Lessons learned mit dem cope14 MOOC

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Von 22. April bis 2. Juni 2014 bot die FH JOANNEUM den MOOC "Competences for Global Collaboration - cope 14" an. MOOC bedeutet “massive open online course”, d.h. es handelt sich um einen international angebotenen Online-Kurs, an dem alle, die sich für die Kursinhalte interessieren, teilnehmen können – in diesem Fall waren das über 500 LernerInnen, ein Mix aus Studierenden der FH JOANNEUM und anderen Hochschulen, jedoch auch aus LernerInnen mit ganz anderen Hintergründen und aus 34 Ländern.

Dieses offene Angebot wurde in einer Kooperation des ZML-Innovative Lernszenarien und des Instituts "International Management" mit den Studiengängen "Journalismus und PR" und "Informationsdesign" entwickelt und KollegInnen aus dem Team übernahmen die Rolle der ExpertInnen und ModeratorInnen.

Ausgehend von den Zielen, die mit dem cope14 MOOC verfolgt werden, geben die Folien einen Einblick in die Durchführung von cope14 und das Feedback der LernerInnen aus zwei Fragebögen sowie den Reflexionen in der letzten Woche. Das Projektteam zieht Bilanz und identifiziert Verbesserungspotentiale - denn "the show must go on", cope15 wird gerade angedacht.

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Lessons learned mit dem cope14 MOOC

  1. 1. cope14 MOOC der FH JOANNEUM Lessons Learned Präsentation am 6. Oktober 2014 Jutta Pauschenwein ZML – Innovative Lernszenarien Doris Kiendl-Wendner Institut für Internationales Management FH JOANNEUM, Graz, Austria
  2. 2. Gute Lehre steht auf zwei Beinen: Fachwissen und Didaktik Der #cope14 MOOC war getragen von diesen Zielsetzungen der Vermittlung von State of the Art Wissen und innovativen Lehrmethoden Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 2Lessons Learned – cope14 MOOC
  3. 3. Zitate von Karl Aberer, EPFL Lausanne beim club research, Wien 24.9.2014 „Die Qualität von MOOCs ist im Durchschnitt höher als bei Präsenz-Lehre, weil ein Professor, der weiß, dass die ganze Öffentlichkeit zusehen kann, stark motiviert ist, sich bestmöglich vorzubereiten.“ „Es ist nicht notwendig, dass ein Professor die Fragen der MOOC TeilnehmerInnen selbst beantwortet, denn es ist Teil der MOOC Pädagogik, dass andere Studierende diese Fragen beantworten.“ „Der Nutzen von MOOCs für die Hochschule besteht vor allem in der weltweiten Sichtbarkeit sowie darin, dass Lehrende ihre Lehre weiterentwickeln.“ „Ein MOOC an der EPFL Lausanne kostet 93.000 CHF.“ „Die meisten MOOC TeilnehmerInnen sind nicht klassische Studierende, sondern Berufstätige, die den MOOC als Weiterbildung machen.“ Lessons Learned – cope14 MOOC 3Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner
  4. 4. Überblick  MOOCs und der Hintergrund des cope14-MOOC  Durchführung des cope14-MOOC  Erfahrungen der Lernenden im MOOC (Umfrage und Reflexion)  Lessons Learned & Resultate Interne Projekte OAO.13.004-01 “MOOC” PEF.13.619-23 "FHJ MOOC Begleitung Evaluierung" Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 4Lessons Learned – cope14 MOOC
  5. 5. Einblick in MOOCs  Massive Open Online Course – (Zehn-) (Hundert-)Tausende Lernende nehmen gratis teil  Boom seit 2011, Anbieter anfangs vor allem amerikanische Elite-Unis cMOOC  LernerInnen und ihr Austausch stehen im Mittelpunkt, user generated content, ExpertInnen regen an xMOOC  ExpertInnen steuern, Fokus auf Inhalt, Wissensüberprüfung mittels Online- Tests Videos und Videokonferenzen  Beliebtes Lernmaterial in MOOCs Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 5Lessons Learned – cope14 MOOC
  6. 6. Ziele des cope14 MOOC Inhaltlich  Offenes englischsprachiges Angebot für Studierende unterschiedlicher Fachbereiche  Fachwissen über “Competences for Global Collaboration” im Bereich interkulturelle Kommunikation, Rechtskulturen, Internationale Wirtschaft, Marketing sowie Verhandlungsführung weitergeben. Prozess und Kompetenzaufbau  Lernprozesse über Studiengangs- und Hochschulgrenzen hinweg ermöglichen  Integration eines MOOC in die Hochschule versuchen  Inhaltliche und technische Entwicklung eines MOOC erlernen Hochschule  Kooperation von drei Studiengängen (Business in Emerging Markets, Journalismus und PR, Informationsdesign) und dem ZML-Innovative Lernszenarien  Sichtbarkeit der beteiligten Studiengänge erhöhen Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 6Lessons Learned – cope14 MOOC
  7. 7. Zeitschiene Go Nov13 Projekt - start Dez13 Vorbereitung Jan14 – Apr14 Durch- führung Apr14 – Jun14 Auf- arbeitung Seit Jul14 - Projekt aufset- zen - Kickoff - Abstimmung im Team in 5 WS - Inhaltliche und technische Festlegungen - Erstellung von Materialien - Videoerstellung - WordpressBlog - Fragebögen für Evaluierung - ExpertInnen und Modera- torInnen aktiv - Wöchentliche Videokon- ferenzen - Moderation in den Lern- communities - Badges verleihen - Auswertung der beiden Fragebögen - Analyse des LernerInnen- verhaltens - Evaluierungs- gespräche mit Lehrenden - Wissenschaft- liche Artikel - Präsentationen Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 7Lessons Learned – cope14 MOOC
  8. 8. #cope14 MOOC Competences for Global Collaboration - #cope14 - 22. April bis 2. Juni 2014 Inhalte  Week 1: Communication across borders: Introduction and warm- up  Week 2: Legal cultures  Week 3: Doing Business in Emergent Markets  Week 4: Relationships & Networks in Business to Business Marketing  Week 5: International communication and negotiation  Week 6: Transfer into individual contexts Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 8Lessons Learned – cope14 MOOC
  9. 9. Durchführung des cope14 MOOC  Hybrider MOOC: Mischung aus cMOOC und xMOOC  Offene Wordpress-Plattform, Lernen ohne Login möglich  537 LernerInnen aus 34 Ländern  330 Studierende (aus 11 Studiengängen der eigenen Hochschule und drei weiteren Hochschulen aus Österreich und Slowenien)  15% aller angemeldeten LernerInnen erhielten eine Teilnahmebestätigung (Vergleich EPFL Lausanne: ca. 8 % erhalten ein Zertifikat)  Mehr als 2600 Kommentare auf der Website  Aktive LernerInnen in der Facebook- und Google+ Community Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 9Lessons Learned – cope14 MOOC
  10. 10. www.cope14.at Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 10Lessons Learned – cope14 MOOC
  11. 11. Inhalte Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 11Lessons Learned – cope14 MOOC
  12. 12. Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 12Lessons Learned – cope14 MOOC Zeitplan & Orientierungshilfen
  13. 13. Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 13Lessons Learned – cope14 MOOC Beispielwoche & Videokanal
  14. 14. Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 14Lessons Learned – cope14 MOOC LernerInnen
  15. 15. Erfahrung der Lernenden im cope14-MOOC Basierend auf dem Vortrag von Maja Pivec und Erika Pernold im Rahmen des 13. E-Learning Tages der FH JOANNEUM Kooperation mit Tanja Jadin, Study Programme Communication, Knowledge and Media at the University of Applied Sciences Upper Austria Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 15Lessons Learned – cope14 MOOC
  16. 16. Evaluationsmethode Zwei Fragebögen  Kurzer Fragebogen mit 10 Fragen nach der ersten Woche  Fragen nach: Erwartungen der LernerInnen und welche Form der Unterstützung sie sich von Moderatorinnen und ExpertInnen wünschen  Rücklauf: 56  Zufriedenheit mit den Inhalten und der Unterstützung  Längerer Fragebogen in der letzten MOOC-Woche  Fragen nach: der eigenen Motivation, Aktivitäten im und rund um den MOOC, Probleme beim Lernen im MOOC  Rücklauf: 90  Reflexionen in Woche 6 (als Aufgabe im MOOC)
  17. 17. Einige Ergebnisse des 2. Fragebogens Demographische Daten  45,1 % Lernerinnen, 54,9% Lerner  37,8% Bachelor  75,6 % aus Österreich, 6,7% aus Russland, 2% aus Deutschland, jeweils eine Person aus Südkorea, Slowenien, Spanien, UK, unbekannt Die Befragten gaben an:  91,5% lernten etwas Neues  90,9% lernten neue Fakten und Konzepte  84,7% bekamen neue Perspektiven  68,8% lernten etwas Unbekanntes Inhalte  77,8% fanden die Videos am nützlichsten  72,6% fanden die Kommentare der MitlernerInnen sehr interessant
  18. 18. Ergebnisse der Reflexion in Woche 6 Reflexion des Lernprozesses + Lernen im MOOC war passend für individuelle Bedürfnisse + Es war möglich, sich im Wochenrhythmus mit den Inhalten zu beschäftigen + Die Online-Teilnahme beeinflusste das eigene Verhalten in Bezug auf Online- Medien + Die Inhalte und Tipps der ExpertInnen und Moderatorinnen waren hilfreich + Lernende schätzten die Herausforderung der Aufgaben + Lernende übten Cross Cultural Communication und ihr Englisch ~ Das vorhandene Material war (fast) zu viel - Die Online-Teilnahme war zeitintensiv - Die Vorteile, in einem MOOC zu lernen, waren unklar - Einige hätten Lernen in kleineren, geschlossenen Gruppen vorgezogen. - Einige hätten traditionellen Präsenzunterricht oder ein Buch vorgezogen.
  19. 19. Zitate „... Now I feel more confident posting my thoughts and experiences through the web....“ (-Thomas) „...I tried to keep my comments short and reduced to the most important information, so that they stay interesting. ...“ (-Anna) „…For me it is e-learning at a different level. It is very helpful and inspiring to get so much input, to have competent moderators and facilitators, to be able to learn where and when I want (or am able to make time) ...“ (-Katharina)
  20. 20. Lessons Learned - inhaltlich  Hybrid-MOOC war der passende Ansatz  Technologie (Wordpress) hat problemlos geklappt  Materialien, Videos und Videokonferenzen (Hangouts) waren eine geglückte Kombination  Spagat zwischen Ernst und Spaß gelang meistens, durch  Mischung aus leichten und schweren Aufgaben  Knappe, klar strukturierte Inhalte (nur eine Woche war inhaltlich viel zu schwer)  Unterstützung durch die Moderatorinnen  Wertvolle Ergänzung der Unterlagen durch die Community der LernerInnen Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 20Lessons Learned – cope14 MOOC
  21. 21. Lessons Learned – Prozess und Kompetenzaufbau  Projektteam entwickelte in fünf Workshops gemeinsam das MOOC  Integration des MOOC in viele Studiengänge war erfolgreich (4 Departments der FHJ)  Alle beteiligten Lehrenden wünschen sich eine Wiederholung, wissen nun besser, wie sie den MOOC integrieren werden  Besonders erfreulich war die Teilnahme des Studienbefähigungslehrgangs  Kompetenzaufbau in der Videoerstellung (Videoteam und Lehrende)  Den Moderatorinnen gelang es über 500 TeilnehmerInnen beim Lernen zu unterstützen Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 21Lessons Learned – cope14 MOOC
  22. 22. Lessons Learned – Hochschule  Große Community angesprochen, Ziel: Sichtbarkeit der FHJ als Bildungseinrichtung wurde erreicht  Einige Hochschulen konnten zur aktiven Teilnahme animiniert werden (Lehrende als visiting speaker, LernerInnen von drei weiteren Hochschulen)  Einbindung von mehreren Studiengängen erfordert mindestens ein halbes Jahr Vorlaufphase  Lehrende müssen ausreichende zeitliche Ressourcen für die Vorbereitung des MOOC haben  Wenn Studierende den MOOC im Rahmen einer Lehrveranstaltung machen, sollte bei Präsenz-Einheiten während des MOOC auch der Bezug dazu hergestellt werden, um die Studierenden „bei der Stange zu halten“ Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 22Lessons Learned – cope14 MOOC
  23. 23. Produkte  Website www.cope14.at  16 Videos zu den Lerninhalten sowie 10 weitere Videos (Aufnahme der Videokonferenzen, Teaser) auf dem cope14 Youtube-Kanal  Links zu vielfältigen Materialien rund um die cope14-Inhalte  Ergebnisse der Interviews von 11 Lehrenden über die Integration des MOOC in die Lehre (Inhalt des heutigen Workshops)  Konzept für cope14-MOOC kann leicht für weitere MOOCs adaptiert werden  Reichliches Datenmaterial für weitere Forschungsprojekte Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 23Lessons Learned – cope14 MOOC
  24. 24. Was wir das nächste Mal verbessern würden  Frühere Kommunikation an die Studiengänge der FHJ, andere Hochschulen und die Öffentlichkeit  Partnerhochschulen früher und noch intensiver einbinden  Studierende besser vorbereiten  (Neue) Lehrende besser vorbereiten  Video zum Umgang mit der MOOC-Website  MOOC als Tool für Weiterbildung anbieten, insb. auch für Unternehmen  Muttersprachliches Englisch einbauen Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner 24Lessons Learned – cope14 MOOC
  25. 25. cope15.... „The show must go on“ Lessons Learned – cope14 MOOC 25Jutta Pauschenwein & Doris Kiendl-Wendner

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