, sich schnell än- dernden Bedingungen anzupassen. Für Fertigungsunternehmen bedeutet dies, dass sie ihre weltweiten Aktivitäten weiter ausbau- en müssen bei gleichzeitiger Prozessstandardisierung über Lan- desgrenzen hinweg. Dabei spielen Themen wie Cloud, Big Data, Social Business und Mobility fürdie Konzeption von IT-Systemen zunehmend eine wettbewerbsentscheidende Rolle und müssen durch ERP- und CRM-Lösungen abgebildet werden. Die nächste Welle an Produktivitätsverbesserungen wird nicht in kleinen Schritten ablaufen. Vielmehr erwarten Fertigungsun- ternehmen von ihren IT-Investitionen in moderne IT-Infrastruk- tur deutliche Produktivitätsverbesserungen in sehr kurzer Zeit. Microsoft beispielsweise liefert dazu die Plattform-Technologie, damit Anwender eine IT-infrastruktur bestehend aus Server, Sha- repoint, Lync, Office 365, CRM und natürlich Dynamics ERP aus einem Guss erhalten. Das Ganze ergänzt um das tiefe Branchen- wissen der Partner lässt Anwender sehr gut gerüstet in den Wett- bewerb von morgen ziehen. Ihr Frank Naujoks Zum Autor Frank Naujoks: Frank Naujoks arbeitet seit April 2013 bei Microsoft und verantwortet als Produkt- manager Microsoft Dynamics AX. Der ehemalige Analyst, mit Stationen bei META Group, Hewson Group, IDC und i2s, hat einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der Universität zu Köln.
  • 7.
    GRUßWORT - DSAGE. V. 7Competence Book - ERP ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit um Zukunftsfähigkeit Liebe Leserinnen und Leser, Die Standardisierung von Prozessen, die Reduzierung von Syste- men, die Harmonisierung von Stammdaten oder die Compliance sind wohl die meist genannten Themen der letzten Jahre, im Zu- sammenhang mit einem Business Case für die Einführung eines ERP-Systems wie beispielsweise SAP. Hier steht die Effizienz der Strukturen und Systeme im Vordergrund. Die Rahmenbedingungen haben sich mittlerweile aber geändert. Neue Technologien erlauben nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in der Datenauswertung und (fast) real-time Prozesse eröffnen erweiterte Spielräume für die Prozessintegration auch in der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation. Da rein aus Anwen- dersicht die Verarbeitung großer Datenmengen kaum mehr eine Rolle spielt, ergeben sich weitere Felder für integrative Ansätze, wie zum Beispiel Simulationsmodelle, die im Bereich der Proto- typen eingesetzt werden. Hinzu kommen Bereiche wie Mobility und Cloud. Hierbei ist festzustellen, dass die Grenzen mobiler Anwendungen oder der Nutzen bzw. der Einstieg in die Cloud noch nicht in dem Maße greifbar sind, um ganzheitliche Ent- scheidungen über entsprechende Projekte treffen zu können. In dem Zusammenhang wird die Frage zu beantworten sein, wie sich die neuen Technologien nicht nur auf die ERP-Systeme, son- dern letztlich auf das gesamte Unternehmen und seine Zukunfts- fähigkeit auswirken. Auf der Suche nach einer entsprechenden Antwort beschäftigen sich viele Unternehmen derzeit noch sehr mit Konsolidierungs- oder Harmonisierungsprojekten, um ihre gewachsenen Strukturen zu vereinfachen. Das heißt, momentan wird viel getestet und versucht, punktuell die auftretenden Pro- bleme zu lösen. Das entspricht aber nicht unbedingt dem ERP-Gedanken. Hier stehen letztendlich die Standardisierung und vor allem die In- tegration im Vordergrund. Die damit verbundenen Aufgaben zu meistern, führt bei vielen Unternehmen zu einem Wettlauf ge- gen die Zeit, um die Vorteile von „real time“-Anwendungen wett- bewerbstechnisch nutzen zu können. Die Herausforderungen für den ERP-Markt liegen damit klar auf der Hand: Die Hersteller müssen ihren Kunden eine Strate- gie aufzeigen, wie die Produkte weiterentwickelt werden, ohne dass sie ihre Integrationsstärke und Compliance verlieren. Zu- dem müssen die Lösungen ohne große technische und finanzi- elle Aufwände in die bestehenden IT-Landschaften einzubinden sein, um den gestiegenen Business-Anforderungen gerecht zu werden. Auf dieser Basis könnte dann auch der Wettlauf mit der Zeit um die Zukunftsfähigkeit gewonnen werden. Diese Entwicklung entscheidend zu beeinflussen und dabei als Stimme der Anwender zu agieren ist Aufgabe der DSAG. Hierfür hat sich der Vorstand entsprechend aufgestellt. Ihr Otto Schell Zum Autor Otto Schell: Seit 2008 ist Otto Schell in der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e.V. ehrenamtlicher Vorstand Branchen/Geschäftsprozesse. Daneben leitet er u.a. den Arbeitskreis Globalisierung und ist aktiv in diversen DSAG/SAP-Gremien so- wie im internationalen Umfeld der SAP-Anwendergruppen. Otto Schell leitet als SAP Business Process Manager das EMEA SAP Business CCoE eines globalen Automobilherstellers. In dieser Rolle ist er in globalen und regionalen Transformation/SAP-Initiativen vertreten und mit dem Aufbau der SAP CCoEs vertraut.
  • 8.
    GRUßWORT - ASSECOSOLUTIONS AG 8 Competence Book - ERP ERP der Zukunft - die Zukunft des ERP hat gerade erst begonnen Liebe Leserinnen und Leser, aktuelle Prognosen für die zukünftige Entwicklung von ERP konfrontieren uns mit Schlagwörtern wie „Multisite“, „Mobili- ty“, „Usability“, „Cloud“ sowie allen voran „Industrie 4.0“. Einige dieser Konzepte sind bereits heute weit verbreitet, etwa „Cloud Computing“, welches sich auch zunehmend im Geschäftsbereich großer Beliebtheit erfreut. Andere Trends hingegen werden als Goldener Weg proklamiert, obwohl die Umsetzung in der Reali- tät tendenziell noch in den Kinderschuhen steckt – so etwa bei Industrie 4.0. Dennoch wird oft der Anschein erweckt, Unter- nehmen müssten ihre Produktionsabläufe so schnell wie möglich auf die dezentrale Vernetzung umstellen, um zukunftsfähig zu bleiben – besser heute noch als morgen. Auch politisch wird das Thema aktuell heiß diskutiert. Der Vor- teil einer solchen medialen Aufmerksamkeit liegt dabei auf der Hand: Sie schafft Bewusstsein, einschließlich der technischen und organisatorischen Herausforderungen, die dem Konzept zu- grunde liegen und denen auch wir ERP-Hersteller auf die eine oder andere Weise gerecht werden müssen. Allen voran zählen hierzu natürlich die Sicherheitsaspekte, wie der Schutz solcher Systeme vor Spionage und Manipulation. Zudem tun sich Kon- zeptfragen auf: Wie viel Dezentralität ist wünschenswert? Wie viel Autonomie ist für die vernetzten Maschinen wirklich sinn- voll? Fragen wie diese müssen geklärt werden, doch wäre es ver- messen und unrealistisch, schon heute oder morgen mit umfas- senden Lösungen aufwarten zu wollen. Denn diese benötigen Zeit – und viele wertvolle Schlüsse werden wir erst aus der Erfah- rung ziehen können. Um eine gute Grundlage hierfür zu schaffen, sind ERP-Hersteller allerdings bereits heute gefordert, diese Entwicklung aktiv mit- zugestalten – denn ihre Produkte beeinflussen die Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Unternehmen in zentraler Weise und bil- den so den Kern der geschäftlichen Prozesse. Noch befinden wir uns am Anfang dieser Entwicklung, und dies gibt uns die Chance, die Fortentwicklung des Konzepts von Anfang an aktiv zum Po- sitiven mitzugestalten. Die Zukunft bleibt also spannend – denn für ERP hat sie gerade erst begonnen. Ganz indiesem Sinnewünsche ich Ihneneine informative Lektüre. Herzliche Grüße Ihr Thorsten Reuper Zum Autor Thorsten Reuper: Seit mehr als dreißig Jahren in der IT-Branche tätig, ist Thorsten Reuper ein besonders versierter Mann mit ei- nem umfassenden technischen Hintergrund, der weit- reichende Erfahrungen in verschiedenen renommierten Unternehmen vorweisen kann. Erklärtes Ziel des techni- schen Verantwortlichen ist die konsequent verfolgte, stra- tegisch ausgerichtete Produktentwicklung mit gezielten Funktionserweiterungen und einem besonderen Augen- merk auf die Ergonomie der Software. Dies soll insbeson- dere durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenar- beit mit Kunden und Interessenten realisiert werden.
  • 9.
    9Competence Book -ERP GRUßWORT - AMS.SOLUTION AG MaximaleProzesstransparenz Sehr geehrte Leser, Einzel- und Auftragsfertiger haben eine harte Nuss zu knacken. Ohne dass ihnen alle Detailinformationen vorliegen, müssen sie mehrmonatige, zum Teil mehrjährige Aufträge sicher organisie- ren. Hierbei ist höchste Präzision geboten: Angesichts sechs- bis achtstelliger Investitionssummen bergen selbst kleinere Pla- nungsfehler ein erhebliches Gefahrenpotenzial. In den vergangenen 25 Jahren haben wir uns daher ausschließlich mit der Frage beschäftigt, wie Einzelfertiger aus dem Anlagen-, Werkzeug- und Sondermaschinenbau, dem Stahl- und Metallbau, der Innenausstattung und der Werftenindustrie ihr komplexes Pro- jektgeschäft wettbewerbsfähig managen. Die Quintessenz unserer Erfahrungen: Je höher die Prozesstransparenz ist, desto wirtschaft- licher lassen sich knapper werdende Ressourcen zuteilen, desto si- cherer die immer enger gesetzten Liefertermine halten und desto umfassender die ständig steigenden Kundenwünsche erfüllen. Als Beratungs- und Standardsoftware-Spezialist für die Pro- zessoptimierung von Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigern sind wir das einzige europaweit tätige Unternehmen, das mit dieser ausschließlichen Fokussierung am Markt ist. Inzwischen erschließen beinahe 500 Unternehmen signifikante Wettbe- werbsvorteile mit unserer Gesamtlösung, dem integrierten Auf- tragsmanagementsystem ams.erp, das alle Geschäftsbereiche vollständig vernetzt. Angefangen bei Marketing und Vertrieb inklusive Kalkulation reicht die Prozessunterstützung über Kon- struktion, Fertigung und Beschaffung bis zu Auslieferung, Mon- tage und Service Management. Unabhängige Marktbeobachter bestätigen, dass unser Portfo- lio die Anforderungen des Zielmarkts besonders gut erfüllt. Die Gründe dafür sind so vielfältig wie das Geschäft der Einzel- und Auftragsfertiger. Eine ganze Reihe davon zeigen unsere Kunden- berichte. In ihrem Zentrum stehen die Automatisierungsspezia- listen Aumann aus Espelkamp und Hahn Automation aus Rhein- böllen. Beide Einzelfertiger nutzen die Transparenz unserer Lösungen, um ihr anspruchsvolles Projektgeschäft wirtschaftlich und terminsicher zu steuern. Zudem zeigen die Texte, wie sich die Anwender fortwährend neue Vorteile im härter werdenden Wettbewerb verschaffen. Eine spannende Lektüre wünscht Manfred Deues, Vorstand ams.Solution AG Zum Autor Manfred Deues: Manfred Deues ist seit mehr als 30 Jahren in der IT-Bran- che tätig. 1997 ist der gelernte Bankkaufmann und stu- dierte Betriebswirt (EDV/Organisation) als geschäfts- führender Gesellschafter in die hinrichts+müller GmbH eingetreten. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Verwaltung. 2010 erfolgte die Umfirmierung der hinrichts+müller GmbH in die ams.Solution AG, dessen Vorstand er seit Gründung angehört. Im gleichen Jahr ernannte ihn der Europäische Wirtschaftssenat zum Wirtschaftssenator. In diesen Zeit- raum fällt auch die Einrichtung des Instituts für Einzel- fertiger (ife), dessen Initiator und Mitbegründer Manfred Deues ist.
  • 10.
    INFOGRAFIK Infografik ERP ERP-Tops und-Flops 1 Top 5 Flop 5 Neue User-Interfaces müssen sich an mobiles Arbeiten anpassen Bedarf an umfassender Informationsver- fügbarkeit enorm gestiegen Informationsaustausch nimmt zu, da Austauschsfrequenz kurzzyklischer ERP müssen auf unterschiedlichen Endgeräte jederzeit/überall verfügbar sein Keine 1-System-Lösung, Multi-System-Landschaft Qualitätsstandards für Einführung von ERP zur Bewertung Anbieter Bedienung von ERP intuitiv und ohne Schulung möglich Einige wenige standardisierte Datenmodelle von wenigen Anbietern vorgegeben Arbeiten mit gleichen Werkzeugen wie im Privatbereich (BYOD, ...) Strukturierte Verfahren zur Nutzenbewertung von ERP-Systemen Gründe für ERP-Projekte 3 50,7% Altsystem nicht mehr leistungsfähig genug 22,5% Schlechte Durchgängigkeit / Übersicht 12,7 % Firmenwachstum 8,5 % Flexible Organisationsentwicklung 5,6% Sonstiges 10 Competence Book - ERP
  • 11.
    INFOGRAFIK Top 5 Optimierungsbedarfbei ERP-Software 4 89% Prozesse schneller und effizienter machen 80% Prozesse verschlan- ken und vereinfachen 62% Die Agilität / Anpas- sungsfähigkeit der Prozesse erhöhen 61% Kundenzufriedenheit mit der Auftragsab- wicklung verbessern 61% Transparenz der Geschäftsprozesse erhöhen Ziele von ERP-Projekte 3 Effizientere Auftragsabwicklung Einheitlich integrierte IT-Landschaft Überblick / Aktuelle Daten Optimierung der Geschäftsprozesse Transparenz Modernisierung 32,4% 26,8% 25,4% 23,9% 16,9% 16,9% Probleme bei ERP-Projekten 3 Zeitüberschreitung Aufwändige Mitarbeiterschulungen Nicht definierte Unternehmensprozesse Widerstände im Haus Probleme bei der Datenintegration Schnittstellenprobleme 21,1% 14,1% 11,3% 9,9% 9,9% 5,6% Top 5 Auswahlkriterien von ERP-Software 5 65% 48% 33% 28% 28% Funktionalität Flexibilität SW KMU-Eignung / Praktikabilität Kosten / Nutzen Fachkompetenz & Auftreten 11Competence Book - ERP
  • 12.
    INFOGRAFIK Erfolgsfaktoren für ERP-Projekte 3 26,8% GuterSupport 14,1% Gute Planung / Know How 11,3% Beratungsleistungen des ERP-Anbieters 5,6% Gute Schulungen 5,6% Geringer Implemen- tierungsaufwand 4,2% Transparenz Unterstützung von mobilen Plattformen durch ERP-Produkte 5 0 1 2 3 4 5 34% 27% 15% 13% 5% 6% Anzahl unterstützter Mobilplattformen Top 5 Nutzen von ERP-Systemen 6 Top 5 Formate für überbetrieblichen Datenaustausch bei ERP-Systemen 6 55% 51% 40% 38% 36% Prozesse schnell & einfach Informationen schnell & einfach Information korrekt & nützlich Rückverfolgbarkeit von Informationen Durchgängige Pro- zess-Unterstützung 59% EDIFACT 21% DATANORM 19% ODETTE 17% VDA-FS 13% ANSI X 12 12 Competence Book - ERP
  • 13.
    INFOGRAFIK Quellen: (1) http://www.competence-site.de/downloads/45/32/i_file_1134046/21_thesen_erp_2020_final.pdf (2) http://www.competence-site.de/usability/ERP2020-Usability-als-Erfolgsfaktor (3)http://www.competence-site.de/ERP-Systeme/Betriebliche-Anwendungssysteme-Usability-ERP-Systemen (4) http://www.computerwoche.de/i/detail/artikel/2537779/1/946381/EL_1367850380368342367536/ (5) http://www.competence-site.de/erp-standardsoftware/Karsten-Sontow-zu-Mobility-der-ERP-2020 (6) http://www.competence-site.de/erp-standardsoftware/ERP-2020-Connectivity Welche mobilen Plattformen werden durch ERP-Produkte unterstützt? 5 Windows Mobile-basierte Geräte IPhone IPad Android-basierte Geräte (Google) Palm WebOS basierte Geräte Blackberry 66% 32% 31% 23% 15% 14% Gründe für die Systemauswahl 3 Funktionalität Branchen-/ Mittelstandslösung Umfangreiches Modulangebot / Erweiterbarkeit Preis-Leistungs-Verhältnis Positive Erfahrungen mit Anbieter 29,6% 28,2% 26,8% 26,8% 22,5% 13Competence Book - ERP
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    STATEMENTS 14 Competence Book- ERP Der Trend – wie schon seit längerer Zeit zu beobachten – geht dabei klar zu zen- tralen, integriert arbeitenden Systemen, die in der Lage sind, alle Unternehmens- prozesse zu verknüpfen, zu steuern und entsprechend abzubilden.3 Die Anforderungen an das ERP-Sys- tem werden künf- tig weitaus an- spruchsvoller sein als dies bisher der Fall war.1 Wir sind uns sicher, dass ERP auch weiterhin im Mittelpunkt des unternehmerischen IT-Ge- füges stehen wird.1 ERP-Systeme werden in der Zukunft DIE zentralen Steuerungseinheiten – insbesondere in mittelständischen Betrieben – sein.3 Die Frage nach der Bedeutung eines ERP-Systems in der nahen Zukunft lässt sich nicht so ein- fach beantworten.2 EinewesentlicheHerausforderung des ERP-Systems der Zukunft: die punktgenaue, aber gleichzeitig einfache Verfügbarkeit von Infor- mationen.1 Ohne das vielgerühmte Backbone ERP wird es nicht gehen – die Daten sollen ja verlässlich sein und für alle Beteiligten gleich.4 Statements zu ERP Bedeutung ERP Zukunft ERP Ich würde prognostizieren, dass es Systeme mit dem heutigen Zu- schnitt gar nicht mehr geben wird, weitergedacht führt das unwei- gerlich zu einem anderen ERP-Begriff als wir ihn heute kennen.2 Wir sind auf den Weg in eine Appisierung der Anwen- dungs-Workloads.4
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    STATEMENTS 15Competence Book -ERP Es wird immer mehr zur Selbstverständ- lichkeit, über die mobilen Geräte nicht nur jederzeit im Unternehmen vorgehaltene Daten abzurufen, sondern auch Informa- tionen zurückzugeben.1 Um die Aufgabenstellung „Kommunikation und Kollaboration“ zu- friedenstellend auszuführen, bedarf es auch zukünftig eines noch umfangreicheren Datenaustausches zwischen den Unternehmen.3 Für eine All- und Jederzeit-Verfüg- barkeit müssen mobile Geräte durch- gängig Einzug im Unternehmen er- halten, denn sie gewährleisten die Konnektivität.1 Devices ziehen in den Shopfloor ein und es werden andere Möglich- keiten der Interaktion mit der Software selbst, aber auch mit den beteiligten Menschen und genutz- ten Maschinen, möglich.2 Mobility & Usability Wir gehen davon aus, dass das Tablet auch im Geschäftsleben seinen Siegeszug antreten und das Notebook in abseh- barer Zeit verdrängen wird.1 Die innerbetriebliche und unternehmens- übergreifende Kollaboration sind seit langer Zeit die Top-Themen bei der Implementie- rung von ERP- und MES-Systemen.2 Die „neue Generation“ von Mitarbeitern, die in die Unternehmen kommen, nutzen bereits heute vor allem im privaten Bereich bereits alle erdenklichen mobilen Geräte.1 Professionelle Mobilität wird zu- künftig einen noch höheren Stel- lenwert einnehmen, als dies be- reits heute der Fall ist.3 Connectivity, Daten & Kollaboration Dieser Konnektivitäts-Ent- wicklung kann sich kein Anbieter entziehen – es bleibt die Frage, ob für den Anwender daraus ein Technologie-Zoo entsteht oder eine möglichst ho- mogene Applikationsland- schaft. Hier wird es aus Anbietersicht noch Konso- lidierungswellen geben.4
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    Reuper, Thorsten3 thorsten.reuper@asseco.de Chief TechnologyOfficer (CTO) Asseco Solutions GmbH Siegmund, Patrick1 psiegmund@mesonic.com Geschäftsführer Deutschland mesonic software gmbh Naujoks, Frank4 Frank.Naujoks@microsoft.com Product Marketing Manager Dynamics AX Microsoft Deutschland GmbH Tröger, Karl M.2 KTroeger@psipenta.de Head of Product Management PSIPENTA Software Systems GmbH Quellen: 1: Patrick Siegmung, mesonic software gmbh 2: Karl M. Tröger, PSIPENTA Software Systems GmbH 3: Thorsten Reuper, Asseco Solutions GmbH 4: Frank Naujoks, Microsoft Deutschland GmbH STATEMENTS 16 Competence Book - ERP Das ERP der Zukunft wird ein hochinteg- riertes Gesamtsystem sein, das anwen- derorientiert ausgerichtet ist und über eine hohes Maß und Flexibilität und Mo- bilität verfügt.1 Das ERP-System wird zu- künftig wie auch heute schon als der „große Res- sourcenvorhalter hier für eine Planungs- und Steue- rungshoheit verantwortlich sein.3 Agile Produktionssysteme erfordern in gleichem Maße agile Softwaresysteme zur Planung, Simulation und Steuerung der Herstellungsprozesse (Internet der Services).2 Die Zukunft wird hybrid sein – und der Kunde kann wählen, ob er die Systeme on-Premise oder On-Demand oder teils-teils betreiben wird.4 ERP-Funktionen & Architekturen
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    Systeme im Zufriedenheitsportfolio „Zufriedenheitinsgesamt“ (i.A.d. Kundenbasis)
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE „Wir sind uns sicher, dass ERP auch weiterhin im Mittelpunkt des unternehmerischen IT-Ge- füges stehen wird“ – Patrick Siegmund 18 Competence Book - ERP Delphi-RoundtableERP2020 Commodity oder Zentrale für eine mobile, nutzerzentrierte und kollaborative Ökonomie? M obilität, Usability, Connectivity, Industrie 4.0, Enter- prise 2.0, … - eine Vielzahl von Begrifflichkeiten steht für die Zukunft von Ökonomie und Technologie. Und wo stehtdas ERP-System in Zukunft bzw. wo solltees im Jahr 2020 stehen? Das ist die zentrale Frage, die sich die VDMA-Initiative ERP-2020 stellt und wir freuen uns, dass wir gemeinsam und mit Unterstützung von Trovarit und dem RWTH Aachen /FIR füh- rende Köpfe der Branche zur Zukunft des ERP befragen konnten. Dabei konnte bereits die Studie ERP-2020 des FIR im Auftrag des VDMA zentrale Erkenntnisse durch die Befragung der Anwender gewinnen und die auch wichtigsten Trends (Mobilität, Usability, Connectivity) identifizieren. In diesem Roundtable geht es daher darum, zusammen mit den führenden Köpfen der Branche diese Perspektiven zu vertiefen und zu konkretisieren! Bedeutung ERP-Systeme im Jahr 2020 - Commodity oder Zentrale? Mobilität, Usability, Connectivity, Kollaboration, Industrie 4.0, Enterprise 2.0 … - eine Vielzahl von Begrifflichkeiten steht für die Zukunft von Ökonomie und Technologie. Wer- den damit andere Systeme (z.B. CRM, Social Software) in den Mittelpunkt des Interesses rücken oder erfordert gerade eine mobile, nutzerzentrierte, vernetzte und kollaborati- ve Ökonomie die Integration durch zentrale ERP-Systeme mehr denn je? Wie wichtig ist also Ihrer Meinung nach das ERP-System der Zukunft („2020“)? Patrick Siegmund Wir sind uns sicher, dass ERP auch weiterhin im Mittelpunkt des unternehmerischen IT-Gefüges stehen wird. Allerdings wer- den die Anforderungen an das ERP-System künftig weitaus an- spruchsvoller sein als dies bisher der Fall war. Gerade wirklich integrierte Systeme (z.B. ERP und CRM) werden mehr und mehr die Unternehmen erobern. Schon seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass Insellösungen immer häufigerdurch integrierte Lösungen ersetzt werden. Denn nur Systeme, die auf ein- und dieselbe Datenbank zugreifen, können die notwendigen Informationen für den Anwender bedarfsgerecht zusammenstel- len - und zwar so, dass diese Informationen alle Unternehmens- und Geschäftsbereiche umfassen. Hier liegt eine wesentliche Herausforderung des ERP-Systems der Zukunft: die punktgenaue, aber gleichzeitig einfache Verfüg- barkeit von Informationen. Umfangreiche Datenmengen müssen sich heute genauso wie in Zukunft jederzeit und an jedem Ort heranziehen sowie be- bzw. verarbeiten lassen, damit die Unter- nehmen sie sowohl für operative als auch für strategische Ent- scheidungen optimal nutzen können. Integrierte und zentrale ERP-Systeme werden künftig das Herz im Kreislauf der IT-Landschaft darstellen und damit weiterhin als zentrales Organ im Unternehmen fungieren. Uwe Bergmann Wichtiger denn je zuvor. Man kann jedoch das ERP-System nicht einzeln betrachten, sondern nur als Teil einer ganzheitlichen Un- ternehmenssoftware. Das ERP System bildet dabei die Zentrale, in der die Unternehmensprozesse abgebildet werden. Was sich ändert, ist die Art und Weise, wie wir mit den Systemen arbeiten oder wie wir auf Daten und Informationen zugreifen. ERP-Syste- me müssen sich stärker den Nutzern anpassen. Die Arbeitswelt wird mobiler, flexibler, individueller und internationaler, gleich- zeitig wachsen die Datenmengen und die Komplexität von Pro- Auszug aus dem Roundtable mit Experten von Microsoft, PSIPENTA, Asseco, mesonic, COSMO CONSULT.
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE „ERP-Systeme werden in der Zukunft DIE zentralen Steuerungseinheiten – insbesondere in mittelständischen Betrieben – sein.“ – Thorsten Reuper 19Competence Book - ERP zessen und Zusammenhängen. Moderne Unternehmenssoftware muss flexibel nutzbar, einfach bedienbar und auf ver- schiedenen Endgeräten überall verfügbar sein. Karl M. Tröger Die Frage nach der Bedeutung eines ERP-Systems in der nahen Zukunft lässt sich nicht so einfach beantworten. Wer- den heutige Lösungen und zukunftsorien- tierte Ansätze weitergedacht führt das un- weigerlich zu einem anderen ERP-Begriff als wir ihn heute kennen. Ich würde prognostizieren, dass es Syste- me mit dem heutigen Zuschnitt gar nicht mehr geben wird. Vielleicht noch nicht im Jahr 2020. Doch schon heute haben wir Schwierigkeiten, die Systemgrenzen von ERP und MES und weiteren Bausteinen ei- ner Unternehmenssoftware voneinander abzugrenzen. Die erwartete zunehmende Autonomie der Planungseinheiten erfor- dert weiterentwickeltere Kommunikati- onslösungen zur Integration dieser auto- nomen Einheiten. Meiner Meinung nach steht noch nicht fest, ob es eine zentrale oder viele miteinander kommunizierende Intelligenzen in den Unternehmen geben wird. Der ungebrochene Drang nach der Mobi- lisierung der Geschäftsprozesse führt zu einem neuen Verständnis insbesondere von Usability und Connectivity. Informa- tionen müssen sicher und jederzeit ver- fügbar sein und zielgenau dem Anwender präsentiert werden. Social Media Komponenten werden eine größere Rolle als heute spielen. Dabei geht es allerdings nicht um Informationsaus- tausch wie wir ihn aus dem privaten Be- reich kennen sondern um die Förderung der Zusammenarbeit von Menschen zur Lösung von Aufgabenstellungen im Pro- duktionsumfeld. Die Konsolidierung und Verfügbarmachung von „gemeinschaftli- chem“ Wissen steht ganz deutlich im Vor- dergrund. Thorsten Reuper Nachdem sich der Einsatz von Anwen- dungssoftware zur Unterstützung der Ressourcenplanung bereits in den vergan- genen Jahren zu einem immer bedeutsa- mer werdenden Faktor für den Erfolg ei- nes Unternehmens entwickelt hat, werden ERP-Systeme in der Zukunft DIE zentra- len Steuerungseinheiten – insbesondere in mittelständischen Betrieben – sein. Der Trend – wie schon seit längerer Zeit zu beobachten – geht dabei klar zu zentra- len, integriert arbeitenden Systemen, die in der Lage sind, alle Unternehmenspro- zesse zu verknüpfen, zu steuern und ent- sprechend abzubilden. Insellösungen, die – zum Beispiel auf Basis von Webservices – nicht integriert werden können, werden dann zunehmend eine aussterbende Spe- zies darstellen. Frank Naujoks Wir sind auf den Weg in eine Appisierung der Anwendungs-Workloads. Genehmi- gungen können via Smartphone erteilt werden, genauso wie Umsatzanalysen mal eben auf dem Tablet durchgeführt wer- den. Auch nur kurzfristig genutzte Apps werden programmiert, um bestimmte, eher kleinteilige Aufgaben zu erfüllen. Aber idealerweise greifen die Apps auf eine einheitliche Datenbasis zurück – es Zu Thorsten Reuper: Seit mehr als dreißig Jahren in der IT-Branche tätig, ist Thorsten Reuper ein be- sonders versierter Mann mit einem umfassenden technischen Hintergrund, der weitreichende Erfahrungen in verschiedenen renommierten Unternehmen vor- weisen kann. Erklärtes Ziel des technischen Verantwortlichen ist die konsequent verfolgte, strategisch ausgerichtete Produktentwicklung mit gezielten Funktions- erweiterungen und einem besonderen Augenmerk auf die Ergonomie der Soft- ware. Dies soll insbesondere durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenar- beit mit Kunden und Interessenten realisiert werden.
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE 20 Competence Book - ERP müssen also keine Diskussionen mehr über den Ursprung der Datenquelle und deren Vertrauenswürdigkeit geführt werden, weil die Informationen für alle gleich sind. Die Aufgabe der Anbieter wird es sein, die Systeme so auszuge- stalten, dass das Zusammenspiel von unterschiedlichen Anwen- dungen einwandfrei funktioniert und das bspw. Apps schnell er- stellt werden können. Ohne das vielgerühmte Backbone ERP wird es nicht gehen – die Daten sollen ja verlässlich sein und für alle Beteiligten gleich. ERP-Trends/Treiber bis 2020 – Mobility und Usability! In der ERP-2020-Studie war ein Ergebnis besonders klar: ERP-Systeme müssen 2020 auf unterschiedlichen Endge- räten jederzeit und überall verfügbar sein und neue User Interfaces müssen sich an dieses neue mobile Arbeiten an- passen. Was sind für Sie die wichtigsten Entwicklungen, die das Thema Mobilität treiben, und was sind die wichtigsten mo- bilen Anwendungsszenarien und -prozesse, wenn wir Rich- tung 2020 blicken? Welche Anforderungen ergeben sich dabei für die Usability? Werden wir z.B. mit den gleichen Werkzeugen wie im Privatbereich arbeiten (BYOD) und wird die Bedienung von ERP-Systemen intuitiv und ohne Schulung möglich sein? Was also bedeutet für Sie und ihr Unternehmen die neue Nutzerzentrierung konkret? Thorsten Reuper Professionelle Mobilität wird zukünftig einen noch höheren Stellenwert einnehmen, als dies bereits heute der Fall ist. Sich immer stärker verändernde Arbeitswelten machen eine wach- sende Anpassung der Technologie sowohl innerhalb eines Un- ternehmens – etwa im Bereich mobiler Prozesssteuerung, Lager, Wareneingang (z.B. durch mobile Endgeräte) – als auch extern – etwa durch mobile Prozessfreigabe, Workflowsteuerung oder Informationstransfers – notwendig. Frank Naujoks Die Intelligenz der Systeme wird sich zunehmend unterhalb der Benutzeroberfläche abspielen – ganz schulungslos wird wahr- scheinlich ein Power-user nicht auskommen, aber eine Bedie- nungsvereinfachung ist die letzten Jahre schon deutlich zu beob- achten. Beispielsweiseauchdurchden EinsatzvonTouch-Devices und Voice- oder Gestensteuerung. BYOD birgt die Gefahr der Security und Administrierbarkeit für die Unternehmen wieder ins Aufmerksamkeitsfeld zurück. Sup- portunterstützung ist auch ein Thema – hier werdena sich noch einzelne Modelle je nach Unternehmen herausbilden, was tole- riert wird und was nicht. Mobilität wird sehr stark getrieben durch Endgeräteverfügbar- keit, Netzabdeckung und Usability der Software / Apps. Hier ist HTML5 sicherlich das Mittel der Wahl, da die unterschiedlichen Devices und Betriebssysteme sonst zu teuer zu unterhalten sind. Zu berücksichtigen ist eine Anpassung bspw. der Zeilenabstände von Anwendungen , je nachdem ob es ein Laptop oder ein Tab- let / Smartphone ist. Hier steigen die Anforderungen an die Pro- grammierer mit der Vielzahl der Gerätetypen deutlich an. Patrick Siegmund Die „neue Generation“ von Mitarbeitern, die in die Unterneh- men kommen, nutzen bereits heute vor allem im privaten Be- reich bereits alle erdenklichen mobilen Geräte. Das ist einer von mehreren Gründen, warum das mobile Arbeiten Einzug in die Unternehmen erhalten hat und dies in Zukunft weiter verstärkt tun wird. Es wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit, über die mobilen Geräte nicht nur jederzeit im Unternehmen vorgehaltene Daten abzurufen, sondern auch Informationen zurückzugeben. Bereits heute sind die Anfänge, z.B. mit dem mobilen Erfassen von An- geboten und Aufträgen oder der Annahme und Abwicklung von Serviceaufträgen vor Ort, getan. Künftig jedoch werden Anwen- Zu Frank Naujoks: Frank Naujoks arbeitet seit April 2013 bei Microsoft und verantwortet als Produktmanager Microsoft Dynamics AX. Der ehemalige Analyst, mit Stationen bei META Group, Hewson Group, IDC und i2s, hat einen Abschluss als Dip- lom-Kaufmann der Universität zu Köln.
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE 21Competence Book - ERP der alle erdenklichen Funktionalitäten einer integrierten Unter- nehmenslösung von ERP und CRM mobil nutzen wollen. Und genau das erfordert wiederum eine punktuelle und anwendero- rientierte Darstellung und Nutzung von Daten und Funktionen. Wir gehen davon aus, dass das Tablet auch im Geschäftsleben seinen Siegeszug antreten und das Notebook in absehbarer Zeit verdrängen wird. Eine klare Aufforderung an die ERP-Hersteller besteht darin, die mobilen Lösungen für diese Endgeräte derart benutzerfreundlich und selbsterklärend zu gestalten, dass für ihre Anwendung kein zusätzlicher Schulungsaufwand entsteht. Die Herausforderung liegt schon in der vorgelagerten Analyse und Organisation der ERP-Lösung, denn vorab muss die Daten- verfügbarkeit sowie der Prozessverlauf geklärt werden: Welche Daten und Funktionen stehen einem Anwender in welcher Form zur Verfügung? Für die sogenannten „Key-User“ der Fachabteilungen im Unter- nehmen, z.B. in der Buchhaltung oder der Auftragsverwaltung, werden aber sicher durch die immer komplexer werdenden An- wendungen gesonderte Schulungsmaßnahmen unumgänglich bleiben. Uwe Bergmann Der generelle Trend zum flexibleren und mobileren Arbeiten macht vor der Nutzung eines ERP-Systems nicht halt. Die Ge- sellschaft und das Nutzerverhalten verändern sich. Heute hat je- der bereits ein Smartphone oder ein Tablet, ausschließlich oder als Ergänzung zum PC oder Notebook. Selbstverständlich wird die Nutzungserfahrung im privaten Bereich die Erwartungen im geschäftlichen Bereich beeinflussen und umgekehrt. Die Bedie- nung der Systeme muss vor allem intuitiv und einfach sein. Mit unserem Leitbild „Business Software für Menschen“ stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt, um Systeme zu schaffen, die sich optimal an den Bedürfnissen und Rollen der Menschen ori- entieren, die mit der Software arbeiten. Karl M. Tröger Die Umweltbedingungen in der Produktion und die Einsatzbe- dingungen für die genutzte Software werden sich mit der fort- schreitenden Definition und Umsetzung der Konzepte im Zu- sammenhang mit dem Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ massiv ändern. Neue und mobile Devices ziehen in den Shopfloor ein und es werden andere Möglichkeiten der Interaktion mit der Software selbst, aber auch mit den beteiligten Menschen und ge- nutzten Maschinen, möglich. Begrenzte Bildschirmgrößen und der Wunsch nach einer größe- ren Effizienz bei der Benutzung der Software zwingen zu einer Reduktion der Inhalte auf das Wesentliche und Wichtige zur Lösung der gestellten Aufgaben. Die zielgerichtete Präsentation von Informationen und Daten (Eingeweihte kennen den Unter- schied) hängt von mehreren Faktoren ab: der Rolle im Prozess und der Organisation, den gegebenen Hilfsmitteln und Werk- zeugen, der zum aktuellen Zeitpunkt gestellten Aufgabe, dem Standort und nicht zuletzt vom sozialen Umfeld. Gerade die sozialen Aspekte werden eine immer größere Rolle spielen. Die Förderung der Zusammenarbeit der Menschen im Produktions- prozess und das Teilen von Wissen zur Lösung der Aufgaben wird eine massive Steigerung der Effizienz mit sich bringen. Die Individualisierbarkeit und Personalisierung der Interakti- onsschnittstelle stellt eine wichtige Komponente dar. Es muss zukünftig noch einfacher sein, aufgabenorientierte User-Interfa- ces zu gestalten. Der vermeintliche Widerspruch zwischen Indi- vidualität (Anwenderbezug) und Uniformität (Standard) muss Zu Patrick Siegmund: Bereits seit Kindertagen lebt der studierte Volljurist Patrick Siegmund familiär mit der mesonic software gmbh. Bevor der 41-jährige 2011 ebenso beruflich zu mesonic stieß, war er u.a. für Unternehmen im Bereich ePayment, Cont- ent Providing sowie Rechtehandel tätig. Als Geschäftsführer der mesonic software gmbh in Deutschland steht Patrick Siegmund für die konsequen- te und zukunftsorientierte Weiterführung der mittlerweile 30-jährigen mesonic-Tradition.
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE 22 Competence Book - ERP aufgelöst werden. ERP- und MES-Systeme müssen zukünftig als Assistenzsystem und Tutor der Anwender zu verstehen. Aktuell arbeitet die PSIPENTA an einer komplett neuen Oberfläche und einem modernen Interaktionsdesign. Im Vor- dergrund stehen dabei die Vereinfachung der Nutzung und die deutlich erleichterte Personalisierung. Die strenge Orientie- rung an Aufgaben und Prozessen soll die Effizienz bei der Bedienung der Systeme nachhaltig steigern. In Zusammenarbeit mit der Usergroup werden Prozessanaly- sen durchgeführt. Das Ziel dieser Analy- sen ist die Ermittlung von Best Practices für unterschiedliche Branchen und Fer- tigungstypologien. Diese Best Practices fließen in das visuelle und das Interakti- onsdesign ein. ERP-Trends/Treiber bis 2020 – Connectivity, Daten und Kollaboration! Die ERP-2020-Studie zeigte auch, dass ERP-Anwender eine Konnektivität im doppelten Sinne erwarten. Zum einen ist die Daten-/Informations-Konnek- tivität im Sinne einer umfassenden Informationsverfügbarkeit wesentlich. Zum anderen erfordert die „neue“ Öko- nomie auch ein Mehr an Kommunika- tion und Kollaboration. Auch diese Anwender-Anforderungen erfordern konkrete Lösungskonzepte der ERP-Anbieter. Wie gelingt die All- und Jederzeit-Verfügbarkeit von (zum Teil sicher auch unstrukturierten) In- formationen und wie unterstützen Sie die Zunahme an Kommunikation und Kollaboration innerhalb von und zwi- schen Unternehmen? Uwe Bergmann Als Microsoft Dynamics-Partner verfügen wir nicht nur über die ERP-Funktionali- täten sondern über das gesamte Lösungs- portfolio von Microsoft. Die Integration von Microsoft Office, Exchange, Share- Point sowie Power -BI oderauch Office 365 in das ERP System bietet bereits heute die Möglichkeit mit strukturierten und un- strukturierten Daten in flexiblen Teams zu arbeiten. Die integrierten Gesamtlösun- gen sind zudem in der Cloud verfügbar. Karl M. Tröger Die innerbetriebliche und unternehmen- sübergreifende Kollaboration sind seit langer Zeit die Top-Themen bei der Imple- mentierung von ERP- und MES-Systemen. Die mit der zunehmenden Arbeitsteilung einhergehende Zerlegung klassischer Wertschöpfungsketten erfordert effiziente Methoden der Zusammenarbeit. Die stei- gende Vorleistungsquote im Verhältnis zur eigenen Wertschöpfung in der deut- schen Industrie belegt diesen Trend. PSIPENTA unterstützt beide Formen der Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Kunden erarbeitet und ständig weiter verfeinert bietet PSIPENTA eine konfigu- rierbare Mehrwerksteuerung an. Das Ge- samtunternehmen kann so als logistische Einheit aus einem Guss agieren. Wesent- liche Stammdaten (Master Data) stehen jederzeit und ohne aufwändige Synchro- nisationsvorgänge allen Einheiten zur Verfügung. Vorkonfigurierte Prozesse er- leichtern die Einbindung neuer Standorte in das interne Wertschöpfungsnetzwerk. Das zentrale Systemkonzept erleichert zu- dem die Administration. Die unternehmensübergreifende Kolla- boration wird auf unterschiedliche Weise unterstützt. Zum Einen sind besonders in der Automobilindustrie etablierte und standardisierte Kommunikationswege und Protokolle verfügbar (EDI). Zum An- deren steht mit der myOpenfactory-Platt- form eine weitere Lösung zur unterneh- mensübergreifenden Kommunikation zur Verfügung. Viele der führenden ERP-Sys- teme bieten Adapter zur Verbindung mit der Plattform an. Darüber hinaus kann myOpenFactory viele Standardformate (z.B. openTrans, EANCOM, OCI, …) ver- arbeiten. All diese Möglichkeiten werden in Zu- kunft nicht mehr ausreichen, um den Anforderungen der Industrie zu genügen. Zunehmende Autonomie und kleiner werdende Planungseinheiten erfordern noch flexiblere Gestaltungsmöglichkei- ten der Wertschöpfungsketten. Die dy- namische Zusammenarbeit in wechseln- den Wertschöpfungsnetzwerken (eine der Grundideen im Zusammenhang mit Industrie 4.0) benötigt andere Lösungen zur Unterstützung der Zusammenarbeit. Zu Karl M. Tröger: Karl M. Tröger, Head of Product Management, verantwortet die strategische Aus- richtung des Produktportfolios bei der PSIPENTA Software Systems GmbH. Auf Basis seiner nationalen und internationalen Stationen in der Fertigungsindustrie, stellt er heute das Bindeglied zwischen Kunden, Markt, Wissenschaft und dem Software-Engineering dar. Seine Erfahrungen sammelte er als Senior Product En- gineer bei einem kanadisch-israelischen Konzern, als IT-Projektleiter sowie spä- ter als Leiter der Produktentwicklung für ERP-Lösungen innerhalb der PSIPENTA Software Systems GmbH.
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE 23Competence Book - ERP Die Synchronisation aller (ggf. temporär) beteiligten Parteien in diesen Netzwer- ken hinsichtlich technologischer und kommerzieller Informationen in Echtzeit wird einer der wesentlichen Faktoren für den Erfolg dieser Konzepte sein. Zur Lö- sung dieser Aufgabenstellungen werden neue bzw. weiterentwickelte Kommuni- kationsmöglichkeiten benötigt. Cloud Computing kann dabei die Integration und Synchronisation technologisch un- terstützen. Insofern geht es nicht nur um Connectivity an sich sondern zunehmend um Konzepte zur Steigerung der „Kollabo- rations-Produktivität“. Thorsten Reuper Um die Aufgabenstellung „Kommunikati- on und Kollaboration“ zufriedenstellend auszuführen, bedarf es auch zukünftig eines noch umfangreicheren Datenaus- tausches zwischen den Unternehmen, wie z.B. zwischen Kunde und Lieferant. Wir unterstützen und verfügen hier über eige- ne Lösungen – und dies in Verbindung mit Unternehmen, die sich auf das Routing und Mapping zwischen Kunde und Lie- ferant (Bestellung/Auftrag) spezialisiert haben. Innerhalb eines Unternehmens werden Werk-zu-Werk-Beziehungen ebenfalls durch unsere Standardfunktio- nen unterstützt. Frank Naujoks Cloud und Big Data sind da sicherlich die Treiber für eine Vernetzung und Sichtbar- machung von Zusammenhängen. Yammer bietet sich als Kommunikationsplattform innerhalb des Unternehmens und in ge- schlossenen Communities an, Microsoft Social Listening bringt die Meinung au- ßerhalb des Unternehmens nach innen. Die Kunst wird es sein, aus all den Infor- mationssilos ein Gesamtbild zusammen- zusetzen. Hinzu kommen dann noch In- tegrationspunkte in die Office Welt, Mail, aber auch die Einbindung von Geodaten, Wetter etc. Hinzu kommen, bspw. aus Daten- schutz-Gründen, Private Cloud-Anfor- derungen zur Kommunikation innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Dieser Konnektivitäts-Entwicklung kann sich kein Anbieter entziehen – es bleibt die Frage, ob für den Anwender daraus ein Technologie-Zoo entsteht oder eine mög- lichst homogene Applikationslandschaft. Hier wird es aus Anbietersicht noch Kon- solidierungswellen geben. Patrick Siegmund Für eine All- und Jederzeit-Verfügbarkeit müssen mobile Geräte wie Smartphones und Tablets durchgängig Einzug im Un- ternehmen erhalten, denn sie gewähr- leisten die Konnektivität. Voraussetzung hierfür ist jedoch die mobile Nutzbarkeit der ERP-Systeme, sei es durch browserba- sierte Oberflächen – wie wir sie für unsere WinLine-Programme bereits seit gerau- mer Zeit anbieten - oder aber in Zukunft durch echte App-Anwendungen. Dabei sind verschiedene Varianten vorstellbar, z.B. eine App je Unternehmensbereich bzw. Funktionsbereich der ERP-Lösung oder auch die Umsetzung rein rollen- basierter Apps. In einigen Teilbereichen haben wir die echte mobile Nutzbarkeit unserer Business-Software bereits umge- setzt, weitere werden folgen. Die Kommunikation innerhalb der Unter- nehmen ist mit modernen ERP-Lösungen (idealerweise mit integrierten CRM-Funk- tionen) bereits heute möglich. Wir reali- sieren dies in unseren Programmen durch die eigenständige Umsetzung individuel- ler Unternehmensprozesse mit Hilfe eines integrierten Tools für das Workflowma- nagement. Damit kann ein durchgängiger Kommunikationsfluss, z.B. durch die au- tomatisierte Weitergabe von Informatio- nen und Daten, erreicht werden - sowohl innerbetrieblich als auch im Austausch mit anderen Unternehmen. Man denke hierbei nur an typische Abläufe bei der Serviceabwicklung oder an die Weiter- leitung von Belegvorgängen wie Aufträge und Rechnungen. Auch eine Kommunikation über social media-Kanäle sollte nicht unterschätzt werden. Die „Generation Y“ nutzt diese Medien heute bereits stark im privaten Be- reich, so dass davon ausgegangen werden kann, dass die Bedeutung dieser Medien auch für die geschäftliche Kommunikati- on zunehmen wird. Aus diesem Grund ist eine Integration von Social-Media in unse- re WinLine ERP-Programme vorgesehen. „Die innerbetriebliche und unternehmensübergreifende Kollaboration sind seit langer Zeit die Top-Themen bei der Implementierung von ERP- und MES-Systemen.“ – Karl M. Tröger
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE 24 Competence Book - ERP ERP-Funktionen und Architekturen für das Jahr 2020?! Neben den bisher genannten nicht- funktionalen Anforderungen an ERP-Systeme der Zukunft (Mobility, Usability, Connectivity) werden sich potenziell bis 2020 aber auch die Pla- nungslogik und die Systemarchitektur der Systeme weiterentwickeln. Welche Veränderungen erwarten Sie persönlich noch im Bereich Ressour- cenplanung und Systemarchitektur? Bleibt alles im Wesentlich planerich beim Alten? Werden ERP-Systeme mehr oder weniger die Planung in ei- ner kollaborativen Planungsarchitek- tur übernehmen? Welche Rolle spielt der Mensch in diesen Szenarien? Und wie gelingt die architektonische Zu- kunftsfähigkeit am besten? Setzen wir auf das eine integrierte Gesamtsystem oder die prozessvernetzte Multi-Sys- tem-Landschaft? Frank Naujoks Die Zukunft wird hybrid sein – und der Kunde kann wählen, ob er die Syste- me on-Premise oder On-Demand oder teils-teils betreiben wird. Diese Wahlf- reihet wird in den nächsten Jahren die Diskussion bei der Entscheidung für die IT-Ökosysteme dominieren und bringt dem Kunden die Freiheit, nach Bedarf sei- ne Entscheidungen zu treffen und auch zu ändern. Planungskomponenten werden durch predictive Analytics Systeme immer wei- ter die Anwendungen erobern. Dabei wird die Intelligenz zunehmend hinter die Be- nutzeroberfläche verlagert – und die An- forderungen an den normalen Anwender werden sinken. Umgekehrt werden die Anforderungen an bestimmte Personen- kreise immer höher werden – die für die Intelligenz der Systeme zu sorgen haben. Patrick Siegmund Für uns ist ein ganz klarer Trend erkenn- bar: Das ERP der Zukunft wird ein hoch- integriertes Gesamtsystem sein, das an- wenderorientiert ausgerichtet ist und über eine hohes Maß und Flexibilität und Mo- bilität verfügt. Dabei werden künftig nicht nur die bisher als üblich verstandenen Un- ternehmensressourcen, wie z.B. Adressen, Produkte, Mitarbeiter und Maschinen im ERP-System vorgehalten. Flexibel gestalt- bare Anwendungen und Prozesse ermög- lichen es den Unternehmen, alle erdenkli- chen Ressourcen zu verwalten, zu planen und entsprechende Prozesse zu automa- tisieren. Als Beispiele seien hier unter anderem die Organisation von Verträgen, Räumlichkeiten oder des Fuhrparks ge- nannt. Und dies alles mit dem Ziel, mit Hilfe einer zentralen Verwaltung und ei- ner optimierten Prozessautomatisierung sowohl erhebliche Einsparungen in Bezug auf den Zeit-und Kostenaufwand als auch Umsatzsteigerungen zu erzielen. Dabei ist jedoch immer zu bedenken, dass die immer umfangreicher und komplexer werdenden Systeme für den Einzelnen auch anwendbar bleiben. Dies kann durch eine Optimierung und Automatisierung der Prozessorganisation sowie durch die punktuell und anwenderspezifische Bereitstellung von Teilbereichen oder sogar nur einzelnen Funktionen einer ERP-Komplettlösung realisiert werden. Ebenso wichtig wird es sein, unabhängig vom Ort und eingesetzten Device (Desk- top, Tablet, Smartphone und künftige Endgeräte), Zugriff auf alle Anwendungs- bereiche zu haben. Um dies zu gewähr- leisten, glauben wir, dass sich als Standard der Zukunft die Weiterentwicklung von HTML5 herauskristallisieren wird. Thorsten Reuper Das ERP-System wird zukünftig wie auch heute schon als der „große Ressourcenvor- halter und -planer“ agieren. Jedoch wer- den zukünftig vermehrt die flexiblen APS/ MES-Systeme hier für eine Planungs- und Steuerungshoheit verantwortlich sein und dies natürlich prozessvernetzt mit dem ERP-System. Daher kann man bei einer guten Integration dieser Komponenten auch beruhigtvon einem „integrierten Ge- samtsystem“ sprechen. Ich selbst sehe den Mensch zukünftig unter ERP 2020 noch aktiver als „Bediener“ und „Kontrolleur“. Karl M. Tröger Agile Produktionssysteme erfordern in gleichem Maße agile Softwaresysteme zur Planung, Simulation und Steuerung der Herstellungsprozesse (Internet der Services). Heutige zentralistisch geprägte Konzepte werden mit der fortschreiten- den Entwicklung der CPS durch smarte und hochauflösende dezentrale Systeme ersetzt (werden müssen). Die vorherige Simulation von Produktionssituationen und die Ableitung von optimierten Sze- narios in mehr und mehr autonomen Ein- heiten wird eine Steigerung der Effizienz zukünftiger Produktionsprozesse bewir- ken. Die produktionsnahe IT wird mit der Automatisierungsebene verschmelzen. Hochauflösende Produktionsregelungs- systeme benutzen riesige Datenmengen von hochentwickelten Sensoren zur Be- urteilung der tatsächlichen Situation. Die Daten und daraus gewonnen Informatio- nen müssen unter Berücksichtigung des gegebenen Kontext aufbereitet werden und dienen der zielgerichteten Beeinflus- sung der aktuellen Produktionsparameter. Es geht nicht mehr nur um die Etablierung eines Berichtswesens und die Beurteilung einer Situation quasi „post mortem“. Die erhobenen Daten (Big Data) steuern den Prozess und unterstützen bei der Ausrege- lung von Störungen in Echtzeit. Meiner Auffassung nach wird es kein integriertes Gesamtsystem geben. Die
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    GRUNDLAGEN - VIRTUALROUNDTABLE 25Competence Book - ERP Landschaft wird genauso komplex bleiben wie sie heute ist oder sogar komplexer werden. Neue Aufgabenstellungen erfordern neue oder weiterentwickelte Lösungsbausteine. Die Integration aller Systeme oder Lösungsbausteine bekommt in diesem Zu- sammenhang einen ganz anderen Stellenwert. Der Mensch wird nicht verdrängt, ganz im Gegenteil – seine Bedürfnisse müssen in Zukunft viel stärker bei der Planung von Unternehmen berück- sichtigt werden. Das Eco-System „Industrie 4.0“ besteht eben nicht nur aus „Smart factories“ und intelligenten die Produktion steuernden Produkten mit Gedächtnis. Es geht darum, den Menschen hochwertige und kreative Arbeit verrichten zu lassen und ihm die Möglichkeit zur Ausbalancie- rung des Lebens zwischen Arbeit und Freizeit zu geben. Genauso flexibel wie die von Menschen beherrschten Produktionssysteme der Zukunft. Uwe Bergmann Diese nichtfunktionalen Anforderungen haben natürlich auch einen direkten Effekt auf die funktionalen Anforderungen und die Systemarchitektur. Wenn Ressourcen mobiler, flexibler und internationaler eingesetzt werden oder auch verfügbar sind, hat dies auch einen Einfluss auf die Planung von Ressourcen. ERP-Systeme der Zukunft müssen intelligente Lösungen zur Op- timierung des Ressourceneinsatzes schaffen. Bei der Systemar- chitektur besteht die gleiche Herausforderung. Systeme müssen überall verfügbar und skalierbar sein, um den Menschen in Ihren Rollen, Aufgaben und Entscheidungen eine optimale Unterstüt- zung zu bieten. „Wir schaffen Software-Lösungen, die den Menschen bei seiner täglichen Arbeit optimal unterstützt.“ – Uwe Bergmann Zu Uwe Bergmann: Geschäftsführer COSMO CONSULT GmbH und Vorstandsvorsitzender der COSMO CONSULT AG
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    Einleitung Grundlagen Anwendungen& Lösungsbausteine INHALT 27Competence Book - ERP 6 Unser Kompetenz-Netzwerk Partner des Competence Books 7 Editorial Volker Schnittler ERP 2020 Zukunft, aber keine Science Fiction 10 Grußwort Frank Naujoks Gerüstet für den Wettbewerb von morgen 11 Grußwort Otto Schell ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit um Zukunftsfähigkeit 12 Grußwort Thorsten Reuper ERP der Zukunft - die Zukunft des ERP hat gerade erst begonnen 13 Grußwort Manfred Deues Maximale Prozesstransparenz 14 Zahlen kompakt Infografik ERP 18 Statements Statements zu ERP 22 ERP 2020 I Roundtable zu ERP 2020 32 ERP 2020 I Die ERP 2020-Initiative des VDMA vorgestellt 35 ERP 2020 II 21 Thesen für das ERP der Zukunft 40 ERPAuswahl Die Zeit ist reif: Ein neues ERP-Auswahlverfahren 45 ERP Einführung I Stolperfallen bei der ERP-Einführung 47 ERP Einführung II ERP-Systeme einführen: In drei Phasen zum Erfolg 50 ERP Betrieb ERP-Systeme wirtschaftlich betreiben 54 Wandlungsfähigkeit Mehr Wandlungsfähigkeit dank moderner ERP-Software 56 ERP Trends I Vier Megatrends fordern die gesamte IT-Industrie 60 ERP Trends II ERP Trends 2015 64 ERP Trends III Ihre digitale Zukunft und warum Sie schon heute über Ihr ERP nachdenken sollten! 68 ERP Trends IV ERP/PPS im Kontext von Industrie 4.0 74 ERP 2020 III Mobility, Connectivity, Usability: Empirie zur Trilogie der ERP 2020 76 ERP 2020 IV Mobility auf dem Vormarsch 78 ERP 2020 V Usability als Erfolgsfaktor 80 ERP 2020 VI Connectivity schafft die Basis 82 Mobility Das Büro in der Westentasche Business-Software wird mobil 84 Cloud ERP in der Cloud Zwei Trends zeichnen sich ab 86 Usability ERP 2020 und Industrie 4.0 Usability - next steps 88 Herausforderungen Herausforderung Prozessoptimierung 91 Integration Vorteile einer ERP/MES- Integration 93 Internationalisierung Wie ERP-Systeme internationale Geschäftspro- zesse unterstützen 96 Branchenorientierung ERP für Einzel- und Auftrags- fertigung ist anders!
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    Einleitung Grundlagen Anwendungen& Lösungsbausteine 6 Unser Kompetenz-Netzwerk Partner des Competence Books 7 Editorial Volker Schnittler ERP 2020 Zukunft, aber keine Science Fiction 10 Grußwort Frank Naujoks Gerüstet für den Wettbewerb von morgen 11 Grußwort Otto Schell ERP: Ein Wettlauf mit der Zeit um Zukunftsfähigkeit 12 Grußwort Thorsten Reuper ERP der Zukunft - die Zukunft des ERP hat gerade erst begonnen 13 Grußwort Manfred Deues Maximale Prozesstransparenz 14 Zahlen kompakt Infografik ERP 18 Statements Statements zu ERP 22 ERP 2020 I Roundtable zu ERP 2020 32 ERP 2020 I Die ERP 2020-Initiative des VDMA vorgestellt 35 ERP 2020 II 21 Thesen für das ERP der Zukunft 40 ERPAuswahl Die Zeit ist reif: Ein neues ERP-Auswahlverfahren 45 ERP Einführung I Stolperfallen bei der ERP-Einführung 47 ERP Einführung II ERP-Systeme einführen: In drei Phasen zum Erfolg 50 ERP Betrieb ERP-Systeme wirtschaftlich betreiben 54 Wandlungsfähigkeit Mehr Wandlungsfähigkeit dank moderner ERP-Software 56 ERP Trends I Vier Megatrends fordern die gesamte IT-Industrie 60 ERP Trends II ERP Trends 2015 64 ERP Trends III Ihre digitale Zukunft und warum Sie schon heute über Ihr ERP nachdenken sollten! 68 ERP Trends IV ERP/PPS im Kontext von Industrie 4.0 74 ERP 2020 III Mobility, Connectivity, Usability: Empirie zur Trilogie der ERP 2020 76 ERP 2020 IV Mobility auf dem Vormarsch 78 ERP 2020 V Usability als Erfolgsfaktor 80 ERP 2020 VI Connectivity schafft die Basis 82 Mobility Das Büro in der Westentasche Business-Software wird mobil 84 Cloud ERP in der Cloud Zwei Trends zeichnen sich ab 86 Usability ERP 2020 und Industrie 4.0 Usability - next steps 88 Herausforderungen Herausforderung Prozessoptimierung 91 Integration Vorteile einer ERP/MES- Integration 93 Internationalisierung Wie ERP-Systeme internationale Geschäftspro- zesse unterstützen 96 Branchenorientierung ERP für Einzel- und Auftrags- fertigung ist anders! INHALT 29Competence Book - ERP
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    Case Studies & Produktinformationen Branchenübersicht 98 Informationsquellen 100 Unternehmen 105 Experten 110 Glossar INHALT 31Competence Book - ERP 102 Bergbau (KUMAVISION) KUMAVISION factory für Förderanlagen imBergbau 105 Maschinenring Agrar (Asseco) Maschinenring Österreich: Ring frei für APplus 107 Sanitär (Microsoft) Mit Dynamics AX 2012 schlank in die Zukunft 109 Kunststoff (COSMO CONSULT) Integrierte Module statt Individualprogrammierung 112 Metall (IAS) Metallverarbeiter erreicht große Synergien im Datenmanagement 114 Elektrotechnik (IAS) Hohe Umsatzsteigerung bei Jean Müller GmbH 120 Fahrrad (Asseco) Der Weltmarktführer für Luftpumpen und Schutzbleche ist mit APplus für die Zukunft gerüstet 122 Machinenbau (ams.Solution) Wachstum organisieren 126 Diverse (COSMO CONSULT) Ein Partner für alle Fälle 130 Machinenbau (ams.Solution) Auf Draht bei Aumann 134 Weitere Case Studies
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    CASE STUDY -BERGBAU (KUMAVISION) 32 Competence Book - ERP ERP-Lösung KUMAVISION factory für Förderanlagen im Bergbau Förderanlagen im Bergbau gehören zu den größten Anlagen, die Menschen je errichtet ha- ben. Sie entstehen aus zehntausenden von Einzelteilen. Ihre technischen Parameter werden in Maßeinheiten wie Meganewton oder Megawatt beschrieben. Das deutsche Traditionsun- ternehmen SIEMAG TECBERG plant, konzipiert und errichtet solche Anlagen in aller Welt. Um von der Konstruktionszeichnung bis zur Montage den Überblick zu behalten, setzt das Unternehmen die ERP-Branchenlösung KUMAVISION factory auf Basis von Microsoft Dy- namics NAV ein. D ie Historie von SIEMAG TECBERG geht bis auf das Jahr 1871 zurück. Aus dem Lieferanten für Bergbauzubehör hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts der international auf- gestellte Systemanbieter SIEMAG TECBERG entwickelt mit Kun- den und Projekten in aller Welt. „Wir stellen zwar sehr große und schwere Geräte her. Aber wir sind trotzdem eine Manufaktur.“ So beschreibtStephanSartor, Geschäftsführerbei SIEMAGTECBERG, die Arbeitsweise des Unternehmens. Entsprechend hoch ist der Stellenwert von Stücklisten und Strukturplänen im ERP-System. Zur Steuerung seiner komplexen Abläufe nutzt der Bergbauspezi- alist Microsoft Dynamics NAV, schon seit der „blauen Version“, wie Sartor in Anspielung auf die monochrome Bildschirmdarstellung der frühen 1990er sagt. Zuletzt lief eine hoch spezialisierte und in- dividuell programmierte Software auf Basis der Version 3.60. Neues Gebäude, neue IT Als SIEMAG TECBERG 2007 per Management-Buy-Out eigen- ständig an den Markt ging, stellten sich gleich mehrere Her- ausforderungen. Denn Kunden, Mitarbeiter und Infrastruktur gingen zu SIEMAG TECBERG über. Firmengebäude und IT-Spe- zialisten blieben aber beim früheren Mutterkonzern. So musste das Unternehmen gleichzeitig ein neues Gebäude beziehen und eine neue IT einführen. „Um unsere stark individualisierte Soft- ware weiter betreiben zu können, hätten wir Fachleute benötigt, die das System von Grund auf kennen“, erklärt Sartor. Deshalb beschloss das Management, eine aktuelle Version von Microsoft Dynamics NAV einzuführen. Nahe am Standard Dabei wollte das Unternehmen so nahe wie möglich am Standard bleiben. Trotzdem war klar, dass es allein mit dem Funktionsum- fang von Microsoft Dynamics NAV nicht getan war. „Wir brauch- ten eine Branchenlösung, die unsere speziellen Anforderungen im Anlagenbau abdeckt.“ Und die sind – wie auch die Produkte des Unternehmens – eine Nummer größer als der Durchschnitt. Deshalb ließen sich auch Individualprogrammierungen nicht völlig vermeiden. Aber jede individuelle Funktion des alten Sys- tems wurde durch einen dreistufigen Filter sortiert: Nice-to-ha- ve-Funktionen fielen weg. Bei den anderen suchten die Verant- wortlichen nach Wegen, die eigenen Prozesse so umzustellen, dass sie doch noch mit dem Standard abgebildet werden konn- ten. Nur wenn es keine andere Möglichkeit gab, kamen die Pro- grammierer zum Einsatz. Im Ergebnis konnte SIEMAG TECBERG zu 90 Prozent die Standards der KUMAVISION-Branchenlösung übernehmen. Kalkulation aus Erfahrung Damit deckt SIEMAG TECBERG fast den gesamten Workflow ab. Lediglich Kalkulationen im Vorfeld eines Vertragsabschlusses berechnen die Mitarbeiter des Vertriebs mit Excel-Werkzeugen. Aber auch hier greifen sie bereits auf Informationen aus ähnli- chen Projekten zurück. „Kein Schacht, kein Bergwerk ist iden- tisch mit einem anderen“, erklärt Stephan Sartor. „Aber wir verfü- gen über 1500 Referenzen, die wir weltweit bereits durchgeführt haben.“ Deshalb greift das Unternehmen in der Kalkulationsphase HERAUSGEBER: KUMAVISION AG
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    CASE STUDY -BERGBAU (KUMAVISION) 33Competence Book - ERP auf Projekte zurück, die genügend Ähn- lichkeit haben, so dass sie für Risikoab- schätzung und Kostenrechnung genutzt werden können. Wenn eine verbindliche Bestellung vorliegt, werden die Excel-Ta- bellen aus der Kalkulation mit hunderten von Positionen automatisiert in KUMAVI- SION factory eingelesen. Strukturpläne und Budgets werden automatisch ange- legt. Hohe Flexibilität In der Phase des Anpassungsengineerings greifen die Konstrukteure auf die Pläne bereits gebauter Anlagen zurück, über- nehmen teilweise vorhandene Strukturen, überarbeiten sie und fügen sie zu etwas Neuem zusammen. „Hier verlangen wir von unserem ERP-System ein außerge- wöhnlich hohes Maß an Flexibilität“, er- klärt Sartor. Einen Standard gibt es nicht. „Es genügt uns nicht, eine Datenstruktur komplett per Copy und Paste zu überneh- men. Wir müssen die Struktur auf jeder Ebene verändern können.“ Kompletter Datenumzug Die enge Verwebung zwischen alten und neuen Projekten setzte auch voraus, dass der komplette Datenbestand aus der lan- gen Geschichte des Unternehmens in die neue SQL-Datenbank der Branchenlö- sung fehlerfrei transferiert wurde. Und noch eine weitere Eigenheit des Berg- baugeschäfts machte den Erhalt der alten Datensätze erforderlich: Schachtförder- anlagen sind 40 bis 50 Jahre in Betrieb. Entsprechend lange müssen die Doku- mentationen für Service und Betreuung verfügbar sein. „Hier hat KUMAVISION mit großem Know-how für einen professi- onellen Umzug gesorgt“, so Sartor. CAD-Integration und Änderungs- management Eine besondere Herausforderung war die Anbindung der CAD- und PDM- Konstruktionssysteme an das ERP- System. Denn im Verlauf des Anpassungs- engineerings überarbeiten Konstrukteu- re die Zeichnungen – mit direkten Aus- wirkungen auf die Stücklisten. SIEMAG TECBERG nutzt deshalb eine Universal- schnittstelle in KUMAVISION factory, mit deronlineausden Konstruktionsdaten Ar- tikel- und Stücklisten abgeleitet werden. Ein integrierter Plausibilisierungsprozess erkennt dabei Inkonsistenzen oder Fehler und erlaubt auch die Vereinheitlichung unterschiedlicher CAD-Systeme auf einen Fördermaschine Gotthard, Quelle: SIEMAG TECBERG
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    CASE STUDY -BERGBAU (KUMAVISION) 34 Competence Book - ERP homogenen Artikelstamm. Ein weiterer Vorteil ist die vollständige Indexverfol- gung der Änderungsstände im ERP-Sys- tem. Damit verbleibt die Verantwortung für die Zeichnungs- und Artikel- Stück- listenverwaltung in der Konstruktion. Es entsteht ein durchgängiger Prozess ohne Medienbrüche. Ebenso profitiert SIEMAG TECBERG vom Änderungsmanagement, das in KUMAVISION factory integriert ist. Es leitet alle Änderungen von 65 CAD-Ar- beitsplätzen sowie die Änderungen der Arbeitsvorbereitung direkt in Änderungs- vorschläge weiter. Dadurch erhält das Pro- jektmanagement valide Informationen, wie mit den wachsenden Strukturen und Langläufer umgegangen werden soll. Komplexe Abwicklung Auch die konkrete Abwicklung eines Auftrags fällt bei SIEMAG TECBERG auf- grund der Projektgröße etwas komplexer aus. Stücklisten mit 20.000 Positionen sind keine Seltenheit. 80 Prozent der ver- bauten Teile kauft das Unternehmen bei verschiedenen Lieferanten. Dabei kann es zu komplexen Beistell-Stafetten kommen: Lieferant A produziert ein Teil, das er für Lieferant B beistellen muss, ist aber sei- nerseits auf ein Beistellteil von Lieferant C angewiesen. „KUMAVISION factory ist für uns ein unverzichtbares Werkzeug, um diese komplexen Strukturen überhaupt beherrschen zu können“, erklärt Sartor. Vor allem deshalb, weil Termintreue in dieser Branche eine weit größere Bedeu- tung hat, als anderswo. „Wenn wir liefern, muss alles zu einem festen Termin am Ha- fen oder beim Kunden sein. Wir können da nicht einfach nachliefern. Ein Zeitver- zug ist - auch bedingt durch die weltweite geographische Lage der Bergwerke - im- mer gleichbedeutend mit einem immen- sen Schaden.“ DMS inklusive KUMAVISION factory ist bis auf weni- ge Ausnahmen in allen Bereichen bei SIEMAG TECBERG im Einsatz. CAD-In- tegration, Materialbeschaffung, Waren- eingangsprüfung, Projektmanagement, Rechnungsprüfung, Finanzbuchhaltung, Controlling nach HGB und IFRS und Ver- sand: alles ist in der Branchenlösung ab- gebildet. Zusätzlich ist ein Dokumenten- managementsystem (DMS) angebunden, das neben dem fiskalischen Belegwesen auch Konstruktionszeichnungen jederzeit elektronisch abrufbar macht. „Wenn unsere Mitar- beiterin KUMAVISION factoryauf eineStücklistenpositiongehen, könnensiemiteinem einzigen Mausklick die zugehörige Konstruktionszeichnung öffnen“, erläutert Sartor. Fazit Für die Zusammenarbeit bilanziert Stephan Sartor: „Wir haben durch den Umzug und die neue IT im Prinzip ein neues Unternehmen im laufenden Betrieb gegründet. Unter diesen komplizierten Umständen und mit einem sehr sportiven Zeitplan, hat KUMA- VISION einen sehr guten Job gemacht. Natürlich konnte es nicht von Anfang an rei- bungslos funktionieren. Aber wenn es Probleme gab, hat KUMAVISION immer die Res- sourcen bereitgestellt, um so schnell wie möglich gute Ergebnisse zu erzielen.“ Die neue Software selbst beurteilt Sartor weniger nach den betriebswirtschaftlichen Vorteilen als nach den organisatorischen: „Wir brauchen ein System, das hoch flexibel ist, unsere komplexen Auftragsstrukturen abbildet, abgeschlossene Projekte für künftige nutzbar macht und die Konstruktionsebene einbindet. Und das haben wir mit KUMAVISION factory erhalten.“ Schachtförderanlage Gotthard, Quelle: SIEMAG TECBERG
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    CASE STUDY -MASCHINENRING AGRAR (ASSECO) 35Competence Book - ERP Maschinenring Österreich: RingfreifürAPplus D er Maschinenring Österreich ist ein genossenschaftlich organisierter, nationaler Zusam- menschluss von etwa 77.000 Mitgliedsbetrieben, durch die aktuell mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Alpenrepublik bewirtschaftet wird. Als führendes Dienstleistungsunternehmen im ländlichen Raum hat es sich der in 90 Vereine, so genannte „Rin- ge“, unterteilte Verbund zum Ziel gemacht, die Perspektiven und Chancen der heimischen Land- wirte durch eine umfassende Bündelung und Organisation von Kräften und Ressourcen nachhaltig zu verbessern – und dies über alle neun Bundesländer hinweg. Der Maschinenring ist insgesamt in drei Unternehmensbereiche – Agrar, Service und Personalleasing – gegliedert. Maschinenring Agrar, Service, Personalleasing Betriebshilfe und Maschinenmanagement zählen zu den historischen Kernaufgaben der Maschinenringe. Der inneragrarische Leistungsaustausch zwischen Landwirten steht hierbei im Fokus. Ein kosteneffizientes Maschinenmanagement, die Aushilfe bei Überkapazitäten sowie Sozialeinsätze in Notsituationen werden auf diese Weise sicher- gestellt. Der Maschinenring Agrar bietet Einzel- und Komplettdienstleistungen in den Bereichen Ackerbau, Grünland, Forst, Bioenergie, Wein-, Obst- und Spezialkulturenan- bau sowie Innenwirtschaft. Maschinengemeinschaften stellen dabei insbesondere bei hohen Anschaffungskosten im Bereich der Ernte- oder Düngetechnik sowie der Boden- bearbeitung eine ökonomisch sinnvolle Alternative zu einzelbetrieblichen Investitionen dar. Als Dienstleister bietet der Maschinenring Service in ganz Österreich Landschafts- und Grünraumpflege sowie Winterdienst für Unternehmen, Gemeinden oder Privatperso- nen an. Dieser Dienstleistungsbereich hat sich inzwischen zum umsatzstärksten Ge- schäftszweig entwickelt. Der vor fünfzehn Jahren gegründete Unternehmensbereich Personalleasing vermittelt Arbeitskräfte aus der Land- und Forstwirtschaft an Unternehmen und Gemeinden. Die Beschäftigungsmöglichkeiten als Leasingarbeitskraft sind dabei vielfältig und reichen von Tätigkeiten als Schlosser, Schmied, Zimmerer und Tischler über Aufgaben in der Maschinen- und Stahlverarbeitung bis hin zu Einsätzen innerhalb der Nahrungs- oder Genussmittelindustrie. So setzen über 2.500 Unternehmen in ganz Österreich auf Mit- arbeiter der Maschinenring Personal eGen. Maschinenring-Spezifika Im Falle des Maschinenrings gibt es ge- genüber herkömmlichen Unternehmens- strukturen individuelle Besonderheiten hinsichtlich der Verrechnung und Orga- nisation angebotener Dienstleistungen. So erbringt der Verbund diese Services im Agrarbereichfaktischnichtselbst,sondern übernimmt die Vermittlung und wickelt im Auftrag und Namen des Dienstleis- ters den Zahlungsverkehr mit dem jewei- ligen Kunden ab. Da agrarische Kunden und Dienstleister auch Vereinsmitglieder sind, ist darüber hinaus eine entspre- chende Mitgliederverwaltung inklusive Mitgliedsbeitragsabrechnung nötig. Bei gewerblichen Dienstleistungen wie Win- terdienst oder Grünraumpflege fungieren Dienstnehmer teilweise gleichzeitig als Sublieferanten für auftragsrelevante Gerä- te und Maschinen. Eingangsrechnungen werden dabei im Gutschriftverfahren für diese erstellt. HERAUSGEBER: Asseco Solutions AG
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    CASE STUDY -MASCHINENRING AGRAR (ASSECO) 36 Competence Book - ERP Altsysteme für komplexe Unternehmensstrukturen nicht mehr zukunftsfähig Trotz komplexer Organisations- und Ab- rechnungsstrukturen verfügte der Ma- schinenring bis Ende 2005 über keine ein- heitliche IT-Architektur, sondern bediente sich in den Unternehmensbereichen Ser- vice und Agrar mit MR2000, Datamax und Centura dreier Eigenentwicklungen. Diese unterschieden sich in ihren Spezifi- kationen – selbst innerhalb der einzelnen Dachorganisationen – teilweise vonei- nander und waren technologisch in kei- ner Weise zukunftsfähig. Es galt deshalb, eine Unternehmenssoftware zu eruieren, die ohne eine aufwändige Individualpro- grammierung bereits im Standard alle re- levanten Abläufe – insbesondere Stamm- datenverwaltung und Disposition – über beide Unternehmensbereiche hinweg umfassend und transparent abzubilden in der Lage und dennoch an spezifische Pro- zesse anpassbar ist. Auf diese Weise sollte der Maschinenring, trotz seines föderalen, genossenschaftlichen Aufbaus, den tech- nologischen Unterbau eines modernen Wirtschaftsunternehmens erhalten. APplus überzeugt Nach intensiver Marktbeobachtung im Rahmen eines Auswahlverfahrens standen zwei Lösungen zur Disposition, wobei die Entscheidung der Verantwortlichen des Maschinenrings nach Prüfung aller wich- tigen Kriterien im Jahr 2005 auf APplus fiel. Ausschlaggebend waren hierbei vor allen Dingen – neben der vollständigen Web-Basierung – die hohe Anpassbar- keit, der technologische Entwicklungs- vorsprung sowie der breite Funktions- umfang der Lösung. Diese erfolgreiche APplus-Implementierung wurde im Sep- tember 2013 auf die Version 6.0 migriert. Der Modulumfang umfasst Vertrieb, Einkauf, Materialwirtschaft, AZE, PZE, CRM sowie Plantafel. Im Augenblick ar- beiten 700 User an rund 90 Standorten mit APplus. APplus in der Praxis Durch die Einführung von APplus wurden innerhalb des verzweigten Organisati- onsgeflechts heute eine homogene Struk- turierung der Vertriebsaktivitäten – von Angeboten über Aufträge, die Erstellung von Lieferscheinen bis hin zu Sammel- rechnungen – sowie eine einheitliche Stammdatenpflege realisiert. Musste jede Filiale bislang ihre Geldflüsse oder die Disposition von Personal- und Maschi- nenressourcen autark organisieren, sind nun ein einheitlicher Zahlungsverkehr aller Niederlassungen sowie eine unter- nehmensübergreifende Verfügbarkeits- planung möglich, die gerade im Personal- leasingbereich unabdingbar ist. APplus stellt darüber hinaus die technologische Basis für neu realisierte Online-Aktivitä- tendar. Damitistnun jederLandwirtinder Lage, Lieferscheine für erbrachte Leistun- gen elektronisch – etwa per Smartphone oder PDA – direkt nach Auftragserfüllung in das Gesamtsystem zeit- und ortsunab- hängig einzupflegen sowie einen GPS-ge- stützten Nachweis geleisteter Dienste zu erbringen. Das manuelle Ausfüllen von Papierdokumenten sowie die persönliche Abgabe an einer regionalen Geschäfts- stelle entfallen dadurch komplett und die Rechtssicherheit des beauftragten Dienst- leisters ist im Schadensfall umfassend gewährleistet. Auch der Einkauf mit den entsprechenden Bestellvorgängen, Lie- ferscheinen und Eingangsrechnungen, die Materialwirtschaft mit auftragsbe- zogenen Zu- und Abgängen – inklusive Durchschnittspreisermittlung – sowie das Kundenbeziehungsmanagement sind mit APplus unternehmensübergreifend ab- bildbar. Letzteres besticht hierbei durch vielfältige Auswertungsmöglichkeiten in den Bereichen Kundenkontakte (Aktivitä- ten), Schadensmanagement, Kundenzu- friedenheitsbefragungen, ABC-Analysen oder Kundenpotenzial-Ermittlung. APplus 6.0 als konsequenter Folgeschritt „Gemeinsam mit den Experten der As- seco ist es 2006 gelungen, ein solch um- fangreiches ERP-Einführungsprojekt in gerade einmal zwölf Monaten erfolgreich umzusetzen und einzuführen. Die Im- plementierung und Anpassung der Stan- dardsoftware an unsere ganz spezifischen Anforderungen waren dabei stets von einer professionellen, harmonischen Zu- sammenarbeit geprägt. Das Ergebnis die- ser Bemühungen ist für uns mehr als über- zeugend, denn mit APplus sind wir heute in der Lage, unsere komplexe Organisati- onsstruktur einschließlich unterschied- lichster Dienstleistungsbereiche mit nur einem einzigen Softwareprodukt steuern und abbilden zu können. Das Upgrade auf die APplus-Version 6.0 ist für uns des- halb der konsequente Folgeschritt zu noch mehr Leistungsfähigkeit, Funktionalität und Transparenz“, so Stefan Schneider, Teamleiter Business Applications bei der Maschinenring Österreich GmbH. „Ausschlaggebend für APplus waren vor allen Dingen – neben der vollständigen Web-Basierung – die hohe Anpassbarkeit, der technologische Entwicklungsvor- sprung sowie der breite Funktionsumfang der Lösung.“
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    CASE STUDY -SANITÄR (MICROSOFT) 37Competence Book - ERP Mit Dynamics AX 2012 schlank in die Zukunft Die Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG ist Weltmarktführer im Premium- und Luxus-Seg- ment. Das Sortiment umfasst mehr als 5.500 Artikel, fast alle werden in Deutschland produ- ziert. Die rund 1.050 Mitarbeiter der Dornbracht Group erwirtschafteten 2012 einen Umsatz von knapp 163 Millionen Euro. Rund 60 Prozent der Produktion wird – trotz Finanzkrise – ins Ausland verkauft. D ie IT-Doppelspitze hatte ausgedient Seit Anfang der 90er Jahre herrschte in der IT-Landschaft so etwas wie Arbeitsteilung: Während die Unternehmens- software Microsoft Dynamics NAV den kaufmännischen Bereich abdeckte, war im operativen Geschäft eine selbst entwickelte Software im Einsatz. Als sich das Unternehmen im Rahmen eines Optimierungsprojekts verstärkt dem Lean Management zuwand- te, passte die IT-Struktur nicht mehr zur Unternehmensstrategie. Dornbracht entschied sich für Microsoft Dynamics AX. Neben der internationalen Ausrichtung und der flexiblen Programmstruktur gaben vor allem Module wie „Lean Manufacturing“ den Ausschlag. Wechsel mit optimierten Prozessen Im Frühjahr 2009 startete das Projekt in die Analysephase. Als kurze Zeit später ein Brand vom Nachbargrundstück übergriff, machte Dornbracht aus der Not eine Tugend und modernisierte die betroffenen Produktionsbereiche. Die optimierten Prozesse veränderten auch das ERP-Projekt. Um die verlorene Zeit zumin- dest teilweise aufzuholen, erhöhte das Projektteam die Schlag- zahl und sicherte sich die Unterstützung des Microsoft-Partners STZ Business Consulting. Anpassungen waren beispielsweise bei der Preiskalkulation erforderlich. Zudem wurde im Zuge der Pro- zessoptimierung das Fertigwarenlager an einen Logistikdienst- leister ausgelagert. Schnittstellen gewährleisten Systemintegration Seit Ostern 2012 sind rund 600 Arbeitsplätze mit Dynamics AX 2012 ausgestattet. Neben der Unternehmenszentrale in Iserlohn gehören hierzu auch 15 internationale Handelsvertretungen. Im Rahmen zweier Folgeprojekte kamen inzwischen ein detailliertes Rollen- und Berechtigungskonzept sowie ein Business Intelli- gence (BI)-System hinzu. Kennzahlen werden dabei als Business Cockpits unter Microsoft SharePoint 2013 bereitgestellt. Schlanke Prozesse, transparente Zahlen Heute erntet Dornbracht die Früchte des Projekts. „In zentralen Unternehmensbereichen wie der Produktion oder dem Auftrags- management arbeiten wir absolut ‚Lean‘ – und schneller als zu- vor“, betont Hubertus Meisterjahn, Leiter Informationstechnik und Organisation bei der Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG. Benötigte man früher in der Montage lange Zeit zwei Schichten, wechselt das Unternehmen heute spätestens nach einem Jahr in den Einschichtbetrieb. „Das liegt vor allem an der gewonnenen Transparenz und dem Lean Management. Mit Dynamics AX können wir jeden Prozess detailliert verfolgen“, erklärt Hubertus Meisterjahn. Dynamics AX bedeutet für den IT-Leiter ein wichti- ges Stück Investitionssicherheit. Schließlich sei die Software ein innovatives Produkt, das in der Vergangenheit ständig verfeinert wurde. HERAUSGEBER: Microsoft Dynamics
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    CASE STUDY -SANITÄR (MICROSOFT) „Mit Dynamics AX 2012 können wir jeden Prozess detailliert verfolgen. Abweichungen sind sofort zu erkennen. Laufende Verbesserungen lassen sich dadurch einfach und effizient umsetzen.“ –HubertusMeisterjahn 38 Competence Book - ERP Ausgangssituation Lange Zeit arbeitete Dornbracht in den kaufmännischen und operativen Unter- nehmensbereichen mit unterschiedlichen Systemen. Die mangelnde Integration vie- ler Geschäftsprozesse ließ sich mit derver- änderten Unternehmensstrategie und den gestiegenen Anforderungen nicht mehr vereinbaren. Lösung Dornbracht entschied sich für Micro- soft Dynamics AX. Ausschlaggebend war, dass Dynamics AX mit Modulen wie „Lean Management“ optimal zur neuen Strategie passte. Aus technischer Sicht konnte auf vorhandenes Wissen zurück- gegriffen werden. Nutzen Dornbracht arbeitet heute in schlanken Strukturen und kann sich schneller auf Veränderungen einstellen. Transparente Prozessinformationen und Geschäftszah- len vereinfachen die Unternehmenssteue- rung. Künftige Anforderungen lassen sich flexibler umsetzen. Quelle: Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG
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    CASE STUDY -KUNSTSTOFF (COSMO CONSULT) 39Competence Book - ERP Integrierte Module statt Individualprogrammierung Im Jahre 1822 beginntdie Historieder Firma Röchling miteiner Kohlenhandlung. Heutesteht die Röchling-Gruppe für höchste Kompetenz in Sachen Kunststoff. Mit fortschrittlichsten Bearbeitungs- und Veredelungsverfahren und in modernsten Produktionsprozessen fertigt das Unternehmen thermo- und duroplastische Kunststoffe für jeden denkbaren Industrie- bereich. Zudem bietet Röchling seit 2013 nach der Anschaffung einer Anlage für selektives Lasersintern als erster Hersteller weltweit komplexeste Fertigteile im 3D-Druck-Verfahren an. Unterteilt ist die Firmengruppe in den Geschäftsbereich Hochleistungskunststoffe mit einem Produktspektrum von Halbzeugen wie Platten, Rund-, Hohl- und Flachstäben über Profile und Formgussteile bis zu mechanisch bearbeiteten Fertigteilen. Der zweite Bereich Automobil-Kunststoffe versorgt weltweit Automobilhersteller und Systemlieferanten mit technologisch anspruchsvollen Kunststoffanwendungen. Die Gruppe ist mit 60 Standorten in 20 Ländern vertreten und erwirtschaftete in 2012 mit 7.300 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro. M it Individualität in die Sackgasse Seit 1998 setzt man bei der Röchling Engineering Plastics KG in Haren an der Ems die kaufmänni- sche Unternehmenssoftware von Navisi- on, heute Microsoft Dynamics NAV, ein. „Heute sind wir mit 340 Usern einer der größten Dynamics NAV-Anwender und haben in den vergangenen 15 Jahren viel, viel Erfahrung mit der Software gesam- melt“, weiß Andreas Paschke, Head of Or- ganisational Development. Von den fast 800 Mitarbeitern in Haren gibt es keinen, der nicht in irgendeiner Form auf der Basis des ERP-Systems arbeitet. Selbst die Liefe- ranten müssen sich mit ihren LKWs beim Werkschutz im System an- und später wieder abmelden. „Mit unserer ERP-Soft- ware konnten wir mittlerweile tatsächlich das Unternehmen komplett abbilden“, be- richtet Paschke. Allerdings war das nicht von Beginn an so. HERAUSGEBER: COSMO CONSULT AG Quelle: Röchling Gruppe
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    CASE STUDY -KUNSTSTOFF (COSMO CONSULT) „Der individuelle Standard – ein Paradoxon? Auf jeden Fall eine Sackgasse, wenn Customizing und Standard im falschen Verhältnis zueinander stehen. Die Lösung bieten branchenspezifische Module, die sich in den Stan- dard integrieren lassen.“ – Volker Vorburg 40 Competence Book - ERP Bei der Einführung der neuen Softwarever- sprach man den Mitarbeitern, sie könnten auch weiterhin mit dem neuen System so arbeiten, wie mit den bisherigen inzwi- schenveralteten Insellösungen. Aberschon bald merkte man, dass damit der Grund- stein füreine Entwicklungssackgassegelegt war. Durch zu viele Anpassungen und Son- derprogrammierungen – die Mitarbeiter wollten ja so wie gewohnt arbeiten – ent- stand ein stark individualisiertes System, das einerseits zwar hoch produktiv war, andererseits aber nicht mehr update-fähig. Paschke verdeutlicht: „Wir hatten ein Ver- hältnis von 80/20, also 80 Prozent selbst programmiert und nur noch 20 Prozent Standard.“ Eine sinnvolle Weiterentwick- lung war da nicht mehr möglich. Auf ein Neues Die Lösung hieß Reengineering: die Ab- lösung eines hoch individualisierten Pro- dukts durch die neueste Standardsoftware Dynamics NAV. „Ein Projekt mit der Über- schrift ‚Zurück zum Standard‘. Da ging es darum, alte Zöpfe abzuschneiden“, erin- nert sich Paschke. Ein Ziel bestand vor allem darin, das Verhältnis von Anpassun- gen zum Standard umzukehren, also 20/ 80 statt 80/20. So ging man 2006 daran, das gesamte Unternehmen umzukrem- peln; Stammdaten, Datenstrukturen – al- les wurde erneuert und mit Testdatenban- ken und Probeläufen durchgespielt und abgesichert. „Aber ich darf nicht verheh- len, dass man bei so einem Projekt auch in Grenzsituationen kommt“, gibt Paschke zu, „Miteiner Fabrik unterVolllast im Hin- tergrund – zig tausend Tonnen pro Jahr – inklusive der erforderlichen Logistik kann ein Fehler schon fast existenzielle Züge annehmen.“ In so einer Situation zahlt es sich aus, wenn man mit einem langjähri- gen IT-Partner zusammenarbeitet. Mit dem Microsoft-Partner Cosmo Consult, einem Branchenspezialisten für die Fertigungsindustrie, projektorientier- te Dienstleister sowie die Zulieferindus- trie, hatte man bei Röchling seit vielen Jahren gemeinsam gute Erfahrungen ge- macht. Die Berater kannten die Abläufe im Unternehmen und konnten die Keyu- ser, die aus allen Abteilungen stammten, so schulen, dass alle Tests korrekt abliefen und das neue System später in den Ab- teilungen problemlos umgesetzt wurde. Aber Paschke weiß auch: „Wenn so ein Projekt funktionieren soll, muss man die Hälfte der Verantwortung intern über- nehmen. Man darf nicht einfach sagen, hier ist euer Geld und wir möchten zum 1.1. starten.“ Er verweist darauf, dass die Berater Programmier- und Strategieprofis sind, aber den Meistern im Betrieb kaum sagen können, wie sie ihre Prozesse besser machen sollen. Hier ist Partnerschaft und Kooperation auf Augenhöhe gefragt. Erweiterter Standard Zwar gab es Rückschläge, so musste der Echtstart einmal verschoben werden, weil in einer Phase der Hochbeschäftigung kei- ne Mitarbeiter zu Schulungszwecken oder gar Datenübergaben abgezogen werden konnten. Daher gab es zunächst nur einen Teilstart für den Bereich Lohn und Gehalt, Quelle: Röchling Gruppe
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    CASE STUDY -KUNSTSTOFF (COSMO CONSULT) 41Competence Book - ERP der aber reibungslos funktionierte – eben- so wie die spätere Einführung von Modu- len wie Auftragsfertigung, Prozessferti- gung, Workflow, Qualitätsmanagement und Lieferantenbewertung sowie eines grafischen Leitstands für die Prozessferti- gung. Anschaulich beschreibt Paschke die ersten Erfahrungen mit der neuen Navisi- on-Version: „Stellen Sie sich vor, Sie haben im Auto eine zehn Jahre alte Technik und steigen auf ein High-Tech-Fahrzeug um. In der IT ist der Unterschied noch viel eklatanter. Für uns war es, als würden wir eine völlig neue Software einführen.“ So steuert jetzt das ERP-System die kom- pletten Logistikabläufe einschließlich der Erstellung der Warenbegleitpapiere für die Kunden. Auch die Stapler steuert Dy- namics NAV über WLAN. Dieses Modul entwickelte Röchling ebenso gemeinsam mit Cosmo Consult wie das Modul Pro- zessfertigung, das jetzt zum Branchenlö- sungsportfolio der Cosmo Consult-Grup- pe gehört. Laut Paschke ist Dynamics NAV eine ausgesprochen flexible Software, die sich leicht an die eigenen Bedürfnisse an- passen lässt, aber da liegt auch die Gefahr eines zu hohen Anteils an Eigenprogram- mierungen. Darum ist er froh über die aus der Praxis entwickelten, zertifizierten und updatefähigen Branchenlösungen seines IT-Partners, die völlig in das ERP-System integriert werden. So ließ sich das ange- strebte 20/80-Verhältnis bei hoher Funk- tionalität erreichen. Allerdings ist das Projekt schon wieder sechs Jahre alt und daher denkt man be- reits an das nächste große Upgrade. Auch diesmal will sich Paschke wieder gut zwei Jahre Zeit für die Vorbereitung lassen. Er betont, wie wichtig ein Partner ist, der über spezifische Branchenlösungen ver- fügt, die sich völlig in den Standard in- tegrieren lassen: „Cosmo Consult hat mit uns jahrelang Erfahrungen gesammelt und Module für Dynamics NAV ständig in unserem Sinn weiterentwickelt, das ist für uns unbezahlbar. So wollen wir beim kommenden Projekt ein 10/90-Verhältnis erreichen, ein realistisches Ziel.“ Quelle: Röchling Gruppe
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    42 Competence Book- ERP Metallverarbeiter erreicht große Synergien im Datenmanagement Nutzen eines zentralen und quelloffenen ERP-Systems Als die Unternehmensgruppe Hühoco die großen Datenmengen ihrer Standorte in der be- stehenden heterogenen Systemlandschaft nicht mehr wie gewünscht steuern konnte, suchte der stahl- und metallverarbeitende Konzern nach einer neuen Lösung. Diese sollte flexibel, einheitlich und hoch integriert sein, um bei Bedarf Branchenprozesse auch selbst hinzufü- gen zu können. D ie Hühoco Group ist ein international tätiger, mittelstän- discher Konzern aus dem metallverarbeitenden Gewer- be. Die Unternehmen bedienen mehr als 30 Branchen etwa aus Automobil- sowie Elektronikindustrie und bieten eine breite Produktpalette von Systemlösungen veredelter Metallpro- dukte. Die Leistungsvielfalt reicht von der Kaltband- und Lack- herstellung über das Walzen und die Beschichtung beziehungs- weise Bearbeitung des Bandes im Rollschneid-/Stanzverfahren bis hin zur Herstellung von präzisen Stanz- und Biegeteilen. Die komplexen Prozesszusammenhänge sowie branchentypische Anforderungen machen eine anpassungsfähige und flexible Un- ternehmenssoftware erforderlich. Da die historisch gewachsene Systemumgebung der Gruppe ab einem gewissen Punkt an ihre Grenzen stieß, entschied der Metallverarbeiter die Einführung einer Enterprise Resource Planning-Lösung (ERP) für die fünf Unternehmen an den Standorten in Wuppertal und Bad Salzun- gen. Branchenspezifische Anforderungen - wie die softwareseiti- ge Abbildung von Coils, Chargen oder Walztechnologien - prägen auch den IT-Alltag innerhalb der Unternehmensgruppe. Ebenso erfordern zahlreiche Vorschriften sowie DIN- und EN-Normen eine detaillierte Erfassung von Merkmalen innerhalb der Stamm- daten zum Beispiel für Materialien, Lieferanten und Fertigung. Flexibilität und nachhaltige Unternehmenssteuerung Um all diesen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, enthielt das Pflichtenheft im Systemauswahlprozess der Unternehmens- gruppe viele individuelle Funktionsanforderungen. Somit war die Möglichkeit, jederzeit selbst Anpassungen vorzunehmen und die Software mit vertretbarem Aufwand weiterentwickeln zu können, eine Grundvoraussetzung an das neue ERP-System. André Bovenkamp, Geschäftsführer der Hühoco-Gruppe, schil- dert: „Die technologischen Potenziale des Systems und der brei- te Funktionsumfang sollten uns eine umfangreiche Gestaltung ermöglichen.“ Innerhalb der Gruppe liefert die HFP Bandstahl GmbH & Co. KG kaltgewalzten Bandstahl an die Hühoco Metall- oberflächenveredelung GmbH, diese produziert wiederum Alumi- nium- und Edelstahlbänder in Lohnveredelung für die Bereiche: elektrolytische Verzinkung, Bandbeschichtung, Längsteilen und Spulen. Diese Prozesse mussten im System abgebildet werden. Eine weitere Anforderung war die Schaffung einer ‚Lean-Produc- tion‘, um die Aufträge mit möglichst wenig Verschwendung sowie termin- und quantitätsgerecht abzuwickeln. Deshalb waren eine detaillierte Planung des gesamten Produk- tionsdurchlaufes sowie eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und Dokumentation wichtige Themen bei dem Implementierungs- projekt. „Da unsere Produktion acht- beziehungsweise neunstu- fig ist, standen auch eine effektive Fertigungssteuerung und ein gruppenweites Frühwarnsystemganzobenauf derAnforderungs- liste“, erklärt Michael Frank, Geschäftsführer der Konzerntochter SIV GmbH & Co. KG Stanz-Biegetechnik und Vertriebsleiter von HFP. Nach dem detaillierten Vergleich mehrerer Anbieter ent- schieden sich die Projektverantwortlichen im Fertigungsbetrieb für die Unternehmenslösung caniasERP der Industrial Applicati- on Software GmbH. Für die Fertigungsunternehmen spielte der offene Quellcode der Software eine entscheidende Rolle. „Die Tatsache, dass wir mithilfe der integrierten Entwicklungsum- gebung ‚Tool for Redesign of the Operational Interface and the Application‘ (TROIA) die Applikation eigenständig anpassen konnten, war für uns einer der wesentlichen Faktoren. Die offene Softwarearchitektur versprach Flexibilität und niedrige Reakti- onszeiten“, führt Frank aus. AUTORIN: Anna Seel, Industrial Application Software GmbH CASE STUDY - METALL (IAS)
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    43Competence Book -ERP Spezifische Abläufe selbst program- miert Durch die Einführung der neuen ERP-Lö- sung konnte der Mittelständler seine Geschäftsprozesse in vielen Bereichen verbessern und die gewünschte Flexibili- tät erreichen. Der IT-Leiter von Hühoco, Klaus-Peter Schönfeld, berichtet über den Nutzen einer quelloffenen ERP-Software: „Aufgrund der eingesetzten Infrastruk- tur - Entwicklungsplattform TROIA in Verbindung mit der Datenbank MYSQL - verfügen wir heute über eine Lösung, die zu beinahe 100 Prozent individuell ist und sogar von uns selbst programmierte Funktionsbereiche enthält.“ Schönfeld verspricht sich zudem langfristige tech- nische Unabhängigkeit auf der Basis des webfähigen Systems. Außerdem profi- tiere das Unternehmen von der Integra- tionsphilosophie, die sich beispielsweise auf die schnittstellenlose Verknüpfung der eingesetzten Funktionsbereiche, den Prüftabellengrundsatz sowie den Zwang zur Nutzung von definierten Vorgabe- werten beziehe. Des Weiteren kann die Software durch Automatisierung von wie- derkehrenden Funktionsabläufen und die bedarfsorientierte Konfiguration des Sys- tems zur Steigerung der Produktivität im Betrieb beitragen. Herr Bovenkamp merkt beispielhaft an, dass allein der Wegfall von manuellen Eingaben bei der Auftragsbe- arbeitung eine Ersparnis von vier Stunden am Tag bringe. Diese frei gewordenen Ka- pazitäten können folglich für wertschöp- fende Tätigkeiten genutzt werden. Synergien durch standortübergreifen- den Einsatz Das standortübergreifend eingesetzte ERP-System dient der Unternehmens- gruppe inzwischen als Basis, um nachhal- tiges Datenmanagement zu betreiben. Die Standorte Wuppertal und Bad Salzungen können beispielsweise ihre Produkti- onsstände, Preise, Bestände und weitere Sachverhalte gegenseitig einsehen. Auch die Mitarbeiter der französischen Nie- derlassung haben die Möglichkeit, in ih- rer Landessprache auf zentral geführte Informationen zuzugreifen und Buchun- gen vorzunehmen. Mit der Implemen- tierung von Intercompany-Beziehungen konnten bestehende, gruppeninterne Geschäftsvorgänge realistisch abgebildet werden. So lassen sich etwa kurzfristige Kapazitätsverschiebungen und strate- gisch eingeplante Beziehungen zwischen den einzelnen Unternehmen nach dem Prinzip der ‚verlängerten Werkbank‘ über- sichtlich erfassen, was die Qualität der Aussagen verbessert. Die mit dem Einsatz des neuen Systems verbesserte Übersicht über die Fertigungstechnologien des Un- ternehmens liefert zudem eine solide Grundlage für Planung, Überwachung und Steuerung der Produktionsprozesse. Unstimmigkeiten im Prozess werden so schneller offensichtlich. Das gestattet dem Unternehmen, frühzeitig geeignete Maß- nahmen zu identifizieren und einzuleiten. Einführungsprojekte gezielt vorbereiten Im Laufe des Projekts hat IT-Leiter Schön- feld einige Vorgehensweisen entwickelt, die sich vor und während des umfangrei- chen Softwareprojekts bewährt haben. So erwies es sich Verlauf der Implementie- rung als große Hilfe, die Unternehmens- prozesse vor Beginn der eigentlichen Soft- wareeinführung in ihrer Tiefe analysiert und definiert zu haben. Denn so stand im Voraus fest, was genau, wann und an wel- chen Stellen gewünscht beziehungsweise erwartet wird und welche unternehmens- spezifischen Besonderheiten zu berück- sichtigen sind. Bei Einführungsprojek- ten mit mehreren Standorten empfiehlt Schönfeld außerdem, zunächst einen Standort auf das neue System umzustel- len, bevor eine Lösung unternehmensweit ausgerollt wird. Auch die frühe Einbin- dung der vom Systemwechsel betroffe- nen Belegschaft im Rahmen eines Change Managements sei ein Schlüsselfaktor, der direkten Einfluss auf die Akzeptanz der neuen Software und somit auf den Erfolg des gesamten ERP-Projektes ausübt. CASE STUDY - METALL (IAS) Quelle: Industrial Application Software GmbH
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    44 Competence Book- ERP Hohe Umsatzsteigerung durch ERP-Einführung bei Jean Müller GmbH smarter arbeiten mit caniasERP I mmer stärker steht die Jean Müller GmbH Elektrotechnische Fabrik (Jean Müller) vor der Herausforderung, den Kunden- wunsch nach immer kürzeren Lieferzeiten bei einer gleich- zeitig hohen Qualität und Wirtschaftlichkeit der Produkte zu erfüllen. Neben dem hohen Anspruch an die eigenen Lösungen werden auch Beratungskompetenz und Innovation im Hause Jean Müller großgeschrieben. Die daraus entstehenden komple- xen Zusammenhänge und die Schnelllebigkeit des Marktes ma- chen eine flexible Unternehmenssoftware unerlässlich. Die ERP-Landschaft des Unternehmens bestand aus mehreren Einzelsystemen. Als führendes System (Produktionsplanung und -steuerung, Einkauf, Vertrieb, etc.) setzte Jean Müller die Lösung Prodis der Software AG ein, welche über eine Schnittstelle mit dem Lagerverwaltungs- und Versandsystem Cilog verbunden war. Weiterhin wurde das ERP durch mehrere Produkte für die Finanz-, Anlagenbuchhaltung und Kostenrechnung der Entire Software AG ergänzt. Ein zusätzliches Programm unterstützte den Werkzeugbau bei der Erstellung, Wartung und Pflege von Werkzeugen. Die ERP-Lösung war in die Jahre gekommen und es gab anbie- terseitig weder die Möglichkeit für ein neues Release, noch eine fachliche Betreuung. Auch andere Anwendungen verursachten massive Ineffizienzen im Geschäftsalltag und das Fehlen einer AUTORIN: Anna Seel, Industrial Application Software GmbH CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS) Highlights und Nutzen des Projekts • Umsatzsteigerung um ca. 30 % innerhalb von 3 Jahren wurde ohne zusätzliches Personal gestemmt • Vollständige Systemintegration: Abschaffung von Insellösungen und reduzierter Schnittstellenaufwand • Höhere Datenkonsistenz und geringere Fehlerquote • Prozessintegration: durchgängige, schlankere und vereinfachte Prozesse gruppenweit • Produktivere Versandabwicklung durch Automatismen • Mehr Effizienz in der Versandsteuerung durch „Komissionierstraßen“ • Beschleunigte Bestellabläufe durch Kanban-Bestellung • Beschleunigte Auftragsabwicklung • Hohe Transparenz und Reaktionsfähigkeit • Umsetzung individueller Anforderungen zum vertretbaren Aufwand Wenn die Möglichkeiten der bestehenden Unternehmenssoftware ausgereizt sind, beginnt die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. In dieser Situation befand sich die Jean Müller GmbH,einerfahrenerExperteim BereichderElektrotechnik. MitderEinführungvoncaniasERP konnte das Familienunternehmen seine Geschäftsprozesse „smarter“ gestalten und steigerte seinen Umsatz innerhalb von drei Jahren um fast 30 Prozent.
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    45Competence Book -ERP CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS) Quelle: Industrial Application Software GmbH
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    46 Competence Book- ERP rungen in seinem Katalog definiert hat, spielten bestimmte Kerneigenschaften eine zentrale Rolle. So suchte das Unter- nehmen nach einer standardisierten, aber quellcodeoffenen Lösung, die trotz der Anpassungen weiterhin releasefähig blieb. Es sollte ein zukunftssicheres und moder- nes ERP-System sein, welches auf gängi- gen Datenbanken und Betriebssystemen laufen konnte und webfähig war. Eine weitere Voraussetzung bestand darin, dass die Anwender die neue Software einfach und intuitiv über eine einheitliche Ober- fläche bedienen konnten und die Anwen- dung in Hinblick auf Lizenzen, Wartung und Customizing wirtschaftlich war. Eine besonders große Bedeutung hatte laut Gerd Dunger die vollständige Integration: „Alle unseren Einzellösungen sollten so weit wie möglich – mit nur wenigen Aus- nahmen wie z. B. Lohnabrechnung – mit einer durchgängigen und prozessorien- tierten ERP-Software abgelöst werden und unsere Softwarelandschaft vereinfachen. Auch solche Bereiche wie Finanz- und An- lagenbuchhaltung sowie Kostenrechnung und Controlling sollten integrierte Be- standteile sein.“ Die Stammdaten sollten zentral gepflegt und Aufträge innerhalb der Unternehmensgruppe automatisch abgewickelt, verrechnet und in einer stan- dardisierten Systemlandschaft konsoli- diert werden können. Aufgrund der inter- national ausgerichteten Tätigkeit war Jean Müller die Internationalisierungsfähigkeit der Lösung wichtig. „Damit wir alle unse- ren in- und ausländischen Vertriebs- und Tochtergesellschaften, Kunden und Liefe- ranten sowie weitere Vertriebspartner in die einheitliche ERP-Umgebung einbin- den können, mussten solche Features wie grafischen Benutzeroberfläche mach- te sich bemerkbar. „Unsere Altsysteme stießen an ihre Grenzen: Aufgrund der ausgereizten Entwicklungsmöglichkeiten konnten wir unsere unternehmens- und branchenspezifischen Anforderungen nicht abbilden und Abläufe nicht weiter- entwickeln. Das war der Startschuss für die Einführung einer neuen ERP-Soft- ware“, erinnert sich IT-Leiter von Jean Müller, Gerd Dunger (2014). Die Suche nach einem neuen System und seine Auswahl Die Suche nach der neuen ERP-Lösung startete im Juli 2005 mit der anfänglichen Orientierungsphase und der groben Sys- temvorauswahldurchdenIT-Leiter. Indie- ser Zeit sind die Projektverantwortlichen auf zwei verschiedenen Software-Messen auf caniasERP aufmerksam geworden. Als Basis für die Softwareauswahl diente eine grundlegende Prozessübersicht so- wie ergänzende Spezifikationen, welche ausführlich die Geschäftsabläufe von Jean Müller beschrieben. Darüber hinaus wur- den zentrale „KO-Kriterien“ definiert und ein detaillierter Anforderungskatalog mit über 300 Teilprozessen zur eingehenden Evaluierung der vorselektierten Anbieter erstellt. Diese sollten im Optimalfall alle Kriterien und Anforderungen erfüllen und eine umfangreiche Projekterfahrung mit Unternehmen ähnlicher Größe aufweisen. Jean Müller hat das ERP-Projekt im Okto- ber 2006 ausgeschrieben und nahm meh- rere Systeme unter die Lupe. Anforderungen an das neue System und seinen Anbieter Obwohl Jean Müller sehr viele Anforde- Mehrmandanten- und Mehrwährungsfä- higkeit sowie Zeitzonenkoordination zum Standard gehören“, fasst der IT-Leiter zu- sammen. Nach der fünfmonatigen Softwareauswahl entschied sich Jean Müller für die Soft- ware caniasERP der Industrial Applicati- on Software GmbH (IAS). Anfang März 2007 wurde der Projektabschluss direkt auf dem jährlichen Kundenevent der IAS besiegelt. caniasERP hat überzeugt „Da Jean Müller seine ERP-Software selbst anpassen und weiterentwickeln wollte, hat uns caniasERP als eine flexible Stan- dardplattform mit offenem Quellcode überzeugt: Die IAS hat uns den Source Code der Applikation und die software- eigene Entwicklungsumgebung TROIA ausgeliefert und wir fanden ein individu- alisierbares und gleichzeitig releasefähi- ges System“, begründet Gerd Dunger die Unternehmensentscheidung. Weiterhin merkte der IT-Verantwortliche an: „Nicht wie bei einigen anderen Lösungen, die wir uns angeschaut haben, sind die durch- gängige Prozessorientierung und vollum- fängliche Integration von Grund auf im Softwarekonzept von caniasERP veran- kert. Auch im Bereich der Produktion, auf den bei Jean Müller ein großer Wert ge- legt wird, schnitt unser jetziges ERP sehr gut ab.“ Laut Herrn Dunger zeigte die IAS insgesamt einen hohen Abdeckungsgrad technischer Anforderungen wie Platt- formunabhängigkeit und Internationali- sierungsfähigkeit (mehrere Tochtergesell- schaften, unterschiedliche Sprachen, etc.) und zeichnete sich schon im Auswahlpro- ÜBER DIE JEAN MÜLLER GMBH ELEKTROTECHNISCHE FABRIK Die Jean Müller GmbH mit Sitz in Eltville am Rhein ist ein Familienunternehmen mit über 115 Jahren Erfahrung im Bereich der Elektrotechnik. Mit weltweit über 600 Mitarbeitern entwickelt und produziert Jean Müller (nach DIN EN ISO 9001 zer- tifiziert) sicherungsbehaftete Schaltgeräte, Schaltgerätekombinationen, Stromverteilungs- und elektrische Systemkompo- nenten sowie elektronische Überwachungs- und Energiemanagementsysteme. Gemeinsam mit seinen Tochterunternehmen in Polen, Schweiz, Österreich, Singapur, Neuseeland und China exportiert Jean Müller seine kundenorientierten und hochqualitativen Lösungen in 60 Länder. CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
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    47Competence Book -ERP zess durch eine Zusammenarbeit auf Au- genhöhe aus. Aktuell ist bei Jean Müller die komplette Modulpalette von caniasERP im Einsatz. Die Implementierung in Kürze Das Kick-off-Meeting fand im Juni 2007 statt. Nur sieben Monate danach, Anfang Januar 2008, ist Jean Müller mit dem neu- en System produktiv gestartet. In dieser Zeit wurden alle unternehmensspezifi- schen Geschäftsprozesse abgedeckt, die Software getestet, Mitarbeiter geschult und Daten migriert. Da ein Parallelbe- trieb für den IT-Verantwortlichen nicht in Frage kam, wurden zum gleichen Zeit- punkt die Altsysteme abgeschaltet und die neue ERP-Lösung in ihrem vollen Funk- tionsumfang in Betrieb genommen. In der Einführungsphase haben insgesamt zehn Mitarbeiter aus der IT und mehreren Fachabteilungen im Projekt mitgewirkt. Nach der Produktivschaltung beschäfti- gen sich zwei bis drei IT-Projektmitglieder intensiver mit caniasERP und program- mieren in TROIA. „Durch die frühe Einbindung der Fachbe- reiche gab es bei der Implementierung der neuen Software sehr wenig Widerstand. Wir haben nämlich von Beginn an – schon bei der Aufstellung des Projektteams – si- chergestellt, dass alle betroffenen Fachbe- reiche am Projekt beteiligt waren. Auch die Tatsache, dass unsere Belegschaft seit 20 Jahren Umgang mit ERP-Software ge- wohnt war und wir eine gute Rückende- ckung der Geschäftsleitung hatten, gab es trotz der umfassenden Systemumstellung kaum ‚Gegenwind‘“, erinnert sich Gerd Dunger. caniasERP hat bei Jean Müller die beiden großen Systeme (Prodis und Entire) sowie den damaligen Werkzeugbau abgelöst. Auch weitere im Einsatz befindliche Ein- zellösungen wie beispielsweise CRM und EDI wurden in dereinheitlichen ERP-Soft- ware zusammengeführt. Verbesserungen durch die Einführung von caniasERP bei Jean Müller Unternehmens- & branchenspezifische Verbesserungen: „In caniasERP haben wir alle unseren An- forderungen individuell abgebildet“, sagt Gerd Dunger und zählt auf: • Im Bereich Versand wurden Funkti- onsbereiche wie Packstückbildung, Sendungsbildung, eine automati- sierte Verfügbarkeitsprüfung und Lieferscheinerstellung entwickelt und an das Lagerverwaltungssystem angebunden. „Damit laufen vorher umständlich oder sogar manuell aus- geführten Prozesse systemunterstützt und machen die Versandabwicklung um einiges produktiver“, sagt der IT-Leiter und hebt weiter hervor: CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS) Quelle: Industrial Application Software GmbH
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    48 Competence Book- ERP „Zur Versandsteuerung haben wir mit der neuen Software ‚Komissionier- straßen‘ eingerichtet. Sie haben Jean Müller viel Übersichtlichkeit und Ratio gebracht und sind ein vorzeig- bares Highlight des Projekts.“ Dabei gibt caniasERP an, welcher Komissi- onierer welchen Wagen mit welchem Komissionierauftrag in welche Stra- ße rollen soll. Dort wird dem für die Großpackstückbildung zuständigen Mitarbeiter vom System wiederum vorgegeben, welcher Auftrag aus wel- cher Bahn abzuholen ist und in wel- ches Großpackstück diese Ware gela- den werden soll. • Die eingerichtete automatische Kan- ban-Bestellung beschleunigt die Be- stellabläufe und trägt zur Bestands- sicherung bei: Stellt ein Werker fest, dass ein bestimmter Artikel nachbe- stellt werden soll, muss er lediglich das am Regal angebrachte Artikel- schild einscannen. Damit wird aus der Fertigung heraus – ohne jegliche weiteren Angaben – eine interne Ma- terialanforderung an die Lagerverwal- tungslösung Cilog ausgelöst und der Artikel geliefert. • Da der Werkzeugbau anders als die Produktion arbeitet, wurde dieser im Wartungsmodul von caniasERP als „Firma in der Firma“ abgebildet. Außerdem wird nun auch die be- triebseigene Instandhaltung ohne Schnittstellen und Streuverluste di- rekt im ERP-System abgewickelt und verwaltet. • „Die verlängerte Werkbank Galvanik (die unsere eigenproduzierten Tei- le zur Weiterverarbeitung an einen externen Dienstleister reicht) haben wir früher händisch abgewickelt – das machen wir heute alles softwarege- stützt mit caniasERP. Damit können wir diesen Prozess transparenter ge- stalten und besser steuern“, so Herr Dunger. • Die komplette Leergutverwaltung – für das Management von Leihpa- letten und -gebinden, die zwischen Kunden, Lieferanten, Spediteuren und Jean Müller ausgetauscht werden – wurde direkt im ERP abgebildet. Der ERP-Verantwortliche beleuch- tet den Nutzen: „Früher haben wir unser Leergut manuell, per Kartei- karte, organisiert. Dank der neuen Eigenentwicklung können wir die Leergutabwicklung sehr viel über- sichtlicher und effizienter gestalten und jederzeit nachvollziehen, wo sich welche Anzahl von welchem Leergut befindet.“ • Tagtäglich werden Anwendungen auf Handscannern (mobile Daten- erfassungsgeräte, MDE) genutzt – beispielsweise zum Abruf und zur Umbuchung von Lagerbeständen bei der Komissionierung, für Lageranfor- derungen oder für die Inventur. Auch der Außendienst setzt Tablets ein, um dem Kunden Produktkataloge oder technische Zeichnungen aus dem Dokumentenmanagementsystem vor Ort zu präsentieren. Die Individualisierung und die Weiterent- wicklung des Systems zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt: Durch den direkten Zugriff auf die Appli- kation kann Jean Müller jederzeit sowohl kleinere Änderungen vornehmen als auch größere Neuerungen realisieren. „Die Ei- genschaft des offenen Quellcodes sehen wir als eine große Stärke von caniasERP an – sie wird in unserem Unternehmen täglich sehr ausgiebig genutzt und ermög- licht uns die Flexibilität, die wir benöti- gen“, fasst der IT-Leiter zusammen und ergänzt: „Wir haben die Anpassungen zu einem großen Teil selbst umgesetzt und konnten damit die Kosten für die Bera- tungsleistung deutlich reduzieren.“ Um den Technologieanschluss nicht (wie bei der Altsoftware) zu verlieren, hat sich Jean Müller – trotz dem hohen Individualisie- rungsgrad der aktuellen Lösung – für den Releasewechsel auf die neuere Version von caniasERP entschieden und im Sommer 2014 das Releaseprojekt gestartet. Dazu hebt Gerd Dunger hervor: „Der Nutzen, den wir täglich aus den spezifisch für uns entwickelten Funktionalitäten generieren, ist uns den verständlicherweise etwas hö- heren Releaseaufwand auf jeden Fall Wert.“ Allgemeine Verbesserungen: Im Allgemeinen ist der Erfolg, den Jean Müllerdurch die Einführung von caniasERP erzielthat, gut aus der Umsatzentwicklung sichtbar: „Zum Zeitpunkt des Produktivstarts im Jahr 2008 hatten wir einen Umsatz von 70 Mio. Euro. Im Jahr 2011 ist der Umsatz um fast 30 % auf knapp 90 Mio. Euro gestie- gen“, belegt IT-Leiter Herr Dunger. „Diese Umsatzsteigerung haben wir mit der gleichen Anzahl der Mitarbeiter im Vertrieb und in der Buchhaltung geschafft. Durch die Verbesserungen mit dem neuen ERP-System ist die Arbeitsvorbereitung sogar um eine Mannkraft kleiner gewor- den, weil viel „smarter“ gearbeitet werden konnte. Auch die Auftragserfassung wurde stark optimiert und beschleunigt – heute findet sie in einer Transaktion und einer Maske statt, wofür die Kollegen früher durch viele Eingabemasken „marschiert“ sind und für Rechnungen, Sammelrech- nungen, Gutschriften, Auftragserfassung und Auftragsbestätigungen jeweils ein anderes Programm genutzt haben. Zu Zei- ten der Altsysteme haben unsere Mitar- beiter viele Überstunden geleistet. Heute braucht beispielsweise ein Sachbearbeiter im Durschnitt drei Stunden pro Tag weni- ger, um seine Aufgaben zu erledigen. Das neue System hat die Arbeit also wesentlich effizienter gemacht“, erklärt Gerd Dunger. Mit der Einführung von caniasERP hat Jean Müller nicht Personal freigesetzt, sondern die Arbeitszeiten normalisiert. Umsatz Umsatzsteigerung 2008 2011 70 Mio. EUR 90 Mio. EUR + 29% CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS)
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    49Competence Book -ERP Charakteristisch für das Unterneh- men sind ein starker Nutzungsgrad des ERP-Systems und die hohe IT-Durchdrin- gung (ca. 300 User bei 500 Mitarbeitern). „Bei uns arbeiten sehr viele Mitarbeiter mit caniasERP – bis zum Vorarbeiter und Werker machen die Kollegen in der Pro- duktion Rückmeldungen oder holen sich Informationen aus dem System. Und wenn bei Jean Müller etwas Neues auf- kommt, lautet die erste Frage: ‚geht es mit caniasERP?‘“ AuchausderBelegschafthörtderERP-Ver- antwortliche, es sei im Vergleich zur alten Systemwelt Vieles besser geworden. Für den IT-Leiter Gerd Dunger hat Jean Müller einen großen Schritt nach vorne gemacht: „Durch die Einführung des Systems caniasERP sind unsere Geschäftsprozesse gruppenweit viel schlanker geworden – sie können wesentlich einfacherund schneller abgewickelt werden. Die umfassende Pro- zess- und Systemintegration tragen direkt zur Steigerung der Transparenz bei und erlauben unserem Unternehmen eine zü- gige Reaktion auf Marktveränderungen.“ Welchen Unternehmen würden Sie caniasERP weiterempfehlen? „Aus unserer Erfahrung würde ich caniasERP auf jeden Fall mittelständi- schen produzierenden Unternehmen wei- terempfehlen. Die Unterstützung kom- plexer Prozesse im Bereich der Produktion ist eine starke Kerneigenschaft dieser Soft- ware. Der Nutzen wird um ein Vielfaches größer, wenn caniasERP mehrere Ein- zellösungen ablöst und eine einheitliche ERP-Landschaft des Unternehmens oder der gesamten Unternehmensgruppe bil- det. Der offene Quellcode ist insbesonde- re für Unternehmen interessant, die viel Wert auf ihre individuellen Anforderun- gen legen und sie kostenbewusst umset- zen wollen“, sagt IT-Leiter Gerd Dunger. Tipps zur ERP-Einführung an andere Projektleiter Den Projektleitern von Unternehmen, die gerade ein ERP-Projekt starten oder noch vor der Entscheidung zur ERP-Ein- führung stehen, gibt Jean Müller ein paar Tipps: „Ein absoluter Erfolgsfaktor ist es, die Schlüsselpersonen aus den Fachbe- reichen frühzeitig – am besten schon bei der Softwareauswahl – einzubinden. Es hat bei uns unheimlich viel ausgemacht, weil sie ihre Überzeugung in die einzel- nen Abteilungen getragen und das Projekt vorangetrieben haben“, sagt Projektleiter Gerd Dunger. Er betont, dass für die Pro- jektarbeit insgesamt genügend Raum im operativen Tagesgeschäft zur Verfügung stehen sollte und ergänzt: „Entscheidend bei solchen großen Vorhaben ist auch der Rückhalt der obersten Geschäftsleitung. In unserem Unternehmen hat sich bei- spielsweise der Einsatz eines Lenkungs- ausschusses bewährt.“ CASE STUDY - ELEKTROTECHNIK (IAS) Quelle: Industrial Application Software GmbH
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    CASE STUDY -FAHRRAD (ASSECO) 50 Competence Book - ERP „Pump up theVolume“ DerWeltmarktführerfürLuftpumpenundSchutz- bleche ist mit APplus für die Zukunft gerüstet Die SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH mit Sitz im nordrhein-westfälischen Sundern – Welt- marktführer in der Herstellung von Fahrradluftpumpen und Schutzblechen – kann auf eine ein- drucksvolle, fast 100-jährige Historie zurückblicken. Nachdem sich das Unternehmen seit 1932 ganz der Luftpumpenfertigung verschrieben hatte, gelang 1956 mit dem Beginn der Kunststoff- pumpenproduktion ein entscheidender wirtschaftlicher Durchbruch. B is in die Anfänge der 1990er Jahre dominierte die Massenfertigung für die Erstausrüstung von Fahrrä- dern das Produktportfolio in diesem Ge- schäftsbereich. Heute prägen hochwertige Mini- und Stand- sowie anspruchsvolle Spezialpumpen für den ambitionierten Radsportler das Sortiment des Unter- nehmens. Durch die Übernahme einer englischen Traditionsmarke gelang 1983 der strategische Einstieg in den Markt für Schutzbleche – in der Firmenterminolo- gie SKS Radschützer genannt. Fünf Jahre später wurde mit der Serienfertigung von extrudierten Radschützern begonnen, die später als Chromoplastics zu einer welt- weiten Referenz für Radschutz-Systeme werden sollten. MitderEntwicklungdesersten„Quick-Re- lease Dirtboard-Sets“ für Mountainbikes avancierte die SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH 1999 auch in diesem – stark wachsenden – Zubehör-Segment zum Pi- onier und Marktführer. Wurden ab dem Jahr 2003 mit der Fertigung von Bike Tools wie etwa Werkzeugen, Reifenhebern oder Luftdruckmessgeräten weitere Produkt- bereiche des After Sales Marktes erschlos- sen, beschreibt die Produktion hochin- novativer Kettenschützer seit 2006 die konsequente Entwicklung von SKS-Ger- many zum breit aufgestellten Systemlieferanten für die moderne Fahrradindustrie. Fla- schenhalter, Taschen oder Textilien im Corporate Design runden das professionelle und trendbewusste Image stimmig ab. Neben dem Fahrradzubehör-Bereich ist die aus drei Einzelunternehmen bestehende Un- ternehmensgruppe mit insgesamt 800 Mitarbeitern jedoch auch noch in der Automobil- zulieferindustrie sowie der Herstellung von Lifestyle-Accessoires aus Edelstahl tätig. Gesteigerte Zukunftsfähigkeit durch leistungsstarke ERP-Technologie Die SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH hatte bis in das Jahr 2000 ein auf Unix-Basis geschriebenes Tool im Einsatz, bei dem sich Änderungen jedoch nur sehr schwer um- setzen ließen und relativ langwierig gestalteten. Um in Zukunft unkomplizierter und schneller agieren und reagieren zu können, entschied man sich deshalb dafür, ein ganz- heitliches System einzuführen, das die Möglichkeit bot, für alle eingebundenen Mitar- beiter zeit- und ortsunabhängig einen identischen Informationsstand zu gewährleisten. Neben einer Erhöhung der Transparenz während des gesamten Produktionsablaufes standen jedoch noch weitere Anforderungen auf der Agenda des Sundener Unterneh- mens. So sollte das System in der Lage sein, die Ressourcen- und Kapazitätsplanung nachhaltig zu verbessern, die Liefertreue durch eine optimierte Bestandsführung und Produktionsplanung zu steigern sowie Varianten im Stamm zu verwalten. Darüber hinaus wurde neben der Möglichkeit zur Einbindung eines Lagerverwaltungs-, CRM- und CAQ-Systems sowie eines Online-Shops eine DFÜ-Anbindung, die einfache Ver- knüpfung mit hinterlegten Dokumenten oder Zeichnungen sowie eine unkomplizierte Auswertung über Excel-Listen gefordert. Da die Lösungen der Asseco Solutions schon immer über einen äußerst breit aufgestellten Standard bei gleichzeitig hoher Flexibilität verfügen und dadurch die unkomplizierte Umsetzung individueller Wünsche problem- los möglich ist, entschieden sich die Unternehmensverantwortlichen nach eingehender Prüfung der am Markt etablierten Lösungen innerhalb eines finalen Auswahlverfahrens für P2 – die Vorgängerlösung von APplus. Die Migration auf die noch modernere Lösung fand dann im Jahr 2010 statt. HERAUSGEBER: Asseco Solutions AG
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    CASE STUDY -FAHRRAD (ASSECO) 51Competence Book - ERP Breites Spektrum optimierter Abläufe mit APplus Seit dem Umstieg auf die Lösungen der Asseco Solutions konnten alle gestellten Anfor- derungen umfassend umgesetzt bzw. erfüllt werden. Die ganzheitliche Systemstruktur wird inzwischen von allen Seiten in den verschiedensten unternehmerischen Abläufen maximal genutzt. Durch optimierte Kalkulationen war man in der Lage, die Fertigungs- laufzeiten zu beschleunigen sowie die Gesamtproduktivität in den letzten beiden Jahren um fünf bis zehn Prozent zu steigern. Die Erhöhung der Transparenz in der Planung schlug sich in einer umfassend perfektionierten Kapazitätsauslastung zu Buche. Mithil- fe der Informationen aus den AG-Meldungen und einer sauberen Arbeitsplanstruktur konnten zudem eine detailliertere und straffere Personaldisposition realisiert und hin- sichtlich einiger Arbeitsabläufe die Zahl personeller Ressourcen um zehn bis fünfzehn Prozent herabgesetzt werden. Viele früher manuell auszuführende Arbeiten oder Aus- wertungen sind inzwischen obsolet. Über APplus wurde außerdem ein Webshop realisiert, der eine Übernahme von 62 Pro- zent der Aufträge ins System möglich macht. Diese werden dort über eine Schnittstelle in APplus verarbeitet – und dies ohne erhöhten Mitarbeiterbedarf. Eine transparentere und effizientere Bestandsführung und Produktionsplanung haben darüber hinaus zu einer spürbaren Verbesserung bei der Liefertreue und einer dadurch gesteigerten Kun- denzufriedenheit geführt. So können bestellte Artikel durch die direkte Kommunikation zwischen dem B-to-B-Shop innerhalb von 48 Stunden ab Bestelleingang beim Kunden angeliefert werden. Im Augenblick arbeiten 150 User in der Unternehmenszentrale der SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH in Sundern mit APplus. In naher Zukunft wird auch das Tochterunternehmen Blomus GmbH – preisgekrönter Herstellervon Lifestyle-Acces- soires aus Edelstahl – mit weiteren Anwendern in das System eingebunden. Die entspre- chende Projektierungsphase mit lösungsspezifischen Workshops hat bereits begonnen. Ein Résumé, das für sich selbst spricht „Die größten Vorteile nach Einführung von APplus bestehen darin, dass wir un- sere Bestände nun sehr genau kennen und wissen, in welchem Status sich un- sere Aufträge befinden. Und dies von der Auftragseingabe bis zur Produktion. Da der Faktor Zeit einen immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor darstellt, ist dies ein ungemein bedeutender wirtschaftlicher Gesichtspunkt. Unsere Wünsche an das System waren es, flexibler zu werden, Pro- zesse besser steuern zu können und auf diese Weise schneller zu wichtigen Lö- sungsansätzen zu kommen. Diese Wün- sche wurden durch APplus zu 100 Prozent erfüllt. Die ERPII -Lösung der Asseco So- lutions ist für uns das Herz aller Prozesse und steuert die kompletten Abläufe unse- res Unternehmens umfassend und erfolg- reich“, so Michael Beste, Geschäftsführer der SKS Metaplast Scheffer Klute GmbH. SKS und APplus live und in Farbe: www.applus-erp.de/sks „Seit dem Umstieg auf die Lösungen der Asseco Solutions konnten alle gestellten Anforderungen umfassend umgesetzt bzw. erfüllt werden.“
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    CASE STUDY -MACHINENBAU (AMS.SOLUTION) 52 Competence Book - ERP D ie Anforderungen von Einzelfertigern an IT-Systeme un- terscheiden sich grundlegend von denen ihrer Kollegen aus der Serienfertigung. Während letzteren schon zu Produktionsbeginn das volle Set an Stücklisten und Arbeitsplä- nen zur Feinplanung vorliegt, startet die Einzelfertigung schon lange vor Abschluss des Konstruktionsprozesses. Anders als in der Wiederholfertigung üblich, können Einzelfertiger Konstruk- tion, Beschaffung und Produktion nicht in getrennten Phasen nacheinander abwickeln. Vielmehr werden die bereits entwickelten Baugruppen direkt an die Produktionsverantwortlichen übergeben, damit diese die entsprechenden Fertigungsprozesse einleiten können. Auf diese Weise entsteht die so genannte wachsende Stückliste, die jedes Projekt im Sondermaschinenbau begleitet. Sie erfordert flexib- le IT-Systeme für die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) beziehungsweise das Enterprise Resource Planning (ERP). Die meisten handelsüblichen ERP-Systeme können jedoch die- se Flexibilität nicht bieten. Sie sind für die speziellen Anforde- rungen von Einzel- und Auftragsfertigern nicht ausgelegt und können beispielsweise die wachsende Stückliste nicht adäquat abbilden. Gleichzeitig sind sie für einen Einzelfertiger häufig überdimensioniert und damit im Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr preiswert, da ein Großteil ihrer Funktionalitäten nicht zur Anwendung kommt. Wachstum erzeugt Handlungsbedarf Auch für die Firma Hahn Automation aus Rheinböllen kam ein solch umfassendes System nicht in Frage, als sie sich vor die Not- wendigkeit gestellt sah, ihre IT-Ausstattung zu erneuern. 1992 quasi „in der Garage“ gegründet, war das Unternehmen seitdem stetig gewachsen. Als Komplettanbieter für Automatisierungs- lösungen entwickelt, fertigt, montiert und programmiert Hahn Montage- und Prüfanlagen überwiegend für die Automobilzu- lieferindustrie sowie Bestückungssysteme für Werkzeug- und Spritzgießmaschinen. Mittlerweile sorgen weltweit rund 520 Mitarbeiter dafür, dass die Kundenaufträge umgesetzt werden. Mit zunehmender Steigerung von Auftragsvolumen und Mitar- beiterzahl wurde deutlich, dass das vorhandene PPS-System dem Unternehmenswachstum nicht mehrgewachsen war. 2004 führte Hahn einen Workshop mit leitenden Mitarbeitern durch, der zu dem Ergebnis kam, ein leistungsfähiges, umfassendes ERP-Sys- tem anstelle des bisherigen PPS-Systems „PPS Express“ einzufüh- ren. Jörg Kilb, damaliger Diplomand und heutiges Mitglied der Geschäftsführung, erinnert sich: „Die Mitarbeiter hatten Hand- lungsbedarf in der generellen Unternehmensorganisation gese- hen. Das betraf vor allem die unternehmensweite Termin- und Kapazitätsplanung. Außerdem hielten sie eine größere Transpa- renz in der Aufbauorganisation für wünschenswert. Schließlich wurde auch angeregt, ein geeignetes IT-System einzuführen, um die Gesamtheit der Unternehmensaktivitäten adäquat abbilden zu können.“ Demgegenüber hatten sich zur damaligen Zeit die einzelnen Ab- teilungen zahlreiche „Insellösungen“ geschaffen, um die vor- und nachgelagerten Prozessezu steuern, welchedas PPS-System nicht abdeckte. So wurden Angebote in MS Word geschrieben, wäh- rend Auftragslisten mit Abrechnungen, Anzahlungen und ande- Wachstum organisieren und beherrschen Der Sondermaschinenbauer Hahn startete vor über 20 Jahren als Ideen- und Versuchwerkstatt. Da- raus hat sich ein mittelständisches Unternehmen mit zahlreichen Pro­jekten und internationalen Standorten entwickelt. Um den wachsenden Planungs- und Steuerungsbedarf abzude­cken, setzt Hahn seit 2005 auf ein speziell für die Einzel­fertigung ausgelegtes ERP-System. HERAUSGEBER: ams.Solution AG
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    CASE STUDY -MACHINENBAU (AMS.SOLUTION) 53Competence Book - ERP dann auf, wenn es vorab produzierte Bau- gruppen im Rahmen der finalen Beschaf- fung mit baugleichen, doch erst später ge- orderten Baugruppen abzugleichen galt. Um Mehrfachbestellungen zu vermeiden, müsse man immer wieder manuell Listen abgleichen, was mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden sei, so Kilb. Hier könne nur ein durchgängiges ERP-System Abhilfe schaffen, das ein ab- teilungsübergreifendes Auftragsmanage- ment ermöglicht. Hinzu kam, dass bei einem gewachsenen Unternehmen wie Hahn der Chef und Gründer nicht mehrpersönlich in alle Pro- jekte involviert sein kann. Dies erfordert eine umfassende Lösung und Vernetzung aller Abteilungen, um jederzeit schnelle Auskunftsfähigkeit zu gewährleisten. Neues Anforderungsprofil So entstand aus der Analyse der Schwach- stellen eine „Wunschliste“ und ein An- forderungsprofil für das neue System. Es sollte nicht nur die Vorkalkulation, son- dern auch eine mitlaufende Nachkalku- lation leisten, und eine auftragsbezogene Ablauforganisation mit entsprechender Termin- und Kapazitätsplanung ermögli- chen. „Produzieren und Planen auf einem Niveau, so lautete die Zielvorgabe“ fasst Jörg Kilb zusammen. Bei der Suche nach einem geeigneten An- bieter verschafften sich die IT-Verantwort- lichen von Hahn im Internet eine Mark- tübersicht und besuchten Workshops. Durch einen Artikel in einer Fachzeit- schrift wurde Jörg Kilb auf das Auftrags- managementsystem ams.erp aufmerksam, das das Beratungs- und Softwarehaus ams.Solution AG speziell auf die Bedarfe von Einzel-, Auftrags- und Variantenferti- gern ausgerichtet hat. Zur Endausscheidung mit zwei weiteren Anbietern zog Hahn Key User aus Berei- chen wie Konstruktion, Fertigung, Ein- kauf und Vertrieb hinzu. Hier konnte ams seine Branchenerfahrung und das Wissen um die speziellen Probleme eines Auf- tragsfertigers in die Waagschale werfen. „Wenn wir von Abschlagsrechnungen, mitlaufender Kalkulation oder Vorab-Be- stellungen gesprochen haben, konnten die re kalkulatorische Vorgänge in Excel ge- pflegt wurden. Ebenfalls in Excel wurden Leistungsfortschritte oder der Bestand an Halbfertigfabrikaten dokumentiert. Die Lohnbuchhaltung arbeitete händisch mit Datev. Auch Ein- und Ausgänge von Rechnungen wurden manuell in Datev eingebucht. Zudem gab es keine direkte elektronische Verbindung zwischen Wa- reneingang und Rechnungsprüfung. Herausforderung Stückliste Als gravierendstes Problem erwies sich der Umgang mit den Summenstücklis- ten. „Wenn man mit Summenstücklisten arbeitet, hat man keine Möglichkeit mehr, bei Aufträgen auf einzelne Baugruppen nachzukalkulieren“, erklärt Jörg Kilb. Zu- dem bestand das Risiko, dass dieselbe Baugruppe zwei- oder dreimal gefertigt wurde. Dieses Problem trat insbesondere Quelle: HAHN Automation GmbH
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    CASE STUDY -MACHINENBAU (AMS.SOLUTION) 54 Competence Book - ERP ams-Verantwortlichen Wege aufzeigen, wie man dabei am besten vorgeht“, erin- nert sich Jörg Kilb. Die Mitbewerber hin- gegen hätten nicht erkannt, wo der eigent- liche Handlungs- und Lösungsbedarf lag, so Kilb. „ams wardereinzige Bewerber, der unsere Stückliste umsetzen konnte. Die anderen haben mit Muster-Stücklisten gearbeitet.“ Übersichtliche Baugruppenlisten Nach einer sechsmonatigen Einführung ging das neue ERP-System im August 2005 bei Hahn „live“. In einer Übergangsphase bis zum Jahresende gab es noch einen Parallelbetrieb mit den alten Systemen. Währenddessen wurden Stammdaten von Kunden, Partnern und Lieferanten aufge- spielt. Der endgültige Schnitt erfolgte zum Jahreswechsel. Seitdem nutzen rund 100 Hahn-Anwender das integrierte Auftrags- managementsystem. Die große Summenstückliste, welche die Teilesuche so erschwert hatte, gehört seither der Vergangenheit an. Mit dem neuen ERP-System zergliedert Hahn die Stücklisten in übersichtliche Baugrup- penlisten. Zudem ist die Verantwortung für die Stücklisten und deren Pflege in die Konstruktion verlagert. Dort erstellen die Mitarbeiter die jeweilige Stückliste mit einer CAD-Datei, deren Auftragsdaten an das ERP-System übergeben werden. Früher musste der Einkauf Excel-Listen über die Teile erstellen, was mit einer ver- gleichsweise höheren Fehleranfälligkeit verbunden war. Angesichts der langen Lieferzeiten von großen Baugruppen und Komponenten wie Motoren oder Robo- tern machen sich die Vorteile der integ- rierten Lösung nachdrücklich bemerkbar. Denn durch sie lässt sich die „wachsende Stückliste“ abbilden und damit jederzeit die Nachverfolgbarkeit der Teile und der Überblick über die Kosten sichern. Dop- pel- und Dreifachbestellungen wird so der Boden entzogen. Zusätzliche Transparenz gewinnt Hahn durch die integrierte Betriebsdaten- und Personalzeiterfassung. In der Montagehal- le erfassen Monteure und Fertigungsmitar- beiter ihre Auftragszeiten über sechs Soft- ware-Terminals per Barcode-Scanner. Alle anderen Mitarbeiter wie etwa die Konst- rukteure „stempeln“ ihre Zeit direkt am PC. Die Erfassung der Auftragszeiten fürdie in- tern gefertigten Teile führt zu einerpräzise- ren Preisberechnung. „Die Schwankungen zwischen Vorkalkulation und tatsächli- chem Ergebnis fallen viel geringer aus“, bi- lanziert Andreas Huhn, verantwortlich für das Controlling bei Hahn, zufrieden. Angebotskalkulation verbessern Inzwischen hat Hahn Automation auch die ersten Wiederholprojekte gefahren und einzelne Anlagen zum zweiten oder dritten Mal gebaut. Für die Erstellung ent- sprechender Angebote hat die genaue Er- fassung von Arbeitsstunden ebenfalls ei- nen positiven Effekt. Aufgrund der bereits gemachten Erfahrungen bei vergleichba- ren oder identischen Aufträgen lassen sich der voraussichtliche Arbeitsaufwand und die Gesamtkosten viel genauer angeben. Für die Preisberechnung erwiesen sich die erfassten Auftragsdaten als sehr hilf- reich. „Darüber hinaus können wir uns die Transparenz des Auftragsmanagement- systems auch im direkten Kundenkontakt zunutze machen, indem wir den Kunden am System zeigen, wie wir Ressourcen und Termine planen“, erläutert Jörg Kilb. Um die Vorteile der integrierten ERP-Lö- sung umfassend nutzen zu können, muss- te Hahn einige Prozesse umgestalten respektive neu einführen. So war es not- wendig, eine Arbeitsvorbereitung einzu- richten, um beispielsweisedie mechanisch zu fertigenden Teile zu planen. Die allge- meine Planung der Entwicklungsphasen wie Konstruktion, Software-Engineering und Montage erfolgt nun in wöchentli- chen Meetings und wird im ERP-System abgebildet. Für Aufträge oberhalb einer bestimmten Summe legen die Verantwort- lichen Termin- und Ressourcenpläne an. Größere Transparenz entsteht auch im Vertriebswesen, da Aufträge Mitarbeitern zugeordnet werden können und die aus- gegangenen Angebote mit Auftragswahr- scheinlichkeiten gekennzeichnet werden. „Durch ams wird eine vorausschauende Planung möglich. Aufgrund des zu er- „Transparenz, durchgängige Ressourcen- und Terminplanung sowie mitlaufende Kalkulation, sindalshervorstechendeMerkmaledesERP-Sys- tems zu nennen“ – Andreas Huhn
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    CASE STUDY -MACHINENBAU (AMS.SOLUTION) 55Competence Book - ERP wartenden Arbeitsaufkommens in Ver- bindung mit der bestehenden Kapazi- tätsauslastung können wir frühzeitig auf mögliche Ressourcenengpässe reagieren“, bemerkt Jörg Kilb. Steuerungswerkzeug für die Geschäftsführung Auch die komplette Unternehmensspit- ze von Hahn arbeitet regelmäßig mit der Lösung. Gründer und Geschäftsführer Thomas Hahn, der sich vor allem um kaufmännische Belange und die Unter- nehmensorganisation kümmert, nutzt das System unter anderem zur Überwachung der Liquidität. Zudem holt er sich die je- weils neuesten Informationen und Kenn- zahlen über Angebote, Auftragseingang und Umsatz ein. Auch die Betreuung von langjährigen Kunden übernimmt der Chef selbst, für den mitlaufende Kalkulation und Kapazitätsplanung die wichtigsten Bestandteile des ERP-Systems sind. Sein Vorstandskollege Frank Konrad, der als Geschäftsführer für Vertrieb und Kon- struktion zuständig ist, nutzt vor allem die Möglichkeiten des Systems in Sachen Ressourcenpflege und Terminpläne. Ge- schäftsführer Marco Unverzagt unterste- hen die Bereiche Service, Montage, Ferti- gung und Planung. Er verschafft sich den Überblick über das Ersatzteilangebot und die Service-Einsätze. Dies erleichtert ihm die Abrechnung von Aufträgen und die Personal- und Urlaubsplanung für Auf- tragsspitzen. So wirkt die integrierte Lö- sung wie ein Unternehmens-„Cockpit“. „Unter dem Strich haben wir nun ein schlankes, transparentes System, das ohne großen Schulungsaufwand zu beherr- schen ist. Viele Funktionen erschließen sich zudem intuitiv, da sie der Windows- Welt ähneln“ resümiert Jörg Kilb, der als Projektleiter für die ERP-Einführung ver- antwortlich war. Zudem profitiere man von der Erfahrung von ams im Sonder- maschinenbau. Auch habe sich der Erfah- rungsaustausch mit anderen Nutzern als sehr hilfreich erwiesen. „Transparenz, durchgängige Ressourcen- und Terminplanung sowie mitlaufende Kalkulation“, nennt Andreas Huhn als hervorstechende Merkmale des ERP-Sys- tems. „Die Geschäftsführung kann die Gesamtkosten jederzeit durch Zugriff auf die mitlaufende Kalkulation überwachen und ihre Planung laufend anpassen.“ Bes- ser könne „Lean-Management“ nicht rea- lisiert werden. Quelle: HAHN Automation GmbH
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    CASE STUDY -DIVERSE (COSMO CONSULT) 56 Competence Book - ERP COSMO CONSULT: Ein Partner für alle Fälle S eit über 15 Jahren unterstützt die COSMO CONSULT Unternehmensgruppe ihre Kun- den bei der Durchführung nationaler und internationaler Projekte zur Einführung der ERP-Lösungen Microsoft Dynamics NAV (ehemals Navision) und Microsoft Dynamics AX (ehemals Axapta). Mit ihrem Motto Business-Software für Menschen präsentiert sich die international tätige COSMO CONSULT Unternehmensgruppe aber nicht nur als Micro- soft-Partner, sondern auch als Partner ihrer Kunden und Anwender. Spezialisiert auf die Implementierung und das Systemmanagement von Branchen- und Business-Lösungen auf der Basis modernster Software-Technologien entwickelt COSMO CONSULT zudem bran- chenorientierte Gesamtlösungen für mittelständische Fertigungs-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen, für die ein umfangreiche Branchen- und Speziallösungen auf Basis von Microsoft Dynamics und QlikView zur Verfügung stehen, die sich nahtlos in die Navi- sion-Systemwelt einfügen und als voll integrierte Softwaresysteme in allen Bereichen eines Unternehmens eingesetzt und genutzt werden können. ERP – Das persönliche Rückgrat Enterprise Resource Planning(ERP)-Sys- teme – zunächst rein betriebswirtschaft- lich konzipiert, dann zu einem Organis- mus aus betriebswirtschaftlicher Software und Systemen zur Produktionsplanung und -steuerung (PPS) vereint – müssen heute immer höhere Anforderungen und neue Aufgaben erfüllen, einschließlich der Berücksichtigung internationalen Steuerrechts und verschiedenster juristi- scher Erfordernisse. Die komplexen An- wendungsprogramme haben die Aufgabe, alle Ressourcen und operativen Prozesse eines Unternehmens zu verwalten und zu steuern. Zu den Funktionen zählen unter anderem das Auftragsmanagement, das Personalmanagement, Finanz- und Rech- nungswesen, E-Commerce, Einkauf, Ver- trieb und vieles mehr. Ein ERP-System muss heute Expertenfunktionen wie Variantenkonfigurationen, Servi- ceabhandlungen, mobile Prozesse innerhalb des Unternehmens, Projektabhandlungen, Projektplanungen, Projektbewertungen und Vieles mehr beinhalten. Oder das The- ma „Entwicklung“: Die Entwicklung neuer Anlagen oder Maschinen nimmt bei vielen ERP-Kunden einen ausgesprochen hohen Stellenwert ein, die Kosten der Entwicklung werden dagegen selten sinnvoll überwacht. Wie beeinflussen die Entwicklungskosten das Herz des Unternehmens? Wie schlagen sie sich in der weiteren Verarbeitung nie- der? Das sind Dinge, die ein ERP-System heute bewerten muss. So gilt ein moderner ERP-Standard als zentrales Steuerungsmittel und nicht zu Unrecht als das Rückgrat ei- nes Unternehmens. COSMO CONSULT – Die persönliche Wirbelsäule Diesen Forderungen wird COSMO CONSULT mit den ERP-Standards Microsoft Dy- namics NAV und Microsoft Dynamics AX gerecht. COSMO CONSULT arbeitet mit der am PMI-Standard (Project Management Institut) orientierten Einführungsme- thodik für IT-Projekte. Alle Projekte werden konsequent nach der SureStep-Methode beim Kunden implementiert. Das bedeutet für die Kunden maximale Sicherheit und Transparenz. Zudem bieten ERP-Standards ohne größeres Customizing den Vorteil, Up- dates und Upgrades ohne erheblichen zusätzlichen Aufwand vorzunehmen. Je näher eine Installation am Standard ist, desto einfacher die Aktualisierung auf den neuesten HERAUSGEBER: COSMO CONSULT AG
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    CASE STUDY -DIVERSE (COSMO CONSULT) 57Competence Book - ERP Stand der informationstechnologischen Möglichkeiten. Zahlreiche von COSMO CONSULT entwickelte und von Microsoft zertifizierte, branchenorientierte Module machen den ERP-Standard schließlich zur individuellen und branchenspezifischen Lösung. Ausgereift und tief in den Stan- dard integriert, erfordern Updates keinen weiteren Anpassungsaufwand. Darüber hinaus ergänzt COSMO CONSULT sein Leistungsspektrum mit Microsoft Dynamics CRM und dem Do- kumentenmanagement- und Portalsys- tem Microsoft Office SharePoint. Mit dem Business Intelligence-Tool cc|bi 4dyna- mics auf der Basis von QlikView haben die Anwender alle Daten ihres Unternehmens jederzeit strukturiert und aussagekräftig verfügbar. Im Gegensatz zu klassischen Konnektoren ist cc|bi 4dynamics nicht nur reine Schnittstellentechnologie zu Dynamics NAV und Dynamics AX, son- dern liefert Kunden fertige Dashboards und Reports – sogenannten Business Content – für ihre Microsoft Dynamics ERP-Lösung. Bereit gestellt werden Aus- wertungen, Analysen und Kennzahlen für die Geschäftsbereiche Vertrieb und Verkauf, Einkauf und Beschaffung, Fi- nanzbuchhaltung und Controlling, Forde- rungs- und Debitorenmanagement, Lager und Logistik, Projektmanagement und Projektsteuerung sowie Produktion und Fertigung. Mit weiteren zertifizierten Branchen- und Speziallösungen auf der Basis von Micro- soft Dynamics trägt COSMO CONSULT sowohl den unterschiedlichen Bedürf- nissen seiner Zielbranchen als auch den speziellen Anforderungen seiner Kunden auf Basis von flexiblen Standardproduk- ten Rechnung. Mit den selbstentwickelten Lösungen werden leistungsstarke Werk- zeuge zur Verfügung gestellt, die den An- sprüchen der verschiedenen Rollen in Un- ternehmen optimal gerecht werden. Die Praxis: So zeigen diese wenigen Beispiele exemp- larisch, wie hocheffizient und kostenspa- rend ein ERP-System arbeiten kann, wenn man die technische und die kaufmän- nisch-administrative Welt über den reinen Datenaustausch hinaus quasi verheiratet. Nicht nur Daten hin und her schieben, sondern durchgängige Prozessketten dar- stellen und unterstützen ist gefordert. Daher gehört es zur Philosophie von COS- MO CONSULT, externe Systeme voll ins ERP-System zu integrieren. Ein modernes ERP-System muss durch Datenintegrati- on zur zentralen Datendrehscheibe eines Unternehmens werden. Aber da es um Bu- siness-Software für Menschen geht, sollen aber auch noch die Menschen, die Anwen- der zu Wort kommen. Einige Beispiele sol- len zeigen, wie durch COSMO CONSULT der Standard zur Individualsoftware gerät: Der Individualfertiger: Bei der Ackermann GmbH, Wiesenbronn, einem in dritter Generation geführten Fa- milienunternehmen, liegen die Schwer- punkte auf dem Laden-, Messe- und Innenausbau, Zulieferteilen, der Pro- duktentwicklung sowie der Architektur und Kunstobjekten. Holz- und Holzwerk- stoffe, Mineralwerkstoffe, Gips- und Gips- faserwerkstoffe, Metall sowie Textilien, Leder und Schaumstoffe werden mit ei- nem vielseitigen Maschinenpark bearbei- tet. Manfred Weid, Prokurist und tech- nischer Gesamtbetriebsleiter, beschreibt die Aufgaben so: „Im Prinzip sind wir der Zulieferer für den Ladenbauer, den Mes- sebauer oder den Architekten. Also für gewerbliche Kunden, die wiederum einen Endkunden haben.“ Das bis 2010 genutzte, speziell für Hand- werksbetriebe genutzte ERP-System war dem Unternehmen aber zu statisch. „Wir sind reine Individualfertiger. Wir brau- chen ein dynamisches System, in dem wir permanent benutzerspezifische Anpas- sungen für unsere oft sehr komplexen und unterschiedlichen Aufträge vornehmen können. Das reicht vom Ausfräsen einer Tischplatte bis zum Lichttestmodell für den Louvre in Abu Dhabi, das komplett in Aluminium gefertigt werden musste“, so Weid. Daher wurde 2011 Microsoft Dy- namics NAV eingeführt, da man hier den klaren Vorteil sah, das Programm indivi- duell an die Ackermann-Prozesse anpas- sen zu können. Als wichtige Ergänzung sollte noch eine BDE-Lösung zum opti- malen Erfolg beitragen. „Mit COSMO CONSULT gab es dann ein Meeting und wir merkten schnell, dass die mit cc|bde eine selbst entwickelte Lö- sung hatten, bei der gerade die Punkte klar ausdefiniert waren, die uns beschäf- tigten. Und unsere offenen Frage wurden schnell, konzentriert und vor allem fach- kundig bearbeitet“, erinnert sich Weid. Wichtig für die Entscheidung für cc|b- de war auch, dass sich die von Microsoft zertifizierte Lösung total in Dynamics NAV integrieren lässt. „Für einen mittel- ständischen Betrieb ist es ein Argument, wenn Zusatzmodule bei einem Update nicht extra aufwändig und kostenintensiv angepasst werden müssen“, fügt Weid an und resümiert: „Dass das BDE von COS- MO CONSULT so offen und flexibel ist, dass wir es auch später noch jederzeit an- passen können, war ein wichtiger Grund, warum wir uns dafür entschieden haben. Das hat mit anderen Branchenlösungen nur sehr schwer oder gar nicht funktio- niert. Zudem unterstützt die Flexibilität, die uns der Standard von Dynamics NAV und die COSMO CONSULT-Lösung bie- ten, in hohem Maße unsere innovative Individualfertigung.“ Des Weiteren er- möglicht die BDE die direkte Kontrolle der laufenden Aufträge und eine bessere Aus- sagefähigkeit über ihren aktuellen Status. Die Zeitersparnis durch den Wegfall von Eingaben und doppelten Listen sowie die schnellere, zeitnahe Abrechnung der Pro- jekte sind weitere beachtliche Vorteile von cc|bde. Der Internethändler: Als der Online-Brillenhändler Mister Spex im Frühjahr 2008 an den Markt ging, re- agierte die Branche zunächst skeptisch. Doch Qualität und ein faires Preis-Leis- tungs-Verhältnis führten rasch zum Er- folg. Entscheidend für die rasante Ent- wicklung war auch der Kundenservice, das riesige Sortiment mit den mehr als 5.000 Korrektions- und Sonnenbrillen und die gelungene Präsentation im Web- shop. Zahlreiche Filterfunktionen helfen hier, die eigene Wunschbrille in wenigen Schritten inklusive Gestell, Gläsern und gegebenenfalls Tönung auszuwählen. In Sachen Unternehmenssoftware setzte Mister Spex zunächst auf eine Eigenent-
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    CASE STUDY -DIVERSE (COSMO CONSULT) Quelle: Ackermann GmbH 58 Competence Book - ERP wicklung, die ein Buchhaltungssystem er- gänzte. Doch wegen des rasanten Wachs- tums musste man Prioritäten setzen. „Wir haben noch viel vor und wollen uns künf- tig voll auf das ‚Front-end’ konzentrieren. Um den notwendigen Spielraum zu schaf- fen, war es daher sinnvoll, die Prozesse in der Buchhaltung, Auftragsbearbeitung und Logistik zu standardisieren und vom Frontend ins Backend zu verlagern“, er- klärt Hannes Schrödter, Leiter des Pro- duktmanagements. Ende 2010 ging ein Projektteam mit ei- nem detaillierten Fragebogen bewaffnet in die Marktsondierung. Einen wichtigen Aspekt bildete dabei die Flexibilität der Programmstruktur. Schließlich galt es, die zahlreichen Besonderheiten der Au- genoptik abzubilden und das vorhandene E-Commerce-System anzubinden. „Wir haben uns einige Installationen live ange- sehen und schnell erkannt, dass Microsoft im Mittelstand einen guten Ruf genießt“, so Schrödter. So fiel Ende 2010 die Wahl auf Microsoft Dynamics NAV und den Microsoft-Partner COSMO CONSULT. Den Auftakt bei der Implementierung machte Ende Januar 2011 die Finanzbuch- haltung. Im Frühjahr begann dann die Umstellung des operativen Geschäfts mit einer detaillierten Prozessanalyse. Der Flowcharter „Microsoft Visio“ und die von Microsoft speziell entwickelte Projektme- thodik Sure Step halfen dabei. Zusätzlich setzte das Projektteam das Workflow-Mo- dul „cc|workflow“ von COSMO CONSULT ein, um die Geschäftsprozesse in Dyna- mics NAV optimal abzubilden. „Wir hat- ten viele eigene Optimierungsideen, hiel- ten uns aber – wo immer es sich anbot – an den Standard von Dynamics NAV“, erklärt Schrödter. Hinzu kamen Schnittstellen zu diversen Zahlungsdienstleistern und dem haus- eigenen E-Commerce-System. Letzteres wurde mit einem speziell entwickelten Web-Service an Dynamics NAV angebun- den. Eine Herausforderung der besonde- ren Art war das hohe Datenvolumen. So musste man rund eine halbe Million Da- tensätze aus dem Vorgängersystem über- nehmen – und in Spitzenzeiten kommen täglich bis zu 3.000 weitere Aufträge aus dem Webshop hinzu. Seit September 2011 begleiten hoch auto- matisierte Prozesse das Geschäft von Mis- ter Spex. Kunden erhalten bei jeder Auf- tragsänderung automatisch in Dynamics NAV ausgelöste E-Mail-Bestätigungen. Zahlungseingänge bucht die Unterneh- menssoftware weitgehend automatisch. In der Logistik sorgen Artikelreservie- rungen und Bestellvorschläge für bessere Prozesseffizienz. „Das Automatisierungs- niveau ist heute deutlich gestiegen. Ent- scheidend ist für uns jedoch etwas ande- res: Wir haben jetzt die Perspektive, auf Basis einer gesunden Infrastruktur weiter zu wachsen und Teile der IT je nach Bedarf zu verlagern. COSMO CONSULT hat mit offener Kommunikation, professionellem Qualitätsmanagement und gut vorberei- teten Workshops bestätigt, dass wir da- mals die richtige Entscheidung getroffen haben“, freut sich Schrödter und sieht in der Zusammenarbeit eine perfekte Basis für Folgeprojekte.
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    Hand aufs Herz:Ist Ihr Unternehmen schon dort, wo Sie hinwollen? Finden Sie es heraus! business-performance-index.de Business Performance Index BPI Unterstützt vom Wissen ist besser als glauben. Darum erhält der Mittelstand mit dem Business-Performance-Index jetzt die Antworten auf die wirklich wichtigen Fragen: Wo steht mein Unternehmen? Wie gut sind meine Geschäftsprozesse organisiert? Wie weit ist der Wettbewerb? Checken Sie jetzt Ihre Performance im brancheninternen Vergleich – es lohnt sich: www.business-performance-index.de Zusätzlich zum BPI-Online-Check finden Sie hier Studien zum BPI Mittelstand und zu den Branchen- BPIs Fertigung, Dienstleistung und Handel als Download. Sie haben die grundlegende Standortbestimmung des BPI-Online-Checks genutzt? Sie möchten Ihre Unternehmensleistung in der Tiefe analysieren und konkrete Ansätze zur Optimierung kennenlernen? Dann melden Sie sich zum BPI-Value-Workshop an – für Teilnehmer des BPI-Online-Checks aktuell kostenlos. Premiumpartner Mobility DACH Branchenpartner Fertigung
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    CASE STUDY -MACHINENBAU (AMS.SOLUTION) 60 Competence Book - ERP „Mit Erfahrung in der Wickeltechnik und in der Automation von Herstellungsprozessen unterscheiden wir uns vom nationa- len und internationalen Wettbewerb“, erklärt Guido Reckmann, Mitglied der Geschäftsführung von Aumann, und erläutert: „Die Mehrzahl unserer Projekte beschränkt sich keineswegs nur auf die Lieferung der Wickel- und Drahtlackiertechnik. Stattdessen durchdenken wir den gesamten Fertigungsprozess des Kunden und konzipieren eine Anlage, auf der er die Herstellung seines Endprodukts in all ihren Einzelschritten automatisieren kann.“ Das Anwendungsspektrum ist groß. Im Zentrum stehen Motoren für diverse Elektroniksysteme in Autos, wie zum Beispiel Stellan- triebe, Zentralverriegelungen oder Antiblockiersysteme. Hinzu kommt eine Reihe weiterer Zielmärkte. Unter anderem errichtet Aumann Montagelinien für Pumpen- und Ventilhersteller oder Anbieter von Medizintechnik. Komplette Fertigungsstraßen können bis zu 100 Meter lang sein und haben ein Volumen von bis zu 8 Mio. Euro. Hierbei konzentriert sich der Einzelfertiger auf die Bereiche Ideenfindung, Konstruktion und SPS-Program- mierung. Da das Unternehmen keine eigene Vorfertigung vor- hält, kauft es die Fertigungsteile in einem Netzwerk von Partner- unternehmen ein. Gleiches gilt für die Zuführ-, Schweiß-, Press-, Löt-, Kleb- und Prüftechnik, die Aumann in seine Automations- Auf Draht beiAumannkomplexe Automatisierungsprojekte mit durchgängigem Auftragsmanagement steuern Aumann zählt zu den weltweit führenden Maschinenbauern im Bereich Drahtlackier- und Spulenwickeltechnik. Hinzu kommt die Automation von vielfältigen Herstellungsprozes- sen. Dabei ist Aumann global der einzige Anbieter, der über das Know-how und die Erfah- rung von der Drahtherstellung über das Bewickeln bis hin zur umfangreichen Montage des Endproduktes verfügt. Kernmarkt ist die Herstellung von Maschinen für die Fahrzeugin- dustrie, mit denen sich Elektromotoren und elektronische Komponenten fertigen lassen. Hierbei erstellt der Sondermaschinenbauer kundenspezifisch Fertigungssysteme. Um die kapitalintensiven Projekte nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich zum Erfolg zu führen, strebt Aumann ein Höchstmaß an Prozesstransparenz an. Das Unternehmen ge- winnt diese Sicht durch ein Auftrags-managementsystem, das sämtliche Abläufe von der Konstruktion über die Beschaffung und Fertigung bis zur Montage und Auslieferung ver- netzt und in Echtzeit auswertbar macht. HERAUSGEBER: ams.Solution AG Quelle: Aumann GmbH
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    CASE STUDY -MACHINENBAU (AMS.SOLUTION) 61Competence Book - ERP lösungen integriert. Der Materialanteil am Gesamtumsatz liegt daher bei rund 50%. „Um komplexe Automatisierungsauf- träge erfolgreich zu steuern, müssen wir den Projektfortschritt über die ge- samte Wert-schöpfungskette hinweg transparent machen. Hierzu brauchen wir präzise Online-Informationen“, be- tont Guido Reckmann: „Nur wenn wir den Arbeitsfortschritt, die Budgettreue und den Lieferstatus aller Teilprojekte kennen, gewinnen wir eine ausreichen- de Planungs-sicherheit. In unserer alten EDV-Welt war eine solche Sicht jedoch nur ansatzweise zu haben.“ Bis Ende 2009 stützte sich die Informationstechnologie des mittelständischen Unternehmens auf mehrere Einzellösungen, die sich um eine Standardsoftware für die Materialwirt- schaft und eine davon losgelöste Finanz- buchhaltung rankten. Die unterschiedli- chen Systeme waren über einen Zeitraum von drei Jahrzehnten gewachsen, so dass ein unternehmensweiter Datenaustausch nur eingeschränkt möglich war. Erschwerend kam hinzu, dass die Lösun- gen auf einer veralteten AS/400-Plattform liefen. „Insbesondere neuen Mitarbei- tern fiel es zunehmend schwerer, sich das Fachwissen anzueignen, um die Anwen- dungen nutzen zu können“, erinnert sich Guido Reckmann, der seit 2009 den IT-Be- reich verantwortet. Doch auch alt gedien- te Mitarbeiter stießen recht schnell an ihre Grenzen. Abfragen aus dem System und geänderte oder neue Berichtsforma- te konnte nur ein einziger zentraler EDV Mitarbeiter erstellen, der dementspre- chend stark ausgelastet war. Systemwechsel Angesichts der permanent steigenden Anforderungen im Projekt-controlling machte sich Aumann 2009 auf die Suche nach einer geeigneten betriebswirtschaft- lichen Unternehmenssoftware (engl. Enterprise Resource Planning, ERP). Ziel war es, sämtliche Wert-schöpfungspro- zesse in einer einzigen IT-Lösung abzubil- den. Nach einem viermonatigen Auswahl- verfahren entschied sich Aumann für das Auftragsmanagementsystem ams.erp, das die ams.Solution AG speziell für die Ein- zelfertigung ausgelegt hat. Den Ausschlag gaben die Spezialisierung der Unterneh- menssoftware und das Prozess-wissen der ams-Berater. „Um unsere Entscheidung abzusichern, haben wir eine Art Probefahrt in der neu- en Software gemacht. Mitarbeiter aus al- len Geschäftsbereichen erhielten Zugriff auf eine Testumgebung, um typische Geschäftsprozesse durchzuspielen“, be- schreibt Guido Reckmann das damalige Vorgehen. „Diese Probefahrt war sehr aufschlussreich. Wenn man selbst buchen muss, lernt man die Qualität einer Soft- ware deutlich schneller kennen, als wenn man nur dem Anbieter über die Schulter schaut.“ Ihr Hauptaugenmerk legten die Testfahrer auf die Frage, ob sie ihr Pro- jektmanagement inklusive der Terminver- folgung ausreichend abbilden konnten. Hierzu wurde eine Reihe prototypischer Aufträge in der Testumgebung angelegt und vollständig durchgespielt. Gemeinsam mit den ams-Beratern brach- te Aumann die neue Geschäftssoftware dann innerhalb von vier Monaten an den Start. Das mittelständische Unternehmen nutzte den modularen Aufbau von ams. erp und führte zunächst die Zeitwirtschaft und einen Monat später das Kundenda- tenmanagement (CRM Modul) ein. Das Vorziehen der Zeitwirtschaft bot sich an, da sich die Lösung sinnvoll nutzen lässt, ohne dass die übrigen ERP-Informationen vorliegen müssen. „Auf diese Weise konn- ten sich unsere Anwender schrittweise an das neue System gewöhnen“, hebt Guido Reckmann hervor und fügt hinzu: „Die- ses Vorgehen kann ich jedem empfehlen, dessen Ressourcen stark eingegrenzt sind. Mit dem Vorziehen der Zeitwirtschaft erledigt man ein ganz wesentliches Ar- beitspaket vorab. Viele Anwender unter- schätzen, welch hohen Beratungs- und Einstellungsaufwand gerade die Zeitwirt- schaft mit sich bringt.“ Losgröße eins Aumann entschied sich bewusst gegen in- dividuelle Anpassungen und bildete alle Arbeitsabläufe im Standard der neuen Ge- schäfts-software ab. Der Auftragsdurch- lauf reicht von der Planung, Projek-tie- rung und Kalkulation über Konstruktion, Disposition, Einkauf, Montage, Inbetrieb- nahme und Optimierung bis zu Versand und Endmontage. Hierbei nutzte der Son- dermaschinenbauer die Einführung, um seine Produktdaten zu bereinigen. Ob- wohl Aumann naturgemäß mit der Los- größe eins fertigt, waren die Anwender im alten System dazu gezwungen gewesen, jedes verwendete Teil als einzelnen Artikel anzulegen. Auf diese Weise war ein Arti- kelstamm von einer Viertelmillion Teilen herangewachsen. Nach eingehender Ana- lyse blieben gerade einmal 8000 Artikel übrig, bei denen das Einführungs-Team davon ausging, dass diese Teile auch in Folgeprojekten noch einmal zum Einsatz kommen könnten. Guido Reckmann ist sich sicher, dass Au- manns Produktentwickler die zurück- gewonnene Übersichtlichkeit bewahren werden: „Seit dem Systemwechsel pro- fitieren wir davon, dass wir in ams.erp vorzugsweise auch mit sogenannten Auf- tragsteilen arbeiten können. Da wir diese O-Teile rein auftragsspezifisch anlegen, brauchen wir sie nicht weiterzupflegen, wenn der zugehörige Auftrag abgeschlos- sen ist. Auf diese Weise halten wir den Artikelstamm schlank und leicht adminis- trierbar.“ Variantenkonfiguration Zusätzliche Transparenz verschafft sich Aumann bei der Konzeption der Ferti- gungslinien. Hier nutzt das Unternehmen den in ams.erp integrierten Variantenge- nerator, um die große Auswahl geeigneter und bereits eingesetzter Technologien transparent zu machen. Geschäftsführer Guido Reckmann erläutert das Vorgehen: „Eine Produktionslinie besteht aus einer Kette hintereinandergeschalteter Statio- nen, welche die einzelnen Fertigungs- und Montageschritte abbilden. Jede Station setzt sich aus einer Reihe unterschiedli- cher Komponenten zusammen. Was diese Komponenten kosten und was sie können, ist uns zumindest in Varianten bekannt. Mit dem Variantengenerator strukturieren wir dieses Marktwissen und standardisie- ren unsere gesamten Geschäftsprozesse.“ In einer späteren Ausbaustufe will Au- mann eine Zusatzfunktion des Genera- tors nutzen, die darin besteht, Stücklis- ten aus den Konfi-gurationen abzuleiten.
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    CASE STUDY -MACHINENBAU (AMS.SOLUTION) 62 Competence Book - ERP Diese Stücklisten dienen dann als Aus- gangs-punkt für die Konstrukteure, um die vorkonfigurierte Anlagenkompo-nen- te auftragsspezifisch weiterzuentwickeln. Bei den hauseigenen Standardwickelma- schinen hat der Einzelfertiger die Grund- lagen-arbeit bereits abgeschlossen und die Fertigungsstücklisten aller gängigen Vari- anten eingepflegt. Mitlaufende Kalkulation Im Mittel organisiert Aumann etwa 30 Projekte, die parallel laufen oder sich zu- mindest in Teilen überschneiden. Typi- scherweise liegen die Durchlaufzeiten bei 10 bis 18 Monaten. Ob der Auftragsverlauf den Zeit- und Budgetplänen entspricht, zeigt die mitlaufende Kalku-lation: Per- manent gleicht das Auftragsmanagement- system die Ist- mit den Solldaten ab und zeichnet ein detailliertes Bild des aktuel- len Projektfortschritts. Da die mitlaufen- de Kalkulation eventuelle Schief-lagen bereits in ihrer Entstehung erkennbar macht, gewinnen die Verantwortlichen Zeit, um Gegenmaßnahmen frühzeitig einzuleiten. Aumanns Führungsmannschaft arbeitet mit Dashboards, welche die erfolgskri- tischen Informationen eines Auftrags in einer einzigen Benutzeroberfläche zu- sammenführen. Dank der Integration in das Auftragsmanagementsystem tref- fen die Projektdaten in Echtzeit ein. Die Kennzahlen dienen der Budgetkontrolle, der Überwachung des Projektfortschritts sowie dem Ressourcen-, Kapazitäts- und Materialmanagement. Zudem geben die Dashboards den Finanzie-rungsgrad und die Zahlungsplanung der Aufträge wieder. Zeigt sich ein Handlungsbedarf, so gelan- gen die Anwender per Mausklick in die Bereiche des Auftragsmanagements, in denen sie die Ursachen-analyse vertiefen und erforderliche Ausgleichsmaßnahmen wirt-schaftlich einleiten können. Unternehmenskennzahlen „Für die Geschäftsführung haben wir ein eigenes Management-Dashboard entwi- ckelt. Dieses zusätzliche Dashboard er- laubt es uns, die Informationen des Auf- tragsmanagements auftragsübergreifend zu verdichten“, erklärt Guido Reckmann und fügt hinzu: „Eine solche Eigenent- wicklung ist im Übrigen alles andere als Hexerei. Da ams.erp die Entwicklungs- umgebung Microsoft SQL Server Repor- ting Services unterstützt, reichen normale SQL-Kenntnisse, um sich ein solches Das- hboard maßzuschneidern.“ DasFinanz-DashboardgewährtdenMana- gern sowohl eine aktuelle als auch eine zu- kunftsbezogene Sicht auf den Geschäfts- verlauf. Die Lösung stützt sich vor allem auf die Daten der Finanzbuchhaltung und der Kostenrechnung. Es entsteht ein voll- ständiges Set an Ist- und Plan-Kennzah- len, die zum Beispiel über die Gesamtheit der zu erwartenden Finanzbewegungen informieren. Zudem erhalten die Füh- rungskräfte eine Umsatzvorschau, die den Auftragsbestand und die damit einherge- henden Rechnungstermine auswertet. Die Umsatzvorschau lässt sich zeitlich erwei- tern, indem das Controlling die Umsatzer- wartung der noch offenen Angebote mit einrechnet. „Mit diesen Informationen si- chern wir die Liquidität des gesamten Un- ternehmens“, fasst Geschäftsführer Guido Reckmann den Nutzen der Kennzahlen zusammen. „Auf diese Weise erschließen wir das erforderliche Wissen, um die be- triebswirtschaftlichen Risiken unserer Generalunternehmerprojekte sicher zu beherrschen.“ Quelle: Aumann GmbH
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    WeitereCaseStudies und Produktinformationen unsererPartner CASE STUDY - WEITERE CASE STUDIES 64 Competence Book - ERP Case Study „Wilhelm Schmitt GmbH“ Die Wilhelm Schmitt GmbH, im Jahr 1935 als Installations- und Heizungsbauunter- nehmen gegründet, bietet heute ein breites Leistungsspektrum an: von Heiz- und Kältetechnik über Gebäudetechnik bis hin zu Blockheizkraftwerken. Mit Hilfe der ERP-Lösungen von HS behält der Familienbetrieb den kaufmännischen Überblick. Der Buchhaltungsleiter schätzt vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis der Software. www.hamburger-software.de/referenzen Case Study „Jakob Müller AG“ Als Weltmarktführer hält der Sondermaschinenbauer Jakob Müller AG bei Bandweb- maschinen die Spitzenposition. Ob in China, Deutschland, der Schweiz oder in den USA – weltweit setzen die Schweizer auf das ERP-System oxaion. Voraussetzung für die Herstellung der Maschinen ist eine exakte Produktionsplanung und Materialdisposi- tion. Im Mittelpunkt steht ein flexibler Variantenkonfigurator. www.competence-site.de/Case-Study-Jakob-Mueller-AG Case Study „Lindner Group“ Die Lindner-Gruppe behält stets den Überblick, wenn es um die Abwicklung komplexer Bauprojekte geht. Großen Anteil hat das integrierte Projektmanagement der ERP-Soft- ware von oxaion. Ob Kosten, Material, Termine oder Dokumente – im Projektmanage- ment ist alles strukturiert und transparent abgebildet. Lindner beschäftigt weltweit rund 4800 Mitarbeiter und ist in 20 Ländern vertreten. Immer im Einsatz: die ERP-Software von oxaion. www.competence-site.de/Case-Study-Lindner-Group Case Study „Beckhoff Automation GmbH“ Die Beckhoff Automation GmbH, ein Anbieter von Steuerungslösungen für alle Bereiche der Automatisierung, hat mit der Digitalen Personalakte von HS ein effizientes System zur Personalverwaltung seiner rund 2.000 Mitarbeiter eingeführt. Zu den Vorteilen der elektronischen Lösung zählt aus Sicht der Benutzerinnen insbesondere der Zeitgewinn, etwa durch die automatische Dokumentenablage. www.hamburger-software.de/referenzen
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    CASE STUDY -WEITERE CASE STUDIES 65Competence Book - ERP Case Study „Kurt Schmidt GmbH“ Kurt Schmidt fertigt CNC-Sonderteile und Komponenten aus nahezu allen Werkstof- fen. Mitte 2005 übernahm man mit Zeidler & Uhl einen Hersteller von Behältern, Rohr- und Blechteilen mit 50 Mitarbeitern, nahm ERP von AP heraus und setzt seither dort auch JOBDISPO ein. 2014 folgte dann NIWAR nach dem gleichen Prinzip, um auch bei dem Trommel- und Spulenhersteller alles herauszuholen. www.fauser.ag/referenzen Case Study „MLS Lanny GmbH“ Die MLS Lanny GmbH entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Ventile für die unter- schiedlichsten Anwendungen in der Fluidtechnik. Die Stärke der MLS Lanny GmbH ist die Entwicklung von Sonderlösungen, die flexibel an jeden Kunden angepasst werden. Seit dem Jahr 2011 unterstützt die JOBDISPO Suite den reibungslosen Ablauf bei MLS in der Fertigung sowie in der Planung von Ventilen. www.fauser.ag/referenzen Case Study Grenzebach Maschinenbau GmbH Ein Unternehmen, das plant, fertigt und montiert, braucht eine umfassende und hochin- tegrierte Informationstechnologie als elementare Basis für Erfolg und Zukunftssicherheit. Für die bayerische Grenzebach Maschinenbau GmbH, Asbach-Bäumenheim/Hamlar, einem international tätigen Anlagenbauer für die Flachglas- und Baustoffindustrie, war die Gelegenheit günstig. Das in den Jahren 1984 und 1985 implementierte PPS-Sys- tem wurde mit den Jahren immer mehr modifiziert und entfernte sich dadurch zuneh- mend vom ursprünglichen Standard.Auch genügte die proprietäre Anwendungsumge- bung nicht mehr den aktuellen Ansprüchen. Was folgte, war ein klassisches Vorgehen. http://www.psipenta.de/de/referenzen/kundenprofile/maschinen-und-anlagenbau/ grenzebach1/ Case Study FIBRO-Gruppe Ausgangspunkt für die Suche nach einer neuen IT-Lösung waren handfeste Probleme mit der Liefertermintreue. Sie lag zeitweise bei nur 40 Prozent, und es bildeten sich große Bestände mit hoher Kapitalbindung. Achim Stapf, IT-Leiter der FIBRO-Gruppe, weiß noch: „Unsere Auftragsbücher waren randvoll, es kam aber zu keiner sinnvollen Reihenfolge in den Produktionsprozessen, um die Liefertermine einzuhalten.“ Abteilun- gen wie Konstruktion und Einkauf waren gar nicht eingebunden. Eine neue Software sollte eine Erhöhung der Liefertermintreue, eine Reduzierung der Bestände verbun- den mit einer optimierten Lagerhaltung sowie eine effektive Erhöhung der Prozessge- schwindigkeit sicher stellen. http://www.psipenta.de/de/referenzen/kundenprofile/automobilindustrie/fibro-gruppe/
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    Case Studies & Produktinformationen Branchenübersicht 138 Informationsquellen 139 Unternehmen 144 Experten 150 Veranstaltungen 152 Glossar zum Thema ERP INHALT 67Competence Book - ERP 102 Bergbau (KUMAVISION) KUMAVISION factory für Förderanlagen imBergbau 105 Maschinenring Agrar (Asseco) Maschinenring Österreich: Ring frei für APplus 107 Sanitär (Microsoft) Mit Dynamics AX 2012 schlank in die Zukunft 109 Kunststoff (COSMO CONSULT) Integrierte Module statt Individualprogrammierung 112 Metall (IAS) Metallverarbeiter erreicht große Synergien im Datenmanagement 114 Elektrotechnik (IAS) Hohe Umsatzsteigerung bei Jean Müller GmbH 120 Fahrrad (Asseco) Der Weltmarktführer für Luftpumpen und Schutzbleche ist mit APplus für die Zukunft gerüstet 122 Machinenbau (ams.Solution) Wachstum organisieren 126 Diverse (COSMO CONSULT) Ein Partner für alle Fälle 130 Machinenbau (ams.Solution) Auf Draht bei Aumann 134 Weitere Case Studies
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    BRANCHENÜBERSICHT - INFORMATIONSQUELLEN 68Competence Book - ERP Informationsquellen STUDIEN,MARKTSPIEGEL,BÜCHER ERP in der Praxis - Anwenderzufriedenheit, Nutzen & Perspektiven Karsten Sontow, Peter Treutlein, Rainer Sontow Ergebnisse der Trovarit-Studie zur Anwenderzufriedenheit, an der sich in diesem Jahr wieder mehr als 2.300 Anwender-Unternehmen beteiligten. Wie in den Vorjahren schneiden „schlanke“ ERP-Lösungen, ausgesprochene Branchenlösungen und/oder Lösungen kleinerer Anbieter am besten ab. Trovarit AG, 2014, ISBN 978-3-938102- 27-5 (lizensierte PDF-Datei), Preis: ab € 150,- (Normalpreis umfassender Bericht exkl. Einzelprofile) http://www.trovarit.com/erp-praxis/erp-praxis.html Marktspiegel ERP Fertigungssteuerung 2013/2014 - Anbieter-Systeme-Projekte Herausgeber: Günther Schuh, Volker Stich, Autoren: Ulrich Brandenburg, Niklas Hering, Ulrike Krebs, Stefan Kompa, Jan Reschke, Dennis Schiemann, Carsten Schmidt, Karsten Sontow, Peter Treutlein Dieser Marktspiegel verfolgt das Ziel, interessierten Lesern aus Forschung und Praxis einen schnellen Überblick über den Markt für ERP/PPS-Software zu geben. Umfang: ca. 380 Seiten, Lieferbar als: lizensierte PDF-Datei (Standard) oder Ringbuch (auf Anfrage), Preis: € 350,- (zzgl. MwSt. und ggfs. Versand) http://www.trovarit.com/veroeffentlichungen/marktspiegel/erp-systeme-markt.html Ziel der ERP-Auswahl muss es sein, das Risiko ei- Systemwahl zu reduzieren. Dieses Handbuch be- durch Fokussierung auf unternehmenstypische kmale und durch Bewertung des wirtschaftlichen eues ERP-System ausgewählt werden kann. Mög- ür das Unternehmen durch hohe Kosten und ne- e auf nahezu alle Geschäftsprozesse im Unterneh- vermeiden. Die ERP-Auswahl bietet jedoch auch urch ein systematisches Vorgehen, wie es in die- h beschrieben wird, Chancen zur Kostensenkung itätssteigerung zu erkennen und mit einem neu- m umzusetzen. Handbücher ERP Management Band 1 Mit Mustervorlagen auf CD HandbücherERPManagement-Band1 Norbert Gronau Handbuch der ERP-Auswahl HandbuchderERP-AuswahlNorbertGronau Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau ist Inhaber des Lehrstuhls fürWirt- schaftsinformatik und Electronic Government an der Universität Potsdam, Wissenschaftlicher Di- rektor des dortigen Center for Enterprise Research. Seit über 15 Jahren steht er Unternehmen al- ler Branchen und Größen mit Rat undTat bei Fragen der Steigerung von Produktivität und Wettbe- werbsfähigkeit durch Verände- egie, Organisation und Informationssystemen zur u.a. tätig für Lufthansa Technik, Daimler, Bahlsen, undesverwaltungsamt, die Stadt München, den itzenverband der gesetzlichen Krankenkassen so- „Hidden Champions“ in Produktion und Handel. Handbuch der ERP-Auswahl Norbert Gronau Wesentliches Ziel der ERP-Auswahl muss es sein, das Risiko einer falschen Systemwahl zu reduzieren. Dieses Handbuch beschreibt, wie durch Fokussierung auf unternehmenstypische Funktionsmerkmale und durch Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens ein neues ERP-System ausgewählt werden kann. http://www.amazon.de/Handbuch-ERP-Auswahl-Norbert-Gronau/dp/3942183374 Matchmaker ERP Trovarit stellt eine Matchmaking-Plattform für ERP-Systeme zur Verfügung, mit deren Hilfe Unternehmen die für sie passenden ERP-Systeme identifizieren können. www.erp-matchmaker.com
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    ams.Solution AG www.ams-erp.com Tel.: +492131 40669-0 Ihr Kontakt: Manfred Deues info@ams-erp.com Das Beratungs- und Softwarehaus ams.Solution AG ist Spezialist für Entwicklung, Implementierung und Betreuung von kundenorientierten ERP-Lösungen im Maschinen-, Anlagen-, Metall- und Innenausbau. Auf Basis der Standardsoftware ams.erp realisiert ams schlanke Unternehmensorganisationen speziell für die Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung. Das Auftragsmanagementsystem ams.erp setzt sämtliche Anforderungen für Einzel- und Auftragsfertiger des VD- MA-IT-Workshops erfolgreich um. Europaweit wurden mehr als 650 Kundenprojekte mit mehr als 22.000 Anwendern erfolgreich abge- schlossen. 2014 zeichnete die Initiative Mittelstand die ams.Soluti- on AG mit dem Innovationspreis-IT aus. Zudem erhält ams.Solution Bestnoten für sein Beratungsangebot: Der Unternehmens­vergleich Top Consultant hat für die Jahre 2014/2015 bestätigt, dass die ams-Berater die komplexen Anforderungen ihres Zielmarktes kom- petent erfüllen. Asseco Solutions AG www.assecosolutions.eu Tel.: +49 721 91432-0 Ihr Kontakt: Thorsten Reuper info@asseco.de Bei der Asseco Solutions handelt es sich um den Zusammenschluss technologisch führender ERP-Anbieter aus fünf Nationen innerhalb der Asseco-Gruppe. Die einzelnen Unternehmen profilierten sich be- reits in der Vergangenheit mit technologisch und funktional führenden Lösungen als kompetente Partner für internetbasierende Unterneh- menssoftware in ihren jeweiligen Ländern. Das umfangreiche Portfo- lio an ERP-Technologien der Asseco Solutions geht dabei weit über das Leistungsspektrum herkömmlicher ERP-Lösungen hinaus und integriert durchgängig eine nahezu unbegrenzte Anzahl an zusätzli- chen Funktionalitäten. Die Asseco Solutions garantiert mit über 700 Beschäftigten und durch den Einsatz modernster Web-Technologien (Web Services, XML, SOAP) eine langfristige Investitionssicherheit, einfache und kostengünstige Administration und hohe Benutzerak- zeptanz bei einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Maß- geschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten Unternehmens- größen und Branchen - neben Industrie und öffentlicher Verwaltung auch Gastronomie - stehen für eine konsequente Kunden- und Marktorientierung. Die Asseco Solutions gehört zur Asseco-Gruppe mit über 16.600 Mitarbeitern. BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN 69Competence Book - ERP Unternehmen
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    FAUSER AG www.fauser.ag Tel.: +498105 77 98 - 0 Ihr Kontakt: Marc-Antonio Schubert anfrage@fauser.ag Die FAUSER AG ist bereits seit 1994 ein international tätiger Soft- warehersteller und Lösungsanbieter für mittelständische Industrieun- ternehmen. An fünf Standorten in Deutschland und Ungarn entwi- ckelt, vertreibt und wartet die FAUSER AG Softwarelösungen für die Produktion. COSMO CONSULT Gruppe www.cosmoconsult.com Tel.: +49 303 43815-0 Ihr Kontakt: Katja Damm info@cosmoconsult.com COSMO CONSULT hat auf die Implementierung und das System- management von Branchen- und Business-Lösungen auf Basis moderner Software Technologien spezialisiert. Für die branchenori- entierten Gesamtlösungen für mittelständische Fertigungs-, Dienst- leistungs- und Handelsunternehmen steht zudem ein umfangreiches Angebot an Branchen- und Speziallösungen auf Basis von Microsoft Dynamics und QlikView zur Verfügung. Darüber hinaus ergänzt COSMO CONSULT das Leistungsspektrum mit dem CRM-System Microsoft Dynamics CRM und dem Doku- mentenmanagement- und Portalsystem Microsoft SharePoint, die sich nahtlos in die Systemwelt des ERP-Systems einfügen. INDUSTRIAL APPLICATION SOFTWARE GMBH - caniasERP www.caniaserp.de Tel.: +49 (0) 721 96416-0 Ihr Kontakt: Cansever Sezer c.sezer@caniaserp.de Die Industrial Application Software GmbH (IAS) ist ein international tätiger Anbieter für integrierte ERP-Software und Beratung. Ihr quell- offenes und flexibles ERP-System caniasERP ist eine Komplettlösung zur Unterstützung und Optimierung von Geschäftsprozessen mittel- ständischer Unternehmen. BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN 70 Competence Book - ERP
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    godesys AG www.godesys.de Tel.: +496131 959 77-0 Ihr Kontakt: Godelef Kühl info@godesys.de HS - Hamburger Software GmbH & Co. KG www.hamburger-software.de Tel.: +49 406 32 97-333 Ihr Kontakt: Kai Eickhof leitung.pmm@hamburger-software.de Seit 1979 am Markt, bietet HS als einer der führenden deutschen Hersteller modulare ERP-Software für Auftragsbearbeitung, Finanz- buchhaltung, Lohnabrechnung und Personalmanagement (u. a. Digi- tale Personalakte) an. Ebenfalls erhältlich: Archiv- und Dokumenten- managementlösungen. Industrial Application Software GmbH www.caniaserp.de Tel.: +49 (0) 721 96416-0 Ihr Kontakt: Cansever Sezer c.sezer@caniaserp.de Die Industrial Application Software GmbH (IAS) wurde 1989 als Beratungshaus gegründet und ist seit 1993 mit ihrem integrierten ERP-System caniasERP erfolgreich auf dem internationalen Markt. Über 25 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung sowie Konzeption, Umsetzung und Begleitung von komplexen ERP-Pro- jekten in unterschiedlichen Branchen machen die IAS zu einem der Technologieführer unter den ERP-Anbietern für die mittelständische Industrie. Ihre flexible Komplettlösung caniasERP wird aktuell von mehr als 25.000 Anwendern in 26 verschiedenen Ländern und 13 Sprachen genutzt. BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN 71Competence Book - ERP
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    mesonic software gmbh www.mesonic.com Tel.:+49 4263 93 90-0 Ihr Kontakt: Heike Strangmann hstrangmann@mesonic.com mesonic entwickelt seit 1978 Standardsoftwareprogramme für ERP, CRM, PPS und mobile Anwendungen in kleinen und mittelständi- schen Unternehmen. Die Lösungen des international tätigen Herstel- lers kommen in mehreren Tausend Unternehmen aus allen Bereichen von Handel, Dienstleistung, Industrie, Verbänden und Vereinen zum Einsatz. Den Vertrieb und die Kundenbetreuung vor Ort übernehmen qualifizierte und autorisierte Fachhandelspartner. Microsoft Deutschland GmbH www.microsoft.com/de-de/ Tel.: +49 221801010-97 Ihr Kontakt: Frank Naujoks Frank.Naujoks@microsoft.com Microsoft ist weltweit führender Hersteller von Standardsoftware, Services und Lösungen. Sie helfen Menschen sowie Unternehmen aller Branchen und Größen ihr Potenzial voll zu entfalten. Sicherheit und Zuverlässigkeit, Innovation und Integration sowie Offenheit und Interoperabilität stehen bei der Entwicklung aller Microsoft-Produkte im Mittelpunkt. Microsoft Dynamics steht für integrierte, flexible Un- ternehmenssoftware, die zur langfristigen Sicherung Ihres Erfolgs bei- trägt und Sie darin unterstützt, schnell fundierte Geschäftsentschei- dungen zu treffen. Ob Customer Relationship Management (CRM) oder Enterprise Resource Planning (ERP), ob Finanzmanagement, Supply Chain Management oder Business Intelligence und Repor- ting: Mit Microsoft Dynamics werden täglich anfallende Aufgaben und zentrale Geschäftsprozesse durchgängig automatisiert und optimiert. www.microsoftdynamics.de KUMAVISION AG www.kumavision.com Tel.: +49 7544 966-300 Ihr Kontakt: Armin Schneider-Lenhof armin.schneider-lenhof@kumavision.com Kumavision AG entwickelt und implementiert ERP-Systeme für mittel- ständische Unternehmen auf Basis der modernen Softwareplattform Microsoft Dynamics NAV. Seit vielen Jahren auf die Fertigungsindus- trie spezialisiert, ergänzen Branchenlösungen für Handel, Healthcare und Professional Services sowie CRM- und DMS-Lösungen das Portfolio. Mit 330 Mitarbeitern an 14 Standorten gehört Kumavision zu den leistungsfähigsten Partnern für Microsoft Businesslösungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Über 800 Kunden profi- tieren bereits von dem Erfahrungspotenzial des in Markdorf am Bo- densee ansässigen IT-Dienstleisters. BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN 72 Competence Book - ERP
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    oxaion ag www.oxaion.de Tel.: +49724 35 90 67 77 Ihr Kontakt: Stephan Dürr Stephan.Duerr@oxaion.de Die oxaion ag zählt zu den führenden Anbietern betriebswirtschaft- licher Komplettsoftware für den Mittelstand. Neben den klassischen ERP-Modulen wie Warenwirtschaft, Vertrieb und Produktion decken die Lösungen eine Vielzahl weiterer Themen ab. Die Software ist in- ternational ausgerichtet und steht in zahlreichen Sprachversionen zur Verfügung. PSIPENTA Software Systems GmbH www.psipenta.de Tel.: +49 800 377496-8 Ihr Kontakt: Peter Dibbern pdibbern@psipenta.de BRANCHENÜBERSICHT - UNTERNEHMEN 73Competence Book - ERP
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    Experten Peter Behrens istDiplomkaufmann, seit 16 Jahren in der ERP-Branche tätig und verantwortet den Vertrieb der ERP-Lösung WinLine in Deutsch- land. Als Spezialist für den indirekten Vertrieb baut er kontinuierlich den Vertriebskanal des Unternehmens aus und schöpft seine Erfahrungen aus einer Vielzahl an ERP-Einführungen. Behrens, Peter pbehrens@mesonic.com Leitung Vertrieb & Partnerbetreuung Deutschland mesonic software gmbh BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN 74 Competence Book - ERP Peter Dibbern ist heute Head of Business Development und Mitglied der PSIPENTA Geschäftsleitung. Er zeichnet für die internationale Ver- marktung sowie die prozessorientierte und funktionale Weiterentwicklung der ERP-Standardsoftware PSIpenta verantwortlich. Sein Engagement bei der 100%igen PSI-Tochter startete er 2002 als Marketingleiter mit der Neupositionierung des ERP-Portfolios PSIpenta im deutschen Markt. Die ERP-Lösung PSIpenta gehört aktuell zu den meist verbreiteten Branchenlösungen im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland und zeichnet sich durch umfangreiche Funktionalität und einen hohen Be- kanntheitsgrand im Marktsegment aus. Dibbern, Peter PDibbern@psipenta.de Head of Business Development PSIPENTA Software Systems GmbH Manfred Deues ist seit mehr als 30 Jahren in der IT-Branche tätig. 1997 ist der gelernte Bankkaufmann und studierte Betriebswirt (EDV/Orga- nisation) als geschäftsführender Gesellschafter in die hinrichts+müller GmbH eingetreten. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Berei- che Vertrieb, Marketing und Verwaltung. 2010 erfolgte die Umfirmierung der hinrichts+müller GmbH in die ams.Solution AG, dessen Vorstand er seit Gründung angehört. Im gleichen Jahr ernannte ihn der Europäische Wirtschaftssenat zum Wirtschaftssenator. In diesen Zeitraum fällt auch die Einrichtung des Instituts für Einzelfertiger (ife), dessen Initiator und Mitbegründer Manfred Deues ist. Deues, Manfred M.Deues@ams-erp.com Mitglied des Vorstands Vertrieb | Marketing | Verwaltung ams.Solution AG
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    Kai Eickhof leitetdas Produktmanagement und Marketing beim ERP-Hersteller HS - Hamburger Software. Erste berufliche Erfahrungen in der IT-Branche sammelte Eickhof, nach dem Studium der Betriebs- wirtschaftslehre in Hamburg,als Produktmanager bei BenQ Deutschland. Eickhof, Kai leitung.pmm@hamburger-software.de Leitung Produktmanagement & Marketing HS - Hamburger Software GmbH & Co. KG Diplomökonomin Claudia Harth zeichnet sich seit 15 Jahren beim ERP-/CRM-Softwarehersteller mesonic für die Bereiche Marketing & PR verantwortlich. In dieser Zeit haben viele Themen & Trends die ERP-Branche bestimmt. Das mobile Business ist davon sicher eines der spannendsten. Als PR-Expertin blickt Claudia Harth auf zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften zurück. Harth, Claudia charth@mesonic.com Leitung Marketing & PR Deutschland mesonic software gmbh BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN 75Competence Book - ERP Dominik Frey studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Maschinenbau und Vertie-fungsrichtung Produktionstechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Derzeit promoviert er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungs- institut für Rationa-lisierung (FIR) an der RWTH Aachen im Bereich Produktionsmanagement und arbeitet dort zudem als Projektingenieur in zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten. Seine fachlichen Schwer-punktthemen am FIR liegen in der Produktionsplanung sowie in der ERP-Auswahl. Frey, Dominik Dominik.Frey@fir.rwth-aachen.de Projektingenieur FIR e.V. an der RWTH Aachen Norbert Gronau gehört zu den wenigen Persönlichkeiten, die nicht nur Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis bauen, sondern diese auch mehrmals täglich überqueren. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirt- schaftsinformatik und Electronic Government an der Universität Pots- dam und wissenschaftlicher Direktor des dort angesiedelten Centers for Enterprise Research. Unter der Leitung von Professor Gronau forschen über 30 Mitarbeiter zur integrierten Gestaltung von Geschäftsprozes- sen und Unternehmenssoftware wie etwa ERP-Systemen sowie zu den Grundlagen von Wissen, Lernen und Bilden. Gronau, Norbert Norbert.Gronau@wi.uni-potsdam.de Universitätsprofessor Universität Potsdam
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    Volker Korbeck istbereits seit 2000 bei der FAUSER AG. Bevor er in den beratenden Bereich wechselte, war er 10 Jahre Leiter der Kunden- betreuung und weiß dadurch was ERP-Anwender wirklich benötigen. Korbeck, Volker volker.korbeck@fauser.ag Leitung Technisches Consulting FAUSER AG Godelef Kühl, Jahrgang 1967, ist als Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär für die Geschäfte der godesys AG mit Sitz in Mainz ver- antwortlich. Gegründet hat Kühl godesys 1992 als GmbH; die Um- wandlung in eine AG erfolgte Anfang 2004. Godelef Kühl, Jahrgang 1967, ist als Vorstandsvorsitzender und Hauptaktionär für die Geschäfte der godesys AG mit Sitz in Mainz ver- antwortlich. Gegründet hat Kühl godesys 1992 als GmbH; die Um- wandlung in eine AG erfolgte Anfang 2004. Kühl, Godelef godelef.kuehl@godesys.de Vorstand godesys AG BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN 76 Competence Book - ERP Ralf Korb kann seit 1986 auf eine über 25jährige Erfahrung in der IT zurückblicken. Er begann seine Karriere Mitte der 80er Jahre im An- schluß an sein BWL Studium in Köln als Systemberater und Vertriebsre- präsentant bei der Bull AG, arbeitete als Produktmanager für die Esselte Meto GmbH, und war bei Systems Union und Update Marketing als Marketingleiter Zentraleuropa tätig. Mit seinem Wechsel zu asfc, einem Messeveranstalter aus Fürth prägte, er das Bild der Messe CRM-expo maßgeblich von 2009 - 2012. Korb, Ralf RalfKorb@web.de Unternehmer, Analyst und freier Journalist BARC GmbH Frank Naujoks arbeitet seit April 2013 bei Microsoft und verantwortet als Produktmanager Microsoft Dynamics AX. Der ehemalige Analyst, mit Stationen bei META Group, Hewson Group, IDC und i2s, hat einen Abschluss als Diplom-Kaufmann der Universität zu Köln. Naujoks, Frank Frank.Naujoks@microsoft.com Product Marketing Manager Dynamics AX Microsoft Deutschland GmbH
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    Seit mehr alsdreißig Jahren in der IT-Branche tätig, ist Thorsten Reuper ein besonders versierter Mann mit einem umfassenden technischen Hintergrund, der weitreichende Erfahrungen in verschiedenen renom- mierten Unternehmen vorweisen kann. Erklärtes Ziel des technischen Verantwortlichen ist die konsequent verfolgte, strategisch ausgerichtete Produktentwicklung mit gezielten Funktionserweiterungen und einem besonderen Augenmerk auf die Ergonomie der Software. Dies soll ins- besondere durch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Interessenten realisiert werden. Reuper, Thorsten thorsten.reuper@asseco.de Chief Technology Officer (CTO) Asseco Solutions GmbH Die Suche nach der passenden IT-Lösung stellt Unternehmen immer wieder vor große Herausforderungen. Seit mehr als 30 Jahren unter- stützt das FIR deshalb erfolgreich als neutraler Partner Unternehmen bei der Auswahl und Einführung von IT-Systemen. Herr Schenks Branchen- fokus liegt im Bereich des Maschinenbaus und der Metallerzeugung und -bearbeitung. Schenk, Michael Michael.Schenk@fir.rwth-aachen.de Senior Projektmanager FIR an der RWTH Aachen Dennis Schiemann studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrich- tung Maschinenbau und Ver-tiefungsrichtung Produktionstechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Derzeit promoviert er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungs- institut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen im Bereich Produktionsmanagement und arbeitet dort zudem als Projektingenieur in zahlreichen Forschungs- und Industrieprojekten. Seine fachlichen Schwerpunktthemen am FIR liegen im Prozess- und Auftragsmanage- ment sowie in der ERP-Auswahl. Schiemann, Dennis Dennis.Schiemann@fir.rwth-aachen.de Wissenschaftlicher Mitarbeiter Produktionsmanagement FIR e.V. an der RWTH Aachen Seit 2008 ist Otto Schell in der Deutschsprachigen SAP-Anwender- gruppe (DSAG) e.V. ehrenamtlicher Vorstand Branchen/Geschäfts- prozesse, Ressort Branchen. Daneben leitet er u.a. den Arbeitskreis Globalisierung und ist aktiv in diversen DSAG/SAP-Gremien sowie im internationalen Umfeld der SAP-Anwendergruppen. Otto Schell leitet als SAP Business Process Manager das EMEA SAP Business CCoE eines globalen Automobilherstellers. In dieser Rolle ist er in globalen und regionalen Transformation/SAP-Initiativen vertreten und mit dem Aufbau der SAP CCoEs vertraut. Schell, Otto Otto.Schell@gm.com GME SAP Business Process Manager Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e.V. (DSAG) BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN 77Competence Book - ERP
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    Armin Schneider-Lenhof istlangjähriger Marketingleiter der KUMAVISION AG, Markdorf. Seine fachliche Expertise bezieht der studierte Wirt- schaftswissenschaftler aus 25 Jahren Tätigkeit für namhafte ERP- bzw. PPS-Anbieter. Schneider-Lenhof, Armin Armin.Schneider-Lenhof@kumavision.de Leiter Marketing Kumavision AG Seit Oktober 2001 ist Volker Schnittler als Referent für kaufmännische Unternehmenssoftware wie ERP, PPS, MES und Variantenkonfigurati- onslösungen bei der Abteilung Informatik des VDMA beschäftigt. Dort leitet er u. a. auch den PPS-Anwender/Anbieter-Dialog und ist Mitglied im Forschungsbeirat des fir (Aachen). Schnittler, Volker Volker.Schnittler@vdma.org Referent für ERP- und PPS-Systeme VDMA Nach seinem Maschinenbaustudium an der RWTH Aachen studierte Herr Dipl.-Ing. Maik Schürmeyer (M.Sc.) „Management Science“ an der Tsinghua University Beijing. Seit 2010 arbeitet er am FIR an der RWTH Aachen als Pro- jektmanager mit den Schwerpunkten PPS und Logistik. Seit 2012 leitet er die Gruppe Produktionsplanung und stellvertretend den Bereich Produktionsma- nagement. Maik Schürmeyer Maik.Schuermeyer@fir.rwth-aachen.de FIR e. V. an der RWTH Aachen Bereits seit 1992 ist Herr Schubert im ERP-Vertrieb tätig. Seit 2001 betreut er die Lösungen der FAUSER AG, darunter JOBDISPO ERP. Er gilt als Experte im Bereich Auftragsabwicklung und Organisation. Schubert, Marc-Antonio marc-schubert@fauser.ag Geschäftsstellenleiter Nord FAUSER AG BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN 78 Competence Book - ERP
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    Cansever Sezer, Jahrgang1971, Dipl.-Betriebswirt, ist seit 2000 bei der Industrial Application Software GmbH tätig – zunächst als Bera- ter, später als Beratungsleiter und heute als Geschäftsführer des Un- ternehmens. In seiner Funktion als Berater und Projektleiter war er in ERP-Projekten diverser Branchen, unter anderem Automotive, Geräte und Apparatebau sowie Elektronikfertigung, aktiv. Sezer, Cansever c.sezer@caniaserp.de Dipl.-Betriebswirt, Geschäftsführer Industrial Application Software GmbH Dr. Karsten Sontow, Jahrgang 1967, ist Gründer und Vorstand der Tro- varit AG, Aachen, einem Spezialisten für die Evaluation von Business Software (z.B. ERP, CRM, ECM, BI). Dort verantwortet er die Bereiche Marketing, Account Management, Research und Finanzen. Dr. Sontow studierte Maschinenbau und Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen und am Massachussetts Institute of Technology in Cambridge, USA. Seinen Doktortitel im Maschinenbau erwarb er an der RWTH Aachen. Sontow, Karsten Karsten.Sontow@trovarit.com Vorstand Trovarit AG Bereits seit Kindertagen lebt der studierte Volljurist Patrick Siegmund familiär mit der mesonic software gmbh. Bevor der 41-jährige 2011 ebenso beruflich zu mesonic stieß, war er u.a. für Unternehmen im Bereich ePayment, Content Providing sowie Rechtehandel tätig. Als Geschäftsführer der mesonic software gmbh in Deutschland steht Patrick Siegmund für die konsequente und zukunftsorientierte Weiter- führung der mittlerweile 30-jährigen mesonic-Tradition. Siegmund, Patrick psiegmund@mesonic.com Geschäftsführer Deutschland mesonic software gmbh Christian Seifert verantwortet als Produktmanager die personalwirt- schaftlichen Lösungen des ERP-Herstellers HS - Hamburger Software. Seinen beruflichen Werdegang startete Seifert, nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Oldenburg und Växjö, als Personalreferent bei der comdirect bank. Seifert, Christian Produktmanager HS - Hamburger Software GmbH & Co. KG BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN 79Competence Book - ERP
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    Karl M. Tröger,Head of Product Management, verantwortet die strate- gische Ausrichtung des Produktportfolios bei der PSIPENTA Software Systems GmbH. Auf Basis seiner nationalen und internationalen Stationen in der Fertigungsindustrie, stellt er heute das Bindeglied zwischen Kunden, Markt, Wissenschaft und dem Software-Enginee- ring dar. Seine Erfahrungen sammelte er als Senior Product Engineer bei einem kanadisch-israelischen Konzern, als IT-Projektleiter sowie später als Leiter der Produktentwicklung für ERP-Lösungen innerhalb der PSIPENTA Software Systems GmbH. Tröger, Karl M. KTroeger@psipenta.de Head of Product Management PSIPENTA Software Systems GmbH Dipl.-Wi.-Ing. Thomas Wochinger ist Gruppenleiter Produktionsplanung und -steuerung in der Abteilung Auftragsmanagement und Wertschöp- fungsnetze des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automa- tisierung (IPA). Wochinger, Thomas Gruppenleiter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) BRANCHENÜBERSICHT - EXPERTEN 80 Competence Book - ERP
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    BRANCHENÜBERSICHT - VERANSTALTUNGEN 81CompetenceBook - ERP Veranstaltungen HANNOVER MESSE 2015 (Veranstalter: Deutsche Messe - Datum: 13. bis. 17.April 2015 - Veranstaltungsort: Hannover) Als weltweit wichtigste Industriemesse besetzt die HANNOVER MESSE 2015 zentrale Tech- nologiefelder und stellt ihre sieben Leitmessen unter das Motto „Integrated Industry – NEXT STEPS“. Damit begegnet die HANNOVER MESSE dem Informations-, Diskussions- und Abstim- mungsbedarf der unterschiedlichen Industriebranchen. Mit den Bereichen Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologien, industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung bietet sie für Aussteller und Besucher eine internationale Business-Plattform. Innerhalb der Digital Factory 2015 ist die MES-Fachtagung eine feste Größe. http://www.hannovermesse.de/ CeBIT 2015 (Veranstalter: Deutsche Messe - Datum: 16. - 20. März 2015 - Veranstaltungsort: Hannover) Als weltweit wichtigste IT-Messe zeigt die CeBIT 2015 die neuesten Entwicklungen in den Be- reichen ECM, ERP & Data Analysis,Web & Mobile Solutions, Research & Innovation, IT Services, IT Infrastructure & Data Centers, Security sowie Communication & Networks. Hinzu kommen Angebote für spezielle Zielgruppen: Public Sector Parc, Planet Reseller, Global Sourcing Area for Devices & Accessories oder die Start-up-Initiative CODE_n. Topthema der CeBIT 2015 ist Datability – die Fähigkeit, große Datenmengen nachhaltig und verantwortungsvoll zu nutzen. Zahlreiche Konferenzen und Vorträge ergänzen die Ausstellung. http://www.cebit.de/ IT & Business (Veranstalter: Landesmesse Stuttgart GmbH - Datum: 29.09. – 01.10.2015 - Veranstaltungsort: Stuttgart) Where IT works - die parallel stattfindenden IT & Business, Fachmesse für IT-Solutions,DMS EXPO, Leitmesse für Enterprise Content Management, und CRM-expo, Leitmesse für Kunden- beziehungsmanagement, bilden zusammen die komplette Unternehmens-IT ab. Das Angebot zu den Kernbereichen ERP, CRM, ECM und Output Management richtet sich an IT-Verantwortliche und Entscheider. Auch das Thema MES/ Fertigungssteuerung wird im umfassenden und hochka- rätigen Ausstellungs- und Rahmenprogramm aufgegriffen. Die drei Fachmessen bieten die per- fekte Plattform für einen erfolgreichen Austausch zwischen Branchenführern und Fachpublikum. http://www.messe-stuttgart.de/landingpages/itandbusiness/
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    82 Competence Book- ERP BRANCHENÜBERSICHT - VERANSTALTUNGEN Aachener ERP-Tage Veranstalter: fir, RWTH Aachen – Datum: 10. – 11. Juni 2015 Die Aachener ERP-Tage sind eine traditionelle, überregionale Veranstaltung, in der es um weit mehr als nur IT-Systeme geht. Praxistag, Fachtagung und das Ausstellerforum dienen der Diskussion und Beantwortung wichtiger Fragestellungen sowie der Vorstellung von Best Practices. http://veranstaltungen.fir.de/erp-tage/ ERP-System des Jahres Veranstalter: Center of Enterprise Research, Datum: Oktober 2015 Ziel des Wettbewerbs „ERP-System des Jahres“ ist die neutrale Betrachtung und Bewer- tung nicht-funktionaler Kriterien von ERP-Systemen, um so eine bessere Transparenz für Anwenderunternehmen zu schaffen. Dafür werden für die Bewertung der teilnehmenden ERP-Systeme sieben nicht-funktionale Kriterien betrachtet und bewertet. http://www.system-des-jahres.de/ ERP-Kongress Veranstalter: Center of Enterprise Research, Datum: Oktober 2015 Der mittlerweile 9. ERP-Kongress ist die einzige Veranstaltung in Deutschland die sich aus- schließlich dem Thema Auswahl und Einführung von ERP-Systemen widmet. http://www.erp-kongress.de/
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    Glossar zum ThemaERP A Absatzplan Der Absatzplan stellt das Absatzpotential dar, d.h. er drückt aus, wie viel von dem jeweiligen Erzeugnis bzw. der jeweiligen Produktgruppe verkauft werden kann. Der Absatzplan ist Ausgangspunkt für die Pro- duktionsplanung. Add-on Nach dem Client/Server-Prinzip an ein vorhandenes PPS-System angebundenes Programm, das zur Optimierung schwacher bzw. fehlender PPS-Funktionen eingesetzt wird. API Application Programming Interface: Schnitt- stelle, über die Software des Anwenders und von Drittanbietern an kommerziellen Pro- gramme angekoppelt werden kann. Back-Office Das Back-Office dient der unternehmen- sinternen Verarbeitung aller Prozesse, wie z.B. die Weiterbearbeitung von Bestellungen oder Reklamationen. Das Back Office dient als Schnittstelle zu Front-Office-Systemen. Computer Aided Design (CAD) Computer Aided Design: Computergestützte Konstruktionslösungen, eine Software, die von Ingenieuren, Konstrukteuren, Techni- schen Zeichnern oder Architekten eingesetzt wird, um technische Zeichnungen und Kon- struktionen zu erzeugen. Mit 3D-CAD-Pro- grammen lassen sich Modelle erzeugen, die einen räumlichen, dreidimensionalen Eindruck des Objektes vermitteln. Hier un- terscheidet man zwischen Drahtmodell-Sys- temen, flächenorientierten und volumenori- entierten Systemen. Arbeitsplan Informationsträger der Arbeitsplanung. Mit dieser Hilfe schreibt der Arbeitsplaner dem Betrieb vor, wie im Einzelnen die Fertigung der Erzeugnisse, Teilerzeugnisse und Einzel- teile vorzunehmen ist. Beschreibung der Ab- laufabschnittsfolge und der Arbeitssysteme, die für eine schrittweise Aufgabendurchfüh- rung erforderlich sind. B C BDE Betriebsdatenerfassung: System, das Perso- nal-, Zeiterfassungs- und Maschinendaten registriert und verwaltet. Bruttobedarfsrechner Die Bruttobedarfsrechnung ist die Umset- zung des Fertigungsprogramms in Bestell- und Fertigungsaufträgen für Rohmaterial, Teile und Baugruppen ohne Berücksichti- gung der Bestände. C++ Objektorientierte Weiterentwicklung der Pro- grammiersprache C Client Ein Computer (Arbeitsplatz), der auf Netz- werk-Ressourcen, die auf einem Server gespeichert sind, zurückgreift. Client-Server-Modell Die Grundidee des Client-Server-Ansatzes, der Mitte der 70er Jahre im PARC-Labor von Xerox entwickelt wurde, besteht darin, Computerleistungen unter verschiedenen Benutzern aufzuteilen, wobei man einen Schritt weiter als beim Time-Sharing geht. Ausgehend von einem Arbeitsplatzrechner kann der Benutzer auf spezialisierte, über ein Netzwerk verteilte Dienste zugreifen. Hierbei ermittelt der Client Anforderungen an den Server. Computer numerical control (CNC) CNC (computerized numerical control): Nu- merische Maschinensteuerung auf Basis eines Computers, (früher) im Gegensatz zu NCMaschinen, die auf Basis von Lochstrei- fen arbeiteten. 83Competence Book - ERP BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR
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    D CPS-Plattform Plattformkonstrukt, das Hardware-,Soft- ware und Kommunikationssysteme mit grundlegenden standardisierten CPS-Ver- mittlungs-, Interoperabilitäts- und Quali- ty-of- Service-Diensten (QoS-Diensten) für Implementierung und Management von Cyber-Physical Systems und ihren Anwen- dungen sowie deren Einbindung in Wert- schöpfungsnetzwerke umfasst. CPS-Platt- formdienste mit ihrer Grundfunktionalität für Realisierung, verlässlichen Betrieb und Evolution von Cyber-Physical Systems sind integraler Bestandteil domänenspezifischer CPS-Anwendungsplattformen. Sie sichern die domänen- und unternehmensübergrei- fende Gesamtfunktionalität und -qualität auf technischer Systemebene, beispielsweise durch QoS-fähige Kommunikation, Dienste für IT-Sicherheit oder für Selbstdiagnose, Selbstheilung und Rekonfiguration. Customizing Anpassung einer Standard-ERP-Lösung an die Bedürfnisse des Kunden. Durchlaufzeit Durchlauf von Arbeitsgegenständen durch die einzelnen Arbeitsplätze. Die Durchlaufzeit ergibt sich aus der Differenz von Fertigungs- termin und Anlieferungstermin. Zeitspanne, die ein bestimmtes Arbeitsob- jekt, beginnend mit dem Zeitpunkt der Be- reitstellung für den ersten Arbeitsgang und endend mit dem Zeitpunkt des Vollzuges des letzten Arbeitsganges, benötigt, um den vorgeschriebenen Weg über die einzelnen Bearbeitungsstellen zurückzulegen. Datenschutz Der Schutz des Einzelnen vor Beeinträchti- gung seines Persönlichkeitsrechts in Bezug auf Personenbezogene Daten. Datenbankserver Computersystem, das in einem nach dem Client-Server-Modell organisierten Netzwerk die Rolle des Servers übernimmt. Da die Verknüpfung von Computern und lokalen Netzwerken zu größeren Verbänden immer mehr an Bedeutung gewinnt, arbeitet jede neuzeitliche Multiuser-Datenbank mit einem Datenbankserver. Eines der wichtigsten Pro- bleme besteht in diesem Zusammenhang darin, mehrere Datenbank-Server im Netz agieren zu lassen, ohne dass sich diese in die Quere kommen. Digitales Vertragsmanagement Digitales Vertragsmanagement umfasst das Management von Verrägen aller Art: Ver- tragserstellung/Genehmigung, Vertragsver- waltung, Fristenkontrolle sowie Liquiditäts- planung. Capable-to-Promise (CTP) Capable-to-Promise: Lieferterminermittlung E Disposition Disposition ist eine Tätigkeit um Art, Menge und Zeitpunkt eines bestimmten Bedarfs festzustellen und in Bestell- beziehungswei- se Liefermengen in Bestell- oder Lieferter- mine umzuplanen. DMS Dokumenten-Management-Systeme dienen der datenbankgestützten Verwaltung elekt- ronischer Dokumente. EAI Enterprise Application Integration: Middlewa- re-Lösung, die die Integration von Anwen- dungen vereinfacht. ECM Enterprise-Content-Management-Systeme umfassen die Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung organisatorischer Prozes- se im Unternehmen. EDI Electronic Data Interchange: Automatisier- ter Austausch genormter Daten zwischen Geschäftspartnern; Bestandteil des E-Com- merce. Edifact Electronic Data Interchange For Administ- ration Commerce and Transport: Weltweit gültiger EDI-Standard (ISO 9735) mit Nach- richtentypen für ein branchenübergreifendes Spektrum von Geschäftsvorfällen, etwa zum Austausch von Bestellungen. Nachteil von Edifact: Edifact-Lösungen sind relativ teu- er und komplex. Edifact erhält zunehmend Wettbewerb durch XML-basierende Lösun- gen zum Datenaustausch. EDM Engineering Data Management: EDM-Sys- teme unterstützen die Datenintegration von vorhandenen Bereichslösungen wie CAD, CAM oder PPS im Unternehmen. BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR 84 Competence Book - ERP
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    Elektronische Archivierung Elektronische Archivierungsteht für die un- veränderbare, langzeitige Aufbewahrung elektronischer Information. Enterprise Resource Planning (ERP) Enterprise Resource Planning: Hier werden unternehmensübergreifende Software-Lö- sungen zusammengefasst, die zum Opti- mieren von Geschäftsprozessen eingesetzt werden. Darunter versteht man eine voll- ständig integrierte Software-Lösung für Fer- tigung, Finanzen, Logistik, Personal, Vertrieb u.a. Feinplanung Prozess zur detaillierten Planung aller Ar- beitsschritte für die Auftragsabwicklung in der Fertigung. F Fifo First In, First Out: Einlagerungsstrategie, bei der die zuerst eingelagerten Produkte das Lager auch zuerst wieder verlassen. Fortschrittszahlen-Konzept Dabei werden Bedarf und Verbrauch als Summenkurve über dem Planungshorizont dargestellt. Diese Darstellung ist für Soll- und Ist-Werte geeignet, so dass Rückstand, Vor- lauf und die Ein-/Auslaufproblematik einfach und ohne zusätzliche Verfahrensschritte ab- gewickelt werden können. Das Fortschritts- zahlen-Konzept wird meist im JIT-Umfeld genutzt, wenn Zulieferer und Hersteller im ständigen Dialog Soll und Ist der bestellten Produkte vergleichen. Gantt-Diagramm Graphische Darstellungen, die durch den Vergleich von Ist und Soll den Arbeitsfort- schritt feststellen sollen. Sie werden insbe- sondere in der Ablaufplanung als Ablaufdia- gramme verwendet. G Geschäftsprozess-Optimierung Aktivitäten zur Verbesserung der Wertschöp- fung eines Geschäfts-Prozesses, auch als Business Reengineering bezeichnet. iCenter Komplexe, automatisierte Eingangsrech- nungsverarbeitung mit Scannen der Be- lege, Extrahieren des Inhalts, Validieren mit Bestell-/Wareneingangsdaten, Übergabe in den Freigabe-Workflow sowie Buchung und anschließender revisionssicherer Archivie- rung. I Implementierung Die Umsetzung einer Planung in die Wirk- lichkeit (englisch implementation: Ausfüh- rung, Durchführung, Erfüllung); in der Regel die Übernahme eines Programms in ein Computersystem. Zur Implementierung ge- hören Testläufe, Anfangsüberwachung und Benutzerschulung. Die Implementierung ist Bestandteil des gesamten Softwareentwick- lungsprozesses. Integration Herstellung eines Ganzen, einer Einheit aus Differenziertem. Von Integration spricht man in Hinblick auf Computersysteme z.B. dann, wenn es möglich ist über alle eingesetzten Anwendungsprogramme auf dieselben Da- ten (Datenbank) zuzugreifen. Interface Schnittstelle: physische Eigenschaften der Verbindungsleitungen zwischen zwei Einrich- tungen oder zwei Systemen. MMI bezeich- net mit Mensch-Maschine-Interface z.B. die Bedienoberfläche als Schnittstelle zwischen Computer und Mensch. Internet Das Internet ist das weltweit größte Com- puternetzwerk, das aus vielen miteinander verbundenen Netzwerken und einzelnen Ressourcen besteht. Zu den wichtigsten Diensten des Internets gehören die elektro- nische Post (E-Mail), Informationen (WWW), Dateitransfer (FTP) und Diskussionsforen (Usenet/Newsgroups). Intranet Netzwerk für die Informationsverarbeitung innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation. BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR 85Competence Book - ERP
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    J Java Java ist einevon Sun entwickelte objekto- rientierte und damit plattformunabhängige Programmiersprache, da Java-Programme nicht auf Maschinencode, sondern auf ei- nem speziellen Bytecode basieren. Aus den Quelltexten wird durch einen Compiler ein Zwischencode übersetzt, der von einem ge- eigneten Interpreter auf beliebigen Rechnern abgearbeitet werden kann, dadurch können Java-Programme auf allen Rechnerplattfor- men laufen, für die ein passendes Interpre- terprogramm existiert. K Konfigurationssystem Expertensystem, welches das Wissen der Konstrukteure enthält. Der Verkäufer kann damit im Verkaufsgespräch eine passende Produktkonfiguration für den Kunden aus- wählen und sofort ein Angebot abgeben. M MES Manufacturing Execution System: Ferti- gungs- und Prozessleitsystem, Bindeglied zwischen SPS oder IPC auf der Fertigungs- und Prozess-Seite sowie ERP-Systemen in der Administration. MES-Lösungen decken die leittechnischen Anforderungen von der Steuerungsebene bis hin zur Produktions- leitebene ab. MES-Lösungen umfassen u.a. Scada-Funktionalitäten sowie MDE- und BDE-Funktionalitäten, um Prozess-, Maschi- nen- und Betriebsdaten sowohl online als auch offline erfassen, archivieren und aus- werten zu können. N NC/CNC Numerical Control/Computerized Numerical Control: Werkzeugmaschinensteuerung, im Unterschied zur SPS für zeitkritische Abläufe geeignet. O Open Database Connectivity (ODBC) Open Database Connectivity. Von Microsoft entwickelte Schnittstelle, mit der Programme und andere Datenbanken auf SQL-Daten- banken zugreifen können. Odette Organisation for Data Exchange by Tele- transmission in Europe - Protokoll zur Da- tenübertragung im EDI-Bereich, das vor al- lem in der Automobil- und –Zulieferindustrie eingesetzt wird. P Product Data Management (PDM) Product Data Management: System zur Produktdatenverwaltung. Durch den Einsatz der PDM-Technologie soll erreicht werden, dass alle Beteiligten (etwa Zulieferer und Hersteller) eines kompletten Systems mit den jeweils aktuellen Versionen und Varian- ten arbeitet. Produktkonfigurator Produktkonfiguratoren unterstützen das Va- riantenmanagement, in dem sie die Gestal- tung kundenindividueller Produktvarianten unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten erlauben. PPS Produktionsplanung und –Steuerung: Orga- nisatorischer Teil von ERP, steht heute auch allgemein für betriebswirtschaftliche Stan- dardsoftware. Scada Supervisory Control and Data Acquisition: Systeme, die in der Industrie eingesetzt werden, um den Fertigungsablauf zu über- wachen. Sie sind in hohem Maße konfigu- rierbar und normalerweise per SPS mit der Fertigung verknüpft. Schnittstelle Unter dem Begriff Schnittstelle, auch Inter- face genannt, werden alle Verbindungen (Übergangsstellen) zusammengefasst, über die eine DVKomponente mit einer anderen in Kontakt treten kann. Zu diesen Kompo- nenten zählen Hardware und Software und auch der Mensch, der in das Datenver- arbeitungsgeschehen einbezogen ist. Je nach der Art, wie die Informationen an der Schnittstelle übergeben werden, spricht man von seriellen und parallelen Schnittstellen. S BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR 86 Competence Book - ERP
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    Supply-Chain-Management (SCM) Supply-Chain-Management: Abstimmung allerlogischen Vorgänge und Funktionen innerhalb der Versorgungskette vom Lie- feranten bis zum Verbraucher mit der Ziel- setzung, den Kundenservice zu optimieren und gleichzeitig die Kosten zu minimieren. SCM-Systeme verzahnen die gesamte unternehmensinterne und -externe Wert- schöpfungskette vom Rohmateriallieferanten bis hin zum Endkunden, indem alle relevan- ten Daten zwischen den Gliedern der Kette ausgetauscht werden. Stammdaten Datenbestand, auf dem Geschäftsprozesse aufbauen und der über einen längeren Zeit- raum gültig ist, z.B. Stücklisten. Stückliste Die Stückliste enthält die Mengen aller Gruppen, Teile und Rohstoffe, die für die Fertigung einer Einheit des Erzeugnisses oder einer Gruppe erforderlich sind. Außer- dem kann sie weitere Stammdaten sowie Strukturdaten der Erzeugnisse, Gruppen und Teile enthalten. Sie dient in erster Linie als Grundlage für die Arbeitsplanerstellung und die Teile- und Rohstoffermittlung. T Time to Market Der Begriff bezeichnet den Zeitraum von der Entwicklung eines Produktes bis hin zu sei- ner Marktreife. Die Dauer dieses Zeitraumes wird bei immer kürzer werdenden Markt-, Produkt-, und Technologiezyklen für den Erfolg des Unternehmens immer entschei- dender. V Virtual Private Network Virtual Private Network: Internet-basierende Plattform für eine geschlossene Benutzer- gruppe. W Workflow Computergestützte Automatisierung von Geschäftsprozessen, Vorgängen oder Wei- terleitung von elektronischen Dokumenten (daher auch oft als Vorgangsbearbeitung bezeichnet), x XML Extensible Markup Language: Eine sehr einfach aufgebaute Sprache für das WWW, abgeleitet von der SGML-Sprache. XML soll künftig den schnellen und sicheren Aus- tausch von Informationen mit sehr komple- xen Strukturen zwischen völlig unterschiedli- chen Systemen, wie etwa ERPApplikationen, im E-Business-Bereich ermöglichen. , Z Zulieferkette Abfolge von Lieferungen externer Ge- schäftspartner über den gesamten Prozess bis zur Auslieferung eines Produktes an den Endverbraucher. Mit freundlicher Unterstützung der PSIPENTA Software Systems GmbH BRANCHENÜBERSICHT - GLOSSAR 87Competence Book - ERP
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    Competence Book Nr.4 CRM KompaktCustomer Relationship Management für das kundenorientierte Unternehmen Competence Book Nr. 2 MES KompaktManufacturing Execution Systems im Zeitalter von Industrie 4.0 WeitereCompetenceBooks Wenn Ihnen dieses Competence Book gefallen hat, können Sie kostenlos weitere Competence Books online herunterladen bzw. vorbestellen oder sogar als Experte und Partner dabei sein. Einige unserer Competence Books finden Sie in dieser Aufstellung. Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit! Competence Book Nr. 3 BI KompaktBusiness Intelligence für das datenbasierte Unternehmen Competence Book Nr. 1 BPM KompaktBusiness Process Management für das prozessorientierte Unternehmen Kostenfreie Wunsch-Ausgabe bestellen oder mitmachen unter www.competence-books.de. 88 Competence Book - ERP
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    ERP Kompakt -Enterprise Resource Planning für eine integrierte Ökonomie Führende Praxisexperten und Wissenschaftler beleuchten in diesem Werk alle relevanten Aspekte zum Thema ERP. Zukunftsfragen wie „Was sind die wichtigsten Trends?“, „Wie beeinflussen digitale Transformation und Industrie 4.0 die ERP-Lösungen?“ und „Welche Rolle spielen in Zukunft Usabi- lity, Mobility, Cloud & Co?“ werden in einer Vielzahl von Fachbeiträgen beantwortet. Zugleich wer- den aber auch generelle Themen wie die Auswahl, Einführung und der Betrieb von ERP-Systemen behandelt. Infografiken und Informationsquellen sowie Fallbeispiele und Verzeichnisse zu den Ex- perten und Unternehmen runden das Werk ab. So erhält der Leser einen fundierten Überblick über Status quo und Zukunft des zentralen Systems für eine vernetzte Ökonomie. ISBN: 978-3-945658-06-2 € 49,90 (D)