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Open Educational Resources als digitale Heterotopie

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Am Mittwoch, dem 21. Januar um 17 Uhr hält Dr. Markus Deimann von der FernUniversität Hagen einen Vortrag zum Thema: "Open Educational Resources als digitale Heterotopie".
Seit mehr als einer Dekade sind Open Educational Resources (OER) ein globales Bildungsphänomen, das mit dem universalistischen Anspruch „Bildung für alle“ für eine bessere Gesellschaft, eine prosperierende Wirtschaft und eine offene Kultur eintritt. Im Kern geht es bei OER, so die Pariser Erklärung der UNESCO vom Juni 2012, um „Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizenzierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige internationale Abkommen festgelegt ist, und respektiert die Urheberschaft an einem Werk.“ Die Idee, hochwertige digitale Inhalte frei über das Internet anzubieten wurde im April 2001 vom Massachusetts Institut of Technology (MIT) geboren und praktisch in die Tat umgesetzt (MIT OpenCourseWare). Was als Utopie des Cyberspace begann – so wie beispielsweise in der Unabhängigkeitserklärung von Barlow 1996 formuliert, wird nun als Heterotopie, als real existierender Gegenort weitergeführt.

Veröffentlicht in: Bildung
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Open Educational Resources als digitale Heterotopie

  1. 1. Open Educational Resources (OER) als digitale Heterotopie Markus Deimann FernUniversität in Hagen @mdeimann
  2. 2. 01_Begriffsklärung
  3. 3. Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang, sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizenzierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige internationale Abkommen festgelegt ist, und respektiert die Urheberschaft an einem Werk. Open Educational Resources sind… Pariser Erklärung der UNESCO, Juni 2012
  4. 4. Der Ursprung „Other universities may be striving to market their courses to the Internet masses in hopes of dot-com wealth. But the Massachusetts Institute of Technology has chosen the opposite path: to post virtually all its course materials on the Web, free to everybody.“ ! New York Times, 04. April, 2001 http://www.nytimes.com/2001/04/04/us/auditing-classes-at-mit-on- the-web-and-free.html
  5. 5. "I don't think we are giving away the direct value, by any means, that we give to students.“ ! "But I think we will help other institutions around the world." ! New York Times, 04. April, 2001 http://www.nytimes.com/2001/04/04/us/auditing-classes-at- mit-on-the-web-and-free.html Charles M. Vest (1941- 2013) MIT President 1990 - 2004 http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fe/ Charles-m-vest.jpg/220px-Charles-m-vest.jpg
  6. 6. Die Weiterentwicklung http://ocw.mit.edu/images/about-mast.jpg • MIT OCW hat aktuell Materialien von 2150 Kursen und 1 Million Besuche/Monat • Internationales Konsortium (Open Education Consortium) • MITx/edX (ab 2011) Fokus auf MOOCs
  7. 7. 02_Utopien – Dystopien – Heterotopien
  8. 8. Politeia - Der ideale Staat (gut, gerecht, edel) Platon, 380 v. Chr. http://de.wikipedia.org/wiki/Politeia#mediaviewer/File:P._Oxy._LII_3679.jpg
  9. 9. Utopia - Mythos der Sozialutopie Thomas Morus, 1516 http://de.wikipedia.org/wiki/Utopia_%28Roman%29#mediaviewer/ File:Insel_Utopia.png
  10. 10. Der Sonnenstaat (La città del Sole) Wunschbild der Gleichheit und Gerechtigkeit (Abschaffung des Privateigentums) Tommaso Campanella, 1602 http://coursesite.uhcl.edu/HSH/Whitec/ximages/courseimages/L5439utopimag/utopsites/CampaCitySun2.jpg
  11. 11. Der prototypische Überwachungsstaat George Orwell, 1949 https://lightlit.files.wordpress.com/ 2014/07/1984_by_alcook-d4z39dh.jpg
  12. 12. –Michel Foucault, Die Heterotopien, 2013, S. 9 „Dennoch glaube ich, dass es - in allen Gesellschaften - Utopien gibt, die einen genau bestimmbaren, realen, auf der Karte zu findenden Ort besitzen und auch eine genau bestimmbare Zeit, die sich nach dem alltäglichen Kalender festlegen und messen lässt.“
  13. 13. https://www.flickr.com/photos/wernerfaymann/2796267898/in/photolist-5g6B2u-78eNRv-bRpCZ-8dG8bv-4ea3sh-nmWT5j-bg2MsZ-bg2LMk-kbJkJ-7ovdXG-6pdie4-97chq- dAq3Up--5jNbTe-d1RFwm-3fbEw7-2Z5fkq-d1RDBq-d1REtJ-5Tc2ZB-EJYyF-EYbdh-nKwhdf- anLMek-8qtV5S-8qqMWB-8qqMbp-8qtU8N-8qtU4j-8qtTXQ-8qtTFJ-8qtTBy-8qtTxS-8qtTtL-8qtTr1-8qqLp2-8qqLc4-8qqKLX-8qqKJe-8qqKEv-8qqKBF-kbJdx-zcvoa-zcrM7- bYo6W-8kbxx6-ebvVCx-pQktdH-9N9DcQ
  14. 14. Fünf Prinzipien von Heterotopien 1. Konstante menschlicher Gesellschaften (zeitvariabel oder zeitstabil) 2. Heterotopien werden erschaffen und ausgelöscht 3. Integration unvereinbarer Orte (z.B. Theater, Kino) 4. stehen in Verbindung mit zeitlichen Brüchen (z.B. Friedhof) 5. besitzen System der Öffnung und Abschließung
  15. 15. Charakteristika von Utopien & Dystopien • hermetisch abgeschlossene Systeme • Erkenntnismodell: Wie können gesellschaftliche Funktionssysteme (z.B. Bildung) verbessert werden? • Reflektieren historische Entwicklungen und reagieren auf Utopien (Gegenthese) • Wandel in der Bezugsperspektive (Produktionsverhältnisse, Subjektorientierung) • konfligierende Ansätze: individualistisch- vertragstheoretisch vs. kollektiv-utopisch
  16. 16. 03_Cyber_Utopien Cyber_Dystopien „THEREFORE, if you thought that punks on motorcycles were a problem, just wait until you meet the— the— You know, there isn't a good word to describe them?“ ! Bruce Bethke, 1980, zur Entstehungsgeschichte des Begriffs „Cyberpunk“
  17. 17. „Across the Great Wall we can reach every corner in the world.“ Erste Email, die aus China versendet wurde 14. September 1987
  18. 18. –John Perry Barlow, 1996 Declaration of Independence „We are creating a world that all may enter without privilege or prejudice accorded by race, economic power, military force, or station of birth. ! We are creating a world where anyone, anywhere may express his or her beliefs, no matter how singular, without fear of being coerced into silence or conformity.“
  19. 19. „Humanity stands to be profoundly affected by science and technology in the future. We envision the possibility of broadening human potential by overcoming aging, cognitive shortcomings, involuntary suffering, and our confinement to planet Earth.“ ! Transhumanist Declaration http://humanityplus.org/philosophy/transhumanist- declaration/ Transhumanismus
  20. 20. http://andrewjrivers.com/wp-content/uploads/2014/08/Pink-Floyd-Prism-Rainbows-Dark-Side-Of-The-Moon-X-2039484.jpg The Dark Side of the Internet
  21. 21. Was machen wir eigentlich mit den Millionen von Arbeitskräften, die in Zukunft nicht mehr gebraucht werden?
  22. 22. Recasting all complex social situations either as neatly defined problems with definite, computable solutions or as transparent and self-evident processes that can be easily optimized - if only the right algorithms are in place! –Evgeny Morozov, To Save Everything, Click Here, 2013
  23. 23. 04_Utopische und dystopische Elemente von OER
  24. 24. Blaupause für eine bessere Gesellschaft
  25. 25. –Atkins, Brown & Hammond, 2007, p. 5 „At the heart of the movement toward Open Educational Resources is the simple and powerful idea that the world’s knowledge is a public good and that technology in general and the World Wide Web in particular provide an extraordinary opportunity for everyone to share, use, and reuse knowledge. OER are the parts of that knowledge that comprise the fundamental components of education — content and tools for teaching, learning, and research.“
  26. 26. Openness by default
  27. 27. "Es werden Maßnahmen für offenere Lernumgebungen vorgeschlagen, die die Bildung verbessern und effizienter gestalten sollen; so soll ein Beitrag zum Erreichen der Europa-2020-Ziele geleistet werden: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und des Wachstums in der EU durch besser ausgebildete Arbeitskräfte und mehr Beschäftigung.“ ! EU Initiative Opening up Education, 2013
  28. 28. xMOOCs vs cMOOCs • Open als Marketingstrategie (offener, kostenloser Zugang zu „Nicht-OER“) • neoliberale Rahmung: OER/MOOCs zur Förderung des „Humankapitals“ • Open als Doktrin (Zwang zur Herstellung von OER)
  29. 29. Offenheits-Regime
  30. 30. „OER are understood to be an important element of policies that want to leverage education and lifelong learning for the knowledge economy and society. However, OLCOS emphasises that it is crucial to also promote innovation and change in educational practices. ! In particular, OLCOS warns that delivering OER to the still dominant model of teachercentred knowledge transfer will have little effect on equipping teachers, students and workers with the competences, knowledge and skills to participate successfully in the knowledge economy and society. ! This report emphasises the need to foster open practices of teaching and learning that are informed by a competency-based educational framework.“ ! OLCOS Roadmap 2012, p. 12
  31. 31. 05_Zusammenfassung
  32. 32. Utopie Dystopie Heterotopie ! Traditionslinie Cyberspace ! geschlossenes Überwachungssystem (Wikipedia) Charakteristika der digitalen (Wissens-) Gesellschaft Blaupause für eine bessere Gesellschaft „Bildung für alle!“ • Ausgrenzung • Kulturimperialismus • Marginalisierung von OER außerhalb von Hochschulen setzt traditionelle Vorstellungen außer Kraft (freie Inhalte) Teilen: OER als digitale Wissensallmende zur Qualitätsverbesserung Teilen: Vermarktung von Bildungsprozesse in der „Shareconomy“ Ein- und Austritts- mechanismen (CC- Lizenzierung
  33. 33. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

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