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Informelle Gemeinschaftsbibliographien
Zwischen Open Data und Facebookisierung




                                     Lambert Heller
                              100. Bibliothekartag
                                    Berlin, 8.6.2011
Agenda


•   2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike
•   Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma
•   2014: So könnte es weitergehen
•   Zeit für Ihre Fragen!




Folien, Quellen: http://delicious.com/lambo/bibtag11



                                          2
Agenda


•   2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike
•   Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma
•   2014: So könnte es weitergehen
•   Zeit für Ihre Fragen!




                                          3
Joshua Schachter, 2004: Delicious
Tripartite Tagging Graph




               H Halpin, V Robu, H Shepherd (2007), The
              Complex Dynamics of Collaborative Tagging
                                    4
Richard Cameron, 2004: CiteULike
CiteULike – „Delicious for scientists“




                                     5
Was bleibt?
Persönliches Informationsmanagement im Web




                               6
Was bleibt?
Persönliches Informationsmanagement im Web*




                                       7
         *...sowie das Potential des “Sozialen Entdeckens”
Was bleibt?
Nahtlose(re)s Informationsmanagement




                                8
Was bleibt?
„You control your own data“ (Tim O'Reilly 2004)




                                   9
Jedoch: (Kommerzieller) Erfolg sieht anders aus.


• Genannte Dienste sind inzwischen durch Content-
  Vermarkter aufgekauft oder gesponsort.
• Halber Ausnahmefall: LibraryThing (Freemium-Modell,
  Kontrolle durch Gründer, “Büchersammler“ als User)
• Lesson learned für Bibliotheken: Tagging kein
  Selbstzweck, funktioniert nur egoistisch oder für ein
  „echtes“ Gemeinschaftsprodukt




                                        10
Agenda


•   2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike
•   Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma
•   2014: So könnte es weitergehen
•   Zeit für Ihre Fragen!




                                          11
Mehr soziales Signal → Kritische Masse
Am Beispiel „Open Access Tagging Project“ (OATP)




                                12
„WE control your data“
Am Beispiel der Verschwindenden RSS-Feeds




                               13
„WE control your data“
Infokanäle autonom zuschneiden und verarbeiten




                                 14
„WE control your data“
Facebook: Nichts für autonome Web User




                                15
„WE control your data“
ResearchGate folgt Facebooks Modell




                                16
„WE control your data“
Gegenbeispiel Mendeley?




                          17
ResearchGate et al. – „Facebook for scientists“




                                   18
Mendeley et al. – „Last.fm for papers“




                                    19
Mendeley et al. – „Last.fm for papers“




Neben personalisierten Empfehlungen:
  “Subjektive subjektive Bibliographie“, a.k.a. „Profilseite“
+ Kanal zur einfachen Open-Access-Archivierung/-Publikation
+ Persönliche Literaturverwaltung (Integration mit Word etc.)
+ Verhältnismäßig wenig “objektives Bibliographieren“
= Persönliches Bibliographiedaten-Werkzeug   20
Agenda


•   2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike
•   Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma
•   2014: So könnte es weitergehen
•   Zeit für Ihre Fragen!




                                          21
Informelle Bibliographien: Kommt eine neue Welle?
Bruchstellen im Facebook-Twitter-Modell

• Silos – erfolgreich können stets nur wenige davon sein.
        
             ...und Erfolg ist erkauft durch Overflow sowie
             Innovationsblockade gegen bessere Filter.
• Traditionelle Literaturverwaltung wird (irgendwann...)
  durch Hyperlinks und BIBO, Microdata etc. überflüssig.
        
             “Nachfolger”: Persönliche hybride
             Bibliotheken wie Zotero, Mendeley, Papers...
• Wichtiges Feature: „Subjektive subjektive Bibliographie”
        
             Wettbewerb oder Integration mit
             institutionellen Current Research Information
             Systems


                                          22
Wo rollt die neue Welle?


• Eine Community von X-Tausend Benutzern betreibt
  kollaborativ einen unvergleichlich feingliedrigen
  Thesaurus, sortiert >100.000 deutschsprachige Bücher
  mit ISBN und >100.000 Aufsätzen mit DOIs, stellt das
  Ergebnis unter freier Lizenz, suchmaschinen-geeignet
  sowie als Linked Data zur Verfügung?
• Interessant und herausfordernd, da „objektorientierte“
  Bibliographie als Nebenprodukt eines Lexikons.
        
             Wikipedia als Modell und Anknüpfungspunkt.




                                         23
Wikipedia: Laien-Bibliographie ohne Info-Profis?


• Wikipedia – von Laien geschrieben? Vgl.
  Bundesministerium für Landwirtschaft 2007, National
  Institutes of Health 2009, Association for Psychological
  Science 2011 sowie unzählige Elearning-Initiativen.
• Was ist für Information Professionals drin?
  → Wir entwickeln unsere Rollen und Funktionen
  anspruchsvoll weiter, vermitteln Informationskompetenz
  durch Learning-by-Doing, koproduzieren fachliche
  Entdeckungs-Umgebungen anstatt sie zu lizensieren...




                                          24
Agenda


•   2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike
•   Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma
•   2014: So könnte es weitergehen
•   Zeit für Ihre Fragen!




                                          25
Fragen?


Fragen Sie – gerne auch nach dem Bibliothekartag!
• Mail: lambert.heller@tib.uni-hannover.de
• Web: wikify.org
• Blog: biblionik.de
• Twitter: @Lambo




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Informelle Gemeinschaftsbibliographien - Zwischen Open Data und Facebookisierung

  • 1. Informelle Gemeinschaftsbibliographien Zwischen Open Data und Facebookisierung Lambert Heller 100. Bibliothekartag Berlin, 8.6.2011
  • 2. Agenda • 2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike • Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma • 2014: So könnte es weitergehen • Zeit für Ihre Fragen! Folien, Quellen: http://delicious.com/lambo/bibtag11 2
  • 3. Agenda • 2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike • Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma • 2014: So könnte es weitergehen • Zeit für Ihre Fragen! 3
  • 4. Joshua Schachter, 2004: Delicious Tripartite Tagging Graph H Halpin, V Robu, H Shepherd (2007), The Complex Dynamics of Collaborative Tagging 4
  • 5. Richard Cameron, 2004: CiteULike CiteULike – „Delicious for scientists“ 5
  • 7. Was bleibt? Persönliches Informationsmanagement im Web* 7 *...sowie das Potential des “Sozialen Entdeckens”
  • 9. Was bleibt? „You control your own data“ (Tim O'Reilly 2004) 9
  • 10. Jedoch: (Kommerzieller) Erfolg sieht anders aus. • Genannte Dienste sind inzwischen durch Content- Vermarkter aufgekauft oder gesponsort. • Halber Ausnahmefall: LibraryThing (Freemium-Modell, Kontrolle durch Gründer, “Büchersammler“ als User) • Lesson learned für Bibliotheken: Tagging kein Selbstzweck, funktioniert nur egoistisch oder für ein „echtes“ Gemeinschaftsprodukt 10
  • 11. Agenda • 2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike • Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma • 2014: So könnte es weitergehen • Zeit für Ihre Fragen! 11
  • 12. Mehr soziales Signal → Kritische Masse Am Beispiel „Open Access Tagging Project“ (OATP) 12
  • 13. „WE control your data“ Am Beispiel der Verschwindenden RSS-Feeds 13
  • 14. „WE control your data“ Infokanäle autonom zuschneiden und verarbeiten 14
  • 15. „WE control your data“ Facebook: Nichts für autonome Web User 15
  • 16. „WE control your data“ ResearchGate folgt Facebooks Modell 16
  • 17. „WE control your data“ Gegenbeispiel Mendeley? 17
  • 18. ResearchGate et al. – „Facebook for scientists“ 18
  • 19. Mendeley et al. – „Last.fm for papers“ 19
  • 20. Mendeley et al. – „Last.fm for papers“ Neben personalisierten Empfehlungen: “Subjektive subjektive Bibliographie“, a.k.a. „Profilseite“ + Kanal zur einfachen Open-Access-Archivierung/-Publikation + Persönliche Literaturverwaltung (Integration mit Word etc.) + Verhältnismäßig wenig “objektives Bibliographieren“ = Persönliches Bibliographiedaten-Werkzeug 20
  • 21. Agenda • 2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike • Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma • 2014: So könnte es weitergehen • Zeit für Ihre Fragen! 21
  • 22. Informelle Bibliographien: Kommt eine neue Welle? Bruchstellen im Facebook-Twitter-Modell • Silos – erfolgreich können stets nur wenige davon sein.  ...und Erfolg ist erkauft durch Overflow sowie Innovationsblockade gegen bessere Filter. • Traditionelle Literaturverwaltung wird (irgendwann...) durch Hyperlinks und BIBO, Microdata etc. überflüssig.  “Nachfolger”: Persönliche hybride Bibliotheken wie Zotero, Mendeley, Papers... • Wichtiges Feature: „Subjektive subjektive Bibliographie”  Wettbewerb oder Integration mit institutionellen Current Research Information Systems 22
  • 23. Wo rollt die neue Welle? • Eine Community von X-Tausend Benutzern betreibt kollaborativ einen unvergleichlich feingliedrigen Thesaurus, sortiert >100.000 deutschsprachige Bücher mit ISBN und >100.000 Aufsätzen mit DOIs, stellt das Ergebnis unter freier Lizenz, suchmaschinen-geeignet sowie als Linked Data zur Verfügung? • Interessant und herausfordernd, da „objektorientierte“ Bibliographie als Nebenprodukt eines Lexikons.  Wikipedia als Modell und Anknüpfungspunkt. 23
  • 24. Wikipedia: Laien-Bibliographie ohne Info-Profis? • Wikipedia – von Laien geschrieben? Vgl. Bundesministerium für Landwirtschaft 2007, National Institutes of Health 2009, Association for Psychological Science 2011 sowie unzählige Elearning-Initiativen. • Was ist für Information Professionals drin? → Wir entwickeln unsere Rollen und Funktionen anspruchsvoll weiter, vermitteln Informationskompetenz durch Learning-by-Doing, koproduzieren fachliche Entdeckungs-Umgebungen anstatt sie zu lizensieren... 24
  • 25. Agenda • 2004: Web 2.0, Tagging, Delicious, CiteULike • Seit 2008: Das Facebook-Twitter-Paradigma • 2014: So könnte es weitergehen • Zeit für Ihre Fragen! 25
  • 26. Fragen? Fragen Sie – gerne auch nach dem Bibliothekartag! • Mail: lambert.heller@tib.uni-hannover.de • Web: wikify.org • Blog: biblionik.de • Twitter: @Lambo 26
  • 27. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!