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Gemälde des 19. Jahrhunderts
Lot 3201- 3263
Auktion: Dienstag, 22. März 2016, 16.00 Uhr
Vorbesichtigung: 8. bis 16. März 2016
Weitere Bearbeitung: Christian Stutz
Karoline Weser
Tel. +41 44 445 63 35
weser@kollerauktionen.ch
Stéphanie Egli
Tel. +41 44 445 63 32
egli@kollerauktionen.ch
Natassja Lloyd
Tel. +41 44 445 63 07
lloyd@kollerauktionen.ch
Cyril Koller
Tel. +41 44 445 63 30
koller@kollerauktionen.ch
Bearbeitung:
English descriptions are available on our website:
www.kollerauctions.com
3201
ZIEM, FÉLIX FRANÇOIS
(Beaune 1821 - 1911 Paris)
La Salute et la Douane, vues de San Giorgio.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: Ziem.
33,7 x 52,2 cm.
Provenienz:
- Auktion Weinmüller, München, 4.12.1963,
Los 1623.
- Schweizer Privatbesitz seit mehreren Genera-
tionen.
Literatur:
- Miquel, Pierre: Félix Ziem 1821-1911, Mau-
rs-la-Jolie 1978, S. 89, Nr. 383 (mit Abb. und
dem Titel „Venise, Santa Maria della Salute“).
- Burdin-Hellebranth, Anne: Félix Ziem 1821 -
1911, 1998, Bd I, S. 233, Nr. 581 (mit Abb.).
CHF 12 000 / 18 000
EUR 11 100 / 16 700
3201
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 84
3202
AIVAZOVSKY, IVAN KONSTANTINOVICH
(1817 Feodosija 1900)
Blick von der Küste aufs Meer mit Zweimaster.
Öl auf Holz.
Unten rechts monogrammiert: A.
16,5 x 13,1 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 20 000 / 30 000
EUR 18 500 / 27 800
3202
| 85
3203*
KUHNERT, FRIEDRICH WILHELM
(Oppeln 1865 - 1926 Flims)
Löwenpaar in der Steppe. 1905.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
Wilh. Kuhnert 17.3.1905.
106 x 169 cm.
Echtheitsbestätigung von Hansjörg K. Werner,
12.11.1997.
Das Gemälde ist in den in Bearbeitung befind-
lichen Nachtragsband des Werkverzeichnisses
von Dr. Angelika Grettmann-Werner unter der
Nr. 3772 aufgenommen.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
Friedrich Wilhelm Kuhnert, der für seine
eindrücklichen Tierdarstellungen bekannt
ist und für die das hier angebotene Gemälde
als Paradebeispiel anzusehen ist, erlernte die
Malerei an der Königlichen Akademischen
Hochschule für Bildende Künste in Berlin unter
Paul Meyerheim (1842 - 1915). Dort wurden ihm
die Grundlagen der Tiermalerei nahegebracht,
die er in zahlreichen Studien zum Skelettaufbau,
zu den Muskeln, zum Fell und zu den tierischen
Bewegungen erprobte, bis er den Aufbau der
Tiere so verinnerlicht hatte und die anatomi-
schen Besonderheiten eines jeden Tieres mit
Perfektion darstellen konnte.
Zunächst begann Kuhnert, Tiere seiner Umge-
bung wiederzugeben, bis er die Vorliebe für exoti-
sche Artgenossen entdeckte, die er im Zoologi-
schen Garten genauestens beobachten konnte.
Kuhnert war jedoch verstärkt bemüht, die Tiere
in ihrem natürlichen Umfeld darzustellen und
diese als Einheit zu betrachten. So unternahm er
nach seinem Studium 1887 mehrere Reisen nach
Ägypten, Ostafrika und Indien sowie später auch
noch in die deutschen und britischen Koloni-
en Afrikas (1905 und 1911-1912). So gelang es
Kuhnert, den Tieren in freier Laufbahn nahe zu
kommen und ihr Verhalten bildnerisch festzu-
halten. Obwohl sich Kuhnert mit einer Vielzahl
an exotischen Wildtieren befasste und diese in
seinen Gemälde aufgriff, waren es besonders die
Löwen, die ihn am meisten faszinierten, wodurch
ihm auch der Beiname „Löwen-Kuhnert“ zuteil-
wurde. In dieser hier angebotenen Darstellung
setzt er gekonnt diese majestätischen Tiere in
Szene und schafft es mit Perfektion sie in ihrem
natürlichen Lebensraum einzubetten.
CHF 40 000 / 60 000
EUR 37 000 / 55 600
3203
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 86
3204*
ZIEM, FÉLIX FRANÇOIS
(Beaune 1821 - 1911 Paris)
Venise, entrée des jardins français.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: Ziem.
53 x 79,4 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
Ausstellung:
Musée des Beaux-Arts de Beaune, 18.11.2011 -
28.2.2012.
Literatur:
Miquel, Pierre: Félix Ziem 1821-1911, Mau-
rs-la-Jolie 1978, S. 146, Nr. 919.
Dieses Werk ist auf der Webseite des Comité
Félix Ziem unter dem Titel „Le Jardin français à
Venise„ aufgeführt.
CHF 25 000 / 35 000
EUR 23 100 / 32 400
3205
ZIEM, FÉLIX FRANÇOIS
(Beaune 1821 - 1911 Paris)
Le port de Marseille.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Ziem.
73 x 57,5 cm.
Provenienz:
- Auktion Sotheby‘s, New York, 24.10.1946,
Los 81.
- Auktion Sotheby‘s, New York, 29.2.1956, Los
63.
- Auktion Weinmüller, München, 2-3.10.1963,
Los 1169.
- Schweizer Privatbesitz seit mehreren Genera-
tionen.
Literatur:
- Miquel, Pierre: Félix Ziem 1821-1911, Mau-
rs-la-Jolie 1978, S. 198, Nr. 1405 (mit Abb. und
unter dem Titel „Scène de Port (Marseille)“).
- Burdin-Hellebranth, Anne: Félix Ziem 1821 -
1911, 1998, Bd II, S. 105, Nr. 1280 (mit Abb.).
CHF 40 000 / 60 000
EUR 37 000 / 55 600
3204
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 88
3205
| 89
3206
AIVAZOVSKY, IVAN KONSTANTINOVICH
(1817 Feodosija 1900)
Segelschiff auf hoher See bei Mondschein.
Öl auf Karton.
Unten rechts signiert und bezeichnet: Aivasovsky.
Roma.
24,6 x 19,2 cm.
Gutachten:
- Ivan Samarine, 9.8.2004.
- Tretjakow Galerie, 21.12.2004.
Provenienz:
- Auktion Bonhams, London, 16.1.2004, Los 23.
- Europäische Privatsammlung.
Diese stimmungsvolle Nachtszene mit Blick auf einen
Dreimaster zwischen bewegten Wellen auf hoher See
identifiziert Ivan Samarine als ein eigenhändiges Werk
von Ivan Konstantinovich Aivazovsky und datiert es
in die frühen 1840er Jahre, als sich der Maler in Italien
aufhielt. Es kann mit dem Gemälde „Chaos“ von 1841,
heute im Kloster San Lazzaro in Venedig, verglichen
werden (Samarine, Ivan: Seas, Cities and Dreams:
The Paintings of Ivan Aivazovsky, London 2000, S.
34). Auf beiden Gemälden ist eine ähnlich eindrucks-
volle Wolkenformation und Hell-Dunkel-Dramaturgie
im Himmel zu finden, die bei unserem Gemälde
schemenhaft und in der Version in Venedig deutlich
die Silhouette Gottvaters erkennen lässt.
CHF 25 000 / 30 000
EUR 23 100 / 27 800
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 90
3206
| 91
3207*
GRÜTZNER, EDUARD
(Grosskarlowitz 1846 - 1925 München)
Besuch im Weinkeller. 1906.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
E. Grützner 06.
70,5 x 50,5 cm.
Provenienz:
- Kunsthandlung Eduard Schulze, Berlin (verso
Stempel auf dem Keilrahmen).
- Galerie Dr. Balogh, München.
- Dort 1985 erworben, seitdem süddeutsche
Privatsammlung.
Literatur:
Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 -
1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer-
zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis
seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen,
München 1991, S. 188, Kat. Nr. 226 (mit Abb.).
Diese Serie von Gemälden Eduard Grützners
mit Darstellungen von Geistlichen in Weinkel-
lern, die kürzlich in einer süddeutschen Privat-
sammlung entdeckt wurden, sind charakteris-
tische Arbeiten des neben Carl Spitzweg und
Gemälde von Eduard Grützner
aus einer süddeutschen Privatsammlung
Franz von Defregger bedeutendste Münchner
Genremalers in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts. Neben der Freude für humorvolle
Szenerien, zeigt Grützner bei den Brotzeitmön-
chen die Geistlichen eher beim Geniessen als
beim Zubereiten der Speisen und dies in grösster
Detailvielfalt (siehe Los 3208). Gelegentlich fügt
er auch Vanitasmotive hinzu, wie die erloschene
Kerze bei Los 3209.
Bei Los 3207 wählt Grützner ein auffallend
hohes Bildformat, das an Werke Carl Spitzwegs
erinnert und bei denen ebenfalls eine nach oben
führende Treppe die räumliche Gestaltung
unterstreicht.
CHF 25 000 / 35 000
EUR 23 100 / 32 400
Gemälde des 19. Jahrhunderts - Gemälde von Eduard Grützner aus einer süddeutschen Privatsammlung
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3207
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3208*
GRÜTZNER, EDUARD
(Grosskarlowitz 1846 - 1925 München)
Die Brotzeit des Klosterschäfflers. 1912.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: E. Grütz-
ner 1912. Verso auf der Originalleinwand mit
Echtheitsbestätigung der Tochter des Malers:
„Bestätige gerne dass dies ein echtes u. gutes
Bild meines Vaters / Barbara Grützner“.
40 x 32,2 cm.
Provenienz:
- Galerie Wimmer, München.
- Dort 1980 erworben, seitdem süddeutsche
Privatsammlung.
Literatur:
Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 -
1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer-
zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis
seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen,
München 1991, S. 195, Kat. Nr. 289 (mit Abb.).
CHF 12 000 / 18 000
EUR 11 100 / 16 700
3209*
GRÜTZNER, EDUARD
(Grosskarlowitz 1846 - 1925 München)
Zigarre rauchender Braumeister. 1882.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert und datiert:
Ed. Grützner 1862.
46 x 37,4 cm.
Provenienz:
Seit 1983 süddeutsche Privatsammlung.
Literatur:
Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 -
1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer-
zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis
seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen,
München 1991, S. 172, Kat. Nr. 80 (mit Abb.).
CHF 15 000 / 20 000
EUR 13 900 / 18 500
3208
Gemälde des 19. Jahrhunderts - Gemälde von Eduard Grützner aus einer süddeutschen Privatsammlung
| 94
3209
| 95
3210*
GRÜTZNER, EDUARD
(Grosskarlowitz 1846 - 1925 München)
Der erste Schluck. 1883.
Öl auf Holz.
Unten links signiert und datiert:
Ed. Grützner. 83.
35,5 x 27,7 cm.
Provenienz:
- Galerie im Bayrischen Hof GmbH, München.
- Süddeutsche Privatsammlung, 1976 bei obiger
Galerie erworben.
Literatur:
Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 -
1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer-
zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis
seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen,
München 1991, S. 183, Kat. Nr. 184 (mit Abb.).
CHF 10 000 / 15 000
EUR 9 300 / 13 900
3211*
GRÜTZNER, EDUARD
(Grosskarlowitz 1846 - 1925 München)
Der Blick des Braumeisters. 1882.
Öl auf Holz.
Oben rechts signiert und datiert:
Ed. Grützner. 82.
29,5 x 22,5 cm.
Provenienz:
- Galerie Wimmer, München.
- Leihgabe an das Golden Gate Park Memorial
Museum, San Francisco, 1901 (verso Etikette).
- Galerie Mayer, Stuttgart.
- Dort 1982 erworben, seitdem süddeutsche
Privatsammlung.
Literatur:
Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 -
1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer-
zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis
seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen,
München 1991, S. 178, Kat. Nr. 135 (mit Abb.).
Ausstellung:
Golden Gate Park Memorial Museum, San
Francisco, 1901.
CHF 7 000 / 10 000
EUR 6 500 / 9 300
3212*
GRÜTZNER, EDUARD
(Grosskarlowitz 1846 - 1925 München)
Dominikaner bei der Weinprobe. 1896.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
Ed. Grützner.96.
46 x 37,4 cm.
Provenienz:
- Galerie im Bayrischen Hof GmbH, München.
- Süddeutsche Privatsammlung, bei obiger
Galerie 1980 erworben.
Ausstellung:
25. Kunst- und Antiquitätenmesse, Haus der
Kunst München, 24.10. - 2.10.1980.
Literatur:
- Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner.
1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der
Gründerzeit. Monographie und kritisches
Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und
Ölskizzen, München 1991, S. 184, Kat. Nr. 190
(mit Abb.).
- Ausst. Kat. 25. Kunst- und Antiquitätenmesse.
Haus der Kunst München, 24.10. - 2.10.1980,
München 1980, S. 137.
CHF 15 000 / 20 000
EUR 13 900 / 18 500
3210 3211
Gemälde des 19. Jahrhunderts - Gemälde von Eduard Grützner aus einer süddeutschen Privatsammlung
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3212
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3213*
CHIALIVA, LUIGI
(Caslano 1842 - 1914 Paris)
Kinder auf der Weide mit einer Truthahnschar.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert: L. Chialiva.
36 x 52,5 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 10 000 / 15 000
EUR 9 300 / 13 900
3214
COROT, JEAN-BAPTISTE CAMILLE
(1796 Paris 1875)
Sous bois. Un tronc d‘arbre abattu en travers
d‘un ruisseau. 1874.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: COROT 1874.
55 x 45 cm.
Provenienz:
- Sammlung James Staats Forbes, um 1891.
- Auktion Christie‘s, London, 14.6.1918, Los 53
(mit falscher Massangabe).
- Privatbesitz W. Robinson.
- Auktion Christie‘s, London, 17.6.1927, Los 89.
- Barbizon House, London.
- Sammlung Lord Craigmyle, London.
- Auktion Christie‘s, New York, 27.5.1983, Los
37.
- Galerie Widmer, St. Gallen.
- Privatbesitz Schweiz, dort 1986 erworben.
Literatur:
Robaut, Alfred: L‘oeuvre de Corot. Catalogue
raisonné et illustré, Band III, Paris 1965, Kat.
Nr. 2168, S. 303 (dort mit falscher Massangabe.
Mit Abb.).
Das hier angebotene Gemälde von Jean-Baptiste
Camille Corot gehörte einst in die Sammlung
des berühmten schottischen Eisenbahn-Inge-
nieurs und Kunstsammlers James Staats Forbes
(Aberdeen 1823 - 1904 London), in dessen
umfangreicher Sammlung vorwiegend Gemälde
der Schule von Barbizon Anerkennung fanden
und zu der Corot als Hauptvertreter zählte.
Als versierter Kunstsammler scheint Forbes
die Besonderheit dieses Gemäldes erkannt zu
haben, denn sehr selten sind Corots Werke
datiert, so dass diese Arbeit von 1874 als beson-
deres Zeitzeugnis gilt. Im Jahr der Entstehung
hatte sich Corots Gesundheit durch die Gicht
verschlechtert und er musste die Landschafts-
malerei zunehmend aufgeben. Seine Sehnsucht
nach den Wäldern und dem Holzsammeln hielt
der Pleinairmaler mehrmals in seinen letzten
Briefen fest. Diese Gefühlsstimmung gibt Corot
in diesem Gemälde gekonnt wieder und scheint
sich darin zu personifizieren, indem er die Rolle
des Holzfällers einnimmt. Mit der charakteristi-
schen roten Kappe gekleidet, nutzt der Holzfäl-
ler das letzte Licht der Abendsonne, um einen
umgefallenen Baum zu zersägen. Die warme,
gedämpfte Palette der Grau- und Brauntöne
verleihen dem Werk eine ruhige, harmonische
Stimmung und so scheint Corot mit diesem
Gemälde Abschied vom Wald zu nehmen und
überträgt die Bedeutung eines Memento Moris
in die Bildgestaltung.
CHF 60 000 / 90 000
EUR 55 600 / 83 300
3213
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 98
3214
| 99
3215
BRILLOUIN, LOUIS GEORGES
(St-Jean-d‘Angély 1817 - 1893 Melle)
Nach der Jagd.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: Georges Brillouin.
44 x 50 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
CHF 6 000 / 8 000
EUR 5 600 / 7 400
3215
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 100
3216*
DIAZ DE LA PENA, NARCISSE
(Bordeaux 1807 - 1876 Menton)
Mare dans une clairière. Um 1862.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: n. Diaz.
26,8 x 35 cm.
Provenienz:
- Privatbesitz, Frankreich.
- Auktion Christie‘s, London, 22.6.2000, Los 5.
- Maier und Co. Fine Art, Stuttgart
(verso Etikette).
- Europäischer Privatbesitz.
Literatur:
- Müllerschön, Maier: Die Maler der Schule von
Barbizon, Stuttgart 2002, S. 195 (mit Abb.).
- Miquel, Pierre  Roland: Narcisse Diaz de la
Pena. Paris 2006, Bd. II, S. 99, Kat. Nr. 635
(mit Abb.).
CHF 12 000 / 18 000
EUR 11 100 / 16 700
3216
| 101
3217*
SCHREYER, ADOLF
(Frankfurt a. M. 1828 - 1899 Kronberg)
Löschbataillon. 1860.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
Ad. Schreyer. 1860.
69,5 x 138 cm.
Gutachten: Dr. Christoph Andreas / Dr. Eva
Habermehl (in Kopie vorhanden).
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
Im Gutachten von Dr. Christoph Andreas und
Dr. Eva Habermehl steht zu diesem Gemälde:
„Als Adolf Schreyer 1856 nach Paris kam, hatte
er seine Ausbildung am renommierten Staedel
Institut in Frankfurt abgeschlossen. Es folgten
Reisen nach Russland, Ungarn und Rumänien,
später nach Nordafrika, wo er sein Interesse an
orientalischen Motiven vertiefte, eine Leiden-
schaft, die er mit Delacroix, den er sehr verehr-
te, teilte. Schreyer war ein Meister in Pferdedar-
stellungen und bereits zu seinen Lebzeiten ein
international gefragter Künstler. Heute gilt er als
einer der führenden Orientalisten. Er hinterließ
ein umfangreiches Oeuvre. Seine Werke finden
sich in vielen Sammlungen und Museen in der
Welt.
Das vorliegende Kunstwerk zeigt einen
Löschtrupp auf einem von vier Pferden gezoge-
nen Wagen. Es entstand 1860, zu einer Zeit als
die ersten freiwilligen Feuerwehren gegründet
wurden. Es handelt sich also nicht nur um ein
hervorragendes künstlerisches Werk, sondern
auch um ein wertvolles historisches Dokument,
das die Anfänge der Feuerbekämpfung zeigt.
Wir vermuten, dass Schreyer hierin Männer
porträtierte, die er kannte, möglicherweise
Künstlerfreunde aus dem Kronberger Kreis. Es
handelt sich nicht nur um ein sehr frühes Werk,
sondern hier offenbart sich bereits Schreyers
Präferenz für dramatische Szenen, auch bren-
nende Gebäude, Ställe, usw. Es ist auch ein cha-
rakteristisches Beispiel für Schreyers Virtuosität
in der Darstellung von Pferden.“
CHF 28 000 / 35 000
EUR 25 900 / 32 400
3217
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 102
3218
BÜRKEL, HEINRICH
(Pirmasens 1802 - 1869 München)
Osteria bei Rom. Um 1850.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: HB(ligiert)ÜRKEL.
33,5 x 44,7 cm.
Provenienz:
- Auktion Weinmüller, München, 2.10.1963,
Los 939.
- Schweizer Privatbesitz.
Literatur:
Bühler, Hans-Peter / Krückl, Albrecht: Heinrich
Bürkel, München 1989, Nr. 540, S. 288 (mit
Abb.).
Als Schüler der Münchner Kunstakademie
spezialisierte sich Heinrich Bürkel schon früh auf
die Darstellung von Genrelandschaften, die er
durch helle Farbkombinationen bevorzugt in ein
gleissendes Licht tauchte. Unter dem Eindruck
mehrerer Italienaufenthalte (1827, 1830/32,
1838 und 1853) wandte er sich zunehmend der
Darstellung bäuerlicher Szenen zu, die in einer
ländlichen Umgebung eingebettet sind. Motive
des italienischen Landlebens liegen diesem hier
angebotenen Gemälde, sowie der „Trattoria bei
der Porta San Sebastiano“ (um 1830/32, Öl auf
Papier auf Leinwand, 41 x 59,5 cm) oder dem
„Schäfer in der römischen campagna“ (1837, Öl
auf Leinwand, 48,3 x 67,7 cm), die sich beide
heute in der Neuen Pinakothek in München be-
finden (Inv. Nr. 8610 und WAF 134), zugrunde.
Beim internationalen Publikum stiessen vor
allem seine Darstellungen des oberbayerischen
Volkslebens auf starke Nachfrage, wofür das
hier angebotene Gemälde (Los 3219) beispiel-
haft steht. Seine Inspiration holte Bürkel auf
langen Wanderungen durch das Voralpenland,
er zeichnete die Bauernhäuser in der Umge-
bung von Tölz und fertigte Hochgebirgsstudien
im Werdenfelser Land. Eine vergleichbare
Komposition aus den Jahren 1855/60 mit einer
Rauferei vor einem Wirtshaus befindet sich in
den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in
München (siehe Bühler, Hans-Peter / Krückl,
Albrecht 1989, Kat. Nr. 158, S. 241).
Ab 1850 stellt Bürkel, angeregt von Carl
Spitzweg (1808-1885), fahrendes Volk, Bettler,
Banditen und Mönche als Teil ihrer heimatli-
chen Landschaft dar. Der gekonnt inszenierte
Überfall (Los 3229) ist ein charakteristisches
Beispiel dieser Schaffensphase. Bürkel war ein
hervorragender Zeichner und Spitzweg bat ihn
mehrmals um Vorzeichnungen von Figuren in
typischen Bewegungen. Allgemein spielen im
Spätwerk Bürkels Figuren eine immer zentralere
Rolle, sodass die Handlung Vorrang erhält vor
dem Naturgeschehen, wie dies auch bei den hier
präsentierten Losen zu erkennen ist.
CHF 20 000 / 30 000
EUR 18 500 / 27 800
3218
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 104
3219
BÜRKEL, HEINRICH
(Pirmasens 1802 - 1869 München)
Rauferei vor einem Wirtshaus. Um 1855/60.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: HB(ligiert)ÜRKEL.
30,5 x 42,2 cm.
Provenienz:
- Auktion Weinmüller, München, 2.10.1963,
Los 940.
- Schweizer Privatbesitz.
Ausstellung:
Stuttgarter Kunstkabinett, 8.10.1954,
Kat. Nr. 80.
Literatur:
Bühler, Hans-Peter / Krückl, Albrecht: Heinrich
Bürkel, München 1989, Nr. 159, S. 241 (mit
Abb.).
Siehe Katalogeintrag zu vorherigem Los.
CHF 20 000 / 30 000
EUR 18 500 / 27 800
3219
| 105
3220
MORALT, WILLY
(München 1884 - 1947 Lenggries)
Flusslandschaft mit Spaziergängern und
Postkutsche.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert und bezeichnet:
Willy Moralt Mch.
24,5 x 33 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
CHF 2 000 / 3 000
EUR 1 900 / 2 800
3220
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 106
3221*
SPITZWEG, CARL
(1808 München 1885)
Flusslandschaft mit Figur. Um 1870.
Öl auf Karton.
Unten rechts signiert mit S im Rhombus.
11,5 x 17 cm.
Mit ausführlichem Gutachten von
Prof. Wichmann, München, 10.8.1991.
Provenienz:
Europäischer Privatbesitz.
Literatur:
- Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg. Die
kleine Landschaft der Spätzeit, Dokumenta-
tion, Starnberg-München, R.f.v.a.K. 1988, S.
5ff, Bayer. Staatsbibliothek, München, Inv. Nr.
Ana 656 SW 7.
- Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg. Die
fränkische Landschaft um 1860-1875, Doku-
mentation, Starnberg-München, R.f.v.a.K.
1995, S. 22f, Bayer. Staatsbibliothek, Mün-
chen, Inv. Nr. Ana 656 SW 111.
- Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg. Ein
Sommertag in Franken, Dokumentation,
Starnberg-München, R.f.v.a.K. 2000, S. 36f.
Bayer. Staatsbibliothek, München, Inv. Nr.
Ana 656 SW 155.
- Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg, Ver-
zeichnis der Werke, Gemälde und Aquarelle,
Stuttgart 2002, S. 515, Nr. 1416 (mit Abb.).
Bei dieser kleinen Landschaft der Spätzeit,
wie sie Prof. Wichmann in seinem Gutachten
benennt, dürfte es sich um einen Ausblick ins
Altmühltal im Fränkischen Jura handeln, eine
Region, die der Maler neben der oberbayeri-
schen Landschaft ebenfalls sehr schätzte und
häufig bereiste. Wichmann datiert sie in die
1870er Jahre und schreibt hierzu: „die Gesteins-
lagerungen an der rechten Seite stellen typische
Merkmale dar, auch die ockerfarbene Sandstein-
qualität hat Spitzweg für seine Gelb-Blau-Ab-
stimmung in den Gemälden gerne benutzt. (...)
Besonders wichtig ist das allseitige Freilicht,
das hier in diesem Bild zum Ausdruck kommt.
Die Schatten sind keine Dunkelwerte mehr,
sondern Farbwerte. Sie werden dem allseitigen
Licht stets angepasst, indem die hellsten und
dunkelsten Partien durch bewegte Farbstruk-
turen kenntlich gemacht werden. Es ist jener
frühimpressionistische Stil, den Spitzweg wählt,
um die Stimmung über dem Land durch die
Vielfalt der Bewegung anzudeuten.“
CHF 30 000 / 40 000
EUR 27 800 / 37 000
3221
| 107
3222
BÖCKLIN, ARNOLD
(Basel 1827 - 1901 San Domenico di Fiesole)
Brandung. 1896.
Tempera auf Leinwand.
Unten links monogrammiert: AB.
40 x 144 cm.
Provenienz:
- Durch Erbschaft an Familie des Künstlers,
1901.
- Sammlung Sartorius Reinhold, Hannover,
1902, bei der Nachlassausstellung in Hannover
erworben.
- Sammlung Berta Reinhold, Berlin, 1922.
- Kunsthandlung Galerie Fischer, Luzern 1951,
um 1960 verkauft.
- Schweizer Privatbesitz.
Ausstellungen:
- IV Biennale Venedig, 22.4.-31.10.1901, Nr. 4,
mit dem Titel „Idillio“.
- Kunstsalon Hermes  Co., Frankfurt am
Main, November 1901.
- Kunstverein Hannover, 24.2.-24.3.1902.
- Kestner Museum, Hannover (verso Etikette).
- Arnold Böcklin. Zur Feier seines 100. Ge-
burtstages, 16.10.1927-5.2.1928, Nr. 185 (mit
Besitzervermerk Frau Berta Reinhold).
- Arnold Böcklin. Zum Gedächtnis an seinen
50. Todestag, Kunsthalle Basel, 23.6.-
19.8.1951, Nr. 120 (verso Etikette).
Literatur:
- Ausst. Kat. Esposizione Internazionale d‘arte
della città di Venezia. IV. Biennale Venedig,
22.4.-31.10.1901, S. 90, Kat. Nr. 4 unter dem
Titel „Idillio“.
- Schmid, H. A. : Arnold Böcklin, Vorwort,
München 1901, S. 71.
- Schmid, H. A.: Böcklin-Verzeichnis, München
1903, Nr. 396b (Supraporte, Meeresidylle,
Besitzer mit Böcklin-Verzeichnis Nr. 396c
vertauscht).
- Berger, E. Böcklins Technik, München 1906,
S. 138.
- Schmid, H. A.: Böcklin, München 1922, S. 50.
- Andree, Rolf: Arnold Böcklin. Die Gemälde,
Basel 1977, S. 517, Nr. 452 (mit Abb.).
Die Supraporte „Brandung“ stammt ursprüng-
lich aus Böcklins letztem Wohnsitz, der Villa
Bellagio, zwischen San Domenico und Fiesole
am Abhang des Monte Ceceri nördlich von
Florenz, die der Künstler vom 27. April 1895 an
bis zu seinem Tod (16. Januar 1901) bewohnte.
Sie hing zu Lebzeiten Böcklins im Esszimmer
seiner Villa und befand sich mit zwei weiteren
Supraporten nach Böcklins Ableben im Teil sei-
nes Nachlasses. Die Supraporte „Brandung“ war
mit dem Titel „Idillio“ an der IV. Internationalen
Kunstausstellung (Biennale) in Venedig vom 22.
April bis 31. Oktober 1901 im Saal K ausgestellt
(siehe Abb. 1 und unter Ausstellungen).
In einer in der Presse veröffentlichten Be-
sprechung dieser venezianischen Ausstellung
äusserte der Kunsthistoriker Prof. Richard
Muther aus Breslau Zweifel an der Autorschaft
bei fünf der ausgestellten Werke, darunter
auch bei den drei Supraporten und bezichtig-
te Böcklins Sohn Carlo, diese „fabriciert“ zu
haben. In dem auf die Klage von Carlo Böcklin
folgenden Prozess vor dem Schöffengericht in
Breslau wurde Muther am 26. September 1903
wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 300
Mark, eventuell zu 30 Tagen Gefängnis und
zur Zahlung der Verfahrenskosten verurteilt.
Entscheidend für den zu Ungunsten des Ange-
klagten ausgegangenen Prozess war die Aussage
des Kunstmalers Carl Müller-Coburg (1858-
1909), der Mitte der 1890iger Jahre in Fiesole
als Nachbar von Böcklin die Villa San Maurizio
bewohnte und mit dem Ehepaar Böcklin
befreundet war. Er und seine Frau Edith waren
beim Prozess in Breslau als Zeugen geladen,
und beide bekundeten übereinstimmend, sie
hätten die von Muther wegen ihrer Autorschaft
angezweifelten Bilder, u.a. die drei Supraporten,
„zu einer Zeit bei Arnold Böcklin gesehen, als
Sohn Carlo noch gar nicht Maler war“ (Hugo
Friedlaender: Ein Kunstprozess vor dem Bres-
lauer Schöffengericht. Böcklin-Muther, in: H.F.
Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhis-
torischer Bedeutung VI, Hermann Barsdorf
Verlag, Berlin 1912, S. 73).
Im November 1901 war Böcklins Nachlass im
Kunstsalon Hermes  Co. in Frankfurt am Main
ausgestellt, anschliessend jeweils für kurze Zeit
in diversen Galerien, Kunstvereinen und Kunst-
hallen in Berlin, Leipzig, Dresden, Hannover,
Bremen, Hamburg, Wien, auch im Künstlerhaus
Zürich (Sept.-Okt. 1902) und in der Kunsthalle
Basel (Okt.-Nov. 1902), zuletzt im Februar
1903 noch in Lemberg. Der Erstbesitzer der
Supraporte „Brandung”, Sartorius Reinhold aus
Hannover, wird dieses Bild anlässlich der Aus-
stellung des Böcklin-Nachlasses im Kunstverein
Hannover vom 24. Februar - 24. März 1902
erworben haben.
Böcklins „Brandung“, welche die kraftvollen
und dynamischen Bewegungen der Meeres-
wogen thematisiert, die in ihrer türkisfarbenen
Transparenz von weissen Schaumkronen ge-
säumt werden und auf eine Felswand zur Rech-
ten prallen, vor der sich zwei Meermänner vor
einer Grotte aufhalten und die anbrandenden
Wogen freudig erwarten, ist eines der letzten
Spätwerke des Künstlers, in denen er sich mit
3222
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 108
der Meeresthematik auseinandersetzt. Wie bei
den Gemälden „Im Spiel der Wellen“ von 1883
(Andree, 1977, Kat. 375) sowie „Das Spiel der
Nereiden“ von 1886 (ebd., Kat. 401), fokussiert
sich der Maler auf die bewegte See, die die
Hauptfläche des Bildes einnimmt und den Be-
trachter gar in die Meereswogen hineinzuziehen
scheint. Dies wird bei unserem Gemälde noch
verstärkt durch die ursprüngliche Platzierung
im Raum als Supraporte oberhalb der Türe, so
dass der Blick des Betrachters nach oben direkt
in die Wellenformation gerichtet ist. Bei der
Haltung der männlichen Figur zur Rechten mit
den ausgestreckten Armen wird in der Literatur
vermutet, dass sich Böcklin hier bei der antiken
Skulptur des Zeus von Dodona in Berlin orien-
tiert haben mag (ebd., S. 516).
Die Brandung ist das mittlere Bild von drei
Meeresdarstellungen, bei der als einzige die
tobende Wellenformation als Hauptthema
aufgegriffen wird. Die anderen beiden heute
in Privatbesitz sind zum einen betitelt „Vision
auf dem Meer“ (ebd., Kat. 451), ein Nachtbild,
bei dem der Blick von der Küste aus in die ge-
spenstisch wirkende Ferne über den vom Mond
teilweise erleuchteten Meeresspiegel geleitet
wird, zum anderen „Odysseus und Polyphem“
(ebd., Kat. 453), das auf dem 9. Gesang von
Homers Odyssee basiert.
Mit der Wiederentdeckung der „Brandung“,
welche sich über ein halbes Jahrhundert in
Abb. 1. Saal K, IV Internationale Kunstausstellung (Bienale) Venedig.
derselben Schweizer Privatsammlung befunden
hat, steht seit langem wieder ein Teil dieser
Trilogie auf dem internationalen Kunstmarkt zur
Verfügung und versinnbildlicht in charakteristi-
scher Weise die symbolistische Malweise Arnold
Böcklins, der als einer der Hauptvertreter dieser
Kunstrichtung im deutschsprachigen Raum
angesehen wird.
Wir danken Dr. h.c. Hans Holenweg für seine
wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalo-
gisierung dieses Gemäldes und die Informatio-
nen zur Provenienz und Autorschaft.
CHF 60 000 / 100 000
EUR 55 600 / 92 600
| 109
3223
AIVAZOVSKY, IVAN KONSTANTINO-
VICH (ZUGESCHRIEBEN)
(1817 Feodosija 1900)
Blick von der Küste auf stürmische See mit
Segelschiff.
Öl auf Leinwand.
Unten links mit kyrillischer Signatur und Datie-
rung: 1865.
54,6 x 45,6 cm (oval).
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 18 000 / 25 000
EUR 16 700 / 23 100
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 110
3224
ANKER, ALBERT
(1831 Ins 1910)
Schreibendes Mädchen. 1902.
Aquarell auf Papier.
Unten links signiert und datiert: Anker 1902.
24,5 x 35 cm (Lichtmass).
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
Albert Anker zählt zu den bedeutendsten
Künstlern der Schweiz und seine Werke
erfreuten sich schon zu Lebzeiten nicht nur im
eigenen Land, sondern auch über die Grenzen
hinaus einer grossen Resonanz, besonders in
Paris, wo Anker zeitweilig studiert und später
mit seiner Familie 35 Winterhalbjahre verbracht
hatte (siehe hierzu: Ten-Doesschate Chu,
Petra: Eine nationale Ikone im internationa-
len Kontext. In: Frehner, Matthias / Bhat-
tacharya-Stettler, Therese / Fehlmann, March
(Hrsg.): Albert Anker und Paris. Zwischen Ideal
und Wirklichkeit. Ausstellungskatalog Kunst-
museum Bern, Bern 2003, S. 61-73). Dabei blieb
er in seiner Themenwahl dem ländlichen Leben
seiner Heimat um Ins im Berner Seeland ein
Leben lang treu.
Ein Schlaganfall im Jahre 1901 zwang den
siebzigjährigen Albert Anker die Ölmalerei, mit
der er sich vorwiegend befasste, grösstenteils
einzustellen und sich auf das Aquarellieren zu
konzentrieren, das er mit der linken Hand aus-
führen konnte. In dieser Zeit entstand das hier
angebotene Aquarell, welches möglicherweise
auch für die Pariser Gesellschaft vorgesehen war,
denn ab 1902 verkehrte der erste Schnellzug von
Bern nach Paris mit Halt in Ankers Heimat-
ort Ins und verkürzte fortan das Reisen in die
Weltstadt ungemein (siehe hierzu auch „Warum
der Schnellzug nach Paris in Ins angehalten hat.
Erinnerung an eine kleine Inser Geschichte“
von Beat Gutter, in: Ländliche Gesellschaft und
materielle Kultur bei Albert Anker (1831-1910),
Berner Zeitschrift für Geschichte, 72. Jahrgang,
Bd. 2/10, S. 143ff.).
Albert Anker scheint sich erst in den 1870er
Jahren mit der Aquarellmalerei befasst zu haben.
Womöglich inspirierte ihn erst die Fayence-
arbeit, die ebenfalls eine auf Wasserfarben
basierende Maltechnik ist. Dabei lässt sich die
Sympathie für diese Technik in Ankers Oeuvre
in zwei Schaffensphasen einteilen: die eine bis
ca. 1890, in der es sich vorwiegend um Studien
für seinen persönlichen Gebrauch handelt, und
die zweite nach seiner endgültigen Rückkehr
nach Ins, in der die Arbeiten im Auftrag und
für den freien Verkauf sowie für Ausstellungen
entstanden und zu dieser auch unsere Arbeit
zählt (Kuthy, Sandor / Bhattacharya-Stettler,
Therese: Albert Anker (1831-1910). Werkkata-
log der Gemälde und Ölstudien, Basel, 1995, S.
31-32). Er legte ein allgemeines Mass für seine
Aquarelle von 35 x 25 cm fest, welches ungefähr
dem Format eines Fayencetellers entsprach (ca.
30/33 cm Durchmesser). Die Aquarellmalerei
dürfte in den letzten zehn Jahren seines Schaf-
fens seine Haupteinnahmequelle gewesen sein.
Während andere Themen häufiger wiederholt
wurden, bleibt das „Schreibende Mädchen“ als
Motiv eher selten. Zwei Jahre später greift er
1904 unsere Komposition leicht variiert und in
grösserem Format in Öl auf Leinwand erneut auf
(ebd., Nr. 575, S. 245).
Das hier angebotene Aquarell, welches kürzlich
in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt
wurde, ist von hoher Qualität und zeichnet sich
durch die charakteristische Feinmalerei und
subtile Kunstfertigkeit des Künstlers aus, gezielt
einen Moment stimmungsvoll einzufangen. So
wird der Betrachter angehalten, das Mädchen,
welches versunken beim Schreiben am Tisch
dargestellt ist, nicht in ihrer Konzentration zu
stören.
CHF 40 000 / 60 000
EUR 37 000 / 55 600
3224
| 111
3225
BENSA, ALEXANDER VON
(1820 Wien 1902)
Serie von drei höfischen Jagdszenen: Ver-
sammlung der Jäger / Der Kronenzwölfender /
Heimkehr der Jäger.
Öl auf Holz.
Erstes unten links signiert: Bensa / Zweites
unten rechts signiert: A. de Bensa.
Je 20,7 x 37 cm.
Provenienz:
- Alte Wiener Privatsammlung.
- City Galerie, Wien bis 1971.
- Bei obiger Galerie erworben und seither in
Schweizer Privatbesitz.
CHF 2 500 / 3 500
EUR 2 300 / 3 200
3225
3225
3225
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 112
3226*
JENSEN, JOHAN LAURENTZ
(1800 Gentofte 1856)
Supraporte: Blumengirlande aus Frühjahrs- und
Sommerblumen. Um 1845.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: I.L.JENSEN.
52,5 x 151,5 cm.
Provenienz:
- Privatsammlung, Dänemark (bis 1987).
- Galerie G. Meier, München.
- Privatsammlung, Deutschland.
CHF 20 000 / 30 000
EUR 18 500 / 27 800
3226
| 113
3227*
KÄRCHER, AMALIE
(1819 Karlsruhe 1887)
Blumenstillleben. 1862.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: Amalie Kaer-
cher 1862.
98,3 x 80,5 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
Amalie Kärcher zählt neben Marie Ellenrieder
(1791 - 1863) und Sophie Reinhard (1775 - 1844)
zu den wenigen erfolgreichen Künstlerinnen ih-
rer Zeit. Sie spezialisierte sich auf Stillleben und
Blumenkompositionen, die sie in Anlehnung an
die Tradition des Goldenen Zeitalters der Nie-
derländer des 17. Jahrhunderts gestaltete. Ihre
in feinmalerischer Qualität geschaffenen Werke
erfreuten sich vielerorts einer grossen Nach-
frage und wurden zwischen 1845 und 1874 in
den Ausstellungen des Badischen Kunstvereins
sowie auch im Kunstverein Bremen, München,
Kassel und dem Münchner Glas-Palast von 1871
präsentiert.
Das hier angebotene Stillleben führt in virtuoser
Weise das künstlerische Schaffen der begabten
Malerin vor Augen.
CHF 40 000 / 60 000
EUR 37 000 / 55 600
3227
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 114
3228*
KAUFFMANN, HUGO
(Hamburg 1844 - 1915 Prien)
In der Stube mit Holzknecht und Mädel
beim Stricken. 1889.
Öl auf Holz.
Unten links datiert und signiert:
89 Hugo Kauffmann.
18,5 x 15 cm.
Provenienz:
Privatsammlung Deutschland.
Literatur:
Holz, Irmgard: Hugo Kauffmann 1844-1915.
Werkverzeichnis der Gemälde. Berlin 1984, Nr.
809 (mit Abb).
CHF 10 000 / 12 000
EUR 9 300 / 11 100
3228
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 116
3229*
BÜRKEL, HEINRICH
(Pirmasens 1802 - 1869 München)
Überfall auf eine Reisekutsche.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: HB(ligiert)ÜRKEL.
41,5 x 52,5 cm.
Gutachten: Dr. Hans-Peter Bühler / Albrecht
Krückl, 12.11.1992.
Provenienz:
Privatsammlung, Deutschland.
Vergleichsliteratur: Bühler, H.-P. / Krückl,
A.: Heinrich Bürkel, mit Werkverzeichnis der
Gemälde, München 1989, WV 514 ff.
Hans-Peter Bühler, der das Gemälde im Original
studiert hat und es in den Nachtragsband zum
Werkverzeichnis aufnehmen wird, datiert
dieses Werk von höchster Qualität um 1853. In
seinem Gutachten schreibt er: „Ein vielleicht
selbst erlebtes Ereignis im Verlaufe einer seiner
3 grossen Italienreisen (1830/32, 1838 und
1853/54) schildert Bürkel hier in dramatischer,
aber doch süffisanter Art. Der „Räuberanfall“,
wie Bürkel 1853 dieses Motiv in seinem Ver-
kaufsverzeichnis betitelt, war eine erste Fassung
zu einer erfolgreichen Serie von „Überfällen“ in
den folgenden Jahren (vgl. WV 514-517). Neben
der gelungenen Figuren- und Tierdarstellung
überzeugt auch die Gesamtkomposition mit dem
hohen Felsen, bewusst gewählt als schützender
Rückraum für die Räuber.“
Siehe auch Katalogeintrag zu Los 3218.
CHF 30 000 / 40 000
EUR 27 800 / 37 000
3229
| 117
3230
DUPRÉ, JULES
(Nantes 1811 - 1889 L‘Isle-Adam)
Eiche am Weiher. Um 1855-60.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: J. Dupré.
46,8 x 38,2 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
Ausstellung:
Otto Frölicher und Landschaftsmaler seiner
Zeit: Ausstellung zum 100. Todestag: Kunstmu-
seum Solothurn, 9.3. - 13.5.1990, Nr. 91.
Literatur:
Hohl-Schild, Roswitha (Hg.): Otto Frölicher
und Landschaftsmaler seiner Zeit: Ausstellung
zum 100. Todestag, Solothurn 1990, Nr. 91 (mit
Abb.).
Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit
anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken.
CHF 4 000 / 6 000
EUR 3 700 / 5 600
3231
HARPIGNIES, HENRI JOSEPH
(Valenciennes 1819 - 1916 in St-Privé)
Waldlandschaft. 1900.
Öl auf Holz.
Unten links signiert und datiert:
H Harpignies f. 1900.
33,3 x 30,6 cm.
Provenienz:
- Rembrandt Art Gallery, New York.
- Schweizer Privatsammlung.
Ausstellung: Otto Frölicher und Landschaftsma-
ler seiner Zeit: Ausstellung zum 100. Todestag:
Kunstmuseum Solothurn, 9.3. - 13.5.1990, Nr.
93.
Literatur:
Hohl-Schild, Roswitha (Hg.): Otto Frölicher
und Landschaftsmaler seiner Zeit: Ausstellung
zum 100. Todestag, Solothurn 1990, Nr. 93 (mit
Abb.).
CHF 3 000 / 4 000
EUR 2 800 / 3 700
32313230
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 118
3232
RICHET, LEON
(1817 Solesmes 1907)
Reisigsammlerin bei einem Teich.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Léon Richet.
33 x 41 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung
Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit
dieses Gemäldes anhand einer Fotografie, wofür
wir ihm danken.
CHF 3 000 / 5 000
EUR 2 800 / 4 600
3232
| 119
3233*
KOBELL, WILHELM VON
(Mannheim 1766 - 1855 München)
Landschaft mit Vieh bei Schloss Emming. Um
1826.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: W. Kobell.
22,7 x 32 cm.
Provenienz:
- Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt, Inv.
Nr. 3453 (verso Etikette).
- Europäische Privatsammlung.
Ausstellung:
Der frühe Realismus in Deutschland. 1800-1850.
Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung
Georg Schäfer, Schweinfurt, Germanisches
Nationalmuseum Nürnberg, 1967.
Literatur:
- Ausst. Kat. Der frühe Realismus in Deutsch-
land. 1800-1850. Gemälde und Zeichnungen
aus der Sammlung Georg Schäfer, Schwein-
furt. Germanisches Nationalmuseum Nürn-
berg, 1967, München 1967, S. 187, Kat. Nr. 145
(mit Abb.).
- Wichmann, Siegfried: Wilhelm von Kobell.
Monographie und kritisches Verzeichnis der
Werke, München 1970, S. 451, Kat. Nr. 1373
(mit Abb.).
CHF 5 000 / 7 000
EUR 4 600 / 6 500
3233
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 120
3234*
VOLTZ, FRIEDRICH
(Nördlingen 1817 - 1886 München)
Austrieb der Herde. 1876.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert, datiert und bezeichnet:
Fr. Voltz. 876. München.
38,8 x 92,2 cm.
Provenienz:
- Galerie Wimmer  Co., München, bis April
1927.
- Galerie Heinemann, München, Nr. 18364
(verso Etikette).
- Privatsammlung Otto Meyerfeld, Aachen, ab
Juli 1927.
- Seit ca. 40 Jahren in deutschem Privatbesitz,
an einer Auktion bei Christie‘s in New York
erworben.
Ausstellungen:
- Leihgabe Germanisches Nationalmuseum
Nürnberg, ca. 1990 - 2000.
- Leihgabe Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz,
2000 - 2010.
Literatur:
Wichmann, Siegfried: Münchner Landschafts-
maler im 19. Jahrhundert, München 1981, S.
193, Kat. Nr. 426 (mit Abb.).
CHF 16 000 / 25 000
EUR 14 800 / 23 100
3234
| 121
3235*
TIRATELLI, CESARE
(1864 Rom 1933)
Zwei Mädchen mit Katze im Kürbisgarten.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Tiratelli C.
36,3 x 46 cm.
Provenienz:
Privatsammlung, Südamerika.
CHF 6 000 / 8 000
EUR 5 600 / 7 400
3235
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 122
3236
TRÜBNER, WILHELM
(Heidelberg 1851 - 1917 Karlsruhe)
Satyr und Zentauren.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert und bezeichnet: W. Trüb-
ner. München.
36,3 x 28,2 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz über mehrere Generati-
onen.
Während Wilhelm Trübner in seinem Frühwerk
naturalistisch malte, wandte er sich ab den
1870er Jahren unter dem Einfluss von Wilhelm
Leibl (1844 - 1900) und seinem Kreis dem deut-
schen Impressionismus zu. Gedämpfte Farben
und einen expressiven Pinselstrich charakte-
risieren diesen Malstil, der vom energischen
Duktus Gustave Courbets (1819 - 1877) geprägt
ist, dessen Gemälde Trübner auf der ersten
Internationalen Kunstausstellung in München
1869 sah. Inhaltlich spiegelt diese mythologische
Darstellung, die an Werke des Symbolisten Ar-
nold Böcklins (1827 - 1901) erinnern mag (siehe
auch Los 3222), kompositorische Elemente der
niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts
wieder, insbesondere von Gemälden Peter Paul
Rubens (1577 - 1640), der zahlreiche Bacchana-
len mit Zentauren malte.
CHF 5 000 / 7 000
EUR 4 600 / 6 500
3236
| 123
3237*
ADAM, FRANZ
(Mailand 1815 - 1886 München)
Pferdeherde im Galopp. 1882.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
Franz Adam 82.
87,5 x 155 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 10 000 / 15 000
EUR 9 300 / 13 900
3237
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 124
3238
DREUX, ALFRED DE
(1810 Paris 1860)
Musketier auf einem Schimmel. Um 1850/52.
Öl auf Leinwand.
73,5 x 59,5 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.
Marie-Christine Renauld bestätigt die Eigen-
händigkeit dieses Gemäldes nach Prüfung des
Originals und wird das Werk in dem zu erschei-
nendem Supplément des Werkverzeichnisses
von Alfred De Dreux publizieren.
CHF 12 000 / 18 000
EUR 11 100 / 16 700
3238
| 125
3239
SPOHLER, JACOB JAN COENRAAD
(1837 Amsterdam 1894)
Gegenstücke:
Häuser und Mühle an einem Fluss mit Booten /
Pferdeschlitten auf dem Eis mit Mühle im Hinter-
grund.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert: J.J.S.Spohler /
Unten links bezeichnet: Ch. Leickert f.
12,2 x 8,9 cm / 12,2 x 9,5 cm.
Provenienz:
- Privatbesitz England.
- Schweizer Privatsammlung seit über 30 Jahren.
Christiaan Lucht, M. A. identifiziert diese beiden
Gegenstücke als eigenhändige Werke des Amster-
damer Malers Jacob Jan Coenraad Spohler, wofür
wir ihm danken, und hebt hervor, dass der Künstler
vom Oeuvre Andreas Schelfhouts (1787 - 1870)
inspiriert wurde.
CHF 4 000 / 6 000
EUR 3 700 / 5 600
32393239
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 126
3240*
KOEKKOEK, WILLEM
(1839 Amsterdam 1895)
Stadtansicht.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: W. Koekkoek
37,8 x 44,3 cm.
Provenienz:
- Auktion Christie‘s, Amsterdam, 27.4.1999,
Los 177.
- Europäische Privatsammlung.
Christiaan Lucht M. A. bestätigt die Eigen-
händigkeit anhand einer Fotografie, wofür wir
ihm danken und datiert dieses Gemälde in das
Frühwerk des Künstlers, welches vor 1860 ent-
standen ist. Es ist die frühste bislang bekannte
Stadtansicht Willem Koekkoeks, welche er
vermutlich vor seinem 21. Lebensjahr anfertigte.
CHF 6 000 / 8 000
EUR 5 600 / 7 400
3240
| 127
3241*
KLOMBECK, JOHANN BERNHARD
(1815 Kleve 1893)
Waldlandschaft mit Personen und Vieh bei der
Kapelle Düffelward. 1852.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert, bezeichnet und datiert: J.
B. Klombeck ft. 1852. 73 x 93,5 cm.
Provenienz:
- Auktion Lempertz, Köln, 14.-16.11.1951, Los 747.
- Auktion Lempertz, Köln, 22.-24.11.1984, Los 430.
- Auktion Sotheby’s, Amsterdam, 27.10.1999,
Los 72.
- Europäische Privatsammlung.
Literatur:
- Nollert, A. / Werd, G. de: Johann Bernhard
Klombeck 1815-1893. Ein Landschaftsmaler
der Klever Romantik, Kleve 1993, S. 78, Kat.
Nr. 52/74, Abb. S. 44.
- Nollert, A.: ‘Klombeck, Koekkoek en Kleef’,
Tableau Fine Arts Magazine, 16, (1993), Nr. 2,
S. 55, Abb. [5].
Ausstellung:
Kleve, Städtisches Museum Haus Koekkoek,
Johann Bernhard Klombeck. Ein Maler der
Klever Romantik, 10.10.-5.12.1993.
Johann Bernhard Klombeck wird als der
wichtigste und begabteste Schüler von Barend
Cornelis Koekkoek (1803 - 1862) angesehen.
Nach seinen Anfängen bei seinem Onkel, dem
Porträt- und Stilllebenmaler Matthias Tinthoff,
wurde Klombeck einer der ersten Schüler
und Mitglieder des „Zeichen-Kollegium“ von
Barend Cornelis Koekkoek in Kleve. Diese
Kunstakademie war 1841 gegründet worden
und für eine Vielzahl an Landschaftsmalern
prägend, die unter der sogenannten „Klever
Romantik“ bekannt wurden. Sie waren von
Koekkoeks Malweise geprägt, die er auch in
seinem Studienbuch für junge Maler “Herinne-
ringen en Mededeelingen van eenen Land-
schapschilder” (1841) erläuterte.
Das vorliegende Los entstand 1852 auf dem
Höhepunkt der künstlerischen Entwicklung
von Johann Bernhard Klombeck. Es handelt
sich hierbei nicht um eine topographisch genaue
Wiedergabe einer bestimmten Gegend. Die
Kapelle Düffelwald entnahm der Künstler seinen
Zeichenstudien, die er vor Ort anfertigte und
später in seine Capriccio- Landschaften platzier-
te. Die mächtigen Bäume führen dem Betrach-
ter die kraftvolle und beindruckende Naturge-
walt vor Augen, wobei Figuren und Tiere eher
in den Hintergrund treten. Bei der imaginären
Verbindung der diagonalen Elemente in der
Komposition, die u.a. durch die Bäume und
Bäche suggeriert werden, greift der Künstler auf
die Bildtradition der Landschaftsmalerei in den
Niederlanden des Goldenen Zeitalters um Jacob
van Ruisdael und Meindert Hobbema zurück.
Düffelward ist eine kleine Ortschaft in
Nordrhein-Westfalen in Deutschland, die zur
Gemeinde von Kleve gehört und wenige Kilo-
meter von der holländischen Grenze entfernt
liegt. 1851 wurde die dargestellte alte Kapelle
zerstört und durch eine neo-gotische Kirche
ersetzt. Auch sein Lehrer B. C. Koekkoek und
Klombecks Schülerin Anna van Sandick setzten
das Motiv der alten Kapelle in ihre Landschaf-
ten ein, um dem aufkommenden Interesse an
pittoresken Szenerien zu entsprechen.
Mit dem hier angebotenen Gemälde, welches die
Kunstfertigkeit Klombecks in höchstem Masse
vor Augen führt, gelingt es dem Maler in der
differenzierten Vielfalt an Details sich mit der
Malerei seines Lehrers B. C. Koekkoek gleichzu-
setzen, der von seinen Zeitgenossen als der „Prinz
der Landschaftsmaler“ bezeichnet wurde. Klom-
becks Virtuosität wird anhand dieses Gemäldes
meisterlich vor Augen geführt und es gilt als ein
bedeutendes Beispiel der „Klever Romantik“.
Wir danken Christiaan Lucht, M.A. für diesen
Katalogeintrag.
CHF 60 000 / 80 000
EUR 55 600 / 74 100
3241
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 128
3242*
CHOULTSÉ, IVAN FEDOROVICH
(St. Petersburg 1874 - 1939 Nizza)
Seelandschaft. 1921.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: Iw. F. Choultsé 21.
38 x 46 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 12 000 / 15 000
EUR 11 100 / 13 900
3242
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 130
3243*
CHOULTSÉ, IVAN FEDOROVICH
(St. Petersburg 1874 - 1939 Nizza)
Sonnenuntergang. 1921.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: Iw. F. Choultsé 21.
38 x 38 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 12 000 / 15 000
EUR 11 100 / 13 900
3243
| 131
3244
KUWASSEG, CHARLES
(Draveil 1833 - 1904 Paris)
Waldweg.
Öl auf Papier auf Leinwand.
Unten rechts signiert: C Kuwasseg.
22 x 27 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit
anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken.
CHF 3 000 / 5 000
EUR 2 800 / 4 600
3244
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 132
3245
WÜEST, JOHANN HEINRICH
(1741 Zürich 1821)
Erlenbacher Tobel.
Öl auf Holz.
55,5 x 71,5 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
Dieses Gemälde ist im SIK (Schweizerisches
Institut für Kunstwissenschaft) unter der Num-
mer 15876 als eigenhändiges Werk von Johann
Heinrich Wüest registriert.
CHF 5 000 / 7 000
EUR 4 600 / 6 500
3245
| 133
3246
GRÜTZNER, EDUARD VON
(Grosskarlowitz/Schlesien 1846 - 1925 Mün-
chen)
Drei Mönche bei der Brotzeit. 1885.
Öl auf Holz.
Oben links signiert und datiert.
Ed. Grützner. 1885.
40 x 50,8 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
Dieses Gemälde von Eduard Grützner lässt
sich in die Serie der Brotzeitmönche einreihen
und ist ein charakteristisches Beispiel für sein
Schaffen.
Stilistisch wie kompositorisch ist diese mit der
1884 datierten Arbeit Eduard Grützners zu
vergleichen, die bei Laszlo Balogh im Werkver-
zeichnis unter der Nr. 307 aufgeführt ist (siehe
hierzu Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner.
1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der
Gründerzeit. Monographie und kritisches
Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und
Ölskizzen, München 1991, S. 197, Kat. Nr. 307).
CHF 7 000 / 9 000
EUR 6 500 / 8 300
3247
LÖFFLER, LEOPOLD
(Rzeszow 1827 - 1898 Krakau)
Musikant in seiner Stube. 1857.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert:
Leopold Löffler 1857.
36,5 x 29,5 cm.
Provenienz:
- Kunsthandel Antiquitäten Czeslaw
Bednarczyk, Wien, 1971.
- Schweizer Privatsammlung.
CHF 4 000 / 6 000
EUR 3 700 / 5 600
3246
3247
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 134
3248*
MAKOVSKY, KONSTANTIN EGORO-
VICH (ZUGESCHRIEBEN)
(Moskau 1839 - 1915 St. Petersburg)
Bildnis einer Dame mit Kokos-Schmuck.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: K. Mako(v)ckin.
36,4 x 29,6 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 20 000 / 30 000
EUR 18 500 / 27 800
3248
| 135
3249*
THOMASSIN, DÉSIRÉ
(Wien 1858 - 1933 München)
Winterliche Landschaft.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: D. Thomassin.
30,5 x 51,5 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 5 000 / 7 000
EUR 4 600 / 6 500
3250
RUSSISCHE SCHULE,
19. JAHRHUNDERT
Pferdeschlitten im Schnee.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts mit Signatur: F. Roubaud.
70 x 51 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
CHF 3 000 / 5 000
EUR 2 800 / 4 600
3249
3250
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 136
3251*
HAANEN, REMIGIUS ADRIANUS VAN
(Oosterhout 1812 - 1894 Aussee)
Winterlandschaft. 1854.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
R v Haanen 1854.
95 x 138,5 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
Christiaan Lucht M. A. bestätigt die Eigenhän-
digkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm
danken.
CHF 25 000 / 35 000
EUR 23 100 / 32 400
3251
| 137
3252*
SCHWENDY, ALBERT
(Berlin 1820 - 1902 Dessau)
Blick auf eine Stadt am Fluss mit gotischer
Kathedrale. 1859.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
A. Schwendy 1859.
65 x 53 cm.
Provenienz:
Privatsammlung, Deutschland.
CHF 4 000 / 6 000
EUR 3 700 / 5 600
3253
RAUPP, KARL
(Darmstadt 1837 - 1918 München)
Junges Bauernpaar am Feldrand. 1868.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert:
K. Raupp. 1868.
70 x 55 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
CHF 4 000 / 6 000
EUR 3 700 / 5 600
3252 3253
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 138
3254
KUWASSEG, CHARLES
(Draveil 1833 - 1904 Paris)
Grachtenszene mit Segelschiffen vor
Stadtkulisse. 1873.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert, bezeichnet und datiert:
C. Kuwasseg Fils 1873.
32,5 x 46,8 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit
anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken.
CHF 1 800 / 2 500
EUR 1 700 / 2 300
3254
| 139
3255
ZATZKA, HANS
(1859 Wien 1945)
Die Liegende.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: H. Zatzka.
37 x 77 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
CHF 8 000 / 12 000
EUR 7 400 / 11 100
3256
TROUILLEBERT, PAUL DÉSIRÉ
(1829 Paris 1900)
Nu avec une grenouille.
Öl auf Holz.
Unten rechts signiert: Trouillebert. Rückseitig
handschriftliche Dedikation von Marie Trouille-
bert, mit Datum 24 Décembre 1901.
23,8 x 45,5 cm.
Gutachten: Trouillebert  Archives Barbizon,
Thomas Maier und Dr. Bernd Müllerschön,
6.10.2015.
Provenienz:
- Marie Trouillebert, 24.12.1901 (verso Vermerk).
- Schweizer Privatsammlung.
CHF 6 000 / 8 000
EUR 5 600 / 7 400
3255
3256
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 140
3257
ZATZKA, HANS
(1859 Wien 1945)
Die Versuchung.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: H. Zatzka.
63,3 x 47,5 cm.
Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.
CHF 7 000 / 12 000
EUR 6 500 / 11 100
3257
| 141
3258*
HAUPTMANN, KARL
(1880 Deutschland 1947)
Schwarzwaldhaus.
Öl auf Pavatex.
Unten links signiert: K Hauptmann.
68,5 x 77 cm.
CHF 4 000 / 6 000
EUR 3 700 / 5 600
3259*
HAUPTMANN, KARL
(1880 Deutschland 1947)
Wintertag in Ellersbach. 1941.
Öl auf Pavatex.
Unten links signiert: K Hauptmann.
70,5 x 90 cm.
CHF 6 000 / 8 000
EUR 5 600 / 7 400
3259
3258
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 142
3260*
HABENSCHADEN, SEBASTIAN
(1813 München 1868)
Sommerliche Landschaft mit einem Viehstall
und Tieren.
Öl auf Leinwand.
53 x 43 cm.
Provenienz:
- Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt (verso
Etikette).
- Auktion Koller, Zürich 19.9.2008, Los 3274.
- Europäische Privatsammlung.
CHF 4 000 / 6 000
EUR 3 700 / 5 600
3260
| 143
3261
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 144
3262*
ARNEGGER, ALOIS
(1879 Wien 1963)
Bucht Picolla Marina.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: A. Arnegger.
90 x 124 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 7 000 / 12 000
EUR 6 500 / 11 100
3261*
GRUBACS, MARCO
(1839 Venedig 1910)
Venezianische Ansicht mit Dogenpalast.
Öl auf Holz.
Unten links signiert: M. Grubas.
26,8 x 14,5 cm.
Provenienz:
Europäische Privatsammlung.
CHF 4 000 / 7 000
EUR 3 700 / 6 500
3262
| 145
3263
SIEMIRADZKI, HENRYK
(ZUGESCHRIEBEN)
(Belgorod 1843 - 1902 Strzalkovo)
Abendmal.
Öl auf Eisen. 55,6 x 91 cm.
Provenienz: Privatsammlung.
Dieses Werk diente wohl als Skizze für ein Fres-
ko in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau,
an dem Siemiradzki in den Jahren 1876-1879
arbeitete.
CHF 5 000 / 7 000
EUR 4 600 / 6 500
3263
Gemälde des 19. Jahrhunderts
| 146

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  • 1.
  • 2.
  • 3. Gemälde des 19. Jahrhunderts Lot 3201- 3263 Auktion: Dienstag, 22. März 2016, 16.00 Uhr Vorbesichtigung: 8. bis 16. März 2016 Weitere Bearbeitung: Christian Stutz Karoline Weser Tel. +41 44 445 63 35 weser@kollerauktionen.ch Stéphanie Egli Tel. +41 44 445 63 32 egli@kollerauktionen.ch Natassja Lloyd Tel. +41 44 445 63 07 lloyd@kollerauktionen.ch Cyril Koller Tel. +41 44 445 63 30 koller@kollerauktionen.ch Bearbeitung: English descriptions are available on our website: www.kollerauctions.com
  • 4. 3201 ZIEM, FÉLIX FRANÇOIS (Beaune 1821 - 1911 Paris) La Salute et la Douane, vues de San Giorgio. Öl auf Holz. Unten links signiert: Ziem. 33,7 x 52,2 cm. Provenienz: - Auktion Weinmüller, München, 4.12.1963, Los 1623. - Schweizer Privatbesitz seit mehreren Genera- tionen. Literatur: - Miquel, Pierre: Félix Ziem 1821-1911, Mau- rs-la-Jolie 1978, S. 89, Nr. 383 (mit Abb. und dem Titel „Venise, Santa Maria della Salute“). - Burdin-Hellebranth, Anne: Félix Ziem 1821 - 1911, 1998, Bd I, S. 233, Nr. 581 (mit Abb.). CHF 12 000 / 18 000 EUR 11 100 / 16 700 3201 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 84
  • 5. 3202 AIVAZOVSKY, IVAN KONSTANTINOVICH (1817 Feodosija 1900) Blick von der Küste aufs Meer mit Zweimaster. Öl auf Holz. Unten rechts monogrammiert: A. 16,5 x 13,1 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 20 000 / 30 000 EUR 18 500 / 27 800 3202 | 85
  • 6. 3203* KUHNERT, FRIEDRICH WILHELM (Oppeln 1865 - 1926 Flims) Löwenpaar in der Steppe. 1905. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: Wilh. Kuhnert 17.3.1905. 106 x 169 cm. Echtheitsbestätigung von Hansjörg K. Werner, 12.11.1997. Das Gemälde ist in den in Bearbeitung befind- lichen Nachtragsband des Werkverzeichnisses von Dr. Angelika Grettmann-Werner unter der Nr. 3772 aufgenommen. Provenienz: Europäische Privatsammlung. Friedrich Wilhelm Kuhnert, der für seine eindrücklichen Tierdarstellungen bekannt ist und für die das hier angebotene Gemälde als Paradebeispiel anzusehen ist, erlernte die Malerei an der Königlichen Akademischen Hochschule für Bildende Künste in Berlin unter Paul Meyerheim (1842 - 1915). Dort wurden ihm die Grundlagen der Tiermalerei nahegebracht, die er in zahlreichen Studien zum Skelettaufbau, zu den Muskeln, zum Fell und zu den tierischen Bewegungen erprobte, bis er den Aufbau der Tiere so verinnerlicht hatte und die anatomi- schen Besonderheiten eines jeden Tieres mit Perfektion darstellen konnte. Zunächst begann Kuhnert, Tiere seiner Umge- bung wiederzugeben, bis er die Vorliebe für exoti- sche Artgenossen entdeckte, die er im Zoologi- schen Garten genauestens beobachten konnte. Kuhnert war jedoch verstärkt bemüht, die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld darzustellen und diese als Einheit zu betrachten. So unternahm er nach seinem Studium 1887 mehrere Reisen nach Ägypten, Ostafrika und Indien sowie später auch noch in die deutschen und britischen Koloni- en Afrikas (1905 und 1911-1912). So gelang es Kuhnert, den Tieren in freier Laufbahn nahe zu kommen und ihr Verhalten bildnerisch festzu- halten. Obwohl sich Kuhnert mit einer Vielzahl an exotischen Wildtieren befasste und diese in seinen Gemälde aufgriff, waren es besonders die Löwen, die ihn am meisten faszinierten, wodurch ihm auch der Beiname „Löwen-Kuhnert“ zuteil- wurde. In dieser hier angebotenen Darstellung setzt er gekonnt diese majestätischen Tiere in Szene und schafft es mit Perfektion sie in ihrem natürlichen Lebensraum einzubetten. CHF 40 000 / 60 000 EUR 37 000 / 55 600 3203 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 86
  • 7.
  • 8. 3204* ZIEM, FÉLIX FRANÇOIS (Beaune 1821 - 1911 Paris) Venise, entrée des jardins français. Öl auf Holz. Unten links signiert: Ziem. 53 x 79,4 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. Ausstellung: Musée des Beaux-Arts de Beaune, 18.11.2011 - 28.2.2012. Literatur: Miquel, Pierre: Félix Ziem 1821-1911, Mau- rs-la-Jolie 1978, S. 146, Nr. 919. Dieses Werk ist auf der Webseite des Comité Félix Ziem unter dem Titel „Le Jardin français à Venise„ aufgeführt. CHF 25 000 / 35 000 EUR 23 100 / 32 400 3205 ZIEM, FÉLIX FRANÇOIS (Beaune 1821 - 1911 Paris) Le port de Marseille. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Ziem. 73 x 57,5 cm. Provenienz: - Auktion Sotheby‘s, New York, 24.10.1946, Los 81. - Auktion Sotheby‘s, New York, 29.2.1956, Los 63. - Auktion Weinmüller, München, 2-3.10.1963, Los 1169. - Schweizer Privatbesitz seit mehreren Genera- tionen. Literatur: - Miquel, Pierre: Félix Ziem 1821-1911, Mau- rs-la-Jolie 1978, S. 198, Nr. 1405 (mit Abb. und unter dem Titel „Scène de Port (Marseille)“). - Burdin-Hellebranth, Anne: Félix Ziem 1821 - 1911, 1998, Bd II, S. 105, Nr. 1280 (mit Abb.). CHF 40 000 / 60 000 EUR 37 000 / 55 600 3204 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 88
  • 10. 3206 AIVAZOVSKY, IVAN KONSTANTINOVICH (1817 Feodosija 1900) Segelschiff auf hoher See bei Mondschein. Öl auf Karton. Unten rechts signiert und bezeichnet: Aivasovsky. Roma. 24,6 x 19,2 cm. Gutachten: - Ivan Samarine, 9.8.2004. - Tretjakow Galerie, 21.12.2004. Provenienz: - Auktion Bonhams, London, 16.1.2004, Los 23. - Europäische Privatsammlung. Diese stimmungsvolle Nachtszene mit Blick auf einen Dreimaster zwischen bewegten Wellen auf hoher See identifiziert Ivan Samarine als ein eigenhändiges Werk von Ivan Konstantinovich Aivazovsky und datiert es in die frühen 1840er Jahre, als sich der Maler in Italien aufhielt. Es kann mit dem Gemälde „Chaos“ von 1841, heute im Kloster San Lazzaro in Venedig, verglichen werden (Samarine, Ivan: Seas, Cities and Dreams: The Paintings of Ivan Aivazovsky, London 2000, S. 34). Auf beiden Gemälden ist eine ähnlich eindrucks- volle Wolkenformation und Hell-Dunkel-Dramaturgie im Himmel zu finden, die bei unserem Gemälde schemenhaft und in der Version in Venedig deutlich die Silhouette Gottvaters erkennen lässt. CHF 25 000 / 30 000 EUR 23 100 / 27 800 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 90
  • 12. 3207* GRÜTZNER, EDUARD (Grosskarlowitz 1846 - 1925 München) Besuch im Weinkeller. 1906. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: E. Grützner 06. 70,5 x 50,5 cm. Provenienz: - Kunsthandlung Eduard Schulze, Berlin (verso Stempel auf dem Keilrahmen). - Galerie Dr. Balogh, München. - Dort 1985 erworben, seitdem süddeutsche Privatsammlung. Literatur: Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer- zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen, München 1991, S. 188, Kat. Nr. 226 (mit Abb.). Diese Serie von Gemälden Eduard Grützners mit Darstellungen von Geistlichen in Weinkel- lern, die kürzlich in einer süddeutschen Privat- sammlung entdeckt wurden, sind charakteris- tische Arbeiten des neben Carl Spitzweg und Gemälde von Eduard Grützner aus einer süddeutschen Privatsammlung Franz von Defregger bedeutendste Münchner Genremalers in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Neben der Freude für humorvolle Szenerien, zeigt Grützner bei den Brotzeitmön- chen die Geistlichen eher beim Geniessen als beim Zubereiten der Speisen und dies in grösster Detailvielfalt (siehe Los 3208). Gelegentlich fügt er auch Vanitasmotive hinzu, wie die erloschene Kerze bei Los 3209. Bei Los 3207 wählt Grützner ein auffallend hohes Bildformat, das an Werke Carl Spitzwegs erinnert und bei denen ebenfalls eine nach oben führende Treppe die räumliche Gestaltung unterstreicht. CHF 25 000 / 35 000 EUR 23 100 / 32 400 Gemälde des 19. Jahrhunderts - Gemälde von Eduard Grützner aus einer süddeutschen Privatsammlung | 92
  • 14. 3208* GRÜTZNER, EDUARD (Grosskarlowitz 1846 - 1925 München) Die Brotzeit des Klosterschäfflers. 1912. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: E. Grütz- ner 1912. Verso auf der Originalleinwand mit Echtheitsbestätigung der Tochter des Malers: „Bestätige gerne dass dies ein echtes u. gutes Bild meines Vaters / Barbara Grützner“. 40 x 32,2 cm. Provenienz: - Galerie Wimmer, München. - Dort 1980 erworben, seitdem süddeutsche Privatsammlung. Literatur: Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer- zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen, München 1991, S. 195, Kat. Nr. 289 (mit Abb.). CHF 12 000 / 18 000 EUR 11 100 / 16 700 3209* GRÜTZNER, EDUARD (Grosskarlowitz 1846 - 1925 München) Zigarre rauchender Braumeister. 1882. Öl auf Holz. Unten rechts signiert und datiert: Ed. Grützner 1862. 46 x 37,4 cm. Provenienz: Seit 1983 süddeutsche Privatsammlung. Literatur: Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer- zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen, München 1991, S. 172, Kat. Nr. 80 (mit Abb.). CHF 15 000 / 20 000 EUR 13 900 / 18 500 3208 Gemälde des 19. Jahrhunderts - Gemälde von Eduard Grützner aus einer süddeutschen Privatsammlung | 94
  • 16. 3210* GRÜTZNER, EDUARD (Grosskarlowitz 1846 - 1925 München) Der erste Schluck. 1883. Öl auf Holz. Unten links signiert und datiert: Ed. Grützner. 83. 35,5 x 27,7 cm. Provenienz: - Galerie im Bayrischen Hof GmbH, München. - Süddeutsche Privatsammlung, 1976 bei obiger Galerie erworben. Literatur: Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer- zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen, München 1991, S. 183, Kat. Nr. 184 (mit Abb.). CHF 10 000 / 15 000 EUR 9 300 / 13 900 3211* GRÜTZNER, EDUARD (Grosskarlowitz 1846 - 1925 München) Der Blick des Braumeisters. 1882. Öl auf Holz. Oben rechts signiert und datiert: Ed. Grützner. 82. 29,5 x 22,5 cm. Provenienz: - Galerie Wimmer, München. - Leihgabe an das Golden Gate Park Memorial Museum, San Francisco, 1901 (verso Etikette). - Galerie Mayer, Stuttgart. - Dort 1982 erworben, seitdem süddeutsche Privatsammlung. Literatur: Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründer- zeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen, München 1991, S. 178, Kat. Nr. 135 (mit Abb.). Ausstellung: Golden Gate Park Memorial Museum, San Francisco, 1901. CHF 7 000 / 10 000 EUR 6 500 / 9 300 3212* GRÜTZNER, EDUARD (Grosskarlowitz 1846 - 1925 München) Dominikaner bei der Weinprobe. 1896. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: Ed. Grützner.96. 46 x 37,4 cm. Provenienz: - Galerie im Bayrischen Hof GmbH, München. - Süddeutsche Privatsammlung, bei obiger Galerie 1980 erworben. Ausstellung: 25. Kunst- und Antiquitätenmesse, Haus der Kunst München, 24.10. - 2.10.1980. Literatur: - Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründerzeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen, München 1991, S. 184, Kat. Nr. 190 (mit Abb.). - Ausst. Kat. 25. Kunst- und Antiquitätenmesse. Haus der Kunst München, 24.10. - 2.10.1980, München 1980, S. 137. CHF 15 000 / 20 000 EUR 13 900 / 18 500 3210 3211 Gemälde des 19. Jahrhunderts - Gemälde von Eduard Grützner aus einer süddeutschen Privatsammlung | 96
  • 18. 3213* CHIALIVA, LUIGI (Caslano 1842 - 1914 Paris) Kinder auf der Weide mit einer Truthahnschar. Öl auf Holz. Unten rechts signiert: L. Chialiva. 36 x 52,5 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 10 000 / 15 000 EUR 9 300 / 13 900 3214 COROT, JEAN-BAPTISTE CAMILLE (1796 Paris 1875) Sous bois. Un tronc d‘arbre abattu en travers d‘un ruisseau. 1874. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: COROT 1874. 55 x 45 cm. Provenienz: - Sammlung James Staats Forbes, um 1891. - Auktion Christie‘s, London, 14.6.1918, Los 53 (mit falscher Massangabe). - Privatbesitz W. Robinson. - Auktion Christie‘s, London, 17.6.1927, Los 89. - Barbizon House, London. - Sammlung Lord Craigmyle, London. - Auktion Christie‘s, New York, 27.5.1983, Los 37. - Galerie Widmer, St. Gallen. - Privatbesitz Schweiz, dort 1986 erworben. Literatur: Robaut, Alfred: L‘oeuvre de Corot. Catalogue raisonné et illustré, Band III, Paris 1965, Kat. Nr. 2168, S. 303 (dort mit falscher Massangabe. Mit Abb.). Das hier angebotene Gemälde von Jean-Baptiste Camille Corot gehörte einst in die Sammlung des berühmten schottischen Eisenbahn-Inge- nieurs und Kunstsammlers James Staats Forbes (Aberdeen 1823 - 1904 London), in dessen umfangreicher Sammlung vorwiegend Gemälde der Schule von Barbizon Anerkennung fanden und zu der Corot als Hauptvertreter zählte. Als versierter Kunstsammler scheint Forbes die Besonderheit dieses Gemäldes erkannt zu haben, denn sehr selten sind Corots Werke datiert, so dass diese Arbeit von 1874 als beson- deres Zeitzeugnis gilt. Im Jahr der Entstehung hatte sich Corots Gesundheit durch die Gicht verschlechtert und er musste die Landschafts- malerei zunehmend aufgeben. Seine Sehnsucht nach den Wäldern und dem Holzsammeln hielt der Pleinairmaler mehrmals in seinen letzten Briefen fest. Diese Gefühlsstimmung gibt Corot in diesem Gemälde gekonnt wieder und scheint sich darin zu personifizieren, indem er die Rolle des Holzfällers einnimmt. Mit der charakteristi- schen roten Kappe gekleidet, nutzt der Holzfäl- ler das letzte Licht der Abendsonne, um einen umgefallenen Baum zu zersägen. Die warme, gedämpfte Palette der Grau- und Brauntöne verleihen dem Werk eine ruhige, harmonische Stimmung und so scheint Corot mit diesem Gemälde Abschied vom Wald zu nehmen und überträgt die Bedeutung eines Memento Moris in die Bildgestaltung. CHF 60 000 / 90 000 EUR 55 600 / 83 300 3213 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 98
  • 20. 3215 BRILLOUIN, LOUIS GEORGES (St-Jean-d‘Angély 1817 - 1893 Melle) Nach der Jagd. Öl auf Holz. Unten links signiert: Georges Brillouin. 44 x 50 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. CHF 6 000 / 8 000 EUR 5 600 / 7 400 3215 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 100
  • 21. 3216* DIAZ DE LA PENA, NARCISSE (Bordeaux 1807 - 1876 Menton) Mare dans une clairière. Um 1862. Öl auf Holz. Unten links signiert: n. Diaz. 26,8 x 35 cm. Provenienz: - Privatbesitz, Frankreich. - Auktion Christie‘s, London, 22.6.2000, Los 5. - Maier und Co. Fine Art, Stuttgart (verso Etikette). - Europäischer Privatbesitz. Literatur: - Müllerschön, Maier: Die Maler der Schule von Barbizon, Stuttgart 2002, S. 195 (mit Abb.). - Miquel, Pierre Roland: Narcisse Diaz de la Pena. Paris 2006, Bd. II, S. 99, Kat. Nr. 635 (mit Abb.). CHF 12 000 / 18 000 EUR 11 100 / 16 700 3216 | 101
  • 22. 3217* SCHREYER, ADOLF (Frankfurt a. M. 1828 - 1899 Kronberg) Löschbataillon. 1860. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Ad. Schreyer. 1860. 69,5 x 138 cm. Gutachten: Dr. Christoph Andreas / Dr. Eva Habermehl (in Kopie vorhanden). Provenienz: Europäische Privatsammlung. Im Gutachten von Dr. Christoph Andreas und Dr. Eva Habermehl steht zu diesem Gemälde: „Als Adolf Schreyer 1856 nach Paris kam, hatte er seine Ausbildung am renommierten Staedel Institut in Frankfurt abgeschlossen. Es folgten Reisen nach Russland, Ungarn und Rumänien, später nach Nordafrika, wo er sein Interesse an orientalischen Motiven vertiefte, eine Leiden- schaft, die er mit Delacroix, den er sehr verehr- te, teilte. Schreyer war ein Meister in Pferdedar- stellungen und bereits zu seinen Lebzeiten ein international gefragter Künstler. Heute gilt er als einer der führenden Orientalisten. Er hinterließ ein umfangreiches Oeuvre. Seine Werke finden sich in vielen Sammlungen und Museen in der Welt. Das vorliegende Kunstwerk zeigt einen Löschtrupp auf einem von vier Pferden gezoge- nen Wagen. Es entstand 1860, zu einer Zeit als die ersten freiwilligen Feuerwehren gegründet wurden. Es handelt sich also nicht nur um ein hervorragendes künstlerisches Werk, sondern auch um ein wertvolles historisches Dokument, das die Anfänge der Feuerbekämpfung zeigt. Wir vermuten, dass Schreyer hierin Männer porträtierte, die er kannte, möglicherweise Künstlerfreunde aus dem Kronberger Kreis. Es handelt sich nicht nur um ein sehr frühes Werk, sondern hier offenbart sich bereits Schreyers Präferenz für dramatische Szenen, auch bren- nende Gebäude, Ställe, usw. Es ist auch ein cha- rakteristisches Beispiel für Schreyers Virtuosität in der Darstellung von Pferden.“ CHF 28 000 / 35 000 EUR 25 900 / 32 400 3217 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 102
  • 23.
  • 24. 3218 BÜRKEL, HEINRICH (Pirmasens 1802 - 1869 München) Osteria bei Rom. Um 1850. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: HB(ligiert)ÜRKEL. 33,5 x 44,7 cm. Provenienz: - Auktion Weinmüller, München, 2.10.1963, Los 939. - Schweizer Privatbesitz. Literatur: Bühler, Hans-Peter / Krückl, Albrecht: Heinrich Bürkel, München 1989, Nr. 540, S. 288 (mit Abb.). Als Schüler der Münchner Kunstakademie spezialisierte sich Heinrich Bürkel schon früh auf die Darstellung von Genrelandschaften, die er durch helle Farbkombinationen bevorzugt in ein gleissendes Licht tauchte. Unter dem Eindruck mehrerer Italienaufenthalte (1827, 1830/32, 1838 und 1853) wandte er sich zunehmend der Darstellung bäuerlicher Szenen zu, die in einer ländlichen Umgebung eingebettet sind. Motive des italienischen Landlebens liegen diesem hier angebotenen Gemälde, sowie der „Trattoria bei der Porta San Sebastiano“ (um 1830/32, Öl auf Papier auf Leinwand, 41 x 59,5 cm) oder dem „Schäfer in der römischen campagna“ (1837, Öl auf Leinwand, 48,3 x 67,7 cm), die sich beide heute in der Neuen Pinakothek in München be- finden (Inv. Nr. 8610 und WAF 134), zugrunde. Beim internationalen Publikum stiessen vor allem seine Darstellungen des oberbayerischen Volkslebens auf starke Nachfrage, wofür das hier angebotene Gemälde (Los 3219) beispiel- haft steht. Seine Inspiration holte Bürkel auf langen Wanderungen durch das Voralpenland, er zeichnete die Bauernhäuser in der Umge- bung von Tölz und fertigte Hochgebirgsstudien im Werdenfelser Land. Eine vergleichbare Komposition aus den Jahren 1855/60 mit einer Rauferei vor einem Wirtshaus befindet sich in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München (siehe Bühler, Hans-Peter / Krückl, Albrecht 1989, Kat. Nr. 158, S. 241). Ab 1850 stellt Bürkel, angeregt von Carl Spitzweg (1808-1885), fahrendes Volk, Bettler, Banditen und Mönche als Teil ihrer heimatli- chen Landschaft dar. Der gekonnt inszenierte Überfall (Los 3229) ist ein charakteristisches Beispiel dieser Schaffensphase. Bürkel war ein hervorragender Zeichner und Spitzweg bat ihn mehrmals um Vorzeichnungen von Figuren in typischen Bewegungen. Allgemein spielen im Spätwerk Bürkels Figuren eine immer zentralere Rolle, sodass die Handlung Vorrang erhält vor dem Naturgeschehen, wie dies auch bei den hier präsentierten Losen zu erkennen ist. CHF 20 000 / 30 000 EUR 18 500 / 27 800 3218 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 104
  • 25. 3219 BÜRKEL, HEINRICH (Pirmasens 1802 - 1869 München) Rauferei vor einem Wirtshaus. Um 1855/60. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: HB(ligiert)ÜRKEL. 30,5 x 42,2 cm. Provenienz: - Auktion Weinmüller, München, 2.10.1963, Los 940. - Schweizer Privatbesitz. Ausstellung: Stuttgarter Kunstkabinett, 8.10.1954, Kat. Nr. 80. Literatur: Bühler, Hans-Peter / Krückl, Albrecht: Heinrich Bürkel, München 1989, Nr. 159, S. 241 (mit Abb.). Siehe Katalogeintrag zu vorherigem Los. CHF 20 000 / 30 000 EUR 18 500 / 27 800 3219 | 105
  • 26. 3220 MORALT, WILLY (München 1884 - 1947 Lenggries) Flusslandschaft mit Spaziergängern und Postkutsche. Öl auf Holz. Unten rechts signiert und bezeichnet: Willy Moralt Mch. 24,5 x 33 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 2 000 / 3 000 EUR 1 900 / 2 800 3220 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 106
  • 27. 3221* SPITZWEG, CARL (1808 München 1885) Flusslandschaft mit Figur. Um 1870. Öl auf Karton. Unten rechts signiert mit S im Rhombus. 11,5 x 17 cm. Mit ausführlichem Gutachten von Prof. Wichmann, München, 10.8.1991. Provenienz: Europäischer Privatbesitz. Literatur: - Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg. Die kleine Landschaft der Spätzeit, Dokumenta- tion, Starnberg-München, R.f.v.a.K. 1988, S. 5ff, Bayer. Staatsbibliothek, München, Inv. Nr. Ana 656 SW 7. - Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg. Die fränkische Landschaft um 1860-1875, Doku- mentation, Starnberg-München, R.f.v.a.K. 1995, S. 22f, Bayer. Staatsbibliothek, Mün- chen, Inv. Nr. Ana 656 SW 111. - Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg. Ein Sommertag in Franken, Dokumentation, Starnberg-München, R.f.v.a.K. 2000, S. 36f. Bayer. Staatsbibliothek, München, Inv. Nr. Ana 656 SW 155. - Wichmann, Siegfried: Carl Spitzweg, Ver- zeichnis der Werke, Gemälde und Aquarelle, Stuttgart 2002, S. 515, Nr. 1416 (mit Abb.). Bei dieser kleinen Landschaft der Spätzeit, wie sie Prof. Wichmann in seinem Gutachten benennt, dürfte es sich um einen Ausblick ins Altmühltal im Fränkischen Jura handeln, eine Region, die der Maler neben der oberbayeri- schen Landschaft ebenfalls sehr schätzte und häufig bereiste. Wichmann datiert sie in die 1870er Jahre und schreibt hierzu: „die Gesteins- lagerungen an der rechten Seite stellen typische Merkmale dar, auch die ockerfarbene Sandstein- qualität hat Spitzweg für seine Gelb-Blau-Ab- stimmung in den Gemälden gerne benutzt. (...) Besonders wichtig ist das allseitige Freilicht, das hier in diesem Bild zum Ausdruck kommt. Die Schatten sind keine Dunkelwerte mehr, sondern Farbwerte. Sie werden dem allseitigen Licht stets angepasst, indem die hellsten und dunkelsten Partien durch bewegte Farbstruk- turen kenntlich gemacht werden. Es ist jener frühimpressionistische Stil, den Spitzweg wählt, um die Stimmung über dem Land durch die Vielfalt der Bewegung anzudeuten.“ CHF 30 000 / 40 000 EUR 27 800 / 37 000 3221 | 107
  • 28. 3222 BÖCKLIN, ARNOLD (Basel 1827 - 1901 San Domenico di Fiesole) Brandung. 1896. Tempera auf Leinwand. Unten links monogrammiert: AB. 40 x 144 cm. Provenienz: - Durch Erbschaft an Familie des Künstlers, 1901. - Sammlung Sartorius Reinhold, Hannover, 1902, bei der Nachlassausstellung in Hannover erworben. - Sammlung Berta Reinhold, Berlin, 1922. - Kunsthandlung Galerie Fischer, Luzern 1951, um 1960 verkauft. - Schweizer Privatbesitz. Ausstellungen: - IV Biennale Venedig, 22.4.-31.10.1901, Nr. 4, mit dem Titel „Idillio“. - Kunstsalon Hermes Co., Frankfurt am Main, November 1901. - Kunstverein Hannover, 24.2.-24.3.1902. - Kestner Museum, Hannover (verso Etikette). - Arnold Böcklin. Zur Feier seines 100. Ge- burtstages, 16.10.1927-5.2.1928, Nr. 185 (mit Besitzervermerk Frau Berta Reinhold). - Arnold Böcklin. Zum Gedächtnis an seinen 50. Todestag, Kunsthalle Basel, 23.6.- 19.8.1951, Nr. 120 (verso Etikette). Literatur: - Ausst. Kat. Esposizione Internazionale d‘arte della città di Venezia. IV. Biennale Venedig, 22.4.-31.10.1901, S. 90, Kat. Nr. 4 unter dem Titel „Idillio“. - Schmid, H. A. : Arnold Böcklin, Vorwort, München 1901, S. 71. - Schmid, H. A.: Böcklin-Verzeichnis, München 1903, Nr. 396b (Supraporte, Meeresidylle, Besitzer mit Böcklin-Verzeichnis Nr. 396c vertauscht). - Berger, E. Böcklins Technik, München 1906, S. 138. - Schmid, H. A.: Böcklin, München 1922, S. 50. - Andree, Rolf: Arnold Böcklin. Die Gemälde, Basel 1977, S. 517, Nr. 452 (mit Abb.). Die Supraporte „Brandung“ stammt ursprüng- lich aus Böcklins letztem Wohnsitz, der Villa Bellagio, zwischen San Domenico und Fiesole am Abhang des Monte Ceceri nördlich von Florenz, die der Künstler vom 27. April 1895 an bis zu seinem Tod (16. Januar 1901) bewohnte. Sie hing zu Lebzeiten Böcklins im Esszimmer seiner Villa und befand sich mit zwei weiteren Supraporten nach Böcklins Ableben im Teil sei- nes Nachlasses. Die Supraporte „Brandung“ war mit dem Titel „Idillio“ an der IV. Internationalen Kunstausstellung (Biennale) in Venedig vom 22. April bis 31. Oktober 1901 im Saal K ausgestellt (siehe Abb. 1 und unter Ausstellungen). In einer in der Presse veröffentlichten Be- sprechung dieser venezianischen Ausstellung äusserte der Kunsthistoriker Prof. Richard Muther aus Breslau Zweifel an der Autorschaft bei fünf der ausgestellten Werke, darunter auch bei den drei Supraporten und bezichtig- te Böcklins Sohn Carlo, diese „fabriciert“ zu haben. In dem auf die Klage von Carlo Böcklin folgenden Prozess vor dem Schöffengericht in Breslau wurde Muther am 26. September 1903 wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 300 Mark, eventuell zu 30 Tagen Gefängnis und zur Zahlung der Verfahrenskosten verurteilt. Entscheidend für den zu Ungunsten des Ange- klagten ausgegangenen Prozess war die Aussage des Kunstmalers Carl Müller-Coburg (1858- 1909), der Mitte der 1890iger Jahre in Fiesole als Nachbar von Böcklin die Villa San Maurizio bewohnte und mit dem Ehepaar Böcklin befreundet war. Er und seine Frau Edith waren beim Prozess in Breslau als Zeugen geladen, und beide bekundeten übereinstimmend, sie hätten die von Muther wegen ihrer Autorschaft angezweifelten Bilder, u.a. die drei Supraporten, „zu einer Zeit bei Arnold Böcklin gesehen, als Sohn Carlo noch gar nicht Maler war“ (Hugo Friedlaender: Ein Kunstprozess vor dem Bres- lauer Schöffengericht. Böcklin-Muther, in: H.F. Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhis- torischer Bedeutung VI, Hermann Barsdorf Verlag, Berlin 1912, S. 73). Im November 1901 war Böcklins Nachlass im Kunstsalon Hermes Co. in Frankfurt am Main ausgestellt, anschliessend jeweils für kurze Zeit in diversen Galerien, Kunstvereinen und Kunst- hallen in Berlin, Leipzig, Dresden, Hannover, Bremen, Hamburg, Wien, auch im Künstlerhaus Zürich (Sept.-Okt. 1902) und in der Kunsthalle Basel (Okt.-Nov. 1902), zuletzt im Februar 1903 noch in Lemberg. Der Erstbesitzer der Supraporte „Brandung”, Sartorius Reinhold aus Hannover, wird dieses Bild anlässlich der Aus- stellung des Böcklin-Nachlasses im Kunstverein Hannover vom 24. Februar - 24. März 1902 erworben haben. Böcklins „Brandung“, welche die kraftvollen und dynamischen Bewegungen der Meeres- wogen thematisiert, die in ihrer türkisfarbenen Transparenz von weissen Schaumkronen ge- säumt werden und auf eine Felswand zur Rech- ten prallen, vor der sich zwei Meermänner vor einer Grotte aufhalten und die anbrandenden Wogen freudig erwarten, ist eines der letzten Spätwerke des Künstlers, in denen er sich mit 3222 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 108
  • 29. der Meeresthematik auseinandersetzt. Wie bei den Gemälden „Im Spiel der Wellen“ von 1883 (Andree, 1977, Kat. 375) sowie „Das Spiel der Nereiden“ von 1886 (ebd., Kat. 401), fokussiert sich der Maler auf die bewegte See, die die Hauptfläche des Bildes einnimmt und den Be- trachter gar in die Meereswogen hineinzuziehen scheint. Dies wird bei unserem Gemälde noch verstärkt durch die ursprüngliche Platzierung im Raum als Supraporte oberhalb der Türe, so dass der Blick des Betrachters nach oben direkt in die Wellenformation gerichtet ist. Bei der Haltung der männlichen Figur zur Rechten mit den ausgestreckten Armen wird in der Literatur vermutet, dass sich Böcklin hier bei der antiken Skulptur des Zeus von Dodona in Berlin orien- tiert haben mag (ebd., S. 516). Die Brandung ist das mittlere Bild von drei Meeresdarstellungen, bei der als einzige die tobende Wellenformation als Hauptthema aufgegriffen wird. Die anderen beiden heute in Privatbesitz sind zum einen betitelt „Vision auf dem Meer“ (ebd., Kat. 451), ein Nachtbild, bei dem der Blick von der Küste aus in die ge- spenstisch wirkende Ferne über den vom Mond teilweise erleuchteten Meeresspiegel geleitet wird, zum anderen „Odysseus und Polyphem“ (ebd., Kat. 453), das auf dem 9. Gesang von Homers Odyssee basiert. Mit der Wiederentdeckung der „Brandung“, welche sich über ein halbes Jahrhundert in Abb. 1. Saal K, IV Internationale Kunstausstellung (Bienale) Venedig. derselben Schweizer Privatsammlung befunden hat, steht seit langem wieder ein Teil dieser Trilogie auf dem internationalen Kunstmarkt zur Verfügung und versinnbildlicht in charakteristi- scher Weise die symbolistische Malweise Arnold Böcklins, der als einer der Hauptvertreter dieser Kunstrichtung im deutschsprachigen Raum angesehen wird. Wir danken Dr. h.c. Hans Holenweg für seine wissenschaftliche Unterstützung bei der Katalo- gisierung dieses Gemäldes und die Informatio- nen zur Provenienz und Autorschaft. CHF 60 000 / 100 000 EUR 55 600 / 92 600 | 109
  • 30. 3223 AIVAZOVSKY, IVAN KONSTANTINO- VICH (ZUGESCHRIEBEN) (1817 Feodosija 1900) Blick von der Küste auf stürmische See mit Segelschiff. Öl auf Leinwand. Unten links mit kyrillischer Signatur und Datie- rung: 1865. 54,6 x 45,6 cm (oval). Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 18 000 / 25 000 EUR 16 700 / 23 100 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 110
  • 31. 3224 ANKER, ALBERT (1831 Ins 1910) Schreibendes Mädchen. 1902. Aquarell auf Papier. Unten links signiert und datiert: Anker 1902. 24,5 x 35 cm (Lichtmass). Provenienz: Schweizer Privatsammlung. Albert Anker zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Schweiz und seine Werke erfreuten sich schon zu Lebzeiten nicht nur im eigenen Land, sondern auch über die Grenzen hinaus einer grossen Resonanz, besonders in Paris, wo Anker zeitweilig studiert und später mit seiner Familie 35 Winterhalbjahre verbracht hatte (siehe hierzu: Ten-Doesschate Chu, Petra: Eine nationale Ikone im internationa- len Kontext. In: Frehner, Matthias / Bhat- tacharya-Stettler, Therese / Fehlmann, March (Hrsg.): Albert Anker und Paris. Zwischen Ideal und Wirklichkeit. Ausstellungskatalog Kunst- museum Bern, Bern 2003, S. 61-73). Dabei blieb er in seiner Themenwahl dem ländlichen Leben seiner Heimat um Ins im Berner Seeland ein Leben lang treu. Ein Schlaganfall im Jahre 1901 zwang den siebzigjährigen Albert Anker die Ölmalerei, mit der er sich vorwiegend befasste, grösstenteils einzustellen und sich auf das Aquarellieren zu konzentrieren, das er mit der linken Hand aus- führen konnte. In dieser Zeit entstand das hier angebotene Aquarell, welches möglicherweise auch für die Pariser Gesellschaft vorgesehen war, denn ab 1902 verkehrte der erste Schnellzug von Bern nach Paris mit Halt in Ankers Heimat- ort Ins und verkürzte fortan das Reisen in die Weltstadt ungemein (siehe hierzu auch „Warum der Schnellzug nach Paris in Ins angehalten hat. Erinnerung an eine kleine Inser Geschichte“ von Beat Gutter, in: Ländliche Gesellschaft und materielle Kultur bei Albert Anker (1831-1910), Berner Zeitschrift für Geschichte, 72. Jahrgang, Bd. 2/10, S. 143ff.). Albert Anker scheint sich erst in den 1870er Jahren mit der Aquarellmalerei befasst zu haben. Womöglich inspirierte ihn erst die Fayence- arbeit, die ebenfalls eine auf Wasserfarben basierende Maltechnik ist. Dabei lässt sich die Sympathie für diese Technik in Ankers Oeuvre in zwei Schaffensphasen einteilen: die eine bis ca. 1890, in der es sich vorwiegend um Studien für seinen persönlichen Gebrauch handelt, und die zweite nach seiner endgültigen Rückkehr nach Ins, in der die Arbeiten im Auftrag und für den freien Verkauf sowie für Ausstellungen entstanden und zu dieser auch unsere Arbeit zählt (Kuthy, Sandor / Bhattacharya-Stettler, Therese: Albert Anker (1831-1910). Werkkata- log der Gemälde und Ölstudien, Basel, 1995, S. 31-32). Er legte ein allgemeines Mass für seine Aquarelle von 35 x 25 cm fest, welches ungefähr dem Format eines Fayencetellers entsprach (ca. 30/33 cm Durchmesser). Die Aquarellmalerei dürfte in den letzten zehn Jahren seines Schaf- fens seine Haupteinnahmequelle gewesen sein. Während andere Themen häufiger wiederholt wurden, bleibt das „Schreibende Mädchen“ als Motiv eher selten. Zwei Jahre später greift er 1904 unsere Komposition leicht variiert und in grösserem Format in Öl auf Leinwand erneut auf (ebd., Nr. 575, S. 245). Das hier angebotene Aquarell, welches kürzlich in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt wurde, ist von hoher Qualität und zeichnet sich durch die charakteristische Feinmalerei und subtile Kunstfertigkeit des Künstlers aus, gezielt einen Moment stimmungsvoll einzufangen. So wird der Betrachter angehalten, das Mädchen, welches versunken beim Schreiben am Tisch dargestellt ist, nicht in ihrer Konzentration zu stören. CHF 40 000 / 60 000 EUR 37 000 / 55 600 3224 | 111
  • 32. 3225 BENSA, ALEXANDER VON (1820 Wien 1902) Serie von drei höfischen Jagdszenen: Ver- sammlung der Jäger / Der Kronenzwölfender / Heimkehr der Jäger. Öl auf Holz. Erstes unten links signiert: Bensa / Zweites unten rechts signiert: A. de Bensa. Je 20,7 x 37 cm. Provenienz: - Alte Wiener Privatsammlung. - City Galerie, Wien bis 1971. - Bei obiger Galerie erworben und seither in Schweizer Privatbesitz. CHF 2 500 / 3 500 EUR 2 300 / 3 200 3225 3225 3225 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 112
  • 33. 3226* JENSEN, JOHAN LAURENTZ (1800 Gentofte 1856) Supraporte: Blumengirlande aus Frühjahrs- und Sommerblumen. Um 1845. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: I.L.JENSEN. 52,5 x 151,5 cm. Provenienz: - Privatsammlung, Dänemark (bis 1987). - Galerie G. Meier, München. - Privatsammlung, Deutschland. CHF 20 000 / 30 000 EUR 18 500 / 27 800 3226 | 113
  • 34. 3227* KÄRCHER, AMALIE (1819 Karlsruhe 1887) Blumenstillleben. 1862. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: Amalie Kaer- cher 1862. 98,3 x 80,5 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. Amalie Kärcher zählt neben Marie Ellenrieder (1791 - 1863) und Sophie Reinhard (1775 - 1844) zu den wenigen erfolgreichen Künstlerinnen ih- rer Zeit. Sie spezialisierte sich auf Stillleben und Blumenkompositionen, die sie in Anlehnung an die Tradition des Goldenen Zeitalters der Nie- derländer des 17. Jahrhunderts gestaltete. Ihre in feinmalerischer Qualität geschaffenen Werke erfreuten sich vielerorts einer grossen Nach- frage und wurden zwischen 1845 und 1874 in den Ausstellungen des Badischen Kunstvereins sowie auch im Kunstverein Bremen, München, Kassel und dem Münchner Glas-Palast von 1871 präsentiert. Das hier angebotene Stillleben führt in virtuoser Weise das künstlerische Schaffen der begabten Malerin vor Augen. CHF 40 000 / 60 000 EUR 37 000 / 55 600 3227 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 114
  • 35.
  • 36. 3228* KAUFFMANN, HUGO (Hamburg 1844 - 1915 Prien) In der Stube mit Holzknecht und Mädel beim Stricken. 1889. Öl auf Holz. Unten links datiert und signiert: 89 Hugo Kauffmann. 18,5 x 15 cm. Provenienz: Privatsammlung Deutschland. Literatur: Holz, Irmgard: Hugo Kauffmann 1844-1915. Werkverzeichnis der Gemälde. Berlin 1984, Nr. 809 (mit Abb). CHF 10 000 / 12 000 EUR 9 300 / 11 100 3228 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 116
  • 37. 3229* BÜRKEL, HEINRICH (Pirmasens 1802 - 1869 München) Überfall auf eine Reisekutsche. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: HB(ligiert)ÜRKEL. 41,5 x 52,5 cm. Gutachten: Dr. Hans-Peter Bühler / Albrecht Krückl, 12.11.1992. Provenienz: Privatsammlung, Deutschland. Vergleichsliteratur: Bühler, H.-P. / Krückl, A.: Heinrich Bürkel, mit Werkverzeichnis der Gemälde, München 1989, WV 514 ff. Hans-Peter Bühler, der das Gemälde im Original studiert hat und es in den Nachtragsband zum Werkverzeichnis aufnehmen wird, datiert dieses Werk von höchster Qualität um 1853. In seinem Gutachten schreibt er: „Ein vielleicht selbst erlebtes Ereignis im Verlaufe einer seiner 3 grossen Italienreisen (1830/32, 1838 und 1853/54) schildert Bürkel hier in dramatischer, aber doch süffisanter Art. Der „Räuberanfall“, wie Bürkel 1853 dieses Motiv in seinem Ver- kaufsverzeichnis betitelt, war eine erste Fassung zu einer erfolgreichen Serie von „Überfällen“ in den folgenden Jahren (vgl. WV 514-517). Neben der gelungenen Figuren- und Tierdarstellung überzeugt auch die Gesamtkomposition mit dem hohen Felsen, bewusst gewählt als schützender Rückraum für die Räuber.“ Siehe auch Katalogeintrag zu Los 3218. CHF 30 000 / 40 000 EUR 27 800 / 37 000 3229 | 117
  • 38. 3230 DUPRÉ, JULES (Nantes 1811 - 1889 L‘Isle-Adam) Eiche am Weiher. Um 1855-60. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: J. Dupré. 46,8 x 38,2 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. Ausstellung: Otto Frölicher und Landschaftsmaler seiner Zeit: Ausstellung zum 100. Todestag: Kunstmu- seum Solothurn, 9.3. - 13.5.1990, Nr. 91. Literatur: Hohl-Schild, Roswitha (Hg.): Otto Frölicher und Landschaftsmaler seiner Zeit: Ausstellung zum 100. Todestag, Solothurn 1990, Nr. 91 (mit Abb.). Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken. CHF 4 000 / 6 000 EUR 3 700 / 5 600 3231 HARPIGNIES, HENRI JOSEPH (Valenciennes 1819 - 1916 in St-Privé) Waldlandschaft. 1900. Öl auf Holz. Unten links signiert und datiert: H Harpignies f. 1900. 33,3 x 30,6 cm. Provenienz: - Rembrandt Art Gallery, New York. - Schweizer Privatsammlung. Ausstellung: Otto Frölicher und Landschaftsma- ler seiner Zeit: Ausstellung zum 100. Todestag: Kunstmuseum Solothurn, 9.3. - 13.5.1990, Nr. 93. Literatur: Hohl-Schild, Roswitha (Hg.): Otto Frölicher und Landschaftsmaler seiner Zeit: Ausstellung zum 100. Todestag, Solothurn 1990, Nr. 93 (mit Abb.). CHF 3 000 / 4 000 EUR 2 800 / 3 700 32313230 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 118
  • 39. 3232 RICHET, LEON (1817 Solesmes 1907) Reisigsammlerin bei einem Teich. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: Léon Richet. 33 x 41 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit dieses Gemäldes anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken. CHF 3 000 / 5 000 EUR 2 800 / 4 600 3232 | 119
  • 40. 3233* KOBELL, WILHELM VON (Mannheim 1766 - 1855 München) Landschaft mit Vieh bei Schloss Emming. Um 1826. Öl auf Holz. Unten links signiert: W. Kobell. 22,7 x 32 cm. Provenienz: - Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt, Inv. Nr. 3453 (verso Etikette). - Europäische Privatsammlung. Ausstellung: Der frühe Realismus in Deutschland. 1800-1850. Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, 1967. Literatur: - Ausst. Kat. Der frühe Realismus in Deutsch- land. 1800-1850. Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung Georg Schäfer, Schwein- furt. Germanisches Nationalmuseum Nürn- berg, 1967, München 1967, S. 187, Kat. Nr. 145 (mit Abb.). - Wichmann, Siegfried: Wilhelm von Kobell. Monographie und kritisches Verzeichnis der Werke, München 1970, S. 451, Kat. Nr. 1373 (mit Abb.). CHF 5 000 / 7 000 EUR 4 600 / 6 500 3233 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 120
  • 41. 3234* VOLTZ, FRIEDRICH (Nördlingen 1817 - 1886 München) Austrieb der Herde. 1876. Öl auf Holz. Unten rechts signiert, datiert und bezeichnet: Fr. Voltz. 876. München. 38,8 x 92,2 cm. Provenienz: - Galerie Wimmer Co., München, bis April 1927. - Galerie Heinemann, München, Nr. 18364 (verso Etikette). - Privatsammlung Otto Meyerfeld, Aachen, ab Juli 1927. - Seit ca. 40 Jahren in deutschem Privatbesitz, an einer Auktion bei Christie‘s in New York erworben. Ausstellungen: - Leihgabe Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, ca. 1990 - 2000. - Leihgabe Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, 2000 - 2010. Literatur: Wichmann, Siegfried: Münchner Landschafts- maler im 19. Jahrhundert, München 1981, S. 193, Kat. Nr. 426 (mit Abb.). CHF 16 000 / 25 000 EUR 14 800 / 23 100 3234 | 121
  • 42. 3235* TIRATELLI, CESARE (1864 Rom 1933) Zwei Mädchen mit Katze im Kürbisgarten. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: Tiratelli C. 36,3 x 46 cm. Provenienz: Privatsammlung, Südamerika. CHF 6 000 / 8 000 EUR 5 600 / 7 400 3235 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 122
  • 43. 3236 TRÜBNER, WILHELM (Heidelberg 1851 - 1917 Karlsruhe) Satyr und Zentauren. Öl auf Holz. Unten rechts signiert und bezeichnet: W. Trüb- ner. München. 36,3 x 28,2 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz über mehrere Generati- onen. Während Wilhelm Trübner in seinem Frühwerk naturalistisch malte, wandte er sich ab den 1870er Jahren unter dem Einfluss von Wilhelm Leibl (1844 - 1900) und seinem Kreis dem deut- schen Impressionismus zu. Gedämpfte Farben und einen expressiven Pinselstrich charakte- risieren diesen Malstil, der vom energischen Duktus Gustave Courbets (1819 - 1877) geprägt ist, dessen Gemälde Trübner auf der ersten Internationalen Kunstausstellung in München 1869 sah. Inhaltlich spiegelt diese mythologische Darstellung, die an Werke des Symbolisten Ar- nold Böcklins (1827 - 1901) erinnern mag (siehe auch Los 3222), kompositorische Elemente der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts wieder, insbesondere von Gemälden Peter Paul Rubens (1577 - 1640), der zahlreiche Bacchana- len mit Zentauren malte. CHF 5 000 / 7 000 EUR 4 600 / 6 500 3236 | 123
  • 44. 3237* ADAM, FRANZ (Mailand 1815 - 1886 München) Pferdeherde im Galopp. 1882. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Franz Adam 82. 87,5 x 155 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 10 000 / 15 000 EUR 9 300 / 13 900 3237 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 124
  • 45. 3238 DREUX, ALFRED DE (1810 Paris 1860) Musketier auf einem Schimmel. Um 1850/52. Öl auf Leinwand. 73,5 x 59,5 cm. Provenienz: Schweizer Privatsammlung. Marie-Christine Renauld bestätigt die Eigen- händigkeit dieses Gemäldes nach Prüfung des Originals und wird das Werk in dem zu erschei- nendem Supplément des Werkverzeichnisses von Alfred De Dreux publizieren. CHF 12 000 / 18 000 EUR 11 100 / 16 700 3238 | 125
  • 46. 3239 SPOHLER, JACOB JAN COENRAAD (1837 Amsterdam 1894) Gegenstücke: Häuser und Mühle an einem Fluss mit Booten / Pferdeschlitten auf dem Eis mit Mühle im Hinter- grund. Öl auf Holz. Unten rechts signiert: J.J.S.Spohler / Unten links bezeichnet: Ch. Leickert f. 12,2 x 8,9 cm / 12,2 x 9,5 cm. Provenienz: - Privatbesitz England. - Schweizer Privatsammlung seit über 30 Jahren. Christiaan Lucht, M. A. identifiziert diese beiden Gegenstücke als eigenhändige Werke des Amster- damer Malers Jacob Jan Coenraad Spohler, wofür wir ihm danken, und hebt hervor, dass der Künstler vom Oeuvre Andreas Schelfhouts (1787 - 1870) inspiriert wurde. CHF 4 000 / 6 000 EUR 3 700 / 5 600 32393239 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 126
  • 47. 3240* KOEKKOEK, WILLEM (1839 Amsterdam 1895) Stadtansicht. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert: W. Koekkoek 37,8 x 44,3 cm. Provenienz: - Auktion Christie‘s, Amsterdam, 27.4.1999, Los 177. - Europäische Privatsammlung. Christiaan Lucht M. A. bestätigt die Eigen- händigkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken und datiert dieses Gemälde in das Frühwerk des Künstlers, welches vor 1860 ent- standen ist. Es ist die frühste bislang bekannte Stadtansicht Willem Koekkoeks, welche er vermutlich vor seinem 21. Lebensjahr anfertigte. CHF 6 000 / 8 000 EUR 5 600 / 7 400 3240 | 127
  • 48. 3241* KLOMBECK, JOHANN BERNHARD (1815 Kleve 1893) Waldlandschaft mit Personen und Vieh bei der Kapelle Düffelward. 1852. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert, bezeichnet und datiert: J. B. Klombeck ft. 1852. 73 x 93,5 cm. Provenienz: - Auktion Lempertz, Köln, 14.-16.11.1951, Los 747. - Auktion Lempertz, Köln, 22.-24.11.1984, Los 430. - Auktion Sotheby’s, Amsterdam, 27.10.1999, Los 72. - Europäische Privatsammlung. Literatur: - Nollert, A. / Werd, G. de: Johann Bernhard Klombeck 1815-1893. Ein Landschaftsmaler der Klever Romantik, Kleve 1993, S. 78, Kat. Nr. 52/74, Abb. S. 44. - Nollert, A.: ‘Klombeck, Koekkoek en Kleef’, Tableau Fine Arts Magazine, 16, (1993), Nr. 2, S. 55, Abb. [5]. Ausstellung: Kleve, Städtisches Museum Haus Koekkoek, Johann Bernhard Klombeck. Ein Maler der Klever Romantik, 10.10.-5.12.1993. Johann Bernhard Klombeck wird als der wichtigste und begabteste Schüler von Barend Cornelis Koekkoek (1803 - 1862) angesehen. Nach seinen Anfängen bei seinem Onkel, dem Porträt- und Stilllebenmaler Matthias Tinthoff, wurde Klombeck einer der ersten Schüler und Mitglieder des „Zeichen-Kollegium“ von Barend Cornelis Koekkoek in Kleve. Diese Kunstakademie war 1841 gegründet worden und für eine Vielzahl an Landschaftsmalern prägend, die unter der sogenannten „Klever Romantik“ bekannt wurden. Sie waren von Koekkoeks Malweise geprägt, die er auch in seinem Studienbuch für junge Maler “Herinne- ringen en Mededeelingen van eenen Land- schapschilder” (1841) erläuterte. Das vorliegende Los entstand 1852 auf dem Höhepunkt der künstlerischen Entwicklung von Johann Bernhard Klombeck. Es handelt sich hierbei nicht um eine topographisch genaue Wiedergabe einer bestimmten Gegend. Die Kapelle Düffelwald entnahm der Künstler seinen Zeichenstudien, die er vor Ort anfertigte und später in seine Capriccio- Landschaften platzier- te. Die mächtigen Bäume führen dem Betrach- ter die kraftvolle und beindruckende Naturge- walt vor Augen, wobei Figuren und Tiere eher in den Hintergrund treten. Bei der imaginären Verbindung der diagonalen Elemente in der Komposition, die u.a. durch die Bäume und Bäche suggeriert werden, greift der Künstler auf die Bildtradition der Landschaftsmalerei in den Niederlanden des Goldenen Zeitalters um Jacob van Ruisdael und Meindert Hobbema zurück. Düffelward ist eine kleine Ortschaft in Nordrhein-Westfalen in Deutschland, die zur Gemeinde von Kleve gehört und wenige Kilo- meter von der holländischen Grenze entfernt liegt. 1851 wurde die dargestellte alte Kapelle zerstört und durch eine neo-gotische Kirche ersetzt. Auch sein Lehrer B. C. Koekkoek und Klombecks Schülerin Anna van Sandick setzten das Motiv der alten Kapelle in ihre Landschaf- ten ein, um dem aufkommenden Interesse an pittoresken Szenerien zu entsprechen. Mit dem hier angebotenen Gemälde, welches die Kunstfertigkeit Klombecks in höchstem Masse vor Augen führt, gelingt es dem Maler in der differenzierten Vielfalt an Details sich mit der Malerei seines Lehrers B. C. Koekkoek gleichzu- setzen, der von seinen Zeitgenossen als der „Prinz der Landschaftsmaler“ bezeichnet wurde. Klom- becks Virtuosität wird anhand dieses Gemäldes meisterlich vor Augen geführt und es gilt als ein bedeutendes Beispiel der „Klever Romantik“. Wir danken Christiaan Lucht, M.A. für diesen Katalogeintrag. CHF 60 000 / 80 000 EUR 55 600 / 74 100 3241 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 128
  • 49.
  • 50. 3242* CHOULTSÉ, IVAN FEDOROVICH (St. Petersburg 1874 - 1939 Nizza) Seelandschaft. 1921. Öl auf Holz. Unten links signiert: Iw. F. Choultsé 21. 38 x 46 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 12 000 / 15 000 EUR 11 100 / 13 900 3242 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 130
  • 51. 3243* CHOULTSÉ, IVAN FEDOROVICH (St. Petersburg 1874 - 1939 Nizza) Sonnenuntergang. 1921. Öl auf Holz. Unten links signiert: Iw. F. Choultsé 21. 38 x 38 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 12 000 / 15 000 EUR 11 100 / 13 900 3243 | 131
  • 52. 3244 KUWASSEG, CHARLES (Draveil 1833 - 1904 Paris) Waldweg. Öl auf Papier auf Leinwand. Unten rechts signiert: C Kuwasseg. 22 x 27 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken. CHF 3 000 / 5 000 EUR 2 800 / 4 600 3244 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 132
  • 53. 3245 WÜEST, JOHANN HEINRICH (1741 Zürich 1821) Erlenbacher Tobel. Öl auf Holz. 55,5 x 71,5 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. Dieses Gemälde ist im SIK (Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft) unter der Num- mer 15876 als eigenhändiges Werk von Johann Heinrich Wüest registriert. CHF 5 000 / 7 000 EUR 4 600 / 6 500 3245 | 133
  • 54. 3246 GRÜTZNER, EDUARD VON (Grosskarlowitz/Schlesien 1846 - 1925 Mün- chen) Drei Mönche bei der Brotzeit. 1885. Öl auf Holz. Oben links signiert und datiert. Ed. Grützner. 1885. 40 x 50,8 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. Dieses Gemälde von Eduard Grützner lässt sich in die Serie der Brotzeitmönche einreihen und ist ein charakteristisches Beispiel für sein Schaffen. Stilistisch wie kompositorisch ist diese mit der 1884 datierten Arbeit Eduard Grützners zu vergleichen, die bei Laszlo Balogh im Werkver- zeichnis unter der Nr. 307 aufgeführt ist (siehe hierzu Balogh, Laszlo: Eduard von Grützner. 1846 - 1925. Ein Münchner Genremaler der Gründerzeit. Monographie und kritisches Verzeichnis seiner Ölgemälde, Ölstudien und Ölskizzen, München 1991, S. 197, Kat. Nr. 307). CHF 7 000 / 9 000 EUR 6 500 / 8 300 3247 LÖFFLER, LEOPOLD (Rzeszow 1827 - 1898 Krakau) Musikant in seiner Stube. 1857. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: Leopold Löffler 1857. 36,5 x 29,5 cm. Provenienz: - Kunsthandel Antiquitäten Czeslaw Bednarczyk, Wien, 1971. - Schweizer Privatsammlung. CHF 4 000 / 6 000 EUR 3 700 / 5 600 3246 3247 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 134
  • 55. 3248* MAKOVSKY, KONSTANTIN EGORO- VICH (ZUGESCHRIEBEN) (Moskau 1839 - 1915 St. Petersburg) Bildnis einer Dame mit Kokos-Schmuck. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: K. Mako(v)ckin. 36,4 x 29,6 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 20 000 / 30 000 EUR 18 500 / 27 800 3248 | 135
  • 56. 3249* THOMASSIN, DÉSIRÉ (Wien 1858 - 1933 München) Winterliche Landschaft. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: D. Thomassin. 30,5 x 51,5 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 5 000 / 7 000 EUR 4 600 / 6 500 3250 RUSSISCHE SCHULE, 19. JAHRHUNDERT Pferdeschlitten im Schnee. Öl auf Leinwand. Unten rechts mit Signatur: F. Roubaud. 70 x 51 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 3 000 / 5 000 EUR 2 800 / 4 600 3249 3250 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 136
  • 57. 3251* HAANEN, REMIGIUS ADRIANUS VAN (Oosterhout 1812 - 1894 Aussee) Winterlandschaft. 1854. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: R v Haanen 1854. 95 x 138,5 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. Christiaan Lucht M. A. bestätigt die Eigenhän- digkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken. CHF 25 000 / 35 000 EUR 23 100 / 32 400 3251 | 137
  • 58. 3252* SCHWENDY, ALBERT (Berlin 1820 - 1902 Dessau) Blick auf eine Stadt am Fluss mit gotischer Kathedrale. 1859. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: A. Schwendy 1859. 65 x 53 cm. Provenienz: Privatsammlung, Deutschland. CHF 4 000 / 6 000 EUR 3 700 / 5 600 3253 RAUPP, KARL (Darmstadt 1837 - 1918 München) Junges Bauernpaar am Feldrand. 1868. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: K. Raupp. 1868. 70 x 55 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 4 000 / 6 000 EUR 3 700 / 5 600 3252 3253 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 138
  • 59. 3254 KUWASSEG, CHARLES (Draveil 1833 - 1904 Paris) Grachtenszene mit Segelschiffen vor Stadtkulisse. 1873. Öl auf Leinwand. Unten links signiert, bezeichnet und datiert: C. Kuwasseg Fils 1873. 32,5 x 46,8 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. Michel Rodrigue bestätigt die Eigenhändigkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken. CHF 1 800 / 2 500 EUR 1 700 / 2 300 3254 | 139
  • 60. 3255 ZATZKA, HANS (1859 Wien 1945) Die Liegende. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: H. Zatzka. 37 x 77 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 8 000 / 12 000 EUR 7 400 / 11 100 3256 TROUILLEBERT, PAUL DÉSIRÉ (1829 Paris 1900) Nu avec une grenouille. Öl auf Holz. Unten rechts signiert: Trouillebert. Rückseitig handschriftliche Dedikation von Marie Trouille- bert, mit Datum 24 Décembre 1901. 23,8 x 45,5 cm. Gutachten: Trouillebert Archives Barbizon, Thomas Maier und Dr. Bernd Müllerschön, 6.10.2015. Provenienz: - Marie Trouillebert, 24.12.1901 (verso Vermerk). - Schweizer Privatsammlung. CHF 6 000 / 8 000 EUR 5 600 / 7 400 3255 3256 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 140
  • 61. 3257 ZATZKA, HANS (1859 Wien 1945) Die Versuchung. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: H. Zatzka. 63,3 x 47,5 cm. Provenienz: Schweizer Privatbesitz. CHF 7 000 / 12 000 EUR 6 500 / 11 100 3257 | 141
  • 62. 3258* HAUPTMANN, KARL (1880 Deutschland 1947) Schwarzwaldhaus. Öl auf Pavatex. Unten links signiert: K Hauptmann. 68,5 x 77 cm. CHF 4 000 / 6 000 EUR 3 700 / 5 600 3259* HAUPTMANN, KARL (1880 Deutschland 1947) Wintertag in Ellersbach. 1941. Öl auf Pavatex. Unten links signiert: K Hauptmann. 70,5 x 90 cm. CHF 6 000 / 8 000 EUR 5 600 / 7 400 3259 3258 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 142
  • 63. 3260* HABENSCHADEN, SEBASTIAN (1813 München 1868) Sommerliche Landschaft mit einem Viehstall und Tieren. Öl auf Leinwand. 53 x 43 cm. Provenienz: - Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt (verso Etikette). - Auktion Koller, Zürich 19.9.2008, Los 3274. - Europäische Privatsammlung. CHF 4 000 / 6 000 EUR 3 700 / 5 600 3260 | 143
  • 64. 3261 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 144
  • 65. 3262* ARNEGGER, ALOIS (1879 Wien 1963) Bucht Picolla Marina. Öl auf Leinwand. Unten links signiert: A. Arnegger. 90 x 124 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 7 000 / 12 000 EUR 6 500 / 11 100 3261* GRUBACS, MARCO (1839 Venedig 1910) Venezianische Ansicht mit Dogenpalast. Öl auf Holz. Unten links signiert: M. Grubas. 26,8 x 14,5 cm. Provenienz: Europäische Privatsammlung. CHF 4 000 / 7 000 EUR 3 700 / 6 500 3262 | 145
  • 66. 3263 SIEMIRADZKI, HENRYK (ZUGESCHRIEBEN) (Belgorod 1843 - 1902 Strzalkovo) Abendmal. Öl auf Eisen. 55,6 x 91 cm. Provenienz: Privatsammlung. Dieses Werk diente wohl als Skizze für ein Fres- ko in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, an dem Siemiradzki in den Jahren 1876-1879 arbeitete. CHF 5 000 / 7 000 EUR 4 600 / 6 500 3263 Gemälde des 19. Jahrhunderts | 146