Formi-Weiterbildung Wampfler: Neue Medien im Deutschunterricht

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Wie verändert die Digitalisierung Lesen und Schrieben?

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Formi-Weiterbildung Wampfler: Neue Medien im Deutschunterricht

  1. 1. 
 Neue Medien im Deutschunterricht
 Philippe Wampfler, St. Gallen Februar 2015 phwa.ch/formi
  2. 2. Bild: New Yorker Cartoon
  3. 3. 8.30-9.00 Einstieg und Auftrag 9.00-9.45 Input: Digital Lesen und Schreiben 9.45-10.15 Pause 10.15-11.45 Workshop Teil I: Unterrichtspraxis 13.15-13.30 Kurzinput zu Workshop I 13.30-14.15 Workshop Teil II 14.15-15.00 Austausch - Mehrwert - Auswertung
  4. 4. Ziele
 Hintergründe zur Digitalisierung kennen Konkrete Projekte kennen lernen Reflexion im Austausch mit anderen LP
  5. 5. Auftrag
 Tag digital begleiten
  6. 6. Theo Byland: Wann wirkt Weiterbildung nachhaltig? WB darf sich nie nur einer Sache, einem Thema widmen. Es geht 
 primär um die Menschen, die mit dieser Sache, diesem Thema zu tun haben. […] WB bekommt erst dann ihren beabsichtigten Sinn, wenn die weitergebildeten Menschen tatsächlich tun, wozu die WB sie anzuregen versucht. «
  7. 7. Instagram, Twitter, Evernote, Wordpress, Tumblr, Facebook…
  8. 8. Hashtag #formideutsch
  9. 9. formideutsch.tumblr.com
  10. 10. yourpart.eu/p/formideutsch
  11. 11. Teil 1
 Informelles Schreiben
  12. 12. Dennis Baron Schreiben ist eine immer primär eine Technologie, ein Weg, Materialien anzuordnen um ein Ziel zu erreichen. Damit sind Vorstellungen verbunden, die mit Werten aufgeladen sind: Literacy, Kunst, Wissenschaft, Geschichte und Psychologie, Erziehung, Theorie und Praxis. Wir vergessen, dass Schreiben eine Technologie ist, bis es sich wandelt: Zum Beispiel durch den Computer. «
  13. 13. James Studie 2014
  14. 14. Jeff Grabill Unsere Schülerinnen und Schüler schreiben so viel wie nie zuvor in 
 der Geschichte der Menschheit. 
 Unser Schreiben verändert sich massiv. Die Herausforderung für die Schule besteht darin, herauszufinden, was seine Bedeutung ist, um für die nützlich zu sein, die ihre Erfahrung in Kompetenzen ummünzen möchten. «
  15. 15. Jeff Grabill Soziale Netzwerke haben die Funktionsweise des Schreibens revolutioniert - außer in der Bildung. In der Schule wird Schreiben vernachlässigt. Wir nutzen Methoden, die 100 Jahre alt sind. «
  16. 16. Grabill et al., 2015 Ein Lernzugang, der typischerweise nicht im Schulzimmer stattfindet, relativ unstruktriert ist und die Kontrolle über den Lernprozess (Bedürfnisse, Interessen etc.) dem Lerner überlässt. Informelles Lernen
  17. 17. 1. Sharing-Kultur 2. Coaching: a) Verbindungen b) Einladungen c) Feedback 3. Dialektik zwischen informellem und formellem Lernen Bedingungen
  18. 18. writing by the way focused writing Hicks/Perrin: Writing as an ongoing multimodal text production
  19. 19. Klassenchat
  20. 20. deliberate - inclusive
 connected - versatile - open bewusst - multimedial 
 intertextuell - veränderbar - offen
  21. 21. Bleistift oder Laptop? Clive Thompson, Inbound Bold Talk 2015, Schluss

  22. 22. Teil 2
 Notizen machen
  23. 23. Studierende in den USA; 
 verschiedene Universitäten
  24. 24. Teil 3
 Lesen
  25. 25. Deep Reading
 Bedeutung entdecken/konstruieren
  26. 26. We cannot go backwards. As children move more toward an immersion in digital media, we have to figure out ways to read deeply there. » Maryanne Wolf
  27. 27. Die Idee des »genauen Lesens« – also dass man kontextualisierend liest oder dass die Einheit eines Arguments nicht ein Satz ist, sondern ein ganzes Kapitel oder das ganze Buch – scheint für die Studenten von heute vielfach Schnee von gestern. […] 
 ich meine das gar nicht wertend […] jede neue Fähigkeit ist auch ein Gewinn. Es kommt mir so vor, dass diese jüngere Generation heute quasi die Google- Suchfunktion intuitiv verinnerlicht hat und gewissermaßen granularer liest und denkt.
 » Lauraine Daston
  28. 28. 10. Klasse, Oslo
 Linearer Pisa-Text
  29. 29. Wortschatz-Test Bandwurm-Trenntest p < 0.05 Probanden, die auf Papier lesen, bringen bessere Leistungen als solche, die digital lesen.
  30. 30. Erklärungen 1. Navigation 2. 3D-Lesen 3. Switching 4. Metakognition 5. LCD-Displays
  31. 31. Faktoren 1. Training 2. Self-Monitoring 3. Zeit (Ackerman/Goldsmith) 4. Multitasking
  32. 32. 10. Klasse, Oslo
 Lars Saabye Christensen: The Joker
  33. 33. 1. digitales Lesen ist stark mit Kontext verbunden 2. analoges Lesen ist sinnlicher, dreidimensional 3. gedruckte Texte führen bei schulischem Lernen zu besserem Erfolg 4. Lesen am Bildschirm ist mit weniger Metakognition verbunden Generation Social Media, S. 122ff.
  34. 34. Praxis
  35. 35. Kollaboratives Schreiben
 nach Schindler/Wolfe
  36. 36. gemeinsam parallel zentralisiert seriell Faktoren: Dokument - Projekt - Rollen
  37. 37. Strategien zur Qualitätsverbesserung »straw«-DocPeer-Review Konflikt Groupware
  38. 38. Eli Review: Teaching Revision Texte überarbeiten lernen
 nach Eli Review
  39. 39. 1. der Sinn des Schreibens 2. das Publikum, das die Bedeutung des Geschriebenen mitbestimmt 3. wie Schreiben das Denken der/des Schreibenden beeinflusst 4. wie sich die Struktur des Textes aufgrund 1. oder 2. verändert hat 5. welche Informationen und Ideen neu im Text zu finden sind
  40. 40. Ley Feynberg
 zeit.de/gesellschaft/schule/2013-10/lehrer-schueler-facebook »Digitales Lesen trainieren
  41. 41. que Peters t als Er- ihr Note- aus dem ack, als ns im Café Gespräch n. «Da drin alle meine chnungen, Fotos und stück ihres stehen be- Warum be- h schreibe htige Tasta- angehende ichtet im partement y Manage- immer es e. Bei den d zu trotz- Handouts en schaf- Unterlagen tronischer rm bereit- sich trotz- Hand Noti- Peters da- aterial he- exibler ist: douts auf vergrössert chriftgrös- agrammen ngen sind r. Notizen olien. Dazu F-Software Studieren- stattdessen ein Tablet zur Verfügung stellen. Das ZHAW-Departement Life Sciences und Facility Management hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet in einem Pilotprojekt Studie- renden der Biotechnologie nicht nur Tablets, sondern in einem Blog auch Hilfe und praktische Tipps, mit wel- chen Geräten und welcher Software das Studium möglichst «elektro- nisch» bewältigt werden kann. Die 46-jährige Studentin kann sich ihr Studium ohne technische Hilfs- mittel nicht vorstellen. Für ihre Ba- chelorarbeit hat sie sich im italie- nischen Teil der Julischen Alpen mit der Begrünung von Skipisten be- schäftigt. Diesen Sommer hat sie dort Gebirgspflanzen kartiert. Ohne Smartphone-App, die ihr half, die Pflanzen zu bestimmen, und ohne GPS-Gerät wäre dies ein sehr müh- sames Unterfangen. Die Bestandes- aufnahme war nötig, damit sie ei- nen Vorschlag zur Begrünung dieser Flächen erarbeiten kann. Zusätzlich dokumentierte sie das Gelände mit Fotos, die ebenfalls einen Bestand- teil ihrer Arbeit bilden. Während sie spricht, öffnet sie auf ihrem Compu- ter die Anwendung, wo ihre Auswer- tungen gespeichert sind: Täglich hat sie die erhobenen Daten in die Vege- tationsdatenbank eingegeben. Peters hantiert schnell und präzise mit den Tabellen, Fenstern und Karten. Mit dem Studium verbindet Monique Peters das Interesse an Technik mit der Liebe zur Natur und kehrt zu ihren beruflichen Wur- zeln zurück: Die einstige langjährige Crossair- und Swiss-Pilotin war mit einer Gärtnerlehre ins Berufsleben ★ Ablenkungen / Konzentration 
 beobachten ★ Training ★ digitale Lesetechniken kennen lernen ★ Switching

  42. 42. Danke! 
 Folien: Kontakt: 
 phwa.ch/formi wampfler@schulesocialmedia.ch
 +41 78 704 29 29
 phwampfler

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